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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Ist "die Linke" grössenwahnsinnig.
JohnSteedNun gut, weit vor den Bomben auf Belgrad haben die Grünen mal den Austritt der Bundesrepublik aus der NATO gefordert, sollten sie an die Macht kommen.
Kann man jetzt be-schmunzeln oder nicht, es ist eine legitime Forderung, denn die Regierung legt fest, was sie machen will. Ob es immer geht, ist eine andere Frage, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen.

Jedoch,die Linke gibt sich mit soviel Realismus nicht zufrieden, sie fordert schlicht die >>Abschaffung<< der NATO.
Zum einen sagt sie uns nicht WIE sie das machen will, zum anderen könnte man jetzt unterstellen, dass die Linke dazu in einer Art europäischen Neo-Comintern-regierung sitzen müsste, um die NATO abzuschaffen.
Meines Erachtens eine reine Wahlkampfchimäre.
Oder ist die Linke grössenwahnsinnig geworden?
Heute regiern wir Deutschland, morgen die ganze Welt.....
TraurigesHerzIch denke der Hintergrund dieser Forderung ist eine gewünschte MACHTDEZENTRALISIERUNG. Was ich nur unterstützen kann.
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]Nun gut, weit vor den Bomben auf Belgrad haben die Grünen mal den Austritt der Bundesrepublik aus der NATO gefordert, sollten sie an die Macht kommen.
Kann man jetzt be-schmunzeln oder nicht, es ist eine legitime Forderung, denn die Regierung legt fest, was sie machen will. Ob es immer geht, ist eine andere Frage, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen.

Jedoch,die Linke gibt sich mit soviel Realismus nicht zufrieden, sie fordert schlicht die >>Abschaffung<< der NATO.
Zum einen sagt sie uns nicht WIE sie das machen will, zum anderen könnte man jetzt unterstellen, dass die Linke dazu in einer Art europäischen Neo-Comintern-regierung sitzen müsste, um die NATO abzuschaffen.
Meines Erachtens eine reine Wahlkampfchimäre.
Oder ist die Linke grössenwahnsinnig geworden?
Heute regiern wir Deutschland, morgen die ganze Welt..... [/B][/QUOTE]
Is egal.
StonehengeIst nicht der einzige Linke-Programmpunkt, der hohe Wellen schlägt... Stichwort Legalisierung harter Drogen.
JohnSteedWer den Schafen grüne Wiesen verspricht, braucht sich nicht wundern, wenn sie einem die Haare vom Kopf fressen.
Populismus ist kein Konzept.
Shredder[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
Populismus ist kein Konzept. [/B][/QUOTE]

Drogen sind höchst unpopulär, sofern man nicht selbst zum Konsumentenkreis gehört!
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Shredder [/i]
[B]Drogen sind höchst unpopulär, sofern man nicht selbst zum Konsumentenkreis gehört! [/B][/QUOTE]

Vielleicht will die Linke ja in diesem Umfeld nach Wählerstimmen fischen !?
weisskreutzZwar schon ein paar Jahre alt, jedoch dürfte die Größe der angesprochenen Wahlklientel deutlich werden:


[QUOTE]Aktuelle Konsumentenzahlen illegalisierter Drogen in Deutschland

Haschisch und/oder Marihuana: 3.500.000
Ecstasy: 500.000
LSD: 250.000
Zauberpilze: 250.000
Speed (Amphetamin und/oder Methamphetamin): 750.000
Kokain: 800.000 [/QUOTE]
Quelle: [URL=http://www.drogenkult.net/?file=text011&view=5][/URL] (ist übrigens eine Pro-Konsumenten-Seite)


Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie Hans-Christian Ströbele von den Grünen plötzlich als "cool" unter den kiffenden Jugendlichen galt, wegen seiner (in Wahrheit in einem anderen Zusammenhang getätigten) Forderung: [B]Gebt das Hanf frei![/B]

Sechs Millionen potentielle Konsumenten-Stimmen, sind mehr als die Linke je mit Sozialismus-Geschwafel gewinnen könnte.


Achja, noch ne Fussnote der Geschichte:
Die FDP hats ja auch mal probiert. Da erinnert sich hier sicher noch so mancher dran:
[URL=http://]http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,89307,00.html[/URL]
weisskreutzNein, Shredder. Es zeigt viel mehr, wie dumm die Linke momentan dasteht. Sie schafft es nicht, die aktuellen Ereignisse in eine "Sozialismus-ist-die-Rettung"-Stimmung zu kanalisieren. Auch die Taktik, einfach mal schlicht "Alles für Alle" zu fordern, scheint nicht aufzugehen.
Daher muss sie offenbar eine Masche versuchen, welche bei den Grünen nur solàlà, und bei den Liberalen garnicht funktioniert hat: durch Fordern der Legalisierung von Drogen, diejenigen an die Urnen zu locken, die gerade in ihrer Kifferphase stecken.

Und was diese "Kernthesen" betrifft: Olle Kamellen. Kenn'n wa schon...

Zur Beweisführung ihrer Unsinnigkeit: einfach den Sozialismus-Thread lesen. Wenn irgendetwas am Sozialismus noch nicht verhackstückt wurde, kannst du den ja wiederbeleben. Ich bin mir sicher, dass der ein oder andere sich die Zeit nehmen wird, und das Zerstörungswerk vollendet.
TheTurningPoint@ Shredder
Auch der kalte Krieg hat (mindestens) zwei Seiten, die sich auf ihn einlassen.
Wenn das "Geschwurbel" des Gegenübers langweilt, muss das nicht heißen, dass es nicht vielleicht einige brauchbare Hinweise enthält.

Als jemand, der "linken" Ideen gegenüber aufgeschlossen ist, muss ich weisskreutz in zwei Punkten Recht geben: [QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
Sie schafft es nicht, die aktuellen Ereignisse in eine "Sozialismus-ist-die-Rettung"-Stimmung zu kanalisieren. Auch die Taktik, einfach mal schlicht "Alles für Alle" zu fordern, scheint nicht aufzugehen. [/QUOTE]"Die Linke" übersieht hier (ob gewollt oder ungewollt) wertvolle Chancen.

Und wenn "die Entkriminalisierung von Abhängigen ein originär linker Standpunkt" ist, dann müsste "Die Linke" doch eigentlich auch die abhängigen Börsen-Zocker in ihr Konzept mit einbeziehen?
Shredder[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
"Die Linke" übersieht hier (ob gewollt oder ungewollt) wertvolle Chancen.[/quote]

Die Menschen sehen keine Chance in einer Partei. CDU, FDP, SPD und Grüne haben alles dafür getan, dass das Vertrauen in die sog. "parlamentarische Demokratie" nachhaltig beschädigt ist.

[quote]Und wenn "die Entkriminalisierung von Abhängigen ein originär linker Standpunkt" ist, dann müsste "Die Linke" doch eigentlich auch die abhängigen Börsen-Zocker in ihr Konzept mit einbeziehen?[/QUOTE]

Es liegt ein umfangreiches Entzugsprogramm vor, um den Finanzsektor wieder zu seiner eigentlichen Aufgabe zu verpflichten: Als Dienstleistungsunternehmen für die Realwirtschaft, welches eine zinsgünstige Finanzierung wirtschaftlich sinnvoller Investitionen gewährleistet.
Demon17Angesichts der Kriege in Afghanistan und Irak fragt man sich wirklich, ob die Nato noch zeitgemäß ist und den Frieden sichert mit all ihren Kriegen. Das hat doch mit Selbstverteidigung nichts mehr zu tun. Andererseits müsste man diese Selbsverteidigungsfähigkeit bei einem Austritt wieder herstellen. Ein teures Unterfangen.Falls in den USA wieder so ein Cowboy wie Bush an die Macht kommt, wird mancher sicher den Standpunkt der Linken besser verstehen.

Was die Legalisierung von Drogen betrifft, so stellt die Abhängigkeit von harten Drogen eine moderne Form der Sklaverei dar, deren Grausamkeit nicht hinter den antiken Formen zurücksteht. Ein Stoff, der für wenige Cents herzustellen ist, wird durch die Kriminalisierung erst wirtschaftlich interessant und teuer. Kriminalisierung bedeutet ja nicht Abschaffung. Gerade in den Gefängnissen ist der Rauschgiftkonsum exorbitant, trotz der totalen Kontrolle dort.

Bei Cannabis ist es schlich ungerecht. Eine harte Droge wie Alkohol ist legal, weine weiche, die wesentlich weniger toxisch ist illegal. Außerdem zeigt das Beispiel Holland, das der Konsum durch die Legalisierung eher zurückgeht. Das ist auch der Sinn dieser Politik in Holland.
weisskreutz[QUOTE] [i]Original geschrieben von Shredder [/i]
1. die Entkriminalisierung von Abhängigen ist ein originär linker Standpunkt. Es wäre absurd, wenn eine linke Partei dies nicht einfordern würde.[/QUOTE]

Abhängig zu sein ist keine kriminelle Handlung, folglich muss man den Abhängigen auch nicht entkriminalisieren.

Oder meintest du den Besitz von Drogen? Der ist tatsächlich kriminalisiert.
Was deine Behauptung betrifft, es handle sich um ein originär linkes Anliegen: ich glaube es nicht.
Tatsächlich habe ich vor der Zeit der Studentenbewegungen der 60er nichts gefunden, was deine Behauptung stützen würde.

Marx' "Opium fürs Volk"-Vergleich bezügl Religion, scheint mir da eher für eine anfänglich ablehnende Haltung gegenüber Drogen zu stehen (sonst hätte er einen anderen Vergleich gewählt)- und das zu einer Zeit, als Drogen (insb Opium) völlig legal, und beliebtes Rauschmittel im Bürgertum waren (19. Jhd.).
Dass Lenin später versuchte, sogar den Alkohol zu verbieten (siehe: Bathon, Roland: Russischer Wodka), dies jedoch 1925 zurücknehmen musste, weil Sozialismus ohne Schuss offenbar zu Unruhen führte, ist wohl auch kein Beleg für deine These.
Ich würde sogar fast wagen zu behaupten, dass Marx den Abhängigen wohl eher unter "Lumpenproletariat" verbucht hätte.

Wie "kapitalistisch" die Liberalisierung von Drogen aber ist, zeigen uns die Opiumkriege. Damit lässt sich soviel Geld verdienen, dass die Engländer die Chinesen sogar mit Waffengewalt dazu zwangen, der Einfuhr von Opium zuzustimmen. Das ur-kapitalistische Großbritannien war nichts anderes, als der größte Drogendealer der Welt.

[QUOTE]2. Crystal Meth-Zombies und jugendliche Kiffer interessieren sich einen Dreck für Parteien. Ein potentielles Wählerklientel ist ausschließlich in weisskreutz' dunkelsten Alpträumen existent.[/QUOTE]

Ach wirklich? Hab ich- zumindest bezügl der Kiffer- anders in Erinnerung. Da diejenigen Jugendlichen, die kiffen, den Marihuana-Konsum/-Genuss gerne als wichtigen Bestandteil ihrer Lebensführung an sich verstehen, ist denen eine "Nebensächlichkeit" wie die Legalisierung von Gras natürlich ein Anliegen.
Ein ganz ordentliches Jungwählerpotential, würde ich sagen. Kein Wunder dass die Linke darauf zu spekulieren versucht.

Die Linke wird es denoch nicht mobilisieren können- zu alt, zu verstaubt, zu verbohrt.

[QUOTE]3. würden sich erzkonservative Spießer wie weisskreutz an einer zeitgemäßen und therapeutisch sinnvollen Drogenpolitik nicht aufgeilen, wie sie bereits in sämtlichen anderen Ländern poraktiziert wird, wäre dies keine Schlagzeile wert. Es ist eine Selbstverständlichkeit.[/QUOTE]

Ich habe doch überhaupt nichts gegen die Entkriminalisierung von Drogenkonsum. Hab ich nie gesagt. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass die Linke so verzweifelt ist, dass sie die Karte spielen muss.

Für mich ist es ganz selbstverständlich, dass jeder konsumieren kann, was er will. Die Folgen muss er selbstredent selbst tragen d.h. er ist verantwortlich wenn er andere damit gefährdet oder schädigt.
Außerdem muss jede Droge, die einen besonderen medizinischen Nutzen bringt, auch als Arznei zugelassen sein, wie beispielsweise die nebenwirkungsarme Wirkung von THC bei bestimmten Augenkrankheiten.
Gegen die prinzipielle Legalisierung von THC und LSD, gerade weil deren Suchtpotential kaum bis garnicht vorhanden ist, habe ich auch nichts- natürlich immer in Eigenverantwortung. Wer beim Rosa-Elefanten-Reiten (Achtung: Klischee!) vor einen Zug springt... naja... selbst schuld, ne?

Natürlich wäre der Katzenjammer bei den Linken wieder groß, wenn bei der nächsten Anti-Globalisierungsdemo, eine mit Pervitin aufgeputschte Polizeistaffel "friedliche" Demonstranten zu Klump haut.
Die Forderung linker Politiker und Funktionäre nach einem Verbot für "Hitler-Speed" bei Einsatzkräften, wäre die sofortige Folge.

[QUOTE]Da ich dein Geschwurbel nicht weiter verhackstückeln will und Du mich langweilst send ich viele Grüße in den kalten Krieg und wünsche Dir gute, gute Besserung. [/QUOTE]

In deiner Denkweise scheint der Kalte Krieg noch nicht einmal begonnen zu haben...

Faschisten überall! :eek: Versteck dich Shredder!
SenecaDie FDP ist ebenfalls größenwahnsinnig, immer noch und das trotz aller Realität. Mit Bescheidenheit kann man das wohl kaum übertönen also wundert es nicht das sich nun alle Partein gegenseitig zu übertönen suchen.

Man nennt das Wahlkampf.

Und jetzt da sogar Merkels CDU immer weiter nach Links rückt (Atomaustieg, Wehrpflichtaussetzung, Lohnuntergrenze) muss die Linke eben noch linker sein.

Ob sie will oder nicht,
denn ein Rückgrat
hat die Politik nicht.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
...denn ein Rückgrat
hat die Politik nicht. [/B][/QUOTE]

Da ist was Wahres dran.
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]... muss die Linke eben noch linker sein.

Ob sie will oder nicht,
denn ein Rückgrat
hat die Politik nicht. [/B][/QUOTE]

wie dennn ? ? ? ?
ich glaube diese Rauschgift-Legalisierungen treffen nicht ins Schwarze.

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