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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Schädliche Wirkung von (brutalen) Videospielen
smart_hicksIch spiele (gelegentlich) gerne viele Arten von Videospielen und darunter sind auch einige Spiele, die von der BPJM ([url]http://www.bundespruefstelle.de[/url]) gerne indiziert und nur von erwachsenen Menschen erworben werden dürfen. In den Massenmedien werden bevorzugt Bilder des Taktik-Shooters Counterstrike gezeigt und so werden viele Vernunftmenschen bestens über die angeblich schädigende Wirkung von solchen Computerspielen auf Jugendliche Bescheid wissen und als "Beweis" für die Verrohung bekannte Amokläufe junger, frustrierter Menschen heranziehen, die bevorzugt am PC hingen und dem Blutrausch fröhnten und - das ist jetzt wirklich hart - Musik von Slipknot hörten, die in ihren Texten zu Gewalttaten auffordern. Ob das stimmt, kann ich nicht sagen (ich höre Slipknot nicht), aber ich werde wohl auch in den Augen vieler "aufgeklärter" Menschen verdächtig erscheinen, da ich sowohl bösen Metal höre als auch indizierte Games zocke und zusätzlich noch seelisch lediert bin, woraus ich mittlerweile kein Geheimnis mehr mache. Auf dem Katalog können quasi alle Anforderungen zum potentiellen Amoklauf angekreuzt werden :). Bereits sehr früh begann ich zu spielen, bin quasi mit dem Computer groß geworden (damals war es noch ein C64, später der erste PC, ein 3'86er DX 33) und es löste sehr positive Gefühle in mir aus, als ich zum Ersten mal ein humorvolles Spiel wie Monkey Island gespielt habe oder bei Dune II gepanzerte Fahrzeuge über gegnerische Truppen rollen lassen habe :). Es hat mich geradezu überwältigt, leider empfinde ich solche Gefühle heute nicht mehr beim Zocken - bin etwas nüchterner geworden. Um aber wieder zum Thema zu kommen: Als ich zum ersten mal Doom gespielt habe, war ich tief beeindruckt von der damals einmaligen Grafik und das Spielprinzip war zu der Zeit etwas bahnbrechendes (wenn man Wolfenstein 3D mal nicht einbezieht). Ich war noch sehr jung, aber es machte mir Spaß Deckung zu suchen und dann im passenden Moment das Feuer auf die gegnerischen Monsterhorden zu eröffnen. In späteren Ego-Shootern wie Half Life wurde das Grundprinzip kopiert aber um das Zielen mit der Maus erweitert, so das die Spielweise etwas komplexer wurde, aber immer noch sehr leicht von der Hand ging. Der Gewaltgrad wurde erhöht und der Spieler kämpfte nicht nur gegen Geschöpfe aus dem Fantasiereich sondern auch gegen Menschen. Auch die Darstellung der Gewalt wurde durch die Möglichkeiten immer leistungsfähigerer Grafikengines realistischer, für mich aber eher überstilisiert (z.B. Gears of War), so das mich die Gewalt an irgendwelche kultigen Splatterfilme wie Braindead erinnert. Sie wird häufig so übertrieben dargestellt, dass sie fast schon lächerlich wirkt - wer Fallout III mit Uncut-Patch gespielt hat, wird mir beipflichten können. Manche Schüsse auf den Kopf führen dazu, dass dieser wie eine Melone zerplatzt und die Gliedmaßen können gezielt abgefetzt werden. Von Verrohung oder Abstumpfung ist bei mir aber nichts zu spüren, denn wenn ich mir Filme wie Schindlers Liste oder Apocalypse Now ansehe, bin ich immer noch tief betroffen und auch noch empfindsam für das Leid anderer Menschen, was mich in manchen Fällen sogar richtig verstört. Wenn ich Ego-Shooter spiele, dann sehe ich es als taktische und sportliche Geschicklichkeitsübung; trainiere meine Reflexe. Ob ich dabei auf Moorhühner oder realistisch dargestellte Menschen schieße, macht bei mir keinen Unterschied aus: die Darstellung der "Zielscheibe" als Mensch untermalt das Konzept und fördert die Atmosphäre des Spiels. Wenn ich auf einen Menschen im Computerspiel schieße, lösche ich keine Persönlichkeit aus, mir ist bewusst, dass dieser Mensch nicht mit Leben gefüllt ist, er hat keine Vergangenheit und keine Familie, er weint auch nicht, wenn ich ihn bedrohe - was ich damit sagen will: Ich betrachte ihn gar nicht als Mensch, auch wenn mir die Darstellung suggeriert, es handele sich um einen solchen. Ich sehe Computerspiele als interaktives Kulturgut, in manchen Fällen sogar mit einem künstlerischen Anspruch, was die Gestaltung der Spielwelt und die Kreativität der Spielmechanik betrifft. Wenn Ego-Shooter zur Verrohung beitragen sollen, dann wäre es nur zu konsequent, auch Spiele wie Need for Speed oder Test Drive zu verbieten. Schließlich liefert man sich Verfolgungsjagden mit der Polizei - für den Spieler erscheinen "die Bullen" eher "lästig" - und missachtet die Gesetze, kollidiert mit Fahrzeugen auf der anderen Fahrbahn - Menschen werden also schwer verletzt oder gar getötet, was allerdings nicht dargestellt wird und der Spieler heizt einfach weiter. Außerdem finden es coole Jugendliche sicherlich besonders cool den coolen Schlitten mit cooler Lachgaseinspritzung cool aufzupimpen. Ich brauch wohl nicht erwähnen, dass das Tunen des Fahrzeugs und überhöhte Geschwindigkeit im Straßenverkehr gegen das Gesetz verstößt. Vielleicht kommen irgendwelche Dreikäsehochs später wirklich auf die Idee mit ihrem ersten Auto so über die Piste zu heizen - sie haben es ja durch diese Spiele "gelernt" und es schadet ja niemandem, Gewalt wird in den Rennspielen schließlich gar nicht erst dargestellt und die Videos der späteren Need for Speed-Spiele sind voll auf die MTV/VIVA-Generation zugeschnitten, die gerne Vin Diesel verehren und es einfach nur cool finden, wie er in "The Fast and The Furious" den anstrebenswerten Macker raushängen lässt. Warum greift hier die BPJM nicht ein? Was ich damit sagen will: Die Experten in den Medien haben keine Ahnung von der Materie, dazu müssten sie erst mal selbst in die Welt der Videospiele einsteigen: Sie müssen sich einem Selbstversuch unterziehen, ehe sie überhaupt mitreden können, aber das wagen die ganzen Vernunftmenschen ja nicht. Über den Tellerrand schauen? Mitnichten. Früher war der Mut unserer Wissenschaft groß, aber heute bestehen Studien nur aus inhaltsloser Plapperei. Hauptsache die Experten können sich in der Öffentlichkeit positionieren und den Menschen das berichten, was sie gerne hören wollen - schließlich verdienen sie damit ihr Geld. Der Feldzug gegen den Genuss geht weiter... und zwar an allen Fronten.

Edit:
Die Ursachen für Amokläufe oder erhöhte Bereitschaft zur Gewalt sind für mich beim sozialen Umfeld des Täters zu suchen. Wer seelisch gequält wird, entwickelt nun mal häufiger Rachefantasien oder misanthropische Gedanken als Menschen die gesunde soziale Beziehungen und bereits einen gefestigten Charakter haben. Computerspiele können die Täter inspirieren, doch sollte ihnen die Nutzung eines solchen Computer verwehrt bleiben, suchen sie sich mit Sicherheit woanders Ideen für einen Rachefeldzug. Ich sehe Gewaltspiele nicht mal als Auslöser, sondern wie ich schrieb als reine Inspirationsquelle. Da brutale Computerspiele aber sowieso nicht in die Hände junger Menschen gelangen dürfen (spätestens als Erwachsener wird der Spieler differenzieren können), würde ich die Aufmerksamkeit eher auf die Eltern und Pädagogen lenken, die ihre Kinder nicht fördern, ihnen keine Methoden zur Konfliktlösung beibringen, keine tiefgreifenden Gespräche zwischen dem Gequälten und seinen Tätern vermitteln. Die Ursache ist also eine Melange aus Veranlagung, Labilität durch fehlende soziale Bindungen und der Verantwortungslosigkeit (im wahrstens Sinne des Wortes) einer Gesellschaft, die den Sozialdarwinismus als Leitlinie auserkoren hat - wer Schwäche zeigt, wird schikaniert... so wird es einem bereits in der Schule eingetrichtert und in der Wirtschaft kommt dies erst richtig zur Entfaltung. Wer an diesem System zu Grunde geht, seelisch verkümmert durch die gesellschaftliche Kälte, weiß sich nur noch mit Gewalt zu wehren
CabalIch habe Millionen von Menschen mit Stolz getötet.
Leider aber nur Virtuell.

Meiner Meinung nach lagern Spiele tatsächlich alle Tätigkeit von Menschen ins Digitale. Ohne wäre ich viellecht endlich mal wirklich Amokgelaufen.

[QUOTE]Sie wird häufig so übertrieben dargestellt, dass sie fast schon lächerlich wirkt - wer Fallout III mit Uncut-Patch gespielt hat, wird mir beipflichten können. Manche Schüsse auf den Kopf führen dazu, dass dieser wie eine Melone zerplatzt und die Gliedmaßen können gezielt abgefetzt werden.[/QUOTE]

Na und? War in Jagged Alliance 2 sogar in der deutschen Version möglich. Da konnte man sogar Kinder erschießen. Wurde zu seiner Zeit auch ab 16 freigegeben, aber pffft. Auf meine Entwicklung als Kind hatte das Spiel nur positive Auswirkungen. Übrigens, die beste Methode um einen Menschen zum Pazifisten zu machen, ist ihm die Auswirkung eines echten Headsplatters zu zeigen.

Übrigens finde ich es unangebracht dass du auf Vin Diesel herumhackst. Die Rollen für die Filme schreiben die Regisseure und ein PR-Stil wird gewöhnlih von den Managern aufgezwungen. Da muss unsere Jugend schon unter dem Gullydeckel nachschauen um heute wenigstens ein Vorbild zu finden und diesen willst du ihnen auch abstreitig machen. An wen wäre es dir denn lieber, würden sie sich wenden? An unsere Politiker?

[QUOTE]Ich spiele (gelegentlich) gerne viele Arten von Videospielen und darunter sind auch einige Spiele, die von der BPJM ([url]http://www.bundespruefstelle.de[/url]) gerne indiziert und nur von erwachsenen Menschen erworben werden dürfen.[/QUOTE]

Uhhhh, als ob das so etwas besonderes wäre. Autofahren dürfen in diesem Lande auch nur Volljährige, trotzdem sieht keiner Autos als monströse Killermaschinen. Wär hätte gedacht dass es da Spiele gibt, die sich in ihrem Inhalt ebenfalls nur an Erwachsene richten? Ist schon wirklich verdammt schwer heutzutage, erwachsen zu werden mit all den Ersatz-Nannys um einen herum.

[QUOTE]In den Massenmedien werden bevorzugt Bilder des Taktik-Shooters Counterstrike gezeigt und so werden viele Vernunftmenschen bestens über die angeblich schädigende Wirkung von solchen Computerspielen auf Jugendliche Bescheid wissen und als "Beweis" für die Verrohung bekannte Amokläufe junger, frustrierter Menschen heranziehen, die bevorzugt am PC hingen und dem Blutrausch fröhnten und - das ist jetzt wirklich hart - Musik von Slipknot hörten, die in ihren Texten zu Gewalttaten auffordern. Ob das stimmt, kann ich nicht sagen (ich höre Slipknot nicht), aber ich werde wohl auch in den Augen vieler "aufgeklärter" Menschen verdächtig erscheinen, da ich sowohl bösen Metal höre als auch indizierte Games zocke und zusätzlich noch seelisch lediert bin, woraus ich mittlerweile kein Geheimnis mehr mache.[/QUOTE]

Na und? Ich rufe auch regelmäßig zu Gewalttaten auf. Trotzdem hört keiner auf mich. Wenn unsere Politiker unserer Jugend gerademal soviel Intelligenz zumuten, blinder Fan einer Band oder einer Person zu sein liegt die Frage nahe warum unsere die (wiedereinmal) Apokalypse in unserer Jugend sehenden Greise keine Panik ob ihrer steigenden Mortalität schieben, müssten doch tatsächlich jene Jugendliche das machen, was deren Arbeit war. Wirklich schlimm. Wen die wohl als Minister einsetzen? Angeline Jolie?

MfG
Cabal
smart_hicksIch finde es geschmacklos (wirklich, ohne scheiss!) aber gerade deswegen witzig, irgendwelchen Leuten die Birne abzuballern. Genauso erheiternd finde ich es mir bekloppte Filme wie "Machine Girl" anzuschauen. Warum sollen Räume geschlossen werden, in denen ich unmoralische Handlungen vollziehen darf? Es verlagert Gewalt tatsächlich auf eine virtuelle Ebene, aber eine kathartische Wirkung wird bei mir allerdings nicht entfesselt (aus welchen Gründen, habe ich beschrieben: Für mich sind es nur Zielscheiben) und so lindert es Gewaltfantasien, die ich gewiss auch manchmal (aber seeehr selten) verspüre, in keinster Weise. Es entwickeln sich bei mir weder moralische Bedenken noch steigt mein Adrenalin, wenn ich gerade irgendwelche Pixel abknalle.

Und Vin Diesel? Abgesehen davon das er kein besonders guter Schauspieler ist, schau ich mir auch gerne Filme wie Riddick an - sehr schöner Streifen. Ich bewege mich sowieso in allen Bereichen meines Lebens immer zwischen Anspruch und Unterhaltung. Aber wenns mir dann zu blöd wird, wie z.B. bei Independence Day oder The Fast and The Furious, na ja, dann schalte ich doch ab - halt Geschmackssache. Wenn sich einige Jugendliche Vin Diesel's Rollen als Vorbilder nehmen, soll es mir egal sein. In meiner Jugend und selbst in meiner Kindheit habe ich mir niemals jemanden als Vorbild genommen - in meiner Vorstellung war ICH (konträr zur Wirklichkeit) immer der Held, haha :).

Gruß

Hicks
coma_blackTja. leider gibt es beim Thema Computerspiele auch diese Position, die in weiten Teilen der Gesellschaft breite Anerkennung genießt, handelt es sich doch um die Meinung von "Experten":

[url]http://www.nrhz.de/flyer/media/13254/Aufruf_gegen_Computergewalt.pdf[/url]

In meinen Augen sind Leute wie Spitzer und Pfeiffer ziemlich armselige Fundamentalisten, die sich als Spaßbremse betätigen. Übrigens fußen sämtliche Studien zu diesem Thema auf den Erkenntnissen eines Dave Großmann, der ins ultrarechte christfundamentalistische Lager amerikanischer Dumpfbacken gehört. Von ihm stammt auch die These, daß amerikanischen Soldaten mittels DOOM die Tötungshemmung abtrainiert wurde. Allerdings will ich nicht verschweigen, daß das US-Militär inzwischen tatsächlich mittels Ego-Shooter versucht, Rekruten anzuwerben - ähnliches geschieht auch im Iran ("Special Operation 85: Hostage Rescue").


---

Ich persönlich deute die meisten Games als stellvertretendes Initiationsritual, das eine Gesellschaft, in der es überflüssig und widersinnig wäre, Mannbarkeitsrituale wie "die erste Jagd" ö. ä. zu zelebrieren, sogar bitter nötig hat. Der Weg des Protagonisten im Ego-Shooter führt ähnlich wie im Mythos in ein Labyrinth, das die vielfältig verschlungenen Pfade des sich bildenden Ichs repräsentiert - die Reise führt also in erster Linie nach Innen. Hier setzt sich der Heros mit der eigenen verdrängten archaischen Gewalttätigkeit auseinander, die ihm in den meisten Werken als phallisch akzentuierte Bedrohung gegenübersteht; nur in sehr wenigen Spielen wie QUAKE I muß jedoch das Matriarchat als ultimatives Schrecknis herhalten. Durchreist wird die Hölle, sei es die chthonisch-mystische Lavalandschaft, sei es die zur Mythologie geronnene Aufklärung (in der Form zukünftiger menschenverachtender Systeme oder in Gestalt des Faschismus selbst). Mythos, Faschismus und dystopischen Entwurf eint in diesen Spielen, daß alle drei Systeme ein Umfeld schaffen, indem das Opfer des Selbst, die Passion des Spielers, der den Weg nur durch das Spiel hindurch gehen kann, nötig ist, um die Gesellschaft (und vor allem: sich selbst!) zu erlösen. Am Ende steht auch meist eine Form von "Wiedergeburt" sowie die Andeutung der unvermeidlichen Fortsetzung / des Add-Ons; denn der Zyklus von Selbstfindung, Selbstbehauptung und Selbstopfer setzt sich fort und fort, in immer neuer Variation...

Würde alleine dieses sich ständig wiederholende heidnische Neujahrsritual, das fatal an Drachenkämpfe in Rosengärten erinnert, schon ausreichen, um sich den Zorn des achso zivilisierten Christenmenschen zuzuziehen, tritt hinzu noch ein handfester Diskurs über die Zukunft des Körpers. Cronenberg und das neue Fleisch lassen grüßen bei all den kunstvollen Hybriden aus Chrom und Muskeln; die Ästhetik des Cyberpunk wird geplündert und wo Nazis im Spiel sind ist auch Nietzsches Übermensch nicht fern. Dem gegenüber steht die bloße kreatürliche Fleischlichkeit, ein mitunter nahezu formloses Gewimmel aus Tentakeln und Schleim. Und natürlich die für Moralapostel so verwerfliche Lust an der Penetration anderer Körper, die in geradezu orgiastischen Blutfontänen zersplattert werden. Dieses durchdringen des "anderen" (Kunst-)Körpers ist jedoch die folgerichtige Konsequenz aus der Penetration des Raumes durch den Blick; denn letztlich ist es ja der Blick des Spielers, der zentralperspektivisch immer weiter vor und durch das Spiel hindurch dringt, bis irgendwann die Endcredits auf dem Bildschirm erscheinen.
Dieser Blick, der so neugierig auf das Innere des Anderen ist (obwohl der Andere ja auch nur eine Konstruktion des paranoiden Selbst ist) - dieser vertrackte penetrierende Blick ist auch Schuld an der ganzen leidigen Debatte über Splatterfilme. Vor allem die christlich geprägte Welt geht nämlich dummerweise von folgendem Dreischritt aus: Gedanke - Wort - Tat; daraus folgt die irrige Annahme, wer etwas unmoralisches [I]sieht[/I], der wird es zwangsläufig auch [I]tun[/I], weil er ja darüber nachdenkt. Umso schlimmer im Computerspiel, denn hier [I]tut[/I] man es ja tatsächlich, wenn auch nur virtuell.
Wenn man sich dann noch die Testbedingungen vor Augen führt, unter denen etwa eine gesteigerte Agressivität von computerspielenden Kindern nicht nachgewiesen werden konnte (die Kinder hatten lediglich Streß, was bei einem Rudel Weißkittel, die einen verkabeln und filmen, während man zocken soll ja auch nicht verwundert), der wird wie ich zu dem Schluß kommen, daß mit diesen blödsinnigen Studien und Verbotsforderungen lediglich die erwachsene Bevölkerung diszipliniert werden soll, damit sie nicht vielleicht zuviel über den Faschismus und die Parallelen zum gegenwärtigen psychischen Befinden der westlichen Welt nachdenkt. Oder den Kapitalismus als sich überfressende kannibalische Biomaschine erkennt, wie sie in Quake 4 zu sehen war...
GezeichneterOhne die voranstehenden Ausführungen im Detail gelesen zu haben: Ich habe den Eindruck, dass die Wirkung solcher Spiele vor allem für diejenigen schädlich ist, die gar nicht spielen.
RyldHi, ich bin zwar noch ganz neu hier, doch muss ich mich zu diesem thema doch auch mal äußern:
ich spiele bereits seit vielen jahren begeistert pc spiele (die c64-erfahrungen mal ausenvor gelassen) aus unterschiedlichsten genres, darunter eben auch indizierte spiele quake 3 arena, welche man gemeinhin als killerspiele bezeichnen würde, und bin zusätzlich seit jahren großkaliberschütze. wenn es nun nach der meinung bestimmter politiker gehen würde müsste ich ja nahezu schon zwingend amok laufen, da ich sowohl das technische know-how (was man übrigends definitiv NICHT in spielen wie counter strike erwerben kann) und material besitze als auch über lange zeit der "schädlichen wirkung von killerspielen" ausgesetzt war. bisher habe ich das aber noch nicht getan und hab es auch nicht vor. wie schon smart_hicks sagte sind die ursachen ganz klar und ausschließlich in der psyche des täters und dessen sozialem umfeld zu suchen. computerspiele dienen nicht zur ausbildung von amokläufern oder straftätern (was in amerika über den neuesten gta-teil gesagt wurde) sondern einzig zur unterhaltung wie eben auch bücher und spielfilme, welche hingegen wesentlich lascher zensiert und bewertet werden. und ebenso wie es bei filmen und büchern ganz unterschiedliche genres und settings giebt verhält es sich bei computerspielen: quake oder cs hätten wohl kaum den selben beliebtheitsgard wenn man sich in einer quietschbunten plastikwelt mit bonbons und zuckerstangen duellieren würde. gewalt gehöhrt zu bestimmten spielen einfach dazu: resident evil wäre ohne gewalt ungefähr so spannend wie omas kaffeekränzchen. auch der gewaltgrad in fallout 3 (ich bin stolzer besitzer einer us-collectors-edition) ist genau so wie er sein sollte, denn wer fallout 1 und 2 gespielt hat weis, dass gewalt und drogen schon immer ein essentieller bestandteil der fallout-welt war, ebenso wie der comichafte stiel der warcraft reihe, der schließlich auch geschmackssache ist, deren grundelemet in sachen präsentation darstellt und auch nicht mehr wegzudenken ist. natürlich gehöhren solche spiele nicht in kinderhände, genausowenig wie man einen 14-jährigen filme wie alien oder blade ansehen lassen sollte, aber darum sind sie ja (falls nicht indiziert) erst ab 18 freigegeben...von mir aus kann man das auch auf 21 erhöhen, aber irgendwann sollte ein erwachsener mensch doch wohl fähig sein damit umzugehen. das das us-militär computerspiele inzwischen für werbezwecke einsetzt ist alles andere als verwunderlich, denn schließlich erreichen computerspiele ein immer größeres puplikum. auch obama hat in einem computerspiel werbung für sich gemacht und in zukunft wird das noch viel stärker der fall sein, insbesondere in onlinespielen.
mfg
Goat93um einmal die andere seite aufzuzeigen, es ist tatsache das
sich eine verrohung und eine steigende gewaltverharmlosung
breit macht. das ist auch zum teil auf spiele/filme zurückzu-
führen. ein kind, was vor der grundscule schon 300 morde
detailiert gesehen hat, ist abgestumpft. das ist ungefähr
der durschnittliche usa einwohner der 1. klasse.
bei vielen diskussionen geht es primär um die detailverliebt-
heit, das pixelmorden auf einem c64 ist noch mit viel viel vieeeel
fantasie einhergehend, heute mordet man quasi realitätsnah.
das dabei dennoch ein unterschied ist, bleibt logischerweise
auch vorhanden, das aber die hemmschwelle auch dabei
sinkt, ebenso.
CabalGenau, seit meiner Killerspielkarriere kann ich eine AK47 im Schlaf mit Links auseinandernehmen und wieder zusammensetzen. Wind spielen für meine Patronen keine Rolle und Ballistik erst recht nicht mehr. Wenn ich eine Straßenbahn quitschen höre springe ich instinktiv in Deckung, da ich eine fliegende Granate befüchte, oben links steht meine Lebensanzeige und unten rechts der Verbleib meiner Munition. Wenn ich gerade wegen meine alltäglichen Rampage-Touren durch die Innenstadt mal wieder erschossen wurde, lade ich einfach in meinem Zimmer neu. Da verdiene ich etwas Geld am ständig klingelndem Telefon und kaufe mir beim Waffenhändler, die hier ja wirklich an jeder Strassenecke stehen, die Militär-Version der M36, nur um ganz sicherzugehen bevor wieder ein Fleischsack das Grundstück betritt und alles von neuem beginnt.

Oh, Gott. :rolleyes:

MfG
Cabal
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
ein kind, was vor der grundscule schon 300 morde
detailiert gesehen hat, ist abgestumpft.[/QUOTE]

Stimmt. Hat nur leider nichts mit dem Thema "Videospiele" zu tun.
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von Kinch [/i]
[B]Stimmt. Hat nur leider nichts mit dem Thema "Videospiele" zu tun. [/B][/QUOTE]
doch, da die videospiele das gleiche erzeugen, nur interaktiv
sind, dementsprechend mehr einfluß einnehmen.

cabal:

nein, du lernst aber wie einfach es ist, ein gewehrabzug zu
betätigen ist und wie viele menschen völlig überflüssig sind,
du verlierst dabei einfach eine gewisse hemmschwelle.
gewalt wird dadurch normal oder auch "cool" und tritt immer
mehr vom fantasie gewurstel mehr in die reale umwelt
(unterschied zwischen ultima 4 zu call of duty sozusagend ^^")
es geht auch gar nicht um das erwerben von fähigkeiten sondern
rein um die psychologische seite der gewaltbetrachtung.
ich für meinen teil halte es für bedenklich das jugendliche
obdachlose oder jüngere mädchen totprügeln oder anzünden
und das mit handys filmen, aber eventuell bin ich einfach
altmodisch, wer weiß?

*might and magic 4 rauskram und spielen geht
Cabal[QUOTE][b]Zitat: Goat93[/b]

nein, du lernst aber wie einfach es ist, ein gewehrabzug zu betätigen ist und wie viele menschen völlig überflüssig sind, du verlierst dabei einfach eine gewisse hemmschwelle.[/QUOTE]

Ich würde mir grundsätzlich mehr Sorgen machen wenn ich diese Hemmschwelle noch hätte. Zu wissen wie man sich verteidigt ist nichts schlechtes.
Mit "Lernen" nimmst du dir ausserdem den vollkommen falschen Begriff heraus. Lernen bezeichnet gewöhnlicherweise das Aneignen von Informationen, die den unumstößlichen, realen Tatsachen entsprechen. So eine unterschwellige Botschaft in einem Videospiel ist aber gar nicht vorhanden dass alle Menschen anhand einer schlüssigen Beweisführung überflüssig sind und darum ausgerottet werden müssen. Ganz im Gegenteil ist der Spieler durch eine als Mensch im Spiel vorkommende Rolle praktisch vom Gegenteil überzeugt: Es geht darum Teamkameraden zu decken, Geißeln zu befreien, Kontakte zu pflegen und natürlich am Leben zu bleiben, denn das Leben macht Spaß und ist es wert.
Jeder Mensch sollte wissen, dass andere Menschen nicht im geringstem überflüssig sind. (Das entscheidet letztendlich die subjekive Einstellung gegenüber jedem Einzelnem.)

[QUOTE]gewalt wird dadurch normal oder auch "cool" und tritt immer mehr vom fantasie gewurstel mehr in die reale umwelt[/QUOTE]
Ich glaube nicht, dass du qualifiziert bist eine pauschale Aussage über die Auswirkung der Reputation von Gewalt auf Menschen anhand Videospielen zu machen.
Das einzigst normale, was Teenager durch Videospielgewalt empfinden, ist, sich auch Morgen wieder an den Monitor zu setzen und ein wenig Videospielgewalt zu üben.

[QUOTE]es geht auch gar nicht um das erwerben von fähigkeiten sondern rein um die psychologische seite der gewaltbetrachtung.
ich für meinen teil halte es für bedenklich das jugendliche obdachlose oder jüngere mädchen totprügeln oder anzünden und das mit handys filmen, aber eventuell bin ich einfach altmodisch, wer weiß?[/QUOTE]
Also, wenn ich Gewalt anwende spüre ich meistens noch ein mittelstarkes Ziehen am Knöchel, und keine Befriedigung (m)einen Auftrag erfüllt zu haben.
Was meinst du ausserdem, erfüllen gefilmte Gewaltanwendungen wohl noch für einen Zweck als nur als Produkt einer verkorksten Psyche. Na?
Mit soetwas kann und konnte man sich schon immer prima vor seinen Freunden als harten Hund profilieren.

MfG
Cabal
Goat93[QUOTE]Lernen bezeichnet gewöhnlicherweise das Aneignen von Informationen, die den unumstößlichen, realen Tatsachen entsprechen[/QUOTE]
überlege dir den satz doch nochmal ^^"
er geht tatsächlich total an der realität vorbei ;)

[QUOTE]So eine unterschwellige Botschaft in einem Videospiel ist aber gar nicht vorhanden dass alle Menschen anhand einer schlüssigen Beweisführung überflüssig sind und darum ausgerottet werden müssen[/QUOTE]
ich sagte auch nicht, das sie ausgerottet werden müßen,
sondern das sie lediglich überflüssig sind. also npc's,
nebenfiguren...unwichtig im gesamtverlauf des lebens...

wenn man mal wieder 200 leute erschossen hat, jo was
macht dann der 201?

[QUOTE]Es geht darum Teamkameraden zu decken, Geißeln zu befreien, Kontakte zu pflegen und natürlich am Leben zu bleiben, denn das Leben macht Spaß und ist es wert.[/QUOTE]
kommt aufm spiel an denk ich mal...

[QUOTE]Ich glaube nicht, dass du qualifiziert bist eine pauschale Aussage über die Auswirkung der Reputation von Gewalt auf Menschen anhand Videospielen zu machen.[/QUOTE]
Ich glaube das ich qualifiziert genug bin, aber das ist
unwichtig, denn einerseits wird gesagt die wissenschaftler
und befürworter haben keinen bezug, jetzt wird gesagt
ich habe keinen, das ist lediglich eine ausweichtaktik weils
unangenehm wird...

[QUOTE]Das einzigst normale, was Teenager durch Videospielgewalt empfinden, ist, sich auch Morgen wieder an den Monitor zu setzen und ein wenig Videospielgewalt zu üben.[/QUOTE]
kommt auch drauf an, generell wird eine steigende gewaltschwelle festgestellt.

[QUOTE]Also, wenn ich Gewalt anwende spüre ich meistens noch ein mittelstarkes Ziehen am Knöchel, und keine Befriedigung (m)einen Auftrag erfüllt zu haben.[/QUOTE]
von einen auftrag erfüllen redet auch keiner. du beziehst das,
so scheint mir, immer nur auf ein spiel und versuchst es so
darzustellen das man nach dem inhalt dieses einem spieles
nun handeln würde, was aber plödsinn ist und auch völlig an
der argumentation vorbeigeht. diese hab ich weiter oben
aber schon ausgeführt.

[QUOTE]
Was meinst du ausserdem, erfüllen gefilmte Gewaltanwendungen wohl noch für einen Zweck als nur als Produkt einer verkorksten Psyche. Na?
Mit soetwas kann und konnte man sich schon immer prima vor seinen Freunden als harten Hund profilieren.
[/QUOTE]
supie...jetzt bin ich wirklich erleichtert muß ich sagen.
was macht man sonst noch um als harter hund zu gelten?

die problematik liegt in der abstumpfung gegenüber der
gewaltdarstellung und der anwendung. der sog. erzieherische
effekt (schockeffekt auch oftmals genannt in diesem zusammen-
hang) verschwindet, ebenso steigt die daraus resultierende
offensive gewaltdarstellung. als beispiel auch mal wieder zum
film gezogen, die filme in aktueller zeit sind auch wieder mal
brutaler wie vor einigen jahren und sie werden in kürzerer
zukunft dieses auch noch weiterführen (bis es wieder mal
total überzogen langweilig wird und kein geld einfährt).
im endeffekt wiederholt sich das alles mal wieder, ich sehe
nur die gefahr für jene, die dabei unter die räder kommen...
Ryld[QUOTE]ein kind, was vor der grundscule schon 300 morde detailiert gesehen hat, ist abgestumpft. [/QUOTE]
daran sind dann aber nicht die medien, die die morde zeigen schuld, sondern die eltern, die dem kind gestatten diese dinge zu sehen/spielen. meiner meinung nach sind an der verrohung der jugend nicht die medien - insbesondere nicht die computerspiele - schuld, sondern das versagen der eltern in bezug auf die erziehung, FALLS sie denn überhaupt noch etwas wie erziehung praktizieren. natürlich tut es einem grundschulkind nicht gut wenn es einen kopfschuss in zeitlupe sieht, aber es tut ihm genausowenig gut wenn man es hardcorepornos anschauen lässt. und um eben das zu verhindern sind die eltern da, die im normalfall die großen bunten rauten auf den spieleverpackungen lesen können sollten, die sogar noch mit entsprechend markanten farben hinterlegt sind. falls ein kind in seiner hugend wie gesagt aber keine erziehung und somit auch keine liebe und zuneigung der eltern erfährt und keine grenzen gesetzt bekommt lent es auch keine dinge wie moral und (nächsten-?)liebe. das ist es was zur verrohung führt. wenn das ganze gangster-gesocks in der kindheit mal ihre grenzen gezeigt bekommen hätte und sowas wie liebe von ihren eltern erfahren hätte müsste es jetzt nicht seine komplexe durch das anpöbeln oder angreifen von mitmenschen kompensieren und wenn der amokläufer nicht immer nur von seinen mitmenschen - sprich der gesellschaft - verspottet worden wäre sondern akzeptiert und evtl. sogar bestätigung und zuneigung erfahren hätte, hätte er nicht diese unbendige wut in sich, die ihn zur bluttat getrieben hat.

[QUOTE]nein, du lernst aber wie einfach es ist, ein gewehrabzug zu betätigen ist und wie viele menschen völlig überflüssig sind, du verlierst dabei einfach eine gewisse hemmschwelle.[/QUOTE]
wie gesagt, man lernt in computerspielen nicht mit waffen umzugehen und man lernt auch nicht "wie einfach es ist, ein gewehrabzug zu betätigen" (mal abgesehen davon dass es einem die schulter zertrümmern kann wenn man beispielsweise ein schrotgewehr falsch hält) denn man macht nur einen klick mit der maus und wenn was schiefgeht läd man halt den letzten spielstand wieder...in der realität aber muss man mit den folgen leben, die nicht gerade angenehm sind bei mord, und man blickt bevor man abdrückt in ECHTE augen, die echte gefühle ausdrücken und nicht nur einen seelenlosen pixelhaufen darstellen. ich glaube auch nicht dass man durch virtuelle gewalt eine hemmschwelle verliert, denn diese hat man oder hat man eben nicht, abhängig davon ob und wenn ja was für eine erziehung man erfahren hat (und natürlich noch dem grundnaturell eines jeden menschen).
coma_blackDie Abstumpfung findet schon statt, allerdings meistens nur dann, wenn es um mediale Gewalt (die i. d. R. ja nur inszeniert wurde) bzw. "Pixelhaufen" geht. Man entwickelt mit der Zeit eben Abwehrstrategien, die einem das Gesehene erträglich machen. Wäre der Mensch nicht zu solchem Verhalten fähig, würde es wohl nichteinmal Ärzte geben (die sich an die für ihren Beruf typischen "Nettigkeiten" ja auch ersteinmal gewöhnen müssen), insofern sollte man selbst Abstumpfung nicht mit Verrohung gleichsetzen, da sie durchaus Sinn macht.


Mir scheint es bei der Debatte um die sittliche Verrohung (die ja tatsächlich stattfindet), mehr darum zu gehen, einen Sündenbock für selbstverschuldete gesellschaftliche Probleme zu finden, die sich nicht einfach so im Hauruckverfahren lösen lassen (verfehlte Bildungs- und Integrationspolitik, soziale Verwahrlosung / Prekariatsbildung, etc. pp.). Pädagogen und Eltern gleichermaßen verstehen die Jugendlichen nicht mehr und sind der Meinung, wenn man die Zeit auf "Wandervogel" oder Hitlerjugend zurückstellt, wäre es das Beste...
Und wenn man nebenbei den Menschen ein Mittel nimmt, das ihnen Strategien zum Krisenmanagement vermitteln könnte, ist das umso besser für all jene, die ihre Macht durch gezielte Paranoia erhalten. Nichts anderes, als die Rezipienten zur Bewältigung von Krisen stark zu machen, versucht das Horror- und Splattergenre seit seinen Anfängen. Die Schwarze Romantik war eine folgerichtige Reaktion auf die Aufklärung, die den Menschen zwar Gott, aber nicht die Angst nehmen konnte. Hinzu kamen Themen wie Geschlechtskrankheiten (Vampirismus), Homosexualität, Körperlichkeit im Allgemeinen, später Ölkrise und Konsumgesellschaft ("Zombie 1"), etc. pp. Und im Ego-Shooter kann man zumindest kurzfristig der Angst vor dem Terrorismus, den Konflikten in Nahost oder dem nuklearen Holocaust ins Gesicht lachen, weil man weiß, es ist ja nur ein Spiel...

Es ist zumindest sehr aufschlußreich, wenn man sich die 131er-Liste einmal genau anschaut (egal ob Film oder Spiel). Denn entweder sind die beschlagnahmten Medien totaler Schwachfug, der formale Stümperei mit schlecht getricksten Ekeleien zu überspielen versucht - oder aber es handelt sich um zu offen formulierte Statements über gesellschaftspolitische Fehlentwicklungen oder aber (und hier wird am kompromißlosesten zensiert) es werden direkt und offen unsere Sehgewohnheiten und unsere sorgfältig konditionierte mediale Wahrnehmung unterlaufen und in Frage gestellt. Daß diese Werke (Cannibal Holocaust oder das Spiel Manhunt) fraglos zum unangenehmsten gehören, daß man sich so antun kann, begünstigt die Zensur sogar noch.

Zensur versucht ja letztlich immer, das Skandalöse wieder massenverträglich zu machen - die Vorstellung des Künstlers oder Programmiererteams wird einem angenommenen "Normalzustand" der Wahrnehmung angepasst. Es soll keine Abweichung geben und auch keine Auseinandersetzung mit ihr. Diese Ächtung selbst der Darstellung medialer Normverstöße hat uns bereits eine Filmkultur eingebracht, in der die Unterschiede zwischen den einzelnen auf Erfolg konzipierten Blockbustern minimal ausfallen (darum ist auch der neue Bond nur noch ein Action-Depp, wie ihn auch ein schlankerer Seagal verkörpern könnte). Inhaltliche wie formale Extravaganzen beschränken sich auf zielgruppenspezifische Filme mit geringeren Budgets, all die Argentos, Fulcis, Francos oder Rollins werden von wenigen Fans hymnisch verehrt, stecken ansonsten aber selbst von Horrorguckern nur Häme ein (habe ich bei Suspiria schon mehrfach erwähnt - weil der ist ja gar nicht cool und hip...)

Im Spielesektor haben wir momentan noch eine Art "Selbstfindungsphase", in der ausgereizt wird, wie weit man gehen kann. Doch ist diese schon nahezu abgeschlossen, wie die weltweiten Zensurgesetze und auch das Vorgehen von Sony und Microsoft (im Falle von Manhunt 2) belegen.
Goat93[QUOTE]daran sind dann aber nicht die medien, die die morde zeigen schuld, sondern die eltern, die dem kind gestatten diese dinge zu sehen/spielen. meiner meinung nach sind an der verrohung der jugend nicht die medien - insbesondere nicht die computerspiele - schuld, sondern das versagen der eltern in bezug auf die erziehung, [/QUOTE]

Ich sehe das anders. hier müßen die medien wie auch die
eltern gleichzeitig dran arbeiten. schuld haben beide.
allerdings seh ich die teilschuld der eltern aufgrund ihrer
oftmals beschissenen situation als nicht so tragend an
wie bei den kindern. welchees elternteil kann schon
24 std auf die kleinen aufpassen und nebenbei 2 jobs
machen um die rechnungen zu zahlen. die secure systeme,
die überall mittlerweile standart sind (am rechner oder am
fernseher) sind auch fürn keks, wenn die normalen sender
eben auch auf einschaltsquote bauen und die kinderfilmchen
eher was für 18 jährige sind. nützt also rein gar nichts.
das i-net ist dabei auch noch ein rotes tuch, denn einem
durchschnittlichen menschen ist es gar nicht vergönnt, hier
eine zensurmaßnahme vornehmen zu können. so
kann jedes kind alle möglichen porno- und horror/splatter-
filme im netz ansehen oder sich eben runterladen. ebenso
sämtliche ungeschnittenen filme oder die szenen einzeln
selektiert im netz ansehen/spielen.

ein rechner ist dagegen heute aber pflicht an den schulen,
also wird doch die erziheungsfähigkeit der eltern völlig
ausgehebelt.

[QUOTE]sprich der gesellschaft - verspottet worden wäre sondern akzeptiert und evtl. sogar bestätigung und zuneigung erfahren hätte[/QUOTE]
da kommen wir dann ebenso zu einem punkt. wo man der tolle
hund ist, wenn man splatterspiele spielt und wo gewalt cool
ist, sag mal in welchem umfeld soll jemand dann denn geborgen-
heit finden, wenn die eltern dazu noch am besten 36std arbeiten
müßen um essen auf den tisch zu bekommen?
Hierbei gehe ich noch von den USA aus, hier sieht es aber
wahrlich nicht viel besser langsam aus.

[QUOTE]ich glaube auch nicht dass man durch virtuelle gewalt eine hemmschwelle verliert, denn diese hat man oder hat man eben nicht, [/QUOTE]
DAS ist reine erziehungssache, darunter föllt dann auch
selbsterziehung bzw. gesellschaftliche erziehung.

[QUOTE]Und im Ego-Shooter kann man zumindest kurzfristig der Angst vor dem Terrorismus, den Konflikten in Nahost oder dem nuklearen Holocaust ins Gesicht lachen, weil man weiß, es ist ja nur ein Spiel...[/QUOTE]
Die flucht in diese spielwelt wird immer mehr. dazu könnte man
auch mal das thema "browserspiel und verfehlte revolution"
starten, oder ich binde das später hier ein, mal sehen...

[QUOTE] Es soll keine Abweichung geben und auch keine Auseinandersetzung mit ihr. [/QUOTE]
Abweichung gibt es zu genüge, nur sollte die im gesellschaftlichen
bild passen und auseinandersetzung gibt es ebenso, gerade
durch die zensur wird sich einmal mit dem thema auseinander-
gesetzt.
allerdings ist die zensur für eine gewisse grenze zuständig,diese
sollte dem sittenbild der gesellschaft nicht zusehr
entgegenstehen. diese spiele und filme sind ein spiegel
der derzeitigen gesellschaft und gerade DAS ist das be-
ängstigende daran und genau darum geht es eben auch...
coma_black[QUOTE]diese spiele und filme sind ein spiegel der derzeitigen gesellschaft und gerade DAS ist das be- ängstigende daran und genau darum geht es eben auch...[/QUOTE]

Daß es aber Blödsinn ist, durch Korrekturen an diesem Spiegel auf die katastrophale Realität einwirken zu wollen, sollte klar sein. Vielmehr hätten die verantwortlichen Jugendschützder gerne eine Bevölkerung, deren Realitätswahrnehmung keine Begriffe mehr für das Übel hat (siehe auch die Political Correctnes - im Sinne von Orwells "Neusprech" werden hier unerwünschte Begriffe ausgeblendet, denn wenn man keinen Begriff von etwas hat, kann man nicht mehr darüber nachdenken; die Gesellschaft ist beispielsweise nach wie vor rassistisch, nur kann man dadurch, daß idealistisch gedacht Worte wie "Nigger" nicht mehr existent sind, diesen Rassismus gar nicht mehr konkret greifen. Das Problem ist nach wie vor da, man hat lediglich ein paar Symptome beseitigt und dadurch letztlich schlechtere Chancen, das eigentliche Problem anzugehen).
Goat93ich halte eine altersfreigabe und das zensieren von
übermäßigen gewaltdarstellungen für unter 18 jährige
jedenfalls für nicht so dermaßen verkehrt und die
welt geht für die kinder dabei auch nicht unter....

allerdings ist das zensieren so ziemlich die einzige
möglichkeit für die regierung, mediale einflußnahme
zu beschneiden. selbstverständlich geht dabei auch
eine ganze menge durch, aber ich wüßte jetzt sonst
keine möglichkeit, dieses durchzusetzen...
coma_blackMir ging es in meiner Argumentation ja weniger um Zensur aus Jugendschutzgründen, sonderm um die Bevormundung Erwachsener. Die meisten auf Familienverträglichkeit heruntergekürzten Medien sind im Übrigen trotz der entfernten Stellen meistens von der ganzen Thematik her einfach nicht für Jugendliche geeignet. Daß es für Jugendliche kein Problem darstellt, sich die Sachen trotzdem (uncut) aus dem Netz zu ziehen, ist allerdings nur eine Sache, die mich bedenklich stimmt.

Denn gleichzeitig ist es für erwachsene Steuerzahler faktisch unmöglich, auf legale Weise an bestimmte Medien heranzukommen. Der Import indizierter Ware ist für Privatpersonen illegal und selbst Händlern werden hier massive Hindernisse in den Weg gelegt (so wurde Saw IV Unrated nicht nach Deutschland ausgeliefert und mein Videothekar war gezwungen, selbst nach Österreich zu fahren!). Nebenbei wird in den meisten Fällen nicht erwähnt, daß es sich um eine zensierte Fassung handelt - der Kunde wird vielmehr gezielt mit Special Extended Editions an der Nase herumgeführt, die eigentlich gar keine sind. Hier sind jüngere Semester, die wissen, wie man bei schnittberichte.com oder in der ofdb / ogdb recherchiert, eindeutig im Vorteil all jenen gegenüber, die sich irgendwelche 16er-Fassungen kaufen und dann auch noch meinen, sie hätten tatsächlich den ganzen Film oder das komplette Spiel.

Und die Beschlagnahmung eines Spielfilms oder Computerspiels, die ja voraussetzt, das betreffende Werk beinhalte strafrechtlich relevante Darstellungen, halte ich - sofern es sich nicht um pornographische Abnormitäten oder die ausdrückliche Verherrlichung/Verharmlosung der Nazizeit (Auschwitzlüge) handelt - für eine Entgleisung, die der Verbrennung unerwünschter Bücher und "entarteter" Kunst nahekommt.

Das Weltbild, das die jeweiligen Zensoren vertreten spiegelt sich in den Film- und Spielfassungen, die sie dem Publikum als "sozialverträglich" genehmigen. Doch erscheint mir die Ideologie, die hinter einem sterilen (weil unblutigem) Ballerspiel - einem weitestgehend entkörperlichtem Leiden, das soweit abgemildert wurde, daß es, ähnlich wie Lightprodukte bedenkenlos konsumiert werden kann, ohne nachhaltige Eindrücke zu hinterlassen - steht, noch weniger anheimelnd als der Mut, Gewalt auch als etwas dreckiges zu präsentieren, selbst wenn es aus exploitativem Kalkül geschieht.
Goat93also das mit dem indizierten ist immer so eine komische
sache, denn grundlegend gibt es da ganz einfache
einteilungen und ebenso ganz einfache kategorien.
das bedeutet z.B das ein film indiziert nur ab 18 verkauft und
nicht beworben werden darf.
da halten einmal die ganzen hardcore pornos jetzt für her,
die man in jeder videothek findet.
noooormalerweise muß ein abgeteilter raum für personen ab
18 vorhanden sein, wo man diese dann eben findet.
per post darf man die dinger ebenso versenden, man muß nur
sichergehen das die betreffende person, die es erhält auch
18 ist. früher durch einsenden des perso's, heute bietet die
post dafür einen einschreibeservice an, wo man nur an die
adressierte person abliefern darf.
da in der regel in den geschäften allerdings irgendwie
jeder an die sachen gelangen kann und sich die auch
ansehen kann, werden grundsätzlich die filme/spiele
für den deutschen markt geschnitten.

statt nach österreich zu fahren kannst du auch auf einer
der i-net plattformen zurückgreifen wie xjuggler, in der
regel findet man die filme da ebenso ungeschnitten oder
in diesen tollen limitierten boxen usw usf. mit saw
kenn ich mich jetzt garnicht aus, aber battle royal oder
versus und sowas hab ich da halt ohne probleme her-
bekommen.

du darfst allerdings keine indizierten oder beschlagnahmten
filme importieren, das ist richtig, da die fsk fürchtet das
es an ihnen und generell am deutschen markt vorbeigeht.
das zweitere ist hierbei aber wichtiger, denn dafür hat
man schließlich auch mal die pal und ntsc formate eingeführt...
SkeptikersauKillerspiele sind genauso wenig "jugendgefährdend" wie Pornographie. Jugendschutz ist hier ein Mittel, um Zensur durchzusetzen, nichts weiter.

Vielleicht sollte sich mal jemand fragen, ob Leute, die uns einreden wollen, die Rente sei sicher, nicht die viel gemeingefährlicheren und sittenloseren Menschen sind als Pornographen.
Takk...Ach das gute alte Zensurthema, hab mir mal alles durchgelesen und werd mal meinen Senf dazu posten:

[QUOTE]Und die Beschlagnahmung eines Spielfilms oder Computerspiels, die ja voraussetzt, das betreffende Werk beinhalte strafrechtlich relevante Darstellungen, halte ich - sofern es sich nicht um pornographische Abnormitäten oder die ausdrückliche Verherrlichung/Verharmlosung der Nazizeit (Auschwitzlüge) handelt - für eine Entgleisung, die der Verbrennung unerwünschter Bücher und "entarteter" Kunst nahekommt.[/QUOTE]

Richtig, eine Indizierung dient dazu, Normen zu setzen, "gesellschaftlich unmoralisches" einzuschränken, somit auch von der breiten Masse "unakzeptierte" Meinungen einzuschränken. Es kommt somit einer Bücherverbrennung gleich, ist somit nichts anderes als eine Einteilung in Gut und Böse. Es werden andere Meinungen dadurch beschnitten, was im Grunde verfassungsmäßig nicht gerechtfertigt sein sollte. Die BPJM meldet sich nur immer dann, wenn´s gesellschaftlich unangenehm wird.

Meiner Meinung nach sind Videospiele eine eigenständige Kunstform, wie Musik, Bücher oder Filme. Die Vielfalt ist groß. Man findet sehr realitätsnahe Spiele, wie Weltkriegsshooter, Fantasywelten wie in Rollenspielen oder ironische, sarkastische Elemente wie in manchen First- Person- Shootern oder der GTA- Serie. Es ist somit Kunst, dient somit der Meinungsbildung, aber hauptsächlich der Unterhaltung. Wenn man Spiele wie Resident Evil oder GTA zockt, haben diese einen durchaus gesellschaftskritischen Ansatz, da Eltern und Jugendschützer bekanntlich vor sowas Angst haben, mündet dies meistens in einer Indizierung, die Gewaltdarstellung ist als Motiv eher Nebensache.

Ich finde, sehr realitätsnahe oder übertrieben gewaltverherrlichende Games gehören nicht in Kinderhände, sollten imho einen FSK 18- Stempel tragen, aber trotzdem frei verkäuflich sein. Häufig gesehene Gewaltdarstellungen können in vielen Fällen zu Abstumpfung und emotionaler Kälte führen, wobei das soziale Umfeld und die Persönlichkeit das Ausschlaggebene sind. Sie könnten aber trotzdem für labile Menschen einen Anreiz geben, Gewalt auszuüben. Das Potential emotionaler Verwahrlosung in Verbindung mit medialer Gewaltdarstellung sollte man nicht unterschätzen.

Nichtsdestotrotz sind Videospiele in gewisser Weise Kunst, welche bestimmte Meinungen und Denkansätze vermitteln wollen. Oft haben viele Games etwas zu erzählen (Metal Gear Solid als Beispiel), funktionieren wie ein gutes Buch, nur dass man mittendrin ist. Somit dienen sie auch der Meinungsbildung.

Paragraph 5 GG besagt:

[QUOTE](1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. [/QUOTE]

Videospiele durch eine Indizierung einzuschränken, bewegt sich schon sehr stark an der Grenze der Verfassungswidrigkeit. Das Verhalten der BPJM ist für mich gesetzlich nicht gerechtfertigt, aber das sehen manche Gerichte auslegungstechnisch leider anders. Solange es ein paar alte Säcke gibt, welche meinen, die Welt in Gut und Böse einteilen zu müssen, werden wir mit vielen hirnrissigen Entscheidungen auch in Zukunft weiterhin rechnen müssen und auf ein paar neue Lieblingsgames leider verzichten.
Apex[QUOTE]Paragraph 5 GG besagt:[/QUOTE]

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

Einfach mal weiterlesen, dann hat sichs was mit Verfassungswidrigkeit ;)
Takk...Als einzige Schranke würde ich den Schutz der Jugend sehen, ist aber halt auch Auslegungssache der Gerichte. In Videospielen sehe ich aber alles andere als jugendgefährdendes Potential, in vielen Fällen muss dieses Genre leider als Sündenbock herhalten, wenn wieder irgendjemand durchgedreht ist. Da sucht man ja bekanntlich lieber die Schuld bei solchen Nebensächlichkeiten, als im sozialen Umfeld. Ich trau den mittlerweilen schon meist über 50 Jahren Anwälten eher nicht zu, sich dabei mehr als nur oberflächlich mit Videospielen auseinander zu setzen.
Black And White[QUOTE][i]Original geschrieben von Takk... [/i]
Solange es ein paar alte Säcke gibt, welche meinen, die Welt in Gut und Böse einteilen zu müssen, werden wir mit vielen hirnrissigen Entscheidungen auch in Zukunft weiterhin rechnen müssen und auf ein paar neue Lieblingsgames leider verzichten.[/QUOTE]
Schlimm an dieser Sache ist doch, dass diese Menschen über etwas urteilen, wovon sie selbst überhaupt keine Ahnung haben. Nur hören und sehen ist eben nicht vergleichbar mit hören, sehen, agieren, reagieren und fühlen.

Ich selbst bin leidenschaftlicher Prügelspiel-Zocker (doofes Wort :o), schlage demnach Menschen, Freaks, Tiere oder Untote, je nachdem. Für einen Außenstehenden, der damit überhaupt nichts zu tun hat, muss sich dies abscheulich anhören. Aber das ist eben nur die Oberfläche und nicht der Kern.

Über einen längeren Zeitraum betrachtet, reduziert man das Spiel automatisch auf bestimmte Aktionen, die zu bestimmten Zeitpunkten, aus bestimmten Distanzen, auf bestimmten Tasten, mittels zwei Händen und zwei Augen bestmöglich auszuführen sind. Die einzelnen Charaktere, egal ob hell oder dunkel, spielen in den unterschiedlichsten Umgebungen dann nur noch eine untergeordnete Rolle. Sie sind quasi schmuckes Beiwerk, damit man die Lust nicht so schnell verliert.

Es ist auch verständlich, dass sich ein Spielehersteller einen Handlungshintergrund auswählt, der an der Realität oder an einer Fantasiewelt angelehnt ist, aus dem einfachen Grund, dass sich Menschen dafür eher begeistern können, mehr als beispielsweise für ein Spiel, in dem sich Kaninchen ununterbrochen die Karotten um die Löffelchen hauen.

Man muss Videospiele als eine Art Zwischenwelt verstehen lernen, Gedanken, die ins Virtuelle übertragen und verwirklicht wurden, daher auch nicht die Ansprüche besitzen können, das reale Leben zu simulieren oder gar zu ersetzen, sondern nur Elemente davon in ihrer ganz eigenen kleinen Welt eingebaut haben.

Wenn ich lesen muss, dass jemand ein potenzieller Amokläufer sein soll, sobald er Ego-Shooter spielt, dreht sich bei mir der Magen um. Die Grenze zwischen "echt" und "unecht" ist klar gezogen, denn ein durch Programmiercode auf dem Bildschirm dargestellter Mensch ist etwas vollkommen anderes als einer aus Fleisch und Blut einem direkt gegenüber. So viel Verstand sollte man doch jedem normalen Menschen zugestehen können.

Gegen den gestörten Rest, den wohl alles und jeden negativ beeinflusst, wird man sowieso nichts tun können. Den "Auslöser des Bösen" kann man sich dann quasi einfach aussuchen. Natürlich wird der Verdacht eher auf etwas Klischeebehaftetes fallen. Ist nämlich auch viel einfacher als seine eigenen Gehirnzellen etwas anzustrengen. :q
Goat93Hmm, ich versehe nicht wieso immer die gleichen Dummen
Argumente vorgelegt werden, liest das hier jemand überhaupt
durch oder ist das so eine Copy & Paste geschichte, die
man hervorkramt, wenn man den Treadtitel zu Gesicht bekommt?

Fakt 1.
Die Gesellschaft wird brutaler, gemeiner, Unmoralischer,
beschissener.
Fakt 2.
Die Menschen in dieser Gesellschaft werden das auch
Fakt 3.
Das liegt definitiv am Umfeld, welches von der Gesellschaft
erzeugt wird

Bitte jetzt einmal Argumente, woher diese Gewalt kommt
und wieso die NICHT von der Gewaltindoktrinierung aus
Funk Fernsehen und Konsole kommen soll (und bitte kein
bla bla ich mach das ja auch nicht, zieht nicht....)
Takk...Es ist doch aber auch so, dass die Menschen durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden und dadurch geprägt sind. Erst das Zusammenspiel verschiedener gesellschaftlicher Faktoren kann die Verrohung heutiger Jugend ansatzweise erklären.

Vom Elternhaus werden dabei Werte wie Dummheit und Intoleranz vorgezeigt. Es werden schlichtweg falsche Werte vorgelebt, obwohl die Jugend in einer bestimmten Altersphase diese als Vorbilder braucht. Es wird in Familien einfach auch zu wenig diskutiert und Vertrauen entgegengebracht, was dazu führt, dass es Jugendliche nicht gelernt haben mit Konflikte umzugehen.
Der nächste Schritt wäre die Bildung, überfüllte Schulen, Lehrer die bei Konflikten weggucken, überforderte Lehrer etc. Auf die Bedürfnisse der Schüler wird in den wenigsten Fällen eingegangen, worauf das Interesse an einer vernünftigen Grundbildung sinkt und man sich in Cliquen und falschen Idealen flüchtet.

Da keine Vorbilder gegeben sind, suchen sich viele Jugendliche im Freundeskreis eben diese. Dass somit auch Werte wie Härte in´s Blickfeld rücken, ist nicht verwunderlich. Man will sich in der Clique behaupten und der eine will härter sein als der andere. Dabei kommen Jugendliche heute allgemein viel leichter an Alkohol und harten Drogen heran, wodurch auch die Hemmschwelle für Drogenmissbrauch zurückgeht. Da viele Jugendliche vom Elternhaus nie Individualität und Selbstbewusstsein vorgelebt bekommen haben, versucht man sich in einer Gruppe zu beweisen. Der eigene Wille ist nur schwach, um den Verlockungen etwas entgegenzusetzen und sich auszugrenzen.

Die Medienlandschaft vermittelt da eindeutig auch die falschen Werte. Nur der Härteste, der Schönste und der mit dem meisten Geld gewinnt in unserer Gesellschaft. Am besten, man geht für seinen Erfolg auch noch über Leichen. Es werden falsche Vorbilder vorgelebt, Konflikte werden nicht mehr vernünftig übermittelt. Es gewinnt die Person, welche sich durch das Leben lügt und betrügt. Wenn dies auch noch propagandistisch zur Schau gestellt wird, beeinflusst dies auch automatisch das Denken der Masse.

Da ja der Härteste gewinnen muss, werden auch die Medienangebote auf brutal getrimmt, da kommen wir zu deinen Punkt. Das Fernsehen zeigt tagtäglich Gewaltdarstellungen, Videospiele werden hemmungsloser und brutaler, um Jugendliche anzusprechen. Wenn bekannte Gewltdarstellungen nicht mehr ausreichen oder man sich daran schon gewöhnt hat, müssen die Inhalte halt noch brutaler und realistischer werden. Da viele Jugendliche gelernt haben, Konflikte mit Gewalt und Lügereien anstatt mit Argumenten zu lösen, werden diese Medien für sie attraktiv. Deshalb ist der Jugendschutz irgendwo auch sinnvoll, andererseits wird es aber auch viel zu wenig kontrolliert, auch in Bezug auf Alkohol. Es wird viel zu oft ein Auge zugedrückt.
Videospiele beeinflussen Jugendliche somit psychisch, da sie in Freundeskreisen und Medien als cool gelten, Spiele oft realistischer dargestellt werden, man somit permament Gewaltdarstellungen ausgesetzt ist. Die Reizüberflütung mit solchen Darstellungen führt durchaus zur Senkung der Hemmschwelle. In Portalen wie YouTube und co. kann man sich manchmal außerdem an dem Leid anderer ergötzen und es ist für jeden aufrufbar. Das traurige ist, dass es nicht bei virtueller Pixelgewalt bleibt, sondern echte physische und psychische Gewalt frei zugänglich wird. Es ist aber nicht die alleinige Ursache.

Letztendlich liegt es am mangelnden Selbstbewusstsein und am mangelnden starken Willen, welche Jugendliche so außer Kontrolle geraten lässt. Wenn die Jugend keine Vorbilder vorgelebt bekommen hat, sucht sie sich ihre Vorbilder, diese liegen meist im Freundeskreis und in den Medien, halt dass was die Masse vorlebt. Die meisten Menschen rennen der allgemeinen Masse hinterher und bei den Grundbedingungen kann man von den Leuten nicht erwarten mal für ein paar Tage ihr Gehirn einzuschalten, geschweige denn über den ganzen gesellschaftlichen Irrsinn nachzudenken oder sich überhaupt eine Meinung bilden.
Black And White[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Hmm, ich versehe nicht wieso immer die gleichen Dummen
Argumente vorgelegt werden, liest das hier jemand überhaupt
durch oder ist das so eine Copy & Paste geschichte, die
man hervorkramt, wenn man den Treadtitel zu Gesicht bekommt?[/quote]
So viel zum Thema der freien Meinungsäußerung. Ich schätze, du hast noch nicht begriffen, worum es sich dabei eigentlich handelt, oder? Über meine "dummen Argumente" könntest du dir, wenn ich einmal deine ebenso "dummen Argumente" auf der ersten Seite betrachte, gerne etwas intensiver Gedanken machen, anstatt mich belehren zu wollen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Bitte jetzt einmal Argumente, woher diese Gewalt kommt
und wieso die NICHT von der Gewaltindoktrinierung aus
Funk Fernsehen und Konsole kommen soll (und bitte kein
bla bla ich mach das ja auch nicht, zieht nicht....)[/QUOTE]
An dieser Stelle frage ich mich, ob du nicht verstehen willst oder kannst, denn meinen Standpunkt, warum die Gewalt für meine Begriffe nicht von den Videospielen ausgeht, zumindest bei normalen Menschen, habe ich bereits weiter oben beschrieben.

Funk und Fernsehen ist wiederum eine komplett andere Geschichte, denn dort setzt man sich mit seinesgleichen auseinander, Menschen aus Fleisch und Blut. Das aber geht über das Thema "Schädliche Wirkung von (brutalen) Videospielen" doch weit hinaus. Dafür existieren in diesem Forum andere Threads. :q ;)
coma_blackZum Thema Gewalt, bzw. wo sie herkommt:

Die Fähigkeit zur Gewalttätigkeit ist in jedem Menschen prinzipiell vorhanden, evolutionsbedingt ist sie sogar notwendig für das Überleben und das Fortbestehen der Art. Wir sind nuneinmal für ein Leben als Jäger UND Sammler vorgesehen.
Nun haben wir uns der Zivilisation sei Dank immer mehr in Richtung Sammler entwickelt, sind in Städten seßhaft geworden, haben uns ein "gesittetes" und sicheres Umfeld geschaffen. Trotzdem ist der Aggressionstrieb nach wie vor da! Was macht man da?
Sofern man nicht gerade auf Raubzüge zur Ressourcensicherung geht (auch Krieg genannt) hat man sich Sport und Spiel einfallen lassen, Literatur, bildende und darstellende Künste. Und hier wie dort thematisieren wir uns und unsere archaischen Anhängsel, die wir nicht mehr so richtig verstehen und die uns im Grunde etwas unheimlich sind - Sexualität wie Gewalt vertragen sich einfach nicht mit dem gottgleichen Selbstbild des aufgeklärten Rationalisten.
Genau dieses verlogene und bornierte Selbstbild fühlt sich doch empört beim Anblick intellektuell niedriger Vorgänge und der Jugendschutz ist nur ein dünn rationalisierter Vorwand, den unangenehmen Spiegel, der einem in Hostel, Saw und Co. vorgehalten wird, züchtig zu verhüllen.
Und darum werden auch all die Zocker mißtrauisch beäugt, schon alleine weil sie nicht so recht mit der Vorstellung vom diensteifrigen Streber in Einklang zu bringen sind - vielmehr ist bereits ihre Disziplinlosigkeit (stundenlanges Spielen, am besten noch in Kombination mit ungesunder Ernährung) ein Ärgernis. Und daß diese Gesellen urzeitliches Primatenverhalten (Initiationsriten und Stammeskämpfe inspiriert von Sir James Frazer) virtuell nachempfinden ist geradezu ein Skandal.


Nun ist andererseits gesellschaftlich ein Trend zur Rebarbarisierung nicht von der Hand zu weisen, doch sind daran nicht irgendwelche Medien schuld. Diese haben zwar den Zug der Zeit erkannt und befriedigen die Bedürfnisse nach Regression, nach einem einfachen schwarz-weiß/gut-böse/in-group - out-group-Denken; jedoch selbst in den visuell und inhaltlich unangenehmsten Werken stets mit eingebauten Reflexionsmechanismen (diese Selbstreflexion der Gewalt wird vor allem in Diskussionen um das Spiel Manhunt gerne vorsätzlich übersehen).
Vielmehr ist die Schuld in einer Gesellschaftspolitik zu suchen, die gezielt Menschen in die soziale Verwahrlosung treibt, Prekariatsbildung begünstigt, Familien auseinanderreißt, Bildung mit Internierung verwechselt etc. pp.
Mir geht es nicht darum, die Medien hier reinzuwaschen, denn vor allem mit den "unbedenklichen" Formaten wie DSDS, Big Brother usw. wird dem Fernsehvolk die Philosophie eines Marquis de Sade, Nietzsche oder Macchiavelli viel nachdrücklicher eingehämmert (ich denke nur an die Scheiß-Wette bei Gottschalk); in Killer-Spielen oder der bösen Heavy-Metal-Musik hingegen wird hier offensichtlicher, worum es geht, hier scheinen die Zensoren Angst zu bekommen, daß vielleicht doch mehr Leute anfangen [I]nachzudenken[/I] ...
Goat93Black and White

Deine Äußerungen sind schon in dem Tread mehrfach
besprochen worden, daher hab ich auch darauf hingewiesen
das ich das Gefühl bekomme, das keiner mehr die vorigen
Beiträge liest vor dem Schreiben. Aber nochmal für dich:
Es geht keiner davon aus, das der Einfluß Sekundenartig
eintrifft und jemand ein Ego Shooter spielt und kurz danach
Amok läuft, damit ist auch deine Argumentation wiederum
hinfällig und wir setzen an den Punkt an, an dem vorher
auch aufgehört wurde, ok?

Ich will dich nicht "belehren", das sieht dann doch anders
aus...

Coma_Black

Du sagst, an der Barbarei wären nicht die Medien schuld,
dem setz ich (wiedereinmal) direkt entgegen, denn die
Medien sind ein recht großer Teil unserer Zeit geworden
und der Konsum der Medien wirkt auf den Menschen.
Das gleiche hat sich in früheren Jahren schon abgespielt,
es wiederholt sich eigentlich nur wieder in anderer Form.
Des Satans neue Kleider als Spruch dazu abgelassen.

Allerdings möcht ich gern einmal eine Ausarbeitung
sehen, die BELEGT das diese Spiele NICHT auf den
Konsumenten wirken (ich hab dann einige, die
belegen, das sie auf den Konsumenten wirken,
allein schon aus dem Bereich werbung)
OdessaGoat, bei all meinem Willen, Dich immer richtig zu verstehen was ja bisher meist ganz gut geklappt hat - aber ist das jetzt nicht ein Widerspruch, wenn Du einerseits (mir dahingehend oft zustimmend) forderst daß nichts zensiert oder verboten werden solle im Medienbereich zwecks freier Meinungsäußerung, Du andererseits aber Pc-spiele als (mit-)schuldig ansiehst wenn irgendwelche Jugendliche zu Amokläufern werden? Ich versuche nur, Deinen Standpunkt klar zu verstehen bevor wir endlos aneinander vorbeireden, deswegen frage ich explizit nach ;-).

(PS: ich persönlich fänds nett, wenn Du das mit den "dummen" Argumenten zurücknehmen würdest bzw. Dich dafür entschuldigst. Es macht das Diskutieren leichter, wenn man den Anderen in seinen Argumenten ernst nimmt und sie nicht abwertet, nur so als freundliche Bitte...:) )
Goat93hmm, scheint widersprüchlich, ist es aber nicht.

Die Tatsache, das Die Medien auf die Menschen wirken
kann man nicht einfach so ausblenden, auch wenn man
gegen die Zensur dergleichen ist oder ähnliches.
Nur weil ich etwas befürtworte oder dagegen stimme,
kann ich nicht einfach so die Realität verleugnen.

Coma_black hat es ja schon geschrieben, leider kurz
danach wieder verworfen, das ganz viele Umstände
den Menschen beeinflußen. Das Elternhaus ebenso
wie die Lehrer oder die Freunde usw usf. Dazu wird
man auch oder gerade, da es das entsprechende
Alter noch trifft, von den Unterhaltungsmedien
beeinflußt. Das auf vierlei hinsicht und Artenvielfalt.
Ein Beispiel hierfür wäre die Konzentrationsfähigkeit
und die Reflexe, diese haben sich über die Zeit generell
verändert und den neuen Bedingungen angepasst.
Der Umgang mit der Sexualität ist heute auch wiederum
anders wie vor 50 Jahren. Ebenso der Umgang mit der
Gewalt. Es ist übrigends auch nur eine Wiederholung das
jetzt diese ganzen Splatterorgien so ankommen, das war
in den 70ern auch schonmal mit den ganzen Zombifilmen.
Allerdings sind die Methoden und die Möglichkeiten von
Heute natürlich viel ausgereifter wie früher.
Der Kontex stellt sich hier einfach daraus, was will man
eigentlich wirklich und was will man dann wiederum nicht?
Einerseits die Freiheit der Menschen fordern und eine
Dauerkarte für den Circus Maximus haben, funzt einfach
nicht so dolle...
Das kommt hier aber immer wieder hervor. Wenn man das
Endresultat nicht haben will, dann muß man eben an den
Punkten ansetzen, wo es beginnt, nicht wo es sowieso
aufhört. Ein Jugendlicher Alkoholiker brauch ich nicht mehr
ausschimpfen, dem Jugendlichen den Alkohol vorher nicht
geben macht da mehr Sinn.
Wenn mir der Jugendliche allerdings egal ist, dann ist die
Sachlage dementsprechend, das mir auch der Umgang damit
egal sein kann. Bei diesen Themen regen sich meistens
Menschen auf, die "betroffen" davon sind, denen also etwas
"weggenommen" werden soll und die dementsprechend
für ihre "freiheit" (im übertragenen Sinne) kämpfen, was
dabei aber auch immer wieder mit einschließt, das keinerlei
Diskussionsansatz aufgenommen wird (womit ich mich mit
dem oben genannten ja wieder schließe )

Wenn man nun aber auf die Kernpunkte der Diskussion
kommen möchte, dann muß man eben die Richtung dies-
bezüglich ändern und eine Neutrale Position einnehmen,
wo man nichts ausblendet, weil es die eigene Ansicht
widerspricht...
Black And White[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Deine Äußerungen sind schon in dem Tread mehrfach
besprochen worden, daher hab ich auch darauf hingewiesen
das ich das Gefühl bekomme, das keiner mehr die vorigen
Beiträge liest vor dem Schreiben.[/quote]
Keine Sorge, bei einer oder fünf Seiten (plus minus) schrecke ich bestimmt nicht davor zurück, deren Beiträge mir tatsächlich vorher durchzulesen. ;)

Auch wenn Dinge deiner Aussage zufolge schon mehrfach besprochen wurden, man möchte trotz allem sich dazu selbst einmal in eigenen Worten äußern, ungeachtet dessen, ob das nun alle oder keinen in der Diskussion weiterbringt. Ein einfaches "dito" genügt mir nicht immer unbedingt.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Aber nochmal für dich:
Es geht keiner davon aus, das der Einfluß Sekundenartig
eintrifft und jemand ein Ego Shooter spielt und kurz danach
Amok läuft, damit ist auch deine Argumentation wiederum
hinfällig und wir setzen an den Punkt an, an dem vorher
auch aufgehört wurde, ok?[/quote]
So wie du das jetzt darstelltst, war das natürlich auch nicht gemeint. Ich schätze, ich habe mich hierbei etwas unbedarft ausgedrückt.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Coma_Black

Du sagst, an der Barbarei wären nicht die Medien schuld,
dem setz ich (wiedereinmal) direkt entgegen, denn die
Medien sind ein recht großer Teil unserer Zeit geworden
und der Konsum der Medien wirkt auf den Menschen.
Das gleiche hat sich in früheren Jahren schon abgespielt,
es wiederholt sich eigentlich nur wieder in anderer Form.
Des Satans neue Kleider als Spruch dazu abgelassen.[/quote]
Ich würde an dieser Stelle einschränken und behaupten, dass die Medien nur eingeschränkt Schuld an der aktuellen Situation sind, denn man muss sich als Individuum nicht unbedingt von diesen beeinflussen lassen. Solange man selbstständig denken kann, kann man zu etwas immer "nein" sagen. Letztlich bestimmt die Nachfrage das Angebot. Gut, aber auch darüber gibt es unterschiedliche Meinungen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Allerdings möcht ich gern einmal eine Ausarbeitung
sehen, die BELEGT das diese Spiele NICHT auf den
Konsumenten wirken (ich hab dann einige, die
belegen, das sie auf den Konsumenten wirken,
allein schon aus dem Bereich werbung)[/QUOTE]
Die Belegung der nicht schädlichen Wirkung ist rein abhängig von den Menschen, die bestimmte Argumente gelten lassen möchten oder eben nicht und hier müssten wir dann wieder auf die vergangenen Beiträge zu sprechen kommen...

Aber das willst du doch nicht, oder? :q :D
coma_blackNatürlich haben Medien eine Wirkung auf den Konsumenten, sonst würde man sie ja nicht konsumieren ;)

Die Frage ist doch nur die: wie weit sollte man es mit Prävention treiben? Wann ist der Punkt erreicht, wo das dauernde Hinweisen auf die Schädlichkeit von Alkohol oder Games gerade das Gegenteil bewirken? (siehe hierzu die Tatsache, daß im Nichtraucherparadies Irland die Raucherquote einen neuen Höchststand erreicht hat)

Außerdem fällt mir bei Schnittberichten usw. immer wieder auf, daß sich niemand über die gezielte Manipulation des Zuschauers aufregt, solange diese Manipulation selbst nicht thematisiert wird. Werbung, Fernsehen oder "normale" Kinofilme bedienen sich der hinterhältigsten Methoden zur emotionalen Überwältigung (ein hervorragendes Beispiel ist Spielbergs E. T., in dem jede ausgelöste Gefühlsregung knallhart berechnet ist, so daß man selbst als kritischer Betrachter an den gewünschten Stellen mit dem Drang kämpfen muss, die Taschentücher auszupacken), und das alles, ohne daß sich irgendjemand darüber beschwert. Man bewundert vielmehr die handwerkliche Perfektion des Werkes.
Auf der anderen Seite stehen dann die medialen Buhmänner, Titel wie Cannibal Holocaust, Die 120 Tage von Sodom, Manhunt usw. die zwar spekulativ Tabuverletzungen ausschlachten, aber andererseits gezielt einen Diskurs über Macht, Voyeurismus und die Erwartungshaltung des Publikums führen (ich denke hier an die geniale Sequenz aus den 120 Tagen, wo man ausgedehnte Folterorgien ausschließlich via Blick durchs Fernglas vorgeführt bekommt - oder an die zynischen Kommentare des "Regisseurs" von Manhunt). Hier stellen weniger die tatsächlich gezeigten Gräuel den Skandal dar, sondern die Frechheit der Macher, das Publikum auf ihren "Kannibalismus des Auges" hinzuweisen. Darum wird hier so gnadenlos zensiert und verboten. So ist auch zu erklären, warum selbst hartgesottene Horrorfans die neue Torture-Porn-Welle derart verdammen.

Zum Zeitgeschichtlichen Kontext der Splatterwelle in den 70ern ist übrigens die Dokumentation "American Nightmare" recht aufschlußreich, vor allem wenn man Parallelen zur Amtszeit von Herrn Bush zieht. Die Aufarbeitung nationaler Traumata ist nämlich auch so eine Sache, die entweder mit geradezu heiligem Ernst zelebriert zu sein hat oder auf dem Index verschwindet (selbst wenn es um die Traumata der Amerikaner oder Japaner geht, ich denke hier an das Kandahar-Ortsschild im zweiten Teil von "Hills have Eyes" oder den Vietnam-Versprecher in der Original-"Nacht der lebenden Toten").
Goat93von unten nach oben ^^

Es geht nicht um "dauernde Hinweise" denn dadurch
ändert sich, wie man sieht,. überhaupt nichts. Mir geht
es um eine Kernanalyse und eventuell um eine
Problemanalyse mit Lösungsansatz, nicht um einige
Warnschilder die man aufstellt, nachdem das Kind im
Brunnen ist.
Bei Medien wird laufend darüber diskutieret wie sie wirken
und wie und warum sie Manipulieren. Ich find es schon
irgendwie ironisch das man dann bei der Unterhaltung
eines selbst ausblendet und darüber dann kein Wort
mehr verlieren will, während man bei der Bild gar nicht mehr
kann vor "Hinweisen" auf Manipulation (generell gesprochen).
Das erscheint mir Unlogisch. Spiele haben einen Einfluß auf
die Menschen, woher kommt diese, in meinen Augen Unlogische,
Affinität das zu leugnen? Und wenn man soweit ist, das man
den Leuten vor Augen geführt hat, das es eben so ist, wieso
wird dann nicht darauf eingegangen um etwas zu ändern?
Das sind Fragen die mich interessieren. Wenn man ohnehin
weiß, das Medien einen beeinflußen, wieso setzt man sich
dann ständig selbst dem aus? Ich will behaupten das
jeder Mensch den manipulationen unterliegt, in jeweils
anderer form, aber manipuliert werden ist kein Sonderfall
oder Kunststück. Um auf deiner Frage zurückzukommen, wieso
man bei 120 Tage in Sodom zensiert (obwohl der mittlerweile
als Kunstfilm gilt und frei verkauft wird) und die Cola Werbung
nicht, findest du ebenso in einigen Treads hier im Forum über
das Forum. Niemand läßt sich gern auf die eigenen Fehler
stupsen und nicht jeder kann eine Relation zwischen Visueller
und Inhaltlicher Intention knüpfen. DAS wiederum ist SEHR
wichtig. Während ein kleiner Teil in dem Film "Zombis im
Kaufhaus" eine reale Gesellschaftskritik wiederfinden, ist
der Film für die allermeisten nur eine reine Gewaltorgie, die
die Menschen Unterhalten soll. Hier ist in meinen Augen auch
ein Punkt, wo man sich fragen muß, inwieweit man die Dar-
stellung einer Kritik nicht gestalten sollte, das die Kritik auch
verstanden wird. "Battle Royale" wird recht fix verstanden,
während man bei Postal als Spieler (oder zusehender)
sich doch desöfteren fragt, was da ausgesagt werden soll
und ob das überhaupt richtig ankommt. Das ist übrigends
ein generelles Problem mit Humor, Kunst und andere
Abstraktionen. Die meisten Witze sind im i-net auch Rohr-
krepierer und ein Sarkasmus Button hinter einem Satz
ist den Witz in sich Ad Absurdum führend.
Also haben wir schonmal 2 verschiedene Spuren oder Pfade,
einmal den Kontexpfad der reinen bzw. unschockierenden
Gesellschaftskritik und den Pfad des "immer in die fresse rein"
ich bevorzuge ehrlich gesagt ersteren und finde die auswirkung
des letzteren sehr unschön und nervig. Wenn man sowieso
bedacht ist, Brutalität und Gewalt zu minimieren, dann macht
es keinen Sinn, eben diese Gewalt in irgendeiner Form zu
Glorifizieren oder als witzig darzustellen. Sobald das Hirn
in diesen "Spaß und Spiel" Modus gefangen ist, verliert
es den Bezug zur Realität meines Erachtens nach. Das bedeutet
nicht, das man alles abschaffen sollte, es bedeutet das man
nicht diese Sachen noch richtig groß vermarkten sollte und als
"cool" darstellen. Ich denke, wenn man ein Spiel Ab 18 macht,
dann sollte man diesen Film dementsprechend auch behandeln
und nicht in Computerspiele Magazine als Superding anpreisen
und man sollte sich darüber klar sein, das man mit 18 (meines
Erachtens auch eher 21 oder mehr, aber 18 ist die Gesetzliche
Grenze) eine andere Differenziertheit zu den Dingen hat wie
mit 14 oder 15.
Ferner geht es mir also auch nicht um Beschneidung der
Spiele oder dem generellen verbot sondern einfach einem
klaren Bewußten Umgang mit den Medien...ist das zuviel
verlangt?

edit:

Mir ist gerad wieder was eingefallen wegen der Aufarbeitung.
Hatte ich vorher vergessen ^^"
Die Aufarbeitung durch die Filme / Spiele ist in allen Bereichen
vertreten, ich erkenn da keinen solchen Schnitt, wie du den
angegeben hast.
Rambo I oder Apocalypse Now sind nicht gerade indiziert,
ebenso wie Godziller :D da kann man auch nicht gerade von
heiligen Ernst reden ^^

Aber man ist sowieso auf popcorn Unterhaltung umgestiegen,
wie man an Independence Day, Armageddon und diese anderen
Katastrophalen Filme sehen kann ^^

B&W:

Es wäre supietoll, wenn du in einem Fließtext schreiben
könntest, denn so ist es recht doof für mich einen solchen
aus den Zitatestückelungen zu machen :confused:

Zu deiner Ausführung mit der Entscheidungskraft mal einge-
gangen. Ich denke nicht, das wir eine besonders große
eigene Entscheidungskraft haben bzw wird diese sehr stark
von der Umgebung (Umfeld) durch verschiedenste Doktrinen
eingeschränkt, die man dann in "Moral/Sitte" und ähnlichen
Schlagwörtern eingefasst hat. Das fängt in der Politischen
Bildung an und hört bei dem eigenen Musikgeschmack auf.
Beispiele kann ich dir natürlich auch gern aufzählen, die
Musikindustrie ist bis zur kleinsten Subszene Kommerziell
vollkommen durchdacht und wird dementsprechend auch
ausgeschlachtet von sich selbst. Die Goth Szene ist genauso
Mainstream wie die Metallszene oder die Jazz Szene, das macht
sich alles nichts. Unter dem Umstand kann man ferner sehen
das die Individualität eine Lüge ist. Sobald in irgendeiner Szene
etwas passiert, was nicht dem eigentlichen Vorstellungen
entspricht, wird es ersteinmal angeprangert und dann am
Ende ursupiert um es zu verkaufen. Funzt auch ganz tollitoll.
Nun stellt sich dabei die Frage, was kann man denn selbst
entscheiden, wenn man dabei bedenkt das man eigentlich nur
ein testobjekt der wirtschaft ist?
Ob du rote oder blaue socken trägst?
Das weit schlimmere dabei ist, das man selbst nicht einfach
so merkt, das man in bestimmten richtungen gestoßen wird
und meistens ist es auch sehr sehr anstrengend wenn man
bestimmte Fragen stellt, die allgemein als "unangenehm"
betrachtet werden, das alles zeigt mir auf, das man eine
Art kokon um sich herum hat, den man Gesellschaft nennt,
und das man in diesem seine Entscheidungen nach den
vorgegebenen Pfaden auswählen kann, aber es kostet
sehr viel kraft über den Schatten zu springen und aus
diesen Pfadsystem auszubrechen, womit meine Grundlage
gegeben ist, das man eingeschränkt wird in seiner Willens
wahl. Das schließt Medien eben auch mit ein. medien sind
ein sehr großer Bestandteil der Zeit des Menschen geworden,
und sie wirken direkt auf den Menschen ohne weitere
eigenen Willensanstrengungen. Bei Büchern muß der
Leser noch Zeit investieren und sich seine eigene Vorstellungs-
kraft bilden, bei einem Spiel ist das nicht der Fall. Da ist alles
in Bahnen vorgegeben und man reagiert nur noch auf die
Vorgaben. Das wiederum schlägt sich natürlich auch auf
das Verhalten der Menschen nieder. Man könnte sagen,
was eigentlich schon sehr witzig ist, das die Menschen gerade
danach streben, Maschinen zu werden.
Je nach Vorbildlage der Medien werden die Menschen auch
auf die Aktuellen Geschehnisse und die Aktuellen "zeitgeistigen"
Situationen vorbereitet und in diese "episoden" eingeführt.
Man kann das Letzte Jahrhundert z.B in verschiedene
Kapitel einteilen. Als Beispiel die Hippie Zeit oder danach
die Punk Zeit (Politisch könnte man das auch Thatcher Zeit
nennen z.B). Interessant ist allerdings das die Menschen
in diesem "Kapiteln" irgendwie in einer Masse agieren, ebenso
wie das Heute der Fall ist. Was wiederum bedeutet das die
Menschen definitiv manipuliert werden. Heute zeigt sich das
nur in viel kleineren Splitterbereichen, wo man früher eben
Massen hatte, die auf wenige eingegangen sind.
Früher gab es 10 große Rockbands, heute gibt es 10.000
kleine. Früher gab es 100 Spiele, heute gibt es 100.000
Spiele usw usf...
coma_blackHmmm...

Du schreibst selber gerade, daß die Menschen sich zu einer Art Maschinen entwickeln, die nur in vorgegebenen Bahnen denken (bzw. ihre Vorstellungswelten anhand vorgegebener Muster zusammensetzen).

Die Intention hinter Splatterszenen ist es doch eigentlich, genau diese eingefahrenen Strukturen durch den visuellen Schock und die damit verbundene Offenbarung der Körperlichkeit (Offenbarung ist hier durchaus im biblischen Sinne zu verstehen) zu durchbrechen. Die Splatterszene wirft den Zuschauer zurück ganz auf sich selbst und die eigene physische Existenz aus Blut und Fleisch - darum stimme ich dir zu, daß soetwas nicht gerade zur Kinderunterhaltung taugt, vor allem pubertierende sind ohnehin genug mit ihrer Körperlichkeit beschäftigt. Andererseits ist der blutrünstige Horror mit seinen mehr oder weniger direkten erotischen Komponenten gerade darum für jugendliche und junge Erwachsene so reizvoll; die Zensoren hingegen wollen dem Publikum diesen Akt der Offenbarung verwehren.

Wenn wir aber jetzt mal in der Kunstgeschichte zurückblättern, dann ist das eigentlich nichts wirklich neues. Kunst war immer ein Zwischending zwischen Religion und Wissenschaft und darum schon immer hüben wie drüben verdächtig. Der Wissenschaft behagt die emotionale Wirkung nicht und die Religion verteufelt alle Kunst, die sich nicht als sakrale Propaganda verwenden läßt.
Wenn man sich dann noch vor Augen führt, daß es in der Kunst ausschließlich um Erotik oder den Tod (am besten um die Erotik des Todes) geht, scheint das Mißtrauen auch irgendwie verständlich.

Vielleicht sollte man den Leuten in der Schule einfach mal Nietzsches Interpretation des Dionysos-Mythos beibringen: Dionysos wurde von den Titanen zerstückelt und danach wieder zusammengenäht.

Dabei verkörpert Dionysos den kollektiven Urleib, das All, das in Einzelindividuen zerstückelt wurde. Jedes dieser losgelösten Einzelindividuen spürt den Urschmerz, das Leiden an der Individuation, die es vom All abgespalten hat. Was macht man da jetzt als armes Leidendes?
Wir wissen, Dionysos war der Gott des Rausches!
Durch den Rausch (Sexuelle Extase, Alkohol, Kunst, die Musik von Richard Wagner ;) ) ist es uns möglich, unser Ego auszuknipsen, für einen kurzen Moment wieder an die letzte Grenze zu gehen, mit dem All zu verschmelzen, Eins zu sein. Darum heißt der Orgasmus in Frankreich auch le petit mort!
Das gute Kunstwerk versucht, durch die Darstellung des übermenschlich großen Leidens (die Passion Christi, Tristan und Isolde, die Bilder von Hieronymus Bosch, etc. pp.) den Rezipienten an diese letzte Grenze zu führen, manchmal sogar darüber hinaus (wie im Werk von David Lynch oder auf andere Art in "Inside" sogar zurück in den Uterus), so gesehen ist so mancher Splatterstreifen religiöser als die meisten Gottesdienste.

Das Medium Film als eine Art "Traumkunst" und Wagnersches "Gesamtkunstwerk" und noch mehr ein Videospiel sind zum Erreichen dieses kurzen Moments von Wahrhaftigkeit durch die perfekte Symbiose von Wort, Bild und Klang, die hier möglich ist, bestens geeignet. Vor allem in den virtuellen Computerwelten liegt hier noch soviel Potential, das sich leider allzuoft in 08/15-Szenarien erschöpft, in denen zum xten Mal die Welt vor dem internationalen Terrorismus gerettet werden muss. Ganz anders da das traurige "Shadow of the Colossus", das zur Abwechslung sogar ohne Splatter auskommt - aber gelitten wird hier trotzdem kräftig!
Quake, Doom, Half-Life, Prey, The Suffering usw. hingegen sind wieder konkret physisch orientiert. Die verlorene Einheit und die Orientierungslosigkeit des Subjekts führen aber auch hier in einer wilden Hadesfahrt direkt ins Unterbewußtsein, wo der Spieler "stirbt" und als ein anderer neu geboren wird.

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Nun kann man als bürokratisch veranlagter Mensch sich natürlich Gedanken machen, ob eine solche "Wiederauferstehung" des Spielers, Horrorguckers, Wagnerianers oder Christen, der am Sonntag in einer kannibalischen Ersatzhandlung eine Oblate als den Leib des Herrn verzehrt - ob sich diese seltsamen archaischen Rituale nicht irgendwie schädlich auswirken. Nun, das tun sie, schädlich für eine zunehmend mechanischer werdende Menschheit, weil
a) viele Konsumenten tatsächlich zu blöd sind, sich über das, was sie da anschauen oder hören auch Gedanken zu machen,
b) die politische und wirtschaftliche Führungselite gerne über emotionslose und berechenbare Roboter herrschen möchte,
c) die religiöse Fraktion nur den eigenen Ritus als relevant akzeptiert.

Mit einem Wort: Ich finde es großartig, daß es all diesen Gewaltschrott gibt!

Bedauerlich ist nur, daß ab und an irgendwelche Trottel ausrasten und amoklaufen, aber das kommt nicht vom Zocken und auch nicht von den Videos, sonst müßte man auch Dirty Dancing verbieten, das angeblich als Anreiz zu einer Vergewaltigung diente. Will heißen, ein Verrückter findet immer einen Grund zum Austicken.

Zu den Studien: nachweisen ließ sich in allen mir bekannten Studien lediglich erhöhter Streß und kurzfristige Agression (hauptsächlich, wenn man zum tausendsten Mal an der selben Stelle nicht weiterkommt). Im übrigen kommt es mir langsam verdächtig vor, daß es zu fast jedem Thema dutzende von Studien gibt, die letzlich immer in Maßnahmen zu mehr Prävention gipfeln (Passivrauch, Alkohol, Dickleibigkeit, etc. pp.). Diese Studien sind für mich inzwischen Symptome einer zutiefst lustfeindlichen (denn Leiden kann Lust bringen!), verkopften, alten und im negativen Sinne "vernünftigen" Gesellschaft, die sich vor den geistig jungen, zornigen Menschen, die noch den Mumm zur Leidenschaft haben, in die Hosen macht.

Philosophisch gesehen erleben wir also einen Konflikt zwischen Schopenhauerschem Buddhismus, der Leidvermeidung durch Lebensverneinung und Verzicht zu erreichen versucht und einem nietzscheanisch-romantischen Verhältnis zum Leiden, einer Lebensbejahung, die auch vor dem Unangenehmen nicht zurückschreckt. "Was mich nicht umbringt, macht mich stärker!"





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edit (und weil die Aufarbeitung irgendwie nicht zum Rest passt): Rambo und Godzilla haben aber nichtsdestotrotz zahlreiche Gegner, die vor allem den platten Umgang mit den nationalen Traumata bemängeln. Kurzfristig war Rambo auch indiziert, hat aber gleichzeitig das Prädikat "besonders wertvoll" erhalten und war damit wieder reingewaschen. Und Apocalypse Now ist zu unverständlich für das Durchschnittspublikum.
Mit Aufarbeitung meinte ich aber vor allem das gestörte Verhältnis zur deutschen Vergangenheit speziell in Videospielen ebenso wie die künstliche Empörung, daß in den USA der Wüstenkrieg oder der Kampf gegen den Terror als Ideenlieferant für zahlreiche Shooter dienen.
Goat93Du darfst bei deiner, guten, Ausführung einige Aspekte
nicht vergessen. Einmal die Zeitlichen Gegebenheiten und
damit das dementsprechend aktuelle Umfeldgefüge und
die Bildungs/Wissensintention der Menschen. Das ist
daher wichtig, da die jeweilige Gesellschaftliche Strukur
der "Moral" daran festgemacht wird. Einfacher gesagt ist
der Umgang mit den "Tabu" Themen in jedem Kapitel anders
und wird auch anders aufgenommen. Daher sehe ich auch
keinen direkten Vergleich zwischen Wagner und Doom. Man
kann verschiedene Verknüpfungspunkte setzen, wie eben
das Leiden und die Gewalt, allerdings sind die Darstellungen
und die Umgebung der Darstellung völlig anders. Ebenso
wie bei Nietzsche, da wird es noch abstrakter, denn die
Wagnerischen Erzeugnisse kann man zumindest zum Teil
noch Visuell darstellen. Die Grundlegenden Gleichbarkeiten
sind einmal spontan angenommen das Heldentum und das
Leiden zum Heldentum, allerdings ist bei diesem auch eine
Geschichtskontexbehaftete Veränderung zu betrachten, wie
oben schon geschrieben. Einmal direkt als Vergleich angebracht
hat es im Römischen Reich genügend "Splatter" darstellungen
als Unterhaltung gegeben, diese gehen weit über das hinaus
was man heute auf den Bildschrim bekommt. Nun könnte man
ja sagen, das es eine Verbindung zu heute gibt, allerdings
sehe ich darin keinerlei Sinn, denn die Leute, die früher im
Circus als Unterhaltung gestorben sind, sind weder zu
Glorifizieren, noch will man das heute wiederhaben. Demnach
erschließt sich mir die Logik nicht, solch einen Umstand dann
noch wieder hervorzukramen und als "Brandneu" zu ver-
markten. Der Unterschied zwischen den Werken von DeSade
(heute) und dem Film 120 Tage in Sodom liegt ebenso in
der Darstellung, denn ein Buch erzeugt eine Fantasie und
blieibt im Kopf dementsprechend hängen, wer das nicht
erträgt, der legt das Buch zur Seite. Ein Film schlägt einen
diese Ereignisse ungehemt direkt in die Fresse, der eigenen
Interpretation oder "Meinung" bleibt kein Platz mehr, man
degradiert sich selbst zum reinen Konsumentenzombie und
dadurch stumpft man dem gegenüber völlig ab. Ich nehm
frecherweise mal dieses Beispiel und geh näher drauf ein.
Wo die Schriften von DeSade herausgekommen sind, wurden
sie verboten und das recht lange. Durch die Visualisierung
hat man die Schriften als nicht mehr so beeinflußend einge-
stuft und durch verschiedene Veränderungen im Sittengefüge
ist das ganze irgendwann zur "Kunst" klassifiziert worden
(obwohl sich der Inhalt nicht geändert hat). 120 in Sodom hat
gleich mehrere Ebenen aufgegriffen, die Provozieren sollten
(und er hatte ja auich erfolg damit). Hier kommt die Provokation
und die Auseinandersetzung zum tragen, was du angesprochen
hast und was in gewisser Weise auch richtig ist. Zumindest
bis zu einem bestimmten Punkt. Das es dennoch völlig
verfehlt ist, sieht man ja gerade heute an dem Ergebnis.
120 Tage in Sodom, der beim Erscheinen für Kontroverse und
für Skandale gesorgt hat, ist heute ein "normaler" Film, der
im Abendprogramm auch gesendet werden könnte (oder kann,
kA). Wie kann man also da den Werdegang mit der Auseinander-
setzung beurteilen? Es gibt keine Auseinandersetzung mehr,
der Film ist eben "normal" und "kult" und das war es eben.
Und genau dieser Punkt macht mir etwas zu schaffen. Wenn
diese Erzeugnisse, welche wachrütteln sollen, "normal"
sind, was sagt uns das denn im endeffekt über die Möglichkeit
mit solchen erzeugnissen was zu bewirken und welchen Sinn
macht es dann überhaupt, solche Erzeugnisse zu verbreiten?
Ich möchte das einmal an der Musikgruppe Throbbing Gristle
zeigen, da sieht man das auch recht deutlich. Als Aktionskunst
angefangen um die Menschen zu entabuisieren, als
"Zerstörer der Gesellschaft" in den 70ern betitelt und als
Pioniere einer neuen Skandalösen, unberechenbaren Tabu-
brechnung intentioniert sind sie heute harmlose Musiker,
die als Begründer einer Musikrichtung gelten, welche ebenso
reine Unterhaltung heute darstellt. Der ganze Sinn und Zweck
den man erreichen wollte, ist völlig verlorengegangen.

Ich sehe in Spielen wie Manhunter oder Portal allerdings auch
keine wirklich gut umgesetzte Gesellschaftskritik, mir erschließt
sich der Effekt dabei nicht, eventuell könnten wir das auch
einmal klären, worin liegt denn das Resultat für die
Konsumenten bei den Spielen?
Desweiteren find cih es schon befremdlcih, das du immer von
Bürokratischen Nichtswissern ausgehst, die sowas fordern.
Ich denke nicht, das ich ein Bürokratischer Nichtswissern bin,
fordere ebenso eine Veränderung, eventuell sowas mal
mit einkalkulieren...
Ebenso gehst du weiter davon aus, das die Amokläufe und
die Gesellschaftliche Verohung nicht von dem Medien (spielen
hierbei) kommt, cih sehe aber immer noch keine Grundlage
solcher Äußerung. Bitte reiche mir diese doch noch nach, denn
so erscheint es mir, das du dich nur wiederholst ohne weiteren
Ansatz der Diskussionsfortführung :(


Zum Edit:
Es ist völlig unrelevant, ob es Gegner gibt, denn die gibt es
immer. Es ist wichtiger, das sowas für die jeweiligen Ereignisse
genutzt werden. Die Deutschen nehmen da eine gewisse
Sonderrolle ein, da sie als Vorzeigeland der Endschuld einen
völlig anderen Ansatz haben und dementsprechend ihre
eigene Moral auf die Nachkriegsphase aufgebaut haben.
Das kann man nicht wirklich so gut mit den Vietnam Trauma
oder der Atombombe vergleichen, denn die Amerikanier
sehen sich als Opfer eines Traumas und die Japaner sehen
sich als Opfer des Schicksals, beide weichen aber nicht von
ihrem eigentlichen Standpunkt ab, während die Deutschen
einen neuen Standpunkt einnehmen und dementsprechend
nicht Opfer der Opfer sein können, sondern Täter der Opfer
bleiben um (nie) einmal Opfer der Täter zu werden.
So ist z.B der Film Vaterland immer noch indiziert (glaub ich
zumindest) der eine Alternative Welt nach dem WWII aufzeigt.
Ein sehr sehr guter und Interessanter Film übrigends :-)
coma_blackGoat, ich unterstelle dir nicht, so ein Bürokrat zu sein, sonst würde ich nicht mit dir diskutieren. Die Moralapostel, die ich meine, sind für alle anderen Meinungen resistent, siehe zwei Beispiele:

[url]http://www.technolex-anwaelte.de/index.php?id=43&news_id=281&bpid=9[/url]

Der Beschlagnahmebeschluß zu Storm Warning, der den Film auf zwei Szenen reduziert und belegt, daß Richter eben nicht einmal in der Lage sind, einen durchschnittlichen Slasher zu verstehen. Geschweige denn, fiktive und reale Geschehnisse auseinanderzuhalten. "Den [I]Schauspielern[/I] ist alles erlaubt..."; "der Film hat keine Handlung" usw.


[url]http://www.direktzu.de/vonderleyen/messages/18918[/url]

Frau von der Leyne, die durch grenzenlose Dummheit oder dreiste Lügen schockiert: "eine Zensur findet nicht statt"


---

"Vaterland" ist jugendfrei und war es auch schon immer; das Dritte Reich ist als Thema lediglich im Computersektor ein Fall für die Zensur. Ich habe mich da mal erkundigt und herausgefunden, daß das damit zusammenhängt, daß Computerspiele, auch wenn sie für Erwachsene konzipiert wurden, als [I]Spielwaren[/I] gelten. Und im Spielwarenhandel betreibt man halt aus falscher Rücksicht auf die Kleinen dreiste Geschichtsfälschung, wie man auch an den falsch bebilderten Ju-87-Bausätzen sehen kann. (Nun, so gesehen kann ich das auch wieder irgendwie verstehen, ich würde es auch nicht gerne sehen, wenn sich mein Sohnemann Modellflugzeuge mit Swastika übers Bett hängt... Geschichtsfälschung ist es trotzdem)

Zu de Sade: die 120 Tage sind heute wie damals nahezu unkonsumierbar; schau dir nur mal den Hype um die "Feuchtgebiete" an, und da wo Charlotte Roche aufhört, fängt der Marquis ja noch nicht mal richtig an (wer das Buch noch nicht kennt: Lesen! Kotzen! Weiterlesen und Verstehen, wie Führungspersönlichkeiten ticken ;) ).
Der Film ist ebenfalls auch heute noch zusammen mit Caligula und Cannibal Holocaust das dreckigste und gemeinste, was man sich anschauen kann, wie ich schon bei mehreren fehlgeschlagenen DVD-Sessions feststellen musste (und da waren eigentlich immer ganz harte Hostelgucker dabei, die meinten, sie hätten schon alles gesehen... harharhar!)
Das Problem (oder das Gute, je nachdem) beim Herrn de Sade wie beim Film ist halt, daß beide inzwischen total asbach sind. Durch das literarische Werk des Marquis quälen sich heute ein paar Freaks oder Literaturwissenschaftler (also eigentlich nur Freaks) und die Pasolini-Adaption ist ein Fall für Filmhistoriker, die sich für die freien 70er interessieren, oder für Arte. D. h. der Mainstream wird hier komplett verfehlt, schon alleine weil die betreffenden Werke unter den Begriff "Kunst" subsumiert werden. Bei Kunst, die also von vornherein nur eine kleine Zielgruppe Intellektueller anspricht, sind die Zensoren im Allgemeinen etwas großzügiger, wie man an vielen kuriosen Streifen immer wieder feststellen kann, die irgendwo einsam in der letzten Ecke der Videothek verstauben - vielleicht sollte man Splatterfilme einfach als hochbrisante Charakterstudien und tiefenpsychologischen Essays über Entfremdung und Isolation anpreisen statt als "Neuen Horrorshocker", dann würden die Chaoskids nämlich garantiert was anderes ausleihen...

Den Circus Maximus will man übrigens schon wiederhaben, schau dir mal bitte die neueste Staffel "Big Brother" an, hier werden regelrechte Guantanamo-Methoden angewandt - so darf etwa seit ein paar Tagen ein Kandidat nicht mehr sitzen, nur stehen und gehen oder zur Schlafenszeit ins Bett liegen. Nun kann man sagen, Ätsch! Was macht er da auch mit?
Aber man kann auch sagen, was regt ihr euch über Kunstblut auf und schaut euch dann geifernd psychische Mißhandlungen an?

Das Bedürfnis der Konsumenten ist hier wie dort ähnlich, siehe meine obigen Ausführungen. Nur spielt die Kulturindustrie einfach ein doppeltes Spiel:
Einerseits geht es darum, die Leute einfach ruhigzustellen, einzulullen, kritikunfähig zu machen - auf der anderen Seite hingegen haben wir Strömungen, die versuchen, die selbstgefälligen Couchpotatoes wieder ein wenig wachzurütteln, indem sie eine kognitive Dissonanz verursachen. Wenn diese "Bewußtseinserweiterung" gesittet abläuft, wie beispielsweise in den Matrix-Filmen, bei The Dark Knight oder dem geschwätzigen Vendetta, dann hat auch niemand ernsthaft was dagegen. Das Ganze wird ohnehin als Thriller oder Action-Film rezipiert, vielleicht denkt man ja auch zehn Minuten drüber nach, aber das wars dann auch schon.
Es ist übrigens falsch, zu behaupten, ein Film biete keinen Raum für Interpretation. Ein Film ist auch nur ein Text, den man "lesen" kann, und wie bei jedem Text gibt es unterschiedliche Lesarten. Viele Filme fordern es ja geradezu heraus, daß man sie "liest", durch DVD und Video kann man unterbrechen, Szenen wiederholen etc. Hier ist wohl eher die geistige Trägheit der Konsumenten das Problem, die mit simplen Denksportaufgaben von M. Night Shyamalan bereits überfordert scheinen.
Bei Splatter ist das noch extremer. Seltsamerweise schaffen es Splatterszenen (und harte Pornographie) sich viel nachhaltiger einzuprägen. Diese Bilder bleiben länger im Gedächtnis haften, und darum reicht die Erschütterung durch die kognitive Dissonanz auch viel tiefer. Man wird durch derartige Darstellungen gezwungen, sich mit der eigenen Verletzlichkeit, Sterblichkeit, Sexualität, usw. - also mit den Dingen, um die es im Leben eigentlich geht, auseinanderzusetzen. Das macht diese Filme so unbequem, vor allem wenn sie das allzu selbstgefällige Bild, das man von sich hat, auf den Kopf stellen.


Wie gesagt, ich halte das für Kinder und Jugendliche ebenfalls für ungeeignet. Studien zur Wirkungsforschung belegen, daß nicht voll entwickelte Persönlichkeiten schlicht und einfach überlastet sind, das zu verstehen. Aber ab einem gewissen Alter muss man einfach davon ausgehen können, daß der Charakter soweit gefestigt ist; sonst müsste man ja auch das Wahlrecht an einen Idiotentest knüpfen (wäre vor allem beim passiven ein echter Gewinn...)

Hui, jetzt ist das schon wieder so ein ellenlanges Ding geworden...
Cabal[Quote][b]Zitat: Coma_black[/b]
Frau von der Leyne, die durch grenzenlose Dummheit oder dreiste Lügen schockiert: "eine Zensur findet nicht statt"[/quote]
Das stimmt ja auch, und ist ein gutes Beispiel dafür, wie mit populären Schlagwörtern und gefühlter Moderne Politik betrieben werden kann.
Die Spiele werden nicht vom Staate manipuliert, (was die Definition von Zensur ist), sie erhalten ein komplettes Einfuhr- und Verkaufsverbot, wenn sie sich nicht von selbst an die Kriterien richten, die ihnen das Land diktiert. Spielehersteller werden nicht nur damit dreist übers Ohr gehauen dass ihnen gesagt wird, ihre Arbeit wird nicht zensiert, sie erhalten diese Arbeit obendrein auch noch selbst.
So geschieht es auch mit Buch- und Filmmedien. Der Staat manipuliert sie nicht, verbietet aber ihren Vertrieb, wird sie ihren Anspruch nicht gerecht.

Unverfälschten Originalinhalt bekommen wir in Dt. darum nicht zu sehen, aber darum geht es Frau v. der Leine vermutlich nicht, die Zensur noch immer als verdeckte Manipulation von Inhalten versteht.

MfG
Cabal
Odessa---
Aber ab einem gewissen Alter muss man einfach davon ausgehen können, daß der Charakter soweit gefestigt ist; sonst müsste man ja auch das Wahlrecht an einen Idiotentest knüpfen (wäre vor allem beim passiven ein echter Gewinn...)
---

Coma, das ist ein guter Punkt. Dahingehend sehe ich zwar völlig Deinen, goat, Standpunkt und kann ihn teilen in gewissen Punkten, jedoch ist weiterhin das Problem gegeben daß Du nie für alle Menschen eine passende Lösung finden kannst. Ich kenne so viele Menschen, die diese Spiele spielen ohne daß sie auch nur ansatzweise aggressiv gegenüber Mitmenschen wären im "realen" Leben, im Gegenteil, sie bauen ihre Aggressionen mit diesen Spielen ab. Und natürlich gibt es unbestreitbar Menschen, die psychisch so labil sind DASS sie sich von irgendwelchen Gewaltmedien manipulieren lassen - aber wie willst Du das verhindern? Das wäre nur möglich wenn man die psychisch gefestigte (nicht gewalttätige) Mehrheit der Gewaltspiele-Spielenden extrem bevormundet (und ihnen diese Spiele, wie Cabal schon richtig feststellte, nicht zukommen lässt), man aber damit meiner Meinung nach trotzdem nicht verhindert, daß sich bei Menschen mit einer seelischen Instabilität/Unreife diese evtl. anders Bahn bricht - da kann dann Auslöser sein, daß sich dieser Mensch im Bus von jemand "schief angeblickt" fühlt oder er sich durch eine harmlose Kinderserie angespornt fühlt, im roten Umhang von Häuserdächern zu fliegen etc.

Ich möchte nur, daß jeder mündige erwachsene Bürger hierzulande das lesen, spielen, hören, sehen darf was er selbst möchte, möchte aber gleichzeitig daß Kinder geschützt werden vor Dingen, die ihr Geist, ihre Psyche, noch nicht verarbeiten können; aus diesem Dilemma heraus muß ich mich irgendwo zwischen FSK, Einfuhrverboten für gewisse Medien und dem Begriff "Medienfreiheit" zurechtfinden. Ich habe keine Lösung außer: "Eltern, erzieht Eure Kinder und achtet darauf was sie anschauen oder lesen, denn nur IHR als Eltern könnt die Psyche Eures Kindes beurteilen. Und wenn das Kind volljährig ist, heißt das nicht daß es deswegen geistig/seelisch erwachsen ist und nie zum Mörder wird - es heißt nur, daß es ab jetzt selbst entscheiden muß, was es sich zumutet an medialer Einflußnahme, und daß es dafür dann aber auch selbst verantwortlich ist - weil man irgendwann in seinem Leben nun mal diese Eigenverantwortung übernehmen muß, was ja auch ein Teil Freiheit ist."

Goat, ich kann Dir leider keine "klügeren" Argumente bieten, ich habe keine Patentlösung die alle menschlichen und sozialen Eventualitäten abdeckt parat :(.
coma_blackMir geht es im Grunde auch nur darum, daß ich als erwachsener Steuerzahler die Möglichkeit haben will, an unverfälschte Inhalte heranzukommen, solange es sich um fiktive bzw. nachgestellte Handlungen dreht. Diese Möglichkeit wird mir unter dem Deckmantel des Jugendschutzes genommen, vielmehr bewege ich mich in rechltichen Grauzonen, wenn ich etwa Spiele im Ausland bestelle, oder ganz in der Illegalität, weil ich förmlich dazu gezwungen werde, das betreffende Medium irgendwo herunterzuladen. Hinzu kommen dann noch solche Hindernisse wie Regionalcodes auf DVDs (die auch wirtschaftliche Gründe haben und aus dieser Sicht irgendwie auch wieder berechtigt sind) etc. pp.

Der eigentliche Treppenwitz an der Sache ist aber der, daß all diese Hindernisse für die zu schützenden Jugendlichen gar keine darstellen, denn die wissen, was Rapidshare ist, wo man Bloodpatches herbekommt und wie man die Chips von DVD-Playern oder der Playstation aus- und einbaut.

Insofern geht es bei der ganzen Debatte halt um eine verdeckte Zensur und, was noch schwerer wiegt, um die gezielte gesellschaftliche Diskreditierung von Gamern und Horrorfans, die ständig als tickende Zeitbomben dargestellt werden.
Goat93Ich denke, das kaum ein Mensch irgendwie "mündig" ist,
vielzuviele sind eben genau das Gegenteil und generell
strebt man auch direkt eine Unmündigkeit an. Diese wird
durch die Sitte und die Moral der Gesellschaft auch gestützt.
Die Abteilungen, die für eben dieses Zusammenspiel der
Menschen, für die Funktionierenden Fesseln der Menschen
zuständig sind, müßen immer vom Mindestmaß ausgehen,
was die Leute negativ beeinflußen kann, denn nur so kann
man Garantieren, das die Leute eben nicht negativ beeinflußt
werden. Soweit zur Theorie. Das die Realität völlig anders
aussieht, ist leider offensichtlich. Patentlösungen gibt es,
leider sind diese recht Revolutionär, denn man müßte den
kompletten Moralischen Basisapparat auswechseln und
ändern. Hierbei gibt es auch noch das Problem der
Gesellschaftlichen Moral, die als Zusammenspielträger
funktioniert. Im Endeffekt ist es gleich ob man nun die
Spiele hervorkramt, wo man "authentisch das Töten lernt"
oder Musik, die "volksverhetzend wirkt", ich springe allerdings
mal kurz zum zweiteren, denn das ist für fast alle logischer
nachvollziehbar (gerade in dieserm Diskussionspunkt denk
ch mal).
Wie stellst du dir denn den Umgang mit "Volksverhetzender"
Musik oder mit ebensolchen Schriften vor, Odessa oder auch
Coma?
Wo setzt du da die Mündigkeit der Personen an und wo würdest
du diese Mündigkeit den Personen absprechen?

Es geht mir generell nicht um die genannten Musik/Schrift-
erzeugnisse, aber ich denk einfach, das es logischer jetzt
nachvollziehbarer ist wie bei Spielen, da ja deren Wirkung
hier dementiert wird und dementsprechend diese als
Fallbeispiel nicht nachvollziehbar sind, daher bitte um
Entschuldigung des Themenwechsels als solches, hat
aber wie gesagt einen Grund ^^"

Zu den Regionalcodes:

Wo sind die denn berechtigt?
coma_blackWenn ich volksverhetzende Musik hören will, dann sollte ich das auch tun dürfen. Wenn ich mir Bücher wie "Mein Kampf" durchlesen will, sollte ich das tun dürfen, das Kommunistische Manifest, die Mao-Bibel und dergleichen mehr sind ja auch frei verkäuflich.

Wären beispielsweise Skinhead-Bands ganz normal im Laden zu kaufen, dann müsste die Gesellschaft einen Diskurs über die Inhalte führen. Durch die Indizierung und das Verbot der betreffenden Medien hingegen, fällt ja auch dieser wichtige Diskurs flach, denn wie soll ich über etwas debattieren, das ich eigentlich gar nicht kennen darf?
Darum haben es ja die Lehrer so schwer, auf die Jugendlichen, die Rechtsrock hören, richtig einzuwirken, denn sie können sich auf legalem Wege nicht einmal über die transportierten (schwachsinnigen) Inhalte informieren.

Der Regionalcode ist wirtschaftlich gesehen sinnvoll, weil die DVDs unterschiedliche Starttermine haben, und so gewährleistet wird, daß die deutschen Anbieter nicht allzuviele ungeduldigen Kunden verlieren, die auf die deutsche Tonspur pfeifen und sich das Ding mal eben aus Amerika oder Fernost importieren.
(Wobei das in Zeiten von Internetdownloads irgendwie Quatsch ist, aber auch hier hat man z. B. Itunes speziell auf die einzelnen Länder eingestellt.)
Goat93Mein kampf ist ja nicht indiziert, das kannst du dir ruhigen
Gewissens auch durchlesen, hat also mit dem Thema nichts
zu tun.
Du kannst Rechtsrock auch kaufen, darum geht es
eben auch nicht, es geht explizit um die indizierten und
beschlagnahmten Varianten dessen ;)

Also dschon die Härtefälle....
OdessaGoat, "Mein Kampf" ist soweit ich weiß eben nicht frei erhältlich - mag sein daß sich das geändert hat aber mein letzter Stand dahingehend, als ich vor über einem Jahr mit Darket mal die Diskussion hatte, ist, daß nur Studenten gewisser Fachrichtungen nach Beantragung und Begründung dieses Buch ausleihen dürfen von staatlichen Stellen/UniBibliotheken.

Ich sehe es wie coma: natürlich kann es nicht angehen, daß ich rechtsradikales Material nicht zu lesen kriege während ich jeden linksradikalen Müll (Flugblätter in denen steht: "Haut die Bullen platt wie Stullen" oder "nur ein toter Polizist ist ein guter Polizist" und ähnlich menschenverachtendes was ich schon auf Antifa-Machwerken lesen mußte) schon lesen darf zur "freien Informationsbildung". Ich gehe sogar noch weiter: das nur in Deutschland meines Wissens nach existente Holocaust-Leugnung ist eine Straftat-Gedöns ist eine dermaßen unsägliche Meinungsfreiheitsbeschneidung wie ich sie sonst nur aus urkommunistischen Regimen kenne. Denn egal wie sehr ich als Halbsemitin Nazis und ihre Ideologie bekämpfe, verachte und gar keinen geringsten Zweifel am Holocaust habe - es steht mir NICHT zu, einem anderen Menschen dessen Meinung und/oder Zweifel dahingehend zu verbieten.

Wie gesagt: wenn ich Freiheit und Meinungsfreiheit fordere, muß ich sie auch für die Dinge gelten lassen die mir selbst nicht zur Nase stehen, die ich persönlich für "gefährlich" oder "Humbug" halte - es ist leicht, "freiheitlich demokratisch" zu sein solange es nur um Dinge geht die ich selbst so sehe. Wirklich auf dem Prüfstand steht die freiheitliche Gesinnung dann, wenn ich auch Andersdenkenden zugestehe, ihre Meinung - mag sie mir noch so zuwider und abstoßend bis "kriminell" sein (sh. Holocaust-Leugnung) - ebenso frei zu äußern. Ich würde von daher JEDES Material aus dem 3. Reich freigeben - denn erst wenn Jeder das lesen kann, ist eine wirklich sachliche Diskussion die auf allen Leuten dann auch bekannten Fakten beruht gegeben. Ansonsten reden die meisten Leute aber weiter über Dinge, die sie nur vom "Hörensagen" kennen oder von Politikern berichtet bekommen, sind also auch angewiesen auf die vorgekaute Meinung der staatlich zugelassenen Medien. Nein danke, ich möchte schon selbst hören, sehen und lesen WAS da an (für mich ganz klar) erbärmlichem, widerlichem und kriminellst menschenverachtendem Zeug (sh. Rechtsradikales/3. Reich) fabriziert wurde. Es geht nichts über EIGENE Meinungsbildung.

edit (sorry ich hänge wieder dsl-technisch ohne Ende): was natürlich voraussetzt (aber es wurde ja auch nach meiner persönlichen Vorgehensweise/Meinung gefragt) daß alle Bürger wirklich mündig sind dahingehend, daß sie mit der frei verfügbaren Information auch entsprechend umgehen, sprich sich - so würde ich natürlich dabei dann hoffen - von rechts-/linksradikalem, menschenverachtendem, rassistischem und faschistoidem Gedankengut distanzieren. DAS wäre das, was ich damit erreichen wollen würde mit einer "völligen Freiheit" in Bezug auf Medien.
Goat93Zu Mein Kampf:

Einfache Geschichte ganz kompliziert gemacht ^^

Das Buch ist nicht indiziert, sondern das Druckrecht liegt beim
Freistaat Bayern, der ein Nachdruck an sich verweigert und auch
wenige Auszüge genehmigt, so gibt es einige mit Kommentaren
ganz normal und Öffentlich zu kaufen. Das damalig gedruckte
Buch kann man ganz normal kaufen und verkaufen übrigends...

[URL=http://www.amazon.de/Adolf-Hitlers-Kampf-kommentierte-Auswahl/dp/3471665536/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1235323484&sr=8-1]Mein Kampf Kommentiert Amazon[/URL]

[URL=http://www.amazon.de/Mein-Kampf-Editionen-Materialien-Literaturunterricht/dp/3123538052/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=books&qid=1235323484&sr=8-2]Mein Kampf Editoral mit Schulkenntnissen[/URL]

[URL=Mein Kampf: Adolf Hitler. 2 CDs: Kritisch gelesen und bearbeitet]Mein krampf Hörbuch 2 CD[/URL]

Ich bin absolut deiner Ansicht was die ganze Thematik angeht,
allerdings geht es eben auch um den Aspekt, wie es ist, wenn
die Materialien einfach so zur Verfügung stehen und wenn
wirklich jeder alles sagen kann was er will, denn im endeffekt
ist die BRD Moralisch auf diese Debatte aufgebaut.

:)

nachher mal mehr ^^"
coma_blackDer § 131 StGB, nach dem Filme und Games beschlagnahmt werden können, war ursprünglich dazu gedacht, vor allem linksradikale Schriften, wie sie Baader-Meinhof und die RAF verbreiteten, sicherzustellen. Also gerade solches Zeug wie "Haut die Bullen tot!".

Anfang der 80er wurde in einem beispiellosen Fall von Rechtsbeugung dieser Paragraph plötzlich nicht mehr nur auf Hetzschriften, sondern auch auf Kino- und Videofilme angewandt. Inzwischen hat es sich eingebürgert, daß ein Richter einen Film einziehen lassen kann, selbst wenn dieser die beanstandeten Szenen, die sich demnach nur in der perversen Phantasie des Richters abgespielt haben können, gar nicht enthält. "Storm Warning", in dem eben kein Penis in Großaufnahme zu sehen ist (und erst recht kein zerschnittener, nicht einmal in der Unrated, die einige Sekunden länger als die DF ist) ist hier leider kein Einzelfall. Ich würde jedenfalls wirklich gerne Mal die Fassungen von "Texas Chainsaw Massacre" oder "Freitag der 13. Das letzte Kapitel" sehen, die die verantwortlichen Zensoren zu sehen geglaubt haben, es scheint sich um weltweit einzigartige Extended-Versionen zu handeln ;)

Was die Meinungsfreiheit im Allgemeinen angeht, ist wie von Odessa gesagt, bereits das Verbot von offen gewaltverherrlichenden oder faschistoiden Hetzschriften ein Instrument, das eine Demokratie nicht nötig haben sollte.

Wenn man sich dann noch die Geschichte der "Gewaltvideodebatte" anschaut, kommt man nicht mehr umhin, sich komplett veräppelt zu fühlen. Es ging damals Rückblickend gar nicht um Jugendschutz oder Gewaltprävention, sondern um Marktinteressen bzw. politische Einflußnahme.
Das neue Medium Video bot den Konsumenten etwas, das sie im Fernsehen und im Kino nicht zu sehen bekamen: Porno und kleine dreckige Schmuddelfilme mit viel Gewalt. Nur durch diese Tatsache wurde der Markt angekurbelt, das Medium überhaupt erst interessant.
Als dann genügend Haushalte mit dem neuen technischen Gerät ausgestattet waren, wollten die Majors (Disney, Paramount usw.) in diesen lukrativen Markt einsteigen, doch für diese Anbieter war das Umfeld schlicht nicht seriös genug. Gleichzeitig fürchtete das kurz vor der Einführung der privaten Sender stehende Fernsehen die Konkurrenz. Also wurde in der Presse eine Debatte angestoßen, in der sich Psychologen und Pädagogen vor den Karren der "seriösen" Anbieter einerseits und der Politik andererseits spannen ließen (denn die Politik war damals der Meinung, das Privatfernsehen schon irgendwie steuern zu können, während man im Videosektor keinen Einfluß auf den Konsum nehmen konnte).
Das Ergebnis waren dann reihenweise Indizierungen/Beschlagnahmungen und die ersten "Familienfreundlichen Videotheken", die dann auch Mickey Maus ins Regal stellen durften.
Die zweite Debatte wurde dann im Fernsehen geführt, Thema war das Fernsehen selbst. Denn die Privaten hatten zu Anfang auch auf Gewalt und Titten gesetzt, um für eine möglichst breite Zuschauerschar interessant zu werden (hier liefen in der Frühphase viele auf Video bereits nicht mehr erhältliche Filme wie "Das Haus an der Friedhofsmauer" oder "Die Reitenden Leichen"-Teile im Spätprogramm). Wie zuvor stützte man sich auf mehr als dubiose Statistiken über die Anzahl von gesendeten Morden pro Stunde; um die alle wirklich zu sehen, hätte man aber mehrere Fernsehgeräte simultan laufen lassen müssen, usw. Ziel war auch hier eine puritanische Reinigung, nachdem der Markt ausgelotet war.
Die gegenwärtige Debatte wird wieder vom Fernsehen geführt, denn Computer und Internet sind als konkurrenz nicht zu unterschätzen. Wo Presse und Fernsehen abhängig von einigen großen Presseagenturen, also faktisch gleichgeschaltet, sind, wo der Videomarkt und erst recht das Fernsehen an allen Ecken und Enden gekürzt und zensiert werden, hat man es hier mit einem Medium zu tun, in dem sich auch abweichende Geisteshaltungen nicht oder nur sehr schwer unterdrücken lassen. Nichteinmal in China funktioniert die Internetzensur so reibungslos, wie man meinen könnte. Darum sind wiedereinmal Politiker in heller Aufregung und kramen mit psychologischer Unterstützung die schlimmsten Szenarios von Kinderschändern bis zu Selbstmordattentätern aus dem Hut, die sich hier im Internet versammelt hätten.
Gleichzeitig findet im Spielesektor wieder eine Marktbereinigung statt. Kleine Spieleschmieden, sofern es sie noch gibt, setzen oftmals auf die bewährten spekulativen Mischungen aus Sex & Crime, in der Hoffnung, so auch eher drittklassige Produkte an den Mann zu bringen. Das eigentliche Ziel ist es, diese relativ unabhängigen Entwickler entweder als Tochterfirma in den Mainstream zu integrieren, oder halt kaputtzumachen. So wurde das Trara um "Manhunt 2" gezielt von Sony und einigen Eiferern veranstaltet, um Rockstar Games zu schaden, denn ein verzögerter Starttermin und umfangreiche Entschärfungsmaßnahmen sind finanziell ein Mehraufwand und vor allem in der schnellebigen Computerbranche kann ein Spiel, das graphisch veraltet ist, zum Flop werden. Und das deutsche Release war natürlich bei [I]dem[/I] Spiel von vorneherein ausgeschlossen, obwohl der deutsche Markt für Computerspiele nicht zu untershätzen ist.


---

Mein Krampf: Naja, Hörbücher mag ich nicht, und kaufen kann man nur eine kommentierte [I]Auswahl[/I]. Das ist gerade das Problem für mich, wenn mir einer ein Zitat vorlegt, dann will ich auch überprüfen können, wie sehr das aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Es ist eben aufschllußreich, in welchen Gesamtzusammenhang Jesus sagt, man solle die Kinderlein zu ihm lassen (nicht weil er, wie viele annehmen besonders Kinderlieb war... aber das ist ein Thema für einen eigenen Thread).
Ich will jetzt um Himmels Willen natürlich nicht Hitler und Jesus vergleichen, aber gerade bei "Mein Kampf" ist es doch so, daß man die tollsten Gerüchte hört, was da alles drinstehen soll und sich das einfach nicht mehr richtig übeprüfen läßt mangels Original. Vor allem für den historisch Interessierten ein Ärgernis, aber auch wenn man sich mit Massenphänomenen auseinandersetzen will, oder mit Propaganda.

Explizit verboten ist das Buch allerdings nicht, ebensowenig wie die "Vorbehaltsfilme", man kommt nur einfach nicht dran... auch eine Form von Zensur.

Es ist für mich auch kein Zufall, daß die "Hebräische Mythologie" von Ranke-Graves/Patai nur antiquarisch für einen stattlichen Preis erhältlich ist; so kann man auch sicherstellen, daß gewisse Leute nicht an das falsche (richtige) Gedankengut kommen...



edit: weil Quellenangaben wichtig sind, meine Informationen zur nicht stattfindenen Zensur habe ich aus dem Buch "Splatter Movies" von Köhne/Kuschke/Meteling.
Goat93ein *überhaupt keine zeit hab* einwruf:

als pdf file kann man fast alles bekommen und soweit
ich weiß, ist es auch nicht verboten die auf dem rechner
zu haben, weiß das allerdings jetzt nicht genau. Ansonsten
aufm flohmarkt schauen...

Ironisch und Realsatirisch find cih allerdings das Hitler & Co eine
Feste Kapitalistische Größe in der Wirtschaft einnimt, verrückt
aber wahr...

so, ich hoff dassi freitach mehr zoit habn werd :(
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i]
[B](2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

Einfach mal weiterlesen, dann hat sichs was mit Verfassungswidrigkeit ;) [/B][/QUOTE]

Leider falsch.
Innerhalb einer sog. "Schranken-Schranken-Prüfung" sind wiederum die einschränkenden Gesetze und Bestimmungen auf ihre Verfassungskonformität hin zu überprüfen und können, so es das Bundesverfassungsgericht will, auch mal durchfallen... Aber da Du gern liest, empfehle ich die Kommentierung zu Art.5 GG im [url=http://www.amazon.de/Grundgesetz-Kommentar-Bde-Bd-2-Artikel-21-69/dp/3406384838]von Münch[/url].
;)
ApexIch hab das Studium gewechselt, seitdem vermodert mein Münch stilgerecht im...wo ist der eigentlich?

Aber ich hatte auch gar nicht den Anspruch hier ne Staatsrechts-Vorlesung zu halten, wens interessiert, da gibts genug Skripte im Netz...
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i]
[B]Ich hab das Studium gewechselt, seitdem vermodert mein Münch stilgerecht im...wo ist der eigentlich?

Aber ich hatte auch gar nicht den Anspruch hier ne Staatsrechts-Vorlesung zu halten, wens interessiert, da gibts genug Skripte im Netz... [/B][/QUOTE]

Ich hab noch einen, aber ist von '94 und sieht auch nicht mehr appetitlich aus. Außerdem habe ich Staatsrecht gehasst. Voll die Seuche!
WaldemarIch bin ein bekennender Killerspieler, schon seit vielen Jahen. Leider bis jetzt nicht Amok gelaufen, obwohl das mir in dieser Welt manchmal schwer fällt.

Wer Psychologie richtig verstanden hat, weiß, dass bei Computerspielen die Schuld für Gewalttaten ebensowenig zu suchen ist, wie bei Krimi- oder Actionfilmen. Der Zusammenhang zwischen "Killerspielen" und Amokläufen ist so klar wie der von Rauchen und Lungenkrebs. Was wird als nächstes in Frage gestellt? Die Schneeballschlacht als strategisch-taktische Kriegssimulation? "Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann" als rassistisches Hetzspiel? "Reise nach Jerusalem" als vielleicht antisemitisches Spiel? Alle Hämmer im Baumarkt müßte man auch verbieten, denn damit kann man auch Menschen erschlagen??

Die Ursachen für die Gewaltbereitschaft im Menschen auf brutale Computerspiele zu reduzieren ist m.E. lächerlich.
coma_blackTja, wie beim Rauchen arbeitet die "seriöse" Wissenschaft in den letzten Jahren gerne mit willkürlichen Korrelationen, um die Leute zu tugendhaftem Verhalten anzuleiten.
GezeichneterNeuderings ist für Minderjährige sogar an Tankstellen Alk tabu. - Wohin führt das alles? :D
coma_blackAlkohol war für Minderjährige eigentlich schon immer tabu, ich verstehe diesen Schmarrn nicht so recht, im Grunde genommen wird nur ohnehin schon geltendes Recht eingehalten. Bier hingegen ist ab 16 Jahren frei verkäulich und das bleibt auch weiterhin so. Vermutlich will Frau Bätzing auf diese Art vor den nächsten Wahlen noch schnell einen "Erfolg" verbuchen.
Die viel größere Sauerei ist die, daß (zumindest in Baden-Württemberg) aus Jugendschutzgründen auch Erwachsene nach 22.00 Uhr keinen Alk mehr an der Tankstelle bekommen. [I]Wo[/I] solche Maßnahmen noch enden, will ich mir inzwischen nicht mehr ausmalen...

Aber daß mit der Einführung der diversen Nichtraucherschutzgesetze noch lange nicht Schluß ist, sondern, daß den Tugendterroristen dadurch erst Tür und Tor geöffnet wurde, habe ich schon im August 2007 geschrieben, außerdem merke ich gerade, daß ich ziemlich Off-Topic bin :rolleyes:
Manleygenau, jetzt wäre ein schwenk zurück zum thema nicht schlecht. ;)
Goat93@waldemar:

wo sind denn die nachlesbaren unterlagen dafür oder
ist das so klar, das man nichts zum nachlesen braucht und
man die erkenntnis quasi eingeballert bekommt?
coma_blackIch erlaube mir mal, für Waldemar zu antworten:

In den diversen Studien, sofern sie wissenschaftlich sind, lassen sich lediglich Kausalzusammenhänge / Korrelationen nachweisen. Die Spiele verursachen Streß (sollen sie ja auch), und es ist auch nicht von der Hand zu weisen, daß sie zumindest kurzzeitig agressiv machen - alle darüberhinausgehenden "Forschungsergebnisse" hingegen sind Ideologie im Sinne einer überholten Bewahrpädagogik.

Ein Beispiel: Die Jungs in Littleton sind amokgelaufen, Marilyn Manson war der Amerikanische Buhmann. In den Habseligkeiten der Amokläufer fanden sich angeblich Manson-Cds und endlich hatte man ein Mittel in der Hand, den Bösewicht abzustrafen, weil seine Kunst nicht in die Mittelklassen-Ideologie hineinpasste. Dreht man die Sache aber um, muss man zugeben, daß Millionen von Menschen CDs von Mr. Manson oder Slipknot zuhause liegen haben, [I]ohne[/I] Amokzulaufen. (Wohingegen die Amokläufer Marilyn Manson gar nicht mochten...)

Ebensogut könnte man auch feststellen, daß in Thüringen die Storchpopulation sowie die Geburtenrate rückläufig sind -> Aha, der Storch bringt doch die Kinder :q


Ein weiteres Problem mit diesen Studien ist, daß sie die gesellschaftliche Situation weitgehend ausblenden. Erforschenswert wäre nämlich auch, warum in manchen Ländern junge Männer amoklaufen und in anderen nicht, und auch, warum und wo junge Männer bevorzugt zu derartigen Spielen greifen.

Stattdessen werden bei uns Bücher wie "Vorsicht Bildschirm" von diesem Spitzer veröffentlicht, der sich darin nicht schämt, anzuprangern, daß diese bösen Spiele bevorzugt zu Weihnachten veröffentlicht werden, (als ob es nur Christen geben würde!) und auch ansonsten nur dümmliche Polemik und bigottes Gutmenschengetue mit wissenschaftlichem Stil kaschiert. Hinter diesen "wissenschaftlichen" Erkenntnissen steckt m. E. die Absicht, eine repressive Moral aufrechtzuerhalten und das Volk zu disziplinieren - mehr nicht.
coma_blackUnd wieder dieselbe Leyen-Leier: Der Amokläufer in Winnenden war natürlich Ballerspieler...

Himmler war dafür Brillenträger, wieso nimmt sich vor denen niemand in Acht?
Goat93^^

wenn du schon für waldemar antwortest, denn auch
bitte zur Frage, gelle ^^"

In china hat man übrigends mal ganze Landstriche
von Brillenträgen ethisch gesäubert....also, ganz so
einfach ist die welt nun nicht gerade, allerdings bringt
dein ausspruch das thema leider auch nicht weiter...

du gehst auch wieder, wie vor einigen seiten, auf neben-
sächlichkeiten und auf diese ganzen kitschaussagen ein,
statt auf die wirklich interessanten und wichtigen.
Oder um mal in deiner Art zu antworten:
Bei den Nazis haben auch nur wenige die KZ's betriebenm,
also sollten wir jetzt alle wieder die fahnen rausholen und
die stiefel blankpolieren, kann ja nicht so schlimm gewesen+#
sein, die täter waren ja gar nicht so viele...:rolleyes:
coma_blackOkay, dann machen wir es mal anders herum: laß' doch mal bitte wenigstens eine Studie sehen, aus der klar und lückenlos ersichtlich ist, daß ein Computerspieler nach bestimmten Spielen amoklaufen wird.

Bei den Fahnenträgern mit den geputzten Stiefeln sieht es ein wenig anders aus, denn ihre Ideologie beinhaltet explizit die Ausmerzung der jüdischen Rasse, den Kampf gegen die Vernegerung und andere Abscheulichkeiten mehr. Ich möchte trotzdem auch hier unterscheiden: Nur weil ich diese Ungeheuerlichkeit von Buch (Mein Krampf) gelesen habe, heißt das noch lange nicht, daß ich mich damit identifiziere und dann im Stechschritt bei einer Fetischmodenschau mitmache. Andererseits ist es seltsam, daß ich anderen Büchern/Filmen/Spielen nicht so ablehnend gegenüberstehe und ich denke, hier sollte die Wirkungsforschung endlich einmal ansetzen. Man sollte nachfragen, warum dieser oder jener Inhalt auf den einen ansprechend wirkt und auf andere nicht, warum man sich mit diesem oder jenem Charakter identifiziert bzw. wann diese Identifikation umkippt usw.

Dieses "Kippen" der Identifikation macht ja gerade Splatterfilme auch so interessant, z. B. bei der endlosen Freitag, der 13.-Serie ist ja grundsätzlich immer zuerst Jason der Sympathieträger, aber ungefähr im letzten Drittel fiebert man dann doch mit dem Final-Girl mit. Die Gender-Forschung hat hier bereits einige brauchbare Ansätze geliefert (hat natürlich was mit dem berühmten Phallus zu tun), die sich auch auf den heutigen Amokläufer übertragen lassen, der es ja speziell auf weibliche Opfer abgesehen hatte. Leider geht dieser Punkt mal wieder in einer sensationsgeifernden Berichterstattung unter...
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]
In china... [/B][/QUOTE]

...ist gerade eben ein Sack Reis umgefallen. *gähn
Die Welt ist wirklich ausgesprochen kompliziert.
WaldemarDanke coma_black, dass trifft ziemlich meinen Standpunkt.

@goat93

Ich kann dir mehere Studien nennen, die klar davon ausgehen, dass Computerspiele Agressivität steigern. Aber es gibt in keiner, wie auch coma_black schon sagte, eine nachgewiesene Kausalität zwischen "Killerspielen" und Amoklaufen.

Es gibt auch eine Studie der FU Berlin die sagt

[QUOTE]Im Zuge der Studie wurden über 270 Pflichtschulkinder im Alter von acht bis 13 Jahren im Abstand von einem Jahr zweimal zu dem Thema Computerspiele befragt. Darüber hinaus wurden die einzelnen Schüler von ihren Klassenkammeraden und Lehrern auf ihre Aggressivität hin bewertet. "Wir haben festgestellt, dass gewalttätige Computerspiele die Kinder nicht aggressiver machen, sondern dass aggressive Kinder zu gewalttätigen Computerspielen tendieren"[/QUOTE]

Aber mal abgesehen von den Studien, von den sogenannten "Experten". Die einen belegen eine Kausaltität, die anderen eben nicht. Es gibt Studien die "Killerspiele" als Prävention bewerten und, wie Odessa schon anmerkte, und erläutern dort, dass Agressionen vielmehr abgebaut werden.

Diese “Killerspiele” gibt es schon seit über 10 Jahren und sind sehr verbreitet. Duke Nukem 3D (1996), Doom, Quake 1 (1997), Quake 2, Action Quake, Quake 3, Jedi Knight, Half-Life, Unreal Tournament (1999) usw usv.
um nur einige zu nennen.

Es gibt wohl nun schon eine ganze Generation von Jugendlichen und Erwachsenen, die sind damit aufgewachsen sind, und spielen das regelmäßig seit 10 Jahren bis heute.

Ich selber spiele auch seit ca. 11 Jahren regelmäßig Online Egoshooter. Auch mit 39 macht mir das immer noch sehr viel Spaß. Habe viele Clans erlebt, viele Jugendliche, kenne alle Facetten des Online Zockens. Das kennzeichnende Merkmal socher Spiele ist in der Regel immer der Wettbewerb untereinander und nicht die Gewalt.

Eigentlich ödet mich dieses Gesülze schon eine ganze Weile an. Denn sie ist ja immer die gleiche Leier. Aber nun ja, bin ja in Übung :-)

Was war eigentlich mit den Amokläufern, die vor 1980 oder früher ausgetickt sind? Da gab es noch keine "Killerspiele" im heutigen Ausmaße. Ich glaube gelesen zu haben, dass man 1970 die Hippies und ihre böse Musik verantwortlich machte.

Und genau das ist der springende Punkt, wer von Hause schon agressiv ist oder psychisch labil, platt gesagt, eine deutliche Klatsche hat, wird seine Gewaltfantasien ganz anders ausleben.

Die Faktoren die dazu führen sind sehr vielseitig, um nur einige zu nennen.. zitiere ich gerne Wiki:

[QUOTE]Auslöser eines Amoklaufs gelten eine fortgeschrittene psychosoziale Entwurzelung des Täters, der Verlust beruflicher Integration durch Arbeitslosigkeit, Rückstufung oder Versetzung, zunehmend erfahrene Kränkungen sowie Partnerschaftskonflikte. Oft spielen vor einem Amoklauf mehrere Faktoren eine Rolle. Dabei sind sie nicht unmittelbar direkt vor dem Ereignis gelegen, sondern können bereits längere Zeit bestehen. Die Täter sind meist Männer mit aggressions- und konfliktgehemmter Persönlichkeit. Typisch ist, dass es sich bei Amokläufen nicht um Affekthandlungen (relativ spontanen, vom Täter nicht kontrollierbaren Handlungen aus starken Gefühlen heraus) handelt. Die Tat ist vielmehr eine Folge allmählicher Entwicklung gewalttätiger Gedanken und Fantasien.[4] Nur bei sieben Prozent der Täter ist eine psychiatrische Erkrankung festzustellen. Tatmotiv ist meist Rache[/QUOTE]

Die menschliche Psyche ist so komplex, dass hier diese MONOKAUSALE Herleitung von Killerspiel auf Amoklaufen viel zu einfach währe.
Goat93was mich interessieren würde, wäre die basis, worauf ihr
eure aussagen stützt, denn da kommt bisher irgendwie
nichts, was ich nachlesen kann oder mir ansehen kann.
Das es zu allem studien gibt...naja dann müßte es doch auch
eine geben, wo eure meinung belegt wird, oder nicht?
ich will auch keine expliziten studien, sondern unterlagen,
also alles was geht und worauf sich so eine aussage aufbauen
läßt...

wie gesagt, vom himmel fällt so eine erkentniss ja nicht...

ich wiederhole mich zwar auch wieder, aber es geht NICHT
um die Allgemeinheit und der masse, sondern um den Einfluß
der Medien generell auf den EINZELNEN...und da gehen hier
die Themen immer wieder auseinander.Es ist zwar tollitoll und
Apllaus Applaus das du kein Amokläufer durch Doom1 bist,
das interessiert mich aber eigentlich auch nicht gerade so
sonderlich, wenn du verstehst was ich mein...

[QUOTE]Ich möchte trotzdem auch hier unterscheiden: Nur weil
ich diese Ungeheuerlichkeit von Buch (Mein Krampf) gelesen
habe, heißt das noch lange nicht, daß ich mich damit identifiziere
und dann im Stechschritt bei einer Fetischmodenschau mitmache.
[/QUOTE]
eventuell könnte man daraus einen Vergleich machen.
Nur weil du es gelesen hast, kann man nicht davon ausgehen
das du damit sympathisierst. Alelrdings, hier fängt der Ver-
gleich an, wenn du mit dem Buch rumrennst, als wenn es
die 10 Gebote von Gott in deiner Hand gerade fertiggefräst
sind und jeden unter die nase reibst, wie toll das buch ist
und wieviel spaß es macht, das zu lesen, liegt es schon
nahe, das du den Inhalt auch damit meinst statt nur die
nicht vorhandenen bildchen. Hier sehe ich auch den Ansatz
zu den Medium Unterhaltung, die Sympathie und deren
Darstellung sowie Verbreitung+Glorifizierung.
Denn man liest nicht nur das Buch, man Spielt es durch...
also sozusagen spielst du den Judenmord durch, die
Rassentrennung, die Massenvernichtung und den Freiheits-
kampf usw usf...

Ich wiederhole mich auch mal wieder, aber das kommt hier auch
mal wieder durch, mich interessieren die Massenkompaktible
Darstellung der Fälle auch rein garnicht, daher kann man das
auch endlich ablegen...
coma_blackSelbst wenn man die Ideologie des Dritten Reiches nachfiebern möchte, gibt es bessere Bücher. "Der Stählerne Traum" von Norman Spinrad ist in dieser Hinsicht erschreckend, hier fiebert man mit und ist gleichzeitig zur Reflexion gezwungen, bei [I]was[/I] man da mitfiebert. Trotzdem war das Buch eine Zeit lang auf dem Index...

Das Problem bei der Erforschung von Computerspielen ist die relativ einseitige Zielsetzung der diversen Studien. Ausführliche Rezensionen, Formanalysen, differenzierte Wirkungsforschung gibt es schlicht und einfach nicht; diese Arbeiten (sofern sie sich nicht auf die Anpreisung toller Grafiken oder die Bewertung des Fun-Faktors beschränken wie auf vielen Games-Seiten) sind erst noch zu schreiben. Für die Forschung scheinen Computerspiele lediglich relevant zu sein, wenn es um Kausalzusammenhänge von realer und medialer Gewalt geht. Darum kann ich keine Literatur benennen, die meine persönlichen Standpunkte untermauert. (Die Situation ist ähnlich wie beim Passivrauch, hier haben die geistigen Erben eines Begriffs aus der Nazizeit massenweise "Forschungsergebnisse", die eigentlich nichts belegen... Wenn man aber Zweifel äußert, heißt es "es steht geschrieben, bringe Studien, die das Gegenteil aussagen oder glaube!")

Ich kann lediglich noch einmal auf das sehr kompetente Buch "Splatter-Movies" verweisen, in dem es um Psychoanalyse, Gender-Studies, Seduktion des Zuschauers, Apokalypse, Terrorismus etc. pp. geht und das in dieser Hinsicht im deutschen Raum, der von Fan-Publikationen (X-Rated usw.) dominiert ist, eine Ausnahme darstellt. Man kann zwar vom Film nicht alles auf Computerspiele übertragen, aber man bekommt zumindest vermittelt, wie man in einem Werk [I]mehr[/I] sehen kann als nur das oberflächliche Schockmoment.
Waldemar[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]ich wiederhole mich zwar auch wieder, aber es geht NICHT
um die Allgemeinheit und der masse, sondern um den Einfluß
der Medien generell auf den EINZELNEN...und da gehen hier
die Themen immer wieder auseinander.Es ist zwar tollitoll und
Apllaus Applaus das du kein Amokläufer durch Doom1 bist,
das interessiert mich aber eigentlich auch nicht gerade so
sonderlich, wenn du verstehst was ich mein...[/B][/QUOTE]


Trotz massig Konsum von Pornos hast noch nie eine Frau vergewaltigt! Wie immer, ist es a) dann unerheblich, b) kann es ja noch kommen. Aber auch Glückwünsche zurück.
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Trotz massig Konsum von Pornos hast noch nie eine Frau vergewaltigt! Wie immer, ist es a) dann unerheblich, b) kann es ja noch kommen. Aber auch Glückwünsche zurück. [/B][/QUOTE]

Hmm, ich denke du willst einfach nicht verstehen, worauf
die Diskussion abzielt, daher ist es wohl auch Sinnlos
weiter darauf einzugehen...

@coma:

Es gibt viele einzelne Berichte, die recht differenziert mit
dem Thema umgehen und selbst die Medien haben einen
Schwung in Richtung Neutralität eingenommen, statt nur
noch etwas aufzubauschen, dementsprechend würd ich
schon sagen, das man bei genügend Suche auch was
findet. Es ist leicht eine Aussage zu treffen und diese
nicht zu untermauern, leider sehe ich darin nur keinen
Sinn eine Debatte aufzubauen, denn man kommt einfach
nicht weiter. Das Buch Splatter Movies kenn ich nicht,
werd ich mir aber mal besorgen :)
Im Filmbereich ist es sehr ähnlich, ebenso wie im
Musik und Politikbereich, wodurch man doch recht einfach
Paralellbeispiele aufziehen kann. Denke, das man das auch
weiterhin so machen sollte. Die Grundproblematik hab ich
jetzt mehrfach angesprochen und seltsamerweise wurde
da nicht so richtig drauf eingegangen. Diese ist, das die
Unterhaltungsmedien den Menschen definitiv beeinflußen,
auf verschiedenste Art und Weise und das das Geselschaftliche
Miteinander sich dynamisch verändert. Zielsetzung wäre
eigentlich rein Logisch, zu selektieren worin diese Medien
einen Einfluß nehmen und wie dieser aussieht. Das geht
in verschiedenen Richtungen und auch in verschiedenen
Fazits, soweit ich das nachverfolgen kann. Das kann man
übrigends auch am Ende als Studie verkaufen :D
Marylin Manson hat wirklich einen gewissen Einfluß auf
die Leute, ebenso wie Anton lavey diesen hatte (oder teilw.
immer noch hat). Doom 1 Hatte auch einen Einfluß. Eine
Sache ist nun diese Art des Einflußes herauszufiltern, dann
findet man schonmal heraus das es verschiedene Ebenen
und Einflußnahmen sind, die wirken Können (nicht müßen).
coma_blackOkay Goat, dann habe ich schlicht und einfach nicht richtig begriffen, worum es dir geht. In der Dialektik der Aufklärung von Horkheimer und Adorno (mein Lieblingsbuch, das mich zum Anhänger der Kritischen Theorie machte) findet sich ein längerer Artikel "Kulturindustrie oder Aufklärung als Massenbetrug". Hier werden einige Thesen aus Walter Benjamins "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit" weiterentwickelt, unter dem Strich kann man grob verkürzt sagen, daß die moderne Unterhaltungsindustrie eigentlich nur dem einen Zweck dient, den Menschen die gegenwärtigen Herrschaftsstrukturen als die einzig richtigen einzubläuen. Horkheimer/Adorno als Marxisten stellen fest, daß jeder Film letztlich die Macht des investierten Kapitals beschwört (man unterscheidet ja tatsächlich auch in "billige" Effekte und Großproduktionen).

Von Hans-Richard Brittnacher gibt es ein sehr gelungenes Buch über "Die Ästhetik des Horrors", in dem anhand der phantastischen Literatur von Geistern über Dracula und Wolfsmenschen bis zu Satanisten und Frankenstein der gesamte Zeichenvorrat des Horrorgenres psychologisch und soziologisch durchgearbeitet wird.

In Wilhelm Reichs "Massenpsychologie des Faschismus" kann man neben der unterschwelligen Bedeutung von Nazisymbolik vor allem viel über die sexuell frustrierte Mittelschicht und ihr Bedürfnis nach Erlöserfiguren erfahren. Die Eugenik wird z. B. schlüssig auf die Angst vor Geschlechtskrankheiten wie Syphillis zurückgeführt usw.

Die messianischen Erlöserfiguren hingegen kann man erst in ihrer Gänze erfassen, wenn man sich mit heidnischen Neujahrs- und Initiationsriten, also dem rituellen Königsmord, wie ihn Ranke-Graves in "Die weiße Göttin" und der griechischen bzw. hebräischen Mythologie, oder Frazer in "Der Goldene Zweig" beschreibt.

Und damit sind wir wieder bei der Dialektik der Aufklärung, die nichts anderes feststellt, als daß die Zivilisation vermittels ihrer eigenen Methoden und Institutionen (wie z. B. den Medien) wieder in der Barbarei versinken wird...

Horkheimer und Adorno sehen als einzigen Hebel zur Rettung der Aufklärung die Auseinandersetzung mit der Schockästhetik eines DeSade, Nietzsches feuchten Träumen von irgendwelchen Übermenschen, Macchiavellis Staatstherie der Grausamkeit usw. Denn nur diese Entgleisungen eines durch und durch mit mathematischer Präzision handelnden "Willens zur Macht", der letztlich nichts anderes als rohe Gewalt über alles zur Verfügung stehende Material (Menschen mit eingeschlossen) darstellt und zu Mißbrauch und Vergewaltigung von Mensch und Natur führt, können eventuell dazu beitragen, daß sich die Aufklärung über sich selbst aufklärt.

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Wie gesagt, ich kann meine Thesen nicht direkt belegen, ich kann hier nur ansatzweise meine ganz eigenen Gedanken vermitteln, die von zahlreichen Quellen beeinflußt sind. Einige habe ich genannt, andere behalte ich für mich, weil letztlich jeder selber nach seiner eigenen Wahrheit suchen sollte. Jedoch glaube ich erkannt zu haben, daß man all den Experten, die den aufrechten Gang in erster Linie dafür haben, um zum nächsten Mikrofon zu laufen, einfach noch weniger trauen kann, als irgendwelchen Filmemachern oder Spieldesignern. Denn die stehen wenigstens dazu, daß sie einem lediglich Illusionen verkaufen.
CagliostroEinige Spiele machen auf Lange Sicht halt hirnlos, ob sie die Mordlust steigern, sei mal dahingestellt.
coma_blackDie Sims zum Beispiel... :D
WaldemarUnd das macht mich agressiver als jedes Ego-Shooter Spiel.. :)
coma_blackMal wieder was Neues für diesen alten Thread:

In Stuttgart hat die Aktion "Familien gegen Killerspiele" jüngst einen tollen Container für Games aufgestellt.

[url]http://www.golem.de/0910/70553.html[/url]

Zum Glück mit gewaltigem Erfolg, einige arglose Straßenpassanten ließen sich dazu nötigen, telegen leere Verpackungen hineinzuwerfen - insgesamt finden sich für organisierte Medien-Entsorgungskampagnen jedoch (noch) keine Mitläufer.

---

2. Rufer: Gegen Dekadenz und moralischen Verfall! Für Zucht und Sitte in Familie und Staat! Ich übergebe der Flamme die Shooter von ID-Software, Counter-Strike, Manhunt und Half-Life.

4. Rufer: Gegen seelenzerfasernde Überschätzung des Trieblebens, Für den Adel der menschlichen Seele! Ich übergebe der Flamme Duke Nukem und seine Babes.

5. Rufer: Gegen Verfälschung unserer Geschichte und Herabwürdigung ihrer großen Gestalten, Für Ehrfurcht vor unserer Vergangenheit! Ich übergebe der Flamme die Wolfenstein-Serie und Call of Duty.
smart_hicksDas ist ja lachhaft. Klar, ich gehe in den Media-Markt, kaufe mir ein unterhaltsames Ballerspiel und schmeiss es am nächsten Tag demütig und gottesfürchtig in den Container. Hallo? Ich weiß ja nicht, wer genau dahinter steckt, aber mit viel Intelligenz scheint er nicht gesegnet zu sein (dabei dachte ich hauptsächlich Computerspiele machen dumm). Ich hab schon als Knirps Ego-Shooter gezockt und meine Eltern fanden das auch nicht gut, aber hätten sie es gewagt, die Games in so einen Container zu werfen, wär es vorbei mit dem Familienfrieden (ich denke so ist die Aktion wohl gedacht).

Wann kommt der Tag, an dem von oberster Stelle dazu aufgerufen wird, Spiele und andere böse Sachen zu vebrennen, so richtig Nazi-mäßig?

Gruß

Hicks
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[B]Ich weiß ja nicht, wer genau dahinter steckt,[/B][/QUOTE]

"Es besteht aus betroffenen Familien der Opfer des Amoklaufs am 11.März 2009."

Behaupten sie zumindest selbst von sich:
[url]http://www.memo-software.de/aaw/index.php/ueber-uns[/url]

[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
aber mit viel Intelligenz scheint er nicht gesegnet zu sein (dabei dachte ich hauptsächlich Computerspiele machen dumm).[/QUOTE]

Ich schätze sie haben keine objektive Distanz zu der Thematik.

[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
Ich hab schon als Knirps Ego-Shooter gezockt und meine Eltern fanden das auch nicht gut,[/QUOTE]

Sie hatten auch allen Grund. Das Thema "neue Medien" beflügelt, die Intelligenzia ganz Deutschlands. Da fühlen sich die Besten, der Besten der Besten berufen, um den Erkenntnishorizont der Menschheit mit atemberaubenden Studien zu erweitern:

[url]http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/567218/[/url]

„Nun, Beispiel: Man lässt Leute ein gewalttätiges Computerspiel spielen oder eben was anderes und hinterher guckt man, wie gewalttätig sind die. Und auch das kann man experimentell messen. Man lässt sie zum Beispiel einen Drink mixen aus Tabasco und Wasser. Und wenn die vorher ein Gewaltspiel gespielt haben, dann tun sie mehr Tabasco rein. Sie können das in Gramm Tabasco messen, dass die Leute vierfach - die tun da wirklich viermal mehr da rein -, vierfach aggressiver werden."

Der Text muss vermutlich von Laien mehrmals gelesen werden, um das ganze Fachchinesisch und die Komplexen Wirkmechanismen der modernen Hirnforschung zu verstehen.
coma_blackTja, der Herr Spitzer. Vielleicht ein guter Hirnforscher, aber auch ein ideologisch verblendeter Kreuzritter gegen aus konservativ-christlicher Sicht unerwünschte Inhalte.

edit:
Emotionen sind mittels der Methoden der Hirnforschung meßbar. Wenn Kunst oder Spiel keine Emotionen hervorrufen würde, würde die Menschheit vermutlich darauf verzichten.
Spitzer führt nun rein subjektiv Bewertungskriterien für die Qualität von Emotionen ein, die sich an einem allzu simplen Gut-Böse-Schema orientieren (angenehm=gut, unbequem=böse) und unterfüttert seine ganz private eingeengte Weltsicht mit reichlich Fachvokabular.
Und hier sind wir wieder beim allenthalben sich abzeichnenden Trend zur Entmündigung erwachsener Bürger, denn es ist meine Sache, welchen emotionalen Zuständen ich mich hingeben will, und nicht die Aufgabe eines "Experten", mir ein allgemeines Glücksgefühl zu verordnen.

"Understanding fear ist a part of us and must be embraced." So Clive Barker über Horrorfilme. Gleiches gilt auch für Zorn, Hass und andere Zustände, die auf der Gefühlsskala im unteren Bereich angesiedelt sind.


Interessant in dem verlinkten Text übrigens die Querverweise auf Passivrauch und Umweltschutz - da weiß man, aus welcher Ecke der Wind weht. ;)
Goat93Tabasco = Gewalt

war sowieso klar und wer was anderes behauptet ist ein
Weltverschwörer der keine Ahnung hat :D :cool:
Fou LouIch hab nur die erste und letzte seite lesen daher werde ich nur allgemein meine Erfarhrungen mit kilerspielen schreiben.

In wieweit sogenannte killerspiele aggressiever machen oder nicht sei mal dahin gestellt. Ein halber lieter korn kann auch agrresiv machen und wird deswegen nicht gleich verboten.

Erstmal hat der begriff "killerspiele" keine Eindeutige definition. Sodass imgrunde alles ein Killerspiel sein kann was die Medien dazu machen wollen. Nach den amokläufen, waren die medien voll von übertriebenen und falschen darstellungen von sogenannten Killerspielen. Die fehler bemerken aber nur die jenigen die diese spiele gespielt haben. Auch darf man nicht vergessen Das deutschland die Härtesten Jugendschutzgesetzen bei spielen hat. Das alter was drauf steht ist schon seit gut 5 Jahren keine FSK mehr sondern verbindlich. Auch das übersehen viele. Spiele ab einem bestimmten alter dürfen jügeren nicht zugänglich gemacht werden. das ist genau wie mit dem rauchen, alkohol etc. Nur ist das bewusstsein dafür mitunter nicht vorhanden.

Ich denke fakt ist das killerspiele aus einen Normalen menschen keinen killer machen. Wie man es ja einem manchmal gerne erzählt wird.
AzaMeiner Erfahrung nach wird beim Verkauf von PC-Spielen das Alter deutlich stärker kontrolliert, als bei Alkohol. Von Zigaretten brauchen wir ja garnicht reden.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass PC-Spiele allg. zu Aggressionen führen können, nämlich dann, wenn Mama den Stecker zieht.
Dabei ist es völlig egal ob es Counterstrike, Doom oder SimCity 1998 ist.
Gleiches Resultat auch beim Abschalten vom TV o.Ä...
Imho ganz normales Verhalten
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von Fou Lou [/i]
Nach den amokläufen, waren die medien voll von übertriebenen und falschen darstellungen von sogenannten Killerspielen.][/QUOTE]

Jo, ein Klassiker ist immer noch der Bericht von Panorama (die Kommentare nerven allerdings, man sollte den Film für sich stehen lassen :P)- unter Gamern besitzt dieser Film schon lange Kultstatus, aber es gibt noch viele andere Sendungen die auf solch hohle Art und Weise Bezug zur Mediengewalt nehmen:

[url]http://www.youtube.com/watch?v=ZZbgBcCADoI[/url]

Noch ein Link für alle die keinen blassen Schimmer haben:

[url]http://www.youtube.com/watch?v=ZuxdST_x0Vc[/url]

(hab mir das zweite Video noch mal angeschaut. Schaut euch unbedingt 7:25min an *lol*)
Fou LouDanke Smarts. genau die hab ich gerade noch gesucht und wollt den link nacheditieren. Ich muss sagen ich war geschockt von unseren rechtlich freien medien das die so einen Bild-Reifen beitrag hinbekommen.

Leider sind die eingeblenteten gegendarstellungen im ersten video nicht so gut genlungen. Da gibts es zum selben thema ausagekräftigere zb. ein video vom youtube user im 2. gelinkten video.
Goat93[QUOTE]Ein halber lieter korn kann auch agrresiv machen und wird deswegen nicht gleich verboten.[/QUOTE]

Seltsam, scheinst aber in einem komischen Teil von Deutschland
zu leben....
SenecaSo, ich hab das mal getestet. Ich habe die letzten drei Tage 10h täglich [url=http://www.youtube.com/watch?v=RYUrS3IzTc4&feature=related]ArmA II[/url] online gespielt. Ich merke überhaupt nichts negatives... Ich will weder Deathmetal hören, noch hatte ich das Verlangen irgendwelche Waffen anzufassen...meine Fahrweise war heute sogar defensiver als vorher. Ich habe lediglich ein paar nette Briten und Amerikaner über Teamspeak kennengelernt....und muste erfahren dass doch tatsächlich was nicht stimmt mit diesen Killerspielen...Auf den deutschen Servern tummeln sich fast nur Idioten die im Rapper-Kanack-Style den ingame Chat vollspammen und sich und die Verbündeten immer mal wieder mutwillig in die Luft sprengen.

Traditionell geht man daher auf die US/UK Server wenn man ersthaft kooperativ und kompetitiv spielen will.

Ich bin jetzte lediglich hundemüde...mein Aggressionspoteial ist sagenhaft niedrig udn auf den niedrigsten Stand seit Monaten

ich könnte Euch jetze alle mal umarmen.
Krang2ALLE Videospiele wirken bei häufigem Spielen schädlich auf Kinder und Jugendliche! ALLE, auch Lernspiele!

Sie töten Kreativität ab, machen geistig und körperlich träge und antriebslos, zerstören die Kommunikationsfähigkeit, fördern Gleichgültigkeit, beeinflussen die Wahrnehmung (Verengung), behindern emotionale Reifung (da sie eine Scheinwelt schaffen und somit Erfahrungen in der echten Welt ausgeblendet, "ersetzt" werden können), behindern Entwicklung motorischer Fähigkeiten, fördern Fettleibigkeit, vermindern Empathievermögen und echte Gefühle, fördern Krankheiten (Immunsystem, Körperhaltung,...) und Fehlsichtigkeit, führen zu Hyperaktivität und Konzentrationsproblemen z.B. in der Schule, erzeugen Verhaltensstörungen, da das Gehirn die Bilder und Bedeutungen nicht altersgerecht verarbeiten kann....habe ich was Wichtiges vergessen???
Ach so, bei Erwachsenen ist das übrigens auch so, aber das ist Absicht, deshalb dürfen HartzIV-Empfänger ja einen Fernseher haben, und die neue Wii wird auch nicht mitgenommen. Dann sind die alle als potentielle Gefährdung fürs System abgeschaltet, sozusagen im Standby-Modus.
Ein Gesellschaftsspiel oder ein gutes Buch sind da die bessere Unterhaltung. Die brutalen Videospiele tragen noch zur Entmenschlichung bei, aber sind eher Symptom als Ursache. Fazit: In meiner ersten Schwangerschaft wurde der Fernseher nebst aller alten Spiele entsorgt .... und je mehr ich mit anderen Kindern vergleiche, desto weniger habe ich das Gefühl, daß meine etwas verpassen...eher umgekehrt. Vor 10 gibt es keinerlei Rechtfertigung für irgend eine viereckige Röhre, gleich welcher Art.
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von Krang2 [/i]
[B]ALLE Videospiele wirken bei häufigem Spielen schädlich auf Kinder und Jugendliche! ALLE, auch Lernspiele!

Sie töten Kreativität ab, machen geistig und körperlich träge und antriebslos, zerstören die Kommunikationsfähigkeit, fördern Gleichgültigkeit, beeinflussen die Wahrnehmung (Verengung), behindern emotionale Reifung (da sie eine Scheinwelt schaffen und somit Erfahrungen in der echten Welt ausgeblendet, "ersetzt" werden können), behindern Entwicklung motorischer Fähigkeiten, fördern Fettleibigkeit, vermindern Empathievermögen und echte Gefühle, fördern Krankheiten (Immunsystem, Körperhaltung,...) und Fehlsichtigkeit, führen zu Hyperaktivität und Konzentrationsproblemen z.B. in der Schule, erzeugen Verhaltensstörungen, da das Gehirn die Bilder und Bedeutungen nicht altersgerecht verarbeiten kann....habe ich was Wichtiges vergessen???
Ach so, bei Erwachsenen ist das übrigens auch so, aber das ist Absicht, deshalb dürfen HartzIV-Empfänger ja einen Fernseher haben, und die neue Wii wird auch nicht mitgenommen. Dann sind die alle als potentielle Gefährdung fürs System abgeschaltet, sozusagen im Standby-Modus.
Ein Gesellschaftsspiel oder ein gutes Buch sind da die bessere Unterhaltung. Die brutalen Videospiele tragen noch zur Entmenschlichung bei, aber sind eher Symptom als Ursache. Fazit: In meiner ersten Schwangerschaft wurde der Fernseher nebst aller alten Spiele entsorgt .... und je mehr ich mit anderen Kindern vergleiche, desto weniger habe ich das Gefühl, daß meine etwas verpassen...eher umgekehrt. Vor 10 gibt es keinerlei Rechtfertigung für irgend eine viereckige Röhre, gleich welcher Art. [/B][/QUOTE]

Moment moment. Das geht mir ein bisschen zu schnell. Wenn Du behauptest, übermäßiger Gebrauch von Medien und Maßlosigkeit bei medialer Berieselung, machen träge, kann ich Dir nur beipflichten, aber so wie Du es darstellst, hat es bereits einen negativen Effekt, wenn ich mich überhaupt mit medialen Inhalten beschäftige - ich würde sogar so weit gehen, dass Zerstreuung absolut normal ist oder sollen wir wie ADHS'ler durch die Gegend springen und uns zwanghaft mit kreativen Dingen beschäftigen - glaub mir, irgendwann ist der kreative Output versiegt und man wünscht sich, etwas sinnfreies zu machen oder sich einfach mal gemütlich auf die Couch zu flenzen, ganz unabhängig davon ob man nun als Hartzie sich die Langeweile vertreibt oder sich der Angestellte nach Feierabend die Champions League mit einer Flasche Bier in der Hand anschaut (was hat Hartz IV überhaupt mit diesem Thema zu tun?)

Gruß

Hicks
Ronin76[QUOTE]ALLE Videospiele wirken bei häufigem Spielen schädlich auf Kinder und Jugendliche! ALLE, auch Lernspiele![/QUOTE]
In christlichen Sekten wurde früher und auch noch heute gelehrt daß Fernsehen "Teufelszeug" ist. Die meisten hatten und haben jedoch trotzdem Fernsehgeräte, müssen sie jedoch verstecken. Die Zeugen Jehovas sind auch der Meinung daß Fantasy-Rollenspiele teuflisch sind, weil da Dämonen, Drachen, usw vorkommen. Alles Sinnbilder des Teufels.

Und ich sage dir: Finger weg von den Drogen !
Fou LouKrang ich kann deinen Aussagen auch nicht zustimmen. Die Symtome streite ich nicht ab ABER sie treten nur bei unsachgemäßem gebrauch auf. Nämlich wenn das spielen zur Einzigen Freizeit beschäftigung wird und die gemeinsame beschäftigung mit eltern und spielen nicht stattfindet. Wie gesagt die frage ist nicht ob man spielt oder Fernsieht. Sondern wieviel und wie man damit umgeht.

Viele Eltern machen es falsch und "vergessen" ihre kinder vor diesen Gerätschaften. Das ist das problem. Ich bin mit konsolen und computerspielen aufgewachsen und hab gerne gespielt aber habe mich dennoch zumidest bis zur pubertät im dorf rumgetrieben. Sprich ich war draußen und hab die mehr oder weniger gefährlichen dinge gemacht die dorfkinder so machen.
Goat93Die Überlegung ist alledings richtig. Umso selbstverständlicher
und normaler der Umgang mit Unterhaltungsmedien ist, umso
selbstverständlicher werden diese auch genutzt. Bei vielen
ist irgendwann ein Punkt erreicht, wo sie abstand davon
nehmen, bei der Mehrheit erreicht man diesen Punkt nie.

Als kleiner Tipp zum selbstkennenlernen. Sagt einfach bei
der nächsten Gesprächsrunde über einen Film/Handy/Spiel
oder sowas, das ihr das betreffende Gerät garnicht habt
und/oder das ihr euch grundsätzlich seit Jahren sowas nicht
anseht...Die Gesichter der anderen spricht meißtens das aus,
was krang2 versucht darzustellen ;)
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Die Überlegung ist alledings richtig. Umso selbstverständlicher
und normaler der Umgang mit Unterhaltungsmedien ist, umso
selbstverständlicher werden diese auch genutzt. Bei vielen
ist irgendwann ein Punkt erreicht, wo sie abstand davon
nehmen, bei der Mehrheit erreicht man diesen Punkt nie.

Als kleiner Tipp zum selbstkennenlernen. Sagt einfach bei
der nächsten Gesprächsrunde über einen Film/Handy/Spiel
oder sowas, das ihr das betreffende Gerät garnicht habt
und/oder das ihr euch grundsätzlich seit Jahren sowas nicht
anseht...Die Gesichter der anderen spricht meißtens das aus,
was krang2 versucht darzustellen ;) [/B][/QUOTE]

Leute, die sich für besonders schlau halten, teilen schon häufiger mit, dass sie keinen Fernseher besitzen oder eben nur ARTE und 3SAT gucken (wobei ich ARTE auch mag... wenn ich den Fernseher überhaupt mal an habe).

Was mich betrifft:
Fernseher: läuft so gut wie nie... hab aber einen im Wohnzimmer verstauben :)
Computer: Nutze ich sehr viel, allerdings spiele ich nur gelegentlich
Radio: Höre ich um einzuschlafen, kann ohne Geräusch nicht gut schlafen
Film: Schaue ich nur gelegentlich auf DVD und sehr selten im Kino
CD/LP: Süüüchtig bin ich danach, höre so gut wie jeden Tag Musik
Zeitung: Außer Probe-Abos kommt mir keine Zeitung ins Haus, informiere mich übers Internet aus ausgewählten Quellen (und damit meine ich jetzt nicht Klopp :P)
Bücher: Lese sehr gerne, hab aber Schwierigkeiten damit anzufangen (was mich ärgert)


Den Computer nutze ich auch für kreative Arbeiten.
Goat93arte, phönix sind meist das zeichen des endstadiums des
tv konsums XD

Ich meinte aber eher, du sollst das jemanden erzählen, der
es gewohnt ist TV und Co als Normal anzusehen ;)

Als Beispiel einmal wegen dem Schädlich und die Wirkung nicht
selbst feststellen:

[url]http://www.foodwatch.de/e10/e2569/e16657[/url]

zwar ein anderes Thema, die Grundlage ist aber die gleiche,
man macht sich selbst kaputt ohne es sich eingestehen zu
wollen.
coma_blackWenn man das, was man tut, unreflektiert tut, ist es schlecht - egal um welche Betätigung es sich dabei handelt!

Solange man in der Lage ist, darüber nachzudenken, was man sich da eben im Fernsehen angeschaut hat, was man konsumiert oder welche Inhalte einem in diesem oder jenem Spiel vermittelt werden, ist die Sache noch in Ordnung.
Schwierig wird hingegen gerade der Hirnloskonsum (speziell von Medien), denn ein Medium ist ja schließlich ein Mittel zur Kommunikation (darum der Name). Ich muss mir lediglich, bevor ich die Champions League, RTL oder den neuesten Shooter einschalte, bewußt machen, mit wem ich da jetzt kommuniziere und über welche Inhalte.
Im Falle von Kunst (in einem möglichst weiten Sinne gefasst), ist die Kommunikation lediglich ein wenig komplexer, da der oder die Künstler andere Codes verwenden, die sich meist noch schwerer "knacken" lassen als der ohnehin schon tückische Code "Alltagssprache".

Die Aufgabe der Zensur ist es letztlich, eine Kommunikation über gesellschaftlich unerwünschte Inhalte zu verhindern, also den Leuten einen ideologischen Maulkorb zu verpassen. Bestimmte Dinge sollen selbst unter Erwachsenen nicht gesagt oder am besten gar nicht gedacht werden.

Ich kann zwar nachvollziehen, daß bestimmte Inhalte für Kinder und Jugendliche problematisch sind - aber ich kann und will als Erwachsener keine Rücksicht darauf nehmen müssen, daß der geistige Horizont mancher mündiger und wahlberechtigter Zeitgenossen nicht soweit reicht, daß man sich ohne geheuchelte moralische Entrüstung mit Sex und Gewalt auseinandersetzen kann.

Die einzige Kommunikationsform oder besser -störung, die berechtigtermaßen geächtet werden sollte, ist die reale Gewaltanwendung. (Bzw. im Falle von Kinderpornographie die reißerische "Dokumentation" von Verbrechen).
Fou Lou[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
[b]Ich kann zwar nachvollziehen, daß bestimmte Inhalte für Kinder und Jugendliche problematisch sind - aber ich kann und will als Erwachsener keine Rücksicht darauf nehmen müssen, daß der geistige Horizont mancher mündiger und wahlberechtigter Zeitgenossen nicht soweit reicht, daß man sich ohne geheuchelte moralische Entrüstung mit Sex und Gewalt auseinandersetzen kann.

Die einzige Kommunikationsform oder besser -störung, die berechtigtermaßen geächtet werden sollte, ist die reale Gewaltanwendung. (Bzw. im Falle von Kinderpornographie die reißerische "Dokumentation" von Verbrechen). [/B][/QUOTE]

Dem kann ich nur zustimmen. Mich kotzt es an das hier in Deutschland inhalte ab 18 immernoch zenziert werden. (gerade bei computerspielen) Ich fühle mich dann doch etwas bevormundet und dass kann irgendwo nicht sein. In dem fall sollte man vieleicht mal darüber nachdenken eine ab 21 Einstufung einzuführen, wenn man rechtlich erwachsene für nicht in der lage hält mit gewalt in spielen etc. umzugehen.
solipsismusAnmerkung: Die Zensur findet auch in Filmen statt.
Filme, die in Frankreich bspw. ab 16 in voller Länge gesehen werden dürfen, bekommt man hier nicht mal ab 18 unproblematisch in voller Länge. Weil ... öhm, also, weil ... genau!

Edit @ Fou Lou: Sorry, hattest du schon mit anklingen lassen.
Fou LouNP. Das mit den Filmen wusste ich zB. Noch nicht.Ich kenn da blos die Computerspiele seite. Ich kann verstehen das Filme im free TV geschnitten werden, weil nur weils spät läuft heissts nichts das das es nicht von kindern konsumiert wird. Aber dennoch sollte die verantwortung bei den Konsumenten liegen. Eigentlich sollte sich in Deutschland die KillerspileDiskussion erübrigen gerade weil wir schon das härteste Film und spiel jugendschutzsystem haben.
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von Fou Lou [/i]
[B]Dem kann ich nur zustimmen. Mich kotzt es an das hier in Deutschland inhalte ab 18 immernoch zenziert werden. (gerade bei computerspielen) Ich fühle mich dann doch etwas bevormundet und dass kann irgendwo nicht sein. In dem fall sollte man vieleicht mal darüber nachdenken eine ab 21 Einstufung einzuführen, wenn man rechtlich erwachsene für nicht in der lage hält mit gewalt in spielen etc. umzugehen. [/B][/QUOTE]
in diesem Staat ist bevormundung Alltäglich, das gefühl solltest
du eigentlich 24/7 haben :rolleyes:

Es ist eine Ursache/Wirkugn Frage. Wenn die Zensur es schafft
das Zeug, was als Schädlich eingestuft wird, vom Markt zu
bekommen, holen sich ca. 60% genau das trotzdem.
Wenn es garkeine Zensur gibt, dann ist die Abstumpfungsrate
extrem hoch und die Filme/Spiele, die jetzt noch unter "Hart"
laufen, werden in 3 wochen keinen mehr hinterm Ofen
hervorholen. Dann muß "härteres" zeuchs her und dann wieder
"härteres" und dann sind wir wieder da, wo zwar keiner hin-
wollte, jeder aber mit freuden hinsteuert...

Es gibt jetzt schon genügend Material, was erlaubt ist und
trotzdem jenseits von jeglichen Geschmack. Es ist halt "kult"
und "kunst" und "must have". Allerdings evrstehe ich nicht
so ganz, was an dem ganzen Gedärme/Blut Zeuchs so
irre interessant ist, das man in einem Film/Spiel nicht drauf
verzichten kann. Wenn das jemand wirklich so sehr interessiert,
Autopsieberichte ansehen oder Mediziner werden....
OdessaGoat, das ist doch aber genau der Punkt - nur weil DU es nicht verstehst warum jemand sich als Erwachsener das Recht herausnehmen möchte, Filme GANZ und unzensiert zu sehen, muß das doch nicht als Gesetz gelten. Ich kann z. b. überhaupt nicht verstehen, wieso sich manche Menschen MTV anschauen oder warum sie zu Karnevalsfeiern gehen - aber trotzdem lasse ich Jedem der das tut doch diese seine Freude ohne sie abzuwerten und fordere schon gar nicht, daß dieser - für mich - unnötige Spaß "zensiert" oder verboten wird.

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Ich kann zwar nachvollziehen, daß bestimmte Inhalte für Kinder und Jugendliche problematisch sind - aber ich kann und will als Erwachsener keine Rücksicht darauf nehmen müssen, daß der geistige Horizont mancher mündiger und wahlberechtigter Zeitgenossen nicht soweit reicht (..)
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Sehe ich ganz genauso. Ich habe selbst ein Kind und habe während seiner Erziehung nie irgendetwas dem Alter meiner Tochter bzw. ihrem Reifegrad Unentsprechendes an sie herangelassen, aber habe mir trotzdem als erwachsener selbstverantwortlicher Mensch "meine" Filme angeschaut, "meine" Bücher gelesen und "meine" mich interessierenden Theaterstücke angesehen. Und ich empfinde es als unsäglich, daß ich dafür wie ein Verbrecher in einer Videothek stehen und nach "unzensierten" Fassungen fragen muß wie weiland ein verklemmter Pornokonsument nach seinem "Stoff". Es kann doch wohl nicht wahr sein, daß ich mit 18 volljährig bin, jeden Vertrag "verantwortlich" unterschreiben darf, für dieses Land bei der Armee eingezogen werden und auch "fallen" darf, ich Geschäfte eröffnen, Wahnsinnskredite auf mich nehmen und sonstwas alles machen kanndarfmuß - ich aber nicht selbst entscheiden darf, was ich mir an Freizeitunterhaltung filmtechnisch zumuten will.

Und es sind immer noch wir Eltern, die die Erziehungsverantwortung und vor allem auch -pflicht haben für unsere Kinder, nicht der stets als anscheinend "dauergluckende Übermami" (und das meist gerade von den Leuten, die sonst immer GEGEN jegliche "staatliche Einmischung und Überwachung" sind) herbeigerufene "Staat", und das sollte sich bei geistig gereiften Menschen - was ich bei Eltern eigentlich voraussetze daß sie es sind - auch herumgesprochen haben.

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Wenn das jemand wirklich so sehr interessiert,
Autopsieberichte ansehen oder Mediziner werden....
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Da kann ich Dir nicht folgen, goatie, sorry - also muß auch jemand, der sich für eine Reisereportage über Kenia interessiert und diese in der ganzen Länge sehen will ohne das Herausschneiden von z. B. politisch nicht so "tollen" Fakten, automatisch ein Reiseleiter werden oder darf sich nur in Reisebüros informieren?

Mich interessiert Blutgespritze und Co. überhaupt nicht, bei sowas schaue ich immer weg. Ich habe es zu oft in der Realität gesehen (Krankenhausarbeit über Jahrzehnte, eigene Unfälle und Krankheiten etc.) und ich kann generell Leid und Schmerz bei Anderen, auch im Film, schwer ertragen. Aber ich gehe erstens in dieser Sache nicht nach "mir und was ich will" sondern sehe das Thema völlig objektiv, nur von den Fakten und der Logik her bzw. der Gerechtigkeit und Vereinbarkeit mit freiheitlich-demokratischen Prinzipien, und zweitens gibt es jede Menge Psychothriller und ähnliche Filme, die so gar nichts mit primitivem Gemetzel zu tun haben, wo aber trotzdem drin rumgeschnitten und zensiert wird nur weil manchen selbsternannten "Moralwächtern" die Thematik nicht paßt oder sie diese für zu "hoch" halten, um sie Otto Normalverbraucher zumuten zu wollen.
hagzissa13Ilo, Du sprichst mir aus der Seele.....
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Allerdings evrstehe ich nicht
so ganz, was an dem ganzen Gedärme/Blut Zeuchs so
irre interessant ist, das man in einem Film/Spiel nicht drauf
verzichten kann.[/B][/QUOTE]

Verstehe ich auch nicht. Zum Beispiel bei den ganzen Kriegsfilmen: Da leiden die Menschen, da sterben die Menschen und ich frage mich: Wozu? Kann man das nicht alles einfach weglassen?

Oder was ich auch nicht verstehe: Sport. Warum gewinnen immer nur die die am aggressivsten Vorgehen? Können nicht einfach immer alle gewinnen? Ich verstehe eh nicht, warum das Wettkampf-Zeuchs so irre interessant ist.

Oder Schach? Ich meine, da bringen sich, Springer, Läufer, Bauer, Damen, Türme und Könige um. Wozu? Können die sich nicht einfach vertragen? Was ist am Schlagen denn so irre interessant?

Das Problem ist: Dinge die mich nicht interessieren, die finde ich nicht interessant. Und deshalb verstehe ich nicht, was daran interessant sein soll. Also ist es wohl nicht interessant und dann kann man es ja wohl auch einfach lassen, oder?

Und wer wissen will, wie schlimm der Vietnamkrieg war, der muss nicht Apokalypse now schauen, der kann sich die WIki-Artikel zu Vietnam, Schusswaffen und Schusswunden durchlesen. Ist ja irgendwie das gleiche nicht?
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]
Eben nicht, was zahlreiche Untersuchungen auch immer wieder bestätigen. Kinder, die Gewaltspiele spielten, werden eben NICHT bewiesenermassen allein dadurch gewaltbereiter oder "automatisch" aggressiver als die, die es nicht tun. [/B][/QUOTE]

Du sprichst mir mal wieder aus der Seele.
Goat93Odessa:

Sorry, du springst immer wieder in diese Kindererziehungs-
schiene, die halte ich aber außen vor. Ab 18 ist man NICHT
voll geschäftsfähig, man ist NICHT voll strafbar und so weiter.
Es gibt genügend Gerichtsurteile wo 18-25 Jährige JUGEND-
strafe bekommen, aber darum geht es mir hier überhaupt
garnicht. Mir geht es um das permanente ABSTUMPFEN der
Menschen durch diese Medien und die Richtung, das Gewalt
und Totschlag "Unterhaltungsmedium" ist. Ich denke nicht,
das man eine Studie dafür braucht, um zu erkennen das in
Filmen wie Hostel oder Saw der Unterhaltungswert=Gewalt-
faktor darstellt und um diesen Umstand geht es mir.

Die Zensur ist verdammt ärgerlich, aber wo ist die Grenze
ohne diese Zensur?
solipsismusWeißt du Goat, ich finde, Pornos sind ein gutes Beispiel: man darf sie erst ab 18 sehen, aber heutzutage findest du (häufiger Jungs) weiiit darunter, die sie trotzdem in die Finger bekommen. Nein, das ist nicht gut. Nein, deswegen sollte man nicht alles über den Haufen werfen und Pornos gleich für alle zugänglich machen - frei nach dem Motto "Hilft ja eh nichts." Aber weißt du, was meiner Meinung nach auch nicht hilft? Erst Menschen ab, sagen wir, 21 Jahren Pornos sehen zu lassen.
Ich habe aber den Eindruck, genau das will man (übertragen) bei Videospielen und Filmen machen. Am liebsten aber auf 60 hochsetzen und dann alles einkassieren mit der Begründung, dass man das so alten Menschen nicht zumuten kann :p Das Vorgehen ist schlicht Entmündigung von Erwachsenen.

Und ich paraphrasiere gerne noch einmal was Kinch gesagt hat: wenn du etwas nicht magst und keinen höheren Sinn dahinter siehst, heißt das nicht, dass es anderen Menschen genau so ergeht.

Was ich zum Thema Verrohung wichtig finde: offensichtliche Gewalt will man verstecken. Die Zensur von Horrorfilmen erfolgt hierzulande allen Ernstes nach dem Stoppuhr-Prinzip: Szenen über 90 Sekunden Gewaltdarstellung müssen menschenverachtend und damit künstlerisch minderwertig sein.
Und was ist mit weniger offensichtlicher Gewalt? Strukturelle Gewalt am Arbeitsplatz, in Familien, zwischen (Ehe-)Partnern. All das wird gezeigt und akzeptiert und niemand regt sich auf. Weißt du warum? Weil [i]das[/i] in unserer Gesellschaft normal und nahezu nicht geächtet ist. Das ist alltägliches Verhalten für Viele. Und da liegt nach [i]meinen[/i] Maßstäben die Verrohung.
Denn offensichtlich stechen Leute, die SAW im Kino gesehen haben nicht auf dem Heimweg Menschen ab, aber sie schreien ihre Kinder an, nutzen ihre Partner aus oder unterdrücken ihre Untergebenen und machen unsere Gesellschaft damit wieder ein kleines Stück schlechter.


*puh* Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
OdessaSorry, du springst immer wieder in diese Kindererziehungs-
schiene, die halte ich aber außen vor.
---

goat, ich beziehe mich auf das hier Geschriebene, in dem Fall auf das Argument von coma black, dem ich dahingehend zustimmte, und bezog mich deshalb darauf daß die Zensur meist mit dem "Schutz der Kinder" bzw. der Erziehungsverantwortung begründet wird von einigen Seiten;-)

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Denn offensichtlich stechen Leute, die SAW im Kino gesehen haben nicht auf dem Heimweg Menschen ab, aber sie schreien ihre Kinder an, nutzen ihre Partner aus oder unterdrücken ihre Untergebenen und machen unsere Gesellschaft damit wieder ein kleines Stück schlechter.
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Amen, Du sprichst mir damit grad sowas von aus der Seele, mit meiner persönlichen Ergänzung: das tun auch Leute, die SAW nicht gesehen haben ;-).
solipsismusÄhm ja, das tun alle. Nur leider war ich gerade so in Fahrt, dass ich das nicht noch ausgebessert habe. Aber es ist wichtig, dass das alle tun.^^
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]n Geschmack. Es ist halt "kult"
und "kunst" und "must have". Allerdings evrstehe ich nicht
so ganz, was an dem ganzen Gedärme/Blut Zeuchs so
irre interessant ist, das man in einem Film/Spiel nicht drauf
verzichten kann. [/B][/QUOTE]

Dann Spiel mal einen beliebigen Teil von Silent Hill, dann weißt Du Bescheid :)
Fou LouIch kann mich Odessa nur anschließen.

Zum Abstumofen möchte ich sagen das das so sicherlich nicht stimmt. Der mensch war doch schon immer Gewaltliebend. Ich will nicht wissen wie brutal gladiatoren kämpfe waren bei denen ECHTE menschen gestorben sind buw vor deinen augen Getötet werden. Und es macht einen Unterschied ob da nun einschauspieler stirbt zerfest wird oder sonstwas oder ob man weiß das es ein echter mensch ist. Auch wenn gewalt in Filmen und spielen eine Ähnliche wirkung hat. Anderes beispiel sind Stierkämpfe und Stierhetzen die In Spanien ja als kultur gelten und nichts anderes ist als Triere wirklich grausam zu quälen. Oder auch Rodeos bei denen den Hengsten die eier abgebunden werden damit die so schön springen. Würde ich solche sachen mit nachbars hund machen wär die hölle los. Da muss ich sagen sehe ich mir lieber ein Film an bei dem ich weiß das die gewalt nicht real ist. Ich muss sagen die Verrohung gabs schon vor mediengewalt. Nur ist vieles davon zu "kultur" erklärt worden.

Nochmal zu gewalt in Spielen. Die meisten Spieler kaufen ein Spiel nicht wegen des Gewalt grades sondern wegen dem Spielinhalt. Spiele die wirklich nur auf gewalt und töten basieren. Und auch nichts anderes als inhalt haben schaut man sich mal an wenn man gewaltdarstellung mag. Das schlimme an der sache für mich ist nur die Zensur.

Ich zähle mich selbst zu den Menschen die Gewalt interessant finden. Gut die SAW sachen finde ich selbst auch krass. Wobei das nicht undbedingt am Physischen gewaltgrad liegt. Bei filmen Wie SAW macht die Psychische gewalt komponente viel aus. Auch spiele ich ab und an Spiele nur wegen dem Gewaltpart. Was aber nach einer kurzen weile ziemlich eintönig wird. Echte gewalt hingegen verabscheue ich.
coma_black@Goat

Was für eine Sau beschreibt folgende Szenen:

-Einem Typen wird gegen den Hinterkopf geschlagen, daß ihm die Augen vor die Füße fallen.

-Einem schurkischen Hirten werden die Gliedmaßen abgehackt, Nase und Ohren abgeschnitten und sein bestes Stück an die Hunde verfüttert.

-Ein Riese frißt mehrere Menschen und säuft sich die Hucke voll. Im Suff kotzt er dann die halbverdauten Körperteile wieder aus.

Antwort: Homer


Will sagen, Gewalt war schon immer ein künstlerisches Gestaltungsmittel, und ein Künstler hat das verdammte Recht dazu, in seinem Text zu verarbeiten, was er für richtig hält - auch wenn der Text dann das eher dürftige Niveau von Hostel hat. Ich empfinde es ehrlich gesagt als reichlich unverschämt, wenn Leute, die selbst nicht künstlerisch-kreativ tätig sind, an den Werken Kulturschaffender mit erhobenem moralischem Zeigefinger herummäkeln und von den unvoreingenommeneren (oder gar begeisterten) Rezipienten eine Rechtfertigung verlangen.
Ich bin doch nicht verpflichtet, dir zu begründen, warum mir Saw oder das Spiel Manhunt gefällt. In einer fairen Diskussion kann ich versuchen, das zu erklären, aber wenn mich der Diskussions[I]partner[/I] schon von vorherein als Spinner abstempelt, sehe ich gar keinen Sinn darin, die Faszination des Ekels, der Gewalt, kurz [I]des Bösen[/I] zu erörtern. Von einem Komödienfan wird ja auch nicht ständig eine Erklärung verlangt, weshalb er jetzt Dieses oder Jenes erheiternd fand.
OdessaUnd wir reden erst gar nicht von den Nettigkeiten, die Bibel, Thora und Koran beschreiben, von wegen (hier mal nur die "schöner Morden mit der Bibel"-Sprüche aus dem AT, sinngemäß aus der Erinnerung): "Schlachte Deinen Sohn, massenvergewaltige Deine Frau/Tochter, verbrenne ihre Gedärme während ihre Leiber noch zucken, reisse den Schwangeren die Bäuche auf, vierteile sie, schlachte sie nieder, steche ihnen die Augen aus" usw. usw.

Gladiatorenkämpfe - gutes Beispiel. Wir maßen uns heute gerne an, das "barbarisch" zu nennen, und fühlen uns ja sooo erhaben in unserer angeblichen Zivilisation. Einer Zivilisation, wo wir aber "lachen", wenn uns in Videos aus Kinderwägen fallende Babies, von Bühnen stolpernde und sich fast das Genick brechende Tänzer oder sich in Plastiktüten verfangende kleine Kätzchen, die dabei zumindest in große Panik und Todesangst geraten, gezeigt werden. Ich konnte über sowas noch nie lachen, wenn sich Zimmergenossen sowas ansahen und ich immer nur ängstlich zusammenzuckte, hoffend daß dem Gefilmten nichts passiert war bei diesen ach so "lustigen" Aufnahmen. Aber ich setze mich gerne mit den Abgründen in der menschlichen Seele auseinander, bin fasziniert von Psychopathencharakter-Darstellungen in guten Psychothrillern, und ergründe dabei auch immer wieder meine eigenen Grenzen, ertappe mich auch immer wieder mal dabei daß ich gewissen Schemata erliege oder in Konflikt mit meiner eigenen Ethik komme... für all das sind mir Filme und Bücher eine gute Anregung, eine gute Hilfestellung, und oft auch sowas wie eine Art "Therapie", wenn es mich richtig und tief zu berühren vermag.

Mit Wischiwaschi-heileWelt-Komödien-Schmonz geht das aber selten, es ist einfach zu weit von dem weg was ich selbst in 45 Lebensjahren erlebte. Familienmamis mit Karriere, die sich lässig tummeln zwischen Kind, Studium/Arbeit/bereits gemachter Karriere und div. Hobbies, während sie "natürlich" immer wie frisch aus dem Kosmetikstudio kommend wirken dabei, Chanel-Kostüme aufm Kinderspielplatz spazierentragen und so nebenbei dann noch den Nobelpreis für Physik oder mindestens aber eine Auszeichnung für ihr Engagement im Baseball-Verein des Sohnemanns bekommen; Lovestories, wo sich immer die richtigen Leute ineinander verlieben aber natürlich nuuur glücklich werden dürfen wenn sie zuvor mindestens drei Probleme gelöst haben - all das spricht nichts (von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen) in mir an außer der boshaften Regung, dem Regiesseur solcher Schmonzetten mal ein REALES Durchschnitts-Familienleben vorzuführen: mit überarbeiteten dauererschöpften Müttern die so gar keine Zeit für Physikforschung oder Beauty-Salons haben, oder gelangweilt-gleichgültige Mütter, die lieber in den wenigen freien Minuten am Tag mit der Kippe und dem Bierglas in der Hand in chatrooms rumschäkern statt ihren Kindern ein Abendessen zu kochen, mit jeden Abend in der Kneipe oder auf der Sekretärin hängenden Vätern, die aber "wegen der Nachbarn" oder "weil ich schon zu alt bin, noch mal von vorne anzufangen", doch noch immer wieder heimkommen, und mit Kindern, die an 360 Tagen im Jahr schlicht nur pubertär-dauermotzend sind oder - zynisch überspitzt aktuell zum Thema Jugendalkoholismus - das halbe Jahr eh in der Notaufnahme mit Komasaufen-Ausnüchterung verbringen. Während es die Eltern einen Dreck zu scheren scheint nach dem Motto "mir doch egal wie verzweifelt und haltlos meine Kinder sind, Hauptsache Hertha steigt auf/die Zigaretten werden nicht teurer/die Nachbarn merken nichts, oh Gott unser Ruf".

Sehe ich mir hingegen einen Psychothriller oder einen Horrorstreifen an, weiß ich von vornherein: ich erwarte keine Realitätsdarstellung, erwarte noch nicht mal Logik. Ich weiß daß es keine Zombies gibt, ich weiß daß in den allerallermeisten Wäldern keine mordgierigen menschenfressenden Höhlenmenschen mit Äxten und Beilen auf Touristen lauern (wobei - das wäre jetzt DIE Gelegenheit, eine böööse Retourkutsche ins Rheinland zu Hag wegen ihrer Bayernlästerei zu fahren *zwinker*) und ich weiß auch, dass aus Zimmerwänden weder Blut tropft (es sei denn der Maurer hat echt so schlecht gearbeitet, daß er seine ermordete Ehefrau nicht VOR dem Einmauern ausbluten ließ) noch daß Asiatinnen aus Bildschirmen gekrochen kommen sobald es am Telefon läutet, wenngleich das in etwas anderer Reihenfolge sicher einigen Herren sogar gefallen könnte. Ich möchte einfach nur meinem Unterbewußtsein, meiner Fantasie, auch meinen "bösen" archaischen Instinkten wie "Rache", "Aggressionsauslebung" oder "Abreagieren von aufgestauter Angst", die Chance geben, sich auf für meine Mitmenschen und mich selbst völlig ungefährliche Weise auszuleben. In 1,5 Stunden mit einem Film, der auf mich in keinster Weise der Art abfärbt, daß ich deswegen meine grundpazifistische, grund-lebensachtende und zutiefst mitfühlende Denkweise gegenüber allen Lebewesen verlieren oder auch nur beeinträchtigt bekomme :-).
Fou Lou[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]
Mit Wischiwaschi-heileWelt-Komödien-Schmonz geht das aber selten, es ist einfach zu weit von dem weg was ich selbst in 45 Lebensjahren erlebte. Familienmamis mit Karriere, die sich lässig tummeln zwischen Kind, Studium/Arbeit/bereits gemachter Karriere und div. Hobbies, während sie "natürlich" immer wie frisch aus dem Kosmetikstudio kommend wirken dabei, Chanel-Kostüme aufm Kinderspielplatz spazierentragen und so nebenbei dann noch den Nobelpreis für Physik oder mindestens aber eine Auszeichnung für ihr Engagement im Baseball-Verein des Sohnemanns bekommen; Lovestories, wo sich immer die richtigen Leute ineinander verlieben aber natürlich nuuur glücklich werden dürfen wenn sie zuvor mindestens drei Probleme gelöst haben - all das spricht nichts (von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen) in mir an außer der boshaften Regung, dem Regiesseur solcher Schmonzetten mal ein REALES Durchschnitts-Familienleben vorzuführen: mit überarbeiteten dauererschöpften Müttern die so gar keine Zeit für Physikforschung oder Beauty-Salons haben, oder gelangweilt-gleichgültige Mütter, die lieber in den wenigen freien Minuten am Tag mit der Kippe und dem Bierglas in der Hand in chatrooms rumschäkern statt ihren Kindern ein Abendessen zu kochen, mit jeden Abend in der Kneipe oder auf der Sekretärin hängenden Vätern, die aber "wegen der Nachbarn" oder "weil ich schon zu alt bin, noch mal von vorne anzufangen", doch noch immer wieder heimkommen, und mit Kindern, die an 360 Tagen im Jahr schlicht nur pubertär-dauermotzend sind oder - zynisch überspitzt aktuell zum Thema Jugendalkoholismus - das halbe Jahr eh in der Notaufnahme mit Komasaufen-Ausnüchterung verbringen. Während es die Eltern einen Dreck zu scheren scheint nach dem Motto "mir doch egal wie verzweifelt und haltlos meine Kinder sind, Hauptsache Hertha steigt auf/die Zigaretten werden nicht teurer/die Nachbarn merken nichts, oh Gott unser Ruf".

[/B][/QUOTE]

Das lustige ist aber die Zuschauer wollen kein Reales leben sehen. Sie weollen entweder Heile welt in der alles gut wird (siehe die ganze fernseh soaps) Sprich fern ab der realität. Oder die ganz krassen sachen sehen wo kinder ihre eltern prügeln. Gerade bei Nachmittagsserien die ja angeblich das "reale" leben zeigen sieht man es. Die ausgedachten krassen fälle haben mehr quoten als die die wirklich real existieren obwohl man wenn man etwas verstand hat eindeutig mekr das die Szenen mehr schlecht als recht gespielt sind und die Reaktionen der Menschen alles andere als stimmig sind.
OdessaWeißt Du, ich fürchte fast, die Menschen wollen IRGENDWAS sehen was nach "Leben" aussieht. Weil sie selbst keines mehr haben, weil sie völlig vereinsamt und oft auch schon entsprechend sozialverhaltensgestört vor ihren Rechnern oder TVGlotzen hängen 24/7 und "Leben" nur noch aus diesen Konserven kennen. Für einen Bericht hatte ich mal recherchiert, was zu der Zeit damals täglich an Fernsehprogramm läuft, und ich war reichlich schockiert als ich sah, daß es "Gerichts-Serien", "Talkshows" und Sendungen gibt, worin man Menschen "lernt" wie man: seinen Hund "abrichtet", sein Kind erzieht, sich einen Partner sucht, sich einen Job sucht, sich eine Wohnung einrichtet, sich eine Frisur auswählt (!) bzw. sich anzieht und stylt... ich war wirklich fassungslos. Weder bin ich sonderlich intelligent noch super wie "gebildet", aber glaub mir: mir mußte noch niemand erklären via Fernsehsendung, wie ich meine Tochter erziehe, wo ich einen Mantel kaufen kann und was ich in meinem Haushalt wie und wann putze, welches Bücherregal ich wohin stelle oder wo und wie ich einen anderen Menschen anspreche, so ich Kontakt mit ihm will.

Die völlige Lebensunfähigkeit. Der moderne Mensch unserer Zeit, nur noch fähig, joysticks und TV-Knöpfe zu bedienen und "Leben" nur noch als Zuschauer im Leben Anderer zu er-leben. Und nachdem da schnell ein gewisser Sättigungsfaktor erreicht ist, nehme ich an, muß man dann für zusätzlichen Pep sorgen, mit den von Dir erwähnten "krassen Fällen". - Ich weiß nicht ob ich richtig liege, ich habe solche Sendungen nie gesehen, aber ich kann mir gut vorstellen daß es in diese Richtung gehen könnte.
coma_blackDas Fernsehen ist ein Medium ohne Möglichkeit für den Zuschauer, ein Feedback, eine Antwort zu geben. Man wird einseitig vollgetextet und in den letzten Jahren deutlich spürbar "erzogen" und belehrt - belehrt darüber, wie man sich als ordentlicher Konsument zu verhalten habe bis hin zum Haarstyling (siehe "Vorher-Nachher-Show" und ähnliche Formate).

Computerunterhaltung und speziell das Internet unterlaufen diesen Prozeß. Schon alleine dadurch, daß es sich um Hypertexte handelt, bleibt dem Rezipienten die Wahl, in welcher Reihenfolge er den Text lesen will, welche Textstellen er auslässt usw. Früheste Beispiele für diese Textform sind u. a. diese alten Abenteuerbücher, in denen man aus mehreren Möglichen Abschnitten jeweils seine Wahl treffen musste, und die Geschichte dann unterschiedlich weiterging. Ein Computerspiel funktioniert im Prinzip auf die gleiche Weise: man wird mehr oder minder stark geführt, hat Auswahlmöglichkeiten und kann das Spiel auf die unterschiedlichste Art beenden.
In Internetforen, Chatrooms etc. kann ich direkt mit anderen Menschen interagieren, ich komme schneller an Nachrichten, die nicht durch zielgruppengerechte Vorauswahl gefiltert wurden. Selbst die Verbreitung von Kultur geschieht rascher: Im Zeitalter von Youtube kann sich jeder ausführlich präsentieren, ohne auf Castings angewiesen zu sein, Bands stellen ihre Musik zum Download bereit, ohne daß Plattenlabels sich in den kreativen Prozeß einmischen und gute Lieder zugunsten des Massengeschmacks weichspülen, usw. usf.

Wen wundert es da eigentlich noch, daß die Hexenjagd auf Games und Internet bevorzugt im TV stattfindet?
Aufgrund der überlegenen Möglichkeiten von PC und Internet schwindet das Fernsehpublikum und ist obendrein weniger leicht "auf Linie" zu bringen.
Goat93@solipsismus

Also ist es das Gefühl, das die Zensurbehörde einen was
wegnehmen will?
Die Pornos ab 18 oder 21 haben eine Rechtliche Grundlage dann
und ohne diese kann sonst niemand etwas machen. Wenn man also
nicht sagen würde, das Pornos ab 18 wären, dürfte man das eben
auch nicht kontrollieren. Die Gewaltelemente in Filmen und
Spielen richten sich nach bestimmten Punkten. Eigentlich ^^"
Normalerweise kann (oder macht auch oft) der Herausgeber eines
Spieles/Filmes es selbst entscheiden was er da rausnimmt oder
was nicht. Es gibt z.B die Möglichkeit die Filme/Spiele mit
"FSK Ungeprüft" einfach gleich auf das Höchstalter zu setzen.
Starship Troopers hat das, soweit ich weiß. Allerdings gibt
es dennoch bestimmte Kontexe in Filmen, die Grundsätzlich für
eine Indizierung sorgen. Hier ist auch eine klare Trennung.
Du kannst den Film XyZ in ungeschnittener Blutwurst.mit.allem
Edition kaufen, der darf nur nicht beworben und Öffentlich
(also für Minderjährige zugänglich) angeboten werden. Also gibt
es eigentlich generell neben der Bekannten Porno-Ecke auch eine
kleine Horror/Splatter Ecke im Hinterzimmerchen einer jeden Video-
thek. Anders sieht es natürlich aus, wenn man einen Film oder
ein Spiel hat, was Beschlagnahmt wurde. Das ist definitiv verboten
und man darf nicht mit handeln. Meistens hat das allerdings auch
bestimmte Gründe. Dann gibt es noch eine Stufe Härter, da fallen
dann die wirklich ekligen Sachen drunter, um die geht es aber eh
nicht. Ich denke nicht, das jemand was dagegen hat, wenn du
mit 18 Jahren oder Älter in deiner Örtlichen Videothek oder in
bestimmten Netzangeboten die Filme kaufst oder die Spiele.
Als Beispiel hierfür mal xjuggler oder rote erdbeere genannt.
Da kannst du aller Seelenruhe dir ungeschnitte Sachen kaufen,
sofern die Alt genug bist.

Die Darstellung der Gewalt innerhalb der Familie oder auf den
Arbeitsplatz oder ähnliches bekommt oftmal sogar Kulturpreise,
es ist eher so, das das große Publikum kein Interesse daran
zeigt wie wenn zum xten male Aliens auf die Erde kommen ...

Saw ist auf ein breites Publikum ausgerichtet. Der Film
"Menschenfeind" wiederum kennen dagegen sicherlich viel
weniger.
Da denke ich, liegt das Problem völlig woanders....

Zu dem was Kinch geschrieben hat:
Stimmt vollkommen, aber nichts ist ohne Grund ;)

Odessa@Coma:

Ihr tut immer so, als wenn euch was weggenommen wird und
ich kann es leider echt nicht mehr hören von wegen nach
hause und töten. Wie oft soll ich das noch schreiben?
Darum geht es überhaupt nicht, es geht nicht um einen
Akuten Fall, sondern dem Längerfristigen. Und es wird
auch nicht alles wild rumgeschnipselt. Ich bin es echt
leid ständig die gleichen Sachen vorgesetzt zu bekommen,
obwohl ich auch ebenso oft schreibe, das es mit dem was
ich schreibe, überhaupt nix zu tun hat. Das ist genauso
als wenn ich über Industrial schreibe und ihr immer darauf
pocht, das Einstürzende Neubauten auch Industrial wären...

Es geht immer noch um AB 18, also solltet ihr euch auch
darauf konzentrieren. Gerade bei dir, odessa, ist bei
deinen beitrag vieles unschön...
Wer verbietet Gladiatorenkämpfe? Wer verbietet Psychothriller?
Schau dir mal den Film "Stalingrad" an, der ist ab 16.
Wenn du die Psyche erkunden willst, wer hindert dich daran?
Keiner..also was soll das jetzt?
Gothanthrop[img]http://mahopa.de/bilder/lustige-forenbilder/wayne-juckt-s.jpg[/img]

Jede noch so kleine Zensur wird heute säuberlich dokumentiert

z.B. [url]http://www.schnittberichte.com/[/url]

Die Freaks besorgen sich die UNCUT Editions aus Österreich (erhältlich auf jeder Filmbörse in Deutschland ... und natürlich über's Internet) die 12-jährige Nerds saugen sich gedubbte DVD-Rips aus dem Netz.

Fazit: Steuergeldverschwendung. FSK und BPJM abschaffen!
Goat93Schnittberichte hat tierisch nachgelassen und vieles wieder
rausgekickt, seitdem die umgestellt haben.
XenomorphNiemand darf mir vorschreiben, welche Filme oder Videospiele ich mir anschauen darf...die entsprechenden Zensurgesetze der BRD sind mir deshalb auch einfach piepegal...wenn es das Zeug hier nur radikal gekürzt oder gar nicht mehr gibt - warum es sich nicht einfach im Ausland besorgen, als Importware beispielsweise aus Frankreich, GB, USA oder Österreich...? dort gibt es soweit ich weiss, von so gut wie jedem Film die ungekürzten Fassungen...wozu also das ganze Theater - zumal sich die BRD-Zensur ganz leicht umgehen lässt...?sogar auf youtube kann man sich mittlerweile ungeschnittene Szenen aus Filmen ansehen, die auf den in Dutschland "legal" veröffentlichten DVDs herausretuschiert wurden wie unerwünschte Gesichter aus Fotos des stalinistischen Politbüros...denn auf genau demselben geistigen Niveau ist dieser Staat mittlerweile angelangt...ein gewaltgeiles Regime, das "Gewaltverherrlichung" in den Medien generell zu unterbinden versucht...alles was die offizielle Ideologie stört -weil sie es nicht verkraften kann, weil sie ihr Wesen dort nämlich nur allzu deutlich wiederkennt - wird unter den Teppich gekehrt...der BRD-Bürger soll ja schliesslich nichzt in seiner Einfalt gestört werden, zumal diese eine heilige ist...
solipsismus@Xeno
Das Prozedere bei Filmen ist mir bekannt. Was mich stört, ist, dass Filme ab 18, die beworben werden dürfen, eben meist um ein paar Minuten [i]trotzdem[/i] geschnitten sind und dass man eben für die anderen, die vollen Versionen, erst einen gewissen Aufwand betreiben muss, um sie in die Finger zu bekommen. So viel ich weiß, ist das, was du in bspw. Pornoläden bekommst eben immer noch die wieder mal ein bisschen gekürzte Version.
Ich glaube nicht, dass ich sterbe, wenn ich ein paar Szenen etwas gekürzt sehe, aber zuweilen sind die einfach wichtig für die Handlung (der Regisseur hat sich schließlich was dabei gedacht) und es gibt eben -meines Erachtens- keinen Grund, Erwachsene in irgendeiner Weise zu bevormunden. Auch nicht bei diesen "paar" Minuten.

Ich sehe halt nicht ein, dass man hier Mehraufwand betreiben muss, wenn schon unsere Nachbarländer einfach ins Kino/die Videothek gehen können.
Gothanthrop[URL=http://www.directupload.net][IMG]http://s4.directupload.net/images/091027/clbfeo3c.jpg[/IMG][/URL]

[URL=http://www.directupload.net][IMG]http://s12.directupload.net/images/091027/u3wf3ssi.jpg[/IMG][/URL]

Für Recht auf Rausch und "böse" Filme - DIE LINKE wählen!
Xenomorph...gut, der Mehraufwand ist vielleicht lästig - aber es ist dennoch möglich, daran zu kommen, wenn man unbedingt will...denn eines haben die BRD-Machthaber bisher nicht geschafft: auch andere Länder entsprechend unter Druck zu setzen so dass sie nach ihrer Pfeife tanzen - und in Deutschland geschnittenes oder für illegal erklärtes Material ebenfalls aus dem Verkehr ziehen...ich könnte mir aber vorstellen, dass die deutschen Piefkes auch das versuchen würden, wenn es irgendwie möglich wäre...
ArrogantNickHm.... ich habe jetzt die letzten paar Seiten mal durchgelesen und was mir zu dem ganzen Disput einfällt, ist eigentlich die Manga-Kultur. Also die freizügige, plakative Darstellung von Sex mit offensichtlich Minderjährigen, meist in Schuluniform, deutlich obszön übertrieben gezeichnet und offenkundig mit Schmerzen verbunden, respektive Vergewaltigung. Was hierzulande die Sittenwächter in den Wahnsinn treiben würde, sorgt in Japan für eine ausgesprochen niedrige Rate an Sexualstraftaten, denn es ist nicht verboten, seinen 'Dampf' anderweitig abzulassen, im Gegenteil, wird es sogar gewünscht und als Alternative offeriert.

Der Mensch ist ein aggressives Augentier. Das zu leugnen und weg zu zensieren, wird nur dazu führen, dass sich das Ganze ein neues Ventil sucht und das ist dann womöglich unerfreulicher, als ein wenig virtuelles Geballer oder ein nicht wirklich nettes Filmchen. Hinzu kommt der Reiz des Verbotenen, der gerade für Minderjährige fast unwiderstehlich wirkt. Zensur ist absurd und erreicht das genaue Gegenteil von dem, was sie zu wollen vorgibt. Ich habe das auch lange Zeit nicht anerkennen wollen, muss mich aber den (menschlich logischen) Tatsachen beugen.

In den Niederlanden sind z. B. Tierpornos nicht verboten, dennoch ist die prozentuale Anzahl der Sodomisten/Zoophilisten, nicht höher als bei uns, vermutlich eher niedriger.

....
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]Hm.... ich habe jetzt die letzten paar Seiten mal durchgelesen und was mir zu dem ganzen Disput einfällt, ist eigentlich die Manga-Kultur. Also die freizügige, plakative Darstellung von Sex mit offensichtlich Minderjährigen, meist in Schuluniform, deutlich obszön übertrieben gezeichnet und offenkundig mit Schmerzen verbunden, respektive Vergewaltigung.[/B][/QUOTE]

Als gewisser Freund der Anime und Mange-Kultur will ich noch unbedingt hinzufügen: Das ist nur eine Untermenge jener Kultur. Nennt sich entweder Etchi oder Hentai.
Wobei mir persönlich das auch nicht so gefällt. Ich muss auch sagen es dabei Werke gibt die in Punkto Perversität und Sadismus jede Grenze sprengen.

Aber das ist nicht "typisch" für Manga oder Anime.

[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
Dann Spiel mal einen beliebigen Teil von Silent Hill, dann weißt Du Bescheid[/QUOTE]

Das ist gerade das Problem jener Kritiker: Die spielen solche Spiele nicht. Die sehen zum Beispiel einen Ausschnitt aus Silen Hill, etwa, dass man mit einem Brett auf defomierte Menschen schlägt, oder das ein Monster zwei Frauen ähnliche Körper vergewaltigt und dass reicht dann für ein Urteil. Sie reduzieren das ganze Spiel eben auf jene Gewaltszenen, ohne die Dimension zu begreifen. Dass es sich dabei, wie bei SH 2 zum Beispiel, um die Projektion der seelische Auseinandersetzung eines Menschen mit einem von ihm begangen Mord ist, verschließt sich ihnen völlig.

Überhaupt wird mal Zeit, dass man den künstlicherischen Wert von Spielen angemessen würdigt. Die SH Reihe, vor allem Teil 2 ist dafür ein gutes Beispiel.

Manhunt, das hier genannt wurde ist auch ein gutes Beispiel. Es ist meiner Meinung nach ein gutes Beispiel für eine Kritik im Stil einer Satire an gewisse mediale Erscheinungsformen. Wie jeder Satire ist dabei Übertreibung nötig, in dem Falle sowohl in der Story, als auch in der Gewaltdarstellung. Wie bei vielen Medien ist es aber eine Sache des Zuschauers/Spielers, wie er das aufnimmt. Aber da Eigenverantwortlichkeit den Jugendschützern ein Graus ist, wird es erstmal in Deutschland beschlagnahmt.
Goat93@Odessa:

Ja, ich schrieb das die Leute "Härteres" brauchen, deswegen schrieb
ich allerdings nciht, das sie zu Amokläufern werden, was bei dir
ein Hauptargument ist ;)
Das ist auch das Hauptargument von den meisten anderen, nur ich
schreib da doch gar nicht von und das nervt einfach -______-
Und ich schreibe ebensooft, WO du deine Unzensierten Sachen ohne
weitere Probleme bekommst, auch diese Argumentation ist in meinen
Augen hinfällig. :-(
Die Zensur greift in den normalen Konsummarkt, also das was du
überall kaufen kannst. Das wird hier aber schön ignoriert, wieso?
Jeder DVD Verkaufende Laden hat Ab 18 DVD's rumstehen, wo die kleinen
Kinder auch rankönnen. Für diesen "Flächendeckenden" Markt ist die
Zensurella wirksam. Nach dem Motto "Schadensbegrenzung". Das jeder
Völljährige in einer Videothek sich die Splatterfilme holen kann,
ich mein das ist doch Logisch und normal ? =.=

Und zu den Mangas mal gesagt....da gibt es ECHT heftige Dinger,
einige wurden in Deutschland (also die ins Deutsche übersetzten)
auch zensiert oder indiziert, Vampire Master z.B da ein Minder-
jähriger Sex mit einer Erwachsenden Frau hat (oder andersherum)
In Japan ist das alles eher belächelt. Und Vergewaltigung von
Kindern und Schülerinen IST da noch das Harmlose ...
Das wiederum ist z.B auch eine Sache des abstumpfens. Da kann
man auch sehen das es immer Härter und Härter wird...
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Saw ist auf ein breites Publikum ausgerichtet. Der Film
"Menschenfeind" wiederum kennen dagegen sicherlich viel
weniger.
Da denke ich, liegt das Problem völlig woanders....[/B][/QUOTE]

Erklär mir mal das bitte: Ein Menschenfeind halte ich objektiver für wesentlich schädlicher, für die Persönlichkeitsentwicklung, als Saw: Da ist ein Typ der seine Schwangere Freundin in den Bauch schlägt, sich Pornos anschaut die auch der Zuschauer explizit zu sehen bekommt, die ganze Zeit darüber nachdenkt, wieso er andere Menschen hasst und was er ihnen gerne an tun würde und der am Ende seine Tochter entjungfert. Im Gegensatz zu dem Quatsch von Saw, finde ich ihn wesentlich realistischer und deshalb auch grausamer.

Warum liegt das Problem dort eigentlich anders?

Im Übrigen habe ich Menschenfeind auch sehr gerne gesehen, aber ich bin sicher, würdest du nur eine Inhaltsangabe kennen wärst du auch für eine Indizierung, oder?

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Es geht immer noch um AB 18, also solltet ihr euch auch
darauf konzentrieren.[/B][/QUOTE]

Quake 4 zum Beispiel bekomme ich nur in einer stark geschnitten Version. Da passiert dann irgendwas, der Bildschirm wird schwarz ein paar Minuten vergehen und es geht weiter und ich frage mich: "Hä? Ist was passiert?"

Ich fahre zusammen mit einigen anderen einen langen Aufzug herunter. Alles im Halbdunkel, sehr bedrohlich: Ein Kamerad sagt: "Immer wenn ich glaube die Stroggs können nicht mehr tiefer sinken sehe ich Scheiße wie diese" und zeigt auf ne Wand wo genau gar nichts ist.

Ich finde das nervig. Und die ungeschnitten Version gibts fast nirgends zu kaufen, weil eine Indizierung für viele Händler praktisch einem Vertriebsverbot gleich kommt.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Das wiederum ist z.B auch eine Sache des abstumpfens. Da kann
man auch sehen das es immer Härter und Härter wird...[/QUOTE]

Nein kann man nicht. Es bleibt seit Jahrzehnten auf dem gleichen Niveau.
Das ist meiner Meinung nach in Europa auch so. In den 70er gab es auch Filme wie "Die 120 Tage von Sodom".
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Kinch [/i]
[B]Quake 4 zum Beispiel bekomme ich nur in einer stark geschnitten Version. Da passiert dann irgendwas, der Bildschirm wird schwarz ein paar Minuten vergehen und es geht weiter und ich frage mich: "Hä? Ist was passiert?"

Ich fahre zusammen mit einigen anderen einen langen Aufzug herunter. Alles im Halbdunkel, sehr bedrohlich: Ein Kamerad sagt: "Immer wenn ich glaube die Stroggs können nicht mehr tiefer sinken sehe ich Scheiße wie diese" und zeigt auf ne Wand wo genau gar nichts ist.

Ich finde das nervig. Und die ungeschnitten Version gibts fast nirgends zu kaufen, weil eine Indizierung für viele Händler praktisch einem Vertriebsverbot gleich kommt.
[/B][/QUOTE]

Dachte, es gibt einen uncut-patch? Könnte das eine [url=http://www.online-games-shop.de/Board/nur-f%C3%BCr-mitglieder/uncut-patches/p19142-quake-4-uncut-patch/#post19142]Lösung[/url] sein? (Musst Dich da aber wohl leider registrieren).
Fou Lou[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]@
Die Zensur greift in den normalen Konsummarkt, also das was du
überall kaufen kannst. Das wird hier aber schön ignoriert, wieso?
Jeder DVD Verkaufende Laden hat Ab 18 DVD's rumstehen, wo die kleinen
Kinder auch rankönnen. Für diesen "Flächendeckenden" Markt ist die
Zensurella wirksam. Nach dem Motto "Schadensbegrenzung". Das jeder
Völljährige in einer Videothek sich die Splatterfilme holen kann,
ich mein das ist doch Logisch und normal ? =.=
[/B][/QUOTE]

Erthlich gesagt ging es mir genau darum. Sicherlich hab ich immer die möglichkeit mir die Fileme spiele auch Unzensiert zu holen. aber dementsprechend nur mit aufwand. Ich seh da erhlich gesagt keine schadensbegrenzung sondern wieder bevormundung des normalen Bürers. Es geht mir darum das ab 18 draufsteht aber dennoch draran rumgeschnibbelt wird. Und da ists mir egal ob ich über andere wege dran komme. es geht mir ums prinzip das ich finde das soetwas nicht sein darf. Der markt und die Eltern, insbesondere letzteres haben die pflicht ihre kinder/jungednlichen den zugang zu solchen sachen zu verwehren.

Mir geht es darum das ich auf den freien markt sachen die ab 18 (wengen einer auh ab 21 wenn ihnen 18 zu jung ist) erhältlich sind auch ungeschnitten kaufen kann. Schneiden zu müssen um überhaupt öffentlich verkauft werden zu dürfen finde ich wirklich schlecht.
Goat93Kinch:

Mal kurz im überflug':

Menschenfeind ist indiziert und trotzdem Unter der Kulturreihe
"Kontrovers". Gutes beispiel Salo

Der gute Film hat für Angst und Schrecken in den 70ern
gesorgt, galt dazumal als einer der Härtesten Filme der Welt
und ist heute unter der rubrik "lahm" abegstempelt.
Bitte erläutere mir mal, wenn das niveau gleichbleibt, wieso
man einen der Skandalösesten Filme heute als "nur"
kontrovers anpreist?


edit:
Indizierung ist kein verbkaufsverbot, die leute können es immer
noch verkaufen, wird auch sehr oft getan. besonders bei
bestellung. Spiele wie Prototype sind schwieriger, wenn sie
keinerlei Freigabeantrag innehaben, da die Rechtslage wegen
Import usw da auch eine Rolle spielt.
@fou

dann mach in jedem Geschäft eine abgekapselte ABteilung auf,
wo nur Erwachsene reinkommen. DANN hast du deinen
Kaufbereich auch völlig ungeschnippselt :rolleyes:

nochmal edit:
scheinbar machen einige Filmgesellschaften mit Uncut Versionen
auch nochmal extra geld XD
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Menschenfeind ist indiziert und trotzdem Unter der Kulturreihe
"Kontrovers". Gutes beispiel Salo

Der gute Film hat für Angst und Schrecken in den 70ern
gesorgt, galt dazumal als einer der Härtesten Filme der Welt
und ist heute unter der rubrik "lahm" abegstempelt.
Bitte erläutere mir mal, wenn das niveau gleichbleibt, wieso
man einen der Skandalösesten Filme heute als "nur"
kontrovers anpreist?
[/QUOTE]

Es gibt auch Gegenbeispiele. In den 70er/80er Jahren gehörten Kannibalenfilme a la [i]"Cannibal Holcoaust aka "Nackt und Zerfleischt"[/i] (so der damalige Kinotitel) zum regulären Programm eines jeden Dorfkinos. Heute wäre so etwas unvorstellbar - nicht nur Dank Zensursula.

Eine "Abhärtung" kann ich daher nicht nachvollziehen, letztendlich wurde doch schon jedes Taboo auf der Leinwand gebrochen. Filme wie "Hostel" sind lediglich lauwarme Aufgüsse und hätten auch vor 20 Jahren niemanden vom Hocker gerissen.
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Menschenfeind ist indiziert und trotzdem Unter der Kulturreihe
"Kontrovers". Gutes beispiel Salo[/QUOTE]

Wusste gar nicht, dass es indiziert ist. Finde ich aber umso bedenklicher ehrlich gesagt.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Der gute Film hat für Angst und Schrecken in den 70ern
gesorgt, galt dazumal als einer der Härtesten Filme der Welt
und ist heute unter der rubrik "lahm" abegstempelt.
Bitte erläutere mir mal, wenn das niveau gleichbleibt, wieso
man einen der Skandalösesten Filme heute als "nur"
kontrovers anpreist?[/QUOTE]

Kannst du mir erläutern, wo der Film als "lahm" abgestempelt wird? Ich meine, findest du den in der Kinderabteilung bei Bambi?

Natürlich entwickelt sich die Filmkunst weiter und was damals originell oder schockierend war, kann heute eher langweilig wirken. Das liegt aber meiner Meinung nach nicht an einer zunehmenden Brutalisierung oder ähnlichem, sondern an der Verfeinerung der Filmkunst. Die Wirkung des Films ist geringer, weil die Erzählweise nicht mehr zeitgemäß ist. Die Filme der damaligen Zeit können teilweise (naütrlich nicht immer) einfach beim Zuschauer nicht mehr einen derartigen Gefühl der Realitätsnähe geben und das Filmgeschehen tangiert dann einfach nicht mehr. Das liegt wie gesagt, nicht an dem Grad der Gewalt, sondern an der Darstellungsform.

Aber zurück zum Manga/Anime-Thema: Ein der brutaleren die ich kenne ist zum Beispiel M.D. Geist aus dem Jahre 1986.
Einer der pervers, sadistischeren ist Kakugo no Susume, von 1996.

Ich sehe da in dem Genre einfach im Durchschnitt keinen gestiegenen Hang zur Gewalt.

Was man bei der Entwicklung der Medien natürlich noch berücksichtigen muss ist, dass es heute wesentlich mehr Filme, Spiele etc pp gibt und daher naturgemäß auch mehr … sagen wir kontroverse Titel.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Indizierung ist kein verbkaufsverbot, die leute können es immer
noch verkaufen, wird auch sehr oft getan. besonders bei
bestellung. Spiele wie Prototype sind schwieriger, wenn sie
keinerlei Freigabeantrag innehaben, da die Rechtslage wegen
Import usw da auch eine Rolle spielt.[/QUOTE]

Eine Indizierung ist ein ökonomisches Verkaufsverbot. Zumindest ist dem oft so. Eine Indizierung reduziert meiner Meinung nach die Verkaufszahlen für ein Medium im zweistelligen Prozentbereich. Das kann und wird man sich nicht leisten. Also spart man sich entweder die Lokalisierung als Hersteller, oder man zensiert es selbst.

Zumal mit einfach der Sinn einer Indizierung nicht einleuchtet. Wenn ein Titel erst ab 18 ist, dürfen Kinder das auch nicht kaufen. Welchen Sinn hat es, es dann nicht offen auszulegen? Sie bekommen es so oder so nicht.

Medienerziehung ist daneben meiner Meinung nach, die Aufgabe der Eltern. Staatliche Bevormundung ist dafür schlicht kein Ersatz.
OdessaZumal mit einfach der Sinn einer Indizierung nicht einleuchtet. Wenn ein Titel erst ab 18 ist, dürfen Kinder das auch nicht kaufen. Welchen Sinn hat es, es dann nicht offen auszulegen? Sie bekommen es so oder so nicht. Medienerziehung ist daneben meiner Meinung nach, die Aufgabe der Eltern. Staatliche Bevormundung ist dafür schlicht kein Ersatz.
__________________

Wie immer sprichst Du, Kinch, mir aus der Seele und faßt meine Gedanken kurz und besser als ich es immer schaffe, zusammen ;-)

Goat, ja stimmt - Du hast die Quellen oft genannt wo ich die Filme kriege, ich weiß die Quellen, aber das ist ja gar nicht das Problem dabei sondern DASS ich Umwege jeglicher Art in Kauf nehmen muß und die Filme eben NICHT, wie Kinch auch schrieb als Vorschlag, offen überall z. B. neben den "ganz normalen" Filmen kaufen kann.

Und ich gehe sogar weiter (jaja immer diese radikalen FDP-Wähler *G*): ALLE Filme sollten unzensiert im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt werden (nach 22 Uhr natürlich) schlicht weil ich, braver GEZ-Zahler und das tatsächlich aus Überzeugung ("Wer nicht MTV und RTL gucken will, sondern die Dritten, muß dafür halt auch zahlen. Qualität ist nicht umsonst"), der Meinung bin daß ich für meine 55 Euronen im Vierteljahr - die ich u. a. dafür zahle daß ich Information und Unterhaltung via TV bekomme - auch das Recht habe, nicht zensierte/geschnittene Filme zu sehen.

Denn ich verstärke Kinchs Argument gerne wieder und wieder weil es auch meines ist: es ist NICHT Sache der Fernsehanstalten oder sonstwem, Kinder/Jugendliche von für sie nicht adäquaten Film/Spiele-Material fernzuhalten, sondern Sache der Eltern. Daher der Name "Erziehungsberechtigte". Es wird ja auch nicht der Verkauf von Alkohol im Supermarkt verboten bzw. man stellt nur noch "Alkohol mit unter 15% Alkohol" zum Verkauf mit der Begründung, daß ja auch Jugendliche den Laden betreten. DA reicht es komischerweise ja auch, daß es überall ein Hinweisschild gibt "Alkoholabgabe an unter 18jhr. verboten" und man schickt Menschen, die Alk kaufen wollen, auch nicht nach Österreich, in "spezielle Supermärkte" oder verweist sie aufs Internet und extra Bezugsquellen dort ;-).
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Denn ich verstärke Kinchs Argument gerne wieder und wieder weil es auch meines ist: es ist NICHT Sache der Fernsehanstalten oder sonstwem, Kinder/Jugendliche von für sie nicht adäquaten Film/Spiele-Material fernzuhalten, sondern Sache der Eltern. [/B][/QUOTE]

Früher war ich öfters mal in verschiedenen Elektronikmärkten und auch in der Videospiel-Abteilung (heute Arbeite ich lieber, als zu spielen; man ich werde alt).
Es gehört da meiner Meinung nach zur Ausnahme, dass Eltern sich aktiv um die Medienerziehung ihrer Kinder kümmern. Nur selten bekommt man es zu sehen, dass ein Elternteil neben dem Kind steht und sich Spiel und Spielbeschreichung durchließt und – ganz besonders positiv – mit dem Kind diskutiert, ob das Kind selbst das Spiel für sich geeignet hält.

Wenn diese Ausnahme die Regel wäre bräuchte man meiner Meinung nach nur die USK, als empfehlende Richtlinie (geeignet für 12 etc pp), weil halbwegs brauchbare zig fach besser beurteilen können, was sie ihrem Sprößling zumuten können und was nicht, als eine generelle Zensurbehörde.

Ich finde es mehr als bedenklich, wie aktuell zunehmend die elterlische Fürsorge durch staatlische Fürsorge ersetzt werden soll, vor allem bei den Medien und dem Internet (jugendschutz.net ist ein Beispiel dafür, wie gestört das System ist). Denn wenn die Eltern sich an dem Irrglauben klammern, dass elterlische Fürsorge durch staatliche Fürsorge ersetzt werden kann, vernachlässigen sie nicht nur ihre Kinder sondern bringen ihnen vor allem auch keine Selbstfürsorge bei.

Ziel der Erziehung sollte es doch sein, den Kindern beizubringen für sich selbst die Entscheidung zu treffen, was sie sich zumuten; gerade das wird doch durch Zensur torpetiert: "Darf ich das haben?" – "Nö" – "Warum nicht?" – "Weil das so da steht". Wie soll das Kind da lernen für sich selbst zu entscheiden?
Fou LouKann Kinch und Odessa nur zustimmen.
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]Es gibt auch Gegenbeispiele. In den 70er/80er Jahren gehörten Kannibalenfilme a la [i]"Cannibal Holcoaust aka "Nackt und Zerfleischt"[/i] (so der damalige Kinotitel) zum regulären Programm eines jeden Dorfkinos. Heute wäre so etwas unvorstellbar - nicht nur Dank Zensursula.

Eine "Abhärtung" kann ich daher nicht nachvollziehen, letztendlich wurde doch schon jedes Taboo auf der Leinwand gebrochen. Filme wie "Hostel" sind lediglich lauwarme Aufgüsse und hätten auch vor 20 Jahren niemanden vom Hocker gerissen. [/B][/QUOTE]

Das ist etwas falsch. Die liefen in den Kinos, weil sie vorher
nicht geprüft wurden und die liefen auch nicht lange in
den Kinos, da man sie dann geprüft hat. Viele kannibalen und
Zombie Filme sind sogar kurze Zeit später beschlagnahmt worden

:rolleyes:

Die einfachste Lösung ist, wie das früher auch gehandhabt wurde.
Die Normalen Läden verkaufen generell nicht AB 18 und die
Videothheken führen dann den Kram in einem AB 18 Bereich, der
für Minderjährige verboten ist....

Tjo, will nur keiner mehr :/

[QUOTE]Zumal mit einfach der Sinn einer Indizierung nicht einleuchtet. Wenn ein Titel erst ab 18 ist, dürfen Kinder das auch nicht kaufen. Welchen Sinn hat es, es dann nicht offen auszulegen?[/QUOTE]
Weil die Kleinen darankommen. Schau dir doch mal an, wie das
mit dem Alkoholverbot klappt :rolleyes:
Ist bestimmt toll, wenn die 12 Jährigen neben der Falsche Korn
dann "Oma Zombies ficken die Mörder Bananen from Hell"
ansehen :D

Es geht auch nicht darum wo man sowieso rankommt. Jeder
kann sich 24 Stunden am Tag Pornos im Netz ansehen und
alles, was man so an Filmen kennt auch runterladen.

Und Sache der Eltern?
vergiss es einfach...Es ist Sache der Wähler, eine Gute Regierung
zu wählen *zynisch lach
Es ist Sache der Bevölkerung für Integration zu sorgen

Nochmehr Beispiele, wo unsere Lieben Elterngenerationen und
alle anderen fröhlich versagen?

Ich bleib bei meiner Ansicht. Ab 18 ist Ab 18 und fertig, wenn du
es toll findest, das Minderjährige an allen rankommen, dann
ist das eben auch so, denn darauf zielt das hinaus...

Einfachste Lösung:
Die normalen Läden verkaufen keine Ab 18 Sachen mehr und
die Videotheken haben ihren Abgegrenzten bereich...
Will nur keiner mehr, da man mit den unzähligen Schnitt-
versionen mehr Geld verdienen kann....
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i][B]
wenn du es toll findest, das Minderjährige an allen rankommen, dann
ist das eben auch so, denn darauf zielt das hinaus...[/B][/QUOTE]

Quatsch. Erkläre mir doch bitte, bitte: wie kommen Kinder an Sachen ab 18? Und wie kann eine Indizierung das verhindern?
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Kinch [/i]
[B]Quatsch. Erkläre mir doch bitte, bitte: wie kommen Kinder an Sachen ab 18? Und wie kann eine Indizierung das verhindern? [/B][/QUOTE]Also wir haben früher immer gegen eine geringe Gebühr den großen blonden Elmar aus unserer Klasse zum Waffenhändler geschickt...der war nämlich ein paarmal sitzengebliben und schon 18.
KinchEben: Und wenn über 18 Jährige etwas für unter 18 Jährige besorgen, dann greift eine Indizierung nur dann, wenn auch über 18 Jährige nicht mehr da rankommen.
ArrogantNickIm Grunde redet Ihr nur in Teilen aneinander vorbei.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[b]Einfachste Lösung:
Die normalen Läden verkaufen keine Ab 18 Sachen mehr und
die Videotheken haben ihren Abgegrenzten bereich...
[color=red]Will nur keiner mehr, da man mit den unzähligen Schnitt-
versionen mehr Geld verdienen kann.... [/color][/B][/QUOTE]

Da haben wir ihn, den Grund. Ich denke dass Goat Euch schon verstanden hat, auch worum es Euch explizit geht. Er hat es, mit dem von mir in rot Markiertem, ja auch schon beantwortet. Genau daran scheitert es. [I]Directors Cut[/I] und der ganze andere Schmonsens, wären ohne Zensur nur halb so schön. ;-)

....
Fou Lou[QUOTE][i]Original geschrieben von Kinch [/i]
[B]Eben: Und wenn über 18 Jährige etwas für unter 18 Jährige besorgen, dann greift eine Indizierung nur dann, wenn auch über 18 Jährige nicht mehr da rankommen. [/B][/QUOTE]

Richtig. das der über 18 jährige sich dabei strafbar macht und die eltern des unter 18 jährigen ihm dementsprechend anzeigen könnten, genauso wie jeden anderen der alk, filme, spiele an nicht dafür geeignete abgibt.

Es ist übrigens wesentlich einfach sich dementsprechende sachen unzenziert im netz zu besorgen als selbst als erwachsener nach unzensierten versionen zu suchen. Und ich finde das keine argumentation eine Zensur rechtfertigt.
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Das ist etwas falsch. Die liefen in den Kinos, weil sie vorher
nicht geprüft wurden und die liefen auch nicht lange in
den Kinos, da man sie dann geprüft hat. Viele kannibalen und
Zombie Filme sind sogar kurze Zeit später beschlagnahmt worden[/QUOTE]

Nee du. Die FSK existiert seit Juli 1949 und jeder Kinofilm wurde in Folge dessen geprüft. Der einzige Film der jemals als Kinofassung eingezogen wurde ist der berühmt-berüchtigte "Tanz der Teufel" (Beschlagnahmebeschlusss vom 02.07.1984, das VHS-Verbot folgte) der in Folge dessen als Video-Copy auf Deutschland Schulhöfen seine Runde kreiste. Durch das damalige Verbot wurde er für die Jugend lediglich interessanter.

[QUOTE]Die einfachste Lösung ist, wie das früher auch gehandhabt wurde.
Die Normalen Läden verkaufen generell nicht AB 18 und die
Videothheken führen dann den Kram in einem AB 18 Bereich, der
für Minderjährige verboten ist....[/QUOTE]

Es kommen aber auch Minderjährige in die 18er Abteilungen von Videotheken ... das war bei mir nicht anders ...

Fazit: Einen effektiven Jugendschutz gibt es nicht, wozu also einen "Erwachsenenschutz" ? Um die Frust selbsternannter Jugendschützer auszubaden ?
coma_blackUm hier mal für ein wenig Klarheit zu sorgen, da die letzten Postings vor Fehlern und Gerüchten nur so überquellen:

Menschenfeind ist nicht indiziert. Mein Tip: Hierzu einfach mal in die ofdb.de reinschauen.

Tanz der Teufel ist einer von insgesamt 5 direkt aus dem Kino gezogenen Spielfilmen. Die anderen Bösewichte waren Frauen im Foltercamp, Man-Eater, Muttertag und Texas Chainsaw Massacre 2.

Eine Indizierung bedeutet, der Film ist wie Pornographie zu behandeln, d. h. der öffentliche Verkauf und die Werbung dafür sind verboten. Den Film Jugendlichen zugänglich zu machen, stellt eine Straftat dar (nicht nur eine Ordnungswidrigkeit). Durch das Werbeverbot ist es auch faktisch nicht erlaubt, eine Horror-Homepage zu betreiben, auf der indizierte Filme besprochen werden, die freie Meinungsäußerung ist somit faktisch eingeschränkt.

Das Komplettverbot bedeutet, man darf den Film besitzen, aber nicht damit handeln oder ihn verleihen. Der bloße Beistz ist nur bei Kinderpornographie strafbar, bei Gewaltvideos, Nazikram oder harter Pornographie (Tiere und andere Sauereien) verjährt die illegale Beschaffung nach 6 Monaten (Presse- und Informationsfreiheit). Also sollte man Kassenzettel von der Filmbörse nicht unbedingt aufheben..

Der §131, nach dem Kinofilme und Spiele beschlagnahmt werden, ist m. E. ein Fall von Rechtsbeugung, ein fieser juristischer Trick. Dieser Paragraph bezog sich ursprünglich auf gewaltverherrlichende Schriften im Wortsinne, also auf Flugblätter der RAF und anderer verfassungsfeindlicher Organisationen. Im Zuge der Gewaltvideokampagne formulierte man das Gesetz jedoch etwas um, und legte nebenbei fest, daß die Menschenrechte auch für "Menschenähnliche" gelten (also Zombies, Orks und was man sonst so plattmachen kann).
Inszeniert wurde die Gewaltkampagne der 80er Jahre übrigens auch von den Medien. Es ging darum, Privatfernsehen schmackhaft zu machen und die Konkurrenz des Videomarktes in ein moralisch verwerfliches Licht zu rücken.
Außerdem wollten die Major-Labels (Paramount, Disney) die Kleinanbieter, die auf "schmuddelige" Italo-Filme, harte Horror- und Actionware abonniert waren, aus dem Markt drängen.
Die angebliche sittliche Gefährdung von Kindern war das wilkommene Totschlagsargument.
Man schauen sich hierzu nur einmal die Filme an, die ständig Gegenstand der Diskussion waren: Zunächst wurden auf Video all die Billigfetzer herausgekramt, die man zuvor hauptsächlich in Bahnhofskinos zu sehen bekam (Salo, Caligula, Zombie, Maniac, etc.). Nach der "Reinigung" des Videoangebots tauchten nocheinmal nahezu die gleichen Filme im Privatfernsehen auf (die verbotenen zwar nicht, aber Reitende Leichen und Häuser an der Friedhofsmauer waren neben Tutti Frutti ein Grund für den Siegeszug von RTL & Co.). Mit Einführung der DVD tauchten dann auf einmal wieder all die Kettensägenmassaker und Zombies unter Kannibalen in bester Bild- und Tonqualität aus der Versenkung auf (für viele ein Hauptgrund, auf das neue Medium umzusteigen). Und es sind immernoch die gleichen Filme (plus ein paar neu hinzugekommene), die nun im Netzt auf den p2p-Börsen herumgeistern. Insofern ist es Quatsch, von einer Abstumpfung zu sprechen - vielmehr handelt es sich seit dreißg Jahren um das immergleiche Motiv- und Filmkorpus!
Die "bösen" Computerspiele sind im Wesentlichen Variationen genau der Themen, die in diesen Billigfetzern verhandelt wurden: Zombie-Epidemien, brachiale Action (Vietnam oder WW II - hier dürften Werke wie "Agenten sterben einsam", "Jäger der Apokalypse" oder der Original-"Inglorious Bastards" Pate gestanden haben; Endzeit-Szenarien orientieren sich an Mad Max, den Warriors oder The Riffs), nur vor Sex schreckt man noch zurück (eine erfrischende Ausnahme war Duke Nukem), allerdings geht "Manhunt" als Reflexion über Pseudo-Snuff doch schon recht weit.

Auf dem Spielemarkt sieht es daher ähnlich aus: die großen Publisher wollen eine möglichst große Zielgruppe bedienen, daher vermeiden sie allzu kontroverse Inhalte, denn das Spiel soll für alt und jung geeignet sein. Weichgespülter Mainstream ist das Resultat, vergleichbar mit den auf Erfolg hin produzierten Sommerblockbustern im Kino.
Jetzt gibt es da aber relativ unabhängige Entwicklerteams wie ID, Rockstar Games usw. die es sich zum Ziel gesetzt haben, Erwachsene anzusprechen, und genau das soll es nicht geben. Sony hat beispielsweise nicht zufällig verfügt, daß Manhunt 2 nur stark bereinigt auf der Playstation erscheinen darf; Sony hat übrigens auch ausdrücklich untersagt, die Blu-Ray-Technik für Pornofilme zu verwenden (alle Porno-Blu-Rays sind faktisch illegal hergestellt!). Ein anderes Beispiel wäre Wal Mart und die Firmenpolitik in Bezug auf explizite Liedtexte; nebenbei ist der Vertrieb über Wal Mart ein Grund dafür, daß Warner in Zukunft keine Unrated-DVDs mehr veröffentlichen will.

Will heißen: Wir haben Firmen, die aus marktstrategischen Gründen davon profitieren, wenn nur kindgerechter Schwachsinn auf den Markt gebracht werden darf! Wir haben etablierte Medien, die die "neuen Medien" als ernsthafte Konkurrenz erkannt haben! Wir haben Politkasper, die gerne die Leute bevormunden! Wir haben viele konservative Gutmenschen, die sich gerne Nazi-Propaganda wie "Die Feuerzangenbowle" reinziehen, aber "Saw" und "Hostel" als den "größten Dreck" bezeichnen! usw.
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
Tanz der Teufel ist einer von insgesamt 5 direkt aus dem Kino gezogenen Spielfilmen. Die anderen Bösewichte waren Frauen im Foltercamp, Man-Eater, Muttertag und Texas Chainsaw Massacre 2[/QUOTE]

Meines Wissens nach wurde lediglich bei der Tanz der Teufel die Kinofassung bzw- Bänder auf direkten Wege beschlagnahmt. Die anderen Titel wurden erst Jahre später nach Erstaufführung eingezogen wobei die Titel schon längst auf VHS veröffentlicht wurden, von daher kann man nicht mehr wirklich von "Kinofilmen" sprechen. TCM 2 hingegen wurde nur in einem Kino beschlagnahmt, so dass es erst gar nicht zu einem bundesweiten Start kam.
SenecaSpeziell bei Computerspielen erlauben sich die Entwickler, speziell solche aus dem Osteuropäischem Raum, manchmal den Spaß nach der Einstufung der Verkausversion die ultrabrutalen oder pornographischen Inhalte per Patch nachzuliefern. (The Witcher, Mafia, etc.)

Manchmal findet der Geneigte User in der .ini auch soolche Einträge wie:

{
blood=1;
gore=0;
}

Das kann man dann in:

{
blood=2;
gore=1:
}

ändern...und siehe da...die Zensur wurde ausgetrickst.

Obigen fall habe ich schon dutzendmale mit deutschen Versionen ausländicher Spiele erlebt...ist eigentloch schon ein Klassiker.
coma_black@Gothanthrop:

Im BPJM-Anzeiger werden diese fünf Filme aber als "beschlagnahmte Kinofilme" gelistet. Das könnte allerdings auch einfach heißen, daß in diesen Fällen lediglich die Filmrollen beschlagnahmt wurden, und keine VHS-Kassetten. Bei Beschlagnahmungen gilt ohnehin jeweils immer nur die explizit erwähnte Fassung (anders als bei Indizierungen, hier greift die Inhaltsgleichheit). Darum werden bis heute regelmäßig alle paar Monate irgendwelche Neuveröffentlichungen von Tanz der Teufel & Co. eingezogen ;)
Daraus ergibt sich auch der amüsante Fall, daß der Handel mit der gekürzten Version von "Inside" (von Autobahn) eine Straftat darstellt, die österreichische DVD jedoch (noch) nicht beschlagnahmt wurde, obwohl sie um einiges härter ausfällt. Doch Vorsicht: Der Gesetzgeber verbietet Privatpersonen den Versandhandel und den Import von indizierten sowie ungeprüften Medien. Da "Inside" auch indiziert ist, gilt hier die Inhaltsgleichheit - diese Importeinschränkungen gelten übrigens auch beispielsweise für Kinderfilme, die keine FSK-Kennzeichnung haben (denn diese gelten dann als ungeprüft und damit indiziert). Eine Ausnahme gibt es nur dann, wenn man auf dem Zollamt mit einem Gewerbeschein herumwedeln kann (trotzdem kann die Sache mitunter ziemlich teuer werden, speziell bei Importen aus nicht-EU-Ländern; innerhalb der EU ist die Chance glücklicherweise eher gering, daß der Zoll mal nachschaut, was man da bestellt hat, aber wissen kann man's nie!).

Das ist für mich auch die eigentliche Sauerei an der nicht stattfindenden Zensur: Wenn hierzulande gekürzt wird (sei es für niedrigere Freigaben, sei es um eine Indizierung zu vermeiden oder einfach, um keine strafrechtlich relevanten Inhalte zu verbreiten), dann ist das eine Sache. Wenn der Gesetzgeber aber diejenigen kriminalisiert, die sich etwas aus dem Ausland bestellen (selbst wenn das 100%ig identische Werk hier ab 6 oder 12 Jahren freigegeben wurde), dann ist sowas eben einfach Zensur und damit ein politisches Instrument, das in seinem Innersten genau die Menschenverachtung ausdrückt, die den jeweiligen Kulturerzeugnissen angelastet wird.
"Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen." wußte schon Heinrich Heine.

@Seneca:
Diese Möglichkeit, eine ungepatchte Version durch Spielereien an .ini-Dateien "härter" zu machen, reicht bereits für eine Indizierung (siehe die Erstauflage von "Far Cry").
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
[B@Seneca:
Diese Möglichkeit, eine ungepatchte Version durch Spielereien an .ini-Dateien "härter" zu machen, reicht bereits für eine Indizierung (siehe die Erstauflage von "Far Cry"). [/B][/QUOTE]

Deshalbs gibt's solche Einträge auch meist erst ab Version 1.5. Zu dem Zeitpunkt ist das Spiel dann schon nicht mehr im Handel.
Die FarCry machern hatten es einfach zu eilig es auzuposaunen und wollten diesen "Fehler" als Marketinginstrument nutzen.
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
[B]... Wir haben viele konservative Gutmenschen, die sich gerne Nazi-Propaganda wie "Die Feuerzangenbowle" reinziehen... [/B][/QUOTE]

Nur um eins klar zustellen, "Die Feuerzangenbowle" ist definitiv kein Nazi-Propaganda-Film !!
AzaFeuerzangenbowle ist ein schöner, nostalgischer, guter, deutscher Film. Ich mag ihn.
coma_blackIm Dritten Reich wurde kein einziger Film produziert, der keine NS-Ideologie beinhaltete. Wie denn auch, wenn Goebbels faktisch die alleinige Aufsicht über die Filmproduktion hatte?
Die Feuerzangenbowle ist zwar etwas subtiler als ein Jud Süß, aber es handelt sich nichtsdestotrotz um Propaganda, man muß nur genau hinschauen. Aber das sollte man generell bei vorgeblich "harmlosen" Filmen.

[I]http://feuerzangenbowle.blogsport.de/[/I]
Aza...
Im 3ten Reich wurde auch der VW Käfer gebaut, ist er deswegen eine Nazi-Kiste, oder einfach nur ein PKW?
Wer sich über die Feuerzangenbowle echauffiert, sollte mal einen Blick auf Disney werfen...^^
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
Im Dritten Reich wurde kein einziger Film produziert, der keine NS-Ideologie beinhaltete. Wie denn auch, wenn Goebbels faktisch die alleinige Aufsicht über die Filmproduktion hatte?
Die Feuerzangenbowle ist zwar etwas subtiler als ein Jud Süß, aber es handelt sich nichtsdestotrotz um Propaganda, man muß nur genau hinschauen. Aber das sollte man generell bei vorgeblich "harmlosen" Filmen.

[I]http://feuerzangenbowle.blogsport.de/[/I] [/QUOTE]

Och komm, nun sei mal nicht zu erbsenzählerisch. Einerseits willst Du doch auch Deine Freiheiten, für Deinen Filmgeschmack und andererseits, kommt es dann nicht so gut, wenn Du andere Filme, besser gesagt deren Publikum, als neonationale Gutmenschen beschimpfst. Damit bist Du auch nicht besser, als die Leute, die Du hier verurteilst.

....
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
[B]...

[I]http://feuerzangenbowle.blogsport.de/[/I] [/B][/QUOTE]

Das ist doch Satire, oder !?
coma_blackIch will doch gar niemanden für seinen Filmgeschmack geißeln (kopfschüttel!)

Das Beispiel zeigt doch einfach eindeutig, daß jeder einen anderen Geschmack hat, und man dazu die Kulturerzeugnisse gerne aus dem historischen Zusammenhang reißt. Von Killerspielen wird behauptet, die US-Army stehe dahinter, was nur in einem einzigen Fall auch so ist (America's Army).

Andererseits sind viele "Klassiker" des Unterhaltungsfilms astreine Adolf-Produktionen. Die verlinkte Seite ist übrigens keine Satire, mir war nur der Titel des Buches entfallen, in dem diese Zusammenhänge ausgeführt werden:

[url]http://www.amazon.de/Geschichte-n-NS-Film-NS-Spuren-heute/dp/3933598001/ref=sr_1_5?ie=UTF8&s=books&qid=1256976102&sr=8-5[/url]

Rezension dazu hier: [url]http://www.shoa.de/rezensionen/184-literaturrezensionen/267.html[/url]


@Aza: Natürlich war der Käfer auch ein Transportmittel für Nazi-Ideologie, schon die Bezeichnung [I]Volks[/I]wagen spricht Bände.

@Arrogant: Daß Disney usw. knallhart den Amerikanismus an die Kleinen vermitteln, sollte eigentlich klar sein, das fängt mit calvinistischen Figuren wie Onkel Dagobert an und geht im Ernstfall dann bis zu Filmen wie "Der Fuehrer's Face"
GezeichneterIch bin nicht der Ansicht, dass die Feuerzangenbowle ein Propagandafilm war. Eher leichte Unterhaltung. Aber jedem seine Meinung.
Goat93[QUOTE]
[B]Quatsch. Erkläre mir doch bitte, bitte: wie kommen Kinder an Sachen ab 18? Und wie kann eine Indizierung das verhindern? [/B][/QUOTE]

Also ganz einfach:

Kleiner Junge geht in Geschäft, nimt Ware und geht zur
Kasse..holt Geldbeutel raus, bezahlt und geht nach Hause.

Alltag, siehe Fall Alkoholverkauf an Minderjährige in den letzten
15 Jahren :rolleyes:

verhindert wird es, indem einfach nichts indiziertes oder Ab 18
da verkauft wird, logisch oder? XD

[QUOTE]Die FSK existiert seit Juli 1949 und jeder Kinofilm wurde in Folge dessen geprüft[/QUOTE]

FSk ist allerdings eine Autonome Prüfstelle und hat nichts mit
der BPjS/BPjM zu tun, das weißt du? Ja?

[QUOTE]Fazit: Einen effektiven Jugendschutz gibt es nicht, wozu also einen "Erwachsenenschutz" ? Um die Frust selbsternannter Jugendschützer auszubaden ?[/QUOTE]

Es gibt effektiven Jugendschutz. Ach ne, das wird ja als
Diktatur udn verbot und Zensur abgehandelt :rolleyes:
Was für einen Erwachsenenschutz?

[QUOTE]Mein Tip: Hierzu einfach mal in die ofdb.de reinschauen[/QUOTE]
Auf der Seite stehen generell keine Infos zu Indizierungen.

Aber du hast, recht, der wird nur als Indiziert verkauft, warum
auch immer o_0

Zu feuerzangenbowle:



[QUOTE]1944 wurde die Erstaufführung des Films Die Feuerzangenbowle zunächst von der nationalsozialistischen Filmzensur wegen „Respektlosigkeit gegen Autoritäten“ verboten[/QUOTE]

;)

[url]http://www.shoa.de[/url] o_0 ähhhh "tolle" seite :eek:
Xenomorph"Jugendschutz"...vor was oder wem sollen die denn eigentlich geschützt werden...? vor virtueller Gewalt in Filmen und Videospielen...? was ist so schlimm daran, wenn ein 14 Jähriger sich Filme ab 18 anschaut...? hab ich übrigens auch gemacht - und ich lebe immer noch - so what...?...leider, wie ich zugeben muss...Gewalt durchzieht die Gesellschaft auf allen Ebenen - angefangen in Kindergarten und Schule - bis hin zum Status als "erwerbstätiger Vollbürger"...du bist immer ein Sklave, hast anderen zu dienen die sich anmassen, über dir zu stehen...und eben das ist Gewalt...hier beginnt sie und hier endet sie...

..."Jugendschutz" - das ist ein Terminus aus der Gutmenschenschule, der uns weismachen soll, dieser Staat und diese Gesellschaft ermöglichten allen Menschen eine gewaltfreie Kommunikation - doch das ist eine Lüge - und wer in derartige Forderungen mit einstimmt ein korrupter Heuchler, der die Wahrheit entweder nicht kennt oder sie ignoriert...eine hierarchiche Struktur ist von struktureller Gewalt durchzogen - sie ist das ihr zugrundeliegende Organisationsprinzip schlechthin...folglich kann es in einer hierarchischen Struktur, die klar in die beiden Pole "oben" und "unten" zerfällt, also eine vertikale Ausrichtung besitzt, auch keine gewalttlose Kommunikation geben - sondern immer nur gewaltförmige...
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]
..."Jugendschutz" - das ist ein Terminus aus der Gutmenschenschule, der uns weismachen soll, dieser Staat und diese Gesellschaft ermöglichten allen Menschen eine gewaltfreie Kommunikation - doch das ist eine Lüge - [/B][/QUOTE]

Also würdest Du den Staat abschaffen, damit die Menschen wieder gewaltfrei kommunizieren können?
Soviel traue ich ihnen beim besten Willen nicht zu. Und ich bin Optimist.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Gezeichneter [/i]
[B]Also würdest Du den Staat abschaffen, damit die Menschen wieder gewaltfrei kommunizieren können?
Soviel traue ich ihnen beim besten Willen nicht zu. Und ich bin Optimist. [/B][/QUOTE]

...wobei der Staat auch nur aus denselben dummen, einfältigen Menschen besteht...es wäre demnach höchst unwahrscheinlich anzunehmen, dass gerade Jenen, die sich an der Macht befinden, durch sie schon viel zu sehr verdorben und arrogant geworden sind, um auch nur eine entfernt objektivierbare Einschätzung der Dinge haben zu können, Einsichten in die Befindlichkeit des Menschen zuteil werden, die den Menschen ansonsten fehlen...demnach kann der Staat keine gewaltfreie Kommunikation schaffen - allein schon seine Existenz steht dazu im Widerspruch...und wenn das ohne Staat auch nicht möglich ist, dann mit ihm erst recht nicht...denn dieser muss wiederum Gewalt einsetzen, auf die die Menschen ja angeblich verzichten sollen...so entsteht das Paradoxon des "erzwungenen Gewaltverzichts" - deshalb ein Paradoxon, weil dieser Verzicht nur durch gewaltförmige Kommunikation erreicht wird...und wenn einer Gewalt für seine Zwecke anwenden darf - warum sollte ich mich dieses Mittels berauben lassen...?
Fou Lou[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Also ganz einfach:

Kleiner Junge geht in Geschäft, nimt Ware und geht zur
Kasse..holt Geldbeutel raus, bezahlt und geht nach Hause.

Alltag, siehe Fall Alkoholverkauf an Minderjährige in den letzten
15 Jahren :rolleyes:

verhindert wird es, indem einfach nichts indiziertes oder Ab 18
da verkauft wird, logisch oder? XD


...

Es gibt effektiven Jugendschutz. Ach ne, das wird ja als
Diktatur udn verbot und Zensur abgehandelt :rolleyes:
Was für einen Erwachsenenschutz?

[/B][/QUOTE]

Komisch warum wird dann alkohol und zigaretten weiterhin öffentlich verkauft? Anscheinend gibt es doch kein so effektiven Judgendschutz wenn ein kleiner junge zur kasse gehen kann und ware kaufen kann die der verkäufer nicht an dem Jungen verkaufen darf. Genauso wie zigaretten und alkohol. Da und genauso bei den Eltern sollte ein bewusstsein geweckt werden. Dann ist auch keine Zensur nötig. (die sowiso von den Jugendlichen umgangen wird -.-)
Goat93Fou:

Ich frage mich manchmal, ob solche Beiträge wie von dir wirklich
zu einem Thema gehören oder einfach nur Sondermüll sind.
Statt einfach in einem Geschäft zu gehen und selbst zu schauen,
WAS sich in den letzten Jahren geändert hat, wird so ein
Schwachsinn von sich gegeben. Wozu?
Nur damit du mitreden kannst?

1. Der Jugendschutz wird mittlerweile wieder massiv ausgebaut.
2. Eltern ein bewußtsein beizubringen ist genauso mit Erfolg
gekrönt wie ein Religiösen fanatiker zum Pazifismus zu
überreden, einfach Unsinn
3. Man muß MEHR für den Jugendschutz tun, nicht WENIGER.

Wenn das alles Sinnlos wäre, würde man es nicht machen :rolleyes:

xeno:

Jugendliche sollen vor Schädlichen und Unmoralischen Einflüßen
geschützt werden. so das sie gar nicht erst auf den Gedanken
kommen irgendwelche Älteren Menschen totreten oder ihre
Mitschüler(inen) vergewaltigen. Ich sehe das als Positiv an....
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Kleiner Junge geht in Geschäft, nimt Ware und geht zur
Kasse..holt Geldbeutel raus, bezahlt und geht nach Hause.

Alltag, siehe Fall Alkoholverkauf an Minderjährige in den letzten
15 Jahren :rolleyes:

verhindert wird es, indem einfach nichts indiziertes oder Ab 18
da verkauft wird, logisch oder? XD[/B][/QUOTE]

Ah ja logisch: Die Geschäfte ignorieren den Jugenschutz, in dem sie an Minderjährige Dinge verkaufen, die nicht an Minderjährige verkauft werden dürfen. Und die Lösung des Problems ist deiner Meinung nach nicht, die Durchsetzung bestehender Gesetze auszubauen, sondern das versagende System weiter zu kultuvieren, indem man plötzlich hofft, dass Geschäfte indizierte Titel dann ja hoffentlich doch nicht an Jugendliche verkauft, bzw. darauf achten, dass auch nur Menschen ab 18 in ihren Laden kommen.

Das ist genau die gleiche Art von Unlogik mit dem uns die Politik seit Jahren vor allem im Bereich des Jugendschutz quält.

Abgesehen davon, halte ich heutzutage diesen Distributionsweg für Minderjährige absolut irrelevant. Meistens bekommen sie ihr Zeug aus dem Netz oder eben von über 18 Jährige. Diese Wege werden durch eine Indizierung überhaupt nicht tangiert.

Also ich sehe /überhaupt/ keinen praktischen Nutzen in einer Indizierung, Zesnur und "Ab 18" Läden.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Es gibt effektiven Jugendschutz. Ach ne, das wird ja als
Diktatur udn verbot und Zensur abgehandelt :rolleyes:
[/QUOTE]

Effektiver Jugendschutz gibt es nur durch eine Adäquate Erziehung. Jede Zwangserziehung der gesamten Bevölkerung durch mediale Verbote ist in meinen Augen eindeutig eine Zensur.
[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]2. Eltern ein bewußtsein beizubringen ist genauso mit Erfolg
gekrönt wie ein Religiösen fanatiker zum Pazifismus zu
überreden, einfach Unsinn[/B][/QUOTE]

Das ist genau die dikatorische Denke: Der Pöpel ist zu dumm zum selbstdenken, also muss der Staat eine überfürsorgliche Mutter sein.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Wenn das alles Sinnlos wäre, würde man es nicht machen :rolleyes: [/QUOTE]

Wie kommst du darauf? Du propagierst doch auch sinnlose Dinge.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Jugendliche sollen vor Schädlichen und Unmoralischen Einflüßen
geschützt werden. so das sie gar nicht erst auf den Gedanken
kommen irgendwelche Älteren Menschen totreten oder ihre
Mitschüler(inen) vergewaltigen. Ich sehe das als Positiv an....[/QUOTE]

Auf die Gedanken kommt man sicher nicht durch Spiele oder Filme. Sondern durch Psychosen, Traumata, Milleu und Vernachlässigung. Aber alle ernsthafte Probleme können ja erstmal ignoriert werden. Ne Zensur einzuführen ist dringlicher und leichter.
solipsismusAnmerkung: Die Betonung liegt dabei auf [i]leichter[/i].
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Fou:


Jugendliche sollen vor Schädlichen und Unmoralischen Einflüßen
geschützt werden. so das sie gar nicht erst auf den Gedanken
kommen irgendwelche Älteren Menschen totreten oder ihre
Mitschüler(inen) vergewaltigen. Ich sehe das als Positiv an.... [/B][/QUOTE]

...ah ja - natürlich die "Moral" des Untertanen, der sich auf Herrschaft, Institutionen und Staat verlässt anstatt auf sich und sein eigenes Urteilsvermögen -vgl. Luther, aller Deutschen Vorbild, was die rechte Dienstbotenmentalität gegenüber der Obrigkeit angeht....denn der Staat schützt ja die Schwachen - nachdem er sie zuvor erst zu solchen gemacht hat, zu Halbmenschen und Arschkriechern...a selfulfilling prophecy...der Staat schützt die Schwachen - also mache man die Menschen zuvor schwach..! Nehme ihnen Stolz, Ehre, Selbstbewusstsein und damit jegliche Stärke - durch Gesetze und Vorschriften, was sie zu tun und zu lassen haben...denn nur der Hobbes,sche Kastrat, der Untertanen-mensch, Homo servilis, ist überhaupt staatsfähig...und du meinst das kommt von Videospielen...? oder von Filmen...? komisch nur, dass ich noch niemals ältere Menschen totgetreten habe...sondern im Gegenteil jemanden, der es versucht und mir dabei unter die Augen kommt, den Arsch gründlich eintreten würde...hach ja, aber das ist dann ja auch wieder "Gewalt", die von irgendwelchen blöden Spielen kommt...nein, Gewalt wird in dieser Gesellschaft bereits in den staatlichen Schulen an die Kinder weitergegeben...dort wird ihnen bereits die Unterordnung unter Staat und Autorität antrainiert...kein Wunder also, wenn sich dieses schon früh verinnerlichte gewaltförmige Denken dann irgendwann solche höchst unwilkkommenen Ventile sucht...

...doch welches "Recht" haben wir, "der Jugend" - die eben nicht "unsere" ist, welches Recht haben wir, kommenden Generationen noch die überkommenen, dekadenten Werte dieser Gesellschaft einzupflanzen..? Keines! sie haben das Recht, eine Gesellschaft und ein Leben ganz nach ihren eigenen Vorstellungen, ohne Zwang und Bevormundung durch Staat, Medien, Markt und Monopolkapital aufzubauen...
Fou Lou[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Fou:

Ich frage mich manchmal, ob solche Beiträge wie von dir wirklich
zu einem Thema gehören oder einfach nur Sondermüll sind.
Statt einfach in einem Geschäft zu gehen und selbst zu schauen,
WAS sich in den letzten Jahren geändert hat, wird so ein
Schwachsinn von sich gegeben. Wozu?
Nur damit du mitreden kannst?

1. Der Jugendschutz wird mittlerweile wieder massiv ausgebaut.
2. Eltern ein bewußtsein beizubringen ist genauso mit Erfolg
gekrönt wie ein Religiösen fanatiker zum Pazifismus zu
überreden, einfach Unsinn
3. Man muß MEHR für den Jugendschutz tun, nicht WENIGER.

Jugendliche sollen vor Schädlichen und Unmoralischen Einflüßen
geschützt werden. so das sie gar nicht erst auf den Gedanken
kommen irgendwelche Älteren Menschen totreten oder ihre
Mitschüler(inen) vergewaltigen. Ich sehe das als Positiv an....
[/B][/QUOTE]

Ich denke ich kann schon beurteilen was sich im verkauf von Videospielen in den letzten jahren geändert hat. Bei filmen bin ich nicht so bewandert weil ich kaum DvDs kaufe. Was sich geändert hat und was ich sehe ist daß Titel ausschließlich in Deutschland in der gewaltdarstellung zensiert werden die ohnehin erst ab 18 sind. Der Jugendschutz wurde letzten jahren schon um einiges verschärft. Allein der fakt das die Altersangaben nun keine FSK mehr sind sondern verbindliche angaben. Auch sollte man nicht vergessen das wir was spiele angeht die härtesten Kriterien haben. Keines der Nachbarländer is so hart wenn es darum geht spiele einzustufen. Gerade durch die "Killerspiele" Diskusion wandert es langsam ins Groteske weil man mal wieder einfache Lösungen sucht anstatt sich um die wirklichen Gründe zu kümmern. denn dazu müsste man ja Farbe bekennen.

zu 2. sicherlich ist es schwer. Aber längst kein usinn. Es kann nicht angehen das Staat, Schulen, usw. Die pflichten von Eltern/ Erwachsenen übernehmen müssen.

zu 3. Hab nie wirklich was anderes behauptet. Wie so oft gibt es genügend Gesetze. die aber nicht richti durchgesetzt werden.


Sicherlich soll man Jugendliche davor schützen. Aber verschweigen der Inhalte bringt ungefähr soviel als wenn man seine Kinder nicht gescheit aufklärt. Schutz durch aufklärung und bewussten umgang ist hier die deviese. Gewalt fantasien bekommt man nicht durch spiele. Da ist dann eher das Solziale umfeld schuld.
Außerdem behauptest du damit das Gewalt in spielen definitiv Schädlich ist. Was aber weder be- noch widerlegt ist.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Fou Lou [/i]
Gewalt fantasien bekommt man nicht durch spiele. Da ist dann eher das Solziale umfeld schuld.[/QUOTE]

Das ist SO nun auch nicht ganz richtig. Ich denke, dass Filme und Spiele durchaus Inspiration sein können, wenn auch auf eine krude Weise. Sagen wir es mal so: Wenn das Umfeld stimmt, wird die Wahrscheinlichkeit wohl nicht so groß sein, dass eine Person sich so tief in Spiele- oder Filmwelten flüchtet. Ganz auszuschließen ist es allerdings dennoch nicht. Ich beschäftige mich aus aktuellem Anlass (ich schreibe etwas darüber), momentan sehr intensiv mit dem Kannibalen von Rotenburg, der z. B. angibt, dass ihn in jungen Jahren die Geschichte 'Hänsel und Gretel' ganz schrecklich faszinierte und die ersten Fantasien in ihm weckte, da Hänsel verspeist werden sollte.

Das zeigt vielleicht ein wenig die Absurdität der ganzen Diskussion. WENN ein Mensch Inspiration sucht, so wird er sie finden. Ob nun im Horrorschocker oder in Grimms Märchen und jetzt kommt mir hoffentlich Niemand damit, dass man die dann eben auch verbieten solle. Der Hang, die innerste Anlage in einem Menschen, der ist es, der sucht und der finden wird, ob mit oder ohne Zensur. Hat jemand diesen Hang, der meist durch Traumata, Einsamkeit oder aber einfach auch durch ausufernde Triebe geweckt wird, so wird keine Zensur etwas daran ändern. Hat ein Mensch diesen Hang jedoch nicht, so kann er 24/7 Zombies morden oder die Saw-Reihe rauf und runter schauen und wird trotzdem nicht auf die Idee kommen, dass er jetzt gerne ganz real die Omi zu Blutwurst verarbeiten will.

Es müssen mehrere Faktoren zusammenkommen. Mit einer Zensur erreicht man in dieser Hinsicht nichts, außer das Gegenteil, denn so werden viele Kids erst auf die Schocker aufmerksam, von denen da gemunkelt wird.

Ich habe fertig.

....
coma_blackIch gebe hier mal ArrogantNick recht, denn bei mir war es eigentlich genau so: Ich habe als kleiner Knirps mal das Plakat zu Man-Eater gesehen (der lief damals in unserer Stadt im Kino). Ich fand das einfach gräßlich und dachte aber immer wieder: "Wenn ich groß bin, will ich diesen Film sehen!"

Als ich dann endlich 18 war, musste ich feststellen, daß es in Deutschland eine "Verbotsliste" gibt, auf der natürlich auch Man-Eater auftauchte. Also ging die Sucherei, Sammelei und Bettelei los, bis ich diesen Film (und etliche andere tolle Titel) endlich einmal gesehen hatte. Das Endergebnis war in den meisten Fällen aufgrund der dürftigen Machart der Filme eher ernüchternd, aber es ging mir einfach ums Prinzip!


@Goat:

In der ofdb steht bei jeder Fassung ausdrücklich dabei, ob diese Veröffentlichung des Films indiziert ist oder nicht.

Und was bitte hast du gegen shoa.de ?
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
[B]Ich gebe hier mal ArrogantNick recht, (.....)[/B][/QUOTE]

Dass ich DAS noch erleben darf!

[i]*gerührt schniefend links ab*[/i]

....
coma_blackDiesen Tag sollte man wohl wirklich rot im Kalender anstreichen :D
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
[B]Ich gebe hier mal ArrogantNick recht, denn bei mir war es eigentlich genau so: Ich habe als kleiner Knirps mal das Plakat zu Man-Eater gesehen (der lief damals in unserer Stadt im Kino). Ich fand das einfach gräßlich und dachte aber immer wieder: "Wenn ich groß bin, will ich diesen Film sehen!"

Als ich dann endlich 18 war, musste ich feststellen, daß es in Deutschland eine "Verbotsliste" gibt, auf der natürlich auch Man-Eater auftauchte. Also ging die Sucherei, Sammelei und Bettelei los, bis ich diesen Film (und etliche andere tolle Titel) endlich einmal gesehen hatte. Das Endergebnis war in den meisten Fällen aufgrund der dürftigen Machart der Filme eher ernüchternd, aber es ging mir einfach ums Prinzip!


@Goat:

In der ofdb steht bei jeder Fassung ausdrücklich dabei, ob diese Veröffentlichung des Films indiziert ist oder nicht.

Und was bitte hast du gegen shoa.de ? [/B][/QUOTE]

Ich hab einige Filme nachgesehen bei ofdb und die waren
nicht als indiziert vermerkt, bei Filmen wie Tanz der Teufel
wurde dagegen sowieso genügend Wirbel gemacht, das
dafür zig Themen verlinkt wurden ;)

sollte ich was gegen shoa.de haben?

kinch:

Es ist doch ganz einfach. Wer nicht hören will, muß fühlen.

Das weitere findest du in meinen Beiträgen in den letzten zig
Seiten, ich habe gerade keine Lust, das alles nochmal schreiben
zu müßen. Wenn du denkst, das Zensur und Ab 18 hinfällig ist,
ist das deine Ansicht. Ich behalte mir vor, das Minderjährige
weder Hardcore Pornos, Splatterfilme oder Fake Snuff Filme
vorgesetzt bekommen sollten. Ich halte es trotz allem für
Schädlich, wenn Minderjährige, die in vielen sehr leicht
beeinflußbar sind, an alles herankommen können.
Ich prangere, was ich auch oft schrieb, nicht die Wirkung auf
drastische Einzelfälle, sondern auf die allgemeine
"vernormalisierung" der verharmlosung der Gewalt. Die
Fälle werden wieder einmal mehr und die Gesellschaft
tendenziert immer mehr zu Hirnlosen Gewalttätern wieder.
Schuld alleine hat keiner, jeder aber ein Teil der Schuld auf
seinen Schultern....
Fuck up EvilIch denke viele die hier gegen Zensur sind ( und das bin ich natürlich auch) sind schon für einen angemessenen Jugendschutz und FSK 18 etc. aber die meisten haben die 18 sicher schon hinter sich und merken nun wie schwierig es in Deutschland dem "mündigen Bürger" ( Ü 18) gemacht wird ein Computerspiel oder einen Film so zu spielen/zu sehen, wie es die Macher eigentlich gedacht haben.
Im Bereich Film sieht man da schon einige Änderung, denn die FSK ist schon liberaler geworden als noch vor einigen jahren, wenn man sich da mal aktuelle Horrorfilme anschaut, leider ist dies Entwicklung im Bereich der Spiele noch nicht zu sehen und man muss auf ausländische Versionen ausweichen, wenn man das Spiel so spielen will, wie es die Entwickler vorgesehen haben.
Das mag sicher mit Amokläufen und Killerspiele-Diskussionen zu tun haben.
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Es ist doch ganz einfach. Wer nicht hören will, muß fühlen.[/B][/QUOTE]

Ok, mal andersrum gefragt: Warum sollen Ladenbesitzer ein Gesetz zum Jugenschutz ignorien, ein anderes aber nicht?

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Ich behalte mir vor, das Minderjährige
weder Hardcore Pornos, Splatterfilme oder Fake Snuff Filme
vorgesetzt bekommen sollten.[/B][/QUOTE]

Ok, um weitere Paraphrasen zu beseitigen: Wir sind uns da einige. Es ist nicht mehr nötig, das noch extra zu betonen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Ich prangere, was ich auch oft schrieb, nicht die Wirkung auf
drastische Einzelfälle, sondern auf die allgemeine
"vernormalisierung" der verharmlosung der Gewalt. Die
Fälle werden wieder einmal mehr und die Gesellschaft
tendenziert immer mehr zu Hirnlosen Gewalttätern wieder.
Schuld alleine hat keiner, jeder aber ein Teil der Schuld auf
seinen Schultern....[/QUOTE]

Ich halte das für ein Phantasie-Gebilde. Wenn es eine Verrohung der Gesellschaft gibt, dann gibt es auch reale Soziale Ursachen. Die Wirkung der Medien in dem Sinne, wie wir es hier diskutieren ist allenfalls homöopathisch.
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i]
[B]Das mag sicher mit Amokläufen und Killerspiele-Diskussionen zu tun haben. [/B][/QUOTE]

Das hat auch andere Ursachen, wenn ich mir die Pfeiffers zum Beispiel anschaue. Ich versuche nicht alle "Killderspiel"-Gegner über einen Kamm zu scheren, aber wenn ich mir ihr Engagement anschaue, dass vor allem in den Massenmedien angklang finden, werde ich den Eindruck nicht los, dass diese Menschen irgendwelche persönlichen Neurosen auf die neuen Medien übertragen.
Vermutlich ist es eine Form des Generationenkonfliktes?

Wer nicht weiß, was ich meine kann sich ja mal die Ausfälle von "Regine Pfeiffer" zu Gemüte führen. Von verbalen Ausfällen gegen Gegner ihrer Position, bekennt sie sich (sofern sie noch verfügbar sind) auch offen dazu in Medienberichten zu lügen und zu manipulieren, weil sie ja unabhängig vom Wahrheitsgehalt Recht hat.
coma_black@goat:

Deine Bemerkung zu dem Shoa-Link hörte sich für mich etwas abwertend an ("Toller Link!"); sorry für das Mißverständnis - das sind eben die Tücken moderner Kommunikationsformen...

@Kinch:

Die vielerorts festgestellte "Verrohung" der Gesellschaft scheint mir geradezu gewollt und liegt in einer verfehlten Bildungs-, Sozial- und Integrationspolitik begründet.
Es gibt in diesem Land Menschen, die wieder Feuerstellen auf dem Wohnzimmerboden haben (und das sind nicht zwangsläufig Migranten), die im Winter ihre Zimmertüren verheizen, etc. In diesen "neuen" Lebensverhältnissen hat natürlich auch Gewalt und ein übertriebenes Machismo wieder einen ganz anderen Stellenwert - und das ganz ohne irgendwelche Ballerspiele.
Die Leute aus derartigen Milieus laufen allerdings nicht Amok, denn das bleibt Mittelklasse-Spießer-Kids vorbehalten.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
Die vielerorts festgestellte "Verrohung" der Gesellschaft scheint mir geradezu gewollt und liegt in einer verfehlten Bildungs-, Sozial- und Integrationspolitik begründet.[/quote]

Auch - da gebe ich Dir Recht, aber nicht nur. Ich denke, dass hier nicht nur die Politik im Blickpunkt stehen sollte, sondern auch die höchstpersönlichen Früchte, die die Erziehung eines jeden Menschen trägt und die nicht selten über Generationen weitergegeben werden. Und dann gibt es auch noch so etwas wie Eigenverantwortung, bzw. Elternverantwortung. Aber wer für sich selbst kaum diese 'Last' tragen kann, wer sollte das dann noch für Schutzbefohlene übernehmen? Ich sehe da ein noch viel grundsätzlicheres Problem als 'nur' irgendwelche Gesetze und/oder Vorgaben.

[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
Es gibt in diesem Land Menschen, die wieder Feuerstellen auf dem Wohnzimmerboden haben (und das sind nicht zwangsläufig Migranten), die im Winter ihre Zimmertüren verheizen, etc. In diesen "neuen" Lebensverhältnissen hat natürlich auch Gewalt und ein übertriebenes Machismo wieder einen ganz anderen Stellenwert - und das ganz ohne irgendwelche Ballerspiele.
Die Leute aus derartigen Milieus laufen allerdings nicht Amok, denn das bleibt Mittelklasse-Spießer-Kids vorbehalten. [/QUOTE]

WOHER beziehst Du solche Informationen? Magst Du mir da mal ein wenig auf die Sprünge helfen, das wäre nett.

Dankeschön....

...
coma_blackMir sind einige Leute persönlich bekannt, die hier, ziemlich auf dem Land gelegen, Mehrfamilienhäuser für Menschen aus sozial schwachen Schichten gebaut haben. Die Zustände in diesen neuen Häusern waren nach nur einem Jahr derartig katastrophal, daß es mir schaudert, wenn ich mir vorstelle, wie es dann erst in der Großstadt abgehen muss.
Dort lebten [I]ernsthaft[/I] einige Familien, die sich aufführten wie die Höhlenmenschen, incl. offener Feuerstelle im Wohnzimmer. Die Fotos, die das dokumentierten, wurden mir gezeigt.

Zur Erziehung: In vielen Familien mit Migrationshintergrund werden die Kinder von den Frauen erzogen - von Frauen, die meistens Analphabeten sind und eine Erziehung weitergeben, wie sie in abgelegenen Gebirgsdörfern richtig und sinnvoll ist. Für derartig erzogene Halbwüchsige ist dann natürlich ein Männerbild, wie es "God of War" vermittelt, noch eine zusätzliche Bestätigung.
SenecaWenn es um verschroben Männerbilder geht, musste man zu allererst Heavy Metal verbieten.
[url=http://www.indiskretion-ehrensache.com/uploaded_images/31959-790519.jpg]Das hier[/url] ist übrigens mein bevorzugtes, ach so wunderbar anachronistisches Männerbild...ich arbeite in meiner Schmiede noch daran dem völlig zu entsprechen. Die Mädels unten zu den Füßen gehören dabei unabdingbar dazu.

Gibt es hier zufällig interessierte Damen? (Fotosession?)
Gothanthrop[img]http://www.mm-newmedia.de/blog/wp-content/uploads/2009/05/zensursula.jpg[/img]

Zensursula braucht wieder Aufmerksamkeit

Wörtlich von der Rammstein-Facebook-Seite: [i]"Urteilsspruch: Das neue Rammstein-Album ist auf Antrag des durch die Ministerin von der Leyen geführten Bundesministeriums indiziert worden und wird zukünftig lediglich unter der Ladentheke zu haben sein. Volljährige sollten ihren Ausweis nicht vergessen und dann beim Händler ihres Vertrauens nachfragen."[/i]

Grund der Indizierung: Die Band verbreite jugendgefährdende Darstellungen von SM-Praktiken und animiere zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr [img]http://www.justsailing.at/Forum/images/smilies/wix.gif[/img]
hagzissa13Das macht mir das Album doch gleich noch viel sympathischer. Wenn ich es nicht schon kennen würde, wäre spätestens jetzt meine Neugierde geweckt. :D

Super Strategie, Frau v.d.L.! :D
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Es gibt effektiven Jugendschutz. Ach ne, das wird ja als
Diktatur udn verbot und Zensur abgehandelt :rolleyes:
Was für einen Erwachsenenschutz?
[/QUOTE]

1. Zensur und Verbote sind [i]kein[/i] effektiver Jugendschutz wie die letzten 30 Jahre beweisen - und zudem völlig überflüssig, wie unsere Nachbarländer beweisen, bei denen Jugendschutz klein geschrieben wird und dennoch niemand Amok läuft.

2. Erwachsenenschutz = wenn Filme/Spiele mit einer [b]Freigabe ab 18 Jahren[/b] entschärft werden.
Gothanthrop[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
Super Strategie, Frau v.d.L.! :D [/B][/QUOTE]

Jackpot! Jetzt werden sich sogar 12-jährige - die sich zuvor einen Scheiß für Rammstein interessierten - die Songs aus dem Netz saugen bis die Leitung glüht :D
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothanthrop [/i]
[B]Grund der Indizierung: Die Band verbreite jugendgefährdende Darstellungen von SM-Praktiken und animiere zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr[/B][/QUOTE][url=http://www.youtube.com/watch?v=4w9EksAo5hY]Ist es schon soweit?[/url]
GezeichneterTja, der frühe Vogel fängt den Wurm. Habe die Extended Version zu Hause. Konzerttickets sind auch schon gekauft.
Da das Album in Deutschland bereits Platinstatus hat, wird es die Band auch nicht kratzen.
So what, Zensursula?
:D
coma_black[url]http://schnittberichte.com/news.php?ID=1713[/url]

Der liebe Herr Chavez aus Venezuela greift endlich auch hart durch. Ich finde es klasse, daß unsere Politiker sich an solchen lupenreinen Demokraten orientieren. China ist ja auch so ein schönes Land, wo sich alle gerne bevormunden lassen, weil die Regierung einfach besser weiß, was richtig ist (wobei der Nichtraucherschutz natürlich in Irland am besten funktioniert)!
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von Kinch [/i]
[B]Ok, mal andersrum gefragt: Warum sollen Ladenbesitzer ein Gesetz zum Jugenschutz ignorien, ein anderes aber nicht?


Ich halte das für ein Phantasie-Gebilde. Wenn es eine Verrohung der Gesellschaft gibt, dann gibt es auch reale Soziale Ursachen. Die Wirkung der Medien in dem Sinne, wie wir es hier diskutieren ist allenfalls homöopathisch. [/B][/QUOTE]

Den ersten Teil verstehe ich nicht, das müßtest mir einmal
näher erläutern.

Zum zweiten, Es gibt sicherlich Reale Soziale Ursachen, aber die
sind ein TEIL dessen. Es gibt genauso
eine "Wohlstandsagression" die such aus Langeweile und
Falscher Moralischer Erziehung aufbaut. Beispiel wäre z.B
die Skandinavische Black Metal Szene, aber ebenso kann man
so einige ander JugendGangbildungen oder Kulturbereiche
als Beispiele aufzeigen. Nur sollte man dabei nicht vergessen,das
nichts von nichts kommt ;)
coma_blackFolgt man der Binsenweisheit, wonach Nichts von Nichts kommt, sollte man aber auch die Frage stellen, woher es denn kommt, daß die Filme und Spiele angeblich immer brutaler werden.

Es ist m. E. doch bezeichnend, daß die "harten" Horrofilme im Gefolge der 68er-Bewegung entstanden und im Wesentlichen das Scheitern der Hippie-Hoffnung auf universelle Liebe dokumentierten.
Ebenso bezeichnend ist es, daß im Amerika unter George W. Bush all die fiesen Machwerke der Nixon-Ära als Remake in die Kinos kamen, ergänzt durch einige SM-Traktate, die auf aktuelle Folterskandale Bezug nahmen.
Das Medium Computerspiel als interaktiver "Spielfilm" reflektiert das Ganze dann noch einmal und wird seinerseits wieder vom Medium Film zurückgespiegelt (siehe beispielsweise die Jump n' Run-Show in Star Wars: Episode II oder im aktuellen Zensuropfer "Gamer").

Außerdem zeugt Goats Haltung von einem fundamentalen Mißverständnis der Funktion von Horror: Horror soll die Ängste des Menschen veräußerlichen und dadurch kontrollierbar machen. Man soll sich im Splatterfilm mit seiner (u. U. traumatisierten) Körperlichkeit auseinandersetzen und das Trauma durch die wiederholte Durcharbeitung an Einzelbeispielen bewältigen (darum wird ständig aufs Neue munter mit verchromten phallischen Gegenständen das weiche Fleisch penetriert, gehäutet, fragmentiert und zerrissen). Durch die Folter des Filmkörpers ersteht der Körper des Rezipienten neu - in letzter Zeit am eindrucksvollsten in "Passion of the Christ" und "Martyrs".
Demgegenüber stehen dann die hochgelobten Propagandafilme wie "The Day after Tomorrow", die die Ängste der Menschen verinnerlichen sollen (in diesem unangenehmen Fall die Angst vor der globalen Klimaveränderung). Hier wird nichts durchgearbeitet, nichts bewältigt, man ist am Ende kein befreites Subjekt, sondern Nietzsche wird verbrannt und die Bibel (bzw. der Amerikanismus) gerettet.
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
[B]...
Demgegenüber stehen dann die hochgelobten Propagandafilme wie "The Day after Tomorrow", die die Ängste der Menschen verinnerlichen sollen (in diesem unangenehmen Fall die Angst vor der globalen Klimaveränderung)....[/B][/QUOTE]

Du gehst ein wenig leichtfertig mit dem Begriff Propagandafilm um und Du interpretierst da etwas in einen Blockbuster aus dem Hause Hollywood, wo es doch nur Unterhaltung und Zuschauerzahlen ging.
solipsismus"The day after tomorrow" ist doch eher eine Parodie auf sich selbst. So wie Charlie Chaplin als Diktator auch keine ernstzunehmende Bedrohung ist. Der Unterschied liegt eher darin, dass es einmal beabsichtig war und einmal nicht...
Goat93[QUOTE]woher es denn kommt, daß die Filme und Spiele angeblich immer brutaler werden.
[/quote]

Hab ich schon x mal geschrieben, weil der Konsument durch
Dauerkonsum abstumpft. Wenn man etwas immer und immer
wieder zeigt, verliert es die wirkung...wie beim Holocaust
zum beispiel das ebenso ist. Den meisten menschen ist es
doch mittlerweile scheißegal was anderen menschen passiert,
das heulen geht erst dann los, wenn man selbst betroffen ist.
Die Aussage eines Mahnmals versteht dabei doch überhaupt
kaum jemand noch richtig...

und deine Aussage von Horror mag in zeiten von Zombie 1 noch
eventuell passen (da aber auch nicht, da es dort um Sozial-
verhalten geht und nicht um auferstehung), ehrlich gesagt halte
ich dabei deine Ausführung aber für Schrott. Zumindest zeigt sie
aber auch auf, das du zugestehst das durch ständiger Konsum
die Leute abstumpfen...
coma_blackDanke, daß du meine Äußerung für Schrott hältst. Das haben Leute an sich, die offenbar nicht folgen können.

Zombie 1 ist eine profane Apokalypse, also ein von religiösen Elementen bereinigtes Jüngstes Gericht (im Sinne Walter Benjamins); darum wirkt der Film auch heute noch - die Analyse von Gruppendynamiken alleine würde für die Publikumswirksamkeit nicht ausreichen.

Diese Emmerich-Machwerke sind durch die Bank Jubelgesänge auf Amerika (bzw. das amerikanische Selbstverständnis als "neuer Adam" in Kombination mit recht reaktionären Vorstellungen von Kernfamilie und Puritanismus) und für das amerikanische Publikum hin konzipiert, das i. d. R. etwas einfältiger ausfällt als das deutsche. Hierzulande sieht man Präsidenten als Identifikationsfiguren etwas kritischer, aber der Klima-Hype ebenso wie die Weltuntergangsphantasien eines 2012 ziehen auch in Europa die Massen ins Kino. (Zu 2012 kann ich allerdings noch nichts sagen, da ich ihn noch nicht gesehen habe; Independence Day, Godzilla, The Patriot und The Day After Tomorrow sind jedoch beinahe klassisch zu nennende Propagandafilme über wackere Amerikaner, die sich im Angesicht der Apokalypse auf erzkonservativen Pioniergeist besinnen und darüber sollte man auch angesichts der kommerziellen Ausrichtung derartiger Filme nicht hinwegsehen).

Abstumpfung ist übrigens eine ziemlich wichtige menschliche Fähigkeit: wer würde sonst wohl Arzt werden - oder Soldat?

Dieser ganze verweichlichende Zensurquatsch hat doch, wenn man sich gewisse historische Parallelen ansieht, viel eher das Gegenteil dessen zum Sinn, was man angeblich anstrebt. Ziel sei eine friedfertige Gesellschaft, ohne "schmutzige" Unterhaltung.
Vor dem 1. Weltkrieg im Preußentum hatten junge Männer keine Möglichkeit, ihr Bedürfnis nach "Schmutz" auszuleben. Alle waren korrekt vom Scheitel bis zur Sohle und als man dann endlich an die Front musste, stürmten die Jungs vorwärts, in der Hoffnung, endlich mal die Sau rauslassen zu können. Daß die "Party" dann etwas anders aussah als erhofft, dürfte bekannt sein...
Etwas später betitelte man dann Kunstwerke von Otto Dix und anderen als "entartet", weil nur noch das heroisch-edle oder das volkstümlich-blödsinnige erwünscht war. Man durfte sich dann keine Gemälde über Lustmorde mehr ansehen, wurde dafür von gemeingefährlichen Triebstörungen regiert, die realen Schaden anrichteten. (Hitler hätte eben, wie in dem Roman "Der stählerne Traum" besser Comiczeichner werden sollen - dann hätte man ihn garantiert indiziert; so ist es ja auch diesem mißverstandenen Roman selbst zeitweilig ergangen).

[IMG]http://www.tyskforlaget.dk/Resources/DieWelt/DixLustmordGRA.jpg[/IMG]
Ein verrohendes, jugendgefährdendes Bild, oder nicht?


Da ist es doch besser, man reagiert sich vor der Kiste ab, säuft sich ab und an ordentlich her und beteiligt sich wenn man nüchtern ist an Protesten gegen den Krieg!
Fou LouWie ich schonmal schrieb kann ich ehrlich gesagt keine allgemeine Abstumpfung feststellen. Wenn es diese abstumpfung geben würde hätten wir ja vor 50-60 jahren eine tolle gesellschaft gehabt. Ich will nicht wissen wie mitfühled die menschen vor 200, 500 jahren oder mehr waren. Zu zeiten als der mensch eher eine Funktion war dann ein individuum. Die Empathielosigkeit hat definitiv andere gründe als Spiele und Filme.
coma_black[QUOTE]Da verrammeln sie sich die gesunde Natur mit abgeschmackten Conventionen, haben das Herz nicht, ein Glas zu leeren, weil sie Gesundheit dazu trinken müssen - belecken den Schuhputzer, daß er sie vertrete bei Ihro Gnaden, und hudeln den armen Schelm, den sie nicht fürchten. Vergöttern sich um ein Mittagessen, und möchten einander vergiften um ein Unterbett, das ihnen beim Aufstreich überboten wird. - Verdammen den Sadducäer, der nicht fleißig genug in die Kirche kommt, und berechnen ihren Judenzins am Altare - fallen auf die Knie, damit sie ja ihren Schlamp ausbreiten können, - wenden kein Aug' von dem Pfarrer, damit sie sehen, wie seine Perrücke frisiert ist. - [B]Fallen in Ohnmacht, wenn sie eine Gans bluten sehen, und klatschen in die Hände, wenn ihr Nebenbuhler bankerott von der Börse geht[/B] -[/QUOTE]

Friedrich Schiller, Die Räuber, 1. Akt, 2. Szene

...übrigens auch so ein übles Machwerk, ähnlich wie der Leidende Junge Werther (nicht der mit den Echten), dem seinerzeit eine Reihe von Selbstmorden unter jungen Männern angelastet wurden...
Goat93fou':

wie ich schon schrieb, die anderen Beiträge lesen und da
wird man das dann auch nachlesen können. solange du das
nicht machst, kann man darüber auhc nicht debatterien...

coma:

Zombi 1 hat mit Apokalpys soviel zu tun wie ein Sack Reis mit
Onkel Benz. Der Film war eine Sozialkritik über das Verhalten
der Menschen, das sie immer Zombihafter und Mechanischer
wurden. Aber lassen wir das wohl lieber sein, hachher verlinkst
du noch ein Bild von Donald Duck um zu beweisen das das Böse
überall ist und deswegen harmlos...

Ich persönlich sehe unterschiede zwischen dem S/W Bild da
oben und einem Splatterfilm, du nicht, ich denke das haben
wir jetzt durch. Meine Ansichten haben sich nicht geändert,
stattdessen denke ich umso mehr, das das Gefühl vorhanden
ist, das jemand einen was "wegnehmen" will und "nach mir
die Sinnflut". Kann ich auch nix dran ändern, aber dennoch
bin ich irgendwie froh, das es den Jugendschutz gibt, auch
wenn das so böse für euch ist *schulterzucks*

ich schließ mich jez einfach mal aus der diskussion aus, die
wiederholt sich seit zig seiten immer gleich und ich verweise
nun seit einige beiträgen auch nur noch auf das ohnehin
geschriebene...wer interesse hat, liest es, wer nicht liest
es eben nicht ^^
coma_blackApokalypse bedeutet einfach nur Offenbarung, mehr nicht. Offenbar wird im Splatter die Fleischlichkeit und die Sterblichkeit. Seine philosophische Grundlage hat der Zombie wie ihn Romero präsentiert in Foucaults Schrift "Geschichte der Klinik". Foucault erörtert darin den Begriff "Gewebe". Der Körper besteht aus Gewebe. Gewebe ist allerdings nicht stabil, sondern in permanenter Veränderung. Leben ist somit ein aktives Sterben. Wir sind lebende Tote.

Wenn das mal keine Apokalypse ist...

Kommen wir dann noch mal zur subversiven Kunst: Seit Edison einen Elefanten vor der Kamera "ekektrokutierte" ist der Film [I]das[/I] ideale Medium zur Abbildung des sterbenden Lebens, sei es als Dokumentation oder als Inszenierung. Gezeigt wird die Apokalypse als Offenbarung des Übergangs vom Leben zum Tod. In moderneren Vertretern macht dieser Schwellenraum zwischen Leben und Tod dann auch mal rasch den ganzen Film aus: Saw, Open Water, The Sixth Sense zeigen Menschen, die tot sind und es noch nicht wissen.

Durch den Konsum derartiger Werke soll dem Zuschauer bewußt werden, daß auch er nichts anderes als sich veränderndes Gewebe ist und daß er seine Zeit irgendwie nutzen soll. Ziel ist also ein mündiger selbstverantwortlicher Mensch. Diese Mündigkeit wird in den unangenehmeren Filmen sowie in Spielen durch Verführungsmechanismen angestrebt - man soll sich nicht nur mit den Opfern, sondern auch mit den Tätern identifizieren, darum der Blick durchs Fernglas in Salo oder die Ego-Perspektive im Shooter.

Darum stimme ich völlig mit der Meinung überein, daß Kinder und unreife Jugendliche vor solchen Medien geschützt werden sollten.

Gleichzeitig verachte ich aber all diejenigen Erwachsenen, die mit derartigen Inhalten nicht klarkommen und darum den anderen die Fähigkeit dazu absprechen und Verbote fordern. Das bedeutet nicht, daß ich etwas dagegen habe, wenn jemand soetwas einfach nicht mag - ist er eben ein Weichei... ;)

Aber mir von verklemmten Heuchlern wie Spitzer, Pfeiffer, von der Leyen & Co. sagen lassen, was ich anzuschauen habe, ist das richtig?
Ich denke das ist ebenso falsch, wie die Tatsache, daß die Vasallen des Gröfaz das Gemälde von Otto Dix "entartet" nannten. Oder daß "Die Leiden des Jungen Werther" verboten waren. Oder daß Kant auf dem Index Librorum Prohibitorum war.

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