| js27 | Hi, dies ist der erste Eintrag/neues Profil (bin schon länger dabei mit anderem Alias, will diese Dinge trennen). Ich glaub das hier muß man nicht groß einleiten. - Seit den ja wirklich superkompetent ;) durchgezogenen 'Reformen' zur Abhärtung des Landes, sind Minderheiten bekanntermaßen ziemlich unter Druck gekommen. An der Wohlstandsgesellschaft und Anspruchshaltung vieler Durchschnittsmenschen hat sich dabei rein gar nichts geändert, man reicht die Schuld einfach weiter und reklamiert das Gute für sich. "Jung, dynamisch und innovativ" sehen Gothics leider meist nicht aus und sie beanspruchen das auch nicht 100x pro Tag. Die hundsgemeine Selektion von Stories in vielen Lokalmedien (Andersartigkeit mit linken Spinnerdemos oder Perversen-/Satanistenstories in einen Topf geworfen für die Hefe) geht auch zu unseren Lasten. Und, wenn Hiphopper im Berufsleben damit prahlen, sie als 'Macher' ;) wüßten, daß Frau Merkel nur das sagen dürfe was die Wirtschaft wolle (und wer diese Einsicht so dreist nicht kundtue sei doch wohl wirtschaftsfeindlich gesinnt...), kommen sie mit der Masche durch und steigen auf - aber der Wahnsinn dieses neuen Prahlertums wird sich anderswo entladen. Anonymous/WikiLeaks setzten dann noch eins drauf: Dürfen auch zuviel, um dann verwurstet zu werden/zu zeigen, daß Andersartigkeit ja wohl Theater sein müsse, oder um Kritik einen linken Beigeschmack zu geben, womit sich das Ganze sodenn von selbst deklassiert. Kurzum, immer mehr von uns haben beruflich einen schweren Stand dank ungebildeter Kollegen, und das bedeutet ja letztlich nur allzu oft Mobbing/Stellenverlust, und dann lange Arbeitslosigkeit. Halt je nach Familien-$ und Vitamin B-Netzwerk. Ich leb in Augsburg, das Klima hier ist echt übel, und Viele können nicht mehr erfüllt leben. Natürlich sagt es sich leicht, daß Du untertags halt was anderes tragen kannst, aber darum geht es ja nichtmal, sondern um das grundsätzliche Problem, daß die schwarze Szene (vielleicht als eine von wenigen verbliebenen Subkulturen) noch Werte transportiert, und man den Leuten diesen "Makel" eben ansieht, egal wie sie sich verstellen. Welche Wege sind möglich, um das Klima zu lindern, ohne dabei in eine politische Richtung zu kommen? Kann gotische Kultur reagieren, und welche Methoden bieten sich an/wie ließe sich wirksam weiterer Schaden verhindern? Was ist realistisch? Sorry für die Länge, aber ich wollte das komplette Bild bringen, was sicher nicht Wenige hier mögen werden. :) lG/J. PS: Der Faden wurde zugemüllt; wer möchte, kann in meinem [URL=http://not-really-goth.livejournal.com/71308.html]Journal[/URL] kommentieren. |
| Shredder | Hi, in Augsburg City scheint heute die Sonne. lGreez Atze |
| Elementarsatz | [quote]Natürlich sagt es sich leicht, daß Du untertags halt was anderes tragen kannst, aber darum geht es ja nichtmal, sondern um das grundsätzliche Problem, daß die schwarze Szene (vielleicht als eine von wenigen verbliebenen Subkulturen) noch Werte transportiert, und man den Leuten diesen "Makel" eben ansieht, egal wie sie sich verstellen. [/quote] Bitte was denn für Werte? |
| js27 | was ist Deine Frage? |
| Elementarsatz | Ich verstehe nicht, was für Werte Gothics transportieren. Schwarze Kleidung tragen und ständig über die eigenen seelischen Abgründe sprechen, ist m.E. nicht sehr verdienstvoll. Aber ich vermute, du bist ein Troll. |
| js27 | ...und da wären wieder mal die Hasser, welche sich in Gothic-Foren rumtreiben, um niederzumachen |
| Changeling II | [QUOTE][i]Original geschrieben von js27 [/i] Hi, dies ist der erste Eintrag/neues Profil (bin schon länger dabei mit anderem Alias, will diese Dinge trennen). Ich glaub das hier muß man nicht groß einleiten. - Seit den ja wirklich superkompetent ;) durchgezogenen 'Reformen' zur Abhärtung des Landes, sind Minderheiten bekanntermaßen ziemlich unter Druck gekommen. An der Wohlstandsgesellschaft und Anspruchshaltung vieler Durchschnittsmenschen hat sich dabei rein gar nichts geändert, man reicht die Schuld einfach weiter und reklamiert das Gute für sich. "Jung, dynamisch und innovativ" sehen Gothics leider meist nicht aus und sie beanspruchen das auch nicht 100x pro Tag. Die hundsgemeine Selektion von Stories in vielen Lokalmedien (Andersartigkeit mit linken Spinnerdemos oder Perversen-/Satanistenstories in einen Topf geworfen für die Hefe) geht auch zu unseren Lasten. Und, wenn Hiphopper im Berufsleben damit prahlen, sie als 'Macher' ;) wüßten, daß Frau Merkel nur das sagen dürfe was die Wirtschaft wolle (und wer diese Einsicht so dreist nicht kundtue sei doch wohl wirtschaftsfeindlich gesinnt...), kommen sie mit der Masche durch und steigen auf - aber der Wahnsinn dieses neuen Prahlertums wird sich anderswo entladen. Anonymous/WikiLeaks setzten dann noch eins drauf: Dürfen auch zuviel, um dann verwurstet zu werden/zu zeigen, daß Andersartigkeit ja wohl Theater sein müsse, oder um Kritik einen linken Beigeschmack zu geben, womit sich das Ganze sodenn von selbst deklassiert. Kurzum, immer mehr von uns haben beruflich einen schweren Stand dank ungebildeter Kollegen, und das bedeutet ja letztlich nur allzu oft Mobbing/Stellenverlust, und dann lange Arbeitslosigkeit. Halt je nach Familien-$ und Vitamin B-Netzwerk. Ich leb in Augsburg, das Klima hier ist echt übel, und Viele können nicht mehr erfüllt leben. Natürlich sagt es sich leicht, daß Du untertags halt was anderes tragen kannst, aber darum geht es ja nichtmal, sondern um das grundsätzliche Problem, daß die schwarze Szene (vielleicht als eine von wenigen verbliebenen Subkulturen) noch Werte transportiert, und man den Leuten diesen "Makel" eben ansieht, egal wie sie sich verstellen. Welche Wege sind möglich, um das Klima zu lindern, ohne dabei in eine politische Richtung zu kommen? Kann gotische Kultur reagieren, und welche Methoden bieten sich an/wie ließe sich wirksam weiterer Schaden verhindern? Was ist realistisch? Sorry für die Länge, aber ich wollte das komplette Bild bringen, was sicher nicht Wenige hier mögen werden. :) lG/J. [/B][/QUOTE] ...und worin genau besteht nun deine Aussage...? ich vermag nämlich keine irgendwie geartete klare Linie oder eindeutige Richtung/Tendenz hinter deinem Geschreibsel zu erkennen...das alles hört sich für mich extrem konfus und larifari an...bist du für oder gegen das bestehende System....? ...und inwiefern, falls letzteres zutreffen sollte -stört dich dann das "Klima" in der BRD - oder erst Recht die -vermeintliche "Anspruchshaltung"...? sofern du diese allein an besagten "Minderheiten" festmachst - nicht aber an der eigentlichen Minderheit in diesem Wirtschaftssystem, der Kapitalistenklasse - stehst du doch voll hinter der herrschenden Sarrazin- und Hartz IV -Ideologie....also für wen bist du -? und was noch viel wichtiger ist: gegen wen...?wenn man etwas bekämpfen will, so braucht man zuerst einmal einen Feind...und ich kann ihn in deinen Ausführungen beim besten Willen nicht ausfindig machen: sind es nun wieder die "bösen Arbeitslosen", die "dem Staat" - "auf der Tasche liegen" mit ihrer "unverschämten Anspruchshaltung"...? wenn das der Sinn deiner Aussage sein sollte - dann bist du bloss ein weiterer Mitläufer wie zig Millionen andere... |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von js27 [/i] [B]...und da wären wieder mal die Hasser, welche sich in Gothic-Foren rumtreiben, um niederzumachen [/B][/QUOTE] Zisch ab, Troll. |
| weisskreutz | @ js Auch mir fällt es etwas schwierig, in deinem Text eine klare Linie zu erkennen, aber ich meine da ein paar Statements rauszuhören, weshalb ich versuche dazu etwas zu sagen (wenn ich da etwas missverstehe, kannst du mich gerne korrigieren). 1.) Du meinst, dass Grufties, wegen ihrer Ausstrahlung (nicht "Jung, dynamisch und innovativ") Nachteile im Berufsleben haben. Das deckt sich nicht wirklich mit den Erfahrungen, die ich gemacht habe. Grufties sind mAn durchaus "jung, dynamisch und innovativ", und zwar in hohem Maß. Wenn ich die Berufe und Lebenswege derjenigen betrachte, mit denen ich schon darüber gesprochen habe, habe ich folgendes Bild: viel kreatives Handwerk, Entwickler, Designer, Grafiker, Manager, sowie Berufe im Bildungs- und Gesundheitssektor (kein Anspruch auf Vollständigkeit). Außerdem sttelle ich einen hohen Anteil an Akademikern und Beschreitern des zweiten Bildungswegs fest. Das deckt sich auch mit der Erfahrung an verschiedensten Arbeitsplätzen. In den Werkshallen habe ich noch nie Grufties kennengelernt (außer es waren, wie ich selbst Semesterarbeiter). Wenn ich im IT-Bereich arbeitete, habe ich hingegen gerade3 genug Grufties und Metaller kennengelernt. Zusammenfassend: Grufties sind "jung, dynamisch und innovativ", und sie werden durchaus entsprechend eingestellt. Vielleicht ist es ja ein typisch bayrisches Problem. Die Freundin meines Bruders- ebenfalls Gruftie- kommt aus Landshut, und hat von ähnlichen Problemen berichtet. Wer weiß? 2.) Du meinst, dass sich gewisse "Werte" der Grufties nachteilig im Berufsleben auswirken. "Werte" ist vielleicht etwas hoch gegriffen. Unbestreitbar verbringen Grufties aber viel Zeit damit, sich selbst zu reflektieren, was, wie ich finde, wiederum zu einem sehr realistischen Selbstbewusstsein (im eigentlichen eigentlichen Wortsinn) führt. Grufties wissen oft sehr gut [I]wer[/I] sie sind. Genau das kann sich dann doch nachteilig auswirken, nämlich im Vergleich zu Menschen, die sich bewusst eine Geisteshaltung antrainieren, von deren Ausstrahlung sie sich dann Vorteile erhoffen. Mir fallen da zwei Typen an: Blender und Jammerer. Die einen versuchen nach außen hin als die "Macher", von denen du gesprochen hast, dazustehen, damit sie bei der Vergabe von Chancen bevorzugt werden, und als "Erste Wahl" dastehen. Die anderen versuchen an das Mitleid der anderen zu appellieren, um sich unangenehme Arbeit zu ersparen. Was die Polit-Linie betrifft, verstehe ich nicht ganz, was du ausdrücken willst. Ehrlicher wäre es im übrigen, dich mit deinem normalen Nick anzumelden, denn man sollte zu seinen Ansichten stehen, und sich nicht stellvertretend für jede Facette des eigenen Ichs ein eigenes Profil zulegen. |
| js27 | (bitte ignoriert einfach "Elementarsatz") @Changeling II Du steckst offensichtlich Hoffnungen in links; wir alle hatten in der Schule alternative Lehrer, und sie vermittelten eine Weltsicht, wo das Herz dort ist, oder man links argumentieren muß, um überhaupt was durchzukriegen. Sie haben aber nie in der freien Wirtschaft gearbeitet. Wie dem auch sei, es schließt ein beiderseitiges Kennenlernen aus, und das ist nicht gut für uns. Die Personalauswahl liegte heute oft bei Leuten, die mitunter Vorurteile haben, und uns keine Chance geben. Das sagt aber nichts über Unternehmer, die im Allgemeinen sehr tolerant sind, und zuverlässige Minderheiten schätzen, weil das Geschäft im Mittelpunkt steht wie es sein sollte, und nicht Ideologie. Ich hab die Fragestellung bewußt offen gelassen, um nicht festzulegen. Mein Ziel ist, daß nicht noch mehr von uns runterkommen/Eigeninteresse und Gemeinschaft. Natürlich lebt Veränderung von Networking. Weil Viele in der Szene Politik nicht mögen, fürchtet man, daß sich Leute zurückhalten weil es politisch klingen könnte. |
| js27 | @weisskreutz Der Text sollte eine verbreitete Einschätzung von Gothics bündeln, die es schwer hat, weil eben auch Viele argumentieren mit linken Positionen oder counterculture; dann ungewohnt, weil in Diskussionen oft ausgeteilt wird, und dafür ist es zu moderat/geht unter. Ich meinte die Wahrscheinlichkeit, unter Vorurteilen zu leiden. 'Grufties' die für nichts anderes stehen werden meist in Ruhe gelassen, auch wenn man sie nicht mag. Ein Konflikt aber, und das sieht schnell ganz anders aus, wie ich es etliche Male sehen mußte bei betroffenen Kollegen. Nicht überschwenglich positiv zu sein wird dann schnell zu "irgendwie bösartig", je nach Branche natürlich verschieden, im Büro sehr sensibel. Aber was ich vor allem meinte, ist später die Personalauswahl, nicht wenn Leute schon eingestellt sind. Wir haben eine versteckte Armut in der Szene, Leute die Du nicht mehr siehst, und es ist bekannt, daß Clubs $-mäßig drunter leiden. Ich glaub nicht, daß ein Problem besonders in Bayern; kommt vielleicht mehr auf die Stadt/Zeitungen an? Hier ist es die Augsburger Allgemeine, echt übel. Ich hab einige Personaler gefragt, und sie meinten, daß sie danach gehen welchen Eindruck sie über Zuverlässigkeit von Minderheiten ihrer Lokalzeitung entnehmen. (2.) Ja, es sind Werte dahinter wenn jemand die Wegwerfkultur nicht mag etc. Nicht nur im Vergleich mit Hiphoppern sind wir in jeder Hinsicht konservativ. Und wir jammern nicht, richtig. (Polit-Linie) Ist glaub ich in meiner vorigen Antwort drin. (Ehrlicher/normalen Nick?) Du meinst einen Nickname, der alles auf einen Punkt bringt?>vllt. nicht immer gut für die Diskussion? js27 hat eine Bedeutung, und mein Profil ist offen, mit Homepage-Link. Also kein Verstecken. :) |
| weisskreutz | [QUOTE] [i]Original geschrieben von js27 [/i] (Ehrlicher/normalen Nick?) Du meinst einen Nickname, der alles auf einen Punkt bringt?>vllt. nicht immer gut für die Diskussion? js27 hat eine Bedeutung, und mein Profil ist offen, mit Homepage-Link. Also kein Verstecken. :)[/QUOTE] Nein, das meinte ich nicht. Es ging mir eher darum, dass du erwähnt hast, bereits unter einem anderen Nick registriert du sein. Ich meinte nur, dass man sich in einem Forum auch nur als eine einzelne Person bewegen sollte. Das war mein Kritikpunkt. Ich werde bestimmt niemandens Nickname kritisieren ;) [QUOTE]Der Text sollte eine verbreitete Einschätzung von Gothics bündeln, die es schwer hat, weil eben auch Viele argumentieren mit linken Positionen oder counterculture; dann ungewohnt, weil in Diskussionen oft ausgeteilt wird, und dafür ist es zu moderat/geht unter.[/QUOTE] Nicht böse gemeint, aber irgendwie erschließt sich mir hier, aufgrund des Satzbaus, nicht ganz, was du sagen möchtest. Was meinst du genau? :) [QUOTE]Ich meinte die Wahrscheinlichkeit, unter Vorurteilen zu leiden. 'Grufties' die für nichts anderes stehen werden meist in Ruhe gelassen, auch wenn man sie nicht mag. Ein Konflikt aber, und das sieht schnell ganz anders aus, wie ich es etliche Male sehen mußte bei betroffenen Kollegen. Nicht überschwenglich positiv zu sein wird dann schnell zu "irgendwie bösartig", je nach Branche natürlich verschieden, im Büro sehr sensibel.[/QUOTE] Das ist klar. Die bei Grufties weit verbreitete Introvertiertheit fördert nicht gerade die zwischenmenschlichen Kontakte. Und ein besonders "gruftiges" Auftreten wirkt auch eher abschreckend. Als Punk, Skinhead oder Hip-Hop-Proll, wirst du allerdings auch keine besseren Erfahrungen machen. Man kann sich natürlich fragen, ob "die Gesellschaft" nun zu akzeptieren hat, dass man eher extravagant rumläuft, oder ob man eben den Preis für ein Äußeres (und Inneres) zu zahlen hat, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass dieses Äußere ja oft bewusst als Provokation und Zeichen der Abgrenzung gebraucht wird. Ich persönlich gehe daher a) oft auf andere Menschen zu, und wähle b) auf Arbeit u.ä. ein dezentes, dunkel gehaltenes Outfit. [QUOTE]Aber was ich vor allem meinte, ist später die Personalauswahl, nicht wenn Leute schon eingestellt sind.[/QUOTE] Ich habe mir angewöhnt Vorstellungsgespräche und ähnliche "Erstkontakte", einfach als Ritual zu sehen. Ungefähr so wie (Achtung: Klischee!) die Friedenspfeife, die du mit dem großen Häuptling Brüllender Bär rauchen musst, damit du seine Tochter Volle Lippen über Nacht in ihrem Tipi besuchen kannst, ohne am nächsten Tag am Marterpfahl zu enden. ;) Das Ritual besteht halt aus einer bestimmten Kriegertracht, und gewissen ritualisierten Verhaltensweisen. Aufs Grufti-Sein bestehe ich dann einfach nicht. [QUOTE]Wir haben eine versteckte Armut in der Szene, Leute die Du nicht mehr siehst, und es ist bekannt, daß Clubs $-mäßig drunter leiden.[/QUOTE] Ja, das merkt man bei uns in Karlsruhe insbesondere daran, dass die schwarzen Clubs zwischenzeitlich samstags bunte Events (wie Technoparties) anbieten, was wohl mehr Geld einbringt. Ich hab alle Inhaber schon deswegen angesprochen. Die zeichnen aber ein anderes Bild: die Grufties geben nicht weniger Geld aus, sondern sie haben noch nie viel ausgegeben, weil sie sich einfach nicht wirklich oft betrinken. Problematisch ist aber, dass sich die Pachten stark erhöhen, weil die Umsätze in anderen, nicht-schwarzen Clubs steigen. Beobachte das mal (und gestatte mit exemplarisch eine kleine Verallgemeinerung): Ein Grufti geht weg, trinkt zwei Weinschorle und ein ein Wasser, tanzt ein bischen und unterhält sich gepflegt. Für den Betreiber kommt da nicht viel bei rum. Dann nimm mal einen Hopper (oder ähnliches): Der geht in ne Großraum-Disco. Kauft nen Sangria-Eimer, und erzählt Montags aus Arbeit: "alter, war ich Samstag voll. Hab 80 € ausgegeben, und weiß nichts mehr davon!" Das ist jetzt natürlich alles eher klischeehaft, aber ich denke du verstehst was ich meine. [QUOTE]Ich glaub nicht, daß ein Problem besonders in Bayern; kommt vielleicht mehr auf die Stadt/Zeitungen an? Hier ist es die Augsburger Allgemeine, echt übel. Ich hab einige Personaler gefragt, und sie meinten, daß sie danach gehen welchen Eindruck sie über Zuverlässigkeit von Minderheiten ihrer Lokalzeitung entnehmen.[/QUOTE] Könnte sein. Bei uns in den Badischen Neuesten Nachrichten, hab ich noch nie einen negativen Beitrag über Grufties gelesen. Im Kulturteil stand ab und an schonmal was, aber nie was schlechtes, sondern rein descriptiv- und oberflächlich ;) [QUOTE] Ja, es sind Werte dahinter wenn jemand die Wegwerfkultur nicht mag etc. Nicht nur im Vergleich mit Hiphoppern sind wir in jeder Hinsicht konservativ. Und wir jammern nicht, richtig.[/QUOTE] Zumindest konsumieren Grufties tendenziell auf andere Weise. Der Konsum ist schon sehr auf geistige Bereicherung ausgerichtet, und nicht nur einmal wurde Grufties ein "elitäres Gehabe" vorgeworfen, weil materialistische Einstellungen so selten sind. Ich finde das angenehm. |
| js27 | [QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i] Nein, das meinte ich nicht. Es ging mir eher darum, dass du erwähnt hast, bereits unter einem anderen Nick registriert du sein. Ich meinte nur, dass man sich in einem Forum auch nur als eine einzelne Person bewegen sollte. Das war mein Kritikpunkt. Ich werde bestimmt niemandens Nickname kritisieren ;)[/QUOTE] Ok. So wie's heute in Foren zugeht, gibt es leider gute Gründe für eine Trennung von privat und gesellschaftlicher Kritik. Das tut man seinen Freunden lieber nicht an. [QUOTE]Das ist klar. Die bei Grufties weit verbreitete Introvertiertheit fördert nicht gerade die zwischenmenschlichen Kontakte. Und ein besonders "gruftiges" Auftreten wirkt auch eher abschreckend. Als Punk, Skinhead oder Hip-Hop-Proll, wirst du allerdings auch keine besseren Erfahrungen machen. Man kann sich natürlich fragen, ob "die Gesellschaft" nun zu akzeptieren hat...[/QUOTE] Das ist bei den meisten nicht der Fall wie in meinem ersten Text klar und deutlich herausgestellt. Alles was den Leuten anzusehen ist > etwas Herz/Gewissen. Ich breche hier an dem Punkt ab, Du bist offensichtlich ein Außenstehender, der sich hier austobt. Für die anderen: Ich hab den Faden in meinem Journal [URL=http://not-really-goth.livejournal.com/71308.html]gespiegelt[/URL] und werd nurnoch dort auf Beiträge antworten. Oben ist beschrieben, was viele unter uns bedrückt. Heute sind Webboards fast eher ein Ort wo Leute nette Beiträge suchen, mehr per PM oder in einem externen Thread weitergeführt, wo man ihnen garantieren kann, nicht niedergepöbelt zu werden oder sich den Tag zu verderben. Wenn so ein paar Leute Initiativen finden, oder Journalisten auf ihrer Suche nach Reaktionen der Szene aufs rauhe Klima, hat sich der Zweck erfüllt. lG |
| weisskreutz | [QUOTE] [i]Original geschrieben von js27 [/i]Das ist bei den meisten nicht der Fall wie in meinem ersten Text klar und deutlich herausgestellt. Alles was den Leuten anzusehen ist > etwas Herz/Gewissen.[/QUOTE] Eigentlich ging aus deinem Text relativ wenig hervor. Schau mal nach oben! Ich bin der einzige, der überhaupt versucht hat aus dem Bandsalat deines Eingangsposts einen Content herauszufiltern. Und da du ja angeblich "Journalist" bist, habe ich irgendwie Zweifel... [QUOTE]Ich breche hier an dem Punkt ab, Du bist offensichtlich ein Außenstehender, der sich hier austobt.[/QUOTE] Ja, aber sowas von; offenbar hast du mich erwischt! :D [QUOTE]Für die anderen: Ich werd nurnoch auf konstruktive Beiträge antworten (bitte PM falls ihr einen setzt). Oben ist beschrieben, was viele unter uns bedrückt, heute sind Webboards fast eher ein Ort wo man nette Beiträge sucht, mehr zwecks PM. Wenn so ein paar Leute zusammenkommen, um etwas aufzuziehen, oder Journalisten auf ihrer Suche nach Reaktionen der Szene aufs rauhe Klima sowas finden können, hat sich der Zweck erfüllt. [/QUOTE] Wenn dich der Umgangston hier stört, dann rate ich dir einfach mal den "Gebrauchstext" des Kaisers zu lesen: hier kriegst du keine netten Beiträge, dafür aber um so mehr rauhes Klima. Wenn du schon länger ein Profil in den NW hättest wüsstest du das ;) Btw: Das veranlasst mich dazu, die Weisheit und Menschenkenntnis von [B]Elementarsatz[/B] hier öffentlich zu preisen, und ihm hiermit den Titel [I]Goldener Trollspürhund[/I] zu verleihen! Eine Nase hat der Mann... ts ts... ich könnt neidisch werden... |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von js27 [/i] "Jung, dynamisch und innovativ" sehen Gothics leider meist nicht aus und sie beanspruchen das auch nicht 100x pro Tag.[/QUOTE]Also innovativ sollten sie schon aussehen, sonst machen sie meiner Ansicht nach irgendwas falsch. Manchmal frage ich mich: Hat das etwas damit zu tun, ob sie bevorzugt die Begriffe "Gothics" oder "Grufties" verwenden? :) [QUOTE]Ich leb in Augsburg, das Klima hier ist echt übel, und Viele können nicht mehr erfüllt leben. Natürlich sagt es sich leicht, daß Du untertags halt was anderes tragen kannst, aber darum geht es ja nichtmal, sondern um das grundsätzliche Problem, daß die schwarze Szene (vielleicht als eine von wenigen verbliebenen Subkulturen) noch Werte transportiert, und man den Leuten diesen "Makel" eben ansieht, egal wie sie sich verstellen.[/QUOTE]Das Problem dieser Leute scheint eher zu sein, [b]DASS[/b] sie sich verstellen. Das könnte bei den Kollegen Misstrauen hervorrufen und den Eindruck erwecken, sie seien nicht zuverlässig. Ich selbst renne zwar nicht immer nur in Schwarz herum, aber ich stehe zu meinem "Hobby" und beantrage schon am Jahresanfang Urlaub für die Woche vor und nach Pfingsten mit dem Grund "WGT". [QUOTE]Welche Wege sind möglich, um das Klima zu lindern, ohne dabei in eine politische Richtung zu kommen? Kann gotische Kultur reagieren, und welche Methoden bieten sich an/wie ließe sich wirksam weiterer Schaden verhindern? Was ist realistisch?[/QUOTE]Wenn irgendwelche Wege und Methoden dazu dienlich sind, das Klima zu verbessern, ist es mir ziemlich egal, ob die sich mit irgendwelchen politischen Richtungen überschneiden. Hauptsache ist, dass ich das mit meinem eigenen Gewissen vereinbaren kann. Ich habe mit Offenheit gute Erfahrungen gemacht, zeige Freunden, Bekannten und Kollegen gern "gruftige" Musik, Bilder, Videos usw. - und die Reaktionen sind meist positiv. [QUOTE]So wie's heute in Foren zugeht, gibt es leider gute Gründe für eine Trennung von privat und gesellschaftlicher Kritik. Das tut man seinen Freunden lieber nicht an.[/QUOTE]Also wenn ich mich gesellschaftlich engagiere, sind da meist ganz private Interessen mit im Spiel. Wie will man denn sonst irgendwas mit Herzblut tun? [QUOTE]Ich breche hier an dem Punkt ab, Du bist offensichtlich ein Außenstehender, der sich hier austobt.[/QUOTE]Ich verstehe nicht, wieso du "weisskreutz" nun hier so anpöbelst. Wenn seine Beiträge in diesem Thread nicht konstruktiv waren, dann weiß ich nicht, was du unter "konstruktiv" verstehst. Ich kann nicht beurteilen, inwieweit er ein "Außenstehender" ist. Aber was er beschrieben hat, stimmt im wesentlichen mit den Erfahrungen überein, die ich gemacht habe. [QUOTE]Für die anderen: Ich werd nurnoch auf konstruktive Beiträge antworten (bitte PM falls ihr einen setzt).[/QUOTE]Wahrscheinlich ist mein Beitrag in deinen Augen auch nicht konstruktiv, darum verkneife ich mir die PM. :) [QUOTE]Oben ist beschrieben, was viele unter uns bedrückt, heute sind Webboards fast eher ein Ort wo man nette Beiträge sucht, mehr zwecks PM. Wenn so ein paar Leute zusammenkommen, um etwas aufzuziehen, oder Journalisten auf ihrer Suche nach Reaktionen der Szene aufs rauhe Klima sowas finden können, hat sich der Zweck erfüllt.[/QUOTE]In den diversen Unterforen des "German Gothic Board" findest du viele Themen, wo sich ein paar Leute zusammenfinden, um gemeinsam etwas zu unternehmen, ob auf künstlerischem Gebiet oder auch in anderen Bereichen. |
| Ronin76 | [QUOTE]Kurzum, immer mehr von uns haben beruflich einen schweren Stand dank ungebildeter Kollegen, und das bedeutet ja letztlich nur allzu oft Mobbing/Stellenverlust, und dann lange Arbeitslosigkeit. [/QUOTE] Ach, ich wurde schon heimtückisch von einem gebildeten Kollegen gemobbt, der kurz vor der Rente war, und mich als Konkurrenten betrachtete, weil er selbst stinkfaul und im Team eher unbeliebt war. Doch er hatte das sogenannte Vitamin B, dank vieler Jahrzehnte Betriebszugehörigkeit. Und ja, die Folge davon war Arbeitslosigkeit. Das Klima in meiner Stadt ist auch sehr übel, und daß Mobbing, also intraspezifische Konkurrenz (gerade mein Lieblingsbegriff) zunimmt, ist ja auch bekannt. [QUOTE]Welche Wege sind möglich, um das Klima zu lindern, ohne dabei in eine politische Richtung zu kommen? Kann gotische Kultur reagieren, und welche Methoden bieten sich an/wie ließe sich wirksam weiterer Schaden verhindern? Was ist realistisch?[/QUOTE] Da es sich primär um ein politisches Problem handelt, ist es eigentlich nur politisch zu lösen. Die lose Gruppe der Goths ist nicht gut genug organisiert, zu unpolitisch und inhomogen, und natürlich auch viel zu klein, um das auch nur im Ansatz lösen zu können. Es braucht schon eine breite Massenbewegung mit gemeinsamen Zielen. Man könnte zuerst mal strukturiert vorgehen und mit Brainstorming eine Bestandsaufnahme (Schäden und Ressourcen) erstellen, und dann Ziele und Maßnahmen definieren. Also im Prinzip wie eine patientenbezogene Pflegeplanung. |
| kundenservice | [QUOTE][I]Zitat js27[/I]: "usw usw Viele können nicht mehr erfüllt leben. Natürlich sagt es sich leicht, daß Du untertags halt was anderes tragen kannst, aber darum geht es ja nichtmal, sondern um das grundsätzliche Problem, daß die schwarze Szene (vielleicht als eine von wenigen verbliebenen Subkulturen) noch Werte transportiert, und man den Leuten diesen "Makel" eben ansieht, egal wie sie sich verstellen usw usw"[/QUOTE] Klingt für mich nach narzisstischer Persönlichkeitsstörung, wobei der 'Kreis des Vertrauens' (Zitat js27: "Du bist offensichtlich ein Außenstehender") sich meist auf die eigene Person beschränkt. |