| FromHell666 | Sorry schonmal im Voraus allen, die diesen Thread lesen..aber ich muss es einfach mal rauslassen..und wer lässt sich schon gern darauf ein, sich dieses Thema anzutun? Ich krieg langsam zuviel hier..ich verstehe die Welt nicht mehr. So langsam glaube ich, es bleiben nur noch zwei Schlussfolgerungen übrig, die meine Empfindungen erklären könnten: 1.Entweder bin ich wirklich zur falschen Zeit am falschen Ort geboren oder 2. bin ich einfach nur unnormal... Für viele von euch wird es vielleicht im Laufe dieses Beitrags so aussehen, als wäre Möglichkeit Nr.2 die einzig wahre Erklärung..aber egal was ihr denkt, ich kann die Zustände in welchem ich mein Dasein führen muss (spreche betont nur für mich, ist ja möglich dass ihr es absolut nicht nachvollziehen könnt) nicht mehr ertragen..die Machtlosigkeit, mit welcher ich diesen gegenüberstehe, macht alles nur noch schlimmer.. Was für eine Welt ist das, in welcher Ungerechtigkeit zu Gerechtigkeit umfunktioniert wird? Wie ist es zu vertreten, dass Menschen, die abartig und pervers sind, als krank hingestellt und bemitleidet werden? wie kann es sein, dass ein Täter plötzlich zum Opfer wird? Es geht schon los, wenn ich mitbekomme, was auf unserer "schönen" Welt so alles abgeht- dazu braucht man ja nicht einmal mehr das TV anschalten, die vermeintlich besseren Menschen schaukeln sich ja schon an den aktuellen Verbrechen hoch in ihrer Sensationsgeilheit, die entschuldigt wird mit den Worten "So etwas würde ich nie tun!" Menschen werden absichtlich vor Züge gestossen- und niemand greift ein, aber alle regen sich darüber auf. Tiere werden gequält, damit runzelige Fregatten sich mit ihren Kleidern schmücken können, widerliche Kreaturen, welche nach Aussen hin die braven Bürger spielen, fahren im Sommer nach Thailand und missbrauchen hilflose Kinder..und so weiter..ich will nicht wissen, wie vielen solcher Bestien ich im täglichen Leben schon begegnete ohne es zu ahnen..diese ganzen Heuchler, die unter dem Deckmäntelchen ihrer Religion Morde zu heiligen Taten erklären und ungestraft ihre Perversionen ausleben..Machthabende, die ihre Macht missbrauchen, Feiglinge, die sich an den Schwachen vergreifen..überall Ungerechtigkeit, Lügen werden uns als Freiheit verkauft, befleckte Westen werden reingewaschen- Korruption, Lug und Trug, Scheinwahrheiten und Gewalt- und DAS ist Leben? Ich finde das alles nur noch furchtbar. Der Mensch, diese den Tieren ja ach so überlegene Rasse, zerstört seinen eigenen Lebensraum, vernichtet, anstatt zu schaffen, rottet aus, anstatt zu schützen, nutzt zu positiven Zwecken geschaffene Erfindungen um zu töten- wohin soll das alles noch führen? Komisch, dass alle Menschen auf die man trifft so "anders" sein wollen..letztendlich sind das doch oftmals diese, welche sich die Zeitung vor ihr Gesicht pressen, wenn vor ihren Augen etwas Schreckliches geschieht..ICH für meinen Teil habe lange genug weggesehen- mir reichts! Doch diese elende Machtlosigkeit. Alle wollen angeblich etwas ändern, aber niemand tut den ersten Schritt, denn der Zusammenhalt ist ausgestorben und allein kann man nichts erreichen..Wenn man jemanden mit diesem Thema konfrontriert, zeigt er sich oftmals als gleichgesinnt, bewegt man ihn aber dazu, etwas zu ändern, ist er plötzlich gar nicht mehr so angetan..aber wir können doch nicht aus blosser Faulheit Zustände zulassen, die nurnoch untragbar sind! |
| Nichts | Was konkret möchtest Du tun? |
| FromHell666 | Die Menschen wachrütteln, die wegsehen, sie zwingen die Augen zu öffnen für all das, was falschläuft. Die Scheinwelt in welche sich viele verkriechen ist doch kein Ersatz für die Realität..und durch schweigen wird nie etwas besser..das haben wir ja wohl schon oft genug gesehen und dennoch nichts daraus gelernt. Wenn es irgendeine Möglichkeit gibt, dieses Leben wieder lebenswert zu gestalten, so muss alles getan werden damit es endlich geschieht..und dazu reicht es einfach leider nicht aus, wenn sich unter uns nur ein verschwindender Bruchteil auflehnt..Wieso denken nur so viele Menschen, es sei immer die beste Lösung stillschweigend hinzunehmen, dass unsere Welt zugrunde geht? Es liegt doch auch in unseren Händen! |
| Haevion | [QUOTE][i]Original geschrieben von FromHell666 [/i] [B]Die Menschen wachrütteln, die wegsehen, sie zwingen die Augen zu öffnen für all das, was falschläuft. [/B][/QUOTE] Da wird dieser Thread wohl wenig bewirken. ;) |
| LaChatte | Was hast du denn schon getan, um Dinge, die du als falsch erachtest, zum Positiven zu ändern? und wie kommst du auf die Idee, du seiest machtlos? Einzelne haben schon äusserst viel bewegt - gerade auch solche, von denen man es eigentlich nicht erwarten konnte, da sie weder Geld, noch gute Beziehungen, noch sonst etwas hatten. |
| Windspiel | O_o das klingt ja ziemlich nach noch so einem notorischen Weltverbesserer,der glaubt mit seinem kleinen Stimmchen,welches im Angesicht der Menge stumm wird,aber mir dafür den ganzen Tag seine Ideale und Ziele ins Ohr kreischt,die Welt verändern zu können.Ich habe [B]solche[/B] Leute langsam satt,die reden,aber letztendlich doch nichts tun.Diesen Leuten kann ich einfach nur sagen: 1.Die Welt ist schlecht 2.Zur Zeit der Dämmerung werfen auch Zwerge lange Schatten Mehr habe ich zu diesem Thema nicht zu ergänzen Schöne Grüße,euer Windspiel |
| Sanna I.S.P. | um etwas zu verändern ist weit mehr nötig, als sich aufzulehnen, sich anzustrengen, und (wie das auch immer aussehen mag) für eine bessere welt zu kämpfen .... ich hatte ähnliche gedankengänge wie du - FromHell666 - aber mich durch die von konventionen geprägten wege zu zerren, um dann vielleicht die chance zu haben, groß genug zu sein, um etwas zu verändern .... nein danke, da kenn ich bessere möglichkeiten, mein leben wegzuwerfen! tatsächlich gehört zu einer veränderung im sinne einer erneuerung und revolution vor allem glück!! man muß zur richtigen zeit am richtigen ort sein - und wenn es dann auch noch der richtige mensch ist, der dort steht, kann und wird es losgehen, wie schon so oft in der geschichte der menschheit ... in diesem sinne lehne ich mich zurück, und lebe mein leben - glücklicherweise bin ich pervers und abnormal genug, mich von all den missständen nicht unterkriegen zu lassen, hehehe ... |
| JimmyVoice | Da fällt mir nur ein: Die Welt verändert sich nur, wenn jeder einzelne sich verändert. Es hilft nicht alles zu verfluchen, zu meckern das die Welt beschissen sei. Man muss selber was tun, nur für sich und erst dann für die anderen. Solange man selber hilflos ist, solange wird man nichts bewegen können. |
| Nichts | Vielleicht stellt uns Hell666 seine Ideen zur Verbesserung vor?!Hast Du konkret Vorstellungen,wie Änderungen zu bewerkstellen sind?Du kannst schlecht von einem zum anderen rennen und erzählen,wie schlecht Du die Welt findest,da müsste mehr passieren. |
| Castrop | @FromHell Du bist wahrscheinlich noch sehr jung... Von Dir läßt sich niemand wachrütteln, vergiß es. Sie zu, daß Du ein verantwortungsvolles Leben führst und in Deinem privaten Umfeld ein leuchtendes Beispiel abgibst (Familie, Beruf, Freundeskreis). Dann hast Du schon sehr viel erreicht und strahlst mit Deinem Verhalten möglicherweise auf andere ab. Teilweise gebe ich Dir recht (Sextouristen - gruselig, aber irgendwo kümmerst Du Dich da auch um Dinge, die von Dir persönlich doch sehr weit weg sind, nicht wahr?), und teilweise sitzt Du auch nur Ideologischen Rattenfängern auf (vorgebliche Umweltzerstörung - wo auch immer Du wohnst, wenn Du vor Deine Haustür trittst, wird Dir sattes Grün entgegenleuchten, der Himmel über Deinem Hause ist blau, wo ist das Problem?). |
| skaldenblut | Hab 3 Gedichte zu meinem Ärger über diese Welt geschrieben. Der "Cerberus" bringt meine Wut und die Lösung für mich zum Ausdruck, der "Ring der Eitelkeit" handelt vom Diamentenhandel, "Kinder die nie Kinder waren" vom Elend der Jüngsten. Die Sachen sind auch neu, der Gedanke dafür kam halt von den Bildern die man im Leben und TV sieht. Wer Lust hat zu lesen: Gärten der Poeten, Vergossenes Skaldenblut. Eure Meinung dazu wäre schön. Ich verneige mich Skaldenblut |
| godess of fire | [QUOTE][i]Original geschrieben von FromHell666 [/i] [B]Die Menschen wachrütteln, die wegsehen, sie zwingen die Augen zu öffnen für all das, was falschläuft. Die Scheinwelt in welche sich viele verkriechen ist doch kein Ersatz für die Realität..und durch schweigen wird nie etwas besser..das haben wir ja wohl schon oft genug gesehen und dennoch nichts daraus gelernt.[/B][/QUOTE] Ich denke das wünschen sich mehr Menschen auf der Welt als du denkst.... Aber weißt du, wenn allle Menschen die Realität wahrnehmen dann sehen wir keine fröhlich gesichter mehr.... Die Realität ist einfach zu hart.....Sie ist schwer zu akzeptieren und zu verstehen.... Die Scheinwelt eines Menschen ist sehr wichtig sonst würde er zugrunde gehen.. Denn auch die Realität besteht nur aus Lügen.... |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Castrop [/i] [B]und teilweise sitzt Du auch nur Ideologischen Rattenfängern auf (vorgebliche Umweltzerstörung - wo auch immer Du wohnst, wenn Du vor Deine Haustür trittst, wird Dir sattes Grün entgegenleuchten, der Himmel über Deinem Hause ist blau, wo ist das Problem?). [/B][/QUOTE]Ja, alles wächst und gedeiht. Wo vorher nur Brachland und häßliche Froschtümpel waren, wachsen und gedeihen neue Gewerbegebiete ... :D |
| Kampfsau | [QUOTE]Die Menschen wachrütteln, die wegsehen, sie zwingen die Augen zu öffnen für all das, was falschläuft. Die Scheinwelt in welche sich viele verkriechen ist doch kein Ersatz für die Realität..und durch schweigen wird nie etwas besser[/QUOTE] Mit anderen Worten du willst einfach nur rumnörgeln und denkst du hilfst den Leuten so.Wenn du jetzt eine Organisation wie Amnesty International beitreten würdest oder anders aktiv werden würdest,dann würden die Leute dich auch ernst nehmen. Gegen manche Dinge kann man einfach nichts tun was sehr schade ist.Aber man müsste in der Lage sein die Menschen oder die Gesellschaft von Grund auf zu verändern was einfach nicht möglich ist.Wenn die Polizei in Thailand korrupt ist und Väter ihre Familien für Drogen verkaufen oder Mädchen einfach so prostituiert werden ist da wenig was man tun könnte.Die einzige Möglichkeit wäre Politiker zu werden oder reich zu werden.Politiker haben auch in Thailand (falls sie gutes im Sinn haben)um ihr Leben zu fürchten.Wenn man aber versucht reich und Einflussreich zu werden muss man aufpassen nicht verdorben zu werden oder über Leichen zu gehen was eigentlich schon nicht geht.Ich habe mir nämlich mal vorgestellt eine private Organisation aufzubauen die mit der Polizei in Thailand konkurriert und selber im Grunde die "richtige"Polizei ist.Aber wie will man das praktisch organisieren oder aufrecht erhalten auch wenn man Geld hat.Und dann erstmal das Problem überhaupt das Geld aufzutreiben.Da brauch man eigentlich Milliarden. Es bringt nichts sich derartig hohe Ziele zu setzen.Lieber sollte man sich als Individuum anständig verhalten und Umstände in der näheren Umgebung verbessern.Und wenn manche sich nicht mit irgendwelchen gewalttätigen bewaffneten Gangmitgliedern anlegen kann ich das auch verstehen.Das kann man nicht verlangen.Viele Helden sind schon jämmerlich gestorben. |
| Blooddragon | [QUOTE][i]Original geschrieben von FromHell666 [/i] [B]Komisch, dass alle Menschen auf die man trifft so "anders" sein wollen..letztendlich sind das doch oftmals diese, welche sich die Zeitung vor ihr Gesicht pressen, wenn vor ihren Augen etwas Schreckliches geschieht..ICH für meinen Teil habe lange genug weggesehen- mir reichts! Doch diese elende Machtlosigkeit. Alle wollen angeblich etwas ändern, aber niemand tut den ersten Schritt, denn der Zusammenhalt ist ausgestorben und allein kann man nichts erreichen..Wenn man jemanden mit diesem Thema konfrontriert, zeigt er sich oftmals als gleichgesinnt, bewegt man ihn aber dazu, etwas zu ändern, ist er plötzlich gar nicht mehr so angetan..aber wir können doch nicht aus blosser Faulheit Zustände zulassen, die nurnoch untragbar sind! [/B][/QUOTE] UND? was machst du? DU hast für deinen Teil genug weggesehen, dir reichts! Dann mach etwas, hier schöne reden schrieben bringt nicht viel, ich denke die meisten sind eignetlich wachgerüttelt, doch niemand macht was. wenn's dir aber so ernst ist dann mach was, tritt wo bei, verteile fluigblätter, sammle spenden, finde heraus wer wo schuld ist, aber über das allgemeine übel jammern wird nicht viel helfen. klingt hart, ist aber durchaus so gemeint. |
| JimmyVoice | Ich beklage nicht das Elend dieser Welt, sondern das jammern darüber. Natürlich ist die Welt nicht immer schön, doch wer was ändern will muss was tun und nicht jammern. Ich tue zwar nicht viel für andere, aber jammere auch nicht. Das einzige was ich tue ist das Sterben für einige, durch mein bloßes Da-sein erträglicher zu machen. Stille bewirkt mehr als Lärm :) |
| FromHell666 | Genau das habe ich von vielen erwartet: ich erzähl euch hier wie sch..sse es ist einfach wegzusehen und mir wird es dann von einigen unterstellt..War schon klar dass diesen typischen Äusserungen kommen wie "man kann halt nichts machen.." oder"eigentlich ist es doch gar nicht sooo schlimm". Ist echt schade dass ich hier als notorischer Weltverbesserer hingestellt werde, nur weil ich mal in Worte fasse wie beschissen alles ist und vor allem die Tatsache, dass sich nichts ändert- es sei denn, ins negative wohin so langsam ja alles abdriftet. Das Beispiel mit den satten Wiesen und dem blauen Himmel vor meiner Haustür ist ja wohl nicht ernst gemeint- ansonsten wäre es nicht gerade besonders clever- denn wer weiss wie viele Giftstoffe in unserer so modernen Zeit voller Abgase und Fabriken in den Pflanzen sind, und die Ozonschicht lässt mich auch den strahlensten Himmel nicht mehr als so ein perfektes Naturschauspiel empfinden. Und wenn ich mir die Bonzen ansehe die Teile von Wäldern zerstören um ihre Neubauten dahin zu klatschen, frag ich mich doch wo der Respekt vor den anderen Wesen bleibt, deren Lebensraum durch den elenden Egoismus eben solcher zerstört wird. Wenn einige meinen es sei bloss Gejammer was ich hier loslasse, brauchen sie es sich ja nicht durchzulesen und können sich weiter in ihre Träume verziehen, in denen eine heile Welt existiert..ich bin da halt anderer Meinung, auch wenn´s euch nicht passt- und ich hatte auch nicht die Absicht, gerade euch wachzurütteln- wird aber ja wohl mal möglich sein zu sagen was man denkt..Egal, ich mache mich nicht mehr schuldig an alledem, sei es doch drum dass ich allein machtlos bin..es ist mir lieber in diesem Sinne zu kämpfen und von mir aus auch zu verlieren und darin zu sterben- dann bin ich wenigstens nicht grundlos gestorben und muss mir nicht vorwerfen, nichts getan zu haben.. |
| Nichts | Ich versuche zum Dritten Mal,herauszufinden was konkret Du machen möchtest.Ich gebe Dir Recht in vielen Dingen die Du angibts,allerdings musst Du damit rechnen als neutorischer Möchtegernrebell dargestellt zu werden,weil zu viele (auch in diesem Forum)sich gross tun wollen und dämlich umherlabern wie scheisse alles ist,ohne das irgendwas dahinter steckt.Sollte das bei Dir nicht der Fall sein-klasse!Aber schreib was konkret Du denkst was zu tun ist,man kann schlecht auf die Strasse rennen und jeden anschreien er solle sein Leben überdenken,wenn etwas verändert werde soll muss das auf anderem Wege laufen,vielleicht hast Du ja eine Idee wie,wenn ja-poste sie,sollte sie gehaltvoll sein,wirst Du auch ernst genommen werden. |
| FromHell666 | @Nichts: Ich hab nicht die Absicht auf die Strasse zu rennen und zu "missionieren". Es ist schon wahr, unter den gegebenen Umständen bringt reden nicht viel, dennoch ist es zumindest ein Denkanstoss und somit ein Anfang. Doch wenn man auf Menschen trifft, die denselben Unmut spüren und tief in sich den Drang, Veränderung zu schaffen die längst überfällig ist, so ist die Hoffnung in mir noch immer nicht gestorben, dass man gemeinsam etwas erreichen kann. Ich rede nicht von solchen 2-Mann-Demos..obwohl man viel mehr als zwei scheinbar nicht mehr zusammen bekommt- nein, es müsste viel weiter gehen. Eine Gruppe Menschen mit derselben oder einer ähnlichen Weltauffassung wäre schön, ein jeder mit seinen persönlichen Fähigkeiten, die er einbringen kann um die gemeinsamen Interessen glaubwürdig zu vertreten. Nicht nur mit Worten, nein mit Eigeninitiative und wenn es sein muss mit viel Geduld, egal wie viele Rückschläge es anfangs mit Sicherheit geben würde..ich möchte mich mit folgender Aussage nicht lächerlich machen- dennoch, man müsste kämpfen- politisch. Bisher habe ich leider keine Partei gefunden, die all die genannten Mißstände derart öffentlich nennt, dass sie wirklich allgemeines Aufsehen erregen und die faul gewordenen Menschen dazu bewegt, diese zu sehen und zu bekämpfen. Wenn ich könnte, würde ich den Weg in die Politik sofort wählen- doch meine fehlenden Qualifikationen gegenüber anderen politischen Gemeinschaften würden doch nur Anlass für einen Skandal geben, um mich zum Schweigen zu bringen. Wenn Menschen, die meine Ansicht teilen, doch sowieso schon am Rande einer verkommenden Gesellschaft stehen, so müssten sie sich doch wenigstens zusammen schliessen können um unsere Interessen zu vertreten- und spätestens an diesem Punkt wären es dann wahrscheinlich auch nicht mehr so Wenige, denn wenn erst jene, die sich noch mit ihrem Ärger im Hintergrund halten, sich anschliessen, sind wir eine Gemeinschaft- und gemeinsam können wir gegen die Mißstände kämpfen und haben zumindest einmal erreicht, dass sie nicht mehr als selbstverständlich wahrgenommen werden... |
| LaChatte | Also, FromHell666, du bist nicht in der Politik (kann ja noch werden, Qualifikationen kann man sich erarbeiten) - was würdest du für ein Programm vorstellen? Was würdest du besser machen, als bisher? |
| Nichts | Klingt gut!Genau das ist,was ich meinte-Du hast konkret den Vorschlag gemacht,z.B. in der Politik für Änderungen zu sorgen.In diesem Aspekt bin ich voll deiner Meinung,politisch ändern lassen sollte sich vieles,jedoch kann man das schlecht von heute auf Morgen tun und ebenfalls nur schlecht,wenn man ganz alleine auf weiter Flur steht.Eine Partei gründen ist schwer-aber machbar,mit genügend Initative von einigen gleichdenkenden sollte sich das bewerkstellen lassen.Gemeinsam könnte man als ersten Schritt die Ziele jener Partei zusammenstellen,jeder könnte seinem Ärger und seiner Verzweiflung freie Luft geben,anschliessend werden die gemeinsamen Hauptaspekte zusammengenommen und als vorrangige Parteiziele erklärt.Die Schwierigkeit dürfte die Organisation des Ganzen sein-zwischen planen und letztendlich tuen liegt meistens leider ein grosser Unterschied.Dennoch wäre es einen Versuch wert,es würde nicht mehr nur dumm dahergelabert und gemeckert werden,sondern konkret etwas unternommen. |
| FromHell666 | @LaChatte Meines Erachtens bedarf es in diesem Scheinsystem einiger Änderungen. Zunächst sollte dafür gesorgt werden, dass Triebtäter härter bestraft werden und auf gar keinen Fall mehr zugelassen wird dass Täter- wie Armin Meiwes und Daniel Ruda es gerade vorleben- aus ihren Verbrechen noch Popularität und Kapital schlagen in dem sie diese in Form von Büchern vermarkten. Zudem sollte sich eindeutig mehr für den Schutz Schwächerer eingesetzt werden, welches voraussetzt, dass sozial benachteiligte Menschen nicht unterschätzt werden indem ihnen grundlegende Rechte wie das der Bildung verweigert wird..wie oft ist es vorgekommen, dass Kinder nur deswegen die Sonderschule besuchen sollten, weil deren Eltern mit ihnen in Armutsvierteln leben..so kann man ihnen doch nicht einmal einen Ausweg aus der ohnehin schwierigen Situation ermöglichen. Ebenso verhält es sich mit dem Tierschutz- jegliche Aktivitäten welche auch nur an Tierquälerei grenzen, sollten wesentlich stärker bestraft werden- Tiere sind keine Objekte oder Nutzgegenstände, sie sind Lebewesen, welche eindeutig unseres Schutzes bedürftig sind und kein Mensch sollte sich das Recht herausnehmen, sie auszubeuten, zu misshandeln, für fragwürdige Laborversuche zu missbrauchen. Dealer, welche mit gesundheitsschädlichen Chemiedrogen handeln, sollten ebenso verurteilt werden wie ein Mensch, der mutwillig versucht, einen anderen auf sonstige Weise zu töten. Therapiemassnahmen für Opfer jeglicher Art sollten besser organisiert und gefördert werden- am besten wohl von den Geldern, die sich unsere liebe Kirche so neben der Kirchensteuer einsackt. Machtverhältnisse sollten nicht mehr am Maßstab des Geldes, sondern an Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen gemessen werden. Rechtsradikale Aktivitäten sollten gänzlich unterbunden, straffällige Ausländer jedoch direkt des Landes verwiesen werden. Religionsfanatischen Gruppen und Sekten sollte es untersagt werden, Menschen ohne deren Einwilligung aufzusuchen oder ihnen unangekündigte Besuche abzustatten um ihnen deren Ansichten aufzudrängen...uvm... |
| JimmyVoice | Na das nimmt doch nun Formen an Hell :) |
| LaChatte | jupp, das ist schon besser... aber ist dir aufgefallen, dass du alles mögliche verbieten willst? der einzige Satz, der positiv formuliert war, ist dieser: [QUOTE]Therapiemassnahmen für Opfer jeglicher Art sollten besser organisiert und gefördert werden- am besten wohl von den Geldern, die sich unsere liebe Kirche so neben der Kirchensteuer einsackt. Machtverhältnisse sollten nicht mehr am Maßstab des Geldes, sondern an Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen gemessen werden.[/QUOTE] und wie du Macht für Menschlichkeit geben willst, das fände ich schon noch spannend zu wissen - wie kann man konkret fördern, dass Menschlichkeit belohnt wird? |
| FromHell666 | @LaChatte Damit wollte ich eigentlich andeuten, dass es Unrecht ist, Menschen die ihre Macht mißbrauchen, wie es leider oft der Fall ist, noch für ihre Taten zu belohnen und wenn sie korrupt sind, ihnen "zur Strafe" noch dicke Abfindungen zu zahlen. Leider passiert in den unteren Gesellschaftsschichten doch nichts weiter, als dass den Armen noch mehr genommen wird während die Reichen sich in nahezu jede Organisation ein-kaufen können..und damit sollte endgültig Schluss sein. Macht sollte keine Frage des Geldes sein, denn jenen, die diese besitzen wird die Bevölkerung anvertraut..und um in ihrem Interesse zu handeln und sie gerecht zu vertreten, braucht man, wenn man schon in der Politik gut verdient und sozial schwache Menschen nur vom Bildschirm kennt, wenn überhaupt, jenes Einfühlungsvermögen um menschlich zu handeln,d.h. sie zu schützen und ihnen Hilfe zu bieten anstatt sie noch mehr ins Abseits der Gesellschaft zu manövrieren. Nein, ich möchte durchaus nicht alles verbieten, es ist eine Sache der Auffassung: Die Verbote jener die verantwortungslos, fahrlässig oder kaltblütig handeln sind auch widerum der Schutz für solche, die deren Opfer werden, nicht??? @Odessa Ich danke dir für deinen Zuspruch. Es ist schön hier auch auf Menschen zu treffen, die meine Ansichten ernst nehmen und teilen können. Vor allem freut es sich, dass sich wesentlich mehr Leute dem Thema annehmen, anstatt die Augen davor zu verschliessen oder es herunter zu spielen, als ginge es uns allen doch sehr gut damit. Dem ist nunmal nicht so, und auch wenn es schmerzt muss man sich doch früher oder später der Tatsache stellen, dass kein Weg daran vorbeigeht sich gegen die Ungerechtigkeiten, mit denen wir alle- direkt oder indirekt- ständig konfrontriert werden, zur Wehr zu setzen. @Nichts: Auch dir vielen Dank für deine Beiträge und vor allem für das ernste Interesse daran heraus zu finden, was dahinter steckt..vielleicht hast ja auch du noch so einiges an Vorschlägen und Möglichkeiten zu bieten, ich würde mich sehr freuen.. Danke euch..es sollte mehr Leute wie euch geben... |
| LaChatte | [QUOTE]Damit wollte ich eigentlich andeuten, dass es Unrecht ist, Menschen die ihre Macht mißbrauchen, wie es leider oft der Fall ist, noch für ihre Taten zu belohnen und wenn sie korrupt sind, ihnen "zur Strafe" noch dicke Abfindungen zu zahlen. [/QUOTE] Da bin ich absolut deiner Meinung: Macht wird oft missbraucht. Die einzige Lösung, die ich im Moment aber sehe, ist ein System einzurichten, wo a) keiner unbegrenzte oder sehr grosse Macht haben kann und b) wo alle Machthaber auch von unabhängigen Gremien kontrolliert werden. Einfach sozial Schwache in Machtpositionen zu hieven, halte ich nicht für eine gute Idee - denn sobald es jemandem mal gut geht, hat er (ausser in absoluten Glücksfällen) die Tendenz, seine Herkunft zu vergessen. [QUOTE]Leider passiert in den unteren Gesellschaftsschichten doch nichts weiter, als dass den Armen noch mehr genommen wird während die Reichen sich in nahezu jede Organisation ein-kaufen können..und damit sollte endgültig Schluss sein. [/QUOTE] Die einzige Lösung, die ich hier sehe: die Armen müssen sich zusammenschliessen und so Druck aufbauen. Früher waren mal die Gewerkschaften und die sozialisitischen Parteien dafür verantwortlich, aber heute ist die Situation so, dass die Ärmsten sich auch von diesen Institutionen nicht vertreten fühlen können. Das Einzig Funktionierende hier ist Selbsthilfe. [QUOTE]Nein, ich möchte durchaus nicht alles verbieten, es ist eine Sache der Auffassung: Die Verbote jener die verantwortungslos, fahrlässig oder kaltblütig handeln sind auch widerum der Schutz für solche, die deren Opfer werden, nicht???[/QUOTE] man könnte auch fragen: wie können wir verantwortliches Handeln fördern und belohnen? Natürlich brauchts zum Schutz der Gesellschaft auch Strafen, aber das sollten die letzten Mittel sein. Wichtiger ist, gute Taten explizit zu loben und eventuell auch finanziell zu belohnen. |
| FromHell666 | Das kann ich nicht unbedingt bestätigen- normalerweise sollte es doch selbstverständlich sein, dass man einschreitet, wenn man sieht dass ein Mensch in Bedrängnis gerät, geschlagen oder missbraucht wird..Zwar gibt es viele, die sich am Leid anderer noch ergötzen oder schnell weitergehen um nicht selbst in Gefahr zu geraten- aber sind das nicht auch die, welche von anderen Hilfe erwarten wenn sie selbst in dieser Situation stecken? Natürlich sollte man sich für die Förderung guter Taten einsetzen- aber wenn Menschen diese nur für Geld oder sonstige "Belohnungen" vollbringen- sind diese Taten doch nicht mehr aus gutem Willen geschehen, sondern lediglich aus purer Berechnung und der Gewissheit, einen eigenen Vorteil daraus zu ziehen...Leider kann man viele materialistisch denkende Menschen dennoch bloss mit finanziellen Aspekten zur Hilfe überreden..das ist schon sehr traurig, wenn man darüber nachdenkt und somit feststellt, dass Geld für gewisse Leute noch immer wichtiger ist als die Rettung von Leben..dieses Denken sollte man meiner Meinung nach nicht unterstützen. Wenn die Gesellschaft nicht so gesplittet wäre und ein jeder wüsste, dass die Dinge, die er für andere unternimmt, ihm damit gelohnt werden, dass auch er in Schwierigkeiten mit Hilfe rechnen kann, so wäre doch schon einiges getan. Doch solange es Menschen gibt, die wegsehen und sagen "mir passiert das sowieso nicht" oder "der ist selbst schuld, weil er durch sein Aussehen/ Kleidung etc. Gewalt provoziert" und darin seine Ausreden findet, anderen Menschen Hilfe zu verweigern, wird sich allein durch Denkanstösse nichts ändern. Dennoch- gibt es denn deiner Meinung nach keine anderen Möglichkeiten als mit Belohnungen zu locken, um Menschen von der Wichtigkeit selbstloser Handlungsweisen zu überzeugen? |
| Desengano | bei der politik ist man doch immer abhängig von den geldgebern, oder?? weil ohne geld kann man keinen wahlkampf führen und sein programm nicht kundtun. deswegen ist ein anderer weg, berühmt zu werden. (und es muss ja kein popstar sein) es reicht ja, wenn man in den medien eine stimme hat. somit kann man auch viele menschen erreichen. ich sehe das zum beispiel an prominenten, die sich gerade für die hier angesprochenen ziele einsetzen. die stiftungen für kinder und tiere haben etc. das ist ein guter weg, weil diese menschen viele menschen erreichen können und nicht von den geldern anderer abhängig sind, weil sie selbst geld haben. *gg* ist jetzt echt ne utopische idee... wie soll schon jeder prominent werden. wie soll man das auch schaffen... aber ich spinn halt manchmal so rum... jetzt noch mal offtopic zu den büchern von kriminellen. habt ihr diese besagten bücher schonmal gelesen? was steht denn da so drin? warum ich frage: ich habe das buch "pimp" von iceberg slim gelesen. und ich bin wirklich froh, dass ich es gelesen habe. er war auch kriminell, also ein zuhälter, wie der titel schon sagt und beschreibt in seinem buch, wie es dazu gekommen ist und wie das da so abgelaufen ist. fand ich persönlich sehr interessant. er versucht sich in dem buch auch nciht zu entschuldigen, er ist sich seiner schuld durchaus bewusst. ich finde es ein sehr wichtiges buch und ich finde nciht, dass man es boykottieren sollte. |
| Ashura | Ich denke, wir müssten einander wachrütteln und zeigen, dass solche Dingen [B]wirklich jedem[/B] passieren können. Doch wie stellen wir das an? Die meisten zeigen auch dann noch keine Reaktion, wenn sie direkt davor stehen. Hier frage ich mich: Kann man in späteren Jahren die Denkweise noch so radikal umstrukturieren? Oder muss die Bildung der Kinder komplett verändert werden, sodass diese sozialer erzogen werden? Aber auch hier bringt dies alles nichts, wenn die, die jetzt "erwachsen" sind mit einem schlechten Beispiel vorangehen und ebenfalls tatenlos zusehen. @FromHell666 Wie würdest du versuchen, diese Menschen zu erreichen. Ich bin da nämlich ehrlich gesagt ratlos... (Ich bitte zu bedenken, dass meine Aussagen auf keinen Fall pauschal auf alle Menschen zutreffen - es gibt glückliche Ausnahmen!) |
| LaChatte | [QUOTE]normalerweise sollte es doch selbstverständlich sein, dass man einschreitet, wenn man sieht dass ein Mensch in Bedrängnis gerät, geschlagen oder missbraucht wird..[/QUOTE] gerade DU beklagst dich ja, dass es eben nicht mehr normal ist...und gerade wenn es darum geht, Leute dazu zu bringen, etwas Bestimmtes zu tun, ist ein Lob das Beste überhaupt. Es muss ja nicht immer Geld sein, aber wer in der Zeitung als "Ritter der Strasse" oder vom Chef vor versammelter Mannschaft als "herrvoragender Mitarbeiter" gelobt wird, und dazu noch Anerkennung bekommt - der wird sowas wieder tun. Und sein Beispiel wird auch noch andere motivieren. Als Politikerin würde ich ein Gesetz erlassen, dass die Medien für jede Negativmeldung mindestens eine Positivmeldung schalten müssten - und zwar was Anzahl Worte, Fläche auf dem Papier, Bebilderung, Zeit (im Fernsehen) etc betrifft. (ist wohl ein eher utopisches Gesetz...) - aber es würde die öffentliche Wahrnehmung deutlich ändern. |
| FromHell666 | Zunächst einmal wäre es vielleicht eine Möglichkeit, jedem Menschen der körperlich dazu geeignet ist, zumindest intensive Selbstverteidigungskurse aufzuerlegen und diese zu fördern, sodass sich in Zukunft niemand mehr davor drücken kann, sich und andere vor Gewalteinwirkung zu schützen. so wären gewisse Ausreden für unterlassene Hilfeleistung wie z.B. "ich wusste nicht, was ich machen sollte" schonmal aufgehoben und könnten diese nicht mehr rechtfertigen. Gerade für die jungen Generationen wäre es angemessen, bereits im Kindesalter zu lernen, wie man sich gegen Übergriffe schützen kann- denn so könnten zumindest einige Gewaltverbrechen und Entführungen von Kindern verhindert werden. Immerhin stärkt das Gefühl, sich in Notfällen wehren zu können, auch das Auftreten und somit liessen sich vielleicht nicht mehr so schnell potentielle Opfer finden. Kampfsport an sich kann generell eine Möglichkeit sein, sich gegen Agression zu verteidigen oder auch diese abzubauen. Ein grosser Vorteil dabei ist, dass jene, die ihre Kenntnisse missbrauchen, sofort von der Teilnahme ausgeschlossen werden- also nicht berechtigt sind, grundlos andere Menschen anzugreifen. Natürlich kann man Gewalt nicht mit Gegengewalt bekämpfen. Doch es ist durchaus sinnvoll, sich zumindest verteidigen zu können. Dies sollte einem jeden Menschen durch dementsprechende Kurse vermittelt werden- da diese zur Zeit teilweise sehr kostspielig sein können, wäre es angebracht, Förderungen und Maßnahmen zu nutzen, um sie auch jenen Menschen zu ermöglichen, die diese nicht allein finanzieren können... |
| JimmyVoice | [QUOTE][i]Original geschrieben von FromHell666 [/i] [B]Zunächst einmal wäre es vielleicht eine Möglichkeit, jedem Menschen der körperlich dazu geeignet ist, zumindest intensive Selbstverteidigungskurse aufzuerlegen und diese zu fördern, sodass sich in Zukunft niemand mehr davor drücken kann, sich und andere vor Gewalteinwirkung zu schützen. [/B][/QUOTE] Das wäre wiederrum Zwang und auch Nötigung, denn es hat immer noch jeder freie Entscheidungsmöglichkeiten. |
| Ashura | Aber das mit den Selbstverteidigungskursen kann auch nach hinten losgehen. Auch wenn es vielleicht ausgelutscht klingt, sollte man doch zuerst versuchen Konflikte friedlich zu lösen. Aber sind die heutigen Menschen dazu überhaupt noch imstande? Müssten nicht alle Menschen von Geburt an zu einer friedlichen Handlungsweise erzogen werden, um Gewaltausschreitungen zu vermeiden? Aber verkommen wir dann zu einer naiven, heilen Welt? Brauchen wir wirklich Handgreiflichkeiten und Schlägereien um Konflikte zu lösen?.. (Ohje, mehr Fragen, als Antworten. Bitte nehmt es mir nicht übel...) |
| LaChatte | Generell Konfliktlösungsstrategien und eine gutes Selbstbewusstsein zu lehren halte ich für eine gute Idee. Wobei meiner Meinung nach die Kampfausbildung nur einen kleinen Aspekt davon ausmachen kann, und eher Wert auf emotionale Kompetenzen gelegt werden sollen. Selbstbewusste Leute werden nicht so leicht angegriffen, und selbstbewusste Leute können auch Konfliktsituationen generell besser bewältigen. Die Fälle, wo es dann keine andere Lösung mehr gibt als Schläge, dürfte eher selten sein. Kaum ein Kampf hat nicht ein Vorspiel... |
| TheTurningPoint | @ FromHell666: Schön, daß du einige konkrete Vorschläge gemacht hast, was du ändern würdest. Es werden dir zwar garantiert nicht alle zustimmen (vielleicht nicht mal die Mehrheit), aber es gibt eine Grundlage, über die man diskutieren kann. [QUOTE][i]Original geschrieben von FromHell666 [/i] [B]denn wenn erst jene, die sich noch mit ihrem Ärger im Hintergrund halten, sich anschliessen, sind wir eine Gemeinschaft - und gemeinsam können wir gegen die Mißstände kämpfen[/B][/QUOTE]Hier zeigen sich schon 2 Probleme: 1. Wie erreichen wir, daß andere Menschen sich uns anschließen? 2. Es gibt eine lange Liste, wogegen wir sind, aber wofür sind wir? [QUOTE][B]Zunächst sollte dafür gesorgt werden, dass Triebtäter härter bestraft werden [/B][/QUOTE]Glaubst du, daß du damit irgendetwas zum Positiven veränderst? Ja, es ist schlimm, wenn man an die grausamen Fälle denkt. Aber höhere Strafen wären nur ein Herumdoktern an den Symptomen. Es ist wichtig, sich auf die Ursachen zu konzentrieren. [QUOTE][B]und auf gar keinen Fall mehr zugelassen wird dass Täter ... aus ihren Verbrechen noch Popularität und Kapital schlagen in dem sie diese ... vermarkten.[/B][/QUOTE]Da kommen wir der Sache schon näher: Verhindern, daß man aus Verbrechen Kapital schlagen kann. [QUOTE][B]Zudem sollte sich eindeutig mehr für den Schutz Schwächerer eingesetzt werden, welches voraussetzt, dass sozial benachteiligte Menschen nicht unterschätzt werden[/B][/QUOTE]Das ist ein guter Punkt, der weiter ausbaufähig ist. [QUOTE][B]Ebenso verhält es sich mit dem Tierschutz- jegliche Aktivitäten welche auch nur an Tierquälerei grenzen, sollten wesentlich stärker bestraft werden [/B][/QUOTE]Hier werden höhere Strafen auch nicht helfen. Konzentration auf die Ursachen ist gefragt. [QUOTE][B]Tiere sind keine Objekte oder Nutzgegenstände, sie sind Lebewesen, welche eindeutig unseres Schutzes bedürftig sind[/B][/QUOTE]... und das müssen wir den Menschen begreiflich machen. Ich würde daher die Anstrengungen mehr darauf lenken, mmehr öffentliches Interesse für das Leben der Tiere zu wecken, statt die Mittel in Strafen zu verpulvern, die sowieso nichts bringen. [QUOTE][B]und kein Mensch sollte sich das Recht herausnehmen, sie auszubeuten, zu misshandeln, für fragwürdige Laborversuche zu missbrauchen. [/B][/QUOTE]Hier merken wir bei genauerem Nachdenken, daß dieser Punkt schon auf unserer Liste steht: Verhindern, daß man aus Verbrechen Kapital schlagen kann. [QUOTE][B]Dealer, welche mit gesundheitsschädlichen Chemiedrogen handeln, sollten ebenso verurteilt werden wie ein Mensch, der mutwillig versucht, einen anderen auf sonstige Weise zu töten. [/B][/QUOTE]Gleicher Punkt: Verhindern, daß man aus Verbrechen Kapital schlagen kann. Wenn du hier allerdings nicht nur die kleinen Fische angehen willst, sondern auch die großen (Pharmaindustrie), hast du es mit einem wirklich ernstzunehmenden Gegner zu tun. [QUOTE][B]Therapiemassnahmen für Opfer jeglicher Art sollten besser organisiert und gefördert werden[/B][/QUOTE]Würde ich mit unter Schutz und Hilfe für Schwächere zählen. [QUOTE][B]am besten wohl von den Geldern, die sich unsere liebe Kirche so neben der Kirchensteuer einsackt. [/B][/QUOTE]Bei allen Widerständen, die man im Laufe der Zeit gegen die Kirchen angesammelt hat, sollte man den Beitrag, den Einrichtungen und Angehörige der Kirchen zum Wohle von Menschen leisten (Diakonie, Hospitäler usw.) nicht vergessen. Ich wäre allerdings auch für mehr Transparenz, was das Kapital betrifft. [QUOTE][B]Machtverhältnisse sollten nicht mehr am Maßstab des Geldes, sondern an Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen gemessen werden. [/B][/QUOTE]Machtverhältnisse sind wie sie sind. Man kann versuchen, sie zugunsten von mehr Menschlichkeit zu verändern. Dazu müßte man genauer klären, wie man Menschlichkeit definiert und dann überlegen, auf welchem Weg man mehr Menschlichkeit erreichen kann. [QUOTE][B]Rechtsradikale Aktivitäten sollten gänzlich unterbunden, straffällige Ausländer jedoch direkt des Landes verwiesen werden.[/B][/QUOTE]Das ist ziemlich schwammig formuliert und noch dazu ziemlich einseitig (wie LaChatte schon bemerkte). [QUOTE][B]Religionsfanatischen Gruppen und Sekten sollte es untersagt werden, Menschen ohne deren Einwilligung aufzusuchen oder ihnen unangekündigte Besuche abzustatten um ihnen deren Ansichten aufzudrängen[/B][/QUOTE]Ich habe in einem anderen Thread die hier im Westen einflußreichste Weltanschauung als "Religion des Geldes" bezeichnet. Unter dieser Prämisse wäre Werbung ebenfalls das Aufdrängen von Ansichten. Ich bin also für ein generelles Verbot unangeforderter Werbung (egal für wen oder für was und mit welchen Mitteln). [QUOTE][B]Natürlich sollte man sich für die Förderung guter Taten einsetzen- aber wenn Menschen diese nur für Geld oder sonstige "Belohnungen" vollbringen- sind diese Taten doch nicht mehr aus gutem Willen geschehen, sondern lediglich aus purer Berechnung und der Gewissheit, einen eigenen Vorteil daraus zu ziehen ... gibt es denn deiner Meinung nach keine anderen Möglichkeiten als mit Belohnungen zu locken, um Menschen von der Wichtigkeit selbstloser Handlungsweisen zu überzeugen? [/B][/QUOTE]Warum sollen die Menschen selbstlos handeln? Ist es nicht gerade diese Forderung, die die Menschen immer wieder davon abstößt, sich zur Durchsetzung gemeinsamer Ziele zusammenzuschließen? Warum nicht endlich mal ehrlich und aufrichtig gegen sich selbst sein und sagen: Ja, ich mache mit, weil es [b]MIR[/b] Nutzen bringt? Wenn es anderen Menschen (den Tieren, der Umwelt, ...) ebenfalls Nutzen bringt, um so besser. Unsere Religion des Geldes erklärt den einzelnen Menschen genauso zum wertlosen Mosaikstein, wie es die institutionellen Religionen und der Vulgär-Kommunismus tun. Der einzelne Mensch ist ein Körnchen, ein Rädchen im Getriebe. Wenn er nun auch noch dieses Getriebe verläßt oder zerstört, dann geht auch noch dieser letzte Bezug verloren, er fällt ins Nichts, er ist ein Nichts. Darum die große Angst vor grundlegenden Veränderungen. Die einzige Möglichkeit, diese Angst zu überwinden, sehe ich darin, den Menschen ihren Wert als Einzelne bewußt zu machen, ihnen bewußt zu machen, daß es letztendlich keine höheren Ziele gibt, als die eigene Lust und den eigenen Willen. Wir sollten eine [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=732725#post732725]"Partei des Eigenen Willens"[/URL] gründen, und alle Mittel und allen Populismus nutzen, um deren Sinn klarzumachen. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Macht wird oft missbraucht. Die einzige Lösung, die ich im Moment aber sehe, ist ein System einzurichten, wo a) keiner unbegrenzte oder sehr grosse Macht haben kann und b) wo alle Machthaber auch von unabhängigen Gremien kontrolliert werden. [/B][/QUOTE]Das Ganze von unten her betrachtet: Wann hat jemand Macht über mich? Wenn ich von ihm in irgendeiner Weise abhängig bin. Er hat also um so weniger Macht über mich, je selbständiger und unabhängiger ich bin. Macht begrenzen bedeutet also, Selbständigkeit und Unabhängigkeit fördern, besonders bezüglich lebensnotwendiger Dinge wie Luft, Wasser, Nahrung, Lebensraum, Energie, Kommunikation. [QUOTE][B]Die einzige Lösung, die ich hier sehe: die Armen müssen sich zusammenschliessen und so Druck aufbauen. [/B][/QUOTE]Ich halte die willkürliche Teilung in Arme und Reiche für nicht besonders sinnvoll. Damit erreicht man nur, daß der Widerstand und Gegendruck der "Reichen" gegen die vorgeschlagenen Veränderungen unnötig größer wird. Wenn die Veränderungen mit Weitsicht geplant werden, ergeben sich auch für die "Reichen" Verbesserungen, nämlich ein Zugewinn an Lebensqualität. Wenn man ihnen diesen Zugewinn als Lebensqualität begreiflich machen kann, können sie sich vielleicht aus der Spirale des "Immer Mehr" befreien und werden möglicherweise zu Freunden, Verbündeten. Kurz gesagt, weg vom "Proletarier aller Länder" und hin zum "Menschen aller Länder". [QUOTE][B]Das Einzig Funktionierende hier ist Selbsthilfe. [/B][/QUOTE]Und es ist noch dazu für den Einzelnen logischer als "selbstloses Handeln". :rolleyes: [QUOTE][B]man könnte auch fragen: wie können wir verantwortliches Handeln fördern und belohnen? [/B][/QUOTE]Ja, darüber lohnt es sich nachzudenken. Das ist m. E. eines der Hauptprobleme, die zum Scheitern des "realen Sozialismus" führten. [QUOTE][B]Natürlich brauchts zum Schutz der Gesellschaft auch Strafen, aber das sollten die letzten Mittel sein. [/B][/QUOTE]Strafen haben für mich immer so einen Beigeschmack von Rache. Ich denke eher an ein dreistufiges System aus 1. Schadensbegrenzung, Abwendung von weiterem Schaden, im Extremfall "Wegsperren" (aber vorrangig zum Schutz der Allgemeinheit, weniger als Strafe). 2. Wiedergutmachung bzw. Linderung des Schadens, soweit möglich. 3. Bewährungsmöglichkeiten, Bildungs- und Erziehungsmaßnahmen [QUOTE][B]Wichtiger ist, gute Taten explizit zu loben und eventuell auch finanziell zu belohnen. [/B][/QUOTE]Ich wäre sogar dafür, die Bereitschaft zu verantwortlichem Handeln schon zu belohnen (muß nicht finanziell sein). Das bietet Anknüpfungspunkte, um Arbeit möglichst interessengerecht zu verteilen (auch schon eine Art Belohnung) und dann ... ... wie man so schön sagt: Der Appetit kommt beim Essen ... |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ashura [/i] [B]Ich denke, wir müssten einander wachrütteln und zeigen, dass solche Dingen wirklich jedem passieren können. Doch wie stellen wir das an? Die meisten zeigen auch dann noch keine Reaktion, wenn sie direkt davor stehen. ... Aber auch hier bringt dies alles nichts, wenn die, die jetzt "erwachsen" sind mit einem schlechten Beispiel vorangehen und ebenfalls tatenlos zusehen. [/B][/QUOTE]Einen Hauptgrund sehe ich darin, daß mit der Hilfsbereitschaft zu viel Mißbrauch getrieben wird, und daß die Helfenden letztendlich oft die sind, die den eigentlichen Schaden davontragen. Ich gebe zu, daß vor allem aus [b]diesem[/b] Grund meine Hilfsbereitschaft seit der "Wiedervereinigung" erheblich abgenommen hat. Verbesserungsvorschläge? 1. Festlegen eindeutiger Signale, die anzeigen, daß Hilfe gebraucht wird. 2. Bestrafen derjenigen, die Hilfssignale mißbräuchlich verwenden. 3. Gesetzliche Regelung der Verhältnismäßigkeit von Hilfsmaßnahmen und dabei auftretenden Fehlern |
| Ashura | Viele haben auch einfach nur Angst. Angst, sie könnten zusammengeschlagen werden, Angst davor, dass die Täter sich rächen könnten, "Angst" davor vor den Mitmenschen nicht mehr "lässig rüberzukommen". (Letzteres klingt zwar albern, ist aber Realität...) Man könnte ja, dadurch dass man anderen gegenüber Mitgefühl zeigt in Ungnade fallen... Traurig, traurig... |
| LaChatte | [QUOTE]1. Festlegen eindeutiger Signale, die anzeigen, daß Hilfe gebraucht wird.[/QUOTE] Da hast du dir aber was vorgenommen... viele Leute haben schon sehr viele Probleme damit, Hilfe überhaupt IN ANSPRUCH zu nehmen und zum Beispiel zu sagen "sie dort, ja der kräftige Herr mit dem Nietenhalsband, helfen Sie mir!!" - ich habs erfahren im Wing Tsun für Frauen - eigentlich alles selbständige, emanzipierte Frauen - wie tief die Programme "ich hab Hilfe gar nicht verdient" verankert sind. Wie auch die Programme "ich darf doch keinem weh tun!" - ein Programm, das oft sogar dann funktioniert, wenn der andere drauf und dran ist, dich ins Spital zu bringen. [QUOTE]Viele haben auch einfach nur Angst. [/QUOTE] Wen wunderts, Angst machen hat ja heute System... "nein, du findest bestimmt keine Stelle", "nein, wir können nichts machen", "nein, die Umwelt geht vor die Hunde, dein Beitrag ändert nix dran", "nein, es gibt Massenvernichtungswaffen im Irak", "Die Sozialwerke haben kein Geld mehr" und und und... es ist erstaunlich, wie viele Nachrichten in den Medien darauf angelegt sind - direkt oder auch subtil - Angst zu verbreiten. |
| Jyisan | Die Welt ist nicht geeignet für normale Menschen , sehr wohl aber für normalisierte Menschen! |
| Ashura | @Jyisan Ich könnte dich jetzt fragen, was du unter "normale Menschen" verstehst. Aber dazu gibt es ja unter "Dunkelheit & Licht" ein eigenen Thread. Dennoch würde es mich interessieren. Und wann ist ein Mensch "normalisiert"?.. |
| Jyisan | Der Unterschied für mich ist: Normale Menschen sind einfach wie sie sein wollen, frei vom Muss und von Zwängen. Sie leben wie sie es wollen.Sie schämen sich nicht für sich, machen was ihnen Spaß macht.... Diese Menschen gibt es kaum, weil wir sie nicht zulassen. Sie passen sich nicht an und damit kommen sie auch in der Gesellschaft nicht weit (es sei denn sie sind stein reich, dann kann man eh fast machen was man will und es ist kultig, oder zumindest toleriert). Normalisierte Menschen hingegen, sind Leute die einfach funktionieren, nicht auffallen, im Strom mitschwimmen. Die haben es zwar nach außen leichter, aber sie sind selten sie selbst. Ich sage dies wertfrei, denn man kann sich stunden streiten was gut ist. regeln müssen sein in der welt, ist schon klar. Ich bin auch nicht dafür das wir alle alles tun und lassen können was wir wollen. Aber ich glaube die Welt muss ein wenig lockerer werden. Die leute sind zu normalisiert. Wir müssen unseren Persönlichkeiten platz schaffen. Nicht so verkrampft sein, auch auf die Gefahr hin von manchen belächelt zu werden. so long, Jyisan |
| Ashura | Das ist durchaus richtig. Eine Möglichkeit zur freien Entfaltung für jeden einzelnen Menschen wäre durchaus erstrebenswert. Damit könnte man auch verhindern, dass sich irgendein Mensch vernachlassigt oder unterfordert fühlt, da sich ja jeder seinen Interessen entsprechend, selbst Aktivitäten sucht... |
| Jyisan | Ja, wer hat nicht das Gefühl eingeengt zu sein? Ich hab das oft, gerade im Job. Aber auch wenn ich neue Leute kennenlerne....Mann...was tragen die oft Scheuklappen! Bloß nicht aus der Bahn weichen oder auffallen. Es könnte jemand mitkriegen. Was solls, macht Euch locker Leute. Das Leben ist oft ernst genug, geniesst mal ein wenig... |
| Ashura | Ich fühle mich häufig gedanklich eingeengt. Das heist, ich habe dann das Gefühl nicht in dem Ausmaße denken zu können, wozu ich eigentlich fähig bin. Jedoch weiß ich nicht, ob dies von mir ausgeht, oder ob ich von meiner Umwelt eingeengt werde. Bei mir waren die neuen Bekanntschaften meistens ganz in Ordnung. Wenn ich mich mit jemandem auch mal ernsthaft unterhalten kann, komme ich schon mit dieser Person ins Gespräch. Wenn nicht, ignoriere ich die Person meistens. Diese fühlen sich dadurch wiederum aber diskriminiert und wissen sich nicht weiterzuhelfen und wenden Gewalt an, was meinen Eindruck wiederum bestätigt... |
| Lydia Hyde | Wahrlich ist der Mensch der König der Tiere, denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige (Leonardo da Vinci) Ich würde dir raten, entweder ein Buch zu schreiben oder nach der Martin-Luther-Art vorzugehen. Denk daran: Man muss sie überzeugen, dann ändern sie sich von ganz allein, und wenn man das richtig macht, auch so, wie man sich das vorstellt. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Da hast du dir aber was vorgenommen... viele Leute haben schon sehr viele Probleme damit, Hilfe überhaupt IN ANSPRUCH zu nehmen und zum Beispiel zu sagen "sie dort, ja der kräftige Herr mit dem Nietenhalsband, helfen Sie mir!!" [/B][/QUOTE]Diejenigen, die Hilfe brauchen, sind leider genauso verunsichert wie die Helfenden. Es kommt leider oft genug vor, daß diejenigen, die einem "helfen wollen", die hilflose Lage erst recht für ihren eigenen Vorteil ausnutzen. Meine 3 Punkte sind ein Vorschlag, wie man der wachsenden Unsicherheit vielleicht entgegenwirken könnte. Unklarheiten abzubauen und Mißverständnisse auszuräumen sehe ich als den besten Weg dazu. Wenn zum Beispiel ein Auto mit Warnblinke am Straßenrand steht, kann es sein, daß der Fahrer in die Karte schaut, etwas aus dem Handschuhfach holt, mit dem Handy telefoniert ... Es könnte aber auch sein, daß er einen Schwächeanfall hat, das Auto gerade noch zum Stehen gebracht hat und Hilfe braucht ... Es könnte aber auch sein, daß es ein Hinterhalt ist und jemand dich berauben, dir das Auto klauen will oder sowas. Leute, denen man ungefragt Hilfe anbietet, fühlen sich aber auch oft belästigt. Tja, was tun? [QUOTE][B]Wen wunderts, Angst machen hat ja heute System... "nein, du findest bestimmt keine Stelle", "nein, wir können nichts machen", "nein, die Umwelt geht vor die Hunde, dein Beitrag ändert nix dran", "nein, es gibt Massenvernichtungswaffen im Irak", "Die Sozialwerke haben kein Geld mehr" und und und... [/B][/QUOTE]Und das kommt noch dazu. Jedes Anzeichen von eigener Aktivität wird schon im Keime erstickt. Und dann wundern die sich über die Politikverdrossenheit und "Faulheit" der Jugend. [QUOTE][B]es ist erstaunlich, wie viele Nachrichten in den Medien darauf angelegt sind - direkt oder auch subtil - Angst zu verbreiten. [/B][/QUOTE]Ja, Angst und Hass - als hätte man es direkt darauf angelegt, die Menschen voneinander fernzuhalten und gegeneinander aufzuhetzen, getreu dem uralten Motto "Teile und herrsche". Und dieses Schüren von Angst und Hass zeigt früher oder später garantierte Wirkung. Man könnte heulen, wie die Menschen um einen herum immer mehr von Angst und Hass zerfressen werden. :( :mad: Man kann nur versuchen, sich den Einweg-Medien soweit wie möglich zu entziehen und sich mehr auf netzartige Medien, wie z.B. Foren zu konzentrieren, die über mehrere parallellaufende Wege ein Abgleichen der Informationen ermöglichen, so daß Manipulationen schwieriger werden. Und um wieder etwas auf das Ausgangsposting zurückzukommen: Schlechte Nachrichten gibt es wirklich mehr als genug. Wir sollten uns mehr darauf konzentrieren, gute, uns verbindende Nachrichten zu sammeln und zu verbreiten, alle Gedanken und Ideen miteinander zu teilen, die dabei helfen können, die vielen Mißstände zu verringern und zu beseitigen. |
| Nichts | Was Du mit den Foren angesprochen hast,trifft den Punkt.Hier kennt kaum jemand den anderen persöhnlich-es kommt nicht auf Aussehen oder etwaige Dinge an,sondern auf Kommentare-so kommen Gruppen ins Gespräch,die sonst nie miteinander disskutiert hätten.Das macht den Reiz von Foren aus,es geht nicht um objektive Eindrücke,sondern konkret um das angesprochene Thema. |
| FromHell666 | [QUOTE]Und um wieder etwas auf das Ausgangsposting zurückzukommen: Schlechte Nachrichten gibt es wirklich mehr als genug. Wir sollten uns mehr darauf konzentrieren, gute, uns verbindende Nachrichten zu sammeln und zu verbreiten, alle Gedanken und Ideen miteinander zu teilen, die dabei helfen können, die vielen Mißstände zu verringern und zu beseitigen[/QUOTE] Also anders ausgedrückt haben wir mit vielen Worten nichts gesagt, kehren zurück in den Alltag und machen einfach so weiter wie bisher...Und Gedanken zu teilen die helfen könnten, die Mißstände zu verringern haben wir doch meines Erachtens nun die ganze Zeit getan..Aber ändern Gedanken allein etwas daran, dass sie existieren? Ebenso ist es leicht Begründungen zu finden, warum Menschen wie handeln- Angst ist da ein gutes Beispiel, denn die Schwelle zwischen Angst und Feigheit ist schnell überschritten, und betrachtet man es mal aus dieser Perspektive, so ist zumindest Feigheit keine allzu gute Eigenschaft..Meines Erachtens geschehen viele Dinge instinktiv, wenn man demnach in eine Situation gerät in welcher es erforderlich ist, zu handeln, so denkt man oftmals gar nicht erst darüber nach sondern tut einfach etwas..Also unterdrücken oder ignorieren einige Menschen wohl ihren naturgegebenen Instinkt um ihr eigenes, armseliges Leben zu schützen- ungeachtet dessen, dass unter Umständen dieses Verhalten ein weiteres Leben kosten kann...traurig... |
| Augias | Ein kleines Beispiel aus dem Alltag: ich bin einmal nachts um 1.15 Uhr in eine menschenleere Vorstadtstraße eingebogen, vis-a-vis von der anderen Seite kam eine junge Frau, gefolgt von einem Mann : "Hilfe, lassen Sie mich in Ruhe, hören Sie auf mich zu belästigen." Es war außer uns dreien niemand sonst auf der Straße und ich hatte so wenig Lust auf Streß. Alle Courage zusammengefaßt, den Regenschirm zackig unter den Arm geklemmt, direkt auf die beiden zu: "Sie benötigen Hilfe?" Da dreht sich das Weib um, nimmt den Scheißkerl in die Arme und beide lachen sich tot. Wäre ich von anderem Kaliber gewesen, dann hätte ich beiden eine Ohrfeige verpaßt, an die sie hätten noch heute gedacht. Ich bin aber nur nach Hause gegangen und habe mich (wütend) ins Bett gepackt. |
| Ashura | @Augias: Das ist zwar ein ungewöhliches aber auch trauriges Beispiel. Und genau an dieser Stelle setzen viele mit ihrem Denken an. Sie sind sich unsicher, ob die Lage tatsächlich ernst ist und ob sich der Aufwand lohnt. (Der Mensch scheint allgemein darauf aus zu sein, einen persönlichen Nutzen zu ziehen. Kommt mir das nur so vor, oder irre ich mich?) Aber leider kann man kaum etwas gegen solche Leute tun, die eine solche Situation schamlos ausnutzen... |
| FromHell666 | Eine gewisse Unsicherheit nach solchen Vorfällen ist natürlich verständlich... doch nur aufgrund des Fehlverhaltens einzelner kann man durchaus nicht davon ausgehen, dass solche Situationen immer gestellt sind. Sicherlich gibt es auch Menschen, die sich -aus Angst- nicht helfen lassen, doch man sollte nicht aufgeben es wenigstens zu versuchen. Ich hab da auch schon ähnliches erlebt, eines Nachts begegnete ich einem angetrunkenen, streitenden Pärchen..zunächst hab ich mir nichts dabei gedacht, Mißverständnisse können in Beziehungen, vor allem unter Einfluss von Alkohol ja mal vorkommen..doch als ich weiterging und hörte, dass der Streit immer mehr an Lautstärke zunahm bis ich vernahm, dass dieser Kerl seiner Freundin ins Gesicht schlug und sie zu weinen begann, kehrte ich um und ging auf die Beiden zu..ganz automatisch irgendwie..doch als ich anfing dem Kerl zu sagen was ich von Männern halten, die Frauen schlagen, ging seine Freundin dazwischen und meinte nur, ich solle mich da nicht einmischen und ihn in Ruhe lassen..zunächst war ich sprachlos.. Doch wie oft hört man von Frauen, die jahrelang erdulden, von ihrem Partner geschlagen oder gar missbraucht werden, ohne es jemals zu einer Anzeige kommen zu lassen. Da wiederum sind wohl enge Freunde und Nachbarn gefragt, die dranbleiben und jenen Frauen eine Möglichkeit bieten, sich helfen zu lassen..kann ein langer Prozess werden, bis sie sich wirklich dazu durchringen, Hilfe anzunehmen.. Dennoch, würde ich wieder in eine solche Situation geraten, dann wäre ich trotz jenem Erlebnis immer wieder bereit, einzuschreiten.. |
| archon | mir kommts auch so vor, als wäre die ganze welt echt nur noch ein scheisshaus! die zustände sind echt zum kotzen, am meisten nervt mich diese ganze korruptheit bei denen die das sagen haben, jedermann und überall... zum kotzen! komm mir auch vor wie in einem schlechten film und denk mir manchmal "wenn ich gott wäre, würde alles ganz anders aussehen - ehy, was ist das für ein typ!?!" was mich momentan so ankotzt ist auch echt noch der ganze religionskack... und das dermassen, dass ich mich mittlerweile praktisch schon selbst zum nichtmehrgläubigen bekehrt habe! dieses ganze religionsgeschwafel sei es nun über einen mohammed oder bibelgeschwafel geht mir zur zeit derart aufn keks, dass ich auch die befürchtung habe, dass ich nie mehr einen wirklichen glauben haben werde! ich glaub, ich glaub in zukunft nur noch an mich, alles andere kann man eh vergessen! wahh..... ein scheiss das alles... echt zum kotzen! |
| Catweazle | Nun, ich will niemand "bekehren", aber ich weiss genau, warum ich Nihilist bin. |
| Fuck up Evil | hmmm.... bist Du Dir bei Deiner Begriffswahl auch wirklich sicher ?? |
| Catweazle | Nihilist bezeichnet: jemanden, der alle ethischen Wertvorstellungen verneint, siehe Nihilismus einen Angehörigen einer revolutionären Bewegung im Russischen Kaiserreich, siehe Russischer Nihilismus eine schwedische Death-Metal-Band, siehe Nihilist (Band) Also such dir was aus................ |