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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Vorsicht in Winnenden, freilaufender Amokläufer
overdose[URL="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,612606,00.html"][SIZE=3]Mehrere Tote bei Amoklauf in Realschule[/SIZE][/URL]

[B][I][SIZE=2][B]In einer Realschule im baden-württembergischen Winnenden bei Stuttgart hat ein Amokläufer um sich geschossen. Laut Polizei gibt es mehrere Tote und Verletzte - der Täter soll in die Innenstadt geflohen sein, Einsatzkräfte haben das Gelände weiträumig abgeriegelt.[/B][/SIZE][/I][/B]

Edit: Aktuell (12:47 Uhr) ist der Täter wohl tot. In den USA wären dem 5 Fernsehsender mit Helikopter und Autos auf den Fersen, hier kommen die Infos nur tropfenweise.
CabalIch finde, die Kinder nehmen das irgendwie mit besonderer Gelassenheit.

[IMG]http://www.spiegel.de/img/0,1020,1460669,00.jpg[/IMG]
Quelle: Spiegel

MfG
Cabal
Seneca[i]...alle Jahre wieder...[/i]
Tapio BearkingIch wette, der "Amokläufer" hatte viel Egoshooter gespielt, war eher ein Aussenseiter und hörte gern Deathmetal.
WaldemarDarauf kannst gepflegt ein lassen :)
herbstliebe@ Cabal
Sie sehen aus wie Kinder, die noch nicht wissen, was an ihrer Schule passiert ist.
Cabal[QUOTE][b]Zitat: Tapio Bearking[/b]
Ich wette, der "Amokläufer" hatte viel Egoshooter gespielt, war eher ein Aussenseiter und hörte gern Deathmetal.[/QUOTE]

Lust auf eine Partie Bullshit-Bingo?

Folgende Wörter:
Killerspiele
Ego-Shooter
Verrohung
Verbot
Aussenseiter
Gothic
Deathmatel
Schwarze Kleidung
Zusammenhalt
Gewaltbereitschaft
Jugendschutz
Ursula von der Leine

Mir fallen gerade keine mehr ein.

MfG
Cabal
nebulosa...und wie immer SCHWARZ gekleidet...
16 Tote - fettes Konto
JulyaIch könnte mich grad echt aufregen... nein, ich tu's schon.
Wie geschmacklos ist das denn bitte hier !?!?!

Da hat ein junger Mann unglaubliches Leid über so viele Menschen gebracht. Angefangen bei den Opfern und deren Angehörigen, über die Schüler und Lehrer dieser Schule, die Polizisten, die auf diesen JUNGEN schießen MUSSTEN bis hin zu den Eltern des Täters. Wie kann man so unsensibel mit einer solchen Geschichte umgehen???

Das Bild ist geschmacklos, die Berichterstattung ist geschmacklos und einige Kommentare hier auch!!!
herbstliebeGanz deine Meinung Julya. Wenigstens wurden die Gesichter auf dem Bild jetzt unkenntlich gemacht.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von nebulosa [/i]
[B]...und wie immer SCHWARZ gekleidet...
16 Tote - fettes Konto [/B][/QUOTE]

..fehlt jetzt bloss noch ein Stichwort in der Aufzählung: "Satanist", bzw. "Satanismus"...
Manleyliebe julya, ich verstehe dich gut. ich bin bei solchen nachrichten auch immer wieder schockiert. ich kann allerdings die reaktionen von tapio und co verstehen, denn ich kann schon die reaktionen hören, die auf diesen amoklauf folgen werden. die verlaufen doch immer gleich. ich glaube auch nicht, dass ernsthaft einer der anwesenden hier das gutheißt, was dieser junge mann getan hat. die art und weise der äußerungen ist sicher strittig, aber leider gibt das internet ironie nicht so gut wider, wie das gestik und mimik können.
SenecaJa das mag zynisch klingen, aber wenn man sich mal alle Fälle in Erinnerung ruft, dann muss man feststellen dass so etwas nun jedes Jahr mehrfach passiert...Tendenz stark zunehmend.
nach dem nächsten Terroranschlag ist das dann aber wieder vergessen.

...und ich kann mich sicher wieder auf Post und Besuche vom Ordnungsamt einstellen... Business as usual.

Unseren Talk-Show Politikern wird nämlich zum dritten Male nichts anderes Einfallen als die Freiheit unbescholtener Bürger noch weiter zu Beschneiden...damit etwas getan wurde.

Es ist der Preis der Freiheit das jemand jederzeit beschließen kann morden zu gehen wenn es zu viel wird. Vielleicht wird genau das mal dazu führen das die Leute sich irgendwann mal mit Respekt einander begegnen.
Ich sage ja schon lange...seid nett zu dem Jungen ganz hinten im Bus...er könnte morgen mit einer Waffe vor Dir stehen.

Wer eine Wettbewerbsgesellschaft forciert in der früh aussortiert wird, darf sich nicht wundern wenn jene die darin nicht bestehen können unerwartet drastisch zurückschlagen.

Ich persönlich habe Verständnis für jeden jugendlichen Amokläufer der letzten 12 Jahre. Ich möchten heute auch nicht mehr 17 sein müssen.

Dabei muss ich wohl dazu sagen das man mir mit 18 genau das unterstellte...ich sei eine tickende Zeitbombe die irgendwann Amok laufen wird. Das mündete in einem Schulverweis, nachdem auch fast jeder Lehrer in wochenlanger Bearbeitungstaktik überzeugt worden war.

Seitdem beschäftigt und trifft mich das Phänomen sehr persönlich, denn in jenem Sommer 1992, nach dem Verweis, der zum Glück kurz vor Ferien-Ende zurückgenommen wurde, begann ich tatsächlich ein ziemlich ansehnliches Arsenal anzulegen.
Cabal[URL=http://www.bild.de/BILD/news/2009/03/11/amoklauf-alabama/zehn-tote-nach-schiesserei.html]Selbte Tat, selbes Datum, anderes Land[/URL]

Momentan streikt die Site, aber später könnte sie ja wieder funktionieren.

@Julya: Jaja, furchtbare Tat, schändlich, ich heule dann auch gleich. Zufrieden?

MfG
Cabal
Takk...Schon nach ein paar Stunden wird darüber geredet, dass Schüler bald verhaltensauffällige Mitschüler zur Anzeige bringen dürfen. Naja, steht halt jeder, der gern schwarz trägt, Einzelgänger ist, ´nen Geschmack außerhalb des Mainstreams hat oder ´ne Depriphase durchgeht halt unter Generalverdacht. Ich könnt kotzen.

Such grad die MySpace- Seite des Täters :D , vielleicht finden sich die üblichen Vorurteile wieder mal bestätigt.
JulyaKlasse Cabal, das macht's besser. Mensch, es geht doch gar nicht um Bedauern oder sowas... immerhin haben wir alle wohl kaum etwas damit zu tun.
Ich könnte bloß kotzen, auf welche Weise darüber berichtet wird. Da haben sie doch eben einen ehemaligen Mitschüler ans Telefon gezerrt, der dann auch mal prompt den kompletten Namen des Täters ausgeplaudert hat, was wegen der Live-Schaltung nicht verhindert worden konnte.
Und irgendwelche ARSCHLÖCHER von Journalisten stellen drei kleine Jungs vor die Kamera, die offensichtlich noch unter Schock stehend, erzählen sollen, wie denn der Amoklauf war... Toll! :mad:
Seneca...ohne diesen Medienauflauf gäbe es auch zu wenig Nachahmer.
Je mehr berichtet wird, desto mehr Jungs finden es cool auch so abzutreten...mit einer ganz großen Show auf allen Kanälen.

Es ist wie mit dem Terrorismus...Je mehr Aufmerksammeit das Ganze bekommt, desto schneller gibt es den nächsten Anschlag.
Das "System" hält sich so selbst am Laufen.
Tapio Bearking[QUOTE]ich kann allerdings die reaktionen von tapio und co verstehen, denn ich kann schon die reaktionen hören, die auf diesen amoklauf folgen werden.[/QUOTE]
Genau das meinte ich. Wann auch immer irgendwo ein (Ex-)Schüler Amok läuft, wird sofort der Schuldige in den Hobbies oder in der Musik gesucht, anstatt das man nach wirklichen Hintergründen fragt.


[QUOTE]Je mehr berichtet wird, desto mehr Jungs finden es cool auch so abzutreten.[/QUOTE]
Erinnert mich an eine Suizidserie in England, die mit einem Suizid begann, der dann in den Medien breitgetreten wurde und sehr viele Nachahmer fand.
HephIch persönlich vermisse den Ruf nach einer öffentlichen Waffenkammer. Schusswaffen haben im Privathaushalten nichts zu suchen oder unbrauchbar zu sein. Mir wäre es Zig mal lieber wenn alle scharfem Schusswaffen in staatlichem Gewahrsam währen. So kommt auch kein Jugendlicher mal so an eine Automatik mit großem Magazin.

die ARd/ZDF aktion mit den 3 Kindern fand ich mehr als unwürdig. Ein Frage für mich ist ob dieses jetzt ein Trittbrettaktion war auf den Amoklauf in Alabma. Wenn das zutrifft könnte doch endlich mal solcehr Art Berichterstattung eingeschrenkt werden.
SinRazielFakt ist: "Unsere" Szene gehört zum Großteil nunmal nicht zur Friede-Freude-Eierkuchen-und-alle-lächeln-Fraktion.
-> Die Szene hat einen unverhältnismäßig hohen Prozentsatz an depressiven Menschen, von daher ist es durchaus möglich, dass der Amokläufer dazu gehört. Und ja, es ist auch durchaus wahrscheinlich, dass jetzt wieder der Medienrummel zum Thema böse Gothics losgeht.

.. aber kaum ein paar Stunden, nachdem [I]schon wieder[/I] ein junger Mann über ein Dutzend Menschen getötet hat, ist das wohl eher unwichtig. Es wirkt ins Lächerliche gezogen - und das finde ich ebenso unpassend wie Julya.
Strange DollyIch kanns immer noch gar nicht glauben. Vorletzte Woche hab ich noch am PLK Praktikum gemacht. Ich will gar nicht dran denken.

Vor allem finde ich es hinterher einfach nur unverständlich, dass meine Schule erst so spät evakuiert wurde. Zwischen 12.30 und 13 Uhr durfte ich erst gehen. In Backnang wurde um 11 Uhr evakuiert. In der Zeit hätte der Täter schon längst an meiner Schule sein können. Fast 2000 Schüler, ebenerdig ... an sowas darf man eigentlich gar nicht denken.

Dass einfach so Leute vor die Kamera gezerrt werden die noch unter Schock stehen und das ganze dann breittreten sollen finde ich auch einfach nur unterste Schublade. Hauptsache die voyeuristische Masse bedient. :(
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Heph [/i]
[B]Ich persönlich vermisse den Ruf nach einer öffentlichen Waffenkammer. Schusswaffen haben im Privathaushalten nichts zu suchen oder unbrauchbar zu sein. Mir wäre es Zig mal lieber wenn alle scharfem Schusswaffen in staatlichem Gewahrsam währen. So kommt auch kein Jugendlicher mal so an eine Automatik mit großem Magazin.[/B][/QUOTE]Ja ne is klar! Mit Kadavergehorsam voran...genau das hat Deutschland zu dem gemacht was es ist. Warum laufen eigentlich die schweizer so selten Amok...die Schweiz hat den grösten Pro Kopf Bestand an Waffen in privater Hand in ganz Euriopa.

Wenn man Deine Idee nämlich weiterspinnt, Heph, muss man neben Sportgeräten auch Gartengeräte, Küchenmesser und Autos verbieten...von Abflussreinigern und Düngemitteln mal ganz abgesehen.

Ne, so einfach ist es nicht, einfach alles zu verbieten außer Pampers und Plastiklöffeln. Das löst weder das Problem noch die Ursache, schon garnicht in einer Welt in der Du ohne größere Probleme illegal für 100€ eine chinesische 9mm kaufen kannst, wenn Du dich auf das Milieu einlässt. Für mehr Kohle gibt's auch größere Feuerkraft.
England hat uns das vorgemacht. Dort wurden Ende der 90er in Folge von Dunblane der Privatbesitz von Schusswaffen verboten...die Zahl der Schießereien steigt aber noch immer beständig.
CeryniAlso sorry, aber ich finde manche Bemerkungen hier auch ziemlich geschmacklos...
Und wie SinRaziel ja sagt [QUOTE]Fakt ist: "Unsere" Szene gehört zum Großteil nunmal nicht zur Friede-Freude-Eierkuchen-und-alle-lächeln-Fraktion. [/QUOTE]


Es wird nach den Hintergründen gefahndet - in der Radioberichterstattung war bisher zu hören, dass der Täter unauffällig, sozial integiert (was auch immer das heißen mag) und nicht als solch einer (also als Amokläufer) in Verbindung gebracht werden würde... Wobei jede Berichterstattung anders ist, allerdings was in der BILD geschrieben wird, ist für mich nicht unbedingt aussagekräftig :rolleyes:


Die zahlreichen Anruferinterviews mit Schülern der besagten Schule und Anwohnern von Wendlingen sind ebenfalls ziemlich geschmacklos. Zumal zumindest die Gesprächsteilnehmer, die ich gerade gehört habe, nicht wirklich geschockt zu sein schienen sondern eher sensationsgeil :mad:

Das der Amokläufer schwarz gekleidet war, nun, solche Kampfanzüge bekommt man am problemlosesten in schwarz und/oder camouflage.

Waffen verbieten? Uii, da käme ein noch größerer Schwarzmarkt zustande als bisher. Krass ist allerdings, dass die Eltern über ein Dutzend scharfe Waffen im Haus haben, selbst ein Jäger hat nicht soviele oder irre ich da?

Einen Zusammenhang mit dem Amoklauf in Alabama gestern Nacht sehe ich nicht. Sowas "wird" geplant, denn die Kleidung, der Zugang zu den Waffen etc. muß organisiert werden. Zudem hat er den einen Mann - mit dem er nach Wendlingen gefahren ist - unverletzt frei gelassen, wäre ich der Amokläufer, hätt ich den auch noch umgebracht, wieso hätte ich den verschonen sollen?

*kopfschüttel*


Es ist eine Tragödie, nein, man muß deswegen nicht heulen oder in Tränen ausbrechen, doch etwas Mitgefühl für die Angehörigen der Toten wäre angebracht *find*

Da ich Freunde und Verwandte in Winnenden und auch in der Wendlinger Gegend habe, bin ich momentan ziemlich durch den Wind. Ich kann nur hoffen, dass keiner, der ich kenne, davon betroffen ist!
ange gardien[QUOTE][i]Original geschrieben von Heph [/i]
Ich persönlich vermisse den Ruf nach einer öffentlichen Waffenkammer. Schusswaffen haben im Privathaushalten nichts zu suchen oder unbrauchbar zu sein. Mir wäre es Zig mal lieber wenn alle scharfem Schusswaffen in staatlichem Gewahrsam währen. [/B][/QUOTE]

Dieser Ruf kommt regelmäßig nach jedem Amoklauf.
Ich bin immer wieder über die blinde Staatshörigkeit überrascht.
Als ob Waffen in der Hand von Staatsdienern in der Menschheitsgeschichte weniger Unheil angerichtet hätten als solche in Privatbesitz ( das Gegenteil dürfte der Fall sein ).

Im Übrigen schließe ich mich der Meinung an, dass die Berichterstattung in den Medien eine große Mitschuld an Wiederholungstaten trägt.
Nur werden die Medien ihre eigene Arbeit natürlich nicht in Frage stellen, so lange man schön auf Waffenbesitzer, Spielefans, Liebhaber gewisser Musikrichtungen und sonstigen Minderheiten rumhacken kann.

Das diese "Randgruppen" sich dann noch gegenseitig angehen ( und dabei hoffen, Verbote würden einen selbst nicht treffen ) spielt Politik und Medien wieder ideal in die Hände.

divide et impera.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Ceryni [/i]
[B]Waffen verbieten? Uii, da käme ein noch größerer Schwarzmarkt zustande als bisher. Krass ist allerdings, dass die Eltern über ein Dutzend scharfe Waffen im Haus haben, selbst ein Jäger hat nicht soviele oder irre ich da?
[/B][/QUOTE]Also auf meine Karte passen maximal 8 und ich hab zwei Karten macht 16. Die Ersten zwei zu bekommen ist heute verdammt schwer, alle weiteren sind kein Problem. Allerdings steht man ab da unter ständiger Beobachtung...so werden z.B. von der Ordnungsbehörde regelmäßig meine Daten beim Gesundheitsamt abgefragt, ob Geistes- oder Suchterkrankungen vorliegen. Ich bekomme dann immer so lustige Briefe von Referat für Datenschutz.
Kinch[URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Amok]Amoklauf[/URL] vs. [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Massenmord]Massenmord.[/URL]
JulyaHeph, war das echt ARD/ZDF? Ich weiß das gar nicht mehr genau.
Ich habe mich mal quer durch die Kanäle geschaltet. Erfahren habe ich es auf N24, weil ich das häufig nebenbei laufen habe. Dort habe ich das dann erstmal weiter verfolgt, bis ich dann mal durchgeschaltet habe und ich muss sagen, daß es zwischen N24, n-tv, Ard/Zdf, Vox, Kabel1 und RTL keinen merklich großen Unterschied gab.
Ceryni, das habe ich auch beobachtet. [i]"Geil, da ist was passiert. Da bekomme ich meine fünf Minuten Ruhm, nur weil ich in der Gegend wohne oder den Täter irgendwann mal im Aldi getroffen habe."[/i]
ApexDiese Form des unseriösen Sensationsjournalismus ist in der Tat eine bedenkliche Entwicklung. Bedenklicher umso mehr dadurch, dass eben auch die eigentlich seriösen, finanziel unabhängigen Medien hier auf den Zug aufspringen. Die Frage ist hier, welche Auswirkungen dies dann langfristig auf die Informations- und Pressekultur hat. Ich möchte ungern eine Wiederholung des Geiseldramas von Gladbeck miterleben, aber mit dieser Generation von Journalisten wäre das problemlos möglich.

Zum Thema:

Schlimm. Ich muss mich da weitestgehend Seneca anschließen, jetzt geht wieder das oberflächliche Stöbern nach "Gründen" los. Am besten nach denen, die sich einfach, medienwirksam und prime-time-tauglich vermitteln lassen. Viel wird nicht bei rauskommen.
EvillightOh heiliges Deja Vu in Ursache und Wirkung.

Wenigstens haben hier einige erstmals erkannt, dass es im Wesentlichen einen Sensationsjournalismus gibt. Dann hat die Diskussion wenigstens einen persönlichen Erkenntniswert. Es sei denn, man frönt nur wieder mal der für solche Fälle genormten Empörung und Analyse der Ursachen. Wird dann bestimmt echt spannend. *gähn*
ange gardienMedien haben Gewinn zu machen. Dazu brauchen sie Zuschauer, Zuhörer und Leser. Diese bekommen sie, wenn sie ihnen Gewalt, Sex, Skandale und Verbrechen mit simplen Lösungsansätzen verkaufen.

Ursachenermittlung und -vermittlung kosten Geld und fordern die Masse potentieller Zuschauer, Zuhörer und Leser mehr, als sie gefordert werden mag.

Deutschlands Problem ist nicht die angebliche Dummheit von Spitzenpolitikern und -managern, sondern die reelle Dummheit der meisten Menschen in Deutschland.

Massenverblödung ist ein gesellschaftliches Phänomen. Natürlich hält sich jeder für ein Individuum und keiner zählt sich zu dieser Masse, aber sie ist in ihrer Blödheit schlicht existend und macht solche Medien erst möglich.

Im Grunde sind "wir" immer noch der gleiche Pöbel, der im Mittelalter um die Scheiterhaufen stand und johlte.
Wir kleiden uns vielleicht besser und stinken nicht mehr so. Viele sind sogar (halb)gebildet und fahren Auto und hausen nicht mehr in kleinen Hütten, aber der ursprüngliche Geist ist da und wird da bleiben.
TsafriedZwei Wochen Schlagzeilen ohne Finanzkrise - so langsam konnte man es ja schon nicht mehr hören.
HephJungs ich meine nicht waffen verbieten, ich will nur nicht das ein gutes dutzend scharfe Waffen bei meinem Nachbarn fast auf der Fensterbank liegen.

Ich bin durchaus für Schützen vereine etc. aber eben dagegen das Waffen zuhause aufbewahrt werden. Lieber ist mir dort eine "Vereinswaffenkammer" und für Jäger eine "Innungswaffenkammer" solche institutionen können die bestände deutlich besser bewachen und vor unbefugtem zugriff schützen.
herbstliebeBedenklich finde ich die Entwicklung einiger von euch hier an Board. Da sieht man mal, dass keiner frei von Vorurteilen ist.
NixHaha, das ist wohl war.
- Warum nicht einfach mal anstandshalber ein paar Tage warten mit einem solchen Thread und zwischendurch die Klappen halten? Das ist so BILD...
coma_blackUnd wärend wir hier brav die Klappe halten, toben sich von der Presse bis zur Pfeife Pfeiffer wieder sämtliche Apologeten des sozialen Zwangs aus, oder was?

Immerhin wird bereits angedacht, daß sich die Mitschüler gegenseitig übewachen sollten, bis zur Bespitzelung ist es da nur noch ein kleiner Schritt...
overdoseEr war wohl doch kein Metalkillerspielernazigruftisportschütze:
[url]http://www.welt.de/vermischtes/article3359732/Tim-K-der-stille-Killer-von-Winnenden.html[/url]

[quote]"Nun rätseln alle, was den 17-Jährigen zu der Tat getrieben haben könnte. „Er war halt schlecht in der Schule“, versucht der 19-jährige Thomas eine Erklärung. Zumindest sei er in den vergangenen Jahren „mehr ein Einzelgänger geworden“. Sein wichtigstes Hobby jedoch habe er nie aufgegeben: „Tischtennis war seine Leidenschaft“, sagt Tomas. [SIZE="5"][B]Mit Computern hatte er dagegen nicht viel am Hut. Für das Internet habe er sich auch nicht begeistert[/B]"[/SIZE][/quote]

Dann wird man ja nach den tatsächlichen Ursachen recherchieren müssen, wie ärgerlich.
pulSarJou.... Ursachenforschung... ziemlich übel und krank alles.
Aber sicher nicht unbedingt das, was man nur den Schreibern überlassen sollte...

gibt es eigentlich sowas wie [b]Massen-Psychologie[/b]

Eine Wissenschaft, wo soziale Modelle untersucht und erstellt werden, wie sich in einem Gefüge wie Schule und Kleinstadt die "Austick-Wahrscheinlichkeit" verhält?
Welche Rolle könnte dabei aktuelle Krisenstimmung spielen?
Hat / haben Beteiligte eventuell (untersuchungs-Gegenstand und nicht unbedingt nebensächlich) im Zuge aktueller Entwicklungen "alles verloren" und "nichts mehr zu verlieren"?

oder ist das nachher "auch wieder" Politik und instrumentalisiert, je nachdem, wer gerade sein Antlitz in die Linse hält?

---

hier in Eppstein war im übrigen der erste Amoklauf an einer Schule.
Das hat sich bei denen, die damals dort waren dauerhaft eingebrannt.

[b]Vieles in der ersten Phase des realisierens düfte auch ne Art Übersprungsreaktion sein.[/b]
Ggf auch die grinsenden Blagen da auf dem Bild, was hier im Thread weiter vorne zu sehen ist...
nebulosau.a höre ich Death- und BlackMetal, PUNK, gothic ein wenig und so, ..trage ausschliesslich schwarz und "Kampfstiefel", spiele Splinter Cell, Ghost Recon und Ballerburg, bin sozial abgeschottet und hänge jeden Tag min. 2 Std. im Internet.
den zugang zu Waffen kann ja eigentlich jeder zu jeder Zeit bekommen.
Ich frage mich: Warum nur diese Menschenverachtung und Mordgier?
in den entscheidenten Momenten im Hirn des Täters eingeloggt zu sein, und was sich da abspielt täte mich echt interessieren.
???
für mich ist es nach wie vor unfassbar wie so etwas geschehen kann..
ich bin entsetzt.
...meine Trauer...
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
Haha, das ist wohl war.
- Warum nicht einfach mal anstandshalber ein paar Tage warten mit einem solchen Thread und zwischendurch die Klappen halten? Das ist so BILD...[/QUOTE]
danke. ernsthaft.
Tapio Bearking@overdose: Seltsam, die Nachrichten gestern abend und heute früh haben was anderes behauptet. Und wieder mal ging es um Counter Strike *sigh*
Manley[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
[B] Warum nicht einfach mal anstandshalber ein paar Tage warten mit einem solchen Thread und zwischendurch die Klappen halten? Das ist so BILD... [/B][/QUOTE]
danke. mit wäre wohl zweifelsfrei bewiesen, dass nicht immer nur die bösen medien ganz allein an allem schuld sind...
SenecaWer spielt denn noch Counter Strike, da gibt es nun schon lange bessere Taktik Schooter um Amokläufe zu "simulieren". Ich empfehle die "Hitman" Serie.
So wie es aussieht hat sich Tim K. sehr stark an Robert Steinhäuser orientiert. Ich würde fast behaupten er hat Robert S. sehr genau kopiert.
Und wie zu erwarten wird nun danach gerufen das letzte bißchen Liberalität im Lande noch weiter einzuschränken...Freiheit ist nämlich schlecht, wie wir ja alle wissen, weil sie bösen Menschen erlaubt böses zu tun. Alles muss verboten sein, dann wird alles gut.
Das es vielleicht genau dieser Mangel an Freiheit ist, und das Gefühl abseits vorgegebener Bahnen nichts mehr erreichen zu können, das genau dieser sozielsystemische Druck Amokläufer regelrecht produziert...darauf kommen wieder nur Psycho- udn Soziologie Fuzzier auf die in diesem Land eh keiner Hört.

Heute morgen hieß es das Tim K. Sohn eines Unternehmers war und zuhause enorm unter Erfolgsdruck stand. Es ist ebenfalls auffällig das er bevorzugt Mädchen erschossen hat.

Bei den Fakten wird wohl schnell klar das es hier nicht im Schooter geht. Zudem war er offenbar ein guter Schütze...das lernt man nicht am PC.
pulSarderweil geht es mir ähnlich wie dem Julchen.... *kotzen* wie da berichtet wird.

Mir ist eben auch aufgefallen, dass es jetzt dann wohl doch ein Killerspiel-Freund gewesen sein soll. Aha!
Stellen Sie jetzt schon ihre Fragen - ab 13 Uhr ist der Innenminister im Chat bei Tagesschau.de.

Gibt es denn sonst keine Kriterien, die man heranziehen kann?
Warum spricht keiner z.B. von Unternehmers-Söhnen?
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
[B]Gibt es denn sonst keine Kriterien, die man heranziehen kann?
Warum spricht keiner z.B. von Unternehmers-Söhnen? [/B][/QUOTE]Ne lass mal lieber, die meisten von denen stehen schon zu genüge unter Druck und sind tickende Zeitbomben.
pulSar[color=#ff9999]Waaahhhhhh.....
[url=http://www.youtube.com/watch?v=Eed8A93L9hA]Schaut mal wer da in die Kamera glotzt.[/url]
Und den Medienrummel noch live im Gottesdienst ausnutzt.[/color]

"wir haben da ein Bildproblem"

*schudder* - *magenkrampf*
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
Ne lass mal lieber, die meisten von denen stehen schon zu genüge unter Druck und sind tickende Zeitbomben.[/QUOTE]
keine angst, wir haben ein auge auf dich ;)
Tapio Bearking@pulsar: Wer quarkt da auf youtube? Leider ist die Seite hier gesperrt -.-
pulSar@Tapio: Antwort im Nachbarthread. Hier geht es um Amoklauf und nicht um Gurus...
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
[B]

Gibt es denn sonst keine Kriterien, die man heranziehen kann?
Warum spricht keiner z.B. von Unternehmers-Söhnen? [/B][/QUOTE]

Vorhin wurde in einer Pressekonferenz gesagt, dass er unter Depressionen litt und deswegen auch stationär behandelt wurde.

Oh, und nun wird über Zugangskontrollen an Schulen diskutiert, wie es in den USA seit Littleton schon der Fall war.


Ich zitiere nochmal Marilyn Manson aus Bowling for Columbine, auf die Frage, was er den beiden gesagt hätte: "Ich hätte ihnen nichts gesagt, sondern zugehört".
SinRaziel[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B]Ich zitiere nochmal Marilyn Manson aus Bowling for Columbine, auf die Frage, was er den beiden gesagt hätte: "Ich hätte ihnen nichts gesagt, sondern zugehört". [/B][/QUOTE]

Genau das hab ich auch gedacht.

[URL=http://de.news.yahoo.com/1/20090312/twl-polizei-motiv-des-amoklufers-hat-mit-8b73c05.html]Hier[/URL] steht:

"Er schrieb seinen Eltern, dass er leidet und nicht mehr weiter kann», sagte Fabienne B. Mitschüler hätten sich über ihn lustig gemacht, die Lehrer hätten ihn ignoriert."

Was soll man dazu noch sagen..
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von SinRaziel [/i]
[B]Was soll man dazu noch sagen.. [/B][/QUOTE]Ein Klassiker, seit 1913.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von overdose [/i]
[B]Er war wohl doch kein Metalkillerspielernazigruftisportschütze:
[url]http://www.welt.de/vermischtes/article3359732/Tim-K-der-stille-Killer-von-Winnenden.html[/url]



Dann wird man ja nach den tatsächlichen Ursachen recherchieren müssen, wie ärgerlich. [/B][/QUOTE]


Na, so ein Pech aber auch - jetzt ist endlich mal eine andere "Randgruppe" an der Reihe, sich den schwarzen Peter zuschieben zu lassen - die Tischtennisspieler! Wir "üblichen Verdächtigen", also alle "schwarzgrekleideten Gothic- und Metalfreaks, Hobbyschützen, Gewaltvideoglotzer und Killerspieler" dürfen erleichtert aufatmen...
Diesmal trifft es endlich jemand anderen, denn wie jedermann weiss - oder doch sicherlich schon in Kürze wissen wird - fördert Tischtennis aggressives Verhalten und gewalttätigeTendenzen und drängt Menschen in die "soziale Isolation" hinein, denn: Wer stundenlang auf einen kleinen weissen Plastikball einschlägt, kann doch eigentlich nur einen an der Waffel haben, denn irgendwann geht er dabei ganz und gar in dem Wahn auf, dass jeder, der die Welt nicht durch einen kleinen weissen Plastikball sieht, sein Feind ist, der abgeknallt werden muss...

Fazit: Ich bin unbedingt dafür, dass schon bald ein Gesetz herauskommt, wonach Tischtennis - zumindest die Mitgliedschaft in einem entsprechenden Verein und die Teilnahme an Meisterschaften, etc. für unter 18-Jährige strengstens verboten ist - auch Tischtennisschläger und - bälle gehören keineswegs in die Hände minderjähriger und obendrein "psychisch labiler" Personen...! Dem muss unbedingt Einhalt geboten werden von Seiten der einzigen wahrheittsstiftenden Insatnz auf Erden, die uns vor derlei diabolischem Ungemach erfolgreich zu schützen versteht, von Seiten des Staates und seiner Bonzen...denn wir wollen doch nicht, dass schon morgen eine ganze Welle von weiteren Amokläufern dieses Land überschwemmt - oder etwa doch...?

Amoklauf sollte endlich olympische Disziplin werden...:rolleyes:
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Julya [/i]
[B]Ich könnte mich grad echt aufregen... nein, ich tu's schon.
Wie geschmacklos ist das denn bitte hier !?!?!

Da hat ein junger Mann unglaubliches Leid über so viele Menschen gebracht. Angefangen bei den Opfern und deren Angehörigen, über die Schüler und Lehrer dieser Schule, die Polizisten, die auf diesen JUNGEN schießen MUSSTEN bis hin zu den Eltern des Täters. Wie kann man so unsensibel mit einer solchen Geschichte umgehen???

Das Bild ist geschmacklos, die Berichterstattung ist geschmacklos und einige Kommentare hier auch!!! [/B][/QUOTE]

Dem kann man sich eigentlich nur anschließen, was hier mittlerweile anzutreffen ist . . . . :rolleyes:
logic_systemmein myspace-bulletin zu dem thema:

"Es ist schon interessant, wie manch Journalistenhöschen feucht wurde, als die Polizei feststellte, dass der 17jährige Mr. Amoklauf 2009 Pornographie und ..Gewaltspiele.. auf dem Rechner hatte. Man regt sich darüber auf, dass sich der junge Mann an Gewaltphantasien ergötzt hat. Man regt sich darüber auf, dass er das macht, wofür andere, erwachsene Leute auch noch Geld ausgeben: anderen beim ficken zusehen. Man verurteilt das alles, schreibt eine herrlich bebilderte Coverstory, von der ich als Leser nach dem Aufklappen der Vorderseite natürlich gleich wieder abgelenkt werde. Titten springen mir ins Auge. Sex und Gewalt dominieren unsere Medienlandschaft und das nicht erst in der vermutlich dekadenten Gesellschaft von heute - das ist menschlich.

Nur die Doppelmoral verstehe ich nicht. Man zeigt auf diesen armen verirrten Jungen, der um sich geschossen hat, während man sich gleichzeitig an dessen Tod in Form eines kleinen Videos von der Schießerei ergötzt. Minutiös in sensationsgeilen Berichten verfolgt, wie er seinen Weg durch die Schule bahnt. BANG BANG. Eine ist gefallen. BANG! Die nächste. Wir fallen mit ihnen um, erschossen aus der Waffe die wir ihm selbst ausgehändigt haben, getötet mit der Präzision, die wir ihm vermittelt haben. BANG! Blut spritzt, das kleinbürgerliche Ejakulat schießt aus uns hervor.

Endlich aus dem Alltag erwacht! Wir schauen uns um, schnattern, tauschen alle wichtigen Details aus, erfreuen uns insgeheim an unserer kollektiven Empörung und sind dankbar für den ersten Medienhelden im neuen Jahr: Tim K.

Jede Kugel, die eins seiner Opfer getroffen hat ist ein Teil von uns. Er ist ein Teil von uns, er ist das Produkt der ekelhaften Doppelmoral der Medien. Tim K., seine Familie, die Opfer sind uns allen scheißegal.

Ich hege keine Sympathie für ihn. Aber folgendes Zitat eines Users aus dem Forum, in dem sich Tim K. zuletzt herumgetrieben hat, ist intelligenter, als man denken man: "Ich finde Amokläufe wesentlich lustiger als Kriege oder Genozid. Amokläufe sind chaotisch-böse und eines der wenigen Verbrechen, welches nicht irgendeinem verlogenen Ziel dient." (Zitiert nach Spiegel. de)

....to be continued.

M.Pervere 12.03.2009"
TöggelieDenkt eigentlich auch jemand an die Eltern des Jungen? Ihr Sohn ist tot, viele sehen das als gerecht an, er hat den Tod von weiteren Jugendlichen auf dem Gewissen, sie quälen sich sicherlich mit Selbstvorwürfen, und dann müssen sie zu allem Übel auch noch miterleben, wie ihr Junge in den Medien kaltblütig, ungerührt und sensationsgeil als "der Killer" betitelt wird und müssen Filmchen und Berichten ertragen, wie ihr Kind angeschossen wurde, zu Boden sackte und dort starb. Und das alles in einer Art und Weise...mich persönlich macht das extrem fertig, ich ertrage das nicht.
Wie jemand hier schon sagte, wir sind doch heute nicht anders, als wir es im Mittelalter waren und das ist furchtbar.
Klar ist es schrecklich, was er gemacht hat und die Opfer und ihre Familien tun mir ebenso leid...aber die Art wie die Medien darüber berichten ist abartig.
Er und seine Angehörigen sind Menschen, und da erwarte ich eine gewaltige Portion mehr Sensibilität.
pulSar[SIZE=3]Das ganze ist ein sich selbst nährendes medielles Monster[/SIZE]

Der Grad zwischen Populismus (Stichwort "Verbotsforderung"), PR ("wir trauern auch") - die Bundesliga spielt heute im Trauerfloor, Ego-Profilierung durch in Foren bodenlos geschmacklose Kommentare (Stichwort nun im "internen Bereich") und echter Anteilnahme und Verarbeitung ist ein scher schmaler.

Julya hätte wirklich Kübel in die Runde stellen sollen!

Da kommt noch einiges auf uns zu.

Am übelsten ist aber das Phänomen der Trittbrettfahrer.

Was ist das für eine Welt?
Was sind das für Leben, die auf diese Weise die Aufmerksamkeit erhaschen?

Nicht nur die extremen Täter -- nein -- die ganze Sache inklusive des letzten erbärmlichen Widerhalls irgendwo am Stammtisch, im Netz, in der Presseabteilung....

Aber wir haben [url=http://www.dwdl.de/article/story_20112,00.html]ja immerhin EINEN RETTER, der die Jugend im Ort vor den bösen Journies bewahrte..[/url]
Takk...Die Doppelmoral find ich persönlich auch sehr pervers und wiederwertig. Noch schlimmer find ich das Verhalten der Medien. Da wird immer schön mit der Kamera auf die Trauernden draufgehalten, da wird im Fernsehen gezeigt, wie der Täter sich erschießt, werden im Minutentakt Fehlmeldungen präsentiert, wird die Schuld wieder mal an einen Sündenbock gesucht. Da fragen geldgierige Journalisten, was für Medien der Täter so konsumiert haben könnte, am besten mit Namen, um sich daraus eine erstunkene und erlogene Story zurechtzuzimmern. Die bösen Ballerspiele müssen ja schuld sein. Die Schuld sieht man an sich nicht, nicht an der Gesellschaft, nicht am sozialen System. Dabei ist diese Art von Perversion und Sensationsgeilheit weitaus schlimmer und widerwärtiger als jeder Saw- Teil, jedes FSK 18- Ballerspiel und jedes Cannibal Corpse- Plattencover. Das schlimme ist, dass genau die Medien das Spiegelbild unserer armseligen Gesellschaft darstellen und bei soviel geballter Dummheit, Selbstdarstellung und Sensationsgeilheit kann einen nur noch übel werden.

In dem Zusammenhang gibt es weitaus wichtigere Fragen, als uns die Medien weiß machen wollen:

Integration im sozialen Umfeld? Beziehung zu Freunden, Verwandten, Mädchen? Klima und Lernbedingungen in der/ an Schule (n)? Schwächen im Bildungssystem?

Psychische Auffälligkeiten? Umgang mit Problemen? In wie weit wurden seine Probleme ernstgenommen? Welche Rolle spielen Schulpsychologen?

Familiäre Erziehung? Welche Rolle hat der Vater dabei eingenommen? Resultieren vielleicht daraus Minderwertigkeitskomplexe oder ein unrealistisches Eigen-/Männerbild? Wollte er dadurch maskuliner wirken, als er ist? Inwieweit wurde er von Mädchen abgewiesen? Inwieweit beeinflusste dies sein Frauenbild? War er sexuell frustriert? Fühlte er sich dadurch als Versager oder Weichei?

Welchen Einfluss nehmen Medien jeglicher Art auf die Psyche junger Leute? Stumpft unsere Gesellschaft immer mehr ab, weil sie brutale Bilder aus den Nachrichten schon gewöhnt sind? Welche Werte und Moralvorstellungen werden durch die Medien vermittelt? Inwieweit wirken sich diese Moralvorstellungen auf das Verhalten Jugendlicher aus?

Und vor allem: Inwieweit brachten all diese und noch andere Faktoren das Fass zum überlaufen?
GezeichneterEin Hühnerstall nach dem Besuch des Marders. Fein, fehlen nur noch [u][url=http://de.wikipedia.org/wiki/Erbrechen] Popcorn und Cola [/url][/u].
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von Cabal [/i]
[B]Lust auf eine Partie Bullshit-Bingo?

Folgende Wörter:
Killerspiele
Ego-Shooter
Verrohung
Verbot
Aussenseiter
Gothic
Deathmatel
Schwarze Kleidung
Zusammenhalt
Gewaltbereitschaft
Jugendschutz
Ursula von der Leine
.....Cabal [/B][/QUOTE]

So ganz klar war mir der Auftritt unserer Quotenministerin nicht.
Sie hat weder eine fachliche noch eine persönliche Kompetenz irgendein Wort zu dieser Katastrophe zu verlieren.
Ist sie eine narzistische Persönlichkeit?
Nun, man kann auch die Geburtenzahlen fälschen, um mal wieder Kameraluft spüren zu dürfen, aber das ist für die Keksprinzessin lange nicht so spannend, wie ihr schwules Sozialpädagogengeschwätz.
TrauerwesenMan sollte vielleicht nicht alle Journalisten in einen Topf werfen - ich habe heute im ZDF wunderbar gesehen, wie eine differenzierte Berichterstattung funktioniert, indem ein Kriminalpsychologe (neudeutsch Profiler) sich äußerte, dass ein gewisses Profil nichts bringen würde, da sonst viele Leute als Mörder abgestempelt werden könnten. Auch hat er die achso tollen Killerspiele dahingehend verteidigt und gemeint, solche seien niemals Ursache, nur vielleicht eine zustäzliche Inspiration, wenn einer schon eine Meise weg hat.

Dass überhaupt berichtet wird halte ich für wichtig, ansonsten braucht man doch kaum noch Nachrichten. Das wie ist allerdings entscheidend.

Die Eltern wurden hier genannt: Das gleiche fragte ich mich auch heute, ohne zu wissen, wie die drauf sind. Aber: Immer wird von den ganzen Opfern gesprochen, ich glaube, die sind genauso Opfer: Sohn tot, Sohn durchgedreht und jeder normale Mensch würde sich nun sicherlich Vorwürfe ohne Ende machen.
Takk...[QUOTE]... dass ein gewisses Profil nichts bringen würde, da sonst viele Leute als Mörder abgestempelt werden könnten[/QUOTE]

Sehe ich genauso. Man kann aus den Umfeld und der Persönlichkeit Erkenntnisse treffen, aber NIE allgemeingültige, das wäre ein riesen Fehler. Bei solch einer Tat handelt sich um einen absoluten Ausnahmefall, wo gesellschaftliche, persönliche, erzieherische und soziale Faktoren zusammenwirken.

[QUOTE]Die Eltern wurden hier genannt: Das gleiche fragte ich mich auch heute, ohne zu wissen, wie die drauf sind.[/QUOTE]

Meiner Meinung nach sollte man die Eltern in Ruhe lassen. Sie werden sich mit Vorwürfen quälen und den Schock erstmal über Jahre verarbeiten müssen. Auch sie werden sich aber irgendwann fragen müssen, welche Rolle sie gespielt haben, was an der Erziehung falsch gelaufen sein könnte. Man sollte es aber nicht in der Öffentlichkeit breit treten, damit tut man den Eltern unrecht. Es sind auch nur Menschen und keine Monster.
SenecaEines muss man hier aber mal ganz klar sagen: Ein Vater der einen Sohn in Haus hat, welcher in psychatrischer Behandlung ist und trotzdem gegen eindeutige Vorschriften eine Schusswaffe samt Munition griffbereit im Haus herumliegen hat, ist nicht gerade als zuverlässig und verantwortungbewusst zu bezeichnen.
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Eines muss man hier aber mal ganz klar sagen: Ein Vater der einen Sohn in Haus hat, welcher in psychatrischer Behandlung ist und trotzdem gegen eindeutige Vorschriften eine Schusswaffe samt Munition griffbereit im Haus herumliegen hat, ist nicht gerade als zuverlässig und verantwortungbewusst zu bezeichnen. [/B][/QUOTE]

Recht hast du.


Takk:
Klar sollte man die Eltern in Ruhe lassen, aber egal, was in dem Elternhaus passiert ist, rosig werden die sich nicht fühlen. Irgendwie werden die zu oft total außer Acht gelassen, wenn es um die Opfer geht.
coma_blackDiese widerwärtige Berichterstattung verfolgt m. E. vor allem folgendes Ziel:

Man versucht, Tim K. so weit wie möglich zu entmenschlichen, er ist "der Killer" bzw. "der Böse". Damit wird er einerseits zum leuchtenden Vorbild für alle Trittbrettfahrer hochstilisiert und gleichzeitig der wichtigste Fakt an der ganzen Sache unterschlagen: daß es sich um einen kranken Jungen gehandelt hat, der durch eine ungünstige Konstellation von Ursachen zu seiner Tat gebracht wurde.

Dieser gesellschaftliche Selbstschutzmechanismus, daß man das "Böse" (das es ebensowenig gibt wie das "Gute") aus der Gesellschaft ausgrenzt und lediglich auf den einzelnen "Freak" beschränkt, der dann wie auf einer Kirmes zur Schau gestellt wird, bringt letztlich die Freaks erst hervor. Creating what we're hating!

Es ist beschämend, wie angeblich aufgeklärte Menschen regelmäßig in infantiles Schwarz-Weiß-Denken verfallen, sobald sie mit Tabuverletzungen konfrontiert sind und es ist beschämend, daß die Medien mit diesem töricht vereinfachten Denken gezielt Paranoia schüren. Eine Paranoia, die von Machtgeilen Politikern allzugerne für den Ausbau genau der repressiven Instrumentarien ausgenutzt wird, die weitere "Ausraster" begünstigen. Mir kommt es manchmal so vor, als ob man uns gezielt ein neues Mittelalter einbrocken will.

Eine Anmerkung noch, mit der ich hoffentlich falsch liege: Amoklaufende Schüler haben wir doch eigentlich erst, seit ständig von PISA, Ganztagesschulen und Bildungsplanreformen salbadert wird. Könnte es sein, daß wir durch die Amerikanisierung des Schulsystems nun eben auch die unliebsamen Phänomene des amerikanischen Schulalltags zu spüren bekommen?
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B] rosig werden die sich nicht fühlen. [/B][/QUOTE]

Eine zarte Umschreibung. :rolleyes:
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
[B]Diese widerwärtige Berichterstattung verfolgt m. E. vor allem folgendes Ziel:

Man versucht, Tim K. so weit wie möglich zu entmenschlichen, er ist "der Killer" bzw. "der Böse". [/B][/QUOTE]

Ihr Ziel ist es, Geld zu verdienen, die Konkurrenz zu bekämpfen und ihre lethargischen Fernsehzombies zu blindwütigem Aktionismus (in welche Richtung auch immer) anzustacheln. Um damit dann sogar noch mehr Geld zu verdienen.

"Journalist" ist kein geschützter Beruf, Archivmaterial ist billig und die besten Nachrichten sind diejenigen, die man selbst zusammenbastelt.

Fernsehnachrichten sind Trash.

[i]"Die simple Wahrheit ist,
das Besessenheit nicht lustig ist
und Besessene nicht lachen."
(Nick Horny - Ballfieber)[/i]
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
[B]Eine Anmerkung noch, mit der ich hoffentlich falsch liege: Amoklaufende Schüler haben wir doch eigentlich erst, seit ständig von PISA, Ganztagesschulen und Bildungsplanreformen salbadert wird. Könnte es sein, daß wir durch die Amerikanisierung des Schulsystems nun eben auch die unliebsamen Phänomene des amerikanischen Schulalltags zu spüren bekommen? [/B][/QUOTE]

[URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Cum_hoc_ergo_propter_hoc]Cum hoc ergo propter hoc[/URL], so langsam kann ich es nicht mehr hören. Gut, der Konjunktiv II entschuldigt diese Aussage ein wenig, trotzdem nervt es nur noch.
Aus dem gleichzeitigen Eintreten zweier Ereignisse kann man eben _keine_ Schlüsse über ihre Zusammenhänge schließen. Das zu begreifen, sollte doch nicht sooo schwer sein. Dennoch ist genau diese Art logische Schlüsse zu ziehen anscheinend das einzige wozu die Menschen noch fähig sind. Anders kann ich mich die vielen Debatten ums Internet, Killerspiele, Pornographie etc nicht erklären, die darum bemüht sind den Schuldigen zu identifizieren.

@Trauerwesen

Der Pfeiffer war es dann wohl nicht; den man sonst bei solchen Anlassen ja gerne mal aus dem Ärmel schüttelt um alle, wirklich alle gesellschaftlichen Probleme auf Computerspiele zu schieben. Auch, dass eine ausgewogene Bereichterstattung von den Öffentlich-Rechtlichen kommt, ist ja [URL=http://carta.info/6383/kuebelweise-klischees-im-ard-brennpunkt-ii-ueber-winnenden/]eher selten[/URL].
Demon17Endlich, jetzt sollen Waffenbeitzer ohne besonderen Anlass kontrolliert werden, ob sämtliche Waffen gegen Missbrauch durch andere gesichert sind.

Unauffällige Söhne von Schützenbrüdern scheinen ja über ein signifikant höheres Amokpotential zu verfügen als der Rest der Bevölkerung und sei es nur weil sie sich Waffen und Munition beschaffen können.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Endlich, jetzt sollen Waffenbeitzer ohne besonderen Anlass kontrolliert werden, ob sämtliche Waffen gegen Missbrauch durch andere gesichert sind.[/B][/QUOTE]Ach wie witzig, das ist doch schon längst so. Scheitert aber schon seit Jahren schlicht an der zu geringern Zahl sachkundiger Beamtem...und oft genug an Klagen vor dem Verfassungsgesetzt wegen Vestoß gegen Artikel 13 GG.

zudem:

Das eigentliche Hauptproblem des Waffenbesitzes besteht, trotz vielfältiger gegensätzlicher Berichterstattung in den Medien nicht im Waffenbesitz schlechthin, sondern nur in dem Teil des Waffenbesitzes, der sich außerhalb der Legalität, also illegal, abspielt.

Wir sprechen hier vom 'illegalen Waffenbesitz'.

Vom 'illegalen Waffenbesitz' sprechen wir dann, wenn sich '(Schuß)waffen' illegal in der Hand ihrer Besitzer befinden.

Dies sind beispielsweise:

- Personen, die ohne Vorliegen entsprechender waffenrechtlicher Erlaubnisse sogenannte 'scharfe' Schußwaffen erwerben oder besitzen, beispielsweise stehlen.(wie Tim K.)

Laut verschiedener Statistiken beläuft sich die Anzahl der in der Bundesrepublik Deutschland in Privatbesitz befindlichen Schußwaffen auf ca. 25 bis 30 Millionen Schußwaffen.

Etwa zwei Drittel hiervon (!!!), also ca. 16 bis 20 Millionen Schußwaffen, befinden sich illegal im Besitz von Privatpersonen, und nur etwa 1 Drittel davon stellt den Bereich des legalen Waffenbesitzes dar.

Viel Spaß beim Suchen!!!
Demon17Es geht eindeutig darum, das die Sprösslinge von Waffenbesitzern viel zu leicht an Schusswaffen herankommen, entweder weil Vati eine Knarre im Schlafzimmer bereit hält, oder der Schützenverein es bei unauffälligen 18 Jährigen für vertretbar hält, wenn diese Revolver und Pumpgun legal besitzen. Sämtliche Amokläufe mit hoher Opferzahl von Schülern und Jugendlichen der letzten Jahrzehnte wurden mit Waffen ausgeführt, die legal im Besitz der Familie waren. Die Opferzahl bei Amokläufen mit selbsgefertigetn Waffen war wesentlich geringer. Seltsamerweise sind mir keine Fälle bekannt, wo die Kinder von Mafiosis mit illegalen Waffen größere Massaker an der Schule anrichteten
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Es geht eindeutig darum, das die Sprösslinge von Waffenbesitzern viel zu leicht an Schusswaffen herankommen, entweder weil Vati eine Knarre im Schlafzimmer bereit hält, oder der Schützenverein es bei unauffälligen 18 Jährigen für vertretbar hält, wenn diese Revolver und Pumpgun legal besitzen. ... [/B][/QUOTE]

schön pauschalisiert, aber Quatsch.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Es geht eindeutig darum, das die Sprösslinge von Waffenbesitzern viel zu leicht an Schusswaffen herankommen, entweder weil Vati eine Knarre im Schlafzimmer bereit hält, oder der Schützenverein es bei unauffälligen 18 Jährigen für vertretbar hält, wenn diese Revolver und Pumpgun legal besitzen. Sämtliche Amokläufe mit hoher Opferzahl von Schülern und Jugendlichen der letzten Jahrzehnte wurden mit Waffen ausgeführt, die legal im Besitz der Familie waren. Die Opferzahl bei Amokläufen mit selbsgefertigetn Waffen war wesentlich geringer. Seltsamerweise sind mir keine Fälle bekannt, wo die Kinder von Mafiosis mit illegalen Waffen größere Massaker an der Schule anrichteten [/B][/QUOTE]Offenbar hast Du nicht mitbekommen das Deine Kritikpunkte längst mit dem aktuellem WaffG geändert wurden.

- Kurzwaffen mit Kalibern größer als .22lfb bekommt man erst frühestens ab 21 Jahren. Selbst dann ist das ein behördlicher Akt der sich über Monate hinzieht und eine komplette "Durchleuchtung" des Antragsstelelr beinhaltet. Schon zu viele Punkte in Flensburg oder ein Eintrag wegen einer Kneipenschlägerei sind Ausschlussgründe.

- Pumpguns wurden gänzlich verboten.

- Alle Blankwaffen (Messer) über 12cm Klingelängen dürfen nicht mehr geführt werden.

- Alle Waffen, egal welcher Art, müssen in Panzerschränken gesondert von der Munition aufbewahrt werden....wie die Schlüssel aufbewahrt werden müssen ist aber nicht geregelt.

- Alle Inhaber einer WBK werden regelmäßig auf ihren ZUverlässigkeit überprüft, das Umfasst Abfragen beim Verkehrszentralregister wie auch bei den Gesundheitsämtern.

-Kontrollen vor Ort gibt es auch, die werden aber ordnungsgemäß angekündigt, denn ob Ihr es glaubt oder nicht...sogar Jäger und Schützen stehen unter dem Schutz des Grundgesetzes und dessen Artilkel 13.

Was soll denn noch kommen?
Ich fühle mich langsam extrem kriminalisiert.

Bei Amokfahrten in den letzen Jahren so viele Leute um wie durch Amokschützen...wer ruft nach Autoverboten...?
Töggelie[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
[B]Man versucht, Tim K. so weit wie möglich zu entmenschlichen, er ist "der Killer" bzw. "der Böse". Damit wird er einerseits zum leuchtenden Vorbild für alle Trittbrettfahrer hochstilisiert und gleichzeitig der wichtigste Fakt an der ganzen Sache unterschlagen: daß es sich um einen kranken Jungen gehandelt hat, der durch eine ungünstige Konstellation von Ursachen zu seiner Tat gebracht wurde.[/B][/QUOTE]


Was mir auch allgemein auffällt und hier wieder besonders: ein 17 jähriger Täter, wird als Mann bezeichnet, aber ein 17 jähriges Opfer, ist ein Kind.
Jedenfalls handhabt die Umwelt solche Themen grausam.
Wenn auch auf eine mehr oder weniger subitle Art und Weise.
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Töggelie [/i]
[B]Jedenfalls handhabt die Umwelt solche Themen grausam.
[/B][/QUOTE]

Ich würde nicht sagen, dass es die "Umwelt" ist, die diese Themen grausam behandelt. Ein paar Medien braucht man schon dazu. Vor allem die dreisten, schlampig recherchierenden Hassprediger von BILD.

Eine Alternative dazu [url=http://www.bildblog.de]hier[/url].
Töggelie[QUOTE][i]Original geschrieben von Gezeichneter [/i]
[B]Ich würde nicht sagen, dass es die "Umwelt" ist, die diese Themen grausam behandelt. Ein paar Medien braucht man schon dazu. Vor allem die dreisten, schlampig recherchierenden Hassprediger von BILD.

Eine Alternative dazu [url=http://www.bildblog.de]hier[/url]. [/B][/QUOTE]


Diese schloss ich mit ein. ;) Ich meinte, das ganze Drumrum, alles was menschlich aussieht, oder von solchen beeinflusst wird.


Ach Gott die Bild...
Lächerlich, Bildchen zeichnen kann jeder und wenn interessiert schon die persönliche Meinung und Sichtweise einer solch "seriösen" Zeitschrift.


Edit Töggelie:
Ja...allein die Überschrift des Artikels ist ja schon zum Davonrennen.
Demon17[QUOTE]-Kontrollen vor Ort gibt es auch, die werden aber ordnungsgemäß angekündigt, denn ob Ihr es glaubt oder nicht...sogar Jäger und Schützen stehen unter dem Schutz des Grundgesetzes und dessen Artilkel 13.

Was soll denn noch kommen?
Ich fühle mich langsam extrem kriminalisiert.[/QUOTE]

Selbst der Bundesverband der Schützen fordert stärkere Kontrollen unter Beibehaltung der aktuellen Gesetzeslage. (Grad heute auf der Nürnberger Waffenmesse.) Es geht nicht um Kriminalisierung, es geht darum, dass Schusswaffen und Munition nicht in die Hände jugendlicher Amokläufer geraten. Wenn alle paar Jahre ein Halbstarker ein Gemetzel mit Waffen anrichtet, die von ihnen selbst oder anderen Familienmitgliedern offenbar über Schützenvereine legal erworben wurden, dann fragt man sich, ob nicht zumindest die Umsetzung der Gesetze unzureichend ist.

Wer brauch schon Schusswaffen? .... und wozu? Können die nicht zentral gelagert werden und nur zum legalen Gebrauch abgeholt werden?
wannadieMal ganz im ernst, was ist denn deiner Meinung nach "legaler Gebrauch" und wer soll die Ausgabe der Waffen überwachen?
Nebenbei glaube ich allerdings auch, wie hier bereits gesagt wurde, dass eine zentraale Lagerung nichts an der Gesamtsituation ändern würde, es würde nur zu noch mehr illegalem Waffenbesitz führen und der kann (fast) gar nicht kontrolliert werden...
SenecaMal abgesehen davon kann man mit ausgesprochenen Sportwaffen nur schwer Amok laufen. Das sind in aller Regel Einzelladerwaffen bzw. Selbstlader im Kleinkaliber 5,6 mm Randfeuer bis max 7,5mm S&W Ich persönlich besitze nicht mal mehr Großkaliberpistolen...warum nicht...weil damit kaum Wettkämpfe geschossen werden.
genau diese Wettkämpfe machen es aber nötig das ich jederzeit auf meine Pistolen zugreifen kann...da geht es in der Saison heute mal nach Marburg, morgern nach Kassel und zum Training auf den heimischeh Stand. In der Wettkampfsaison sind 10tausende Leute jeden Tag mit ihren Waffen hunderte von Kilometern unterwegs.

Seltsamerweise ist mit diesen Waffen noch nie einer Amok gelaufen, obwohl es technisch möglich wäre.

[url=http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/79/22_LR_in_9_mm_Luger.jpg]Hier mal ein Vergleich zwischen der .22lfB und einer 9x19.[/url]

Aber mir ist natürlich klar das im Liberalen Deutschland lieber alles per Verbot geregelt wird. Fakt ist aber ach wie vor...udn die offentlichen zahlen belegen das, das ein verbot nichts nützt.

In England wurde wie schon gesagt der private Besitz nach Dunblane verboten...weniger Schießereien gibt es dort aber nach wie vor nicht...die Tendenz steigt sogar nach wie vor.

Wenn ich wollte könnte ich mir problemlos illegal Waffen besorgen...Angebote hatte ich in den Jahren als ich noch ind er militanten Szene unterwegs war genug...von der russischen Makarov Armeepistole bis zu einem fast neuen G3.
Armeewafdfen sind dort sogar die Haupthandelsware...die sind leicht und in großen Mengen billig zu bekommen.

Ich würde aber nach wie vor gerne ganz legal dem Schießsport nachgehen als mich wieder in Tarnanzügen im Wald mit militanten Wochendkriegern zu treffen.

die absolute Sicherheit gibt es nicht, aber man kann sich mit dem Wunsch nach allumfassender Sicherheit sehr gut alle Freiheit verbauen.

Die Mensschen in diesem Land sollten langsam mal lernen nicht ständig Angst vor allem zu haben, dann wären sie auch nicht so leicht in die Ecke zu drängen.
Demon17Ist ja kein Problem Seneca. Sportwaffen kommen meistens an bestimmten Schießplätzen zum Einsatz. Warum nicht gleich dort aufbewahren? Man kann sie sich ja abholen, wenn man zum Wettbewerb fährt.

Es geht um die 9 mm Handfeuerwaffe mit großen Magazinen und garantiert letaler Wirkung bei Menschen. Mit denen sich Blutbäder anrichten lassen. Ich verstehe nicht, warum so etwas ungesichert im Nachtschrank liegen muss. Im übrigen habe ich keine Angst, sondern sehe keinen Grund darin andere Menschen überflüssigen Risiken auszusetzen.
AmaryllisEs war wohl falsch vom Vater, die Waffe nicht bei den anderen verwahrt zu haben, aber abgesehen davon, wenn der Junge tatsächlich so verzweifelt war und keinen anderen Weg gesehen hat, dann hätte er sich auch locker ein paar Küchenmesser schnappen können um ein Massaker anzurichten.
Ich würde es also nicht so an der Art der Waffe und deren Zugänglichkeit aufhängen (denn zugänglich sind Waffen für jeden, der sie sich mit allen Mitteln beschaffen will), sondern daran, dass der Junge überhaupt zu diesem Mittel gegriffen hat. Irgendetwas ist im Vorfeld schief gelaufen und das muss aufgearbeitet werden und, wenn möglich, zur Hilfe für andere verzweifelte Menschen weiterentwickelt werden.
Vielleicht auch wichtig für uns alle: Wir sollten zuhören, wenn uns ein Mensch etwas erzählen will, das ihn bedrückt und wir sollten ihn und seine Probleme ernst nehmen.
Demon17Opferzahlen in dieser Größenordnung setzen Schusswaffen voraus. Gegen ein Messer kann man sich zum Beispiel mit einem Stuhl wehren. Außerdem stehen die Täter an Schulen ja hunderten von anderen Menschen gegenüber.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Opferzahlen in dieser Größenordnung setzen Schusswaffen voraus.[/B][/QUOTE]Oder Sprengmittel, welche noch leichter zu improvisieren sind als Knarren.

@Demon: Quis custos custodis?
Ich habe z.B. meine Langwaffen im Vereinstresor weil ich sie i.d.R. nur einmal im Jahr brauche. Wo die evtl. gerade unterwegs sind kann ich also nicht mit Sicherheit sagen, ich hab seit Monaten nicht mehr rein geschaut.

Außerdem ist das so ein Punkt an dem es anfängt nach DDR zu riechen: Alle privaten Waffen einsammeln zum Wohle der deutschen Bevölkerung.

Gabs schon mal!

Gute Gründe finden der Herr Schäuble & Co. bekanntlich für alles.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Ist ja kein Problem Seneca. Sportwaffen kommen meistens an bestimmten Schießplätzen zum Einsatz. Warum nicht gleich dort aufbewahren? Man kann sie sich ja abholen, wenn man zum Wettbewerb fährt.[/B][/QUOTE]Das ist Blödsinn, denn ich kann dann auch anstatt nach Geißen zu den Landesmeisterschaften nach Frankfurt auf die zeil fahren um dort mal "gepflegt zu grillen!"

Oder bekomme ich als potentiell volksfeindliches Elemente gleich einen eigenen StaSi Spitzel der in einem Volvo hinterherfährt.
Das Informantentum ist jetzt schon verbreitet
Amaryllis[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
Oder Sprengmittel, welche noch leichter zu improvisieren sind als Knarren.
[/QUOTE]

Preisgünstiger und leichter zugänglich als Waffen, da in so ziemlich jedem Haushalt aufzufinden .... Fragt sich, warum noch kein Amokläufer auf die Idee gekommen ist, seinen eigenen Bömbchen zu bauen, statt mit Vatis Waffe durchzubrennen.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Amaryllis [/i]
[B]Preisgünstiger und leichter zugänglich als Waffen, da in so ziemlich jedem Haushalt aufzufinden .... Fragt sich, warum noch kein Amokläufer auf die Idee gekommen ist, seinen eigenen Bömbchen zu bauen, statt mit Vatis Waffe durchzubrennen. [/B][/QUOTE]Doch, das gabs schon. Sowohl die Jungs in Columbine als auch Robert S. in Erfurt und Bastian B. in Emsdetten hatten Rohrbomben im Gepäck.
die nusswas haltet ihr denn von dem [URL=http://www.spreekillers.org]hier[/URL] ?

oder doch lieber noch ein bisschen krokodilstränen und sinnlose knarrendiskussion?
CarlMccoyMeine Meinung zum Thema:

Es gibt so viele gefährliche Waffen. Nehmen wir mal zum Beispiel das Messer. Wenn jemand halbwegs damit umgehen kann, kann er oder sie genauso viele Menschen töten wie der Amokläufer mit den Gewehren

Und gerade hier zieht das Argument mit den hunderschaften an Schülern noch weniger. Man ist damit so schnell und kann dermaßen verheerenden Wirkungen erzielen.
AmaryllisHatten sie die auch gezündet?
Was ich aber meinte: Hatte es jemals einen Amokläufer gegeben, der sich ausschließlich selbstgebastelter Bömbchen bediente?
Takk...[QUOTE]Es gibt so viele gefährliche Waffen. Nehmen wir mal zum Beispiel das Messer. Wenn jemand halbwegs damit umgehen kann, kann er oder sie genauso viele Menschen töten wie der Amokläufer mit den Gewehren[/QUOTE]

Da gab´s vor 4 Jahren in Stuttgart schon ein Massaker, wo ein Irrer mit einen Samuraischwert in eine Kirche eingedrungen ist:

[url]http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,349489,00.html[/url]
CarlMccoy[QUOTE][i]Original geschrieben von Takk... [/i]
[B]Da gab´s vor 4 Jahren in Stuttgart schon ein Massaker, wo ein Irrer mit einen Samuraischwert in eine Kirche eingedrungen ist:
[/B][/QUOTE]

Das war nicht gezielt. Beim Messer ist halt das Abwehren sehr schwierig. Man sieht es nicht kommen.

[COLOR=crimson]link entfernt. zweck: schutz zarter seelen, minderjähriger und anderer, die solche bilder nicht sehen wollen/müssen/sollten. (manley) [/COLOR]

Hier mal ein Beispiel. Nur zur Veranschaulichung.
Cabal[QUOTE][b]Zitat: die nuss[/b]
was haltet ihr denn von dem hier ?[/QUOTE]
Begeisterung, wenn ich das Ranking an sich auch schon kannte.
Warum sie auch nicht auflisten? Ich kenne keinen Grund, weswegen dies nicht zu Referenzzwecken aufgeführt werden soll.

MfG
Cabal
Takk...Vor allem liegt das größte Massaker schon über 20 Jahre zurück und da gab´s noch keine Killerspiele.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Amaryllis [/i]
[B]Hatten sie die auch gezündet?
Was ich aber meinte: Hatte es jemals einen Amokläufer gegeben, der sich ausschließlich selbstgebastelter Bömbchen bediente? [/B][/QUOTE]Die nennt man Terroristen oder Selbstmordbomber.
CarlMccoyVorhin gab es gerade wieder einen Artikel in Galileo. Ein Lehrer auf der GC auf der Suche nach Antworten. Das Ergebnis war, das er Videospiele nicht alleine als Auslöser solcher Aktionen sieht. Allerdings war der Artikel schon negativ gefärbt.

Wären, wir in Amerika, hieß es jetzt, die BPJS hätte das ganze arrangiert, um neue Gesetze zu erlassen.
ange gardien[QUOTE][i]Original geschrieben von Takk... [/i]
Da gab´s vor 4 Jahren in Stuttgart schon ein Massaker, wo ein Irrer mit einen Samuraischwert in eine Kirche eingedrungen ist:
[/QUOTE]

Berlin vor ein paar Jahren: 26 Verletzte, wobei der Täter im vorbei gehen jeweils nur 1x zugestochen hat ( nicht mal unbedingt mit voller Tötungsabsicht ) und viele umstehende gar nicht mitbekamen, was eigentlich los war.
Der erste als solcher registrierte Amoklauf in der BRD fand übrigens m. W. mit einem selbstgebauten Flammenwerfer statt...

Wo wir hier schon das Stichwort Columbine hatten: Kann es sein das die deutschen Schulamokläufe alle nach diesem Fall ( und der exzessiven Berichterstattung darüber ) passierten?
SenecaIch habe im im Spiegelartikerl um den Amok-Samurai folgenden Absatz gefunden:

[i]In den vergangenen Jahren hatte es mehrfach Amokläufe mit Schwertern gegeben. Erst im Oktober vergangenen Jahres metzelte ein 22-Jähriger den Besitzer eines Waffenladens in Amberg in der Oberpfalz mit einer Machete nieder.

Wie ein Samurai mit freiem Oberkörper tötete zudem im April 2004 ein 25 Jahre alter Mann in Schleswig-Holstein einen 22-Jährigen mit sechs Schwertstichen. Im September 2003 hatte ein junger Versandhaus-Angestellten aus Pforzheim einer Kollegin ebenfalls den Schädel gespalten. Und im Juni 2002 hatte ein 22-Jähriger in Bayern seine Mutter mit einem Schwert geköpft.[/i]

Seltsam dass in diese Richtung noch nie nach Verboten gerufen wurde. Dazu kommen noch einige Fälle in denen Armbrüste und Bögen zum Einsatz kamen.

Der Focus wenn es um Represalien richtet sich aber immer auf Feuerwaffen, seltsam.
Speziell wenn man die Prämisse unserer Regierung bedenkt...so wenig Waffen im gemeinen Volk wie möglich!

Im Übrigen kenne ich zufällig einen Manager aus der Wehrtechnik der ohne große Probleme eine Waffe sowie einen Waffenschein, also die Lizenz zum jederzeitigem Führen, bekam....alles was es dazu brauchte war sein Name auf einer schwarzen Liste der RAF.
Amaryllis[QUOTE]Die nennt man Terroristen oder Selbstmordbomber.[/QUOTE]

Theoretisch:
1 Szenario, 3 verschiedene Waffenarten ... ergibt 2 verschiedene Täterbezeichnungen?

Also ein Massaker mit Schusswaffen oder Messern wird von einem Amokläufer verübt, ein Massaker mit gleichem Hintergrund, gleichem Täter, gleichen Opfern aber mit Bomben wäre von einem Terroristen verübt?

Das leuchtet mir nicht ganz ein.
CarlMccoy[QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i]
[B]
Wo wir hier schon das Stichwort Columbine hatten: Kann es sein das die deutschen Schulamokläufe alle nach diesem Fall ( und der exzessiven Berichterstattung darüber ) passierten? [/B][/QUOTE]

Fing mit Erfurt an, glaube ich. Mir kommt es auch so vor. Kann allerdings auch an der, durch Columbine, verstärkten Wahrnehmung in dieser Richtung zu tun haben.
CarlMccoyVielleicht war CHS eine Art Inspiration.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Amaryllis [/i]
[B]Theoretisch:
1 Szenario, 3 verschiedene Waffenarten ... ergibt 2 verschiedene Täterbezeichnungen?

Also ein Massaker mit Schusswaffen oder Messern wird von einem Amokläufer verübt, ein Massaker mit gleichem Hintergrund, gleichem Täter, gleichen Opfern aber mit Bomben wäre von einem Terroristen verübt?

Das leuchtet mir nicht ganz ein. [/B][/QUOTE]Verkauft sich aber besser. Denk mal an die Jungs aus dem Sauerland, von Typus her den Amokläufern nicht unähnlich. Man wird ganz schell zum Terroristen wen man lebend erwischt wird, denn dadurch ergibt sich für die Staatanwaltschaft ganz andere Möglichkeiten als gegenüber einem Armen Irren.
Takk...[QUOTE]Wo wir hier schon das Stichwort Columbine hatten: Kann es sein das die deutschen Schulamokläufe alle nach diesem Fall ( und der exzessiven Berichterstattung darüber ) passierten?[/QUOTE]

Das mag auch an der Glorifizierung und Medienpräsenz solcher Figuren liegen. Charles Manson hatte schon vor Jahrzehnten daraus eine ganze Kultur gemacht. Es wird immer Menschen, und nicht grad wenige geben, welche solche Taten verehren und als Symbol, als etwas revolutionäres sehen.
coma_blackNochmal eine seltsame Korelation, über die komischerweise noch nie berichtet wurde, obwohl sich die Medien auf diesen Zusammenhang doch geradzu stürzen müssten (Manchmal könnte ich geradezu Verschwörungstheoretiker werden):

[url]http://www.ssristories.com/index.php[/url]


@Kinch: Ich poste das hier nicht, weil ich zufällig konstruierte Zusammenhänge für wirklich aussagekräftig halte, allerdings sollten der Fairness halber eben nicht nur die bevorzugten Computer- oder Ballspiele von Amokläufern erwähnt werden. Und daß Antidepressiva agressiv machen ist mindestens genauso sicher belegt, wie die Schädlichkeit von Tabakrauch :p
(Wobei es natürlich auch sein kann, daß Tim K. gar keine Antidepressiva genommen hat, aber Depressionen hatte er ja laut Boulevardpresse...)
ange gardien[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
Seltsam dass in diese Richtung noch nie nach Verboten gerufen wurde. [/QUOTE]

Ich denke mal Schwerter fallen unter das Führverbot für Blankwaffen.

Schusswaffenverbote sind nun mal die augenscheinlich einfachste Lösung und nach einem solchen Vorfall verlangt die Öffentlichkeit ( wie schon geschrieben ) nach einfachen Lösungen.

Wenn dann noch ( wie in Deutschland ) Legalwaffenbesitzer eine kleine Minderheit sind und der Rest der Bevölkerung beim Thema Waffenbesitz, Waffengesetze und Waffenwirkung wenig bis gar keine Ahnung hat ( wie man auch sehr gut an diesem Thread hier sehen kann ), dann ist diese Forderung naheliegend und man wirft der Masse halt lieber diesen Brocken hin, bevor man zugibt gegen Amokläufe kein Patentrezept zu haben und es einen 100% igen Schutz niemals geben wird.

Ich habe heute gelesen, dass eine Elterninitiative ihre Kinder erst wieder in die Schule lassen will, wenn es in Deutschland ein totales Waffenverbot gibt.

Ich gehe mal davon aus, dass die gleichen Eltern ihre Kinder bedenkenlos in Schulbusse setzen oder selber ins Auto laden und mit ihnen durch die Gegend fahren, bzw. sie als Fußgänger oder Fahrradfahrer am Straßenverkehr teilnehmen lassen.
Aber die Kids nicht mehr in die Schule schicken wollen, bis alle Legalwaffen ( die im Verhältniss zu den Illegalen Schusswaffen ca. 1/3 der Gesamtmenge ausmachen ) eingezogen wurden.
Paranoia in Reinkultur.
Amaryllis[QUOTE]Verkauft sich aber besser.[/QUOTE]

Also lediglich Etikettenschwindel ...
CarlMccoy[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
[B]Nochmal eine seltsame Korelation, über die komischerweise noch nie berichtet wurde, obwohl sich die Medien auf diesen Zusammenhang doch geradzu stürzen müssten (Manchmal könnte ich geradezu Verschwörungstheoretiker werden):
[/B][/QUOTE]

Na ja, dass die Leute nicht ganz dicht sind, ist eigentlich klar (soll jetzt keine Beleidigung an alle sein, die diese Medikamente einnehmen).
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i]
[B]Ich habe heute gelesen, dass eine Elterninitiative ihre Kinder erst wieder in die Schule lassen will, wenn es in Deutschland ein totales Waffenverbot gibt.[/B][/QUOTE]Wird nicht klappen...die Schwarzbeständen sind einfach zu groß. Speziell bei Opas auf dem Lande finden sich nach deren Ableben interessante Sachen...da habe ich vom 9mm Randfeuerkarabiner über den 98K bis zur P38 schon so einiges gefunden.
Alleine an Weltkriegswaffen, die oft noch gut in Schuss sind, dürfte es in Deutschland Tausende geben die in irgendeiner Kiste im Rentnerhaushalt unter der alten Uniform lagern. Dazu kommen noch tausende von Waffen die nicht angemeldet wurde als 1972 das Waffengesetzt in seiner heutigen repressiven Form eingefürt wurde. Die RAF, gegen die es angeblich gedacht war, hat das damals auch nicht gejuckt. Die Dinger werden ja nicht schlecht mit der Zeit.
ange gardien[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Wird nicht klappen...[/QUOTE]

Jede kleine Metallwerkstatt, die drehen und fräsen kann, ist in der Lage eine [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Sten_Gun]Sten[/URL] zu bauen.
Genau unter diesem Gesichtspunkt wurde die ja auch konstruiert. Baupläne wurden von den Aliierten während des Krieges an sämtliche Widerstandsgruppen verteilt. Heute findet man die im Internet.

In China ( Totalwaffenverbot - wie in jeder Diktatur ) haben aufständische Uiguren mit primitivsten Mitteln funktionsfähige Schusswaffen gebaut.
Jedes Waffenverbot in westlichen Industrienationen ( England, Australien, diverse Erlässe in einzelnen US Bundesstaaten ) haben nicht zu weniger Gewalt, sondern zu einem Anstieg der Gewaltkriminalität geführt.

Aber das alles gilt natürlich wieder mal nicht für Deutschland. Am deutschen Wesen soll ja bekanntlich die Welt genesen.
In Österreich kann sich übrigens auch heute noch jeder 18 jährige eine [URL=http://www.frankonia.de/shop/Repetierbüchsen/_/cpage/0/cid/3765/categorylist.html]Repetier-Langwaffe[/URL] einfach so kaufen.
Für Pistolen braucht er eine Waffenbesitzkarte, die jedoch ( anders als in Deutschland ) Bedürfnisfrei ist.
D.H. wenn er nicht vorbestraft ist, muss die Behörde diese Waffenbesitzkarte bewilligen.

Daran solltet ihr denken, bevor ihr das nächste mal dorthin in Skiurlaub fahrt.
Demon17[QUOTE]Oder bekomme ich als potentiell volksfeindliches Elemente gleich einen eigenen StaSi Spitzel der in einem Volvo hinterherfährt.
Das Informantentum ist jetzt schon verbreitet[/QUOTE]

Was ich seltsam finde, ist das wegen jeder islamistischen Website gleich alle möglichen Gesetze geändert werden, Bundestrojaner, Abhörmaßnahmen, Auskunftspflicht für Journalisten, Rechtsanwälte usw. Aber wenn regelmäßig das Umfeld von Schützenvereinen amok läuft sieht Herr Schäuble keinen Handlungsbedarf.

Ich finde (Schuss)waffen sind sowieso was für Schwächlinge. Sie geben jedem Fuzzi Macht über Leben und Tod. Wenn in Friedenszeiten Gewalt nicht zu vermeiden ist, dann macht man es besser mit der Hand. Es ist doch einfach feige sich hinter Waffen zu verstecken. Das sahen die ehemaligen englischen Berufssoldaten, die ich kannte genauso und die Engländer waren mal ziemlich berüchtigt hier.
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von die nuss [/i]
[B]
oder doch lieber noch ein bisschen krokodilstränen und sinnlose knarrendiskussion? [/B][/QUOTE]

Offenbar Letzteres.
Obwohl es ursprünglich wohl um Tim K. ging.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Ich finde (Schuss)waffen sind sowieso was für Schwächlinge.[/quote][/b]

Messer sind in ihrer Wirkung auch soviel ästhetischer

*link gelöscht*Creo*

als Knarren.

*link gelöscht*Creo*



[cyn]Deutschland braucht anscheinend wieder einen Krieg.[/cyn]
Dann hätte endlich jeder eine Knarre und kann selbst ein paar schöne Erinnerungen für sein Posiealbum knipsen.

Manche Threads machen mich traurig.
ange gardien[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
Was ich seltsam finde, ist das wegen jeder islamistischen Website gleich alle möglichen Gesetze geändert werden, Bundestrojaner, Abhörmaßnahmen, Auskunftspflicht für Journalisten, Rechtsanwälte usw. Aber wenn regelmäßig das Umfeld von Schützenvereinen amok läuft sieht Herr Schäuble keinen Handlungsbedarf.
[/QUOTE]

[QUOTE][i]Fuck up Evil [/i]
schön pauschalisiert, aber Quatsch.[/QUOTE]

Es gibt in Deutschland ca. 2 Millionen aktiver Sportschützen. Wenn ich hier das Fehlverhalten einiger weniger zum Anlaß nehme, dem Umfeld dieser Gruppe regelmäßiges Amoklaufen vor zu werfen, dann will ich polarisieren und pauschalisieren, vielleicht meiner persönlichen Affinität gegen bestimmte Gruppen ausleben, aber an einem bin ich sicher nicht interessiert. An einer sachlichen Diskussion zum Thema.

Ich habe vor einiger Zeit schon mal geschrieben, dass ich mich an Diskussionen zum Thema Schusswaffen und Waffenrecht in diesem Forum nicht mehr beteiligen will - und jetzt weiss ich auch wieder warum ich das geschrieben habe.
Weil solche Diskussionen nicht zielführend sind, man mit sachlichen Argumenten auf Polemik und Phrasendrescherei stößt und solche Diskussionen keinen Spass machen. Vor allem wenn es dann noch gegen einen der schlimmsten Klugscheisser dieses Boards geht.

[QUOTE]
Ich finde (Schuss)waffen sind sowieso was für Schwächlinge. Sie geben jedem Fuzzi Macht über Leben und Tod. [/QUOTE]

Die typischen Allmachtsphantasien von Leuten, die bei dem Thema gänzlich unbefleckt sind und selbst keine Waffen besitzen oder mal damit geschossen haben.
Die Waffenbesitzer, die ich kenne, haben solche Phantasien seltsamer Weise durchweg nicht.
Sowas kommt meist von Leuten, deren Kontakt ( und Wissen ) zu Schusswaffen aus Filmen und vielleicht noch von Softair her ruht.

@ Nix
Obwohl es ursprünglich wohl um Tim K. ging.

Darum ging es in der öffentlichen Berichterstattung den wenigsten. Warum sollte das Forum hier eine Ausnahme sein?
Demon17[QUOTE]Es gibt in Deutschland ca. 2 Millionen aktiver Sportschützen. Wenn ich hier das Fehlverhalten einiger weniger zum Anlaß nehme, dem Umfeld dieser Gruppe regelmäßiges Amoklaufen vor zu werfen, dann will ich polarisieren und pauschalisieren, vielleicht meiner persönlichen Affinität gegen bestimmte Gruppen ausleben, aber an einem bin ich sicher nicht interessiert. An einer sachlichen Diskussion zum Thema.[/QUOTE]

Niemand hat etwas gegen aktive Sportschützen, solange sie oder ihre Sprösslinge nicht auf Menschen schießen. Aber um Sport zu treiben, braucht man keine 9mm im Schlafzimmer. Wie Seneca bereits ausführte wird meistens mit Kleinkalibern geschossen. Welchen Sinn macht es also Millionen von großkalibrigen Waffen zu genehmigen?
ange gardienSeneca hat hier nicht ganz Recht. Vielleicht wollte er auch nur das Sportschiessen in Schutz nehmen ( was man m.E. aber nur sinnvoll kann, wenn man mit offenen Karten spielt ), oder es fehlt ihm der Überblick.

Sportschießen mit Großkaliberwaffen ist sehr weit verbreitet, auch wenn die aktiven GK Schützen quantitativ vielleicht nicht an die Kleinkaliberschützen ran kommen.
Im übrigen ist für die letalität einer Schussverletzung nicht das Kaliber, sondern der Treffersitz ausschlaggebend


[QUOTE]Welchen Sinn macht es also Millionen von großkalibrigen Waffen zu genehmigen?[/QUOTE]

Welchen Sinn macht es, sie nicht zu genehmigen?

Ich halte vieles für sinnlos. Trotzdem will ich das anderen, die es für sich vielleicht für sinnvoll halten, nicht verbieten, nur weil es Missbrauch im Promillebereich damit gibt.

Ich weiss nicht ob es das ist, aber mir kommt diese "ich brauche/will/darf das nicht haben - darum soll es auch kein anderer haben dürfen" typisch deutsch spiessig vor.

Alleine die Tatsache, dass bei geschätzt über 30 Mio. Schusswaffen ( 2/3 davon illegal und somit nirgends registriert ) so wenig mit Waffen passiert, zeigt doch das die Waffen nicht das Problem sind.

Augenscheinlich ja. Wie ich geschrieben habe, die Masse ist an einer einfachen Lösung interessiert.
Aber so wird sich das Problem Amoklauf nicht in den Griff kriegen lassen ( es lässt sich m.E. überhaupt nicht in den Griff kriegen - höchstens eindämmen ).

Die Ursachen für solche Amokläufe sind meiner Meinung nach ein Mix aus:

- Persönlichen Problemen ( auch durchaus krankhaft bedingt )

- Gesellschaftlichen Problemen ( Leistungsdruck, Perspektivlosigkeit, Mobbing - das an Schulen extrem weit verbreitet ist ).

- Berichterstattung in dem Medien

- Falsche Erziehung ( immer mehr Leute sind nicht mehr zur normalen Konfliktlösung in der Lage ).


Die Verfügbarkeit von Waffen spielt eine Rolle, wobei hier längst im Vorfeld eine Entscheidung getroffen wurde, bevor die Waffe in die Hand genommen wird.
Sämtliche Amokläufe an Schulen waren keine Affekthandlungen, sondern genau geplant. Mit teilweise monatelanger Vorbereitungszeit.

Verbietet großkalibrige Schusswaffen ( abgesehen davon, dass es dann immer noch möglich ist eine illegale Waffe zu besorgen ). Der nächste Amokläufer kommt dann mit zwei Benzinkanistern und einem Feuerzeug in die Schule. Und dann?
Dann stellt man vielleicht fest, dass es gar nicht an der 9mm gelegen hat.

Hätte man schon Jahre vorher haben können. Seit Erfurt hatten wir ja auch nur 7 Jahre Zeit.
Jetzt wird nach mehr Schulpsychologen gerufen ( der Verband, der das macht, hat natürlich wirtschaftliche Interessen ).

Was bringen die, wenn ein Lehrer seine Klasse nicht im Griff hat und Mobbing nicht sieht, oder sehen will?
Was bringen die, wenn ein junger Mensch nie gelernt hat mit Niederlagen um zu gehen und sich lieber seinen Freunden im Chat anvertraut, als einem Lehrer oder Psychologen?

Es gibt kein Patentrezept. Wenn wir Schulen wie Flughäfen sichern, dann gehen die Täter eben in Diskos oder Supermärkte.
Wie Seneca sinngemäß schrieb. Das alltägliche Leben ist extrem Risikobehaftet.
Nur sind immer weniger bereit, diese Risiken zu tragen.
Man wünscht sich das rundum Sorglospaket und fällt aus allen Wolken, wenn man feststellt, dass es das nicht gibt.
die nusskleines fazit für zwischendurch.

seneca ist ein waffennarr und prahlt jetzt hier mit seinem wissen wie auch mit seiner extremen gelassenheit, man ist ja nicht mehr wie früher...

hier gibts tatsächlich leute, die sendungen wie galileo überhaupt ansehen und denen auch noch glauben schenken...

und zu guter letzt: ich poste einen link und irgendein vollpfosten hier meint dann jegliche informationen dieser webseite entnehmen zu müssen, um sie hier nochmal breitzutreten.

hier laufen mir eindeutig zuviele fehlgeleitete durch die gegend.
aber liebe moderation: wenn ihr jetzt schon meinen beitrag löscht, dann gebt mir zumindest mal per pn bescheid.
hagzissa13Ich bin Sportschütze und gebrauche beruflich Waffen. In meinen Augen nutzen schärfere Waffengesetze nicht, denn wer anderen Menschen physisch schaden will, schafft das auch ohne Waffengesetz. Wenn es keine Pistolen/Gewehre etc. sind, sind es eben andere Dinge. Wenn ich eine Gruppe ins Nirvana schicken will, dann finde ich einen Weg, ob man sich ne Bombe bastelt, das Wasser vergiftet oder Sarin auslegt. Da macht man es sich in meinen Augen zu einfach. Und wer Waffen haben will, bekommt sie auch. Ein Großteil der in Deutschland im Umlauf befindlichen Waffen sind eh nirgens registriert. Die Grenzen sind offen, wer was haben will, bekommt es. Im Prinzip ist es nur eine Frage des Preises.

Zum anderen denke ich, daß es auch eine Frage des Umgangs mit Waffen ist. Wenn ich als Eltern nicht dafür Sorge trage, daß die eigenen Waffen nicht in die Hände meiner Sprößlinge gelangen können, kann man nicht eine ganze Nation bestrafen. Dann müßte man auch alle Autos etc. verbieten - durch die sterben in Deutschland jedes Jahr mehr Menschen, als durch die in Küchenschubladen rumliegenden Langklingenmesser und ich befürchte, deren Anzahl übersteigt die Anzahl der registrierten KFZ um einiges!

Was sog Killerspiele angeht: Sie sind in meinen Augen Symptom und nicht Ursache. Also hilft auch kein Verbot.

Für die hinterbliebenen Familien und Freunde ist diese Tat eine Katastrophe, jedoch sollte man nicht das wesentliche aus den Augen verlieren: Wären Schußwaffen verboten, hätte sich der Täter diese auch illegal ohne Mühe besorgen können oder er hätte sein Attentat mit anderen Hilfsmitteln begangen.
Ich bin immer wieder fasziniert, wie solche Stories von Medien und Politikern genutzt werden, um uns Bürger immer weiter zu verunsichern - damit wir entsprechende Parteien und deren äußerst rigide Sicherheitspolitik wählen (und uns damit dann richtig wohlfühlen, weil wir uns beschützt fühlen vor allem Bösen in der welt - Haha!) - unterstützt von sensationsgeilen Medien, die in ihrem Programm Mitgefühl heucheln aber ganz gezielt die Sensationslust der Quoten willen schüren und dabei die Bevölkerung diesen die Freiheit beschränkenden Politikern in die Arme treiben. Manchmal habe ich echt das Gefühl, die Menschheit rennt vollkommen blind durch die Gegend....
Demon17[QUOTE]Sämtliche Amokläufe an Schulen waren keine Affekthandlungen, sondern genau geplant. Mit teilweise monatelanger Vorbereitungszeit.[/QUOTE]

Stimmt und die Zahl der Opfer bei Taten mit industriell gefertigten Schusswaffen ist deutlich höher als die bei Tätern mit selbsgefertigten Waffen. Amateurhafte Basteleien funktionieren oft nicht (so gut) und der Täter braucht eine längere Vorlaufzeit, in der das Risiko besteht entdeckt zu werden. Niemand, dessen Leben nicht einer ausserordentlichen Bedrohung unterliegt bracht zuhause Schusswaffen. Warum nicht lokale Waffenkammern einrichten, wo großkalibrige Handfeuerwaffen sicher verwahrt sind?

... und was die Freiheit angeht, die hört da auf, wo die freiheit des anderen beginnt. Insofern kann ich nicht nachvollziehen, wieso es ein Stück Freiheit ist, Waffen zu besitzen die in erster Linie zum töten von Menschen konstruiert wurden. Bei Jagdwaffen ist das sicher noch etwas anderes, aber eine 9 mm Beretta Automatik ist eindeutig ein Werkzeug zum töten von Menschen.
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]... aber eine 9 mm Beretta Automatik ist eindeutig ein Werkzeug zum töten von Menschen. [/B][/QUOTE]

Du verurteilst hier zahlreiche Sportschützen, obwohl Du offensichtlich keine Ahnung von der Materie hast.
Demon17Beretta hat Millionen von Handfeuerwaffen hergestellt, viele davon für den militärischen Einsatz. Sogenannte "Selbsverteidigungswaffen" werden zum Einsatz gegen Menschen hergestellt. Natürlich kann man mit allen Schusswaffen auch wettbewerbsmäßig auf Zielscheiben schiessen, aber um diesen sportlichen Vergleich zu ermöglichen sind Kleinkaliberwaffen und Druckluftgewehre ebenfalls geeignet, wenn nicht sogar besser, wegen des geringeren Rückschlages zum Beispiel.

Alle diese Waffen, können sicher in den entsprechenden Schießsportanlagen aufbewahrt werden.

Mir scheint eher, das unter dem Vorwand des Sportes eine Aufrüstung von Privatpersonen veranstaltet wird (Herr K. hatte 17 Schusswaffen), die ein zunehmendes Risiko für den unbewaffneten Teil der Bevölkerung darstellt.
Manley[COLOR=orangered]@alle: ich bitte darum, keine bilder mehr von verletzungen hier zu verlinken. wer auf solche bilder scharf ist, soll bitte selbst google bemühen. wir haben hier genügend minderjährige an bord, die vielleicht aus neugier einfach einem link folgen, aber nicht wissen, was sie erwartet. der nächste, der solche bilder verlinkt, bekommt schreibverbot. ich hoffe, das wird niciht nötig sein.

@die nuss: eine pn an dich ist am 13.3. um 15.14 rausgegangen, direkt nach der löschung des beitrags. weitere fragen per pn an mich. [/COLOR]
MiltenIch denke es sind nicht die Waffen die Menschen töten, sondern eher der Mensch der den Abzug drückt und nicht die Waffe selbst.
Ich sehe das so, ein Individuum ist die Summe aller Erlebniss und Erfahrungen in Bezug zu der eigenen Wiederstandsfähigkeit. Grob gesagt wir sind ein Spiegel unserer Umwelt. Es ist also nicht die Waffe, sondern der Mensch der tötet. Ich möchte hier nicht bestreiten, das die Opfer auf sich selbst gezielt und abgedrückt haben, aber ich denke dieser Amoklauf war nur eine Konsequenz aus den vorhergegangenen Erlebnissen. Das ist auch nicht verwunderlich, gerade Teenager und Kinder sind sehr grausam und meist rücksichstlos, daher kann es gut sein, dass die Tat ein Resultat des Umfelds ist. Jeder Mensch hat Belastungsgrenzen und ich denke in diesem Fall wurde sie überschritten und der Täter sah sich genötigt dieser Situation zu entfliehen. Ich möchte hier auf gar keinen Fall die Tat rechtfertigen oder mildern, ich will lediglich darstellen, dass es nicht die Waffen sind die für diese Tat verantwortlich waren, sondern alle Beteiligten. Vileicht mag es grausam klingen die Opfer zu beschuldigen, aber ich bin der Auffassung, dass wenn wir solche Taten verhindern wollen, wir an uns und nicht an Waffengesetzten arbeiten müssen.
ange gardienHier mal etwas lesens- und nachdenkenswertes:


[QUOTE]Guten Abend, meine Damen und Herren, Sie sehen die Abendnachrichten.

Leider nicht wirklich eine Satire.

Guten Abend, meine Damen und Herren, Sie sehen die Abendnachrichten.

Es hat einen Amoklauf an einer Schule gegeben. Schrecklich, schrecklich. Wir zeigen Ihnen nun grausame Bilder.

Im Anschluss daran eine Live-Schaltung zu unserem Reporter vor Ort. Wie grausam war es denn, Herr Kollege? “Oh, es war schrecklich. Hier ein paar weinende Mitschüler, die ich vor die Kamera gezerrt habe. Und hier spreche ich mit geschockten Eltern. Und jetzt ein Straßeninterview mit verschiedenen Anwohnern, die nichts zum Fall sagen können, aber alle sehr betroffen sind.”

Nun ein Besuch unseres Reporters bei einem Lehrer, an dessen Schule vor einigen Jahren ein Amoklauf geschah: “Unser TV-Team hat ihm die schrecklichen Bilder von heute gezeigt. Er war ganz schockiert, dass er diese schlimmen Ereignisse sehen musste. Hier seine Tränen in Großaufnahme.” Oh, wir alle fühlen mit ihm. Schlimm, was er da durchleben musste, während zufällig unser TV-Team bei ihm war. “Danke, das wird ihm bestimmt helfen.”

Jetzt ein kurzes Interview mit einem Experten. Er ist seriös, weil er Hemd und Krawatte trägt und weiße Haare hat. Und weil wir Ihnen sagen, dass er ein Experte ist. Wir haben ihn in der Redaktion auf Kurzwahl, denn er kann knallig formulieren und lebt so richtig auf, wenn wir mit unserer Kamera vorbeikommen.

Herr Experte, was wissen Sie über den Täter? “Eigentlich nichts.” Aber haben Sie eine Vermutung über sein Motiv? “Ja, selbstverständlich ist die Jugendkultur schuld. Der Täter hat mit großer Sicherheit Computerspiele auf seinem PC. Ich fordere schon seit langem, dass Jugendliche wieder Halma spielen, so wie ich damals. Überhaupt, diese vorlaute Jugend von heute. Was die für Frisuren haben, und dann noch diese schreckliche Musik. Die wollen uns alle umbringen, glauben Sie mir.” Danke, Herr Experte, das klingt nach einer nachvollziehbaren Erklärung für die Tat, da muss ich als Journalist nicht mehr nachhaken. “Gern! Und bis zum nächsten Mal!”

Politiker aller Fraktionen haben ihre Verhandlungen über weitere Kürzungen im Bildungswesen unterbrochen, um ihre persönliche, ehrlich empfundene Betroffenheit über die Tat zum Ausdruck zu bringen. Morgen werden bundesweit die Flaggen auf Halbmast stehen. Übermorgen sollen dann im Parlament die unterbrochenen Verhandlungen fortgesetzt werden, um die bereits beschlossenen Mittelkürzungen für den schulpsycholgischen Dienst zu verabschieden.

Ein in der Presse stets zu kurz gekommmener Regional-Innenminister wiederholte heute seine Forderung, die Jugendkultur zu verbieten. Er werde seinen schon mehrfach abgeschmetterten Gesetzesentwurf zur Überwachung und Umerziehung Jugendlicher erneut einbringen. Dass es sich hierbei um ein zynisches Wahlkampfmanöver handeln könnte, bezeichnete er als bösartige Unterstellung.

Unsere Redaktion hat in der Zwischenzeit mit Hilfe ihres Recherchewerkzeuges “Google” weitere exklusive Informationen über den Täter auf sogenannten “Websites” in einem “Internet” gefunden. Hier sein Profil aus einem sogenannten “sozialen Netzwerk”. Hier die Profile seiner Opfer. Hier die Profile seiner Freunde, die unsere Redaktion nach der Sendung aufsuchen will. Hier Blog-Beiträge und Forenkommentare des Täters, aus denen unser andere seriös erscheinende Experte nun für Sie live zwischen den Zeilen interpretieren wird.

Hier private Fotos vom Täter. Sehen sie nur: Er posiert mit seiner Waffe! Wie ein Actionheld auf einem Kinoplakat! Und wir haben hier ein Bekennervideo von ihm gefunden, dass wir nun ausstrahlen. Ekelhaft, dieses Video, aber es ist unsere journalistische Pflicht, Ihnen das zu zeigen.

Hier Bilder früherer Amokläufer, die sich ebenfalls in martialischen Selbstportraits in Szene gesetzt haben. Man könnte ja fast glauben, Amokläufer spekulieren darauf, dass diese Bilder groß in der Presse veröffentlicht werden, aber darüber wollen wir hier nicht weiter nachdenken. Stattdessen ein Bericht über ein “Twitter”, wo Menschen, die überwiegend nicht einmal Journalisten sind, substanzlose Gerüchte austauschen und es sogar wagen, unsere Berichterstattung zu kritisieren. Dieser Pöbel im “Internet” - die haben ja keine Ahnung, was Qualitätsjournalismus ist.

Und zum Abschluss schalten wir noch einmal um zu unserem Kollegen vor Ort: “Der Trauergottesdienst war sehr ergreifend. Für die Menschen hier wird nach dem heutigen Tag nichts mehr so sein, wie es vorher war. Wir fahren jetzt zum Elternhaus des Täters, das wir zusammen mit den TV-Teams der anderen Sender die nächsten Tage belagern wollen. Und damit zurück ins Funkhaus.” Danke für diese Eindrücke.

Sollten Sie sich zu Hause nun Gedanken über Ihre oder unsere Verantwortung machen, können wir Sie beruhigen - der Täter war anders als wir, deshalb kann die Gesellschaft keinerlei Mitschuld an dieser schrecklichen Tat treffen. Auch unsere Berichterstattung hat sicherlich keinen Einfluss auf spätere Nachahmer.

Das, verehrte Zuschauer, waren die Abendnachrichten.

Im Anschluss zeigen wir als Sondersendung eine Gesprächsrunde mit fünf alten Herren, die über Jugendkultur diskutieren werden. Danach ein Bericht über Computerspiele und dieses “Internet”, den wir bereits beim letzten und vorletzten Amoklauf gezeigt haben.

Die im TV-Programm ursprünglich angekündigte Dokumentation über die Bildungsmisere und die Diskussionsrunde über journalistische Ethik fallen aus.[/QUOTE]

[url]http://www.hanno.de/blog/2009/guten-abend-meine-damen-und-herren-sie-sehen-die-abendnachrichten/[/url]
Demon17Na immerhin herrscht auf dem Friedhof Drehverbot. Die Großaufnahmen krampfartig weinender Mütter am Grab ihrer Kinder, wie sie von Mikrophonen bedrängt vom Landesvater getröstet werden sind uns erspart geblieben. Statt dessen gibt es im SWDR ein Synphoniekonzert zum Gedenken an die Opfer unter der Leitung von Sir Francis Norrington von Franz Elsner moderiert, sowie einen Solidaritätsgottesdienst am Sonntagmorgen im ZDF und zwei Talkshows am Sonntag Abend zu dem Thema. Also ich finde es hat Niveau. Allerdings verkauft die Geisel ihr Interview exklusiv. [URL=http://nachrichten.aol.de/nachrichten-panorama/amoklaeufer-geisel-verkauft-bericht-ueber-irrfahrt/artikel/20090314105909990001]Klick[/URL]
KinchDas Versagen von Politik und Medien das Thema zu behandeln wird immer grotesker.

Nachdem Alice Schwarzer in den angeblich paar Pornobildchen (und natürlich typisch männliche Defizite) auf seinem PC die Ursache für seinen Amoklauf [URL=http://emma.de/der_amoklauf_von_winnenden_2009_03_13.html]vermutet[/URL], erkannte die ARD schon mit [URL=http://carta.info/6383/kuebelweise-klischees-im-ard-brennpunkt-ii-ueber-winnenden/]bestechender Logik[/URL] das Internet als Quell allen Übel. Natürlich dürfen [URL=http://www.heise.de/newsticker/Diskussion-ueber-Gewalt-Computerspiele-nach-Amoklauf-von-Winnenden--/meldung/134453]Killerspiele[/URL] bzw. deren [URL=http://www.heise.de/tp/blogs/8/134570]Verbot[/URL] nicht fehlen. Aber wer glaubt, dass die Hornauersche [URL=http://www.youtube.com/watch?v=Cw_ItbeWoKo&feature=related]Theorie[/URL], dass das Wort "Killer" in Produktnamen (Hairkiller), zum Beispiel beim Haare waschen, Amokläufe produziere, der größte Quatsch wäre, den man zu dem Thema sagen könnte, der irrt. Das hat Ursula von der Leyen mit Hilfe des Spiegels geschafft, die tatsächlich noch die Verbindung zur Kinderpornographie herstellen konnten:

"Auch die Killerspiele "Counter-Strike" und "Tactical Ops" - auch dies Spiel hat keine Jugendfreigabe - wurden nach Informationen des SPIEGEL auf dem Rechner gefunden, ebenso Pornobilder, Fotos gefesselter, nackter Frauen. Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) plant deshalb, den Zugang zu kinderpornografischen Internet-Seiten durch Sperrvereinbarungen zwischen Internet-Providern und dem Bundeskriminalamt zu erschweren."

([URL=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,613395,00.html]Quelle[/URL])

Die Verbindung zwischen Killerspiele und BSDM-Pornographie zu Sperrlisten mit Kinderpornographie erachten die Autoren für so evident, dass sie wohl eine Benennung generell für überflüssig hielten. Damit perfektionieren den gegenwärtigen Trend in der deutschen Politik: "Nichts wissen, aber alles verbieten".
Ronin76Ich wohne in unmittelbarer Nähe von dem Tatort, nur wieso habe ich keine Angst ? Um mich herum zerreist sich fast jeder den Mund über diesen Vorfall, und Schuld sind natürlich mal wieder Sündenböcke wie ein Vater der Waffen herumliegen lässt, 3D-Shooter, usw. Nur die Gesellschaft selbst ist natürlich nicht schuld und das Schulsystem ist natürlich super. Die Mitschüler waren ja bestimmt alle sooo nette Menschen.

Jeder dämliche Politiker benutzt diesen Vorfall nun als politische Bühne um sich zu profilieren und davon zu profitieren. Merkel spricht schon davon unangemeldete Kontrollen bei allen Waffenbesitzern einzuführen.
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Kinch [/i]
[B]
Die Verbindung zwischen Killerspiele und BSDM-Pornographie zu Sperrlisten mit Kinderpornographie erachten die Autoren für so evident, dass sie wohl eine Benennung generell für überflüssig hielten. Damit perfektionieren den gegenwärtigen Trend in der deutschen Politik: "Nichts wissen, aber alles verbieten". [/B][/QUOTE]

Kinch, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, ebenso ange gardien - der Satirebeitrag gefiel mir ausgesprochen gut, wenn er auch der Wahrheit nichtmal nahekommt.

Eine kleine Verbesserung: Es heißt BDSM. - Äh, tja, erwischt... :D
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Ich wohne in unmittelbarer Nähe von dem Tatort, nur wieso habe ich keine Angst ? Um mich herum zerreist sich fast jeder den Mund über diesen Vorfall, und Schuld sind natürlich mal wieder Sündenböcke wie ein Vater der Waffen herumliegen lässt, 3D-Shooter, usw. Nur die Gesellschaft selbst ist natürlich nicht schuld und das Schulsystem ist natürlich super. Die Mitschüler waren ja bestimmt alle sooo nette Menschen.
[/B][/QUOTE]

Komisch - man weiss wirklich nicht mehr, ob man dabei lachen oder heulen soll - da liegen sich jetzt die Mitschüler der Getöteten heulend in den Armen, ebenso die Angehörigen und sogar am Geschehen selbst völlig Unbeteiligte, die zufällig in dem Ort wohnen, demonstrieren "uneingeschränkte Solidarität" mit den Opfern und deren Hinterbliebenen...woher auf einmal diese Solidarität unter Menschen, die sich zuvor vermutlich kaum eines Blickes gewürdigt haben, wieviel davon gab es schon zuvor?
Und wieviel davon wird bleiben, wenn der unmittelbare Schock erst einmal verflogen ist und man sich endlich wieder "Wichtigerem" zuwendet - wie z.B. der Finanzkriese und der Angst, durch den Niedergang des Kapitalismus um den eigenen "schwerverdienten Wohlstand" gebracht zu werden...wo ist sie dann noch, diese Solidarität mit dem Anderen, der noch mehr hat einstecken müssen als man selbst und dessen Wohl und Wehe einen zuvor kaum jemals tangierte...? Und wie nahe standen sich eigentlich die nochmal mit dem Schrecken davongekommenen Schüler, die sich jetzt vor ihren toten Kameraden verneigen...? Bildeten sie zuvor schon eine solch einträchtige Gemeinschaft - sie, die in der Konkurrenz im Kampf ums Geld künftig den einzigen Sinn des Lebens sehen sollten...?

Und jetzt kommen fette Politiker und ihre speichelleckerische Voyeuristenräuberpistolensensationsjournaille angeschissen, die genau solche Bilder erwarten, die sie dem niederen Volk nationsweit als vermeintliches Abbild des Normalzustandes in dieser Gesellschaft präsentieren könnnen: die ach so liebe, solidarische Gesellschaft, in der Nächstenliebe über alles geht und der böse Amokschütze ein geistig gestörter Fremder ist, quasi ein Wesen nicht von dieser Welt, ein Alien, das etwa in der Tradition eines Monsters aus einem Jack Arnold-Klassiker der 50er Jahre eine verschlafene Kleinstadt in Panik versetzt - "nicht wie wir", wie es in der großartigen Parodie weiter oben ja schon heisst, auf alle Fälle aber nicht aus der "Mitte der Gesellschaft" entsprungen, in der die "Guten und Gerechten" ihren (un) seligen Schlaf der "Gerechtigkeit" träumen, aus dem es aber von Zeit zu Zeit immer wieder ein solch böses Erwachen gibt: der "Fremde", der man selbst natürlich nicht ist und nicht zu sein hat, hat wieder einmal zugeschlagen...und so wird alles wieder seinen gewohnten Gang gehen, wenn sich die Aufregung erst verflüchtigt hat - wenn durch die gewohnten billigen Erklärungsmodelle der Politiker - es waren die bösen Killerspiele, die bösen Gewaltvideos, die bösen nicht ausreichend gesicherten Waffen - dem angeschlagenen "Sicherheitsbedürfnis" der braven Bürger erst wieder Genüge getan worden ist...denn für die Sicherheit im Hause BRD, da haben wir ja einen Experten zur Hand auf den Verlass ist - den Schäuble, den man als Fachmann jederzeit zu Rate ziehen kann - und der auch prompt sofort die richtigen Erklärungen und die dazu passende Abhilfe für den sicherheitsbedürftigen "Bürger" aus dem Ärmel schüttelt: Gesetze, Gesetze Gesetze, Verbote, Verbote und Verbote...denn "Sicherheit" ist des Spießers natürlicher Geisteszustand - und insbesondere der deutschen Spießernase höchstes Gut...denn der Deutsche schätzt nichts höher ein als seine Sicherheit - sicherer Arbeitsplatz, sicheres Einkommen, gesicherter Ruhestand und sicheres bumsen...genau deshalb hatte Adolf Hitler in Deutschland auch solchen Erfolg - er versprach der durch Massenarbeitslosigkeit und Wirtschaftskrisen zutiefst verunsicherten deutschen Bürgerseele Rettung durch ebendas: Sicherheit - gepaart mit einem einfachen Erklärungansatz für alles "Böse" in der Welt, den jeder Dämlack verstehen konnte, selbst noch der letzte Analphabet, weil er eigenes Denken überflüssig, ja zwecklos machte - ("die Juden waren es!")...

.
SchwarzePest[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]
Alle diese Waffen, können sicher in den entsprechenden Schießsportanlagen aufbewahrt werden.

[/B][/QUOTE]

Deiner Äusserungen nach behaupte ich mal das dein Wissen über das deutsche Sportschützenwesen gegen Null tendiert.

In unserem Verein würden dann mehr als tausend Waffen liegen. Wie sollten wir das Objekt schützen, bei dem Anreiz für Straftäter?
Wie erhalten wir die Waffen für Wettkämpfe?
Reinigung und Pflege?
Umbauten / Reparaturen?
Und wer prüft das alle Waffen am richtigen Ort sind?

Und Kleinkaliberwaffen sind auch kein Spielzeug. Die Wahrscheinlichkeit as der erste Schuß gleich tödlich wirkt liegt bei der .22lfb bei über 60%.


Was sind den deine Hobbys? Ich überprüfe sie gerne mal auf soziale Korrektes.

P.S. Die Stadt Münster hat Schutzwesten für ihre Mitarbeiter des Ordnungsamt eingeführt. Nicht wegen Schußwaffen oder bösen Einhandmesser. Der Grund ist:
Attacken mit Spritzen und angespitzen Fahrradspeichen.

Diese verdammten Radfahrer. Hoffendlich kommen die Räder Abends auch in den Tresor und lassen die Waffen nicht einfach auf der Straße stehen.
CagliostroWarum Clint Schäuble, Vorsitzender der National Rilfle Association, gegen ein strengeres Waffengesetz ist, wird sein Geheimnis bleiben...................
Tapio BearkingWieso Geheimnis...?!
Die Erklärung beginnt mit W und hört mit ahlkampf auf. Wenn er sich jetzt für schärfere Waffengesetze einsetzt vergrätzt er die meisten Waffenbesitzer, Sportschützen, Jäger etcpp...
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von SchwarzePest [/i]
[B]In unserem Verein würden dann mehr als tausend Waffen liegen. Wie sollten wir das Objekt schützen, bei dem Anreiz für Straftäter? [/B][/QUOTE]

Unser Schützenplatz liegt einsam mitten im Wald - ich sehe mich eingeteilt schon nachts Streife laufen. Und wehe da kommt wer, der den Laden überfallen will: Mit ner Waffe verteidigen darfst Du Dich ja nicht, dann kommt der generische Anwalt und zeigt Dich an wegen Körperverletzung etc. ... :D
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von SchwarzePest [/i]
[B]Deiner Äusserungen nach behaupte ich mal das dein Wissen über das deutsche Sportschützenwesen gegen Null tendiert.

...[/B][/QUOTE]

Das ist mir ja weiter vorne auch schon aufgefallen, da ließt dann einer Beretta und denkt sich " Oh das kenne ich doch aus den James Bond - Filmen" und schon geht das Klugscheissen los.
demelza[QUOTE][i]Original geschrieben von Julya [/i]
[B]Ich könnte mich grad echt aufregen... nein, ich tu's schon.
Wie geschmacklos ist das denn bitte hier !?!?!

... Wie kann man so unsensibel mit einer solchen Geschichte umgehen??? Das Bild ist geschmacklos, die Berichterstattung ist geschmacklos und einige Kommentare hier auch!!! [/B][/QUOTE]

Julya, dass so eine Berichterstattung kommen würde, war m.E. so sicher wie das Amen in der Kirche. Es ist traurig, sehr traurig - ich versuche mir vorzustellen, was in den Hinterbliebenen vorgeht, wenn sie tagtäglich miterleben müssen, wie das schreckliche Geschehen breitgetreten wird - auf unsensible und geschmacklose Weise.

Da machen es die salbungsvollen Sprüche mancher Politiker auch nicht besser, z.B. dieser "Eltern müssen ihren Kindern verantwortungsvollen Umgang mit den Medien beibringen". Hmpf. Und warum gewöhnen sich die Medien nicht einen verantwortungsvollen Umgang mit den Menschen an?
Nezach[quote]demelza: Es ist traurig, sehr traurig - ich versuche mir vorzustellen, was in den Hinterbliebenen vorgeht, wenn sie tagtäglich miterleben müssen, wie das schreckliche Geschehen breitgetreten wird - auf unsensible und geschmacklose Weise.[/quote]Wer zwingt sie dazu?


[quote]demelza: Und warum gewöhnen sich die Medien nicht einen verantwortungsvollen Umgang mit den Menschen an?[/quote]Die Medien gehen wahrscheinlich so verantwortungsvoll mit den Menschen um wie die Menschen mit den Medien. Die Medien sind [wie] die Menschen: verantwortungsvoll? Sind wir das? Bist Du das? Bin ich es? :rolleyes:
Takk...[QUOTE]Die Medien gehen wahrscheinlich so verantwortungsvoll mit den Menschen um wie die Menschen mit den Medien. Die Medien sind [wie] die Menschen: verantwortungsvoll? Sind wir das? Bist Du das? Bin ich es? [/QUOTE]

Deshalb sollte man in Schulen nicht nur Solidarität und Integrationsprogramme fördern, Schulpsychologen und geschultes Fachpersonal engagieren, wie in manchen etwas gelungeren Beiträgen vorgeschlagen, sondern den Kindern zu selbstständigen Denken und Handeln ermutigen. Die Kinder müssen halt lernen, Informationen aufzunehmen, zu hinterfragen und sich daraus eine Meinung zu bilden, sowie Geschehnisse zu reflektieren und, ganz wichtig, lernen zu kommunizieren. Dies ist halt eine Sache, welche Lehrer und Psychologen in Zukunft besser bewerkstelligen müssen, um aus Schulen ein Ort zu machen, wo man sich wohlfühlen kann und welcher Zukunft fördert, in dem Kinder lernen für sich und für andere Verantwortung zu übernehmen.
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von Tapio Bearking [/i]
[B]Wieso Geheimnis...?!
Die Erklärung beginnt mit W und hört mit ahlkampf auf. Wenn er sich jetzt für schärfere Waffengesetze einsetzt vergrätzt er die meisten Waffenbesitzer, Sportschützen, Jäger etcpp... [/B][/QUOTE]

Mit das Merkel und mit Frank W. Steinbush wird dies eher zum Aalkampf. Oh windet euch, ihr Hechte im Karpfenteich.

Egal.

Zu Winnenden:

Wenn eine psychiatrische Einrichtung nicht weiss, ob der Delinquent ambulant oder stationär da war, dann ist was faul im Staate Württemberg.
Seltsame Regierung dort und ja: ich weiss, dass man
aus Bayern heraus keine Steine werfen sollte auf andere Glashäuser...
Herr Rech...durchaus etwas planlos.

Wobei ich es durchaus als Polizeistandard erachte, dass in Bayern oder BW der Täter am Schluss auf der Flucht erschossen wird, in NRW hätten sie ihn wahrscheinlich 300 Km auf der Autobahn mit 100 Funkstreifen verfolgt, um dann aufatmend festzustellen, dass ab nun die Holländer zuständig wären.
Schwarzer Prinz[QUOTE][i]Original geschrieben von Takk... [/i]
[B]..sondern den Kindern zu selbstständigen Denken und Handeln ermutigen. Die Kinder müssen halt lernen, Informationen aufzunehmen, zu hinterfragen und sich daraus eine Meinung zu bilden, sowie Geschehnisse zu reflektieren und, ganz wichtig, lernen zu kommunizieren. Dies ist halt eine Sache, welche Lehrer und Psychologen in Zukunft besser bewerkstelligen müssen, um aus Schulen ein Ort zu machen, wo man sich wohlfühlen kann und welcher Zukunft fördert, in dem Kinder lernen für sich und für andere Verantwortung zu übernehmen. [/B][/QUOTE]

Das ist aber nicht unbedingt gewollt, dazu auch folgender Beitrag von Georg Schramm:

[url]http://www.youtube.com/watch?v=UYjWglHukKQ&feature=related[/url]

Und weitere Gedanken, es ist ja schon lange bekannt, dass es in der Bildung in D nicht zum Besten steht, nicht nur was die Bausubstanz angeht, sondern auch die Lehrkräfte. Hat sich was getan, NEIN. Am Geld kann es nicht gelegen haben, denn wir haben ja anscheinend genug um Kriege zu führen und Banken (bzw. deren Manager) zu "retten": Schlussfolgerung, eine bessere Bildung ist nicht gewünscht. Selbstständiges Denken - oder sogar Handeln - schonmal gar nicht.

Andererseits sind solche Amokläufe ja selbstständiges Handeln, mh....
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i]
[B]Das ist aber nicht unbedingt gewollt, dazu auch folgender Beitrag von Georg Schramm:

[url]http://www.youtube.com/watch?v=UYjWglHukKQ&feature=related[/url]

... ist ja schon lange bekannt, dass es in der Bildung in D nicht zum Besten steht, nicht nur was die Bausubstanz angeht, sondern auch die Lehrkräfte. Hat sich was getan, NEIN..... [/B][/QUOTE]

Nun, die Grundsätze des Berufsbeamtentums sind in Deutschland wohl unausrottbar, bei einer Klientel wie Lehrern aber gefährlich...
Zuviel Sicherheit macht Lehrer etwas, naja inaktiv.

Die Alternative zum grossen Schulmassaker ist es sicher eine gewisse Anzahl Vertrauenslehrer zu haben (die diesen Titel auch verdienen), Psychologen, Vertrauensmänner aller Art usw.
Dies geht aber nur, wenn die Schule eine eigene Personalhoheit hat.
Mal ganz abgesehen davon, dass Schulen die Lehrer nehmen müssen, die die Regierung hinschickt.
Ronin76[QUOTE]Die Alternative zum grossen Schulmassaker ist es sicher eine gewisse Anzahl Vertrauenslehrer zu haben (die diesen Titel auch verdienen)[/QUOTE]

Mal abgesehen davon, daß dies wohl nicht viel bringen würde, da die Ursachen von Amokläufen sehr verschieden und meistens in der Gesellschaft selbst begründet sind, wird es äußerst schwierig sein entsprechende Lehrer zu finden welche vertrauenswürdig sind. Es überhaupt schon ein Widerspruch, einem Staatsdiener vertrauen zu können. Einem Menschen der dafür sorgt, daß die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer werden, und staatlich-dogmatische Inhalte weitergibt, welche vor allem dem Kapitalismus förderlich sind, anstatt unabhängige und vielleicht sozialere und sinnvollere Ansichten zu lehren.


@Xeno

gut geschrieben.
solipsismusNaja, Ronin, wenn man mal den Blick ablegt, der nur das Böse in der Welt sieht, kann man eine Bildungseinrichtung wie die meine finden, an der die Vertrauenslehrer von den Schülern gewählt werden, eine tiefer gehende Ausbildung als die anderen Lehrer erhalten und ihre Schweigepflicht ernst nehmen.
Das, was du gerade bei den "Knechten des Staates" anprangerst (übrigens sind die Lehrer hier nicht verbeamtet), kannst du bei jedem beliebigen Menschen in Deutschland ankreiden.
Dass etwas gesellschaftlich falsch läuft, möchte ich nicht bestreiten.
KinchÜbrigens, wer meint Amoklaufen wäre nur ein Hobby Killerspiele spielender Kinder, westlicher Länder:

[url]http://www.stern.de/panorama/:Amoklauf-S%FCdafrika-Sch%FCler-Machete-Blutbad/658693.html#rss=all[/url]
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]...Einem Menschen der dafür sorgt, daß die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer werden, und staatlich-dogmatische Inhalte weitergibt, welche vor allem dem Kapitalismus förderlich sind, anstatt unabhängige und vielleicht sozialere und sinnvollere Ansichten zu lehren.
...[/B][/QUOTE]

Wie kann man nur so pauschal über Lehrer herziehen !?!?

wach doch bitte mal auf, diese antikapitalistische und anti-Staat - Haltung ist ja für Jugendliche ganz reizvoll, aber mit den Jahren sollte man doch etwas realistischer auf die Gesellschaft blicken können.
Tiberon[url=http://www.youtube.com/watch?v=iYj9izijmz0]Chaos vom Feinsten![/url] Na Prima!
Was heulen eigentlich alle rum?
Man hat mal wieder einen Tag vorm Fernseher verbringen können, ohne gelangweilt zu werden. Ok ... dafür muß man schon paar heulende Gören vor die Kamera zerren und die Kamera so halten, daß auch wirklich keine Träne ungezeigt bleibt. Groß recherchieren brauch man bei sowas ja eh nicht mehr. Die vermeintlichen Ursachen stehen fest, noch bevor überhaupt jemand zur Waffe gegriffen hat. Und wenn sich im Nachhinein das eine oder andere Detail als falsch herausstellt, da kräht doch kein Hahn mehr nach. Selbst die erbärmlichsten journalistischen [url=http://www.youtube.com/watch?v=GQD6zedOcrI]Leistungen[/url] schaffen es zwischen zwei Werbepausen.
Bei der Plattform, die anderen verzweifelten Menschen geboten wird, brauchen wir auf Nachahmer auch nicht lang warten. Der kann sich auf einer Hotline vielleicht noch vorher ankündigen, dann haben die Sender wenigsten bischen Zeit, einen [url=http://www.youtube.com/watch?v=FazBuDiFD2c]S[/url][url=http://www.youtube.com/watch?v=_T4eZrq6sZM]p[/url][url=http://www.youtube.com/watch?v=uRv55QIv3Tw]o[/url][url=http://www.youtube.com/watch?v=-ZmRdKMkFLU]n[/url][url=http://www.youtube.com/watch?v=7YCxtAJS8BU]s[/url][url=http://www.youtube.com/watch?v=VHwJ-LCmusY]o[/url][url=http://www.youtube.com/watch?v=QZQhkTdd42A]r[/url] zu finden.
Ist schon geil, wenn du dein ganzes Leben in den Arsch ge***** wirst und dann - LIVE im TV! - gezeigt bekommst, wie du die ganzen Affen total sprachlos machen kannst. So nen Abgang hat nicht jeder. Gut, vielleicht hast du's garnicht so schlecht, du weißt es nur nicht ... tja, das war dann wohl eine Werbepause oder ein Mario-Barth-"Witz" zuviel, aber wo gehobelt wird, da fallen Späne.



[size=1]Vielen Dank an [url=http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/ethik_journalismus/winnenden134.html]Gita und Anne[/url], die den einzig wirklich sendenswerten [url=http://www.youtube.com/watch?v=8gt4aBnkMjo]Beitrag[/url] zu diesem Ereignis hinbekommen haben.
Bezeichnend, daß es da nicht um die Tat, sondern um die Berichterstattung geht ...[/size]
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i]
[B]Wie kann man nur so pauschal über Lehrer herziehen !?!?

wach doch bitte mal auf, diese antikapitalistische und anti-Staat - Haltung ist ja für Jugendliche ganz reizvoll, aber mit den Jahren sollte man doch etwas realistischer auf die Gesellschaft blicken können. [/B][/QUOTE]

Ich habe indessen eine andere Theorie zu der Frage, wer hier endlich aufwachen sollte - und wenn eine sogenannte "antikapitalistische Protesthaltung" bei Jugendlichen auch häufiger zu finden sein mag als bei Spießern, die die - schulische, universitäre, etc. Gehirnwäsche des staatlichen "Bildungssystems" bereits "erfolgreich" absolviert haben - so liegt es schlichtweg daran, dass jene Gehirnwäsche hier noch nicht eingesetzt hat, dass zumindest manche Jugendliche noch einen unverbauten Blick auf das haben, was die gesellschaftliche Realität im Kapitalismus [I]ist[/I], fernab aller Schönrederei und ideologisierenden Phrasendrescherei bürgerlicher "bildungs"-Politik...

Ein Lehrer einer staatlichen Schule ist deshalb auch nichts anderes ein staatlicher Agent, ein Funktionär ebenjener "Bildungs"-Politik, deren Ziel nicht etwa die freie Vermittlung von Wissen, sondern soziale Selektion,"Bildung" höchst einseitig auf Drill zu Konformismus und Spießertum ausgerichtet ist..."Wissen" kommt im gesamten staatlichen "Bildungssytem nur in der Weise zum tragen, dass "bildungsferne Schichten" auch bildungsfern bleiben sollen -(denn welcher Herrschende möchte schon gerne, dass das "niedere Volk zu eigenständigem Denken sich aufschwinge...?), stattdessen eine kleine aber gar nicht mal so feine "Elite" herangezüchtet wird, die das herrschende System kritiklos hinnimmt und verinnerlicht um es später zu reproduzieren...
HellscreamDarf ich darauf Aufmerksam machen das es auch durch aus System kritische Lehrer gibt? Oder hatte nur ich das Glück? Im Übrigen Selektion ist die staatliche Aufgabe eines Lehrers an einer staatlichen Schule. Für die Chancenlosigkeit und denn Missstand des Bildungssystems ist aber nicht primär der einzelne Lehrer, sondern das Schulsystem insgesamt verantwortlich zu machen. Beziehungsweise die Lenkenden der Politik. Seit fast 100 Jahren wird auf diesem Schulsystem herum gehackt. Selbst die UN attestiert Deutschland tief greifendes versagen und was ändert sich? Kosmetik sonst nichts. Abitur in 2 Jahren, BA und MA, mehr Stress mehr Druck mehr Geschwindigkeit, mehr Verschulung, und vor allem mehr Probleme Psychologischer und Sozialer Natur. Es erhärtet sich wirklich der verdacht das man möglichst billige, unkritische Menschen hervor bringen will, die zwar eine Berufsqualifikation aufweisen, aber ansonsten nichts was nicht lohnt Bildung geschimpft zu werden.
Cabal[QUOTE][b]Zitat: Hellscream[/b]
Für die Chancenlosigkeit und denn Missstand des Bildungssystems ist aber nicht primär der einzelne Lehrer, sondern das Schulsystem insgesamt verantwortlich zu machen. Beziehungsweise die Lenkenden der Politik.[/QUOTE]

Und nach welchen Bedürfnissen richten sich (angeblich) die Lenkenden unserer Politik?
Bin ich eigentlich der Einzigste, der sich verarscht fühlt? Oder kann es sein, dass die Masse die derartigen Usmtände in der Art tatsächlich befürwortet?
Wär doch möglich, betrachtet man die Absatzzahlen der BILD.

Sehen wir der Wahrheit ins Gesicht: Demokratie fördert Dummheit.
Hellscream[QUOTE]geschrieben von Cabal
Und nach welchen Bedürfnissen richten sich (angeblich) die Lenkenden unserer Politik?
Bin ich eigentlich der Einzigste, der sich verarscht fühlt? Oder kann es sein, dass die Masse die derartigen Usmtände in der Art tatsächlich befürwortet?
Wär doch möglich, betrachtet man die Absatzzahlen der BILD.[/QUOTE]

Achtung der nach folgende Text enthält sarkastisch und polemische Schrift Elemente und könnte Verstörend Wirken.

Nein, da bist du nicht alleine. Die meisten sind viel zu sehr damit beschäftigt den eigenen Arsch in Sicherheit zu bringen. Befürworten ist eine schwierige Frage. Zu mindestens erscheint es wohl vielen egal zu sein. „Was haben die meisten Deutschen schon mit dem Bildungssystem am Hut, die Jugend ist potenziell radikal und gefährlich, gehört in Arbeitslager pfercht! Die neue gesellschaftlich Definierte Aufgabe von Jugend ist es Schulden abzuzahlen und am Pranger für Moralischen Verfall zu stehen. Der Moralische Verfall ist ausschließlich bei der Jugend zu suchen, an allem ist definitiv nur unsere faule, degenerierte, unnütze Jugend Schuld! Zukunft und Perspektive gibt es immerhin für die Generation Praktikum und die ihr nach folgenden genug. Da freut sich die Jugend mit Blick auf Teilzeit Stellen, Zeitarbeit Firmen, Befristete Verträge im 3 Monatstakt, regelmäßige Umzüge und der Chance der lästigen Familien Gründung zu entgehen, ja selbst die lästige Ausbildung ersparen wir vielen von ihnen und sorgen dafür das sie sich mit etwas so grässlichem wie Bildung nicht herum ärgern müssen, zusätzliche Möglichkeiten befinden sich derzeit noch in Ausarbeitung. Wir haben dafür gesorgt das die Jugend in eine Welt blicken darf in der nur noch das zählt was von Wert ist Arbeit und Geld. In der sie ihren Wettbewerbsdrang ohne Rücksicht auf Verluste an ihren Mitmenschen ausleben darf. Und sich vom Gefühl des Mitgefühls nicht mehr terrorisiert fühlen muss. Warum will unsere Jugend das nicht verstehen? Was für eine wunderschöne Perspektive wir ihr hinterlassen? Unverständnis von allen Seiten, eins steht fest ALLES NUR DIE JUGEND SCHULD. Betroffenheit über den jüngsten Amoklauf, die kurz Meldung über 13 tote Kinder in Afghanistan aufgrund einer fehlgeleiteten Bombe Interessieren nicht, die sterben da ja sowie so jeden Tag. Die Welt ist eben grausam.“

[QUOTE]geschrieben von Cabal
Sehen wir der Wahrheit ins Gesicht: Demokratie fördert Dummheit.[/QUOTE]
Dann müsst ihr mich eben als euren neuen Diktator akzeptieren. :rolleyes:
Fuck up EvilVielleicht sollten einige hier den Konsum von Verschwörungstheorien drastisch einschränken . . . ?!

;)
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]Dann müsst ihr mich eben als euren neuen Diktator akzeptieren. :rolleyes: [/B][/QUOTE]

Es gibt mehr als Demokratie und Diktatur.
Ich persönlich bin ja für eine selektive Demokratie. Um an dem demokratischen Prozess teilzunehmen, muss es irgendeine Form von Hürde geben, die jedoch mit relativ leichter Mühe oder grundlegendem Verständnis genommen werden kann. Das selektiert schonmal jene Menschen raus, deren politische Meinung verantwortungslos gebildet wurde.

Ich glaube heute wird übrigens über die Einführung der Internet-Zensur im Kabinet entschieden, oder?

@Fuck Up Evil

Leicht gesagt, aber für einige ist das ihr Raison d'être.
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Kinch [/i]
Ich persönlich bin ja für eine selektive Demokratie. Um an dem demokratischen Prozess teilzunehmen, muss es irgendeine Form von Hürde geben, die jedoch mit relativ leichter Mühe oder grundlegendem Verständnis genommen werden kann. [/QUOTE]
versuch mal, jemand das panaschieren bei einer kommunalwahl zu erklären ;)
Seneca...kumulieren ist einfacher zu erklären und reicht zur Stimmabgabe völlig aus!
Demon17Also ich fasse die Kritik in den Medien an den Massenmorden im Schulmileu mal zusammen:

Leistungsschwache Einzelgänger spielen Killerspiele, wie sie ganz ähnlich auch von der US-Armee genutzt werden, um die Tötungshemmung ihrer Soldaten zu senken. Sie versinken in einer menschenverachtenden Traumwelt, in der sie blutige Rachephantasien entwickeln. Dann melden sie sich beim Schützenverein an, wo sie problemlos tödliche Schusswaffen erhalten, jedenfalls falls Papi so etwas nicht im Kleiderschrank versteckt hat. Wichtig dabei ist nur, das es sich um unauffällige Schüler handelt. Wer unauffällig ist, darf nämlich mit Schusswaffen hantieren.

Da für sie der Unterschied zwischen der virtuellen Welt und dem Real Life kaum noch eine Rolle spielt, verwirklichen sie ihre kranken Machtphantasien und Rachegelüste in Amokläufen, die bevorzugt an Schulen stattfinden. Der Innenminister, der jederzeit bereit ist die Freiheit der Presse einzuschränken, oder die Schweigepflicht von Anwälten und Ärzten auszuhebeln, obwohl der fundamentalistische Terror nicht annähernd soviel Opfer in Deutschland fordert (also bisher gar keines) sieht daraufhin keinen Anlass Millionen von mörderischen Schusswaffen aus dem Verkehr zu ziehen, weil die Waffenlobby in Schützenvereinen gut organisiert ist und es um Millionen von Wählerstimmen geht.
SenecaDas hast Du schön zusammengefasst.
Das weis man aber schon spätestens seit dem "Schützenbruder Robert".

Faktisch wurde das Waffengesetzt mit dem "Lex Steinhäuser" sogar gelockert, denn vorher konnte ich mit keine Sturmgewehre wie ein M16 oder eine AK47 legal kaufen...jetzt schon.

Dafür wurden Pumpguns verboten und das Erwerbsalter auf 21 Jahre raufgesetzt.

Meiner Schätzung nach wird die nächste Verschärfung lediglich beinhalten daß man bei Aushändigung einer WBK eine Quittung für eine Waffenschrank Sicherheitsstufe B vorweisen muss.
Demon17Das lässt sich ja sowieso nicht kontrollieren, bei mehr als 2 Millionen legalen Waffenbesitzern hätten die Behörden ja viel zu tun. Aber automatische Waffen finde ich echt bedenklich. Stell Dir mal vor so ein Hirni läuft mit dutzenden von Magazinen zu Weihnachten in der Fussgängerzone amok.
SenecaAutomatische Waffen kann man nur auf dem Schwarzmarkt kaufen. Der gesetzestreue Bürger muss mit [url=http://www.frankonia.de/shop//_/bid/232812/sindex/1/cid/3805/tf/landscape/brandid/37/productdetail.html]so was[/url] vorlieb nehmen. Aber denk mal incht das es leicht ist an den Voreintrag zu kommen...da darfst Du schon ein paar Jahre vor den Behörden und Verbänden buckeln.
Demon17Na da bin ich ja erleichtert, nur 10 Schuss Einzelfeuer. Aber es ist ja interessant, welche soziale Auswahl getroffen wird. Der nachweislich typische Spießbürger darf sich bewaffnen, während andere Gruppen ausgeschlossen werden. Ist übrigens erstaunlich billig so ein Pseudo-G3.
KinchPseudo G36 und so billig find ich das nicht, hat aber beim Amokspaziergang deutlich mehr Stil als ne Beretta.
Allerdings hätte mich es eher überrascht, wenn man es nicht ausschließlich an Spießbürger verteilt. Die sind in der Regel auch saturiert und ungefärhlich; problematisch wird es nur, wenn ihre Sprößlinge in die "Sturm und Drang"-Phase kommen.
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Kinch [/i]
Die sind in der Regel auch saturiert und ungefärhlich; problematisch wird es nur, wenn ihre Sprößlinge in die "Sturm und Drang"-Phase kommen.[/QUOTE]
eben, die sollten dann auch einen waffenschein für bälger machen müssen :D
oder psychologisches "umfeld"-gutachten bringen?
"haben sie psychopathen in der familie, freundeskreis oder nachbarschaft?"
man, seni, da wärst du echt gearscht mit deinem account hier *g*

ich hab mir den spiegel-leitartikel dieser woche immer noch nicht durchgelesen, aber es ging ja genau um die waffenlobby usw.
Demon17[QUOTE]ich hab mir den spiegel-leitartikel dieser woche immer noch nicht durchgelesen, aber es ging ja genau um die waffenlobby usw.[/QUOTE]

Es lohnt sich. Der Autor ist voll dagegen. ;)
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
Es lohnt sich. Der Autor ist voll dagegen. ;)[/QUOTE]
gut, aber ich BILD mir dann doch erstmal meine meinung :D
Demon17Tu das, bei der Lobby müsste es schon Bürgerinitiativen größeren Ausmaßes geben, bevor die das Waffengesetz restriktiver fassen, oder die Amokläufer müssten die Taktzahl erhöhen. Alle paar Jahre ein Gemetzel mit legalen Waffen richtet da gar nichts aus. Die Fälle wo Waffenbesitzer ihre Familie auslöschen um sich dann selbst zu erschießen werden ja nicht mitgezählt, schließlich kann man seine Familie auch mit dem Hackebeil umbringen.

[SIZE=1]Ich liebe diese Argumentation[/SIZE] :D
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Taktzahl erhöhen. [/B][/QUOTE]

oder die Kadenz der Waffen... :)

Vielleicht könnte man einfach ALLE Bürger bewaffnen und ihnen jeweils drei Tötungen freigeben? Möglicherweise würde das eine Menge Probleme beheben...

Ideal schiene es mir, einen Krieg zu entfesseln. Weiß nicht - vielleicht mit einem Nachbarland im Osten. Dann hätte sowieso fast jeder eine Knarre, es herrschte Vollbeschäftigung und die Renten- und Krankenkassen wären entlastet. Aber ich will mich da jetzt nicht hineinsteigern...

;)
SchwarzePest[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B] Aber es ist ja interessant, welche soziale Auswahl getroffen wird. Der nachweislich typische Spießbürger darf sich bewaffnen, während andere Gruppen ausgeschlossen werden. Ist übrigens erstaunlich billig so ein Pseudo-G3. [/B][/QUOTE]

Was meinst du mit sozialer Auswahl? Und welche Gruppen werden Ausgeschlossen??

Bei uns schießen Azubis und Rentner, Arbeitslose und Unternehmer, Hausfrauen und Doktoren...
Es gibt sogar türkische Vereine. Gut, man hat Pflichten. Sie müssen sich an Gesetze halten. Also keine Körperverletzungen, aber auch keine Verkehrsverstöße und dürfen nicht bei der Steuererklärung schummeln. Aber wo ist die soziale Auswahl? Erklär das doch mal bitte.

Deine Ignoranz gegenüber Sportschützen ist einfach unglaublich.
Aber wenn du meinst, daß die Welt mit deinen Thesen besser wird. Bitte schön.

Ich kann dir aber anbieten mal ein paar Schuß zu machen, damit du auch weißt wo von du redest ( sofern eine Haftpflichtversicherung vorhanden ist).
SchwarzePest[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Die Fälle wo Waffenbesitzer ihre Familie auslöschen um sich dann selbst zu erschießen werden ja nicht mitgezählt, schließlich kann man seine Familie auch mit dem Hackebeil umbringen.

[SIZE=1]Ich liebe diese Argumentation[/SIZE] :D [/B][/QUOTE]

[URL=http://www.stern.de/panorama/:Amoklauf-S%FCdafrika-Sch%FCler-Machete-Blutbad/658693.html]Nichts ist unmöglich[/URL]
logic_system[url]http://www.nordbayern.de/artikel.asp?art=990929&kat=264[/url]

ein kleiner videobeitrag zur initiative "gaming is not a crime"
HellscreamGuter Link im vorangegangenen Beitrag. Warum soll ich als Erwachsene Person mir vorschreiben lassen wie viel virtueller Gewalt Konsum für mich Sinnvoll ist? Man ist mündig und will sich nicht wie ein kleines Kind auch noch vor Schreiben lassen was man zu Konsumieren hat.
Demon17[QUOTE]Bei uns schießen Azubis und Rentner, Arbeitslose und Unternehmer, Hausfrauen und Doktoren... [/QUOTE]

Ich finde das Outfit wirkt abschreckend:


[IMG]http://www.schuetzenverein-bargteheide.de/typo3temp/pics/3bf6b2fe95.jpg[/IMG]
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Ich finde das Outfit wirkt abschreckend:
...[/B][/QUOTE]



:rolleyes:

Wenn einem gar nichts mehr einfällt . . .
SchwarzePest[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Ich finde das Outfit wirkt abschreckend:

[/B][/QUOTE]

Schwach. Sehr schwach.
Bei einem so hartnäckigen Gegner des Schießsport, habe ich eigentlich mir besseren Argumenten gerechnet.
Und leider muß ich dich wieder entäuschen
Mit der Brauchtumpflege hat z.B. unser Verein leider rein garnichts zu tun, wie bei den meisten bei denen die sportlichen Erfolge im Vordergrund stehen.
Lediglich paramilitärischer Kleidung ist nicht erwünscht.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von SchwarzePest [/i]
[B]Lediglich paramilitärischer Kleidung ist nicht erwünscht. [/B][/QUOTE]Da hätte ich ja dauerhaft Standverbot!
Fuck up Evilnaja, wenigstens hat er(Demon17) sich jetzt selbst disqualifiziert.
SchwarzePest[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Da hätte ich ja dauerhaft Standverbot! [/B][/QUOTE]

BDMP Sportordnung / Allgemeine Richtlinen A.7 Bekleidung
Demon17[QUOTE]BDMP Sportordnung / Allgemeine Richtlinen A.7 Bekleidung[/QUOTE] Erstens ist die Schützenuniform ja paramilitärisch und zweitens habe ich nicht den Kriegsdienst verweigert um fast 30 Jahre später freiwillig herumzuballern.:rolleyes:
Demon17Das hatten wir doch schon Mischa. Die Wettbewerbe finden meist mit Luftgewehren und Kleinkalibern statt. Dieser ganze Sportschützenkram ist doch nur ein Vorwand dem "unauffälligen" Bürger, der unbedingt eine großkalibirige Schusswaffe haben will, die Möglichkeit zu geben diese legal zu erwerben. Zirka 2 Millionen haben eine Waffenbesitzkarte und viele davon schaffen sich ganze Arsenale an. Ich meine wer braucht schon 15 Schusswaffen? Das hat mit Sport gar nichts mehr zu tun.

Es ist ja nicht so, dass bis auf die Amokläufe sonst nichts passiert. Ein Bekannter meiner Eltern hat zum Beipiel vor einem halben Jahr, erst seine Frau, die grad von einem Selbstmordversuch genas, und dann sich selbst mit dem Gewehr erschossen. Davon kommt allerdings nichts in die Presse.

Menschen sind manchmal verzweifelt und es kommt wesentlich leichter zu Kurzschlussreaktionen, wenn sie Schusswaffen haben. Zumal der ursprüngliche Zweck dieser "Sportgeräte" immer das Töten war, entweder als Militär- oder als Jagdwaffe.
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]Sein wir doch ehrlich....ein Mensch der sowas macht muß über Jahre hinweg konsequent kaputt gemacht worden sein.
Das System, die Medien, die Gesellschaft (ja, die gute alte...) und auch (und jetzt ganz festhalten) ich haben dazu beigetragen.[/B][/QUOTE]

Derartiges wird auch immer wieder behauptet. Aber stimmt das denn? Alles was ich über ihn gelesen habe geht nämlich in eine andere Richtung: Er wurde nicht exessiv gemobbt, hatte sogar einige Freunde und lebte auch außerhalb der Schule nicht in sozialer Isolation, war angeblich in einigen Vereinen und sein Elternhaus war ökonomisch und sozial stabil.

Probleme mit Mitschülern hat jeder mal in der ein oder anderen Form. Das lässt sich nicht vermeiden, da Pupertierende nunmal pupertieren. Jeder gesunder Mensch braucht einfach ein Minimum Frustationstoleranz und Selbstbewusstsein; ein invidueller Mangel dieser Fähigkeiten lässt nicht unbedingt auf gesellschaftliche Defizite schließen.

Die ganze Diskussion rund um diesen Vorfall ist doch im Grunde von zwei Verhaltensweisen geprägt: Voyeurismus und ein Ursachenfetischismus.
Inbesonderes letzteres wird deutlich: Ein Irrer der sich mal aus heiterem Himmel entschließt andere Menschen zu töten, ist im Grunde sowas wie "höherer Gewalt". Das kann man meiner Meinung nach nicht verhindern oder vorhersagen und hat auch nur sehr begrenzt etwas mit dem Zustand der Gesellschaft zu tun.
Trotzdem ist fast jeder Mensch total überzeugt davon, dass er ja schon immer wusste, was falsch in der Gesellschaft läuft und sieht sich, natürlich durch den Amoklauf bestätigt. Feministen wussten schon immer das Pornos zu Empathieverlust führte, deswegen waren seine Pornos schuld. Pfeiffers wussten schon immer, dass PC-Spiele aggressiv machen, deswegen waren PC-Spiele Schuld. Gothics wussten schon immer, dass die Gesellschaft viel zu oberflächlichen ist, deshalb ist die Gesellschaft schuld. etc etc etc

Eine Meinung zu haben ist zwar billig, aber es wäre schön, wenn trotzdem mal die Einnsicht kommt, dass man es einfach nicht weiß was in der ewiglangen Kausalitätskette, die zu dieser Tat führte jetzt ausschlaggebend war und das es nichts gab, was man hätte tun können.
Demon17Hallo Scheol, danke für Deine Wertschätzung. Schön das Du dich mal wieder zu Wort meldest. [QUOTE]Nun, in erster Linie war es für mich nach einem Umzug eine Möglichkeit neue Leute kennenzulernen. Wir haben offen über die Gefahr einer Waffe gesprochen, Zielscheiben die menschlich aussahen hat es bei uns nie gegeben und sogar solche in Form eines Tieres dienten nur noch zu Dekoration. Die Kids waren von der Straße, unter der Aufsicht (meines Erachtens) von ehrenwerten Erwachsenen und die meisten kamen eh nur zum Bier trinken und Karten spielen.[/QUOTE]
Das kenne ich vom Handballverein. Soll heißen, man braucht kein Waffenarsenal um an einem geselligen Vereinsleben teilnehmen zu können. Kleinkaliber und Luftgewehre genügen vollkommen um sich sportlich zu betätigen. Es ist die Frage, wie oft so etwas noch passiert. Bei wievielen Opfern pro Jahr würden denn die Befürworter großkalibriger Waffen im Privatbesitz für stärkere Kontrollen votieren, bzw. für die Verringerung dieses Waffenbestandes eintreten? Was ist, wenn so etwas immer öfter passiert? Gibt es überhaupt Untersuchungen über das Ausmaß des Missbrauchs legaler Schusswaffen in privater Hand?
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Kinch [/i]
Eine Meinung zu haben ist zwar billig, aber es wäre schön, wenn trotzdem mal die Einnsicht kommt, dass man es einfach nicht weiß was in der ewiglangen Kausalitätskette, die zu dieser Tat führte jetzt ausschlaggebend war und das es nichts gab, was man hätte tun können. [/QUOTE]
der vater hätte seinen knarre nicht zwischen pullis verstecken sollen. das ist doch der eigentliche knackpunkt. die waffengesetzte werden von der lobby schon aufgeweicht genug, in dem wissen, dass die behörden das nie so kontrollieren [I]können[/I], wie es eigentlich sein sollte.
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
@Creobotra

- Ja, es war verantwortungslos

- Ja, es ist verboten

- Ja, er wusste das sein Sohn an Depressionen leidet

aber...

welcher Vater rechnet damit das sein Sohn ein Mörder ist.
Sicher, ja, das Schlodrianverhalten des Vaters hat es dem Amokläufer leicht gemacht. Aber wer will, der macht. Egal wie.[/QUOTE]

es ist völlig wurscht, ob er damit hätte rechnen können/sollen. die pistole hätte da nicht liegen sollen, so oder so.
es ist natürlich müsig, zu fragen, wenns nicht so einfach gewesen wäre, hätte er dann auch uswusw...

es ist allerdings (da bezieh ich mich mal auf den spiegelartikel) unstrittiger, dass viele impulsivtaten durch mangel an möglichkeit nicht zustande kommen.
Demon17[QUOTE]Nicht auszudenken was passiert wäre wenn sie so eine Waffe an einem anderen Ort gefunden hätten.
Und Waffen wird es immer geben. Das ist ein (zugegeben trauriger) Teil der Menschheitsgeschichte. Nimm diese Vereine Weg, und es wird (--Spekulation--) schlimmer. Auch wenn das jetzt fast schon polemisch ist [/QUOTE] An einem anderen Ort wäre diese Waffe ja legalerweise gar nicht aufgetaucht.
SchwarzePest[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Erstens ist die Schützenuniform ja paramilitärisch und zweitens habe ich nicht den Kriegsdienst verweigert um fast 30 Jahre später freiwillig herumzuballern.:rolleyes: [/B][/QUOTE

Kannst oder willst du es nicht verstehen.
Da steht:
Bei Wettkämpfen, Training und anderen Schießsportveranstaltungen des BDMP ist[SIZE=4]sportliche Zivilkleidung[/SIZE] zu tragen.

Und es wird auch nicht herumgeballert.

Und zu meinen Teil. Den Wehrdienst hätte ich auch verweigert wenn man meinen Wunsch nicht berücksichtig hätte und nicht zum Sanitätsdienst einberufen worden wäre. Der Gedanke nur auf jemanden zu schießen um fremde Interessen durchzusetzen ist mir auch fremd. Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrheit wiegt bei mir num mal höher.
Ich hatte aber auch keine Probleme mit dem Gedanken dieses Recht zu verteidigen ( Selbstverteidígung / Schutz von Schutzbefohlenen).

Sicher sind Schußwaffen ein geeingetes Mittel um Menschen zu töten. Aber vielleicht sollten einige Ausstehende mal versuchen mit dem Gedanken klarkommen das Sportschütze Schußwaffen mehr als Sportgerät ansehen und bei einer Waffe eher Gedanken haben wie ist die Präzision, Abzuverhalten, Visierung, Abzugsgewicht uns Munitionskosten und sich nicht damit beschäftigen wie weit ein Gehirn spritzt.
Munitionskosten. Wer sich die Frage stellt warum ein Sportschütze eine 9 Para braucht. Die 9x19mm ist eine Patrone die in gewaltigen Stückzahlen produziert wird (NATO-Munition, Behörden weltweit). Die kosten in diesem Kaliber sind extrem niedrig ca. 10 Cent / Schuß europäische Fertigung, Rußland und China können das natürlich noch unterbieten. Surplus Munition aus selbst aus deutschen Beständen wird zu Preisen deutlich unter den Herstellungskosten angeboten, z.B. .308 von MEN für 20 Cent / Schuß aus ziviler Fertigung muß man über 1€ zahlen.

Kleinkaliber und böse Großkaliber.
Eine Patrone .22lfb erreicht eine Energie von ca. 280 Joule.
Eine Patrone in in 38. Special ca. 340 Joule.

Egal. Wer meint das das man durch ein Verbot die Welt verbessern kann, soll sich dafür weiter einstetzen . Für etwas was es nur in Diktaturen gibt und gab. Enteigungen und Waffenverbote.

Wer sich für den Erhalt von Menschenleben einsetzen will. sollte vielleicht für ein Alkohohlverbot kämpfen.
Jede 350ste Autofahrt erfolgt unter Alk.-einfluß.
2000 Menschen sterben jedes Jahr infolge von Alkohohlfahrten etc.

Prost ihr Mörder!
Demon17[QUOTE]Ich glaube das, wenn es keinen kontrollierten Raum dafür gibt, eben die Beschaffungskriminalität ansteigt.[/QUOTE]

Na man kann ja noch zur Bundeswehr, die sucht immer Leute für Afghanistan. Das Blöde ist halt, das diese Amokläufe immer mit legalen Waffen ausgeführt werden. Insofern zieht Dein Argument in Bezug auf Winnenden nicht. Ganz abgesehen davon, das die leute, die sich notfalls eine Waffe illegal beschaffen würden niemals einen Waffenschein erhalten dürften. Dazu dient doch dieses ganze Vergabeverfahren, Menschen mit kriminellen Anlagen auszusortieren.

[QUOTE]Jede 350ste Autofahrt erfolgt unter Alk.-einfluß.
2000 Menschen sterben jedes Jahr infolge von Alkohohlfahrten etc.[/QUOTE] Also würdest Du jährlich bis zu 2000 Opfer von Amokläufern in Kauf nehmen, damit 2 Millionen legal großkalibrige Waffen besitzen dürfen?
SchwarzePest[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B] Das Blöde ist halt, das diese Amokläufe immer mit legalen Waffen ausgeführt werden.
Also würdest Du jährlich bis zu 2000 Opfer von Amokläufern in Kauf nehmen, damit 2 Millionen legal großkalibrige Waffen besitzen dürfen? [/B][/QUOTE]

1. Emsdetten????
2. Du siehst dein Recht auf alkoholische Getränke immer noch höher als den Schutz der Opfer???
Demon17[QUOTE]Verbote bringen nur nichts...illegale Drogen werden in Massen konsumiert. Mit einem Verbot öffnest du Schwarzhändler alle Toren weil alle auf diesen Markt ausweichen würden. Und, wie jemand an eine Waffe gekommen ist der Mordet zählt nicht.[/QUOTE] Du gehst leider nicht auf meine Argumentation ein. Ich denke das Genehmigungsverfahren für Waffebvesitzkarten soll kriminelle Elemente aussortieren? Wenn es so ist wie Du sagst, funktioniert es ja nicht. Ausserdem schränken Verbote den Drogenkonsum selbstverständlich ein. Ich bin sehr dagegen, dass die Kids das Heroin am Kiosk gegenüber der Schule erwerben können, oder es Kokain beim Pizzaboten gibt. Selbsverständlich wirken Verbote nicht zu 100% aber erheblich.

[QUOTE]2. Du siehst dein Recht auf alkoholische Getränke immer noch höher als den Schutz der Opfer???[/QUOTE] Warum sollte ich deine Fragen beantworten, wenn Du meine nicht beantwortest. Ich brauche keinen Alkohol. Frag doch einfach Deine Schützen, was ihnen wichtiger ist, die Waffen oder Schnaps und Bier.
Demon17Auch der kontollierte Verkauf von Drogen beseitigt die Suchtptoblematik nicht. Das lässt sich höchstens bei hoffnungslosen Fällen vertreten, die sowieso schon lange süchtig sind.

Was den illegalen Waffenbesitz angeht, die Amokläufe werden halt mit legal erworbenen Waffen durchgeführt. Auch der Täter von Winnenden hatte mit der Beretta auf dem Schießstand des Schützenvereins geübt. Ich muss mich tatsächlich widerholen, selbsgebastelte Bomben funktionieren oft nicht, auch wird die Abgabe entsprechender Chemikalien kontrolliert. Sicher kein 100% Schutz, aber die wenigsten sin McIvers, die aus etwas Kunstdünger und einem Handy einen Sprengsatz bauen können.
Es ist ja gerade die Tragik dieser Fälle, das die Täter völlig legal an der Waffe gut ausgebildet sind und die Waffen in gutem Zustand sind, sonst wäre wenigstens die Zahl der Opfer geringer.
Illegale Waffenbesitzer haben mit Sicherheit ein erhebliches Risiko erwischt zu werden, wenn sie mit ihren Waffen trainieren, oder Munition beschaffen wollen.
Demon17[QUOTE]Aber ich glaube mich erinner zu können das auch Amokläufe mit illegalen Waffen durchgeführt wurden.[/QUOTE] Die mir bekannten Taten wurden alle mit legal erwerbenen Wafen ausgeführt und haben oft zu Verschärfungen des Waffengesetzes geführt. Neulich in Finnland zum Beispiel. Die USA sind da sicher ein unbelehrbarer Sonderfall.


[QUOTE]Da läuft soviel zusammen, das ein Waffenverbot zwar nicht weh tut, aber im Prinzip nichts erreicht. [/QUOTE]

Die meisten der legalen Waffenbesitzer sind unauffällige Normalbürger, die bisher nicht mit dem Gesetz in Konflikt kamen. Das ist ja die Voraussetzung für eine Waffenbesitzkarte. Warum sollten ausgerechnet die sich nun in eine Waffenmafia mit dauerhaften kriminellen sozialen Netzwerken verwandeln. Denn die braucht es um den Nachschub an Munition sicherzustellen.

[QUOTE]Nach meiner Ansicht ist es egal ob 12 Personen erschossen oder abgestochen werden. Wengleich eine Pistole wesentlich mehr Angst erzeugt als eine Nahkampfwaffe.[/QUOTE]
Das habe ich auch schon ausgeführt. Ein Klassenverband kann sich durchaus gegen einen Einzelnen mit einem Messer verteidigen, zum Beispiel mit Stühlen. Gegen einen Pistolenschützen dagegen gibt es keine Chance zur erfolgreichen Gegenwehr. Das Machtgefälle in der konkreten Situation ist bei der Schusswaffe wesentlich höher, als bei einer Stichwaffe. Die Zahl der Opfer ebenso.

[QUOTE]Somit müsste man doch alles was töten kann verbieten. Wäre es nicht schlauer gleich an der Wurzel anzufangen?[/QUOTE]
Es wäre ja ersteinmal ein Fortschritt, wenn man die Gegenstände in privater Hand verbieten würde, die speziell zum töten von Menschen konstruiert wurden. Berettas zum Beispiel. Du weißt genau, das Messer normalerweise anderen Zwecken dienen und man keine gefährlichen langen Messer mit sich führen darf. Auch da gibt es begründete Verbote.

[QUOTE]Wäre es nicht schlauer gleich an der Wurzel anzufangen?[/QUOTE] Klar, schlag was vor. ich meine wenn das Problem an der Wurzel gelöst ist, will ja auch niemand mehr eine Waffe haben. ;)[QUOTE]
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Na man kann ja noch zur Bundeswehr, die sucht immer Leute für Afghanistan. Das Blöde ist halt, das diese Amokläufe immer mit legalen Waffen ausgeführt werden. [/B][/QUOTE]

Klar doch - nach Afghanistan - da ist das Abknallen von Menschen schliesslich erlaubt, weil es dort nur "wertlose" Menschen trifft - sofern es auf staatlichen Befehl, "legal" geschieht, mit "legalen" Waffen "illegale" Menschen niedergemäht werden, nämlich sogenannte "Terroristen" die den westlichen Faschismus in ihrem Land nicht dulden wollen - womit sie völlig im Recht sind...

Kriminell ist das System - und nicht der Widerstand dagegen...
ange gardien[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
Na man kann ja noch zur Bundeswehr, die sucht immer Leute für Afghanistan.
[/QUOTE]

Was veranlasst dich zu der Annahme, dass es privaten Waffenbesitzern um militärisches Schießen geht?
Legalwaffenbesitz und Afghanistaneinsatz haben in etwas so viel miteinander zu tun wie ein Flugreisender und ein F 16 Pilot.

Was Winnenden angeht, müßte die Konsequenz eigentlich "mehr Waffen" lauten. Es ist ja völlig unverantwortlich, wenn in Schulen keine Schußwaffe vorhanden ist, wo man seit 12 Jahren dieses Schulamokphänomen kennt. Der Hausmeister könnte z.B. mit einer Pistole oder Revolver ausgestattet sein. Es schadet auch nichts, wenn der Schulleiter und noch ein paar Studienräte bewaffnet sind, und hin und wieder trainieren.

Das Problem wäre hierbei allerdings, dass man Verantwortung übernehmen müsste - wo nicht wenige Pädagogen schon zu feige sind in ihren Klassen Mobbing zu unterbinden oder bei einer Keilerei auf dem Pausenhof kramphaft in die andere Richtung schauen, um nur ja nicht eingreifen zu müssen.




[QUOTE]
Also würdest Du jährlich bis zu 2000 Opfer von Amokläufern in Kauf nehmen, damit 2 Millionen legal großkalibrige Waffen besitzen dürfen? [/QUOTE]

Wieder einmal ausgemachter polemischer Blödsinn.

Demon, Du bist männlich? Dann solltest Du dir schnellsten deinen Pimmel amputieren lassen, weil damit bist Du ein potentieller Vergewaltiger. Im Moment siehst Du das vielleicht anders, aber es könnte ja irgendwann sein das...
Es passieren ja so schreckliche Dinge den ganzen Tag, am besten Du lässt dich gleich vorsorglich wegsperren.
Blödsinn nicht? Aber deine Argumentation geht ganz genau in diese Richtung, wenn du Millionen Legalwaffenbesitzer wegen einer Hand voll Durchgeknallter als potentielles Risiko hinstellst.


Das ist das anstrengende an solchen Diskussionen. Sie laufen auf 10. Klasse Oberschulniveau ab.
Man ist halbwegs gebildet, retorisch relativ gut drauf und es geht im Grunde gar nicht mehr um die Sache, sondern nur noch darum Recht zu behalten.
Wie man es bei den Diskussionen im Deutschunterricht gelernt hat ( "beziehen sie kritisch Stellung zu...." )).

Dabei geht es im Grunde gar nicht mehr um die Opfer.
Naja, natürlich geht es auch den Politikern, die jetzt Waffenverbote fordern und das Leid der Opfer und Hinterbliebenen für eigene propagandistische Zwecke instrumentalisieren, nicht darum.

Deren Traum vom unbewaffneten Stimmvieh hat einen ganz anderen Hintergrund.

Auch ich muss mich wiederholen. Bis in die 70er Jahre konnte man in Deutschland als Erwachsener ohne Waffenbesitzkarte ganz normal Schusswaffen kaufen.
Wenn ich richtig informiert bin, hatten sogar Neckermann und Quelle Gewehre in ihren Katalogen.
Unter dem Vorwand der RAF Bekämpfung wurde das dann verboten ( nur das die Terroristen halt auch ohne Quelle und Neckermann an ihre Waffen kamen ).
Ich frage mich, warum es damals keine Schulamokläufe gab.

Übrigens hatten nach meinen Informationen die Amokläufer von Erfurt, Winnenden und Columbine eines Gemeinsam ( neben schwarzen Klamotten und Computerspielen ): Sie wurden mit Psychopharmaka gegen Depressionen behandelt.
SchwarzePest[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]
Was den illegalen Waffenbesitz angeht, die Amokläufe werden halt mit legal erworbenen Waffen durchgeführt. Auch der Täter von Winnenden hatte mit der Beretta auf dem Schießstand des Schützenvereins geübt. Ich muss mich tatsächlich widerholen, selbsgebastelte Bomben funktionieren oft nicht, auch wird die Abgabe entsprechender Chemikalien kontrolliert. Sicher kein 100% Schutz, aber die wenigsten sin McIvers, die aus etwas Kunstdünger und einem Handy einen Sprengsatz bauen können.
Es ist ja gerade die Tragik dieser Fälle, das die Täter völlig legal an der Waffe gut ausgebildet sind und die Waffen in gutem Zustand sind, sonst wäre wenigstens die Zahl der Opfer geringer.
Illegale Waffenbesitzer haben mit Sicherheit ein erhebliches Risiko erwischt zu werden, wenn sie mit ihren Waffen trainieren, oder Munition beschaffen wollen. [/B][/QUOTE]

Da sind leider wieder eine eine Reihe an falscher Behauptungen.

Der Amokläufer aus Emsdetten hat das Kleinkalibergewehr illegal erworben.
Und selbst der Amokläufer aus Erfurt hätte nach dem damals gültigen Waffenrecht niemals diese Waffen erwerben dürfen. Somit waren sie auch illegal. Hinzukommt das die Behörden dort gepennt haben, bzw ihren Aufgaben nicht nachgekommen sind.
Was nützt also dein gefordertes Waffenverbot, wenn es nicht kontrolliert wird?

Wenn du meinst das selbstgebaute Sprengsätze nicht funktionieren und die Herstellung so schwierig ist solltest du dir mal eine halbe Stunde Zeit nehmen und bei youtube ein paar Schuchbegriffe in diese Richtung eingeben.

Illegales Training. Die Löcher in einigen Straßenschilder stammen mit Sicherheit nicht von Sportschützen oder Jägern. Sondern Personen die mit Waffen rumhantieren die in der Zeit vor 1972 erworben wurden und nicht gemeldet wurden.

Wenn man ein Verbot fordert sollte man auch folgendes bedenken. Menschen neigen nun mal dazu sehr viel Engergie und Mühen auf sich zunehmen um Dinge zu bekommen die sie noch nicht haben. Wenn man es dann erst einmal hat, läst dieser Eifermeist deutlich nach ( z.B. in Beziehungen).
Und das ein Waffenverbot nach hinten losgehen kann zeigt Großbritanien mit seinem Kurzwaffenverbot von 1997. In den ersten beiden Jahren sind dort die Tötungen mit Waffen zwar runtergegangen oder in den folgenden Jahren rasant angestiegen.

Vielleicht sollte man doch energischer den Wertewandel in unserer Gesellschaft angehen als Waffenverbote zu fordern. Die Taten von Erfurt, Emsdetten und Winnenden waren keine Kurzschlußhandlungen. Wie kann es sein das junge Menschen die ihr Leben eigentlich noch vor sich haben, es einfach wegwerfen mit dem Wunsch vorher noch möglichst vielen unglaubliches Leid an zu tun. Wieso hat es so etwas nicht gegeben als das Waffengesetz noch wesentlich freizügiger war?
Neue Zwänge und Gesetze werden die Ursachen bestimmt nicht lösen.
CabalDie Frage anch der Anzahl der Toten ist mir doch völlig egal. Wen die Lebensqualität egal ist kann doch einfach jeder Mensch von anderen seperiert eingesperrt werden.

Der Plan für einen "Amoklauf" ohne Waffen sollte übrigens so aussehen: Man schneidet einem beliebigen Busfahrer die Kehle durch und fährt mit dem Bus irgendeinen steilen Abhang hinunter. Nur für die, die Interesse haben und die Diskussion um das Waffenverbot immernoch genauso dämlich finden wie ich.
HellscreamTatsache ist doch das diese ganzen Diskussionen um Killerspiele, Waffenverbote und so weiter vom eigentlich ablenken, dass man dem Thema wie so vielen anderen Machtlos gegenüber steht. Meiner Meinung nach weil man die falschen Fragen stellt, man sucht die Ursachen fast nur außerhalb des Systems Schule. Natürlich wäre diese in ihre Umliegenden Einflüsse eingebettet zu betrachten.
wannadieUm mal auf die Schulen zurück zu kommen...
An meiner Schule gab es Vertrauenslehrer, die von den Schülern gewählt und besonders geschult wurden, es gab Mediatoren(meist Rentner, mit gesonderter Ausbildung, die zwischen den Schülern und den Lehrern vermitteln sollten) und es gab auch eine Psychologin...

Für alle, die glauben es kann doch nicht unbemerkt bleiben, wenn jemand verzweifelt...
Ich hab arge Probleme gehabt (ca 2.-10. Klasse). In der Grundschule hat man mich zur Schulpsychologin geschickt... Deren einziges Ziel war herauszufinden, ob meine Eltern mich schlecht behandeln, um meine Mitschüler ging es nicht und wenn die Lehrer dann auch noch der Meinung sind, es wäre doch leichter, mich zu verändern, ls das Denken der restlichen Klasse, ist es dann ein Wunder, dass man verzweifelt... Es gab Dinge, die angeblich die ganze Klasse gesehen hat, die nicht mal annäherungsweise so waren (und ich meine, das war in der 4. Klasse, wir waren alle noch Kinder... und Kinder können brutal sein)

Ab der 5. Klasse auf dem Gymnasium wurde mir dann von den Lehrern in Zeugnisköpfen und Worten bescheinigt, dass ich gut in die Klassengemeinschaft integriert bin (für mich gab es keine Gemeinschaft...)
An die Vertrauenslehrer habe ich mich nicht gewendet(wenn man einmal die Erfahrung macht, dass einem keiner glaubt und man keine Unterstützung bekommt, dann gibt man schnell auf)
Tja, die Mediatoren waren für mich völlig Fremde, warum sollte ich zu denen gehen, was können die schon ausrichten??
Und mit Schulpsychologen hab ich keine guten Erfhrungen gemacht, die interessiert doch nicht, wie es mir in der Schule geht...
Tja, was bei alledem keiner gesehen hat ist, dass ich mich zuhause immer mehr hinter büchern versteckt hab, zu den Pfadfindern gegangen bin(so viel zu Vereinen) auch hier ging es mir nicht besser, aber das würde keiner zugeben(Schon garnicht in der Presse...wer würde denn freiwillig zugeben, dass er den "Amokläufer" ausgechlossen, fertig gemacht hat oder auch nur, dass er ihn nie gemocht hat??)
Ich hab mich abends in den Schlaf geweint und bin doch am nächsten Tag wieder in die Schule gegangen, um so zu tun, als wäre nichts...

(Ich habe zwar keine Gedanken an "Amokläufe" verschwendet, aber ich hätte rückblickend betrachtet eine Möglichkeit dazu gehabt.)
Wenn man keine Freunde hat, dann schließt man sich schnell den Falschen an um ein bisschen Akzeptanz zu erfahren... (Nebenbei verwechseln viele Angst mit Respekt, wäre es also nicht überlegenswert, ob "Amokläufer" sich ein einziges Mal in ihrem Leben "Respekt" - Furcht - und Aufmerksamkeit - die sie ja erfahrungsgemäß von seiten der Medien im Überfluss bekommen - verschaffen wollten??)

Ich hoffe nur, dass ich euch etwas bei der Abwägung von euren tollen Vorschlägen wie mehr Schulpsychologen und mehr Vertruenslehrer helfen konnte. Ich halte beides für sinnvoll, glaube aber nicht, dass das das Problem lösen könnte...

Ich denke, dass einfach die Ausgrenzung früher ganz anders war(ich habe das Thema mit meinen Eltern diskutiert und mein Vater konnte sich nicht erinnern, dass jemand so intensiv ausgeschlossen wurde, ähnlich erging es auch meiner Mutter, natürlich gab es immer beliebtere und unbeliebtere Schüler. Andersrum glaubten beide, dass sie sich nicht getraut hätten mit blauen Flecken nach hause zu kommen, oder auch schon bei dem geringsten Gedanken an irgendwelche Fehltritte den Brief des Lehrers an die Eltern gefürchtet hätten...

Ich denke wirklich, dass das größte Problem die steigende Gleichgültigkeit der Eltern ist, zu Elternversammlungen gehen viele aus Prinzip nicht. Ob das Kind mit einem Tadel nach hause kommt oder nicht ist auch egal, wenn die Lehrer überhaupt die Unterschrift überprüfen... (Eine Schülerin meiner Klasse hat es geschafft innerhalb eines Jahres 3 Tadel zu sammeln, ohne Konsequenzen wie Schulverweis und ohne jede Aussicht auf Besserung - wo ist denn hier der Sinn??)

Ich bin nur froh, dass meine Mutter nie gleichgültig war(wenn manchmal auch etwas zu engagiert, was einige Problem vorerst verstärkt hat...) auf jeden Fall hat sie mich schließlih dazu überredet die Schule zu wechseln und mit der 11. Klasse noch mal neu anzufangen, eine neue Klasse(die glücklicher Weise noch nicht vorher in der Zusammensetzung bestand, denn viele meiner Mitschüler kamen auch von anderen Schulen), eine neue Chance.

Ich hätte die Schule abgebrochen, denn Ende der 10. Klasse war mir alles zu viel geworden, ich ging privat zur Psychaterin, nahm Antidepressiva und machte mich selbst für alles verantwortlich und gab den Lehrern Schuld...

Erst die neue Schule machte mich zu der Person, die ich heute bin. Ich habe inzwischen Freunde, auf die ich mich verlassen kann und ich gehe mit anders auf Menschen zu, ich bin quasi ein neuer Mensch.


Jetzt zum eigentlichen Problem:

Leider hat nicht jeder eine Mutter wie meine, nicht jeder sieht die Chance auf den Ausweg und selbst wenn bekommt nicht jeder genug Unterstützung...

Geht es also nicht darum, bei der Erziehung anzufangen herumzudiskutieren und bei der Verständigung zwischen Eltern und Schule??
EvillightHab gestern bei Gelegenheit mal einen der letzten Spiegel gelesen.
Ich blätter nichtsahnend um und sehe ein ganzseitiges Bild von diesem Idioten und über weitere Seiten eine Galarie der Amok-deppen der letzten Jahre...

Ein Bild gefiel mir, es war das mit seiner Leiche auf dem Boden.
Wieso wird diesen Typen mit Bild und Namen in Andacht gehuldigt ?
Ist es das, was man potentiellen Nachfolgern mitgeben will ?

'Baller deine Mitschüler über den Haufen und wir werden Dich nie vergessen und uns endlich Gedanken darüber machen, was wir Dir angetan haben ?'

Die Highscore steht und wird sauber öffentlich gepflegt.
Komm deprimiertes Knäbelein. Zeig der Welt, dass DU die eigentliche Nr.1 bist !! :mad:
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]Wer Hochglanzbilder hat braucht keine eigene Meinung...und das was du beschreibst ist geschmack- und verantwortungslos.

Klares, moralisches Eigentor.

lg
Scheol [/B][/QUOTE]Die Formulierung mag nicht moralisch unantastbar sein, liegt aber in ihrer Drastik, oder genau deshalb, genau "im Schwarzen".
KinchAch, ich dachte "moralisches Eigentor" bezog sich auf die Magazine, die zwar den "Amokläufer" gerne präsentieren und stiliseren, selbiges aber auch ganz gerne "dem Internet-Pöbel" vorwerfen.

Der Welt am Sonntag-Chefredakteur schrieb zum Beispiel:

"Letztlich aber sind es nicht einmal, wie die linke Kulturkritik meint, „die” Medien, die dem Täter zum Ruhm verhelfen. Es sind Krethi und Plethi, die das (oft mit medialer Hilfestellung) besorgen. Und das ist, wenn man will, ein Demokratisierungserfolg. Konnten früher medial nur die Privilegierten, also die journalistischen Fachleute, mithalten, hat das weltweite Netz, das alle mit allen verbinden kann, im Prinzip jeden Einzelnen zum Wirklichkeitsdeuter und -bildner gemacht. Dass Tim K. heute eine populäre, in der ganzen Welt bekannte Gestalt ist, ist auch eine Folge von user generated content."

[url]http://www.welt.de/kultur/article3386565/Tim-K-ist-jetzt-in-der-Hall-of-Fame-des-Verbrechens.html[/url]

Die ganzen Hochglanzbilder von Spiegel, Stern und Co die dem Massenmörder zu postumen Ruhm verhelfen, sind ja nicht das Problem - immerhin sind es privilegierte journalistische Fachleute.
KinchÄhm, das war ironisch gemeint. Ich halte die Journalisten der meisten Massenmedien für sensationsgeil und verantwortungslos. Mein Beitrag sollte eigentlich auf die gewaltige Diskrepanz zwischen der Selbstwahrnehmung der Medien und ihrem tatsächlichem Auftreten sein. Sie tun gerne so, als wäre es nur ein Problem "der anderen" wenn so ein Massenmörder stilisiert und auf ein Potest gestellt wird. Dabei sind sie es selbst maßgeblich, die dazu beitragen, dass solche Taten attraktiv werden, in dem sie die Täter rühmen.

Ich glaube übrigens, dass Evillight das sarkastisch meinte, also "gefallen" im Sinne von "negativ auffallend".
Takk...Beim Spiegel kommt´s aber auch auf die Schreiber drauf an, ich hab auch sehr gute Berichte schon gelesen und hol mir das Magazin auch des öfteren, wenn was interessantes drin steht. Die Titelstory über den Amoklauf fand ich aber auch unterstes Niveau, das war reiner Sensationsjournalismus, welcher auf einer vorgefestigten Meinung beruhte. Der Autor hat´s da wohl zu voreilig gehabt, Tiefgang tendierte gen Null.
CabalBei Zeitschriften gilt nunmal der Wettkampf, wer als erstes (Pseudo)informationen auf den Markt werfen kann. Für die relevante Marktzielgruppe spielen tatsächliche Fakten für ihr Leben leider keine Rolle, darum sind auch falsche Fakten für diese nicht sonderlich schädlich, sondern Neugiersättigend und scheinerklärend. Wen demnächst ein Amoklauf stattfindet, wird der gewinnen, der als erstes dazu eine komplett erfundene Story zu liefern hat.

Wie man dem entgegenwirken kann weiß ich nicht, aber langsam stellt sich in mir der Verdacht auf, dass Volkdsdisziplinierende Maßnahmen durchaus angebracht wären.

MfG
Cabal
Hellscream[QUOTE]geschrieben von Cabal
Wie man dem entgegenwirken kann weiß ich nicht, aber langsam stellt sich in mir der Verdacht auf, dass Volkdsdisziplinierende Maßnahmen durchaus angebracht wären.[/QUOTE]

[QUOTE]geschrieben von Scheol
Faktum ist, daß ein gestörtes Individum mit Tendenz zur Rache und Destrukivität von derartigen Artikel und Bilder nicht abgeschreckt, sondern euphorisiert wird. Wenn ein Mensch dazu in der Lage ist, ist das Weltbild derart verquert das eben jede Information individuell verarbeitet und interpretiert wird.

Das ist eine rießen Gefahr...[/QUOTE]

Die Konsequenz daraus die Medien Freiheit einzuschränken aber auch.
Die Frage stellt sich wo es Anfangen und wo Schluss damit sein soll.
Wahrscheinlich je nach dem wer gerade die Zügel in der Hand hält.

Es ist das gleiche wie mit den Werkzeugen gegen den Terrorismus die geschaffen wurden.
Da wurde ein Instrument nach dem anderen Produziert, die alles machen aber nicht dem Terrorismus Einhalt zu gebieten. Wenn die Werkzeuge dann erstmal zur Verfügung stehen werden sie ausgedehnt. Dann brauchen wir keine Terroristen oder Amokläufer mehr, dann erledigen wir uns ganz von alleine. Wie eine Horde Schafe die der Wolf erschreckt und die darauf hin vor Panik von der nächsten Klippe stürzen.

Hinsichtlich der Medien
Wir haben diese Medien doch selbst geschaffen. Wie sollen sie denn anders vorgehen hinsichtlich einer Gewinn Orientierung im Kapitalismus? Sie liefern das was die Masse will, oder setzen sich in Nischen des Marktes fest. Die meisten von ihnen die die Masse beliefern werden, werden genau das bringen wonach es dieser Giert. SENSATIONEN, WAS ZUM AUFREGEN, LEICHTEKOST Im Übrigen würde ich es viel erschreckender finden, wenn man sich um solch einen Vorfall gar nicht in den Medien kümmern würde. Die Art und Weise finde ich selber bedenklich.
Demon17Hallo Schwarze Pest,

[QUOTE]Der Amoklauf von Emsdetten ereignete sich am 20. November 2006 an der Geschwister-Scholl-Realschule in Emsdetten (Nordrhein-Westfalen). Der 18-jährige Bastian B., der im Internet auch unter dem Pseudonym ResistantX auftrat, betrat gegen 9:30 Uhr maskiert das Gelände seiner ehemaligen Schule, schoss wahllos auf Menschen und zündete Rauchbomben. Anschließend tötete er sich selbst. Fünf Personen wurden durch Schüsse verletzt, weitere 32 mussten wegen Schock oder Rauchvergiftung behandelt werden.[/QUOTE] Das ist genau der Unterschied 5 Verletzte 32 schockierte und das war es. Illegal kommt man halt nicht so einfach an das passende Waffenmaterial heran. Wenn man dagegen mit Papis Beretta üben darf, gibt es statt 5 Verletzten eben 15 Tote und zahlreiche Verletzte. Großkalibrige Waffen just for fun in privater Hand, sind so überflüssig wie ein Kropf und gefährden die Öffentlichkeit in hohem Maße. Deshalb ist die Sicherheit des Lebens der Bürger wichtiger als das Bedürfnis einer Minderheit mit Waffen, die zur Tötung von Menschen konstruiert wurden zu hantieren. Risiken muss immer ein konkreter Nutzen gegenüberstehen. Díeser ist hier nicht ausreichend gegeben. Zumal die Allgemeinheit ein tötliches Risiko durch das Hobby einer Minderheit zu tragen hat.
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
Die drei genannten Magazine jedoch suggerieren investigativ und "vertrauenswürdig" zu sein, was sie nicht sind.[/QUOTE]
der "Spiegel" ist das nicht? kannst du das irgendwie belegen, quellen dazu, irgendwas? oder ist das einfach deine meinung? das würde mich schon sehr interessieren.
bzw auch welche medien seriös berichtet haben.
Takk...[QUOTE]Im Detail sind die großen Drei alles andere als vertrauenswürdig. Klarer Fall von Betrug. Wenn ich 'ne Packung Milch kaufe, ist aber Wasser drin fühle ich mich ja auch betrogen. Nur...warum merken das sowenige?
Oder wollen die's garnicht merken?
[/QUOTE]

Man muss auch darauf achten, was man liest, erstmal wirken lassen und dann entscheiden, ob der Bericht gut oder schlecht ist. Es gibt beim Spiegel in der Hinsicht noch die besten Journalisten, hebt sich mit Detailwissen und Objektivität manchmal von den restlichen Journalismus ab, meine Meinung. Wie gesagt, es kommt auf das Thema (Wirtschaftskrise und Amoklauf sind reiner Sensationsjournalismus, somit auch unter Kapitaldruck entstanden) und auf die Schreiber an und da lassen sich welche finden, welche wegen des Geldes Willen ihren Job machen, andere wegen ihrer Leistung und den "Spaß" an der Sache. Wenn der Spiegel sich Zeit lässt und das Thema nicht ganz so taufrisch ist, kommen manchmal recht gute Ergebnisse raus und man fühlt sich gut informiert.
Unter Zeitdruck unterscheidet sich der Spiegel von den anderen Blättern aber so gut wie gar nicht.
Hellscream[QUOTE]geschrieben von Scheol
Und es geht nicht um Pressefreiheit.
Was haben Pseudofakten mit Pressefreiheit zu tun?! Ich dachte sowas nennt man Rufmord. [/QUOTE]

Das Problem ist das das was für denn einen Rufmord ist für denn anderen der Wahrheit seiner Meinung entspricht. Was für denn einen ein Fakt ist ist für denn anderen schlicht ein Zeichen von Geistes Krankheit. Die Frage ist ob ein Staat da überhaupt Objektive Maßstäbe setzen kann, ohne selbst Politische Absichten im Blick zu haben. Ich denke eben nicht das er das kann.

[QUOTE]geschrieben von Scheol
Deswegen sprach ich auch von bestimmten Kolumnen die mir sehr gefallen haben. Du hast es eigentlich korrekt beschrieben...wenn die Sensation ausbleibt ist der Spiegel von den drei Magazinen das einzige lesenswerte. Aber ich will mich auch auf Magazine verlassen können wenn ein Thema brennt. Denn wenn ich etwas lese, egal wie differenziert ich es betrachte, irgendwas bleibt hängen. Und oftmals, ich gestehe, fällt es mir Anfangs schwer zwischen Wahrheit und Propagande zu unterscheiden weil einfach die Informationen fehlen. Erst mit der Zeit kommt eins zum anderen und ich fühle mich...wie gesagt betrogen.

Deswegen lese ich keine Magazine mehr...schaue höchstens nur noch Nachrichten und versuche mir mein eigenes Urteil zu bilden...damit bin ich bisher nicht schlechter gefahren als zu einer Zeit in der ich jede Zeitung zerpflückt habe...[/QUOTE]

Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht früher habe ich noch jeden Tag mehrere verschiedene Nachrichten geschaut, Online Zeitungen gelesen und hin und wieder mal Die Zeit oder eine andere Zeitung/Magazin gekauft. Bis mir auffiel wie Substanz los das ganze oft war, heute beschränke ich mich darauf alle paar Tage mal da [url]http://www.dnnd.de/[/url] und da [url]http://hpd.de/[/url] rein zu schauen. Mir jeden Tag die Medien rein zu ziehen führte außerdem zu zeitweisen Depressiven Zuständen bei mir, ich muss mir nicht jeden Tag rein ziehen wie schlecht und böse die Welt um mich herum sein soll. Wenn ich mich für ein Thema interessiere recherchiere ich lieber selbst, das ist immer noch am besten, das geht dann bis zur Bibliothek der Universität. Selbst kulturell eigentlich hochwertige Medien wie Die Zeit sind doch sehr subjektiv und springen mit auf jeden Medienhype. Das sieht man dann daran wie weit etwa die Artikel über den Bologna Prozess von der Lebenswirklichkeit an den Universitäten vorbei geht. Meistens hilft es schon den Namen des Schreiberlings zu recherchieren, um zu sehen welche Interessen dahinter stecken, mal ganz von der Politischen Ausrichtung/Abhängigkeit des entsprechenden Medien Konzerns dahinter abgesehen.

[QUOTE]geschrieben von Scheol
Abschließend...ich empfinde das was in Magazinen steht oftmals als Propaganda. Es zieht immer ein stinkender Geruch von Ökonomie-Lobbyisten, Politiker und Zensur mit. Jetzt kann man sagen "das findest du überall". Ja, aber das macht es nicht besser.[/QUOTE]

Zustimmung meinerseits. Nicht nur bezogen auf Magazine.
ange gardien"Die Zeit" berichtet selbstkritisch über das Verhalten der Medien gegenüber Opfern und deren Angehörigen.
Hat in der Masse der Berichterstattung seltenheitswert:


[QUOTE]DIE ZEIT, 08.04.2009 Nr. 16 [[url]http://www.zeit.de/2009/16/Winnenden[/url]]

Winnenden

Es klingelt an der Tür

Von Sebastian Wieschowski

Der Tod und die Medien – was die Familie eines Opfers in den Stunden und Tagen nach dem Amoklauf erlebte

Chantal blickt über das Grab mit den vielen Blumen. Auf dem Bild hat sie den Kopf leicht nach vorn geneigt, nachdenklich, aber sie lächelt. Hunderte waren am Mittag des 18. März zu ihrer Beerdigung in Leutenbach gekommen. Sie lächelten und sie weinten, hörten den Liedern der Folk-Metal-Band Schandmaul zu, die über den Friedhof und die angrenzenden Felder zogen. Längst ist es wieder still geworden.

Ein paar Hundert Meter vom Friedhof entfernt, in der Gemeinde Weiler zum Stein, wohnt Chantals Familie. Der Vater steht für einen Moment auf dem Balkon, die Frühlingsluft ist noch kalt. Uwe Schill lächelt. Sein Bedürfnis nach Harmonie und Frieden, sagt er, sei noch nie so groß gewesen wie in diesen Tagen. Uwe Schill will keinen Streit, keine Aufregung wegen Kleinigkeiten.

Im Wohnzimmer, auf dem Tisch, liegen Fotos seiner Tochter. »Das ist die Chantal«, sagt er und zeigt auf ein Konfirmationsfoto, »daneben die Jana, die ist auch tot, und die Freundin, die war an dem Tag nicht in der Schule, die wäre vielleicht auch tot.« Die Fotos hatte Chantal zu einem Schüleraustausch nach Frankreich mitnehmen wollen. Am Dienstagabend hatte die Mutter ihr die Koffer gepackt. Am Mittwoch wurde Chantal von dem Amokläufer in Winnenden erschossen.

Der Mann von der Presse kam sofort zur Sache: Ob es Bilder gebe?

Eine Aufnahme aus dem Fotostapel für die französischen Gastgeber kennt inzwischen ganz Deutschland: Chantal geschminkt, mit knallroten Lippen, die schwarzen Haare lasziv über die Schulter geworfen, der Blick rätselhaft.

»Fotosessions«, sagt zur Erklärung die Mutter, Petra Schill, »wie junge Mädle halt sind. Sie hat sich hübsch in Pose geworfen.« Chantal hatte die Bilder in das Internetportal Kwick gestellt. Am Tag ihres Todes bedienten sich die Medien daraus.

Zwei Stunden nachdem die Familie vom Tod ihrer Tochter erfahren hatte, klingelte es an der Tür. Der Mann von der Presse kam sofort zur Sache: Ob die Familie Fotos ihrer Tochter habe? Ob die Tochter einen Freund habe? Ob sie den Täter gekannt habe? Es klingeln noch drei Reporter an der Tür, dann klingelt das Telefon. Fernsehsender. Ob es Bilder gebe?

Von einem Moment auf den anderen ist die Tochter tot. Von einem Moment auf den anderen gerät die Familie ins Visier der Medien. Die Leser der Berliner Morgenpost erfahren, dass Chantals älterer Bruder »rot unterlaufene Augen« hat. Die SuperIllu berichtet, wie sie an der Tür der Schills auf einen Jungen trifft, der mit »verweinten Augen« sagt: »Wir können, wir wollen nichts sagen.«

In Weiler zum Stein gibt es bald mehr Journalisten als Polizisten. Neugierige Ermittler, viele von ihnen sehen kaum älter aus als die beiden halbwüchsigen Söhne der Schills, schleichen tagelang von Tür zu Tür, schauen in die Vorgärten, gucken in die Briefkästen. Sie finden die Telefonnummer eines Nachbarsjungen heraus, der mit dem Amokläufer früher Tischtennis gespielt haben soll, und überziehen das verstörte Kind mit Interviewanfragen.

Am Abend nach dem Amoklauf ist die katholische Kirche St. Karl Borromäus bis auf den letzten Platz gefüllt. Sie soll ein Raum der Trauer sein. Aber oben, auf der Empore, klicken die Fotoapparate. Der Bischof bittet die Fotografen um Ruhe und Gott um Schutz vor Sensationslust. Das Blitzlichtgewitter, begleitet von vielen Fragen, geht weiter. Manch ein Kirchenbesucher spricht dann in ein Mikrofon, dass er den 17-jährigen Attentäter irgendwann mal auf der Straße gesehen hat. Für die wenigen nachprüfbaren Fakten reicht die Sorgfalt vieler Journalisten in diesen Tagen nicht aus: Eine Zeitung macht die 15-jährige Chantal 14 Jahre alt, in anderen Blättern ist sie 16, einmal sogar 17. In der Frankfurter Rundschau heißt die Familie »Schille«, in der Berliner Morgenpost wird ihr Nachname »Ch.« abgekürzt.

Bald kennt die Nation ihre blaugrünen Augen, ihr langes, schwarzes Haar. Die Fünfzehnjährige sei »attraktiv«, berichtet die Bild -Zeitung. Ihre Welt sei »das Geheimnis der Dunkelheit, der Nacht, Regen, Winter«, schreibt die Münchner tz. Und die Hamburger Morgenpost spekuliert, dass Chantal einen »Verlierer« wie den 17-jährigen Attentäter sicherlich abgewiesen hätte. »Chantal war ein hübsches und aufgewecktes Mädchen. Die Jungs flogen auf sie«, lesen die Eltern in der Zeitung, die am anderen Ende der Republik erscheint. Die Eltern erkennen Chantal in manchen Schilderungen kaum wieder. An die Stelle ihrer Tochter ist das Amokopfer Chantal getreten, eine Kunstfigur, die sich gut inszenieren lässt.

»Sie hat sich schwarz gekleidet, andere Musik gehört, war nicht dieses nette Alltagsmädle«, sagt Petra Schill. – »Sie war ein bisschen anders, und wenn jemand nicht der Norm entspricht, schielen die Leute gleich drauf«, sagt Uwe Schill.

Die schwarz gekleideten Freunde der Tochter geben gute Bilder und verführen die Medien zu allerlei Zuschreibungen. Petra und Uwe Schill erleben sie anders. Für sie sind es lauter liebe Menschen, die auch mal Ballerspiele spielen, Metal-Musik hören und Gedichte schreiben, Gewaltfilme gucken und Schach spielen und in den Tagen der Trauer keine schwarzen Messen auf dem Friedhof abhalten, sondern selbst gebackenen Kuchen mitbringen, wenn sie sich bei den Eltern aufs Sofa setzen. »Wir hatten die Bude jeden Abend voll«, sagt Uwe Schill. »Wir haben uns echt gewundert, wie die jungen Leute damit umgegangen sind, wie man mit denen sprechen konnte. Besser als mit vielen Älteren.«

Die Medien sind nicht wählerisch. Auch Unbeteiligte geraten ins Blickfeld. Ein zehnjähriger Junge aus Winnenden wird in der Bild -Zeitung groß beim Schießtraining abgebildet – als der Amokläufer. Einen Tag später »bedauert« die Zeitung den Fehler: »BILD bittet den Jungen und seine Eltern um Entschuldigung.«

Die Welt am Sonntag illustriert ihren Leitartikel Die Unsterblichkeit des Amok-Täters mit dem Foto eines Jugendlichen. Darunter steht: »Tim K. wusste wohl, dass er schon Stunden nach seiner Tat auf immer in die Hall of Fame des Verbrechens eingehen würde.« Als feststeht, dass es sich bei dem abgebildeten Jungen nicht um den Attentäter handelt, liegt die Zeitung längst in ganz Deutschland aus. Das Fachblatt Medium Magazin kritisiert den »schlimmen Fehlgriff« und fragt, wie es dazu kommen konnte: Der Junge sei während eines Gedenkgottesdienstes vor der Schlosskirche in Winnenden aufgenommen worden. Geantwortet hat die WamS laut Medium Magazin nicht.

Manch ein Jugendlicher wird von den Medien überrumpelt: Ein Schüler, der noch am Nachmittag des Amoklaufs mit der fassungslosen Familie getrauert hat, ist kurze Zeit später auf allen Kanälen zu sehen.

Ein Nachbarsjunge, so hören die Schills, soll für das Interview in seinem Kinderzimmer bezahlt worden sein. »Schüler wurden, ebenfalls gegen ein Entgelt von 20 bis 100 Euro, gebeten, Blumen oder Kerzen abzulegen und sich dann weinend zu umarmen«, berichtet Jochen Kalka, Chefredakteur des Branchenmagazins Werben und Verkaufen, der in Winnenden wohnt.

Der Chefredakteur der Waiblinger Zeitung , Frank Nipkau, sagt, ein öffentlich-rechtlicher Sender hätte seine Redaktion nach Fotos des Attentäters gefragt und dafür angeboten, die Zeitung in der Hauptnachrichtensendung einzublenden. Den Namen des Senders möchte er nicht nennen. Chantals Vater bleibt ganz ruhig, wenn er über diese Dinge spricht. Er findet sie »befremdlich«.

Als die Opfer des Amoklaufs beerdigt werden, rückt die Gemeinde zusammen. Die Friedhofsanwohner hängen Schilder an ihre Türen: Hier gibt es keinen Logenplatz auf dem Balkon zu kaufen. Die Medien sollen es gar nicht erst versuchen. Der Totengräber verzichtet auf seine Gage, auch der Bestattungsunternehmer will keinen Cent. Ein Freund der Familie stellt für die Trauerfeier seine Diskotheken-Anlage bereit und bekommt von seiner Firma Sonderurlaub, um auf fünf Beerdigungen an vier Tagen Musik zu spielen.

Die Familie Schill ist dankbar für all das. Und doch, sagt die Mutter, habe sie Angst gehabt, »dass jemand bei der Beerdigung mit dem Handy in den offenen Sarg fotografiert«.

Am Tag danach hätten Freunde angerufen: »Wir haben euch im Fernsehen gesehen.« Ein Sender hatte Teile der Trauerfeier übertragen.

Chantals Vater sagt: »Für mich ist der Amokläufer auch ein Opfer«

Allmählich ebbt nun das öffentliche Interesse ab. Zwei Therapeuten stehen der Familie zu, doch Uwe und Petra Schill wollen sie nicht konsultieren. Sie hätten schon vorher Kontakt zu einer Therapeutin gehabt, die sich ihrer nun annehme.

Schwierige Momente wird es noch geben. Bang erwartet die Familie des Opfers die Rückkehr der Familie des Attentäters. Sie wohnt nur zwei Straßen weiter. »Wenn die wieder hier wohnen, das wäre eine Katastrophe«, sagt die Mutter. »Das wird sich nie beruhigen. Sobald der Vater zurück ist, bricht wieder alles heraus.«

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ange gardien[QUOTE]»Mir war bekannt, dass Waffen im Haus waren«, sagt Petra Schill. Der Vater des Attentäters habe »Leistung gefordert, nur Leistung«. Leistung beim Tischtennis, Leistung beim Armdrücken, Leistung beim Schießen. »Der muss ein Superschütze gewesen sein, alle Achtung, der hat schießen können, hat gezielt hingerichtet, gezielte Kopfschüsse.« Das habe ihr ein Polizist fassungslos erzählt. Dann schweigt sie einen Augenblick und sagt: »Wenn der Tim noch lebte, ich glaube, ich würde die zweite Marianne Bachmeier werden.« Das war die Frau, die 1981 im Lübecker Landgericht den Mörder ihrer Tochter erschoss.

Uwe Schill sagt: »Für mich ist der Amokläufer auch ein Opfer. Der war verzweifelt. Die Täter sind die Eltern.« Er sagt es ruhig und ohne den Gedanken an Rache. Aber es sind harte Sätze.

Sechs Familien haben einen offenen Brief geschrieben. Sie fordern die Einführung einer »Gewaltquote« im Fernsehen, die den Anteil brutaler Filme begrenzt, ein Verbot von Killerspielen. Jugendliche sollen nicht so leicht an Waffen kommen. Die Schills haben die Briefe nicht unterzeichnet. Sie glauben nicht an schärfere Gesetze. »Der wahre Grund für diese Tat ist die Beziehungslosigkeit in der Familie«, sagt Uwe Schill. Der nächste Amoklauf, fürchtet er, werde sich mit schärferen Gesetzen nicht verhindern lassen.[/QUOTE]

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