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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Nordkorea
ScheolKim Jong-il ist tot. Die Nachfolge tritt der nicht gerade weniger (faschistisch-) charismatische Sohn Kim Jong-un an.

Ich frage mich; was wird jetzt passieren?

Die Übernahme eines totalitären Staates samt Militär, Administration, Wirtschaft (?) und Außenpolitik (?) ist nicht leicht.
Zum einen wurde der Bub gut dressiert, was man ihm irgendwie ansieht. Zum anderen kann dieser Verantwortungsschub zu einem Flash im Größenwahnsektor führen.

Meiner Meinung nach besteht die Gefahr, dass der Kleine jetzt noch härter vorgeht als sein Vater. Alleine schon aus dem Grund, dass er sich Respekt verdienen will und nicht als unwürdiger Nachfolger dar steht.
Was in einem Menschen, der gelernt hat Menschenleben als abstrakt und Macht als etwas selbstverständliches wahrzunehmen, vorgeht, kann in einer Atomnation sehr gefährlich werden.

Südkorea reagierte prompt darauf, in dem es seine Armee auf Verteidigungsstellung gebracht hat.

Das kann in meiner jetzigen Vorstellung drei Signale aussenden:

1. Südkorea hat Angst. Kim Jong-un fühlt sich ungleich mächtiger und wird zu [irgendwas] animiert.

2. Es wird als Provokation aufgefasst oder als solches innerhalb Nordkoreas propagiert. Die Spannung wächst gefährlich an.

3. Kim Jong-un geht nach dem Sprichwort: "Ein Hund der in die Enge getrieben ist, wird beißen" und beginnt einen Präventivschlag.

So oder so, ich würde jetzt nicht in Südkorea wohnen wollen.
Zumal Nordkorea schon des Öfteren geäußert hat, dass Südkorea auf seinem Speiseplan in der Zukunft steht.

Wie schätzt ihr die Situation ein?
Wird sich die Lage dramatisch verschärfen?
Wird Nordkorea erstmal mit sich selbst beschäftigt bleiben?
Wie wird die westliche Diplomatie reagieren?
Wie reagiert sie wenn der Sohnemann sich als Großmaul mit Atomwaffen entpuppt, der noch lauter brüllt als sein Vater?
[Beliebe Frage zu diesem Thema]?
SenecaGarnichts wird passieren. NK is ein Marionettenstaat Chinas und sowohl Nord als auch Südkorea sind auf den kalten Krieg als Politikum angewiesen, die Industrie in SK ebenfalls (siehe Rettung das größten Rüstungskonzerns Daewoo) Großmachtphantasien Nord Koreas und größenwahnsinnige Diktatorensöhne gibt es nur bei James Bond.
ScheolDas wäre noch erträglich.
SenecaChina will auf jeden Fall ein geeints und somit stärkeres Korea vermeiden, Südkorea alleine macht denen schon genug an Marktmacht streitig. (Samsung, Kia, Hyundai, Daewoo) daher wurde nach dem Koreakrieg Nord Korea instaliert als absolut anhängiger Satellitenstaat. die Kim Il Klone gehen nicht mals auf Klo ohne vorher die chinesische Führung um Erlaubnis zu fragen.

Übrigens sieht derzeit selbst Volkswagen die Koreaner als größte Konkurrenz auf dem Weltmarkt, nicht die Japaner.

Welcher geklone Kim in NK gerade den großen Gottkaiser spielt ist dabei irrelevant, die Politik machen andere.

Also fast wie bei uns bis 1990.
SchwarzePestDas Volk könnte den Tod des Halbgottes für einen als Anlass für einen Umbruch nehmen. Die Lebensbedingungen für die Leute dort ist nicht gerade von Überfluß geprägt.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von SchwarzePest [/i]
[B]Das Volk könnte den Tod des Halbgottes für einen als Anlass für einen Umbruch nehmen. Die Lebensbedingungen für die Leute dort ist nicht gerade von Überfluß geprägt. [/B][/QUOTE]Weissr Du was das kranke ist...die Leute glauben an den Führer, die große Mutter der Nation (ja, so wurde er genannt) und fabrizir mal einen Aufstand in einem Land das fast nur noch aus total indoktrinirter Armee besteht, mit Generälen die am libsten ihrem geliebten Führer isn jenseits folgen würden.

Nord Korea, das ist eine völlig verquere Mentalität, das Volk ist von KIndesbeinen an voll integriert und gehirngewaschen...da gibt es keine Widerstand gegen die Hand die alle füttert.
NordKorea ist die totale Kontrolle, egal wie lange man den umsturz herbeireden will. ganz ähnlich sieht es ja auch in China aus wo die sozialisirung und einschwörung auf den Staat schon gleich nach der Geburt beginnt. mamma geht nach ein paar Wochen wieder für den Fortschritt arbeiten und die Patei kümmert sich um das geistige Wohl der Kinderlein.
SchwarzePestWeiß nicht. Ein ähnliches Bild muste auch das Ausland über das Deutschland in der der Zeit 33-45 gehabt haben.
Ich denke schon das dort auch noch einige freie, aufrichtige Köpfe gibt, die auf eine Chance warten. Auch das die DDR so endet hatte auch keiner erwartet.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von SchwarzePest [/i]
[B]Weiß nicht. Ein ähnliches Bild muste auch das Ausland über das Deutschland in der der Zeit 33-45 gehabt haben.
Ich denke schon das dort auch noch einige freie, aufrichtige Köpfe gibt, die auf eine Chance warten. Auch das die DDR so endet hatte auch keiner erwartet. [/B][/QUOTE]Ich glaube nicht das man das vergleichen kann. Selbst in der DDR ging der Einfluss der Partei nicht so tief, und Deutschland wäre heute auch ein anderes mit einem ganz anderen Selbstverständnis als heute wenn es WWIInicht verloren hätte. Wir hätte heute eine ganz andere Form von EU mit definitivem Führungsanspruch Berlins, nicht diese Getänzel um die Machtausübung wie derzeit und das obwohl jeder weiß wer die EU nun führt und finanziert...evtl. wäre Deutsch sogar in weiten Teilen Europas Amtsprache und für viele Länder erste Fremdsprache. Wäre s allerdings so geblieben wie 1943-45 wäre irgndwas passiert...die Anschlagsversuche auf Hitler mehrten sich ja offenbar.

Aber Nord Korea...aufgrund der kurzen Lebenserwartung und der Ausrottung Andersdenkender in den 50ern gibt es dort keine Leute mehr die was anderes kennen...der Norden Koreas war auch vor den Kommunisten schon bitterarm...genau genommen hat sich die Lage sogar leicht verbessert da man seit dem Koreakrieg am Tropf Chinas hängt...und vorher auch noch der Sowjetbruder helfend zur Hand ging.
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]

Ich frage mich; was wird jetzt passieren?[/B][/QUOTE]

Bestimmt nichts interessantes.
ScheolIch denke auch nicht, dass man NK mit der DDR oder Nazi-Deutschland vergleichen kann.

Ich habe noch nie gehört, dass Nordkorea in einen Nennenswerten Krieg verwickelt war, der bis auf den eigenen Boden reichte, seit dem Regime.
Deutschland hatte da erst (min.) einen Weltkrieg hinter sich und zudem war es schwer besetzt.

Nordkorea lebt lediglich unter dem Terror der eigenen Regierung der in Massenmedien wegschwadroniert wird. Aber auch ich glaube dass dort ein Widerstand existiert. Zumindest in den hintersten Ecken mancher Köpfe.

[QUOTE]Bestimmt nichts interessantes.[/QUOTE]

Das wäre zu wünschen. Einen politischen Wechsel wird es nicht geben und solange nichts weiter passiert wäre das gut.
Demon17Es hängt schlicht und einfach von der Bereitschaft des Militärs ab, auf das eigene Volk zu schießen und natürlich von der Einigkeit im Offizierskorps. Welche Marionette dann gerade auf dem Podest steht, spielt keine Rolle. Solange China das Regime über Wasser hält passiert da gar nichts und China schlägt selbst permanent kleinere Aufstände im eigenen Land blutig nieder. Gab es Hungeraufstände in Nordkorea? Niemand weiß es. Jedenfalls ist der durchschnittliche Norkoreaner aus Gründen der Unterernährung inzwischen ca. 10 cm kleiner als der durchschnittliche Südkoreaner. Die nordkoreanische Armee musste bereits die Mindestgröße für Rekruten senken. Aber eine Diktatur mit Atombombe halt nur von innen geknackt werden, selbst wenn die Geburtenrate mit Zwangsabtreibungen und nachträglicher Ermordung von Babys der steinzeitkommunistischen Reisernte angepasst wird.
SchwarzePestBleibt auch noch abzuwarten welche Muskelspiele der neue Chef treibt und wie gut die Nerven von Südkorea sind. Zwischenfälle wie der letzte Artellerieangriff können auch eskalieren.
Ronin76[QUOTE]daher wurde nach dem Koreakrieg Nord Korea instaliert als absolut anhängiger Satellitenstaat.[/QUOTE]
Laut einer Doku, rollen nachts kilometerlange Güterzüge mit Nahrung und anderen Waren aus China nach Nordkorea. Es ist eben der Atomschläger Chinas, dem man im Falle eines Falles die Schuld zuweisen könnte.

Die propagandistischen Weinkrämpfe zu Papa Diktators Tod fand ich widerlich. Der Sohn wird eigentlich nur deswegen als gefährlich betrachtet, weil es den Faktor Unbekannt gibt. Den Alten konnte man eben besser einschätzen. Aus psychologischer Sicht könnte er schon bestrebt sein, den Vater zu übertrumpfen. Im repressiven und militärischen Berich ist das eher schwierig, im humanistischen Bereich ist das Potential deutlich größer. Er wirkt nur nicht humanistisch.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
Kim Jong-il ist tot. Die Nachfolge tritt der nicht gerade weniger (faschistisch-) charismatische Sohn Kim Jong-un an.
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Meiner Meinung nach besteht die Gefahr, dass der Kleine jetzt noch härter vorgeht als sein Vater. Alleine schon aus dem Grund, dass er sich Respekt verdienen will und nicht als unwürdiger Nachfolger dar steht.
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Wie schätzt ihr die Situation ein?
Wird sich die Lage dramatisch verschärfen? [/QUOTE][QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Der Sohn wird eigentlich nur deswegen als gefährlich betrachtet, weil es den Faktor Unbekannt gibt. Den Alten konnte man eben besser einschätzen. Aus psychologischer Sicht könnte er schon bestrebt sein, den Vater zu übertrumpfen. Im repressiven und militärischen Berich ist das eher schwierig, im humanistischen Bereich ist das Potential deutlich größer. Er wirkt nur nicht humanistisch. [/QUOTE]Datum 10.01.2012 - 10:53 Uhr
Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
Nordkorea lässt Tausende politische Häftlinge frei
Zum Geburtstag von Staatsgründer Kim Il Sung und dessen Sohn Kim Jong Il
will Nordkorea Gefangene freilassen. Etwa 200.000 Menschen sollen dort inhaftiert sein.
[url]http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-01/nordkorea-amnestie[/url]

Datum 29.02.2012 - 16:56 Uhr
Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, AFP
Nordkorea will Atomprogramm aussetzen
Der neue Machthaber Kim Jong Un lässt UN-Kontrolleure ins Land.
Sie sollen überwachen, ob die Urananreicherung gestoppt wird.
Im Gegenzug erhält Nordkorea Lebensmittel.
[url]http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-02/atomprogramm-nordkorea[/url]

Ein Argument für Nordkoreas Atomprogramm war ihre Furcht davor, beim Zeigen militärischer Schwäche so wie Libyen zu enden. Ich wünsche ihnen von Herzen, dass ihre Furcht unbegründet war, und die zaghaften Veränderungen im Land friedlich verlaufen können:
[url]http://www.youtube.com/watch?v=-YDjzSLa5Go[/url]
ScheolWas auch immer ihn geritten hat, wenn das alles stimmen sollte, soll er bloß nicht damit aufhören.
Demon17Möglich, dass es eone Phase der Entspannung gibt, allerdings ist das System nach wie vor undurchschaubar. Vielleicht herrscht auch wieder eine Hungersnot, wie in den 90ern. Jedenfalls brauchen sie Lebensmittel. Warten wir es einfach ab.
ScheolIch glaube nicht dass er die große Wende bringt, aber eine Schwächung des Systems kann auf lange sich etwas bewirken.

Wenn irgendwann die ersten Handelsembargi brechen, wird einiges von selbst passieren.

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