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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Die Schnüffelei im Internet
Demon17Nachdem sich zunehmend Personalabteilungen entblöden im Internet nach Informationen über Bewerber zu sichen, hat jetzt auch die Schufa ein Projekt gestartet in dem überprüft werden soll, wie man die Infos aus Facebook, Xing und anderen sozialen Netzwerken für die Überprüfung der Bonität von Menschen heranziehen kann.

[URL=http://www.spiegel.de/]Der Schnüffelplan der Schufa[/URL]

Ich finde es extrem widerlich, ein Instrument zur Aufrechterhaltung zwischenmenschlicher Beziehungen dermaßen auszubeuten. Wer arme Freunde hat, ist halt nicht kreditwürdig. Nachdem Facebook viele der alten Funktionen, die früher Internetforen hatten übernahm, ist das Netz nun für die Überwachung durch Staat, Banken und Industrie bereit.
Elementarsatz[quote]Ich finde es extrem widerlich, ein Instrument zur Aufrechterhaltung zwischenmenschlicher Beziehungen dermaßen auszubeuten.[/quote]

Das ist aber eine etwas idealistische Beschreibung von Facebook.

Dass mit Daten, die man bei Facebook preisgibt, Schindluder getrieben werden kann, ist nichts neues. Selbst schuld würde ich sagen.
Demon17Ein bisschen Werbung stört mich nicht, aber das was die Schufa vorhat geht weit darüber hinaus.
ElementarsatzWenn sie tatsächlich nur Daten benutzen, die öffentlich abrufbar sind, sehe ich darin kein Problem. Die hat man ja freiwillig preisgegeben.
Demon17Allein der Ansatz ist widerlich. Viele Menschen versuchen Lwute durch das Internet kennen zu lernen und werden durch diese systematische Schnüffelei dabei behindert. Es könnte auch zu einer Auswhl in Richtung möglichst wohlhabender Freunde kommen um die eigene Bonität zu verbessern.
weisskreutzUnd das ist auch der Grund, warum ich mich sowieso von solch allgemein gehaltenen Netzen fernhalte, und mich lieber in spezifischen Communities bewege- dunkelschwarze zum Beispiel.
Ronin76Es scheint geradezu ein Indikator für Überwachung zu sein, wie schnell sich Software, Internetportale, Suchmaschinen, und Hardware (zB Handys) verbreiten. "Dienste" wie Google und Facebook kamen quasi aus dem Nichts und haben sich durch unkritische Benutzer innerhalb weniger Monate rasant verbreitet. Natürlich mit der dazugehörigen Werbung, welche prinzipiell umso wirksamer ist, je mehr Kapital dafür aufgewendet wird. Solche modernen Netzgemeinden sind Ausdruck einer fortschreitenden, gesellschaftlichen Isolation, und verstärken diese noch, indem sie sich der Illusion von Nähe, Dynamik und realen Kontakten bedienen. Die Schufa selbst ist eine äußerst dubiose Organisation, die es geschafft hat, sich in der Wirtschaft zu etablieren. Datenschutz existiert bei denen nicht, und Daten erhält wer genügend bezahlt (Schufa Auskunft). Die BRD deckt solche Organisationen und ist damit auch hier wieder Mittäter des kontrollierenden Überwachungsstaates.
SeidenspinnerBonität ist halt ein Synonym für Menschenwürde in unserer Gesellschaft und wenn die Bürger schon so zuvorkommend sind, ihre eigene Gläsernheit zu befördern, dann sind solche Konsequenzen doch absehbar. Oder ist hier jemand jetzt mal so richtig überrascht?

[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
[B]Das ist aber eine etwas idealistische Beschreibung von Facebook. ... [/B][/QUOTE]
Findest Du? "Aufrechterhaltung zwischenmenschlicher Beziehungen" klingt für mich nach einem Sozialleben im Endstadium, also nicht sonderlich löblich. (Das soll jetzt keine Anspielung auf Anwesende sein: Es ging mir lediglich um die Formulierung.)
deathrock1334das würde die jetzt schon mehr als fehlerhafte 'bonitätsprüfung' der schufa wohl nur noch fehlerhafter machen ...
weisskreutzMir ist überhaupt nicht ganz klar, wie die Schufa da ausreichend Informationen extrahieren will. Also, wenn du nicht gerade in der "fünfstellig verschuldet und arbeitslos" bist, dann weiß ich auch nicht.
Generell ist die Idee von sozialen Netzwerken quasi als Datenbank der Bekannten nicht übel, jedoch kann man auch eine Mailinglist führen o.ä.
Mir hat das jedenfalls nie gefehlt, und mir ist auch nie ein Kontakt abhanden gekommen.

Die Überbewertung von Facebook zeigt sich im übrigen sehr schön im Absturz der Aktie gleich nach Einführung. Tatsächlich ist es sehr umstritten, ob Werbung überhaupt den Effekt hat, den man vermuten könnte, angesichts der Werbeausgaben, die getätigt werden...
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]Und das ist auch der Grund, warum ich mich sowieso von solch allgemein gehaltenen Netzen fernhalte, und mich lieber in spezifischen Communities bewege- dunkelschwarze zum Beispiel. [/B][/QUOTE]

Ich halte es genauso.


mit meinen Freunden telekommuniziere ich ausschließlich mittels Technik aus dem vorigen Jahrhundert. E-Mail und Handy zum Beispiel.
Ronin76[QUOTE]Tatsächlich ist es sehr umstritten, ob Werbung überhaupt den Effekt hat, den man vermuten könnte, angesichts der Werbeausgaben, die getätigt werden...[/QUOTE]
Welche Höhe denn ? Zu hoch, oder zu niedrig ?
Es gibt doch wie überall einen optimalen Wirkungsgrad.

Werbung hat selbst mit kleineren Budgets einen sehr großen Effekt, wenn sie richtig konzipiert ist. In sämtlichen Lokalzeitungen Werbung für eine schmuddelige Saufkneipe zu schalten, wird sich wohl eher nicht lohnen, weil dann die Ausgaben höher als die Einnahmen durch den Werbeeffekt sind, vor allem wenn das Klientel sowieso keine Zeitungen liest.
weisskreutz[QUOTE] [i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Welche Höhe denn ? Zu hoch, oder zu niedrig ?[/QUOTE]

Je höher, desto geringer der Effekt je eingesetztem Euro. Ich hab mal mit ein paar Kommunikationswissenschaftlern gesprochen, die sich damit beschäftigt haben.
Denen zufolge, ist es lange bekannt, dass sie lediglich nützt ein Produkt bekannt zu machen (was natürlich auch schon was wert ist). Die Verkaufssteigerung einer bereits bekannten Marke durch mehr Werbung, ist hingegen nicht einwandfrei bewiesen.

[QUOTE]Es gibt doch wie überall einen optimalen Wirkungsgrad.

Werbung hat selbst mit kleineren Budgets einen sehr großen Effekt, wenn sie richtig konzipiert ist.[/QUOTE]

Absolut richtig. "Zu billige" Werbung kann sogar den gegenteiligen Effekt haben.

[QUOTE]In sämtlichen Lokalzeitungen Werbung für eine schmuddelige Saufkneipe zu schalten, wird sich wohl eher nicht lohnen, weil dann die Ausgaben höher als die Einnahmen durch den Werbeeffekt sind, vor allem wenn das Klientel sowieso keine Zeitungen liest. [/QUOTE]

Kneipen o.ä. kriegst du nur voll, wenn die "richtigen Leute" hingehen. Tatsächlich ist es wohl Teil der neueren Forschung, solche Firestarter zu identifizieren, und dann gezielt zu beeinflussen, damit diese wiederum als Multiplikatoren dienen.
Elementarsatz[url]http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:kreditwuerdigkeit-finanzbranche-giert-nach-facebook-daten/70047576.html[/url]
Ronin76Der große Bruder sitzt in den USA:

[URL=http://www.gegenfrage.com/nsa-sammelt-daten-ueberwachung/]US-Regierung sammelt Daten zu nahezu allen Bürgern[/URL]

Ich gehe davon aus, daß dies auch in der BRD geschieht. Es gab ja schon in den 80ern das Echelon der Amerikaner und den Holzspecht der Russen. Im digitalen Zeitalter ist Überwachung noch viel einfacher und effektiver.
adabsurdDiese Entwicklung, Demon17, war von Anfang an absehbar.

Man stelle sich vor, man hätte vor 30 Jahren, meinetwegen auch noch vor 20 oder auch vor 10 Jahren eine Umfrage gemacht, etwa derart:
"Können Sie sich vorstellen, neben Ihren persönlichen Daten wie Name und Anschrift auch noch ihre gesamten sozialen Kontakte (Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen, Familie) in einem öffentlichen, weltweit abrufbaren Medium zu veröffentlichen und dabei in einer Art Tagebuch auch noch alle erdenklichen Informationen über Ihr Befinden, Ihre Vorhaben, Ihre Aktivitäten etc. bekannt zu geben, öffentlich in Textform mit ihren Freunden zu plaudern, zudem private Fotos von sich und ihrem Umfeld hinzuzufügen und ausserdem durch Zugehörigkeit zu entsprechenden ebenfalls öffentlichen Gruppierungen bzw. entsprechende Zustimmungsbekundungen Ihre politischen und sonstigen Anschauungen sowie alle erdenklichen Vorlieben, Abneigungen und Hobbies aller Welt kund zu tun?"

Die Antwort hätte sich wohl bei nahezu oder gar allen Befragten auf ein deutlichen "Nein!" oder das berühmte Zeigen des Vogels beschränkt! ... Heute ist das selbstverständlicher und offenbar weitgehend unreflektierter Alltag von Millionen, die sich da von einer Zeitgeisterscheinung in etwas reinziehen lassen, was sie NIE wieder aus der Welt schaffen können.

Das ist etwas, was ich niemals nie begreifen werde. Zumal man ausser Ärger mit grottenschlechten Userinterfaces und der Illusion von "echtem Leben" nichts als Gegenleistung erhält. Von der extremen "Veroberflächlichung" der Kommunikation, im Vergleich zum Beispiel zu Foren wie diesem hier, mal ganz zu schweigen. Das große Forensterben ist eine ungeheurer Verlust an "echter" Kommunikation, wie sie durch das Netz zunächst entstand. Aber das ist ein anderes Thema ...

Als Informatiker kann ich sagen, es gibt quasi nichts was sich aus einem leichtfertig geführten FB-Account nicht mit geeigneten technischen Methoden extrahieren liesse. Und neben den technischen Methoden sind im Einzelfall natürlich auch noch viele weitere Ansatzpunkte möglich. Was ist z.B. naheliegender, als fehlende Daten unter diversen Vorwänden bei eingetragenen Freunden zu erfragen. Der "Dümmste" bzw. "Naivste" in einer jeden Freundesliste ist somit das schwächste Glied der Informationskette.

Wer bei FB einigermassen vernetzt ist, über den findet man alles heraus was man wissen möchte. Man sollte also besser mit niemandem mehr der über Fantasie verfügt in größeren Streit geraten. Derjenige könnte sonstwas initiieren, wo man ihm ja brav sein gesamtes soziales Umfeld präsentiert. Wenn er es darauf anlegt und ein wenig clever ist, ist man hinterher Job und Freunde los.
Derlei inszenierte/provozierte Intrigen sind ganz groß im Kommen. Und es muss ja auch nicht persönlich motiviert sein, sondern kann aus heiterem Himmel vom Job/Geschäft her kommen. Aussenstehenden die Sozialkontakte samt sofortiger Kontaktmöglichkeit zu präsentieren, ist nur etwas für Leute die niemals von jemandem mit Köpfchen gehasst werden. Wer kann das schon garantieren für alle Zukunft? ... Was früher nur mit großem Umstand und sozusagen theoretisch möglich war, kann mit Hilfe von FB sogar mehr oder weniger automatisiert, nach vorgefertigten "Skripten" und mit nur recht geringem Aufwand betrieben werden. Derartiges wird extrem zunehmen und für manch einen eine ganz böse Überraschung sein.

Zudem darf man davon ausgehen, dass ALLE jemals in einen Account eingetragenen Daten ZUZÜGLICH aller über Cookies (befreundeter Unternehmen) verfügbaren Daten vom Rechner des Users (Einkäufe, besuchte Seiten...) SÄMTLICHST und FÜR IMMER gespeichert werden UND das alle Daten, auch jene die (aufgrund diverser Einstellungen) nicht von Aussen einsehbar sind, letztlich (neben FB selbst) ALLEN interessierten (und entsprechend zahlenden bzw. Druck ausübenden) Unternehmungen, Gruppierungen, Staaten etc. auch in aller Zukunft zur Verfügung stehen. Es existieren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Sicherungen von allem, was jemals in den Accounts landete, jeder einzelne Tastenschlag, jeder Chat, jene private Nachricht, jedes Foto, einfach alles. Die Kosten hierfür sind vernachlässigbar gegenüber dem potentiellen zukünftigen Nutzen. Man denke nur z.B. an die vielen späteren Personen des öffentlichen Lebens (Politiker, Prominente...), die jetzt gerade in jugendlicher Naivität ihre zukünftigen Sargnägel über FB verbreiten. Das wissen auch die Macher von FB, welches vermutlich ohnehin von den Geheimdiensten gesteuert bzw. infiltriert ist. MINDESTENS aber gibt es korrupte Mitarbeiter, die für solche Sicherungen (im Geheimen) sorgen. Man MUSS einfach davon ausgehen, dass diese Goldgrube nicht einfach so (gesetzeskonform) im Daten-Nirwana landet.

Einen Job nicht zu bekommen, bei Versicherungen (von Auto bis KV) Probleme oder überhöhte Preise zu riskieren, ist nur der Anfang. Wenn Papa Staat erst mal anfängt seine immer rigoroser werdenden Einmischungen in unser aller Privatleben und unser entsprechend gefordertes "Wohlverhalten" mittels solcher Daten zu überprüfen, dann kommen wir in Bereiche, für die selbst Orson Welles oder Huxley die Fantasie bzw. der technische Weitblick fehlte.

Wir steuern auf immer totalitärere Zustände zu. Der Leviathan wird und muss sich immer weiter ausbreiten. Die keinerlei Mehrwert schaffenden Selbstverwalter wollen beschäftigt, somit legitimiert und letztlich genährt werden. Der technisch bedingten enormen Produktivitätssteigerung der letzten hundert Jahre ist es zu verdanken, dass diese (in großen Teilen schlicht parasitäre) Kaste geradezu explodiert ist. Längst schon schafft sie nicht mehr nur, wie es sinnvoll wäre, ein paar Rahmenbedingungen für ein geordnetes Zusammenleben, sondern behindert ihren "Wirten" am erwirtschaften jener Mehrwerte, von denen sie hinterher einen großen Teil abhaben wollen. Und die "Eliten" an deren Spitze (in Wahrheit intellektuelles unteres Mittelmaß, weltmeisterlich lediglich in Sachen Opportunismus und Tolldreistigkeit), fürstlich ausgestattet mit nicht-verdientem (im doppelten Wortsinne) Geld und Ansprüchen auf zukünftiges Geld, sind überaus machthungrig und werden es immer mehr, je mehr sie bekommen können. Eine Sucht, die die Menschheitsgeschichte schon immer begleitete. Die EU ist ein gutes Beispiel dafür. Eine Räte-Diktatur die immer mehr mit der UDSSR vergleichbar wird. Wie eine fette Made bläht sie sich gerade auf. ... Das mittels (finanzieller) Abhängigkeit (durch Umverteilung, sprich Enteignung bei den Produktiven) bewusst gezüchtete Prekariat (teils importiert), als Stimmvieh benötigt, fordert mit seiner wachsenden Degeneriertheit den Nannystaat mit Riesen-Verwaltungswasserkopf geradezu dazu heraus, von der Wiege bis zur Bahre alles zu regeln. Ein Selbstläufer der sich immer weiter selbst verstärkt, denn Prekariat zeugt meist noch schlimmeres Prekariat. Dann wird hier und da noch eine Ersatzreligion erfunden um Ablasshandel in Form aller möglichen Abgaben und Vorschriften (deren Befolgung teuer ist) betreiben zu können (angeblicher menschengemachter Klimawandel), schon ist der Superstaat der sich um ALLES kümmert fertig. Selbst unser Licht schreiben sie uns mittlerweile vor. Aber da wird noch VIEL mehr kommen. ... Ist ja angeblich alles nur zu unserem Wohl, dass sie uns langsam aber sicher die Luft abdrücken. Und tatsächlich hat man von wachsenden Bevölkerungsteilen den Eindruck, dass man ihnen keinerlei Verantwortung mehr überlassen kann. ... Alle noch mit gesundem Menschenverstand Gesegneten, die gerne selbst entscheiden würden, werden natürlich gleich mit befehligt. Sie sind ja auch zu sehr damit beschäftigt den ganzen Spuk mit Mehrwert erschaffender Arbeitsleistung zu finanzieren und sind auch (noch) zu satt und eingelullt, um wirklich zu rebellieren. Das installierte Ein-Parteiensystem macht ihnen friedlichen und umstandsfreien Protest ja auch unmöglich. Alles nur noch Umverteiler/Kollektivisten, niemand mehr der überhaupt einen Begriff von Freiheit und Selbstverantwortung hat, Nebelbegriffe wie "soziale Gerechtigkeit", leere Phrasen, haben religiösen Status erlangt. Aus Sicht der 70´er bewegen die sich alle im Bereich des damaligen linken Flügels der SPD, wobei es nach links hin keine Grenzen mehr zu geben scheint und alles was auch nur in Richt8ung Mitte geht wird mit teils schon faschistischen Methoden verunglimpft und bekämpft. Freiheit ist was anderes!!! Zwar haben die verschiedenen kollektivistischen Systeme des letzten Jahrhunderts inkl. dem NationalSOZIALISMUS mehrere hundert Millionen Menschenleben gefordert (Stalin, Mao...), sie sind also die (gedankliche) Pest der Neuzeit, aber einigen scheint es immer noch nicht zu genügen. ... Wenn nicht jeder Einzelne selbst maximale Verantwortung übernimmt innerhalb eines Gefüges von minimalen Vorschriften, sondern irgendeine Form von Volksherrschaft proklamiert wurde, dann war es am Ende stets eine Kaste von Verbrechern die in Wahrheit alle Macht hatten, oft begleitet von ungezählten Toten, die diesem Projekt im Weg standen. Das wird der Demokratie, sofern sie sich nicht strikt von kollektivistischen Ideen verabschiedet sondern sich maximaler Eigenverantwortung zuwendet, vermutlich gena so widerfahren. Wir sind da ganz klar auf einem sehr schlechten Weg. Fast möchte man meinen, nicht die BRD hat die DDR übernommen, sondern umgekehrt. Und die untergegangene UDSSR dient als Vorbild für die EU. Es ist schlicht absurd. ... Und - um zum Thema zurück zu kommen - in diesen Weg in die Knechtschaft begeben sich Millionen mit der Preisgabe nahezu aller informationen über sich selbst. SELBST SCHULD, muss ich da sagen! Das wird am Ende für so Manchen nicht nur teuer, einschränkend oder ärgerlich, sonder wohl gar lebensbedrohlich sein. Rechnet mal mit einem kälteren Wind in Zukunft und fragt euch dann, was alle Welt von Euch wissen darf! Hättet Ihr, in der DDR 1980 lebend, in dieser Form Eure Daten preisgegeben? Wohl kaum, oder?
ElementarsatzJetzt macht man sich schon verdächtig, wenn man nicht bei Facebook ist:

[url]http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/nach-dem-attentat-von-denver-machen-sich-facebook-verweigerer-verdaechtig/6911648.html[/url]
Scheol@Elementarsatz

Menno, das wollte ich gerade schreiben. :(

Ja, tatsächlich, man ist verdächtig wenn man sich gegen Facebook wehrt. DAS ist widerlich. Das mit der Schufa ist nur eine Frechheit.
GrimFandango91So ist die Entwicklung aktuell und ich denke das wird sich in den nächsten Jahren noch mehr verstärken. Und leider wird uns diese Tendenz immer mehr in Richtung eines Überwachungsstaats führen. Denn wenn etwas theoretisch möglich ist, dann ist es nur eine Frage der Zeit bis es auch von jemandem ausgenutzt wird.
adabsurdEs wird schlichtweg ALLES passieren, was die Menschen mit sich machen lassen!
Und wenn ich mir die Herde um mich herum so ansehe, dann wird mir Angst und Bange.

Der mittelfristig nächste wirklich grosse Schritt in Richtung "vollständiges Marionettentheater" wird sein, dass das Bargeld abgeschafft wird. Sie werden uns mit so allerlei bequemen technischen Möglichkeiten locken (z.B. Bezahlen von Kleinbeträgen mit dem Handy, berührungslos über RFID) und dann irgendwann die letzten Verweigerer kriminalisieren ("Bargeld nutzt nur Dieben und Steuerhinterziehern/Kriminellen"), von den angeblichen Gefahren für die braven Bürger schwadronieren ("Diebstahl/Raub") und dergleichen. Industrie und Handel werden mitspielen und Barzahler immer mehr abstrafen. Das hat bereits begonnen, zum Beispiel bei IKEA, wo Barzahlen nur noch in langer Schlange möglich ist. Wenn dieser absolut zentrale Lebensbereich (Geld/Bezahlen) dann vollständig von nicht dem persönlichen physischen Zugriff zugänglicher Infrastruktur abhängig ist, kann jeder Einzelne auf Knopfdruck sozusagen "abgeschaltet" werden wenn er nicht "funktioniert" wie er soll. Dann haben sie uns in Gänze im Sack! Und die Meisten werden brav "Määäähhhhh" dazu plöken und alles ganz toll oder "nicht so schlimm" finden und zumindest nicht dagegen ankämpfen. ...

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