| Ronin76 | Um diesen Artikel lesen zu können werden Kenntnisse in der englischen Sprache benötigt: [url]http://greeninc.blogs.nytimes.com/2009/08/07/having-children-brings-high-carbon-impact/[/url] Es geht darum daß inzwischen schon zweifelhafte und äußerst fragwürdige Studien durchgeführt und veröffentlicht werden die behaupten daß zB US-Amerikanische Kinder bis zu 40 mal mehr Kohlendioxid (CO²) produzieren als eine Mutter durch Energiesparmaßnahmen wie "weniger Autofahren" einsparen könnte. Oder daß eine amerikanische Mutter mit Kind, 7 mal mehr CO² produziert als eine chinesische Mutter mit Kind. Letztendlich geht es darum daß der Mensch zur Schadstoffquelle erklärt wird, was reichlich perverse Züge beinhaltet. So wie die ganzen Diskussionen um CO². Zertifikate, Steuern, Gesetze, usw gegen CO². Kohlendioxid (CO²) ist neben Sauerstoff (O), Wasserstoff (H) und Stickstoff (N), eins der wichtigsten Elemente des Planeten Erde und vor allem für den Menschen. Nun wird CO² neben dem menschlichen Leben zum Sondermüll erklärt und dieser Beitrag aus der New York Times ist für mich gerade der Gipfel an Menschenverachtung in den CO² Debatten. Die Frage ist: Wohin wird das noch führen ? Ist der nächste Schritt eine Besteuerung des Sauerstoffs und des Atmens ? Wird Kindern und Menschen bald das Recht zu leben aberkannt ? Und was kann gegen diese menschenverachtende, verleumderische und erpresserische Politik unternommen werden ? |
| Kampfsau | Selbst wenn man die Energiesparproblematik losgelöst ist. Weniger Treibstoff und Energiestoffverbrauch heißt auch immer, weniger Umweltverschmutzung, weil ein Auto neben CO2 auch einen ganzen Haufen anderer umweltschädlicher Gifte ausstößt. Und ich weiß nicht ob das menschenverachtend ist aber eine höhere Bevölkerungsdichte bedeutet nunmal auch meist höhere Umweltschädigung. Das stimmt halt einfach.Denn sie alle wollen essen, heizen, Auto fahren, im Internet surfen etc pp. Genauso wie ich sage , dass das demographische Problem, dass in den nächsten Jahrzehnten, teilweise schon heute auf uns zukommt, gar nicht so ein großes Problem wäre, wenn ältere Menschen nicht so häufig noch 20-40 Jahre nach Renteneintritt noch am Leben wären. Ich weiß gar nicht warum man das leugnen soll. Ich weiß ganz genau, dass ich selbst in 2 Leben den Schaden den ich schon jetzt angerichtet habe, nicht aufheben kann. |
| Ronin76 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] Weniger Treibstoff und Energiestoffverbrauch heißt auch immer, weniger Umweltverschmutzung, weil ein Auto neben CO2 auch einen ganzen Haufen anderer umweltschädlicher Gifte ausstößt.[/QUOTE] Wenn du das Wort "anderer" streichen würdest, könnten wir uns einigen. CO2 ist nun mal in den herkömmlichen Dosierungen wie zB durch Verbrennungsprozesse kein Gift und führt auch nicht zu einer Erderwärmung. [QUOTE] Und ich weiß nicht ob das menschenverachtend ist aber eine höhere Bevölkerungsdichte bedeutet nunmal auch meist höhere Umweltschädigung. Das stimmt halt einfach.Denn sie alle wollen essen, heizen, Auto fahren, im Internet surfen etc pp.[/QUOTE] Indirekt stimmt das schon, aber das muß ja nicht zwangsläufig so sein. Es ist nur das menschliche Verhalten welches umweltschädlich sein kann, nicht der Mensch an sich. Und generalisieren lässt sich das ja auch nicht denn es gibt durchaus noch Menschen die in Einklang mit der Natur leben. Auch essen und heizen muß sehr differenziert betrachtet werden. Ein Kamin oder Holzofen und selbstangebautes Gemüse sind sicherlich nicht umweltschädlich. Beim Verbrennen von Heizöl und verspeisen von Rindern und Schweinen habe ich da schon eher Bedenken (Methan, kanzerogener Feinstaub, etc.). [QUOTE] Genauso wie ich sage , dass das demographische Problem, dass in den nächsten Jahrzehnten, teilweise schon heute auf uns zukommt, gar nicht so ein großes Problem wäre, wenn ältere Menschen nicht so häufig noch 20-40 Jahre nach Renteneintritt noch am Leben wären.[/QUOTE] Das ist doch nicht das Problem sondern das will man dich glauben machen. Alt wird gegen Jung aufgehetzt um von Reich gegen Arm abzulenken und den Raubzug beim Mittelstand erfolgreich fortsetzen zu können. Es sind genügend Mittel vorhanden um Rentner und Kranke ausreichend finanzieren zu können und ohne daß der Rest der Bevölkerung deshalb Einbußen hätte. Es sammelt sich immer mehr Kapital bei immer weniger, reichen Menschen an. Der Großteil davon ist totes Kapital und vom Rest werden zB Kriege und andere Raubzüge finanziert die wieder den gleichen Bevölkerungsschichten schaden und eine weitere Umverteilung von Kapital von unten nach oben bedeuten. Altersprognosen und Statistiken für die nächsten 50 Jahre sind Humbug, denn es kann zB niemand wissen was in 50 Jahren sein wird und ein Trend kann sich schnell ändern. |
| ÂmeNoir | Die Überbevölkerung ist m. E. in der Tat ein Problem und kein zu unterschätzendes, ich sehe es sogar als eines der Hauptprobleme (selbst dann, wenn die Menschen umweltbewußter leben würden). Sie vermehren sich halt wie die Kaninchen und irgendwann ist die Grenze dessen erreicht, was dieser Planet verträgt. Die Fläche dieser Kugel ist nunmal begrenzt, die Bodenschätze werden auch nicht mehr. Zu Schulzeiten - und das ist mehr als mein halbes Leben her - war das Thema Überbevölkerung bereits teil des Unterrichts, also damals schon Thema, seitdem hat nichts geändert, im Gegenteil, die Anzahl an Menschen ist weiter gestiegen. Zudem erschüttert mich ehrlich gesagt so gut wie nichts mehr, was die Experimentierfreudigkeit des Menschen angeht, auch erschüttert mich so gut wie nichts mehr, was die Taktiken angeht, die angewandt werden, um die Menschen in eine bestimmte Richtung lenken zu wollen. Das sind m. E. Machtspielchen mit ausgeklügelten Manipulationen. Allerdings muß man dabei aufpassen, denn daß was zunächst nach X aussieht kann auch Taktik des Spielchens sein, um damit letztendlich Y zu bezwecken. |
| Creobotra | so wie ich die studie gelesen hab, gehts schlicht um einen statistischen langzeit-effekt, den das bevölkerungswachstum mit sich bringt, runtergerechnet auf ein kind. ein kind in den usa "erzeugt" (nicht direkt, sondern als folge) "potentiell" mehr co2 als eins in bangladesh oder china und das eben rein rechnerisch. die studie seh ich nicht als menschendverachtend, sondern einfach nur als schlecht erklärt, was die konsequenzen oder schlussfolgerungen angeht. sowas dürfte man nicht auf die sagenwirmal "unbedarfteren" gemüter loslassen. ich erinner mich da an die studie um methan-rülpsende kühe... |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i] [B]die studie [...] dürfte man nicht auf die sagenwirmal "unbedarfteren" gemüter loslassen.[/B][/QUOTE] :D |
| Ronin76 | @AmeNoir [QUOTE]..auch erschüttert mich so gut wie nichts mehr, was die Taktiken angeht, die angewandt werden, um die Menschen in eine bestimmte Richtung lenken zu wollen. Das sind m. E. Machtspielchen mit ausgeklügelten Manipulationen. Allerdings muß man dabei aufpassen, denn daß was zunächst nach X aussieht kann auch Taktik des Spielchens sein, um damit letztendlich Y zu bezwecken.[/QUOTE] Angenommen es wird von Medien und Politikern behauptet, X = Überbevölkerung. Und das wird so lange wiederholt bis es fast jeder glaubt.. was könnte dann Y sein ? Wo ist die Grenze zur Überbevölkerung und wer legt diese Grenzen fest ? zB in den USA, Afrika, Südamerika, Kanada, ehemalige UDSSR und China, ist der Großteil der Landesflächen völlig unbesiedelt und das nicht unbedingt weil dort Wüste ist. Schon anhand dieser Fakten finde ich es unglaubwürdig von einer Überbevölkerung zu schreiben. Auf der Erde gibt es ca. 12.500 Arten von Ameisen und insgesamt müssten es mehrere Trillionen Ameisen sein. Ist das jetzt Überbevölkerung ? Ich behaupte daß es Überbevölkerung überhaupt nicht geben kann. Denn das Nahrungsangebot reguliert die Population und das ist auch beim Menschen so. @Creobotra [QUOTE]die studie seh ich nicht als menschendverachtend, sondern einfach nur als schlecht erklärt, was die konsequenzen oder schlussfolgerungen angeht. sowas dürfte man nicht auf die sagenwirmal "unbedarfteren" gemüter loslassen.[/QUOTE] Es gilt zwischen dem Zeitungsartikel und der Studie zu unterscheiden. Wieso werden solche Pro-Kopf Studien überhaupt durchgeführt ? Ist das sinnvoll oder zweckmäsig ? Was ist die Absicht dahinter ? Genausogut könnten Rülps- und Furzstudien veröffentlicht werden, wenn sie den politischen Interessen förderlich sind. |
| logic_system | [quote]Denn das Nahrungsangebot reguliert die Population und das ist auch beim Menschen so.[/quote] Ja, nur gibts in der Natur keine NGOs, die fleißig das lokale Nahrungsangebot um der "Menschlichkeit" willen aufpumpen, dadurch mehr Menschen ohne reale Existenzgrundlage entstehen, die in noch mehr Elend leben müssen. Menschenhilfe in diesem Bereich schadet manchmal (naja egtl. meistens) mehr, als sie hilft. [quote]Es geht darum daß inzwischen schon zweifelhafte und äußerst fragwürdige Studien durchgeführt und veröffentlicht werden die behaupten daß zB US-Amerikanische Kinder bis zu 40 mal mehr Kohlendioxid (CO²) produzieren als eine Mutter durch Energiesparmaßnahmen wie "weniger Autofahren" einsparen könnte. Oder daß eine amerikanische Mutter mit Kind, 7 mal mehr CO² produziert als eine chinesische Mutter mit Kind. [/quote] Das erscheint mir völlig plausibel. Ich sage nur: mehrere Fernseher, Autos, elektronische Spielzeuge, massengefertigte Produkte, Klimaanlagen etcpp. Altbekannt, selbst unter Amerikanern |
| Kampfsau | [QUOTE]Wenn du das Wort "anderer" streichen würdest, könnten wir uns einigen. CO2 ist nun mal in den herkömmlichen Dosierungen wie zB durch Verbrennungsprozesse kein Gift und führt auch nicht zu einer Erderwärmung.[/QUOTE] Bei dem Ausdruck habe ich nicht richtig aufgepasst, natürlich ist CO2 auch wichtig fürs Erdklima und kein Gift per se, obwohl ein Mensch natürlich stirbt, wenn er reines CO2 einatmet. [QUOTE]Indirekt stimmt das schon, aber das muß ja nicht zwangsläufig so sein. Es ist nur das menschliche Verhalten welches umweltschädlich sein kann, nicht der Mensch an sich. [/QUOTE] Sicher, muss man kein umweltschädliches Verhalten zeigen, wenn man leben will. Die Frage ist nur die, wie hoch der Lebensstandard sein soll und wie viele Menschen an diesem hohen Lebensstandard partizipieren wollen und welche Resourcen diesem Lebenserwartungen gegenüberstehen. [QUOTE]Auch essen und heizen muß sehr differenziert betrachtet werden. Ein Kamin oder Holzofen und selbstangebautes Gemüse sind sicherlich nicht umweltschädlich. Beim Verbrennen von Heizöl und verspeisen von Rindern und Schweinen habe ich da schon eher Bedenken (Methan, kanzerogener Feinstaub, etc.).[/QUOTE] Auch hier muss man das wieder anders sehen als früher. Was früher funktioniert hat, stellt sich heute eventuell als nicht mehr so leicht möglich heraus. Vor allem in Großstädten ist es eben nicht möglich, dass jeder genug Gartenfläche hat, damit er sich gemüse anbauen kann. Wer hat schon überhaupt einen Garten in vielen Großstädten? Und ähnlich sieht es wahrscheinlich auch mit Holz zum Heizen aus. Die Bevölkerungsdichte ist deutlich höher als z.B. damals in den 30ern. Da sind die Menschen auf dem Land nachwievor übervorteilt. [QUOTE]Es sind genügend Mittel vorhanden um Rentner und Kranke ausreichend finanzieren zu können und ohne daß der Rest der Bevölkerung deshalb Einbußen hätte.[/QUOTE] Das würdest du sicherlich nicht sagen, wenn du längere, intensive Erfahrung mit Altenbetreuung gemacht hättest. Die Kosten sind nur ein Faktor. Obwohl schon so ein Altenheimplatz verdammt viel Geld kosten kann. Doch es ist ja nichtmal nur eine Sache der Finanzierung. Es ist auch ein rein personelles Problem. Wenn erstmal über die Hälfte der Bevölkerung im Rentenalter oder kurz davor ist, dann ist es umso wichtiger, dass die wenigen Arbeitskräfte die übrig sind, auch sehr produktiv tätig sind. Nur wie soll das möglich sein, wenn man sich noch um seine Eltern und vielleicht sogar Großeltern kümmern muss? Und es soll sogar Menschen geben, die neben der Arbeit auch noch eigene Kinder großziehen und noch soetwas wie ein Privatleben haben wollen.Das ist eben gar nicht so einfach. Denn alte, hilfsbedürftige Menschen brauchen vor allem eines. Viel Zeit und Aufmerksamkeit mit anderen Worten, sie brauchen viele Menschen,die sich um sie kümmern. Und hier gibt es schon in der Kranken- und Altenpflege große Probleme. Haben wir nicht schon alle davon gehört? Pfleger die so stark mit Arbeit belastet werden, dass sie grade mal genug Zeit dafür haben, ihre Alten und Kranken so hastig wie am Fließband abzuwaschen und zu füttern? Um das zu ändern wären mehr Pfleger notwendig aber die kosten natürlich auch wieder mehr Geld . Und qualifiziertes Personal lockt man auch nicht mit 1100 Euro netto wie es heute oft der Fall ist. Und eine Volkswirtschaft kann im Grunde auch nicht davon überleben, dass wir, um es mal umgangssprachlich zu formulieren "uns gegenseitig den Arsch abwischen" Selbstverständlich wird sich diese Situation in den nächsten Jahrzehnten eher Verschärfen,denn verbessern. Und dann gibt es natürlich die ganzen anderen Nationen, die solche Probleme in dem Ausmaß eben noch nicht haben und zu uns in Konkurrenz stehen. Darum kann ich auch nicht glauben, dass es möglich ist, diese Situation mit derart vielen Kranken und Alten zumindest "ohne Einbußen" zu bewältigen. [QUOTE]Altersprognosen und Statistiken für die nächsten 50 Jahre sind Humbug, denn es kann zB niemand wissen was in 50 Jahren sein wird und ein Trend kann sich schnell ändern.[/QUOTE] Der Trend ändert sich höchstens, wenn es zu mehr Kindern oder mehr Toten kommt.Also wenn es nicht zu einer Pandemie kommt, die viele Menschen dahinrafft oder zu einem großen Krieg oder zur Massenpaarung, dann wird sich nichts daran ändern. Wie soll die Entwicklung denn sonst verlaufen? [QUOTE]Ist das jetzt Überbevölkerung ? Ich behaupte daß es Überbevölkerung überhaupt nicht geben kann. Denn das Nahrungsangebot reguliert die Population und das ist auch beim Menschen so.[/QUOTE] Also du meinst wir sollten erst warten, bis es zu großen Hungersnöten und Kriegen kommt, bevor man sich Gedanken um Überbevölkerung machen sollte? |
| Ronin76 | [QUOTE]Vor allem in Großstädten ist es eben nicht möglich, dass jeder genug Gartenfläche hat, damit er sich gemüse anbauen kann. Wer hat schon überhaupt einen Garten in vielen Großstädten? Und ähnlich sieht es wahrscheinlich auch mit Holz zum Heizen aus. Die Bevölkerungsdichte ist deutlich höher als z.B. damals in den 30ern. Da sind die Menschen auf dem Land nachwievor übervorteilt.[/QUOTE] Merkst du was ? Die meisten Menschen sind in totale Abhängigkeit geraten und können sich bis auf die Landwirte und Gärtner nicht mal mehr selbst mit Essen versorgen. Mich erinnert das sehr stark an zoologische Gehege, vor allem an Raubtierkäfige. Wann ist die nächste Fütterung ? Oh lecker, heute gibt es ja Soylent Green ! [QUOTE]Es sind genügend Mittel vorhanden um Rentner und Kranke ausreichend finanzieren zu können und ohne daß der Rest der Bevölkerung deshalb Einbußen hätte.[/QUOTE] [QUOTE] Das würdest du sicherlich nicht sagen, wenn du längere, intensive Erfahrung mit Altenbetreuung gemacht hättest. Die Kosten sind nur ein Faktor. Obwohl schon so ein Altenheimplatz verdammt viel Geld kosten kann. [/QUOTE] Falsch geraten. Zufälligerweise habe ich einige Jahre lang intensive Erfahrung mit Altenbetreuung gemacht. Hast du dir noch nie die Frage gestellt wieso ein Pflegeplatz so viel Geld kostet ? Hast du dir schon mal die Preise von medizinischen Geräten, Medikamenten, Windelhosen, und sonstigem Pflegebedarf angeschaut ? Sind das realistische Preise oder sind es Wucherpreise ? Ich hatte den Anfang der "Pflegereform" in den 90er Jahren miterlebt. Da standen die Leute vom medizinischen Dienst mit der Stopuhr herum und alle Zeiten für Pflegehandlungen mussten abgeschätzt und dokumentiert werden. Und seither beträgt "nur" der Zeitaufwand für Dokumentation, 50% der Arbeitszeit einer durchschnittlichen Pflegeperson. Jau, ist das nicht geil und wahnsinnig produktiv ? Seither sind die Pflegekosten explodiert. Ein Heimplatz in den 90ern kostete ca 2000 DM, heute ca 3000 Euro im Monat. Grob geschätzt und unter Berücksichtigung der Inflation bedeutet dies eine Verdoppelung der Heimplatzkosten innerhalb von 15 Jahren. [url]http://www.heimplatz-deutschland.de/faq_suchende.html[/url] [url]http://www.verbraucherzentrale-bayern.de/UNIQ126676971005551/link5627A.html[/url] [QUOTE] Und hier gibt es schon in der Kranken- und Altenpflege große Probleme. Haben wir nicht schon alle davon gehört? Pfleger die so stark mit Arbeit belastet werden, dass sie grade mal genug Zeit dafür haben, ihre Alten und Kranken so hastig wie am Fließband abzuwaschen und zu füttern? [/QUOTE] Habe ich alles selbst erlebt. Ein Heimplatz ist für die Angehörigen meistens ein bequemer Weg um sich der Eltern entledigen zu können, das wurde immer an den Besucherzahlen deutlich. Manche Kinder kamen sogar täglich ins Altenheim um ihre Elternteil zu besuchen, andere nur alle paar Monate oder gar nie. Jedoch waren die Eltern und Heimbewohner auch nicht unbedingt unschuldig an der Situation. Die Gesellschaft ist nun mal stark fragmentiert und zerstritten und darum geht es auch nur noch bergab. [QUOTE]Darum kann ich auch nicht glauben, dass es möglich ist, diese Situation mit derart vielen Kranken und Alten zumindest "ohne Einbußen" zu bewältigen[/QUOTE] Es muß sich dafür etwas ändern sonst geht das nicht. Und zwar eine Umverteilung der Ressourcen von Oben nach Unten. Wenn dieses "Wunder" passieren würde, wäre das gar kein Thema mehr. Ein krankes und schwaches Muttertier kann sich auch nicht mehr richtig um seinen Nachwuchs kümmern. Die menschliche Gesellschaft ist sehr, sehr krank. Und zwar schon so krank daß sie das nicht mal mehr bemerkt. [QUOTE]Der Trend ändert sich höchstens, wenn es zu mehr Kindern oder mehr Toten kommt.Also wenn es nicht zu einer Pandemie kommt, die viele Menschen dahinrafft oder zu einem großen Krieg oder zur Massenpaarung, dann wird sich nichts daran ändern. Wie soll die Entwicklung denn sonst verlaufen?[/QUOTE] Genau so aber das ist für 50 Jahre nicht berechenbar. Es wird ja nie in Frage gestellt wieso es einen Geburtenrückgang gibt und ob dieser nicht hausgemacht ist. Akademiker sind ja laut Nachwuchsstudien so "intelligent", daß sie zu bequem und geizig zum Kindermachen sind, und dann aber der armen, kinderreichen Unterschicht vorhalten daß diese zu viele Kinder zeugen würden, welche sie (die reiche Oberschicht) zu finanzieren hätten. [QUOTE]Also du meinst wir sollten erst warten, bis es zu großen Hungersnöten und Kriegen kommt, bevor man sich Gedanken um Überbevölkerung machen sollte?[/QUOTE] Nö, denn etwas wie Überbevölkerung gibt es nicht, aber das schrieb ich ja bereits. Das ist ein rein politischer Kampfbegriff um der Bevölkerung ein Schuldgefühl zu implementieren und dadurch bestimmte politische Interessen durchdrücken zu können. Wie zB eine Reduzierung der Menschheit. Durch Kriege, durch Hungersnot, Überschwemmungen, etc. Denn dann kann der unbedarfte Bürger denken: "Alles halb so schlimm denn wir haben ja Überbevölkerung !". |
| Kampfsau | [QUOTE]Merkst du was ? Die meisten Menschen sind in totale Abhängigkeit geraten und können sich bis auf die Landwirte und Gärtner nicht mal mehr selbst mit Essen versorgen. Mich erinnert das sehr stark an zoologische Gehege, vor allem an Raubtierkäfige. Wann ist die nächste Fütterung ? Oh lecker, heute gibt es ja Soylent Green ![/QUOTE] Ja aber Autonomie wäre auch schwer umsetzbar unter den Bedingungen. Außerdem ist die Spezialisierung der verschiedenen Lebensbereiche eine wichtige Begleiterscheinung der Produktivitätssteigerung. Früher war die Hausarbeit, der Anbau von Nahrung etc pp viel viel anstrengender und Zeitintensiver als heute. Je primitiver und natürlicher die Lebensumstände, desto härter und langwieriger wird das Überleben. Erstens bräuchten wir dann halt mehr Raum pro Person und zweitens hätten wir viel weniger Zeit für andere Dinge neben dem Jagen und der Landwirtschaft, würden wir alles selber, unabhängig von anderen erledigen [QUOTE]Und seither beträgt "nur" der Zeitaufwand für Dokumentation, 50% der Arbeitszeit einer durchschnittlichen Pflegeperson. Jau, ist das nicht geil und wahnsinnig produktiv ?[/QUOTE] Die Dokumentation scheint ein Hindernis zu sein aber sie hat durchaus eine Existenzberechtigung im medizinischem Bereich. [QUOTE] Es muß sich dafür etwas ändern sonst geht das nicht. Und zwar eine Umverteilung der Ressourcen von Oben nach Unten. Wenn dieses "Wunder" passieren würde, wäre das gar kein Thema mehr. Ein krankes und schwaches Muttertier kann sich auch nicht mehr richtig um seinen Nachwuchs kümmern. Die menschliche Gesellschaft ist sehr, sehr krank. Und zwar schon so krank daß sie das nicht mal mehr bemerkt.[/QUOTE] Das mag schon sein, trotzdem ist die jetzige Entwicklung eine Belastung. Eine Belastung die besser getragen werden könnte aber nichtsdestotrotz eine Belastung die darüber hinaus auch ansteigen wird. [QUOTE]Genau so aber das ist für 50 Jahre nicht berechenbar.[/QUOTE] Prognosen sind kein Blick in die Zukunft oder das Glas ist dabei beschlagen, trotzdem denke ich, dass diese Entwicklung zumindest sagen wir mal in 20 Jahren abzusehen ist, wenn sich nicht viel verändern sollte. Was will man sonst machen, man muss immer ein bischen Wahrsagerei betätigen, will man sich auf die Zukunft vorbereiten. [QUOTE]Es wird ja nie in Frage gestellt wieso es einen Geburtenrückgang gibt und ob dieser nicht hausgemacht ist. Akademiker sind ja laut Nachwuchsstudien so "intelligent", daß sie zu bequem und geizig zum Kindermachen sind, und dann aber der armen, kinderreichen Unterschicht vorhalten daß diese zu viele Kinder zeugen würden, welche sie (die reiche Oberschicht) zu finanzieren hätten.[/QUOTE] Das Problem ist, dass Akademiker alles wollen. Sie wollen gute Ausbildungen, gehen lange zur Schule, an die Uni und sind dann mit mitte-ende 20 fertig und müssen sich dann auch noch im Job etablieren und die Schulden zurückzahlen, wenn man 9-10 Jahre in der Schule war, 3 Jahre Ausbildung absolviert hat, ist man wohl eher dazu bereit dass für Kinder aufzugeben. Entweder weil man seinen Job sowieso nicht so sehr mag oder weil man jung genug ist, nachdem die Kinder ein bestimmtes Alter haben, wieder neu anzufangen. Wirklich, die ganzen Frauen die ich kenne und die studieren, wollen keine oder haben nicht wirklich freiwillig Kinder bekommen. Aber vor allem die mit Ausbildungen oder ohne Arbeit bekommen Kinder schon relativ früh. Naja, die haben im Gegensatz zu fast allen Akademikerinnen auch durchaus schonmal 3-6 Jahre richtige Berufserfahrung mit 24, während die grade das Studium abschließen, wenn sie flott sind. Man sollte einfach mal die Menschen fragen. An dem Willen Kinder zu bekommen mangelt es sicher nicht. Dazu ist der Drang viel zu natürlich. Aber an Arbeitsbedingungen mangelt es nicht. Noch dazu neigen Akademiker zu Perfektionismus. Sie wollen dass alles perfekt ist, nehmen das Kinderkriegen viel zu ernst, anstatt einfach zu machen. Das Problem ist bekannt aber Arbeitgeber wie Staat machen halt nicht genug. |
| JohnSteed | Der Staat macht nicht genug? Wo sonst kann man JAHRE im Erziehungsurlaub bleiben? Gegenüber Menschen, die sich ihr Geld richtig verdienen müssen, ist dies eine Benachteiligung. Es ist aber auch nicht einzusehen, warum überhaupt jemand so lange bei laufenden Bezügen, so einen komfortablen Schwebestatus haben soll? |
| Kampfsau | [QUOTE]Der Staat macht nicht genug?[/QUOTE] Ein bischen flach die Aussage aber im Grunde ist es so falsch auch wieder nicht. Wenn die Steuergelder für sowas nicht aufgewandt werden und Arbeitgeber nicht endlich wieder humaner werden, wer wird sonst etwas dafür tun? [QUOTE]Gegenüber Menschen, die sich ihr Geld richtig verdienen müssen, ist dies eine Benachteiligung. Es ist aber auch nicht einzusehen, warum überhaupt jemand so lange bei laufenden Bezügen, so einen komfortablen Schwebestatus haben soll?[/QUOTE] Man bekommt WENIGER Geld als vorher, auch wenn das oft mehr als bei Arbeitslosen ist. Was soll man sonst machen? Was wäre die Alternative? Wer es wagt Kinder zu bekommen, landet sofort in der Arbeitslosigkeit und hat weniger Geld? Da wird das Kinderkriegen ja wirklich attraktiv. Und oft genug kommt man nach einer mehrjährigen Pause kaum mehr wieder in den Beruf hinein oder landet dann in der Halbtagsschiene und kann richtige Karriere dauerhaft vergessen. Außerdem, was ist schon Erziehungsurlaub? Sicher, es ist die Zeit in der die Bindung zwischen Mutter und Kind am intensivsten ist . Wer in der Phase mist baut und zuwenig Aufmerksamkeit und Liebe schenkt, hat die Person mitunter für ihren Lebtag psychisch ruiniert. Aber danach geht es eben auch noch weiter. Viele sagen sich auch, wozu soll ich Kinder bekommen, wenn ich nie Zeit für sie habe. Andere sagen sich, wozu bekomme ich Kinder, wenn ich dafür nicht so leben und arbeiten kann wie ich mich es glücklich macht, was hat das Kind wiederum davon? Wichtiger wäre Kinderbetreuung und flexiblere Arbeitszeitmodelle. Ich sage damit unsere Gesellschaft Zukunftsfähig ist, muss man genau an diesen Aspekten anfassen. |
| Ronin76 | @John Steed [QUOTE] Der Staat macht nicht genug? Wo sonst kann man JAHRE im Erziehungsurlaub bleiben? Gegenüber Menschen, die sich ihr Geld richtig verdienen müssen, ist dies eine Benachteiligung. Es ist aber auch nicht einzusehen, warum überhaupt jemand so lange bei laufenden Bezügen, so einen komfortablen Schwebestatus haben soll? [/QUOTE] Eine leicht zu widerlegende Falschaussage. [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Erziehungsurlaub[/url] [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Elternzeit[/url] In Deutschland gibt es schon lange keinen Erziehungsurlaub mehr. Urlaub bedeutet Fortzahlung von Lohn während der Urlaubszeit. Es gibt in Deutschland ein Elterngeld. Dieses ist unbezahlte Freistellung von der Arbeit und darauf besteht auch ein Rechtsanspruch. Gerade ein neugeborened Kind braucht sehr viel Kontakt zu seinen Eltern und vor Allem zu seiner Mutter und daher finde ich das Elterngeld prinzipiell eine gute Idee, auch wenn es das Grundproblem der Lohnsklaverei mit all ihren vielen Abhängigkeiten nicht beseitigen kann. Mich würde interessieren wie man "richtig" Geld verdient ? Gibt es da vielleicht Gesetzesanweisungen oder reicht es wenn ich das Wall Street Journal lese ? |
| Ronin76 | @Kampfsau [QUOTE]Ja aber Autonomie wäre auch schwer umsetzbar unter den Bedingungen. Außerdem ist die Spezialisierung der verschiedenen Lebensbereiche eine wichtige Begleiterscheinung der Produktivitätssteigerung.[/QUOTE] Schwierig schon, aber nicht unmöglich. Autonomie wird leider fast immer überhaupt nicht in Betracht gezogen. Eine gewisse Spezialisierung halte ich auch für förderlich, jedoch müssten die vielen Abhängigkeiten auf ein Minimum reduziert werden. Elementare Produktionsprozesse die der Lebenserhaltung dienen müssten so gestaltet sein, daß sie von den meisten Laien so leicht wie möglich reproduzierbar wären. Wenn dies nicht gesichert werden kann, findet eine Entfremdung von der Arbeit statt. Dann bekommen Menschen die Kontrolle über andere Menschen. Die Wissenden beherrschen die Unwissenden. Die LPGs der DDR waren im Prinzip gar keine so schlechte Idee, nur eben schlecht umgesetzt. ZB von den Besitzverhältnissen, den Größen, und von den dadurch entstandenen Machtgefällen. [QUOTE]Die Dokumentation scheint ein Hindernis zu sein aber sie hat durchaus eine Existenzberechtigung im medizinischem Bereich.[/QUOTE] Das ist richtig, allerdings hat sie schädliche Auswirkungen erreicht. Denn welche Pflegefachkraft hat eigentlich die Zeit sich alle Pflegeberichte und Pflegeplanungen durchzulesen um dann danach richtig handeln zu können. Und welcher Arzt liest sich alle Befunde durch um sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen und eine Therapie wirkungsvoll koordinieren zu können ? Es mangelt ja meistens schon an der Anamnese, welche viel Folgearbeit ersparen könnte. [QUOTE]Prognosen sind kein Blick in die Zukunft oder das Glas ist dabei beschlagen, trotzdem denke ich, dass diese Entwicklung zumindest sagen wir mal in 20 Jahren abzusehen ist, wenn sich nicht viel verändern sollte.[/QUOTE] Hier liegt der Hund begraben. Das Leben ist keine Konstante und befindet sich in steter Wandlung. Ein Trend ist vielleicht für Gebiete wie Infrastruktur nützlich aber kaum um Prognosen zur Altersstruktur und Bevölkerungsentwicklung treffen zu können. Ich sehe da auch die Gefahr der selbsterfüllenden Prophezeiung. Aber 20 Jahre klingt schon realistischer als 50 Jahre. [QUOTE] Das Problem ist, dass Akademiker alles wollen. Sie wollen gute Ausbildungen, gehen lange zur Schule, an die Uni und sind dann mit mitte-ende 20 fertig und müssen sich dann auch noch im Job etablieren und die Schulden zurückzahlen, wenn man 9-10 Jahre in der Schule war, 3 Jahre Ausbildung absolviert hat, ist man wohl eher dazu bereit dass für Kinder aufzugeben. Entweder weil man seinen Job sowieso nicht so sehr mag oder weil man jung genug ist, nachdem die Kinder ein bestimmtes Alter haben, wieder neu anzufangen. Wirklich, die ganzen Frauen die ich kenne und die studieren, wollen keine oder haben nicht wirklich freiwillig Kinder bekommen. Aber vor allem die mit Ausbildungen oder ohne Arbeit bekommen Kinder schon relativ früh. Naja, die haben im Gegensatz zu fast allen Akademikerinnen auch durchaus schonmal 3-6 Jahre richtige Berufserfahrung mit 24, während die grade das Studium abschließen, wenn sie flott sind. Man sollte einfach mal die Menschen fragen. An dem Willen Kinder zu bekommen mangelt es sicher nicht. Dazu ist der Drang viel zu natürlich. Aber an Arbeitsbedingungen mangelt es nicht. Noch dazu neigen Akademiker zu Perfektionismus. Sie wollen dass alles perfekt ist, nehmen das Kinderkriegen viel zu ernst, anstatt einfach zu machen. [/QUOTE] Ich finde es auch unsinnig zu fordern, daß jetzt mehr Kinder her müssten, weil es die Prognosen so verlangen. Wäre die Politik und Wirtschaft konstanter und vor allem nachhaltiger würde es solche starken Einbrüche in der Altersstruktur überhaupt nicht geben. Daher halte ich die bundespolitischen Diskussionen um die Altersstruktur und Überalterung der Gesellschaft auch für Stellvertreterdiskussionen um sich mit den Ursachen nicht auseinandersetzen zu müssen. Akademiker haben sich für Karriere entschlossen und es ist nun mal nicht gegeben alles haben zu können. Vielleicht besteht ja ein Problem darin, daß es zu viele Akademiker gibt falls ich das mal so ganz ketzerisch aufwerfen darf.. :D. Heute will doch fast jeder Otto und jede Jutta studieren. Der Traum von einer tollen Karriere, viel Geld und Ansehen...ist halt einfach nicht für jeden drin. Früher war doch immer BWL das beliebteste Studienfach; müsste es heute wohl noch immer sein. Für mich irgendwie ein Indikator dafür, nach welchen Idealen die meisten Studenten streben. Wenig tun und viel verdienen. ^^ [QUOTE]Wer es wagt Kinder zu bekommen, landet sofort in der Arbeitslosigkeit und hat weniger Geld? Da wird das Kinderkriegen ja wirklich attraktiv.[/QUOTE] Das ist leider in vielen Fällen die Wahrheit. Oder eben starke Verschuldung. Nichts geschieht in dieser Welt durch Zufall.. [QUOTE]Aber danach geht es eben auch noch weiter. Viele sagen sich auch, wozu soll ich Kinder bekommen, wenn ich nie Zeit für sie habe. Andere sagen sich, wozu bekomme ich Kinder, wenn ich dafür nicht so leben und arbeiten kann wie ich mich es glücklich macht, was hat das Kind wiederum davon?[/QUOTE] Oder sie wollen keine Kinder weil sie Ihnen nicht diese Welt zumuten wollen und sie nicht das durchmachen sollen was ihre Eltern ertragen müssen. [QUOTE]Wichtiger wäre Kinderbetreuung und flexiblere Arbeitszeitmodelle. Ich sage damit unsere Gesellschaft Zukunftsfähig ist, muss man genau an diesen Aspekten anfassen.[/QUOTE] Kinderbetreuung ja, aber im Kreis einer "Familie". Die Eltern sollten schon die wichtigsten Bezugspersonen bleiben und den größten Einfluß auf ihre lernende, jungen Kinder haben, wenn es denn die Kinder auch so wollen, denn die werden ja meistens eh nie gefragt. Die klassische Arbeitsteilung fand ich gar nicht so verkehrt, nur muß ja nicht immer die Frau die Hausrolle übernehmen. In dieser Hinsicht ist die Gesellschaft nicht sehr emanzipiert und wird es vielleicht auch nie sein. |
| Kampfsau | [QUOTE]Autonomie wird leider fast immer überhaupt nicht in Betracht gezogen.[/QUOTE] Ja aber es ist auch nicht leicht autonom zu sein. Nicht jeder kann den Landwirt, Bäcker, Koch, Handwerker usw usf spielen. [QUOTE]Elementare Produktionsprozesse die der Lebenserhaltung dienen müssten so gestaltet sein, daß sie von den meisten Laien so leicht wie möglich reproduzierbar wären. Wenn dies nicht gesichert werden kann, findet eine Entfremdung von der Arbeit statt. Dann bekommen Menschen die Kontrolle über andere Menschen. Die Wissenden beherrschen die Unwissenden.[/QUOTE] Viele könnten nichtmal selbstständig überleben, wenn sie es müssten. Aber das ist auch keine Schande, als die Lebensumstände noch härter waren, weil man häufiger auf sich gestellt war, sind recht häufig Menschen gestorben. Viel häufiger als z.B. heutzutage. Nur was sollen wir für ein Leben führen. Das Problem ist doch, du willst nicht,dass manche Menschen gegenüber anderen übervorteilt sind. Das Problem ist aber allein schon Jenes,dass nicht alle gleich sind. Manche Menschen werden einfach nie dazu in der Lage sein, zu verstehen wie Autotechnik funktioniert oder wie man die IT-Ausrüstung eines Büros wartet und überwacht. Nicht jeder kann Arzt sein, nicht jeder hat das Zeug zum Ingenieur. Manche schaffen es nichtmal zum Krankenpfleger oder Techniker. Denkst du ich weiß, was man bei der Herstellung von Plastik alles beachten muss? Wie man ein großes Gebäude konstruiert oder einen Helikopter fliegt. Natürlich ist es nicht gerecht, wenn ein Mensch viel begabter ist als jemand anderes. Am wenigsten kann man immer noch für seine Gene aber sollen jetzt alle auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht werden? [QUOTE]Und welcher Arzt liest sich alle Befunde durch um sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen und eine Therapie wirkungsvoll koordinieren zu können ? [/QUOTE] Die meisten Ärzte werden sich wohl nicht die Mühe machen aber wenn der Fall komplizierter ist, kann das eine richtig gute Stütze sein. [QUOTE]Hier liegt der Hund begraben. Das Leben ist keine Konstante und befindet sich in steter Wandlung. Ein Trend ist vielleicht für Gebiete wie Infrastruktur nützlich aber kaum um Prognosen zur Altersstruktur und Bevölkerungsentwicklung treffen zu können. [/QUOTE] Und ich frage nochmal, was soll sich verändern, dass auf einmal alles anders ist? Ob jetzt die tatsächlichen Zahlen später mehr oder weniger stark von der Prognose abweichen ist doch im Nachhinein nicht so von Belang. Die Tendenz ist aber sehr wohl zu erkennen. [QUOTE] Heute will doch fast jeder Otto und jede Jutta studieren. Der Traum von einer tollen Karriere, viel Geld und Ansehen...ist halt einfach nicht für jeden drin. Früher war doch immer BWL das beliebteste Studienfach; müsste es heute wohl noch immer sein. Für mich irgendwie ein Indikator dafür, nach welchen Idealen die meisten Studenten streben. Wenig tun und viel verdienen. ^^ [/QUOTE] Sorry aber das ist Gewäsch. Es studieren mehr Leute, vielleicht auch viele die dazu nicht geeignet sind aber ist das nicht genau das, was du angestrebt hast? Dass es eben nicht nur wenige Menschen mit hohem Bildungsgrad gibt. Und Studenten sind heute eigentlich nicht weniger zielstrebig als früher. Eher im Gegenteil. Die Konkurrenz ist groß. [QUOTE]Oder sie wollen keine Kinder weil sie Ihnen nicht diese Welt zumuten wollen und sie nicht das durchmachen sollen was ihre Eltern ertragen müssen.[/QUOTE] Den Spruch haben die Menschen schon vor 20 Jahren gebracht. Kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen. Das Leben ist kein Ponyhof aber es ist auch nicht so furchtbar, wie man sich selbst gerne weiß macht. Ich lebe gerne und es geht uns im Prinzip gut und ich denke es wird uns auch noch in 10-20 Jahren noch verhältnismäßig gut gehen. Menschen die sowas von sich geben klingen für mich immer so dermaßen phobisch, furchtbar. [QUOTE]Kinderbetreuung ja, aber im Kreis einer "Familie". Die Eltern sollten schon die wichtigsten Bezugspersonen bleiben und den größten Einfluß auf ihre lernende, jungen Kinder haben, wenn es denn die Kinder auch so wollen, denn die werden ja meistens eh nie gefragt.[/QUOTE] Das Problem ist, soviel "Familie" gibt es eben nicht mehr.Kinder sollte man auch anhören und auch ihren Willen berücksichtigen aber je nach Alter, vor allem in den ersten Lebensjahren können die selten absehen, was für sie dauerhaft wirklich das Beste ist. Es fängt ja schon damit an dass man "keine Lust auf Lernen und Schule hat" oder "dass die Pizza des Lieferservice ja viel besser als die Gemüsereispfanne schmeckt, die einen die Eltern vorsetzen wollen. [QUOTE]Die klassische Arbeitsteilung fand ich gar nicht so verkehrt, nur muß ja nicht immer die Frau die Hausrolle übernehmen. In dieser Hinsicht ist die Gesellschaft nicht sehr emanzipiert und wird es vielleicht auch nie sein.[/QUOTE] Das Problem ist doch, dass der Mann genausowenig Lust hat, auf seine berufliche Karriere zu Gunsten der Kinder zu verzichten.Und wer hat da jetzt das Vorrecht? Der der mehr verdient, das ist nachwievor immer noch eher der Mann. Eher wollen beide Arbeiten, mitunter ist das nichtmal mehr eine Wahl,sondern schon ökonomische Notwendigkeit. Und deswegen ist Tagesbetreuung so stark gefragt. |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]@John Steed ...auch wenn es das Grundproblem der Lohnsklaverei mit all ihren vielen Abhängigkeiten nicht beseitigen kann. Mich würde interessieren wie man "richtig" Geld verdient ? Gibt es da vielleicht Gesetzesanweisungen oder reicht es wenn ich das Wall Street Journal lese ? [/B][/QUOTE] Ups. Begrifflichkeiten. Mit richtig Geld verdienen meinte ich, unter echten (harten) Bedingungen, also nicht beim Staat. Der Staat ist der Arbeitgeber mit den mutmasslich besten arbeitsrechtlichen Bedingungen (zwei Wochen Krankheit ohne Kündigung) und in Teilbereichen (also z.B. ausdrücklich nicht die Polizei!) mit dem mutmasslich schlechtestem "Menschenmaterial". Das Grundproblem der Lohnsklaverei ist in über 100 Jahren Arbeiterbewegung nicht geändert, sondern nur modifiziert worden. Fragen Sie Ihre Gewerkschaft, warum der Sockel der religionsähnlichen Verehrung der Arbeit nie vom Podest gestossen wurde. Nachsatz: der gesellschaftliche "Zwang" zum Kinderkriegen sollte aufhören. Angesichts von über 7Mrd.Menschen gibt es keinen ökonomischen Grund fürs Karnickeln. |
| Kampfsau | [QUOTE]Der Staat ist der Arbeitgeber mit den mutmasslich besten arbeitsrechtlichen Bedingungen (zwei Wochen Krankheit ohne Kündigung) und in Teilbereichen (also z.B. ausdrücklich nicht die Polizei!) mit dem mutmasslich schlechtestem "Menschenmaterial".[/QUOTE] Finde ich nicht. Das Bild des faulen Beamten wird gerne gezeigt aber was meine Erfahrungen mit Beamten betrifft, arbeiten die nicht weniger hart als viele andere auch.Immerhin sehnen sich viele Menschen nach diesen guten, arbeitsrechtlichen Bedingungen, demzufolge ist der Bewerberstrom recht hoch, weshalb eher gute Leute eingestellt werden und schwarze Schafe gibt es überall. [QUOTE]Nachsatz: der gesellschaftliche "Zwang" zum Kinderkriegen sollte aufhören. Angesichts von über 7Mrd.Menschen gibt es keinen ökonomischen Grund fürs Karnickeln.[/QUOTE] Das sollte man differenzieren, welche Länder haben denn die höchsten Wachstumsraten? In manchen Ländern sind Straßenkinder freiwild, weil es einfach vielzuviele von ihnen gibt und man nicht weiß, was man mit denen anfangen soll. Während die halt um zu überleben auf den Strich gehen oder Verbrechen begehen. In Deutschland kann es bald schon ganz anders aussehen. Und von Zwang kann ja nicht die Rede sein, wer kann einen schon dazu zwingen? Die Menschen wollen ja, nur wenn ich mal meine schwangere Schwester betrachte, die weiß echt nicht, was passiert, wenn sie mal aus dem Erziehungsurlaub rauskommt.Ob sie jemals dementsprechend wieder in Lohn und Brot sein wird. |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] [B]Finde ich nicht. Das Bild des faulen Beamten wird gerne gezeigt aber was meine Erfahrungen mit Beamten betrifft, arbeiten die nicht weniger hart als viele andere auch.Immerhin sehnen sich viele Menschen nach diesen guten, arbeitsrechtlichen Bedingungen, demzufolge ist der Bewerberstrom recht hoch, weshalb eher gute Leute eingestellt werden und schwarze Schafe gibt es überall. ... [/B][/QUOTE] Ausser Griechenland,wo die Staatsdiener streiken, nachdem ihre Regierung des Betrugs überführt wurde und so oder so sparen muss, hat Deutschlands öffentliche Dienste wohl die untauglichsten und unfähigsten Mitarbeiter in Europa haben. Was daran liegt, dass der Staat halt sitzen bleiben musste auf Bereichen,die keiner haben wollte. Wer will als privater wirklich Zoos,Theater oder Museen betreiben????? Das Grundproblem ist, dass der Staat in den 70er und 80er Jahren aus seltsamen Gesetzesvorgaben heraus nur Abschaum eingestellt hat, ähnlich ist es mit Grossbetrieben, die zu dieser Zeit etwas zu sehr unter dem Einfluss der Gewerkschaften standen. Die jetzt allfällige Kündigungswelle ist vergleichsweise nachvollziehbar. |
| Kampfsau | [QUOTE]Das Grundproblem ist, dass der Staat in den 70er und 80er Jahren aus seltsamen Gesetzesvorgaben heraus nur Abschaum eingestellt hat, ähnlich ist es mit Grossbetrieben, die zu dieser Zeit etwas zu sehr unter dem Einfluss der Gewerkschaften standen. Die jetzt allfällige Kündigungswelle ist vergleichsweise nachvollziehbar.[/QUOTE] Nur Abschaum?Du lehnst dich da schon zu sehr aus dem Fenster, finde ich. Mein Vater wurde auch wegrationalisiert und er ist keineswegs unterqualifiziert oder menschlicher Abschaum, nur weil das so in die Phantasiewelt in deinem Kopf reinpasst. Die Sache ist doch eher die, dass im Prinzip 90 % der Arbeiter eben nicht wirklch absolut unersetzbar sind. Es findet sich immer irgendjemand, der sich irgendwo reinarbeiten könnte. Ich denke unter all den Wirtschaftswissenschaftlern gebe es z.B. durchaus genug,die auch einen Herrn Ackermann ersetzen könnten. Die Arbeit meines Vaters macht jetzt eine 25 Jährige und natürlich konnte die das nach ein paar Monaten Einarbeitung genauso gut. Nur das diese Dame natürlich lange nicht so viel verdient und so eine sichere Stelle hat. Wenn du mal über 50 bist, wird es dir wohl auch so gehen können. Auch wenn man in dem Alter noch wunderbare Leistung bringen kann.Obwohl, angesichts der Demographie kann man sich sowas wohl nicht mehr erlauben und viele wird man wohl auch aus dem Ruhestand holen. |
| JohnSteed | @Kampfi zum einen ist das nicht mein Zynismus, sondern der Zynismus von Arbeitgebern. Der Satz mit dem "Abschaum" war ein Zitat eines leitenden Angestellten, once upon a time. Hätte ich vielleicht dazu sagen sollen. Zum anderen betrifft meine Aussage die öffentlichen Arbeitgeber. Und in der Tat findet man dort Menschen vor, die quasi unbemerkt von der Welt ihre bizarre Nische gefunden haben, Produktivität? wir wissen es nicht. Von der Kollegenstruktur her, würde ich mir sicherlich mehr 25jährige wünschen. Als Personalchef würde ich nicht viel anders denken. Sorry, ist wohl unfair? Die alten, grauen Männer sind halt oft wirklich betriebsblind. Das war jetzt nicht zynisch, das war einfach nur Realismus. Symphatien hin und her, nun, ich neige halt nicht dazu sentimental zu sein. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i] [B Zum anderen betrifft meine Aussage die öffentlichen Arbeitgeber. Und in der Tat findet man dort Menschen vor, die quasi unbemerkt von der Welt ihre bizarre Nische gefunden haben, Produktivität? wir wissen es nicht.[/B][/QUOTE] Ja.... ich lebe unbemerkt von der Welt in einer bizarren Nische. Ja, und ob ich produktiv bin....? Wer weiß das schon....... |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] [B]Ja.... ich lebe unbemerkt von der Welt in einer bizarren Nische. Ja, und ob ich produktiv bin....? Wer weiß das schon....... [/B][/QUOTE] Naja, du bist vielleicht nicht der klassische (jungfräuliche?) Junggeselle, Karohemd und Cordhose tragend,der aus welchem Grund auch immer die letzten fünf Jahre Wochenblatt sammelt. Oder auf militante Weise nicht ans Telephon geht. Keiner weiss, was er tut, er hat es geschafft 27 zu werden, als einer der letzten noch einen Beamtenstatus zu ergattern. Abstrus.Bizarr. |