| Aza | Wird er uns neue Arbeitsplätze auf Grund bringen, da das Risiko für Arbeitgeber geringer ist, oder haben wir Massen von psychisch überlasteten Arbeitnehmern haben, die nun geringere Leistung bringen, da sie völlig verängstigt sind? |
| Schwarzer Prinz | Wieso Risiko ? Gibt doch die Probezeit.... Und neue Arbeitsplätze wird es kaum geben (woher denn auch ?)....eher weniger. Auch Kassierinnen etc. werden bald durch Automaten ersetzbar werden... :p Jeder klammert sich so oder so an seinen Arbeitsplatz bei ca. 6 Mio. Arbeitslosen.... |
| Gothanthrop | [SIZE=8]BURN OUT GENERATION[/SIZE] Neue Arbeitsplätze werden sich ausschließlich im Bereich der Psychotherapie erschließen. Die Tageskliniken sind bereits jetzt restlos ausgebucht, ich spreche aus Erfahrung ;) But who cares? Menschen sind heute beliebig austauschbar, und nur der belastbarste Worcaholic überlebt. [b]"Hire and Fire"[/b] nennt sich dieses Privilieg im neoliberalen System. Ich verspreche Euch baldigst amerikanische Verhältnise. So und jetzt bestell ich mir noch 'ne Packung Brainbooster aus Übersee, man muss dem Leistungsterror ja irgendwie gerecht werden und fleißig Ellenbogen zeigen, um nicht selbst zu krepieren. Schwarz-gelb fuck off. |
| LaChatte | [QUOTE]Neue Arbeitsplätze werden sich ausschließlich im Bereich der Psychotherapie erschließen.[/QUOTE] na siehste, da hast du ja deine Nische gefunden: werd Psychologe, gründe eine Praxis und sahne kräftig ab. :) [QUOTE]Menschen sind heute beliebig austauschbar,[/QUOTE] Stimmt nicht ganz. Die Stars sind höchst individuell. Gregory Peck, der Dr. House spielt, hat einen riesigen Vertrag erhalten und tonnenweise Kohle und es gehen auch alle auf die Knie vor ihm, wenn es sein muss, bloss dass er nicht abspringt - denn Dr. House funktioniert nur mit Dr. House. Sorge also dafür, dass du dort, wo du bist, ein Star bist. [QUOTE]und nur der belastbarste Worcaholic überlebt. [/QUOTE] intelligent arbeiten heisst die Devise, nicht viel arbeiten. Workaholics sind Auslaufmodelle, und bald wird es auch in den obersten Managmentetagen angekommen sein, dass einer, der siebzig Wochenstunden hat, nicht ein Halbgott ist, sondern bloss schlecht organisiert. grüsse, barbara |
| Keila | Was ist denn überhaupt Kündigungsschutz? Mir kommt in den Sinn nur eine Anekdote (ich habe damals noch in Deutschland gearbeitet): eine grosse und sonst erfolgreiche Firma konnte Jahre lang nicht eine Frau los werden, weil sie in den Gewerkschaften war und ein Kündigungsschutz genoss. Madame war nicht nur unerträglich in der Kommunikation, sondern auch schaffte effektiv NICHTS. Wenn ich nur an die Arbeitszeit denke, die wir damals für Diskussionen zu diese Thema vergoldet haben_ da ist echt ein wirtschaftlicher Schaden entstanden :( |
| Hellscream | Wenn ihr wissen wollt wo es hingeht lest „Der flexible Mensch“ vom Soziologen Richard Sennett Wo die allerseits hoch gehaltene Flexibilität so dargestellt wird wie sie heute bzw. in den USA gemeint ist, hier ist Flexibilität eben nicht mehr im Sinne Biegsamkeit sondern im Sinne von verbiegen gemeint. Aber Vorsicht wahre Bildung könnte ihr naives Weltbild verletzen und zu Unwohlsein führen. |
| Gothanthrop | [QUOTE] Sorge also dafür, dass du dort, wo du bist, ein Star bist. [/QUOTE] Ein Jammer, dass mir das Talent und die Mentalität fehlt, mich in der unsrigen Gesellschaft verkaufen zu können. [img]http://pix.sueddeutsche.de/kultur/918/403698/image_fmbg_0_8-1182443539.jpg[/img] [img]http://estb.msn.com/i/80/C72535BF478C9D30F09270FB5A96E1.jpg[/img] [img]http://www.sol.de/storage/pic/home/dpa/starline/fernsehen/1453723_1_jpeg-2kqy4538-20090618-img_21562228.original.large-4-3-800-0-0-1378-1033.jpg[/img] Mit dem ehemaligen Land der Dichter und Denker verbindet mich nichts mehr, aber vielleicht sollte ich mich wieder auf Deutschlands Wurzeln besinnen und Bücher schreiben: [img]http://de.geocities.com/danielascharosworld/Literatur_24.jpg[/img] |
| Cagliostro | Gäbe es in Deutschland, wie bei den Angelsachsen das Prinzip von Heuern und Feuern, dann wäre die Mentalität eine Leichtere, keine so verbissene. Man kommt in D. mit 14 in die Lehre und glaubt dadurch, dass man drei Jahre lang Nägel in ein Brett haut, eine Art Anwartschaft auf lebenslange Beschäftigung, Kaffeerunden und Brutpflege erworben zu haben. Das ist eine sehr fatale Mentalität. Vor allem ist seit Konrad Zuses (ein Deutscher) Erfindung nicht mehr genug Arbeit für Alle da. Im Grunde muss man die hiesige Mentalität des Alimentiertwerdens durchbrechen. Seit Goebbels, Honecker und FranzJosefStrauss hätte das deutsche Volk kollektiv auf das Sofa eines oder mehrer Analytiker gehört. Ist technisch leider nicht möglich und bringt bei zwei Drittel der Deutschen nix. Aber Therapiebedarf ist da und wenn es durch Feuern geschieht............ |