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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Staatliches Todesurteil !
Ronin76Seit der Hartz-IV "Reform" gibt es in der BRD keine nennenswerte staatliche Absicherung mehr um Obdachlosigkeit zu verhindern. Die ARGE ist sehr bemüht sich um jeden Euro zu drücken.

Der "Arbeitslose" wurde in "Arbeitssuchende/r" umbenannt und die Rollen im Täter-Opfer-Spiel neu verteilt. Der Arbeitssuchende ist nun also der Täter welcher staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen möchte. Die ARGE (Arbeitsgemeinschaft) bzw die "Agentur für Arbeit" hat sich gekonnt die Rolle des Opfers ausgesucht, welches von gierigen und faulen Arbeitslosen mißbraucht wird, um sich finanziell zu bereichern. Die sogenannten Sozialschmarotzer (laut Wolfgang Clement - ehemaliger Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit). Der typische Sozialschmarotzer ist arbeitslos, faul, ausländischer Herkunft, Dauer-TV-Glotzer, Alkoholiker, Raucher, langhaarig und ungepflegt.

Soviel zu den Vorurteilen. Fakt ist jedoch daß es gerade heute im Zeitalter von Wirtschaftskrisen und Wirtschaftsfaschismus sehr schnell passieren kann obdachlos zu werden. Bänker und Automobilhersteller werden für Ihre Betrügereien sogar noch mit Milliarden belohnt während ein Hartz-IV-Empfänger jederzeit und willkürlich von staatlicher Seite verordnet, obdachlos werden kann.

Denn laut der ARGE kann das ALGII-Geld samt Wohnunterstützung komplett gestrichen werden ! Selbst Minderungen der Leistungen, welche in 10%-Schritten erfolgen wirken sich bei einer Regelleistung von ca € 345 + Mietbeteiligung drastisch aus. Die kurze Leine hat sich bewährt denn so können keine finanziellen Polster geschaffen werden und der Arbeitssuchende ist nun in völliger Abhängigkeit bei der ARGE. Er wird gezwungen jeden auch nur erdenklichen Arbeitsplatz anzunehmen, egal zu welchem Lohn und auch egal ob Zeitarbeit oder Drückerkolonne. Denn es gibt dank Zeitarbeitsfirmen und privaten Arbeitsvermittlern ja nun theoretisch immer freie Stellen. In Wirklichkeit existieren diese Stellen jedoch nicht !
Die Folgen sind zb Dumpinglöhne, ein stetig sinkendes Lohnniveau, Verarmung der Arbeitslosen aber auch der gesamten Bevölkerung und Erpressbarkeit.

Natürlich wird offiziell dann behauptet daß der "Arbeitssuchende" gar nicht an Arbeit interessiert wäre oder sogar verhindert hätte daß ein Arbeitsverhältniß zustande kommt, bzw er hätte seine Arbeitslosigkeit selbst verursacht. Da gibts dann gleich mal eine saftige Sperrfrist und Kürzung der Bezüge. Ob zB eine Krankmeldung vorlag ist auch egal, es wird gekürzt !

Nun kann der Arbeitssuchende trotz der begrenzten Bewerbungskostenerstattung irgendwann keine Bewerbungen mehr finanzieren und die Miete kann er auch nicht mehr zahlen. Daraufhin landet er dann auf der Straße, muß sich von Müll ernähren wenn er da etwas findet und ist eben obdachlos, was in der heutigen Gesellschaft einem Todesurteil gleich kommt. Denn ohne Geld, Plastikkarten, sauberer Kleidung, usw ist der Mensch zum Abschuß freigegeben und findet von sich aus keinen sozialen Anschluß mehr. Ihr seid vielleicht bald auch an der Reihe.

Habt ihr solche Begebenheiten schon selbst im Umfeld miterlebt und wie ist eure Meinung zur staatlich fehlenden Absicherung, Zwangsarbeit, etc. ?
Was könnte man daran ändern ?
coma_blackZeitarbeitsfirmen sollten generell abgeschafft werden. Diese Parasiten haben sich lediglich als überflüssige Instanz zwischen Arbeitgeber und -nehmer gekoppelt und verhindern inzwischen sogar, daß man als unabhängiger Semesterferienjobber mal drei Wochen ans Fließband steht, um sich den nächsten Auslandsaufenthalt o. ä. zu finanzieren (außer natürlich, man schließt mit der betreffenden Zeitarbeitsfirma den Vertrag ab und läßt sich so ca. die Hälfte des möglichen Verdienstes abnehmen).

Nun mag der Einwand kommen, daß man sich ja nach wie vor direkt bei einer Firma bewerben kann. Stimmt, aber viele Industriebetriebe haben keine freien Stellen mehr übrig, weil sie diese vertraglich den diversen Zeitarbeitsfirmen zugesichert haben. Eine weitere selbstverschuldete Unmündigkeit aus Bequemlichkeit...
Ascaron[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
[B]Eine weitere selbstverschuldete Unmündigkeit aus Bequemlichkeit... [/B][/QUOTE]Nicht unbedingt aus Bequemlichkeit. Es ist eine Möglichkeit, die Personalkosten zu senken, denn Leiharbeiter werden anders verbucht. Klingt unsinnig (und nüchtern betrachtet ist es das auch), ist aber leider wahr. Ich kenne einen konkreten Fall, in dem die Firma von einem großen Konzern übernommen wurde und die Verringerung der Personalkosten von oben diktiert bekam, und so wurden Stellen im Betrieb, die freiwillig (durch Kündigung des Arbeitnehmers oder Eintritt und Altersteilzeit/Rente) geräumt oder neu geschaffen wurden, zum Teil mit Leiharbeitern besetzt.
BTW hat das für den AG u. a. auch den Vorteil, daß im Krankheitsfall Ersatz bereitsteht.
Mondsilbertaufe[QUOTE]Habt ihr solche Begebenheiten schon selbst im Umfeld miterlebt[/QUOTE]
Ich kenne einige, die sich über Hartz-4 finanzieren. Und dass es denen schlecht geht, kann ich nicht sagen. Sicher muss man sparsam leben, aber solange es für Ziggis, Kneipe und PS3 reicht, kann es so drastisch, wie du es hier skizzierst nicht sein.

Kennst du Pennergame? :rolleyes:
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Seit der Hartz-IV "Reform" gibt es in der BRD keine nennenswerte staatliche Absicherung mehr um Obdachlosigkeit zu verhindern. Die ARGE ist sehr bemüht sich um jeden Euro zu drücken.[/b] [/quote]

Das ist nicht richtig. Hartz IV-Empfänger haben Anspruch auf Zahlung ihrer Kosten der Unterkunft (KdU). Um diese Kosten können sich weder ARGEn noch die kommunalen Behörden (Optionsmodell) herumdrücken. Sie umfassen die Kosten für die Kaltmiete einschließlich der kalten Nebenkosten sowie Heizkosten. Abgezogen werden die Kosten für die Warmwasserbereitung, weil sie keine Unterkunftskosten sind.

[quote]Der "Arbeitslose" wurde in "Arbeitssuchende/r" umbenannt und die Rollen im Täter-Opfer-Spiel neu verteilt. [/quote]

Das ist ebenfalls nicht richtig. Er gilt weder als Opfer noch als Täter, sondern vielmehr als Anspruchsberechtigter bzw. Leistungsempfänger. Die Leistungen empfängt er im übrigen aus den Steuerzahlungen derjenigen, die arbeiten. Und deren Geld im Portemonnaie trotzdem zusehends abnimmt. Statt in Täter-Opfer-Klischees zu verharren, wäre deshalb meines Erachtens zur Abwechslung mal ein Wort des Dankes an diejenigen angebracht, die all das finanzieren und sich dafür krummschuften müssen. Leider habe ich ein solches Dankeswort noch [b]n i e[/b] gehört. Im übrigen heißt es Arbeitsuchender, denn er soll ja nach Arbeit suchen. Aber auch die Behörden schreiben das Wort in ihren Bescheiden falsch.

[quote]Der Arbeitssuchende ist nun also der Täter welcher staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen möchte. [/quote]

Das ist sein gutes Recht. Er sollte eben aber auch nach Arbeit suchen.

[quote]Die ARGE (Arbeitsgemeinschaft) bzw die "Agentur für Arbeit" hat sich gekonnt die Rolle des Opfers ausgesucht, welches von gierigen und faulen Arbeitslosen mißbraucht wird, um sich finanziell zu bereichern. [/quote]

Das sehe ich persönlich nicht so, weiß aber, dass die Zahl derer, auf die das zutrifft, keine zu vernachlässigende Größe ist. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich und liegen auch darin begründet, dass vielen die derzeitigen Löhne einfach zu niedrig erscheinen, um dafür frühmorgens aufzustehen, sich von seinen Chefs vollmaulen zu lassen und abends kaputt zu seiner Familie heimzukehren.

[quote]Die sogenannten Sozialschmarotzer (laut Wolfgang Clement - ehemaliger Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit). Der typische Sozialschmarotzer ist arbeitslos, faul, ausländischer Herkunft, Dauer-TV-Glotzer, Alkoholiker, Raucher, langhaarig und ungepflegt. [/quote]

Auf Schmarotzer mag dies zuweilen doch auch zutreffen, oder etwa nicht? Niemand behauptet, dass alle Arbeitsuchenden auch Schmarotzer sind.

[quote]Fakt ist jedoch daß es gerade heute im Zeitalter von Wirtschaftskrisen und Wirtschaftsfaschismus sehr schnell passieren kann obdachlos zu werden. [/quote]

Ja, möglich. Deshalb basiert Hartz IV ja auch auf einer gesellschaftsübergreifenden Übereinkunft. Die, die wenig haben, geben denen, die nichts haben, etwas ab. So werden wir alle irgendwann gleich. Es sind aber nach meiner Beobachtung hauptsächlich diejenigen, die etwas bekommen, die sich darüber beschweren. Das mag in der menschlichen Natur liegen.

[quote]Bänker und Automobilhersteller werden für Ihre Betrügereien sogar noch mit Milliarden belohnt während ein Hartz-IV-Empfänger jederzeit und willkürlich von staatlicher Seite verordnet, obdachlos werden kann. [/quote]

Die Lücken im Strafrecht müssen eben anderweitig geschlossen werden.

[quote]Denn laut der ARGE kann das ALGII-Geld samt Wohnunterstützung komplett gestrichen werden ! Selbst Minderungen der Leistungen, welche in 10%-Schritten erfolgen wirken sich bei einer Regelleistung von ca € 345 + Mietbeteiligung drastisch aus. Die kurze Leine hat sich bewährt denn so können keine finanziellen Polster geschaffen werden und der Arbeitssuchende ist nun in völliger Abhängigkeit bei der ARGE. [/quote]

Er ist gehalten, den Zustand seiner Hilfebedürftigkeit durch nachweisbare Eigenbemühungen zu beenden oder zu vermindern. Das ist nicht nur gerecht, sondern auch logisch. Finanzielle Polster schafft dies im übrigens keineswegs. Die entstehen durch die Beitragszahlungen der Arbeitnehmer (Arbeitslosenversicherung, Abschaffung von Zuschlägen, inadäquate Tarifabschlüsse). Dadurch, dass ein Arbeitsfähiger keiner Arbeit nachgeht, entsteht dem Staat - dem kleinen Steurzahler, der ihn finanziert - ein doppelter Verlust: zum einen beteiligt sich der Arbeitslose nicht an den horrenden Sozialkosten, indem er keine Einkommensteuern und nur verminderte Abgaben zahlt. Zum anderen finanziert der erwerbstätige Steuerzahler nicht nur seinen Regelunterhalt, sondern auch seine Kosten der Unterkunft, seine Kosten für Krankenversicherung und (was ich persönlich absurd finde) auch seine Rentenbeiträge. Dafür sollten im Gegenzug etwas guter Wille und das Schreiben von ein paar Bewerbungen durchaus erwartet werden können. Die angesprochenen Kürzungen erfolgen mangels Mitwirkung. Etwa, weil das Papier alle war, der Weg zum Amt zu weit oder auch, weil die einzige Hose kaputt war (ein Fall, der unlängst das BSG beschäftigte).

[quote]Er wird gezwungen jeden auch nur erdenklichen Arbeitsplatz anzunehmen, egal zu welchem Lohn und auch egal ob Zeitarbeit oder Drückerkolonne. [/quote]

Das ist nicht richtig. Es gelten die Sittenwidrigkeitsschranken des BGB. Vielen erscheint jedoch eine Tätigkeit, die sie durchaus ihren Mitmenschen zumuten (und die diese auch ausüben), als unzumutbar. Freilich erst, nachdem diese auch an sie herangetragen wurde. Zudem muss niemand einen Antrag auf Hartz IV stellen. Denn an die Leistungen sind Gegenforderungen geknüpft, die der Anspruchsteller mit der Leistungsvereinbarung bei seinem Fallmanager unterschreibt.

[quote]Denn es gibt dank Zeitarbeitsfirmen und privaten Arbeitsvermittlern ja nun theoretisch immer freie Stellen. In Wirklichkeit existieren diese Stellen jedoch nicht ! [/quote]

Dazu müsstest Du etwas deutlicher oder besser: genauer werden.

[quote]Die Folgen sind zb Dumpinglöhne, ein stetig sinkendes Lohnniveau, Verarmung der Arbeitslosen aber auch der gesamten Bevölkerung und Erpressbarkeit. [/quote]

Nun auf einmal Mitleid mit denen, die mit schwerer Arbeit die Dumpinglöhne einfahren, das alles bezahlen und deswegen verarmen? Finde ich grenzwertig. Man sollte nicht in die Hand beißen, die einen füttert.

[quote]Natürlich wird offiziell dann behauptet daß der "Arbeitssuchende" gar nicht an Arbeit interessiert wäre oder sogar verhindert hätte daß ein Arbeitsverhältniß zustande kommt, bzw er hätte seine Arbeitslosigkeit selbst verursacht. [/quote]

Gegen einzelne Maßnahmen ist der Widerspruch zulässig. Ist dieser nicht von Erfolg gekrönt, bleibt es einem jeden unbenommen, die Sozialgerichte anzurufen. Das ist für den Betroffenen kostenfrei. Das heit, der arbeitende Steuerzahler bezahlt die Gerichtskosten. Prozesskostenhilfe ist im übrigen eine besondere Art der Sozialhilfe, die ebenfalls der Steuerzahler bezahlt.

[quote]Da gibts dann gleich mal eine saftige Sperrfrist und Kürzung der Bezüge. Ob zB eine Krankmeldung vorlag ist auch egal, es wird gekürzt ! [/quote]

Siehe vorangegangener Kommentar zu den Rechtsbehelfen.

[quote]Nun kann der Arbeitssuchende trotz der begrenzten Bewerbungskostenerstattung irgendwann keine Bewerbungen mehr finanzieren und die Miete kann er auch nicht mehr zahlen. [/quote]

Entspricht seine Wohnung den Anforderungen, wird die Miete vom Amt bezahlt. Ist sie teurer, ist die Differenz zu den angemessenen Kosten aus eigener Tasche aufzubringen. Wird die Miete gar nicht übernommen, liegt eine Sanktion vor. Der Betreffende hat es in der Hand, es nicht zu einer Sanktion kommen zu lassen. Diese wird im übrigen erst (mehrfach) angedroht, bevor sie in Kraft tritt. Die Leistungsvereinbarung enthält einen deutlichen, unmissverständlichen Hinweis darauf. - Erscheint ein Erwerbstätiger ohne triftige Gründe bei der Arbeit, kann er doch schließlich auch gekündigt werden, oder etwa nicht? Ihm bezahlt allerdings keiner die Gerichtskosten und seinen Lohn erhält er bis zur gerichtlichen Entscheidung auch nicht weiter. Der Leistungsempfänger kann demgegenüber Widerspruch erheben, bis zu dessen Entscheidung das Geld weitersprudelt (sog. Suspensiveffekt). Kostenlose Prozesse dürfen sich anschließen.

[quote]Daraufhin landet er dann auf der Straße, muß sich von Müll ernähren wenn er da etwas findet und ist eben obdachlos, was in der heutigen Gesellschaft einem Todesurteil gleich kommt. Denn ohne Geld, Plastikkarten, sauberer Kleidung, usw ist der Mensch zum Abschuß freigegeben und findet von sich aus keinen sozialen Anschluß mehr. Ihr seid vielleicht bald auch an der Reihe. [/quote]

Das ist ein Tritt in den Arsch all der Mitarbeiter des DRK, der Diakonie, der Suppenküchen und Kleidersammlungen u.ä. aufopferungsvollen - [b]unbezahlten[/b] - Helfern.

Und es dokumentiert eindrucksvoll Deine soziale Sicht auf die Dinge.

Du hast recht: wie ungerecht es zugeht auf der Welt! Hoffentlich kann ich heute nacht schlafen.
:rolleyes:
Schwarzer PrinzIch glaube der vorige Poster kennt die Realitäten nicht bzw. schmeisst da auch einiges durcheinander....aber keine Zeit + Lust das auseinander zu pfriemeln. Bzw. er kennt den Unterschied zwischen Praxis und Theorie nicht. Nun ja, soll vorkommen.

Eine Anmerkung aber: Ein Steuerzahler ist auch Hartz4 Empfänger (dieser zahlt genauso Steuern wie jeder andere auch, oder zahlen Arbeitslose keine Mwst, Vers. St, Kfz. Steuer, Kraftstoffsteuer etc. ?. Sicher zahlen sie keine Lohnsteuer). Weiters hat ein Großteil der H4 Empfänger bereits Jahre gearbeitet und dadurch auch Lohnsteuern bezahlt.

Für Leute die nicht o. sehr wenig gearbeitet haben könnte das natürlich anders aussehen....;)
Vampire 81Ich finde das kann man alles [B] nicht [/B] verallgemeinern. Es kommt immer auf den [B] Einzelfall [/B] an.
Es gibt sowohl Sozialschmarotzer als auch welche die als solche abgestempelt werden, dabei aber völlig unverschuldet in diese Lage geraten sind. Kein System ist perfekt.

Ändern kann man sowieso nichts.
smart_hicksEines habe ich Hartz IV zu verdanken: Ich habe es endlich geschafft mit dem Rauchen aufzuhören, denn bei mir hat es für diesen Luxus eben nicht gereicht, was ja dieser Typ von der Jungen Union scheinbar anders sieht. Musste immerzu meine Eltern anschnorren, um Dinge wie z.B. Kultur und eben Rauchen, die über meine Grundbedürfnisse hinaus gehen, finanzieren zu können. Und auch jetzt verzichte ich auf vieles, um mir den Zugang zum Internet zu ermöglichen, worüber ich sehr froh bin. Man lernt mit dem Geld zu leben und ich fordere ja auch nicht mehr Kohle.

Trotzdem kann ich diese scheiss Diskussion über Hartz-IV-Empfänger nicht mehr ertragen. Ja ja, ich saug euch alle aus, bin ein Unterschichtenmensch und wenn ich schon einem 1-Euro-Job nach gehe, lieg ich euch immer noch auf der Tasche und bin dazu auch noch Schuld daran, wenn ich dadurch eure Löhne drücke. Die Bosse der Welt und selbsternannten Leistungsträger lachen sich schlapp über das Verhältnis des hart arbeitenden Bürgers, der sich im Abglanz der Elite sonnt, zum stinkenden und gammelnden Hartz IV-Empfängers.



Doch sollte sich die neueste Prognose von [url]www.leap2020.eu[/url] (dem Think Tank eines französischen Zukunftsforschers) bewahrheiten, werden noch einige Menschen mehr selbst erleben dürfen, wie so ein Leben eines verachteten aber irgendwie doch wieder beneidenswerten Parasiten aussieht. Ich habe keine Angst mehr vor dem Zusammenbruch sondern sehne ihn mir geradezu herbei. Ok, Internet is dann wohl nicht mehr drin, sondern nur noch Gemüse aus eigenem Anbau...

Da muss ich an dieses tolle Lied von Tool denken, welches inhaltlich meine Überzeugungen annähernd widerspiegelt:
[url]http://www.youtube.com/watch?v=uCEeAn6_QJo[/url]


Mit freundlichem Gruß

Hicks
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i]
[B]Ich glaube der vorige Poster kennt die Realitäten nicht bzw. schmeisst da auch einiges durcheinander....aber keine Zeit + Lust das auseinander zu pfriemeln. Bzw. er kennt den Unterschied zwischen Praxis und Theorie nicht. Nun ja, soll vorkommen.[/quote]

Er war bereits arbeitsuchend und kennt die Realität sehr genau. Aber er wollte auch niemanden überforden und hat für die Emotionalität des Themas durchaus Verständnis.

Die Bereitschaft, auch die andere Seite zu sehen, ist nunmal nicht verbreitet. Solange jeder an sein eigenes Elend denkt, ist für alle gesorgt. ;)

[quote]Eine Anmerkung aber: Ein Steuerzahler ist auch Hartz4 Empfänger (dieser zahlt genauso Steuern wie jeder andere auch, oder zahlen Arbeitslose keine Mwst, Vers. St, Kfz. Steuer, Kraftstoffsteuer etc. ?[/quote]

Anscheinend bist Du nicht recht mit der Realität vertraut. Die Steuern bezahlt er nämlich von dem, was andere Steuerzahler für ihn bereitstellen, dem Regelsatz.
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[B]Doch sollte sich die neueste Prognose von [url]www.leap2020.eu[/url] (dem Think Tank eines französischen Zukunftsforschers) bewahrheiten, werden noch einige Menschen mehr selbst erleben dürfen, wie so ein Leben eines verachteten aber irgendwie doch wieder beneidenswerten Parasiten aussieht. [/B][/QUOTE]

Wenn niemand mehr arbeiten gehen würde, hätten wir die ganzen Probleme gar nicht. Stimmt.
smart_hicksWir sollten langsam begreifen, endlich über Alternativen nachzudenken, was nicht heisst, dass von einem Tag auf den anderen das bedingungslose Grundeinkommen und Freigeld eingeführt werden soll. Außerdem würde ich gerne arbeiten, vorzugsweise als Mediengestalter oder technischer Zeichner. Die Ansprüche habe ich schon gesenkt, vielleicht schaffe ich es ja noch zum Garten- und Landschaftsbauer... doch bei der gegenwärtigen und zukünftig weiter verschlechternden Realwirtschaft muss ich leider realistisch bleiben und mich meiner sozialen und gesellschaftlichen Situation und Rolle fügen. Zudem DARF ich noch nicht mal arbeiten. Und wenn Du jetzt sagst, ich hätte beim Amtsarzt simuliert, kannst Du mich mal kreuzweise. Du hast überhaupt keine Ahnung von meiner Geschichte und meiner momentanen Lage.
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[B]Und wenn Du jetzt sagst, ich hätte beim Amtsarzt simuliert, kannst Du mich mal kreuzweise. Du hast überhaupt keine Ahnung über meine Geschichte und meine momentane Lage. [/B][/QUOTE]

Das hatte ich nicht vor. Auch weil ich gar nicht wusste, dass Du beim Amtsarzt warst. Es interessiert mich ehrlich gesagt auch gar nicht, zu welchen Ärzten Du gehst.

Mir reicht es nur zu wissen, dass mir meiner ein Medikament nicht verschreibt, weil es ihm zu teuer ist, obwohl ich jeden Monat mehrere hundert Euro an die Krankenkasse zahle. Insofern hat jeder seine Probleme.
Vampire 81[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[B]Zudem DARF ich noch nicht mal arbeiten. [/B][/QUOTE]


Wenn du deinen Job nicht ausüben darfst, müsste dir doch eigentlich eine Umschulung zustehen, dass du überhaupt wieder eine [B] Chance [/B] hast aus diesem Kreislauf rauszukommen oder nicht? Oder bist du berufsunfähig?
smart_hicksSorry, ich reagiere ein wenig gereizt, weil ich mir als Hartzie wie der letzte Dreck vorkomme und einige Menschen in meinem Umfeld (sowohl im Internet als auch real) mich das auch wissen lassen, worüber ich leider nicht sehr froh bin. Es gibt in der gesellschaftlichen Ordnung wohl keine Gruppe neben einigen türkischen Vollzeit-Proleten und obdachlosen Pennern, die so verachtet wird, wie der Hartz IV-Empfänger, selbst wenn er für seine Situation nichts kann. In den Massenmedien und von den Regierenden wird ein regelrechter Hass auf Hartz IV-Empfänger geschürt. Ich vermute dabei gewisse Strategien und Interessen hinter dieser gesellschaftlichen Ausgrenzung und Diffamierung
Schwarzer Prinz[QUOTE][i]Original geschrieben von Vampire 81 [/i]
[B]Wenn du deinen Job nicht ausüben darfst, müsste dir doch eigentlich eine Umschulung zustehen, dass du überhaupt wieder eine [B] Chance [/B] hast aus diesem Kreislauf rauszukommen oder nicht? Oder bist du berufsunfähig? [/B][/QUOTE]

Umschulungen stehen niemanden zu, sie sind "kann" - Leistungen. Wenn Geld da ist und eine sog. positive Prognose besteht bzw. auch mal ein paar Leute aus der Statistik sollen, KÖNNEN solche Umschulungen gewährt werden.

Das Problem ist, dass diese Umschulungen aber auch nicht sonders angesehen sind, nicht wie eine normale Ausbildung zB. Ausser man macht eine in einem Betrieb und NICHT beim Weiterbildungsträger. Weiters werden Leute mit kaputten Knochen (Rücken, Knie etc.) zumeist in den kaufm. Bereich umgeschult und der Bereich ist so gut wie tot und eh schon überlaufen ohne Ende.
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von Vampire 81 [/i]
[B]Wenn du deinen Job nicht ausüben darfst, müsste dir doch eigentlich eine Umschulung zustehen, dass du überhaupt wieder eine [B] Chance [/B] hast aus diesem Kreislauf rauszukommen oder nicht? Oder bist du berufsunfähig? [/B][/QUOTE]

Richtig, berufsunfähig
Schwarzer Prinz[QUOTE][i] In den Massenmedien und von den Regierenden wird ein regelrechter Hass auf Hartz IV-Empfänger geschürt. Ich vermute dabei gewisse Strategien hinter dieser gesellschaftlichen Ausgrenzung und Difammierung [/B][/QUOTE]

Kannst Du von ausgehen. Teile und herrsche, das war schon Prinzip im alten Rom. Wenn man die Bevölkerung gegeneinander aufhetzt wird keine Solidarität entstehen. Und eine geeinte Bevölkerung wäre Gift für die Machthaber. Lieber prügeln die dummen Michel sich gegenseitig tot, als dass sie gegen die Obrigkeit aufmucken. Alter Hut , erkannte schon Napoleon, dass er sich um die Deutschen nicht sorgen braucht. ;)
Vampire 81Hm...
Stimmt schon das viele üble Vorurteile gegen Hartzler haben. Das regt mich auch auf. Den wir, die nichts dafür können werden bestraft weil die wirklichen Schmarotzer den dementsprechenden negativ Eindruck in den Medien hinterlassen. Kann deinen Frust schon nachvollziehen...
CabalNaja, nicht alle blicken ja auf Hartzler herab wie auf ein Stück Rind. Ich weiß um die Hetze sozial schwacher Bescheid und äußere mich schon einmal hie und da über die in schierer Unwissenheit und Manipulation geäußerten Diffamierungen gegenüber dieser Bevölkerungsgruppe. Es scheint einfach keine Unschuldsvermutung mehr in den Köpfen der Menschen zu existieren.

Auf Sat1 gibt es ja diese assoziale Sendung zweier Sozialfahnder, die offensichtlich Vergnügen darin finden anderen Menschen um ihre Habe zu erleichtern, aber dafür gar kein Verständnis dafür haben, wenn sich Menschen an den Luxus klammern, den sie sich möglicherweise jahrelang als noch ehemaliger Arbeiter angespart hatten.


Ich bin allerdings guten Mutes dass in ferner Zukunft darüber eines Tages wieder nur in Geschichtsbüchern erfahren wird, und Kindern einmal mehr klargemacht wird, wie sehr Arme damals ausgebeutet, Reiche bemächtigt wurden und die Masse dumm gewesen ist, wo im Nachhinein doch alles so logisch und "klar" gewesen sei.

MfG
Cabal
Vampire 81[QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i]
[B]Umschulungen stehen niemanden zu, sie sind "kann" - Leistungen.
[/B][/QUOTE]


[I] Das ist so nicht richtig. [/I] Es gibt Gruppen denen eine solche Förderung zusteht. Und ich red aus eigener Erfahrung. Unter 25 Jährigen zum Beispiel, steht gesetzlich eine besondere Förderung zu.

Und wie wollen sie Berufs [B] unfähige [/B] in Arbeit kriegen, wenn sie sie nicht Weiterbilden? Sicher, der kfm. Bereich ist mehr als überlaufen. Die sollten lieber in Bereichen umschulen, wo Bedarf besteht.
Aber ich gebe dir Recht. Umschulungen werden nicht gerade als qualifiziert anerkannt. Das Problem hab ich mit meiner Umschulung ja auch. Viele Chefs halten leider nichts von ausgebildetetn Umschülern, egal wie qualifiziert sie sind. :( Dennoch brauchen Leute wie smart_hicks doch auch zumindest die [B] Chance [/B] wieder irgendwo unter zu kommen. Ich dachte eigentlich das gerade Berufsunfähige immer eine Umschulung zugewiesen bekommen, damit sie wieder vermittelbar sind.
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von Vampire 81 [/i]
[B]Hm...
Stimmt schon das viele üble Vorurteile gegen Hartzler haben. Das regt mich auch auf. Den wir, die nichts dafür können werden bestraft weil die wirklichen Schmarotzer den dementsprechenden negativ Eindruck in den Medien hinterlassen. Kann deinen Frust schon nachvollziehen... [/B][/QUOTE]

Klar lebe ich (noch) recht komfortabel von Hartz IV, welches durch Steuerzahler finanziert wird, doch gerade in der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise, lenkt sich mein Blick auf die Menschen, die uns den Wohlstand predigen (Wohlstand generiert sich durch die oft geforderten Lohnkürzungen, klingt logisch oder?), während sie selbst sich in einem Selbstbedienungsladen wähnen und wie die Made im Speck leben. Ich möchte wissen, wie groß der Anteil des Geldes ist, welches durch unser Zinssystem und den Finanzinstrumenten (Derivate und gebündelte Wertpapiere) durch Spekulationen der Manager-Elite besonders der Investment-Banken der Mittelschicht entzogen wird. O Gott, ich glaube, ich vergieße gleich Tränen.

Spricht man sowas an, handelt es sich dabei um Neid, aber mit Hartzies kann man das ja machen, die haben nix zu melden und wehren sich nicht. In Wirklichkeit bescheissen wir uns selbst. Was hat die ganze Sache mit Deregulierung, Lohnkürzung und all den anderen Sachen, die den Menschen eingetrichtert wurden, gebracht? Wir waren Exportweltmeister, toll oder? Klar, Deutschland wurde dadurch zu einem tollen Standort, weil sich dort prima die arbeitende Bevölkerung ausbeuten ließ, während sich andere Länder in Europa über die Wettbewerbsverzerrung durch Lohndumping in unserem schönen Land beschwerten.

Gruß

Hicks
Vampire 81[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[B]Klar lebe ich (noch) recht komfortabel von Hartz IV, welches durch Steuerzahler finanziert wird, doch gerade in der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise, lenkt mein Blick auf die Menschen, die uns den Wohlstand predigen, während sie selbst sich in einem Selbstbedienungsladen wähnen und wie die Made im Speck leben. Ich möchte wissen, wie groß der Anteil des Geldes es, welches durch unser Zinssystem und den Finanzinstrumenten (Derivate und gebündelte Wertpapiere) durch Spekulationen der Manager-Elite besonders der Investment-Banken der Mittelschicht entzogen wird. O Gott, ich glaube, ich vergieße gleich Tränen.

Spricht man sowas an, handelt es sich dabei um Neid.

Aber mit Hartzies kann man das ja machen, die haben nix zu melden und wehren sich.

Gruß

Hicks [/B][/QUOTE]

Das wird schon eine ordentliche Dunkelziffernummer sein...

Aber du kannst da eh nichts dran ändern, auch wenn du willst.
Und mal ehrlich... Sich darüber aufzuregen ist es einfach nicht wert. Kämpf um deine Rechte der Förderung. Jammern bringt einen da auch nicht weiter. (ist nicht böse gemeint, aber des ist meine Meinung...)...
Schwarzer Prinz[QUOTE][i]Die sollten lieber in Bereichen umschulen, wo Bedarf besteht. Aber ich gebe dir Recht. Umschulungen werden nicht gerade als qualifiziert anerkannt. Das Problem hab ich mit meiner Umschulung ja auch. Viele Chefs halten leider nichts von ausgebildetetn Umschülern, egal wie qualifiziert sie sind. :( Dennoch brauchen Leute wie smart_hicks doch auch zumindest die [B] Chance [/B] wieder irgendwo unter zu kommen. Ich dachte eigentlich das gerade Berufsunfähige immer eine Umschulung zugewiesen bekommen, damit sie wieder vermittelbar sind. [/B][/QUOTE]

Zu a) Wo besteht denn BEDARF ??? Im Moment doch wirklich nirgends (mal ehrlich). Es wird allerdings Bedarf bestehen nach Pflegekräften in naher Zukunft. Das Problem ist nur, dass man deren Bezahlung soweit gedrückt hat und dafür lieber 1€ Jobber einsetzt :mad: Ansonsten die klassischen Bereiche Ingenieure und Techniker, das kann man aber nicht durch ne Umschulung werden. Der Arbeitskräftebedarf geht schon längere Zeit zurück, ausser in gewissen Bereichen und bei Niedriglohn. Alles andere ist Propaganda und Augenwischerei. Es konnte noch nie soviel mit so wenig Personal produziert werden wie heute.

Also nochmal: Forschung und Entwicklung und Kranken - Altenpflege, das sind auch im Moment noch Bereiche wo gesucht wird. Ausserdem im Vertrieb (gute Vertriebler braucht man immer, ohne diese wird kein Unternehmen Gewinne machen!).. und das gute alte HANDWERK wird wieder zu Ehren kommen... denn als Handwerker kann man auch was "nebenbei" machen im Notfall.

Zu b) Tja, evtl. sollte er mal zum VDK oder zum Anwalt für Sozialrecht gehen, denn da bin ich auch überfragt....:(
CabalOch, naja. Wenn man sich nicht aufregt, merkt keiner, dass es einem nicht passt.
Ich fände schon, dass das darum kämpfen sich löhnt.

MfG
Cabal
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von Vampire 81 [/i]
[B]Das wird schon eine ordentliche Dunkelziffernummer sein...

Aber du kannst da eh nichts dran ändern, auch wenn du willst.
Und mal ehrlich... Sich darüber aufzuregen ist es einfach nicht wert. Kämpf um deine Rechte der Förderung. Jammern bringt einen da auch nicht weiter. (ist nicht böse gemeint, aber des ist meine Meinung...)... [/B][/QUOTE]

Schon vergessen? Als Hartzie hat man keine Rechte und den meisten Hartz IV-Empfängern ist das auch scheiss egal, solange sie vor der Glotze hängen können und sich der medialen Zerstreuung bzw. Verblödung ausliefern. Wenn der Magen leer bleibt ("Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen" - na, wer hat das wohl gesagt?) und die Mittelschicht immer weiter nach unten abrutscht, könnten sich die Verhältnisse wandeln. Solange muss ich wohl abwarten.
Vampire 81[QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i] Wo besteht denn BEDARF ??? Im Moment doch wirklich nirgends (mal ehrlich).
[/QUOTE]

Ja im Moment nicht, dass versteht sich von selbst. Aber die Wirtschaftskriese wird auch [B] nicht ewig dauern... [/B] Und es gibt bestimmt Branchen in denen man gut Leute ausbilden, oder umschulen könnte. Wenn man bedenkt wie viele Facharbeiter schon aus dem Ausland geholt worden sind... Da können sie doch besser die Leute hier schulen... Das im Moment kein Bedarf besteht, darüber brauchen wir gar nicht diskutieren, dass versteht sich von selbst. :) Man muss ja nicht nur von der aktuellen Situation reden, woll?! *nicht böse gemeint*
HellscreamEin sehr richtiger Beitrag Ronin76!

Vor allem traurig da sich die Masse derer die in das Propaganda geheult der Machthaber mit einstimmen und gestimmt haben, sich meist selber dadurch schaden bzw. geschadet haben. Indem sie dabei mit geholfen haben die Lohn Spirale immer weiter nach unten zu drehen, mittlerweile selbst in Akademiker Berufen. Jetzt wo in der Firma eines Freundes immer mehr Teilzeit Arbeiter die früher gut bezahlten Jobs an den Maschinen übernehmen, gab dieser erst zu wie blöd er gewesen sein. Er denkt in den nächsten Monaten ist er selbst an der Reihe. Ich habe seltsamer Weise kein Mitleid. Im übergingen Suppenküchen oder ähnlichen sind zwar lieb gemeint, dass ist aber letzten Endes die Rückkehr in Zustände wie im Mittelalter. Und wenn die Überschüsse aus dem Handel nicht mehr ausreichen oder plötzlich abbrechen sollten wird gehungert.

Kindern eine gute Bildung bieten? Universitäten bei deren Zugang nicht das Geld entscheidet? Menschen aus unteren schichten Zugang zu Bildung und Kultur geben? Menschenwürde? Nicht in dieser elenden Republik! Aber Menschenrechte einschränken, Bürgerrechte abbauen, teure Kriegs Einsätze finanzieren, Milliarden für Banken und Autobauer raus schmeißen im spitzen Tempo und die Zukunft der Kinder der Bürger verkaufen!

[QUOTE]geschrieben von Mondsilbertaufe
Kennst du Pennergame?[/QUOTE]
Wie Assoziation unsere Gesellschaft geworden ist!!!
Cabal[QUOTE][b]Zitat: Hellscream[/b]
Jetzt wo in der Firma eines Freundes immer mehr Teilzeit Arbeiter die früher gut bezahlten Jobs an den Maschinen übernehmen, gab dieser erst zu wie blöd er gewesen sein.[/QUOTE]
[QUOTE][b]Zitat: Cabal[/b]
Ich bin allerdings guten Mutes dass in ferner Zukunft darüber eines Tages wieder nur in Geschichtsbüchern erfahren wird, und Kindern einmal mehr klargemacht wird, wie sehr Arme damals ausgebeutet, Reiche bemächtigt wurden und die Masse dumm gewesen ist, wo im Nachhinein doch alles so logisch und "klar" gewesen sei.[/QUOTE]

Es tritt stets etwas anderes als das vermeintlich Offensichtliche ein. Vielleicht sollte man, wenn man von Wirtschaft spricht, sich einfach wieder von Menschen und Quellen informieren, die auch darlegen und fundamentativ begründen können, wie eine zukünftige Entwicklung realistisch aussehen könnte? Mal alle Schwarzmalerei aussenvor gelassen.

MfG
Cabal
Vampire 81[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[B]Schon vergessen? Als Hartzie hat man keine Rechte und den meisten Hartz IV-Empfängern ist das auch scheiss egal, solange sie vor der Glotze hängen können und sich der medialen Zerstreuung bzw. Verblödung ausliefern. . [/B][/QUOTE]

Ist dir das scheiss egal? Es klingt so als gibst du dich dem Vorurteil hin. Zeig dem Amt das du nicht zu der Klischeegruppe gehörst.
Das man als Hartzler keine Rechte hat ist Blödsinn... Du musst sie nur einfordern. Das die von sich aus nicht auf einen zu kommen ist auch klar. Wenn ich eins gelernt habe, dann dass man um seine Rechte kämpfen muss... Es kommt immer darauf an wie man mit den Leuten da redet. Und wenn man denen den Eindruck vermittelt man will aus dem Kreislauf raus, dann sind die eigentlich sehr kooperativ.
Schwarzer PrinzBitte oben nochmal lesen, dort schrieb ich die bereits Bereiche die zu empfehlen sind....wer noch jung ist und nicht festgefahren sollte sich dort konzentrieren.

Die "Krise" wird noch etwas dauern und sicher will man nicht erst in 2 Jahren wenn evtl. alles wieder gut läuft (wenn überhaupt) eine Arbeit finden, sondern so schnell wie möglich. U.a. deswegen bin ich ja auch abgehauen vor einem halben Jahr :) Aber die "goldenen Zeiten" in den klassischen Auswanderländern für Deutsche (Skandinavien, Ö, Schweiz, NL) sind auch vorbei...in der Schweiz will man viele Deutsche auch lieber wieder loswerden, las ich neulich, weil die den Schweizern die Arbeitsplätze wegnehmen ;)
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von Vampire 81 [/i]
[B]Ist dir das scheiss egal? Es klingt so als gibst du dich dem Vorurteil hin. Zeig dem Amt das du nicht zu der Klischeegruppe gehörst.
Das man als Hartzler keine Rechte hat ist Blödsinn... Du musst sie nur einfordern. Das die von sich aus nicht auf einen zu kommen ist auch klar. Wenn ich eins gelernt habe, dann dass man um seine Rechte kämpfen muss... Es kommt immer darauf an wie man mit den Leuten da redet. Und wenn man denen den Eindruck vermittelt man will aus dem Kreislauf raus, dann sind die eigentlich sehr kooperativ. [/B][/QUOTE]

Was soll ich Deiner Meinung nach tun? Soll ich zur ARGE gehen und sagen, ich möchte einen Job oder eine Umschulung haben, obwohl sie mir gesetzlich momentan gar nicht zusteht, weil ich arbeitsunfähig erklärt wurde. Ich kann momentan nur das tun, was mir empfohlen wurde, nämlich Maßnahmen machen, die mich wieder langsam ans Berufsleben mit all seinen Belastungen heranführen. ALLEINE kannst Du Dir kein Recht erstreiten.
Vampire 81Interessant schwarzer Prinz...
Das wir deutschen den anderen die Arbeit wegnehmen, mein ich.... *ernst gemeint*...

Natürlich will man die Kriese nicht abwarten und sofort arbeiten. Aber wenn man realistisch bleibt... In nächster Zeit wird es noch schwerer einen Job zu finden als es ohnehin schon ist. Die ganzen Entlassungen führen zu größerer Konkurrenz. Da wäre es doch sinnvoll sich langfristig zu orientieren.
Vampire 81[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[B]Was soll ich Deiner Meinung nach tun? Soll ich zur ARGE gehen und sagen, ich möchte einen Job oder eine Umschulung haben, obwohl sie mir gesetzlich momentan gar nicht zusteht, weil ich arbeitsunfähig erklärt wurde. Ich kann momentan nur das tun, was mir empfohlen wurde, nämlich Maßnahmen machen, die mich wieder langsam ans Berufsleben mit all seinen Belastungen heranführen. ALLEINE kannst Du Dir kein Recht erstreiten. [/B][/QUOTE]

Ich denke es wäre ein Anfang dir ein Beratungsgespräch zu besorgen. Frag ganz direkt welche Möglichkeiten es für dich gibt. Seien es Fort- und Weiterbildungen, Umschulungen, Förderungsmaßnahmen, Praktikas....

Argumentiere mit deiner Arbeitsunfähigkeit. Den und den Beruf kannst du nicht ausführen, frag welche Chancen und Möglichkeiten es gibt in einen anderen Beruf den du aufnehmen könntest (gesundheitlich) für dich gibt.

Ich hab den Eindruck (vielleicht liege ich damit auch falsch? - Dann tuts mir leid...) das du kurz davor bist zu resignieren. Tu das nicht. Dann ist es noch schwerer aus dem Kreis rauszukommen.

Sag ihnen, dass du nicht untätig zu Hause sitzen willst. Das du Maßnahmen machst ist [B] der richtige Weg [/B] ;) . Und wenn sie enden, kümmer dich direkt um die nächste Maßnahme.... Es ist jedenfalls [B] ALLES [/B] besser als zu Hause rum zu sitzen. Dann ist die Gefahr der Resignation sehr groß.
Hellscream[QUOTE]geschrieben von Vampire 81
Da wäre es doch sinnvoll sich langfristig zu orientieren.[/QUOTE]
Kann man nur als Hartz Empfänger kaum, da du kein Recht auf Bildung besitzt und sich langfristig orientieren heißt für mein Verständnis immer Bildung, nur ist diese teuer. Stattdessen wird man wohl von einer Maßnahme in die andere gehetzt. Ich meine wenn ich höre das da Akademiker mehrmals nach einander zum Bewerbungs Training geschickt werden, was für eine Schikane.
Ich denke wäre ich in der Hartz Situation, würde ich mich als erstes in einer der vielen Initiativen gegen Hartz usw. Politisch engagieren, um nicht nichts zu tun zu haben bei dem ich auch mal mit anderen Personen zusammenkomme.
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von Vampire 81 [/i]
[B]Ich denke es wäre ein Anfang dir ein Beratungsgespräch zu besorgen. Frag ganz direkt welche Möglichkeiten es für dich gibt. Seien es Fort- und Weiterbildungen, Umschulungen, Förderungsmaßnahmen, Praktikas....

Argumentiere mit deiner Arbeitsunfähigkeit. Den und den Beruf kannst du nicht ausführen, frag welche Chancen und Möglichkeiten es gibt in einen anderen Beruf den du aufnehmen könntest (gesundheitlich) für dich gibt.

Ich hab den Eindruck (vielleicht liege ich damit auch falsch? - Dann tuts mir leid...) das du kurz davor bist zu resignieren. Tu das nicht. Dann ist es noch schwerer aus dem Kreis rauszukommen.

Sag ihnen, dass du nicht untätig zu Hause sitzen willst. Das du Maßnahmen machst ist [B] der richtige Weg [/B] ;) . Und wenn sie enden, kümmer dich direkt um die nächste Maßnahme.... Es ist jedenfalls [B] ALLES [/B] besser als zu Hause rum zu sitzen. Dann ist die Gefahr der Resignation sehr groß. [/B][/QUOTE]

Glaub mir, wenn ich die Chance hätte, würde ich sie sofort nutzen. Das Problem ist, dass ich nicht länger als drei Stunden arbeiten darf und das betrifft nicht nur normale Jobs (die momentan eh rar sind) sondern auch Praktika und Bildungsmaßnahmen. Zur Zeit gehe ich drei mal die Woche für 2 Stunden zu einer Klinik und mache dort "Arbeitstraining", was bald auf die ganze Woche ausgeweitet wird. Mehr ist momentan nicht drin, wie gesagt nicht einmal ein unentgeltliches Praktikum (wovon ich schon viele hinter mir habe, ich habe die Nase so langsam voll vom unbezahlten arbeiten). Ganz krass war, als ich für ein Jahr in einem EDV-Unternehmen als Praktikant eingesetzt wurde und mein "richtiger" Arbeitskollege einfach nur im Internet gesurft hat und fast alle zu verrrichtenden Arbeiten auf mich übertragen hat. Man spricht ja heute nicht umsonst von "Generation Praktikant". Es wird wohl noch dauern, bis mich die Ärzte wieder dazu in der Lage sehen, mich einem richtigen Beruf zu widmen. Leider stehen die Möglichkeiten momentan sehr schlecht und ich bin schon länger raus aus dem Berufsleben (ich bin auch schon 27 Jahre alt)....

Gruß

Hicks
Vampire 81[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]Kann man nur als Hartz Empfänger kaum, da du kein Recht auf Bildung besitzt und sich langfristig orientieren heißt für mein Verständnis immer Bildung, nur ist diese teuer.[/B][/QUOTE]

Maßnahmen sind auch nicht das schlechteste... Hauptsache was zu tun. Aber mehrmals Bewerbungstraining ist hart. Und ungerecht. Warum kriegen manche direkt mehrere davon und andere gar keine... *grummel*
Bist du dir sicher das man als Hartzer KEIN RECHT auf Bildung hat? Das wusste ich nicht. :eek: Dann hatte ich bis jetzt ja echt nur Glück.... :eek:

@ smart-hicks mit 27 bist du schon berufsunfähig? Das ist hart. Sehr hart um genau zu sein. Hm... Wenn du nur 2 Stunden am Tag arbeiten kannst, wäre dann Heimarbeit [B] keine Alternative [/B] für dich? Wobei ist auch ne scheiß Idee... Gibt ja fast [B] nur [/B] unseriöse Angebote.....
Schwarzer PrinzNaja, wer meint die "Krise" ginge schnell vorbei, soll mal hier reinschauen:

[url]http://www.youtube.com/watch?v=kE8B4UYxKm8[/url]

:)
Vampire 81[QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i]
[B]Naja, wer meint die "Krise" ginge schnell vorbei, soll mal hier reinschauen:

[url]http://www.youtube.com/watch?v=kE8B4UYxKm8[/url]

:) [/B][/QUOTE]


Interessant. Aber meinst du nicht das ist nur Panikmache?
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von Vampire 81 [/i]
[B]Maßnahmen sind auch nicht das schlechteste... Hauptsache was zu tun. Aber mehrmals Bewerbungstraining ist hart. Und ungerecht. Warum kriegen manche direkt mehrere davon und andere gar keine... *grummel*
Bist du dir sicher das man als Hartzer KEIN RECHT auf Bildung hat? Das wusste ich nicht. :eek: Dann hatte ich bis jetzt ja echt nur Glück.... :eek:

@ smart-hicks mit 27 bist du schon berufsunfähig? Das ist hart. Sehr hart um genau zu sein. Hm... Wenn du nur 2 Stunden am Tag arbeiten kannst, wäre dann Heimarbeit [B] keine Alternative [/B] für dich? Wobei ist auch ne scheiß Idee... Gibt ja fast [B] nur [/B] unseriöse Angebote..... [/B][/QUOTE]

Das Problem sind bei mir derzeit meist die richtig harten Medikamente, die auf mich wie Valium wirken und temporäre Symptome die hin und wieder auftauchen. Die Erkrankung, die mich zur Zeit begleitet, bekommt man leider oft im frühen Erwachsenenalter, bei mir war es, als ich so um die 21 Jahre alt war, zu einem Zeitpunkt als ich meine Ausbildung plus Fachabi abschließen wollte um im Anschluss darauf Informatik oder Grafikdesign zu studieren. Na ja, dumm gelaufen. Jedenfalls stehen mir momentan nicht viele Wege frei. Wichtig ist, wie Du bereits geschrieben hast, dass ich mich mit dieser Situation nicht anzufreunden beginne - das wäre wahrhaft fatal und würde dazu führen, dass meine Lebensflamme endgültig erlischt. Ich muss warten, bis es mir besser geht und ich wieder arbeitsfähig erklärt werde. Nur dann werde ich von dem Verein wahrscheinlich nicht beraten sondern bekomme Gespräche, die nicht auf Augenhöhe stattfinden werden, schließlich will die ARGE nicht das Beste für mich sondern nur das Beste für die Statistik und Mächtigen. Vielleicht brauche ich den Druck dann aber auch, da wäre ein 1€-Job vielleicht gar nicht verkehrt, selbst wenn ich damit nicht wirklich glücklich wäre.

Gruß

Hicks
Hellscream[QUOTE]geschrieben von Vampire 81
Bist du dir sicher das man als Hartzer KEIN RECHT auf Bildung hat?[/QUOTE]

Wahrscheinlich nur bis zu einem bestimmten Alter, auf jedenfalls ist es kein einforderbares Recht.
Ansonsten wäre ein Studium bei der genügenden Eignung ja auch einforderbar, ist es aber nicht.
Da ich mich bislang aber nicht näher als gesamt Gesellschaftlich in einer Vorlesung um das Thema gekümmert habe und auch nie direkt persönlich betroffen wurde kann ich das nicht mit Bestimmtheit bestätigen.
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von Vampire 81 [/i]
[B]Interessant. Aber meinst du nicht das ist nur Panikmache? [/B][/QUOTE]

Wie unsere nahe Zukunft in den Mainstream-Medien gezeigt wird, ist in der Regel noch verharmlost. Ich beschäftige mich schon einige Zeit mit dieser Krise und sollte es beim Worst-Case wirklich zu einem heftigen System Reset - durch Hyperinflation, Staatsbankrott und einer zusammenbrechenden Wirtschaft verursacht - kommen, sehe ich darin allerdings auch als Chance für die Installation einer besseren oder verbesserten Ordnung. Dies aber auch nur wenn wir aus den Fehlern lernen und den Verstand einschalten, ansonsten gehts nach hinten los. Besonders das Zinssystem, Kapitalakkumulation und die blödsinnige Idee unendlichen Wachstums bei gleichzeitig begrenzten Ressourchen muss in den Blickpunkt der Gesellschaft und Politik geraten.
Vampire 81[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[B]Das Problem sind bei mir derzeit meist die richtig harten Medikamente, die auf mich wie Valium wirken und temporäre Symptome die hin und wieder auftauchen. Die Erkrankung, die mich zur Zeit begleitet, bekommt man leider oft im frühen Erwachsenenalter, bei mir war es, als ich so um die 21 Jahre alt war, zu einem Zeitpunkt als ich meine Ausbildung plus Fachabi abschließen wollte um im Anschluss darauf Informatik oder Grafikdesign zu studieren. Na ja, dumm gelaufen. Jedenfalls stehen mir momentan nicht viele Wege frei. Wichtig ist, wie Du bereits geschrieben hast, dass ich mich mit dieser Situation nicht anzufreunden beginne - das wäre wahrhaft fatal und würde dazu führen, dass meine Lebensflamme endgültig erlischt. Ich muss warten, bis es mir besser geht und ich wieder arbeitsfähig erklärt werde. Nur dann werde ich von dem Verein wahrscheinlich nicht beraten sondern bekomme Gespräche, die nicht auf Augenhöhe stattfinden werden, schließlich will die ARGE nicht das Beste für mich sondern nur das Beste für die Statistik und Mächtigen. Vielleicht brauche ich den Druck dann aber auch, da wäre ein 1€-Job vielleicht gar nicht verkehrt, selbst wenn ich damit nicht wirklich glücklich wäre.

Gruß

Hicks [/B][/QUOTE]

Hast du denn deine Ausbildung abgeschlossen? Oder kam es nicht mehr dazu? Ich hab eine leichte Idee was das für eine Krankheit sein könnte die du erwähnst... Für einen 1 € Job arbeitet man eigentlich genauso wie für einen Teilzeitjob oder Minijob. Hab das Thema 1 € Job auch schon durch. Aber vielleicht eröffnen sich dir ja wenn du wieder fit bist ganz andere unerwartete Möglichkeiten? Irgendwann muss jeder doch mal Glück haben. An dieser Stelle weiterhin eine Gute Besserung dir. :)
Vampire 81[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]Wahrscheinlich nur bis zu einem bestimmten Alter, auf jedenfalls ist es kein einforderbares Recht.
Ansonsten wäre ein Studium bei der genügenden Eignung ja auch einforderbar, ist es aber nicht.
Da ich mich bislang aber nicht näher als gesamt Gesellschaftlich in einer Vorlesung um das Thema gekümmert habe und auch nie direkt persönlich betroffen wurde kann ich das nicht mit Bestimmtheit bestätigen. [/B][/QUOTE]

Das wusste ich auch noch nicht. Dann ist das wohl wirklich glückssache, welchen Sachbearbeiter man bekommt?!
Vampire 81[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[B]Wie unsere nahe Zukunft in den Mainstream-Medien gezeigt wird, ist in der Regel noch verharmlost. Ich beschäftige mich schon einige Zeit mit dieser Krise und sollte es beim Worst-Case wirklich zu einem heftigen System Reset - durch Hyperinflation, Staatsbankrott und einer zusammenbrechenden Wirtschaft verursacht - kommen, sehe ich darin allerdings auch als Chance für die Installation einer besseren oder verbesserten Ordnung. Dies aber auch nur wenn wir aus den Fehlern lernen und den Verstand einschalten, ansonsten gehts nach hinten los. Besonders das Zinssystem, Kapitakkumulation und die blödsinnige Idee unendlichen Wachstums bei gleichzeitig begrenzten Ressourchen muss in den Blickpunkt der Gesellschaft und Politik geraten. [/B][/QUOTE]

Versteh ich das richtig das du das eher als Chance für einen Neuanfang siehst?
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von Vampire 81 [/i]
[B]Hast du denn deine Ausbildung abgeschlossen? Oder kam es nicht mehr dazu? Ich hab eine leichte Idee was das für eine Krankheit sein könnte die du erwähnst... Für einen 1 € Job arbeitet man eigentlich genauso wie für einen Teilzeitjob oder Minijob. Hab das Thema 1 € Job auch schon durch. Aber vielleicht eröffnen sich dir ja wenn du wieder fit bist ganz andere unerwartete Möglichkeiten? Irgendwann muss jeder doch mal Glück haben. An dieser Stelle weiterhin eine Gute Besserung dir. :) [/B][/QUOTE]

Was soll ich drum herum reden? Ich bin damals an Schizophrenie erkrankt und plage mich mal mehr und mal weniger damit herum. Allerdings habe ich die Hoffnung, dass ich den Scheiß bald endgültig überwinden werde. Was meine berufliche Zukunft anbelangt, bin ich leider eher pessimistisch, da ich die angesprochene Ausbildung eben NICHT abgeschlossen habe. Das Zeugnis beeinhaltet ausschließlich fünfen und sechsen, ist aber sowieso kein gültiges Abgangszeugnis, was ich dem potentiell zukünftigen Arbeitgeber vorlegen müsste.
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von Vampire 81 [/i]
[B]Versteh ich das richtig das du das eher als Chance für einen Neuanfang siehst? [/B][/QUOTE]

Wenn es so käme: Ja. Sollten wir jedoch mit einem blauen Auge davon kommen und nach der "Rezession" (ich würde eher sagen "Depression") springt der Motor - von den gutgläubigen Ökonomen in den Medien oft behauptet - wieder an, kann ich nur an die Politik appelieren, nicht mehr auf gewisse Lobbyisten aus Finanz und Wirtschaft zu hören, welche weiterhin neue Finanzinstrumente und Deregulierung der Märkte fordern. Leider besteht der Expertenstab unserer Regierung ausgerechnet aus denjenigen, welche diese Krise zu verantworten haben. Man kann nur das beste hoffen.

Gruß

Hicks
Vampire 81Das habe ich mir schon gedacht Hicks. Jugendschizophrenie?
Hm... Besteht denn die Möglichkeit das du irgendwann nur den Abschluss machen kannst? Oder müsstest du die ganze Ausbildung von vorne machen?
smart_hicks[QUOTE][i]Original geschrieben von Vampire 81 [/i]
[B]Das habe ich mir schon gedacht Hicks. Jugendschizophrenie?
Hm... Besteht denn die Möglichkeit das du irgendwann nur den Abschluss machen kannst? Oder müsstest du die ganze Ausbildung von vorne machen? [/B][/QUOTE]

Richtig, eine hebephrene Schizophrenie. Theoretisch bestände die Möglichkeit eventuell - ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Mich würde eher das Studium interessieren, da ich mit der Ausbildung allein nicht viel anfangen könnte, denn informationstechnische Assistenten sind weder gefragt noch besonders angesehen in der freien Wirtschaft. Ich würde aber auch gerne künstlerischen oder kreativen Berufen nachgehen, das würde mich seeehr stark interessieren. Leider sind meine Fähigkeiten da etwas limitiert, aber wenn mir jemand Zeichentechniken beibringen würde: das wär schon ne tolle Sache.

Gruß

Hicks
Vampire 81Dann informier dich doch über die Möglichkeiten die du in den Berufen hättest, die dich interessieren. ;) So planst du schon mal deine Berufliche Zukunft für später. ;)
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[B]Es gibt in der gesellschaftlichen Ordnung wohl keine Gruppe neben einigen türkischen Vollzeit-Proleten und obdachlosen Pennern, die so verachtet wird, wie der Hartz IV-Empfänger, [/B][/QUOTE]

Investment-Banker sind, glaube ich, momentan am unpopulärsten. Ich selbst habe einige Freunde, die auf Hartz IV (oder wie es so schön heißt: "Leistungen nach dem SGB II) angewiesen sind und durfte es auch selbst schon "kosten". Du kannst also gewiss sein, dass ich auf ihnen keineswegs rumhacken wollte.

Mich nervt halt nur pauschales Genöle - wie das des Threaderstellers - ebenso, wie es pauschale Urteile tun. Gerade wenn es um so sensible Themen geht, würde ich mich über größere Sorgfalt freuen. Es reicht schon, wenn sich Journalisten offenbar nicht mit dem Thema vernünftig auseinandersetzen.
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i]
[B]Umschulungen stehen niemanden zu, sie sind "kann" - Leistungen. Wenn Geld da ist und eine sog. positive Prognose besteht bzw. auch mal ein paar Leute aus der Statistik sollen, KÖNNEN solche Umschulungen gewährt werden.

Das Problem ist, dass diese Umschulungen aber auch nicht sonders angesehen sind, nicht wie eine normale Ausbildung zB. Ausser man macht eine in einem Betrieb und NICHT beim Weiterbildungsträger. Weiters werden Leute mit kaputten Knochen (Rücken, Knie etc.) zumeist in den kaufm. Bereich umgeschult und der Bereich ist so gut wie tot und eh schon überlaufen ohne Ende. [/B][/QUOTE]

Umschulungen sind Mittel zum Zweck, denn wer sich in einer "Maßnahme" befindet, wie es im Amtsdeutsch kurz und knackig heißt, ist per definitionem nicht arbeitslos (auf eine Unterscheidung zwischen objektiver und subjektiver Arbeitslosigkeit - o ja, die gibt es - will ich mal verzichten). Als arbeitslos (=obj.) - oder besser: arbeitsuchend (=subj.) - gilt nur, wer auch der Vermittlung in den Arbeitsmarkt tatsächlich zur Verfügung steht.

Das heißt, wenn es für eine gewisse Anzahl von Leuten definitiv keine Aussicht auf Vermittlung gibt, schult man sie einfach "um" (auf irgendetwas, am besten mehrfach) und kann sie so geschickt aus der [b]Statistik[/b] streichen. Sie zählen dann nämlich nicht als arbeitslos und wir alle können uns über einen fabelhaften Rückgang der Arbeitslosigkeit freuen.

Es zählen im übrigen auch nicht die "Billiglöhner" mit, wie etwa Wachmänner und Friseurinnen, deren Gehalt nicht ausreicht, um ihren Lebensunterhalt (=Grundbedarf) zu decken (sog. "Aufstocker") und auch nicht die Besitzer der gefühlten vier Milliarden Solarien, Tattoo- und Nailshops, die sich selbst als selbständig bezeichnen, aber (logischerweise, bei der Dichte des entsprechenden Angebots) nur rote Zahlen einfahren. - Da sie ja selbständig sind, stehen sie ebenfalls nicht der Vermittlung zur Verfügung.

In meiner Stadt gibt es 12 Bäcker und Konditoren und fast genausoviele Nagelstudios (10).

Die simple Wahrheit ist, dass in Deutschland mindestens 10 Millionen Menschen auf Hartz IV in der einen oder anderen Form (nicht zu vergessen die vielen Kinder mit Anspruch auf "Sozialgeld", also Hartz IV in abgespeckter Form) angewiesen sind.

Vielleicht sollte man beginnen, sich nicht länger in die Tasche zu lügen und die tatsächlichen Zahlen zu nennen. Ich weiß nur nicht, ob das noch jemanden außer mir wirklich interessiert.
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i]
[B]Kannst Du von ausgehen. Teile und herrsche, das war schon Prinzip im alten Rom. Wenn man die Bevölkerung gegeneinander aufhetzt wird keine Solidarität entstehen. [/b][/QUOTE]

"Demokratie ist Niederknüppeln des Volkes für das Volk durch das Volk."
(Mark Twain)


[B][quote]Und eine geeinte Bevölkerung wäre Gift für die Machthaber. Lieber prügeln die dummen Michel sich gegenseitig tot, als dass sie gegen die Obrigkeit aufmucken. Alter Hut , erkannte schon Napoleon, dass er sich um die Deutschen nicht sorgen braucht. ;) [/B][/QUOTE]

Das dürfte auch an Organen wie der BILD-Zeitung liegen. Lesenwert dazu der [url=http://www.amazon.de/Gossenreport-Betriebsgeheimnisse-Bild-Zeitung-Gerhard-Henschel/sim/3893201017/2]"Gossenreport"[/url] von Gerhard Henschel.

Andererseits bilden die Hartz IV-Empfänger doch eine recht ansehnliche Wählerschicht. - Naheliegender scheint mir die Annahme, dass die Politiker sich selbst nie mit "ihren" Gesetzen beschäftigen.
M.a.W.: Dummheit statt Hass.

Man sollte diese Politiker nicht wählen.
Wünsche ich mir zumindest.
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Vampire 81 [/i]
[B]Hm...
Stimmt schon das viele üble Vorurteile gegen Hartzler haben. Das regt mich auch auf. Den wir, die nichts dafür können werden bestraft weil die wirklichen Schmarotzer den dementsprechenden negativ Eindruck in den Medien hinterlassen. Kann deinen Frust schon nachvollziehen... [/B][/QUOTE]

So ist es.
Deutsche lieben nunmal Vorurteile und eine sehr "einfach gestrickte" Welt.

Die wirklichen Schmarotzer sind die Schwarzarbeiter, die zusätzlich Hartz IV kassieren und vor allem diejenigen, die diese beschäftigen. Die Steuermittel und Abgaben (Sozialbeiträge), die dadurch verloren gehen, fehlen in den Ausgaben. So kommt es zum Ungleichgewicht, einer sozialen Schräglage und irgendwann zur Aushebelung des Sozialstaatsprinzips.

Zudem wird viel zu wenig in Bildung investiert. Früher konnte noch jeder Kfz-Mechaniker werden. Die Autos werden jedoch zusehends komplizierter und teurer und die Anforderungen an den Beruf sind exponentiell gewachsen (neudeutsch heißt es nun wohl "Mechatroniker"). Durchschnittliche schulische Leistungen reichen hierfür nicht aus und Hartz IV droht.

Mit schlechtem Schulabschluss kann niemand gut vermittelt werden. In den Schulen wiederum werden schlechte Pädagogen beschäftigt, die das Studienfach nur aus Verlegenheit wählten und zwar wissen, was 2x2 ergibt, es aber einem Schüler nicht beibringen können. Außerdem sind die Klassen zu groß und die pädagogische Unfähigkeit vieler Lehrer verhält sich proportional zu den ständig wachsenden Klassenstärken, Schulschließungen und der Anzahl von Schülern mit Migrationshintergrund.

Aber solange überhaupt noch jemand in die Schule geht... ein weites Feld. ;)
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Cabal [/i]
[B]Ich bin allerdings guten Mutes dass in ferner Zukunft darüber eines Tages wieder nur in Geschichtsbüchern erfahren wird, und Kindern einmal mehr klargemacht wird, wie sehr Arme damals ausgebeutet, Reiche bemächtigt wurden und die Masse dumm gewesen ist, wo im Nachhinein doch alles so logisch und "klar" gewesen sei. [/B][/QUOTE]

Solange sie noch Arbeit haben, demonstrieren die meisten ja auch nicht.
Sondern erst dann, wenn sie sie verlieren.

Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Wahrheit tut manchmal weh.

Dass die Masse dumm ist, ist seit jeher bekannt (niemand zählt sich übrigens selbst zur Masse, ein interessantes Phänomen). Genau das stellt die eigentliche Herausforderung der Politik dar. Leider werden wir inzwischen von einer Generation junger, dynamischer Politiker regiert, die nie gearbeitet haben. Wen wundert es also? Schaue man sich doch den Niebel von der FDP an oder Typen wie Westerwelle und Hubertus Heil (was ein Name!).

Wer den ganzen Tag zu Hause ist, vertreibt sich die Zeit mit Fernsehen und dem Lesen der "bunten" Presse. Beide Medien sind leider längst von Marketing-Lobbyisten und Werbefuzzis gekauft und ihre Inhalte gleich mit. Von da wird man gleich mit der richtigen Argumentation berieselt.

Zeige mir eine Sendung im Fernsehen und ich sage Dir, wie spät es ist...
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Vampire 81 [/i]
[B]Ich dachte eigentlich das gerade Berufsunfähige immer eine Umschulung zugewiesen bekommen, damit sie wieder vermittelbar sind. [/B][/QUOTE]

Früher hat man sie lieber "verrentet", auch ein schlimmes Unwort.

Heute ist das Geld dafür nicht mehr vorhanden. Als [i]advocatus diaboli[/i] würde ich ihm empfehlen, sich als Alleinunterhalter (dehnbarer Begriff, den man stets hübsch neu definieren kann), Löffelschnitzer (=Kunstgewerbe) oder Werbeberater (kein geschützter Beruf) selbständig zu machen und arm zu rechnen. Büro ist die Küche, Investitionen und Kreditbedarf gleich Null, Vermittlungsfähigkeit auch Null. So droht weder eine Umschulung noch ein 1-Euro-Job. ;)

Trotzdem kann man Hartz IV kassieren (wegen Bedürftigkeit, da die Einnahmen nicht ausreichen, den Lebensbedarf zu decken) und aus die Maus. Wenn die ARGE oder Kommune die Unterlagen des Selbständigen prüft, sofort Widerspruch erheben (darf nur das Finanzamt, Rspr. des BSG).

Zudem bietet das steuerliche Abschreibungsrecht geradezu paradiesische Möglichkeiten (z.B. Autoleasing zu günstigen Konditionen, Zauberwort Abschreibungen usw.).

Man braucht allerdings einen wirklich fähigen Steuerberater und eine Rechtsschutzversicherung sollte man sich vorsorglich auch zulegen.
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i]
[B]Zu a) Wo besteht denn BEDARF ??? Im Moment doch wirklich nirgends (mal ehrlich). [/B][/QUOTE]

Dazu habe ich schon geschrieben, dass nicht dort umgeschult wird, wo Bedarf besteht. Und - Hand aufs Herz - der Hartz IV-Sachbearbeiter (auch eine arme Sau) kann wohl das Gesetz anwenden, aber Bedarf erkennen? Er hat mit den 150 Akten zu kämpfen, die er bewältigen muss, damit ihn seine Kunden nicht am Monatsende steinigen, wenn sie kein Geld bekommen. - Für Bedarfsprognosen und -einschätzungen dürfte ihm wohl die Zeit fehlen.
Gezeichneter... (Doppelpost, gelöscht)
GezeichneterSo, mir tun jetzt die Finger weh und ich wollte lediglich - ausnahmsweise - mal konstruktiv sein.

Mein Wunsch an alle "Hartzis":

1.
[color=brown]Informiert Euch über das Gesetz[/color] und lasst es Euch gfls. erklären. Immer fragen: Warum ist das so? Wo steht das? Nach welcher Norm? (Vorurteile wie solche, die besonders bei Ronin, Hellscream und Hicks gedeihen, entstehen durch Unkenntnis und/oder Faulheit.)

2.
[color=brown]Nehmt Eure Rechte wahr [/color](siehe oben Geschriebenes). Und zwar geschickt und manchmal eben auch diplomatisch. [color=brown]Erhebt beispielsweise gegen [b]jeden[/b] Bescheid Widerspruch [b]und[/b] Klage [/color](kostet beides nichts, die ARGE oder Kommune hingegen schon, und zwar sehr viel). [color=brown]Ist die Widerspruchsfrist abgelaufen, stellt [b]Überprüfungsantrag[/b]. [/color] Widerspruch, Klage und Überprüfungsantrag müssen nicht begründet werden. "Ich erhebe Widerspruch gegen den Bescheid vom..." +Unterschrift reichen völlig aus.

3.
[color=brown]Tut Euch nicht selbst leid.[/color] Auch andere haben schwer zu knabbern.

4.
[color=brown]Lasst Euch nicht gehen und von der Glotze oder der BILD-Zeitung verdummen.[/color] Besonders bei letzterer ist die Lügendichte besonders hoch. Versucht auch Freunde unter denen zu haben, die noch Arbeit haben. Genau zwischen diese und Euch versuchen die Medien, einen Keil zu treiben, weil ihnen das hilft, ihre täglichen Schmierblätter zu füllen.

5.
[color=brown]Erstattet Dienstaufsichtsbeschwerden[/color] [b]immer[/b] bei der höchsten, nie bei der nächsthöheren Stelle (d.h. Kommune=Landrat anstelle Teamleiter, ARGE=Direktor der ARGE statt Sachgebiets- oder Bereichsleiter). Lasst Euch nicht von der Pressestelle abwimmeln, sondern droht mit den ekligen Medien und verseht Beschwerden mit einer Frist.

6.
[color=brown]Nehmt Widersprüche trotz aller Überredungsversuche der Widerspruchs- oder Fachstellen [b]nie[/b] zurück. [/color]

7.
[color=brown]Habt Verständnis auch für die andere Seite[/color] - den befristet eingestellten, unterbezahlten, überlasteten Bescheidknecht, der sich vor Euch schon das Genöle und die Beschwerden von anderen 40 "Hartzis" anhören durfte.

8.
[color=brown]Lest jedes Hinweisblatt, jedes Faltblatt, das Gesetz (SGB II) und sämtliche Verwaltungsvorschriften. Surft in den Rechtsprechungsdatenbanken zu Hartz IV.[/color] Tauscht Euch darüber aus.

9.
[color=brown]Handelt [/color](siehe meine Tipps), dann dürfte der Tag auch ohne Arbeit sinnvoll ausgefüllt sein.

10.
[color=brown]Bewerbt Euch, bildet Euch weiter und fragt Euch, wem ihr das wie am besten verkaufen könnt.[/color]

______________________________________________

Ich selbst habe nur sehr kurze Zeit Hartz IV bekommen (und auch noch zu Unrecht) und die Kommune war wohl noch viel glücklicher darüber, dass ich gleich wieder eine Anstellung gefunden hatte, als ich selbst. Auf eine Vermittlung habe ich mich nie verlassen.

Und bevor jemand diese zusammenfassenden Tipps zerfleischt: bitte [b]alles[/b] lesen, was darüber steht, und erst hinterher aufregen.:D
Ronin76Mich würde die konkrete Vorgehensweise zu Punkt 2 interessieren ! Wo genau muß Widerspruch eingereicht werden, wie sollte dieser formuliert sein, usw.
[QUOTE]
2.
Nehmt Eure Rechte wahr (siehe oben Geschriebenes). Und zwar geschickt und manchmal eben auch diplomatisch. Erhebt beispielsweise gegen jeden Bescheid Widerspruch und Klage (kostet beides nichts, die ARGE oder Kommune hingegen schon, und zwar sehr viel). Ist die Widerspruchsfrist abgelaufen, stellt Überprüfungsantrag. Widerspruch, Klage und Überprüfungsantrag müssen nicht begründet werden. "Ich erhebe Widerspruch gegen den Bescheid vom..." +Unterschrift reichen völlig aus.
[/QUOTE]
Ein Monolog aus 9! hintereinander folgenden Beiträgen ist aber auch selten. :eek: Laß mich raten, du bist Anwalt ? ;)

Mein Anfangsbeitrag ist jedoch keine Nölerei oder eine Sammlung aus Vorurteilen sondern besteht aus mehrmaliger Selbsterfahrung in der Praxis und aus Erfahrungen von Bekannten. Aber du hast schon gut erkannt, daß sich die Leute erst beschweren, wenn sie selbst auf ALGII angewiesen sind. Denn JEDER ist ein potentieller Kandidat. Ich selbst und auch viele andere Leser sind keine Rechtsexperten und kennen daher vermutlich nur einen Bruchteil unserer Rechte. Aber das ist nur eines von vielen Problemen in diesem "Rechtsstaat" wo man im Idealfall als erfahreren Rechtsanwalt geboren sein müsste, um seine Rechte auch potentiell wahren zu können.
Schwarzer Prinz[QUOTE][i]Das dürfte auch an Organen wie der BILD-Zeitung liegen. Lesenwert dazu der [url=http://www.amazon.de/Gossenreport-Betriebsgeheimnisse-Bild-Zeitung-Gerhard-Henschel/sim/3893201017/2]"Gossenreport"[/url] von Gerhard Henschel.

[/B][/QUOTE]

Bzgl. Bildzeitung ist auch dieses Buch zu empfehlen (leider wie auch in den Kommentaren dort erwähnt "zensiert"):

[url]http://www.amazon.de/Aufmacher-Mann-Bild-Hans-Esser/dp/3462026631/ref=pd_sxp_grid_i_1_1/275-8618095-4905761[/url]

Der Mann, der Hans Esser war von Wallraff :)
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Mich würde die konkrete Vorgehensweise zu Punkt 2 interessieren ! Wo genau muß Widerspruch eingereicht werden, wie sollte dieser formuliert sein, usw.[/quote]


1. Du bekommst einen Bescheid ("Hiermit wird Ihnen .... gewährt").
2. "Sehr geehrte Damen und Herren, gegen Ihren Bescheid vom (Datum) erhebe ich hiermit Widerspruch. Mit freundlichen Grüßen xy"
3. Man wird Dich vielleicht fragen, warum (telefonisch). Du sagst, man hätte es Dir geraten, der Bescheid sei falsch (telefonisch).
4. Du erhältst einen Widerspruchsbescheid. Du gehst zum für Dich zuständigen Sozialgericht und erklärst "Gene diesen Bescheid hier möchte ich Klage erheben. Ich bin übrigens pleite und möchte - ganz vorsorglich nur für den Fall der Fälle - auch Prozesskostenhilfe. Fertig.
5. Das machst Du jetzt mit jedem Bescheid.

Effekt:
- Die Behörde hat jetzt sehr viel Arbeit. Die Bearbeitung des Widerspruches kann bis zu vier Jahren dauern. Die Klage noch länger. Am Ende haben sich 1 Sachbearbeiter, 1 Teamleiter, ein Behördenjurist, dessen Vorgesetzter und ein Richter mit Deinem Fall beschäftigt, womit sich die Fehlerquote minimiert.
- In der Behörde wird man Dich nach dem dritten Widespruch in Folge spürbar aufmerksamer und höflicher behandeln.
- Du bekommst mehr und bessere Jobangebote und man wird Dich sehr schnell loswerden wollen, denn Du verursacht sehr viel Ärger und noch höhere Kosten (die Behörde muss ihre Gerichtskosten selbst bezahlen und die Kosten ganz ordentlich).

[quote]
Ein Monolog aus 9! hintereinander folgenden Beiträgen ist aber auch selten. :eek: Laß mich raten, du bist Anwalt ? ;)[/quote]

Nein, die verdienen viel zu schlecht. Unterliegt der Geheimhaltung.

Mit meinem Beitrag wollte ich polarisieren (zugegeben) aber niemanden beleidigen oder verunglimpfen...
Hellscream[QUOTE]geschrieben von Gezeichneter
Mit schlechtem Schulabschluss kann niemand gut vermittelt werden. In den Schulen wiederum werden schlechte Pädagogen beschäftigt, die das Studienfach nur aus Verlegenheit wählten und zwar wissen, was 2x2 ergibt, es aber einem Schüler nicht beibringen können.[/QUOTE]
Das sind Lehrämtler verdammt noch mal keine Pädagogen.
Und das in den Kindergärten sind Erzieher und Erzieherinnen keine Pädagogen.
Man sollte so etwas unterscheiden.

[QUOTE]geschrieben von Gezeichneter
Dass die Masse dumm ist, ist seit jeher bekannt (niemand zählt sich übrigens selbst zur Masse, ein interessantes Phänomen).[/QUOTE]
Sie bezeichnen das nur anders, sie nennen es die „Mitte“ der Gesellschaft. :rolleyes:
Was das auch immer sein soll.
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]Das sind Lehrämtler verdammt noch mal keine Pädagogen.
Und das in den Kindergärten sind Erzieher und Erzieherinnen keine Pädagogen.
Man sollte so etwas unterscheiden.


Sie bezeichnen das nur anders, sie nennen es die „Mitte“ der Gesellschaft. :rolleyes:
Was das auch immer sein soll. [/B][/QUOTE]

Ja klar.
Schwarzer PrinzAch ja, ich würde vorsichtig sein, die o.g. Tipps vom Gezeichneten so genau zu befolgen. Ein Großteil dieser ist schon OK, aber Leute legt euch nicht zuviel mit den Ämtern und SB´s an !

Das kann auch arg(e) ins Auge gehen, denn die sitzen am längeren Hebel, wenn es mal hart auf hart kommt. Wirkliche Konfrontation würde ich nur wagen, wenn man a= 90-100% sicher ist, diese zu gewinnen und b) Reserven oder eine Bleibe hat. Weil wenn das Geld gesperrt wird, kann es haarig werden, dann sollte ein Vorat an Geld und ein Notschlafplatz vorhanden sein (Bei Freunden, Eltern etc.).... sicher soll man sich nicht alles gefallen lassen, aber sich derart unbeliegt beim Amt zu machen ist nicht immer ratsam.

Und soweit ich weiß, sind die Vorschriften für Prozesskostenbeihilfe verschärft worden ! Die ist nicht mehr so sicher und einfach zu bekommen...

Das nur als Hinweis. :)
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i]
[B]Ach ja, ich würde vorsichtig sein, die o.g. Tipps vom Gezeichneten so genau zu befolgen. Ein Großteil dieser ist schon OK, aber Leute legt euch nicht zuviel mit den Ämtern und SB´s an !
[/B][/QUOTE]

Man kann nicht auf der einen Seite das immer gleiche Klagelied anstimmen und auf der anderen Seite dann doch lieber wegducken.
Oder ich habe den Thread wirklich gründlich missverstanden, ich lese besser nochmal den Anfang. ;)
ceravienIm Grunde finde ich die Idee des Hartz IV nicht schlecht. Leider hapert es an der Ausführung bzw. Umsetzung. Schlimmer wäre es wohl, wenn man das nicht hätte, oder? In den Staaten bekommt man nur für einen befristeten Zeitraum Arbeitslosengeld, allerdings nach Ablauf dieser Zeit, werden die Zahlungen eingestellt und man ist auf sich selbst gestellt. Und das will doch auch keiner...

Gezeichneter - ebenfalls hast du vergessen zu erwähnen, dass die Bearbeiter der SGBII Stellen, die bei Fehltritten, selbstständig und nach eingenem Ermessen Deine Bezüge kürzen dürfen. Wenn Du dann nur noch 200 € statt 351 € hast, wird das doch ein wenig haarig.

Am Besten ist es immer noch - die Füße still zu halten und so schnell wie möglich aus dem Hartz IV rauszukommen - je länger man darin ist, desto schlechter werden die Möglichkeiten einen neuen Job zu finden. Ggf. als Ausstieg doch mal die Zeitarbeit auszuprobieren. Es sieht immer besser aus, wenn man sich aus einem Job heraus neu orientiert, als aus der Arbeitslosigkeit. Und eventuell auch ein wenig die Ansichten verändern, z.B ich bin Banker, ich bleibe Banker und nix anderes...vielleicht doch als Büroangestellter anfangen?! Und dann wieder hoch arbeiten? (Nur so als Tipp)

Wenn man sich allerdings falsch behandelt fühlt und Fehler in der Bearbeitung auftreten, dann sollte man sich natürlich beschweren. Und auf jeden Fall lest die Broschüren!!! Es stehen wichtige Dinge darin, wie man Fehler auf beide Seiten vermeiden kann...

Denkt an die GEZ-Befreiung!!!

Was das Thema Umschulungen angeht, muss ich Dir nur zum Teil Recht geben. Umschulungen werden leider nicht da gemacht, wo der Bedarf liegt, was sehr Schade ist. Aber diese Umschulungen kosten auch ne ganze Menge. Und wie Du vielleicht weisst, hat auch das Arbeitsamt nur ein begrenztes Budget dafür zur Verfügung gestellt. Ansonsten würden sie nicht Ausschreibungen machen, mit dem Hintergrund, das der Bildungsträger, der sich am günstigsten anbietet, die Maßnahme bekommt. Sinnvoll ist es, wenn man eine Umschulung oder Weiterbildung möchte, sich genau zu informieren, in welche Richtung es gehen soll, eventuell auch Bildungsträger rauszusuchen, die diese Dinge anbieten und am Anfang eines Jahres damit zu seinem Bearbeiter zu gehen, um das Ganze durch zu sprechen. Meistens ist das Jobcenter dann noch "großzügig" und man hat die Chance in soetwas hinein zu rutschen.

Lehrer - die meisten von denen haben sich definitiv nicht als letzen Ausweg für das Studium auf Lehramt entschieden. Mittlerweile sind die Kids von heute einfach unberechenbar geworden - so dass die meisten Lehrer einfach keinen Bock mehr haben und "müde geworden" sind, da sie seit Jahren den gleichen Lehrplan unterrichten und mittlerweile auch die Erziehungsaufgaben der Eltern übernehmen müssen. Hast Du schon mal versucht, die Matheaufgaben von einem Studi zu lösen, der das auf Lehramt studiert? Das hat nix mehr mit Zahlen zu tun, sondern nur noch mit Buchstaben. Und mit einer Wahl aus Verlegenheit hat das auch nix mehr zu tun, eher mit Selbstgeißelung. ;)
Demon17Ein Todesurteil ist Hartz IV sicher nicht, doch man muss sich im Klaren darüber sein, das mit diesem Minimaleinkommen der Ausschluss aus dem sozialen Leben verbunden sein kann. Vieles geht einfach nicht mehr. Ich kann die Leute verstehen, einerseits werden mittlere und höhere Einkommen subventioniert, bzw. so reglementiert, das sie zustande kommen, den Banken werden hunderte von Milliarden reingeschoben, Betrüger und Zocker sahnen horrende Profite ab und überlassen es dem Steuerzahler, die Zeche zu zahlen, andererseits werden Millionen Menschen an das absolute Existenzminimum gedrückt, wenn nicht darunter.

Hatrtz IV sollte ursprünglich die Bereitschaft fördern wieder eine Stelle anzunehmen und ist im Grunde Ausdruck eines sinkenden Lohnniveaus. Viele Arbeitslose bekamen lebenslang mehr Geld vom Staat, als sie am Arbeitsmarkt verdienen konnten. Es lohnte einfach nicht für ein paar Euro mehr eine Zeit lang arbeiten zu gehen und dann im Falle wiederholter Erwerbslosigkeit wesentlich weniger zu bekommen. 55% von 1500 geht noch, von 1000 nicht mehr. Wer einmal ein erträgliches Lohniveau erreicht hatte, war für den Rest seines Lebens abgesichtert. Allerdings ist HartzIV eigentlich nur zu vertreten, wenn eine gewisse Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt herrscht. In Zeiten der Krise führt es zu einer Notlage, aus der sich viele Menschen nicht mehr selbst befreien können. Auch der sogennante 2. te Arbeitsmarkt ist hier keine Hilfe. Wenn man bedenkt, was mit diesen hunderten von Milliarden an gesellschaftlich dringend notwendiger Arbeit finanziert werden könnte, ist es wirklich zum verzweifeln, das wir die Schäden von Spekulation finanzieren, anstatt in Mensch und Natur zu investieren.
Schwarzer Prinz[QUOTE][i]Original geschrieben von Gezeichneter [/i]
[B]Man kann nicht auf der einen Seite das immer gleiche Klagelied anstimmen und auf der anderen Seite dann doch lieber wegducken.
Oder ich habe den Thread wirklich gründlich missverstanden, ich lese besser nochmal den Anfang. ;) [/B][/QUOTE]

ich klage ja nicht (derzeit), aber war auch schon arbeitslos und habe in einschlägigen Foren gelesen. Abgesehen davon wollte ich Deine Vorschläge nur etwas abmildern und nicht vom "wehren" bzw. auf seinem Recht beharren abhalten. Nur manche übertrieben es evtl. und wundern sich dann, dass die dauernd Ärger mit dem Amt haben. Oftmals kommt man mit Kooperation und Freundlichkeit weiter als mit Konfrontation.;)
Ronin76[QUOTE] Allerdings ist HartzIV eigentlich nur zu vertreten, wenn eine gewisse Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt herrscht. In Zeiten der Krise führt es zu einer Notlage, aus der sich viele Menschen nicht mehr selbst befreien können.[/QUOTE]
Das war unter anderem ein Anlaß wieso ich das Thema erstellt hatte. Als Folge der globalen Wirtschaftskrise werden heute sehr viel Zeitarbeiter/innen entlassen und die Stellen werden gestrichen. Das Stammpersonal mobt sich gegenseitig und sogar gegen Zeitarbeiter um die eigene Stelle zu erhalten. Das ironische dabei ist, daß die selben Zeitarbeitsfirmen welche massiv entlassen haben, immer noch sehr viele Stellenanzeigen inserieren, vor allem auf der Seite des Arbeitsamtes ! Und auf solche Stellen soll sich ein Arbeitssuchender dann auch noch bewerben. Die Sachbearbeiter/innen können dann behaupten daß es jede Menge offene Stellen gibt, und sind aus dem Schneider. Wer keine Eigeninitiative vorweisen kann, bekommt sowieso die Bezüge gekürzt.

Hier noch eine Info:
Wenn man den Eindruck hat, daß einen die Sachbearbeiter/innen erpressen und diplomatische Mittel nicht wirken, kann man dies als Drohung und Nötigung zur Anzeige bringen. Mit Beweisen wird es bei mündlichen Aussage sehr schwierig, aber so kann man sich wenigstens Respekt verschaffen und seine Rechte wahrnehmen. Wenn der Direktor nicht vermitteln kann, gibt es auch noch die Möglichkeit des Strafantrages bei der regionalen Staatsanwaltschaft. Dazu braucht man keinen Anwalt.

Ich bin gespannt wie lange das Volk noch ruhig ist, denn gerade verpullvern alle noch wie verrückt ihre Ersparnisse bzw wandeln diese in reale Werte um. Noch geht es ihnen gut. Und dann ?
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]
Wenn man den Eindruck hat, daß einen die Sachbearbeiter/innen erpressen und diplomatische Mittel nicht wirken, kann man dies als Drohung und Nötigung zur Anzeige bringen. [/B][/QUOTE]

Man sollte allerdings auch darauf achten, was in der [url=http://www.alg-2.info/hilfe/eingliederungsvereinbarung/moeglichkeiten/][b]Eingliederungsvereinbarung[/b] [/url]steht, die man unterschreibt. Diese ist ein Vertrag und als solcher auch einzuhalten.
Mondsilbertaufe[QUOTE]Dass die Masse dumm ist, ist seit jeher bekannt (niemand zählt sich übrigens selbst zur Masse, ein interessantes Phänomen).[/QUOTE]
Ein weiteres interessantes Phänomen ist das Verschweigen der Gehaltshöhe. Ich denke, das hat mit Sozialneid zu tun. Die Missgunst treibt einen Keil zwischen die Menschen.
[QUOTE]Nein, die verdienen viel zu schlecht. [/QUOTE]
Du hast sicher viele Freunde :D
Gezeichneter[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i]
[B]Ein weiteres interessantes Phänomen ist das Verschweigen der Gehaltshöhe. Ich denke, das hat mit Sozialneid zu tun. Die Missgunst treibt einen Keil zwischen die Menschen. [/B][/QUOTE]

Zum Thema Neid hat mir [b][url=http://www.libri.de/shop/action/productDetails/1330739/rolf_haubl_neidisch_sind_immer_nur_die_anderen_3406480950.html]Rolf Haubl[/url][/b] ein Stück weit die Augen geöffnet. Das Buch ist wirklich sehr zu empfehlen. ;)
Der Neid wird aber schon immer dagewesen sein.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i]
[B]Du hast sicher viele Freunde :D [/B][/QUOTE]

Freunde werden überschätzt. :D
WaldemarHarzt 4 war die größte Arbeitsmarktreform in Deutschland und gleichzeitig der größte Bullshit, den diese Republik verzapfen konnte. Ein Spiegelbild für diese Gesellschaft, war alleine schon der Namensgeber für Hartz4 , Peter Hartz, der für seine Korruptiongebaren vor Gericht verurteilt wurde.

Hartz IV hat Tür und Toren geöffnet für Niedriglohn, künftige Lohnsenkungen, Arbeitszeitverlängerungen bei gleich bleibendem Lohnniveau

1 € Jobs, sind nichts weiter als Zwangsarbeit bzw. Beschäftigungsmaßnahmen. Die laut Studien natürlich auch reguläre Arbeitsplätze vernichten. Eigentlich kosten sie nur Geld, und das läßt sich die ARGE was kosten, damit man sich die Statistiken schön rechnen kann.

Ich kenne viele die mit Arbeit schon zum Amt laufen müssen und aufstocken. Hier in Berlin, gibt es kaum noch Arbeit, die deutlich über dem Harzt4 Satz liegt. Die Folgen sind absehbar.

Die Komunen sind der Träger der Kosten für die Unterkunft. Hier fehlt es natürlich an Geld, dass man gerne bei den Hartz4 Empfängern sparen möchte. Dort setzt die Willkür der Ämter an, so zwingen sie zu Umzügen bzw. Miete teilweise aus Regelsätzen zu bezahlen usw. usf.

Lustig fande ich auch die Aussage von Profalla, der durchsetzte, dass erwachsene Kinder bis 25 Jahre als Hartz-IV-Empfänger bei ihren Eltern wohnen bleiben müssen, und nicht wie Anfangs im Gesetz vorgesehen, ab 18 Jahren Anspruch auf eine Wohnung haben. Er machte es den Jugendlichen zum Vorwurf. Schon lächerlich, dass erst Gesetze beschlossen werden, und diese dann für in Anspruchnahme verurteilt wurden.. Möchte auch nicht wissen, wieviel Geld rausgeschmissen wurde, alleine für diese Umzüge von den eigenen Wohnungen wieder zu den Eltern.

Hartz4 heißt deutlich nur eins, nämlich Repression, während die für die Entscheidungen über Arbeit und Arbeitslosigkeit zuständigen Unternehmen viel Zucker in Arsch geblasen wurde und wird.

Bildung intressiert die ARGE nicht.. vielleicht werden sie dann zu schlau für diese Gesellschaft?
Ronin76Du sprichst mir aus dem Herzen "Redender Penis" (wow, was für ein Name :D), und bist einer der Wenigen welcher das System begriffen hat.

Mir wurde vor wenigen Tagen erst mal ein falscher Leistungsbescheid ausgestellt, wo mein Antrag komplett abgelehnt wurde, ich konterte am Tag darauf mit Widerspruch und es wurde ein neuer Bescheid ausgestellt. Zwar deutlich verbessert zu meinen Gunsten jedoch schon wieder falsch. Also wird nun doch Widerspruch von mir eingelegt. Das sind vielleicht Pappnasen auf dem Amt. :rolleyes:
Suzee[QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i]
Der Mann, der Hans Esser war von Wallraff[/QUOTE]

Der richtige Titel lautet "Der Aufmacher. Der Mann der bei Bild Hans Esser war."
Mondsilbertaufe[QUOTE]Ich persönlich finde es schade, dass in unserer jetzigen Gesellschaft, der Wert und die Produktivität eines Menschen, in mE viel zu hohem Maße an eine Erwerbstätigkeit geknüpft werden.[/QUOTE]
Ich halte das für eine logische Konsequenz. Immerhin ist man nicht nur Steuerzahler. Sondern auch Konsument und Wertevermittler.

Abgesehen davon kann ich beim besten Willen nicht begreifen, warum ein junger gesunder Mensch keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen sollte. Ich begrüße die Entlastung der Väter vom Kindesmutterunterhalt nach dem dritten Jahr und freue mich dass die Mühen der Lehrer und Ausbilder an die weiblichen Mitbürger nicht umsonst gewesen sind. :D
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i]
[B]Ich halte das für eine logische Konsequenz. Immerhin ist man nicht nur Steuerzahler. Sondern auch Konsument und Wertevermittler.
[/B][/QUOTE]

Richtig so - Steuerzahler, Konsument - und Arbeitstier für den kapitalistischen Staat - mehr bist du nicht und mehr brauchst du auch gar nicht zu sein...das glaube ich dir unbesehen...wenn ihr doch bloss wüsstet, wie klein und erbärmlich ihr alle seid, ihr gleichgeschalteten Massenmenschen...
Creobotraaaaah ja, xeno, und du hast natürlich [I]die wahrheit[/I] erkannt, von deinem sofa aus.
hirnloses propaganda nachplappern.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]aaaah ja, xeno, und du hast natürlich [I]die wahrheit[/I] erkannt, von deinem sofa aus.
hirnloses propaganda nachplappern. [/B][/QUOTE]

Und was plapperst du für eine - natürlich viel erleuchtetere - Wahrheit nach...? Ich würde sie gern hören um daran Teil zu haben- ich habe ehrlich gesagt noch nicht einen Beitrag von dir in diesem Forum gelesen aus dem irgendeine Meinung hervorgegangen wäre, nicht einen einzigen, in dem auch nur so etwas wie ein Minimum an Aussagegehalt zu erkennen war...alles was ich bis jetzt von dir gelesen habe, war hohle, bedeutungslose Wichtigtuerei, sonst nichts...
Mondsilbertaufe[QUOTE]wenn ihr doch bloss wüsstet, wie klein und erbärmlich ihr alle seid, ihr gleichgeschalteten Massenmenschen...[/QUOTE]
Du bist aber unentspannt. Deine Beschimpfungen sind Nonsens und haben ihren Ursprung bei dir selbst.
Der nächste Schritt ist, die Gesellschaft für das eigene Versagen verantwortlich zu machen. Kann man zwar tun, bringt einen aber persönlich nicht weiter. Der Trick geht anders. Aber du bist noch nicht soweit. Jeder hat in seiner Pubertät eine Phase, in der man Selbstkritik hart erlernen muss. Die Rebellion sollte später an anderen Fronten erfolgen. Als Jugendlicher wird man oft nicht ernst genommen. Als erfolgreicher Unternehmer oder Akademiker hat man ganz andere Möglichkeiten. Denk mal drüber nach! ;)
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i]
[B]Du bist aber unentspannt. Deine Beschimpfungen sind Nonsens und haben ihren Ursprung bei dir selbst.
Der nächste Schritt ist, die Gesellschaft für das eigene Versagen verantwortlich zu machen. Kann man zwar tun, bringt einen aber persönlich nicht weiter. Der Trick geht anders. Aber du bist noch nicht soweit. Jeder hat in seiner Pubertät eine Phase, in der man Selbstkritik hart erlernen muss. Die Rebellion sollte später an anderen Fronten erfolgen. Als Jugendlicher wird man oft nicht ernst genommen. Als erfolgreicher Unternehmer oder Akademiker hat man ganz andere Möglichkeiten. Denk mal drüber nach! ;) [/B][/QUOTE]

Du weisst überhaupt nichts - meine Pubertät liegt übrigens schon einige Jahre hinter mir - seit ziemlich vielen Jahren, aber das ist nicht der Punkt, um den es geht...die Gesellschaft, dieses Gebilde, an das du glaubst, ist wertlos - weil es keine echten Werte zu schaffen vermag, nicht der Mensch als Individuum, der in ihr zum "Versager" wird, weil er entsprechend indoktriniert wurde, sich als solcher zufühlen...und warum ist dem so...? Weil die Gesellschaft keinen "kulturellen Mehrwert" produzieren kann, dazu ist sie nicht imstande, weil sie dem Menschen keine Größe zuspricht, sie nicht einmal zulässt, abgesehen von dem, was er ihr wirtschaftlich einbringt.., weil sie im Menschen nur so etwas wie das erkennt, was du weiter ausgeführt hast: Konsument, Steuerzehler, Arsch für alles - für alles, was mir jetzt endgültig an selbigem vorbeigeht...
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
...die Gesellschaft, dieses Gebilde, an das du glaubst, ist wertlos - weil es keine echten Werte zu schaffen vermag, nicht der Mensch als Individuum, der in ihr zum "Versager" wird, weil er entsprechend indoktriniert wurde, sich als solcher zufühlen...und warum ist dem so...?[/QUOTE]
halt ich für ne faule ausrede, weil man nichts gebacken kriegt. "die anderen, die anderen usw"

[QUOTE]Und was plapperst du für eine - natürlich viel erleuchtetere - Wahrheit nach...?[/QUOTE] he? ich lauf doch nicht hier ständig rum und versuch mit dem immer selben gewäsch zu missionieren.

[QUOTE]ich habe ehrlich gesagt noch nicht einen Beitrag von dir in diesem Forum gelesen aus dem irgendeine Meinung hervorgegangen wäre, nicht einen einzigen, in dem auch nur so etwas wie ein Minimum an Aussagegehalt zu erkennen war...[/QUOTE]
darfst du ehrlich sein. und es ist mir egal.

[QUOTE]alles was ich bis jetzt von dir gelesen habe, war hohle, bedeutungslose Wichtigtuerei, sonst nichts...[/QUOTE]
ja? komisch, ich bin zufrieden.
Mondsilbertaufe[QUOTE]weil sie dem Menschen keine Größe zuspricht, sie nicht einmal zulässt, abgesehen von dem, was er ihr wirtschaftlich einbringt[/QUOTE]
Siehst du in der Gesellschaft eine Art Eltern-Ersatz? Die Selbstwertbildung ist Teil der frühkindlichen Erziehung. Hier bewertest du die Gesellschaft über. Mama und Papa sollten dir gezeigt haben, dass du kein Versager bist. Das kann nicht unsere Aufgabe sein.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i]
[B]Siehst du in der Gesellschaft eine Art Eltern-Ersatz? Die Selbstwertbildung ist Teil der frühkindlichen Erziehung. Hier bewertest du die Gesellschaft über. Mama und Papa sollten dir gezeigt haben, dass du kein Versager bist. Das kann nicht unsere Aufgabe sein. [/B][/QUOTE]

Das war zu erwarten - die bürgerliche Kleinfamilie als Rahmen bürgerlicher Erziehung, die den lieben Kleinen natürlich - bürgerliche Werte vermittelt, denn etwas anderes könnte sie ja gar nicht tun... und als ob Eltern etwas anderes wären als Teil derselben Gesellschaft, nämlich lediglich die erste Stufe der milieubedingten Prägung eines Kindes - Eltern können Kindern genausowenig irgendeine Größe vorleben die sie selbst nicht besitzen, denn es bliebe eine imaginäre Größe...denn man kann nichts vermitteln oder an seine Kinder weitergeben, was man selber nicht hat...und was in einer Gesellschaft niemand hat, kann demnach auch niemand einfach so mit der Muttermilch aufsaugen...als wenn das die Lösung wäre - ist sie aber nicht, sondern Teil der Krankheit, die dieses System definiert...
Mondsilbertaufe[QUOTE]Eltern können Kindern genausowenig irgendeine Größe vorleben die sie selbst nicht besitzen[/QUOTE]
Und du, der schon viele Jahre postpubertär verzeichnet; welche Größe lebst du vor? Außer Selbsthass und Verbitterung sehe ich da nichts. Du bist ein Massenmensch. Eine verzweifelte Kopie deiner Eltern, unfähig aus der verhassten Welt auszubrechen.
Anstatt deine Energien sinnvoll einzusetzen, verballerst du sie in der sinnlosen Aufregung in irgendeinem Thread. Wann hast du das letzte Mal etwas gutes für dich getan?
Ronin76[QUOTE]Und was plapperst du für eine - natürlich viel erleuchtetere - Wahrheit nach...? Ich würde sie gern hören um daran Teil zu haben- ich habe ehrlich gesagt noch nicht einen Beitrag von dir in diesem Forum gelesen aus dem irgendeine Meinung hervorgegangen wäre, nicht einen einzigen, in dem auch nur so etwas wie ein Minimum an Aussagegehalt zu erkennen war...alles was ich bis jetzt von dir gelesen habe, war hohle, bedeutungslose Wichtigtuerei, sonst nichts...[/QUOTE]
Ich musste spontan lachen als ich das las. Wollte auch so etwas ähnliches schreiben. Ich würde so einen Beitrag auch mal gerne lesen, habe ihn aber noch nicht gefunden. Creo spielt halt lieber den coolen Womanizer und plappert das nach was eben gerade vom Großteil der Bevölkerung geplappert wird, denn das findet meistens mehr Anerkennung. Die beste Propaganda ist immer noch jene, welche unentdeckt bleibt.


[QUOTE]halt ich für ne faule ausrede, weil man nichts gebacken kriegt. "die anderen, die anderen usw"[/QUOTE]
Da ist sie ja wieder die materielle Einstellung. Was soll man denn bitte gebacken kriegen ? Und woher willst du wissen, daß er noch nichts gebacken hat ? Es gibt Menschen die müssen ihr Ego nicht dadurch bestärken, etwas zu produzieren, damit sie annerkannt werden. Nach dem Motto: "Mein Haus, mein Auto, meine Frau !"



@Mondsilbertaufe
[QUOTE]Anstatt deine Energien sinnvoll einzusetzen, verballerst du sie in der sinnlosen Aufregung in irgendeinem Thread. Wann hast du das letzte Mal etwas gutes für dich getan?[/QUOTE]
Also ich finde die Beiträge sehr sinnvoll, aber unter Ignoranten ist es das wohl tatsächlich. Was wäre denn für dich ein sinnvolles Einsetzen von Energien ?

[QUOTE]Und du, der schon viele Jahre postpubertär verzeichnet[/QUOTE]
Ist das relevant ? Und wer entscheidet, was postpubertäres Verhalten ist, und was das so gelobte "Erwachsen sein" bedeutet ? So gut wie jedem Kind wird doch von Geburt an indoktriert, daß erwachsen sein viel besser ist, und daß Kinder nichts Wert sind. Daraus resultiert, daß jeder vermeintliche und selbsternannte Erwachsene welcher das Erwachsensein idealisiert und als Machtinstrument erkannt hat, ein riesiges Selbstbewußtseinsproblem hat. Wurdest du früher oft gehänselt ?

Wenn ich mir dann diese Massen an Erwachsenen anschaue, entdecke ich absolut keinen Unterschied zu einem Kind ! Nur die finanziellen Mittel sind größer geworden und nun gibt es überall Gesetze auf bedrucktem Papier, Polizisten und Ämter, welche die Rolle der Lehrerin übernehmen, bei der man petzen kann. Ich sehe Prahlerei, Protzerei, Neid, Eifersucht, Verantwortungslosigkeit, Machtspiele, Gier und Streitereien, was ja alles Eigenschaften sind, welche gerne Kindern zugeordnet werden. Und du willst nun tatsächlich behaupten es gäbe einen Unterschied zwischen Kind und "Erwachsen sein" ?
Creobotraer nu wieder...

[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Ich musste spontan lachen als ich das las. Wollte auch so etwas ähnliches schreiben. Ich würde so einen Beitrag auch mal gerne lesen, habe ihn aber noch nicht gefunden. [/QUOTE]
und? brauchts du ne karte?
ob du in einem beitrag was sinnvolles findest, ist deine sache.

[QUOTE]Creo spielt halt lieber den coolen Womanizer und plappert das nach was eben gerade vom Großteil der Bevölkerung geplappert wird, denn das findet meistens mehr Anerkennung. Die beste Propaganda ist immer noch jene, welche unentdeckt bleibt. [/QUOTE]
womanizer, fang du nicht auch noch damit an. das wird mir nur angehängt.

und ich bezog mich auf xeno, der das nachplappert, was ebenso viele schon vorgekaut haben. hat er dann ne eigene meinung?

bezüglich meiner meinung, es ist meine. wenn sie viele teilen, warum nicht? *visualisiere schulterzucken*
ausser du würdest mir unterstellen, es einfach nur ohne nachzudenken widerzukäuen.

anerkennnung, aufmerksamkeit erheischen oder (wie war das?) "hohle, bedeutungslose Wichtigtuerei" kann man vielen hier, die große reden schwingen (was auch absolut interessant und sinnvoll sein kann) unterstellen, das ist ein bisschen einfach.

[QUOTE]Da ist sie ja wieder die materielle Einstellung. Was soll man denn bitte gebacken kriegen ?[/QUOTE] hoppla, hab ich irgendwas von "materiell" geschrieben?

[QUOTE]Und woher willst du wissen, daß er noch nichts gebacken hat ?[/QUOTE] wenn man sich ständig nur beschwert? nja, ich hab ihn ja schon gefragt.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i]
[B]Und du, der schon viele Jahre postpubertär verzeichnet; welche Größe lebst du vor? Außer Selbsthass und Verbitterung sehe ich da nichts. Du bist ein Massenmensch. Eine verzweifelte Kopie deiner Eltern, unfähig aus der verhassten Welt auszubrechen.
Anstatt deine Energien sinnvoll einzusetzen, verballerst du sie in der sinnlosen Aufregung in irgendeinem Thread. Wann hast du das letzte Mal etwas gutes für dich getan? [/B][/QUOTE]

Gut, das ist endlich mal eine sinnvolle Frage: "Welche Größe habe ich...?" Dafür dass du - entgegen deinem üblichen Geschreibe hier - eine solche Frage an mich gerichtet hast, sehe ich mich durchaus zu einer Antwort verpflichtet...diese Verpflichtung, die ich hier anspreche, enthält dabei bereits einen Teil der Antwort, die aber für jemanden wie dich, der allein in materialistischen Kategorien zu denken gewohnt ist, vermutlich nicht nachvollziehbar sein wird...aber einen durchaus brauchbaren Ansatz, den ich hiemit gerne aufgreifen möchte, finde ich in deinem Beitrag: "was bleibt, wenn einem nichts ausser Verbitterung mehr geblieben ist...?" Ich gehe zunächst mal nicht darauf ein, ob es sich dabei allein um Selbsthass handelt - doch es ist durchaus richtig, dass genaugenommen jeder Mensch eine "Kopie" seiner Eltern darstellt - nicht nur organisch, indem er deren Gene - unfreiwillig - übernimmt, nein, auch das bereits angesprochen soziale Milllieu und das daran gekoppelte Denken ist ein in hohem Maße mitentscheidender, alles weitere somit prädestinierender Faktor...also auch eine "soziale Kopie"...und das Wesen dieser "Kopie" entscheidet am Ende über "Erfolg" oder "Scheitern"... manche dieser aufgeprägten Eigenschaften sind mit der Aussicht auf diesen rein materialistisch definierten - sozialen Erfolg inkompatibel, andere ihm eher förderlich, wieder andere ihm abträglich, und schliesslich gibt es noch welche, die weitgehend ohne Bedeutung sowohl im positiven als auch im negativen Sinne sind...dennoch kann ein Mensch natürlich sein eigenes Denken auch und gerade daraus entwickeln, was sein Scheitern am Ende herbeiführte...und darin Größe zeigen -was zwar den sozialen Rahmen seiner Möglichkeiten nicht verändert, ihm aber eine eigene Identität verschafft: Zu einem Prometheus zu werden, der sich lieber an den Felsen im Kaukasus schmieden lässt, als bei dem abgekarteten Spiel, das ihm vorgeschrieben wird, noch länger mitzuspielen...und eben hier wächst er über die Bestimmung der "Kopie" hinaus - weil ein anderer, ihm eigener neuer Rahmen geschaffen wurde...ich gebe zu - mein Vater war nicht gerade vom "Erfolg" verfolgt, und das, obwohl er sich für dieses Dreckssystem zeitlebens buchstäblich den Arsch aufgerissen hat - er hat seine Gesundheit durch Arbeit ruiniert, seinen Geist und seine Seele dafür aufgegben - und am Ende nur sehr wenig dafür bekommen: nämlich einen Arschtritt...

...vielleicht verstehst du jetzt besser, was ich sagen möchte, vielleicht auch nicht...angesichts deines pubertären, nämlich materialistisch orientierten Denkens bezweifle ich es...aber um auf die Eingangsfrage zurückzukommen: Das, was mir trotz aller Verbitterung noch geblieben ist, was vielleicht jene immaterielle Größe wenigstens zum Teil ausmacht, ist das, was in alten Kulturen unter dem Begriff "Ehre" zu verstehen war, das was die Römer "virtus" zu nennen pflegten: Die Treue gegenüber den eigenen Prinzipen...sich nicht von dem Denken einer noch so überwältigegenden "Mehrheit" einschüchtern zu lassen, wenn es einem falsch erscheint, nicht mit den Wölfen zu heulen, nur um des eignen Vorteils willen...denn das habe ich nie getan...
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
bezüglich meiner meinung, es ist meine. wenn sie viele teilen, warum nicht? *visualisiere schulterzucken*
ausser du würdest mir unterstellen, es einfach nur ohne nachzudenken widerzukäuen.
[/B][/QUOTE]

Frei nach dem Motto:"Keine Meinung ist auch ne Meinung" - und in der herrlichen "Meinungsfreiheit", die heute vorherrscht, garantiert die richtige, weil man sich mit ihr nirgends Probleme einfängt... und wenn sie viele teilen - umso besser...denn desto weniger besteht die Notwendigkeit, selber nachzudenken...warum auch, in der Bild-Zeitung steht schliesslich alles vor-geschrieben, was der geBILDete Mensch wissen muss...
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
Frei nach dem Motto:"Keine Meinung ist auch ne Meinung" - und in der herrlichen "Meinungsfreiheit", die heute vorherrscht, garantiert die richtige, weil man sich mit ihr nirgends Probleme einfängt... und wenn sie viele teilen - umso besser...denn desto weniger besteht die Notwendigkeit, selber nachzudenken...warum auch, in der Bild-Zeitung steht schliesslich alles vor-geschrieben, was der geBILDete Mensch wissen muss... [/QUOTE]

hat das irgendwas mit meinem, von dir zitierten, zu tun, oder war das nur ein postulat "im großen und ganzen"?

und mit der BILD geb ich dir mal recht.
smart_hicksAch, es ist doch heute schon so, dass Schulen zu Propaganda-Zentren geworden sind. Wenn ein Jugendlicher vor Staatsüberwachung gewarnt wird, verkennt er die Gefahr, die davon ausgeht und sagt lapidar: "Was geht mich das an? Ich hab schließlich nichts zu verbergen.". Desinteresse und Opportunismus wo man sieht, abgesehen von einigen Menschen wie Xenomorph, die sich dagegen auflehnen, mit welcher Intention sei mal dahin gestellt. Dieser Egoismus, dieses Denken nur nach oben zu kommen, wenn man die Verfolger nach unten tritt, statt gemeinsam und viel effektiver nach einer Lösung zu suchen. Dann dieses politische Desinteresse in weiten Teilen der Bevölkerung. Ich sehe die Demokratie in Gefahr, wenn wir den Eliten den Demokratie zersetzenden Einfluss in Form von Lobbyismus auf die Politik gewähren, wo diese Gesellschaftsform doch so fragil ist. Es ist ein Irrglaube, dass der gegenwärtige Kapitalismus die Demokratie erst erschaffen hat und dafür notwendig ist - das Gegenteil ist der Fall: Es widerspricht den ethischen und politischen Grundsätzen der Demokratie. Und was an Konsum - in dem Ausmaß wie heute - so toll dran sein soll, erschließt sich mir nachwievor nicht. Ich fühle mich durch Konsum zwar wohler, bin dennoch emotional verkümmert - es ist einfach nur eine Sucht, die uns u.a. von den Massenmedien in die Köpfe gesetzt wurde, damit die Menschen von den Verhältnissen auf dieser Welt abgelenkt werden. Mich erinnert dieser Konsumwahn an die Drogen aus der "Schönen neue Welt", mit der wir (scheinbar) zwar alle glücklich aber im Prinzip völlig unfrei sind und der Sinn des Lebens nur darin besteht, ein arbeitender Sklave zu sein. Wer ein innerlich verfaulendes System wegen narzisstischer Bedürfniserfüllung nicht hinterfragt, ist für mich ein Opportunist, der, wenn er herausfindet, dass er die ganze Zeit nur betrogen wurde, der Erste ist, der einem neuen Führer hinterher läuft, welcher Lohn und Arbeit verspricht.

Gruß

Hicks
Mondsilbertaufe[QUOTE]...dennoch kann ein Mensch natürlich sein eigenes Denken auch und gerade daraus entwickeln, was sein Scheitern am Ende herbeiführte...und darin Größe zeigen[/QUOTE]
Sein Scheitern oder sein Erfolg.
[QUOTE]jemanden wie dich, der allein in materialistischen Kategorien zu denken gewohnt ist[/QUOTE]
Ich wette, du kennst jemanden wie mich gar nicht. Ab wann fängt für dich materialistisches Denken an? Oberhalb der Armutsgrenze? Ab dem käuflichen Erwerb von nicht-lebenserhaltenden Gütern?
Deine Meinung ist ein Vorurteil. Das einzige, was man mir vorwerfen kann, ist Ehrgeiz und Zielstrebigkeit.
[QUOTE]Die Treue gegenüber den eigenen Prinzipen...sich nicht von dem Denken einer noch so überwältigegenden "Mehrheit" einschüchtern zu lassen, wenn es einem falsch erscheint, nicht mit den Wölfen zu heulen, nur um des eignen Vorteils willen...denn das habe ich nie getan...[/QUOTE]
Ich weiß genau, was du meinst. Wenn ich es auch anders, progressiver, vielleicht auch egoistischer begreife.
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[B]Ach, es ist doch heute schon so, dass Schulen zu Propaganda-Zentren geworden sind. [/b][/quote]

Sehe ich nicht so. Während eine Hälfte der Pädagogen mit Ferienplanung, Krankheiten und Motivationslöchern beschäftigt ist, weiß die andere, jüngere, Hälfte nichtmal, was das Wort Propaganda überhaupt bedeutet.

[quote][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[b]Wenn ein Jugendlicher vor Staatsüberwachung gewarnt wird, verkennt er die Gefahr, die davon ausgeht und sagt lapidar: "Was geht mich das an? Ich hab schließlich nichts zu verbergen."[/b][/quote]

Und? Ist doch sein Recht.

[quote][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[b]Desinteresse und Opportunismus wo man sieht, abgesehen von einigen Menschen wie Xenomorph, die sich dagegen auflehnen, [/b][/quote]

Erinnert mich an den Dialog in "Life of Brian", wo über das Recht der Männer gestritten wird, Babys bekommen zu dürfen. M.a.W.: Das Ringen mit der Realität bringt keinen Sieger hervor.

[quote][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[b]mit welcher Intention sei mal dahin gestellt. [/b][/quote]

Ja, lassen wir das.

[quote][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[b]Dieser Egoismus, dieses Denken nur nach oben zu kommen, wenn man die Verfolger nach unten tritt, statt gemeinsam und viel effektiver nach einer Lösung zu suchen. [/b][/quote]

Sieht halt jeder zu, so wenige Tritte wie möglich abzubekommen.

[quote][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[b]Dann dieses politische Desinteresse in weiten Teilen der Bevölkerung. [/b][/quote]

Ja ja, schlimm.

[quote][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[b]Ich sehe die Demokratie in Gefahr, wenn wir den Eliten den Demokratie zersetzenden Einfluss in Form von Lobbyismus auf die Politik gewähren, wo diese Gesellschaftsform doch so fragil ist. [/b][/quote]

Eine bereits abgeschlossene Entwicklung. Und wie nun weiter? Eine neue Packung Taschentücher und feste weiter flennen?

[quote][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[b]Es ist ein Irrglaube, dass der gegenwärtige Kapitalismus die Demokratie erst erschaffen hat und dafür notwendig ist - das Gegenteil ist der Fall: Es widerspricht den ethischen und politischen Grundsätzen der Demokratie. [/b][/quote]

Keine Ahnung, wer diesem Irrglauben anhängen soll. Aber schön, dass er hier mal in aller Form fundiert widerlegt wurde.

[quote][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[b]Und was an Konsum - in dem Ausmaß wie heute - so toll dran sein soll, erschließt sich mir nachwievor nicht. Ich fühle mich durch Konsum zwar wohler, bin dennoch emotional verkümmert [/b][/quote]

Vielleicht besser nur inhalieren.

[quote] [i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[b]es ist einfach nur eine Sucht, die uns u.a. von den Massenmedien in die Köpfe gesetzt wurde, damit die Menschen von den Verhältnissen auf dieser Welt abgelenkt werden. Mich erinnert dieser Konsumwahn an die Drogen aus der "Schönen neue Welt", mit der wir (scheinbar) zwar alle glücklich aber im Prinzip völlig unfrei sind und der Sinn des Lebens nur darin besteht, ein arbeitender Sklave zu sein. [/b][/quote]

Naja, aber Du meintest doch, dass Du Dich durch den Konsum wohler fühlst. Was denn nun? Entspannter Wohlfühl-Sklave oder hungerleidender Moralapostel?

[quote][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i]
[b]Wer ein innerlich verfaulendes System wegen narzisstischer Bedürfniserfüllung nicht hinterfragt, ist für mich ein Opportunist, der, wenn er herausfindet, dass er die ganze Zeit nur betrogen wurde, der Erste ist, der einem neuen Führer hinterher läuft, welcher Lohn und Arbeit verspricht.[/b][/quote]

Ich versuche, mit Dir zu leiden.
- Ähm, nein, klappt nicht.
Sorry.

:rolleyes:
smart_hicks@nix: Wenn Du meinst glücklich zu sein, wie schön für Dich. Ich hoffe es ist auch dann noch der Fall, wenn die Fassade angesichts der globalen Veränderungen abbröckelt und der Kapitalismus seine hässliche Fratze zeigt, die sich noch hinter der Maske wunderbare Versprechungen verbirgt. Deinen Beitrag zu zerpflücken verzichte ich drauf, nur noch dazu: Während es das Recht des Bürgers ist, zum Ausdruck zu bringen es gutzuheißen, vom Staat durchleuchtet zu werden, ist es mein Recht meine Fassungslosigkeit und Ohnmacht angesichts solcher Dummheit zu äußern. Im Gegensatz zu Dir ist es mir nicht alles egal, solange es mir allein einigermaßen gut geht. Echt armselig.

Gruß

Hicks
NixJa.

[URL=http://img258.imageshack.us/my.php?image=unschuld.jpg][IMG]http://img258.imageshack.us/img258/3331/unschuld.jpg[/IMG][/URL]
smart_hicksKlar, was machen wir hier eigentlich? Wir reden über Politik und Wirtschaft, allein das ist schon verwerflich und eine eigene Position zu vertreten ist schon gar nicht gerne gesehen, da er ja damit über seine eigenen Unzulänglichkeiten hinweg"täuscht". Weil das so ist, sollten wir besser nicht mehr über solche Themen reden und jeden Tag vor dem Frühstück Angela Merkel lobpreisen, dafür das wir noch Wasser und Brot haben und (natürlich!) vor dem Fernseher die Tagesschau sehen können, in welchem wie immer Bilder von unserem neuen Superstar Von Gutenberg gesendet werden, der die Lage fachmännisch unter Kontrolle hat. Man man man. Ich wiederhole mich: armselig.
smart_hicksDann hab ich mich wohl ziemlich unglücklich ausgedrückt, eigentlich wollte ich den Eindruck eines Anklägers vermitteln statt wie ein Jammerlappen zu wirken. Na ja, der geborene Revoluzzer bin ich wohl wirklich nicht ;). Ich melde mich morgen bzw heute nochmal (ich weiß, viele können es kaum erwarten)

Gute Nacht,

Hicks
Creobotrahicks, wenn du üben willst, solltest du einen ausflug nach baden-baden machen dieses we. neben "normalen" demonstranten haben sich anscheinend ein haufen "gewalt-touristen" angesagt.
Mondenkind79So, ich hole diesen Thread nun wieder hervor, weil ich darauf aufmerksam machen will, dass die Hartz4-Regelsätze seit dem 20. Oktober 09 vor dem Bundesverfassungsgericht auf dem Prüfstand sind und es verdammt gut aussieht, dass sie für verfassungswidrig erklärt werden!

Hier gibt es ja sicher auch einige Hartz4-Bezieher und ich schätze mal, dass das gar nicht so vielen bekannt sein dürfte. In meinem Bekanntenkreis zumindest wusste es niemand. Und die Mainstreammedien berichten leider fälschlicherweise, dass nur die Kinderregelsätze verhandelt würden, was definitiv nicht stimmt, es geht auch um die Regelsätze für Erwachsene.

Der springende Punkt ist, dass ihr euch im Falle eines positiven Urteils des BVerG, was die Neuberechnung und damit Erhöhung der Regelsätze zur Folge hätte, im Voraus einen Anspruch auf Nachzahlung der Differenz für die Vergangenheit sichern müsst. Sprich, ihr müsst [B]jetzt[/B] Überprüfungsanträge für alle Bescheide der Vergangenheit stellen, damit ihr nach dem Urteil Anspruch auf Nachzahlung habt. Das Urteil wird wohl Mitte bis Ende Februar erwartet. Vorgefertigte Überprüfungsanträge, sowie einiges Hintergrundwissen zu dem Verfahren, gibt es [URL=http://www.chefduzen.de/index.php/topic,20406.0.html][color=red]hier[/color][/URL] von einem der Kläger.

Weitere Infos auch [URL=http://www.hartz4-plattform.de/][color=red]hier[/color][/URL].

Also, stellt 'nen Antrag und informiert auch andere Hartz4ler! Zu verlieren haben wir nix... :)
AzaAn sich bin ich gänzlich dagegen der sozialen Hängematte noch ein Kopfkissen beizulegen.

Allerdings bin ich der Meinung, dass sinkende soziale Leistungen zu einer wachsenden Unmut und steigender Kriminalität führt. So zahle ich lieber 2€ mehr und kann dafür halbwegs sicher durch die Städte laufen.
Das Problem der "Kulturbereicherer" lässt sich leider nicht durch 1000€ Sozialleistung und gute Worte lösen und faule Deutsche kriegen den Arsch erst recht nicht hoch. Dafür klauen sie meiner Großmutter vlt. nicht das Portemonaie.
Hellscream[QUOTE]geschrieben von Aza
An sich bin ich gänzlich dagegen der sozialen Hängematte noch ein Kopfkissen beizulegen.

Allerdings bin ich der Meinung, dass sinkende soziale Leistungen zu einer wachsenden Unmut und steigender Kriminalität führt. So zahle ich lieber 2€ mehr und kann dafür halbwegs sicher durch die Städte laufen.
Das Problem der "Kulturbereicherer" lässt sich leider nicht durch 1000€ Sozialleistung und gute Worte lösen und faule Deutsche kriegen den Arsch erst recht nicht hoch. Dafür klauen sie meiner Großmutter vlt. nicht das Portemonaie.
[/QUOTE]

Dumpfe Volksverhetzung im wahrsten Sinn des Wortes. Ich Gratuliere.

Also ich sehe doch ganz gut an deiner Person, wie hervorragend ein ökonomisiertes Bildungssystem seine Früchte erntetet und gegen welche Menschen man sich im neuen Jahrhundert, wie auch schon im letzten Jahrhundert entschieden zu richten hat.
solipsismus@Aza
Du bist schon irgendwie widerlich. - Nur meine persönliche Meinung.

Aber es ist natürlich völlig gerecht, wenn Leute aus ihrer Wohnung geschmissen werden, weil sie ihr soll an Bewerbungen nicht geschrieben haben ... auch wenn die Arge wusste, dass der Mensch, um den es geht, Analphabet war.

Freut mich, dass für Deutsche erfolgreich ein neues Feindbild kreiert wurde.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i]
@Aza
Du bist schon irgendwie widerlich. - Nur meine persönliche Meinung.[/quote]

Und Du bist persönlich beleidigend. Nur eine Feststellung.

[QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i]
Aber es ist natürlich völlig gerecht, wenn Leute aus ihrer Wohnung geschmissen werden, weil sie ihr soll an Bewerbungen nicht geschrieben haben ... auch wenn die Arge wusste, dass der Mensch, um den es geht, Analphabet war.

Freut mich, dass für Deutsche erfolgreich ein neues Feindbild kreiert wurde. [/QUOTE]

Na na na, nun mach in Deiner Polemik aber mal nicht den Fehler, Einzelfälle, für die die betreffende ARGE auch völlig zu Recht einen auf den Sack bekam, zu einer Art genereller Feindbildpflege hochstilisieren zu wollen.

Es gibt die Fälle, in denen die ARGEN Scheiße bauen und dann gibt es auch noch das hier: [URL=http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/3627046?pageId=487872&moduleId=311210&categoryId=&goto=1&show=]Klick![/URL] - auch ein Einzelfall, sicherlich - aber dennoch vorhanden. Würde ich nun das Gleiche tun wie Du, würde ich daraus den generellen faulen Hartz'ler kreieren.

Halte ich für witzlos und realitätsfern.

....
solipsismusIch habe von ausreichend Fällen gehört, in denen Leistungskürzungen aus unangemessenen bis realitätsfernen Gründen vorgenommen wurden. Allein, dass man Menschen das Existenzminimum [i]kürzen[/i] kann, finde ich unangemessen bis pervers.
Sicher existieren die Fälle auf der anderen Seite, bei der es sich um Leistungserschleichung handelt. Meiner Meinung nach gibt es davon aber nicht gleich viele. Wenn das mit der Realität nicht übereinstimmt, nehme ich es gerne in Kauf und behalte lieber meine Meinung über Hartz IV.
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
[B]An sich bin ich gänzlich dagegen der sozialen Hängematte noch ein Kopfkissen beizulegen.[/B][/QUOTE]

Sehe ich auch so, wenn es nicht genügend Jobs gibt, sollen die redundanten Menschen halt im Winter auf der Straße festfrieren.
Alternativ können sie ja zweimal in der Woche Kellnern, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren und am Wochenende ihren Master machen. Wenns in Aza-Land möglich ist, sollte sich die Realität auch daran orientieren.
WaldemarJo im Aza Land ist die Welt noch in Ordnung. Die Welt ist klar eingeteilt in Loser und Winner.

Aber widerlich kann/würde ich nun wirklich nicht sagen, denn das wären zuviel verschwendete Emotionen für normale Stammtisch-hohle-phrasen-drescher..

Frei nach Dieter Nuhr. Einfach mal die Gutachten lesen, um was es genau geht, und dann Maul aufmachen?

Es geht u.a. um Bemessung und Eckregelleistungen. Der Hartz4 Empfänger soll immer noch an seiner Umwelt und Kultur teilhaben. Derzeitige Reglung, dass Warmwasser und Strom nicht bezahlt wird, und als Hartz4 Empfänger dreimal überlegen muss, ob man 10 Euro Praxisgebühr sich leisten kann... kannst du dir sicher nicht vorstellen.

Bei sowas wie dir kann ick höchsten müde lächlen. Bekomme du doch mal dein faulen Arsch hoch und schaffe Arbeitsplätze, wenn du Angst um Omis Geldbörse hast, die die kriminellen Hartz4 ler klauen werden. Versuche es am Besten 100.000 in der Autobranche, die höchstwahrscheinlich in diesem Jahr wegfallen werden..

Und nun mal ganz persönlich, kannst nicht in einem anderem Forum posten und da Scheisse labern?
Grauauge[quote][i]Original geschrieben von Hellscream:[/i]
Dumpfe Volksverhetzung im wahrsten Sinn des Wortes.[/quote]Wie kommst Du zu dieser Aussage?


[quote][i]Original geschrieben von solipsismus[/i]
@Aza
Du bist schon irgendwie widerlich.[/quote]Was findest Du an Aza widerlich?
Mondenkind79Aza, zu dir gibt es echt nicht mehr viel zu sagen... du hast hier ja schon zur Genüge zur Schau gestellt, wes Geistes Kind du bist. :mad:

ArrogantNick, du solltest nicht über etwas reden, von dem du offensichtlich keine Ahnung hast. Es sind eben [B]keine[/B] Einzelfälle, in denen die ARGEn unrechtmäßig sanktionieren und schikanieren. Natürlich, in den gleichgeschalteten Massenmedien wird darüber nicht berichtet.
Genausowenig, wie über die Suizidfälle unter Hartz4 berichtet wird. Erst am 31.10.09 hat sich wieder ein junger Mann [URL=http://www.grundeinkommen.de/24/11/2009/hartz-iv-fordert-erneut-todesopfer.html][color=red]wegen Hartz4 das Leben genommen[/color][/URL] - er war gerade mal so alt wie ich. :(
Weitere Todesfälle kann man [URL=http://autismuskritik.twoday.net/stories/3645861/][color=red]hier[/color][/URL] nachlesen.

Dass du ausgerechnet noch diese unsägliche Maischberger rauskramst - das ist einfach nur peinlich. Da werden doch wirklich die allerplattesten Klischees aufgefahren - Privatfernsehniveau - aber der Pöbel frisst's. :rolleyes:


[QUOTE]Allein, dass man Menschen das Existenzminimum [I]kürzen[/I] kann, finde ich unangemessen bis pervers.[/QUOTE]

Absolut! Es ist pervers und außerordentlich krank.
Und dieses Existenzminimum wurde ohnehin schon zu niedrig angesetzt, da die Regelsätze ja de facto verfassungswidrig [I]sind[/I].
Wie auch so einiges andere an diesem Gesetz gegen die Grundrechte verstößt...
Deswegen ist es eine umso größere Sauerei, dass es so lange gedauert hat, bis die Klagen überhaupt vor's BVerG kamen. Meine Wut ist ohnehin schon groß, aber sollte das BVerG negativ entscheiden......

Was gar nicht oft genug wiederholt werden kann: Sozialleistungen sind [B]keine[/B] Almosen, wir haben ein Recht darauf!
solipsismus@Grauauge
Welcome back, Nezach.
AzaSchade, dass man direkt persönlich angegriffen wird, nur weil man eine andere Meinung hat. Viele Studenten haben weniger als H4 und es geht ihnen mit Sicherheit nicht schlecht. Natürlich kann man damit keine großen Sprünge machen oder ein Häuschen kaufen, aber für ein Bier am Wochenende und ne warme Bude reicht es allemal.
Ich finde es auch sehr gut und bin stolz darauf, dass Deutschland ein so starkes Netz hat (Mit Ausnahme der Kinder, da hapert es noch sehr stark), deswegen der Hinweis auf Omis Brieftasche.

Thema "schaffe doch jobs":
Du kennst mich persönlich überhaupt nicht. Du weißt nicht was ich tue und du weißt ebensowenig ob ich nicht zufällig selber Mitarbeiter beschäftige.
Nur weil du es nicht tust, heisst es nicht, dass es dir alle gleich tun.

Ich weiß auch, dass es nicht einfach ist, aber warum geht ihr nicht für nen Job ins Ausland, wenn H4 so furchtbar ungerecht ist?
In so ziemlich jedem Land der Welt findet man als Deutscher gut bezahlte Jobs, man muss sich nur darum kümmern. (Keine Mgmt. Geschichten, sondern solides Handwerk)
Oder hat es für eine Ausbildung nicht gereicht?
solipsismus@Aza
Das, was du über Hartz IV-Empfänger schreibst, ist in meinen Augen beleidigend, weswegen sich meine Reue in Grenzen hält.

Dass "viele" Studenten weniger als Hartz IV haben, halte ich für ein Gerücht - noch viel mehr, dass die dann mal "auf ein Bier" weggehen. Denn die Bezüge werden nicht umsonst als Existenzminimum bezeichnet.

Wenn ich schon Hartz IV beziehe, werde ich garantiert nicht einfach mal ins Ausland auswandern können. Höchstens mit Handwagen zu Fuss, denn wo sollen die Ersparnisse denn herkommen? Um dafür einen Kredit aufzunehmen, muss man schon ein starkes Vertrauen in die Zukunft haben (mal davon abgesehen, was man der Bank als Sicherheit anbieten sollte in so einem Fall...).
Bei einem Teil der Arbeitslosen wird es auch einfach dadurch nicht möglich sein, dass sie nur schlecht Englisch sprechen, nicht zu reden von anderen Fremdsprachen.
Insofern ist dieser Vorschlag reichlich realitätsfern.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondenkind79 [/i]
Meine Wut ist ohnehin schon groß, [....][/QUOTE]

Das merkt man Deinem Diskussionsstil auch deutlich an. Vielleicht solltest Du Dich mal fragen, ob Du dem Image der Hartz'ler damit einen Gefallen tust, Dich hier als pöbelnder, geifernder und keifender Zeitgenosse darzustellen, mit dem, zumindest ich, keinerlei Sinn einer Diskussion sehe. Folglich werde ich auf Deinen hitzköpfigen Unflat auch nicht weiter eingehen. Ich bin die falsche Adresse für Deinen Zorn.

****

@solipsismus,-
ich kenne ebenfalls einige Fälle, in denen man das Verhalten der ARGE, nur noch als absurd bezeichnen könnte, keine Frage. Das Schlimmste ist mE, dass den Menschen, die sowieso schon zu kämpfen haben und in ein Loch fallen, durch allerlei Schikanen und sinnlose (Zwangs-)Maßnahmen, auch noch ihr letzter Rest Würde geraubt wird, ja, sie regelrecht krank gemacht werden und ihnen somit auch noch ihr letztes Potential, ihre letzte Motivation, abhanden kommt. Ihnen wird das Empfinden vermittelt, unwertes Leben, Versager am und im System zu sein und das ist meiner Ansicht nach die eigentliche Crux, nämlich, dass sie sich dann irgendwann damit abfinden, weil sie keine Kraft mehr haben. Das alles will ich auch gar nicht bestreiten, im Gegenteil, erlebte ich es häufig schon hautnah mit.

Aber: Diese Zustände werden mit höheren Sätzen nicht behoben. Auch wenn die Sätze angeglichen werden, bleibt noch immer ein Maßnahmen- und Saktionierungskatalog übrig und dieser -nicht das Geld- ist es, der die Menschen kaputtmacht. Auch die höheren Sätze wird man sanktionieren können. Und, das sollte man nicht vergessen, je höher die Sätze sind, umso mehr werden die ARGEn angehalten werden, durch Sanktionierungen wieder Gelder einzusparten, dass das nämlich gängige Praxis ist, lässt sich vielerorten nachlesen. Das heißt, mit mehr Ausgaben, steigt auch der Druck. Aber genau dieser ist das Problem. Da beisst sich die Katze in den Schwanz.

....
solipsismusMir sind die Sanktionen auch ein grösserer Dorn im Auge als die Sätze, obwohl ich beides nicht gut heisse. Aber die Organisationen, die sich für ein Moratorium der Sanktionen einsetzen, hatten leider noch keinen Erfolg.

Was den psychischen Druck angeht, sehe ich es als ebenso wichtig an, dass der Schmarotzer-Gedanke nicht ohne nachzudenken übernommen wird. Hartz IV-Empfänger als das neue deutsche Schreck- und Feindbild, das ist die ganz falsche Richtung.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i]
Mir sind die Sanktionen auch ein grösserer Dorn im Auge als die Sätze, obwohl ich beides nicht gut heisse. Aber die Organisationen, die sich für ein Moratorium der Sanktionen einsetzen, hatten leider noch keinen Erfolg.[/quote]

Ich persönlich würde die Sätze nicht anheben, aber die Saktionierungen derselben verbieten. Dass es nun mehr Geld geben soll, okay, im Grunde kann es mir persönlich egal sein, allerdings befürchte ich, dass sich damit nur das Klima verschärfen wird, bezüglich dessen, was ich in meinem letzten Posting schrieb (Einsparungsvorgaben) und in Punkto Sozialneid. Denn man sollte auch nicht vergessen, dass sehr sehr viele Arbeitnehmer in diesem Lande, kaum mehr in der Tasche haben als besagte (Mindest-)Sätze.

[QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i]
Was den psychischen Druck angeht, sehe ich es als ebenso wichtig an, dass der Schmarotzer-Gedanke nicht ohne nachzudenken übernommen wird. Hartz IV-Empfänger als das neue deutsche Schreck- und Feindbild, das ist die ganz falsche Richtung.[/QUOTE]

Nun ja, aber es gibt sie, die Fälle, die die Medien nur zu gerne aufgreifen. Und neben den Menschen die ich kenne und die sich ehrlich bemühen, kenne ich ebenso viele, die sich häuslich einrichteten im ALG.II und hundertausend Gründe finden, nun aber gar nicht mehr arbeiten zu können/wollen. Also auch solche Eindrücke/Ansichten kommen nicht aus dem Nichts. ;-)

Und wenn man selbst zu kämpfen hat und vielleicht, obwohl man hart arbeitet, jeden Cent dreimal umdrehen muss, wird man empfänglich für solcherlei Hasspropaganda (rtl2 und Konsorten) und auch dafür, was man so durch Zufall im Umfeld hört und dann natürlich auch dementsprechend interpretiert. Ich persönlich glaube ja, dass in unserem Land, die meisten Menschen auf die falschen Leute/Instanzen wütend sind und, dass das das eigentliche Chaos und den sinnlosen Hass erzeugt.

....
solipsismusWenn dem aber so ist, wie du in den letzten Sätzen beschreibst, dürften sich einige Politiker freuen, dass es läuft wie geplant.

Dass den Argen vorgegeben wird, wie viel sie einsparen sollen, ist schon völlig daneben (auch wenn die deutsche Verschuldung es erklärlich machen könnte; für die sonderbarsten Dinge hat man trotzdem Geld). Aber das Threadthema war ja nicht "wie würde mein Deutschland aussehen"...
Mondenkind79@ArrogantNick:

Ich bin sehr froh, dass ich Wut empfinden und artikulieren kann. In einem kranken System ist das gesund! Resignation und Lethargie dagegen machen krank.

Natürlich macht eine Diskussion keinen Sinn, wenn du nur auf die Form meines Geschriebenen und nicht auf den Inhalt eingehst.

Hast du denn auch eine Meinung zum jüngsten Suizid aufgrund von Hartz4? Oder zu den anderen dokumentierten Todesfällen?

Ich schreibe hier übrigens in meinem Namen und nicht im Namen aller Hartz4-Bezieher. Du gestehst mir schon ein wenig viel Macht zu, wenn du meinst, dass ich in irgendeiner Weise das Bild von Hartz4-Beziehern in der Öffentlichkeit beeinflussen könnte.
Ich wäre ja schon froh, wenn ich den ein oder anderen dazu ermutigen könnte, ebenfalls eine gesunde und berechtigte Wut zu empfinden.
Nur weil die Menschen sich nicht wehren und nicht zusammenhalten, kann dieses System weiterbestehen.

Das betrifft übrigens genauso diejenigen, die für einen Hungerlohn arbeiten gehen. Würde das keiner machen, müsste auch mehr Lohn bezahlt werden.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i]
Wenn dem aber so ist, wie du in den letzten Sätzen beschreibst, dürften sich einige Politiker freuen, dass es läuft wie geplant.[/quote]

Aber sicher! Hast Du je etwas anderes angenommen? Natürlich läuft es wie geplant, ist ja auch völlig berechenbar.

[QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i]
Dass den Argen vorgegeben wird, wie viel sie einsparen sollen, ist schon völlig daneben (auch wenn die deutsche Verschuldung es erklärlich machen könnte; für die sonderbarsten Dinge hat man trotzdem Geld).[/quote]

Genau das ist doch der Punkt. Es müsste sich endlich mal auf ein Minimum geeinigt werden, das jedem zusteht, OHNE dass er/sie dafür in irgendeiner Weise etwas tun müsste. Wer damit zufrieden ist, den sollte man in Ruhe lassen. Wer mehr möchte, den sollte man in seinem Bestreben unterstützen. Somit würde der Verwaltungsaufwand halbiert, die Menschen die zurück in den Arbeitsmarkt wollen, könnten dies zumindest ohne Druck versuchen und die, die es nicht wollen, bekommen ihr Lebensminimum und können dieses wieder in die Wirtschaft einbringen. Es gäbe weniger Frustrierte und weniger Hass. Und wesentlich billiger wäre es vermutlich auch noch, denn das Elend was durch die Zwangsmaßnahmen entsteht, muss ja auch wieder aufgefangen werden, was dann nicht nur Geld kostet, sondern womöglich auch Menschenleben.

[QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i]
Aber das Threadthema war ja nicht "wie würde mein Deutschland aussehen"... [/QUOTE]

Im Grunde ist jedes Thema eine Äußerung aus dieser Warte, nämlich wie die (eigene) Welt aussieht/aussehen könnte/würde. ;-)

....
solipsismus[QUOTE][i]Original geschrieben von Arrogant Nick[/i]
Aber sicher! Hast Du je etwas anderes angenommen? Natürlich läuft es wie geplant, ist ja auch völlig berechenbar.[/QUOTE]
Hm, nein.

Ich halte mich dann mal raus, so lange ich nichts zu Hartz IV zu sagen habe.
concrete.rage[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
An sich bin ich gänzlich dagegen der sozialen Hängematte noch ein Kopfkissen beizulegen.
[/QUOTE]

Fleißigen Menschen wie Dir wünscht man doch glatt eine unheilbare Krankheit, welche Dich für Dein restliches Leben aus einem geregelten Arbeitsverhältnis schnurstraks in ein Hartz4-Dasein befördern wird. Selbstverständlich wünsche ich Dir weiterhin, dass Du Deine 100 Teuro schweren Medikamente pro Monat und die Fahrtkosten zu dem nächstliegenden 150 km entfernten Facharzt selber bezahlen musst ... vielleicht bleibt ja noch was für ein weiches Kopfkissen! :D
solipsismusOb Aza überhaupt einer geregelten Arbeit nachgehen muss, ist nicht geklärt. Mit "müssen" meine ich, um Miete und Essen finanzieren zu können.
Grauauge[quote][i]Original geschrieben von Ronin76[/i]
Seit der Hartz-IV "Reform" gibt es in der BRD keine nennenswerte staatliche Absicherung mehr um Obdachlosigkeit zu verhindern. … Fakt ist jedoch daß es gerade heute im Zeitalter von Wirtschaftskrisen und Wirtschaftsfaschismus sehr schnell passieren kann obdachlos zu werden. … Was könnte man daran ändern ?[/quote]Wer in seiner Wohnung noch genügend Platz hat, könnte obdachlose Menschen bei sich wohnen lassen. Je mehr Menschen dazu bereit sind, anderen zu helfen, um so früher existiert Obdachlosigkeit nicht mehr.
Waldemar[QUOTE]Fleißigen Menschen wie Dir wünscht man doch glatt eine unheilbare Krankheit, welche Dich für Dein restliches Leben aus einem geregelten Arbeitsverhältnis schnurstraks in ein Hartz4-Dasein befördern wird. Selbstverständlich wünsche ich Dir weiterhin, dass Du Deine 100 Teuro schweren Medikamente pro Monat und die Fahrtkosten zu dem nächstliegenden 150 km entfernten Facharzt selber bezahlen musst ... vielleicht bleibt ja noch was für ein weiches Kopfkissen![/QUOTE]

Dazu eine Sanktion von 30% .. es soll ja schließlich kein weiches Kopfkissen werden!
ArrogantNickDieses 'Aza-Bashing' nervt langsam.

Jemanden für seine Ansichten zu diskriminieren und gleichzeitig Verständnis für die eigene Lage zu erwarten, ist schon ziemlich daneben.

.
Waldemar[QUOTE]Dieses 'Aza-Bashing' nervt langsam. Jemanden für seine Ansichten zu diskriminieren und gleichzeitig Verständnis für die eigene Lage zu erwarten, ist schon ziemlich daneben.[/QUOTE]

Dann lese doch einfach nur das was dir gefällt. Und diskriminieren sieht anders aus. Und Verständnis für die eigene Lage halte ich für weit hergeholt, damit sind die meisten sowieso überfordert in einem Forum. Das machst du doch viel besser als wir.. da können wir noch viel lernen :)
concrete.rageZivilcourage nennt man das - ist in Deutschland 'türlich nicht gern gesehn

[img]http://forum.cinefacts.de/images/smilies/blindfolded.gif[/img]

Vielleicht nach dieser Gutenachlektüre:

[img]http://www.campus.de/cover_300dpi/9783593388670.jpg[/img]

Liebe Grüße ins Aza-Wunderland

:D
ArrogantNickMeine Fresse Gothantrop ~> VERPISS DICH DU NERVST!
concrete.rageBitte wer, wie, was ?

Liebe Moderation, könnt ihr diesen Spammer bitte entfernen?
Grauauge@ Ronin76:

Was glaubst Du, wer die von Dir im Eröffnungsbeitrag dieses Threads beschriebene Situation bewirkt hat? Der deutsche Staat? Die deutschen Politiker? Du fragst, was man an der beschriebenen Situation ändern könnte? Dazu müsste man zunächst wissen, wer diese Situation geschaffen hat und wie "er" beschaffen ist. Meiner Meinung nach kann man nur jemanden zielgerichtet und erfolgreich überzeugen, sein Verhalten zu ändern, wenn man berücksichtigt, welche Eigenschaften er hat, was überhaupt in ihm vorgeht, wenn er eine Situation wie die beschriebene erzeugt.

Schwierig wird die Sache dann, wenn wir den Gedanken, der deutsche Staat bzw. seine Regierung hätten die Situation geschaffen, aufgeben wollen und wir unbekannte Mächte für die Akteure halten. Dann stehen wir nämlich vor dem Problem, evtl. nicht herausfinden zu können, wie diese Akteure beschaffen sind, welche Gedanken und Gefühle ihr Verhalten begleiten. Und wenn wir sie nicht kennen, können wir sie meiner Meinung nach auch nicht motivieren, sich unserer Vorstellung gemäß zu verhalten bzw. dabei kann ebenso auch etwas anderes herauskommen.
solipsismus@AN
Ich muss sagen, die Intuition kam mir auch gerade. Ähm, nicht der Ausspruch, sondern dass hier schon zwei Re(rerere)inkarnationen schreiben.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i]
[B]@AN
Ich muss sagen, die Intuition kam mir auch gerade. Ähm, nicht der Ausspruch, sondern dass hier schon zwei Re(rerere)inkarnationen schreiben. [/B][/QUOTE]

Jep - verkommt immer mehr zur Trollwiese das Ganze. Kann man nichts machen. Am Besten man sucht sich was Anderes. :(

....
solipsismusIch füttere erst mal meine Ignorelist.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i]
[B]Ich füttere erst mal meine Ignorelist. [/B][/QUOTE]

Das Problem was ich damit habe, ist einfach, dass man bald schon kein Posting mehr lesen kann, ohne sich endlos durch ignorierte Beiträge zu scrollen. Ich mag Nachtwelten, bin schon lange und auch in der x'ten Reinkarnation hier, aber dieses stumpfe Getrolle nimmt einfach Überhand. Na ja, vielleicht liest man sich mal in einem anderen Thema. Hier reicht's mir jedenfalls erst mal wieder, da ist ein normales Gespräch unmöglich und auf reine Zeitverschwendung, just for fun, stehe ich nicht immer. Das kann man mal machen, wenn man nichts Besseres zu tun hat, aber andauernd, och nö, das langweilt.

Wie dem auch sei - schönen Abend noch. ;-)

Grüßle
Mischa
SchwarzesEis286Also, ich schreibe mal direkt aus er Hartz4 Welt, ich beziehe mit meinem Sohn seit 4 Jahren ALG2...


ich kann nur sagen das das geld was man bekommt, vorne und hinten nicht reicht! selbst wenn man kaum ansprüche hat, beim besten willen nicht alles neu kauft etc pp alles was ich an "wertvolleren sachen" hier stehen habe, stammt aus besseren zeiten...

ich kann gar nicht sagen, wie armselig es ist, wenn man aus dem letzten Loch pfeift und sich 10€ Praxisgebühr nicht leisten kann!
das Geld vom Staat reicht gerade eben so um zu überleben...wenn aber irgendwelche Rechungen dazu kommen (Quartalsende zb) und da mal eben 50-70€ weniger in der Kasse sind..naja, das funktioniert nicht immer!

und wirklich am Leben teilhaben, kann man mit Hartz4 echt nicht, bei den Preisen die heutzutage herrschen, freue ich mich wenn da vielleicht MAL der Kinobesuch oder ein Zoobesuch oä drin ist! -.-

ich habe früher immer sehr sehr gut verdient und brauchte nicht auf den Cent zu gucken beim besten willen nicht! und heute nervt es mich an, das ich meinem Sohn freizeitmäßig fast gar nichts bieten kann!
ich bin durch ganz eigene Umstände so lange zu Hause..
mein Sohn kann noch nicht in den Kiga, das er sprachlich zurück ist, einen falschen entwicklungsstand hat und evtl noch autistisch ist! er muss in einen HPZ Kiga wo wartezeiten von über einem JAHR normal sind -.-

ich hatte dann eine Arbeitsstelle über die Arge bekommen, und habe mich auch wirklich drüber gefreut, ich konnte meinen sohn sogar mitnehmen...jetzt scheiterte es daran, das mein Sohn autistische Züge hat! schon durfte ich nach einem Monat wieder gehen!! obwohl mein Kind das einzigste Kind war, das dort betreut wurde...echt toll!

man ist in Sachen Hartz4, zumindest in Finanzieller Sicht, der Absolute Looser! so ist es nunmal, traurig aber wahr!

zum Glück bin ich noch nicht soweit, das ich mich zu diesen Arge Assis zähle, die MITTAGS mit augenringen, ungekämmten Haaren, dreckigen Klamotten und einer Ausdrucksweise wo einem alles vergeht, dort sitzen und kein Stück dankbar sind, das ihnen geholfen wird!

ich bin froh, wenigsten geld zu haben und ein Dach über dem Kopf! wenigstens das...aber wenn man aus den Verschiedensten Umständen, dazu verdonnert ist, den Quatsch länger in Anspruch zu nehmen...ist es einfach nicht mehr lustig:(
Mondenkind79@SchwarzesEis

[QUOTE]zum Glück bin ich noch nicht soweit, das ich mich zu diesen Arge Assis zähle, die MITTAGS mit augenringen, ungekämmten Haaren, dreckigen Klamotten und einer Ausdrucksweise wo einem alles vergeht, dort sitzen und kein Stück dankbar sind, das ihnen geholfen wird![/QUOTE]

Bild-Zeitung oder RTL?

Traurig, dass das Prinzip "Teile und Herrsche" bei vielen so gut funktioniert. Die Herrschenden, die dir letztlich eingebrockt haben, dass du von so wenig Geld leben musst, lachen sich darüber ins Fäustchen, wenn sich sogar Hartz4-Bezieher untereinander zerfleischen!

[QUOTE]aber wenn man aus den Verschiedensten Umständen, dazu verdonnert ist, den Quatsch länger in Anspruch zu nehmen...[/QUOTE]

Nennen wir das Kind doch einfach beim Namen: weil gewollt Arbeitsplätze abgebaut und durch den Niedriglohnsektor ersetzt werden, um die Rendite zu steigern!
Grauauge[quote][i]Original geschrieben von Mondenkind79[/i]
Die Herrschenden, die dir letztlich eingebrockt haben, dass du von so wenig Geld leben musst…[/quote]Warum haben sie dies Deiner Meinung nach getan? Warum hören sie nicht damit auf?

Sind Unterdrückte besser als Unterdrücker? Falls ja: warum bzw. inwiefern?
Aza[QUOTE][i]Original geschrieben von concrete.rage [/i]
[B]F.... dass Du Deine 100 Teuro schweren Medikamente pro Monat und die Fahrtkosten zu dem nächstliegenden 150 km entfernten Facharzt selber bezahlen musst ... vielleicht bleibt ja noch was für ein weiches Kopfkissen! :D [/B][/QUOTE]

Dafür habe ich mich privat abgesichert. Für kleines Geld eine Absicherung über mehrere 100 Euro. 1 Bier weniger trinken und ein bisschen im Vorraus planen, dann klappts auch mit dem Onkel Dr. =)

@Schwarzes Eis:
Für Kinder finde ich das ganze H4 System katastrophal. Die Angebote für ganztagsbetreuung etc. sind viel zu gering, auch finde ich es sehr verwerflich, dass mit wenigen 100 Euro versucht werden soll, sein Kind gut zu ernähren, regelmäßig neue Kleidung zu kaufen und zu Bilden (Zoo-Besuche, etc.)
Gibt es in deiner Nähe keine OGATA-Schulen?
Hellscream[QUOTE]geschrieben von Mondenkind79
Traurig, dass das Prinzip "Teile und Herrsche" bei vielen so gut funktioniert. Die Herrschenden, die dir letztlich eingebrockt haben, dass du von so wenig Geld leben musst, lachen sich darüber ins Fäustchen, wenn sich sogar Hartz4-Bezieher untereinander zerfleischen![/QUOTE]

Erfreut sich seit tauenden von Jahren reger Beliebtheit und funktioniert noch fast wie neu.

[QUOTE]geschrieben von Mondenkind79
Nennen wir das Kind doch einfach beim Namen: weil gewollt Arbeitsplätze abgebaut und durch den Niedriglohnsektor ersetzt werden, um die Rendite zu steigern![/QUOTE]

Nur denkt der Deutsche durch Jahrzehnte lange Propaganda, das dieses Geld dann automatisch zu ihm zurück kommt, weil die Reichen es dann wieder ausgeben wurden und er dadurch profitieren würde. Also je wohlhabender die Bonzen, je wohlhabender die Armen. Wenn das so stimmen würde wäre ich sofort eiserner Kämpfer für den Kapitalismus. Ist nur leider eine ganz offensichtliche Lüge.
Mondenkind79Ja, Hellscream, dieses Prinzip funktioniert schon lange und ich würde sagen, es wurde durch das Medium Fernsehen geradezu perfektioniert.
Aber nur, weil das schon immer so ist, muss es ja nicht heißen, dass es so bleiben muss.
Denn es gibt ja auch Menschen, bei denen dieses Prinzip nicht (mehr) funktioniert. Vielleicht ist da ein Ansatzpunkt, zu schauen, wie man es unterbinden kann...

Nicht nur der Deutsche glaubt an dieses Märchen. Mittlerweile sind Menschen in allen Ländern von der kapitalistischen Mär angefressen, dass sie ja nur hart genug arbeiten müssten, dann würden sie schon irgendwann auch wohlhabend werden. Das Problem ist nur: es kann nicht jeder reich sein, weil unsere Ressourcen nun mal begrenzt sind und weil es ein unendliches Wachstum nicht gibt. Wenn auf der einen Seite was dazu kommt, fehlt auf der anderen etwas.

[QUOTE]Reicher Mann und armer Mann
standen da und sah'n sich an.
Und der Arme sagte bleich:
'Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.'

(Bert Brecht)
[/QUOTE]
Ronin76Aza schrieb
[QUOTE]
Viele Studenten haben weniger als H4 und es geht ihnen mit Sicherheit nicht schlecht. Natürlich kann man damit keine großen Sprünge machen oder ein Häuschen kaufen, aber für ein Bier am Wochenende und ne warme Bude reicht es allemal.
[/QUOTE]
Da du dich immer am unteren Limit orientierst schlage ich vor daß du obdachlos wird und deinen "Besitz" an Leute verteilst die das Zeug wollen oder brauchen. Denn du brauchst ganz offensichtlich nicht mehr zum Leben als die Straße und ein Bier am Wochenende. Ich finde es gut daß es so genügsame Menschen gibt, nur hat nicht jeder so geringe Ansprüche an das Leben.

[QUOTE]
Ich weiß auch, dass es nicht einfach ist, aber warum geht ihr nicht für nen Job ins Ausland, wenn H4 so furchtbar ungerecht ist?
In so ziemlich jedem Land der Welt findet man als Deutscher gut bezahlte Jobs, man muss sich nur darum kümmern. (Keine Mgmt. Geschichten, sondern solides Handwerk)
Oder hat es für eine Ausbildung nicht gereicht?
[/QUOTE]
Die übliche Ausrede welche nichts an den Ursachen der Arbeitslosigkeit ändert. Daß es diesen diffamierenden Status und dieses Wort überhaupt gibt geht zu Lasten des Kapitalismus. Denn die Profiteure benötigen Arbeitssklaven um das System am Laufen zu halten. Daher wurde Arbeit zum Heiligtum erkoren und Arbeitslosigkeit stigmatisiert. Zum Beispiel durch massive Propaganda in dem Massenmedien welche von den Herrschenden kontrolliert werden und das seit ca 100 Jahren. Inzwischen glaubt das Zeug aus den Medien so ziemlich Jeder und BILDet sich eine Meinung. Denn umso mehr Sklaven arbeiten desto höher der Ertrag. Arbeitslosigkeit ist daher einzig aus diesem Grund unerwünscht. Nur ist die Situation inzwischen so daß es viel zu viele Arbeitssklaven gibt die darum auch nicht mehr benötigt werden und lästiger Ballast für die Herrschenden sind. Sie sollen ausgemerzt werden und daher wurde die Agenda 2010 mit Hartz-IV erfunden. Das ist Vergiftung und Mord nach Plan.



[QUOTE]Original geschrieben von Mondenkind79
Meine Wut ist ohnehin schon groß[/QUOTE]
ArrogantNick über Mondenkind79
[QUOTE]Das merkt man Deinem Diskussionsstil auch deutlich an. Vielleicht solltest Du Dich mal fragen, ob Du dem Image der Hartz'ler damit einen Gefallen tust, Dich hier als pöbelnder, geifernder und keifender Zeitgenosse darzustellen, mit dem, zumindest ich, keinerlei Sinn einer Diskussion sehe. Folglich werde ich auf Deinen hitzköpfigen Unflat auch nicht weiter eingehen. Ich bin die falsche Adresse für Deinen Zorn.[/QUOTE]
Deine Kommentare sind für viele Leser verzichtbar ArrogantNick. Diese werden dir für deine Zurückhaltung dankbar sein. Ich kann keine Pöbelei, Keiferei oder sonstige Unterstellungen bei Mondenkind79 erkennen.

[QUOTE]Ich persönlich würde die Sätze nicht anheben, aber die Saktionierungen derselben verbieten. Dass es nun mehr Geld geben soll, okay, im Grunde kann es mir persönlich egal sein, allerdings befürchte ich, dass sich damit nur das Klima verschärfen wird, bezüglich dessen, was ich in meinem letzten Posting schrieb (Einsparungsvorgaben) und in Punkto Sozialneid. Denn man sollte auch nicht vergessen, dass sehr sehr viele Arbeitnehmer in diesem Lande, kaum mehr in der Tasche haben als besagte (Mindest-)Sätze.[/QUOTE]
Die deutsche Politik orientiert sich wie Aza ja immer nach unten und vergleicht die Bezüge von Arbeitslosen mit denen von Facharbeitern. Mit dieser Strategie wird viel Geld von unten nach oben umverteilt. Nur sind die Arbeitslosen nicht die Ursache daß ein Facharbeiter, Zeitarbeiter, Friseurin, Bächereifachverkäuferin, Reinigungskraft, usw so wenig Geld für ihre Leistungen erhalten. Sogar viel zu wenig Geld. Was hier seit Jahrhunderten geschieht ist planmäsiger Raub da Arbeitgeber und Bonzen sich in Lobbys und Parteien organisiert haben und die Arbeitnehmer kein politisches Gegengewicht etablieren konnten. Die Gewerkschaften sind schon lange korrumpiert und Betriebsräte haben nicht viel zu melden und wehren sich auch nicht groß. Wieso sollten sie auch, schließlich sind Betriebsräte fast unkündbar. Das lässt oft Neid und Mißtrauen bei den kündbaren Kollegen entstehen und schwächt die Arbeitnehmerschaft. Und nicht gerade wenige Betriebsräte bewerben sich nur wegen dem Kündigungsschutz für den Posten. Daß um Arbeitsplätze sogar gekämpft wird ist in fast jedem Betrieb am Mobbing zu erkennen. Denn nur der Sklave welcher seinem Herrn am Besten dient wird später mal den Mercedes oder BMW fahren welcher dann seinen Status als Obersklaven symbolisiert. Die Arbeitnehmerschaft lässt sich einfach zuviel gefallen. Auch die Arbeitslosen welche zur gleichen Schicht der Sklavenarbeiter gehören. Nun hat es jedoch die Politik durch Medien und Gesetze geschafft Arbeitslose und Arbeitende gegeneinander aufzuwiegeln so daß diese häufig der Meinung sind, Gegner zu sein.



@Grauauge (Nezach ?)
[QUOTE]
Wer in seiner Wohnung noch genügend Platz hat, könnte obdachlose Menschen bei sich wohnen lassen. Je mehr Menschen dazu bereit sind, anderen zu helfen, um so früher existiert Obdachlosigkeit nicht mehr.
[/QUOTE]
Das ist eine gute Idee und ich würde das auch sofort machen. Nur wäre ich dann selbst von Obdachlosigkeit bedroht da in meiner kleinen Wohnung laut Mietvertrag nur 1 Person (ich) wohnen darf. Mehr Leute passen auch nicht wirklich rein. Und so ist das ja bei vielen Wohnungen mit Mietverträgen. Da wird alles (Un)Mögliche über Vertrag vorgeschrieben. Vom Haustier über die Anzahl der Mieter bis zur Pflege der Wohnung. Und da es zu wenig Wohnraum gibt und dieser immer Privateigentum ist, haben die Vermieter die Macht dies zu tun. Meine Nachbarn wurden vor vielen Jahren verpfiffen weil sie zu zweit in einer Wohnung gelebt hatten. Daraufhin mussten sie sich eine zweite Wohung direkt nebenan anmieten und seither klappern ständig die Türen und Schlüssel wenn sie die Räume wechseln.

[QUOTE]
Was glaubst Du, wer die von Dir im Eröffnungsbeitrag dieses Threads beschriebene Situation bewirkt hat? Der deutsche Staat? Die deutschen Politiker?
[/QUOTE]
Es sind viele Faktoren die da einen Einfluß haben. Da wären zB der Herdentrieb und die Obrigkeitshörigkeit der meisten Bürger welche die Arbeiterschaft träge und desinterressiert werden lies. Dies hat im Laufe vieler Jahrzehnte das Machtgefüge verändert und die heutige Situation erst ermöglicht. Es haben sich auch Interessen und Ideale verändert. Das Produkt Arbeitslosigkeit und speziell Hartz-IV geht jedoch primär auf die damalige Bundesregierung unter Gerhard Schröder und die Hartz-Kommission, geleitet vom ehemaligen VW Manager Peter Hartz, zurück. Die Hartz-Kommission fand weitgehend unter Ausschluß der Öffentlichkeit und des Parlaments statt und bestand vorwiegend aus Führungspersonen aus Politik, Großkonzernen und staatlichen Ämtern.

[URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Hartz-Konzept#Hartz-Kommission]Hartz-Kommission[/URL]

[QUOTE]
Schwierig wird die Sache dann, wenn wir den Gedanken, der deutsche Staat bzw. seine Regierung hätten die Situation geschaffen, aufgeben wollen und wir unbekannte Mächte für die Akteure halten. Dann stehen wir nämlich vor dem Problem, evtl. nicht herausfinden zu können, wie diese Akteure beschaffen sind, welche Gedanken und Gefühle ihr Verhalten begleiten. Und wenn wir sie nicht kennen, können wir sie meiner Meinung nach auch nicht motivieren, sich unserer Vorstellung gemäß zu verhalten bzw. dabei kann ebenso auch etwas anderes herauskommen.
[/QUOTE]
Das Problem ist doch auch daß man an diese Leute überhaupt nicht heran kommt und daß diese in einer ganz anderen Welt leben. Sowohl gedanklich als auch sozial. Dh die eine "Welt" regiert über eine Andere und eine völlige Entfremdung der Menschheit unter sich findet statt.



@SchwarzesEis286
[QUOTE]mein Sohn kann noch nicht in den Kiga, das er sprachlich zurück ist, einen falschen entwicklungsstand hat und evtl noch autistisch ist! er muss in einen HPZ Kiga wo wartezeiten von über einem JAHR normal sind -.-[/QUOTE]
Es gibt keinen falschen Entwicklungsstand. Jeder Mensch ist ein Unikat und laß dir doch bitte nicht eine Norm zur Orientierung aufdrängen. Ich möchte dir nichts unterstellen jedoch hatte ich mal gelesen daß Autismus durch fehlende emotionale Zuwendung (zB Liebe) entstehen kann. Ist ein Schutzmechanismus.



@Hellscream
[QUOTE]
Nur denkt der Deutsche durch Jahrzehnte lange Propaganda, das dieses Geld dann automatisch zu ihm zurück kommt, weil die Reichen es dann wieder ausgeben wurden und er dadurch profitieren würde. Also je wohlhabender die Bonzen, je wohlhabender die Armen.
[/QUOTE]
Du meinst wohl den [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Trickle-down-Theorie]Trickle-Down-Effekt[/URL]
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Deine Kommentare sind für viele Leser verzichtbar ArrogantNick. Diese werden dir für deine Zurückhaltung dankbar sein. [/QUOTE]

Aber bitte - gern geschehen.

.
ExiledArchangel[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Aza schrieb

Da du dich immer am unteren Limit orientierst schlage ich vor daß du obdachlos wird und deinen "Besitz" an Leute verteilst die das Zeug wollen oder brauchen. Denn du brauchst ganz offensichtlich nicht mehr zum Leben als die Straße und ein Bier am Wochenende. Ich finde es gut daß es so genügsame Menschen gibt, nur hat nicht jeder so geringe Ansprüche an das Leben.[/quote]

Die Herrschenden selber hingegen orientieren sich immer am [I]oberen Limit.[/I] Es herrscht hierbei ein Prinzip vor, dass man auch als (a)soziale Schizophrenie bezeichnen könnte: Bei den Herrschenden ist der #Himmel das Limit - bei ihren Untertanen und Sklaven der Boden..."den Gürtel enger schnallen" sollen gefälligst nur die Untertanen, aber nicht das fette Bonzenschwein, das im selben Atemzug, wo es von "Sachzwängen" schwadroniert, längst schon den nächsten Krieg im Hinterkopf und dabei einen Ständer in der Hose hat...links Lametta, rechts Lametta, in der Mitte immer fetter...genau so sieht sie aus, die BRD-Politik...die Arbeitslosen müssen dabei als die gebrandmarkten Verlierer herhalten - um dabei von den wahren Ursachen von sozialer Not, Armut und Ungleichheit abzulenken...Hartz IV ist nur die hiesige Kehrseite der Kriege in Afghanistan und anderswo...wo sich das BRD-System noch als Herrenmenschen-Großmacht mit seiner "kulturellen Überlegenheit" dicketun kann...




[quote]Die übliche Ausrede welche nichts an den Ursachen der Arbeitslosigkeit ändert. Daß es diesen diffamierenden Status und dieses Wort überhaupt gibt geht zu Lasten des Kapitalismus. Denn die Profiteure benötigen Arbeitssklaven um das System am Laufen zu halten. Daher wurde Arbeit zum Heiligtum erkoren und Arbeitslosigkeit stigmatisiert. Zum Beispiel durch massive Propaganda in dem Massenmedien welche von den Herrschenden kontrolliert werden und das seit ca 100 Jahren. Inzwischen glaubt das Zeug aus den Medien so ziemlich Jeder und BILDet sich eine Meinung. Denn umso mehr Sklaven arbeiten desto höher der Ertrag. Arbeitslosigkeit ist daher einzig aus diesem Grund unerwünscht. Nur ist die Situation inzwischen so daß es viel zu viele Arbeitssklaven gibt die darum auch nicht mehr benötigt werden und lästiger Ballast für die Herrschenden sind. Sie sollen ausgemerzt werden und daher wurde die Agenda 2010 mit Hartz-IV erfunden. Das ist Vergiftung und Mord nach Plan.[/quote]

...wenn es nur diesen lästigen Zwischenfall mit dem 3. Reich und dem Holocaust nicht gegeben hätte - dann wäre man schon längst wieder dazu übergangen, Arbeitslose - und alle anderen, die für das System keinen Wert mehr haben - Kranke, Schwerstbehinderte, etc. wie ehedem in KZs zu internieren und zu vergasen...da das aber vor dem Hintergrund der bekannten historischen Tatsachen unmöglich zu rechtfertigen ist - denn man möchte ja schliesslich seine weisse Demokraten-Weste nicht besudeln - geht es nur über das subtilere Mittel der sozialen Ausgrenzung, der sozialen Vernichtung durch Armut - anstelle der physischen Vernichtung "Unerwünschter" durch Zyklon-B...
GrauaugeDu, ExiledArchangel, und auch Mondenkind79, Ihr schreibt öfters von "Herrschenden". Herrschen nicht alle Menschen gleichermaßen? Herrschen nicht auch viele, indem sie andere herrschen lassen? Ist das keine Macht? Warum sollen dann immer nur die "Herrschenden" und nicht alle gleichermaßen für die gegenwärtigen Zustände verantwortlich sein? Denkbar wäre auch, dass infolge nicht existierender Willensfreiheit nicht ein Mensch dafür verantwortlich ist. Vielleicht sind die Zustände auch gar keine schlimmen. Immerhin scheinen viele Menschen mit ihnen zufrieden zu sein.
HellscreamFakt ist doch man braucht die ganzen Arbeiterheerscharen hier im Land nicht mehr oder im BWL Jargon die sind „ausgearbeitet“. Sich derer zu entledigen nach dem man seinen Nutzen aus ihnen gezogen hat dürfte hier nicht als neues Phänomen daher kommen. Außerdem erscheint doch nur all zu logisch wenn in einem Hierarchisch organisiertem System der Druck steigt, weil Ressourcen auf einmal stark begrenzt erscheinen, der Druck als erstes nach unten abgelassen wird.

Dummerweise haben die letzten Wellen von sozialen Auseinandersetzungen Weltweit in diesem Land dazu geführt das Sozialforderungen Einzug gefunden haben in die Rechtsordnung und das der gesamte Druck deswegen nur um den Preis einer aufkündigung dieser Ordung (damit einhergehend eine gefürchtete soziale Unruhe) nach unten abgelassen werden kann. Oder aber man setzt darauf diese schleichend zu unterminieren. Meiner Meinung nach ist beides im Gang auf der einen Seite habe wir die selbst verschuldete bzw. selbst gewollte Verschuldung mit der man irgend wann alle Sozialen Leistungen terminieren kann bzw. diese Republik dazu zwingen kann dies zu tun den die Mehrheit würde dies wohl nicht freiwillig unterstützen. Und auf der anderen Seite versucht man schleichend durch gekonnte Lobbyarbeit wie zum Beispiel so etwas tolles wie die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ die bestehende Ordnung einfach um zu deuten oder besser gesagt zu terminieren. Dann wird der abschied vom Staat hin zum so genannten schlanken Staat oder auch Nachtwächterstaat genannt leichter gefressen. Dass heißt das dieser nur noch dazu dient die innere Sicherheit und das Militär aufrecht zu erhalten und den „unsichtbaren Händen des Marktes“ alles andere regeln lässt.

Die Frage für eine Machthabende Minderheit in einer Gesellschaft die nicht offen zum Zwang und Gewaltmitteln bereit (oder dazu nicht in der Lage ist) um ihre Forderungen durch zu setzen, ist doch immer genau die danach, wie man die Mehrheit des Volkes dazu bringt gegen ihre eigenen Interessen zu verstoßen, ohne das sich diese dessen Bewusst sind. Außerdem gibt es da noch jene die zwar Geld und Macht innehaben, aber ihr Gewissen beruhigen wollen, auch an diese muss gedacht werden. Kurz man braucht eine Rechtfertigung und genau hierin sehe ich die Quelle für diese ganze Reihe von unrühmlichen Diskussionen über so genannte Sozialschmarotzer der sozial benachteiligten Milieus.

Der Untergang der Sowjetunion macht es möglich den vor einer Alternative muss man sich nun nicht mehr Fürchten. Somit hat anscheinend auch der Sozialstaat seinen Nutzen verloren.
AzaEs ist sicherlich richtig wenn gesagt wird, dass Vollbeschäftigung eine Utopie ist. Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass die Hauptverantwortung für Arbeitslosigkeit beim Betroffenen selber liegt.
Es existieren auch furchtbare Schicksale, bei denen Erkrankung, persönliche Schicksale etc. ihren Anteil beigesteuert haben.
Aus diesen Gründen bin ich auch stolz darauf, dass wir so ein starkes soziales Netz haben, das zumindest das Überleben ohne eigenes Zutun garantiert.

Dennoch:
Wenn 25 Jährige seit Jahren arbeitslos sind und es noch nichtmal auf die Reihe kriegen, sich bei der VHS für den Realschulabschluss anzumelden um ihre Chancen zu verbessern, dann ist das 100%ig ihre Schuld!
Die Zeiten, dass man mit 15 die Lehre anfängt und sich dann im Laufe seines Lebens entwickeln kann sind nunmal vorbei, das ist bekannt und darauf muss man reagieren.
Das gilt übrigens nicht nur für geringqualifizierte sondern auch für Akademiker, die darauf achten müssen, im internationalen Verdrängungswettbewerb zu überstehen.

Es ist sicherlich nicht schön, aber es ist ein Faktum mit dem man leider leben muss.
Es liegt an mir selber, ob ich verzichte, mich qualifiziere und mir bescheidenen Wohlstand erarbeite, oder ob ich das Handtuch werfe und darüber mecker, dass mir niemand 5000 Netto überweist.


Zum Thema Orientierung der H4ler an den Facharbeitergehältern:
Woran soll man sich sonst orientieren?
Soll man ernsthaft den H4-Satz in Relation zum Auskommen eines Arztes, der 13 Jahre Schule und 10 Jahre Uni hinter sich hat, setzen?

Edit:
Zum Thema Behinderung:
Ich kenne genug Menschen, die trotz massiver körperlicher Behinderung sehr viel Geld verdienen, es liegt eben an ihnen selber sich durchzusetzen.
Außerdem gibt es in jedem Unternehmen Quoten für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, von Internierung kann also keine Rede sein.
Ausgeschlossen sind hier natürlich Menschen mit geistiger Behinderung.
Grauauge[quote][i]Original geschrieben von Aza:[/i]
Wenn 25 Jährige seit Jahren arbeitslos sind und es noch nichtmal auf die Reihe kriegen, sich bei der VHS für den Realschulabschluss anzumelden um ihre Chancen zu verbessern, dann ist das 100%ig ihre Schuld![/quote]Wenn scheinbar die 25-jährigen es nicht auf die Reihe kriegen, sich bei der VHS für den Realschulabschluss anzumelden und es den Anschein hat, als seien sie hundertprozentig daran schuld, so darf man nicht vergessen, dass sie womöglich zu 100% das Produkt ihrer Umwelt sind, wodurch ihre Schuld durchaus wieder auf 0% absinken kann. :p
AzaNaja man kann nicht immer alles auf die Umwelt abwälzen.
Natürlich haben Kinder von liebenden Eltern, die sich um sie kümmern wesentlich bessere Chancen als die, um die sich kaum gekümmert wird.
Das gilt aber nur bis zu einer bestimmten Altersgrenze.
Spätestens im Erwachsenenalter (Wozu ich 25 definitiv zähle) spreche ich einem jungen Menschen doch soviel Kompetenz zu, dass er die Notwendigkeit erkennt, seinen Hintern zu bewegen.
Wenn nicht, dann wird er sein Leben lang unter diesen Umständen leben müssen. Zu recht.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
[B]Naja man kann nicht immer alles auf die Umwelt abwälzen.
Natürlich haben Kinder von liebenden Eltern, die sich um sie kümmern wesentlich bessere Chancen als die, um die sich kaum gekümmert wird.
Das gilt aber nur bis zu einer bestimmten Altersgrenze.
Spätestens im Erwachsenenalter (Wozu ich 25 definitiv zähle) spreche ich einem jungen Menschen doch soviel Kompetenz zu, dass er die Notwendigkeit erkennt, seinen Hintern zu bewegen.
Wenn nicht, dann wird er sein Leben lang unter diesen Umständen leben müssen. Zu recht. [/B][/QUOTE]

Aza - ich liebe Dich. :D

Tante Edith sagt: Was mE besonders fehlt, ist nicht Geld, sondern ein gesundes Empfinden von Eigenverantwortung. Das ist auch Teil dessen, was ich dem Maßnahmenkatalog der ARGEn ankreide, dass dieser nämlich, anstatt eben diese Eigenverantwortung zu fördern, sie zusätzlich noch aushebelt. Aber ansonsten bin ich ganz bei Dir. Mich nervt dieses unreflektierte, einseitige Rumjammern, auch nur noch. Aber sowas lässt sich halt nicht ändern. Ist ja auch der einfachste Weg, immer allen Anderen die Schuld für das eigene Versagen zuzuschieben.

Grüßle
Mischa
Hellscream[QUOTE]geschrieben von Aza
Naja man kann nicht immer alles auf die Umwelt abwälzen.[/QUOTE]

Nein, kann man wirklich nicht, es gibt auch die Anlagen des Menschen zu bedenken, also ein in sich selbst angelegte biologischer Determinismus. Aber wenn wir von einem Universum sprechen in der die Gesetzte der Kausalität gelten, dann gibt es immer einen Grund warum sich der Mensch so Verhält wie er sich Verhält. Er kann dann auch gar nicht anders, weil er Teil dieser Kausalität ist. Und das wurde dann den Blick freigeben auf die eigentlich spannenden Fragen, die dann auch wissenschaftlich zugänglich wären. Wenn man also untersucht wie eine bestimmte Anlage auf eine bestimmte Umwelt trifft, mit dieser interagiert und das Formt das was wir dann als Individuum bezeichnen.

[QUOTE]geschrieben von Aza
Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass die Hauptverantwortung für Arbeitslosigkeit beim Betroffenen selber liegt.[/QUOTE]

Überzeugungen sind toll, aber hast du auch Gründe warum du davon ausgehst? Wenn ein Mensch der früher hinter einem Fließband gearbeitet hat heute nun mal überflüssig ist? Was wirfst du das dem Menschen vor?
ExiledArchangel[QUOTE][i]Original geschrieben von Grauauge [/i]
[B]Du, ExiledArchangel, und auch Mondenkind79, Ihr schreibt öfters von "Herrschenden". Herrschen nicht alle Menschen gleichermaßen? Herrschen nicht auch viele, indem sie andere herrschen lassen? Ist das keine Macht? Warum sollen dann immer nur die "Herrschenden" und nicht alle gleichermaßen für die gegenwärtigen Zustände verantwortlich sein? Denkbar wäre auch, dass infolge nicht existierender Willensfreiheit nicht ein Mensch dafür verantwortlich ist. Vielleicht sind die Zustände auch gar keine schlimmen. Immerhin scheinen viele Menschen mit ihnen zufrieden zu sein. [/B][/QUOTE]

Herrschen tun in gewisser Weise auch die Beherrschten - ja...indem sie Herrschaft anerkennen, es tolerieren und hinnehmen, dass andere über sie herrschen...Herrschaft bedeutet immer eine Abgabe von Kompetenzen, Entscheidungsgewalt, die man für und über sich haben müsste -weil man selber der einzige ist, der richtige und angemessene Entscheidungen für sich treffen kann - an andere...Herrschaft anzuerkennen bedeutet, sich sowohl seiner Macht wie auch seiner Verantwortung berauben zu lassen, sich an andere preiszugeben...das ist Teil des Problems, insofern ist dein Einwand gar nicht ganz unrichtig, aber: andereseits ist es auch notwerndig, diese Dichotomie von Herrschenden und Beherrschten zu benennen - denn nur was man erkennt und benennt, kann man auch wirksam angreifen - da sie nun einmal ein Faktum ist, auch wenn die Ursachen sicher zu einem großen Teil gerade bei den Untertanen, den Beherrschten liegen...ohne deren Duckmäusertum und christlichen Angst vor der Obrigkeit - ein gerade in Deutschland sehr ausgeprägtes Charakteristikum - wäre Herrschaft unmöglich...doch dieses Obrigkeitsdenken wird dem über den Körper gelehrigen Geist von Kindesbeinen an angedrillt und anerzogen, bereits im Kindergarten wird der zukünftige Lohsklave auf seine Rolle hin zugedrillt, an Autoritäten, Hierarchien und Zwang gewöhnt...in der Schule wird es noch forciert, die Garotte schliesst sich noch ein wenig enger um den Hals des nun schon zu so elmentaren "Tugenden" des Lohnsklaven, wie Pünklichkeit, früh aufstehen wenn der Wecker klingelt, etc., abgerichteten Untertanen...und weiter in der Ausbildung - oder, wenn sein Diensteifer in der Schule ihn zu "höheren" Zwecken, bzw. Graden des Dienstes an den Herrschenden qualifiziert hat - an der Uni, mit ihren Le(e)hrplänen, ihren geistlosen, uniformierten, normierten Bachelor- und Masterabschlüssen, wo ihm dann nochmals richtig ins Gehirn geschissen wird - nicht, dass das bei den meisten dann noch großartig nötig wäre...wie auch immer, am Ende steht das Leben im Einklang mit der Stechuhr...oder das des Loosers und Hartz-Empfängers...from the cradle to the grave...fürwahr, das ist sie, die "Freiheit, die das Kapital jedem von uns bietet...!
AzaEs gibt Fälle, die sind sehr tragisch und für die Betroffenen schmerzhaft, was ich in jedem Falle verstehen kann.
Auf den Fließbandarbeiter kann ich aber nicht verstehen, wie man 10, 15 oder 20 Jahre lang einer Tätigkeit nachgehen kann, in dem festen Glauben ohne weitere Qualifizierungsmaßnahmen (Maschinenführer, Facharbeiter, Meister, Techniker, um von sehr realistischen Maßnahmen zu sprechen) ein Leben lang arbeiten zu können.
Wenn ich mit 20 Jahren Erfahrung den gleichen Job mache, wie der 16 Jährige, der gerade bei mir am Band angefangen hat, dann sollte ich mir definitiv Gedanken machen.
Der Ansatz, dass jeder Studieren muss etc. pp. ist natürlich quatsch.
Jeder sollte jedoch im Rahmen seiner Möglichkeiten für eine andauernde Qualifikation sorgen.
So kann der Mitarbeiter mit 20 Jahren Erfahrung locker seinen Ausbilderschein machen und sich um Azubis kümmern. Oder seinen Meister, oder.....

Alles im Rahmen des persönlich Möglichen.


Zur Umwelt:
Wie erwähnt, die Umwelt prägt einen Menschen sehr stark.
Aber:
Wenn ein junger Mann in der Lage ist, Bier zu trinken, mit Freunden um die Häuser zu ziehen und Kinder kriegen kann, dann MUSS er in meinen Augen auch für seine Ausbildung sorgen.
Es gibt unzählige Fälle die mir auch aus persönlichem Umfeld bekannt sind, wo besonders junge Menschen (die 50+ Generation ist ein anderes Problem) jahrelang H4 beziehen und noch nichtmal einen Hauptschulabschluss vorzuweisen haben (!!!). Jeder, der nicht eine geistige Beeinträchtigung hat ist hierzu in der Lage. Zumal es kostenfrei ist.
Grauauge[quote][i]Original geschrieben von Aza[/i]
Spätestens im Erwachsenenalter (Wozu ich 25 definitiv zähle) spreche ich einem jungen Menschen doch soviel Kompetenz zu, dass er die Notwendigkeit erkennt, seinen Hintern zu bewegen.[/quote]Ich gehe davon aus, dass Du mit Deiner Überzeugung vollkommen recht hast, frage mich jedoch, wieso sich ein 25-jähriger, der über genügend Kompetenz verfügt, dennoch inkompetent verhält?

Auch Hellscream möchte ich vollkommen recht geben, wenn er etwa behauptet, Menschen seien komplett determiniert, könnten sich daher jederzeit nur so verhalten, wie sie sich verhalten.

Doch weiß ich nun leider (noch) nicht, wie Du es fertigbringst, einem 25-jährigen zu 100 Prozent die Schuld für ein (eigenes) Verhalten zu geben, dessen kausale Wurzeln sich im Dunkel der schier endlosen Vergangenheit verlieren.

Vielleicht existiert kein 25-jähriger, schließlich ist er zu 100 Prozent das Produkt seiner Umwelt. Erkläre mir bitte die Gleichung Mama-Umwelt + Papa-Umwelt + All-Zeit-Raum-Umwelt = Nicht-Umwelt = Individuum (25-jährige(r)) = Hundertprozentig Schuldiger.

Woher kommt die Schuld? Ich vermute, sie kommt – wenn es sie überhaupt gibt – zu 100 Prozent
aus der Umwelt. Von Mama? Von Papa? Vom nächstgelegenen schwarzen Loch? Ich weiß es nicht.
AzaHm mathematisch betrachtet gestaltet sich das etwas komplizierter.
Schuldfaktor 1 = 100% 0 = 0%
y= Erfahrung in Jahren

Schuldfaktor = [1 - (Dad + Mum)] + y

Ich unterstelle dem Betroffenen einfach mal, dass er im Laufe der Jahre einen Lernprozess durchlaufen hat, der eigentlich dazu führen sollte, dass er seine Einstellung und sein Verhalten ändert.

Hatte er eine schlimme Kindheit, so wird dies durch die Faktoren "Mutter und Vater" beeinflusst, relativiert sich aber durch die Lebenserfahrung.

Hier sei aber noch einmal gesagt, dass dies nur für Personen gilt, die keine geistige Behinderung aufweisen.

Sicherlich ist die "Formel" nicht state of the art, aber ich hoffe, dass im Grunde klar wird, was ich meine.
Grauauge@ ExiledArchangel

Bist Du selbst nicht der hieb- und stichfeste Beweis dafür, dass in scheinbar wehrlosen Kindern titanische Kräfte schlummern, die es, sind sie einmal erwacht, getrost mit der scheinbaren Übermacht aller Ausbeuter der Welt aufnehmen können? Ich verstehe einigermaßen, was Du schreibst. Meine Ansicht ist eine andere, doch kann ich sie (noch) nicht beweisen.
HellscreamHier prallen doch zwei Lebenswelten auf einander. Wenn ich 8 Stunden am Tag hart körperlich gearbeitet habe, hätte ich garantiert keinen Abschluss nebenher gemacht, nicht dran zu denken das ich noch Kinder nebenbei zu versorgen hätte. Wenn ich dann noch daran denke das ich vielleicht nicht den nachteiligsten geistigen Stand hatte.

Es ist schade das um solche Menschen das diese kein Raum und Zeit gegeben wird so das sie sich wirklich nochmal Bilden und Qualifizieren können. Meist hapert ja schon dabei das sie sich ihrer Möglichkeiten gar nicht Bewusst sind oder sie in der Realität nicht einfordern können, zum Beispiel den Anspruch auf bezahlten Bildungs Urlaub, aber da prallt die harte Geschäfts Realität leider zu meist auf nur rein rechtliche Leerformeln. Statt dessen gibt es dann den Ein Euro Job oder die endlos Praktika. Eine qualitative Förderdung sieht anders aus als das derzeit der Fall ist. Vor allem vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung ist der menschliche Ausschuss (man entschuldige die Formulierung) der hier produziert wird der reiste Wahnsinn. Das auf Selektion ausgerichtete Bildungssystem tut hier das übrige. Normalerweise müsste man schon im Kleinkindes alter an versuchen die Sozialen Benachteiligungen energisch abzufedern. Das Gegenteil ist zur Zeit der Fall, viel Geld für reiche Kinder und wenig für arme, dank des CDU/CSU/FDP sozialeugenischen Elterngeld Gesetzes.

Es ist absolut nicht Verwunderlich das sich Armut so immer weiter vererbt.

Noch einmal zum Determinismus und zur Schuldfrage.

Wenn der Mensch teil des Ursache Wirkungs Prinzips der Kausalität ist, also determiniert ist kann er sich nicht anders verhalten als er sich Verhält. Das heißt zum Beispiel angewandt auf den großen Sündenfall, Eva konnte nicht anders als den Apfel der Erkenntnis an sich zu nehmen. Das was im religiösen Weltbild unterstellt wird und man nennt es dann später „Willensfreiheit“ ist nichts anderes als ein Riss im Kausalgesetz des Universums. „Sie hätte sich ja auch anders entscheiden können.“ Denn zur Konstruktion des Schuld muss man diese Möglichkeit unterstellen.

Insofern kann ich gar nicht von Schuld sprechen wenn ich mir den vor dem Leben gescheiterten anschaue. Aber und das wäre eine Fragestellung die mir wichtiger wäre, ich kann fragen „Warum verhält sich dieser Mensch so wie er sich verhält?“ Eine sehr gut Ausgangsbasis für Maßnahmen zur Verbesserung einer Situation. Alternativ kann man die Menschen natürlich auch verhungern, auspeitschen oder erschießen lassen. Nur würde man das wohl als unmoralisch ansehen.
Grauauge[quote][i]Original geschrieben von Hellscream:[/i]
Insofern kann ich gar nicht von Schuld sprechen wenn ich mir den vor dem Leben gescheiterten anschaue. Aber und das wäre eine Fragestellung die mir wichtiger wäre, ich kann fragen „Warum verhält sich dieser Mensch so wie er sich verhält?“ Eine sehr gut Ausgangsbasis für Maßnahmen zur Verbesserung einer Situation.[/quote]Ausgezeichnet, Hellscream! Weniger beschuldigen, mehr verstehen – dafür bin auch ich. :)

Allerdings stellt sich die Frage: wohin führt es uns, wenn wir beharrlich "warum?" fragen? --- Gibt es überhaupt ein "Deshalb!"?

Kausalität ist so eine Sache ... denn ich sah sie nie.
HellscreamDarüber muss ich mir zum Glück keine Sorgen machen Grauauge, in der kurzen Zeit meiner Existenz wird man die ganzen Fragen die bisher noch offen stehen nicht beantworten können und für beantwortete Fragen eröffnen sich dann oft auch wieder neue oder alte Antworten werden absurd oder relativiert.

Auch wenn ich es vielleicht bereuen werde, aber schöner empfinde ich eigentlich das Ding mit Paradoxien an dem Punkt, also Widersprüchen in zwei kausalen Systemen die in sich geschossen durch aus kausal zu sein scheinen, aber sich gegenseitig eigentlich ausschließen. Stichpunkt Systemtheorie und Konstruktivismus
AzaIch glaube, so schlimm sich das nun anhört, in den meisten Fällen liegt es daran, dass der Betroffene schlicht zu faul ist.
Ein jeder weiß ja, dass die Möglichkeit existiert, zur Schule zu gehen.
Und es ist auch bekannt, dass diverse Schulabschlüsse existieren.
Spricht man mit Abgängern der Hauptschule, so ist ihnen durchaus bewusst, dass es schwer ist, mit einem 10a oder 10b Abschluss einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
Gerade deswegen verstehe ich nicht, warum hier die Arbeitslosigkeit bevorzugt wird, anstatt noch weiter zur Schule zu gehen.

Eine Antwort auf die Frage "Warum?" kann ich nicht geben, da es mir sich nicht erschließt. Frage ich im privaten Umfeld nach, erhalte ich keine Antwort auf die Frage, sondern nur Phrasen wie "Die da oben sind an meiner Misere Schuld".
Schade.

Zum Thema "nach der Arbeit bin ich zu müde":
Das mag richtig sein, aber es ist notwendig, möchte man "mehr".
Solche Maßnahmen sind auch unseren Eltern nicht unbekannt, wollten sie vor 20 Jahren mehr erreichen, als nur den einfachen Facharbeiterbrief mit entsprechendem Gehalt.
solipsismusWenn man weiter zur Schule gehen möchte, muss man aber auch die Voraussetzungen erfüllen. Entweder müssen die Noten gut genug sein oder man zahlt für die Ausbildung. Des weiteren gibt es Familien, die nicht mit dem Kindergeld umgehen können. Ist es dann Schuld der Kinder, dass sie früh eine Ausbildung machen müssen, damit Geld reinkommt?

Ich kann mir ebenso nicht vorstellen, dass jemand, der sein Leben lang schlechte Noten hatte und keinerlei Förderung durch die Eltern erhält "einfach mal so" auf die Idee bekommt, sich jetzt "richtig reinzuhängen" und das Abi zu machen.
Nebenbei gibt es in strukturschwachen Gebieten das Problem, dass ein Gymnasium vielleicht erst im nächsten Ort ist. Wenn die Eltern nicht viel Geld haben und die Förderung des Staates auf Fahrtkostenerstattung nicht greift, kann man sich das ganze Gefahre auch einfach mal nicht leisten. Usw., usf.

Bei dir, Aza, ist alles immer so einfach. Ich glaube, die fehlt in mancher Hinsicht der Blick auf die Realität.
AzaVHS Kurse sind kostenfrei.
D.h. auch wenn man im regulären Schulsystem ausgemustert wurde, hat man hier die Möglichkeit zu wählbaren Tageszeiten seinen Abschluss zu machen.
Es gibt immer eine Möglichkeit, man muss nur wollen.

Zum Thema junge Leute:
Siehe meine letzten Beiträge.
Irgendwann muss man für sich selber Verantwortung übernehmen.
Das ich das von einem 15 Jährigen nicht erwarten kann, ist richtig.
Sobald die Jungs und Mädels aber H4 bekommen und ausziehen können, erwarte ich, dass sie sich auch um Weiterbildung kümmern.

EDIT:
Bei mir ist nicht alles einfach. Im Gegenteil.
Ich weiß nur aus persönlicher, ganz eigener Erfahrung, dass vieles möglich ist.
Man muss nur wollen.
Und dieser Ehrgeit fehlt sehr vielen jungen, aber aber älteren Menschen. Sie warten lieber darauf, dass jemand mit dem güldenen Füllhorn vorbei kommt und sie beschenkt, als ihr Schicksal selber in die Hand zu nehmen.

Edit2:
Fahrtkostenerstattung:
Diese greift ab 3km.
Alles darunter kann ich auch sehr gut mit einem Fahrrad bestreiten.
Oder ist das auch nicht zumutbar???
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
Bei mir ist nicht alles einfach. Im Gegenteil.
Ich weiß nur aus persönlicher, ganz eigener Erfahrung, dass vieles möglich ist.
Man muss nur wollen.
Und dieser Ehrgeit fehlt sehr vielen jungen, aber aber älteren Menschen. Sie warten lieber darauf, dass jemand mit dem güldenen Füllhorn vorbei kommt und sie beschenkt, als ihr Schicksal selber in die Hand zu nehmen.
[/QUOTE]

Und wieder landet man beim Punkt Eigenverantwortung. Ich selbst bin absolut bei Aza, was diese Meinung angeht, denn ich habe exakt die gleichen Erfahrungen gemacht. Wenn all die Energie, die vielfach auf das Anklagen der Umwelt verwendet wird, dazu genutzt würde, ganz konkret etwas für das eigene Leben zu tun, hätten wir in diesem Lande sehr viel weniger Probleme.

Leider stellen viele Menschen sich hin, proklamierend, eh chancenlos zu sein und natürlich sind sie daran völlig unbeteiligt. Die Schuld liegt im System, bei den Eltern, den bösen Mitmenschen und weiß Gott, wo sonst noch. Da werden Jammerarien verfasst und erzählt, die tagesfüllend sind, anstatt sich darauf zu konzentrieren, was man mit dieser Zeit und Energie stattdessen anfangen könnte. Und die Erfahrungen bei/mit den ARGEn, tragen noch zusätzlich dazu bei, dass dieser Glaube an Chancenlosigkeit, immer weiter um sich greift. Gezielte Förderung sieht anders aus. Anstatt die Leute zu verwalten und einsparend zu schikanieren, sollte ihnen vielmehr der Rücken gestärkt werden und oberste Prämissen sein, sie den Glauben an sich, nicht verlieren zu lassen.

Denn nur ein Mensch, der an sich glaubt und einen Traum hat, wird die Energie aufbringen können, die es erfordert, diesen zum Teil sehr harten und anstrengen Weg zu gehen, sich etwas Eigenes aufzubauen. Aber die Angst- und Sanktionierungspolitik, die dezeitig praktiziert wird, bewirkt genau das Gegenteil und erzeugt desillusionierte, verängstigte und wütende Menschen, die keine Perspektiven für sich sehen. Schade...

....
solipsismusFahrtkostenerstattung gab es bei mir zum Beispiel erst bei 8km, in anderen Fällen sogar erst ab 25km. So einfach ist das nicht. In Deutschland gibt es keine heterogenen Regelungen, die von einem Landstrich auf den anderen schliessen lassen. Und selbst die 3km werden im Winter bei Minusgraden ungemütlich, wenn auch leichter zu bestreiten, als 24km.
Grauauge[quote][i]Original geschrieben von Aza:[/i]
Ich unterstelle dem Betroffenen einfach mal, dass er im Laufe der Jahre einen Lernprozess durchlaufen hat, der eigentlich dazu führen sollte, dass er seine Einstellung und sein Verhalten ändert.[/quote][quote]Ich glaube, so schlimm sich das nun anhört, in den meisten Fällen liegt es daran, dass der Betroffene schlicht zu faul ist.[/quote]Der Lernprozess kann ja aber auch zu der Überzeugung führen, dass es notwendiger und besser ist, seinen Hintern ruhig zu halten. Wenn sich jemand z.B. stets von Schülern übertrumpft fühlt, die ihre Stärken rücksichtslos ausspielen und einen Erfolg nach dem anderen erleben, während jener einen schulischen Misserfolg nach dem anderen erleidet, zieht er mit einiger Sicherheit die Lehre daraus, sich in Zukunft nach Möglichkeit gar nicht erst Konkurrenzsituationen auszusetzen, um sich vor weiterem Schaden zu schützen. Was also den Anschein von Faulheit erweckt, kann ein sehr vernünftiger, gesunder Selbstschutz sein, von dem nicht zuletzt die Gesellschaft profitiert.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Grauauge [/i]
Was also den Anschein von Faulheit erweckt, kann ein sehr vernünftiger, gesunder Selbstschutz sein, von dem nicht zuletzt die Gesellschaft profitiert. [/QUOTE]

Und wie [I]konkret[/I] sieht dieses Profitieren aus? Und worin liegt das Profitable für die Person selbst? Was ist der Profit daran, ohne Qualifikationen und zur Tatenlosigkeit verdammt, den 'Hintern ruhig zu halten'?

Mir ist es ehrlich gesagt egal ob jemand was für sich tut oder nicht. Soll er sein Hartz4 kassieren und gut. Und zwar OHNE Schikanen. Meiner Ansicht nach, sollte man einen solchen Menschen einfach zufrieden lassen. Wenn er mit Hartz4 zufrieden ist, why not? Aber dann bitte auch nicht heulen, dass alle so böse wären. Schließlich zahlen wir alle unsere Steuern, von denen u. a. dafür gesorgt wird, dass es auch solche Menschen hier warm haben.

.
Grauauge[quote][i]Original geschrieben von ArrogantNick:[/i]
Und wie konkret sieht dieses Profitieren aus? Und worin liegt das Profitable für die Person selbst? Was ist der Profit daran, ohne Qualifikationen und zur Tatenlosigkeit verdammt, den 'Hintern ruhig zu halten'?[/quote]Die Betreffenden fühlen sich weniger niedergeschlagen, sind zufriedener, neigen weniger zu destruktiven Verhaltensweisen und finden andere Wege, ihr Leben mit Sinn und Freude zu erfüllen. Dadurch entspannt sich auch die Lage für das Umfeld der Betreffenden bzw. auch für die Gesellschaft im allgemeinen.


[quote]Aber dann bitte auch nicht heulen, dass alle so böse wären. Schließlich zahlen wir alle unsere Steuern, von denen u. a. dafür gesorgt wird, dass es auch solche Menschen hier warm haben.[/quote]Es ist die Frage, wieviel jedem Menschen von den Werten auf der Erde zusteht. Diese Frage kann auf verschiedene Weise beantwortet werden. Es ist auch die Frage, ob demjenigen, der mehr arbeitet, mehr zusteht.
AzaGrauauge, wie siehst du es?
Soll jemand, der nichts tut das Selbe bekommen, wie jemand der sich stark engagiert?
GrauaugeDie Würde des Menschen ist unantastbar – das Eigentum und Einkommen auch! Gleich, wie er seine Zeit verbringt. Alle Menschen sind gleichgut und bleiben gleichgut. Jedem steht das Gleiche zu. Jeder Mensch arbeitet. Dieser an jenem und jener an diesem.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Grauauge [/i]
Die Betreffenden fühlen sich weniger niedergeschlagen, sind zufriedener, neigen weniger zu destruktiven Verhaltensweisen und finden andere Wege, ihr Leben mit Sinn und Freude zu erfüllen. Dadurch entspannt sich auch die Lage für das Umfeld der Betreffenden bzw. auch für die Gesellschaft im allgemeinen.[/quote]

Das KANN so sein, muss es aber nicht. Und schaut man sich so um, zumindest ist das mein persönlicher Eindruck, scheint es ungleich schwerer zu sein, selbst ohne feste Strukturen in Form einer Tätigkeit, Halt und Freude am und im Dasein zu finden. Sehr viele Menschen greifen zu Alkohol, werden depressiv und versinken in Isolation. Damit machen sie nicht nur sich selbst unglücklich, sondern auch die Menschen, denen sie wichtig sind.

Alles hat zwei Seiten.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Grauauge [/i]
Es ist die Frage, wieviel jedem Menschen von den Werten auf der Erde zusteht. Diese Frage kann auf verschiedene Weise beantwortet werden. Es ist auch die Frage, ob demjenigen, der mehr arbeitet, mehr zusteht. [/QUOTE]

Nun ja - man sollte sich schon ein wenig an der Realität orientieren bei solcherlei Bewertungen. Wer gar nichts tut, der hat in allen Systemen, zu allen Zeiten der Erdgeschichte, auch kein Anrecht auf Ernährung durch Andere gehabt. Das soziale Netz (und die verbriefte Menschenwürde) ist eine Geburt der jüngsten Geschichte. Früher sind die Leute halt einfach aus der Familie/dem Clan/dem Kollektiv ausgestoßen worden und verhungert.


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WaldemarJa orientier du dich mal an der Realität, und wenn du Arbeit bewerten möchtest...

Manager verdienen im Schnitt das 52-fache seiner Mitarbeiter. Der typische Vorstandsvorsitzende kommt auf das 100- bis 200-fache Gehalt eines Arbeitnehmers. In den USA entsprechen die Einkommen von Vorstandsvorsitzenden im Schnitt sogar dem 500-fachen Arbeitnehmereinkommen. ... Komisch das man die nicht aus dem Clan/Firma wirft und verhungern lässt. Warum nur? Weil er so hart arbeitet, soviel für das Unternehmen macht, dass er eigentlich garnicht kennt :)
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Ja orientier du dich mal an der Realität, und wenn du Arbeit bewerten möchtest...

Manager verdienen im Schnitt das 52-fache seiner Mitarbeiter. Der typische Vorstandsvorsitzende kommt auf das 100- bis 200-fache Gehalt eines Arbeitnehmers. In den USA entsprechen die Einkommen von Vorstandsvorsitzenden im Schnitt sogar dem 500-fachen Arbeitnehmereinkommen. ... Komisch das man die nicht aus dem Clan/Firma wirft und verhungern lässt. Warum nur? Weil er so hart arbeitet, soviel für das Unternehmen macht, dass er eigentlich garnicht kennt :) [/B][/QUOTE]

Nun ja - es mag ungerecht erscheinen/sein. Aber solche Leute tun etwas. Sie erlang(t)en Qualifikationen und geben sich geschäftig. Inwieweit die Verteilung nun gerechtfertigt ist, darüber lässt sich sicherlich trefflich streiten. Aber wir haben es in solchen Personen eben nicht mit Nichtstuern zu tun und darum geht es ja momentan.

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GrauaugeSogenannte Arbeitslose arbeiten am Weltfrieden, an der Befreiung der Menschheit und zum Wohl aller Lebewesen der Erde, denn Produktionszuwachs bedeutet Bevölkerungsexplosion, Naturzerstörung, Globalkatastrophe, Weltkrieg und Untergang der Menschheit. Sie haben ein Herz für Eure Kinder und Enkel, denn sie erhalten ihnen die Welt. Lob und Dank allen Arbeitslosen! Und das Doppelte an Geld!
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Grauauge [/i]
[B]Sogenannte Arbeitslose arbeiten am Weltfrieden, an der Befreiung der Menschheit und zum Wohl aller Lebewesen der Erde, denn Produktionszuwachs bedeutet Bevölkerungsexplosion, Naturzerstörung, Globalkatastrophe, Weltkrieg und Untergang der Menschheit. Sie haben ein Herz für Eure Kinder und Enkel, denn sie erhalten ihnen die Welt. Lob und Dank allen Arbeitslosen! Und das Doppelte an Geld! [/B][/QUOTE]

Ja - genau. Und der Himmel ist grün mit rosa Pünktchen. :rolleyes:
Welcome back JET, Nezach, Tod usw. usw. usw.

Wenn du mal wieder auf der Erde angekommen bist, kannst du ja schon mal anfangen.

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HrefnadisZitat: Wer gar nichts tut, der hat in allen Systemen, zu allen Zeiten der Erdgeschichte, auch kein Anrecht auf Ernährung durch Andere gehabt. Das soziale Netz (und die verbriefte Menschenwürde) ist eine Geburt der jüngsten Geschichte. Früher sind die Leute halt einfach aus der Familie/dem Clan/dem Kollektiv ausgestoßen worden und verhungert.

Ich will mich gar nicht so sehr an der Diskussion beteiligen, aber das stimmt so nicht. Kann ich als "Historikerin" nicht so stehen lassen. Im Mittelalter gab es sehr wohl eine teilweise breite Bevölkerungsschicht, die ganz allein von Almosen lebte. Ihre soziale Stellung leitete sich daraus ab, dass es für die Almosengeber heilsbringend (im religiösen Sinne) war, eben Almosen zu geben. Ohne das Vorhandensein von Bedürftigen hätte es für die Betuchteren gar keine Möglichkeit gegeben, Almosen spenden zu können, so wie es die Bibel vorschreibt. Und damit Seelenheil zu erwerben. Die Almosenempfänger hatten vorrangig nichts anderes zu tun, als vorhanden und arm zu sein. Als Gegendienst wurde maximal noch Fürbitte bei Gott erwartet. Zudem gibt es Anzeichen, dass die sogenannte Armenspeisung auch Prestigeobjekt für die Reichen war. Dieses System der mittelalterlichen Sozialfürsorge brach erst mit der Reformation zusammen, die dieses System aufbrach. Erst danach begannen die Probleme mit der Finanzierung von Waisenhäusern, Hospizen, Armenhäusern u.ä. Eine doch erkleckliche Menge Menschen stand plötzlich ohne Daseinsberechtigung da, darunter auch viele, die im buchstäblichen Sinne elend waren: Krüppel, Witwen, Alte usw. Diese hatten nichts anderes mehr als ihre Fürbitten vor Gott "zu verkaufen". Als dieser Handel zum Erliegen kam, wurden sie überflüssig und verhungerten wohl teilweise tatsächlich.

Ich weiss nicht, wieviel ich im Monat an bettelnde Musikanten oder Obdachlose vergebe, und das, obwohl ich selbst am Existenzminimum klebe. Ich verlange keine Gebete dafür, aber ein Lächeln. Und das kriege ich meist, oft genug auch ein ehrliches. Hey, und ich fühle mich gut dabei, wie jemand, der eben Heil in Form von Klimpergeld unter die Leute bringt. Ganz ohne Religion.

Geld macht nicht glücklich, aber ein freundliches Danke eines frierenden obdachlosen Jugendlichen schon. Ich glaube, heuer sind schon 8 allein hier erfroren und jeder Fünfte hat keinen beheizten Schlafplatz .....
ArrogantNickZum Thema: Geld macht nicht glücklich.

Dann verstehe ich allerdings nicht, dass permanent nach mehr geschrien wird. (Siehe 'höhere Sätze' oder, hier im Thread, 'doppelt soviel Geld für Arbeitslose als für Arbeitnehmer' & ähnlicher Humbug mehr.)

Wie dem auch sei, Hrefna, sei mir bitte nicht böse, aber ich empfinde Dein Post etwas am Kontext vorbei. Familienstämme und Clans, sind nicht unbedingt im Mittelalter angesiedelt, in dem sich bereits die neuen Strukturen (auch durch den Klerus) zu etablieren begannen. ;-)

Grüßle
Mischa
ExiledArchangel[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]

Wer gar nichts tut, der hat in allen Systemen, zu allen Zeiten der Erdgeschichte, auch kein Anrecht auf Ernährung durch Andere gehabt. Das soziale Netz (und die verbriefte Menschenwürde) ist eine Geburt der jüngsten Geschichte. Früher sind die Leute halt einfach aus der Familie/dem Clan/dem Kollektiv ausgestoßen worden und verhungert.

[/QUOTE]

Doch.

Könige, Herrscher und Fürsten hatten zu allen Zeiten dieses Anrecht - durch ihre Untertanen, den Heloten- oder Nährstand versorgt zu werden...als privilegierte Kaste widmeten sie sich den für sie wirklich wichtigen Dingen - die Athener z.B. gründeten ihre zahlreichen Philosophenschulen, die Spartaner perfektionierten ihre Streitmacht, die katholische Kirche festigte sich im Mittelalter zu einer Weltmacht...nun, das ist zwar etwas anderes als "Nichtstun" - doch dieses "Nichtstun" halte ich ohnhenin für einen modernen Kampfbegriff aus der Gutmenschenschule, mit dem alle Menschen diffamiert werden, die etwas ganz spezielles nicht tun: "Nichtstun" bedeutet im Kapitalismus nicht etwa, dass derjenige wortwörtlich "nichts" tut...was ja auch völliger Blödsinn wäre, da jeder Mensch immer irgendetwas tut - auch wenn er nur über die "letzten Dinge " sinniert, so kann das eine höchst anstrengende Tätigkeit für ihn bedeuten...doch, des Pudels Kern lautet: "Nichtstun" bedeutet lediglich, keiner Lohnarbeit nachzugehen - denn jede Tätigkeit im Kapitalismus, die keinem Verwertungszwecke folgt, ist gleichbedeutend mit einer "Nichttätigkeit"..."Nichtstun" bedeutet nur, etwas nicht zu tun, wovon andere einen - materiellen - Nutzen, bzw. Gewinn haben - und zwar einen größeren, als der die Tätigkeit Ausführende selber ihn daraus zieht...!

...
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von ExiledArchangel [/i]
[B]Doch.

Könige, Herrscher und Fürsten hatten zu allen Zeiten dieses Anrecht - durch ihre Untertanen, den Heloten- oder Nährstand versorgt zu werden...als privilegierte Kaste widmeten sie sich den für sie wirklich wichtigen Dingen - die Athener z.B. gründeten ihre zahlreichen Philosophenschulen, die Spartaner perfektionierten ihre Streitmacht, die katholische Kirche festigte sich im Mittelalter zu einer Weltmacht...nun, das ist zwar etwas anderes als "Nichtstun" - doch dieses "Nichtstun" halte ich ohnhenin für einen modernen Kampfbegriff aus der Gutmenschenschule, mit dem alle Menschen diffamiert werden, die etwas ganz spezielles nicht tun: "Nichtstun" bedeutet im Kapitalismus nicht etwa, dass derjenige wortwörtlich "nichts" tut...was ja auch völliger Blödsinn wäre, da jeder Mensch immer irgendetwas tut - auch wenn er nur über die "letzten Dinge " sinniert, so kann das eine höchst anstrengende Tätigkeit für ihn bedeuten...doch, des Pudels Kern lautet: "Nichtstun" bedeutet lediglich, keiner Lohnarbeit nachzugehen - denn jede Tätigkeit im Kapitalismus, die keinem Verwertungszwecke folgt, ist gleichbedeutend mit einer "Nichttätigkeit"..."Nichtstun" bedeutet nur, etwas nicht zu tun, wovon andere einen - materiellen - Nutzen, bzw. Gewinn haben - und zwar einen größeren, als der die Tätigkeit Ausführende selber ihn daraus zieht...!

... [/B][/QUOTE]

All diese Leute taten etwas. Ob sie nun selbst Hand anlegten oder nicht, ist dabei nicht von Relevanz. Betrachtet man meine Aussagen in den Kontext, in dem sie stehen, ist leicht zu ersehen, dass es nicht darum geht, was genau getan wird, sondern ob etwas getan wird. Auch ein Chef arbeitet. Auch ein Manager arbeitet. Auch ein König oder Bischof tut etwas. Darum geht es.

Sich dem jeweils herrschenden System zu verweigern und nichts für seinen Unterhalt zu tun, endete mit dem Ausschluss aus dem jeweilgen System und nicht selten mit dem Hungertod. Das sagte ich. Nicht mehr, nicht weniger.

Ich mag mich nun auch nicht endlos wiederholen oder mich in Erbsenzählerei und Wortklaubereien verlieren. Wer nichts tut, geht unter, auf die eine oder andere Weise. Mittlerweile gibt es zwar soziale Netze, doch auch diese greifen nur, so das Individuum sich bewegt und zumindest seine Termine wahrnimmt. Wenn nicht einmal mehr das geschieht, ist die Obdachlosigkeit und ein möglicher, früher Kältetod, sehr wahrscheinlich.

Das kann man nun leugnen oder nicht. Ändern wird das nichts.

.
Grauauge[quote][i]Original geschrieben von Aza:[/i]
Ich glaube, so schlimm sich das nun anhört, in den meisten Fällen liegt es daran, dass der Betroffene schlicht zu faul ist.[/quote]Wieviele Arbeitslose kennst Du, dass Du ein ernstzunehmendes Urteil über "die meisten Fälle" fällen könntest?
Grauauge[quote][i]Original geschrieben von ArrogantNick:[/i]
Wer gar nichts tut, der hat in allen Systemen, zu allen Zeiten der Erdgeschichte, auch kein Anrecht auf Ernährung durch Andere gehabt. … Früher sind die Leute halt einfach aus der Familie/dem Clan/dem Kollektiv ausgestoßen worden und verhungert.[/quote]


[quote][i]Original geschrieben von ArrogantNick:[/i]
Sich dem jeweils herrschenden System zu verweigern und nichts für seinen Unterhalt zu tun, endete mit dem Ausschluss aus dem jeweilgen System und nicht selten mit dem Hungertod. Das sagte ich. Nicht mehr, nicht weniger.[/quote]Ja, und zwar als Reaktion auf die Fragen, was jedem Menschen von den Werten auf der Erde ZUSTEHT und ob demjenigen, der mehr arbeitet, auch mehr ZUSTEHT. Denn Du warst/bist der Meinung:


[quote][i]Original geschrieben von ArrogantNick:[/i]
… man sollte sich schon ein wenig an der Realität orientieren bei solcherlei Bewertungen.[/quote]Mit anderen Worten: so, wie es immer war, so muss es immer bleiben und ist allein richtig bzw. gerecht? Wie würdest Du entscheiden, wenn Du keinen Blick auf die Vergangenheit richten könntest?
GrauaugeAls (temporär) faul gilt jemand, der absichtlich oder grob fahrlässig nichts (oder nicht genügend) tut, um das Leid eines anderen zu verhindern oder zu beseitigen, obwohl er es könnte.

Wollen wir den Schuldnachweis vor der Verurteilung erbringen, so haben wir in diesem speziellen Falle zuerst nachzuweisen, dass Arbeitslose tatsächlich faul (gewesen) sind und dürfen sie erst, wenn dies gelungen ist, faul nennen.

Ein endgültiger Beweis ist aber bis jetzt nicht erbracht worden – und wird wahrscheinlich auch niemals erbracht werden können. Darum darf niemand Arbeitslose – auch noch pauschal und ohne sie genau zu kennen – faul nennen, will er keine Hetze betreiben.
ArrogantNick[QUOTE]Mit anderen Worten: so, wie es immer war, so muss es immer bleiben und ist allein richtig bzw. gerecht?[/QUOTE]

Habe ich das geschrieben? Das ist Deine (fragende) Interpretation, sonst nichts.

Allerdings bleibt zu bedenken, dass sich Systeme etablieren, weil sie funktionieren, zumindest in der Zeit, in der sie herrschen. Wer dies abstreitet und versucht gegen Windmühlen zu kämpfen, tut weder sich selbst, noch seinen Mitmenschen einen Gefallen.

Es empfiehlt sich mE eher, das System zu nutzen, um im eigenen Rahmen, seinen Idealismus zu versuchen, zu verwirklichen. Alles andere halte ich aus eigener Erfahrung für kontraproduktiv.

[QUOTE]Wie würdest Du entscheiden, wenn Du keinen Blick auf die Vergangenheit richten könntest?[/QUOTE]

So wie ich auch entscheiden würde, mit Blick auf die Vergangenheit: Gutes Geld, für gute Arbeit. Leider ist das nicht immer gegeben. Aber dennoch ist dieses System das, welches zur Zeit herrscht. Realitätsflucht und Augen verschließen bringt nichts. Reine Jammerarien oder Wutanfälle ebenfalls nicht.

Lieber etwas für sich selbst tun und dann aus diesem Zustand heraus, dort helfen, wo man es als richtig empfindet (s. o.).

.
Grauauge[quote][i]Original geschrieben von ArrogantNick:[/i]
Dann verstehe ich allerdings nicht, dass permanent nach mehr geschrien wird. (Siehe 'höhere Sätze' oder, hier im Thread, 'doppelt soviel Geld für Arbeitslose als für Arbeitnehmer' & ähnlicher Humbug mehr.)[/quote]Ich schrieb lediglich:

[quote][i]Original geschrieben von Grauauge:[/i]
Und das Doppelte an Geld![/quote]"doppelt soviel Geld für Arbeitslose ALS FÜR ARBEITNEHMER" habe ich nicht geschrieben. Nur, damit keine Missverständnisse entstehen.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Grauauge [/i]
[B]Ich schrieb lediglich: (...)

"doppelt soviel Geld für Arbeitslose ALS FÜR ARBEITNEHMER" habe ich nicht geschrieben. Nur, damit keine Missverständnisse entstehen. [/B][/QUOTE]

Ach so - okay. Dann hatte ich das tatsächlich falsch verstanden.

Bliebe die Frage, wie das finanzierbar wäre? Ich schrieb ja schon einiges darüber, warum ich glaube, dass viel mehr der Sanktionierungskatalog der ARGEn überarbeitet gehört, anstatt mit höheren Sätzen, noch mehr Einspardruck zu erzeugen und somit noch mehr der systematischen Schikane, Tür und Tor zu öffnen.

Meines Erachtens, würde es wesentlich mehr bringen, das zu tun, was ich bereits mehrfach ausführte. Eine neuerliche Wiederholung spare ich mir jetzt, ich bin müde - habe ziemlich viel gearbeitet heute. Bei Interesse steht es ja alles hier im Thread.

Gute Nacht

.
Grauauge[quote][i]Original geschrieben von ArrogantNick:[/i]
Allerdings bleibt zu bedenken, dass sich Systeme etablieren, weil sie funktionieren, zumindest in der Zeit, in der sie herrschen.[/quote]Man könnte darum meinen: weil sie eben NICHT funktionieren!

Außerdem: Wenn es funktioniert, dass ich jemandem tausend Euro stehle, heißt das noch lange nicht, dass mir diese tausend Euro auch rechtmäßig zustehen.


[quote][i]Original geschrieben von ArrogantNick:[/i]
Gutes Geld, für gute Arbeit.[/quote]Als Arbeitsloser leistet man gute Arbeit. Siehe oben!
ÂmeNoirGenerell finde ich es ungut, in Sachen H4 zu verallgemeinern und Arbeitslose - auch Langzeitarbeitslose - die H4 in Anspruch nehmen, als faul hinzustellen. Ich finde diese Pauschalisierungen ehrlich gesagt diskriminierend/menschenverachtend. Selbst am AA wird man pauschal als faul und arbeitsunwillig denunziert und dementsprechend behandelt, auch dann, wenn man vor der Arbeitslosigkeit Jahrzehnte "ordnungsgemäß" malocht und sich den Allerwertesten dabei aufgerissen hat.

Es besteht hier ein System, daß absolut auf Leistungsdenken und Karrierestreben ausgerichtet ist, auf ein Mitrennen im Hamsterrad, auf's Funktionieren ("Human Resource" = menschliche Rohstoffquelle). Nur wer mitrennt und funktioniert, als Rohstoff dient und sich verheizen läßt und als Rohstoffquelle nicht versiegt, ist ein guter, wertvoller Mensch, alles andere ist Abschaum ... so denken viele.
Ich denke, hier ist eine gründlichere Betrachtung wichtig. Nicht jeder der H4 empfängt, hat keine Lust zu arbeiten und nicht jeder, der langzeitarbeitslos ist, ist zu faul, sich einen Job zu suchen. Genausogut könnte es sein, daß jemand während seines Arbeitslebens kaputtgespielt wurde und daher nicht mehr (so) leistungsfähig ist, sich nicht mehr in der Lage fühlt, weiter im Hamsterrad mitzurennen oder aber auch erkannt hat, daß dieses Hamsterrad und das Funktionieren nicht die Erfüllung des Lebens ist oder sein kann. Daß das System krankt.
Menschen sind nunmal individuell verschieden und somit auch ihre Ansichten und Absichten. Durch das bestehende System soll jedoch jeder passend gemacht und in die gleiche Schablone gepresst werden, um ohne Rücksicht auf Verluste zu funktionieren, pflegeleicht und gehorsam zu sein.

Noch etwas in Sachen Faulheit … ich möchte nicht wissen, wieviele gerne faul wären und mal einige Jahre nichts arbeiten möchten, jedoch arbeiten gehen, um u. a. in der Öffentlichkeit den Schein zu wahren, ein anständig arbeitender (Spieß)Bürger und fleißig zu sein. Arbeiten gehen, weil man das halt so macht. Man ist nicht faul ... nein, das ist ganz böse! Besteht nicht auch irgendwie ein bißchen Neid in Sachen H4 (nicht wegen des Geldes aber wegen der angeblichen Faulheit)? Warum gönnt man anderen diese angebliche Faulheit nicht, sondern redet sie schlecht? Vielleicht weil man selbst gerne mal faul wäre aber zu feige ist, das durchzuziehen, zu leben?
ExiledArchangel[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]

All diese Leute taten etwas. Ob sie nun selbst Hand anlegten oder nicht, ist dabei nicht von Relevanz. Betrachtet man meine Aussagen in den Kontext, in dem sie stehen, ist leicht zu ersehen, dass es nicht darum geht, was genau getan wird, sondern ob etwas getan wird. Auch ein Chef arbeitet. Auch ein Manager arbeitet. Auch ein König oder Bischof tut etwas. Darum geht es.

Sich dem jeweils herrschenden System zu verweigern und nichts für seinen Unterhalt zu tun, endete mit dem Ausschluss aus dem jeweilgen System und nicht selten mit dem Hungertod. Das sagte ich. Nicht mehr, nicht weniger.

Ich mag mich nun auch nicht endlos wiederholen oder mich in Erbsenzählerei und Wortklaubereien verlieren. Wer nichts tut, geht unter, auf die eine oder andere Weise. Mittlerweile gibt es zwar soziale Netze, doch auch diese greifen nur, so das Individuum sich bewegt und zumindest seine Termine wahrnimmt. Wenn nicht einmal mehr das geschieht, ist die Obdachlosigkeit und ein möglicher, früher Kältetod, sehr wahrscheinlich.

Das kann man nun leugnen oder nicht. Ändern wird das nichts.

[/QUOTE]

..ich habe ja auch nichts anderes behauptet - nur eben, das "Nichtstun" sich allein auf das "nicht tun" von Lohn-, bzw. Zwangsarbeit bezieht...ich tue auch jetzt in diesem Moment etwas, indem ich dies hier schreibe - nur macht mich das nicht zu einem König. Jedenfalls nicht in den Augen der Herrschenden, die diesen Posten ja für sich beanspruchen, indem sie mir diktieren wollen, welche Art von Tätigkeit als "tun" von ihnen anerkannt und materiell vergütet wird...

...im Kern waren und sind alle von Menschen ersonnenen Sozialsysteme faschistisch - der Einzelne gilt nur als Mittel zum Zweck, damit das Krebsgeschwür Mensch, bzw. Gesellschaft an sich überlebt...doch man kann auch überleben, indem man sich das, was man benötigt, einfach von denen nimmt, die es haben...auf die eine oder andere Weise...gewaltsam oder durch Täuschung und List...ich habe mit so etwas grundsätzlich kein Problem...solange es keinen Armen trifft, versteht sich...menschliche "Gemeinschaft" ist eine fromme Illusion...nur weil ein anderer Mensch auch zur spezies Homo sapiens zählt, muss mir sein Leben nicht heiliger, wertvoller oder unantastbarer sein als das einer Spitzmaus oder das eines Gürteltieres...grundsätzlich ist jeder Mensch bereit zu töten um zu überleben...und ich sehe darin auch nichts verwerfliches...und Armut war auch immer schon sozial erwünscht - früher nicht anders als heute...nur war sie in vorindustriellen Produktionsweisen oft unvermeidlich, wohingegen Armut heute, bei den inzwischen erreichten technologischen Möglichkeiten der Produktion - längst der Vergangenheit angehören könnte und sich das Thema erledigt hätte - so dass jeder alles bekommen könnte - was wie gesagt rein technisch kein Problem mehr wäre...doch Armut ist sozial erwünscht, weil sie einerseits als Druck- und Herrschaftsmittel benüzt wird, andererseits der schon genannte "Almoseneffekt" zusätzlich dazu herhalten muss, die Herrschenden als generös und gütig gegenüber den Armen erscheinen zu lassen...denn das tut dieses System ja mehr als der mittelalterliche Fürst/Bischof, der einem Bettler ein Almosen zusteckt...wobei der wenigstens keine Gegenleistung für seine "Güte" verlangte - die bei ihm im Gegensatz zu einem Bonzen der BRD - womöglich sogar echt gewesen ist...ja ja, die generöse, imperialistische BRD - wo es die Armen ja so gut haben wie nirgends sonst auf der Welt...wie gut wir doch in der kapitalistischen Märchenstunde aufgepasst haben - dieser Propagandafilm in das allgemeie Bewusstssein eingesickert ist, und die Hirne kräftig weichgespült hat, sieht man ja bei dir..."nirgends haben es die Armen so gut, etc.etc,etc,...doch nach den Ursachen der Armut wird nicht gefragt, ihre vom System gelieferte Rechtfertigung, das vorgeschobene Alibi, wird nicht hinterfragt...Armut ist ein Druckmittel um die Menschen über ihre materiellen Bedürfnisse zu erpressen, klein und botmässig zu halten...wenn ich frei über meine Bedürfnisse verfügen kann, dann [I]bin[/I] ich frei und unabhängig und kann auch das entsprechende Selbstbewusstsein entwickeln - und damit wirklich frei, weil ich kein Schweinesystem mehr brauche, vor dem ich darum betteln müsste!
WaldemarMich haben sie kaputtgespielt, ich habe seit einiger Zeit kein Intresse mehr zu arbeiten... jedenfals nicht in einem typischen Arbeitsverhältnis und schon garnicht Zwangsarbeit. Nach der jahrelangen Schikane, von angedrohten Wohnungsrausschmiss wegen Überschreitung der Unterkunftkosten von 20 Euro. Sanktionen wegen 3 Tage telefonisch zu spät melden.. usw. können die mich gepfelgt am Arsch lecken und zwar kreuzweise. Natürlich habe ich daraus gelernt und weiß mich zu wehren und reagiere mit allem zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln. Jede 3 Minute eine Klage beim Sozialgericht und ich sorge sehr gern dafür das es mehr wird. Und das ist jetzt meine Arbeit :)
GISMO[QUOTE][i]Zitat: ÂmeNoir[/i]
[b]Generell finde ich es ungut, in Sachen H4 zu verallgemeinern und Arbeitslose - auch Langzeitarbeitslose - die H4 in Anspruch nehmen, als faul hinzustellen.[/b][/QUOTE]

Wo macht man denn das? Wenn es darum geht, gehört das nicht in ein Thema wie "RTLII denunziert Arbeitslose mit Assi-Show?".

[QUOTE][b]Selbst am AA wird man pauschal als faul und arbeitsunwillig denunziert und dementsprechend behandelt, auch dann, wenn man vor der Arbeitslosigkeit Jahrzehnte "ordnungsgemäß" malocht und sich den Allerwertesten dabei aufgerissen hat.[/b][/QUOTE]
Stimmt doch gar nicht.
Das hast du dir schlicht und ergreifend ausgedacht.
Das AA verursacht keine Probleme damit, Menschen ohne Arbeit generell als Faul zu bezeichnen.
Womit das AA ein Problem hat, sind Menschen, die tatsächlich nicht arbeiten wollen. Das AA hat nämlich die Aufgabe, Menschen Arbeit zu verschaffen. Wie es in einer leistungsorientierten Gesellschaft nun mal so der Fall ist, (welcher übrigens von oben kommt) steht dabei eben auch das AA unter Druck, sonst muss es sich auch vor Denunzierung und Verleumdung schützen. Wie, ähhhh, zum Beispiel in deinem Fall.
Es gibt da eine Druckspirale, die im Volk aufgebaut, den Volksvertretern (haha) weitergegeben und von dort über Ämter wie das Arbeitsamt wieder auf das Volk entladen wird. Wenn das AA seiner Arbeit nicht nachkommt, steht auch bald selbst als faul dar, weil keiner hören will, was die individuellen Interessen der Menschen sind. Das Problem entsteht nicht auf Ämterseite. Unsere Gesellschaft ist auf humaner Seite derart unsozial geworden, dass es Interessen und Betätigungsfelder außerhalb der zugeteilten Pflichten nicht mehr akzeptieren kann. Der generell unfreundliche Arbeitsvermittler, bei dem sich keiner für die Gründe seiner miesen Laune interessiert, ist da ein Paradebeispiel.
Für mich zeichnet sich da so etwas wie ein Teufelskreis ab.

Ich frag mich was passiert, wenn die Menschen in einer Demokratie endlich mal merken, dass sie ausschließlich selbst verantwortlich sind für die Umstände, in denen sie leben. Aber ich kann dir in einer Hinsicht Recht geben: Solange das die Masse nicht tut, ist man als Einzelner ziemlich angeschmiert.

[QUOTE][b]Es besteht hier ein System, daß absolut auf Leistungsdenken und Karrierestreben ausgerichtet ist, auf ein Mitrennen im Hamsterrad, auf's Funktionieren ("Human Resource" = menschliche Rohstoffquelle).[/b][/QUOTE]
Das "System" ist ausschließlich darauf abgerichtet, was das Volk wählt. (Gut, Parteien sind nicht an Wahlversprechen gebunden. Die können strenggenommen komplett diametrale Gesetze erlassen, als die, die sie versprochen haben, und sie haben den Gewaltapparatt, die Menschen dazu zu bringen, diese anschließend zu befolgen. Das Problem ist wohl einfach die Dummheit der Masse, denn eine etwas clevere könnte einfach keine Parteien wählen, die durch das Abdecken zu vieler Themen ein zu großes Machtvakuum ausfüllt.)
Das "System" ist nicht absolut auf Leistungsdenken ausgerichtet. Das ist in unserer Zeit der Fall, weil das Volk auf den Leistungstrip ist, und sich durch die dadurch entstehenden Wahlen mitsamt diverser Notwendigkeitsmärchen irgendwelcher Maßnahmen ein Teufelskreis bildet, der dieses Denken im Volk wieder verstärkt. Ich bin der Meinung, dass es stets nur ein Knall sein kann, der die Menschen wieder zum Umdenken bewegt, aber generell halte ich das demokratische System bis zu diesem Punkt für einen rekursiver Teufelskreis.

[QUOTE][b]Arbeiten gehen, weil man das halt so macht. Man ist nicht faul ... nein, das ist ganz böse![/b][/QUOTE]
Du kannst doch als und wie Arbeiten, wie du willst. Eine Arbeit ist immernoch die notwendige Maßnahme zur Weiterexistenz der Gesellschaft, von der jeder Mensch sich die suchen sollte, die ihm am besten gefällt. Wenn dir eine Arbeit nicht gefällt, dann wechsle sie eben, und selbst das Arbeitsamt kann dir nichts, wenn du aus Lustlosigkeit so demotiviert bist, dass du keine ausreichende Qualität an der Arbeitsstelle abgibst, die dir keinen Spaß bereitet. Warum ist es dir so wichtig, was Andere über dich denken?
solipsismus[QUOTE][i]Original geschrieben von GISMO[/i]
Wo macht man denn das? Wenn es darum geht, gehört das nicht in ein Thema wie "RTLII denunziert Arbeitslose mit Assi-Show?".[/QUOTE]
Im gesamten Thread. Lesen bildet.
ArrogantNickMoin!

Mal generell: @Gismo - danke für Deinen Beitrag, der hat mir jetzt den Tag vesüßt. :)

****

Zum Thema 'Faulheit': Also ich persönlich denke, dass jeder Mensch ein gewisses Maß davon sein Eigen nennt. Jeder sucht doch für sich einen möglichst gangbaren Weg und zwar einen, der möglichst wenig Aufwand und Anstregung erfordert. Ich würde also Faulheit nicht unbedingt nur negativ besetzen, denn sie führt auch dazu, dass man sich über die Effizienz seines Tuns Gedanken macht.

Aber genau da liegt mE ein Pferdefuss. Es ist bisher nur unzureichend gelungen, einen Apparat zu etablieren, der Menschen wirklich sinnvoll fördern kann oder ihnen eine Alternative anbietet. Für mich stellt sich das so dar, dass es z. Z. noch Gang und Gäbe ist, die Leute noch mehr zu frustrieren, einfach durch diesen Maßnahmenkatalog aus angedrohten Kürzungen, Minijobs und z. T. völlig absurden Bildungsmaßnahmen. Man sollte vielleicht auch mal in die Diskussion mit einbeziehen, dass Arbeitslosigkeit als solche, auch schon wieder einen Markt darstellt, für Arbeitsvermittlungsagenturen, Bildungswerke und alle möglichen Begleitinstitutionen, die sich ihr (oftmals sinnloses) Tun, fürstlich aus dem Steuertopf vergüten lassen.

Die Arbeitsvermittler der ARGEn sind oftmals auch nur völlig überlastete und überforderte, arme Würstchen, denen die Sparvorgaben um die Ohren gehauen werden und die, da sie täglich sehen wo sie landen würden, wenn es sie selbst trifft, irgendwie zu funktionieren suchen. Den klassischen Bösewicht in der Kette, gibt es mE nämlich gar nicht. Gismo hat das in meinen Augen auch sehr schön ausgeführt.

****

Pauschalurteile sind ebenfalls nicht möglich. Es gibt ebenso Arbeitnehmer, die sich immer versuchen irgendwie durchzumogeln und die Arbeit den Kollegen auf's Auge zu drücken. Das ist ebenfalls Faulheit - oder schlau, je nach Sichtweise. Ebenso gibt es Arbeitslose, die sich um die Arbeit herummogeln wollen und das auch schaffen, denn wo ein Wille ist, ist oft auch ein Weg. Aber all dies lässt sich nun einmal nicht generalisieren, denn es gibt eben auch sehr viele Menschen, die in ihrer Arbeit Befriedigung finden und Halt, die diese Arbeit einfach gerne tun und die, werden sie arbeitslos, mitunter sehr große Schwierigkeiten haben, mit diesem Zustand umzugehen, so er länger andauert. Das sind meiner Ansicht nach die wahren Verlierer des derzeitigen Verwaltungsapparates, denn sie werden zwischen diesen Mühlen dann so sehr frustriert, dass sie irgendwann einfach aufgeben, was einfach nicht hätte sein müssen.

All diese Menschen und Umstände, werden in dieser Diskussion hier, in einen Topf geworfen oder erst gar nicht als Faktor mit einbezogen, was einer halbwegs realistischen Betrachtung der Lage mE nicht gerecht wird, ja, nicht gerecht werden kann.

....
ArrogantNickEA,-
ich mache es mal kurz, da das Meiste was Du geschrieben hast, entweder eh schon als Deine Ansicht bekannt ist, mit der ich in großen Teilen eben nicht konform gehe, aber das muss ich ja auch nicht. Anders ausgedrückt, ich mag mich nicht mehr mit Dir darüber streiten. Einigen wir uns also, uns in diesen Punkten, nicht einig zu werden. ;-)

Einzig hierzu möchte ich kurz etwas sagen:

[QUOTE][i]Original geschrieben von ExiledArchangel [/i]
...wie gut wir doch in der kapitalistischen Märchenstunde aufgepasst haben - dieser Propagandafilm in das allgemeie Bewusstssein eingesickert ist, und die Hirne kräftig weichgespült hat, sieht man ja bei dir..."nirgends haben es die Armen so gut, etc.etc,etc,...doch nach den Ursachen der Armut wird nicht gefragt, ihre vom System gelieferte Rechtfertigung, das vorgeschobene Alibi, wird nicht hinterfragt...Armut ist ein Druckmittel um die Menschen über ihre materiellen Bedürfnisse zu erpressen, klein und botmässig zu halten...[/QUOTE]

1. Ich weiß nicht welche Medien Du noch konsumierst, aber ich erlebe es mittlerweile sehr sehr oft, dass im TV (öffentlich-rechtliche witzigerweise), über Missstände berichtet wird. Über Missbrauch von Macht, über das Verbrennen riesiger Steuersummen und den Wahnsinn der ARGEn. Also wenn es Propaganda gibt, was ich gar nicht abstreiten will, dann ist diese dennoch nicht alles beherrschend. Da heißt es wohl einfach nur gut aufzupassen und zu filtern.

2. Diese Äußerung, nämlich, dass es den Armen in unseren Lande so gut geht, wie sonst nirgends, bezog sich auf den rein formalen Umstand des sozialen Netzes und seines Ausbaus.

3. Dass Armut ein Druck-/Machtinstrument ist, sehe ich wie Du, sah es schon immer so und ziehe nur für mich andere Schlüsse daraus, was ein adäquates Verhalten betrifft, mit dem sich diesem Umstand begegnen lässt.

Grüßle
Mischa
GISMO[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]Moin!

Mal generell: @Gismo - danke für Deinen Beitrag, der hat mir jetzt den Tag vesüßt. :)[/b] [/quote]
Keine Ursache. ;)

[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i][b]
Zum Thema 'Faulheit': Also ich persönlich denke, dass jeder Mensch ein gewisses Maß davon sein Eigen nennt. Jeder sucht doch für sich einen möglichst gangbaren Weg und zwar einen, der möglichst wenig Aufwand und Anstregung erfordert. Ich würde also Faulheit nicht unbedingt nur negativ besetzen, denn sie führt auch dazu, dass man sich über die Effizienz seines Tuns Gedanken macht. [/b]
[/quote]
Das kommt drauf an: Wenn du mit Faulheit bei Menschen das Nichtstun meinst, kann der Mensch dem auch kaum entkommen. Es gibt immer Momente, in denen der Mensch innehält, nachdenkt und nichtstut. Und dabei ist diese Form der Faulheit keine dem Menschen zwangsläufig gemütliche Form des Nichtstuns. Die unangenehme Langeweile ist eine Phase des Nichtstuns, den der Mensch entkommen möchte, aber nicht kann. Könnte man hier jemanden als Faul bezeichnen? Dabei müsste man näher differenzieren, wann genau man zwischen den vielen Tätigkeiten, denen man am Tag nachgeht, faul ist, und wann nicht. Ist jemand, der Videospiele zur Entspannung spielt, gerade faul, aber jemand der stattdessen liest, gewillt, sich zu bilden?

Generell wird für mich mit dem Begriff "Faulheit" der Vorwurf des "bewussten" Nichtstuns assoziiert, während man gleichermaßen von Außen den Eindruck hat, der "Faule" könne noch arbeiten, will es aber einfach nicht.

Beim Begriff "Faulheit" gibt es für mich also immer einen, der angeblich faul ist, und Einen, der lediglich den Eindruck von Faulheit von Außen hat. Ansonsten ensteht das Konstrukt der Faulheit nicht, (denn auch wenn ein Mensch zwar physisch in der Lage wäre zu arbeiten, psychisch aber nicht, so kann man ihn dennoch nicht als faul bezeichnen, da jeder Mensch zangsläufig irgendetwas tut, was Außenstehenden möglicherweise nicht geläufig ist. Auf etwas warten, zum Beispiel, oder über ein Problem nachdenken, während dadurch eine bestehende, gestellte Aufgabenstellung aufgeschoben wird. Dabei wird außer Acht gelassen, dass der Mensch dabei aber durchaus gerade mit etwas beschäftigt ist, nur eben nicht mit der Aufgabe, die ihm gestellt wurde. Faulheit wäre demnach nur der Vorwurf, dass jemand nicht der Aufgabe nachgeht, die ihm gestellt wurde, und damit eine versteckte Charakteristik, einem Menschen Ungehorsam vorzuwerfen. Und der Ärger darüber ist, meiner Meinung nach, verständlich, denn die meisten, wenn nicht alle, Menschen möchten viel lieber etwas anderes tun, als das, wozu sie gezwungen werden, und was sie nicht freiwillig tun. Ich verstehe darum auch den Ärger seitens der Arbeitslosen über den Vorwurf des Charaktermangels "Faulheit.", der stets den bitteren Beigeschmack zur Aufforderung der Unterwerfung in sich trägt.)
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von GISMO [/i]Wo macht man denn das? Wenn es darum geht, gehört das nicht in ein Thema wie "RTLII denunziert Arbeitslose mit Assi-Show?".[/QUOTE]

Hier.

[QUOTE]Stimmt doch gar nicht. Das hast du dir schlicht und ergreifend ausgedacht.[/QUOTE]

Du mußt es ja wissen und steckst ja in meiner Haut ;) ...

[QUOTE]Das AA verursacht keine Probleme damit, Menschen ohne Arbeit generell als Faul zu bezeichnen.[/QUOTE]

Du, ich war in meinem Leben selbst 2 x arbeitslos und genau das ist passiert und nicht nur mir. Mit mir wurden beim 2 x an die 180 Kollegen mit arbeitslos. Fast alle waren über 20 Jahre in der Firma beschäftigt. Auch in meinem Bekanntenkreis waren damals 2 arbeitslose Mädels. Wie auch am eigenen Leib erlebt, haben diejenigen ebenso berichtet, wie herabwürdigend sie auf dem AA teilweise behandelt wurden. Bei mir war es bei meinem 2. Gespräch mit der Job-Vermittlerin. Ich hatte mich bis dahin fleißig beworben, unabhängig vom AA, denn von denen kam so gut wie garnix, außer 2 Stellenangebote, die es nicht wert waren, sich überhaupt darauf zu bewerben. Da war von vorne herein klar, daß ich die Stellen nie bekommen würde, da ich in einer völlig andere Richtung qualifiziert war. Von der Vermittlerin kam der Vorwurf, daß ich mich angeblich zu wenig bewerbe und die Drohung, wenn ich mich weiterhin so wenig bewerbe, dann kann sie mich auch dazu verdonnern, mich deutschlandweit bewerben zu müssen (während der Arbeitslosigkeit war ich fast jeden Tag einige Stunden damit beschäftigt, nach Stellen zu suchen und auch Initiativbewerbungen zu schreiben). Nun, sie präsentierte mir eine Zielvereinbarung, die ich unterschreiben mußte. Wenn ich die nicht einhalte, dann wird mir das Arbeitslosengeld gestrichen. Sorry aber das sind pure Erpressermethoden!

Sie gestand mir dann während des 2. Gesprächs, daß sie selbst unter Erfolgszwang steht und eine gewisse Anzahl an Stellen vermitteln muß. Das ist doch widersinnig. Da soll man dann irgendeinen Job annehmen, für den man keineswegs geeignet ist (gar noch Haus und Hof, den Freundeskreis, die Heimat dafür aufgeben), nur damit das AA sein Soll erfüllt. Was bilden die sich eigentlich ein, wer sie sind! Und was bilden die sich eigentlich ein, wen sie vor sich haben?

[QUOTE] Wie es in einer leistungsorientierten Gesellschaft nun mal so der Fall ist, (welcher übrigens von oben kommt) steht dabei eben auch das AA unter Druck, sonst muss es sich auch vor Denunzierung und Verleumdung schützen.[/QUOTE]

Das der Job nicht einfach ist, ist mir klar. Doch nur weil das AA oder der Vermittler unter Druck steht, bedeutet das m. E. noch lange nicht, den Druck nach unten weitergeben zu müssen, im Sinne von Befehlsempfänger. Das ist blinder Gehorsam. Wenn die da oben sagen, erschießt die Arbeitslosen, die länger als 1 Jahr arbeitslos sind, dann gehorcht der Vermittler auch und packt die Knarre aus oder wie?

[QUOTE]Wenn das AA seiner Arbeit nicht nachkommt, steht auch bald selbst als faul dar[/QUOTE]

Nicht als faul aber als unfähig ... weil es garnicht darum geht, die zur Verfügung stehenden Stellen an jene Arbeitslosen zu vermitteln, die dafür geeignet sind. Ich frage mich eh, warum es das AA überhaupt gibt, denn als ich die 2 x arbeitslos war, kamen insgesamt 3 Stellenangebote vom AA. Wenn ich auf die gewartet hätte, wäre ich wohl seit über 25 Jahren arbeitslos. Und auf's AA zu gehen, um mir dann sagen lassen zu müssen, daß ich halt auch im Internet nach offenen Stellen schauen soll, da komme ich auch selbst drauf, dazu brauch' ich keinen Vermittler. Auch die Kurse, zu denen die einen im Allgemeinen verdonnern, sind ein Witz - zumindest in meinem Fall - da ich denen wahrscheinlich hätte zeigen können, wie man Bewerbungen schreibt und den Computer richtig bedient. Da wird nicht differenziert und stattdessen fast jeder erstmal in so ne Maßnahme gesteckt, ob sinnvoll oder nicht. Wenigstens dagegen habe ich mich erfolgreich wehren können. Ich habe noch heute über den überraschten Blick der Vermittlerin vor Augen, als ich ihr mitteilte, daß ich wieder nen Job hab und dieser nicht vom AA vermittelt wurde.

[QUOTE] Ich frag mich was passiert, wenn die Menschen in einer Demokratie endlich mal merken, dass sie ausschließlich selbst verantwortlich sind für die Umstände, in denen sie leben.[/QUOTE]

Demokratie, welche Demokratie? Ja, da sind dann aber auch alle dafür verantwortlich, nicht nur die Arbeitslosen.

[QUOTE]Das "System" ist ausschließlich darauf abgerichtet, was das Volk wählt. (Gut, Parteien sind nicht an Wahlversprechen gebunden).[/QUOTE]

Das mein' ich aber auch! Wer hält denn da, was er versprochen hat? Das ist mir völlig neu.

[QUOTE] Das "System" ist nicht absolut auf Leistungsdenken ausgerichtet. Das ist in unserer Zeit der Fall, weil das Volk auf den Leistungstrip ist ...[/QUOTE]

Das System lebt durch die Verhaltensweisen der Menschen. Es geht doch schon vor der Schulzeit mit dem Theater los. Da wird bereits vermittelt ... "wenn du dich nicht anstrengst, wird nie was aus Dir werden" und die die "faul" sind und nicht brav mit dem Kopf nicken, denen wird das Leben schwer gemacht, solange, bis sie passend gemacht wurden. Das System besteht durch die, die es nähren, das ist richtig. Dazu gehören aber auch die Oberen. Vielleicht leben wir in einer Zeit, in der Selbstbewußtsein Mangelware ist und dieses Defizit mit Karrierestreben und Leistungsdenken aufgewogen wird?! Wo bleibt da die Eigenverantwortung?

[QUOTE]Du kannst doch als und wie Arbeiten, wie du willst.[/QUOTE]

Sorry, das bezweifle ich stark. Wie soll das gehen, wenn es weniger Stellen als Arbeitslose gibt? Dann kann ich nur die Stellen annehmen, die zur Verfügung stehen und nicht das, was ich will, außer ich würde mich selbständig machen.

[QUOTE] Eine Arbeit ist immernoch die notwendige Maßnahme zur Weiterexistenz der Gesellschaft, von der jeder Mensch sich die suchen sollte, die ihm am besten gefällt.[/QUOTE]

Sollte ... genau das ist der Punkt. Nur zum "sollte" kommt man so selten. Aber wie soll das bei der Art Arbeitsvermittlung funktionieren, wenn man mehr oder weniger erpresst wird.
Es gibt mittlerweile Untersuchungen, die zeigen, daß alleine dadurch, daß zig Leutchen ungeeignete Jobs besetzen, enorme Verluste entstehen und nicht nur in finanzieller Hinsicht für die Arbeitgeber. Wie unbefriedigend ist es auch als Arbeitnehmer, zwar einen Job zu haben, um sich ernähren zu können, jedoch keinen Spaß daran zu haben, weil man einfach nicht dafür geeignet ist. Wer Pratzen wie ein Bär hat, der wird ein Problem haben, im 10-Fingersystem den ganzen Tag Daten in den Computer zu hacken, genauso wie jemand, der nicht belastbar ist, wenn er einen Streßjob meistern soll. Klar, ein gewisses Maß an Anpassung ist möglich, doch wenn die Anpassung soweit gehen soll, daß man das eigene Wesen völlig umkrempeln soll, um im Job zu genügen, dann hört der Spaß echt auf. Das macht unzufrieden, demotiviert, frustiert. Die Unzufriedenheit gibt man weiter, das zieht sich oft wie ein roter Faden auch durch das Privatleben. Hat man einen für sich geeigneten Job, dann kann man richtig aufblühen und bringt sich gerne ein. Der Job alleine ist lange nicht alles, es gibt auch noch andere wichtige Dinge im Leben, die wegen eines Jobs oft eh viel zu kurz kommen, wie Familie, Freunde etc.

[QUOTE]Wenn dir eine Arbeit nicht gefällt, dann wechsle sie eben, und selbst das Arbeitsamt kann dir nichts, wenn du aus Lustlosigkeit so demotiviert bist, dass du keine ausreichende Qualität an der Arbeitsstelle abgibst, die dir keinen Spaß bereitet.[/QUOTE]

Wie oben beschrieben, es gibt nunmal nur eine begrenzte Anzahl an Stellen, so daß sich nicht jeder aussuchen kann, was er gerne arbeiten möchte.

[QUOTE] Warum ist es dir so wichtig, was Andere über dich denken?[/QUOTE]

Es geht mir weniger darum, was andere über MICH denken, sondern vielmehr darum, daß ich es nicht gerecht und fair finde, jeden der nicht dem üblichen Maßstab (Leistung und Karriere), also der Norm entspricht oder entsprechen will, als faul hinzustellen. Außerdem hat Faulheit durchaus Vorteile, denn dann kommt man wenigstens mal zur Ruhe und zum Nachdenken, z. B. über diverse verkorkste Systeme.
ArrogantNickMoin!

[QUOTE][i]Original geschrieben von GISMO [/i]
[....] Generell wird für mich mit dem Begriff "Faulheit" der Vorwurf des "bewussten" Nichtstuns assoziiert, während man gleichermaßen von Außen den Eindruck hat, der "Faule" könne noch arbeiten, will es aber einfach nicht. [....]
[/QUOTE]

Also ich sage es mal so: Ich bin mittlerweile mit dem Faulheitsvorwurf sehr viel vorsichtiger geworden. Während ich ihn früher regelrecht inflationär verwendete. Und zwar witzigerweise zu Zeiten, als ich selbst nicht viel tun konnte, mich hilflos fühlte ob dieses Umstandes und, es ist ja altbekannt, man hasst an seinen Mitmenschen stets das am Meisten, was man an/in sich selbst verabscheut. Ergo verabscheute ich alle 'faulen Säcke', einschließlich mich selbst, weil ich mich als tatenlos empfand.

In der Retrospektive, stellt sich das alles für mich etwas differenzierter dar. Ich weiß, warum ich 'faul' war und, dass das nicht, entgegen des Klischees, ein Zuckerschlecken war, sondern im Gegenteil, ich damit höchst unausgelastet, unzufrieden und damit unausgeglichen war. Ich tat in diesen Zeiten jede Menge. Arbeitete mit und an mir selbst, was allerdings von außen wirklich schwer nachzuvollziehen war. Ich kann mich im Grunde Deinem letzten Post auch fast vollumfänglich anschließen, GISMO.

Aber - und ich denke hier liegt die Crux, ich hatte mir vorher einen Zustand hergestellt, dass ich das Faulsein auch in Ruhe durchziehen konnte. Zu Zeiten, wenn ich aus finanziellen Gründen arbeiten musste, habe ich das immer getan. Danach 'leistete' ich mir den Zusammenbruch und weit über 5 Jahre lang 'Faulheit'. Diese Zeit nutzte ich und heute arbeite ich und versuche mir noch etwas mehr aufzubauen, obwohl ich es aus rein finanziellen Gründen nicht unbedingt müsste.

Ich erkannte für mich, dass Arbeit auch etwas Befriedigendes haben kann und, dass sie mir gut tut. Darum tue ich sie und möchte mehr davon. Für mich und für sonst gar nichts und niemanden - nur für mich.

Und seit es mir so gut geht, habe ich im Grunde kein Problem mehr mit Menschen, die ebenfalls 'faul' sind. Wenn sie damit zufrieden sind, prima! Wenn nicht, dann haben sie eben auch noch einen Weg vor sich. Ich würde mir halt nur wünschen, dass diesen Leuten bessere Förderung zukommt, während man die, die einfach nur ihre Ruhe wollen (um was auch immer mit/an sich zu tun), doch auch in Ruhe lassen sollte. An ÂmeNoir's letztem Post, sieht man recht gut was ich damit meine, nämlich, dass das ganze Prozedere eher hemmt/frustriert als fördert und zwar alle Beteiligten. Was mE daran liegt, dass alle Menschen im 08/15 Verfahren in ein Raster gepfercht werden sollen, was hanebüchen ist und kontraproduktiv. Nicht jeder steht am gleichen Punkt, nicht jeder ist Willens und in der Lage, für seinen Unterhalt zu arbeiten. Ja, Herrgott - anstatt nun alle zu frustrieren, erpressen und verrückt zu machen, sollte man mE denen etwas geben (und sie ansonsten in Frieden lassen), die es noch brauchen und die Anderen, die aus dieser Alimentierung wieder herauswollen, gezielt unterstützen. Aber das was hier z. Z. abläuft und sich immer weiter zuspitzt, das hat tatsächlich schon ein wenig etwas von Hexenjagd.

Fazit: Faulheit ist in meinen Augen etwas, das man sich leisten können muss, um davon zu profitieren und sich danach dort herauszuarbeiten; und zwar aus eigenem Willen und Antrieb. So lange das Ganze als reiner Vorwurf missbraucht wird und als Abwertung, wird ein Mensch auch nicht die Ruhe in der Faulheit finden, die er benötigt, um zu sich selbst zu finden und damit einhergehend auch die Antwort auf die Frage, wie er seinen Lebensunterhalt durch eigene, gewollte Arbeit, sichern kann. Kurz, wer ständig terrorisiert wird, der kann sich nicht besinnen. Wer sich nicht besinnen kann, der kann sich nicht neu orientieren.


Grüßle
Mischa
Aza[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Ja orientier du dich mal an der Realität, und wenn du Arbeit bewerten möchtest...

Der typische Vorstandsvorsitzende kommt auf das 100- bis 200-fache Gehalt eines Arbeitnehmers. I [/B][/QUOTE]

Völliger Schwachsinn!

Der durchschnittliche Geschäftsführer verdient gerade 100-200k Euro!
Seine Sekräterin wird ihn 50.000 kosten! (50 Brutto Gehalt + Lohnnebenkosten)

Viele der Vorstandsmitlieder in Deutschland verdienen weniger als eine Million Euro, worüber echauffierst du dich?
WaldemarStimmt was du schreibst ist völliger Schwachsinn..

Vielleicht solltest du dann doch mal lernen Buchstaben die neben einander gereiht sind auch zu deuten... ich dachte du hast Abitur, aber das schützt wohl vor deiner speziellen selektiven Wahrnehmung nicht.

Ich habe nichts von Einkommen der Geschäftsführern geschrieben, sondern nur die das durschnittliche Einkommen/Statistik der (Spitzen) MANAGER und Vorstandsmitglieder erwähnt und das in der Relation zum Lohn/Gehaltgefüge der Unternehmen.

Und das im Kontext auf Bewertung von Arbeit. Sicher hat AN recht, in dem sie sagt, dass man erstmal die Qualifikation und das Durchhaltevermögen sein Eigen nennen muss. Aber dort findet dann geistige Inzucht statt. Wenn man erstmal einen Vertrag in der Tasche hat ist alles ziemlich egal, wie man an manifaltigen Beispiel in der Wirtschaft aufzählen könnte. Und diese zum größten Teil den Hals nicht voll genug bekommen können... Mismanagement wird nicht bestraft. Im Gegenteil sie werden dafür gut bezahlt. Das auf die Kosten der Volkswirtschaft.. Je nach Standpunkt sehr klever oder wie ich sagen würde: Sozialschmarotzer im großem Stile, dass sich ordentlich lohnt :)
AzaDu bist also der Meinung, dass Menschen ohne festen Vertrag sozialer denken, als Menschen die einer rechtschaffenden Arbeit nachgehen?

Anm. Geschäftsführer:
Geschäftsführer sind (Spitzen) MANAGER
WaldemarWillst du jetzt deine Fehlinterpretion perfektionieren und die eigene Dummheit unterstreichen ohne es zu merken? :D

Was meinste wer für die Fehlentscheidungen und Mismanagement bezahlt? Ob nun mit oder ohne Vertrag spielt dann nur eine Nebenrolle.

Eine lächerlich Nebenrolle in den Ags sind vorallem die vertraglichen Aktienoptionen. Manager haben nur die kurzfristige Gewinnmaximierung vor Augen und jene interessiert kaum eine langfristige Wertentwicklung. Der Aktienkurs wird nicht die Leistung eines Vorstandschefs oder Mangerchefs wider. Somit können die Aktien von Trends oder Übernahmespekulationen manipuliert werden. Mehrmals geschehen und vorsätzlich. Bei vielen Optionsprogrammen verdienen die Vorstände selbst dann noch, wenn ihre Aktie schlechter als die Papiere der Konkurrenz abschneidet. Es kostet Arbeitsplätze - es kostet die gesamte Volkswirtschaft.

Und Geschäftsführer, per Definition, ist eine Person, die in einem Unternehmen oder einem anderen Personenzusammenschluss die Geschäfte leitet. Während ein Manager eher ein Synomym ist für die Führungsperson die das gesamte Unternehmen leitet und führt und/oder hauptverantwortlich ist. Bei großen Unternehmen. AG s usw..

Sozialschmarotzer genau deshalb, weil sie Werte vorsätzlich entwerten und das natürlich auf geschaffene Werte, die die Basis erarbeitet hat und das im großen Umfang.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
(....)

Was meinste wer für die Fehlentscheidungen und Mismanagement bezahlt? Ob nun mit oder ohne Vertrag spielt dann nur eine Nebenrolle.

Eine lächerlich Nebenrolle in den Ags sind vorallem die vertraglichen Aktienoptionen. Manager haben nur die kurzfristige Gewinnmaximierung vor Augen und jene interessiert kaum eine langfristige Wertentwicklung. Der Aktienkurs wird nicht die Leistung eines Vorstandschefs oder Mangerchefs wider. Somit können die Aktien von Trends oder Übernahmespekulationen manipuliert werden. Mehrmals geschehen und vorsätzlich. Bei vielen Optionsprogrammen verdienen die Vorstände selbst dann noch, wenn ihre Aktie schlechter als die Papiere der Konkurrenz abschneidet. Es kostet Arbeitsplätze - es kostet die gesamte Volkswirtschaft.

Und Geschäftsführer, per Definition, ist eine Person, die in einem Unternehmen oder einem anderen Personenzusammenschluss die Geschäfte leitet. Während ein Manager eher ein Synomym ist für die Führungsperson die das gesamte Unternehmen leitet und führt und/oder hauptverantwortlich ist. Bei großen Unternehmen. AG s usw..

Sozialschmarotzer genau deshalb, weil sie Werte vorsätzlich entwerten und das natürlich auf geschaffene Werte, die die Basis erarbeitet hat und das im großen Umfang. [/QUOTE]

Ich erinnere mich, dass vor einigen Jahren sich die Skandale um Bäckereien häuften. Ratten, Kakerlaken, Brotspuckereien.... das war schon ziemlich eklig, was da von einigen, wenigen Bäckern veranstaltet wurde und, von den Medien noch gepuscht, fast den Eindruck hätte erwecken können, man solle Backwaren besser generell meiden.

Tja - so formen einige schwarze Schafe dann das Bild in der Öffentlichkeit.

Warum mir das jetzt einfällt? Weil es so gut passt.

....
WaldemarDas passt natürlich immer. Alles natürlich nur ein Mediengag um für Unterhaltung zu sorgen. Nur komisch das alle großen Aktiengesellschaften mehrmals ihre Krisen dem Fehlmanagment zum Opfer fielen wie z.B. Siemens, Telekom, Mannesmann/Vodafon, Opel, VW, Porsche, Deutsche Post, KarstadtQuelle, Daimler&Chrysler, ach die Liste ist endlos...

Wenn du immer noch an Mediengag glaubst, wieso empfehlen Deutsche Wirtschaftsinstitute = Unternehmerischer Misserfolg darf nicht länger mit hohen Abfindungen honoriert werden. Versagen in Vorstand oder Aufsichtsrat müsse mit persönlichen Konsequenzen bis hin zum Jobverlust verbunden sein und nicht mit goldenen Handschlägen... und nicht gleich im Anschluss das nächste Großunternehmen zu plätten.

Manager sind auch nichts weiter als der verlangerte Arm des Kapitals und wahrscheinlich auch nur Menschen. Nur das sie in dessen Welt das nicht mehr wahrnehmen halte ich für keinen Medienhype...
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
Das passt natürlich immer. Alles natürlich nur ein Mediengag um für Unterhaltung zu sorgen. Nur komisch das alle großen Aktiengesellschaften mehrmals ihre Krisen dem Fehlmanagment zum Opfer fielen wie z.B. Siemens, Telekom, Mannesmann/Vodafon, Opel, VW, Porsche, Deutsche Post, KarstadtQuelle, Daimler&Chrysler, ach die Liste ist endlos...

Wenn du immer noch an Mediengag glaubst, wieso empfehlen Deutsche Wirtschaftsinstitute = Unternehmerischer Misserfolg darf nicht länger mit hohen Abfindungen honoriert werden. Versagen in Vorstand oder Aufsichtsrat müsse mit persönlichen Konsequenzen bis hin zum Jobverlust verbunden sein und nicht mit goldenen Handschlägen... und nicht gleich im Anschluss das nächste Großunternehmen zu plätten.

Manager sind auch nichts weiter als der verlangerte Arm des Kapitals und wahrscheinlich auch nur Menschen. Nur das sie in dessen Welt das nicht mehr wahrnehmen halte ich für keinen Medienhype... [/QUOTE]

Weißt Du, ich will gar nicht abstreiten, dass vieles schief läuft. Ich müsste blind und taub sein um das zu tun. Aber, und das ist etwas das mir immer wieder in derartigen Situationen/Diskussionen auffällt, dass nämlich einerseits die Vorurteile (in unserem Kontext hier nun gegen Arbeitslose) beklagt werden, die sich aus einigen schwarzen Schafen und Medienpräsentationen ergeben, wofür dann die Medien auch kräftig gegeißelt werden (nicht zu Unrecht, wie ich finde). Aber andererseits, die jenigen, die sich gegen betreffende Vorurteile verwahren wollen, ihrerseits dann selbst nicht mit derartig inspirierten Vorurteilen geizen.

Natürlich gibt es Manager, die gewissenlose Raffzähne sind. Ebenso gibt es Arbeitslose, die schlicht keinen Bock haben und einen gelben Schein nach dem anderen reinreichen. Ebenso tun das Arbeitnehmer, die damit ihre Firmen schädigen. Das ist alles das Gleiche, nur auf unterschiedlichen Ebenen und mit unterschiedlichem Schaden. Dennoch lässt sich das nicht pauschalisieren. Oder aber, man pauschalisiert es, aber dann auch bitte konsequent. ;-)

....
WaldemarTja, nur was wenn genau das Mismanagement in die Arbeitslosigkeit vorantreibt... haben wir schonmal ein Problem mit der Schuldzuweisung. Fakt ist das Gros der Arbeitslosigkeit ist und bleibt ein gesellschaftliches Problem und kein individuelles.

Natürlich gibt es Manager die ihre Arbeit gut machen, außer Frage... nur was wie schnell man das wieder kaputtmachen kann, siehe Porsche. Der Manager hat Porsche gut in die schwarzen Zahlen gebracht. Aber leider doch ein Versager mit seinem gesamten Vorstand.. Denn ich bin ja Porsche und jetzt möchte VW übernehmen, also leihe ich mir von VW Miliarden um sie dann zu übernehmen. Ups ging leider schief, massig Schulden und VW schluckt mich. Aber nun vertragen wir uns wieder..

Die Leute die keinen Bock haben zu arbeiten wird es immer geben. Wichtig ist die Frage warum. Gisma hat das gut beschrieben.

Aber Manager arbeiten und verdienen gut dabei Stellen abzubauen. Weißt du, mir ist das egal, denn ich selber kann daran nichts ändern. Ich kann nur eins, mich nie wieder auf Angestellenverhältnis einlassen.. Und das werde ich nicht.
Mondenkind79Ich frage mich ernsthaft, warum in einem Thread, in dem es um Hartz4 geht, über Faulheit diskutiert wird?! Macht doch einen eigenen Thread auf, wenn ihr über das Thema Faulheit philosophieren wollt...

Der "faule Arbeitslose" ist eine neoliberale Propagandalüge und wird eingesetzt, um Druck sowohl auf Erwerbslose, als auch auf die noch arbeitende Bevölkerung auszuüben. Die Lohnspirale geht zugunsten des Profits immer weiter nach unten und das wird u.a. dadurch erreicht, dass Erwerbslose für Niedriglöhne arbeiten sollen/müssen und dadurch reguläre existenzsichernde Arbeitsplätze vernichtet werden. Und die meisten Erwerbstätigen klatschen auch noch Beifall (und wenn es nur insgeheim ist), wenn ein Erwerbsloser sanktioniert wird, weil er sich weigert, einen Ausbeuterjob anzunehmen. :rolleyes:

Jeder Erwerbstätige, der Erwerbslose bekämpft, statt sich mit ihnen zu solidarisieren, schneidet sich am Ende ins eigene Fleisch!

Und es muss noch einmal ganz klar gesagt werden: es gibt längst nicht genug Arbeitsstellen für alle Erwerbslose, und die wird es auch nie wieder geben! Sämtliche "Jobs" aus dem Niedriglohnbereich sind selbstverständlich keine Arbeitsstellen, sondern Ausbeutung pur.
Wollt ihr wirklich alle irgendwann für umsonst arbeiten, nur weil ihr ansonsten Angst habt, als "faul" zu gelten? Genau dahin geht die Entwicklung nämlich, da Profitgier offensichtlich keine Grenzen kennt. Seid froh, dass es Menschen gibt, die sich diesem Irrsinn verweigern und sich nicht ausbeuten lassen!
Von denen, die käuflich sind, gibt es schon viel zu viele...


[URL=http://www.youtube.com/watch?v=KQeFrbS6Ckg][color=lightblue]Unser Standard[/color][/URL]

[URL=http://www.youtube.com/watch?v=MHMIFX3tYs8][color=lightblue]Tausend[/color][/URL]
Mondenkind79Es gibt übrigens Neuigkeiten von den Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht betreffend Verfasssungswidrigkeit der Hartz4-Regelsätze:

am 9. Februar um 10 Uhr ist Urteilsverkündung!

Wer noch keinen Überprüfungsantrag gestellt hat und dies noch tun möchte, sollte sich also beeilen. Denkt dran, [I]nach[/I] der Urteilsverkündung ist es [I]zu spät[/I], sich Ansprüche auf Nachzahlungen zu sichern!

Es gibt zwar keine Garantie auf Nachzahlungen, aber wenn ihr es nicht probiert, geht ihr in jedem Fall leer aus.
Die Reaktionen der Argen (es gibt eine interne Dienstanweisung, die Anträge grundsätzlich abzulehnen, statt sie ruhend zu stellen) sprechen dafür, dass hier jemand Angst vor dem Urteil des BVerG hat.


Holt euch das, was euch zusteht!


[URL=http://www.chefduzen.de/index.php/topic,20406.msg187805.html#msg187805][color=lightblue]Hier[/color][/URL] geht's zu den Überprüfungsanträgen.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
Tja, nur was wenn genau das Mismanagement in die Arbeitslosigkeit vorantreibt... haben wir schonmal ein Problem mit der Schuldzuweisung. Fakt ist das Gros der Arbeitslosigkeit ist und bleibt ein gesellschaftliches Problem und kein individuelles.[/quote]

Na ja, für mich ist die Frage: Dienen Schuldzuweisungen irgendwem? Ich meine, ändert sich dadurch irgendwas?

Ich sehe es tatsächlich auch so, dass Arbeitslosigkeit ein gesellschaftlich bedingtes Phänomen ist - besser gesagt, eines der Produktionseffizienz. Denn eigentlich ist Arbeitslosigkeit als solches gar kein Problem, bzw. wäre es nicht, so man einfach einsehen würde, dass es nicht genug Arbeit für alle gibt und sich darauf konzentrieren würde, Wege zu finden, wie dennoch alle ihr Auskommen hätten und sich sinnvoll beschäftigen könnten. Dazu schrieb ich ja schon so einiges.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
Natürlich gibt es Manager die ihre Arbeit gut machen, außer Frage... nur was wie schnell man das wieder kaputtmachen kann, siehe Porsche. Der Manager hat Porsche gut in die schwarzen Zahlen gebracht. Aber leider doch ein Versager mit seinem gesamten Vorstand.. Denn ich bin ja Porsche und jetzt möchte VW übernehmen, also leihe ich mir von VW Miliarden um sie dann zu übernehmen. Ups ging leider schief, massig Schulden und VW schluckt mich. Aber nun vertragen wir uns wieder..[/quote]

Ja, der Schaden der auf dieser Ebene angerichtet werden kann ist sehr sehr groß und fällt deshalb auch immens auf. Dass jedoch auf anderer Ebene, klein bei klein, ebenfalls gewaltige volkswirtschaftliche Schäden entstehen, das wird dabei schnell mal übersehen. Alleine der Verwaltungsapparat der Arbeitslosigkeit (besonders irgendwelche sinnlosen Subventionierungen von Bildungsinstituten, Arbeitsvermittlern, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen usw.), schluckt einen Etat, der die Managerschäden locker übertrifft. Die Folgekosten dieser Volksfrustration sind ebenfalls ein riesiger Kostenpunkt. Das gehört mE mal ordentlich nachgebessert.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
Die Leute die keinen Bock haben zu arbeiten wird es immer geben. Wichtig ist die Frage warum. Gisma hat das gut beschrieben.[/quote]

Stimmt - und ich finde, man sollte diesen Leuten ihr Lebensminimum zugestehen, sie ansonsten in Frieden lassen und sich auf die konzentrieren und in die investieren, die Bock haben.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
Aber Manager arbeiten und verdienen gut dabei Stellen abzubauen. Weißt du, mir ist das egal, denn ich selber kann daran nichts ändern. Ich kann nur eins, mich nie wieder auf Angestellenverhältnis einlassen.. Und das werde ich nicht. [/QUOTE]

Ich kann diese Entscheidung vollkommen verstehen, mir geht es da genau wie Dir. Ich bin allerdings in der glücklichen Lage, dennoch nicht auf eine Alimentierung durch offizielle Stellen angewiesen zu sein, was mir Spielraum und Ruhe beschert, wofür ich sehr dankbar bin.

Dass Manager am Stellenabbau verdienen, ist jedoch nicht etwas, dass man ihnen persönlich zum Vorwurf machen könnte. Ebensowenig, wie man einem Arbeitslosen seinen Jobverlust zum persönlichen Vorwurf machen könnte. Der Umstand des Stellenabbaus, liegt im Aktienmarkt begründet, für dessen Abschaffung ich absolut plädiere.

Grüßle
Mischa
Hellscream[QUOTE]geschrieben von Mondenkind79
Der "faule Arbeitslose" ist eine neoliberale Propagandalüge und wird eingesetzt, um Druck sowohl auf Erwerbslose, als auch auf die noch arbeitende Bevölkerung auszuüben. Die Lohnspirale geht zugunsten des Profits immer weiter nach unten und das wird u.a. dadurch erreicht, dass Erwerbslose für Niedriglöhne arbeiten sollen/müssen und dadurch reguläre existenzsichernde Arbeitsplätze vernichtet werden. Und die meisten Erwerbstätigen klatschen auch noch Beifall (und wenn es nur insgeheim ist), wenn ein Erwerbsloser sanktioniert wird, weil er sich weigert, einen Ausbeuterjob anzunehmen.

Jeder Erwerbstätige, der Erwerbslose bekämpft, statt sich mit ihnen zu solidarisieren, schneidet sich am Ende ins eigene Fleisch![/QUOTE]

Leider verhält es sich zur Zeit so wie es sich augenscheinlich immer Verhält. Man bekämpft sich in erster Linie unter einander, wie Hunde die sich gegenseitig um das weggeworfene Fleisch balgen das von Tisch des Herrn herunter gefallen ist.
Mondenkind79[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]Leider verhält es sich zur Zeit so wie es sich augenscheinlich immer Verhält. Man bekämpft sich in erster Linie unter einander, wie Hunde die sich gegenseitig um das weggeworfene Fleisch balgen das von Tisch des Herrn herunter gefallen ist. [/B][/QUOTE]

Ja, aber ist doch verdammt traurig, oder?!
Und auch wenn es vielleicht schon immer so war (ist das tatsächlich so, oder nicht doch erst seit es Kapitalismus gibt?), habe ich trotzdem das Gefühl, dass es in den letzten Jahren immer schlimmer wird.
Die Menschen scheinen sich immer mehr voneinander und von sich selbst zu entfremden. Wenn das so weitergeht, gibt es irgendwann nur noch gefühllose Roboter. Ich hoffe wirklich sehr, dass ich das nicht mehr miterleben muss.

Auch in meinem Bekanntenkreis gibt es welche, die im Niedriglohnbereich arbeiten und teilweise gewisse Vorurteile gegenüber Erwerbslosen haben bzw. hatten. Aber in meinem Umfeld kann ich wenigstens aktiv etwas tun. Bei der Mehrheit der Bevölkerung leider nicht.


Tja, wem nützt es wohl...?!
Hellscream[QUOTE]geschrieben von Mondenkind79
Ja, aber ist doch verdammt traurig, oder?!
Und auch wenn es vielleicht schon immer so war (ist das tatsächlich so, oder nicht doch erst seit es Kapitalismus gibt?), habe ich trotzdem das Gefühl, dass es in den letzten Jahren immer schlimmer wird.
Die Menschen scheinen sich immer mehr voneinander und von sich selbst zu entfremden. Wenn das so weitergeht, gibt es irgendwann nur noch gefühllose Roboter. Ich hoffe wirklich sehr, dass ich das nicht mehr miterleben muss.

Auch in meinem Bekanntenkreis gibt es welche, die im Niedriglohnbereich arbeiten und teilweise gewisse Vorurteile gegenüber Erwerbslosen haben bzw. hatten. Aber in meinem Umfeld kann ich wenigstens aktiv etwas tun. Bei der Mehrheit der Bevölkerung leider nicht.


Tja, wem nützt es wohl...?![/QUOTE]

Ja, sehr traurig. Das ganze verhält sich ganz nah an der alten Weisheit „Teile und herrsche.“ Dieses soziale Verhalten scheint also eine lange und traurige Tradition zu besitzen, das war aber nach meinen Geschichtskenntnissen beurteilend, auch schon so im Feudalen und Antiken Gesellschafts System und scheint mit Blick auf die Geschichte, wohl etwas Primaten typisches zu sein.

Wenn ich sehe wie zum Beispiel auch immer mehr Menschen aus der Mittelschicht und meinem akademischen Umfeld unter dieser Abwärts Spirale leiden, kommt man leicht zu einem klassischem Vergleich mit dem Bild von „Selbst ins Bein geschossen.“. Sie wurden und werden nämlich kaum verschont bleiben, vor allem nach dem der Mittelstand nach oben in die Universitäten drängte, weil ihr klassisches Modell der Lebensführung zusammenbrach und ihre Lebensverhältnisse zunehmend präkarisiert wurden, so flohen die jenigen die es konnten. Also Resultat dieses zunehmenden sozialen Drucks und einer Politik die nicht mehr nach der Qualität eines Ursprünglichen Deutschen Kapitalismus strebt, wird nun auch das akademische Lebens Modell präkarisiert, der Niedriglohn Sektor wird nämlich kontinuierlich ausgedehnt mit Hilfe des Rohstoffs Angst das man in der Gesellschaft etablierte, durch die Einführung unter anderem des Hartz Modells und anderen Neo-Liberalen Modellen aus der Richtung der Bertelsmann Stiftung, der INSM und anderen unheiligen grotesken Lobbygruppen. Wir sehen also wie ich finde, auch wenn meine Zusammenfassung aus Gründen des Umfangs etwas dürftig ist, das der Erhalt jenes Soziale Gerüstes unserer Republik nicht nur von Interesse für die im Machtverhältnis niedrig angesiedelten der Gesellschaft gewesen wäre, also der Unterschicht, sondern im Interesse aller Lohnabhängigen von der Mittelschicht bis hin zur Anteilen der akademischen Oberschicht.

Wenigstens scheint es im Moment einige Bewegungen zum Beispiel bei den Gewerkschaften zu geben, die sich nach dem Zusammenbruch des alten Schröder Systems nun ausreichend Distanz verschaffen konnten um wie es scheint ein wenig um zu denken. Auch wenn diese mittlerweile so dermaßen geschwächt sind das sie kaum mehr alleine in der Lange zu ernsthaften Widerstand sind.
Gegen die Solidarität der Herrschenden Klasse hilft nur die Solidarität des Volkes. Das sollte allen Akteuren so langsam dämmern, die an dem Fortbestand des Ideal einer sozialen und gerechten Republik Interesse haben.

Ich habe mittlerweile so unzählig viele Streitgespräche über das Thema in all seinen Facetten geführt, dass ich nicht mehr im geringsten weiß in welcher Dimension sich die Zahl belief. Aber es ist vielfach ermüdet, wie sehr die Gebetsmühlen Artige Neo-Liberale Propaganda der von mir zuvor erwähnten Lobby Gruppen verbreitet und meist ganz unter bewusst zum vermeintlich Wertvollen allgemein Platzhaltern geworden ist. Das wohl beste Beispiel dafür ist der durch die INSM verbreitete Satz „Sozial ist was Arbeit schafft.“ der eigentlich nicht weiter ist als eine Abwandlung des Satzes „Arbeit macht frei.“
AzaWie würde denn eine politische Lösung deinerseits ausschauen, Hellscream?
Im Wesentlichen hast du recht, meiner Meinung nach vernachlässigst du in deiner Argumentation aber die Globalisierung, die für steigenden Wettbewerbsdruck sorgt.
Ich bin an einer Ausführung sehr interessiert =)
Hellscream[QUOTE]geschrieben von Aza
Wie würde denn eine politische Lösung deinerseits ausschauen, Hellscream?
Im Wesentlichen hast du recht, meiner Meinung nach vernachlässigst du in deiner Argumentation aber die Globalisierung, die für steigenden Wettbewerbsdruck sorgt.
Ich bin an einer Ausführung sehr interessiert =)[/QUOTE]

Ja, die Globalisierung wäre auch eine Erwähnung Wert gewesen und zwar sowohl als Schreckgespenst mit dem man seitens bestimmter Interessengruppen weiter Angst aufbauen konnte, sowie als tatsächlichen Belastungsfaktor. Nebenbei bin ich wirklich gespannt wie es mit der Globalisierung aussieht wenn das Öl so langsam gänzlich zur Neige geht. Vielleicht werde ich das ja noch mitbekommen. In Richtung der Globalisierung kann man nur auf eine starke Vernetzung der jeweiligen sozialen und sozialistischen Gruppierungen und deren Internationale Stärkung hinwirken. Wenn Interessen auf der einen Seite Global durch gesetzt werden muss man Global dagegen wirken können. Ansonsten spielt man sich wieder gegeneinander aus. Ein weiter Weg also.

Ich will auch wenn es hier nicht Inhalt des Themas ist kurz und Ansatzweise darauf eingehen und zwar in Bezug auf zentrale Punkte der Sozial und Arbeitsmarktpolitik. Andere Bereiche kann man mit diesem Komplex zwar auch in Verbindung bringen (Beispielsweise die Bildungspolitik), dass würde den Rahmen hier aber wohl bei weitem sprengen.

Vor allem muss die Zeitarbeit entweder so umgestaltet werden das Ausbeutung nicht mehr möglich ist oder ganz verboten werden. Die Möglichkeiten der Repressionen gegenüber Menschen die keine Lohnarbeit finden, müssen abgebaut werden, damit man nicht mehr aus den sozialen Notlagen anderer Kapital schlagen kann und genau darauf fußt das groß der aktuellen abwärts Spirale. Die Sozialen Rechte müssen endlich in das Grundgesetzt übernommen werden. Die ARGEN würde ich ganz abschaffen oder radikal umbauen, kosten viel und bringen meinem Eindruck nach wenig. Viel besser würde ich hier eine Selbst bestimmte Möglichkeit über alternative Regelungen finden. Also zum Beispiel das man den Arbeitssuchenden ein bestimmten Betrag (nicht in Bargeld, vielleicht könnte man aber anerkannte Leistungen von Dienstleistern in diesem Bereich anerkennen und übernehmen) zur Verfügung stellt mit dem sie dann selbst für ihre Eingliederung zuständig wären (zum Beispiel selbst Weiterbildungskurse/Ausbildungen und so weiter suchen könnten), natürlich mit entsprechender Begleitung und Beratung, das könnten dann noch die entschlackten Strukturen der alten ARGE übernehmen. Das würde dann auch zum Missbrauch durch Firmen eindämmen, die Sinnlose Eingliederungleistungen anbieten und Geld für Sinnlose Maßnahmen abgreifen. Diesem bürokratischen Monster und dem Niedrig Lohn Sektor muss man Einhalt gebieten. Auch sehe es auch gar nicht ein das der Steuerzahler Löhne aufstockt, dann stellen geschickte Unternehmer nämlich bald nur noch Menschen ein für die er von Staat Subventionen bekommt. Das ganze ist derzeit auf der einen Seite ein korruptes bürokratisches Finanz Loch ohne Boden und auf der anderen Seite einfach nur repressiv und unsozial. Solche Maßnahmen würden dann vielleicht unter anderen dazu beitragen können das die Abwärtsspirale da gestoppt wird wo sie begann und zwar unten.
AzaNach der Diskussion über Fehltritte des Mgmts hier eine Meldung, die den Einen oder Anderen freuen wird:

"Manager müssen neuerdings eine empfindlich hohe Eigenbeteiligung leisten, wenn ihr Berufshaftpflichtversicherer einen Schaden reguliert. (...)

Insgesamt dürfen sie mit maximal 150 Prozent ihres Jahresfestgehaltes belangt werden."

Quelle: Financial Times Deutschland


EDIT:

@ Hellscream: Finde deine Vorschläge sehr positiv, vielleicht engagierst du dich mal in der Politik =)
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
Die Möglichkeiten der Repressionen gegenüber Menschen die keine Lohnarbeit finden, müssen abgebaut werden, damit man nicht mehr aus den sozialen Notlagen anderer Kapital schlagen kann und genau darauf fußt das groß der aktuellen abwärts Spirale. Die Sozialen Rechte müssen endlich in das Grundgesetzt übernommen werden.[/QUOTE]Ja, zum einen das. Zum zweiten müssten Kommunen und Einzelpersonen mehr Rechte und Möglichkeiten erhalten, sozial zu handeln. Es ist ja nicht so, dass es vor Ort keine Arbeit gibt, die zu tun wäre. Das Problem ist, dass diese Arbeit niemand bezahlt. Eine Alternative wäre, dass Kommunen selbst [URL="http://kannwas.mycontent.org/folder_links/texte/"]nach Bedarf finanzielle Mittel bereitstellen[/URL] könnten, und überhaupt selbständiger über die Verwendung ihrer Mittel entscheiden könnten.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Ja, zum einen das. Zum zweiten müssten Kommunen und Einzelpersonen mehr Rechte und Möglichkeiten erhalten, sozial zu handeln. Es ist ja nicht so, dass es vor Ort keine Arbeit gibt, die zu tun wäre. Das Problem ist, dass diese Arbeit niemand bezahlt. Eine Alternative wäre, dass Kommunen selbst [URL="http://kannwas.mycontent.org/folder_links/texte/"]nach Bedarf finanzielle Mittel bereitstellen[/URL] könnten, und überhaupt selbständiger über die Verwendung ihrer Mittel entscheiden könnten. [/B][/QUOTE]


Wie soll das zu bewerkstelligen sein, wenn die Kommunen schon jetzt hoch verschuldet sind und nicht mehr wissen, wie sie z.B. Streusalz für den Winter finanzieren sollen? Wo soll da noch das Geld für die von Dir propagierten Projekte herkommen? Klar, sie könnten z.B. weniger Hartz IV-Empfänger finanzieren und dafür das Geld denen geben, die dann statt Harzt IV die notwendige Arbeit verrichten, wie z.B. Müll aufsammeln an öffentlichen Plätzen. Wäre das ne Alternative?
Mondenkind79@Hellscream

Das Prinzip des "Teile und Herrsche" mag zwar schon sehr lange Bestand haben, aber dass es in der Natur des Menschen liegt, bezweifle ich. Dagegen sprechen z.B. Naturvölker, die nicht-hierarchisch leben. Und es gibt ja auch in der "zivilisierten" Welt Menschen, die sich gegen Herrschafts-Strukturen aussprechen und dies auch so leben (anarchistische Wohnprojekte sind ein Beispiel). Handeln diese dann etwa entgegen der (menschlichen) Natur?
Ich denke, dass der Ursprung eher in der Zivilisation und der damit einhergehenden "Erziehung" von Menschen zu finden ist. D.h. hier wäre auch ein Punkt, an dem man ansetzen könnte. Es gibt auch durchaus Menschen, die erkannt haben, wie schädlich ihre eigene Erziehung für sie war, und dies bei ihren eigenen Kindern anders angehen, soweit ihnen das eben in der jetzigen Gesellschaftsform möglich ist.

Ja, man spricht ja gerade bei Akademikern nicht umsonst von der "Generation Praktikum". Mir bleibt das wahrscheinlich auch nur deswegen erspart, weil es im Sozialen Bereich mehr als genug Praktikanten im Rahmen vom Freiwilligen Sozialen Jahr und Anerkennungspraktikum gibt. Dafür werden, wie ich mitbekommen habe, gerade ältere Sozialarbeiter gerne in Ein-Euro-Jobs gedrängt. Zeitarbeit hat die letzten Jahre enorm zugenommen und seit einigen Monaten beobachte ich unter den Stellenangeboten eine stärkere Zunahme von 400-Euro-Jobs. Das ist echt ein Witz, im Grunde genommen hätte ich mir meine Praktika und mein Studium sparen können. Na ja, nicht ganz, ich habe zumindest einen persönlichen Nutzen daraus gezogen.
Das Problem ist, bis es bei der Mittelschicht angekommen ist, dass sie genauso vom Abbau des Sozialstaats betroffen ist, wird es womöglich zu spät sein, um noch gegenzusteuern. Und dann wird es wahrscheinlich mal wieder blutig werden...

Auf die Gewerkschaften setze ich keine Hoffnung. Die Vorstände der großen Gewerkschaften sind doch auf Arbeitgeberseite.
Wenn überhaupt, dann hoffe ich auf die "linke Bewegung" (im weitesten Sinne). Allerdings ist auch hier das Problem, dass es verschiedenste linke Gruppierungen gibt, die teilweise untereinander wegen Kleinigkeiten zerstritten sind.

Solidarität... wo soll diese herkommen, wenn die meisten nur gelernt haben, auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein?
Ich lerne immer wieder mal Leute kennen, die gut zehn Jahre jünger sind als ich, und bin oft erschrocken, wie weit diese Tendenzen schon fortgeschritten sind. Nicht bei allen natürlich, es gibt immer wieder Ausnahmen, aber bei der Mehrheit sieht es halt so aus.

Ja, ich bringe auch immer wieder die Sprache auf diese Themen. Es scheint bei vielen eine Art Gehirnwäsche stattgefunden zu haben. Was ich immer wieder zu hören bekomme ist "das Recht des Stärkeren". Nicht nur, dass es eine falsche Übersetzung von Darwins' 'survival of the fittest' ist, sondern noch dazu wird es ja fälschlicherweise von der Biologie auf die Soziologie übertragen. "Du musst dich gut verkaufen können" wird uns eingeredet. Ich [I]will[/I] mich aber nicht verkaufen, ich bin nicht käuflich, für kein Geld, keine Macht, keinen Job der Welt!

Im Übrigen, da es hier ja nun um Deutschland geht, selbst [I]wenn[/I] in diesem Land alles in Ordnung wäre, könnte ich dennoch nicht glücklich sein, so lange in vielen anderen Ländern die Menschen verhungern...
Mondenkind79[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]Wie soll das zu bewerkstelligen sein, wenn die Kommunen schon jetzt hoch verschuldet sind und nicht mehr wissen, wie sie z.B. Streusalz für den Winter finanzieren sollen? Wo soll da noch das Geld für die von Dir propagierten Projekte herkommen? Klar, sie könnten z.B. weniger Hartz IV-Empfänger finanzieren und dafür das Geld denen geben, die dann statt Harzt IV die notwendige Arbeit verrichten, wie z.B. Müll aufsammeln an öffentlichen Plätzen. Wäre das ne Alternative? [/B][/QUOTE]

Wird doch bereits so gemacht, in Form von Ein-Euro-Jobs. Warum mehr dafür bezahlen, wenn es dank Sanktionen auch so geht?
Willst du die jenigen, die sich weigern, verhungern lassen?


[QUOTE]Wo soll da noch das Geld für die von Dir propagierten Projekte herkommen?[/QUOTE]

Wie wäre es mit Enteignung derer, die in ihrem Geld schon fast ersticken?!
ÂmeNoir@ Mondenkind 79

Deinem vorletzen Beitrag an Hellscream stimme ich voll zu!



Generell bin ich für ... ehrliches Geld für ehrliche Arbeit! Wie kann es sein, daß die einen schuften ohne Ende und die anderen, z. B. Fußballspieler, irgendwelche sogenannte Stars, Manager usw. Millionen schäffeln. Oder welche die Vollzeit arbeiten nicht genug verdienen, um den eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können und trotz ihrer teils auch harten Arbeit zusätzlich auf H4 angewiesen sind?! Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Es spricht m. E. ja nichts dagegen, in bestimmten Berufen etwas mehr zu verdienen, doch oft steht der Verdienst in keinem Verhältnis zu dem, was manch anderer leistet und einen Hungerlohn dafür erhält. Wo wäre die Welt denn, wenn es keine Müllmänner, Klofrauen, Straßenkehrer etc. gäbe, die die sogenannte Drecksarbeit leisten. Für diese Art Job braucht man zwar nicht studiert zu haben aber es ist trotzdem wichtig, daß jemand diese Arbeiten erledigt, vielleicht sogar viel wichtiger, als das, was ein Fußballer, ein sogenannter Star oder mancher Manager leistet.

Zeitarbeit halte ich - nicht in jedem Fall aber in vielen - für moderne Sklaverei. Leiharbeitskräfte werden oft total ausgenutzt und auch mit einem Hungerlohn und unmöglichen Arbeitsbedingungen abgespeist. Viele Firmen schaffen es mit List und Tücke langjährige Mitarbeiter zu kündigen, um diejenigen mit Leiharbeitskräften zu ersetzen, weil sie dann weniger bezahlen müssen und die Leiharbeiter zurückgeben können, falls ihnen was nicht passt. Bei dieser Art Firmenpolitik wird auch in Kauf genommen, daß ne Menge Knowhow verlorengeht, die Arbeitsabläufe nicht mehr funktionieren, mehr Schrott produziert wird, das Betriebsklima unter aller Sau ist und und und. Das soll nun nicht heißen, daß Leiharbeitskräfte schlechter arbeiten, es gibt auch wirklich sehr gute. Doch durch die nur kurze "Firmenzugehörigkeit" fehlt einfach auch die Zeit, daß sie sich in Arbeitsabläufe gut einarbeiten können. Sie werden teils auch wie Mitarbeiter 2. Klasse behandelt. Ich finde das alles ziemlich ungerecht. Und mancher Arbeitsloser hat oft nur die Wahl zwischen H4 und moderner Sklaverei.
Mondenkind79@ÂmeNoir

Genau so sehe ich das auch.
Eigentlich müsste es doch umgekehrt sein, jemand der im wahrsten Sinne des Wortes den Dreck anderer Menschen wegmacht, müsste besser entlohnt werden, als jemand der seine Zeit damit verbringt, Zahlen hin und her zu schieben und ansonsten seinen fetten Arsch im Chefsessel plattzusitzen. Sorry für die Polemik.

Erst kürzlich hatte ich es mit einem lieben Menschen davon, der in Vollzeit als Briefträger arbeitet und trotzdem noch aufstocken muss. Er lebt in einer kleinen 1-Zimmer-Wohnung und konnte noch nicht mal eine Tierarztrechnung bezahlen, als sein Hund krank wurde. Und das alles, obwohl er den ganzen Tag schuftet. Er meinte auch, dass ihm der Job an sich Spaß macht, aber offensichtlich als nicht so viel wert angesehen wird. Für mich ist das was er macht keineswegs wertloser, als irgendein akademischer Beruf, aber von der Gesellschaft und nicht zuletzt durch den Lohn bekommt er es ja so vermittelt. Verdammt, sowas macht mich einfach wütend!

Zeitarbeit müsste doch eigentlich sogar besser bezahlt werden, denn zu der normalen Arbeit kommt ja noch der Umstand, dass ein Zeitarbeiter sich immer wieder an neue Arbeitsplätze gewöhnen muss und somit einer ständigen Unsicherheit ausgesetzt ist.

Im Prinzip könnte es so einfach sein, weltweite Gerechtigkeit herzustellen. Aber von alleine wird das nicht passieren, diese Gerechtigkeit müssen wir uns erkämpfen...
concrete.rage[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]Wie soll das zu bewerkstelligen sein, wenn die Kommunen schon jetzt hoch verschuldet sind und nicht mehr wissen, wie sie z.B. Streusalz für den Winter finanzieren sollen? Wo soll da noch das Geld für die von Dir propagierten Projekte herkommen?[B][/QUOTE]

Das Problem ist nicht die Finanzierung an sich, sondern lediglich wo das Geld hinfließt. Wie sonst lassen sich absurde Steuergeschenke an Vermögende, Hoteliers und Banken & Börsen erklären oder eine sinnlose Aufrüstung für einen nie endenden Krieg finanzieren ? Das sind MILLIARDEN an Euros, die man ebenso in die Kommunen, in gute Bildung, und für die jenigen Menschen aufbringen [i]könnte[/i], die unter der Armutsgrenze leben.

Nun, ich bin nicht schuld, das alles den Bach runtergeht, und es nicht einmal mehr für Streusalz reicht (hallo!?) - ich habe links gewählt.
Ronin76[QUOTE]
Ja, ich bringe auch immer wieder die Sprache auf diese Themen. Es scheint bei vielen eine Art Gehirnwäsche stattgefunden zu haben. Was ich immer wieder zu hören bekomme ist "das Recht des Stärkeren". Nicht nur, dass es eine falsche Übersetzung von Darwins' 'survival of the fittest' ist, sondern noch dazu wird es ja fälschlicherweise von der Biologie auf die Soziologie übertragen.[/QUOTE]
Wer außer dem TV keine Informationsquellen hat, kann das nicht wissen. Allerdings bezweifle ich stark daß diese Personen überhaupt Kenntnisse über Darwin haben, wo sie ihn doch schon vermeintlich zitieren. Oft wird etwas zum Zwecke des Profilierens nachgeplappert und dabei übersehen daß damit kollektiver Konformismus anstatt Individualismus zur Schau gestellt wird.

[QUOTE]
"Du musst dich gut verkaufen können" wird uns eingeredet.[/QUOTE]
Auch so eine unerträgliche Floskel welche sich der kollektiven Prostitution und Sklavenmentalität bedient, denn Prostituierte verkaufen sich. Es ist auch ganz deutlich die Sprache des Kapitalismus welcher prinzipiell die Krone der Prostitution ist. Diese Aussage reduziert auserdem den Menschen zu einer Ware und stellt ihn auf eine Stufe mit Aktien und Kartoffeln. Wer sich verkauft braucht sich nicht zu wundern, plötzlich weniger Wert zu sein als ein Sack Kartoffeln und nur noch Schrottwert zu haben.

[QUOTE]Wie soll das zu bewerkstelligen sein, wenn die Kommunen schon jetzt hoch verschuldet sind und nicht mehr wissen, wie sie z.B. Streusalz für den Winter finanzieren sollen?[/QUOTE]
Bei mehr Autonomie der einzelnen Kommunen und Haushalte könnte auf Streusalz wohl ganz verzichtet werden. Daß es die Böden kaputt macht ist den meisten Kommunen und dem Bund/Land/Kreis ja offensichtlich egal. Diese Schäden sind im Streusalzfaktor nicht einkalkuliert, sind jedoch ein Bumerang der große Löcher in die privaten und öffentlichen Haushaltskassen reißt. Ich denke zB auch an Rostschäden an Fahrzeugen.

[QUOTE]Generell bin ich für ... ehrliches Geld für ehrliche Arbeit! Wie kann es sein, daß die einen schuften ohne Ende und die anderen, z. B. Fußballspieler, irgendwelche sogenannte Stars, Manager usw. Millionen schäffeln. Oder welche die Vollzeit arbeiten nicht genug verdienen, um den eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können und trotz ihrer teils auch harten Arbeit zusätzlich auf H4 angewiesen sind?! Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Es spricht m. E. ja nichts dagegen, in bestimmten Berufen etwas mehr zu verdienen, doch oft steht der Verdienst in keinem Verhältnis zu dem, was manch anderer leistet und einen Hungerlohn dafür erhält. Wo wäre die Welt denn, wenn es keine Müllmänner, Klofrauen, Straßenkehrer etc. gäbe, die die sogenannte Drecksarbeit leisten. [/QUOTE]
Mir würde da ein kommunistisches Modell besser gefallen, nur hatte das ja noch nie funktioniert. Jeder Mensch bekommt ein identisches, bedingungsloses Grundeinkommen und kann sich durch eine Tätigkeit noch etwas dazuverdienen. Jedoch sollten alle Stundenlöhne auch wieder identisch sein, so daß jeder das machen kann was ihn am Meisten interessiert und seinen Fähigkeiten am Ehesten entspricht, und nicht weil er dadurch einen finanziellen Vorteil hätte. Der Klärwerkarbeiter, Müllmann und auch der Landwirt hätte dann plötzich ein weitaus höheres Ansehen als heute und die Menschen würden sich vielleicht mehr Gedanken darum machen was wirklich existenziell benötigt wird. Das würde dazu führen daß menschliche Bedüfnisse und deren Befriedigung harmonisiert, und Arbeit auf ein Minimum reduziert werden könnte.
Aza[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondenkind79 [/i]
[B]@ÂmeNoir

Eigentlich müsste es doch umgekehrt sein, jemand der im wahrsten Sinne des Wortes den Dreck anderer Menschen wegmacht, müsste besser entlohnt werden, als jemand der seine Zeit damit verbringt, Zahlen hin und her zu schieben und ansonsten seinen fetten Arsch im Chefsessel plattzusitzen. Sorry für die Polemik. [/B][/QUOTE]

Weil Müll aufsammeln keine Tätigkeit ist, für die man 13 Jahre Schule + 5-10 Jahre akademische Bildung benötigt. (Die zugleich kostenintensiv ist und mit einem hohen Verzicht einhergeht.) Umso spezialisierter die Tätigkeit, desto höher ist das Gehalt. Wie beim Vergleich von Gold und Eisen.
Beides ist wichtig und wertvoll, doch manche Metalle sind einfach seltener.
Deswegen verdienen Mathematiker und Physiker eine Menge Geld, weil es sehr wenige Menschen gibt, die in der Lage sind derart anspruchsvolle Rechnungen zu tätigen, bzw. nachzuvollziehen.
Ronin76Es werden also bestimmte Fähigkeiten und damit auch die Menschen insgesamt unterschiedlich beWERTet. Erwähnenswert ist, daß das Grundgesetz eine Diskriminierung oder Bevorzugung nach Fähigkeiten (Intelligenz, Geschicklichkeit, Ausdauer, Kenntnisse, usw) eindeutig nicht in Artikel 3, Absatz 3, mit einbezieht !

[QUOTE]
GG, Grundrechte, Artikel 3

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
[/QUOTE]

Insofern sind die Grundrechte entweder unzureichend und müssten überarbeitet werden oder lassen gezielt Freiraum für Rassismus und Diskriminierungen. Für mich stellt eine Bewertung nach Fähigkeiten und die daraus resultierenden existenziellen Einschränkungen oder Vorteile auch eine Form von Rassismus dar. Genausowenig wie sich ein Mensch zB seine Hautfarbe aussuchen kann, trifft dies auch auf angeborene Fähigkeiten zu. Es kann zwar durch Übung und Lernen Einiges hinzugewonnen und kompensiert werden, aber auch das ist nur zu einem gewissen Grad möglich, da die genetischen Komponenten vermutlich einen weitaus höheren Einfluß haben. Bei der Selektion von Fähigkeiten werden Menschen selektiert und in "nützlich" und "weniger nützlich" eingeordnet. Also im Prinzip so wie zB nach Hautfarbe. Diejenigen Menschen welchen nützlichere Fähigkeiten zugesprochen bekommen, bilden dann eine Elite welche als Analogie zu den "Weißen" des Apartheidregimes und zur weißen, selbsternannten Oberschicht der USA des 19. und 20. Jahrhunderts zu betrachten sind.
Mondenkind79Aza erklärt die Welt. :rolleyes:

Nur weil es so gehandhabt wird, und weil es die Mehrheit so sieht, heißt das noch lange nicht, dass es richtig ist.

Was bedeutet denn Bildung in unserem Staat schon? Das meiste, was ich in der Schule gelernt habe, habe ich mittlerweile sowieso vergessen - so wichtig kann's also nicht gewesen sein. Und warum Sozialarbeiter, trotz Studium, so wenig verdienen, kannst du mir bestimmt auch erklären, oder?
Ach nein, ich bin schon selbst drauf gekommen: Sozialarbeit dient ja nicht dem höchsten Gut des Kapitalismus, der Profitmaximierung. Menschen sind doch sowieso nur lästige Kostenfaktoren... Sollen die ganzen überflüssigen Esser doch verrecken!

Warum um alles in der Welt sollte jemand mehr verdienen, weil er eine hohe rationale Intelligenz hat? Was ist daran so erstrebenswert? Mir sind Menschen lieber, die noch fühlen können! Schau nach [URL=http://www.netzeitung.de/internet/188751.html][color=lightblue]Silicon Valley[/color][/URL], dann weißt du, was die Betonung auf Rationalität aus Menschen macht!

@Ronin

Rassismus würde ich das nicht nennen, es ist eher faschistisch.
Und mit der Genetik hat das auch nicht unbedingt was zu tun, eher mit den Chancen und Möglichkeiten, die Menschen bekommen, um ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Und mit der Anerkennung der Gleichwertigkeit dieser unterschiedlichen Fähigkeiten. Für mich gibt es keinen Grund, warum jemand der handwerklich geschickt ist, benachteiligt werden sollte, gegenüber jemandem der gut mit Zahlen jonglieren kann. Es ist halt in einem kapitalistischen System nicht erwünscht, dass jeder sich nach seinen Fähigkeiten entwickelt. Hauptsache ist, dass die Menschen als fügsame Arbeitsdrohnen herhalten.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
Weil Müll aufsammeln keine Tätigkeit ist, für die man 13 Jahre Schule + 5-10 Jahre akademische Bildung benötigt. (Die zugleich kostenintensiv ist und mit einem hohen Verzicht einhergeht.) [/quote]

Wobei anzumerken wäre, dass selbst auf diesem Sektor große Unterschiede existieren. Allein wenn man sich das Einkommen eines z. B. engagierten Landarztes ansieht und es mit dem seiner Berufskollegen in der Stadt vergleicht, kann man mitunter Erstaunliches feststellen. Obwohl Beide das gleiche Studium vorweisen können, verdient der Landarzt deutlich weniger. Das ist ja auch ein Grund, warum der Ärztemangel einerseits und die Ballungen in Zentren andererseits, erst entstehen. Gleiches Bildungslevel bedeutet somit eben nicht automatisch auch gleiches Einkommen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
Umso spezialisierter die Tätigkeit, desto höher ist das Gehalt. Wie beim Vergleich von Gold und Eisen.
Beides ist wichtig und wertvoll, doch manche Metalle sind einfach seltener.[/quote]

Landärzte sind mittlerweile Mangelware. Dennoch werden sie nicht besser bezahlt. Ich tue mich ein wenig schwer, Deine Erklärung in dieser generalisierten Form, in den Alltag übertragen zu können. Meiner Ansicht nach, kommt es auch noch sehr auf den Einzelnen an, wie er seine Perspektiven auswählt, die die Bildung ihm erschließt.

Schade finde ich es, dass durch die Gefälle in den Verdienstmöglichkeiten, die strukturelle Abdeckung leidet.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
Deswegen verdienen Mathematiker und Physiker eine Menge Geld, weil es sehr wenige Menschen gibt, die in der Lage sind derart anspruchsvolle Rechnungen zu tätigen, bzw. nachzuvollziehen. [/QUOTE]

Ich sag's mal so: Im Grunde ist nichts dagegen einzuwenden, Menschen die hochkomplexe Tätigkeiten ausführen, auch anständig zu entlohnen. Aber ebenso sollten die Tätigkeiten gewürdigt und entsprechend honoriert werden, die zwar nicht derartig intellektuell anspruchsvoll sind, jedoch nicht minder wichtig - im Gegenteil.

Wenn im Sommer mal einige Wochen die Müllabfuhr nicht kommt, würde wohl klar was ich meine. Es geht mE nicht um gleiches Geld für alle. Aber es geht durchaus um einen anständigen Lohn für ordentliche Arbeit. Der gesamte, oftmals auch noch massiv subventionierte Zeitarbeitsmarkt und Niedriglohnsektor, ist in meinen Augen ein Zustand, der in vielerlei Hinsicht schädlich wirkt. Er zerreibt die Arbeitnehmer und zerstört den Glauben daran, dass Arbeit sich noch lohnen würde. Und er erzeugt eine Gier und Raubtiermentalität in der Wirtschaft, denn viele Arbeitgeber, die vielleicht ihre Belegschaft würden anständig entlohnen wollen, müssen auf billigere Arbeitskräfte setzen und jeden Euro einsparen, um konkurrenzfähig zu bleiben, im Pool derer, die bereits diese Ausbeutermethoden anwenden.

Die Globalisierung hast Du selbst schon angesprochen. Wir werden hier in Europa nicht endlos so weitermachen können. Wir werden in diesem alten System nicht konkorrenzfähig bleiben können, im Vergleich mit Billiglohnländern. Ich persönlich gehe davon aus, dass ohne ein radikales Umdenken und eine Fokussierung, weg von der Produktion und dem Billiglohnsektor, hin zu mehr Bildung und dem Schaffen und Entwickeln neuer Technologien, unverzichtbar sein wird. Produzieren können Länder wie beispielsweise China oder Korea weitaus billiger als wir hier, ganz gleich wie sehr der Staat unser bisheriges System subventioniert, was im Grunde nur Frustration hervorbringt.

Ein ordentlicher Mindestlohn und das Verbot privater Arbeitsvermittlungsagenturen (zumindest die sofortige Einstellung jeglicher staatlicher Alimentierungen derartiger Machenschaften) und der Seuche Zeitarbeit/Niedriglohnsektor/1Euro-Jobs, wäre meiner Ansicht nach ein guter Anfang. Ebenso das bedingungslose Grundeinkommen und die Abschaffung dieser hanebüchenen Arbeitslosenverwaltung. Dadurch würden gewaltige Geldmengen frei, die man in Volksbildungsprojekte und andere Unterfangen investieren könnte. Natürlich müsste das alles von langer Hand verwirklicht werden und womöglich würden tatsächlich einige Großunternehmen das Land verlassen. Das wäre allerdings zu bewältigen, wenn hier der Staat dann einspringen würde für die Arbeitnehmer, was vermutlich auch noch weitaus günstiger wäre, als Steuergeschenke und Millionensubventionen.

Der Kapitalismus als solcher ist mir kein Dorn im Auge, dazu sehe ich in anderen Ländern und Systemen das Grauen und die Armut zu deutlich, als dass ich einen Systemwechsel für erstrebenswert erachten würde. Aber es ist nun einmal so, dass Extreme ungesund sind und genau daran krankt es meiner Meinung nach. Wenn nämlich nicht mehr ein System auch für die Menschen arbeitet, sondern die Menschen nur noch für das System.

Grüßle
Mischa
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondenkind79 [/i]
[B]Wird doch bereits so gemacht, in Form von Ein-Euro-Jobs. Warum mehr dafür bezahlen, wenn es dank Sanktionen auch so geht?
Willst du die jenigen, die sich weigern, verhungern lassen?
[/B][/QUOTE]

Habe ich das irgendwo geschrieben? Nö. Ich habe TTP lediglich gefragt, wie er sich die Umsetzung seiner Ideen vorstellt. Er brachte das ins Spiel. Nicht ich.
Ronin76[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondenkind79 [/i]

Rassismus würde ich das nicht nennen, es ist eher faschistisch.[/QUOTE]
Bezogen auf die letzten beiden Merkmale laut Gentile stimme ich dir zumindest tendentiell zu. Die anderen Merkmale treffen jedoch nicht zu.
[QUOTE]
Nachfolgend sind - orientiert an den von Gentile vorgeschlagenen Dimensionen - einige typische Elemente faschistischer Strömungen dargestellt, wie z. B.

- das Führerprinzip,
- der Totalitätsanspruch,
- der am Militär orientierte Parteiaufbau,
- eine kulturstiftende, auf Mythen, Riten und Symbolen basierende, irrationale weltliche Ersatzreligion,
- eine korporative, hierarchische Wirtschaftsorganisation,
- sowie ein totalitäres, in Funktionshierarchien denkendes Gesamtmodell der Gesellschaft.
[/QUOTE]

[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondenkind79 [/i]

Und mit der Genetik hat das auch nicht unbedingt was zu tun, eher mit den Chancen und Möglichkeiten, die Menschen bekommen, um ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Und mit der Anerkennung der Gleichwertigkeit dieser unterschiedlichen Fähigkeiten. Für mich gibt es keinen Grund, warum jemand der handwerklich geschickt ist, benachteiligt werden sollte, gegenüber jemandem der gut mit Zahlen jonglieren kann. Es ist halt in einem kapitalistischen System nicht erwünscht, dass jeder sich nach seinen Fähigkeiten entwickelt. Hauptsache ist, dass die Menschen als fügsame Arbeitsdrohnen herhalten.[/QUOTE]
Die Genetik spielt sehr wohl eine bedeutende Rolle und der Mensch ist das Produkt der Gene seiner Eltern. Gene mit allen Eigenschaften, Vor- und Nachteilen werden vererbt, darin sollte kein Zweifel bestehen, es sei denn man bezweifel die Wissenschaft und Lehre von den Genen insgesamt. So wie äußerliche und damit offensichtliche Merkmale wie zB Fehlsichtigkeit und andere Behinderungen aber auch Gesundheit, Charakterzüge und körperliche Stärke meist direkt von Geburt an zum Vorschein treten, so sind auch das Gehirn und die damit verknüpften Fähigkeiten damit verbunden. In der Hirnforschung wurde mittlerweile bestätigt daß Charaktereigenschaften vererbt sind und sich wie ein roter Faden vom Kindes- bis zum Greisenalter durchs Leben ziehen. Das sind also individuelle Merkmale. Natürlich sind Lernvorgänge, Erfahrungen und zwischenmenschliche Beeinflussungen auch noch von Bedeutung, jedoch nicht die Basis. Der Mensch ist also von Geburt an ein Indivium. Und ich stimme dir vollkommen zu "daß es in einem kapitalistischen System nicht erwünscht ist, daß sich jeder nach seinen Fähigkeiten entwickelt kann". Überall gibt es inzwischen Standards wie zB ISO-Normen und Gesetze. Der Mensch ist jedoch kein Standard sondern ein Individum. Eine Standardisierung und Einschränkung der Bedüfnisse des Menschen machen diesen krank und oft auch noch aggressiv. Das kann dann schon mal in einem Amoklauf wie in Winnenden zum Ausdruck kommen. Es ist eigentlich verwunderlich daß so etwas nicht öfters passiert aber es gibt ja auch noch andere Ventile für Aggressionen (verbal, subtil, Intrigen, Sex, Autoaggressivität, usw.).
Waldemar[QUOTE]Wenn nämlich nicht mehr ein System auch für die Menschen arbeitet, sondern die Menschen nur noch für das System.[/QUOTE]

Gut geschrieben und schön zusammengefasst. Das übersehen viele..

Das mit der Grundsicherung ist der beste Ansatz. Denn die Vollbeschäftigung aus den alten "goldenen Zeiten" wird es nie wieder geben. Und auch der in der Presse viel zitierte Wachstum vom BIP hat nicht mehr den direkten Einfluss auf die Arbeitslosigkeit. Die Produktivität steigt ständig.. Automatisierung Überstunden.. usw.
Und in den Himmel wachsen können wir auch nicht.

Wie angesprochen, brauchen immaterielles Wachstum. Bildung (Kultur) und Forschung. Das war und ist das wichtgste Gut des Menschen und der Volkswirtschaft.

Beim Klimagelaber wird ja alles in einen Topf geworfen. Man möchte uns erzählen, dass CO2 Ausstoß das Klima erwärmt.

Aber was eigentlich viel wichtiger ist, nämlich das qualitatives Wachstum, ist der Umgang mit unseren natürlichen Resourcen. Denn die sind knapp und begrenzt.

Wir brauchen also einen nachhaltigen Verbrauch von Resourcen. Rohstoffe und Energieträger wie Erdöl müssen ersetzt werden!!!

Meiner Meinung nach durch den Planeten, der uns alle das Leben schenkt.. die Sonne.. usw.

Deshalb ist meiner Meinung nach das wichtigste der Faktor :

Entkopplung von Wachstum = Arbeit... und hin zu der Nutzung nachhaltiger Resourcen. Die Natur ist unser Kapital.. in jeder Hinsicht.
Ronin76Wie kann eine Entkopplung von Wachstum bewirkt werden und in welchem Zusammenhang steht das zu Arbeit ? Und welche Rolle nimmt Arbeit für dich ein ?
WaldemarEntkopplung vom Faktor Arbeit = Wirtschaftswachstum... die alte Leier ist ausgereizt. Wirtschaftswachstum wie wir ihn bewerten im BIP ist nicht mehr zeitgemäß.
ÂmeNoirWo soll denn die Wirtschaft noch hinwachsen? Irgendwann sind dem Ganzen natürliche Grenzen gesetzt. Und all das so viel gepriesene Wirtschaftswachstum nützt letztendlich nichts, wenn Arbeitsplätze wegrationalisiert und Menschen durch Maschinen ersetzt werden.
AzaIch finde die Idee vom Grundeinkommen ja im Prinzip sehr schön.
Wenn wir nun davon ausgehen, dass statt 500-600 Euro H4 (Inkl. Miete) nun 1000 Euro gezahlt werden, werden sich die Güter des täglichen Bedarfs einfach verteuern und der H4-Bezieher kann sich auch nicht mehr leisten.
Ich fände es schön, wenn es so wäre, doch leider geht es nicht.

Viel wichtiger fände ich, Leistungen wie das Bafög - nicht zu erhöhen- aber doch für mehr Studenten zugänglich zu machen.
Hier wird wieder deutlich sichtbar => In Deutschland wird Leistung bestraft.
Schüler, die sich tausende Euro für ihr Studium angespart haben, bekommen nun kein Bafög weil sie zu "vermögend" sind.
Derjenige, der den Arsch nicht hochkriegt und dessen Eltern nur Kleckerbeträge verdienen, kriegt 6-700 Euro. Kranke Welt.

@AmeNoir:
Wenn du dir alleine Ost-Deutschland anschaust, Polen oder andere Länder in Mitteleuropa wirst du feststellen, dass es noch ein gewaltiges Potenzial gibt =)
concrete.rage[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
Wenn wir nun davon ausgehen, dass statt 500-600 Euro H4 (Inkl. Miete) nun 1000 Euro gezahlt werden, werden sich die Güter des täglichen Bedarfs einfach verteuern und der H4-Bezieher kann sich auch nicht mehr leisten.[/QUOTE]

In welchem Land lebst Du? Ach ja, im Aza-Wunderland. In allen Lebensbereichen steigen die Preise bereits seit dem Euro konstant. Ausgenommen sind einzig die Lebensmittelpreise, die sich dank Discounter-Ketten langsam wieder auf DM-Niveau einpendeln, was aber nicht daran liegt, dass 1/4 aller abhängig Beschäftigten in Deutschland im Niedriglohnsektor arbeiten (immerhin belegt Deutschland in einem Punkt Platz 1 unter den Industrieländern :cool: ), sondern an den gefallenen Rohstoffpreisen des Weltmarkts.

[QUOTE]Schüler, die sich tausende Euro für ihr Studium angespart haben, bekommen nun kein Bafög weil sie zu "vermögend" sind.[/QUOTE]

In welcher flächendeckenden Branche, die Kapazitäten für knapp 1 Millionen Bafög-Empfänger bereitstellen würde, lassen sich denn mal so nebenbei Tausende an Euro anschaffen (außer der Endstation Straßenstrich versteht sich) ? Bitte bedenke, dass bei einem 2,50 Euro Stundenlohn auch noch Zeit zum Studieren bleiben sollte. Kranke Aza Wunderwelt ;)
AzaEntgegen deiner Vermutungen gibt es viele engagierte Schüler, die schon während der Schulzeit arbeiten gehen, um sich ein Studium leisten zu können.
Bei Stundenlöhnen von 6-8 Euro kommen da in 2-3 Jahren Oberstufe schon einiges zusammen.
Aber klar, nur weil ihr es nicht gepackt habt, schafft es auch kein anderer.

Edit:
Zum Thema Lebensmittel:
Deutschland bietet die billigsten Lebensmittel zu höchster Qualität.
Jeder, der einmal in UK, NL, FR, CZ oder anderen, europäischen Ländern gelebt hat, weiß das zu bestätigten und zu schätzen.
concrete.rage[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
Entgegen deiner Vermutungen gibt es viele engagierte Schüler, die schon während der Schulzeit arbeiten gehen, um sich ein Studium leisten zu können.
Bei Stundenlöhnen von 6-8 Euro kommen da in 2-3 Jahren Oberstufe schon einiges zusammen.
Aber klar, nur weil ihr es nicht gepackt habt, schafft es auch kein anderer.[/QUOTE]

Es mag Einzelfälle geben, denen sich die Möglichkeit geboten hat, neben ihrer Schulzeit so viel zu verdienen, um heute monatlich Miete + Unterhalt + Studiengebüren zahlen zu können (mit Nachnamen heißen diese wahrscheinlich Krösus), aber wenn dies für den Großteil der jetzigen Millionen Bafög-Empfanger möglich gewesen wäre, dann würde diese Art der Hilfestellung nicht existieren.

[QUOTE]Zum Thema Lebensmittel: Deutschland bietet die billigsten Lebensmittel zu höchster Qualität.[/QUOTE]

Stimmt, die Deutschen sparen bekanntlich beim Essen, an der Qualität müssen wir aber noch arbeiten.
Mondenkind79[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
[B]Entgegen deiner Vermutungen gibt es viele engagierte Schüler, die schon während der Schulzeit arbeiten gehen, um sich ein Studium leisten zu können.
Bei Stundenlöhnen von 6-8 Euro kommen da in 2-3 Jahren Oberstufe schon einiges zusammen.
Aber klar, nur weil ihr es nicht gepackt habt, schafft es auch kein anderer.[/B][/QUOTE]

Was du wieder alles über "uns" weißt.
Stell dir vor, ich habe seit meinem 16. Lebensjahr neben der Schule her gearbeitet - für's Studium übrig geblieben ist davon aber nichts, denn leider fiel mein Taschengeld äußerst gering aus. Sich neben der Schule tausende(?!) Euro ansparen kann nur jemand, der ansonsten alles in den Arsch geschoben bekommt.
ArrogantNickLangsam wird mir immer schlechter, je länger ich mich mit diesem Thema beschäftige. Magengrummeln garantiert: [URL=http://www.youtube.com/watch?v=w6ioWWkDsyE]KLICK![/URL] - ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber es ist schon ziemlich heftig, sich zu vergegenwärtigen, wie mit Elend Geld zu scheffeln ist, ganz besonders mit Elend.

....
Mondenkind79@ArrogantNick

Den Beitrag kannte ich zwar schon, aber das sind tatsächlich ein paar der unzähligen Beispiele, die man antrifft, wenn man hinter die Kulissen schaut.
Find ich aber gut, dass du dich damit beschäftigst.

Und zum Verschwörungstheoretiker muss man dafür ja gar nicht werden - das ist die Logik des Neoliberalismus.

Auch kein Einzelfall: um Erwerbslose aus der Statistik zu bekommen, werden sie mal eben "nach Aktenlage" für geistig behindert erklärt, obwohl kerngesund. Siehe [URL=http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2009/0813/behindert.php5][color=lightblue]hier[/color][/URL]. Der Faschismus schleicht sich langsam durch die Hintertüre herein...
ArrogantNickDie Leute, die vehement gegen Erwerbsarbeit argumentieren, könnten sich [URL=http://www.gesundheitberlin.de/download/Kieselbach.pdf]das hier[/URL] mal zu Gemüte führen. Sicherlich kann man über den Faktor Erwerbsarbeit streiten und je mehr ich mich damit auseinandersetze, um so mehr Empörendes offenbart sich mir, aber dennoch ist Arbeit als solches etwas, das vielen Menschen Halt gibt und einen Sinn im Leben - was auch immer man jetzt davon halten mag. Meiner Ansicht nach, kann nur die Lösung sein, die Abläufe auf dem Arbeitsmarkt, grundsätzlich zu überarbeiten. So wie das z. Z. abläuft, steuert das mE geradewegs in die Katastrophe. Das System frisst seine Kinder.

....
concrete.rage[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondenkind79 [/i]
[B]Es gibt übrigens Neuigkeiten von den Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht betreffend Verfasssungswidrigkeit der Hartz4-Regelsätze:

am 9. Februar um 10 Uhr ist Urteilsverkündung!

Wer noch keinen Überprüfungsantrag gestellt hat und dies noch tun möchte, sollte sich also beeilen. Denkt dran, [I]nach[/I] der Urteilsverkündung ist es [I]zu spät[/I], sich Ansprüche auf Nachzahlungen zu sichern!

Es gibt zwar keine Garantie auf Nachzahlungen, aber wenn ihr es nicht probiert, geht ihr in jedem Fall leer aus.
Die Reaktionen der Argen (es gibt eine interne Dienstanweisung, die Anträge grundsätzlich abzulehnen, statt sie ruhend zu stellen) sprechen dafür, dass hier jemand Angst vor dem Urteil des BVerG hat.

[/QUOTE]

Die Nervösität der Neoliberalen steigt, wie sämtliche Hetzkampagnen der letzten Wochen gegen die bösen HartzIV-Empfänger deutlich aufzeigen. Das Klischee des entweder faulen oder schwarz arbeitenden Sozialschmarotzers wurde in den letzten Wochen nicht nur von diversen Politikern gezielt geschürt, sondern auch mit einer massiven Medienkampagne verbreitet. Da soll noch einer sagen, eine Diskriminierung von HartzIV-Empfängern finde nicht statt.

[img]http://s11b.directupload.net/images/100203/d7857qim.jpg[/img]

Hier noch der Kommentar eines (31-jährigen?) Users von BILD.de, der so ziemlich alles auskotzt, was die Meinungsmache dem Volk ins Hirn trichtern will - und offenbach immer mehr fruchtbaren Boden findet.


[i]"Druffie1979 schrieb:

Ihr Hartz4-ler seit nunmal die Verlierer der Gesellschaft. ICh zaehle nicht dazu! ICh lache nur darueber und freue mich jeden Monat darueber mehr einkommen als EUR 359,- plus Mietuebernahme habe! Ausserdem habe ich gelernt flexibel zu sein. Aber ich denke, dass Du einer derjenigen bist die immernoch da wohnen, wo sie geboren worden sind und sich zu fein sind mal 500 km umzuziehen um einen neuen Job zu finden. Oder wahrscheinlicher ist dein Bildungsstand unterdurchschnittlich, wie bei den meisten Hartz4lern! Ich wuensche Dir, dass Du vor Frust die Haare ausfallen und Du nie wieder einen Job findest. Ausserdem willst Du ja eh keinen Job, weil Du bestimmt gar nicht mehr weisst wie das geht! Dann kriegt eben so ein A... wie ich diesen Job! Arrogant, aber Gerissen. Ich geh halt ueber Laichen. Hauptssache ich ende nicht wie Du![/i]

Wenn das so weiter geht herrscht hier bald Bürgerkrieg :D
Aza[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondenkind79 [/i]
[B]Was du wieder alles über "uns" weißt.
Stell dir vor, ich habe seit meinem 16. Lebensjahr neben der Schule her gearbeitet - für's Studium übrig geblieben ist davon aber nichts, denn leider fiel mein Taschengeld äußerst gering aus. Sich neben der Schule tausende(?!) Euro ansparen kann nur jemand, der ansonsten alles in den Arsch geschoben bekommt. [/B][/QUOTE]

Es tut mir leid, wenn du meinen Beitrag falsch aufgefasst hast.
Mein Post richtet sich gegen die aktuellen Bafög Bestimmungen, die Schüler, die sich jahrelang etwas angespart haben, massiv benachteiligt. Dieser Beitrag war völlig losgelöst von H4 etc. sondern thematisierte ausschließlich das Engagement von Schülern und angehenden Akademikern.

EDIT:
Den pseudo-Unternehmer aus dem youtube Beitrag sollte man ans Kreuz nageln und auspeitschen. Unfassbar.

EDIT2:
"Neue Arbeit" ist ein neues Unternehmen, bei dem ich persönlich schon arbeiten durfte. Interessant war, dass angelernte Mitarbeiter gekündigt wurden und am gleichen Arbeitsplatz zu gleichen Arbeitszeiten als 1-Euro-Jobber eingesetzt wurden. Unfassbar, dass so etwas legal ist und praktiziert werden darf.
Mondenkind79@concrete.rage

Ja, zur Zeit ist es wieder richtig auffällig, wie Stimmung gegen Hartz4-Bezieher gemacht wird!
Den Arno Dübel haben sie dafür ja auch mal wieder ausgegraben, früher war er anscheinend viel auf den Privaten unterwegs, jetzt ist er auch mal bei den Öffentlich-Rechtlichen aufgetaucht, um am Ende bei der Bild als Vorzeige-"fauler Arbeitsloser" herzuhalten.
Und die Leute sind so BLÖD, um es zu fressen.

Dann ja noch diverse Aktivitäten von der "Bewegung Morgenlicht", von der ich nicht so recht weiß, wie ich sie einschätzen soll. Könnte echt sein, könnte gefaked sein, so oder so werfen die aber ein schlechtes Licht auf Hartz4-Bezieher.

Und die Kommentare in den Medien (ist ja auch in anderen Springer-Medien so, vielleicht nicht immer so krass wie bei der Bild) zeigen eines ganz deutlich: wir haben Nazi-Deutschland nie so wirklich überwunden, in den Köpfen hat sich der braune Dreck gehalten. Jetzt, mit diversen Politikern und den Medien hinter sich, kann das Volk mal wieder sein wahres Gesicht zeigen.

Der Name des Kommentators sagt ja auch schon viel aus: Druffie. Klar, einer von denen, die unter der Woche brav arbeiten gehen (und sich eigentlich dafür ankotzen), damit sie sich das ganze Wochenende die Birne zuknallen können. Das sind die perfekten Untertanen, denen muss man nicht mal Drogen (Psychopharmaka) zur Ruhigstellung verabreichen, das übernehmen die schon selbst.
Mondenkind79[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
[B]Es tut mir leid, wenn du meinen Beitrag falsch aufgefasst hast.
Mein Post richtet sich gegen die aktuellen Bafög Bestimmungen, die Schüler, die sich jahrelang etwas angespart haben, massiv benachteiligt. Dieser Beitrag war völlig losgelöst von H4 etc. sondern thematisierte ausschließlich das Engagement von Schülern und angehenden Akademikern.[/B][/QUOTE]

Aber das muss dir doch nicht leid tun. Ich denke nicht, dass ich deinen Beitrag falsch aufgefasst habe, denn ich bezog mich ja auf das, was du geschrieben hast. Wo steht denn in meinem Beitrag irgendetwas von Hartz4?
Oder denkst du etwa, ich hätte wenig Taschengeld bekommen, weil ich aus einer "Hartz4-Familie" komme? Könnte ich mir bei deiner Schwarz-Weiss-Denkweise gut vorstellen. ;)


[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
[B]
EDIT:
Den pseudo-Unternehmer aus dem youtube Beitrag sollte man ans Kreuz nageln und auspeitschen.[/B][/QUOTE]

Ich dachte, du bist [I]gegen[/I] die Sharia??


[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
[B]
EDIT2:
"Neue Arbeit" ist ein neues Unternehmen, bei dem ich persönlich schon arbeiten durfte. Interessant war, dass angelernte Mitarbeiter gekündigt wurden und am gleichen Arbeitsplatz zu gleichen Arbeitszeiten als 1-Euro-Jobber eingesetzt wurden. Unfassbar, dass so etwas legal ist und praktiziert werden darf. [/B][/QUOTE]

Aza hat mal einen Spaltbreit die Augen geöffnet und wundert sich.
Willkommen in der Realität!
SenecaMich interessieren diese 1 Euro Jobs ungemein, speziell seit so ein paar dieser Subventionsbrüder meinen vor-vorletzten Job im Museeum machen.

Aktuell frage ich mich aber welche Voraussetzungen man erfüllen muss um solche 1€ Jobber beschäftigen zu dürfen...das wäre für mich nämlich unheimlich lukrativ.

Zur Not gründe ich dafür auch noch ein Schmiedemuseeum *g*
Ronin76Seneca, du beschreibst eine der vielen Problematiken der 1-Euro Jobs. Falls in dem Museum ein oder mehrere Voll- oder Teilzeitarbeitsplätze gestrichen und mit 1-Euro Zwangsarbeitern besetzt wurden, kannst du das zur Strafanzeige bringen und dagegen klagen. Denn das ist eine eindeutig illegale Praktik. Aber ich erinnere mich noch daran daß Zivildienstleistende auch mal "nur" zusätzlich geplant waren. Inzwischen sind sie meistens unverzichtbar und sehr billige Arbeitskräfte.


Voraussetzungen für 1-Euro "Jobs" sind zB:


- Arbeit befindet sich im öffentlichen Interesse.
(Es sollte daher auch ein öffentlicher Träger sein. Meistens sind es jedoch Privatunternehmen.)

- Arbeitsstelle muß zusätzlich sein und darf keine Stelle des Ersten Arbeitsmarktes verdrängen.

- Tätigkeit und nachgefragte Qualifikationen sollen eine Integrationsperspektive im Ersten Arbeitsmarkt eröffnen und dort soll auch eine Nachfrage bestehen.

- Es ist sicherzustellen, daß die Beschäftigung mit Mehraufwandsentschädigung das letzte Mittel zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt bleibt.

- Die Arbeit muß gesundheitlich (physisch u. psychisch) zumutbar sein.

- Die Arbeitsschutzbedingungen vor Ort müssen eingehalten werden .
(Nichtraucherschutz, Lüftung, Raumtemperatur, Beleuchtung, Raumabmessungen, Fußböden, Decken, Fenster, Türen, Tore, Pausen- und Liegeräume, Räume für körperliche Ausgleichsübungen, Wasch-, Umkleide-, Toiletten- und Sanitätsräume, Mittel und Einrichtungen zur 1. Hilfe, Lärm, Stäube, Dämpfe)

- Arbeitskleidung muß gestellt werden.

- Fahrtkostenerstattung muß unter bestimmten Voraussetzungen wie zB Länge der Wegstrecke erstattet werden.

- Beim Träger muß ein/e Maßnahmebetreuer/in vorhanden sein.


Wieso so viel Illegalität im 1-Euro-Job Gewerbe vorhanden ist, kann mit dem einfachen Prinzip: "Wo kein Kläger, da auch kein Richter", erklärt werden. Ursächlich ist dafür auch ganz oft die Unwissentheit der Beteiligten, vor allem der Arbeitslosen, was zur Folge hat daß sie dadurch auf ihre Rechte verzichten.

Ich finde es immer wieder belustigend daß solche ach so sozialen Unternehmen wie zB die Caritas plötzlich gar kein Interesse mehr auf einen 1-Euro Jobber haben, wenn dieser sie nach den oben genannten Punkten und damit zur Rechtslage frägt. Zuerst noch brennend interessiert und dann können sie sich vor Bewerbern gar nicht mehr retten und wünschen einem alles Gute für die weitere Zukunft. :D
Ronin76Ich schau mir grad die ARD Doku von AN an. Das mit der Überprüfung der gespendeten Puzzle durch Puzzeln ist das Hirnrissigste was ich dieses Jahr gesehen habe. Rekord liegt bei 10 Tagen für ein 5000 Teile Puzzle. Was kostet wohl die Produktion so eines Puzzles und was kostet eine Arbeitskraft die 10 Tage puzzlet ? Das tut weh !
SenecaMir ist letzten Sommer bei einem großen Wehrtechnikhersteller eine weitere Praxis aufgefallen die ich hier nicht verschweigen will.

sogenannte Praktika für Empfränger von Arbeitslosengeld.

Es handelte sich dabei ausnahmlos um Facharbeiter die von der Agentur für Arbeit für vier Wochen abgestellt wurden...jeweils immer vier Mann.
Man hat die dann zwei Woche von Hilfsarbeiten wie Teiletransport und Vorsortieren über Kranfahren bis hin zum Teile Vorschweissen eingesetzt. nach vier Wochen kamen die nächsten.

Übernahmen habe ich binnen zwei Monaten keine miterlebt.

Die Firma zahlte für die geleistete Arbeit keinen Cent, die Motivation der Leute war aber in der Regel gut weil man ihnen ja Hoffnung machte.
Mondenkind79@Seneca

Arbeitssklaven eben.

Wie sich diese Praxis dann mit der Zeit auf die eigentlich vorhandene Motivation der Erwerbslosen auswirkt, kann man sich ja denken.

Bei Ein-Euro-Jobs verhält es sich genauso, es soll ja Erwerbslose geben, die diese sogar freiwillig machen, weil sie der Lüge aufsitzen, sie kämen dadurch in den 1. Arbeitsmarkt. Dabei ist das die Ausnahme, in Wirklichkeit ist es eine einzige große Verarsche und Ausbeutung.
Da wird der "arbeitsunwillige" Erwerbslose dann zur sich selbsterfüllenden Prophezeiung.
Ronin76[QUOTE]Bei Ein-Euro-Jobs verhält es sich genauso, es soll ja Erwerbslose geben, die diese sogar freiwillig machen, weil sie der Lüge aufsitzen, sie kämen dadurch in den 1. Arbeitsmarkt.[/QUOTE]
Und dieses Verhalten wird sehr gerne von Sachbearbeiter der ARGE, Wohlfahrtsverbänden und Produktionsmittelbesitzern als Maßstab benutzt um Arbeitslosen 1-Euro Jobs schmackhaft zu machen, indem sie dieses Verhalten idealisieren und so ein schlechtes Gewissen herbeimanipulieren wollen. Da viele Arbeitslose durch ständige psychische Manipulationen ein negatives Selbstwertgefühle entwickeln, hat sich diese Taktik vielfach bewährt und in die Verhaltensmuster eingeprägt.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von concrete.rage [/i]
[img]http://s11b.directupload.net/images/100203/d7857qim.jpg[/img]
[/QUOTE]


DAS ist doch ein Fake, oder? :eek:


****

[quote][i]Ronin76 schrieb:[/i]
Da viele Arbeitslose durch ständige psychische Manipulationen ein negatives Selbstwertgefühle entwickeln, hat sich diese Taktik vielfach bewährt und in die Verhaltensmuster eingeprägt.[/quote]


Das ist u. a. genau der Punkt, den ich so sehr anprangere. Anstatt etwas [u]für[/u] die Leute zu tun, die sich eh schon in einer regelrechten Zwangslage befinden, werden diese noch kaputtgespielt. Langsam und mit steigendem Lesen von diversen Dokumenten und Ansehen von Videos usw., werde ich stinksauer. Dass sowas in diesem Lande möglich ist, echt unfassbar - das verstößt doch mit Sicherheit gleich in mehreren Punkten gegen das Grundgesetz.

Davon mal ganz ab, es wurde ja erwähnt: Leider wehren sich viel zu wenig Menschen gegen diesen.... ähm.... Verwaltungs- und Abzockapparat. Ich denke, dass das Ganze auch nur so gut funktioniert und durchgezogen werden kann, weil sich die Menschen zu wenig wehren und solidarisieren. Es ist schon eine Weile her, da blieb ich beim Zappen auf rtlII hängen, die ganz offen einen Beitrag brachten, mit übelsten Hetzparolen, frei nach dem Motto: 'Herr X liegt aber lieber bis mittags im Bett, anstatt die reichlich angebotenen Arbeiten anzutreten. Er trinkt Bier und hängt den Rest des Tages rauchend und saufend auf dem Sofa, bepöbelt die Kinder und freut sich, den Staat anzocken zu können.'

Echt abartig gemacht. Allerdings ging ich davon aus, dass es ein Einzelfall ist, denn rtlII hat auch ein Sendeformat, das sich 'Die Bordellretter' nennt und als ich das gesehen hatte, da war ich endgültig davon überzeugt, dass dieser Schundkanal in die Luft gesprengt gehört. Ich fand die damalige Diskussion auch schon völlig unmöglich, ob denn Prostitution ein zumutbarer Job sei, in den vermittelt werden könne? Das muss man sich mal vorstellen!

....
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
DAS ist doch ein Fake, oder? :eek:
[/QUOTE]

Okay - ist kein Fake. Ich habe [URL=http://www.bild.de/BILD/politik/2010/02/03/165000-hartz-iv-betrueger/betrug-arbeitsagenturen-zahlten-72-millionen-euro-zuviel.html]es gefunden[/URL].

Weiter unten auf der Seite ist eine Umfrage, an der ich einmal teilnahm, um das Ergebnis zu erfahren und im Screenie festzuhalten:

[IMG]http://img10.imageshack.us/img10/4977/umfrageu.jpg[/IMG]

Das ist unglaublich! :mad:

Und [URL=http://www.bild.de/BILD/politik/2010/02/02/hartz-iv-betrueger/bundesagentur-fuer-arbeit-verzeichnet-mehr-faelle.html]das hier ebenso[/URL]. Dieses Hetzblatt toppt meine schlimmsten Erwartungen.

Armes Deutschland.

.
ArrogantNickUnd in einem kleinen Eckchen, dieses unsäglichen Schmierblattes, fand ich dann doch noch [URL=http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/01/21/hartz-iv-empfaenger/schluss-mit-hatz-arbeiter-nicht-im-stich-lassen-kommentar-mister-dax.html]einen Lichtblick![/URL] Der ist zwar nicht überall verlinkt, wie diese abartigen Hatzpamphlete, aber immerhin, er befindet sich zumindest auch auf der BILD-Website.

Und das war es für mich jetzt auch wieder. Meine Dröhnung BILDung habe ich mir für dieses Jahr abgeholt und bin vollkommen satt. :rolleyes:

....
ÂmeNoirMan ist das, was man aus sich machen läßt ... das soll heißen, wenn gegen diese Mißstände nichts unternommen wird, wird sich auch nichts ändern. Ausbeuter sind nur da, wo auch welche sind, die sich ausbeuten lassen. Was wäre, wenn die betroffenen Leutchen - und aus Solidarität auch Arbeitnehmer - mal gesammelt auf die Barrikaden gingen ... ich denke, dann könnte sich was ändern. Doch so lange sich das viele - bis auf sicher wenige Ausnahmen - alles gefallen lassen und sich brav ducken, bleibt eben alles beim Alten. Wo ist denn da der tolle Slogan zu hören ... "wir sind das Volk"?
Grauauge[quote][i]Original geschrieben von ÂmeNoir:[/i]
Ausbeuter sind nur da, wo auch welche sind, die sich ausbeuten lassen.[/quote]Das meint ja auch ExiledArchangel:
[quote][i]Original geschrieben von ExiledArchangel:[/i]
Herrschen tun in gewisser Weise auch die Beherrschten … indem sie … hinnehmen, dass andere über sie herrschen…[/quote]


[quote][i]Original geschrieben von ExiledArchangel:[/i]
… Dichotomie von Herrschenden und Beherrschten … ein Faktum …[/quote]Oder vielleicht auch eine unbewiesene, unbeweisbare Behauptung. Schließlich schreibst Du selbst, dass die Beherrschten herrschen – nämlich über die sogenannten Herrschenden, welche somit von ihnen beherrscht werden. Wir haben es somit nur mit herrschenden Beherrschten zu tun – was aber ist das?!


[quote][i]Original geschrieben von ExiledArchangel:[/i]
Obrigkeitsdenken wird … von Kindesbeinen an … anerzogen … Lohnsklaven … abgerichteten Untertanen…[/quote]Du glaubst also, Kinder hätten weniger Macht als Erwachsene? Wie kommst Du darauf? Weshalb sollte der freie Wille von Kindern unfreier sein als der freie Wille Erwachsener?
Ronin76Du wirfst Macht und Freier Wille in einen Topf. Etwas unlogisch.
Grauauge[quote][i]Original geschrieben von Ronin76:[/i]
Du wirfst Macht und Freier Wille in einen Topf. Etwas unlogisch.[/quote]Was genau findest Du daran unlogisch? Wenn sowohl Kinder als auch Erwachsene – sogenannte Lohnsklaven ebenso wie sogenannte Herrschende – einen freien Willen haben, dann gibt es nur Herrschende (Machthabende) – oder weder Herrschende, noch Beherrschte. Hat jedoch kein Mensch einen freien Willen, so hat auch niemand (Über)Macht und es herrscht kein Mensch. Solange nicht erwiesen ist, dass der Wille von sogenannten Lohnsklaven oder auch Kindern weniger frei ist als der von sogenannten Herrschenden oder Erwachsenen, haben alle Menschen stets gleich viel Macht. Nicht nur die Würde des Menschen ist also unantastbar, sondern es gilt auch: Die Macht des Menschen ist unantastbar.
Ronin76Das sind doch zwei völlig verschiedene Dinge. Oder sind jetzt Kraftsport und Musik auch das Gleiche ? So ist deine Logik nämlich aufgebaut. Nur weil jemand einen freien Willen hat, bedeutet das noch lange nicht daß er Macht hat oder will. Und es ist auserdem zwischen innerer, geistiger Freiheit und physischer Freiheit zu unterscheiden. So nach dem Motto: Ihr könnt zwar meinen Körper brechen, meinen Geist und Willen jedoch nicht !
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]... eine weitere Praxis aufgefallen die ich hier nicht verschweigen will ... sogenannte Praktika für Empfränger von Arbeitslosengeld Es handelte sich dabei ausnahmlos um Facharbeiter die von der Agentur für Arbeit für vier Wochen abgestellt wurden...jeweils immer vier Mann. Man hat die dann zwei Woche von Hilfsarbeiten wie Teiletransport und Vorsortieren über Kranfahren bis hin zum Teile Vorschweissen eingesetzt. nach vier Wochen kamen die nächsten. Übernahmen habe ich binnen zwei Monaten keine miterlebt. Die Firma zahlte für die geleistete Arbeit keinen Cent, die Motivation der Leute war aber in der Regel gut weil man ihnen ja Hoffnung machte. [/B][/QUOTE]

Grundsätzlich ist die Idee mit dem Praktikum ja nicht schlecht, so kann Arbeitgeber und Arbeitssuchender vor Einstellung testen, ob's passt. Aber wie so oft und fast überall wird sowas halt auch ausgenutzt. Ich habe ein derartiges Praktikum hinter mich gebracht, den Job habe ich jedoch gekriegt und für mich war es auch interessant, für 2 Wochen in die Firma reinschnuppern zu können, um rauszufinden, ob mir der Job zusagt.



Das Geschäft mit der Leiharbeit läuft m. E. ähnlich ab, auch Leiharbeitskräfte werden oft als billige Arbeitskräfte mißbraucht, hoffen auch auf eine Anstellung, werden aber meist nach Ablauf der erlaubten Beschäftigungsfrist "dankend" zurückgegeben. Auch mit 400 €-Jobern ist es ähnlich, auch sie werden häufig als billige Arbeitskräfte benutzt. Moderne Sklaverei ...

Zum Arbeitsamt noch etwas ... mein derzeitiger Arbeitgeber läßt Stellenangebote über's Arbeitsamt laufen, für seriöse Jobs, Festanstellung, in der medizinischen Branche. Die Stellenangebote sind nicht überzogen formuliert, die Ansprüche nicht übertrieben hoch. Zu denken gibt mir jedoch, daß über's Arbeitsamt so gut wie keine Bewerber an uns vermittelt werden und sich auch sonst wenige Leutchen bewerben und das bei Millionen Arbeitslosen! Wenn dann mal ne Bewerbung über's AA kommt, stellt sich nicht selten raus, daß der Bewerber für den Job überhaupt nicht qualifiziert ist. Die schicken Leutchen, die nicht mal wissen wie "Computer" geschrieben wird, obwohl im Stellenangebot von guten bis sehr guten Computerkenntnissen die Rede ist usw.
Andererseits wird man als Arbeitsloser dazu genötigt sich zu bewerben, obwohl man für den Job nicht geeignet ist. Folgedessen darf sich der Arbeitgeber mit den unmöglichsten Bewerbungen herumschlagen, was ein nicht zu unterschätzender Aufwand ist und für den Arbeitssuchenden ist diese Vorgehensweise auch frustrierend, da die Absagen bereits vorprogrammiert sind. Irgendwie ziemlich hirnrissig.
Als ich selbst arbeitslos war, habe ich lächerlich wenige Stellenangebote über das AA erhalten. Da frage ich mich dann halt schon, für was es diese Institution überhaupt gibt und es erweckt sich mir der Eindruck, daß das AA ein Verwaltungsapparat ist, der absolut am Leben vorbei vermittelt und nur ne Menge Geld kostet.
Was noch hinzukommt ... man soll sich möglicherweise auch noch bundesweit bewerben. Ein Arbeitssuchender aus dem Süden bewirbt sich auf ne Stelle im Norden, der aus dem Norden im Süden. Was für Umstände, die m. E. oft völlig unnötig sind und auch unnötig Kosten verursachen, sowohl für's AA, als auch für den, der dann den Job kriegt.

Ich halte es für dringend notwendig, neue Wege einzuschlagen und das System mal zu überholen. In derzeitiger Form kann das nix Erfolgreiches werden.
Seneca@ ÂmeNoir

Es gibt keine Beschäftigungsfrist mehr bei Zeitarbeitnehmern...die wurde quasi noch von Kanzler Schröder persönlich abgeschafft.
Du kannst einen Zeitarbeiter Jahrleng beschäftigen ohne den übernehmen zu müssen...ich kannte einen Fall der seit 8 Jahren in der gleichen Firma arbeitete...beschäftigt von 3 verschiedenen Zeitarbeitsfirmen im gleichen Zeitraum.

Deshalb haben ja auch schon so viele Firmen ihre eigenen Zeitarbeiotsfirmen gegründen, nennen sich z.B. TeamTime oder Autovision etc. und unterlaufen damit die ausgehandelten Konditionen und Tarife sowie die Betriebsräte in den Jeweiligen Firmen.
Ronin76Ein prominentes und aktuelles Beispiel ist ebay. Die haben zwar keine eigene Zeitarbeitsfirma gegründet aber dafür inoffizielle Abkommen mit mindestens einer Arbeitnehmerüberlassung getroffen, was sie jedoch vehement abstreiten. Lohn für die Arbeitnehmer dann plötzlich nur noch grob die Hälfte und die meisten Arbeitnehmerrechte gingen auch gleich mit flöten, aber wieder bei ebay eingesetzt, nur eben über eine Zeitarbeitsfirma.

Es ist doch schon lange kein Geheimnis mehr, daß Zeitarbeit nicht in feste Arbeit vermitteln soll. Das gibt es nur in wenigen Fällen. Sogar der Staat BRD hatte dies endlich vor einigen Jahren öffentlich zugegeben und bekanntgegeben daß nur ca 5% der Zeitarbeiter in feste Beschäftigungsverhältnisse übernommen wurden. Aber das ist wahrscheinlich von Vielen schon wieder vergessen worden und Zeitarbeit wurde leider immer noch nicht vom Zeitlichen gesegnet sondern wird von den Staatslakaien wieder stark gefördert.


[QUOTE]
Als ich selbst arbeitslos war, habe ich lächerlich wenige Stellenangebote über das AA erhalten. Da frage ich mich dann halt schon, für was es diese Institution überhaupt gibt und es erweckt sich mir der Eindruck, daß das AA ein Verwaltungsapparat ist, der absolut am Leben vorbei vermittelt und nur ne Menge Geld kostet.
[/QUOTE]
Natürlich, und genau das soll es ja auch. Es ist eine Branche in der ein paar wenige Leute richtig fett Kohle machen. BA und ARGE haben lediglich ein Interesse: So wenig Geld wie möglich an die Arbeitslosen ausschütten und möglichst viel Gewinn aus den Steuereinnahmen zu machen. Die Gewinnsummen sind öffentlich in den Jahresberichten einzusehen und nicht selten im zweistelligen Milliardenbereich was die BA anbelangt. Das Motto der ARGE lautet ja ständig: Fördern und fordern. Nur beschränkt sich das "Fördern" außer dem Regelleistungssatz auf sehr wenige Dinge wie zB Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (2-Euro Jobs) oder sinnlose "Fortbildungsmaßnahmen" wie Bewerbertraining, Bügelkurse, usw was aber auch schon wieder Forderungen sind. Das sind also alles nur Tarnmanöver um den Verwaltungsapparat und die Branche überhaupt noch rechtfertigen zu können.

[QUOTE]
Was noch hinzukommt ... man soll sich möglicherweise auch noch bundesweit bewerben. Ein Arbeitssuchender aus dem Süden bewirbt sich auf ne Stelle im Norden, der aus dem Norden im Süden. Was für Umstände, die m. E. oft völlig unnötig sind und auch unnötig Kosten verursachen, sowohl für's AA, als auch für den, der dann den Job kriegt.
[/QUOTE]
Ist meistens schon lange nicht mehr der Fall, denn die ARGEs haben auch gemerkt daß sie damit nur das Gegenteil erreichen. Ich zB "darf" mich nur in 2 anderen naheliegenden Landkreisen bewerben. Wenn ich außerhalb dieser Regionen Bewerbungen verschicke, werden diese nicht zum geforderten Soll hinzugezählt. Ich wäre schon mal fast sanktioniert worden weil ich mich bundesweit beworben hatte ! Den Fehler begehe ich mit Sicherheit kein Zweites mal.
SenecaWas die vermittlung von nord nasch süd und con Ost nach west angeht, da habe ich bei besagter Wehrtechnikfirma noch eine interessante Praxis kennengelernt...und auch deren Auswirkung.

In besagter Firma arbeiteten über Zeitarbeit ungewöhnlich viele Schweisser und Schlosser aus Ostdeutschland....meist mit Wohnsitz weit hinter Leipzig.

Die Studenlöhne waren im Bereich von 8,50 bis 10€ pro Stunde angesetzt...das gilt in der Metall- & Elektro Industrie als Hungerlohn.

Trotzdem bekam keiner weniger als 1500€ netto...

Möglich wurde das durch die Anrechnugn der Fahrkostenpauschale von bis zu 50€ TÄGLICH....steuerfrei.

Wenn man dann arbeitslos wird rutsch man allerdings sofort von 1500€ auf ca. 700€ ab...denn der FKZ fließt ja nicht in die Sozialbeiträge mit ein. Das sorgt dafür das viele, speziell Verheiratete mit nur einem EInkommen gleich nach dem ALG I Bescheid ALG II beantragen müssen.
Ronin76Von dieser Doppelgleisigkeit von ALG I + II kann ich prinzipiell nur abraten, denn meistens bewegt sich der Zugewinn nur im Rahmen von 50-100 Euro, dafür hat man dann aber gleich mit 2 Verwaltungsbehörden Ärger und viel Post. Bei mir war es dann auserdem noch so daß die Gelder völlig falsch berechnet wurden und keiner mehr den Durchblick hatte. Da wusste eine Hand nicht was die Andere tat.

Ein Zeitarbeiter ohne Fahrtkostenzulage hätte das gleiche Problem mit den hier genannten 700 Euro. Ich weiß nicht genau ob das noch immer so ist, aber das ALG I betrug immer 60% des Durchschnitts der letzten 3 Monatslöhne. Insofern ist die FKZ hier nicht relevant. Es ist ja immer noch besser wenn ein Arbeitnehmer überhaupt so eine relativ hohe FKZ bezahlt bekommt, denn in der Zeitarbeitsbranche sind solche Zulagen schon lange nicht mehr üblich. Ich hatte bei meinem letzten Job in dieser Branche bei einem Einsatz 200 Euro Fahrtkosten im Monat (+ 1x 100 Euro wegen überhöhter Geschwindigkeit) zu tragen und bekam dafür keinen Cent an Fahrtkosten erstattet. Als ich den Arbeitnehmer darauf ansprach hieß es hochnäsig daß ich nicht so übertreiben solle und es wurde sich nicht einmal die Mühe gemacht das nachzurechnen, obwohl dies in 1 min erledigt gewesen wäre. Es war offensichtlich daß sich der Arbeitgeber nur vor Zusatzkosten drücken wollten. Wie es der Zufall dann so wollte häuften sich daraufhin die Probleme beim Kunden und der Einsatz war recht schnell beendet. Nach ein paar Monaten waren die echt froh daß sie mich los hatten und mussten mir sogar noch 2 Wochen bei Freistellung von Arbeit Lohn bezahlen nachdem sie mir schon zuvor 4 Wochen lang keinen Einsatz organisieren konnten. :D
ÂmeNoirAlso ich hab' mit der Bewerberei quer durch Deutschland andere Erfahrungen gemacht. Mir wurde angedroht, wenn ich nicht soundsoviel Bewerbungen schreibe, werde ich dazu verdonnert, mich bundesweit bewerben zu müssen. Und wenn ich das nicht tue, wird mir das Arbeitslosengeld gestrichen.


Als ich noch bei Siemens arbeitete, gab' es da auch zig Leiharbeitskräfte, die weit unter dem verdienten, was die Stammbelegschaft erhielt ... wohlgemerkt für die gleiche Arbeit! Die Jungs wohnten auch irgendwo weit weg im Osten Deutschlands, übernachteten unter der Woche in der Nähe des Siemensstandortes und am Wochenende fuhren sie zurück in die Heimat. Hab' mich damals immer gefragt, wie die das bei dem geringen Gehalt auf die Reihe kriegen, vielleicht lief es ja auch so, wie Seneca es beschrieben hat.
Es wurde an dem Siemensstandort irgendwann so gehandhabt, daß ein Teil der Stammbelegschaft (egal ob langjähriger guter Mitarbeiter oder nicht) gefeuert und ein Teil der Leiharbeitskräfte mit weit weniger Lohn übernommen wurde. Es wurde eine sogenannte Auffanggesellschaft von Siemens gegründet (wobei ich den Verdacht hatte und immernoch habe, daß das AA da auch seine Finger im Spiel hatte), die dann die ehemalige Stammbelegschaft anderweitig zu vermitteln versuchte. Die Mache war die gleiche, wie beim AA, Weiterbildungskurse, Bewerbungstraining usw., nur daß da die Abfindung, die man als ehemaliger Siemensianer erhielt, je nach Dauer der Mitgliedschaft in der Auffanggesellschaft ggf. gekürzt wurde.
In diesem Konzern gehört es u. a. auch zur Firmenpolitik, Stammbelegschaft zu entlassen, sogenannte GmbHs zu gründen, um den Entlassenen dann ein Angebot zur Wiedereinstellung zu machen, bei wesentlich weniger Lohn. Irgendwie ist das doch ein total abgekartetes Spielchen. Und ich möchte nicht wissen, inwieweit irgendwelche Behörden mitmischen.

Nochmal wegen der langen Fahrtwege ... ich kenne jemanden, der hatte als Leiharbeitskraft eine Fahrtstrecke von 80 km einfach pro Tag und bekam einen lächerlichen Fahrtkostenanteil zusätzlich zu seinem Hungerlohn. Er hatte das Glück, bei jemandem wohnen zu können, denn eine eigene Wohnung wäre finanziell einfach nicht drin gewesen. Näher an den Arbeitort ist er voraussichtiger Weise nicht gezogen, denn das Beschäftigungsverhältnis dauerte nur ein halbes Jahr, dann war er wieder arbeitslos.

[QUOTE]BA und ARGE haben lediglich ein Interesse: So wenig Geld wie möglich an die Arbeitslosen ausschütten und möglichst viel Gewinn aus den Steuereinnahmen zu machen. Die Gewinnsummen sind öffentlich in den Jahresberichten einzusehen und nicht selten im zweistelligen Milliardenbereich was die BA anbelangt.[/QUOTE]

Nur ist da ein Haken an der ganzen Sache. Ohne arbeitendes Volk und selbst auch mit arbeitendem Volk als Geringverdiener gibt es irgendwann logischerweise weniger Steuereinnahmen. Oder wie war daß noch gleich mit dem Ast und dem Sägen?
Ronin76[QUOTE]Nur ist da ein Haken an der ganzen Sache. Ohne arbeitendes Volk und selbst auch mit arbeitendem Volk als Geringverdiener gibt es irgendwann logischerweise weniger Steuereinnahmen. Oder wie war daß noch gleich mit dem Ast und dem Sägen?[/QUOTE]
Theoretisch ja, aber es gibt ja noch andere Mittel wie zB Steuererhöhungen, Sanktionierungen, Gesetzesänderungen und es werden ja schon wieder Kürzungen von ALG II gefordert. Und die Erhöhung der Staatsverschuldung ist ja auch noch so ein Wunderheilmittel. Die Spirale geht soweit nach unten bis es eben finanziell nicht mehr geht und Deutschland ein Trümmerfeld ist. Und dann wachen die Leute auf oder sind schon krank und tot.. zu spät.

Siemens war mir schon immer ein sehr unsympathischer Konzern der ja auch schon seit dem 2. Weltkrieg eine lange Tradition und Erfahrung mit Zwangsarbeitern hat und nie dafür belangt wurde soweit ich richtig informiert bin. Es stellt sich mal wieder die Frage wer die Weltpolitik steuert.
Grauauge[quote][i]Original geschrieben von Ronin76:[/i]
Was könnte man daran ändern ?[/quote]Wen meinst Du mit "man"? Liegt das Schwergewicht der Frage mehr auf "was" oder mehr auf "könnte"? Angenommen mit "man" ist ein Großteil der deutschen Bevölkerung gemeint, so stellt sich die Frage, wie die vermutlich vorhandene Uneinigkeit überwunden werden kann. Denn von der Einigkeit hängt wahrscheinlich ab, was "man" tatsächlich ändern kann. Einigkeit wird durch Überzeugung erreicht. Doch wie und womit könnte "man" (ich?) viele überzeugen – bevor es womöglich "zu spät" ist? Meiner Meinung nach ist hier ein klares, realistisches Konzept gefragt. Ich vermute, da müsste etwas Außergewöhnliches passieren. Ein Wunder? :D
Grauauge[quote][i]Original geschrieben von ExiledArchangel:[/i]
Obrigkeitsdenken wird … von Kindesbeinen an … anerzogen … Lohnsklaven … abgerichteten Untertanen…[/quote][quote][i]Original geschrieben von Grauauge:[/i]
… Kinder … weniger Macht als Erwachsene? … Wille von Kindern unfreier … als … Erwachsener?[/quote][quote][i]Original geschrieben von Ronin76:[/i]
… Macht und Freier Wille …[/quote][quote][i]Original geschrieben von Ronin76:[/i]
… zwei … verschiedene Dinge. …[/quote][quote][i]Original geschrieben von Grauauge:[/i]
… nicht erwiesen …, dass der Wille von sogenannten Lohnsklaven oder auch Kindern weniger frei ist als der von sogenannten Herrschenden oder Erwachsenen…[/quote]Dein vermutliches Verständnis:
willensfrei = zielvorstellungsfähig = motiviert
mächtig = zielverwirklichungsfähig = wirksam

Viele Menschen werden angeblich schon als Kind ihrer Macht beraubt und es heißt, sie hätten als Kind keine Macht, diesen Raub zu verhindern. Warum, so frage ich, setzen diese Kinder ihre (noch) vorhandene Macht nicht ein, um den Machtraub zu verhindern?
Ronin76[QUOTE]Wen meinst Du mit "man"? Liegt das Schwergewicht der Frage mehr auf "was" oder mehr auf "könnte"? Angenommen mit "man" ist ein Großteil der deutschen Bevölkerung gemeint, so stellt sich die Frage, wie die vermutlich vorhandene Uneinigkeit überwunden werden kann. Denn von der Einigkeit hängt wahrscheinlich ab, was "man" tatsächlich ändern kann. Einigkeit wird durch Überzeugung erreicht. Doch wie und womit könnte "man" (ich?) viele überzeugen – bevor es womöglich "zu spät" ist? Meiner Meinung nach ist hier ein klares, realistisches Konzept gefragt. Ich vermute, da müsste etwas Außergewöhnliches passieren. Ein Wunder?[/QUOTE]
Ich werde zu diesem fast 1 Jahr alten Beitrag keine Stellung mehr beziehen. Der Thread war schon lange begraben, bis ihn Mondenkind79 wieder hervorgekrustelt hatte.

[QUOTE]
Dein vermutliches Verständnis:
willensfrei = zielvorstellungsfähig = motiviert
mächtig = zielverwirklichungsfähig = wirksam
[/QUOTE]
Spekulation, ich dementiere das hiermit. Immer wieder erstaunlich wie einem hier Worte in den Mund gelegt werden wollen. Auf dieser Ebene ist keine Diskussion mit mir möglich. Ich finde es auch irrwitzig wie du hier Wortfetzen zitierst die völlig aus dem Kontext gerissen sind und daraus abstruse Thesen erstellst.
Grauauge[quote][i]Original geschrieben von Ronin76:[/i]
Es stellt sich mal wieder die Frage wer die Weltpolitik steuert.[/quote]Wer steuert sie?

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