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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Der Wahnsinn von unendlicher Leistung und Effizienz
HellscreamIn der ganzen alltäglichen hetze denkt man viel zu wenig darüber nach was einem Verloren geht. Dann dreht man sich auf einmal um und da ist nichts mehr. Die ganze Wertvolle Zeit vertan. Dann stößt es bitter auf, man merkt langsam das man viel zu viel bezahlt hat. Nur um sich in etwas einzufügen in etwas das man eigentlich tief verachtet. Effektivität bis zum letzten [url]http://www.zeit.de/campus/2009/02/ritalin[/url]
Angesichts der Aufforderungen der Universität und Gesellschaft nach immer mehr Leistung und Effizienz der auch ich mich ausgesetzt sehe, erscheint mir die Art und Weise des oben verlinkten Ausflucht nur all zu konsequent. Dem Gewinner alles, ausschließlich Eliten sind gefordert und so beginnt das brutale Wettrennen. Immerhin schon insgesamt drei Personen aus meinem näheren Umfeld die im laufe ihres Studiums komplett zusammen brachen, wobei zwei dieser es schafften sich wieder zu sammeln. Und doch ein Ausweg scheint nicht in Sichtweite zu sein. Wer sich fallen lässt wird gefressen von den Hunden, im normal Fall immer wieder ein Leben lang. So trottet man notgedrungen weiter mit der anonymen großen Horde, wenn auch im Schwarzen Gewand. Und die Schäfer rufen verächtlich wie gut es einem doch gehen würde und fragen voll Hohn warum man denn so verbittert sei. Während man Innerlich langsam in sich zusammenbricht wird die Welt um einen grau und kalt.

Leistung, Leistung, Leistung bis zur Selbstaufgabe. Flexibilität bis zum zerbrechen. Funktionalität den Maschinen nach empfunden. Der mögliche Anstieg von Leistung wird exponentiell gedacht, wie der Gewinn aus einer Geldanlage, um darauf hin mit Nachdruck gefordert zu werden und zum höchsten Ziel ausgerufen zu werden. Der Ausdruck vom Humankapital die blanke Wort gewordene Verachtung in diesem Sinn. Der Mensch nur noch von ökonomischem Interesse soll es dem Geld gleich tun, seinen Herren einen exponentiellen Wohlstand sichern, durch exponentielle Leistung. Wo findet sich dieses exponentielle Wachstum in der physikalischen Wirklichkeit? Beim Krebs und überhaupt bei vielen Dingen die plötzlich in sich zusammen brechen. Ebenso wie der Mensch bei allzu viel Belastung in sich zusammenfällt. Das nennt man dann Burnout Syndrom, um zu unterstreichen das es sich dabei um etwas Krankhaftes handelt. Menschliche Grenzen zu sehen ist nicht im Sinne des gesamt Systems. Und so nimmt der alltägliche Wahnsinn seinen Lauf.
coma_blackTja, da gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder man macht mit, läßt sich stressen bis zum umkippen und schaut irgendwann, wenn man auf der Rentnerdeponie gelandet ist, auf ein "Leben" der vertanen Möglichkeiten und vergeudeten Zeit zurück...

Oder man erkennt, wie weit unter seinem Niveau dieses ganze überzüchtete Effizienzdenken ist, verachtet die Strebertypen, Gesundheitler und was da sonst noch herumläuft und sich sukzessive um das Bißchen Zeit auf Erden betrügen läßt. Laß sie machen, genieße den Moment, lehne dich zurück und warte darauf, daß dieses aufgeblähte System den wohlverdienten Stich erhält, der es zum Platzen bringt... und in der Zwischenzeit, [I]tue so als ob[/I] du dich ebenso eifrig einfügen würdest...
Ronin76@Höllenschrei

Ok ich habe den Zeitungsbericht gelesen, dein Beitrag liest sich auch ähnlich wie ein Tagebuch. Ich verstehe dein Anliegen nicht genau. Willst du einfach nur informieren, zum Nachdenken auffordern, die Gesellschaft kritisieren oder suchst du nach persönlichen Ratschlägen ?

Das Burn-Out-Syndrom ist nur eine von sehr vielen Folgen, wenn man gegen seinen Willen und Körper handelt. Auch die bekannten Depressionen sind lediglich eine Folge von passiver (unterdrückter) Agression und Überforderung.



@Schwarzhaar

[QUOTE]lehne dich zurück und warte darauf, daß dieses aufgeblähte System den wohlverdienten Stich erhält, der es zum Platzen bringt... und in der Zwischenzeit, tue so als ob du dich ebenso eifrig einfügen würdest... [/QUOTE]
Naja wer soll denn dieses System zum Platzen bringen, wenn sich alle nur zurück lehnen und fügen ? Ich schätze Mal daß der Großteil der Menschen Mitläufer des Systems sind und sich nur nicht trauen aus der Masse hervorzutreten und ihre eigene Meinung zu äußern (sich outen). Das ganze politische System ist doch von Geburt an faschistoid und hierarchisch-obrigkeitshörig organisiert. Von ganz alleine ändert sich nie etwas, dafür muß man schon etwas tun.
Hellscream[QUOTE]geschrieben von Ronin76
Ok ich habe den Zeitungsbericht gelesen, dein Beitrag liest sich auch ähnlich wie ein Tagebuch. Ich verstehe dein Anliegen nicht genau. Willst du einfach nur informieren, zum Nachdenken auffordern, die Gesellschaft kritisieren oder suchst du nach persönlichen Ratschlägen ?[/QUOTE]

Zum Nachdenken anregen beziehungsweise auffordern trifft es wohl. Ich finde das sich viele zu wenige Menschen überhaupt dieses Kreislaufs von Leistung die sich selbst generiert und in einer Art Wettlauf ausbricht bewusst sind und welchem Wahnsinn das ganze sich heute meiner Meinung nach verfallen ist. Und das ist nicht der angenehme Wahnsinn auf den meine Signatur hinweist. Die Folgen spüren sie in dies sehr deutlich. Nach persönlichen Ratschlägen suche ich nicht direkt, in erster Linie will ich zu einer Diskussion anregen. Ich werde dann mir Sinnvoll erscheinende Dinge natürlich in meinen Reflexionen aufnehmen und nutzen in meiner abartigen Unkunst der Lebensgestaltung.

[QUOTE]geschrieben von Ronin76
Das Burn-Out-Syndrom ist nur eine von sehr vielen Folgen, wenn man gegen seinen Willen und Körper handelt. Auch die bekannten Depressionen sind lediglich eine Folge von passiver (unterdrückter) Agression und Überforderung.[/QUOTE]

Ja, natürlich das Spektrum der Folgen ist breit angelegt. Das Burn-Out-Syndrom gibt meiner Meinung aber am klarsten Aufschluss darüber, was solche Reaktionen für die Öffentlichkeit bedeuten. Es wird in erster Linie als krankhaft angesehen und gedeutet als ein Persönliches Defizit der betreffenden Personen. Damit ist die Sache für die meisten auch schon am ende so scheint es mir.
smart_hicksDie Chancen stehen gut für einen Crash, sind allerdings abhängig von den Entscheidungen der Teilnehmer des G20-Gipfels. Der Fehler unserer Politiker-Kaste war leider ihre Hörigkeit zu den Äußerungen unverbesserlicher und ideologisch verblendeter (Möchtegern-)Harvard-Wirtschaftswissenschaftler, die gerne - als Experten getarnt - unsere Politiker beraten und dies auch jetzt noch tun, wo sie doch das Schiff in Richtung Eisberg steuerten. Ob nun bewusst oder nicht, kann sich jeder ausmalen. Wird das Schiff noch auf den richtigen Kurs gebracht werden?

Und zum Thema Leistung? Die Leute, die von uns Leistung und Arbeit fordern, schauen selbst nur auf ihr Kapital, welches von alleine "arbeitet" - die Leistung von dieser Elite besteht beim Zusehen des Schauspiels der Vermehrung ihres Geldes und Vermögens durch Zins und Zinseszins. Wo jedoch der Reichtum exponentiell wächst, muss auf der anderen Seite in gleicher Geschwindigkeit der Schuldenberg immer weiter ansteigen. So definieren unsere Neofeudalisten (natürlich unter sich) die Leistung und deren Vergütung.

Gruß

Hicks
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[B]Wo jedoch der Reichtum exponentiell wächst, muss auf der anderen Seite in gleicher Geschwindigkeit der Schuldenberg immer weiter ansteigen. So definieren unsere Neofeudalisten (natürlich unter sich) die Leistung und deren Vergütung.
[/B][/QUOTE]Ich sehe mich zufällig in der Lage kostengünstig ein paar dutzend Guillotinen herzustellen. Hat jemand Interesse?
Ich wäre an einem breiten Absatzmarkt sehr stark interessiert, da sich meine anderweitigen Berufsausichten in der Metallindustrie gerade stark dezimiert haben. Berufsrevolutionäre bekommen auch Rabatt und Kredit. Ich wäre auch bereit bei einer Neufinanzierung eine angemessene Abwrackprämie auf jedes verschrottete Hinrichtungsintrument zu zahlen das schon mindestens seit 100 Jahren auf den Benutzer zugelassen ist.
smart_hicks@Seneca: Keine Sorge, bevor ich wirklich ausraste und morde (was ich angesichts der Kaltschnäuzigkeit unserer Finanzelite - zugegeben - echt gerne machen würde), steckt man mich vorher wieder in die Psychiatrie und werde mit Tabletten ruhig gestellt, haha :). Wirklich, manche Leute sehen es nicht oder WOLLEN es nicht sehen, weil die schöne Welt ja doch gar nicht so schön ist, wie in der Werbebroschüre versprochen wurde. Ehrlich, ich würde ja schon weniger maulen, wenn der Kapitalismus wenigstens entschärft würde, wie es nach der ersten Weltwirtschaftskrise und nach dem 2. Weltkrieg Mitte des letzten Jahrunderts zumindest teilweise geschehen war, dennoch später von besagten Harvard-Besserwissern wieder aufgeweicht wurde um dem WAHNSINN (nichts anderes ist es) wieder freien Lauf zu lassen.

Hab ein paar mal editiert um Unstimmigkeiten zu beseitigen :)
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Ich sehe mich zufällig in der Lage kostengünstig ein paar dutzend Guillotinen herzustellen. Hat jemand Interesse?
Ich wäre an einem breiten Absatzmarkt sehr stark interessiert, da sich meine anderweitigen Berufsausichten in der Metallindustrie gerade stark dezimiert haben. Berufsrevolutionäre bekommen auch Rabatt und Kredit. Ich wäre auch bereit bei einer Neufinanzierung eine angemessene Abwrackprämie auf jedes verschrottete Hinrichtungsintrument zu zahlen das schon mindestens seit 100 Jahren auf den Benutzer zugelassen ist. [/B][/QUOTE]

Unterstützt die einheimischen Unternehmen!
Führt die Todesstrafe wieder ein!!
Endlich mal jemand mit Initiative und Mumm!!!
:D

Nur so schaffen wir es aus der Krise.
Hellscream[QUOTE]geschrieben von ArrogantNick
Und ich schätze Mal dass es da gar nichts zu outen oder zu trauen gibt, da die meisten Menschen halbwegs zufrieden sind (die Medien bringen Dir z. B. Russland, den nahen Osten oder Somalia ins WZ, da ist jeder normal denkende Mensch froh dass er DA nicht leben muss) und es für sie folglich okay ist wie es ist, auch mit kleinen Schönheitsfehlern, ich zähle mich auch dazu. Oder aber die meisten Menschen arbeiten soviel dass sie für derartige Hirnficks gar keine Zeit haben.

Gruß
Mischa (die heute irgendwie zuviel Zeit hat und lieber ein Brett volltippert als die Revolution aus zu rufen. *g*)[/QUOTE]

Denkst du das die Zustände in Europa sich dadurch vom Rest der Welt unterschieden, weil sich alle zurück gelehnt haben und alles Hinnahmen was man ihnen zum fressen vor die Füße warf? Was denkst du wie lange wir brauchen bis wir hier Zustände wie in Russland oder China bekommen, wenn es keine Menschen, Gruppen und Organisationen mehr gäbe die eben auch Kritisch mit den Dingen umgehen? Ich finde diese Leichtigkeit mit der du hier auftrittst Bedenklich. Von kleinen Schönheitsfehlern zu sprechen wenn sich Menschen mit Drogen zu pumpen um überhaupt die Chance zu bekommen mithalten zu können, finde ich reichlich Arrogant. Aber den verlinkten Artikel gelesen hast und bestimmt nicht, weder dich mal ein paar Minuten hingesetzt und zum Thema gedacht. Es ist alle mal leichter sich über andere lustig zu machen. Die Art und Weise sich wenigstens Gedanken um die Dinge zu machen die einen Umgeben, anstatt vor dem aktuellen Status zu kapitulieren, ist mir alle mal lieber als Menschen die einfach so vor sich hin leben. Lieber solche Menschen von der Gattung „Was kümmerts mich?“ ficken ihr Gehirn mal Ordentlich durch, sonst verkümmert es noch gänzlich.

[QUOTE]geschrieben von Seneca
Ich sehe mich zufällig in der Lage kostengünstig ein paar dutzend Guillotinen herzustellen. Hat jemand Interesse?[/QUOTE]

Au ja eine würde ich dir bestimmt abnehmen, natürlich nur für das Schlafzimmer. :D
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
[B]Unterstützt die einheimischen Unternehmen!
Führt die Todesstrafe wieder ein!!
Endlich mal jemand mit Initiative und Mumm!!!
:D

Nur so schaffen wir es aus der Krise. [/B][/QUOTE]

Tut mir leid, aber ich habe kein Verständnis für solche blödsinnigen Aussagen. Nur weil ich unzufrieden mit dem Weltgeschehen (und, ja, auch mit mir selbst und meiner Situation) bin und eine gesellschaftliche Gruppe anklage und dafür verantwortlich mache (und, ja, ich bin für meine Situation auch selbst verantwortlich), bin ich kein Mörder und ich möchte auch nicht, dass die von mir öffentlich angeprangerten Menschen hingerichtet werden. Schließlich bin ich kein Justizvollstrecker in den vereinigten Staaten. Ja, dort gibts noch solche Methoden, aber wenn ich das sage, wird das ja wieder als Antiamerikanismus gedeutet *roll eyes*.

Gute Nacht,

Hicks

edit: Bevor ihr wieder in Angriffsstellung geht: Ich weiß, es handelte sich um Sarkasmus und verstehe auch Spaß. Momentan kann ich meine Gedanken einfach nicht so gut sortieren und bin auch sehr empfindsam.
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]Och, hättest Du Dein Hirn soviel gefickt wie ich das schon getan habe, dann wäre Dir jetzt noch schwindelig, das darfst Du mir unbesehen glauben. Ergebnis ~> Lamentieren und Hirnficken bringt nichts, ich gehe lieber ins Tierheim und tue da was oder in der Gemeindetafel hier nebenan. Schreibtischtäter gab es zu allen Zeiten und zu allen Zeiten brachten sie nichts hervor was gut für die Menschen auf der Straße gewesen wäre. Ja und Sesselrevoluzzer haben uns auch nicht dorthin gebracht wo wir heute sind. Befasse Dich mal mit Nachkriegsgeschichte. Wer machte wohl das Wirtschaftswunder das Dir heute Deinen bequemen Stuhl und PC beschert? Das war der 'sein Hirn nicht fickende' kleine Arbeiter, keine blasierten Internetlamentierer die nichts können außer große Reden schwingen.

Kehr vor Deiner Tür.

Besten Gruß
:q

:D [/B][/QUOTE]

Nun ja, soviele Möglichkeiten gibt es leider wirklich nicht, an den gegenwärtigen Verhältnissen etwas zu ändern, denn das setzt Macht vorraus und diese Macht müsste ich mir selbst verschaffen. Entweder legal: ich gründe eine Partei die nix bewegen wird oder ich gründe eine Terrorzelle, die mit mafiaartigen Strukturen ausgestattet ist und mir die Möglichkeit gibt, unter deren Schutz Attentate auf "systemische" Institutionen zu verüben.

OK, dann bleib ich lieber ganz klein, schreib meine eigene Meinung ins Internet, in der Hoffnung andere Menschen damit zu erreichen, geh auf Demonstrationen und mach brav mein Kreuzchen bei der LINKEN (ich nehme mal an, ihr glaubt, ich würde eine solche Partei wählen, richtig?)

Gruß

Hicks
Hellscream[QUOTE]geschrieben von ArrogantNick
Och, hättest Du Dein Hirn soviel gefickt wie ich das schon getan habe, dann wäre Dir jetzt noch schwindelig, das darfst Du mir unbesehen glauben. Ergebnis ~> Lamentieren und Hirnficken bringt nichts, ich gehe lieber ins Tierheim und tue da was oder in der Gemeindetafel hier nebenan. Schreibtischtäter gab es zu allen Zeiten und zu allen Zeiten brachten sie nichts hervor was gut für die Menschen auf der Straße gewesen wäre. Ja und Sesselrevoluzzer haben uns auch nicht dorthin gebracht wo wir heute sind. Befasse Dich mal mit Nachkriegsgeschichte. Wer machte wohl das Wirtschaftswunder das Dir heute Deinen bequemen Stuhl und PC beschert? Das war der 'sein Hirn nicht fickende' kleine Arbeiter, keine blasierten Internetlamentierer die nichts können außer große Reden schwingen.[/QUOTE]

Irgend wie glaube ich dir das mit der Tätigkeit des Gehirns nicht und etwas einfach so zu glauben ohne gute Grunde dafür geliefert zu bekommen liegt nicht ganz in meiner Wesens Art. Inhalts leere Unterstellungen, keine Argumentation erkennbar, kein Inhalt, kein Anknüpfen an eine Diskussion oder aufgeworfene Fragen, jede Menge an Vorwürfe gegen eine Person die man nicht kennt, habe ich etwas vergessen? Die Antwort auf meine Fragen heißt also ja, man hätte sich genau so gut zurück lehnen können haben und alles Hinnehmen können, sehr schön. Schön das du die Menschen die Jahrzehnte lang unter Verfolgung litten, in KZ gesteckt wurden, von Faschisten und Monarchisten erschlossen und erschlagen wurden weil sie sich gegen Monarchie, Diktatur, Faschismus und für Demokratie, eine Sozialere und Gerechtere Gesellschaft, die Meinungsfreiheit, die Emanzipation eintraten als Sesselrevoluzzer bezeichnest. Ich meine damit nicht mal Kommunisten sondern zum Beispiel eine junge Sozial Demokratie oder die intellektuell Bürgerlich Liberalen Kräfte in früheren Zeiten. Es entlarvt deinen Charakter. quad erat demonstrandum
Manleyund jetzt aber mal ganz schnell weg von persönlichen animositäten und zurück zum thema! danke.
CabalSag mal, gibt es auf diesem Forum eigentlich noch jemanden außer den Gothenrock-FK'rn, der AN noch nicht auf Igno hat?
liobaHier, ich. Ich lese das gerne. Aber das hat ja wohl mal rein gar nichts mit dem Thema hier zu tun :rolleyes:
Cabal[QUOTE][b]Zitat: Scheol[/b]
Du sagst Hellscream sei ein Sesselrevoluzzer...soso...dann schlag mal vor was er stattdessen tun sollte...[/QUOTE]

Gewalt natürlich. Das ist, wozu ArrogantNick ja indirekt auffordert. Revolution durch das gesprochene Wort ist Weicheiertum, greif gefälligst zur Waffe und erschieß ein paar Menschen ist die versteckte Botschaft. Fangen wir doch einfach bei ihr an?

MfG
Cabal
Ronin76[QUOTE]Sag mal, gibt es auf diesem Forum eigentlich noch jemanden außer den Gothenrock-FK'rn, der AN noch nicht auf Igno hat?[/QUOTE]
Gute Idee wusste gar nicht daß dies geht. Das Gesülze wird mir auch zu blöd und ich kenne solche asozialen Sprüche nur zu gut aus runtergekommenen Kneipen.
smart_hicks@Arrogant: Wenn das Spießbürgertum erst mal - man verzeihe mir die vulgäre Ausdrucksweise - gefickt wird, dann kommt es mit Sicherheit zu maßgeblichen sozialen und politischen Umwälzungen, die Du Dir ja scheinbar so herbei sehnst, allerdings in einer Richtung, die für uns alle katastrophale Folgen haben wird, deswegen finde ich es wichtig über machthungrige Eliten, eine eingeschläferte Gesellschaft und wirtschaftliche Entwicklungen mit katastrophalem Ausmaß zu palabern, meinetwegen auch auf Stammtischniveau. Wer einige der Punkte, die hier angesprochen wurden, nicht erkennt, ist einfach nur blind oder hat Angst, in eine Schublade gesteckt zu werden, womit ja viele in diesem Forum ja schnell zur Hand sind. Und was sollen diese Diffamierungen von wegen Weicheiern und Sesselpupsern? Sollen dadurch politische Meinungen auf lächerliche Weise diskreditiert werden? Wie ich schon schrieb, die Sonnenstrahlen-Mentalität ist doch nur so populär, weil sich so viele im Abglanz des Erfolgs, der uns ja überall eingetrichtert wird, sonnen möchten und sich gerne als Winner sehen. So'n Blödsinn. Keynes, Marx und wie sie alle heißen, waren auch nur sogenannte "Sesselpupser" und ihr Einfluss auf gesellschaftliche Gruppen und Verfechter ihrer Ideen sind bis heute ungebrochen, gerade weil sie Manifeste geschrieben haben und Verfechter und Gegner bestimmter Theorien untereinander diskutiert haben.

Gruß

Hicks
Hellscream[QUOTE]geschrieben von Hellscream
Denkst du das die Zustände in Europa sich dadurch vom Rest der Welt unterschieden, weil sich alle zurück gelehnt haben und alles Hinnahmen was man ihnen zum fressen vor die Füße warf? Was denkst du wie lange wir brauchen bis wir hier Zustände wie in Russland oder China bekommen, wenn es keine Menschen, Gruppen und Organisationen mehr gäbe die eben auch Kritisch mit den Dingen umgehen?[/QUOTE]

[QUOTE]geschrieben von ArrogantNick
Schreibtischtäter gab es zu allen Zeiten und zu allen Zeiten brachten sie nichts hervor was gut für die Menschen auf der Straße gewesen wäre. Ja und Sesselrevoluzzer haben uns auch nicht dorthin gebracht wo wir heute sind.[/QUOTE]

[QUOTE]geschrieben von Hellscream
Die Antwort auf meine Fragen heißt also ja, man hätte sich genau so gut zurück lehnen können haben und alles Hinnehmen können, sehr schön. Schön das du die Menschen die Jahrzehnte lang unter Verfolgung litten, in KZ gesteckt wurden, von Faschisten und Monarchisten erschlossen und erschlagen wurden weil sie sich gegen Monarchie, Diktatur, Faschismus und für Demokratie, eine Sozialere und Gerechtere Gesellschaft, die Meinungsfreiheit, die Emanzipation eintraten als Sesselrevoluzzer bezeichnest.[/QUOTE]

quad erat demonstrandum

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Der folgende Abschnitt richtet sich Ausdrücklich an alle. Ich selber habe das Wort Revolution hier nicht einmal benutzt. Die Frage nach Revolution stellt sich hier doch gar nicht, es ist eine Frage von Vernünftigen Umgang mit dem Menschen, Menschlichen Grenzen im allgemeinen und sich selbst. Nicht mehr nicht weniger. Der böse Mann macht auf Missstände aufmerksam, dass muss ein Revolutionär sein, ist mir zu kurz gedacht. Natürlich muss man aber das System in welchem das ganze Handeln eingebettet ist mit denken.

[QUOTE]geschrieben von Scheol
Wusstest du was am Anfang einer Revolution eigentlich stand?
Das Wort.[/QUOTE]
Gleiches gilt für die Aufklärung.
Das kritische Wort ist nicht zufällig das erste was in einer Diktatur abgeschafft wird.
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Folgendes zum Thema und ich würde darum bitten das alle sich im folgenden darauf Versuchen zu konzentrieren.

Ich kann diesen Vorwurf von ArrogantNick der „Generation Weichei“ gegenüber der jüngeren Generation so nicht gelten lassen. Das ist natürlich eine sehr bequeme Art sich des ganzen zu entledigen. Erstens, schon seit Sokrates haben die alten auf die Jüngeren geschimpft, ihnen Faulheit und Moralische Degeneration vorgeworfen. Das zieht sich bis in unsere heutige Zeit, ich denke nicht das man von einem tausende Jahren anhaltenden Prozess der Degeneration Jugendlicher ausgehen kann. [QUOTE]überliefert von Sokrates
Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.[/QUOTE]

Zweitens, die Rahmenbedingungen haben sich nachweislich verschärft Globalisierung, Rückgang der Sozialen Solidarität, Anwachsen der Anforderungen, Vererbte Belastungen voran gegangener Generationen vor allem durch Umwelt Zerstörung und Schuldenlast. Mir gibt sich der Blick frei auf eine mehrfach Belastete Jugend, an die gleichzeitig immer höhere Ansprüche heran getragen werden.

Drittens, in meinem Umfeld befinden sich größten Teils sehr Leistungsorientierte Menschen die am arbeiten oder am studieren sind. Viele davon sind sehr Ehrgeizig und arbeiten bis zum geht nicht mehr. Da wird dann schon mal bei 3 bis 4 Stunden Schlaf am Tag eine Woche durch gearbeitet. Diese Bezeichnung greift hier nicht. Insofern laufe ich auch nicht jedem Presse-Muskelspiel hinterher sondern der Artikel deckt sich mit meinen all täglichen Erfahrungen.

[QUOTE]geschrieben von Hellscream
Das Burn-Out-Syndrom gibt meiner Meinung aber am klarsten Aufschluss darüber, was solche Reaktionen für die Öffentlichkeit bedeuten. Es wird in erster Linie als krankhaft angesehen und gedeutet als ein Persönliches Defizit der betreffenden Personen. Damit ist die Sache für die meisten auch schon am ende so scheint es mir.[/QUOTE]

[QUOTE]geschrieben von ArrogantNick
Diese Ritalin-Geschichte kenne ich aus eigener Erfahrung im Familien- und Bekanntenkreis, das ist nun wirklich halb so wild.[/QUOTE]

Ist ja nur Drogenmissbrauch und mit Kokain vergleichbar. Ich finde das mit dem Hintergrund der reinen Leistungssteigerung bis zum Zusammenbruch erschreckend. Leistungsbereitschaft an sich schätze ich hoch, Vorausgesetzt es dient nicht dem Selbstzweck und hat ein Ziel vor Augen, aber muss es wirklich so weit gehen bis sich die Menschen Reihenweise selbst zerstören? Muss das Prinzip Sport Doping auf die Gesamte Gesellschaft und ihre Lebensbereiche ausgedehnt werden? Ist das noch Vernünftig?
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]Na ja Hicks,
ich sehe einen sehr klaren Unterschied dazwischen, Manifeste zu verfassen und/oder tatsächlich in der Politik tätig zu sein oder sein Mütchen im Streitforum eines Netzboardes zu kühlen indem man Leute mit anderer Meinung angeht und zum Nichtdenker erklären möchte, weil das System einen frustet. Ersteres sind Macher (was man auch immer von dem 'Gemachten' dann halten mag) und letzteres einfach Frustabbauer in Ermangelung einer sinnvolleren Tätigkeit. So empfinde ich es. Aber manchmal, wenn ich denn ein bisschen zuviel Zeit habe, dann zanke ich mich auch ganz gerne mal hier herum, aktuell merke ich mal wieder dass das recht kurzweilig sein kann. ;)

Grüßle
Mischa [/B][/QUOTE]

OK, ist jetzt ein wenig Off-Topic, aber ich kann Dir versichern, dass ich jenseits des Internets viel Spaß haben kann und auch gerne lache. In diesem Forum habe ich zumindest mal die Möglichkeit, mich auszukotzen, meinetwegen auch meinen Frust abzulassen (was ja dann doch wieder einen positiven Sinn hat) und mit einigen Menschen über ernstere Dinge zu reden, ohne ständig herumalbern und dumme Witze erzählen zu müssen. Wenn ich mit Freunden (darunter auch einer der Spezies BWL-Student), Bekannten und Pädagogen über solche Themen rede, heißt es meist, je nachdem wen ich zur die Finanz- und Wirtschaftskrise anspreche: "Ach, komm, uns geht es doch gut im Gegensatz zu den armen Kindern in der dritten Welt" oder "Ey, ich hab keine Ahnung davon, lass uns lieber X-Box 360 zocken" oder "Ich hatte einen anstrengenden Arbeitstag und bin nicht dazu in der Lage über solche Dinge zu reden" bishin zu "Sie dürfen darüber nicht zu sehr nachdenken, denn das beeinflusst ihre Stimmung zum Negativern".

Gruß

Hicks
CagliostroWas heisst "soziale Marktwirtschaft" abgekürzt?

Richtig: SM


Nun, es scheint sich aber mehr um ein Switch-projekt zu handeln, weil im Grunde alle darunter leiden.
Schon wegen des sadisitischen Bürokratismus'.
Ein lineares Dominanzmuster ist kaum erkennbar.

Somit handelt es sich um ein unfertiges, unausgegorenes Konzept, das Bestandteil des Adenauersozialimus' war, aber seit dem Beitritt der Bundesrepublik zur DDR nicht mehr richtig funktioniert.
Soziale Marktwirtschaft spricht zuviele Assoziationen an, die nicht erfüllbar sind.
Seit wann ist Marktwirtschaft sozial?
coma_blackIch kann nur eines empfehlen: Wenn ihr wirklich [I]irgendetwas[/I] erreichen oder bewegen wollt, dann tretet einer Partei bei!

Klar kann man jetzt damit ankommen, daß so ja auch nichts zu ändern ist, und man ja dann bei den etablierten dabeisitzt, aber: sollen wir das politische Feld nur diesen Ritalin-Abhängigen Borderlinern überlassen? Einem politischen Nachwuchs, der rechts wie links nur gleichgeschaltete Streber und Karrieristen hervorbringt, die vor lauter Superschlauheit nicht mehr wissen, wie das tägliche Leben läuft?

Wenn ihr in einer Partei seid, habt ihr Einfluß auf die Nominierungslisten und könnt zumindest dazu beitragen, daß der eine oder andere Maschinenmensch vielleicht doch nicht ins Parlament oder den Gemeinderat einzieht.

Das kann zwar mitunter ein harter Kampf werden (ich spreche da aus Erfahrung), aber je mehr Normaldenkende die politische Basis bilden, anstatt es sich vor der XBox bequem zu machen (wofür auch bei der Parteiarbeit noch genügend Zeit bleibt), desto leichter wird es, hier wieder für frischen Wind zu sorgen.

Von Jetzt auf Nachher geht in der Politik eben leider nichts und in Vereinen / NGOs wird man indirekt durch staatliche Fördergelder viel zu leicht auf Linie gebracht.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Cabal [/i]
[B]Gewalt natürlich. Das ist, wozu ArrogantNick ja indirekt auffordert. Revolution durch das gesprochene Wort ist Weicheiertum, greif gefälligst zur Waffe und erschieß ein paar Menschen ist die versteckte Botschaft. Fangen wir doch einfach bei ihr an?

MfG
Cabal [/B][/QUOTE]

Der Amoklauf - die "Revolution des kleinen Mannes"...denn darum und um nichts anderes handelt es sich dabei: Um eine Ersatzhandlung, die diese vom System zutiefst frustrierten Menschen mangels eines in der Gesellschaft verwurzelten revolutionären Bewusstseins zu derartigen "Einzeltätern" werden lässt...bereits die RAF vermochte es nicht, revolutionären Geist und eine revolutionäre Infrastruktur in diesem System zu verwurzeln...Dumpfmichel durchkreuzte ihre Pläne durch seine Apathie und Obrigkeitshörigkeit weitaus wirkungsvoller als der Staat mit seinen Bullen und Geheimdiensten...die RAF wurde einfach in die soziale und ideologische Isolation gedrängt, was unwiederruflich ihren Untergang zur Folge hatte - weil sich Dumpfmichel halt lieber vor der Glotze bei Bier, Titten und Ärschen die von seinem Hauptlebensinhalt Maloche freie Zeit vertreibt als zu begreifen, dass in Wahrheit er der Verarschte ist...
...eine erfolgreiche Revolution würde solche etablierten Strukturen sber unbedingt vorraussetzen - die RAF hatte zumindest anfangs einen durchaus brauchbaren Plan...aber was daraus wurde, wissen wir längst zur Genüge...

Doch leider, leider ist selbst heute, wo das System - zumindest seine wirtschaftliche Basis - endgültig zu kippen beginnt, die Ressourcen weltweit immer knapper und der Lebensraum der Menschen immer enger werden, der kapitalistische (Alp-)Traum des unbegrenzten "Wirtschaftswachstums" noch immer nicht ausgeträumt...und zu allem Überfluss freut sich gerade jener Dumpfmichel wie ein Schneekönig, wenn "sein" Staat endlich mal ein paar Milliarden für "seine" Wirtschaft lockermacht, dem (spendier-)Hosenanzug sei Dank - und das, wo der Staat doch -wie eigentlich jeder wissen sollte -"kein Geld hat", notorisch "pleite" ist und "sparen" muss - und das tut er ja auch, nur nicht bei sich selbst...aber dieses eigentlich nicht vorhandene Geld hat er natürlich im Überfluss für die Autoindustrie, Rückgrat der Doofdeutschen Industrie, die heiligste der heiligen Kühe neben Staat und Regierung...die Straßen sind schon verstopft von Autos, Tag für Tag kilometerlange Staus auf allen Autobahnen, Lärm, Smog und Abgase mindern die Lebensqualität zusehends...aber nein, Opel muss am Leben erhalten werden...jeder Popel fährt nen Opel, jeder Rowdy nen Audi...und das soll auch so bleiben, auch dann, wenn gleichzeitig wieder ein paar tausend Menschen irgendwo in Afrika und Asien am verhungern sind oder an den Folgen von Sklavenarbeit und Unterernährung krepieren...
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[B] Ja, dort gibts noch solche Methoden, aber wenn ich das sage, wird das ja wieder als Antiamerikanismus gedeutet *roll eyes*.
[/B][/QUOTE]

Wo kommt nochmal der Spruch her, Gothics lachten nur im Keller?
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von Gezeichneter [/i]
[B]Wo kommt nochmal der Spruch her, Gothics lachten nur im Keller? [/B][/QUOTE]

Weiß nicht, bin ein bierernster Metaller mit Bierbauch :)
Manley[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]Nachtrag:

Ich hab das Gefühl dieser Thread ist derart vom Thema abgewichen das ich schon ein schlechtes Gewissen habe...es gibt einen Thread zum Thema Aufstand...ich finde, da sollte man über Weltverbesserungen weiter diskutieren und den Thread wieder zurück auf das Ausgangsthema führen. [/B][/QUOTE] dem kann ich mich nur anschließen. :)
Hellscream[QUOTE]geschrieben von ArrogantNick
Im Grunde kannst Du diesen Abschnitt als einen kleinen Erklärungsversuch meinerseits betrachten, WARUM so viele Menschen die Dinge nicht so sehen wie Du sie zu empfinden scheinst (wie Du sie schreibend schilderst), denn es geht hier ja nun nicht um mich, sondern einfach darum, dass es Menschen gibt die die Welt schlicht anders wahrnehmen als Du. Warum das so sein könnte, das versuchte ich Dir etwas näher zu bringen, indem ich Dir einen kleinen Einblick in mein Erleben gab. Natürlich kannst Du mich dafür nun als den Prototyp des denkbefreiten Herdenmenschen hinstellen, mich stört das nicht sonderlich und ich stichele dann ein wenig zurück weil wir im Kaiser sind und das spaßig ist (bisweilen), aber effektiv bewegen tut sich dadurch nicht das Geringste, außer dass Du überzeugt bist dass ich dämlich bin; und ich, dass Du frustriert bist.[/QUOTE]
Ich erlebe das es viele Menschen so oder so ähnlich sehen wie ich, wobei es die Gegenpositionen natürlich auch gibt, auf der anderen Seite sehe ich die Unfähigkeit bei vielen und auch bei mir, etwas an den eigenen Rahmenbedingungen dieser Zwangslage zu verbessern. Man bekommt das Gefühl unfreiwillig gefangen zu sein in einem Käfig, aus dem man sich nicht befreien kann. Natürlich führt das zu Frustration. Vor allem wenn man Jahre lang versucht hat durch eigen Initiative und hohe eigene Opfer heraus zu brechen aus diesem Käfig. Ich wüsste gar nicht wie man in dieser Lange nicht frustriert sein sollte.

[QUOTE]geschrieben von ArrogantNick
Und welche Ansprüche wären das? Die Rahmenbedingungen sind so gut wie nie, zumindest die, sich einfach Informationen zu beschaffen. Hausaufgaben erledigen heute die Wikipedia-Schreiber, einzig copy&paste ist noch erforderlich und ein ordentlicher Drucker. Was ist da jetzt schwieriger?
[/QUOTE] Nun diese Informationen werden einem Zweifelsfall in Wirklichkeit nicht weit bringen. Im Allgemeinen ist es natürlich sehr viel einfacher geworden, vor allem um sich Überblicke zu verschaffen das stimmt schon. Wobei gerade der Aufwand hier die Übersicht zu behalten doch auf der anderen Seite auch gestiegen ist. Das kann, und es gibt ja da auch noch durch aus weitere Faktoren die eher die Lage verbessern, aber die andere Faktoren meiner Meinung nach nicht abfedern. Die gestiegenen Anforderungen und schwereren Bedingungen kann man in weiten Gebieten festmachen ob das nun die steigende Forderung nach Flexibilität ist die über denn eigentlichen Begriff hinaus geht (man biegt sich vielfach nicht mehr sondern verbiegt sich doch eher), ein Turbo Abitur oder ein Bologna Prozess die auf billige Massenbildung abzielen, das alles im Bildungsverlauf was unter einem 12 Punkte Durchschnitt schon fast als mangelhaft angesehen wird, der makellose transparente Werdegang, Qualität und Quantität Steigerung als mit einander absolut Kompatibel angesehen werden, sehr hohe Steuern und Abgaben bei gleichzeitigem Leistungsrückgang damit Verknüpft die Forderungen nach eigener Vorsoge der Renten, Gesundheit und so weiter, der Druck von Zeitarbeitsfirmen (moderne Sklaven Treiber meiner Meinung nach), Arbeitsagentur und anderer Beteiliger auf die Arbeitsbedingungen, Anstieg der prekären Beschäftigungsverhältnisse, Abstiegs Angst in weiten Teilen der Bevölkerung, zu guter Letzt die auch in unserem Land immer mehr Greifbare Tantalus-Situation durch die immer weiter auseinander gehende Schere von Arm und Reich. Ich denke da kann man eine Ganze Menge an Dingen Aufzählen die in Konkretem Zusammenhang mit den von mir im vorherigen Beitrag angeführten Faktoren stehen. Das muss nicht alles nur negativ sein, Flexibilität zum Beispiel kann durch aus notwendig und positiv sein, aber man kann übertreiben so das zum Beispiel ganze Familien und soziale Systeme an solchen Forderungen zerbrechen. Zu guter Letzt dient die gestiegene Anzahl der unter Psychischen Krankheiten leidenden Menschen insbesondere unter Depressionen als Recht guter Indikator für Zunehmende Belastungen. Leider habe ich gerade keine aktuellen Zahlen zur Hand. Auch die Steigerung beziehungsweise Gesellschaftliche Billigung von Medikamenten und Drogenmissbrauch in Hinsicht vermeintlicher von Leistungssteigernden Mittel würde ich hier als Indikator sehen.

[QUOTE]geschrieben von ArrogantNick
Siehst Du, mit meinen eben nicht. Und wenn mittlerweile auch jedes Elternpaar sein Kind zum Studieren zwingen will, ganz gleich ob der IQ und die Begabung dazu ausreicht oder nicht, so ist das kein Problem des Systems, sondern des Egos der Eltern.[/QUOTE]
Das kenne ich auch, ein Fall wo die Eltern meinen ihr Kind das einer leichten geistigen und körperlichen „so genannten“ Behinderung unter lag an eine Universität schicken zu müssen. Da die Eltern Reich sind kann man sich denken was da im Hintergrund abläuft, das Abitur des Jugend habe ich so mit bekommen das permanent der Vater mit Anwälten im Hintergrund gedroht hat. Schon zu dieser Zeit wurden Hausarbeiten dieser Person von dritten Personen angefertigt. Ein guter Freund war mit der Person gut befreundet und ich habe da so einiges mitbekommen. Wenn ich diese Person heute mit roten Kopf, gehetztem Gesichtsausdruck und gebeugter Haltung sehe wundert es mich natürlich nicht. Darum handelt es sich hier aber in meinen Ausführungen nicht. Auch muss ich leider sagen das die Begabung einer Person in einem Studium nicht mehr alleinig Ausschlag gebend ist, wahrscheinlich war sie es noch nie. Dem wäre meiner Meinung nach nur mit einem Anheben der Qualität bei zu kommen und nicht der Quantität, wie ich es im Moment vielfach zu beobachten glaube. Man muss das Problem hier mal von der anderen Seite her sehen, die Eltern haben natürlich Angst das ihre Kinder im System Rücksichtsloser Konkurrenz ohne entsprechende Qualifikationen untergehen, haben vielleicht vielfach eigene Erfahrungen und wünschen sich für ihre Kinder besseres. So drängen auch Schichten ohne entsprechenden Bildungshintergrund auf die Universitäten zu, nicht wegen der Bildung sondern einzig und allein wegen der Qualifikationen. Da sind dann wahrscheinlich viele dabei die eigentlich gar keine Wirkliches Interesse besitzen, wenn diese dann Probleme haben sich Jahre lang mit den gleichen Themen zu beschäftigen und sich zu Konzentrieren, wundert es mich natürlich nicht. Bildlich gesprochen, wenn sich der Reichtum in der Spitze des Elfenbeinturms der Gesellschaft immer stärker ansammelt wollen natürlich alle um jeden Preis hinauf oder aber wenn es im Haus anfängt zu brennen stürzt du dich im Notfall auch aus dem Fenster im fünften Stock hinaus ins Freie. Es ist dann eben doch wieder wie als ein Problem im System anzusehen.
coma_black[url]http://www.zeit.de/campus/2009/02/ritalin?page=1[/url]

Mal wieder was zur Drogenproblematik, mann was bin ich froh, daß ich Raucher bin...
coma_blackOh Sch***, so verwirrt bin ich in letzter Zeit? :eek:

Tschuldigung, das habe ich nicht gecheckt, bin wohl doch traumatisiert (siehe Filmpalast)
Kampfsau[QUOTE]bereits die RAF vermochte es nicht, revolutionären Geist und eine revolutionäre Infrastruktur in diesem System zu verwurzeln...Dumpfmichel durchkreuzte ihre Pläne durch seine Apathie und Obrigkeitshörigkeit weitaus wirkungsvoller als der Staat mit seinen Bullen und Geheimdiensten...[/QUOTE]

Revolutionärer Geist ist eine Sache, es gibt viel Raum zur Verbesserung aber die Taten der RAF konnten die Menschen nicht beeindrucken. Und den meisten Menschen ging es doch gut. Warum sollte man sich beschweren,wenn es einem gut geht?Damals war es ja auch der Fall in Deutschland. Die Verdienste waren gut und selbt Arbeitslose lebten deutlich besser als die meisten hart arbeitenden Menschen in ärmeren Ländern.
Ich meine das ist ja auch eine gute Art und Weise, Menschen ruhig zu halten. Dann kann man sich sowas wie freie Meinung und Versammlung in Grundzügen leisten. Jetzt wo man den Menschen sowas nicht mehr garantieren kann, werden die Stimmen nach Kontrolle größer. Internetzensur im Jahre 2012, Bundeswehreinsatz im Inneren usw, alles Themen die mittlerweile schon geplant und diskutiert werden.

[QUOTE]die RAF wurde einfach in die soziale und ideologische Isolation gedrängt, was unwiederruflich ihren Untergang zur Folge hatte - weil sich Dumpfmichel halt lieber vor der Glotze bei Bier, Titten und Ärschen die von seinem Hauptlebensinhalt Maloche freie Zeit vertreibt als zu begreifen, dass in Wahrheit er der Verarschte ist... ...eine erfolgreiche Revolution würde solche etablierten Strukturen sber unbedingt vorraussetzen - die RAF hatte zumindest anfangs einen durchaus brauchbaren Plan...aber was daraus wurde, wissen wir längst zur Genüge...[/QUOTE]

Die RAF hat sich hauptsächlich durch ihre Taten isoliert und ich kann absolut nachvollziehen,dass man sich mit denen nicht identifizieren kann.

Ich meine man kann den Staat kritisieren aber man muss doch schon in einen ideellen Wahn verfallen, wenn man mit einem Maschinengewehr losstürmt, ein paar Bullen erschießt und einen Funktionsträger als Geisel gefangen nimmt.

Ich persönlich finde es moralisch schon verwerflicher, einen "Bullen" zu erschießen, der eine Frau und ein paar Kinder hat, anstatt halt mal ein bischen gedankenlos zu sein
coma_blackDurch diese Gedankenlosigkeit verspielen wir aber - wenn es dumm läuft - nach und nach unsere demokratischen Rahmenbedingungen, die den Griff zur Waffe (noch) unnötig machen...
SenecaMeiner Meinung nach ist es spätestens ab 2002 schon längst "dumm gelaufen". Die Lage ist schon so schwierig dass es auch nichts mehr ändern wenn ein paar Radikale zu den Waffen greifen...denn gegenüber dem Terror sind wir schon abgestumpft.
Wenn's in Kürze doch mal knallen sollte, weil das Spionagenetzwerk wieder erwarten versagt hat, dann wird doch keiner wirkllich mehr überascht sein.

Dann ist es auch relativ egal ob es die Sauerland-Intifada, die AntiFa oder die neoRAF war.
Demon17[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]Nachtrag:

Ich hab das Gefühl dieser Thread ist derart vom Thema abgewichen das ich schon ein schlechtes Gewissen habe...es gibt einen Thread zum Thema Aufstand...ich finde, da sollte man über Weltverbesserungen weiter diskutieren und den Thread wieder zurück auf das Ausgangsthema führen. [/B][/QUOTE]

Finde ich gar nicht, das Leistungsdenken gibt es auch bei Terroristen. Die Sauerlandbomber sind zum Beispiel ausgestiegen unter anderem auch, um sich dem entseelten Leistungsdruck zu entkommen. Aber wo landeten sie? Statt in Pakistan in Ruhe Terror machen zu können, wurden sie zurück nach Deutschland geschickt. Dort fielen Sie natürlich sofort auf, weil sie Unmengen von Chemikalien kaufen mussten. Eine kleine
Hellscream[url]http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2009-10/bachelor-psychische-erkrankungen[/url]
oder wie man die jungen Generationen verheizt.
Ich habe mittlerweile erfahren das in Gießen im Studiengang Medizin die Selbstmordrate bei circa 5 Studenten/innen pro Semester liegt. Dabei wird anscheinende auch vor Selbstmord mit Aspirin (das Blut wird unter anderem bei denn hohen Dosen von denen wir sprechen durch die Haut aus geschwitzt, wenn es nicht vorher erbrochen wird) nicht zurück geschreckt, was bei Medizinern die wissen sollten was sie tun sehr heftig wirkt. Vor 3 Wochen traf ich auf einer Hochzeit einen alten Schulkameraden aus dem Abitur wieder, auch er studiert nun. Und wenn wundert es auch er leidet unter permanenten Angst zustanden, einen kompletten Nervenzusammenbruch hat er auch schon hinter sich, dies wusste ich zuvor dachte aber das dies nur temporär sei, weil ich es mir bei dieser Person nie zu träumen gewagt hätte. Womit es nun insgesamt die 4 Person aus meinem näheren Umfeld wären, die in denn neuen Studiengängen an einer psychischen Krankheit erkrankten. In diesem Zusammenhang hörte ich gestern von einem für mich bis jetzt unbekanntem Wort „akademisches Proletariat“, gemeint sind die Batchelor Studenten, das spricht Bände. Die Leistungshetzte in heutigem Ausmaß macht die Menschen kaputt, ich muss es wissen, ich arbeite zur Zeit in einer entsprechenden Einrichtung für Menschen die an einer Psychose leiden. Und das erbärmlichste Gefühl für mich an der ganzen Sache ist, dass die Schreibtischtäter nie zur Rechenschaft gezogen werden für diese Verbrechen an der Menschlichkeit. Tagtäglich werde ich aber mit deren Opfern konfrontiert. Und ich bin mir ziemlich Sicher, das ich nur nicht dazu gehöre, weil ich über entsprechende Finanzelle Ressourcen verfüge. Die Menschen aus meiner nähe kann ich trotzdem nicht schützen. Und schon brodeln die Gewaltphantasien, ganz tief begraben im Kopf unter Vernunft und Humanismus. Werte die jene, welche diese und andere Spuren der Vernichtung durch unsere Gesellschaft ziehen, schon lange nur noch verächtlich in eine Ecke gestellt haben, zusammen mit dem restlichen unproduktiven Müll.
CagliostroWir Fressen Saufen und Scheissen und setzen neue biologisch kaum abbaubare Wesen in die Welt.

Ob wir nach dem Muster des Kapitalismus Scheissen oder nach dem roten Aufgang der Sonne ist dabei egal.

Wie Menschen sind halt einfach unnütz. Blödsinnig.
Völlig daneben, wir kosten mehr, als wir bringen, wenn wir was bringen.
Die Welt geht an unserer Dummheit zu Grunde.
Keiner braucht uns, kein Fuchs und kein Hase.

Wir sind völlig sinnlos.
Vor diesem Hintergrund muss man eine erhöhte Suizidrate fast schon wieder positiv sehen, endlich ein paar Menschen, die die Wahrheit über uns kennen.

Die ewige Jammerei bringt uns eh nich weiter, weil wir halt so sind, wie wir sind.
Machen wir das beste draus.
Bauen wir Kläranlagen, statt Atomkraftwerke, dann muss die Welt nicht ganz so unter unserer Scheisse leiden.
HellscreamICH VERLANGE DAS DIESEM MENSCHENVERACHTENDEN FASCHISTEN SCHWEISS SEITENS CAGLISTRO HIER SOFORT MODERATIV ENTGEGEN GEWIRKT WIRD.

[QUOTE]geschrieben von Cagliostro
Wir Fressen Saufen und Scheissen und setzen neue biologisch kaum abbaubare Wesen in die Welt.

Ob wir nach dem Muster des Kapitalismus Scheissen oder nach dem roten Aufgang der Sonne ist dabei egal.

Wie Menschen sind halt einfach unnütz. Blödsinnig.
Völlig daneben, wir kosten mehr, als wir bringen, wenn wir was bringen.
Die Welt geht an unserer Dummheit zu Grunde.
Keiner braucht uns, kein Fuchs und kein Hase.

Wir sind völlig sinnlos.
Vor diesem Hintergrund muss man eine erhöhte Suizidrate fast schon wieder positiv sehen, endlich ein paar Menschen, die die Wahrheit über uns kennen.

Die ewige Jammerei bringt uns eh nich weiter, weil wir halt so sind, wie wir sind.
Machen wir das beste draus.
Bauen wir Kläranlagen, statt Atomkraftwerke, dann muss die Welt nicht ganz so unter unserer Scheisse leiden.
[/QUOTE]
CagliostroGenosse Volkskommissar Hellscream,

Ihre Agitation hilft Ihnen auch nicht weiter, denn die Frage bleibt seit hunderten von Jahren offen:

Wo ist denn der neue Mensch?



Faschistenschweiss?
Naja gut, die italienischen Bergarbeiter haben sich zeitweise schon angestrengt und die Züge waren pünktlich.
liobaHellscream, zu deinem Beitrag mit dem Link kann ich schlicht und ergreifend nur sagen: Amen.
Ich brauche mich in meiner Ausbildung nur umzusehen. Das erste Jahr war schon knackig. Das zweite Jahr ist jetzt schon die Hölle. Gut, das wofür ich mir den Arsch aufreisse macht im Hinterkopf noch irgendwo Spaß, deswegen tue ich es. Aber ich habe inzwischen selten länger als 5 Stunden Schlaf und selbst da träume ich davon, was ich zu tun habe und was ich alles vergessen habe bzw nciht vergessen darf. Ich hetze den ganzen Tag über von A nach B und wenn ich Unterricht hätte muss ich dort mitschreiben und mit einem Ohr zuhören, weil ja auch Test darüber folgen und muss gleichzeitig aber die nächsten Therapien vorbereiten, Berichtshefte schreiben, Referate vorbereiten, Diagnosen stellen etc. Und so geht das den ganzen vedammten Tag. Von 6:00 Uhr bis meistens ca 22:00-23:00, je nach dem. Dann dauert es noch bis ich einschlafe, online möchte ich zwischendurch auch wenigstens ein paar Minuten. Und immer so weiter und so weiter.
Vor ein paar Tagen hatte ich das Thema erst mit einigen anderen, die die gleiche Ausbildung machen. Inzwischen gibt es einige, die jeden Abend ihr Glas Wein zum einschlafen brauchen, die nächste hat eine Stresserkrankung, eine hat aufgehört,weil sie in eine psychiatrische Klinik ist und die nächste schleppt zumindest Depressionen mit sich rum. Ich selbst bin des öfteren wirklich kurz davor mich in die Ecke zu setzen und nur noch zu heulen. Ich helfe mir dann da raus indem ich mich und meinen Körper ignoriere und dafür noch ein Stündchen arbeite.

Wundert jemanden noch irgendwas? Auf Dauer funktioniert so etwas nicht.
"Der Wahnsinn von unendlicher Leistung und Effizienz".
Lasst uns einfach alle Maschinen werden,dann werden wir dem vielleicht mal gerecht, was tagtäglich gefordert wird.

So, danke fürs Auskotzen -.-
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]ICH VERLANGE DAS DIESEM MENSCHENVERACHTENDEN FASCHISTEN SCHWEISS SEITENS CAGLISTRO HIER SOFORT MODERATIV ENTGEGEN GEWIRKT WIRD. [/B][/QUOTE]

...nur leider stimmt das meiste von dem, was er sagt...ganz objektiv und ideologisch unvoreingenommen betrachtet - lässt sich dagewgen kaum etwas einwenden...

...ja, und seine Frage hat etwas für sich: "wo bleibt der neue Mensch...?"...denn der "alte" hat mehr als hinlänglich bewiesen, dass er zu wirklich tiefgreifenden Veränderungen seiner selbst und eingefahrener Standpunkte jenseits des bislang Gewesenen anscheinend nicht mehr fähig ist...alles läuft schon seit Jahrhunderten mehr oder minder in immer denselben Bahnen ab - nur dass der heutige Mensch dabei einen neuen Tiefpunkt in Sachen geistiger Armut erreicht hat...kreatives Denken in Kultur und Wissenschaft gibt es so gut wie gar nicht mehr...weil es vom herrschenden System, das nur an materiellem interessiert ist, weder gewünscht noch belohnt wird...gefragt sind Schema F -Lösungen, die keine sind sondern Zirkelschlüsse, die direkt auf die Ursache der Probleme zurückführen..."alle müssen gleich sein", wer da gleicher ist, ohne zur herrschenden Elite zu gehören, hat schon verschissen...Geld ist Arbeit, Arbeit ist geld, Geld ist scheiße, Arbeit ist scheiße...

....nein, wir werden wohl eher mal so enden wie die Morlocks und die Eloy in "The Time Machine"...die Hölle sind wir - schon immer gewesen...
TöggelieZitat aus dem geposteten Artikel von Hellscream:
[B]"Die deutsche Gesellschaft muss sich die Frage stellen, wie sie die Menschen integriert, die sensibel sind"[/B]
JA! Mehr ist dem nicht hinzuzufügen.

Also, ich überlege mir allen Ernstes, dem gegenüber vorbeugend entsprechende Mittel einzusetzen, da ich weiss, dass ich anfällig bin.
Obendrein habe ich vor, demnächst in Bielefeld zu studieren, laut Aussage der Studenten, die Uni mit der höchsten Suizidrate. *schluck* Ich werde viiiiiiiiel Psychopharmaka brauchen... :rolleyes: ;)


Was das Verheizen angeht:
Wenn man sich wirklich anschaut, wieviel überflüssigen Mist einem eingetrichtert wird und das mit dem mahnenden Zeigefinger und der Anmerkung: "das ist ganz wichtig!" (erst heute wieder erlebt), dann fragt man sich wirklich, ob das ein idiotisches Spiel sein soll. Spiel mit und du hast Chancen auf eine Zukunft, wenn du aber erkennst, dass das Wahnsinn ist und wenn dein Körper aufgibt, dann bist du raus. Das Schöne daran ist ja, wenn du wirklich daran zerbrochen bist, dann will dich niemand mehr, denn sowas macht sich in einem Lebenslauf schlechter als die Anmerkung "wurde gefeuert".
Ich habe mittlerweile leise Zweifel, je in der Berufswelt anzukommen, denn dieser Berg ist einfach gigantisch und immer stellt sich die Frage: Schaffe ich es zur nächsten Etappe oder passe ich nicht mehr durch das Nadelöhr und rutsche somit nicht nur zurück, sondern verliere alles.
Oftmals hat man keine 2te Chance, man muss wieder ganz unten anfangen.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]kreatives Denken in Kultur und Wissenschaft gibt es so gut wie gar nicht mehr...weil es vom herrschenden System, das nur an materiellem interessiert ist, weder gewünscht noch belohnt wird[/B][/QUOTE]

So ist es. Das kann man schon sehr früh beobachten. Ein simples Beispiel: ich war es schlicht und ergreifend GEWOHNT, dass meine Aufsätze aufgrund ihrer Gedankengänge und Ausführung mit Aufmerksamkeit und guten Noten belohnt wurden. Mein erster Aufsatz an der weiterführenden Schule: Es wurde uns mitgeteilt, es hätte jemanden gegeben, der eine 5 bekommen hätte, da Thema verfehlt und dieser Aufsatz würde als abschreckendes Beispiel nun vorgelesen werden. (Alleine schon die Idee, den Aufsatz vorzulesen, was dachten die, wie ein 10 jähriges Kind reagiert?!)
Während ich mir ausmalte, was da wohl Schönes unter meinem Aufsatz stehen würde, hörte ich den Titel meines Aufsatzes.
Sarkastischerweise, erging es mir oft so. :rolleyes: Dabei kann man eine extreme Subjektivität feststellen. Die einen geben dafür knallhart ne 6, da man vorgekaute Ideologien nicht wahrnimmt und die anderen sind angetan und geben einem eine gute Note. Was ist daran jetzt Gerecht? Das ist reine Willkür.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Töggelie [/i]

Also, ich überlege mir allen Ernstes, dem gegenüber vorbeugend entsprechende Mittel einzusetzen, da ich weiss, dass ich anfällig bin.
Obendrein habe ich vor, demnächst in Bielefeld zu studieren, laut Aussage der Studenten, die Uni mit der höchsten Suizidrate. *schluck* Ich werde viiiiiiiiel Psychopharmaka brauchen... :rolleyes: ;) [/quote]

...wenigstens in einer Disziplin stellt die Uni Bielefeld - "meine" Ex-Uni - mal einen Rekord auf...die sollten genau über dem Hauptportal endlich ein großes Schild aufhängen, wo in fetten Lettern draufsteht: "STUDIEREN KANN TÖDLICH SEIN!..."

Studiengebühren, Bachelor und Asbest - fahr zur Hölle Uni Bielefeld - zum Himmel stinkst du wie die Pest!
Töggelie[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]...wenigstens in einer Disziplin stellt die Uni Bielefeld - "meine" Ex-Uni - mal einen Rekord auf...die sollten genau über dem Hauptportal endlich ein großes Schild aufhängen, wo in fetten Lettern draufsteht: "STUDIEREN KANN TÖDLICH SEIN!..."

Studiengebühren, Bachelor und Asbest - fahr zur Hölle Uni Bielefeld - zum Himmel stinkst du wie die Pest! [/B][/QUOTE]



Ouh...mir wurde von einer Studentin erzählt, als sie die Uni zum erstenmal sah, hätte sie angefangen zu weinen. Sie wird gewusst haben warum.
Naja, ich schätze, da hilft nur abwarten, eigenes Bild machen und im Notfall zurück in den Schwarzwald. *seufz*
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]
alles läuft schon seit Jahrhunderten mehr oder minder in immer denselben Bahnen ab - nur dass der heutige Mensch dabei einen neuen Tiefpunkt in Sachen geistiger Armut erreicht hat...kreatives Denken in Kultur und Wissenschaft gibt es so gut wie gar nicht mehr...[/B][/QUOTE]

Als ob es das früher mehr gegeben hätte. Es stimmt doch gar nicht, dass es keine Kreativität gibt - es gibt mehr als je zuvor, und es ist einfacher und billiger denn je, Künstler zu sein.


[QUOTE]
[i]Original geschrieben von Töggelie[/i]Oftmals hat man keine 2te Chance, man muss wieder ganz unten anfangen.[/QUOTE]

Die Möglichkeit, neu anzufangen, gibt es immer. Sogar für Leute, die sich für eine gewisse Zeit ganz vom System verabschieden, wie zB ehemalige Junkies, die zehn oder fünfzehn Jahre ihres Lebens in zugedröhntem Zustand auf der Strasse verbracht hatten. Nicht, dass so ein Lebenslauf die Sache einfacher macht, aber gerade solche Leute sind es immer wieder, die (gezwungenermassen) sich einen Beruf ausserhalb eingefahrener Schienen kreieren.

lasst euch nicht vom System hypnotisieren, es gibt noch andere Wege. ;)

grüsse, barbara
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]...kreatives Denken in Kultur und Wissenschaft gibt es so gut wie gar nicht mehr...weil es vom herrschenden System, das nur an materiellem interessiert ist, weder gewünscht noch belohnt wird...gefragt sind Schema F -Lösungen, die keine sind sondern Zirkelschlüsse, die direkt auf die Ursache der Probleme zurückführen..."alle müssen gleich sein", wer da gleicher ist, ohne zur herrschenden Elite zu gehören, hat schon verschissen...Geld ist Arbeit, Arbeit ist geld, Geld ist scheiße, Arbeit ist scheiße...

....... [/B][/QUOTE]

Der Fluch des Rationalismus!

Zunächst hatte die Kirche Angst vor Intuition und emotionalen Schnittstellen und hat attraktive Frauen
vernichtet ("Hexen), dann kamen die protestantischen
Langweiler und unterdrückten mit Luthers und Calvins Sätzen jegliche Intuition.
Und so weiter und so fort.............

Die Intuition und das Talent usw., all diese Dinge haben keinen Wert in dieser Gesellschaft.
Man glaubt allen Ernstes, dass man aus dem, was man Bildung nennt, schlaue Menschen machen kann...
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Die Möglichkeit, neu anzufangen, gibt es immer. Sogar für Leute, die sich für eine gewisse Zeit ganz vom System verabschieden, wie zB ehemalige Junkies, die zehn oder fünfzehn Jahre ihres Lebens in zugedröhntem Zustand auf der Strasse verbracht hatten. Nicht, dass so ein Lebenslauf die Sache einfacher macht, aber gerade solche Leute sind es immer wieder, die (gezwungenermassen) sich einen Beruf ausserhalb eingefahrener Schienen kreieren.

lasst euch nicht vom System hypnotisieren, es gibt noch andere Wege. ;)

grüsse, barbara [/B][/QUOTE]

Die entsprechende, vom System verlangte Dienstboten- und Arschkriechermentalität mal vorrausgesetzt - vielleicht...aber man muss dafür wirklich erst "ganz unten" rumschleimen, Speichel und Ärsche von irgendwelchen Wichtigtuern lecken, die bestimmt auch nicht so die Weisheit mit Löffeln gefressen haben...damit sie einem eine "zweite Chance" einräumen in all ihrer ihrer grenzenlosen, sagenhaften Gutmenschengüte...andernfalls müsste man schon eine sehr ausgefallene Idee haben, mit der man sich selbstständig macht, als Literat oder Künstler z.B., wo man wirklich die Freiheit hat, sich ausserhalb der Normen des Systems, der Arbeitswelt der Normalospießer, zu bewegen...denn Dienstbotenmentalität ist des freien Geistes Sache nun einmal nicht...und damit falle ich schon mal raus,...nein, dann lieber ordentlich zugekifft krepieren oder vor den Zug springen, wenn man feststellt, dass der "eigene" Zug abgefahren ist...
ArrogantNickXeno,-

[QUOTE]Die entsprechende, vom System verlangte Dienstboten- und Arschkriechermentalität mal vorrausgesetzt - [/QUOTE]

ich habe nie verstanden was Du damit konkret meinst und verstehe es bis heute nicht. Erklärst Du es mir?

Fragegrüßle
Mischa

PS: Ich hätte ja nie gedacht, dass ich mal mit ÂmeNoir halbwegs einer Meinung wäre, aber in diesem Falle ist das mal so. Jeder bestimmt selbst inwieweit er/sie sich verkauft und u. U. in einer Tretmühle verheizt.

....
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]andernfalls müsste man schon eine sehr ausgefallene Idee haben, mit der man sich selbstständig macht, als Literat oder Künstler z.B., wo man wirklich die Freiheit hat, sich ausserhalb der Normen des Systems, der Arbeitswelt der Normalospießer, zu bewegen..
[/B][/QUOTE]

Selbständig machen reicht doch schon. Es muss nichts Ausgefallenes sein, nur eben etwas, was du gut kannst. Dann brauchst du vor niemandem mehr zu kriechen.

grüsse, barbara
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Selbständig machen reicht doch schon. Es muss nichts Ausgefallenes sein, nur eben etwas, was du gut kannst. Dann brauchst du vor niemandem mehr zu kriechen.

grüsse, barbara [/B][/QUOTE]


...schön und gut - nur müsste es dann - jetzt mal auf die Kunst bezogen - entweder sehr ausgefallen sein - denn diese Gesellschaft - sofern sie überhaupt noch an Kunst Interesse zeigt - beachtet aufgrund ihrer Abgestumpftheit entweder nur noch das - scheinbar - extreme...nicht zuletzt deswegen hat der "Körperwelten"-Fuzzi solch einen Erfolg...oder aber das seichte und leicht konsumierbare, siehe den Erfolg der Harry Potter-Romane und -Filme...denn Harry Schotter - und den hat die Tusse damit ja mehr als zur Genüge eingeheimst - ist nun wirklich nicht tiefschürfender als die "Lindenstraße" - die Ideen an sich nicht neu und schon zuvor zehnmal besser umgesetzt worden - vgl. z.B. Michael Ende - "Momo" oder "Die unendliche Geschichte"...an Kinderbüchern mit Fantasy-Touch hat die Welt nun wirklich schon besseres gesehen als Harry Schlotter...
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Selbständig machen reicht doch schon. Es muss nichts Ausgefallenes sein, nur eben etwas, was du gut kannst. Dann brauchst du vor niemandem mehr zu kriechen.
[/QUOTE]

Wie soll das denn im Zeitalter der Hartz4-Sklaverei funktionieren? Bis eine Selbstständigkeit zum Lebensunterhalt ausreicht, ist man vom Staate abhängig (es hat schließlich nicht jeder einen Bonzen-Papa wie es vielleicht bei Dir der Fall ist), achja und ein gewisses Startkapital wäre auch nicht schlecht. In der Zeit wiederum wird man mit bürokratischen Zwangsbewerbungen, unwürdiger Kurzarbeit, lächerlichen Wiedereingliederunsgmaßnahmen, dümmlichen Kursen a la "Wie schnüre ich mir vor einem Bewerbungsgespräch die Schuhe" und sonstigen Schikanen wie ein Arbeitnehmer beschäftigt, so dass keine Zeit bleibt, um etwas eigenes, und vor allem sinnvolles, aufzubauen. Und das Startkapital würde ebenso eingezogen.
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
Wie soll das denn im Zeitalter der Hartz4-Sklaverei funktionieren? Bis eine Selbstständigkeit zum Lebensunterhalt ausreicht, ist man vom Staate abhängig (es hat schließlich nicht jeder einen Bonzen-Papa wie es vielleicht bei Dir der Fall ist)[/QUOTE]
erstmal heisst selbständigkeit viel arbeit, so oder so. wenn man in etwas sehr gut ist oder ordentlich was im hirn, gehts vllt etwas schneller. aber wen man dazu nihct bereit ist, oder einfach nur zu faul, braucht mans auch nicht versuchen.
[QUOTE], achja und ein gewisses Startkapital wäre auch nicht schlecht. [/QUOTE]
dafür gibt es, je nachdem, verschiedene töpfe und starthilfen. muss man sich halt informieren. dafür gibt es aber auch genügend gründer-foren, die einem weiterhelfen können. es wird einem nihcts auf dem silbertablett serviert.
[QUOTE]In der Zeit wiederum wird man mit bürokratischen Zwangsbewerbungen, unwürdiger Kurzarbeit, lächerlichen Wiedereingliederunsgmaßnahmen, dümmlichen Kursen a la "Wie schnüre ich mir vor einem Bewerbungsgespräch die Schuhe" und sonstigen Schikanen wie ein Arbeitnehmer beschäftigt, so dass keine Zeit bleibt, um etwas eigenes, und vor allem sinnvolles, aufzubauen. Und das Startkapital würde ebenso eingezogen.[/QUOTE]
erstens bist du dann aus der lage raus, 2tens sagt keiner, dass du dich nicht selber um eine stelle bemühen kannst. bei zumindest liefs immer so, dass ich mich selbst drum kümmerte und wieder weg war, bevor ich überhaupt den ersten termin in der arbeitsagentur hatte. glücklicher fall, klar, aber selbst etwas tun ist in jedem fall besser.
Captain CuteDas man von der Spitze eines Müllhaufens einen tollen Ausblick hat ändert leider nicht, dass man auch mit der tollen Position nichts anderes sieht als Abfall oder um es weniger metaphorisch zu sagen: Im System Wohlstand zu erreicchen ist möglich, aber das ändert nichts daran, dass die Grundlagen zweifelhaft sind, selbst wenn man sich mit Staatsunterstützung erfolgreich selbstständig machen könnnte/kann.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]...schön und gut - nur müsste es dann - jetzt mal auf die Kunst bezogen - entweder sehr ausgefallen sein - denn diese Gesellschaft - sofern sie überhaupt noch an Kunst Interesse zeigt - beachtet aufgrund ihrer Abgestumpftheit entweder nur noch das - scheinbar - extreme...nicht zuletzt deswegen hat der "Körperwelten"-Fuzzi solch einen Erfolg...[/B][/QUOTE]

Der ist eben auch noch gut. Man mag von den Plastinaten halten, was man will, aber da wurde jede Menge Zeit, handwerkliches Können und Überlegung reingesteckt.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]
oder aber das seichte und leicht konsumierbare, siehe den Erfolg der Harry Potter-Romane und -Filme...denn Harry Schotter - und den hat die Tusse damit ja mehr als zur Genüge eingeheimst - ist nun wirklich nicht tiefschürfender als die "Lindenstraße" - die Ideen an sich nicht neu und schon zuvor zehnmal besser umgesetzt worden - .[/B][/QUOTE]

Auch Harry Potter ist gut gemacht, einen so sorgfältig konstruierten Plot habe ich noch nirgendwo sonst gesehen. Vielleicht noch bei James Clavell. Ausserdem schafft es Rowling, ernste und wichtige Themen mit britischem Humor so zu garnieren, dass Tiefsinnigkeit und Leichtigkeit zusammen Hand in Hand gehen. Seicht ist er eben nicht, der Harry Potter.

Michael Ende ist auch gut, klar, aber auf andere Weise. Ich möchte beides nicht missen in meiner Bibliothek.

grüsse, barbara
ÂmeNoir@ LaChatte

So einfach ist das meiner Ansicht nach mit der Selbständigkeit nicht, man ist dennoch abhängig, selbst wenn einen die Kundschaft die Bude einrennt, weil man den absoluten Renner anbietet. Und auch dann steht man unter Leistungsdruck. Meist sieht es eh eher so aus ... wer den Weg in die Selbständigkeit gewählt hat, hat die ersten paar Jahre oft sehr hart zu knappern und steht extrem unter Leistungsdruck und wird auch um Effizienz nicht herumkommen, außer es reichen ihm Luft und Liebe um zu leben.

-----------

Solange Materialismus/Kapitalismus an 1. Stelle steht, wird sich nichts ändern und schon garnicht mit der Geiz ist Geil-Mentalität.
Im weitesten Sinne wäre vielleicht auch mal die Überlegung wichtig, ob nicht jeder einzelne von uns den Wahnsinn mehr oder weniger mit fördert. Darunter sind z. B. diejenigen, die immer alles gleich und sofort haben möchten. Heute bestellt, morgen soll es geliefert werden. Oder die, die abends nach 18 Uhr, am besten rund um die Uhr, in irgendwelchen Geschäften einkaufen gehen oder sonntags frische Brötchen essen möchten. Das alles fördert - so man das Ganze mal weiter denkt - Leistungsdruck und Effizienz.

Irgendwann überholen wir uns wohl mal selbst. Mich wundert eh, daß der Tag immernoch 24 Stunden hat und das Jahr noch immer 12 Monate. Wäre doch viel effizienter, zwei Tage zu einem 48-Stundentag zusammenzufassen, 40 Stunden am Stück zu arbeiten, da ja 8 Stunden Schlaf am Tag genügen. Arbeitsfreie Tage ganz zu streichen, 2 Jahre zu einem Jahr zusammenzufassen, da ein Urlaubsanspruch von 30 Tagen in 24 Monaten viel effizienter ist ;).
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]Wie soll das denn im Zeitalter der Hartz4-Sklaverei funktionieren? Bis eine Selbstständigkeit zum Lebensunterhalt ausreicht, ist man vom Staate abhängig (es hat schließlich nicht jeder einen Bonzen-Papa wie es vielleicht bei Dir der Fall ist), achja und ein gewisses Startkapital wäre auch nicht schlecht. In der Zeit wiederum wird man mit bürokratischen Zwangsbewerbungen, unwürdiger Kurzarbeit, lächerlichen Wiedereingliederunsgmaßnahmen, dümmlichen Kursen a la "Wie schnüre ich mir vor einem Bewerbungsgespräch die Schuhe" und sonstigen Schikanen wie ein Arbeitnehmer beschäftigt, so dass keine Zeit bleibt, um etwas eigenes, und vor allem sinnvolles, aufzubauen. Und das Startkapital würde ebenso eingezogen. [/B][/QUOTE]

Ich weiss nicht, wie es in Deutschland funktioniert, allerdings wäre es ein Anfang, mit einem ausgearbeiteten Geschäftskonzept mal mit der Amtsperson zu sprechen und sich zu erkundigen, welche Möglichkeiten es gib. Zum Beispiel die Möglichkeit mit dem Einstiegsgeld, welche ich nach zehn Sekunden google gefunden habe:

[url]http://www.hartz-4-empfaenger.de/Einstiegsgeld[/url]

[i]und ja klar, ich habe mich natürlich mein Leben lang darauf verlassen, dass meine Eltern mein persönliches Shoppingkonto ständig auf dem Stand von 100'000 Euronen halten und monatlich auffüllen, man gönnt sich ja sonst nichts.... [/i] (wer Ironie findet, darf sie behalten)

grüsse, barbara
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von ÂmeNoir [/i]
[B]So einfach ist das meiner Ansicht nach mit der Selbständigkeit nicht, man ist dennoch abhängig, selbst wenn einen die Kundschaft die Bude einrennt, weil man den absoluten Renner anbietet. Und auch dann steht man unter Leistungsdruck. Meist sieht es eh eher so aus ... wer den Weg in die Selbständigkeit gewählt hat, hat die ersten paar Jahre oft sehr hart zu knappern und steht extrem unter Leistungsdruck und wird auch um Effizienz nicht herumkommen, außer es reichen ihm Luft und Liebe um zu leben. [/B][/QUOTE]

Natürlich ist es nicht einfach. Ich wäre die letzte, die behaupten würde, es sei einfach. Dennoch ist es, bei guter Vorbereitung, Durchhaltewillen, viel Entschlossenheit und einer reichlichen Portion Mut eine realisierbare Möglichkeit.


[QUOTE][i]Original geschrieben von ÂmeNoir [/i]
[B]
Solange Materialismus/Kapitalismus an 1. Stelle steht, wird sich nichts ändern und schon garnicht mit der Geiz ist Geil-Mentalität. [/B][/QUOTE]

Kapitalismus ist nicht gleich Geiz. Kapitalismus kann auch heissen: ich will das Beste und bezahle dafür, was immer nötig ist.

grüsse, barbara
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Natürlich ist es nicht einfach. Ich wäre die letzte, die behaupten würde, es sei einfach. Dennoch ist es, bei guter Vorbereitung, Durchhaltewillen, viel Entschlossenheit und einer reichlichen Portion Mut eine realisierbare Möglichkeit. [/QUOTE]

Und genau DAS ist der Punkt, den ich am Kapitalismus am allermeisten schätze, er bietet dem Individuum so viele Möglichkeiten und damit Freiheiten, wie kein anderes System auf dem Erdball. Aber dazu muss man eben auch bereit sein Eigenverantwortung zu übernehmen und den Hintern hochbekommen. Und selbst die Leute, die dazu keine Lust haben (edit Randnotiz: ich rede wirklich von denen die keine Lust haben und das auch sagen, nicht von denen, die sich wirklich um Arbeit bemühen und einfach keine finden), werden hierzulande staatlich alimentiert. Das sind natürlich keine Reichtümer und man wird permanent angehalten sich zu bewegen, aber das finde ich nur recht und billig, so man auf Kosten der Allgemeinheit lebt. Und es vierbietet einem auch keiner den Mund, selbst darüber und über den Staat generell, auch noch in epischer Breite zu schimpfen, was man hier im Board immer wieder mal schön zu sehen bekommt. Ja, was denn noch?

Meine Mutter hat vor knapp 20 Jahren ihre Werbeagentur gegründet. Heute ist die Firma mehrere Millionen wert, was aber nicht bedeutet, dass meine Mutter diese Millionen in der Tasche hätte, das ist nur der Richtwert, würde sie sie verkaufen. Tatsache ist, dass sie und ihr Mann mittlerweile sehr gut leben, aber auch dementsprechend gearbeitet haben und die ersten Jahre schwer zu knabbern hatten. Und selbst heute arbeiten sie noch viel für ihr Geld, auch wenn es mittlerweile wesentlich mehr ist. Wer nicht wagt/anfängt zu arbeiten, der nicht gewinnt. Aber die Chance ist da, immer.

Grüßle
Mischa
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Kapitalismus ist nicht gleich Geiz. Kapitalismus kann auch heissen: ich will das Beste und bezahle dafür, was immer nötig ist.[/B][/QUOTE]

Kapitalismus kann heißen ... doch Mensch neigt nunmal dazu, den Hals nicht voll genug zu kriegen. In dem Zusammenhang fällt mir die Zahlungsmoral ein. Manch' Selbständiger konnte seinen Laden alleine deswegen dicht machen, weil Kunde zwar das Beste bestellt hatte aber eben nicht dazu bereit war, dafür zu zahlen und das ist vor allem dann problematisch, wenn Du als Selbständiger in Vorleistung gehen mußt, was ja in mancher Branche so üblich ist.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von ÂmeNoir [/i]
[B]Kapitalismus kann heißen ... doch Mensch neigt nunmal dazu, den Hals nicht voll genug zu kriegen. In dem Zusammenhang fällt mir die Zahlungsmoral ein. Manch' Selbständiger konnte seinen Laden alleine deswegen dicht machen, weil Kunde zwar das Beste bestellt hatte aber eben nicht dazu bereit war, dafür zu zahlen[/B][/QUOTE]

Man muss sich als Selbständiger die Kundschaft fast so sorgfältig aussuchen wie den Ehepartner. Und schlechte Kunden - also alle, die nicht genau zum Angebot passen, und alle, die eine schlechte Zahlungsmoral haben, etc - konsequent ablehnen.


[QUOTE][i]Original geschrieben von ÂmeNoir [/i]
[B]
und das ist vor allem dann problematisch, wenn Du als Selbständiger in Vorleistung gehen mußt, was ja in mancher Branche so üblich ist. [/B][/QUOTE]

Man muss sich eben eine Branche aussuchen, in der man sich wohl fühlt. Und die Preisgestaltung und die Zahlungsmodalitäten so gestalten, dass sie einem selbst passen.

Das ist eben das Schöne an der Eigenverantwortung, dass man tun kann, was immer man will (bzw doch sehr sehr viel Spielraum hat) - und durchaus die eigenen Spielregeln schreiben kann und somit die Branche um ein neues Modell bereichert, falls notwendig.

Und nochmals: nein, es ist nicht einfach. Aber möglich.

grüsse, barbara
Captain CuteWenn man sich aussuchen könnte wo und als was man arbeiten möchte, dann würde hier weit weniger Unmut herrschen. Klar ist es möglich unter größtmöglichem, persönlichen Einsatz seinen Wunschberuf eventuell ausüben zu können, aber sollte dem so sein ? Sollten wir uns wirklich durch Hauen und Stechen um unsser Glück bemühen müssen, wobei wir andere um das ihre bringen oder gibt es eventuell eine moralisch verträglichere Alternative ?
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Man muss sich als Selbständiger die Kundschaft fast so sorgfältig aussuchen wie den Ehepartner. Und schlechte Kunden - also alle, die nicht genau zum Angebot passen, und alle, die eine schlechte Zahlungsmoral haben, etc - konsequent ablehnen.[/B][/QUOTE]

Nur weißt Du das mit der Zahlungsmoral meist erst hinterher und Kundschaft kannst Du Dir nur dann aussuchen, wenn das Angebotene der Renner ist. Wer kann sich als Selbständiger schon leisten, seine Kundschaft gezielt auszuwählen?! Das ist vielleicht dann einfacher, wenn man viele Kunden mit kleinen Aufträgen hat, bei wenigen Kunden mit Großaufträgen sieht die Sache völlig anderes aus.

Was die Branche betrifft ... klar kannst Du tun, was Du willst, doch Brötchen kannst Du nur mit den Sachen verdienen, die auch gefragt sind, ansonsten bleibt die Küche kalt.
ArrogantNickEbenso findet sich natürlich auch immer ein Grund, sei er auch noch so kostruiert, um nicht anfangen zu müssen und weiter schön im kuscheligen Jammertal zu sitzen. :rolleyes:

....
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von Captain Cute [/i]
[B]Wenn man sich aussuchen könnte wo und als was man arbeiten möchte, dann würde hier weit weniger Unmut herrschen. Klar ist es möglich unter größtmöglichem, persönlichen Einsatz seinen Wunschberuf eventuell ausüben zu können, aber sollte dem so sein ? Sollten wir uns wirklich durch Hauen und Stechen um unsser Glück bemühen müssen, wobei wir andere um das ihre bringen oder gibt es eventuell eine moralisch verträglichere Alternative ? [/B][/QUOTE]

Ich denke auch, daß ein passender Job mehr Zufriedenheit schafft. Wenn der Tätigkeit nachgegangen werden kann, die einem liegt, also den eigenen Talenten (wenigstens annähernd) entspricht, dann würde sich manche Diskussion und mancher Zwang bzw. Leistungsdruck von selbst erübrigen. Alleine die Sache, welche Stellen das Arbeitsamt an wen vermittelt, wirkt jedoch jeglicher Effizienz und Verringerung des Leistungsdrucks entgegen.

Moralisch verträglichere Alternativen gibt es, da bin ich mir sicher, doch dazu wäre ein grundsätzliches Umdenken notwendig. Der Leistungsdruck beginnt ja bereits, bevor wir zu Schule gehen.
Captain CuteDer Arbeitsmarkt ist nun nicht unbedingt eine reicchhaltige Oase der Stellenangebote, sondern häufig eher ein brackiger Tümpel dessen was noch übrig blieb. Genau das gleiche ist mit Kundschaft: Es gibt sicherlich für alles einen Markt, aber nur eine limitierte Anzahl an Kunden um die sich die Händler bemühen können und dabei als Händler so zu selektieren wie man will fällt halt nicht leicht, wenn es keinen Überfluss an Auftraggebern gibt.

Die Sache mit Konkurrenz und Leistungsdruck sind natürlich ideologische Fragen zu denen man nicht einer Meinung seien muss, allerdings sehe ich es irgendwie als widersinnig an einen Menschen der sich als selnsibel begreift als Weichei zu beschimpfen, weil er sich aus moralischen Gründen nicht in das Gemetzel des freien Marktes einbringen will.
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von Captain Cute [/i]
[B]Der Arbeitsmarkt ist nun nicht unbedingt eine reicchhaltige Oase der Stellenangebote, sondern häufig eher ein brackiger Tümpel dessen was noch übrig blieb.

... allerdings sehe ich es irgendwie als widersinnig an einen Menschen der sich als selnsibel begreift als Weichei zu beschimpfen, weil er sich aus moralischen Gründen nicht in das Gemetzel des freien Marktes einbringen will. [/B][/QUOTE]

Zu ersterem Abschnitt ...

Mein Arbeitgeber hatte in letzter Zeit einige Stellen zu besetzen versucht (keine Wald- und Wiesenjobs). Man hätte meinen können, es gäbe keine Arbeitslosen, da sich so gut wie niemand beworben hat, obwohl die Stellen beim Arbeitsamt bekannt waren und im Internet veröffentlicht wurden. Die wenigen Bewerber, die vom Arbeitsamt geschickt wurden, waren alles andere, als für diese Jobs geeignet. Wundert mich auch nicht, weil Arbeitslose ja vom AA mehr oder weniger dazu gezwungen werden, sich auf alle möglichen und unmöglichen Stellen zu bewerben, fernab jeglicher Talente und Fähigkeiten. Kann ich auch aus eigener Erfahrung berichten. Darum halte ich es in der Hinsicht für besser, mit Eigeninitiative an die Sache ranzugehen.

Zum zweitem Abschnitt ...

Das sehe ich genauso. Es sind bestimmte Eigenschaften und eine gewisse Einstellung notwendig, um als Selbständiger tätig sein zu können. Wenn einem nunmal nicht liegt oder es den eigenen moralischen Grundsätzen widerspricht, Kunden irgendwelche Dinge aufzuschwatzen, dann sollte man es besser bleiben lassen.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Captain Cute [/i]
Die Sache mit Konkurrenz und Leistungsdruck sind natürlich ideologische Fragen zu denen man nicht einer Meinung seien muss, allerdings sehe ich es irgendwie als widersinnig an einen Menschen der sich als selnsibel begreift als Weichei zu beschimpfen, weil er sich aus moralischen Gründen nicht in das Gemetzel des freien Marktes einbringen will. [/QUOTE]

Also entschuldige mal bitte, dann soll besagter, sensibler Mensch aber bitte auch nicht fortgesetzt anklagen, denn dann kann er so sensibel nicht sein. Sonst würde er nämlich die Umwelt mit seinen Befindlichkeiten verschonen, schließlich weiß die arme Seele doch, wieviel 'ach so schlimme Pein' es ihm als Sensibelchen beschert, sich mal ein bisschen bewegen zu müssen. Warum also bitteschön, soll(t)en andere Menschen das für ihn erledigen und sich dann noch sein Gejammer anhören?

.....
AzaMeiner Meinung nach muss man in 2 Arten von Selbstständigen differenzieren:

1. Der Unbedarfte:
Er macht sich selbstständig in dem Beruf den er ausübt, allerdings ohne 2 Minuten an eine Marktanalyse zu verschwenden. So gibt es 10.000nde Gas-Wasser-Installateure, Blumenhändler, bzw. allg. kleine Einzelhändler wie boutiquen, die sich nicht über Wasser halten können, da sie es einfach verpennt haben, Wettbewerb und Marktstruktur anzuschauen.
Das Ergebnis sind dann SALE oder REDUZIERT Schilder im Schaufenster nur 2 Wochen nach der Eröffnung.

2. Der Macher:
Geht strukturiert vor, weiß was er tut und hat eine realistische Vorstellung von seinen Chancen. Er weiß auch, dass er 2-3 Jahre zwar Umsatz, aber wenig oder garkeinen Gewinn erzielt. Danach geht es aber Bergauf und vlt. steht bei dem Einen oder Anderen auch eine mittelständische Werbeagentur mit Millionenwert. =)
ArrogantNick@Aza,
volle Zustimmung! :-)

.....
Captain CuteSelbstverständlich gibt es Leute mit und jene ohne Ahnung, aber wozu würde es führen, wenn es nur s.g. Macher geben würde ?
AzaMeiner Meinung nach zu weniger Pleiten und weniger persönlichen Schicksalen...
Ich würde mir für den Typ 1 (unbedarft) wünschen, dass er sich vor der Selbstständigkeit zumindest Rat und Tat von einem Fachmann (z.b. kleiner Unternehmensberater) holen würde, somit können schon durch ein paar Euro schwer Fehler vermieden werden.

Z.b. Friseure ohne Parkplatznähe oder, wie bei mir in der Gegend:
Ein "Kiosk & Pizzeria", so etwas ist im Vorfeld zum Scheitern verurteilt und wäre nicht passiert, hätte jemand mit einem bisschen Know-How beraten.
Oft haben gerade Inhaber von solchen Mini-Läden -in ihren Augen- super Ideen, die sich aber gegenseitig ausschliessen.

(z.b. kaufe ich meine pizza in einem "Fachgeschäft", einem Kiosk spreche ich da ganz deutlich die Kompetenz ab.)
Captain CuteDas was du da redest ist Unfug, denn selbst wenn die Anbieter qualifizierter werden würden, würden sie sich dennoch um die gleichen Abnehmer ihrer Produkte bemühen und somit führt das vielleicht zu einer ausgewogeneren Verteilung der Kunden, aber nicht dazu, dass Kapital aus dem Nichts entsteht und somit alle genug bekämen.

Nehmen wir mal einen Bereich in dem alle Ahnung haben: Supermärkte. Alle Betreiber von Supermärkten haben Ahnung, was aber nicht dazu führt, dass jeder Supermarkt nun genug Kunden haben würde und es gibt einen harten Kampf um gute Lokalitäten und bessere Preise. Wenn du dir nun vorstellst, dass jeder Selbstständige qulitativ (nicht quantitativ) so handeln würde wie Verwalter und Angestellte eines Supermarktes, dann entsteht daraus ein Bild was ich nicht alsangenehm empfinde. Selbstverständlich gibt es zwischen Supermärkten und kleinen Betrieben von Selbstständigen einige Unterschiede, aber diese wirken sich nicht poositiv auf das Bild aus. In einem Supermarkt gibt es zum Beispiel Arbeitsteilung: Manager managen und Verkäufer verkaufen, wenn Tante Emma vom Laden um die Kurve allerdings mit ALDI konkurieren will (was schon aus Gründen der Preisgestaltung und der Angebotsfülle nicht läuft), dann muss sie alle Kompetenzen in sich vereinen, was eine große Belastung bedeutet.

Große Konzerne gibt es im übrigen in den meisten Bereichen ob es nun IKEA, ALDI oder Textilproduzenten sind. Das was also übrig bleibt ist überlegene Qualität und Einnischung, da ein Feinkostladen nicht mit ALDI konkurrieren braucht, da die Abnehmer andere sind. Handwerk ist halt in vielen Bereichen der Produktion im großen Stil überlegen. Wer isst nicht gern frische Pizza beim Italiener und sieht sie als besser an als tiefgefrorene. Allerdingss wirkt sich auch hier wieder die Marktsituation limitierend aus. Nicht jeder Konsument kann sich das beste leisten.
WaldemarAch so einfach ist das. Dumme unbedarfte bekommen die Selbständikeit nicht hin und die engarierten, motivierten und zuverlässigen Macher natürlich sofort. Wie lächerlich..

Die überwiegende Realität bedeutet im Allgemeinen einen 12 bis 15-Stunden Tag und häufig kein Wochenende. Wer dies konsequent durchhält und kreativ agiert und mit finanziellen Geschick arbeitet, kann sich vielleicht ab 50 zur Ruhe setzen und auf die staatliche Renteversicherung gepflegt scheissen! Gut und schön und wenn er Glück hat, kann er noch laufen oder kriechen. Das hat der Selbständige mit dem Preis erkauft, sich von keinem was sagen zu lassen.

Wirklich? Abhängig ist man genauso. Vom Marktgeschehen, von den Kunden, von den Lieferanten, Banken usw usf. Zu dem trägt natürlich der Selbständige das volle Risiko. Wer sich im Handwerk selbständig macht kennt das Problem der Vorleistungen.. viel Spaß beim.. umsonst, nein .. vergebens zu arbeiten. Ein Fünftel der Selbständigen liegt unter dem diskutierten Mindestlohnniveau. Grob gerechnet, verdienen demnach 4,1 Prozent der Selbständigen weniger als Hartz4 Empfänger, dass sind 123.000..Mein persönlicher Glückwunsch.

Zudem zahlen Selbständige, die Mitglied einer Gesetzlichen Krankenversicherung sind, dort Beiträge auf der Basis eines fiktiven Mindesteinkommens. Das wurde zwar von 1.837 auf 1.225 Euro deutlich gesenkt, aber wegen drastischer Ausschlusskriterien merken das nur wenige. Zum Glück aber, zahlen Selbständige ab 1.9.09 dann wie alle anderen den allgemeinen Beitragssatz, bekommen dafür aber wie gesetzlich Versicherte im Krankheitsfall Geld ab der siebten Woche.

Aber ich verstehe sehr gut, warum hier nur noch wenige Lust auf Selbstständigkeit haben..
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Kapitalismus ist nicht gleich Geiz. Kapitalismus kann auch heissen: ich will das Beste und bezahle dafür, was immer nötig ist.

grüsse, barbara [/B][/QUOTE]

...und genau deshalb ist der Kapitalismus das letzte - ein scheißfaschistisches Dreckssystem de Luxe...für Geld kannst du alles haben...hasste was, biste was...ohne Geld hast du nix...und wenn du nix hast, bist du auch nix...kennst du den hervorragenden Film "Hostel"...? Ja, denn die Aussage ist ebenso simpel wie sie im Film drastisch umgesetzt ist: Geld öffnet dir alle Türen, die Reichen dürfen alles...eben: "ich will das Beste" - und koste es, was es wolle...
ÂmeNoirSolange es diverse Wohlstandsunterschiede und Hierarchiedenken gibt, wird es m. E. auch immer den Wahnsinn von unendlicher Leistung und Effizienz geben. Auf der einen Seite sind die, die sich knechten lassen auf der anderen Seite die, die knechten. War schon im Mittelalter so und hat sich nur insofern verändert, daß es nun modernisierte Skaverei gibt. Der Kapitalismus und die Gier nach immer höher, größer, weiter, das ewige aneinder messen, fördert den Wahnsinn immer mehr. Diese Einstellung will mir nicht in den Kopf ... denn nachweislich bringen zufriedene Mitarbeiter von Haus auf bessere Leistungen, freiwillig, ohne jeden Zwang. Das wäre doch für alle Beteiligten zufriedenstellender.

War vor einigen Jahren in einem großen Konzern tätig. Zu meiner Anfangszeit herrschte dort zwischen den einzelnen Abteilungen eine vorbildhafte Zusammenarbeit, jeder half jedem, wenn Not am Mann war. Dann wurde die sogenannte Führungsspitze ausgetauscht und in die einzelnen Bereiche an passender Stelle Läuse in den Pelz gesetzt. Die Läuse hatten die Aufgabe, die Effizienz und die Leistung zu steigern und so wurde ganz gezielt Konkurrenzdenken entfacht, in dem angedroht wurde, daß die Abteilungen, die nicht genügend Gewinn machen, alsbald geschlossen werden sollten. Nix mehr war mit vorbildhafter Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterstützung, es war nicht mehr erwünscht, ganz im Gegenteil, jeder war nur noch auf seinen Vorteil bedacht. Die Bereichsleiter, die den Druck von der Führungsspitze erhielten, gaben diesen gezielt nach unten an die Mitarbeiter weiter, die die sich dageben wehrten flogen raus oder wurden nach China auf Montage geschickt. Die anderen hatten Angst um ihren Arbeitsplatz und fügten sich brav oder spielten das Spielchen der Obrigkeit fleißig mit, mit dem Hntergedanken, die eigene Position sichern zu können, wenn sie mit der Führungsspitze konform gehen.
xxxzinixxxwer sich mal ernsthaft gedanken zum thema geld machen möchte, sollte sich [URL=http://www.wahrheiten.org/blog/geld-luege/]diese [/URL] seite zu gemüte führen. aber bitte gründlich, nicht nur überfliegen.
AzaIch erspare mir die provokanten und zynischen Kommentare zu meinem gut gemeinten und imho wichtigen Ratschlag.

Nur kurz zum Thema Qualifikation:
Wenn ich dein qualifizierter und versierter Selbstständiger sein möchte, gehört auch dazu Märkte im Vorfeld auszuschließen, wo ich keine Chance habe.
Auch das gehört zum unternehmerischen Selbstverständnis.

Edit:
Anmerkung zu Captain Cutes Supermarkt.
Ein 100% eigenständiger Supermarkt ohne Franchiser geht heute garnicht.
Setzt man jedoch auf eine Nische wo es noch Kunden gibt, die bereit sind den Service zu bezahlen, hat man durchaus die Möglichkeit sich zu verwirklichen.
Ein gutes Beispiel ist imho Käfer aus München.
Aza[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]...und genau deshalb ist der Kapitalismus das letzte - ein scheißfaschistisches Dreckssystem de Luxe...für Geld kannst du alles haben...hasste was, biste was...ohne Geld hast du nix...und wenn du nix hast, bist du auch nix...kennst du den hervorragenden Film "Hostel"...? Ja, denn die Aussage ist ebenso simpel wie sie im Film drastisch umgesetzt ist: Geld öffnet dir alle Türen, die Reichen dürfen alles...eben: "ich will das Beste" - und koste es, was es wolle... [/B][/QUOTE]

Sry für den Doppelpost.

Oder es bedeutet, ich bin bereit für eine wertige Leistung eine ebenso wertige Gegenleistung zu erbringen. Ob das nun Euro, Dollar, Muscheln oder ein selbst gebackenes Brot ist, ist im Endeffekt völlig egal.
Der jenige, der das beste und größte Brot backt, kann sich demnach auch mehr leisten, als derjenige der nur ganz kleine Brötchen backt. ist doch logisch =)
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]Und genau DAS ist der Punkt, den ich am Kapitalismus am allermeisten schätze, er bietet dem Individuum so viele Möglichkeiten und damit Freiheiten, wie kein anderes System auf dem Erdball. Aber dazu muss man eben auch bereit sein Eigenverantwortung zu übernehmen und den Hintern hochbekommen. Und selbst die Leute, die dazu keine Lust haben (edit Randnotiz: ich rede wirklich von denen die keine Lust haben und das auch sagen, nicht von denen, die sich wirklich um Arbeit bemühen und einfach keine finden), werden hierzulande staatlich alimentiert. Das sind natürlich keine Reichtümer und man wird permanent angehalten sich zu bewegen, aber das finde ich nur recht und billig, so man auf Kosten der Allgemeinheit lebt. Und es vierbietet einem auch keiner den Mund, selbst darüber und über den Staat generell, auch noch in epischer Breite zu schimpfen, was man hier im Board immer wieder mal schön zu sehen bekommt. Ja, was denn noch?[/quote]

...ich habe eine viel bessere Idee: den Laden dichtmachen, die kapitalistischen Betreiber allesamt durch die Wand schieben...und sich selber zum Herren und Meister der eigenen Bedürfnisse aufschwingen...ein Kollektiv gründen, das die Produktion übernimmt und regelt - und alle zu gleichen Teilen am produzierten Reichtum beteiligt...

...und warum soll derjenige, der sich am geforderten kaspitalistischen Leistungsterror nicht beteiligt, weniger bekommen als jemand, der arbeitet...? Das höre ich von Befürwortern des herrschenden Systems immer wieder - nur muss man wohl Kapitalist sein, um die Logik dieses Gedankens nachvollziehen zu können...dieses "Parasitendenken" scheint da wieder bei dir durch, auch wenn du das Wort hier nicht untergebracht hast, oder, um es auf die Formel, die deinem ganzen Denken zugrudeliegt, zu reduzieren: "wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen"...nun, essen vielleicht noch, aber bitte keinen Kaviar, sondern nur Brotkrumen...aber warum dürfen es diejenigen, die angeblich von größerem Nutzen für das System und seinen Wohstand sind, der so verteilt werden könnte, dass bei [I]jedem[/I] der Kaviar auf dem Tisch steht...?und was stört es mich, auf Kosten der "Allgemeinheit" zu leben, wenn die dadurch keinen Nachteil - zumindest keinen, von dem ich die unmitelbare Ursache bin - erfährt...?

...und die Parasitentheorie hinkt schon insofern, alsdass jeder Mensch immer der "Parasit" irgendeines anderen ist - dazu genügt es schon, als Lebewesen "tote" Materie oder anderes Leben in eigene Biomasse zu transformieren - was im übrigen jede Pflanze und jeder Käfer tut ...und du ebenfalls...im Zweifelsfalle bist sogar ein schlimmerer "Parasit", weil du vielleicht nicht auf Kosten der deutschen (=wertvollen) "Allgemeinheit" lebst, dafür aber auf Kosten unzähliger Menschen anderswo, wie z.B. in der dritten Welt...und du bist auch ein "Parasit" der Natur, indem du andere Tiere und Pflanzen als Nahrung konsumierst..nur darüber regt sich im Kapitalismus niemand auf...
AzaXeno, warum soll ich denn arbeiten, wenn du mein Haus baust, mir meine Essen bringst und mir ein Auto schenkst?
Da ruhe ich mich doch lieber aus.
solltest du mal so einen Staat gründen, bin ich dabei.
Aktiver Leistungsnehmer, quasi
Xenomorph..siehst du...? du arbeitest nur, weil du diese Gegenleistungen dafür erwartest - damit hat es endlich einmal jemand zugegben, dass es dem Kapitalismus gar nicht um Allgemeinwohl geht - sondern nur um die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse...andere sollen also für dich arbeiten, damit du ein Haus hast...? dann bau dir doch selber eins...sicher ist es nicht falsch, wenn es Leute gibt, die Häuser bauen...nur, du kannst sie nicht dazu zwingen...aber es reicht schon, dass es einige gibt, die es tun...der Punkt ist der, dass das System längst genug Kapazitäten hat, um für jeden ein Haus zu bauen...aber darum geht es gar nicht, es geht darum, das marode Lohnarbeitsmodell des Kapitalismus durch künstlich geschaffene, übersubventionierte, überflüssige oder gar schädliche - für Mensch und Natur - Arbeit zu retten...und dabei mache ich nicht mit...
more[QUOTE]und dabei mache ich nicht mit...[/QUOTE] Ich hab dich zwar schon mehrmals gefragt, aber vielleicht bekomme ich heute die Antwort: Wie lebst du? Im Wald, wer liefert dir deinen Strom, damit du deine Parolen in einen PC kloppen kannst, den du sicher nicht selbst gebaut hat?
Was hast du an? Sitzt du nackt vorm PC oder lässt du auch Sklaven für dich arbeiten - Ware aus Fernost. Oder hast du im Wald ein Reh mit bloßen Händen erwürgt, damit dessen Fell dir im Winter als Kälteisolierung dient?

Du selbst lebst in diesem System, welches du anprangerst, und lässt es dir gut gehen. Weißt du, alleine vom Anprangern wird sich nichts ändern. Und so lange du vor deinem PC in deinem kleinen Kämmerlein lebst, wird sich nichts ändern.

Geh doch mal als leuchtendes Beispiel voran und zeige uns wie du fern vom Kapitalismus und Sklaventreiberei lebst.
Ich glaube nämlich, dass viele die Problematik sehen, aber jemanden der ständig hasstriefend am lamentieren ist, nicht ernst nehmen können, solange er ihnen nicht zeigt, wie er es besser macht.
Ein Phantasiekonstrukt hat leider nichts mit einer lebenswerten Realität zu tun. Und das ist der Unterschied.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von ÂmeNoir [/i]
[B]Wer kann sich als Selbständiger schon leisten, seine Kundschaft gezielt auszuwählen?! Das ist vielleicht dann einfacher, wenn man viele Kunden mit kleinen Aufträgen hat, bei wenigen Kunden mit Großaufträgen sieht die Sache völlig anderes aus. [/B][/QUOTE]

Ob man sich auf Klumpenrisiken einlassen will, ist eins der Dinge, die man vor der Gründung schon überlegen muss.

Und gibt es denn einen Unternehmer, der es sich NICHT leisten kann, seine Kunden zu überprüfen und bei Nicht-Eigung abzulehnen? Vermutlich schon, aber nie besonders lange. Das kann durchaus heissen, einen Auftrag darum abzulehnen, weil er zu gross ist.


[QUOTE][i]Original geschrieben von ÂmeNoir [/i]
[B]
Was die Branche betrifft ... klar kannst Du tun, was Du willst, doch Brötchen kannst Du nur mit den Sachen verdienen, die auch gefragt sind, ansonsten bleibt die Küche kalt. [/B][/QUOTE]

Menschen haben so viele verschiedene Bedürfnisse, da müsste für die meisten ein Talent dabei sein, mit dem sie ihren Menschen dienen können.

grüsse, barbara
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Captain Cute [/i]
[B]
Die Sache mit Konkurrenz und Leistungsdruck sind natürlich ideologische Fragen zu denen man nicht einer Meinung seien muss, allerdings sehe ich es irgendwie als widersinnig an einen Menschen der sich als selnsibel begreift als Weichei zu beschimpfen, weil er sich aus moralischen Gründen nicht in das Gemetzel des freien Marktes einbringen will. [/B][/QUOTE]

Dann sollte er allerdings auch moralisch genug sein, und sich nicht von eben jenen Menschen finanzieren lassen, die ins Gemetzel gehen.

grüsse, barbara
moreTja, Selbstständige müssen genauso kuschen. Zwar nicht vorm Chef, sondern vor den Kunden. Und das kann noch eine ganze Nummer härter sein. Wer glaubt der Selbstständige ist sein eigener Chef lebt in einer Traumwelt. Ich möchte jedenfalls kein eigenes Geschäft und mir dann von arroganten Kunden sagen lassen müssen, wie man es richtig macht.

Natürlich kann man sein Ding auch durchziehen. Aber dann lebt das Geschäft nicht lange. Selbstsändigkeit ist knallhart und nur die kommen durch, die diszipliniert sind und härter arbeiten als alle anderen. D.h. noch weniger Zeit zur Selbstverwirklichung als der "normale" Angestellte.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
[B]
(z.b. kaufe ich meine pizza in einem "Fachgeschäft", einem Kiosk spreche ich da ganz deutlich die Kompetenz ab.) [/B][/QUOTE]

naja, da würde ich doch noch die Probe auf's Exempel machen. Pizzas haben den Vorteil, von weitem zu riechen, und wenn's gut riechen sollte, würde ich die schon mal probieren. Das ginge vielleicht etwas länger, bis sich so ein Pizza-Kiosk durchsetzt, doch wenn die Qualität stimmt, warum auch nicht.

Oft liegt es auch an ganz dummen Sachen, dass Geschäfte keinen Erfolg haben: es ist nicht sauber und wirkt schmuddelig; das Personal oder der Chef selbst ist abweisend und unfreundlich; die versprochene Leistung wird nicht pünktlich geliefert; die Buchhaltung wird nicht sauber geführt... Da gibt's jede Menge Dinge, wo sich Unternehmen im Bereich der sogenannten Sekundärtugenden selbst ein Bein stellen können, auch wenn die Leistung selbst eigentlich ganz in Ordnung wäre.

grüsse, barbara
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]Tja, Selbstständige müssen genauso kuschen. Zwar nicht vorm Chef, sondern vor den Kunden. Und das kann noch eine ganze Nummer härter sein. Wer glaubt der Selbstständige ist sein eigener Chef lebt in einer Traumwelt. Ich möchte jedenfalls kein eigenes Geschäft und mir dann von arroganten Kunden sagen lassen müssen, wie man es richtig macht. [/B][/QUOTE]

Wie kommst du nun auf die Idee? Es ist doch besser, sich von einem Kunden zu trennen, mit dem man es gar nicht kann, und sich welche zu suchen, mit denen man gern zusammenarbeitet. Wenn einer etwas besser kann als ich, hat er ja eh keinen Grund, etwas von mir zu buchen. Soll er es doch selbst machen, wenn er es so gut kann. Die Zeit, die dadurch gewonnen wird, lässt sich deutlich nutzbringender und langfristig lukrativer mit den zukünftigen guten Kunden verbringen.



[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]
Natürlich kann man sein Ding auch durchziehen. Aber dann lebt das Geschäft nicht lange. Selbstsändigkeit ist knallhart und nur die kommen durch, die diszipliniert sind und härter arbeiten als alle anderen. D.h. noch weniger Zeit zur Selbstverwirklichung als der "normale" Angestellte. [/B][/QUOTE]

Es kommen die durch, die BESSER arbeiten. Das muss nicht gleich härter oder mehr arbeiten sein. Eine Friseuse macht mir nicht deswegen eine tollere Frisur, wenn sie am Tag noch dreissig oder vierzig andere Kunden hat. Meine Lust wiederzukommen dürfte eher dann geweckt werden, wenn sie mir genau die Frisur macht, mit der ich glücklich bin. Was auch voraussetzt, dass sie sich die Zeit nimmt, mich genau anzuschauen und zu beraten. Und wenn ich das Glück habe, eine gute Friseuse zu finden, dann bin ich auch gern bereit, einen etwas längeren Weg auf mich zu nehmen, oder etwas mehr zu bezahlen, als sonst.

Aber die Disziplin muss da sein, klar. Manchmal scheint mir, es gäbe heute extrem wenig Leute, die nur so etwas Einfaches wie Pünktlichkeit können. Da kann man sich schon nur mit konsequenter Pünktlichkeit positiv von der Masse abheben, und das verlangt noch keineswegs ein besonderes Talent.

grüsse, barbara
more[QUOTE]Es kommen die durch, die BESSER arbeiten. Das muss nicht gleich härter oder mehr arbeiten sein. Eine Friseuse macht mir nicht deswegen eine tollere Frisur, wenn sie am Tag noch dreissig oder vierzig andere Kunden hat. Meine Lust wiederzukommen dürfte eher dann geweckt werden, wenn sie mir genau die Frisur macht, mit der ich glücklich bin. Was auch voraussetzt, dass sie sich die Zeit nimmt, mich genau anzuschauen und zu beraten. Und wenn ich das Glück habe, eine gute Friseuse zu finden, dann bin ich auch gern bereit, einen etwas längeren Weg auf mich zu nehmen, oder etwas mehr zu bezahlen, als sonst.[/QUOTE] Schon mal mit deiner Friseurin drüber gesprochen wie sie kalkulieren muss?
So kann man nämlich keinen Laden führen. Deine Friseurin kann nur Umsatz machen wenn sie gut ist UND noch viele Kunden hat. Und das ist verdammt harte Arbeit. Und sie muss auch der mäkeligen Oma von nebenan die Haare machen, wenn sie am Leben bleiben will. Weil wenn sie nämlich der Oma sagt, dass sie ihr die Haar nicht machen will, weiß es sicherlich bald der ganze Umkreis. Und das wäre doch sehr unschön für deine Friseurin. Ist der Ruf erst einmal ruiniert...
Mal abgesehen davon, hat deine Friseurin sicherlich viel Konkurrenz, welche in sehr kurzer Zeit sehr viele sehr schöne Frisuren machen zum wesentlich niedrigeren Preis. Da muss sich deine Friseurin ganz schön auf dem Laufenden halten um die Kunden zu binden. Wählerisch kann sie bei ihren Kunden sicher nicht sein.
Ich glaube du siehst das etwas einfach. Deine Friseurin kann jedenfalls nicht so ohne weiteres die Handtücher hinschmeißen oder sich arbeitslos melden und schön ALG I kassieren.

Es lohnt sich, sich mit Selbstsändigen zu unterhalten. Ich ziehe meinen Hut vor jedem, der sich traut. Ich habe jedenfalls genug Gespräche geführt um zu wissen, dass ich lieber für einen Chef arbeite als für einen Kunden. Da hab ich nur eine Person die mir das Leben schwer macht (wobei mein Chef ja ein ganz anständiger Mensch ist, aber ich hatte da schon andere...).

Und wenn ich angestellt bin, kann ich noch immer sagen, ich gehe. Das kann die Friseurin mit eigenem Lokal nicht so einfach.
ArrogantNickNa ja.... LaChatte hat sich getraut und, meines Wissens nach, aus dem Nichts sich etwas aufgebaut und nebenbei noch eine verflixt teure Parallelausbildung finanziert. Das ist mE auch tatsächlich etwas dem man Respekt zollen kann. Im Übrigen spricht sie mir hier echt aus der Seele.

....

edit: more, Du solltest Dich wirklich mal mit meiner Mutter unterhalten, die eher sterben würde, als nochmal als Angestellte zu arbeiten. Und damit ist sie meines Wissens nach nicht alleine. Für mich gilt im Übrigen das Gleiche. ;-)

....
moreJa, aber das hat sie geschafft ohne zu Jammern und mit viel harter Arbeit (oder besserer Arbeit... je nach dem wie man es sieht). Und da Hut ab. Aber sicherlich muss sie auch zugeben, dass das nicht leicht war.
Und viele meinen es sei so easy und ja viel besser als angestellt zu arbeiten. Aber so einfach ist das nicht. Und eine spezielle Niesche auszufüllen ist auch nicht leicht. Da muss man Kraft und Biss und Durchhaltevermögen zeigen. Und mal ganz ehrlich - das spreche ich den Dauernörglern und Jammerlappen auf diesem Forum ab.

[QUOTE]edit: more, Du solltest Dich wirklich mal mit meiner Mutter unterhalten, die eher sterben würde, als nochmal als Angestellte zu arbeiten. Und damit ist sie meines Wissens nach nicht alleine. Für mich gilt im Übrigen das Gleiche. ;-)[/QUOTE] Klar, ich täte ja allen Selbstständigen unrecht, wenn ich sagen würde, Angestelltentum ist das einzig wahre. Außerdem wo sollte der Angstellte angestellt sein?
Es ist eine Typsache. Der zolle ich höchsten Respekt. Aber es ist nicht so einfach wie teilweise hier beschrieben, denn es gehört einiges dazu. Es ist sicherlich auch nicht DIE Alternative wenn man nicht mit Menschen umgehen kann. Vor allem nicht mit Menschen, die Ansprüche an einen stellen. Denn das tut der Kunde auch. Und oft noch beharrlicher und arroganter wie mancher Chef. Und das ist ein nicht zu unterschätzender Aspekt. In mehr ging es in meinen Ausführungen nicht.
ArrogantNickmore,
sowohl LaChatte, als auch ich (bezüglich meiner Mom) haben explizit betont, dass es eben NICHT leicht ist, sondern tatsächlich auch viel Arbeit erfordert. Aber es wird einem nun einmal nichts geschenkt, weder als Angestelltem, noch als Selbstständigem. Und auf der ARGE auch nicht, worüber sich noch viel mehr mokiert wird. :D

....
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]Schon mal mit deiner Friseurin drüber gesprochen wie sie kalkulieren muss? [/B][/QUOTE]

nein, aber vermutlich genauso wie alle andern auch.


[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]
Deine Friseurin kann nur Umsatz machen wenn sie gut ist UND noch viele Kunden hat. Und das ist verdammt harte Arbeit. Und sie muss auch der mäkeligen Oma von nebenan die Haare machen, wenn sie am Leben bleiben will. Weil wenn sie nämlich der Oma sagt, dass sie ihr die Haar nicht machen will, weiß es sicherlich bald der ganze Umkreis. Und das wäre doch sehr unschön für deine Friseurin. Ist der Ruf erst einmal ruiniert...[/B][/QUOTE]

Nicht nur das. Es muss ihr gelingen, die Oma glücklich zu machen. Das gibt gute Werbung, ganz besonders, weil ja allgemein bekannt ist, dass diese alte verbitterte Frau doch sonst nie ein gutes Wort für jemanden hat.

Kunden bewusst rauszustellen, ist selten nötig. Meist kommen die Unzufriedenen einfach nicht mehr.

[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]
Mal abgesehen davon, hat deine Friseurin sicherlich viel Konkurrenz, welche in sehr kurzer Zeit sehr viele sehr schöne Frisuren machen zum wesentlich niedrigeren Preis. [/B][/QUOTE]

Das Beispiel mit der Friseuse hab ich aus aktuellem Anlass gewählt. Meine bisherige Lieblingsfriseuse ist weggezogen, und ich weiss nicht wohin. Die andere Dame im selben Coiffeurgeschäft, die mir dann die Haare schnitt, das ging nicht, die Frisur stand mir einfach nicht und ausserdem fand ich sie ziemlich schnippisch.

Drum habe ich am Freitag relativ kurz entschlossen am Feierabend auf dem Heimweg beim nächstbesten Geschäft gefragt, ob sie grad Zeit hätten, und habe die Friseuse meines Lebens entdeckt. Ich wurde verwöhnt, gehätschelt, gut beraten, mit Stylingtipps eingedeckt, besonders lange dauerte es auch nicht, ausserdem war sie fröhlich und sehr nett, einfach super. Und das zu einem vernünftigen Preis (den hab ich abgecheckt, bevor ich das Geschäft betrat)

Bis jetzt hatte es noch keine Friseuse, der ich je begegnet war, für nötig gehalten, mich so kompetent zu beraten. Bei dem Preis-Leistungsverhältnis gehe ich bestimmt wieder dorthin, auch wenn es mir in der Regel nicht auf dem Weg liegt.



[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]
Da muss sich deine Friseurin ganz schön auf dem Laufenden halten um die Kunden zu binden. Wählerisch kann sie bei ihren Kunden sicher nicht sein.[/B][/QUOTE]

die meisten Kunden werden wohl OK sein, aber bei Betrunkenen, Randalierern und Zechprellern wird sie bestimmt wenig bis gar keine Nachsicht haben und falls nötig das Geschäft per Polizeigewalt räumen lassen.



[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]
Ich glaube du siehst das etwas einfach. Deine Friseurin kann jedenfalls nicht so ohne weiteres die Handtücher hinschmeißen oder sich arbeitslos melden und schön ALG I kassieren.[/B][/QUOTE]

nein, das kann sich nicht. Dass es sich nicht lohnt, Kunden behalten zu wollen, wenn die Chemie nicht stimmt, ist allerdings meine eigene Erfahrung. Lieber jemanden gehen lassen (das ist meist eine grosse Erleichterung) und noch etwas Werbung schalten, da gibt Platz für Neues. Etwas vom Schwierigsten sind allerdings immer jene Zeiten, in denen das Neue noch nicht da ist, das Alte aber schon weg. Das muss man aushalten lernen.



[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]
Ich habe jedenfalls genug Gespräche geführt um zu wissen, dass ich lieber für einen Chef arbeite als für einen Kunden. Da hab ich nur eine Person die mir das Leben schwer macht (wobei mein Chef ja ein ganz anständiger Mensch ist, aber ich hatte da schon andere...).[/B][/QUOTE]

Ich glaube, selbständig zu sein macht süchtig. Und ich habe lauter wundervolle Kunden, die mir das Leben sehr selten schwer machen. Bei jenen, die mir das Leben schwer machen, dauert die Geschäftsbeziehung eh nicht mehr lange... und da lohnt es sich, loszulassen, einen Strich drunter und nach vorne schauen. Alles andere bringt nichts ausser Bauchweh.

Als Angestellte zu arbeiten, das hat natürlich auch seine entspannenden und schönen Seiten. Ein guter Chef ist dabei aber schon sehr wichtig.




[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]
Und wenn ich angestellt bin, kann ich noch immer sagen, ich gehe. Das kann die Friseurin mit eigenem Lokal nicht so einfach. [/B][/QUOTE]

Stimmt, eine Veränderung ist dann nicht so leicht möglich. Ein Geschäft zu gründen bedeutet meist auch, sich an einen Ort zu binden. Man kann nicht einfach hundert Kilometer weiter ziehen und die Kundschaft mitnehmen. Das ist Teil des Preises, den man dafür bezahlt. Doch wenn es ein schöner Ort ist, ist das ja nicht schlimm.

grüsse, barbara
Aza@ Xeno:
Für mich ist es selbstverständlich, dass ich primär für mein persönliches Wohl arbeite. Wenn nicht für mich (und später meine Kinder) für wen dann?
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
[B]@ Xeno:
Für mich ist es selbstverständlich, dass ich primär für mein persönliches Wohl arbeite. Wenn nicht für mich (und später meine Kinder) für wen dann? [/B][/QUOTE]

...der persönliche Egoismus wird vom Kapitalismus daher auch schonungslos und bis zur allerletzten Konsequenz ausgenutzt - und zusätzlich wo es nur geht, befeuert: Konkurrenzdenken total - das lernst du doch schon in der Schule von A-Z - wen wundert es da noch, dass du dieses Denken 1:1 übernimmst und - falls du später einmal Kinder hast - an diese weitergibst...
AzaDa hast du recht, mich stört ein zu ausgeprägter Egoismus auch sehr.
Aber ist es bei dir anders?
Ich gebe dir recht, dass es schön wäre, wenn jeder Mensch auf der Welt glücklich wäre und alle jeden Mittag Steak bekommen könnten, aber das ist ja nun leider nicht die Realität, also schau ich das es mir und den MEnschen die ich mag gut geht.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
[B]Da hast du recht, mich stört ein zu ausgeprägter Egoismus auch sehr.
Aber ist es bei dir anders?
Ich gebe dir recht, dass es schön wäre, wenn jeder Mensch auf der Welt glücklich wäre und alle jeden Mittag Steak bekommen könnten, aber das ist ja nun leider nicht die Realität, also schau ich das es mir und den MEnschen die ich mag gut geht. [/B][/QUOTE]

...es wäre möglich - es ist nur deshalb nicht Realität, weil die Mehrheit der Menschen nicht bereit ist, ihr Denken und ihr Handeln zu verändern, auf andere Grundlagen zu stellen als kurzlebigen materiellen Wohlstand für sich selbst - und lieber weiter das bestehende System mit seinem Warenfetischismus und Arbeitssklaverei unterstützen...genausowenig wärest du bereit, auf "dein Steak" zu verzichten, wohingegen du von anderen verlangst, dass sie es für dich tun...und den Ochsen, von dem das Steak ist, hast du bestimmt auch nicht höflich gefragt, ob du es von ihm nehmen darfst, oder irre ich mich...?

...und an dieser egoistischen Grundhaltung ändert sich auch durch dein vorgeschonbenes kapitalistisches Alibi, die Arbeit, nichts...denn du verlangst etwas, was du im selben Atemzug anderen streitig machst..nur, wenn ich dasselbe auch tue - ich fordere etwas ein, das ich für mich als notwendig erachte, werde ich als "Parasit" behandelt...auch du nimmst von anderen, ohne ihnen etwas gleichwertiges dafür zu geben...deine heilige Arbeit ändert daran rein gar nicht, denn erstens sind es völlig andere Menschen, die dadurch einen Nutzen erfahren als die, die du gleichzeitig enteignest, und zweitens verfolgen die Nutznießer deiner Arbeit dieselben egoistischen Interssen- ihre eigenen - wie du selbst...wenn du deinen Job morgen velrieren würdest - was meinst du, wie besorgt die dann um dich wären...? würden sie dir unentgeltlich eine Unterkunft, einen Schlafplatz und Essen zur Verfügung stellen..? vielleicht auch ein Klo und einen Fernseher...? ich glaube kaum, dass du irgendjemandem dafür wichtig genug wärst...und weisst du auch warum: weil alle genau so denken wie du...
AzaIch denke schon, dass mir meine Freunde behilflich sein werden.
Es geht ja nicht darum, dass sie mir einen Fernseher schenken oder gar die Miete bezahlen, aber sie können mir durchaus helfen einen neuen Job zu bekommen, was imho auch viel wert ist.
HellscreamIch denke ich muss böse werden. War auch lange genug lieb.
Was ist eine Gesellschaft Wert die nur noch Generationen geistiger Krüppel hervorbringt?
Deren Zöglinge Suizid und Amoklauf als einzigen Ausweg zur Endlosen Systemohnmacht begreifen, ohne dies natürlich als solche reflektieren zu können. An welchem Leistungsmaßstab wollen wir solch eine Gesellschaft fest machen?

Genau, gar nichts ist sie Wert und Versagt hat sie! Wenigstens nicht wenn man die Börsen Werte der Unternehmen nicht als Maßstab für kulturell geistige Leistungen heran zieht. Ist dies natürlich schon der universelle Maßstab der über denn Dingen steht, braucht man sich hier über Dinge wie Wahn in der einen oder Anderen Variante gar nicht mehr zu unterhalten. Dann braucht man sich über alle Möglichen Abstütze aber auch nicht mehr zu Wundern. Das töten eines Kindes verkommt in diesem Fall nämlich im höchst noch irgend wie an klagbaren Punkt zur non Profit Humankapital Vernichtung. Man hätte doch noch Katzenfutter daraus machen können.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
Ich denke ich muss böse werden. War auch lange genug lieb.
Was ist eine Gesellschaft Wert die nur noch Generationen geistiger Krüppel hervorbringt?
Deren Zöglinge Suizid und Amoklauf als einzigen Ausweg zur Endlosen Systemohnmacht begreifen, ohne dies natürlich als solche reflektieren zu können. An welchem Leistungsmaßstab wollen wir solch eine Gesellschaft fest machen?[/QUOTE]

Am besten am chronologischen Verlauf. Schau in die Geschichtsbücher und Du wirst feststellen, dass dies die bisher gewaltfreieste Variante unserer (europäischen) Geselschaft ist. Und, was noch viel wichtiger ist, die, die dem Einzelnen am meisten Schutz für Leib und Leben gewährt. Wenn Du Dir z. B. nur die Gräueltaten im Europa der letzten 2-3 Jahrhunderte anschaust und den Alltag des sogenannten 'kleinen Mannes' in eben diesen Zeiten, so wird Dir recht schnell das aufgehen, dass sich sehr vieles zum Positiven verändert hat.

Dass noch immer längst nicht alles optimal ist, ändert nichts an dieser grundsätzlichen Verbesserung. Ich als Frau möchte z. B. keinesfalls vor 50 Jahren gelebt haben, als Emanzipation noch ein Fremdwort war. Das alleine ist schon eine Errungenschaft, die neben den Arbeitsschutzbestimmungen, den Freiheiten für Homosexuelle und den neueren Umwelt- und Tierschutzgesetzen, sehr viel verändert hat. Es gibt noch vieles mehr, was mir jetzt spontan nicht einfällt. Und selbst wenn das alles längst noch nicht das Optimum ist, so sind wir dennoch auf dem Weg.

....
HellscreamDer verkrüppelte Friede, so zu sagen. Wobei man diese von dir genannten Errungenschaften natürlich mit Abwegen muss, fraglich nur ob diese weiterhin so bestand haben werden unter den neuen Bedingungen die sich abzeichnen. Ist eine Generation geistiger Krüppel über Haupt in der Lage diese Errungenschaften zu erhalten oder konsequent zu ende zu denken? Eine Generation bei der Drogen zur Leistungserfüllung so anerkannt sind wie noch nie? Eine Generation die gelernt hat vor ihren Problemen zu kapitulieren? Eine Generation die statt Konflikte anzufechten lieber denn Kopf einzieht? Wer waren es denn die all diese „Errungenschaften“ erkämpft haben? Die Fabrikbesitzer oder die alte Sozialdemokratie beziehungsweise die Sozialisten? Die Aufklärer oder die Kirchen? Die Gewerkschaften oder die Konzerne? Die Herrschenden oder die Unterdrückten?
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Ich weiss nicht, wie es in Deutschland funktioniert, allerdings wäre es ein Anfang, mit einem ausgearbeiteten Geschäftskonzept mal mit der Amtsperson zu sprechen und sich zu erkundigen, welche Möglichkeiten es gib. Zum Beispiel die Möglichkeit mit dem Einstiegsgeld, welche ich nach zehn Sekunden google gefunden habe:

[url]http://www.hartz-4-empfaenger.de/Einstiegsgeld[/url]

[i]und ja klar, ich habe mich natürlich mein Leben lang darauf verlassen, dass meine Eltern mein persönliches Shoppingkonto ständig auf dem Stand von 100'000 Euronen halten und monatlich auffüllen, man gönnt sich ja sonst nichts.... [/i] (wer Ironie findet, darf sie behalten)

grüsse, barbara [/B][/QUOTE]


Liebe Barb-era D*asti

Sicher gibt es einen Anspruch, oft eine Versicherungsleistung usw.
Das stellt niemand in Frage, daran darf nicht gerüttelt werden.
Aber man darf dennoch die Dinge hinterfragen, die hinter allem stecken?
Es gäbe so viele Fragen, die mit HartzIV zu tun haben und die trotz der vielen Volkskommissare in der Gegend gar nicht so neoliberal ausfallen, wie die Klischeebanane über mich behauptet....

Ist Arbeit in der gegenwärtigen Form zeitgemäss?
Brauchen wir nicht doch das Bürgereinkommen?
s
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i]
[B]
Sicher gibt es einen Anspruch, oft eine Versicherungsleistung usw.
Das stellt niemand in Frage, daran darf nicht gerüttelt werden.
Aber man darf dennoch die Dinge hinterfragen, die hinter allem stecken?
Es gäbe so viele Fragen, die mit HartzIV zu tun haben und die trotz der vielen Volkskommissare in der Gegend gar nicht so neoliberal ausfallen, wie die Klischeebanane über mich behauptet....

Ist Arbeit in der gegenwärtigen Form zeitgemäss?
Brauchen wir nicht doch das Bürgereinkommen?
[/B][/QUOTE]

Hi Cagliostro

Natürlich darf man Dinge hinterfragen. Als ich arbeitslos war (nach französischem Recht), fand ich den monatlichen Gang zur Moralpredigt auch immer schrecklich, obwohl ich es mit meinen BeraterInnen eigentlich ganz gut getroffen hatte, sie waren im Grossen und Ganzen nett und unterstützend. Ich war aber sehr froh, als ich das nicht mehr tun musste.

Arbeit wird sich verändern. So wie der Anteil der Landwirtschaft von fast 100% vor der Industrialisierung auf vielleicht 5% der Arbeitsplätze gefallen ist, so werden auch die klassischen Industrieberufe deutlich weniger werden, und es werden sich neue Formen des Arbeitens entwickeln. Und das ist gut so. Hier gilt es, nach vorne zu schauen und aktiv neue Modelle zu entwickeln, und das betrifft ALLE Menschen, nicht nur irgendwelche Funktionäre oder "die andern". Hier können wir uns von der "Yes We Can"-Mentalität der Amis durchaus was abgucken.;)

Beim Bürgergeld bin ich dafür, nur schon darum, weil es den bürokratischen Wasserkopf wesentlich zurechtstutzen würde. Ebenso wie ich für wesentliche Vereinfachungen des Steuersystems bin: klare Tarife, einen grosszügigen Pauschalabzug, fertig. Und das für alle.

Es gibt auch jene, die vorschlagen, alles via Mehrwertsteuer zu finanzieren. Das ergäbe dann einen recht hohen MWSt-Satz - um die 50% - dafür aber fallen alle anderen Abgaben weg, also Einkommenssteuern, Vermögenssteuern, Lohnnebenkosten etc.

grüsse, barbara
Cagliostro@La Chatte

In einem anderen Thread habe ich behauptet, dass jegliche nichtselbständige Arbeit letztendlich menschenunwürdig ist.
Es ist eben so, dass ich mit meiner Tätigkeit meine Miete erwirtschaften muss, aber zur "Mystik der Arbeit",
die manche glauben zu sehen, keine Beziehung habe.
Arbeit ist kein Wert an sich.
Könnte zum Wert werden, wenn ein anderes Thema damit verbunden ist: Schützen, Helfen etc.
Vielleicht dann.

Das Bürgereinkommen wäre für diejenigen eine Art Segen, die nicht stark genug sind, diesen täglichen Kampf der Seele gegen die Hirnlosigkeit der Sado-maso-Arbeitswelt mitzumachen.

Das ist kein parteipolitischer Anspruch, sondern ein individualistischer Ansatz.
Seit ich "Denken" kann, stört es mich, dem Kaiser geben zu müssen, was angeblich des Kaisers ist.
Man wird im Kindergarten, in der Schule schon zu Dingen gezwungen, die nichts mit einem selbst zu tun haben, eine staatlich organisierte Freiheitsberaubung.
Egal in welchem System.
Ungern wiederhole ich mich: jegliche nichtselbständige Arbeit (also in einem Angestelltenverhältnis)
ist menschenunwürdig.
Es ist würdig Tiere zu jagen, Fischen zu gehen in einer kleinen Nussschale oder mühsam Grassamen zu Weizen
zu konditionieren, wie es unsere Vorfahren getan haben.
Aber die Entdeckung der Gier in Tateinheit mit dem Eigentumsgedanken hat alles verkompliziert.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i]
[B]
In einem anderen Thread habe ich behauptet, dass jegliche nichtselbständige Arbeit letztendlich menschenunwürdig ist.[/B][/QUOTE]

So extrem würde ich das nicht sehen. Es kann extrem erholsam sein, sich hin und wieder einfach tragen zu lassen, den Job zu tun und die ganze Verantwortung jemand anderem zu übergeben.

Wenn es eine Wahl ist, die ein Mensch in Freiheit trifft, seine Arbeitskraft jemand anderem zur Verfügung zu stellen - und wenn eine echte Freiheit besteht, diesen Ort wieder verlassen zu können - so ist das nicht menschenunwürdig. Menschenunwürdig sind all die Zwänge, die heute damit verbunden sind.

Da hilft mE oft tatsächlich nur die Flucht nach vorn, das heisst, etwas zu tun, was ich wirklich gern tue, und es selbst zu tun.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i]
[B]
Es ist eben so, dass ich mit meiner Tätigkeit meine Miete erwirtschaften muss, aber zur "Mystik der Arbeit",
die manche glauben zu sehen, keine Beziehung habe.
Arbeit ist kein Wert an sich.
Könnte zum Wert werden, wenn ein anderes Thema damit verbunden ist: Schützen, Helfen etc.
Vielleicht dann.[/B][/QUOTE]

Nein, Arbeit ist kein Wert an sich, und sinnlose Arbeit tun zu müssen, dürfte niemandem was bringen.

Es gibt ja aber wirklich mehr als genug sinnvolle Dinge zu tun. Das Problem dabei ist nur, dass diese sinnvollen Dinge oft nicht genug bezahlt werden, damit jemand den Lebensunterhalt damit bestreiten kann.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i]
[B]
Das Bürgereinkommen wäre für diejenigen eine Art Segen, die nicht stark genug sind, diesen täglichen Kampf der Seele gegen die Hirnlosigkeit der Sado-maso-Arbeitswelt mitzumachen.[/B][/QUOTE]

also für mich, zum Beispiel. :D
Arbeiten ist ja gut, aber gegen Hirnlosigkeit bin ich ziemlich allergisch... war mit ein Grund dafür, warum ich meine letzte Anstellung verloren hatte.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i]
[B]
Seit ich "Denken" kann, stört es mich, dem Kaiser geben zu müssen, was angeblich des Kaisers ist.
Man wird im Kindergarten, in der Schule schon zu Dingen gezwungen, die nichts mit einem selbst zu tun haben, eine staatlich organisierte Freiheitsberaubung.
Egal in welchem System.[/B][/QUOTE]

Ich bin für freie Erziehung nach A.S. Neill, wie er sie in Summerhill praktizierte. Das, was hierzulande unter dem Stichwort "antiautoritär" berühmt geworden ist, auch wenn A.S.Neill dieses Wort weder verwendete noch mochte.

"Dem Kaiser etwas zu geben" stört mich nicht. Ich bin jung und gesund, es ist in Ordnung, wenn ich dazu beitrage, andere zu finanzieren, denen es nicht so gut geht wie mir. ich finde es in Ordnung, Steuern zu bezahlen und dafür öffentliche Infrastruktur benützen zu dürfen.

Ich bin eindeutig gegen die Versuche, Menschen in die Form "nützliches Glied der Gesellschaft" zu pressen, die in den meisten Schulen praktiziert wird. Und trotz aller neuen Lernformen und modernen pädagogischen Ideen ist das Prinzip "Dressur" geblieben.

grüsse, barbara
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]...

Ich bin eindeutig gegen die Versuche, Menschen in die Form "nützliches Glied der Gesellschaft" zu pressen, die in den meisten Schulen praktiziert wird. Und trotz aller neuen Lernformen und modernen pädagogischen Ideen ist das Prinzip "Dressur" geblieben.

grüsse, barbara [/B][/QUOTE]

Nun, ich bin gegen jegliche Indoktrination einer Gruppe oder einer Gruppierung.

Was den Menschen in der "guten alten Zeit" geprägt hat, war der Kampf gegen Mammuts, der Zwang zu Jagen und die Höhle zu heizen.
Alles andere ist einfach nur Ideologie.
Aus der Höhlenkultur entstand die allgemeine Kultur.
Die überinterpretierte Ehe ist somit entstanden.
Zwei Sippen haben ihre Vorräte zusammengelegt, im Rahmen eines Vertrages, das ist alles.
Dann kam das Märchenbuch die Bibel und Gott hat diese primitive Denkkultur gesegnet, was kein Beweis ist.
LaChatteEs kann nicht keine Indoktrination geben, die Frage ist bloss, welche Indoktrination du wählst. ;)

In verschiedenen Phasen der menschlichen Bewusstseinsentwicklung hatten diverse Institutionen wie Ehe und Religion und Hierarchie durchaus ihre Berechtigung - auch heute noch - nur muss sie eben jede Generation neu interpretieren. :)

grüsse, barbara
CagliostroJegliches kollektives Handeln ist eine Art Indoktrination.
Ergo ist tendenziell jedes Kollektiv eine Zwangssekte.

Radikaler Individualismus ist die Frage..., ich bin dabei meine Antwort darauf zu finden.
HellscreamDa weiß er endlich wofür er morden will, herrlich. Ein nach deinen Worten unnützer Blödsinniger Mensch, der mehr kostet als was bringt, der nur Fressen, Saufen und biologisch kaum abbaubare Wesen in die Welt setzt, an dessen Dummheit die Welt zu Grunde geht. Denn du kannst dich als Mensch ja nicht ausschließen, wenn du Menschen diese Wesensart zurechnest und noch mit „Wir“ beginnst.

[QUOTE]geschrieben von Cagliostro
Wir Fressen Saufen und Scheissen und setzen neue biologisch kaum abbaubare Wesen in die Welt.

Ob wir nach dem Muster des Kapitalismus Scheissen oder nach dem roten Aufgang der Sonne ist dabei egal.

Wie Menschen sind halt einfach unnütz. Blödsinnig.
Völlig daneben, wir kosten mehr, als wir bringen, wenn wir was bringen.
Die Welt geht an unserer Dummheit zu Grunde.
Keiner braucht uns, kein Fuchs und kein Hase.

Wir sind völlig sinnlos.
Vor diesem Hintergrund muss man eine erhöhte Suizidrate fast schon wieder positiv sehen, endlich ein paar Menschen, die die Wahrheit über uns kennen.

Die ewige Jammerei bringt uns eh nich weiter, weil wir halt so sind, wie wir sind.
Machen wir das beste draus.
Bauen wir Kläranlagen, statt Atomkraftwerke, dann muss die Welt nicht ganz so unter unserer Scheisse leiden
[/QUOTE]

Beschwert sich über Menschen unwürdige Arbeit? Kann es nach dieser Sicht des Menschen noch etwas unwürdiges für dieses Wesen geben? Wohl kaum. Will radikal für sein Individuum letztendlich gegen denn die Gesetze der Welt an sich antreten, wofür? Bist du doch selbst nach deinen eigenen Worten nichts Wert.
Gothanthrop[QUOTE][url]http://www.zeit.de/campus/2009/02/ritalin[/url]
[/QUOTE]

Ritalin ist out ... die neue Leistungs-Wunderdroge nennt sich Vigil (Wirkstoff: Modafinil)

[url]http://www.zeit.de/2003/35/M-Modafinil[/url]

Modafinil ermöglicht es 48 Stunden ohne Konzentrationsverlust und Ermüdungserscheinungen auf Hochtouren zu laufen. Erfreulicherweise fällt der Wirkstoff nicht mehr unter das Betäubungsmittelgesetz d.h. jeder Arzt kann es theoretisch problemlos verschreiben.

Meiner einer ist zur Zeit übrigens auch auf Doping, man tut halt, was man kann :o
Xenomorph...das ganze Dilemma besteht ja darin, dass es kaum noch nützliche - und dabei gut bezahlte - Arbeitsstellen gibt - nützlich im Sinne von allgemeinmenschlich, ideologieunhabhängig wertvoll...also das, was auch und gerade ausserhalb des imperialistischen Bezugsrahmens, der dort gesetzten - falschen Prioritäten - des "Wirtschaftswachstums"- um jeden-Preis-Denkens des Kapitals, Bestand hat...


...ich hätte absolut nichts dagegen einzuwenden, einer Arbeit nachzugeghen, von der andere letzlich mehr profitieren als ich - besonders wenn es jene sind, denen es noch schlechter geht als mir...wenn es keinen Staat gibt und kein Zwang dahintersteht, ist es absolut o.k..

...mit Hartz IV wird aber keine nützliche oder gar notwendige Arbeit geschaffen oder erhalten...nein, hier sollen allein die Menschen schikaniert und an der kurzen Leine gehalten und ein marodes, hinfälliges Wirtschafts- und Herrschaftssystem subventioniert werden...hierbei wird nur unnütze oder gar schädliche Arbeit künstlich geschaffen, um die kapitalistische Ideologie und damit den kapitalistischen Staat vor dem unausweichlichen Ende zu retten...nein, es ist der kapitalistische Staat, der für die Existenz der Arbeitslosen die [I]alleinige[/I] Verantwortung zu tragen hat...es ist den unabänderlichen Prämissen der kapitalistischen Produtionsweise zu schulden, dass es sie gibt, es ist eine ganz simlpe Geichung, dass Privateigentum an Produktionsmitteln+Lohnarbeit+Effizienzsteigerung durch Automation=Gewinnmaximierung - und als "Abfallprodukt" bei Foranschreiten dieses Prozesses immer mehr Arbeitslose ergibt...nur, der Kapitalismus behauptet hier unbeirrbar, dass 2+2=5 anstatt 4 ergibt...dabei kann jeder, der 2+2 zusammenzählen kann, das Gegenteil beweisen...es ist an sich simpelste Schulmathematik für Doofe...stattdessen wird uns blöden Untertanen weiterhin die christenkapitalistische Lüge vom Versagen des Einzelnen in der Gesellschaft und das Märchen vom "freien Willen" als angebliche Erklärung unterbreitet, ein Märchen, das mehr als alles andere die enge geistige Verwandschaft von Christentum und Kapitalismus, deren gemeinsame ideologische Basis, aufzeigt...dabei ist es diese imperialistische Gesellschaft, die gescheitert ist, die an ihrem Denken scheitern musste - und die sich nun der Verantwortung für ihr Scheitern zu entziehen versucht...der Verantwortug gegenüber den Menschen, denen sie keine Alternativen zur Lohnsklaverei bieten kann - und die sie ihnen gleichzeitig entzieht...
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]...das ganze Dilemma besteht ja darin, dass es kaum noch nützliche - und dabei gut bezahlte - Arbeitsstellen gibt - [/B][/QUOTE]Bewerbe Dich doch einfach mal im Paradies, bei VW.
Die Wachstumsbranche Energietechnik ist auch sehr attraktiv, wie auch die Rüstungsindustrie. Kaputt macht sich da keiner, und bezahlt wird weit über dem was selbst die LINKE als Mindestlohn fordert. Und das alles auch noch bei einer 35h Woche.

Also so schlimm ist die Industrie nun auch nicht...sind ja schließlich menschliche Wesen mit Gefühlen die da arbeiten und keine gesichtlosen Monster.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Bewerbe Dich doch einfach mal im Paradies, bei VW.
Die Wachstumsbranche Energietechnik ist auch sehr attraktiv, wie auch die Rüstungsindustrie. Kaputt macht sich da keiner, und bezahlt wird weit über dem was selbst die LINKE als Mindestlohn fordert. Und das alles auch noch bei einer 35h Woche.

Also so schlimm ist die Industrie nun auch nicht...sind ja schließlich menschliche Wesen mit Gefühlen die da arbeiten und keine gesichtlosen Monster. [/B][/QUOTE]

-klar - die Rüstungsindustrie...Kriege braucht das Kapital bekanntlich immer - und zwar am allernötigsten...
SenecaIrgendwer muss hier doch mal erwähne das es nicht nur das Xenomorph Weltbild gibt. Ich kenne sogar Leute die für Zeitarbeitsfirmen arbeiten und trotzdem 1700netto nach hause bringen. Ist wahrscheinlich schwer für Dich zu glauben,m aber ziemlich viele leute haben sogar Spaß an ihrer Arbeit udn pflegen ein gutes persönliches Verhältnis zu ihren Kollegen und Arbeitgebern. Es soll sogar welche geben die sich an der Arbeit fast wie zu Hause fühlen, weil sie etwas bewegen in der Welt.

Und wenn ich die Zusatzpanzerung an einen Dingo schraube, dann denke ich dabei auch an den einzelnen Soldaten der sich bei seiner Arbeit auf meine Arbeit verlassen muss.

Die Industrie macht die Kriege übrigens nicht, so etwas wurde von Rot-Grün beschlossen. Die Branche hat übrigens in Friedenszeit nicht schlechter verdient, denn Rüstungsgüter haben keine Konjunturphasen. So gibt die BW heut z.B. weniger Geld für Anschaffunge aus als in den 90ern.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
Die Wachstumsbranche Energietechnik ist auch sehr attraktiv, wie auch die Rüstungsindustrie. Kaputt macht sich da keiner, und bezahlt wird weit über dem was selbst die LINKE als Mindestlohn fordert. Und das alles auch noch bei einer 35h Woche.

Also so schlimm ist die Industrie nun auch nicht...sind ja schließlich menschliche Wesen mit Gefühlen die da arbeiten und keine gesichtlosen Monster. [/QUOTE]

Nö, Gatterich hat ein Gesicht, noch dazu ein sehr schnuffiges.... also in meinen Augen. Ohouuu, wenn er das liest, dann gibt's Genöckel. :D Aber mal im Ernst, das da oben kann ich so unterschreiben. :-)


*****

Generell zum Thema 'sinnlose Arbeit'. Ich persönlich sehe Arbeit durchaus als wertvoll an, nämlich für meine Psyche. Wäre ich zur Untätigkeit verdammt oder hätte nichts zu tun, ich würde ruck zuck depressiv - und das geht längst nicht nur mir so. Jedenfalls nicht, wenn ich den 'zig Leuten glauben darf, mit denen ich schon über das Thema sprach. Von dieser Warte aus gibt es keine völlig sinnlose Arbeit.

Grüßle
Mischa
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
Von dieser Warte aus gibt es keine völlig sinnlose Arbeit.
[/QUOTE]

... sagt jemand, der noch nie im Hartz4-Genuss war.

[QUOTE]Wäre ich zur Untätigkeit verdammt oder hätte nichts zu tun, ich würde ruck zuck depressiv[/QUOTE]

Tja, und andere macht (sinnlose) Arbeit depressiv.
SenecaSinnlose Arbeit würde auch keiner bezahlen, außer der Staat vielleicht. Es gibt allerdings mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch Leute denen sich die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit nicht erschließt. Leider kann man den gleichen Satz auch mit "Verantwortung" bilden.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]... sagt jemand, der noch nie im Hartz4-Genuss war. [/B][/QUOTE]Du hast absolut keine Ahnung mit wem Du sprichst, und was diese Person schon durchgemacht hat. Wenn Du es wüsstest dann wäre Dir klar das es nach ALG II noch viel weiter bergab gehen kann, und das selbst das keine Einbahnstrasse sein muss. Ich habe seit geraumer zeit den Eindruck das locker zwei Drittel der Berufstätigen unter 40 mindestens einmal in ihrer Berufslaufbahn längerfristig arbeitslos waren. Ich persönlich hatte diesen Fall bisher dreimal...zweimal davon mit Ansprüchen unterhalb von dem heutigen ALG II Niveau.
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Sinnlose Arbeit würde auch keiner bezahlen, außer der Staat vielleicht. Es gibt allerdings mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch Leute denen sich die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit nicht erschließt[/QUOTE]

Es gibt allerdings mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch Leute die sich über eine Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit nicht einmal Gedanken machen, jene fahren natürlich am besten.
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Du hast absolut keine Ahnung mit wem Du sprichst, und was diese Person schon durchgemacht hat. Wenn Du es wüsstest dan wäre Dir klar das es nach ALG II noch viel weiter bergab gehen kann, und das selbst das keine Einbahnstrasse sein muss. [/B][/QUOTE]

Ich höre.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]Ich höre. [/B][/QUOTE]Das muss sie Dir schon selbst sagen wollen. Aber ich Kann Dir von mir sagen das ich auch schon ein halbes Jahr ohne jedes Einkommen ohne Krankenversicherung und ohne festen Wohnsitz verbracht habe.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
Du hast absolut keine Ahnung mit wem Du sprichst, und was diese Person schon durchgemacht hat. Wenn Du es wüsstest dann wäre Dir klar das es nach ALG II noch viel weiter bergab gehen kann, und das selbst das keine Einbahnstrasse sein muss.[/QUOTE]

Wie wahr, wie wahr. :D

....

[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
Das muss sie Dir schon selbst sagen wollen.[/QUOTE]

Nö, will sie nicht. Es stand lange genug in jeder Ecke hier im Board und tut es z. T. heute noch. Wen es interessiert, der wird es finden. Wen nicht, auch okay. Wenn dann sowas kommt, wie: 'Sagt jemand der noch nie.... dies das und blub!' .... dann grinse ich mir gepflegt eins und gut.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
Aber ich Kann Dir von mir sagen das ich auch schon ein halbes Jahr ohne jedes Einkommen ohne Krankenversicherung und ohne festen Wohnsitz verbracht habe.[/QUOTE]

Wenn ich Dich so lese, dann hat es Dir nicht geschadet, im Gegenteil ;-)

Grüßle
Mischa
xxxzinixxxja, wie gut, daß nicht alle menschen gleich sind und nach sowas das treten nach unten anfangen...
Gothanthrop[QUOTE]
Nö, will sie nicht. Es stand lange genug in jeder Ecke hier im Board und tut es z. T. heute noch. Wen es interessiert, der wird es finden. Wen nicht, auch okay. Wenn dann sowas kommt, wie: 'Sagt jemand der noch nie.... dies das und blub!' .... dann grinse ich mir gepflegt eins und gut.
[/QUOTE]

Es interessiert mich einen Scheißdreck welche Erfahrung Du oder andere gemacht haben, ich kenne Menschen, die schon seit Jahrzehnten auf der Straße leben, und deren Schicksale nicht mehr zu unterbieten sind.
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]...

Beschwert sich über Menschen unwürdige Arbeit? Kann es nach dieser Sicht des Menschen noch etwas unwürdiges für dieses Wesen geben? Wohl kaum. Will radikal für sein Individuum letztendlich gegen denn die Gesetze der Welt an sich antreten, wofür? Bist du doch selbst nach deinen eigenen Worten nichts Wert. [/B][/QUOTE]

Yep, Rot Front, Genosse!

Nun, gegen die Welt und ihre Gesetze trete ich nicht an.

Denn die Gesetze lauten: fange Mammuts und schaue, dass du im Winter eine Hütte hast, in die es nicht reinregnet, aber alles was über diesen Punkt geht, ist bereits das Feld der Ideologie.
Und für bunte Schraubenzieher zu arbeiten, ist alter Wein in neuen Schläuchen.
Lohnsklaven mit verbesserten Arbeitsbedingungen lassen sich einlullen und merken nicht, dass einfach diese Form der nichtselbständigen Arbeit eines echten Menschen nicht würdig ist, selbst wenn man mit dem Bentley abgeholt wird und den ganzen Tag Frühstücksdirektor ist, der Grundsatz bleibt: "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing", ergo ist dies damit unwürdig.

Nun, ich bin nur nichts wert im Kontext, im Gesamtzusammenhang,
ich bin so wenig wert, wie ihr alle anderen Idioten aus
Golgafrincam.
Manche von uns durchschauen das Spiel, manche nicht.
Egal.
Es nützt mir auch nix, ein Gegensystem - eine Gegenrealität oder ein Gegenkollektiv zu gründen,
ich sitze immer noch in der Falle.
Liebe Testrattenkollen, ich habe alles ausprobiert und der Trick mit den Vertrauenstestratten und den Gewerkschaftlertestratten funktioniert nicht wirklich.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]Es interessiert mich einen Scheißdreck welche Erfahrung Du oder andere gemacht haben, ich kenne Menschen, die schon seit Jahrzehnten auf der Straße leben, und deren Schicksale nicht mehr zu unterbieten sind. [/B][/QUOTE]

Ja - und?

Was hat das mit dem Thema zu tun?

Um in Deutschland auf der Staße zu landen, bzw. längerfristig dort zu bleiben, muss man schon sehr kräftig mithelfen und konsequent jegliches Hilfsangebot (die es mannigfaltig gibt) ablehnen. Das sind ebenso konkrete Erfahrungen, wie Deine angeblichen Beobachtungen. Und nun?


....
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Die Industrie macht die Kriege übrigens nicht, so etwas wurde von Rot-Grün beschlossen. Die Branche hat übrigens in Friedenszeit nicht schlechter verdient, denn Rüstungsgüter haben keine Konjunturphasen. So gibt die BW heut z.B. weniger Geld für Anschaffunge aus als in den 90ern. [/B][/QUOTE]

Die Rrüstungsindustrie "macht" die Kriege insofern doch - hat zumindest einen aktiven Anteil daran, indem sie dem Bedürfnis - des Staates und seiner Bonzen - nach Kriegen erstens Rechnung trägt - und es allein durch ihre Existenz zweitens reproduziert...der Henker schwingt auch nur das Beil - oder aktiviert den Strom in dem elektrischen Stuhl...nachdem die Hinrichtung andernorts beschlossen wurde...macht das den Henker etwa zu einem besseren Menschen, indem er nur die Befehle von anderen, noch größeren Verbrechern ausführt...? von Leuten in Regierungspositionen, die die entsprechenden Gesetze beschliessen - oder der Jury und den Kadis, die das Urteil auf der Grundlage jener Gesetze gefällt haben...? die Industrie, in dem Fall die für Rüstungsgüter - führt nur einen Bedarf aus, der andernorts entsteht...und macht sich so zum Mittäter und Komplizen der Kriegstreiber - der kapitalistischen Regierungen, die für ihre Kriege diesen Bedarf erst schaffen...der Richter und sein Henker sind nicht zu trennende Bestandteile desselben Mechanismus - der erstere ist des letzteren Bedingung, sie spielen sich wechselseitig in die Hände. Keiner funktioniert ohne den jeweils anderen...und die Rüstungsindustrie profitiert davon, macht damit Gewinn...und forciert dadurch gleichzeitig weiteren Bedarf - damit noch weitere Kriege geführt werden können, übt sie entsprechenden Druck auf den Markt aus...denn sie will ja auch nur "leben"...und mit ihr die von ihr abhängigen, abhängig gemachten Lohnsklaven...das Beispiel ist bestens geeignet aufzuzeigen, wie im Kapitalismus Bedarf geschaffen und reproduziert, wie unnütze Arbeit im Interesse der Konzerne und des Staates geschaffen wird...
Ronin76Besser als Xeno hätte ich es auch nicht beschreiben können. Das erinnert mich auch an das Beispiel eines Soldaten der sich als "nicht schuldig" betrachtet nachdem er einen Menschen erschossen hat, weil er ja nur Befehle ausgeführt hat. Zur Verteidigung wird dann ja oft noch gleich im Anschluß hinzugefügt, daß es sonst jemand anderst getan hätte.

Klar, mit so einer Einstellung wird es immer Kriege und Opfer geben. Aber war wäre denn wenn Krieg wäre und keiner geht hin ? Und keiner liefert Waffen ? Ich halte so eine Einstellung und Argumentation wie von Seneca beschrieben für sehr fatal und verantwortungslos. Dies ist im Grunde eine Bewußtseinssache und dieses Bewußtsein ändert sich leider nur sehr langsam. So etwas wird auch nicht in Schulen gelehrt.

PS: Es sollte einfach mal mehr Nein-Sager geben. Leute welche den Mut haben, die Konsequenzen eines "Neins" ertragen zu können. "Nein" zu Gruppenzwang, "Nein" zu Befehlen, usw.
Hellscream[QUOTE]geschrieben von Seneca
Es soll sogar welche geben die sich an der Arbeit fast wie zu Hause fühlen, weil sie etwas bewegen in der Welt.[/QUOTE]

Zu Mindestens hätte ich das theoretisch. Effektiv bin ich davon bedroht später Sklaven abzurichten, auf das sie ihren Herren besser dienen. Aber ich finde es schön das es noch einige Paradiese gibt. Nur sehe ich schon die dunklen Wolken am Horizont aufziehen, welche diese Paradiese bedrohen, auch meines.

[QUOTE]geschrieben von ArrogantNick
Von dieser Warte aus gibt es keine völlig sinnlose Arbeit.[/QUOTE]

So lange sie noch der Unterdrückung dient, gibt es diese tatsächlich nicht.

[QUOTE]geschrieben von Cagliostro
Yep, Rot Front, Genosse!

Nun, gegen die Welt und ihre Gesetze trete ich nicht an.

Denn die Gesetze lauten: fange Mammuts und schaue, dass du im Winter eine Hütte hast, in die es nicht reinregnet, aber alles was über diesen Punkt geht, ist bereits das Feld der Ideologie.
Und für bunte Schraubenzieher zu arbeiten, ist alter Wein in neuen Schläuchen.
Lohnsklaven mit verbesserten Arbeitsbedingungen lassen sich einlullen und merken nicht, dass einfach diese Form der nichtselbständigen Arbeit eines echten Menschen nicht würdig ist, selbst wenn man mit dem Bentley abgeholt wird und den ganzen Tag Frühstücksdirektor ist, der Grundsatz bleibt: "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing", ergo ist dies damit unwürdig.

Nun, ich bin nur nichts wert im Kontext, im Gesamtzusammenhang,
ich bin so wenig wert, wie ihr alle anderen Idioten aus
Golgafrincam.
Manche von uns durchschauen das Spiel, manche nicht.
Egal.
Es nützt mir auch nix, ein Gegensystem - eine Gegenrealität oder ein Gegenkollektiv zu gründen,
ich sitze immer noch in der Falle.
Liebe Testrattenkollen, ich habe alles ausprobiert und der Trick mit den Vertrauenstestratten und den Gewerkschaftlertestratten funktioniert nicht wirklich.
[/QUOTE]

Die gegenwärtige Welt und ihr Gesetzt ist der größte Gegner derer ich habhaft werden kann, warum auf weniger lohnende Ziele zu steuern? Vor allem wenn man noch gute Gründe dafür nennen kann, das sie geknechtet werden soll. Und es muss erwähnt werden, nicht ich habe mir diese Welt zum Feinde gemacht, sie hat mich dazu aufgewiegelt.

Schade denn wenn der Mensch nicht für sein eigenen Wert einsetzt, ich werde ihm denn Wert nicht anerkennen. Ich könnte ihm denn Wert dann auch gar nicht verleihen. Das was dann bleibt nennt sich Mitleid, ich bin mir nur nicht ganz sicher, ob dieses Prinzip in Zukunft nicht gestrichen werden sollte.

Diese Falle in der du sitzt nennt sich im überigen Welt. Und in der Falle dessen was existiert sitzen wir alle, mit der ganzen Qual, dem Leid, der Erniedrigung, dem Schmerz, der Verzweiflung und der Ungerechtigkeit, aber auch mit der Freude, der Liebe und den anderen schönen Dingen, die uns hier festhalten. Ein konsequentes nein dazu, wäre der Selbstmord.
WaldemarOT
aber spielt ja indirekt ins Thema

[QUOTE]Ich habe die Erfahrung gemacht, dass einige der erfolgreichtsten Beziehungen auf Lügen und Betrug basieren. Da sie normalerweise so enden, kann man doch auch gleich so beginnen.[/QUOTE]

[QUOTE]Es befinden sich weltweit über 550 Millionen Schusswaffen in Umlauf. Das heißt auf diesem Planeten hat jeder 12. Mensch eine Schusswaffe. Das führt zu der einen Frage: Wie bewaffnet man die anderen 11?[/QUOTE]

[QUOTE]Wenn man zum erstenmal eine Waffe verkauft ist das so ähnlich wie der erste Sex. Man hat absolut keine Ahnung was man da macht, aber es ist aufgregend und so oder so ist es viel zu schnell vorbei[/QUOTE]

Zitate Lord of War. Sollte sich jeder mal anschauen, der ihn noch nicht kennt. Aktueller denn je.

Bonus Info DVD: Wie Regisseur Niccol erzählt, war es billiger, Waffen für den Film real zu kaufen. So saß das Team nach dem Dreh dann auf 3000 Kalaschnikovs und ein paar Panzern, und die Statisten kriegten schon mal Anweisungen in der Art: "Passt ein bisschen mit den Gewehren auf, die sind alle echt."
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Besser als Xeno hätte ich es auch nicht beschreiben können. Das erinnert mich auch an das Beispiel eines Soldaten der sich als "nicht schuldig" betrachtet nachdem er einen Menschen erschossen hat, weil er ja nur Befehle ausgeführt hat. Zur Verteidigung wird dann ja oft noch gleich im Anschluß hinzugefügt, daß es sonst jemand anderst getan hätte.[/QUOTE]

Dazu noch schnell ein [URL=http://www.antipsychiatrieverlag.de/versand/titel/gruen_wahn.htm]Buchtipp[/URL]. In besagtem Buch, legt der Autor sehr schön dar, dass diese Art verqueres, unverantwortliches Verhalten, anerzogen ist und ganz gewiss nicht nur mit dem herrschenden System zusammenhängt, sondern mit viel grunsätzlicheren, menschlichen Anlagen. Ich war/bin sehr begeistert von den Darlegungen.

****

Hellscream,-

[QUOTE]So lange sie noch der Unterdrückung dient, gibt es diese tatsächlich nicht.[/QUOTE]

...es geht mir nicht um Unterdrückung und Klassenkampf. Ich bezog mich einfach auf meinen Alltag, in dem ich feststellte, dass es ungleich schwerer ist, sich (s)einen (Arbeits-)Tag selbstständig und mit freier Zeiteinteilung selbst zu strukturieren (und sich zu motiovieren), als wenn ein festes Korsett vorliegt, z. B. in Form eines Arbeitgebers und daraus resultierend vorgegebenen, festen Arbeitszeiten. Zuerst tat ich mal eine Weile gar nichts und genoss es auch. Aber zunehmend kam mir die Struktur abhanden. Ich wusste nicht mehr recht, wozu ich am Morgen aufstehe, wurde übellaunig und fühlte mich nicht wohl. Das änderte sich erst wieder, seit ich mir selbst das verordnete, was meinem Tag Struktur und mir damit Halt gibt ~> Arbeit. Das ist neben Erwerbsarbeit auch Hausarbeit, Gartenarbeit und ich versuche mich als Autorin zu etablieren, ergo auch geistige und Schreibarbeit. Für mich ist Arbeit nicht sinnlos, sie hilft mir und macht mich glücklich. Viele Menschen verlieren den Halt und die Struktur, so sie ihre Arbeit verlieren und ich kann das sehr gut verstehen.

Mein Gatterich meinte letzthin auch, dass er selbst nach einem Millionengewinn im Lotto, zwar den ganzen Schreibtischhengsten in seiner Firma auf den Schreibtisch kacken wollen würde, dass er aber dennoch niemals seine Arbeit würde aufgeben wollen, weil sie ihn zufrieden macht. Es geht also längst nicht nur um Geld.

....
LaChatteHi

zum Thema sinnlose Arbeit: ich glaube, die ganzen Call-Center-Leute, die andere anrufen müssen um ihnen Telefonabos, Tiefkühlkost, Wein und neue Küchen aufzudrängen, die würden gar niemandem fehlen. Und diese Sorte von "Arbeit" würde auch den Betreffenden nicht fehlen, das macht ja kaum jemand aus Liebe zum Beruf, sondern aus Notwendigkeit zum Geldverdienen neben dem Studium.


Tagesstruktur ist allerdings sehr wichtig, wenn ich diese nicht hätte, dann würde ich vermutlich meine Tage damit verbringen, mich mir irgendwas dauerzuzudröhnen. Und das "ich brauche etwas Sinnvolles zu tun" ist wohl für alle wichtig. Ich seh's bei meinem Vater, der nun doch (eher widerwillig) in Rente ging, ich seh's bei meinem Freund, der aufgrund eines Unfalls nicht mehr arbeiten kann... sie alle suchen sich was zu tun. Etwas Sinnvolles. Etwas, wo sie andere Leute treffen können, und manchmal ist es noch nicht mal so einfach, etwas finden zu können.

grüsse, barbara
WaldemarUnd warum besteht die halbe Republik nur noch aus Call Centern? Weil der Sinn des Lebens die Arbeit ist?

Ich kenne dieses Wertedenken durch meine jahrelange Maloche als CNC Fräser bei Siemens, AEG und Borsig. Traditionelle große deutsche Firmen mit straffer Hirachie und ein typisch deutschen Tugenden wie z.B. "nach oben buckeln, nach unten treten". Die Facharbeiter streben nach Anerkennung, Bewunderung, Werkstolz.. Wen ich nur hart genug arbeite, brauche ich mich nicht schuldig fühlen. Verantwortung ausleben. Arbeit gibt mir Sicherheit und Ordnung im Leben. Zuhause fällt mir die Decke auf den Kopf werde depressiv..bla bla usw.

Aber die Arbeit ansich ist reine Zweckbedingung. Arbeit = Lohnarbeit.

Im typischen Verhältnis kauft der Unternehmer unsere Arbeitskraft, um Profit zu machen, dass heißt arbeitsloses Einkommen zu erwirtschaften. Den Profit braucht der Unternehmer zum investieren in das Unternehmen.

Es wird gearbeitet, damit gearbeitet werden kann. Es wird konsumiert, damit weiter konsumiert werden kann, es wird Profit gemacht, damit noch mehr Profit produziert werden kann.

Man kann sich nur selber einen Sinn geben.. Aber Arbeit ansich hat keinen Sinn.

Sinn entsteht für mich erst dann, wenn gemeinschaftlich und gleichberechtigt selbst darüber bestimmt wird, was wir tun oder nicht tun, auf welche Art, wann, zu welchem Zweck und für wen...
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
Man kann sich nur selber einen Sinn geben.. Aber Arbeit ansich hat keinen Sinn.[/quote]

Doch - den, den ich ihr in meinem Lerben gebe. Das kann ein anderer sein, als Du ihn Deiner Arbeit gibst. Ich persönlich stellte das an mir fest, was ich bereits schilderte und was mir viele Menschen aus ihren Erfahrungen ebenfalls bestätigten.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
Sinn entsteht für mich erst dann, wenn gemeinschaftlich und gleichberechtigt selbst darüber bestimmt wird, was wir tun oder nicht tun, auf welche Art, wann, zu welchem Zweck und für wen... [/QUOTE]

Außer dem 'Gemeinschaftlich und Gleichberechtigt' (das bin ich sowieso, da mein eigener Chef), sieht mein (Arbeits-)Leben exakt so aus. Ich habe darauf hingearbeitet und nun bin ich da.

....
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]Dazu noch schnell ein [URL=http://www.antipsychiatrieverlag.de/versand/titel/gruen_wahn.htm]Buchtipp[/URL]. In besagtem Buch, legt der Autor sehr schön dar, dass diese Art verqueres, unverantwortliches Verhalten, anerzogen ist und ganz gewiss nicht nur mit dem herrschenden System zusammenhängt, sondern mit viel grunsätzlicheren, menschlichen Anlagen. Ich war/bin sehr begeistert von den Darlegungen.[/quote]

Genau! Es wurde dir anerzogen...das gesellschaftlich als konform erwünschte Denken, normgerechtes Verhalten ist also anerzogen...sehe ich ganz genauso wie du...doch von wem wurde es dir anerzogen...? vom Lieben Gott...? Vom Heiligen Geist...? Von der Jungfrau Maria...? Nun, dicht dran vielleicht, aber nicht ganz...na, wann fällt endlich der Groschen...? Von wem wurde es dir anerzogen? - von der Gesellschaft selbst, die dich so zurichtet, wie sie "den Menschen" haben will - in der Schule oder sogar schon im Kindergarten, werden Menschen zu gehorsamen, künftigen "Staatsbürgern", zu fremdbestimmter Arbeit dressiert, wird ihnen "Respekt vor der Obrigkeit" - oder gar "Respekt vor Gott" - wie es neuerdings schon wieder heisst - angedrillt...alles vor dem Hintergrund der Angst vor Strafe - bei Versagen oder Gehorsamsverweigerung...und wer ist für das herrschende Erziehungssystem, dass diese und keine anderen Normen und Zwänge vermittelt, verantwortlich...?
ArrogantNickDu solltest das Buch wirklich mal lesen....

...
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Und das "ich brauche etwas Sinnvolles zu tun" ist wohl für alle wichtig. Ich seh's bei meinem Vater, der nun doch (eher widerwillig) in Rente ging, ich seh's bei meinem Freund, der aufgrund eines Unfalls nicht mehr arbeiten kann... sie alle suchen sich was zu tun. Etwas Sinnvolles. Etwas, wo sie andere Leute treffen können, und manchmal ist es noch nicht mal so einfach, etwas finden zu können.[/B][/QUOTE]

Mich erstaunt ehrlich gesagt immer wieder, wie wenig die meisten Leute mit sich selbst anzufangen wissen und ständig irgendwelche Unterhaltungsprogramme benötigen, um sich nicht zu langweilen. Ich hätte in keinster Weise ein Problem damit, in Rente zu gehen oder warum auch immer niemehr Malochen gehen zu müssen, ganz im Gegenteil, dann könnte ich endlich mal all den Interessen nachgehen, die ich derzeit wegen ständigem Zeitmangel weit hinten anstellen muß.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von ÂmeNoir [/i]
[B]Mich erstaunt ehrlich gesagt immer wieder, wie wenig die meisten Leute mit sich selbst anzufangen wissen und ständig irgendwelche Unterhaltungsprogramme benötigen, um sich nicht zu langweilen. Ich hätte in keinster Weise ein Problem damit, in Rente zu gehen oder warum auch immer niemehr Malochen gehen zu müssen, ganz im Gegenteil, dann könnte ich endlich mal all den Interessen nachgehen, die ich derzeit wegen ständigem Zeitmangel weit hinten anstellen muß. [/B][/QUOTE]

Oh, vertu Dich mal nicht. Als ich noch Vollzeit arbeitete und wir uns den Hintern aufrissen um endlich aus der Geringverdienerfalle auszubrechen, da dachte ich exakt wie Du. Als es dann soweit war und die klaren Zeitvorgaben wegfielen, da hatte ich natürlich erst einmal Spaß für 10, was aber nicht endlos anhielt. Die Zeit verlor ihre Struktur und ihren Wert, einfach weil ich zuviel davon hatte und es nichts gab, weswegen ich mich hätte beeilen müssen. Da verschwindet die Motivation sehr schnell und der Schlendrian hält Einzug. Es ist dann gar nicht so leicht, sich wieder aus diesem Loch zu befreien und seinen Alltag sinnvoll zu strukturieren.

Im Übrigen, ich erwähnte es bereits, gibt es auch Arbeit, abseits der Erwerbsarbeit, die nichtsdestotrotz Arbeit ist und sogar richtig Spaß machen und sehr wichtig sein kann. Ehrenämter fallen z. B. in diese Kategorie. Mich stört hier im Thema eigentlich die per se negative Definition des Begriffs 'Arbeit', wobei diese sogar heilsam sein kann, Stichwort 'Kreativ- und Beschäftigungstherapie'. Ich habe mal, im Zuge einer Wiedereingliederungsmaßnahme, in einer Töpferwerkstatt gerabeitet und das war beides, kreativ und ein Knochenjob - aber es hat auch große Freude gemacht und war sehr wichtig für mich auf meinem Entwicklungsweg.

....
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von ÂmeNoir [/i]
[B]Mich erstaunt ehrlich gesagt immer wieder, wie wenig die meisten Leute mit sich selbst anzufangen wissen und ständig irgendwelche Unterhaltungsprogramme benötigen, um sich nicht zu langweilen. Ich hätte in keinster Weise ein Problem damit, in Rente zu gehen oder warum auch immer niemehr Malochen gehen zu müssen, ganz im Gegenteil, dann könnte ich endlich mal all den Interessen nachgehen, die ich derzeit wegen ständigem Zeitmangel weit hinten anstellen muß. [/B][/QUOTE]

hallo, es geht doch nicht um "Unterhaltungsprogramme"? Es geht, wie Mischa schon ansprach, um ehrenamtliche Arbeit und um eben genau darum, den eigenen Interessen nachzugehen. Das hat eine Spannweite von "ein Café in den französischen Banlieus führen" bis "den Jakobsweg gehen" und wird durchaus nach dem Lustprinzip ausgewählt und umgesetzt.


Das andere ist, dass ich selbst überhaupt keine Lust habe, bis zur Rente zu warten, bis ich endlich meinen Interessen nachgehen darf, sondern meine Interessen zu meinem Beruf machte. Arbeit und Leben sind nicht zwei verschiedene Dinge, sondern Arbeit ist ein wichtiger, wesentlicher, befriedigender Teil meines Lebens. Klar manchmal auch schwierig und klar gibts immer Dinge, die ich nicht so toll finde (Papierkram zum Beispiel), aber das gehört nun mal dazu. Im Grossen und Ganzen liebe ich das, was ich tue, und würde mit niemandem auf der Welt tauschen wollen.

grüsse, barbara
HellscreamNur die wenigsten haben das Glück ihrer Leidenschaft in Form von Arbeit nach gehen zu können.
SenecaJeder ist seines Glückes Schmied. Das gilt für einige sogar wörtlich. Fakt ist aber, denn ich höre es sehr sehr häufig, das die ansolute Mehrheit den Anfang scheut...denn der ist mitunter hart.
HellscreamIllusorische Willensfreiheit. Außerdem kann nicht jeder das machen was er will, die Funktionalität würde sich aufheben. Es gibt eben auch echt langweilige, stumpfe und harte Arbeit zu tun. Und wenn man sie zwingen Müsste, man würde es tun. Ich korrigiere „man tut es“.
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
...denn der ist mitunter hart. [/B][/QUOTE]

...und naiv.
SenecaProbiers erst mal aus. Naiv ist es einfach dazuhocken und darauf zu warten das die anarchistische Weltrevolution deine Sorgen löst.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Probiers erst mal aus. Naiv ist es einfach dazuhocken und darauf zu warten das die anarchistische Weltrevolution deine Sorgen löst. [/B][/QUOTE]

Aber sowas von! Full Ack! :D

****

LaChatte,-

[QUOTE]Das andere ist, dass ich selbst überhaupt keine Lust habe, bis zur Rente zu warten, bis ich endlich meinen Interessen nachgehen darf, sondern meine Interessen zu meinem Beruf machte. Arbeit und Leben sind nicht zwei verschiedene Dinge, sondern Arbeit ist ein wichtiger, wesentlicher, befriedigender Teil meines Lebens. Klar manchmal auch schwierig und klar gibts immer Dinge, die ich nicht so toll finde (Papierkram zum Beispiel), aber das gehört nun mal dazu. Im Grossen und Ganzen liebe ich das, was ich tue, und würde mit niemandem auf der Welt tauschen wollen.[/QUOTE]

....geht mir ganz genauso. :)

Grüßle
Mischa
Asmodai1985[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Jeder ist seines Glückes Schmied.[/B][/QUOTE]

In einer perfekten Welt wäre es so, keine Frage. Und was ich jetzt sage soll auch keine Entschuldigung für Faulheit oder "Nichtleistung" sein, aber was passiert wenn man diesen Gedanken in unserer derzeitigen Gesellschaft zu Ende denkt sieht man ja....denn wenn man so denkt folgt daraus dass jeder der NICHT arbeitet selbst schuld daran ist.
Und daher ohne Ende vom Staat und den Behörden schikaniert, unter Druck gesetzt und faktisch einiger seiner Bürgerrechte beraubt werden darf (Hartz IV). Dabei unterstützt die Politik derzeit die Konzerne geradezu in ihrer Art, zwecks Profitsteigerung und Verabsolutierung des Shareholder Value immer mehr Mitarbeiter zu entlassen oder in prekäre Arbeitsverhältnisse aufzunehmen.

Und mal ehrlich.....wenn der gezahlte Lohn kaum höher ist als die Stütze, ich keinerlei Planungssicherheit für die Zukunft habe weil der Kündigungsschutz "flexibilisiert" worden ist, ich den Launen der Chefetagen hilflos ausgeliefert bin weil ich kaum noch Rechte habe und wegen jeder Kleinigkeit sofort entlassen werden kann weil mal wieder "Effizienzsteigerung" angesagt ist....warum sollte ich dann arbeiten gehen? DAS zerstört den Leistungswillen in der Bevölkerung, und nicht die ach so hohen Sozialleistungen.


"Jeder ist seines Glückes Schmied".....wer so denkt verkennt die Realität total, denn die existierenden Macht- und Verteilungsasymmetrien verhindern dies für einen großen Teil der Menschen. (Zumindest was das wirtschaftliche, materielle Glück angeht.) Und diese Asymmetrien werden derzeit immer weiter verstärkt, während auf die, die darunter zu leiden haben, immer härter eingedroschen wird.
ArrogantNickAsmodai1985,
lies mal nach hier, das hatten wir alles schon in epischer Breite. ;-) Der/Ein Lösungsansatz war/ist, eine Selbstständigkeit zu wagen oder generell eine Veränderung. Zusätzlich versuche ich wiederholt darauf hinzuweisen, dass es eben nicht nur Erwerbsarbeit gibt und dass weder diese per se schlecht sein muss, noch dass Arbeit, auch abseits des Brotwerwerbs, generell etwas Schlechtes wäre. Im Gegenteil, ist sie oftmals sinnstiftend und strukturgebend, ja, und macht auch noch Spaß, wie LaChatte und Seneca dankenswerter Weise auch ins Feld führen.

Gründe um in einer Art Schreckstarre zu verharren, die finden sich immer. Die Kunst ist wohl auch an sich selbst zu glauben und daran, dass man auch noch etwas Anderes (er-schaffen) kann/könnte in seinem Leben.

....
Asmodai1985Ok, ich muss zugeben ich war zu faul um den ganzen Thread zu lesen;) Bei dem Thema geb ich halt zu gerne meinen Senf dazu.

Aber dass Arbeit an sich was schlechtes ist hab ich mit keinem Satz behauptet^^ Im Gegenteil, ich glaub wenn ich meine Arbeit nicht hätte würd ich eingehen. Ich finde es halt nur unverantwortlich Menschen, die keiner Lohnarbeit nachgehen, grundsätzlich selbst dafür verantwortlich zu machen. Mag im Einzelfall zutreffen (das sind dann die Fälle, die in Bild und Talkshows breitgetreten werden), aber es gibt eben auch systemische Gründe für die hohe Arbeitslosigkeit, und damit meine ich NICHT einen "überzogenen" Sozialstaat.
Und dass es Arbeit abseits der Lohnarbeit gibt stimmt natürlich, aber bevor man sich anderweitig verwirklichen kann muss nun mal das Brot auf den Tisch.
Aber sorry falls ihr dass ihr alles schon mal durchgekaut habt....in dem Falle einfach ignorieren;)
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
Probiers erst mal aus. Naiv ist es einfach dazuhocken und darauf zu warten das die anarchistische Weltrevolution deine Sorgen löst.[/QUOTE]

Deine Theorien gehen mal wieder völlig am Leben vorbei. Es gibt zur heutigen Zeit zwei Gruppen, die noch in der Lage sind Risiken einzugehen.

1. Menschen, die es sich leisten können

2. Menschen, die rein gar nichts mehr zu verlieren haben.

und dann gibt es noch den ein oder anderen Glückspilz wie vielleicht Deiner einer.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai1985 [/i]
[B]aber was passiert wenn man diesen Gedanken in unserer derzeitigen Gesellschaft zu Ende denkt sieht man ja....denn wenn man so denkt folgt daraus dass jeder der NICHT arbeitet selbst schuld daran ist.[/B][/QUOTE]

Wenn ein gesunder Mensch nichts tut, wer sollte dafür verantworltlich sein ausser eben dieser Mensch?

Ich rede noch nicht mal von Erwerbsarbeit im Sinne von: Geld verdienen. Ich rede von : tätig sein. Etwas tun. Was durchaus darin bestehen kann, täglich rund um den eigenen Wohnblock herum Abfall zu sammeln oder mal bei der alten Nachbarin zu klingeln und anzubieten, ihr die schweren Sachen schleppen helfen oder eine Glühbirne auszuwechseln.

Tatsächlich, ich bin der Meinung, dass alle, die nichts tun, ganz allein dafür verantwortlich sind.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai1985 [/i]
[B]
Und daher ohne Ende vom Staat und den Behörden schikaniert, unter Druck gesetzt und faktisch einiger seiner Bürgerrechte beraubt werden darf (Hartz IV). Dabei unterstützt die Politik derzeit die Konzerne geradezu in ihrer Art, zwecks Profitsteigerung und Verabsolutierung des Shareholder Value immer mehr Mitarbeiter zu entlassen oder in prekäre Arbeitsverhältnisse aufzunehmen.[/B][/QUOTE]

Prekäre Arbeitsverhältnisse sind tatsächlich ein Problem, dem möchte ich nicht widersprechen.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai1985 [/i]
[B]
Und mal ehrlich.....wenn der gezahlte Lohn kaum höher ist als die Stütze, ich keinerlei Planungssicherheit für die Zukunft habe weil der Kündigungsschutz "flexibilisiert" worden ist, ich den Launen der Chefetagen hilflos ausgeliefert bin weil ich kaum noch Rechte habe und wegen jeder Kleinigkeit sofort entlassen werden kann weil mal wieder "Effizienzsteigerung" angesagt ist....warum sollte ich dann arbeiten gehen? [/B][/QUOTE]

Genau solche Themen haben mich dazu bewogen, mich selbständig zu machen.

Wobei, ich gestehe ohne weiteres, es gab immer wieder Zeiten, wo ich geflucht hab und mich gefragt hatte, warum ich mich nicht psychisch krank stelle oder ein paar seltsam-diffuse Schmerzen erfinde, mir von einem netten Arzt eine Arbeitsunfähigkeit verschreiben lasse, und es mir bescheiden, aber durchaus bequem in der sozialen Hängematte gemütlich mache.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai1985 [/i]
[B]
DAS zerstört den Leistungswillen in der Bevölkerung, und nicht die ach so hohen Sozialleistungen.[/B][/QUOTE]

Das zerstört höchstens den Willen, in einem Angestelltenverhältnis zu arbeiten.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai1985 [/i]
[B]
"Jeder ist seines Glückes Schmied".....wer so denkt verkennt die Realität total, denn die existierenden Macht- und Verteilungsasymmetrien verhindern dies für einen großen Teil der Menschen. (Zumindest was das wirtschaftliche, materielle Glück angeht.) Und diese Asymmetrien werden derzeit immer weiter verstärkt, während auf die, die darunter zu leiden haben, immer härter eingedroschen wird. [/B][/QUOTE]

Wir leben in einer Gesellschaft, die so frei ist, wie es noch überhaupt nie eine gegeben hat. Du hast die Freiheit, dir ein Geschäft zu gründen, und du wirst dabei unterstützt werden. Es entstehen in den nächsten Jahren neue Strukturen, und es gibt die Chance, diese mitzugestalten. Wer etwas erreichen will, der kann das heute tun und an einer besseren Welt mitarbeiten. Aber getan muss es werden, es tut sich nicht von selbst.

grüsse, barbara
SenecaIch höre hier immer das Gerede vom Markt. ich kenne keinen Markt...Ich kenne lediglich die Wünsche meiner Kunden und ich bin sklavisch bemüht diese zu erfüllen *g*

...und wenn es heisst das ich jemandem seine bestellten Sklavenketten eigenhändig anlegen muss.

Ich kanns halt einfach nicht lassen, selbst wenn man mich dafür bezahlen würde.

Mein Beruf hat eine 3500 jährige Tradition, ist quasi das zweitälteste Gewerbe der Welt.
Irgendwas lässt sich da immer verkaufen.

Reich werd ich damit nie werden, aber darum geht es auch nicht, denn dazu bin ich viel zu faul. Nach 5 Stunden an der Esse ist bei mir auch der Ofen aus. 12-14 Stunden pro Tag für ein Werkstück sind keine Seltenheit, aber ich bin lieber langsam als Ungenau.

genau diesen Vorwurf habe ich als Handwerker früher oft gehört...so oft das sich diesen Wahnsinn von unendlicher Leistung und Effizienz irgendwann satt hatte und anfing meine eigenen Rechnungen zu schreiben...in denen ich den Faktor Arbeit lächerlich günstig einfließen lassen.
AzaIch finde das Rumgeheule von Arm und Reich, Bonzen und Sklaven sowas von ätzend und ermüdet...
Das ist wie Jahrelang vor einem Berg ungewaschener Wäsche zu sitzen und jeden, der vorbei kommt darauf hinzuweisen und sich zu beschweren, anstatt ihn einfach mal anzupacken, auch wenn es etwas länger dauert.

Klaro wird der Eine reich und der Andere arm geboren, aber dennoch kann der Arme loslegen und Millionär werden, während der Reiche sich durch Drogen auf Grund von fehlendem Lebensinhalt selbst zerstört.

Hört doch auf dauernd mit dem Finger auf Missstände zu zeigen..
Ihr Alle helft doch tüchtig mit, in dem ihr die Computer der "Bonzen" kauft, die durch die Energie der finstren Energiekonzerne betrieben wird...

Macht doch mal einen Thread auf ala "wie können wir etwas verändern" anstatt nur Gehirngrütze zu verbreiten.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
Ich finde das Rumgeheule von Arm und Reich, Bonzen und Sklaven sowas von ätzend und ermüdet...
Das ist wie Jahrelang vor einem Berg ungewaschener Wäsche zu sitzen und jeden, der vorbei kommt darauf hinzuweisen und sich zu beschweren, anstatt ihn einfach mal anzupacken, auch wenn es etwas länger dauert.[/QUOTE]

Was eine schöne Metapher! Waschfrauen unter sich.... da sehe ich Gothanthrop, Xeno, Hellscream, Ronin und wie sie alle heißen, gleich mit ganz anderen Augen, so vor ihrem Wäscheberg, bewaffnet mit Leine, Klammern, Pulver, ein bisschen Weichspüler und mindestens einer Tonne Fleckensalz + "Ace" milde Bleiche. :D

Mein Abend ist gerettet, ich lieg kichernd im Eck - DANKE!

Grüßle
Mischa
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Ich höre hier immer das Gerede vom Markt. ich kenne keinen Markt...Ich kenne lediglich die Wünsche meiner Kunden und ich bin sklavisch bemüht diese zu erfüllen *g*[/quote]

..du siehst den Markt nicht..? Du bist der Markt - du erfüllst einen Bedarf, der auf anderen Teilgebieten aufgrund anderer Interessen entsteht...du erfüllst Bedarf - und du erzeugst durch deine Arbeit, bzw. deine Produkte gleichzeitig anderen, neuen Bedarf an anderer Stelle, dem andere nachzukommen haben...das und nichts anderes ist der "Markt"...

[quote]Mein Beruf hat eine 3500 jährige Tradition, ist quasi das zweitälteste Gewerbe der Welt.
Irgendwas lässt sich da immer verkaufen.

Reich werd ich damit nie werden, aber darum geht es auch nicht, denn dazu bin ich viel zu faul. Nach 5 Stunden an der Esse ist bei mir auch der Ofen aus. 12-14 Stunden pro Tag für ein Werkstück sind keine Seltenheit, aber ich bin lieber langsam als Ungenau.

genau diesen Vorwurf habe ich als Handwerker früher oft gehört...so oft das sich diesen Wahnsinn von unendlicher Leistung und Effizienz irgendwann satt hatte und anfing meine eigenen Rechnungen zu schreiben...in denen ich den Faktor Arbeit lächerlich günstig einfließen lassen. [/QUOTE]

...und welches wäre das älteste Gewerbe :D ? nun, Schwerter wurden schon im alten Rom geschmiedet...und davor in Griechenland und Ägypten...an sich ein toller Beruf, das gebe ich zu...nur sind die Resultate oft ebenso zweifelhaft wie alle anderen auch, die erbracht werden, weil irgend jemand danach verlangt...schon damals brauchte man Schwerter, um damit seine Armeen auszurüsten - und den "Feind" zu töten...und nur ganz selten wurden Pflugscharen daraus gemacht...
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
...und welches wäre das älteste Gewerbe :D ? [/QUOTE]

Meins .... na ja, heute nicht mehr. Gevögelt wurde allerdings nun einmal schon, bevor es Metallverarbeitung gab. ;)

....
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]...und nur ganz selten wurden Pflugscharen daraus gemacht... [/B][/QUOTE]Tatsächlich habe ich schon manchen Euro mit der Reparatur von Zugpflügen und Scheibeneggen verdient.
AzaWelcome, Frau Nick =)
Waldemar[QUOTE]Ich finde das Rumgeheule von Arm und Reich, Bonzen und Sklaven sowas von ätzend und ermüdet...[/QUOTE]

Ich finde das Rumgeheule über das Rumgeheule nicht minder ätzend, langweilig und ermüdend. Denn das ist auch immer das Gleiche bla bla... Hier jammern sowieso alle, jede Lobby, alle auf höchsten Niveau. Normales menschliches Verhalten. Alles nur ein Zeichen von Unzufriedenheit, dass man eigentlich allen zugestehen sollte. Du zeigst genauso mit dem Finger...

Der Mensch jammert vor allem dann, wenn er genau den Luxus hat, sich das Jammern leisten zu können. Dann fokussiert er auf die drei Dinge, die nicht gehen. Wenn 25 wichtige Dinge nicht funktionieren, dann kümmert er sich darum, dass sie wieder ans Laufen kommen. Wenn man so jammert, ist es im allgemeinen so, dass es einem noch relativ gut geht. Außerdem wird nicht so heiß gegessen wie gekocht wird.

Bedenklicher ist die Stille. Wenn man still wird, sieht die Sache ganz anders aus. Ich empfehle jedem mal sich in lange Schlangen beim Jobcenter anzustellen. Da jammert keiner, auch nicht nach dem stundenlangen anstellen. In Politik und Wirtschaft/Medien sieht das viel schlimmer aus.

Mischa und Lachatte, werden mir sicher recht geben, dass man erstmal verzweifelt und unzufrieden sein muss, um erst Visionen entstehen zu lassen, wie man was verändern kann. Es hat alles seine zwei Seiten..
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Mischa und Lachatte, werden mir sicher recht geben, dass man erstmal verzweifelt und unzufrieden sein muss, um erst Visionen entstehen zu lassen, wie man was verändern kann. Es hat alles seine zwei Seiten.. [/B][/QUOTE]

Das hat durchaus was.

Wer zufrieden ist mit sich selbst und der Welt hat ja keinen Grund, irgend etwas zu verändern...

Allerdings, zu viel Verzweiflung blockiert. Aber da muss man das Herz in beide Hände nehmen und trotzdem weiter gehen.

grüsse, barbara
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
Macht doch mal einen Thread auf ala "wie können wir etwas verändern" anstatt nur Gehirngrütze zu verbreiten. [/B][/QUOTE]

Ich bin in einer Arbeitsgruppe und setze für mich für die Menschenwürde und Rechte psychisch Erkrankter ein, sowie der Menschen, die durch das Raster fallen - mal salopp ausgedrückt.

Wie groß der Bedarf ist sieht man selbst hier im Forum. Denn laut LaChatte sind das ja alles Hypochonder und Simulanten --> so viel zur gesellschaftlichen Akzeptanz und alltäglichen Diskriminierung.

Fazit an Dich: Einfach mal Fresse halten. Danke.
LaChatteGothanthrop

vielleicht gibt's auch nur Leute, die schlechte Augen haben und folglich nicht korrekt lesen, was andere schreiben. ;) Ich hatte nie etwas gesagt von "alles Hypochonder". Leute, die tatsächlich krank sind und nicht arbeiten können, sollen alle Hilfe erhalten, die sie benötigen. Und es gibt eine massive Anzahl an Hilfsangeboten, Sozialstellen, und so weiter.

Vielleicht gibt es sogar zuviele davon, vielleicht überfordert es Leute, Hilfe zu finden, das ist alles möglich. Und wie gesagt, ich habe kein Problem mit Leuten, die tätig sind.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass es einen Theo van Gogh gab, der seinen Bruder ein Leben lang finanziell unterstütze, sodass dieser - nicht sehr alltagstauglich - seine Bilder malen konnte. Und Vincent, trotz seiner psychischen Erkrankung, hat selbst genug Vernunft gehabt, sich selbst in eine psychiatrische Klinik einliefern zu lassen. Und hat gemalt, was das Zeug hält. Er hat etwas getan.

Ich sehe nun wirklich keinen Grund, warum man Leuten das Rumhängen vergolden sollte. Sie sollen meinetwegen eine minimale Grundsicherung haben, genug zum Leben - die FDP schlägt gerade so etwas vor, auch wenn es tatsächlich ein sehr sehr kleiner Betrag ist, autsch - und wer immer etwas tut, sollte dafür honoriert werden. Das kann sich meinetwegen sehr gern auf ehrenamtliche Arbeit ausdehnen: wer zB nachweisen kann, regelmässig ehrenamtlich tätig zu sein, soll nicht weiter angehalten werden, Arbeit zu suchen, mit sowas habe ich kein Problem. Und wer etwas verdient, sollte mindestens die Hälfte des Dazuverdienten netto behalten können.


Mühe habe ich mit jenen Leuten, die bewusst von den Sozialversicherungen profitieren und sich ihre Urlaube damit finanzieren, indem sie sich alle zwei Monate mal für zwei, drei Wochen krankschreiben lassen, oder ein ähnliches System pflegen. Und von diesen gibt es leider welche. Das belastet die Kassen, nimmt jenen, die es wirklich nötig haben, das Geld weg, und ist unfair gegenüber jenen, die ständig klaglos arbeiten und mit ihrer Arbeit nicht nur sich selbst, ihre Familien und via Abgaben die Arbeitslosen, Verunfallten und Kranken finanzieren, sondern eben auch noch jene, die ich beim besten Willen nur als Profiteure bezeichnen kann.

grüsse, barbara
Asmodai1985[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]
Mühe habe ich mit jenen Leuten, die bewusst von den Sozialversicherungen profitieren und sich ihre Urlaube damit finanzieren, indem sie sich alle zwei Monate mal für zwei, drei Wochen krankschreiben lassen, oder ein ähnliches System pflegen. Und von diesen gibt es leider welche. Das belastet die Kassen, nimmt jenen, die es wirklich nötig haben, das Geld weg, und ist unfair gegenüber jenen, die ständig klaglos arbeiten und mit ihrer Arbeit nicht nur sich selbst, ihre Familien und via Abgaben die Arbeitslosen, Verunfallten und Kranken finanzieren, sondern eben auch noch jene, die ich beim besten Willen nur als Profiteure bezeichnen kann.
grüsse, barbara [/B][/QUOTE]

Klar gibts die......aber die Missbrauchsfälle bewegen sich erwiesenermaßen im Promillebereich. Dadurch entsteht den Kassen und Sozialsystemen so gut wie kein nennenswerter Schaden.
Steuerhinterziehung beispielsweise verursacht volkswirtschaftlich weitaus mehr Schaden und Ausfälle.
Kennst du Menschen, die von Hartz IV leben müssen? Die sind größtenteils damit beschäftigt sich mit den Ämtern und Behörden rumzuschlagen, wo sie unverständliche Formulare ausfüllen, ihre Lebensverhältnisse bis ins unmittelbar Private offen legen müssen und ständig in der Angst leben dass ihre Bezüge gekürzt werden. Weil sie irgendeiner Forderung nicht nachgekommen sind, die meist dermaßen unklar sind, dass die Menschen auf den Ämtern sie selber nicht verstehen und den Menschen willkürlich Leistungen kürzen weil sie unter Sparzwang stehen. Wenn ich die ganze Zeit dermaßen gefickt werde, warum soll ich mich dann noch z.B. ehrenamtlich für die ach so tolle Gemeinschaft engagieren?

Natürlich war das jetzt übertrieben. Aber nicht annähernd so übertrieben wie die Ansicht, dass Arbeitslose per se faule Nutznießer sind. Und das höre ich hier ganz klar durch.


Und hier noch ein sehr guter Artikel auf Telepolis über das "Bürgergeld" der FDP:
[URL=http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31260/1.html]Bürgergeld als Mogelpackung[/URL]



EDIT: Sitz jetzt in der Uni, hab auf dem Weg nochmal drüber nachgedacht. Natürlich bin ich theoretisch auch dafür, dass jeder, partout nicht arbeiten will, nur die nötigste Grundsicherung erhält und jeder der arbeitet, davon gut leben können sollte.

Doch dies setzt voraus, dass es theoretisch auch für jeden die Möglichkeit geben muss, eine Arbeit zu finden, die ihm zumindest einigermaßen zusagt. Das ist einfach Grundvoraussetzung, und das ist derzeit bei uns nicht gegeben.
Und Selbständigkeit ist für mich auch keine (flächendeckende) Lösung. Natürlich klingt das nett, aber so einfach ist das nun auch wieder nicht. Mein Vater hat sich selbständig gemacht und es ist Gott sei Dank gut gegangen, aber bei vielen aus seinem ehemaligen Betrieb ist es das nicht. Erstmal brauchst du einen Kredit, den weiß Gott nicht jeder bekommt. Und außerdem gibt es sehr interessante Statistiken darüber, wie viele Menschen nach ein paar Monaten pleite gegangen sind und jetzt höher verschuldet sind als vorher. Das sind nämlich gar nicht so wenige.

Und man kann Menschen meiner Meinung nach NICHT dazu zwingen, jeden erdenklichen Job anzunehmen. Es gibt ein Grundrecht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit, und Zwangsarbeit (anders lassen sich manche Hartz IV-Maßnahmen nicht beschreiben) widerspricht dem.

Es ist theoretisch ein netter Gedanke, Arbeitslosen einfach so lange die Mittel wegzukürzen bis sie sich Arbeit suchen. Das kommt dabei raus, wenn man den Marktgedanken auf den Arbeits-"markt" anwendet: Wenn die Arbeit nur billig angeboten wird, finden auch alle Arbeit. Doch ein Arbeitgeber stellt niemanden ein, nur weil er seine Arbeitskraft billig zur Verfügung stellt. Er stellt dann jemanden ein, wenn er die Aussicht hat, die dadurch zusätzlich hergestellten Produkte auch zu verkaufen. Doch dazu muss parallel die Nachfrage stimmen, denn warum sollte er sonst jemanden neu einstellen? Dann kann dieser jemand noch so billig sein.
Und für diese Nachfrage wird nichts getan. Im Gegenteil, sie wird durch Niedriglöhne, Renten- und Sozialkürzungen etc. niedrig gehalten, und es wird auf den allein seligmachenden Export verwiesen.
Und durch Steuersenkungen für "Leistungsträger" schafft man erwiesenermaßen kaum Nachfrageimpulse. Denn wenn jemand schon viel hat konsumiert er nicht mehr, nur weil er ein paar hundert Euro weniger Steuern zahlt. Ein Niedriglöhner hingegen verkonsumiert jeden zusätzlichen Euro weitaus eher, wenn er ihn denn hätte.

Es bringt einfach nichts, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, indem man die Arbeitslosen selbst bekämpft. Nur ist dazu unter den derzeitgen Politikern leider viel zu wenig wirtschaftlicher Sachverstand vorhanden. Und es sieht nicht so aus als ob sich das ändern würde.
ArrogantNickMoin!

@Waldi ~> klar stimme ich darin zu! ;-)

****

[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Mühe habe ich mit jenen Leuten, die bewusst von den Sozialversicherungen profitieren und sich ihre Urlaube damit finanzieren, indem sie sich alle zwei Monate mal für zwei, drei Wochen krankschreiben lassen, oder ein ähnliches System pflegen. Und von diesen gibt es leider welche. Das belastet die Kassen, nimmt jenen, die es wirklich nötig haben, das Geld weg, und ist unfair gegenüber jenen, die ständig klaglos arbeiten und mit ihrer Arbeit nicht nur sich selbst, ihre Familien und via Abgaben die Arbeitslosen, Verunfallten und Kranken finanzieren, sondern eben auch noch jene, die ich beim besten Willen nur als Profiteure bezeichnen kann.[/QUOTE]

Ich habe keinerlei Probleme mit solchen Leuten, warum auch? Jedes System kann (aus)genutzt werden und jedem Menschen ist es selbst überlassen WIE er das tut. Mir geht es gut in dem System, warum also sollen andere Leute es sich nicht auch gut gehen lassen dürfen, gerade so, wie es ihnen gefällt? Nein, wenn jemand ein Blaumacher aus Passion ist und dabei sein Leben genießt und zufrieden ist, dann finde ich das vollkommen in Ordnung. Jeder soll so leben wie er/sie mag, das System ermöglicht das und das ist gut so.

'Mühe', wie Du es so schön sagst, habe ich nur mit Personen, die permanent rumheulen auch wenn sie das System (aus)nutzen, da habe ich immer weniger Verständnis dafür. Diese passionierten Jammerer und Nöler fühlen sich mE in ihrer Rolle nämlich auch pudelwohl, allerdings bedingt diese Attitüde, anderen Leuten permanent mit dem Genöle auf den Sack zu gehen, alles schlecht zu reden und haltlose Schuldzuweisungen zu verbreiten, nur weil sie keinen Bock haben, etwas anderes zu leben als ihre selbstgewählte Jammerarie. Und das finde ich dann nicht mehr in Ordnung.

Grüßle
Mischa
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
vielleicht gibt's auch nur Leute, die schlechte Augen haben und folglich nicht korrekt lesen, was andere schreiben. ;) Ich hatte nie etwas gesagt von "alles Hypochonder"[/QUOTE]

Weißt Du ich betreibe ja ungerne Erbsenzählerei. Aber Dein Beitrag impliziert ein, gelinde gesagt, äußerst negatives gar spöttisches Bild über (psychisch) Erkrankte, welches geradezu exemplarisch für die Gesinnung gewisser Kreise in diesem Lande ist. Mal sind es [i]die[/i] kriminellen Ausländer, [i]die[/i] potentiellen Terroristen, oder eben [i]die[/i] Erkranken, die sich am Existenzminimum auf der (a)sozialen Hängematte sonnen. So wird in unserem Lande gegen einige schwarze Schafe falsche Politik betrieben auf Kosten ganzer Menschengruppen. Es geht hier in erster Linie nicht um Menschen, die nicht arbeiten wollen, sondern nicht (mehr) arbeiten [i]können[/i], verdammt nochmal. Und es handelt sich in erster Linie nicht um Nutznießer des Systems, sondern um Opfer. Diese Menschen sind schon genug gestraft und sollen noch weiter sanktioniert werden???
Gothanthrop[QUOTE]
'Mühe', wie Du es so schön sagst, habe ich nur mit Personen, die permanent rumheulen auch wenn sie das System (aus)nutzen, da habe ich immer weniger Verständnis dafür.[/QUOTE]

Mein Reden, z.B. die Pharmaindustrie.
ArrogantNick[QUOTE] Es geht hier in erster Linie nicht um Menschen, die nicht arbeiten wollen, sondern nicht (mehr) arbeiten können, verdammt nochmal. Und es handelt sich in erster Linie nicht um Nutznießer des Systems, sondern um Opfer. [/QUOTE]

Sei mir jetzt mal bitte nicht böse, aber selbst Rollstuhlfahrer können sportliche Höchstleistungen bringen, so sie es WOLLEN! Ich war auch 'psychisch krank', habe jahrelang Therapien gemacht und gekämpft, weil ich es WOLLTE und heute geht's mir gut. Diese Opfermasche finde ich schon etwas zu pauschal.

....
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
Sei mir jetzt mal bitte nicht böse, aber selbst Rollstuhlfahrer können sportliche Höchstleistungen bringen[/QUOTE]

[img]http://www.threadbombing.com/data/media/30/ouch_ramp.gif[/img]

[QUOTE]... so sie es WOLLEN! Ich war auch 'psychisch krank', habe jahrelang Therapien gemacht und gekämpft, weil ich es WOLLTE und heute geht's mir gut. Diese Opfermasche finde ich schon etwas zu pauschal[/QUOTE]

Was denkst Du eigentlich worauf [b]jede[/b] Psychotherapie hinausläuft ??? Auf eine Wiedereingleiderung in die Gesellschaft samt beruflicher Tätigkeit nach Möglichkeit.
ArrogantNickGothanthrop,-
worauf ich eigentlich hinauswollte, das ist der Umstand, den Du selbst, so meine ich zumindest, schon ins Feld führtest, nämlich dass die Leute, die tatsächlich das System schamlos ausnutzen, nur einen verschwindend geringen Teil des Gesamten darstellen. Genauso sehe ich das mit den Menschen, die tatsächlich 'reine Opfer' sind. Um Opfer zu sein und vor allen Dingen stets zu bleiben, muss man auch die entsprechende, mE phlegmatische Mentalität mitbringen. Das meint, dass ich es absolut befürworte, Hilfe zur Selbsthilfe zuleisten, denn diese habe ich auch hinlänglich genossen und bin zutiefst dankbar dafür.

Wenn aber auf die Hilfe wirklich keinerlei Selbsthilfe folgt und als Resonanz nur immer weiter (an)geklagt und gejammert wird, dann nenne ich das klar beim Namen, nämlich Jammermentalität und OpferROLLE.

[QUOTE]Was denkst Du eigentlich worauf jede Psychotherapie hinausläuft ??? Auf eine Wiedereingleiderung in die Gesellschaft samt beruflicher Tätigkeit nach Möglichkeit.[/QUOTE]

Ich weiß, war bei mir nicht anders und hat funktioniert weil ICH es WOLLTE und mitgeARBEITet habe. ;-)

....
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]Ich bin in einer Arbeitsgruppe und setze für mich für die Menschenwürde und Rechte psychisch Erkrankter ein, sowie der Menschen, die durch das Raster fallen - mal salopp ausgedrückt.

...[/B][/QUOTE]

Ja auch das, wenn man sich dann als besserer Mensch vorkommt, warum nicht?
Gutmensch!

Egal.
Meine fehlenden politicalcorrectness Schaltungen,
lassen mich daran zweifeln, dass es so etwas wie
Eigennützigkeit gibt.
Du willst bewundert werden, du brauchst Feedback,
auf dass man dich als moralisch einwandfreien Menschen feiere.

Hm, ich kannte mal jemand, der meinte immer er wolle was mit Tieren machen....(beruflich).
Heut ist er Metzger.
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i]
[B]Ja auch das, wenn man sich dann als besserer Mensch vorkommt, warum nicht?
Gutmensch!

Egal.
Meine fehlenden politicalcorrectness Schaltungen,
lassen mich daran zweifeln, dass es so etwas wie
Eigennützigkeit gibt.
Du willst bewundert werden, du brauchst Feedback,
auf dass man dich als moralisch einwandfreien Menschen feiere.

[/QUOTE]

Selten so einen Dreck gelesen. Ich gebe Dir gleich Gutmensch und Bewunderunsgbedürfnis.

Ich lasse mich hier nur nicht als jemanden hinstellen, der jammert, aber nichts macht @Aza, capish ?
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
Ich lasse mich hier nur nicht als jemanden hinstellen, der jammert, aber nichts macht @Aza, capish ? [/QUOTE]

Ja - aber warum jammerst Du denn dann? Wäre es nicht sinnvoller, Deine Energie noch etwas mehr ins 'Machen' zu stecken, denn, wenn ich das Gejammer so lese, kann man demnach doch gar nicht genug (dagegen) machen?

....
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
Genauso sehe ich das mit den Menschen, die tatsächlich 'reine Opfer' sind. Um Opfer zu sein und vor allen Dingen stets zu bleiben, muss man auch die entsprechende, mE phlegmatische Mentalität mitbringen.[/QUOTE]

Irrtum. Der Großteil aller Behandelten wird nicht als psychisch krank geboren (bzw. auf Grund genetischer Ursache). Dass es sich um ein [i]gesellschaftliches[/i] Problem handelt, wird Dir jeder vom Fach bestätigen. Und solange dies nicht ernst genommen wird und sich nicht etwas grundlegend ändert, werden die Zahlen an Hilfsbedürftigen steigen, ergo, die Gesellschaft schafft sich ihre eigenen Kranken, nicht zuletzt durch [i]den Wahnsinn von unendlicher Leistung und Effizienz.[/i]

[QUOTE]Wenn aber auf die Hilfe wirklich keinerlei Selbsthilfe folgt und als Resonanz nur immer weiter (an)geklagt und gejammert wird, dann nenne ich das klar beim Namen, nämlich Jammermentalität und OpferROLLE[/QUOTE]

Ja toll ... und da wären wir wieder bei den berüchtigten Ausnahmefällen. Dass Therapien verweigert werden ... oder Erkrankte [i]nichts[/i] dafür tun würsden wieder auf die Beinde zu kommen, ist mal wieder voll das Anti-Klischee. Am besten sollte man alle soziale Einrichtungen schließen, bringt ja eh alles nichts und dient nur der Ausnutzung, stattdessen lieber Atomkraftwerke und Banken bauen, wa?
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]Selten so einen Dreck gelesen. Ich gebe Dir gleich Gutmensch und Bewunderunsgbedürfnis.

Ich lasse mich hier nur nicht als jemanden hinstellen, der jammert, aber nichts macht @Aza, capish ? [/B][/QUOTE]

Niemand stellt dich hin, aber tu das was du tust, zum Nutzen deiner Schützlinge ohne Hoffnung auf Belohnung oder lasse es bleiben,
denn Eitelkeit wird selten belohnt.
Geh nicht hausieren damit, was du tust und was du bleibn lässt.
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]Ja - aber warum jammerst Du denn dann? Wäre es nicht sinnvoller, Deine Energie noch etwas mehr ins 'Machen' zu stecken, denn, wenn ich das Gejammer so lese, kann man demnach doch gar nicht genug (dagegen) machen?

.... [/B][/QUOTE]

Ich jammere, weil mir gerade danach ist, und weil - so hoffe ich - noch immer freie Meinungsäußerung herrscht, für welche ich mich nicht zu rechtfertigen habe. Wir können dieses Internetforum meinetwegen aber auch gerne dicht machen, mein Gejammere ist auf dieses Forum weder begrenzt, noch angewiesen.

Schönen Tag noch ...
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i]
[B]Niemand stellt dich hin, aber tu das was du tust, zum Nutzen deiner Schützlinge ohne Hoffnung auf Belohnung oder lasse es bleiben,
denn Eitelkeit wird selten belohnt.
Geh nicht hausieren damit, was du tust und was du bleibn lässt. [/B][/QUOTE]

Ich hausiere nicht, ich rechtfertigte mich. Ja genau, warum eigentlich? Maul halten Cagliostro!
xxxzinixxxjo, machen wir uns doch einfach ALLE selbständig!
das rentenproblem hätte sich schließlich dann auch irgendwann in kürze erledigt.
die egozentrik nimmt mittlerweile erschreckende ausmaße an...
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
Irrtum. Der Großteil aller Behandelten wird nicht als psychisch krank geboren (bzw. auf Grund genetischer Ursache). Dass es sich um ein [i]gesellschaftliches[/i] Problem handelt, wird Dir jeder vom Fach bestätigen. Und solange dies nicht ernst genommen wird und sich nicht etwas grundlegend ändert, werden die Zahlen an Hilfsbedürftigen steigen, ergo, die Gesellschaft schafft sich ihre eigenen Kranken, nicht zuletzt durch [i]den Wahnsinn von unendlicher Leistung und Effizienz.[/i] [/quote]

Selten so einen weltfremden Unfug gelesen. Was bist Du, Pädagoge im Elfenbeinturm? Ich war missbrauchtes Kind, ging anschaffen, habe jede Menge Gewalt- und Drogenerfahrung. Am Ende wurde eine Borderline-Störung diagnostiziert. Und nochmal: Um Opfer zu sein und ES ZU BLEIBEN, muss man Opfer sein WOLLEN - oder eben nicht. Ich spreche da tatsächlich aus Erfahrung und insofern lasse ich mir von ach so tollen, aber völlig ahnungslosen 'Helfern' kein X für ein U vormachen.

Cagliostro scheint mit der Eitelkeit nicht ganz Unrecht zu haben, denn wirklich Ahnung scheinst Du nicht zu haben.

Schönen Tag noch & gutes Weiterjammern.

....
GothanthropSag mal willst Du mich verkackeiern? :eek:

[QUOTE]Und nochmal: Um Opfer zu sein und ES ZU BLEIBEN, muss man Opfer sein WOLLEN[/QUOTE]

Noch einmal für Dich zum mitschreiben:

Um OPFER ZU BLEIBEN muss man schon eine Therapie VERWEIGERN. Dies ist ein absoluter Ausnahmefall. Und ja, ich rede nur über Dinge, mit denen ich mich in dem Maße befasst habe, dass ich mir darüber ein Urteil bilden kann, ganz im Gegensatz zu anderen Klugscheißern hier im Thread.

Habe ich mich damit ausreichend profiliert ?

Selbstverliebte Grüße

das Gothanthrop
ArrogantNickNachtrag: Es gab tatsächlich Zeiten, da gab es sehr viel weniger psychisch Kranke, einfach weil sich das kein Mensch leisten konnte, man musste auf's Feld, sonst wäre man im Winter verhungert. Aber die heutige Gesellschaft ist ja soooo schlecht! Ne, ist klar.

*ein Kerzchen anzündet*

:rolleyes:
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]Nachtrag: Es gab tatsächlich Zeiten, da gab es sehr viel weniger psychisch Kranke, einfach weil sich das kein Mensch leisten konnte, man musste auf's Feld, sonst wäre man im Winter verhungert. Aber die heutige Gesellschaft ist ja soooo schlecht! Ne, ist klar.

*ein Kerzchen anzündet*

:rolleyes: [/B][/QUOTE]

... jenau, wat für ein Jammer, dass wir nicht mehr im finsteren Mittelalter leben und Gören wie Dich auf dem Scheiterhaufen verbrennen.

*das Feuerchen anzündet*
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
Um OPFER ZU BLEIBEN muss man schon eine Therapie VERWEIGERN. Dies ist ein absoluter Ausnahmefall. Und ja, ich rede nur über Dinge, mit denen ich mich in dem Maße befasst habe, dass ich mir darüber ein Urteil bilden kann, ganz im Gegensatz zu anderen Klugscheißern hier im Thread.[/QUOTE]

So, damit weiß ich nun, dass Du noch nie mit wirklich therapiebedürftigen Personen zu tun hattest, geschweige denn mit professionellen Kliniken und Therapeuten. Um so einen Unfug zu verzapfen, geht das gar nicht anders.

Die Meisten verweigern sich den Therapien, denn es ist ein Unterschied ob ich mitarbeite oder nur meine Zeit absitze, bis irgendwann der Rentenantrag durch ist, bzw. die Schwerstbehinderung. Aber was rede ich überhaupt noch mit Dir, Du brauchst Dein Weltbild um Dich weiter als toller Helfer zu fühlen.

.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]... jenau, wat für ein Jammer, dass wir nicht mehr im finsteren Mittelalter leben und Gören wie Dich auf dem Scheiterhaufen verbrennen.

*das Feuerchen anzündet* [/B][/QUOTE]

Redest Du so auch mit Deinen 'Patienten'?

Dann verstehe ich warum sich nichts ändert.

.
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]So, damit weiß ich nun, dass Du noch nie mit wirklich therapiebedürftigen Personen zu tun hattest, geschweige denn mit professionellen Kliniken und Therapeuten. Um so einen Unfug zu verzapfen, geht das gar nicht anders.

Die Meisten verweigern sich den Therapien, denn es ist ein Unterschied ob ich mitarbeite oder nur meine Zeit absitze, bis irgendwann der Rentenantrag durch ist, bzw. die Schwerstbehinderung. Aber was rede ich überhaupt noch mit Dir, Du brauchst Dein Weltbild um Dich weiter als toller Helfer zu fühlen.
[/QUOTE]

*Klugscheiß-Modus an*

Erzähl mir nix Kind, in meiner Familie befindet sich mehr als ein Therapeut.

*Klugscheiß-Modus aus*
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]*Klugscheiß-Modus an*

Erzähl mir nix Kind, in meiner Familie befindet sich mehr als ein Therapeut.

*Klugscheiß-Modus aus* [/B][/QUOTE]

Du bist schlicht lächerlich.
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]Du bist schlicht lächerlich. [/B][/QUOTE]

[img]http://webhollis.com/albums/Funny-Forum/Want_A_Cookie.jpg[/img]
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai1985 [/i]Klar gibts die......aber die Missbrauchsfälle bewegen sich erwiesenermaßen im Promillebereich.[/QUOTE]

in dem Fall scheint es so zu sein, dass ich diese Leute anziehe wie ein Magnet. Die machen nämlich in meinem beruflichen Umfeld deutlich mehr als ein Promille aus.

Apropos: erwiesen durch wen, und auf welche Weise? Hast du da eine Quelle?


[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai1985 [/i]
[B]
Kennst du Menschen, die von Hartz IV leben müssen? Die sind größtenteils damit beschäftigt sich mit den Ämtern und Behörden rumzuschlagen, wo sie unverständliche Formulare ausfüllen, ihre Lebensverhältnisse bis ins unmittelbar Private offen legen müssen und ständig in der Angst leben dass ihre Bezüge gekürzt werden.[/QUOTE]

nein, ich kenn eher die hiesige Sozialhilfe (Frankreich/Schweiz), hab mir allerdings sagen lassen, dass die Bürokratiewut von Hartz IV schrecklich sei. Ich bin drum auch für ein Bürgergeld und eine radikale Vereinfachung der Systeme.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai1985 [/i]
Wenn ich die ganze Zeit dermaßen gefickt werde, warum soll ich mich dann noch z.B. ehrenamtlich für die ach so tolle Gemeinschaft engagieren?
[/QUOTE]

Weil es um DEIN Leben und um DEINE Lebensqualität geht. Weil es etwas ist, was du für dich machst - eventuell mangels anderer Möglichkeiten im Moment - und nicht für die Funktionäre vom Amt.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai1985 [/i]
Natürlich war das jetzt übertrieben. Aber nicht annähernd so übertrieben wie die Ansicht, dass Arbeitslose per se faule Nutznießer sind. Und das höre ich hier ganz klar durch.[/QUOTE]

Arbeitslose sind nicht per se faule Nutzniesser. Was mir auf die Nerven geht, konkret hier, sind jene Leute, die der Meinung sind, es gäbe noch nicht mal die Möglichkeit für jemanden, der etwas erreichen will, etwas zu erreichen. Es gäbe noch nicht mal eine Chance.

Wer vom Sozialstaat leben will, bitte, der soll das tun, aber auch den Preis dafür bezahlen - was heisst, dass man rumkommandiert wird und zum Arbeiten geschickt wird. Ist mir ja auch so gegangen. Darum habe ich ja, als ich keine Anstellung fand, mich selbständig gemacht.

Wer aber etwas erreichen möchte, der kann in der heutigen Gesellschaft sehr viel tun.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai1985 [/i]
Doch dies setzt voraus, dass es theoretisch auch für jeden die Möglichkeit geben muss, eine Arbeit zu finden, die ihm zumindest einigermaßen zusagt. Das ist einfach Grundvoraussetzung, und das ist derzeit bei uns nicht gegeben. [/QUOTE]

Der Arbeitsmarkt ist dabei, sich radikal umzugestalten, was auch bedeutet, dass die zukünftig attraktiven Berufe genau heute ER-funden werden. Darin liegen auch viele Chancen. Aber die muss man eben nutzen.

Ansonsten geh in die Pflege. In recht kurzer Zeit wird es sehr viele alte Leute geben und sehr wenig junge Leute, da werden Pflegekräfte sehr gefragt sein.




[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai1985 [/i]
Und Selbständigkeit ist für mich auch keine (flächendeckende) Lösung. Natürlich klingt das nett, aber so einfach ist das nun auch wieder nicht. [/QUOTE]

klar ist es nicht einfach. wie du weisst, ich bin gerade dabei, das an mir selbst zu erleben. Und wie ich schon sagte, es gibt immer wieder Momente, wo ich nicht schlecht Lust hätte, den ganzen Bettel hinzuschmeissen.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai1985 [/i]
Erstmal brauchst du einen Kredit, den weiß Gott nicht jeder bekommt. [/QUOTE]

Es gibt viele Dinge, die man ohne Kredit machen kann, gerade im Dienstleistungsbereich.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai1985 [/i]
Und außerdem gibt es sehr interessante Statistiken darüber, wie viele Menschen nach ein paar Monaten pleite gegangen sind und jetzt höher verschuldet sind als vorher. Das sind nämlich gar nicht so wenige.[/QUOTE]

Genau diese Überlegung war für mich ein Grund, konsequent ohne Kredit auszukommen.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai1985 [/i]
Und man kann Menschen meiner Meinung nach NICHT dazu zwingen, jeden erdenklichen Job anzunehmen. Es gibt ein Grundrecht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit, und Zwangsarbeit (anders lassen sich manche Hartz IV-Maßnahmen nicht beschreiben) widerspricht dem.[/QUOTE]

Da bin ich mit dir einig.

Allerdings gibt es neben der freien Entfaltung der Persönlichkeit auch Verpflichtungen gegenüber der Gemeinschaft.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai1985 [/i]
Und für diese Nachfrage wird nichts getan. Im Gegenteil, sie wird durch Niedriglöhne, Renten- und Sozialkürzungen etc. niedrig gehalten, und es wird auf den allein seligmachenden Export verwiesen. [/QUOTE]

Da macht Deutschland tatsächlich einen Fehler.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai1985 [/i]
Und durch Steuersenkungen für "Leistungsträger" schafft man erwiesenermaßen kaum Nachfrageimpulse. Denn wenn jemand schon viel hat konsumiert er nicht mehr, nur weil er ein paar hundert Euro weniger Steuern zahlt. Ein Niedriglöhner hingegen verkonsumiert jeden zusätzlichen Euro weitaus eher, wenn er ihn denn hätte.[/QUOTE]

Die Steuern sollen ja gerade für Familien gesenkt werden, und die geben das zusätzlich verfügbare Geld aus und stützen damit die Binnenwirtschaft.




[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodai1985 [/i]
Es bringt einfach nichts, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, indem man die Arbeitslosen selbst bekämpft. Nur ist dazu unter den derzeitgen Politikern leider viel zu wenig wirtschaftlicher Sachverstand vorhanden. Und es sieht nicht so aus als ob sich das ändern würde. [/QUOTE]

Wie bekämpft man denn die Arbeitslosigkeit deiner Auffassung nach?

grüsse, barbara
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]
Ich habe keinerlei Probleme mit solchen Leuten, warum auch? Jedes System kann (aus)genutzt werden und jedem Menschen ist es selbst überlassen WIE er das tut. Mir geht es gut in dem System, warum also sollen andere Leute es sich nicht auch gut gehen lassen dürfen, gerade so, wie es ihnen gefällt? Nein, wenn jemand ein Blaumacher aus Passion ist und dabei sein Leben genießt und zufrieden ist, dann finde ich das vollkommen in Ordnung. Jeder soll so leben wie er/sie mag, das System ermöglicht das und das ist gut so.
[/B][/QUOTE]

naja, hier liegt das Problem konkret in meinem persönlichen Umfeld, das würde nun zu weit gehen, das im Detail auszubreiten.

Grundsätzlich sollen alle leben, wie sie immer wollen. Eben: Stichwort Bürgergeld. Wunderbare Sache. Einfach, klar, gut.

grüsse, barbara
xxxzinixxxdass man betroffener ist macht es nicht weniger zum gesellschaftlichen problem... man hat es dann nur in der hand es wieder verdrängen zu wollen.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]Aber Dein Beitrag impliziert ein, gelinde gesagt, äußerst negatives gar spöttisches Bild über (psychisch) Erkrankte, welches geradezu exemplarisch für die Gesinnung gewisser Kreise in diesem Lande ist.
[/B][/QUOTE]

Auch wer psychisch krank ist, kann vom Leben mehr haben als ein Daueropfer zu sein. Ich bin bestimmt nicht spöttisch, überhaupt nicht. Doch auch eine psychische Krankheit ist kein Anlass dafür, eine lebenslange Rundumbetreuung erhalten zu dürfen. Psychisch krank bedeutet nicht "lebenslang wie ein Baby pflegebedürftig".


[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]
Mal sind es [i]die[/i] kriminellen Ausländer, [i]die[/i] potentiellen Terroristen, oder eben [i]die[/i] Erkranken, die sich am Existenzminimum auf der (a)sozialen Hängematte sonnen. [/B][/QUOTE]

ich bin selbst Ausländerin in dem Land, in dem ich wohne, mein Freund ist von der Abstammung her potenzieller Terrorist (und sieht auch so aus - allerdings ohne Bart), ich hatte fünf Jahre lang mit einem schwer depressiven Mann zusammengelebt, ich war auch schon Bezügerin von Arbeitslosengeld... ich kenne durchaus die Situation, in einer ungeliebten Minderheit zu sein. Ich sah das nur nie als Grund, mich vollständig auf die Hilfe von Anderen zu verlassen.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]
Es geht hier in erster Linie nicht um Menschen, die nicht arbeiten wollen, sondern nicht (mehr) arbeiten [i]können[/i], verdammt nochmal. Und es handelt sich in erster Linie nicht um Nutznießer des Systems, sondern um Opfer. Diese Menschen sind schon genug gestraft und sollen noch weiter sanktioniert werden??? [/B][/QUOTE]

Ein grosses Problem ist Jugendarbeitslosigkeit. Also: junge, gesunde Menschen, die keine Stelle finden. Warum sollten die nicht arbeiten können, falls Arbeit verfügbar wäre?

Menschen, die krank geschrieben sind, fallen meines Wissens nicht in die Gruppe der Arbeitssuchenden.

Und ich weigere mich, Menschen grundsätzlich als Opfer zu sehen. Ich glaube, ich nehme Menschen eher ernst, indem ich ihnen etwas zutraue - Kampfgeist, Ressourcen, Fähigkeiten - anstatt sie als lebenslange Vollpflegefälle zu definieren, die eh nicht rauskommen können aus ihrer Situation.

grüsse, barbara
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B][img]http://webhollis.com/albums/Funny-Forum/Want_A_Cookie.jpg[/img] [/B][/QUOTE]

Tja - das nennt sich dann wohl 'hilflose Re-Aktion'.

****

Für mich jedenfalls ist klar, dass ich es in Dir definitiv nicht mit einem ernst zu nehmenden Diskussionspartner, sondern bestenfalls mit einem ambitioniertem Schwätzer und Jammerlappen zu tun habe.

.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Auch wer psychisch krank ist, kann vom Leben mehr haben als ein Daueropfer zu sein. Ich bin bestimmt nicht spöttisch, überhaupt nicht. Doch auch eine psychische Krankheit ist kein Anlass dafür, eine lebenslange Rundumbetreuung erhalten zu dürfen. Psychisch krank bedeutet nicht "lebenslang wie ein Baby pflegebedürftig". [/QUOTE]

Eben! Und die Personen die ich kenne und die wirklich herauswollten aus ihrem erlebten Elend und der daraus resultierenden Lebenskrise, die haben es auch allesamt geschafft - eben mit viel Arbeit, Willen und Mut. Und das was Du erwähntest Frau Katze, sprich die manchmal auftauchende Überlegung, es sich lieber mittels Attest in der bescheidenen sozialen Hängematte bequem zu machen, das kenne ich ebenso und meines Wissens nach auch noch so einige andere Leute. Das ist wohl immer mal so ein Punkt, wenn man richtig zu knacken hat und kurz vor dem Aufgeben ist. Ich denke, das ist völlig normal.

Entscheidend ist, dass man es dennoch nicht tut.

....
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]Tja - das nennt sich dann wohl 'hilflose Re-Aktion'.

****

Für mich jedenfalls ist klar, dass ich es in Dir definitiv nicht mit einem ernst zu nehmenden Diskussionspartner, sondern bestenfalls mit einem ambitioniertem Schwätzer und Jammerlappen zu tun habe.

. [/B][/QUOTE]

Oh ja, ich sitze hier in der Ecke und bin am flennen, kann mich nur noch nicht entscheiden, ob vor Lachen oder aus tiefer Betroffenheit Deiner Zeilen :(

Wer im Glashaus sitzt sage ich nur zu Deiner Kompetenz und Diskussionsbereitschaft ...
SenecaBezüglich Kredit: Ich habe auch keinen bekommen. Ich habe mir mein Starkapital duch allerdreckigste und härteste körperliche Arbeit bei einem Stahlkonzern in zwei Jahren zusammengespart.
Der Job war leicht zu haben, weil ihn außer älteren Russen und Türken keiner machen wollte. Die meisten "Neuen" die ich in der Zeit sah sind nach 4-6 Wochen abgehauen oder waren ständig krankgeschrieben. Schon nach 6 Monaten war ich Vorarbeiter...wegen Lesen und Schreiben und so...!
Ich habe dort pro Tag ca. 5 Tonnen verschiedenster Stahteile von Hand bewegt, geschliffen und auf Palette gepackt.
Als die Kurzarbeit kam bin ich zusammen mit 12 anderen Gekündigt worden. Die Drecksarbeit sollten dann die Logistikfachleute machen. Im übrigen hat der Job etwas bewirkt was auch vier Jahr Fitnesscenter nicht geschafft haben..ich brauche heute größere Hemden..."pumping iron".
Mein russisch ist auch besser geworden...und ich vertrage mehr Wodka als früher.

Vorher habe ich nach 8 jahren einen festen Arbeitsvertrag gekündigt, weil mir klar wurde das ich in der Gastronomie in einer Sackgasse sitze.

Den Rest übernahm die Agentur für Arbeit als Gründerzuschuss.

Das Ganze ist so auf jeden Fall sinnvoller als die Zeit in der ich sinnfrei herumstudiert habe, blos um nicht arbeiten zu müssen.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
Bezüglich Kredit: Ich habe auch keinen bekommen. [/QUOTE]

Dito! Bei mir musste es eben ohne gehen und es ging. Das ist der Vorteil beim virtuellen Business.

....
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Auch wer psychisch krank ist, kann vom Leben mehr haben als ein Daueropfer zu sein.[/QUOTE]

Richtig. Genau dort setzt die Psychotherapie an.

[QUOTE]Doch auch eine psychische Krankheit ist kein Anlass dafür, eine lebenslange Rundumbetreuung erhalten zu dürfen. Psychisch krank bedeutet nicht "lebenslang wie ein Baby pflegebedürftig".[/QUOTE]

Das hängt ganz von dem Schweregrad der Erkrankung ab.

Aber zum Glück haben wir ja heute in Punkto "unwertes Leben" - selbst unter FDP-Gesinnung - humanere Methoden des Umgangs, als es noch im 3. Reich der Fall war.

[QUOTE]Ich sah das nur nie als Grund, mich vollständig auf die Hilfe von Anderen zu verlassen.[/QUOTE]

Hilfe zur Selbsthilfe heißt die gängige - und größtenteils erfolgreiche - Praxis.

[QUOTE]Ich glaube, ich nehme Menschen eher ernst, indem ich ihnen etwas zutraue - Kampfgeist, Ressourcen, Fähigkeiten - anstatt sie als lebenslange Vollpflegefälle zu definieren, die eh nicht rauskommen können aus ihrer Situation.[/QUOTE]

siehe Psychotherapie.
ArrogantNickIn diesem, unserem Lande, wird man komplett von den ARGEn in Ruhe gelassen, so man eine Therapie nachweisen kann. Das Argument, dass 'arme, kranke Opfer' drangsaliert würden, zieht folglich schon einmal nicht, denn diese Personen stehen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. In den Kliniken in denen ich war, waren die meisten Patienten seit Jahren immer wiederkehrende Dauerbesucher.

Auch das frühere Sozialamt und viele andere Einrichtungen, haben diesen Slogan (Hilfe zur Selbsthilfe), nur leider fruchtet er meiner Erfahrung nach in den wenigsten aller Fälle. Die Leute tingeln von Maßnahme zu Maßnahme, von Therapie zu Therapie und sind irgendwann wirklich der Meinung, nur hilflose Opfer des Staatsapparates zu sein. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass all diese Angebote und das Abnehmen der elementarsten Eigenverantwortung, den Leuten den Glauben an sich selbst, systematisch aberzieht.

Wenn das System sich seine Opfer selbst erschafft, dann nicht durch Zwang zur Leistung, sondern durch ein Überangebot an Stellen, die den Menschen alles abnehmen und damit auch ihren Stolz und ihren Kampfgeist.

....
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]In diesem, unserem Lande, wird man komplett von den ARGEn in Ruhe gelassen, so man eine Therapie nachweisen kann.[/QUOTE]

Richtig. Es gibt aber leider auch [i]das[/i] Leben vor einer Therapie, ebenso wie ein (stigmatisiertes) danach.

[QUOTE]In den Kliniken in denen ich war, waren die meisten Patienten seit Jahren immer wiederkehrende Dauerbesucher.[/QUOTE]

Dann hattest Du ja scheinst einen langen Aufenthalt von Nöten. Glückwunsch zu Deiner Gesundung und Deiner guten Mitarbeit, denn wenn ich Deine große Klappe bedrachte, haben Deine Therapeuten ganze Arbeit geleistet, meinen Respekt.

[QUOTE]Wenn das System sich seine Opfer selbst erschafft, dann nicht durch Zwang zur Leistung, sondern durch ein Überangebot an Stellen, die den Menschen alles abnehmen und damit auch ihren Stolz und ihren Kampfgeist[/QUOTE]

Du verkennst Ursache und Wirkung.
Waldemar[QUOTE]Auch das frühere Sozialamt und viele andere Einrichtungen, haben diesen Slogan (Hilfe zur Selbsthilfe), nur leider fruchtet er mWn in den wenigsten aller Fälle. Die Leute tingeln von Maßnahme zu Maßnahme, von Therapie zu Therapie und sind irgendwann wirklich der Meinung, nur hilflose Opfer des Staatsapparates zu sein. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass all diese Angebote und das Abnehmen der elementarsten Eigenverantwortung, den Leuten den Glauben an sich selbst, systematisch aberzieht.[/QUOTE]

Ja, das kann ich aus eigenen Erfahrungen so unterschreiben. Leider ist es wirklich so, dass man auf Dauer von der ARGE dermaßen verarscht fühlt, dass man sowieso keine Eigenverantwortung zeigen kann. Das fängt schon mit der "Eingliederungsvereinbarung" an. Die keine "Vereinbarung" im eigentlichen Sinne ist, sondern nur Zwangsformular, den man unterschreiben muss. So züchtigt man sich willenlose Bittsteller, die zu allem ja sagen müssen, weil ihnen erstmal keine Wahl bleibt... Der Weg aus diesem Dilemma ist für mich konsequentes dagegenhalten, ich lasse mir prinzipiell nichts gefallen. Ich versuche es z.Z. mit "addon buiseness", aus dem vll mal ein Vollverdienst entstehen kann.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
Ja, das kann ich aus eigenen Erfahrungen so unterschreiben. Leider ist es wirklich so, dass man auf Dauer von der ARGE dermaßen verarscht fühlt, dass man sowieso keine Eigenverantwortung zeigen kann. Das fängt schon mit der "Eingliederungsvereinbarung" an. Die keine "Vereinbarung" im eigentlichen Sinne ist, sondern nur Zwangsformular, den man unterschreiben muss. So züchtigt man sich willenlose Bittsteller, die zu allem ja sagen müssen, weil ihnen erstmal keine Wahl bleibt... [/quote]

Das Problem bei den ARGEN ist ja hinlänglich bekannt. Auch, dass dort Leute sitzen, die in den allermeisten Fällen selbst nicht wirklich Bescheid wissen, da sie schlecht eingearbeitet und völlig überfordert sind, dank Unterbesetzung.

Ich käme auch nie auf das schmale Brett, zu behaupten, dass das alles optimal läuft. Allerdings ist dies alles kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. LaChatte hat das ja schon schön auf den Punkt gebracht, nämlich dass man es FÜR SICH SELBST tut und nicht für irgendeinen Staatsapparat, der einen, das will ich gar nicht abstreiten, mitunter zur Weißglut treiben kann, auch das erlebte ich ja selbst schon am eigenen Leib.

Aber ebenso erlebte ich Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger, die ganz offensichtlich alles taten, um keine Arbeit zu finden. Sei es, dass sie schon am frühen Morgen mit Fahne aufkreuzten oder aber so ungepflegt waren, dass die 'Gefahr' eingestellt zu werden, wirklich minimalst war. Es liegt hat auch immer noch mit an einem selbst und was einem das eigene Leben/man sich selbst wert ist.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
Der Weg aus diesem Dilemma ist für mich konsequentes dagegenhalten, ich lasse mir prinzipiell nichts gefallen. Ich versuche es z.Z. mit "addon buiseness", aus dem vll mal ein Vollverdienst entstehen kann. [/QUOTE]

Ja - kämpfen, ein guter Weg! Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg! :)

Grüßle
Mischa
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
Dann hattest Du ja scheinst einen langen Aufenthalt von Nöten. Glückwunsch zu Deiner Gesundung und Deiner guten Mitarbeit, denn wenn ich Deine große Klappe bedrachte, haben Deine Therapeuten ganze Arbeit geleistet, meinen Respekt.[/QUOTE]

Sag mal, was bildest Du Dir eigentlich ein, mit wem Du hier redest? Ich war schon irritiert bis erheitert, dass Du mich als 'Gör' meinst betiteln zu müssen. Vermutlich bin ich weit älter als Du und wenn ich es nicht bin, entschulduigt das Dein impertinentes Gerede umso weniger. Du schnupper erst einmal dahin, wo ich schon hingeschissen habe und dann nehme ich Dich vielleicht irgendwann mal für voll.

So - und jetzt fühl Dich erstmal bis auf Weiteres auf meiner Ingnorelist wohl, Du aufgeblasener Heini.

.
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]Sag mal, was bildest Du Dir eigentlich ein, mit wem Du hier redest? Ich war schon irritiert bis erheitert, dass Du mich als 'Gör' meinst betiteln zu müssen. Vermutlich bin ich weit älter als Du und wenn ich es nicht bin, entschulduigt das Dein impertinentes Gerede umso weniger. Du schnupper erst einmal dahin, wo ich schon hingeschissen habe und dann nehme ich Dich vielleicht irgendwann mal für voll.

So - und jetzt fühl Dich erstmal bis auf Weiteres auf meiner Ingnorelist wohl, Du aufgeblasener Heini.

. [/B][/QUOTE]

Nicht gleich ausfällig werden, ist doch alles nur halb so wild, es gibt auch noch ein real life!

Dennoch meinen herzlichen Dank, dass ich von Dir zukünftig nicht mehr zitiert werden. Mist, jetzt führe ich auch schon Monologe :D
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Mühe habe ich mit jenen Leuten, die bewusst von den Sozialversicherungen profitieren und sich ihre Urlaube damit finanzieren, indem sie sich alle zwei Monate mal für zwei, drei Wochen krankschreiben lassen, oder ein ähnliches System pflegen. Und von diesen gibt es leider welche. Das belastet die Kassen, nimmt jenen, die es wirklich nötig haben, das Geld weg, und ist unfair gegenüber jenen, die ständig klaglos arbeiten und mit ihrer Arbeit nicht nur sich selbst, ihre Familien und via Abgaben die Arbeitslosen, Verunfallten und Kranken finanzieren, sondern eben auch noch jene, die ich be[/B][/QUOTE]

...warum soll man das System eigentlich nicht "ausnutzen"...? hast du dich nie gefragt, warum selbst Leute, die mit ihrer Arbeit eigentlich recht gut verdienen, jede sich bietende Gelegenheit zum "blaumachen" nutzen...? Dazu, ihrer Arbeit fernzubleiben...?

..weil es selbst ihnen stinkt, darum...!jeden Tag vor Chefs und Vorgesetzten, vor irgendwelchem Drecksgesindel, solchen Saukerlen aus "der Wirtschaft" zu schleimen und zu katzbuckeln - solchen Menschen, die dumm wie eine Rolle Klopapier sind - und dann nach 34 Jahren wegen einer unerlaubt vernaschten Boulette gekündigt werden...so sieht sie aus, "unsere" Aerbeitswelt...! und ich habe daher nicht die geringste Scham, diese Gesellschaft auszunutzen, ohne sie zu unterstützen...warum soll ich mir für diese Gesellschaft den Rücken krumm machen...?

...warum soll ich mir dann irgendeine sinn- und nutzlose Arbeit von denen diktieren lassen...? Für mein Leben - das längst nicht mehr meins ist...? dass nie meins gewesen ist...?

...nein, ein gepflegtes "Fuck you all" von mir an diese Gesellschaft - an diesen Staat und all seine aufgeblasenen Amtsärsche als den selbsternanten Vollstreckern des "Volkswillens"...wenn "das Volk" überhaupt einen Willen hätte, dann wäre es ja schön...
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Bezüglich Kredit: Ich habe auch keinen bekommen. Ich habe mir mein Starkapital duch allerdreckigste und härteste körperliche Arbeit bei einem Stahlkonzern in zwei Jahren zusammengespart.
Der Job war leicht zu haben, weil ihn außer älteren Russen und Türken [....]

Das Ganze ist so auf jeden Fall sinnvoller als die Zeit in der ich sinnfrei herumstudiert habe, blos um nicht arbeiten zu müssen. [/B][/QUOTE]

Bist Du mir böse, wenn ich Dir sage, dass sich das für mich liest wie: 'endlich erwachsen'? ;-) Steht Dir gut.

....
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]...warum soll man das System eigentlich nicht "ausnutzen"...? (....)

...nein, ein gepflegtes "Fuck you all" von mir an diese Gesellschaft - ....[/QUOTE]

Bist DU denn glücklich dabei? Das wäre/ist doch viel eher die entscheidende Frage.

....
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
(...) ist doch alles nur halb so wild, es gibt auch noch ein real life![/QUOTE]

Stimmt! Und das trägst Du ja freundlichweise in Deiner Signatur spazieren:

--------------
Goffick Superstar 2009

[url]www.myspace.com/kuema[/url]
--------------

Nein, ich habe KEINERLEI Fragen mehr! :D

***

Manchmal ist es mir schon unheimlich wie Recht ich immer habe. *g*

....
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]Stimmt! Und das trägst Du ja freundlichweise in Deiner Signatur spazieren:

--------------
Goffick Superstar 2009

[url]www.myspace.com/kuema[/url]
--------------

Nein, ich habe KEINERLEI Fragen mehr! :D

***

Manchmal ist es mir schon unheimlich wie Recht ich immer habe. *g*

.... [/B][/QUOTE]


Nur zur Info: Meine Signatur beinhaltet Real Life-Satire, wie sie nur aus meinen schlimmsten Alpträumen entspringen könnte.

Und nun setze mich doch bitte wieder auf Deine Ignore-Liste :(
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]...warum soll man das System eigentlich nicht "ausnutzen"...? hast du dich nie gefragt, warum selbst Leute, die mit ihrer Arbeit eigentlich recht gut verdienen, jede sich bietende Gelegenheit zum "blaumachen" nutzen...? Dazu, ihrer Arbeit fernzubleiben...?[/B][/QUOTE]

Warum Angestellte blaumachen? Wenn's regelmässig ist, dürfte es sich um die sogenannte innere Kündigung handeln. Dienst nach Vorschrift, Freude macht da gar nichts mehr.

Und warum man das System nicht ausnutzen soll, finde ich eine reichlich freche Frage, denn schliesslich nutzt das System im Moment mich aus, schickt mir ständig Rechnungen für Gebühren hier und Steuern da und Abgaben dort, und der Gedanke, dass ich Leute wie dich damit finanziere, die so ungeniert und nonchalant das System ausnutzen, finde ich dann schon so ziemlich zum k......n. Wenn du jetzt persönlich vor mir stehen würdest, wäre deine Chance reichlich hoch, von mir eine kräftige Ohrfeige einzufangen. :mad:



[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]
..weil es selbst ihnen stinkt, darum...!jeden Tag vor Chefs und Vorgesetzten, vor irgendwelchem Drecksgesindel, solchen Saukerlen aus "der Wirtschaft" zu schleimen und zu katzbuckeln - solchen Menschen, die dumm wie eine Rolle Klopapier sind - und dann nach 34 Jahren wegen einer unerlaubt vernaschten Boulette gekündigt werden...so sieht sie aus, "unsere" Aerbeitswelt...![/B][/QUOTE]

ach ja? die Arbeitswelt von mehreren Leuten, die hier im Thread geschrieben haben, sieht nicht so aus. Aber das ignorierst du ja gepflegt, gell?



[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]
und ich habe daher nicht die geringste Scham, diese Gesellschaft auszunutzen, ohne sie zu unterstützen...warum soll ich mir für diese Gesellschaft den Rücken krumm machen...? [/B][/QUOTE]

Gute Frage.

Warum sollte ich mir eigentlich für Leute wie dich den Rücken krumm machen, kannst du mir das mal sagen?


[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]
...warum soll ich mir dann irgendeine sinn- und nutzlose Arbeit von denen diktieren lassen...? Für mein Leben - das längst nicht mehr meins ist...? dass nie meins gewesen ist...?[/B][/QUOTE]

Wieso, wer verfügt denn über dein Leben? Hast du einen Vormund?



[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]
...nein, ein gepflegtes "Fuck you all" von mir an diese Gesellschaft - an diesen Staat und all seine aufgeblasenen Amtsärsche als den selbsternanten Vollstreckern des "Volkswillens"...wenn "das Volk" überhaupt einen Willen hätte, dann wäre es ja schön... [/B][/QUOTE]

Das "Fuck you" wär etwas stylisher, wenn du nicht gleichzeitig die hohle Hand machen würdest und ganz selbstverständlich erwartest, durchgefüttert zu werden.

Bewirb dich doch wenigstens als Hofnarr im Bundestag, dann könntest du meinetwegen auch fünfstellig pro Monat verdienen, und das Talent dazu hast du ja. :D

grüsse, barbara
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Warum Angestellte blaumachen? Wenn's regelmässig ist, dürfte es sich um die sogenannte innere Kündigung handeln. Dienst nach Vorschrift, Freude macht da gar nichts mehr. [/quote]

Zustimmung - wobei, dass man sich daraus auch befreien kann, dafür bist Du ja ebenso ein Beispiel wie Seneca. Ich nehme mich da mal aus, da es sich bei mir aus noch anderen Gründen ergab.

[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Und warum man das System nicht ausnutzen soll, finde ich eine reichlich freche Frage, denn schliesslich nutzt das System im Moment mich aus, schickt mir ständig Rechnungen für Gebühren hier und Steuern da und Abgaben dort, und der Gedanke, dass ich Leute wie dich damit finanziere, die so ungeniert und nonchalant das System ausnutzen, finde ich dann schon so ziemlich zum k......n. Wenn du jetzt persönlich vor mir stehen würdest, wäre deine Chance reichlich hoch, von mir eine kräftige Ohrfeige einzufangen. :mad: [/quote]

Ich glaube, dass liegt nicht an Xeno, sondern daran, dass Dich das System nervt, da es Dir in dieser Form ungerecht erscheint. Wenn Du Dir ausgenutzt vorkommst, gibst Du im Grunde dem Xeno sogar Recht. Sagtest Du nicht, dass man es für sich selbst tun soll und auf die möglichen Schikanen der ARGE scheißen? Das gleiche gilt auch in Deiner Situation. ;-)

[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Warum sollte ich mir eigentlich für Leute wie dich den Rücken krumm machen, kannst du mir das mal sagen? [/quote]

Es soll ja gar keiner. Leute wie Xeno profitieren von dem, was geboten wird. Ihm ist es dabei vollkommen Wurscht, wer was soll. Ich finde das im Grunde nicht weiter wild. Das Einzige was mich etwas tangiert, ist der Umstand, dass Xeno dabei auch noch andauernd schimpft und klagt, das finde ich ein wenig dreist, aber na ja.... so isser halt.

[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Das "Fuck you" wär etwas stylisher, wenn du nicht gleichzeitig die hohle Hand machen würdest und ganz selbstverständlich erwartest, durchgefüttert zu werden.

Bewirb dich doch wenigstens als Hofnarr im Bundestag, dann könntest du meinetwegen auch fünfstellig pro Monat verdienen, und das Talent dazu hast du ja. :D
[/QUOTE]

FULL ACK! :D

Grinsegrüßle
Mischa *die hier anhängt weil sie heute so keinen Bock auf's Coden hat*

....
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]
Ich glaube, dass liegt nicht an Xeno, sondern daran, dass Dich das System nervt, da es Dir in dieser Form ungerecht erscheint. Wenn Du Dir ausgenutzt vorkommst, gibst Du im Grunde dem Xeno sogar Recht. Sagtest Du nicht, dass man es für sich selbst tun soll und auf die möglichen Schikanen der ARGE scheißen? Das gleiche gilt auch in Deiner Situation. ;-)[/B][/QUOTE]

Nein, das System ist schon in Ordnung. Es ist in Ordnung, dass ich Steuern bezahlen muss, und Krankenversicherung, und Familienbeiträge, und was da noch alles dazu gehört an Sozialabgaben. Es ist in Ordnung, dass ich heute ein Drittel und bald die Hälfte meiner Zeit für den Staat arbeite.

Aber wenn da einer kommt und sagt, dass ich erstens schön blöd sei und er zweitens mein Geld noch so gern nehme, so geht mir das auf den Keks. Das kommt mir vor, als ob ich jemandem was Schönes koche, und dann kommt diese Person, spuckt mir in die Suppe, aschert mit der Zigarette auf den Braten und beklagt sich nachher noch, dass es nicht schmeckt.

grüsse, barbara
ArrogantNick[QUOTE]Nein, das System ist schon in Ordnung. Es ist in Ordnung, dass ich Steuern bezahlen muss, und Krankenversicherung, und Familienbeiträge, und was da noch alles dazu gehört an Sozialabgaben. Es ist in Ordnung, dass ich heute ein Drittel und bald die Hälfte meiner Zeit für den Staat arbeite. [/QUOTE]

Ich finde das ehrlich gesagt schon ziemlich viel und denke, dass man da noch optimieren, bzw. gerechter verteilen könnte, belastungstechnisch. Grundsätzlich sind wir allerdings einer Meinung. Gatterich und ich unterhielten uns letzthin auch mal wieder darüber und er meinte, dass er sogar noch mehr Steuern zahlen würde, wüsste er, dass es dieses Land tatsächlich vorwärts bringt. Ja, in ihm wohnt irgendwie schon sowas wie Patriotismus, hätte ich gar nicht gedacht. Alledings, dann hört man wieder das Gegröle und die Bässe vom Assiclan im Nebenhaus und mit Blick auf dieses, kommt einem dann schon der Gedanke, dass man Steuern zahlt um das Gesocks zu sponsorn, das einem dann auch noch auf die Nerven geht. Da bekomme ich bisweilen auch Aggressionsschübe. Aber was soll man daran ändern, bzw. wie?

[QUOTE]
Aber wenn da einer kommt und sagt, dass ich erstens schön blöd sei und er zweitens mein Geld noch so gern nehme, so geht mir das auf den Keks. Das kommt mir vor, als ob ich jemandem was Schönes koche, und dann kommt diese Person, spuckt mir in die Suppe, aschert mit der Zigarette auf den Braten und beklagt sich nachher noch, dass es nicht schmeckt. [/QUOTE]

Ja, das Geheule nervt, aber das gehört nun einmal zur Attitüde. Was will man machen? Jeder Jeck is anners da.... ;-)

Grüßle & 'nen schönen Abend
Mischa
AzaHerrlich, wie hier gegen Chefs und Vorgesetzte gewettert wird, dabei sind es zu 99% auch nur Angestellte....
Selbst der Fahrer des Müllwagens ist der Vorgesetzte des Arbeitstieres das hinten Tonnen von Müll hineinschaufelt.
Auch ein Arschloch? Oder ist hierarchische Organisation nicht einfach notwendig und überlebenswichtig, damit die Welt sich dreht.
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Nein, das System ist schon in Ordnung. Es ist in Ordnung, dass ich Steuern bezahlen muss, und Krankenversicherung, und Familienbeiträge, und was da noch alles dazu gehört an Sozialabgaben. Es ist in Ordnung, dass ich heute ein Drittel und bald die Hälfte meiner Zeit für den Staat arbeite.
[/QUOTE]

Ach Du Arme ... probier's mal mit Hartz IV, wenn Dich Dein Wohlstand unzufrieden stimmt, da wird Dir nämlich noch kleinlicher abgezogen, genauer gesagt jeder Cent, den Du zu viel verdienst oder gar geschenkt bekommst ;)
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
[B]Herrlich, wie hier gegen Chefs und Vorgesetzte gewettert wird, dabei sind es zu 99% auch nur Angestellte....
Selbst der Fahrer des Müllwagens ist der Vorgesetzte des Arbeitstieres das hinten Tonnen von Müll hineinschaufelt.
Auch ein Arschloch? Oder ist hierarchische Organisation nicht einfach notwendig und überlebenswichtig, damit die Welt sich dreht. [/B][/QUOTE]

Bla blupp Thema verfehlt. Bitte setzen.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]

Warum Angestellte blaumachen? Wenn's regelmässig ist, dürfte es sich um die sogenannte innere Kündigung handeln. Dienst nach Vorschrift, Freude macht da gar nichts mehr.

Und warum man das System nicht ausnutzen soll, finde ich eine reichlich freche Frage, denn schliesslich nutzt das System im Moment mich aus, schickt mir ständig Rechnungen für Gebühren hier und Steuern da und Abgaben dort, und der Gedanke, dass ich Leute wie dich damit finanziere, die so ungeniert und nonchalant das System ausnutzen, finde ich dann schon so ziemlich zum k......n. Wenn du jetzt persönlich vor mir stehen würdest, wäre deine Chance reichlich hoch, von mir eine kräftige Ohrfeige einzufangen. :mad: [/quote]

...ach...? das ist mir neu...wo ihr doch sonst alles immer gerne tut, weil es zu eurem Scheißleben mit dazugehört - dass ihr euch ja alle "freiwillig" ausgesucht habet...aber, aber...mir kommen gleich die Tränen...du fühlst dich also ausgenutzt - durch die vielen Steuern, Rechnungen und Abgaben, die du an die ganze namenlose Mischpoke abdrücken musst, damit die auch so ein Scheißleben haben kann wie du...oder vielleicht doch ein besseres...? denn eben das befürchtest du - es geht dir gegen den Strich zu wissen, dass "Leute wie ich" zu dieser namen- und gesichtslosen Masse, diesem amorphen Menschenbrei zählen...es drückt deine vermeintlich hohe Lebensqualität, das zu wissen...aber wer nimmt dir deine Lebensqualität, wer fordert von dir Leistungen und Gegenleistungen für alles...? bin ich es, der das tut...? möchte ich überhaupt leben...? woher willst du das wissen...?





[quote]ach ja? die Arbeitswelt von mehreren Leuten, die hier im Thread geschrieben haben, sieht nicht so aus. Aber das ignorierst du ja gepflegt, gell?[/quote]

...interessiert mich ehrlich gesagt einen Kehricht - weil meine Welt anders aussieht...aber, wenn sie für dich so toll aussieht - warum beschwerst du dich dann über mich...? es kann dir doch völlig gleich sein, oder...? was ich "von dir" - oh ja, von dir natürlich! bekomme, um dieses Scheißleben weiter in den Arsch geschoben zu bekommen...? stell dir doch einfach vor, dass ich nicht nur irgendein bescheurtes Prolowürstchen bin - nein, stell dir einfach vor - ich wäre der Kaiser...ab jetzt bin ich also der Kaiser für dich...und da willst du dem Kaiser nicht geben, was des Kaisers ist...? Na, na, wo kommen wir denn da hin, wenn jeder so denken würde wie du...




[quote]Gute Frage.

Warum sollte ich mir eigentlich für Leute wie dich den Rücken krumm machen, kannst du mir das mal sagen? [/quote]

...warum nicht...? wo du es doch sowieso schon tust - weil dir anscheinend gar nichts anderes zu tun übrig bleibt...weil du es - angeblich für die namenlose Mischpoke dort draußen - ohnehin schon tust...dein Rücken ist bereits krumm - er würde auch dadurch nicht mehr krummer werden, indem ich davon irgendwie profitieren würde...wo du die Hälfte eines Einkommens (!) doch so gerne an deinen Staat abdrückst...also könntest du es auch getrost für mich tun, ohne dass sich an deiner Situation dadurch etwas verschlechtert...der Witz ist nur der: das erwarte ich gar nicht von dir ...oder sind dir die Milliarden namenlosen "Sozialschmarotzer" wichtiger als ich...?




[quote]Wieso, wer verfügt denn über dein Leben? Hast du einen Vormund?[/quote]

...du würdest doch gerne darüber verfügen, nicht wahr...? indem ich der gesellschaftlichen Erwartungshaltung gerecht werde, dass jeder für den Staat und für diese Gesellschaft Leistungen zu erbringen hat...das erwartest du doch von mir...? nur weil du diesen Vorgaben gefolgt bist...doch bist du ihnen wirklich freiwillig gefolgt...? ...mein "Vormund", das ist diese Gesellschaft...ich hasse dieses Leben...Sklaverei beginnt mit der Geburt...
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]...ach...? das ist mir neu...wo ihr doch sonst alles immer gerne tut, weil es zu eurem Scheißleben mit dazugehört - [/B][/QUOTE]

Ich habe glücklicherweise im Grossen und Ganzen ein gutes Leben. :)

[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]
.du fühlst dich also ausgenutzt - [/B][/QUOTE]

Du hast klar gesagt, dass es deine Absicht ist, Leute wie mich auszunutzen. Ja, ich fühl mich ausgenutzt, ganz besonders nach einer so klaren Ansage, wie du sie gebracht hast.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]
es drückt deine vermeintlich hohe Lebensqualität, das zu wissen...[/B][/QUOTE]

Die in erster Linie darin besteht, dass ich das tun kann, was ihc gern tue - was das Nettoeinkommen betrifft, da bin ich nicht weit über dem Sozialhilfesatz und deutlich unter einem lokal üblichen Lohn für Angestellte in Vollzeit.




[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]
aber wer nimmt dir deine Lebensqualität, wer fordert von dir Leistungen und Gegenleistungen für alles...? [/B][/QUOTE]

ja, ganz konkret du findest es ganz selbstverständlich, dass ich (und alle anderen, die Wert schaffen) gefälligst dein Leben mitzufinanzieren haben. Wo dein Beitrag zur Gesellschaft ist - und nein, der muss nicht in bezahlter Arbeit bestehen, der könnte auch in Kunst bestehen, oder sonst etwas - darauf warte ich immer noch. Was tust du denn mit deinem Leben?




[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]
warum beschwerst du dich dann über mich...? es kann dir doch völlig gleich sein, oder...? [/B][/QUOTE]

Weil ich es nun mal nicht mag, wenn ich Suppe koche und meine Gäste in die Suppe reinspucken. Würdest du denn sowas mögen, wenn es dir passieren würde?




[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]
stell dir doch einfach vor, dass ich nicht nur irgendein bescheurtes Prolowürstchen bin - nein, stell dir einfach vor - ich wäre der Kaiser...ab jetzt bin ich also der Kaiser für dich...und da willst du dem Kaiser nicht geben, was des Kaisers ist...? Na, na, wo kommen wir denn da hin, wenn jeder so denken würde wie du...
[/B][/QUOTE]

du kannst meinetwegen auch der Imperator der Marsmännchen sein.
ja und?



[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]
..wo du die Hälfte eines Einkommens (!) doch so gerne an deinen Staat abdrückst...also könntest du es auch getrost für mich tun, ohne dass sich an deiner Situation dadurch etwas verschlechtert... [/B][/QUOTE]

Das ist jetzt ausdrücklich nicht ironisch: ja, ich tue es gerne. Ich bin glücklich, dass ich gesund bin und genug ausgebildet und genug psychisch stabil, dass ich meinen Lebensunterhalt selbst verdienen kann. Da zahle ich gerne dafür, dass andere, denen es nicht so gut geht wie mir, unterstützt werden.

Aber mich dafür noch doof anmachen zu lassen, das habe ich nicht nötig. Ich halte hiermit fest: was immer ich an Steuergeldern und Abgaben bezahlte, es dient ausdrücklich NICHT dazu, Xenomorph in irgend einer Weise zu unterstützen. :p



[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]
der Witz ist nur der: das erwarte ich gar nicht von dir ...oder sind dir die Milliarden namenlosen "Sozialschmarotzer" wichtiger als ich...? [/B][/QUOTE]

doch, du erwartest das von mir. Weiter vorne hattest du geschrieben:

"und ich habe daher nicht die geringste Scham, diese Gesellschaft auszunutzen, ohne sie zu unterstützen.."

Was auch bedeutet: du hast nicht die geringste Scham, meine Steuergelder auszunutzen.





[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]
...du würdest doch gerne darüber verfügen, nicht wahr...? [/B][/QUOTE]

oh nein, ich will nicht über dein Leben verfügen. Tu was du willst, mach mit deinem Leben, was immer dich glücklich macht, aber mach das bitte ganz allein.

Du magst die Gesellschaft nicht - gut - so sei konsequent und kehre ihr den Rücken, aber ganz.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]
indem ich der gesellschaftlichen Erwartungshaltung gerecht werde, dass jeder für den Staat und für diese Gesellschaft Leistungen zu erbringen hat...das erwartest du doch von mir...? [/B][/QUOTE]

nein, das erwarte ich nicht von dir. Ich halte es nur für eine Art Gesetz des Lebens, dass Geben und Nehmen einigermassen im Gleichgewicht sein sollten. Wenn du so gierig nehmen willst, da hab ich nur null Bock zu geben.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]
.ich hasse dieses Leben...[/B][/QUOTE]

das lässt sich ändern. das Leben ist schön:)

grüsse, barbara
ArrogantNickXeno,-
ganz ernsthaft: Warum bringst Du Dich nicht um? - würdest Du das wirklich glauben was Du da fortgesetzt tipperst, Du müsstest diesem Elend längst schon ein Ende gesetzt haben.

....
AzaEditiert, beim zweiten lesen war es dann doch zu peinlich :D:D

Dennoch Cheers
ArrogantNickProst! ;-)

....
Ronin76[QUOTE]
stell dir doch einfach vor, dass ich nicht nur irgendein bescheurtes Prolowürstchen bin - nein, stell dir einfach vor - ich wäre der Kaiser...ab jetzt bin ich also der Kaiser für dich...und da willst du dem Kaiser nicht geben, was des Kaisers ist...? Na, na, wo kommen wir denn da hin, wenn jeder so denken würde wie du...
[/QUOTE]
Haha klasse :D. Es ist schon irre daß an jene Leute welche das ganz GROSSE Geld einfordern, sehr gerne Abgaben geleistet werden. Manchmal wird noch ein bisschen gejammert, aber das wars dann auch. Und dann wird das gleiche scheiß System alle 4 Jahre wieder gewählt, weil es ja so toll ist über 70% der erarbeiteten Leistungen an diese Assis abgeben zu müssen. Aber es wird ja immer ein Sündenbock benötigt und der ist immer am Weg des geringsten Widerstandes zu finden. Diese scheiß Arbeitslosen sind natürlich an allem schuld. Und die Ausländer. Solche Schmarotzer aber auch. Es gibt in Deutschland kein Recht auf Faulheit ! Arbeit adelt.

Auch ich möchte von nun an als Kaiser bezeichnet werden, denn ich bin Deutschland ! Ab heute habt ihr mir 80% eurer Einnahmen abzugeben ! Wenn ihr meinen Forderungen nicht nachkommen werdet, wird der Gerichtsvollzieher kommen und euch das nehmen was mir zusteht. Auserdem werdet ihr von der Polizei in Handschellen abgeführt werden und von den Richtern wegen schweren Betrugs und Landesverrat zu vielen Jahren Haft verurteilt werden. Nun dürft ihr euch verbeugen und meine Hymne singen !
Ronin76@Barbara
[QUOTE]Ich habe glücklicherweise im Grossen und Ganzen ein gutes Leben.[/QUOTE]
Und doch bist du unzufrieden. Jammerst über die bösen Schmarotzer welche verhindernt daß du noch zufriedener sein kannst.
SenecaIrgendein Haar gehört ja auch imer in die Suppe...frag dazu mal einen guten Koch. Hat der Gast nix zu meckern ist er auch unzufrieden, weil er dann nicht zu sagen hat...denn Lob ist uns genauso fremd wie einfach mal die Schnauze halten *g*
Waldemar[QUOTE]Du hast klar gesagt, dass es deine Absicht ist, Leute wie mich auszunutzen. Ja, ich fühl mich ausgenutzt, ganz besonders nach einer so klaren Ansage, wie du sie gebracht hast.[/QUOTE]

Irgendwie verstehe ich Dich hier garnicht.... Leute die offen sagen, dass sie das System zum Kotzen finden, nutzen Dich aus? Meinst Du hier wird nach Symphatie gezahlt? Es gibt Gesetze, die man in Anspruch nimmt. That s it und that s all. Gerechtigkeit hatte noch nie etwas mit Gesetzen am Hut, schon garnicht mit der "gefühlten". In welcher Welt lebst Du denn? Ach ja , Frankreich? Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.. Das das meiste davon ist schon gleich auf dem Schaffott gelandet ist, müsstest Du auch germerkt haben..

Und Xeno hat in manchen Dingen nicht Unrecht. Das zeigt uns doch eindrucksvoll der letzte Post von Aza... :)

Edit: Den er/sie/es grade anscheinend gelöscht hat. Feige dann auch noch? :D
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
[B]Mal ganz ehrlich, gothantrop und xeno und wie die Meckerköpfe alle heissen...
Das Leben ist so schön =)
Ich bin gut erzogen, habe alles was ich mir wünsche, eine behütete Familie, lebe in einem Einfamilienhaus, brauche mir um Geld keine Sorgen machen und liege bei schönem Wetter am eigenen Pool oder sitze an unserem See.

Und wisst ihr was? das ist so GEIL.

[/QUOTE]

Soll ich Dir was verraten? Ich kann nicht für Xeno reden, aber ich persönlich genieße das Leben.

Der einzige Unterschied zwischen Dir und mir liegt lediglich darin, dass ich andere Werte vertrete und meine Lebensfreude nicht im Materialismus begründet sehe. Und stell Dir mal vor, es soll doch tatsächlich noch Menschen geben, die sich [i]nicht[/i] über ihren Beruf oder Statussymbole identifizieren. Bis vor 10 Jahren soll sogar einmal, man mag's kaum glauben, eine sogenannte Gothic-Szene existiert haben (heute materiell gefickt Goffick genannt), in der eine solche Attitüde gelaufig war :eek:


In diesem Sinne ...


[i]Von klein auf ging ich eigne Bahn
Ich sah nicht so, wie andre sahn
Was mich ergriff zu Lust und Pein,
das mußte ungewöhnlich sein
Ich schöpfte Leid aus andrem Quell
Und klang mein Herz in Freude hell,
war's Klang, den nie ein andres gibt,
Ich liebte, was nur ich geliebt

~ Edgar Allan Poe ~

Schwarzromantiker des 19. Jh.[/i]
AzaNö nich feige, warum? :D:D
Wir sind im Internet, halloho :D

Ich fand es nur etwas arg überzogen daregstellt und hatte die Befürchtung, dass der ironische Ton nicht angemessen unterstrichen wurde.

Edit:
@ Gothantrop:
Ich denke auch, dass das wahre Glück in der Familie und den Freunden liegt, nicht im Porsche oder der eigenen Segeljacht. Aber auch für die kleinen Freuden im Leben brauch man Geld =)
ArrogantNickHm.... ich verstehe gerade nicht wirklich, was denn nun am (mittlerweile editierten) Post von Aza so schlimm war? Wenn eine Person einen gewissen Wohlstand hat und ihn genießt, ja Mensch, das ist doch klasse. Auch wenn's ein bisschen prollig rüberkam, aber das ist doch die ganze Diskussion hier irgendwie. Jeder plustert sich auf und es wird sich nett gezankt. :D

****

@Ronin,
nu komm aber mal, das 'Gejammer' von Barbara, ist im Gegensatz zu den sonstigen, epischen Heularien über das System, nahezu lächerlich kurz. Das war kein Gejammer, sondern höchstens eine kleine Glosse, das sei und armen Systemtreuen dann aber auch mal gegönnt.

Übrigens, ich würde Dir sofort Steuern geben, wenn Du dafür all das weiterhin gewährleistest, was ich bisher so vom Staat erhalte für mein Geld. Angefangen bei der Straßenbeleuchtung und den Straßen, bis hin zu geförderter Kultur und dem netten Polizisten von nebenan.

....
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]Bis vor 10 Jahren soll sogar einmal, man mag's kaum glauben, eine sogenannte Gothic-Szene existiert haben (heute materiell gefickt Goffick genannt), in der eine solche Attitüde gelaufig war :eek:[/i] [/B][/QUOTE]Ja Junge da waren wir aber auch erst 25 oder jünger, haben studiert oder eine Ausbildung gemacht, bei Mutti gewohnt, udn papas Auto gefahren. Da kann man sich sollche Attitüden leisten. Und wie hieß es früher so schön...die Seele der Grufti-Szene waren die Frauen...und was soll ich Dir sagen...als die anfingen ihren Karrieren als Modedesignerinnen, Psychologinnen oder diverse Bacheloretten durchzuziehen...da konnte man sich noch ein, zwei mal an jungen nachwuchsgruftinen vergreifen...bis man für die zu alt war.

Für einen Mann gibt es keinen größeren Imageschaden als antrieblos und ohne Aufgabe zu sein. Frauen merken so was instinktiv udn verlieren jedes Interesse.

Das war übrigens einer meiner drei größten Motivationspunkte.
Pleite sein ist eine Sache, das bin ich als Einzelunternehmer jeden dritten Monat, aber sich einfach hängen zu lassen, das törnt Frauen ungefähr so an wie kalter Raucherschweiss.

Die Biester riechend das förmlich, wenn einer keine Drive entwickelt und somit kein guter Jäger ist.

Denn vergiss nie...das menschliche Unterbewusstsein ist stark...und lebt noch in der Steinzeit.
XenomorphHallo...? :D... und obendrein möchte ich von nun an als Papst behandelt werden - ich habe einen rechtlich verbürgten Anspruch darauf! denn schliesslich sind "wir" als Deutsche doch Papst...! nein, ich bin sogar noch etwas päpstlicher als er...

...ich bin also wieder mal der böse Jammergierlappen, der die lieben, netten, großzügigen Besserverdienenden um ihren besseren Verdienst bringt, hä...? habt wohl schiß, dass ich euch in euren Swimmingpool pinkle, in dem ihr gern herumplanschend euren süßen Träumen nachhängt...aber als rechtmäßig ernannter Papst darf ich euch sogar ins Bier pissen, das ihr dabei schlürft...

...was höre ich da...? ihr Malochertypen "schafft" neue Werte...? nein, Werte werden nicht durch Lohnarbeit "geschaffen" - jedenfalls nicht eure eigenen...Werte können ganz verschiedene Dinge sein - nicht allein materielle, wie ihr als Materialisten "Werte" ausschliesslich versteht...nein, ihr schafft keine neuen Werte - durch Lohnarbeit werden Werte lediglich umgeschichtet...
AzaMein Post war völlig überzogen und total prollig, was weniger als Projektion meinerseits gedacht war, als vielmehr als Antwort auf das ewige und völlig überzogene Gejammer.
All die, die sich über Ausbeutung anderer aufregen, sollten sofort ihren PC verschrotten, da dieser garantiert und schlimmeren Bedingungen gefertigt wurde, als sie hier in Deutschland herrschen.
Und nun kommt mir nicht mit "ich kann mir keinen handgemachten leisten", dann muss man eben verzichten, oder sehe ich das falsch? Ihr Abzocker und Bonzen! =)

edit:
@ xeno:
Wenn ich aus wertlosem Sand Glas herstelle, ist das doch eindeutig Wertschöpfung? Und beraubt wird dabei niemand. Außer vlt. die Sandmänner auf Tatooine (anm. d. authors: StarWars, ObiWan und so)
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]Hallo...? :D... und obendrein möchte ich von nun an als Papst behandelt werden - [/B][/QUOTE]Vergiss es, den Titel trage ich hier schon seit 2004.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[....]

Denn vergiss nie...das menschliche Unterbewusstsein ist stark...und lebt noch in der Steinzeit. [/QUOTE]

Und am Ende geht's wieder nur ums Ficken. :D

Leute, Ihr macht mich fertig! Wie gut, dass die Begattungsstarre keine humane Eigenschaft ist.

*kichernd links ab*
xxxzinixxxnettes kabarett...
global gegen nachbarschaftsverein...
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
Hallo...? :D... und obendrein möchte ich von nun an als Papst behandelt werden - ich habe einen rechtlich verbürgten Anspruch darauf! denn schliesslich sind "wir" als Deutsche doch Papst...! nein, ich bin sogar noch etwas päpstlicher als er...[/QUOTE]

Vergiss es - Seneca hat eindeutig die älteren Rechte. Wie wär's mit Erzbischof? Die haben auch die hübscheren Messdiener, im Vatikan sind doch eh alle schon fast tot.

....
Waldemar[QUOTE]All die, die sich über Ausbeutung anderer aufregen, sollten sofort ihren PC verschrotten, da dieser garantiert und schlimmeren Bedingungen gefertigt wurde, als sie hier in Deutschland herrschen.[/QUOTE]

Wenn Du damit anfängst, wäre das echt eine höfliche Geste...
Aza[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Wenn Du damit anfängst, wäre das echt eine höfliche Geste... [/B][/QUOTE]

Neee ich hab ja andere Ansichten und bin nicht der Auffassung, dass es Ausbeutung ist in China produzieren zu lassen, aber das ist eine andere Geschichte =)
WaldemarNatürlich nicht, sonst könnte Xeno auch nicht in Deinen Pool pissen. Aber argumentiere doch mal. Was ist für Dich Ausbeutung? Was nicht, und wenn Du schon pauschalisierst, warum China nicht?
SenecaAlso ich finde sehr wohl das es Ausbeutung ist, in China für Europa produzieren zu lassen...so ein Bekannter meiner Eltern macht das, und findet sich dabei auch noch unheimlich toll....weil er das Made in China Zeug erst hier stempelt mit "Made in Germany" und teuer an die deutsche Automobilindustrie verkauft.

So gesehen weist Du nie wirklich wo das Zeug herkommt das Du kaufst. Sogar beim fair trade kommt es ständig zu Abzocke...zwar nicht beim Produzenten...dafür aber beim Kunden.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
@ xeno:
Wenn ich aus wertlosem Sand Glas herstelle, ist das doch eindeutig Wertschöpfung? Und beraubt wird dabei niemand. Außer vlt. die Sandmänner auf Tatooine (anm. d. authors: StarWars, ObiWan und so) [/B][/QUOTE]

...der Sand, der durch eine Sanduhr läuft ist vom selben Stoff wie die Hülle...es ist transformierter Sand...es ist an sich keine Wertschöpfung...Glas ist nicht wertvoller als Sand...nur in gewissen Situationen brauchbarer...aber nicht immer...denn wenn kein Sand durch die Uhr läuft, weisst du nicht, wann deine Zeit abgelaufen ist...beides hat für die Funktionalität des Mechanismus denselben Stellenwert...in der Wüste gibt es genug Sand aber nur wenig Wasser...selbst wenn du dir aus dem Sand einen Glaskrug brennen kannst - fehlt dir das Wasser, um daraus zu trinken...wenn es keine Oase gibt, ist dein Krug vollkommen wertlos..."Werte" sind relativ - sie sind nichts absolutes...absoluten Wert hat im Kapitalismus allein das eine, das alles ist - das Geld als "Generalmetapher" zur Beherrschung des imperialistischen Marktes und seiner Warenfetische - aber auch damit könntest du ohne ein intaktes Kapital - wenn dessen "Wert" beispielsweise infolge von Inflation gegen Null tendiert - nichts mehr anfangen...also selbst ein Gott Mammon ist nicht absolut absolut - sondern allenfalls relativ gesehen zu all den anderen, "normalen" Waren im Kapitalismus...
ArrogantNickDiese Betrachtungen in allen Ehren, aber ändert das etwas?

....
ArrogantNick@Abzocke & Billigproduktionen: Das ist mE sogar doppelt destruktiv. In den jeweiligen Ländern entstehen massive Schäden und hierzulande nicht minder, nur auf anderem Niveau, aber Menschen haben darunter zu leiden, hier wie dort.

....
Waldemar[QUOTE]Das ist mE sogar doppelt destruktiv. In den jeweiligen Ländern entstehen massive Schäden und hierzulande nicht minder, nur auf anderem Niveau, aber Menschen haben darunter zu leiden, hier wie dort.[/QUOTE]

So schauts aus. Plagiate kosten die deutsche Wirtschaft Milliarden. Nicht nur in der Autoindustrie sondern auch Arzneimittel, Flugzeugeile, selbst Lebensmittel. Und es wird immer mehr, kaum noch beherrschbar. Sie machen den Mittelstand noch mehr kaputt. Industriespionage tut ihr übriges. Zu einem großen Teil werden die Informationen genutzt, um Waren direkt nachzubauen, die dann zu konkurrenzlos billigen Preisen Verdängswettbewerb als Ziel hat.. Verschwendung von Resourcen von Know how und wie das hergestellt wird, können sich viele denken, außer... Aza :)
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
...ach...? das ist mir neu...wo ihr doch sonst alles immer gerne tut, weil es zu eurem Scheißleben mit dazugehört - dass ihr euch ja alle "freiwillig" ausgesucht habet...aber, aber...mir kommen gleich die Tränen...du fühlst dich also ausgenutzt - durch die vielen Steuern, Rechnungen und Abgaben, die du an die ganze namenlose Mischpoke abdrücken musst, damit die auch so ein Scheißleben haben kann wie du...oder vielleicht doch ein besseres...? [/QUOTE]

es ist völlig egal, mit welchen worten du das umschreibst, du bist eigentlich genau das, was du so verachtest: ein kapitalistischer profiteur und ausbeuter der arbeiterklasse. die zahlt schliesslich das, was der staat zu verteilen hat. und du nimmst davon, ohne leistung entgegenzubringen. das kannst du rechtfertigen wie du willst, du bist kein deut besser. der bonzensack wird vermutlich genau dasselbe sagen wie du: das volk wills ja nicht anders, ich nehme was ich kriege, das system bietet es mir ja.

es ist egal, ob man von oben oder unten schmarotzt.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Leute die offen sagen, dass sie das System zum Kotzen finden, nutzen Dich aus?
[/B][/QUOTE]

Hi Waldemar

dass er das System zum Kotzen findet, oder wie auch immer, damit habe ich kein Problem. Er könnte es ja mal mit der einsamen Insel in ihrer romantischen Wildheit versuchen, doch kann er sein eigenes System bauen.

Xeno hat aber ausdrücklich gesagt, dass er keine Scham habe, ein System auszunutzen - und zwar ein System, das ich beschlossen habe mitzutragen. Ja, das finde ich tatsächlich zum Kotzen. Nicht zuletzt Xenos Doppelmoral, einerseits alles Scheisse finden, andererseits davon profitieren, wie es nur geht.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]
Meinst Du hier wird nach Symphatie gezahlt? Es gibt Gesetze, die man in Anspruch nimmt.[/B][/QUOTE]

Klar, es gibt Gesetze. Ein Staat ist aber meiner Auffassung nach kein Gratis-Selbstbedienungsladen.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]
Das das meiste davon ist schon gleich auf dem Schaffott gelandet ist, müsstest Du auch germerkt haben..[/B][/QUOTE]

Auch in Frankreich wurden in der Zwischenzeit die Schafotte abgeschafft... zumindest jene, die dazu dienten, Leute zu köpfen.;)

ich bin dennoch ganz glücklich, dass ich einen grossen Teil meines Geldes in der Schweiz verdienen darf, die ein klassisch liberales Land ist.

grüsse, barbara
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Xeno hat aber ausdrücklich gesagt, dass er keine Scham habe, ein System auszunutzen - und zwar ein System, das ich beschlossen habe mitzutragen. Ja, das finde ich tatsächlich zum Kotzen. Nicht zuletzt Xenos Doppelmoral, einerseits alles Scheisse finden, andererseits davon profitieren, wie es nur geht. [/QUOTE]

Das was Du Doppelmoral nennst, das nenne ich Ehrlichkeit und es ist das Einzige, was ich Xeno wirklich hoch anrechne. Mir sind Leute wie Xeno 'zig mal lieber, als die bigotte, verlogene Scheiße, die die Personen abziehen, die nur so tun als würden sie sich bemühen und dann hinterrücks alles boykottieren, was ihr Dasein verändern könnte. Ja, und die dann auch noch sich hinstellen und heulen, dass sie das alles gar nicht verstehen, schließlich würden sie doch alles, alles dafür tun, etwas zu ändern. DAS sind die Leute die mich wirklich aufregen und die sind leider in der absoluten Überzahl.

Dagegen sind mir Zeitgenossen wie Xeno, Ronin usw. noch wirklich sympathisch, die reden wenigstens Tacheles und erwarten kein Mitleid.

Grüßle
Mischa
WaldemarHi LaChatte,

[QUOTE]Klar, es gibt Gesetze. Ein Staat ist aber meiner Auffassung nach kein Gratis-Selbstbedienungsladen.[/QUOTE]

Nein, deshalb wird auch Bedürftigkeit geprüft und bewilligt oder nicht. Genau wie die Rente, sind das keine Almosen, sondern eine im Gesetz festgelegte Leistung.

Vor dem Hartz4 Gesetz sind hier nun alle gleich. Egal ob du hier 30 Jahre lang Ingenieur warst oder noch nie ein einzigen Finger gerührt hast. Sehr liberal

Und nicht nur ich nutze das System aus, sondern jeder der klever agiert und sich informiert auf was er Anspruch hat. Viele schaffen erst die Selbstständikeit nachhaltig, weil die Arge das fördert. Und manchen tun nur so als ob, vielleicht moralisch verwerflich, aber klever. Und das machen Steuerberater, Unternehmensberater, Juristen usw usf. auch alle.. Nur im viel größeren Stil und mit viel mehr Doppelmoral.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
Vor dem Hartz4 Gesetz sind hier nun alle gleich. Egal ob du hier 30 Jahre lang Ingenieur warst oder noch nie ein einzigen Finger gerührt hast. Sehr liberal
[/QUOTE]

Und GENAU DAS ist der eigentliche Skandal an HartzIV! Es kann nicht angehen, dass Menschen die sorgsam gelebt haben und für ihr Alter vorsorgten, dafür auch noch bestraft werden. Das ist tatsächlich eine derartig himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass ich dafür am Liebsten den ganzen Beschließern dieser Unverschämtheit in Gesetzesform, höchstpersönlich die Fresse polieren wollen würde. Ich bin Deutschland gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt, aber bei einigen Dingen könnte ich hochgehen wie eine Rakete. Das ist eines davon.

....
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]es ist völlig egal, mit welchen worten du das umschreibst, du bist eigentlich genau das, was du so verachtest: ein kapitalistischer profiteur und ausbeuter der arbeiterklasse. die zahlt schliesslich das, was der staat zu verteilen hat. und du nimmst davon, ohne leistung entgegenzubringen. das kannst du rechtfertigen wie du willst, du bist kein deut besser. der bonzensack wird vermutlich genau dasselbe sagen wie du: das volk wills ja nicht anders, ich nehme was ich kriege, das system bietet es mir ja.

es ist egal, ob man von oben oder unten schmarotzt. [/B][/QUOTE]

...witzig - du hast nur eines vergessen: dass ich nicht nur Papst und Kaiser bin - sondern auch die Arbeiterklasse - für die es ausser staatlich subventioniertem Dreck keine - sinnvolle - d.h. von mir als sinnvoll angesehene - Arbeit mehr gibt...ich lache nur über dich und deine bigotte Moral...du verbiegst dich für das System, ich nicht...jeder, der mir weismachen möchte, ich solle dieser oder jener Arbeit nachkommen - oder überhaupt arbeiten - wäre mir zunächst einmal den Beweis einer wirklichen Notwendigkeit, eines Mangels an Arbeit schuldig...ob ein wichtiger - nicht an das herrschende System geknüpfter - Industriezweig kurz vor dem Zusammenbruch steht, wenn nicht jeder zum Arbeiten eingesetzt wird...denn das ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht der Fall...auf dieser Ebene argumentiert das System daher schon längst nicht mehr - es geht allein um den daran geknüpften Apparat, nämlich den Staat und seine Profiteure, die vom Gewinn der Unternehmerkaste abhängig sind...du finanzierst mit deiner Arbeit und dem in Form von Steuern geleisteten Tribut nämlich nicht mich - oder doch nur zu einem Anteil, der weniger als homöopathisch zu bemessen sein mag - sondern Kriege und Massenmord - ich nicht...

...und ich versuche mich nicht zu "rechtfertigen" - denn das muss ich nicht und das habe ich auch gar nicht nötig - und am allerwenigsten vor dir...
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
...witzig - du hast nur eines vergessen: dass ich nicht nur Papst und Kaiser bin [/QUOTE]
prinzessin.

[QUOTE]- sondern auch die Arbeiterklasse -[/QUOTE]
seit wann denn? wenn du, wie du selbst sagtest, gar nicht arbeitest und es gar nicht willst, schaust du doch nur von draussem zum Fenster rein.

erzähl mir doch was von bigotter moral...
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Nein, deshalb wird auch Bedürftigkeit geprüft und bewilligt oder nicht. Genau wie die Rente, sind das keine Almosen, sondern eine im Gesetz festgelegte Leistung. [/B][/QUOTE]

Hallo Waldemar

hier bin ich eher auf die Schweiz bezogen, wo allzu oft eher lasch geprüft wird. Ich möchte doch betonenen, dass zum Beipsiel eine Krankentaggeldversicherung NICHT eine Urlaubsfinanzierungsversicherung ist, und ich mir durchaus Fragen stelle, wenn es Leute gibt, die sich regelmässig viermal pro Jahr während drei Wochen krankschreiben lassen, und niemand sagt nix dazu, aber meine Prämien werden auch erhöht, da es eine kollektive und solidarische Versicherung ist. Ich bezahle gern, um kranke Leute zu unterstützen, aber Urlaub soll sich bitte jeder selbst finanzieren.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]
Und nicht nur ich nutze das System aus, sondern jeder der klever agiert und sich informiert auf was er Anspruch hat.[/B][/QUOTE]


Einen tatsächlichen Anspruch einfordern ist völlig in Ordnung. Einen tatsächlich nicht vorhandenen Anspruch vortäuschen und dafür Geld einer Kasse erhalten, ist was ganz Anderes. und DAS ist es, was mich aufregt. Auch wenn das beim so engen Kontrollnetz von Hartz4 möglicherweise nicht vorkommt, in meinem Umfeld gibt es das.

grüsse, barbara
Ronin76[QUOTE]
Für einen Mann gibt es keinen größeren Imageschaden als antrieblos und ohne Aufgabe zu sein. Frauen merken so was instinktiv udn verlieren jedes Interesse.

Das war übrigens einer meiner drei größten Motivationspunkte.
Pleite sein ist eine Sache, das bin ich als Einzelunternehmer jeden dritten Monat, aber sich einfach hängen zu lassen, das törnt Frauen ungefähr so an wie kalter Raucherschweiss.

Die Biester riechend das förmlich, wenn einer keine Drive entwickelt und somit kein guter Jäger ist.

Denn vergiss nie...das menschliche Unterbewusstsein ist stark...und lebt noch in der Steinzeit.
[/QUOTE]
Das kann ich bestätigen. Die Emanzipation der Frau hat auf der hormonellen und emotionalen Ebene nie stattgefunden. Da dauert das eben ein paar Millionen Jährchen. Spätestens bei der Familienplanung ist Schluß mit Emanzipation. Der emanzipierte Ehemann wird beim Rollentausch dann zum Hausmann und von seinen Kumpels belächelt, wenn jene es nicht auch selbst sind.

Ich frage mich gerade was für eine Frau der größte Imageschaden sein kann. Hässlich, geschieden oder verheiratet und Mutter ? Das wäre jedenfalls für mich das absolute Nein und so etwas merke ich instinktiv. ;)
Auf die Steinzeit ! :D
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
Plagiate kosten die deutsche Wirtschaft Milliarden. Nicht nur in der Autoindustrie sondern auch Arzneimittel, Flugzeugeile, selbst Lebensmittel. Und es wird immer mehr, kaum noch beherrschbar. Sie machen den Mittelstand noch mehr kaputt. Industriespionage tut ihr übriges. Zu einem großen Teil werden die Informationen genutzt, um Waren direkt nachzubauen, die dann zu konkurrenzlos billigen Preisen Verdängswettbewerb als Ziel hat.. Verschwendung von Resourcen von Know how ...[/QUOTE]Nein, das ist nicht Verschwendung, sondern sinnvolle Nutzung. Verschwendung ist, wenn Know How in Tresoren verschlossen wird, um sich mit dem alten Status Quo Monopole zu erhalten.

Entweder deine Produkte sind [b]billiger[/b] oder sie sind [b]besser[/b] als die der Anderen - so funktioniert Marktwirtschaft, die den Namen verdient.

Kapitalismus ist, wenn die Qualität der Produkte keine Rolle mehr spielt, sondern nur noch Kapital hin und her geschoben wird.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
... die Arbeiterklasse - für die es ausser staatlich subventioniertem Dreck keine - sinnvolle - d.h. von mir als sinnvoll angesehene - Arbeit mehr gibt ...

... jeder, der mir weismachen möchte, ich solle dieser oder jener Arbeit nachkommen - oder überhaupt arbeiten - wäre mir zunächst einmal den Beweis einer wirklichen Notwendigkeit, eines Mangels an Arbeit schuldig ...

... du finanzierst mit deiner Arbeit und dem in Form von Steuern geleisteten Tribut nämlich nicht mich - oder doch nur zu einem Anteil, der weniger als homöopathisch zu bemessen sein mag - sondern Kriege und Massenmord ...[/QUOTE]Du bringst die Verhältnisse und Verhältnismäßigkeiten auf den Punkt, die sonst zum Zwecke des "Teile und herrsche" gern verwischt und vernebelt werden ...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
Bezüglich Kredit: Ich habe auch keinen bekommen.[/QUOTE]Komisch. Mir wollen sie jeden zweiten Tag einen Kredit aufdrängeln, obwohl ich gar keinen haben will - denn der macht (System-)abhängig.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Celtvis [/i]
Ist es denn Marktwirtschaft, wenn bessere Produkte durch billige Plagiate unter Verletzung von Patentrechten etc. kopiert werden?[/QUOTE]Wenn die "besseren" Produkte so leicht mit billigen Plagiaten zu verwechseln sind, dann sind sie nicht wirklich besser.

Um eine bessere Vergleichbarkeit zu fördern, wären Änderungen am Markenrecht (und ggf. einigen anderen Gesetzen) nötig.

Beispiel: Wenn statt dem großen "BIO"-Aufkleber auf der Ware die konkrete Anschrift des Herstellers draufsteht, dann kann sich jeder potentielle Käufer selbst davon überzeugen, in wieweit die Produkte wirklich BIO sind, unter welchen Bedingungen dort Tiere und Pflanzen leben usw.
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
Beispiel: Wenn statt dem großen "BIO"-Aufkleber auf der Ware die konkrete Anschrift des Herstellers draufsteht, dann kann sich jeder potentielle Käufer selbst davon überzeugen, in wieweit die Produkte wirklich BIO sind, unter welchen Bedingungen dort Tiere und Pflanzen leben usw.[/QUOTE]

toll, ttp, es werden auch wahnsinnig viele Bio-Eier gefälscht, vor allem von den chinesen.... :rolleyes:

wir reden hier von plagiaten, produktpiraterie und fälschungen und das sind reale wirtschaftliche schäden.
und wir reden hier nicht über billige rolexuhren, die man am strand von bali kauft oder das Gucci-Handtäschchen auf nem markt in honkong.
sondern von ganz normalen alltags-produkten.

[QUOTE]Wenn die "besseren" Produkte so leicht mit billigen Plagiaten zu verwechseln sind, dann sind sie nicht wirklich besser.[/QUOTE]
es wird nicht nur das design "so ähnlich", sondern 1:1 kopiert, mit billigeren und qualitätiv schlechteren materialen und zum teil gefährlichen fehlfunktionen, da das innenleben eben nicht den technischen stand hat wie das original, zB bei Bosch-Bohrmaschinen. die fälschungen neigten dann schonmal dazu, feuer zu fangen.
ebenso wird know-how kopiert und angetäuscht.
die plagiat-industrie ist mittlerweile so weit, dass diese fälschungen überhaupt nicht so leicht zu erkennen sind, wie du das vielleicht denkst. selbst bei meinen kunden (und die sind "nur" kleine bis mittelständische unternehmen) kommt das vor, das auf dem markt kopien oder fälschungen auftauchen aus fernost und das sind keine "luxus"-produkte. dei sind vom äusseren her nicht zu erkennen, aber eben minderwertig gefertigt.

[QUOTE]Um eine bessere Vergleichbarkeit zu fördern, wären Änderungen am Markenrecht (und ggf. einigen anderen Gesetzen) nötig.[/QUOTE]
das ist überhaupt nicht nötig, denn selbst neue gesetzte werden von der plagiat-industrie fröhlich ignoriert.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Spätestens bei der Familienplanung ist Schluß mit Emanzipation.
[/B][/QUOTE]

Dass eine Frau mit Kinderwunsch einen Mann als Partner will, der selbst die Familie mitträgt, und nicht noch ein grosses Kind mehr, das sie pflegen und versorgen muss, erachte ich auch aus nicht-steinzeitlicher Perspektive als durchaus vernünftig.;)

grüsse, barbara
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Celtvis [/i]
[B]Ist es denn Marktwirtschaft, wenn bessere Produkte durch billige Plagiate unter Verletzung von Patentrechten etc. kopiert werden?
Oder ist das schlicht nur eine Art von Produktpiraterie?

Mir will nicht ganz einleuchten, weshalb man Plagiate entschuldigen oder gutheißen sollte. [/B][/QUOTE]

Das war schon immer üblich in Marktwirtschaften.
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Made_in_Germany[/url]

zuerst wird's gestohlen, dann wird's kopiert, und wenn die Leute fleissig und ehrgeizig sind, werden bald auch jene, die mit Kopien begonnen haben, eigene hochwertige Produkte herstellen. Bei den Autos haben wir das schon gesehen, Toyota fing an mit seltsamen Reisschüsseln, heute ist es eine etablierte, erfolgreiche und innovative Marke.

Vor hundert Jahren war das Deutschland, heute ist es eben China. Marktwirtschaft ist kein Biotop mit Artenschutz, sondern konkurrenzorientiert, und wenn die gesetzlichen Grundlagen fehlen oder nicht durchgesetzt werden können (wer kann schon ein Verbot gegen China durchsetzen?), da wird kopiert, was das Zeug hält. Ja klar.

Lösungen gibt es im Bereich Kontrolle - wenn China giftige Spielzeuge und krankmachendes Milchpulver herstellt, so ist das eine Sache. Wenn Importe nicht von den Empfängern streng kontrolliert werden durch häufige und gründliche Stichproben und Unternehmen mit minderer Qualität nicht sanktioniert werden, kann man das nicht jenen anlasten, die versuchen, billig und schnell Geld zu verdienen.

grüsse, barbara
WaldemarIm Prinzip hast du nicht Unrecht LaChatte, man muss sich der Konkurrenz stellen. Und nicht wie England (Buy british Aktion) oder auch die USA (Einfuhr Strafzolle auf Japanfahrzeuge probiert) verweigern.

Aber letztendlich hat sich doch die Qualität der Deutschen durchgesetzt und auch bei den Japanern. Bei Plagiaten aus China handelt sich nicht um den Versuch einer echten Konkurrenz, sondern schlicht um arglistige Täuschung und Fälschung mit gefährlichen Billigprodukten, die lebendsgefährlich sein können. Das ein großer Unterschied
Ronin76[QUOTE]
Entweder deine Produkte sind billiger oder sie sind besser als die der Anderen - so funktioniert Marktwirtschaft, die den Namen verdient.

Kapitalismus ist, wenn die Qualität der Produkte keine Rolle mehr spielt, sondern nur noch Kapital hin und her geschoben wird.
[/QUOTE]
Daß theoretische Marktwirtschaft noch nie funktioniert hat und damit Theorie bleibt bezeugt die Vergangenheit und Gegenwart. Marktwirtschaft fordert doch daß der Käufer bestmögliche Qualität zum bestmöglichen Preis erhält. Wenn ein Produkt jedoch billig angeboten wird, ist auch die Qualität billig und meistens den Kaufpreis nicht wert. Die andere von dir genannte Sparte sind Produkte welche besser sind als Andere, also relativ hochwertig sind. In der Praxis bedeutet das jedoch fast immer auch den relativ höchsten Preis. Dazu kommen noch Monopolisierungsdynamiken und Kartellbildungen welche den Preis weiter erhöhen und das Produkt damit überteuern. Bestmögliche Qualität zum bestmöglichen Preis (=Marktwirtschaft) existiert daher kaum.
Ronin76@Celtvis
[QUOTE]
Ist es denn Marktwirtschaft, wenn bessere Produkte durch billige Plagiate unter Verletzung von Patentrechten etc. kopiert werden?
Oder ist das schlicht nur eine Art von Produktpiraterie?

Mir will nicht ganz einleuchten, weshalb man Plagiate entschuldigen oder gutheißen sollte.
[/QUOTE]
Ich bin für Plagiate. Früher oder später hätte jemand anderes eine sehr ähnliche Erfindung gemacht. In einer Welt in welcher jeder von jedem abhängig ist, und alles miteinander verflochten ist, ist es asozial eine Idee für sich alleine zu beanspruchen um sich oder einem kleinen Personenkreis damit einen Vorteil zu verschaffen. Von diesem asozialen Denken muß endlich mal Abstand genommen werden. Und es kann auch nicht sein, daß anderen Menschen verboten wird, Dinge zu kopieren und was sie denken sollen. Das ist Bevormundung und Gewalt in höchster Form. Jedes Verbot ist im Grunde auch ein Gedankenverbot und führt zu verzerrten Moralvorstellungen. Die ganze Menschheit, Flora und Fauna besteht aus Kopieren. Auch du wurdest bei deiner Zeugung kopiert und besteht aus verschiedenen kopierten Anteilen aus den Genen deiner Eltern. Die Zellteilung und DNA/RNA Transkription ist ein ganz grundlegendes Beispiel von Kopieren. Es ist also ein natürlicher Vorgang des Lebens. Patente sind daher als Perversion zu betrachten weil sie unnatürlich sind. Patente bremsen auserdem den Fortschritt aus und verhindern daß die breite Allgemeinheit eine Erfindung nutzen kann. Dieser Nutzen stellt die Basis für weitere Erfindungen und Lebenshilfen.



@Waldemar
[QUOTE]
Bei Plagiaten aus China handelt sich nicht um den Versuch einer echten Konkurrenz, sondern schlicht um arglistige Täuschung und Fälschung mit gefährlichen Billigprodukten, die lebendsgefährlich sein können. Das ein großer Unterschied
[/quote]

Nicht immer aber häufig. Es gibt zb iPOD Plagiate die dem Original in nichts nachstehen, weil dieses auch in China gefertigt wird. Der Preis beträgt jedoch nur einen Bruchteil. Es gibt aber inzwischen auch viele geprellte Kunden die so langsam von Chinaschrott und Zollproblemen die Schnauze voll haben sollten. Entweder China verbessert seine Produkte oder es wird zu einer Trendwende kommen. Und es ist ja nicht alles qualitativ schlecht was aus China kommt. Das hat dann aber auch seinen Preis, der jedoch fast immer noch europäische Produkte bei weitem unterbieten kann. Das Problem ist doch auch die Deklarierung. Heute kommt eben fast alles aus China auch wenn Made in Germany oder sonst was drauf steht. Deutsche Autos gibt es zB schon lange nicht mehr.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Im Prinzip hast du nicht Unrecht LaChatte, man muss sich der Konkurrenz stellen. Und nicht wie England (Buy british Aktion) oder auch die USA (Einfuhr Strafzolle auf Japanfahrzeuge probiert) verweigern.

Aber letztendlich hat sich doch die Qualität der Deutschen durchgesetzt und auch bei den Japanern. Bei Plagiaten aus China handelt sich nicht um den Versuch einer echten Konkurrenz, sondern schlicht um arglistige Täuschung und Fälschung mit gefährlichen Billigprodukten, die lebendsgefährlich sein können. Das ein großer Unterschied [/B][/QUOTE]

Das wird nicht lange bei Billigprodukten bleiben. Die Chinesen haben schliesslich eine jahrtausende alte handwerkliche Tradition. Die sind jetzt nu am Üben, und in wenigen Jahren werden sie auch selbst Topprodukte entwickeln.

Staatliche Lenkungsmassnahmen wie Zölle oder auch staatliche Kontrollen für Importwaren sind völlig in Ordnung. Nur werden denn eben alle Produkte teurer werden.

grüsse, barbara
xxxzinixxxdu findest es in ordnung, wenn man auf importwaren horrende zölle erhebt, aber exportartikel subventioniert wie nichts gutes, damit auch ja nichts anderes auf den (welt-)markt kommt???
Ronin76Was wohl mit all den Zolleinnahmen geschieht ? Ist ein ziemlich komplexes System und allein der Verwaltungsaparat verschlingt eine ganze Menge.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
toll, ttp, es werden auch wahnsinnig viele Bio-Eier gefälscht, vor allem von den chinesen.... :rolleyes:
wir reden hier von plagiaten, produktpiraterie und fälschungen und das sind reale wirtschaftliche schäden.[/QUOTE]Nur sagt Niemand, was unter "Plagiaten", "Produktpiraterie", "Fälschungen" und "realen wirtschaftlichen Schäden" konkret zu verstehen ist. Oft regen sich gerade die Firmen über "Plagiate", "Produktpiraterie" und "Fälschungen" auf, die das selber im großen Stil praktizieren, zum Beispiel Plattenfirmen, die mir "Kopierschutz"-verkrüppelte Plastikscheiben als Musik-CDs verkaufen wollen. Sorry, dafür gibt es von mir keinen Cent. Da lasse ich mir doch lieber CDs direkt von Nnordy oder Solstice schicken, da weiß ich wenigstens, was ich habe.

Ich habe das "BIO" als Beispiel gewählt für Produkte, wo teilweise erhebliche Preisunterschiede bestehen, man aber als Kunde die Qualitätsunterschiede nicht wirklich testen und bewerten kann. Und das ist bei vielen Non-Food-Produkten ähnlich. Und Vertrauen der Kunden kann man als Produzent nur gewinnen, wenn man den Kunden auch Vertrauen entgegenbringt. Wenn ich nur "Katzen im Sack" verkaufe, nehmen die Kunden natürlich vorsichtshalber die billigsten Säcke.

[QUOTE]es wird nicht nur das design "so ähnlich", sondern 1:1 kopiert, mit billigeren und qualitätiv schlechteren materialen und zum teil gefährlichen fehlfunktionen, da das innenleben eben nicht den technischen stand hat wie das original, zB bei Bosch-Bohrmaschinen. die fälschungen neigten dann schonmal dazu, feuer zu fangen.[/QUOTE]Aber liegt das nicht gerade daran, dass heute aus dem "Innenleben" der meisten Produkte ein Geheimnis gemacht wird, und darum niemand mehr weiß, was da eigentlich drin sein müsste? Wenn ich zu DDR-Zeiten ein Radio oder einen Fernseher gekauft habe, bekam ich Schaltplan und Bauteile-Liste mit dazu.

[QUOTE]die plagiat-industrie ist mittlerweile so weit, dass diese fälschungen überhaupt nicht so leicht zu erkennen sind, wie du das vielleicht denkst. selbst bei meinen kunden (und die sind "nur" kleine bis mittelständische unternehmen) kommt das vor, das auf dem markt kopien oder fälschungen auftauchen aus fernost und das sind keine "luxus"-produkte. dei sind vom äusseren her nicht zu erkennen, aber eben minderwertig gefertigt.[/QUOTE]Vielleicht bin ich blauäugig, aber eine Kombination aus Herstellungsort und -Zeit plus weitere in einer Kennummer verschlüsselte nur dem Hersteller bekannte Daten sollten nicht so leicht zu fälschen sein. Die kann ein Händler beim Einkauf stichprobenweise mit dem Hersteller abgleichen, und gegebenenfalls die Lieferung zurückweisen und dem Lieferanten auf die Nase klopfen.

[QUOTE]selbst neue gesetzte werden von der plagiat-industrie fröhlich ignoriert.[/QUOTE]Wenn die Kunden und Händler dank besserer Prüfmöglichkeiten nichts mehr von ihnen kaufen, werden sie das nicht mehr ignorieren können. Was fehlt, sind bessere Möglichkeiten zum "Prüfen vor dem Kauf". Letzteres steht aber der hemmungslosen Kapitalvermehrung (dem Kapitalismus) entgegen ...
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]Ich hausiere nicht, ich rechtfertigte mich. Ja genau, warum eigentlich? Maul halten Cagliostro! [/B][/QUOTE]

Und die Unsachlichkeit ersetzt dann die Wahrheit?

Egal.
Irgendwann wirst du schon merken, dass Jammern
nicht gut ankommt.
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i]
[B]Und die Unsachlichkeit ersetzt dann die Wahrheit?

Egal.
Irgendwann wirst du schon merken, dass Jammern
nicht gut ankommt. [/B][/QUOTE]

Ich jammer nicht, ich trete Ärsche.

Und nun geh spielen, denn Deine pseudo-philisophischen Beiträge sind zu 99% überflüssig wie ein Kropf

[img]http://www.funnyforumpics.com/forums/attention-whore/1/Attention-Caution.jpg[/img]
ArrogantNickUnd jetzt alle: KAPITALISMUS IST SCHEISSE!

****

Okay, damit könnte man die Diskussion im Grunde beenden, denn die, die dieser Meinung sind, werden diese auch nicht ändern. Genauso wie die, die nicht dieser Meinung sind, ihre ändern werden.

Im Grunde ist das doch völlig absurd und irrelevant.

Da draußen herrscht dieses System und entweder ich komme darin klar oder eben nicht. Und wer es nicht tut, der kann im Internet heulen gehen. So ist für alle gesorgt.

Ist doch prima.

.
WaldemarKapitalismus ist nicht scheisse...


Aber die Menschen
SenecaMenschen sind nicht Scheisse. Ich denke das die allermeisten wirklich nicht nur an sich selbst denken und gerne in gegenseitiger Harmonie leben und leben lassen wollen...das Streben danach ist nur so unkoordiniert das dabei absolutes Chaos entsteht.
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]Ich jammer nicht, ich trete Ärsche.

Und nun geh spielen, denn Deine pseudo-philisophischen Beiträge sind zu 99% überflüssig wie ein Kropf

...[/img] [/B][/QUOTE]

Beides kommt davon, dass du dich für den besseren Menschen hältst.
Kein guter philosophischer Ansatz.
Nun, ich handle im philosophischen Bereich nach dem "Try-and-error" -Prinzip.
Ist nicht die reine Lehre, aber gemessen an deinen
ferngesteuerten Textbausteinen durchaus seriös.

Ansonsten ist es im Leben halt so, dass man Karl Marx nicht Karl May verwechseln sollte und dass Brot nicht vom Himmel fällt.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]Und jetzt alle: KAPITALISMUS IST SCHEISSE!

****

Okay, damit könnte man die Diskussion im Grunde beenden, denn die, die dieser Meinung sind, werden diese auch nicht ändern. Genauso wie die, die nicht dieser Meinung sind, ihre ändern werden.[/quote]

ja, wie Recht du doch hast...ich werde meine Meinung dazu niemals ändern..und du vermutlich auch nicht..also was soll das ganze Theater eigentlich noch..? abgesehen von dem einem: dass der Kapitalismus tatsächlich scheiße ist...

[quote]Da draußen herrscht dieses System und entweder ich komme darin klar oder eben nicht. Und wer es nicht tut, der kann im Internet heulen gehen. So ist für alle gesorgt.
[/QUOTE]

...es herrscht, weil es genug Leute wie dich gibt, die daraus Gewinn und Nutzen ziehen...und die deswegen auf dem hohen Ross sitzen und sich bei jeder Gelegenheit mit ihrer "moralischen Überlegenheit" dicketun müssen...Mitläufer wie du - sie machen in erster Linie das System aus - sie machen es erst stark...dass Leute wie du darin "klarkommmen"...dieses Faktum wird von dir selbstverständlich als schlagender Beweis für die Tauglichkeit, die Funktionalität des Systems herangezogen..."seht alle her, ihr perversen ewigen Nöler und Jammerlappen, wie gut es mir geht...und ihr seid der letzte Dreck - und obendrein selber Schuld daran!"...du interpretierst diesen Umstand also sowohl zu deinen eigenen Gunsten - wie auch zu Gunsten des Systems...doch ich habe eine andere Lesart für dich: es spricht weder für das System noch für dich selbst, dass du damit keine Probleme hast - sondern du bist bloß ein Teil des Problems, das diejenigen damit haben, die es ablehnen...
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
...es herrscht, weil es genug Leute wie dich gibt, die daraus Gewinn und Nutzen ziehen...und die deswegen auf dem hohen Ross sitzen und sich bei jeder Gelegenheit mit ihrer "moralischen Überlegenheit" dicketun müssen...Mitläufer wie du - sie machen in erster Linie das System aus - sie machen es erst stark...dass Leute wie du darin "klarkommmen"...dieses Faktum wird von dir selbstverständlich als schlagender Beweis für die Tauglichkeit, die Funktionalität des Systems herangezogen..."seht alle her, ihr perversen ewigen Nöler und Jammerlappen, wie gut es mir geht...und ihr seid der letzte Dreck - und obendrein selber Schuld daran!"...du interpretierst diesen Umstand also sowohl zu deinen eigenen Gunsten - wie auch zu Gunsten des Systems...doch ich habe eine andere Lesart für dich: es spricht weder für das System noch für dich selbst, dass du damit keine Probleme hast - sondern du bist bloß ein Teil des Problems, das diejenigen damit haben, die es ablehnen..[/QUOTE]

Ist doch völlig latte, kommt schließlich auf's Gleiche raus ~> ich habe Spaß und Du kannst auf mich rumnölen ....und alle sind's zufrieden. :D

Schönen Abend noch.

....
Waldemar[QUOTE]Ist doch völlig latte, kommt schließlich auf's Gleiche raus ~> ich habe Spaß und Du kannst auf mich rumnölen ....und alle sind's zufrieden.[/QUOTE]

@Seneca..

meintest Du diese Harmonie?
SenecaNein, ganz sicher nicht!
Aber man kann auch nicht erwarten das jeder jeden lieb hat.
WaldemarNein natürlich nicht, ich wollte da nur ironisch provokant darauf hinweisen, da vieles alleine der Umgang miteinnander prägt. Der Ton macht die Musik. Der ist hier nicht nur im Forum unter aller Sau. Das ist schon normal in unserer Gesellschaft. Das ist kein Wunsch nach Heuchelei, sondern einfach nach Respekt..
ArrogantNickWer sich Respekt wünscht, der gehe einfach mit gutem Beispiel voran. Wenn das jeder tun würde, dann würde sich der Ton von ganz alleine ändern. Ich wünsche mir im Internet keinen Respekt mehr, das ist illusorisch und mir im Übrigen auch mittlerweile völlig rille.

Wie man in den Wald hineinruft.... etc. pp.

;-)
CagliostroManche von uns haben aufgrund der waahnsinnig tollen Erziehung auch sehr wenig Selbstrespekt.
Es ist klar, dass man diesen umstand "würdigt" indem man nur zum Vollstrecker wird........

Ein Mangel an Selbstbewusstsein ist sicherlich Systemimmanent und erwünscht.

(Vor allem die Frage, wie unterschiedlich Jungs und Mädchen erzogen werden.)

Damit wäre ich fast auf Xenomorphs Linie............
Keila[QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i]
[B]

Ein Mangel an Selbstbewusstsein ist sicherlich Systemimmanent und erwünscht.

([/B][/QUOTE]

Eine sehr interessante Beobachtung, das ist richtig.
Und - ich habe gemerkt, dass Selbstbewusstsein im kapitalistischen System doch viel mehr präsent ist als z.B. im sozialistischen. Ich denke, das hängt damit zusammen, wie ein Individuum von anderen wahrgenommen wird. auch von seinen Kollegen, Freunden, Eltern, die ihm ihre Werte vermitteln (womit wir wieder beim Thema Erziehung wären).
Keila[QUOTE][i]Original geschrieben von shadowflower [/i]
[B]Der „Kapitalist“ hat kein Selbstbewusstsein … er hat kein „Selbst“ und er hat kein „Bewusstsein“ … denn das hat er verkauft für Macht und Kapital … um irgendwas zu „sein“, um irgendwo zu stehen … aber alles für eine Weltsicht ohne Herz. Er profitiert von der Zeit der Arbeitenden, die sein Kapital vermehren … und die sich in ihrer Arbeit auch ein Stück weit verlieren, soweit sie sich darin nicht AUCH selbst verwirklichen können und Arbeit hauptsächlich aus Leistungsdruck und Effizient besteht, aber das Wesentliche sich darin verliert … wenn die Menschlichkeit sich darin verliert. [/B][/QUOTE]

Irgendwo habe ich das schon Mal gelesen oder gehört... ah, ja - Kommunisten hatten so etwas bereits erwähnt. Vor 100 Jahren oder so...

Eigentlich habe ich nicht vom Selbstbewusstsein eines Kapitalisten gesprochen, ich meine Selbstbewusstsein eines Individuums im kapitalistischen System verglichen mit sozialistischen. Und im sozialistischen System kann man viel weniger selbstbewusste Menschen treffen als im kapitalistischen, ist nur meine Beobachtung.
SenecaDer Kapitalismus unterdrückt die Individualität...?
Verwechselst Du da nicht etwas...?
Das Problem liegt doch an ganz anderer Stelle...nicht im System selbst, sondern daran das die Französische Revolution stramm und blind an den Fabriken vorbeigezogen ist...
Der alte Feudalismus konnte so in den Fabrikantendynastien weiterleben.

Feudalherren kannte aber auch der Sozialismus, denn auch der fand seine Weg nicht wirklich in die Fabriken.

Ich würde eher sagen sdas jeder -ismus die Individualität unterdrückt...und das wäre sogar völlig logisch weil -ismen immer Gruppenphänomene sein müssen um wahrgenommen zu werden.

Das gilt sogar für den "Individualismus"...wenns nur einer macht fällt der nicht weiter auf.
Xenomorph...in der kapitalistischen Überflussgesellschaft ist der Mensch am überflüssigsten - die "Ware", die nur dazu benötigt wird, alle übrigen Waren zu erzeugen...

...von den System(schweine-)priestern wird hier ja zumeist auf zwei Ebenen argumentiert, die sich eigentlich nur schwer in Einklang bringen lassen: zum einen wird immer mit der esoterisch angeseuchten Phrase von der "Natur des Menschen" argumentiert...wonach er das, was der Kapitalist bei sich und seinem System als Vorzug anpreist - Konkurrenzkampf, egoistisches, materialistisches Denken - irgendwie in einen ominösen Bezug zum "Wesen" des Menschen verwurzelt, womöglich sogar in den Genen einprogrammiert sehen möchte...es ist zwar richtig, dass es innerhalb der menschlichen als biologischer Art das Prinzip der artinternen Konkurrenz, des "survival of the fittest" gibt und seit jeher gegeben hat...was aber die spezielle Wirtschafts- und Herrschaftsform des Kapitalismus mitnichten als das einzig richtige, dem "Menschen angemessene" System erklärt oder gar als einzig mögliches Resultat dieser Entwicklung erscheinen lässt...denn die kapitalistische Zivilisation, die erst die Vorraussetzung für dessen Bestehen schafft, enthält etliche Aspekte, die diesem Erklärungsmodell radikal zuwiderlaufen...zum einen schaltet sie gewisse Verhaltesweisen, die in der natürlichen Konkurrenz der Individuen bei "gewöhnlichen" Arten eine wichtige Rolle spielen, von vornherein aus...etwa die Bedeutung körperlicher Kraft, unmittelbarer physischer Gewalt zur Durchsetzung eigener Interessen und sexueller Potenz, die die Individuen, welche darüber in hohem Maße verfügen, die größten Chancen auf Erfolg - hier vor allem bei der Fortpflanzung - einräumen...auch hohe Intelligenz führt unter der Herrschaft des Kapitals nicht zwangsläufig zu sozial anerkannten "Erfolgen", hier haben ja die dümmsten Bauern oft die dicksten Kartoffeln -bzw. Villen und Bonzenkarossen...und leztlich ist der Mammon zwar auch mit sexuellen Konnotationen verknüpft, erotisch besetzt bei einigen Kapitalisten - doch führt Reichtum bei den Menschen auch nicht zwangsläufig zu vielen Kindern...kinderreich sind im Kapitalismus meistens nur die Armen...als Ergebnis können wir also festhalten, dass der Mensch - unterstellt man ihm nicht eine durch nichts bewiesene, nichts zu rechtfertigende, aus der Natur herausragende "kapitalistische Sondernatur" - mitnichten zum Kapitalismus geboren ist..."Natur des Menschen" ist demnach kapitalistischer Bullshit zum Quadrat, ein sozialdarwinistisches Ammenmärchen, an das nur Kapitalisten selber glauben können...

...bleibt noch die "Sachzwang"- Logik als zweites Standbein der Systemdemagogen...das lustigerweise oft von denselben Leuten vertreten wird, die auch Kapitalismus in der "Natur des Menschen" begründet sehen möchten...doch wie kann vor diesem Hintergrunde ein schnöder "Sachzwang" den Kapitalismus zwingend fordern...? resultiuert ein solcher nicht immer aus einem Mangel an - besseren - Alternativen..? was der Kapitalist ja auch im selben Atemzug fleissig bejaht..."Alternativlos" - also aus der Not geboren! - sei er, der Kapitalismus! womit er sich doch bereits sein eigenes Armutszeugnis ausstellt - der Kapitalismus ist zwar Dreck, aber uns fällt leider nichts besseres ein, lautet die reichlich fadenscheinige Ausrede dahinter...und zufällig ist man gerade der Hauptprofiteur dieser ebenso beweislos zur Tatsache erklärten "Alternativlosigkeit"...aber, wie kann ein solches, den Sachzwängen unterliegendes System der Armutsverwaltung, mit der "Natur" des Menschen identisch sein, die ihn doch eigentlich nicht nur äusserlich sondern auch innerlich mit unbeschreiblichem Glück erfüllen müsste...? warum ist diese "Natur", die dem Menschen eigen sein soll, der Mehrheit der Menschen unzuträglich...? können eine "wahre Natur" und ein von außen diktierter "Sachzwang" denn überhaupt koexistieren oder gar ein- und dasselbe sein...?
LaChatteEs bleibt die Feststellung der banalen Tatsache: um alle Menschen ernähren zu können, kleiden zu können und Wohnung zur Verfügung zu stellen - mal ganz abgesehen von Luxusartikeln wie Büchern oder Schminke - braucht es Menschen, die diese Dinge herstellen.

Mal abgesehen, dass wir in Europa grundsätzlich soziale Marktwirtschaft haben, nicht reinen Kapitalismus - wie stellt ihr Kritiker euch das denn vor, dass nur schon Grundbedürfnisse der Menschen gedeckt werden? Eine Komponente von Leistung und Effizienz lässt sich da gar nicht vermeiden. Eine Welt mit lauter Xenomorphen drin gäbs nicht lage, da wären wir nämlich in Kürze verhungert.

grüsse, barbara
xxxzinixxxda selbst du schon zugegeben hast, daß du ohne arbeit gar nicht leben könntest, gehe ich mal stark davon aus, daß jeder, der hunger bekommt, auch etwas dafür tun würde, dieses gefühl nicht mehr haben zu müssen. und wer ein bisschen mehr als nur zu essen haben möchte, wird dann auch dafür seinen beitrag leisten, oder nicht? das muß ja nicht unbedingt genau das sein, was zur herstellung seines begehrten objektes nötig ist, sondern kann dafür etwas sein, was jemand anders benötigt. und so arbeiten wir einfach alle so weiter wie bisher, nur ohne geld, und schon haben wir die absolut soziale marktwirtschaft.
und das wir-gefühl würde auch so einiges an bedeutung gewinnen. wie nach einem krieg.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i]
[B]da selbst du schon zugegeben hast, daß du ohne arbeit gar nicht leben könntest, gehe ich mal stark davon aus, daß jeder, der hunger bekommt, auch etwas dafür tun würde, dieses gefühl nicht mehr haben zu müssen. und wer ein bisschen mehr als nur zu essen haben möchte, wird dann auch dafür seinen beitrag leisten, oder nicht?[/B][/QUOTE]

ja richtig.

Genau aus dem Grund ärgere ich mich, wenn Menschen Ansprüche haben, die nicht nur etwa ein bescheidenes Leben wollen, sondern ein Luxusleben auf Kosten anderer. Genau: wer Luxus will, der soll ruhig etwas dafür tun.


[QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i]
[B]
das muß ja nicht unbedingt genau das sein, was zur herstellung seines begehrten objektes nötig ist, sondern kann dafür etwas sein, was jemand anders benötigt. und so arbeiten wir einfach alle so weiter wie bisher, nur ohne geld, und schon haben wir die absolut soziale marktwirtschaft.
und das wir-gefühl würde auch so einiges an bedeutung gewinnen. wie nach einem krieg. [/B][/QUOTE]

Ich kann mir das nun nicht wirklich vorstellen, wie das funktionieren sollte, bin aber durchaus offen für die Idee.

Ich bin mir auch nicht sicher, dass die Abschaffung des Geldes zu mehr Solidarität unter den Menschen führen würde. Schliesslich gab's auch in Kriegen immer gute solide Währungen: Kaffee und Zigaretten, zum Beispiel, auch wenn das offizielle Geld total abgewirtschatet war.

grüsse, barbara
xxxzinixxx[QUOTE]wer Luxus will, der soll ruhig etwas dafür tun.[/QUOTE]
ganz meine meinung. es kann nicht sein, daß man, nur weil man einmal eine gute idee im leben hatte, oder gut planen kann, oder das glück auf einem erdölfeld zu wohnen, oder spaß am schauspielern hat, sein ganzes leben ausgesorgt hat und mit den zinsen allein schon versorgt genug wäre.
und wenn keiner mehr zuviel luxus hat, dann kann die gesamtheit ihn nach belieben steigern, indem möglichst viele sich einbringen. und wer sich dann nicht einbringt ist sowieso untendurch. das wäre also gar nicht anders als jetzt. nur das dann ALLE mitmachen können und ALLE etwas davon haben.
ameisen und andere tiere arbeiten immerhin auch ohne lohn... warum sollte es uns menschen nicht auch möglich sein?
kaffee und zigaretten wären nur ersatzgeld. ein austausch des geldes gegen etwas anderes also völlig sinnlos.
1 milliarde hungernde menschen auf der welt... das ist absolut inakzeptabel!!!
Keila[QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i]
[B]ganz meine meinung. es kann nicht sein, daß man, nur weil man einmal eine gute idee im leben hatte, oder gut planen kann, oder das glück auf einem erdölfeld zu wohnen, oder spaß am schauspielern hat, sein ganzes leben ausgesorgt hat und mit den zinsen allein schon versorgt genug wäre.
und wenn keiner mehr zuviel luxus hat, dann kann die gesamtheit ihn nach belieben steigern, indem möglichst viele sich einbringen. und wer sich dann nicht einbringt ist sowieso untendurch. das wäre also gar nicht anders als jetzt. nur das dann ALLE mitmachen können und ALLE etwas davon haben.
ameisen und andere tiere arbeiten immerhin auch ohne lohn... warum sollte es uns menschen nicht auch möglich sein?
kaffee und zigaretten wären nur ersatzgeld. ein austausch des geldes gegen etwas anderes also völlig sinnlos.
1 milliarde hungernde menschen auf der welt... das ist absolut inakzeptabel!!! [/B][/QUOTE]

Dann lasst uns doch eine Ameisenstaat gründen!

Ne, ist das wirklich dein ernst, dass ALLE menschen Gleich viel Geld oder Lebensmittel oder was auch immer haben müssten?.. sollten?.. könnten?..
Aza[QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i]
[B] nur weil man einmal eine gute idee im leben hatte, oder gut planen kann, oder das glück auf einem erdölfeld zu wohnen, oder spaß am schauspielern hat, sein ganzes leben ausgesorgt hat und mit den zinsen allein schon versorgt genug wäre. [/B][/QUOTE]

Sowas nennt man Talent.
Der Eine kann gut malen, der Andere gut Schreinern und der Andere gut Maurern. Wenn du nun aber ein Haus bauen willst, z.b. für deine Familie, brauchst du jemanden, der das koordiniert und organisiert. Dieser ist genauso wichtig wie die Handwerker.
Ohne gute Ideen würdest du im Wald sitzen und von Bären gefressen werden.
Ohne Zerstreuung von Schauspielern, Musiker, Schriftstellern wäre unser Leben völlig trist und nicht halb so lebenswert.
Warum soll ich als "guter Planer" zum Hammer greifen und versuchen nen Dach zu decken, macht doch 0 SInn.
tzzzzzzzz

edit:
Ich würde wahnsinnig gerne mal mit euch Systemkritikern nen Bier trinken und ein konstruktives Gespräch führen (ohne Beleidigungen) wäre sicherlich eine interessante Erfahrung.
xxxzinixxx[QUOTE]Ne, ist das wirklich dein ernst, dass ALLE menschen Gleich viel Geld oder Lebensmittel oder was auch immer haben müssten?.. sollten?.. könnten?..[/QUOTE]
absolut. wobei du das "geld oder", "müssten" und "sollten" streichen musst. dafür darfst du ein "dürften" einfügen.

@ aza: viele menschen haben gute ideen, aber viele gute ideen werden nie realisiert, weil da zuviele wirtschaftliche interessen im wege stehen.
das mit dem "konstruktiven gespräch" würde ich mir auch mal wünschen, aber sobald man auch nur in erwägung zieht, daß geld mal nicht mehr vorhanden sein könnte, entsteht die totale verständnislosigkeit bis hin zur reinsten panik. es folgen beleidigungen und/oder belustigungen... und das wars denn mit dem gemütlichen bierchen...
ArrogantNickKleine Anmerkung: Ich halte das mit dem Ameisenstaat für keine gute Idee, denn gerade Insektenstaaten funktionieren durch Ausbeutung. Es gibt vorbestimmte strengste Hierarchien & Aufgabenbereiche, wer diese nicht erfüllt, sklavisch bis zum Tod, der wird halt getötet, da nutzlos. Also ich fände das jetzt nicht so prickelnd. ;-)

Zu dem Bierchen: Beleidigend werden meiner Erfahrung nach immer beide Seiten, denn auch zum Streiten gehören immer Zwei. Geld als solches ist nicht schlecht, sondern einfach ein neutrales Tauschmittel. Was ich als problematisch erachte, ist vielmehr der Umstand, dass man Geld für sich arbeiten lassen kann (Zinsen) und da sehe ich das Problem. Ja, und im Charakter des Menschen, der nun einmal ein Strebsamer ist, der auf Wettbewerb ausgelegt ist. Das hat die Natur so eingerichtet, schlicht um die Evolution/Entwicklung voran zu treiben.

....
WaldemarAza wir können gern ein Bierchen trinken, nur lasse ich mich nicht in die Schublade der Systemkritik ablegen. Abgesehen von Systemkritik ist der Mensch das größte übel, denn er entscheidet, mehr oder weniger mit freien Willen, wie man ein System angeht. Somit ist er der "Fehler", der Fehler der auch notwendig ist, um neues zu schaffen und um in den Widersprüchen Hoffnung zu finden. Sein (soziales) Verhalten und Denken hat sich zwar evolutionär entwickelt aber denkt und handelt das zivilisierte System Mensch in seiner Gesamtheit weiterhin "steinzeitlich". Sein Verhalten hat sich weitgehens den modernen Gegebenheiten des technisierten Menschen angepasst, aber das Gros des Unterbewußtseins... will reine Bedürfnisbefriediung.. fressen/saufen ficken und Geld.. also lass und mit dem Trinken anfangen. :p
xxxzinixxxmir fehlt da immer nur der nächste schritt: sich einfach mal auf den gedanken einlassen.
[QUOTE]der wird halt getötet, da nutzlos[/QUOTE]
das hab ich ja noch nie gehört... quelle?
[QUOTE]Beleidigend werden meiner Erfahrung nach immer beide Seiten[/QUOTE]
genau DAS ist absolut NICHT wahr!!! ab einem bestimmten punkt verkneife zumindest ich mir weitere kommentare, da es sinnlos ist gegen religionen zu argumentieren. und geld ist nunmal DIE höchste macht auf erden.
LaChatteHi zini

ich kann mir nach wie vor nicht vorstellen, wie eine geldlose Gesellschaft aufgebaut sein sollte - was ja auf eine tauschmittellose Gesellschaft bedeutet, da jedes Tauschmittel Geldfunktionen erfüllt. Auch Ameisen tauschen ständig aus, nämlich die Nahrung, die sie in ihrem "sozialen Magen" mit sich herumtragen. Und Ameisen sidn in ein starkes Kollektiv eingebunden, sodass eher der ganze Ameisenstaat als ein Wesen oder Individuum gesehen werden muss, und eine Ameise innerhalb des Staates ist etwas Ähnliches wie eine Zelle im menschlichen Körper: grundsätzlcih durchaus ein eigenständiges Lebewesen, praktisch sehr eng eingebunden in eine Gemeinschaft. Und auch im Körper gibt es den programmierten Zelltod, wo Überflüssiges einfach stirbt.

Ameisenstaaten und Körperzellen können bestimmt in gewisser Hinsicht ein Vorbild sein für menschliche Gemeinschaften, aber eins zu eins kann man da nichts übernehmen.

grüsse, barbara
xxxzinixxx[QUOTE]aber eins zu eins kann man da nichts übernehmen[/QUOTE]
nein, ich hoffe, menschen sind denn doch noch ein klein wenig intelligenter... aber wie es aussieht... eher nicht...
(das war jetzt nicht explizit gegen dich, sondern so ganz allgemein gedacht!)
soziale mägen tragen wir ganz sicher auch mit uns herum. wir müssen ihn nur mal anwenden und alles, was wir erarbeiten auch mit anderen teilen können.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i]
wir müssen ihn nur mal anwenden und alles, was wir erarbeiten auch mit anderen teilen können. [/QUOTE]

Und jetzt bitte mal ganz konkret: WARUM sollten Menschen die arbeiten, alles teilen was sie erarbeiten, auch mit denen, die nicht arbeiten? Oder setzt Du konkret voraus, dass in einem geldfreien System, JEDER Arbeit hätte und arbeiten könnte? Ich persönlich sähe es nämlich absolut nicht ein, mein erarbeitetes Brot mit irgendwem fremdes teilen zu müssen/sollen, nicht ohne Gegenleistung.

Btw. Die Quelle für Insektenstaaten war Google ;-)


edit: Im Übrigen schließe ich mich den Einwänden von LaChatte an. Denn auch ich verstehe nicht, wie Du Dir so etwas konkret vorstellen würdest und wie das funktionieren sollte/könnte.

....
xxxzinixxxin etwa [URL=http://www.freie-ressourcen.de/]so[/URL]
aber nur in etwa. ein paar kleinigkeiten würde ich vielleicht anders machen...
google als quelle nützt mir nichts. gib mal ne seite an.
und überhaupt: warum bin ich nicht mehr auf deiner igno-liste???
tz... auf nichts ist verlass...
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i]
genau DAS ist absolut NICHT wahr!!! ab einem bestimmten punkt verkneife zumindest ich mir weitere kommentare, da es sinnlos ist gegen religionen zu argumentieren. und geld ist nunmal DIE höchste macht auf erden.[/QUOTE]

Nun ja, ich erlebe Dich so, dass Du zwar nicht konkret beleidigst, jedoch permanent stichelst. Siehe z. B. Dein letztes Post an mich, bezgl. der Ignorelist. Du warst übrigens die wenigste Zeit auf eben dieser und so sah ich sehr wohl alle launischen Kommentare Deinerseits. Auch DAS ist einer entspannten und fruchtbaren Kommunikation nicht zuträglich und ggf. ein Bestandteil von Streitereien. Das meinte ich mit: zu einem Streit gehören immer Zwei.

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Zum Rest dann später, ich müsste mir das erst anschauen (die gelinkte Seite) und Dir eine konkrete Quelle heraussuchen, habe aber momentan keine Muße dazu.

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LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i]
[B]wir müssen ihn nur mal anwenden und alles, was wir erarbeiten auch mit anderen teilen können. [/B][/QUOTE]

Das tu ich ja. Und ich tu es gern. Mehr als die Hälfte von meinem Brutto abzugeben würde mich allerdings schon sehr ärgern. Bis zur Hälfte finde ich es OK. Ameisen haben nicht nur soziale Mägen, sie haben auch private Mägen...;)

grüsse, barbara
AzaHm mal ernsthaft zum Thema Bier.
Ich fände so eine Diskussionsrunde eigentlich sehr interessant.
Gibts denn hier Leute die lebhaft mit-diskutieren und Interesse hätten, im Raum MG-Ddorf-Kr-Vie mal ein Bier zu trinken und sowas zu besprechen?
Ich denke (bzw. hoffe zumindest) dass die Polemik und vor allem die Beleidigungen in einer face to face Konversation weniger wären =)
AzaVon mir aus trinkst du auch Bionade oder garnichts =) Damit habe ich auch kein Problem.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Keila [/i]
Ne, ist das wirklich dein ernst, dass ALLE menschen Gleich viel Geld oder Lebensmittel oder was auch immer haben müssten?.. sollten?.. könnten?..[/QUOTE]Ich sehe das so :
Es sollen nicht alle Menschen gleich viel haben, sondern Jeder so viel, [b]wie er mag[/b] - nicht weniger, aber auch nicht mehr. Heute ist es ja oft so (wie in dem Link von xxxzinixxx beschrieben), dass den Menschen permanent etwas aufgedrängt wird, was sie nicht mögen und nicht haben wollen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i][QUOTE]Original geschrieben von xxxzinixxx
nur weil man einmal eine gute idee im leben hatte, oder gut planen kann, oder das glück auf einem erdölfeld zu wohnen, oder spaß am schauspielern hat, sein ganzes leben ausgesorgt hat und mit den zinsen allein schon versorgt genug wäre.[/QUOTE]Sowas nennt man Talent.
Der Eine kann gut malen, der Andere gut Schreinern und der Andere gut Maurern ...[/QUOTE]Das Problem ist nicht, dass Menschen das tun, was sie können, und vor allem [b]gern tun.[/b] Das Problem ist, dass Menschen etwas [b]besitzen,[/b] und dass dieser [b]Besitz[/b] andere Menschen daran hindert, das zu tun, was sie können und gern tun.

[QUOTE]Ich würde wahnsinnig gerne mal mit euch Systemkritikern nen Bier trinken und ein konstruktives Gespräch führen (ohne Beleidigungen) wäre sicherlich eine interessante Erfahrung.[/QUOTE]Ich würde dir sogar das Bier ausgeben - aber da fangen bei vielen Leuten schon die Bedenken an, denn wer ohne Grund für Andere etwas [b]bezahlt,[/b] der muss doch etwas Hinterhältiges im Schilde führen ...
Abgesehen davon würde ich dir auch lieber irgendwas Alkoholfreies ausgeben. Nach meiner Erfahrung enden ALLE anfangs durchaus konstruktiven Gespräche irgendwann im wilden Aneinander-Vorbeireden, wenn zu viel Alkohol im Spiel ist.

[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
ich kann mir nach wie vor nicht vorstellen, wie eine geldlose Gesellschaft aufgebaut sein sollte - was ja auf eine tauschmittellose Gesellschaft bedeutet, da jedes Tauschmittel Geldfunktionen erfüllt. Auch Ameisen tauschen ständig aus, nämlich die Nahrung, die sie in ihrem "sozialen Magen" mit sich herumtragen.[/QUOTE][QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i]
soziale mägen tragen wir ganz sicher auch mit uns herum. wir müssen ihn nur mal anwenden und alles, was wir erarbeiten auch mit anderen teilen können.[/QUOTE]Die angedachte Verteilungsweise ist ja nicht wirklich ein Tausch. Und auch das Wort "Teilen" trifft es nicht so recht. Ich verstehe es als ein Geben und Nehmen ohne aufzurechnen und zu vergleichen. Ein Wachsen und Gedeihen wie ein Baum, ein Aufblühen und Früchte tragen, ohne groß darüber nachzudenken, wer die Nutznießer der Blüten und Früchte sind. Und gleichzeitig ein "Vertrauen" darauf, dass unter diesen Bedingungen genügend Nahrung und Energie vorhanden ist, um weiter Blüten und Früchte tragen zu können, bis die biologische Uhr abgelaufen ist.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Celtvis [/i]
Die verlinkte website ist bestenfalls als amüsant zu bezeichnen, es sei denn, jemand steht auf so etwas:[QUOTE]Nicht produktiv tätige Menschen übernehmen als Teil unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystem eine ebenso wichtige Funktion wie produktiv Tätige.[/QUOTE]Mit allergrößter Zurückhaltung und Höflichkeit würde ich so eine These schlicht als "gewagt" bezeichnen, auch wenn mir etwas anderes auf der Zunge liegt.[/QUOTE]Nunja, am "Brutto-Inlands-Produkt" der Bundesrepublik betrug 2008 der Anteil der produktiven Bereiche deutlich weniger als 30 Prozent. Der Anteil der Nahrungsgüterwirtschaft betrug sogar weniger als 1 Prozent!

Und dann ist es auch nicht so, dass "nicht produktiv tätige Menschen" selbst gar nichts zur Bereicherung des Lebens der Anderen beitragen. [b]Jeder[/b] Mensch - auch ein kleines Kind - hat durch seine Einzigartigkeit bestimmte Sichten und Erfahrungen, die kein anderer Mensch hat. Und so kann [b]Jeder[/b] Mensch uns bereichern, dem wir die Gelegenheit geben, aufzublühen und Früchte zu tragen. Zum Beispiel sitzt meine Mutter im Rollstuhl und kann sich kaum noch bewegen, aber sie kann mir Anweisungen geben, wie ich das Mittagessen zubereite und würze, und gibt so ihren Erfahrungsschatz an mich weiter. Und genauso können Kinder ihre Ideen, Vorstellungen und Träume an uns weitergeben - wenn wir sie lassen.

[QUOTE]Vor allem jedoch sehe ich auf der Seite zwar viele gewagte Thesen, aber kaum einen wirklich stichhaltigen Grund, weshalb es tatsächlich so funktionieren könnte... aber vielleicht bin ich auch nur ein "Ungläubiger", der so etwas einfach für utopischen Unfug hält.[/QUOTE]Ich finde das auf [URL="http://www.freie-ressourcen.de/versorgung.html"]der Seite[/URL] eigentlich recht gut erklärt:
"Vermögensanhäufungen werden als nötig angesehen, weil es ja sein könnte, dass die persönliche Überproduktion ausbleibt oder nicht mehr ausreicht, um den eigenen Bedarf durch Tausch zu decken. Dies ist in einer Mangelwirtschaft sinnvoll, in einer Überproduktionsgesellschaft jedoch unsinnig."
Ich habe eigentlich keine Bedenken, dass das "Nehmen" nicht funktioniert, das wird schon durch die grundlegenden Lebensbedürfnisse angetrieben. Wir müssen nur noch organisieren, dass Jeder das tun kann, was er gern tut, und den Rest der nötigen Arbeit an Automaten delegieren.

[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Mehr als die Hälfte von meinem Brutto abzugeben würde mich allerdings schon sehr ärgern.[/QUOTE]Das sehe ich nicht so verbissen. Wenn ich nur noch [URL="http://www.freie-ressourcen.de/links.html"]5 Stunden in der Woche[/URL] arbeiten müsste, damit mein parsönlicher Bedarf abgedeckt ist, wäre mir egal, ob ich davon 3 Stunden oder nur 1 Stunde wirklich "für mich" arbeite.
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von Keila [/i]
[B]Irgendwo habe ich das schon Mal gelesen oder gehört... ah, ja - Kommunisten hatten so etwas bereits erwähnt. Vor 100 Jahren oder so...

Eigentlich habe ich nicht vom Selbstbewusstsein eines Kapitalisten gesprochen, ich meine Selbstbewusstsein eines Individuums im kapitalistischen System verglichen mit sozialistischen. Und im sozialistischen System kann man viel weniger selbstbewusste Menschen treffen als im kapitalistischen, ist nur meine Beobachtung. [/B][/QUOTE]

Diese Beobachtung ist nur zum Teil richtig.

Natürlich werden Systeme gegenübergestellt und viele von uns unterlegen nur das, was sie kennen.
Die "Begegnung" lautet kaum Kapitalismus vs.Kommunismus.
Zum einen hat es den Kommunismus nie gegeben, es war nur sein Zwischenstadium der Sozialismus existent (und dies nicht wirklich erfolgreich).
Zum anderen gibt es nicht "den Kapitalismus", sondern
einfach ein Spielfeld, das sich im Laufe der Jahrhunderte selbst definiert hat.
Im Kapitalismus eine Art organisiertes System zu sehen, wird ihm nicht gerecht, geht am Thema vorbei und ist letztendlich Nonsens.

Es gibt kollektive und individualistische Systeme.
Der Sozialismus definiert sich stets nur monoton kollektiv.

Das Selbstbewusstsein von Menschen ist aber individualistisch und folgt oft regeln, die man von Aussen nicht durchschaut.
Ein offenes Spielfeld wie der "Kapitalismus" ist mir im Zweifelsfall lieber, auch wenn ich dabei scheitern könnte.
Der Sozialismus ist kein Spielfeld, denn das Spielen als solches ist bereits Dissidententum.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Celtvis [/i]
[B]Ach komm, TTP - sag mir nicht, ich sei der einzige, der "nicht-produktive Menschen" auf der website nicht so verstanden hat, daß damit eben nicht einfach Menschen gemeint sind, die nicht in produktiven Bereichen tätig sind, sondern Menschen, die schlichtweg nichts tun?
[/B][/QUOTE]

Nein, Du bist nicht der Einzige! ;-)

Ich habe mir das jetzt angeschaut und kann mich Dir nur anschließen, das ist bestenfalls halbgar, wenn man es freundlich betrachtet. Im Übrigen rollen sich mir immer die Zehennägel hoch, wenn ich dieses ganze Geklingel von wegen 'Gemeinschaft' lese, wobei es latent doch nur darauf hinausläuft, ein paar Blöde zu finden, die alle Anderen dann mit durchfüttern sollen. Ich bevorzuge da das bestehende System (sooo viel anders ist das nämlich auch nicht, aber wenigstens wird Engagement auch belohnt) und weiß mittlerweile sehr genau, warum solche 'tollen neuen Gesellschaftsentwürfe', immer von denen kommen, die in der bestehenden Ordnung nicht zurechtkommen, weil sie meistens auch nicht das Geringste dafür zu tun bereit sind.

....
Krang2@ArrogantNick: Heute noch auf hohem Rosse....hoffe, daß du bald entlassen wirst und dann zu hören kriegst, was du hier von dir gibst - am besten von Ackermann persönlich, der seine Millionen nicht mit dir teilen möchte. Bin ich froh, daß ich wenigstens alle mit meiner Stimme für die NPD ärgern kann, eine Genugtuung muß schon sein. :D
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von Krang2 [/i]
[B]@ArrogantNick: Heute noch auf hohem Rosse....hoffe, daß du bald entlassen wirst und dann zu hören kriegst, was du hier von dir gibst - am besten von Ackermann persönlich, der seine Millionen nicht mit dir teilen möchte. Bin ich froh, daß ich wenigstens alle mit meiner Stimme für die NPD ärgern kann, eine Genugtuung muß schon sein. :D [/B][/QUOTE]

Nein, das wünsche ich Arrogant nicht, aber ich wünsche mir, dass Arrogant sich in die Situation anderer Menschen etwas mehr einfühlt, denn dann wäre ersteres gar nicht notwendig :). Das Arrogant diesen Wunsch erfüllt, bezweifel ich allerdings, der Name Arrogant kommt nicht von ungefähr :P. Love & Peace
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Krang2 [/i]
[B]@ArrogantNick: Heute noch auf hohem Rosse....hoffe, daß du bald entlassen wirst und dann zu hören kriegst, was du hier von dir gibst - am besten von Ackermann persönlich, der seine Millionen nicht mit dir teilen möchte. Bin ich froh, daß ich wenigstens alle mit meiner Stimme für die NPD ärgern kann, eine Genugtuung muß schon sein. :D [/B][/QUOTE]

Weißt du, du Naziwähler, Leute wie ich werden nicht entlassen, das ist schlicht nicht möglich, denn ich werde mich nicht selbst entlassen, doch entlassen wird man durch den Chef. Aber freu du dich mal an deiner 'supertollen [i]Leistung[/i]' die NPD zu wählen, ich arbeite indes an meinem Leben und genau das erklärt den Unterschied zwischen uns. :q



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Hicks,-
es ehrt Dich ja, dass Du mir zumindest meine Arbeit gönnst. :D Aber ich sag Dir was, gerade WEIL ich mich einfühlen kann, da ich selbst schon in ähnlichen (und prekäreren) Situationen war (und mich hindurch- und herauskämpfte), kann ich Gejammer von echten Problemen unterscheiden. Für das übliche Geheule, das mittlerweile die meisten Menschen schon als zum guten Ton gehörig zu erachten scheinen, habe ich in der Tat kein Mitleid übrig. Und ja, der Name kommt nicht von ungefähr. Ich gab ihn mir, als immer mehr notorische Jammerlappen mich fortgesetzt als arrogant deklarierten. Der Name ist Ausdruck dafür, dass ich mich lieber als arrogant bezeichnen lasse, als mich an dem unproduktiven Gejammer zu beteiligen, insofern fasse ich eine derartige Deklaration, von gewissen Leuten sogar durchaus als Kompliment auf. ;-)

Schönen Tag noch.

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smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]unproduktiven[/B] Gejammer[/QUOTE]

uiiii :D :D :D
noire désir[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Ich sehe das so :
Es sollen nicht alle Menschen gleich viel haben, sondern Jeder so viel, [b]wie er mag[/b] - nicht weniger, aber auch nicht mehr. Heute ist es ja oft so (wie in dem Link von xxxzinixxx beschrieben), dass den Menschen permanent etwas aufgedrängt wird, was sie nicht mögen und nicht haben wollen.[/b][/quote]
Nicht nur, daß es ihm aufgedrängt wird, er muß es auch tun, weil ein Produkt heutzutage dazu gemacht ist, nicht allzu lange zu halten. Man muß es dann ersetzen. Als Beispiel nehme ich hier mal die Pedalen von meinem Fahrrad: noch nie waren die Pedale so schnell hinüber, wie heute. Ein Jahr radeln, und man braucht oft schon neue.
Es wird also auch Wachstum dadurch generiert, daß Dinge immer schneller kaputt gehen, was heute aufgrund von genereller Ressourcenknappheit insgesamt ein ziemliches v.a. auch ökologisches Problem ist.

Ein anderes Problem sehe ich darin, einen Gesinnungswandel bei den Menschen hinzubekommen.
Es ist ja momentan eigentlich so, daß man irgendwie meint immer etwas mehr oder etwas besseres als sein Nachbar haben zu wollen. Das scheint mir ein ganz grundlegendes menschliches Prinzip zu sein.
Letztlich müßte man aber ja dahin kommen, daß eben das Auto eben nicht unbedingt größer, schneller und teurer sein muß, als das den Nachbarn

Ich kann mir schon vorstellen, daß man dieses Problem langfristig in den Griff bekommen kann, aber es braucht halt schon einen Gesinnungswandel (daß man seine Genugtuung aus anderen Dingen als schneller, höher, weiter bezieht).

Da ich davon ausgehe, daß du dir dahingehend schon Gedanken gemacht hast, würde es mich freuen, Ideen zu hören, wie man das machen könnte. Es scheint mir jedenfalls nicht ganz so einfach zu sein und es wird sicher auch Zeit brauchen - die wir vielleicht nicht mehr haben?

[b][quote]Problem ist, dass Menschen etwas [b]besitzen,[/b] und dass dieser [b]Besitz[/b] andere Menschen daran hindert, das zu tun, was sie können und gern tun.[/b][/quote]
Das ist durchaus wichtig und manche haben es ja schon erkannt (Oupen-Source und so). Damit kann es im Prinzip auch jeder so machen, wie er es braucht und muß es nicht so machen, wie ein anderer es meint, daß es die Leute machen müssen.

[b][quote]Ich würde dir sogar das Bier ausgeben - aber da fangen bei vielen Leuten schon die Bedenken an, denn wer ohne Grund für Andere etwas [b]bezahlt,[/b] der muss doch etwas Hinterhältiges im Schilde führen ...[/b][/quote]
*grins*
Ja, wir haben es schon ein wenig verlernt, dem anderen erst einmal Gutes zu unterstelle.
Neulich hat ein Bekannter erzählt, wie er in einer abgelegenen Gegend mal eine Frau mit dem Auto mit ins nächste Dorf nehmen wollte, weil die Busse dort so verdammt selten fahren. Sie ist fast schreiend weggerannt und wollte nicht mit. Wahrscheinlich hat sie kurz vorher einen Bericht über Vergewaltiger o.ä. im Fernsehen gesehen...
Man muß heute schon fast Dalai Lama oder Mutter Theresa heißen und selbst diesen Menschen traut man ja auch schon bald alles böse zu.

[b][quote]Die angedachte Verteilungsweise ist ja nicht wirklich ein Tausch. Und auch das Wort "Teilen" trifft es nicht so recht. Ich verstehe es als ein Geben und Nehmen ohne aufzurechnen und zu vergleichen. Ein Wachsen und Gedeihen wie ein Baum, ein Aufblühen und Früchte tragen, ohne groß darüber nachzudenken, wer die Nutznießer der Blüten und Früchte sind. Und gleichzeitig ein "Vertrauen" darauf, dass unter diesen Bedingungen genügend Nahrung und Energie vorhanden ist, um weiter Blüten und Früchte tragen zu können, bis die biologische Uhr abgelaufen ist.
[...]
Und dann ist es auch nicht so, dass "nicht produktiv tätige Menschen" selbst gar nichts zur Bereicherung des Lebens der Anderen beitragen. [b]Jeder[/b] Mensch - auch ein kleines Kind - hat durch seine Einzigartigkeit bestimmte Sichten und Erfahrungen, die kein anderer Mensch hat. Und so kann [b]Jeder[/b] Mensch uns bereichern, dem wir die Gelegenheit geben, aufzublühen und Früchte zu tragen. Zum Beispiel sitzt meine Mutter im Rollstuhl und kann sich kaum noch bewegen, aber sie kann mir Anweisungen geben, wie ich das Mittagessen zubereite und würze, und gibt so ihren Erfahrungsschatz an mich weiter. Und genauso können Kinder ihre Ideen, Vorstellungen und Träume an uns weitergeben - wenn wir sie lassen.[/b][/quote]
Kürzlich habe ich folgendes tibetische Sprichwort gehört: „Ein fallender Baum macht mehr Lärm als ein wachsender Wald.“
Vielleicht könnte man ja auch wieder lernen, nicht nur immer auf den zu hören, der am lautesten schreit, sondern auch diejenigen wahrzunehmen und zu würdigen, die ganz im kleinen und stillen großartige Dinge für andere und für die Gemeinschaft vollbringen.

[b][quote]"Vermögensanhäufungen werden als nötig angesehen, weil es ja sein könnte, dass die persönliche Überproduktion ausbleibt oder nicht mehr ausreicht, um den eigenen Bedarf durch Tausch zu decken. Dies ist in einer Mangelwirtschaft sinnvoll, in einer Überproduktionsgesellschaft jedoch unsinnig."[/b][/quote]
Kürzlich hieß es, man solle sich wieder Vorräte anschaffen, weil ja Schlimmes passieren könne. Hmm.
Mag sein, aber bis dahin sind die Vorräte vielleicht auch schon wieder unbrauch- bzw. -genießbar.
Eine gewisse Vorsorge ist immer gut, aber man sollte es wohl auch nicht übertreiben...

[b][quote]Wir müssen nur noch organisieren, dass Jeder das tun kann, was er gern tut, und den Rest der nötigen Arbeit an Automaten delegieren.[/B][/QUOTE]
...und vieles ist hier technisch schon längst möglich. Eigentlich bräuchte kaum noch jemand Müllmann sein.

Ich sehe allerdings auch ein Problem darin, daß man an Stellen automatisiert, wo es vielleicht jemand gerne mit eigener Hand machen würde.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, meinen Tag mit dem [URL=http://www.youtube.com/watch?v=VHb5q2iYuuU]Kehren von Straßen[/URL] zu verbringen... ;)

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