| Hellscream | An der Europa Wahl Beteiligten sich in Deutschland insgesamt 43,3% der Deutschen. 56,7% beteiligten sich erst gar nicht. Wenn sich jetzt ansieht wie viel Prozent der Wahlberechtigten (nicht nur der die zur Wahl gingen sondern der Wahlberechtigten insgesamt) die jeweiligen Parteien wählten komm man zu CDU/CSU 16%, SPD 8,8%, Die Grünen 5,1% und die FDP mit 4,6% gefolgt von der Linken mit 3,1%. Angenommen so ähnlich würde auch die nächste Bundestagswahl ausgehen muss man diese mögliche Regierung dann anerkennen? Das ist doch eigentlich nicht die Mehrheit. Das ist doch eigentlich Beschiss. Was mich viel mehr empört ist das es keine öffentliche Diskussion darum gibt, wie beschädigt unsere Demokratie eigentlich sein muss bei solch niedrigen Wahlbeteiligungen. Ab wann wird man das ganze als Bedrohlich erkennen unter 40% unter 30% oder 20%? Es kann doch nicht sein das in diesem Land das sich ja selber als Demokratie begreift Minderheiten das sagen haben. |
| Kinch | Was willst du machen? Eine Wahlpflicht einführen oder 4 Jahre ganz ohne Regierung sein? Ansonsten sehe ich wie Celtvis: Wer nicht wählt legitimiert damit jede Regierung, die an die Macht kommt. |
| Ronin76 | Viele Leute sind mit der Machtverteilung im Lande zufrieden, daher haben gehen sie nur dann wählen wenn dieses bedroht ist und zB ihre favourisierte Partei Stimmen verliert. Europa ist nochmal ein ganz spezieller Fall, da es ja nie einen Bürgerentscheid zum EU-Beitritt gab, sich die meisten Bürger somit nicht mit Europa identifizieren können und wollen. Den Deutschen ist teilweise klar daß die BRD die anderen EU-Staaten finanziert weil sie noch vor Frankreich der größte Geldgeber ist. Danke Helmut. Ich finde es gut wenn Leute gar nicht erst wählen gehen, vor allem wenn sich ihre Interessen nicht mit den Parteien decken. Es zeigt aber auch daß die Demokratie inzwischen versagt hat und ein politisches Auslaufmodell ist. Naja eigentlich war die deutsche Demokratie nie Eine, dazu gibt es zB Schriften von Rudi Dutschke. |
| Goat93 | Ich sehe es anders. Wenn man garkeine Partei wählt, signalisiert man, das man generell mit der Regierung nicht zufrieden ist und das die Regierung sich über den Gesamtzustand sorgen machen sollte. Ich denke das ist bei der SPD erreicht, bei der CDU allerdings nicht. |
| RagingAngel | Ach. Wer von den Nichtwählern hat denn bitte alle Wahlprogramme aller 32 Parteien gelesen und dann bewusst entschieden, dass ihm keine davon zusagt? 5? Die Wahlbeteiligung ist so niedrig, weil einfach keiner die EU ernst nimmt. Wenn man was ändern will, muss man entweder jemanden wählen oder sich wählen lassen. Mit verschränkten Armen rum sitzen und warten, dass ein neues System kommt, hilft nicht. |
| Ronin76 | Das betrifft doch vorwiegend die aktiven Nichtwähler welche den Stimmzettel bewußt ungültig machen, und dadurch ein deutliches Signal setzen, jedoch kaum die passiven Nichtwähler, die vorwiegend völlig politisch desinteressiert sind oder bequem geworden sind, da sie mit ihrem Leben und der politischen Landschaft zufrieden sind. Und dann gibt es noch ganz viele Leute die behaupten eh nichts ändern zu können und daher nicht wählen gehen. [QUOTE]Wenn man was ändern will, muss man entweder jemanden wählen oder sich wählen lassen. Mit verschränkten Armen rum sitzen und warten, dass ein neues System kommt, hilft nicht.[/QUOTE] Nichts zu tun ist sicherlich kein Mittel um etwas zu ändern, jedoch gibt es nicht nur die zwei Möglichkeiten a) wählen b) sich wählen lassen. Es gibt auch noch c) aktiv Nichtwählen und d) gar nicht zu wählen also passiv zu sein. Jedoch kann selbst d) so einiges bewirken wie zB das Wahlsystem und die Regierungsform in Frage zu stellen. Durch a) und b) wird man beide zuletzt genannten Punkte nicht verändern können, sondern fördert das Etablierte. |
| Kildare | Eine niedrige Beteiligung kann das Wahlsystem in Frage stellen - ich selbst würde es allerdings, wenn man mit diesem unzufrieden ist, als für praktikabler ansehen, sich mit anderen Unzufriedenen zu vereinen und dann sozusagen von innen heraus die Reformierung durchzuführen. Wenn man die durch die missliebige Wahl verteilta Macht nämlich bei denen belässt, die sich erklärt diesem System verpflichtet fühlen, wird es sich wohl kaum ändern. Und was den Punkt angeht "Es kann doch wohl nicht sein...das ist nicht die Mehrheit." Wie Kinch und Celtvis angeführt haben, haben wir keinen Wahlzwang. Es steht jedem Bürger frei, seine Stimme nicht zu nutzen und damit konkludent zu erklären: "Was auch immer die anderen entscheiden, ich lebe damit." Beschiss wäre es, wenn dem Bürger der Zugang zur Wahl verweigert ode rerschwert würde. |
| Nezach | [quote]Celtvis: Insofern kann man diese "Minderheitsregierungen" durchaus als von der Mehrheit akzeptiert bezeichnen.[/quote][quote]Kinch: Wer nicht wählt legitimiert damit jede Regierung, die an die Macht kommt.[/quote][quote]RagingAngel: Wenn man was ändern will, muss man entweder jemanden wählen oder sich wählen lassen. Mit verschränkten Armen rum sitzen und warten, dass ein neues System kommt, hilft nicht.[/quote][quote]Kildare: … ich selbst würde es allerdings, wenn man mit diesem unzufrieden ist, als für praktikabler ansehen, sich mit anderen Unzufriedenen zu vereinen und dann sozusagen von innen heraus die Reformierung durchzuführen.[/quote]Es gibt da auch die Möglichkeit, dass viele mit allen Parteien bzw. mit dem System selbst unzufrieden sind UND keine Möglichkeit sehen, über ein politisches Engagement etwas daran zu ändern. Hinter der geringen Wahlbeteiligung bei der Europawahl kann RESIGNATION stecken oder die Überzeugung, nur auf anderen Wegen eine Besserung bewirken zu können. (Und es kann auch noch viel mehr dahinterstecken.) Ich finde, ich kann nicht aus der geringen Wahlbeteiligung darauf schließen, dass die Nichtwähler die Wahlergebnisse akzeptieren. Bei einer so geringen Wahlbeteiligung wie bei der Europawahl ist es sehr zweifelhaft, dass die Mehrheit überhaupt hinter der Europäischen Union steht. War die EU der Wille des Volkes? Ich glaube, die EU haben vordergründig und vor allem Einzelne gewollt. |
| Fee | Ich habe auch überlegt, wen ich wähle. Die bekannten Parteien, CDU, SPD, Linke, Grüne, FDP kamen für mich nie in Frage. Also habe ich mich kundig gemacht und mich durch verschiedene Programme gelesen. Man muss ja meist erst mal nur überfliegen, um festzustellen, ob einem was zusagt oder nicht. Das Programm der mir sympathischen Partei habe ich von vorne bis hinten gelesen und habe diese Partei dann auch gewählt. Dass ich nicht wähle, stand nie zur Diskussion. Ich habe bisher bei jeder Wahl mein Kreuzchen gesetzt. Für mich ist das wie eine Verpflichtung. Wenn man sich schon sonst so ohnmächtig im System fühlt, dies ist die einzige Möglichkeit, mal irgendwie Einfluss zu nehmen. Klar merkt man davon nicht viel, wenn man so klitzekleine Parteien wählt, wie ich. Mit dem Nichtwählen unterstützt man aber in jedem Fall die Falschen: die großen Parteien, weil die mit ihrer Stammwählerschaft ihre Mehrheit behalten; und die extremen Parteien wie NPD, denn deren Anhänger lassen es sich gewiß nicht nehmen, ihre Partei zu wählen. Bei Nichtwahl von anderen Parteien steigt ja deren prozentualer Anteil. Übrigens wer das über die Köpfe-hinweg-Entscheiden der Regierungen satt hat, könnte sich in der Partei Volksabstimmung zu Hause fühlen. Diese standen auch am 7.6. zur Wahl. |
| lightandspark | Ich finde es richtig dass eine Wahl, auch bei geringer Beteiligung der wahlberechtigten Bürger, anerkannt wird. Mir ist es gleich, welche Parteien dort in welchem Stärke- bzw. Sitzeverhältnis auftreten - dafür sind mir zu viele Aufgabenbereiche des Europaparlaments zu komplex und undurchsichtig. Würde ich mehr von Politik verstehen, hätte ich es mir vielleicht nochmal überlegt, meine Stimme zur Europawahl abzugeben. Mir reicht es da, zumindest etwas über deutsche Politik zu wissen und deren Fortlauf zu beobachten und zu verfolgen. Eine stattgefundene Wahl jedoch aufgrund niedriger Wahlbeteiligung außer Kraft zu setzen oder in Frage zu stellen, halte ich für Nonsens. Dafür zwei Beispiele: Die Hamburger Wahl "Rettet den Volksentscheid" 2007, welche aufgrund des nicht erreichten "Wahlstimmensollwertes" scheiterte. Steuergelderverschwendung! Idiotentum! Meine Pro-Stimme landete im Aktenvernichter! Und meine Unterschriften die ich für diverse Bürgerbegehren abgegeben habe? Sollunterschriftenzahl der Begehren erreicht und tlw. überschritten, aber der Bürgerschaft bzw. den Hamburger Senat interessierte es dann auf einmal wieder nen Dreck! Betrug! Aktenvernichter! Schönen Abend noch ;) |
| Hellscream | Nach reiflicher Überlegung und Abwägung bin ich zu folgendem Ergebnis gelangt. Eine Demokratie an der sich die Mehrheit des Volkes nicht beteiligt ist ein schlechter Witz. Wenn eine Demokratie ihre Hauptbestimmung das Volk bestimmen zu lassen nicht mehr Wahrnimmt ist sie überflüssig. All Macht geht vom Volk aus! Von wegen. Alles Lüge, alles Propaganda. Jeder größere Konzern besitzt mehr Macht in diesem verkommen Staatskonstrukt, gar nicht zu reden von der EU. Eine Wahlpflicht ist Kontra Produktiv denn ich finde auch das niemand gezwungen werden kann an einem politischen System teilzuhaben. Ich lasse mir aber auch nicht von einer Minderheit mein Leben und das meiner Nachkommen versauen. Dann doch lieber gar keine Regierung. Insofern stelle ich die parlamentarische Demokratie in Frage. Gedachte Alternativen an die man sich anlehnen gäbe es ja die Direkte Demokratie oder eine Art Rätedemokratie hätten sicherlich etwas für sich. |
| RagingAngel | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i] [B]Dann doch lieber gar keine Regierung.[/B][/QUOTE] Ich empfehle dir Somalia als nächstes Urlaubsziel. Garantiert ohne Regierung! xD |
| lightandspark | Ich denke, dass es darum geht, was gewählt wird: Bei der letzten Bundestagswahl gab es immerhin eine Wahlbeteiligung von 77,7 Prozent! (Fehlt zwar auch fast ein Viertel, aber so etwas wird sich nie vermeiden) Für höhere Wahlbeteiligungen rate ich eher Politikern und Regierungen, dass sie Politik einfach mal viel simpler darstellen - das schafft dann unter Umständen auch ein höheres Verständnis und Wissen über den Sinn und Zweck des Ganzen Und man kann sich freuen, ganz gleich ob hohe oder niedrige Wahlbeteiligung, dass es hier (mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit) keinen Betrug bei der Stimmenauszählung gibt. In diversen Ländern leiden ganze Bevölkerungen darunter, teils das gesamte Weltgeschehen. Warum denn "gar keine Regierung"? Also besser nen Flickenteppich aus Fürstentümern, Großherzogtumen, Königreichen und so? Mit Wegzoll... "Für zwei Laib Brot und ein Schaf dürfen Sie passieren" ;) |
| Hellscream | [QUOTE]geschrieben von RagingAngel Ich empfehle dir Somalia als nächstes Urlaubsziel. Garantiert ohne Regierung! xD[/QUOTE] Regierung schon nur ziehmlich Machtlos wie es scheint. Nun sind aber wohl die Islamisten insgeheim die Regierung. Von gar keiner Regierung kann also nicht gesprochen werden. [QUOTE]geschrieben von der_eisvogel @ragingangel: der war gut - eine wunderbare replik für all die wohlstandsverwöhnten möchtegernphilopsophen und weltverbesserer, die, wenn sie einmal in den sumpf der wirklich rauen welt geworfen werden, sogleich die hilfe der da oben gerne in anpruch nehmen. wie sagt man so schön: mit vollen hosen ist gut stinken.[/QUOTE] Besser als die verblödete Masse die ohnmachtsvoll darsteht weil ihre kleine beschränkte Welt in sich zu sammenbricht, die sich eine bessere Welt erst garnicht mehr vorstellen können und sich bei jeglichen Resten welche ihr zugeworfen werden gegenseitig zerreißt. Mit solchen geistes Haltungen wären wir wohl noch im Freudalsystem, da wäre dann nichts mit maßlosem Konsum für den Pöbel. [QUOTE]geschrieben von lightandspark Warum denn "gar keine Regierung"? Also besser nen Flickenteppich aus Fürstentümern, Großherzogtumen, Königreichen und so? Mit Wegzoll... "Für zwei Laib Brot und ein Schaf dürfen Sie passieren"[/QUOTE] Das wäre dann keine Regierungsform oder was? |
| lightandspark | @hellscream: Na gut, hast du schon irgendwie Recht. :) Allerdings würde es da keine flächenübergreifende Politik geben, sondern die Menschen gruppieren sich oder müssten sich unterordnen, machen ihren eigenen Dreck und ihre eigenen Gesetze und rennen sich gegenseitig über den Haufen. Irgendwer oder irgendwas würde immer regieren. Der Mensch kann gar nicht anders. Es würde immer welche geben, die Macht wollen, regieren wollen und das auch schaffen. Nur wäre das dann vielleicht nicht die gewohnte Form wie heute - eine Landesgrenze, ein Oberhaupt und Ordnung. Ganz OHNE Regierung würden wir wahrscheinlich auf verzweifelte Blaubeersuche alleine durch die Wälder streifen... aber ich glaube, ohne Regierung wird der Mensch ein sehr ernstes Problem - für sich selber und für Andere. Alle Gesetze wären hinfällig... und die High-End-Krise perfekt ;) |
| Hellscream | [QUOTE]geschrieben von lightandspark @hellscream: Na gut, hast du schon irgendwie Recht. Allerdings würde es da keine flächenübergreifende Politik geben, sondern die Menschen gruppieren sich oder müssten sich unterordnen, machen ihren eigenen Dreck und ihre eigenen Gesetze und rennen sich gegenseitig über den Haufen. Irgendwer oder irgendwas würde immer regieren. Der Mensch kann gar nicht anders. Es würde immer welche geben, die Macht wollen, regieren wollen und das auch schaffen. Nur wäre das dann vielleicht nicht die gewohnte Form wie heute - eine Landesgrenze, ein Oberhaupt und Ordnung. Ganz OHNE Regierung würden wir wahrscheinlich auf verzweifelte Blaubeersuche alleine durch die Wälder streifen... aber ich glaube, ohne Regierung wird der Mensch ein sehr ernstes Problem - für sich selber und für Andere. Alle Gesetze wären hinfällig... und die High-End-Krise perfek [/QUOTE] Das wäre die spannende Frage wie es dann mit der Organisation aussehen würde. Ich kann diesen Einwand von dir sehr gut Verstehen. Die Frage ist ob es eine zentrale Gewalt geben von der aus geführt werden muss oder ob sich dieser Prozess der Organisation nicht auch anders gestaltet werden könnte. Beispielsweise durch eine Exekutive die nur noch dazu dient Demokratische Beschlüsse auszuführen, ohne das ein zentrales Organ wie eine Regierung dazwischen geschaltet werden muss. Hier könnte man zum Beispiel eine rein funktionelles Gebilde platzieren das so zu sagen als Geschäftsführung dient ohne eigene Entschlüsse fassen zu dürfen, ähnlich wie beim moderne Militärrat in einer Demokratie das nur ausführt was demokratisch legitimiert ist. Das ganze ist maßgeblich Abhängig nach der Organisationsmöglichkeit und somit der Möglichkeit Kommunikation zu betreiben, von daher werden die Möglichkeiten auch mit technologischem Fortschritt gesteigert. So ist es auch in der Direkten Demokratie in der die Organisation maßgeblich davon abhängt ob die Kommunikation effektiv gewährleistet werden kann. Die Antwort auf die Frage ist Wahrscheinlich nein, dazu sind wir zu sehr Primat. Mich inklusive. Andenken wird man es aber wohl noch dürfen. Immerhin ermorden wir auch nicht mehr zwangsweise Kinder von Genetischen Konkurrenten (ja Affen tun so etwas). |
| Nachtfeuer | Ich bin der Meinung, dass Nichtwähler sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für unsere Demokratie entziehen. In dem sie nicht wählen gehen, fügen sie indirekt unserem politischen System einen großen Schaden zu. Durch die niedriger werdenden Wahlbeteiligungen kommen immer extremistische Parteien in die Parlamente. Bei der letzten Landtagswahl in Sachsen etwa kam die NPD bei einer Wahlbeteiligung von unter 60 % auf etwa neun Prozent der Stimmen. Wenn einige Personen aus dem Wahlvolk sich über ihre Regierung aufregen und sich am demokratischen Abstimmungsprozess nicht beteiligen, so müssen sie sich nicht wundern wenn die Regierung nicht grade in ihrem Interesse handelt. Daher empfinde ich es als schizophren sich über Politiker oder Parteien aufzuregen und nicht zur Wahl zu gehen. Rumnörgeln scheint heutzutage immer mehr in Mode zu kommen. Man sollte vielmehr Wählen gehen und sich in politischen Parteien engagieren um etwas an den Missständen zu verändern. |
| lightandspark | @Nachtfeuer: Mh, ich rege mich nicht im Grundsatz über Politiker auf oder vermeide es aus diesem Grund nicht zur Wahl zu gehen. Das Desinteresse an der Europawahl herrscht allerdings auch schon lange in Deutschland vor, seit den 70ern. Für die Bundestags- bzw. Bürgerschaftswahlen gebe ich gerne und mit Überzeugung meine Stimme ab. Da verstehe ich, worum es geht. Möglicherweise haben extremistische Parteien einen Vorteil, wenn die Wahlbeteiligung allgemein niedrig ausfällt, weil die sich ihre Wähler ganz gut sichern können. Ich halte es aber eher für eine Unfähigkeit des Staates, dass man monate- und jahrelang darüber diskutiert, debattiert, ob Parteien wie die NPD verboten werden. Es ist offensichtlich, dass diese Partei für Deutschland nicht tragbar ist. So zumindest aus meiner Sicht. Eine Partei hat seriös zu wirken und aufzutreten, ansonsten hat sie nirgendwo etwas zu suchen. Schade, die historischen Wunden des Landes werden nie ganz verheilen und dazu wird dann noch eine Partei wie die NPD geduldet? @Hellscream: Frage wäre, was es dann noch zu organisieren gäbe. Ohne die gewohnte Regierung, ohne Demokratie, wären die Menschen vielleicht wieder dazu verdammt, ihr eigenes Gemüse anzubauen. Fiele eine Demokratie in sich zusammen, würden alle Staatsorgane versagen, so würden mit sofortiger Wirkung die Menschen, die nun keinen Gesetzen mehr untergeben sind, versuchen, ihre Hochburger mit ihren Ideologien und Leitvorstellungen aufzubauen. Der besonnene Teil würde zusammenhalten, nachdenken, neu planen... Ich bleibe dabei, dass Wahlbeteiligungen die minimal ausfallen kein Grund dafür sind, Parteisysteme oder den Sinn von Regierungen in Frage zu stellen. Und wir sind zum Glück hierzulande mit der Freiheit ausgestattet, selber zu bestimmen, ob man Kreuze auf einen Wahlzettel schreibt oder nicht. |
| Hellscream | [QUOTE]geschrieben von lightandspark @Hellscream: Frage wäre, was es dann noch zu organisieren gäbe. Ohne die gewohnte Regierung, ohne Demokratie, wären die Menschen vielleicht wieder dazu verdammt, ihr eigenes Gemüse anzubauen. Fiele eine Demokratie in sich zusammen, würden alle Staatsorgane versagen, so würden mit sofortiger Wirkung die Menschen, die nun keinen Gesetzen mehr untergeben sind, versuchen, ihre Hochburger mit ihren Ideologien und Leitvorstellungen aufzubauen. Der besonnene Teil würde zusammenhalten, nachdenken, neu planen... Ich bleibe dabei, dass Wahlbeteiligungen die minimal ausfallen kein Grund dafür sind, Parteisysteme oder den Sinn von Regierungen in Frage zu stellen. Und wir sind zum Glück hierzulande mit der Freiheit ausgestattet, selber zu bestimmen, ob man Kreuze auf einen Wahlzettel schreibt oder nicht.[/QUOTE] Gewohnheit ist kein Argument. Und von keiner Demokratie habe ich nicht gesprochen. Nur eben nicht in der jetzigen Ausprägung der parlamentarischen Demokratie. Aber gut lassen wir das alles mal so stehen. Muss ja nicht jedem Missfallen. Mir schon, denke ich habe das auch für den Anfang ausreichend begründet, weiter oben. |