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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Was über 'Gothic' in den Schulen gelehrt wird
MephistoXMusste doch mal wieder staunen, was die Kinder heutzutage in der Schule beigebracht kriegen.
Mein kleiner Cousin hatte neulich in Musik das Thema 'Entwicklung des Metals',
in dem anscheinend nicht nur der Metal (von oben nach unten) total falsch aufgelistet wurde, sondern sogar 'Gothic' als letztes direkt und 'Black Metal' gesetzt wurde.

Das hat mich dann doch sehr schockiert.
Bei einem Liedbeispiel hätte der Musiklehrer dann 'No time to cry' von Cradle of Filth abgespielt. Als er mir DAS erzählt hat, sind mir dann fast die Augen geplatzt. :eek:

Was sind das denn für unqualifizierte Musiklehrer?
Wahrscheinlich in 2 Minuten nach einem goth-typischen Lied gesucht, dabei auf den Titel 'No time to cry' von den Sisters of Mercy gestoßen,
in Youtube eingetippt und sich das COF cover angehört.
:rolleyes:

Da brauch man sich nicht wundern, wenn den kleinen Schulgruftis 'Satan' und ähnliches nachgerufen wird.
Und interessiert das die Schule? Hauptsache mal erwähnt, das 'Gothics' ganz böse Musik hören und okkulte Sachen treiben,
damit die Kinners auch ja ihre Finger davon lassen.
ElementarsatzUm den Schülern einen realistischen Einblick in den Geisteszustand eines Durchschnitts-Gothen zu vermitteln, müsste man ihnen nur einen beliebigen Thread der Nebelpfade zeigen.
IkarusDieser Thread hat beste Nahtod-Qualitäten.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Ikarus [/i]
[B]Dieser Thread hat beste Nahtod-Qualitäten. [/B][/QUOTE]Das war böse!
NahtodDanke für die Komplimente allerseits! Und tschüss. Wahrscheinlich seid ihr einfach nur alle zu behämmert oder ich bin es selbst. Dieses Forum ist für mich Geschichte. Adios! Und: No Regrets!
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Nahtod [/i]
[B] Wahrscheinlich seid ihr einfach nur alle zu behämmert oder ich bin es selbst. [/B][/QUOTE]

Eine dieser Hypothesen trifft zu. Hier noch ein Tipp: Die erste ist es nicht.

[quote]Dieses Forum ist für mich Geschichte. Adios! Und: No Regrets![/quote]
Ein Mann, ein Wort - hoffe ich. Nichts ist schlimmer als Leute, die sich verabschieden und dann wiederkommen.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
[B]Um den Schülern einen realistischen Einblick in den Geisteszustand eines Durchschnitts-Gothen zu vermitteln, müsste man ihnen nur einen beliebigen Thread der Nebelpfade zeigen. [/B][/QUOTE]

Leider sind schon die Kleinsten durch Fazebuknutzung so heruntertransformiert, dass sie dieses Forum als Intellektuellentreffen interpretieren würden.
Davon kann nicht immer ausgegangen werden,aber egal.
KampfsauTja, die Welt ist auch grausam Mephisto,erst der Frauenfußball und nun sowas, ich meine wir wissen ja alle ganz genau, dass was wir damals im Musikunterricht der Schule gelernt haben, prägte unsere Sichtweise über Musik für unser gesamtes, restliches Leben xD.
Holy Diver[QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i]
[B]Tja, die Welt ist auch grausam Mephisto,erst der Frauenfußball und nun sowas, ich meine wir wissen ja alle ganz genau, dass was wir damals im Musikunterricht der Schule gelernt haben, prägte unsere Sichtweise über Musik für unser gesamtes, restliches Leben xD. [/B][/QUOTE]

In der Tat. Das erinnert mich daran, dass ich damals, als mal jemand eine Judas Priest-Kassette in den Musikunterricht mitbrachte, leicht entsetzt ob des "Krachs" reagierte. Und heute... [url=http://www.youtube.com/watch?v=xdCSJaQjfXw]nunja[/url]

Also würd ich mich nicht aufregen. Vielleicht regt das ja den ein oder anderen Schüler sogar an, genauer zu recherchieren und festzustellen, dass entweder Gothic oder Metal gar nicht so übel ist.
MephistoXIm guten letzten Jahrtausend wurde der goth rock noch so zwischen Punk und Hardrock irgendwo eingezeichnet, natürlich ich nicht wirklich korrekt, aber immerhin näher dran als beim Metal.
Vor der Etablierung des gothmetals waren sich gothen, die eher mit den punks rumhingen, und metaler Spinnefeind und einige sind es heute noch. Von daher war ich doch recht verwundert, goth rock beim Thema Metal zu nennen.

@Kampfsau und Diver:
Wenn du erstmal von was keine Ahnung hast, und dann erzählt bekommst, der und die machen dies und das, wirst du das erstmal auf jeden dieser Sorte, der dir über den Weg läuft projezieren. In diesem Alter bilden sich die meisten Kinners auch noch nicht selbstständig, sondern labern nach, was ihnen vorgesagt wird. Die schauen da noch nicht nach, wie das klingt, sondern stempeln es erstmal als satanistisch und böse ab.


@Ikarus:
Leck mich mal gepflegt am Arsch du Spießer.
Sorry @ mods, aber sowas lasse ich mir nicht gefallen.
Scheol[QUOTE]Um den Schülern einen realistischen Einblick in den Geisteszustand eines Durchschnitts-Gothen zu vermitteln, müsste man ihnen nur einen beliebigen Thread der Nebelpfade zeigen.[/QUOTE]

Fies aber geil! :D

[QUOTE]Da brauch man sich nicht wundern, wenn den kleinen Schulgruftis 'Satan' und ähnliches nachgerufen wird.[/QUOTE]

Ja, das liegt sicher am Musikunterricht.

Kann man einem Lehrer verübeln, dass er sich mit diesen, teils sehr unübersichtlichen, Kategorien nicht auskennt?
Ich möchte mal wissen wieviel Metaller eigentlich den Unterschied zwischen Doom und Death Metal kennen, obwohl es einen gibt.

Ist doch toll, wenn der Musiklehrer diese Musik überhaupt anspricht. Er könnte sie auch einfach ignorieren.
Und die kleinen werden bestimmt auch mal größer und können dann selbst entscheiden was sie hören wollen
und was nicht. ;)

Aber danke! War mal wieder schön zum Schmunzeln. ^^
MephistoX[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
Ich möchte mal wissen wieviel Metaller eigentlich den Unterschied zwischen Doom und Death Metal kennen, obwohl es einen gibt.
[/QUOTE]

Alle, außer Kiddies die Powermetal hören und Nu-Metalern, die eh von allen gehasst werden.

Zwischen Doom und Death gibts noch den Melodeath, der wiederum von den Deathmetalern als zu weich verachtet wird, und Doom ziehen die sich erst gar nicht rein, weil Depression und Weltuntergangsgefasel sich nicht gut mit dem 'anatomisch korrekten Zerlegen von Menschen in diverse Einzelteile mithilfe riesiger Kettensägenschwerter' verträgt.
Scheol@MephistoX

Siehste, ich höre seit Kindesalter an Metal, und diese Unterteilungen kannte ich bisher nicht. Liegt vermutlich daran, dass mir der Metal Hammer ziemlich Wumpe ist.

Der Lehrer kann sowas nicht wissen. Er ist halt auf dem Gebiet inkompetent. Aber von einer Schule zu erwarten, dass sie die historisch-korrekte Evolution der Stromgitarrenmusik vermittelt, ist bei Leibe überhöht. Mathe ist da vieeel wichtiger.
AlienSexFiend[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]@MephistoX

Siehste, ich höre seit Kindesalter an Metal, und diese Unterteilungen kannte ich bisher nicht. Liegt vermutlich daran, dass mir der Metal Hammer ziemlich Wumpe ist. [/B][/QUOTE]

...geht mir ähnlich, also dass ich nicht weiß, was ich da so an Metal höre einem Freund sei Dank...ich merk, dass es ein paar verschiedene Unterteilungen sein müssten, aber welche genau...? ...Wayne interessiert´s, und das ganz gewaltig...

...und mal ehrlich, Musik gehört doch eh zu den Schulfächern, wo das erlangte "Wissen" von den allermeisten mit am schnellsten wieder verdrängt wird...:rolleyes:
Holy Diver[QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i]
[B] Zwischen Doom und Death gibts noch den Melodeath, der wiederum von den Deathmetalern als zu weich verachtet wird, und Doom ziehen die sich erst gar nicht rein, weil Depression und Weltuntergangsgefasel sich nicht gut mit dem 'anatomisch korrekten Zerlegen von Menschen in diverse Einzelteile mithilfe riesiger Kettensägenschwerter' verträgt. [/B][/QUOTE]

Riesige Kettensägenschwerter findest du aber auch im Grindcore, Porngrind oder Dark Metal (Eisregen, anyone?). Na und? Die ganzen korrekten Genretrennungen sind diesbezüglich sowieso ein Relikt des letzten Jahrtausends.
Nahtod[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
[B]Eine dieser Hypothesen trifft zu. Hier noch ein Tipp: Die erste ist es nicht.


Ein Mann, ein Wort - hoffe ich. Nichts ist schlimmer als Leute, die sich verabschieden und dann wiederkommen. [/B][/QUOTE]

um es Dir jedoch zu vermiesen, bleib ich gerne noch :mad: :D
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Nahtod [/i]
[B]um es Dir jedoch zu vermiesen, bleib ich gerne noch :mad: :D [/B][/QUOTE]
Damit habe ich gerechnet. Du wirkst wie der typische, von seinem Leben gelangweilte Dummtroll. Solche traurigen Figuren bleiben meistens länger. Aber man kann dich ja ignorieren.
Seidenspinner[QUOTE][i]Original geschrieben von Nahtod [/i]
[B]Danke für die Komplimente allerseits! Und tschüss. Wahrscheinlich seid ihr einfach nur alle zu behämmert oder ich bin es selbst. Dieses Forum ist für mich Geschichte. Adios! Und: No Regrets! [/B][/QUOTE]
LOL? :D
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
[B]Damit habe ich gerechnet. Du wirkst wie der typische, von seinem Leben gelangweilte Dummtroll. Solche traurigen Figuren bleiben meistens länger. Aber man kann dich ja ignorieren. [/B][/QUOTE]

Eben.
"Don*t feed the trolls!"

Sehr grosszügig übersetzt:"bitte vermeide es stets Dinge zu posten, die sozusagen Dumtrolls anziehen."Danke!

Man kann also selbst einiges dafür tun, dass einen nicht die Trolle beissen.
:D ;)
rabenroseIch bin selbst noch in der Schule und hab sowas auch miterlebt, meine Freundin und ich haben die Arme garnicht mehr runter genommen (wir haben uns so mit der angelegt dass sie uns Nachsitzen verpasst hat, nur weil wir die Wahrheit gesagt haben!). Genau sowas schafft vorurteile,
da war z.B. ein Song von ASP "Ich bin ein Wahrer Satan" (oder so ähnlich) und dann fragt einer sind das dann Satanisten UND DANN SAGT DIESE TOTAL VERBLÖDETE ************* DOCH IM ERNS "VIELE SCHON"!! Gott hätt ich die an die Wand klatschen können!
Aber zum Glück hab ich ne liebe Klasse die mir glaubt! Ok, ich liebe auch Okkultismus, dass aber schon vor der Szene und die Musik ist ja schon von düsterer Natur, aber wir sind keine blutrünstigen Psychos, is ja klar dass Gothen und vor allem Emos auf so viel intolleranz stoßen!!!
AlienSexFiend...hach, die armen Gothen und Emos aber auch...ein Hoch auf wahre Helden, die ein Nachsitzen in Kauf nehmen zur Weltrettung...:cool:
Scheol@rabenrose

wer sich uniformiert, sich klar und deutlich im optischen Sinne vom Rest abgrenzt, die sogenannte Tiefgründigkeit der sogenannten Szene preist und sich, nochmal, klar optisch abgrenzt, braucht sich nicht wundern, wenn er, nochmal, abgegrenzt wird.

Diese Intoleranz erfahren übrigens auch Ausländer, Menschen mit Behinderungen, Menschen mit roten Locken und auch solche, die viele Sommersprossen haben.

15 oder 16 jährige haben Vorurteile, weil sie noch nicht differenziert genug denken und sich oft auf die Lehren ihrer Eltern ausruhen. Das gibt sich mit der Zeit.

Wer der Gesellschaft mit seinem Äußeren den Stinkefinger zeigt, braucht sich nicht wundern, wenn man ebenfalls einen zurück bekommt. Und sind wir doch mal ehrlich, die meisten werden Grufti um zu rebellieren.

In ein paar Jahren wirst du weniger Intoleranz erfahren, einfach aus der natürlichen Sache, dass deine Mitmenschen reifer werden.
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]Wer der Gesellschaft mit seinem Äußeren den Stinkefinger zeigt, braucht sich nicht wundern, wenn man ebenfalls einen zurück bekommt. Und sind wir doch mal ehrlich, die meisten werden Grufti um zu rebellieren.
[/B][/QUOTE]

Wobei es schon lustig ist, dass gerade diese Subkulturen, die sich besonders individualistisch geben, oft den größten Konformismus kultivieren. Zwei beliebige Gothen sehen sich meistens viel ähnlicher als zwei beliebige Nicht-Gothen. Und auch die Theatralik, pardon, Wehleidigkeit, pardon... [b]Tiefgründigkeit[/b], die viele Gothen ostentativ vor sich hertragen, ist meistens "von der Stange".
Scheol@Elemtentarsatz

So ist das. Als ich damals anfing mir die Fingernägel schwarz zu färben, tat ich dies, weil ich zeigen wollte: "ich gehöre nicht zu euch"; um dann im selben Augenblick darüber zu flennen, dass mich niemand akzeptierte. :D

Sind doch alle schizophren...^^

carpe noctem :p
MephistoXHey, schließlich stammt der goth rock vom post punk ab, Protest ist da ja nichts unübliches.

Und ASP ist zwar geil, erst recht das Lied 'Ich bin ein wahrer Satan', aber hat mit dem goth rock genau so wenig zu tun wie ne Gurke mit Südirland. Was die Unfähigkeit solcher Lehrkräfte noch hervorhebt. :p
LethalaUnd? Kennst Du die Entstehungsgeschichte des Hip Hops? Kannst Du jetzt aus dem Stand die Entwicklung des Jazzs aufzeichnen? Sämtliche Vertreter der Klassik mit Geburts-, Sterbedaten und Werken herunterbeten?
Nur weil Du Dich auf einem Gebiet auszukennen (glaubst), müssen es alle Musiklehrer auch? Metal ist nun mal nur ein Punkt unter ferner liefen auf dem Lehrplan, was erwartest Du? Eine halbjährliche Ring-Vorlesung? :D Wen es stört, der soll die Sache halt selbst übernehmen und einen Vortrag drüber machen. Und weißt Du was, garantiert werden fünf andere Goten sich dann DARÜBER mokieren, weil es wieder nicht ihren Vorstellungen von Gothic entsprochen hat ;)

Ich erinnere mich gerne an meine Musiklehrerin zurück , die sich tapfer durch meine Cradle of Filth-Facharbeit und die Musik dazu kämpfte - nein bitte, keine Diskussion ob C.o.F. true, non-goth, what the hell sind, ich wollte lediglich damit zeigen, dass man als Lehrer dazu keine 5 Semester "Geschichte des Metals" belegt haben muss. Und die Arbeit "aus Vorurteil" auch nicht schlechter bewertet wurde als die anderen (sondern mit Bestnote).

Und was die Vorurteile angeht, haben wir die doch genauso! Oh mein Goth, das ist eine alte Schachtel, die hört nur Klassik, die KANN doch überhaupt keine Ahnung von der Materie haben! Ich bin ja viel zu Elite um der Mitwelt etwas zu erklären und "Fehler" und "Missverständnisse" aus dem Weg zu räumen! Mammmiii, die kucken mich alle so böse an, weil ich schwarz trage!!! Und der Lehrer hat mich schon wieder als Satanist bezeichnet, der will einfach nicht verstehen, dass mein großes umgekehrtes Kreuz nur billiger Modeschmuck ist. Etc. Etc.

Schlimmer als jeden Satanismusvorwurf früher in der Schule finde ich einen unsensiblesten Ethiklehrer, der gefühlskalt eine Stunde zum Thema "Selbstmord" abwickelt, die Schülerin vor sich ignoriert, die am Rande eines Zusammenbruchs steht (weil just zwei Tage vorher eine gute Freundin versucht hat von der Brücke zu springen), die Stunde mit einem flappsigen "Na, dann machen wir jetzt mal Schluss!" beendet und auch danach sich keinen Deut um die inzwischen weinende Jugendliche kümmert. Das ist für mich weitaus unqualifizierter als eine Musiklehrerin, die den Unterschied zwischen Metal und Goth nicht kennt, schließlich lernt man ja explizit im Studium, wie man mit seinen Schülern umgeht(en sollte).

Alles andere sind Peanuts. (Liegt wahrscheinlich nur am Zigarettenentzug, dass ich überhaupt was dazu geschrieben habe)
ScheolAch Quatsch! Grufts haben doch keine Vorurteile, schließlich sind sie viel toleranter, gebildeter, tiefgründiger, liebenswürdiger als die bunte, kalte, ignorante und gemeine Gesellschaft.

Darum trifft man sich und bleibt unter sich, weil man die Toleranz für sehr wichtig hält.

Und man ist was ganz, ganz besonderes! (So Klischee ich damals war, bei dem Spruch ist mir immer die Hutschnur gerissen)
LethalaHe, die Elite innerhalb der dunklen Musikwelt haben sich schon die Black Metaller aufs Corpsepaint geschmiert! ;)

Und zum Anders- und ganz Besonders sein, zitiere ich mal die Rehhütte, tschuldigung Herrn Hirschhausen:
[I]"Du willst anders sein? Andere gibt es schon genug!"[/I]
WaldemarAm Besten finde ich die Gothen die einem erzählen wollen was Gothmucke ist und was nicht... spannend und so interessant :rolleyes:
Holy Diver[QUOTE][i]Original geschrieben von Lethala [/i]
[B]He, die Elite innerhalb der dunklen Musikwelt haben sich schon die Black Metaller aufs Corpsepaint geschmiert! ;)
[/B][/QUOTE]

Tja, was soll man dazu sagen, außer: Winning! :)
Scheol[QUOTE]He, die Elite innerhalb der dunklen Musikwelt haben sich schon die Black Metaller aufs Corpsepaint geschmiert![/QUOTE]

Ob sie bei all ihrer Bosheit wissen, dass Pandas keiner böse findet?
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von rabenrose [/i]
[B]...und vor allem Emos auf so viel intolleranz stoßen!!! [/B][/QUOTE]

gibt es die überhaupt noch ?!?!?! :eek: :eek:
MephistoX[QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i]
[B]gibt es die überhaupt noch ?!?!?! :eek: :eek: [/B][/QUOTE]

Man müsste meinen, die letzten dieser Art müssten doch schon längst verblutet sein, aber diese Mistviecher wachsen anscheinend ständig nach.
Hybrid Andante[QUOTE][i]Original geschrieben von Lethala[/i]

Und? Kennst Du die Entstehungsgeschichte des Hip Hops? Kannst Du jetzt aus dem Stand die Entwicklung des Jazzs aufzeichnen? Sämtliche Vertreter der Klassik mit Geburts-, Sterbedaten und Werken herunterbeten?[/QUOTE]

Du etwa nicht?!? :eek: Schäm dich :p
rabenrose[QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i]
[B]Man müsste meinen, die letzten dieser Art müssten doch schon längst verblutet sein, aber diese Mistviecher wachsen anscheinend ständig nach. [/B][/QUOTE]

Das ist aber nich nett...
Seidenspinner[QUOTE][i]Original geschrieben von rabenrose [/i]
[B]Das ist aber nich nett... [/B][/QUOTE]
Mephisto ist sicher ein Lehrer. :D
NixLehrer werden gehalten, den zu vermittelnden Lehrstoff in portionierte Häppchen zu zerlegen und Überlegungen anzustellen, wie sie ihn sogar dem minderbegabtesten Schwachmat vermitteln können. Das nennt man, glaube ich, Didaktik.

Jahre des Lehrens gehen am Lehrer jedoch nicht spurlos vorbei und so übertragen nicht wenig Lehrkräfte ihre Didaktik auch auf ihr Privatleben, was sie zu äußerst beliebten Gästen auf jeder Party, zu vereinfachenden Wortführern an Stammtischen und verständnisvollen und einfühlsamen Zuhörern macht. ;) - Die Grenzen ihrer Didaktik sind die Grenzen ihrer Welt und was sie nicht vermitteln können, weil sie es selbst nicht verstehen, muss einfach falsch sein oder unwichtig. Denn sie meinen zu wissen, was man wissen muss. Ihre Bibel ist der Lehrplan. Ihre Mission ist die Förderung kollektiver kognitiver Harmonie, die durch jede neue Erkenntnis aus dem Gleichgewicht zu geraten droht.

Etwas nicht zu verstehen, was der Schüler problemlos versteht, macht sie krank. Gothic kann Lehrern (soweit sie nicht damit infiziert sind) deshalb allenfalls in homöopathischen Dosen verabreicht werden. Sie würden sonst augenblicklich sterben.
Scheol[QUOTE]Denn sie meinen zu wissen, was man wissen muss. Ihre Mission ist die Förderung kollektiver kognitiver Harmonie, die durch jede neue Erkenntnisse aus dem Gleichgewicht zu geraten droht.[/QUOTE]

Das klingt dermaßen übel, ist aber leider Wahrheit. Sehe ich an vielen Freunden, die auf Lehramt studieren. Gaußsche Normalverteilung...bäh! Kognitive Harmonie...na, daran werden wir noch viel Freude haben.
Ronin76Wenn das Feindbild der Lehrer heute Gothic ist, so war das vor ca. 20-40 Jahren Rockmusik und Heavy Metal. Ich kann mich noch daran erinnern wie zB im Religionsunterricht Kassetten mit Stücken von Black Sabbath rückwärts abgespielt wurden, weil da angeblich satanische Botschaften drauf wären. Lehrer sind halt auch nicht schlauer als Andere, ich konnte eher das Gegenteil bemerken.

[QUOTE]Nur weil Du Dich auf einem Gebiet auszukennen (glaubst), müssen es alle Musiklehrer auch?[/QUOTE]
Ein Lehrer sollte sich schon auf den Unterricht vorbereiten, ansonsten kann er den Job auch dem Hausmeister überlassen, was ich mir ganz interessant vorstelle. Viele Lehrer haben die Neurose, daß sie Schüler mit einer/ihrer poltischen Meinung beeinflussen wollen. Was kann denn auch schon die Ursache und Motivation sein, daß jemand Lehrer werden will. Helfersyndrom vielleicht, die mit Ausübung von Macht zusammenhängt ?
soleilNatürlich ist an sich kein Mensch verpflichtet, sich mit Gothic oder Metal auszukennen. Sobald sich aber ein Lehrer dazu entscheidet, diese Themen in den Lehrplan mitaufzunehmen, dann kann man selbstverständlich auch verlangen, dass er überhaupt weiß, wovon er spricht. In diesem Beruf wird man schließlich nicht dafür bezahlt, sich irgendetwas auszudenken und das dann anderen als Tatsachen zu verkaufen. Wenn er also keine Lust hat, sich über die Themen zu informieren (was ja für sich genommen sehr berechtigt ist), dann muss er sie auch aus dem Lehrplan streichen.
Obwohl ich die Dreistigkeit des Lehrers erkenne, bezweifle ich allerdings, dass soetwas geeignet ist, Vorurteile gegenüber Gothics zu schüren. Bis zu einer gewissen Altersgrenze werden diese eher so oder so entstehen, unabhängig davon, ob irgendein Lehrer Gothic mit Metal verwechselt. Da hilft wirklich nur abwarten und älter werden, circa ab Beginn der gymnasialen Oberstufe wird man eher nicht mehr mit "Satan"-Rufen oder ähnlichen Belästigungen rechnen müssen.
Kampfsau[QUOTE]Ich kann mich noch daran erinnern wie zB im Religionsunterricht Kassetten mit Stücken von Black Sabbath rückwärts abgespielt wurden, weil da angeblich satanische Botschaften drauf wären. [/QUOTE]

Unglaublich das, zum Glück wurde durch Adam Sandler aufgedeckt, wo man wirklich nach versteckten Botschaften suchen sollte ^^.

[url]http://www.youtube.com/watch?v=XJxSP3LC9BA[/url]

[QUOTE]Lehrer sind halt auch nicht schlauer als Andere, ich konnte eher das Gegenteil bemerken.[/QUOTE]

Wenn ein Lehrer seinen Beruf richtig ausübt, ist er ein sehr anspruchsvoller, anstrengender Beruf.

Der Schwerpunkt liegt aber nunmal auf dem was sozial, zwischenmenschlich passiert und das ist auch der Punkt, der das so schwer macht. Denn Menschen und vor allem junge Menschen, die machen nunmal nicht immer das, was man von ihnen erwartet.

Naja aber leider ist das, was die Kinder und jungen Leute vorgesetzt bekommen, häufignicht wirklich ein Lehrer, sondern irgendein überbezahlter Leiter einer Massen ABM für Kinder und Jugendliche, damit diese von der Straße fernbleiben und auf keine dumme Ideen kommen.

Sind die erstmal verbeamtet, brauchen die nicht mehr fürchten, ihren Job jemals zu verlieren, egal wie inkompetent und faul sie auch sein mögen, solange sie halt nicht kriminell werden.

Die eigentlichen Leistungen der Schüler und diese zu fördern und zu fordern, das ist doch bei der ganzen Bildungspolitik gar nicht mehr von Belang, da es sowieso nicht um Inhalte geht, sondern einfach nur um Statistiken.



[url]http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.muenchen-abitur:-immer-mehr-einser-und-durchfaller.68c5aa78-c9bf-4a44-a7cc-a8a6dc505297.html[/url]

[url]http://www.nrw.de/presse/schuelerinnen-und-schueler-werden-immer-besser-8605/[/url]

[url]http://www.tagesspiegel.de/berlin/abitur-wird-leichter/1306750.html[/url]

Zu meiner Zeit war das alles andere als ein Hexenwerk aber speziell in den letzten beiden Jahren scheinen die Anforderungen besonders aufgeweicht worden zu sein, damit zum einen der Unterschied des G8 Abis zum G9 Abi der Jahre davor zumindest was die Noten betrifft, nicht mehr so dramatisch ins Gewicht fällt.

Naja, ich kanns ja auch nachvollziehen, da hängt politisch viel dran. Ich bin keiner der Leute die sagt, die Schüler werden immer dümmer, nur schlauer werden die garantiert auch nicht. Es kann mir zumindest niemand erzählen, dass die Schüler vor z.B. 5 Jahren weniger drauf hatten, es werden lediglich immer mehr Leute durchgewunken,hauptsache man hat irgendwie die politisch verlangte Quote erreicht, sonst müsste man sich selbst eingestehen, dass man eigentlich nichts erreicht hat. Und die Gymnasiasten gehören sogar noch zur besseren Hälfte der Schüler mittlerweile.

Also würde mich nicht wundern, dass die Anforderungen an den Gesamt oder Grundschulen nochmal deutlich rudimänterer sind. So dass man auch in Kernfächern wie Mathe und Deutsch durchkommen kann, ohne wirklich viel drauf zu haben.

Dass da natürlich der Musikunterricht von den Schülern überhaupt nicht mehr ernst genommen wird, wundert mich kaum, selbst zu meiner Zeit war Musik als Fach doch eher unwichtig und ich vermute mal, dass das auch die Jahre davor nicht unbedingt so großartig anders war. Tja und warum sollte es dann nicht auch so sein, dass die Lehrer selbst ihren Unterricht nicht mehr so eng sehen?

Die Leute die Musik wirklich ernsthaft und diszipliniert verfolgen und als einen wichtigen Teil ihres Lebens ansehen, die haben sicherlich keine Lust, Musiklehrer zu werden und Schülern die Tonleiter beizubringen, nur damit es ein Jahr später schon wieder fast die Hälfte vergessen hat.

Also wundert es mich nicht wirklich, wenn irgendsoein Musiklehrer mal zu einer Musikrichtung die ihn selbst kaum berührt, jetzt nicht jahrelang recherchiert. Darüber hinaus ist auch das Problem, selbst wenn man "Spezialisten" aus der Szene fragt, können zwei Leute mit gleichwertigen Argumenten, zwei völlig verschiedene Meinungen über das selbe Thema haben.

Das sind dann eher Meinungen. In erster Linie ist Musik auch etwas Emotionales,darum interessieren mich persönlich auch keine Genreeinteilungen.Teilweise gibt es die abenteuerlichsten Genrebeschreibungen einfach nur deswegen, weil man irgendeine Schublade braucht, in die man etwas einsortieren will.

In der Hinsicht ist es vielleicht auch ganz gut, dass der Musikunterricht im Bewusstsein der Schüler eher eine sekundäre Bedeutung hat.
AzaIst doch schön, wenn ein Lehrer einmal links und rechts guckt und etwas anderes bietet als Stücke der jüngsten Popp-Geschichte.
Das man als Nicht-Szene-Kenner mal das Eine oder Andere Genre über den Haufen wirft kann ich gut verstehen, gibt es doch mitlerweile für so viele Richtungen manigfaltige Namen.

Außerdem finden gerade in den musikalischen Nischen sehr zügige Veränderungen statt. Als der Lehrer vlt. noch selber aktiv war, hieß es Darkwave, dann war es Gothic, dann war es....

Interessanter wäre es an dieser Stelle doch als Schüler eine Diskussion anzuregen. Meiner Meinung nach. =)
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
[B]Ist doch schön, wenn ein Lehrer einmal links und rechts guckt und etwas anderes bietet als Stücke der jüngsten Popp-Geschichte.
Das man als Nicht-Szene-Kenner mal das Eine oder Andere Genre über den Haufen wirft kann ich gut verstehen, gibt es doch mitlerweile für so viele Richtungen manigfaltige Namen.

Außerdem finden gerade in den musikalischen Nischen sehr zügige Veränderungen statt. Als der Lehrer vlt. noch selber aktiv war, hieß es Darkwave, dann war es Gothic, dann war es....

[/B][/QUOTE]

ganz meine Meinung, der überordnende Begriff Metal vereint ja schon so viele Unterkategorien, dass da der gemeine Lehrer auf keinen Fall ein Experte sein kann und bei Gothic,Electro,EBM und ganz zu schweigen vom Industrial, streiten sich ja selbst die Anhänger genannter Stile was nun was ist.
soleil[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
[B]Ist doch schön, wenn ein Lehrer einmal links und rechts guckt und etwas anderes bietet als Stücke der jüngsten Popp-Geschichte.
Das man als Nicht-Szene-Kenner mal das Eine oder Andere Genre über den Haufen wirft kann ich gut verstehen, gibt es doch mitlerweile für so viele Richtungen manigfaltige Namen.

Außerdem finden gerade in den musikalischen Nischen sehr zügige Veränderungen statt. Als der Lehrer vlt. noch selber aktiv war, hieß es Darkwave, dann war es Gothic, dann war es....

Interessanter wäre es an dieser Stelle doch als Schüler eine Diskussion anzuregen. Meiner Meinung nach. =) [/B][/QUOTE]

Ich finde, es ist besser, seine eigene Unkenntnis anzuerkennen und über Themen zu schweigen, bis man zumindest ein wenig Ahnung hat, als sich einzureden, man wüsste etwas, und sein Halbwissen bzw. seine Fehlinformationen anderen als Tatsachen zu vermitteln. Wie gesagt, es ist okay, wenn man von diesen Dingen keine Ahnung hat; aber dann hat es auf dem Lehrplan dementsprechend auch nichts zu suchen.
AzaIch bin der Meinung, dass Grufti-Musik nun nicht zur Wissenschaft stilisiert werden muss. Es existieren schlicht keine konkreten Definitionen, deswegen begrüße ich solche Maßnahmen der Lehrer die sich engagieren und auch mal ein bisschen Freizeit opfern um ihren Standardmäßigen Lehrplan auf ihre Kosten zu erweitern.

Ich bin froh, dass es noch solche Idealisten gibt, die im Angesicht von Zentralabitur und co. ihren Schülern zeigen möchten, dass es links und rechts davon etwas gibt.

Da ist es mir persönlich völlig wumpe, ob der Lehrer z.B. Wumpscut als Industrial, Dark Wave oder schlicht "Grufti Musik" bezeichnen würde.
Fahrt mal 100km von eurem Städtchen weg, dann werdt ihr feststellen, dass sogar regional die Bezeichnungen für gewisse Musikrichtungen und Lieder unterschiedlich sind. Von nationalen Unterschieden mal ganz zu schweigen.

Auffällig finde ich hier besonders, das der typische Grufti, der sich nicht in eine Schublade stecken lassen will nun "seine" Musik penibel kategorisiert haben möchte.

Ich kannte damals keinen Lehrer, der CoF kannte. Hätte er sie gekannt, dann hätte ich es sicherlich begrüßt. Egal wie er das Genre nun genannt hätte.
=)
soleilAch ich weiß nicht. Das wirkt auf mich irgendwie wie ein Englischlehrer, der sich einbildet, etwas von Koreanisch zu verstehen, in Wahrheit aber kein einziges Wort versteht, dann aber in seinem Unterricht einen "Exkurs in die koreanische Sprache" unternimmt und sich dann einfach was dazu ausdenkt und seinen Schülern als Koreanisch auftischt. ;) Ich weiß, dass das sehr weit gegriffen ist, aber in diesem Fall würde sicher auch keiner sagen: "Naja ist doch schön, wenn er mal einen Blick in eine fremde Kultur wagt und nicht immer nur, wie alle anderen, Englisch unterrichtet. Es kann doch niemand von einem Englischlehrer erwarten, Experte für Koreanisch zu sein". Ich weiß, dass mein Vergleich völlig übertrieben ist, aber er verdeutlicht gut, was ich meine: Man sollte niemandem anrechnen, auch mal außerlehrplanmäßig Themengebiete anzuschneiden, um den Horizont der Schüler zu erweitern, wenn er mangels Bildung auf dem jeweiligen Gebiet dazu gar nicht qualifiziert ist.
Was den Aspekt betrifft, dass es selbst innerhalb der Szene(n) zu Streitigkeiten bzgl. Genrebezeichnungen kommt: Ich glaube, es ist unstrittig, dass Black Metal wirklich nicht als Gothic zu sehen ist. ;) Das ist jetzt keine besonders raffinierte Unterscheidung. Den Themenersteller habe ich aber so verstanden, dass diese zwei soch sehr weit entfernten Genres einfach zusammengewürfelt wurden, und um diesen irrtum zu vermeiden, hätte es schon ausgereicht, sich einen Tag vor der Unterrichtsstunde mal die entsprechenden Wikipediaartikel wenigstens zur Hälfte durchzulesen. ;)
AzaAus dieser Perspektive gesehen gebe ich dir sicherlich recht. =)
coma_blackAlso ich bin kein Fan von Genrebegriffen und wenn ein Nichtfachmann die diversen Gattungen und Untergattungen von Metal, Emo, usw. durcheinanderwürfelt, sollte man als Mensch "vom Fach" lächelnd darüber hinwegsehen.

Viel schwerer wiegt für mich, daß sich anscheinend an der pädagogischen Praxis des Umgangs mit zeitgenössischer Musik recht wenig geändert hat. Es werden einige aus dem Zusammenhang gerissene Songs vornehmlich unter religiösen Gesichtspunkten fehlinterpretiert, um den Kleinen zu zeigen, daß diese oder jene Musikrichtung "satanisch" sei. Damit bewegt man sich (zumeist im Ethikunterricht) dann noch unterhalb des Niveaus von vigilantcitizen.com, denn der erklärt wenigstens noch die Bedeutung und Herkunft all der okkulten Symbole, mit denen inzwischen auch die leichte Popmusik von Lady Gaga überfrachtet ist.
Aber ein Baphomet oder das allsehende Auge auf dem Plattencover bedeuten eben noch lange nicht, daß irgendwelche Illuminaten oder gar der Leibhaftige persönlich ins Musikbusiness eingestiegen sind, nur macht das mal dem braven Kirchgänger klar.
David v. WeberIch glaube, das ist kein musikalisches und schon gar kein Gruftiproblem. Sondern eine Frage, was Schule vermitteln soll und was nicht.

Schule bereitet in sehr groben Zügen auf das spätere Leben (und lernen) vor. Egal welches Fach, sobald man sich hobbymäßig oder studientechnisch mit einem Thema intensiver befasst, rauft man sich die Haare, wie gnadenlos vereinfacht die einzelnen Themen behandelt werden - teilweise so stark vereinfacht, dass es schlicht falsch ist.

Aber das finde ich auch nicht schlimm. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte alles, was mich nicht weiter interessiert bis in die letzte Verästelung hinein büffeln müssen - das wäre ein Alptraum. Es reicht, wenn Schule einen sehr groben Überlick gibt, damit man rausfindet, was einem liegt. In meinem späteren Studium haben mir die 3 Jahre Unterricht zuvor jedenfalls gut nur über die erste Stunde der ersten Vorlesung geholfen. Nach einer Woche war das Vorwissen restlos aufgezehrt.

Bei "Gothic" kommt ja dann noch der Treppenwitz dazu, dass ohnehin keine 3 Leute derselben Meinung sind, was das ist und was das nicht ist. Siehe die bewährten Diskussionen alle paar Wochen hier in diesem Forum.
Und wenn schon die "Gothic-Experten" (;)) nicht wirklich bescheid wissen, wie soll es dann ein Lehrer im Rahmen von 2 Schulstunden hinkriegen?
KampfsauTrue that yo
Darket[QUOTE]Wahrscheinlich in 2 Minuten nach einem goth-typischen Lied gesucht, dabei auf den Titel 'No time to cry' von den Sisters of Mercy gestoßen, in Youtube eingetippt und sich das COF cover angehört. [/QUOTE]
Der eigentliche Skandal ist die bloße Existenz dieses über alle Maßen scheußlichen Covers, weniger die Tatsache, dass sich das persönliche und berufliche Interesse an Musik seitens Lehrern in D-Land nicht zwangsweise auch auf guten, klassischen Gothic-Rock erstreckt.
duivelswîp[QUOTE][i]Original geschrieben von David v. Weber [/i]
[B]Ich glaube, das ist kein musikalisches und schon gar kein Gruftiproblem. Sondern eine Frage, was Schule vermitteln soll und was nicht.

Schule bereitet in sehr groben Zügen auf das spätere Leben (und lernen) vor. Egal welches Fach, sobald man sich hobbymäßig oder studientechnisch mit einem Thema intensiver befasst, rauft man sich die Haare, wie gnadenlos vereinfacht die einzelnen Themen behandelt werden - teilweise so stark vereinfacht, dass es schlicht falsch ist.

Aber das finde ich auch nicht schlimm. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte alles, was mich nicht weiter interessiert bis in die letzte Verästelung hinein büffeln müssen - das wäre ein Alptraum.[/B][/QUOTE] Definitiv. Hätten wir anderthalb Jahre lang das Thema Country-Music durchgenommen, dann wär ich glaub ich nicht mehr hier. Andererseits sollte man trotzdem alles kurz und knapp gehalten werden soll und muss doch noch auf Richtigkeit achten. Und dass Gothic kein Subgenre des Black Metal ist, dürfte dank Google doch relativ schnell bekannt werden.
DarketIch bin zwar ein großer Anhänger der These, dass google auf alles eine Antwort hat, aber dann eben doch nicht auf alles die richtige. Ich habe mich nach dreijähriger Abstinenz zwar noch nicht wieder so gut hier eingelesen, aber ich vermute stark, dass die Antwort auf die (nacht)welt bewegende Frage was denn Gothic sei auch in dieser Zeit nicht gefunden wurde. Eine besondere Ironie, und das sage ich als wirklich großer Fan der Band und Befürworter dessen, dass The Sisters of Mercy zu den Urvätern des Gothic-Rock gerechnet werden müssen, dabei ist doch, dass selbige schon Konzerte und Festivalauftritte abgesagt haben, weil "the evil G-word" (für insider: es war nicht Guardian-reader) irgendwo auf einem Flyer zu lesen war. Von daher wird der durchschnittliche Sisters-Fan eher amüsiert feststellen, dass der kleine dicke Danny Filth viel mehr Goth ist als der kleine, weniger dicke Andrew Eldritch. Jedenfalls in der Eigenwahrnehmung und Außendarstellung.

Es wäre möglich zu argumentieren, dass der Blick auf das ebenfalls beinahe allwissende Wikipedia, die hierzu über einen sehr ausführlichen und garnicht mal schlechten Artikel verfügt, ausgereicht hätte. Da aber anzunehmen ist, dass ein Lehrer, der ein solches Thema im Unterricht überhaupt erwähnt zur eher jüngeren Generation gehört, der man bereits in Schule und Studium sinnbefreiter Weise das Dogma von der Unwissenschaftlichkeit der Wikipedia eingehämmert hat, aber das ist ein anderes Thema.

Es ist nun aber generell so, dass wir in diesem Land von unseren Lehrer generell wahre Wunderdinge erwarten. Wir wollen, dass sie den lieben Kleinen freundlich und wo es angebracht ist (was auch immer angebracht sein mag) dennoch mit gebotener Strenge gegenübertreten. Wir wollen, dass sie wissen was ihre (ungefähr 30) Schüler bewegt, wollen, dass sie bereits im Vorfeld wissen, wenn Kinder sozial oder schulisch auf der Strecke zu bleiben drohen. Wir wollen, dass sie ihnen auch den trockensten Stoff so vermitteln, dass sie Spaß haben selbst an Chmie und Kurvendiskussionen (meiner ganz persönlichen Meinung nach ein vollkommen aussichtsfreies Unterfangen) und ganz offensichtlich wollen wir jetzt auch, dass sie die musikalischen Präferenzen ihrer Schüler, inklusive derer, die sich zu irgendwelchen Jugendkulturen mit jeweils mehr als nur einem eigenen musikalischen Genre rechnen. Und jetzt findet den Fehler.

Vielleicht werde ich mit dem Alter spießig, aber selbst als wie erwähnt wirklich großer The Sisters of Mercy Fan, der diesen musikalischen Auswurf von einem Cover ganz und gar scheußlich findet, ist es mir persönlich wirklich vollkommen gleichgültig was Kindern in der Schule als Gothic verkauft wird. Da gibt es dann doch Bedeutenderes.
Nóirín[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]Wir wollen, dass sie ihnen auch den trockensten Stoff so vermitteln, dass sie Spaß haben selbst an Chmie und Kurvendiskussionen (meiner ganz persönlichen Meinung nach ein vollkommen aussichtsfreies Unterfangen) [/B][/QUOTE]

Es geht. Man kann so Zeug vermitteln, dass es Spaß macht. Ich hab immer zu den Leuten gehört, die sich in Mathe knapp auf ihre 5 Punkte gerettet haben. Aber wenn man es begreift, dann macht das richtig Spaß sowas zu lösen. Wenn es jemand rüberbringen und einen begeistern kann.
Leider können das nur die wenigsten, viele Lehrer sind auch sehr begabt darin einem spannenden Stoff richtig zu vermiesen, und etwas Eigenengagement von Seiten der Schüler ist da auch gefragt.
IntoxicatedNaja die lehrer in den schulen versuchen nicht immer das ganze spannend rüberzubringen.
In letzter zeit sind nicht nur die schüler schlimmer geworden (unfug haben die jugendlichen immer gemacht, aber noch nie so schlimm wie in den letzten 10 jahren), sondern auch (und eventuell gerade deswegen) die lehrkräfte.
Naja wer was wissen will, muss heutzutage bereit sein zeit und geld dafür zu opfern. Musikunterricht ist ja nu nicht gerade das wichtigste, aber in den hauptfächern muss man heutzutage eventuell mit nachhilfe usw rechnen.

Ansonsten ist die fehlinformation bezüglich genres und dessen szenezugehörigkeit a) piepegal, da es eh keinen juckt und die szeneleute sich das anhören was die mögen, meist quer durch den garten alles mögliche und b) eh hinfällig da heutzutage keiner da durchsieht. Frag mal nen musiklehrer wo der unterschied zwischen frenchcore, darkcore und terrorcore liegt - der wird dich ansehen wie den weinachtsmann.

Für die leute die damit nix zu tun haben, ist die info egal da sie eh nicht gebraucht wird. Und die, die sich damit auskennen, ignorieren diese und schauen eventuell noch im netz nach genauen bezeichnungen.
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Intoxicated [/i]
[B]
Ansonsten ist die fehlinformation bezüglich genres und dessen szenezugehörigkeit a) piepegal, da es eh keinen juckt und die szeneleute sich das anhören was die mögen, meist quer durch den garten alles mögliche und b) eh hinfällig da heutzutage keiner da durchsieht. [/B][/QUOTE]

Richtig. Man muss auch im Kunstunterricht nicht jede spleenige Abzweigung der "conceptual art" kennen lernen.

Generell finde ich, dass im Musikunterricht Musiktheorie und "ernsthafte" Musik im Vordergrund stehen sollten. Da bin ich durchaus altmodisch.

[quote]In letzter zeit sind nicht nur die schüler schlimmer geworden (unfug haben die jugendlichen immer gemacht, aber noch nie so schlimm wie in den letzten 10 jahren), sondern auch (und eventuell gerade deswegen) die lehrkräfte. [/quote]
Lehrer-Bashing ist ja in unserer Zeit zu einem automatischen Reflex geworden. Gibt es echte Belege dafür, dass die Lehrkräfte in den letzten 10 Jahren schlechter geworden sind?
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Nóirín [/i]
[B]Es geht. Man kann so Zeug vermitteln, dass es Spaß macht. [/B][/QUOTE]

Glaube ich nicht. Was soll der Lehrer denn machen? Du kannst noch so viele praktische Beispiele bringen, noch so viele schöne Geschichten erzählen... letztlich musst du auf Nullstellen, Polynome usw. zu sprechen kommen. Und das macht vielen Schülern nun mal keinen Spaß, egal wie man es verpackt.

Ich halte es auch für einen absolut falschen Anspruch zu erwarten, dass Schule immer Spaß machen müsse, und dass ein Lehrer, dessen Unterricht nicht ständig Spaß macht, ein schlechter Lehrer sei.
Hybrid Andante[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz[/i]

Glaube ich nicht. Was soll der Lehrer denn machen? Du kannst noch so viele praktische Beispiele bringen, noch so viele schöne Geschichten erzählen... letztlich musst du auf Nullstellen, Polynome usw. zu sprechen kommen.[/QUOTE]

Es macht aber einen Unterschied, ob du etwas ausschließlich abstrakt einführst, oder ob du zuerst ein Beispiel bringst und die abstrakten Größen anhand dieses Beispiels erläuterst ;)
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Hybrid Andante [/i]
[B]Es macht aber einen Unterschied, ob du etwas ausschließlich abstrakt einführst, oder ob du zuerst ein Beispiel bringst und die abstrakten Größen anhand dieses Beispiels erläuterst ;) [/B][/QUOTE]
Natürlich. Man kann's besser oder schlecher machen. Aber auch der anschaulichste Unterricht wird niemals allen Spaß machen.

Lernen ist nun mal in erster Linie Arbeit und nicht Spaß, das gilt besonders in der Pubertät, wenn die Schüler andere Dinge im Kopf haben.
Nóirín[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
[B]Glaube ich nicht. Was soll der Lehrer denn machen? Du kannst noch so viele praktische Beispiele bringen, noch so viele schöne Geschichten erzählen... letztlich musst du auf Nullstellen, Polynome usw. zu sprechen kommen. Und das macht vielen Schülern nun mal keinen Spaß, egal wie man es verpackt.

Ich halte es auch für einen absolut falschen Anspruch zu erwarten, dass Schule immer Spaß machen müsse, und dass ein Lehrer, dessen Unterricht nicht ständig Spaß macht, ein schlechter Lehrer sei. [/B][/QUOTE]

Spaß macht es dann, wenn man das Gefühl hat es zu begreifen und damit etwas zu können. Unterricht der Spaß macht (bitte, Spaß nicht in dem Sinne, wie wenn man etwas besonderes in seiner Freizeit macht, was einem viel Freude bringt. Auch wenn das bei manchen auch auf Mathe anwendbar sein mag) kann also als Unterricht betrachtet werden, in dem man wirklich etwas anschaulich und verständlich erklärt bekommt. So dass man sich auch beteiligen kann und möchte. Er sollte so gestaltet sein, dass Interesse geweckt wird.
Wehren sich Schüler allerdings mit Händen und Füßen dagegen (was viele zu tun scheinen) ist Hopfen und Malz verloren.

Schule sollte lehrreich, sinnvoll und nützlich sein und ja, auch Spaß machen. Man lernt mehr und besser, wenn man es gerne tut und sich nicht jeden Moregen denkt: "Nicht schon wieder, ich kotz gleich".
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Nóirín [/i]
[B]Spaß macht es dann, wenn man das Gefühl hat es zu begreifen und damit etwas zu können. [/B][/QUOTE]

Damit man es begreift, muss man aber zunächst Arbeit investieren, und das macht eben nicht immer und allen Spaß.

[quote]Wehren sich Schüler allerdings mit Händen und Füßen dagegen (was viele zu tun scheinen) ist Hopfen und Malz verloren.
[/quote]
Eben. Man darf auch nicht übersehen, wie wichtig Begabung, Charakter und "häusliche" Erziehung des individuellen Schülers sind. Ein unbegabter und desinteressierter Schüler wird auch beim besten Lehrer schlechter lernen als ein begabter und interessierter Schüler bei einem schwachen Lehrer.

Viele gehen immer noch davon aus, dass alle Kinder begabt und voller Potential sind, und wenn sie in der Schule durchfallen, kann es nur am Lehrer liegen. Ich habe da gewisse Zweifel.
IntoxicatedMutti hat *grübelz* 37 jahre erfahrung als lehrerin, allerdings nicht in DE sondern in Kazachstan.
Das was sie hier auf der straße sieht, lässt bei ihr graue haare wachsen. Und das was sie hier ab und an in den schulen mitkriegt (reicht ja schon an einer in der großen pause vorbeizugehen) bringt ihren blutdruck auch schön hoch.

Selbst wenn sie könnte würde sie diesen beruf bei der aktuell rumlaufender jugend nicht mehr ausüben.

Ihre worte: Da geh ich lieber putzen als die *tschuldigung* halbaffen zu unterrichten, die ich täglich sehe!

Sagt wohl alles.

Bei der jugend aktuell sind die lehrer deutlich stärker gestresst als vor jahren noch, es ist normal das die kein bock haben zu unterrichten. Und selbst wenn die wirklich noch lust und laune haben was zu vermitteln, was soll denn ankommen bei so nem klima.

Gut, das bezog sich auf die hauptschulen, aber auch an höheren siehts teilweise grausig aus. Egal wie gut der lehrer ist, wenn die schüler sich mit 12 in der pause die birne mit joints zunebeln usw wird das nun mal nix - auch nicht für den rest der klasse.
IntoxicatedWo die noch gearbeitet hat gabs den noch net in der öffentlichkeit :P
Und gothics auch nicht wirklich, vor 2001 war da weder die musik noch die gothics zu finden, das gruftigste was es da zu sehen gab war Undertaker (WWE).

Subkulturen haben im unterricht eigentlich nicht viel zu suchen - relevant sind diese informationen nicht und wer was darüber wissen will, soll gefälligst google bemühen, man findet eh mehr als ein lehrer je wissen kann.
PaperboyK.@Intoxicated: Das sind alles Kilschees ;)
@Elementarsatz: Hurensohn. Tut mir Leid, musste mal raus.
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von PaperboyK. [/i]
@Elementarsatz: Hurensohn. Tut mir Leid, musste mal raus.[/QUOTE]
[COLOR=crimson]schön, das nächste mal schlucks runter. du bist hiermit verwarnt.[/COLOR]
PaperboyK.Hat sich für mich damit auch erledigt.
Darket[QUOTE]Schule sollte lehrreich, sinnvoll und nützlich sein und ja, auch Spaß machen. Man lernt mehr und besser, wenn man es gerne tut und sich nicht jeden Moregen denkt: "Nicht schon wieder, ich kotz gleich".[/QUOTE]
Dummer Weise ist es das was ein 15jähriger Teenager denkt, wenn er um 7 Uhr morgens aufsteht um den Großteil des Tages damit zu verbringen sich von jemandem, der zwei bis vier mal so alt ist wie er selbst mit für ihn vollkommen uninteressanten Themen vollstopfen zu lassen.

Und das ist nichteinmal ein Privileg von Teenagern. Ich verabscheue frühes Aufstehen auch immer deutlicher auf die 30 zugehend noch und ich kann mir weiß Gott schöneres vorstellen als mich bei der Arbeit von meinen Vorgesetzten mit für mich vollständig irrelevantem Unsinn berieseln zu lassen.

Dabei steht außer Zweifel, dass es Lehrer gibt, die besser sind als andere, die das ganze interessanter und näher an den Interessen ihrer Schüler aufziehen, aber letztendlich bleibt der Satz, den mein älterer Herr mal zu mir sprach als ich in besagtem Alter war:

[QUOTE] [I] Original geschrieben von Darkets Papa[/I]
Ich würde ernsthaft an der Intelligenz meiner Kinder zweifeln, würden sie in deinem Alter gern zur Schule gehen.[/QUOTE]
Darket[QUOTE]@Elementarsatz: Hurensohn. Tut mir Leid, musste mal raus. [/QUOTE]
Mann, kaum ein paar Tage wieder hier und ich vermisse die guten alten Mod-Funktionen von damals...
Scheol[QUOTE]Mann, kaum ein paar Tage wieder hier und ich vermisse die guten alten Mod-Funktionen von damals...[/QUOTE]

German Gothic Board warps you to unexpected dimensions...

[QUOTE]@Elementarsatz: Hurensohn. Tut mir Leid, musste mal raus.[/QUOTE]

Ich wäre an dieser Stelle äußerst vorsichtig wie ich mich ausdrücke!
Ronin76[QUOTE]Schule sollte lehrreich, sinnvoll und nützlich sein und ja, auch Spaß machen. Man lernt mehr und besser, wenn man es gerne tut und sich nicht jeden Moregen denkt: "Nicht schon wieder, ich kotz gleich".[/QUOTE]
Hat abgesehen vom Schulzwang, steigendem Stress durch Leistungsdruck, den vorgegebenen Themen, und oft stümperhaftem Unterricht, auch viel damit zu tun daß die Tageszeit des Unterrrichts konträr zu den circadianen Rhytmen der meisten Menschen ist. Wer sich morgens eigentlich noch im Tiefschlaf befinden sollte, kann einfach nicht viel vom Unterricht mitbekommen. Daraus resultieren dann häufig leistungsschwache Schüler, und Lehrer und Eltern stehen vor einem Rätsel, da der/die Schüler/in eigentlich überdurchschnittlich intelligent ist. Die unpassende und schädliche Zeit ist auch im Berufsleben etabliert, dh viele Menschen leben gegen ihre circadianen Rhytmen, weil die Welt von Lerchen dominiert wird.

-----

[URL=http://www.youtube.com/watch?v=9YKV7pMhQAo&feature=related]Hurensohn ?[/URL]

[URL=http://www.youtube.com/watch?v=hNShW6tL9R8&feature=related]Das meint die Polizei dazu[/URL] :D
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Hat abgesehen vom Schulzwang, steigendem Stress durch Leistungsdruck, den vorgegebenen Themen, und oft stümperhaftem Unterricht, auch viel damit zu tun daß die Tageszeit des Unterrrichts konträr zu den circadianen Rhytmen der meisten Menschen ist. Wer sich morgens eigentlich noch im Tiefschlaf befinden sollte, kann einfach nicht viel vom Unterricht mitbekommen.
[/B][/QUOTE]

Halte ich für Unsinn. Ich würde eher sagen, dass ein Mensch, der zu lange ausschläft, auf die Dauer in eine Spirale der Verschlumpfung gerät.

Wie sagte Benjamin Franklin:

"Early to bed and early to rise, makes a man healthy wealthy and wise." ;)
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]
[URL=http://www.youtube.com/watch?v=9YKV7pMhQAo&feature=related]Hurensohn ?[/URL]

[URL=http://www.youtube.com/watch?v=hNShW6tL9R8&feature=related]Das meint die Polizei dazu[/URL] :D [/B][/QUOTE]

:D
Nóirín[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
[B]Damit man es begreift, muss man aber zunächst Arbeit investieren, und das macht eben nicht immer und allen Spaß. [/B][/QUOTE]

Nein, natürlich nicht. Diese Maxime zu setzten wäre auch völlig verquer. Es kann nie für alle und jeden richtig und gut sein, man kann es nicht allen Recht machen. Den wenigsten fliegt alles in den Schloss und ohne Frage muss man sich durch manches durchbeißen. Auch das gehört zum erwachsen werden. Ich vermute, dass das Problem bei vielen Schülern auch da liegt, dass ihnen schon die Grundlagen fehlen, die Lücken werden immer größer und der zu bearbeitende Berg immer höher. Klar, haben die da keinen Bock drauf. Wer unterstützt sie schon auch?

[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
[B]Eben. Man darf auch nicht übersehen, wie wichtig Begabung, Charakter und "häusliche" Erziehung des individuellen Schülers sind. Ein unbegabter und desinteressierter Schüler wird auch beim besten Lehrer schlechter lernen als ein begabter und interessierter Schüler bei einem schwachen Lehrer.

Viele gehen immer noch davon aus, dass alle Kinder begabt und voller Potential sind, und wenn sie in der Schule durchfallen, kann es nur am Lehrer liegen. Ich habe da gewisse Zweifel. [/B][/QUOTE]

Da stimme ich dir zu. Lehrer können einiges rausreissen, aber bei weitem nicht alles. Völlig unverschämt immer auf die Lehrer zu zeigen und selbst keinen Finger zu tun oder sich mal zu hinterfragen. Es steckt eben auch nicht jedes Kind in der richtigen Schule oder gar in der richtigen Schulform. Nicht zu vergessen, dass das soziale Klassenumfeld auch sehr ausschlaggebend ist. Die Mitschüler können einem da einiges versauen, so dass man nicht mehr wirklich hingehen möchte bzw. sich das auf die Leistungsfähigkeit auswirkt.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]Dummer Weise ist es das was ein 15jähriger Teenager denkt, wenn er um 7 Uhr morgens aufsteht um den Großteil des Tages damit zu verbringen sich von jemandem, der zwei bis vier mal so alt ist wie er selbst mit für ihn vollkommen uninteressanten Themen vollstopfen zu lassen. [/B][/QUOTE]

Was man ihnen, vor allem bei unserem Schulsystem, ja nicht wirklich verübeln kann. Nicht, dass es mir nicht genau so gegangen wäre. Ich glaube garnicht mal, dass die Unlust nur Alters- und Pubertäts bedingt ist, den meisten geht wohl schon vorher die Freude und das Interesse verloren. Zumindest in meinem Umfeld bekomme ich mit, wie viele Kinder sich auf ihre Einschulung freuen und mit Feiereifer bei der Sache sind, bis...ja...es ihnen vermiest wird. Irgendwas muss da ja gravierend falsch laufen, dass man nicht mal ein Mindestmaß von Interesse wecken kann. Da fehlt meiner Meinung nach ganz viel Feingefühl, weil Schule schon gut an der Realität von Schülern vorbei geht. Aber dem deutschen Schulsystem fehlt so einiges...Es gleicht auch mehr einem Experiment als etwas durchdachtem.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Hat abgesehen vom Schulzwang, steigendem Stress durch Leistungsdruck, den vorgegebenen Themen, und oft stümperhaftem Unterricht, auch viel damit zu tun daß die Tageszeit des Unterrrichts konträr zu den circadianen Rhytmen der meisten Menschen ist. Wer sich morgens eigentlich noch im Tiefschlaf befinden sollte, kann einfach nicht viel vom Unterricht mitbekommen. Daraus resultieren dann häufig leistungsschwache Schüler, und Lehrer und Eltern stehen vor einem Rätsel, da der/die Schüler/in eigentlich überdurchschnittlich intelligent ist. Die unpassende und schädliche Zeit ist auch im Berufsleben etabliert, dh viele Menschen leben gegen ihre circadianen Rhytmen, weil die Welt von Lerchen dominiert wird. [/B][/QUOTE]

Den Schulzwang halte ich doch für angebracht. Sonst haben wir hier bald ein Land das nur von Vollspasten bevölkert ist. Bildung ist verdammt viel wert.
Mit dem Rest liegst du wohl nicht verkehrt. Nicht nur, dass die Themen so starr sind (ich halte manche Pflichtdinger doch für angebracht und wichtig, nur eben nicht alles und da ist absolut null Spielraum für andere), auch das der Zeitrahmen viel zu knapp ist. Zumal alles was die Sache interessanter macht immer mehr gestrichen wird. Nicht nur die Schüler, auch die Lehrer stehen unter großem Druck.
PaperboyK.Nein, dass sollte nicht lustig sein. Ich war hart sauer auf ihn.
Sollte nicht persönlich gemeint sein, ich kenne den Menschen dahinter nicht, aber das Internet-Individuum hat sich unmöglich verhalten.
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von PaperboyK. [/i]
[B]Nein, dass sollte nicht lustig sein. Ich war hart sauer auf ihn.
Sollte nicht persönlich gemeint sein, ich kenne den Menschen dahinter nicht, aber das Internet-Individuum hat sich unmöglich verhalten. [/B][/QUOTE]
Ich werde deinen schlechten Manieren mit Takt und Mitgefühl begegnen ;)
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
[B]Das Internet-Individuum sollte mal ordentlich ficken. [/B][/QUOTE]


Mushi to go?
Ronin76[QUOTE][i]Original geschrieben von Nóirín [/i][b]
Den Schulzwang halte ich doch für angebracht. Sonst haben wir hier bald ein Land das nur von Vollspasten bevölkert ist. Bildung ist verdammt viel wert.
Mit dem Rest liegst du wohl nicht verkehrt. Nicht nur, dass die Themen so starr sind (ich halte manche Pflichtdinger doch für angebracht und wichtig, nur eben nicht alles und da ist absolut null Spielraum für andere), auch das der Zeitrahmen viel zu knapp ist. Zumal alles was die Sache interessanter macht immer mehr gestrichen wird. Nicht nur die Schüler, auch die Lehrer stehen unter großem Druck.[/b]
[/QUOTE]
Was in der Schule passiert, hat nur wenig mit Bildung zu tun. Die von dir titulierten Vollspasten gibt es, da du sie erwähnst, auch mit Schulsystem, von daher ist Schulpflicht diesbezüglich kein Kriterium, und die Befürchtung, daß es ohne Schulzwang mehr Vollspasten geben würde, reine Spekulation. Zum Vergleich kann man zB Völker und Stämme aus Vergangenheit und Gegenwart aufführen, in denen es kein etabliertes Schulsystem gab/gibt, und wo Wissen direkt untereinander und ohne Fremdzwang vermittelt wurde/wird. Selbst der Wert von echter Bildung wird meiner Ansicht nach überschätzt und die Wertschätzung selbst ist subjektiv. Hier stellt sich mal wieder die moralisch-ethische Grundsatzfrage bezüglich Freiheit, Gewaltausübung, Bestimmungsrecht und Selbstverantwortung.
JohnSteedJaja, so denkt der Gutmensch heute:

Hier stellt sich mal wieder die moralisch-korrupte Grundsatzfrage bezüglich Freizeit, Gewalterlebnispark, Nervensägungssrecht und Selbstverachtung.
Nóirín[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Was in der Schule passiert, hat nur wenig mit Bildung zu tun. Die von dir titulierten Vollspasten gibt es, da du sie erwähnst, auch mit Schulsystem, von daher ist Schulpflicht diesbezüglich kein Kriterium, und die Befürchtung, daß es ohne Schulzwang mehr Vollspasten geben würde, reine Spekulation. Zum Vergleich kann man zB Völker und Stämme aus Vergangenheit und Gegenwart aufführen, in denen es kein etabliertes Schulsystem gab/gibt, und wo Wissen direkt untereinander und ohne Fremdzwang vermittelt wurde/wird. Selbst der Wert von echter Bildung wird meiner Ansicht nach überschätzt und die Wertschätzung selbst ist subjektiv. Hier stellt sich mal wieder die moralisch-ethische Grundsatzfrage bezüglich Freiheit, Gewaltausübung, Bestimmungsrecht und Selbstverantwortung. [/B][/QUOTE]

Natürlich gibt es die Vollspasten auch mit Schulsystem, die gibt es immer. Die Zahl wäre zweifelsohne ohne ein Minimum an vermitteltem Wissen größer.
Bitte, die Vorstellung, dass den Kindern hier Wissen anders, also ausserhalb eines Schulsystems, vermittelt wird ist ein Witz, wir sind nun mal nicht mehr das Volk aus der Vergangenheit und unsere Gesellschaft funktioniert nicht mehr wie die eines festen Stamm ähnlichen Verbandes. Zumal, wenn es dort niemand gibt, der entsprechendes Wissen vermitteln kann, können Kinder es auch nicht erlangen, ich denke da nur an Naturwissenschaften und Fremdsprachen etc. Aber das ist natürlich Wissen das überbewertet wird :rolleyes:

Edit: Ich will damit keines Falls sagen, dass ich Angehörigen von "Naturvölkern" oder unsere Vorfahren für weniger intelligent halte, als (heutige) Menschen in unseren Breiten. Sie verfügen/verfügten einfach über ein anderes Wissen, was ihnen in ihrer Umgebung/Zeit weiterhilft/half. Aber um unser Leben wie wir es jetzt führen am Laufen zu halten sind wir auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen. Zumindest ich bin froh, dass es ausgebildete Ärzte, techniker, Ingenieure etc. gibt und mich mich nicht drauf verlassen muss, dass sie es tatsächlich bei irgendjemand irgendwie gelernt haben und irgendwas wissen.
Ich vermute zudem, dass, würde die Schulpflicht abgeschafft werden, erst mal viele nicht zur Schule gehen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie diese Menschen zu einem Job kommen. Ohne Schulsystem ist ein Land im Zeitalter der Globalisierung nicht konkurrenzfähig.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, das der Großteil der Eltern ihre Kinder "unterrichten" würden. Wie denn auch, wenn sie selbst nicht über viel Wissen verfügen. Das recht auf Bildung macht durchaus Sinn und das bedeutet das zumindest theoretisch jeder die gleichen Chancen auf den erhalt dieser Bildung haben sollte.
Eigentlich sind Kinder von Natur aus neugierig und lernen gerne, es muss wie gesagt aber auch jemand geben, der das Wissen vermitteln kann.
IntoxicatedHeutzutage sind die kinder eben nicht mehr so lernwillig wie früher. Massig ablenkungen (spiele usw gabs immer, aber gerade die multimedia&game-geschichte ist massiv angestiegen) und andere faktoren greifen immer früher. Wo man vor 20 jahren noch mit ~16 die sau rausgelassen hat, passiert das heute mit 12. Merkt man auch deutlich.
Idioten gab es immer, nur gibt es die heutzutage schon 3-4 klassenstufen eher, das hat merkliche auswirkungen auf die restlichen mitschüler (die wollen ja auch mithalten, cool sein, was ausprobieren). Ausserdem ist die heutige generation von der schule mehr und mehr angewiedert - nicht alle, aber mehr als je zuvor.

Früher haben die schüler das auch nicht gemocht, aber die habens mit ach und krach durchgezogen und einen erträglichen abschluss erlangt.
Jetzt gehen die anforderungen immer höher wobei die zahl der schlechten (von der leistung her) schüler und schulabbrecher steigt - ergebniss: wir haben nicht genug qualifizierte lehrlinge im land.

Wenn das nicht behoben wird, wirds irgendwann mal zu einem merklichen problem welches die industrie-entwicklung stark bremsen wird.

Steigende kriminalität und gewalt tut ihr übriges. Vor paar jahrzehnten waren jugendliche um die 12-14 jahre noch normale jugendliche mit unfug im kopf, jetzt tragen eben diese schusswaffen und verkaufen drogen (auf die amis bezogen, aber hier geht der spaß auch los).
Ronin76[QUOTE]
Natürlich gibt es die Vollspasten auch mit Schulsystem, die gibt es immer. Die Zahl wäre zweifelsohne ohne ein Minimum an vermitteltem Wissen größer.
[/QUOTE]
Was verstehst du denn unter Vollspasten ? Ich verstehe darunter ein Schimpfwort, welches Spastiker diskriminiert. Falls du aggressives und dümmlich wirkendes Verhalten meinst, hat dies nur wenig mit einem Bildungsstand zu tun, sondern soziale Ursachen: Mangelnde Bedürfnisbefriedigung, Angst, aber auch mangelnde Konfliktbewältigungsstrategien. Dazu möchte ich dir auch mal den Wikipedia-Artikel "Obdachlosigkeit" empfehlen. Gewalt gegen Obdachlose und Gewalt zwischen Obdachlosen.
[QUOTE]Lionel Thelen zufolge ist ein Milieu der Gewalt bereits innerhalb der obdachlosen Szene ein wesentliches, negativ stabilisierendes Element.[/QUOTE]
Die Gewalt zwischen und gegen Obdachlose ist nicht ein Resultat von mangelnder Schulbildung. Obdachlose stammen aus allen Bildungsschichten, genauso wie Diejenigen, welche gewalttätig und diskriminierend gegen Sie vorgehen. Dies beinhaltet nicht nur körperliche Gewalt, die ja in gebildeteren Kreisen verpönt ist.

[QUOTE]
Bitte, die Vorstellung, dass den Kindern hier Wissen anders, also ausserhalb eines Schulsystems, vermittelt wird ist ein Witz, wir sind nun mal nicht mehr das Volk aus der Vergangenheit und unsere Gesellschaft funktioniert nicht mehr wie die eines festen Stamm ähnlichen Verbandes. Zumal, wenn es dort niemand gibt, der entsprechendes Wissen vermitteln kann, können Kinder es auch nicht erlangen, ich denke da nur an Naturwissenschaften und Fremdsprachen etc. Aber das ist natürlich Wissen das überbewertet wird
[/QUOTE]
Ich möchte deiner Subjektivität nicht widersprechen, es setzt eben jeder seine Schwerpunkte anderst. Für Wissensvermittlung ist prinzipiell keine Schule notwendig, du bist es offensichtlich nur nicht anderst gewohnt und das Umfeld innerhalb der BRD ist ähnlich geprägt. Mir persönlich hatte staatlicher Unterricht kaum etwas an Wissen vermittelt, dh das Lernen ging erst nach und parallel zur Schulzeit los, der Rest war überwiegend nutzloses und langweiliges Füllmaterial, welches einzig und allein das Ziel hatte, mich durch Lob und Strafen für den Arbeitsmarkt zu konditionieren. Siehe auch [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Pädagogik]Schwarze Pädagogik[/URL]. Andererseits kann ein Elternpaar das jeweils durch einen 40-Stunden Job und Haushaltsarbeit ausgelastet ist, und selbst relativ ungebildet ist, weil zB deren Eltern schon ungebildet waren, nur wenig Wissen vermitteln. Ich halte es für sehr schädlich, wenn Kinder mehr Zeit in einem Schulapparat und vor der Glotze verbringen, als mit ihren Eltern. Dies bedeutet einen Kontrollverlust der Eltern und einen Kontrollgewinn des Staates.


[QUOTE]
Edit: Ich will damit keines Falls sagen, dass ich Angehörigen von "Naturvölkern" oder unsere Vorfahren für weniger intelligent halte, als (heutige) Menschen in unseren Breiten. Sie verfügen/verfügten einfach über ein anderes Wissen, was ihnen in ihrer Umgebung/Zeit weiterhilft/half. Aber um unser Leben wie wir es jetzt führen am Laufen zu halten sind wir auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen. Zumindest ich bin froh, dass es ausgebildete Ärzte, techniker, Ingenieure etc. gibt und mich mich nicht drauf verlassen muss, dass sie es tatsächlich bei irgendjemand irgendwie gelernt haben und irgendwas wissen.
[/QUOTE]
Der heutige technische Standard ermöglicht uns jedoch nicht unbedingt ein einfacheres und sichereres Leben, als zB vor 50 Jahren. Der viel zitierte Fachkräftemangel ist sowieso nur Propaganda, denn es mangelt in den meisten Branchen an der erforderlichen Entlohnungsbereitschaft und soliden Arbeitsbedingungen, nicht an Fachkräften. Andererseits kann die Gesellschaft nicht mehr den beschleunigten Anforderungen der technischen Arbeitswelt gerecht werden, dh der Mensch beherrscht nicht mehr die Technik, sondern die Technik den Mensch.


[QUOTE]Ich vermute zudem, dass, würde die Schulpflicht abgeschafft werden, erst mal viele nicht zur Schule gehen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie diese Menschen zu einem Job kommen. Ohne Schulsystem ist ein Land im Zeitalter der Globalisierung nicht konkurrenzfähig.[/QUOTE]
Anstatt zur Schule zu gehen, könnten sie etwas lernen und sich die Inhalte selbst aussuchen, und kreativ sein. Die staatlich regulierte Arbeitswelt und staatliche Schulpflicht stellen eine Einheit dar. Angenommen es gäbe keine Schulpflicht mehr, hätten wir ganz schnell eine Revolution und genauso verhält es sich bei steigender Arbeitslosigkeit, bis die kritische Masse erreicht ist. Die Menschen würden dann die Arbeitsprozesse ihren eigenen Bedürfnissen anpassen und nicht nur überwiegend sinnlosen Plunder produzieren, damit Kapitalmärkte bedient werden. Jobs, die lediglich zur Akkumulation von Geld dienen, wäre dann überflüssig. Hinderliches Konkurrenzdenken könnte durch Sozialdenken ersetzt werden.


[QUOTE]Eigentlich sind Kinder von Natur aus neugierig und lernen gerne, es muss wie gesagt aber auch jemand geben, der das Wissen vermitteln kann.[/QUOTE]
Wissen entsteht in erster Linie durch Eigenerfahrung (Beobachtungen, Try & Error) und nicht durch Fremdvermittlung. Man darf nicht dem Fehlglauben unterliegen, daß Menschen von Schule abhängig sind. Als Wissensvermittler, also Lehrer, können mindestens genausogut Eltern, Gleichaltrige, und andere Menschen dienen. Ich bin übrigens nicht völlig gegen das Schulprinzip, sondern vor Allem gegen den Schulzwang, möchte aber auch verdeutlichen, daß Schule nicht unersetzbar ist. Gerade beim heutigen Scheinbildungswahn von Industrie und Politik halte ich das für sehr wichtig. Bildungsversprechen sind ja heute der Joker der Politik, ein Thema das immer zu wirken scheint und bevorzugt die große Gruppe der Eltern, Lehrer, Lehrlinge und Studenten an Wahlurnen lockt, wenn alles Andere schon versagt hat, und nicht mehr geglaubt wird. Doch auch das wird sich noch ändern.
Scheol[QUOTE]Jaja, so denkt der Gutmensch heute[/QUOTE]

So ganz unrecht hat er nicht. Das Bildung heutzutage in der Öffentlichkeit als der Heilige Gral des Erfolgs gesehen wird, hängt schon damit zusammen dass sie auf der einen Seite maßlos überschätzt und auf der anderen Seite seitens des Staates miserabel gefördert wird. Die Menschheit hatte Jahrtausende ohne Schule überlebt und sich organisieren können. Das ist ein neuzeitliches Ding.

[QUOTE]Ich vermute zudem, dass, würde die Schulpflicht abgeschafft werden, erst mal viele nicht zur Schule gehen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie diese Menschen zu einem Job kommen. Ohne Schulsystem ist ein Land im Zeitalter der Globalisierung nicht konkurrenzfähig.[/QUOTE]

In unserem heutigen System ist es vorrangig wichtig besser und billiger zu sein als andere. Das widerspricht sich zwar, ist aber scheinbar so gewünscht.

Ein Kind das nicht zur Schule geht, kann in der Zunft der Eltern trainiert werden. Ist der Vater z.B. Tischler, erhält er eben vom Vater seine ganze Bildung und wird dann eben auch Tischler. Das Ergebnis wären unfreie Menschen, die, wenn sie mal was neues probieren wollen für sich das Rad neu erfinden müssten.
Ob unsere Gesellschaft dadurch besser würde ist fraglich.

Ich bin ganz froh einen Schulzwang gehabt zu haben. So kam ich mit Menschen in Kontakt, lernte was Alkohol so macht, hatte Leute zum Bier klauen beim Schwänzen und wusste immer, wo der Lebensfeindliche Raum war, nämlich in der Schule. Nicht zu vergessen der Kontakt zum anderen Geschlecht, das Bekriegen von Autoritätspersonen und die Konfliktbewältigung mit Gleichaltrigen.
Kurz, man lernt dort mehr als bloße Mathematik und Englisch.

Ich bin ganz froh dass es die Schule gibt. Wenn wir noch ein gescheites Schulsystem hätten, wäre vieles gut.

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