German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Studentendemonstrationen
NebellandHeute demonstrieren ja Student an verschiedenen Unis Bayerns. [Oder Deutschlands? Gut das weis ich nicht, aber in Bayern auf jedenfall.]
Und zwar gegen die Kürzungen, die der Staat an dem Anteil der Unis am Haushalt vornehmen will.

Jedenfalls werde ich auf einer dieser Demos sein, da es mich als Student ja direkt betrifft. Und selbst wenn es das nicht tun würde, würde ich dabei sein wollen. Leider kommen die meisten anderen Studenten, die ich gefragt hab, nicht mit. Sie denken es hätte sowieso keine Auswirkungen, wenn Studenten demonstrieren.

Jetzt würde mich hier mal die Meinung von den Boardmitgliedern interessieren. Vielleicht sind ja heute sogar ein paar von euch dabei.

Macht eurer Meinung nach Demonstrieren Sinn? Ist es nicht besser zu zeigen, dass man unzufrieden ist als es einfach zu akzeptieren? Sollte man nicht wenigstens VERSUCHEN etwas zu ändern?

[Mittlerweile klingt es schon fast einleuchtend für mich, wieso ich mir schonmal den Spitznamen "Hippie" aneignen musste. :rolleyes: ]
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Nebelland [/i]
[B]Macht eurer Meinung nach Demonstrieren Sinn? Ist es nicht besser zu zeigen, dass man unzufrieden ist als es einfach zu akzeptieren? Sollte man nicht wenigstens VERSUCHEN etwas zu ändern?[/B][/QUOTE]

Gabs dazu nicht erst einen Thread? Ich erinnere mich wage an eine Diskussion über den Sinn von Demonstrationen.

Früher habe ich Demonstrationen auch eher kritisch gesehen, weil sie mir nicht konstruktiv erschienen. Die Meinung habe ich vor ein paar Jahren abgelehnt. Mittlerweile denke ich, dass sie ein gutes und probates Mittel sein /können/, um seinen Willen und seine Überzeugung zu artikulieren.

Dennoch stört mich deine Fragestellung: Demonstrationen sind ein Mittel um die Zustände in der Gesellschaft zu ändern, aber nicht das einzige. Selbst wenn jemand Demonstrationen ablehnt, heißt das nicht, dass er alles akzeptiert was ihm nicht gefällt oder nichts zu unternehmen versucht.
Nebelland[QUOTE][i]Original geschrieben von Kinch [/i]
[B]Gabs dazu nicht erst einen Thread? Ich erinnere mich wage an eine Diskussion über den Sinn von Demonstrationen.

Früher habe ich Demonstrationen auch eher kritisch gesehen, weil sie mir nicht konstruktiv erschienen. Die Meinung habe ich vor ein paar Jahren abgelehnt. Mittlerweile denke ich, dass sie ein gutes und probates Mittel sein /können/, um seinen Willen und seine Überzeugung zu artikulieren.

Dennoch stört mich deine Fragestellung: Demonstrationen sind ein Mittel um die Zustände in der Gesellschaft zu ändern, aber nicht das einzige. Selbst wenn jemand Demonstrationen ablehnt, heißt das nicht, dass er alles akzeptiert was ihm nicht gefällt oder nichts zu unternehmen versucht. [/B][/QUOTE]

Tut mir leid, den Thread muss ich wohl übersehen haben. Ja wenn man nichts dagegen hat, kann man die beiden hier auch gern zusammenfügen.

Und zu meiner Fragestellung: Natürlich hab ich nicht gemeint, dass JEDER der Demonstrationen ablehnt NICHTS tut. Die meisten Leute, die ich angesprochen hab beteiligen sich allerdings nicht einmal an der Wahl. Naja...und deswegen hab ich wohl für einen Moment vergessen, die anderen miteinzubeziehen, die sich auch anders engagieren. Tut mir auch leid, natürlich sind die Leut nicht ausgeschlossen.
JohnSteedErhöhung der Studiengebühren kann kein Tabu sein.
Wiedereinführung von Wehr- und Zivildienst.
Verpflichtende Praktika für Mädchen a la FSJ usw.
Abschaffung von Batchelor und Master.

Abkehr der Unis von Massenveranstaltungen:
Dezentralisierung.
Warum keine richtige Uni in Kleinstädten?
Abschaffung der ZVS.
Zugangshürden oder wenigstens Eingangstests für Leute mit Billigheimerabitur (da würden mir aktuell jetzt drei, vier Bundesländer einfallen).

Ansonsten: aufhören zu Jammern!

Burschen (und Mädels natürlich) gehts raus und studierts!
Ronin76Versuchen und aktiv zu sein ist immer besser als nur zu jammern oder gar nichts zu machen. Nur zu demonstrieren bringt jedoch effektiv nur sehr wenig. Es müssen schon direkte Aktionen und ziviler Ungehorsam ausgeübt werden um den nötigen Druck zu erzeugen, das merken auch so langsam Konservative.

Studenten von heute sind nicht mehr das was sie in den 68ern waren. Schlüsselfiguren wie Rudi Dutschke wurden leider ermordet, weil die Studenten zu gefährlich wurden. Heute geht es meistens nur noch um die Illusion nach dem Studium ein gutbezahlter Akademiker zu werden. Bessergestellt zu sein als Andere und zu einer Subelite zu gehören.

Nur was wäre, wenn die ganze Republik nur noch Akademiker hätte, die sich an Bauern, Handwerkern, usw bereichern, denn irgendwo werden Ressourcen welche verteilt und geraubt werden auch produziert. Wer würde dann den Kohl ernten und das Haus bauen ? Es wäre eine völlig andere Situation wenn Akademiker soviel wie Facharbeiter verdienen würden. Würden dann immer noch so viele Jugendliche studieren wollen ?

Bafög ist eine Subvention und gehört wirklich nur den Klügsten gewährt. Davon gibt es jedoch nicht Viele. Es gibt heute viel zu viele Studenten und es ist gar nicht möglich für die alle später einen nützlichen Posten zu schaffen oder zu vergeben. Nun wieso gibt es denn so viele Studenten ? Einen Grund hatte ich ja schon genannt, aber das wird ja von Konzernen durch Medien und Politiker gesteuert. Durch Automatisierungen und Rationalisierungen entstand hohe Arbeitslosigkeit.

Nun wohin mit all den Arbeitslosen, damit es keine Unruhen gibt ? Ein paar schlaue Leute kamen dann auf die Idee noch ein paar Unis zu bauen und dort Schulabgänger unterzubringen. Dann tauchen sie in keiner Arbeitslosenstatistik auf und das Volk ist beruhigt. Genügend Ausbildungsplätze gibt es bei fehlender Lohnarbeit natürlich auch nicht. Die meisten Studenten sind also nichts anderes als versteckte Arbeitslose und Niedriglohnarbeiter (wenn sie neben dem Studium jobben). Das mache ich nicht mal zum Vorwurf, da menschliche Arbeit immer weniger notwendig ist, viele Studenten sind jedoch schon allein aufgrund ihrer großen Menge an einer Uni im Prinzip fehl am Platz. Sie sind wie Kühe die man mit Futter zum Trog lockt, damit man sie melken kann. Auch hier wurde der Niedriglohnsektor erfolgreich etabliert. Ein Kellner hier, eine Prostituierte dort, eine Aushilfe da, etc. Leider die traurige Wahrheit denn damit finanzieren sich viele Studenten vorwiegend zu einem schlechten Stundenlohn ihr Studium.

Also rauß auf die Straße mit euch, ziviler Ungehorsam ist nötig !
EvillightStuttgart 21, Castor, Rentenerhöhung ... ich vertraue den Politikern viel zu wenig, um Demonstrationen gegen z.T. offen rechtswidrige Zustände nicht absolut zu begrüßen!

Es sind auch nicht mehr die Chaostruppen, die sich im Mai in Berlin treffen, sondern es geht durch nahezu alle Gesellschaftsschichten. Ich befürchte auch keine permanenten Blockaden von Großprojekten, sondern eher Anzeichen dafür, dass man nicht mehr alles mit sich machen lässt, nachdem man seine Stimme sonst wohl alle 4 Jahre per Freifahrtsschein für irgendwelche Wahlslogans abgegeben hat. Mehr Netto vom Brutto, mutiert eh doch nur zu einem brutalen Netto zugunsten des Kapitals *Klassenkampfmode on*.

Also schwingt die Fahnen und immer eine Naselänge vom Polizeiknüppel fernhalten!^^
xxxzinixxxwie kann man seinen unmut besser zeigen? was kann/darf man denn sonst noch sichtbar tun?
ich bin jedenfalls absoluter demonstrationsfan...
Nebelland[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Illusion nach dem Studium ein gutbezahlter Akademiker zu werden. Bessergestellt zu sein als Andere und zu einer Subelite zu gehören.[/B][/Quote]

Na das mag wohl für die meisten Studenten heut das Ziel sein, zumindest wirkt es leider so, für mich aber nicht, ich hab nicht nur Karriere/Ausbildungsspezifischen Demonstrationen beizuwohnen. Und selbst WENN es nicht wirklich direkt etwas bringen mag, es ist zumindest ein Versuch! Und auch der Versuch, Leute, die etwas ändern könnten zu informieren.
Ich hab nur das obrige Beispiel als Aufhänger benutzt, weil es für mich einfach das aktuellste war.
Sowieso denk ich wohl kaum, dass ich nach dem Studium einer "Elite" angehören werd, sondern ein ganz normaler Mensch bleiben werd, wie ich es eben bin.
Ähm...und ich hab in keinem Wort erwähnt, dass ich nur noch Akademiker in dieser Welt sehen will. Ich versteh garnicht, wie du auf die Idee kommst.
Ich studier einfach aus Freude an dem Thema, nicht weil ich mir einen guten Job wünsche. Da bin ich wohl die Ausnahme, also zumindest laut deiner Aussage.
Aber ja du hast recht, ich hab zwar als Chemiestudent nicht viel Zeit für Nebenjobs, aber demnächst fang ich auch einen an. Aber nein nocheinmal: Ich studiere nicht um Akademiker zu werden [obwohl es natürlich interessant wär] sondern um mich mehr mit dem, was mich am meisten interessiert auseinanderzusetzen.

Also anscheinend wurde mein Thread hier vollkommen falsch verstanden.
Nebelland[QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i]
[B]wie kann man seinen unmut besser zeigen? was kann/darf man denn sonst noch sichtbar tun?
ich bin jedenfalls absoluter demonstrationsfan... [/B][/QUOTE]

Nun, soweit ich mich informiert habe, braucht man für fast alles heutzutage eine Genehmigung. [Flugblätter, etc.]
Und selbst, wenn man für Demonstrationen auch Genehmigungen braucht, sind sie doch eine gute Alternative für den Normalsterblichen, der sich unter Umständen nicht traut selbständig nach einer Genehmigung zu fragen, oder der nicht genug ihm bekannte Mitstreiter hat, um eine eigene Demonstration ins Leben zu rufen.
pulSarIch war nie Student und bin als selbständige Minimal-Existenz selbst und ständig am arbeiten... habe oft keine Mittel zwischen den Rechnungseingängen und von daher sind das nicht nur Ausreden sondern oft reale logistische Gründe, nicht auf Demos (oder sonstwo) hin zu gehen. Keine Zeit + kein Geld.

Was Demos angeht gebe ich ehrlich zu, dass sie nicht mehr mein Ding sind!

Ich freue mich, wenn viele Leute auf die Straße gehen - besonders in der Art, wie es in Stuttgart läuft -- aber ich stehe auch dazu, dass ich lieber hier im trockenen und warmen sitze und nicht auf die Straße gehe.

Warum?
Zum einen ist mir klar, dass ich dort gefilmt und erfasst werden würde.
Jetzt neu: auch von Flugdrohnen. Ich gehe davon aus, dass Gesichter maschinell gescannt und zugeordnet werden und dass wir alle in Datenbanken erfasst sind, von denen wir nichts wissen...
Das will ich nicht -- es reicht, wenn man meine virtuelle Aktivität erfasst...
Zu meinem Wort stehe ich!

Ich bin so gestrickt -- man mag es von mir aus überheblich nennen oder es nicht gut heissen oder glauben -- dass ich mir anmaße, davon überzeugt zu sein, dass ich am Rechner mit der nötigen Stimmung und mit dem nötigen Schwung wesentlich mehr bewirken kann!
Proaktiv, konstruktiv und künstlerisch! Mein Foren-Gelaber allgemein ist da nur Randerscheinung... ich hab da noch das ein oder andere vor (wenn ich mir die Zeit dafür freigeschafft habe) mit meinem Abklang-Projekt und generell meinen Skills als Mediengestalter.

Argument:
* Demos sind eine temporäre Sache - man ist nur eine Zahl, die ohnehin in Summe nicht bestimmt werden kann. Veranstalter-Zahl-der-Teilnehmer ist so gut wie immer das doppelte der Polizei-Einschätzung.
* Jede Art von Content, den Google frisst und der von dieser Maschine als relevant erachtet wird IST DAUERHAFT.

* Ich bin halt der Typ "Kauz in seinem Schneckenhaus" und fühle mich per se nicht wohl in Menschenmassen! Ich sehe mich auch als Künstler (irgendwie und ohne Wertung) und will noch das ein oder andere ABlassen und ABfeuern, was den einen weh tun soll und wohl ganz wenigen (schmerzfreien) Spaß machen soll...

Was mich generell an Demos stört, ist, dass ich dem Wort anderer folgen soll und das oft Splittergruppen sind, mit denen ich mich nicht identifizieren kann!
Lieber versuche ich, mein eigenes Wort zu formen...

Danke für die Aufmerksamkeit und das Verständnis :-)
pulSarNebelland: Du irrst.

[quote]§ 14 Versammlungsgesetz:

"(1) Wer die Absicht hat, eine öffentliche Versammlung unter freiem Himmel oder einen Aufzug zu veranstalten, hat dies spätestens 48 Stunden vor der Bekanntgabe der zuständigen Behörde unter Angabe des Gegenstandes der Versammlung oder des Aufzuges [b]anzumelden[/b].
(2) In der Anmeldung ist anzugeben, welche Person für die Leitung der Versammlung oder des Aufzuges verantwortlich sein soll."[/quote]

Du musst eine Demo ANMELDEN aber nicht GENEHMIGEN LASSEN.

Es gibt Fälle, in denen das verboten werden kann. Ich bin da kein Fachmann...

sucht selbst -- hier eine spontan gefundene Quelle : [url]https://www.berlin.de/polizei/service/versammlung.html[/url]


Also WENN ich (denn überhaupt) auf eine Demo gehe, dann wohl auf eine, die ich selbst angemeldet haben werde.... :-) Und auf der laute und grässliche Musik läuft. Tanzdemos find ich toll !
NebellandHmm...dann muss ich den Paragraphen wohl falsch verstanden haben. Aber gut zu wissen, dass man wohl doch keine Genehmigung braucht.
xxxzinixxxda muss ich jetzt spontan an die love-parade denken...
Evillight[QUOTE][i]Original geschrieben von shadowflower [/i]
[B]Schokolade essen aufm Sofa wird ja auch -noch nicht- kriminalisiert ! [/B][/QUOTE]

Ist in arbeit :q

Schoko-Genussmittel-Gebrauchsverordnung – SchoGeGeV)

§ 1 Schokoladenprodukte für den Sofabedarf dürfen nur auf einem dreiteiligen amtlichen Formblatt (Naschanforderungsschein) beantragt und verkauft werden.

§ 2 Angaben auf dem Naschanforderungsschein
Auf dem Naschanforderungsschein sind anzugeben:
1. Name des Konsumenten
2. Ausstellungsdatum,
3. Bodymaßindex
4. Menge der Süßigkeiten,
5. Name des verkaufenden Konditors/ Herstellungsfirma
...

Aber zum Thema:
[url]http://www.welt.de/politik/deutschland/article11055638/Ueberwachung-von-Verdaechtigen-ueberfordert-Beamte.html[/url]
Vati Staat bekommt langsam Schwierigkeiten mit der Überwachung.
Da hilft mittelfristig wohl nur noch ein Ausgangsverbot, damit die Sicherheit und Freiheit aller Bürger gewährleistet ist ^^
Ronin76[QUOTE]
Aber zum Thema:
[url]http://www.welt.de/politik/deutschl...ert-Beamte.html[/url]
Vati Staat bekommt langsam Schwierigkeiten mit der Überwachung.
[/QUOTE]
12-Stunden Schichten also. Die haben bestimmt ihren Spaß. :D
Ich vermute jedoch daß da noch mehr dahinter steckt. Erstens der Gewöhnungseffekt an Beamte mit Maschinengewehren und dann noch, Beamte auf den befürchteten Ausnahmezustand vorzubereiten. Da haben ein paar Leute ganz große Angst und das sind nicht die gewöhnlichen Bürger von der Straße, wie wir.



@Nebelland
[QUOTE]
Ähm...und ich hab in keinem Wort erwähnt, dass ich nur noch Akademiker in dieser Welt sehen will. Ich versteh garnicht, wie du auf die Idee kommst.
[/QUOTE]
Hatte ich dir auch nicht unterstellt. War nur ein Beispiel um sich den Irrsinn besser vorstellen zu können.

[QUOTE]Also anscheinend wurde mein Thread hier vollkommen falsch verstanden.[/QUOTE]
Was war denn deine Erwartungshaltung ? Füttern auf eigene Gefahr. ;)

-------------------------------

[QUOTE]Du musst eine Demo ANMELDEN aber nicht GENEHMIGEN LASSEN.[/QUOTE]
Wir sind auch nicht in China sondern in einer Demokratie. ;) Wäre ja noch schöner, Demos erst genehmigen zu lassen, da könnte man das gleich bleiben lassen oder radikalere Maßnahmen, ohne Genehmigung ergreifen. Ich muß jetzt mal meinen Vermieter fragen, ob ich heute das Haus verlassen darf. :D Sorry Nebelland, das konnte ich mir nicht verkneifen. ^^



@Shadowflower
Freut mich, daß du keinem mehr deine Hilfe aufdrängst. :cool:
Schoko mampfen ist da wirklich die bessere Möglichkeit.
Ronin76[QUOTE][i]Original geschrieben von shadowflower [/i]
[B]naja ... so ändern sich die Ansichten

letztes Jahr fandest du Demos noch "sinnlos"
[/B][/QUOTE]
Nun, im Prinzip sehe ich das noch immer so, da Demos alleine nicht viel bewirken. Ich meine damit passive Demos, wo ein bisschen spazieren gegangen wird, ein paar Schilder hochgehalten werden und Lärm gemacht wird. So ala IG-Metall Demos, die völlig sinnlos und widerlich sind. In Leipzig gab es zB über Jahrzehnte hinweg Montagsdemos und als dann die Mauer fiel, dachten diese Nasen, das sei nun ihr Verdienst, dabei war das schon während der Gründung der DDR so beschlossen worden. Vielleicht wurde der Fall der Mauer dadurch etwas vorgezogen, mehr aber auch nicht.

Was wirklich etwas bewirkt sind Taten. Direkte Aktionen, Sabotage, ziviler Ungehorsam, Widerstand. Der Widerstand in Stuttgart wäre ohne solche Aktivitäten, wie Bäume beschützen, Dachbesetzung des Nordflügels und Sitzblockaden, überhaupt nicht wirkungsvoll. Das wäre dann nur eine machtlose Horde blökender Schafe, über welche Politiker nur lachen würden.
Fuck up Evilda kann ich Ronin nur Recht geben, wenn Studenten streiken, ist das in etwas so, wie wenn Arbeitslose streiken, sie treffen mit ihrem Streik niemanden und wenn sie halt zu keiner Vorlesung/Seminar gehen, schaden sie nur sich selbst.
Wenn jetzt die Müllabfuhr streikt, oder die Busfahrer... ja da ist schnell Chaos angesagt, aber ein paar Tausend Studenten, ja die könnten 10 Semester lang streiken, das würde keine Sau merken.
Was diese passiven Streiks in der Vergangenheit gebracht haben, hat man ja gesehen.
SatyricusUnd das ist mit einer der Gründe, warum in den 60iger Jahren die Studentenbewegungen derart eskaliert sind.
In der Demonstration der Masse gerade derjenigen, die wirtschaftlich nicht viel zu verlieren haben, steckt das Drohpotential auch heute noch. Wer ein warmes Zimmer hat, das er der Demonstration vorziehen kann, stellt noch keine Gefahr dar. Deshalb hilft es bestimmt in einigen Fällen zu zeigen, dass die Menge an Mensch, die möglicherweise mit der Situation nicht zufrieden ist mit der Menge an Regierenden und der Angestellten für die Durchsetzung der Ordnung nicht zwangsläufig deckungsgleich ist, sondern diese hier und da übersteigt.
Und so sehr es auch schön ist, dass sich in einigen Regionen nicht alle alles gefallen lassen, kann man schon fragen, warum gerade Stuttgart 21? Nach so vielen Anliegen, die alle betroffen hätten, die tiefgreifende Veränderungen für alle in Deutschland verursacht haben nun Stuttgart 21? Die Bundesregierung sollte persönlich dafür sorgen, dass der Bau auf immer gestoppt wird, wenn mit einem derartigen Bauernopfer auf längere Sicht die Wähler wieder beruhigt sind, doch etwas verändern zu können. Aber vermutlich geht es schon länger um das Prinzip. Denn Demonstrationen nehmen gerade wieder zu.
Demonstrationen bringen etwas. Mindestens die Information für die Opposition, was sie als nächstes versprechen sollte.
Davy Crockett...Wahlen bringen nie etwas. Demonstrationen auch nicht - solange sie allein mit "friedlichen", d.h. vom System erlaubten - weil für harmlos befundenen - Mitteln ausgeübt werden...solange die Herrschenden sich nicht wirklich bedroht fühlen, können sie über so etwas nur lachen - wenn sie sich dann aber bedroht fühlen - schicken sie ihre Hampelmänner...doch verhandeln werden sie erst dann, wenn ihr Arsch wirklich über dem Abgrund baumelt...vorher nicht - und dazu genügt es nicht, hier und da mal eine Sitzblockade zu veranstalten oder einen Castor für ein paar Stunden aufzuhalten, indem man die Schienen durchsägt...das alles ist für die Herrschenden zwar lästig - aber auf Dauer wird das allein nicht ausreichen, um ihre Pläne zu durchkreuzen...die Herrschenden werden erst dann abdanken, wenn man sie dazu zwingt, es zu tun...nicht eher...
JohnSteed[QUOTE][i]...
Wenn jetzt die Müllabfuhr streikt, oder die Busfahrer... ja da ist schnell Chaos angesagt, aber ein paar Tausend Studenten, ja die könnten 10 Semester lang streiken, das würde keine Sau merken.
Was diese passiven Streiks in der Vergangenheit gebracht haben, hat man ja gesehen. [/B][/QUOTE]

Es ist überhaupt das Problem, einige Delinquenten können hundert Jahre lang studieren und es merkt keine Sau.
Weder die Menschen, die mit ihm zu tun haben, noch die Krankenversicherung.
Tolles System, in dem man Zeit schinden kann, mit 38 ins Berufsleben geht, feststellt, dass man in einem Betrieb Fehl am Platz ist und dann von Hartz4 lebt, da in keiner Weise vermittelbar.

In der Tat ist das nicht das Problem des Systems.
Auch in Burkina Faso gibt es Menschen, die gerne studieren würden, es aber nicht genug Plätze gibt.
In unserer arroganten Kirchturmsichtweise übersehen wir gerne, dass in anderen Ländern Bildung ein Gut ist, kein Schlecht.
Somit werden über kurz oder lang die am meisten qualifizierten Kollegen vielleicht exotische Namen haben.
Tja, selber schuld!

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur