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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Syrien: eine Passion.
JohnSteedIn Syrien droht ein Völkermord an den Christen und Alewiten. Und der Westen (USA, EU) hilft noch dabei und unterstützt die "Rebellen"



Just another Todenhöfer....

[url]http://www.youtube.com/watch?v=Jyt3er4cWfc[/url]
Ronin76Nichts Neues. Syrien ist quasi Libyen 2. Die sogenannten Rebellen sind bewaffnete Banden, welche von ausländischen Geheimdiensten wie der CIA mit Waffen und Munition versorgt werden, um das Land ohne eine ausländische Bodenoffensive erobern zu können. Die Angreifer, welche im Hintergrund agieren, sind die USA, Israel, und die EU Lakaien. Die Motive der bewaffneten Banden sind unklar, wären jedoch höchst interessant. Da ist wohl einerseits der Wille zur Macht, aber auch tiefer Haß gegen das Assad-Regime durch jahrzehntelange Unterdrückung von Oppositionellen. Diesen Konflikt macht sich nun der Westen zunutze.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Nichts Neues. Syrien ist quasi Libyen 2. Die sogenannten Rebellen sind bewaffnete Banden, welche von ausländischen Geheimdiensten wie der CIA mit Waffen und Munition versorgt werden, um das Land ohne eine ausländische Bodenoffensive erobern zu können. Die Angreifer, welche im Hintergrund agieren, sind die USA, Israel, und die EU Lakaien. Die Motive der bewaffneten Banden sind unklar, wären jedoch höchst interessant. Da ist wohl einerseits der Wille zur Macht, aber auch tiefer Haß gegen das Assad-Regime durch jahrzehntelange Unterdrückung von Oppositionellen. Diesen Konflikt macht sich nun der Westen zunutze. [/B][/QUOTE]


Das würde deinem eher schlichten Weltbild so gefallen, stimmt so aber nicht.
SaudiArabien gibt den sehr, sehr simplen Amis den Verbündeten....
Jedoch möchten die Saudis die islamische Weltrevolution nach vorne bringen, unabhängig davon, dass man einem Hitler-Stalin-Pakt gleich so tut, als wäre man mit den USA verbündet. Die Saudis sind halt pragmatisch, deswegen nicht weniger ideologisch.

Die Saudis finanzieren die Salafisten.

Syrien ist altes Kulturland, schon seit der Zeit der Götterverehrung.......also kein islamisches Kernland.
Viele Kulte: Christen,Drusen,Aleviten usw. ist nicht saudische Tradition, denn der Prophet aus Medina wurde nach Mekka geschickt, um die Vielgötterei zu beenden, einfach weil es die Märkte behindert hatte.Nicht mehr und nicht weniger.

"In jungen Jahren arbeitete Mohammed als Schafhirte, später nahm er angeblich an zwei Reisen der Handelskarawanen in den Norden (Syrien, also in das Oströmische Reich) teil"(Wiki)
Hugin & MuninDas Interessante an der Beziehung Saudi Arabien (plus Golfemirate) und USA ist, dass wir hier einen Block mit zwei eng miteinander verflochtenen Seiten haben, die sich im Grunde Spinnefeind sind.

Und Saudi Arabien hat Interessen daran Assad (und den Iran) zu beseitigen.

Einmalig in der Geschichte dürfte auch sein, dass die finanziell reichere Seite militärisch bedeutungslos ist, während die militärische Supermacht kein Geld mehr hat. Daher auch die gegenseitige Abhängigkeit.

Das ganze macht es relativ kompliziert, wobei die Aussage bezüglich zweites Libyen und CIA Operation nicht von der Hand zu weisen ist.
Nur habe ich das Gefühl, dass die Aktion für die Drahtzieher momentan nicht ganz nach Plan verläuft.

Noch einmal werden sich keine chinesischen Ölarbeiter ohne einen Mucks ihrer Regierung aus Libyen schleichen und Milliardeninvestitionen in der Wüste zurück lassen, ebenso wenig wie die Russen einfach so ihren Stützpunkt im syrischen Tartus aufgeben werden.

Hinter den diplomatischen Kulissen Mäuschen sein wäre gerade in diesem Szenario sehr interessant.
Ronin76[QUOTE]Einmalig in der Geschichte dürfte auch sein, dass die finanziell reichere Seite militärisch bedeutungslos ist, während die militärische Supermacht kein Geld mehr hat. Daher auch die gegenseitige Abhängigkeit.[/QUOTE]
Das ist schon eine merkwürdige Sache. Der springende Punkt ist wohl daß die Araber keine Atomwaffen haben. Im Prinzip hätten sie sonst schon längst ein kleines Imperium aufbauen können. Im Gegensatz zu Prof. John Steed sehe ich keine Anzeichen dafür, daß die Araber ein besonderes Interesse daran haben, den Islam zu verbreiten, auch wenn die arabische Halbinsel die Wiege des Islam ist. Die Herrschenden dort sind dafür einfach zu satt und nicht auf Konfrontation aus, so daß ihnen der Status-Quo offenbar genügt. Syrien und der Iran sind auf jeden Fall Dreh- und Angelpunkt einer Konfrontation zwischen Asien (Rußland, China) und dem Westen. Daß China keine Vergeltung gegen die Vernichtung seiner Investionen in Libyen getätigt hatte, liegt wohl daran, daß China´s veraltetes Militär gegen den Westen keine Chance hätte, und China´s Exportwirtschaft extrem vom Absatzmarkt USA abhängig ist. Daher rüstet China nun seine Luft- und Seestreitkräfte immens auf.

Daß die USA wegen ihren extrem hohen Schulden kein Geld haben ist eigentlich unwichtig, denn sie haben ja das Militär. Diese räuberische Vorgehensweise hat sich lange bewährt und wird so lange funktionieren, bis es einen Gegner gibt, der auf militärischem Weg die Schulden einfordern kann. Für das nächste Jahrzehnt ist der Machterhalt der USA jedenfalls gesichert, und wahrscheinlich auch noch Einiges länger.
Demon17[QUOTE]In Syrien droht ein Völkermord an den Christen und Alewiten. Und der Westen (USA, EU) hilft noch dabei und unterstützt die "Rebellen"[/QUOTE] Vielleicht sind die Christen selbst schuld, wenn sie einer alawistisch-schiitischen Minderheit um der Priviliegien willen in den Arsch kriechen, die aus friedlich demonstrierenden Sunniten durch den Einsatz von Heckenschützen einen kriegsbereiten Mob macht, der natürlich nur allzugern von Al kaida und militanten Wahabiten unterstützt wird. Wann werden Diktatoren endlich mal vertsehen, das sie Mörder sind, nicht mehr und nicht weniger.
weisskreutzGlaubst du nach dem Arabischen Winter, den wir gerade sehen müssen, und dem sunnitischen Vorgehen im Irak, immernoch an die Mär vom armen, unterdrückten Sunniten??
Hugin & Munin[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
Vielleicht sind die Christen selbst schuld, wenn sie einer alawistisch-schiitischen Minderheit um der Priviliegien willen in den Arsch[/QUOTE]

Ich denke nicht das wie hier das Hintergrundwissen haben um das beurteilen zu können. Für christliche Minderheiten in der Islamischen Welt sind Allianzen mit den jeweiligen Machthabern allerdings nicht selten eine Frage des Überlebens.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]Glaubst du nach dem Arabischen Winter, den wir gerade sehen müssen, und dem sunnitischen Vorgehen im Irak, immernoch an die Mär vom armen, unterdrückten Sunniten?? [/B][/QUOTE]

Nun, ich glaube grundsätzlich nicht, dass ein Wert wie "Unschuld" jemals europäischen Boden verlassen hat.
Und ich glaube schon gar nicht an Karl Mays Kinderfasching-Araber-Unsinn.
weisskreutzSehe ich auch so. Außerdem verstehe ich die generelle Begeisterung für alles was da als aufständisch gilt nicht. In Libyen haben sie grausame Massaker veranstaltet, in Ägypten werden Christen vom Staatsdienst ausgeschlossen und deren Kinder entführt, und per Heirat zwangsbeglückt. Im Irak ist die sunnitische Minderheit für die meißten Anschläge gegen Zivilisten verantwortlich und die Türkei mischt überall in einem Anflug von neo-osmanischem Größenwahn das sepere-et-impera-Spiel.

Aber Hauptsache Blumen schenken...


Da kann aufheulen wer will: die Diktatoren haben Minderheiten geschützt, und ihre Länder zivilisatorisch weitergebracht. Jetzt kommen die Sunnis zum Zuge, und nachher tut die Rote Claudia und ihre Baggage wieder so, als hätte es die Diskussion nie gegeben. Waldsterben, liebe Claudia, Waldsterben....
JohnSteedTja, teilweise kann ich auch mehr mit den Kurden anfangen. Separatistische Völker haben einen Zug zur Wahrheit, was in der >Natur der Sache liegt......
Eher Pragmatismus. Sicher gibt es dort auch die seltsame Vorstellung des Ehrenmordes, es gibt aber anders als anderswo in der islamischen Welt respektierte toughe Frauen.
weisskreutzLiegt wohl auch an den verschiedenen Ehr-Begriffen. In orientalischen Ländern scheint Ehre etwas zu sein, was man mal, einfach so, prinzipiell hat, und dann eigentlich nur verlieren kann. Im Gegensatz dazu muss man sich Ehre im Westen erstmal verdienen- man muss ehrenWERT, ehrBAHR, ehrLICH sein... "Ehre, wem Ehre gebührt", nicht wahr?
Allerdings schreibt man dafür hierzulande jedem eine "Würde" zu. Geht diese verloren, ist dann allerdings die ganze Gesellschaft in der Plicht, und nicht derjenige, der sich entwürdigt fühlt...
Demon17[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]Glaubst du nach dem Arabischen Winter, den wir gerade sehen müssen, und dem sunnitischen Vorgehen im Irak, immernoch an die Mär vom armen, unterdrückten Sunniten?? [/B][/QUOTE]

Was Syrien angeht schon. Im Irak war es umgekehrt. Natürlich ist mir klar, dass die eine Seite nicht grundsätzlich besser ist als die andere. Was allerdings auch für die Christen gilt, im Libanon z.B. den sie lange Zeit beherrschten.
Ronin76Nun ist es offiziell:
[QUOTE]
Damaskus (dpa) - US-Präsident Barack Obama hat angeblich schon vor einiger Zeit einen Geheimerlass unterzeichnet, der Hilfe für die syrischen Rebellen ermöglicht. Wie der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf Regierungsbeamte berichtet, wird so heimliche Unterstützung der Aufständischen unter anderem durch den Geheimdienst CIA erlaubt.
[/QUOTE]
Saudi-Arabien und Katar unterstützen zwar auch massiv die Terroristen, welche als Rebellen getarnt werden, jedoch werden diese Staaten wiederum stark von den USA beeinflusst und sind sehr wichtige Verbündete wegen des Petrodollar. Daher wird auch die in Saudi-Arabien sehr ausgeprägte Diktatur geduldet, während sie im Iran von den USA angeklagt wird, obwohl das saudische Regime weitaus oppressiver und gewalttätiger vorgehet als das Iranische.

Unter den Terroristen, welche eine internationale Söldnerarmee sind, befindet sich auch eine libysche Brigade, welche schon zuvor gegen Gaddafi gekämpft hatte. Sowohl Saddam Hussein, Gaddafi, als auch Assad waren trotz ihrer Verbrechen für die Bevölkerung die weitaus bessere Wahl, als die jetzigen Zustände in diesen Ländern. Diese Diktatoren hatten sogar Minderheiten geschützt, während jetzt zB Christen und Schiiten massiv verfolgt und ermordet werden. In allen drei genannten Ländern fand keine Revolution durch das Volk statt, sondern sie wurden alle von den USA und ihren Verbündeten erobert, bzw sollen es bei Syrien noch werden. So auch der Iran, welcher auf der westlichen Eroberungsagenda steht. Iran, Syrien, Rußland und China halten derweil schon mal mit 90.000 Mann maritime Übungsmanöver im Mittelmeer ab und bereiten sich auf die Konfrontation vor, die dann vielleicht mal später der Dritte Weltkrieg genannt werden könnte. Was bisher geschah (Irak, Afghanistan, Tunesien, Ägypten, Libyen, Syrien) ist wohl erst der Auftakt dazu.

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