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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Deutschlands Nesthocker
hagzissa13Von meinen Nebelpfaden inspiriert, in denen ich mich gerade mal ausgelassen habe, würde ich gerne mal eure Meinung dazu hören/lesen.

Ich kopiere den Text einfach mal ein wenig modifiziert hier rüber:


Was geht hier eigentlich ab in Deutschland?

Ich sehe gerade die Stern-Reportage über Leute in meinem Alter, die nicht bereit sind, zu Hause auszuziehen, weil es zu Hause so bequem ist.
Im Prinzip habe ich nichts dagegen, daß Menschen bei den Eltern wohnen, so lange sich alle damit wohl fühlen. Aber hier handelt es sich wohl eher um ein parasitäres System. Die Eltern heulen, die Brut triumphiert und wenn sich die Brut entschließt, dann doch zu gehen, heulen manche der Eltern auch.

Auch, wenn ich sagen muß, daß es die Eltern nicht besser verdient haben, daß ihnen die Brut auf der Nase rumtanzt, denn damit ernten sie ihre Erziehungssaat, so kommt mir trotz allem die Galle hoch, wenn ich sehe, wie diese Brut ihre Eltern behandelt. Respektlos, herablassend und Dinge wie Wäsche und gekochtes Essen, ist nichtmal ein "Dankeschön" wert, sondern selbstverständlich "selbstverständlich". Dies ist dann der Punkt, wo sich garantiert einer nicht mehr wohlfühlt: die elterliche Seite.

Trotzdem. Nochmal: Die Geister, die ich rief.
Beispiel: Töchterchen sitzt am Pool, Blätter schwimmen drin rum, Papa wird gerufen, der soll sie heraus fischen, der sagt, sie soll es selber machen, sie stellt auf "Dummstellen schafft Freizeit", er soll ihr zeigen, wie es geht und...... ER TUTS AUCH NOCH, während sie ihn FTF auslacht! Ich faß' das nicht! Ich faß' das einfach nicht. Dat gibbet doch nicht! An der Stelle des Vaters hätte ich die Tussi schon lange rausgeschmissen, aber Töchterchen denkt nicht daran. Nö. Sie gibt ihr Geld lieber für "Take That"-Konzerte in England und Fanartikel aus..... und artikuliert das auch so.

Die vorgestellten jungen Männer sind da auch nicht besser.
Der eine will erst nach 2 Studiengängen ausziehen und nutzt bis dahin "Hotel Mama" gnadenlos aus. Der andere behandelt Mama wie ein Stück Dreck, macht sie für sein erbärmliches Leben verantwortlich (was er sich selbst so gemacht hat) und nervt sie mit seiner schlechten Laune.

Deutschland, wie erziehst Du Deine Kinder? Wenn nur noch Prinzchen und Prinzesschen erziehst, dann darf man sich nicht wundern über dieses Resultat....
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B] ...

Deutschland, wie erziehst Du Deine Kinder? Wenn nur noch Prinzchen und Prinzesschen erziehst, dann darf man sich nicht wundern über dieses Resultat.... [/B][/QUOTE]

Alles eine Frage der Vorbilder.

Bushido oder Schnarch-Pocher sind ja die unglaublichen Riesennasen, an denen sich alle orientieren müssen.

Deutschland in der Hand des Mittelmasses.
Tja, selber schuld.
SenecaIch fühle mich durch Deinen Beitrag diskriminiert. Solange Muttis Haushaltshilfe das Bad schrubbt und meine Hemden bügelt, werde ich ja wohl das ansonsten leere Parterre bewohnen und mal den Hund und den BMW bewegen können. Meine Eltern brauche das Haus doch eh nicht...die sind doch ständig auf Sylt.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Ich fühle mich durch Deinen Beitrag diskriminiert. Solange Muttis Haushaltshilfe das Bad schrubbt und meine Hemden bügelt, werde ich ja wohl das ansonsten leere Parterre bewohnen und mal den Hund und den BMW bewegen können. Meine Eltern brauche das Haus doch eh nicht...die sind doch ständig auf Sylt. [/B][/QUOTE]


Bei so reichen Eltern, von mir aus... ;)
Aber bei den o.g. Beispielen (ich wußte, daß das Beispiel mit dem Pool ein etwas falsches Licht in die Situation werfen wird) ging es um stink normale 0/8/15-Leute. Mittelstand, so zu sagen (auch die haben manchmal nen Plantschbecken im Garten... :D ).
SenecaSo reich sind meine Eltern nun auch nicht, sonst würden sie ja in Königstein im Taunus wohnen. Es reicht halt um in Nordhessen etwas über die Baumlinie zu ragen. Aber eines weis ich genau: Nach Scheidung und drei Kündigungen in diesem Jahr säße ich ohne meine Eltern richtig in der Scheiße.

Ich hab überhaupt keine Alternativen, da ich als nun Selbstständiger nicht gerade auf ein geregeltes Einkommen zählen kann.

Da ziehe ich ein bischen geborgten Luxus natürlich Hartz IV vor...oder...?

Ich kann des derzeit keinem Verdenken wenn er im Nest hocken bleibt.
hagzissa13Hi Seneca.

Bitte nicht falsch verstehen: Es ging nicht um Kinder, die es nötig gehabt hätten, finanziert zu werden, weil sie Pech hatten im Leben, oder die einfach auf diese Weise etwas Unterstützung von den Eltern erfahren. Es waren Kinder (bis auf der Student), die selber genug Geld verdienten, aber trotzdem die Eltern nach Strich und Faden ausnutzten. Und das nicht nur finanziell (keine Beteiligung an den anfallenden Kosten), sondern auch in Punkto kochen, waschen, putzen und das ohne Dank, sondern eher noch im Gegenteil: Sie lachten ihre Eltern aus. Sowas finde ich wirklich haarsträubend....
SenecaICH BIN MIR NICHT SICHER ob die Realität sich für die Beteiligten immer so anfühlt, wie sie für die Medievermarktung zurechtgeschnitten wird. Ich habe dazu früher schon gesagt.

Wenn ich jemanden 24h Stunde lang mit der Kamera begleite, kann ich mit dem Material eine 20 minütige Reportage schneiden in der ich die gleiche Person als absoluten "Looser" oder "manischen Macher" darstellen kann. Vieles Hängt auch an der Kommentaren zu den Ausschnitten.
hagzissa13Auch da gebe ich Dir selbstverständlich recht. Aber ich habe selbst in der Umgebung solche Fälle, die kenne ich live.... also, nicht nur einen, sondern wirklich mehrere.
SenecaIch habe eine Theorie warum gerade Frauen ein Problem mit Nesthockern haben. Der Nesthocker ist ja in aller Regel wirtschaftlich unabhängig, adrett und aufgrund seiner Familienerfahrung Lieblingsschwiegersohn aller Mütter.

Aber...

Frau weis das sie diesen Traumtypen niemals völlig unter Kontrolle hat, solange Mutti noch da ist.

Da liegt der Hund begraben.

*G*
David v. WeberItalienische Verhältnisse also?

Wobei ja auch die Entwicklung, mit 16 zu Hause auszuziehen eine "neuere" (also der letzten Jahrzehnte) ist, wenn ich mich nicht irre. Ist das von daher nicht eher eine Rückbesinnung?

Wobei die Jungen sicherlich spätestens dann ausziehen, wenn die Alten Pflege brauchen... ;)
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Ich habe eine Theorie warum gerade Frauen ein Problem mit Nesthockern haben. Der Nesthocker ist ja in aller Regel wirtschaftlich unabhängig[/B][/QUOTE]

Hattest Du nicht eben gesagt, daß Du aufgrund der wirtschaftlichen Lage verstehen könntest, warum es manchen Leuten lieber ist, zu Hause etwas Luxus zu haben, als von Hartz IV alleine leben zu müssen? ;)


Egal.

Ich kann verstehen, da Du selbst ein wenig in dieser Situation festsitzt, daß es Dir vielleicht wirklich schwer fällt (und das meine ich weder böse, anmaßend, oder sonstwas!), nach zu vollziehen, worum es mir letztendlich geht.

Mir geht es um fehlenden Respekt und TATSÄCHLICHES Ausnutzen.

Außerdem: Du bist kein Nesthocker. Du hast schon selbstständig gewohnt, gelebt und gearbeitet.

Aber an einem Punkt hast Du recht: Viele Frauen haben Probleme mit Nesthockern (ob das umgekehrt auch so ist, also wenn die Frau die Nesthockerin war, kann ich nicht beurteilen...). Nur ist es nicht unbedingt der Grund, den Du vermutest.
Auch das kam in der Reportage zur Sprache und die Damen sprachen mir aus der Seele:

Wer nie gelernt hat, selbstständig zu leben, immer die Hemden von Mama gebügelt bekam, von Mama geputzt bekam, von Mama gekocht bekam, der löst in Frauen häufig auch mal nen Fluchtreflex aus, weil Frauen Angst haben, daß er "Model Mama" einfach nur gegen "Model Freundin" eintauscht und so von der Freundin den gleichen Service erwartet. Und da haben die meisten Partnerinnen keinen Bock drauf. ;)
SenecaEin früher Auszug, wie seit den späten 70ern als erstrebenswert propagiert, wirkt sich positiv auf die Konsumwirtschaft aus und treibt die Mieterlöse in die Höhe. So betrachtet hat die Wirtschaft sogar ein gesteigertes Interesse an möglichst vielen Singlehaushalten...und sorgt durch unsoziale Arbeitszeiten sowie die vielgelobte Berufliche Mobilität selbst dafür das möglichst viele solche Kleinhaushalte entstehen.

Der gröste Graus unserer Lifestylekonsumindustrie ist die Großfamilie. daher wird diese als möglichst unattraktiv, sozial schwach und kommunenartig dargestellt.

Ich verstehe ja auch nicht wie meine Familie sich mit sechs Geschwistern in der oberen Mittelschicht halten kann.
hagzissa13Nochmal:
Mir geht es nicht um wirtschaftliche Vorteile. Ich habe ja selbst geschrieben, daß ich kein Problem damit habe, wenn man zusammenwohnt, solange eben keiner darunter leidet.

Mir geht es um fehlenden Respekt und definitives Ausnutzen.
SenecaIch hab auch manchmal das Gefühl das Eltern ihre Kinder ausnutzen *g*
Demon17Ich kenne eine Bauernfamilie, da leben noch alle 6 Kinder auf dem Hof. Die Wirtschaft liegt still und die Kids haben sich das Gehöft in Eigentumswohnungen aufgeteilt. War früher auf dem Lande eigentlich ganz normal, das man sein Leben lang im gleichen Haus wohnen blieb. Solange die Gebäude groß genug sind, ist es doch schön wenn die Familie zusammenhält. Was soll der Riesenschuppen leerstehen. Ich finde diese Norm mit 20 aus dem Haus kleinbürgerlich. Sicher in einer 80 qm Wohnung finde ich das auch problematisch, aber sonst...
AlienSexFiend[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Ich kenne eine Bauernfamilie, da leben noch alle 6 Kinder auf dem Hof. Die Wirtschaft liegt still und die Kids haben sich das Gehöft in Eigentumswohnungen aufgeteilt. War früher auf dem Lande eigentlich ganz normal, das man sein Leben lang im gleichen Haus wohnen blieb. Solange die Gebäude groß genug sind, ist es doch schön wenn die Familie zusammenhält. Was soll der Riesenschuppen leerstehen. Ich finde diese Norm mit 20 aus dem Haus kleinbürgerlich. [/B][/QUOTE]


...auch irgendwie dezent am Thema "fehlender Respekt" und "Ausnutzen" vorbei, oder...?
XenomorphWieder einer dieser sinnfreien Hass-Threads, wie es sie schon in unzähligen Varianten gibt...man muss den Erstellern solcher Themen mitunter sogar fast schon wieder für ihren Einfallsreichtum Respekt zollen, wie sie es ihnen gelingt, wieder eine neue "soziale Randgruppe" zu erfinden und an den Pranger zu stellen...als wenn diese Menschen, denen es in ihrem Staat, den sie für dieses Wohlergehen über den grünen Klee loben - und dasselbe natürlich auch von denen erwarten, denen es nicht so gut geht wie ihnen, weil..."es ihnen hier immer noch viel zu gut geht", das nötig haben - ergo: jeder, der hier mit den herrschenden Verhältnissen nicht zufrieden ist, wer den vorgeschriebenen Weg von Karriere und beruflichem Erfolg nicht geht oder ihn vorzeitig verlässt, ist ein Lump, ein Versager, ein Sozialschmarotzer, ein Parasit, ein Stück Dreck...jemand, den man demzufolge zur Zielscheibe des eigenen Hasses machen, den man für die eigene - natürlich uneingestandene - Unzufriedeheit verantwortlich machen kann...

@Hagzissa:

...deshalb meine Frage an dich: bist du mit deinem Leben - so wie es ist - unzufrieden...? oder warum hast du solche Feindbilder nötig...? Ich erinnere mich ja noch gut an deine Hasstiraden gegen die "Langzeitstudenten", weil die dir - natürlich dir höchstpersönlich - "auf der Tasche liegen" würden...und dennoch behauptest du ja, es gehe dir in diesem System blendend, aber: warum hast du dann so etwas nötig, über alle zu hetzen, die nicht so von Erfolg und sozialer Anerkennung verfolgt sind wie du offenbar...? Wozu benötigen angeblich zufriedene Menschen derartige Feindbilder...? obendrein, wo du durch so etwas persönlich doch keine spürbaren Nachteile efährst...warum stört dich etwas, das dir völlig gleichgültig sein kann, da es dich selbst nicht betrifft... ? könnte die Ursache vielleicht die sein, dass du nicht so glücklich bist wie du denkst oder dir weiszumachen versuchst...?

...die "üblichen Verdächtigen", Arbeitslose und Langzeitstudenten, Ausländer - insbesondere solche islamischer Herkunft - hatten wir ja schon - jetzt ist also wieder eine neue Gruppe dran...der Arbeitseifer, des Deutschen liebstes Kind...jeder, der durch das Sieb fällt, ist ein Schwächling oder ein Parasit...weil soziale Anerkennung, Selbstwertgefühl in diesem Staat nur über die Lohnarbeit vermittelt wird, bleibt der Tenor dieser Themen auch immer genau derselbe...
Demon17Nicht ganz,

es wird wieder alles mögliche über einen Leisten geschlagen. Normalerweise zieht man ja aus, weil man seine Ruhe vor den Alten haben will, mit der Freundin zusammen ziehen will, oder irgndwo anders studiert oder arbeitet. Aber dieses generelle mit 20 aus dem Haus finde ich zu einfach. Wenn ich mir manche WG so anschaue, oder irgendein Einzimmerapartment, dann kann ich nur sagen, es hat alles Vor- und Nachteile. Wenn ich da an meine Butze auf St. Pauli denke, mit den Rattenködern auf der Treppe ...
So etwas sollte man individuell beurteilen.

[QUOTE]Wieder einer dieser sinnfreien Hass-Threads, wie es sie schon in unzähligen Varianten gibt...man muss den Erstellern solcher Themen mitunter sogar fast schon wieder für ihren Einfallsreichtum Respekt zollen, wie sie es ihnen gelingt, wieder eine neue "soziale Randgruppe" zu erfinden und an den Pranger zu stellen...als wenn diese Menschen, denen es in ihrem Staat, den sie für dieses Wohlergehen über den grünen Klee loben - und dasselbe natürlich auch von denen erwarten, denen es nicht so gut geht wie ihnen, weil..."es ihnen hier immer noch viel zu gut geht", das nötig haben - ergo: jeder, der hier mit den herrschenden Verhältnissen nicht zufrieden ist, wer den vorgeschriebenen Weg von Karriere und beruflichem Erfolg nicht geht oder ihn vorzeitig verlässt, ist ein Lump, ein Versager, ein Sozialschmarotzer, ein Parasit, ein Stück Dreck...jemand, den man demzufolge zur Zielscheibe des eigenen Hasses machen, den man für die eigene - natürlich uneingestandene - Unzufriedeheit verantwortlich machen kann...
[/QUOTE]

Genau Xeno, endlich sind wir mal einer Meinung. Das muss die Familie unter sich ausmachen. Die sind die einzigen, die es was angeht.
SenecaWer keinen Respekt vor den eigenen Eltern hat, hat sehr oft auch keine vor sich selbst. Ursachen mal beiseite gelassen, ist mir dieser Zusammenhang schon einige male aufgefallen.
Demon17Das lässt sich sogar auf alle anderen Menschen übertragen. Es sind meistens Komplexbomber, die aus Gründen der Kompensation respektlos gegenüber anderen sind.
FeuerschattenAus eigener (Lebens)Erfahrung weiß ich, dass man als Kind ALLES als Selbstverständlichkeit ansieht. Jeden Luxus, jedes Essen, jedes elektronische Gerät, sonstiges Spielzeug, einfach alles, was die Eltern für einen tun. Man lernt das Leben eigentlich erst wirklich zu schätzen, wenn man es sich selber erarbeitet hat.
Deshalb nutzen die Nesthocker ihre Eltern auch immer so aus, sie wissen es einfach nicht besser. Sie wissen nicht, was es für die Eltern bedeutet so etwas simples wie ein warmes Essen zu zubereiten. Sie können nicht nachvollziehen was für Mühen man investieren muss um überhaupt erstmal ein paar Monate für so einen Herd arbeiten zu müssen. Oder wie krumm man sich den Buckel schuftet um ein Dach über dem Kopf zu bekommen unter das man jenen Herd stellen kann.
Für sie ist es alles selbstverständlich.
HrefnadisIch denke, der Thread geht an der eigentlichen Problematik vorbei. Wir haben schon mehrere Beispiele gehört, wo das Modell "Generationenhaus" funktioniert, bisher waren das durchweg Großfamilien. Und da - glaube ich - liegt nämlich genau der Punkt. In Deutschland haben eben - meist bis auf die Großfamilien - alle anderen verlernt, was es heisst, Familie zu sein. Das besteht nämlich aus einem NEHMEN und GEBEN. Nicht nur aus einem davon. Sowohl mein Mann als auch ich stammen aus Großfamilien. Wir wurden in ihnen geboren und geformt, von ihnen versorgt, sind beide sehr jung selbstständig geworden und unsere eigenen Wege gegangen. Jetzt aktuell führen uns unsere Wege wieder zusammen, da wir Unterstützung für die nachfolgende Generation brauchen und meine Schwiegereltern in einiger Zeit Versorgung durch uns, da eine lange chronische Krankheit vorliegt. So ist das eben. GEBEN und NEHMEN. Eine Familie ist AUCH ein Sozialverband. (Aber keine Wohltätigkeitseinrichtung.) Ich glaube, das wurde einfach verlernt, weil es kaum noch Vorbilder für solche funktionierende Sozialverbände gibt. Welcher versingelte aufstrebende Akademiker von - sagen wir - 40 kümmert sich schon um seine/ihre pflegebedürftige Mutter? Sowas ist einfach nicht "in".

Meine - zugegebenermaßen ungeordneten - Gedanken.

Hrefna (altmodisch)
Ronin76hagzissa13 du hast schon Probleme. Das ist ja mal wieder so ein typischer Gutmenschenbeitrag. Die Nesthocker sind die Bösen und du kannst damit dein Ego aufpolieren weil du viel besser bist. Mehr hat dieser Beitrag für mich nicht zu bieten.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]hagzissa13 du hast schon Probleme. Das ist ja mal wieder so ein typischer Gutmenschenbeitrag. Die Nesthocker sind die Bösen und du kannst damit dein Ego aufpolieren weil du viel besser bist. Mehr hat dieser Beitrag für mich nicht zu bieten. [/B][/QUOTE]

So, Du denkst, ich würde mich für einen Gutmenschen halten? Aha, das ist echt spannend. Und ich kann mein Ego aufpolieren, indem ich es für nicht gut erachte, die Eltern auszunehmen, wie die Weihnachtsgänse? Auch spannend. Das würde ja im Umkehrschluß heißen, daß Du ein solches Verhalten gut findest? Da weiß ich aber jetzt gar nicht so genau, ob ich wirklich ein (von Dir als negativ dargestellter) Gutmensch bin und Du normal denkst, oder ich normal denke und Du irgendwie .... äh.... wie soll ich das nett formulieren.... unfair gegenüber anderen Mensch bist, bzw. dieses Verhalten für unkritisch empfindest?

Aber Deine Meinung ist eben auch ne Meinung. Ok. Wenn Du meinst, daß das so ist, dann werde ich Menschen wie Dich oder andere hier auch nicht vom Gegenteil überzeugen können. Wenn man eh von vornherein das "Feindbild" darstellt, ist man für denjenigen eh bar jeder Diskussion, darum habe ich von Dir und anderen auch keine andere Antwort wie die gegebene erwartet. Bezeichnend ist ja auch in dem Kontext, daß diese Antwort auf mich gemünzt ist und nicht auf andere, die hier im Prinzip nichts anderes sagen als ich.
Aber wenn Dir und anderen ja klar ist, daß von mir nix anderes kommen kann und es sich eh nicht lohnt, darüber zu reden, was ich hier schreibe, bleibt es euch doch überlassen, vielleicht einfach mal nix dazu zu sagen/schreiben. Scheint ja eh nix zu sagen zu geben dazu ;)


[b]Ich kann nur NOCHMAL klarstellen, daß es nicht darum geht, mit mehreren Generationen unter einem Dach zu wohnen (was ich mir persönlich sehr spannend vorstelle), sondern daß es um das geht, was auch schon in anderen Threads diskutiert wurde, nämlich das es manchmal doch ein wenig so anmutet, daß bei zunehmend mehr jüngeren Menschen der Respekt vor anderen (hier den Eltern) fehlt und daß diese Menschen die eigene Familie vorsätzlich ausnehmen. Also das Gegenteil von dem praktizieren, was Hrefnadis als "geben und nehmen" betitelte.[/b]

Ansonsten kann ich mich nur ASF, Feuerschatten und Hrefnadis anschließen
KinchOT:
[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]So, Du denkst, ich würde mich für einen Gutmenschen halten?[/B][/QUOTE]

Niemand hält sich selbst für einen Gutmenschen. Gutmensch zu sein ist immer eine Unterstellung; mittlerweile ist es ein reiner Kampfbegriff indifferenter Bedeutung die alle Menschen umfasst, die eine andere Meinung als man selbst vertritt. Vergleichbar mit: "Du Nazi".
WaldemarAlso Kinch ist auch ein Gutmensch :) Womit er hier natürlich recht hat. Ansonsten frage ich mich immer wer diesen Begriff eigentlich verzapft hat. War das ein Bösmensch?

Ansonsten sehe das genauso wie Hef
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Kinch [/i]
[B]Niemand hält sich selbst für einen Gutmenschen. Gutmensch zu sein ist immer eine Unterstellung; mittlerweile ist es ein reiner Kampfbegriff indifferenter Bedeutung die alle Menschen umfasst, die eine andere Meinung als man selbst vertritt. Vergleichbar mit: "Du Nazi". [/B][/QUOTE]

Ach nee...... :D ;)

hör ma, ich bin soo pöhse..... denn ich halte echt was von Werten, Ethik und Moral .... ich bin soooooo pöhse....
*weinend ab*




;)
WaldemarAlso Kinch ist auch ein Gutmensch :) Womit er hier natürlich recht hat. Ansonsten frage ich mich immer wer diesen Begriff eigentlich verzapft hat. War das ein Bösmensch?

Ansonsten sehe das genauso wie Hef. Und vorallem wie Demon, dass ist die Sache der Familie.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B] Und vorallem wie Demon, dass ist die Sache der Familie. [/B][/QUOTE]

Damit habt ihr natürlich auch ein Stück weit recht. Mir ist auch klar, daß es immer einen gibt der "macht" und einen, der "mit sich machen läßt". Zudem ist die Familie ein "geschlossenes System", daß durchaus selbst entscheiden kann, was es duldet und was nicht. Mir ging halt nur die Frage durch den Kopf, wie ein solches sich anscheinend immer mehr verbreitendes Verhalten (was ich im eigenen Umfeld sehe und von Bekannten, die als Lehrer arbeiten immer wieder zu hören bekomme) unsere Gesellschaft auf Dauer prägen wird? Ich meine, diese Menschen agieren ja nicht nur in der Familie so, sondern haben eine gewisse Anspruchshaltung erlernt, die sie ja auch im restlichen Leben leben.
TöggelieHm, interessantes Thema, bei dem man klar differenzieren muss, aus welchen Gründen man zum "Nesthocker" (scheint momentan ein Mode-Wort zu sein, an dem sich jeder Psychologe und Journalist hochzieht) wird.
Um in dem Punkt nochmal meinen Senf dazugeben zu können - sorry, ich muss es loswerden, ich bemühe mich um eine kurze Fassung:
Prinzipiell sehe ich darin nichts Verwerfliches. Warum soll jemand ausziehen, wenn er es nicht möchte? Um die Gesellschaft glücklich zu machen, die davon sowieso nur was mitkriegt, wenn man vielleicht alle paar Jubeljahre darauf angesprochen wird? Damit sich das lohnt, müsste man schon ein Schild um den Hals tragen:"Hey, ich bin übrigens in eine eigene Wohnung gezogen...geht mir zwar nicht gut damit und es ist ein Rattenloch, aber du hast nichts mehr zum Lästern". Würde niemanden kümmern und ausser, dass man sich nicht mehr belächeln lassen muss und sich die "Eigenständigen" nicht mehr profilieren können, hat's nichts gebracht.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, ich bewundere diejenigen, die einen eigenen Haushalt führen, das war ganz bestimmt ein großer Schritt, aber alles zu seiner Zeit. Sich drängen zu lassen - obwohl es noch zu früh wäre und in einem Disaster enden würde - nur weil ein anderer die geeignete Startposition bereits erreichte, ist Blödsinn. Okay, das musste raus.

Wenn es allerdings so ausschaut - wie die Threaderstellerin es wohl auch gemeint hat - dass die Kinder ihre Eltern als kostenlose Hausangstellte "halten", jaaah...das ist dann schon etwas problematisch, um es mal gelinde auszudrücken.
Wobei ich beide Parteien als nicht ganz unschuldig ansehe, denn mir scheint, die Eltern treiben durch die "Erduldung" das ganze Spiel noch ordentlich an, obwohl ein mündiges "Kind" ab einem gewissen Punkt von selbst darauf kommen (und auch danach handeln) sollte, dass es einfach genug ist.
Ab einem gewissen Alter möchte man ja von sich aus auch so selbstständig wie möglich sein, wobei ich mir da kein allgemeingültiges Urteil erlaube, das muss jeder für sich wissen. Ich persönlich wohne zwar auch noch ca. knapp 2 Jahre Zuhause (ausziehen wäre momentan unmöglich, ich bin von meinen Eltern abhängig, das weiß ich auch), aber ich mag es - nur mal als Beispiel - absolut nicht, wenn meine Mutter auf die (zwar liebgemeinte) Idee kommt, mir etwas zu kochen. Ich mache das selbst und zwar was ich will, wie ich es will und wann ich es will (und das sind bei mir die unmöglichsten Kreationen, bzw. die unmöglichsten Zeiten).
Ob und wie sich allerdings die angesprochenen Extremfälle auf die Gesellschaft auswirken...naja...kann sein, sie verhalten sich völlig anders, wenn sie es müssen, kann auch sein, dass nicht. Ja...diese Aussage bringt uns weiter...*g*
Gleichzeitig dürfte sich ihr Verhalten wohl nicht tragischer auswirken, als jenes von so manch konservativen und oftmals parodierten alternden Ehemännern. Wobei ich das aus diversen Gründen noch schwerwiegender finde. So mancher betagte Herr wurde von seiner Gemahlin ein Leben lang betüdelt und verhätschelt, war und ist völlig unselbstständig, wobei man auf die Idee kommen könnte, diese Frauen würden dafür ein sattes Gehalt erhalten...nene, genau wie die Eltern spezieller "Nesthocker", spielen sie das Spielchen mit. Da solche Ehemänner wohl hoffentlich am Aussterben sind, werden sie heutzutage vielleicht einfach durch Leute, die das "extreme Nesthocking" betreiben, ersetzt.
Das Prinzip dürfte wohl das Gleiche sein, nur eben ein Stadium früher.
Kann auch sein, ich unterliege hier aufgrund akuter Verwirrung einem Denkfehler. ;)
solipsismusIch weiß aus Erfahrung, dass es dieses Modell Ehemann gibt. Und bei dieser Person war es ein direktes Schlittern aus Muttis Armen in den neuen Haushalt hinein. Als dann die ersten Kinder im Haushalt auftauchten und die Frau zu Hause blieb, konnte die ja auch einfach alles übernehmen, denn das ist ja auch effektiver, nicht? Und dass die Kinder irgendwann selbstständig wurden und die Frau wieder zu arbeiten anfing, änderte an der Lage -trotz Bemühungen der Frau- auch nichts mehr.

Wobei ich hinzufügen möchte, ehe sich hier jemand angegriffen fühlt, dass das durchaus nicht die gängige Definition von "Ehemann" ist. Es gibt sie nur leider, diese Einzelfälle.
Mit Glück sterben sie einmal aus.
ArrogantNickHi Hag,-

....das wirklich Wichtige, hat mE Feuerschatten erkannt.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerschatten [/i]
Aus eigener (Lebens)Erfahrung weiß ich, dass man als Kind ALLES als Selbstverständlichkeit ansieht. Jeden Luxus, jedes Essen, jedes elektronische Gerät, sonstiges Spielzeug, einfach alles, was die Eltern für einen tun. Man lernt das Leben eigentlich erst wirklich zu schätzen, wenn man es sich selber erarbeitet hat.
Deshalb nutzen die Nesthocker ihre Eltern auch immer so aus, sie wissen es einfach nicht besser. Sie wissen nicht, was es für die Eltern bedeutet so etwas simples wie ein warmes Essen zu zubereiten. Sie können nicht nachvollziehen was für Mühen man investieren muss um überhaupt erstmal ein paar Monate für so einen Herd arbeiten zu müssen. Oder wie krumm man sich den Buckel schuftet um ein Dach über dem Kopf zu bekommen unter das man jenen Herd stellen kann.
Für sie ist es alles selbstverständlich.[/QUOTE]

Dem kann ich mich aus vollem Herzen anschließen und das ist meiner Erfahrung nach auch tatsächlich der Grund, warum manche Menschen, sich IN MEINEN AUGEN, extrem unverschämt und undankbar verhalten ~> sie wissen es einfach nicht besser, weil sie es nicht anders kennen.

Zu einem solchen Verhältnis (hier Eltern vs. Kinder), gehören aber immer zwei Parteien und genau da liegt der Hase ebenso im Pfeffer, denn auch die Eltern hätten gewisse Möglichkeiten der Grenzsetzung, SO SIE ES DENN WOLLTEN. Wenn nicht, na ja, dann ist das eben so.

Mir hat es viel gebracht an Selbstsicherheit, unmittelbar zu erfahren, dass ich ganz alleine und selbstständig für mich sorgen kann und mit meinem Leben klarkomme. Daher beneide ist solche Nesthocker nicht.

Grüßle & Dir 'nen schönen Sonntag
Mischa
Creobotraich kenn mittlerweile auch beide typen (männlich), das "muttersöhnchen", also praktisch nicht alltags-allein-tauglich, produkt einer übermutter und den "prinzen", ders normal findet, s.o., dern A** nachgetragen zu kriegen. wobeis allerdings extremfälle sind, und man manchmal nicht zwischen co-existenz und -evlution unterscheiden kann.

[QUOTE]Zu einem solchen Verhältnis (hier Eltern vs. Kinder), gehören aber immer zwei Parteien und genau da liegt der Hase ebenso im Pfeffer, denn auch die Eltern hätten gewisse Möglichkeiten der Grenzsetzung, SO SIE ES DENN WOLLTEN. Wenn nicht, na ja, dann ist das eben so.[/QUOTE]
seh ich auch so, wenn schon die eltern nicht fähig sind/waren, für sich selbst das umzusetzen, wie sollen sie es dann an ein kind rankriegen. in manchen beziehungen gibts ja auch erstaunliche leidensfähigkeit.
|Dunkelschön|Ich wohne auch noch Zuhause, leiste aber stehts mein Kostenbeitrag und helfe mit, ne eigenbe Wohnung könnte man sich ja leisten aber dann ginge das ganze Gehalt komplett für die Bude druaf und hätte nichts mehr für Freizeit über.

Mag es zwar ür die oberen 10Tausend so wie im Eröffnungspost zutreffen, gestern kam so ein Bericht über ne Göre die nicht raus wollte aber sich dann noch beschwerte dass der Mercedes SLK 320 den sie zum 18 Geburtstag bekommen hat zu klein sei... :eek: da ging mir echt die Galle hoch!!!!!!!

Ein Großteil Personen "normalen Standes" können sich eine eigene Wohnung halt einfach nicht leisten bei den Bombenlöhnen die heutzutage Regel sind... Sklaventreiberei verkleidet in Minijobs, Zeitarbeit ... Frisöre oder Reinigunsdienstleister die als Filialleiter trotzdem blos 700 € bekommen! Tarif was ist das? Klar dasss da die Motivation schon 0 Negativ ist.
hagzissa13@ Dunkelschön:

Das ist mal ein schöner Beitrag von der "Gegenseite", so, wie ich es erhofft hatte, daß man es auch mal liest.

Es ist natürlich ein Argument, wenn man sagt, daß man zu Hause wohnt, weil das Geld nicht für eine eigene Wohnung + "ein wenig Luxus im Leben reicht". Aber so, wie Du es beschreibst, ähnelt das ja bei Dir eher einem "Mehrgenerationenhaus". Du beteiligst Dich adäquat an den Kosten und hilfst im Haushalt mit. Das berühmte "geben und nehmen", wie Hrefnadis konstatierte. Das ist etwas, was ich persönlich als spannendes Experiment erachte, wenn das auch in meiner Familie nicht möglich wäre.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
seh ich auch so, wenn schon die eltern nicht fähig sind/waren, für sich selbst das umzusetzen, wie sollen sie es dann an ein kind rankriegen. in manchen beziehungen gibts ja auch erstaunliche leidensfähigkeit. [/QUOTE]

Guter Punk, Creo! Mir ist es auch zu einseitig, zu sagen, 'ach die armen Eltern'. Schließlich haben sie sich ihre Kinder und deren Ansprüche, die diese ganz selbstverständlich stellen so sie nichts Anderes kennen, erst herangezüchtet. Ich erlebte es auch oft, dass Eltern ganz bewusst ihr letztes Hemd für ihre Kinder geben, mit der Begründung, dass diese 'es ja besser haben sollen', als die Eltern es hatten. Sie (die Eltern), züchten sich also ganz bewusst kleine Paschas heran. Ich sehe das sogar eher als Egoismus der Eltern, denn einen Gefallen tun sie mE ihren Kindern nicht damit, wenn sie sie zur Unselbstständigkeit erziehen, so dass sie vielleicht noch mit 40 erst das erlernen müssen, was andere Menschen schon im Jugendalter lernten und was ihnen, in der Mitte ihres Lebens, ungleich schwerer fallen dürfte.

Alles hat seinen Preis.

Sonntagsgrüßle
Mischa
TöggelieKurz OT:
[QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i]
[B]Wobei ich hinzufügen möchte, ehe sich hier jemand angegriffen fühlt, dass das durchaus nicht die gängige Definition von "Ehemann" ist. Es gibt sie nur leider, diese Einzelfälle.
Mit Glück sterben sie einmal aus. [/B][/QUOTE]


Eben. Das möchte ich auch nochmals kurz unterstreichen: Das sollte keine Verallgemeinerung darstellen, sondern sich lediglich auf eine spezielle Sonderform beziehen, die es bald hoffentlich nicht mehr gibt.
@alle liebevollen Ehemännchen (und natürlich auch Weibchen): weitermachen. ;)
schwarze_kunstGanz ehrlich, wenn sich Eltern so ausnutzen lassen, dann haben sie es nicht besser verdient. Selbst meine Mutter hat jetzt irgendwann gesagt, dass ich mir was Eigenes suchen soll und dabei ist sie an sich kein besonders willensstarker Mensch. Jetzt ist bei mir allerdings auch nicht so, dass ich meine Mutter ausnützen würde, meine Wäsche muss ich z.B. schon seit bei mir die schwarze Kleidung überhand genommen hat und an den Unkosten beteilige ich mich praktisch schon seit ich noch ein Baby war (ja, sowas geht), es liegt ausschließlich daran, dass meine Mutter und ich uns einfach nicht verstehen. Der "Rausschmiss" trifft mich aber jetzt auch recht wenig, da ich mir schon unabhängig nach was Eigenem geschaut hab'. Worauf ich eigentlich hinaus will, wenn sogar meine Mutter. die sich eigentlich von jedem auf der Nase rumtanzen lässt, sowas kann, dann sollten das eigentlich alle Eltern schaffen, die mit der Situation unzufrieden sind ...
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]Damit habt ihr natürlich auch ein Stück weit recht. Mir ist auch klar, daß es immer einen gibt der "macht" und einen, der "mit sich machen läßt".[/quote]

klar, ist doch genau wie beim Sex...da "macht" im Grunde auch nur einer etwas mit dem anderen...einer liegt auch da immer unten...

[quote] Ich meine, diese Menschen agieren ja nicht nur in der Familie so, sondern haben eine gewisse Anspruchshaltung erlernt, die sie ja auch im restlichen Leben leben. [/QUOTE]

...wenn sie wenigstens das dabei lernen, kann es ja so ganz verkehrt nicht sein - und wenn man dann irgendwann doch bei den Eltern auszieht - wie sieht diese "Selbstständigkeit" dann aus...? man wechselt nur von einer Unmündigkeit, einer Abhängigkeit in eine andere...ich lebe z.Z. bei meinen Eltern, weil es immer noch besser so ist, als die tollen "Alternativen", die ich ansonsten hätte - wie etwa Hartz IV - na und..? wäre das etwa eine Verbesserung...? oder für irgendeinen Arbeitgeber zu malochen, der einen vielleicht mit noch weniger abspeist...? wer erst einmal "ganz unten" angelangt ist, wie Günther Wallraff sein Buch damals so treffend betitelte, der kann sich nur noch zwischen "schlecht" und "miserabel" entscheiden...welche Art von "Unabhängigkeit" gewinnt man dadurch...? Keine !, es ist nur ein Tausch - und im Zweifelsfalle ein schlechter...
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
klar, ist doch genau wie beim Sex...da "macht" im Grunde auch nur einer etwas mit dem anderen...einer liegt auch da immer unten...[/QUOTE]
öhm, ich weiss ja nicht, wie sex bei dir abgeht...


[QUOTE]- und wenn man dann irgendwann doch bei den Eltern auszieht - wie sieht diese "Selbstständigkeit" dann aus...?[/QUOTE]
kann man natürlich auch nicht generalisierend sagen, aber erstsemester-studenten, die ich damals betreute, konnte man schon hin und wieder in solche kategorieren einordnen. modestudentinnen, typ papas liebling, ... nicht wenige erwarteten, dass sie alles serviert kriegen im studium. die erstaunten gesichter waren jedesmal ein highlight *hach* :)
ps: genauso einige lustige beispiele bei der bundeswehr. manche hielten das für ne art "betreutes kämpfen mit draussen zelten". ebenfalls erstaunte gesichter.

[QUOTE]ich lebe z.Z. bei meinen Eltern, weil es immer noch besser so ist, als die tollen "Alternativen", die ich ansonsten hätte - wie etwa Hartz IV - na und..? wäre das etwa eine Verbesserung...?[/QUOTE]
darüber kann man ja nu spekulieren, wir kennen ja die umstände nicht.
in den vielen fällen ist es eine "geistige" unabhänigikeit, eine reife der persönlichen entwicklung, die selbstständigkeit, selbstbestimmung und -verantwortung, eigenes zu leisten, schaffen und zu bestehen.
wenn mans nur aufs finanzielle rediziert, ja nu...
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]So, Du denkst, ich würde mich für einen Gutmenschen halten? Aha, das ist echt spannend. Und ich kann mein Ego aufpolieren, indem ich es für nicht gut erachte, die Eltern auszunehmen, wie die Weihnachtsgänse? Auch spannend. Das würde ja im Umkehrschluß heißen, daß Du ein solches Verhalten gut findest? Da weiß ich aber jetzt gar nicht so genau, ob ich wirklich ein (von Dir als negativ dargestellter) Gutmensch bin und Du normal denkst, oder ich normal denke und Du irgendwie .... äh.... wie soll ich das nett formulieren.... unfair gegenüber anderen Mensch bist, bzw. dieses Verhalten für unkritisch empfindest?[/quote]

...der Gutmensch hält sich gerade nicht für einen Gutmenschen...er hält sich für "gut" - ohne es zu sein, ohne zumindest glaubhaft machen zu können, worin denn dieses "gut" sein eigentlich besteht, bzw. "guter" zu sein als die, die der Gutmensch - als ein notorisch gut-sein-Wollender, permanent schlechtmacht...sein einziger "Vorzug" besteht indes darin, mit der herrschenden Meinung immer konform zu gehen, und allein daraus schöpft er sein Bewusstsein, seine Illusion "gut" - und zwar "guter" als die "nicht-Guten" zu sein...mit anderen Worten: der Gutmensch ist lediglich ein Synonym für den - Spießer...
Ronin76[QUOTE]Niemand hält sich selbst für einen Gutmenschen. Gutmensch zu sein ist immer eine Unterstellung; mittlerweile ist es ein reiner Kampfbegriff indifferenter Bedeutung die alle Menschen umfasst, die eine andere Meinung als man selbst vertritt. Vergleichbar mit: "Du Nazi".[/QUOTE]
Es ist mehr als nur ein Kampfbegriff. Gutmenschen sind Menschen welche sich für ein Vorbild und den idealen Menschen halten und anderen Menschen vorschreiben wollen wie sie zu leben haben. Notfalls wenden sie dazu Gewalt an und übernehmen die Rolle eines Diktators. Um ihren "guten" Status zu unterstreichen müssen sie dazu andere Menschen als die "bösen" diffamieren und benötigen die Anerkennung von Anderen. Da fallen dann schon mal Worte wie "Nestbeschmutzer", "Parasit", "Faulenzer" und "Sozialschmarotzer". Früher waren es "Asoziale", "Zigeuner", "Schwule" und der "ewige Jude". Ein Gutmensch bezeichnet sich in der Tat fast nie als das, verhält sich aber so. Gutmenschen schmücken sich auch gerne mit Worten wie "Helfer", "Freund" und "Spender". Und weil sie so gut sind handeln sie aus ihrer Sicht natürlich auch völlig uneigennützig. Sie merken vermutlich nicht einmal das ihr vermeintlich uneigennütziges Handeln purer Egoismus ist. Sie sind die modernen Kreuzritter die eine Mission zu erfüllen haben und alll ihr Handeln ist gönnerhaft. Und sie wollen stets besser sein als Andere. Manchmal werden sie auch einfach nur Faschisten genannt.
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Gutmenschen sind Menschen… [/B][/QUOTE]

Ja ja, es gibt dazu allerei Definitionen. Der Begriff kann abwertetend auf jeden Menschen angewendet werden, der glaubt, dass er im Recht ist (gut ist), also praktisch auf jeden.

Jeder benutzt ihn so, wie es für ihn gerade passend ist, einzige echte Gemeinsamkeit, ist dass man damit seine Verachtung ausdrücken möchte. Damit ist es im Grunde nur Polemik.
Ronin76[QUOTE] Warum soll jemand ausziehen, wenn er es nicht möchte? Um die Gesellschaft glücklich zu machen, die davon sowieso nur was mitkriegt, wenn man vielleicht alle paar Jubeljahre darauf angesprochen wird? Damit sich das lohnt, müsste man schon ein Schild um den Hals tragen:"Hey, ich bin übrigens in eine eigene Wohnung gezogen...geht mir zwar nicht gut damit und es ist ein Rattenloch, aber du hast nichts mehr zum Lästern". Würde niemanden kümmern und ausser, dass man sich nicht mehr belächeln lassen muss und sich die "Eigenständigen" nicht mehr profilieren können, hat's nichts gebracht.[/QUOTE]
Und genau das ist das Problem. Eine "eigene" Wohnung ist ein Statussymbol. Leute die daheim wohnen werden als Muttersöhnchen, schwach und unselbstständig diffamiert. Die heutige Folge davon ist daß fast jeder alleine wohnt oder alleine wohnen will. Nachwuchs bleibt aus und die psychischen Probleme nehmen zu. Dazu gesellt sich noch das finanzielle Problem, denn Wohnungen sind sehr teuer. Aber Hauptsache jemand wohnt nicht mehr bei den Eltern, egal was es koste. Die Bau- und Immobilienbranche, Banken, Versicherungen, Automobilindustrie und auch der Staat profitieren enorm davon. Der Zusammenhalt in der Gesellschaft befindet sich nun nahezu am Nullpunkt, merkt man ja auch hier im Forum immer deutlicher wie ich finde. Und weil sich dann Eltern und Kinder irgendwann völlig entfremdet haben, werden die Kinder die Eltern nicht selbst pflegen wenn diese alt und pflegebedürftig werden, sondern sie werden ins Altersheim abgeschoben wo dadurch tolle neue Arbeitsplätze entstehen. Oder es kommt eben 1-3x täglich ein Pflegedienst. Hurra Deutschland.



[QUOTE]
Ja ja, es gibt dazu allerei Definitionen. Der Begriff kann abwertetend auf jeden Menschen angewendet werden, der glaubt, dass er im Recht ist (gut ist), also praktisch auf jeden.

Jeder benutzt ihn so, wie es für ihn gerade passend ist, einzige echte Gemeinsamkeit, ist dass man damit seine Verachtung ausdrücken möchte. Damit ist es im Grunde nur Polemik.
[/QUOTE]
Nein es passt eben nicht zu Jedem und das wollte ich eigentlich auch deutlich machen. Der Begriff umschreibt einen ganz bestimmten Personentyp. Manchmal wird er tatsächlich nur zur Polemik benutzt. Wenn zB ein Obdachloser als Gutmensch bezeichnet wird, wäre das doch eher unpassend und lächerlich. Ein typischer Gutmensch ist für mich zB Wolfgang Clement aber auch die Kanzlerin macht sich in dieser Rolle ganz gut. Eigentlich der ganze Bundestag.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Kinch [/i]
[B]Ja ja, es gibt dazu allerei Definitionen. Der Begriff kann abwertetend auf jeden Menschen angewendet werden, der glaubt, dass er im Recht ist (gut ist), also praktisch auf jeden.

Jeder benutzt ihn so, wie es für ihn gerade passend ist, einzige echte Gemeinsamkeit, ist dass man damit seine Verachtung ausdrücken möchte. Damit ist es im Grunde nur Polemik. [/B][/QUOTE]

...ich denke, der Begriff ist durchaus nicht auf jeden anwendbar, der einfach nur eine andere Meinung vertritt als man selbst...es gibt viele Menschen, die ganz anders denken als ich und sich damit ebenso im recht glauben...aber längst nicht jeder davon ist ein Gutmensch...der Gutmensch besitzt ein ausgeprägtes Sendungsbewusstsein...ein Kriterium ist also jenes, dass der Gutmensch es mit seinem Ego - dem zu schmeicheln für ihn das einzig und allein wichtige ist - nicht vereinbaren kann, wenn jemand eine andere Meinung als richtig ansieht...er begnügt sich nicht einfach damit, diese als falsch zu bezeichnen...nein, der Gutmensch möchte alle, die nicht so denken und nicht so leben wollen wie er, zu seinen Ansichten und seiner Lebensweise/Lebensauffassung bekehren...da er sich immer auf die Seite der Mehrheit stellt und ihrem Dekret folgt, sieht er in jedem Andersdenkenden einen Feind, eine unmittelbare Gefahr für sich und sein Wohlergehen - welches das einzige ist, das ihm am Herzen liegt...doch dazu heuchelt er gerne das Gegenteil, versteckt sich hinter Begriffen wie z.B. "Nächstenliebe", "Moral" oder "Ethik"...
Ronin76[QUOTE]...doch dazu heuchelt er gerne das Gegenteil, versteckt sich hinter Begriffen wie z.B. "Nächstenliebe", "Moral" oder "Ethik"...[/QUOTE]
Oh ja. Die allumfassende Moral und Ethik nach der sich jeder zu richten hat. "Alle Menschen haben gleich zu sein", etc. Und aus lauter Nächstenliebe wird dann wieder die Christlich Demokratische Union gewählt damit die noch mehr Soldaten in den Irak schicken kann, welche dann "böse" Moslems und kleine Kinder tötet.
WaldemarNatürlich, mein Vorschlag. Wir schicken die deutschen Nesthocker nach Afghanistan, damit sie endlich mal lernen, dass einem nicht alles in den Arsch geschoben wird.

Man muss sich das priviligierte.. "Ich habe schon jemand getötet" T-Shirt hart verdienen. Schließlich waren unser deutschen Landser mal wer!! Hart wie Kruppstahl zäh wie Leder und flink wie Windhunde. Alle die rumjammern.. rumklagen, eigentlich mit der Gesamtsituation ziemlich unzufrieden sind haben echt ein misrablen Willen. Sie haben doch aber zu wollen, was andere gerne wollen. Sie lassen die Sonne einfach nicht in ihr Herz, obwohl sie doch so schön aus ihren Ärschen scheint. Die Moral von der Geschicht, wer Politik macht, der braucht uns nicht..
Ronin76[QUOTE]Natürlich, mein Vorschlag. Wir schicken die deutschen Nesthocker nach Afghanistan, damit sie endlich mal lernen, dass einem nicht alles in den Arsch geschoben wird.[/QUOTE]
Die meisten von denen sind doch schon in Afghanistan. Bei der Bundeswehr gibt es eine tolle Rundumversorgung und selbst der größte Dösbaddel wird freudig von den Kameraden aufgenommen. Da können sie dann lernen wie Konservenbüchsen erhitzt werden und wie geputzt wird. Wenn sie dann aus dem Einsatz zurück kommen sind sie richtige erwachsene Männer (und ein paar Frauen). ;)
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Oh ja. Die allumfassende Moral und Ethik nach der sich jeder zu richten hat. "Alle Menschen haben gleich zu sein", etc. Und aus lauter Nächstenliebe wird dann wieder die Christlich Demokratische Union gewählt damit die noch mehr Soldaten in den Irak schicken kann, welche dann "böse" Moslems und kleine Kinder tötet. [/B][/QUOTE]

...denn sie wollen schliesslich, dass auch der Rest der Welt in den Genuss ihrer BRD Schein- bzw, Schweinemoral kommt...denn der Gutmensch erträgt es nicht, wenn ihn niemand für seine "guten Taten", sein "Pfadfinder"- bzw. "Samaritertum" über den grünen Klee lobt..."alle müssen gleich sein", sagt der Gutmensch - und zwar genauso gleich wie er - aber bloss kein bisschen gleicher!

...der Gutmensch verlangt permanente Anerkennung für seine "Tugenden" - als postmoderner Narziss hat er es nötig, mit diesen immer und überall hausieren zu gehen wie ein Bettler, der er ja ist...er leidet zwar generell nicht unter materieller Armut - nein, er beschimpft nur alle, die das ebenfalls nicht wollen aber nicht solche Schleimscheißer, Strebertypen,Tugendbolde, Moralapostel bzw. Moralfaschisten sind wie er...denn die anderen sollen gefälligst erst mal anständig malochen, bevor sie hier überhaupt was zu melden haben - oder verrecken... aber sich bloss unterstehen, auch noch "Ansprüche" zu stellen...!

...der Gutmensch leidet dafür um so mehr unter seiner geistigen Armut, die er daher permanent zu kompensieren gezwungen ist - auf das auch alle schön brav und anständig vor ihm niederknien und ihm die Füße küssen - denn schliesslich sind "wir" doch Papst...da wird man wohl mindestens das noch erwarten können...
Creobotraja, schön, jetzt haben wir alle zur kenntniss genommen, wie euer "feindbild" aussieht und tolle "hasstiraden" gelesen. kommt wieder aufs thema zurück.
demelza[QUOTE][i]Original geschrieben von David v. Weber [/i]
[B]Wobei die Jungen sicherlich spätestens dann ausziehen, wenn die Alten Pflege brauchen... ;) [/B][/QUOTE]

oder ziehen dann wieder zu ihnen zurück... wobei mir dann das von hrefnadis beschiebene modell einfällt. aber zurück zum thema. ich lese von nesthockern, die ihre eltern ausnutzen und sie nicht respektieren.

dazu gehören aber immer zwei, und in den fällen sind dann u.u. die eltern wohl auch selbst mit dran schuld. in einer anderen community klagte eine mutter monatelang ihr leid über das hotel mama - aber sie machte das theater über 4 jahre lang mit und war ratschlägen der anderen user (inc. meiner) äußerst resistent.

und wenn sie nicht gestorben sind, dann haben sie die gleiche konstellation noch heute.
Ronin76Creobotra, wie haben wenigstens Feindbilder. Wir wollen nicht gut und stets politisch korrekt sein. Ich nehme mal an daß Xenomorph mir hier zustimmt. Du hast sicherlich keine Feindbilder.


[QUOTE]dazu gehören aber immer zwei, und in den fällen sind dann u.u. die eltern wohl auch selbst mit dran schuld. in einer anderen community klagte eine mutter monatelang ihr leid über das hotel mama - aber sie machte das theater über 4 jahre lang mit und war ratschlägen der anderen user (inc. meiner) äußerst resistent.[/QUOTE]
Ich vermute mal daß Eltern in so einer Situation in einer Zwickmühle stecken da es einfach zu viele Erwartungshaltungen gibt. Zum einem die Gesellschaftliche welche fordert daß ein Kind selbstständig werden muß, und das dies nur geht wenn bei den Eltern ausgezogen wird. Zum anderen lieben Eltern ihre Kinder zumeist und es besteht eine emotionale Bindung die bis in die totale Abhängigkeit führen kann. Bei einem Bekannten war es so daß seine Eltern erst mit ca 35 Jahren Nachwuchst bekamen und er der Erstgeborene ist. Vor wenigen Jahren noch wollten sie unbedingt daß er endlich auszieht, heute wollen sie es verhindern.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]ja, schön, jetzt haben wir alle zur kenntniss genommen, wie euer "feindbild" aussieht und tolle "hasstiraden" gelesen. kommt wieder aufs thema zurück. [/B][/QUOTE]

...das hat doch einen sehr direkten Bezug zu dem Thema - denn um ebenjenes geht es in diesem und ähnlich gestrickten Themen: um Feindbilder...und diese dienen nun immer der Ab- und Ausgrenzung von anderen, die nicht so sind wie man selber - und darum, wie man selber die anderen gerne hätte...nun, ich habe ja auch meine Feindbilder, im Prinzip funktioniert es hier gar nicht anders...ich hinterfrage ihre "ehrenhaften" Motive, die ich für vorgeschoben halte...doch im Gegensatz zu den Verfechtern von Meinungen, die eher dem Denken der "Mitte der Gesellschaft" - übrigens auch eine typische Gutmenschenphrase - entsprechen, gebe ich nicht vor, aus besonders moralischen oder altruistischen Motiven heraus zu handeln...was bei ihnen immer vorgeschoben wird...und darin sehe ich einen - zwar kleinen aber entscheidenden - Unterschied...ich bin nicht "gut" - und halte mich nicht dafür...mein misanthropisches Menschenbild basiert auf dem Gedanken, dass es so etwas nicht gibt..."Moral ist, wenn man moralisch ist" (Georg Büchner - "Woyzeck")...

...heute gibt es die generelle Erwartungshaltung in der Gesellschaft, dass man spätestens mit 18 bei den Eltern auszieht und sich in die "Eigenständigkeit" des "erwerbstätigen" Berufs- und Lohnsklavenlebens begibt...hierbei spielt genau wie bei anderen ausgegrenzten Gruppen der Neid eine Rolle, die Befürchtung, dass sich jemand, der sich dieser "Eigenständigkeit" entzieht, indem er bei den Eltern wohnen bleibt, sich dort ein "schönes Leben" macht, ohne Fron und Mühsal...in der arbeitsgeilen Gesellschaft Malocherdeutschlands natürlich schon ein Sakrilrg an sich...denn: "wer nicht arbeitet, soll auch nicht (fr)essen"...es gibt also feststehende Erwartungshaltungen, was "alle" wann, wo und wie zu tun haben...und die, die es nicht können oder wollen, sind immer der Arsch...der Trick besteht natürlich darin, dass man den echten oder vermeintlichen Müßiggängern das ihnen unterstellte "sorglose Dasein" neidet...weil der Arbeitsgeile, der Workaholic im Innersten die Arbeit mindestens ebenso hasst und nur deshalb einen extremen Eifer in dieser auslebt, um den darüber bestehenden Frust zu unterdrücken und sich die innig gewünschte Anerkennung durch die anderen zu sichern...
...
blue79Stimmt . Als ich meine lehre beendet hatte war auch die erste frage immer und wann kommt die eigene Wohnung.
Als ich Arbeitslos wurde und es dann auch besser war Zuhause zu bleiben wir haben ein haus und ich hab daher ein großes zimmer im ersten stock, um eben die Arbeit im Haus und den " lohn" ;) miteinander zu teilen hies es zieh aus. Das macht man doch so.
Doch warum sollte ich auziehen. Ich hätte mir ne wohnung gesucht die dem Jobcenter dann 300 euro gekosten hätte Und hätte immer nach haus fahren müssen um eben zu helfen da ein Elternteil erkrankt war.
Trotzdem muss ich immer noch mich rechtvertigen vor manchen die dann mit sprüchen kommen "oh ja ich habe mir gleich eine wohnung gesucht um meinen Eltern nicht auf der tasche liegen zu müssen."
Aber ich tue es auch nicht. Ich lebe hier selbstständig abr intressieren tut es keinem. :q :D
Ronin76Ökonomisch betrachtet ist es der größte Blödsinn auszuziehen, solange im Haus genügend Platz ist. Miete ist einer der teuersten Faktoren im Leben eines Lohnsklaven ohne Grundbesitz. Instandhaltungsarbeiten, der Schornsteinfeger und Grundsteuer bei Wohneigentum kosten auf den m² gerechnet, ungefähr auch fast so viel. Die Frage die sich die Deutschen mal stellen sollten ist, wieso es bei anderen Völkern klappt mehrere Familien und Generationen unter ein Dach zu bringen. Chinesen leben zum Teil mit mehr als 5 Personen auf 20 m² und ein Deutscher würde das in den meisten Fällen nur als Abstellkammer bezeichnen.

Es wäre doch viel sinnvoller die Wohnkosten unter dem Dach der Eltern zu teilen, so lange es nur geht. Dazu gehört ein soziales und ökonomisches Verständnis von beiden Seiten (Eltern / Kinder). Wenn Eltern ihren Kindern das nicht beibringen konnten haben sie später zu Recht die Rechnung dafür zu tragen. Für eine neue Familie ist es natürlich oft sehr problematisch mit den Eltern und Schwiegereltern unter einem Dach zu wohnen, es würde jedoch völlig ausreichen, spätestens dann auszuziehen wenn Nachwuchs geplant ist. Die Zeiten des frühen Ausziehens haben meiner Meinung nach eine finanzielle und soziale Katastrophe verursacht und sind mit Schuld an der Verarmung und Vereinsamung der Gesellschaft. Ca. 50% aller deutschen Haushalte sind Singlehaushalte ! Es wurde einfach zu viel über die Verhältnisse gelebt um irgend welchen Illusionen gerecht werden zu wollen. Eine Folge davon ist die starke Verschuldung eines Großteils der Bevölkerung.
Creobotrahat einer von euch beiden eigentlich irgendwie begriffen, dass es [I]nicht[/I] um die finanziellen belange geht? muss man das in grossbuchstaben schreiben?

und xenomorph, deinen ganze ausführung und die unterstellung von "neid" als motiv ist nichts weiter als just dasselbe als deine vorwürfe, nur von der anderen seite und schlicht billige unterstellung und schwarzweisses feindbild.

ronin, die erste fassung deines posting hatte ich noch gelesen.
feindbilder hab ich genug, aber wenn ich nicht mal hier nicht so korrekt bin, flennt ja gleich jemand...
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]hat einer von euch beiden eigentlich irgendwie begriffen, dass es [I]nicht[/I] um die finanziellen belange geht? muss man das in grossbuchstaben schreiben?[/B][/QUOTE]

Nein, haben sie nicht. Das würde nämlich bedeuten, erkennen zu müssen, daß die gebildeten Klischeefeindbilder (mal wieder) nicht zutreffen. Es hilft nämlich überhaupt nichts, zum x-ten male hier zu posten, daß es nicht um Geld geht, daß es nicht darum geht, mit mehreren Generationen unter einem Dach zu leben, daß es nicht darum geht, auf Teufel komm raus alleine zu leben, obwohl man doch eventuell einer Unterstützung (der Eltern) bedarf, sondern daß es einzig und allein um ein fehlendes Gleichgewicht von Nehmen und Geben auf sehr respektlose Weise geht, wie Hrefnadis so schön konstatierte.

Aber vielleicht ist es einfach so, daß getroffene Hunde bellen.....
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]Aber vielleicht ist es einfach so, daß getroffene Hunde bellen..... [/B][/QUOTE]*Wau, wuff, jaul*
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
Aber vielleicht ist es einfach so, daß getroffene Hunde bellen..... [/QUOTE]
halb so wild, zumindest seneca ist ja stubenrein... :D

brav, seni!
Ronin76[QUOTE]hat einer von euch beiden eigentlich irgendwie begriffen, dass es nicht um die finanziellen belange geht? muss man das in grossbuchstaben schreiben?[/QUOTE]
Ach geht es nicht ? Dann ist es eben spätestens jetzt ein Diskussionspunkt. Das Thema sollte schon von allen Seiten beleuchtet werden. Woher kommt denn diese angebliche Respektlosigkeit ? Kann es vielleicht sein, daß die Kinder heute überhaupt nicht die Möglichkeiten haben, wie sie damals die Eltern vor 20-40 Jahren hatten ? Daß Eltern überhaupt nicht mehr auf dem Laufenden sind und von ihren Kindern Dinge fordern die heute nicht mehr machbar sind ? Daß die Ältere Generation heute meistens in Wohlstand lebt weil sie noch vom Wirtschaftswunder Deutschland profitieren konnten, während ihre Kinder in relativer Armut leben obwohl sie härter für ihr Geld arbeiten und kämpfen müssen als die Eltern damals, wo noch offene (und gut bezahlte) Arbeitsstellen im Überfluß gab ? Wo es auch noch keinen Euro, keine EU und kein Hartz IV gab. Wo Arbeitslosengeld und Sozialhilfe noch problemlos bewilligt wurden. So kommt es daß Eltern ihre Kinder verhöhnen und als Reaktion kann es dann schon mal sein daß die Kinder ihre Eltern wie Dreck behandeln. Das ist das Prinzip der Resonanz. Eine Reaktion setzt immer eine Aktion voraus. Die Reaktion der Kinder wurde also schon beleuchtet. Die vorangegangene Aktion der Eltern fehlt völlig.

Ich könnte noch ein paar Extrembeispiele aus meinem persönlichen Leben nennen, das tut hier jedoch nichts zur Sache. Aber es gibt immer zwei Seiten einer Medaille und die Stern Reportage war wohl eindeutig einseitig und daher manipulierend. Sie hat ein verzerrtes Bild der Realität präsentiert. Wenn jemand jedoch von klein auf alles in den Arsch geschoben bekommt, kann er damit natürlich nichts anfangen. Für solche Personen ist der finanzielle Belang in der Tat belanglos.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Ach geht es nicht ?[/b][/quote]

Nee........ geht es nicht. Guten Morgäääääääähn! :D

... manchmal lohnt es sich doch tatsächlich mal, anstatt dem von blinder Wut getriebenem inneren Klischee zu folgen, einfach mal die Glubscherchen auf zu machen und zu lesen was hier seitenweise steht! ;)


[quote][b] Kann es vielleicht sein, daß die Kinder heute überhaupt nicht die Möglichkeiten haben, wie sie damals die Eltern vor 20-40 Jahren hatten ?[/quote][/b]

Ich kann natürlich nur für meine Familie sprechen. Meine Mutter durfte kein Abitur machen, da sie "ja eh heiraten" würde und somit keinen weiterführenden Schulabschluß bräuchte (sie hätte gerne studiert). Somit mußte sie eine Brufsausbildung machen, die ihr besorgt wurde und an der sie keinen Spaß hatte.

Mein Vater durfte auch keinen weiterführenden Schulabschluß machen, weil er der Familie schließlich die zusätzlichen drei Jahre auf der Tasche liegen würde. Er wurde gezwungen - wie meine Mutter - eine Ausbildung zu machen, die er eigentlich nicht wollte. Erst, als er diese abgeschlossen hatte, schlug er einen zweiten Bildungsweg ein, in dem er sein Fachabi nachmachte und hinterher studierte. Unterstützung der Eltern gleich null.
Da finde ich, hat es meine Generation deutlich besser, auch wenn ich weiß, daß meine Eltern sicherlich nicht repräsentativ sind. Aber ich weiß von z.B. vielen Frauen aus dieser Generation, daß es ihnen ähnlich erging, wie meiner Mutter. Von besseren Möglichkeiten, wie Du konstatierst kann da wahrlich keine Rede sein......

[quote][b]Daß Eltern überhaupt nicht mehr auf dem Laufenden sind und von ihren Kindern Dinge fordern die heute nicht mehr machbar sind ?[/quote][/b]

Ich behaupte mal (und ich denke, daß das nachdem was ich oben über meine Eltern schrieb nachvollziehbar ist), daß die Eltern früher genauso viel oder wenig auf dem Laufenden wahren, wie sie es heute sind...

Wie meinst Du den Teil mit dem "Dinge fordern, die heute nicht mehr machbar sind"? Das verstehe ich nicht.

[b][quote]Daß die Ältere Generation heute meistens in Wohlstand lebt weil sie noch vom Wirtschaftswunder Deutschland profitieren konnten[/quote][/b]

Das trifft sicherlich nicht auf alle zu, besonders, wenn ich mir alte Frauen mit ihren Minirenten anschaue, die nicht mehr wissen, wie sie auskommen sollen, da sie in ihrem Leben nie selbst gearbeitet haben, da daß eben früher nicht üblich war. Aber bei vielen hast Du durchaus recht. Da wird teilweise auf sehr hohem Niveau gejammert. Das sehe ich z.B. bei meinen Großeltern. Mein Opa war hoher Beamter und die Pension ist dementsprechend hoch. Und dann wird trotzdem gemeckert, besonders über ihr eigenes Renteneintrittsalter ("da hat man ja nix mehr vom Leben, wenn man so spät pensioniert wird....") und das Konsumverhalten der jüngeren ("man muß doch mehr fürs Alter sparen"). Erst, als ich mal gefragt habe, worüber sie eigentlich meckern würden, schließlich werde ich wahrscheinlich erst mit 70 in Rente gehen, wo sie sich schon genüßlich fast 10 Jahre die Eier geschaukelt haben und ich somit nicht mehr viel von meinem Rentnerdasein haben werde (wofür also überdimensioniert sparen?), da ging ihnen ein Lichtlein auf....

[quote][b]während ihre Kinder in relativer Armut leben obwohl sie härter für ihr Geld arbeiten und kämpfen müssen als die Eltern damals, wo noch offene (und gut bezahlte) Arbeitsstellen im Überfluß gab ?[/quote][/b]

Wenn ich vergleiche, wie meine Großeltern in meinem Alter lebten, wie meine Eltern in meinem Alter lebten und wie ich lebe, muß ich sagen, habe ich es am besten getroffen. Ich bin mir aber auch recht sicher, daß wenn man den Lebensstandard vergleicht, wenn ich im Alter meiner Eltern bin mit ihrem jetzigen, daß dann meine Eltern besser abschneiden werden, wenn ich nicht im Lotto gewinne oder so....

[quote][b]So kommt es daß Eltern ihre Kinder verhöhnen und als Reaktion kann es dann schon mal sein daß die Kinder ihre Eltern wie Dreck behandeln. Das ist das Prinzip der Resonanz. [/b][/quote]

Ich weiß natürlich nicht, unter welch gehässigen Eltern mancher leidet (so hört es sich zumindest an), aber ich denke schon, daß Eltern, die ihre Kinder wie Prinzen und Prinzessinnen behandeln (was meiner Meinung nach der Grund für das Verhalten dieser Kinder ist), selten diese verhöhnen....

[b][quote]Eine Reaktion setzt immer eine Aktion voraus. Die Reaktion der Kinder wurde also schon beleuchtet. Die vorangegangene Aktion der Eltern fehlt völlig.[/quote][/b]

Fehlt sie eben nicht. Auch dies wurde hier schon MEHRFACH beleuchtet (einfach mal lesen! ;) ):
Die These, die unter anderem ich aufstellte lautete, daß die Kinder teilweise wie Prinzen und Prinzessinen aufgezogen werden, die alles dürfen, alles bekommen und grundsätzlich über alles gestellt werden, was meiner Meinung nach eben zu diesem respektlosen Verhalten führt.

[quote][b]Aber es gibt immer zwei Seiten einer Medaille und die Stern Reportage war wohl eindeutig einseitig und daher manipulierend. Sie hat ein verzerrtes Bild der Realität präsentiert. Wenn jemand jedoch von klein auf alles in den Arsch geschoben bekommt, kann er damit natürlich nichts anfangen. Für solche Personen ist der finanzielle Belang in der Tat belanglos. [/B][/QUOTE]

Ich gehe ganz stark davon aus, daß Du die Reportage nicht gesehen hast und darum Deiner Natur folgend wie immer konstatierst, daß sie einseitig war - gewesen sein MUSS! In der Reportage jedoch ist sehr wohl zur Sprache gekommen, daß diese Kinder (und das haben Eltern wie Kinder uno sono bestätigt) nach Strich und Faden in der Vergangenheit verwöhnt wurden.
Creobotraachwas, er wollte nur mal wieder "systemkritik" üben *freufreu*

eigentlich interessiert es doch auch [i]überhaupt[/i] nicht, weil jeder dafür wohl verständniss hat, wenn jemand bei muttern was gutes zu futtern kriegt, wenn man etwas klamm ist.
ging mir im studium genauso, fresspakete und "geldbriefe" von daheim waren manchmal lebensrettend.

[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
Die These, die unter anderem ich aufstellte lautete, daß die Kinder teilweise wie Prinzen und Prinzessinen aufgezogen werden, die alles dürfen, alles bekommen und grundsätzlich über alles gestellt werden, was meiner Meinung nach eben zu diesem respektlosen Verhalten führt.[/QUOTE]
man trifft im laufe des lebens wohl immer mal auf leute, die schwierigkeiten haben, ein "nein" zu hören oder irgendwas nicht zu kriegen, was sie wollen.
manchmal sind es auch (gerade männer) einige, die nicht mit eigenverantwortung umgehen können oder davor scheuen. solche hab ich zumindest kennengelernt. quasi nicht über die kinderphase hinausgekommen, den eigenen mangel an fähigkeiten oder ehrgeiz nicht einsehen wollen und die "lern"- oder abnabelungszeit überspringen wollen. bei einem ehm. klassenlameraden wars extrem, hat sich verhalten, als ob die gesellschaft ihm etwas schuldig wäre und nach dem silbertablett. hat leider nie gelernt, sich etwas zu erarbeiten und fühlte sich "zu höherem" berufen (wohl aufgrund der erziehung), was eben nicht so lief, da realität eben nicht mami ist. wohnt immer noch daheim, soweit ich weiss. wohl der prototyp für einen prinzen.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]eigentlich interessiert es doch auch [i]überhaupt[/i] nicht, weil jeder dafür wohl verständniss hat, wenn jemand bei muttern was gutes zu futtern kriegt, wenn man etwas klamm ist.
ging mir im studium genauso, fresspakete und "geldbriefe" von daheim waren manchmal lebensrettend. [/B][/QUOTE]

Eben. Ich habe meine "Care-Pakete" auch sehr genossen (und auch gebraucht). Und ich war auch froh, daß ich in den Semesterferien mal zu Hause unterschlupfen konnte, wenn ich das wollte....
Ich sehe schon, wir verstehen uns.... ;)
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]So reich sind meine Eltern nun auch nicht, sonst würden sie ja in Königstein im Taunus wohnen. Es reicht halt um in Nordhessen etwas über die Baumlinie zu ragen. Aber eines weis ich genau: Nach Scheidung und drei Kündigungen in diesem Jahr säße ich ohne meine Eltern richtig in der Scheiße.

Ich hab überhaupt keine Alternativen, da ich als nun Selbstständiger nicht gerade auf ein geregeltes Einkommen zählen kann.

Da ziehe ich ein bischen geborgten Luxus natürlich Hartz IV vor...oder...?

Ich kann des derzeit keinem Verdenken wenn er im Nest hocken bleibt. [/B][/QUOTE]

Vielleicht ist das antiquiert, aber hinter dem "Reichtum" deiner Eltern steht so etwas wie Fleiss, Übersicht und
Realismus.
"Reichtum" fällt nicht vom Himmel.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]Ich behaupte mal ..., daß die Eltern früher genauso viel oder wenig auf dem Laufenden wahren, wie sie es heute sind...[/QUOTE]Zumindest waren sie noch nicht so von den allgegenwärtigen Medien verblödet, wie es viele der heutigen Eltern sind. Sie hatten noch mehr Gespür, was zum Leben wichtig ist.

[QUOTE]Wie meinst Du den Teil mit dem "Dinge fordern, die heute nicht mehr machbar sind"? Das verstehe ich nicht.[/QUOTE]Das Beispiel mit dem "fürs Alter sparen" hast du selbst schon angeführt. Ein anderes ist "zum Chef gehen und mehr Geld/Urlaub/... fordern".

[QUOTE]... als ich mal gefragt habe, worüber sie eigentlich meckern würden, schließlich werde ich wahrscheinlich erst mit 70 in Rente gehen, wo sie sich schon genüßlich fast 10 Jahre die Eier geschaukelt haben ...[/QUOTE]Das klingt aber auch nicht gerade respektvoll!
Und ich finde den Unterschied nicht so riesig, ob man von den Eltern "Fresspakete und Geldbriefe" bekommt oder "geldwerte Vorteile" in Form von Mittagessen und gewaschener Wäsche. Anders gesagt: Ich sehe (wie Ronin76 und Xenomorph) keinen Grund, sich über Leute aufzuregen, die die Zuwendungen der Eltern in anderer Form erhalten, als man selbst.

[QUOTE]Ich weiß natürlich nicht, unter welch gehässigen Eltern mancher leidet (so hört es sich zumindest an), aber ich denke schon, daß Eltern, die ihre Kinder wie Prinzen und Prinzessinnen behandeln (was meiner Meinung nach der Grund für das Verhalten dieser Kinder ist), selten diese verhöhnen....[/QUOTE]Ich sehe das etwas anders. Sie missachten ihre Kinder als [b]eigenständige Menschen, die selbst etwas bewirken wollen.[/b] Die Kinder bekommen etwas "Fertiges" vorgesetzt, an dem sie nichts ändern können/dürfen, und sollen dann auch noch dankbar dafür sein. Sie werden von den Reproduktionsprozessen ausgeschlossen. Dazu kommt noch, dass sie oft von den Eltern [b]belogen[/b] werden, was den Aufwand für das vorgesetzte "Fertige" und die wirkliche ökonomische Situation betrifft. Oft haben die Eltern die großzügigen Geschenke an die Kinder nur auf Pump (Kredite usw.) erworben.

[QUOTE]Die These, die unter anderem ich aufstellte lautete, daß die Kinder teilweise wie Prinzen und Prinzessinen aufgezogen werden, die alles dürfen, alles bekommen und grundsätzlich über alles gestellt werden, was meiner Meinung nach eben zu diesem respektlosen Verhalten führt.[/QUOTE]Dass sie "alles dürfen", ist eben der Trugschluss. Sie dürfen im Gegenteil [b]nichts[/b] selbst tun, was nicht zur ihnen zugedachten Rolle passt. Also bleibt ihnen kaum etwas anderes übrig, als sich in ihre Rolle als Prinzen zu fügen und die Eltern mit Verachtung als Untertanen zu behandeln.

[QUOTE]Ich gehe ganz stark davon aus, daß Du die Reportage nicht gesehen hast und darum Deiner Natur folgend wie immer konstatierst, daß sie einseitig war - gewesen sein MUSS! In der Reportage jedoch ist sehr wohl zur Sprache gekommen, daß diese Kinder (und das haben Eltern wie Kinder uno sono bestätigt) nach Strich und Faden in der Vergangenheit verwöhnt wurden.[/QUOTE]Ich habe die Reportage auch nicht gesehen. Aber aus deiner Reaktion darauf schließe ich, dass sie manipulierend und verzerrend gewesen sein muss. Warum sonst gibst du den "Nesthockern" die Schuld, statt den Eltern, die es offenbar versäumt haben, ihren Kindern Liebe und Zeit zu geben, und sie stattdessen mit Geld und anderen "Geschenken" abgespeist haben?

Welches Interesse "Stern" & Co. am Kultivieren von Feindseligkeit haben, wurde hier im Thread schon ausgiebig beschrieben. Ich habe schon vor einigen Jahren entschieden, mir solches Zeug nicht mehr anzutun.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Zumindest waren sie noch nicht so von den allgegenwärtigen Medien verblödet, wie es viele der heutigen Eltern sind. Sie hatten noch mehr Gespür, was zum Leben wichtig ist.[/quote][/b]

Wie ich schon schrieb: Wenn ich mir die heutigen Damen mit Minirente anschaue, da die Damen nicht arbeiten durften, klingt das für mich auch nicht wirklich "weitsichtig" durch die Eltern (keine Ausbildung der Frau). Und wenn ich mir die Frauen der Generation meiner Mutter anschaue, die häufig nicht studieren durften oder meinen Vater, der kein Abitur machen durfte, obwohl sie es so gerne gemacht hätten, nennst Du das "Gespür haben"?

[quote][b]Das klingt aber auch nicht gerade respektvoll![/quote][/b]

Natürlich habe ich das in nettere Worte und einen netteres Gespräch gepackt. Was glaubst Du von mir? ;) Aber was an dem Umstand an sich, daß ich ihnen diese Fakten aufzählte soll denn bitte respektlos sein?

[quote][b]Und ich finde den Unterschied nicht so riesig, ob man von den Eltern "Fresspakete und Geldbriefe" bekommt oder "geldwerte Vorteile" in Form von Mittagessen und gewaschener Wäsche. Anders gesagt: Ich sehe (wie Ronin76 und Xenomorph) keinen Grund, sich über Leute aufzuregen, die die Zuwendungen der Eltern in anderer Form erhalten, als man selbst.[/quote][/b]

Ich finde den Unterschied deshalb riesig, da es eben Leute gibt wie Creo z.B., wo ich weiß, daß sie es eben nicht als selbstverständlich betrachten und daher dankbar sind für eine Unterstützung dieser Art und durchaus auch mal zu Hause helfen, wenn sie dort sind und es eben Leute gibt, die es Einfordern ohne Dankbarkeit und es als selbstverständlich betrachten und ihre Eltern behandeln, wie ihre persönlichen Dienstleister - ohne Bezahlung. Ich sehe da sehr wohl einen Unterschied.

[quote][b]Ich sehe das etwas anders. Sie missachten ihre Kinder als [b]eigenständige Menschen, die selbst etwas bewirken wollen.[/b] Die Kinder bekommen etwas "Fertiges" vorgesetzt, an dem sie nichts ändern können/dürfen, und sollen dann auch noch dankbar dafür sein. Sie werden von den Reproduktionsprozessen ausgeschlossen. Dazu kommt noch, dass sie oft von den Eltern [b]belogen[/b] werden, was den Aufwand für das vorgesetzte "Fertige" und die wirkliche ökonomische Situation betrifft. Oft haben die Eltern die großzügigen Geschenke an die Kinder nur auf Pump (Kredite usw.) erworben.[/quote][/b]

Ok, Deine Erfahrungen mögen andere sein, als meine. Dieses Modell, wie Du es beschreibst, ist weder mir, noch mir bekannten Lehrern untergekommen. Wir haben in unseren Gesprächen festgestellt, daß wir "nur" Modell Prinz und Prinzessin wie ich es beschrieb angetroffen haben.
Das Kinder etwas fertiges vorgesetzt bekommen und nicht an Reproduktionsprozessen teilnehmen dürfen - äh.... vielleicht könntest Du diesen Teil mal mit Beispielen untermauern? Es klingt etwas abstrakt für mich.

[b][quote]Dass sie "alles dürfen", ist eben der Trugschluss. Sie dürfen im Gegenteil [b]nichts[/b] selbst tun, was nicht zur ihnen zugedachten Rolle passt. Also bleibt ihnen kaum etwas anderes übrig, als sich in ihre Rolle als Prinzen zu fügen und die Eltern mit Verachtung als Untertanen zu behandeln.[/quote][/b]

Ah! Das bringt mir jetzt etwas Licht ins Dunkel Deines oben geschriebenen.
Ob diese Kinder/Teenager nicht anders dürfen..... ist glaube ich schwer zu beurteilen. Und Du hast natürlich recht, daß die Reaktion des Kindes durchaus auf die Aktion der Eltern zurückzuführen ist. Das habe ich ja auch schon mehrfach geschrieben ("die Geister, die ich rief"). Und mir ist auch klar, daß die Kinder kaum was dafür können, weil sie eben so erzogen wurden. Mir war ja nur die Frage gekommen, da dieses Phänomen häufig aufzutreten scheint, wie sich eine derart erzogene Kohorte auf unsere zukünftige Gesellschaft auswirkt? DAS war die ursprüngliche Frage meines Threads, verstehst Du?

[b][quote]Ich habe die Reportage auch nicht gesehen. Aber aus deiner Reaktion darauf schließe ich, dass sie manipulierend und verzerrend gewesen sein muss. Warum sonst gibst du den "Nesthockern" die Schuld, statt den Eltern, die es offenbar versäumt haben, ihren Kindern Liebe und Zeit zu geben, und sie stattdessen mit Geld und anderen "Geschenken" abgespeist haben?[/b][/quote]

Ja, ich gebe natürlich zu, daß ich dieses Verhalten dieser Heranwachsenden nicht gerade als "nett" empfinde, aber nochmal, ich habe nirgendwo geschrieben, daß sie alleine daran schuld sind. Ich habe IMMER WIEDER betont, daß es das Resultat dieser Erziehung ist! Wie oft muß ich das denn hier noch betonen?

[b][quote]Welches Interesse "Stern" & Co. am Kultivieren von Feindseligkeit haben, wurde hier im Thread schon ausgiebig beschrieben. Ich habe schon vor einigen Jahren entschieden, mir solches Zeug nicht mehr anzutun. [/B][/QUOTE]

Das bleibt ja ganz Dir überlassen, was Du schaust, oder nicht, liest, oder nicht, hörst oder nicht. ;)
M. Marinus[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Miete ist einer der teuersten Faktoren im Leben eines Lohnsklaven ohne Grundbesitz.[/QUOTE]

[QUOTE]Die Frage die sich die Deutschen mal stellen sollten ist, wieso es bei anderen Völkern klappt mehrere Familien und Generationen unter ein Dach zu bringen. Chinesen leben zum Teil mit mehr als 5 Personen auf 20 m² und ein Deutscher würde das in den meisten Fällen nur als Abstellkammer bezeichnen.[/QUOTE]

Der Chinese, als Paradebeispiel eines Nicht-Lohnsklaven, lebt natürlich so gerne mit seinen Mitmenschen zusammen, weil es so schön bequem und warm ist und er geradezu zwanghaft deren Nähe sucht, braucht und haben möchte. Er tut dies aus einem tiefen inneren Bedürfnis heraus, das ihn in jedem Fall davon abhalten würde, alleine zu leben, denn es entspricht nicht seinem Naturell. Natürlich könnte er es, denn wie jeder weiß ist China das Vorreiterland des freien Menschen, der sich nicht in Lohnsklaverei begibt, aber das will er ja gar nicht, denn dieses Arrangement befriedigt ihn und jeden seiner Mitbewohner zutiefst. Der deutsche Lohnsklave hingegen, ja, der ist wahrlich unfrei, da er sich als Nichtgrundbesitzer nur die dauerbeheizte 40qm-Wohnung leisten kann, oder sie ihm im Falle von Arbeitslosigkeit vom ausbeuterischen Staat finanziert wird. Wirklich, es ist beschämend, wir sollten anfangen über unseren Tellerrand hinauszuschauen und uns ein Beispiel an den wahrhaftig freien Menschen dieser Erde nehmen.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von M. Marinus [/i]
[B]... wir sollten anfangen über unseren Tellerrand hinauszuschauen und uns ein Beispiel an den wahrhaftig freien Menschen dieser Erde nehmen. [/B][/QUOTE]

Wann immer ich genau das tat, gabs früher oder später Ärger mit unteren Behörde für Jagd- und Fischereiwesen, Naturschutz.

[img]http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/be/Bathurst_Island_men.jpg[/img]
Ronin76[QUOTE]Original geschrieben von M. Marinus
Der Chinese, als Paradebeispiel eines Nicht-Lohnsklaven, lebt natürlich so gerne mit seinen Mitmenschen zusammen, weil es so schön bequem und warm ist und er geradezu zwanghaft deren Nähe sucht, braucht und haben möchte. Er tut dies aus einem tiefen inneren Bedürfnis heraus, das ihn in jedem Fall davon abhalten würde, alleine zu leben, denn es entspricht nicht seinem Naturell. Natürlich könnte er es, denn wie jeder weiß ist China das Vorreiterland des freien Menschen, der sich nicht in Lohnsklaverei begibt, aber das will er ja gar nicht, denn dieses Arrangement befriedigt ihn und jeden seiner Mitbewohner zutiefst. Der deutsche Lohnsklave hingegen, ja, der ist wahrlich unfrei, da er sich als Nichtgrundbesitzer nur die dauerbeheizte 40qm-Wohnung leisten kann, oder sie ihm im Falle von Arbeitslosigkeit vom ausbeuterischen Staat finanziert wird. Wirklich, es ist beschämend, wir sollten anfangen über unseren Tellerrand hinauszuschauen und uns ein Beispiel an den wahrhaftig freien Menschen dieser Erde nehmen.[/QUOTE]
So einen Stuß habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Es werden zwei völlig unterschiedliche Zitate von mir herangezogen um sie in Zusammenhang zu bringen. Ich hatte nie behauptet daß ich die Lebensweise von zusammengepferchten Chinesen als erstrebenswert erachte, oder daß sie dies unbedingt freiwillig tun. Mir sind zB auch die Gitterboxmenschen bekannt und der Umstand daß China zumindest aus westlicher Sichtweise eine Militärdiktatur ist. Allerdings ist es schon verwunderlich auf welch engem Raum sie ihre städtischen Unterkünfte bauen, wo hingegen das ländliche Umland nur sehr, sehr dünn besiedelt ist. So ganz unfreiwillig kann es wohl nicht sein, wenn fast eine ganze Kultur so lebt. Also mal bitte etwas weniger Sarkasmus und bei den Fakten bleiben. Wer sind denn deiner Ansicht nach die wahrhaftig freien Menschen dieser Erde ? Etwas Senecas Beispiel ?
CagliostroDer freie Mensch ist der, der sich frei fühlt, egal wo er sich befindet.
Die innere Freiheit entscheidet, nicht die Äussere.
Aber das ist stellenweise ein Charakterproblem.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von M. Marinus [/i]
Der Chinese, als Paradebeispiel eines Nicht-Lohnsklaven, lebt natürlich so gerne mit seinen Mitmenschen zusammen, weil es so schön bequem und warm ist und er geradezu zwanghaft deren Nähe sucht, braucht und haben möchte. Er tut dies aus einem tiefen inneren Bedürfnis heraus, das ihn in jedem Fall davon abhalten würde, alleine zu leben, denn es entspricht nicht seinem Naturell. Natürlich könnte er es, denn wie jeder weiß ist China das Vorreiterland des freien Menschen, der sich nicht in Lohnsklaverei begibt, aber das will er ja gar nicht, denn dieses Arrangement befriedigt ihn und jeden seiner Mitbewohner zutiefst. Der deutsche Lohnsklave hingegen, ja, der ist wahrlich unfrei, da er sich als Nichtgrundbesitzer nur die dauerbeheizte 40qm-Wohnung leisten kann, oder sie ihm im Falle von Arbeitslosigkeit vom ausbeuterischen Staat finanziert wird. Wirklich, es ist beschämend, wir sollten anfangen über unseren Tellerrand hinauszuschauen und uns ein Beispiel an den wahrhaftig freien Menschen dieser Erde nehmen. [/QUOTE]

...der Lohnsklave ist in Doitschland zumeist auch Mietsklave - und der Vermieter, der als Grundbesitzer zur gleichen, nämlich der besitzenden - Klasse wie der Arbeitgeber gehört, beutet den Lohnsklaven ein zweites Mal aus, indem er einen Teil von dessen Arbeitslohn einstreicht, frei nach dem im Kapitalismus allzeit sehr beliebten Motto: "zweimal abkassieren ist besser als einmal" - was sich ja auch sehr schön anschaulich beim imperialistischen Krieg zeigt, wo die Imperialisten sowohl an der Zerstörung von Ressourcen und Lebensgrundlagen von Menschen profitieren wie auch an der folgenden "Wiederaufbauphase" mit ihren nunmehr wieder massenhaft vorhandenen Märkten, Arbeitsplätzen, und den damit einhergenden Möglichkeiten, die Klasse der Lohnabhängigen abermals auszubeuten...

...warum also nicht zuhause wohnen, auf vielleicht nicht eigenem, aber doch familieneigenen "Grund und Boden"...? das vorhandene auf dem Wege so gut es geht gemeinsam nutzen... das erscheint mir allemal besser, selbst dann, wenn man als Lohnsklave nebenbei "eigenes" Einkommen hat...auch - und dann erst recht ist nämlich nicht einsehbar, warum ich einen nicht unerheblichen Anteil dieses "eigenenen" Geldes einem fremden Ausbeuter in den Arsch schieben, neben dem Privateigentum an Produktionsmitteln auch noch fremdes Eigentum an Grund und Boden unterstützen soll...wo einer bereits an meiner Arbeitskraft verdient...? das wäre doch höchst unlogisch, oder...?
OdessaSo einen Stuß habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
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Ronin, was Marinus schrieb war doch ganz offensichtlich nur dahingehend sarkastisch gemeint, daß man sich Deiner - missverstandenen, wie sich jetzt zeigte - Meinung nach an den unzumutbaren Wohn-Verhältnissen in Teilen Chinas ein Beispiel nehmen sollte.

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Ich hatte nie behauptet daß ich die Lebensweise von zusammengepferchten Chinesen als erstrebenswert erachte, oder daß sie dies unbedingt freiwillig tun.
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Danke für die Klarstellung - das klang nämlich auch für mich anders, als ich eben Deinen dahingehend relevanten Vorbeitrag las; vor allem weil Du es im Zusammenhang gebracht hast mit: "für Deutsche wären 20 qm eine Abstellkammer". Sicher ist Dir bekannt, daß in München die Menschen schon für 9 bis 12 qm "Appartment" 350 Euro und mehr abdrücken und dies oft genug in WGs, wo man sich dann die Küche und das Bad auch mit bis zu 8 Leuten teilt. Im Umkreis bis zu 60 km around München bekommst Du, von Lockangeboten unseriöser Makler abgesehen ("Die inserierte Wohnung ist leider schon weg, aber ich hätte noch was für nur 700 Euro Kaltmiete und 300 Euro Nebenkosten"), keine 3-Zimmer-Wohnung für warm unter 1.000 Euro und das bei jährlich steigender Staffelmiete; es ist leider seit 20 Jahren normal, daß man als Münchner 2 Einkommen haben muß, da ein Nettogehalt (so es überhaupt in der Höhe ausreicht) allein nur für die Miete draufgeht. Dann zu lesen - wie gesagt, es kam auch für mich so rüber bevor Du es jetzt näher erläutert hast - daß Chinesen ohne Probleme auf 20 qm leben und dies gerne tun, kommt für jemand aus Oberbayern (der ebenfalls um bezahlbare 20 qm dankbar wäre) etwas unglücklich rüber. War aber ja nur, wie sich dank Deiner Erläuterung rausstellte, ein verbales Mißverständnis ;).

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Wer sind denn deiner Ansicht nach die wahrhaftig freien Menschen dieser Erde ? Etwas Senecas Beispiel ?
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Der letzte Satz in Marinus Beitrag, so wie ich ihn zumindest verstanden habe, bezog sich auch nur wieder auf das von Dir angeführte "chinesische Modell", an dem wir uns als Musterexemplar für wahrhaft freie Menschen "ein Beispiel nehmen sollten" ;-).
CagliostroWie gut dass wir in Kina ein neues Feindbild haben,

die Steinzeitkapi....äh Kommunisten sind an allem schuld.

Mit ihren subversiven Waren überschwemmen sie unsere Ausbeutermärkte und befreien unsere Werktätigen von sinnloser Arbeit, naja überhaupt von Arbeit.

Genossen, es wird ein langer Marsch werden, aber wir sind zuversichtlich, dass wir die Kapitalisten eines Tages überholen werden.
Wenn sie zwei Eier auf den Frühstückstich stellen, dann stellen wir vier Eier dorthin.
Wenn sie einen (für die Stadt völlig sinnlosen) Geländewagen produzieren, dann produzieren wir zwei.
Wir von der KpdSUahoiyadayada versauen zwar die Umwelt und in zehn Jahren laufen alle Volksgenossen mit Krücken rum, aber egal, für den Aufbau des Sozialismus' ist uns alles recht, sogar der Umstand, dass wir vergessen haben, was wir einstmals wollten....
äh...oder es war nicht so wichtig....äh
Egal.
Wir werden siegen!
Ronin76@Odessa

Tja, warum wohl sind die Mieten in München so hoch ? Zwingt diese Menschen jemand dort zu leben und teure Mieten zahlen zu müssen ? Für Alteingesessene sicherlich ein Problem, das primär durch Studenten entsteht die nichts besseres zu tun haben als sich aus ganz Deutschland in München zusammenrotten zu müssen, weil München ja so hip und toll ist. Eine hohe Nachfrage bei gleichbleibendem Angebot hat nun mal zur Folge daß die Mieten steigen. Die Münchener leben doch gerne in ihren kleinen Wohnungen und zahlen auch gerne die teuren Mieten, ansonsten würden sie nicht in München wohnen. Es ist ja nicht so daß die Mieten von gestern auf heute so teuer geworden sind, sondern das war auch schon vor 20 Jahren so. Andererseits ist es ja schon ein Witz daß eine angeblich so reiche Stadt wie München nicht über genügend Wohnfläche und auch über keine Bürgerlobby verfügt die so etwas vorantreiben würde. Das Prinzip der künstlichen Verknappung hat sich wohl auch dort für ein paar Leute bestens bewährt.



@Cagliostro

Kina kenne ich nicht, aber Skina und Schienah !
OdessaTja, warum wohl sind die Mieten in München so hoch ? Zwingt diese Menschen jemand dort zu leben und teure Mieten zahlen zu müssen
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Samuraiman *g*, ich weiß nicht ob Du diese Frage ernst meinst oder mich nur neckisch provozieren willst: ja sie werden gezwungen, denn es gibt Menschen die müssen/wollen das tun was sich Arbeiten nennt allein deshalb weil sie eben nicht auf Kosten ihrer Eltern oder anderer "Lohnsklaven" leben wollen/können, und es nun mal in München immer noch am meisten bzw. sogar die einzigen Arbeitsplätze gibt (viele Unternehmen, große Firmen, kleinere Betriebe etc.). Im Umfeld ist da nichts bzw. nur sehr sehr wenig, bis rüber nach Augsburg oder Ingolstadt. Es fahren Leute sogar schon bis aus Tirol nach München rein, nur weil sie dort Arbeit gefunden haben und in ihrer Heimat nicht, und die haben dann zwar nicht die Münchner Mieten zu zahlen, dafür aber dann, wie mein Mann der aus Hausham anfährt, an die 300 bis 500 Euro Fahrtkosten und das bei im Umfeld von München immer noch exorbitant hohen Mieten. Von so Sachen wie "mein Kind geht dort zur Schule", "meine Eltern/pflegebedürftigen Großeltern" ect. leben dort und ich kann nicht weiter wegziehen von ihnen, was viele Menschen im privaten als "Bindungsgrund" haben an die Stadt, mal ganz abgesehen.

Was die Mieten mit in den Wahnsinn trieb war, daß z. B. Firmen, Zeitungsverlage, Pharma-Unternehmen und Co. auf DIN A 4 Seiten damit warben, daß sie JEDE Miete bezahlen würden für ihre Angestellten (denen sie mit dieser Anzeige bei der Wohnungssuche geholfen haben). Das war natürlich gut gemeint für die eigenen Arbeiter, nach dem Motto "wenn wir Euch schon nach München versetzen/holen, helfen wir Euch wenigstens bei der Wohnungssuche und bürgen für die Mieten" - aber es war auch klar, daß jeder Vermieter der das las, sich natürlich nur erfreut sagte: "Hey, die zahlen jede Miete - na dann verlang ich doch auch statt nur 700 Euro 1.700 Euro". Ist menschlich, würdest Du sicher nicht anders machen wenn DU eine Wohnung zu vermieten hättest, aber ist halt Scheisse für die Leute, die NICHT Privatwirtschaftsgehälter von 3.500 Euro Brutto und mehr kassier(t)en und die halt dann nicht die 1.700 Euro Miete zahlen können. Aber in München bleiben müssen oder im Umfeld weil sie nur dort ihren - noch sicheren - Job haben.


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das primär durch Studenten entsteht die nichts besseres zu tun haben als sich aus ganz Deutschland in München zusammenrotten zu müssen, weil München ja so hip und toll ist
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Also die Studenten sind unser kleinstes Problem - die Mieten wurden dann so teuer, als stinkreiche Nichtbayern sich hier ihre "Zweitwohnungen" und "Altersruhesitze" kauften. Diese Leute hatten ihr Leben lang in ihren Bundesländern lachhafte Mieten von nicht mal 500 Euro warm bezahlt, hatten in ihren Jobs zudem auch gut verdient und waren dadurch mit 50, 60 logischerweise ohne Probleme in der Lage, mal eben 500.000 Mark, jetzt 500.000 Euro, für eine 4-Zimmer-Eigentumswohnung in München hinzulegen, wo man dann 2-3 mal im Jahr zum Ski-Urlaub oder über die Wintertage residierte. Was ja auch nicht verboten oder den Leuten vorzuwerfen ist, wir haben ja dankenswerterweise "Freizügigkeit" in Deutschland und jeder darf sich dort niederlassen, wo es ihm gefällt. Und daß München durch seinen hohen Freizeitwert (das hat nix mit "hip" zu tun sondern damit, daß Du hier alle Theater, Ausstellungen, Kulturevents PLUS die Alpen in 20 Min. Fahrtzeit und Italien/Meer in 3 Stunden Fahrtzeit vor der Tür hast) nun mal sehr viele gutsituierte nichtbayerische Rentner, die im Alter lieber in den Bergen leben statt in ihrer angestammten Heimat wo auch immer die war, anzieht, ist etwas was für die "Einheimischen", die sich als noch nicht berentete Verkäufer, Friseur oder ÖD-Tippse mit besagten 1000 Euro Gehalt rumschlagen müssen, definitiv die Mietpreise in ihrer eigenen Heimat versaute.
Ronin76@Ukrainische Hafenstadtmaid ;)

Ich bin ein durchaus ernsthafter Mensch, und darum war das auch so gemeint. Wenn ich nur Späße machen wollte, würde ich das nicht hier im Forum tun, denn da kommt das einfach nicht so gut rüber oder wird wie so oft falsch gedeutet.

[QUOTE] ja sie werden gezwungen, denn es gibt Menschen die müssen/wollen das tun was sich Arbeiten nennt allein deshalb weil sie eben nicht auf Kosten ihrer Eltern oder anderer "Lohnsklaven" leben wollen/können, und es nun mal in München immer noch am meisten bzw. sogar die einzigen Arbeitsplätze gibt (viele Unternehmen, große Firmen, kleinere Betriebe etc.). Im Umfeld ist da nichts bzw. nur sehr sehr wenig, bis rüber nach Augsburg oder Ingolstadt.[/QUOTE]
Wie kann etwas ein Zwang sein wenn es Alternativen gibt ? Wenn sie etwas "wollen" ist das kein Zwang sondern Wille. Selbst ein Lohnsklave lebt auf Kosten anderer Menschen und Tiere auch wenn er es eigentlich gar nicht will. Das ist nun mal unumgänglich in einer Welt wo alles miteinander verflochten ist. Abhängigkeiten existieren also auf jeder Ebene nach allen Seiten hin. Es ist dabei völlig unerheblich ob gearbeitet wird oder nicht, denn ab dem Zeitpunkt der Geburt besteht schon Abhängigkeit. Durch Arbeit kann nun etwas produziert werden, dies ist jedoch rein additiv zu betrachten und stellt eine Wertumwandlung dar welche auch als Wertschöpfung gedeutet werden kann. Daß mit Schöpfung jedoch auch immer Zerstörung verbunden ist, wird meistens nicht beachtet oder verstanden. Die entscheidende Frage ist nun ob dieser Wert sozial mit dem Umfeld geteilt wird, oder dem reinen Selbstnutzen dient. Laut Darwin hat der Bestangepassteste die besten Überlebenschancen. In einer kapitalistischen Welt wäre das theoretisch Derjenige mit dem meisten Kapital.

Mich beschäftigt auch die Ursache wieso Menschen lieber umziehen und lange Fahrtwege auf sich nehmen anstatt sich vor Ort eine solide Existenz aufzubauen. Wollen sie das nicht, oder können sie es nicht ? Was treibt die Menschen in völlig überfüllte und teure Städte wo sie in maximaler Abhängigkeit ihr Dasein fristen. Und dann kommen noch nachweisliche Umwelt- und Gesundheitsschäden durch Schadstoffe und Streß hinzu.


[QUOTE]
aber es war auch klar, daß jeder Vermieter der das las, sich natürlich nur erfreut sagte: "Hey, die zahlen jede Miete - na dann verlang ich doch auch statt nur 700 Euro 1.700 Euro". Ist menschlich, würdest Du sicher nicht anders machen wenn DU eine Wohnung zu vermieten hättest
[/QUOTE]
Spekulativ. Erst gestern wollte mir ein Schadenssachbearbeiter von einer Versicherung der auch ein Bekannter von mir ist, mir etwas Ähnliches in Bezug zu Versicherungsrenditen unterstellen. Die Grundlage für solche eine Denkweise ist der Kapitalismus. Wenn ich eine Immobilie hätte würde mir Kostendeckung mit einer kleinen Risikoabdeckung völlig ausreichen. Ein Überschuß könnte also zb investiert oder ausgeschüttet werden. Also ungefähr nach dem Prinzip einer gemeinnützigen Organisation. Daher wäre es eh sinnvoller wenn Immobilien Allgemeingut und nicht Privateigentum wären. Wie viele Wohnungen und Häuser stehen einfach nur leer oder werden minimal genutzt ? Mal wieder ein Problem der Umverteilung, denn genügend Wohnfläche wäre vermutlich auch in München vorhanden. Extremes Beispiel ist hier gerade die USA wo Hypothekenschuldner auf die Straße gesetzt wurden und nun in flüchtlingsartigen Zeltsiedlungen leben. Die Häuser stehen leer und verfallen so ganz langsam.
Odessa----
Mich beschäftigt auch die Ursache wieso Menschen lieber umziehen und lange Fahrtwege auf sich nehmen anstatt sich vor Ort eine solide Existenz aufzubauen. Wollen sie das nicht, oder können sie es nicht ?
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Hoi Gesetzloser;-), aber das ist ja genau das, was Du vorher moniert hattest von wegen "wird ja niemand gezwungen in München zu bleiben". Richtig, das wird man so gesehen dann nicht, aber man muß ja irgendwo wohnen wenn man dort und nur dort in München oder einer anderen Stadt seine Arbeitsstelle hat. Und wenn ich z. B.1200 Euro netto verdiene (wie es bei mir der Fall war) und die billigste Wohnung die ich kriegen kann eine für 700 Euro ist , diese dann aber - wie der marode Einödhof auf dem ich lebe - 55 km von meinem (ehem.) Arbeitsort München weg ist und gute 40 von dem meines Mannes (bei Ehepaaren mußt Du ja ZWEI Arbeitsorte wohntechnisch unter einem Hut bringen, und mit Kindern dann sogar noch Schulen, Kindergärten und evtl. Unis/Ausbildungsstellen), dann muß ich leider die Fahrerei in Kauf nehmen. Oder aber wie Du sagst "vor Ort" bleiben, in dem Fall in München, wo ich aber doch die Miete nicht bezahlen kann weil sie höher oder gleich hoch ist als mein Einkommen. Es wäre völlig an der Realität vorbei zu erwarten, daß jeder Mensch auf dem Land oder auch nur in einer Kleinstadt dort auch s/eine Arbeit vorfindet. Wenn ich z. B. Krankenschwester bin, muß ich ein Krankenhaus oder ein Pflegeheim als Arbeitgeber finden, als Lehrer eine Schule, als Buchhalter eine Firma die einen Buchhalter braucht, als Maurer eine Baufirma, als Verkäuferin einen Laden oder Supermarkt etc. Und wenn ich dann, was sicher Jedem am liebsten wäre, auch "vor Ort" wohnen möchte wo ich arbeite, damit ich die langen Wege, die enormen Kosten und auch viel Zeit meiner Freizeit (die fürs Fahren draufgeht) mir erspare - dann habe ich ja genau wieder das Problem was ich vorhin schilderte: da wo die Arbeit ist und wo es noch Jobs gab/gibt, wohnen die Menschen die es sich leisten können dann auch, und entsprechend unbezahlbar bzw. knapp wird dort der Wohnraum (von den erwähnten anderen Problemen im Spezialfall München abgesehen).

Ich fürchte wir werden arg off topic, sorry Hag ;)
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Ich fürchte wir werden arg off topic, sorry Hag ;) [/B][/QUOTE]

Ich freu mich doch schon, über friedliches Miteinander. ;)
MondwölfinGrüße dunkle Wesen

[QUOTE]Ich sehe gerade die Stern-Reportage über Leute in meinem Alter, die nicht bereit sind, zu Hause auszuziehen, weil es zu Hause so bequem ist. Im Prinzip habe ich nichts dagegen, daß Menschen bei den Eltern wohnen, so lange sich alle damit wohl fühlen.[/QUOTE]

Dazu muss ich sagen. Ich würde gerne ausziehen.
Eine eigene Wohnung mit meinen Verlobten. Das wäre schön.
Doch bin ich noch in der Ausbildung und kann mir diesen Luxus leider nicht erlauben. Es ist viel zu teuer eine eigene Wohnung zu halten und mit 300 € kommt man nicht weit mit den Mietpreisen hier.

Und vom Amt Geld bekommen? Tjo.. das ganze sieht dan so aus:
Eltern haben genug Platz/Geld, ich habe nicht genug Geld, also muss ich noch zu Hause wohnen bleiben, bis ich es mir leisten kann/Ausbildung beendet habe. Ausser man kann beweisen, das man ständig Streit mit den Eltern hat und somit nicht mehr zu Hause wohnen möchte.

Das einzige was mir (uns) übrig bleibt ist, ausziehen trotz nur Ausbildungsgeld. Doch was ist nach der Ausbildung? Arbeitslos... weil die Firma einen nicht übernehmen möchte/kann.

So sieht das ganze leider dann aus. Was soll man denn da machen? Ausser weiter zu Hause wohnen und warten, das man genügend Geld hat für eine Wohnung. *seufzt*

Gruß
Mondwölfin
Ronin76Hallo Mondwölfin,

2004 gab es mal ein Rechtsurteil dazu, mehr habe ich jetzt auch nicht gefunden:

[url]http://www.rechtsambulanz-sozialhilfe.de/rechtspr/keinanspruch.html[/url]

Also ist es unter bestimmten Bedingungen, wie einer viel zu kleinen Mindestwohnfläche oder starken familiären Streitereien möglich, Anspruch auf eine eigene Wohnung zu bekommen. Das Problem ist die Nachweisbarkeit, da der Antragsteller die Beweise zu erbringen hat.

Ab vollendetem 25. Lebensjahr besteht meines Wissens nach ein genereller Anspruch auf Wohnraum, unabhängig von den oben genannten Punkten. Doch selbst eine volljährige Person unter 25 Jahren kann Anspruch auf eine eigene Wohnung haben, wenn sie darin schon ein paar Monate wohnt und der Verlust des Arbeitsplatzes nicht abzusehen war. Also zB keine Vertragsfrist bestand.
MondwölfinIch weiß es ja. *snuf*

1. bin ich leider keine 25
2. habe ich auch keine Probleme zu Hause

Dennoch wünscht man sich eine eigene Wohnung.

Aber bald, bald werde ich eine eigene Wohnung haben. *sich schon freut*

Viele dunkle Grüße
Mondwölfin
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]@Odessa

Tja, warum wohl sind die Mieten in München so hoch ? Zwingt diese Menschen jemand dort zu leben und teure Mieten zahlen zu müssen ? ...
@Cagliostro

Kina kenne ich nicht, aber Skina und Schienah ! [/B][/QUOTE]


Skina ist mir neu, aber seitdem der BR in den Überraum sendet, heisst es gerne mal Schina und Schiemsee(?),
nein letzteres nicht, aber in FJS's Haussender ist man ja soooo modern, hauptsache, die CSU-Wähler aus dem Überraum stellen einen Ausreise/Einreiseantrag.
Dass diese dann im Allgäu gerichtlich gegen Kuhglocken klagen ist für unsere geliebte (un)heimliche Staatspartei, jenseits von Nordchorea, nur ein Schönheitsfehler.


München ist überschwemmt von Dörflern, die immer schonins P1 wollten.
Nun, ich bin auch gebürtiger Kleinstädter, aber im P1 war ich noch nie und mit meiner Miete komme ich halbwegs zurecht.
Ronin76Da ist es gut wenn man nördlich des Weißwurstäquators lebt und auch da bleiben will. ;)
Krang2Wann es sich um beiderseitige Hilfe/Vorteile handelt und wann es "TATSÄCHLICHES Ausnutzen" ist, müssen die Familien beurteilen und nicht Außenstehende.
In einer gesunden Familie sollte das Wort Ausnutzen ohnehin nicht vorkommen, das ist krank und materialistisch, schließlich ist eine Familie keine Kosten-Nutzen-Rechnung.
Durch die HartzIV-Gesetze und fehlende Arbeitsplätze werden Jugendliche natürlich nicht gerade zur Selbständigkeit ermutigt, aber auch - wie z.B. bei uns - zu verstärkter (Familien-)Solidarität und Zusammenhalt führt. Die emotionale Ablösung von den Eltern hat übrigens nicht zwingend etwas mit der Entfernung in km zu tun.
Ansonsten empfehle ich die Bücher von Winterhoff ("Warum unsere Kinder Tyrannen werden" und "Tyrannen müssen nicht sein"), in denen ganz gut erläutert wird, weshalb Kindern oft die altersentsprechende emotionale Reife fehlt. Persönlich sehe ich auch die propagierte frühe Krippenbetreuung als Ursache für soziale und emotionale Störungen im Jugendalter, da diese Kinder keine stabile emotionale Bindung an ihre Eltern ausbilden können. Aber das wäre schon wieder ein eigenes Thema, was in so einem Forum wohl kaum sinnvolle, d.h. kompetente Antworten produzieren würde.
smart_hicksXeno spricht mir mit seinem ersten Beitrag aus der Seele: Wieso wird hier ein Feindbild nach dem anderen aus dem Sack gelassen? Du wirst daran nichts ändern können, wenn überhaupt, können nur die Eltern die Situation ändern, Gesetz des Falls, die großen Lümmel beuten tatsächlich ihre Sippe aus. Ich find es einfach überflüssig, sich in die (Familien)verhältnisse anderer Menschen einzumischen. Kümmer Dich um Dein eigenes Ding, roll meinetwegen mit den Augen, statt so eine Diskussion vom Stapel zu lassen.

Ich persönlich habe auch lange bei meinen Eltern gelebt, war aber nie wirklich zu Hause, weil ich von einer Klinik zur anderen kam und eine einjährige medizinische Rehabilitation in einer Art "Gemeinschaftshaus" gemacht habe. Ich lebe nun zwei Jahre in eigener Wochnung, beziehe nun aber Sozialhilfe, rutsche also sofort in die nächste "Problem"gruppe und muss mir dumme Sprüche anhören. Allmählich find ich das albern.

Selbstständig sein muss, ganz unabhängig von meiner Geschichte, auch erst mal gelernt werden und da sind die Eltern in der Pflicht den jungen Männern und Frauen etwas beizubringen, wenn sie es allein nicht gebacken bekommen. Man man, ich hab nix gegen Dich, aber dieser Thread ist so überflüssig wie ein Kropf, denn es gibt wichtigere Dinge, über die man sich Gedanken machen sollte.

Gruß
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[B] Ich find es einfach überflüssig, sich in die (Familien)verhältnisse anderer Menschen einzumischen. Man man, ich hab nix gegen Dich, aber dieser Thread ist so überflüssig wie ein Kropf, denn es gibt wichtigere Dinge, über die man sich Gedanken machen sollte. [/B][/QUOTE]

Ich mische mich nicht in die Angelegenheiten dieser Familien ein, sondern die Intension dieses Threads war/ist anders gelagert und genau [u]diesen Umstand habe ich hier immer und immer wieder betont[/u] und ich bin müde es immer und immer wieder zu tun, weil man nicht genau hinliest, was hier im Verlauf geschrieben wurde.
Und wenn Dich die Intension nicht interessiert, dann zwingt Dich doch auch niemand, Dich hier dazu zu äußern, oder? Der eine empfindet halt Thema "A" überflüssig, wie ein Kropf und der andere eben Thema "B". So sind Menschen nun mal - unterschiedlich eben. Darum verstehe ich nicht wirklich, warum Du Dich so aufregst?
smart_hicksIch hab mir den Thread nochmal durchgelesen, kann aber keine sinnvolle Intention erkennen.
Soll Dein Beitrag Gesellschaftskritik sein? Klär mich auf.
hagzissa13Ob sie sinnvoll ist, ist Geschmackssache, aber sie ist eben nicht die von Dir genannte. Und das habe ich auch überall betont und nein, ich werde es nicht noch einmal erläutern und darum auch nicht noch einmal was dazu schreiben. Danke und gute Nacht.
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]Ob sie sinnvoll ist, ist Geschmackssache, aber sie ist eben nicht die von Dir genannte. Und das habe ich auch überall betont und nein, ich werde es nicht noch einmal erläutern und darum auch nicht noch einmal was dazu schreiben. Danke und gute Nacht. [/B][/QUOTE]

Hmm schade, aber okay. Gute Nacht :)


Edit:

Hab mir noch ein Zitat rausgepickt, anhand dessen ich versuche, den Sinn hinter diesem Thread zu ergründen:
[QUOTE]und es eben Leute gibt, die es Einfordern ohne Dankbarkeit und es als selbstverständlich betrachten und ihre Eltern behandeln, wie ihre persönlichen Dienstleister - ohne Bezahlung.[/QUOTE]

[B]Ohne Bezahlung[/B]: Ein Skandal, dafür, dass es Dir nicht um das Finanzielle geht, finde ich es erstaunlich, wie Du gerade diese zwei Wörter hervorhebst. Wenn ich Dich nicht falsch verstehe, betrachtest eher Du die Eltern als Dienstleister, die bezahlt werden müssen bzw. die Nestbeschmutzer als Gegen[b]leistung[/b] mal ein bisschen Geschirr spülen sollen, so als sei die Familie wie ein gewerbliches Beschäftigungsverhältnis. Na gut, Du siehst es ja mehr als Dankbarkeit den Eltern gegenüber, verstehe, aber kann man Dankbarkeit nicht auch ohne Bezahlung ausdrücken?

Ach, ich will jetzt nicht Deine Worte verdrehen, den Sinn entstellen und Sachen hineininterpretieren, die Du gar nicht meinst (ist normalerweise nicht mein Stil). Hab nur versucht dahinter zu kommen, was dieser Thread bezwecken soll. Ich weiß nur, dass bezahlte Arbeit und Normalität für Dich eine seeeehr hohe Bedeutung haben und das stelle ich ganz wertneutral fest.



edit 2.
nochmal sorry, ich bin nicht ganz fair zu Dir und sollte mich besser aufs Ohr legen. Versuch morgen etwas objektiver an die Sache zu gehen

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