| Böses Mädchen | Hi! Wieder ein Amoklauf in Finnland! Und dreimal dürft ihr raten, was der böse Amokläufer gehört hat, na? Richtig: Wumpscut. Und damit sind die bösen, bösen Gothics wieder die Amokläufer, Tierschänder, Satanisten, etc....(Quelle: ARD) Was sagt ihr dazu? lg Dark |
| North-Cop | [QUOTE][i]Original geschrieben von Böses Mädchen [/i] [B]Was sagt ihr dazu?[/B][/QUOTE] Ich sage schon lange nichts mehr dazu... Ich kann es echt nicht mehr hören. Bedenklich finde ich allerdings, daß jetzt auch seriöse Fernsehsender in das gleiche Horn stoßen. Vom sog. Unterschichtfernsehen (RTL, Sat1, etc - hat mal ein Dozent so genannt) war man ja nichts anderes gewohnt. 2002, nach dem Amoklauf von Erfurt, hat es RTL sogar geschafft, daß ich richtig Angst vor mir selbst bekommen habe: Nach den allgemeingültigen RTL-Erkennungsmerkmalen für Amokläufer müßte ich schon längst Amok gelaufen sein. Hier die Kriterien: 1. Mitglied im Schützenverein - trifft zu 2. spielt "Killerspiele" - trifft zu 3. hört "aggressive" Musik - trifft zu 4. hat eine Waffe - trifft zu (berufsbedingt) Im Rahmen einer Fortbildung war es mir möglich, den Abschiedsbrief des Emsdettener Amokläufers in Gänze zu lesen. Und es gab Aussagen darin, die ich ähnlich hätte treffen können. Manches war sogar in gewisser Weise nachvollziehbar. Aber statt etwas an der gesellschaftlichen Situation zu verändern, die Menschen in die Isolation treibt, die nicht dem oberflächlichen Mainstream angehören wollen, wurde ernsthaft über ein Verbot von Killerspielen diskutiert. Ist natürlich das einfachste, denn die Beseitigung von gesellschaftlichen Mißständen erfordert mehr Engagement. Es besteht also wenig Hoffnung, daß den Randgruppen mehr Toleranz entgegengebracht wird. Im Gegenteil: solche Berichterstattungen bilden den Nährboden für Vorurteile. |
| Kildare | Das bestimmte Liedtexte nunmal bestimmte Menschen ansprechen. Wenn ich die Welt für einen Gänseblümchengarten halten würde, würde ich mit "I am vengeance" von naglfar sicherlich weniger anfangen können, als es so der Fall ist. Ob das nun heisst, alle Personen, die bestimmte Musik hören - meine Person eingeschlossen - sind potentielle Amokläufer? Jein. Ja, weil: diese Menschen wahrscheinlich von ihrer Umgebung enttäuscht sind und ihnen das Leben an sich unter Umständen weniger schützenswert erscheint, als dem Ottonormalverbraucher. (Diese Aussage ist natürlich grobschlächtigst verallgemeinernd und trifft so nicht auf jeden und alles zu. Eine gewisse Tendenz kann ich allerdings doch erkennen.) Nein, weil: Personen, die schon enttäuscht sind, auch leichter lernen, mit Enttäuschungen umzugehen und deshalb unter Umständen stabiler sind, als andere, die plötzliche einer großen Menge von psychischem Druck ausgesetzt sind. Viele dieser Zielgruppe haben pber Sinn und Unsinn des Daseins reflektiert und sind letztlich zu dem Schluss gekommen, dass sie menschliche Existenz doch schützenswert sein könnte. Prinzipiell würde ich das wahllose Abschlachten von Menschen nicht als Verhalten bezeichnen wollen, das vom Konsum bestimmter Musik, dem Betreiben bestimmter Sportarten oder dem spielen einiger Spiele herrührt. (Mich z.B. beruhigt das Abschlachten einer Menge X in virtuellen Welten ungemein. Ich werde dadurch ehr weniger gefährlich. Und Rechtclick, tab, shift bietet nun wirklich keine ausreichende Trainingsgrundlage für eine Umsetzung in der Realität.) Ich habe mich mit den psychischen Hintergründen noch nicht ernsthaft auseinandergesetzt, würde aber laienhaft auf eine schwere Störung tippen, die von bestimmten Umständen beeinflusst werden kann. Und auf schwere Störungen haben Gothics nun kein Potential. Was die Verteufelung von Musik, Spiel und Sport angeht - Schwachsinn. Wenn Metal wirklich gewaltätig machen würde, müsste Wacken das reinste Blutfest sein. Dasselbe gilt für Spiele - wenn jeder von uns nach einer schönen runde C&C das Gewehr auspacken und vom Balkon ballern würde, wäre keine Straße mehr sicher. Und was Sport angeht - die sanftmütigsten, rücksichtvollsten Menschen in Ausübung ihres Sportes, die ich kenne, sind Kampfsportler. Und die gewissheit, sich im Zweifel verteidigen zu können, führt nach meiner Erfahrung ehr dazu, dass man ruhiger wird und nicht mehr den Drang hat, wahllos gegen jede vermeintliche Bedrohung vorzugehen. Mit Verboten kommt man sowieso nicht weiter, denn jede FSK macht das Produkt vor allem eines - interessanter. Und von einem Generalverbot zum Schutze des mündigen Bürgers halte ich noch weniger. In einem gewissen Rahmen soll doch bitte jeder selbst entscheiden, welche Form von fiktiver Unterhaltung er sich zu Gemüte führen mag. |
| Cabal | Du meinst wahrscheinlich die im Fernsehen ausgestrahlte Sendung der Tagesschau, denn auf der Internetpräsenz der ARD finde ich keine Fokus auf die Musik und die Szene, auf die der Amokläufer gestanden haben soll. ([url]http://www.tagesschau.de/ausland/finnland110.html[/url]) [QUOTE]Zitat: North-Cop Im Rahmen einer Fortbildung war es mir möglich, den Abschiedsbrief des Emsdettener Amokläufers in Gänze zu lesen. Und es gab Aussagen darin, die ich ähnlich hätte treffen können. Manches war sogar in gewisser Weise nachvollziehbar.[/QUOTE] Dieser Abschiedsbrief ist noch immer [URL=http://www.mein-parteibuch.de/2006/11/21/abschiedsbrief-des-amoklaeufers-von-emsdetten/]Online[/URL] zu finden. Dieser Brief wurde nach einer Weile von der Polizei der damaligen Webseite von Sebastian entfernt aus Gründen des "Mitgefühls" mit den Opfern. Keine Ahnung wie man als aufgeklärter Mensch dazu stehen soll. [QUOTE]Ist natürlich das einfachste, denn die Beseitigung von gesellschaftlichen Mißständen erfordert mehr Engagement.[/QUOTE] Es ist nicht das Einfachste, es ist das mit der größten Resonanz. Die Menschen neigen nuneinmal dazu über äußerliche Auffälligkeiten fiktive Zusammenhänge zur Tat herzuleiten. Soetwas sind Sprungbretter für politische Karrieren, und Stimmenfänger. ([i]"Lassen wir doch nicht die Tatsachen meiner politischen Karriere im Weg stehen."[/i]) Noch jetzt steht das Verbot von Killerspielen im Koalitionsvertrag und es ist unmöglich geworden sich hierzulande etwas unzensiertes zu beschaffen, was für Erwachsene bestimmt ist. [QUOTE]Es besteht also wenig Hoffnung, daß den Randgruppen mehr Toleranz entgegengebracht wird. Im Gegenteil: solche Berichterstattungen bilden den Nährboden für Vorurteile.[/QUOTE] Das ganze ist wie ein ungeklärter Mordfall, es gibt eine handvoll Verdächtige, aber keinen Schuldigen, und die Tatsache dass jeder von Ihnen ein Mörder gewesen sein könnte reicht aus, ihren gesellschaftlichen Leumund zu ruinieren. Selbst wenn man also nichts dreckiges am Stecken hat ist das der Grund, weswegen sich Menschen von Dingen fernhalten, die andere Menschen dazu verleiten könnten dir mit Vorurteilen zu begegnen. Auf der anderen Seite möchte man auch auf keinen Fall mit einem potentiellem Mörder zusammenleben. [QUOTE]Zitat: Kildare Ob das nun heisst, alle Personen, die bestimmte Musik hören - meine Person eingeschlossen - sind potentielle Amokläufer? Jein.[/QUOTE] Das ist noch immer grober Unfug, denn durch die Musik die man hört lässt sich nicht herleiten, weswegen man sie hört. Das ist das einfache an der ganzen Sache, wenn man etwas verteufeln will: es reicht, wenn man den Zusammenhang zur Tat herstellt. Wenn ein Nachrichtensender Bericht erstattet dass Tokio Hotel zur Alibi-Funktion gehört wurde um den Verdacht abzulenken dass man ein zukünftiger Amokläufer ist, reicht das schon aus. Es ist natürlich fraglich ob der normale Mensch soweit denken und damit umgehen kann, denn wenn man sich erst eimal einbildet die eigenen Kinder verheimlichen einem Massenmordpläne ist damit natürlich nicht mit einem Verbot beizukommen. Aber für soetwas etablieren sich ja ohnehin ausreichend Überwachungsapparate und Gesinnungstests. [QUOTE]Mit Verboten kommt man sowieso nicht weiter, denn jede FSK macht das Produkt vor allem eines - interessanter.[/QUOTE] Eine Indizierung nach FSK hat Ausstellungs-, werbe-, sogar ein komplettes öffentliches Erwähnungsverbot zufolge. Spiele, die dieser Bewertung unterliegen dürfen nur unter der Theke gehandelt werden, was sich zudem noch schwierig gestaltet, da man nichteinmal mehr als Erwachsener die Möglichkeit hat dazu zu kommen, wie diese überhaupt heißen, bzw. was diese überhaupt beinhalten. Die meisten Jugendlichen kennen derartige Spiele nichteinmal, mit Ausnahme populärer Titel wie Postal. Das eigentliche Interesse an derartigen Spielen wird durch Exklusivität gefordert, denn diese Spiele beinhalten ihr eigenen Ausschlusskriterium als Einzigartigkeit, die durch dieses Ausschlusskriterium per se nur von denen beinhaltet werden kann. Diese sind dadurch für insbesondere Jugendliche etwas vollkommen Neues und schaffen es nur dadurch, innerhalb juweniler Kreise zu kurzweiliger Berühmtheit. Sobald sich diese aber etwas etabliert haben wird das Spiel wieder zunehmend uninteressanter. Das ist nuneinmal die Folge staatlicher Zensur nach Kriterien, der Staat verbietet ALLEN seinen mündigen Bürgern ausnahmslos die dem Menschen natürlicherweise zueigen seiendem Trieb sich mit Neuen auseinanderzusetzen nach exziplitem Kriterien und behindert damit sogar die menschliche Entwicklung, kriminalisiert sie sogar. Mit ähnlichen Begründungen könnte ein Staat auch die Freiheit verbieten, weil diese schädlich für die Menschen sei, und sich somit durch die fehlende Erfahrung der Freiheit ein Volk höriger Untertanen schaffen. Die Begründung referenziert dabei immer auf den gerade existierenden Menschen und wertet ihn als den Normalentwickelten gegenüber dem Anderen ein, weil von diesem Menschen ja die Anzahl die Größte ist, aber das ist ein anderes Thema. Whatsoever, die Fernsehnachrichten sind kein zuverlässiger Ort mehr für objektive Berichterstattung. Wer sich seriös mit den Zusammenhängen von Killerspielen und Amoklaufen auseinandersetzen will, wird um Eigenrecherche heutzutage nicht mehr umhinkommen um selbst Aufklärungsarbeit zu leisten. MfG Cabal |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von North-Cop [/i] [B]Nach den allgemeingültigen RTL-Erkennungsmerkmalen für Amokläufer müßte ich schon längst Amok gelaufen sein. Hier die Kriterien: 1. Mitglied im Schützenverein - trifft zu 2. spielt "Killerspiele" - trifft zu 3. hört "aggressive" Musik - trifft zu 4. hat eine Waffe - trifft zu (berufsbedingt) [/B][/QUOTE] Genau so geht es mir auch... :( Ich würde niemals Amok laufen, obwohl alle diese Kriterien auf mich zutreffen und fühle mich innerlich vorverurteilt... Genau darüber habe ich letztens erst mit meiner Mutter diskutiert, die diese Argumente der Medien und ihrer honorierten Experten ja auch kennt. Die Argumente scheinen der Schlüssel zu sein und die Menschen sind mittlerweile derart indoktriniert, daß man da nur schwer gegen ankommt, wenn man immer nur hört:"Aber der Experte im Fernsehen hat doch gesagt..." Zum Glück ist meine Mutter differenziert genug und vertraut mir genug, daß ich ihr meine Sicht der Dinge darlegen und näher bringen kann, da sie weiß, wie ich bin, aber versuch das mal dem DDM klar zu machen! |
| Goat93 | Es geht nicht darum das Alle die was bestimmtes hören oder sich bestimmt kleiden nun Amokläufer sind, sondern das die Potentielle Gefahr hier höher ist wie woanders. Wer Provoziert, muß mit Reaktionen nunmal rechnen *schulterzuck War im Black Metal der 90er doch genau. Erst von der Herrenrasse schwadronieren und dann rumheulen, wenn man als Nazi verschriehen wurde... |
| Cabal | [QUOTE]Zitat: Goat93 sondern das die Potentielle Gefahr hier höher ist wie woanders.[/QUOTE] Oder man die Gewalt woanders schlicht nicht mit soviel Aufmerksamkeit beschenkt. Vor wenigen Monaten wurde noch die zunehmende Gewalt in Hip-Hop Kreisen beklagt, die nun anfangen sich in amerikansichen Verhältnissen anschießen. Die ganze Thematik war kaum mehr als ein Ausriss einer Viertelstunde in den meisten Sendern. Liegt wohl daran, dass es sich hier um eine geschlossene Gesellschaft handelt, in die man sich nicht einmischen [i]muss[/i]. Ändert nur leider nichts daran dass Black Musik und Killerspiele nicht das Patent für Gewalttaten haben. Die eigentliche Hysterie hinter dem Ganzen ist nur darin verborgen, Angst zu haben, selbst betroffen zu werden, und dass man dies voraussichtlich von bestimmten Menschen zu erwarten hat. MfG Cabal |
| hagzissa13 | Gefährlichkeit muß nicht immer derart offensichtlich, oder sollte ich eher sagen "vermeintlich" offensichtlich sein.... Schaut man sich z.B. die Hobbies von Serienkillern, Massenvergewaltigern etc. an, könnten viele von denen durchaus der Nachbar nebenan sein. Die Frage, die sich doch stellt bei der Diskussion ist die, was Ursache und Wirkung ist? Werden die Leute zu Amokläufern, weil sie relativ leicht an Waffen kommen oder Killerspiele spilen? Oder spielen sie Killerspiele und besorgen sich Waffen, weil sie einen Amoklauf planen? Ich denke, eher zweiteres und genau das ist es, was den Leuten nicht in den Kopf geht. Diese Leute werden nicht zu Mördern, weil sie Killerspiele spielen, sondern spielen Killerspiele, da ihr Hirn krank ist und sie sich durch die Killerspiele da weiter reinsteigern. Ursache und Wirkung... Killerspiele macht Menschen nur dann zu Killern, wenn sie eine Präexposition dazu haben. Und wenn sie keine Killerspiele hätten, würden es vielleicht auch irgendwelche Kriegs- oder Actionfilme tun. Wollen wir jetzt alles verbieten? Dann müssen wir Messer verbieten - es könnte jemanden anstacheln, es zum Angriff auf einen anderen Menschen zu benutzen.... |
| Goat93 | Nocheinmal, es geht nicht um das Umerziehen von Menschen zu Amokläufern sondern um das Augenscheinliche Potential, welches diese Sachen in sich tragen bzw. nach außen darstellen, besser gesagt womit sie Schlußendlich sich selbst darstellen. "Hunde die bellen, beißen nicht" ist ein tolles Sprichwort dazu. Allerdings beachtet jeder ersteinmal den bellenden Hund, nicht den stillen. Wovor hat man dann mehr Angst einem stillen Hund oder einem geifenden, bellenden? Oder noch ein anderes Beispiel: Volksverhetzende Musik. Nicht jeder, der solche Musik hört wird zu einem Ausländer- hassenden, Häuser anzündenden Monster. Sollte man nun jegliche Hassparole erlauben und sich einreden, das ja nicht alle so durch die Musik werden und das das alles nicht so schlimm ist? |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von Böses Mädchen [/i] [B]Hi! Wieder ein Amoklauf in Finnland! Und dreimal dürft ihr raten, was der böse Amokläufer gehört hat, na? Richtig: Wumpscut. Und damit sind die bösen, bösen Gothics wieder die Amokläufer, Tierschänder, Satanisten, etc....(Quelle: ARD) Was sagt ihr dazu? lg Dark [/B][/QUOTE] Man könnte auch vortrefflich zu Beethovens Neunter rumballern. Nun, andere Dinge scheinen signifikanter.... Die Waffengesetze Finnlands und der USA sind relativ ähnlich, was sind die führenden Nationen der Schulmassakerindustrie? Eben! |
| Goat93 | Ob Wumpi in den USa auch so viele Fans hat? |
| DarkLutz | Fakt ist, dass mit einem Amoklauf weit mehr Aufmerksamkeit erreicht wird, als z.B. mit einem heimlichen Selbstmord... Es ist eine laut herausgeschrieene Kritik am System, die aber in den meisten Fällen nicht als solche wahrgenommen oder zumindest soweit verfälscht wird, dass es den Machthabern gelingt vom eigentlichen Kritikpunkt abzulenken und die Tat zu ihrem Nutzen einzusetzten. Was nutzt es nach einem Amoklauf dem (höchstwahrscheinlich verstorbenen) Täter Vorhaltungen zu machen ohne dabei dessen Hintergründe zu beleuchten und etwas gegen die Ursachen zu unternehmen... Warum bringt sich der Amokläufer in den meisten Fällen um ??? Hat er das von Anfang an geplant oder hat ihn die Reue gepackt, als er die Konsequenzen seines Handelns sah?! Gab es keine Hinweise auf verändertes Verhalten? Wer kannte den Menschen hinter der Tat? Würde ein/e Verbot/Zensur etwas bewirken oder nur zur Nachahmung aufrufen? Das alles sind Fragen die totgeschwiegen werden... Im Endeffekt ist es relativ egal in welchem Land man aufwächst, welche Musik man hört, welcher Randgruppe man angehört oder ob man Ego-Shooter spielt... Als Deutscher steht es dir frei eine Waffe (mit Waffenschein) zu besorgen, es ist nur mehr Aufwand als z.B. in den USA, ob mit dieser Waffe Sport betrieben, ein Mord ausgeführt oder einfach nur angegeben wird liegt am Benutzer/Halter/Besitzer... Als Hopper, Rocker, Schlagerfanatiker oder Goth kannst du in deiner Musikrichtung Erfüllung und Denkanstöße finden, wie du diese umsetzt steht dir frei... Das zumindest ist meine Ansicht... ich will damit nicht sagen das ich eine solche Tat gutheiße, aber wenn es demjenigen als letzter Ausweg erschien, dann sollte es wohl so sein, er hat mit eigenem freien Willen eine Entscheidung gefällt und diese realisiert... Dem englischen Philosophen John Locke verdankt die Welt unter anderem die Erkenntnis, dass in der aufgeklärten Gesellschaft keiner den anderen verletzen darf, sondern in jedem das gleich vernünftige Wesen achten soll. Oder anders ausgedrückt: Die Freiheit des einen endet dort, wo die Freiheit des Nächsten beginnt. Sieht man nun den Täter in der Opferrolle und wendet darauf eine der archaischsten Regeln des menschlichen Lebens (Auge um Auge; Zahn um Zahn) an, so wird das Opfer zum Täter und der Status quo ist wiederhergestellt... zumindest im kleinsten Rahmen, denn den wahren Ursachen kann ein Mensch alleine zwar den Kampf ansagen, aber ohne die Unterstützung des gesamten Volkes wird er keinen Sieg zu verzeichnen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit... |
| Goat93 | [QUOTE]Warum bringt sich der Amokläufer in den meisten Fällen um ???[/QUOTE] Die Frage ist klasse :D Wieso fliegen eigentlich Selbstmordattentäter mit Sprengstoff auch mit in die Luft? :D |
| Ravenheart I | Erst mal kommt es ja immer darauf an, wie empfänglich jemand für provokative Texte, Horrorfilme oder Killerspiele ist, wie er sie psychisch aufnimmt, verarbeitet und einordnet. Die meisten erwachsenen, gefestigten Menschen kommen damit klar, anders sieht es eventuell bei einem labilen Jugendlichen aus, was Amokläufer zu einem überwiegenden Prozentsatz einfach mal sind. Dadurch, dass sie sich scheinbar missverstanden in der Gesellschaft fühlen, greifen sie doch gerade nach jedem Strohhalm, der ihnen so etwas wie Verständnis entgegenbringt. Das kann in Form eines Songtextes, einer virtuellen Gewaltauslebung, Frustbewältigung oder was auch immer sein. Ob sie dadurch beeinflussbar werden und in ihren nicht ganz gesunden Gedanken auch mal einen Schritt weitergehen? In Einzelfällen sicherlich. Nur was möchte man dagegen tun? Man kann ja kaum alles verbieten was annähernd in eine negative oder gewalttätige Richtung geht. Mal davon abgesehen, dass das weder durchsetzbar noch kontrollierbar wäre, ist es in etwa das selbe als würde man ein Lebensmittel verbieten wollen, nur weil vereinzelte Personen darauf allergisch reagieren. Das wirkliche Problem würde man damit aber ohnehin nicht lösen, da derartige Dinge dann eben illegal, durch Bekannte oder übers Netz beschafft werden. Gewalt ist allgegenwärtig in unserem Leben, in jedem zweiten Fernsehfilm wird irgendjemand umgebracht, es passieren täglich tausende an Verbrechen, die in den Nachrichten ausführlich berichtet werden. Killerspiele und ähnliches gehören in Jugendkreisen schon fast zum guten Ton, das lässt sich von Niemandem mehr wirklich fernhalten. Die heile Blümchenwelt, die in einer Art „Ich zeige den Leuten nicht, dass es Gewalt gibt, dann üben sie bestimmt auch nie welche aus“ funktionieren soll, ist eben auch nur eine Illusion. Es ist eigentlich eher bedenklich, wie leicht es scheinbar in Finnland oder den USA möglich ist selbst für Minderjährige an Schusswaffen zu kommen- und das ist der eigentliche Punkt an dem man arbeiten sollte. Es ist eben noch mal eine ganz andere Sache, ob man sich im Internet einen Gewaltfilm herunterladen kann oder ob frustrierte Halbstarke mal eben so an Waffen kommen. Natürlich spielt auch eine gewisse Ignoranz des Umfeldes eine Rolle, oft werden derartige Dinge sogar angekündigt oder sind absehbar, trotzdem wird es vorgezogen wegzuschauen. Was die Parallele zu „Gothic“ (ich setze es extra in Anführungszeichen, weil das Wort meiner Meinung nach gar nichts über einen Menschen aussagt) betrifft: Dass mehr potenzielle Amokläufer düstere Musik anstelle von Britney Spears hören, einfach weil es ihrer Stimmungslage eher entspricht, ist eigentlich nicht weiter verwunderlich. Sie haben aber wohl meistens mit dem Großteil der schwarzen Szene nicht mehr oder weniger gemeinsam, als mit dem Rest der Welt. Es gibt eben überall solche und solche. |
| Arimahn | Die Frage ist: Was war zuerst da? Die "böse Musik" oder die psychische Labilität, die soziale Ausgrenzung und die daraus entstehenden Hassgefühle? Musik, Kleidung oder politische Ideologien sind bei diesen Menschen nur Zierat der ihrer verwirrten Psyche entgegenkommt. |
| Goat93 | Die Frage ist nicht, was zuerst da war, sondern was gab den Ausschlagenden Funken für den Amoklauf? Was fördert Amoklauf? Woher bekommt man die Ideen, sowas umzusetzen? Wo wird man beeinflußt, geform, unterstützt usw usf? |
| Kaija | [url]http://www.ksta.de/html/artikel/1232549986674.shtml[/url] Ich habe schon ein paar Berichte darüber gelesen, aber nur hier gelesen, dass er Gothicmusik hört. Frage ist, wieso der Autor das überhaupt erwähnt. Liegt es wirklich an gemeinen Vorurteilen oder war er der Überzeugung es wäre für die "Stimmung" des Amokläufers maßgeblich gewesen, was dennoch sein kann. Jedoch kann ich mir auch vorstellen, wie das auf viele Leser wirkt. Die Kunst oder gewisse Personen sind immer Schuld. Es ist so einfach, deswegen wird es auch getan. Es wäre ja zu kompliziert und anstrengend, abends nach der Arbeit, noch Gedanken darüber zu machen, was in einem Menschen vorgehen kann. Deswegen hört man meist bei solchen Fällen auch nur "Wir können es nicht begreifen". Dabei belassen sie es und wollen sich vielleicht auch gar nicht damit auseinander setzten. Es sind auch immer die anderen Menschen oder Dinge Schuld. Klar halte ich weder von brutelen Videospielen noch brutalen Menschen etwas aber derjenige entscheidet sich letztendlich selbst dafür. Er könnte auch "Nein" sagen und da ist es egal warum. Er ist nicht der arme Mensch, der sich allem anpassen muss und ständig unter Gruppenzwang stehen muss. Klar ist auch, dass Menschen, die auffällig bzw. bei Goths auch für viele unfreundlich aussehen, eine stärkere "boshafte" Wirkung haben. Die Menschen lassen sich zu sehr vom Aussehen manipulieren. Ihm wird leichter misstraut, obwohl doch "jeder" der an einem vorbei geht ein krimineller sein kann. Tatsache ist aber, dass sich keiner bei einem unauffälligen Menschen etwas denkt. Das verstehe ich zwar irgendwo, da ein schwarz gekleideter Mensch ja wirklich ein Satanist und darüber hinaus auch noch ein sehr gestörter sein kann. Aber mit der Logik haben es viele eben doch nicht. Wäre jeder Schwarze ein Verbrecher und gestört, würden nicht so viele frei herumlaufen. Nicht so viele schwarz herumlaufen. Man sollte sich vielleicht auch viel eher mal fragen, was der nette und liebe Nachbar eigentlich für einer ist. Die meisten Verbrecher sehen nämlich ganz unauffällig aus, weil sie es verstanden haben, dass sie so unscheinbar wirken. Welcher Vergewaltiger wird mehr Aufmerksamkeit auf sich lenken wollen als nötig? Was ist mit den "wahren Verbrechern"? Ein Unternehmer- von mir aus auch Scheich, der große wirtschaftliche Macht hat, wird von den meisten Menschen als total seriös angesehen. So einer ist ein großer Mann. Lässt aber Tausende bzw. sie alle zusammen ca. 1 Miliarde Menschen in absoluter Armt, ja Kinder elend verhungern, was nicht nur eine Hinrichtung ist, sondern auch eine Folterung. Da sieht aber fast keiner, wenn man mal ganz erhlich ist, es interessiert fast keinem. Doch frisst ein vorgebliches Gothic-Paar irgendeinen Typ auf, ist die ganze Welt brüskiert. Für mich klingt das nach Scheinheiligkeit höchsten Ausmaßes. |
| Goat93 | zu dem letzten beispiel: die einwohner haben unter den umständen des zivilisiertem gemeinschaftsleben ihr eigenes zu führen, das läuft dann eben unter "ist einfach so", ein mord wiederum, besonders einer der ausartet, schreitet aus dem alltag heraus und ist etwas besonderes. du kannst das an sich auch mit dem kriegs- geschehen unserer entfernten nachbarländer vergleichen.... |
| Kaija | das ist sehr gut was du gesagt hast und bis zu einem sehr hohen grad ist es auch sehr verständlich, muss vielleicht auch so sein. wir müssen genau so herausforderungen bewältigen und eine für uns relevante gefahr schockiert mehr, als eine nicht relevante. doch diese scheinheiligkeit bzgl manchen reichen leuten, muss sicher nicht sein. |
| Goat93 | das ist zwar ein anderes thema, aber scheinheiligkeit hat jeder, denn jeder kann seine eigenen moralischen vorstellungen überhaupt nicht umsetzen oder gar einhalten. das bedeutet auch Du bist scheinheilig, ich bin es, seneca ist es, jeder eben... |
| DarkLutz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i] [B]Die Frage ist klasse :D Wieso fliegen eigentlich Selbstmordattentäter mit Sprengstoff auch mit in die Luft? :D [/B][/QUOTE] 1A Kommentar... die Frage war, warum "Amokläufer" den Freitod wählen... Selbstmordattentäter sind per Definition oder allein schon des Namens nach eine andere Gattung. Einem Selbstmordattentäter wird von vorneherein klar sein, dass er nicht lebend aus der Nummer herauskommt. Ein Amokläufer hingegen kann seine Tat auch ohne das Opfer seines eigenen Lebens zur Vollendung bringen. Meiner Meinung nach zeigt sich mit dem anschließenden Freitod der Täter, in den meisten Fällen deren Reue und auch in gewissem Sinne ihre "Menschlichkeit" (ja ich weiß, dass das töten von Menschen nicht unbedingt im Humanismus-Grundkurs für Anfänger vorkommt) bzw. ihre Achtung des menschlichen Lebens. Die Voraussetzung zu meiner Theorie wäre, dass der anschließende Freitod eine spontane Reaktion auf die Erkenntnis des soeben getanen ist, dass der Schütze sich bewusst wird was er getan hat und der Meinung ist nur mit dieser Tat, die im christlichen Glauben eine Todsünde (also eine Ewigkeit der Qual und des Leids nach sich zieht) ist und in unserer Gesellschaft ebenso geächtet wird, eine angemessene Bestrafung ist. Manche jedoch sind sich der nachfolgenden Strafen durch den Gesetzgeber und der Meinung der Gesellschaft bewusst und flüchten sich durch den Suizid vor jeglicher Verantwortung. Dies ist eine Theorie, welche ich nicht nachprüfen kann, da mir niemand bekannt ist der nach einem Amoklauf mit anschließendem Freitod noch über Gedanken und Gefühle zur Tatzeit reden kann, was sicherlich in manchen Fällen ein Vorteil ist, da sich auch niemand beschweren kann, wenn sogenannte "Experten" ihre Meinung kundtun, Urteile fällen und die wahren Gründe solcher Taten unter den Teppich gekehrt werden. |
| Goat93 | Eigentlich nicht wirklich. Der Begriff Selbstmordattentäter ist einfach eine Umschreibung für die sehr geringe warschein- lichkeit der Überlebenschance und dem Wissen, das man mit sehr hoher Warscheinlichkeit eben stirbt. Ein Amokläufer, der sich selbst versucht umzubringen fällt eigentlich durch seine Intention schonmal laut deiner definition unter "selbst- mordattentäter" da er seinen Tod mit einplant und auch eben den Tod erwartet. Wo ist also dementsprechend dort der Unterschied? ich denke weniger das Reue oder Menschlichkeit eine rolle spielen, die meisten Amokläufe sind witzigerweise vorher geplant, die wenigsten entsprechen den tatsächlichen glauben, eines Amoklaufes, der rein zufällig und durch überlastung entsteht. Bei einem reinen Psychologischen Effekt Amoklauf kann es natürlich sein, das die Person "aufwacht" und geschockt die situation nicht begreift, die sie vorfindet, ein Schüler, der allerdings seinen Mordlauf plant, kann man das weniger unterstellen. |
| Cabal | [QUOTE][b]Zitat: darkLutz[/b] Meiner Meinung nach zeigt sich mit dem anschließenden Freitod der Täter, in den meisten Fällen deren Reue und auch in gewissem Sinne ihre "Menschlichkeit" (ja ich weiß, dass das töten von Menschen nicht unbedingt im Humanismus-Grundkurs für Anfänger vorkommt) bzw. ihre Achtung des menschlichen Lebens. Die Voraussetzung zu meiner Theorie wäre, dass der anschließende Freitod eine spontane Reaktion auf die Erkenntnis des soeben getanen ist, dass der Schütze sich bewusst wird was er getan hat und der Meinung ist nur mit dieser Tat, die im christlichen Glauben eine Todsünde (also eine Ewigkeit der Qual und des Leids nach sich zieht) ist und in unserer Gesellschaft ebenso geächtet wird, eine angemessene Bestrafung ist. Manche jedoch sind sich der nachfolgenden Strafen durch den Gesetzgeber und der Meinung der Gesellschaft bewusst und flüchten sich durch den Suizid vor jeglicher Verantwortung. Dies ist eine Theorie, welche ich nicht nachprüfen kann, da mir niemand bekannt ist der nach einem Amoklauf mit anschließendem Freitod noch über Gedanken und Gefühle zur Tatzeit reden kann, was sicherlich in manchen Fällen ein Vorteil ist, da sich auch niemand beschweren kann, wenn sogenannte "Experten" ihre Meinung kundtun, Urteile fällen und die wahren Gründe solcher Taten unter den Teppich gekehrt werden.[/QUOTE] Ich habe eine andere, pragmatischere, meiner Meinung nach realistischere Betrachtungsweise des Ganzen. Nachdem sich die Rage gelegt hat, alle tot sind die man tot sehen wollte und schon die Polizeisirenen anheulen hört, wird einem in diesem Moment bewusst: Weiter als bis zu diesem Amoklauf hat man nicht wirklich gedacht. Man kommt in den Knast, vermutlich mit anschließender Sicherheitsverwahrung, wo man noch nie war. Die meisten Amokläufer, man mags nicht glauben, sind/waren tatsächlich sehr sensibel (deswegen snapt ihr Hirn ja erst durch), und sie fühlen sich nicht bereit in den Knast zu gehen. Sie ertrugen schon die Härtefälle in ihrer Schule nicht, die im (Jugend)knast werden sie langsam und qualvoll umbringen. So eine Ladung Schrot wirkt da im Vergleich viel verlockender. Man ist von nun an komplett allein. Wer gibt sich schon mit einem Amokläufer ab? Zusätzlich zur Tatsache, dass diese Menschen die wenigen Freunde verloren haben werden die sie je hatten werden Familie und Geschwister noch dazukommen. Das einzigste was alternativ in Frage kommt wäre ein Leben auf der Flucht. Während man wahrscheinlich nichteinmal durch die Polizeiblockade durchkommt. In em Fall gilt der Spruch: Wer sich keine Hoffnung macht, wird auch nicht enttäuscht. Warum also zittrig voller Nervosität einem ausgebildetem Einsatzteam stellen, nur um im verzweifelstem Moment doch eine Kugel in die Schläfe zu bekommen? Warum das unausweichliche hinauszögern? Vermutlich verbunden mit einer Menge Schmerzen um im ungünstigstem Fall doch noch in den Knast zu wandern? Sinnlosigkeit. Da sich der Hass eher selten auf wenige Personen richtete, sondern gegen eine ganze Gesellschaft stellt sich das offensichtliche ein: Man hat sich gerächt, jetzt verschwindet man von diesem erbärmlichem Felsen, der erbärmlichen Gesellschaft und den darinlebenden erbärmlichen Menschen, zwischen denen man ohnehin nie leben wollte. Mit einem letzten Streich obsiegt man gegenüber allen Instanzen, denen man soviel Verachtung entgegenbrachte, indem man sich ihrem Griff entzieht. Da man nie so leben konnte wie man wollte, ist der anschließende Selbstmord etwas, das beinahe schon mit dem Entschluss zum Amoklauf anhergeht. (Ja, ich behaupte dass die Amokläufe bewusst entschlossen wurden. Alle.) Man kann sich ohnehin nur dazu durchringen, wenn man alles (oder das bisschen), was man hatte, hinter sich gelassen hat. Und was mir noch einfällt: Depression. Mag der Amoklauf für den Amokläufer befriedigende Gefühle vermitteln, ist er auch eine Niederlage für alle gestecken Ziele, die man jemals im Leben hatte, und man nun unter Garantie nicht mehr erreichen wird. Im Grunde unterstreicht es das, was ich eben schon geschrieben habe. MfG Cabal |
| Stonehenge | [QUOTE][i]Original geschrieben von Böses Mädchen [/i] [B]Wieder ein Amoklauf in Finnland! Und dreimal dürft ihr raten, was der böse Amokläufer gehört hat, na? Richtig: Wumpscut. Und damit sind die bösen, bösen Gothics wieder die Amokläufer, Tierschänder, Satanisten, etc....(Quelle: ARD) Was sagt ihr dazu? [/B][/QUOTE] Ich meine dazu zunächst einmal folgendes: Dein gewählter Nickname in Zusammenhang mit diesem Forum trägt dem unbelasteten Leser nicht gerade zur Festigung der Erkenntnis bei, daß zwischen Gothic und Bösmenschentum im allgemeinen keine besondere Korrelation besteht. Fazit: Wen es stört für böse gehalten zu werden, der sollte zuvorderst nicht unmotiviert böse tun. Inwieweit die Musik von Wumpscut etwas mit Gothic zu tun hat, entzieht sich momentan meiner Kenntnis. Kenne genauer nur das Lied "Soylent green". Stone |
| DarkLutz | Sehr schön ausgedrückt Cabal.... bin, nachdem ich mir das alles nochmal von deinem Standpunkt aus angesehen habe, überzeugt, dass sich da doch schon sehr viel wahres drin wiederfindet ... sehe aber gleichzeitig auch meine theorie des "spontanen" abschlusses durch freitod bestätigt.... das ist eine frage der sichtweise ob man eher von der ethisch/moralischen seite oder aus der opfer perspektive in die zukunft schaut ... |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von DarkLutz [/i] [B]Sehr schön ausgedrückt Cabal.... bin, nachdem ich mir das alles nochmal von deinem Standpunkt aus angesehen habe, überzeugt, dass sich da doch schon sehr viel wahres drin wiederfindet ... sehe aber gleichzeitig auch meine theorie des "spontanen" abschlusses durch freitod bestätigt.... das ist eine frage der sichtweise ob man eher von der ethisch/moralischen seite oder aus der opfer perspektive in die zukunft schaut ... [/B][/QUOTE] Ich denke eher, das alle Möglichkeiten zutreffen, denn Amokläufer sind regelmäßig aus unterschiedlichsten gründen |
| Ardath Bey | Ich halte unsere TV Journalisten nach wie vor für eine recht possierliche Spezies. :D |
| gunslinger | Den Medien kann man in solchen Fällen leider kaum noch was glauben. Die sind eher auf Sensationsgier aus statt gut recherchiert die vielleicht zu unspektakuläre aber objektive Wahrheit zu berichten.Das zeigt sich auch in den Berichten zum Waffenbesitz, gerade nach solchen Amokläufen mfg gunslinger |
| Lamydia | Die Musik kann doch wohl nicht auslösen was der dann getan hat. Vieleicht hat er sich in der Musik bestäigt geüfhlt aber mehr nicht. |
| environment | Umso schöner wenn sich Menschen gegenseitig umbringen, dann hat die Gotteshand weniger zu tun! Sowas dummes und dämliches hab ich in meinem Leben noch nicht gehört! Wir sind die die in ruhe gelassen werden wollen, so die aufmerksamkeit und das blut der verdammten auf uns zu lenken wäre doch äußerst dumm!!! Die Musik die wir hören hilft uns doch viel mehr uns von der Welt abzulenken...!Aggressiv,traurig,belustigen und unteranderem manchma auch ein bisschen krank! viele liebe grüße |
| Evillight | [QUOTE][i]Original geschrieben von North-Cop [/i] [B]... 2002, nach dem Amoklauf von Erfurt, hat es RTL sogar geschafft, daß ich richtig Angst vor mir selbst bekommen habe: Nach den allgemeingültigen RTL-Erkennungsmerkmalen für Amokläufer müßte ich schon längst Amok gelaufen sein.. [/B][/QUOTE] Hier die Kriterien: 1. Mitglied im Schützenverein Ich war wärend der Schulszeit Sportschütze und hab nur aufgehört, weil ich beim Tontaubenschießen kaum besser wurde, nur tauber. 2. spielt "Killerspiele" Nun ja, es gibt gewiss einige Leute, die WoW dazuzählen, also ja, ich jagte schon tausende Leute und Kreaturen in den virtuellen Hades. 3. hört "aggressive" Musik Jo. 4. hat eine Waffe Ja, eine ganze Sammlung, die ich als Küchenmesser getarnt überm Herd zu hängen habe. Schusswaffen leider Fehlanzeige, falls schüttelbare und noch verkorkte Sektflaschen nicht dazugezählt werden müssen. Aber in der Marktwitrschaft sollte das regelbar sein. Fazit: Ich bin potentiell bereit und hinreichend befähigt. Muss man für einen Amoklauf eigentlich einen extra Urlaubsantrag einreichen, oder geht das im Nachgang auf Krankenschein ? |
| Ravenheart I | Zählen eigentlich Bogenschützen auch zu den theoretischen Amokläufern? Ich meine, es wäre ja sicherlich ein netter Versuch, aber zwecks Nachladerate wird das ganze auf Dauer irgendwie recht unpraktisch... Zum Thema kann ich nur sagen: Eigentlich endlos ausgelutscht, man sollte glauben, jeder halbwegs vernünftige Mensch weiß mittlerweile, dass man nicht aufgrund von irgendwelchen Klischees den potentiellen Amokschützen ausmachen kann. Man könnte ja Killerspiele, Waffen und schwarze Kampfanzüge verbieten, oder aber, man macht gleich Nägel mit Köpfen und spricht sich für ein ultimatives, weltweites Verbot von Amokläufen aus... |