| Federwolke | Bildung ist die Grundlage jeder Kultur und Gesellschaft-Schüler und Studierende sind die Zukunft jedes Staates-doch was ist mit den Deutschen los? Sie sind unzufrieden mit ihrem Bildungssystem und fordern Veränderung: Forderungen der Studierenden: Soziale Öffnung der Hochschulen den Abbau von Zulassungsbeschränkungen durch den Ausbau von Studienplätzen! die Abschaffung von Studiengebühren und die gesetzlich verankerte Gebührenfreiheit von Bildung! die finanzielle Unabhängigkeit der Studierenden – ohne Kredite! die Abschaffung jeglicher Diskriminierung, auch in ihrer institutionalisierten Form gegenüber ausländischen Studierenden! Abschaffung von Bachelor/Master in der derzeitigen Form die Abkehr vom Bachelor als Regelabschluss! das Ende von Verschulung, Regelstudienzeit und Dauerüberprüfung! die Möglichkeit individueller Schwerpunktsetzung im Studium! die tatsächliche Umsetzung der Mobilität zwischen den Hochschulen! Demokratisierung des Bildungssystems den Abbau von wirtschaftlichen Zwängen im Bildungsbereich! die Mitbestimmung aller Beteiligten im Bildungssystem, u.a. durch Viertelparität in den Hochschulgremien! die Einführung verfasster Studierendenschaften mit politischem Mandat in allen Bundesländern! Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen die Umsetzung freier alternativer Bildungskonzepte! die Beendigung prekärer Beschäftigungsverhältnisse im Bildungsbereich! die Aufstockung des Lehrpersonals auf ein pädagogisch tragbares Niveau! Dazu sind in den nächsten drei Jahren mindestens 8.000 Professuren, 4.000 Mittelbaustellen und 10.000 Tutor_innenstellen neu zu schaffen! die Förderung aller Studierenden statt einseitiger Elitenbildung! die Einheit von Forschung und Lehre statt der Exzellenzinitiative! Forderungen der Schüler: Eine Schule für Alle – Weg mit dem mehrgliedrigen Schulsystem Kostenlose Bildung für Alle Mehr Lehrer_innen, kleinere Klassen Beendet den Einfluss der Wirtschaft auf die Schulen! Gegen Schulzeitverkürzung! Wie dem G8-Abitur! Schluss mit Repressionen gegen Schüler und Schülerinnen Für eine Demokratisierung des Bildungssystems! Was haltet ihr davon? Sind die Forderungen gerechtfertigt? Und überhaupt umsetzbar? Wie habt ihr die Demonstrationen und Aktionen vom 15.-19. Juni wahrgenommen? Haltet ihr sie für Wirkungsvoll? Schreibt einfach eure Meinungen und Eindrücke, Ich freue mich bereits auf eure antworten lg Federwolke |
| Creobotra | ich hab mir erlaubt, den threadtitel zu korrigieren. |
| Federwolke | Vielen Dank Creobotra. Manchmal schreibt auch ein Deutsch-LKler etwas zu schnell und zu unkonzentriert :D |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Federwolke [/i] [B]Soziale Öffnung der Hochschulen[/b][/quote] Was ist denn damit gemeint? "Soziale Öffnung"? [quote]den Abbau von Zulassungsbeschränkungen durch den Ausbau von Studienplätzen! [/quote] Um eine Überflutung mit Absolventen einer Fachrichtung zu einem Zeitpunkt zu vermeiden, wo es zu wenige Stellen gibt, finde ich eine Beschränkung sinnvoll. Es ist schon Jahre im Voraus absehbar, in welchen Fächern Leute gebraucht werden und wo nicht. Leute für teures Geld auszubilden, damit sie hinterher Taxifahren, ist in meinen Augen Ressourcenverschwendung, die an anderen Stellen nötiger wäre (z.B. Kinderbetreuung). Jedoch bin ich dafür, daß im Gegensatz zu früher, wo nur die Abiturnote und die Wartesemester zählten, die Unis selber ihre Kandidaten aussuchen dürfen. Das wäre in meinen Augen ein guter Kompromiß. [quote]die Abschaffung von Studiengebühren und die gesetzlich verankerte Gebührenfreiheit von Bildung! [/quote] Grundsätzlich ja, aber wenn ich mir anschaue, wie viele Langzeitstudierer wir haben, die die Ressourcen der anderen aufbrauchen und kaum Steuern zahlen, bin ich für die Einführung von Gebühren von Langzeitstudierern. Klar kann man immer mal ins Hintertreffen geraten beim Studieren, aus sozialen oder gesundheitlichen Gründen mal ein oder zwei Semester mehr brauchen, aber Leute, die bei regulären Studienzeiten von 8 Semestern 12 oder 13 brauchen, sollten zur Kasse gebeten werden - als kleiner Anreiz, mal weiter zu machen. Durch die Verschulung der Hochschule durch dieses neue unsägliche System (s.u.) sehe ich natürlich Probleme, nebenher genug arbeiten zu gehen, mit ein Grund, warum ich das neue System nicht favorisiere. Doch im alten Modell ging das verdammt gut und war überhaupt kein Problem. Wer zwei Fächer parallel stiert, wie z.B. Humanmdizin und Zahnmedizin (um hinterher Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie zu machen), oder Humanmedizin und Humanbiologie, da müßten natürlich Sonderregelungen gefunden werden, denn doppelte Belastung bedeutet häufig automatisch mehr Zeit, die benötigt wird. Auch Menschen, die nach abgeschlossenem ersten Studium ein zweites anschließen wollen, solten keine Nachteile erfahren. [quote]die finanzielle Unabhängigkeit der Studierenden – ohne Kredite![/quote] Wie soll das denn gehen? Gehalt für Studenten? Na, wenn es dann keine Gebühren für wenigstens die Langzeitstudenten gibt, gehen bald alle proforma studieren, weil es so praktisch ist.... [quote]die Abschaffung jeglicher Diskriminierung, auch in ihrer institutionalisierten Form gegenüber ausländischen Studierenden! [/quote] welche Diskriminierung denn? Bei uns mußte damals - und wenn nur einer im HS saß, der kein Deutsch sprach, die Vorlesung in Englisch gehalten werden. Unsere ausländischen Mitstreiter waren gut integriert. An welcher Uni gibt es denn solche Probleme, daß man das in einer separaten Forderung formulieren muß? [quote]Abschaffung von Bachelor/Master in der derzeitigen Form[/quote] DAFÜR! Medizin mit Bachelorabschluß - darüber lachen wir uns ja jetzt schon schlapp. Was soll denn das werden? Ein Arzt für arme? ;) [quote]das Ende von Verschulung[/quote] dafür [quote]Regelstudienzeit und Dauerüberprüfung[/quote] Dagegen. Regelstudienzeiten sind in meinen Augen sinnvoll (Argumente s.o.) und Dauerüberprüfungen auch, denn wir haben damals schon in unserem Studium festgestellt, daß kontinuerliche Leistung letztendlich in den Abschlußexamina zu besseren Noten führt. [quote]die Möglichkeit individueller Schwerpunktsetzung im Studium! [/quote] Ich kann nur für Medizin sprechen. Da finde ich es etwas schwer. Alle sollten nach dem Studium die gleiche Basis haben, um sich dann ihrer Spezialisierung zuzuwenden. Dies bedeutet ja nicht, daß man zum normalen Stoff nicht noch Kurse z.B. belegen kann, die einem gefallen, liegen und nützlich erscheinen. In anderen Fachgebieten kann ich da nicht mitreden. [quote]Demokratisierung des Bildungssystems[/quote] Auch wenn ich grundsätzlich für Basisdemokratie bin, denke ich in diesem speziellen Falle doch, daß im jeweiligen Fach studierte Experten im Austausch mit anderen Experten besser überblicken können, was wichtig ist als Anforderung im jeweiligen Studiengang, als der Bäcker oder Stahlarbeiter um die Ecke. Ohne diese Berufe abwerten zu wollen, aber das würde ja letztendlich auch bedeuten, daß der Germanist oder Pädagoge mitbestimmt, wie der Stahlarbeiter seine Arbeit macht. Klingt in meinen Ohren zumindest wenig plausibel und zweckmäßig. [quote]den Abbau von wirtschaftlichen Zwängen im Bildungsbereich! [/quote] mag es geben, kann ich nicht beurteilen. Hast Du da Beispiele? [quote]die Mitbestimmung aller Beteiligten im Bildungssystem, u.a. durch Viertelparität in den Hochschulgremien! [/quote] Wenn das diejenigen sein sollen, die bei uns damals z.B. im Asta saßen, na großartig... :rolleyes: Jeden Abend wurden da die Bierkästen durch die Fenster gereicht und Party bis in die Nacht gemacht, während wir Anwohner nicht schlafen konnten. Wenn solche Leute meine Bildung mitbestimmen sollten, kann man die Bildung gleich begraben.... [quote]die Einführung verfasster Studierendenschaften mit politischem Mandat in allen Bundesländern! [/quote] Die sollen studieren und nicht im Landtag abhängen, sonst werden die nie fertig. Die können sich gerne hinterher, wenn sie fertig sind in die Politik gehen und endlich mal was positives bewirken. Doch vorher sollen die sich mal bitte aufs Lernen konzentrieren. [quote]Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen[/quote] Absolut dafür! [quote]die Umsetzung freier alternativer Bildungskonzepte![/quote] Wenn das dazu führt, daß die Studenten in gleicher Zeit das gleiche Wissen erwerben wie die "konventionell studierenden", in Goths Namen.... [quote]die Beendigung prekärer Beschäftigungsverhältnisse im Bildungsbereich![/quote] wer fordert, daß es keine Zulassungsbeschränkung gibt, darf hinterher auch nicht meckern, wenn die x-tausend Grundschullehrer, die zuviel ausgebildet wurden, keine Beamtenstelle bekommen. So einfach ist das! ;) [quote]die Aufstockung des Lehrpersonals auf ein pädagogisch tragbares Niveau! Dazu sind in den nächsten drei Jahren mindestens 8.000 Professuren, 4.000 Mittelbaustellen und 10.000 Tutor_innenstellen neu zu schaffen! [/quote] Wenn das die Studentenschaft errechnet hat, kann man da, denke ich, getrost ein drittel bis viertel von abziehen, aber daß solche Stellen insgesamt gesehen fehlen, ist unbestritten. Wenn man das auf die Lehrerstellen überträgt, fehlt ja auch so einiges. Aber selbst, wenn man Klassen mit 15 Kindern einrichtet, werden noch einige Grundschullehrer auf der Straße sitzen.... [quote]die Förderung aller Studierenden statt einseitiger Elitenbildung! [/quote] jeder sollte die Förderung bekommen, die er braucht - individuell. Aber die sieht bei der Elite nun mal anders aus, als beim Durchschnittsstudi. [quote]Eine Schule für Alle – Weg mit dem mehrgliedrigen Schulsystem [/quote] Daß das zu schlechteren Leistungen aller Schüler führt, hat man Anfang der 80er Jahre schon in Hessen festgestellt, als dort die Gesamtschulen eingerichtet wurden. Aber irgendwie sind die Menschen wohl lernresistent. Solche Forderungen - was auch immer man sich davon verspricht - kommen tournusmäßig immer mal wieder auf. Ich frag mich, warum? [quote]Kostenlose Bildung für Alle[/quote] Absolut dafür! Zudem kostenloses GUTES Essen in Krippen, Kindergärten und Schulen. Ganztagsangebote mit Inhalt statt Verwahrungscharakter! [quote]Mehr Lehrer_innen, kleinere Klassen[/quote] Absolut dafür, siehe oben. [quote]Beendet den Einfluss der Wirtschaft auf die Schulen![/quote] Wie? Kein Snickers und keine Coca Cola mehr im Automat? Oder wie soll ich das verstehen? "Jugend forscht" wird dann abgeschafft, oder wie? [quote]Gegen Schulzeitverkürzung! Wie dem G8-Abitur![/quote] Voll dafür! D-Zugklassen gerne, für die Überflieger, aber kein Abi nach 12 Klassen als Regel ohne Modifikation der Lehrinhalte. Das ist unmenschlich. [quote]Schluss mit Repressionen gegen Schüler und Schülerinnen [/quote] Hä? Verstehe ich auch nicht. [quote]Für eine Demokratisierung des Bildungssystems![/quote] finde ich genauso wenig umsetzbar, wie beim Studium - siehe oben. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von shadowflower [/i] [B]Auch bin ich gegen eine Aussortierung der Guten und Schlechten Schüler und die Trennung in unterschiedliche Bildungseinheiten ... es sollte generell Gemeinschaftsunterricht geben und nur in den Grundfächern nach "Leistungsstufen" unterteilt werden. Also kein mehrgliedriges Schulsystem, wäre meiner Ansicht nach sozialer![/quote][/b] Ich verstehe nicht, was daran UNsozial sein soll, Kinder/Heranwachsende ihrer Begabung entsprechend auf unterschiedlichen Schulen zu fördern und zu unterrichten? Das Beispiel in Hessen in den 80ern hat eindeutig gezeigt, daß die Leistungen aller Schüler im Durchschnitt schlechter wurden durch das Gemeinschaftssystem. Die Lehrer sind damals Amok gelaufen. Aber niemand hat auf sie gehört. Warum lernt man aus solchen Dingen nicht? [quote]zum Beispiel [URL=http://de.indymedia.org/2006/12/164969.shtml]sowas[/URL] [/quote] Leider öffnet sich der Link bei mir nicht. Was verbirgt sich dahinter? |
| Seelenreise | [QUOTE][i]Original geschrieben von shadowflower [/i] [B]Und im Gemeinschaftsunterricht können auch die weniger guten Schüler von den besseren Schülern profitieren. Es würde den Austausch fördern, auch wären die Schüler unterscheidlicher Begabung nicht sozial voneinander getrennt! [/B][/QUOTE] Gemeinschaftsunterricht bis hin zur Abschlussprüfung ist in meinen Augen überhaupt nicht sinnvoll. Verschiedene Schüler haben nunmal verschiedene Begabungen und verschieden hohe Intelligenzen (in Bezug auf den schulischen Lernstoff und die weise wie er vermittelt wird. Es ist nicht jeder ein kleiner Einstein und das ist auch gut so!). Es gibt Schüler die können manches einfach nicht richtig bereifen oder umsetzten. Als Besipiel: Eine Klassenkameradin von mir gibt einer kleinen Gruppe von Hauptschülern (3-6 Schüler soweit ich weiss) Mathenachhilfe. Seit Anfang dieses Schuljahres, als seit einem 3/4 Jahr befassen sie sich mit dem Bruchrechnen, einfache, grundelegende Aufgaben. Die Schüler können das immer noch nicht und sie weiss nicht mehr was sie noch versuchen soll um ihnen das bei zubringen. Diese Schüler sind nicht generell dumm, nur Mathe und ganz spezielle Bruchrechnen liegt eben nicht im Bereich ihrer Fähigkeiten. Diese Schüler können dafür andere Dinge gut, vllt auch besser wie andere. Es hat überhaupt keinen Sinn diese mit Schülern, welche schon mit Integralen umgehen können in eine Klasse zu setzten. Gemeinschaftsunterricht ist frustrierend für Schüler deren Lerntempo langsamer ist, wie das der anderen und langweilig für jene, die schneller begreifen. Werden die Schüler nach ihren Begabnungen gefördert, können sie diese im späteren Leben einsetzten und erleben die Schulzeit als weniger frustrierend. Das Schulsystem wie es momentan ist, finde ich allerdings auch grauenvoll. Individuelle Förderung von Begabungen ist nämlich das was definitiv nicht passiert, zumindest sehe ich nichts davon. Wer nicht in dieses System passt hat schlicht Pech gehabt und muss sehen wie er/sie zurecht kommt. Zu große Klassen, inkompetente Lehrer, Leistungsdruck, madore/veraltete Ausstattung und deprimierend gestaltete Schulgebäube sind nicht gerade Motivations fördernd. [QUOTE][i]Original geschrieben von shadowflower [/i] [B]alternative Konzepte, die weniger Zwang beinhalten und sich die Schüler freier und nach ihren Interessen und Fähigkeiten SELBST bilden können[/B][/QUOTE] und somit motiviert sind und Spaß an der Sache haben, dann erbringen sie dann auch gute Leistungen. |
| Seelenreise | [QUOTE][i]Original geschrieben von shadowflower [/i] [B]@ Seelenreise Ich hatte ja auch geschrieben, dass ich es für sinnvoll halte in Grundfächern, also das wären z.B. Mathematik und Sprachen ... Förder- und Forderstufen anzubieten. Aber das es AUCH einen Gesamtunterricht geben sollte z.B. für Allgemeinbildende Fächer und Projekte, in der unterschiedliche "Bildungsstufen" und Altersstufen zusammen gefasst werden können. ABER ich bin auch der Ansicht, das man ALLES verständlich erklären kann !!!! [/B][/QUOTE] Aber so das alle am Ende den selben Wissensstand haben? Wie soll das gehen, wenn manche die Grundlagen nicht begreifen könne. Dann ist es im Endeffekt doch wieder so, dass es einen unterschiedlichen Bildungsstand gibt. "Gute" und "Schlechte". Auch allgemeinbildende Fächer (wir sollten erstmal klären was wir unter diesen verstehen. Für mich ist das alles ausser Mathe, Deutsch und Fremdsprachen) sind nicht für jeden verständlich. Klär mich bitte auf wenn ich dich völlig falsch verstehe, aber schwebt dir etwas Waldorfschulen ähnliches vor? Ich bin nicht generelle gegen Gemeinschaftsunterricht, vllt habe ich mich da undeutlich ausgedrückt, aber ich glaube, dieser ist nur förderlich, wenn die nötigen Grundvorraussetzungen bei den Schülern vorhanden sind, das entsprechende Umfeld gegeben ist und es möglich ist sich auf einem bestimmten Level zutreffen. Es muss ein völlig neues Verständniss von Unterricht und Schule her. Es ist momentan nicht nur für viele Schüler schwierig sondern auch für die Lehrer. Wenn ich von Föderung der Begabungen spreche, schwebt mir etwas von freier Fächerwahl nach den Begabungen in einem entsprechenden Rahmen (Abdeckung des naturwissenschaftlichen, sprachlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Bereichen ) vor. Die Möglichkeit auszuprobieren was einem liegt und was nicht, und dann auch die Chance etwas anderes probieren zu können. Eine ganz andere Frage ist, wie stellt man das System überhaupt um? Wie finaziert man es, wo bekommt man die entsprechend ausgebildeten Lehrkräfte her? Nein, man kann nicht alles verständlich erklären. Wie soll man jemand der unter [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Dyskalkulie]Dyskalkulie[/URL] leidet hoch komplizierte Rechnungen verständlich machen? |
| Seelenreise | [QUOTE][i]Original geschrieben von shadowflower [/i] [B]Muss jeder den selben Wissensstand haben? -> Das ist eine Frage worauf die Bildung abzielen soll. Soll für den Schüler der gleiche Wissensstand relevant sein oder individuelle Förderung? Eine individuelle Förderung sehe ich nicht als Unterteilung in gute und schlechte Schüler, sondern in VERSCHIEDENE, mit verschiedenen Interessen und unterschiedlichen Schwerpunkten. [/B][/QUOTE] Muss nicht und ist auch nicht sinnvoll. Es muss in allen Bereichen Leute geben die einen hohen Wissensstand in diesem Bereich haben, nicht Leute die in allen Bereichen einen hohen Wissensstand haben. Bei [QUOTE] Förder- und Forderstufen[/QUOTE] gibt es doch in den Grundfächern wieder "gut" und "schlecht" (darauf bezog sich dies auch ausschliesslich, nicht auf die Förderung). Eine individuelle Förderung ist im Grunde doch eine Spezialisierung. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von shadowflower [/i] [B]Weil ich finde, dass es Unterschiede schafft ... wie sich eben auch danach die Gesellschaft in soziale Klassen unterteilt/aufspaltet. Und im Gemeinschaftsunterricht können auch die weniger guten Schüler von den besseren Schülern profitieren. Es würde den Austausch fördern, auch wären die Schüler unterscheidlicher Begabung nicht sozial voneinander getrennt! Kinder aus unteren sozialen Schichten haben im Schulwesen schon mal einen anderen Standpunkt als Kinder aus oberen sozialen Schichten ... einmal in der Schule ( Sortierung ), zum anderen durch den unterschiedlichen Bildungsstandard, den sie aus ihrem Umfeld erhalten. [/B][/QUOTE] Natürlich schafft es Unterschiede, denn alle Menschen sind unterschiedlich und sollen, meiner Meinung nach, ihren Begabungen entsprechend gefördert werden. Die einen sind vielleicht die abgehobenden Freaks, die brauchen eben eine andere Förderung, als vielleicht jemand, der mehr zu praktischen Fähigkeiten tendiert. Warum sollte der eine also nicht auf der Hauptschule glücklich werden, wo er viele praktische Fähigkeiten vermittelt bekommt, die ihm im Ausbildungsberuf nützlich sind, während die anderen auf dem Gymnasium ihren Geist mit Formeln matern, was die ideale Grundlage fürs Hochschulstudium ist? Daß schlechtere Schüler im Gemeinschaftsunterricht nicht von besseren lernen, sondern umgekehrt die besseren in ihrer Leistung nachlassen, war in den 80ern sehr gut in Hessen sichtbar. Darum verstehe ich auch Scheols Einwurf mit der Umsetzung nicht, denn genau das ist ja damals dort umgesetzt worden - und führte zum beschriebenen Ergebnis. Mir erzählte eine Lehrerin aus Hessen, daß die schwächeren Schüler sich in diesem System noch mehr zurückgesetzt fühlten, was zu Desinteresse und Demotivation führte, einfach dadurch, daß die Guten einfach besserund schneller waren in allem, während die Guten sich quasi ausruhten, da sie sahen, daß sie eh die besserern waren. Das heißt, die einen wurden aus Demotivation noch schlechter, während die anderen keinen Ansporn mehr hatten, sich noch großartig anzustrengen. Den Einwand mit der sozialen Trennung verstehe ich auch nicht. Wenn ich auf Schule A gehe, die eine Gesamtschule ist, bin ich genauso von meine Freunden getrennt, die vielleicht auf einer anderen Gesamtschule sind. [b]Und das Argument von unteren und oberen sozialen Schichten zusammenzuführen über eine solche Schulform, empfinde ich als das berühmte Pferd von hinten auf zu zäumen.[/b] Würden alle Kinder von klein an ihrer Begabung entsprechend gefördert, würden auch die Kinder aus unteren sozialen Schichten den Übergang aufs Gymnasium schaffen, wo ein Austausch mit Kindern aus höheren sozialen Schichten stattfinden könnte. Aber genau hier liegt ja das Problem: Wenn ich keinen Bock habe, meine Kinder fördern zu lassen und mein Kind mit 6 in die Schule kommt und verbal wie ein vierjähriges agiert und nicht weiß, wie man sich die Schuhe zubindet, sowie keine adäquate Förderung in der Schule bekommt und sich keiner nachmittags liebevoll drum kümmert, dann wird das natürlich auch nix mit Gymnasium, wenns nicht gerade hoch intellgent ist. Und genau DA finde ich, sollte man ansetzen. Kindergarten, kleine Gruppen, Ganztagsbetreuung für Kinder mit individueller Förderung der Fähigkeiten. Aber genau sowas darf man in Deutschland ja nicht so laut sagen, sonst fühlen sich viele Eltern gleich wieder in ihrer individuellen Freiheit der Erziehung eingeschränkt. Wenn es nach mir ginge, gäbe es kein Kindergeld, sondern genau dieses Geld würde ab dem dritten Jahr in Kindergartenbetreuung, gesundes Essen dort vor Ort und individuelle Förderung des Kindes gesteckt werden. Dann gäbe es wenigstens eine halbwegs realistische Chance, daß jedes Kind, egal aus welcher Schicht, seine Begabungen voll ausleben kann und sein Wissen maximal gefördert wird. [b]Man kann meines Erachtens den Fehler, solche Förderung nicht stattfinden zu lassen in der Kindheit, nicht damit ausbügeln, daß man hofft, daß die schwächeren schon von den stärkeren lernen werden, wenn sie denn nur zusammen im Unterricht sitzen.[/b] Denn genau da sollten die, die schwächer sind, auch entsprechenden Stoff angeboten bekommen - sprich Förderung für sie speziell abgestimmt, während die anderen eben für se speziell abgestimmten Stoff angeboten bekommen. DAS ist für mich WAHRE individuelle Förderung, und nicht in der Hoffnung, daß die schwächeren schon von den stärkeren lernen werden alle zusammen in einen Klassenraum zu ferchen..... |
| hagzissa13 | p.s.: Zu der verlinkten Seite: Wenn ich auf einer Seite folgende Textpassage finde: [b][quote]Die Bullen, Prügeleinheit 23 gingen wie erwartet gegen die jugendlichen DemonstrantInnen sehr gewalttätig vor.[/b][/quote] ... sorry, aber das ist sowas von [zyn] [i]unparteiisch[/i] [/zyn], zu so einem Schrott äußere ich mich lieber nicht... :rolleyes: |
| hagzissa13 | solch eine Arbeitsatmosphäre kann auch durchaus in den jeweiligen Schulen wie Hauptschule, Realschule oder Gymnasium erfolgen, dafür brauchts keine Gesamtschule. |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] [B]Grundsätzlich ja, aber wenn ich mir anschaue, wie viele Langzeitstudierer wir haben, die die Ressourcen der anderen aufbrauchen und kaum Steuern zahlen, bin ich für die Einführung von Gebühren von Langzeitstudierern. Klar kann man immer mal ins Hintertreffen geraten beim Studieren, aus sozialen oder gesundheitlichen Gründen mal ein oder zwei Semester mehr brauchen, aber Leute, die bei regulären Studienzeiten von 8 Semestern 12 oder 13 brauchen, sollten zur Kasse gebeten werden - als kleiner Anreiz, mal weiter zu machen. Durch die Verschulung der Hochschule durch dieses neue unsägliche System (s.u.) sehe ich natürlich Probleme, nebenher genug arbeiten zu gehen, mit ein Grund, warum ich das neue System nicht favorisiere. Doch im alten Modell ging das verdammt gut und war überhaupt kein Problem.[/quote] Das verstehe ich jetzt wieder nicht - du bist grundsätzlich "gegen" Studiengebühren - doch in "Ausnahmefällen" dafür...?das ist gerade so, als wenn einer behauptet, "grundsätzlich" gegen die Todesstrafe zu sein - sie in "Ausnahmefällen" - etwa bei Kindesschändern - aber befürwortet und ausdrücklich fordert...und warum gerade die "Langzeitssdudenten"...? und wessen "Ressourcen" verbrauchen die denn eigentlich...? Nein, Bildung sollte grundsätzlich zweckfrei sein...wenn dein Vorschlag überhaupt Sinn macht, dann allenfalls noch bei rein zweckgebundenen Studiengängen wie Jura oder Medizin, wo deren Absolventen hinterher tatsächlich der Allgemeinheit in einer bestimmten, ziemlich genau umrissenen Funktion zur Verfügung stehen sollen...bei Geisteswissenschaftlern wie mir z.b. sehe ich darin nicht nur keinen Sinn, sondern auch eine Form von Repression - denn Geisteswissenschaft hat nach meiner Auffassung sehr viel mit dem Erlernen von geistiger Freiheit und unabhängigem Denken zu tun - das dadurch in unzumutbarer Weise Einschränkungen erfährt...du hast Medizin studiert...? Wobei ich allerdings auch dort Zweifel habe, ob ein Mediziner, der sein Studium in der vorgebenen Zeit durchhechelt hinterher auch ein besserer Arzt wird als jemand, der doppelt- oder dreimal so lange brauchte...aber nach heute vorherrschender Auffassung muss ja nicht nur alles schnell gehen wie bei Burger King - sondern sich auch irgendwie auszahlen, irgendwem konkret Profit bringen, wenn ich etwas studiere...doch das sehe ich ganz anders...wenn jemand Medizin studiert und als Arzt den Menschen hilft, finde ich das volkommen o.k.,wenn es sein Weg ist...doch ich möchte keine Studiengebühren an wen auch immer abdrücken müssen, ich brauche mich auch nicht dafür zu entschuldigen, wenn ich z.B. Philosophie oder Literatur studiere - nur um hinterher mein Leben damit zuzubringen, im Wald Platon und Shakespeare zu lesen...eine wirklich freie Gesellschaft, die nicht nur über materielle Ressourcen für alle verfügt sondern auch über geistige Unabhängigkeit, sollte sich auch einen Anteil an Menschen leisten können, die so gesehen keinen praktischen "Nutzen" für Hinz oder Kunz haben...eben darin, und genau hier liegt für mich der Begriff von "Kultur": dass eine Gesellschaft über mehr verfügt als zu ihrem rein materiellen Fortbestehen nötig ist, so dass dieser Selbsterhalt nicht zum Selbstzweck entartet, der den "kulturellen Mehrwert" zunichte macht - doch genau das ist das Problem, das diese imperialistische Gesellschaft hat: ihre Gier nach materiellem Reichtum und ihr Geiz - der Geiz derjenigen, die die Ressourcen verwalten... |
| Skeptikersau | [QUOTE][i]Original geschrieben von Federwolke [/i] Bildung ist die Grundlage jeder Kultur und Gesellschaft-Schüler und Studierende sind die Zukunft jedes Staates-doch was ist mit den Deutschen los? Sie sind unzufrieden mit ihrem Bildungssystem und fordern Veränderung: Forderungen der Studierenden: [/QUOTE] Welcher Studierenden ? Doch wohl hauptsächlich der Linksextremen, die sich in den Asten breitgemacht haben. In Bielefeld gab es auch diesen "Bildungsstreik". Ein paar Figuren zelteten vor der Uni. Keiner, der da vorbeiging, hat des Gespräch mit denen gesucht. Das macht Hoffnung. Für meine weiteren Kommentare bitte ich, mir die polemische Überspitzung zu verzeihen. Ich kann solchen Forderungen nicht nur mit Ernst begegnen. [QUOTE][i]Original geschrieben von Federwolke [/i] Soziale Öffnung der Hochschulen [/QUOTE] Heißt: Jedem möglichst viel Geld hinterherzuwerfen, damit er seinem persönlichem Spleen nachgehen kann. Kann aber auch heißen: Zugangsvoraussetzung dermaßen herabzusetzen, dass jeder Dorfdepp studieren kann. [QUOTE][i]Original geschrieben von Federwolke [/i] die Abschaffung jeglicher Diskriminierung, auch in ihrer institutionalisierten Form gegenüber ausländischen Studierenden! [/QUOTE] heißt: deutscher Studierende am besten benachteiligen. Männer auch (geschieht bereits systematisch) [QUOTE][i]Original geschrieben von Federwolke [/i] die Möglichkeit individueller Schwerpunktsetzung im Studium! [/QUOTE] Komisch. Das gibt es doch. [QUOTE][i]Original geschrieben von Federwolke [/i] die tatsächliche Umsetzung der Mobilität zwischen den Hochschulen! Demokratisierung des Bildungssystems [/QUOTE] Heißt: man soll wählen dürfen, ob man seinen Abschluss mit oder ohne Prüfungen bekommt. Kann auch heißen: wenn genug Studierende gegen die Teilnahme an der jeweiligen Vorlesung stimmen, fällt diese aus. [QUOTE][i]Original geschrieben von Federwolke [/i] den Abbau von wirtschaftlichen Zwängen im Bildungsbereich! [/QUOTE] Hier wird es endlich richtig interessant und an dieser Stelle verstehe ich keinen Spaß mehr. Wirtschaftliche Zwänge wird es geben, solange nicht das Paradies augebrochen ist. Die Forderung nach Abbau von wirtschaftlichen Zwängen im Bildungsbereich muss daher zwangsläufig die Einschränkungen von Freiheiten in anderen Bereichen bedeuten. Denn wenn der Bildlungsbereich den wirtschaftlichen Zwängen enthoben werden soll, bedeutet dass, dass andere Bereiche das Geld, was im Bildungssystem verbraten wird, erwirtschaften müssen. Gar keine "wirtschaftlichen Zwänge" im Bildungsbereich bedeutet daher, dass der Bildungsbereich grenzenlose Ansprüche an den Rest der Gesellschaft erheben wird und das würde die vollständigen Ausbeutung der arbeitenden Bevölkerung zugunsten des "Bildungssystems" bedeuten. Leute die sowas fordern, haben die sozialistische Krankheit. Leute, wann lernt ihr es endlich: die Bildung kann niemals kostenlos, sondern immer nur scheinkostenlos sein ! Es ist logisch nicht machbar, kostenlose Bildung bereitzustellen ! Bezahlt werden muss IMMER von irgendjemanden. Oder möchte das jemand widerlegen ? [QUOTE][i]Original geschrieben von Federwolke [/i] die Mitbestimmung aller Beteiligten im Bildungssystem, u.a. durch Viertelparität in den Hochschulgremien! die Einführung verfasster Studierendenschaften mit politischem Mandat in allen Bundesländern! Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen die Umsetzung freier alternativer Bildungskonzepte! die Beendigung prekärer Beschäftigungsverhältnisse im Bildungsbereich! die Aufstockung des Lehrpersonals auf ein pädagogisch tragbares Niveau! Dazu sind in den nächsten drei Jahren mindestens 8.000 Professuren, 4.000 Mittelbaustellen und 10.000 Tutor_innenstellen neu zu schaffen! die Förderung aller Studierenden statt einseitiger Elitenbildung! [QUOTE][i]Original geschrieben von Federwolke [/i] Typische linksextreme Forderung nach Egalitarismus um jeden Preis. Es darf bloß keine besser sein als andere. So versinken wir in der Mittelmäßigkeit. [QUOTE][i]Original geschrieben von Federwolke [/i] Forderungen der Schüler: Eine Schule für Alle – Weg mit dem mehrgliedrigen Schulsystem Kostenlose Bildung für Alle Mehr Lehrer_innen, kleinere Klassen Beendet den Einfluss der Wirtschaft auf die Schulen! [/QUOTE] Beendet den Einfluss des Staates auf die Schulen ! [QUOTE][i]Original geschrieben von Federwolke [/i] Gegen Schulzeitverkürzung! Wie dem G8-Abitur! Schluss mit Repressionen gegen Schüler und Schülerinnen [/QUOTE] Heißt auf deutsch: es kann auch mal gerne eine Messerstecherei geben. Bei Schülern mit Migrationshintergrund darf und soll diese auch ohne Folgen sein. [QUOTE][i]Original geschrieben von Federwolke [/i] Für eine Demokratisierung des Bildungssystems! Was haltet ihr davon? Sind die Forderungen gerechtfertigt? Und überhaupt umsetzbar? Wie habt ihr die Demonstrationen und Aktionen vom 15.-19. Juni wahrgenommen? Haltet ihr sie für Wirkungsvoll? [/QUOTE] Glücklicherweise muss ich sagen: nein. Viele Grüße Dr. O. |
| Skeptikersau | [QUOTE][i]Original geschrieben von shadowflower [/i] [B]Weil ich finde, dass es Unterschiede schafft ... wie sich eben auch danach die Gesellschaft in soziale Klassen unterteilt/aufspaltet. Und im Gemeinschaftsunterricht können auch die weniger guten Schüler von den besseren Schülern profitieren. Es würde den Austausch fördern, auch wären die Schüler unterscheidlicher Begabung nicht sozial voneinander getrennt! Kinder aus unteren sozialen Schichten haben im Schulwesen schon mal einen anderen Standpunkt als Kinder aus oberen sozialen Schichten ... einmal in der Schule ( Sortierung ), zum anderen durch den unterschiedlichen Bildungsstandard, den sie aus ihrem Umfeld erhalten. Auch sind viele Schüler auf dem Gymnasium überfordert ... [/B][/QUOTE] Es fragt sich bloß woran das liegt: ist das Gymnasium wirklich zu schwer oder liegt das Problem darin, dass man heutzutage jeden Hans und Franz aufs Gymnasium schickt ? Und: falls man die Ansprüche im Gymnasium herabsetzt, wird das Abitur dadurch nicht entwertet ? Ich bin der Auffassung, dass vielzuviele Schüler am Gymnasium sind. Es gibt desweiteren einen bedenklichen Trend in der Wirtschaft, für auch die banalsten Berufe ein Abitur zur Voraussetzung zu machen. Viele Grüße Dr. O. |
| Skeptikersau | [QUOTE][i]Original geschrieben von shadowflower [/i] [B]Schule fährt auf der Schiene der kapitalistischen Gesellschaft ... [/B][/QUOTE] Angesichts der Tatsache, dass die überwältigende Mehrheit der Lehrerschaft politisch links steht und den Sozialismus am liebsten morgen einführen würde (wenn wir ihn nicht schon hätten), halte ich das für eine gewagte Behauptung. Nur 30 Prozent der Lehrer steht politisch "rechts" d.h. bei CDU und FDP, falls man diese Parteien überhaupt als "rechts" bezeichnen will. Viele Grüße Dr. O. |
| Hrefnadis | Mir würde es reichen, wenn mir in der Uni nicht der Putz von den Wänden fiele und es vielleicht auch nicht mehr rein regnen würde. Außerdem wäre es nett, wenn ich bis in drei Jahren eine Möglichkeit fände, einen Lottogewinn oder so zu tätigen, um meinen Sohn auf eine Privatschule schicken zu können. Dann wäre seine optimale Förderung gesichert. (Die Liste lässt sich beliebig verlängern, beim ersten Postingentwuf waren es 20 oder 30 Punkte, aber das waren die wichtigsten) Und nein, ich glaube nicht, dass das Ganze erfolgreich sein wird - jede Studentengeneration macht einmal Rebellion (2003), dann haut sie sich die Nase ein, merkt, dass nix passiert, gerät durch die Streikerei fachlich ins Trudeln, schmeisst das Studium. Wenn genügend Neuzugänge da sind, die glauben, die Rebellion wieder neu erfunden zu haben, gehts von vorne los. Wir hier in der Hauptstadt sind gleich vorneweg dabei, kriegen von den Unis streikfrei und die Dozenten lehren vorm Roten Rathaus oder vorm Brandenburger Tor publikumswirksam. War 2003 auch schon so ..... hat es was gebracht? Auch damals schon tropfte es durchs Dach, nur so als Hinweis. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B]Das verstehe ich jetzt wieder nicht - du bist grundsätzlich "gegen" Studiengebühren - doch in "Ausnahmefällen" dafür...?[/b][/quote] Richtig. Wer ohne schwerwiegende Gründe sein Studium nicht in einer bestimmten Zeit schafft, sollte meiner Meinung nach zahlen. Wer es in der vorgegebenen Zeit schafft (ich habe durchaus nichts gegen 2 oder 3 Semester mehr) und das ist nach meinen Erfahrungen nicht wirklich das Problem, sollte nichts bezahlen müssen. Und da das die meisten betrifft, die relativ fix fertig sind, müßte man dann auch in der Regel nichts bezahlen... [b][quote]...und warum gerade die "Langzeitssdudenten"...? und wessen "Ressourcen" verbrauchen die denn eigentlich...?[/b][/quote] Zum Beispiel die, daß es einen Arsch voll Geld kostet, Langzeitstudenten im 35. Semester im 14. Jahr den verbilligten Krankenkassentarif mit zu finanzieren, die fehlenden Einkommenssteuer im Staatssäckel auszugleichen, ihr Bafög mit zu bezahlen, genauso wie ihre verbilligten Fahrkarten im öffentlichen Nahverkehr, sowie ihren verbilligten Eintritt in Theater, Kino und was weiß ich. Das finanzieren wir anderen alles mit. Sowas nennt man Umverteilung und trifft die, die eh schon die meisten Steuern bezahlen. Ja, dieses System ist total ungerecht hier im Land. Finde ich auch. Nur mal von der anderen Seite betrachtet. Zudem belegen sie Plätze in Seminaren zum x-ten mal, ohne zur Prüfung angetreten zu sein, die andere, die endlich mal fertig werden wollen dringend benötigen. Und da weiß ich, wovon ich spreche. Das habe ich alles durch. [quote]wenn dein Vorschlag überhaupt Sinn macht, dann allenfalls noch bei rein zweckgebundenen Studiengängen wie Jura oder Medizin, wo deren Absolventen hinterher tatsächlich der Allgemeinheit in einer bestimmten, ziemlich genau umrissenen Funktion zur Verfügung stehen sollen...[/quote] Gute Idee. Die, die eh schon die längsten Mindeststudienzeiten haben, sollen sich mal bitte ordentlich abrackern, während sich die anderen im 35. Semester einen lauen Lenz auf Kosten der Allgemeinheit machen. Guter Vorschlag. :D Ich kenne viele und überlege es selbst, neben meinem normalen Beruf noch ein zweites Fach zu studieren. Also mein Gegenvorschlag: Geht arbeiten, bezahlt eure Steuern, damit ihr im 35. Semester nicht der Allgemeinheit auf der Tasche liegt und studiert wie viele von uns auch nebenher. Geht auch. Bildung funktioniert auch, wenn man nebenher für seinen eigenen Unterhalt aufkommt. Ohne die Zeit, die ich für meine alltägliche Fortbildung investiere, habe ich in den letzten 12 Monaten zu meiner 46+-Stundenwoche noch insgesamt 7 Wochen für Lehrgänge investiert. Geht alles. Es ist lediglich die Frage des Willens. ;) [quote]bei Geisteswissenschaftlern wie mir z.b. sehe ich darin nicht nur keinen Sinn, sondern auch eine Form von Repression - denn Geisteswissenschaft hat nach meiner Auffassung sehr viel mit dem Erlernen von geistiger Freiheit und unabhängigem Denken zu tun - das dadurch in unzumutbarer Weise Einschränkungen erfährt...[/quote] :D ... und ich sehe es als Repression, Leute mit zu finanzieren, die über Gebühr auf Kosten der Allgemeinheit leben. Tja, so variieren eben die Sichtweisen. ;) Ach ja: Ich habe während meines Studiums nebenher noch Vorlesungen in Philosophie, Politikwissenschaften und Psychologie besucht - neben der Arbeit, durch die ich mein Studium finanziert habe (ich war leider kein Bafög-empfänger) und dem Hauptstudium so zu sagen als "Ausgleich" in meiner Freizeit. Aber wenn ich mir so die Lebensweise einiger Studenten anschaue, paßt das ja leider irgendwie so gar nicht in den Zeitplan zwischen den ganzen Parties. Tja, schade auch.... :D [quote]du hast Medizin studiert...?[/quote] Ja, nach meiner Ausbildung zur MTAL habe ich 6 Jahre Medizin studiert. Dein "..." läßt ein Problem damit vermuten? [quote]Wobei ich allerdings auch dort Zweifel habe, ob ein Mediziner, der sein Studium in der vorgebenen Zeit durchhechelt hinterher auch ein besserer Arzt wird als jemand, der doppelt- oder dreimal so lange brauchte...[/quote] Wie kommst Du denn bitte auf das schmale Brett? Das würde ja bedeuten, daß die, die am häufigsten durch ihre Examina fallen die fähigsten wären? Interessante Betrachtungsweise.... [quote]doch ich möchte keine Studiengebühren an wen auch immer abdrücken müssen, ich brauche mich auch nicht dafür zu entschuldigen, wenn ich z.B. Philosophie oder Literatur studiere - nur um hinterher mein Leben damit zuzubringen, im Wald Platon und Shakespeare zu lesen...eine wirklich freie Gesellschaft, die nicht nur über materielle Ressourcen für alle verfügt sondern auch über geistige Unabhängigkeit, sollte sich auch einen Anteil an Menschen leisten können, die so gesehen keinen praktischen "Nutzen" für Hinz oder Kunz haben...[/quote] Tja, wenns denn nur so ein paar Freidenker wären, hätte ich gar kein Problem damit. Doch das scheint hier in diesem Land ja mittlerweile zu einer Art Volkssport zu werden. Und ganz ehrlich, ich sehe nicht ein, mir Tag für Tag auf der Arbeit den Arsch aufzureißen, damit sich hier solche Leute nen faulen Lenz machen können. [quote] doch genau das ist das Problem, das diese imperialistische Gesellschaft hat: ihre Gier nach materiellem Reichtum und ihr Geiz - der Geiz derjenigen, die die Ressourcen verwalten... [/QUOTE] Yepp. Alles böse hier. Ich finde aber, der Geiz liegt eher auf der Seite derer, die nicht ins System einbezahlen wollen. Ich verwalte nicht diese Ressourcen und ich bin auch nicht geizig, schließlich gebe ich dem Staat jeden Monat 50% meiner Kohle. Aber ich sehe nicht ein, mir meine Gesundheit tagtäglich zu ruinieren, damit genug Kohle zusammen kommt, um solche Tendenzen zu finanzieren. Bildung kostet Geld und Geld fällt nicht von den Bäumen. Es wird erwirtschaftet von Menschen, die täglich arbeiten gehen und 50% ihrer verdienten Kohle dem Staat schenken, damit der u.a. Bildung finanzieren kann und wie ich schon sagte: Ich bin für gute Bildung, individuelle Förderung, kleine Lerngruppen von Kindesbeinen an. Das kostet und das bin ich bereit durch meine Steuern zu finanzieren, schließlich hat die Generation vor mir meine Jahrgänge auch finanziert. Aber ich bin nicht bereit, als Melkkuh der Nation irgendwelche Leute zu finanzieren, die ihr Leben in der Uni verbringen. Noch mal: Man kann die meisten Sachen, die keine Anwesenheitspflicht (Präp-Kurs, Labor-Teile etc.) benötigen auch neben einem normalen Job studieren, dafür brauchts kein 24/7. |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] Richtig. Wer ohne schwerwiegende Gründe sein Studium nicht in einer bestimmten Zeit schafft, sollte meiner Meinung nach zahlen. Wer es in der vorgegebenen Zeit schafft (ich habe durchaus nichts gegen 2 oder 3 Semester mehr) und das ist nach meinen Erfahrungen nicht wirklich das Problem, sollte nichts bezahlen müssen. Und da das die meisten betrifft, die relativ fix fertig sind, müßte man dann auch in der Regel nichts bezahlen...[/quote] Und was wäre das - ? ein "schwerwiegender Grund"...? Ich verweigere mich diesem materialistischen Denken konsequent - weil es ein Armutszeugnis dieser Gesellschaft ist... [quote]Zum Beispiel die, daß es einen Arsch voll Geld kostet, Langzeitstudenten im 35. Semester im 14. Jahr den verbilligten Krankenkassentarif mit zu finanzieren, die fehlenden Einkommenssteuer im Staatssäckel auszugleichen, ihr Bafög mit zu bezahlen, genauso wie ihre verbilligten Fahrkarten im öffentlichen Nahverkehr, sowie ihren verbilligten Eintritt in Theater, Kino und was weiß ich. Das finanzieren wir anderen alles mit. Sowas nennt man Umverteilung und trifft die, die eh schon die meisten Steuern bezahlen. Ja, dieses System ist total ungerecht hier im Land. Finde ich auch. Nur mal von der anderen Seite betrachtet. Zudem belegen sie Plätze in Seminaren zum x-ten mal, ohne zur Prüfung angetreten zu sein, die andere, die endlich mal fertig werden wollen dringend benötigen. Und da weiß ich, wovon ich spreche. Das habe ich alles durch.[/quote] Ich habe mein Studium aufgegeben, also keine Sorge, dass ich "deinem" Staat übermäßige Kosten bei fehlendem Nutzen verursache - es ist genau diesess "Kosten-Nutzen"-Denken, das mich bewogen hat, dem ein Ende zu setzen...ich weiss auch so, was ich wissen muss, dazu brauche ich jetzt keine Uni, kein Examen und keinen Magister mehr...ich habe dort kritisches Denken gelernt, als es dort noch so etwas gab...aber jetzt habe ich genug von dem Laden - und von den Leuten, die ihn betreiben, dem System, das ihn stützt - mit "ihren" Steuern, Abgaben, etc. ...ich soll mich dafür rechtfertigen, dort einige Jahre "umsonst" verbracht zu haben...? Nein danke, Loyalität hat dieses System keine verdient, weil sie selber keine gibt und auch nichts freiwillig gibt, sondern immer nur Leistungen und Gegenleistungen erwartet...aber Loyalität kann nur freiwillig gegeben, niemals erzwungen werden...und deshalb bekommt es meine nicht...Ende der Fahnenstange, was mich betrifft... [quote]Gute Idee. Die, die eh schon die längsten Mindeststudienzeiten haben, sollen sich mal bitte ordentlich abrackern, während sich die anderen im 35. Semester einen lauen Lenz auf Kosten der Allgemeinheit machen. Guter Vorschlag. :D Ich kenne viele und überlege es selbst, neben meinem normalen Beruf noch ein zweites Fach zu studieren. Also mein Gegenvorschlag: Geht arbeiten, bezahlt eure Steuern, damit ihr im 35. Semester nicht der Allgemeinheit auf der Tasche liegt und studiert wie viele von uns auch nebenher. Geht auch. Bildung funktioniert auch, wenn man nebenher für seinen eigenen Unterhalt aufkommt. Ohne die Zeit, die ich für meine alltägliche Fortbildung investiere, habe ich in den letzten 12 Monaten zu meiner 46+-Stundenwoche noch insgesamt 7 Wochen für Lehrgänge investiert. Geht alles. Es ist lediglich die Frage des Willens. ;)[/quote] Arbeitest du denn nicht gerne in dem Beruf, für den du studiert hast...? Das behauptet ihr doch immer - aber wenn dem wirklich so wäre:was interessieren dich dann irgendwelche Leute, die dir angeblich "auf der Tasche" liegen...? Wenn dir dein Beruf gefällt und du zufrieden bist - warum stört dich das dann noch? ist es vielleicht doch nur der Neid...? dass "dein" Staat dich nur benutzt und von deiner Arbeit lebt...? Denn [I]ich[/I] kassiere keine Steuern irgendwelcher Art von dir, ebensowenig wie du es in der Hand hast, ob das, was sie dir abpressen, in die "Bildung" oder in die Rüstung stecken...du hast es in beiden Fällen nicht mehr - worüber sich also aufregen..?. [quote]... und ich sehe es als Repression, Leute mit zu finanzieren, die über Gebühr auf Kosten der Allgemeinheit leben. Tja, so variieren eben die Sichtweisen. ;)[/quote] [quote]Tja, wenns denn nur so ein paar Freidenker wären, hätte ich gar kein Problem damit. Doch das scheint hier in diesem Land ja mittlerweile zu einer Art Volkssport zu werden. Und ganz ehrlich, ich sehe nicht ein, mir Tag für Tag auf der Arbeit den Arsch aufzureißen, damit sich hier solche Leute nen faulen Lenz machen können. [/quote] Neid. Also doch. So einfach ist das, mehr steckt nicht dahinter...deine Arbeit stinkt dir, natürlich kannst du das nicht zugeben, weil du deinen persönlichen Wert allein darüber definierst - und es wäre für dich ein totaler Wertverlust, ein Verlust deiner Identität, wenn diese Identifikation über "Leistung" und Wert für die Allgemeinheit verloren ginge...und es geht um Prestigeverlust, der damit unweigerlich einherginge: selber "nützlich" zu sein ermöglicht es, "die Faulenzer" zu Menschen einer unteren Kaste zu degradieren, zumindest geschieht es unbewusst...auch wenn ich dir nicht unterstellen möchte, dass du wirklich diese Absicht hast - aber es hebt das Selbstwertgefühl ungemein, wenn Menschen es gewohnt sind, sich nur über ihren echten oder vermeintlichen Nutze für die Allgemeinheit zu definieren...doch wenn dem so ist, dann sollte es dich nicht stören, dass auch ich zeitweise davon profitiert habe...dich stört aber an der ganzen Sache, dass es bei mir nicht nicht so recht geklappt hat, ich dieses Scheißsystem "ausnutzte" ohne hinterher ein braver Buchhalter oder Jurist - oder auch nur der Hausmeister der Uni - geworden zu sein ...die meisten Menschen überschätzen sich und ihre Wichtigkeit für dieses System derart maßlos, dass sie glauben, die Welt würde morgen enden, wenn sie und ihr Malocherethos sie nicht jeden Tag aufs neue vor dem Untergang bewahren würden...doch weit gefehlt - du bist genauso leicht ersetzbar wie alle anderen auch... [quote] Ich finde aber, der Geiz liegt eher auf der Seite derer, die nicht ins System einbezahlen wollen. Ich verwalte nicht diese Ressourcen und ich bin auch nicht geizig, schließlich gebe ich dem Staat jeden Monat 50% meiner Kohle. Aber ich sehe nicht ein, mir meine Gesundheit tagtäglich zu ruinieren, damit genug Kohle zusammen kommt, um solche Tendenzen zu finanzieren. Bildung kostet Geld und Geld fällt nicht von den Bäumen. Es wird erwirtschaftet von Menschen, die täglich arbeiten gehen und 50% ihrer verdienten Kohle dem Staat schenken, damit der u.a. Bildung finanzieren kann und wie ich schon sagte: Ich bin für gute Bildung, individuelle Förderung, kleine Lerngruppen von Kindesbeinen an. Das kostet und das bin ich bereit durch meine Steuern zu finanzieren, schließlich hat die Generation vor mir meine Jahrgänge auch finanziert. Aber ich bin nicht bereit, als Melkkuh der Nation irgendwelche Leute zu finanzieren, die ihr Leben in der Uni verbringen. Noch mal: Man kann die meisten Sachen, die keine Anwesenheitspflicht (Präp-Kurs, Labor-Teile etc.) benötigen auch neben einem normalen Job studieren, dafür brauchts kein 24/7. [/QUOTE] Warum sollte ich ein System mitfinanzieren wollen, an dessen Fortbestand mir nicht gelegen sein kann...? Wäre das nicht ganz einfach saudumm von mir...? |
| Jode | bloß als kleine anmerkung - das bafög gibt es nur für die regelstudienzeit. danach muss man auch selbst schauen, wo das geld herkommt und mit dem neuen hochschulgesetz gibt es hier für die prüfungen nur zwei chancen, danach ist man raus. langzeitstudenten dürfte es nur noch mit entsprechender finanzieller rücklage geben, die die meisten [I]nicht[/I] haben. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B]Arbeitest du denn nicht gerne in dem Beruf, für den du studiert hast...? Das behauptet ihr doch immer - aber wenn dem wirklich so wäre:was interessieren dich dann irgendwelche Leute, die dir angeblich "auf der Tasche" liegen...? Wenn dir dein Beruf gefällt und du zufrieden bist - warum stört dich das dann noch? ist es vielleicht doch nur der Neid...? dass "dein" Staat dich nur benutzt und von deiner Arbeit lebt...?[/quote] Der Staat kassiert es und gibt es in Teilen an die Leute weiter, die keinen Bock haben, voran zu machen. Das ist es, was mich ankekst. Ich mag meinen Beruf, aber ich mag mein verdientes Geld nicht denen geben, die es auch selbst erwirtschaften könnten, sondern lieber denen, die es nötiger hätten: Kinder im Kindergarten und in der Schule, sowie den Studenten, die nicht rumschlampern. Dafür gebe ich mein Geld sehr gerne aus und das schrieb ich auch in meinem Beitrag oben. [quote]Neid. Also doch. So einfach ist das, mehr steckt nicht dahinter...deine Arbeit stinkt dir, natürlich kannst du das nicht zugeben, weil du deinen persönlichen Wert allein darüber definierst -[/quote] Hä? :eek: Ich mag meinen Beruf sehr wohl. Ich liebe ihn, wenn er in einer menschenwürdigen Art und Weise ausgeführt werden darf und kann. Es ist Beruf-ung. Ich sehe nur nicht ein - und ich glaube, ich wiederhole mich - mein von mir verdientes Geld für einer Kohorte an Langzeitstudenten auszugeben, wo andere - und hier wiederhole ich mich auch - es nötiger hätten. [quote] und es wäre für dich ein totaler Wertverlust, ein Verlust deiner Identität, wenn diese Identifikation über "Leistung" und Wert für die Allgemeinheit verloren ginge...und es geht um Prestigeverlust, der damit unweigerlich einherginge: selber "nützlich" zu sein ermöglicht es, "die Faulenzer" zu Menschen einer unteren Kaste zu degradieren, zumindest geschieht es unbewusst...auch wenn ich dir nicht unterstellen möchte, dass du wirklich diese Absicht hast - aber es hebt das Selbstwertgefühl ungemein, wenn Menschen es gewohnt sind, sich nur über ihren echten oder vermeintlichen Nutze für die Allgemeinheit zu definieren...[/quote] :D Nee, das ist ja echt mal so süß! Das muß man sich einfach mal auf der Zunge zergehen lassen. Herrlich! Du kennst mich keinen Meter, aber Hauptsache mal wild rumspekuliert... |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] [B]Der Staat kassiert es und gibt es in Teilen an die Leute weiter, die keinen Bock haben, voran zu machen. Das ist es, was mich ankekst. Ich mag meinen Beruf, aber ich mag mein verdientes Geld nicht denen geben, die es auch selbst erwirtschaften könnten, sondern lieber denen, die es nötiger hätten: Kinder im Kindergarten und in der Schule, sowie den Studenten, die nicht rumschlampern. Dafür gebe ich mein Geld sehr gerne aus und das schrieb ich auch in meinem Beitrag oben.[/quote] Es ist mir eigentlich schnuppe, wem du dein Geld schenken möchtest - der Kirche, dem Kindergarten oder Bimbo dem lustigen Zirkusclown...ist mir einerlei - und ob dir dein Beruf gefällt oder nicht - ich unterwerfe mich dem herrschenden Lebensentwurf jedenfalls nicht mehr länger, der den Wert eines Menschen allein daran knüpft, ob und wieviel Geld er verdient - ob er das überhaupt [I]will[/I]...und was ich tue und lasse, mit meinem Leben mache oder nicht, steht dir nicht zu, zu entscheiden - es steht allein mir zu... [quote]Hä? :eek: Ich mag meinen Beruf sehr wohl. Ich liebe ihn, wenn er in einer menschenwürdigen Art und Weise ausgeführt werden darf und kann. Es ist Beruf-ung. Ich sehe nur nicht ein - und ich glaube, ich wiederhole mich - mein von mir verdientes Geld für einer Kohorte an Langzeitstudenten auszugeben, wo andere - und hier wiederhole ich mich auch - es nötiger hätten. [/quote] Wenn du es sagst, dass er dir gefällt, o.k., ich kenne dich nicht im geringsten, wie du ganz richtig gesagt hast - und es liegt mir daher fern, etwas anderes zu behaupten - doch, wenn ich in deinen Ausführungen "zwischen den Zeilen" lese, wie es so schön heisst - dann lese ich etwas ganz anderes heraus...ist jedenfalls mein Eindruck... |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B]Es ist mir eigentlich schnuppe, wem du dein Geld schenken möchtest - der Kirche, dem Kindergarten oder Bimbo dem lustigen Zirkusclown...ist mir einerlei - und ob dir dein Beruf gefällt oder nicht - ich unterwerfe mich dem herrschenden Lebensentwurf jedenfalls nicht mehr länger, der den Wert eines Menschen allein daran knüpft, ob und wieviel Geld er verdient - ob er das überhaupt [I]will[/I]...und was ich tue und lasse, mit meinem Leben mache oder nicht, steht dir nicht zu, zu entscheiden - es steht allein mir zu...[/b][/quote] Was Du mit Deinem Leben tust oder nicht tust ist auch mir vollkommen schnuppe und mir liegt es fern zu entscheiden, was Du in Deinem Leben tun solltest oder nicht. Ich will es nur nicht finanzieren müssen. Der Rest ist mir vollkommen latte. Ach ja: Wenn das heißen soll, ich würde Menschen nur danach bewerten, ob und wieviel Geld sie verdienen, kann ich Dich beruhigen: Mein Lebensgefährte ist Anfang 30 und studiert noch immer. Wenn dem so wäre, wie Du behauptest, hätte ich ihn schon lange abgeschossen. ;) [b][quote]Wenn du es sagst, dass er dir gefällt, o.k., ich kenne dich nicht im geringsten, wie du ganz richtig gesagt hast - und es liegt mir daher fern, etwas anderes zu behaupten - doch, wenn ich in deinen Ausführungen "zwischen den Zeilen" lese, wie es so schön heisst - dann lese ich etwas ganz anderes heraus...ist jedenfalls mein Eindruck... [/B][/QUOTE] Dann liest Du falsch und es trügt Dich Dein Eindruck. Falls Du diesen Eindruck hattest, weil ich schrieb, daß ich mir dafür nicht meine Gesundheit ruinieren will, dann bezieht sich das auf die derzeitigen Arbeitsbedingungen, nicht auf den Beruf an sich, der ist wunderschön und ich möchte nichts anderes machen. Aber selbst wenn die Arbeitsbedingungen besser wären, würde ich mein Geld lieber anders verteilt sehen, wie hier von einigen gewünscht und gefordert. Das nennt man Meinungsfreiheit und da habe auch ich ein Recht drauf, auch wenn das hier aneckt. |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] [B]Was Du mit Deinem Leben tust oder nicht tust ist auch mir vollkommen schnuppe und mir liegt es fern zu entscheiden, was Du in Deinem Leben tun solltest oder nicht. Ich will es nur nicht finanzieren müssen. Der Rest ist mir vollkommen latte.[/quote] Ja gut, damit kann ich leben, ist vollkommen o.k,...du sollst es nicht finanzieren müssen, es ist nicht dein Leben und damit kann es dir vollkommen gleichgültig sein...hab ich überhaupt kein Problem mit...wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich deinen lieben Staat darum bitten, dir den Kostenanteil deiner über die Jahre meines Studiums hinweg entrichteten Steuern, der dort zu meinem nutzlosen Zeitvertreib verbraten wurde, zrückzuerstatten - und allen anderen ebenfalls - ich würde es wirklich gerne tun - doch es dürfte eine schwierige Sache werden, den genauen Betrag zu errechnen...und ich fürchte, es würde auch nicht so viel sein...dürfte kaum für eine Lümmeltüte aus dem Automaten an der Straßenecke reichen...das meiste von deinem entgangenen Lohn fährt als Panzer in Nahost herum und ebnet Palästinenserdörfer ein - Dreckssystem! Schon deshalb dürfte ich jetzt nicht mehr weiterstudieren - um nicht durch die Studiengebühren die deutschen Kriegseinsätze in Afghanistan und Israels Armee zu unterstützen - denn [I]das[/I] möchte ich nicht finanzieren! Und erst recht nicht das System und die Ideologie, die dahintersteht... [quote]Dann liest Du falsch und es trügt Dich Dein Eindruck. [/QUOTE] Ja, mag sein...auch ich irre mich gelegentlich... |
| hagzissa13 | OT: [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B]Dreckssystem! [/B][/QUOTE] Ich finde weiß Goth nicht alles gut was hier läuft und ich rege mich regelmäßig über alles mögliche auf, was sich im Moment nicht ändern läßt, denn auch ich bin der Meinung, daß sich durch bloßes Zuschauen nichts ändert. Aber wenn ich so eine Aussage höre, kommt mir echt die Wut. Sag mal, lieber Xenomorph, kennst Du z.B. Afghanistan? Unabhängig davon, ob der Einsatz dort gerechtfertigt ist oder nicht, glaube ich nicht, daß Du z.B. dort leben wollen würdest. Und auch nicht in anderen Ländern wie Iran, Irak, Pakistan, Äthiopien etc. Mir kommt die Wut hoch, wenn ich sowas lese, diese Verachtung hinter dieser Aussage für ein System, daß Dir Dein Überleben sichert, während in anderen Ländern die Menschen elendigst verrecken. Dies bezeichnest Du als "Dreckssystem", das, was Dir Essen, ein Dach über dem Kopf und Ausbildung (wenn auch Reformbedürftig, zugegebener maßen) ermöglicht. In Afghanistan erfrieren die Menschen massenhaft im Winter. Sie verhungern und haben keine Schulen, in die sie gehen könnten. Sie geben ihre Kinder den Taliban mit, weil sie hoffen, daß sie in deren Koranschulen Essen und Bildung bekommen. Die Kinder spielen mit Kriegshinterlassenschaften und Müll, weil sie keine Spielsachen haben, wobei nicht nur die fehlen und wenn beim Spielen ein IED explodiert, haben sie nicht mal nen Arzt. So eine Aussage widert mich echt an. Du solltest echt mal in die Welt hinausgehen, bevor Du so redest. Du weißt gar nicht, wie sehr Du wirklich bedürftige Menschen damit angreifst und wie scheiße die sich wohl fühlen müssen, sowas zu hören... Doch dies ist wohl kaum das passende Thema, um das zu diskutieren. |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] [B]OT: Ich finde weiß Goth nicht alles gut was hier läuft und ich rege mich regelmäßig über alles mögliche auf, was sich im Moment nicht ändern läßt, denn auch ich bin der Meinung, daß sich durch bloßes Zuschauen nichts ändert. Aber wenn ich so eine Aussage höre, kommt mir echt die Wut. Sag mal, lieber Xenomorph, kennst Du z.B. Afghanistan? Unabhängig davon, ob der Einsatz dort gerechtfertigt ist oder nicht, glaube ich nicht, daß Du z.B. dort leben wollen würdest. Und auch nicht in anderen Ländern wie Iran, Irak, Pakistan, Äthiopien etc. Mir kommt die Wut hoch, wenn ich sowas lese, diese Verachtung hinter dieser Aussage für ein System, daß Dir Dein Überleben sichert, während in anderen Ländern die Menschen elendigst verrecken. Dies bezeichnest Du als "Dreckssystem", das, was Dir Essen, ein Dach über dem Kopf und Ausbildung (wenn auch Reformbedürftig, zugegebener maßen) ermöglicht. In Afghanistan erfrieren die Menschen massenhaft im Winter. Sie verhungern und haben keine Schulen, in die sie gehen könnten. Sie geben ihre Kinder den Taliban mit, weil sie hoffen, daß sie in deren Koranschulen Essen und Bildung bekommen. Die Kinder spielen mit Kriegshinterlassenschaften und Müll, weil sie keine Spielsachen haben, wobei nicht nur die fehlen und wenn beim Spielen ein IED explodiert, haben sie nicht mal nen Arzt. So eine Aussage widert mich echt an. Du solltest echt mal in die Welt hinausgehen, bevor Du so redest. Du weißt gar nicht, wie sehr Du wirklich bedürftige Menschen damit angreifst und wie scheiße die sich wohl fühlen müssen, sowas zu hören... [/B][/QUOTE] ...du weisst nichts - nein, überhaupt nichts...nein, ich bin nicht dankbar, hier in diesem reichen, verkommenen Konsumparadies zu leben, umgeben von all dieser widerwärtigen, unflätigen Heuchelei und Arroganz, die ich nicht zuletzt auch hier jeden Tag "geniessen" darf... nein, ich bin nicht dankbar dafür, überhaupt zu leben...und das von dir beschriebene Elend in der 3. Welt - wo dort auch immer - ob in Asien, Afrika oder Lateinamerika - der Hunger, die Armut und die Seuchen...sie sind allein auf dieses System zurückzuführen, das mir ein ach so tolles Leben in "Saus und Braus" ermöglicht...es sind westliche Waffen, mit denen die Kriege dort geführt werden...die Taliban spielen nur mit dem, was die US-Imperialisten ihnen einst gaben, um die Russen zu vetreiben.....nein, ich bin nicht dankbar für all das und werde es auch nie sein, trotz all der niederträchtigen Propaganda dummer Politiker, die mir tagtäglich das Blaue vom Himmel herablügen um mir Gegenteiliges weiszumachen... |
| Manley | so, und jetzt zurück zum thema, bitteschön. dankeschön. |
| Cagliostro | Bildung ist der Ersatzchristus unserer Zeit, aber kein Begriff ist so vage. Es gibt nach wir vor seit der Zeit der grossen Lagerfeuer 95% Kulturfolger, also Menschen, die nicht inspiriert genug selbst etwas auf die Beine zu stellen. Das Märchen von der Gleichheit funktioniert nicht, da es immer kurze und lange, dumme und schlaue geben wird. Summasummarum ist es ein Fehler flächendeckend das Abitur zu verteilen, wie Manna vom Himmel. Bundesländer wie NRW z.B. haben durchschnittlich die meisten Abiturienten, aber nicht zwangsläufig die schlauesten Schüler. Das bayrische System ist im Grunde auch nicht besser, dort werden halt hirnlose Streber produziert, das gleiche in Grün. Bildung ist eine Art Fetisch, der nicht hält, was er verspricht, denn an den Schulen findet das nicht statt, was vermutlich am allerwichtigsten wäre, Herzensbildung. Ausserdem ist nicht der mit den meisten Abschlüssen der bessere Mensch. Von Pseudostudium Batchelor usw. mal abgesehen. Am Ende treffen wir uns Alltagsidioten doch an der Fernuni Hagen. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i] [B]Das Märchen von der Gleichheit funktioniert nicht, da es immer kurze und lange, dumme und schlaue geben wird.[/b][/quote] Das sehe ich genauso. Trotz der besten individuellen Förderung werden immer Unterschiede bleiben, die auch nicht durch den dollsten Gemeinschaftsunterricht behoben werden können. Ein dreigeteiltes Schulsystem ab einer bestimmten Klasse ist für mich ein Stein der individuellen Förderung. |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] [B]Das sehe ich genauso. Trotz der besten individuellen Förderung werden immer Unterschiede bleiben, die auch nicht durch den dollsten Gemeinschaftsunterricht behoben werden können. Ein dreigeteiltes Schulsystem ab einer bestimmten Klasse ist für mich ein Stein der individuellen Förderung. [/B][/QUOTE] Vielleicht sollten wir einigen, die irgendwelche Prüfungen nicht geschafft haben, mehr Gelassenheit beibringen. Denn der Mensch fängt nicht beim Abitur an. Ansonsten sind hohe Bildung auch wieder sehr egoistische Ziele, denn es geht ja auch um das möglichst hohe Einkommen von irgendwann 30jährigen. Es sind z.T. auch "Tenniseltern", die alles kostenlos wollen, denn gerade die könnten sich eine teure Bildung leisten, wollen aber unter Vorschub von "Gerechtigkeit" und "Demokratie" einfach nur MEHR für ihre Kinder rausschinden. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i] [B]nsonsten sind hohe Bildung auch wieder sehr egoistische Ziele, denn es geht ja auch um das möglichst hohe Einkommen von irgendwann 30jährigen. [/B][/QUOTE] Das ist eine wirklich interessante These. Ich kaue gerade drauf rum. Irgendwie hast Du recht. Natürlich eignen sich die meisten ihr Wissen an, um später ein gutes Auskommen zu haben und nicht der Bildung wegen. Ich müßte lügen, würde ich behaupten, ich wäre super gerne in die Schule gegangen und hätte den Unterricht vorbehaltslos interessant gefunden und den Stoff darum wie ein Schwamm aufgesogen. Nein, ich habe es gemacht, weil ich wußte, daß ich so mein Abi schaffe, was mir wiederum mein von Kindesbeinen an gewünschtes Studienfach ermöglicht, bzw. die Chance auf meinen Ausbildungsplatz verbessert, den ich vor meinem Studium aus Gründen der "Basisschaffung" unbedingt antreten wollte. Natürlich sind auch das egoistische Ziele, aufgrund derer ich zur Schule ging. Mein Gehalt.... nun ja, es ist gut, da kann ich nicht meckern. Ich könnte noch viel mehr rausschlagen, wenn ich wollte, aber dafür ist mir meine Freizeit, die ich dafür investieren müßte zu schade. Wegen des Geldes habe ich aber nicht studiert, obwohl ich zugegebener maßen froh bin, ein gutes Auskommen zu haben, daß es mir ermöglicht, nicht jeden Pfennig umdrehen zu müssen..... Die Frage, die ich mir gerade stelle ist die, ob es wirklich schlimm ist, so zu denken? |
| Creobotra | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] Die Frage, die ich mir gerade stelle ist die, ob es wirklich schlimm ist, so zu denken?[/QUOTE] achwas, was soll denn daran schlimm sein? es wird immer so dargestellt, als ob alleslernen ein zwang wäre. für viele kristallisieren sich schon früh speziellere interessengebiete heraus, denen sie eben mehr entusiasmus entgegenbringen, dementsprechend auch mehr leisten. schulbildung soll eine basis des allgemeinwissens bringen (wobei ich auch für mehr "realitätsnahere" fächer wäre, wasweissich "umgang mit behörden" odersowas). wie du schon sagtest, die meisten folgen eher ihrer neigung, also beruf-ung. warum gibts denn soviele biologie-studenten? wohl kaum wegen des glamours und geldes. hohe bildung im eigenen bereich oder auch nur interessengebiet (hobby) dienen auch der eigenen vervollkommnung, pathetisch ausgedrückt, wissen um der neugier willen als bedürfniss. und diejenigen, die damit einen gewissen leistungsgrad erreichen, also auch besser als andere sind, verdienen auch meist mehr und es hängt trotzdem auch vom einzelnen ab,wieviel er davon mitnimmt. ich könnt in meinem job auch wesentlich mehr verdienen, dafür mich aber auch von freien wochenenden verabschieden. ich kenn allerdinsg einige, die für ihren job leben, weil es für sie auch eine obsession ist. nicht das arbeiten und geld an sich, sondern das, was sie machen. |
| hagzissa13 | Oh, das tut mal gut zu hören. Ich fange hier nämlich schon an, ein schlechtes Gewissen zu bekommen, weil ich in der Schule gelernt habe, häufig nicht um des Lernen Willens, sondern weil ich damit ein Ziel verfolgt habe.... |
| Creobotra | persönliche ziele sind auch der beste antriebsmotor, ob die nun geld, erfolg im interessengebiet, blackjack und groupies als rockstar sind... mit meinem ziel war ich natürlich aufm wirtschaftsgymnasium komplett falsch, aber habs auch durchgezogen, um das zu erreichen, was ich wollte. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i] [B]persönliche ziele sind auch der beste antriebsmotor, ob die nun geld, erfolg im interessengebiet, blackjack und groupies als rockstar sind... mit meinem ziel war ich natürlich aufm wirtschaftsgymnasium komplett falsch, aber habs auch durchgezogen, um das zu erreichen, was ich wollte. [/B][/QUOTE] Gut, mein schlechtes Gewissen hat sich fast beruhigt! :D Danke! ;) |
| Creobotra | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] Gut, mein schlechtes Gewissen hat sich fast beruhigt! :D Danke! ;) [/QUOTE] du müsstest nurn schlechtes gewissen haben, wenn du sone uncoole streber-petze gewesen wärst :D |
| hagzissa13 | Nö, definitiv nicht! :D |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] Sie geben ihre Kinder den Taliban mit, weil sie hoffen, daß sie in deren Koranschulen Essen und Bildung bekommen.[/B][/QUOTE] Vielleicht bekommen sie es dort ja auch - vielleicht haben sie es dort sogar noch besser als anderswo - vielleicht ist eine Koranschule und die Ausbildung der Taliban ja genau das, was sie sich wünschen...wer hat dir eigentlich eingeflösst, dass das westliche "Bildungs" System für alle Menschen auf der Welt richtig sein muss? Demokratische Hohlköpfe von Politikern, Leute wie Merkel, Steinmeier, Bush und Obama, dieses Scheißdemagogenpack behauptet das! alles Lüge! Sie benötigen nur einen Vorwand um die ganze Welt in ein Freiluft- KZ umzuwandeln, wo sich alles nach ihren Vorstellungen von "Recht und Ordnung" dreht... Krieg ist Frieden! Freiheit ist Sklaverei! Unwissenheit ist Stärke! Bildung ist Dummheit! ...und Unwissenheit und Verbblödung der Massen ist das Ziel jedweder Bildung in diesem Land...nicht anders als bei den Taliban! Herrschaft baut immer auf der geistigen Unmündigkeit der Menschen auf...man braucht das Herdentier Mensch, das armselige Geschöpf, dessen Geist leicht zu beeinflussen ist, solange er nicht gänzlich Herr über seine materielle Seite geworden ist - den man an der Leine halten und füttern kann wie einen Hund - und dem man die Nahrung abdreht, wenn er nicht mitmacht...und solange der Mensch materiell von anderen abhängig bleibt, wird er immer unmündig bleiben, weil über materrielle Ressourcen kontrollierbar wie eine Marionette von jenen, die die Kontrolle über die Ressourcen ausüben.- denn die Macht über das Fleisch ist der Schlüssel zur Macht über den Geist...denn das Fleisch ist schwach und solange ich "gefangen im Fleische, erbärmlich und alt" in meinem Körper vegetiere, von der Gunst anderer abhängig, werde ich niemals mich zu wahrer Größe und geistiger Reife aufschwingen können...dann können sie mich kontrollieren und weiterhin an der kurzen Leine halten, diese geistigen Zwerge, wenn sie nur zahlenmässig in der Übermacht sind... |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B]Vielleicht bekommen sie es dort ja auch - vielleicht haben sie es dort sogar noch besser als anderswo - vielleicht ist eine Koranschule und die Ausbildung der Taliban ja genau das, was sie sich wünschen...wer hat dir eigentlich eingeflösst, dass das westliche "Bildungs" System für alle Menschen auf der Welt richtig sein muss? [/B][/QUOTE] Ja, sie bekommen dort Essen. Bildung - das ist Ansichtssache. Die Kinder bekommen dort erzählt, was angeblich im Koran steht und werden dazu erzogen - Drill trifft es wohl eher, alle Anders- (= Nicht-) gläubigen zu vernichten. Und nein, eigentlich wünschen die Menschen es sich nicht. Sie wünschen sich Frieden und normale Schulen, die ihnen aber unter dem stattfindenen Terrorismus niemand geben kann, denn die Taliban vernichten mit Vorliebe neu errichtete Schulen, die u.a. gewährleisten sollen, daß auch Mädchen Bildung erfahren. Und die Menschen wünschen sich einfach nur, daß ihre Kinder nicht verhungern, DARUM machen sie es. Und nein, ich habe niemals und nirgendwo behauptet, daß ich das westliche Bildungssystem als das einzig richtige auf der Welt erachte, also unterstelle mir bitte nicht ständig so einen Nonsens, so, wie Du es weiter oben schon getan hast. Vielen Dank dafür. |
| Creobotra | [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] Vielleicht bekommen sie es dort ja auch - vielleicht haben sie es dort sogar noch besser als anderswo - vielleicht ist eine Koranschule und die Ausbildung der Taliban ja genau das, was sie sich wünschen...wer hat dir eigentlich eingeflösst, dass das westliche "Bildungs" System für alle Menschen auf der Welt richtig sein muss? Demokratische Hohlköpfe von Politikern, Leute wie Merkel, Steinmeier, Bush und Obama, dieses Scheißdemagogenpack behauptet das! alles Lüge! Sie benötigen nur einen Vorwand um die ganze Welt in ein Freiluft- KZ umzuwandeln, wo sich alles nach ihren Vorstellungen von "Recht und Ordnung" dreht...[/QUOTE] wenn du von deinem ritt auf dem zauberpony zurückkommst, könntest du dieses geschwurble mal konkretisieren. für mich liest sich das kein stück besser wie andere "propaganda". |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i] [B]wenn du von deinem ritt auf dem zauberpony zurückkommst... [/B][/QUOTE] Zauberpony??? :D Ich schmeiß mich weg! Herrlich! :D |
| Fuck up Evil | Ich wundere mich selbst, aber dies scheint der einzige Thread zu sein, wo ich Xenomorph im Grossen und ganzen zustimmen kann. Die Ansichten von hagzissa13 enttäuschen mich dagegen sehr. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i] [B]Die Ansichten von hagzissa13 enttäuschen mich dagegen sehr. [/B][/QUOTE] Es tut mir wirklich sehr, sehr leid, daß ich Dich mit meinen Ansichten enttäusche, aber ich werde damit wohl leben müssen. Ich habe das komplette Bildungssystem durch, von Kindergarten bis Hochschule, habe mich lange in der Hochschule mit Bildungspolitik (neben dem Gesundheitswesen) beschäftigt und bin dadurch nach und nach zu meinen heutigen Ansichten gekommen. Ich akzeptiere, daß andere Menschen anders darüber denken, andere Wünsche und andere Anforderungen haben. Die Welt ist nun mal kein "Ein-Bahn-Denksystem" und auch, wenn man wieder und wieder, nur weil man etwas der Norm entsprechendere Ansichten hat als "indoktriniert" etc. bezeichnet wird, haben diese Denkweisen, sofern nicht einfach nachgeplappert sondern durchaus durch eigenes Nachdenken erlangt, eine Daseinsberechtigung. Warum jemand dadurch "enttäuscht" sein kann (was ja voraussetzen würde, daß ich ihn vorher persönlich ge-täuscht hätte) ist mir zwar schleierhaft, aber ich werde mich nicht verbiegen, um es allen Leuten recht zu machen. [b]Kommentare dazu bitte per PN an mich falls gewünscht, da "Enttäuschung" und das "wieso-weshalb-warum" nicht hierher gehören, da OT...DANKE![/b] Einen ganz lieben Gruß von der stock konservativen, drecks dekadenten, total indoktrinierten, gehirngewaschenen, nicht von der Wand bis zur Tapete denkenden, lebensunfähigen, ahnungslosen, norm-orientierten, Einbahn-denkenden, nicht mitdenkenden, angepaßten, [hier bitte alle weiteren persönlich gewünschten Adjektive einsetzen] Spießerin! Ich widme mich dann doch lieber wieder Kafka, Riemann, Tolstoi, Darwin & Co + zum Ausgleich ein wenig Pratchett und schaue mir evtl. die Reise von Farin U. durch Indien & Bhutan nochmal an, sitze dekadent mit einem feinen Tee auf meinem Balkon in der Sonne, lasse noch dekadenter ein wenig die Seele baumeln, weil Urlaub auch mal was feines ist und wünsche allseits einen schönen Tag, vielleicht mit ein wenig Revolution, Hochschulbesetzung oder konspirativen sit-ins, ganz nach eurem Gusto, sowie ganz viel Spaß damit! [b]Damit bin ich (auch hier) raus. Bekundungen à la "war ja klar", "Enttäuschtheits"bekundungen, Gehässigkeitsbekundungen, Freudenbekundungen und sonstige Bekundungn dazu bitte auch per PN. Danke! :D [/b] |
| Amaryllis | Mittlerweile weiß ich nicht mehr, was ich von dem Bildungsstreik halten soll. Ich war erst hellauf begeistert, dass versucht wird etwas zu ändern. Ich habe mitdemonstriert, hab mich über Hintergründe informiert und gehofft, dass sich endlich etwas verbessert. Der Bildungsstreik kam, es wurde ein paar Minuten im TV von berichtet, der Bildungsstreik ging und keinen scheint es mehr zu interessieren, was daraus wird .... wie denn auch, wenn doch eigentlich klar ist, dass die Politik keine wirkliche Änderung im Bildungssystem erreichen kann/will? Wenn der nächste Teil der PISA-Studie, der nächste Armuts-Bericht oder die neuste Studie über das Bildungssystem veröffentlicht wird, gibt es ein großes Gejohle, alle beteuern, dass es doch so nicht weitergehen könne und kurze Zeit später ist wieder alles vergessen. Ich gehöre zu den wenigen Gewinnern in diesem Bildungssystem, d.h. ich komme aus einem (laut Definition) eher "bildungsfernen Elternhaus", wobei meine Eltern erkannten, wie wichtig die Bildung heutzutage ist und haben es erreicht, dass ich auf's Gymnasium kam (natürlich hatte ich auch die nötige Leistung dafür erbracht und gehörte in der Primarstufe zu den Besten). Mittlerweile studiere ich. Was wiederum einen Aufstieg bedeutet. Diesen sehe ich aber mittlerweile in Gefahr, da mir die Studiengebühren sehr zu schaffen machen und ich nur hoffen kann, dass ich das Studium in einer angemessenen Zeit beenden werde. Was in der Schulzeit kostenlos war und mir zum Aufstieg verhalf, ist nun in Baden-Württemberg kostenpflichtig und bringt mich ins Schwanken. Wenn ich irgendwann tatsächlich fertig bin, werde ich mich mitten in diesem Bildungssystem als Lehrerin wiederfinden und ich muss ehrlich zugeben, dass die Ausbildung zur Lehrkraft nicht unbedingt ideal ist. Es lässt trotzt unzähliger Praktika am Praktischen mangeln, den Stoff, den man sich im verschulten Studium einhämmert, kann man größtenteils im Lehreralltag vergessen und das, was wirklich wichtig wäre zu lernen, muss man sich sowieso im Selbststudium aneignen. Von den äußeren Studienbedingungen ganz zu schweigen. Später im Beruf (an der Hauptschule): - viele Migrantenkinder scheitern an der Sprache und landen trotzt geistiger Möglichkeit in der Hauptschule - den Hauptschülern schlägt die Missachtung der Gesellschaft entgegen ... Folgen: Aggression, Minderwertigkeitskomplexe, Aussichtslosigkeit etc. - zu viele Schüler für einen Lehrer ... Folgen: keine individuelle Förderung, möglicher Abstieg in die Sonderschule oder Schulabbruch Ich bin wirklich voller Tatendrang, aber wenn ich mir die Realität betrachte, frage ich mich, ob ich mir später "die Hauptschule antun will" oder nicht vielleicht lieber in die Primarstufe gehe oder vielleicht sogar auf's Gymnasium bis zur 10. Klasse. Dort hat man es als Lehrer nicht wirklich viel einfacher, aber man hat es nicht mit einer so geballten Perspektivlosigkeit zu tun. Achja, zum Schluss noch folgende, "schöne" Bemerkung des Rektors meiner Hochschule: Wenn sich nichts verschlechtert, ist das eine Verbesserung! Da frage ich mich, wie kann sich etwas verschlechtern, das schon am Boden liegt? |
| Zombie | Irgendwie scheint das Thema ja ziemlich aus dem Ruder gelaufen zu sein... Ich finde den Bildungsstreik gut, denn es zeigt, dass die herrschenden Zustände nicht einfach nur hingenommen werden. Allerdings kann ich über einen großen Teil der Forderungen im Eingangspost einfach nur lachen. > die Einführung verfasster Studierendenschaften mit politischem Mandat in allen Bundesländern! Mal ehrlich - ich glaube Hagzissa hat es auch schon ähnlich geschrieben - der großteil derer, die sich an meiner Hochschule in der Asta herumgetrieben haben, haben das nicht aus Interesse an Bildung, sondern mit Blick auf die nächste Newbie-Party getan... So jemanden will ich nicht im Landtag sitzen haben. > das Ende von Verschulung, Regelstudienzeit und Dauerüberprüfung! Hm, wenn ich meinen damaligen Nachbarn betrachte, der im 16ten Semester Informatik mal so langsam überlegt hat was er als Diplomarbeit machen will - er war ein jahr später dabei so langsam zu überlegen WO er die Diplomarbeit machen will, Thema hatte er noch keins, dann kann ich ein wenig Druck auf die Studenten nur gutheißen. [quote][quote]den Abbau von wirtschaftlichen Zwängen im Bildungsbereich![/quote] mag es geben, kann ich nicht beurteilen. Hast Du da Beispiele?[/quote] Leider gibt es dafür nur zu viele Beispiele, ich kenne zwar nur die aus unserem Raum aber die sprechen schon für sich... Daimler steckt in Stuttgart und Karlsruhe an den Unis, ebenso SAP in Karlsruhe. Es gibt Studiengänge in Pforzheim (Industrial Design) deren Ausrichtung meines Wissens ganz stark durch die Automobilindustrie geprägt sind. Das hat mit Forschung nichts mehr zu tun, hier geht es wirklich nur darum den Industrien entsprechend vorgeprägte Mitarbeiter zu liefern. >den Abbau von Zulassungsbeschränkungen durch den Ausbau von Studienplätzen! Sehr gut, an meiner FH wurde das im neu eingeführten Bachelor-Studiengang gleich mal ausprobiert. Ich habe das live miterleben dürfen weil einige Vorlesungen zusammen gehalten wurden. Tja, das Resultat war, dass jeder Hanswurst mit den LKs Religion und Wandern auf die Idee gekommen ist Technische Informatik zu studieren. Nach vier Wochen waren ca. 20% verschwunden aber noch weitere drei Semester bis zur Zwangsexmatrikulierung eingeschrieben. Sowas hilft niemandem, nicht der Bildung im allgemeinen und vor allem nicht denen, die ihr Studium ernstnehmen wollen. Also, Verbesserung der Studienbedingungen und Abkehr vom Bachelor-System, da bin ich auf jeden Fall dafür. Aber alle diese Forderungen im Eingangspost zu unterstützen, wäre absolut hirnlos. |
| Amaryllis | [QUOTE][i]Original geschrieben von Zombie [/i] >den Abbau von Zulassungsbeschränkungen durch den Ausbau von Studienplätzen! Sehr gut, an meiner FH wurde das im neu eingeführten Bachelor-Studiengang gleich mal ausprobiert. Ich habe das live miterleben dürfen weil einige Vorlesungen zusammen gehalten wurden. Tja, das Resultat war, dass jeder Hanswurst mit den LKs Religion und Wandern auf die Idee gekommen ist Technische Informatik zu studieren. Nach vier Wochen waren ca. 20% verschwunden aber noch weitere drei Semester bis zur Zwangsexmatrikulierung eingeschrieben. Sowas hilft niemandem, nicht der Bildung im allgemeinen und vor allem nicht denen, die ihr Studium ernstnehmen wollen.[/QUOTE] Wenn an unserem Bildungssystem ohne Sinn und Verstand herumgedoktert wird, kommt dabei sicherlich so etwas bei heraus, deshalb sollte man die Forderungen generell kritisch hinterfragen, aber ich denke, die meisten Menschen werden doch, wie du auch, folgendem Zustimmen: [QUOTE][i]Original geschrieben von Zombie [/i] Verbesserung der Studienbedingungen und Abkehr vom Bachelor-System[/QUOTE] Fragt sich nur, ob nun wirklich etwas geändert wird, wenn die First Lady in Sachen Bildung genau diese Forderung nach der Abkehr vom Bachelor als "ewig gestrig" betitelt ;) |
| Skeptikersau | [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B]...du weisst nichts - nein, überhaupt nichts...nein, ich bin nicht dankbar, hier in diesem reichen, verkommenen Konsumparadies zu leben, umgeben von all dieser widerwärtigen, unflätigen Heuchelei und Arroganz, die ich nicht zuletzt auch hier jeden Tag "geniessen" darf... nein, ich bin nicht dankbar dafür, überhaupt zu leben...und das von dir beschriebene Elend in der 3. Welt - wo dort auch immer - ob in Asien, Afrika oder Lateinamerika - der Hunger, die Armut und die Seuchen...sie sind allein auf dieses System zurückzuführen, das mir ein ach so tolles Leben in "Saus und Braus" ermöglicht...es sind westliche Waffen, mit denen die Kriege dort geführt werden...die Taliban spielen nur mit dem, was die US-Imperialisten ihnen einst gaben, um die Russen zu vetreiben.....nein, ich bin nicht dankbar für all das und werde es auch nie sein, trotz all der niederträchtigen Propaganda dummer Politiker, die mir tagtäglich das Blaue vom Himmel herablügen um mir Gegenteiliges weiszumachen... [/B][/QUOTE] Warum verschonst Du uns nicht mit Deinen kulturrelativistischen Gehirnblähungen und Deinen selbstmitleidigen Ergüssen ? Ich bin sicher, dass ich auch für andere hier spreche, wenn ich sage: Wir sind nicht Dein Seelenmülleimer, mögen wir auch nicht so erleuchtet sein wie Du. Wenn Du nicht dankbar dafür bist zu leben, warum kaufst Du Dir dann keinen Strick ? Oder bist Du zu schwach, den Suizid durchzuführen ? Bööööööööööse Welt, nur weil sie nicht alle nach Deiner Pfeife tanzen, was ? Zweite Alternative wäre: wenn hier alles so schlecht ist, System, Leute, Uni usw., dann bitte tu uns den Gefallen und GEH DOCH, in Dreiteufelsnamen. Ab nach Gaza, Teheran, zu den Taliban oder sonstwohin. Vergiß nicht: schon Achim Reichel hatte einst gesungen "Am besten Du gehst !". Mal eine Bemerkung am Rande: wer den Schwachsinn über den armen verfolgten Islam Glauben schenkt, sollte sich mal ausmalen was mit Gothics passiert, wenn der Islam das Sagen hat. Nur so als klitzekleine Anregung zum nachdenken. An hagzissa13: SCHÄM Dich, dass Du überhaupt nichts weißt. Der Xeno hat es Dir jetzt aber mächtig gegeben ! ;) Viele Grüße Dr. O. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B] Krieg ist Frieden! Freiheit ist Sklaverei! Unwissenheit ist Stärke! Bildung ist Dummheit! [/B][/QUOTE] Gummizellen für alle! |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von Skeptikersau [/i]]Warum verschonst Du uns nicht mit Deinen kulturrelativistischen Gehirnblähungen und Deinen selbstmitleidigen Ergüssen ? Ich bin sicher, dass ich auch für andere hier spreche, wenn ich sage: Wir sind nicht Dein Seelenmülleimer, mögen wir auch nicht so erleuchtet sein wie Du.[/quote] Ah, der "Intellektuelle" hat wieder mal zu uns gesprochen...da bin ich doch gleich ganz Ohr... [quote]Wenn Du nicht dankbar dafür bist zu leben, warum kaufst Du Dir dann keinen Strick ? Oder bist Du zu schwach, den Suizid durchzuführen ? Bööööööööööse Welt, nur weil sie nicht alle nach Deiner Pfeife tanzen, was ?[/quote] Vielleicht solltest du dir zuerst selbst einen kaufen...ich würde ihn für TYpen wie dich sogar aus eigener Tasche spendieren, glaub mir...aber zu mir selbst: ich bin absolut dazu in der Lage, es zu tun - wenn der Zeitpunkt gekommen ist... [quote]Zweite Alternative wäre: wenn hier alles so schlecht ist, System, Leute, Uni usw., dann bitte tu uns den Gefallen und GEH DOCH, in Dreiteufelsnamen. Ab nach Gaza, Teheran, zu den Taliban oder sonstwohin. Vergiß nicht: schon Achim Reichel hatte einst gesungen "Am besten Du gehst !". Mal eine Bemerkung am Rande: wer den Schwachsinn über den armen verfolgten Islam Glauben schenkt, sollte sich mal ausmalen was mit Gothics passiert, wenn der Islam das Sagen hat. Nur so als klitzekleine Anregung zum nachdenken. [/B][/QUOTE] Ja, vielleicht sollte ich dort hingehen, vielleicht hast du Recht...es zumindest in Erwägung zu ziehen wäre gar nicht mal das verkehrteste in meiner Situation...denn mehr als verlieren kann man dort auch nicht...aber du befindest dich abermals im Irrtum, wenn du glaubst, ich würde dem Islam zum "Sieg" verhelfen, oder hier gar in seinem Sinne missionieren zu wollen, denn nichts läge mir ferner als das...ich sage nur das eine, und für dich auch noch ein letztes Mal, auch wenn es bei dir ohnehin zwecklos ist: ich gehöre nicht dem islamischen Kulturkreis an, also sehe ich keine Notwendigkeit, mich nach islamischen Glaubens- oder Heilslehren zu richten...ich bin erklärter Atheist und verzichte auf jedwede Religion...ich sage nur, der Westen hat kein Recht dazu, sich in die Belange von islamischen Ländern einzumischen, dort weder militärisch noch "humanitär" zu intervenieren...ich möchte überhaupt niemanden, der über mich und meine Belange "das Sagen hat" - auch keinen Islam - weil ich grundsätzlich keine Herrschaft von Menschen über Menschen anerkenne - sei diese nun rein weltlich begründet oder unter dem Deckmantel von Religiosität...also hör auf damit, den Sinn meiner Aussagen derart zu entstellen und ins Gegenteil zu vedrehen...ich trete lediglich dafür ein, dass die Menschen in diesem wie auch in anderen Ländern - ihren eigen Weg finden, der ihnen gerecht wird und ihnen angemessen ist...nicht mehr und nicht weniger habe ich behauptet... |
| Krang2 | Diese ganze Bildungsdiskussion soll uns doch nur darüber hinwegtäuschen, daß es nicht genügend Arbeitsplätze gibt. Ich bin eine von denen, die alles spitze abgeschlossen haben, somit überqualifiziert sind und nun ALGII-Aufstocker sind. Und weil man ohne Abitur nicht mal eine aussichtsreiche Lehre bekommt, heißt es nun, die Kinder sollen Abitur machen und studieren, damit ihnen wenigstens eine Perspektive vorgegaukelt wird. Ist ja ein toller Sieg der Gleichmacherei, wenn dann die Leute im Arbeitsamt wenigstens sagen können, daß sie bei der Vergabe der Studienplätze nicht sozial benachteiligt waren, haha. Immerhin ändert sowas den Blickwinkel, ich wende meine Ressourcen jetzt dahin, wo sie sich lohnen und auch was zurückkommt, nämlich meinen Kindern zu, und schiebe sie nicht in die Krippe ab, um Taxi zu fahren. Ich kann jedem nur raten, lernt das, was ihr gut könnt, was euch liegt, was euch interessiert, was euch begeistert....ganz gleich, wie die derzeitigen Bedingungen sind. Alles andere macht auf Dauer unglücklich, und Planen läßt sich das Leben nicht, das Berufsleben heutzutage sowieso nicht (es sei denn, man ist so ein Arschkriecher und Ellenbogenegoist, daß man in jedem System hochkommt). Solche Forderungen wie im Beitragsanfang aufgestellt sind alleinstehend noch nicht aussagekräftig, mich interessiert dann eher die Person, die dahintersteht, ihr eigener Lebenslauf, die politische Gesinnung usw. Irgend etwas fordern kann jeder. |
| Ronin76 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Krang2 [/i] [B]mich interessiert dann eher die Person, die dahintersteht, ihr eigener Lebenslauf, die politische Gesinnung usw. Irgend etwas fordern kann jeder. [/B][/QUOTE] Es soll also nicht jeder etwas fordern dürfen und du steckst Menschen lieber in Schubladen ? |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von Krang2 [/i] [B]Diese ganze Bildungsdiskussion soll uns doch nur darüber hinwegtäuschen, daß es nicht genügend Arbeitsplätze gibt... man ist so ein Arschkriecher...mich interessiert dann eher die Person, die dahintersteht, ihr eigener Lebenslauf, die politische Gesinnung usw. Irgend etwas fordern kann jeder. [/B][/QUOTE] Wieso interessiert dich die Gesinnung anderer so sehr? Bist du ein Gesinnungsschnüffler? - Oder gar ein Arschkriecher, der den Herrschenden nach dem Munde redet und genau das Zeug schwallt, das sie gerne hören möchten...? Und etwas fordern können offenbar die wenigsten - weil es nur wenige tun...denn wenn es mehr wären, wäre es für die Herrschenden schon weitaus schwieriger, zwangsverordnete Armut für immer mehr Menschen durchzusetzen... |
| solipsismus | Wow, wie man sich in die Enge getrieben fühlen kann... Manche interessieren sich halt für andere und ihr Schicksal. |
| Ronin76 | ja und manche schreiben einfach nur dumme Kommentare. |
| solipsismus | Ja, die kann ich auch nicht leiden! Spinner, die. |
| Aza | Kostenlose Bildung: Bildung ist in Deutschland kostenlos, zumindest für Akademiker. Die 1400 Euro die man hier im Jahr bezahlt (inkl. Zugticket etc.) sind in meinen Augen durchaus angemessen. Wer wirklich studieren will, geht ein bisschen Kellnern (besonders innerhalb der ewig langen Semesterferien) oder macht ein bezahltes Praktikum und kann so über die Runden kommen. Jeder Handwerker der seinen Meister machen möchte bezahlt das 8-10-Fache eines Studiums. Abkehr vom Bachelor-Mastersystem: Halte ich für blödsinnig. In den Niederlanden gibt es seit Jahren den Bachelor und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die dortigen Absolventen teilw. um Jahre den Studenten in anderen europäischen Ländern vorraus sind. Hinsichtlich der Inhalte des Bachelorstudiums in Deutschland kann ich allerdings beifplichten, dass man sich das hier nochmal anschauen sollte. |
| Krang2 | @Xenomorph, mich interessiert die Gesinnung einer Person, weil ich wissen möchte, was für ein Mensch hinter einer Forderung steht. Nein, ich bin kein Gesinnungsschnüffler oder Arschkriecher und rede auch nicht, was andere hören möchten. Um dir das zu beweisen, fordere ich an dieser Stelle mal das Müttergehalt im Wissen, daß ich mich damit unbeliebt mache. Eher würde ich mit meinen Kindern vors Bundesverfassungsgericht ziehen, als sie freiwillig GANZTAGS in staatliche Umerziehungs- und Verdummungsanstalten zu geben. Und wenn ich das nötige Kleingeld hätte, würde ich eine Privatschule gründen und die Eltern nach meiner eigenen Gesinnung auswählen. Ich hoffe, ich habe damit Einiges klargestellt. Wenn mich jemand wegen meiner Einstellung haßt oder angreift, damit kann ich leben, aber wenn mir jemand, der mich überhaupt nicht kennt, völlig grundlos Falsches unterstellt, macht mich das sauer! Ach übrigens, wenn man Menschen überzeugen möchte, muß man nicht überall diskutieren und hetzen. Es reicht aus, wenn man Vorbild ist. Das wirkt nachhaltiger und die Menschen kommen von allein und wollen belehrt werden. Versuch es mal. Aber höflicher als bei mir. |
| Krang2 | @Ronin, jeder darf etwas fordern, aber wenn ich weiß, was für ein Mensch dahintersteht, dann weiß ich, ob ich ihn ernst nehmen kann. Ja, und was die Schubladen angeht, bei mir ist hier jemand in der Pseudointellektuellenhobbymarxistenanarchoschublade gelandet. |