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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Die Piratenpartei
Ronin76Beinahe aus dem Nichts und innerhalb kürzester Zeit ist diese Partei populär geworden. Die Mitgliederanzahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um den Faktor 8,3 (840 -> 7000). Die Inhalte beschränken sich noch auf Datenschutz, Überwachung und das Internet, sind also höchst einseitig, aber es wird laut Parteispitze ein breites Programm ausgearbeitet.

Es ist beinahe schon erschreckend mit welcher Naivität sich Menschen und potentielle Wähler von diesem Hype anstecken lassen und sogar schon selbst Werbung für diese junge Partei betreiben. Als ob es der Messias wäre, der alle Probleme lösen kann. Die Piraten werden inzwischen schon als Grüne-2 bezeichnet, da Ähnlichkeiten zum damaligen Aufstieg der Partei der Grünen vorhanden sind. Abgeordnete von anderen Parteien wie zB B90 Die Grünen und SPD wechseln medienwirksam zur Piratenpartei. Was ehemals grün war wird nun orange.
CagliostroDas Internet ist in Wahrheit ein Nebenkriegsschauplatz des Lebens, somit ist eine Partei, die sich mit der Freiheit des Netzes beschäftigt, sekundär.
Sie sollten sich generell mit Schutzrechten und dergleichen befassen.
Die PP hat kein breites politisches Konzept.
Schade um die Zeit.
JulyaDaß die Piratenpartei kaum politischen Inhalt vorzuweisen hat, steht außer Frage. Aber sie polarisieren, stehen für 'Nicht mit uns' abseits der braunen Anti-Parteien und auch in den Wahl-o-mat-Ergebnissen stehen sie schnell recht weit oben in der Liste der persönlich wählbaren Parteien.
Es ist aber auch sehr zweischneidig, daß den jungen Leuten, den Erstwählern, überall um die Ohren gehauen wird: 'Geht unbedingt wählen!' Aber bei der politischen Willensbildung werden sie allein gelassen. Woher soll man denn wissen, wen man wählen soll? Man muss schon eine Menge Eigeninitiative mitbringen, um sich über alle möglichen Parteien zu informieren und das tun sicher die wenigsten.
Die Erstwähler sind zwischen 18 und 22 Jahren alt. Junge Leute, vielleicht grad raus aus der Schule und dann gibt es da diese neue Partei, die Piraten. Keine angestaubte Partei, die Deutschland schon seit dem Krieg regiert (CDU und SPD), junge Politiker, ein frecher Name und überall TV-Spots und Kampagnen, die einen zum Wählen auffordern. Wen wählt man da wohl?
Ich wähle die sicher nicht, aber ich denke, daß sie doch einige Stimmen bekommen werden.
SenecaIch war am Anfang auch recht euphorisch bezüglich der Piraten, allerdings hat sich das schnell gelegt. Offline haben die Piraten nichts zu bieten, nicht mal ein Konzept das Erweiterungsfähig wäre.

Speziell in der derzeitigen Situation muss es um realpolitik gehen.
Zudem bewerte ich eine Partie danach was sie bisher getan hat, nicht was sie verspricht. Schon alleine deshalb existiert z.B. die SPD in meinem kleinen Universum überhaupt nicht mehr.
Asmodai1985Bin zwiegespalten was die Piraten angeht, aber ich denke man sollte ihnen Zeit geben sich zu entwickeln....siehe die oft angesprochene Parallele zu den Grünen. Vielleicht verschwinden sie bald wieder von der Bildfläche, vielleicht profilieren sich sie auch und können sich dauerhaft etablieren. Wird man sehen, auch was die Positionen zu den übrigen Politikfeldern angeht.

Den Vorwurf, sich nur auf Freiheit von Überwachung im Internet zu konzentrieren, kann ich nicht ganz nachvollziehen....so wie ich das sehe geht es um die Wahrung der Bürgerrechte generell.....was auch dringend nötig ist nachdem sich die FDP von diesem Anspruch verabschiedet hat und "Freiheit" nur für diejenigen propagiert, die es wert sind, während die Minderleister (also das tote Humankapital, das der "Freiheit" der Besitzenden und Mächtigen zum Opfer gefallen ist) ruhig überwacht, schikaniert und vom Staat ihrer individuellen Freiheit beraubt werden dürfen.
Von daher finde ich die Partei prinzipiell nicht überflüssig, wenn sie es schafft, das Ganze in ein in sich stimmiges Gesamtkonzept zu bringen.

Ach ja, @Seneca: Eine Partei nach dem zu bewerten was sie bisher getan hat finde ich löblich (deswegen ist die SPD auch bei mir unten durch), aber bei einer Partei die sich soeben erst gegründet hat ist das ein bisschen schwierig oder?
Gothanthrop[QUOTE]Eine Partei nach dem zu bewerten was sie bisher getan hat finde ich löblich[/QUOTE]

Ist sinnlos. Welche etablierte Partei hat keinen Dreck am Stecken ?
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]Ist sinnlos. Welche etablierte Partei hat keinen Dreck am Stecken ? [/B][/QUOTE]Darum geht es nicht. Es geht um Glaubwürdigkeit. Nehmen wir mal die CDU, die hat sich als glaubwürdiger erwiesen als die SPD. Man nehme nur mal die Sache mit der Mehrwertsteuer oder den Mindestlöhnen.

Da hat sich die SPD in der Koalition total unglaubwürdig gemacht, weil sie nach der Wahl plötzlich CDU Politik machte.
JulyaJa, seh ich auch so wie Seneca. Da wähle ich doch lieber eine Partei, die von Anfang an sagt, daß es [i]keine[/i] Steuerentlastung geben wird und auch sonst keine Vergünstigungen, als eine Partei, die das Blaue vom Himmel verspricht und dann nichts einhalten kann. Obwohl ich auch sicherlich nie die CDU wählen würde. ;)
grayKlar hat die Piratenpartei kaum ein Konzept aber frischer Wind tut diesem Land gut und ich hoffe, dass sie in den Bundestag kommen
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Darum geht es nicht. Es geht um Glaubwürdigkeit. Nehmen wir mal die CDU, die hat sich als glaubwürdiger erwiesen als die SPD. Man nehme nur mal die Sache mit der Mehrwertsteuer oder den Mindestlöhnen[/B][/QUOTE]

Die CDU verhöhnte das Volk schon vor Jahrzehnten.

Aber Hauptsache die Rente ist sicher und der Schuldenberg wuchs ...
GothanthropGlaubwürdigkeit und deutsche Rechtschaffenheit a la CDU:

[img]http://www.cartomedia.de/jpeg/Schwarzgeld.jpg[/img]
Ronin76Also ich habe das mit der Mehrwertsteuererhöhung 2005 seitens der CDU (Wahlversprechen) noch so in Erinnerung:

[QUOTE]Die Union hatte in ihrem Wahlprogramm für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 18 Prozent plädiert, um im Gegenzug die Kosten für die Arbeitslosenversicherung zu senken.

[url]http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,379729,00.html[/url]
[/QUOTE]
[QUOTE]
Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) griff die Liberalen an. Eine Senkung der Lohnnebenkosten sei nur über die von der Union geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 18 Prozent machbar, sagte er im ZDF.

[url]http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,365196,00.html[/url]
[/QUOTE]
[QUOTE]
Wahlversprechen:

CDU/CSU: Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung von 6,5 auf 4,5 Prozent, im Gegenzug Anhebung der Mehrwertsteuer von 16 auf 18 Prozent

SPD: Gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, dafür im Gegenzug eine dreiprozentige Abgabe für Großverdiener mit Einkommen von über 250.000 Euro.

[URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_2005]Bundestagswahl am 18. September 2005[/URL]
[/QUOTE]

Versprochen wurden seitens der CDU 18% MWST und nach der Wahl waren es dann 19%. Das ist CDU-Mathematik und deren Glaubwürdigkeit. Die SPD war gegen die Erhöhung. Da die beiden Parteien eine Koalition bildeten hätte ein Kompromis bei 17% sein müssen. (16% ohne Änderung, 18% Forderung seitens der CDU). Daß die daraus beschlossene MWST dann 19% betrug ist umso erstaunlicher, weil sie sogar die Forderung der CDU übertraf. Daraus resultierend sind beide Parteien für den Wahlbetrug verantwortlich. Es ist aber auch offensichtlich daß die SPD in den Augen eines treuen Wählers völlig versagt hatte, was der CDU vielleicht im Nachhinein zu Gute kam. Das Spiel Zuckerbrot und Peitsche klappt halt immer wieder. Das nächste Mal ist dann vielleicht die CDU der Schwarze Peter.

Der Beitragssatz der Arbeitslosenversicherung wurde übrigens tatsächlich im Rahmen des Wahlversprechens der CDU von 6,5% auf unter 4,5% verringert, allerdings erst Ende 2006 also 1 Jahr nach der Wahl. Aktuell zur Bundestagswahl 2009 fordert Kanzlerin Merkel eine Erhöhung von 2,8% auf 3%.

[QUOTE]Der Beitragssatz beträgt 3,0 Prozent des beitragspflichtigen Bruttoentgelts (§ 341 Abs. 2 SGB III). Davon abweichend beträgt er in der Zeit vom 1. Januar 2009 bis zum 30. Juni 2010 nur 2,8 Prozent. Bis Ende 2006 hatte der Beitragssatz noch 6,5 % betragen, danach war er zunächst auf bei 4,2 %, später bis Ende 2008 auf 3,3 % gesenkt worden.

[URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosenversicherung]Arbeitslosenversicherung
[/URL]
[/QUOTE]
Es ist schon erstaunlich daß trotz gestiegener Arbeitslosigkeit die Arbeitslosenversicherung so stark gesunken ist. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich die Arbeitslosenversicherung ! Für Arbeitnehmer bedeutet das eine kleine Entlastung (ca. -1,85%) welche jedoch die Erhöhung der Mehrwertsteuer (+ 3%) nicht ausgleichen kann. Arbeitgeber profitieren voll von -1,85% Arbeitslosenversicherung. Arbeitslose zahlen keine Arbeitslosenversicherung jedoch die Mehrwertsteuer und werden/wurden dadurch am stärksten belastet. Es war also auch eine versteckte Senkung des Arbeitslosengelds (ALG I + ALG II) und ein Geschenk an Arbeitgeber und Unternehmer. Es ist auch nicht zu vergessen daß jeder Arbeitnehmer im Durchschnitt und im Laufe seines Beruflebens für einen gewissen Zeitraum mit steigender Tendenz arbeitslos ist.
archonich bin ein piratenwähler und mich interessiert im moment auch das drumrum nicht, und mir reicht es wenn sie es erst mal für die nächsten jahre schaffen würden reinzukommen! die ganzen konzepte der grossen parteien werden genau so wenig in angriff genommen, das sind doch alles nur reden! da ist es mir lieber die piraten würden zumindest ihren teil zum "online" und "copyright" programm reinbringen. habe die ganzen letzten jahre immer mehr die grossen gewählt und irgendwie kam auch nix grosses dabei raus... und drum fing ich jetzt wieder klein an, damit vielleicht was grosses dabei raus kommt! ;)
ich lasse mich einfach überraschen - wichtig ist DASS man wählen geht!
heyho! :D
Ronin76@archon
[QUOTE]wichtig ist DASS man wählen geht![/QUOTE]
Wieso ?

Das wird auch ständig von Politikern gefordert. Dadurch erhalten sie ihre Machtberechtigung und es stützt auch die vorhandenen Machtverhältnisse und die ungleiche Verteilung der Ressourcen. Ein Autoverkäufer wird dir sagen: "Kauf ein Auto !". Ein Politiker sagt eben:" Geh wählen !".




@schöne Julya ;)

[QUOTE]
Es ist aber auch sehr zweischneidig, daß den jungen Leuten, den Erstwählern, überall um die Ohren gehauen wird: 'Geht unbedingt wählen!' Aber bei der politischen Willensbildung werden sie allein gelassen. Woher soll man denn wissen, wen man wählen soll? Man muss schon eine Menge Eigeninitiative mitbringen, um sich über alle möglichen Parteien zu informieren und das tun sicher die wenigsten.
[/QUOTE]
Finde ich einen ausgesprochen guten Beitrag von dir. Mir und meinen Klassenkammernossen wurde damals von den politischen Lehrern eingetrichtert daß man unbedingt wählen gehen soll. Begründet wurde dies damit daß sonst die Nazis, also die NPD davon profitieren würden weil die eben ihre Stammwähler hätten die immer wählen gehen würden. Heute weis ich daß diese Argumentation Blödsinn ist, denn gerade die NPD verfügt über einen sehr hohen Anteil Protestwähler und Wechselwähler. Mein Klassenlehrer war Mitglied der SPD und Mitglied im Gemeinderat als Stellvertreter seiner Partei. Für die SPD hatte er dann auch noch im Schulunterricht subtil Werbung betrieben.

Erstwähler orientieren sich meistens an Eltern und Lehrern oder sonstigen Vorbildern, weil sie denen vertrauen. Die politische, vor allem vielseitige Bildung ist im Alter eines Erstwählers meistens gar nicht vorhanden oder völlig ungenügend. So war es jedenfalls damals bei mir und meinen Kammernossen. Oft bleibt das dann auch die nächsten Jahrzehnte so, dh es kommt nie zu einer kritischen Politisierung und Auseinandersetzung. Diese Unwissenheit, Naivität und Desinteressiertheit wird von Parteien benutzt um Wählerstimmen zu sammeln. Hier kann schon platte Plakatwerbung sehr erfolgreich sein, um das Stimmvieh vor die Wahlurne zu locken damit sie ihr Kreuzchen machen.

Wichtig wäre mir, sich nicht nur zu informieren, sondern vor allem konstruktiv und kritisch mit der politischen Materie auseinanderzusetzen und sogar das politische System mal komplett in Frage zu stellen. Ich weis ja nicht wie heute der politische Unterricht in den Schulen gestaltet wird (Gemeinschaftskunde und Geschichte hies das damals), zu meiner Schulzeit war jener jedoch höchst einseitig. zb waren die Nazis generell die Bösen und die SPD und die Grünen die Guten. Die Mehrzahl der Lehrer waren als Ex-Studenten und Ex-Hippies, die auch die Studentenbewegung miterlebten hatten, sozialistisch und demokratisch orientiert. Es soll aber auch Ex-Hippies geben die heute mit der CDU sympathisieren. ;)
overdoseIch wünsche den Piraten alles Gute, sie haben ein breites Publikum und interessante Wahlplakate abseits der debilen H*ckfressen etablierter Parteien. Allerdings sind sie momentan noch zu monoton in ihrer Gestaltung, die Zentrierung auf ein Kernthema reicht einfach nicht, das hat diese ominöse Frauenpartei auch schon feststellen müssen.

Ich bin in einigen größeren Hard- und Softwareforen unterwegs, in denen regelmäßig Umfragen wie "Wen würdet ihr wählen, wenn heute Bundestagswahl wäre?" stattfinden, da sind die Piraten mit durchschnittlich 51% der Stimmen stärkste Kraft, mit ein paar Linken und Liberalen in der Opposition. Jaja, die Leecher :D
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von overdose [/i]
[B]die Zentrierung auf ein Kernthema reicht einfach nicht, das hat diese ominöse Frauenpartei auch schon feststellen müssen.[/B][/QUOTE]

Bei den Grünen hat es zunächst doch auch funktioniert.

Die FDP, SPD, CDU und Grünen sind für mich auf jedenfall unwählbar geworden. Da bleiben schlicht nicht mehr viele Alternativen. Und bei den Piraten hat man zumindest eine gewisse Chance, dass man sich anschließend nicht schämen muss, weil zum Beispiel für Zensurgesetze stimmen, obwohl sie sie eigentlich beschissen finden (a la Grünen und SPD).
solipsismusIch finde die Argumentation, dass Erstwähler aufgrund der schönen Farbe eines einzigen Plakates eine beliebige Partei wählen, nicht stichhaltig. Noch viel weniger, dass das gerade die Piratenpartei sein soll, weil ich von denen nahezu keine Wahlwerbung gesehen habe. Logischer wäre, dass solch ein Mensch sich der CDU anschließt, weil die einfach mehr Ressourcen zur Wahlwerbung hat.
Wenn ich mal -wie Ronin- von meinem Freundeskreis ausgehe, hat dieser eine fundierte politische Meinung, abseits von Beeinflussungen der Sozialkundelehrerin. Dementsprechend breit ist das Spektrum der Parteien, die gewählt wurden.
Leute in meinem Alter (18-20), die mit Politik nicht viel zu tun haben, wählen weniger das Erstbeste, sondern sehen keinen Grund, sich die Mühe zu machen überhaupt wählen zu gehen.
Und wenn "Protest"-Wähler einmal die NPD wählten, hindert sie nichts daran, das nächste mal die Linken zu wählen. Wer wankelmütig ist, wird seine Meinung häufiger ändern.
Dass die NPD trotz Stimmenrückgangs mit 5.6% in den sächsischen Landtag Einzug gehalten hat, ist halt bedauerlich.
JesterDie Werbung der Piratenpartei ist durchaus sehr massiv, sie ist allerdings weniger auf dem konventionellen Weg zu sehen, das heisst die reine Massenplakatierung (welche ich eher als Minuspunkt der Parteien ansehe, da ich mich dadurch massiv belästigt fühle) ist da nicht der Weg mit der die Wählerschaft erreicht wird. Vielmehr ist es die Verbreitung über das Internet, was ja durchaus auch in ihr, bisher sehr dürftiges, Wahlprogramm passt. Und genau da trifft sie auch auf eben das Klientel das Julya auch genannt hat und auch genau auf die Leute welche auf ihr bisheriges Programm anspringen.
Wenn man mitbekommt welche Resonanz die Piratenpartei auf den sogenannten Sozialnetzwerken wie StudiVZ, Facebook und ähnlichem hat und das einfach mal mit unter Wahlwerbung laufen lässt, was es ja in gewisser Weise auch ist, dann ist der Anteil schon nicht klein. In den weiten des Internets ist die Präsenz da größer als bei so manch etablierter Partei.

Und hier ist es auch wo sie gut auf Stimmenfang gehen können, eben weil sich da viele politisch eher wenig interessierte oder informierte finden welche ihre wenigen Parteiprogramme befürworten werden.
Tapio Bearking[COLOR=orangered]Ahoi![/COLOR]

Das Thema mit dem fehlenden Programmen in der Partei ist richtig. Aber man muss sich verschiedene Dinge vor Augen halten:
Die PIRATEN sind eine recht junge Partei, gegründet 2006 in Anlehnung an die Schwedische Piratenpartei. Die Ziele waren es damals die Anpassung der Gesetze an die Moderne Informationsgesellschaft, da die bestehenden Gesetze nicht mehr zeitgemäß sind und schlicht und einfach nicht auf das Internet anzuwenden sind, da das Internet nicht an den Grenzen des Bundesgebiets aufhört.
Sie sind auch in erster Linie eine Gegenströmung gegen den Ausufernden Überwachungs und Sammelwahn unseres Bundesinnenministers bzw. des Zensurwahns unserer Bundesfamilienministerin.
Ja, zur Zeit ist die Piratenpartei nicht in allen Bereichen der Bundespolitik vertreten, aber es gibt jede Menge Arbeitsgruppen im Bereich der Bildung, Innen und Außenpolitik, Energiepolitik und Verkehrswesen. Aber ausgereifte neue Konzepte, die sich von dem bisher dagewesenen unterscheiden, eine gute Alternative bilden, benötigen Zeit, da es kontraproduktiv ist jetzt halbgare Entwürfe in die Runde zu werfen, nur damit man rechtzeitig zur BTW09 überall mitreden kann.
Das die PIRATEN Anklang finden zeigen die Komunalwahlen in Münster und ... Name vergessen, wo sie herausragende Ergebnisse erziehlten.

[url]http://klarmachen-zum-aendern.de/[/url]

Und für die CDU Freunde:
[url]http://wir-haben-die-kraft.de/[/url]

Grüße
Tapio
solipsismus@Jester

Dass sie im Internet eine starke Präsenz hinlegen, ist richtig, aber ich denke, der Großteil der deutschen Bevölkerug lässt sich eben nicht übers Internet erreichen. Damit hat es gleichwohl nicht allzu viel zu bedeuten, wenn sie in verschiedenen Foren und auf Social-Network(ing) Seiten zu "60% gewählt werden", denn wer würde annehmen, dass das bundesdeutsche Ergebnis genau so ausfällt?
Tapio Bearking@soli: Niemand, auch keiner aus der Partei. Aber es macht Spaß die Zahlen zu sehen. Realistisch sieht die Partei sich bei 3%
JesterDas ist schon richtig, und genau aus dem Grund werden sie bei dieser Wahl auch nicht so hoch einsteigen wie es manche Internet prophezeien. Aber sie machen es von ihrem Punkt aus hat auch genau richtig. Sie setzen da an, wo sie in sich schon ausgearbeitet sind, machen sich sozusagen ihr Stärke zu nutze und versuchen nicht auf breiter Front zu punkten, sondern da wo sie auch Erfolgschanchancen haben. Das ist auch das beste was sie machen können.

Wenn sie jetzt zu breit agieren würden, sich also ohne Programm in die Werbeschlacht stürzen würden sie ihren Ruf nur von Anfang an verhunzen welcher, wenn wir mal ehrlich sind, jetzt schon stark unter dem einseitigen Engagement leidet.

Aber ich muss auch sagen dass ich froh bin wenn die Piratenpartei jetzt einige der Protestwähler an sich bindet, welche sonst ihre Stimme schlimmer vergeben würden.
OdessaJulyas Beitrag gefällt mir sehr gut, ich stimme ihr auch voll zu. Die Partei hat keine Inhalte und wendet sich - was Jester auch richtig ansprach - sehr massiv an eine gewisse Klientel, agiert auch in meinen Augen da eher wie eine Art "Heils-Sekte". Sowas macht mir immer etwas Unbehagen.

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Und hier ist es auch wo sie gut auf Stimmenfang gehen können, eben weil sich da viele politisch eher wenig interessierte oder informierte finden welche ihre wenigen Parteiprogramme befürworten werden.
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Guter Einwand, Jester. Und wenn die politisch nicht bis wenig Gebildeten irgendwann die Mehrheit haben - was genau wird dann aus der Politik hier werden?

Es stehen Millionen Menschen arbeitslos und teilweise schon obdachlos da, wir haben ein marodes Gesundheitssystem und ein zusammenbrechendes Bildungssystem. Meine - persönlich - kleinste Sorge ist da wirklich das "internet und seine copyright-Verletzungen" (ohne dies runterspielen zu wollen!).


edit weil zeitgleich: auch da Zustimmung zu Jester - besser die Piratenpartei als eine links- oder rechtsextreme Partei, ganz klar. Und vielleicht tut dieser "frische Wind" in erstmal geringen Dosen ja wirklich ganz gut und die Partei bildet sich auch in anderen politischen Themengebieten ein Profil.
solipsismusNur um das zu verdeutlichen, ich selbst werde die Partei wählen.^^

Ich finde, sie sollten wenigstens die Möglichkeit bekommen, es falsch zu machen. CDU, SPD und die anderen über 5% hatten diese Chance wenigstens schon ... und haben sie oft genutzt. :rolleyes:
Tapio Bearking---------
Es stehen Millionen Menschen arbeitslos und teilweise schon obdachlos da, wir haben ein marodes Gesundheitssystem und ein zusammenbrechendes Bildungssystem. Meine - persönlich - kleinste Sorge ist da wirklich das "internet und seine copyright-Verletzungen" (ohne dies runterspielen zu wollen!).
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Das ist richtig und zur Zeit gibt es auch von Seiten der PIRATEN noch kein Konzept, aber im Gegensatz zu den anderen Parteien stehen sie auch dazu, dass sie kein Konzept haben und verschanzen sich nicht hinter leeren Phrasen.
Das Internet und seine Copyrightverletzungen sind auch nur ein Beispiel aus dem Programm. Es geht hierbei nicht darum die Copyrightverletzungen zu legalisieren, sondern ein Verwertungssystem zu schaffen, dass sich zum einen an den neuen Medien orientiert (vgl. Kulturflatrate) und auf der anderen Seite die Künstler, die letzten Endes die meiste Arbeit an einer CD / Buch / whatever haben gerecht entlohnt werden für ihre Arbeit und nicht von Major Labels auf Lebenszeit versklavt werden.
OdessaTapio, das ist ok und die Lösung dieser Probleme ist sicher wichtig und sollte auch angegangen werden, keine Frage.

Was ich generell nicht verstehe ist, daß viele Menschen von einer Partei zu erwarten scheinen, daß diese alle Probleme löst. Das kann gar nicht gehen, denn wenn man halbwegs demokratisch ist in seiner politischen Ausrichtung, dann kann man nicht 80 Millionen Menschen gerecht werden. Du kannst noch so ein gutes Programm haben und Idealismus und Ehrlichkeit: es wird niemals ALLEN passen. Man muß immer irgendwelche Kompromisse eingehen allein schon, damit man Andere nicht diktatorisch übervorteilt oder außer Acht läßt. Versuch mal nur, eine Party mit nur 10 Leuten zu organisieren, wo es nicht vorher tage- oder gar wochenlang Diskussionen gibt über die "Wanns, wos und mit wems und was". Von einer Partei zu verlangen, daß sie sich in einem liberalen System - wo noch auf jede kleinste Opposition, Minderheit und Sonstiges abseits des eigenen Konzepts eingegangen werden muß - mit ihrem Programm stets sofort durchsetzen kann gegen die ja auch berechtigten Bedürfnisse und Meinungen aller anderer, von den anderen Parteien vertretenen Bürger, ist für mich schier unerfüllbare Utopie, oder endet in eine Dikatur, wo dann zwar eine Partei das kompromisslose Sagen hat, ihr Programm somit auch wirklich konsequent und sofort umsetzen kann... aber meist halt auf Kosten der Bürger, die dieses Programm nicht so dolle fanden und die sich selbst dann in Umerziehungslagern, Arbeitslagern oder Verhörkellern wiederfinden.
Tapio BearkingDas die Leute die Universallösung erwarten, ist aber nicht Fehler der PIRATEN ;)

Aber du hast recht, allen Leuten Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann. Und auch in der Partei selbst erwartet niemand, dass man eine Universallösung hat. Man bietet (bzw will bieten, aber das macht den Satzbau unnötig kompliziert ) realistische Lösungen zu den Programmen der großen Parteien. Zuerst dort, wo man von Haus aus Kompetenzen hat und das ist nun mal durch die Herkunft der Mitglieder gegeben, die Netzpolitik, das Urheberrecht und die Überwachungspolitik der Regierung.
Andere Programme werden kommen, aber nicht sofort.

Wenn du überzeugende Konzepte hast, kannst du dich auch in dem Forum registrieren und in einem der AGs mitarbeiten ;)
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Es stehen Millionen Menschen arbeitslos und teilweise schon obdachlos da, wir haben ein marodes Gesundheitssystem und ein zusammenbrechendes Bildungssystem.[/B][/QUOTE]

Nur eine Frage aus Interesse: Welche Partei kann man denn dafür wählen? CDU, SPD und FPD sind ja zum Großteil für die Ist-Situation verantwortlich.

Mir persönlich ist es auch relativ wichtig, dass man nicht mehr willkürlich verklagt werden kann, weil man versehentlich ein falsches Bild im Internet benutzt hat, oder dass man wegen einer Meinungsäußerung in den persönlichen Ruin geklagt werden kann (siehe Weinreich oder Trainer Baade).
Vor den Piraten hatte sich /keine/ Partei in Deutschland auch nur eine Dreck um die Bürgerrechte im Internet geschert.
Tapio Bearking@Kinch: Das hat aber auch größtenteils der Wähler zu verantworten, wenn er CDUSPDFDP immer wieder und immer wieder die Stimmen in den Arsch schiebt und vergisst wie er noch vor 4 Jahren belogen wurde. Beispiel Mehrwertsteuererhöhung. 2% + 0% = 3%
KinchSchon ja; Demokratie bedeutet ja, dass das Volk die Regierung bekommt, die es verdient. Deshalb bin ich auch froh, über jede Halbwegs verünftige neue Partei, die eine wählbare Alternative ist. Diese "Volksparteien", die ein Rund-um-Sorglos-Paket für alle Versprechen und nach der Wahl praktisch alles Rechtfertigen und Mitmachen (Im Verraten ist die SPD wirklich einsame Spitze), will ich persönlich einfach nur noch weg haben.
Damit man aber eben nicht mehr Mehrheitlich diese Dilletanten wählt, braucht man eben wählbare Alternativen.
OdessaKinch, ich habe keinen Masterplan. Das war was ich meinte mit: keine Partei kann es allen Leuten Recht machen, denn Jeder hat andere Prioritäten in seinem Leben und somit in seiner politischen Ausrichtung. Und ich stimme Dir und Anderen ja auch zu dahingehend, daß sich die etablierten Parteien nichts nehmen, was ihre teilweise konturlosen schwammigen Positionen und nicht gehaltenen Versprechen angeht, und ich sehe auch nicht irgendwas Verwerfliches an den Piraten, sah nur in Julyas und Jesters Beiträgen viele Dinge die imho richtig erkannt wurden. - Was ich selbst wähle: in pn, da es zu off topic wird hier sonst :-).

Tapio: ich habe jahrzehntelang politisch gearbeitet, auf kleinster lokaler Ebene, und immer wieder scheiterte ich vor allem an einem - an der menschlichen Eitelkeit, am armseligen Neid (der eine gönnte dem anderen nicht die Butter aufs Brot) und boshaft verschlagener Cliquenklüngelei, die alle Anderen mundtot machen und vertreiben wollte die nicht der Meinung der jeweils gerade das Sagen habenden Führungsgestalt waren. Ich beschloss, dies nicht mitzumachen, stieg aus der Partei aus und steige so schnell auch in keine andere mehr ein;-)
HrefnadisIch habe mich mal spaßeshalber mit dem Wahl-o-maten (siehe n-tv.de) beschäftigt. Für mich als linksorientierte Alternative kam - nicht überraschend - heraus, dass ich die meisten Übereinstimmungen mit Linken und Grünen hätte, gefolgt von den Piraten. Diese landeten übrigens nur auf Platz drei, weil sie zu wenig festgelegte Meinungen in mir wichtigen Punkten präsentieren. In den Punkten, wo sie es taten, herrschte weithin Konsenz. Die Grünen würde ich seit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr niemals mehr wählen wollen. Also fallen die raus. Die Linken verursachen mir gelegentlich üble Bauchschmerzen, vor allem die jungen Linken an den Unis. Manchmal habe ich den Eindruck, dass die reale Welt an diesen irgendwie spurlos vorbei gegangen ist. Gysi und Lafontane sind sicher andere Kaliber, klar, aber die Basis ist mir gelegentlich ein wenig sehr suspekt.

Irgendwie bleiben da nur noch die Piraten über. Und was das fehlende Profil betrifft, wir waren ernsthaft am Diskutieren, ihnen einfach beizutreten und daran mitzufeilen. Wo bei den etablierten Parteien herrscht denn noch so viel Basisdemokratie, das dieses auch möglich wäre? Derzeit ist grad nur der Zeitmangel ein Parteieintrittskiller. Vielleicht nicht für ewig.

Also, zusammenfassend, stellt sich für mich am Wahltag nur die Frage: entweder mit Bauchschmerzen Linke wählen, um ein Zeichen gegen die große Koalition zu setzen oder ohne Bauchschmerzen die relativ chancenlosen Piraten, weil ich finde, das sie viele Sachen richtig machen.

Ich grüble noch.
Ronin76@solipismus
[QUOTE]
Ich finde die Argumentation, dass Erstwähler aufgrund der schönen Farbe eines einzigen Plakates eine beliebige Partei wählen, nicht stichhaltig. Noch viel weniger, dass das gerade die Piratenpartei sein soll, weil ich von denen nahezu keine Wahlwerbung gesehen habe. Logischer wäre, dass solch ein Mensch sich der CDU anschließt, weil die einfach mehr Ressourcen zur Wahlwerbung hat.
[/QUOTE]
Es wurde hier nie erwähnt daß Erstwähler aufgrund der Plakatfarbe entscheiden. Falls doch bitte zitieren. Ich stimme dir jedoch vollkommen zu daß die Partei welche die meiste Werbung betreibt ihre Chancen erheblich vergrößert, sonst würde diese Werbung ja nicht betrieben werden. Plakatwerbung ist sicherlich eine sehr günstige und relativ wirksame Werbung welche von den Ortsvereinen organisiert wird. Printwerbung kann Defizite bei den politischen Inhalten und Skandale nur bedingt ausgleichen. Bei Erstwählern ist das jedoch wegen fehlendem Wissen nicht so ausschlaggebend.
solipsismusAlso du möchtest mir mit deinem Post ... nichts sagen?
Dass irgendjemand die Ironie nicht verstehen würde, dachte ich mir schon vorher.
herbstliebe[QUOTE][i]Original geschrieben von Hrefnadis [/i]
[B]Ich habe mich mal spaßeshalber mit dem Wahl-o-maten (siehe n-tv.de) beschäftigt. [/B][/QUOTE]

Das Gleiche tat ich heute auch. Bei mir waren die "Piraten" an vorletzter Stelle. Die "Familienpartei" war an erster und wen wunderts, "Die Violetten" auf Platz 2. *g* Mit den "großen" Parteien habe ich nicht mal 50% Übereinstimmung. Was ich wählen wollte war auf dem letzten Platz. :rolleyes:
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]Hat jemand einen gescheiten Gegenvorschlag?
Stimmzettel ungültig machen?
Wenn ihr alle mit macht bin ich dabei. Und wie sieht's aus? [/B][/QUOTE]Da es in Deutschland keine Mindestwahlbeteiligung gibt, reicht dann eine Stimme um die Regierzung zu wählen.

Ungültige Wahlzettel sind für den Ausgang einer Wahl so sinnfrei wie einfach nicht wählen, auch wenn anderes fabuliert wird.
An den Anzahl der Stühle im BUndestag ändern auch noch so viele ungültige Wahlzettel nichts...die werden immer besetzt.
Julya[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
@schöne Julya ;)
Finde ich einen ausgesprochen guten Beitrag von dir. [...]
[/quote]

Ui, danke, wie komme ich denn zu der Ehre? [img]http://cosgan.de/images/smilie/liebe/n045.gif[/img]

[quote]Wichtig wäre mir, sich nicht nur zu informieren, sondern vor allem konstruktiv und kritisch mit der politischen Materie auseinanderzusetzen und sogar das politische System mal komplett in Frage zu stellen. Ich weis ja nicht wie heute der politische Unterricht in den Schulen gestaltet wird (Gemeinschaftskunde und Geschichte hies das damals), zu meiner Schulzeit war jener jedoch höchst einseitig. [/quote]
Bei mir war und ist es so, daß mein Politikinteresse zwar immer irgendwie vorhanden ist, aber zu solch großen Wahlen dann nochmal höhere Wellen schlägt.
In meiner letzten Schule gab es damals einen sehr guten Politiklehrer, der ordentliche Diskussionen angezettelt hat. Ich würde sagen, daß sich mindestens 30 % meiner Klasse stark damit auseinandergesetzt haben, was ich schon recht viel finde, aber das war eben auch eine Oberstufe und alle mindestens 18 Jahre alt. Wir haben uns teilweise richtig angegiftet und das fand ich klasse! :D Mein Lehrer legte mir damals immer nahe, erste Bundeskanzler[b]in[/b] zu werden, aber da is' mir wohl die Angie zuvor gekommen. ;)
In den Jahren und Schulen vorher war der Unterricht stinklangweilig und dementsprechend desinteressiert waren auch die Schüler.
Und genau da muss es anfangen.
Ich habe Politik in der Schule immer wichtig gefunden und alles in mich aufgesogen, weil ich von zu Hause immer nur gehört habe, daß es einzig und allein die CDU gibt.
Als ich zum ersten Mal von den Piraten gehört habe, bin ich auch hellhörig geworden und habe mal ein bißchen nachgeforscht, schlicht und ergreifend, weil ich den Namen witzig fand und ich wissen wollte, was dahinter steckt. Aber leider kam dahinter nicht mehr so viel... Gut, sie sind noch eine junge Partei und da muss sich noch viel entwickeln, aber sie sollten zum Wahlkampf schon zumindest rhetorisch geschickte Menschen auf Stimmenfang schicken, wenn sie was erreichen wollen. Ich komme leider nicht mehr auf die Sendung, aber ich habe letzte Woche ein Interview mit den Piraten gesehen und da kam nur auf die Frage nach Datensicherheit eine gute Antwort, bei anderen Punkten kam nichtmal mehr eine hübsch ausgeschmückte Schwafelei, sondern einfach nur Nix! Heiße Luft... ein Stottern..ähm... hm... naja, da müssen wir noch dran arbeiten.
Das war -zumindest für mich- der Kick ins Aus! Sorry Piraten.
OrcaDesign[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]Deswegen erwarte ich von einer Wahl rein garnichts mehr da die CDU laut Forsa ganz vorne liegt.[/B][/QUOTE]
Von der Wahl ist, was die Umfragen betrifft, diesmal eigentlich auch wirklich nicht viel überraschendes zu erwarten, was den Ausgang betrifft.
Eine Kanzlerin Merkel weiß es schon, weshalb die CDU sich dieses Mal sehr vornehm zurückhält mit jeglichen Aussagen... um es mal vereinfacht auszudrücken - oder, um kurz zu strategischem Denken zu kommen: die FDP wird/hat eine Koalitionsaussage zur CDU gemacht. Das (!) bringt der FDP schonmal alle jene Wähler ein, die sonst CDU wählen würden möglicherweise, die aber eine große Koalition verhindern wollen. So oder so, kann der CDU egal sein in dem Sinne, denn mehr Prozente als die FDP wird sie allemal bekommen - aber halt auch keine 50+%, ergo: schwarz-gelb, mit einer Kanzlerin Merkel. Tja, und SPD... wer diese wählt, wählt ebenfalls, und wieder, die große Koalition. Denn: SPD mag noch vielleicht am Ende wieder näher an die CDU rankommen, aber diese sehr wahrscheinlich nicht überholen. Ergebnis: schwarz-rot mit Kanzlerin Merkel.
Alles andere als Ergebnis ist utopisch, dank schwachsinniger von-vornherein-ausschließerein von Koalitionsmöglichkeiten, wie es die SPD so gerne auf Bundesebene macht - hingegen auf Länderebene doch in mehreren Ländern set Jahren erfolgreich Politik macht mit der Linken. Denn: dass SPD und Grüne zusammen auf 50+% kommen, ist doch sehr unwahrscheinlich. Rot-grün-gelb wurde ja glaube ich ebenso wie rot-lila-grün schon dementiert... ergo: was bleibt? Evtl. noch ein Schwarz-gelb-grün, falls sonst nichts mehr ginge? Ergebnis: eine Kanzlerin Merkel.

Noch Fragen....?

Außer, weshalb eigentlich wollte ich nochmal wählen gehen...?
Ronin76@Hrefnadis

[QUOTE]
Also, zusammenfassend, stellt sich für mich am Wahltag nur die Frage: entweder mit Bauchschmerzen Linke wählen, um ein Zeichen gegen die große Koalition zu setzen oder ohne Bauchschmerzen die relativ chancenlosen Piraten, weil ich finde, das sie viele Sachen richtig machen.

Ich grüble noch.
[/QUOTE]
Wieso willst du unbedingt eine Partei wählen ? Weil das fast Alle so machen oder weil das irgend etwas zum Besseren ändern würde ? Würde es das tatsächlich ? Wäre es bei dieser Unsicherheit nicht naheliegend gar nicht oder ungültig zu wählen ? Wähler behaupten ja oft daß es besser sei das kleinere Übel zu wählen als gar nicht. Vielleicht weil sie das mal irgendwann gehört hatten und sich schlau anhört. Tja das ist Verrat an den eigenen Idealen und rächt sich laut dem Gesetz der Resonanz. Vertraue auf dein Gefühl und schalte den Kopf nicht aus, es gibt immer ganz andere Alternativen.



@Seneca
[QUOTE]Ungültige Wahlzettel sind für den Ausgang einer Wahl so sinnfrei wie einfach nicht wählen, auch wenn anderes fabuliert wird. [/QUOTE]
Estland hatte bei der letzten Europawahl eine Wahlbeteiligung von 26,89 %. Im Prinzip müsste eine sehr niedrige Wahlbeteiligung wie diese irgendwann dazu führen daß das vorherrschende politischen System einschließlich dem Wahlverfahren nicht mehr anerkannt wird und dadurch keine Berechtigung mehr hat. Im Falle von Estland könnte das bedeuteten daß der europäische Vorzeigestaat in naher Zukunft aus der EU austritt oder es zu einer Revolte kommt. Nichtwahl ist meiner Ansicht nach ein stummer Protest und ein deutliches politisches Warnsignal. Manchmal auch einfach naive Bequemlichkeit, dh die passiven Nichtwähler sind aus Dekadenz mit dem etablierten Politsystem zufrieden. Eine aktive Nichtwahl ist jedoch fast immer Ausdruck von Protest und signalisiert auch Interesse am politischen Geschehen. Das kann von passiver Nichtwahl nicht behauptet werden.



@Julya
[QUOTE]Ui, danke, wie komme ich denn zu der Ehre? [/QUOTE]
Auf pseudointellektuellem Latein: honorem ei, qui meritur. Oder auf deutsch: Ehre wem Ehre gebührt. ;)
Oder weil ich deinen Beitrag durchdacht und logisch fand, er sich mit meinen Interessen und Kenntnissen deckt und du mir sympathisch bist.
Lethala[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Estland hatte bei der letzten Europawahl eine Wahlbeteiligung von 26,89 %. Im Prinzip müsste eine sehr niedrige Wahlbeteiligung wie diese irgendwann dazu führen daß das vorherrschende politischen System einschließlich dem Wahlverfahren nicht mehr anerkannt wird und dadurch keine Berechtigung mehr hat. Im Falle von Estland könnte das bedeuteten daß der europäische Vorzeigestaat in naher Zukunft aus der EU austritt oder es zu einer Revolte kommt. Nichtwahl ist meiner Ansicht nach ein stummer Protest und ein deutliches politisches Warnsignal. Manchmal auch einfach naive Bequemlichkeit, dh die passiven Nichtwähler sind aus Dekadenz mit dem etablierten Politsystem zufrieden. Eine aktive Nichtwahl ist jedoch fast immer Ausdruck von Protest und signalisiert auch Interesse am politischen Geschehen. Das kann von passiver Nichtwahl nicht behauptet werden.
[/B][/QUOTE]

Erklär mir bitte, wie eine simple Zahl zeigen soll, dass es eine aktive Nichtwahl - mir gefällt es nicht, was die da oben machen deswegen gehe ich nicht wählen - oder eine passive Nichtwahl - Wetter gefällt mir heute nicht - ist.
War die Beteiligung an der Europawahl - auch hier in Deutschland - deswegen so niedrig, weil die Leute alle aus Protest nicht wählen gegangen sind?
Es interessiert eine Regierung, sobald sie dann fest im Sattel sitzt, nicht die Bohne mehr - trotz öffentlichem Gemaule - wie viele zur Wahl gegangen sind und wie viele aus Protest nicht. Es zählt nur das Ergebnis.
Ein stummer Protest bleibt ungehört, eben weil er stumm ist.
Ändern kann man nur etwas, indem man aktiv wird. Ob man nun nur sein Kreuzchen auf dem Zettel macht oder sich direkt für eine Partei engagiert, das ist die Entscheidung jedes Einzelnen.
solipsismusLaut [URL=http://www.heise.de/tp/blogs/8/145063]den aktuellen Umfragen[/URL] ist die Wahl noch nicht gelaufen. Zumindest nicht für CDU und FDP.
HrefnadisNee Du, Soli, das läuft auf schwarz-rot raus und ich glaube, dank Merkels überaus "intensivem" Wahlkampf hat sie genau darauf gewettet. Wieder 4 Jahre hohles Geseier. :(

Zu Ronin: Natürlich ist auch Nicht-Wählen ein Statement. Bei der Europawahl habe ich mir dieses Statement geleistet. Wenn ich nicht mal weiss, WOFÜR ich eine Stimme abgebe, dann lasse ich es lieber gleich. Anders ist das bei der Bundestagswahl.

Selbst meine winzige Stimme hat Gewicht, wenn auch nicht viel. Und was das deutsche Parlament beschließt, betrifft mich und meine Familie in direktem Maße, also sollte ich diese meine Stimme auch dafür verwenden, die Zusammensetzung des Parlamentes zu beeinflussen. Stimme ich nicht ab, lasse ich andere diese Zusammensetzung bestimmen und muss dennoch mit den dort getroffenen Entscheidungen leben. Insofern macht wählen schon Sinn, vorausgesetzt man hat eine Partei, die zumindest halbwegs den eigenen Anschauungen genügt. Und bei mir sinds dann doch die zwei, die ich schon nannte. Nicht wählen ist - zumindest für mich - keine Option, denn: Es könnte ja immer noch schlimmer kommen, wenn nämlich die Parteien an der Spitze sind, die ich nun ABSOLUT nicht dort sehen will. Wähle ich nicht, entscheide ich mich automatisch für den Sieger, denn ich toleriere ihn. So sehe ich das.

Und das mit: "Stell Dir vor, es ist Bundestagswahl und keiner geht hin!" sehe ich grad nicht. Gerade jetzt in Krisenzeiten nicht.
HrefnadisNachtrag: Und nur weil ein ziemlich großer "Rest" der Bevölkerung das schwarz-rote Modell wählen wird, ist das für mich kein Grund, meine Stimme NICHT dagegen zu setzen.
Hrefnadis[url]http://wiki.piratenpartei.de/Mitglieder#Mitglieder_nach_Bundesl.C3.A4ndern[/url]

Das hat sogar mich überrascht. Die Piraten sind als Partei zumindest von der Mitgliederstärke her schon die 7-stärkste Kraft in Deutschland. Tendenz weiter steigend. Als ich vor wenigen Tagen das letzte Mal reinsah, waren es gerade 7000 Mitglieder gewesen, jetzt sind es schon wieder 700 mehr. Das geht flott.
Ronin76@Lethala

[QUOTE]Erklär mir bitte, wie eine simple Zahl zeigen soll, dass es eine aktive Nichtwahl - mir gefällt es nicht, was die da oben machen deswegen gehe ich nicht wählen - oder eine passive Nichtwahl - Wetter gefällt mir heute nicht - ist. War die Beteiligung an der Europawahl - auch hier in Deutschland - deswegen so niedrig, weil die Leute alle aus Protest nicht wählen gegangen sind?[/QUOTE]
Ich möchte dir erst mal erklären was Aktive Nichtwahl bedeutet, denn laut deinem zitierten Beitrag weist du das nicht. Und bitte nicht böse sein daß ich nun den Lehrer mime. Aktive Nichtwahl bedeutet nicht, daß nicht gewählt wird, sondern daß der Wahlzettel absichtlich und offensichtlich ungültig gemacht wird. Das wird dann im Wahlergebnis unter "ungültige Stimmen" dokumentiert. Du hast mit deinen beiden Beispielen die Passive Nichtwahl beschrieben, die wie man sieht, unterschiedliche Ursachen haben kann. Ich gebe zu der Begriff "Aktive Nichtwahl" ist etwas irritierend und ungenau, im Prinzip müsste es "Ungültigmachen des Stimmzettels" lauten.

[QUOTE]Ein stummer Protest bleibt ungehört, eben weil er stumm ist.[/QUOTE]
Ganz so stumm ist er ja nicht, und es gibt noch andere Sinnesorgane als die Ohren. ;) Aber das ist jetzt Wortspielerei du kennst sicherlich das Wort "Metapher". In diesem Sinne hatte ich es gemeint.



@Hrefnadis
[QUOTE]Wenn ich nicht mal weiss, WOFÜR ich eine Stimme abgebe, dann lasse ich es lieber gleich.[/QUOTE]
Das klingt vernünftig. Wenn nur mehr so denken würden.
Lethala@Ronin

Danke für die Erklärung. Für mich klang aktive Nichtwahl halt danach, dass ich wirklich einen Grund habe nicht wählen zu gehen und es nicht einfach nur an mir vorbeiziehen lasse.

Dass mit dem Stimmzetteln ungültig machen, halte ich persönlich für wenig sinnvoll als Protest. Außer alle würden das machen. So sind es nur ein paar Stimmen weniger, die im Topf landen und letztendlich am Ergebnis nichts ändern.
Aber wenn ich - trotzdem dass ich mich informiert habe - keine Partei gefunden habe, von der ich überzeugt bin, dass sie meine Werte und Vorstellungen vertritt und meine Stimme verdient hat, dann ist das sicher immer noch eine bessere Option als gar nichts zu tun.

Niemand soll aber auch dazu "genötigt" werden, irgendwo mit einem schlechten Gefühl ein Kreuzchen zu machen. Oder von anderen dahingehend missioniert werden. Jeder hat immer noch die Freiheit selbst für sich zu entscheiden, was er tut und das ist das Wichtigste, das man vertreten und auch respektieren sollte.
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]Ist sinnlos. Welche etablierte Partei hat keinen Dreck am Stecken ? [/B][/QUOTE]

Das allein ist kein Gradmesser sie nicht mehr zu wählen.....
Welcher Mensch hat keinen Dreck am Stecken?
Insofern ist es unzulässiger Perfektionismus von den etablierten Parteien moralisch mehr zu verlangen, als von anderen Menschen.
HellscreamWarum soll man Parteien wählen die sowie so nur in die eigene Tasche Wirtschaften???
Nur die dümmsten Kälber suchen sich ihren Schlächter selbst. Die etablierten Parteien sind nicht nur moralisch unfähig Führung zu übernehmen, sondern moralisch defekt.
pulSar[quote]Welcher Mensch hat keinen Dreck am Stecken?[/quote]
iiihiiich.. ich hab meinen Stecken eben sauber gemacht... *harrharr*

__________________

Was ich an den Piraten mag, ist, dass sie sehr klar aufgestellt sind, ein Profil haben und konkrete Aussagen zu einem Themenbereich, den man durchaus als "Kernkompetenz" sehen kann.

DAS ist schonmal grundlegend eine Sache, die man sonst eher vergeblich sucht.

Ebenfalls fasziniert mich die (soweit ich das online nachvollzogen hab) dann doch recht bunte Bandbreite der Anhänger. Da sind ex-FDPler, ex-CDUler neben Ex-SPDler und EX-Nichtwählern.

Natürlich erwarte ich keine Lösung auf alle Probleme von dieser kleinen Partei und ich gehe auch nicht wirklich davon aus, dass die die 5%Hürde nehmen... ich gehe auch nicht mit allem in jeder Hinsicht konform. Aber man hat schon das Gefühl als "digital Native" mit "Seinesgleichen" zu tun zu haben und nicht mit eine Art von angehobenem "die da oben".

so viel dazu...
Odessa---
Nur die dümmsten Kälber suchen sich ihren Schlächter selbst. Die etablierten Parteien sind nicht nur moralisch unfähig Führung zu übernehmen, sondern moralisch defekt
---

Hellscream, schade, ich teile viele Deiner Ansichten, aber das gefällt mir nicht und da widerspreche ich Dir, allein wegen der "platten" Formulierung. "Sind alle "moralisch defekt" ist eine imho schon sehr fragwürdige persönliche Diskreditierung und Unterstellung in den Charakter eines Menschen, die ich so nicht teilen möchte, und oftmals geht mit Äußerungen dieser Art leider auch einher die "Für dumm"-Erklärung all der Menschen, die politisch nicht so denken wie "man" selbst.

Vielleicht hilft es, sich einfach mal vor Augen zu halten, daß z. B. ein Mensch mit 50 ganz andere Lebenserfahrungen machte und somit über gewisse Dinge heute anders denkt als er es noch mit 20 tat. Deswegen ist der 50jährige natürlich weder klüger noch besser als er es als 20jähriger war, er ist lediglich mittlerweile nur durch mehr Jahre an Leben gegangen und hat über diese Jahrzehnte gewisse politische, soziale und wirtschaftliche Dinge selbst bzw. im Umfeld direkt miterlebt, in deren Versagen als auch in deren Bestehen; entsprechend hat er seine politische Meinung gebildet, und sicher auch anhand der eigenen Lebens/Arbeits- und Familiensituation. Ein 35jähriger gesunder Arzt mit eigener Praxis und 3 Angestellten wird andere politische Interessen haben als ich als 45jährige, durch div. Krankheiten mittlerweile eingeschränkte Hobby-Bäuerin ohne dieses Arzt-Einkommen. Ein 70jähriger Rentner im Rollstuhl, der in einem Pflegeheim lebt, wird andere Prioritäten setzen bei seiner Partei als ein 25jähriger gesunder Maurer, dessen Eltern ihm eine Eigentumswohnung vermacht haben und für den sowas wie Mietspiegel und "wie lebe ich im Alter" eher untergeordnet sein dürften. Eine alleinerziehende, finanziell mässig gestellte Mutter wird andere Programmpunkte wichtig finden als ein 50jähriger, der nach 20 Jahren Arbeit als EDV-Spezialist vielleicht finanziell sehr gut gestellt und kinderloser Single ist. Sogar eine 22jährige Studentin, die Studiengebühren zahlen muß und keinen Nebenjob findet mit dem sie das finanzieren kann, wird vermutlich zumindest in einigen Punkten ganz andere Schwerpunkte politisch setzen als eine andere 22jhr. Studentin, deren Eltern ihr das Studium finanzieren, die im elterlichen Haus kostenfrei während des Studiums leben kann und die später als Ärztin Mamas bereits gut eingeführte Praxis weiterführen wird.

Mit welchem Recht sich daher einige Leute anmaßen, den 50jährigen der vielleicht FDP wählt sinngemäß/überspitzt als charakterlose geldgeile Banker-Sau zu bezeichnen oder den behinderten Rentner der vielleicht CDU wählt als braunen erzkonservativen Nazi-Deppen, entzieht sich mir. Für mich ist Demokratie in erster Linie, daß alle Bürger ihre politische Sichtweise vertreten und äußern dürfen (so sie nicht einwandfrei faschistoid und rassistisch, somit strafbewehrt, ist) und sie dies unter anderem durch eine Wahl sowie das in jeder Partei ja mögliche eigene Mitmachen auch können (wiederum aber auch nicht müssen, auch das ist ja Freiheit).

Wenn jemand die Piraten wählt, darf er das doch auch und er wird seinen sicher gut durchdachten Grund dafür haben - was hier aber auch doch niemand den Wählern der Partei abgesprochen hat (das zu Scheols Einwurf wegen der "Hetze"). Wenn aber jemand die Piraten nicht wählt, dürfen diese Leute das auch hoffentlich weiter "nicht tun", ohne sich deswegen als politisch unkundig titulieren lassen zu müssen. Das ist nämlich das genaue Gegenteil von demokratischem und liberalem Verhalten.
hagzissa13Ich kann mich Odessas Meinung nur anschließen. Wir sind eine Demokratie, in der jeder selbst entscheiden kann, was er gerne hätte, solange es nicht gegen unsere Verfassung verstößt.
Schön fände ich persönlich noch, wenn der Wähler kurz darüber nachdenken würde, ob diese Partei, die er wählt auch in der Regel das, was er sich davon verspricht, in der Vergangenheit eingehalten hat. Aber auch da kann ich als Demokrat letztendlich niemandem reinreden, was aber die These unterstützt, daß jedes Volk sich seine Regierung verdient hat.....

Ich bin zwar zur Zeit pro-Piratenpartei (wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt, wird sich zeigen), da mich die großen Volksparteien in der Vergangenheit aufgrund ihrer "Fähnchen im Wind"-Politik massiv enttäuscht haben, bzw. ich mit vielen Forderungen dieser Parteien nicht oder nicht mehr konform gehe, aber als Demokrat ist es für mich selbstverständlich alle gewählten und verfassungskonformen Parteien zu akzeptieren (und somit natürlich auch die Wähler). Ich bin kein "Protestwähler" am linken oder rechten Rand, da mir die Gefahr zu groß wäre, daß solche Parteien Überwasser bekommen, wenn viele das machen (und das Resultat kann man sich ja weltweit an mehreren Beispielen geschichtlich betrachten....). Ich suche mir immer eine kleine Partei "in der Mitte", denn nur, wenn viele so denken wie ich, kann in meinen Augen etwas neues und besseres entstehen...... aber das ist nur meine persönliche Meinung.
Hrefnadis[url]http://www.n-tv.de/politik/Gegen-Ueberwachungswahn-article501998.html[/url]

I was part of it. Nicht ganz freiwillig, aber wenn man IT-Fachleute im Freundeskreis hat, kann es passieren, dass man quasi "zwangsverpflichtet wird". Es hat meine eigenen Sympathien für die Piraten doch gestärkt, und wie! Diese 20.000 Mann (Frauen und Mäuse mal mit eingerechnet) bestanden - was dieser Artikel elegant verschweigt - aus deutlich über der Hälfte aus orange. Die Piraten haben unheimlich Flagge gezeigt, so viel, dass nirgends in Berlin auch nur eine noch käuflich zu erwerben war - hey, ich habs versucht! T-shirts gabs nur noch in unmöglichen Größen und Mitgliedsanträge gingen weg wie warme Semmeln und waren auch schon aus, als wir am Stand ankamen. In der bürgerlichen Presse, siehe Spiegel, wird das alles mit ein wenig Erstaunen und Amüsement zur Kenntnis genommen.

Die FDP war mit ein paar wenigen Leute vorhanden, die grünen bildeten einen eng abgegrenzten kleinen Pulk, der unvermeidliche Schwarze Block der Autonomen lief auch wieder mit, ein paar verirrte und geächtete Jusos waren dabei und auch das Rot der Linken sah man. Und überall ein Meer aus schwarz und orange. Teilweise stand mir die Kinnlade offen, echt.

Alle Nerds hatten gestern Ausgang :D

Aber nicht nur die Nerds. Ganze Familein (wie unsere) mit Kind und Kegel waren dabei. Internet-Nutzer, Rollenspieler, IT-Spezialisten, Datenschützer, Menschenrechtler, Visionisten, Menschenfreunde, eine unglaubliche Menge Schwarzvolkes (!!!) .. alles querbeet. Und friedlich, und laut, und bunt.

Das haben sie sehr gut gemacht!

Ich denke mal, das nächste Ortsgruppentreffen am Dienstag wird aus allen Nähten platzen.

Es ist wie ein Sturzregen auf trockene Erde. Ich glaube, genau DARAUF hat die politikverdrossene gerade junge Gesellschaft gewartet. Es sieht so aus. Überall Begeisterung. Ich fühle mich teilweise echt an die Montagsdemos von anno dunnemals erinnert. Mitreissend.

Sorry dass ich meinen Bericht hier so reingetüddelt habe, aber ich finde, hier gehört er irgendwie auch hin.

[IMG]http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/ueberwachungsdemonstration102_v-grossgalerie16x9.jpg[/IMG]

Quelle: Tagesschau.de
HrefnadisBrisant, brisant. Gab wohl doch am Rande ein paar Scharmützel mit den Freunden und Helfern. Ganz besonders ins Bild zur "Freiheit statt Angst" passt, dass laut Auskunft CCC, das hier:

[url]http://www.youtube.com/watch?v=rJS34gboYhg[/url]

passierte, als ein Teilnehmer der Veranstaltung aus irgendwelchen Gründen Anzeige gegen einen Polizisten erstatten wollte. Man beachte die Kameras. Das Videomaterial der Demonstranten ist hilfreich, wird aber kaum dazu beitragen, dass die Polizisten mal befragt werden könnten, was sie da geritten hat. Das Videomaterial der Polizisten hingegen ist beweiskräftig genug für Verurteilungen. So what?

Ich war zu dem Zeitpunkt am anderen Ende der Demo und habs nicht mal mitgerissen.

Wenn ich solche Sachen nicht schon früher erlebt hätte, würde ich mich ja noch wundern.

Nachtrag: Wer nicht bei youtube angemeldet ist, sollte mal bei den Suchoptionen Freiheit-statt-Angst eingeben. Youtube sperrt und das Video wird überall woanders neu hochgeladen.
Icy[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]Ich kann mich Odessas Meinung nur anschließen. Wir sind eine Demokratie, in der jeder selbst entscheiden kann, was er gerne hätte, solange es nicht gegen unsere Verfassung verstößt.[/B][/QUOTE]
Dumm nur, wenn einige "demokratischen" Parteien wie die CDU mit dem Kontrollwahn selber verfassungsfeindliche Tendenzen annehmen.

Deswegen sympathisiere ich auch die Piraten, weil sie verfassungskomform sind und unter anderen "Transparenz in der Politik" im Wahlprogramm haben.

Ich finde es ist nicht so, das z.B. ein CDU- oder sonstwas-Wähler dumm sein muss - nein, es ist auch möglich, das es ihn nicht im Detail interessiert oder er einfach gutgläubig ohne weitere Recherche das glaubt, was in der Wahl-Werbung oder von den Freunden vorgesetzt wird und den Punkten zustimmt - ohne die nicht so offensichtlich geworbenen Vorhaben der Regierung zu kennen geschweige die Folgen abzuwägen.

Ich glaube, wenn JEDER der wählt umfassend recherchieren würde was JEDE Partei gemacht hat und was jede Partei konkret vorhat, würde die Stimmverteilung um einiges anders aussehen.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Icy [/i]
[B]Dumm nur, wenn einige "demokratischen" Parteien wie die CDU mit dem Kontrollwahn selber verfassungsfeindliche Tendenzen annehmen. [/B][/QUOTE]


Genau so sehe ich das auch. Mich gruselt es, wenn ich mir anschaue, wie bei einigen Entscheidungen unsere Verfassung verbogen wird.....
more[QUOTE]Ich finde es ist nicht so, das z.B. ein CDU- oder sonstwas-Wähler dumm sein muss - nein, es ist auch möglich, das es ihn nicht im Detail interessiert oder er einfach gutgläubig ohne weitere Recherche das glaubt, was in der Wahl-Werbung oder von den Freunden vorgesetzt wird und den Punkten zustimmt - ohne die nicht so offensichtlich geworbenen Vorhaben der Regierung zu kennen geschweige die Folgen abzuwägen.[/QUOTE] Auch wenn es schwer zu glauben ist, es gibt genug Menschen die das Wahlprogramm der CDU gut kennen und einfach mit dem übereinstimmen was diese Partei macht. Es gibt unzählige Parteifreunde der CDU. Unser Land besteht nicht nur aus politikverdrossenen Jugendlichen die nicht richtig informiert sind oder sich nicht informieren wollen.
Die CDU spricht vor allem die ältere Generation an.

Wobei ich dir zustimme, wenn alle etwas besser recherchieren würden, sähe das Ergebnis deutlich anders aus.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B] Aber in einer Demokratie kann man sich genau dagegen ja auch wehren, ohne daß man deswegen verhaftet oder sonstwie mundtot gemacht wird. Also mich haben zumindest die CDU, die SPD, die Linke, die FDP oder die Grünen noch nirgendwo beschnitten, wenn ich gegen sie politisch aktiv wurde bzw. Kritik an ihnen anbrachte via Brief, mail oder Telefonanrufen bei den jeweiligen Landkreisabgeordneten. [/B][/QUOTE]

Das ist zwar richtig, aber dennoch glaube ich, daß man Versuche, von wem auch immer, unsere Verfassung zu verbiegen, zu modifizieren oder sonstwas, im Keim ersticken sollte. Und das bedeutet für mich, Parteien, die Programme vertreten, wo so etwas aktuell werden könnte, konsequent nicht zu wählen. Währet den Anfängen....!
OdessaHag, stimmt schon, das mache ich ja auch nicht anders- aber denkst Du wirklich, daß z. B. die Piraten niemals unsere Verfassung ergänzen oder "modifizieren" würden bzw. es versuchen wollten, wenn es ihnen grad in den eigenen politischen Kram passen würde zum in IHREN Augen "Schutz" der Bürger?
hagzissa13Wenn dem irgendwann so sein sollte, ist auch diese Partei außerhalb derer, die für mich wählbar sind....
Ronin76Zu dem Beitrag von Odessa:
[QUOTE]Für mich ist Demokratie in erster Linie, daß alle Bürger ihre politische Sichtweise vertreten und äußern dürfen (so sie nicht einwandfrei faschistoid und rassistisch, somit strafbewehrt, ist) und sie dies unter anderem durch eine Wahl sowie das in jeder Partei ja mögliche eigene Mitmachen auch können (wiederum aber auch nicht müssen, auch das ist ja Freiheit).[/QUOTE]
Und das ist eben keine Demokratie. Ein System das verbietet um sich selbst zu legitimieren ist autoritär und damit auch tendenziell faschistisch und diktatorisch.

Zitat von Ignazio Silone (*1900, † 1978):
"Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus."

Winston Churchill hatte es ähnlich formuliert. Wer von wem kopiert hatte ist mir unbekannt.

Ein Parteienstaat kann niemals allen Bedürfnissen und Wünschen seiner Bürger gerecht werden. Mal angenommen die Parteien würden das überhaupt wollen, denn was die Wähler sich wünschen und was die Parteien wollen sind zwei paar Stiefel. In einem Politiksystem wo nur die machthabende Regierungspartei oder eine Koaltion das Sagen hat, wird das umso deutlich. Ein Staat in dessen "demokratischem" Umfeld nur 2 bis 4 Parteien etwas zu melden haben ist geradezu lächerlich. Siehe BRD, siehe USA, siehe UK.

Die theoretische Gewaltenteilung funktioniert nur ansatzweise, auch dadurch ist die Bezeichnung "Volksherrschaft" höchst irreführend und faktisch falsch. Ein weiteres Faktum ist daß sich die Strukturen und Machtverhältnisse zB innerhalb eines Staates stets verändern, staatlich repräsentative Bezeichnungen jedoch im Zuge der Zeit zu leeren Worthülsen verkommen und so einige Zeit bestehen können bis es zB mal zu einem Umsturz und einer Neuorientierung kommt.




@moore
[QUOTE]
Auch wenn es schwer zu glauben ist, es gibt genug Menschen die das Wahlprogramm der CDU gut kennen und einfach mit dem übereinstimmen was diese Partei macht. Es gibt unzählige Parteifreunde der CDU. Unser Land besteht nicht nur aus politikverdrossenen Jugendlichen die nicht richtig informiert sind oder sich nicht informieren wollen.
Die CDU spricht vor allem die ältere Generation an.
[/QUOTE]
Auf jeden Fall, immerhin stellen alte Menschen wie zB Rentner den größten Anteil in der BRD. Und neben den etablierten Rentnerpartien CDU und SPD schießen nun viele kleine Rentnerparteien wie Pilze aus dem Boden der Parteienlandschaft. Diese Parteien machen ihr Programm zum Namen. Ich zähle nur mal die zur Bundestagswahl 2009 zugelassenen Rentnerparteien auf, zu Kommunalwahlen können es schon mal ein paar mehr sein:

- RENTNER – Rentner-Partei-Deutschland
- RRP – Rentnerinnen und Rentner Partei

Ich kann mir gut vorstellen daß diese Parteien von unzufriedenen CDU-Rentnern und Rentnerinnen profitieren, denen die CDU nicht radikal genug ist und die Interessen der Rentner nur ungenügend befriedigen kann. Die Jugend hat heute nix mehr zu melden, da ist es kein Wunder daß die Piraten so einen Zustrom bekommen. Dieser Staat hat meiner Einschätzung nach einen gewaltigen Generationenkonflikt. Und zwar nicht mehr Eltern vs Kinder wie vor ca 50 Jahren, sondern Großeltern vs Enkel.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Lethala [/i]

Dass mit dem Stimmzetteln ungültig machen, halte ich persönlich für wenig sinnvoll als Protest. Außer alle würden das machen. So sind es nur ein paar Stimmen weniger, die im Topf landen und letztendlich am Ergebnis nichts ändern.
Aber wenn ich - trotzdem dass ich mich informiert habe - keine Partei gefunden habe, von der ich überzeugt bin, dass sie meine Werte und Vorstellungen vertritt und meine Stimme verdient hat, dann ist das sicher immer noch eine bessere Option als gar nichts zu tun.

Niemand soll aber auch dazu "genötigt" werden, irgendwo mit einem schlechten Gefühl ein Kreuzchen zu machen. Oder von anderen dahingehend missioniert werden. Jeder hat immer noch die Freiheit selbst für sich zu entscheiden, was er tut und das ist das Wichtigste, das man vertreten und auch respektieren sollte. [/B][/QUOTE]

...Stimmzettel ungültig machen und abgeben - ist auch für mich die einzig brauchbare Lösung...das kann durchaus auf kreative Weise geschehen...vielleicht ein paar nette Parolen draufschreiben, habe mir schon einige Gedanken hierzu gemacht, wie etwa: "fuck you all", "Satan for president", "capitalism sucks" ...dem Einfallsrechtum sind ja keine Grenzen gesetzt...auch von dieser Piratenpartei halte ich wenig..."Demokratie" ist nur eine leere Worthülse, Herrschaft in jeder Form stinkt...der Mensch braucht Regierungen und Parteien so dringend zum leben, wie er ein zweites Arschloch am Hinterkopf braucht..."Demokratie", was ist das denn schon...? leeres Geschwafel...ich lebe unter einem Regime, das ich nicht gewählt habe, das einem herbeifantasierten "Volkswillen" gehorcht, der ebensowenig meiner ist...und was soll das heissen, ich hätte unter demokratischer Herrschaft mehr "Freiheit" als anderswo...? Mag ja so sein, aber...was ist eine "Freiheit" wert, die nur vor dem Hintergrund als eine solche fortbesteht, dass sie mir extra eingeräumt werden muss...? besteht nicht die allergrößte Unfreiheit bereits darin, dass diese mir großzügig gewährte "Anerkennung" im Umkehrschluss ja von der Möglichkeit ausgehen muss, dass sie in Wahrheit gar nicht existiert und mir genommen werden kann - von ebenjenem Staat, von irgendwelchen dahergelaufenen Menschen - Kapitalisten - die ich gar nicht brauche und ohne die ich viel besser dran wäre...? Das wäre gerade so, als müsste ich einem Dieb dafür dankbar sein, dass er mir etwas schenkt, was er mir zuvor gestohlen hat - wobei er sich aber das "Recht" an der gestohlenen Sache auch nach deren "Rückgabe" vorbehält, d.h. sie mir abermals zu entwenden, wenn es ihm passt... Dass ich denen nun auch noch dankbar sein soll, dass ich alles, was ich von Natur aus sowieso schon tun kann, dank ihrer Gnade nun auch wirklich darf - was ich aber ohne sie noch viel unbehelligter tun könnte...
Lethala"Wir denken erst und handeln dann: Wir möchten politisch nur vertreten, wovon wir auch etwas verstehen und keine Kompetenzen vorgeben, die wir noch nicht besitzen. Wir sind eine junge Partei und diskutieren und erarbeiten permanent neue Themenfelder. Politisch werden wir uns aber erst dann für diese einsetzen, wenn wir uns wirklich sicher sind, die richtige Position gefunden zu haben und diese auch verteidigen zu können."
Quote: [url]www.piratenpartei.de[/url]

Es geht nicht darum, sich etwas offen zu halten, sondern keine leeren Wahlkampfversprechen wie andere Parteien zu machen. Wie toll das in Sachen Atomkraft funktioniert hat, beweisen die Grünen doch gerade wieder. Wir sind dagegen... was unser bekanntestes Mitglied ist Berater für einen Großkonzern, der eben damit sein Geld verdient? Nein, das schließt sich in keinster Weise aus.
Das Thema Umwelt ist natürlich auch für die Piraten wichtig - wie auch Soziales und Wirtschaft - Tendenzen und Meinungen dazu gibt es aber Beschlüsse fürs Parteiprogramm können nun einmal nicht einfach vom Vorstand hingeschrieben werden, sondern müssen auf Bundesparteitagen abgestimmt werden. Diese erfordern eine Unmenge an Organisation und Zeit, die wir im Augenblick lieber dafür investieren, den Interessierten direkt auf Infoständen Rede und Antwort zu stehen und zu informieren. Nach der Wahl, wenn alles wieder etwas ruhiger geworden ist, alles ausgearbeitet und von Experten "abgesegnet" wurden ist, dann werden die Programmerweiterungen auch in Angriff genommen.
Natürlich steht es Dir jederzeit auch frei aktiv mitzuarbeiten und Änderungsvorschläge einzubringen, im Piratenwiki z.B. findest Du bereits einiges dazu. Nur allein daran soll es doch nicht scheitern, wenn Du sonst mit den Zielen und Themen übereinstimmst.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Lethala [/i]
"Wir denken erst und handeln dann: Wir möchten politisch nur vertreten, wovon wir auch etwas verstehen und keine Kompetenzen vorgeben, die wir noch nicht besitzen. Wir sind eine junge Partei und diskutieren und erarbeiten permanent neue Themenfelder. Politisch werden wir uns aber erst dann für diese einsetzen, wenn wir uns wirklich sicher sind, die richtige Position gefunden zu haben und diese auch verteidigen zu können."
Quote: [url]www.piratenpartei.de[/url][/QUOTE]Diese Einstellung macht mir die Piraten sympathisch.

Ich habe mal eine technische Frage zu den Bundestagswahlen. Da ich am 27.9. nicht zu Hause bin, habe ich per Briefwahl gewählt. Auf dem Stimmzettel standen die Piraten leider nur für die Zweitstimme zur Auswahl. Darum habe ich meine Erststimme der Partei gegeben, die ich gewählt hätte, wenn ich nichts von den Piraten wüsste. Nun könnten andere Wähler verunsichert darüber sein, dass die Piraten nicht per Erstsimme wählbar sind. Nun meine Frage: Ist der Stimmzettel ungültig, wenn nur die Zweitstimme abgegeben wird? Wenn ja, gibt es eine Empfehlung der Piraten, was man dann mit der Erststimme wählen sollte?
moreSoweit ich weiß, kann man auch nur diese eine Stimme abgeben. Der Rest wird dann über die Überhangmandate geregelt.

Ich bin auch der Meinung, man kann einer jungen Partei - die sich zu vielen Themen einfach noch nicht äußern kann - eine Chance geben. Wer weiß, frischer Wind tut diesem eingefahrenen System sicher gut. Selbst wenn sie nicht wirklich viel zu melden haben.
Habe mir für diese Wahl vorgenommen, dass meine Stimmen kleineren Parteien geben werde, damit die die 5%-Hürde knacken um somit die Opossition zu stärken. Das wird nötig sein, denn ich gehe fast sicher davon aus, dass es auf schwarz/gelb rausläuft. Und das wäre für mich ein Fiasko!
Lethala@TheTurningPoint

Ja, Erststimme ist dieses Mal noch nicht flächendeckend. Ich glaube in einem oder zwei Bundesländern schon aber da hab ich grad nicht die Statistik zur Hand. Motto des Wahlkampfes ist es ja auch "Inhalte sind wichtiger als Gesichter" (bezogen auf die Plakate natürlich, nicht auf die Menschen, die hart mitarbeiten, und im Gegenzug zu den zwei großen Parteien, wo einfach nur Person, Name und nichts weiter draufsteht).
Eine offizielle Empfehlung gibt es nicht. Für die Landtagswahl in Thüringen gab es den Vorschlag seine Stimme den Grünen zu geben, da die Piraten nicht angetreten sind. Ich persönlich denke, dass das jeder von seinem eigenen Wahlkreis abhängig machen sollte, inwiefern die Chancen bestehen etwas zu ändern, ob es hilft den Grünen oder Linken seine Stimme zu geben. Vielleicht ist man mit der Kommunalregierung von CDU oder SPD auch so zufrieden, dass man denen seine Stimme geben will. Soll es ja alles geben.
Ob der Wahlzettel ungültig ist, wenn die Erststimme nicht angekreut ist, weiß ich nicht aber ich denke es schadet auch nicht vorsichtshalber beide Kreuze zu machen

@more
Ich hoffe, dass es nicht für schwarz-gelb reichen wird (die Umfragen deuten das ja so leicht schon an), eine weitere große Koalition wird aber auch niemanden weiter bringen.
moreAlle Regierungsparteien sprechen mich nicht an. Aber es wird so oder so auf etwas hinaus laufen, was ich nicht will. Daher versuche ich eine starke Opossition zu unterstützen mit meiner Stimme, so dass nicht jedes hirnrissige Gesetz so leicht durchgeschleust werden kann.

Eine große Koalition wird es vermutlich sowieso geben. Ob jetzt schwarz-gelb, rot-rot, rot-grün, oder, oder, oder - ich könnte hinter keiner Farbkombination stehen, das weiß ich.
Ronin76Ursprünglich war die Erststimme für mehr Basisdemokratie geschaffen worden, so daß zB auch populäre und parteilose Vertreter aus der Region, wie zB ein Bürgermeister oder ein Arzt, seine Region im Bundestag vertreten kann. Doch die Parteien haben sich auch diese Möglichkeit gekrallt, daher gibt es kaum noch parteilose Erststimmkandidaten. Von den herrschenden Parteien wird inzwischen sogar gefordert die Erstimme abzuschaffen, da sie jene aufgrund der vielen Überhangmandate eh nicht benötigen und als nutzlos betrachten. Sie betrachten also Basisdemokratie als nutzlos.
Tapio Bearking[QUOTE]trotzdem bin ich der Meinung das man Haupthemen wie Atomkraft, Hybridsaat, regenerative Energien eine feste Meinung vertreten kann auch wenn man kein Experte ist.[/QUOTE]
Dasd stimmt. Aber ich kann auch eine Meinung zum BGE, zur Gesundheitsreform und anderen Dingen vertreten.
Die Frage ist nur, wie weit man sich auch mit dem Thema auseinandersetzen kann, in wie weit ich mich mit der Materie auseinandersetze.
Man kann sagen: Atomkraft buh... und man kann sagen: Atomkraft buh... weil...

Die PIRATEN haben sich entschieden, an ihre Aussagen ein "weil" dranzuhängen und das "weil" dauert nun mal seine Zeit, da a) es sehr komplexe Themen sind, bei denen man ohne ausreichende Vorbereitung im BT oder LT in der Luft zerrissen wird und b) machen die meisten (ich weiß nicht wie es im BV aussieht) ehrenamtlich, d.h. diejenigen, die sich mit den Themen auseinandersetzen haben auch noch einen Job, der sie unter Umständen sehr beansprucht.
Noch bestehen die Piraten nicht aus Vollzeitpolitikern...
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]Alle Regierungsparteien sprechen mich nicht an. Aber es wird so oder so auf etwas hinaus laufen, was ich nicht will. Daher versuche ich eine starke Opossition zu unterstützen mit meiner Stimme, so dass nicht jedes hirnrissige Gesetz so leicht durchgeschleust werden kann.

Eine große Koalition wird es vermutlich sowieso geben. Ob jetzt schwarz-gelb, rot-rot, rot-grün, oder, oder, oder - ich könnte hinter keiner Farbkombination stehen, das weiß ich. [/B][/QUOTE]

...wirklich gut - ja - gut, dass du das erkannt hast - und es auch unumwunden aussprichst: es wird sich vermutlich nichts ändern, ganz gleich, wie das Wahlergebnis auch ausfällt - soweit schon eine sehr brauchbare Einschätzung, der ich nichts hinzuzufügen habe, doch: warum dann, sich diese Erkenntnis vor Augen haltend, überhaupt noch das alberne Kreuzchenspiel mitmachen...?

...was möchtest du damit erreichen, wenn du selber weisst, dass es nichts zu erreichen gibt...? was kann eine Opposition, sei sie auch noch so (laut)stark, anderes tun als die Regierungsclique, die ohnehin schon feststeht...? Denn der Ausgang steht längst fest - es gibt längst verbindliche Absprachen und Zusagen, wer was bekommt und wer welchen Posten abstaubt...der Postenschacher hinter dem Vorhang ist längst gelaufen, wenn dieser sich hebt...und wenn wider Erwarten doch eine andere Gruppierung, Partei/andere Parteien als die CDU/CSU/FDP/SPD/Grüne - Gang zur Herrschaft gelangen sollte - vielleicht dank deiner Stimme, was in der Realität aber weit weniger wahrscheinlich ist als sechs Richtige im Lotto zu haben - nichts würde sich in einer Weise ändern, die ernsthaft wegführt von der kapitalistischen Produktionsweise...denn die steht nie zur Disposition - und kann es auch gar nicht, weil die wahre Macht weder bei euch Stimmabgebern, noch im eigentlichen Sinne bei den Parteien und Politikern zu finden ist, die ihr mit eurer Stimme "wählt"...

...denn es ist offenkundig, dass nicht nur keine Partei den unbedingten Fortbestand der kapitalistischen Produktionsweise ernsthaft hinterfragt - selbst wenn es eine solche gäbe, sie könnte sich niemals gegen die eigentlichen Machthaber, nämlich Kapital, Kartelle und Konzerne, durchsetzen...ja, sie zieht nicht nur euch alle an ihren Marionettenfäden, euch wider besseres Wissen Wahl- und Staatsgläubigen, sondern auch die Parteien und Politiker, die ihr mit eurer Stimme unterstützen wollt: Die unsichtbare Hand des Marktes...
AzaAuf Bundesebene finde ich alle Parteien murksig....
Aza wählt ungültig
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
was kann eine Opposition, sei sie auch noch so (laut)stark, anderes tun als die Regierungsclique, die ohnehin schon feststeht...?[/QUOTE]Zum Beispiel Fragen stellen, in Frage stellen ...
Die Opposition ist weniger an Fraktionszwang gebunden als an der "Regierung" beteiligte Parteien.

[QUOTE]nichts würde sich in einer Weise ändern, die ernsthaft wegführt von der kapitalistischen Produktionsweise...denn die steht nie zur Disposition - und kann es auch gar nicht, weil die wahre Macht weder bei euch Stimmabgebern, noch im eigentlichen Sinne bei den Parteien und Politikern zu finden ist, die ihr mit eurer Stimme "wählt"...[/QUOTE]Es gibt ein gewisses Macht-Verhältnis, das zwar (wie von dir angedeutet) [b]vorrangig[/b] von den ökonomischen Macht-Verhältnissen abhängt, aber [b]nicht ausschließlich[/b] von diesen.

[QUOTE]sie zieht nicht nur euch alle an ihren Marionettenfäden, euch wider besseres Wissen Wahl- und Staatsgläubigen, sondern auch die Parteien und Politiker, die ihr mit eurer Stimme unterstützen wollt: Die unsichtbare Hand des Marktes...[/QUOTE]Ich glaube immer noch daran, dass sich die Versuche lohnen, diese "unsichtbare Hand des Marktes" etwas sichtbarer zu machen, und damit auf bisher wenig beachtete Einflussmöglichkeiten hinzuweisen.
demelzaIch weiss ja nicht mehr wer's schrieb:

"Und hier ist es auch wo sie gut auf Stimmenfang gehen können, eben weil sich da viele politisch eher wenig interessierte oder informierte finden welche ihre wenigen Parteiprogramme befürworten werden"

- Aber was das wenig informiert sein betrifft, möchte ich anmerken, dass viele ja noch nicht einmal wissen, welche parteien überhaupt zur wahl stehen – es sei denn, sie klicken den wahlomat an oder fordern sich ihre briefwahlunterlagen -so wie ich- an.

In Funk und fernsehen sieht man doch sowieso nur die Wahlwerbespots von den gleichen Leuten, und ich bezweifle, dass viele Wähler danach gehen, welchen Spot und welches Plakat ihnen am besten gefallen hat. Hilfreich ist das Fernsehprogramm mE nicht wirklich, wenn sich die Sendern ausschließlich auf solche Beiträge wie das merkel-steinmeiersche fernsehduell konzentrieren.

Dass es ausser den allseits bekannten parteien und sog. etablierten Parteien noch andere gibt, kann man nur ahnen., wobei die Piraten wirklich die einzigen zu sein scheinen, die aus der gruppe der unbekannten herausragen.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

so, viele versprechen sich frischen wind, siehe: "besser die Piratenpartei als eine links- oder rechtsextreme Partei, ganz klar. Und vielleicht tut dieser "frische Wind" in erstmal geringen Dosen ja wirklich ganz gut und die Partei bildet sich auch in anderen politischen Themengebieten ein Profil."

Davon reden auch die Kandidaten des willi-weise-projekts, die man nur mit der Erststimme wählen kann; die reden davon, dass sie die direkte Demokratie in den Bundestag bringen wollen, und auch die haben ein Hauptziel im Visier: das bedingungslose Grundeinkommen. Auch hier scheint nicht viel ausgereiftes dahinterzustecken, nur kennt die wahrscheinlich im Gegensatz zu den Piraten, wirklich kein schwein.

Just my five cents.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

die unterschiedliche Groß und Kleinschreibung bitte ich zu entschuldigen, bin heute nicht so ganz taufrisch.
pulSar[quote]nicht so ganz taufrisch.[/quote] Bist Du sicher, dass heute nicht vielleicht eher "Demenza" angebracht wäre? Du zitiert Dich selbst komplett -- eine Minute nach dem Beitrag... *g* hätte glatt von mir kommen können -- allerdings eher morgens um 7 oder so .-)
demelzaIIIIIeeeeek !!! :eek: :eek: :eek:

ich glaub mein schwein pfeift oder mein composter spinnt. so ein müll, das ist ja unglaublich, das.

ich glaube, ich weiss, was ich da verbockt hab - anstatt zu editieren hab ich auf zitieren geklickt - ich lösche den ersten beitrag am besten und ändere den zweiten.
more[QUOTE]...was möchtest du damit erreichen, wenn du selber weisst, dass es nichts zu erreichen gibt...? was kann eine Opposition, sei sie auch noch so (laut)stark, anderes tun als die Regierungsclique, die ohnehin schon feststeht...? Denn der Ausgang steht längst fest - es gibt längst verbindliche Absprachen und Zusagen, wer was bekommt und wer welchen Posten abstaubt...der Postenschacher hinter dem Vorhang ist längst gelaufen, wenn dieser sich hebt...und wenn wider Erwarten doch eine andere Gruppierung, Partei/andere Parteien als die CDU/CSU/FDP/SPD/Grüne - Gang zur Herrschaft gelangen sollte - vielleicht dank deiner Stimme, was in der Realität aber weit weniger wahrscheinlich ist als sechs Richtige im Lotto zu haben - nichts würde sich in einer Weise ändern, die ernsthaft wegführt von der kapitalistischen Produktionsweise...denn die steht nie zur Disposition - und kann es auch gar nicht, weil die wahre Macht weder bei euch Stimmabgebern, noch im eigentlichen Sinne bei den Parteien und Politikern zu finden ist, die ihr mit eurer Stimme "wählt"...[/QUOTE]
Weil ich für mich das beste in der Situation tue was mir möglich ist. Und ich will einen Beitrag leisten, damit ich später nicht das Gefühl habe durch mein Nichtstun die Lage noch verschlimmert zu haben.
Und eine starke Oppostion ist momentan das Wichtigste in dieser Regierung. Die gibt es nämlich momentan nicht. CDU und SPD kriechen sich gegenseitig in den Arsch, die Linke ist eigentlich (in meinen Augen) nur der Pausenclown und die Grünen verstehen sich als stimmschwache Querulaten. Nein, es muss ein frischer Wind gehen. Und den will ich mit meiner Stimme unterstützen. Und dabei bin ich überzeugt, dass jede Stimme zählt.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]Weil ich für mich das beste in der Situation tue was mir möglich ist. Und ich will einen Beitrag leisten, damit ich später nicht das Gefühl habe durch mein Nichtstun die Lage noch verschlimmert zu haben.
Und eine starke Oppostion ist momentan das Wichtigste in dieser Regierung. Die gibt es nämlich momentan nicht. CDU und SPD kriechen sich gegenseitig in den Arsch, die Linke ist eigentlich (in meinen Augen) nur der Pausenclown und die Grünen verstehen sich als stimmschwache Querulaten. Nein, es muss ein frischer Wind gehen. Und den will ich mit meiner Stimme unterstützen. Und dabei bin ich überzeugt, dass jede Stimme zählt. [/B][/QUOTE]

...bis auf die Frage, ob man durch Stimmabgabe tatsächlich etwas erreichen kann, sehe ich das ähnlich - nur halte ich die Hoffnung auf irgendwelche neuen Parteien insgesamt für trügerisch...die Linken sind für mich mittlerweile genauso tot und begraben wie die Grünen es schon lange zuvor waren...die "Etablierten", die CDU/CSU/SPD/FDP - Soße ist ohnehin völlig indisktutabel...so weit sind inzwischen selbst Leute gekommen, die an dem ganzen System ansonsten noch positive Aspekte auszumachen glauben...

...doch der Haken ist einerseits die offenkundige Ideenarmut dieser "Piraten"...die aber zugegenermassen, wenn man sich an der Wahl denn beteiligen würde, zu den wenigen überhaupt noch verbliebenen zählen...ich bin mir aber sicher, dass sich die Lage dadurch nicht verbessern lässt, indem man dieses Spiel noch länger mitspielt...wie lange gibt es Wahlen schon...? Und es hat in dieser recht langen Zeit doch immer wieder mal wieder neue Parteien gegeben, die mit unkonventionellem Anstrich daherkamen...warum hat sich dann nicht schon viel früher etwas getan, warum hat sich nie eine - dauerhafte - Tendenz abgezeichnet, die von dem derzeit vorherrschenden Denken wegführt...? Außer kurzlebigen Strohfeuern, wie der Stundentenbewegung in den 60ern, die größtenteils eine außerparlamentarische Bewegung war, die bezeichnenderweise aber schnell verschwand und deren Reste in die etablierten Bahnen fanden, als sie den ursprünglichen Weg verliess und Teil des bürgerlich/parlamentarischen Systems wurde...was man z.B. an den Grünen in deren frühester Anfangszeit sehr gut beobachten kann... was ist aus ihnen geworden...? Sie gehören heute entweder zum "Block" der Etablierten - oder sind verschwunden...
Ronin76[QUOTE]Bist Du sicher, dass heute nicht vielleicht eher "Demenza" angebracht wäre? Du zitiert Dich selbst komplett -- eine Minute nach dem Beitrag... *g*[/QUOTE]
:D Monologe zur Abwechslung sind doch auch mal nett.
more[QUOTE] ...bis auf die Frage, ob man durch Stimmabgabe tatsächlich etwas erreichen kann, sehe ich das ähnlich [/QUOTE] Ob man durch Stimmabgabe etwas erreichen kann ist fraglich. Dass man aber durch Stimmverweigerung nichts erreicht, steht fest.
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
Ob man durch Stimmabgabe etwas erreichen kann ist fraglich. Dass man aber durch Stimmverweigerung nichts erreicht, steht fest. [/QUOTE]
die stimmabgabe im gesamten zählt eben in ner demokratie und die einzelne zählt zu dieser summe.
vllt kratzt ja genau das bei manchen an ihrem ego, à la "meine stimme ist nur eine unter vielen" und denken, ihre sei doch wichtiger als die anderen und hätte mehr beachtung verdient.
KinchSo sexy wie die Arbeit mit Windows:

[url]http://unkreativ.net/wordpress/?p=7565[/url]
Ronin76[QUOTE]Dass man aber durch Stimmverweigerung nichts erreicht, steht fest.[/QUOTE]
Ok, du willst es eben nicht kapieren. Ignoranz ist auch eine Form von Verweigerung.



@Creobotra
[QUOTE]die stimmabgabe im gesamten zählt eben in ner demokratie und die einzelne zählt zu dieser summe. vllt kratzt ja genau das bei manchen an ihrem ego, à la "meine stimme ist nur eine unter vielen" und denken, ihre sei doch wichtiger als die anderen und hätte mehr beachtung verdient.[/QUOTE]
Und weil sie sich so wichtig fühlen gehen sie wählen oder werden Politiker.
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Ok, du willst es eben nicht kapieren. Ignoranz ist auch eine Form von Verweigerung.[/QUOTE]
also sind stimmverweigerer auch eine form von ignoranten?

[QUOTE] Und weil sie sich so wichtig fühlen gehen sie wählen oder werden Politiker.[/QUOTE]
tsss... da hast du das nicht ganz verstanden.
Tapio BearkingIch hab gestern meine Briefwahlunterlagen ausgefüllt. Ich wußte nicht, ob ich bei der Auswahl lachen oder weinen sollte...
Naja, Kreuzchen sind gemacht und der Regierung der (wenn auch kleine) Stinkefinger gezeigt.
(Da ich noch in Saggsen gemeldet bin, konnte ich leider nicht die PIRATEN wählen... :( )
Ronin76@Creobotra
[QUOTE]also sind stimmverweigerer auch eine form von ignoranten?[/QUOTE]
Weil A < B ist bedeutet dies nicht daß C < A ist. Eine Gleichung lässt sich nicht erstellen weil ich geschrieben hatte daß Ignoranz eine Form von Verweigerung ist und so eine Gewichtung festgelegt hatte. Ganz so einfach ist es also nicht.

A = Ignoranten
B = Verweigerung
C = Stimmverweigerer


[QUOTE]tsss... da hast du das nicht ganz verstanden.[/QUOTE]
Du meinst also ich habe es nicht verstanden weil ich nicht deiner Meinung bin. Also abweichende Meinung = schwer von Begriff. Vielleicht kannst du es mir aber auch so erklären damit ich es verstehe falls es nur ein Verständigungsproblem ist. Die Frage ist also: Wieso hat der Empfänger den Sender nicht ganz verstanden ? Zur Grundauswahl stehen:

A: Die Botschaft des Senders war nicht klar genug
B: Der Empfänger hat die Botschaft falsch gedeutet

Die Ursache liegt wahrscheinlich auf beiden Seiten und aus A resultiert dann auch B.
Tapio BearkingMittlerweile rufen auch SPDler zur Wahl der PIRATEN auf:
[url]http://blog.steffenuebele.de/[/url]
Ronin76Sehr brisant und mutig. Ich hatte schon von SPD Abgeordneten gelesen die wegen ähnlichen Äußerungen politisch mundtot gemacht wurden und all ihre politischen Posten verloren hatten. Bin gespannt was hier die Konsequenzen sind.
[QUOTE]
Der Staat sollte sich dem Bürger gegenüber rechtfertigen, nicht umgekehrt. Ich wünsche mir einen transparenten Staat, anstatt des gläsernen Bürgers.
[/QUOTE]
Ich finde es bemerkenswert daß Stefan Übele zwischen Staat und Bürger trennt, wo doch so oft erwähnt wird daß diese beiden Dinge das Selbe sein sollen. Etwas ist faul im Staate Deutschland.
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Du meinst also ich habe es nicht verstanden weil ich nicht deiner Meinung bin. Also abweichende Meinung = schwer von Begriff. Vielleicht kannst du es mir aber auch so erklären damit ich es verstehe falls es nur ein Verständigungsproblem ist. Die Frage ist also: Wieso hat der Empfänger den Sender nicht ganz verstanden ? [/QUOTE]


[QUOTE]die stimmabgabe im gesamten zählt eben in ner demokratie und die einzelne zählt zu dieser summe. vllt kratzt ja genau das bei manchen an ihrem ego, à la "meine stimme ist nur eine unter vielen" und denken, ihre sei doch wichtiger als die anderen und hätte mehr beachtung verdient.[/QUOTE]
war eine vermutung über unzufriedene, die mit äusserungen wie "die einzelne stimme zählt doch gar nicht" oder "bewirkt nichts" das system kritisieren und vllt nicht einsehen wollen, dass es eben noch anderen stimmen gibt, die anderer meinung sind und ihre stimme nur eine von vielen ist und deswegen sie verweigern als trotzreaktion.

diejenigen, die wählen gehen oder in die politik, sind ja ne andere menge.
da gibt es vllt auch eine trotzreaktion, allerdings mit der ausgangsbasis, wenigstens die möglichkeiten auszuschöpfen (wählen gehen/sich wählen lassen).

was das angeht
[QUOTE]A: Die Botschaft des Senders war nicht klar genug
B: Der Empfänger hat die Botschaft falsch gedeutet[/QUOTE]

seh ich auch bei deiner antwort auf mores kommentar.
ignoranz zu unterstellen ist billig.
Ronin76Creobotra, ich verstehe ja daß du deine Freundin verteidigen willst, allerdings sollte das nicht in einer rosafarbenen Brille ausarten.

Hier ist nochmal die Aussage von more:
[QUOTE]Ob man durch Stimmabgabe etwas erreichen kann ist fraglich. Dass man aber durch Stimmverweigerung nichts erreicht, steht fest.[/QUOTE]
Da es für sie ein Fakt ist daß durch Stimmverweigerung nichts erreicht wird, kann ich es nur als Fakt betrachten daß sie meine Erklärungen und andere Hinweise vollkommen ignoriert hat. Das war ja bei Frau more nicht das erste Mal der Fall. Etwas so extrem zu verallgemeinern ist für mich schon ein deutlicher Hinweis auf eine gehörige Portion Ignoranz. Es ist auserdem vollkommen unlogisch, da meiner Erfahrung nach jede Handlung und jeder Gedanke etwas bewirkt und sei sie noch so klein. Prinzip der Kausalität, usw.
more[QUOTE]...kann ich es nur als Fakt betrachten daß sie meine Erklärungen und andere Hinweise vollkommen ignoriert hat.[/QUOTE] Vielleicht habe ich deine Hinweise nicht ignoriert, sondern ich meine einfach nur, dass deine Hinweise Quatsch sind.
Wäre zumindest mal in Betracht zu ziehen, oder?
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
Vielleicht habe ich deine Hinweise nicht ignoriert, sondern ich meine einfach nur, dass deine Hinweise Quatsch sind.
Wäre zumindest mal in Betracht zu ziehen, oder?[/QUOTE]
du meinst, du könntest [I]anderer[/I] meinung sein? :eek:
ich bin jetzt erschüttert!
:D
HrefnadisHabt Ihr die neuesten Neuigkeiten über den Fall Tauss gehört? Googelt mal, wenn nicht. Schaut aber fairerweise vielleicht auch die Taussche HP mal an.

Egal, ob der Mann nun wirklich schuldig oder nur dumm ist, WAS mich dann dazu gebracht hat, heute brav mein Kreuzchen bei den Piraten zu machen und (Briefwahl machts möglich) das auch gleich einzutüten, ist folgender Fakt:

Wie zum Geier ist es in diesem angeblich rechtsstaatlichen Lande möglich, dass eine Anklageschrift, der noch nicht einmal stattgegeben wurde (die Fristen zum Widerspruch durch die Verteidigung laufen noch!) in der Woche vor einer Bundestagswahl einfach so in Kopie der Presse zugespielt werden kann? Hä? Habt Ihr vielleicht auch ein paar Leichen im Keller, die unter solchen Umständen ans Licht gespült werden könnten? Trunkenheit am Steuer, Randale vor der Wohnung der Exfreundin, ein paar Bußgeldtickets? Gibts in Zukunft alles, was beim Staatsanwalt landet, gleich im Internet zu bestaunen?

Ich finde das erschreckend. Das große Halali hat begonnen. So was darf einfach nicht sein!

Rechtsstaat! Ha! Verbale Lynchjustiz trifft es eher.

*koch*

Und JA, möglicherweise IST er schuldig, das wird ein faires Verfahren VIELLEICHT belegen. Doch ich fürchte, fair ist hier gar nichts mehr, bei der Vorverurteilung. Ich habe gerade die Kommentare des "Otto-Normal-Users" zu den neuesten Artikeln gelesen. Bah, iss mir schlecht! Der Mann ist schon verurteilt, gerichtet, gehängt und kastriert, bevor er noch zu Wort gekommen ist. Fair ist was anderes.

Was für eine Farce ist Recht geworden.
KinchJa; ob schuldig oder nicht, das Verhalten der Staatsanwaltschaft war von Anfang an wirklich unter aller Sau. Ich hoffe mal, dass ich es noch erlebe, dass Vertreter von Judikative und Exekutive personelle Konsequenzen tragen müssen, wenn sie sich offensichtlich fehlverhalten.
Ronin76Sonderbar ist der Fall Tauss allemal, zumindest wenn man die Haltung von Tauss kennt und schon mal ein paar Bundestagsreden von ihm gehört und gesehen hatte. Mal zu den Fakten:

1) SPD MdB Tauss ist ein Gegner der staatlichen Überwachungspolitik von zB Schäuble und Zensursula und kritisiert das auch oft im Bundestag und in der Öffentlichkeit. Er war auch an anderen Stellen unbequem, zB beim Fall Toll Collect. Tauss ist Mitglied des Chaos Computer Clubs.

2) Am 5. März 2009 hob der Bundestag im Zuge staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen gegen Tauss wegen Verdachts des Besitzes kinderpornographischer Schriften seine Immunität als Abgeordneter auf.

3) Tauss tritt am 20. Juni 2009 nach 38 Jahren bei der SPD aus und tritt der Piratenpartei bei.

4) Tauss behauptet im vorgeworfenen Falle des Besitzes von Kinderpornographie, eigenständig in dieser Szene recherchiert zu haben um an Infos zu gelangen.
HrefnadisJupp Ronin, ich verfolge die Affäre Tauss auch schon eine Weile und habe mir seine Reden - auch vor den Vorwürfen - angesehen. Der Mann war/ist schlicht unbequem. Solange er aber nicht rechtskräftig verurteilt ist und mir logisch bewiesen wurde, dass er auch wirklich schuldig sei, habe ich nicht die geringsten Probleme, ihm auf der nächsten Demo die Hand zu schütteln. Für MICH gilt die rechtsstaatliche Unschuldsvermutung. Er ist ein sympathischer Mensch und stringent in seinen Formulierungen. Er ist zwar in jedem Zoll immer noch Sozialdemokrat, aber man hat ihm dort seiner Loyalität den Rücken gebrochen. Ich persönlich tendiere diesbezüglich eher zu der Meinung, dass hier Tausscher Leichtsinn mit politischen Intrigen zusammen geprallt sind und daraus aus irgendwelchen Gründen, die ich der Phantasie der Leser überlasse, der Staatsanwalt sein Recht ableitet, gewisse Unterlagen der Öffentlichkeit zuzuspielen, die dort niemals etwas zu tun haben sollten. ABER: Hätte man mit der Zuspielung der Unterlagen bis zur öffentlichen Bestätigung der Anklage durch das Gericht mit Festsetzung eines Verhandlungstermins gewartet, wäre das ja nicht mehr vor der Wahl in die Medien gekommen, nicht? Mal ganz davon abgesehen, dass die Verteidigung ja noch eine Einspruchsfrist hat und deswegen gar nicht sicher ist, dass das Gericht die Klage annimmt, denn schließlich ENTSCHEIDET dies das Gericht.

Das Ganze hat so richtig G'schmäckle, gell? (Übersetzung: Es stinkt zum Himmel.)
Tapio BearkingEs gibt was neues:
[url]http://www.sueddeutsche.de/muenchen/330/488724/text/[/url]

[QUOTE]Der CSU-Politiker Matthias S. saß drei Jahre lang im Bundestag, jetzt verliert er seine Stelle im Sozialministerium - wegen Kinderpornographie.

Abgeordneter für die CSU im Bundestag und dort unter anderem in der Kinderkommission, hoher Beamter im bayerischen Sozialministerium, Spitzenämter in der Sudetendeutschen Landsmannschaft, katholisch, verheiratet: Mit dieser Vita glänzte ein heute 50-jähriger Münchner. Doch inzwischen ist er rechtskräftig per Strafbefehl verurteilt worden: Auf dem privaten Computer in seiner Wohnung wurden vor geraumer Zeit Dateien mit Kinderpornografie sichergestellt.[/QUOTE]

Ihm wurde kein Prozess in der Öffentlichkeit gemacht, wie bei Herrn Tauss. Aber S. war auch kein Querdenker...

Tja, die einen sind eben gleicher als die anderen...
ShadowStarIch glaube ja das die Piraten sich nicht lange halten werden!

Ohne vernümftiges Wahlprogramm - Keine Wahl
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von ShadowStar [/i]
[B]Ich glaube ja das die Piraten sich nicht lange halten werden!

Ohne vernümftiges Wahlprogramm - Keine Wahl [/B][/QUOTE]

ich habe mich über das Wahlprogramm informiert und finde, daß das durchaus ausgereifter ist, als z.B. das Wahlprogramm der bieltreuen Christen, das der Tierschutzpartei oder das der violetten.

Dafür, daß die Partei so jung ist, finde ich, hat sie sich durchaus viele Gedanken über viele Bereiche gemacht.
Oder woran machst Du Deine Meinung fest?
Ronin76Die Antwort können dir auch direkt die Piraten geben:

[url]http://www.piratenpartei.de/navigation/politik/unsere-ziele[/url]

[url]http://www.piratenpartei.de/navigation/politik/themenwahl[/url]

Schwerpunkte und Wahlprogramm sind also 2009 nur:

- Bürgerrechte
- Informationelle Selbstbestimmung
- Transparenz
- Open Access
- Urheberrecht
- Patentrecht
- Bildung

Davon überschneiden sich sogar die meisten Punkte.
KinchUnd ist das jetzt ein unvernünftiges Wahlprogramm?
FeuerschattenIch verstehe nicht warum alle immer auf dem fehlenden Wahlprogramm der Piratenpartei herumreiten, sie brauchen es doch gar nicht. Ebensowenig, wie sie einen Kanzlerkandidaten brauchen. Sie werden eh nicht eine ernstzunehmende Menge an Stimmen bekommen, als dass sie ein vollständiges Programm bräuchten.
Im Gegenteil! Gerade weil sie sich eben auf einen sehr spezialisierten Bereich festlegen kann man als Wähler auch relativ sicher gehen, dass genau diese Problematiken später auch wirklich vertreten werden. Sie haben ja nichts anderes! Von den ganzen anderen, großen Parteien bin ich im Laufe meines Lebens so dermaßen enttäuscht worden, weil sie immer wieder ihre Meinung geändert oder ihre Hauptinteressen auf ganz andere Punkte gelegt haben, als aus den Gründen, aus denen ich sie gewählt hätte.
Ronin76[QUOTE]Und ist das jetzt ein unvernünftiges Wahlprogramm?[/QUOTE]
Bitte ankreuzen:

o Ja
o Nein

[QUOTE]Von den ganzen anderen, großen Parteien bin ich im Laufe meines Lebens so dermaßen enttäuscht worden, weil sie immer wieder ihre Meinung geändert oder ihre Hauptinteressen auf ganz andere Punkte gelegt haben, als aus den Gründen, aus denen ich sie gewählt hätte.[/QUOTE]
Und du meinst das wird sich bei den Piraten ändern ? Was glaubst du wie viele ehemalige Grünen-Wähler es gibt die heute voller Wut und Enttäuschung sind. Eine Partei nützt den Wählern immer nur so lange wie sie deren Interessen vertreten. Es ist doch vorprogrammiert daß sich die gemeinsamen oder versprochenen Interessen irgendwann nicht mehr decken. Frühestens nach der Wahl wenn es mal wieder heist: "Ätschebätsch gewählt und nun können wir schalten und walten wie wir es wollen". Und dann ist der arme Wähler enttäuscht und wird wütend. Das ist wie wenn ein Kind herausfindet daß es den Weihnachtsmann oder den Osterhasen gar nicht gibt.
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Bitte ankreuzen:

o Ja
o Nein[/B][/QUOTE]

Bitte ankreuzen:

Ich hab was zum Thema zu sagen:

o Nein.
LethalaNoch etwas Interessantes für die [URL=http://www.nachrichten-tv24.de/igm/video?autostart=1]Nichtwähler[/URL] :

deshalb:

[img]http://c1.ac-images.myspacecdn.com/images02/111/l_40b77f265e184748bd0aa59a31dadfac.jpg[/img]
Ronin76Oh je, nicht schon wieder. Und was ist wenn Max Mustermann nun FDP und CDU wählt ? Laut der Wahrscheinlichkeitstheorie bekommen große und populäre Parteien noch mehr Stimmen, wenn PASSIVE NICHTWÄHLER wählen gehen.

Aber jetzt ist es ja eh rum und deine Werbung hat ca 2% für die Piraten eingebracht. Ungefähr soviel wie die NPD früher jahrzehntelang als Protestpartei bekam.
Tapio BearkingIch möchte mich bei den 845.904 Wählern bedanken, dass sie den Piraten die Stimme gegeben haben. DANKE!
Wir haben jetzt 4 Jahre Zeit um auch Programme in anderen Gebieten auszuarbeiten und dann, 2013, den Großen in den A*sch treten zu können.
KinchDito. Ich hoffe sehr, dass in den nächsten 4 Jahren vielleicht sogar schon an den 5% geknackt wird. Auf jedenfall denke ich, dass die vier Jahre Aufbauarbeit auch nötig sind.

Vielleicht kann sie dann in Zukunft solchen Mist verhinder: [url]https://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,651810,00.html[/url]

Ja, in Deutschland wird schon präventiv inhaftiert.
HrefnadisWe were part of it, @Tapio. Bütte schön. Aber wenn das so weiter geht, darf ich mich dann bei uns selbst bedanken bei der nächsten Wahl. *lacht* Bis dahin werden wir wohl Parteimitglieder sein, wenn das so weiter geht ....

Noch ein kleiner Nachtrag zur PP an sich. Klar ist es schade, dass es "nur" 2% waren. Die Grünen haben mit weniger angefangen, das muss man auch mal so sehen. Hinzu kommt, dass die PP in Sachsen nicht gestartet ist und ihr somit die dortigen Stimmen verloren gingen. Noch eins drauf stellt der Fakt, dass die Piraten sich bis dato NUR und ALLEINE durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert haben, da sie für den Wahlkampf noch keine staatlichen Zuschüsse beantragen konnten, was ab jetzt - durch das schöne Wahlergebnis bedingt - ja anders werden wird. Alles in allem halte ich das Ergebnis für gar nicht so übel, wenn ich mir auch einen Tick mehr gewünscht hätte.

Die andere Sache ist die, dass sich die Piraten erst mal grundlegend aufstellen müssen, um wirklich bundestagstauglich zu werden. Eine funktionierende basisdemokratische Partei muss sich erst einmal zusammenraufen, gerade auch das haben die Grünen eindrucksvoll bewiesen. Und da ist bei den Piraten noch viel zu tun, schließlich gibt es eine ganze Palette von Themengebieten, zu denen sie zumindest mal eine Meinung artikulieren sollte. Menschen- bzw. Bürgerrechte sind wichtig, aber meiner bescheidenen Meinung nach verstößt HartzIV z.B. in einigen Teilen schon auch gegen den Grundgesetzgedanken "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Man kann das Bürgerecht nicht losgelöst von seiner Umgebung - dem realen Leben - betrachten. Wirtschaftliche Missstände führen dazu, dass die Bürgerrechte, bzw. auch das Recht auf Bildung gar nicht mehr wahrgenommen werden KÖNNEN. Allein dort kann und muss die PP sich deutlich artikulieren. Von daher hoffe ich die nächsten 4 Jahre auf Entwicklungsschübe, gerade auch was die wirtschaftlich/soziale Komponente betrifft. Und auch die Piraten werden sich eine Meinung zu Afghanistan zulegen müssen, z.B.

Ich drücke die Daumen und hoffe, dass die Truppe aus ihren Erfahrungen lernt und sie umsetzt.

Möglicherweise bin ich dann ja auch "part of it". :)

Hrefna
|Dunkelschön|<- hat den "Änderhaken" auch bei der Piratenpartei gesetzt :cool:
FeuerschattenSo finster wie ich unsere Zukunft unter einer Schwarz/Gelben Regierung sehe, werden die Piraten zur nächsten Wahl mit Pauken und Trompeten Einzug in den Bundestag halten! Deutschland ging es diesmal nur noch nicht schlecht genug. Aber da bin ich voller Zuversicht, dass sich das bald ändern wird ; )
ShinjukuÄußerlichkeiten der Kandidaten sollten bei Bundestagswahlen natürlich eine untergeordnete Rolle spielen. Aber mit seinen schwarz lackierten Fingernägeln + Ledermantel hätte Dennis Laurisch, Direktkandidat für den Wahlkreis Karlsruhe Stadt, bei einigen Forenmitgliedern sicher besondere Sympathie gewinnen können.
Link aufrufen lohnt sich:
[url]http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Easy[/url]
Ronin76Politik welche sich auf Äußerlichkeiten konzentriert war schon immer fatal. Auch so ein Grund weshalb die Zustände katastrophal sind. Die Menschen sind zu sehr in ihrer primitiven Sexualität befangen.
GothanthropJa, das wird eine Heidenarbeit für Links-Grün-Pirat nach dem revolutionären Systemsturz 2013 dieses Land wieder lebenswert (für jedermann/frau) zu gestalten. Packen wir's an.

[img]http://3.bp.blogspot.com/_S0JEgwasxEg/SfVZFLCrdAI/AAAAAAAAIBE/1qJnIpZC1RA/s400/liberal.jpg[/img]

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