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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Uralte Hüte die sich keiner mehr anzieht
Seneca...das war mein Gedanke als ich mich fragte wo denn die entrüsteten Themenbeiträge bleiben. Was haben uns die letzen Tage nicht alles geboten.

* Jugendliche Schlagen Senioren tot

* Fahranfänger tötet sich und drei Insassen mit 170PS

* Taliban überfallen Bundeswehr Konvoi, viele Verletzte, einer davon Schwer.

* Opel streicht 11.000 Stellen

* Amoklauf an ansbacher Schule mit Axt und Molotovcocktails, 11 Verletze, zwei Mädchen schwerstverletzt.

Haben wir usn schon so daran gewöhnt, oder war das nur eine ganz normale Woche.
Woran merkt man eigentlich das man schon total abgestumpft ist?
xxxzinixxxsich hier öffentlich über irgendetwas andeutungsweise zu entrüsten gleicht einer hetzjagt...
KinchAbstumpfung? Ich würde es wohl eher als Zeichen kollektiver charakterlicher Entwicklung betrachten, wenn man sich nicht mehr der Aufmerksamkeitsökonomie beugt und stattdessen lieber über substanzielles redet – wenn das hier nicht die NW wäre und die Erklärung die ist, dass hier eh kaum noch einer ein Thema eröffnet.

[quote]
Haben wir usn schon so daran gewöhnt, oder war das nur eine ganz normale Woche.[/quote]

Dieser rethorischen Frage liegt aber schon die Prämisse zugrunde, dass NW-Nutzer kein Leben außerhalb der NW haben, wo sie sich entrüsten können?
Demon17Ach das liegt an der Reizüberflutung Seneca. Worüber soll man sich noch aufregen? Wir hätten ja dauernd Threads mit XYZ baut soundsoviele Stellen ab. Jugendliche ermorden Schüler/Senioren/Manger. Wie wäre es mal mit einem Sammelthread für so etwas? Für die Taliban hab ich ja schon den Afghanistanthread.
SenecaNein. Ich stelle nur fest das in der jüngeren Vergangenheit jedes dieser Themen Anlass für einen eigen Themenstrang war. Ich stelle ebenfalls fest daß wir binne Monaten eine extreme Häufung dieser früher als extrem empfundenen Vorfälle haben.
Legt das nicht den Schluss nahe das wir kollektiv bereits abgestumpft sind?
Ich bemerke das ja nicht nur auf nachtwelten, es ist ein Phänomen in der ganz breiten Masse.

Früher waren das mal totale Aufreger, heute gibs nur noch Achselzucken und: "da kamme nix mache, passiert halt allderweil"!
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
Legt das nicht den Schluss nahe das wir kollektiv bereits abgestumpft sind?
Ich bemerke das ja nicht nur auf nachtwelten, es ist ein Phänomen in der ganz breiten Masse.
Früher waren das mal totale Aufreger, heute gibs nur noch Achselzucken und: "da kamme nix mache, passiert halt allderweil"! [/QUOTE]Was solls auch?

Vorschläge, die an den Verhältnissen etwas ändern würden, werden sowieso abgewatscht, und Vorschläge, die an den Verhältnissen nichts ändern (jedenfalls nicht zum Positiven), gibt es von anderen Leuten schon genug.
moreAbstumpfung kann man sicherlich nicht daran fest machen, wie viele Threads zum Thema XY NICHT eröffnet werden.
Ich muss sagen, dass ich früher des öfteren Mal das Gefühl hatte in einer Stammtischkneipe mit Bildzeitungsniveau zu sitzen, wenn ich mir die Threads angeschaut habe, welche nach solchen Vorfällen - oft nur Minuten nach der ersten Radio- oder TV-Meldung - eröffnet wurden.
In der Regel lief das dann auch noch auf der Schiene ab: "Attentäter trug schwarzen Mangel - jetzt sind wieder die Gothics schuld!!!"

Eigentlich beruhigt mich das, dass dieser Aufschrei bis jetzt ausgeblieben ist. Man zieht sich vielleicht nicht mehr jeden Schuh an.
Entrüstet und geschockt ist man trotzdem. Zumindest kann ich das für mich so beantworten. Ich war nach diesem S-Bahn-Mord vor Schreck, Scham, Hilfloskeit, schlechtem Gewissen (obwohl ich ja nichts dafür konnte) und Angst wie gelähmt. Und ich bin mir sicher, es ging einigen so. Vielleicht steckt so etwas wie Pietät und Emphatie dahinter, dass man solche Dramen nicht persönlich öffentlich auf diesem Board austreten muss.
AzaIch finde die Ereignisse alle furchtbar und schrecklich, allerdings bin ich persönlich einfach müde geworden. Jeden Tag lese und höre und sehe ich so eine Scheisse, da habe ich einfach keine Lust mehr mich darüber aufzuregen oder zu trauern. Das Einzige was mich noch teilweise aufrichtig kümmert sind Fälle wie die mit dem armen Mädchen was im Gulli entsorgt wurde.
Den Rest versuche ich größtenteils zu überlesen weil ich sonst aus dem Aufregen und Trauern garnicht mehr rauskäme. Ubiquitäre Versorgung mit Nachrichten und Informationen hat auch negative Auswirkungen :(
Lacerta[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]Eigentlich beruhigt mich das, dass dieser Aufschrei bis jetzt ausgeblieben ist. Man zieht sich vielleicht nicht mehr jeden Schuh an.
Entrüstet und geschockt ist man trotzdem. Zumindest kann ich das für mich so beantworten. Ich war nach diesem S-Bahn-Mord vor Schreck, Scham, Hilfloskeit, schlechtem Gewissen (obwohl ich ja nichts dafür konnte) und Angst wie gelähmt. Und ich bin mir sicher, es ging einigen so. Vielleicht steckt so etwas wie Pietät und Emphatie dahinter, dass man solche Dramen nicht persönlich öffentlich auf diesem Board austreten muss. [/B][/QUOTE]

Natürlich beruhigt es dich und wie so viele andere auch, dass man bei Ungeheuerlichkeiten nicht aufschreit, es nicht thematisiert und unter den Teppich kehrt als wäre alles wie beim Alten und NICHTS geschehen. Man nimmt es hin, als sei es eine nicht zu kontrollierende Naturgewalt. Du kannst es dir nicht erklären, dass du bei solchen Nachrichten Angst und Scham empfindest, zeigst dich gelähmt und versuchst dein Schweigen und das deiner Mitmenschen mit angeblicher Pietät und Emphatie zu entschuldigen. Antipathie ist meine Antwort! Ich verabscheue diese Schreckstarre unserer schwachen Gesellschaft. Denn als nichts anderes kann man dieses Verhalten bezeichnen. Wie ein verängstigstes Kanickel steht ihr da und wartet darauf, dass auch ihr am Tag X von euren selbst gewählten Metzger abgeholt werdet. Ich wünsche mir sehnlichst, dass der Dominik Brunner heute noch leben und seinen Verdienstkreuz empfangen könnte. Dieser Manager war ein Musterbeispiel für Mut und Courage. Die Politik warnte bereits kurz nach dieser Schandtat den Mord nicht im Bundestagswahlkampf zu instrumentalisieren, um härtere Strafen gegenüber Intensivstraftätern zu fordern. Ich bekomme das würgen.
Wieso sollte man auf Nachtwelten unangenehme Probleme benennen, welche nicht thematisiert werden wollen? Mich wundert hier nichts mehr. Das ist keine Abgestumpftheit, das ist Resignation.
pulSarIch maße mir an, den Seneca zu verstehen.... ich dachte mir recht ähnliches auch des öfteren... und ich suchte auch hier nach "dem neuesten Amoklauf-Thread".

Krassestes Beispiel sind für mich die Totenberge, die man in den News quasi statistisch serviert bekommt.
Stichwort: Selbstmordattentat.

Das es "mal wieder" einen durchgerauschten gab, der amok lief und das hier um Lande ist sicher eine Facette... die zynischen oft wenig geistreichen und oft nur "eins-auf-die-fresse-verdien"-Kommentare in den Massen-Platt(!)Formen Marke GMX oder Web.de (dort kann man ab 22 Uhr nicht mehr posten... haha) sind eine andere Facette...

Eine neue (hier in der Diskussion): Bitte bedenkt auch den Einzugskreis, den Nachrichten (dieser und anderer Art) haben. Was vor hundert Jahren noch aufs Dorf und Nachbardorf beschränkt war ist heute die ganze Welt... zumindest der Teil davon, den die Nachrichtenagenturen für relevant erachten...

Nur - Hand auf's Herz: Was will man auch machen als Nachrichtenkonsument?
Soll man zum Klageweib werden und stets nur aufschreien ob des Übels dieser Welt?

Man kann doch solche Abgründe gar nicht wirklich verstehen und bleibt angewidert-schockiert auf seinem Sessel sitzen und schluckt erstmal... arg viel mehr als ein Talk mit dem Kollegen wie krass und krank das mal wieder ist, bleibt doch de Fakto nicht übrig?!

Seneca: ich kann dich verstehen - einerseits - andererseits: wäre es Dir wirklich lieber, wenn hier jede Kranke Neuigkeit diskutiert würde?
Es wäre doch alleine im Sinne der Kaiser-Regeln nicht sooo einfach, zu allem eine würdige Diskussion zu eröffnen. Was wollte man denn als Tenor in einen Thread legen? Dass die Welt so schlecht ist? Dass es nicht unerheblich kranke Psychen gibt, die durchknallen?
Im Grunde kann man da auch "kollektiv" behandeln - abstrakt gesehen aus Sicht der Diskussion...

Ja - und ich bin (auch) davon überzeugt, dass man abstumpft bei solchen Häufungen...
Dem menschlichen Hirn bleibt doch gar nichts anderes übrig - will es die Psyche, die in ihm wohnt halbwegs schützen...

Du hast (wie erwähnt) das Mädchen im Gulli vergessen, den Australischen Fritze, den Rentner, der einen Gleichaltrigen und sich selbst erschoss wegen eines Maschendrahtzauns (oder so). Tja -- und ich erlaube mir ab und an auch schweizer Portale zu lesen - da wurden diese Woche auch mehrfach Leute erschossen. Beziehungstaten.

Es sind wieder mal Psycho-Wochen... oh mann.. das ist echt mal eine bekloppte kranke menschenverachtende Scheisse!!!

Jedoch:

Die Frage muss aber nach wie vor erlaubt sein: [b]in wie fern betrifft das uns wirklich in unserem Leben und Umfeld?[/b]

Saugen wir nicht als Medien-Opfer / Konsumenten nicht das komplette Übel und Unheil dieser Welt (mehr oder weniger sensationsgeil) in uns auf?

Ist die Welt wirklich schlechter als früher?

Oder erfahren wir nur mehr und wesentlich schneller über sie?

(die Fragen sind keine rhetorischen sondern echte und "laute Gedanken")
was meint ihr??
XenomorphUnsere Welt wird jenen Alptraumwelten von "The Hills Have Eyes", "Hostel" und "Texas Chainsaw Massacre" immer ähnlicher -und niemand scheint sich ernsthaft zu fragen, warum...warum ist die Realität die Realität - so und nicht anders...? das könnte man sich ewig fragen...und es würde immer nur in einer neuen Endlosschleife enden...

...man müsste dazu wieder die schon - wie zig- millionenfach zuvor - die Gewaltfrage stellen...warum stören uns gerade diese Ereignisse so massiv in unserer trügerischen Gemütsruhe - andere, ebenso schlimme oder unvorstellbar Schlimmeres, von dem wir zwar wissen oder es zumindest ahnen, was vor sich geht - aber nicht...? ein Anschlag von zwei Jugendlichen auf einen U-Bahn Fahrgast - schlimm ist das schon...aber noch viel schlimmer und unerträglicher als die Tatsache an sich ist für mich der Umstand, dass wieder mal alle Anwesenden, die den Vorfall beobachteten, "weggesehen" haben...feige Schweine, keinen Finger haben sie gerührt um dem zu helfen...diese Spießerschweine und Halbfaschisten...verstecken sich hinter ihrer Bild-Zeitung und lassen es einfach geschehen, anstatt diesen Hooligans mit einer Eisenstange, Bierflasche or wahatever available mal saftig die Fresse zu polieren...

...Gewalt finden alle scheiße...Gewaltvideos und -spiele sind die Ursache von Gewalt - sagt der Papst...und es ist Wahlkampf, da sind Ereignisse wie die obigen ebenso willkommen wie eine Gruppe verirrter Touristen es einer Sippe hinterwäldlerischer Kannibalen ist: Ein gefundenes Fressen...es müssen wieder Gesetze her, bereits bestehende geändert und verschärft werden...und der Angriff auf die Werhmacht wird natürlich aus der Sicht der Regierungen, die die westlichen "Werte" vertreten als "Gewalt" gebrandmarkt, der Einmarsch der BRD-Besatzer in Afghanistan hingegen als "Friedensmission" deklariert...

...ja, wir sind abgestumpft - allesamt...haben das alles schon X-mal gesehen, erlebt und totgeredet ad nauseam...es lässt sich keine müde Sau damit mehr unter dem Ofen hervorholen, mit weiteren Schreckensmeldungen, die ihren Schrecken längst verloren haben...was bleibt, ist die Langeweile...die unendliche, unerträgliche Langeweile, die einerseits denjenigen befällt, der auf der Sonnenseite des Lebens im kapitalistischen Wunderland steht...sowie dessen Kehrseite, der endlose Stumpfsinn dumpfer Verzweiflung, der den heimsucht, dem jenes Glück der Träumenden versagt blieb...doch sowohl endlose Langeweile wie auch endlose Leere - führen zu endloser Wut und zu endlosem Hass...wo die Endlosschleife der Gewalt beginnt und sie gleichzeitig endet - um von neuem zu beginnen...Gewaltvideos werden von den bürgerlichen Medien ja immer gern als brutal hingestellt - es wird in gespielter Empörung auf die explizite Darstellung von Gewalt verwiesen und diese als Ursprung jeden Übels gegeißelt...doch das, was wir hier sehen ist nur das Bild, die Collage, nicht das Absolute, das es unvollkommen und verzerrt nachbildet...denn was ist selbst die exzessivste Gewaltszene in einem Film im Vergleich zu dem, was Institutionen und Staaten, Militärs und andere Scheißdrecksfaschisten, die katholische Kirche während der Inquisition den Menschen angetan haben und noch tun...? Nichts...! Es bleibt immer eine zwar im Kern zutreffende, doch niemals die Realität exakt wiederspiegelnde Abbildung..."Hostel", wer kennt diesen Film nicht...? Ein wirklich guter Film darüber, wie die unendliche Sattheit und Dekadenz der kapitalistischen Gesellschaft sich in unendlich perversen, sadistischen Macht- und Gewaltphantasien auslebt...wo das Individuum endlich einmal seinem großen Vor-Gesetzten, staatlichen Istitutionen, ein wenig nacheifern darf...wo der individuelle Größenwahn sonst nur Politikern und Militärs... im Rahmen "guter"= staatlicher Interessen zugestanden wird...doch wer kann da noch widerstehen, wenn ihm die Chance - freilich gegen horrende Summen - geboten wird, wenigstens einmal im Leben ein Josef Mengele zu sein... ? Doch was in den Folterbunkern und KZs der Machthaber dieser Welt tagtäglich geschieht...in Afghanistan, dem Irak, der USA/Guantananoma - von China wollen wir besser gar nicht erst reden - stellt dieses Szenario sicher bei weitem in den Schatten...doch an einem Amoklauf eines verzweifelten Schülers geilt sich die ganze bürgerliche Presselandschaft auf...einem Fahrgast, der von zwei Jugendlichen erschlagen wird, kommt niemand zu Hilfe...wir haben ja den bürgerlichen Bullen, wir sind nicht zuständig...und wenn der bürgerliche Bulle nicht kommt, oder zu spät, dann sagt sich der Bürger: ich bin nix, ich kann nix - ich warte auf die Uniform...denn ihr bedingungslos zu vertrauen, der Uniform - nur ihr, nicht ihrem fleischlischen Inhalt, hat klein- Bürgernase von der Piefke- Pieke auf gelernt...

...Thomas Manns "Zauberberg" gab bereits die Antwort, bevor wir sie überthaupt kannten: auf den großen Stumpfsinn folgt die große Gereitztheit...und ihr folgt der Donnerschlag, der alle Illusionen sprengt und hinwegfegt...Hans Castorp verliert sich im Gemetzel von krachenden Granaten und herumfliegenden Knochen und Eingeweiden...die Zukunft war schon gestern- sie ist jetzt-und sie wird morgen - nicht mehr? sein...

...es war einmal ein System - das versprach den Menschen endloses Glück, endlosen Erfolg, endlosen Reichtum...dafür mussten sie auf jeglichen Gedanken an Gewalt rigoros verzichten...die einen, sie nutzten "ihre" Chancen...sie wurden immer reicher...all ihre Träume gingen der Prophezeiung gemäss in Erfüllung...doch als sie alles besaßen, da mangelte es ihnen an etwas, das sie nun nicht mehr besaßen: Träume - eine Welt jenseits des Materiellen, in der sie lebten...
...die anderen, ihnen blieb jenes Glück versagt - die "Glücklichen" aber hatten stets die Antwort darauf parat: "Weil ihr selber Schuld seid"...
pulSarXeni: beim lesen Deiner Zeilen musste ich an die Kommentatoren denken, die ich erwähnte... GMX und so..
die haben ihre Ausflucht aus der unendlichen abgestumpften Langeweile offenbar darin gefunden, sich gegenseitig in dumpfester Dumpfheit auf ... äh ich sag mal dem Kellergewölbe unter dem Stammtisch-Niveau zu finden.. ach was sag ich: das Abwasserrohr was von dem Keller abfliesst... hauptsache man kann sich dann ein paar "Ego-aufmerksamkeits-Punkte" einstreichen. Klar - das "echte Leben" bietet ja sonst nix....

______

Ich bin der Meinung, [b]dass der Krisen und Existensangst-geprägte Zeitgeist leider auch dazu beiträgt, dass immer mehr Psychen durchrauschen und auf die eine oder andere Art amok laufen![/b].. ebenso wie hemmungsloser Drogenkonsum und Gangsta-Verherrlichung Marke Ghetto-Hopper.. (letzeres gilt für die Klientel, mit denen man in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht aneinander geraten will.. weil man eh weiss, dass keiner helfen wird!).

Konkret dazu: das ist nichts neues - auch wenn es jetzt einen Toten gab, der die Politik wachrüttelte... die kennen die Öffies doch eh nicht sondern nur ihre Dienstwagen, die wir ihnen blechen.
ich lese oft im frankfurter-nahverkehrsforum.de und da wird alle Nase lang von Gewalttätern berichtet.

Und jedesmal schauen sie alle weg -- die [b]Angst-Zombies[/b]....

Das einzige was mir bleibt ist.... das alles in das Weltbild zu integrieren (so leid es mir tut!!!!) und noch ein paar Härtegrade zuzulegen.. in der Musik die ich höre und machmal auch in der, die ich mache...

ein gewaltfreier und ehrlicher Weg wie ich finde. Kein bewegender, keine Lösung... aber eben ne Art Energieausgleich ... von mir aus wenn ihr es so wollt eines kranken (weil sehenden/wahrnehmenden) Hirnes in einer mehr als nur kranken Welt...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Lacerta [/i]
Die Politik warnte bereits kurz nach dieser Schandtat den Mord nicht im Bundestagswahlkampf zu instrumentalisieren, um härtere Strafen gegenüber Intensivstraftätern zu fordern. Ich bekomme das würgen.[/QUOTE]Wer ist "Die Politik"?
Ich bekomme immer das Würgen, wenn die Gewaltspirale immer mehr angeheizt wird, wenn immer mehr aufgerüstet wird, Hauptsache der Rubel (Dollar, Euro) rollt. Mir fällt es beim aktuellen Wahlkampf extrem auf, dass alle etablierten Parteien fast nur noch über Geld reden. Menschen und deren Leben spielen dabei kaum eine Rolle. Wen wundert's wenn das im Laufe der Zeit auf "die kleinen Leute" abfärbt, die sich eben auch "ihr Geld" nehmen wollen und dabei auf Menschen und deren Leben pfeifen (soweit ich informiert bin, ging es bei dem Vorfall ja ursprünglich darum, den Kindern irgendwelche Dinge wegzunehmen).
coma_blackDie Gewalt fängt nicht an
wenn einer einen erwürgt
Sie fängt an
wenn einer sagt:
"Ich liebe dich:
du gehörst mir!"

Die Gewalt fängt nicht an
wenn Kranke getötet werden
Sie fängt an
wenn einer sagt:
"Du bist krank:
Du mußt tun, was ich sage!"

Die Gewalt fängt an
wenn Eltern
ihre folgsamen Kinder beherrschen
und wenn Päbste und Lehrer und Eltern
Selbstbeherrschung verlangen

Die Gewalt herrscht dort
wo der Staat sagt:
"Um die Gewalt zu bekämpfen
darf es keine Gewalt mehr geben
außer meiner Gewalt!"




oder wo die Kritik nichts tun darf
sondern nur reden
und die Heiligen und die Hohen
mehr tun dürfen als reden

Die Gewalt herrscht dort wo es heißt:
"Du darfst Gewalt anwenden!"
aber oft auch dort, wo es heißt:
"Du darfst keine Gewalt anwenden!"

Die Gewalt herrscht dort
wo sie ihre Gegner einsperrt
und sie verleumdet
als Anstifter zur Gewalt

Das Grundgesetz der Gewalt
lautet: "Recht ist, was wir tun.
Und das was die anderen tun
das ist Gewalt!"

Die Gewalt kann man vielleicht nie
mit Gewalt überwinden
aber vielleicht auch nicht immer
ohne Gewalt

(Erich Fried)



Ich finde, schöner und treffender kann man es gar nicht mehr formulieren...

Zu dem Amoklauf: Ich habe festgestellt, daß diesmal gar kein solcher Medienhype veranstaltet wird. Gestern war die Berichterstattung noch ziemlich reißerisch, aber anscheinend macht es der Presse ohne Tote nicht so recht Spaß, darüber zu berichten.

Oberflächlich gesehen.

Geht man etwas tiefer, dann kann man doch feststellen, daß ein Amoklauf (also eine sorgfältig inszenierte Selbsttötung, bei der man noch so viele Opfer wie möglich "mitnimmt") einen der wenigen wirklich souveränen Akte darstellt, die der verwaltete Mensch noch auszuführen imstande ist. Der Schock eines Amoklaufs besteht weniger darin, daß da jetzt eine Menge Leute ums Leben kamen, sondern darin, daß sich einer anmaßt, das staatliche Gewaltmonopol an sich zu reißen, sich als Herr über Leben und Tod aufzuspielen und sich anschließend auch noch der weltlichen Rechtsprechung zu entziehen, weil er am Schluß sich selbst eine Kugel in den Kopf jagt. Wir sind schockiert über die Anarchie einer absoluten Souveränität, über die Freiheit!
Und da der eigentliche gesellschaftliche Sündenbock, der, der das Unerhörte wagte, nicht mehr vom Kollektiv zerissen werden kann, weil er das archaische Heroenopfer an sich selbst vollzog, muss eben ein beliebiger Ersatz dafür herhalten (siehe den Genuß, mit dem die Eltern von Tim K. öffentlich fertig gemacht wurden, siehe die Debatte um aus konservativer Sicht verwerfliche Medien, usw.). Ersatzhandlungen, mit denen sich nachträglich der Staat und seine Institutionen wieder als eigentlicher Souverän ins Amt setzt, um Schrecken zu verbreiten.
Nun ist der Fall aber diesmal so, daß der Amokläufer überlebte, daß wir, wenn wir der Sache die gleiche geifernde Aufmerksamkeit widmen, vielleicht auf Motive stoßen, die über Schützenvereine, Killerspiele oder Gangsta-Rap hinausgehen und das ganze Psychologengewäsch als Mumpitz entlarven.
Wir müßten dann in den Abgrund sehen, der wir selber sind, und darum ist das Thema so schnell wieder vom medialen Tisch.
AzaMal Hand aufs Herz, ich bin 100% gegen Gewalt und immer bemüht nett und freundlich zu sein. Ich bin es sogar vom Naturell her, ich liebe das Leben und ich mag (viele) Menschen sehr gerne, prinzipiell lebe ich in einer Bilderbuchfamilie in einer Bilderbuchkleinstatt.

Aber, ab und zu habe ich auch Momente, wo ich am Liebsten alles hinwerfen würde, dem asozialen Penner im Bus seine Flasche in den Arsch schieben will, dem komischen Nazi seinen Skalp abziehen und Gangstermurat seinen Schnurrbart anstecken will.
Momente wo das Fässchen Geduld voll ist, man sich wirklich (auch teilweise sehr gerne, da sinnvoll) angepasst hat und nun mehr angepisst ist.
Wegen Chef, Mitstudenten, Kinderschändern, Hitler, dem unfreundlichen Kioskmann usw.

Wirrer Text, kurze Frage:
Ist es natürlich, dass jeder Mensch irgendwann -auf seine Art und Weise- kollabiert und ausrastet? Zumindest innerlich?
Oder ist das nun ver-rückt.
coma_blackDas ist normal, und eigentlich ist es der Antrieb zu den großen Leistungen der Kunst und Kultur. Inzwischen häufen sich sogar Vermutungen, daß Gewalt nicht eine Ersatzhandlung für sexuelle Defizite ist, sondern genau anderherum - Sex ist Gewalt (eigentlich eine logische Erklärung, wenn man mal anschaut, wie im Bett gebissen und gekratzt werden kann, wenn es so richtig zur Sache geht).

Leider leben wir aber nicht wie die Bonobos, die unter den Primaten die einzig friedliche Art bilden, dafür aber ständig herumpoppen. Vielmehr haben wir durch eine nach wie vor rigide Sexualmoral ("oversexed and underfucked") die Grundlage für gewalttätiges Verhalten in unserer Kultur fest verankert.
Lacerta[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Wer ist "Die Politik"?
Ich bekomme immer das Würgen, wenn die Gewaltspirale immer mehr angeheizt wird, wenn immer mehr aufgerüstet wird, Hauptsache der Rubel (Dollar, Euro) rollt. Mir fällt es beim aktuellen Wahlkampf extrem auf, dass alle etablierten Parteien fast nur noch über Geld reden. Menschen und deren Leben spielen dabei kaum eine Rolle. Wen wundert's wenn das im Laufe der Zeit auf "die kleinen Leute" abfärbt, die sich eben auch "ihr Geld" nehmen wollen und dabei auf Menschen und deren Leben pfeifen (soweit ich informiert bin, ging es bei dem Vorfall ja ursprünglich darum, den Kindern irgendwelche Dinge wegzunehmen). [/B][/QUOTE]

Ich musste kurz lachen. Das klang in meinen Ohren beinahe so, als ob du Verständnis für die Täter hättest. Aber solch eine moralische Verirrung, zugunsten der Täter und zu ungunsten eines bösen kapitalistischen Managers, traue ich dir nicht zu. Ich muss dich falsch verstanden haben!

Und zu deiner Frage da oben. EDIT: Weil sich Xeno an den vielen Zitaten stört, nenne ich mal nur die Quellen :)

[url]http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,649008,00.html[/url]

[url]http://www.zeit.de/newsticker/2009/9/14/iptc-bdt-20090912-420-22373506xml[/url]

[url]http://rhein-zeitung.de/on/09/09/14/news/t/rzo614866.html[/url]



Außerdem muss ich Xenomorph in dem einen Punkt Recht geben, dass sich die Passanten welche zur Tatzeit dort anwesend waren sehr feige verhalten haben. Gewaltspirale hin oder her ...man muss zuschlagen wenn es darauf ankommt.
Ronin76BILD gibt Verhaltensanweisungen:
[QUOTE]
Die Wichtigste: Helfen Sie, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben. Sind die Täter offensichtlich stärker und zu jeder Art von Gewalt bereit, suchen Sie sich Mitstreiter und rufen Sie umgehend die Polizei (110) an.

Warten Sie nicht ab, dass schon jemand etwas unternehmen wird. Reagieren Sie als Erster, indem Sie andere gezielt auf das Verbrechen aufmerksam machen („Sie, der Herr mit dem Krückstock, helfen Sie mir“.) Appellieren Sie laut und deutlich an die umstehenden Personen („Sie, die Oma mit dem Hut: Rufen Sie 110 und holen Sie die Bullen“.)
[/QUOTE]
(Bis auf die Aufforderungen in den Klammern alles original. Ein praxisgerechteres Beispiel konnte ich mir nicht verkneifen. Original: Herr im blauen Polo-Hemd und Dame mit Hut)

Also immer schön auf die blauen oder grünen Kittelträger warten und nur verbal reagieren. Und dann entspannt die Live-Show genießen. Vielleicht auch noch Wetten abschließen und anfeuern.

Der Grund weshalb ich keine Boulevardnachrichten lese oder schaue ist, daß diese vor der Präsentation selektiert werden. Daß also aus dem großen Kuchen der gesammelten Nachrichten und Geschehnisse nur ein winziger Teil der Öffentlichkeit präsentiert wird. Welche dann meint dies sei ein repräsentativer Durchschnitt. Theoretisch könnte der komplette Inhalt einer Tageszeitung mit ähnlichen Bluttaten gefüllt werden, das wäre bei der globalen und komplexen Nachrichtenfülle gar kein Problem.

Mir ist aufgefallen daß Menschen immer nur dann besonders betroffen reagieren wenn die Taten direkt im Umfeld stattfinden. Um es in einer Gleichung auszudrücken: Je näher = desto betroffener. Konnte ich damals beim Amoklauf von Winnenden exzellent beobachten, welcher nur 15 km entfernt statt fand. Wie geschockt und betroffen die Leute, vor allem Frauen, doch waren. Und aus lauter Betroffenheit UND ANGST wurden dann überall Gedenkgottesdienste- und Trauerfeiern abgehalten. Als ob das etwas ändern oder die Toten wieder lebendig machen würde... Aber daß solche Taten zB im Irak im viel größeren Ausmaß täglich passieren, das juckt eigentlich so gut wie Niemanden und Handlungsbedarf besteht laut der Mehrheit der Bevölkerung da auch nicht. Ist ja alles weit weg und sind ja auch bis vor kurzem nie Deutsche betroffen. Solche Nachrichten findet man auch nicht in der großen Tagespresse da muß man dann schon bei relativ unbekannten Internetseiten suchen.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Lacerta [/i]
[B]Ich musste kurz lachen. Das klang in meinen Ohren beinahe so, als ob du Verständnis für die Täter hättest. Aber solch eine moralische Verirrung, zugunsten der Täter und zu ungunsten eines bösen kapitalistischen Managers, traue ich dir nicht zu. Ich muss dich falsch verstanden haben!

Und zu deiner Frage da oben. Hier paar müde Zitate:[/quote]

ehrlich - ich finde deine vielen Zitate langweilig...bist du eigentlich so stinkfaul, dass du nicht mal in einem einzigen Beitrag deine eigenen Gedanken selber formulieren kannst...? Oder weisst du es einfach nicht...? du bist mir schon dadurch suspekt, dass du dich immer mit fremden Federn schmückst - anstatt deine eigene Meinung mal selber und mit eigenen Worten zu begründen...sie ist zwar auch dann noch zu 90% scheiße...nur wäre es dann endlich erkennbar, dass sie auf deinem Mist gewachsen ist...

...PS: bezüglich der Passanten: hier stimme ich ausnahmsweise mal mit dir überein...
Ronin76[QUOTE]Da braucht es keine öffentliche Bekanntmachung meiner Betroffenheit....[/QUOTE]
Sehe ich auch so. Ich empfinde so etwas immer als große Heuchelei und Gruppenzwang. Wo alle gleich sein wollen, damit sie kein Angriffsziel abgeben.

Es gibt auch eine umgekehrte Betroffenheit, wo zB bei einer Fußballmeisterschaft plötzlich fast Alle Fußballfans und besser noch Deutschlandfans sind obwohl sie das ganze Jahr keinen Fußball schauen, und dann mit idiotischen Fähnchen am Auto herum fahren. Und wenn ich dann sage daß mich Fußball einen Dreck interessiert sind die Leute ganz entsetzt.
Lacerta[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]ehrlich - ich finde deine vielen Zitate langweilig...bist du eigentlich so stinkfaul, dass du nicht mal in einem einzigen Beitrag deine eigenen Gedanken selber formulieren kannst...? Oder weisst du es einfach nicht...? du bist mir schon dadurch suspekt, dass du dich immer mit fremden Federn schmückst - anstatt deine eigene Meinung mal selber und mit eigenen Worten zu begründen...sie ist zwar auch dann noch zu 90% scheiße...nur wäre es dann endlich erkennbar, dass sie auf deinem Mist gewachsen ist...

...PS: bezüglich der Passanten: hier stimme ich ausnahmsweise mal mit dir überein... [/B][/QUOTE]

Och, wie es scheint bin ich als Wähler der Piratenpartei geradezu prädesteniert :) Übrigens hat TTP in diesem Fall nach Beweisen verlangt und ich habe ihm sie geliefert. Ich kopiere nicht, ich belege lediglich. Aber ich nehme mir deinen Rat für die Zukunft zu Herzen. Du solltest dagegen deine Gedanken vielleicht etwas prägnanter formulieren. Nur so ein Tipp am Rande. Schön dass wir einmal einer Meinung sind ;)
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
Wenn ich jemanden ohne Grund mit einem Messer angreife, und zehn Leute prügeln mich weich, werde ich mir das nächste Mal zweimal überlegen wie ich mich in der Öffentlichkeit verhalte.[/QUOTE]Vielleicht haben ja die Leute auf dem Bahnsteig angenommen, dass der Manager die beiden jungen Männer mit einem Messer oder ähnlichem angegriffen hat, und die Prügel möglicherweise verdient hatte? So schwierig kann die Entscheidung sein, wenn man als Außenstehender zu einer solchen Prügelei hinzukommt ...

[QUOTE]Zuschauen ist Mitmachen. Und manchmal ist Gewalt nötig, auch wenn das politisch nicht korrekt ist. [/QUOTE]Ich halte (Gegen-)Gewalt nach wir vor für ungeeignet zur Problemlösung, auch in diesem Falle. Ich würde wahrscheinlich sehr unkonventionelle, überraschende Wege versuchen, die auf den ersten Blick noch viel weniger politisch korrekt aussehen würden, aber vielleicht das Leben des (gegen eine Überzahl) körperlich Unterlegenen retten würden. Aber letztendlich kann man das nie so genau vorhersagen, wie man wirklich reagiert, wenn man in einer solchen Situation ist.
AzaWichtigen Punkt hast du da angesprochen, TTP.
Warum sollte man eingreifen?
Vlt. hat der Kerl vorher die Freundin/Schwester von einem der beiden begrapscht, misshandelt, oder Ähnliches.
Gilt besonders für Situationen in der Altstadt.
Hat ers verdient, würde ich selber nochmal meinen Senf dazugeben, weil er es "verdient" hat? Oder helfen.. hmmm Schockstarre und auf den Rücken werfen
Lacerta[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Ich halte (Gegen-)Gewalt nach wir vor für ungeeignet zur Problemlösung, auch in diesem Falle. Ich würde wahrscheinlich sehr unkonventionelle, überraschende Wege versuchen, die auf den ersten Blick noch viel weniger politisch korrekt aussehen würden, aber vielleicht das Leben des (gegen eine Überzahl) körperlich Unterlegenen retten würden. [/B][/QUOTE]
Wie sehen deine unkonventionellen Wege denn aus?

Vielleicht erinnern sich hier noch welche an den in Notwehr getöteten Salih C. in Köln-Kalk. Dieser wollte zusammen mit seinem marokkanischen Kollegen einen Russland-Deutschen zusammenschlagen und überfallen und bekam in einer Notwehrsituation ein Messer ins Herz gerammt. Tage später liefen tausende von ausländischen Jugendlichen auf Kölns Straßen und riefen "Gerechtigkeit" und [URL=http://www.youtube.com/watch?v=7Z_I-Se_ryU&feature=related]"Allah ist groß"[/URL]. Andere Passanten wiederum zeigten vor der Kamera was sie von Kollektivschuld halten und äußerten [URL=http://www.youtube.com/watch?v=JzJS-RLvxE4]"Isch ficke die Deutschen."[/URL] . YouTube ist voll von Nachrufen für Salih C. und haben vereinzelt mehrere hundertausende von Zuschauern erhalten. Für mich unverständlich, wieso der eigentlichen Täter zum Märtyrer stilisiert wird.

Du hast also nicht Unrecht mit deiner Äußerung, dass jede Notwehrhaltung gegenüber solchen Tätern weiteren Hass schürt. Was hätte also der Russland-Deutsche deiner Meinung nach tun sollen? Wobei ich der Meinung bin, dass dieser vollkommen richtig gehandelt hat!
pulSar[quote]hmmm Schockstarre und auf den Rücken werfen[/quote].. [url=http://www.youtube.com/watch?v=l30HEde-QM4]duck and cover[/url]

LaCerta: ist doch ein alter Hut. Die Münchner S-Bahn-Schläger waren im übrigen Deutsche (Ghetto-Gangsta).

PS: [b]Ich stehe zu meiner Verrohung!![/b]
und beschreibe sie als reaktiv auf die Umwelt bezogen.

Die Sorte Maul-Halten-und-Wegsehen bin ich nicht...
Lacerta[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
[B]LaCerta: ist doch ein alter Hut. Die Münchner S-Bahn-Schläger waren im übrigen Deutsche (Ghetto-Gangsta).
[/B][/QUOTE]

Ich weiss. Hier hätte man also in Anbetracht der Konsequenzen erst recht zuschlagen können, weil eine Notwehrhandlung unter keinen Umständen zur Folge hätte, dass sich ein wütender Mob auf deutschlands Straßen zusammenschart um den eigentlichen Täter zu preisen und den Hass zu schüren. Man bräuchte sich also um die Konsequenzen weniger Gedanken machen, als es bei einem Mitglied der Umma der Fall wäre.
pulSarÄh ja... ich sag mal so: wenn man mal in so eine Situation geraten sollte, wird man wohl weniger an dem wütenden Mob denken als vielmehr an seine eigne Verfassung.
Ich selbst sehe Gewalt als Notlösung an -- bzw. wie im Gesetz geschrieben als Notwehr. Das Problem wäre ja auch stets, was danach kommen mag.

Um den Bogen zum Thema irgendwie zu schlagen: ich denke, dass die Übersättigung an schlimmsten Nachrichten von Übergriffen auch dazu beiträgt, dass kaum wer mehr eingreift und die Masse lieber wegschaut... nichts hört, nichts sieht und nichts sagt weil sie Angst hat.
AzaJetzt mal ganz ehrlich, kann man solche Typen nicht einfach nach Sibirien schicken?
Unser lupenreiner Demokrat Putin bekommt dafür 2000€ p.p. und wir sind die Deppen für den Rest ihres und unseres Lebens los.
Günstig, fair und schnell.
Ab ins Gulag und ruhe ist. Das gilt für deutsche wie als auch für Deutsche mit ausländischer Abstammung (gott ist das ne doofe Formulierung)
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Lacerta [/i]
[B]Wie sehen deine unkonventionellen Wege denn aus?

Vielleicht erinnern sich hier noch welche an den in Notwehr getöteten Salih C. in Köln-Kalk. Dieser wollte zusammen mit seinem marokkanischen Kollegen einen Russland-Deutschen zusammenschlagen und überfallen und bekam in einer Notwehrsituation ein Messer ins Herz gerammt. Tage später liefen tausende von ausländischen Jugendlichen auf Kölns Straßen und riefen "Gerechtigkeit" und [URL=http://www.youtube.com/watch?v=7Z_I-Se_ryU&feature=related]"Allah ist groß"[/URL]. Andere Passanten wiederum zeigten vor der Kamera was sie von Kollektivschuld halten und äußerten [URL=http://www.youtube.com/watch?v=JzJS-RLvxE4]"Isch ficke die Deutschen."[/URL] . YouTube ist voll von Nachrufen für Salih C. und haben vereinzelt mehrere hundertausende von Zuschauern erhalten. Für mich unverständlich, wieso der eigentlichen Täter zum Märtyrer stilisiert wird.

Du hast also nicht Unrecht mit deiner Äußerung, dass jede Notwehrhaltung gegenüber solchen Tätern weiteren Hass schürt. Was hätte also der Russland-Deutsche deiner Meinung nach tun sollen? Wobei ich der Meinung bin, dass dieser vollkommen richtig gehandelt hat![/QUOTE]

...ich bezweifle gar nicht, dass er richtig gehandelt hat - doch zum einen ist man am Ende doch immer der Dumme -wenn man sich wirklich dagegen wehrt und solche Typen - ob versehentlich oder mit Absicht - ausknipst...der Unfug, der in der "Demokratie" bis heute als eherner Grundsatz des "Rechts" gilt - wonach Leben grundsätzlich als "heilig" angesehen wird - natürlich nur das von Menschen wohlgemerkt, nicht das von Tieren, denen als "niederen Lebensformen" selbst das angetan werden darf, was bei Menschen - zumindest "offiziell" selbst dem allwissenden Staat als Tabu gilt...ein judäochchristlicher Schwachfug aus den Tagen von Mose und Co...ausser natürlich natürlich dort, wo der Staat selber ein "berechtigtes Interesse" am Tod von Menschen anmeldet - sei es das Töten von Einzelnen in Ländern, wo die Todsesstrafe gilt bis hin zu Massenmorden im Krieg: Der Staat hat überall die Lizenz zum Töten inne, die er mir verwehren will...wenn ich also mit irgendwelchen Schlägertypen aufräume und sie abmurkse, so muss ich selbst dann mit unangenehmen Fragen rechnen - mindestens - wenn die angefangen haben...wenn es z.B. keine Zeugen gibt oder wieder mal alle "weggesehen" haben, lässt sich das im nachhinein ja nicht einmal mehr beweisen...

...auf der anderen Seite wird vor dem Hintergrund des judäochchristlichen Lebensfaschismus sowohl die Abtreibung als auch der Suizid als Verbrechen gebrandmarkt...oder doch zumindest noch immer - im Falle des Suizid - als grob unmoralische Handlung angesehen - während auf der anderen Seite wie gesagt staatlich legimierte Morde bis hin zum Völkermord aufgrund derselben "Moral" nicht ausgeschlossen sind...

...doch zum anderen vermute ich aufgrund der Tatsache ,dass du "zufällig" gerade dieses Beispiel aufführst, wo der Angreifer "zufällig" Türke, bzw. muslimischer Herkunft war - dass der Hintergedanke dieses Beitrags darin besteht, an deine übliche Anti-Islam Propaganda anzuknüpfen, dass du abermals versuchst, dem unterschwellig rassistischen Tenor Ausdruck zu verleihen, wonach Muslime von Natur aus - oder aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit - ein höheres Gewaltpotenzial innewohnt als anderen Menschen, bzw. "uns guten" Europäern...
moreLacerta - wenn du schon so schön mit dem Finger auf andere zeigen kannst: Wo war dein Beitrag bei den ganzen Tragödien letzte Woche, scheinbar habe ich ihn überlesen.
Das sind immer die Gleichen, die sich hinter den Hecken verstecken und mit dem Zeigefinger auf andere zeigen.

Im Internet das Maul groß aufreisen ist keine Kunst. Und einen Thread eröffnen zeigt auch nicht von Zivilcourage. Mit Mut und Standhaftigkeit hat das rein garnichts zu tun.
pulSarXeni morphte da dein ein oder anderen analytischen Gedanken ins Netz, den ich mir verkniff aber ebenso dachte. Nahezu wörtlich. Egal...

Als Nachtrag: [url=http://www.sueddeutsche.de/muenchen/781/488181/text/]die Süddeutsche weiß drei Seiten lang über die Vergangenheit eines der S-Bahn-Schläger zu berichten[/url].

Das darf man gerne auch in Relation zu Azas Frage sehen. Wobei ich selbst von Forderungen wie "ins Gulag schicken" sehr sehr wenig halte. Damit sollte man nicht anfangen - denn man wüsste nie, wo das aufhören würde.

Wenn man aber den Artikel (Link oben) liest, kommen einem schon Gedanken in den Sinn, ob denn die Mittel um mit (!) solchen Existenzen bzw. Karrieren umzugehen wirklich die passenden sind. Oder ob da nicht vielmehr eine Instanz der anderen in schierer Verzweiflung die Kandidaten weiterreicht - auf unser aller Kosten. Der weisse Ring hat sich auch zu Wort gemeldet.
In dem Fall unterstütze ich die Kritik an der Staatsanwaltschaft vollkommen, dass gar nicht erst wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt wurde. DAS wäre mal ein Signal mit Symbolwirkung!

Man mag es mir wenn man will um die Ohren hauen: aber ich selbst sähe es nicht als unpassend an, wenn man bei aktenkundigen Wiederholungstätern Arbeitsstunden bzw. eine Art Bootcamp etablieren würde. Oder - so stammtischig und muffig diese Foderung auch sein mag: eben eine Abschiebung in Richtung Heimatland - sofern nicht unsere Republik. Wobei diese Forderung zwar national-populistisch als Lösung klingen mag - aus meiner Sicht aber nur einen kleinen Teil überhaupt treffen würde. Ich sehe nicht die Grenze zwischen Inländern und Ausländern sondern am ehesten soziale Missstände.

Ohne den Täter zum Opfer machen zu wollen. Es geht mir um die Praxis in unserem Land -- und die scheint mir mehr als nur naiv an der Realität vorbei zu schmettern.

Manchmal hab ich das Gefühl, dass zu viele Blumenkinder mit ihrer naiven Weltvorstellung zu viel zu sagen hatten im Laufe der letzten Jahrzehnte!

Wäre es wirklich so verkehrt, wenn manche (ich betone nochmal aktenkundige Wiederholungstäter!) z.B. Bäume pflanzten, Müll (gerne auch auf Bahnhöfen und Haltepunkten) einsammelten oder Graffities entfernten? Unter Aufsicht natürlich - wobei der Aufseher wenn es nach mir ginge nahe am "Ausbilder Schmidt wäre"...

Ich rufe nicht nach dem Überstaat oder mehr Strafmaß -- viel eher nach Vernunft und Gegenleistung gegenüber der Gesellschaft / dem Staat von eben solchen Leuten, die "ihre Karriere" machen.

So viel dazu....
moreIch denke das Jugendstrafrecht gibt schon sehr viele Möglichkeiten her, wie man jugendliche Straftäter zur Verantwortung zieht. Das Drama in diesem Land ist einfach die Umsetzung.
Ich gehe auch davon aus, dass viele Richter einfach gnadenlos überfordert sind. Vielleicht auch menschlich überfordert. So wie wohl momentan alle überfordert sich mit der Entwicklung der jungen Menschen in diesem Land.
Es ist wie die Klimaerwärmung. Jahrelang ist alles schief gelaufen und nun bricht alles über uns zusammen. Die einen wollen und können es nicht glauben und die anderen stehen nur starr da und können es nicht fassen.
Auch Jugendpsychologen sind überfordert. Was kann man denn zu dieser Gewalt und Grausamkeit sagen, die wirklich alles bisher dagewesene übersteigt.
xxxzinixxx[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
[B]Manchmal hab ich das Gefühl, dass zu viele Blumenkinder mit ihrer naiven Weltvorstellung zu viel zu sagen hatten im Laufe der letzten Jahrzehnte![/B][/QUOTE]
ich dagegen denke, die zeiten der blumenkinder sind offensichtlich schon zu lange her... make love, not war...
[IMG]http://www.psi5.com/~silva/zini.jpg[/IMG]
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Lacerta [/i]
Wie sehen deine unkonventionellen Wege denn aus?[/QUOTE]Na eben unkonventionell, "völlig unpassend", überraschend. Wie das dann konkret aussieht, das hängt von der aktuellen Situation ab. Meist hat es etwas damit zu tun, die eigene Eitelkeit zu überwinden und nicht den Helden spielen zu wollen. Wenn ich durch eine Aktion, die [b]wie Feigheit aussieht,[/b] de-eskalieren kann, dann habe ich mein Ziel auch erreicht.

[QUOTE]Du hast also nicht Unrecht mit deiner Äußerung, dass jede Notwehrhaltung gegenüber solchen Tätern weiteren Hass schürt. [/QUOTE]Nicht unbedingt. Ich will nur vermeiden, mich selbst in Hassgefühle zu steigern, die das Gehirn ausschalten, und lieber einen möglichst kühlen Kopf behalten und mich auf meine Verteidigung konzentrieren.

[QUOTE]Was hätte also der Russland-Deutsche deiner Meinung nach tun sollen? Wobei ich der Meinung bin, dass dieser vollkommen richtig gehandelt hat![/QUOTE]Ich weiß viel zu wenig über den Fall, um dazu etwas sagen zu können. Welches Motiv hatten die beiden, auf ihn loszugehen? An dieser Stelle wäre mein Ansatz.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
Wenn man aber den Artikel (Link oben) liest, kommen einem schon Gedanken in den Sinn, ob denn die Mittel um mit (!) solchen Existenzen bzw. Karrieren umzugehen wirklich die passenden sind. [/QUOTE]Ich frage mich vielmehr, ob die Umgangsweisen mit Menschen passen, die solche Existenzen bzw. Karrieren hervorbringen.

[QUOTE]In dem Fall unterstütze ich die Kritik an der Staatsanwaltschaft vollkommen, dass gar nicht erst wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt wurde. DAS wäre mal ein Signal mit Symbolwirkung! [/QUOTE]Das ist auch nur wieder typisch deutsch: [b]irgendwelche[/b] Schuldigen suchen, statt die Probleme anzupacken und zu lösen. Wenn nicht die Täter schuldig sind, dann eben die "Gaffer" ...

[QUOTE]Man mag es mir wenn man will um die Ohren hauen: aber ich selbst sähe es nicht als unpassend an, wenn man bei aktenkundigen Wiederholungstätern Arbeitsstunden bzw. eine Art Bootcamp etablieren würde. [/QUOTE]Ich wäre auch dafür, dass sie sich auch im Knast Kost und Logie selbst erarbeiten, und nicht den Steuerzahlern auf der Tasche liegen. Ich bin allerdings dagegen, sie sich totschuften zu lassen.

[QUOTE]Manchmal hab ich das Gefühl, dass zu viele Blumenkinder mit ihrer naiven Weltvorstellung zu viel zu sagen hatten im Laufe der letzten Jahrzehnte! [/QUOTE]Ach, die Blumenkinder haben doch seit 40 Jahren nichts mehr zu sagen. In Woodstock haben eine halbe Million Menschen friedlich und ohne Ausschreitungen zusammengelebt, und die Methoden der "Ordnungshüter" waren oftmals eben das, was ich unkonventionell nenne (zum Beispiel eine Torte ins Gesicht).

[QUOTE]Wäre es wirklich so verkehrt, wenn manche (ich betone nochmal aktenkundige Wiederholungstäter!) z.B. Bäume pflanzten, Müll (gerne auch auf Bahnhöfen und Haltepunkten) einsammelten oder Graffities entfernten? Unter Aufsicht natürlich - wobei der Aufseher wenn es nach mir ginge nahe am "Ausbilder Schmidt wäre"... [/QUOTE]Ich halte nichts davon, Leuten, die sowieso schon kaum Selbstbewusstsein haben, noch davon wegzunehmen. Warum sollen sie nicht selbst aktiv mitentscheiden dürfen, auf welche Weise sie Sühne leisten?

Apropos Graffities: In Leipzig werden viele Häuser von vornherein mit schönen bunten Graffities versehen. Da verbietet es schon die Ehre, da drin herumzuschmieren. Ich würde also lieber zum Graffity-Sprühen einladen, statt zum Graffity-Entfenen zwingen.
pulSarMist - hab grad meinen Beitag kaputt-editiert..

Turnie -- du hast mich da ein bisschen in den falschen Hals gekriegt... ich hab nie was von totschuften gesagt.

ich denke da z.b. daran, dass leute die fensterscheiben in s-bahntüren wieder einsetzen, die sie auch raustreten. oder müll einsammeln und so sachen.

---

zu dem "typisch deutsch". es ist leider typisch deutsch, dass es fast nur noch zombies gibt im öffentlichen raum, die dich eher verrecken lassen würden, als dir zu helfen!

die staatsanwaltschaft sollte mal so als drohkulisse ermitteln, die medien eine runde hetzen und predigen und anprangern und am ende wird eh keiner verurteilt, weil die beweislage nix hergibt.
millionen hätten aber das registriert - und müssten sich zwangsweise gedanken machen!

mensch - du kennst mich doch - ich bin durch und durch medien-krank :-)
pulSarNoch einer - besser ohne edit (das hakt hier grad).

Graffities gibt es in vielen Städten auch als legale und auch kommerziel vermarktete Auftragskunst.
Meine Antwort: mehr FreiFlächen. Z.b überall da, wo die Farbe nutzt - grauer Beton der Infrastruktur.
Aber an den Häusern und Zügen und vor allem IN wieder weggeschrubbt...
Xenomorph...am Ende werden dann wieder Lösungen von staatlicher Seite erwartet - was geradewegs in die nächste oder vielmehr dieselbe - Sackgasse führt...immer werden dort Lösungen gesucht, wo keine zu finden sind...sondern der Ursprung - oder einer der Ursprünge, für ebendieses Handeln der Menschen, für ihre lähmende Angst, ihre eingebildete oder wirkliche Schwäche und Handlungsunfähigkeit...

...wieder einmal wird hier nahezu einstimmig nach instituionalisiertem Handeln verlangt, nicht jedoch das individuelle Handeln der Menschen hinterfragt und nach dessen Ursachen geforscht...immer müssen irgendwelche Apparatschiks und Amtsärsche den Menschen sagen, was sie tun sollen...anstatt das sie endlich einmal damit anfangen zu lernen, Wege aus der größtenteils selbstverschuldeten Unmündihkeit zu finden, die sich am allerdeutlichsten im ungebrochenen Glauben an Staat, Institutionen und instituionalisiertes Handeln als vermeintlichem Ausweg aus jedwedem Schlamassel zeigt...was aber gerade kein Ausweg ist, sondern der Weg, der geradewegs in die Angstfalle, an die Quelle der Erstarrung, der Handlunsunfähigkeit zurückführt...wie jene zumeist tölpelhaften Protagonisten in billigen Horrorfilmen, die in ihrer verzweifelten Hast, einen Fluchtweg aus ihrer Lage zu suchen, immer genau das falsche tun, stets den Weg wählen, der sie nur wieder zurück und tiefer in dieselbe Falle hineinmavöriert, zurück in die Höhle des Löwen gleichsam...ein ähnlicher Mechanismus mit stets identischen Resultaten ist der Versuch des bereits jetzt über- und weginstitutionalisierten Menschen, sein Heil im Staat, in Gesetzen, noch mehr Strafen, Knast und anderem instituionalsiert-gewaltförmigen Scheinlösungen zu suchen, die der individiuellen Gewalt, die stets als schlimmer empfunden wird, Einhalt gebieten soll...was sie aber niemals vermochte und niemals vermögen wird...
Lacerta[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
...ich bezweifle gar nicht, dass er richtig gehandelt hat - doch zum einen ist man am Ende doch immer der Dumme [/QUOTE]
Ich kenne nur ein konkretes Beispiel wo dies der Fall wäre. Ob dies die Regel ist kann wohl keiner sagen. Selbst schon die Erfahrung gemacht? Die Gesetze diesbezüglich ein wenig zu lockern könnte man zwar in Erwägung ziehen, sollten sich allerdings nicht zu weit von den jetzigen gesetzlichen Regelungen entfernen. Letztlich könnten sich Mörder, welcher bei fehlenden Zeugen als scheinbare Opfer auftun vom gelockerten Gesetz profitieren. Man muss hier stark abwägen.


[QUOTE]...auf der anderen Seite wird vor dem Hintergrund des judäochchristlichen Lebensfaschismus sowohl die Abtreibung als auch der Suizid als Verbrechen gebrandmarkt...oder doch zumindest noch immer - im Falle des Suizid - als grob unmoralische Handlung angesehen - während auf der anderen Seite wie gesagt staatlich legimierte Morde bis hin zum Völkermord aufgrund derselben "Moral" nicht ausgeschlossen sind...[/QUOTE]
Wobei auf die BRD bezogen "staatlich legitierte Morde" wiederum das Ziel haben Leben zu schützen. Der Suizid aus dem nahen Familien oder Freundeskreis kann ebenso das Leben der Hinterbliebenen zerstören, so dass es garnicht einmal so abwägig ist den Suizid als unmoralische Tat zu brandmarken.


[QUOTE]...doch zum anderen vermute ich aufgrund der Tatsache ,dass du "zufällig" gerade dieses Beispiel aufführst, wo der Angreifer "zufällig" Türke, bzw. muslimischer Herkunft war - dass der Hintergedanke dieses Beitrags darin besteht, an deine übliche Anti-Islam Propaganda anzuknüpfen, dass du abermals versuchst, dem unterschwellig rassistischen Tenor Ausdruck zu verleihen, wonach Muslime von Natur aus - oder aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit - ein höheres Gewaltpotenzial innewohnt als anderen Menschen, bzw. "uns guten" Europäern... [/QUOTE]
Du wirfst doch den Europäern spöttisch einen sogenannten lebensbejahenden "Lebensfaschismus" vor und negierst somit den Kulturrelativismus! Wenn du allerdings abstreitest, dass alle Kulturen gleichwertig sind, wieso sollte ich dem Islam nicht eine Minderwertigkeit und tatsächlich ein höheres Gewaltpotenzial unterstellen dürfen, wobei ich dies noch argumentativ untermauern könnte? Außerdem hat dies nichts mit Rassismus zu tun denn auch ein "guter Europäer" kann Muslim werden. Einen deutschen oder polnischen Islamkonvertiten würde ich im selben Maße misstrauisch beäugen, wie einen türkischen Muslim, wobei ich andererseits einen türkischen Nicht-Muslim nicht weniger anders begegnen würde wie bsp. einem deutschen Atheisten. Ich bin ein Weltbürger, ein Multi-Kulti-Befürworter, wenn da nur dieser Todeskult namens Islam nicht wäre.
Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mit diesem Beispiel tatsächlich an dieses Thema anknüpfen wollte. Na und? Ich werde es immer wieder tun, da diese Beispiele so unendlich zahlreich sind. Jetzt wo die Polizei auf Spiegel.de eingeräumt hat, die Bürger sich selbst überlassen zu müssen, ist das Thema für mich so präsent wie nie.
Lacerta[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
Na eben unkonventionell, "völlig unpassend", überraschend. Wie das dann konkret aussieht, das hängt von der aktuellen Situation ab. Meist hat es etwas damit zu tun, die eigene Eitelkeit zu überwinden und nicht den Helden spielen zu wollen. Wenn ich durch eine Aktion, die [b]wie Feigheit aussieht,[/b] de-eskalieren kann, dann habe ich mein Ziel auch erreicht.[/QUOTE]
Du musst verstehen, das jedes entgegenkommen, jede versuchte Deeskalation tatsächlich wie Feigheit ausschaut und weitere Reaktionen provozieren! Damit erreichst du garnichts, sondern im Gegenteil!


[QUOTE]Nicht unbedingt. Ich will nur vermeiden, mich selbst in Hassgefühle zu steigern, die das Gehirn ausschalten, und lieber einen möglichst kühlen Kopf behalten und mich auf meine Verteidigung konzentrieren.[/QUOTE]
Sehr nobel, doch wie gesagt auf Dauer kontraproduktiv. Was im Kleinen gilt, gilt auch für die gesamte westliche Gesellschaft im Großen. Möchte man sich schützen ist Angriff die beste Verteidigung.


[QUOTE]Ich weiß viel zu wenig über den Fall, um dazu etwas sagen zu können. Welches Motiv hatten die beiden, auf ihn loszugehen? An dieser Stelle wäre mein Ansatz. [/QUOTE]
Ein rein rassistisches Motiv gegenüber allem was irgendwie nach einem Kafir aussieht, vorzugsweise Deutsche. Das "Abziehen" ist mittlerweile zu einem richtigen Trend geworden. Du lebst in keiner Großstadt oder?
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Lacerta [/i]

Wobei auf die BRD bezogen "staatlich legitierte Morde" wiederum das Ziel haben Leben zu schützen. Der Suizid aus dem nahen Familien oder Freundeskreis kann ebenso das Leben der Hinterbliebenen zerstören, so dass es garnicht einmal so abwägig ist den Suizid als unmoralische Tat zu brandmarken.
[/quote]

...jeder staatlich legitimierte Mord führt zu noch mehr Gewalt...die BRD unterstützt eine perfide, faschistische Weltordnung, die ich nicht unterstützen möchte...daher lehne ich jede staatliche Gewalt ab, wird ihr auch ein noch so humanitärer Schein untergeschoben...ein KZ bleibt immer ein KZ, ganz gleich wer und unter welchem Vorwand es betreibt...und im Suizid sehe ich einen Akt der individuellen Selbstbestimmung...hiervor hat die (Schein-)Moral einer perfiden Gesellschaft erst recht ihr Maul zu halten - auch die Hinterbliebenen müssen damit leben, ihnen bleibt nichts anderes übrig, als dies zu akzeptieren...


[quote]Du wirfst doch den Europäern spöttisch einen sogenannten lebensbejahenden "Lebensfaschismus" vor und negierst somit den Kulturrelativismus! Wenn du allerdings abstreitest, dass alle Kulturen gleichwertig sind, wieso sollte ich dem Islam nicht eine Minderwertigkeit und tatsächlich ein höheres Gewaltpotenzial unterstellen dürfen, wobei ich dies noch argumentativ untermauern könnte? Außerdem hat dies nichts mit Rassismus zu tun denn auch ein "guter Europäer" kann Muslim werden. Einen deutschen oder polnischen Islamkonvertiten würde ich im selben Maße misstrauisch beäugen, wie einen türkischen Muslim, wobei ich andererseits einen türkischen Nicht-Muslim nicht weniger anders begegnen würde wie bsp. einem deutschen Atheisten. Ich bin ein Weltbürger, ein Multi-Kulti-Befürworter, wenn da nur dieser Todeskult namens Islam nicht wäre.
Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mit diesem Beispiel tatsächlich an dieses Thema anknüpfen wollte. Na und? Ich werde es immer wieder tun, da diese Beispiele so unendlich zahlreich sind. Jetzt wo die Polizei auf Spiegel.de eingeräumt hat, die Bürger sich selbst überlassen zu müssen, ist das Thema für mich so präsent wie nie. [/B][/QUOTE]

...gut, so gesehen stimmt das vielleicht sogar - ich halte die europäische Kultur allerdings nicht im dem Sinne - also im Sinne der Nazis aufgrund rassischer/rassistischer Kriterien für minderwertig...nur für extrem irregeleitet, arrogant und dekadent in ihrem vermurksten bigottten Wertesystem...der Islam ist insgesamt vielleicht nicht besser, hat sogar denselben judäochristlichen Ursprung wie die europäische Zivilisation, aber er ist weniger verlogen, er ist ehrlicher und direkter, wennauch nicht unbedingt humaner......nur ist deine Ansicht dahingehend falsch, dass der Islam tatsächlich nichts von uns will - as simple as that...der Westen das jedoch nicht kapiert...wenn er aus Afghanistan, dem Irak endlich verschwinden, sich aus diesen und anderen islamischen Ländern für alle Zeiten fernhalte würde - hätte der Westen seine Ruhe...doch der Westen will diesem Kulturkreis sein Denken und seine kulturellen "Werte" gewaltsam indoktrinieren, ihn sich Untertan machen, seine faschistische Wirtschaft und Gesinnung unter dem Zeichen der imperialistischen Globalisierung auch in jenen Kulturkreis hineintragen...
Loner[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar[/i]
die staatsanwaltschaft sollte mal so als drohkulisse ermitteln, die medien eine runde hetzen und predigen und anprangern und am ende wird eh keiner verurteilt, weil die beweislage nix hergibt.
millionen hätten aber das registriert - und müssten sich zwangsweise gedanken machen![/QUOTE]
Und durch eine solche Drohkulisse werden mit Sicherheit all jene, die sich in einer solchen Situation überfordert fühlen und mehr oder minder panisch die Flucht ergreifen, plötzlich zu ungeahntem Selbstbewusstsein gelangen und jedwede Gefahr souverän abwenden... Man könnte den Effekt noch verstärken, wenn man in Zukunft alle, die die Polizei um Hilfe rufen (und dabei ihre Telefonnummer übermitteln), aber bis zu deren Erscheinen nicht weiter eingreifen, anzeigt und sie mit mindestens 1 Jahr Haftstrafe zur Rechenschaft zieht. Wenn man schon nicht aller Untätigen habhaft werden kann, kann man so zumindest ein paar Exempel statuieren...

Man könnte auch zur Einsicht gelangen, dass sich Zivilcourage nicht durch ein Gesetzt erzwingen lässt; dass in einer entsprechenden Situation (fast) jedwede mögliche Strafe angesichts der realen und nahen Gefahr für Leib und Leben zur Bedeutungslosigkeit verkommt... man muss aber nicht. Es ist schließlich aus der Mode gekommen, Menschen auch als solche zu behandeln. Heute gibt es nur noch Superhelden und -schurken, Superstars und Sensationen oder oft auch nur noch Zahlen - so wie in Senecas Auflistung am Anfang dieses Threads.
Miezekotze.
ange gardien[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
zu dem "typisch deutsch". es ist leider typisch deutsch, dass es fast nur noch zombies gibt im öffentlichen raum, die dich eher verrecken lassen würden, als dir zu helfen!
[/quote]

Genau daran arbeitet unsere Politik und ihre Systempresse doch schon seit Jahrzehnten. Und jetzt, wo das Ziel beinahe erreicht wurde, ist es plötzlich auch nicht mehr recht.



[QUOTE]
die staatsanwaltschaft sollte mal so als drohkulisse ermitteln, die medien eine runde hetzen und predigen und anprangern und am ende wird eh keiner verurteilt, weil die beweislage nix hergibt.
millionen hätten aber das registriert - und müssten sich zwangsweise gedanken machen!
[/QUOTE]

Die Staatsanwaltschaft sollte sich lieber mal darum kümmern, dass sogen. Intensivtäter ( ich halte die Bezeichnung Gewohnheitsverbrecher für passender ) nicht wieder und immer wieder auf die Menschheit los gelassen werden. Dazu hast Du dich selbst ja auch schon geäussert.

Was in diesem Land seit Jahren passiert ist, dass der Bevölkerung jegliche Wehrhaftigkeit systematisch aberzogen wird.
Ganz zu schweigen von den fehlenden Mitteln zur Durchsetzung, jetzt wo man schon wegen des Mitführens mancher Taschenmesser Probleme mit der Justiz hat.

Dieses System, dass seit Jahren die Polizei kaputt spart, rechtsfreie Räume erlaubt und den Bürger, wenn er sich dann mal ausnahmsweise wehrt, nicht selten härter bestraft als die eigentlichen Täter - dieses System entrüstet sich jetzt darüber, dass es Bürger nicht mehr wagen gegen Schwerkriminelle vor zu gehen.

Da fordert ein Rupert Scholz ( CDU ), der schon als Berliner Justizsenator versagt hat, Gefängnis für "Gaffer", die nicht einschreiten.

Vor einigen Monaten noch empfahl Bundesjustizministerin Brigitte Zypries ( SPD ) man solle, wenn es in der U-Bahn gefährlich wird, das Abteil wechseln.

Polizei und selbsternannte "Experten", wie Christian Pfeiffer, der uns schon ewig mit seinen völlig an der Realität vorbei gehenden Erkenntnissen beglückt, raten in jedem Fall davon ab, gegen Angreifer eine Waffe ein zu setzen, weil das alles nur noch viel schlimmer macht.

Ja was denn jetzt? Sollen jetzt an der S-Bahn Haltestelle Rentner, Hausfrauen, Schüler und Berufspendler die Schläger, die gerade jemanden tot oder zum Krüppel prügeln, mit Wattebällchen bewerfen?

Angesichts der Forderungen, die jetzt kommen, und der seit Jahren betriebenen Realpolitik wünscht man sich wirklich die öffentliche Prügelstrafe zurück.
Nicht für U-Bahn Schläger, sondern für unsere Politikheinis, die jetzt das Maul aufreissen.

Was wäre denn passiert, wenn in München der 50 jährige Unternehmer ein Pfefferspray oder einen Teleskopschlagstock eingesetz hätte? Er würde mit hoher Wahrscheinlichkeit noch leben und hätten den Staatsanwalt am Hals.

Die Schlagzeilen würden in etwa Lauten: "Bekannter Unternehmer verletzt sozial benachteiligte Jugendliche. Eines der Opfer: Wir wollten doch nur Spass machen".


Neulich hab ich erst irgendwo gelesen, dass jemand der eingegriffen hat und dann von den Tätern zum Krüppel gemacht wurde, jetzt mit seiner Krankenkasse um einen Rollstuhl streiten darf. Argument der Kasse: Er habe sich ja absichtlich in Gefahr begeben.

Ich kann verstehen, dass im Freiluftirrenhaus BRD keiner mehr Lust hat den Helden zu spielen.
Eigentlich sollte man jegliches soziale Engagement, jedes Ehrenamt einstellen, bis dieser Scheissladen mit großem Knall implodiert und man auf den Resten wieder etwas neues aufbauen kann.
Aber dann bitte ohne Politpfeiffen wie Zypries oder Scholz.
ange gardien[QUOTE][i]Original geschrieben von Loner [/i]
Und durch eine solche Drohkulisse werden mit Sicherheit all jene, die sich in einer solchen Situation überfordert fühlen und mehr oder minder panisch die Flucht ergreifen, plötzlich zu ungeahntem Selbstbewusstsein gelangen und jedwede Gefahr souverän abwenden... Man könnte den Effekt noch verstärken, wenn man in Zukunft alle, die die Polizei um Hilfe rufen (und dabei ihre Telefonnummer übermitteln), aber bis zu deren Erscheinen nicht weiter eingreifen, anzeigt und sie mit mindestens 1 Jahr Haftstrafe zur Rechenschaft zieht. Wenn man schon nicht aller Untätigen habhaft werden kann, kann man so zumindest ein paar Exempel statuieren...
[/QUOTE]

Ich hab da eine gute Idee: Wir suchen für alle, die so etwas fordern, eine Wohnung in einem der sogenannten "Sozialen Brennpunkte" und da können die dann mal auf Streife gehen und bei jeder Pöbelei und jeder Körperverletzung, die sie sehen, sofort einschreiten ( Politiker dürfen ihre Bodyguards dabei natürlich NICHT mitnehmen ).
Man darf sich mit dem bewaffnen, was der Staat einem noch zugesteht: Eine Dose CS- oder Pfefferspray und ein Messerchen mit einer Klinge die kürzer ist als 12 cm.
Natürlich kann man sich auch einen wesentlich effektiveren Teleskopschlagstock einstecken, aber man sollte sich nicht damit von der Polizei erwischen lassen, die Dinger dürfen seit der letzten Waffenrechtsverschärfung nicht mehr geführt werden ( damit niemand mehr in der U-Bahn tot geprügelt wird ).

Wenn die neuen "Freiwilligen" es dann so richtig krachen lassen, wird es für sie hinterher wohl kein Problem sein, einem weltfremden 68er Richter zu erklären, warum sie grob werden mussten und die Sache mit den Angreifern nicht einfach ausdiskutiert haben.

Ich würde an deren Stelle schon mal anfangen Krav Maga oder Jiu Jutsu zu trainieren, die künftigen Gegner sind keine Warmduscher - und wenn es schief geht gibts nichts von der Krankenkasse, weil man ja selbst Schuld ist.

Also los und sich nicht drücken, sonst gibts ein Jahr Knast.
Aza[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
[B]

zu dem "typisch deutsch". es ist leider typisch deutsch, dass es fast nur noch zombies gibt im öffentlichen raum, die dich eher verrecken lassen würden, als dir zu helfen!
[/B][/QUOTE]

Typisch deutsch ist das Ganze nicht...
In Italien, Russland, Frankreich und was weiß ich wo gibt es sehr ähnliche oder dramatischere Fälle...

Gibt es nicht die Möglichkeit eine Miliz zu Gründen, die in Anwesenheit von jeweils einem Polizisten patrouliert und aufräumt? =)
moreIst es denn wirklich so?
Die Medien berichten doch nur von Fällen, die sich so schrecklich zugetragen haben, aber nicht von den x-tausend Fällen pro Tag in denen jemand sich eingemischt hat.
Ich habe schon oft erlebt, wie Menschen (vor allem Ältere!!!) bereits bei kleineren Rangeleien dazwischen gingen. Oft reicht auch nur ein lautes Wort.
ArrogantNickAlso ich hätte es ja nie gedacht, aber, das hier:

[QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i]
Die Staatsanwaltschaft sollte sich lieber mal darum kümmern, dass sogen. Intensivtäter ( ich halte die Bezeichnung Gewohnheitsverbrecher für passender ) nicht wieder und immer wieder auf die Menschheit los gelassen werden. Dazu hast Du dich selbst ja auch schon geäussert.

Was in diesem Land seit Jahren passiert ist, dass der Bevölkerung jegliche Wehrhaftigkeit systematisch aberzogen wird.
Ganz zu schweigen von den fehlenden Mitteln zur Durchsetzung, jetzt wo man schon wegen des Mitführens mancher Taschenmesser Probleme mit der Justiz hat.

Dieses System, dass seit Jahren die Polizei kaputt spart, rechtsfreie Räume erlaubt und den Bürger, wenn er sich dann mal ausnahmsweise wehrt, nicht selten härter bestraft als die eigentlichen Täter - dieses System entrüstet sich jetzt darüber, dass es Bürger nicht mehr wagen gegen Schwerkriminelle vor zu gehen.

Da fordert ein Rupert Scholz ( CDU ), der schon als Berliner Justizsenator versagt hat, Gefängnis für "Gaffer", die nicht einschreiten.

Vor einigen Monaten noch empfahl Bundesjustizministerin Brigitte Zypries ( SPD ) man solle, wenn es in der U-Bahn gefährlich wird, das Abteil wechseln.

Polizei und selbsternannte "Experten", wie Christian Pfeiffer, der uns schon ewig mit seinen völlig an der Realität vorbei gehenden Erkenntnissen beglückt, raten in jedem Fall davon ab, gegen Angreifer eine Waffe ein zu setzen, weil das alles nur noch viel schlimmer macht.

Ja was denn jetzt? Sollen jetzt an der S-Bahn Haltestelle Rentner, Hausfrauen, Schüler und Berufspendler die Schläger, die gerade jemanden tot oder zum Krüppel prügeln, mit Wattebällchen bewerfen?

Angesichts der Forderungen, die jetzt kommen, und der seit Jahren betriebenen Realpolitik wünscht man sich wirklich die öffentliche Prügelstrafe zurück.
Nicht für U-Bahn Schläger, sondern für unsere Politikheinis, die jetzt das Maul aufreissen.
[.....][/QUOTE]

....bekommt von mir den absoluten Zuspruch - denn genau das ist doch der eigentliche Punkt. Erst werden die Leute entmündigt und via dieser zum Kotzen verheuchelten, gutmenschlich verseuchten, allenthalben Gewaltfreiheit propagierenden 'Political Correctness', zu unmündigen, wehrlosen Schafen herangezüchtet, die dann sogar noch mit dem Finger auf die Personen zeigen, die es wagen, Gewalt aus Notwehr als in Ordnung anzusehen. Und wenn diese blökenden Anti-Gewalt-Schäfchen, dann verhuscht und angstgelähmt zuschauen, wie vor ihrer Nase ein Mitschaf zu Tode geprügelt wird, dann ist das Gejammer groß.

Mich kotzt das mittlerweile so sehr an, dass ich wirklich Aggressionen bekomme und sage, den glotzenden Schafen, gehört neben den dämlichen Politikergutmenschen, mal ordentlich die Fresse poliert. Ich boykottiere mittlerweile immer öfter das Geheule in den Medien, was sich 'Nachrichten' nennt und nichts weiter ist als Jammerarie und Angstpropaganda. Ja, verdammt, da draußen laufen Wichser rum, die scheißen auf Recht und Ordnung, und das können sie nur, weil der Rest der Bevölkerung nicht mehr in der Lage ist, ihnen Einhalt zu gebieten. Wenn so einem Straßenbahnschläger auf einmal die gesamten Fahrgäste eines Abteils auf den Leib rücken und ihm mal ordentlich eins auf seine hohle Wecke zimmern würden, der würde sich eine Wiederholung vermutlich abschminken. Aber nein, solche Ärsche werden dann noch hofiert, frei nach dem Motto: 'Der Täter ist auch nur ein Opfer' (der Umstände, bla bla) sonst hätte er den armen Rentner gar nicht zu Tode geprügelt und wir hätten nicht zusehen müssen und wären jetzt auch traumatisiert und müssten zum Therapeuten. Möchten Sie darüber reden? - Heile, heile Gänschen - Ringelrein....

....boah, ich hör jetzt auf, sonst schreibe ich mich noch in Rage und dann bekomme ich Schreibsperre wegen Unflats. :rolleyes:

Schönen Sonntag noch.

...
WaldemarSchade Mischa,

schreib weiter, das turnt mich an :)

Sehe das absolut genauso
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i]

Ich würde an deren Stelle schon mal anfangen Krav Maga oder Jiu Jutsu zu trainieren, die künftigen Gegner sind keine Warmduscher - und wenn es schief geht gibts nichts von der Krankenkasse, weil man ja selbst Schuld ist.
[/QUOTE]

...ist vielleicht die beste Idee von allen - denn wenn man erst Karate, Kung-Fu, Jiu-Jitsu und ähnliches beherrscht, kann es einem keiner wieder nehmen...selbst wenn die Staatlichen irgendwann auf die glorreiche Idee verfallen sollten, auch jegliche waffenlose Selbstverteidigung mittels Kampfsport u.a. zu verbieten, bzw. die Ausübung dieser Methoden...denn wenn man sie erst gelernt hat, so verfügt man über die einzig mögliche Waffe, die sie einem niemand mehr wegnehmen kann...

...ich würde mich ganz bestimmt nicht in eine Schlägerei einmischen, nur um "Recht und Ordnung" zu verteidigen - sondern allein um dem Opfer zu helfen - und das sind zwei ganz verschiedene Paar Schuhe...mich interessiert der Staat, seine hinterfotzige Bigotterie, sein Machtanspruch auf mich - wie lächerlich - und sein "Recht" einen Scheißßdreck...wenn jeder sich so und mit den Mitteln veteidigen dürfte, wie es ihm passt, wenn es keine Gesetze und keinen Staat gäbe, der sich einmischt und den Menschen vorschreibt, wie sie ihre Konflikte zu bewältigen haben - so gäbe es das Problem der Gewalt gar nicht erst in dem Maße, dass eine solcher Eingriff noch zu wünschen wäre...
pulSarmal wieder was neues. Prügeltypen sind bereits schon alte Hüte.
[url=http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=5393146/nin3fq/index.html]Prügel-Tussen sind angesagt.[/url]
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
[B]mal wieder was neues. Prügeltypen sind bereits schon alte Hüte.
[url=http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=5393146/nin3fq/index.html]Prügel-Tussen sind angesagt.[/url] [/B][/QUOTE]

Alice Schwarzer wird's freuen - kann es ein deutlicheres Zeichen geben für die real existierende Gleichberechtigung?:p :cool:

grüsse, barbara
xxxzinixxxich glaube, hier wird lediglich gerade die eigene gewalttätigkeit entschuldigt. "meins ist alles nur gegengewalt". was es ja tatsächlich auch ist. vom kapitalismus anerzogen...
kein mensch hat etwas gegen notwehr, oder ist mir da etwas entgangen?
ich rate zu einem gewaltpräventionskurs und dann zum einstieg in die politik, um die umverteilung der mittel voranzubringen.
ange gardien[QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i]
kein mensch hat etwas gegen notwehr, oder ist mir da etwas entgangen?
[/QUOTE]

Offensichtlich ja.
xxxzinixxxwas? wann? wo?
SchwarzePestNatürlich hat niemand etwas gegen Selbstverteidigung in Deutschland. Es kommt nur auf die Art und Weise an.

[URL=http://splodetv.com/video/gun-free-zone]So etwas ist erlaubt.[/URL]
Nezach[quote]pulSar: Man kann doch solche Abgründe gar nicht wirklich verstehen…[/quote]Worin siehst Du Abgründe? Wie kommst Du von der Information des jeweiligen Ereignisses auf die Aussage: "da(s) ist ein Abgrund"? (Ich hoffe, die Fragen erscheinen Dir nicht zu saublöd.) Wieso kann man solche Abgründe gar nicht wirklich verstehen?
NezachDem erschlagenen Mann sind wahrscheinlich auch viele Leiden erspart geblieben. Und wer weiß, vielleicht ist Totsein angenehmer als Leben.
Töggelie[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
[B]zu dem "typisch deutsch". es ist leider typisch deutsch, dass es fast nur noch zombies gibt im öffentlichen raum, die dich eher verrecken lassen würden, als dir zu helfen!
[/B][/QUOTE]


Irgendwo OT, aber eine schöne Anmerkung, die auch ein bissel mores letzten Beitrag unterstützt:
Umso mehr überraschte es mich, als mich ein Physiklehrer mit einem insgesammt 200km Umweg fast bis nach Hause fuhr, da ich sonst ziemlich doof in Stuttgart festgesessen hätte und direkt im Anschluss - als ich noch auf meine Mutter wartete und ein Gewitter losbrach - ein junger Mann fragte, ob ich Hilfe bräuchte.
Leider nicht die Regel, aber es lässt doch irgendwo hoffen.

Gut, meine 50 Cent. Weitermachen.
xxxzinixxxalso, so wie ich das sehe hat doch niemand etwas gegen notwehr. zumindest kommt da nichts mehr und ich finde nichts.
hier erhitzt sich jemand völlig unberechtigt, beschwört durch legitimierte rachefeldzüge einen unkontrollierbaren mob herauf und tatsächlich findet dies auch noch unreflektiertes anhängertum. das ist echt so typisch.
gemeinsam helfen ja, sich gegenseitig auch noch aufhetzen nein.
kein wunder, daß man fremden nicht mehr gerne hilft, bei so einer gewaltbereitschaft.
moreGestern wurde ein Mann in Pforzheim von fünf Mädchen und einem männlichen Jugendlichen zusammengeschlagen, weil er einem anderen Mann geholfen hat, der von diesen Kids angepöbelt wurde.

Feigheit sieht anders aus. Zumal der Mann geholfen hat, obwohl er sicherlich auch über den S-Bahn vorfall informiert war und sicher auch Angst hatte.
Ich weiß nicht ob sich viele hier einfach nicht draußen aufhalten, aber ich kann die Postings in denen die sog. "typisch Deutschen" angeprangert werden nicht unterstützen.
Mag sein, dass es in einigen Städten so ist, dass man wegsieht statt zu helfen, aber das ist sicher nicht die Regel.
Und man kann sich auf der einen Seite nicht darüber beschweren dass alle Killerspieler (Mantelträger, Gruftis, usw.) angeprangert werden und im selben Atemzug behaupten alle Deutschen sind Zombies.
Hört doch endlich mal damit auf immer mit zweierlei Maß zu messen!

Zum Thema Autopanne. Ich bin mal liegengeblieben und Menschen sind im fünfminuten-Tackt zu mir gekommen und haben mir Hilfe angeboten.
Alles durch die Medienbrille zu sehen verzerrt die eigene Sichtweise aufs Schärfste!
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i][B]
Zum Thema Autopanne. Ich bin mal liegengeblieben und Menschen sind im fünfminuten-Tackt zu mir gekommen und haben mir Hilfe angeboten.[/B][/QUOTE]

Ach, die wollten dich nur abschleppen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i][B]
Alles durch die Medienbrille zu sehen verzerrt die eigene Sichtweise aufs Schärfste! [/B][/QUOTE]

Viele denken tatsächlich, die Medien würden ein Abbild der Realität zeigen.
moreIch glaube es ist heut zu Tage sehr schwer sich ein Bild der Realität zu machen. Selbst der aufgeklärteste Mensch hat da seine Schwierigkeiten. Da kann man auch sämtliche Quellen zu Rate ziehen man wird immer nur Bruckstücke erfahren. Aber dieses Wissen muss man auch erst einmal haben.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
Ich weiß nicht ob sich viele hier einfach nicht draußen aufhalten, aber ich kann die Postings in denen die sog. "typisch Deutschen" angeprangert werden nicht unterstützen.[/quote]

Für typisch deutsch halte ich diese angstregierte Schreckstarren-Mentalität nicht unbedingt, eher für typisch mediengemacht. Dieser ganze Gewalthype schürt halt Ängste.

[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
Mag sein, dass es in einigen Städten so ist, dass man wegsieht statt zu helfen, aber das ist sicher nicht die Regel.[/quote]

Glaube mir, ich lebte schon in vielen Städten Deutschlands (und in den Niederlanden) und da war es die Regel. Ich habe mir selbst mal die Fresse polieren lassen dürfen, soviel zum Thema live oder nicht live (dabei).

[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
Und man kann sich auf der einen Seite nicht darüber beschweren dass alle Killerspieler (Mantelträger, Gruftis, usw.) angeprangert werden und im selben Atemzug behaupten alle Deutschen sind Zombies.
Hört doch endlich mal damit auf immer mit zweierlei Maß zu messen![/quote]

Inwiefern? Ich verstehe da gerade die Hintergedanken nicht.

Edit: Ach so, okay, Du sprichst von Pauschalisierungen, oder? Da stand ich gerade auf der Leitung.

Btw. zum Thema Mut: Ich habe, wenn ich denn mal geholfen habe, gar nicht groß drüber nachgedacht. Mich hat es in dem Moment einfach so sauer werden lassen, was da vor meinen Augen geschah (Ungerechtigkeit, Drangsalierung oder Misshandlung von wehrlosen Mitmenschen, Tieren u. ä.), dass ich eingriff. Tja, und das eine Mal bekam ich eben auch mal was ab, es hielt sich zum Glück aber in Grenzen, nicht zuletzt, weil ich eine verflixt harte Kelle schlage, worüber in nicht nur einmal in meinem Leben, sehr sehr froh war.

[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
Zum Thema Autopanne. Ich bin mal liegengeblieben und Menschen sind im fünfminuten-Tackt zu mir gekommen und haben mir Hilfe angeboten.
Alles durch die Medienbrille zu sehen verzerrt die eigene Sichtweise aufs Schärfste! [/QUOTE]

Autopanne ist keine Gewaltsituation. Äpfel mit Birnen etc. pp. .... ;-)

Grüßle
Mischa
Ronin76[QUOTE]Ach, die wollten dich nur abschleppen.[/QUOTE]
Meistens ist die angebotene Hilfe nur ein Vorwand um die Neugier zu befriedigen oder sonstige Motive zu verschleiern. Ich musste mal vor vielen Jahren bei brütender Hitze, ein Motorrad 10 km weit auf einer hügeligen Landstraße schieben. Da kam auch im Minutentakt so ein "Helfer" angefahren. Statt Hilfe gab es jedoch überwiegend nur neugierige Fragen und Blicke. Ich war dann schon froh gewesen wenn es nur beim kurzen Gaffen geblieben war. Beim ca 20. Mal hatte dann wirklich einer geholfen, obwohl nur ein Stück Draht nötig gewesen war.
xxxzinixxxes soll aber auch tatsächlich noch sehr viele nette menschen geben, die sich erstmal gar nichts dabei denken, nur sehen, da braucht einer hilfe, hinrennen, aber dann einsehen, dass sie vielleicht doch nicht die richtigen ansprechpartner sind...
Ronin76Mindestens im Unterbewußtsein gibt es immer noch ein anderes Motiv als nur einem Anderen zu helfen. Das ist wie bei Katzen die immer dann besonders schmusig und präsent sind, wenn sie etwas wollen. Wurde inzwischen sogar wissenschaftlich belegt obwohl das ja schon lange klar war. Die Helferthematik wurde schon öfters hier im Forum diskutiert. Das Helfen um nur einem Anderen etwas "Gutes" zu tun gehört für mich ins Land der Märchen und Legenden. Es gibt kein Geben UND Nehmen als verschiedene Dinge sondern eine Handlung ist immer gleichzeitig Beides.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Das Helfen um nur einem Anderen etwas "Gutes" zu tun gehört für mich ins Land der Märchen und Legenden.[/QUOTE]

*unterschreibt!* :) (Altruismus = Bullshit)
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Mindestens im Unterbewußtsein gibt es immer noch ein anderes Motiv als nur einem Anderen zu helfen.[/B][/QUOTE]

Das wertet eine altruistische Tat aber nicht ab. Ob man jemanden hilft um des Helfen willens, oder weil man Zufriedenheit dabei empfindet geholfen zu haben, sind für mich gleichwertige Aussagen. Darüber zu streiten ist doch eher Sophisterei.
xxxzinixxxihr seid also die vertreter der gattung: lieber-einfach-vorbei-fahrer... und entschuldigt euch so selbst.
Ronin76[QUOTE]ihr seid also die vertreter der gattung: lieber-einfach-vorbei-fahrer... und entschuldigt euch so selbst.[/QUOTE]
Keinesfalls denn auch in mir steckt ein Egoist. :D Der Mensch hat es im Laufe der Evolution manchmal gelernt daß Kooperation nützlicher ist als Separatismus. Der Vorteil ist halt meistens erst langfristig bemerkbar. Denn wenn ich einem zB das Leben rette könnte auch mir mal jemand das Leben retten wenn er auch so weitsichtig denkt wie ich. Natürlich werden Risiken immer abgewägt und das ist sogar sinnvoll. Es wäre ja dumm sich mit einem unbesiegbaren Gegner anzulegen, damit würden die Verluste nur noch größer werden. Im Endeffekt geht es immer ums Überleben.



@Kinch
[QUOTE]Das wertet eine altruistische Tat aber nicht ab. Ob man jemanden hilft um des Helfen willens, oder weil man Zufriedenheit dabei empfindet geholfen zu haben, sind für mich gleichwertige Aussagen. Darüber zu streiten ist doch eher Sophisterei.[/QUOTE]
Helmut Kohl sagte mal: "Es zählt was Hinten raus kommt." ;) Eine an sich egoistische Tat kann also schon für beide Seiten von Nutzen sein und daher ist Egoismus auch nicht prinzipiell als rein positiv oder negativ bewertbar.
xxxzinixxxwie gut, daß manche leute noch reflexartig helfen können...
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Helmut Kohl sagte mal: "Es zählt was Hinten raus kommt." ;) Eine an sich egoistische Tat kann also schon für beide Seiten von Nutzen sein und daher ist Egoismus auch nicht prinzipiell als rein positiv oder negativ bewertbar. [/B][/QUOTE]

Ich sage ja auch nichts gegen den Egoismus. Ich sage lediglich, dass egoistischer Altruismus, halt auch ein Altruismus bedeutet.

Ich sehe es daher anders, als du: Es gibt viele Menschen die anderen ohne besondere Hintergedanken helfen.
WaldemarEs gibt keinen Altruismus, per Def. als Gegenpol zum Egoismus. Es gibt nur pro soziales Verhalten. Aber jeder Mensch ist und bleibt ein Egoist und wird es keinen geben, der sich von sich selbst freimachen kann.

Das sind nur Begriffe, die dazu dienen, dass Begriffspaar Altruismus/Egoismus gegenüber zu stellen umd die psychologische Grundlage des Gebens und Nehmens zu verschleiern und Wertbegriffe an die Stelle zu setzen..
KinchIch finde das Gerede, wie gesagt eher als eine Form der Sophisterei. Ich denke es ist umgangssprachlich recht eindeutig, welche Verhaltenweisen als "Egoistisch" und welche als "Altruistisch" bezeichnet werden. Eine Diskussion darüber finde ich jetzt nicht weiter spannend und entziehe mich ihr hiermit.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Kinch [/i]
[B]Das wertet eine altruistische Tat aber nicht ab. Ob man jemanden hilft um des Helfen willens, oder weil man Zufriedenheit dabei empfindet geholfen zu haben, sind für mich gleichwertige Aussagen. Darüber zu streiten ist doch eher Sophisterei. [/B][/QUOTE]

Im Grunde hast Du Recht, Kinch. Ich persönlich neige in dieser Hinsicht auch nur zur Spitzfindigkeit, da es für meinen Geschmack viel zu häufig geschieht, dass das andere Extrem (aka: seht her was ich für ein politisch korrekter, altruistischer Gutmensch bin) plakativ und aufgeblasen zur einzig wahren Lebensmaxime, zur Schau gestellt wird. Da kann ich gar nicht soviel fressen, wie ich bei sowas kotzen könnte.

Fazit: Natürlich schmälert es eine gute Tat nicht, wenn unbewusst egoistische Motive einfließen. Meistens erfolgt eine Hilfstat sowieso ohne großes Nachdenken, zumindest war/ist das bei mir so, das schrieb ich ja bereits. Aber wenn sich anschließend mit der angeblichen, ach so selbstlosen Aufopferung gebrüstet wird, dann schmälert das in meinen Augen das Ganze sehr wohl und macht es zum verheuchelten Kasperletheater, was nichts anderes ist als Selbsbeweihräucherung und genau dafür/daraus erfolgte dann mE auch die Hilfstat.

Grüßle
Mischa
XenomorphGrundsätzlich halte ich es zwar für zutreffend, dass sich hinter - vermeintlich - altruistischen Taten egoistische, doch wieder nur eigennützige Handlungsmotive verbergen...doch scheint mir diese Theorie gerade in dem Fall der U-Bahn Prügelei ein wenig mit Lücken behaftet zu sein: denn, welchen "Gewinn" hätte sich der Mann, der den Kindern zu Hilfe kam, schon ausrechnen können - ausser selber eine rein zu bekommen...? - wobei noch hinzukommt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich weitere Anwesende einmischen, um wiederum ihm zu helfen, erfahrungsgemäss in Grenzen hält - was dann ja auch prompt genauso abgelaufen ist...das "Wegschauen", um selber bloss mit heilem Arsch davonzukommen, wäre hier also die ungleich egoistischere Variante gewesen - die ja auch tatsächlich von den meisten in einer entsprechenden Situation vorgezogen wird...
ArrogantNickXeno,
ich unterstelle dem Helfer mal, dass er spontan geholfen hat, vermutlich weil es ihn einfach zornig machte, was er da zu sehen bekam und er es verhindern wollte. Das ist das Egoistische daran, nämlich für sein eigenes Wohlergehen (seinen eigenen Impulsen folgend) zu handeln. Dass dann noch ein Anderer etwas davon hat, umso besser. Ich würde das mal als positiven Egoismus sehen und das Andere, respektive das stumme Zuschauen aus Angst, als negativen Egoismus.

Im Grunde ist das natürlich Erbsenzählerei, das gebe ich gerne zu. Aber warum ich dazu neige, das erklärte ich ja bereits.

Grüßle
Mischa
SenecaGewisse Rätsel werden sich dem Misanthropen auf ewig entziehen, solange er seinem Dogma unbeirrt anhängt.
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Haben wir uns schon so daran gewöhnt, oder war das nur eine ganz normale Woche.

Woran merkt man eigentlich das man schon total abgestumpft ist? [/B][/QUOTE]

Mit Antworten auf Deine ursprünglichen Fragen mische ich mich jetzt einfach mal mittenrein ...

Zu der Ernsten kann ich sagen ... ich weiß nicht, ob wir uns daran gewöhnt haben, ich habe es jedenfalls nicht und ich lasse mich absichtlich nicht von irgendwelchen Medien mit diversen Horrormeldungen berieseln, weil ich nicht abstumpfen möchte. Manches kriege ich dennoch mit und mache mir lieber im Stillen meine Gedanken dazu, denn was nützt das ewige, öffentliche Klagen und Jammern, auch hier an Board und das Schuld zuweisen auf andere und die Gesellschaft. Die Gesellschaft sind wir. Ändern kann sich nur was, wenn ich selbst etwas tue, meine Verantwortung sehe, ich mir an die eigene Nase fasse und mich frage, ob ich den selbst überhaupt friedlich bin oder ich vielleicht doch dem ein oder anderen Menschen Leid zufügt(e) und somit die Saat zur Gewalt säht(e) ... das fängt meiner Ansicht nach im ganz Kleinen an. Und so finde ich auch die Zeilen von Erich Fried, die coma_black hier reingestellt hat, sehr sinnig und treffend.

Sicherlich war es eine ganz normale Woche, Gewalt gibt es immer und überall, vieles erfahren wir erst garnicht und würden alles zusammen wohl auch schwerlich verkraften, außer die Abstumpfung hat Einzug gehalten.

Andererseits ... was die Glaubwürdigkeit diverser Berichte angeht, habe ich in mancherlei Hinsicht zudem so meine Zweifel und mit dem Sensationswahn sowieso. Ich glaube nicht alles, was mir zu Ohren oder vor die Linse kommt und ich versuche die Absicht zu erkennen, die hinter einer derartigen Berichterstattung steckt, so gibt es für mich diesbezüglich oftmals keinen Grund zur Diskussion.

Doch sehe ich es auch so, daß es in unserer unmittelbaren Umgebung heftig genug zugeht, so daß ich nicht zusätzlich noch Gewalt und Horror an allen Ecken und Enden hören, sehen und lesen und vor allem nicht darüber klagen möchte. Das Klagen alleine bringt nichts. Ich habe es eher mit Taten, als mit vielen Worten. Zudem finde ich es teils auch frustrierend, daß Mensch aus diversen Dingen einfach nichts zu lernen scheint, das "Übel" nicht an der Wurzel packt und sich nicht fragt, ob da nicht grundsätzlich was schiefläuft. Diesbezüglich bin ich es leid, darüber reden oder schreiben zu wollen. So fand ich eine Aussage zum Amoklauf in Ansbach, daß eben die Sicherheitsmaßnahmen an Schulen künftig verstärkt werden müssen, einfach nur bedauerlich. Doch was bringt es, mir über solche Dinge den Kopf zu zermartern und sie hier zu präsentieren, an solchen Einstellungen kann ich wohl nichts ändern, doch mich kann ich ändern, in dem ich mir bewußt mache, wann und wo ich selbst Gewalt ausübe und an meiner eigenen Friedlichkeit arbeiten.

Zu Deiner zweiten Frage ... wahrscheinlich daran, daß einen heftige Dinge kalt lassen, sich kein Mitgefühl mehr regt, kein Bedürfnis mehr da ist, helfen zu wollen.
Ronin76@Xeno
[QUOTE]Grundsätzlich halte ich es zwar für zutreffend, dass sich hinter - vermeintlich - altruistischen Taten egoistische, doch wieder nur eigennützige Handlungsmotive verbergen...doch scheint mir diese Theorie gerade in dem Fall der U-Bahn Prügelei ein wenig mit Lücken behaftet zu sein: denn, welchen "Gewinn" hätte sich der Mann, der den Kindern zu Hilfe kam, schon ausrechnen können - ausser selber eine rein zu bekommen...? - wobei noch hinzukommt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich weitere Anwesende einmischen, um wiederum ihm zu helfen, erfahrungsgemäss in Grenzen hält - was dann ja auch prompt genauso abgelaufen ist...das "Wegschauen", um selber bloss mit heilem Arsch davonzukommen, wäre hier also die ungleich egoistischere Variante gewesen - die ja auch tatsächlich von den meisten in einer entsprechenden Situation vorgezogen wird... [/QUOTE]
Wir waren vermutlich alle nicht dabei von daher können wir nur über das spekulieren was die Medien berichtet hatten und so eine Beschreibung ist immer sehr grob gefasst. Körpersprache, Mimik und auch andere Details fallen in solchen Berichten immer komplett weg obwohl sie immens wichtig sind. Wie es nun genau war weiß also keiner. Es gibt sicherlich Vorgänge von denen man glauben könnte daß sie altruistisch sind, wie zB eine Mutter die ihr Kind beschützt. Bei D. Brunner war es vielleicht auch ein Beschützerinstinkt der gewirkt hatte. Oft werden Entscheidungen in Sekundenbruchteilen gefällt und doch gibt das keinen Hinweis auf Altruismus.
Waldemar[QUOTE]wie zB eine Mutter die ihr Kind beschützt[/QUOTE]

Ich mache mal gleich sophistisch weiter... Das Ego, das dem anderen hilft, dabei im Grunde sich selbst hilft ist beim Mutter Kind Verhältnis doch genauso. Die fürsorgliche Zuwendung und Liebe der Mutter zu ihrem Neugeborenen ist natürlich sehr intensiv und emphatisch.

Das bedeutet auch, dass die Mutter sich mit dem Kind in einer Einheit als ein Wesen verbunden fühlt, wobei die Zuwendung zum Kind dann analog zu verstehen ist. Leidet das Kind leidet die Mutter.

Zum Thema. Ich denke keiner von uns weiß genau wie er reagiert hätte, bei diesem individuellen Fall. Das Gegenteil von Mut ist halt nicht die Feigheit, es ist Mitläufertum. Der typisch angepaßte Mensch der nicht auffallen will, seine Unsicherheit nicht preis geben möchte und sich nicht rechtfertigen muss vor anderen, denn alle verhalten sich so. Das ist der bequeme Weg.
ArrogantNickWobei ich das Attribut 'reflexartig', was zini brachte, in diesem Kontext absolut bemerkenswert finde. Genau das ist es nämlich, glaube ich. Wirklich spontane Hilfe, eben reflexartige Aktionen, sind nicht rational gesteuert, jedenfalls nicht bewusst. Sie entspringen zwar dem Wertesystem des jeweiligen Helfers und können durchaus später als heldenhaft gewertet werden (oder als, da dem eigenen Impuls entspringend, als egoistisch im positiven Sinne), aber im Grunde wird jedwede Wertung, der Handlung als solches nicht gerecht werden können, denn sie geschah quasi im 'luftleeren Raum'. Ist weder bewusst egoistisch noch altruistisch, nicht überlegt oder kontrolliert durchgeführt.

Vermutlich sind die Menschen einfach nicht mehr spontan genug. Denn ich unterstelle der Menschheit keine grundsätzliche Bosheit, sondern eher das von Waldemar erwähnte Mitläufertum. Eine Art 'Duckreflex', der mE zu nicht geringen Teilen durch die Propaganda ausgelöst wird, die in unserer Medienlandschaft nur noch einen Tenor kennt ~> Hysterie und Panikmache.

Grüßle
Mischa
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]

* Jugendliche Schlagen Senioren tot

* Fahranfänger tötet sich und drei Insassen mit 170PS

* Taliban überfallen Bundeswehr Konvoi, viele Verletzte, einer davon Schwer.

* Opel streicht 11.000 Stellen

* Amoklauf an ansbacher Schule mit Axt und Molotovcocktails, 11 Verletze, zwei Mädchen schwerstverletzt.

[/B][/QUOTE]

Update 22./23.

* Weiterer Amoklauf in Zwickau vereitelt
* Jugendliche traten Mann wegen 20 Cent tot (Hamburg)
* Betrunkener reißt Freund die Hoden ab *autsch* (Düsseldorf)
* Frau Merkel erwägt Machtergreifung als Überhangsmandat-Hure
* Chris Pohl arbeitet wieder an einem neuen Album

Und jetzt alle goffick-like Schunkeln zum Takt:

Das alles ist Deutschland.
Das alles sind wir.
Das gibt es nirgendwo anders
Nur hier, nur hier!
Das alles ist Deutschland.
Das sind alles wir.
Wir leben und wir sterben hier.

... ich wandere aus!
xxxzinixxx[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]... ich wandere aus! [/B][/QUOTE]
du wirst doch nicht wirklich davon ausgehen, daß es woanders besser ist?
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i]
[B]du wirst doch nicht wirklich davon ausgehen, daß es woanders besser ist? [/B][/QUOTE]

Davon gehe ich nicht nur aus, das weiß ich aus Erfahrung.

Und tschüss! :D
xxxzinixxxdu kannst hier doch jetzt nicht abhauen ohne zu sagen wo das paradies ist!!!???
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i]
[B]du wirst doch nicht wirklich davon ausgehen, daß es woanders besser ist? [/B][/QUOTE]

"Anders" kann im Einzelfall schon eine Verbesserung bedeuten.

Aber die Hoffnung, dass in Deutschland mal einfach was anders läuft, nicht unbedingt besser ist in aller Regel ein frommer Wunsch.

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