| Ronin76 | "Kai, ich mach dich platt, wenn du schlecht über mich schreibst !" So ähnlich könnte der Inhalt des angeblichen Drohanrufs von Wulff auf den Anrufbeantworter von Diekmann, dem Chefredakteur der BILD gelautet haben. Da Telefonanrufe in der BRD ohne ausdrückliche Genehmigung der Gesprächsteilnehmer nicht aufgezeichnet, noch vor Gericht verwendet werden dürfen, wird dieser Anruf, falls es ihn so, bzw überhaupt gab, stets im Bereich der Spekulation bleiben. Es gibt mehrere Möglichkeiten, hier was mir dazu einfällt: 1. Wulff ist naiv und hat sich tatsächlich zu solch einem belastenden Anruf hinreissen lassen 2. Den Anruf gab es nie 3. Den Anruf gab es, jedoch nicht in dieser Form als Drohung 4. Wulff begeht absichtlich politischen Selbstmord; zB weil es ihm so befohlen wurde. Der rasche Abgang von Köhler war ja auch sehr seltsam. 5. Wulff ist Opfer einer Intrige, um ihn loszuwerden. Zu Punkt 5 sei erwähnt, daß der deutsche Bundespräsident, als Staatsoberhaupt, über zwei ganz spezielle Funktionen verfügt: - Er kann auf Antrag des amtierenden Regierungschefs, also zB von Bundeskanzlerin Merkel, und mit Zustimmung des Bundesverfassungsgerichts, das Parlament auflösen - Alle vom Parlament beschlossenen Gesetze müssen vom Bundespräsident genehmigt und unterzeichnet werden, um Legitimation zu erhalten Es wäre also möglich daß Merkel, zB wegen des nun schwachen Koalitionspartners FDP, das Parlament auflösen möchte, was vorgezogene Neuwahlen oder einen Staatsstreich zur Folge haben könnte. So bereits 2005 und 1982 geschehen. Die andere Möglichkeit wäre, daß Wulff ein oder mehrere Gesetze blockiert hatte, und daher der Regierung im Weg steht. Der Kredit von Geerkens war zwar nicht korrekt, aber ist eigentlich an sich eine Lapalie. Seltsamerweise hatte Wulff den gleichen "Fehler" wie Guttenberg begangen und sich Halbwahrheiten, Lügen, und der bröckchenweisen Wahrheit bedient (Salamitaktik), obwohl die Glaubwürdigkeit für einen Bundespräsidenten extrem wichtig ist. Die Sache stinkt jedenfalls gewaltig. Das Amt des Bundespräsidenten, und damit auch das Image der BRD und deren Politik, ist durch Aktionen und Skandale wie um Köhler und Wulff inzwischen nachhaltig gestört. Vielleicht nicht unbeabsichtigt, denn die BRD soll ja im Zuge der Globalisierung abgeschafft werden. Da ist Patriotismus und Nationalismus natürlich im Weg. |
| Hugin & Munin | Es ist offensichtlich, dass hier eine gezielte Kampagne gegen Wulff läuft, nur ist mir nicht ganz klar warum. Er ist irgend jemandem (bewusst oder unbewusst) auf die Füße getreten und dieser jemand will ihn als Bundespräsident jetzt weg haben. Focus-Chef Markwort hat vor einigen Wochen einmal angedeutet, dass es sich um eine persönliche Sache zwischen Wulff und "Journalistenkreisen" handeln würde, hat aber durch die Blume gleichzeitig angedeutet, dass er als Redakteur erledigt wäre, wenn er näher darauf eingeht. Wenn das stimmt, würde es ein verheerendes Bild der deutschen Presselandschaft abgeben, die dann eine Gefahr für unsere "Demokratie" (oder wie man das nennen soll, was wir haben) darstellt. So gesehen kann man (ausgehend davon, dass das in anderen Ländern ähnlich ist) die Bestrebungen des ungarischen Premiers Orban, hinsichtlich seines Umgangs mit der Presse, in einem durchaus anderen Licht sehen. Aber das ist ein anderes Thema. Eine anderer Grund ist für mich eine Rede Wulffs vom August 2011, in der relativ deutlich gegen den ESM und die EU Junta Stellung bezog. Er muss unter den kommenden deutschen Anteil am "Rettungsschirm" seine Unterschrift setzen und vielleicht hat er intern schon angekündigt, das zu verweigern. Und deshalb tritt er auch nicht zurück, bis zur Vorlage. Passt zwar nicht zu dem eher farblosen Bild, das er abgibt, wäre aber eine Erklärung. |
| Waldemar | Stimme ich zu. Alles Pfeifen. Wahrscheinlich will man hier eine Marionette die mehr oder weniger alles durchwinkt. Dass die Bundespräsidenten augenscheinlich oder offensichtlich verfassungswidrige Gesetze unterschreiben (sind ja einige vom BVerfG kassiert worden), unterstützt nur meine Aussage, dass auf diesen Posten gerne Pfeifen gesetzt werden, von denen man ausgeht, dass sie Gesetze einfach "durchwinken", oder die dem Druck ("wenn nicht, dann Abgang") nachgeben. Siehe Köhler. Das bedeutet aber im Umkehrschluß nicht, dass das Amt überflüssig ist oder keine Macht besitzt... Aber vielleicht schlägt ja Muttie einen neuen vor... Entweder Guttenberg oder Seehofer? :) |
| Scheol | Die Diskussion um Wulff ist mehr als scheinheilig. Mir geht das alles so auf die Nerven, dass ich dieses Thema schon ausblende, zumindest in den Medien. Spiele für den Pöbel. Einer muss hängen damit wir in Atem bleiben. Wenn wir sonst keine Probleme hätten...aber wie gesagt: Wenn wir keinen Krieg/Weltuntergang haben, dann schreiben wir uns einen. |
| Scheol | [QUOTE]Und wenn die Diskussion um Wulff als scheinheilig betrachtet wird, ist es ebenso scheinheilig, den Verlust von Werten in der Politik zu beklagen. Vielleicht sogar noch scheinheiliger.[/QUOTE] Weißt du, es ist ebenso scheinheilig, zu behaupten, Politik hätte Werte besessen. Wulff hat nichts anderes gemacht als der kleine Mann. Und die, die am lautesten brüllen hätten ernsthafte Probleme wenn das Finanzamt mal bei ihnen vorbeischaut. Es ist immer dasselbe. Man selber darf schwarzarbeiten, Steuern hinterziehen, an der Kasse die 5€ nicht zurückgeben wenn man sie zu viel bekommen hat aber wehe jemand steht ab und an in der BILD, ja dann,dann muss es ein Engel sein. Bei so viel Doppelmoral möchte ich kotzen. |
| Scheol | Ich verweise auf die Praxis. Ich mag es einfach nicht, wenn eine Menge Sünde um Sünde auf sich geladen hat, dann aber selbstgerecht brüllt wenn die Medien jemanden zerreißen. Im Kern bin ich auch der Ansicht, dass sich jemand mit einem solchen Amt derartige Dinge nicht leisten darf. Aber solange wir nicht vor der eigenen Haustür kehren, sollten wir lieber mal die Klappe halten. (Das geht an die Gesellschaft, nicht an dich) |
| Scheol | Ich habe das schon verstanden, aber es gibt weitaus größere Probleme als jemand, der mal einen "Freund" um etwas "gebeten" hat. Die Art und Weise, wie darüber berichtet wird versperrt doch erst die Möglichkeit der Reue. Wenn ich für meine Fehler derart torpediert werde, empfinde ich eher nur ekel für die selbstgerechte Handlung und sehe es bestimmt nicht ein, mich daraufhin zu entschuldigen. Ein normaler Ablauf. Information an Bürger. Prüfung des Gerichts. Urteilsverkündung. Information an Bürger. Presseerklärung des Beschuldigten. Reaktion der Öffentlichkeit (gesittet und rational). Das hier, ist eine Hexenjagd. Niemand sagt, dass sein Handeln seinem Amt gerecht wird. Aber solange sich ein Kohl noch in den Medien heroisieren darf ohne je für seine Spenden gebüßt zu haben, frage ich mich nach der Verhältnismäßigkeit. |
| Scheol | Lach, nein, es dürfen sich nicht alle bedienen. Und Teddy-Wulff ist mir shitte-egal. Es geht mir darum, dass all die Pfeifen auf der Straße wieder jemanden gefunden haben, der für sie am Kreuz sterben darf. Danach sind sich alle einig tolle Menschen zu sein, nicken und begraben ihn. Von mir aus soll er abgesetzt werden, dann sollen aber auch alle Kritiker dem Finanzamt über alle Spenden, Einkünfte und Privatvermögen in Kenntnis setzen. Ich habe ein generelles Problem mit dieser Gesellschaft. Bisher habe ich jede 5€ der Kassiererin zurückgegeben und an Stellen, wo ich nicht besser war die Fresse gehalten. Denn der Verweis auf ein Amt kann auch nur eine billige Ausrede für die eigenen Vergehen sein..."Ich bekleide ja kein Amt *grabsch*" Nenene, wir leben in einer "Nimm was du kriegst" Gesellschaft, und solange wir das nicht beseitigt haben, haben wir auch kein Recht der Welt uns zu entrüsten. Schließlich geht es hier um Kohle, er hat ja niemand umgebracht. |
| Ascaron | [QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i] [B]Schließlich geht es hier um Kohle, er hat ja niemand umgebracht. [/B][/QUOTE]Sicher, allerdings hätte er dann ja auch von Anfang an dazu stehen und es zugeben können - hat er aber nicht. Stattdessen wählte er die Salamitaktik, die schon Guttenberg nicht gut bekam. Diese Art des Krisenmanagements geht mir viel mehr gegen den Strich als all der andere Mist, den Wulff in dieser Sache verzapft hat. |
| Hugin & Munin | [IMG]http://www.titanic-magazin.de/uploads/pics/Bild-Erpresser_01.jpg[/IMG] |
| noem | imho ist das keine intrige- wulff ist über seine eigenen füße gestolpert und leider versucht er sich nicht grade rühmlich aufzurappeln... unterm strich hat ers verkackt und das hat er ganz gut alleine hinbekommen. im amt verbleibend ist er allerdings der opposition nützlicher... noem |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i] Es ist offensichtlich, dass hier eine gezielte Kampagne gegen Wulff läuft, nur ist mir nicht ganz klar warum. Er ist irgend jemandem (bewusst oder unbewusst) auf die Füße getreten und dieser jemand will ihn als Bundespräsident jetzt weg haben. ... Eine anderer Grund ist für mich eine Rede Wulffs vom August 2011, in der relativ deutlich gegen den ESM und die EU Junta Stellung bezog. Er muss unter den kommenden deutschen Anteil am "Rettungsschirm" seine Unterschrift setzen und vielleicht hat er intern schon angekündigt, das zu verweigern.[/QUOTE]Dazu bei Heise Telepolis: [URL=http://www.heise.de/tp/blogs/8/151172][b]Wulff-Verschwörungstheorie[/b][/URL] Roland Klaus spekuliert über eine absichtliche Demontage des Bundespräsidenten, die ihn daran hindern soll, die ESM-Gesetze zu verzögern |
| Elementarsatz | Was wäre das Leben ohne Verschwörungstheorien? |
| kundenservice | Da ist Merkels Rechnung ja aufgegangen. Und Wulff hat sich sowas von selbst ausgeknockt. Herrlich. |
| Hugin & Munin | Ich glaube nicht das es wirklich Merkels Rechnung war, die da aufging. Sicher, sie war sich der Verfehlungen und der Charakterschwäche ("Schnäppchenjäger") von Wulff sicher voll bewusst als sie ihn in drei Wahlgängen in das Amt hieven lies (genau deshalb wollte sie ihn m.E. als lenkbaren Bundespräsidenten) - aber zum jetzigen Zeitpunkt schadet ihr und er Union diese Affäre sicher mehr als sie nützt. |
| Hugin & Munin | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Was wäre das Leben ohne Verschwörungstheorien? [/B][/QUOTE] Sehr viel leichter und entspannter. Dürfen bezüglich der Nachfolge schon Tipps abgegeben werden? Ich schätze es wird auf jeden Fall ein überzeugter Transatlantiker, evtl. aus dem Bilderberger-Kreis. |
| kundenservice | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i] [B]Sicher, sie war sich der Verfehlungen und der Charakterschwäche ("Schnäppchenjäger") von Wulff sicher voll bewusst als sie ihn in drei Wahlgängen in das Amt hieven lies...[/B][/QUOTE] Gefahr (des Rivalenpotentials) erkannt, Gefahr (durch Stolpern per Eigendynamik) gebannt. [QUOTE][B](genau deshalb wollte sie ihn m.E. als lenkbaren Bundespräsidenten)...[/B][/QUOTE] ...eben nicht nur. [QUOTE][B]- aber zum jetzigen Zeitpunkt schadet ihr und er Union diese Affäre sicher mehr als sie nützt.[/B][/QUOTE] Das sitzt/schweigt die ganz souverän aus. |
| Scheol | Ich weiß nur das alle selbstgerechten Hobbymoralisten zum Schlachtfest gerufen haben. Nie waren sich Linke und Konservative so einig. Wulff hat somit Deutschland stärker vereinigt als es seinerzeit angeblich Kohl tat. Suhlt euch nur in dem orgiastischen Kreuzzug der Bild. Nie war eine Zeitung bei Intellektuellen auf einmal so beliebt. Und nicht das ich für die Bärchenwurst Sympathien hätte, nein, aber ich kann mich mal wieder richtig über den Pöbel am Stammtisch amüsieren, der auszog, um das Holz zu stapeln. Auch hier auf Nachtwelten. Den ein warmes Feuerchen ist doch allemal angenehmer als ein kalter oder lauwarmer Krieg, ein saures Babel oder oder ein bitterer Blasen-Nieren Tee. Ihr macht das schon. Und jetzt husch ein bisschen Demokratie spielen. Das 42625451. Neumitglied des Sportvereins bekommt ein kostenloses Interview in und mit Bild: „Der stolze Michel Nutzername sagt 'Ich habe an der Front mitgebrüllt'. Wer brüllt kommt rein.“ Edit: Rücktritt bestätigt. Vielleicht erwächst ja was Gutes daraus und mein langjähriger Wunsch ge ht in Erfüllung. Georg Schramm for president. Ach, es ist so langweilig geworden, in Deutschland. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i] Vielleicht erwächst ja was Gutes daraus und mein langjähriger Wunsch ge ht in Erfüllung. Georg Schramm for president. [/QUOTE]Ich bin ja mittlerweile als unverbesserlicher Optimist bekannt. Aber [b]daran[/b] glaube nicht einmal ich. :( [QUOTE]Ach, es ist so langweilig geworden, in Deutschland. [/QUOTE]Doruff ej drejfoches [URL=http://www.youtube.com/watch?v=vDRdPsUZJtI]"Kölle alaaf !"[/URL] |
| Ronin76 | [QUOTE]Was wäre das Leben ohne Verschwörungstheorien?[/QUOTE] Geschichtsbücher müssten neu geschrieben werden. [QUOTE] Dürfen bezüglich der Nachfolge schon Tipps abgegeben werden? Ich schätze es wird auf jeden Fall ein überzeugter Transatlantiker, evtl. aus dem Bilderberger-Kreis. [/QUOTE] Wie wärs mit KT ? Ein Großteil der Bevölkerung liebt ihn ja noch immer, nur ist er wohl zu jung für die Stelle. Bundespräsidenten sind ja immer über 50 Jahre alt und bei Wulff war das mit 51 Jahren schon dicht an der Grenze. Das wäre dann wohl die zweite Chance für den Stasiakten-Verwalter und Pastor, Joachim Gauck, außer Union und CIA bevorzugen einen anderen Kandidaten. [QUOTE]Die Präsidentschaftskandidatur polarisierte Öffentlichkeit und Medien. Es wurde herausgestellt, dass Gauck angesichts seiner Vita und seiner politischen Standpunkte ebenso gut Kandidat des konservativ-liberalen Lagers hätte gewesen sein können. [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Gauck#Nominierung_f.C3.BCr_das_Amt_des_Bundespr.C3.A4sidenten_2010[/url] [/QUOTE] |
| Hugin & Munin | Was wären manche ohne den BILD-Pöbel,auf den sie herb blicken können? Stinknormal, wie wir alle :D Wenn man die ganze Geschichte verfolgt, war es ja beileibe nicht nur die BILD. Aber wie auch immer - Wulff ist jetzt frei und kann sich endlich alles von seinen Freunden bezahlen lassen. Falls die das noch tun. Die meisten von denen brauchen ihn jetzt nämlich nicht mehr. |
| Scheol | [QUOTE]_________________________________________ Was wären manche ohne den BILD-Pöbel,auf den sie herb blicken können? Stinknormal, wie wir alle__[/QUOTE] gähn [QUOTE]Ich bin ja mittlerweile als unverbesserlicher Optimist bekannt. Aber_*daran*_glaube nicht einmal ich[/QUOTE] Ich auch nicht, aber es wäre so schön. |
| Ronin76 | Hier die Rücktrittsrede, welche auf der Homepage des Bundespräsidenten nur im Wortlaut zu lesen ist: [url]http://www.youtube.com/watch?v=Wp2ZH30dwKU[/url] Seine Toleranz zu Ausländern und dem Islam war und ist wohl auch Vielen ein Dorn im Auge. Besonders den Transatlantikern wie der CIA, welche immensen Einfluß auf die Politik der BRD nehmen. So hatte Wulff im Jahre 2010 Aygül Özkan zur ersten Ministerin mit Migrationshintergrund ernannt gehabt, was für große Empörung gesorgt hatte. Und dann die Rede, wonach der Islam inzwischen auch zur BRD gehöre, was faktisch völlig richtig ist. Wenn der Hosenanzug schon vor 2 Jahren gewusst hätte, daß sich Wulff zu Köhler 2 mausern würde, wäre er wohl kaum ernannt worden. Würde man Merkel´s Stasi-Akten endlich mal veröffentlichen, könnte sie einpacken. Dagegen sind Wulffs Bestechlichkeiten und Halbwahrheiten bestimmt Pipifax. [QUOTE] Aber wie auch immer - Wulff ist jetzt frei und kann sich endlich alles von seinen Freunden bezahlen lassen. Falls die das noch tun. Die meisten von denen brauchen ihn jetzt nämlich nicht mehr. [/QUOTE] Es wird sich jetzt zeigen, wer die wahren Freunde von Christian Wulff sind. Maschmeyer, Geerkens ? Ob seine Frau noch zu ihm halten wird, oder schon in 1-2 Jahren die Scheidung einreichen wird, wenn es mit dem Luxus weniger wird ? Es würde mich jedenfalls nicht wundern. |
| Ronin76 | Ich schau mir gerade die große Wulff Story an. :D Da werden am Anfang zuerst nur die positiven Seiten gezeigt. Später folgen dann die Skandale bis zum Rücktritt, aber soweit bin ich noch nicht durch. [URL=http://www.youtube.com/watch?v=QEBp7M_G1q4]Christian Wulff - Karriere, Affäre, Rücktritt ![/URL] |
| Scheol | Das Geplärre um einen korrupten Politiker ist eh für die Füße. Irgendwie wissen schon alle seit der Geburt wie Politiker sind, sind aber dann ganz aus dem Häuschen wenn dann mal wirklich einer so ist, wie man es allen immer unterstellt hat. Entweder hat man sein eigenes Geschwätz nicht geglaubt, oder man plustert sich nun altklug auf. So oder so ist es peinlich. Was ich mich frage ist eher, warum in letzter Zeit ein Politiker nach dem anderen abgesägt wird. Korruption hat die Parteien noch nie gestört, genauso wenig die Presse solch aggressive Kampagnen gefahren. Weder bei Kohl und seinen Spendern, noch bei Koch und seinen jüdischen Vermächtnissen. Warum also auf einmal diese Sintflut über Berlin? Am Volkswillen kann es mal nicht liegen. Egal wie laut der Stammtisch lallt. Die Abstände sind beachtlich und ich kann auch nur den Zusammenhang mit der islamfreundlichen Einstellung erkennen. Allerdings will ich mich darauf nicht versteifen. Dafür ist mir das alles noch zu unklar. Fakt ist, das alle Parteien unisono singen, was ich noch viel weniger verstehe. Bis auf einige Schaugeplänkel kommt da keine große Debatte auf. Gut das Menschen so empfänglich für Boulevard sind, sonst stellt noch jemand blöde Fragen. So sind sie damit beschäftigt Holz zu stapeln. |
| Ronin76 | [QUOTE]Was ich mich frage ist eher, warum in letzter Zeit ein Politiker nach dem anderen abgesägt wird. Korruption hat die Parteien noch nie gestört, genauso wenig die Presse solch aggressive Kampagnen gefahren.[/QUOTE] Da kommen wohl verschiedene Faktoren zusammen. Zum Einen wäre da das Internet, welches dem Wissensstand vieler Menschen, gerade auch um politische Zusammenhänge, einen gehörigen Schub verpasst hat. Man kann sich dort zügig und umfangreich informieren und auf breiter Ebene diskutieren. Dann ist es historisch-empirisch bedingt so, daß sich politische System immer nur zeitlich begrenzt halten und sich Menschen durch Wissen weiterentwickeln und ihr Bewußtsein und damit auch ihre Interessen verändern. Geopolitisch betrachtet, sind Nationalstaaten wie die BRD, supranationalen Interessen im Weg, und werden daher durch die entsprechenden Organe unterwandert, um Nationalstaaten aufzulösen. Da ist es sicherlich hilfreich wenn hohe politische Ämter im Ansehen beschädigt und Staaten über verschiedene Mechanismen destabilisiert werden. Wenn die Parteien im Einklang sind, werden dabei eigentlich immer supranationale Interessen vertreten, dh die BRD und deren höchste, politischen Vertreter, bekommen von außerhalb Handlungsanweisungen. Das übliche Gezänk im Bundestag ist mehr oder weniger ein Theaterspiel, oder es geht um rein innenpolitische Dinge, welche nicht in Konflikt mit supranationalen Interessen stehen. Dazu sei auch erwähnt, daß alle großen Parteien, trotz einigen Abweichlern, ein politisches und fiskales Europa befürworten. |
| Scheol | Und diese ist dann islambereinigt? Das internationale Interessen da mit reinspielen bezweifle ich nicht. Dass die aufgeklärte Gesellschaft damit was zu tun hat schon. Damals bei Koch war das Internet schon deutschlandweit verfügbar. Allerdings glaube ich nicht, dass man einen übergeordneten Grund ableiten kann. Warum und wofür es gut war/ist wird sich noch zeigen müssen. Zumindest rüstet sich Deutschland gut auf. Auch gegen die Bevölkerung. Wohin das noch führt werden wir sehen. |
| Scheol | Hmm...glaubst du wirklich? Irgendwie sind alle Spitzenpolitiker belastet, es hat m.A. nach immer seine Gründe warum etwas raus kommt oder nicht. Ich halte weder die Presse noch irgendwelche Kommissionen für investigativ genug. Eine Verschwörung sehe ich jedoch nicht. Eher Einzelinteressen. Wie auch immer, ich sehe hier schon ein politisches Puppenspiel und Fäden die getrennt werden. Bei Guttenberg,.bei Köhler wie jetzt auch bei Wulff. Persönliche Verfehlungen haben nie eine Rolle gespielt solange Posten funktional besetzt waren. |
| Waldemar | [QUOTE]Das übliche Gezänk im Bundestag ist mehr oder weniger ein Theaterspiel, oder es geht um rein innenpolitische Dinge, welche nicht in Konflikt mit supranationalen Interessen stehen.[/QUOTE] Sehr richtig.. und wie sagte Schäuble dazu: Deutschland war nach 1945 nie wirklich ein souveräner Nationalstaat. Deshalb ist das alles so intressant wie eine Seifenoper... ok. Vielleicht nicht ganz so. |
| Shredder | Ist dieser Mann so wichtig, dass es auch nur wert ist einen Namen zu erwähnen? Die einzige Erkenntnis die bleibt ist, dass die Rente [i]doch[/i] sicher ist. Bananenrepublik Deutschland. |
| Waldemar | Einzige intressante ist mal wieder die Tatsache, dass keiner die Weisungsgebundheit der Staatsanwaltschaft hinterfragte. Das Justizminseterium in Hannover kann also das alles in Bahnen lenken, wie es ihnen in der Kram passt. Vielleicht versucht die Nachfolgeregierung im Lande Niedersachsen auf diese Weise auch nur, von den eigenen Machenschaften abzulenken. Dabei wollten man sicher vermeiden, dass man auch ungewollt über andere Unregelmäßigkeiten stolpert. |
| Hugin & Munin | PI-News hat die Hintergründe bezüglich weisungsgebundener Staatsanwaltschaft schon gebracht. Aber die Seite ist ja non grata. Da beruhigt man sich lieber mit dem, was die Mainstream-Medien (nicht) bringen. |
| Ronin76 | Die Union hat nicht wirklich gute Kandidaten für das Amt in Aussicht. Dolchstoß-Lammert wäre interessant, ist aber wohl für die Regierung zu unberechenbar. de Maizière wird als Verteidigungsminister gebraucht und hat kein Charisma. Evtl hat Anette Schavan Chancen, sie versteht sich ja mit dem Hosenanzug und ist ansonsten verzichtbar. Die fehlende Gewaltenteilung durch die dominante Rolle der weissungsgebundenen Staatsanwaltschaft, welche ihre Weissungen vom Staat durch den amtierenden Justizminister erhält, welcher durch die Regierung des Parlaments ernannt wurde, ist ja nichts Neues und ein Thema für sich. Der Sumpf ist eben sehr groß und macht auch vor Wulff nicht halt. Unabhängige Justiz ist allerdings Utopie. |
| Scheol | Na, dann kann man ja Gauck nehmen, der sich positiv zum guten Thielo äußerte und eine Bespitzlung im Internet als unproblematisch.empfindet. Aber er ist im Fernseher immer so lieb und wirkt wie „einer von uns“. Nun ja, er ist einer von denen. |
| Shredder | [QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i] Na, dann kann man ja Gauck nehmen, der sich positiv zum guten Thielo äußerte und eine Bespitzlung im Internet als unproblematisch.empfindet. Aber er ist im Fernseher immer so lieb und wirkt wie „einer von uns“. Nun ja, er ist einer von denen. [/QUOTE] .... und die Occupy-Bewegung als [i]"unsäglich albern"[/i] Das zentrale Thema Gaucks sei [i] „die Idee von Freiheit und Verantwortung“[/i] (Angela Merkel) heißt übersetzt: [i]„Wer den Kapitalismus abschaffen will, schüttet das Kind mit dem Bade aus … Wer die Freiheit will, muss sie auch in der Wirtschaft wollen. Doch wie im Raum der Politik gilt es auch in der Wirtschaft, die Freiheit so zu verstehen wie Demokraten – als Verantwortung gegenüber dem Ganzen“[/i] (Gauck nach der Bankenrettung, 2009) Ergo ganz im Sinne der [URL=http://www.youtube.com/watch?v=n8WDLLira90&feature=related]"marktkonformen Demokratie"[/URL] Als neues Staatsoberhaupt könnte Gauck [i]„wichtige Impulse geben für die Herausforderungen unserer Zeit und die Herausforderungen der Zukunft“[/i] (Angela Merkel) heißt übersetzt: [i]„Wir stellen uns nicht gerne die Frage, ob Solidarität und Fürsorglichkeit nicht auch dazu beitragen, uns erschlaffen zu lassen. Als Gerhard Schröder einst die Frage aufwarf, wie viel Fürsorge sich das Land noch leisten kann, da ist er ein Risiko eingegangen. Solche Versuche mit Mut brauchen wir heute wieder“[/i] (Gauck, 2010). Die kommenden Schmiergeld-Auszahlungen sind bei Gauck in besten Händen, sicherlich ein würdiger Vertreter der Finanzlobbykratur Deutschland [img]http://theintelligence.de/images/stories/bilder/lobbyismus_in_deutschland.jpg[/img] |
| Hugin & Munin | [QUOTE][i]Original geschrieben von Shredder [/i] PI schreibt nur das, was Millionen kleinbürgerlich arische Stammtische denken [/QUOTE] PI wäre überflüssig, wenn die linksversiffte deutsche Mainstreampresse den Job machen würde, der eigentlich ihre Aufgabe ist. Und auch für dich gilt: Was wäre man ohne den Stammtischpöbel, über den man sich moralisch erheben kann. BTT: Ich fürchte auch, dass wir mit Gauck etwas bekommen, was sich die meisten bei diesem Namen noch gar nicht vorstellen können. EUDSSR, Enteignung des Bürgers zur Eurorettung, Sozialabbau - der wird das alles mittragen. |
| Hugin & Munin | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] Evtl hat Anette Schavan Chancen [/B][/QUOTE] Die hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm.... das Gruselkabinett wird irgendwie immer größer. Wobei man sich, soweit ich das mitbekommen habe, jetzt tatsächlich auch mit Muttis Zustimmung auf Gauck geeinigt hat, was mich wundert. Merkel war ja zuerst vehement gegen ihn, was m.E. mit ihrer DDR Vergangenheit zusammen hängt. |
| Hugin & Munin | [QUOTE][i]Original geschrieben von Shredder [/i] Du armes Würstchen hast sogar schon das PI-Fachjargon übernommen. Opfer. [/QUOTE] Wenn dir sonst nichts dazu einfällt ist's ja gut. |
| Shredder | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i] ... jetzt tatsächlich auch mit Muttis Zustimmung auf Gauck geeinigt hat, was mich wundert.[/QUOTE] Das sollte dich nicht verwundern, denn beide sind Anhänger der marktkonformen Demokratie. Du bist politisch ziemlich orientierungslos - wie fast alle PI-Schäfchen. |
| Hugin & Munin | Immer wieder geil, wie man mit zwei Buchstaben unsere linksalternative Moralelite zum rotieren bringt. Mit deiner Einstellung könntest Du auch locker NPD Mitglied sein, und das merkst Du noch nicht mal. Wenn es den guten Pawlow nicht gegeben hätte, man müsste ihn erfinden bei Typen wie dir. |
| Shredder | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i] Immer wieder geil, wie man mit zwei Buchstaben unsere linksalternative Moralelite zum rotieren bringt.[/quote] Ich habe mich in der Tat köstlich amüsiert, schon geil das. [quote]Mit deiner Einstellung könntest Du auch locker NPD Mitglied sein, und das merkst Du noch nicht mal.[/quote] Ja sicher die NPD ist ja auch eine linke und islamistische Partei, dass solltest Du als PI-Zombie doch am besten wissen :D |
| Hugin & Munin | [QUOTE][i]Original geschrieben von Shredder [/i] Ich habe mich in der Tat köstlich amüsiert, schon geil das. [/QUOTE] Du bist über das Stöckchen gesprungen, dass ich eigentlich für jemand anderen hin gehalten habe. Ja ich gebe zu, machmal stänker ich ein wenig in Internetforen. Und ich halte Leuten gerne den Spiegel vor. Im Grunde hast Du dich nur als das geoutet was Du bist: Dröger Mainstream. Du denkst vielleicht das Du irgendwie alternativ oder freidenkerisch bist, aber Du gehörst zu dem Mainstram, der an unseren Schulen und Unis, in den Redaktionsstuben und sogar in Teilen der Wirtschaft rum hängt und sich wie Mehltau über dieses Land legt. Absolut nix besonderes, sondern seit der Mittelstufe mit dem Strom geschwommen und noch stolz drauf weil man vermeintlich anders ist Und das ist das eigentlich arme daran. Nennst andere Schaf oder armes Würstchen und bist dabei selbst eins, dass im Grunde heilfroh über den BILD und PI lesenden Pöbel ist, weil der das einzige ist über den Du dich stellen kannst um dich mal ein bisschen toll zu fühlen. Zugegeben mir war langweilig und ich wollte ein bisschen provozieren. Und dafür gibt es halt nichts besseres als Sarrazin oder PI. Wobei es im Grunde auch schon wieder langweilig ist, so vorhersehbar wie da die Reaktionen kommen. Wollte halt auch mal ein wenig der Troll sein. |
| Ronin76 | [QUOTE]Merkel war ja zuerst vehement gegen ihn, was m.E. mit ihrer DDR Vergangenheit zusammen hängt.[/QUOTE] Wenn jemand Merkel´s Stasi-Akte kennt, dann wohl Gauck. Sie soll ja im Propagandaministerium gearbeitet haben. So gesehen wäre Gauck nun durchaus ihre Achillesverse, hatte allerdings die ganze Zeit seit der Wende nichts raus gelassen. Vermutlich hat Merkel auch etwas gegen ihn in der Hand so daß es ausgeglichen ist. Viele Pastoren waren ja ideale Stasi-Spitzel. Ich hatte mir vorhin bei der Nachbarin Phoenix (ARD/ZDF) angeschaut, da wurde sofort nach Gauck´s parlamentarischer Nominierung (bis auf Die Linke), ein Propagandafilm über ihn gesendet, wo er als Gutmensch schlechthin dargestellt wurde, der in der Diktatur DDR als Pfarrer so viel erleiden musste. Es hatte nur noch gefehlt, daß der auch über Wasser gehen kann. Daß der mal Pfarrer war, scheint bei religiösen und politisch unerfahrenen Menschen gut anzukommen. Bei so viel interparteilichem Konsens bin ich mal gespannt, ob bei der Bundesversammlung überhaupt noch andere Kandidaten auftreten werden, oder ob man sich den Zirkus einfach erspart. Bei mir entstand zuerst der Eindruck, als ob die Bundesversammlung einfach ausgelassen wird, bis sie dann doch noch vom Moderator erwähnt wurde. |
| Shredder | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] Wenn jemand Merkel´s Stasi-Akte kennt, dann wohl Gauck.[/QUOTE] Ein perfekt eingespieltes Team: IM Erika + [URL=http://iknews.de/2012/02/19/im-larve-gibt-es-flecken-auf-gaucks-weissem-kittel/]IM Larve[/URL] |
| Scheol | In unseren regionalen Medien (und sicher nicht nur dort) wird Gauck schon als Neuer gefeiert. Viel mehr wird da nicht kommen. Unser [URL=http://b-event.com/images/previews/IMG_20101118_0866.JPG]Gauck[/URL] |
| Waldemar | Da wird mir schlecht... Gauck. :rolleyes: Wir brauchen sicher keinen Heiligen an der "Spitze" unseres Staates, der Bundespräsidentensitz ist auch kein "Heiliger Stuhl“. Aber so einen Scheinheiligen brauchen wir dort oben schon mal gar nicht! ... |
| Elementarsatz | Mir ist der Gauck ehrlich gesagt auch sehr unsympathisch. Nicht nur seine fragwürdigen Äußerungen zu Sozialstaat und Occupy, sondern auch der ganze Habitus des Mannes wirkt auf mich suspekt. Aber was soll's. |
| Scheol | „Was soll's“...exakt so ist es. Er wird das genau so gut wie seine Vorgänger machen. Und gestorben ist von uns noch keiner. Der ist der Kanzlerin so dankbar, er wird alles durchwinken. Aber so wirklich bedroht fühle ich mich nicht. :D |
| Elementarsatz | Sind Attentate auf den Bundespräsidenten in Deutschland strafbar? |
| Scheol | Tu dir keinen Zwang an. Ich schicke dir gerne ab und zu ein paar Kekse. :D |
| Elementarsatz | Ach.. lieber nicht. Käm ja doch gleich der nächste Schmock. :( |
| Scheol | Recht hast du. |
| Scheol | Dieser Mann, also, dieser M-A-N-N! Elementarsatz...wie kann man dich umstimmen? Warum? [URL=http://www.publikative.org/2012/02/21/voll-im-kontext-gauck-und-die-uberfremdung/]Bitte schön![/URL] [Zynismus]Und direkt danach kann man sich [URL=http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=Zfvg7PUe_f4#t=253s]das[/URL] hier anhören. Eine große Frau! Ach, ich mag die Grünen. [/Zynismus] Ach, was reg ich mich auf?! Alles wie immer... |
| Ronin76 | Die Muppetshow und die Grünen werden immer grusliger. Gibts eigentlich schon einen Gauck-Fanclub bei Facebook ? Der Typ polarisiert auf jeden Fall und ist äußerst reaktionär. Seine Sympathie zur Agenda 2010, Schröder, Sarrazin und dem Christentum ist jedenfalls besorgniserregend und wird die Bevölkerung wohl nur noch weiter spalten. Der Begriff "Bürgerrechtler" erfährt mit Gauck mehr Präzision und kann wörtlich genommen werden, denn Gauck ist nun mal ein Bourgeois und vertritt das Bürgertum. [URL=http://www.youtube.com/watch?v=o1PNc5rhGWg&feature=related]Pispers über Gauck[/URL] |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i] [B]Dieser Mann, also, dieser M-A-N-N! Elementarsatz...wie kann man dich umstimmen? Warum? [URL=http://www.publikative.org/2012/02/21/voll-im-kontext-gauck-und-die-uberfremdung/]Bitte schön![/URL] [/B][/QUOTE] "Gauck: Diese gute Absicht ist ja lobenswert, aber wir haben doch ganz andere Traditionen, und die Menschen in Europa, das sehen wir allüberall, nicht nur in Deutschland, sind allergisch, wenn sie das Gefühl haben, dass was auf dem Boden der europäischen Aufklärung und auch [b]auf dem religiösen Boden Europas gewachsen[/b] ist, wenn das überfremdet wird(...)" Von Traditionszerfall und religiösem Boden schwafeln und selbst in wilder Ehe leben. :rolleyes: Inzwischen frage ich mich schon, wie der Knilch zu seiner Rolle als "Kandidat der Herzen" kam. Auf mich wirkt er wie ein 08/15-Neoliberaler mit einer heftigen Portion Eitelkeit. |
| Shredder | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] Inzwischen frage ich mich schon, wie der Knilch zu seiner Rolle als "Kandidat der Herzen" kam. [/QUOTE] Ein reines Kunstprodukt (wie einst zu Guttenberg oder Schröder) aus der PR-Abteilung der INSM und den allmächtigen Medienkonzernen. Erschreckend, dass dabei selbt vor Zensur nicht zurückgeschreckt wird, wenn es der Meinungsmache entgegenläuft: [img]http://s14.directupload.net/images/120222/8klt6337.jpg[/img] ein paar Stunden später: [url]http://www.mdr.de/nachrichten/gauck106.html[/url] |
| daimos | Dass Gauck ein Bürgerrechtler ist und sich in der DDR-Opposition engagiert hat, ist wohl nur ein spin. 1999 gab es einen [url=http://www.ddr89.de/ddr89/d/brief3.html]offenen Brief[/url] von "richtigen" DDR-Bürgerrechtlern an Gauck. Und der Bürgerrechtler Tschiche (Grüne) [url=http://www.freitag.de/politik/1208-gauck-ist-die-falsche-person]schreibt[/url] über ihn: "[i]Die deutsche Öffentlichkeit tut so, als hätte sie nach einigen Nieten nun das große Los gezogen. Sie behängt ihn mit Würdigungen, die er nicht verdient. Er ließ sich in München bei einer Preisverleihung mit den Geschwistern Scholl vergleichen und wurde noch nicht einmal schamrot. Er hat niemals zur DDR-Opposition gehört, deren Akteure man im heutigen Sprachgebrauch Bürgerrechtler nennt. Er verließ erst Ende 1989 die schützenden Mauern der Kirche und kam über das Neue Forum in die Volkskammer.[/i]" |
| Shredder | [QUOTE][i]Original geschrieben von daimos [/i] Dass Gauck ein Bürgerrechtler ist und sich in der DDR-Opposition engagiert hat, ist wohl nur ein spin.[/QUOTE] Sehr viele DDR-Bürgerrechtler waren [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Linke]Sozialisten[/URL] - viele aus der SED oder später in der PDS aktiv. Für den Sozialismus zu sein bedeutete eben nicht die Honecker-Nomenklatura zu befürworten, sondern eine Alternative jenseits von Kapitalismus und Stalinismus zu schaffen. Klar, dass der "Antikommunist" Gauck mit diesem Milieu nichts zu tun hat. |
| Scheol | [QUOTE]ein paar Stunden später:[/QUOTE] Der Link ist leider ungültig. |
| Ronin76 | @Scheol Darum geht es ja... das unerwünschte Ergebnis der Abstimmung sollte eben nicht groß bekannt werden. 77% sind dort gegen den Medienpräsidenten Gauck, während ständig manipulierte Zahlen präsentiert werden. Neulich hatte ich sogar in einer Zeitung gelesen, daß Schäuble der beliebteste Politiker Deutschlands sei, als mögliche Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten vorgestellt wurden.... |
| Scheol | Ach so war das gemeint. :D Ja, manchmal braucht es ein bisschen.... |
| Scheol | Herrlich :D |
| Ronin76 | da capo ! :cool: Endlich hat sich der Kerl mal gewaschen. |
| kundenservice | Ob Die Linke das mit der Klarsfeld ernst meint oder 'hauptsache Opposition' durchzieht, ist mir nicht wirklich klar. |
| Scheol | Jedenfalls wird Ehrensold gezahlt. :) |
| Waldemar | Die nächste H4 Erhöhung spende ich dann mal nicht der nächst bedürftigen Bank.. sondern einen Bundespräsidenten. |
| Ronin76 | Petition für den Wegfall des Ehrensoldes, wenn die Gründe für den Rücktritt im privaten Verhalten liegen, und/oder aus politischen Gründen, sofern diese nicht mit dem Amt des Bundespräsidenten in Zusammenhang stehen: [url]http://dontknow.me/at/https://epetitionen.bundestag.de/index.php?PHPSESSID=bc45b0cc325282452522a3720cb47e85&action=petition;sa=details;petition=22818[/url] Man benötigt einen Account, Cookies können deaktiviert sein. In der öffentlich einsehbaren Liste werden Nachname, Vorname, Datum und das ausgewählte Bundesland angezeigt. |
| kundenservice | Wenn er auf den ES verzichten oder ihn zu gemeinnützgen Zwecken verwenden würde, würde er mir als ein Mann von Ehre im Gedächtnis bleiben. |
| Ronin76 | Wulff wird das wohl von seiner weiteren Karriere abhängig machen. Da es ihm schwer fallen dürfte politisch weiterhin tätig zu sein, wird er vielleicht ganz in die Privatwirtschaft wechseln, oder in den Ruhestand gehen, denn von gerundet 200.000 Euro im Jahr bis zum Lebensende lässt es sich gut leben. Dann kann er ja endlich sein Leben als Jetsetter mit Maschmeyer und Ferres in vollen Zügen genießen und Ehre kann ihm egal sein. Sein bisheriges Treiben war ja nicht gerade ehrenhaft, von daher hat er da nichts mehr zu verlieren. |
| OrcaDesign | Achja, der 'Ehren'sold... Über Recht und Unrecht über den Bezug möchte ich gar nicht erst anfangen - recht interessant in dem Zusammenhang finde ich wieder einmal noch einen anderen Punkt der allgemeinen Ungleichbehandlung. So im Sinne, allgemeines Renteneintrittsalter und dergleichen... Bei Politikern wie Wulff? 'Oh, ich geh dann mal besser, bevor man mich noch schasst' - und schwupps, mit 53 (!) in die Pension. Mit vollem Bezug 'mickriger' 200k € / Jahr bzw. knapp 17.000€ / Monat. Wie war das nochmal mit Erhöhung des Rentenalters auf 67? Bzw. mit Kürzungen bei Frühpension? (was der realere Grund dahinter ist -> Rentenkürzung) Ich für meinen Teil finde, dass das ein Schlag ins Gesicht jeden anderen arbeitenden Steuerzahlers ist! [i]dessen Gelder das zufälligerweise auch noch sind[/i] :mad: Griechenland lässt grüßen! Zusätzlich als Signal an Politiker (und Wähler): Macht, was ihr wollt, bestraft werdet ihr dafür eh nicht. Korruption = wunderbar, solange ihr auf der Leiter nur hoch genug gekommen seid, bevor ihr zugeben müsst, was schon lange genug bekannt ist! Wobei freilich einem klar sein sollte, dass eine Krähe einer anderen... ... ... |
| Scheol | Ja! Deutschland ist gerade ein Volksfest der Freude! |
| Ronin76 | Neben den knapp 200.000 Euro Ehrensold fordert Wulff auch noch jährliche 280.000 Euro für ein Büro samt Mitarbeitern ein, weil das die anderen 4 noch lebenden, ehemalige Staatschefs auch bekommen. Warum eigentlich, wo sie doch alle nicht mehr im Amt sind ? Ich finde man sollte diese und ähnliche Bezüge für die Reichen streichen und Hartz-IV- und Sozialhilfe-Empfängern zukommen lassen, das wäre wenigsten sozial. |
| Waldemar | Seit wann ist hier etwas sozial? Die H4 sind doch die bösen... nicht die Sozialschmarotzer dort oben. Dekadenz usw? Du erinnerst Dich? Wieder nicht nachgedacht, Ronin? :) |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]Neben den knapp 200.000 Euro Ehrensold fordert Wulff auch noch jährliche 280.000 Euro für ein Büro samt Mitarbeitern ein, weil das die anderen 4 noch lebenden, ehemalige Staatschefs auch bekommen. Warum eigentlich, wo sie doch alle nicht mehr im Amt sind ? Ich finde man sollte diese und ähnliche Bezüge für die Reichen streichen und Hartz-IV- und Sozialhilfe-Empfängern zukommen lassen, das wäre wenigsten sozial. [/B][/QUOTE] Du kannst doch nicht von einem 52jährigen Ex-BuPrä, der 2 Jahre lang einer der ersten Leistungsträger der Nation war ;), erwarten, dass er noch mal arbeiten geht. Tztztz... was für Ideen. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i] [B]Seit wann ist hier etwas sozial? Die H4 sind doch die bösen... nicht die Sozialschmarotzer dort oben. [/B][/QUOTE] Natürlich. Geld fürs Nichtstun ist nur dann römisch-dekadent, wenn es wenig ist. Ist es viel, dann gibt es da nix zu meckern, weil sonst Neidhammelei. Naja. Wenigstens darf man Wulff jetzt wieder beleidigen, ohne wegen BuPrä-Verunglimpfung erschossen zu werden. :rolleyes: |
| Hugin & Munin | Kriegt der neben Büro, Dienstwagen usw. eigentlich auch Personenschutz? |
| OrcaDesign | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]Neben den knapp 200.000 Euro Ehrensold fordert Wulff auch noch jährliche 280.000 Euro für ein Büro samt Mitarbeitern ein, [/B][/QUOTE] ... besser noch, nachdem mir das heute mal jemand gesteckt hat...: so spätestens mit 67 hat der Mensch sogar noch Anspruch auf eine Pension als ehemaliger Landesminister. Der Ehrensold quasi ist 'nur' obendrauf. -> Bei jedem -ehrbaren- ehemaligen Bundespräsidenten, sagen wir mal im Format Weizsäckers, sehe ich den Sold auch als gerechtfertigt an... Funktion/Amt hin oder her, später werden diese Personen ja doch immer als solche (Ex-Präsidenten) wahrgenommen, d.h. repräsentieren mehr oder weniger immer noch dieses Land. Wie ja auch genauso Ex-Kanzler. Beispielsweise einem Schmidt hört die Nation auch immer noch zu. Allerdings ein Wulff.. hmm.. :rolleyes: |
| kundenservice | An repräsentativen Aufgaben wird es mangeln, soviel ist jetzt schon abzusehen. Wenn ich bei Wulff auf Empathie-Modus schalte, wird mir übrigens schlecht. |
| Elementarsatz | Wisst ihr, wer einen guten BuPrä abgeben würde? Sir Alec Guiness. Man müsste ihn nur ausgraben und ihm die deutsche Staatsbürgerschaft verleihen. |
| Ronin76 | [QUOTE]-> Bei jedem -ehrbaren- ehemaligen Bundespräsidenten, sagen wir mal im Format Weizsäckers, sehe ich den Sold auch als gerechtfertigt an...[/QUOTE] Ich nicht, denn soviel Geld braucht kein Mensch, welches dann anderen Menschen fehlt. Wulff hat da (indirekt), aber auch in anderen Bereichen, endlich mal eine Grundsatzdebatte losgetreten. Die Frage ist doch auch, in was für einem Land und wie wir leben wollen, und was die Ziele sind. Ist es ein gutes Ziel, möglichst viel Prestige und Reichtum anzuhäufen, und verdient ein scharfer Verstand wie der Mensch Weizsäcker mehr davon als Andere ? Was ist mit seinen Defiziten, die nicht aufgewogen werden, aber sicherlich auch vorhanden sind ? Ich finde daß kein Mensch mehr wert ist als Andere, egal was er kann und macht. Hört sich vielleicht naiv an, ist aber letztendlich eine Grundsatzfrage, was die Wertung von Leben im Allgemeinen betrifft. Stichworte "Wertes Leben", "Unwertes Leben". |
| weisskreutz | [QUOTE]Ist es ein gutes Ziel, möglichst viel Prestige und Reichtum anzuhäufen, und verdient ein scharfer Verstand wie der Mensch Weizsäcker mehr davon als Andere ?[/QUOTE] Das ist ja das schöne an einer freien Gesellschaft. Du kannst stehts selbst entscheiden, ob du das für dich selbst als ein gutes Ziel erachtest oder nicht. Und ja: Selbstverständlich ist es in Ordnung wenn Weizsäcker ein höheres Geld bekommt. Und was das Prestige betrifft: das ist nichts was man jemanden einfach willkürlich übertragen könnte. Man hat es, oder eben nicht. Natürlich kennt jedes Schulkind den Wert von Prestige, da es denn Zugang zu versch. sozialen Zirkeln (sprich: Freunden) verschafft. Das erzeugt zwar Neid (wenn man keine Freunde hat) und ruft damit die Gleichheitsfanatiker auf den Plan, jedoch kann man Freundschaft nicht befehlen. Im übrigen kann man Prestige genauso schnell verlieren- es ist dann einfach weg, und nicht umverteilt- was Herr Wulff in nächster Zeit wohl zu spüren bekommen wird, denn ein Ehrensold nützt dir auch nicht viel, wenn dich keiner mehr mit dem A**** anschaut. [QUOTE]Ich finde daß kein Mensch mehr wert ist als Andere, egal was er kann und macht.[/QUOTE] Den Wert eines Menschen kann man auch nicht mit Geld bewerten- nur ein übler Materialist würde das tun. Seinen Beitrag zur Gesellschaft jedoch kann man schon so bewerten. Und genau deswegen regt sich ja auch Unmut in der Bevölkerung, wenn ein Herr Wulff per Gesetz einen Ehrensold bekommen soll, von dem der überwiegende Teil der Menschen nicht überzeugt ist, dass der verdient wurde. [QUOTE]...ist aber letztendlich eine Grundsatzfrage, was die Wertung von Leben im Allgemeinen betrifft. Stichworte "Wertes Leben", "Unwertes Leben".[/QUOTE] Ich würde doch mal sagen, dass ein H4-Empfänger (darum gehts dir ja hier, gell? Ums Umverteilen.) dadurch dass er Geld von der Gesellschaft geschenkt bekommt, durchaus als "wertes Leben" beurteilt wird. Schließlich ist er in seiner Situation eigentlich überlebensunfähig, und die Gesellschaft bewertet sein Leben denoch so hoch, dass man ihm die Möglichkeit zum Leben gibt. Auf hohem Niveau , wie ich anmerken möchte, denn zum schlichten [I]Über[/I]leben braucht es weitaus weniger. Die Grundsatzdebatte bewegt sich im Übrigen nicht auf der Neidebene, sondern dreht sich um die Ehrenfrage. Darf man Ehre erbieten, wenn der zu Ehrende nicht ehren[I]wert[/I] ist. |
| Ronin76 | [QUOTE]Das ist ja das schöne an einer freien Gesellschaft. Du kannst stehts selbst entscheiden, ob du das für dich selbst als ein gutes Ziel erachtest oder nicht.[/QUOTE] Entscheiden schon, aber das bringt überhaupt nichts wenn es sich aus strukturellen Gründen nicht verwirklichen lässt. Wir leben nun mal in einer Welt mit begrenzten Ressourcen und nicht im Schlaraffenland. Wenn also jemand reich ist, was ein relativer Zustand ist, gibt es auf der anderen Seite auch relative bis absolut Arme. Die BRD ist nun mal keine freie Gesellschaft sondern ein alles kontrollierender Staat, der überall seine gierigen, dreckigen Hände reinsteckt, und selbst den Ärmsten noch das letzte Hemd raubt. [QUOTE]Und ja: Selbstverständlich ist es in Ordnung wenn Weizsäcker ein höheres Geld bekommt.[/QUOTE] Wieso ? Stell dir mal vor Weizsäcker und ein paar Tausend Andere würden keine höheres Geld bekommen, du dafür jeden Monat 100 Euro mehr, was würdest du wählen ? [QUOTE]Den Wert eines Menschen kann man auch nicht mit Geld bewerten- nur ein übler Materialist würde das tun. [/QUOTE] Von Geld stand auch nichts geschrieben. Mit deiner Einschätzung zu H4 bist du jedoch weit von Realität und Kausalität entfernt. Und nein, mit ging es eigentlich nicht um H4, jedoch um die Umverteilung. H4-Empfänger bekommen erst mal überhaupt kein Geld geschenkt, sondern es ist ihr Recht. Dieses Recht auf "Sozialleistungen" entstand aus den gesamtwirtschaftlichen Verflechtungen und der Notwendigkeit strukturelle Schwächen auszugleichen, und erst nach langen Arbeitskämpfen. Natürlich will der Staat dadurch auch den Anschein von Sicherheit bieten, um das Heer der Beschäftigten, die jeden Monat vom Staat um viel Geld geprellt und erpresst werden, ruhig zu halten. Da Arbeitslosigkeit fast immer strukturell, und Arbeitsunfähigkeit häufig durch krankmachende Arbeit entsteht, ist es lediglich gerecht wenn da ein finanzieller Ausgleich existiert, aber das wollen die meisten Beschäftigten, welche alle potentielle Arbeitslose sind, ja nicht raffen und daher gibt es da auch nur sehr wenig Solidarität. Beschäftigung und Arbeitslosigkeit sind miteinander verbunden und zwei Seiten einer Medaille. 8 Jahre Hartz-IV sind eine Schande für diese inzwischen dekadente, moralisch und emotional verkrüppelte Gesellschaft. Das wenige Geld welches H4-EmpfängerInnen aber auch andere Arbeitslose beziehen, und mit dem sie in der Praxis NICHT am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, auch wenn das bestochene BVG-Richter anderst beurteilen, ist überhaupt keine Grundlage um daran "wertes Leben" zu definieren. Das ist einfach nur ekelhafter Zynismus. Arbeitslosigkeit ist meistens kein Selbstverschulden, sondern ein Produkt der Gesellschaft. Wer würde denn schon einen Arbeitsplatz mit einer Arbeitslosen teilen ? Alle die ich früher gefragt hatte, hatten das sofort ausgeschlossen. [QUOTE]Die Grundsatzdebatte bewegt sich im Übrigen nicht auf der Neidebene, sondern dreht sich um die Ehrenfrage. Darf man Ehre erbieten, wenn der zu Ehrende nicht ehrenwert ist.[/QUOTE] Es gibt dazu nicht nur eine einzige Grundatzdebatte. Was du als so negativ als Neiddebatte bezeichnest, bezeichne ich als Debatte um soziale Gerechtigkeit. Es ist jedenfalls nicht sozial wenn ein Fuzzi der Präsident genannt wird, oder mal Präsident war, im Jahr ca. 500000 Euro in den A* geschoben bekommt, H4-Empfänger inklusive der Kosten der Unterkunft, jedoch jährlich nur ca. 8400 Euro erhalten, das sind gerade mal 1,68% davon ! Dabei leisten Arbeitslose bestimmt nicht weniger für die Gesellschaft. |
| Scheol | Viele Leute werden zu H4 gezwungen, dürfen sich in den Medien permanent beleidigen lassen, werden auf den Stellen die für sie zuständig sind wie Dreck behandelt, müssen mit unaufhörlicher Existenzangst leben und dürfen als Sündenbock für ein unmoralisches und desolates System herhalten. In einer Gesellschaft die für solche Zustände sorgt, weil diverse Global Player den Hals beim erfüllen persönlicher Wünsche nicht voll kriegen können und so für Massenarbeitslosigkeit und schlecht bezahlte Arbeit von der man nicht leben kann verantwortlich sind, sind “geschenkte“ 700€ eher als Zynischer Schlag in die Weichteile zu verstehen. Um so unverständlicher, dass ein Hans-Wurst nichts für sein Land leistet, nichts gearbeitet hat und dann Ehrensold erhält. Das Argument des hohen Niveaus ist nur dann zu gebrauchen, wenn man das Zeitalter der Aufklärung, die zivilisatorische Entwicklung und die geistigen Errungenschaften unserer Hochkultur vergisst und sich am niedrigst Standard misst. Wer dies tut fördert ausschließlich eine Rückentwicklung der Kultur, weil progressive Impulse ausgeschlossen werden und sich Gesellschaften immer in eine Richtung entwickeln. Das Argument armer oder weniger sozialer Länder ist ein dumpfes Scheinargument. Es sei denn, man ist an Fortschritt genauso wenig interessiert, wie an seinen Mitmenschen. Was aber nicht heißt, dass Neid nicht auf allen Seiten vorhanden wäre. |
| weisskreutz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]Entscheiden schon, aber das bringt überhaupt nichts wenn es sich aus strukturellen Gründen nicht verwirklichen lässt. Wir leben nun mal in einer Welt mit begrenzten Ressourcen und nicht im Schlaraffenland. Wenn also jemand reich ist, was ein relativer Zustand ist, gibt es auf der anderen Seite auch relative bis absolut Arme.[/QUOTE] Einer Entscheidung muss man auch Taten folgen lassen- das habe ich als logisch vorausgesetzt. Niemand wird dich an dein Ziel tragen. Du musst schon selbst laufen. Und: Genau richtig! Die Armut ist relativ. Sie ist festgelegt auf 40% des Netto-Äquivalenzeinkommens. Da den (eindeutig zugeordneten) Begriff "lebensunwert" zu bemühen, also sich in die Nähe von den Betroffenen der NS-Vernichtungspolitik zu rücken, ist schon etwas dreist. Nur um die Bilder einmal nebeneinander zu stellen: a) Ein Mann der- nur mit einem Schlafanzug und Holzschuhen bekleidet- bei einer Tagesration von einer Schüssel dünner Suppe und zwei Scheiben Brot, und bei jeder Witterung Schwerstarbeit verrichten muss, bis er tot umfällt (was Sinn und Zweck dieser Arbeitsbedingungen ist) b) Ein gut genährter, rauchender Mann in Ed Hardy-Klamotten (*würg*), dessen einzige Verpflichtung der monatliche Gang zum Amt (zwecks Besprechung der momentanen Situation) ist, von dem er dann in seine 45 qm-Wohnung zurückkehrt, sich vor seinen Rechner setzt, und seinen Hass auf alles in irgendein Forum haut. Dass du das für vergleichbar hältst, zeigt deine unglaublich verzerrte Wahrnehmung und lässt für mich auf einen zwischenzeitlich stark ausgeprägten Opferneid schließen. Anm.: Die Ed Hardy-Klamotten dürften jegliche Ähnlichkeit mit Personen in diesem Forum ausschließen- hoffe ich doch... [QUOTE]Die BRD ist nun mal keine freie Gesellschaft sondern ein alles kontrollierender Staat, der überall seine gierigen, dreckigen Hände reinsteckt, und selbst den Ärmsten noch das letzte Hemd raubt.[/QUOTE] Eigentlich zahlt er die Hemden. Aber gut... [QUOTE]Wieso? Stell dir mal vor Weizsäcker und ein paar Tausend Andere würden keine höheres Geld bekommen, du dafür jeden Monat 100 Euro mehr, was würdest du wählen ?[/QUOTE] Zunächst kommen da sicher keine 100€ raus, sondern allenfalls Cent-Beträge (du willst ja wohl nicht nur dem guten weisskreutz 100 Mücken zustecken, oder?). Und da müsste ich mir dann überlegen, welchen Verlust an politischem Einfluss, Innovationskraft und Wirtschaftskraft mein Land dann erleiden würde. Dieser Verlust würde unweigerlich zu geringeren Exporten und teureren Importen führen, was wiederum zu weniger Geld auf meinem Konto, und zu schlechteren Lebensbedingungen im gesamten Land führen würde. Am Ende müsste man sogar das Hartz kürzen, da die 40%-Marke für Relative Armut eben relativ ist. Und dann hätte mein guter Ronin weniger Kohle in der Tasche... Sorry, aber das kann ich nicht zulassen! Ich verzichte dir zuliebe auf die läppischen 100€ :) [QUOTE]H4-Empfänger bekommen erst mal überhaupt kein Geld geschenkt, sondern es ist ihr Recht.[/QUOTE] Dieses "Recht" ist aber nicht vom Himmel gefallen, sondern ist gerade dieser Ausdruck von Wertschätzung jeders Bürgers Leben. Man lässt diejenigen, die eigentlich verhungern würden, gut leben. [QUOTE]Dieses Recht auf "Sozialleistungen" entstand aus den gesamtwirtschaftlichen Verflechtungen und der Notwendigkeit strukturelle Schwächen auszugleichen, und erst nach langen Arbeitskämpfen.[/QUOTE] Eigentlich in geringem Maß unter Bismarck, um die Sozialdemokraten niederzuhalten, und dann in sehr hohem Maß unter dem Mann mit dem kleinen Bart (wenn man alles abschaffen würde, nur weils von ihm kam... uiuiuiuiuiui). Am Ende sorgte die Soziale Marktwirtschaft für den breiten Wohlstand, während die Arbeiter wenig von selbsternannten Revolutionären und Arbeitskämpfern wissen wollten Aus Arbeitskämpfen ist in Deutschland nur das geringste an Sozialstaat entstanden. Sorry dir das sagen zu müssen. Dein Trugschluss basiert hauptsächlich auf der verqueren Selbstsicht der Sozialisten, sie hätten die anderen Parteien (wer auch immer sie zu den jew Zeitpunkten waren) vor sich hergetrieben. Die Tatsache dass auch Nicht-Sozialisten sozial denken, kommt denen garnicht in den Sinn. Aber so ist das mit den politischen Religionen; sie glauben allein heilsbringend zu sein... [QUOTE]Beschäftigung und Arbeitslosigkeit sind miteinander verbunden und zwei Seiten einer Medaille. 8 Jahre Hartz-IV sind eine Schande für diese inzwischen dekadente, moralisch und emotional verkrüppelte Gesellschaft.[/QUOTE] Pah! Vor H4 hat sich keiner beschwert, und die hatten damals auch nicht mehr. Wie an anderer Stelle schonmal erwähnt, hab ich zu meinen Punk-Zeiten Kontakt zu dem von Sozi finanzierten Milieu gehabt. Da galt "das System ausnutzen" als durchaus erstrebenswert, weil man damit offensichtlich gut leben konnte. Was hat sich also mit H4 geändert? Eigentlich nur das berühmte "Fordern", oder? Und das kotzt diejenigen, die sich eingerichtet hatten natürlich an. [QUOTE]Das wenige Geld welches H4-EmpfängerInnen aber auch andere Arbeitslose beziehen, und mit dem sie in der Praxis NICHT am gesellschaftlichen Leben teilhaben können...[/QUOTE] Was heißt bitteschön Teilhabe? Sorry, aber Freundschaft kann man nicht befehlen. Auch mit mehr Geld kommst du nicht in andere soziale Umfelder. Das muss schon deine Persönlichkeit richten. Und da Bildungsgutscheine als diffamierend betrachtet werden (lieber bar Kralle!), scheint mir das dann doch ein vorgeschobenes Argument zu sein. [QUOTE]Es gibt dazu nicht nur eine einzige Grundatzdebatte. Was du als so negativ als Neiddebatte bezeichnest, bezeichne ich als Debatte um soziale Gerechtigkeit. Es ist jedenfalls nicht sozial wenn ein Fuzzi der Präsident genannt wird, im Monat ca. 500000 Euro in den A* geschoben bekommt, H4-Empfänger jedoch nur ca. 700 Euro erhalten, das sind gerade mal 0,0014% ! Dabei leisten Arbeitslose bestimmt nicht weniger für die Gesellschaft.[/QUOTE] Also zunächst einmal sind das nicht 0,0014%, sondern 0,14%. Mancher Ausbilder beschwert sich ja darüber, dass er keinen Lehrling findet, weil diejenigen, die bei ihm vorsprechen noch nicht einmal Prozentrechnen können. Desweiteren vergleichst du gerade ein (vermeintliches) Jahresgehalt eines Präsidenten, mit dem Monatseinkommen eines H4lers. Im Jahr bekäme der laut dir dann 8400€ (H4 + Miete nehme ich an, oder?). Damit wären wir immerhin schon bei rund 1,7%. Das ist ein Fehler der dich für einen einfachen Bürojob schonmal disqualifiziert. Jetzt kommt hinzu, dass ein H4ler ja nicht nur diese rund 700€ an Geld und Miete bekommt, sondern auch überhaupt keine Sozialabgaben zahlt. Diese liegen bei ca. 20,5%. Steuern lassen wir mal ganz weg, wegen der Freibeträge. Wenn also die 700% nur das Netto (79,5%) vor Sozialabgaben ist, so komme ich auf ein Brutto von 880€. Sonderleistungen lassen wir raus. Damit sind wir bei 2,1%! Ich will mich jetzt nicht drüber auslassen, ob du den Dreisatz hinbekommen hättest. Ich sage nur soviel: bei der Suche nach Lehrlingen, stellen viele Ausbilder mit Entsetzen fest, dass das so mancher Bewerber nicht kann. Mit Lehrstelle ist damit Essig. Zu guter Letzt muss ich noch deine Recherche-Arbeit anzweifeln. Laut einer Quelle die du sicher akzeptieren wirst ([url]www.gegen-hartz.de[/url]) verdient der Bundespräsident im Jahr 199000€ und speziell Wulff bekommt noch 78000€ Aufwandsentschädigung (wofür auch immer :eek: ). Macht also 277000€, und damit 3,8%. Also wenn du 0,0014% errechnest, wo du ungefähr 3,8% herausbekommen solltest, frage ich mich... naja. Lassen wir das. Jedenfalls bekommt das Staatsoberhaupt eines hochindustrialisierten 82-Millionen-Einwohner-Landes, das 26-fache eines H4lers. Ich sehe das Problem, wenn Pleite-Banker das zig-hundert-fache eines Sachbearbeiters bekommen. Das ist mir klar. Aber wenn die Ratio Präsident:Ronin bei 26:1 steht... sorry, da sehe ich wirklich kein Problem drin. |
| weisskreutz | Der Betroffenheitskram ist von mir, denke ich, schon bei Ronin soweit abgehandelt worden. Ich verweise einfach dahin, okay :) Desweiteren: [QUOTE]... Um so unverständlicher, dass ein Hans-Wurst nichts für sein Land leistet, nichts gearbeitet hat und dann Ehrensold erhält.[/QUOTE] Das dieser Ehrensold unverständlich ist, ist klar. Darum dreht sich ja auch die Debatte. Dass die Hartzer aber ganz vorne dabei sind, weil die kleinen Hans-Würstchen dem großen Hans-Wurst, die Wurst neiden, find ich schlicht ranzig. Denen gehts ja nur darum, dass Geld auf sich umzuverteilen. Ich aber sage: das Geld hat im Staatssäckel zu verbleiben. Ronin hat aber bereits auf das Problem bei den genannten Hans-Würsten aufmerksam gemacht (auch wenn er das SO bestimmt nicht beabsichtigt hat): Es ist ihr Recht! [QUOTE]Das Argument des hohen Niveaus ist nur dann zu gebrauchen, wenn man das Zeitalter der Aufklärung, die zivilisatorische Entwicklung und die geistigen Errungenschaften unserer Hochkultur vergisst und sich am niedrigst Standard misst.[/QUOTE] Nein! Es sind genau diese Entwicklungen, die uns dazu bringen, einen derart hohen Transfer zu zahlen. Im Mittelalter war es noch die (kirchliche) Armenspeisung. Das war das Sozialsystem. Heute bist du satt (und jeder der beispielsweise als Student durchaus weniger als H4 hatte, weiß dass man sich durchaus ausgewogen und schmackhaft ernähren kann, und noch Geld zum Feiern hat), hast eine Wohnung (zumindest zahlt man sie dir- erträglich für den Vermieter musst du schon selbst sein), hast eine gute medizinische Versorgung und Zugang zu Bildung (Ja, auch Abendgymnasien und Fernunis sind gefördert). Die Voraussetzungen sind da, aber machen muss man es selbst. [QUOTE]Wer dies tut fördert ausschließlich eine Rückentwicklung der Kultur, weil progressive Impulse ausgeschlossen werden und sich Gesellschaften immer in eine Richtung entwickeln.[/QUOTE] Als größtes deutsches Kunstwerk der Nachkriegsgeschichte gilt die "Fettecke". Schau mal nach, aus welcher Geisteshaltung dieses "Kunstwerk"entstanden ist. Soviel zum Thema Kultur und Progressive Impulse. Das was sich selbst "progressiv" schimpft, ist letztendlich eine Fehlentwicklung, und eine Abweichung davon kein Rückschritt (man geht ja nicht auf einen bereits gewesenen Zustand zurück), sondern eine Kurskorrektur. Die Erkenntnis ist die, dass [i]sozial[/i] nichts mit [i]sozialistisch[/i] zu tun hat, und dass das Wort [i]Sozialismus[/i] nur eine unzulässige verbale Anmaßung, zum Begriff des Sozialen ist. [QUOTE]Das Argument armer oder weniger sozialer Länder ist ein dumpfes Scheinargument. Es sei denn, man ist an Fortschritt genauso wenig interessiert, wie an seinen Mitmenschen. Was aber nicht heißt, dass Neid nicht auf allen Seiten vorhanden wäre.[/QUOTE] Was auch immer in deiner Lebenswelt Fortschritt bedeutet. Wahrscheinlich, dass der H4ler besser dran ist, wenn er absolut gesehen zwar weniger hat, jedoch relativ mehr. Ich bestreite das. Man macht Menschen nicht glücklicher, indem man sie mit Geld zuscheißt. Glück muss man sich selbst schaffen, mit Faktoren wie: Freundschaft, Verfolgen von Zielen, glückliche Partnerschaft, Hobbies (und bevor das Geld-Argument kommt: wie wärs mit Kochen oder Lesen?). Dass es letzlich aber doch nur, um den Flachbildfernseher, also stumpfen Konsum, geht, zeigt der Aufwand der Betrieben wird, um jegliche Zuwendung, die nicht in barer Münze erfolgt, als diskreditierend, entmenschlichend, entwürdigend oder ähnlich darzustellen. Da ist es dann auch nicht mehr weit, und man wähnt sich in einer geschichtlichen Schleife, und vergreift sich an Vokabeln wie: "unwertes Leben". |
| Ronin76 | Es war schon spät wo ich das geschrieben hatte, daher der Rechenfehler. Beim ALG II sind es natürlich 12 x 700 Euro, da sind die Kosten der Unterkunft enthalten. Ein ausgedienter Bundespräsident bekommt jedoch schon ca. 500.000 Euro im Jahr, nur für dieses Amt. Wulff hat ja auch noch Ansprüche aus seiner Zeit als Minister. Man kann da jetzt natürlich noch spitzfindig rumrechnen, aber offensichtlich ist doch, daß ein Bundespräsident ein Vielfaches von H4-Empfängern aber auch DurchschnittsverDIENERn bekommt (monatlich ca. 2600 € brutto, laut offiziellen Zahlen). Das ist soviel Geld daß er damit jeden Tag in Saus und Braus leben kann und nich mal im Traum daran denken muß, jeden Euro 3x umzudrehen, bevor er für Grundbedürfnisse (Nahrung, Kleidung, Hygieneartikel) ausgegeben wird. 199.000 € Ehrensold (wieso eigentlich keine 200.000 ?) 280.000 € fürs Büro inkl. Personal 78.000 € Aufwandsentschädigung - einmalig oder im Jahr ? Und dann wären da noch die Kosten für aktive Bundespräsidenten, wie 20.000 € für Poster und Autogrammkarten, und das ist nur ein kleiner Posten. Schloß Bellevue, Möblierung, Fuhrpark, Reisekosten, Personal,... |
| Ronin76 | [QUOTE]Und: Genau richtig! Die Armut ist relativ. Sie ist festgelegt auf 40% des Netto-Äquivalenzeinkommens. [/QUOTE] Darum hatte ich auch noch die absolute Armut erwähnt, die liegt weitaus darunter. Der ALG-II Regelleistungssatz kommt da schon nah ran, und wenn dann noch sanktioniert wird, was ja häufige Praxis ist, besteht absolute Armut. Nicht nur in Drittweltslums, sondern auch mitten in Deutschland gibt es absolute Armut, sie will von Menschen wie weisskreutz nur nicht gesehen werden. [QUOTE]Die absolute Armutsgrenze ist bestimmt als Einkommens- oder Ausgabenniveau, unter dem sich die Menschen eine erforderliche Ernährung und lebenswichtige Bedarfsartikel des täglichen Lebens nicht mehr leisten können. ... Betteln und Hunger(-tod) gehen somit unmittelbar mit dem Begriff der absoluten Armut einher. [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Armut#Absolute_Armut[/url] [/QUOTE] Wie aus den Medien bekannt ist, sind schon einige H4-Empfänger verhungert, und täglich kann man in großen aber auch in kleinen Städten Menschen beobachten die betteln, Essen und Pfandleergut aus Mülleimern und Containern holen, zur Essensausgabe gehen, Altkleidersäcke durchwühlen, und zum Überleben "stehlen". Dazu braucht es in der degenerierten BRD nicht viel, denn hier gilt selbst Müll in Behältern und so ziemlich alles Essbare als fremder Besitz, so daß zum Überleben zwangsläufig juristischer Diebstahl notwendig ist. Staatliche Maßnahmen welche das Überleben sichern könnten, existieren meistens nur noch auf dem Papier. Erst Denjenigen welchen Alles geraubt wurde, werden vielleicht mal nach Monaten willkürlich eine heruntergekommene Gemeinschaftsholzbarracke und ein paar Essensgutscheine zugewiesen, wo sie dann noch ein paar Monate bis Jahre dahinvegitieren, bis sie an der Armut verrecken. Verscharrt werden sie dann mehr oder weniger anonym an der Friedhofsmauer. Manche werden, wenn sie keine Angehörigen mehr haben, auch illegal über die Tierkadaverstelle entsorgt, ist eben billiger. [QUOTE] Da den (eindeutig zugeordneten) Begriff "lebensunwert" zu bemühen, also sich in die Nähe von den Betroffenen der NS-Vernichtungspolitik zu rücken, ist schon etwas dreist. Nur um die Bilder einmal nebeneinander zu stellen: a) Ein Mann der- nur mit einem Schlafanzug und Holzschuhen bekleidet- bei einer Tagesration von einer Schüssel dünner Suppe und zwei Scheiben Brot, und bei jeder Witterung Schwerstarbeit verrichten muss, bis er tot umfällt (was Sinn und Zweck dieser Arbeitsbedingungen ist) b) Ein gut genährter, rauchender Mann in Ed Hardy-Klamotten (*würg*), dessen einzige Verpflichtung der monatliche Gang zum Amt (zwecks Besprechung der momentanen Situation) ist, von dem er dann in seine 45 qm-Wohnung zurückkehrt, sich vor seinen Rechner setzt, und seinen Hass auf alles in irgendein Forum haut. Dass du das für vergleichbar hältst, zeigt deine unglaublich verzerrte Wahrnehmung und lässt für mich auf einen zwischenzeitlich stark ausgeprägten Opferneid schließen. [/QUOTE] Deine Nazi-Vergleiche darfst du gerne für dich behalten. Der Begriff "lebensunwert" ist auserdem nicht von den Opfern des Holocausts gepachtet und kann frei verwendet werden. Deine fantasievolle und vorurteilsgeprägte Beschreibung eines Arbeitslosen zeugt nur noch mehr von deiner Realitätsferne. Du solltest von deiner damaligen Arbeitslosigkeit in Ed Hardy Klamotten nicht auf Andere schließen. Ich trage gerade Holzschuhe, einen Schlafanzug und habe eben eine Schüssel mit Haferschleim gegessen. Noch Fragen ? [QUOTE] Zunächst kommen da sicher keine 100€ raus, sondern allenfalls Cent-Beträge (du willst ja wohl nicht nur dem guten weisskreutz 100 Mücken zustecken, oder?). Und da müsste ich mir dann überlegen, welchen Verlust an politischem Einfluss, Innovationskraft und Wirtschaftskraft mein Land dann erleiden würde. Dieser Verlust würde unweigerlich zu geringeren Exporten und teureren Importen führen, was wiederum zu weniger Geld auf meinem Konto, und zu schlechteren Lebensbedingungen im gesamten Land führen würde. Am Ende müsste man sogar das Hartz kürzen, da die 40%-Marke für Relative Armut eben relativ ist. Und dann hätte mein guter Ronin weniger Kohle in der Tasche... [/QUOTE] Angenomen es gibt in der BRD 17.000 Menschen, die jährlich 500.000 Euro zuviel haben, sind das in der Summe 8,5 Milliarden Euro. Geteilt durch die Bevölkerung der BRD von rund 81,8 Mio Einwohnern, ergibt das 104 Euro pro Person. Das Geld würde nur umverteilt werden, es gibt also überhaupt keinen gesamtwirtschaftlichen Verlust zu befürchten. Wenn 81,8 Mio Menschen mehr Geld zum Wirtschaften in der Tasche haben ist das doch gesamtökonomisch weitaus besser, als wenn das Zeug als totes Kapital auf den Konten von 17.000 Menschen liegt, oder ? Die Firmen innerhalb der BRD tätigen weitaus zu viele Exporte. Das hat dazu geführt, daß über Jahrzehnte sehr viele Güter und Kapital aus der BRD ins Ausland geflossen sind, welches jetzt hier fehlt. Mehrmals Exportweltmeister gewesen zu sein, ist eine binnenwirtschaftliche Katastrophe. Erst wurden hier die Arbeitsplätze zerstört, dann sank die Kaufkraft, und nun kann überwiegend nur noch ins Ausland verkauft werden. Die Folge einer dubiosen und zerstörerischen Wirtschaftspolitik, wo kaum in das eigene Land investiert wurde. [QUOTE]Dieses "Recht" ist aber nicht vom Himmel gefallen, sondern ist gerade dieser Ausdruck von Wertschätzung jeders Bürgers Leben. Man lässt diejenigen, die eigentlich verhungern würden, gut leben.[/QUOTE] Eine naive Fehleinschätzung, die sich historisch widerlegen lässt. Den jahrzehntelangen Arbeitskampf hatte ich ja schon genannt. Mit Wertschätzung hat das nichts zu tun, diese Ausgleichsleistungen wurden erkämpft ! Von einem guten Leben kann bei H4 und Sozialhilfe schon mal überhaupt nicht die Rede sein, ich denke mal es wird höchste Zeit, daß du mal wieder in diesen "Genuß" kommst und dann gleich zu 100% sanktioniert wird. Verdient hast du es dir jedenfalls. [QUOTE]Eigentlich in geringem Maß unter Bismarck, um die Sozialdemokraten niederzuhalten, und dann in sehr hohem Maß unter dem Mann mit dem kleinen Bart (wenn man alles abschaffen würde, nur weils von ihm kam... uiuiuiuiuiui).[/QUOTE] So, so der Mann mit dem kleinen Bart, hatte in sehr hohem Maß Sozialleistungen eingeführt.. nicht in sehr hohem Maß, jedoch in sehr hohem Maß auf Kosten besetzter Länder, Juden und Zwangsarbeiter, was du in deiner propagandistischen Halbwahrheit nicht hinzugefügt hast. War ne schöne Zeit damals in Uniform, gell ? [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei#Sozialpolitik_auf_Kosten_besetzter_L.C3.A4nder[/url] So, jetzt habe ich aber genug Quatsch für heute gelesen. |
| Waldemar | [QUOTE]ich denke mal es wird höchste Zeit, daß du mal wieder in diesen "Genuß" kommst und dann gleich zu 100% sanktioniert wird.[/QUOTE] Oder gleich garnichts bekommt. Da er erstmal sein gesamtes Lebenswerk verbrauchen kann... was über die 150 € mal Lebensjahr angerechnet wird. Ausgenommen das Schönvermögen für das Alter.. Aber das holen sich dann halt später in der Grundsicherung wegen der Altersarmut. Und Immobilien ebendso. Und alles was er erbt wird auch zu 100% als Einkommen angerechnet. |
| OrcaDesign | [QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i] [quote]Das wenige Geld welches H4-EmpfängerInnen aber auch andere Arbeitslose beziehen, und mit dem sie in der Praxis NICHT am gesellschaftlichen Leben teilhaben können...[/quote] Was heißt bitteschön Teilhabe? Sorry, aber Freundschaft kann man nicht befehlen. Auch mit mehr Geld kommst du nicht in andere soziale Umfelder. Das muss schon deine Persönlichkeit richten.[/quote] DAS habe ich mich bei der Diskussion sowieso auch schon immer gefragt - ist damit das 10. Bier in der Kneipe gemeint, die 5. Schachtel Kippen, die Jahreskarte vom örtlichen Theater... oder in welchem Zusammenhang soll da zuwenig Geld vorhanden sein, um am "gesellschaftlichen Leben" teilzunehmen? Meine Güte - dann sollte ich als Angestellter wohl lamentieren, zuwenig (Frei-)Zeit zu haben, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben... Denn in dem, was ich in der Richtung überhaupt noch mache, fällt mir bisher nicht auf, dass das nennenswert mit Geld zu tun hätte... :rolleyes: |
| Waldemar | [QUOTE]ist damit das 10. Bier in der Kneipe gemeint, die 5. Schachtel Kippen, die Jahreskarte vom örtlichen Theater... oder in welchem Zusammenhang soll da zuwenig Geld vorhanden sein, um am "gesellschaftlichen Leben" teilzunehmen?[/QUOTE] Keine Angst.. dafür ist im H4 Bezug kein Geld vorgesehen. Weder für Alkohol noch für Tabak... Abteilung 9 (Freizeit, Unterhaltung, Kultur) In der EVS 2003 wurden diese Ausgaben noch mit 54,8690% berücksichtigt, in der EVS 2008 nur noch mit 52,9833%, das entspricht einer Regelsatzverringerung um 1,42 Euro. Ein Kinobesuch wird damit zum echten Luxus. |
| OrcaDesign | Aha, Kinobesuch entspricht also der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben... ... und ich dachte bislang immer, Kino wäre ähnlich dem Fernsehabend zu Hause, nur mit besserem Bild, Ton und popcornraschelnden Sitznachbarn. Naja, das muss man mit einem Ehrensold sich jedenfalls bestimmt nicht mehr geben... da dürfte ein Heimkino doch 'drinne' sein. :eek: :D |
| Ronin76 | Zum gesellschaftlichen Leben, auch soziales und kulturelles Leben genannt, gehören auch noch: - Gastronomie (Restaurants, Kneipen, Bars, Imbißstände, Discos) - Theater, Oper, Operette, Musical, Konzerte - Sportveranstaltungen - Freizeitsport wie zB Dart, Billiard, Fahrradfahren - Sport - Museen, Ausstellungen, Gallerien - Mitgliedschaft in Vereinen - Schulischer und außerschulischer Unterricht, zB an der VHS, Musikunterricht, Theatergruppen Dies Alles ist den meisten H4-Beziehern und anderen prekären Menschengruppen nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Die Folge davon ist [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Isolation#Arbeitslose]soziale Isolation[/URL], körperliche- und psychische Krankheiten. Wer weiß wie es ist wenn man zu Bekannten und Freunden immer sagen muß "dafür habe ich kein Geld", weiß was ich meine. Da die oben genannten Dinge so fest in der Gesellschaft verankert sind, muß man sich ständig wiederholen, da beim nächsten Mal von Bekannten/Freunden schon alles wieder vergessen wurde. Und irgendwann wenden sich diese Personen dann von einem ab, weil mit dem armen Langweiler ja sowieso nichts anzufangen ist. Die Wenigsten finden es unterhaltsam über Politik und andere Themen zu diskutieren und philosophieren, oder einfach mal daheim in der Stube zu sitzen und einen Tee oder ein Bier zu trinken. |
| OrcaDesign | Weißt Du Ronin76, in solchen Diskussionen ziehe ich mich bewusst immer auf den Standpunkt zurück, dass ich einzig und allein nur von mir sprechen kann - und wenn ich das als Referenzpunkt nehme... dann kann ich zu den von Dir aufgeführten Dingen weitestgehend sagen "dafür habe ich kein Geld". Allerdings im anderen Sinne (insbesondere z.B. bei Gastronomie: Weshalb sollte ich für Fertigschmeck aus der Tüte das fünffache bezahlen, nur weil ich's nicht selbst in die Mikrowelle gesteckt habe vorher?? Und so ist es in praktisch fast allen Restaurants doch heute so - enttäuschend mehrheitlich). Klar, solche Situationen empfindet man anders, wenn man sagen muss 'schade, ich kann nicht wegen dem Geld' als wie bei mir 'nö du, dafür ist mir mein Geld echt zu schade'. Allerdings müsste ich nach Deiner These dann ja reichlich isoliert sein. "Die Folge davon ist soziale Isolation, körperliche- und psychische Krankheiten" halte ich insofern für ein Gerücht, da ich reichlich 'andere' soziale Kontakte und gesellige Zusammenkünfte pflege, ohne dass dadurch nennenswert ein Loch in meine Kasse gerissen wird. Der Besuch im Spartentheater belief sich bisher in aller Regel auch unter 10€ (nicht ermässigt) - und mehr als einmal im Monat ist zeitlich schon nicht drin (abgesehen davon weiß ich auch nicht wie, weshalb das besonders gesellschaftlich sein soll; man lässt sich berieseln). Freizeitsport wie das von Dir erwähnte Radfahren kostet sowieso nichts (außer ein Fahrrad zu haben). Und wieviele Vereine würden sich um jemanden reißen, der eine ehrenamtliche Aufgabe ausfüllt. Etc. pp. Nun ist mir freilich klar, dass ich da schlecht als typischer Vertreter der Gesellschaft durchgehe... z.B. gibt's für mich kaum was öderes, als Samstags in den nächsten Mukkeschuppen zu ziehen - zur wöchentlichen Fleischbeschau, pardon, zum Abtanzen. :rolleyes: Soziale Isolation folgt meines Erachtens hauptsächlich aus eben jener Situation der Arbeitslosigkeit selber... siehe das bekannte 'Problem', was so viele Rentner ereilt nach ihrer Pensionierung. Und nicht ohne Grund soviele davon dann jene erwähnten Ehrenämter auch besetzen. Und der sowieso starken Tendenz zur Individualisierung in diesem Land, wo alle am liebsten alles für sich und alleine haben/machen. Werft mal einen Blick in die Nachbarländer, wo das gesellschaftliche Leben sich abends auf der Straße / im Stadtpark / etc. abspielt. |
| Waldemar | Was ein schwachsinns Gesülze.. Sorry, aber das alles zeugt davon, dass Du leider nicht vorstellen kannst, was es bedeutet, auf dem absoluten Minimum DAUERHAFT zu leben. Einfacher sicher, wenn man nicht ganz alleine ist. Aber für mich sind 10 Euro 1 Woche leben.."überleben" meistens die letzte im Monat. Hinzu kommt die Tatsache, dass alles in dieser EVS realitätsfremd sind. Und die Isolation fängt mit der Tatsache an, dass man genau weiß, dass immer auf etwas verzichten muss um mir andere Sachen zu leisten. Kauf ich mir Insulin... oder Essen? oder verzichte auf das Spirtzen von Insulin.. aber dann brauch kein Essen mehr usw.. |
| Ronin76 | @OrcaDesign Erstens sind Restaurants kein Ort wo man sich für gewöhnlich nur wegen dem Sattessen trifft, denn das kann man auch daheim machen. Das ist eben der Schwachpunkt, wenn man nur von sich selbst ausgeht. Zweitens ist es ein großer Unterschied ob du freiwillig, zb aus Geiz, auf die genannten Dinge verzichtest, oder sie dir überhaupt nicht leisten kannst. Der Punkt war und ist nicht der freiwillige Verzicht. Du darfst so sparsam und geizig sein wie du willst, solange das nicht das soziale und kulturelle Leben Anderer einschränkt, und du dich als Maß der Dinge präsentierst. Hier geht es es auch nicht ums Konsumieren oder eine Fleischbeschauung, sondern um Kommunikation, Interaktion, Bewegung, und Emotionen, falls das deinem rationalen Verstand überhaupt etwas sagt. Und nein es ist kein Gerücht, daß ein Mangel an gesellschaftlichen Aktivitäten sehr häufig zu Isolation führt. Viele Tausend Erwerbslose, Sozialhilfeempfänger, Hausfrauen, Alleinerziehende, Behinderte, Kranke, Rentner, Psychologen, Psychiater, Soziologen, und noch viele Andere werden dir das gerne bestätigen. Arbeitslosigkeit kann eine Ursache sein, muß es aber nicht. Hättest dir vielleicht auch mal den Link und besonders diesen Satz durchlesen sollen: [QUOTE]Diese Tendenz wird durch die mit der Arbeitslosigkeit einhergehende Verschlechterung der materiellen Lage noch verstärkt[/QUOTE] [QUOTE]Freizeitsport wie das von Dir erwähnte Radfahren kostet sowieso nichts (außer ein Fahrrad zu haben). [/QUOTE] Und wer übernimmt Reparaturen, Logistik, und kauft Ersatzteile ? Fahrradfahren gehört übrigens schon zu den eher teuren Aktivitäten, wenn man nicht gerade ständig Fahrräder klaut oder bei Bekannten ausleiht. Und jetzt die große Preisfrage: Wie lange hast du, OrcaDesign, eigentlich schon Hartz-IV bezogen ? |
| OrcaDesign | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] Und wer übernimmt Reparaturen, Logistik, und kauft Ersatzteile ? Fahrradfahren gehört übrigens schon zu den eher teuren Aktivitäten, wenn man nicht gerade ständig Fahrräder klaut oder bei Bekannten ausleiht. [/quote] ... aha, und was ist daran so teuer, auf Dauer? Was Radfahren betrifft, denke ich recht gut zu wissen, wovon ich rede und welche Kosten da auf einem zukommen... auf die 10tkm komme ich locker im Jahr. Bzw. kam ich die letzten Jahre locker. Derzeit eher unwahrscheinlich, da fehlt einfach der tägliche Weg zur Arbeit (waren mal 2x20km). Logisitik...? Höh? Tür auf, raus und los. Oder gehörst Du etwa zu den 'Radfahrern', die erst mit dem Auto endlos irgendwo hinfahren, um da dann eine kleine Runde um den Block zu drehen... so wie die vielen 'Reiter', die ihr Transportmittel durch die Gegend kutschieren. *g* Im Übrigen muss das Ziel einer Radtour auch nicht immer der Biergarten oder die Eisdiele sein... (sorry, der Seitenhieb gegen 90% der Rennradfahrer musste sein :D) [quote]Erstens sind Restaurants kein Ort wo man sich für gewöhnlich nur wegen dem Sattessen trifft, denn das kann man auch daheim machen. Das ist eben der Schwachpunkt, wenn man nur von sich selbst ausgeht.[/quote] Jein - mir vergeht nur die Lust bereits darauf, wenn ich gleichzeitig dadurch 'gezwungen' werde, mir nicht unerhebliche Beträge für etwas aufzuwenden, wo ich die Preisrelation nicht für sehe. Und da das andere zum Glück ähnlich sehen... gab's schon oft genug die geselligen Zusammenkünfte, wo jeder was zum Essen beiträgt (mitbringt). Geht ebenfalls. [quote]Wie lange hast du, OrcaDesign, eigentlich schon Hartz-IV bezogen ?[/QUOTE] ... nur lange genug als Student von weitaus weniger als dem Hartz-IV-Satz gelebt... und mir dabei nicht gerade sozial isoliert vorgekommen... Liegt 'vielleicht' als solches aber dann auch daran, dass man sich dann 'zwangsweise' auch eher mit Leuten umgibt, die nicht nennenswert anders finanziell aufgestellt sind - um grad nochmal Dein Argument aufzugreifen, dass man dann ja immer sagen müsste 'hab kein Geld - sorry'. [quote]Was ein schwachsinns Gesülze.. Sorry, aber das alles zeugt davon, dass Du leider nicht vorstellen kannst, was es bedeutet, auf dem absoluten Minimum DAUERHAFT zu leben.[/quote] Deine Meinung ('schwachsinniges Gesülze') - wie erwähnt, ich spreche von mir und als solches kann das schlecht schwachsinnig sein, auch wenn Dir der Inhalt nicht zu gefallen weiß. Und zu Deiner Frage: Siehe oben, sehr wohl. Aus der Zeit habe ich im Grunde mein jetziges Verhalten ja auch nur 'übernommen' und führe es schlicht weiter. Mehr Geld zu haben ist zwar nun schön (macht es auch einfach, wenn mal was kaputt ist -> da verstehe ich die Probleme durchaus, wenn schon sonst kein Geld da ist), aber muss ja nicht zwangsweise dazu führen, dass man's deswegen raushaut. Stichpunkt 'unter seinem Verhältnissen leben' -> das machen allzu viele nämlich falsch, wenn sie z.B. eine Gehaltserhöhung bekommen. *puff* und weg ist der Vorteil, nur weil man der Meinung ist, dann deswegen gleich unbedingt eine teurere Bude veranschlagen zu müssen. [quote]Hinzu kommt die Tatsache, dass alles in dieser EVS realitätsfremd sind./quote] Da will ich Dir sogar nicht einmal widersprechen - auf der anderen Seite... wenn das Dein Aufhänger ist, betrachte den H4-Satz als Ganzes - bei jedem anderen Einkommen rechnet Dir ja auch keiner vor, wofür und wie das zustande gekommen ist. [quote]Kauf ich mir Insulin... oder Essen?[/quote] Seit wann zahlt medizinisch notwendiges die Kasse nicht mehr? Privat versichert dürftest Du demnach ja kaum sein (da muss man ja zumindest immer alles vorlegen)... [quote]Und die Isolation fängt mit der Tatsache an, dass man genau weiß, dass immer auf etwas verzichten muss um mir andere Sachen zu leisten.[/quote] Inwiefern das mit Isolation zu tun hat, lasse ich mal dahingestellt... der zweite Teil des Satzes hingegen dürfte universal gültig sein... außer man schwimmt wirklich in soviel Kohle, dass man gar nicht mehr weiß wohin damit... Bei mir war's eben schon immer so, dass ich mein Geld lieber in Dinge investiert habe, von denen ich langfristig etwas habe bzw. mir langfristig Freude bereiten. Sprich, nicht jeden Freitag in die Kneipe und dann mal 80DM auf den Kopp hauen (wie mein lieber WG-Mitbewohner seinerzeit) - und sich dann wundern, weshalb ich mir dies und jenes leisten konnte und er nicht (wobei ich mich gleichzeitig immer darüber gewundert habe, wie er jedes WE ohnehin soviel Geld da auf den Kopp hauen konnte - wäre bei mir finanziell gar nicht möglich gewesen). Will sagen: Das eine haben zu wollen war und ist auch immer gleichzusetzen mit Verzicht auf etwas anderes. Freilich verschiebt sich der Level, je nach zur verfügung stehenden Einkommen. |
| Ronin76 | [QUOTE]... aha, und was ist daran so teuer, auf Dauer? Was Radfahren betrifft, denke ich recht gut zu wissen, wovon ich rede und welche Kosten da auf einem zukommen... auf die 10tkm komme ich locker im Jahr. Bzw. kam ich die letzten Jahre locker. Derzeit eher unwahrscheinlich, da fehlt einfach der tägliche Weg zur Arbeit (waren mal 2x20km). Logisitik...? Höh? Tür auf, raus und los. Oder gehörst Du etwa zu den 'Radfahrern', die erst mit dem Auto endlos irgendwo hinfahren, um da dann eine kleine Runde um den Block zu drehen[/QUOTE] Dann weißt du ja was Verschleißteile an Fahrrädern heute kosten: Mäntel, Schläuche, Bremsbeläge, Seilzüge, Kettensatz. Ab und zu geht auch mal was Anderes kaputt. Dazu kommen Pflegemittel, Schmiermittel, Flickzeug, Werkzeuge, Bekleidung und sonstiges Zubehör. Du lebst auf hohem Niveau, daher sind das für dich Peanuts, anderst geht die Rechnung nicht auf. Ich selbst bin jahrzehntelang, täglich Rad gefahren, habe Radsport betrieben und viel selbst repariert, weiß also Bestens Bescheid. Logistik bezieht sich eher auf andere Aktivitäten, wo man zB auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, oder eben ein Fahrzeug für den Transport der Ausrüstung benötigt. Angenommen dein Fahrrad ist kaputt und du brauchst schnell Ersatzteile, der Zubehörladen oder die Werkstatt ist jedoch weit entfernt. Dann muß du entweder mit einem eigenen Fahrzeug, oder dem öffentlichen Nahverkehr dorthin gelangen. [QUOTE]... nur lange genug als Student von weitaus weniger als dem Hartz-IV-Satz gelebt... und mir dabei nicht gerade sozial isoliert vorgekommen... Liegt 'vielleicht' als solches aber dann auch daran, dass man sich dann 'zwangsweise' auch eher mit Leuten umgibt, die nicht nennenswert anders finanziell aufgestellt sind - um grad nochmal Dein Argument aufzugreifen, dass man dann ja immer sagen müsste 'hab kein Geld - sorry'.[/QUOTE] Also hast du, wie ich es mir schon dachte, noch gar nie Hartz-IV bezogen und maßt dir an, über diese Lebenssituation Bescheid zu wissen. Dann möchte ich dir auch mal beschreiben, welche Erfahrungen ich mit Studenten gesammelt habe: Ein Studentenleben ist nicht mir H4 und Sozialhilfe vergleichbar, denn Studenten leben entweder in WGs, Wohnheimen, bei den Eltern, oder bekommen von den Eltern eine Wohnung und oft noch ein Auto finanziert. Da Studenten meistens jung und vital sind, bekommen sie relativ problemlos Jobs und haben auch noch durch die Universität und Wohnsituation viele soziale Kontakte, wodurch auch mehr finanzielle und materielle Möglichkeiten bestehen. Die Großeltern stecken häufig auch noch jeden Monat was zu. (Langfristige) H4-Empfänger haben all dies meistens nicht, denn wer schenkt schon faulen und nichtsnutzigen Arbeitslosen Geld und andere Dinge, wo sie doch schon vom Amt genügend Kohle fürs Nichtstun bekommen und nur den Beschäftigten auf der Tasche liegen ? So der allgemeine Volksmund, denn im Gegensatz zu Studenten sind H4- und Sozialhilfeempfänger stigmatisiert. Die anspruchslosen Jobs welche H4-Empfänger ausüben könnten, werden von Studenten und Auszubildenen belegt, denn die sind ja noch fit, widerspruchslos und flexibel. Darum auch das ständige Geschrei von rot-grün nach mehr Bildung (Bildungswahn), denn die Schüler von heute sind die Studenten und Billiglohnarbeiter von morgen. Nur weil du mit deinem Geld wirtschaften kannst, heißt das doch lange nicht, daß andere so leben wollen und damit auskommen würden. Ich lese da auch eine Portion Neid heraus, denn dir passt es nicht, daß Andere ihr Geld verprassen können, ohne viel darüber nachdenken zu müssen, während bei dir im Kopf stets der Taschenrechner rattert. Es wäre einfacher wenn du zugeben würdest, daß du zu wenig Geld und andere materielle Dinge hast und mehr beanspruchst, anstatt daraus ein asketisches Vorbild zu machen. So ne Abwärts-Spar-Spirale ist nicht gesund, denn irgendwann hast du dann gar nichts mehr, und all das Sparen hatte dir nur für den Moment über die Runden geholfen. [QUOTE]Seit wann zahlt medizinisch notwendiges die Kasse nicht mehr? Privat versichert dürftest Du demnach ja kaum sein (da muss man ja zumindest immer alles vorlegen)...[/QUOTE] Bei Diabetes weiß ich das nicht, jedoch zahlen Krankenkassen bei Zahnreparaturen, Zahnersatz und Sehhilfen schon seit Jahrzehnten kaum noch etwas, bzw bei Brillen und Augenuntersuchungen gar nichts mehr dazu, obwohl Fehlsichtigkeit neben Zahnschäden, die wohl häufigste Erkrankung des Menschen ist. |
| OrcaDesign | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] Dann weißt du ja was Verschleißteile an Fahrrädern heute kosten: Mäntel, Schläuche, Bremsbeläge, Seilzüge, Kettensatz. Ab und zu geht auch mal was Anderes kaputt. Dazu kommen Pflegemittel, Schmiermittel, Flickzeug, Werkzeuge, Bekleidung und sonstiges Zubehör. Du lebst auf hohem Niveau, daher sind das für dich Peanuts, anderst geht die Rechnung nicht auf. Ich selbst bin jahrzehntelang, täglich Rad gefahren, habe Radsport betrieben und viel selbst repariert, weiß also Bestens Bescheid. [/quote] ... dabei aber anscheinend nicht alle Möglichkeiten des Geldsparens ausgenutzt - oder es musste was modernes sein, mit >8-Ritzel aufwärts hinten. Oder Rennradfahrer... <- das soll nicht abwertend sein, nur der Hinweis darauf, dass mich mit dem Hobby 'Radfahren' eher Radreisen bzw. Radwandern (ausgedehnte Tagestouren a 100km) verbinden, sprich, mir es von vornherein eher auf langlebige und praktische Räder ankommt. Sprich: 6-Gang hinten maximal (dickere Ketten, stabilere Technik), Stahlrahmen, etc. - und Gewichtsoptimierung auch kaum eine Rolle spielt (was bei Hobbyradfahrern sowieso eher Marketinggag ist...). Mein dienstältester Randonneur ist von 1991... und seitdem auch in meinem Besitz, tut es immer noch für diese Zwecke. Nachdem ich zu Studi-Zeiten noch relativ akribisch Haushaltsbuch geführt habe, kann ich Dir als Kennzahl für Unterhalt und Wartung <10€ mitgeben... Bremsbeläge kosten 2,50€, 6fach-Ketten der besseren Art 6€, Schläuche gibt's regelmässig im Aldi für 6€ im 2er-Pack (womit auch das Flickzeug entfällt - lohnt schlicht nicht).... und fällt üblicherweise höchstens einmal im Jahr an. Das teuerste waren da in der Tat Materialschäden wie gebrochene Kurbeln, Felgen und der Krempel. Aber auch da... gebraucht kaufen ist das Schlagwort - und halt regelmäßig auf ebay nach Schnäppchen gucken. Was bei diesen alten Schüsseln (obsoleter Technik) eben recht günstig ging bisher. Einzig die Ersatzritzel machen mir langsam Sorgen auf meiner Alltagsmöhre (möchte die Kassette nur ungern austauschen gegen diese simpleren Schraubteile). Sprich, da 'darf' wahrscheinlich langsam was moderneres her... [quote]Logistik bezieht sich eher auf andere Aktivitäten, wo man zB auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, oder eben ein Fahrzeug für den Transport der Ausrüstung benötigt. Angenommen dein Fahrrad ist kaputt und du brauchst schnell Ersatzteile, der Zubehörladen oder die Werkstatt ist jedoch weit entfernt. Dann muß du entweder mit einem eigenen Fahrzeug, oder dem öffentlichen Nahverkehr dorthin gelangen.[/quote] Hobbys können in der Regel auch warten... bis der Briefträger zwei Tage später klingelt und das gleiche Teil für ein Drittel des Preises im Laden vorbeibringt... [quote]Also hast du, wie ich es mir schon dachte, noch gar nie Hartz-IV bezogen und maßt dir an, über diese Lebenssituation Bescheid zu wissen. [/quote] Hmm... da unterstellst Du mir dann doch etwas, was Du vielleicht sehen willst... wo steht das? Meine Eingangsfrage zu dem Thema war, was Geld mit der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu tun hätte. Ohne Wertung, höchstens mit gewissem Unverständnis zu diesen 'Argumenten'. [quote]Ein Studentenleben ist nicht mir H4 und Sozialhilfe vergleichbar, denn Studenten leben entweder in WGs, Wohnheimen, bei den Eltern, oder bekommen von den Eltern eine Wohnung und oft noch ein Auto finanziert.[/quote] ... was immer das Auto nun 'beweisen' soll... sind wir in dem Land etwa schon soweit, dass Auto zum gesellschaftlichen Minimum gehört? -> ein Glück, dass diese Ansicht rückläufig ist in unserer Jugend (der Hang zu Prollkisten ist stark gesunken) Und ja, Studenten leben in aller Regel in schlechteren Buden als H4-Empfänger, da noch weniger finanzielle Mittel vorhanden sind (kein Amt, was diese direkt bezahlt). Wo ist das nun ein Problem? Verstehe ich nicht, was das jetzt belegen soll... [quote]Da Studenten meistens jung und vital sind, bekommen sie relativ problemlos Jobs und haben auch noch durch die Universität und Wohnsituation viele soziale Kontakte, wodurch auch mehr finanzielle und materielle Möglichkeiten bestehen.[/quote] Mit jung und vital hat das weniger zu tun, eher damit, dass diese steuerlich so sehr durch den Staat begünstigt werden, dass es relativ viele Arbeitgeber gibt, die so einen Studenten eben dann auch einstellen. -> keine Lohnnebenkosten, relativ flexibel einsetzbar ('Jumper', welche man bei Bedarf recht schnell rufen kann - praktisch wie Zeitarbeiter, nur ohne einen solchen Sklavenhalter), etc. [quote]Die Großeltern stecken häufig auch noch jeden Monat was zu.[/quote] Monatlich eher nicht... und das war insofern gut, da dass kein Geld war, was verplant war... interessanterweise richten sich die persönlichen monatlichen Ausgaben der meisten Menschen ja doch irgendwie an dem, was man monatlich auch hat (gilt tatsächlich über einen großen Bereich, pass mal drauf auf -> immer peut-a-peut mehr Geldschlucker... der grösste steht dabei meist vor der Tür, aus Metall). Trotzdem... nachdem ich wie erwähnt recht gut Buch geführt hatte (einfach, da ich ansonsten allzu gerne dazu neigte, eben manches zu vergessen)... habe ich die Zahlen noch recht gut in Erinnerung, um zu wissen, wovon es sich trotz aller Entbehrungen recht gut doch leben ließ. Das waren 650DM monatlich, für alles (!), d.h. Miete + Internet + Fahrtkosten + Bücher + Studienunterlagen + Kleidung + Essen... und weiß wie, meist habe ich es trotzdem sogar noch geschafft, mir so um die 50 DM zurückzulegen. Bzw. für Hobbys aufzuwenden wie das Fahrradfahren. Oder für den PC. [quote](Langfristige) H4-Empfänger haben all dies meistens nicht, denn wer schenkt schon faulen und nichtsnutzigen Arbeitslosen Geld und andere Dinge, wo sie doch schon vom Amt genügend Kohle fürs Nichtstun bekommen und nur den Beschäftigten auf der Tasche liegen ? So der allgemeine Volksmund, denn im Gegensatz zu Studenten sind H4- und Sozialhilfeempfänger stigmatisiert. [/quote] Studenten zwar im Allgemeinen genauso (warst Du einer?)... aber ohne ins gleiche Horn tröten zu wollen: Was ist an der Aussage im Kern falsch? Faktisch leben H4-Empfänger nunmal von dem, was andere durch ihre Arbeit erwirtschaftet haben. Da sehe ich ersteinmal aber auch nichts ehrrühriges drinne - nun, in gewisser Weise...: Man kann sich auch selbst stigmatisieren, indem man immer in dieses Horn trötet und das allen auch so unterstellt gleichzeitig... [quote]Die anspruchslosen Jobs welche H4-Empfänger ausüben könnten, werden von Studenten und Auszubildenen belegt, denn die sind ja noch fit, widerspruchslos und flexibel. Darum auch das ständige Geschrei von rot-grün nach mehr Bildung (Bildungswahn), denn die Schüler von heute sind die Studenten und Billiglohnarbeiter von morgen.[/quote] Das ist eine Betrachtungsweise - die andere wäre: Was hindert den Hartzer daran, sich bildungsmäßig besser aufzustellen? Also z.B. in der Weise, wie es der 'böse' Student gleichzeitig ja auch macht - um genau eben das Problem damit nachher nicht mehr zu haben. [quote]Nur weil du mit deinem Geld wirtschaften kannst, heißt das doch lange nicht, daß andere so leben wollen und damit auskommen würden.[/quote] Auskommen sicherlich, auskommen wollen wahrscheinlich vielfach nicht. Da gebe ich Dir absolut recht... es stellt sich an der Stelle nur wieder die Frage, wofür Sozialhilfe sein soll. Soll damit ein Leben finanziert werden, wie es ein Arbeiter sich gerade erwirtschaftet? Wieviel mehr würdest Du denn monatlich wollen bzw. als ausreichend genug betrachten? Und wenn, weshalb ausgerechnet diese Summe? Und weiter, wie kommst Du darauf, dass Du dann mit diesem Unterhalt zufrieden wärst? [i]Nachbars Gras ist immer grüner als das eigene[/i] (-> solange es irgendjemand besser geht... und das wird es immer - real oder vermeintlich, den vieles ist auch nur Schau und Protz, wie das dicke Auto) (die Antworten auf die Fragen aus dem Absatz würden mich tatsächlich interessieren - nicht um diese zu zerpflücken, sondern aus ehrlichem Interesse) [quote]Ich lese da auch eine Portion Neid heraus, denn dir passt es nicht, daß Andere ihr Geld verprassen können, ohne viel darüber nachdenken zu müssen, während bei dir im Kopf stets der Taschenrechner rattert.[/quote] Ach sagen wir's so: Ich wäre mit Sicherheit zufriedener, wenn nicht die Zukunft immer sich so düster präsentieren würde. So muss man ja immer für etwas sorgen, was man gar nicht wirklich abschätzen kann. [quote]Es wäre einfacher wenn du zugeben würdest, daß du zu wenig Geld und andere materielle Dinge hast und mehr beanspruchst, anstatt daraus ein asketisches Vorbild zu machen. So ne Abwärts-Spar-Spirale ist nicht gesund, denn irgendwann hast du dann gar nichts mehr[/quote] Zum Glück bin ich mittlerweile nicht mehr sonderlich abhängig von irgendwelchen Statussymbolen oder der neusten Technik oder sonstigen dergleichen Geldfressern... ohne die unsere Wirtschaft zwar nicht funktionieren würde, aber das soll nicht mein Problem sein, solange genügend andere Geld für Dinge auf den Kopp hauen, den einen die Gesellschaft als wichtig zu haben eingeredet hat (wie alles, was von Apple kommt, um ein gutes Beispiel zu nennen - oder eben jenes alte Statussymbol des dicken Autos vor der Tür...). Und nein, an Geld mangelt's da weniger - hin und wieder gönne ich mir auch durchaus was davon... und sicher ist es angenehmer so beim Einkauf, dann nicht auf jeden Euro achten zu müssen... aber nochmal: Wenn man dann so leben würde wie es das Einkommen hergibt, hat man unterm Strich auch nicht mehr als zuvor mit 600DM. Siehe mein Punkt mit, dass sich 'seltsamerweise' Ausgaben und Einkommen bei so vielen wunderbar angleichen... 'gestiegener Lebensstandard' nennt sich das dann. Nun, wer's braucht... z.B. die eingebildeten neidischen Blicke vom Nachbarn, weil man Neuwagen und IPad hat... Glücklicher sehen die aber dennoch selten aus. *schulterzuck* |
| weisskreutz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]Es war schon spät wo ich das geschrieben hatte, daher der Rechenfehler. Beim ALG II sind es natürlich 12 x 700 Euro, da sind die Kosten der Unterkunft enthalten. Ein ausgedienter Bundespräsident bekommt jedoch schon ca. 500.000 Euro im Jahr, nur für dieses Amt. Wulff hat ja auch noch Ansprüche aus seiner Zeit als Minister. Man kann da jetzt natürlich noch spitzfindig rumrechnen, aber offensichtlich ist doch, daß ein Bundespräsident ein Vielfaches von H4-Empfängern aber auch DurchschnittsverDIENERn bekommt (monatlich ca. 2600 € brutto, laut offiziellen Zahlen). Das ist soviel Geld daß er damit jeden Tag in Saus und Braus leben kann und nich mal im Traum daran denken muß, jeden Euro 3x umzudrehen, bevor er für Grundbedürfnisse (Nahrung, Kleidung, Hygieneartikel) ausgegeben wird. 199.000 € Ehrensold (wieso eigentlich keine 200.000 ?) 280.000 € fürs Büro inkl. Personal 78.000 € Aufwandsentschädigung - einmalig oder im Jahr ? Und dann wären da noch die Kosten für aktive Bundespräsidenten, wie 20.000 € für Poster und Autogrammkarten, und das ist nur ein kleiner Posten. Schloß Bellevue, Möblierung, Fuhrpark, Reisekosten, Personal,... [/B][/QUOTE] Die Aufwandsentschädigung bekam er jedes Jahr. Wofür weiß ich nicht. Ich nehme an, dass es sich um das Jahresgehalt aus seiner vor-politischen Zeit handelt. Das ist bei Abgeordneten auch so. Das soll ein Berufspolitikertum (wie z.B. bei den Grünen vorhanden) verhindern. Da kann man wahrlich streiten, ob das bei den Geldmengen legitim ist. Das Geld für Büro und Personal kannst du schlecht auf seine Bezüge zurechnen, denn schließlich ist das ein Arbeitsplatz. Der hat nichts mit privatem Verbrauch zu tun. Schließlich wird einem Produktionsarbeiter die von ihm bediente 1,5 Millionen Euro teure Werkzeugmaschine auch nicht auf das Monatsgehalt aufgerechnet, und dem Abteilungsleiter nützen die Gehälter seiner Untergebenen auch recht wenig, oder? Wir sind uns aber sicher einig darin, dass gerade Wulff dieses Büro nicht benötigen wird, da er bei seiner (nicht vorhandenen) moralischen Autorität, ein Weiterwirken eher fraglich ist. Daher stellt sich die Frage der Notwendigkeit dieser Ausgabe. Auch die Poster etc sind Amtsausgaben, und haben mit der Privatperson Wulff nichts zu tun. [QUOTE] [i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] Darum hatte ich auch noch die absolute Armut erwähnt, die liegt weitaus darunter. Der ALG-II Regelleistungssatz kommt da schon nah ran, und wenn dann noch sanktioniert wird, was ja häufige Praxis ist, besteht absolute Armut. Nicht nur in Drittweltslums, sondern auch mitten in Deutschland gibt es absolute Armut, sie will von Menschen wie weisskreutz nur nicht gesehen werden.[/QUOTE] Das kannst du aber niemandem anlasten. Sanktionen sind deine eigene Schuld, schließlich ist H4 nur ein Sicherheitsnetz und keine Hängematte. Absolute Armut ist definiert mit einem Jahreseinkommen (nicht Monatseinkommen) von weiniger als 150 $. Mit deinen ca. 700 € (eigentl 880 €) im Monat bist du bei 8400 € (eigentl. 10560 €) jährlich. 8400 € sind momentan ca. 11200 $. Was da bitteschön nah dran sein soll kannst du mir gerne erklären. [QUOTE]Wie aus den Medien bekannt ist, sind schon einige H4-Empfänger verhungert, und täglich kann man in großen aber auch in kleinen Städten Menschen beobachten die betteln, Essen und Pfandleergut aus Mülleimern und Containern holen, zur Essensausgabe gehen, Altkleidersäcke durchwühlen, und zum Überleben "stehlen".[/QUOTE] Verhungert ist 2007 ein einzelner 20-jähriger Geisteskranker in Worms. Laut seiner Mutter hatten sie gemeinsam beschlossen zu verhungern. Sie überlebte. Scheint mir eher eine Art Märtyrer-Komplex gewesen zu sein, den die Linke dann dankbar aufgenommen hat. Einer ist nicht Einige, Ronin, und der h4-Satz ist für das Verhungern nicht kausal geworden, sondern lediglich ein irrationaler Entschluss. Es gab noch den Fall des bisher ungeklärten Tod einer 36-jährigen Brasilianerin, deren 2-jähriges Kind verhungert ist. Auch dieser Fall wurde von der Linken schamlos versucht zu instrumentalisieren. Schlimm genug wenn Kinder wegen Nichtversorgung sterben, ekelhaft wird das aber dann, wenn gewisse Leute das nutzen wollen, um ein paar Euro mehr abzugreifen. Betteln muss niemand. Manche bessern ihr Hartz auf- teilweise sehr erfolgreich, wie eine interessante Doku vor einiger Zeit aufgezeigt hat. Erfolglose Bettler machen 20€, so richtige Originale mit Rauschebart, Alm-Öhie-Klamotten und niedlichem Hund über 100€ am Tag. Desweiteren gibt es diejenigen, die sich fürs unabhängige Wandern entschieden haben, und schlußendlich die oft anzutreffenden rumänischen Bettelbanden, die zum Betteln saisonal anreisen. Pfandflaschen werden nicht wegen H4 gesammelt, sondern schlicht weil sie seit Rot-Grün da sind. Das erzwungene Dosenpfand sorgt dafür, dass die Leute bares Geld wegwerfen, weil sie nicht mit riesigen PET-Flaschen durch die Gegend rennen wollen. Das Dosenpfand fiel zufällig mit den hartz-Reformen zusammen. Hätte es dieses hohe Zwangspfand früher gegeben, dann gäbe es die Flaschensammler auch schon länger. Und das Containern ist eine politische Aktionsform. Sie geschieht nicht aus Hunger, sondern aus Protest gegen die hohen Wegwerfraten (ca. 20-30% aller Lebensmittel werden weggeworfen). [QUOTE]Erst Denjenigen welchen Alles geraubt wurde, werden vielleicht mal nach Monaten willkürlich eine heruntergekommene Gemeinschaftsholzbarracke und ein paar Essensgutscheine zugewiesen, wo sie dann noch ein paar Monate bis Jahre dahinvegitieren, bis sie an der Armut verrecken. Verscharrt werden sie dann mehr oder weniger anonym an der Friedhofsmauer. Manche werden, wenn sie keine Angehörigen mehr haben, auch illegal über die Tierkadaverstelle entsorgt, ist eben billiger.[/QUOTE] Diesen Dünnschiss muss ich garnicht kommentieren. [QUOTE]Deine Nazi-Vergleiche darfst du gerne für dich behalten. Der Begriff "lebensunwert" ist auserdem nicht von den Opfern des Holocausts gepachtet und kann frei verwendet werden. Deine fantasievolle und vorurteilsgeprägte Beschreibung eines Arbeitslosen zeugt nur noch mehr von deiner Realitätsferne. Du solltest von deiner damaligen Arbeitslosigkeit in Ed Hardy Klamotten nicht auf Andere schließen. Ich trage gerade Holzschuhe, einen Schlafanzug und habe eben eine Schüssel mit Haferschleim gegessen. Noch Fragen ?[/QUOTE] Ich habe nie behauptet jemals arbeitslos gewesen zu sein. Ich hatte gesagt, dass ich als Student bequem von weniger gelebt habe. Hatte eine 18,5qm-Bude auf einem Gemeinschaftsflur mit Gemeinschaftsklo- und -dusche. Dann blieben noch 330€ zum Leben, Studiengebühren, Strom und Lehrmittel. Das ging gut. Nazi-Vergleiche habe ich nie gebraucht, und diese schwache Versuch des Refraiming, ist ziemlich armselig, wie ich finde. Vielmehr hast du den Vergleich (natürlich bewusst) impliziert. Du hast ja schließlich ganz betont "wertes und unwertes Leben" in dem Zusammenhang gebracht. Dir war natürlich klar, dass diese Begriffe nicht geschichtsneutral sind, und bei Verwendung sofort auf Rassenhygiene hinweisen. Man überlege sich Herr Friedrich würde bezüglich des Islamproblems eine "Endlösung", also eine abschließende Lösung für ein Problem, fordern. Der Begriff mag einmal wertneutral gewesen sein, die Konnotation jedoch ist heute eindeutig. "Unwertes Leben" ist übrigens schon immerund ausschließlich einer aus der Eugenik gewesen, also stell dich hier nicht dumm! [QUOTE]Angenomen es gibt in der BRD 17.000 Menschen, die jährlich 500.000 Euro zuviel haben, sind das in der Summe 8,5 Milliarden Euro. Geteilt durch die Bevölkerung der BRD von rund 81,8 Mio Einwohnern, ergibt das 104 Euro pro Person. Das Geld würde nur umverteilt werden, es gibt also überhaupt keinen gesamtwirtschaftlichen Verlust zu befürchten. Wenn 81,8 Mio Menschen mehr Geld zum Wirtschaften in der Tasche haben ist das doch gesamtökonomisch weitaus besser, als wenn das Zeug als totes Kapital auf den Konten von 17.000 Menschen liegt, oder ? [/QUOTE] Und wie kommst du auf gerade 17000 Menschen? Und wieso gerade 500000€?? Wenn diese Leute das zuviel haben, ist es denoch nicht angezeigt umzuverteilen. Wenn überhaupt gehört es in die Schuldentilgung. Die Firmen innerhalb der BRD tätigen weitaus zu viele Exporte. Das hat dazu geführt, daß über Jahrzehnte sehr viele Güter und Kapital aus der BRD ins Ausland geflossen sind, welches jetzt hier fehlt. Mehrmals Exportweltmeister gewesen zu sein, ist eine binnenwirtschaftliche Katastrophe. Erst wurden hier die Arbeitsplätze zerstört, dann sank die Kaufkraft, und nun kann überwiegend nur noch ins Ausland verkauft werden. Die Folge einer dubiosen und zerstörerischen Wirtschaftspolitik, wo kaum in das eigene Land investiert wurde. [QUOTE] So, so der Mann mit dem kleinen Bart, hatte in sehr hohem Maß Sozialleistungen eingeführt.. nicht in sehr hohem Maß, jedoch in sehr hohem Maß auf Kosten besetzter Länder, Juden und Zwangsarbeiter, was du in deiner propagandistischen Halbwahrheit nicht hinzugefügt hast. War ne schöne Zeit damals in Uniform, gell ?[/QUOTE] Ändert nichts daran, dass es genau diese Sozialleistungen und insb. Arbeiterrechte von den heutigen Arbeiterparteien mit Händen und Füßen verteidigt werden, wobei man brav das Schweigemäntelchen über ihren Ursprung breitet, ja sich sogar selbst den Lorbeer anheftet, sie eingeführt zu haben. Tatsächlich haben sie sie nur nicht abgeschafft... Ich verweise dabei gerne auf die Feiern zum Ersten Mai. Rate mal wer den Feiertag eingeführt hat ;) [QUOTE] So, jetzt habe ich aber genug Quatsch für heute gelesen. [/B][/QUOTE] Ach komm schon,,. ein paar Seiten im Kapital wirst schon noch schaffen :) |
| weisskreutz | @ OrcaDesign Deine Sichtweise gefällt mir. Ich habe da eine ähnliche Lebenseinstellung wie du, und auch vergleichbare Erfahrungen gemacht. Ich habe auch nie verstanden, warum ein Student mit 250-350 €, seiner kleinen Studentenbude und den studienbezogenen Zusatzausgaben zufrieden leben kann, während ein H4ler mit 360€ + Wohnung angeblich kurz vorm Verhungern sein soll. Aber Ronin hat ja bereits erklärt was Teilhabe bedeutet(seine Wortwahl): Geld verprassen können, ohne den Euro dreimal umdrehen zu müssen. Die Hausfrau mit ihrem ihrem Haushaltsbüchlein mit den pfenniggenau ausgefüllten Spalten für Einkommen und Ausgaben, scheint da nur eine böse Ahnung aus grauer Vorzeit zu sein. |
| OrcaDesign | [QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i] Pfandflaschen werden nicht wegen H4 gesammelt, sondern schlicht weil sie seit Rot-Grün da sind. Das erzwungene Dosenpfand sorgt dafür, dass die Leute bares Geld wegwerfen, weil sie nicht mit riesigen PET-Flaschen durch die Gegend rennen wollen. Das Dosenpfand fiel zufällig mit den hartz-Reformen zusammen. Hätte es dieses hohe Zwangspfand früher gegeben, dann gäbe es die Flaschensammler auch schon länger.[/QUOTE] ... und beides gab's doch auch schon vorher. PET-Mehrwegflaschen für 70 Pfennig lagen da verhältnismässig in der Gunst ganz weit vorne... dass Bierflaschen keiner sammelt(e) / rumschleppt(e), war bei 15 Pfennig irgendwo kein Wunder. Die 7 Cent hau ich dann sogar auch mal in die Tonne, wenn die Alternative ewiges Rumschleppen wäre. Kann mich jedenfalls gut daran erinnern, dass ich mir mit der Methode zu Bundeswehrzeiten immer wieder die eine oder andere Tankfüllung zusammengesammelt habe - faulen Flurkameraden sei dank, die die leere Flasche lieber mir in die Hand gedrückt haben als in den Mülleimer. Büchsen lachen mich heute immer noch an, wenn die 'dämlich' in der Bahn rumstehen und nicht mehr als einen Handgriff kosten (will sagen: Da rumfliegen, wo ich eh schon sitze). Leicht verdientes Geld, zum Aldi geht's sowieso einmal die Woche - 25 Cent würde auch niemand rumliegen lassen. Komisch, dass es soviele bei bisserl Blech mehr aber machen. Interessant finde ich an der Stelle eher, wieviele Menschen -gerade mit geringerem Einkommen (*)- sich eben offensichtlich NICHT die Mühe machen, sich das Geld wieder auszahlen zu lassen - und es in Form der Büchse in die nächste Mülltonne stecken. (* an der Stelle unterstelle ich einfach mal, dass Menschen höheren Einkommens selten nächtens halb blau in der Bahn büchsenbiertrinkend unterwegs sind... der Nachtzug ist jedes Mal ein wahre Goldgrube für Büchsensammler) |
| OrcaDesign | [QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i] Ich habe auch nie verstanden, warum ein Student mit 250-350 €, seiner kleinen Studentenbude und den studienbezogenen Zusatzausgaben zufrieden leben kann, während ein H4ler mit 360€ + Wohnung angeblich kurz vorm Verhungern sein soll.[/QUOTE] Ach, ich will nicht mal behaupten, dass ich damit 'zufrieden' gewesen wäre - hätte gerne mehr sein dürfen ;)... aber ich wäre ganz sicher nicht auf die Idee gekommen, bei meinen Eltern anzuklopfen und rumzunölen in der Art 'bla kann damit nicht ausgehen, bla, Kino, bla, Bier in der Kneipe, Eis in der Diele...'. Da hätte mich vermutlich -keiner- für voll genommen. :eek: Nun, aber nachdem ich etwas darüber nachgedacht habe: Ich denke, ein nicht unwesentlicher Aspekt dürfte der Vergleich mit Gleichaltrigen sein. Als Student hat es im Vergleich mit den anderen nicht sonderlich gestört - da waren ja alle irgendwie knapp bei Kasse. Wenn ich nun aber z.B. 50 wäre... und im Prinzip von Almosen leben müsste, während andere Haus, Auto, (...) ihr eigen nennen, einem das auch jeden Tag bildlich unter die Nase reiben... nun gut, da entsteht sicherlich eine Unzufriedenheit. 'Neid frisst Seele' heißt's nunmal nicht ohne Grund... vermengt mit der fehlenden Perspektive - was beim Studenten ja eher anders sein sollte... .. ... --- Edit: Ach apropos, als Nachtrag zu Ronin, da es Nix grad nochmal angesprochen/zitiert hat ("Es wäre einfacher wenn du zugeben würdest, daß du zu wenig Geld und andere materielle Dinge hast und mehr beanspruchst"): Zu wenig Geld habe ich sicherlich (wer hat das nicht?), ob mein Einkommen meiner Arbeit angemessen ist, da kann man drüber diskutieren (letzten Endes hat da Chef das letzte Wort *g*) - aber Deine These ist gewagt... und sicherlich falsch. Zumindest erlaubt es mir, ein vielfaches meines früheren monatlichen Unterhalts jeden Monat beiseite legen zu können... oh, böse, hat Geld? :rolleyes: Hmm... nunja, bin halt Ingenieur. Leide deshalb aber nicht an Größenwahn und bin mir meiner Abhängigkeit in dem Spielchen weiterhin bewusst (so ein Geldfluß kann jederzeit versiegen... sprich, 1. Schulden sind ein absolutes NoGo, denn die treiben einen definitiv in die Abhängigkeit... und 2. erreichten Lebensstandards runterschrauben ist ungleich schwerer als den bewusst niedriger gehaltenen beizubehalten und vom Ersparten mögliche Rückschläge zu Überbrücken). Abgesehen davon...: Ich gönn das angenehmere Einkommen jedem anderen ebenso, ich wünsche es sogar jedem - mir ist es allerdings weitestgehend gleichzeitig deswegen auch egal, ob es anderen besser (oder schlechter) geht als mir, denn von einem relativ betrachteten Wohlstand kann ich mir nämlich auch nichts kaufen; und das ist der Punkt: Die meisten streben bewusst oder unbewusst danach, dass es ihnen besser geht als XYZ; Neid hier, Neid da, Posen und Prollen und Vorgeben, etwas zu sein, was gar nicht ist: In der bescheuertesten Form ist das Schulden machen für Konsumgüter, wie Autos - anstatt rationell und ausschließlich mit seinem vorhandenen Vermögen zu arbeiten, und dabei auch vorhersehbare Anschaffungen direkt einzuplanen -> z.B. Waschmaschine: Hält üblicherweise soundsoviel Jahre, ergo muss dafür soundsoviel monatlich 'angesetzt' werden, etc. etc. pp.; das sind meist keine Ausgaben, welche überraschend vom Himmel fallen) |
| weisskreutz | Daher frage ich mich auch, ob diese Dosenpfandsache überhaupt so zielführend war. Die Bierdose kauft keiner mehr, also kaufen die Leute Mehrweg(!)-Bierflaschen und werfen die weg. Anstatt recyclebarem Weißblech hast du dann scharfen, nutzlosen Schutt. Ich hab zu Wehrdienstzeiten den Kameraden per Langhaarschneider Iros und 3mm-Glatzen verpasst- für ne Schachtel Kippen. Das so gesparte Geld (heute rauch ich garnicht mehr, das ist noch sparsamer :)) hab ich dann beim Friseur für ne anständige Tolle investiert. Gewusst wie, gell? ;) |
| weisskreutz | [QUOTE][i]Original geschrieben von OrcaDesign [/i] [B]Ach, ich will nicht mal behaupten, dass ich damit 'zufrieden' gewesen wäre - hätte gerne mehr sein dürfen ;)... aber ich wäre ganz sicher nicht auf die Idee gekommen, bei meinen Eltern anzuklopfen und rumzunölen in der Art 'bla kann damit nicht ausgehen, bla, Kino, bla, Bier in der Kneipe, Eis in der Diele...'. Nun, aber nachdem ich etwas darüber nachgedacht habe: Ich denke, ein nicht unwesentlicher Aspekt dürfte der Vergleich mit Gleichaltrigen sein. Als Student hat es im Vergleich mit den anderen nicht sonderlich gestört - da waren ja alle irgendwie knapp bei Kasse. Wenn ich nun aber z.B. 50 wäre... und im Prinzip von Almosen leben müsste, während andere Haus, Auto, (...) ihr eigen nennen, einem das auch jeden Tag bildlich unter die Nase reiben... nun gut, da entsteht sicherlich eine Unzufriedenheit. 'Neid frisst Seele' heißt's nunmal nicht ohne Grund... [/B][/QUOTE] Klar, nur ist man auch mit 50 nicht allein mit den eigenen Möglichkeiten. Man ist mit dem eigenen Einkünften nicht der Einzige. Das Problem liegt mAn eher in einer gewissen Passivität. Sich passiv zu unterhalten (Kino, Essengehen, Konzerte etc) kostet im Schnitt mehr, weil jemand anderes für dich aktiv sein muss. Aktiv sein (Kochen mit Freunden, Lesen, Joggen gehn, in der Gruppe musizieren) ist im Schnitt billiger, setzt aber einen gewissen inneren Antrieb voraus. Hat man den nicht, versauert man, wenn man das nicht durch Passiv-Unterhaltung kompensieren kann. |
| Ronin76 | [QUOTE] [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]Ich lese da auch eine Portion Neid heraus, denn dir passt es nicht, daß Andere ihr Geld verprassen können, ohne viel darüber nachdenken zu müssen, während bei dir im Kopf stets der Taschenrechner rattert. Es wäre einfacher wenn du zugeben würdest, daß du zu wenig Geld und andere materielle Dinge hast und mehr beanspruchst, anstatt daraus ein asketisches Vorbild zu machen.[/B][/QUOTE] [QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i] [B]Das lese ich eher aus Deinen wirren Posts heraus, nicht aus denen von Weisskreutz. Es ist immer zu wenig, was man geschenkt bekommt, oder Ronin? Solche Äußerungen entsolidarisieren. Und ich kann das verstehen. [/B][/QUOTE] [/QUOTE] Der Einzige der hier verwirrt ist bist du Nix, denn ich hatte das nicht zu weisskreutz, sondern zu OrcaDesign geschrieben. |
| Waldemar | [QUOTE]Ich habe auch nie verstanden... bla bla blub[/QUOTE] Das wissen wir.. @Oraca Dieses Gelaber, von wegen als Student habe ich auch mal wenig Geld gehabt, kenne ich von Politikern in Talkshows. Das sind meist auch die, wie in Deinem Bespiel, die immer Hilfe gehabt hatten. Das hat jedoch mit der gesamten H4 Situation und der allgemeinen Lebensituation überhaupt nichts gemeinsam... das kann man nicht vergleichen Zum Thema Zuzahlung und Krankheit Was zu den Kosten der Kranheit gehören: Zu den Zuzahlungen zählen: - Praxisgebühr (10€ pro Quartal), - Eigenanteil bei stationärer Krankenhausbehandlung (10€/Tag für max. 28 Tage pro Kalenderjahr), - Eigenanteil bei stationärer Reha (10€/Tag für max. 42 Tage pro Kalenderjahr), - Heilmitteln und häuslicher Krankenpflege (10€ pro Verordnung + 10% der Kosten), - Eigenanteil bei Medikamenten und Hilfsmittel (10% des Abgabepreises, min. 5€, max. 10€ je Medikament) Bisher muss ich 2 % ergo ca. 90 gedeckelt im Jahr zahlen.. und 10 Euro sind für mich viel Geld. Hinzu kommt die besondere Situation in Berlin, dass hundertausende ihre Miete aus dem Regelsatz bezahlen müssen, weil die Richtwerte von der Angemessenheit der Wohnung realitätsfremd sind. Sie werden zum Zwangsumzug verdonnert, jedoch findet sich keine Wohnung innerhalb der Richtwerte. Dann muss man 1-2 Jahre klagen und in dieser Zeit...würden mir dann bleiben : ca. 280 euro von 370. Verhungern werde ich nicht.. aber Armut ist eine Strafe. |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von OrcaDesign [/i] [B] Interessant finde ich an der Stelle eher, wieviele Menschen -gerade mit geringerem Einkommen (*)- sich eben offensichtlich NICHT die Mühe machen, sich das Geld wieder auszahlen zu lassen - und es in Form der Büchse in die nächste Mülltonne stecken. (* an der Stelle unterstelle ich einfach mal, dass Menschen höheren Einkommens selten nächtens halb blau in der Bahn büchsenbiertrinkend unterwegs sind... der Nachtzug ist jedes Mal ein wahre Goldgrube für Büchsensammler) [/B][/QUOTE] da fällt mir einer der Sprüche meiner Vorfahren ein: "Bei den Reichen lernt man sparen." ;) das Schlimmste an der Arbeitslosigkeit war für mich die Abhängigkeit: jeden Monat einmal vorbeidackeln und mein Leben erklären müssen, auch wenn die Amtspersonen immer nett und korrekt waren bei mir, immer wieder mal obskure administrative Komplikationen und das Geld kommt später... sehr unangenehm. Ich bin froh, dass ich das nicht mehr muss. aus Hartz 4 rauszukommen, stelle ich mir durchaus nicht ganz einfach vor. Ganz besonders dann nicht, wenn man von irgendwoher eine Anspruchsmentalität mitbekommen hat. [QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i] [B]Sich passiv zu unterhalten (Kino, Essengehen, Konzerte etc) kostet im Schnitt mehr, weil jemand anderes für dich aktiv sein muss. Aktiv sein (Kochen mit Freunden, Lesen, Joggen gehn, in der Gruppe musizieren) ist im Schnitt billiger, setzt aber einen gewissen inneren Antrieb voraus. [/QUOTE] manchmal setzt das aktive Unterhalten auch ziemlich bedeutende Anfangsinvestitionen voraus. Viele Musikinstrumente sind nicht grad billig, zum Beispiel. gute Sportschuhe auch nicht. Werkzeug wie eine Nähmaschine auch nicht. Das soll kein Grund sein, um nichts zu tun (man kann ja auch mal ganz banal von Hand anfangen zu nähen und alte Kleider verwursten - hab ich auch germacht), aber die Ansprüche an Beharrlichkeit und Willen sind da schon gross. Das sollte nicht so sein, das System sollte so sein, dass Aktivität und Engagement belohnt werden. grüsse, barbara |
| weisskreutz | [QUOTE] [i]Original geschrieben von Waldemar [/i] Das wissen wir..[/QUOTE] Ach, Waldi schon wieder! Bin ich nimmer auf deiner Ignore-Liste?? :D Na, dann ignorier ich mal deinen Versuch, dich selbst zu veropfern, und schau mir diese "Schandliste der Unterdrückung von krankgewordenen H4-Empfängern" mal genauer an: [QUOTE] Was zu den Kosten der Kranheit gehören: Zu den Zuzahlungen zählen: - Praxisgebühr (10€ pro Quartal)[/QUOTE] Muss jeder zahlen. Auch die finanziell schlechter als du gestellten Studenten. [QUOTE] - Eigenanteil bei stationärer Krankenhausbehandlung (10€/Tag für max. 28 Tage pro Kalenderjahr), - Eigenanteil bei stationärer Reha (10€/Tag für max. 42 Tage pro Kalenderjahr)[/QUOTE] "Stationär" bedeutet, dass du auf Station voll versorgt wirst. Dies wird dir als Bedarf abgezogen. Nimm einfach mal an, du wärst stationär: Was bräuchtest du dann nicht mehr an Regelbedarf bzw wird dir auf Station zur Verfügung gestellt? Würde sagen: - Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke - Bekleidung und Schuhe (teilweise) - Wohnen, Energie und Instandhaltung (teilweise) - Gesundheitspflege - Verkehr - Freizeit, Unterhaltung, Kultur - Beherbergungs- und Gaststättenleistungen - Andere Waren und Dienstleistungen (teilweise) Du weißt ja aus welcher Liste das stammt, oder? [QUOTE]- Heilmitteln und häuslicher Krankenpflege (10€ pro Verordnung + 10% der Kosten), - Eigenanteil bei Medikamenten und Hilfsmittel (10% des Abgabepreises, min. 5€, max. 10€ je Medikament) Bisher muss ich 2 % ergo ca. 90 gedeckelt im Jahr zahlen.. und 10 Euro sind für mich viel Geld.[/QUOTE] Und auch das müssen Geringverdiener und auch die finanziell schlechter als du gestellten Studenten genauso bezahlen. [QUOTE]Verhungern werde ich nicht.. [/QUOTE] Und dieses "Geständnis" widerspricht doch mal ganz enorm der üblichen Verhungern-und-Elend-Rhetorik (auch wenn die, das will ich dir zugestehen, diesmal garnicht von dir kam...) |
| weisskreutz | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] manchmal setzt das aktive Unterhalten auch ziemlich bedeutende Anfangsinvestitionen voraus. Viele Musikinstrumente sind nicht grad billig, zum Beispiel. gute Sportschuhe auch nicht. Werkzeug wie eine Nähmaschine auch nicht. Das soll kein Grund sein, um nichts zu tun (man kann ja auch mal ganz banal von Hand anfangen zu nähen und alte Kleider verwursten - hab ich auch germacht), aber die Ansprüche an Beharrlichkeit und Willen sind da schon gross. Das sollte nicht so sein, das System sollte so sein, dass Aktivität und Engagement belohnt werden. grüsse, barbara[/QUOTE] Da stimme ich dir insoweit zu, als dass nicht jede beliebige aktive Beschäftigung von H4lern begonnen werden kann. Natürlich kosten viele Sportarten zuviel Geld. Ein H4ler wird sich bestimmt kein neues Rennrad kaufen können, oder eine Ken-Do-Ausrüstung etc. Auch die Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio könnte schon schwierig werden, wenn noch andere Freizeitaktivitäten geplant sind. Genauso die Hobbies: Eine neue Nähmaschine kosten bestimmt ein Heidengeld, und wie du schon sagtest: Musikinstrumente auch. Nur: nicht jeder Sport muss davon gedeckt sein. Bei Sportschuhen widerspreche ich dir: ein Paar Nike Rival gibts für 30 Euro. Das sind gute Schuhe für Leichathletik, Laufen auf mittlere Strecken oder auch zum Radfahren. Sportklamotten dürfen C&A sein- wir sind ja schließlich nicht im schulischen Markenterror (und selbst wenn: wer hier hat sich seinerzeit wohl darauf eingelassen? Ich denke niemand). Desweiteren wüsste ich nicht, warum immer alles neu sein müsste. Wir sind ja soweit, dass das Wörtchen "gebraucht" bereits als kaum erträgliche Erniedrigung begriffen wird! Ne alte, aber funktionierende Gitarre kriegt man ohne Probleme für 20 bis 40 Euro. Ein Satz neue Saiten- und los gehts! Auch andere Instrumente gibts gebraucht günstig. Ich will sicher nicht, dass jemand die alten Sportschuhe eines Anderen aufträgt, aber in puncto Sportgeräte etc. sehe ich keinen Grund, nicht auf Gebrauchtes zurückzugreifen. Da hast du besonders mit der "Bei den Reichen lernt man sparen"-Weisheit recht bzw es sind nicht mal unbedingt die Reichen, sondern diese ganz normale "bürgerliche" Mittelschicht, die so denkt und handelt. Es sind genau die Leute, die Flohmärkte, Babykleidungsbörsen und ähnliches organisieren. Das sind diejenigen, die sich erstmal was Gebrauchtes zulegen, wenn sie für irgendetwas Interesse haben- schließlich könnte es ja sein, dass es garnichts für einen ist. Vor diesem Hintergrund finde ich das Argument der "Passiven", es sei ja alles zu teuer, eher ein vorgeschobenes, und wenn man nachlegt, und auf Gebrachtes verweist, kommt immer der allseits beliebte Totschläger der "Stigmatisierung" hinzu. In Wahrheit sind diese im prekären Milieu (so nennt man das wohl) weit verbreiteten Denkkonstrukte nur Ausdruck einer delegativen Grundhaltung, die dazu führt, dass das Aufzeigen von Möglichkeiten, als Angriff auf die persönliche Ehre begriffen wird. |
| OrcaDesign | [QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i] Dieses Gelaber, von wegen als Student habe ich auch mal wenig Geld gehabt, kenne ich von Politikern in Talkshows. Das sind meist auch die, wie in Deinem Bespiel, die immer Hilfe gehabt hatten. Das hat jedoch mit der gesamten H4 Situation und der allgemeinen Lebensituation überhaupt nichts gemeinsam... das kann man nicht vergleichen[/QUOTE] Hast Du denn schonmal als Student 'gelebt'? (um Dir die gleiche Pseudoargumentation um die Ohren zu hauen... oder im Sinne des eigentlichen Strangthemas: Warst Du schonmal Bundespräsident? Na dann... was redest Du da überhaupt mit... also wirklich... :rolleyes: ) Und freilich ist die Lebenssituation von Studenten in aller Regel nicht vergleichbar, so liegen sie doch in aller Regel Pappi auf der Tasche... [i]hust[/i] (und bei Bafög heißt es, nach dem Studium zurückzahlen - insofern auch ein kleiner Unterschied, mit fragwürdigen Zukunftsaussichten) ... welcher, also der Pappi als Geldgeber, in aller Regel aber auch zusätzlich motiviert ist, dass es Filius/Filia gut geht, auch in Zukunft gut geht und durch jene finanzierte Ausbildung H4 bestenfalls gänzlich vermieden wird... blöd nur, dass Pappi das aus seinem Nettogehalt bezahlen muss, sprich aus einem Einkommen, wo vorher schon ebenfalls die Sozialbeiträge von abgezogen wurden, von welchen Du aber bitte gerne einen größeren Anteil hättest (damit es Dir besser geht als dem Sproß - mit dem man die Situation aber natürlich nicht vergleichen kann *hrhr*). So, genug Freundlichkeiten um die Ohren gehauen ('Gelaber' = respektlose Herabwürdigung der Meinung eines anderen, deren Inhalt einem nicht zu gefallen vermag)... auf die tatsächlich interessanten Fragen habe ich bisher ja weiterhin noch keine Antworten bekommen. An der Stelle unterstelle ich mal 'ausweichendes Schweigen' und denk mir meinen Teil. @LaChatte und 'Bei den Reichen lernt man sparen': Da musste ich grad mal an diesen IKEA-Gründer denken. Der soll auch recht unauffällig leben - wie einigen Berichten zufolgen allzu viele, die durch ihr Lebenswerk reich geworden sind. Man wird nunmal selten vermögend(er), indem man's auf der anderen Seite beständig raushaut. Oder betriebswirtschaftlich gesprochen: Die grössten Einkünfte (Gewinn) erzielt man bei den gesparten Ausgaben. Für mich gesprochen, weshalb ich damit auch kein Problem habe, das Einkommen nicht auf den Kopf zu hauen: Ich wäre erst dann 'zufrieden', wenn mein Erspartes mir die Aussicht auf ein sorgenfreies Rest-Leben ermöglicht (-> von Zinsen leben können - die meisten nennen es auch "Rente")... Solange das nicht gegeben ist, wird gespart (nur nochmal zum 'Vorwurf' der Askese) - schlichte Notwendigkeit, da mir das, was der Staat einem in Aussicht stellt, eben wenig erfreulich erscheint. Siehe ja auch H4-Sätze. |
| Ronin76 | OrcaDesign, da du schon Betriebswirtschaft erwähnst, wundert es mich daß du so sehr am Sparen interessiert bist, denn das ist bis auf ein begrenztes notwendiges Polster, ökonomisch nicht sinnvoll, da Geld durch Inflation, welche wiederum durch Zinsen, Spekulationen, aber auch indirekt durch Lohnerhöhungen zustande kommt, kontinuierlich entwertet wird. Wer also viel spart, macht auch viel Geld kaputt. Daher sind Sparbuch und Girokonto sehr schlechte, bzw überhaupt keine Geldanlagen, weil damit nicht einmal die Inflation gedeckt wird. [QUOTE]Das ändert am Inhalt Deines Beitrages nichts. Mein Urteil bezog sich auf die Qualität deines Geschriebenen, unabhängig davon, wen Du gerade in die verbale Schlammsuhle zerren wolltest. Sobald Diskussionen bei monetären oder materiellen Aspekten anlangen, scheinst Du Dich extrem getroffen zu fühlen und nur noch rot zu sehen.[/QUOTE] Es geht auch nicht um meinen, sondern um deinen Beitrag. ;) Laß dich mal von deiner subjektiven Wahrnehmung nicht zu sehr täuschen, rot sehe ich nicht. Daß du lernresistent bist und H4, darum geht es dir wohl, noch immer als Geschenk bezeichnest, ist mir jetzt zumindest bekannt. In der Psychiatrie würde man dich einen hoffnungsloser Fall oder einen Chroniker nennen. Am besten wäre es wohl wenn ihr drei Sparmeister (weisskreutz, Orca und Nix) zusammenzieht, um auch noch an der Miete zu sparen. Ich würde es jedenfalls gerne beobachten wie ihr euch ganz schnell in die Haare bekommt, weil zB Nix dem Orca seinen Joghurt weggegessen hat, wo der doch dafür wie ein armer Student, eine Woche lang sparen musste. :D [QUOTE]Es ist immer zu wenig, was man geschenkt bekommt, oder Ronin? Solche Äußerungen entsolidarisieren. Und ich kann das verstehen.[/QUOTE] Um nochmal darauf zurückzukommen, da du meinst, daß ich mich entsolidarisierend verhalte. Glaubst du denn daß es solidarisch ist, wenn man Hartz-IV als Geschenk bezeichnet, für welches man vielleicht auch noch dem Staat und den Beschäftigten auf den Knien danken sollte ? Ich finde es daher auch nicht gut, auch wenn ich da nicht unbeteiligt bin, wenn sich Studenten, Arbeitslose und Arme gegenseitig bekämpfen, denn das ist ja gerade etwas was dem Staat und den Arbeitgebern nur recht sein kann, und die Bevölkerung bzw auch das Proletariat, entsolidarisiert. Ich halte es auch für falsch sich mit immer Weniger zufrieden zu geben, und Stück für Stück immer mehr Abstriche und Einschränkungen in Kauf zu nehmen, denn ein gesundes Maß wurde hier für einige Personengruppen wie zB Studenten und Arbeitslose schon längst überschritten. Statt dessen sollte man nicht das Sparen anpreisen, was eigentlich in einem gewissen Rahmen sowieso selbstverständlich sein sollte, da wir stets in einer Umwelt der begrenzten Ressourcen leben, sondern man sollte dem politisch verordneten Sparzwang, welcher nichts weiter als Raub und bewusstes Kalkül ist, Einhalt gebieten, und sich dagegen solidarisieren und zur Wehr setzen. Meine solidarischen Forderungen sind: 1. Sanktionen beim Arbeitslosengeld verbieten und den Regelleistungssatz, welcher noch immer auf statistischer Trickserei beruht, nach oben korrigieren. 2. Studiengebühren bundesweit abschaffen und Studenten während der Studienzeit und eine begrenzte Zeit danach, kostenlosen und ortsnahen Wohnraum (zB Wohnheime) zur Verfügung zu stellen. Man sollte hier auch mal über die Anzahl der Gesamtstudienplätze nachdenken, die vielleicht einfach zuviel und daher schwer finanzierbar sind. 3. Flächendeckender und ausreichend hoher Mindestlohn (zB 8 Euro / Stunde), welcher inflationsbereinigt an einen Standard gebunden ist und Dumpinglöhne welche mit H4 aufgestockt werden müssen, verhindert. 4. (Höhere) Besteuerung von geschäftlichen Bankgeschäften, des Aktienhandels, Spitzenverdienern, und Vermögen/Kapital (Sockelfreibetrag). |
| OrcaDesign | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] OrcaDesign, da du schon Betriebswirtschaft erwähnst, wundert es mich daß du so sehr am Sparen interessiert bist, denn das ist bis auf ein begrenztes notwendiges Polster, ökonomisch nicht sinnvoll, da Geld durch Inflation, welche wiederum durch Zinsen, Spekulationen, aber auch indirekt durch Lohnerhöhungen zustande kommt, kontinuierlich entwertet wird. Wer also viel spart, macht auch viel Geld kaputt. Daher sind Sparbuch und Girokonto sehr schlechte, bzw überhaupt keine Geldanlagen, weil damit nicht einmal die Inflation gedeckt wird.[/quote] Achje, danke für den Hinweis :rolleyes: ... .. pardon, da war wohl meine Wortwahl nicht ganz korrekt, sofern für Dich das Wort 'sparen' mit einem Sparbuch mit mickerigen 1% Bezinsung oder dergleichen gleichzusetzen ist... .. 'Sparen' in meinem Sinne heißt einfach nur 'beiseite legen, investieren, parken, nicht für Konsum verbrauchen'. Was mich betrifft, so habe ich aus den von Dir genannten Gründen nicht unwesentliche Teile meines Ersparten derzeit in zwei Papieren geparkt: US6778621044 und US0153511094 (ISN-Nummern). Nunja, ob's eine gute Wahl war/ist... *schulterzuck*... nachher weiß 'man's' immer besser... aktuell erscheint es mir noch die beste Wahl. Insofern... [quote]4. (Höhere) Besteuerung von geschäftlichen Bankgeschäften, des Aktienhandels, Spitzenverdienern, und Vermögen/Kapital (Sockelfreibetrag).[/QUOTE] Hmm... im Sinne des Aktienhandels nur bedingt zielführend, wenn es gleichzeitig immer heißt, 'man' soll privat für sein Alter vorsorgen - denn da sind Aktien nunmal mitunter eine der besseren Möglichkeiten. Und nicht dass der Staat sowieso schon 25% von den Gewinnen wegknabbert. Ansonsten, was mich betrifft, wäre ich sowieso für das Bürgergeld bzw. Grundeinkommen für alle... Dann erübrigt sich auch das alte lästige Argument 'der/die/das ist ja nur ein Faulsack und ruht sich auf meinen hart erarbeiteten Steuergeldern aus'. Und ebenfalls erübrigen sich dann die elementaren Zukunftsängste aller, da man weiß, welches Level auf jeden Fall gehalten wird. Und vielleicht auch erledigen mehr dann eher das, was ihnen mehr liegt (wie die derzeit wenig geschätzten sozialen Berufe - wenig geschätzt im Sinne des Gehaltes, wie alle chronisch unterbezahlten Stellen in der Pflege, etc.)... Allerdings, und da dürfte der Haken sein, wird es solche Modelle nie geben, solange die Grenzen offen sind, sprich, jeder zuziehen könnte... das ist gleichzeitig auch die Krux an der Globalisierung -> unsere Standards gleichen sich seit Jahren ja deshalb auch eher nach unten an... Realistischer gesprochen... um auf den Punkt der Besteuerung zu kommen, wäre aus meiner Sicht sinnvoller, die Besteuerung mal zu homogenisieren. So wie derzeit wird der so berühmte und gleichzeitig wichtige Mittelstand am meisten geschröpft - in absoluten Zahlen und erst recht im prozentualen Anteil am Einkommen. Progressive Besteuerung sei dank... Das ist im Sinne der Solidarisierung insofern bedenklich, da dadurch der Mittelstand immer mehr nach unten abrutscht - und das nach unten treten dadurch sehr stark zugenommen hat (und die 'Freiwilligkeit' bzw. Überzeugung zur Richtigkeit der solidarischen Leistung immer mehr abnimmt). Wer teilt schon gern, wenn er selber ständig immer mehr zurückstecken muss, und jede Gehaltsaufbesserung kaum sich bemerkbar macht (-> und nicht mal die Inflation deckt; was bringen einem 4% Lohnzuschlag, wenn davon grad mal 1,3% übrigbleiben, bei einer Inflation von 3%? Genau: Weniger in der Lohntüte). Höhere Besteuerung bei Spitzenverdienern... nunja, anderen greift man immer gerne in die Tasche und liest sich deshalb auch immer toll... führt aber dummerweise nur dazu, dass das Kapital ins Ausland wandert. Ergo: Noch weniger Einkünfte im Staat. Schlecht. Gab da mal ein schönes Bild mit Essensbezahlung des Mittsagstisch und so... muss mal sehen, ob ich das wiederfinde. Aussage war jedenfalls (und das bildlich sehr nachvollziehbar), dass gerade das kein guter Weg ist. Siehe auch Frankreich in den 70gern. Danach gehörte der Franc der Bundesbank... Edit: und man sollte nicht schreiben, wenn man müde ist und ins Bett möchte. Den wichtigen, ersten Gedanken habe ich komischerweise nämlich unterschlagen. Interessant ist, dass Du erneut nach Erhöhung der Einnahmen verlangst (muss wohl ein Gedankenschema sein...). Dabei denke ich nicht, dass der Staat ein Problem mit zu geringen Einnahmen hat - im Gegenteil, vermutlich kann jeder hier zehn Beispiele nennen, wo die Besteuerung als zu hoch/ungerecht/unsinnig empfunden wird, wie auch zehn Beispiele für Subventionen bestimmter Gruppen, etc. pp. Und ebenso kann bestimmt jeder mindestens 10 Beispiele nennen, wo auf staatlicher Seite an den Ausgaben (!) gespart werden könnte. Und gerade da anzusetzen, an den Ausgaben, sehe ich als deutlich sinnvoller an - als nach der zehnten Zusatzsteuer/Steuererhöhung zu rufen. Zum Aktienhandel vielleicht noch ein Zusatz: Schau Dir mal an, wie es vor 2006 war. Das war an sich besser, insbesondere für Langzeitanleger. Innerhalb eines Jahres musste man Spekulationssteuer bezahlen - nach einem Jahr Aktienbesitz war der (Kurs-)Gewinn steuerfrei (die Dividenden mussten glaube ich normal veranlagt werden). Das hat man im Zuge der Globalisierung allerdings vereinheitlicht auf das heutige 25%, gleich wann und wie lange gehalten - und für Kursgewinne wie Dividenden gleich. Der entscheidende Punkt: Kurzzeithandel (wie bei Spekulanten typisch) wurde stärker besteuert - dadurch wanderte viel aber auch ins Ausland ab. Siehe Großbritannien, welche nicht ohne Grund diesen Handel an sich gezogen haben... weil das dort eben steuerlich günstiger ist. Ergo: Weniger Steuereinnahmen hier, trotz höherer Steuer. In anderen Worten, diese Forderungen bewirken meist das Gegenteil, solange die gleiche Aktion ohne nennenswerten Mehraufwand im Ausland gefertigt werden kann (hier hilft das Internet ungemein) und eine solche Steuererhöhung ein nationaler Alleingang wäre. Nicht ohne Grund werden auf staatlicher Seite auch ständig Steuern geschaffen und erhöht an Stellen, an denen diese Flucht nicht so einfach möglich ist... siehe z.B. die Progressionskurve bei der Einkommenssteuer - umso vermögender, umso leichter kann dieses Einkommen auch dem Staat entzogen werden... und surprise, surprise, umso mehr es sich um Kapital handelt und nicht um Arbeit, was das Einkommen verursacht, umso weniger wird's absolut und prozentual auch besteuert... Kapital kann nämlich Landesflucht begehen... |
| OrcaDesign | Und zur Reichensteuer, das erwähnte Bild (hab's gefunden, leider auch bereits dort zitiert und ohne direkte Quellenangabe - ist jedenfalls nicht auf meinem Mist gewachsen): "So funktioniert Steuer Lassen Sie uns die geplanten Steuererleichterungen einmal in Worte fassen, die jeder verstehen kann. Es waren einmal 10 Männer, die jeden Tag miteinander zum Essen gingen und die Rechnung für alle zusammen betrug jeden Tag genau 100,00 Euro. Die Gäste zahlten ihre Rechnung wie wir unsere Steuern und das sah ungefähr so aus: Vier Gäste (die Ärmsten) zahlten nichts. Der Fünfte zahlte 1 Euro. Der Sechste 3 Euro. Der Siebte 7 Euro. Der Achte 12 Euro. Der Neunte 18 Euro. Der Zehnte (der Reichste) zahlte 59 Euro. Das ging eine ganze Zeitlang gut. Jeden Tag kamen sie zum Essen und alle waren zufrieden. Bis der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte in dem er vorschlug, den Preis für das Essen um 20 Euro zu reduzieren. "Weil Sie alle so gute Gäste sind!" Wie nett von ihm! Jetzt kostete das Essen für die 10 nur noch 80 Euro, aber die Gruppe wollte unbedingt beibehalten so zu bezahlen, wie wir besteuert werden. Dabei änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin kostenlos. Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus? Wie konnten sie die 20 Euro Ersparnis so aufteilen, dass jeder etwas davon hatte? Die sechs stellten schnell fest, daß 20 Euro geteilt durch sechs Zahler 3,33 Euro ergibt. Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen abziehen würden, bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, dass sie überhaupt zum Essen gehen. Also schlug der Wirt den Gästen vor, dass jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte wie er insgesamt beisteuere. Er setzte sich also hin und begann das für seine Gäste auszurechnen. Heraus kam in etwa folgendes: Der Fünfte Gast, ebenso wie die ersten vier, zahlte ab sofort nichts mehr [b](100% Ersparnis)[/b]. Der Sechste zahlte 2 Euro statt 3 Euro [b](33% Ersparnis)[/b]. Der Siebte zahlte 5 statt 7 Euro (28% Ersparnis). Der Achte zahlte 9 statt 12 Euro (25% Ersparnis). Der Neunte zahlte 14 statt 18 Euro (22% Ersparnis). Und der Zehnte (der Reichste) zahlte 49 statt 59 Euro [b](16% Ersparnis)[/b]. Jeder der sechs kam günstiger weg als vorher und die ersten vier aßen immer noch kostenlos. Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal wie sie dachten. "Ich hab' nur 1 Euro von den 20 Euro bekommen!" sagte der sechste Gast und zeigte auf den zehnten Gast, den Reichen. "Aber er kriegt 10 Euro!" [b]"Stimmt!" rief der Fünfte. "Ich hab' nur 1 Euro gespart und er spart sich zehnmal so viel wie ich."[/b] "Wie wahr!!" rief der Siebte. [b]"Warum kriegt er 10 Euro zurück und ich nur 2? Alles kriegen mal wieder die Reichen!" "Moment mal," riefen da die ersten vier aus einem Munde. "Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!!"[/b] Und wie aus heiterem Himmel gingen die neun gemeinsam auf den Zehnten los und verprügelten ihn. Am nächsten Abend tauchte der zehnte Gast nicht zum Essen auf. Also setzten die übrigen 9 sich zusammen und aßen ohne ihn. Aber als es an der Zeit war, die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest: Alle zusammen hatten nicht genügend Geld um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können! Und wenn sie nicht verhungert sind, wundern sie sich noch heute. Und so, liebe Kinder, funktioniert unser Steuersystem. Die Menschen, die hier die höchsten Steuern zahlen, haben die größten Vorteile einer Steuererleichterung. Wenn sie aber zu viel zahlen müssen, kann es passieren, dass sie einfach nicht mehr am Tisch erscheinen. In der Schweiz und in der Karibik gibt es nämlich auch ganz tolle Restaurants." Moral von der Geschicht': Selbst kostenfrei passt manchen nicht... ### @Ronin: [quote]Am besten wäre es wohl wenn ihr drei Sparmeister (weisskreutz, Orca und Nix) zusammenzieht, um auch noch an der Miete zu sparen.[/quote] *schnarch*... das macht jede WG genau aus dem Grund, das macht jedes Paar und jede Familie, um genau das (an der Miete) zu sparen... [i]Von irgendwas müssen die Sozialbeiträge ja geleistet werden können...[/i] Als solches habe ich bestimmt auch keinen Bedarf an weiteren Mitbewohnern... aber danke für das Angebot. ;) [quote]Ich würde es jedenfalls gerne beobachten wie ihr euch ganz schnell in die Haare bekommt, weil zB Nix dem Orca seinen Joghurt weggegessen hat, wo der doch dafür wie ein armer Student, eine Woche lang sparen musste. [/quote] Oder Du dem Waldemar, der dafür als H4-Empfänger eine Woche sparen musste... :rolleyes: Schon auffällig, dass eine sparsame Lebensweise schlechtgemacht wird von Dir. Achja... ich vergaß, 'sparen' hat bei Dir einen negativen Touch... in den Märchen und Kindererzählungen ist das hingegen immer eine Tugend. Seltsam seltsam... hätte Mutti oder Papi vielleicht öfter welche vorlesen sollen... -> Klar, ich finde es nachvollziehbar, dass eine sparsame Lebensweise nervt, wenn man gar nicht anders kann - in der Hinsicht bin ich auch recht glücklich darüber, dass ich im Supermarkt bei den Lebensmitteln mir etwas auch kaufen kann, weil ich das haben will - und dann nicht darüber nachdenken muss, ob ich's mir leisten kann (da spar ich nämlich nur bedingt - und leiste mir auch immer wieder mal etwas 'Besonderes' wie z.B. einen guten Käse, gutes Öl oder generell 'bessere' Lebensmittel).. ... nur... a) wie ich weiter oben indirekt aber die Frage bereits gestellt habe: Ab wann ist das der Fall? Und b) weshalb sollte ich ein schlechtes Gewissen darüber haben, dass Du es nicht kannst? Wieviel an Unterstützung soll die Gemeinschaft zahlen bzw. welchen Lebensstandard soll eine Solidarleistung finanzieren? Wohl kaum den gleichen, nicht? [i]Und wenn ja, mit welcher Motivation sollte ich (oder jeder andere) dann noch arbeiten gehen...auf den Teil an der Abmachung kann ich nämlich an sich gerne verzichten..[/i] |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]OrcaDesign, da du schon Betriebswirtschaft erwähnst, wundert es mich daß du so sehr am Sparen interessiert bist, denn das ist bis auf ein begrenztes notwendiges Polster, ökonomisch nicht sinnvoll, [/B][/QUOTE] gespart werden kann auf verschiedene Weisen. mein Schwerpunkt liegt aktuell darauf, notwendige Neuanschaffungen besonders im Textilbereich in den höchstmöglichen Qualität, die ich mir leisten kann, vorzunehmen - weil das sind sichere, nützliche Werte, die sehr lang halten. aktuell spare ich auf einen neuen Wintermantel mit Lammfell, eine Investition, die sich über die Jahre lohnen dürfte. und Sparen heisst auch, das Preis-Leistungsverhältnis von Alltagsgegenständen immer im Auge zu behalten und es möglichst klein zu halten. Gerade bei Wasch- und Putzmitteln gibt es da enorme Unterschiede [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B] Statt dessen sollte man nicht das Sparen anpreisen, was eigentlich in einem gewissen Rahmen sowieso selbstverständlich sein sollte, da wir stets in einer Umwelt der begrenzten Ressourcen leben, sondern man sollte dem politisch verordneten Sparzwang, welcher nichts weiter als Raub und bewusstes Kalkül ist, Einhalt gebieten, und sich dagegen solidarisieren und zur Wehr setzen. [/B][/QUOTE] da kann man nur sagen: danke Schröder! Er hat Deutschland bewusst in ein Niedriglohnland verwandelt mit massivem Schwerpunkt "Export". Inzwischen ist es schon soweit, dass qualifizierte Fachkräfte sich sehr gerne selbst exportieren, weil die Lebensumstände in andern Ländern freundlicher sind. Massnahmen für Deutschland können nicht noch im weiteren Auspressen von schon fast leeren Zitronen bestehen, sondern sollten eher auf der Düngerseite geschehen, damit wieder mehr wachsen kann. Also Wirtschaftsförderung. grüsse, barbara |
| OrcaDesign | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] und Sparen heisst auch, das Preis-Leistungsverhältnis von Alltagsgegenständen immer im Auge zu behalten und es möglichst klein zu halten. Gerade bei Wasch- und Putzmitteln gibt es da enorme Unterschiede[/QUOTE] ... ach da sagst Du was - gerade bei Putzmitteln wird einem viel Mist verkauft (... und finden sich genügend Konsumenten für). Dabei gibt es im Haushalt eigentlich nur zwei Schmutzarten: a) wasserlöslich und b) fettlöslich - "wasserlöslich" betrifft die Nassbereiche, in denen Kalk das grösste Problem darstellt; und "fettlöslich" ist der Küchenbereich, mit eben Fetten... gegen Kalk hilft Essig-/Zitronensäure (spottbillig), gegen Fett Waschsoda (ebenfalls spottbillig - und aufgelöst in heißem Wasser sehr wirksam). Letzteres kennt komischerweise nur kaum einer... dabei ist es gleichzeitig oft Hauptbestandteil der "aggressiveren" Reiniger. Will sagen, aus meiner Erfahrung und Ansicht her...: Mehr als das beides, plus noch ein Spüli, braucht im Grunde kein Haushalt... Zu dem anderen angeführten Punkt: dito... insofern sagte ich ja, dass es ein Armutszeugnis ist, dreimal hintereinander Exportweltmeister zu sein... verstehen die meisten blöderweise nur nicht, sondern finden es sogar noch toll... :rolleyes: -> heißt halt gleichzeitig "nur", dass der Binnenmarkt es nicht bringt. weil keiner mehr über freies Einkommen verfügt, WEIL gleichzeitig über Dumpinglöhne "unsere" Produkte ja überhaupt erst so günstig sind, dass sie im Ausland konkurrenzfähig genug sind, dass sie dort lieber gekauft werden als die aus xyz. Und diese Abwärtsspirale hält noch an - derzeit, z.B. indem der Euro entwertet wird, sprich, die reale Kaufkraft nochmals sinkt. Ob das speziell Schröders Verdienst ist, sei dahingestellt - meiner Ansicht nach ist das Folge der weggefallenen Konkurrenzsituation zweier Gesellschaftsmodelle Ost und West bzw. DDR und BRD. Und im Grunde der übernommenen und in dem Zusammenhang mitunter entstandenen Schulden aus den beiden Staaten -> ein Staat, der regelmässig Schulden macht, macht sowieso etwas falsch - insofern ist Deutschland nicht besser als Griechenland, es ist nur eine Frage der Zeit... |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von OrcaDesign [/i] [B]Will sagen, aus meiner Erfahrung und Ansicht her...: Mehr als das beides, plus noch ein Spüli, braucht im Grunde kein Haushalt... [/B][/QUOTE] Essig ist eh ein Wundermittel, für Haushalt und Körperpflege und Kochen und Wasserqualität verbessern, fürs Fettlösliche ziehe ich allerdings eine gute Seife vor, die ist wohl etwas milder als Soda und geht auch für die Körperpflege - und hält auch ewig. mein Liebling ist reine Leinölseife, die putzt alles, stellt in Pfannen eine Art Teflon-Belag her dass nichts anbrennt, wäscht Kleider und auch Körperpflege geht, riecht nach nichts, in den Kacheln kann man sich spiegeln... meine jährlichen Gesamtausgaben für waschen und putzen belaufen sich auf maximal 20 Euro jährlich: ein Topf Leinölseife, ein halber Würfel Alepposeife, ein paar Flaschen Essig, das billigste Billigshampoo. [QUOTE][i]Original geschrieben von OrcaDesign [/i] [B] Ob das speziell Schröders Verdienst ist, sei dahingestellt [/B][/QUOTE] an einem Weltwirtschaftsforum in Davos hat er sich eben damit gebrüstet, und da ich den Typen eh nie ausstehen konnte: ja, diesen Schuh darf er gerne anbehalten! Wie man noch stolz darauf sein kann, seine eigenen Leute in den Ruin zu treiben, muss er mit seinem eigenen Gewissen verantworten. grüsse, barbara |
| OrcaDesign | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] an einem Weltwirtschaftsforum in Davos hat er sich eben damit gebrüstet, und da ich den Typen eh nie ausstehen konnte: ja, diesen Schuh darf er gerne anbehalten! Wie man noch stolz darauf sein kann, seine eigenen Leute in den Ruin zu treiben, muss er mit seinem eigenen Gewissen verantworten. [/QUOTE] Da hast Du recht, wenn er sich den Schuh sogar noch selbst anzieht... :D Wobei 'Weltwirtschaftsforum' schon sagt, 'wes Kind der Geist ist... auf der Veranstaltung, unter den Leuten, kam die Aussage bestimmt gut an. Und offensichtlich war einem Herrn Schröder die Bewunderung der anwesenden Gäste demnach wichtiger als die der "normalen" Bürger und Wähler. Naja, was ich auch eher meinte: Mich stört es generell, dass Großkopferten immer alles zugeschoben bekommen, als wenn sie persönlich und allein das umgesetzt hätten. "Das Gebäude hat der und der gebaut" - ja, in der Tat? Gebaut hat's doch zumeist eigentlich ein Haufen gänzlich heute unbekannter Leute... und so weiter, da fallen einem bestimmt 100 andere Beispiele ein. Schröder als solcher war in meinen Augen sowieso auch nur ein weiterer Opportunist, welcher mit jenen Wölfen heulte, deren Brot er heute noch reichlich mampft. Nebst aktuellen Ereignissen (Wulff), die in eine ähnliche Scharte fallen... war das schon ein besonderes Unding für sich gewesen - und gehört für mich deutlichst verboten, dass ein Politiker aus seinen amtlichen Möglichkeiten und Befugnissen nachher noch persönlichen direkten Nutzen zieht. Siehe seinen Posten, den er heute noch bekleidet - Zufall ist das bestimmt ja nicht gewesen. Und bezahlen dürfen's wiederum die Büger (-> Gaspreise), also alle die, die nicht so einfach weglaufen können. Oder um es deutlicher zu sagen: Politikern und ehemaligen Politikern gehört meiner Ansicht nach, zumindest während ihrer aktiven Zeit und einige Jahre danach, ein absolutes Verbot der Arbeitsaufnahme in Wirtschaftsunternehmen auferlegt - ganz besonders dann, wenn diese auch noch im direkten Sinne durch die eigene Politik zuvor begünstigt wurden -> 'Wes Brot ich ess, des Lied ich sing'. ... .. dafür eigentlich (!!) bekommen sie ja Ehrensold, reichlich Pensionen und dergleichen, damit eine Unabhängigkeit bestünde (Konjunktiv ist Absicht). Und solche Politiker (wie hier Schröder) gehören entsprechend bei Zuwiderhandlung in den Knast, wegen persönlicher Bestechlickeit und Vorteilsnahme. So wie es in der Ukraine der Frau Timoschenko vorgeworfen wird (wenn dort wohl eher vorgeschoben). In der Privatwirtschaft und bei den sonstigen Knallchargen nennt sich sowas bestechenderweise Korruption und Bestechlichkeit und wird als solches 'passenderweise' umso strenger verfolgt, umso geringer Einkommen und Einfluß des vermeintlich bestochenen ist - was dazu führt, dass Lieschen Müller nicht mal einen Kuli oder eine sonstige kleine Aufmerksamkeit zu Weihnachten wie eine Flasche Wein oder nen 10er-Scheinchen mit ruhigen Gewissen annehmen darf (z.B. bei Lehrern, Müllmännern, Briefträgern, etc. - denen ist das unter Kündigungsandrohung verboten!), weil das könnte ja als Bestechung ausgelegt werden... klar, der hochdotierte Vorstandsposten mit wenig notwendiger Gegenleistung (in Form von Arbeit und Zeit) in Firma XYZ ist freilich keine solche. :rolleyes: Ich bemühe gerne an der Stelle aber nochmal das Bild mit den Krähen und dem Picken... weil dann bekommt man eine Ahnung, weshalb das so sein könnte wie es ist. |
| Waldemar | @weisskreuz Dein bla bla benötige ich, für meine Bestätigung, dass nicht alle Menschen diffamieren, diskriminieren oder versuchen zu "denken" wie Du. Inhaltlich ist es immer der gleiche Scheiss.. und kommt mit dem ständigen gleichen neoliberalen Gedanken(k)gu(o)t, dass du als Objektivität verkaufst. Aber vielleicht übervorteile ich dich einfach nur, wenn ich dir das zutraue. Denn du hälts mich für einen Schmarotzer mit Anspruchsmentalität. Sozusagen ein "easy shit" in deinem Resthirn @Orca Ja ich war Student, nach meinem Abschluss als Industriekaufmann. VWL. Aber ich habe abgebrochen, weil ich Geld verdienen wollte. Ich war ging also freiwillig in der Situation und konnte sie beenden, durch das Glück noch etwas zu finden. Ein vollkommen andere aber, als aus krankheitsgrünen aus dem Berufsleben aussscheiden zu müssen. Ich kenne also alle Situationen. |
| OrcaDesign | [QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i] Ja ich war Student, nach meinem Abschluss als Industriekaufmann. VWL. Aber ich habe abgebrochen, weil ich Geld verdienen wollte. Ich war ging also freiwillig in der Situation und konnte sie beenden, durch das Glück noch etwas zu finden.[/QUOTE] ... hmm... und beendet hast Du Sie schätzungsweise auch, da durch die Situation vorher Du Dir evtl. bereits einen gewissen Lebensstandard erarbeitet hast, auf den Du nachher als Student zu verzichten nicht mehr dauerhaft bereit warst...? (aus gleichem Grund würde ich jetzt auch kein Zusatzstudium mehr angehen - so reizvoll das auch wäre) Und in gewisser Weise nun die Folgen zu diesem eigenen Handeln tragen darfst? ("krankheitsbedingt" kann freilich jeden und mit jeder Beschäftigung treffen - was es in Deinem Fall ist und wie es vielleicht mit anderen Ausbildungen wäre, weißt Du am besten... will sagen, ich möchte Dir da jetzt nichts unterstellen - auch Akademiker können jederzeit aus dem Arbeitsleben ausscheiden, wenngleich da auch zumeist dann eher wegen psychischer Erkrankungen) Und ja, als Student muss man freilich bewusst sich gegen ein paar Jahre Einkommensausfalls entscheiden. Es ist nunmal eine Binsenweisheit, dass es üblicherweise noch Jahrzehnte hernach dauert, seine gleichaltrigen Schulkollegen, welche eine Fachlaufbahn eingeschlagen haben, an Lebenseinkommen zu überholen. Siehe Haus und dergleichen, was so mancher Facharbeiter sich schon lange hingestellt hat, während Ex-Student gerade anfängt zu arbeiten und überhaupt erst von Eltern / Bafög / was immer unabhängig zu werden... Das sind dann aber persönlich getroffene Entscheidungen, mit all ihren Konsequenzen - ähnlich der Mutti, welche sich für das Hausfrauendasein entscheidet, und sich später wundert, dass die Rente so klein ist... .. .. ja, nichts für ungut, aber Aktionen in der Gegenwart mit den damit verbundenen Vorteilen im Jetzt haben möglicherweise auch Nachteile in der Zukunft... blöd nur, dass 'der Mensch' in all seiner Intelligenz selten weiter als bis morgen denkt. Bzw. gerne eben auf Kosten jener so fernen Zukunft lebt oder seine Probleme dahin verschiebt, weil das ist ja sooo weit weg - und später dann gerne auf die erarbeiteten Vorteile der anderen schielen, die eben dafür früher sich in Verzicht geübt haben (sei es Einkommen, sei es Freizeit / frei verfügbare Lebenszeit). .. .. wie in gewisser Hinsicht mein älterer Bruder, der langsam auch in ein Alter kommt, wo er merkt, dass er besser nach seinem Fachhochschulabschluß was anderes gemacht hätte, nämlich eine 'ordentliche' Ausbildung. Und besser nicht dem Gedanken nachgegangen wäre 'ich möchte aber JETZT Geld verdienen'... in seinem Fall als Bühnentechniker/-beleuchter, was a) recht brotlos ist b) ziemlich unbeständig (wie die Aufträge halt kommen - oder ausbleiben) und c) kaum Aufstiegschancen bietet. Also auch kaum Freiraum für die eigene persönliche Entwicklung lässt. Mit dem Alter ändern sich ja auch Lebensvorstellungen und Wünsche, wie beispielsweise eine eigene Familie - was voraussetzen würde, dass man mindestens aber ja sich selber vernünftig versorgen kann. Als ich den Gedanken zum ersten Mal von ihm gehört habe, dachte ich mir auch 'ohar' (was waren das Diskussionen vor 20 Jahren, ein Ritt gegen Windmühlen - bzw. da versuchten meine Eltern vergeblich, ihn zu einer Ausbildung zu bekommen)... mit 37/38 ist das allerdings halt auch nicht mehr unbedingt eine frühe Erkenntnis... selbst wenn da jetzt also ein Studium folgen sollte noch (wie auch immer das finanziert werden soll bzw. von wem - und außerdem nochmals fünf Jahre mit noch weniger Einkommen hieße), mit sagen wir mal 42 irgendwo anzufangen, als Neuling... hmm... sagen wir mal, andere in dem Alter haben ihre Karriere da schon praktisch abgeschlossen bzw. die Weichen mehr oder minder endgültig gestellt. 'Schwer' dürfte insofern eher ein Euphemismus sein. Man muss dazu sagen, der Gedanke kam ihm auffälligerweise dann, als ich mit meiner beruflichen Laufbahn anfing... und es mir damit schlagartig um einiges besser ging als ihm (ohne dass ich's jetzt besonders herausgekehrt hätte, ist nicht meine Art - zudem da ~700km Distanz dazwischen liegen) und sich auch schon mal bei mir Geld für ein 'neues' Auto geliehen hatte (und dergleichen "Nettigkeiten", welche einem den Unterschied dann umso stärker bewusst machten - seltsamerweise aber wiederum das Auto hochwertiger sein musste als mein eigenes - dieses inkonsequente Verhalten ist immer wieder frappierend, wie aber auch typisch für so viele der eher einkommensschwachen Menschen in diesem Land)... vorher wurde aber immer ich milde belächelt, so mit meinem brotlosen wie auch anstrengendem Studium, dass es mir halt nicht erlaubte, zweimal im Jahr zum Snowboarden nach Norwgen zu fliegen und fünf Konzerte der gleichen Person auf einer Tournee hintereinander zu besuchen.... *schulterzuck* [i]Nachbars Gras ist immer grüner...[/i] Ich für meinen Teil lasse mir deshalb jedenfalls auch kein schlechtes Gewissen einreden, weil es mir nach Jahren besser geht als vielen anderen... darauf hin habe ich lange hingearbeitet - und mir das erarbeitet. Das nennt sich [i]Leistung[/i], wie sich durch ein Studium durchzukämpfen, was viele gar nicht erst machen wollen oder ebenso viele auch dann im Laufe des Studiums hinwerfen (sind nicht ohne Grund >50% Abbrecherquote). Ebenso schnell kann das aber auch eben wieder 'verschwinden', da der Standard eben konstant auch weiter erarbeitet werden muss, sprich, sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen kann. Hört ja nicht mit dem Studium auf... das Hamsterrädchen dreht sich nur ein bisschen angenehmer (langsamer) jetzt... die treibenden Abhängigkeiten bleiben aber bestehen, solange eben bis Erspartes für ein angenehmen Auskommen ausreicht... ab da kann man anfangen, ausschließlich den angenehmeren Beschäftigungen nachzugehen... wie so viele Freizeitrentner, die sich neben ihrer Rente noch was dazu verdienen, ohne dass eine finanzielle Notwendigkeit dazu bestünde. Die Solidarleistungen zahle ich insofern gerne und sehe ich auch als wichtiges und erhaltenswertes Allgemeingut dieser Gesellschaft an - entscheidend ist ja, dass es einen selbst genauso treffen könnte (ist also kein Altruismus dahinter, sondern reiner Egoismus). Und wie gesagt, ich mißneide es niemandem, mehr zu haben - ich gönne (und wünsche) es auch jedem, innerhalb seiner Wege und Möglichkeiten zufrieden sein zu können, sein Auskommen zu haben. Ich krieg allerdings Pickel, wenn einem das eigen erarbeitete mißgönnt wird - oder zumindest das Gefühl gegeben wird, es sich nicht verdient zu haben, weil wie kann man nur, wo es doch andere mit weniger Gehalt gibt... Und mit just jener Begründung noch immer weitere Ansprüche daraus/darauf (auf das Einkommen anderer) erhebt, als wäre es das selbstverständlichste und sozialste der Welt. Nein, ist es nicht - sozial ist es, wenn jeder die gleichen Möglichkeiten erhält, aus seinem Leben das zu machen was er für sich machen möchte (Freiheit der Bildung). Sozial ist, wenn jeder die Möglichkeiten hat, nicht durch das Netz zu fallen, gesundheitlich versorgt wird, etc. . Sozial ist -nicht-, alle gleichzumachen. Das ist das Ding mit K - und der ist im Ansatz bereits gescheitert... z.B. weil dann eben auch die Motivationen für den einen oder anderen fehlen, temporär Entbehrungen auf sich zu nehmen (etc.). |
| Ronin76 | @Orca Das Sparbuch war nur ein Beispiel. Wenn du Geld so zur Seite legst, machst du inflationsbedingt noch mehr Geld kaputt als mit einem Sparbuch. Bankenpolitisch und wegen der staatlichen Kontrolle, falls man zB mal H4 benötigt, ist es jedoch deutlich besser. Solange es noch Bargeld gibt.. [QUOTE]Hmm... im Sinne des Aktienhandels nur bedingt zielführend, wenn es gleichzeitig immer heißt, 'man' soll privat für sein Alter vorsorgen - denn da sind Aktien nunmal mitunter eine der besseren Möglichkeiten. Und nicht dass der Staat sowieso schon 25% von den Gewinnen wegknabbert.[/QUOTE] Tja, früher waren Kinder die Altersvorsorge, doch die kann sich heute kaum noch jemand leisten. Stattdessen sollen riskante Spekulationsgeschäfte die Altersvorsorge sein, da könnte man im Prinzip auch im Casino zocken, wäre im Durchschnitt genauso gut, weil es auch da nur einen konstanten Gewinner gibt: Das Haus / die Bank. Die Bevölkerungskontrolle funktioniert einwandfrei. Beim BGE sind wir uns mal einig. Richtig eingesetzt sehe ich darin die Basis für eine fortgeschrittene Zivilisation. Das größte Manko sehe ich darin in der Aufsichtskontrolle. Als Grundlage fürs BGE müsste es daher erst mal so etwas wie direkte Demokratie geben, wo auch wirklich der Wille des Volkes verwirklicht, und auch die Interessen von Minderheiten berücksichtigt werden. An der von dir erwarteten Völkerwanderung sehe ich nur ein kurzfristiges Problem, denn die Bevölkerung innerhalb der BRD nimmt ab, und andere Ländern werden ihrer Bevölkerungsflucht mit politischen Maßnahmen entgegensteuern, indem sie zB nachziehen und auch ein BGE etablieren. [QUOTE]Höhere Besteuerung bei Spitzenverdienern... nunja, anderen greift man immer gerne in die Tasche und liest sich deshalb auch immer toll... führt aber dummerweise nur dazu, dass das Kapital ins Ausland wandert. Ergo: Noch weniger Einkünfte im Staat. Schlecht.[/QUOTE] Du übersiehst, daß Spitzenverdiener Anderen, mit legalen aber auch illegalen Methoden, in die Tasche greifen können. Das muß nicht unbedingt Raub sein, sondern das Geld kann den Spitzenverdienern auch durch freiwillge Eintrittsgelder, Investoren und Fanartikeln zukommen, wie es zB bei Sportlern und Pop-Musikern der Fall ist. Fraglicher sind da schon die "Entgelte" von Politikern wie zB dem Bundespräsident und Managern, welche einer Gemeinschaft, sei es eine Firma oder ein Staat, überproportional viel Geld entziehen. Anstatt einer höheren Besteuerung könnte man auch gleich im Ansatz dafür sorgen, daß diese Menschen erst gar nicht so viel Geld bekommen (können), aber das wäre wohl deutlich schwiergier umzusetzen. Das das Kapital dann ins Ausland flüchtet halte ich für ein Märchen, welches übrigens ständig von Kapitalisten und deren Politikern selbst getätigt wird. Da soll mit einem fiktiven Angstszenario die Gesellschaft erpresst werden, und es funktioniert. Und wenn schon Abwanderung, wäre das auch nicht schlimm, denn Kapitalisten ist es nun mal zueigen, daß sie deutlich weniger leisten, als daß sie einnehmen. Zumal Großkonzerne und [URL=http://www.friedenskooperative.de/themen/export04.htm]Waffenexporteure[/URL] wie Daimler in der BRD unterm Strich sowieso keine Steuern bezahlen. Sollen die Nachbarländer mit diesen "Perlen" glücklich werden. Zu dem von dir zitierten, fiktiven "So funktioniert Steuer" Beispiel mit den 10 Männern, kann ich nur sagen, daß dies überhaupt nichts mit dem realen Steuersystem gemeinsam hat und reine Manipulation ist, welche ganz auf das gewünscht Ergebnis des Autors zugeschnitten ist. Dessen Interesse ist klar: Reiche sollen auch weiterhin gering bis gar nicht besteuert werden. Es wäre ja schön wenn die Reichen in unserer Gesellschaft wirklich 59% der Steuereinnahmen leisten würden, doch schon allein diese Zahl ist aktuell in der BRD realitätsfremd. Des weiteren bezahlen 4 von den 10 Männern keine "Steuern", in der Realität würden sie mindestens 19% Mehrwertsteuer bezahlen, die übrigens auch Arbeitslose leisten, welche bei Diksussionen um die Transfergeldleistungen meisten völlig unter den Tisch fallen. Da Arbeitslose ca. 99% ihrer staatlichen Bezüge direkt wieder in den ökonomischen Kreislauf einbringen, beträgt der [URL=http://www.gegen-hartz.de/hartzivregelleistung.php]Eckregelleistungssatz[/URL] über € 374 tatsächlich nur € 300, andere und höhere Steuern wie für Treibstoff, Tabak und Alkohol sind darin nicht berücksichtigt. Es bleibt auch die Frage offen, um beim fiktiven Beispiel zu bleiben, woher die reicheren Männern, vor allem Mann Nr 10 sein Geld bekommt. Da das Beispiel ein geschossenes System ist, muß er das vorher zwangsläufig von den anderen Männern, inklusive der 4 Nichtzahler bekommen haben. [QUOTE]Oder Du dem Waldemar, der dafür als H4-Empfänger eine Woche sparen musste... [/QUOTE] Naja, H4 Empfänger können sich das im Gegensatz zu armen Studenten locker leisten. Wir leben doch in einem reichen Sozialstaat, wo niemand verhungern muß. (Vorsicht, Ironie !) [QUOTE]Schon auffällig, dass eine sparsame Lebensweise schlechtgemacht wird von Dir. Achja... ich vergaß, 'sparen' hat bei Dir einen negativen Touch... in den Märchen und Kindererzählungen ist das hingegen immer eine Tugend. Seltsam seltsam... hätte Mutti oder Papi vielleicht öfter welche vorlesen sollen...[/QUOTE] Nicht das Sparen an sich, jedoch ist es kein Idealzustand, das Sparen zu einer lebenswerten Ideologie zu stilisieren, um damit auch noch die niedrigen H4-Bezüge samt den häufigen Sanktionen zu rechtfertigen, welche die Gesamtbezüge von ALG II (inkl. Geld für Wohnraum) im Durchschnitt nochmals um ca. 20-30% schmälern. Den heutigen Studenten hast du damit sicherlich auch einen Bärendienst erwiesen. Ich las zB "Meckie im Schlaraffenland" und kann mich an kein Buch erinnern wo Sparen eine Tugend war. Mehr vielleicht später, wenn ich wieder mehr Zeit habe. |
| Waldemar | [QUOTE]Nicht das Sparen an sich, jedoch ist es kein Idealzustand, das Sparen zu einer lebenswerten Ideologie zu stilisieren, um damit auch noch die niedrigen H4-Bezüge samt den häufigen Sanktionen zu rechtfertigen, welche die Gesamtbezüge von ALG II (inkl. Geld für Wohnraum) im Durchschnitt nochmals um ca. 20-30% schmälern.[/QUOTE] Ganz genau. Wir leben heute in einem Sanktionenwahn. Es muss alles niedergemacht, darauftreten, runtergestuft werden.. Aleinerziehende Mütter, Blinde, Behinderte.. alle werden sanktioniert und denken damit ernsthaft zu einem Erfolg zu kommen? Einen sanktionierten Menschen bekommt man nicht hoch. Der sitzt in seiner Bude und zittert vor Angst, der wird sich nur überlegen wie er noch zu seinem Lebenserhalt kommt oder zu einem Strick.. Die Politik hat ausgdient, so lange solche Dinge auch noch unterstützt. Wir waren und sind kein Volk von Faulen, und was heute geschieht, was man heute mit den Bedürfigtigen anstellt, dass hätten wir uns vor 20 Jahren noch nicht mal in unseren schlimmsten Albrräumen vorstellen können. Ob nun Deutschland kaputt geht, oder die Mitmenschen und die Umwelt die für uns alle wichtig ist, die Frage sollte und muss sich ein jeder selber beantworten können. Ein kaputter Euro ist noch kein Weltuntergang, aber kaputte Menschen, Mitmenschen - das sollte man mal ernst nehmen... denn es ist nicht mehr hinzunehmen. Und wer steuert und lenkt da alles? Menschen die was sind? Besser als Du und ich? Siehe Wulff als Ventil für sovieles... Was habe ich davon wenn einer in einer eiskalten Wohung ohne Strom, ohne Kommunikationsmittel usw. sitzte? Nichts, gar nichts habe ich von so abgestraften Menschen im System, denn die können da aus eigener Kraft gar nicht mehr raus. Was muss man tun? Sich vor diesen Menschen schützen? Ja, warum denn? Die haben doch auch mal Arbeit gehabt und in das System eingezahlt? Warum muss man sie weiter destabilisieren an statt zu stabilisieren? Fördern? .. nein.. Repression und abstarfen JA! Ich denke, wir haben nur etwas von uns allen, wenn wir den Begriff und die Notwendigkeit des Zusammenhaltes endlich begreifen. Aber das Gegenteil geschieht.. Die Spaltung der Gesellschaft schreitet immer weiter vorwärts. Aber mich kann nur ein stabiler Mensch bezahlen, für mich kann nur ein stabiler Mensch arbeiten... oder? Ein kaputtes häufchen Elend, dass es zu vermeiden gilt, bringt niemqnden etwas... |
| Elementarsatz | Frage an die H4er hier: Warum lasst ihr euch nicht einfach exzessiv krank schreiben? |
| Scheol | Hach, schöner hätte ich's nicht schreiben können. |
| OrcaDesign | @Ronin: [quote]Zumal Großkonzerne und Waffenexporteure wie Daimler in der BRD unterm Strich sowieso keine Steuern bezahlen. Sollen die Nachbarländer mit diesen "Perlen" glücklich werden.[/quote] Ich hoffe doch nicht... auch wenn ich beim ersten Satz Dir absolut zustimme... hier die Verluste abschreiben, in xyz-Land die Gewinne versteuern... so wie es jeder gute und global agierende Konzern macht (und in dem Zusammenhang sei dahingestellt, wieviel Miese Opel tatsächlich jedes Jahr macht... oder ob die Bilanz gar nicht so schlecht aussehen würde, wenn nicht laufend die Millionen nach Amiland überwiesen würden).... was ich auch u.a. damit meinte, dass Kapital keine Grenzen kennt und gerne sich dorthin verzieht, wo's wärmer ist... .. Nein, ganz stimmt die Aussage dann halt eben doch nicht. Großkonzerne beschäftigen Leute - Leute nach Tarifverträgen, was zumeist noch recht gute Bezahlung bedeutet (auch wenn diese laufend unterhöhlt wird mit Zeitarbeitern). Diese Leute wiederum bringen Steuergelder - und insofern auch die Großkonzerne. Ergo, die sollen mal brav hier bleiben, ansonsten gute Nacht Deutschland. [quote]Das Sparbuch war nur ein Beispiel. Wenn du Geld so zur Seite legst, machst du inflationsbedingt noch mehr Geld kaputt als mit einem Sparbuch. Bankenpolitisch und wegen der staatlichen Kontrolle, falls man zB mal H4 benötigt, ist es jedoch deutlich besser. Solange es noch Bargeld gibt..[/quote] Beides wäre interessant, wenn Du es mal näher erläutern würdest... ... bisher war ich der Auffassung (... die Geschichte liefert(e) Fakten), dass gerade Aktien gegenüber einer Geldentwertung recht robust sind - da es Firmenanteile sind, quasi Betongold. Freilich nur, solange es die Firma dahinter gibt, das ist das Risiko... Zweiteres war mir bislang gänzlich unbekannt - bzw. habe mich mit der Materie nicht weiter beschäftigt (an einer bestimmten Stelle herrscht auch Zeitmangel). @Waldemar: Zum ersten Mal lese ich in dem Strang etwas von Dir, dem ich ohne Weiteres zustimmen könnte... . "Ein kaputtes häufchen Elend, dass es zu vermeiden gilt, bringt niemqnden etwas..." - die Aussage kannst Du direkt auf die Arbeitsbedingungen beziehen... wo alles nur noch höher, weiter, Turbo, (...) gehen soll, alles noch effizienter.. . solange bis die Ressource Mensch ausgebrannt ist - und dann grad mal ausgetauscht wird. Der ausgebrannte Rest darf dann auf den Gnadenhof... -> [i]und die Turbohölle sollen alle noch brav bis 67 mitmachen können...[/i] Nun, in der Hinsicht scheint zumindest ein bißchen umdenken einzukehren, zumindest auf Seiten der akademischen Berufe... allerdings auch nur, da dort der Nachwuchs langsam wegbricht und so die Erkenntnis kommt, dass es dann vielleicht nicht die blödste Idee wäre, sich den Bestand zu erhalten. . .. . [quote]Ein kaputter Euro ist noch kein Weltuntergang, aber kaputte Menschen, Mitmenschen - das sollte man mal ernst nehmen... denn es ist nicht mehr hinzunehmen. Und wer steuert und lenkt da alles? Menschen die was sind? Besser als Du und ich? Siehe Wulff als Ventil für sovieles...[/quote] Das steuert schon der Chef in jedem Betrieb... wobei der wiederum auch nicht wirklich verantwortlich ist, denn wiederum muss er das, da der Betrieb sonst nicht wettbewerbsfähig wäre - sprich, ab einer gewissen Stelle ist selbst der sozialste 'Kapitalist' äußeren Zwängen ausgesetzt (und wenn die Alternative hieße 'mach den Laden dicht'.. sieht normalerweise jeder zu, wie er das verhindern kann)... Die Spirale dreht sich nunmal nach unten, weil es irgenwo auf der Welt weiter Länder gibt, welche niedrigere Standards haben... . und 'wir' mit unseren hohen Standards im direkten Wettbewerb stehen - und bislang uns noch dadurch halten können, höhere Qualität abliefern zu können.. . das gleicht sich aber zunehmend an - sinnigerweise, indem wir z.B. reichlich Chinesen bei uns an den Unis kostenfrei ausbilden... welche danach dann in ihr Land zurückkehren und unsere Wirtschaft kaputtmachen... . -> werde ich nie verstehen, was das soll... dafür Geld zu investieren, uns unsere Konkurrenten auch noch heranzuziehen... [quote]Ganz genau. Wir leben heute in einem Sanktionenwahn. Es muss alles niedergemacht, darauftreten, runtergestuft werden.. Aleinerziehende Mütter, Blinde, Behinderte.. alle werden sanktioniert und denken damit ernsthaft zu einem Erfolg zu kommen? [/quote] Da wiederum lohnt es sich aber auch zu schauen, woher das kommt. In meinen Augen...: Zum einen, weil der Mittelstand konstant am Schrumpfen ist, sprich, auch dieser immer mehr sehen müssen, wie er selbst über die Runden kommt... und die betroffenen Menschen ebenfalls für sich eine (reale) Gefährdung sehen, sozial abzusteigen - verbunden mit immer unsichereren Arbeitsplätzen.. . wo nicht ohne Grund immer mehr Abstriche gemacht werden, bloß um noch überhaupt einen zu haben... . (z.B. auch: keine Familie zu gründen, bis man weit über 30 ist... wie auch, wenn keinerlei finanzielle Sicherheit absehbar ist) Zum anderen, da in dem Zusammenhang immer mehr die Subjekte ins Rampenlicht gerückt sind, welche tatsächlich seit eh und je die sozialen Leistungen auszunutzen wussten. Gut, es ist anzunehmen, dass es diese schon länger gab.. .. jetzt nur, mit gesunkener allgemeinen Toleranz dem gegenüber hat man direkt ein Feindbild ausgemacht, das von dem schmarotzenden Sozialhilfeempfänger. Das sind insofern auch diejenigen, die die Gesellschaft in der Tat spalten. Kaum jemand dürfte ein Problem damit haben, sich mit tatsächlich hilfsbedürftigen zu solidarisieren. Nur, wie unterscheiden? Nicht alle machen es einem ja so einfach und laufen zu Britta ins Fernsehen, mit Iro auf dem Kopf und der Bierflasche in der Hand, und erzählen Hänschen Schmidt, wie doof er doch ist, sich den Buckel für ihn krumm zu schaffen. Und selbst dann... passiert(e) nichts, weil man ihnen ja nichts kann bzw. konnte. Das ist wie in einer Mietwohnung, in der von acht Parteien ein Nachbar nicht die Treppe reinigt. Und nicht, weil er nicht könnte oder alt und gebrechlich ist - sondern weil er schlicht keine Lust hat. Und nie was passiert, keine Handhabe besteht - da kann Nachbar wie Vermieter Handstand machen und dem noch so oft ins Gewissen reden.. . *Haha* und Türe zu. Nun... da man leider niemanden zwingen kann und der Vermieter auch seine Ruhe haben möchte: Am Ende wird jemand Drittes beauftragt - und die Zeche zahlen dann alle Mieter, zur Freude aller - und der ursprüngliche Depp? Der zieht dann kurze Zeit später um. Der externe Treppendienst nicht, der bleibt. Nunja... genau so macht man sich Freunde fürs Leben... *Ironie an* [i]So übrigens nicht nur einmal in meinem Umfeld passiert - und faszinierenderweise jedes Mal von finanziell schwach aufgestellten Personen, die auch keinen Hehl daraus machten, sich nicht für ihre Pflichten zu interessieren - und im Gehabe und äußerem Erscheinungsbild genau der Sorte Menschenschlag entsprachen, wie man sie sich klischeehaft als Sozialhilfeempfänger vorstellt bzw. im Fernsehen präsentiert bekommt... und sich hier so gar nicht solidarisch zu verhalten wussten, ohne Not - und so aus purer Bequemlichkeit sieben anderen Mietparteien Mehrkosten verursachten...[/i] |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von OrcaDesign [/i] [B] das gleicht sich aber zunehmend an - sinnigerweise, indem wir z.B. reichlich Chinesen bei uns an den Unis kostenfrei ausbilden... welche danach dann in ihr Land zurückkehren und unsere Wirtschaft kaputtmachen... . -> werde ich nie verstehen, was das soll... dafür Geld zu investieren, uns unsere Konkurrenten auch noch heranzuziehen... [/B][/QUOTE] Konkurrenz ist nicht weiter schlimm, in vielen Bereichen haben wir in Europa über hundert Jahre mehr Erfahrung. Was wir uns aber heranziehen müssen, sind Kunden, die die hochwertigen europäischen Prestigeprojekte kaufen können. Die Schweizer Uhrmacher boomen gerade weil der neu geschaffene chinesische Mittelstand total scharf auf Schweizer Uhren ist, bei Mercedes dürfte es ähnlich aussehen. Lohnangleichungen global sind zu begrüssen und zu fördern, denn sie nützen allen. Bloss mit den abfedernden Massnahmen, bis es soweit ist, könnte man noch etwas klüger vorgehen. grüsse, barbara |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Konkurrenz ist nicht weiter schlimm, in vielen Bereichen haben wir in Europa über hundert Jahre mehr Erfahrung. [/B][/QUOTE]So hatte man sich Anfang des 20. Jahrhunderts bezüglich Japans auch getröstet...Japan hat im Bereich der Hochtechnologie und im Automobilbau seit den 70ern die Nase vorn gehabt, die Aufholzeit betrug nur 20 jahren. Es bedurfte Atombomben, Tsunamis und Kernreaktorkatastropehm um Japan auszubremsen, aber jedes mal ist Japan nur stärkr geworden. Nicht schlecht von einr nation von der man in den 1900ern sagte sie seit um Jahrhunderte zurück. Mit Chinaist es ganz ähnlich, denn die Ideen die Japan groß gemacht haben wurden im 13. Jhdt. aus China Importiert. Bis vor Kurzem dachte die Welt auch noch der Iran sei noch nicht so weit um es mit US stealth technolofie aufzunehmen. Das ist der Hochmut vor dem tiefen Fall wie in auch einst die Ägypter, die Phönizier, die Perser, die Griechen und das römishe Imperium hatten. Keine Weltmacht ist je mehr als ein paar Jahrhunderte eine geblieben und heute geht das alles sehr viel schneller mit dem auf und ab....In Äthiopien gab es vor fast 1900 Jahren das [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Aksumitisches_Reich]aksumitische Reich[/url] eine Hochkultur die auch das erste christliche Königreich der Weltgeschichte war. Was ist Äthiopien heute? |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]So hatte man sich Anfang des 20. Jahrhunderts bezüglich Japans auch getröstet...Japan hat im Bereich der Hochtechnologie und im Automobilbau seit den 70ern die Nase vorn gehabt, die Aufholzeit betrug nur 20 jahren. Es bedurfte Atombomben, Tsunamis und Kernreaktorkatastropehm um Japan auszubremsen, aber jedes mal ist Japan nur stärkr geworden. Nicht schlecht von einr nation von der man in den 1900ern sagte sie seit um Jahrhunderte zurück. Mit Chinaist es ganz ähnlich, denn die Ideen die Japan groß gemacht haben wurden im 13. Jhdt. aus China Importiert. Bis vor Kurzem dachte die Welt auch noch der Iran sei noch nicht so weit um es mit US stealth technolofie aufzunehmen. Das ist der Hochmut vor dem tiefen Fall wie in auch einst die Ägypter, die Phönizier, die Perser, die Griechen und das römishe Imperium hatten.[/B][/QUOTE] Das römische Reich ist untergegangen, aber der Westen blieb erfolgreich. Hier kann man, mit Ausnahme einiger dunkler Jahrhunderte, durchaus eine kontinuierliche Erfolgsgeschichte seit mindestens zweieinhalb Jahrtausenden konstatieren. Ob damit im Laufe des 21. Jahrhundert endgültig Schluss sein wird - wer weiß. Die Tatsache, dass die Chinesen zwar knapp 1/5 der Erdbevölkerung ausmachen, aber m.W. erst zwei naturwissenschaftliche Nobelpreise an chinesische Wissenschaftler verliehen wurden, stimmt mich allerdings nachdenklich. |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]So hatte man sich Anfang des 20. Jahrhunderts bezüglich Japans auch getröstet...Japan hat im Bereich der Hochtechnologie und im Automobilbau seit den 70ern die Nase vorn gehabt, die Aufholzeit betrug nur 20 jahren. [/B][/QUOTE] der Vorsprung bedeutet nicht, dass wir in Europa uns auf die faule Haut legen können, er bedeutet lediglich, dass wir mit etwas Anstrengung und dem klaren Fokus auf komplexe, qualitativ hochwertige Güter, unsere Nische werden erfolgreich behalten können. [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B] Nicht schlecht von einr nation von der man in den 1900ern sagte sie seit um Jahrhunderte zurück. Mit Chinaist es ganz ähnlich, denn die Ideen die Japan groß gemacht haben wurden im 13. Jhdt. aus China Importiert. [/B][/QUOTE] Wer sagte, Japan sei Jahrhunderte zurück, hat sich wohl nie mit japanischer Geschichte befasst - Japan hat eine lange Tradition von handwerklichen Höchstleistungen, hohe Alphabetisierungsquote, landesweit ausgebaute Verkehrsinfrastruktur, landesweiter Austausch von Wissen aller Art, hochgezüchtete Künste, und aufgrund der Inselsituation (wo Nahrungsmangel die Regel und nicht die Ausnahme ist) eine Mentalität von Sparsamkeit und optimalem Einsatz der vorhandenen Mittel. und das alles gab es schon in Japan, als in Europa die Industrialisierung auch erst noch in den Kinderschuhen steckte und als die höchsten Technologien Europas sich auf der Ebene des wasserbetriebenen Mühlrads und pferdegezogenen Pflugs bewegten. In China sind aufgrund der Grösse die Voraussetzungen etwas anders - die Chinesen können klotzen statt kleckern und müssen weniger Wert auf höchste Qualität legen, wie es die Japaner mussten. Das heisst, die Chinesen können ganz allgemein Wirtschaftsförderung betreiben und es sich auch leisten, breit zu experimentieren und auch eine ganze Menge an Tätigkeiten wieder einzustellen, wenn es nicht klappt. [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B] Das ist der Hochmut vor dem tiefen Fall wie in auch einst die Ägypter, die Phönizier, die Perser, die Griechen und das römishe Imperium hatten.[/B][/QUOTE] Hochmut ist sicher nicht angebracht, aber genauso wenig ist angebracht, sich heulend im Staub zu wälzen, weil die goldenen Zeiten hierzulande wieder mal vorbei sind und wir uns etwas anstrengen müssen, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Es hat keinen Wert, sich gegen die Globalisierung stemmen zu wollen, also schauen wir doch mal, worin die Chancen für uns bestehen. Und gestalten wir die Übergangszeit so sanft wie möglich - was nicht immer supersanft ist, denn gewisse Berufsgruppen und Branchen werden hier abgeschafft und andere, neue werden entstehen, das ist immer schwierig. Aber zu den natürlich vorhandenen Schwierigkeiten müssen ja nicht noch extra administrative oder politische Schwierigkeiten zusätzlich hinzugefügt werden. grüsse, barbara |
| OrcaDesign | Fakt ist, das einzige, was wir haben, ist Wissen - Deutschland ist keine Rohstoffnation. Fakt ist, Wissen ist etwas, das man innerhalb einer Generation lernen kann - das sieht man am beständigen Zyklus nachfolgender Generationen, die das vorhandene Wissen gleichfalls innerhalb ihrer kurzen Lebensspanne übernehmen. Da hilft es also nichts, wenn China vermeintlich soundsoviel Jahre zurück ist - bzw. würde nur helfen, sodenn man sie für sich alleine ließe... so ist es aber nicht, weshalb dieser Unterschied schnell ausgeglichen ist, wenn a) ausreichend chinesische Ingenieure hier an unseren Hochschulen zu solchen wurden, danach noch ein paar Jahre in den High-Tech-Firmen hierzulande gearbeitet haben... und danach wieder nach China gehen (so sicherlich nicht ohne Hintergrund oft der Fall - mehr oder weniger offensichtliche Wirtschaftsspionage)... und b) gleichzeitig deutsche Firmen ihre gesamten Produktionsstätten nach China verlegen. In anderen Worten: Ihr gesamtes Know-How frei Haus offenlegen. Kopieren ist der Anfang - so hat es Japan auch zu Start gemacht. Dann folgt die Phase erster Modifikationen. Und dann überholen, mindestens einholen. Zwischen der zweiten und dritten steckt China derzeit, mindestens soweit bekannt und bei bestimmten Technologien (z.B. bei Hochgeschwindigkeitszüge wie [url]http://de.wikipedia.org/wiki/CRH_380A[/url]). Und bei anderen zukunftsträchtigen Technologien -wie z.B. dem Nachfolger des Stinkeautos- stehen sie auf gleicher Stufe wie wir - mal sehen, wer das Rennen macht... .. diejenigen, die an ihrer alten Technik krampfhaft festhalten - oder die, die da weniger traditionell denken müssen... ich hab da so eine Ahnung. . . Nun, wer das nicht sehen mag, hat seinen Kopf im Sand vergraben... . . Oder erfreut sich daran, dass der chinesische Mittelstand vielleicht ganz wild auf unsere Kuckucksuhren ist...?! Ist wie in den 60gern, als man massenweise japanische Touristen in die Firmen gelassen hat - und sich niemand daran gestört hat, dass die lieber zig hunderte Photos von den einzelnen Handgriffen der Gesamtproduktion gemacht haben und weniger vom lieben Chef oder den anderen Langnasen.. .. das war auch nichts anderes als blinder Hochmut. Zwei Jahre später kamen die gleichwertigen Gitarren zum Spottpreis aus Japan. (-> hier das Beispiel zielt auf Framus, wo das zumindest als ein Baustein für die Pleite gilt, [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Framus[/url] - an der Qualität lag's zumindest nicht, die Dinger sind auch vierzig Jahre später immer noch gut, und haben bestimmte einzigartige Eigenschaften) [quote]Die Schweizer Uhrmacher boomen gerade weil der neu geschaffene chinesische Mittelstand total scharf auf Schweizer Uhren ist, bei Mercedes dürfte es ähnlich aussehen. [/quote] Einzelne Produkte aus bestimmten Regionen werden immer beliebt sein... . dass es wie hier in Deinem Beispiel die Schweizer mit ihren hoffnungslos veralteten Automatikuhren sind, stimmt mich nicht gerade für die Zukunft hoffnungsvoller... . Mercedes hat (noch) den Vorteil eines Markenimages - auch das lassen sich viele etwas kosten, wenngleich der Gegenwert vollkommen immateriell ist.. . stellt sich die Frage, wie lange es dauert, bis ein Ssangyong ein ähnliches Image sich aufbauen kann. Oder um Japan zu nehmen, Lexus. Nebenbei, Tata Motors (Indien), bekannt hierzulande für sein Billig-Auto Nano, ist gleichfalls Eigentümer von Jaguar und Land Rover - es ist also nicht nur China, was uns deutlich auf die Pelle rückt... ich bin mal gespannt, wann der erste Jaguar aus indischer Herstellung rollt. Dürfte preislich zumindest interessant werden - und das Image kommt mit. [quote]Das römische Reich ist untergegangen, aber der Westen blieb erfolgreich. Hier kann man, mit Ausnahme einiger dunkler Jahrhunderte, durchaus eine kontinuierliche Erfolgsgeschichte seit mindestens zweieinhalb Jahrtausenden konstatieren. [/quote] China war einmal Weltreich, Hochkultur und als solche höchst erfolgreich - und wird es wieder (Weltreich). Da mag man ebenfalls eine gewisse Kontinuität und Erfolgsgeschichte draus ableiten... |
| Scheol | Die Abwanderung der geistigen Elite in diesem Land wirkt dem ganzen nicht abmildernd entgegen. Ich habe heute noch die Plakate im Kopf, von Zeitarbeitsfirmen, die Dipl. Ingenieuren “attraktive“ Angebote offerierten. Quer durch alle Studiengänge hört man immer wieder etwas vom Auswandern nach Schweden und ähnlich gut situierte Länder. Ich bin sehr gespannt wo die Schwellenländer demnächst stehen werden. Es wird sich in Kürze schon einiges getan haben. Das ist kein Anfang, es ist mitten drin. Grundsätzlich sehe ich darin Chancen. Es wird global eine respektvolle Kommunikation nötig sein, schon alleine um sich nicht selbst zu destabilisieren. Alleine deshalb sollte man sehr vorsichtig bei Kriegen sein. Mit einer entsprechenden Reputation kann man sich schnell auf Ersatzbank kämpfen. Ehrliche und faire Wirtschaftsdeals auf multilateraler Ebene wird meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit sein, in Zukunft zu überleben. Da man wirtschaftlich immer stärker voneinander abhängig wird, könnte das sogar zu einer Art “Scheinfrieden“ führen. Bestes Beispiel dafür sind China und USA. Kracht es bei einem, kracht es bei beiden. Schlimm wäre nur der Maulkorb, den man sich gegenseitig verpasst. Wenn man eine Mentalität des Kuschens aufbaut, zerstört sich Alles innerhalb weniger Jahre und dann rollen überall die Panzer. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i] [B]Die Abwanderung der geistigen Elite in diesem Land wirkt dem ganzen nicht abmildernd entgegen. Ich habe heute noch die Plakate im Kopf, von Zeitarbeitsfirmen, die Dipl. Ingenieuren “attraktive“ Angebote offerierten. Quer durch alle Studiengänge hört man immer wieder etwas vom Auswandern nach Schweden und ähnlich gut situierte Länder. Ich bin sehr gespannt wo die Schwellenländer demnächst stehen werden. Es wird sich in Kürze schon einiges getan haben. Das ist kein Anfang, es ist mitten drin. Grundsätzlich sehe ich darin Chancen. Es wird global eine respektvolle Kommunikation nötig sein, schon alleine um sich nicht selbst zu destabilisieren. Alleine deshalb sollte man sehr vorsichtig bei Kriegen sein. Mit einer entsprechenden Reputation kann man sich schnell auf Ersatzbank kämpfen. Ehrliche und faire Wirtschaftsdeals auf multilateraler Ebene wird meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit sein, in Zukunft zu überleben. Da man wirtschaftlich immer stärker voneinander abhängig wird, könnte das sogar zu einer Art “Scheinfrieden“ führen. Bestes Beispiel dafür sind China und USA. Kracht es bei einem, kracht es bei beiden. Schlimm wäre nur der Maulkorb, den man sich gegenseitig verpasst. Wenn man eine Mentalität des Kuschens aufbaut, zerstört sich Alles innerhalb weniger Jahre und dann rollen überall die Panzer. [/B][/QUOTE] Bezüglich Abwanderung, Europa ist wieder Auswanderungsland. Derzeit zieht es junge akamemisch gebildte Leute aus Spanien und Portugal nach Südamerika, weil dort die Chances besser sind, junge Iren überschwemmen wieder mal den angelsächsischen sprachraum etc....wie vor 100 Jahren...und die Italiener zieht s mal wiede rnach Norden zu uns. All diesn Länger gemein ist eine Arbeitsosenrate der untr 30 Jähringen von 25% (Italien)-48%(Spanien) Tut mir leid aber so wie ich das sehe hängt nun ganz Europa an Deutschland und wenn wir heir in enigen Jahren absaufen ist der Ofen aus. |