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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Vereinigte Staaten von Europa
JohnSteednicht zu verwechseln mit der EU.

Die EU ist eine Angsthasenveranstaltung.
Man will sich nicht festlegen, aber auch keine Stärke zeigen.
Man will alles und möglichst wenig dafür tun.
Das hat Europa nicht verdient.


"Als Vorläufer der Europäischen Integration werden heute vor allem die Paneuropa-Bewegung von Richard Coudenhove-Kalergi sowie die Bestrebungen des französischen Außenministers Aristide Briand in der Zwischenkriegszeit, einen Zusammenschluss der europäischen Völker herbeizuführen, angesehen. Das Schlagwort „Vereinigte Staaten von Europa“ wurde bereits 1849 von Victor Hugo[1] geprägt und noch vor dem Ersten Weltkrieg unter anderem von Karl Kautsky (Neue Zeit vom 28. April 1911) verwendet. Später wurde es von so unterschiedlichen Politikern wie Leo Trotzki[2] und, nach dem Zweiten Weltkrieg, Winston Churchill in dessen berühmt gewordener Zürcher Rede vom 19. September 1946 wieder aufgegriffen. [3]"
(Wiki)
--->Back to the roots.


Der Lissabonvertrag zielt nicht darauf ab, dass Europa ein eigenständiger Bundesstaat werden soll, sondern weiterhin ein Staatenbund bleiben soll.


Auch im Sinne des Begriffes "Europa der Regionen" wird es immer wichtiger, dass die überkommenen, tradierten Grenzen der europäischen Gliedstaaten im Bedarfsfalle
aufgelöst werden und historische Landschaften quasi
europäische Bundesländer werden können (per Volksabstimmung).

Ein Festhalten an der Nationalstaatsidee ist für die europäische Idee nicht förderlich.

Somit soll Deutschland sich als reiner Nationalstaat auflösen und im europäischen Bundesstaat aufgehen.
AzaIch schätze die europäische Idee, schwerpunktmäßig Reise- und Arbeitsfreiheit, sehr. Allerdings ist die nationale Identität, die jeder in sich trägt ein wichtiges Attribut. Jeder kennt es, wenn er aus dem Urlaub nach Deutschland kommt, oder aus einer fremden Stadt in seine Eigene. Ob man regionale Unterschiede diskutiert (ost-west) oder dorf A gegen dorf B. In meinen AUgen ist es wichtig, dass dies, nicht nur aus ökonomischer Sicht, sondern vielmehr auch aus psychologischer Sicht bestehen bleibt.
Demon17Wenn ich bedenke, dass man eigentlich nicht viel mit Franzosen zu tun hat, obwohl sie der wichtigste Partner der EU sind, so ist es bis zu einer staatlichen Integration der EU Mitglieder noch ein weiter Weg, der mit jeder Aufnahme neuer Mitglieder noch ein Stück weiter wird. Allerdings wird es zwangsläufig zur Schrittweisen Übertragung nationalstaatlicher Kompetenzen auf die europäische Ebene kommen. Bei der Haushaltspolitik scheint es unumgänglich zu sein, der europäischen Ebene weitere Befugnisse zu übertragen um die Stabilität des Euro zu gewährleisten. [URL=http://www.tagesschau.de/wirtschaft/eukommission142.html]Tagesschau: EU Stabilitätspakt[/URL]
JohnSteedDie nationale Idee, wie sie im 19.Jahrhundert entstanden ist, kann als Krankheitsbild bezeichnet werden.
Es gibt keine italienische, deutsche oder belgische Nation.
Die Nation ist selten identisch mit dem Staatswesen.

Die Vokabel "deutsch" bewegt emotional bei mir wenig bis gar nichts. Es hört sich eher nach Kolonialmacht an.
Bayern und Österreich sind mir persönlich mental und emotional näher.

Nehmen wir das Beispiel Belgien.
Die Flamen werden immer unter den bäurischen Wallonen leiden.
Die Frankophonen in Belgien lernen tendenziell keine Fremdsprache und leben überproportional von Transferleistungen des belgischen Staates.
Somit werden die Flamen in einer Szenenanordnung, die auf überkommenen"nationalstaatlichen" Ideen, so wie sie auch der Lissabonvertrag sie nicht antastet,
ewig die Deppen bleiben.
In einem komplexen Bundesstaat (Kein Staatenbund wie die EU), kann aufgrund einer Volksabstimmung
eine Sprachgruppe, ein heterogenes Volk, wie eben die Flamen den Antrag stellen, ein europäisches Bundesland zu werden oder einen gewissen Autonomiestatus zu haben.
Jetzt ist das nicht möglich.
Genauso ist es mit anderen historischen Regionen:
Schottland, Bayern, Württemberg, Friesland usw.usf.
Demon17Ich dinde diese ganzen regionalen Identitäten sind mit Vorsicht zu genießen. Wer seine Provinz braucht, der soll sie haben. NRW ist eine Verwaltungseinheit und Westfalen würde in viele kleine Teile zerfallen. Man kann das immer weiter runterbrechen, nur hat man dann ziemlich schnell ein riesiges Koordinationsproblem.
Dein Beispiel Belgien ist natürlich sehr tendentiös. In der Schweiz klappt es mit der Zugehörigkeit zu verschiedenen Kulturnationen ganz wunderbar. Allerdings wollen die mit Europa möglichst wenig zu tun haben. Ich denke Europa findet in erster Linie in den Verwaltungen und Regierungen statt, noch viel mehr als Deutschland. Die Sprache ist da wichtiger als du denkst.
JohnSteedIn der Schweiz klappt es vielleicht, weil man nicht in Nationen denkt, sondern in Kantonen.
Dieser "Tunnelblick" ist mir auch zu eigen.
Aber als Pragmatismus tauglicher, als administrative
"Visionen",die als Sonntagsreden taugen, aber sonst nicht viel...


Das Grundübel des Staatenbundes EU ist ja die überbewertung des Administrativen.

Europa muss aber regionaler werden...
Es kann nicht sein, dass Kartoffeln aus Holland nach Italien gekarrt werden, um dort gewaschen und eingetütet zu werden.
Die Agrar-Planwirtschaft bringt uns irgendwann um.
Landwirtschaft muss regional vermarktet werden,
es muss einfach regionale Märkte geben.

Belgien ist ein Musterbeispiel dafür, dass die EU nicht funktioniert, die VSE (Ver.Staaten von Europa) aber durchaus.

Insgesamt teile ich meine persönliche Sprache eher mit Österreich, als mit Westfalen.
Gleichmacherei ist also ein EU-Thema, aber nichts, was die Menschen wirklich berührt.
Demon17[QUOTE]Insgesamt teile ich meine persönliche Sprache eher mit Österreich, als mit Westfalen.
Gleichmacherei ist also ein EU-Thema, aber nichts, was die Menschen wirklich berührt.
[/QUOTE]

Ja in Östereich hatte ich auch noch keine Probleme mit der Verständigung, doch wie ist Dein Slowenisch und wie steht es mit Spanisch. Du wärst der erste der sich über die zentralisierte Macht in Europa beschweren würde, wenn der zentrale nur hunderte von Regionen gegenüberstehen würden. Die meisten Länder haben ein sehr viel zentralistischeres Staatsverständnis als im deutschsprachigen Raum. Ich würde nich schlapp lachen wenn Du deine Anträge auf französisch nach Paris oder auf englisch nach London schicken müsstest und in die Ausgleichskasse der griechischen Frühpensionäre (bis 50 reicht ja auch) zahlen müsstest um den sozialen Frieden zu erhalten.
JohnSteedTja, es kommt immer drauf an, was ich in dem betreffenden Land vorhabe.
Manche lernen vor dem Aufenthalt in Spanien Portugiesisch.
Dort käme ich als Tourist noch durch.
In der Gegend zwischen Trst und Koper wäre mein Italienisch noch halbwegs hilfreich, ansonsten Englisch.

In einem heterogenen Europa wäre der jeweilige Bundesstaat subsidiär zuständig für das meiste, das die Landessprache erfordert.

Im Falle Griechenlands hätte das so ausgesehen...
Der Bundesstaat GR wäre grundsätzlich nach der Gesamtverfassung Europas diversen Haushaltsvorschriften verpflichtet gewesen.
rein griechische Streitkräfte gäbe es keine und
der halbe Haushalt würde nicht für Schattenbeamte
draufgehen.
Arizona kann auch nicht aus den USA einfach ausscheren.
Ein Griechenland das lauter bilateralen Verträgen folgt, ansonsten aber souverän ist, kann auch beschliessen, dass ab 49 in Rente gegangen wird oder Fluren von Amtsgebäuden mit Blumen aus Kenia geschmückt werden sollen. Egal.
Gegen einen europäischen Zentralstaat hätte ich nicht unbedingt etwas einzuwenden.
Gegen ein europisches F.B.I. hätte ich nichts, ich brauche kein BKA und keine Bundespolizei, das gegenüber den deutschen Ländern die berliner Republik durchsetzt.

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