| JohnSteed | [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Erzberger[/url] Das Grab Erzbergers befindet sich in Biberach an der Riß. Der Hauptattentäter Heinrich Tillessen wurde 1933 amnestiert, 1946 wurde diese Amnestierung wiederholt, 1947 aber nach öffentlichem Skandal aufgehoben. Tillessen wurde im März 1947 von einem Konstanzer Gericht zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt,[7] Heinrich Schulz verurteilte ein Offenburger Schwurgericht am 19. Juli 1950 zu 12 Jahren Zuchthaus.[8] Beide büßten davon aber nur einen geringen Teil ab und wurden schon 1952 entlassen.[9] Erzbergers Geburtshaus in Buttenhausen bei Münsingen erinnert als Erinnerungsstätte Matthias Erzberger an sein Wirken. In Biberach wurde eine Haus- und Landwirtschaftliche Schule nach ihm benannt. Außerdem tragen Straßen in vielen verschiedenen Städten und Gemeinden Deutschlands seinen Namen. Neustadt an der Weinstraße dagegen hält daran fest, Erzbergers Feind Karl Helfferich durch die Benennung einer bedeutenden Straße zu ehren |
| Tapio Bearking | Bin ich der einzige der im Moment auf'm Schlauch steht? |
| JohnSteed | Mal was anderes... Aber gut, dann mal umfangreicher: Duch die Vernichtung des Zentrums durch die Medien der 30er Jahre, fehlt in Deutschland heute eine vernünftige konservative Partei. The conservatives in England haben wenigstens eine Tradition und sind nach den Selbstknieschüssen Blairs und New Labors wieder wählbar. Die CDU war stets nur Kanzlerwahlverein und weder zu sozialistisch, noch zu konservativ. Wachsweich eben. Dies prägt die Realität in Deutschland, heute. 16Jahre Kohl, 5Jahre Merkel. Das ist grausam. Es gibt für Konservative, die die gelben Yuppies nicht als wählbar empfinden, keine Alternativen. Das ist schade. Da klafft eine Lücke. Zu Erzberger. Es ist schon eine Schande, dass die Erinnerung an einen grossen deutschen Politiker nicht wach gehalten wird, lieber verschwiegen wird. |
| Ronin76 | [QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i] Duch die Vernichtung des Zentrums durch die Medien der 30er Jahre, fehlt in Deutschland heute eine vernünftige konservative Partei.[/QUOTE] Nur Katholiken brauchen eine katholische Partei wie Zentrum. Die CDU hatte durch ihre christliche Überkonfession im Prinzip die Zentrumspartei ersetzt. Aber wer braucht schon die CDU ? Christen ? [QUOTE] The conservatives in England haben wenigstens eine Tradition und sind nach den Selbstknieschüssen Blairs und New Labors wieder wählbar.[/QUOTE] Also statt Pest nun Cholera wählen. Zwei Parteien sind auch wirkliche eine große Auswahl an Demokratie. [QUOTE] Es gibt für Konservative, die die gelben Yuppies nicht als wählbar empfinden, keine Alternativen. Das ist schade.[/QUOTE]Es gibt immer noch die Möglichkeit der Nichtwahl. Oder die NPD, denn die ist auch sehr konservativ. Aber wie wäre es, wenn du selbst eine Partei gründest, die nach deinem Geschmack ist ? [QUOTE] Zu Erzberger. Es ist schon eine Schande, dass die Erinnerung an einen grossen deutschen Politiker nicht wach gehalten wird, lieber verschwiegen wird.[/QUOTE] Bisher habe ich noch keine Beweise für ein Verschweigen gefunden. Vielleicht ist der Mann einfach nur unpopulär. |
| JohnSteed | @Ronin die NPD ist nicht konservativ, sondern ewig gestrig. Sie würde im Zweifelsfall zerstören, statt bewahren. Ausserdem ist sie so deutschnational wie weite Teile der Union. Daher uninteressant. Die CDU ist eben nicht mehr katholisch, wie beim "Alten",sondern protestantisch. Der Protestantismus ist ein nihilistischer Kult, für den Soziale Kontrolle über Gott steht. Im Sinne von Bismarck oder Willi2--->Hauptsache es herrscht Ruhe im Land. Die DDR war übrigens das grösste protestantische Staatsprojekt unter freiem Himmel. Für mich geht es nicht um Glauben, per se. Sondern die politischen Richtungen. Protestantisch beeinflusste Parteien sind immer sehr staatsnah. Aber auf unangenehme, bevormundende Weise. Katholische Richtungen sind nicht ganz so deutschnational und auch nicht unbarmherzig an sozialer Kontrolle interessiert. Das war gar nicht unbedingt mein Thema. Es geht darum, dass die CDU die Sammelbewegung für Altnazis war und dass die Leute, die einen Erzberger mit Worten und Taten getötet hatten, von der CDU gedeckt wurden/werden. Wenn sich ein Herr Mappus in BaWü Franz-Josef Strauss als Vorbild sucht, dann gilt die Verehrung einem Kriminellen. Aber die "Kiesaffäre" läuft ja auch noch. Da kann das "Wunderkind" aus Baden noch etwas drauf warten... |
| Ronin76 | [QUOTE]Die CDU ist eben nicht mehr katholisch, wie beim "Alten",sondern protestantisch.[/QUOTE] Daher schrieb ich ja auch.. [QUOTE] Die CDU hatte durch ihre christliche Überkonfession im Prinzip die Zentrumspartei ersetzt.[/QUOTE] Einen reinen Protestantismus kann ich bei der CDU beim besten Willen nicht erkennen. Und im Grunde auch keine Christlichkeit auch wenn sich die CDU gerne damit schmückt um Wähler zu angeln. [QUOTE]Wenn sich ein Herr Mappus in BaWü Franz-Josef Strauss als Vorbild sucht, dann gilt die Verehrung einem Kriminellen. Aber die "Kiesaffäre" läuft ja auch noch. Da kann das "Wunderkind" aus Baden noch etwas drauf warten...[/QUOTE] Interessant, ich hatte bisher nur das Foto von der Amtseinführung gesehen. Der Herr Oettinger welcher nun im Europaparlament sitzt war aber auch nicht unbedingt besser. Er hatte Dinge gepredigt, die er selbst nicht konnte: "Englisch wird die Arbeitssprache" [url]http://www.youtube.com/watch?v=C78cFOpLjgs[/url] "In my homeland, in Baden-Württemberg, we are all sitting in one boat." :rolleyes: :D Und hier noch ein Remix für Pulsi.. [url]http://www.youtube.com/watch?v=pGbSJ9wYeEA&feature=related[/url] |
| Chromdioxyde | Es gibt doch noch die "Partei bibeltreuer Christen" - die beten all unsere Probleme weg :rolleyes: |
| JohnSteed | Mappus ist hybrid, er bezeichnet sich als badischen Schwaben. Bereits das ist krank und unglaubwürdig. Die Christlichkeit ist der Union ohnehin abhanden gekommen, schon wegen ihres etwas eigenwiligen Sponsorentums... Waffenhändler, afrikanische Diktatoren und dergleichen, haben die Union schon in den 70erJahren in den politischen Geschmackskeller gebombt. Das Problem ist das scheinbar geringe intellektuelle Niveau der Unionswähler, die ja scheinbar schlussendlich potentielle NPD-wähler sind, die aber opportunistisch genug sind, einer 1,xy-prozentpartei eher nicht ihre Stimme geben wollen. Aber die BILDzeitung holt diese Wähler dann oft zu Mutti zurück. Wenn aber rückwärtsgewandte, deutschnationale und kranke Politik bei der CDU zuhause ist, braucht man keine NPD mehr. |
| ThePerennial | [QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i] [B]Wenn aber rückwärtsgewandte, deutschnationale und kranke Politik bei der CDU zuhause ist, braucht man keine NPD mehr. [/B][/QUOTE] Ist sie das denn? Das Programm spricht doch eindeutig von einer "Partei der Mitte".. [URL=http://www1.bpb.de/themen/5RZLTC,0,Die_CDU_%96_Programm.html]http://www1.bpb.de/themen/5RZLTC,0,Die_CDU_%96_Programm.html[/URL] und hier: [URL=http://www.focus.de/politik/deutschland/parteiprogramm_aid_55453.html]http://www.focus.de/politik/deutschland/parteiprogramm_aid_55453.html[/URL] Ich denke, Randparteien wie die alte NPD würden dann doch eine noch etwas andere Einstellung an den Tag legen. Von deutschnational und krank kann trotz aller möglichen Kritik an der CDU keine Rede sein.. Frage mich, in welche Richtung dies nun gehen soll. Bei allem mir zu eigenen Respekt für Erzberger, was hat er mit der heutigen Parteienlandschaft zu tun? Politische Morde dürften dieser Tage in Deutschland zumindest eher weniger an der Tagesordnung sein.. *irritiert in Notizen versinkt* :confused: |
| Chromdioxyde | [QUOTE][i]Original geschrieben von ThePerennial [/i] Von deutschnational und krank kann trotz aller möglichen Kritik an der CDU keine Rede sein[/QUOTE] Nicht wenn man die CDU auf Tante Merkel reduziert. Aber genau diese wird ja von Teilen ihrer Partei dafür kritisiert. Es hat sich innerparteilich längst eine rechte Opposition gebildet die u.a. wettern gegen - falsche Gesellschaftpolitik (Gender Mainstreaming, Abtreibung, Homo-Ehe, Antidiskriminierungsgesetz) - Multi-Kulti und Islamisierung - "linke" Schulpolitik - mangelhaften Einsatz für eine würdige Erinnerung der deutschen Opfer der Vertreibung (auch alles enthalten im NPD-Programm) Der User Antisepticum ist wahrscheinlich auch einer von denen. |
| Antisepticum | [QUOTE][i]Original geschrieben von Chromdioxyde [/i] [B]Nicht wenn man die CDU auf Tante Merkel reduziert. Aber genau diese wird ja von Teilen ihrer Partei dafür kritisiert. Es hat sich innerparteilich längst eine rechte Opposition gebildet die u.a. wettern gegen - falsche Gesellschaftpolitik (Gender Mainstreaming, Abtreibung, Homo-Ehe, Antidiskriminierungsgesetz) - Multi-Kulti und Islamisierung - "linke" Schulpolitik - mangelhaften Einsatz für eine würdige Erinnerung der deutschen Opfer der Vertreibung (auch alles enthalten im NPD-Programm) Der User Antisepticum ist wahrscheinlich auch einer von denen. [/B][/QUOTE] Wie kommst du nur drauf? ;) Die NPD-karte zu spielen ist aber mal wieder nur platt. Ich würde ein Verbotsverfahren gegen die NPD sogar begrüßen. |
| Chromdioxyde | Schon klar, nicht umsonst pflegt man den Satz "es darf keine Partei rechts der Union geben" geben ... passt zum korrupten Image und zeigt, dass diesem Gesindel nichts heilig ist, um an der Macht zu bleiben. |
| Donn | [QUOTE][i]Original geschrieben von Chromdioxyde [/i] [B]Schon klar, nicht umsonst pflegt man den Satz "es darf keine Partei rechts der Union geben" geben ... passt zum korrupten Image und zeigt, dass diesem Gesindel nichts heilig ist, um an der Macht zu bleiben. [/B][/QUOTE] Moment, das ist eine falsche Wiedergabe. Strauß hat zwar explizit gesagt, dass rechts von der Union nur die Wand sei, das war aber auf das demokratische Spektrum bezogen und vor allem eine Absage an die REPs. Ich bin wahrlich kein Freund der CDU, im Gegenteil, ich halte sie für einen reaktionären Verein. Aber - das sollte nie vergessen werden - CDU und FDP haben jahrzehntelang (die FDP dann später nicht mehr so) den extrem breiten rechten Rand der Gesellschaft in zumindest teil-demokratische Prozesse eingebunden und so ein erneutes Erstarken von NSDAP-Nachfolgeorganisationen wie der NPD verhindert. In wie weit dieses Konzept heute noch hilfreich ist, ist natürlich diskussionswürdig, zumal sich ja immer die Frage stellt, in wie weit durch diese Einbindung einer Fortschreibung reaktionärer Zustände Vorschub geleistet wird. |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von Donn [/i] [B]Moment, das ist eine falsche Wiedergabe. Strauß hat zwar explizit gesagt, dass rechts von der Union nur die Wand sei, das war aber auf das demokratische Spektrum bezogen und vor allem eine Absage an die REPs. ... [/B][/QUOTE] Die Republikaner gingen zurück auf den ehem.CSU-Abgeordneten Handlos. Dieser war ob der Verlogenheit Strauss' entsetzt, von wegen "Freibier statt Sozialismus" und dergleichen, um dann sozusagen aus dem Handgelenk der DDR einen Millionenkredit anzubieten und dies auch noch als Hilfe für die Landsleute drüben zu deklarieren, wobei die SED dann 30.ooo VW Golf für verdiente Parteisekretäre orderte. Nunja, auch verdiente Mitglieder des Volkes...:D Handlos war von der Entwicklung der Republikaner, vor allem unter dem ehem.BR-Moderator Schönhuber, nicht begeistert, er trat dann auch wieder aus. Franz Schönhuber wird gerne als Gründer der REPs bezeichnet, das stimmt aber so nicht. Wie dem auch sei, die REPs würde ich nicht wählen, da das Parteiprogramm schon etwas wirr ist, aber gleichauf bescheuert mit der NPD sind sie auch nicht. |