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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Staatswirtschaft oder freie Marktwirtschaft?
Demon17Die Frage ist mal wieder aktuell. Durch die Börsenspekulation und die von den Banken und Private-Equity -Fonds verursachte Finanzmarktkrise werden weltweit zig Millionen Jobs vernichtet. Es ist kennzeichnend für den Kapitalismus, das er immer wieder von Krisen heimgesucht wird, die die Existenz von Millionen Menschen vernichten. Irgendwo gibt es immer Fehlentwicklungen, die die anderen mit reinreissen. Die Mittel dagegen sind altbekannt. Der Staat greift in die Wirtschaft ein und es entstehen Betriebe, die zwar sichere Jobs bieten, doch ihre Verluste zu Lasten des Steuerzahlers ausgleichen, oder Monopole bekommen und die Preise einfach festlegen. Keine Organisation verändert sich ohne Druck von aussen. Die Zeche zahlen die, die draußen stehen, denn auf Dauer belasten verkrustete Strukturen das Wirtschaftswachstum. Gerade die Jüngeren finden keine Jobs. Oder müssen wir runter von diesem Wachstumstripp und den Menschen endlich andere Ziele setzen, als möglichst viel Geld zu machen? Müssen wir unseren Gesellschaften ideelle Ziele setzen, oder würde das zwangsläufig wieder in der Diktatur enden?
Creobotra[SIZE=1]möchte jemand mit mir wetten, wer hier bald sein übliches statement schreibt?[/SIZE]


ich versteh nicht genug von markwirtschaft (nach 3 jahren wirtschaftsgymnasium *hüstel*), aber spontan fand ich es ne gute idee, den managern von hedgefonds und konsorten mehr auf die finger zu schauen. ich denke auch, wenn entscheidungen von führungskräften mehr persönliche konsequenzen hätten und nicht zu unrealistischen abfindungen führen würden, könnte das auch schon einiges bringen. prinzipiell find ich nichts daran auszusetzen, wenn der staat regulierend eingreift, aber es sollte eben auch serh vorsichtig damit umgegangen werden. sowas darf nicht zur billigen rettungsleine für unternehmen werden.
coma_blackDie Kontrollorgane sind doch bereits alle vorhanden - die gegenwärtige Krise hat vor allem eines gezeigt, nämlich, daß die Politiker (die sich schon von jeher als die besseren Manager betrachtet haben) nicht einmal zum Ausüben ihrer Kontrollfunktion geeignet sind. Von daher wären Teil- und Ganzverstaatlichungen verheerend.

Meiner Meinung nach sollte man Firmen (auch Banken), wenn sie Murks bauen, einfach hopps gehen lassen. Wenn ich zu doof bin, mein Geschäft richtig zu leiten, oder auch wenn ich einfach Pech habe und die Umsätze nicht stimmen, hat doch auch niemand Hemmungen, mich in den Ruin zu treiben. Zuerst kürzen die Banken den Kredit, weil mein Laden nicht rentabel genug erscheint, anschließend kommen die staatlichen Institutionen hinterdrein und wollen Kohle sehen, wenn nicht erwirkt man eine Gewerbeuntersagung. Harz-IV ist dann das einzige, was einem noch bleibt.

Das hört sich jetzt brutal an, aber wenn die Sache gut geht und man Gewinn erwirtschaftet, heftet man sich den Erfolg aufs Banner und gibt freiwillig auch niemandem was ab - insofern ist es schlicht eine Unverschämtheit, in Krisenzeiten Solidarität einzufordern.

Die "Rettungspakete" jedenfalls sind lediglich ein Mittel, unser ohnehin schon totalitäres System noch ein wenig totalitärer zu machen. Vor allem in Kombination mit der Besinnung auf ideelle Ziele wie Gesundheit und Klimaschutz. Wir sind doch schon mittendrin in der Diktatur!
noire désirIch fände es gut, wenn man sich wieder auf die gute, alte Soziale Marktwirtschaft Erhard'scher Prägung besinnen würde und sich nicht von der verfälschenden Begrifflichkeit [URL=http://www.insm.de/index.html]"Neue soziale Martwirtschaft"[/URL] in die Irre führen lassen würde, die nichts anderes als Neoliberalismus ist, also das, was uns die Krise letztlich eingebrockt hat.

Interessant in diesem Zusammenhang finde ich zudem das Interview mit dem Allianz-Chef [URL=http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/wirtschaft/334/459972/text/]Michael Diekmann[/URL]. Am Ende des (gar nicht ganz so blöden) Gesprächs wurde mir klar, daß wir uns von Fondsmanagern und Investmentbankern erpressbar gemacht haben. Die können die hohen Gehälter und Boni fordern, weil sie damit drohen können, dann einfach zu gehen und damit das Unternehmen in den Untergang zu treiben.

Deren Macht muss also beschnitten werden und in das ganze Wirtschafts- und Geldsystem muss wieder etwas mehr Augenmaß und verantwortungsbewusste Bescheidenheit Einzug halten.

Dann bestünde vielleicht die Möglichkeit, bei der nächsten Krise nicht komplett weggespült zu werden... :)

[size=1](wobei die nächste ja angeblich bereits 2013 in Gestalt einer Ölkrise auf uns wartet)[/size]
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
Meiner Meinung nach sollte man Firmen (auch Banken), wenn sie Murks bauen, einfach hopps gehen lassen. [/QUOTE]
die angestellten und arbeiter der firma sind da sicherlich anderer meinung. der- oder diejenigen, die murks gebaut haben, zahlen sich fröhlich aus und gehen zum nächsten laden. inkompetenz ist meist kein hinderungsgrund.
StonehengeMeine Meinung: Privatwirtschaft da wo sie hingehört und Staatswirtschaft da wo sie hingehört. Die Notwendigkeit einer Staatswirtschaft sehe ich im Bildungs/Forschungs- und Gesundheitswesen (einschließlich Pharmaindustrie ;) ), der inneren und äußeren Sicherheit, für das Gemeinwohl zentrale Dienstleistungen wie Post und Bahn, im gesamten Infrastrukturbereich und vorzugsweise auch im Banken- bzw. Geldwesen.

Privat funktionieren sollten ganz gut Handwerk, Kleinindustrie sowie die gesamte Luxusgüterproduktion (worunter ich auch den Automobilbau zähle), Freizeitbereich, trallala.

Ein etwas kniffliger Fall ist die Landwirtschaft, hier ist es auf jeden Fall angeraten Privatinitiative weitgehend zuzulassen (die Zwangseinpressung in die LPGs zu DDR-Zeiten hatte verheerende Auswirkungen). Allerdings sollte der Staat es nicht zulassen, daß "aus wirtschaftlichen Gründen" die einheimische Landwirtschaft vollkommen zusammenbricht, da eine Abhängigkeit vom Ausland in Punkto Nahrungsmitteln im Ernstfall das gesamte Volk zum "Leibeigenen" ausländischer Agrarindustrie (ich spreche hier bewußt nicht mehr von Landwirtschaft) machen kann. Vielmehr sollte schon von der Schule an den Menschen der Wert von Lebensmitteln und Möglichkeiten zur selbstständigen zumindest Teilversorgung nahegebracht werden. Idee wären z.B. auch Pflanzprogramme von Obst- und Nußbäumen entlang öffentlicher Wege, von denen die Allgemeinheit gleich mehrfach profitieren kann.

Diejenigen Wirtschaftszweige die ich in meiner Aufzählung übergangen habe darf wer will hinzufügen, bei einigem ist sicher auch zweifelhaft wo sie nun einzuordnen wären.

Gruß
Stone
ÂmeNoirIch bin der Meinung, daß bestimmte Bereiche in staatlicher Hand bleiben und nicht privatisiert werden sollten. Wie Stonehenge, halte auch ich eine gesunde Mischung aus Staat und privat für sinnvoll.

Zudem bin ich davon überzeugt, daß das komplette Wirtschaftssystem gründlich überdacht werden sollte, da u. a. Wirtschaftswachstum auf Dauer nicht funktionieren kann, da dem Wachstum irgendwo eine natürliche Grenze gesetzt ist. Wenn mehr und mehr produziert wird, müßten auch mehr Konsumenten mehr und mehr konsumieren. Doch irgendwann ist der Bedarf einfach gedeckt, jeder Konsument versorgt bis überstättigt. Zur Übersättigung des Marktes an sich trägt meines Erachtens vor allem die Automatisierung bei, so daß in immer weniger Zeit immer mehr produziert werden kann. Hinzu kommt, daß durch Automatisierung viele Arbeitsplätze verloren gehen, Maschinen den Kostenfaktor "Mitarbeiter" ersetzen. Das Ziel des Ganzen ist, die innerhalb kürzester Zeit Gewinne zu maximieren und die Konkurrenz möglichst auszuschalten, Monopolstellung zu erlangen. Die soziale Verantwortung den Mitarbeitern und dem Funktionieren des ganzen Gefüges gegenüber, bleibt dabei völlig auf der Strecke.

Fussionierungen sind m. E. ein weiteres Übel, welches dazu beiträgt, daß die Zahl der Arbeitslosen wehement steigt, denn bei wohl jeder Fussionierung bleiben zig Arbeitsplätze auf der Strecke. Erschwerend kommt noch hinzu ... wenn Großkonzerne Konkurrenten unterliegen, also in Konkurs gehen, dabei wiederum Unmengen an Arbeitsplätze verloren gehen. Deshalb halte ich es für enorm wichtig, daß das Bundeskartellamt, wesentlich mehr darauf achtet, daß Branchenriesen nicht miteinander fussionieren. Eine große Anzahl an klein- und mittelständischen Betrieben sichert das ganze Gefüge, zudem bleibt so auch die Produktvielfalt und die Flexibilität erhalten.

Ein großes Problem sehe auch ich in der Erpressbarkeit des Staates durch Wirtschaftsbosse. Die Wirtschaft regiert mittlerweile den Staat und bestimmt wo es lang geht, nicht mehr der Staat den Staat.
Ronin76[quote]Die Frage ist mal wieder aktuell. Durch die Börsenspekulation und die von den Banken und Private-Equity -Fonds verursachte Finanzmarktkrise werden weltweit zig Millionen Jobs vernichtet.[/quote]
Das sind nicht die Verursacher sondern die Akteure. Die Hauptursache ist primär das globale Zinssystem und die Gier der Menschen. Zinsen an sich sind ein Schneeballsystem. Die daraus resultierenden Weltwirtschaftskriesen und Kriege sind unabwendbar und ein fester Bestandteil davon. Die folgenden Wirtschaftskrisen werden noch viel gewaltiger sein, da die Gewinne parallel zur Verschuldung exponentiell anwachsen. Würde von euch jemand freiwillig an einem Schneeballsystem mitmachen, wo schon im Vorraus feststeht, daß ihr verlieren werdet ?

[quote]
Gerade die Jüngeren finden keine Jobs.[/quote]
Das mag daran liegen, daß zB die deutsche Bevölkerung stark überaltert. Im Bundestag ist der Großteil der Abgeordneten schon heute über 50 Jahre alt. Diese vertreten primär die Interessen ihrer Altersgruppe, was man zB am Rentensystem gut erkennen kann. Viele Rentner und vor allem Pensionäre bekommen mehr Rente/Pension, als zB ein körperlich schwer belasteter Arbeiter mit einer 40-Std-Woche netto im Monat ausgezahlt bekommt. Es ist also nicht mehr nur ein Kampf zwischen arm und reich sondern auch zwischen alt und jung, denn alt = reich und jung = arm.

Des weiteren ist es im Prinzip auch gar nicht notwendig einen Job zu finden oder zu haben, es findet nur keine notwendige Umfinanzierung statt. In einer Zeit wo produktiontechnisch betrachtet ein Großteil automatisiert werden könnte und auch schon ist, werden nur noch wenig Arbeitnehmer benötigt, und trotzdem wird auch weiterhin krampfhaft versucht an diesem sinnlosen und veralteten Konzept festzuhalten.
Sehen wir und doch mal die heutigen Ergebnisse "moderner" Produktionen näher an. Da werden größtenteils nur sehr minderwertige Produkte erschaffen, die eine festgelegte, sehr kurze Lebensdauer von wenigen Jahren haben. Ein Telefon der unteren Preisklasse darf zB ungefähr 2 Jahre benutzbar sein, das Paar Socken nur 2 Monate. Es wird also absichtlich viel Müll produziert obwohl man diese, und auch viele andere, Produkte durch eine hohe Qualität viel länger haltbar machen könnte. Es werden künstliche Arbeitsplätze erschaffen, welche meiner Ansicht nach überhaupt keine Daseinsberechtigung haben. Ökonomisch betrachtet ist das eine Katastrophe.


[quote]Oder müssen wir runter von diesem Wachstumstripp und den Menschen endlich andere Ziele setzen, als möglichst viel Geld zu machen? Müssen wir unseren Gesellschaften ideelle Ziele setzen, oder würde das zwangsläufig wieder in der Diktatur enden?[/quote]
Solange Ideale kein Zwang werden besteht auch nicht die Gefahr einer Diktatur. Eine Grundvoraussetzung einer Diktatur ist doch eine ideologische Gleichschaltung, die mit Angst, Bestrafung und Zwang einher geht. Also so ähnlich wie in der BRD. Neue Ziele sind zwar wünschenswert, doch dazu müsste sich erst mal das Bewußtsein der meisten Menschen ändern. Dieses Bewußtsein wird sehr stark duch Medien, Werbung und Politik beeinflusst.
XenomorphWas sollen denn bitteschön ideelle Ziele mit einer Diktatur zu tun haben...? - oder warum sollten sie einer solchen förderlicher sein als der rein materialistisch ausgerichtete Kapitalismus...? Das Gegenteil ist erwienermassen der Fall, da wir schon lange in einer Diktatur leben - der Diktatur des Kapitals, und nicht die Banken oder irgendwelche "schwarzen Schafe" unter den Bankiers und Börsenspekulanten haben das System - endlich - ins Wanken gebracht, sondern dieses selbst...denn es verhält sich genau in der Weise, dass umso mehr Armut in den Reihen der Lohnabhängigen geschaffen wird, je mehr produziert wird...es herrscht also Überproduktion an Gütern bei gleichzeitigem Mangel an - zahlungsfähigen - Abnehmern vor, was zu Armut führt...Grund für die Armut sind die steigenden Gewinne des Kapitals, das die Löhne seiner Sklaven immer weiter nach unten dumpen muss, um die Gewinnmaximierung, in Kapitalistenneusprech auch als "Wirtschjaftswachstum" bezeichnet, weiterhin aufrechterhalten zu können - als "Heilmittel" kreischen die Kapitalisten natürlich sogleich nach noch mehr Arbeit - noch mehr muss produziert und in den bereits überlasteten Kreislauf eingespeist werden - was der bereits übersättigte und stagnierende Markt erst recht nicht mehr "verdauen" kann - und was wieder von neuem auf den Kreislauf zurückschlägt und zu noch mehr Armut führt... diese sogenannte "Finanzkrise" ist somit nur eine Art negativer Rückoppelung, ein Symptom der Krise und nicht dessen Ursache, wie die staatlichen Verblödungsmediem es dem "niederen Volk" weiszumachen versuchen: dann waren es halt irgendwelche "habgierigen Raffhälse", die sich "nur bereichern" wollten, geradezu als ob nicht das System an sich schon die Quelle aller Raffgier wäre...hier wird dann das, was sonst als glänzende Tugend propagiert wird, plötzlich einzelnen "Buhmännern" als große Sünde in die Schuhe geschoben, da das Volk ja mit einem Sündenbock ruhiggestellt werden muss...
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B][SIZE=1]möchte jemand mit mir wetten, wer hier bald sein übliches statement schreibt?[/SIZE]
[/B][/QUOTE]

Ja, hier - ich möchte! :D
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
Ja, hier - ich möchte! :D [/QUOTE]
ein post zu spät. sorry.
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B] Das Gegenteil ist erwienermassen der Fall, da wir schon lange in einer Diktatur leben - der Diktatur des Kapitals, und nicht die Banken oder irgendwelche "schwarzen Schafe" unter den Bankiers und Börsenspekulanten haben das System - endlich - ins Wanken gebracht, sondern dieses selbst...[/B][/QUOTE]

Ich denke, wir leben in einer Diktatur der Dummheit, der Unaufgeklärtheit. Alle Wege, die Gesellschaft zu verändern (und sie nicht durch ein nicht bereits in der Geschichte gescheitertes Modell auszutauschen), führen zur Wahlurne. Dort wird aber das eigentliche Dilemma offensichtlich: die durchweg hohle, phrasendreschende, machtgeile und verlogene Bagage, die sich zur Wahl stellt, taugt nicht einmal für den Vorsitz einer Kleingartensparte. Und die Wähler, die ein Votum der Massen repräsentieren sollen, lesen mehrheitlich BILD, haben Angst um ihre Jobs (nur die eigenen, versteht sich) und denken kaum in größeren Zusammenhängen. Selbst wenn einer das wollte: die Wahlprogramme der Parteien sind geballter Schwachsinn und werden auch durch die Verwendung von Hochglanzpapier nicht besser.

Aber was schreibe ich hier: Wer liest überhaupt Wahlprogramme? Wer wählt überhaupt?

Wen schert es?
HephIch denke das eingreifen des Staates in die wirtschaft ohne die freie Marktwirtschaft zu gefährden ist (zum Teil) möglich.

Am Beispiel Opel wäre es eine sehr schön wenn der Staat eine Hilfsfinnanzierung anschiebt (gegen ein stimmiges un solides Arbeitskonzept) dafür aber an späteren gewinnen beteiligt wird oder/und gewisse Vorschriften machen darf.
Zum Bleistift könnte die Bundesregierung Opel fördern unter der Premisse die aufgewendeten Mittel zurück zu erhalten (ohne Zins) und der entwicklung besserer umweltschonender Tech/ einem vernüftig funktionerendem und sparsamen Elektroauto.
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von Gezeichneter [/i]
[B]Ich denke, wir leben in einer Diktatur der Dummheit, der Unaufgeklärtheit. Alle Wege, die Gesellschaft zu verändern (und sie nicht durch ein nicht bereits in der Geschichte gescheitertes Modell auszutauschen), führen zur Wahlurne. Dort wird aber das eigentliche Dilemma offensichtlich: die durchweg hohle, phrasendreschende, machtgeile und verlogene Bagage, die sich zur Wahl stellt, taugt nicht einmal für den Vorsitz einer Kleingartensparte.[/QUOTE]

:D ... Wir leben zudem auch in einer Zeit der Kritiklosigkeit und der Ja-Sager. Viele Bürger lassen sich von dem schönen Schein des Materialismus absolut blenden, Hauptsache ist, fleißig konsumieren zu können und sich die neuesten, modernsten Dinge kaufen zu können, dann sind sie befriedigt. Was dahinter steckt interessiert nicht. Zudem denke ich, daß die Menschheit aus der Vergangenheit nicht viel bis nichts gelernt hat, eine echte Weiterentwicklung nicht wirklich stattgefunden hat.

[QUOTE]Und die Wähler, die ein Votum der Massen repräsentieren sollen, lesen mehrheitlich BILD, haben Angst um ihre Jobs (nur die eigenen, versteht sich) und denken kaum in größeren Zusammenhängen.[/QUOTE]

Die anscheinende Unfähigkeit, in größeren Zusammenhängen denken zu können, ist wohl mit das grundsätzliche Übel. Zudem beschränkt Angst und macht abhängig.

[QUOTE]Selbst wenn einer das wollte: die Wahlprogramme der Parteien sind geballter Schwachsinn und werden auch durch die Verwendung von Hochglanzpapier nicht besser.[/QUOTE]

Nochmals :D ... Auch die Herren Politiker schaffen es nicht, in größeren Zusammenhängen zu denken, sind stattdessen hauptsächlich nur an sich selbst und am Wohl der eigenen Partei interessiert.

Insgesamt gesehen ist ein absolutes Umdenken notwendig, auch was das Wirtschaftssystem angeht, alles bisher praktizierte endet immer wieder in der gleichen Sackgasse.
Skeptikersau[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Das sind nicht die Verursacher sondern die Akteure. Die Hauptursache ist primär das globale Zinssystem und die Gier der Menschen. Zinsen an sich sind ein Schneeballsystem. [/B][/QUOTE]

Das ist falsch. Richtig ist, dass Zinsen in unserem jetzigen (sozialistischen) Banken- und Währungssystem ein Schneeballsystem sind, das mathematisch gesehen in den Ruin führen wird (und zwar ganz sicher).

Der Zins an sich aber ist nicht böse, wenn man betrachtet, was er eigentlich ist bzw. sein sollte: eine Gewinnbeteiligung, die strikt durch den Gewinn begrenzt ist und bei dem es immer ein Verlustrisiko gibt.

Zinsen können nur auf eine einzige Art funktionieren, ohne die Währung zu ruinieren: A geht zur Bank mit seinem Gelde. Die Bank vermittelt an Unternehmer B, der eine gute Geschäftsidee hat. Die Bank sagt zu A: Du bekommst soundsoviel Zinsen, wenn B Erfolg hat. Wenn B aber nicht Erfolg hat, kann Dein Geld ganz oder teilweise verloren sein. Dieses System kann auch sehr gut regional funktionieren, ideal wäre es, wenn A und B sich persönlich kennenlernen würden. Bei Face-to-Face-Kontakten betrügt man den anderen nicht so leicht wie bei anonymen Geldtransfers (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Nur auf diese Weise findet keine Geldmengenerweiterung statt. Es solches System würde auch Komsumkredite an nicht kreditwürdige Personen strikt verhindern, was besonders wichtig ist, da ein beträchtlicher Teil der jetzigen Krise die Ursache darin hat, dass Kredite an nicht kreditwürdige Personen erteilt wurden, was wiederrum nur durch Staatseingriffe möglich war (siehe die halbstaatlichen Monstren Fannie Mae und Freddy Mac).

Viele Grüße

G.
Skeptikersau[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Die Frage ist mal wieder aktuell. Durch die Börsenspekulation und die von den Banken und Private-Equity -Fonds verursachte Finanzmarktkrise werden weltweit zig Millionen Jobs vernichtet. Es ist kennzeichnend für den Kapitalismus, das er immer wieder von Krisen heimgesucht wird, die die Existenz von Millionen Menschen vernichten. [/B][/QUOTE]

Arbeitsplätze, die er vorher geschaffen hat und die oft jahrelang Menschen ernährt haben.

Jede Gesellschaft bringt Krisen hervor. Nicht nur der Kapitalismus. Die Krisen, die wir heute haben, stammen vom Staat, vom Banken- und Währungssystem, die alle mit Kapitalismus nicht den Hauch gemeinsam haben.

Ja, es gibt Krisen im Kapitalismus. Aber er - definiert als möglischt niedrige Staatsquote und Freihandel auf fast allen Gebieten - kann als einziges System schnell auf die Krise reagieren, wenn man ihn lässt. Man lässt ihn aber nicht, und deshalb ziehen sich Krisen ewig lange hin. Eine vermachtete, sozialstaatliche Gesellschaft wie Deutschland kann auf Krisen nicht reagieren, ohne ins Wanken zu geraten.

Viele Grüße

Dr. O.
Skeptikersau[QUOTE][i]Original geschrieben von noire désir [/i]
[B]Ich fände es gut, wenn man sich wieder auf die gute, alte Soziale Marktwirtschaft Erhard'scher Prägung besinnen würde und sich nicht von der verfälschenden Begrifflichkeit [URL=http://www.insm.de/index.html]"Neue soziale Martwirtschaft"[/URL] in die Irre führen lassen würde, die nichts anderes als Neoliberalismus ist, also das, was uns die Krise letztlich eingebrockt hat.

Interessant in diesem Zusammenhang finde ich zudem das Interview mit dem Allianz-Chef [URL=http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/wirtschaft/334/459972/text/]Michael Diekmann[/URL]. Am Ende des (gar nicht ganz so blöden) Gesprächs wurde mir klar, daß wir uns von Fondsmanagern und Investmentbankern erpressbar gemacht haben. [/B][/QUOTE]

Das hört auf, wenn diese Leute persönlich für ihre Taten verantwortlich gemacht werden, d.h. mit ihrem Privatvermögen.

Ich finde eine Rückkehr zu Erhards Prinzipien auch gut. Du bringst aber etwas durcheinander: das, was heute abgeht, hat mit Neoliberalismus nichts zu tun. Erhard war vielmehr ein Neoliberaler. Soziale Marktwirtschaft und Neoliberalismus sind historisch-ideengeschichtlich eng miteinander verknüpft.
Soziale Marktwirtschaft bedeutete aber bei Erhard: dass die Marktwirtschaft an sich sozial ist und gerade deshalb dafür sorgt, dass die Leute ohne Subventionen für sich selber sorgen können. Erhard meinte keineswegs, dass die Marktwirtschaft erst durch uferlose Sozialleistungen, ein Gewirr von arbeitsrechtlichem Schwachsinn und Staatseingriffe sozial gemacht werden muss.

Diese Unterscheidung ist ausgesprochen bedeutsam !

Es ist übrigens Ironie der Geschichte, dass Erhard ein auf Freiwilligkeit beruhendes Wirtschaftssystem praktisch diktatorisch gegen den Willen der Besatzungsmächte wie auch der deutschen politischen Parteien eingerichtet hat.

Viele Grüße

G.
Skeptikersau[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B][SIZE=1]möchte jemand mit mir wetten, wer hier bald sein übliches statement schreibt?[/SIZE]


ich versteh nicht genug von markwirtschaft (nach 3 jahren wirtschaftsgymnasium *hüstel*), a [/B][/QUOTE]

Hast Du dort mal die Namen Mises, Menger, Böhm-Bawerk, Rothbard; Hazlitt, Sennholz oder Hayek gehört ?

Das würde mich brennend interessieren !

Viele Grüße

G.
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Skeptikersau [/i]
Das würde mich brennend interessieren !
[/QUOTE]
hu? brennend sogar? warum?
Skeptikersau[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]hu? brennend sogar? warum? [/B][/QUOTE]

Was ist so kompliziert ? Ich möchte gerne wissen, welchen Rang, ob überhaupt einen, die von mir genannten Wissenschaftler auf einem Wirtschaftsgymnasium einnehmen und ob meine Vorurteile über die in den staatlichen Organisationen gelehrten Wirtschafstheorien richtig sind (insofern Dein Gymnasum staatlich ist, was ich vermute).

Viele Grüße

G.
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Skeptikersau [/i]
Was ist so kompliziert ? Ich möchte gerne wissen, welchen Rang, ob überhaupt einen, die von mir genannten Wissenschaftler auf einem Wirtschaftsgymnasium einnehmen und ob meine Vorurteile über die in den staatlichen Organisationen gelehrten Wirtschafstheorien richtig sind (insofern Dein Gymnasum staatlich ist, was ich vermute).
[/QUOTE]
ja, warum so kompliziert? die antwort ist nein, nie gehört. aber ich hab mein abi 91 gemacht, insofern...
die theorien von wirtschaftswissenschaftlern zu besprechen auf nem gymnasium halt ich aber auch für etwas ... ich weiss nicht.
Cthugha[QUOTE][i]Original geschrieben von Skeptikersau [/i]
[B]Hast Du dort mal die Namen Mises, Menger, Böhm-Bawerk, Rothbard; Hazlitt, Sennholz oder Hayek gehört ?
[/B][/QUOTE]

Hmm, Österreichische Schule. Gerade bei denen frage ich mich immer, wie ernst man Wirtschaft als Wissenschaft tatsächlich nehmen kann.

Immerhin gab es 1966 einen jungen Ökonom österreichischer Prägung, der die Mechanismen der aktuellen Krise deutlich benannt und vorhergesagt hat. Dummerweise war das der gleiche Spaßvogel, der den Karren 35 Jahre später vor die Wand gefahren hat: Alan Greenspan. Man könnte direkt meinen, er wollte seine Thesen unbedingt mal ausprobieren,
CagliostroSowohl als auch:

Dort privatisieren, wo der Staat überfordert wäre oder wo kaufmännische Grundsätze besser wären, als die Kameralistik.

Jedoch gibt es politische Ziele.
Das Postgeheimnis z.B. oder aber auch die Mobilität in einem Staat sind unerhört wichtig.
Somit sind meiner Meinung nach, die Post und die Bahn nur unter staatlicher Regie denkbar, alles andere ist fast schon verfassungswidrig.
Die Post ist in den vielzitierten kapitalistischen USA staatlich!
In Neuseeland wird die Bahn teilweise wieder re-verstaatlicht.
Hier ist der Staat eindeutig als Dienstleister gefragt.
Ähnliches mit Wasser und Strom usw.
Das alles muss aus politischen Gründen in öffentlicher Hand sein.
riomarWo ist das Problem? Die Marktwirtschaft funktioniert doch perfekt, wenn man Herrn Sinn hört. Es braucht bloß regelmäßig immer größere Eringriffe und finanzielle Hilfen des Staates. Das gehört eben zum Funktionieren des Wirtschaftssystems. Wenn es ums Sozialsystem geht, ist das natürlich anders, dann heißt es "Weniger Staat!". Vielleicht sollte Deutschland mal wieder einen Krieg vom Zaun brechen und verlieren. Dann müssten wir die ganze Gesellschaft neu aufbauen und hätten wieder Vollbeschäftigung.
Manley[QUOTE][i]Original geschrieben von riomar [/i]
[B]Vielleicht sollte Deutschland mal wieder einen Krieg vom Zaun brechen und verlieren. Dann müssten wir die ganze Gesellschaft neu aufbauen und hätten wieder Vollbeschäftigung. [/B][/QUOTE] [B][COLOR=crimson]ich hoffe doch sehr, dass du das ironisch gemeint hast! [/COLOR][/B]
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von riomar [/i]
[B]Wo ist das Problem? Die Marktwirtschaft funktioniert doch perfekt, wenn man Herrn Sinn hört. .....



Herr Sinn ist einer von der BILDzeitung protegierter Wirtschaftsfaschist.
Er würde auch Gulags befürworten, wenn sie sich betriebswirtschaftlich rentieren.
Demon17[QUOTE]Arbeitsplätze, die er vorher geschaffen hat und die oft jahrelang Menschen ernährt haben.[/QUOTE]

Das Problem ist die Fehlsteuerung. Nehmen wir die Autoindustrie, statt bezahlbare umweltverträgliche Vehikel zu bauen, werden für Normalbürger unbezahlbare Spritfresser gebaut, wie sie sich fast nur die Zocker an den Börsen und überbezahlte Manager leisten können. Jetzt gibt es eine Absatzkrise.

[QUOTE]Jede Gesellschaft bringt Krisen hervor. Nicht nur der Kapitalismus. Die Krisen, die wir heute haben, stammen vom Staat, vom Banken- und Währungssystem, die alle mit Kapitalismus nicht den Hauch gemeinsam haben. [/QUOTE]
Wie bitte, die mangelhafte Kontrolle des Finanzsystems ist Kapitalismus pur. Schließlich bezahlt das Kapital den Wahlkampf des US-Präsidenten. Die Banken sind das Nervensystem des Kapitalismus und haben sich kurzsichtig, gierig und dumm verhalten, wie es der Chef der Bafin ausdrückte.

[QUOTE]Ja, es gibt Krisen im Kapitalismus. Aber er - definiert als möglischt niedrige Staatsquote und Freihandel auf fast allen Gebieten - kann als einziges System schnell auf die Krise reagieren, wenn man ihn lässt. Man lässt ihn aber nicht, und deshalb ziehen sich Krisen ewig lange hin. Eine vermachtete, sozialstaatliche Gesellschaft wie Deutschland kann auf Krisen nicht reagieren, ohne ins Wanken zu geraten.

Viele Grüße

Dr. O.[/QUOTE]

Das ist ja nun ausgemachter Schwachsinn. Die Entwicklung in den USA und England zeigt doch, wohin das führt. Die Jobs in der Produktion werden ins Ausland verlagert, Bänker, Hedgefonds und Private Equity Zocker verramschen die Industrie und blasen eine Spekulationsblase nach der anderen auf, die dann irgendwann platzt, worauf sie nach dem Staat schreien. Das war schon im Mittelalter so. Die erste frühkkapitalische Krise gab es in Holland. Die Leute spekulierten auf Tulpenzwiebeln. Zum Schluss gab es eine halbe Tulpenzwiebel für einen Bauernhof. Alle zockten, immer weniger arbeiteten und nacher war das Elend groß. Die Richtung muss die Politik angeben. Das Wirtschaftssystem ist nicht in der Lage weiter als bis zur nächsten Jahresbilanz zu denken. Außerdem wird es immer materiellen Werten den Vorzug geben. Eine Gesellschaft lebt aber nicht vom Brot allein, sie braucht langfristige Zielsetzungen.
Zum Beispiel einen Ausgleich von Geburten- und Sterberate. Sonst entsehen hochprofitable Unternehmen in einer aussterbenden Gesellschaft, die die Grundlagen ihrer Existenz verzehrt.

Das Kernproblem ist doch diese Schuldenpolitik auf allen Ebenen. In den USA ist jetzt sowohl der Staat, als auch die Bürger und die meisten Unternehemen überschuldet. Insofern ist es doch eine Frage der Zeit, wann die echte Krise kommt.
HellscreamIch denke auch das es nur noch eine Frage der Zeit ist wann das System als ganzes in sich zusammen bricht. Die Puppenspieler der elenden Menschheit werden dann allerdings wo anders in allem erdenklichen Freuden sein. Staatswirtschaft oder freie Marktwirtschaft? Das ist egal so lange korrupte Alpha Tiere bei uns die Macht in den Händen halten. Ob die Zuhälter nun ausbeuten mit dem Gesicht des Staates oder eines Konzerns ist doch recht egal. Erst einmal muss die Macht Verteilung nicht nur in diesem Land neu geregelt werden bevor man sich in aller Vernunft an die Frage nach einen geeigneten Wirtschaftssystem macht. Die größten Löcher im System hatte wie ich das sehe der Machtmissbrauch gerissen, der von System selber bedingt, ja verlangt wurde.
ÂmeNoirBei all dem sollte man aber eines nicht vergessen ... wir alle lassen zu, daß es so kam, wie es jetzt ist, wir alle machen auch fleißig mit und unterstützen, nur ziehen wir letztendlich den Kürzeren und fühlen uns dann betrogen und belogen und benachteiligt ... WIR sind unseres Glückes Schmied.

Geht denn irgendjemand auf die Barrikaden und wehrt sich spürbar gegen jenes, was da seit geraumer Zeit abgeht? Nein, wir gehen alle den Weg des geringsten Widerstandes, motzen vom heimischen Sofa aus. Wollten wir tatsächlich ein 3 Liter-Auto, könnten wir z. B. dafür demonstrieren, die Autokonzerne belagern und damit verdeutlichen, was wir wünschen und nicht wünschen usw.

Und die Wenigen, die seit langem und bereits im Vorfeld darauf aufmerksam mach(t)en (und sich dafür einsetzen), daß das Wirtschaftssystem an allen Ecken und Enden krankt, wurden und werden immer und immer wieder belächelt, als Spinner abgetan, die von der Sache ja überhaupt keine Ahnung haben.
Hellscream[QUOTE]geschrieben von ÂmeNoir
Bei all dem sollte man aber eines nicht vergessen ... wir alle lassen zu, daß es so kam, wie es jetzt ist, wir alle machen auch fleißig mit und unterstützen, nur ziehen wir letztendlich den Kürzeren und fühlen und dann betrogen und belogen und benachteiligt ... WIR sind unseres Glückes Schmied.

Geht denn irgendjemand auf die Barrikaden und wehrt sich spürbar gegen jenes, was da seit geraumer Zeit abgeht. Nein, wir gehen alle den Weg des geringsten Widerstandes, motzen vom heimischen Sofa aus. Wollten wir tatsächlich ein 3 Liter-Auto, könnten wir z. B. dafür demonstrieren, die Autokonzerne belagern und damit verdeutlichen, was wir wünschen und nicht wünschen usw.

Und die Wenigen, die seit langem und bereits im Vorfeld darauf aufmerksam mach(t)en (und sich dafür einsetzen), daß das Wirtschaftssystem an allen Ecken und Enden krankt, wurden und werden immer und immer wieder belächelt, als Spinner abgetan, die von der Sache ja überhaupt keine Ahnung haben.[/QUOTE]

Absolut Richtig. Nur musst du auch die Abhängigkeiten sehen die vorherrschen. Wenn jemand sich am Tag Stundenlang in einer Fabrik kaputt gearbeitet hat um seine Familie durch zu bringen, wird er kaum noch die Kraft haben sich kritisch mit den Informationen zu befassen mit denen er gefüttert wird. Blöd nur das die die Geld dafür erhalten und vom Volk dafür beauftragt wurden sich kritisch mit Dingen zum Wohl eben dieses Volkes auseinander zu setzen ihre Aufgabe nicht nachkommen. Nicht nur das Neoliberal Wirtschaft System ist gescheitert sondern auch die parlamentarische Demokratie, die sich einkaufen hat lassen. Steuer Milliarden gegen Partei Spenden und Vorstands Sitze. Das traurige ist das man es ihnen öffentlich sogar eingesteht Lügen, Betrügen und Heucheln zu dürfen an allen Ecken, wenn wundert es da noch? Wenn wundert es das Generationen von Wirtschaftsstudenten aller Art denen man gepredigt hatte das Gier und Geld alles sind worauf sie zu achten hätten, diese Wirkung von heute haben? Ich habe eigentlich gar nichts dagegen das die Menschen die mit ihrem eigenen Leben mehr als genug beschäftigt sind, nicht gleich auf die Straße rennen um einem wütenden Mob zu bilden. Nur die Dummheit trotzdem immer wieder die selben politisch Ideologischen Kräfte zu wählen, die für eben diese Missstände verantwortlich sind ist mir zu wieder.
Demon17Da hast Du allerdings recht ÂmeNoir. Die Politikverdrossenheit liefert die Gesellschaft dem ungezügelten Gewinnstreben auf Kosten anderer zunehmend aus. Nach dem Motto: töte den Gegner bevor er Dich tötet. (Wallstreet-Sprache laut Spiegel) Der Zitierte war zur Zeit der Lehmannpleite für den Finanzsektor in der US-Regierung zuständig.

Nur welche Erfahrungen haben wir gemacht mit der Grasswurzelpolitik? Ich war Jahrzente lang genervt von den wirren Utopisten in den Seminaren. Glaubst Du wirklich, die Wirtschaft läuft besser, wenn jeder was im Keller bastelt und es dann verkauft? Das Problem ist das Know How. Die postmoderne, kapitalistische Gesellschaft hat ein Ausmaß an Komplexität erreicht, dessen kausale Wirkungszusammenhänge kaum noch nachzuvollziehen sind, geschweige denn Vorherzusehen sind. Sicher gibt es immer einige Wenige, die nachher recht behalten, doch woher soll man vorher wissen, welche Stimmen aus dem großen Chor der Propheten das richtige Lied singen?

Ein weiteres Problem ist, dass das Know How immer an Menschen gebunden ist, diese haben Interessen. So darf man sich nicht wundern, wenn die Finanzexperten der Welt so offenbar mit Blindheit geschlagen waren. Denn diese Blindheit ließ sie reich werden und selbst wenn sie sahen, so konnte man die Risiken doch noch über Zertifikate an unwissende Rentner in Deutschland verkaufen. (In vielen Ländern, wie den USA zum Beispiel, sind solche Geschäfte verboten, in Deutschland leider nicht, soviel zur freien Marktwirtschaft und den Deregulierungswünschen des Herrn Westerwelle.)

Langer Rede, kurzer Sinn, es gibt in Deutschland keine Organisation, die über das notwendige Know How und gleichzeitig über die Glaubwürdigkeit verfügt, eine nachhaltige Politik im Interesse der Allgemeinheit zu verfolgen. Wir haben aber auch als Menschen nicht die notwendige Reife, solange überflüssiger Luxus für Einzelne wichtiger ist, als sinnvolle Perspektiven für die Bevölkerung insgesamt, die sich nicht im Konsum erschöpfen.
Skeptikersau[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B].

Wie bitte, die mangelhafte Kontrolle des Finanzsystems ist Kapitalismus pur.
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Es gibt keine mangelnde Kontrolle. Es gibt nur falsche Kontrolle. Fehlen würde die staatliche Kontrolle dann, wenn der Staat die Kreditgeldschöpfung unterbinden würde, wenn Staat und Bankensystem getrennt wären. Das ist aber nicht so. Es existieren ja schließlich Zentralbanken. Zentralbanken sind, wie der Name schon sagt, Elemente einer Zentralverwaltungswirtschaft.
Das Geldsystem wird vom Staat kontrolliert, indem er immer mehr Geld hineinpumpt (so dass es sich die Leute nicht mehr verdienen müssen) und die Zinsen manipuliert. Das ist das Gegenteil von Markt.
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Schließlich bezahlt das Kapital den Wahlkampf des US-Präsidenten. Die Banken sind das Nervensystem des Kapitalismus und haben sich kurzsichtig, gierig und dumm verhalten
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Aber warum ? Weil sie wußten: zur Not können wir ja den Staat und damit den Steuerzahler erpressen. Außerdem gibt es ja in Form der FED immer noch einen Lender of the last Resort. Und deshalb haben die Banken sich so risikofreudig verhalten. Schafft die Haftung des Steuerzahlers für die Fehler der Banken ab, und dann läuft die Sache.

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Das ist ja nun ausgemachter Schwachsinn. Die Entwicklung in den USA und England zeigt doch, wohin das führt.
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Beides schon seit Jahrzehnten keine kapitalistischen Länder mehr.

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Die erste frühkkapitalische Krise gab es in Holland. Die Leute spekulierten auf Tulpenzwiebeln. Zum Schluss gab es eine halbe Tulpenzwiebel für einen Bauernhof. Alle zockten, immer weniger arbeiteten und nacher war das Elend groß.
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Ja und man sollte die Leute in dem Elend lassen, damit sie erkennen, dass Spekulation böse Folgen haben kann. Das Platzen von Blasen ist ein Selbstreinigungsmittel des Kapitalismus. Man muss es gestatten. Tut man es nicht, sondern pumpt statt dessen staatlicherseits immer mehr Geld in den Wirtschaftskreislauf (auch durch das Niedrighalten der Zinsen), dann bläst man eine noch größere Blase auf. Die droht dann auch wieder zu platzen. Dann kommt der Staat mit noch mehr Geld usw. Irgendwann wird solch ein System in Hyperinflation enden. Diese ist aber einzig und allein durch Staatseingriffe möglich ! Schau nur nach Simbabwe.

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Die Richtung muss die Politik angeben. Das Wirtschaftssystem ist nicht in der Lage weiter als bis zur nächsten Jahresbilanz zu denken.
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Ach, und der Politiker ist in der Lage, über die nächste Wahl hinaus zu denken ? Diese Idee halte ich für reichlich kühn. Du bist sehr optimistisch, wenn Du meinst, dass man, indem man Figuren wie Bush, Obama, Merkel, von der Leyen, Schäuble, Steinmeier und Co. mit noch mehr Macht ausstattet, die Welt bessern kann. Politiker stellen eine Negativauslese da. Je übler ein Mensch, desto höher in der Politik.

Ein Unternehmer kann und muss hingegen langfristig denken. Zumindest einer, der weiß, dass ihn im Versagensfalle keiner rettet. Solche Unternehmertypen sind aber durch staatliche Regelungen in den letzten Jahrzehnten vernichtet worden: ich spreche von dem Eigentümer-Unternehmer (im Gegensatz zum Manager, den man von jeder Verantwortung entbindet, Manager sind in der Regel nicht weniger Abschaum als Politiker).
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Außerdem wird es immer materiellen Werten den Vorzug geben. Eine Gesellschaft lebt aber nicht vom Brot allein, sie braucht langfristige Zielsetzungen.
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Materiellen Werten wird der Vorzug gegeben, wenn die Leute diese nachfragen. Es steht Dir frei, dies nicht zu tun. Langfristige Zielsetungen kommen von Individuen. Aber bestimmt nicht von Politikern, mögen sie auch "demokratisch" gewählt sein.

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Zum Beispiel einen Ausgleich von Geburten- und Sterberate. Sonst entsehen hochprofitable Unternehmen in einer aussterbenden Gesellschaft, die die Grundlagen ihrer Existenz verzehrt.
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Ach, dann soll der Staat Leute zwingen, schwanger zu werden. Kinder auf Befehl sozusagen. Krasser kann man die Welt nicht ökonomisieren, wie Du das gerade tust.

Wer wieviel Kinder bekommt, dass entscheiden doch wohl die Leute selbst und nicht der Staat. Jedenfalls sollte es so sein.

Was ist übrigens daran so schlimm, wenn die Bevölkerungszahl sinkt ? Gar nichts daran ist im Grunde schlimm. Eine schwindende Bevölkerungszahl wird nur dann zum Problem, wenn man einen Wohlfahrtsstaat und bankrotte Sozialsysteme hat. Womit meine These, dass der Wohlfahrtsstaat bei vorhergesehenen wie auch unvorhergesehene Krisen nicht reagieren kann, sich also nicht selbst reinigen kann, bestätigt wäre. Du brauchst Dir nur vorstellen:
die Kosten für die Sozialsysteme steigen, meinetwegen mit 2 % pro Jahr. Dann braucht nur mal eine Krise zu kommen, die das Sozialprodukt deutlich sinken lässt. Daraus folgt, dass im Falle einer längeren Krise die Sozialsyteme irgendwann das ganze Sozialprodukt verschlingen würden. Das kann nicht funktioneren. Und das meinte ich, als ich schrieb, dass der Wohlfahrtsstaat nicht auf Krisen reagieren kann, sich nicht rechtzeitig wandeln kann. Der Wohlfahrtsstaat funktionert eben nur bei schönem Wetter...

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Das Kernproblem ist doch diese Schuldenpolitik auf allen Ebenen. In den USA ist jetzt sowohl der Staat, als auch die Bürger und die meisten Unternehemen überschuldet. Insofern ist es doch eine Frage der Zeit, wann die echte Krise kommt. [/B][/QUOTE]

Ja genau. Die Schulden aber sind nur durch das fiat money möglich, und das fiat money ist kein kapitalistisches Geldsystem, sondern ein sozialistisches.

Die FED manipuliert die Zinsen nach unten und sorgt so für noch weitere Verschuldung. Die verschiedenen Staaten verschwenden Millionen für bankrotte Banken und Konjunkturprogramme, die natürliche durch Schulden finanziert werden. Alle diese Schulden konnten nur entstehen, weil die Politiker es so wollten. Vertrau uns denen nicht an.

Ich würde mir wünschen, dass die Schuldenmacher mal so richtig abgeschrubbt werden. Aber leider verhindert das - rate mal wer - der Staat.

Die ganze Materie ist nicht ganz einfach. Ich empfehle Murray Rothbards "What has the government done to our money", gibt es auch zum runterladen. Habe ich hier schonmal Roland Baaders "Geld, Gold und Gottspieler empfohlen ?


Viele Grüße

G.
Skeptikersau[QUOTE][i]Original geschrieben von Cthugha [/i]
[B]Hmm, Österreichische Schule. Gerade bei denen frage ich mich immer, wie ernst man Wirtschaft als Wissenschaft tatsächlich nehmen kann.

Immerhin gab es 1966 einen jungen Ökonom österreichischer Prägung, der die Mechanismen der aktuellen Krise deutlich benannt und vorhergesagt hat. Dummerweise war das der gleiche Spaßvogel, der den Karren 35 Jahre später vor die Wand gefahren hat: Alan Greenspan. Man könnte direkt meinen, er wollte seine Thesen unbedingt mal ausprobieren, [/B][/QUOTE]

Dazu eine kleine Ergänzung: Greenspan hat als FED-Chef genau das Gegenteil von dem getan, was er 1966 empfohlen hat. Er hat also eben NICHT das umgesetzt, was er sogar selbst einmal für richtig befand (Goldstandard, etc.).

Wie weit die Wirtschaftswissenschaft ernstgenommen werden kann, dann so pauschal nicht gesagt werden, da mehrere Theorien miteinander konkurrieren.

Das einzige, was gesagt werden kann, ist, welche Theorie die besten Erklärungen und die besten Voraussagen gebracht hat. Und hier, denke ich, steht die Österreichische Schule ausgezeichnet da.
Sie scheint mir die wirkmächtigste Erklärung für die Finanz- und Wirtschaftskrise zu bieten.

Viele Grüße

G.
CthughaDa gebe ich dir natürlich recht. Greenspan hat nicht gemäß der Theorie der Österreichischen Schule gehandelt. Und gerade das deprimiert mich daran, denn er hätte es eigentlich besser wissen müssen. Hätte er einfach nur keine Ahnung gehabt oder wäre dauerhaft Vertreter einer anderen Schule gewesen, hätte ich sein Handeln ja noch verstanden. Aber so?

Entweder hat er seine Meinung komplett geändert oder es sind irgendwelche "Sachzwänge" aufgetaucht, eine einflußreiche Lobby hier oder ein hohes Tier aus der Politik dort. Daher vermute ich, dass die Wirtschaftswissenschaften gut daran täten hie und da auch mal sozusagen angewandtere Aspekte ins Auge zu fassen, Folgen wirtschaftlichen Eingreifens nach Zielgruppen aufzuschlüsseln, usw.
Ronin76[QUOTE]Wollten wir tatsächlich ein 3 Liter-Auto, könnten wir z. B. dafür demonstrieren, die Autokonzerne belagern und damit verdeutlichen, was wir wünschen und nicht wünschen usw.[/QUOTE]
Inzwischen ist die Gesellschaft so gespalten und zerstritten, daß dies kaum noch funktionieren würde. Die Leute verstehen nicht daß sie sich aus ihrer Abhängigkeit nur befreien können, indem sie erst mal ein Opfer erbringen. Das kann zb das Ausbleiben von ein paar Monatslöhnen sein. Es wird eben zu kurzfristig gedacht. Politisch interessiert ist heute eh nur noch eine ganz kleine Minderheit.

Aber mal speziell zum Drei-Liter-Auto: Das war damals ein reiner Marketinggag von VW mit dem Lupo, und die 3 Liter wurden nur mit Tricksereien wie einem sehr kleinen und leichten Treibstofftank erreicht. Eine Nachfrage war auch so gut nicht vorhanden, denn mit dem Modell wurden rote Zahlen geschrieben, da der Preis zu günstig kalkuliert bzw der Absatz nicht kostendeckend war. Der Audi A2 wurde zwar kostendeckend kalkuliert, wurde jedoch von den Autofahrern als zu teuer empfunden, somit bestand auch kein wirkliches Interesse seitens der potentiellen Kunden. Der aktuelle Trend geht wohl eher zu Spritfressern wie SUVs, Familienbussen mit einem cw-Wert jenseits von Gut und Böse, und Sportwagen.
Stonehenge[QUOTE][i]Original geschrieben von Skeptikersau [/i]
[B]Ein Unternehmer kann und muss hingegen langfristig denken. Zumindest einer, der weiß, dass ihn im Versagensfalle keiner rettet. Solche Unternehmertypen sind aber durch staatliche Regelungen in den letzten Jahrzehnten vernichtet worden: ich spreche von dem Eigentümer-Unternehmer (im Gegensatz zum Manager, den man von jeder Verantwortung entbindet, Manager sind in der Regel nicht weniger Abschaum als Politiker). [/B][/QUOTE]
Im letzten Satz steckt viel Wahrheit. Schon die DDR steuerte nach holprigem Start und dann Besserung erst dann verstärkt auf den Kollaps zu, als die kleinen Eigentümerunternehmen wie Privatbauern und Handwerker immer mehr in LPGs gezwungen und eingeschränkt wurden.
Die von Skeptiker geäußerte Idealvorstellung des Kapitalismus ist nach meinem Geschmack leider auf Dauer ebenso utopisch wie die des "guten Menschen" in einer kommunistischen Gesellschaft. Ansammlung von Geld in Händen von Großkapitalisten zieht Macht nach sich, und Macht führt dazu daß unweigerlich einige Mächtige diese ausnutzen um das Gesetzesgefüge (Anarchie hat außerhalb von evtl. Urvölkern noch nie wirklich fktniert und selbst ein Eigentümerunternehmen bedingt den Schutz des Eigentums vor wütendem Mob oder gierigen übermächtigen Konkurrenten durch irgendeine (normalerweise staatliche) Macht) zu ihren Zwecken so zu manipulieren, daß sich Auswüchse bilden können.
Macht korrumpiert -- absolute Macht korrumpiert absolut.

[QUOTE][B]Materiellen Werten wird der Vorzug gegeben, wenn die Leute diese nachfragen. Es steht Dir frei, dies nicht zu tun.[/B][/QUOTE]
Erster Vorschlag: Fernseher abschaffen. Man glaubt gar nicht nach wievielen Dingen man kein Bedürfnis entwickelt, wenn man jahrelang keine Werbung sieht ;)

[QUOTE][B]Ach, dann soll der Staat Leute zwingen, schwanger zu werden. Kinder auf Befehl sozusagen.[/B][/QUOTE]
Die flächende Einführung der Gen- und Klontechnologie ist kein wirklich angenehmeres Horrorszenario...

[QUOTE][B]Wer wieviel Kinder bekommt, dass entscheiden doch wohl die Leute selbst und nicht der Staat. Jedenfalls sollte es so sein.[/B][/QUOTE]
Zustimmung.

[QUOTE][B]Was ist übrigens daran so schlimm, wenn die Bevölkerungszahl sinkt ? Gar nichts daran ist im Grunde schlimm.[/B][/QUOTE]
Der Meinung bin ich ebenfalls, im Gegenteil die Erde und unsere Lebensgrundlagen werden es uns danken.

[QUOTE][B]Eine schwindende Bevölkerungszahl wird nur dann zum Problem, wenn man einen Wohlfahrtsstaat und bankrotte Sozialsysteme hat.[/B][/QUOTE]
Die Kunst wird es sein, daß das was weniger Menschen erwirtschaften trotzdem für viele reicht. Hierzu gehört für mich in 1.Linie eine Besinnung auf die wirklichen Lebensgrundlagen. Wie gesunde Ernährung und frische Luft. Dem Schwund des arbeitsfähigen Anteils der Bevölkerung kann man auch entgegenwirken (das hat ruhig noch Zeit, denn noch haben wir Millionen an Arbeitslosen), indem man in Medizin und Bildung grundlegend Prioritäten umsteuert. In der Medizin in 1.Linie Konzentration auf Erhaltung möglichst hoher Vitalität anstatt reiner Lebensverlängerungsmaßnahmen. In den Schulen schon durch die grundlegende Wissensvermittlung über die Wirkung von Nahrung (hier spielt auch Tierhaltung und Tierfutter eine Rolle!) und Medikamenten im Körper. Natürlich wird man damit gewaltigen Lobbywiderstand der Pharma- und Lebensmittelindustrie brechen müssen, aber das Ziel der Verhinderung einer von Kranken und Siechen zahlenmäßig dominierten Gesellschaft in Abhängigkeit multinationaler (Gentech-)Saatgutkonzerne sollte diese Anstrengung jedem aufrechten Politiker wert sein. Am Bürger liegt es, den Politikern Handlungszwänge zu schaffen. Einmischen, informieren, dem Abgeordneten einen Brief oder eine Mail mit seiner Meinung zu schicken oder ihn auf öffentlichen Podiumsdiskussionen peinlich zu befragen, am besten in Gegenwart der Presse. Zuvor in allererster Linie sich selbst zu informieren, was dank Demokratie und Internet noch zwar nicht ideal, aber doch vielseitig möglich ist.

Schattengrüße
Stonehenge

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