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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Stuttgart 21
Anne4215Hallo allerseits,

was sagt eigentlich der schwarze Süden zu Stuttgart 21? Sind hier Demonstranten auf dem Board?
Creobotraam csd hab ich zumindest die demo gesehen, aber explizit nicht dabei, weil mich die banner der MLDP gestört haben.
zu stuttgart 21, das wird ein tolles fiasko. bringen wirds mal gar herrlich wenig, denke ich und alle veranschlagten kosten sind, wie immer bei solchen projekten, lächerlich, da sie praktisch nie real sind und immer "nachgebessert" werden müssen.
Der design-vorschlag hat mir auch nicht gefallen, da gabs bessere.
JohnSteedHab wenig Zeit und +-300km sind auch nicht einfach zu überbrücken, ideel stehen wir aber hinter unserem Brudervolk im Westen!

Weissblaue Grüsse!
coma_blackIch mache mich da vielleicht mal wieder unbeliebt.... aaaaber:

Da soll man einerseits immer hübsch mobil und flexibel sein und andererseits natürlich bevorzugt öffentliche Verkehrsmittel benutzen wegen der Umwelt. Und dann stellen sich ein paar Berufsgutmenschen (zumeist im abgesicherten Beamtenstatus / Frührente; jedenfalls in einer Position, die wenig geistige und körperliche Flexibilität erfordert) hin und protestieren gegen einen neuen Bahnhof. Gegen einen Bahnhof, der früher oder später AUF JEDEN FALL gebaut werden MUSS, weil das alte Gebäude die Sanierung nicht wert ist. Und der, je länger man wartet, immer teurer werden wird.

Warum soll man aufschieben, was nötig ist und gleich gemacht werden kann? Damit die GrünInnen mal wieder als Fortschrittsbremse den Erfolg davontragen?

Und wenn ich dann noch lesen muss, daß in Berlin - also in der Stadt mit dem Albert-Speer-Gedächtnis-Größenwahns-Bahnhof - gegen Stuttgart 21 demonstriert wird, kann ich endgültig nur noch den Kopf schütteln.

Und über soetwas auch:
[url]http://www.youtube.com/watch?v=Tg-N_sEwf1s[/url]

(Sowas von derselben Klientel, die jedesmal Mahnwachen aufstellt, wenn die Bundeswehr öffentliche Gelöbnisse veranstaltet) [IMG]http://www.civforum.de/images/smilies/sauer.gif[/IMG]


---

@Creobotra:
Die veranschlagten Kosten sind nie reell, das ist eben Politik. Die verantwortlichen Entscheidungsträger sind aber i. d. R. inzwischen so schlau, daß Sie zumindest grob überschlagen können, wie die Abweichungen ungefähr ausfallen werden.
Presse und Bevölkerung werden in solche Entscheidungen immer nur dann hineingezogen, wenn man sich dadurch strategische Vorteile erhofft und für die diversen linken Grüppchen im Ländle ist so eine Großbaustelle natürlich ein gefundenes Fressen, weil man hier mal wieder so richtig einen auf emotional und Umweltschutz und Bessermensch machen kann.
Lass' bei der Landtagswahl Rot-Grün gewinnen (naja, muss nicht sein ;) ) und warte dann mal ab, wie schnell so ein neuer Bahnhof dringend nötig ist, schon aus ökologischer Sicht...
Anne4215Mir ist nur nicht klar, wie man da mobiler und flexibler werden kann, wenn die Gleisanzahl reduziert wird und alle Arten von Züge über die gleichen Gleise laufen. Ein Zwischenfall und schon hat man den Salat, und alle haben Verspätung. Und dass es nicht möglich ist, die Gleise zu erweitern, hat sich ja unlängst herausgestellt.
Es geht doch gar nicht um Mobilität, Verkehr und Bahnhöfe und Sanierungen, sondern um Immobilienprojekte, die auf den frei werdenden Flächen entstehen sollen, und Gewerbesteuern. Und Stuttgart 21 ist nicht das einzige Mittel, um Bahnverbindungen zu verschnellern. Da hängt einiges auch an maroden Gleisen, welche die Bahn nicht wartet. Auf den Demonstrationen sind übrigens keine "Berufsgutmenschen" unterwegs, sondern auch BWL-ler und Ingenieure. Wenn man einen Bahnhof nicht für den Verkehr baut, ja, für was denn dann?
TheTurningPointIrgendwie erinnert mich "Stuttgart 21" - vor allem die geplanten 1-2 Minuten Zeit zum Ein-und Aussteigen im Tunnel-Bahnof - an die Loveparade in Duisburg ...
Nachtschicht79[QUOTE][i]Original geschrieben von Anne4215 [/i]
[B]Wenn man einen Bahnhof nicht für den Verkehr baut, ja für was denn dann? [/B][/QUOTE]

prestige, profilieren, zum schein eben......

ich schaue mir stundenlang loks der baureihen 103,110,143(ex dr 243) und 218 an. die wurden als loks für den schienenverkehr gebaut und haben jahrzehnte gedient und könnten noch viel länger laufen. aber wir haben ja so viele schöne neue und tolle mit technik vollgestopfte fahrzeuge.

nur sind die eben nicht zum fahren gedacht. ab und an fallen mal klimaanlagen aus oder eben sie bleiben ganz liegen. oder rosten eben nach 3-4 jahren kaputt.....

autos übrigens auch. nen bekannter hat einen bmw. nur fährt der eben nicht, wie ein auto es sollte, sondern ist lieber in der werkstatt. aus freude am fahren...klingt dann schon wie blanker hohn....

tja und auch der bahnhof ist eben so. mit solchen projekten können sich dann firmenvorstände, bauherren, politiker und was weiß ich noch für pseudowichtige krawattenständer selber huldigen und feiern. was man da wieder tolles fabriziert hat.

so einfach ist das.......
Ronin76@coma_black

Mit deinem Unwissen machst du dich nicht nur unbeliebt sondern stellst dich primär als dumm dar. Lies dir doch erst mal ein paar Grundkenntnisse durch, um überhaupt eine Diskussionsgrundlage zu haben: [url]http://stuttgart-21-kartell.org/[/url]

Es ist völlig egal was man soll, ich hab die Schnauze voll von diesem hirnlosen Mitläufertum. Ich lehne jeden Zwang als Gewalthandlung ab und wehre mich dagegen. Denn wenn du immer machst, was Faschisten fordern, kannst du dich morgen erschießen. Oder deine Nachbarn, deine Familie, deine Freunde. Ich schaue nicht danach, was andere fordern, sondern was ich selbst will.

Beim Großprojekt Stuttgart-21 geht es nicht nur um einen neuen Bahnhof, sondern um das ganze Innenstadtareal über den Schloßplatz bis zum Nordbahnhof. Da geht es vor Allem um gewaltige Immobilien und sehr viel Geld. Blutgeld. Denn wer darf den Größenwahn von ein paar undemokratischen Bonzen und Kapitalverbrechern mal wieder bezahlen und erarbeiten, also Frondienste leisten ?! Würden neben einem neuen Bahnhof, auch 10.000 neue Sozialwohnungen gebaut werden, welche in den letzten Jahrzehnten (gegen das Grundgesetz) grob fahrlässig unterlassen wurden, wäre ich sofort für dieses Projekt. Ist aber nicht der Fall, denn ein paar Leute wollen ihre Macht demonstrieren und sich Denkmäler errichten lassen. Ähnlich wie beim Bau der vielen ägyptischen Pyramiden.

So ein Massengelöbnis ist natürlich Käse und reiner Populismus, denn damit stellt man sich auf eine Ebene mit Faschisten. Solche Aktionen schaden meiner Ansicht nach mehr dem Ziel, als daß sie Nutzen. Aber wenigstens bildet sich Widerstand.
JohnSteedIn Neuseeland wurde die Bahn re-verstaatlicht, weil sich herausstellte, dass eine Privatfirma den Gleiskörper nicht pflegt, die Züge nicht wartet. Es ist einfach ein zu hoher Kostenfaktor.
In den achso gerne bei Privatisierern zitierten USA, ist die Bahn staatlich (Amtrak).
Die Franzosen würden kaum darauf kommen die SNCF zu privatisieren...

Lange Rede, kurzer Sinn: eine private Bahn nützt niemand, denn sie ist trotz jahrzehntelanger Steueraufkommen dem "gemeinen" Volk entzogen und dubiose "Finanzoptimierer" oder diverse Anleger haben das sagen.
Dabei räumen sie natürlich Staatsgeld ab.
Wie so oft.

Fazit: grosse Bahnhöfe, von der Öffentlichkeit finanziert, sollten auch dem Gemeinwohl zugute kommen.
Die ist mit Stuttgart21 nicht erkennbar.
Es ist eine staatliche Subvention für fremde Hände.
Widerlich!

Abgesehen davon, dass das Volk von Stuttgart bzw. Württemberg dabei nicht gefragt wurde.
coma_blackRonin:

Ich weiß zwar über diesen Stuttgarter Bahnhof nicht wirklich bescheid, weil mir das Thema im Prinzip sonstwo vorbeigeht.
Ich weiß allerdings, daß das Spiel bei sämtlichen staatlichen Bauprojekten das immer gleiche ist. Wenn man hier wirklich etwas ändern wollte, dann würde man an der Struktur an sich ansetzen (Finanzierung, Städteplanung, Cliquenwirtschaft, etc. pp.).
Das ist aber nicht der Fall. Vielmehr wollen sich die üblichen Verdächtigen (weil sie momentan nicht das Sagen haben) nun ihrerseits durch Protestaktionen profilieren. Und das kann man am besten, wenn man sich gezielt ein besonders großes Großprojekt herauspickt und ein ordentliches Geschrei darum veranstaltet.

Schau dir doch mal an, was rot-rot-grüne Stadtplaner in Berlin oder sonstwo anrichten, ohne daß es überhaupt thematisiert wird. Aber wehe, von Schwarz-Gelb wird Geld ausgegeben...
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
Warum soll man aufschieben, was nötig ist und gleich gemacht werden kann?[/QUOTE]

Meinst Du damit den Atomausstieg? Nein? Dann solltest du dich sputen, denn die GrünInnen sind Dir um Lichtjahre voraus :eek:

[quote]Ich weiß zwar über diesen Stuttgarter Bahnhof nicht wirklich bescheid[/QUOTE]

bitte schön:

[URL=http://www.parkschuetzer.de/assets/downloads/documents/DasLuegengebaudeMussFallen-DrLieselHartenstein.pdf]click[/URL]

[URL=http://www.parkschuetzer.de/assets/downloads/documents/Alternativen_Bodack.pdf]click[/URL]

[QUOTE]Ich weiß allerdings, daß das Spiel bei sämtlichen staatlichen Bauprojekten das immer gleiche ist.[/QUOTE]

Exakt - Lobbyprojekte.

[QUOTE]Das ist aber nicht der Fall[/QUOTE]

Doch - denn genau das wird u.a. kritisiert.

[QUOTE]Aber wehe, von Schwarz-Gelb wird Geld ausgegeben.[/QUOTE]

Du meinst wohl: Aber wehe, wenn die Undemokraten von Schwarz-Gelb wieder Steuergelder missbrauchen um ihre eigenen Gehälter zu maximieren. So ist es mal wieder neoliberale Methode, dass wichtige politische Befürworter Schlüsselpositionen in den vom Bauvorhaben profitierenden Wirtschaftsunternehmen unterhalten. So sitzt beispielsweise der Stuttgarter CDU-Finanzbürgermeister Föll im Beirat des Abrissunternehmens Wolff & Müller oder im Aufsichtsrat der Herrenknecht AG, Europas führendem Hersteller von Tunnelbohrmaschinen, hat Ex-Ministerpräsident Lothar Späth (CDU) den Vorsitz. [b]Elende Wirtschaftsverbrecher![/b]
|Dunkelschön|Laut Nachrichten war ja schon heute "High Noon" auf besagter Stuttgarter Großbaustelle.

Demonstranten konnten sich in Innere des Gebäudes vorarbeiten, aufs Dach klettern und somit gleich mal den Beginn der Abrissarbeiten um 20 Stunden ++ verzögern.

Dazu noch ein Spezialkräfteaufkommen von Polizei wie bei richtig kritischen Fussballmatches ...


So ich hör jetzt "Sonderzug nach Pankow" :D :eek:
TiberonUm einen der Architekten sinngemäß wiederzugeben:
"Jahrelang haben die ihren Bahnhof verrotten und vergammeln lassen ... und nun kommen auf einmal alle angerannt und weinen rum, wenn da was weggerissen wird."
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i]
[B]Um einen der Architekten sinngemäß wiederzugeben:
"Jahrelang haben die ihren Bahnhof verrotten und vergammeln lassen ... und nun kommen auf einmal alle angerannt und weinen rum, wenn da was weggerissen wird." [/B][/QUOTE]

Als ob sich der Bahnhof nicht auch ohne "Stuttgart 21" modernisieren ließe ...
Ronin76Richtig, und so gammelig ist er nicht. Er ist vielleicht nicht modern, dafür sehr praktisch und bietet nostalgisches Flair. Aber bei S21 geht es gar nicht um eine Erneuerung des Bahnhofes, der hat lediglich eine Alibifunktion. S21 ist eine Mogelpackung.
TiberonJa? Was wird den armen Schwaben denn untergeschoben?
Ronin76Stuttgart befindet sich nicht in Schwaben sondern in Württemberg. Oder würdest du gerne Sachse oder Preuse genannt werden ?

Untergeschoben wird eigentlich nicht so viel, da ja inzwischen bekannt ist, daß der Hauptbahnhof nur eine Nebenrolle zu den vielen anderen geplanten Immobilien spielt. Geplant ist zB das Euorpaviertel als neues Herz Europas. Und das soll so aussehen:

[IMG]http://stuttgart-21-kartell.org/wp-content/uploads/2010/06/europaviertel.jpg[/IMG]

In einer Stadt in welcher akuter Wohnungsnotstand herrscht ist das doch eine erhebliche Provokation. Es war ja auch mal geplant einen Trump Tower im Zuge von S21 zu errichten, aber das soll vom Tisch sein.

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Trump_Tower[/url]
Hugin & Munin[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
ist das doch eine erhebliche Provokation. [/QUOTE]

Die Polizei kündigte unlängst an, gegen die Stuttgart 21 Demonstranten eine "härtere Gangart" ein zu schlagen.
Als ich das hörte, habe ich mir auch so meine Gedanken gemacht. Man darf nicht vergessen, dass es sich die Polizei gerade in Baden-Württemberg schon in den 80er Jahren durch übertrieben hartes Vorgehen z.B. bei den Demos in Mutlangen bei ganz normalen Bürgern auf Generationen versch..... hat.

Nicht bei irgendwelchen Linksanarchos, sondern bei ganz normalen Bürgern, von denen viele vorher noch nie im Leben auf einer Demo waren. Auf der Alb sehen viele Familien die Polizei seither tatsächlich als Büttel eines Obrigkeitstaates, womit sie teilweise ja auch Recht haben.

Wenn die Polizeiführung es unbedingt so haben will, bitte. Es wird dem Bürger nur nicht vermittelbar sein, warum man beim Schanzenfest oder bei "Chaostagen" auf Deeskalation setzt und einen asozialen Mob gewähren lässt, während man gleichzeitig gegen die Stuttgarter Bürger eine "härtere Gangart" einschlägt.

Da braucht sich kein Büttel mehr wundern, wenn er (wie im Wendland geschehen) in einer Bäckerei nichts mehr verkauft kriegt oder in Gaststätten nicht aufs Klo darf.

(Die Leute in Stuttgart bezeichnen sich wohl als Schwaben, auch wenn sie nicht in Schwaben leben. Dafür sprechen sie Schwäbisch, eine Mundart die in Württemberg gesprochen wird, nicht jedoch in Schwaben :) )
coma_blackNaja, wenn man sich von Rot-Rot-Grün instrumentalisieren läßt, damit unter windigen Vorzeichen Wahlkampf gemacht werden kann (denn die Verflechtungen von Wirtschaftsunternehmen mit der Politik gibt es bei unseren Edelkommunisten natürlich nicht ;) ), gleichzeitig aber bei Rettungspaketen für Banken, Ausweitungen des Verbotsstates, etc. pp. (also bei Dingen, die wesentlich wichtiger sind) seinen Hintern nicht hochbekommt, dann ist so ein hartes Durchgreifen der Polizei doch genau das, was der biedere Schwabe verdient.
Den Normalbürger muss man in seine Schranken weisen - so können sich wenigstens die großen Fische in Ruhe austoben.
Jedem das Seine.

(Wer die Ironie findet, darf sie behalten)

Ich frage ganz einfach mal: Wo waren denn die ganzen Schlauen Leute in den letzten Jahren, Anlässe zum Demonstrieren gab es m. E. genug? Wieso kommen sie gerade jetzt aus ihren Löchern, wo es für gewisse Cliquen dienlich ist? Wäre es nicht sinnvoller gewesen, wenn man zunächst der Einführung des Polizeistaates (genannt postdemokratische Gesellschaft) gewehrt hätte, die nun brave Bürger mit "hartem Vorgehen" bedrohen kann?
JohnSteedSelbst ein 10.000 Furss hoher Damm kann wegen eines Loches brechen, den Ameisen gegraben haben.

Han-Fei-Tzu
coma_blackAber nicht, wenn die Ameisen von Kräften instrumentalisiert werden, die einen noch viel höheren Damm im Sinne haben.
AzaDas große Problem was ich sehe ist folgendes:

Wir haben derzeit 2 Trends, wenn ich das als außenstehender so beurteilen kann.
Einerseits werden Bürger, die ihre Rechte wahrnehmen stigmatisiert und als Nazis (Trauermarsch in Magdeburg, Demonstranten gegen islamistische Kriminelle in Mönchengladbach) abgetan. Somit wird die Wehrhaftigkeit des normalen Bürgers, der lediglich seine Grundrechte wahrnimmt stark reduziert. Wer möchte schon als Faschist in der lokalen Zeitung abgebildet sein, nur weil er keine Lust auf (bewiesener Maßen) Kriminelle in seiner Stadt hat.
Ähnliches geschieht in Stuttgart.

Anderer, ebenso gefährlicher Trend ist die Behandlung von gefährlichen Straftäter jeglicher Coleur mit Samthandschuhen. Schlimme Vergangenheit, keine Playstation, Vater war Schachspieler, etc. (Polemik)

Sieht das hier jemand ähnlich?
Ronin76Ist ja nichts Neues. Bürger kategorisieren sich, lassen sich kategorisieren und dann kommt es zu Konflikten. Es ist schwer abzuwägen was davon zB Medienmanipulation ist und was aus individuellen Eigeninteressen geschieht. Da es keine allgemeinen, im Prinzip "göttliche" Rechte gibt, sind auch sogenannte Rechtstaaten wie die BRD eine Täuschung. Recht ist immer ein Ausdruck von individueller aber auch kollektiver Macht. Eine direkte Folge davon sind Ungerechtigkeiten. Siehe Bagatellisierung von schweren Straftaten, während eher harmlose Taten dann relativ schwer bestraft werden. Es wird gerne übersehen, daß Bestrafungen die Ursachen einer Tat nicht beseitigen. ZB ein starkes Ungleichgewicht in der Machtverteilung und das Vorenthalten von Ressourcen, welche verhindern daß wichtige (Grund-) Bedürfnisse befriedigt werden können. Das bietet viel Potential für Konflikte, Straftaten und Kriminalisierungen.

Wieviel Recht und damit Macht eine Gruppe oder Einzelperson hat, zeigt sich bei einem Konflikt am Deutlichsten. Der Abriß des Hauptbahnhofes ist ein solcher Konflikt. Von Seiten der Demonstranten und Abrißgegner geht es da vor Allem auch um Prinzipien. Denn nun wird ihnen mal wieder vor Augen geführt, wie schwach und machtlos sie sind und daß sie deshalb zu den Recht- und Besitzlosen zählen. Solange kein offener Konflikt vorhanden ist, tritt das nicht besonders zum Vorschein und wird verdrängt.

Bürger lassen sich entmündigen und kriminalisieren. Dies kann nur durch Passivität geschehen. Ein bisschen über Politik schimpfen und dann ab vor die Glotze. Und wenn Ihnen dann das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit, das Rauchen in der Kneipe oder in der Öffentlichkeit, das Kaufen von Alkhohol nach 22 Uhr, usw, von den Machthabern verboten wird, dann wird gejammert aber nicht gehandelt. Es wird kein Anspruch auf einen persönlichen Anteil an Macht erhoben, denn die Bürger sind mit ihrem Sklavendasein zufrieden. Da geht es dann nur noch darum, festzulegen wer denn nun der bessere Sklave ist und den Mächtigen am Besten dienen kann, um die größten Krümel ergattern zu können. Die Bürger reduzieren sich also selbst indem sie sich nicht wehren und passiv bleiben.

Wo Demonstranten Faschisten sind, weil sie demonstrieren, bekommt Faschismus sogar mal eine positive Bedeutung.
Hugin & Munin[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]

Ich frage ganz einfach mal: Wo waren denn die ganzen Schlauen Leute in den letzten Jahren, Anlässe zum Demonstrieren gab es m. E. genug? Wieso kommen sie gerade jetzt aus ihren Löchern, wo es für gewisse Cliquen dienlich ist?[/QUOTE]

Die meisten Anliegen sind für irgend eine Interessengruppe dienlich, und das jetzt rot-grün (plus der diesen Parteien zugetane Teil unserer Medienlandschaft und Gewerkschaften, ev. Kirche usw.) Morgenluft wittert und in Ba-Wü die einmalige Chance sieht die Regierung zu übernehmen liegt auf der Hand.

Aber die Frage ist interessant. Das es natürlich bequem ist dann zu demonstrieren, wenn von Interessengruppen alles schön organisiert wird liegt auf der Hand.
Aber ich denke das ist nur ein Grund.

Ganz langsam wird immer mehr Bürgern das Ausmaß der Korruption und des Lobbyismus in der Politik bewusst.

(Eingeführt wurde dieses Ausmaß der Korruption in der BRD m.E. übrigens vom Kabinett Kohl, wobei die Nachfolgeregierungen das ausnahmslos weiter führten, aber das wird OT).

Bei Themen wie G 8 Gipfel in Heiligendamm fing es so langsam an. Man hatte vielleicht noch nichts gegen den Gipfel selbst, aber wohl gegen die arrogante Gutsherrenart, mit der mal schnell zig Millionen Steuergelder verblasen wurden um den Gipfel in einem repräsentativen Ostseeambiente zu veranstalten.

Gorleben und Wendland lasse ich aussen vor, hier ging es vielen in erster Linie wieder einmal um das St. Floriansprinzip.

Die Bankenrettung dieses Jahr wurde in ihrem Ausmaß (und Folgen!) von den meisten gar nicht richtig überblickt. Da haben sich selbst Merkel und Gefolge von Chefberater Ackermann über den Tisch ziehen lassen.

Der Griechenland-Bailout stiess schon eher sauer auf und jetzt haben wir bei Stuttgart 21 die Situation, dass die Leute als Steuerzahler in Zeiten knapper Kassen nicht schon wieder bluten wollen und außerdem keinen Sinn in diesem Projekt sehen.

Außerdem treibt gerade den Mittelstand die Existenzangst um und da schwindet eben die Toleranz gegenüber der Politik ein wenig.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
[B]Aber nicht, wenn die Ameisen von Kräften instrumentalisiert werden, die einen noch viel höheren Damm im Sinne haben. [/B][/QUOTE]

Hmm, Ameisen sind taktisch sehr gut geschult, haben nur leider keine Ahnung von Wirken und Wesen von Ideologie.
Das macht sie anfälllig. Stimmt!
NixAmeisen sind auch nicht paranoid. Und sie wollen sich selbst nicht verwirklichen.
- Wie wäre es mit Bienendrohnen als Vergleichsgruppe?
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
[B]Ameisen sind auch nicht paranoid. Und sie wollen sich selbst nicht verwirklichen.
- Wie wäre es mit Bienendrohnen als Vergleichsgruppe? [/B][/QUOTE]

Naja Bienendrohnen können sich definitiv selbstverwirklichen, aber allzu glücklich wäre ich mit der Rollenbeschreibung auch nicht.

Ausserdem ist das tierische Symbol der Bahn ein Bieber(oder Maulwurf?), der einen Helm auf hat.
Angeblich ist der für alle Verspätungen verantwortlich, die mit Baumassnahmen zu tun haben.
Klar, bei der Bahn will kein Mensch Verantwortung übernehmen....:D
NixFür die Selbstverwirklichung :D haben die Drohnen allerdings recht wenig Zeit.
Bei Maulwürfen muss ich immer an die Zeichentrickfigur denken. Andererseits sind Maulwürfe blind, was eine Allegorie zur Bahn in puncto Börsengang und Unfälle durchaus zulässt.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
[B]Für die Selbstverwirklichung :D haben die Drohnen allerdings recht wenig Zeit.
.... [/B][/QUOTE]

Das ist ja wie überall sonst auch....;)

Der Biber würde mehr zur Bahn passen.
Das Verwirklichen von nutzlosen Staudammprojekten ist typisch Biber.
Ausserdem stört er den allgemeinen Verkehrsfluss.
Doch passt fast mehr zur Bahn, als der Maulwurf.:)
KildareWenn ich den letzten Spiegel-Artikel, den ich zum Thema Stuttgart 21 gelesen habe, richtig verstanden habe, geht es hier nicht darum, dass den Protestierenden der Bau generell zu viel Geld kostet oder sie keine Modernisierung wollen, sondern darum, dass das Bauprojekt 8 Jahre oder länger vor sich hindümpelte und ehr halb ausgegoren war und nun in einer Form präsentiert wird, in der es gutachterliche Bedenken gibt, dass den Stuttgartern durch die Untertunnelung ihre Hanglagenhäuser abrutschen könnten oder ähnlich Angenehmes.
([url]http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,710017,00.html[/url] - nicht derselbe Artikel, aber hübsch kurze Für- und Widerliste. )

Nebenbei vergreift sich der Bauplan dann auch noch an Stuttgarts grüner Lunge.

Das nach dem Bekanntwerden der Gefahren der Untertunnelung Skepsis herrscht und erst einmal nach einem Baustopp verlangt wird, kann ich sehr gut nachvollziehen.
In wie weit eine solche Gefahr tatsächlich besteht, kann ich nicht beurteilen, aber offensichtlich hat hier die Bauplanung im Punkto Öffentlichkeitsarbeit geschlafen (was diese in besagtem Artikel auch unumwunden zugibt).

Natürlich kann man früher protestieren, hierbei spielt aber auch die Informationspolitik - auch auf Seiten der Bauplaner - eine nicht unwichtige Rolle.
Ich möchte als Bürger schon gern über Bauprojekte aufgeklärt werden und gestehe, ich habe neben meinem Alltagsleben weder Zeit noch Lust, jeder Information hinterher zu rennen.
Gerade bei Bauprojekten, die sich so lange hinziehen, wie der Stuttgarter Bahnhof, bei dem das andere große Projekt "Transrapid" nebenher sang-und klanglos unterging, sollte man meiner Meinung nach vom Bürger gerade keine ständig paranoide Forschungshaltung verlangen, in deren Auslebung er alle Woche beim Amt mit immer derselben Frage (über acht Jahre lang) anruft: "Bauen Sie das Ding jetzt? Und wo kann ich die Pläne einsehen?"

Ich würde es derzeit für vernünftig halten, den Bau erst einmal zu stoppen (als ob bei acht Jahren Planung drei Monate mehr oder weniger noch groß etwas ausmachen würden), um den Stuttgartern zu signalisieren, dass man ihre Bedenken ernst nimmt.
Und dann wäre es wohl sinnvoll, die versäumte Aufklärungsarbeit nachzuholen.
Z.B. sollen auch auf dem neuen Bahnhofgelände Bäume gepflanzt werden, die den Verlust von Parkbäumen kompensieren können. Das wird nur sehr unglücklich kommuniziert.
Wenn sich diese unglückliche Kommunikation auch in den anderen Bereichen fortgesetzt hat, sollte hier angesetzt werden, um Misstrauen wieder abzubauen.

Das für mich absolut falsche Signal wäre es, sich komplett über die Proteste hinweg zu setzen und einfach zu bauen.
Es mag sein, dass hier die Bürger Fehlinformationen aufgesessen sind, aber es wird der allgemeinen Politikverdrossenheit nicht abhelfen, wenn sich die Bauplaner auf dem Dienstweg verschanzen.
Mag sein, dass eine Modernisierung des Bahnhofs notwendig ist, mag sein, dass so gar die Modernisierung vernünftig ist - aber wenn sie das ist, sollte es gegenüber den Bürgern argumentativ dargelegt werden. Und wenn diese zum Gespräch nur bereit sind, wenn es einen vorläufigen Baustopp gibt (was ich gut verstehen kann, denn Diskussionen sind geduldig und ich würde auch nicht diskutieren wollen, wenn ich weiß, dass ich am Ende u.U. doch vor vollendeten Tatsachen - wortwörtlich vor vollendetem Bahnhof - stehen könnte), dann sollte es diesen Baustopp geben. Und wenn auch nur als Zeichen des guten Willens.
AzaSehr schönes Statement, Kildare. Imho hast du es sehr gut getroffen.
coma_blackInteressant ist dabei für mich auch die Zusammensetzung des Stuttgarter Gemeinderats, der ja für Bauprojekte zuständig ist.

Die Grünen haben dort immerhin 25,3 %, was 16 Sitzen entspricht. Dieses Ergebnis haben die vor allem aufgrund des Themas Stuttgart 21, wohingegen CDU und SPD dafür abgewatscht wurden. Jetzt mal die Frage: Was machen die GrünInnen im Stadtrat eigentlich? Treten die in der Debatte aktiv in Erscheinung oder (was ich für wahrscheinlicher halte) machen die es sich jetzt auf ihren Pöstchen gemütlich?

Vielleicht hat hierüber jemand Informationen, denn aus deren Verhalten läßt sich auch leicht ableiten, inwiefern ein sich ein Stimmenzuwachs der Grünen bei der Landtagswahl auswirken würde bzw. ob man sich da nur einfach ein paar Volkserzieher mehr einhandelt.

Und zum Abschluss etwas FDP-Propaganda, die natürlich nicht auf Gehör stoßen wird: :D

[url]http://www.fdp-stuttgart.de/de/index.php[/url]

[list]
[/list] [QUOTE] Um die Größenordnung zu bewerten und zu relativieren, drei Zahlen zum Vergleich: * Der gesamte Investitionshaushalt der Landeshauptstadt Stuttgart für die Jahre 2008/2009 umfasste 2 Mrd. Euro (ohne Stuttgart 21). * Die Wirtschaftsleistung Baden-Württembergs liegt im Jahr bei ca. 375 Mrd. Euro. * Das bundesdeutsche Konjunkturprogramm „Abwrackprämie“ im Jahr 2009 hatte ein Volumen in Höhe von 5,0 Mrd. Euro.[/QUOTE]

Bei der tollen Abfuck-Prämie hat doch auch niemand protestiert...

[QUOTE]Würde man auf Stuttgart 21 verzichten und den Kopfbahnhof beibehalten, wie dies die Gegner fordern, dann ist dies nicht zum Nulltarif zu haben. Der dann notwendige grundlegende Aus- und Umbau des Kopfbahnhofs samt aller notwendigen Zulaufstrecken würde nach seriösen Schätzungen 3,7 Mrd. Euro betragen. Dafür gibt es bisher keine Planungen und keine Baugenehmigungen. Man müsste völlig neu beginnen. Das würde mindesten fünf wenn nicht zehn Jahre in Anspruch nehmen, denn auch dort müsste man mit vielerlei Einsprüchen rechnen. Wenn sich ein solches Projekt aber um ein Jahrzehnt verschiebt, werden aus 3,7 Mrd. Euro schnell 6 bis 7 Mrd. Euro. Diese Aspekte werden von den Gegnern geflissentlich verschwiegen. [/QUOTE]

Und ebenfalls wichtig:

[QUOTE]Wenn man dieses Projekt jetzt stoppen würde, wer käme dann für den materiellen und immateriellen Schaden auf? Es wäre zumindest Seitens der Bahn mit hohen Schadenersatzforderungen zu rechnen. Die Verlierer wären vor allem die Menschen in unserer Stadt und in unserem Land. Sie müssten den Stopp der Bauarbeiten mit klar bezifferbaren Wohlstandseinbußen bezahlen. [/QUOTE]

Ein weiterer Vergleich: Der Bahnhof in Berlin hat ca. 10 Mrd. Euro gekostet, die Sanierung in Leipzig war vermutlich auch nicht gerade billig.

Hauptkritikpunkt für mich ist an der Sache, daß der Staat einem Monopol-Unternehmen derartig entgegenkommt. Das hätte man m. E. bereits in Berlin ausführlicher begründen müssen, damit nicht der Beigeschmack einer Gutsherrenmentalität aufkommt. Aber es ist nunmal so und rechtlich wurde das, soweit ich überblicken kann, wasserdicht abgesichert.
xMoriturusx[QUOTE] ... Volkserzieher ... [/QUOTE]

Löblicher Weise lasst sich Stuttgart von Euch nicht erziehen! Demnächst sollte eure Lobby-Abteilung die Bevölkerung erst einmal höflich fragen, nein bitten.

[QUOTE]Wenn sich ein solches Projekt aber um ein Jahrzehnt verschiebt, werden aus 3,7 Mrd. Euro schnell 6 bis 7 Mrd. Euro. Diese Aspekte werden von den Gegnern geflissentlich verschwiegen.[/QUOTE]

Ach sie mal einer an. Die FDP kann also doch rechnen. Selstsam, dass die Finanzierung von S21 mit wesentlich wohlwollenderen Prognosen dotiert wurde. Ein Schelm wer böses denkt ...

[img]http://www.lilafussel.de/wp-includes/images/smilies/smiley_emoticons_headbash.gif[/img]

[QUOTE]
Wenn man dieses Projekt jetzt stoppen würde, wer käme dann für den materiellen und immateriellen Schaden auf? Es wäre zumindest Seitens der Bahn mit hohen Schadenersatzforderungen zu rechnen. Die Verlierer wären vor allem die Menschen in unserer Stadt und in unserem Land. Sie müssten den Stopp der Bauarbeiten mit klar bezifferbaren Wohlstandseinbußen bezahlen.[/QUOTE]

Ein solches Statement ist ja wohl nur der Gipfel an Unverschämtheit - eine Verhöhnung aller BürgerInnen, wie man sie von der FDP nicht anders gewöhnt ist. Bezahlt euren Müll, für den ihr verantwortlich seid, doch selber. Wie wäre es z.B. mit einer Kürzung der Diäten von FDP-Abgeordneten, die nach der kommenden Wahl er niemand mehr braucht?
coma_blackStuttgart läßt sich doch hervorragend erziehen. Alle springen hin zur Demo und tanzen den linken Einpeitschern nach der Pfeife. Wenn es nicht so beängstigend wäre, würde ich jetzt den lachenden Smiley verwenden...
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
Stuttgart läßt sich doch hervorragend erziehen. Alle springen hin zur Demo und tanzen den linken Einpeitschern nach der Pfeife. Wenn es nicht so beängstigend wäre, würde ich jetzt den lachenden Smiley verwenden...[/QUOTE]

Du verwechselt Ursache und Wirkung. Der Großteil der Menschen demonstriert nicht, weil er links ist, sondern mit der aktuellen Politik unzufrieden.

Ein gelungener Auftakt für den bevorstehenden heißen Herbst wie ich finde.
coma_blackDie Leute demonstrieren, weil sie Angst haben. Und die Ängste werden von wem geschürt?

Von denen, die ständig neue Horrorszenarien über Klimaerwärmung vorbeten. Von denen, die ständig Anleitungen parat haben, wie man sich richtig ernährt (passenderweise gibt es ja jetzt diese neue Vegetarierbibel). Von Typen wie Sarrazin, die so weit links sind, daß sie rechts bei der Eugenik wieder herauskommen. Von Leuten, die den Bau eines Bahnhofs als das Ende der Welt oder zumindest den sicheren Ruin Baden-Württembergs hinstellen. Von selbsternannten Propheten und Heilsbringern, die sich alle irgendwo links der Mitte aufhalten und sich nicht schämen, ursprünglich ultrarechte Vorstellungen ins Spiel zu bringen.

Es ist doch seltsam, daß zu Zeiten, als die Errungenschaften der Regierung sich auf Dosenpfand und ukrainische Nutten beschränkten, niemand unzufrieden war. Und jetzt sind auf einmal Steuer[I]erleichterungen[/I] ein Unding.
Ganz zu schweigen davon, daß ein alter verkommener Kasten von Bahnhof plötzlich [I]das[/I] tolle Gebäude darstellen soll... :eek:
Ronin76Zum Artikel von Alt-Stadtrat Dr. Matthias Werwigk (FDP):
[QUOTE]
Der Bau der heutigen Eisenbahninfrastruktur erfolgte im Wesentlichen in der zweiten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts, also vor 150 Jahren. Man kann davon ausgehen, dass das damalige Investitionsvolumen von insgesamt 663 Mio. Mark bezogen auf die damalige Wirtschaftskraft um ein Vielfaches höher war als beim heutigen Projekt Stuttgart 21. Die finanziellen Risiken und Wagnisse, die unsere Ur-Ur-Ur-Großeltern mit diesem Bahnprojekt eingegangen sind, waren also viel größer als die Wagnisse, die unsere Generation mit Stuttgart 21 eingeht.
[/QUOTE]
Die Situation vor 150 Jahren kann man mit heute nicht vergleichen, ich finde das ist ein schlechtes Argument von Werwigk. Es ist eher spekulativ zu behaupten, daß damals das Riskiko viel höher war, vielleicht war es gerade umgekehrt. Vor 150 Jahren gab es zB keine Wirtschaftskrise. Und dann bestand ja vor 150 Jahren auch noch gar keine Bahnhof, im Gegensatz zu heute. Da ist ein hohes Investitionsvolumen dann auch ganz anderst zu bewerten, denn der relative Nutzen zwischen "kein Bahnhof" und "neuer Bahnhof" ist immens positiv. Zwischen "alt aber völlig tauglich" und "7-8 Mrd für einen unterirdischen Großflughafen + oberirdische, dekadente Protzbauten, der keine Verbesserungen sondern sogar Verschlechterungen bringt" jedoch immens negativ.

[QUOTE]
Das gesamte Investitionsvolumen für Stuttgart 21 beträgt Stand heute ca. 4,1 Mrd. Euro und für die Schnellbahnstrecke nach Ulm ca. 2,9 Mrd. Euro, insgesamt also ca. 7,0 Mrd. Euro. Die Bauzeit beträgt ca. zehn Jahre. Pro Jahr werden also ca. 700 Mio. Euro in unsere Region investiert. Das ist ein Konjunkturprogramm, das in diesen wirtschaftlich immer noch schwierigen Jahren vielen Menschen Arbeit gibt.
[/QUOTE]
Man kann auch 700 Mio. Euro im Jahr verbrennen, dadurch wird noch lange nichts investiert. Und man kann ein paar Tausend Arbeiter über 10 Jahre beschäftigen, nur damit sie Schrott produzieren. So wird das ja auch mit Arbeitslosen gemacht, welche sinnlose Kurse besuchen, weil ihnen sonst das Geld und damit die Existenz verweigert wird. Aber hauptsache Arbeit, denn damit lässt sich das fleissige Stimmvieh gerne vor die Wahlurnen locken. :rolleyes: Euch die Arbeit, uns (Bonzen) das Vernügen, nicht wahr Matthias Werwigk ?

Auf den schwachsinnigen Rest möchte ich gar nicht weiter eingehen, denn anhand dieser beiden Auszüge kann man vielleicht erkennen, daß reiner Populismus und Lobbyismus betrieben wird. Einfach nur widerlich dieses Gesülze.



[QUOTE]
Wenn sich ein solches Projekt aber um ein Jahrzehnt verschiebt, werden aus 3,7 Mrd. Euro schnell 6 bis 7 Mrd. Euro. Diese Aspekte werden von den Gegnern geflissentlich verschwiegen.
----------------------------------

Ach sie mal einer an. Die FDP kann also doch rechnen. Selstsam, dass die Finanzierung von S21 mit wesentlich wohlwollenderen Prognosen dotiert wurde. Ein Schelm wer böses denkt ...
[/QUOTE]
Laut Matthias Werwigk ist es doch gut wenn es so teuer wie möglich wird, denn das sind laut ihm wichtige Investitionen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und bringt Tausende in (heilige) Arbeit !



@coma black
[QUOTE]
Stuttgart läßt sich doch hervorragend erziehen. Alle springen hin zur Demo und tanzen den linken Einpeitschern nach der Pfeife. Wenn es nicht so beängstigend wäre, würde ich jetzt den lachenden Smiley verwenden...
[/QUOTE]
Das Spiel nennt sich Zuckerbrot und Peitsche. Die Linken bieten Zucker an. Damit sind vor Allem Parteien wie zB die PDS/Linkspartei gemeint. Früher war das die Rolle der SPD und der Grünen. Es geht nur darum daß die Mächtigen die Kontrolle behalten. Parteien waren dafür bisher ein ideales Instrument.
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
Die Leute demonstrieren, weil sie Angst haben. Und die Ängste werden von wem geschürt?[/QUOTE]

... von der aktuellen Regierung, die vielen Menschen allen Grund gibt, sowohl ängstlisch, als auch ausgebeutet, misstrauisch, entmündigt, hintergangen und somit unzufrieden zu sein.

[QUOTE]Und jetzt sind auf einmal Steuer[I]erleichterungen[/I] ein Unding.[/QUOTE]

Du glaubst doch nicht etwa die Mär vom mehr Netto vom Brutto auf Pump - oder wird in Deiner Partei nun schon vom Herrn Guido Mövenpick persönlich ganz liberal Gehirnwäsche betrieben? :D Experten mit ökonomischen Verstand munkeln zudem, dass es sinnvoll wäre, dass in Deutschland wieder [i]mehr[/i] Menschen in den Genuss kommen sollten über Steuern zahlen zu [i]dürfen[/i], ja da staunste was? :eek:

Und im Dir mal zu veranschaulichen wie aus einem kümmerlichen Unding ein potentes Ding wird und wie man einen Haushalt [i]richtig[/i] saniert, nämlich ausgewogen, nachhaltig und sozial gerecht: niedrige und mittlere Einkommen [i]ent[/i]lasten, Spitzeneinkommen [i]be[/i]lasten - und nicht anders herum, heißt: Vermögenssteuer von 5% + Spitzensteuersatz rauf auf Helmut Kohl-Level!
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Das Spiel nennt sich Zuckerbrot und Peitsche. Die Linken bieten Zucker an. Damit sind vor Allem Parteien wie zB die PDS/Linkspartei gemeint. Früher war das die Rolle der SPD und der Grünen. Es geht nur darum daß die Mächtigen die Kontrolle behalten. Parteien waren dafür bisher ein ideales Instrument. [/B][/QUOTE]

Von dem Protest in Stuttgart "profitiert" - wenn man so will - lediglich einer: der linke Flügel DER GRÜNEN.

PS: Wer oder was ist die PDS ?
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von xMoriturusx [/i]
[B]Von dem Protest in Stuttgart "profitiert" - wenn man so will - lediglich einer: der linke Flügel DER GRÜNEN.

...[/B][/QUOTE]

Ach.
So etwas existiert wirklich!

Miracoloso...
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
Ach.
So etwas existiert wirklich![/QUOTE]

Ja - und genau deshalb solltest Du schleunigst wieder Deine Signatur ändern ;)
Ronin76[QUOTE]PS: Wer oder was ist die PDS ?[/QUOTE]
@Moriturus

solltest du als Fan der Linkspartei eigentlich am Besten wissen.
In Wikipedia steht es so formuliert:

[QUOTE]
Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) war der Name der deutschen Partei Die Linke von 1989 bis 2007.

Sie ist eine aus der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) hervorgegangene Partei, die sich im Dezember 1989 in Sozialistische Einheitspartei Deutschlands – Partei des Demokratischen Sozialismus (SED-PDS) umbenannte, am 4. Februar 1990 ihren Namen in Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) änderte und von Juli 2005 an Die Linkspartei.PDS (Kurzbezeichnung Die Linke.PDS) hieß, bis sie sich am 16. Juni 2007 im Zuge des Beitritts der WASG erneut umbenannte und seitdem Die Linke nennt. Ihre Mitgliederzahl wurde im Dezember 2006 mit 60.338 beziffert.
[/QUOTE]
Kurz zusammengefasst:

SED --> SED-PDS --> PDS --> Die Linkspartei.PDS --> Die Linkspartei.PDS + WASG --> Die Linke

Darum ist sie auch das Chamäleon unter den Parteien. 5 Namensänderungen seit der Wende, das ist Rekord.



@John
[QUOTE]
Original geschrieben von xMoriturusx
Von dem Protest in Stuttgart "profitiert" - wenn man so will - lediglich einer: der linke Flügel DER GRÜNEN.
-----------------------------------------------
Ach.
So etwas existiert wirklich!

Miracoloso...
[/QUOTE]
Das dürfte wohl der kleine Rest der verliebenen Ökosozialisten, also die berühmten Strickwarenträger in Sandalen sein, nachdem deren Großteil die Partei der Grünen verlassen, und den konservativen Realos unter Joschka Fischer das Feld überlassen hatte.
JohnSteed@Ronin

der Zustand der Grünen ist nicht ganz definierbar.

Gruhl war gestern. Ausserdem hat er zwischendrin die
ÖDP mitgegründet....
Joschka "Bomben auf Belgrad" Fischer ist gut dotierter Vortragsreisender, die GAL in Hamburg hat ihre Intervalle beim Gehirnwartungsexperten versäumt
und Sepp Daxenberger ist tot.

Wer soll in diesen Laden wieder Glaubwürdigkeit reinbringen?

Die Anti-AKW/anti-wackersdorfbewegung ging früher durch breite gesellschaftliche Schichten.
Das war ihre Stärke, weil kriminelloide wie Franz-Josef-Strauss Angst vor schlechter Presse hatten...
Heute zieht nichtmal mehr das.

OK, die Strickjagenträger und Im-Parlament-Kinder-stillende-Mütter sind heute nicht mehr gefragt und soviel gebracht haben sie auch nicht.
Aber der Typus des Berufspolitikers ala Westerwelle macht sich auch bei den Grünen breit:
Studiere Jura und werde Wahlkreiskandidat.


Der Linken, wie auch immer sie gerade heissen mag, traue ich keine regionale Kompetenz zu.
Ergo kann ein Thema wie Stuttgart21 für die Linke zwar ein willkommenes Spektakel sein, mehr aber auch nicht.
Dass in erster Linie, die Menschen in Stuttgart darunter leiden ist für eine Partei mit durchaus vorhandenen deutschnationalen Tendenzen, wie der Linken kein grosser Punkt.

Ein Ministerpräsident(Mappus), der sich anbiedert, aber nicht traut zu sagen, er wäre Badener oder Württemberger, sondern voll in die Kacke haut und sagt, er wäre Baden-Württemberger(!), der nicht vom Volk gewählt wurde und der sich mit einer schwierigen Figur wie FJS vergleicht, der sollte alsbald in den Orkus der Landespolitik geschickt werden.
Eine Württembergpartei hätte jetzt ihre grosse Chance!
Hugin & MuninDie Fronten pro oder contra Stuttgart 21 verhärten sich (Gespräche werden abgelehnt, das SEK Baden-Württemberg räumt mitten in der Nacht ein Baumhaus usw.) und es könnte gut sein, dass die Regierung Mappus im kommenden Jahr über S 21 stolpert. Mappus selbst wird das egal sein, der Mann bekommt dann halt einen Posten im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn, aber angesichts der zunehmenden Proteste (die einfach nicht abflauen wollen) wird man in Stuttgart und Berlin langsam nervös, geht es hier doch nicht nur um ein Bauvorhaben, dessen Kosten erfahrungsgemäß wieder aus dem Ruder laufen werden, sondern um zunehmenden Widerstand gegen das durch und durch korrupte System an sich.

Was liegt da näher, als ein wenig Stimmung gegen die S 21 Gegner zu machen?

Die Stuttgarter-Zeitung berichtete unlängst über einen tragischen Todesfall, wobei der Protestbewegung suggestiv eine Mitschuld gegeben wurde:

[QUOTE]"Eine knapp 60-jährige Frau, die ihre Tochter zum Bahnhof gebracht hatte, erlitt einen Herzinfarkt. Der Notarzt benötigte wegen der Staus statt der üblichen zehn rund 30 Minuten für den Weg ins Krankenhaus. Dort war die Frau gestorben." [/QUOTE]

Diese Meldung wurde auch mehrfach vom Privatsender Antenne 1 wiederholt.

Jetzt gibt es zum Glück noch einen Rettungsdienst, den man fragen kann und der noch unabhängig ist, bzw. nicht "gebrieft" wurde. Insider wissen, dass die Alarm- und Eintreffzeiten bei allen Einsätzen protokolliert werden und auch kein Geheimnis sind.

Die Wahrheit, die auch die Stuttgarter-Zeitung hätte heraus finden könnte, wenn sie denn gewollt hätte:

[QUOTE]wir bedanken uns für Ihre Anfrage. Auch die Landeshauptstadt Stuttgart hat sich als Aufsichtsbehörde wegen dieses Notfalls an die Leitstelle gewandt. Die Kriminalpolizei hat heute die Einsatzprotokolle geprüft. Es wurde festgestellt, dass es bei diesem Notfalleinsatz keinerlei Abweichungen gab. Die Anfahrtszeiten des Notarztes und des Rettungswagens waren im üblichen Rahmen und sowohl der Notarzt als auch der Rettungswagen waren binnen weniger Minuten vor Ort. Beim Rettungseinsatz gab es keinerlei Behinderungen durch Demonstranten oder andere Personen. Die Patientin wurde ins Krankenhaus gebracht und ist dort verstorben.
Wir hoffen, dass wir Ihre Fragen damit beantworten konnten und verbleiben
mit freundlichen Grüßen [/QUOTE]

Sowohl die "Stuttgarter Zeitung", wie auch "Antenne1" gehören zur [url]www.zgs.de[/url]

Ganz rein zufällig hat ein Verein, der sich ProStuttgart21 nennt und bei dem im Vorstand u.a.


Lothar Späth, Ministerpräsident a.D.
Walter Riester, MdB, Arbeitsminister a.D.
Peter Aichinger, Kreisvorsitzender Freie Wähler
Michael Föll, CDU-Kreisvorsitzender
Andreas Reissig, SPD-Kreisvorsitzender
Armin Serwani, FDP-Kreisvorsitzender

sitzen, eine Kontaktadresse, die auf @z.zgs.de endet.

Natürlich alles purer Zufall...

Zum Glück gibt es ja noch die, von unseren GEZ-Zwangsgebühren finanzierten, öffentlich rechtlichen Medien. Wie unabhängig die sind, sieht man schon daran das sowohl der Stuttgarter Bürgermeister Schuster (CDU), wie auch der Projektsprecher Drexler (SPD) im Rundfunk- bzw. Aufsichtsrat des SWR sitzen.

So viel zu unserer "vierten Gewalt" im Staate (den Medien), die in einer Demokratie ja eine wichtige Kontrollfunktion einnimmt.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i]
[B]Die Fronten pro oder contra Stuttgart 21 verhärten sich (Gespräche werden abgelehnt, das SEK Baden-Württemberg räumt mitten in der Nacht ein Baumhaus usw.)




....., wie auch der Projektsprecher Drexler (SPD) im Rundfunk- bzw. Aufsichtsrat des SWR sitzen.

[/B][/QUOTE]


Das ist der Fluch von zuviel Sicherheit.
D'leit schaffet beim Daimler und gebet a ruah.

Dem SEK war einfach langweilig.

Also kam ihnen das Baumhausspielen gerade recht.
Eine sportliche Herausforderung.
Oder sie waren beim Essenfassen nach der Methode Huaberbuam....


SWR:
Auch ein schönes Thema.
Der Süddeutsche Rundfunk(Stuttgart),
war eine der liberalsten ARD-Anstalten und musste daher verschwinden.
Somit wurde sie mit SWF zur Krake SWR verschmolzen. (grösstes regionales Fernsehen Europas).
Aus der heimlichen Fernsehhauptstadt Baden-Baden
kommt eigentlich nur noch Schicki-Fernsehen.
Die Kontrolle durch die Landesregierung
verbesserte sich durch dies Zwangsvereinigung
Zumindest für den SWR/BW.
Nur Mainz stört etwas, SWR/RP
xMoriturusxich hatte das schonmal erwähnt, politische (oder politisierende) werbung ist unerwünscht. eine ankündigung für eine demo gegen irgendwas "rechtes" würde auch nicht stehen bleiben.
mal abgesehen davon ist es rechtlich fürs forum bedenklich.

thread closed.
Hugin & Munin[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
Der Süddeutsche Rundfunk(Stuttgart),
war eine der liberalsten ARD-Anstalten und musste daher verschwinden.
[/QUOTE]

Das ist ja das Problem, nur noch Filz und Korruption heut zu tage. Die geben sich nicht mal mehr Mühe das groß zu verschleiern (während die kleine Angestellte fliegt, wenn sie zwei Leergutbons oder eine Maultasche aus dem Müll mit nimmt).

Und wer das irgendwie zu sehr aufdecken und publik machen könnte, wird gekauft oder medial kalt gestellt. Es gibt ja kaum noch unabhängige Medien, auch wenn mancher Stern- oder Spiegelleser das vielleicht noch glaubt.

Es gibt in unserem Bundestag KEINE Partei mehr die da nicht mit drin steckt. Selbst die Linkspartei gehört zum Kasperltheater, als Frustventil für die, die noch nicht ins Lager der Nichtwähler (des deutschen Politikers liebstes Kind) gewechselt sind.
Parteien, die daran was ändern könnte gibt es nicht und wenn, wird man sie niemals hoch kommen lassen - über die fast vollständig vom System kontrollierte Medienlandschaft werden die entweder ignoriert oder fertig gemacht.
Die letzten echten Newcommer, die es geschafft haben, waren in den 80er Jahren die Grünen. Und die konnten sich auch nur etablieren weil sie von den anderen unterschätzt wurden und die Medien noch nicht so gleichgeschaltet waren wie heute.

Überall wo man hin schaut das gleiche... welch ein Moloch.

Daher macht S 21, wenn sich wirklich eine lang andauernde Protestbewegung daraus ergibt, die Politik ja auch langsam nervös. Noch nicht so Nervös wie die Leipziger Montagsdemos das Politbüro, aber immerhin ein bisschen nervös.
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i]
Selbst die Linkspartei gehört zum Kasperltheater[/QUOTE]

Hast Du dafür irgendwelche Belege?
Hugin & MuninDie WASG als frische, unverbrauchte Partei wurde von der SED-Nachfolgerin PDS geschluckt (man kann auch sagen über den Tisch gezogen), nachdem sie erfolgreich von Sozialisten unterwandert wurde, und war dann mit einem (mehr als nur verbrauchtem ) Lafontaine an der Spitze für viele Leute unwählbar.

Die klassische Art des Systems sich lästige Konkurrenz vom Hals zu schaffen. Natürlich hätte man mit der Zeit auch die WASG kaufen und auf Linie bringen können, aber mit der PDS (die aufgrund ihrer zahlreichen alt-SED und Stasi Verstrickungen erpressbar ist) ging das viel besser.
Wird diese Partei dem System irgendwann zu gefährlich, ist es ein leichtes sie mit einer Medienoffensive für die Masse unwählbar zu machen - bei der Angriffsfläche die sie bietet. Leute wie Wagenknecht spielen da eine ganz wichtige Rolle, ohne es überhaupt zu merken.
Der klassische Fall des Alibi-Frustventils bzw. des nützlichen Idioten.
xMoriturusxVölliger Unfug. Beschäftige Dich doch erst einmal mit Sachverhalten über die du urteilst.

1. in der WASG gab es keine Sozialisten.
2. WASG und Linkspartei.PDS waren nie Konkurrenten
3. vor allem von Seiten der Linkspartei.PDS gab es große Vorbehalte über eine Kooperation.
4. die Kooperation hat sich inzwischen beidseitig bewährt
5. DIE LINKE ist dem System gefährlich, denn sie stellt schwarz auf weiß die "Systemfrage" - und wird entsprechend von den Medien behandelt.
JohnSteed@Mori

Wäre die saturierte und behäbige, mittlerweile auf niedrigem Niveau etablierte Partei "die Linke" wirklich gefährlich, hätte ich sie vielleicht sogar schon gewählt...

Werdet eure 80% Besitzstandswahrer und Spiesser los, dann reden wir weiter.......
Ronin76Ein paar Aussagen von Sarah Wagenknecht hatten mich auch schon stutzig gemacht. Da sie wie alle anderen Politiker des Bundestags im kommunistisch-kapitalistischen Manier Sklaven-Lohnarbeit stark befürwortet ist sie völlig inakzeptabel. Und ich mag ihr Äußeres nicht, erinnert mich zu sehr an Stasi. Der Bundestag ist eine Theaterbühne um dem Stimmvieh etwas zu bieten über das jenes dann auf der Arbeit und in den Kneipen diskutieren kann. Der Politiker der die beste Show liefert, wird dann gewählt.
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Da sie wie alle anderen Politiker des Bundestags im kommunistisch-kapitalistischen Manier Sklaven-Lohnarbeit stark befürwortet ist sie völlig inakzeptabel. [/QUOTE]

Kommt drauf an wie Du Marxismus definierst/interpretierst.
JohnSteed@Mori
Karl-Marx war vor allem Nationalökonom und kein Betriebswirtschaftler
Das aber nur am Rande.
-----------------------------------------------------------------

1. Auf de schwäbsche Eisebahne gibt´s gar viele Haltstatione,
Schtuegert drunt de Grottenboh, Ulm und au nach Biberoh, ...
Rulla, rulla, rulllala...

2. Auf de schwäbsche Eisebahne gibt es viele Restauratione,
wo ma esse, trinke ka, alles, was de Magen ma...
Und an schicki-koch gibts a, drunten in der Grotteboh.

3. Auf de schwäbsche Eisebahne braucht ma keine Postillione,
was uns sonst das Posthorn blies, pfeifet jetzt der Mappus Steve...

4. Auf de schwäbsche Eisebahne wollt´ amal a Bäurle fahre,
geht an Schalter lupft de Hut :"Oi Billetle, seid so gut !"
"Das heisst jetzt doch Ticketle", hab ka Zoit, aufwiederseh.
Ja wo krieg I jetzt des Ticket?, sagt das Bäurle ganz verknicket.
Geh zum Automaten da! Sagt uns de Frau Bundesboh.

5. Eine Geiß hat er sich kaufet und daß sie ihm nit entlaufet,
bindet sie de gute Ma hinte an de Wage a...
Frau Gönner, was machet sie denn do, hinten an dem Wage dro..

6. "Böckli, tu nur woidle springe, `s Futter wird i dir schon bringe."
Setzt sich zu seimn Weibl na und brennts Tabackspfeifle a...
21 ist die Zahl, die ma jetzt vergesse soll.

7. Auf de nächste Statione, wo er will sein Böckle hole,
findt er nur noch Kopf und Soil an dem hintre Wagentoil...
Normal bei de Deutsche Boh, drunt in Stuegart is es so.

8. Da kriegt er en große Zorne, nimmt den Kopf mitsamt dem Horne,
schmeißt en, was er schmeiße ka, dem Konduktör an Schädel na...
Aber das isch ned so grau, sind die Bahnler eh
ned schlau.

9. "So, du kannst den Schade zahle, warum bischt so schnell gefahre !
Du allein bischt Schuld daran, daß i d´Gois verlaure ha !"
Ja Frau Gönner bischt schon do
Trulla, trulla trullala

10. So, jetzt wär das Lied gesunge, hot´s euch in de Ohre klunge?
Wer´s noch net begreife ka, fangs nomal von vorne a...

Eine Grube mit zwei Zwergen,
Ötti und der Mappus Steve.
Wollet alles an sich greifen
und den Eisenbahnverkehr....
pulSarUnd ab jetzt MERKELT es zu dem Thema, es WESTERWELLT und poltert gegen die "Nein-Danke-Demokratie".

Demokra...was?


Frau Kandesbunzlerin hat sich S21 scheinbar auf die Wahlkampffahne geschrieben.

Jeder, wie er kann -- sag ich da nur...
JohnSteed(SWR)



Unter lauten Pfiffen plapperte er darüber, dass Stuttgarter nur Bahnhof verstünden und dass dies ein Marketingkonzept sei.
Dann hat er noch den Stuttgarter HofbräuHirschen
angezapft.
Langweilig.

Wenn er jetzt nicht zurücktritt, wann dann?

Und dann noch der Mappus, der auf einmal schwäbisch redet, dieser Opportunist.
Mehr braucht man nicht für einen versauten Vormittag.

SWR-Brauchtumsveranstaltungenn sind von haus aus
eine hochnotpeinliche Geschichte,
aber der Wasen schlägt alles.
xMoriturusxja, und nun?
Ronin76Gehört eher in den Stuttgart-21 Beitrag.
TheTurningPoint... hab's da drangehängt.

TTP
pulSar[url]http://twitter.com/abrissaufstand/s21-news[/url]

Das eskaliert gerade ziemlich.

Unverhältnismäßige Polizeigewalt gegen Schüler-Demo.


[b]Park des Himmlischen Friedens...[/b]

Dem (aktuell) letzten Tweets zufolge wurden zwei Personen mit dem Arm einbetotiert.
Verletzte scheint es einige zu geben...

lest selbst!


Schöne Demokratie!
JulyaHier gibt es einen Livestream mit (sporadisch) aktuellen Augenzeugenberichten.
[url]http://www.ustream.tv/channel/live-stream-vom-nordfl%C3%BCgel-am-stuttgarter-hauptbahnhof[/url]

:eek:
Hugin & MuninIch habe das kommen sehen.
Offenbar gehen die Büttel mit Schlagstöcken gegen 14 jährige Schüler vor und prügeln auf Rentner ein.

Unsere Obrigkeit beklagt sich doch immer über zu viel Politikverdrossenheit. Bleibt zu hoffen das sie jetzt mehr Aufmerksamkeit bekommen als ihnen lieb ist.
pulSarQuelle Stern.de [url]http://www.stern.de/panorama/eskalation-in-stuttgart-mit-wasserwerfern-gegen-bahnhofsgegner-1609120-3ec4149acf3f2fb8.html[/url]
[img]http://d1.stern.de/bilder/stern_5/panorama/2010/KW39/stuttgart_21_demo/stuttgart_21_demo_02_maxsize_735_490.jpg[/img]

[img]http://d1.stern.de/bilder/stern_5/panorama/2010/KW39/stuttgart_21_demo/stuttgart_21_demo_01_maxsize_735_490.jpg[/img]

[img]http://d1.stern.de/bilder/stern_5/panorama/2010/KW39/stuttgart_21_demo/stuttgart_21_demo_04_maxsize_735_490.jpg[/img]
JulyaEin Mann sagte vorhin vor der Livecam, daß er stolz sei, mit seinen 70 Jahren nochmal von einem Wasserwerfer beschossen worden zu sein.
Da hab ich ja schon geschmunzelt, aber was da sonst abgeht, ist unglaublich. Über Twitter laufen die Meldungen im Sekundentakt...
Nachtschicht79in bin selber ehrenamtlicher sani......bis jetzt galt bei mir immer lieber einen verletzten polizisten versorgen als einen demonstranten. ich ging immer davon aus wenn wir sanis hilfe brauchen helfen uns die grünen/blauen ja auch.

zur zeit überdenke ich das gerade.....
GISMOIch verstehe sowieso nicht, warum Demonstranten immer noch ohne Helm, ohne Weste und völlig unbewaffnet erscheinen.
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Julya [/i]
[B]Ein Mann sagte vorhin vor der Livecam, daß er stolz sei, mit seinen 70 Jahren nochmal von einem Wasserwerfer beschossen worden zu sein.
... [/B][/QUOTE]

Ich kann das überhaupt nicht verstehen, warum sich alte Menschen so einer Gefahr aussetzen... Man weiss doch wie leicht alte, morsche Knochen brechen, da würde ich mich doch in dem Alter nicht unter die 15 - 25 jährigen mischen, gerade wenn da Wasserwerfer und die Robocops in Vollpanzerung auftauchen.
solipsismus@Fuck up Evil
Du musst es ja auch nicht verstehen, sondern ihnen nur ihre Wahlfreiheit lassen. Sie haben das gleiche recht wie junge gesunde Menschen mit ihrem Leben und Körper anzufangen, was sie wollen.
Meine Einschätzung zur Motivation? Es ist der Person wichtig für die eigene Meinung auf die Straße zu gehen.

Edit: @GISMO
Ein Teil davon würde ihnen wegen des unsäglichen Vermummungsverbotes, der andere wegen unterstellter Gewaltbereitschaft abgenommen, nehme ich an.
pulSarsoli: ja - so sehe ich das auch. Das nennt sich PASSIVE BEWAFFNUNG und damit sind Stahlkappen gemeint, Helme, Masken---- kurzum: alles, was kleidet und praktisch ist... erst recht auf "Demokratie-macht-Frei" Schülerdemos, wo die Jungen dazu erzogen werden, in welchen Staat sie so hineinwachsen...


Da ich Medien-Mensch bin, will ich meinen Fokus auf die Medielle Berichterstattung und Wirkung legen ((ich kann eigentlich eh nicht mehr anders)) und ich muss schon sagen:

[color=#ff9900]Mappus und der Rest der Obrigkeit arbeitet gekonnt und konsequent an Stuttgarts Ruf wie es Sauerland für Duisburg tat[/color]

TOLL!! Jeder wie er kann!

Die Macht der Bilder, der Emotionen, der Verhältnismäßigkeit und die DES NETZES!

Die Macht der Live-Streams, der Twitter-Ticker, der Kommentarfunktionen...

Die Macht des [color=#ff9900]Bürgerjournalismus'[/color] live vom Geschehen (wenn der Server nicht gerade vor lauter Ansturm hakt)...

diese Macht ist das einzige, was mir noch in diesem Lande bzw. dieser EU oder auch dieser Welt Hoffnung macht!

Denn -- die Arroganz und Überheblichkeit, Brutalität und BETONKOPFERTHEIT der Machthaber bleibt nicht ohne Folgen...

Man darf gespannt sein, was heute Nacht passiert und die nächten Tage und Nächte!

Stuttgart -- ausgerechned des beschauliche Stuggi -- hat nämlich fast Potential zum deutschen Athen zu werden.. nämlich genau dann, wenn es den ersten Toten Demonstranten gibt.

Tja -- hoffen wir darauf, dass es nicht so weit kommt...

Die Krankenhäuser in Stugi sind wohl schon überfüllt und die Sanis haben ihrem Codex alle Ehre geleistet -- auf Seiten der Demo-Sanis!

Ich denke der heutige Tag hat tiefe Gräben gerissen!

AUCH -- mit Verweis auf unseren Nachtschichtler Ehrenamts-Sani -- zwischen Rettungsdiente und Polizei.

Da wurde heute aber ziemlich "Konjunkturpaket" "gespielt" für die Notärzte.

1.000 + Verletze kosten richtig Geld -- auch wenn sie "nur" kurz in Behandlung sein sollten wegen verätzten Augen überwiegend.
Das Geld wird in Rechnung gestellt werden -- und nach rechtsstaatlichem Verständnis ((bzw. dem, was noch davon übrig bleiben sollte)) -- ist das Körperverletzung und sollte als solche auch angezeigt werden!

Die Polizei mag im Recht sein, Platzverweise etc zu erteilen -- aber was da heute abging, hat die Verhältnismäßigkeit massiv überschritten und da es hier eben NICHT "extremistische Spinner" am Rande der Gesellschaft waren sonder überwiegend wohl Schüler, werden die Eltern ganz bestimmt nicht einfach nichts tun....

Ich erwarte Sammelklagen und juristische und politische Konsequenzen!
Die medielle Schlacht oder wenn man es so wil der Info-Krieg hat gerade erst begonnen!

Beiträge, Umfragen, Meldungen und Kommentare sprechen ihre eigenen Sprache!

WUT!
Hugin & Munin[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
Da ich Medien-Mensch bin, [/QUOTE]

Auf ausländische Medien achten! Den ausführlichsten Bericht über die vom Staat herbei geführte Eskalation habe ich heute bisher im österreichischen Fernsehen gesehen.
Das ARD Staatsfernsehen hat, zumindest in den 17.00 Uhr Nachrichten, das Thema S21 in einem 20 Sekunden Bericht am Ende der Sendung behandelt.
pulSarJa -- auf ausländische Medien achten! Volle Zustimmung!

Es gibt da ein kleines Land südlich von uns in den Alpen, bei denen "Demokratie" was anderes bedeutet -- nämlich direkte und vom Wahl/Stimm-Volk ausgehende!

Wobei ich hier durchaus auch bei den (sonst in anderen Fragen oft kritisch gesehenen) Verlagshäusern hierzulande deutliche und kritische Worte lesen kann. Nicht überall -- aber immer mehr!
Man google-newse einfach mal und scrolle durch die SERPS (Suchresultate) -- da ist schon das ein oder andere Schlagzeilchen dabei, das klartextet und die Dinge beim Namen nennt.


[color=#ff3300]Sehr bitteres PS:
Ein Tweet vom #s21 hat mich eben geschockt:
[quote]
tote frau, mann verliert ein auge, hunderte verlerzte!!! und baumfällungseinsatz geht ungehinder weiter.
[/quote]

Ich hoffe, das stellt sich als Gerücht heraus.[/color]

Sollte es wirklich soweit eskaliert sein, dass es Tote gibt und/oder dauerhaft Behinderte, dann gute N8!
Dann ist klar, dass es das jetzt war mit gewaltfrei...

[url=http://www.youtube.com/watch?v=UyKN2Rs5Epc]Deutschland brennt![/url]
pulSarLeider konnte ich kein Dementi zur Todesmeldung ausmachen - jedenfalls nicht bei Twitter.

Jou -- am Rande (wo wir gerade dabei sind quasi): irgendwas in mir, versteht auf einmal wieder das eigene Ich von damals, als ich noch 17 war und mehr oder minder ausschließlich fiesen Knüppelpunk hörte... die "netten" Scheiben aufm Index.

Heut seh ich dennoch vieles nicht mehr so ENG DEFINIERT wie damals -- heut sag ich : QUERFRONT!
Aber sowas von quer über ALLE LAGER all derer, die heutzutage VERARSCHT werden, heute - zu tage - auch zusammengeknüppelt und tränen-vergast.

Ich nehme im Zusammenhang mit den Ereignissen heute in Stugi alles zurück was ich hier über meine Haltung zur Polizei schrieb!
[img]http://www.bogotto-motorradbekleidung.de/images/produkte/54-monosilber.jpg[/img]
[img]http://uarrr.org/wp-content/uploads/2008/05/gasmaske.jpg[/img]
[img]http://upload.worldofplayers.de/files/70-3224-00.jpg[/img]
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
[B]...
Ich erwarte Sammelklagen und juristische und politische Konsequenzen!...
[/B][/QUOTE]

Und weißt Du was passieren wird..?!
Nichts !

Und einmal mehr werden Heranwachsende enttäuscht, wie wenig der mündige Bürger hierzulande zu sagen hat.

Sad but true !
:(
Julya[QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i]
Ich kann das überhaupt nicht verstehen, warum sich alte Menschen so einer Gefahr aussetzen... Man weiss doch wie leicht alte, morsche Knochen brechen, da würde ich mich doch in dem Alter nicht unter die 15 - 25 jährigen mischen, gerade wenn da Wasserwerfer und die Robocops in Vollpanzerung auftauchen.[/QUOTE]


Und ich finde, daß gerade [b]das[/b] bezeichnend ist für das, was da schief gegangen ist! Denn es war eine Demo quer durch alle Bürgerschichten, von Kindern (genehmigte Schülerdemo) bis hin zu den alten Bürgern, die um die Bäume und/oder gegen Stuttgart 21 kämpfen wollten.
Ich habe gelesen, daß diese Bäume nichtmal zu den Notzeiten im 2. Weltkrieg gefällt worden sind, weil man um deren Wert wusste. Und heute sollen sie dem schnöden Mammon weichen. Und da kann ich jeden -vom Kind bis zum Greis- verstehen, der da auf die Barrikaden geht.


Gegen 16 Uhr kam übrigens auch ein ca einminütiger Bericht (ich glaube, auf N-TV) von einem Journalisten vor Ort, der sich selbst ständig widersprochen hatte. Zuerst sagte er, es gäbe überhaupt keine Verletzten, dann sprach er auf einmal doch von diversen verletzten Leuten...
Die Berichterstattung ist schon etwas schräg, aber ich bin froh, daß es Livecams und genug private Leute gab, die berichtet haben, denn zwischenzeitlich gab es Meldungen, daß nichtmal die Presse in den Schlosspark gelassen wurde.
Demon17Papperlapapp, was heißt hier mündige Bürger. Die demokratisch gewählten Gremien haben sich entschieden und wenn Leute die dagegen sind Landfriedensbruch begehen, darf sich der Staat davon nicht abhalten lassen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand:

■Größere Kapazität: Mit dem Neubau würde ein echtes Nadelöhr für den Zugverkehr beseitigt: Dass der Stuttgarter Kopfbahnhof in seiner jetzigen Form an Grenzen stößt, bestreiten auch die Gegner des "Projekts 21" nicht. Ein neuer Durchgangsbahnhof würde deutlich mehr Zugabfertigungen pro Tag ermöglichen, die bisherigen Staus im Vorfeld des Bahnhofs würden der Vergangenheit angehören. Ein Durchgangsbahnhof ist außerdem deutlich sicherer als ein Kopfbahnhof, in dem die Züge direkt auf das Bahnhofsgebäude zufahren.


■Einfaches Umsteigen: Der neue Bahnhof würde die Umsteigewege deutlich verkürzen und damit beschleunigen. Die langen Wege in einem Kopfbahnhof mit Bahnsteigen von bis zu 400 Metern Länge machen kurze Zeittakte zwischen Anschlusszügen unmöglich.


■Internationale Anbindung: "Stuttgart 21" würde den Anschluss an den europäischen Schnellbahnverkehr ermöglichen. Dazu gehört unter anderem auch die Verbindung Paris-Budapest. Auch der Stuttgarter Flughafen würde davon profitieren, weil er direkt an die Schnellbahntrasse angebunden werden könnte.


■Ausbau des Regionalverkehrs: Der Durchgangsbahnhof ermöglicht eine umsteigefreie Durchfahrt von Regionalzügen. In der Region würde ein neues Liniennetz entstehen, das dem der S-Bahn gleicht. Damit würde auch die Attraktivität für Berufspendler erhöht.


■Stadtentwicklung: Für die Stuttgarter Innenstadt ergäben sich vollkommen neue Möglichkeiten, wenn die Gleisanlagen unter die Erde verlegt werden. Mehr als hundert Hektar stünden für die Erweiterung des Schlossgartens und des Rosensteinparks und für Neubauten im Innenstadtbereich zur Verfügung. Ganze Stadtteile, die bislang getrennt waren, würden zusammenwachsen.


■Arbeitsplätze: Die Neugestaltung der Innenstadt könnte langfristig viele neue Arbeitsplätze entstehen lassen. Nach Angaben der Bahn könnten es bis zu 10.000 werden. Und die hohen Investitionen durch das Projekt selbst verleihen der Region bereits während der Bauphase neue Impulse.

Baden Würrtemberg ist ja schon bei den Autobahnen unterentwickelt. (A6 zweispurig z.B.) Da sollten Sie wenigstens bei der Bahn aufholen.

[IMG]http://www.spiegel.de/images/image-136883-thumb-lxus.jpg[/IMG]

Ich finde dieser Mann hat euer Vertrauen verdient.
GISMOIch will mal endlich was von toten [i]Polizisten[/i] lesen ...
pulSarich nich... das wär ne katastrophe.
das würd alles noch überwachungs.staatlicher machen!
wobei ich befürchte, dass das manche kranken hirne in ihrem "spiel" bewusst mit einkalkulierten, wie sich das hochschaukelt und radikalisiert.
ideal zum stigmatisieren ... in theorie zumindest....

merkt ihr was?
Black MoniLaut verschiedener Zeitungen wird sich morgen der Bundestag mit dem Polizeinsatz beschäftigen müssen.
[url]http://www.zeit.de/news-092010/2010/9/30/iptc-bdt-20100930-811-26625292xml[/url] (entschuldigt, ich kriege das mit dem Link nicht hin).
Es ist unglaublich, was in Stuttgart passiert ist und ich bin fassungslos und habe eine Stinkwut.
Mir war bisher nicht so klar, dass wir in einem Polizeistaat leben! Nicht Polizeistaat in dem Sinn, dass die Bullen die Macht haben. Aber in dem Sinn, dass sie brutal eingesetzt werden um wirtschaftliche und parteiliche Interessen durchzusetzen. Um nichts anderes geht es doch wohl. Wenn ich dann noch lese, dass der Sprecher der Bullen sagte: Wenn sich Bürger nicht rechtmäßig verhalten, dann darf die Polizei auch mal zulangen. (Freies Zitat, gelesen im Spiegelbericht). Dann kann ich nicht so viel essen, wie ich k..... muss.
Und das legetimiert von Mappus!
Ich habe bisher immer versucht, zu denken, dass auch Polizisten nur ihren Job machen bei Demos (von Einzelfällen abgesehen), aber da stimme ich Pulsar zu... ich revidiere meine Ansicht. Unverhältnismäßigkeit der Mittel... auf allen Ebenen.
Und nein, von der Debatte im Bundestag verspreche ich mir nicht allzuviel, ne gar nichts.
Und die Demos gehen weiter. Und vermutlich die Gewalt auch...
GISMO@pulSar: Der Ausbau der Überwachung geht so oder so weiter. Ob die dafür nun Gründe vorgeschoben bekommen oder nicht, diese Subjekte haben sich dazu entschieden, die Bundesrepublik der Wirtschaft zu verkaufen, und so wird es auch auf Dauer geschehen.
Hugin & Munin[QUOTE][i]Original geschrieben von GISMO [/i]
Ich will mal endlich was von toten [i]Polizisten[/i] lesen ... [/QUOTE]

Anlässlich der Leipziger Montagsdemos mal sinngemäß ein Zitat das ich aufgeschnappt habe (kann leider nicht mehr sagen von wem):

"Zum Glück blieben die Demonstranten, trotz aller Provokationen, friedlich. Ein gelynchter Volkspolizist, das wäre genau das gewesen worauf das Regime gewartet hat".

Ich hoffe die S21 Demonstranten springen nicht über das Stöckchen, dass ihnen Mappus und Rech hin halten, sondern bleiben friedlich!
Julya[QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i]
Ich hoffe die S21 Demonstranten springen nicht über das Stöckchen, dass ihnen Mappus und Rech hin halten, sondern bleiben friedlich![/QUOTE]
Bisher sind die Demonstranten definitiv die Klügeren, Vernünftigeren, Gesitteteren und alles andere als Krawallmacher und Gewaltbereite.
Nachdem was man hier in Hamburg allein von [i]eigentlich[/i] friedlichen Straßenfesten mitbekommt (Straßenschlachten aufs Übelste), ziehe ich meinen Hut vor den friedlichen Demonstranten in Stuttgart.
GISMO:rolleyes:
Jaja, immer schön ducken und einstecken.
solipsismus@Gismo

Das hat was mit Vernunft zu tun.
schwarze_kunstWas mich noch wütender macht als die Gewalt der Polizei sind die S21-Beführworter, welche neben dem Bahnhof auch die Gewalt beführworten, schönreden und verherrlichen.
JulyaOhja, allerdings.

Aber das sind zum Glück weitaus weniger, als die Gegner. ;)
[url]http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.laufprojekt-knapp-100-liefen-fuer-stuttgart-21.5bcc9019-fcd0-47ad-a819-847c421c607d.html[/url]

Ich finde es einfach so unfassbar, daß man die grüne Lunge der Stadt, einen 600 Jahre (!) alten Schlossgarten teilweise plattmachen will. Das ist doch wirklich der buchstäbliche Ast, auf dem Stuttgart sitzt, den es sich da absägt.
Und dann wird über Feinstaub in Großstädten gemeckert... :rolleyes:
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von schwarze_kunst [/i]
[B]Was mich noch wütender macht als die Gewalt der Polizei sind die S21-Beführworter, welche neben dem Bahnhof auch die Gewalt beführworten, schönreden und verherrlichen. [/B][/QUOTE]

Willkommen in der Realität.

Habt ihr denn geglaubt, dass die Kohl-Merkel-Filbinger-Mappus-CDU wirklich bereit ist, zu verhandeln?
TiberonBekommt nun die bürgerliche Mitte mal am eigenen Leib zu spüren, was für Schlägertrupps der Polizei zur Verfügung steht ...

Stuttgart, willkommen in der Welt der langhaarigen Bombenleger ;)
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von shadowflower [/i]
[URL=http://www.youtube.com/watch?v=PcjpUdLmgQg&feature=related]Polizeigewalt[/URL]
[/QUOTE]
hast du die unterzeile zu dem video überhaupt gelesen?
"Er hatte ganz Deutschland auf seiner Seite. Aber nach und nach wird immer deutlicher: unsere Opfer von Polizeigewalt ist in Wirklichkeit ein Profidemonstrant. Und zwar ein recht aufsässiger..."

mal ne andere [URL=http://m4gic.posterous.com/s21-demo-eskaliert-so-benutzt-man-twitter-zur]meinung[/URL]

ich für meinen teil bin mittlerweile sehr skeptisch bei berichterstattungen, von beiden seiten.
GISMORumheulen und Abwarten wird dieses Problem nicht lösen.
solipsismusAber Klugscheißen und Rumsitzen?
GISMOTouché.
pulSar[url]http://bewegung.taz.de/termine/heute-bundesweit-solidaritaet-mit-stuttgart-21[/url]
[quote]
TERMINE FÜR HEUTE 1. Oktober 2010 (Stand 13:40 Uhr)


Aachen, 19 Uhr, Theaterplatz [url]http://a3ac.wordpress.com/[/url]

Augsburg, 16 Uhr (!!), Rathausplatz, [url]http://bit.ly/bk94qi[/url]

Berlin, 19 Uhr, Potsdamer Platz, Am DB-Tower ([url]http://tinyurl.com/34gozxw[/url])

Chemnitz, vor dem Hauptbahnhof, 19 Uhr

Dessau-Roßlau, 18:55 Uhr, Hauptbahnhof

Dresden, 19 Uhr Schwabenstreich, Albertplatz

Düsseldorf, 16 Uhr Hauptbahnhof

Erfurt, 15 Uhr, Bahnhofsvorplatz Erfurt Hauptbahnhof

Frankfurt, 19 Uhr, Hauptbahnhof

Freiberg (09599), 18 Uhr, vor dem Bahnhof in Freiberg

Freiburg:
18 Uhr, RP Basler Hof, Kaiser-Joseph-Str. 167
[url]http://www.gruene-breisgau-hochschwarzwald.de/?p=1214[/url]
20:00 Rathausplatz #Freiburg: Mahnwache zu #s21 "Wasserwerfer &
Tränengas gegen Kinder, Senioren - R.I.P. Demokratie!"
[url]http://www.piraten-freiburg.de/blog/2010/09/30/mahnwache-zu-stuttgart-21-%E2%80%93-herr-rech-treten-sie-zuruck/[/url]

Gelsenkirchen, 19 Uhr, Bahnhofsvorplatz, Mahnwache

Göttingen
Ok, endlich: 19.30 vor dem Bahnhof!
HMSzymek ist dabei! welche initiative organisiert das? kp, kommt
hierher: [url]http://bit.ly/aYaSiAd[/url]

Greifswald, 19 Uhr, Bahnhof (mehr Infos)

Hamburg, 18.30 Uhr, Hauptbahnhof (Ausgang Spitaler Straße)

Hannover, 19 Uhr, Bahnhofstraße, Ecke Ernst-August-Platz

Jena
1.10. 20 Uhr vor der Stadtkirche,
[url]http://www.jenapolis.de/81695/einladung-zur-mahnwache-aus-anlass-der-unverhaeltnismaessigen-polizeigewalt-in-stuttgart/[/url]

Kassel, 19 Uhr, Rainer-Dierichs-Platz vor dem Kulturbahnhof/Hbf

Kiel, ab 14 Uhr, Bahnhofsvorplatz, Schweigemarsch

Köln:
18 Uhr HBF, Köln
[url]http://bit.ly/djKt3i[/url]

Leipzig, 19 Uhr, Kleiner Willy-Brandt-Platz (ggü. Hauptbahnhof)

Lörrach, 19 Uhr, Hauptbahnhof

Lüneburg:
19 Uhr, Bahnhof (Hbf)

Magdeburg, 19 Uhr, Hauptbahnhof

Mainz, 15 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz

Mannheim, 19 Uhr, vor dem Hauptbahnhof

Müllheim, 17 Uhr, Bahnhof, Mahnwache

München, 21 Uhr Marienplatz und 21.30 Uhr am Hauptbahnhof

Nürnberg, 20 Uhr, Vordereingang Hauptbahnhof

Potsdam, 16 Uhr, vor dem Hauptbahnhof
[/quote]



20 Jahre Wiedervereinigung Frau Merkel!
Merkeln Sie was?

WIR SIND DAS VOLK!!!
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
WIR SIND DAS VOLK!!![/QUOTE]

Davon ist Deutschland leider noch um Lichtjahre entfernt.
pulSares könnte nicht besser passen mit den 20 Jahren Wiedervereinigung.

Tweets zufolge wurde im übrigen bereits gestern in Stuttgart dieser Satz gerufen.
Heute sicher auch.

Dabei wird es sicherlich nicht bleiben -- denn: Deutschland brennt!

und es feiert heute 20 Jahre Wiedervereinigung!
Hugin & MuninAuch wenn man die Situation mit Leipzig '89 nicht vergleichen kann, sehe ich hier durchaus Parallelen.

Schaut man sich mal die Verantwortlichen an: Mappus, Rech, aber auch Merkel, die ja die Landtagswahl im März zur "Entscheidungsschlacht" machen will - die kriegen gar nicht mit was los ist.

Es geht längst nicht mehr nur um S21. Alleine was dieses Jahr schon alles passiert ist: Bankenrettung, Sozialabbau, Loveparade in Duisburg, wo Stadt und Polizei ganz offensichtlich Fehler vertuschen wollten und ein grottenschlechtes Krisenmanagement abgaben...

Jetzt die Eskalation in Stuttgart. Die "härtere Gangart" wurde ja von IM Rech im Vorfeld angekündigt und ich denke das Gestern einfach der Stichtag war. Die Schülerdemo im Park war da einfach ein Kollateralschaden, wegen denen hat man diese Eskalation nicht eingeleitet, aber auch nicht extra abgeblasen.

Rech trägt für diese Entwicklung die volle Verantwortung und so wie er schon wiederholt in Interviews aufgetreten ist, versteht der Mann m.E. gar nicht, was er da ausgelöst hat. Der dachte, ich mach mal den Demonstranten ein wenig Angst und dafür kommen in Zukunft nur noch eine Hand voll von denen.
Ich halte es durchaus für möglich, dass er gestern die Leute einschüchtern wollte um die Demonstrantenzahl am 3. Oktober möglichst klein zu halten.

Das er eventuell den Startschuss für ein zweites Leipzig '89 gegeben hat sieht der Mann gar nicht. Wie eines der greisen Mitglieder des damaligen Politbüros: Keine Ahnung was wirklich auf der Straße los ist und seine Büttel sind zu feige um ihm das zu sagen.
Fuck up Evil@Kampfsau
Was sagt eigentlich unser Polizei-Praktikant zu der Sache...?!
Na ? sind das immer noch Helden in Deinen Augen ?
;)
solipsismusIch fand' es auch einfach dreist, wie von offizieller Seite in die Kerbe gehauen wurde, wie sich "Kinder (bzw. deren Eltern) und alte Menschen nur erdreisten konnten, sich in solche Gefahr zu begeben", um ihrer Bürgerpflicht nachzukommen. Da wird suggeriert, sie hätten etwas [i]falsch[/i] gemacht, als sie ihr Recht wahrnahmen, durch Demonstration ihrer politischen Meinung Ausdruck zu verleihen.
So weit ich mich erinnere waren es nicht die Demonstranten, die dann mit Tränengas aufeinander losgingen…
TheTurningPointDie Schüler-Demo war angemeldet. Es wäre also die Pflicht der Polizei gewesen, die Schüler vor dem Anrücken der Sägebrigaden zu schützen, wenn schon eine terminliche Fehlplanung der beiden Aktivitäten auf dem selben Gelände erfolgte. Wenn Neonazis irgendwo eine angemeldete Demo feiern, werden sie doch auch von der Polizei geschützt ...

[url]http://www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-stuttgart-21/artikel/1/erste-baeume-werden-gefaellt/[/url]
[QUOTE]TAZ 01.10.2010
Donnerstag-Ticker "Stuttgart 21"-Proteste
Bürgermeister "bedauert sehr"
Auch der Stuttgarter Bürgermeister räumte ein, dass Kinder und Jugendliche
einer angemeldeten Schülerdemo durch den massiven Polizeieinsatz verletzt worden seien.
...
Es werde derzeit geprüft, wie es dazu kommen konnte.
"Klar ist bislang: Es gab eine Genehmigung für die Demonstration, die am 24. September
von einer Vertreterin der 'Jugendoffensive gegen Stuttgart 21' angemeldet wurde."[/QUOTE]

Artikel zu S21-Konflikt (und Diskussion) bei Heise:
[url]http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33422/1.html[/url]

Noch zwei Videos:
[url]http://www.youtube.com/watch?v=G9p1G-3_mtI[/url]
[url]http://www.youtube.com/watch?v=pM2Yev-FxO4[/url]

[url]http://www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-stuttgart-21/artikel/1/grosser-bahnhof-in-berlin/[/url]
[QUOTE]Der Innen-Experte der Linke-Fraktion Jan Korte kritisierte gegenüber der taz: "Schwarz-Gelb kommt offenbar nicht damit klar, dass Bürger ihre eigenen Interessen vertreten. Es ist absurd, junge Leute in Sonntagsreden aufzufordern, sich zu engagieren, wenn sie bei ihrer ersten Demonstration von der Polizei verprügelt werden."[/QUOTE]
poisonwas ich nun wirklich nicht begreife ... selbst, wenn ich polizist bin -- und der aufgabenbereich ist sicher wichtig - spätestens, wenn ich den auftrag bekomme auf menschen mit tränengas und wasserwerfern loszugehen, muss ich mich dem doch einfach verweigern .... klarer menschenverstand kontra befehlsempfänger ....
Hugin & Munin@ poison

Der Kurs, den die Stuttgarter Polizei gegenüber den S21 Gegner über Wochen gefahren hat war Innenminister Rech im Grunde ein Dorn im Auge, da seiner Meinung nach viel zu weich. Schon vor Wochen hat er ein härteres Durchgreifen gefordert.

Vor Ort waren bis vor kurzem m.W. auch viele sogen. Alarmzüge aus Ba-Wü, also ganz normale Polizisten aus dem Revierdienst, die für solche Aufgaben abgestellt werden. Die sollten aus dem Einsatz heraus gelöst und durch Bereitschaftspolizei aus anderen Bundesländern ersetzt werden.
Ich halte es für keinen Zufall, dass die Eskalation mit dem verstärkten Einsatz von Einsatzhundertschaften aus anderen Bundesländern eingeläutet wurde, die in der Regel aus sehr jungen Beamten bestehen.

Ich bin, wie gesagt, der Meinung das Rech gestern ein Exempel statuieren wollte um den Bürgern Angst zu machen und ein Großaufgebot von Demonstranten am 03.10 zu verhindern.

Ich hoffe mal, dass er damit das genaue Gegenteil erreicht hat.
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von poison [/i]
[B] ... selbst, wenn ich polizist bin -- und der aufgabenbereich ist sicher wichtig - spätestens, wenn ich den auftrag bekomme auf menschen mit tränengas und wasserwerfern loszugehen, muss ich mich dem doch einfach verweigern .... klarer menschenverstand kontra befehlsempfänger .... [/B][/QUOTE]

hahahaha
LOL
....
da überschätzt Du den Otto-Normal-Polizisten aber um Längen.
JulyaJetzt auf ARD ein Brennpunkt zum Thema!
nebulosaNoch besser:
[URL=http://www.fluegel.tv/index.php?article_id=28]webcam live vom Stuttgarter Hauptbahnhof[/URL]
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von shadowflower [/i]
[B]Eine Demonstration erfordert grundsätzlich keine Genehmigung ... sondern NUR eine Anmeldung [/B][/QUOTE]

CDU-Innenminister Thomas de Maizière würde das gerne ändern.
poisonhi Evil
bitter, einfach nur bitter
ich ging eher von mir und meiner einstellung aus ...würde mich auf der stelle umdrehen und mich von solchem mist distanzieren ...
soviel kann kein job wert sein
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von GISMO [/i]
[B]Ich will mal endlich was von toten [i]Polizisten[/i] lesen ... [/B][/QUOTE]

Man merkt, dass du noch nicht viel erlebt hast in deinem Leben...
Grundsätzlich.
Aber auch im speziellen,
es wird Situationen geben, wo du die Polizei brauchen wirst.....

Für die Polizeitaktik ist immer die Politik verantwortlich.
Mehr kann man dazu nicht sagen.
Wenn man jemand den Tod wünscht, lässt es nur auf eine sehr kleinkarierte Seele blicken.
Armselig.
fxsendDie neue Qualität des Protestes gegen Stuttgart 21 ist, dass sich auf einmal die bürgerliche Mitte auf der anderen Seite wiederfindet, ohne noch recht zu wissen, wie sie denn dahin gekommen ist.
GISMO[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]Man merkt, dass du noch nicht viel erlebt hast in deinem Leben...
Grundsätzlich.
Aber auch im speziellen,[/b][/quote]
Oha, ich sehe schon wieder dass du natürlich das ganze Gegenteil von dem bist, was du anderen unterstellt. Denn du hast dann ja zweifelsohne schon 'ne ganze [i]Menge[/i] erlebt, nicht wahr?

[QUOTE]Für die Polizeitaktik ist immer die Politik verantwortlich.[/QUOTE]
Um etwas zu bekommen, ist es prinzipiell egal, wofür irgendjemand verantwortlich ist.
JohnSteedAnders ausgedrückt:

Ein Mensch ist ein Mensch.

Ob er eine Uniform trägt oder nicht...

Jemand den Tod zu wünschen ist eine Anmassung und eine Übertretung der eigenen magischen Kompetenz.
Nach Wicca wird dieser Wunsch dreimal zurückkommen.
Zu dir?
Die Frage ist, wer so etwas will..........
Fuck up Evildass hier etwas schief gelaufen ist : keine Frage.
dass GISMO nicht ernst zu nehmen ist : keine Frage.
GISMO[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]Ein Mensch ist ein Mensch. [/B][/QUOTE]
Wende dieses Prinzip doch auch einmal auf mich an. Zu welcher Erkenntnis führt dich das?

[QUOTE]dass GISMO nicht ernst zu nehmen ist : keine Frage.[/QUOTE]
Oh, keine Frage. Das trifft mich sehr. Gerade im [i]Internet[/i].
Ronin76Report zur Großdemo vom Freitag, 1. Oktober, um 20 Uhr:

Sehr hohe Besucherzahl, es war von bis zu 100.000 Menschen die Rede, wahrscheinlich über den Tag verteilt. Um ca. 20:20 hatte sich der Tross nach einer Ansprache der Demoleitung vom Schloßpark aus in Bewegung gesetzt und ging eine langsame Runde durch die breiten Hauptstraßen der Innenstadt. Es ging friedlich zu, auch wenn es an Engpässen manchmal Rempeleien seitens anderer Demonstranten gab.

Parolen: Mappus raus !, Oben bleiben !
Dazu ein paar Vuvuzuelas, Trommeln und viele Pfeifen. Jemand hatte sogar ein Kofferradio mit House Rhytmen im Rucksack dabei.

Polizisten wurden zB DIN A4 Ausdrucke mit Schafen gezeigt um Ihnen quasi ihr Spiegelbild zu verdeutlichen. Die Beamten, darunter auch einige Frauen, waren gerne zu Gesprächen bereit, wollten jedoch bei Videoaufnahmen keine Aussagen machen. Es wurde eindeutig auf Deeskalation gesetzt, vermutlich weil es erst am Tag zuvor zu starken Gewaltorgien gegen Schüler und andere Demonstranten gekommen war.

Die [URL=http://www.bz-berlin.de/aktuell/deutschland/stuttgart-21-demo-hunderte-verletzte-article993242.html]Bilanz von Vorgestern[/URL], dem 30. September, waren weit über Hundert Verletzte, darunter zB ein gebrochener Arm eines 8-Jährigen, und einem älteren Mann wurde mit einem Wasserwerfer ein oder sogar beide Augen herausgeschossen, so daß dieser erblindete. Dieses [URL=http://www.bz-berlin.de/multimedia/archive/00264/Stuttgart21_2645645.jpg]Horrorbild[/URL] ging durch viele Medien.


Sehr hohes Polizeiaufgebot rund um Schloßpark und Hauptbahnhof. Die währen der Demo inaktiven Baumfällarbeiten wurden zusätzlich durch Absperrgitter unterstützt. Die meisten Bäume (Platanien, ca. 500 Jahre alt) waren teilweise halbseitig mit Absperrgittern und Grablichtern umstellt und bunt geschmückt, darunter viele Gedichte und Spruchbänder. "Parkschützer", darunter auch einige jüngere Schülerinnen, hatte ihre Isomatten und Zelte daneben aufgestellt.

In unmittelbarer Nähe befand sich noch eine kleine Bühne mit Musik aus dem Ska-Bereich, welche den ganzen Abend und bis tief in die Nacht gespielt hatte.

Ein lustiges Erlebnis war, als ich auf eine eingepferchte Fahrzeugschlange mit besetzten Nobelkarossen traf, die einen Parkplatz am Schloßpark aufgrund der Demo nicht verlassen konnte. Dumm gefahren, das nächste Mal einfach mal vorher informieren wann wieder ne Demo ist. :D


Habe gerade gesehen, daß es bei DeinerRöhre auch schon ein paar Videos gibt:

[url]http://www.youtube.com/watch?v=kj6DeMmokXE[/url]
[url]http://www.youtube.com/watch?v=5U-DRrHsW48[/url]
[url]http://www.youtube.com/watch?v=wvaZUqYBCWA[/url]
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[URL=http://de.indymedia.org/2010/05/279693.shtml]Früher am Morgen[/URL] soll es jedoch mal wieder zu rücksichtslosen Knüppelorgien und Tränengaseinsatz wegen eines Transparents, seitens der Bullen gekommen sein.[/QUOTE]

der bericht ist von der [i]1.Mai-Demo[/i] in Stuttgart. Hat da jemand verschlafen?
pulSarScheint ja zum Glück (überwiegend) friedlich geblieben zu sein.


Vielleicht lernt ja auch die Polizei aus ihren PR-Geniestreichen des Vortages....

Polizei beim Deeskalieren und proaktiven Guirilla-Marketing für das neue Image der Polizei:
[url]http://www.youtube.com/watch?v=W1UYd5LDQXA[/url]
^ ... der Gladiator will halt auch mal zeigen, dass es auch (Verhaltens-)JUDEN in seinen Reihen gibt.... !

ein intelligenterer Kommentar von den ständig mehr werdenden:
[quote]Unter den Polizisten waren Dutzende mit Videokameras die ständig alles gefilmt haben. Das dürften hunderte von Stunden Videomaterial sein. Wenn da auch nur EIN EINZIGER Stein geflogen wäre würde den ganzen Tag rauf und runter nichts anderes mehr in den Medien kommen. Und?

Und ich selbst habe nicht nur von jemand gehört dass...., oder vermute mal dass... ICH war da. LIVE. Ich habe gesehen von wem die Gewalt aus ging![/quote]
Ronin76[QUOTE]der bericht ist von der 1.Mai-Demo in Stuttgart. Hat da jemand verschlafen?[/QUOTE]
Stimmt, das kommt dabei heraus wenn man übermüdet ist. Habe die Zeilen herausgenommen.
fxsend[URL=http://www.swr.de/nachrichten/bw/stuttgart/-/id=1592/1rsvo3a/index.html]Bericht SWR[/URL]

Demnach hat also die Polizei versehentlich den Rechtsstaat gegen die falsche Gruppe geschützt. Sie hätte stattdessen gegen die Holzfäller vorgehen müssen, um die Rechtssicherheit zu verteidigen. Wie man es auch macht, man macht es verkehrt.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von GISMO [/i]
[B]Wende dieses Prinzip doch auch einmal auf mich an. Zu welcher Erkenntnis führt dich das?


Oh, keine Frage. Das trifft mich sehr. Gerade im [i]Internet[/i]. [/B][/QUOTE]

Nun, ich habe mir nicht deinen Tod gewünscht, ob deines vermeintlichen Berufes.
Ansonsten darfst du posten, was du willst.
Roten Teppich roll' ich dir keinen aus.


on topic again:

In den letzten Jahren gab es für ein Land wie BaWü ziemlich heftige Pannen, was das Innenresort,also die Polizeiverwaltung anbelangte:
z.B. Winnenden oder Lörrach, oder die übermotivierten Bundespolizisten mit Pfefferspray.....
Wie dem auch sei, immer hiess der Innenminister -nein! nicht Hase- sondern Rech und scheinbar wusste er von nichts.
Er sollte doch die politische Verantwortung übernehmen
und der Statthalter Merkels auf Erden, das Mappus sollte dies auch tun.
Die Landtagswahlen übersteht er politisch eh nicht.
Ab März kann er sich einen Job suchen.
pulSar[center]
[b]Schaffe, schaffe, Scheißle baue[/b]
Eigne Wählerschaft verhaue!
.. ups ...
[img]http://www.granatenmaessigrecherchiert.de/forum/img/avatars/93.jpg[/img]
[/center]
HephOh "scheißle baue" ist ein gutes Stichwort. Gerade einen [URL=http://www.stern.de/wirtschaft/immobilien/geheime-akten-stuttgart-21-nichts-als-chaos-1608267.html]Link über die Planungsarbeiten[/URL] bei fefe gefunden zu den Baumaßnahmen.

"Deutsche" Signal Anlagen* und Strom im Tunnel? "brauch ma nich". die Tunnel enger machen so das sie brandschutztechnisch Todesfallen darstellen? "Passt scho".

Und noch so einiges mehr wie es aussieht wenn von "Seitenweise Sicherheitsmängeln" und nicht erteilter Genehmigungen berichtet wird.


* sprich die in Dt gängigen Signal-lichter etc. statt der Eu-funk-kästchen für die man extra Züge teuer auf und umrüsten müsste.
pulSarPS: Heph -- das ist ja noch das schlimmste dran.
Einfach so ignorant, dass am end ned ammol d'Ziegla fahret!.
A Euronorm-Baisine isch koi Ambel ned!


Ist so auch nett formuliert:

die heute-show von gestern dazu
[url]http://www.youtube.com/watch?v=Pt2XuApiViI[/url]

schöne einspieler -- es ist alles schon unglaublich gut verzapft!


[i]ja grutzefixherrgottsackamool -- ha henn se deäne lumbaseggl noo vollends in hiara nei gschissa?![/i]

Oder wenn es Merkelt ...

Natürlich glaube ich denen, wenn sie sagen, dass da auch "Berufsdemonstranten" dabei sind!
Die haben sie ja auch eingeschleust...

bezeichnenderweise ist man allenthalber so intelligent, dies zu durchschauen und hält sich an gewaltfreiheit!
jung und alt traut denen wohl mittlerweile alles zu!

hat jemand vielleicht reaktionen und meinungen aus der welt so zufällig parat?



Nachtrag:

Auf YouTube werden laufend identische Videos eingestellt und abgewandelte -- viele vom Knüppel-Galtzkopf... und sie kassieren sehr viele Kommentare.
die werden auch recht schnell "gebranntmarkt" also als "beinhaltet schlimmen inhalt" mit einlog-pflicht klassifiziert...

wobei im moment mehr neue auftauchen -- das ist ein etwas albernes pilz-sprieß-vorhänge-schloss-spiel...
JohnSteedSchon im alten Königreich Württemberg war die grosse Stadt Reutlingen benachteiligt (auch bahntechnisch), weil es sich traditionell um eine eher aufmüpfige (ehemalige) freie Reichsstadt handelte.
Dies hat sich im weiteren Verlauf bestätigt.
Man kann nicht direkt von Reutlingen und Tübingen nach Stuttgart reinfahren.
Es geht nur über Plochingen.
Eine neue Trasse, um diese wirtschaftlich durchaus interessante Region zu erschliessen, hätte vor 20,40 Jahren einen Bruchteil gekostet, von dem was heute anzusetzen wäre.
Mit Verlaub Ulm ist im Grunde nur wegen der Wählerstimmen interessant, einfach weil der Oberschwabe aus Gewohnheit sein Kreuzlein bei den Schwarzen macht, warum auch immer.

Der Bahnhof selbst in S. hat nur acht Gleise laut Planung.
Güterverkehr findet nicht statt.
Er müsste sich weiterhin über die alte Strecke quälen.

Was ist so toll daran, 20 Minuten früher in Paris zu sein.
Sorry, aber was ist überhaupt so toll dran in Paris zu sein?

Das ganze läuft nur auf eine Hochgeschwindigkeitsstrecke "a Paris" raus.
Einen weiteren sachlichen Zweck hat der Bahnhof nicht,
es geht nur um zwei, drei Anzugträger, die mal gerne ICE fahren wollen.
Der Ausbau des Flughafens Leinfelden-Echterdingen (damals genauso umstritten), konterkariert die Bahnhofsidee.
Hätte man nicht einen neuen Bahnhof etwas weiter draussen Bauen können, um sie dann per S-Bahn optimal zu verbinden?

Die Schleifung des Südbahnhofs in Wien, um einen neuen Hbf zu bauen, war zeitweise ähnlich umstritten,
aber im Ergebnis weit weniger lautstark.

--->"Der neue Hauptbahnhof soll 2012 / 2013 in Betrieb genommen werden. Alle weiteren Bahnanlagen folgen 2015. Künftig werden Züge von der Westbahn kommend über den Lainzer Tunnel den Hauptbahnhof direkt erreichen und Richtung Ostbahn weiterfahren können. Züge der Laaer Ostbahn (Mistelbach) und Marchegger Ostbahn (S80, Bratislava) können so über die S-Bahn-Stammstrecke Richtung Meidling und zur Süd- bzw. Westbahn geführt werden. Auch Züge der Franz-Josefs-Bahn können von Tulln aus über die Tullnerfelder Bahn und die neue Westbahn zum Hauptbahnhof geführt werden.

Auf dem durch die Absiedlung des Frachtenbahnhofes frei gewordenen großen Gelände, begrenzt vom neuen Hauptbahnhof und von Sonnwendgasse, Gudrunstraße und Ostbahn, wird bis 2025 unter Federführung des Wiener Stadtplanungsressorts ein neuer Stadtteil entstehen. Einnahmen aus dem Grundverkauf bilden einen Teil der Finanzierung des neuen Hauptbahnhofes"
(by Wiki)



...
JohnSteedDie "Wiener Zeitung" schrieb:


Abbruch dauerte genau 7 Monate.
Trotz vieler Funde im Boden wurde Zeitplan eingehalten.

Wien. Es ist vollbracht: Dort, wo bis 12. Dezember 2009 Süd- und Ostbahn endeten, finden sich heute nur noch ebene Erdflächen. In genau sieben Monaten Abbruchzeit wurden nicht nur der Bahnhof samt Nebengebäuden, sondern auch unerwartet umfangreiche Reste zweier Vorgängerbauten und viele Kriegsrelikte entfernt; insgesamt rund 220.000 Kubikmeter Material aller Art.

"Es gab viele Überraschungen, aber dank bester Kooperation aller beteiligten Firmen haben wir den Zeitplan exakt eingehalten", erklärte Bauleiterin Elke Krammer von den ÖBB-Immobilien am Freitag anlässlich des offiziellen Abbruch-Endes.

Rund 35 Prozent des Abbruchmaterials – vor allem Betonteile – wurden am früheren Frachtenbahnhof zwischengelagert, geschreddert und am neuen Areal wieder verbaut. Bodenaushub und andere Wertstoffe, rund 40 Prozent, konnten – wie versprochen – per Bahn abtransportiert werden, um die ohnehin von Staub und Lärm geplagten Anrainer am Gürtel zu entlasten.

Wiederverwertet wurden rund 15 Prozent, vor allem Glas, Metall, Holz oder Kunststoffe; nur etwa 10 Prozent – etwa Eternitverkleidungen – mussten auf die Sondermüll-Deponie.

Viel zu tun bekamen die schon von Beginn an eingebundenen Archäologen vom Bundesdenkmalamt (BDA): Neben zwei großen Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg unter der Halle legte man unter den Gleisbauten gleich zwei Ebenen der Vorgängerbahnhöfe aus 1870 respektive 1840 frei. Es galt, alle Teile vor dem Abriss genau zu befunden und zu dokumentieren.

Archäologen im Einsatz

"Vielfach hat man die Stahlbeton-Stützen für den Neubau nach dem Krieg direkt in die alten Gewölbe impliziert; teilweise wurden diese Räume auch weiterhin genutzt. Wir haben in einem Gewölbe sogar grellgrüne Personal-Spinde aus neuerer Zeit gefunden", erinnert sich Strabag-Hauptpolier Josef Seifter.

Vielfach war der Bauzustand der alten Fassaden, Gesimse und Kohlenkeller sehr gut; es fanden sich auch zahlreiche Ziegel mit unterschiedlichsten Prägungen. Entgegen weit verbreiteter Meinung war der alte Südbahnhof trotz harter Kämpfe hier im April 1945 in relativ gutem Bauzustand; ein Abbruch daher nicht zwingend nötig.

Auch bei den Kriegsrelikten gab es so manche Überraschung; neben zahlreichen Bomben und Granaten fand sich im März sogar ein deutscher Fernlenk-Panzer.

Neben Fotografen und Ziegel-Sammlern stürmten aber auch viele ungebetene Gäste das Areal; der eigens engagierte Wachdienst ertappte regelmäßig Baumaschinen- und Metall-Diebe.

ÖBB und BDA arbeiten derzeit an einem Buch zum Thema alter Südbahnhof, das noch heuer erscheinen soll. Der auf der anderen Seite des Areals bereits entstehende neue Bahnhof soll 2013 fertig sein; am Standort der alten großen Halle werden Büros gebaut.
pulSarguugt ma -- hab ich eben gefunden...

[center][color=#ff9900]
erklärt das vielleicht was ?

Verwandschaft?

[size=4][url=http://www.youtube.com/watch?v=-Dp1HI7D5Do]Mappus Construction LLC[/url][/size]

bush hogging, land grading, tractor work,lans clearing, debris removal, tree stump removal, demolition contractor, demolition, fences, rubbish removal,
[/color][/center]



PS. für's Protokoll: noch sind es 46 Views.
Hugin & Munin[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]

Auf YouTube werden laufend identische Videos eingestellt und abgewandelte -- viele vom Knüppel-Galtzkopf... und sie kassieren sehr viele Kommentare.
die werden auch recht schnell "gebranntmarkt" also als "beinhaltet schlimmen inhalt" mit einlog-pflicht klassifiziert...
[/QUOTE]

Da die Zensur auf youtube gegenüber deutschen Usern ein für mich nicht mehr tolerierbares Maß erreicht hat, logge ich mich seit einiger Zeit nur noch über [URL=http://4.hidemyass.com/ip-1/encoded/Oi8vd3d3LnlvdXR1YmUuY29tL3Jlc3VsdHM%3D]http://4.hidemyass.com/ip-1/encoded/Oi8vd3d3LnlvdXR1YmUuY29tL3Jlc3VsdHM%3D[/URL]
dort ein.
Ist zwar ein bisschen langsamer, aber dank britischer IP sieht man endlich wieder, was für Bundesbürgeraugen eigentlich nicht bestimmt ist.

@ pulSar

Das es in erster Linie um Korruption geht, liegt für mich auf der Hand. Mappus rennt sehenden Auges seiner Abwahl entgegen und der hätte durchaus Möglichkeiten da ohne Gesichtsverlust wieder raus zu kommen.
Und wenn man mit neuen technischen Möglichkeiten plötzlich Gipsschichten und Wasseradern findet, die man vor 15 Jahren noch nicht orten konnte und die jedes Tunnelprojekt in Stuttgart unmöglich machen oder ähnliches.

Aber er hält daran fest und Merkel stützt diesen Kurs, um "auch weiterhin als verlässlich" zu gelten.
Fragt sich nur wem gegenüber.

Ich glaube das in den letzten 15 Jahren in die Kassen der CDU so viel Schmiergeld geflossen ist das sie es heute gar nicht mehr zurück zahlen könnte, selbst wenn sie wollte.
Das ist das eigentliche Problem der Maultaschenmafia in Stuttgart.

Mappus hat das alles jetzt halt dummerweise von seinem Vorgänger geerbt, der gerade noch rechtzeitig nach Brüssel weggelobt wurde.

Schade, ich hätte in der jetzigen Situation motormouth Oettinger viel lieber gesehen :D
Hugin & MuninBTW: Was ist eigentlich aus dem Leipziger Citytunnel geworden? Da läuft (oder ruht) doch momentan ein ähnliches Projekt!?
pulSarda ich generell ein Freund der Bahn als Verkehrs-TECHNIK bin -- ganz und gar nicht des unternehmens -- bin ich zumindest wiki/sofa-schlau was den Citytunnel angeht.

Der ist vom grunsatz her was anderes -- kein Fernbahnhof sondern eine Bündelung von lokalen Linien -- mit Frankfurt oder München zu vergleichen, wenngleich nicht mit den selben S-Bahn-Fahrzeugen sondern mit RE / RB-Linien betrieben/gebündelt...??
Jedenfalls mit dicker TBM.... und die haben ein gewaltiges Portal mit einigen 1000 Tonnen dafür mal hydraulisch bewegt -- und glaube ich auch wieder zurück gebracht...

Das ist die Stelle, wo sich jemand aus LE mal melden kann :-)

Außerdem hat der Signalanlagen, ist schon weit vorgedrungen... und war zumindest aus meiner Wahrnehmung als Ortsfremder nie ein vergleichbares Politikum.

LE ist außerdem nicht thermal und liegt auch nicht so im Kessel...


Als man in Wiesbaden vor einigen Monaten mal eine Wärmepumpe vor dem Finanzamt bohren wollte, hat man ein Stadtvirtel geflutet, da es ziemlich spurdelte... konnte dann mit mehreren Lastern Spezialbeton geflickt werden.


Citytunnel können ja auch Sinn machen -- man muss halt auch und vor allem auch die GEOLOGIE berücksichtigen...

Sowohl was Bahn angeht aber erst recht und besonders was MITBESTIMMUNG angeht, können wir uns in Schland hier was von den Schweizern abschneiden!

Wie läuft das denn da so mit den Bahnprojekten und der Abstimmung ?

Das was hier nämlich grundlegend schief läuft ist -- so meine freche Behauptung -- so jetzt erstmal mit dem Modus "Abstimmung" über Gemeinde- oder Kantons-bezogene Diinge vom SYSTEM her nicht möglich!

(ich meine nicht Korruptin und Arroganz der Polti-Kaste sondern den "demokratischen Prozess" bei dem solche Projekte in dieser Größenordnung legitimiert werden oder eben auch nicht).

.ch-ler hierzu vor!! :-) aufi ! ....
Hugin & MuninBezüglich Citytunnel Leipzig dachte ich eher an die Kosten. Ich meine gehört zu haben, das es dort momentan aus finanziellen Gründen mehr oder weniger einen Baustopp gibt.
Aber vielleicht kann hier wirklich ein Leipziger mehr dazu sagen.

Geologie ist natürlich ein Thema und da ist Stuttgart nicht ohne. Vgl. Engelbergtunnel, der geographisch jetzt nicht sooo weit von Stuttgart weg liegt und bei dem es schon massive Probleme gab.

Volksabstimmungen halte ich für durchaus sinnvoll, wobei einem klar sein muss das die Grundvoraussetzung hierfür eine Medienwelt ist, die sich auf ihre Kernaufgabe beschränkt: Neutrale, umfassende Berichterstattung über das Für und Wider einer Sache ohne ideologische Einfärbung oder Beeinflussung durch wirtschaftliche Interessen
Und das halte ich momentan in Deutschland nicht für gegeben.
pulSarmir ist die Gefahr bzw Dein Einwand durchaus klar... aber im Gegenzug kann man auch lange bis endlos lange warten, wenn man den Maßstab bundesweit anlegt.
Wenn das alles regional und lokal genug wäre, wäre auch nicht so viel Manipulation drin...

apropos... genau... :)

Was anderes -- hehe....
[url]http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/10/die-prugelglatze-ist-vom-bfe.html[/url]

[quote]"Kennt jemand den Glatzkopf der im folgendem Video so deeskaliert?"

Antwort: Die Person nicht aber die Einheit schon. Es handelt sich um eine sog. BFE (Beweissicherungs- und Festnahme Einheit). Wenn man das Video an der Sekunde 17 anhält, kann man das BFE Schild auf der linken Brusthälfte des Beamten erkennen. Auf dem linken Arm hat er 3 weisse Punkte, was das Zeichen für den Zugführer ist. Er war also verantwortlich für diesen Einsatz und der Eskalation in dieser Situation.[/quote]

____

Fairerweise sollte ich auch nochmal betont zitieren:
[quote]Eines vorweg, es gibt viele Polizisten die mit dem was am Donnerstag im stuttgarter Schlosspark passierte nicht einverstanden sind. [/quote]

_____ ich bin nem link gefolgt ----

Mir jedenfalls ist nicht ganz klar, ob es der selbe Typ ist, der hier gemeint ist...
quelle: [url]http://buntgrau.de/index.php/2010/10/02/jeder-muss-sich-selbst-die-gewissensfrage-stellen/[/url]


[quote]
Strafanzeige

Ich für mich selbst hätte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren können, das Verhalten des von mir dokumentierten Beamten nicht anzuzeigen. Menschen, ganz gleich, ob mit oder ohne Uniform, die auf wehrlose Menschen einprügeln, müssen zur Verantwortung gezogen werden. Die eingereichte Anzeige hat die Nummer ST/1699799/2010. Nun werden wie so oft Menschen wieder zu Nummern. Ein wenig habe ich noch die Hoffnung, dass aus der Nummer wieder ein Mensch wird, ein Mensch, der sich sowohl innerhalb der Polizei selbst, aber auch vor einem rechtsstaatlichen Gericht zu verantworten hat und damit der Polizei im Gesamten wieder ein Gesicht gibt.[/quote]
pulSarwenn schon Scheißle baue, dann wenigstens AMTLICH.

Dummerweise war da ein pensionierter Vorsitzender einer Strafkammer des Landgerichts Stuttgart unter denen, die im "Stuttgarter Sprühnebel" standen und der hat jetzt Dienstaufsichtsbeschwerde eingelegt.


[i]Ha-no! Gell... so koos fai ganga! [/i]

[url]http://www.scribd.com/doc/38654032/Dienstaufsichtsbeschwerde-Dieter-Reicherter[/url]
[quote]Nach einem heutigen Zeitungsbericht dienten die Wasserwerfer lediglich der Eigensicherung der Polizei, „nicht um Straßen freizumachen“. Im Fernsehen und Rundfunk äußerten Sie und Polizeiführer gestern sinngemäß, man sei selbst schuld, wenn man vom Wasserwerfereinsatz betroffen sei. Der Einsatz sei mehrfach angekündigt worden. Man hätte daher rechtzeitig weggehen können. Da dies in meinem Fall nicht zutrifft, halte ich den Einsatz für rechtswidrig und erbitte Ihre fundierte juristische Stellungnahme sowie Bescheidung der Dienstaufsichtsbeschwerde.

Gestatten Sie mir die Bemerkung, dass ich einen derartigen Polizeieinsatz gegen friedliche Bürger bislang nur durch Berichte aus China und anderen Diktaturen kannte.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Reicherter[/quote]

[size=4]Jawoll !!![/size]

Sehr geehrter Herr Reicherter,
Dieser Beitrag zur möglichen Wiederfindung der Demokratie (Herrschaft des Volkes) war ein passend und leider nötiger bereicher(n)ter.

Vielen Dank und Respekt, schließlich hätten Sie ja auch den bequemeren Weg des "Maulhaltens" gehen können...



Maulhalten steht den Schwaben aber nicht -- und sie haben es sicherlich auch nicht erfunden :-)
HephFrau Merkels Cousine gehört übrigens zu dem Demonstranten die den Baumbestand im Park retten wollen.
Hugin & Munin[QUOTE][i]Original geschrieben von shadowflower [/i]
[B]Der Untergang des Schwabenlandes[/QUOTE]

Man unterschätze die Renitenz der Schwaben nicht. Der Bauernkrieg, die zwölf Artikel von Memmingen, der Baltringer Haufen, Götz von Berliching, der Schwäbische Gruß (von selbigem aus der Taufe gehoben: "Er aber sag's ihm...")...

Und selbst wenn die Nächte jetzt länger und kälter werden, mit Federweißer und Zwiebelkuchen stehen wir das durch!
Ronin76[QUOTE]Und selbst wenn die Nächte jetzt länger und kälter werden, mit Federweißer und Zwiebelkuchen stehen wir das durch![/QUOTE]
Hehe, den Federweißer (orig. aus dem Remstal) trinke ich grad, fehlt nur noch der Zwiebelkuchen. :)

[QUOTE]
»O-ben blei-ben! O-ben blei-ben!« , dröhnt es stundenlang durch die Nacht. Stuttgart gleicht einem Vulkan.
[/QUOTE]
Oh ja, daran kann ich mich noch gut erinnern. Und schon bald ist wieder Freitag.. :D O-ben blei-ben, O-ben blei-ben !
poisonda kann einem doch nur noch übel werden ...
"die politik braucht den mut für wichtige weichenstellungen, entgegen aller widerstände"
"gefährlicher weg der stimmungsdemokratie"
demokratie ?? welche demokratie ??

es wird endlich zeit für volksentscheide ...

und erst abholzen, was das zeug hält und anschliessend den weg zum dialog suchen - da bekommt das wort "hohn" eine ganz neue bedeutung ...
heiner geißler soll ja nun wohl den vermittler spielen ...
Ronin76Interessant, der Heiner Geißler nimmt nie ein Blatt vor den Mund, hat eine gutes Auffassungsvermögen und erkennt die Zusammenhänge. Er war zwar früher bei der CDU, würde aber heute ganz bestimmt bei Die Linke im Bundestag sitzen, wäre er noch MdB.

[QUOTE]
2007 kommentierte er die Polizeigewalt beim G8-Gipfel in Heiligendamm mit den Worten:

„Wenn mich einer anfasst, dann schlage ich zurück – und wenn es ein Polizist ist, dann schlage ich zurück. Wenn ich demonstriere, dann übe ich ein Grundrecht aus, dann lasse ich mich nicht anfassen – von niemandem.“

Quelle: Wikipedia
[/QUOTE]
[QUOTE]Sein Amt als stellvertretender Fraktionsvorsitzender wurde infrage gestellt, als er die CDU, auf die Rolle Helmut Kohls anspielend, als „führerkultische Partei“ bezeichnete.[/QUOTE]

Der wird mir immer sympathischer. :D
Ronin76Also von Margarine muß ich wegen der gehärteten und gesättigten Fettsäuren eher abraten und Soja wird da angebaut, wo Regenwald gerodet wurde. Sojamilch schmeckt übrigens sehr eklig. Für Margarine wird oft Palmfett und Palmöl verwendet, dieses stammt meistens von Palmen aus riesigen Monokulturen zB von Inseln auf der Südhalbkugel der Erde. Öl aus Sonnenblumen, Disteln, Raps oder Oliven sollte es eigentlich auch tun und das ist auf jeden Fall hochwertiger.

Auf einem Baum war ich nicht, ich will ja auch nicht, daß jemand auf mir herumklettert.
TiberonIst inzwischen eigentich bekannt, warum demonstriert wird?
Ronin76Mir schon aber ich werde es nicht verraten. :p
HrefnadisDie werden bezahlt! Sind doch alles Berufsdemonstranten!

:D

Lasst Euch ja nicht beirren, verfolge das Ganze sehr aufmerksam, könnte ja auch für Berliner Demos Folgen haben, ich sag nur Kennzeichnungspflicht für Spargelzeugs. Das wäre sowas von eine Erleichterung. Denn .. pardonnemente, aber Zustände wie in Stuttgart hatten wir hier schon öfter, ich erinnere nur an die Mauerpark-Räumung vor einigen Jahren .... und es ward Krieg.

In diesem Sinne: Viel Schlachtenglück!
HephHeute Demo (noch ist der 6te)? Das sind die von Ausgestrahlt (aka Atomkraftgegner) die sich erstens mit den Stuttgartern solidarisieren und zweitens gegen neue atomkraft in der Gegend und gegen Endlager demonstrieren mit einer umzingelung des Landtages.
Hugin & Munin[QUOTE][i]Original geschrieben von Hrefnadis [/i]
Die werden bezahlt! Sind doch alles Berufsdemonstranten!
[/QUOTE]

Ja, es ist wirklich erschütternd, dass man als Demonstrant heute schon bis 85 arbeiten muss (immerhin darf man das Berufseinstiegsalter von ca. 8 Jahren - bei manchen ist es sogar noch früher - nicht vergessen) :D
HrefnadisStimmt, und Kinderarbeit gabs auch zu Hauf!

Bytheway hat mein Mann spontan nach Sichtung diversen Videomaterials die Zwangssterilisation für bestimmte Polizeibeamte einführen wollen. Er meinte, wenn die fremde Kinder schon so behandeln, dann sollten sie besser keine eigenen haben. Wäre zumindest konsequent.
Mrs. SpookinessStuttgart 21 ist in jeder Hinsicht ne Frechheit und kann eigentlich nur mit Kontraargumenten abgewiesen werden.
Die Kosten, das hohe Risiko, das man mit dieser unterirdischen Durchlöcherung eingeht, die fehlende Dringlichkeit des Umbaus.

Und dass dann dem Volk ein Entscheid verwehrt wird, wo doch der Steuerzahler den Großteil der Kosten zu zahlen hat, ist eine Unverschämtheit. Wozu sollten wir uns noch eine Demokratie schimpfen?
HrefnadisHier noch was zum Krisenmanagement Stuttgarts:

[url]http://www.n-tv.de/politik/Wir-bewerben-uns-article1664036.html[/url]

Will sich noch wer bewerben? Das passt doch glatt in die Kategorie: Es GIBT genügend Arbeit in Deutschland! Man muss sie nur machen wollen. *husträusper*
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Hrefnadis [/i]
[B]Stimmt, und Kinderarbeit gabs auch zu Hauf!

Bytheway hat mein Mann spontan nach Sichtung diversen Videomaterials die Zwangssterilisation für bestimmte Polizeibeamte einführen wollen. Er meinte, wenn die fremde Kinder schon so behandeln, dann sollten sie besser keine eigenen haben. Wäre zumindest konsequent. [/B][/QUOTE]

Du bist in der Endausscheidung zur Wahl des "Unsinns der Woche".

Der deutsche Michel ist halt feig.
Er kritisiert lieber den Büttel, aber nicht den Herrn.
Devotes Kroppzeug.
Nachtschicht79[QUOTE][i]Original geschrieben von Hrefnadis [/i]
[B]Bytheway hat mein Mann spontan nach Sichtung diversen Videomaterials die Zwangssterilisation für bestimmte Polizeibeamte einführen wollen. Er meinte, wenn die fremde Kinder schon so behandeln, dann sollten sie besser keine eigenen haben. Wäre zumindest konsequent. [/B][/QUOTE]

darwin löst das problem von allein....:D

obwohl...wenn die einem das hirn rausprügeln, haben die wenigstens keine nachwuchsprobleme. fragt sich nur was mit den ganzen hauptschülern dann passiert, wo sollen die dann hin? :p
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]
Der deutsche Michel ist halt feig.
Er kritisiert lieber den Büttel, aber nicht den Herrn.
[/B][/QUOTE]

Danke dafür. Bringt es treffend auf den Punkt.
GISMONaja, gut. Dann gehe ich halt mal demnächst in den Bundestag, dort ein bisschen grillen. Aber dann kein Gejammere, weil ich mich an ein paar Büttel vorbeischießen muss.
HephDer Stuttgarter Michel will jetzt allerdings über ein Volksbegehren (ein Volksentscheid wahr iirc Gesetzwidrig) ansetzen um den Landtag aufzulösen und Neuwahlen herbeizuführen. Gute Sache das und wen es funzt herzlichen Glückwunsch.

edit: *Die artickel nachreich*

[URL=http://parkschuetzer.org/presse/Presseerklaerung_2010-10-04_Landtagsaufloesung.pdf]Volksbegehren zur auflösung des Landtages[/URL]

[URL=http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2657930_0_2767_-volksabstimmung-gutachten-steht-gegen-gutachten.html]Verfassungswiedriger volksentscheid zu Stutgart21?[/URL]
Ronin76Ein paar Gründe wieso man nicht wählen sollte und wieso es Projekte wie Stuttgart-21 überhaupt gibt:
[QUOTE]
"Wenn das Wahlvolk etwas dazu sagen würde, wäre das null und nichtig."
Paul Kirchhof, Verfassungsrechtler
[/QUOTE]
[QUOTE]
Weder das Grundgesetz noch die baden-württembergische Landesverfassung erlauben nach Auffassung des Heidelberger Verfassungsrechtlers Paul Kirchhof und des Fachanwalts für Verwaltungsrecht, Klaus-Peter Dolde, dass die Bürger über die Zukunft des Projekts entscheiden. "Eine solche Erwartung kann nur eine Enttäuschung werden", warnte Kirchhof.
[/QUOTE]
Denn welchen Politiker interessiert schon sein Geschwätz von gestern, sobald die Wahl gelaufen ist.
HrefnadisDass der Herr nix taugt, ist ja wohl nix Neues. Mich hat nur die Bereitwilligkeit überrascht (nicht schockiert), wie die Wünsche des Herrn Mappus auf dem Rücken von Kindern umgesetzt worden sind. Da hat schon der eine oder andere Büttel sehr viel persönlichen Ehrgeiz gezeigt.
Ronin76Vielleicht gabs Radfahrerprämien. Nach oben buckeln, nach unten treten. ;)
pulSarIst jemandem aufgefallen, dass hier sehr viele sehr junge Polizisten im Einsatz waren?

Ich stell mir das so vor, dass man die vorher entsprechend aufgestachelt hat und ihnen gesagt hat, dass sie sich hier profilieren können.

Naja... bei Twitter und YouTube haben sie es auf jeden fall geschafft, sich zu profilieren...

Was auch etwas nachdenklich macht, ist die Entschlossenheit, mit der man "Berufsdemonstranten" ausmachen wollte, die Flaschen und Pflastersteine, dann Steine, dann Kastanien warfen....

Soooo weit ist das ja taktisch auch nicht gedacht seitens der hohen Herren, das Projekt zu retten, in dem man die Gegner als Krawallos diskreditiert... und im Zweifel "halt mal zulangen"... das radikalisiert dann den Protest und dann kann man die wunderbar ins Lager der politisch radikalen abschieben und selbst als Law-and-Order-Mann, der hart durchgreift, dastehen....

______

Mit der Mediation scheint es ja nicht so ganz zu klappen.
Geißlers Baustopp ist das Dementi von Grube und Mappus...

[b]Wer andern eine Grube gräbt....[/b]
SenecaGanz ähnlich eskalierte das ganze auch damals an der Startbahn West...und endete 1987 in tödlichen Schüssen auf Polizisten.
JohnSteedDie CDU ist schon lange abgehakt, ich hoffe, dass sich dies auch bei Wahlen niederschlägt.
Bis jetzt konnte sich die CDU, die total schmerzfrei gegenüber Koalitionspartnern ist durch die Zeit retten,
aber der Adenauersozialismus und das soziale Feigenblättchen der CDU die "soziale Marktwirtschaft" sind das Papier nicht wert, auf dem sie aufgeschrieben sind.
Wir müssen uns auf eine Wirtschaftsoligarchie vorbereiten, da stört das inhaltslose Gequatsche
der Unionsgranden nur.

Die CDU ist wie Ballack, sie glaubt noch nicht ganz, dass ihre Zeit längst vorüber ist......
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]Die CDU ist schon lange abgehakt, ich hoffe, dass sich dies auch bei Wahlen niederschlägt.
[/B][/QUOTE]Wohl kaum, wenn wie bisher nur CDU/FDP Wähler auch geschlossen wählen gehen.

Mit nur 70% Wahlbeteiligung war die Bundestagswahl 2008 jene mit der niedrigsten Wahlbeteiligung seit 1949.
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Mit nur 70% Wahlbeteiligung war die Bundestagswahl 2008 jene mit der niedrigsten Wahlbeteiligung seit 1949. [/B][/QUOTE]

[OT] Wobei interessant ist, dass die Wahlbeteiligung in der Schweiz im Jahr 2007 bei gerade mal 49,9 Prozent lag. - Die Schweiz wird ja gern als Muster-Demokratie dargestellt. [/OT]
pulSar[quote]Ganz ähnlich eskalierte das ganze auch damals an der Startbahn West...und endete 1987 in tödlichen Schüssen auf Polizisten.[/quote]

Ähnlich aber was anderes. Damals hab ich das als Kind mitbekommen. Wir sind tagsüber als Familienausflug mit dem Rad zur Starbahn West gefahren und haben uns die "Schlachtspuren" angesehen. Da wurden mit Baumstämmen Betonpfeiler aus dem "Grenze an der Startbahn" gehauen. (Sollte man auch heute noch sehen können, da die dann teils mit Eisenträgern ersetzt wurden).
Damals sind auch Hundertschaften Hand in Hand durch den Wald und haben nach Bomben gesucht... so wie bei Spaceballs "durchkämmt die Wüste" nur halt der Wald. PS: das letztere ist eher persönliche Erinnerung als Ergeignisrelevant -- ich war damals noch einstellig alt und hab mir das gemerkt, weil es irgendwie lustig war...

Außerdem gab es zuerst einen Toten Demonstranten, der von einem Wasserwerfer überfahren wurde -- in der Innenstadt Ffm (das war ein Unfall aber Öl ins Feuer). Die Demonstranten waren sehr viele und sehr wohl auch bürgerlich. Es gab damals in Frankfurt und Wiesbaden viele Demos.
Die Schüsse auf die Polizisten fielen erst, als die Starbahn schon gebaut war und damit der bürgerliche Protest hinfällig war.

Von den Anfängen würde ich sagen: vergleichbar. Wie es dann lief -- naja -- da kann man nur noch Wackersdorf als Vergleich nehmen...

[b]Stuttgart war und ist keine Stadt der Radikalen Barrikadenkämpfer... sie haben es geschafft, sich nicht von Autonomen und Krawallos diskreditieren zu lassen![/b]

In Berlin oder Hamburg sicher und diversen anderen Städten wahrscheinlich wäre die Sache ganz anders gelaufen... dann hätten wir heute wohl bereits Tote zu beklagen.... und die "Rechnung wäre aufgegangen".

In Stuttgart konnte man den Schwarzen Block sehen, wie er loslegte.... die in Schwarz mit den Uniformen.
[b]Berufs-Demonstrantenniederklopper[/b]

OT

[quote]mit den ganzen hauptschülern dann passiert, wo sollen die dann hin? [/quote]
Auf einen Acker : siehe hier -> [url=http://www.youtube.com/watch?v=OaWoWf_dXT0]Hauptschuuuleee, Hauptschuuulleee[/url]

Und was soll aus all denen werden, die nicht mal nen Hauptschulabschluss haben?
[url]http://www.stern.de/panorama/studie-deutlich-mehr-schueler-ohne-abschluss-in-ostdeutschland-1611901.html[/url]
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Wohl kaum, wenn wie bisher nur CDU/FDP Wähler auch geschlossen wählen gehen.

Mit nur 70% Wahlbeteiligung war die Bundestagswahl 2008 jene mit der niedrigsten Wahlbeteiligung seit 1949. [/B][/QUOTE]


Kein Tippfehler???????

70% ist für Wahlbeteiligungen eine sehr gute Quote!
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Hrefnadis [/i]
[B]Dass der Herr nix taugt, ist ja wohl nix Neues. Mich hat nur die Bereitwilligkeit überrascht (nicht schockiert), wie die Wünsche des Herrn Mappus auf dem Rücken von Kindern umgesetzt worden sind. Da hat schon der eine oder andere Büttel sehr viel persönlichen Ehrgeiz gezeigt. [/B][/QUOTE]

Die Polizeiausleihzentrale schickt nicht immer lupenreines Personal, wenn ein Land Verstärkung
anfordert.
In Filmaufnahmen sah ich vor allem Bundespolizisten auf die Kacke hauen.
Als Separatist halte ich von der Truppe eh nicht viel.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]Kein Tippfehler???????

70% ist für Wahlbeteiligungen eine sehr gute Quote! [/B][/QUOTE]Trotzdem die schlechteste seit 1949 bei einer BUNDESTAGSWAHL...das bei Landtagswahlen oft nur 50% wählen ist was anderes, Landtagswahlen werden nicht als so relevant angesehen. In den 70ern lag die Wahlbeteiligung noch über 90%
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]das bei Landtagswahlen oft nur 50% wählen ist was anderes, Landtagswahlen werden nicht als so relevent angesehen.[/B][/QUOTE]

Davon abgesehen, dass wir in einem Bundesstaat leben, in welchem die [b][url=http://www.uni-trier.de/fileadmin/fb5/prof/OEF004/WS_08_09_Junk/Bundesstaatsprinzip.pdf]Allzuständigkeit der Länder[/url][/b] (Art. 30, 70, 83, 92 GG) für die Verwaltung, die Gesetzgebung und die Rechtsprechung gilt, sind Landtagswahlen nicht relevant. Richtig.
SenecaÄndert nichts daran das Landtagswahlen außerhalb Bayerns als weniger wichtig erachtet werden, die Beteiligung weit unter Bundeswahlniveau spricht ja wohl Bände. Werte um 55% sind hier heute üblich. Gerade Projekte wie StuGa 21 (oder Flughafenausbau EDDF) werden aber nun mal auf Ländereben abgewickelt...da rächt sich das eben schneller
NixHatte Dich falsch verstanden. Die Wertung in der Bevölkerung scheint wirklich geringer zu sein, stimmt.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
[B]Davon abgesehen, dass wir in einem Bundesstaat leben, in welchem die [b][url=http://www.uni-trier.de/fileadmin/fb5/prof/OEF004/WS_08_09_Junk/Bundesstaatsprinzip.pdf]Allzuständigkeit der Länder[/url][/b] (Art. 30, 70, 83, 92 GG) für die Verwaltung, die Gesetzgebung und die Rechtsprechung gilt, sind Landtagswahlen nicht relevant. Richtig. [/B][/QUOTE]

("..Bundesrecht bricht Landesrecht...")
Wobei der Bund alle Aufgaben,die ihm unangenehm sind und die Geld kosten,auf die Länder und Kommungen abwälzen kann, ohne die beiden
steuerlich an der Einkommenssteuer zu beteiligen.
Das nennt man dann konkurrierende Gesetzgebung.
z.B. Art. 72 GG. +Art. 31 GG.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
[B][OT] Wobei interessant ist, dass die Wahlbeteiligung in der Schweiz im Jahr 2007 bei gerade mal 49,9 Prozent lag. - Die Schweiz wird ja gern als Muster-Demokratie dargestellt. [/OT] [/B][/QUOTE]

Personen sind nicht so wichtig, wo Bürger und Bürgerinnen regelmässig über Sachfragen entscheiden können - wie zum Beispiel darüber, ob für einen neuen Bahnhof ein paar Milliarden locker gemacht werden sollen oder doch lieber nicht.

Es ist schön, dass diese Art von direkter Beteiligung der Bürger und Bürgerinnen nun auch in Deutschland vermehrt Anhänger findet.

grüsse, barbara
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]("..Bundesrecht bricht Landesrecht...")
Wobei der Bund alle Aufgaben,die ihm unangenehm sind und die Geld kosten,auf die Länder und Kommungen abwälzen kann, ohne die beiden
steuerlich an der Einkommenssteuer zu beteiligen.
Das nennt man dann konkurrierende Gesetzgebung.
z.B. Art. 72 GG. +Art. 31 GG. [/B][/QUOTE]

Ja, so heißt das. Allerdings liegt die Zuständigkeit grundsätzlich bei den Ländern, [b]soweit nicht der Bund gehandelt hat[/b]. Eine beliebte Falle in juristischen Prüfungen.

Und das tut er eben nicht in der überwiegenden Zahl der Fälle. - Auch schön: Durchaus aus den von Dir genannten Gründen (zB Polizei, Schulen etc.). Richtig erkannt. Kriegst ein Fleißbienchen. ;)
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Personen sind nicht so wichtig, wo Bürger und Bürgerinnen regelmässig über Sachfragen entscheiden können - wie zum Beispiel darüber, ob für einen neuen Bahnhof ein paar Milliarden locker gemacht werden sollen oder doch lieber nicht.
[/B][/QUOTE]

Leider sind Fragen der Bundesbahn - wie der Name schon sagt - Bundesmaterie. Daher ist rechtlich umstritten, ob Raum für einen lokalen Volksentscheid in Ba-Wü besteht. Befürworter und Gegner haben sich aber schon in Position gebracht. Man kann gespannt sein. Ius vigilantibus scriptum.
HephNunja die Bahn ist aber nicht mehr vollständig in Bundeshand sondern in der Privatisierung.
NixDas ändert an den gesetzlichen Zuständigkeiten nichts. Art. 87e GG.
pulSar[SIZE=4]Zuständigkeiten vs. Zustände[/SIZE]!


Kleines Update aus der Schall-und-Rauch-Ecke:

Der da:
[img]http://3.bp.blogspot.com/_MAIDScDNy6I/TK3bkm8ZigI/AAAAAAAAGBw/TEBIGrZSHrk/s400/S21-Prügelglatze4.JPG[/img]
kommt aus Göppingen....

Da ich ja weiss, das Menschen mit solcherlei Frisur*) ja durchaus "bei uns" anzutreffen sind, kann ich es nicht ausschließen, dass "black Bull und seine Freunde" sich hin und wieder mal -- ich vermute eher zu EBM/Industrie wenn überhaupt -- martialisch sich selbst-feiernd in schwarzen Clubs bewegen....

Das ist natürlich Teil der Freiheit, die einzig und allein der Türsteher einzuschränken vermag.

Freiheit -- oder vielleicht besser "Rest-Freiheit" -- impliziert allerdings auch künstlerische Freiheit!

[color=#ff9900]Ich finde, es wird langsam aber sicher Zeit, dass diejenigen Polizisten und -Innen und Anwärter, welche in unserer Szene weilen, einen Grund zu hören bekommen, sich entweder von den Vorfällen am "schwarzen Donnerstag" zu distanzieren oder sich "dezent ungeliebt" zu fühlen... zu hören aus den Boxen meine ich![/color]

(Denkpause)

Ich bin ausdrücklich kein "Bullen-Hasser" oder "Staatsfeind"! Ich bin vielleicht sogar wirklich näher am "Biedermeier" (wie man hier im Board einmal festzustellen pflegte) als Revoluzzer...

Ebenso wie der Großteil derer, die in meinem Heimatbundesland derweil auf die Straße gehen und der Welt zeigen, was ur-schwäbische Charaktereigenschaften sind: [b]Beharrlichkeit und sicher auch Sturheit! Und hald gnuag Arsch in dr Hos, 'z Maul aufz'macha, wenn oim ebbes stoockvoll geaga de Stich god![/b]

(Denkpause)

[i]Nur falls jemand meint, mich hier als vielleicht mitunter etwas überzogenen Populisten-Sau darstellen zu wollen, die sich nicht zu schade ist, sich in Dingen anprangernd zu suhlen, die sie als ungerecht und massiv auf dem falschen Weg befindlich wahrnimmt: JAWOLL!! Ich stehe dazu! Es soll weh tun, es muss weh tun, und es wird weh tun![/i]

(Denkpause)

Schade nur, dass der Tag nur 24 Stunden hat und die Kunst nunmal nach dem Brote geht...



*) Das Modarat hier mit ohne Haare darf sich hier als absolutes Gegenteil ansehen -- was meine Sympathie angeht und überhaupt und sowieso :-)
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
[B]
[color=#ff9900]Ich finde, es wird langsam aber sicher Zeit, dass diejenigen Polizisten und -Innen und Anwärter, welche in unserer Szene weilen, einen Grund zu hören bekommen, sich entweder von den Vorfällen am "schwarzen Donnerstag" zu distanzieren oder sich "dezent ungeliebt" zu fühlen... zu hören aus den Boxen meine ich![/color][/b][/quote]

Ja, auch die Undercover-Taliban, Nazis und Drogendealer sollten permanent mit Gründen aus den Boxen beschallt werden, umzudenken und bessere Menschen zu werden.
SenecaNiemals! Terrorcamping will go on forever!
NixDann fühl Dich "dezent ungeliebt" (O-Ton Pulsar).
:)

Chlimmer Purche.
Demon17Ich finde es lächerlich. Es ist immer dasselbe. Nach 15 jahren Planunsverfahren mit x Gerichtsverfahren und dutzenden von Einspruchmöglichkeiten, meinen viele Leute, Demokratie bestünde aus Demos und sind dann ganz empört, wenn Sie dann völlig legal abgeräumt werden, da sie die Anordnungen der Polizei, die für einen friedlichen Verlauf sorgen soll nicht befolgen. erst dann werden Wasserwerfer eingesetzt. Die hatten mit Sicherheit zu viel Druck, wenn sie zwei Menschen jeweils ein Auge ausgequetscht haben. Aber die hätten ja auch nur der Aufforderung der Polizei nachkommen müssen, dass Gelände zu räumen. Ich kenne das aus Hamburg, irgendein Hirni wirft einem Polizisten eine volle Bierdose ins Kreuz, dann kommen so komisch gepanzerter Neuzeitkrieger und Drängen die Menge zurück, während sich der Fuzzi mit der Bierdose schnell verkrümelt. Auf so eine bescheuerte Action hatte ich noch nie Bock.
pulSar[quote]Dann fühl Dich "dezent ungeliebt"[/quote]... aber nicht von mir.. oder höchstens deswegen, weil Du mir nicht bescheid gegeben hast wegen Campen :-)

___

Demon: ganz so transparent und fair ist das wohl nicht gelaufen im Vorfeld. Da wollten ein paar hohe Herren die Tücher schnell im trockenen haben eben bevor es zur echten Abstimmung kommen konnte.
Das demoktatisch legitime daran ist, dass es gewählte Regierungsvertreten sind, die das angestoßen haben und nun durchsetzen.

Grüne und SPD haben eine Volksentscheid beantragt -- Mappus will dies prüfen.
Hugin & Munin[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
Nach 15 jahren Planunsverfahren mit x Gerichtsverfahren und dutzenden von Einspruchmöglichkeiten[/QUOTE]

Um es noch einmal klar zu sagen, auch weil die Systempresse das tot schweigt und viele es nicht wissen können:

Es gibt Einsprüche und Proteste so lange es S21 Planungen gibt. Zuletzt wurden 2007 (?) Unterschriften eingereicht, um eine Volksabstimmung zu erwirken.

Die rechtliche Seite und die Gründe, warum sämtliche Einsprüche beiseite geschoben wurden einmal außen vor - es ist nicht so das die Proteste und Demos jetzt zu Baubeginn aus heiterem Himmel kommen und vorher alle S21 Gegner Däumchen gedreht haben.
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i]
[B]Zuletzt wurden 2007 (?) Unterschriften eingereicht, um eine Volksabstimmung zu erwirken.[/B][/QUOTE]
Aber es hat keinen gegeben, also hat sich doch keiner interessiert.
Und auf einmal ist das Demokratieverständnis des Deutschen beleidigt ... ich frag mich nur, wo das aufhören soll.
Soll man dann für jede dämliche Brückensanierung erst vor die Wahlurne gerufen werden?
pulSarNa... wer bekommt den Unterschied zwischen "jeder dämlichen Brückensanierung" und dem Projekt S21 hin?
pulSarDer innbegriff der 80er-Jahre-ökos:)

meine Schwester und ich haben das umgetextet:

Karl der Kiffer wurde nicht gefragt....

Oder auch:

Karl der kefir wurde....



Zum Thema:
bauprojekte, die a) sehr teuer und umfassend sind und b) viele Menschen betreffen, würden sehr viel besser und legitimierter stattfinden, wenn es einen klaren Modus der bürgerbeteiligung / Abstimmung gäbe!

Die Bahn macht den Zauber - sollte man meinen - ja für ihre Kunden bzw die Stadt für ihr image.

Ich kann immer noch keinen verkehrstechnischen Vorteil für regional und Güterverkehr bei s21 sehen...

Was mich such stört, ist, dass die icestrecke nach ulm nicht davon getrennt wird.
Als wäre ulm stuggi oder die alp dazwischen...

Auch hier gibt es sinnigeres als die geplante trasse: ausbau der bestehendenverbindung MIT trilweisen neubauabachnitten. Bogenschnelles Fahren.

Das system bahn muss man gesamt betrachten.

Das Viele geld ist viel besser im flächigen Ausbau der infrastruktur aufgehoben als in größenwahnsinnigen protzprojekten.

Warum wohl kam es nie zu frankfurt21?

Wenn sich das in ffm nicht rechnet-wieso soll das in stuffit klappen?

Das ganze megaprojekle zeigt vor allem: Ignoranz!
Von wirtschaftlichen, geologischen, technischen Fakten und von der Bevölkerung!

Von pr-technischer Elefant-im-porzellanladigkeit ganz zu schweigen.
fxsend[QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i]
[B]Aber es hat keinen gegeben, also hat sich doch keiner interessiert.
Und auf einmal ist das Demokratieverständnis des Deutschen beleidigt ... ich frag mich nur, wo das aufhören soll.
Soll man dann für jede dämliche Brückensanierung erst vor die Wahlurne gerufen werden? [/B][/QUOTE]

Hätte es sich von vornherein um ein transparentes Verfahren gehandelt, dann würde ich Dir zustimmen. Es ist aber zu Weilen schwierig, sich im Vorfeld mit Fakten auseinanderzusetzen, die in internen Gutachten stehen und erst später öffentlich werden.

Du übersiehst außerdem, dass die Gegner des Projekts in weiten Teilen nicht nur [I]gegen[/I] etwas sind, sondern vor allem [I]für[/I] etwas, nämlich für das Konzept des ertüchtigten Kopfbahnhofes und eine Reihe anderer Um- und Neubauprojekte.

Ich war am Samstag in Stuttgart, um mir zur Abwechslung mal ein eigenes Bild zu machen. Die Leute, die dort auf die Straße gehen, sind keine Vollidioten.
pulSar[url=http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/?p=18548][img]http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/wp-content/uploads2/2010/10/33569_1535533321212_1621203395_1359318_6184777_n-504x431.jpg[/img][/url]
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von fxsend [/i]
[B]Hätte es sich von vornherein um ein transparentes Verfahren gehandelt, dann würde ich Dir zustimmen. Es ist aber zu Weilen schwierig, sich im Vorfeld mit Fakten auseinanderzusetzen, die in internen Gutachten stehen und erst später öffentlich werden.

Du übersiehst außerdem, dass die Gegner des Projekts in weiten Teilen nicht nur [I]gegen[/I] etwas sind, sondern vor allem [I]für[/I] etwas, nämlich für das Konzept des ertüchtigten Kopfbahnhofes und eine Reihe anderer Um- und Neubauprojekte.

I... [/B][/QUOTE]

Richtig erkannt!

Warum kosten öffentliche Bauten immer so viel?
Ganz einfach,weil das meiste für "Provisionen" an graue Männer, die in Ministerien und Ämtern sitzen, draufgeht.
Wenn jemand wie Herr Mappus sagt, sein Vorbild sei Franz Josef Strauss, kann man erahnen wo die Reise hingeht...
Als "Kostenexplosion" getarnte Subventionen an Spezlfirmen, Kleine Geschenke an schwarze Freunde und so weiter.
Korruption ist Volkssport in Deutschland.
Wenn im Kleinen schon üblich, warum nicht im Grossen?
pulSar[quote]Es gibt auch Projekte die schlicht und einfach deshalb gebaut werden, weil sie teuer sind. Je grösser und unübersichtlicher ein Bauprojekt, desto anziehender. Das hat sich wohl seit dem Turmbau zu Babel nicht geändert.
Wenn ein Projekt Sinn macht und für z.b. die Bahnnutzer gut ist, dann wäre es mir ziemlich egal was es kostet. Selbst wenn ein gut durchdachtes Alternativprojekt zu S21 teurer wäre, wäre ich noch immer gegen S21.
Es gibt technische und verkehrspolitische Probleme sowie städtebauliche und Umweltfragen, die durch das Projekt aufgeworfen werden.

1. Reden wir übers Städtebauliche:
Der neue Bahnhof trennt die Stadt von den Schlossanlagen und legt auf einer Länge von glaube ich ca 300m in einer Höhe von 8m ein Betonband durch das Herz der Stadt. Auf diesen wenigstens 30000qm wird absolut nichts wachsen, kein Baum kein Strauch, vielleicht hier und da ein Pflanzkübel. Dafür wird eine für die Luftversorgung in der Innenstand wichtige Parkanlage mit wenigstens 200 alten Bäumen komplett zerstört.
Für das immer angepriesene neue Stadtviertel gibt es weder eine Planung noch ist klar wann es überhaupt kommen wird. Davon hinge aber die Neubepflanzung mit neuen Bäumen ab. Das was bisher auf dem ehemaligen Bahngelände gebaut wurde (LBBW und Bibliothek) sowie das geplante Einkaufszentrum sind von einer architektonischen Hässlichkeit, die kaum zu überbieten ist und erfüllen darüber hinaus noch nicht einmal die geringsten Standards an ökologisches Bauen.
Es wird davon gesprochen, dass 5000 neue Bäume gepflanzt werden sollen., doch wohin? Hat jemand mal überlegt wie viel Platz 5000 Bäume benötigen? Für mich ist das alles Geschwätz, genau wie die Beteiligung der Gegner an der Gestaltung des neuen Stadtteils.
Der Rückbau der Gleisanlagen ist bis heute überhaupt nicht abzusehen. Der Untergrund ist bis heute nicht untersucht. Man muss davon ausgehen, dass der Untergrund verschmutzt ist und saniert werden muss. Hat mal irgendwer berechnet was das kosten wird und wie teuer dann der Quadratmeterpreis auf dem Gelände sein wird und wer es sich dann noch leisten kann da zu bauen. Sozialen Wohnungsbau und ökologisches Bauen wird es da sicher nicht geben.
Die weitere Frage ist, wer will da wohnen, weitab vom Stadtzentrum in einer künstlichen Satellitenstadt.

2. Reden wir über Umweltfragen
Da wäre zuerst die Grundwasserabsenkung zwischen 12 und 18m. Man muss mal darauf hinweisen, dass dies noch nie gemacht wurde. Dass Stuttgarts Mineralquellen dadurch auf jeden Fall geschädigt werden, wird kaum ein ernstzunehmender Experte bestreiten. Der Bahnhof liegt quer zur Fließrichtung des Grundwassers im Stuttgarter Talkessel, deshalb wird auf Dauer das Wasser von der einen Seite des Bahnhofs auf die andere Seite gepumpt werden müssen, weil sich das Wasser sonst an der Westseite des Tiefbahnhofs stauen würde. Das Wasser wird bereits während der Bauarbeiten nach dem Abpumpen auf der Baustelle in Bodentiefen verpresst, die im Bereich der Mineralquellen liegen. Das bedeutet, dass die Mineralquellen mit Grundwasser verschmutzt werden. Das bedeutet das Ende der Bäderstadt. Schon bei der Bau der S-Bahn, immerhin in Fließrichtung und ohne Grundwasserabsenkung, ging die Schüttung der Bergquelle um 30% zurück, irreparabel wohlgemerkt. Welche Folgen die Grundwasserabsenkung auf den Wasserhaushalt im Stuttgarter Untergrund haben wird und welche Folgen für die Mineralquellen und wie viele Parkbäume das nicht überleben werden kann niemand sicher vorhersagen.

3. Reden wir über technisches
Aus Ersparnisgründen werden die Tunel kleiner als üblich. Mit welcher Signaltechnik und welchen Oberleitungen da gefahren werden kann und ob dann auch noch Züge europäischer Nachbarn werden fahren können ist völlig ungewiss und keinesfalls planfestgestellt.
Da die Tunnelröhren zu eng sind, können Züge mit Neigetechnik diese im Tunnel nicht einsetzen, damit wird die mögliche Zeitersparnis erheblich schrumpfen.
Der gleichzeitige Betrieb von S-Bahn, Regionalzügen und Hochgeschwindigkeitszügen auf denselben Gleisen ist weder erprobt noch zulässig noch planfestgestellt. Wenn im Raum des Filderbahnhofs irgendeine Störung auftritt, legt das dann zukünftig nicht nur das Hochgeschwindigkeitsnetz sondern gleich auch den regionalen S-Bahnverkehr lahm. Ausweichmöglichkeiten sind nicht geplant und auch kaum möglich.
Stellt sich heraus, dass der Tiefbahnhof so nicht funktioniert oder an seine Kapazitätsgrenzen stösst ist er nicht erweiterbar, was im schlimmsten Fall bedeuten kann, dass die alten Gleisanlagen weiter genutzt werden müssen. Das wäre dann der maximale Schildbürgerstreich.

4. Reden wir über verkehrstechniosches
Das Hochgeschwindigkeitskonzept der Bahn ist völlig losgelöst vom Regionalverkehr. Der Stuttgarter Tiefbahnhof wird kaum Rücksicht auf Anschlüsse zu Regionalzügen etc. nehmen können. Eine sinnvolle Taktung mit Wartezeiten für niederrangige Züge wird es nicht geben. Damit verkürzt sich vielleicht die Reise im Hochgeschwindigkeitsnetz, aber beim Umstieg auf die Regionalbahnen werden erhebliche Wartezeiten entstehen.
Nach offiziellen Erhebungen ist Stuttgart ein Endbahnhof. 70-80% der ankommenden Reisenden beenden hier ihre Fahrt im Hochgeschwindigkeitsnetz und steigen auf Regionalbahnen um oder sind Stuttgarter bzw. Reisende mit dem Ziel Stuttgart. Nur ca. 20% benutzen Stuttgart als Umsteigebahnhof im Hochgeschwindigkeitsnetz Richtung Bratislava oder Paris.
Der Filderbahnhof wird für Reisende eine einzige Zumutung. Die Laufwege von bis zu 200m, werden jede Zeitersparnis auffressen.

So und das sind nur einige der Gründe gegen S21 zu sein. Von der Lügerei und der Vernebelung von Problemen will ich gar nicht erst anfangen. Den Gegnern heute den Vorwurf zu machen, dass ihre Alternativvorschläge nicht planungsfest durchgerechnet sind, ist ja mal wenigstens ein durchschaubares Manöver den Widerstand lächerlich zu machen. Wäre von Beginn an mit offenen Karten und ergebnisoffen debattiert worden, hätten wir heute eine andere Situation.[/quote]

Quelle: User-Kommentar von hier: [url]http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/2666616/sz_article_kommentare?nocache=&order=desc[/url]
fxsendWie man am von pulSar zitierten Text sehen kann, muss man gar nicht erst in die Nähe von Theorien über Immobiliengeschäften kommen, um über den Sinn und Unsinn des Projektes zu argumentieren.

Schwer wiegen für mich insbesondere die Argumente der Eisenbahner unter den Kritikern. Wenn der Nutzen des Projektes aus Sicht der Verkehrsexperten schon fraglich ist, was bleibt dann übrig?

In der Tat geht es mittlerweile auch vermehrt um die Glaubwürdigkeit der Befürworter. Kostenrechnungen und Machbarkeitsstudien, die auf bloßen Annahmen beruhen, eine Technik voraussetzen, die bislang nicht existiert, sowie geltende Vorschriften des Eisenbahnbundesamtes nicht berücksichtigen, sind das Papier nicht wert auf dem sie gedruckt sind.
Mit anderen Worten: Es handelt sich dem Anschein nach um politische Propaganda. Da aber auch die Befürworter des Projektes in Politik und Wirtschaft keine Vollidioten sind, stellt sich die Frage: Wem nützt Stuttgart 21?
Ronin76Befürworter von S21 (Sklaven) denken leider nicht über Sinn und Unsinn nach, die wollen einfach nur ein Prestigeobjekt an dem sie dann ihre Minderwertigkeitskomplexe kompensieren können. ZB aus Neid, weil Leipzig oder irgend eine andere Stadt ja auch einen neuen Bahnhof hat und das ganze Geld immer in den Osten fließt. :rolleyes:
NixIch finde den neuen Leipziger Bahnhof hässlich.
Aber trotzdem danke für das Geld.

- Richtig so, Ronin?
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Befürworter von S21 (Sklaven) denken leider nicht über Sinn und Unsinn nach, die wollen einfach nur ein Prestigeobjekt an dem sie dann ihre Minderwertigkeitskomplexe kompensieren können. ZB aus Neid, weil Leipzig oder irgend eine andere Stadt ja auch einen neuen Bahnhof hat und das ganze Geld immer in den Osten fließt. :rolleyes: [/B][/QUOTE]

Nunja...regelmässig fliesst es wahrscheinlich nicht nach Duisburg.
Aber das Thema Minderwertigkeitskomplexe/Neid ist im deutschen Sprachraum dann doch wieder zu weitreichend und zu komplex, als dass man das an Bahnhöfen fest machen könnte...
Vielleicht sollten sich ALLE Neidrepubliken mal zusammenschliessen.
Nun, ich bin kein S21-Freund, aber dessen Befürworter sind vermutlich alles andere als Sklaven....
:D
Aza[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Befürworter von S21 (Sklaven) denken leider nicht über Sinn und Unsinn nach, die wollen einfach nur ein Prestigeobjekt an dem sie dann ihre Minderwertigkeitskomplexe kompensieren können. ZB aus Neid, weil Leipzig oder irgend eine andere Stadt ja auch einen neuen Bahnhof hat und das ganze Geld immer in den Osten fließt. :rolleyes: [/B][/QUOTE]

Oder sie sehen einfach eine Chance für die Region und freuen sich über neue, fortschrittliche Projekte. Ganz wertfrei gemeinter Beitrag. =)
Ronin76[QUOTE]Nun, ich bin kein S21-Freund, aber dessen Befürworter sind vermutlich alles andere als Sklaven.... :D[/QUOTE]
Die Befürworter sind nicht nur in der Bourgeoisie zu finden. Das ist im Prinzip schon grotesk, denn auch aus den Reihen des Proletariats gibt es viele Stimmen die für S21 sind. ZB ein guter Bekannter von mir. Er hatte sich jedoch noch nie mit den Gegenargumenten beschäftigt.


[QUOTE]Oder sie sehen einfach eine Chance für die Region und freuen sich über neue, fortschrittliche Projekte. Ganz wertfrei gemeinter Beitrag. =)[/QUOTE]
Ja, leider mangelt es am Fortschritt und Chancen. Genaugenommen ist das Gegenteil der Fall. Das ist wie wenn man gut erhaltene Wohnzimmermöbel aus massivem Eichenholz wegwirft, nur damit man neuen Pressspan- oder Fichtenholzschrott von Ikea heranschafft, weil einem die Farbe nicht mehr gefällt. Wer profitiert davon ? Nicht der Käufer und Benutzer.
HephAls fast letzte Amtshandlubg heute werfe ich mal [URL=http://www.heise.de/tp/blogs/2/148601]diesen[/URL] Artikel ein in dem die Aussagen von 2 Polizisten wiedergegeben werden von dem der eine meint das die Bundesregierung gezielt die Polizisten verheizt und aggressivere Räumeinheiten zu den Demos schickten. Der Andere sagt aus das Beamte Undercover sich unter die Demonstranten mischen um dann als Steine werfende Provokateure der Polzei und der Politik einen Anlass zum Handeln präsentieren.
fxsendDen Leuten an Rhein und Ruhr sollte klar sein, dass Stuttgart 21 Mittel bindet und verbraucht, die für andere Infrastruktur-Projekte in der Region dringend benötigt würden.

Entgegen aller Versprechungen der Politik werden weder die Verbindung in die Niederlande ausgebaut (Güterverkehr Richtung Emmerich/Rotterdam/Überseehäfen) noch der Rhein-Ruhr-Express (Personennahverkehr) in naher Zukunft kommen. Den direkten Zusammenhang belegen [URL=http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Stuttgart-21-bremst-Bahn-Projekte-in-NRW-aus-id3866385.html] interne Papiere[/URL], die der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung vorliegen.

Ich kenne ziemlich genau den Preisunterschied zwischen normalen Bauzäunen und Zäunen mit Übersteigschutz und Aushebesperre. Ein paar Milliarden kriegt man damit nicht zusammen. An den Protesten in Stuttgart wird das finanzielle Problem dann wohl eher nicht liegen.
pulSarIch möchte noch die Nord-Süd-Achse im Rheintal ergänzen. Hier hat man den Schweizern versprochen, diese 4gleisig auszubauen. Auch hier fehlen die Mittel -- nicht zuletzt für den Lärmschutz.

Das ist für die Auslastung des Gotthardtunnels bzw. der NEAT (Neue Alpen Transversale) wirtschaftlich relevant.

Vom Nahverkehr will ich gar nicht erst anfangen und den Zuständen.
Ronin76Laut den Planungsunterlagen der Stadt Stuttgart ist S21 ein städtebauliches Projekt und kein Bahnprojekt, auf welches sich die Befürworter so gerne fokusieren.

"Die Klinik" hatte mal Ausgang bekommen: ;)

[URL=http://www.youtube.com/watch?v=EzWbjJiKr80&feature=player_embedded]Kabarettist Urban Priol bei S21 auf der 50. Montagsdemo[/URL]

[QUOTE]
"Es ist auch so schön, wie unsere Kanzlerin, diese scheinheilige Ostschneck auf einmal dieses Thema für sich entdeckt hat. Wenn einmal gefällte Entscheidungen in Frage gestellt werden, dann gefährdet das die Demokratie. Dann hab ich gesagt, du Nuss, beim Atomausstieg war es in 10 Minuten vom Tisch. ... Und am schönsten unser Aussenminister, der angesichts dieser Bilder nur gesagt hat, solche Proteste dürfen nicht zu einer Gefälligkeitsdemokratie führen, ... das war für mich der Witz des Jahres. Wenn der wandelnde Geschenkkorb Westerwelle, wenn die Puffmutter der Wirtschaftsnutten herkommt und von einer Gefälligkeitsdemokratie warnt, dann müssen wir alle mehr rauchen, für die nicht erhobene Ökosteuer, damit die Grossindustrie sie wieder reinholen kann ... Die Kanzlerin hat immer wieder betont, warum es ein europäische Grossprojekt ist. Es ist ein europäisches Projekt und man kann europäisch nicht zusammenarbeiten, wenn man seine Politik danach ausrichtet, wie viele Menschen gerade auf die Strasse gehen. Also hey, habe ich mir gedacht, da kannst du Mädchen noch von Glück reden, dass dein Politbüro vor 21 Jahren das anders gesehen hat, sonst wärst du uns erspart geblieben."[/QUOTE]


Anschließend sprach [URL=http://www.youtube.com/watch?v=kY3vDyIE0Qo&feature=player_embedded]Georg Schramm[/URL], der noch um 19 Uhr vom Schwabenstreich (Krach) unterbrochen wurde. Man merkt, daß er noch nicht ganz mit Stuttgart vertraut ist. ;)

[QUOTE]
Er wird um 19:00 Uhr vom Schwabenstreich unterbrochen. Danach sagt er: "Wenn sie (die Kanzlerin) opportunistisch gegenüber der Bevölkerung wäre, dann ginge es diesem Land besser. Dann gebe es keine Atomkraftverlängerung, keinen Afghanistankrieg, es gebe einen Mindestlohn und keinen neuen Bahnhof in Stuttgart. Dann gebe es auch ein anderes Verhalten gegenüber Grossbanken und ein Berufsverbot für Anlageberater, wenn sie opportunistisch wäre gegenüber dem Volkswillen, was sie nicht ist ... Diese Frau ist keineswegs die mächtigste Frau der Welt, sie ist nicht mal die mächtigste Frau im eigenen Land, sondern das sind Elisabeth Mohn und Friede Springer, sie herrschen über Bild und Bertelsmann und eine Handbewegung von Friede Springer würde reichen, damit die Lohnschreiber von Bild die Merkel vom Thron werfen, wenn es nicht mehr opportun gegenüber der Macht ist. Das ist die Realität in diesem Land."
[/QUOTE]
|Dunkelschön|[URL=http://www.erento.com/mieten/agenturen,_personal_dienstleistungen/personal/demonstrant/?formSend=SearchList&from=&to=&sort=rank&was=&shipment_national=&suggest=&wo=&=&land=3&plz=70174&plzList=70174]Demonstranten zu vermieten![/URL]
pulSarToll!


ich möchte gerne den da mieten:
[img]http://image.img-erento.com/153055/3041108_dia_1.jpg[/img]

Da stecken sie also die ganzen Berufsdemonstranten.

Naja -- man kann ja nicht das ganze Feld einfach den [url=http://www.pr-spezialisten.de/]PRSpezialisten[/url] überlassen... gell?
Ronin76Es wäre interessant zu wissen wer Demonstranten mietet, billig ist das ja nicht gerade. Erinnert mich ein bisschen an die Jubelperser, die wahrscheinlich auch gemietet waren. Ist ja mal wieder ein interessanter Einblick in die deutsche Scheindemokratie.
pulSarTjaaaa... wenn überhaupt scheint mir die Auswahl recht klein der potentiellen Mieter.
Eigentlich macht es in dem Fall auf beiden Seiten wenig Sinn, da beide Seiten über 1000de Demonstranten sozusagen frei Haus verfügen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendwelche dunklen Hintermänner bei den S21-Gegnern gibt, die nichts besseres zu tun haben, als sich Demonstranten zu mieten... weil ja sonst keiner mitmacht *lol*. Siehe oben - selbiges gilt im abgeschwächten Zahlenverhältnis für die Befürworter.

____

Ronin und die anderen: Fragt doch einfach mal den Alex Benesch (DER "hochheilige Infokrieger himself" *chrrr*). Ich wette, er wird antworten, dass Julian Assange insgeheim die Strippen zieht. *chrrr* Sorry -- offtopic aber recht köstlich im Moment.

PS: Ronin - ich hab so eine Ahnung, wo Du noch so liest... immerhin bist Du mir beim letzten mal (vorletzen Post) ein paar Stunden zuvor gekommen. :-)

[b][color=#ffeedd]Warum verschwören wir hier uns eigentlich nicht?
Und lassen uns dann mieten -- für 666 Euro am Tag.
Wir labern garantiert jedem dermaßen konsequent das Ohr ab und die Birne weich, dass sie am Ende noch froh gewesen wären, sie stünden im Stuttgarter Sprühnebel stattdessen.[/color][/b]
GISMO[QUOTE]Warum verschwören wir hier uns eigentlich nicht? Und lassen uns dann mieten -- für 666 Euro am Tag. Wir labern garantiert jedem dermaßen konsequent das Ohr ab und die Birne weich, dass sie am Ende noch froh gewesen wären, sie stünden im Stuttgarter Sprühnebel stattdessen.[/QUOTE]

Ich mach mit.
Ronin76Bei S21 ist es schon sinnlos da noch Demonstranten zu mieten. Es sei denn als Agent Provocateure, aber da sind die Bullen ja selbst gut besetzt und in Übung. Wer von den S21-Protesten am meisten profitiert sind zB Die Grünen (die anderen ehemaligen Grünen sind ja jetzt die Blauen), obwohl die so direkt mit den Protesten eigentlich gar nichts zu tun haben und sich ganz geschickt etwas im Hintergrund halten. Nennt sich auch Trittbrettfahrer.

Aber eigentlich funktioniert so wählernahe Politik am Besten. Erkennen was die Mehrheit der Wähler möchte, und denen dann nach dem Mund reden. Das haben andere Parteien ja inzwischen verlernt, da sie in ganz anderen Kreisen verkehren. Was dann hinten raus kommt ist natürlich egal, denn was interessiert die schon ihr Geschwätz von gestern.



@Pulsar
ok bleibt aber unter uns, wo wir uns sonst noch so rumtreiben. ;)
pulSarThomas Mohr -- der böhse böhse Nestbeschmutzer für die einen und Hoffnungsträger für die anderen:
[url]http://www.youtube.com/watch?v=kT_BOydS0EQ[/url]
Monitor-Beitrag - Interview mit dem Mann.

Zu betonen : Polizei ≠ Polizei!

Poison -- sag doch auch mal was dazu... (wenn Du darfst).

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass viele im "Apparat" es leid sind, von der Basta-Politik instrumentalisiert zu werden und am Ende der Arsch zu sein.

Respekt vor den Schwaben, die eben nicht pauschal verurteilen sondern sogar den Thomas Mohr auf den Demos offiziell unterstützen.

Oder anders: wie hat Priol es so schön formuliert: "Mit nem Stuttgarter Einsatzleiter hätten die das nicht machen können. Der hätte gesagt : des ko ih ned mache - do vorn in der zweide Reihe schdeht die Dande Hildegard -- die lädt mie no nemme auf en Trollinger ei..."

Nachtrag:
Ein weiterer Monitor-Beitrag dazu:
[url]http://www.youtube.com/watch?v=t_wIQcEXC1o&feature=related[/url]

Das hat doch vollkommen was von den Ereignissen vor 21 Jahren in LE.
Damals haben viele VoPos ebenfalls festegestellt, dass die lieber Menschen sein wollen als Roboter.


Das hat einen ganz üblen Beigeschmack.... nicht weit weg von Bilderberg.

Immerhin war es Axel Springers Kampfblatt, dass direkt nach dem schwarzen Donnerstag die Gewalt der Demonstranten groß titelte...
dumm nur, dass sie dabei jemanden zeigten, den das YouTube-VOLK bald darauf als Agent-Provocatuer demontierte....
GISMO[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Bei S21 ist es schon sinnlos da noch Demonstranten zu mieten. Es sei denn als Agent Provocateure ...[/QUOTE]

Na, das ist doch noch besser.
pulSarDirekte Diskussion zum Monitor-Beitrag ;
"Stuttgart 21 - Warum die Polizei wirklich so hart zuschlug"

[url]http://www.wdr.de/phorum/live/active/read.php?83,141592026,page=5[/url]

Keine Registrierung erforderlich!
Ronin76Von der Demokratur zur Gewaltdiktatur, das riecht auf jeden Fall nach NWO. Noch so ein paar False Flag Operationen wird sich das Volk nicht mehr so einfach bieten lassen. Daß Mobbus und Rech noch immer ihre Ämter ausüben, ist skandalös. Es wäre zu hoffen, daß die CDU bundesweit an Boden verliert, doch dazu sind wohl viele CDU-Stammwähler, die noch immer völlig illusionär an eine heile Welt glauben und denen es noch zu gut geht, zu schlecht informiert und wollen die Fakten nicht wahrhaben. Doch es bröckelt.

Nachricht am Rande:
[QUOTE]Als Folge des umstrittenen Polizeieinsatzes verlor Rech am 4. Oktober 2010 die Schirmherrschaft des Kinder- und Jugendschutzvereins Kids for Kids e.V.. Der Verein begründete dies, wie er in einer Pressemitteilung mitteilte, durch die „gnadenlose Machtdemonstration der verantwortlichen Landesregierung und des ihr unterstellten Polizeiapparats gegenüber wehrlosen Kindern, Jugendlichen und Bürgern“.[/QUOTE]
pulSarSiehe auch mein Beitrag von eben im "verkocht" äh "verpolt"-Thread.

Jaja... das alles zeigt uns, dass wir uns nicht von diesen panischen Hühnern der Infokriegsgeschädigten verrückt machen lassen brauchen. Warum?

Wir können nicht nur einen auf den [b]puren Dilletantismus und die schiere Elefant-im-Porzellanladenhaftigkeit[/b] lassen!

Wir können sogar nen ganzen fetten stinkenden Haufen drauf scheißen!
10 kilo ohne Knochen...

Wie sagte Schramm so schön -- das ist nicht das Böse -- dazu sind die viel zu klein! Das ist höchstens die zweite Reihe des Bösen! Ein Furunkel des Bösen, ein Eiterpickel am Gesäß des Bösen....

Hinterweltler und Hinterbänkler. Dumpfbacken. Einfallspinsel. Menschliche Außenseiter. Die Kinder, mit denen keiner spielen wollte. Die Schüler, denen die anderen Popel in die Haare schmierten!
Warum sonst sind die wohl damals schon in die Junge Union?

Die hatten keine Freunde. Und die haben auch keine Freunde!

DIE sind im Haifischbecken voller Intrigen, Machtkämpfe, Misstrauen und Bad Guys -- DENEN schwimmen die Felle davon! -- DIE sind im Zugzwang -- DIE zerfleischen sich bald bei ihrer "Reise nach Jerusalem" um die übrigen Sitze!

Und bislang war nichts aber auch gar nichts wirklich einfallsreich -- alles plump und dumm und dümmer.
Ronin76[QUOTE]
Die Kinder, mit denen keiner spielen wollte. Die Schüler, denen die anderen Popel in die Haare schmierten!
Warum sonst sind die wohl damals schon in die Junge Union?
[/QUOTE]
Da muß was dran sein. Ich hatte mich neulich mit einem Anwerber der JU im Zug unterhalten, der war schon etwas seltsam. Alter ca. 20 Jahre und schon sehr angepasst-spießig und bewußt distanziert. Zu meiner Begleiterin sagte er, sie solle aufpassen daß sie ihn nicht mit ihrem Knie berühre und daß wir ihn Sietzen sollen. Hatten wir natürlich nicht gemacht. Dann hatte sich herausgestellt daß er mit einem ganzen Harem an jungen Gays unterwegs war, was er zuerst noch verheimlichen wollte. :D Ich glaub der hatte auch nen Popel im Haar gehabt. ;)
HephNen ganzen Harem gleich? Ist das nicht zu wie sagt mal progressiv für jungen Unionsler? Ach manche Menschen sind so niedlich.
Ronin76Die Junge Union scheint in meiner Region stark aktiv zu sein, und Jungvolk ist leicht beeinflussbar. Die Wähler von heute und morgen. Eine durchaus clevere Strategie.


Hier gibts noch eine Ladung Diskussionsmitschnitte für Hartgesottene und Interessierte, zu den Schlichtungsgesprächen zu S21. Den ersten Link/Video hatte ich mir selbst komplett angeschaut. Hier hält zB der Tübinger Bürgermeister Boris Palmer (Die Grünen) einen Vortrag und zerpflückt die Argumente und Propaganda der Befürworter, der CDU, darunter die von Angela Merkel:

[url]http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/did=7055262/pv=video/nid=1622/16jfu3e/index.html[/url]

Alle Videos:

[url]http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/did=7055262/pv=video/nid=1622/16jfu3e/index.html[/url]
JohnSteedNun, ich war immer erstaunt, dass Menschen in der jungen Union oder dem RCDS so etwas besitzen wie einen IQ.
Aber manche hatten das wirklich.
Phänomene des Alltags.

Der "runde Tisch" in Stuttgart bringt zwar nix, weil
Herr XY schon Provisionen eingestrichen hat, der er im Falle eines Baustopps zurückgeben müsste und die Jungs von "Bau-Grube" (Bahnchef) mentale Biber sind
und immer bauen müssen,
aber es ist schon interessant, wie Geissler den einen oder anderen entlarvt...

Wie zum Beispiel Mappus:

er zeigte sich betont desinteressiert und sagte nach seinen zwei Stunden dort, er müsse jetzt Arbeiten gehen....
Aber hallo! Lieber Herr Ministerpräsident, auch
das ist Ihre Arbeit!
Schaden abzuwenden und Nutzen zu mehren bezieht sich nämlich auf den Souverän des Landes Baden-Württemberg: das Volk
und nicht auf die Konzerne oder die Partei.
Setzen 6, Herr Mappus.

Nochmals in die Runde:
Wer braucht eine "schnelle" Zug-Verbindung
München-Paris?

Man kann von München aus sehr rasch dorthinfliegen, wenn man quasi dorthin muss oder sogar will.
Anyway.
Aus münchner Sicht ist der Brenner-Basistunnel ungleich wichtiger, leider ist in dieser Frage noch nicht arg viel passiert.
Stoiber hatte damals abgelehnt sich zu beteiligen, angeblich wegen der Kosten.Muhaha.

Wie immer werden bahntechnisch die Städte Tübingen und Reutlingen abgeschnitten.
Und nach Ulm will eh kaum jemand.

Was soll das ganze also?
hagzissa13Die sollten die Aufmerksamkeit ihrer Biebermentalität lieber mal aufs Mittelrheintal lenken. Wenn der Gotthardtunnel erstmal fertig ist, wird sich v.a. der Güterverkehr dort vervielfachen und die eh schon geschundenen Anwohner im Weltkulturerbe (!) werden aufgrund der Lärmbelästigung (enges Tal, alte Gleisbetten und mindestens ein Zug pro Seite pro 5 Minuten schon jetzt) überhaupt nicht mehr zur Ruhe kommen. Da wären bauliche Aktivitäten im Sinne einer Ausweichstrecke oder einer Untertunnelung kein rausgeschmissenes Geld. Aber wenn sich der Bieber erstmal an etwas festgebissen hat............
solipsismusHui, ich hab' quasi im Garten ein Gleis. Da beginnt man sich ja Sorgen zu machen...
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i]
[B]Hui, ich hab' quasi im Garten ein Gleis. Da beginnt man sich ja Sorgen zu machen... [/B][/QUOTE]

Aber das ist doch die Mosel... ;-)
solipsismusJa, ich weiß. Ich hörte nur "Zug". ;)
Ronin76[QUOTE]
Die sollten die Aufmerksamkeit ihrer Biebermentalität lieber mal aufs Mittelrheintal lenken. Wenn der Gotthardtunnel erstmal fertig ist, wird sich v.a. der Güterverkehr dort vervielfachen und die eh schon geschundenen Anwohner im Weltkulturerbe (!) werden aufgrund der Lärmbelästigung (enges Tal, alte Gleisbetten und mindestens ein Zug pro Seite pro 5 Minuten schon jetzt) überhaupt nicht mehr zur Ruhe kommen. Da wären bauliche Aktivitäten im Sinne einer Ausweichstrecke oder einer Untertunnelung kein rausgeschmissenes Geld. Aber wenn sich der Bieber erstmal an etwas festgebissen hat............
[/QUOTE]
Wenn es nur um den Lärm geht, lässt sich mit Lärmschutzwänden schon sehr viel machen. Und die Bahn will ja jetzt leisere Bremsen, auch bei Güterzügen einsetzen. ;) Es wäre schon sinnvoll, sanierungsbedürftige Gleisstrecken zu richten, anstatt städtebauliche Sinnlosprojekte zu fördern.

Es wäre sogar empfehlenswert das Schienennetz auf Hauptstrecken komplett doppelgleisig auszubauen, wenn genügend Bedarf vorhanden ist. Die Schweiz baut ja im Gegensatz zu Deutschland ihr Schienennetz aus, das hat jedoch auch viel mit dem strengen Umweltschutz in der Schweiz zu tun. Der ist ja in Deutschland kaum vorhanden, was sich zB an der starken Automobilisierung erkennen lässt. Der heutige Flugverkehr sollte auch stark reduziert und auf die Schiene verlegt werden, dann passt es auch wieder mit den Abgasen, den so weit oben stören die außer ein paar durchgeknallten CO² Aposteln kaum jemand. In der Geschichte der deutschen Infrastruktur war es einer der größten Fehler den Schienenverkehr so stark zu reduzieren und zu privatisieren. Deutschland kann stolz auf seine Automafia sein.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Wenn es nur um den Lärm geht, lässt sich mit Lärmschutzwänden schon sehr viel machen. Und die Bahn will ja jetzt leisere Bremsen, auch bei Güterzügen einsetzen. ;) [/B][/QUOTE]


Wenn man sich die bauliche und geographische Situation im Rheintal ansieht, werden die Lärmschutzwände nicht viel bringen.
Des Weiteren sind das keine deutschen Züge, die dann durch das Rheintal brettern und den anderen ist es vollkommen wurscht, welche Bremsen und Räder beim Nachbarn für Geräuschtyrannei sorgen.
Aber egal, hier geht es ja um Stuttgart und nicht ums Mittelrheintal...
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]Die sollten die Aufmerksamkeit ihrer Biebermentalität lieber mal aufs Mittelrheintal lenken. Wenn der Gotthardtunnel erstmal fertig ist, wird sich v.a. der Güterverkehr dort vervielfachen und die eh schon geschundenen Anwohner im Weltkulturerbe (!) werden aufgrund der Lärmbelästigung (enges Tal, alte Gleisbetten und mindestens ein Zug pro Seite pro 5 Minuten schon jetzt) überhaupt nicht mehr zur Ruhe kommen. Da wären bauliche Aktivitäten im Sinne einer Ausweichstrecke oder einer Untertunnelung kein rausgeschmissenes Geld. Aber wenn sich der Bieber erstmal an etwas festgebissen hat............ [/B][/QUOTE]

Richtig!
Und halbvergammelte Bahnhöfe renovieren wär auch nicht schlecht und Fahrpläne lesbar machen und Fahrpreise von A nach B etwas günstiger, wäre keine schlechte Idee...
Grundsätzlich ist es ein Hase-und-Igel-Problem: wenn irgendwo ein Entlastungstunnel eröffnet wird, wird auch dieser wieder bis zur Oberkannte zuge...naja egal und man braucht wieder eine neue Entlastungsmöglichkeit.

Es war grundsätzlich keine gute Idee Bahn und Post zu privatisieren, in den USA ist das auch nicht so.
Egal.
Eine deutsche Bahn wird es über kurz oder lang nicht mehr geben.
Genausowenig wie Addidas, Puma oder SaudiMercedesBenz heute noch deutsch sind.

Heimische Interessen sind irrelevant geworden und die sogenannten Volksparteien scheren sich einen Dreck
um das Stabilitätsgesetz. Auch Wasser ist nun veräusserbar.
Gute Nacht Deutschland!
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]Und halbvergammelte Bahnhöfe renovieren wär auch nicht schlecht und Fahrpläne lesbar machen und Fahrpreise von A nach B etwas günstiger, wäre keine schlechte Idee...

[...]

Es war grundsätzlich keine gute Idee Bahn und Post zu privatisieren

[...]

... und die sogenannten Volksparteien scheren sich einen Dreck
... [/B][/QUOTE]


Absolut korrekt.
pulSarWir sind uns einig!

Für so viel Geld, wie des Bohhöfle kosta soll, kann man ne ganze Menge an Ausbau und Lärmschutz bekommen.
Wie ich schonmal sagte: Deutschland hat es eigentlich ja der Schweiz zugesagt, die Rheintalstrecke 4gleisig auszubauen.
Sollen sie doch Schallschützwände bauen, Gallerien und Tunnel -- ist nicht billig aber Peanuts gegen den S21-Wahnsinn... (von Bahnsinn kann keine Rede sein).

Nicht im Ansatz!

Ich plädiere -- um mal positiv zu sein -- für folgendes:
[color=#77ff77]
1. Abkopplung der ICE-Strecke Stuttgart - Ulm von dem Projekt

2. Volksabstimmung über S21 mit Alternative K21

3. Volksabstimmung über ICE-Strecke getrennt mit Alternative des Ausbaus
bestehender Verbindung oder teilweise Neubaustrecken für bogenschnelles Fahren

4. Infrastrukturmaßnahmen in der Fläche -- Modernisierung von Strecken, Bahnhöfen und Rollmaterial und Einführen / Verbesserung des Integrativen Taktverkehrs. Auch nach schweizer Vorbild -> Bahnsinn!

5. 4 gleisiger Ausbau und umfangreicher Lärmschutz der Rheintalmagistrale
[/color]

Dieser V-Max-Wahnsinn ... sprich : immer nur ICE für ganz teuer Geld -- ist unwirtschaftlich und im System gesehen Bullshit.

Was nutzt einem ein Fahrzeitgewinn X auf der Rennstrecke, wenn es keine Anschlusszüge gibt?!

Man muss die gesamte Verbindung sehen von A nach B und eben nicht nur die Rennstrecke.

Vom Güterverkehr ganz zu schweigen.


S21 bringt nur Nachteile für den Bahnverkehr!
Weder wird der integrative Takt möglich sein (zu wenige Gleise) noch Güterverkehr - die geplante ICE-Strecke nach Ulm (nicht um Ulm herum) ist schlichtweg zu steil.

Welche Sau will denn von Paris nach Bratislava fahren? Was soll der Scheiß?

Vergleicht das doch mal mit der Kapazität, auf die die NEAT (Gotthard-Basistunnel und Zubringer) ausgelegt ist und was es heisst, einige Millionen Tonnen Fracht von der Straße auf die Schiene verlagern zu wollen...

Wenn unsere Poilit-Elefanten so weiter machen, geschieht es ihnen nur recht, wenn die Schweizer dann in Zukunft an der Grenze einen gigantischen LKW-Verlad bauen, wo dann Ende ist für den Schwerlastverkehr.
Die Schweizer sind nicht so dumm -- die werden ganz einfach -- wie 1992 im Volksentscheid beschlossen -- den Güterverkehr auf der NEAT abwickeln und die Preisschraube (Vignette) für LKW so weit nach oben drehen, bis sie die stinkenden Brummies los sind.

Es ist alles nicht so schwer, nachzuvollziehen und man muss kein Logistik-Experte sein, um zu verstehen, dass die derzeitige Planung und vor allem das Geldgrab ohne Gleichen so vollkommen verfehlt ist.

Das hat dann nicht mal was mit Parkbäumen zu tun, Rasterlocken, Hippie-Klamotten oder eben Karl dem Käfer... oder grünen Trittbrettfahrern und Wahlgewinnlern.

Magistrale ist das Zauberwort!

Ja -- es war ein Fehler, die Bahn und die Post zu privatisieren -- ebenso die Energieversorger.

Wir haben nämlich keinen freien Markt -- sondern nur Oligopole bekommen!
Wer Zweifel hat, schaut einfach auf seine Stromrechnung... und überlege mal kurz, welche Position (in allen drei Sektoren!) der Ex-Staatsbetrieb inne hat.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
[B]5. 4 gleisiger Ausbau und umfangreicher Lärmschutz der Rheintalmagistrale
[/B][/QUOTE]


das wird bautechnisch nicht gehen. Die Häuser stehen teilweise direkt an der Strecke, wodurch auch Lärmschutzwände nicht fruchten (Abgesehen von der Kesselfunktion des tiefen Tals auch oberhalb der Wände).
Wir brauchen hier entweder eine Parallelstrecke durch Hunsrück oder Taunus, oder eine Untertunnelung. Beides wird scoin seit fast 20 Jahren von der Bevölkerung gefordert und die Mißstände angeprangert ob des zunehmenden Bahnverkehrs, jedoch hat weder unsre rote Landesregierung, jemand von der Bahn noch sonstwer zugehört. Und jetzt sehen wir, wie nötige Millionen für ein wirklich sinnvolles Projekt (denn grundsätzlich sind ja alle dafür, mehr Güter auf Schiene (und Schiff) zu bekommen, um die Straßen zu entlasten) in einen unnötigen Bahnhof mit Garantie zu wahnwitzigen Mehrkosten (im Vergleich zum Kostenvoranschlag) zu stecken. Nicht daß ich Stuttgart nicht ein gutes Verkehrskonzept gönne, aber das ist ja mal nun so richtig für den Arsch dort....
pulSar[quote] in den USA ist das auch nicht so[/quote]
Hä?

ich finde es ja ganz beeindruckend, wenn 4 bis 6 GE-Dash9er-Monster (bei distributet Power-Units oft noch mehr) einen Meilenlangen Güterzug durch die Prärie ziehen (Jenney-Kupplungen, eine viel höhre Achslast und ein größeres Lichtraumprofil)... es mag ja auch was von Eisenbahnromantik haben, wenn diese Lok-Monster über Achterbahn-artige Wellen-Schienen im Kriechtempo schaukeln... aber ne sinnvolle Bahn ist das alles nicht.
Bei den Amis ist die Infrastruktur einfach marode -- klar, Wartung kostet ja Geld und Profit ist wie immer kurzlebig und maximiert.

Die USA sind das beste Beispiel, was passiert, wenn es nur private Bahnen gibt -- und eine Alibi-Auffang-Gesellschaft namens Amtrak, die die erkläglichen Überreste von Personenverkehr abwickelt -- nachrangig nach dem Güterverkehr -- der den Railroads zu unwirtschaftlich war.

Die wenige Amis, die Bahn fahren, sind ja schon froh, wenn es nur Delay ist und nicht gleich Derailment. Eine Hand voll Class I- Eisenbahngesellschaften hat hier den Markt in der Hand und Personenverkehr ist bis auf Ballungsräume im Grunde nach unseren Maßstäben nicht mehr vorhanden.

Großbritannien hat auch so seine Mühe... mit all den Franchhises und Gesellschaften... und der Wartung / Sicherheit.

Und bei uns gibt es auch mehr Langsamfahrstellen, marode Bahnhofsruinen, schäbige Haltepunkte und Endzeitbahnhöfe, als dem Fahrgast lieb sein kann.

Von Klimaanlagen, Achsen und (abgeschalteter) Neigetechnik will ich mal gar nicht erst anfangen...

PS: im Rheinmain-Gebiet gab es diese Woche auch Warnstreiks bei der Bahn -- das war dann etwas Stress morgens für 2 Stunden. Zwei Tage später gab es Brathähnchen -- Vogelschlag im Tunnel (Hauptwache) und Kurzschluss -- mit in etwa der Auswirkung des Steiks.
Ich fragte dann in einem Nahverkehrsforum, ob das ne GDL oder ne Transnet-Taube war... bislang ohne Antwort ;-)
HrefnadisNeuseeland war übrigens gezwungen, seine eigene Bahn wieder zurückzukaufen - weil die Privatwirtschaft sie in großen Teilen wegrationalisiert hatte ...
pulSar@Hag: hab geschwurbelt als du deinen geschrieben hast .. also hier die Antwort:

"Taunus" les ich gar nicht gerne in dem Zusammenhang... :-)

Ich wollte sagen: ja -- ich kenne ja das Rheintal zumindest ab Mainz abwärts und da ist wirklich nirgends Platz. Ausweichstrecken würden sicherlich sinn machen -- aber jeweils von der örtlichen Gegebenheit abhängig. Das ist dann recht schnell recht kompliziert -- man kann sich ja z.b. bei Google-Maps / Earth ein Bild davon machen.

Es ist aber auch kompliziert, durch ein Mittelgebirge (Hunsrück oder Taunus) eine Güterzugstrecke zu bauen.

Wir hatten das hier vor Ort im Vordertaunus-Käffchen schonmal. In der Zeitung als Leserbrief (nicht der, die ich setze aber vollkommen egal). Man befürchtete seitens der Anreiner eine Zunahme des Güterverkehrs.
Dies wurde von Bahnern abgewunken und belächelt. (das hab ich auch aus dem Nahverkehrsforum, wo man sozusagen als Außenstehender mit lauter Insidern redenkann)
Sie hatten ein sehr gutes Argument: die Steigung hier im Mittelgebirge.
Ab Limburg nördlich gibt es zudem keinen Fahrdraht.
Die Güterzüge erfordern hier Doppeltraktion oder Sandwitch-Verfahren -- in der Ebene (auch dem Rheintal) reicht eine. Das macht wohl den Unterschied zwischen wirtschaftlich und unwirtschaftlich aus. Für jeden Zug wird ja auch bezahlt...

Viele Güterwagen sind uralt und erst recht auch die Bremsen.
Hier sind tatsächlich die Amis moderner! Allerdings ist das nicht zu vergleichen, da eine ganz andere Gegebenheit.

___


Ich hab oben einen Fehler begangen und war von meiner EIGENTLICHEN LINIE abgewichen.

Also bereits kurze Zeit später: ich nehm es zurück!

[color=#99ff99]
Güterverkehr gehört nämlich in RÖHREN hinein.

Diese Röhren haben LINEAR-Antrieb -- also das Prinzip der
Magnetschwebebahn.
In diesen Röhren werden wie bei der Rohrpost nur in groß die Fracht-Pakete durch die Republik geschossen!

Für Personen ist das nicht geeignet, da die G-Kräfte zu hoch sind und der Querschnitt zu klein!
[/color]

Die Ruhruniversität Bochum hat das mal als ernsthaften Forschungsauftrag grundlegend untersucht und kam zum Ergebnis, dass das das beste ist, um millionen Tonnen von Ballungsraum A nach B zu bringen.

Ich als alter SF-Fan und Verkehrsmittel-Utopist (fand schon als Kind Auto doof und Bahn besser und Magnetbahn am besten) hab das dankend aufgegriffen.

Wenn man bedenkt, wie viel so ein Griechenland-Bailout kostete, so ein Mappus-Mamut-Bahnhöfle kosten würde, dann ist eigentlich nichts zu utopisch-teuer im Vergleich...



PS: Ist ja interessant von wegen Neuseeland.

PPS: es gibt noch mehr mit Bahnsinn merke ich gerade :-)
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
[B]Hä?

...
Bei den Amis ist die Infrastruktur einfach marode -- klar, Wartung kostet ja Geld und Profit ist wie immer kurzlebig und maximiert.

Die USA sind das beste Beispiel, was passiert, wenn es nur private Bahnen gibt -- und eine Alibi-Auffang-Gesellschaft namens Amtrak, die die erkläglichen Überreste von Personenverkehr abwickelt -- nachrangig nach dem Güterverkehr -- der den Railroads zu unwirtschaftlich war.

...
Großbritannien hat auch so seine Mühe... mit all den Franchhises und Gesellschaften... und der Wartung / Sicherheit.

... [/B][/QUOTE]

Die Einlassung bezog sich auf Bahn UND Post.
Die US.Mail ist nach wie vor staatlich, es wird sich daran auch nix ändern.
Was die Bahn betrifft, so ist Amtrak kein Alibi.
Man hat erkannt, dass man ein Netz braucht, auch wenn es quasi keinen Augenblicksprofit abwirft,
ausserdem gibt es State-und Bundesgesetze bezüglich Bahnverkehr, die auch kontrolliert werden, anders als in Deutschland.

In GB gibt es u.A. den Arrivakonzern, der durchaus ordentliche Arbeit leistet (anders als dieser komische Milliardär mit der seltsamen Fluggesellschaft...aja EasyRail oder so ähnlich...der macht gar nix, das Netz zerbröselt).
Leider hat die Deutsche Bahn jetzt Arriva gekauft.
"Alex" (München-Prag, München-Nürnberg) und die Vogtland/Bayerwaldbahn waren teilweise bei Arriva und durchaus erfolgreich und von kluger Finanzpolitik begleitet.
Aber wie gesagt die D.B. ist wieder da......:p
Ronin76[QUOTE]
Güterverkehr gehört nämlich in RÖHREN hinein.

Diese Röhren haben LINEAR-Antrieb -- also das Prinzip der
Magnetschwebebahn.
In diesen Röhren werden wie bei der Rohrpost nur in groß die Fracht-Pakete durch die Republik geschossen!

Für Personen ist das nicht geeignet, da die G-Kräfte zu hoch sind und der Querschnitt zu klein!
[/QUOTE]
Das müsste auch für Personenverkehr funktionieren, es kommt ja nur auf die Beschleunigung und Verzögerung an, und die Kabinen müssen druckdicht sein. Die Röhren funktionieren im Vakuum am Besten, aber das stelle ich mir für den Alltagsverkehr sehr problematisch vor.


[QUOTE]"Taunus" les ich gar nicht gerne in dem Zusammenhang... :-)[/QUOTE]
Utopisten müssen auch Opfer bringen können. Siehs doch mal positiv, du wirst deinen Kaffee dann wohl nicht mehr umrühren müssen. ^^
|Dunkelschön|Wie gut das mit der Magnetschwebebahn funktioniert sieht man ja bei den Chinesen. Die haben den Transrapid gekauft und freuen sich jetzt den Ast ab.
AzaDer Bahnverkehr in UK ist - im Vergleich mit Deutschland - der pure luxus.
Die Züge sind neu, sauber und mit teppich ausgelegt. Regelmäßig kommen die Saftschubsen vorbei um einen zu versorgen und es geht wesentlich weniger Penner an den Bahnhöfen als hier.
Das liegt unter Anderem daran, dass gewisse Bereiche nur mit Ticket zugängig sind. Feine Sache, dies.

Edit: John S., meinst du Virgin?
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
[B]"Taunus" les ich gar nicht gerne in dem Zusammenhang... :-)
[/B][/QUOTE]


In diesem Fall: Jeder weiß, daß das Rheintal ohne Intervention quasi unbewohnbar wird, wenn der Gotthard erstmal fertig ist, viele haben tolle Ideen, aber beim Mut für die Umsetzung, sprich, wenn die eigenen Bedürfnisse tangiert werden könnten, verstummen alle.... ;)
Ronin76[QUOTE]
Regelmäßig kommen die Saftschubsen vorbei um einen zu versorgen und es geht wesentlich weniger Penner an den Bahnhöfen als hier.
Das liegt unter Anderem daran, dass gewisse Bereiche nur mit Ticket zugängig sind. Feine Sache, dies.
[/QUOTE]
Das mag auch daran liegen, daß du zu wenig Bahn fährst.

[QUOTE]
Bedeutungen:
[1] abwertend: für Obdachlose
[2] Beleidigung: eine männliche Person, die durch ihre Taten oder ihr Verhalten negativ aufgefallen ist

Synonyme:
[1] Stadtstreicher, ein Obdachloser, Bettler
[2] Arschloch, Wichser, Arsch
[/QUOTE]
pulSarAch lieber St. Florian.... :-)
Ich hätte kein Problem damit, wenn Paket-Post in dem von mir anskizzierten Maglev-Tunnels auch hier vor Ort abgewickelt werden würde. Die Umwelt würde davon nichts mitbekommen. Außer Baustelle, aber die haben wir hier eh schon.
Es wird ein 150 Jahre alter Bahntunnel durch einen neuen ersetzt und die Bauarbeiten fangen gerade an.

Ich werde also bald mal, wenn das mit den Sprengungen los geht, in den Wald auf den Berg, der untertunnelt wird und schau dann mal in die Kaffeetasse... ich hoffe auf den "Jurrassic-Park-Effekt".

Nochmal zum Rheintal: ich will ja gar nicht, dass man den Leuten ihre Lebensqualität nimmt -- ich merke ja nur an, dass man die Milliarden, die S21 kosten würde, sinnvoll verwenden kann. Man darf ja auch von seinen Vorderungen Abstand nehmen, wenn man sich besser informiert hat.... 4gleisig geht da wirklich höchstens zwischendurch mal vom Platz her.

Zu UK: ja - meine Erfahrung war auch, dass es dort sehr viel sauberer ist in den Bahnen und das Personal sehr freundlich.
Jedoch stimmt auch, dass es zumindest herbe Probleme zumindest gab mit der Gesellschaft, die Track-Maintennance macht.

Und nagelneu ist da auch nicht alles, was rollt... vor allem im Nahverkehr. Wobei die HSTs find ich immer noch am besten bzw. kultigsten sind. Um ehrlich zu sein: die hätt ich auch nicht gerne vor der Haustür rumfahren...
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/High_Speed_Train[/url] vgl. dazu den ICE TD :-p
1:0 für die Tommies und das schon länger, als hier viele alt sind .-)

Wartung und Unterhalt sind oft die Opfer der Privatisierung.
Und alle die Strecken, die früher mit einem Staatlichen Versorgungsauftrag angebunden wurden und nun unrentabel sind.
Interessant ist aber, dass es auch in UK Streckenreaktivierungen gibt. Auf der Insel wurde in den 60ern das Bahnnetz massivst zusammengestrichen... heute bereut man es oft.

Noch ne Perle : [url]www.swissmetro.com[/url] -- bin nicht der einzige Maglev-in-Röhren-Utopist :-)
Ronin76Wow, das ist meiner Ansicht nach auch die Zukunft der Bahntechnik, vor allem für Hauptstrecken. Besonders gut gefällt mir auch das Prinzip der Einbahnstraße, das ist ja beim heutigen Schienenverkehr meistens nicht möglich und dadurch entstehen enorm hohe Taktrakten und Wartezeiten. Im Prinzip könnten solche Röhren auch auf der Oberfläche in Form von Glasröhren verlegt werden, aber das würde wohl wegen dem Baumaterial und den notwendigen Glasreinigungskosten teurer sein. Allerdings ist Tiefbau auch sehr kostenspielig; siehe geplante Untertunnelung durch die Schwäbische Alb auf der Strecke Stuttgart - Ulm.
pulSarMal was anderes -- immer noch die Nachwehen des schwarzen Donnerstages.

Das Magazin der Gewerkschaft der Polizei in Mannheim:

[url]http://www.gdpmannheim.de/downloads/20101102gdpaktiv.pdf[/url]
Heph[QUOTE]Das müsste auch für Personenverkehr funktionieren, es kommt ja nur auf die Beschleunigung und Verzögerung an, und die Kabinen müssen druckdicht sein. Die Röhren funktionieren im Vakuum am Besten, aber das stelle ich mir für den Alltagsverkehr sehr problematisch vor.[/QUOTE]

Belüftete Röhren werden da wohle eher gefordert aus Sicherheitsbedenken heraus. Das erzeugt aber das problem mit dem [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahntunnel#Luftwiderstand]Luftwiderstand[/URL] welcher höher ist als bei einer Freiluftbahn da die Luft u.a. eben nicht so einfach verdrängt werden kann.

Ich denke zuerst einmal müssen wir stärker getrennte Netze Schaffen - eins für Personen und eins für den Güterverkehr. Es bringt doch nichts wenn kilometerlange Frachtzüge durch Bahnhöfe rollen die rein für den Personenverkehr konzipiert sind. Frachtverkehr nimmt sowieso häufig ganz andere Strecken als der Personen verkehr und eine RB muss einen Nonstop Zug nicht unbedingt aufhalten.

Man sollte vieleichtauch daran denken das wenn man rechtsreihnisch keine Strecken bauen kann es durchaus Linksreihnisch möglich sein kann.

In der letzten Zeit höre ich ja eher weniger von S21 (ich schau ja auch kein TV sondern treib mich bei Fefe und anderen rum) wie laufen denn die Schlichtungsgespräche?
Ronin76Bin auch nicht mehr auf dem neuesten Stand und hab auch kein TV, und das ist auch gut so. Hier, ich schenke dir dieses Empfangsgerät. ;)

[url]http://www.fluegel.tv/[/url]
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
[B]Der Bahnverkehr in UK ist - im Vergleich mit Deutschland - der pure luxus.
Die Züge sind neu, sauber und mit teppich ausgelegt. Regelmäßig kommen die Saftschubsen vorbei um einen zu versorgen und es geht wesentlich weniger Penner an den Bahnhöfen als hier.
Das liegt unter Anderem daran, dass gewisse Bereiche nur mit Ticket zugängig sind. Feine Sache, dies.

Edit: John S., meinst du Virgin? [/B][/QUOTE]

Guter Einwand, es war Virgin, Powered by Zausel Benson.

Zur Pennerdiskussion:
Umgangssprachlich muss niemand hierzulande unter Brücken leben, um als "Penner" tituliert zu werden.
Auch eine geistige Haltung zählt...
Insofern könnte man fast sagen, dass Mappus...egal.

Wie dem auch sei, es geht in letzter Konsequenz um Prag-München-Stuttgart-Paris.
Nach wie vor ist die Frage offen, wer will bitte (mit der Bahn) nach Paris?
Nun, ich weiss es nicht.
Ronin76[URL=http://www.stern.de/politik/deutschland/roland-koch-geht-zu-bilfinger-berger-und-schon-wieder-hats-geschmaeckle-1618880.html]Roland Koch[/URL] geht oder ist ja nun bei der großen, deutsch-internationalen Baufirma [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Bilfinger_Berger]Bilfinger Berger[/URL]. Die waren zB am [URL=http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bilfinger-berger-bleibt-im-untergrund/1783978.html]Pfusch[/URL] beim Bau der Kölner U-Bahn mitverantwortlich. Die Folge war, daß das Kölner Stadtarchiv im Jahre 2009 einstürzte und es dabei 2 Tote gab.

Nun ratet mal, welche Baufirma auch bei [URL=http://www.leben-in-stuttgart.de/rundbriefe/pm061019.htm]Stuttgart-21[/URL] beteiligt ist, wo es auch (viele) Tunnelarbeiten geben soll...

[URL=http://www.robinwood.de/tag/bilfinger-berger/]Der Koch, sein Metz, das Grundwassermanagement und der Hausfrieden[/URL]

Gschmäckle !
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B][URL=http://www.stern.de/politik/deutschland/roland-koch-geht-zu-bilfinger-berger-und-schon-wieder-hats-geschmaeckle-1618880.html]Roland Koch[/URL] geht oder ist ja nun bei der großen, deutsch-internationalen Baufirma [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Bilfinger_Berger]Bilfinger Berger[/URL]. Die waren zB am [URL=http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bilfinger-berger-bleibt-im-untergrund/1783978.html]Pfusch[/URL] beim Bau der Kölner U-Bahn mitverantwortlich. Die Folge war, daß das Kölner Stadtarchiv im Jahre 2009 einstürzte und es dabei 2 Tote gab.

Nun ratet mal, welche Baufirma auch bei [URL=http://www.leben-in-stuttgart.de/rundbriefe/pm061019.htm]Stuttgart-21[/URL] beteiligt ist, wo es auch (viele) Tunnelarbeiten geben soll...

[URL=http://www.robinwood.de/tag/bilfinger-berger/]Der Koch, sein Metz, das Grundwassermanagement und der Hausfrieden[/URL]

Gschmäckle ! [/B][/QUOTE]


politpropaganda (egal aus welcher ecke) ohne diskussionsbezug gibt es hier nicht. ihr seid hiermit verwarnt.
Hugin & Munin[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Gschmäckle ![/QUOTE]

Die Maultaschen-Connection ist ja längst ein Begriff und jeder, der will, kann sich ein Bild über die in der Politik grassierende Korruption machen.
Nur viele wollen das irgendwie gar nicht, weil man an das glauben will, was man die letzten Jahre gewählt hat.
Der Mensch ist halt ein bequemes Gewohnheitstier, sonst wären solche Zustände gar nicht möglich.

Auf der anderen Seite... wenn der Wähler die Korruption und Vetternwirtschaft wirklich mal übel nimmt, dann haben wir am Ende nur noch die Grünen in den Parlamenten (nicht weil die gar nicht korrupt sind, sondern nur ein bisschen).
Und Claudia Roth würde mit der BRD GmbH das machen, was sie schon mit Ton Steine Scherben gemacht hat.
So oder so schlechte Aussichten.
Ronin76[QUOTE]politpropaganda (egal aus welcher ecke) ohne diskussionsbezug gibt es hier nicht. ihr seid hiermit verwarnt.[/QUOTE]
Ok, du bist hiermit geschottert ! :D
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i]
Auf der anderen Seite... wenn der Wähler die Korruption und Vetternwirtschaft wirklich mal übel nimmt, dann haben wir am Ende nur noch die Grünen in den Parlamenten[/QUOTE]

Das stimmt so nicht. Die Grünen sind bei Allianz versichert, nur die Linke trägt im Bundestag ein sauberes Trikot.
Hugin & MuninIch habe nicht geschrieben, dass ich die Grünen nicht für korrupt halte. Die sind nur nicht ganz so korrupt (oder sie stellen es schlauer an).

Im übrigen waren die Grünen für mich schon immer eine problematische Partei, die in Teilen mit unserer Freiheitlich Demokratischen Grundordnung auf Kriegsfuss steht und sich nicht ausreichend von linksmotivierter Gewalt distanziert.
Mal ganz abgesehen davon, dass es schon sehr viel über eine Partei aussagt, jemanden wie Claudia Roth an ihre Spitze zu stellen, die ausser einem abgebrochenem Studium der Theaterwissenschaften und dem finanziellen Ruin der Musikgruppe "Ton Steine Scherben" (bei der sie Managerin war) bisher nicht viel vor zu weisen hat - ausser einer interessanten Mimik in manchen Interviews.

Die Linke sollte erst einmal endgültig ihre DDR Altlasten entsorgen, bevor sie für mich als wählbare Alternative in Frage kommt.

Auch wenn die anderen noch so schlecht sind, so verzweifelt bin ich noch nicht. Da bleibe ich lieber bei meiner ÖDP (ups, schon wieder Parteienwerbung :D ).
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i]
Die Linke sollte erst einmal endgültig ihre DDR Altlasten entsorgen[/QUOTE]

Da nur 5% aller SED-Mitglieder in die PDS eingetreten sind, nämlich diejenigen, die sich mit ihrem Reformwillen in der SED leider nicht durchsetzen konnten, gibt es da nicht viel zu entsorgen. Viel interesssanter ist es die Blöcke zu zählen, die von westlichen Parteien geschluckt wurden und bis heute keinerlei Aufarbeitung dessen erfolgt ist - der Raubtierkapitalismus der BRD machte selbst vor einstigen politischen Feindbildern nicht halt. Da die SED aber auch von Altnazis unterwandert war macht dies vielleicht doch wieder Sinn. Da zudem auch NS-Funktionsträger, SS-Offiziere und Nazi-Richter ein Recht hatten in der BRD weiterhin gesellschaftliche Gestaltung auszuüben (der ehemalige NSDAPler Kurt Georg Kiesinger war sogar vier Jahre lang CDU-Bundeskanzler!) sollte man auch ehem. DDR-Bürgern ein Leben nach der Wende gewähren.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i]
[B]Ich habe nicht geschrieben, dass ich die Grünen nicht für korrupt halte. Die sind nur nicht ganz so korrupt (oder sie stellen es schlauer an).

...
Auch wenn die anderen noch so schlecht sind, so verzweifelt bin ich noch nicht. Da bleibe ich lieber bei meiner ÖDP (ups, schon wieder Parteienwerbung :D ). [/B][/QUOTE]

"Die Grünen" gibt es so nicht.
Es gibt in Bayern den ehrenwerten Herrn Dürr oder in BaWü den Herrn Palmer.
Wo sollen diese Leute hingehen, wenn sie denn herrschende Elemente nicht gut finden und für die Menschen etwas erreichen wollen?
Bei der "Linken" würden sie nur eingeebnet und auf Parteilinie gebracht, denn "die Partei" hat immer Recht, nur Pech, dass sie immer noch nicht begriffen hat, dass sie eine von vielen Parteien ist, naja vielleicht wirds noch.
Was die ÖDP betrifft, so sehe ich sie- auch wenn ich parteipolitisch anderweitig gebunden bin- durchaus mit Symphatie.
Niemand könnte mich daran hindern in der Wahlkabine auch bei der ÖDP das Kreuzerl zu machen...

Frankenberger finde ich nicht schlecht...
Ronin76Gerade bei Wikipedia unter "Günther Oettinger" gefunden:

[QUOTE]
Im Oktober 2010 stellte sich heraus, dass Oettingers Lebensgefährtin Friederike Beyer Mitglied im geschäftsführenden Vorstand einer Stiftung von ECE ist. ECE, ein Shoppingcenter-Betreiber aus Hamburg, möchte auf dem Gelände von Stuttgart 21 ein Einkaufszentrum errichten. Oettinger gilt seit Jahren als Befürworter des Großprojekts. Die Stiftung ECE war im Zusammenhang mit Stuttgart 21 auch deshalb in Kritik geraten, weil ihr auch die baden-württembergische Verkehrs- und Umweltministerin Tanja Gönner angehört.
[/QUOTE]

Wird ja immer brisanter. Was wohl noch so alles ans Licht kommt ?
HephRegel 6 zur Recherche in der Wikipedia: Bei Politisch aktiven Personen immer die Originalquellen nachliefern. Nicht das ich das John jetzt nicht glauben würde aber Polit-seiten in der Wikipedia sind Trollwiesen erster Güte.
Ronin76Wieso John, ich hatte doch aus Wikipedia zitiert ? Woher stammt Regel 6 und was sind Regel 1-5 ?
HephTschuldigung da hab ich den Falschen kritisiert. Mit den regeln ist es so das ich die Zahlen willkürlich vergebe um Luft nach oben zu haben.

Naja Kleines Schmankerl: Das Eisenbahnbundesamt verweigert, laut [URL=http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,729605,00.html]SPON[/URL], die Genehmigung für S21. Da ich faul bin müsst ihr euch mit diesem feuchten Schlammloch - ich meine dieser Quelle zufrieden geben.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Wieso John, ich hatte doch aus Wikipedia zitiert ? Woher stammt Regel 6 und was sind Regel 1-5 ? [/B][/QUOTE]

Was mich gegenüber Wikipedia stutzig machte neulich
war, dass ein "Dianetiker" laufend Wiki als Quelle alles Wissens bezeichnete.
Generell gilt wohl die Regel, dass man stets gegenüber jeglicher Quelle skeptisch sein sollte, wenn man etwas nicht selbst gesehen hat.
Hugin & MuninSo, die Schlichtungsgespräche sind gelaufen und unterm Strich muss man sagen, dass es für die S21 Lobby gut gelaufen ist.

K 21 soll nicht gebaut werden, da die Planung zu lange dauern würde, S21 soll gebaut werden weil schon gebaut wird, ABER mit "Verbesserungen". Bäume sollen beispielsweise nicht mehr gefällt, sondern umgepflanzt werden.
Alles in allem entstehen durch die Änderungen Mehrkosten.

Die Landesregierung, die Bahn und die Baufirmen sind jetzt in der komfortablen Situation, alles was an Mehrkosten auftritt (die ursprünglichen 4 Mrd. hielt ich von Anfang an für schöpn gerechnet) dem Schlichtungskompromiss und letztendlich den S21 Gegnern in die Schuhe schieben zu können.
EvillightSteht das nicht sowieso in den Standartverordnungen, dass man eine gleichwertige Fläche aufforsten muss, wenn man anderenorts abholzt bzw wie hier umtopft?

Was mich nur früher verwundert hätte ist, dass es auf ein paar hundert Mio EUR bzw Milliarden nicht mehr ankommt, wenn man einmal ein amtliches ok bekommen hat. Wer wäre auch so blöd gewesen, gleich mit dem nunmehr bekannten Kostenaufwand in das Genehmigungsverfahren zu gehen. Letzlich sind Gelder, Posten und Kostenträger verteilt und da gilt ebend Bestandsschutz.
Demon17Nach dem Schlichtungsverfahren ist die Merheit der Stuttgarter nun für das Projekt: [QUOTE]Nach einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage im Auftrag des Südwestrundfunks und der "Stuttgarter Zeitung" befürworten nun 54 Prozent der Bürger das Bahnprojekt. 38 Prozent sind dagegen. Vor zwei Monaten waren noch 54 Prozent gegen und 35 Prozent für den Umbau des Kopfbahnhofs in eine unterirdische Durchgangsstation und den Bau der Schnellbahntrasse nach Ulm.[/QUOTE] Das Ganze wird jetzt ca. 500 Millionen mehr kosten.

[URL=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,732585,00.html]Quelle: Spiegel[/URL]
Hugin & Munin[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
Das Ganze wird jetzt ca. 500 Millionen mehr kosten.
[/QUOTE]

Der Kostenrahmen für S21 wäre, nach allen Erfahrungen die man bisher mit derartigen Großprojekten gemacht hat, ohnehin nicht zu halten gewesen.

Nun ist man aber in der Komfortablen Situation, für Mehrkosten den Schlichterspruch und letztendlich die S21 Gegner verantwortlich machen zu können.

Das Problem ist, dass große Teile der Bevölkerung gegenüber Medien und Politik nach wie vor viel zu gutgläubig sind.
Demon17Na sie konnten sich das Schlichtungsverfahren ja im Netz ansehen. Aber es ist wirklich erstaunlich wie die Kosten explodieren. Das kann ja dann gleich in den Mediationverfahren die das Projekt begleiten besprochen werden.
coma_blackDie anfallenden Mehrkosten sind bei der Genehmigung eines Bauprojektes immer bereits mit einkalkuliert - vor allem wenn es auf mehrere Jahre hinaus geplant ist. Insofern war die Argumentation vor allem der Grünen bezüglich der höheren Kosten entweder Heuchelei oder der Beweis ihrer politischen Blauäugigkeit

Der eigentliche Treppenwitz ist nun aber der, daß die S21-Gegner durch das Mediationsverfahren (es war nämlich keine Schlichtung, auch wenn es die Presse ständig behauptet) zusätzlich zu den Beträgen, die sich jeder, der mit Kommunalpolitik zu tun hat, wenigstens grob berechnen können sollte, noch mehr Kosten für größtenteils sinnfreie Verschlimmbesserungen anfallen.

Klasse wäre es, wenn jetzt die Proteste trotz Mediationsverfahren weiter gehen, denn dann darf das Land zusätzlich noch den Polizeischutz der Bauarbeiten übernehmen - kost' ja nix!


[QUOTE] Das Problem ist, dass große Teile der Bevölkerung gegenüber Medien und Politik nach wie vor viel zu gutgläubig sind.[/QUOTE]

Stimmt, sie lassen sich bereitwillig vor ökolinke ideologische Karren spannen, weil sie nicht wissen, wohin mit ihrer unreflektierten Protesthaltung gegen "die da oben".
PemphredoEs ist nicht cool Leuten Wasser ins Gesicht zu spritzen bis sie erblinden. :P
coma_blackStimmt, bei manchen Leuten würde es mit einem Sandstrahlgebläse bedeutend mehr Spaß machen!

Ich lehne Gewalt aber nach wie vor als Lösung ab.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von coma_black [/i]
[B]...
Klasse wäre es, wenn jetzt die Proteste trotz Mediationsverfahren weiter gehen, denn dann darf das Land zusätzlich noch den Polizeischutz der Bauarbeiten übernehmen - kost' ja nix!




... [/B][/QUOTE]

Mit einer Hand voll Dialekt sprechender Landespolizisten sperre ich dir jeden Bereich ohne Zwischenfälle und kostenbewusst ab.
Das Problem sind die übermotivierten, präpotenten und schlecht ausgebildeten ortsfremden Bundespolizisten.
Seit die Bahn glaubt, sie hätte hoheitliche Aufgaben beim Bau von Bahnhöfen.
Das war mal, vor hundert Jahren.
Die haben zuviel FBI-Filme gekuckt oder sind ihrem inkompetenten Bundesinnenminister auf den Leim gegangen.
Sie haben Angst vor jeder erdenklichen Form von Bevölkerung.
Menschen mit Hornbrillen in kratzenden Wollpullis werden auf einmal zu Monstern.
Ronin76Der Untersuchungsausschuß des Landtag Stuttgart zum [URL=http://www.swr.de/nachrichten/bw/stuttgart21/-/id=6760318/cat=1/pic=11/nid=6760318/did=6961960/pv=gallery/1mnijgw/index.html]30.09.2010[/URL] besteht vorwiegend aus CDU Landtagsabgeordneten, darunter viele Anwälte. Mit dabei ist zB [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Nicole_Razavi]Nicole Razavi[/URL] aus dem Wahlkreis Göppingen, welche 2005/06 das Büro des CDU-Landtagfraktionsvorsitzenden Stefan Mappus, geleitet hatte. Der ist heute Ministerpräsident von BW und hatte vermutlich höchstpersönlich die provokative Gewalt der Polizisten, zusammen mit dem Innenminister des Landes, Heribert Rech angeordnet. Also eine erfrischend unabhängige und völlig neutrale Kommission. Auf das Ergebnis kann man also nur gespannt sein, nachdem Heiner Geisler als Mediator auch kläglich versagt hat.

Die sympathische Nicole Razavi kann man zB bei der Vernehmung von Matthias von Herrmann (Sprecher der Parkschützer) bewundern, wo sie ihn darüber belehrt, daß sie die Fragen stellt. Im Gunde ist es keine Zeugenanhörung sondern im Fall von Matthias von Herrmann ein regelrechtes Kreuzverhör mit Einschüchterungsversuchen und jeder Menge Suggestivfragen und unzulässiger Fragen, besonders von Seiten des Abgeordneten Müller. Es wird zB versucht die Parkschützer, aber auch den Rest der Demonstranten und Widerständler in einen terroristischen Kontext zu bringen.


Live-Mitschnitte:

[url]http://www.fluegel.tv/index.php?article_id=138[/url]
Ronin76Neues Videomaterial des Untersuchungsausschusses zum 30. September ist verfügbar.

[url]http://www.fluegel.tv/index.php?article_id=146[/url]

[QUOTE]
20.12.2010

7te Sitzung des Untersuchungsauschuss

Aussagen von:
Volker Lösch, Zeuge
Christian Schaufler, Leiter des Persönlichen Büros des Ministerpräsidenten Stefan Mappus, Staatsministerium Baden-Württemberg
Karl Franz, Ministerialrat, Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden- Württemberg
Hubert Wicker, Staatssekretär Staatsministerium Baden- Württemberg
Video Beweismaterial vom 30.09 Sichtung, Von Blitz TV, Privatfilmern und von der Polizei, insbesondere 2 Perspektiven Wasserwerfer.
Bastian Gramm und Benjamin Kimmich, beide Polizeimeister bei der BFE Böblingen wollten nicht gefilmt werden!
[/QUOTE]

Gleich das erste Video, mit Zeugenaussagen von Volker Lösch, unter anderem Regisseur am Stuttgarter Staatstheater am Hauptbahnhof, ist sehr spannend. Der Mann hat einen messerscharfen Verstand und verfügt über weitreichende Rhetorikerfahrung und blockt so manche Suggestivfrage und Unterstellung ab. Er weisst auch noch CDU-Abgeordnete Razavi auf ihre offensichtlich stark autoritäre Erziehung hin, welche von sich selbst behauptet zu einer ordentlichen Staatsbürgerin erzogen worden zu sein. :D
Ronin76Heute, am 22. Dezember fand die (für dieses Jahr ?) letzte öffentliche Sitzung des Untersuchungsausschusses statt. Neues Videomaterial wird es wohl schon ab morgen, wie immer bei [url=http://www.fluegel.tv/index.php?article_id=138]Fluegel.tv[/url] geben.


Bekannte anwesende "Zeugen" waren:

Stefan Mappus (CDU), Ministerpräsident von Baden-Württemberg
Heribert Rech (CDU), Innenminister BW
Helmut Rau (CDU), Staatsminister BW
Tanja Gönner (CDU), Ministerin für Umwelt, Naturschutz und Verkehr in BW
Ulrich Goll (FDP), Justizminister BW


Eine kurze Zusammenfassung schon mal hier aus den aktuellen Nachrichten:

[url]http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=7353040/1u1smx8/index.html[/url]


[COLOR=orange]
Nachtrag vom 23.12.2010:

Die 8te Sitzung des Untersuchungsauschuss (gestern) ist nun bei Fluegel.tv online.[/COLOR]
pulSarUnd das Geld, das im Sinnlos-Bahhöfle verbuddelt wird, fehlt dann auf dem Land...
Z.B. bei der SICHERHEIT.

PZB und Indusi sind beides keine neuen Erfindungen.

Aber sie haben gefehlt -- auf der eingleisigen Strecke, wo es unlängst zur Katastrophe kam.

Nachtrag:
PZB heißt: Punktförmige Zugbeeinflussung.
Der aufmerksame Leser diverser Nachrichten wird es erklärt bekommen haben -- der Bahnfan weiss es.
Das ist ein System. was eine Zwangsbremsung verursacht, sobald ein Signal das Halt zeigt, überfahren wird.
Dieses System wird gerade auf der Strecke installiert (Ironie des Schicksals?).

Allerdings gibt es das System mehr oder weniger seit etwa 1934...

INDUSI ist salopp gesagt eine konkrete Ausführung der PZB.
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Indusi[/url]

Wie erwähnt: seit 1934 gibt es das.

Die Frage nach den Prioritäten des Konzerns "DB" darf und muss erlaubt sein.
Sehr wahrscheinlich wäre dieser Frontal-Crash damit vermeidbar gewesen.

Tja..

Echt mal bitter sowas...
HephDu da wir kein getrenntes Personen und Güternetz haben überrascht mich das überhaupt nicht allerdings war mir das mit dem nicht installierten System neu. Normalerweise könnten ja moderne Züge sogar ganz ohne Zugführer fahren wenn man das wollte.
Ronin76Jede Modelleisenbahn verfügt über ein PZB und da gehts nicht um Leben und Tod. Ich hoffe daß der Börsengang voll nach hinten los geht.
pulSarWenn man bedenkt, dass so ein Börsenkurs auch vom Image in der Öffentlichkeit abhängt, dann sehe ich Deine Hoffnung als berechtigt :-)

Heph: Ja - man könnte echt ne ganze Menge machen von ALL DEM GELD!

IN DER FLÄCHE... sag ich mal...

((jetzt muss ich aufhören, weil sowohl der Schwabe als auch der Eisenbahn-Technik-Freund in mir bei den aktuellen Gegebenheiten und leider nach wie vor dem Scheißdreck21 rebelliert und das ist nicht so gesund))
bloedelilafeeIch lebe etwa 50 km von Stuttgart und bin für S21 (aua nicht hauen)

Viele meiner Freunde sind natürlich dagegen, was mich aber von meiner Meinung nicht abbringt. OK, sie könnten natürlich "schöner" bauen, aber eine solche Baumaßnahme is meiner Meinung nach schon längst überfällig.

GLG die Fee
Ronin76Pulsi, seit wann bist du Schwabe ??
Scheißdreck21 ist ein netter Begriff, muß ich mir merken.



@sillyvioletfairy

Was gefällt dir an dieser Baumaßnahme und wieso ist die überfällig ?
pulSarS21... Wenn's doch wenigstens verkehrstechnische was bringen würde.
Oder geologisch machbar wäre.

Oh mann.. man kann sich nur wiederholen und wiederholt den Kopf gegen irgendwas hauen. Wobei ich das "irgendwas" nicht beschädigen will.


Öffdöbbig:

In Eppstein hier wird derweil zwei mal am Tag zwischen 9 und 10 bzw 21 und 22 Uhr gesprengt. Ein neuer Bahntunnel ersetzt den alten (dann mal).

Es gibt sogar nen kleinen Schaulustigen-Tourismus (Bahnhofs-Lokal ist praktisch) denn: DAS ist ein Sound, den hat man nichtmal direkt an der Bassbox wenn Industrie (nicht dieses Cyber-Gehops) läuft.
Das geht durch den Magen :-)

_____

Nöch Öffdöbbiger:

Antwort: Seit Dezember 1974. Allerdings seit 1981 im hessischen Exil.
Spätestens beim Einkaufen und aus Pfennigla (Cent heist des Glumb ja derweil) in de Fingerla rumdräha, bis Draht draus wird, kommen dann doch die Gene wieder ins Spiel :-)
((notgedrungen und falls mal nicht aus Überzeugung :-))
weisskreutzWarum sollte es denn nichts bringen? Es ist eine Strukturmaßnahme, die insbesondere dem Zusammenwachsen Europas Rechnung trägt.

Der jetzige Bahnhof stammt (glaub ich) noch aus dem Wilhelminischen Zeitalter- dafür hats doch echt lang gehalten.

Übrigens stammen die meisten Großbahnhofe Deutschlands aus dieser Zeit, und jeder einzelne war ein Projekt vom Kaliber S21. Wenn es also vor hundert Jahren "Die Grünen" gegeben hätte, wären wir alle noch auf Pferden unterwegs, und es wäre ein ziemlicher Zeit- und Kostenaufwand aufs WGT oder Amphi zu fahren... ;)
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
[B]Und das Geld, das im Sinnlos-Bahhöfle verbuddelt wird, fehlt dann auf dem Land...
[/B][/QUOTE]

Es würde für anderen Unsinn ausgegeben.
HephWeisskreutz an Struckturmaßnahmen die europa zusammenbringen hätte man durchaus besser geeignete Projekte in angriff nehmen können. z.B. vernüftige Zubringer-strecken zum Gotthard-Tunnel mit einer Güteranbindung an die norddeutschen Häfen oder eine ost-west Trassen etc.
weisskreutzEs handelt sich doch um eine Ost-West-Trasse, und zwar von Paris nach Budapest.
Die ist in den letzten Jahren überall als Hauptverkehrsachse ausgebaut worden- nur Stuttgart bildet eben dieses Nadelöhr. Das war einer der Hauptgründe für S21.
Heph[URL=http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1248130/Frontal21-Sendung-vom-1.-Februar-2011?setTime=5#/beitrag/video/1248130/Frontal21-Sendung-vom-1.-Februar-2011]Frontal 21 von Gestern. [/URL] Der erste Beitrag ist zu dem Bahnunglück und beleuchtet ein paar Hintergründe.
Ronin76@weisskreutz
[QUOTE]
Warum sollte es denn nichts bringen? Es ist eine Strukturmaßnahme, die insbesondere dem Zusammenwachsen Europas Rechnung trägt.

Der jetzige Bahnhof stammt (glaub ich) noch aus dem Wilhelminischen Zeitalter- dafür hats doch echt lang gehalten.

Übrigens stammen die meisten Großbahnhofe Deutschlands aus dieser Zeit, und jeder einzelne war ein Projekt vom Kaliber S21. Wenn es also vor hundert Jahren "Die Grünen" gegeben hätte, wären wir alle noch auf Pferden unterwegs, und es wäre ein ziemlicher Zeit- und Kostenaufwand aufs WGT oder Amphi zu fahren...
[/QUOTE]
Du hälst also Strukturmaßnahmen, (hach was für ein schönes Wort) grundsätzlich für positiv ? Und weil sich ein Bahnhof schon seit Jahrhunderten bewährt hat, möchtest du ihn weg haben, weil Neues besser ist ? Grundsätzlich besser ? Überleg doch mal, wie alt zb schon die Erde ist, oder das Wahrzeichen der Republik, der Berliner Reichstag.

Zur Funktionalität des Stuttgarter Hauptbahnhofes:

2008 hatte Stiftung Warentest die Pünktlichkeit der deutschen Großstadtbahnhöfe verglichen. Die Kopfbahnhöfe Leipzig und Stuttgart wurden als die Pünktlichsten befundet. Platz 1+2.

[url]http://www.test.de/themen/auto-verkehr/test/Deutsche-Bahn-Wie-puenktlich-fahren-die-Zuege-wirklich-1617492-2617492/[/url]



Die Grünen sind keineswegs feindlich zu Eisenbahnprojekten eingestellt, ich möchte jetzt aber keine Werbung für eine Partei betreiben. Sie sind jedoch größtenteils gegen S21, weil dieses Projekt vollkommener Schwachsinn ist. Da muß man kein Grüner sein, um das zu begreifen. Ich empfehle dir, dich erst mal umfassend zum Sachverhalt zu informieren, und nicht nur die Propaganda aus der Klatschpresse zu rezitieren. Ich selbst und auch viele Andere haben da schon mehrere Dutzend Stunden an Informationen und Aufklärung hinter sich. Die Meisten hatten sich spätestens am Ende gegen S21 entschieden, da die Nachteile eindeutig die Vorteile überwiegen.

Eine mögliche und kritische Quelle zu S21 ist zB [url]www.Fluegel.tv[/url] mit einer gewaltigen Menge an kritischen Gesprächen und Videoaufzeichnungen. Als Einstieg wären die Sendungen zu "Auf den Sack" zu empfehlen.

[URL=http://www.leben-in-stuttgart.de/s%2021%20kritik/behauptungen_und_luegen.htm]Wie die Bevölkerung angelogen wird[/URL]
pulSar[color=#99ffff]
Ja stimmt.
Wenn man morgens über den Frankfurter Hbf läuft, sieht man immer diese Anzeigen und Durchsagen

[b]"Alle Züge nach Bratislava sind wieder hoffnunglos überfüllt -- bitte benutzen Sie einen nachfolgenden Zug".[/b]

Die Pendler schütteln dann immer den Kopf und wissen nicht, wie sie nach Bratislava auf die Arbeit kommen sollen.... kommen sich fast vor, wie in Berlin.

Es ist klar, dass bei so viel Ansturm eine neue Ost-West-Trasse her muss!

Was auch jedem einleuchtet:
Natürlich ist auch klar, dass man auf 8 Durchgangsgleisen wesentlich besser und reibungsfreier den Verkehr abwickeln kann als auf wievielndzwanzig Gleisen im Kopfbahnhof. Vor allem das mit dem Umsteigen im integrativen Takt klappt viel besser - weil ja auf den 8 Gleisen die Züge lange aufeinander warten können und zur gleichen Zeit in alle Richtungen abfahren können. Nah- wie Fernverkehr.

Hätt ich fast vergessen:
Natürlich ist es überhaupt kein Problem, dass Nah- und Fernverkehr mit der Zugleittechnik ECTS ausgerüstet sind -- da braucht man keine Signale in den Tunneln und kann sie deswegen ruhig etwas enger machen im Querschnitt.

Die Eisenbahnindustrie ist dafür bekannt, mal eben schnell ein internationales Zugleitsystem zu entwickeln und serienreif zu produzieren. Ohne Kinderkrankheiten.

Ebenso ist klar, dass eine Stadt mit termaler Geologie keinerlei Folgeschäden in der Substanz aufweisen würde, wenn man das Grundwasser um einige Meter absenkt.

Setzungsrisse, Schäden an Immobilien, versiegende Thermalquellen -- alles kein Problem....

Denn: es zählt nur eines: die Struktur, die Struktur, die Struktur (die hat immer reicht).

F21 also Frankfurt 21 (der Plan, den Kopfbahnhof tiefer zu legen) wurde ja auch nur deswegen gecancelt, weil Frankfurt von der Rot-Grünen Regierung blockiert wurde!

Dabei weiss doch jeder, dass Frankfurt verglichen mit Stuttgart ein Kuhdorf ist und die Sache sich deswegen schon nicht lohnt, weil dort die Grundstückspreise im Vergleich dazu im Keller sind und ohnehin sowieso kaum einer den Bahnhof nutzt...[/color]
Ronin76[QUOTE]
Die Eisenbahnindustrie ist dafür bekannt, mal eben schnell ein internationales Zugleitsystem zu entwickeln und serienreif zu produzieren. Ohne Kinderkrankheiten.
[/QUOTE]
So wie die Punktförmige Zugbeeinflussung. Die wurde laut der Aussage eines ehemaligen Bahnmanagers in einer aktuellen Sendung von Monitor, schon 1930 erfunden und eingesetzt. Nach dem Frontalunfall nun vielleicht auch auf den restlichen 5 Hauptstrecken. Wie es wohl auf den Nebenstrecken aussieht..


[QUOTE]
Ebenso ist klar, dass eine Stadt mit termaler Geologie keinerlei Folgeschäden in der Substanz aufweisen würde, wenn man das Grundwasser um einige Meter absenkt.

Setzungsrisse, Schäden an Immobilien, versiegende Thermalquellen -- alles kein Problem....
[/QUOTE]
Wie beim Neubau des Großklinikums in Winnenden, das auf "Sumpfland" gebaut wird. Ein paar Risse an Garagen und Hauswänden in der Nachbarschaft, was ist das schon. Die Eigentümer und Bewohner freuen sich immer auf etwas zusätzliche Arbeit im Land der Schaffer und Häuslesbauer.
pulSarOder wie 2009 im Wiesbadener Finanzministerium.
[url]http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rhein-main/7818889.htm[/url]
Das war nur eine Probebohrung, um später das Gebäude mit Erdwärme zu beheizen.

Hier im Ort wo ich wohne wurden vor Straßenbaustellen (kleine Anwohnersträßchen) Gutachter in jedes Haus geschickt, die jeden Riss peinlich genau aufnahmen. Naja -- bis auf einen Raum damals bei mir -- da wurde nur pikiert gesagt "konnte nicht aufgenommen werden, da als Abstellkammer benutzt". Pfft. Und dabei wurde nirgendwo der Grundwasserspiegel abgesenkt.


Arme reiche Stuttgarter:

Also werde die Immobiien-Besitzer viele kleine und weniger kleine Rechungen für den Immo-Deal der Spätzle-Connection tragen.

____

Nochmal ohne Ironie -- weil es so absurd ist:

[b]Es gibt noch kein ETCS als funktionierendes System.
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/European_Train_Control_System[/url]

DARAUF hat man aber voll vertraut, als man die Tunnelquerschnitte festgelegt hat -- für den kompletten Verkehr.[/b]

Es GIBT aber noch KEINE Züge mit diesem System -- erst recht keine Nahverkehrszüge -- Umrüstung der Triebwagen wäre sofern das System denn einsatzreif wäre, sehr sehr aufwändig wenn überhaupt machbar (das kann ich nun wirklich nicht beurteilen).


Das alles ist eine Beleidigung des schwäbischen Erfindertums und Pragmatismus'.
Ganz im Gegensatz zum "Karlsruher Modell" im übrigen!

Schad um all des Geld!

[quote]Es würde für anderen Unsinn ausgegeben.[/quote]
Es steht zu befürchten....

Dieses Denken in [b]Magistralen[/b].... oh Mann...
(Maggischdralen)

Mappus, Koch und Co : ich hab noch ne Anregung für RICHTIGE MAGISTRALEN:

[url=http://de.wikipedia.org/wiki/Breitspurbahn_(Nationalsozialismus)][img]http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/de/DE_Breitspurbahn_Compare.svg/440px-DE_Breitspurbahn_Compare.svg.png[/img][/url]
Ronin76Das sprudelte aber nett in Wiesbaden. Dann bekommt Stuttgart als Herz von Europa vielleicht auch noch einen U-Boot Hafen gratis dazu.

[QUOTE]
Umrüstung der Triebwagen wäre sofern das System denn einsatzreif wäre, sehr sehr aufwändig wenn überhaupt machbar (das kann ich nun wirklich nicht beurteilen).
[/QUOTE]
Es soll anscheinend pro Lok um die € 150.000 kosten.
HephZU geothermischen Bohrungen kenne ich auch noch eine Geschichte leider fehlt mnir im moment ein schöner Link - warte hier ist [URL=http://verwickeltes.wordpress.com/2008/12/30/risse-in-131-hausern/] einer [/URL].

Also die Herren bohren und bohren und bohren und tagelang sieht alles gut bis - ja bis man feststellt das Wasser ein sehr spezielle Gesteinssorte namens Gipskeuper eindringt und dieses zum quellen bring was dazu führt da das halbe Dorf angehoben wurde. [URL=http://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/stuttgart-21-durch-den-gipsboden-in-die-hoelle;2516980] Ratet doch mal was für schöne Gesteine unter Stuttgart liegen ;)[/URL]

Merke: Geothermie ist gut aber man sollte doch nach Möglichkeit tiefen geologische Gutachten einholen und darauf hören.

Die Aufheizung des Grundwasser unter Stuttgart kann übrigens teilweise von Stuttgart selbst stammen da die versiegelten Flächen im Winter wie eine Isolierung wirken und die Kanalisation wärme einträgt. da gabs auch nen kurzen Artikel bei [URL=http://www.heise.de/tp/blogs/2/149110]Telepolis [/URL] aber das nur am Rande.

@pulsi warum schreibst du eigentlich in blau?
pulSar@Ein Post weiter vorne.
woher weiss man das?
Wenn die Zahl stimmt, muss ich mich relativieren bzw korrigieren -- denn in dem Fall wäre es tatsächlich billiger den Querschnitt zu verringern als Signale einzubauen.

Wobei ich hiermit zugebe, dass ich auch nur dass wiedergeben kann, was ich in anderen Foren mal aufschnappte. Einig war man sich da keinesfalls.

Man wird dennoch permanent das Grundwasser um die Tunnel herum abpumpen müssen...

Es sei denn natürlich, man will wirklich einen U-Boot-Hafen haben :-)

Und ja -- das sprudelte richtig amtlich. Und gab lustige Schlagzeilen.

Man vergleiche "ganz normale" U-Bahn-Projekte in Städten ohne thermalen Boden mit dem Vorhaben.
Man achte auf Baukosten, Verzögerungen oft in Jahrzehnten gemessen und dergleichen.

Da können sogar die Berliner ein gutes Wort mitreden.

In Frankfurt hat man auch Jahrzehnte länger als geplant an der U4-Verlängerung gebastelt. Der Messeturm hatte sich leicht zur Seite geneigt und wurde dann erstmal aufwändig im Fundament unterstützt und irgendwie hydraulisch wieder die paar Millimeter gerade gedrückt.

Dabei ist Frankfurt flach und der Untergrund sandig.

By the way: der S-Bahnhof unterm Hauptbahnhof in F ist wahrlich kein Aushängeschild. [b]S-Bahnen sind halt keine Magistralen.[/b]

Es tropft von der Decke -- neulich waren Pfützen mit Baustellenband abgesperrt und eine Rolltreppe ebenfalls. Wasserschaden.


Tja: [b]viel Spaß dann noch liebe Stuttgarter.[/b]

Aber Hauptsache man ist schnell in Bratislava!
Die Gummistiefel kann man ja dann wieder ausziehen im Zug.
(hoffentlich geht dann wenigstens die Klimaanlage bzw. Lüftung)

((oh mann -- ich hör jetzt besser auf -- das hat alles kein Ende und der Tag nur 24 Stunden...))


PS: Dann sind's HEBUNGSrisse statt Setzungs-.

ich schrub blau, weil ich schon um die Uhrzeit mit dem Saufen anfang. Ne Quatsch... ich weiss auch nicht.. hab wohl manchmal nen Tagging-Fetisch oder sowas :)
HephAch pulsi lustig wirds doch erst wenn sich da hebt und hier senkt ;)
weisskreutz[QUOTE]
Du hälst also Strukturmaßnahmen, (hach was für ein schönes Wort) grundsätzlich für positiv ? Und weil sich ein Bahnhof schon seit Jahrhunderten bewährt hat, möchtest du ihn weg haben, weil Neues besser ist ? Grundsätzlich besser ? Überleg doch mal, wie alt zb schon die Erde ist, oder das Wahrzeichen der Republik, der Berliner Reichstag.
[/QUOTE]

Ich wüsste nicht, dass ich irgendwo von "Strukturmaßnahmen sind grundsätzlich positiv" gesprochen hätte. Musst du dir selbst zusammengesponnen haben, was nicht selten ist in Roten Köpfen. ;)
da kommt wahrscheinlich auch die Überzeugung her, man könne Vorhandenes immer wieder durch exzessive Flickschusterei an die "Neue Zeit" anpassen.
Meine Anmerkung zum Alter des Bahnhofs (und seiner langen Dienstzeit) bezog v.a. darauf, dass diese wilhelminischen Bahnhöfe damals völlig überproportioniert, und auf eine Nutzung für Generationen ausgelegt waren- jeder Bahnhof ein S21 (oder besser ein S20) sozusagen.

[QUOTE]2008 hatte Stiftung Warentest die Pünktlichkeit der deutschen Großstadtbahnhöfe verglichen. Die Kopfbahnhöfe Leipzig und Stuttgart wurden als die Pünktlichsten befundet. Platz 1+2.[/QUOTE]

Es ist nur logisch, dass bei einem solchen Großprojekt der (erwünschten) Entwicklung der nächsten Jahrzehnte Rechnung getragen werden muss.
Insofern spiegelt ein Testbericht der Stiftung Warentest lediglich die Ist-Situation wieder, aber stellt keinerlei Zukunftsprognose.
(Aber ich möchte dir an dieser Stelle denken, dass du mir keine Marxisten-Zeitung als Argumentationsquelle genannt hast, sondern etwas, womit man auch sachlich umgehen kann. Weiter so!)

[QUOTE]Die Grünen sind keineswegs feindlich zu Eisenbahnprojekten eingestellt, ich möchte jetzt aber keine Werbung für eine Partei betreiben.[/QUOTE]

Grüne sind grundsätzlich technophob.

!Und jetzt komm mir nicht mit Windrädern. Die finden die Ökos doch nur toll, weil man denen einfach sagen kann, das funktioniere wie ihr Fahrraddynamo. Und weil bisher noch nie ein Grüner von seinem Fahrraddynamo gebissen wurde, haben sie auch keine Angst davor.
Und so eine Solarzelle hat doch irgendwie was esoterisches...
Okay, okay..Off-Topic...

[QUOTE]Ich empfehle dir, dich erst mal umfassend zum Sachverhalt zu informieren, und nicht nur die Propaganda aus der Klatschpresse zu rezitieren.[/QUOTE]
Ich musste mich zwangsläufig damit befassen, da ich ja schließlich hier in Nord-BW wohne- der schöne Kraichgau ist zu Stuttgart quasi "um die Ecke". Und die "Klatsch-Presse", die du hier nennst, war ja wohl sehr gegen S21. Vielmehr ging es da überhaupt nicht um Sachlichkeit, sondern die Medien selbst haben das Projekt du einem Sinnbild des Der-Bürger-lässt-sich-nicht-mehr-alles-Bieten gemacht.

Zur Sachlichkeit: Die sog. Schlichterrunde habe ich mir Stunde um Stunde angetan (das zog sich teilweise gewaltig, wenn irgendwelche Geologen sich über die Bedeutung von Dolinen ausgelassen haben) und da kamen, da wirst du zustimmen, alle Argumente auf den Tisch.
Die K21-Fraktion, hat mir nicht glaubhaft versichern können, dass sie das bessere Projekt vorlegt.
bloedelilafee[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]@sillyvioletfairy

Was gefällt dir an dieser Baumaßnahme und wieso ist die überfällig ? [/B][/QUOTE]

Bist du schonmal an diesem Bahnhof angekommen? Ich bin über 3 Jahre täglich morgens dort angekommen und abends wieder heim gefahren. Es hat doch nichts funktioniert an diesem Bahnhof. Ständig haben Züge übelste Verspätungen und (auch wenn es ja soooo viele Gleise gibt) musste der folgende Zug immer warten bis der eine, der auf irgendwas gewartet hat, aus dem Bahnhof rausgefahren ist. Und: schön ist der Bahnhof ja auch nicht wirklich...
Über den Neubau in Leipzig haben auch alle geschimpft und jetzt ist es einer der leistungsfähigsten Bahnhöfe hier.

Auch die ganze Spekulation über Absenkung etc. könnte man sich doch sparen. Es ist eben wirklich nur Spekulation. Dann dürfte doch niemand mehr ein Haus bauen, es könnte sich ja absenken und Risse bekommen usw.

Der Bau von S21 ist zudem ja auch der Anstoß dazu, dass unsere Bahn hier im Ländle von Diesel auf Strom umgerüstet wird und wir damit direkten Zugang zum Flughafen bekommen und nicht erst über Stuttgart fahren müssten um dann nochmal 45 Minuten in der S-Bahn zu hocken.

Und das sind auch nich die einzigen Argumente dafür.

Also: Ich bin wirklich sehr arg für den Bau.
pulSarWas ist nur aus meiner Heimat geworden....

Anstoß (!) von Diesel auf Strom. Owee. Was soll das für ein magischer Anstoß sein?
Und womit denn bitte umsetzen, wenn die ganze Kohle im Gips-Gestein verbuddelt wird?

Für des bissle Kleingeld hätte man nicht nur den Bonatz-Bau auffrischen können, die Technik verbessern -- für den Batzen hätte man das Karlsruher Modell auf's ganze Ländle ausdehnen bzw. entsprechend abwandeln können -- und noch ein paar Strecken gleich mit reaktivieren.

Zweisystem-Fahrzeuge. Gibt's auf als echte Hybrid mit Strom und Diesel. Fährt in der Nähe von Kassel.

Es gibt viele Innovationen und Lösungen -- aber alle kosten Geld.

By the Way: was macht eibgentlich der City-Tunnel in LE?
weisskreutz[QUOTE]Auch die ganze Spekulation über Absenkung etc. könnte man sich doch sparen. Es ist eben wirklich nur Spekulation. Dann dürfte doch niemand mehr ein Haus bauen, es könnte sich ja absenken und Risse bekommen usw. [/QUOTE]

Richtig. Das triffts genau. Da sieht man was in Deutschland nicht stimmt.

Früher hat man noch versucht alles so gut wie möglich zu machen.
Heute versucht man möglichst nichts falsch zu machen, und wenn auch nur theoretisch die geringfügige Möglichkeit besteht, dass etwas nicht ganz richtig laufen könnte, tut man es lieber garnicht...
pulSarUnd was hat das mit der Baustelle Stuttgart zu tun?
Da stimmt ja weder das eine "geringste Möglichkeit" noch das andere "tut man es lieber gar nicht".

Es ist doch albern, ein pauschales dafür oder dagegen daraus ableiten zu wollen.

Man muss jeden Einzelfall betrachten -- und am besten bei Großbauprojekten wäre in meinen Augen nach wie vor ein Verfahren wie in der Schweiz. Direkte Demokratie -- Volksabstimmung.

Wenn jetzt jemand sagen will: dann passiert gar nichts -- verweise ich gerne auf den Gotthart-Basistunnel bzw. die NEAT.

___

Es geht by the way nicht um bisschen Keller-GRUBE ausheben sondern 50 km Tunnel. Wenn Schon Bau-GRUBE dann richtig. Okay - Bergmännisches Verfahren - trotzdem nicht besser in solchem Gestein.

Das mit der Geologie haben sich auch nicht die Grünen ausgedacht -- die war schon einige Millionen Jahre vorher da, bevor es Wollsocken und Strickpullies und Sticker gab.

In der Zeit ist viel Wasser geflossen -- auch unterirdisch.


Um mal bei dem unpassend skalierten Vergleich mit dem Haus zu bleiben: Das Problem ist nicht das Haus, das frisch gebaut wird, sondern das, was auf die bestehende Bausubstanz wirkt.

Grundwasser ist da wohl der erheblichste Faktor -- an Hanglagen wirkt sich sehr wohl Nachbars Baustelle aus. Hier im Ort können da einige Hausbesitzer ein Liedlein von klagen.

Vor allem, wenn das Haus aus der Gründerzeit ist, am Hang steht und die Baustelle nebenan eben keine gescheite Gründung hat.
Das sind dann die Fußböden, auf die man mal ne Murmel legen sollte....

Aber in Stuttgart gilt das mit der Gravitation ja nicht...
pulSar[ESCAPE]: ich für meinen Teil muss das nicht weiter ausfechten.

Jedem seine Meinung schließt natürlich ein, dass man auch dafür sein darf -- ohne "dauer-angemacht" zu werden.
Das isses mir nicht wert und ändern tät es eh nix.. ich meine nichts :-)

Außerdem ist der Argumentationsstrang ausgekostet ... nicht, dass der Thread anfängt zu versintern oder Dolinen auszubilden. :-)
weisskreutzDirekte Demokratie?

Klar! Gerne! Ich möchte auch- wie in der Schweiz- über den Moscheebau, respektive Minarettbau, abstimmen.
Natürlich möchte ich gerne darüber abstimmen, ob der Islam hier etwas zu suchen hat oder nicht.

Aber sowas ist ja voll nicht p.c., und voll nazimäßig faschistisch...

Wer nach direkter Demokratie schreit, sollte sich klar machen, dass dann aber auch Dinge zur Sprache kommen, die man lieber nicht besprechen möchte.



[QUOTE]Und was hat das mit der Baustelle Stuttgart zu tun? Da stimmt ja weder das eine "geringste Möglichkeit" noch das andere "tut man es lieber gar nicht". Es ist doch albern, ein pauschales dafür oder dagegen daraus ableiten zu wollen. Man muss jeden Einzelfall betrachten -- und am besten bei Großbauprojekten wäre in meinen Augen nach wie vor ein Verfahren wie in der Schweiz. Direkte Demokratie -- Volksabstimmung. Wenn jetzt jemand sagen will: dann passiert gar nichts -- verweise ich gerne auf den Gotthart-Basistunnel bzw. die NEAT.[/QUOTE]

Und was war am Gotthard-Basistunnel? Der ist doch nur ein Beispiel dafür, wie die Bahn zum Thema S21 besser hätte aufklären können.
Dort hat man früh genug eine Informationskampagne zum Gotthard-Projekt gestartet, und die Bevölkerung damit grundsätzlich positiv gestimmt.
Bei S21 hat man das unterlassen.
Über richtig und falsch des Projekts sagt das garnichts aus, sondern nur etwas über eine verfehlte Informationspolitik.

Was das Gestein betrifft: Die Menschen bauen schon sehr lange Tunnels- auch in Gips-Keuper. Entsprechend gibt es dort Problematiken, vor denen man schon einmal stand, und für die es auch Lösungen gibt. Andere Probleme benötigen neue Lösungsansätze.

Und genau da liegt der Hund begraben. Während der Schlichtungsrunde wurde klar ersichtlich, dass die K21er eine unglaubliche Furcht zu verbreiten suchten, wenn es um neue Lösungsansätze ging.
Allein die Präsentation ihrer Charts, wo sie jede Problemstelle im Bauprojekt mit Explosions-Icons markierten, wies schon auf rein alarmistisches Verhalten hin.
Fortschritt zeichnet sich stets dadurch aus, dass man mit Problemen fertig werden muss. Und genau deshalb unterstelle ich den Grünen Fortschrittsfeindlichkeit- sie schüren Angst davor, sich Problemen zu stellen.
pulSar[QUOTE]Wer nach direkter Demokratie schreit, sollte sich klar machen, dass dann aber auch Dinge zur Sprache kommen, die man lieber nicht besprechen möchte.[/QUOTE]

JA! Dinge, die manche nicht gerne besprochen haben möchten.

[QUOTE]Über richtig und falsch des Projekts sagt das garnichts aus, sondern nur etwas über eine verfehlte Informationspolitik.[/QUOTE]

Stimmt! Wenn es wie in der Schweiz gelaufen wäre, könnte jetzt niemand ankommen uns sagen "wusste von nix - mich hat keiner gefragt".

Kurzum: Es geht um Legitimation durch den Souverän. :-)

[QUOTE]Was das Gestein betrifft: Die Menschen bauen schon sehr lange Tunnels- auch in Gips-Keuper. Entsprechend gibt es dort Problematiken, vor denen man schon einmal stand, und für die es auch Lösungen gibt. Andere Probleme benötigen neue Lösungsansätze.[/QUOTE]

Siehe oben. Die Kosten-Nutzen-Frage wäre ein zentrale gewesen im Falle einer Abstimmung.

Ich setze noch einen drauf:

Wenn jeder selbst über jeden Sachverhalt abstimmen könnte -- dann bräuchten wir in letzter Konsequenz keine Parteien mehr und keine Volksvertreter!
Ein paar Repräsentanten und sowas wie Geschäftsführer auf Zeit, die das praktisch abwickeln und vertreten, worüber der Souverän abgestimmt hat.

Wer's vergeigt, wird abgewählt bzw. abgesetzt.

Das ist in etwas das, was ich unter Demokratie verstehe.

Es ist im übrigen recht nahe an dem, was z.B. ein Bulletin-Board als Umfrage technische bietet. Etwas sicherer natürlich und ohne zweit- und dritt-Nickname.
Aber ebenso radikal simpel wie rein technisch gelöst.

Man müsste den Modus erschaffen, der festlegt, welche Mehrheiten bei welchen Fragen gebraucht werden -- und dann die Sache laufen lassen.

FREI !

Lediglich durch die Grundrechte / Menschenrechte eingeschränkt. Wie in der Schweiz auch.
weisskreutzAlso was das betrifft möchte ich mich gerne selbst zitieren (Hartz 4- Die Zweite- Thread).
[QUOTE]Er sagt doch nur aus, dass, angesichts der Meinungs- und Themenvielfalt, direkte Demokratie derart zeitraubend für jeden einzelnen von uns wäre, dass man sonst zu garnichts käme. Letztendlich würden sich nur noch die Radikalsten und Verbohrtesten mit Politik beschäftigen (andere müssen nämlich arbeiten!). Du kannst dir ja wohl vorstellen was dabei rauskäme...

Mächtig viel Konjunktiv, für die paar Zeilen, ne? ;) [/QUOTE]

Gott komm ich mir jetzt wichtig vor... Ich fang gleich an von mir selbst in der Dritten Person zu sprechen.. :D


Desweiteren verlagerst du ja so nur noch mehr Macht zu den Meinungsmachern.
-Weite Teile der Medienmenschen sind links-grün.
-2/3 der Lehrer in Deutschland wählen Grüne oder Linkspartei (berufsspezifische Umfrage zur letzten Bundestagswahl).
-Das links-grüne Establishment (ja, so ist es eben heutzutage) setzt den Rahmen, was den nun p.c. ist entsprechend.
-An den Universitäten sieht es nicht anders aus...

Die 68er und deren Nachfolger haben- nach missglückter Revolution, aber mit dem Bonus der sexuellen Befreiung- die letzten Jahrzehnte genutzt, um die neuralgischen Meinungspunkte der Gesellschaft zu "übernehmen"(Graswurzelrevolution).

Wer in einer direkten Demokratie, in der ja v.a. die momentane Stimmungslage zählt, letztendlich das Sagen haben wird ist klar: Kräfte, die schon vor 40 Jahren beschlossen haben, sich für die Unverschämtheit der Deutschen, Kommune und Kinderläden nicht angenommen zu haben, rächen werden. Und zwar mittels Zerstörung der Deutschen als Kultur.
(Vielleicht etwas überspitzt, aber denk mal drüber nach)
pulSar[color=#ccddc0]
Grünlich und linksbündig extra für Dich :-)

Mir ist bewusst, dass Populismus eine Gefahr darstellt.

Allerdings sehe ich das nicht so, dass wir vom "links-grünen" Establishment komplett dominiert werden.

Vergleiche hierzu einen Artikel -- meinetwegen in einer Zeitung, die Du so bezeichnen würdest -- mit den Kommentaren (sofern sie überhaupt erlaubt sind).

Vergleiche mit dem, was man auf der Straße sagt oder in der Kneipe.

NICHT zu fragen -- direkte Demokratie gar nicht erst zu wagen -- bedeutet, dass man automatisch Unmündigkeit unterstellt.
Damit wäre man nicht weiter gekommen aus Angst, man könnte Fehler machen.

Ich könnt jetzt sogar zitieren von wegen "Haus bauen" und so. :-)

Ich wage ernsthaft zu bezweifeln, dass das Ergebnis einer echten Volksabstimmung bzw. Abstimmung auf Kreis- oder Gemeinde-Ebene wirklich pauschal links-grün wäre. Gewiss nicht!
Das würde wenn es überhaupt zu klarem Ergebis der Art käme, vom Ort und Ortsteil abhängen.

Hier zumindest im Vordertaunus ist die Welt alles andere als "links-grün".
Hier war und ist so ziemlich alles pauschal CDU -- alleine schon deswegen, weil es schon immer so war.

Wenn man (wie in meinem Falle hier im Ort selbst) nach und nach mehr erfährt, wo wie wer was eigentlich macht, dann kannste die ganzen Parteibücher in die Tonne treten.

Die, die hier an der Macht sind, könnten genau so gut unter einer anderen "Fahne" / "Farbe" agieren -- hauptsache, man hat seinen Klüngel und macht seine Geschäfte.

Da wären die meisten einfach in der Partei, die an der Macht ist.

Ich hab im übrigen viel drüber nachgedacht und auch gesprochen -- mit Schweizern nicht zuletzt.

Mein Ergebnis ist: Bundesebene ist gefährlicher als Landesebene.
Kreis- und Gemeindeebene das beste für Abstimmungen.

Das betrifft einen selbst -- speziell Bauvorhaben. Baugebiete, Bauprojekte, Infrastruktur.

Die Fronten hier im Ort z.B. -- auch in einem Baugebiet -- verlaufen über die Parteigrenzen hinweg.

Je näher am Baugebiet oder der Zufahrtsstraße dran, desto dagegen. Mit Parteien hat das nichts zu tun -- es gibt nicht eine Fraktion, die eine geschlossene Meinung hätte. Alle bleiben unverbindlich, da selbst nicht einige und da man sich keine Feinde machen will.

Man darf nicht den Fehler machen und davon ausgehen, dass das, was man mediell vorgesetzt bekommt, das ist, was die Leute denken.
Es ist immer das, was die Redaktion denkt oder viel eher: schreibt!

Medienmenschen sind in meinem Umfeld auch nicht links-grün -- viel mehr sind es am ehesten orangene *), sofern sie sich überhaupt einer Richtung zuordnen lassen, was heutzutage kaum noch klar und einfach ist.
Ich kenne so gut wie niemanden, der von sich sagen würd "ich bin ein Linker" oder "ich bin ein Rechter".
Kann auch damit zusammen hängen, dass wir Ü 30 sind und dass man irgendwann aus der Sache einfach raus gewachsen ist.

Links und Rechts sind für mich Sortierungen aus dem letzten Jahrhundert.

Weisst Du : nach meiner Erfahrung ist das so, dass je weiter jemand auf einer Seite steht, desto mehr braucht er die andere Seite, um sich darüber zu definieren. Durch das Anti-

Der eine ist gegen Rechts, der andere gegen Links.
Solange Rechts seinen Feind bei Links sieht und Links bei Rechts ...
sind beide beschäftigt.

Und kloppen gegenseitig bei jeder Gelegenheit aufeinander ein.
Die einen rhetorisch, die anderen physisch.

Dann freuen sich die OBEN!

Denn: der eigentliche Konflikt im 21 Jhd ist keiner zwischen links und rechts.

Er ist einer zwischen UNTEN und OBEN.
Und zwar zwischen ganz-ganz-weit oben und allem darunter.

Das funktioniert solange, solange sich alles unterhalb der Spitze der Pyramide aufreibt und damit beschäftigt und ausgelastet ist.

Das ganze rund um S21 nimmt im übrigen auch immer mehr solche Züge an!
S vs. K.
Schon bekloppt irgendwie.
[/color]

*)
Je IT desto:
[img]http://www.weitwinkelsubjektiv.com/wp-content/uploads/2006/08/Piraten%20Partei.png[/img]
weisskreutzDas nenn ich jetzt mal aber eine ausführliche Antwort!

Aber kurz gefasst:
Die Meinungen in Deutschland ist nicht ausschließlich links-grün dominiert. Schon klar!
Aber:
Der Rahmen in dem sich erwünschte bzw. tolerierte Meinung bewegen darf, wird von eben diesen gesetzt. Man darf sich dabei- politisch gesehen- irgendwo von der Mitte (wobei man da schon am Rande des Faschismus steht...) bis weeeeeiiiiit nach links tummeln (eine Grenze ist offenbar erreicht wenn man das Wörtchen "Kommunismus" in den Mund nimmt).

Es ist schon richtig, dass die klassische Links-Rechts-Einteilung so nicht mehr ganz korrekt ist- aber, das war sie eh nie. Definiert war stehts nur: Was ist Links? Der gesamte Rest (Konservativ, Nationalistisch, Monarchistisch, Liberal), der selbst untereinander oft kaum etwas miteinander zu tun hatte, war dann eben Rechts.
Was ich ausdrücken möchte: Das was man landläufig als Links bezeichnet, und eben jene, die sich auch als Links sehen, bestimmen den Rahmen für die "political correctness".
(Gemeint ist nicht der Kampfbegriff "PC", sondern das was man äußern darf, ohne in die Ecke "Menschenfeind" gedrückt zu werden.)

[QUOTE]Mein Ergebnis ist: Bundesebene ist gefährlicher als Landesebene. Kreis- und Gemeindeebene das beste für Abstimmungen.[/QUOTE]

Da kann ich nur teilweise zustimmen. Volksbefragung auf Bund- und Länderebene sollte kaum möglich sein, da stimme ich dir zu. Aber auch die Kreis-/Gemeindeebene ist problematisch.

Beispiel: In ihrer Regierungszeit, hat die Grüne Partei auf Bundesebene beschlossen, es müssen gewaltige Windparks in Nord- und Ostsee gebaut werden (Bundesebene). Nun stellen sich aber die Gemeinden (unter grüner Flagge) quer, wenn das Leitungsnetz, das nun ausgebaut werden soll, über ihre Felder gelegt werden soll (Gemeindeebene).
Die Folge: Endlose Streitereien und Blockaden.

[QUOTE]Man darf nicht den Fehler machen und davon ausgehen, dass das, was man mediell vorgesetzt bekommt, das ist, was die Leute denken. Es ist immer das, was die Redaktion denkt oder viel eher: schreibt![/QUOTE]

Auch richtig. Problematisch ist aber, dass Medienpräsenz gleichbedeutend mit persönlicher Erfahrung ist. Unsere Erfahrungen sind die Basis unseres Weltbildes. Über die Medien "erfahren" wir ebenfalls. Dies führt zur Steuerung unseres Weltbildes in eine von den Medien bestimmte Richtung. Wenn unsere eigenen Erfahrungen nicht in einem gravierenden Missverhältnis zur "Medien-Erfahrung" stehen, formen wir unsere Meinung eben danach.
Nun ist es natürlich klar, dass wir Medienpluralität haben, und daher verschiedene Ansichten zu hören bekommen. Weiterhin können wir auch steuern, welche Medien wir konsumieren.
Diejenigen aber, die die Grenzen der erwünschten Berichterstattung, und diejenigen die beispielsweise auch die erlaubte Terminologie bestimmen, diese sind unglaublich mächtig.
Entscheidend ist auch, welchen prozentualen Anteil eine wie-auch-immer-gefärbte Medienmeinung in der Berichterstattung einnimmt.

[QUOTE]Denn: der eigentliche Konflikt im 21 Jhd ist keiner zwischen links und rechts. Er ist einer zwischen UNTEN und OBEN. Und zwar zwischen ganz-ganz-weit oben und allem darunter.[/QUOTE]

Das ist heute etwas komplizierter. Es gibt weder gesellschftliche Klassen, noch gesellschftliche Schichten. Vielmehr unterteilt sich die Gesellschft in unterschiedliche Milieus (ist nicht von mir!).
Du kannst quasi eine vieldimensionale Matrix erstellen, in die du Wohlstand, Bildung, Konsumorientiertheit, klassische Links-Rechts-Orientierung, Progressivität etc. einträgst. Über die Bandbreite der jeweiligen Kriterien definierst du dann das Milieu (diese tragen so lustige Namen, wie "Ostalgiker" oder "Post-Konsum-Orientierte"). Diese Milieus haben oft, unabhängig vom jew. Wohlstand Verlinkungen.
Auf die Art und Weise werden Menschen, die du zum einen ganz oben, und zum anderen eher unten ansiedeln würdest, zu Verbündeten, da sie zwar nicht über ihre Wirtschaftskraft, wohl aber über Ideologie, Religion u.ä. verbunden sind.
Ich persönlich halte das Attribut "68er-esk" bzw. "grün" durchaus für einen Indikator zur Festlegung der "Neuen Fronten".
pulSar[quote]Du kannst quasi eine vieldimensionale Matrix erstellen, in die du Wohlstand, Bildung, Konsumorientiertheit, klassische Links-Rechts-Orientierung, Progressivität etc. einträgst. Über die Bandbreite der jeweiligen Kriterien definierst du dann das Milieu (diese tragen so lustige Namen, wie "Ostalgiker" oder "Post-Konsum-Orientierte"). Diese Milieus haben oft, unabhängig vom jew. Wohlstand Verlinkungen.[/quote]
Der ist gut formuliert!

_____ Mein Standard-Einspruch :

Medien ≠ Medien.

Schau mal hier mein letzter "Post" (eigentlich viele):

[url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=1766926#post1766926[/url]

DAS ist Medien.
Alles andere ist veralteter, gefilterter, vorgekauter, verfärbter Firlefanz!

[quote]Problematisch ist aber, dass Medienpräsenz gleichbedeutend mit persönlicher Erfahrung ist.[/quote]

Anm dazu -- sicher zutreffend. Ich nehme mich mal aus, denn:
ich bin im übrigen Mediengestalter bzw. gelernter Schriftsetzer und ich mach ein Wochenblättle (nicht die Redaktion sondern die Druckvorstufe).
"Meine" Reichweite beschränkt sich auf eine kleine Gemeinde mit ner 7.500er Auflage -- also ein Furz -- aber ein netter Job. Und knuffig, da man die Zankereien der Parteien und Vereine live mitbekommt. Der gleiche Kindergarten wie in groß -- nur nicht so teuer.

Dort wandern im übrigen gerade einige ab von der CDU zu diversen "freien Wählern" (auch wenn sie andere Namen haben).

Das kann man aber nicht vergleichen mit der "großen Presse", da es ganz andere Regeln sind. Wir sind froh, wenn wir die 8 Seiten voll kriegen mit halbwegs sinnvollem.

___

[quote]Diejenigen aber, die die Grenzen der erwünschten Berichterstattung, und diejenigen die beispielsweise auch die erlaubte Terminologie bestimmen, diese sind unglaublich mächtig.
Entscheidend ist auch, welchen prozentualen Anteil eine wie-auch-immer-gefärbte Medienmeinung in der Berichterstattung einnimmt.
[/quote]

Ja!

Weisst Du, wo mir das immer wieder auffällt?
Alles rund um Israel bzw. Palästina und natüüürlich Terror rauf und runter ist dafür prädestiniert!
Da wird das ein oder andere 100.000er Auflagen-Blatt schonmal zur reinen PR-Abdruck-Maschine von irgendwelchen Feeds gefühlt direkt aus dem Thinktank.

Oder auch sehr plastisch: die Sarrazinade. (die Wortschöpfung hatte sich sogar unser Blättle mal ironisch in einem Kommentar erlaubt -- und prompt erboste Leserbriefe geerntet. Auch von der Cheffin im Bürgermeistgeramt.
Das mit den Ironie-Detektoren klappte nicht.)

Es gibt sehr viele rote Tücher, Tabus und Dinge, die man nicht sagen darf!
Stimmt.

Nur: das, was im Hirn eines (Chef)Redakteurs wirklich vor geht -- oder anders: wie inkorrekt und über-den-Dingen-stehend er wirklich ist und das was er schreibt und schreiben darf -- kann sehr weit auseinander liegen. Hier rede ich allerdings von dicker Auflage...

Sie halten still, weil alle andere still halten!
Niemand will der Buh-Mann sein, weil er es als erstes brachte -- was die meisten anderen denken aber sich nicht zu schreiben trauen.

Es gibt -- das hoffe ich und denke ich -- mehr als man denkt, die durchaus raffen, wo es lang geht. Sie wollen halt nicht gefeuert werden. Sie wollen nicht die Anzeigenkunden verlieren.

Da braucht man keine "böse Macht" die alles kontrolliert -- Illuminaten, die mit der Pistole drohen. Das erledigt "der Markt" von alleine -- und vor allem: der Zeitdruck und die knappe Kasse!

Man kann sagen, dass die Presse an sich eine Art Meute ist, die sich gerne auf einen "gemeinsamen Feind" einschießt.
Die Bahn ist es derzeit ganz bestimmt -- das ist auch bequem, da man nicht viel falsch machen kann.

Vieles ist gar nicht politische Überzeugung -- es ist oft ganz einfach Bequemlichkeit!
JohnSteed1.Tag


Präsident und Beherrscher der Gläubigen, Stefan Mapubarak kündigt freie Wahlen an. Er schätzt das Ergebnis für seine Mutterlandpartei auf vorsichtige
68%

Eine kleine Gruppe von Demonstranten skandiert: "der Dicke muss weg!".
Das geht aber nicht lang, die staatlichen Schlägertrupps auf Kamelen und Pferden sorgen alsbald für Ruhe.

2.Tag
Präsident Maputo führt die Notstandverordnungen wegen der anhaltenden Unruhen wieder ein.
Zuletzt hatte Marinerichter Filbiger diesen Schritt gewagt.

3.Tag
Auf dem Dachierplatz in Stuttgart versammeln sich 500.000 Menschen.
EnBW und ViagInterkom sperren das Internet.
Die Demonstranten rufen: "der Dicke muss weg!"

4.Tag
Grosspräsidentin und Beherrscherin der Gläubigen und
Friedensreiche Morgenröte Merkel schwebt mit einer Militärmaschine ein.
Im staatlichen Fernsehen erklärt sie, Mapubarak sei ein aufrechter Demokrat und die Wirtschaftshilfe würde weiterfliessen. Von Stuttgart nach Berlin.

5.Tag
Eine Million Demonstranten versammeln sich in Stuttgart.
Mapubarak fordert Luftunterstützung.
Zwei Jagflieger drehen ihre Runde über Cannstatt.

6.Tag
Die Demonstranten wollen einfach nicht gehen.
Mapubarak schafft es Schlägertrupps in Ulm und um Ulm herum zu rekrutieren.
Die Bauernarmee erreicht die Tore Stuttgart, verirrt sich aber in Esslingen und zieht in die umliegenden Wirtshäuser ein.

7.Tag
Mapubarak wechselt alle Minister, ausser Gönninger aus und wird wie folgt zitiert: Es würde ihn alles auf den Keks gehen und er müsse nicht am Stuhl kleben.
Ausserdem sei alles so anstrengend und er würde lieber Rosen züchten im Remstal und überhaupt.

8.Tag
Die Uno bietet an, dass Mapubarak in München ärztlich untersucht wird. Er lehnt ab.

9.Tag
Mapubarak wechselt erneut alle Minister, ausser Gönninger aus.Er kündigt für Herbst unbedingt freie Wahlen an, seine NDP wird 68% erhalten. Kennt man ja schon.

10.Tag
Mapubarak hält erneut eine Rede: "Ich liebe euch alle!" sagt er und sucht sein rosa Telephon, das Gönninger in der Hand hält.

11.Tag
Die Demonstranten fordern weiterhin den Rücktritt Mapubaraks.
Stellv.Präsidentin Gönninger schliesst Neuwahlen mit 58% für die Mutterlandpartei nicht aus.
Sie hält alles für eine Intrige der Handwerksbrüderschaft.

12.Tag
der ägyptische Staatsgast Suleyman sucht seinen Suleyhund.

13.Tag
Der Hausmeister in der Parteizentrale der Mutterlandpartei, schmeisst achtlos eine Zigarette weg. Die Parteizentrale brennt.
Die Demonstranten applaudieren.

14.Mapubarak erklärt die Neuwahlen nach Rücksprache mit seinem neuen Kompetenzteam unter Gönninger für "ergebnisoffen".

15.Tag
Der Grossaussenminister der Red Bull/Coca Cola(C)Republik Deutschland, Saturn(C)
Beherrscher der Kleingläubigen Guido Westerwelle (C)
gibt eine Reisewarnung für Ludwigsburg, Cannstatt und
Möglingen heraus. Keiner weiss warum

16.Tag
Mapubarak tritt nicht zurück,man nimmt an der 93jährige sei noch nicht amtsmüde

17.Tag
Ahhhhhhhhhhhhhhhhhh
Black Moni@John
Hab Dank! Endlich hatte ich heute was zu lachen.
Hänge ich gleich mal ins Treppenhaus mit einem Aufkleber dazu.
JohnSteedHab nix dagegen!;)
JohnSteedStuttgarte Zeitung,
aktuell:

[url]http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.nach-mappus-vorstoss-wolfgang-schuster-ist-bedient.261847a6-f07c-4f85-b616-62bc40787e43.html[/url]



Auszug:
Nach Mappus-Vorstoß
Wolfgang Schuster ist bedient
Thomas Borgmann, aktualisiert am 04.03.2011 um 07:21 Uhr

Mappus lässt seinem Unmut freien Lauf

Einer, der Wolfgang Schuster lange kennt, seinen Namen in dieser vertrackten Situation aber nicht öffentlich nennen mag, sagt: "Ein Meister der Kommunikation ist unser Oberbürgermeister bekanntlich nicht, außerdem ist er durch seine internationalen Ehrenämter sehr viel weg. Aber was unser Ministerpräsident jetzt macht, das ist nicht fair. Für Wolfgang Schuster ist es die Höchststrafe, wenn nun seine politischen Gegner - wie etwa der Grünen-Chef Werner Wölfle - für ihn quasi eine Ehrenerklärung abgeben."
--------------

Mappus hatte nichtmal die Höflichkeitsformeln beachtet und sozusagen Schuster nicht "nahegelegt" nicht mehr
anzutreten, sondern davon gesprochen, dass Schuster nicht mehr antreten würde.........
Er hatte dem stuttgarter OB die Alleinschuld am Desaster
im Umkreis von S21 gegeben.
Nun, der Chef der verstaatlichten Polizei ist der Ministerpräsident, nicht der OB.
Wahrnehmungsstörungen?
Das ist schon unglaublich selbstherrlich, aber auch
dünnhäutig.
AsheCorvenkann mir mal bitte jemand sagen was die contras sind bei S21?

und bitte diese spätromantischen revolutionsgedanken und emotionen aussen vor lassen.
Ronin76[QUOTE]kann mir mal bitte jemand sagen was die contras sind bei S21?[/QUOTE]
Nö. Dazu gibt es mehr als genügend Infos im Netz und wurde hier auch schon ausführlich diskutiert.

Du kannst jedoch gerne die "Pros" aufzählen. :D Und bitte ohne heile heile Hitler.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von AsheCorven [/i]
[B]kann mir mal bitte jemand sagen was die contras sind bei S21?

und bitte diese spätromantischen revolutionsgedanken und emotionen aussen vor lassen. [/B][/QUOTE]

Tante Frieda, Onkel Albrecht und Walter Sittler:

[url]http://www.stern.de/politik/deutschland/stuttgart-21-interview-mit-walter-sittler-eine-kalte-wut-nach-innen-1597616.html[/url]
AsheCorven[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Nö. Dazu gibt es mehr als genügend Infos im Netz und wurde hier auch schon ausführlich diskutiert.

Du kannst jedoch gerne die "Pros" aufzählen. :D Und bitte ohne heile heile Hitler. [/B][/QUOTE]

genau das meine ich aber.
du wirfst hier gleich auf der ersten seite mit so grossen worten wie "faschisten" um dich aber Fakten soll man sich dann selbst zusammen sammeln?
Dann sagst du:
[QUOTE]@coma_black Mit deinem Unwissen machst du dich nicht nur unbeliebt sondern stellst dich primär als dumm dar. Lies dir doch erst mal ein paar Grundkenntnisse durch, um überhaupt eine Diskussionsgrundlage zu haben: [url]http://stuttgart-21-kartell.org/[/url][/QUOTE]

Sind das nicht sehr starke Worte die du da in den Mund nimmst?

Wirkliche Fakten gegen das Projekt konnte ich von dir auch noch nicht lesen wobei mir das lesen im allgemeinen vergangen ist. Du solltest solche Begriffe wie "Faschist, Faschismus" ... nicht zu schnell um dich werfen, das wirft ein schlechtes Licht auf dich.

Generell habe ich auch hier zu dem Thema Stuttgart 21 nur emotionale Argumente gelesen das wurde auch in verschiedenen TV-Diskussionsrunden so rüber gebracht an denen immerhin hochrangige S21 Gegner teilgenommen haben.
Was ich akzeptieren kann als Argument sind vielleicht

- die hohe Planungszeit und eine Überprüfung der Anforderungen
- die Kosten überprüfen und zeitgemäße Lösungen finden.
- die Planung fit machen für eine schnellere und diskretere Durchführung.
- einsetzen eines Controllings für Durchführung und Kosten

Geld spielt für mich da keine Rolle. Stuttgart bekommt unter dem Strich gesehen eine Menge Geld geschenkt. die West-Ost Achse wird konsequent ausgebaut, der Flughafen endlich richtig angebunden.

Was ich nicht verstehen kann, was ist an diesem Europaviertel so schlecht? Hat Stuttgart kein recht sich zu entwickeln? im übrigen es werden ja auch eine Menge Wohnungen abfallen.
Was ich nicht erwähne sind Arbeitsplätze und damit verbunden Gehälter die bezahlt werden, Jobs welche während und nach dem Bau geschaffen werden.

Mich erinnert die Diskussion immer an die Flughafen München Geschichte.
Damals als man anfangen wollte zu bauen war auf einmal das Moos so sehr wichtig.
Heute ist der Flughafen mit 30 000 Angestellten der größte Arbeitgeber Bayerns. Jeden Tag kommen Schnitt 2 neue hinzu. Es haben sich neue Naturschutzgebiete für seltene Vögel entwickelt und brachte der Stadt München/München Messe/München Tourismus eine Menge Mehreinnahmen.

Die Frage welche man klären sollte ist doch einfach, ist die Bevölkerung in Deutschland wirklich so Entwicklungsfeindlich?
Eine andere Frage ist die der Demonstranten. Wie vielen geht es hier wirklich um den Bahnhof? Wie viele (vor allem Schüler und Studenten) wurden nur instrumentalisiert dort hinzugehen. Wie viele sind professionelle Krawallmacher/haben einfach Spaß an der Sache?

Noch mal zu deinem Link: [url]http://stuttgart-21-kartell.org[/url]
ich finde die Seite doch etwas zu reißerisch dargestellt.
Da werden Zusammenhänge gebildet wo nun wirklich keine sind.
Es werden Artikel aus dem Zusammenhang gerissen von Zeitungen zitiert.

Da wird von einem "geheimen internen Papier" geredet welche die Situation anders darstellt und den guten Herrn Gruber als Lügner strafen würde. Warum bleibt das Dokument geheim? Warum bringen die Betreiber Herrn Gruber nicht ins Kippen oder fallen?

Es wird definitiv falsch zitiert das Stuttgart sehr gute Kapazitäten hinsichtlich Verkehr hat und über Jahre noch nicht ausgelastet ist.
Dann stellt sich doch die Frage, warum gibt es jeden Tag Verkehrschaos auf den Autobahnen um Stuttgart? Warum muss ich auf der südlichen West - Ost Achse mit Bummelbahnen fahren (Vielleicht ein TGV quält sich mal durch) wenn ich z.B. von Karlsruhe nach München möchte und die einzige Alternative bleibt der ICE über Mannheim was einen Umweg von 100 km bedeuten würde. Das zeigt doch das im Grunde der Verkehr derzeit um Stuttgart geleitet wird.
...

Natürlich muss man sich bewusst sein, wenn S21 kommt wird der Linienausbau nach Ulm auch kommen (müssen) und von dort aus weiter nach Süden. Hier sehe ich ein großer Knackpunkt. Die Salamitaktik. Man müsste vorher die Karten offen legen. Das ist der Grund warum die Pläne neu zu prüfen sind.
pulSarder Thread hier ist voller Fakten!
Es kann zugemutet werden, das nachzulesen.

Die Zeit, das zu wiederholen ist dann doch zu kostbar. Sorry.
Wenn das hier nicht reicht, gibt es Websites.

Einfach zu sagen : nö - gibt keine Fakten, weil man mir nicht adequat antwortete ist etwas zu einfach....
weisskreutz@ pulsar

Ich hab mich grade mal stichpunktartig durch die Leiste geklickt, einfach weil ich mich zu erinnern glaubte, dass es garnicht so sehr um themenbezogene Fakten ging, in diesem Thread. (Da nehm ich mich nicht aus ;))

Du hast Recht; es gibt Fakten, und es kommen auch einige von dir. Es hat aber schon etwas gedauert bis ich da mal welche gefunden hatte.
Vorher fand ich (durch wahlloses Durchklicken) nur den üblichen Sozi-Kapi-Plot (warsch. mehrere hier), Prügelbullenpolemik und die mehrfach geäußerte Vermutung, dass sowieso alle korrupt sind und sich die Taschen füllen. Dann erst fand ich die ersten Fakten.

Für AsheCorven gilt: Wer suchet, der findet. Aber du brauchst schon die stoische Ruhe eines Goldschürfers dazu.
AsheCorven[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]@ pulsar

Ich hab mich grade mal stichpunktartig durch die Leiste geklickt, einfach weil ich mich zu erinnern glaubte, dass es garnicht so sehr um themenbezogene Fakten ging, in diesem Thread. (Da nehm ich mich nicht aus ;))

Du hast Recht; es gibt Fakten, und es kommen auch einige von dir. Es hat aber schon etwas gedauert bis ich da mal welche gefunden hatte.
Vorher fand ich (durch wahlloses Durchklicken) nur den üblichen Sozi-Kapi-Plot (warsch. mehrere hier), Prügelbullenpolemik und die mehrfach geäußerte Vermutung, dass sowieso alle korrupt sind und sich die Taschen füllen. Dann erst fand ich die ersten Fakten.

Für AsheCorven gilt: Wer suchet, der findet. Aber du brauchst schon die stoische Ruhe eines Goldschürfers dazu. [/B][/QUOTE]

Wie du und pulSar aus meinem letzten Beitrag rauslesen konntet/solltet, habe ich mich mit dem Thema durchaus auseinandergesetzt (wenn auch weniger hier)
Wie du richtig sagst, mit diesen "Sozi-Kapi-Plot" und "Prügelbullenpolemik" hat das alles sehr mühsam gemacht.
Generell war meine erste frage auch etwas aufrüttelnd gedacht um vielleicht neue Argumente ans Licht zu befördern bzw. mal jemanden der es auf den Punkt kriegen kann und das ohne (inszenierten?) Fanatismus.
Ich habe diese Diskussion als sehr einseitig empfunden. Mir drängte sich mit jeder Seite das Gefühl auf, das gerade die fanatischen Kämpfer gegen das System gegen Faschismus durch - man inszenierten sagen - fast blinden Aktionismus selbst eher die Seite der Gruppe einnehmen welche man als Faschist bezeichnen würde.

Da wird ein Bahnhofsbau als die große Protestsäule der Bevölkerung hochstilisiert. Das ist es aber nicht. Das ist es entschieden nicht.

Deshalb auch meine Nachfrage nach Contra-Punkten welche "spät-romantischen Revolutionsgedanken" außen vor lassen.
JohnSteed@AsheCorven

Nun, ich kann nur für mich sprechen. Ob Stuttgart einen blauen, grünen oder vergoldeten Bahnhof kriegt, ist mir im Grunde egal.
Wichtig ist für mich, dass das Projekt Mappus de Bach'na geht.
Einfach weil dies Auswirkungen auf Mutti hätte.
Seit Kohl ist uns keine besch****** Kanzlerin mehr passiert.
Hinzukommt, dass ich ein Konservativer vom "alten" Schlag bin und das bedeutet, dass die Union für mich eine Art Feindbild darstellt.
Und sie soll nicht nur um ein Prozent weniger haben als all die anderen unwählbaren Nasen,
die Union soll mit Demütigung vom Platz gejagt werden.
Wenn es geht noch mit tiefen Verletzungen.

Dieses Land hat so eine freche und bösartige Korruption einfach nicht verdient.
weisskreutz@ AsheCorven

Du verstehst das falsch. Es ist vielmehr so:
[I]Du[/I] bist ein Faschist. [I]Ich[/I] bin ein Faschist. JohnSteed als "Konservativer der Alten Schule" sowieso ([I]besonders[/I] er). Und jeder sonst auch...

[B]es sei denn[/B]: Du bist von der PDS, MLPD, RAF oder sonst einer Gruppierung, die einer gewissen Klientel genehm ist.

Finde dich damit ab. Jeder Thread im Kaiser ist dazu da, allen zu zeigen wie faschistisch sie doch sind. Wenn das genug gezeigt wurde, ist vielleicht noch Platz für ein paar Inhalte.

Ich z.B. bin ein [I]Euro-Okzidental-Faschist mit antirassistisch-antiislamistischer Prägung und speziesistischer Ernährungsgewohnheit[/I]. Cool oder?
pulSarWas ist ein Faschismus denn ohne Göbbels
[url]http://www.youtube.com/watch?v=Xg5BWkjMlEs[/url]

Ashe... das wusste ich wiederum nicht.

Ich weiss, dass meine Argumente dann doch im Geschwurbel gerne untergingen.

Mir sind all die Ismen zuwieder und die Gutmenschlerei eh. Sorry....

Ich bin Schwabe und mir geht's um's Geld und den Sinn des ganzen.

Verkehrstechnisch wohlgemerkt. Da hakt es und klemmt es noch an allen Ecken und dazu kommt halt die Geologie, die das Projekt echt gefährlich macht.

Finde es selbst wenig zieführend, wenn daraus eine Wahl-Propaganda der Grünen gemacht wird -- wo es doch so gute Argumente auf rein schwäbischer Sachebene gibt.
[b][color=#99ff99]
Integrativer Takt = unmöglich bei 8 Gleisen Druchgang = viel schlechtere Umsteigezeiten für Regionalverkehr!

Tunnel = im Takt sehr störanfälligst, da Nah und Fernverkehr auf einmal und sich alles hochschaukelt bei der kleinsten Verzögerung!

Noch dazu: die Röhren können hochgeschwemmt werden vom Untergrund, der aufgeht, wie ein Hefeteig, wenn er nicht entwässert wird!

Einer noch: der Querschnitt der Tunnel ist zu eng für Licht-Signale -- alle Bahnen bräuchten das noch nicht aktive ETCS-System eingebaut oder umgerüstet.

Tja -- und eben 10 Jahre Baustelle und bei Bauarbeitgen entsprechende Risse und Schäden an bestehender Bausubstanz, die durchaus möglich sind.
[/b][/color]

Alles andere ist sentimental.... Firlefanz.... Wahlkampf... Müsli-Müsli-Jamm-Jamm-Jamm....
Oder halt Mappus-Maximus und seine fanatischen Anhänger auf der anderen Seite. Und ziemlich albern bis verlogen noch dazu!
AsheCorvenDu bist ein Karlsruher - meine alte Heimat.

Mal im ernst, ich will das Thema hier nicht weiter als Faschismus Thema ausbauen - da haben andere schon für gesorgt.
Ich finde einfach das dieser Antifaschismus immer mehr Richtung "Anti-Deutsch" geht. Das ist Schade.

ich habe nun 6,5 Jahre die Welt bereist. ca. 1/4 der Zeit war ich in der Basis in Zürich den Rest irgendwo am Ende der Welt. die Meinungen der Menschen dort über die Deutschen sind besser als wir es uns im eigenen Land eingestehen wollen. Sei es Spanien, Türkei, Italien, Iran, USA, Kanada ... im Grunde ist der Deutsche meiner Ansicht nach sich gegenüber am feindlichsten was ich Schade finde.



[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]@ AsheCorven

Du verstehst das falsch. Es ist vielmehr so:
[I]Du[/I] bist ein Faschist. [I]Ich[/I] bin ein Faschist. JohnSteed als "Konservativer der Alten Schule" sowieso ([I]besonders[/I] er). Und jeder sonst auch...

[B]es sei denn[/B]: Du bist von der PDS, MLPD, RAF oder sonst einer Gruppierung, die einer gewissen Klientel genehm ist.

Finde dich damit ab. Jeder Thread im Kaiser ist dazu da, allen zu zeigen wie faschistisch sie doch sind. Wenn das genug gezeigt wurde, ist vielleicht noch Platz für ein paar Inhalte.

Ich z.B. bin ein [I]Euro-Okzidental-Faschist mit antirassistisch-antiislamistischer Prägung und speziesistischer Ernährungsgewohnheit[/I]. Cool oder? [/B][/QUOTE]
AsheCorvenNun,
da hast du doch eine ganze Reihe interessanter technische Aspekte.
Das ist so auch nicht Wegzudiskutieren.

Ich finde einfach, getan werden muss was. Zug fahren ist in diese Richtung in der Tat noch Entwicklungsland (genau wie die Strecke Basel - Karlsruhe.
Das östliche Baden Württemberg und westliche Bayern ist mit dem Zug grausam zu bereisen. Deswegen bin ich klar für Änderungen.
Wo für mich die Zweifel sind, ist ein Plan der solange vor sich her gekocht ist überhaupt in der Form noch durchführbar? Ich denke das da eine Reihe neue Erkenntnisse sind welche erst überprüft werden müssen.
Die entstehenden Kosten müssen Fit gemacht werden um sie zu senken durch drastische Vereinfachung der Bauprozesse.

Wegen dem Geld ist das natürlich eine typische Staatsgeschichte. Das zieht sich durch alle Projekte. Wenn man sich anschaut das ein Autobahnkilometer im schnitt 26 Millionen kostet und nur ein viertel für die eigentliche Baukosten eingeplant wird dann ...
Das ist ein Grundlegendes Problem der Regierung.
So, ich muss hier mal nem Kunden weiterhelfen.

cheers





[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
[B]Was ist ein Faschismus denn ohne Göbbels
[url]http://www.youtube.com/watch?v=Xg5BWkjMlEs[/url]

Ashe... das wusste ich wiederum nicht.

Ich weiss, dass meine Argumente dann doch im Geschwurbel gerne untergingen.

Mir sind all die Ismen zuwieder und die Gutmenschlerei eh. Sorry....

Ich bin Schwabe und mir geht's um's Geld und den Sinn des ganzen.

Verkehrstechnisch wohlgemerkt. Da hakt es und klemmt es noch an allen Ecken und dazu kommt halt die Geologie, die das Projekt echt gefährlich macht.

Finde es selbst wenig zieführend, wenn daraus eine Wahl-Propaganda der Grünen gemacht wird -- wo es doch so gute Argumente auf rein schwäbischer Sachebene gibt.
[b][color=#99ff99]
Integrativer Takt = unmöglich bei 8 Gleisen Druchgang = viel schlechtere Umsteigezeiten für Regionalverkehr!

Tunnel = im Takt sehr störanfälligst, da Nah und Fernverkehr auf einmal und sich alles hochschaukelt bei der kleinsten Verzögerung!

Noch dazu: die Röhren können hochgeschwemmt werden vom Untergrund, der aufgeht, wie ein Hefeteig, wenn er nicht entwässert wird!

Einer noch: der Querschnitt der Tunnel ist zu eng für Licht-Signale -- alle Bahnen bräuchten das noch nicht aktive ETCS-System eingebaut oder umgerüstet.

Tja -- und eben 10 Jahre Baustelle und bei Bauarbeitgen entsprechende Risse und Schäden an bestehender Bausubstanz, die durchaus möglich sind.
[/b][/color]

Alles andere ist sentimental.... Firlefanz.... Wahlkampf... Müsli-Müsli-Jamm-Jamm-Jamm....
Oder halt Mappus-Maximus und seine fanatischen Anhänger auf der anderen Seite. Und ziemlich albern bis verlogen noch dazu! [/B][/QUOTE]
Ronin76@AsheCorven
[QUOTE]
du wirfst hier gleich auf der ersten seite mit so grossen worten wie "faschisten" um dich aber Fakten soll man sich dann selbst zusammen sammeln?
[/QUOTE]
Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun ? Ich bin kein Angestellter von S21-Gegnern, der hier die Werbetrommel rühren muß. Du mußt auserdem gar nichts zusammen sammeln, das fordert hier niemand. Sag doch gleich daß du keinen Plan hast und zu faul bist dir die Fakten selbst aus dem Netz zu ziehen. Wenn du schon die Kontras einforderst, solltest du wenigstens die Pros aufzählen. Du bringst mit deiner Eingangsforderung zum Audruck, daß du lediglich Streß suchst, und schon eine vorgefasste Meinung vertrittst:
[QUOTE]
kann mir mal bitte jemand sagen was die contras sind bei S21?

und bitte diese spätromantischen revolutionsgedanken und emotionen aussen vor lassen.
[/QUOTE]

Deine restlichen, spießbürgerlichen Provokationsversuche bestätigen das:
[QUOTE]
Sind das nicht sehr starke Worte die du da in den Mund nimmst?

Wirkliche Fakten gegen das Projekt konnte ich von dir auch noch nicht lesen wobei mir das lesen im allgemeinen vergangen ist. Du solltest solche Begriffe wie "Faschist, Faschismus" ... nicht zu schnell um dich werfen, das wirft ein schlechtes Licht auf dich.
[/QUOTE]


[QUOTE]
Geld spielt für mich da keine Rolle. Stuttgart bekommt unter dem Strich gesehen eine Menge Geld geschenkt. die West-Ost Achse wird konsequent ausgebaut, der Flughafen endlich richtig angebunden.
[/QUOTE]
Klar, das Geld regnet einfach vom Himmel. Kurzsichtiger gehts echt nicht mehr. Ist dir vielleicht schon mal in den Sinn gekommen, daß dieses Geld weitaus besser eingesetzt werden könnte ? zB in K21, Güterzugstrecken im Rheintal oder sozialer Wohnungsbau ?


[QUOTE]
Was ich nicht verstehen kann, was ist an diesem Europaviertel so schlecht? Hat Stuttgart kein recht sich zu entwickeln? im übrigen es werden ja auch eine Menge Wohnungen abfallen.
Was ich nicht erwähne sind Arbeitsplätze und damit verbunden Gehälter die bezahlt werden, Jobs welche während und nach dem Bau geschaffen werden.
[/QUOTE]
Das Europaviertel wird ein reines Bonzenviertel. Regierungsgebäude, Großbanken, Versicherungen. Natürlich alles aus feinstem Marmor, während die Bevölkerung keine bezahlbaren Wohnungen mehr hat, weil zB der soziale Wohnungsbau fast völlig abgeschafft wurde. Von ehemals ca. 3000 Sozialwohnungen in der Region Stuttgart sind noch ca 300 übrig, obwohl der Bedarf daran durch strukturelle und sozialpolitische Ursachen steigt. Bald können sich nur noch Manager Wohnungen leisten, und rate mal was für Wohnungen im Europaviertel gebaut werden ? Das sind keine 10-30 m² Kommoden, sondern eher große Penthouse-Wohnungen. In bester Wohnlage mitten im Zentrum einer Metropole, dh sehr teuer. Da könnten dann zB die Manager und Beamten des Europaviertels wohnen.

Die von dir genannten Jobs entstehen wie das Geld auch nicht aus dem Nichts. Die Arbeitsplätze werden lediglich verlagert und sind nach den Baumaßnahmen vor Ort auch ganz schnell wieder verschwunden. Wie viele osteuropäische Wanderarbeiter da wohl angeheuert werden, die zu Niedrigstlöhnen arbeiten ?


[QUOTE]
Mich erinnert die Diskussion immer an die Flughafen München Geschichte.
Damals als man anfangen wollte zu bauen war auf einmal das Moos so sehr wichtig.
Heute ist der Flughafen mit 30 000 Angestellten der größte Arbeitgeber Bayerns. Jeden Tag kommen Schnitt 2 neue hinzu. Es haben sich neue Naturschutzgebiete für seltene Vögel entwickelt und brachte der Stadt München/München Messe/München Tourismus eine Menge Mehreinnahmen.
[/QUOTE]
Ein paar seltene Vögel also.. und was ist mit den vielen anderen Vögeln und Tieren, die durch den gigantischen Flughafen getötet und verdrängt wurden ? Deren Lebensraum und Existenzgrundlage vernichtet wurde ? Du hast dich zu sehr von politischer Propaganda beeinflussen lassen. Ein paar Vorzeige-Naturschutzgebiete als ökologisches Alibi, damit die Bürger beruhigt sind.


[QUOTE]
Die Frage welche man klären sollte ist doch einfach, ist die Bevölkerung in Deutschland wirklich so Entwicklungsfeindlich?
Eine andere Frage ist die der Demonstranten. Wie vielen geht es hier wirklich um den Bahnhof? Wie viele (vor allem Schüler und Studenten) wurden nur instrumentalisiert dort hinzugehen. Wie viele sind professionelle Krawallmacher/haben einfach Spaß an der Sache?
[/QUOTE]
Die Motive sind eher unerheblich, es geht um den Willen der Bevölkerung. Klar sind viele auf den Zug aufgesprungen um die Gelegenheit zu nutzen. Es zeigt doch nur wieder, daß im Ländle und auch in der BRD so Einiges im Argen liegt. Die armen Schüler und Studenten wurden also instrumentalisiert und können nicht selbst denken und entscheiden. Von wem sollen sie denn instrumentalisiert worden sein ? Von den Grünen oder der CDU ? 100% Berufsdemonstranten und professionelle Krawallmacher, des häds früher net gäbba !


[QUOTE]
Noch mal zu deinem Link: [url]http://stuttgart-21-kartell.org[/url]
ich finde die Seite doch etwas zu reißerisch dargestellt.
Da werden Zusammenhänge gebildet wo nun wirklich keine sind.
[/QUOTE]
Zum Beispiel ?


[QUOTE]
Es wird definitiv falsch zitiert das Stuttgart sehr gute Kapazitäten hinsichtlich Verkehr hat und über Jahre noch nicht ausgelastet ist.
Dann stellt sich doch die Frage, warum gibt es jeden Tag Verkehrschaos auf den Autobahnen um Stuttgart? Warum muss ich auf der südlichen West - Ost Achse mit Bummelbahnen fahren (Vielleicht ein TGV quält sich mal durch) wenn ich z.B. von Karlsruhe nach München möchte und die einzige Alternative bleibt der ICE über Mannheim was einen Umweg von 100 km bedeuten würde. Das zeigt doch das im Grunde der Verkehr derzeit um Stuttgart geleitet wird.
[/QUOTE]
Das liegt mit Sicherheit nicht am Personen-Bahnverkehr. Ich fahre zwar nur noch selten mit der Bahn, viele Züge sind jedoch nicht ausgelastet, bzw es werden zu Stoßzeiten zu wenig und zu kurze Züge eingesetzt. Daß die Straßen voll sind liegt daran, daß die Menschen kein Interesse an der Bahn haben. Sie fahren viel lieber, vorwiegend allein, in einem großen Auto, das noch 3-4 Sitzplätze frei hat. Damit lässt sich das Ego besser präsentieren. Hätten die Menschen wieder mehr Interesse am Bahnverkehr, könnte da auch wieder investiert werden. Der Güterverkehr wurde in den letzten Jahrzehnten massivst reduziert, ganze Strecken wurden geschlossen und daraus teilweise Radwege gemacht. Die Bahn war anscheinend zu langsam und die Automobilindustrie vor allem in Baden-Württemberg zu mächtig. Das ist nun der Preis der jahrelangen, korrupten Mißwirtschaft.


[QUOTE]
Ich habe diese Diskussion als sehr einseitig empfunden. Mir drängte sich mit jeder Seite das Gefühl auf, das gerade die fanatischen Kämpfer gegen das System gegen Faschismus durch - man inszenierten sagen - fast blinden Aktionismus selbst eher die Seite der Gruppe einnehmen welche man als Faschist bezeichnen würde.
..
Du bist ein Karlsruher - meine alte Heimat.
[/QUOTE]
Ich gratuliere zu eurer Verbrüderung, weisskreutz und AsheCorven. Gesucht und gefunden - Der antisozialistische Block. AsheCorven, du solltest dir jedoch erst mal Faschismustheorien- und Definitionen aneignen, bevor du mit solchen Wörtern um dich wirfst.

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Faschismus[/url]
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Faschismustheorie[/url]




@weisskreutz
[QUOTE]
Du verstehst das falsch. Es ist vielmehr so:
Du bist ein Faschist. Ich bin ein Faschist.
...
Ich z.B. bin ein Euro-Okzidental-Faschist mit antirassistisch-antiislamistischer Prägung und speziesistischer Ernährungsgewohnheit.
[/QUOTE]
Was für eine Offenbarung. Jetzt wissen alle Bescheid. :D
AsheCorvenHättest mal alles gelesen was ich geschrieben habe - dann hätte sich meine zu recht provokante frage geklärt.

Die anderen Punkte wie Stress suchen und Spießbürger ... zeigen mir ganz einfach das du als selbsternannter "Faschistenjäger" sich selbst als Faschist produziert. Da wird blind versucht auf Köpfe einzuschlagen ohne sich die Fakten vorher genau zu betrachten.

Du hast gezeigt, das du nicht gelesen und/oder verstanden hast was ich geschrieben habe. Deine Worte zeigen mir das du in deiner eigenen kleinen Welt lebst und noch nie wirklich über den Tellerrand geschaut hast.

Auf den Rest der Punkte welche du hier für dein Weltbild zurecht gebogen hast muss ich nun nicht ein gehen.

Noch ein Nachtrag:
Du sagst du fährst selten Bahn, wie bewegst du dich dann fort?
Ich habe letztes Jahr privat/geschäftlich ca. 7000 Euro für Bahnfahrten ausgegeben und ja, ich bin immer noch überzeugt es muss was in Stuttgart gemacht werden. Vielleicht solltest du auch mehr die öffentlichen nehmen um das Problem zu erkennen.


Noch ein Nachtrag:
Wie kommt es das du so voller Hass und Agressionen bist Ronin76?
Ich habe gestern Abend meine wertvolle Zeit damit verbracht deine Beiträge noch einmal zu studieren und diese kommen fast nicht aus ohne Angriffe oder sogar schon beleidigende Äußerungen.
Wenn ich mir anschaue wie du das S21 Thema verteidigst als würde es um dein eigenes Leben gehen. Ich kann nirgendwo erkennen das du Konstruktiv damit oder mit den Leuten welche anderer Meinung sind umgehst.
Ich finde es schade wie du Leute gleich in Schubladen steckst und abwertest welche du nicht kennst. Das zeigt mir du scheinst eine sehr enge und verbohrte Wahrnehmung zu besitzen und lässt anderes, was für dich nicht passt nicht zu.
Schade eigentlich.









[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]@AsheCorven

Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun ? Ich bin kein Angestellter von S21-Gegnern, der hier die Werbetrommel rühren muß. Du mußt auserdem gar nichts zusammen sammeln, das fordert hier niemand. Sag doch gleich daß du keinen Plan hast und zu faul bist dir die Fakten selbst aus dem Netz zu ziehen. Wenn du schon die Kontras einforderst, solltest du wenigstens die Pros aufzählen. Du bringst mit deiner Eingangsforderung zum Audruck, daß du lediglich Streß suchst, und schon eine vorgefasste Meinung vertrittst:


Deine restlichen, spießbürgerlichen Provokationsversuche bestätigen das:




Klar, das Geld regnet einfach vom Himmel. Kurzsichtiger gehts echt nicht mehr. Ist dir vielleicht schon mal in den Sinn gekommen, daß dieses Geld weitaus besser eingesetzt werden könnte ? zB in K21, Güterzugstrecken im Rheintal oder sozialer Wohnungsbau ?



Das Europaviertel wird ein reines Bonzenviertel. Regierungsgebäude, Großbanken, Versicherungen. Natürlich alles aus feinstem Marmor, während die Bevölkerung keine bezahlbaren Wohnungen mehr hat, weil zB der soziale Wohnungsbau fast völlig abgeschafft wurde. Von ehemals ca. 3000 Sozialwohnungen in der Region Stuttgart sind noch ca 300 übrig, obwohl der Bedarf daran durch strukturelle und sozialpolitische Ursachen steigt. Bald können sich nur noch Manager Wohnungen leisten, und rate mal was für Wohnungen im Europaviertel gebaut werden ? Das sind keine 10-30 m² Kommoden, sondern eher große Penthouse-Wohnungen. In bester Wohnlage mitten im Zentrum einer Metropole, dh sehr teuer. Da könnten dann zB die Manager und Beamten des Europaviertels wohnen.

Die von dir genannten Jobs entstehen wie das Geld auch nicht aus dem Nichts. Die Arbeitsplätze werden lediglich verlagert und sind nach den Baumaßnahmen vor Ort auch ganz schnell wieder verschwunden. Wie viele osteuropäische Wanderarbeiter da wohl angeheuert werden, die zu Niedrigstlöhnen arbeiten ?



Ein paar seltene Vögel also.. und was ist mit den vielen anderen Vögeln und Tieren, die durch den gigantischen Flughafen getötet und verdrängt wurden ? Deren Lebensraum und Existenzgrundlage vernichtet wurde ? Du hast dich zu sehr von politischer Propaganda beeinflussen lassen. Ein paar Vorzeige-Naturschutzgebiete als ökologisches Alibi, damit die Bürger beruhigt sind.



Die Motive sind eher unerheblich, es geht um den Willen der Bevölkerung. Klar sind viele auf den Zug aufgesprungen um die Gelegenheit zu nutzen. Es zeigt doch nur wieder, daß im Ländle und auch in der BRD so Einiges im Argen liegt. Die armen Schüler und Studenten wurden also instrumentalisiert und können nicht selbst denken und entscheiden. Von wem sollen sie denn instrumentalisiert worden sein ? Von den Grünen oder der CDU ? 100% Berufsdemonstranten und professionelle Krawallmacher, des häds früher net gäbba !



Zum Beispiel ?



Das liegt mit Sicherheit nicht am Personen-Bahnverkehr. Ich fahre zwar nur noch selten mit der Bahn, viele Züge sind jedoch nicht ausgelastet, bzw es werden zu Stoßzeiten zu wenig und zu kurze Züge eingesetzt. Daß die Straßen voll sind liegt daran, daß die Menschen kein Interesse an der Bahn haben. Sie fahren viel lieber, vorwiegend allein, in einem großen Auto, das noch 3-4 Sitzplätze frei hat. Damit lässt sich das Ego besser präsentieren. Hätten die Menschen wieder mehr Interesse am Bahnverkehr, könnte da auch wieder investiert werden. Der Güterverkehr wurde in den letzten Jahrzehnten massivst reduziert, ganze Strecken wurden geschlossen und daraus teilweise Radwege gemacht. Die Bahn war anscheinend zu langsam und die Automobilindustrie vor allem in Baden-Württemberg zu mächtig. Das ist nun der Preis der jahrelangen, korrupten Mißwirtschaft. [/B][/QUOTE]
Ronin76Ein Faschistenjäger bin ich nicht, mit dir zu diskutieren ist jedoch sinnlos, da du nicht mal die Begriffe kennst, welche du verwendest.
Kleine Welt, Tellerrand, nicht verstanden, zurechtgebogenes Weltbild.. der selbsternannter Messias wirst mir jetzt sicherlich gleich die Welt erklären.

[QUOTE]Du sagst du fährst selten Bahn, wie bewegst du dich dann fort?[/QUOTE]
Schon vergessen ? Ich lebe in einer kleinen Welt, da muß ich mich nicht viel bewegen.

[QUOTE]Wie kommt es das du so voller Hass und Agressionen bist Ronin76?
Ich habe gestern Abend meine wertvolle Zeit damit verbracht deine Beiträge noch einmal zu studieren und diese kommen fast nicht aus ohne Angriffe oder sogar schon beleidigende Äußerungen.
Wenn ich mir anschaue wie du das S21 Thema verteidigst als würde es um dein eigenes Leben gehen. Ich kann nirgendwo erkennen das du Konstruktiv damit oder mit den Leuten welche anderer Meinung sind umgehst.
Ich finde es schade wie du Leute gleich in Schubladen steckst und abwertest welche du nicht kennst. Das zeigt mir du scheinst eine sehr enge und verbohrte Wahrnehmung zu besitzen und lässt anderes, was für dich nicht passt nicht zu.
Schade eigentlich.[/QUOTE]
Schau einfach mal in den Spiegel, falls dir deine wertvolle Zeit dies geststattet. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Und vielleicht mal etwas weniger dramatisieren, immer schön locker bleiben.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Ich gratuliere zu eurer Verbrüderung, weisskreutz und AsheCorven. Gesucht und gefunden - Der antisozialistische Block. AsheCorven, du solltest dir jedoch erst mal Faschismustheorien- und Definitionen aneignen, bevor du mit solchen Wörtern um dich wirfst.

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Faschismus[/url]
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Faschismustheorie[/url][/QUOTE]

Ja, und ließ v.a. die Dimitroff-These und die Sozialfaschismus-These. Das ist weitestgehend die Faschismusdefinition, der Ronin anhängt- nur falls du dich wunderst, warum sogut wie alles in diesem Land von ihm das "Prädikat: Faschistisch wertvoll" angeklebt bekommt.

[QUOTE]@weisskreutz

Was für eine Offenbarung. Jetzt wissen alle Bescheid. :D [/B][/QUOTE]

Warum wusste ich schon, als ich es geschrieben habe, dass genau [I]du[/I] es aus dem zusammenhang reissen wirst?
Hängt wohl mit der eindimensional selektiven Wahrnehmung zusammen, die man brauch, um so zu denken wie du.

[QUOTE]Kleine Welt, Tellerrand, nicht verstanden, zurechtgebogenes Weltbild.. der selbsternannter Messias wirst mir jetzt sicherlich gleich die Welt erklären.[/QUOTE]

Wenn du AsheCorven sowas schon an den Kopf wirfst und das Wort Messias erwähnst, fällt mir da dieses schöne Splitter-Balken-Gleichnis ein. :cool:
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von AsheCorven [/i]
[B]Du bist ein Karlsruher - meine alte Heimat.

Mal im ernst, ich will das Thema hier nicht weiter als Faschismus Thema ausbauen - da haben andere schon für gesorgt.
Ich finde einfach das dieser Antifaschismus immer mehr Richtung "Anti-Deutsch" geht. Das ist Schade.

ich habe nun 6,5 Jahre die Welt bereist. ca. 1/4 der Zeit war ich in der Basis in Zürich den Rest irgendwo am Ende der Welt. die Meinungen der Menschen dort über die Deutschen sind besser als wir es uns im eigenen Land eingestehen wollen. Sei es Spanien, Türkei, Italien, Iran, USA, Kanada ... im Grunde ist der Deutsche meiner Ansicht nach sich gegenüber am feindlichsten was ich Schade finde. [/B][/QUOTE]

Der Deutsche fällt gerne auf Völkerschaften herein, die eine gewisse "formalistische Höflichkeit" sehr gut beherrschen.
Das kann ja der Deutsche so nicht, er ist auch dann ehrlich, wenn es niemand hören will.

Ansonsten bin ich weder antifaschistisch im "linken" Sinne. noch einer zentraldeutschen Idee allzu zugeneingt.
Als Reaktionär bin ich naturgemäss antinazi, aber diese Dialektik der Begriffe hat sich zu links-links noch nicht herumgesprochen.Egal.
AsheCorvenmir ist die Grundstimmung zu aggressiv - ich bin hier raus.

cheers
JohnSteed...Sorry, aber Diskussionen über Politik/Geschichte und oder Fussball ohne Herzblut zu führen
ist verlorene Zeit.
Der Lustgewinn steckt in einer klaren Position, die sich vom Gegner unterscheidet.

Wenn wir uns alle bei den Händen nehmen wollen und ein Liedlein singen, sollten wir zur Heilsarmee gehen, die ich überdies sehr schätze (habe schon gespendet).
AsheCorven[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]...Sorry, aber Diskussionen über Politik/Geschichte und oder Fussball ohne Herzblut zu führen
ist verlorene Zeit.
Der Lustgewinn steckt in einer klaren Position, die sich vom Gegner unterscheidet.

Wenn wir uns alle bei den Händen nehmen wollen und ein Liedlein singen, sollten wir zur Heilsarmee gehen, die ich überdies sehr schätze (habe schon gespendet). [/B][/QUOTE]

hallo JohnSteed,
ich wollte nicht dich ansprechen damit.
Auch Stimme ich zu was du sagst, Diskussionen müssen geführt werden.
Die frage ist nur auf welche Art und Weise.
Ich sehe einfach keinen Sinn hier zu schreiben. In Foren ist das meiner Ansicht nach nur sehr begrenzt möglich - ein Face2Face Gespräch ist da weitaus interessanter.
Das Problem ist durch die Anonymität und Distanz kippt die Stimmung schnell in eine aggressive Schiene und da habe ich für mich entschieden nicht daran teilzunehmen. Es ist eben doch so, das ein geschriebenes Wort mehr gedreht und manipuliert werden kann als ein richtig gesprochenes.
Ich bin ein Mensch der erschaffen tut, der Handeln tut und nicht redet, das sehe ich als wichtiger an für mich.
Das war auch mit ein Grund warum ich mich hier vor Jahren zurückgezogen habe.
JohnSteed...nun, du hast ja die Wahl, verabrede dich mit einem Freund in der Stadt usw.
Oder aber du drückst diverse Tasten an deinem PC und bist hier.
Wenn du aber hier bist, darfst du nicht diese Welt in einem Forum mit der Begegnung mit einem Freund verwechseln...

Du musst dir für dieses Forum vielleicht eine virtuelle Rüstung zulegen.
Und führe die Diskussionen, von denen du überzeugt bist, sozusagen bis zum letzten Faktum durch.
Lasse dich nicht beirren und glaube einfach an dich.
Ansonsten bitte nichts so heiss essen, wie es gekocht wird, auch wenn es geschrieben steht........

Vielleicht ist es schade, wenn du genau dieses Feld den Holzköpfen überlässt.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]@ AsheCorven

Du verstehst das falsch. Es ist vielmehr so:
[I]Du[/I] bist ein Faschist. [I]Ich[/I] bin ein Faschist. JohnSteed als "Konservativer der Alten Schule" sowieso ([I]besonders[/I] er). Und jeder sonst auch...

...Cool oder? [/B][/QUOTE]

Wo wir gerade dabei sind......

---------------
Mussolini:
"Wir sind nicht, wir wollen nicht Mumien sein, die unbeweglich ihr Antlitz nach der gleichen Richtung kehren, wir wollen uns nicht in die engen Fesseln einer Frömmelei einfangen lassen, die mechanisch Formeln murmelt, ähnlich denen der Gebete religiöser Bekenntnisse; Menschen wollen wir sein, und zwar lebendige Menschen, die wir unseren Beitrag, sei er auch bescheiden, der schöpferischen Geschichte darbieten." - Audacia. In: Popolo d'Italia, 15. November 1914, und in: Diuturna, S. 11.
weisskreutzWeisst was?

So ehrlich muss man sein: Das hat er schön gesagt.





Auf wen passt nun wohl das "mechanisch Formeln murmeln"? :D

*hust*Unrechtsstaat*hust*BRD*hust*
Ronin76[URL=http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=501]Weitere Argumente gegen S21[/URL]

(Wurden zum Teil schon genannt).
JohnSteedgaga/dpa

Stuttgart.
Ministerpräsident Mappus ist enttäuscht davon, dass ihm die Gefahren von Neckarwestheim in krimineller Weise verschwiegen wurden.
Er überlegt gegen den Reaktor mit Wasserwerfern vorzugehen.

Danke für die Aufmerksamkeit.
Ronin76Daß er die Wasserwerfer noch nicht gegen OB Schuster eingesetzt hatte, wundert mich schon. Aber der ist ja ständig auf Reisen, also schwer zu fassen. :p Noch 1 Woche bis zur Landtagswahl, in Sachsen stieg heute die Wahlbeteiligung von 32 auf 40%. Laut Umfragen liegt derzeit in Baden-Württemberg Grün/Rot knapp vor Schwarz/Gelb. Wird eng für den Möchtegern-Strauß.
weisskreutz@JohnSteed

Das hat bei uns (Baden-Württemberg) wenig mit Personalien zu tun.
Durch das aktuelle Weltgeschehen (Japan), und daraus resultierende kurzsichtige, emotionale Wahlentscheidungen, gerät nun unser Bildungssystem in Gefahr. Sollten die Gleichheitstotalitaristen es schaffen auf einer Welle der Atomangst die Regierungsgewalt in BW an sich zu reissen, wird es zu einer NRWisierung unserer Bildungslandschaft kommen- mit all den bekannten Folgen!

Naja, wenigstens werden wir dann mittelfristig zum Netto-Länderausgleich-Empfänger...


In meiner Umgebung- vom Alter her alles Leute, die in den nächsten Jahren wohl auch Kinder bekommen werden- wird bei den zukünftigen Eltern bereits die Privatschule erörtert- ich schließe mich solchen Überlegungen an.
Ronin76Das deutsche Bildungssystem beinhaltet Vieles, jedoch nur wenig Bildung. Also weg damit. Von daher sind auch Grüne und Linkspartei unwählbar, die sich eine als Bildung getarnte Indoktrination von Propaganda auf die Fahnen geschrieben haben. Es gibt seltsamerweise keine Partei welche gegen den doktrinen Schulzwang ist. Das war in der Gründungsphase der Grünen noch etwas anderst, doch da wurden junge Menchen, die dies gefordert hatten, ausgelacht. Heute sehen wir, was die tolle Bildung gebracht hat. Eine umündige Gesellschaft von Arschkriechern und ignoranten Dummköpfen.
weisskreutzWeisst du?

Nicht jeder versteht unter Bildung die "Formung des perfekten sozialistischen Wesens".
Ich verlange von den Bildungsinstitutionen, dass sie meinen Kindern die Grundlagen vermitteln, die sie brauchen, um ihr Leben nach den eigenen Vorstellungen zu formen. Sozialistische Einheitsgefühls-Roboter sollen es bitte nicht werden.
Hatte ichs schon erwähnt?

[B]Rousseaus´ Emile ist Bullshit![/B]
AzaDeutschland fehlt ein gescheiter, elitärer Ansatz.
Die heutigen Abiturienten sind größtenteils auf dem geistigen Niveau von Volksschülern der 70er.
Natürlich muss dann auch jeder Studieren, sodass auch hier das Niveau gesunken ist. Erfreuliche Ausnahmen sind sicherlich die RWTH, LMU und co.

Insofern stimme ich Ronin zu, dass das deutsche Bildungssystem murks ist.
Wenn wir weiterhin den Fokus aufs Mittelmaß legen, wird Deutschlands Rolle auf der Weltbühne weiter schwinden.

Leider ist das Wort Elite in Deutschland so negativ besetzt, dass es sich kein Politiker an die Brust heftet.

Sehr schade, denn Innovation wird durch Exzellenz geschaffen, nicht durch Standard. :(
weisskreutzÄhm, Ronins Ansatz geht in genau die andere Richtung...

Er erwähnt die frühen Grünen. Das hat mit Eliten garnichts zu tun, sondern vielmehr mit der Orientierung am Schlechtesten bzw. Schwächsten. D.h. die Besseren müssen derart ausgebremst werden, dass sie auf dem Level des Leistungsschwächsten sind. Dadurch soll Gleichheit gewährleistet werden.
pulSarSehr lustig - da habt Ihr mich jetzt drauf gebracht:



Stellt Euch vor es gäbe ne Zeitmaschine mit der man einen Grünen aus der Anfangszeit nach heute "beamen" würde. Was der wohl sagen und denken würde?
Vermutlich wollte er diese CDUler mit Worten belegen -- bis man ihm sagt: sind die Grünen.
Ronin76[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]Ähm, Ronins Ansatz geht in genau die andere Richtung...

Er erwähnt die frühen Grünen. Das hat mit Eliten garnichts zu tun, sondern vielmehr mit der Orientierung am Schlechtesten bzw. Schwächsten. D.h. die Besseren müssen derart ausgebremst werden, dass sie auf dem Level des Leistungsschwächsten sind. Dadurch soll Gleichheit gewährleistet werden. [/B][/QUOTE]
Das war leider nur eine Minderheit der Grünen. Bei dir lauert natürlich an jeder Ecke das Schlechte. Es geht nicht darum Jemanden auszubremsen, sondern Bildung als Freiwilligkeit zu ermöglichen. Der vorherrschende Schulzwang ist kontraproduktiv und dient nicht der Bildung. Bildung funktioniert prima ohne eine Elite, denn nur weil jemand etwas besser kann als Andere, wird er dadurch nicht elitär. Deinen Übermenschen gibt es nun mal nicht. Schick deine Kinder ruhig auf eine Privatschule, eine Rudolf-Steiner-Waldorfschule wüde zu dir passen. Ob das deinen Kindern auch gefallen würde ?


[QUOTE]
Stellt Euch vor es gäbe ne Zeitmaschine mit der man einen Grünen aus der Anfangszeit nach heute "beamen" würde. Was der wohl sagen und denken würde?
Vermutlich wollte er diese CDUler mit Worten belegen -- bis man ihm sagt: sind die Grünen.
[/QUOTE]
Irgendwie lustig obwohl es auch Tragik beinhaltet.
weisskreutzJa, und angenommen meine Kinder bilden sich (von mir aus freiwillig), und deine stattdessen schmieren sich (was bei diesen Experimenten in den Kinderläden ja wirklich so passiert ist) gegenseitig mit ihren Fäkalien ein, dann soll natürlich- deiner Weltanschauung nach- alles was meine Kinder als Erwachsene mühsam erarbeiten, an deine Kinder umverteilt werden.

Ich sags doch! Das Präkariat richtet sich ein, und schafft sich seine ideologische Legitimation dazu.


Ernsthaft: Du kannst deine Kinder ja gerne nach diesen Kriterien "bilden", ich sehe aber dann nicht ein, warum alle anderen sie dann miternähren sollen.
Ronin76[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]Ja, und angenommen meine Kinder bilden sich (von mir aus freiwillig), und deine stattdessen schmieren sich (was bei diesen Experimenten in den Kinderläden ja wirklich so passiert ist) gegenseitig mit ihren Fäkalien ein, dann soll natürlich- deiner Weltanschauung nach- alles was meine Kinder als Erwachsene mühsam erarbeiten, an deine Kinder umverteilt werden.

Ich sags doch! Das Präkariat richtet sich ein, und schafft sich seine ideologische Legitimation dazu.


Ernsthaft: Du kannst deine Kinder ja gerne nach diesen Kriterien "bilden", ich sehe aber dann nicht ein, warum alle anderen sie dann miternähren sollen. [/B][/QUOTE]
Du bist schon ein schwieriger Fall. Woher kommt deine Annahme, daß Bildung mit Leistung gleichzusetzen ist und daß deine Kinder für Andere sorgen werden ? Das was du als Leistung bezeichnest ist lediglich Elitarismus. Wieviel Menschen wie Ackermann und andere Bonzen für die Gesellschaft leisten sieht man ja stänig. Die haben ihre Millionen und Milliarden natürlich alle durch ihre eigene Leistung verdient, gell ? Du pickst dir ein paar Dinge heraus und wertest sie höher als Andere und darauf begründest du dein Weltbild. Du übersiehst jedoch, daß dieses unsoziale Verhalten immer auf Kosten von Anderen geht. Man kann auch mal Dinge wertschätzen, die mit Materialismus und Leistung nichts zu tun haben. Wenn dies bei dir Fäkalien sind, bitteschön.
weisskreutzEin schwieriger Fall bin ich doch gerne. Sonst wärs ja langweilig :) Und solltet ihr irgendwann einmal herrschen, denk an mich. Propaganda reicht nicht für mich-- ich bin ein Kandidat fürs Umerziehungslager...

Zum Thema:

Und du übersiehst, dass die Menschheit nicht nur aus H4lern und Ackermännern besteht. Es gibt auch Menschen, die ganz einfach nur ihrer Arbeit nachgehen. Die einfach nur arbeiten und sich fortbilden, um die Mittel zu haben ihr Leben so zu leben wie sie es möchten. Warum sollen diese Menschen, die das ganze Land, die ganze Gesellschaft tragen, diejenigen bezahlen, die absichtlich nichts leisten wollen?

Dass es auch andere wertvolle Dinge gibt, als nur Materielle, sehe ich auch so- da bin ich ganz bei dir. Aber das soll jeder selbst entscheiden. Übrigens ein guter Rat von dir: Sucht den Wert doch mal abseits des Geldes!
Damit kannst du das gesamte Prekariat retten. Sag ihnen einfach, dass Geld nicht alles ist.
Ronin76weisskreutz, ich habe soeben eine geeignete Heimat für dich und deine Kinder gefunden: [URL=http://www.youtube.com/watch?v=Dz4rAIZB8tY]Hamburg Blankenese[/URL]. Da bist du sogar vor den Grünen und Der Linke sicher, dafür gibts Regenbogen:

[url]http://dontknow.me/at/http://www.blankenese.de/index.php?id=46[/url]

Im Nachbarort Nienstedten gibts auch eine Rudolf-Steiner-Schule, in diesem Bezirk liegt das Durchschnittseinkommen im Jahr sogar noch 59% höher als in Blankenese, nämlich bei 150.000 €.

Aber um beim Thema zu bleiben:

[url]http://www.youtube.com/watch?v=7Q1M6Pstcfc&feature=relmfu[/url]

Ist zwar schon ein bisschen älter aber lustig. Vielleicht auch für Gelbfüßler. ;)
Ronin76[URL=http://www.youtube.com/watch?v=2yBGaeW3IgE&feature=player_embedded#start=0:00;end=18:54;autoreplay=false;showoptions=false]Volker Lösch rechnet mit S21 ab [/URL]

Volker Lösch (Theater-Regisseur) war vorgeladener Zeuge beim Untersuchungsausschuß zum Schwarzen Freitag am 30.09.2010 im Suttgarter Schloßgarten. Es wurde dort versucht ihn als militanten Kriminellen hinzustellen. Der Ausschuß war lediglich dazu da, der Regierung von BW eine Bühne zu verschaffen, und mehr über den bürgerlichen Widerstand herauszufinden. Dies geschah im Kreuzverhör. Es wurden von Seiten der CDU/FDP illegale und irrelevante Fragen bezüglich der Vorgänge im Schloßgarten gestellt. Dazu wurden zB sehr häufig Suggestivfragen und hypothetische Fragen verwendet.

In seiner Rede nimmt er dazu Stellung und kommt auch auf Heiner Geisler zu sprechen, den er als Scheinheiligen und Wortbrecher entlarvt.
weisskreutz[QUOTE] [i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]weisskreutz, ich habe soeben eine geeignete Heimat für dich und deine Kinder gefunden: Blankenese.[/QUOTE]

Ach Ronin, nur weil du als Linker dich gerne in "alternativen" Wohngegenden ghettoisierst, heisst das noch lange nicht, dass andere auch eigene Ghettos bilden müssten. Aber schön wie du dich um mich sorgst. :)
Tut mir leid, aber das ist nichts für mich. Während du wohl in den kleinen, engstirnigen Kreuzbergs und Schanzenvierteln wächst und gedeihst, ist mir solch eine solch abgeschottete Welt zu stickig. Das Große Ganze ist mein Lebensraum- man muss nur ein bißchen ausmisten.


[QUOTE]Da bist du sogar vor den Grünen und Der Linke sicher, dafür gibts Regenbogen.[/QUOTE]

"Regenbogen: Die neue Linke" :D
Schon wieder eine neue Linke? Wie oft denn noch? Man ist ja garnicht mehr in der Lage die Transformationen mitzuverfolgen. Hat was von HI-Virus. Das ändert seine Oberfläche auch schneller als man es bekämpfen kann- tragisch für die Menschheit...

[QUOTE]Im Nachbarort Nienstedten gibts auch eine Rudolf-Steiner-Schule, in diesem Bezirk liegt das Durchschnittseinkommen im Jahr sogar noch 59% höher als in Blankenese, nämlich bei 150.000 €.[/QUOTE]

Ach, es reicht mir schon, wenn die Schule das Tanzen des eigenen Namens nicht für einen relevanten Bildungsinhalt hält. Ich halte links-esoterische Bildungskonzepte (bzw. esoterische Bildungskonzepte im allgemeinen) sowieso für Wohlstandsmüll. Wenn sie genug Schaden angerichtet haben. lösen sie sich von selbst auf, weil sie sich selbst den Nährboden entziehen.

[QUOTE]Aber um beim Thema zu bleiben:

[url]http://www.youtube.com/watch?v=7Q1M6Pstcfc&feature=relmfu[/url]

Ist zwar schon ein bisschen älter aber lustig. Vielleicht auch für Gelbfüßler. ;) [/QUOTE]

Ja, ist lustig. :)
Leider hat Extra 3 aber ziemlich nachgelassen, seit Tobias Schlegl das Ding moderiert. Pommer war besser. Bei Schlegl kommt alles so gezwungen komödiantisch daher.
weisskreutz[QUOTE] [i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Dies geschah im Kreuzverhör. Es wurden von Seiten der CDU/FDP illegale und irrelevante Fragen bezüglich der Vorgänge im Schloßgarten gestellt. Dazu wurden zB sehr häufig Suggestivfragen und hypothetische Fragen verwendet.[/QUOTE]

Du offenbarst hier eine heimliche Leidenschaft für amerikanische Gerichtsspielfilme und -fernsehshows. ;)

[QUOTE]In seiner Rede nimmt er dazu Stellung und kommt auch auf Heiner Geisler zu sprechen, den er als Scheinheiligen und Wortbrecher entlarvt. [/B][/QUOTE]

Naja, wenn die "Oben bleiben"-Fraktion schon einen Schlichter bestellt, sollte sie sich mit dessen Spruch vielleicht abfinden. Oder sollte da das Ergebnis vermeintlich bereits festgestanden haben, und man ist enttäuscht, dass es nicht nach Plan verlief?!
Ronin76Die sogenannte Schlichtung war fast von Anfang an eine Inszenierung. Das fing mit der falschen Benennung als "Schlichtung" an, obwohl es eine (schlechte) Mediation war. Es war Wölfle von den Grünen, welcher ihn in gutem Glauben vorgeschlagen hatte. Am Ende ist Geisler in seine alte Rolle des Amtsrichters geschlüpft und hatte mit einem Totschlagargument die ganze Verhandlung ab absurdum geführt und Stuttgart 21 Plus befohlen, das noch viel teurer wird. Von den Gegnern will jedoch niemand Stuttgart 21 Plus sondern davon die meisten K21. Der Wunsch eines Plebiszit wurde auch ignoriert. Die Verhandlung selbst war für Geisler eine Showbühne und man darf nicht vergessen welcher Partei er seit Jahrzehnten angehört, nämlich der CDU. Der Filz und das Lügenpack ist allgegenwärtig.
weisskreutzWar seine Mitgliedschaft in der CDU etwa ein Geheimnis??
Ja, er wurde "im guten Glauben" bestellt, dass er als attac-Unterstützer so entscheiden wird, wie ein attac-Unterstützer gefälligst zu entscheiden [B]hat[/B]...
Ja, S21 wird jetzt teurer, weil die (berechtigten) Bedenken der Gegner auszuräumen waren. Es ist häufig so, dass Dinge teurer werden, wenn jemand Bedenken hat.
Beispiel: Lokal-Grüne bilden momentan überall Bürgerinitiativen gegen Hochspannungsleitungen in ihren Regionen. Dabei sollen diese Leitungen ja die (dezentralisierten) erneuerbaren Energien transportieren. Die Forderung: Die Leitungen sollen (für ein Vielfaches an Kosten) unter die Erde gelegt werden. Da ist diesmal nix mit "oben bleiben".
"Dagegen" kostet halt richtig Geld...

Zu Plebisziten: Wenn schon, dann konsequent. Wir können gern über Themen, die einen starken gesellschaftliche "Impact" haben, abstimmen: S21, Atomkraft, den Islam, die NPD und die EU-Zugehörigkeit. Aber dann bitteschön konsequent über alles, und nicht nur zu Themen, zu denen man mehr als 10000 Hobby- und Gewohnheitsdemonstranten zusammenkratzen kann.
Ronin76Mit attac hatte die Mediation Geisler´s nichts zu tun. S21 wird so oder so viel teurer, als von der Bahn stets angegeben wird. Die Zahlen hatten sich ja wöchentlich im Millionenbereich nach oben verschoben. Mit S21 Plus wird das Projekt hoffentlich so teuer, daß es überhaupt nicht mehr finanzierbar und rentabel ist. Das letzte Wort ist da noch lange nicht gesprochen. Daß die SPD für S21 und die Grünen dagegen sind, ist natürlich großer Mist. So kann zwar die CDU abgewählt werden, aber dann ist die Regierung in einer Kernfrage zerstritten. Anderst würde es aussehen, wenn Grün mit der Linken koalieren könnte, die SPD unterscheidet sich eh nicht von der CDU.

Die Fraktionsführer Nils Schmid (SPD) und Kretschmann (Grüne) halten jedoch eine Dreierkoalition mit der Linken eher für ausgeschlossen, selbst wenn es die Mehrheit bedeuten würde. Antidemokrat Schmid äußerte in einem Wahlkampf-Interview bei fluegel.tv sogar vollmundig, daß man Links links liegen lassen sollte, während Diplomat Kretschmann sich nicht festlegen wollte, jedoch seinen Unmut über Die Linke zum Ausdruck gebracht hatte. Als typisches Argument musste mal wieder die Kommunismusphobie herhalten.
weisskreutzDas hat sehr viel mit seiner attac Mitgliedschaft (seit Mai 2007) zu tun. attac-Mitglied zu sein gilt in gewissen Kreisen nämlich als Reputation. Er wurde durch sie überhaupt erst als Schlichter "erträglich". Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, die Obenbleiber hätten ein CDU-Mitglied als Schlichter akzeptiert, wenn sie ihn nicht auf ihrer Seite geglaubt hätten. Die Schlichtung sollte wohl tatsächlich nur pro forma passieren, was aber nach hinten losgegangen ist.

Was rot-rot-grüne Koalitionen betrifft, bin ich sehr (seeehr!!!!) dafür, dass sich SPD und Grüne (v.a. Grüne) rückhaltlos auf Bund-, Länder- und Regionalebene dazu bekennen. Ich weiß schon warum! :D
Und gerade wenn weisskreutz so merkwürdig dafür ist, sollte Ronin dagegen sein. ;)
Ronin76Ich sehe es auch so, daß die Mediation nach hinten losgegangen ist. Geisler ist ein Wolf im Schafspelz und das hatten die Grünen nicht begriffen. Willy Brandt nannte ihn mal den "schlimmsten Hetzer seit Goebbels". Ein Mediator sollte ja neutral sein, doch geht das im Fall von S21 überhaupt ? Noch viel weniger geht das doch bei einem langjährigen CDU Mitglied. Da wurde von den angeblichen Gegnern schon ein starker strategischer Fehler begangen. Mappus war sofort für Geisler, frühestens da hätte man stutzig werden sollen.

[QUOTE]Und gerade wenn weisskreutz so merkwürdig dafür ist, sollte Ronin dagegen sein.[/QUOTE]
Dubios ist es allemal, denn sonst hätten wir ja nichts mehr zu diskutieren. :D
Du bist also dafür daß sich Die Grünen und die SPD generell für eine Koalition mit der Linken aussprechen, und wenn ja wieso ?
weisskreutzWeil ein großer Teil der Wähler natürlich auch wahltaktisch wählt d.h. sie schauen sich auch an, mit wem die Parteien koalieren werden.
Wenn, nur als Beispiel, eine beliebige Partei XYZ sich für eine Koalition mit der NPD aussprechen würde, so könnte sie einpacken- ihre Stimmanteile würden einbrechen. Nicht weil das Wahlprogramm der XYZ so schlecht ist, sondern weil das Programm der NPD unzumutbar ist.
Wegen einem solchen Wahlverhalten, will die SPD sich nie (zumindest in den alten Bundesländern) wirklich für Rot-Rot aussprechen. Ihnen würden die Wähler davonlaufen. Die SPD wird nur gewählt wenn sie sich gemäßigt gibt (also mehr rosa als rot ist).
Noch nie aufgefallen? Bei den Jusos sind sie meißt noch Sozialisten. Wenn sie älter werden, nicht mehr. Das ist die Anpassung an den Wählerwillen.
Ronin76Ist mir auch schon aufgefallen. SPD-Politiker sind schon seit langer Zeit große Opportunisten. Daher heißt es ja nun auch viel treffender "Verräterpartei". Vielleicht wird ja mal die Drohsel Kanzlerin.
weisskreutzNaja, Politik- und damit Parteien- sollten sich, denke ich, auch an den Menschen orientieren...

Dieses Verhalten der SPD zeigt aber auch, dass es in Deutschland bei weitem keine Mehrheit für Sozialisten gibt, und die SPD das weiß.

Die Drohsel hat ne Vollmacke, und ist nur Juso-Führer, weil sie zu den seltenen Exemplaren junger linker Frauen gehört, die nicht gleich wie ein Emetikum wirken...
Wagenknecht hat ja auch einen gewissen (wenn auch merkwürdigen) Charme, der auf so manchen Linksorientierten seine Wirkung nicht verfehlt. Das ist eben die heutige Zeit.
Ronin76[QUOTE]Dieses Verhalten der SPD zeigt aber auch, dass es in Deutschland bei weitem keine Mehrheit für Sozialisten gibt, und die SPD das weiß.[/QUOTE]
Da die Allerwenigsten wissen was Sozialismus bedeutet. Die SPD ist so sozialdemokratisch wie die CDU christlich ist.

[QUOTE]Die Drohsel hat ne Vollmacke[/QUOTE]
Wieso ?

Ich mach jetzt Feierabend, bis morgen dann. ;)
weisskreutzJa, ich sollte auch endlich los. Bis morgen.
Ronin76Das Stimmvieh in Baden-Württemberg hat Grün-Rot gewählt. Die Linke hat es wieder nicht in den Landtag geschafft, wohl auch weil Viele den Regierungswechsel herbeiführen wollten und strategisch gewählt haben. SPD und Grüne hatten sich im Wahlkampf klar von einer Koaliton mit der Linken distanziert. Mappus wurde zum 1-Jahr-Ministerpräsidentchen abgewatscht. Der kleine Stefan möchte am Landtag abgeholt werden. Die kleine Tanja sucht noch ihre Eltern.
[QUOTE]
Zum ersten Mal seit 58 Jahren ist die CDU in Baden-Württemberg damit nicht mehr an einer Landesregierung beteiligt und zum ersten Mal wird der Ministerpräsident weder von der CDU noch von der FDP gestellt. Stefan Mappus wird damit der erste Ministerpräsident, der in Baden-Württemberg abgewählt wurde. Nach dem Weggang seines Vorgängers Günther Oettinger als EU-Energiekommissar nach Brüssel war Mappus nur ein Jahr im Amt. Im Gegenzug wird Winfiried Kretschmann der erste grüne Ministerpräsident in einem Bundesland. Baden-Württemberg wird damit das erste Bundesland mit einer grün geführten Landesregierung.

[url]http://www.landtagswahl-bw.de/[/url]
[/QUOTE]

Uuuund.. abtreten !

[IMG]http://www7.pic-upload.de/28.03.11/49kmub7pc3g.jpg[/IMG]

Mappus macht den Guttenberg.
weisskreutzLaut den Wahlumfragen bei Neu-grün-Wählern, war der Grund für deren Wahlentscheidung (Mehrfachnennungen mögl.) zu 85% die Energiepolitik. Erst mit weitem Abstand folgte mit 25% die "Soziale Gerechtigkeit" als zweitwichtigster Wahlgrund (ja Ronin, ich verstehe auch nicht was das mit Grün zu tun hat...).
Heißt: Es war leider eine Fukushima-Wahl. (Mit verbessertem Rechtschreibfehler ;))

Man frägt sich wirklich ob mein geliebtes BW das jetzt nötig gehabt hat, ein Atom-Statement mit der NRWisierung unseres Schulsystems zu bezahlen.
Bin leider nicht Adolf genug, um zu sagen "Ihr habt verdient was jetzt kommt". Naja, dafür ist das erste Schuljahr ab sofort Spieljahr zum "aklimatisieren".
Und bald sind wir endlich auch Netto-Empfänger im Länderfinanzausgleich.
Und außerdem wird BW jetzt "bunter", was auch immer Nils Schmid damit gemeint hat. Dachte eigentlich, dass Integration kaum irgendwo so gut funktioniert hat wie hier, aber wenn er meint...

Zum Bild:
Ist [I]das[/I] Mappus???
Man kann echt froh sein, dass die 80er mitsamt ihren Bübchen-Oberlippenbärten vorbei sind. Gott, sieht das shyze aus...
Ronin76Natürlich war Fuku[B]sh[/B]ima der größte Faktor für den Zulauf bei den Grünen. Angst die auf den Egozentrismus der Menschen zielt, zieht halt immer. Die Ergebnisse der Stuttgarter Bezirke wären noch interessant, da war S21 sicherlich ein etwas größerer Faktor, aber noch gibt es keine Detaildaten.

Ich hatte die Grünen noch nie als eine soziale Partei betrachtet, dafür sind sie einfach zu elitär und opportunistisch und sie hatten auch die Agenda 2010 unterstützt. Keine andere Partei hat den Begriff des Ökofaschismus mehr geprägt. Eine Partei die mit der großen CO²-Lüge Wahlkampf betreibt, dazu gehört auch Kretschmann, kann man einfach nicht anderst titulieren. Das Schlimme daran ist, daß die Meisten von Denen so verblendet und ungebildet sind, daß sie den Mist auch noch selbst glauben. Das ist mitunter ein Resultat der jahrzehntelangen Propaganda an deutschen Schulen, die auch von anderen Parteien zu verantworten ist.

Es sieht so aus, als ob die meisten der ehemaligen 5,2% CDU-Wähler diesmal die Grünen gewählt haben. Auch SPD, FDP und Die Linke scheinen ihre Stimmverluste fast ausschließlich an die Grünen verloren zu haben. Aber die Rechnerei bei [url]http://www.landtagswahl-bw.de[/url] ist irgenwie Beschiß, da die 2,8% der Linken in der grafischen Bilanz nicht berücksichtigt werden, denn die haben 0,3% verloren. Aber noch sind die Zahlen ja nur Vorläufige, viel wird sich daran jedoch nicht mehr ändern.

[QUOTE]
Zum Bild:
Ist das Mappus???
Man kann echt froh sein, dass die 80er mitsamt ihren Bübchen-Oberlippenbärten vorbei sind. Gott, sieht das shyze aus...
[/QUOTE]
Nö, das ist die Gönner, das war noch vor ihrer Silberblickzeit. Den hatte sie erst durch den Mappus bekommen. ;)
daimos[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Die Ergebnisse der Stuttgarter Bezirke wären noch interessant, da war S21 sicherlich ein etwas größerer Faktor, aber noch gibt es keine Detaildaten.[/QUOTE][b]Stuttgart I:[/b]
CDU 26,9% (-4,9%)
SPD 17,5% (-7,4%)
[b][COLOR=green]Grüne 42,5% (+18,6%)[/b][/COLOR]
FDP 6,1% (-5,8%)
Linke 3,4% (-0,3%)
sonstige 3,6% (-0,2%)

[b]Stuttgart II:[/b]
CDU 33,8% (-4,2%)
SPD 19,1% (-4,4%)
[b][COLOR=green]Grüne 34,2% (+17,4%)[/b][/COLOR]
FDP 7,1% (-7,5%)
Linke 2,4% (-0,2%)
sonstige 3,5% (-1,0%)

[b]Stuttgart III:[/b]
CDU 34,2% (-4,9%)
SPD 23,1% (-5,5%)
[b][COLOR=green]Grüne 28,0% (+16,6%)[/b][/COLOR]
FDP 6,0% (-4,8%)
Linke 3,7% (+0,2%)
sonstige 4,9% (-1,7%)

[b]Stuttgart IV:[/b]
CDU 31,4% (-5,8%)
SPD 22,4% (-6,8%)
[b][COLOR=green]Grüne 32,3% (+17,9%)[/b][/COLOR]
FDP 5,1% (-4,7%)
Linke 4,0% (+0,5%)
sonstige 4,8% (-1,2%)[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]Ich hatte die Grünen noch nie als eine soziale Partei betrachtet, dafür sind sie einfach zu elitär und opportunistisch [...].[/QUOTE]Sind sie ja auch nicht. ;)
weisskreutz[QUOTE] [i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Ich hatte die Grünen noch nie als eine soziale Partei betrachtet, dafür sind sie einfach zu elitär und opportunistisch und sie hatten auch die Agenda 2010 unterstützt. [/QUOTE]

Die leben halt in ihrer Regenbogenwelt. Wo sie hinkommen zerstören sie funktionierende Strukturen, und ersetzen sie durch ihre hanf-dunstigen Graswurzel-Revolutions-Provisorien (wer kiffen will, der kiffe. Er möge sich aber bitte nicht ernst dabei nehmen.).
Der Spaß daran ist, dass sie stets auch dafür sorgen, dass sie die Suppe selbst nicht auslöffeln müssen.
Ich gehe schwer davon aus, dass gerade die Grünen-Wähler ihre Kinder als erste auf die Privatschulen schicken, sobald sie die öffentlichen verschlimmbessert haben

[QUOTE]Keine andere Partei hat den Begriff des Ökofaschismus mehr geprägt.[/QUOTE]

Eine Polemik, die auch ich sehr gerne verwende. :) Obwohl... warum polemisch? Einen gewissen totalitaristischen Anspruch haben die Grünkern-Knödel schon...

[QUOTE]Eine Partei die mit der großen CO²-Lüge Wahlkampf betreibt, dazu gehört auch Kretschmann, kann man einfach nicht anderst titulieren. [/QUOTE]

Wie damals, während des angeblichen Waldsterbens. Nachdem selbst die UN (welche Unter-Orga weiß ich nimmer) um 2000 bestätigt hat, dass es ein solches nie gegeben hat (und ich meine nicht "Es war nicht so schlimm", sondern tatsächlich: Es gab nie eins!), ist es still geworden um den Baumschutz.
Man lässt wohl lieber Gras über jene 10jährige Alarmismuszeit wachsen...

[QUOTE]Das Schlimme daran ist, daß die Meisten von Denen so verblendet und ungebildet sind, daß sie den Mist auch noch selbst glauben. Das ist mitunter ein Resultat der jahrzehntelangen Propaganda an deutschen Schulen, die auch von anderen Parteien zu verantworten ist.[/QUOTE]

Mag auch daran liegen, dass Lehrer in Süd- und Westdeutschland zu über 50% grün wählen. Die Propaganda/Agitation/"Aufklärung" im Sinne der Grünen findet m.A.n. planmäßig statt.
Aus meinem Abi-Jahrgang sind einige schon vor Jahren zu den Grünen. Studium war jedesmal: Polit-Wissenschaft oder eben Lehramt.
Man muss eben früh in die Köpfe der Menschen, damit sie "richtig" denken.

[QUOTE]Es sieht so aus, als ob die meisten der ehemaligen 5,2% CDU-Wähler diesmal die Grünen gewählt haben. Auch SPD, FDP und Die Linke scheinen ihre Stimmverluste fast ausschließlich an die Grünen verloren zu haben. Aber die Rechnerei bei [url]http://www.landtagswahl-bw.de[/url] ist irgenwie Beschiß, da die 2,8% der Linken in der grafischen Bilanz nicht berücksichtigt werden, denn die haben 0,3% verloren. Aber noch sind die Zahlen ja nur Vorläufige, viel wird sich daran jedoch nicht mehr ändern.[/QUOTE]

Das mag an der Gewohnheit der Linkspartei liegen, sich ständig umzubenennen. Bei der letzten Wahl war das halt noch WASG.
Zwischendrin gabs halt schon ne Tauforgie sondersgleichen...

[QUOTE]Nö, das ist die Gönner, das war noch vor ihrer Silberblickzeit. Den hatte sie erst durch den Mappus bekommen. ;) [/QUOTE]

Phöser, phöser Ronin... :D
Ronin76@Daimos

Danke für die Zahlen :) . Ein sehr eindrucksvolles Wahlergebnis in Stuttgart.


@weisskreutz

Die heutigen Grünen haben mit Kiffen nur äußerst wenig zu tun. Vermutlich auch schon die Ur-Grünen, denn für eine politische Tätigkeit sollte man schon körperlich und geistig fit sein und das sind auch die Grünen. Bei jedem Wirkstoff kommt es auf die Dosis an, dehalb lässt sich das nicht pauschalisieren. Es macht schon einen extremen Unterschied ob jemand am Tag 1 Joint raucht, oder sich 10-20 Köpfe reinzieht. Ich bin übrigens für die Legalisierung von Hanf und THC, das würden die Grünen von heute als bürgerliche Partei nie unterstützen, die passen sich schließlich gerne dem Willen der Mehrheit an. Wir sollten jedoch nicht vom Thema abschweifen, daher bitte ich dich darum, weniger Vorurteile und Unwahrheiten zu verwenden.

[QUOTE]
Wie damals, während des angeblichen Waldsterbens. Nachdem selbst die UN (welche Unter-Orga weiß ich nimmer) um 2000 bestätigt hat, dass es ein solches nie gegeben hat (und ich meine nicht "Es war nicht so schlimm", sondern tatsächlich: Es gab nie eins!), ist es still geworden um den Baumschutz.
Man lässt wohl lieber Gras über jene 10jährige Alarmismuszeit wachsen...
[/QUOTE]
Da bist du falsch informiert. Erstens gab es das Waldsterben, und Zweitens ist die UN eine NICHT vertrauenswürdige, globale Machtorganisation, die weitgehend von den USA, Russland, Frankreich, Vereinigtes Königreich und China kontrolliert wird, denn nur diese Staaten haben derzeit bzw seit Anfang an ein Vetorecht im UN-Sicherheitsrat.

Ich selbst kann mich noch an die zerstörten Bäume erinnern. Es betraf hier in Württemberg zwar keine ganzen Wälder aber die Schäden waren schon deutlich sichtbar. Ob die Ursache tatsächlich Übersäuerung oder Borkenkäfern waren kann ich allerdings auch nicht mehr feststellen. Es gab jedoch zB im Erzgebirge deutliche Anzeichen, die für eine Übersäuerung sprachen. Seit ca. 1980 werden fossile Kraftstoffe entschwefelt und auch Kohlekraftwerke verfügen über Entschwefelungsanlagen. Damit wurde die Hauptursache des Sauren Regens und damit auch des Waldsterbens beseitigt. Natürlich wurde das Waldsterben von Geschäftemachern instrumentalisiert und durch Übertreibungen geradezu apokalyptisch inszeniert.

Zur Information:

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Saurer_Regen[/url]
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Waldsterben[/url]


[QUOTE]Mag auch daran liegen, dass Lehrer in Süd- und Westdeutschland zu über 50% grün wählen.[/QUOTE]
Gibt es dafür Belege ? Zu meiner Schulzeit war zB auch die SPD bei Lehrern sehr attraktiv.


[QUOTE]
Das mag an der Gewohnheit der Linkspartei liegen, sich ständig umzubenennen. Bei der letzten Wahl war das halt noch WASG.
Zwischendrin gabs halt schon ne Tauforgie sondersgleichen...
[/QUOTE]
Stimmt das ist nicht sehr förderlich, historisch jedoch teilweise nachvollziehbar. Zuerst wollten sie sich unauffällig von der SED distanzieren, später gab es dann die Fusion mit der WASG.
ScheolIch bin froh das es die Grünen geschafft haben. Dann können sie allen in BW beweisen, wer sie wirklich sind.

Stuttgart 21 wird weitergebaut, die AKWs nur vorübergehend abgeschaltet, vielleicht ein neues Versuchslabor?! Da haben die Bürger in Hannover schon Erfahrung mit der "grünen" Politik gemacht. Tierversuchslabore für ALLLE!! (B'90 Die Grünen) :D

Ich bin gespannt! :cool:
weisskreutz[QUOTE] [i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]

@weisskreutz

Die heutigen Grünen haben mit Kiffen nur äußerst wenig zu tun. Vermutlich auch schon die Ur-Grünen, denn für eine politische Tätigkeit sollte man schon körperlich und geistig fit sein und das sind auch die Grünen. Bei jedem Wirkstoff kommt es auf die Dosis an, dehalb lässt sich das nicht pauschalisieren. Es macht schon einen extremen Unterschied ob jemand am Tag 1 Joint raucht, oder sich 10-20 Köpfe reinzieht. Ich bin übrigens für die Legalisierung von Hanf und THC, das würden die Grünen von heute als bürgerliche Partei nie unterstützen, die passen sich schließlich gerne dem Willen der Mehrheit an. Wir sollten jedoch nicht vom Thema abschweifen, daher bitte ich dich darum, weniger Vorurteile und Unwahrheiten zu verwenden.[/QUOTE]

Ich dachte eigentlich, dass die "kleine" Polemik im Kaiser durchaus erwünscht ist.
Mir ist schon klar, dass Claudia Roth (u.a.) in Wirklichkeit keine heulendes Nervenbündel ist, sondern ihr "verletzliches" Wesen kombiniert mit einer Fassade kindlicher Unschuld, genau so gewollt (wohl auch trainiert) ist. Auf dieser Abgeordneten 2.0 HP (oder so ähnlich) bezeichnen sich ja viele von denen beruflich als "Dramaturgen".

Nimm es als Unmutsäußerung, wie sie fast jeder hier gerne verwendet.
Die Realos haben die Fundis schon lange in die Basis verbannt


[QUOTE] Da bist du falsch informiert. Erstens gab es das Waldsterben, und Zweitens ist die UN eine NICHT vertrauenswürdige, globale Machtorganisation, die weitgehend von den USA, Russland, Frankreich, Vereinigtes Königreich und China kontrolliert wird, denn nur diese Staaten haben derzeit bzw seit Anfang an ein Vetorecht im UN-Sicherheitsrat.

Ich selbst kann mich noch an die zerstörten Bäume erinnern. Es betraf hier in Württemberg zwar keine ganzen Wälder aber die Schäden waren schon deutlich sichtbar. Ob die Ursache tatsächlich Übersäuerung oder Borkenkäfern waren kann ich allerdings auch nicht mehr feststellen. Es gab jedoch zB im Erzgebirge deutliche Anzeichen, die für eine Übersäuerung sprachen. Seit ca. 1980 werden fossile Kraftstoffe entschwefelt und auch Kohlekraftwerke verfügen über Entschwefelungsanlagen. Damit wurde die Hauptursache des Sauren Regens und damit auch des Waldsterbens beseitigt. Natürlich wurde das Waldsterben von Geschäftemachern instrumentalisiert und durch Übertreibungen geradezu apokalyptisch inszeniert.

Zur Information:

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Saurer_Regen[/url]
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Waldsterben[/url] [/QUOTE]

Von dort aus ist auch folgendes verlinkt:

[url]http://www.zeit.de/2004/51/N-Waldsterben[/url]

Sind ein paar Seiten, ist aber durchaus lesenswert, und enthält die wesentlichen Infos, die ich zu dem Thema habe.

Insbesondere auch die Ursache für die, immer wieder, für alle Zeitschriften, zehn Jahre lang gemachten Fotos von den immer selben 2-3 ha Harz-Wald.



[QUOTE] Gibt es dafür Belege ? Zu meiner Schulzeit war zB auch die SPD bei Lehrern sehr attraktiv.[/QUOTE]

Das hab ich aus einer berufsspezifischen Umfrage zum Wahlverhalten zur letzten Bundestagswahl. Kann die leider keine Quelle nennen, war bei den Lehrern aber leicht zu merken:

Das Tortendiagramm teilte sich ziemlich genau in drei gleiche Teile: 1/3 Grün, 1/3 Links, 1/3 die Anderen.
Im Text wurde angemerkt, dass die Linke-Wähler v.a. im Norden und insb. im Osten zu finden seien (wo sie Volkspartei sind), dass aber die Grünen zu über 50% in Süden und Westen Stimmen bekamen. Ich muss das jetzt einfach aus dem Kopf so schreiben. Die Zahlen waren aber auch einfach zu merken.
Man vielleicht kann sagen: Je schwärzer die Wähler, desto grüner die Lehrer.

Ich meine, dass das (achtung, jetzt darfst du schreien ;)) aus dem Spiegel oder dem Cicero war. Das sind zumindest neben Dark Spy und Geo Geschichte Magazine die ich ab und an kaufe.
Kann aber auch aus nem Magazin beim Zahnarzt gewesen sein- wer weiß...

Deckt sich aber sehr, mit den Meinungen von Lehrern und Lehramtsstudenten, die man so trifft. Bei uns gibts ne große Pädagogische Hochschule.

[QUOTE]Stimmt das ist nicht sehr förderlich, historisch jedoch teilweise nachvollziehbar. Zuerst wollten sie sich unauffällig von der SED distanzieren, später gab es dann die Fusion mit der WASG. [/QUOTE]

Ist halt schwierig. Merkst du wie das immerwieder kommt, wenn es keine Aufarbeitung gibt? Hatten wir ja schon im Sozi-Thread.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]Ich bin froh das es die Grünen geschafft haben. Dann können sie allen in BW beweisen, wer sie wirklich sind.

Stuttgart 21 wird weitergebaut, die AKWs nur vorübergehend abgeschaltet, vielleicht ein neues Versuchslabor?! Da haben die Bürger in Hannover schon Erfahrung mit der "grünen" Politik gemacht. Tierversuchslabore für ALLLE!! (B'90 Die Grünen) :D

Ich bin gespannt! :cool: [/B][/QUOTE]

Den Eindruck habe ich oftmals auch. Wenn Grüne ein Bundesland in die Finger kriegen, ist das wie ein kleines 4-jähriges Kind mit nem Stöckchen, nem Feuerzeug, nem Glas Wasser und ner Ameisenfarm zur freien Verfügung...

Ich bin auch gespannt...wie der Abzug einer AK-47...
Ronin76[QUOTE]
Das Tortendiagramm teilte sich ziemlich genau in drei gleiche Teile: 1/3 Grün, 1/3 Links, 1/3 die Anderen.
Im Text wurde angemerkt, dass die Linke-Wähler v.a. im Norden und insb. im Osten zu finden seien (wo sie Volkspartei sind), dass aber die Grünen zu über 50% in Süden und Westen Stimmen bekamen. Ich muss das jetzt einfach aus dem Kopf so schreiben. Die Zahlen waren aber auch einfach zu merken.
Man vielleicht kann sagen: Je schwärzer die Wähler, desto grüner die Lehrer.

Ich meine, dass das (achtung, jetzt darfst du schreien ) aus dem Spiegel oder dem Cicero war. Das sind zumindest neben Dark Spy und Geo Geschichte Magazine die ich ab und an kaufe.
Kann aber auch aus nem Magazin beim Zahnarzt gewesen sein- wer weiß...
[/QUOTE]
War eine Emnid Studie, die im Juni 2009 im Cicero abgedruckt wurde.

[url]http://vorabs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=372:lehrer-waehlen-links&catid=6:recht&Itemid=4[/url]

Da wurden SPD und Grüne als Links-Parteien bezeichnet. :rolleyes:



Laut Emnid wählten Lehrer zu..

26 % SPD (bundesweit 27% im Bundesschnitt)
23 % Bündnis 90 / Die Grünen (bundesweit 11%)
16 % die Linkspartei (bundesweit 11%)
24 % Union (bundesweit 34%)
08 % FDP (bundesweit 13%).
03 % Andere

Die 1/3 Unterteilung passt da nicht, ich hab das mal in einem Kuchendiagramm dargestellt:

[IMG]http://www8.pic-upload.de/29.03.11/qgynprbq2jxn.png[/IMG]

Aktuelle Zahlen wären natürlich viel interessanter.


[QUOTE]Ist halt schwierig. Merkst du wie das immerwieder kommt, wenn es keine Aufarbeitung gibt? Hatten wir ja schon im Sozi-Thread.[/QUOTE]
Was soll denn da nicht aufgearbeitet sein ? Viele Mitglieder kamen erst nach der Wende hinzu, und zB Gysi hatte sich schon mehrfach über seine Vergangeheit geäußert. Die CDU hatte damals großen Zulauf von Ostdeutschen erhalten, aber da fordert niemand Aufklärung ! Wohin die ganzen Stasi Mitarbeiter und IMs wohl gegangen sind ? Bestimmt nicht zur PDS. Eher zum BND und zur CDU, eben da wo die Macht ihren Sitz hatte. Da müsste man erst mal die Vergangenheit all der anderen Parteien wie CDU/Zentrum, SPD, und die Nazivergangenheit der FDP die bis weit in die BRD-Zeit anhielt aufarbeiten.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Da die Allerwenigsten wissen was Sozialismus bedeutet. Die SPD ist so sozialdemokratisch wie die CDU christlich ist.


Wieso ?

Ich mach jetzt Feierabend, bis morgen dann. ;) [/B][/QUOTE]

Mappusativ, vierter Fall?
weisskreutz@ Ronin

Also doch Cicero. Ich meine zwar doch, dass in dieser (nicht emnid) nur Linke und Grüne die 2/3 hatten- ohne SPD.
Hat sich aber wahrscheinlich zwischenzeitlich in meinem Kopf etwas verändert :D


Aktuelle Zahlen wären tatsächlich interessant. Man kann schon davon ausgehen, dass Grün der SPD auch bei den Lehrern weitere Stimmen abgezwackt hat- wissen tut mans nicht...

Aber gerade was "links" betrifft: Eine 10-jährige Einheitsschule- vertreten von Grünen und SPD ist schon ein sehr linkes Konzept, welches das Dogma "Gleichheit" über das Prinzip des Gesamtnutzens stellt.
Nur weil die Linkspartei "linker" ist, als SPD und Grüne, heißt das noch lange nicht, dass diese deswegen nicht links sind. Das krude sozialistische Menschenbild spielt bei diesen Parteien ebenfalls eine Rolle, sonst würden sie ihre "verbesserten" 68er-Bildungskonzepte nicht in die Tat umsetzen wollen.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]

Was soll denn da nicht aufgearbeitet sein ? Viele Mitglieder kamen erst nach der Wende hinzu, und zB Gysi hatte sich schon mehrfach über seine Vergangeheit geäußert. Die CDU hatte damals großen Zulauf von Ostdeutschen erhalten, aber da fordert niemand Aufklärung ! Wohin die ganzen Stasi Mitarbeiter und IMs wohl gegangen sind ? Bestimmt nicht zur PDS. Eher zum BND und zur CDU, eben da wo die Macht ihren Sitz hatte. Da müsste man erst mal die Vergangenheit all der anderen Parteien wie CDU/Zentrum, SPD, und die Nazivergangenheit der FDP die bis weit in die BRD-Zeit anhielt aufarbeiten.[/QUOTE]

Zunächst: Ehemalige Parteizugehörigkeiten zu SED oder NSDAP kreide ich niemandem an. In Ein-Parteien-Systemen (faktisch war die DDR auch eins) gehört es eben zum guten Ton, und ist sogar unabdingbar für die Karriere, der regierenden Partei anzugehören- mit Überzeugungen hat das meißt wenig zu tun. In China z.B. muss man sich sogar erst schulisch und beruflich "bewähren", bevor man der KP beitreten darf. Da will eben jeder hin, denn nur so kommt man weiter. Ich nehme das niemandem übel. Insofern kann jeder in des SED gewesen sein- das sehe auch ich, als strammer Sozialismus-Kritiker, eher unproblematisch.

Die andere Frage ist natürlich inwiefern man in dem System/in der Partei tätig war, [U]und[/U] (ganz wichtig) wie handle ich weiter, nachdem ich plötzlich gefahrlose Alternativen habe...
Die Nachfolgeorganisationen solcher diktatorischer Parteien müssen sich rechtfertigen- und auch ihre Mitglieder, eben weil sie für den Fortbestand einer Unrechtspartei stehen.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
Aber gerade was "links" betrifft: Eine 10-jährige Einheitsschule- vertreten von Grünen und SPD ist schon ein sehr linkes Konzept, welches das Dogma "Gleichheit" über das Prinzip des Gesamtnutzens stellt. ... Das krude sozialistische Menschenbild spielt bei diesen Parteien ebenfalls eine Rolle, sonst würden sie ihre "verbesserten" 68er-Bildungskonzepte nicht in die Tat umsetzen wollen.[/QUOTE]Ich betrachte eine 10-jährige Einheitsschule eher als etwas Konservatives, Werterhaltendes.
Das ständige Außeinanderreißen und Durcheinanderwürfeln der Schulklassen führt doch nur dazu, dass sich die Kinder entwurzelt fühlen, nirgends mehr heimisch und nirgends mehr zugehörig. Ist es da ein Wunder, wenn sie später keinerlei Beziehungen zu ihrem Ort, zu ihrer Region, zu ihrem Land haben?

Unsereins hat noch nach mehr als 30 Jahren Verbindung zu den früheren Lehrern, und umgekehrt interessieren sich diese für den weiteren Lebensweg ihrer Schüler.
Die heutigen Schüler können sich doch die -zig verschiedenen Lehrergesichter gar nicht alle merken, und umgekehrt ist's ähnlich.

Das hat mit "Links" nichts zu tun. Das Schulsystem mit der angeblichen "Individualität" führt (neben dem "Arbeitsmarkt") zum Zerfall der Gesellschaft. Vom Schulbuch-Chaos und wer sich daran dumm und dämlich verdient ganz zu schweigen ...

[QUOTE]Ehemalige Parteizugehörigkeiten zu SED oder NSDAP kreide ich niemandem an. In Ein-Parteien-Systemen (faktisch war die DDR auch eins) gehört es eben zum guten Ton, und ist sogar unabdingbar für die Karriere, der regierenden Partei anzugehören- mit Überzeugungen hat das meißt wenig zu tun.[/QUOTE]Nur aus Karrieregründen in Parteien einzutreten, halte ich für charakterlos. Ich achte die Leute, die wirklich aus Überzeugung in Parteien mitarbeiten. Und ich achte vor allem die Leute, die aus Überzeugung aus Parteien austreten (bzw. ausgetreten sind), wenn diese ihre ehemals hehren Ziele und Programme schamlos verraten.

Dass so viele Leute in der SED waren, denen es eigentlich schnurz-egal war, ob sich die DDR zu einem Sozialismus oder zu einem StaSi-Knast entwickelt, hat wesentlich dazu beigetragen, was am Ende daraus wurde. Und wenn dieselben Leute nun ihr Fähnlein in den neuen Wind hängen, und es ihnen wiederum egal ist, was aus dem Land und den Menschen wird, dann kann ich für diese nur Verachtung empfinden.

[QUOTE]In China z.B. muss man sich sogar erst schulisch und beruflich "bewähren", bevor man der KP beitreten darf.[/QUOTE]Das war in der DDR ähnlich.

[QUOTE]Insofern kann jeder in des SED gewesen sein- das sehe auch ich, als strammer Sozialismus-Kritiker, eher unproblematisch.[/QUOTE]Für mich kann ebenso jeder in der SED gewesen sein oder in einer anderen Partei, und mag sich auch heute nach bestem Wissen und Gewissen für eine Partei entscheiden. Für mich zählt, wie sich dieser Mensch ganz persönlich anderen Menschen gegenüber verhält oder verhalten hat.

[QUOTE]Die andere Frage ist natürlich inwiefern man in dem System/in der Partei tätig war, und (ganz wichtig) wie handle ich weiter, nachdem ich plötzlich gefahrlose Alternativen habe...[/QUOTE]Das hat weniger mit "gefahrlosen Alternativen" zu tun, als vielmehr mit Charakter und Gewissen.

[QUOTE]Die Nachfolgeorganisationen solcher diktatorischer Parteien müssen sich rechtfertigen- und auch ihre Mitglieder, eben weil sie für den Fortbestand einer Unrechtspartei stehen.[/QUOTE]Wer sagt "Ich war nie in der SED", oder "Ich bin aus der Partei raus, und damit habe ich die Vergangenheit verarbeitet und bin nicht mehr böse, sondern gut", der macht es sich sehr einfach. An den Verhältnissen, wie sie in der DDR waren, hat Jeder seinen ganz persönlichen Anteil gehabt, egal ob er in der SED war oder nicht. Der Film [URL="http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=79688"]"Zwei schräge Vögel"[/URL] beschreibt das meiner Meinung nach sehr gut.
Ronin76[QUOTE]Mappusativ, vierter Fall?[/QUOTE]
Eher IV Internationale. ;)


[QUOTE]Aber gerade was "links" betrifft: Eine 10-jährige Einheitsschule- vertreten von Grünen und SPD ist schon ein sehr linkes Konzept, welches das Dogma "Gleichheit" über das Prinzip des Gesamtnutzens stellt.[/QUOTE]
Kennst du noch nicht die neue Hymne der BRD: "Einigkeit und Recht und Gleichheit." ?

Mal im Ernst, ich halte die 10-jährige Einheitsschule für ein besseres Konzept, als ein Klassenkampf der schon mit ca. 10 Jahren beginnt und Schüler je nach ihrem Leistungsstand und dem Einkommen der Eltern eine andere weiterführende Schule empfohlen bekommen. Wo dann aus Freunden Konkurrenten werden, die sich dann ein Leben lang, bis zum bitteren Ende, bekämpfen. Der Leistungsdruck fängt schon viel, viel früher an, kann ich gerade beim Kind einer guten Bekannten beobachten. Das Kind wurde schon mit 1,5 Jahren in Montessori Spielgruppen gesteckt und ist mit nun 2,5 Jahren hyperaktiv und nur am herumschreien. Eine tolle Zukunft.

Im alten Kastenschulsystem werden Kinder zu Egoisten gedrillt. Eine Schulklasse die 10 Jahre zusammen ist, hat die Möglichkeit soziale Bindungen und soziale Verantwortung viel besser zu erlernen. Es kann auch mehr Sicherheit schaffen und Ängste reduzieren. Da werden Schwächere nicht einfach liegen gelassen um dann auf einer Hauptschule zu enden, die häufig die Vorstufe ins Prekariat bedeutet.



PS: Es ist empirisch nicht begründbar, daß homogene Lerngruppen einen Leistungsvorteil bieten, damit kann diese These, die seit Jahrzehnten propagiert wird, ins Reich der Märchen verschoben werden. Insgesamt bieten heterogene Lerngruppen Vorteile, vor allem im sozialen Bereich, also dem Fundament einer Gesellschaft, das belegen zB zahlreiche Nachbarländern. Deutschland ist eines der wenigen europäischen Länder, das noch das alte, homogene Lerngruppenmodell praktiziert.

Dazu zB diese Quelle, sie sich zB auf Goldberg von 1969 beruft:

[url]http://www.trisomie21.de/wocken_integrationspaedagogik.html[/url]
weisskreutz[QUOTE] [i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
Ich betrachte eine 10-jährige Einheitsschule eher als etwas Konservatives, Werterhaltendes.
Das ständige Außeinanderreißen und Durcheinanderwürfeln der Schulklassen führt doch nur dazu, dass sich die Kinder entwurzelt fühlen, nirgends mehr heimisch und nirgends mehr zugehörig. Ist es da ein Wunder, wenn sie später keinerlei Beziehungen zu ihrem Ort, zu ihrer Region, zu ihrem Land haben?[/QUOTE]

Das liegt m.A. vielmehr daran, dass über Jahrzehnte hinweg den Deutschen das Deutschsein madig gemacht wurde- als sei es ein Fluch und eine Verpflichtung zur Selbstzerstörung.
An anderer Stelle in diesem Forum hat sich hier so Mancher tierisch darüber aufgeregt, dass ich vom Wert unserer Kultur gesprochen habe (allen voran der offensichtlich verstorbene Mori). Wenn du den Menschen schon als Schüler beibringst, dass sie, weil ja mal irgendwann Herr Schickelgruber Kanzler war, ihre Identität möglichst verleugnen, und bevorzugt orientalisch "bereichern" sollen, dann führt das zu einem Mangel an Bezug zu ihrem Ort, zu ihrer Region und zu ihrem Land.
(der Bezug zum Orient soll keine Polemik sein, sondern bezieht sich darauf, dass ja meißt gerade das als "kulturell wertvoll" deklariert wird, was am besten dazu geeignet ist, die eigene Kultur abzuschaffen.)
Ein gesunder (d.h. nicht chauvinistischer) Patriotismus trägt zu einem Zusammengehörigkeitsgefühl und daraus folgender Solidarität, bestimmt mehr bei, als den Schwächsten zum Maßstab zu machen.

[QUOTE]Das hat mit "Links" nichts zu tun. Das Schulsystem mit der angeblichen "Individualität" führt (neben dem "Arbeitsmarkt") zum Zerfall der Gesellschaft. Vom Schulbuch-Chaos und wer sich daran dumm und dämlich verdient ganz zu schweigen ...[/QUOTE]

Das deutsche Schulsystem war bis in die 70er (als der Kuschel-Referendar sich anschickte, es zu verschlimmbessern) der Goldstandard in Sachen Bildung- 150 Jahre lang.
Ein Einheitsschulen in NRW sind das Schlimmste, was man sich denken kann, denn gerade soetwas spaltet die Gesellschaft. Wer sich nämlich ausgebremst fühlt, fühlt sich dem Bremsklotz nicht zugehörig, sondern lehnt ihn ab. Das ist in jeder Gruppenarbeit so: Wenn man einen Dummbatz dabei hat, den man mitschleifen muss, wird man mit diesem keine weitere Zusammenarbeit wünschen.

[QUOTE] Nur aus Karrieregründen in Parteien einzutreten, halte ich für charakterlos. Ich achte die Leute, die wirklich aus Überzeugung in Parteien mitarbeiten. Und ich achte vor allem die Leute, die aus Überzeugung aus Parteien austreten (bzw. ausgetreten sind), wenn diese ihre ehemals hehren Ziele und Programme schamlos verraten.[/QUOTE]

Wenn es einen echten Parteien-Pluralismus gibt, stimmt das. In Einheitsstaaten aber ist eine Partei (d.h. [i]die[/i] Partei) etwas, das in alle Lebensbereiche eindringt. Es führt kein Weg an ihr vorbei. Man tritt dann ja nicht in die Partei ein, um die eigene Karriere zu fördern, sondern vielmehr, um von ihr nicht ausgebremst zu werden.

[QUOTE] Für mich kann ebenso jeder in der SED gewesen sein oder in einer anderen Partei, und mag sich auch heute nach bestem Wissen und Gewissen für eine Partei entscheiden. Für mich zählt, wie sich dieser Mensch ganz persönlich anderen Menschen gegenüber verhält oder verhalten hat.[/QUOTE]

Sehe ich genauso. Einfache Mitgliedschaft finde ich unproblematisch, wer aber dann auch einer entsprechenden Innentendenz weiter gehandelt hat, der muss sich rechtfertigen.
weisskreutz[QUOTE] [i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]

Mal im Ernst, ich halte die 10-jährige Einheitsschule für ein besseres Konzept, als ein Klassenkampf der schon mit ca. 10 Jahren beginnt und Schüler je nach ihrem Leistungsstand und dem Einkommen der Eltern eine andere weiterführende Schule empfohlen bekommen. Wo dann aus Freunden Konkurrenten werden, die sich dann ein Leben lang, bis zum bitteren Ende, bekämpfen. Der Leistungsdruck fängt schon viel, viel früher an, kann ich gerade beim Kind einer guten Bekannten beobachten. Das Kind wurde schon mit 1,5 Jahren in Montessori Spielgruppen gesteckt und ist mit nun 2,5 Jahren hyperaktiv und nur am herumschreien. Eine tolle Zukunft. [/QUOTE]

Also, solche Bildungskonzepte wie Montessori haben doch garnicht mit dem dreigliedrigen Schulsystem zu tun. Diese Dinge gehören in die Reformpädagogik, und sind (mal wieder) Rousseaus´ Emile geschuldet, d.h. sie sind v.a. von 68ern adaptiert worden.

[QUOTE]Im alten Kastenschulsystem werden Kinder zu Egoisten gedrillt. Eine Schulklasse die 10 Jahre zusammen ist, hat die Möglichkeit soziale Bindungen und soziale Verantwortung viel besser zu erlernen. Es kann auch mehr Sicherheit schaffen und Ängste reduzieren. Da werden Schwächere nicht einfach liegen gelassen um dann auf einer Hauptschule zu enden, die häufig die Vorstufe ins Prekariat bedeutet.[/QUOTE]

Bei mir im Studium gibt es genügend Realschulabsolventen, und auch einig Hauptschüler, die ihre Fachhochschulreife gemacht haben, und jetzt eben studieren. Da es in hier BW (noch) eine entsprechende Weiterqualifikations-Struktur gibt, ist- mit jedem Abschluss- alles möglich.
Ich verweise auch darauf, dass es bei uns im Süden die geringsten sozialen Unterschiede, die höchsten Gehälter, die geringste Arbeitslosigkeit und mit die höchsten Bildungsstandards gibt.
Und das ohne Bodenschätze, wenig Schwerindustrie und v.a. ohne "Die Linke" im Landtag.
Woran liegt das? Nur an einem Bildungssystem, das kaum verschlimmbessert wurde, im Vergleich zu den nördlichen Bundesländern, wo man, um auf hohe Absolventenraten zu kommen, die Anforderungen an die Abiturienten stetig senkt. So rettet man verkorkste Schulkonzepte, die angeblich "jeden mitnehmen" sollen. Stattdessen werden alle zurückgelassen (außer derjenigen die sich Privatschulen leisten können. Da hat die Mär vom Klassenkampf, den Klassenkampf wohl eher selbst erzeugt).

[QUOTE] Es ist empirisch nicht begründbar, daß homogene Lerngruppen einen Leistungsvorteil bieten, damit kann diese These, die seit Jahrzehnten propagiert wird, ins Reich der Märchen verschoben werden. Insgesamt bieten heterogene Lerngruppen Vorteile, vor allem im sozialen Bereich, also dem Fundament einer Gesellschaft, das belegen zB zahlreiche Nachbarländern. Deutschland ist eines der wenigen europäischen Länder, das noch das alte, homogene Lerngruppenmodell praktiziert.[/QUOTE]

Eine empirische Begründung bietet z.B. die allseits bekannte PISA-Studie (die lange Zeit gerade von Reformpädagogen abgelehnt wurde, weil sie die politisch korrekten Bildungskonzepte lügen straft.). Die Leistung eines Gesamtschülers liegt im Schnitt zwischen der von Haupt- und Realschülern. Damit kannst du in einem Hightech-Land ohne Rohstoffe einpacken.

Zum Ausgleich deines Links zu einer Studie von 1969 (die ihre Halbwertszeit schon lange überschritten hat), gebe ich dir diesen aktuellen.

[url]http://bildungsklick.de/pm/57304/erneut-schlechte-pisa-ergebnisse-fuer-deutsche-gesamtschule/[/url]

Natürlich wird die PISA-Studie von Linksorientierten zwischenzeitlich (früher leitete man ja die Forderung nach- was denn sonst- mehr Geld für Gesamtschulen noch davon ab) nicht mehr gerne gehört. Warum? Weil sie nicht die gewünschten Ergebnisse bringt. Das Heiner-Geißler-Prinzip: Wenn nicht rauskommt was wir wollen, erkennen wirs nicht an...
Ronin76[QUOTE]Das liegt m.A. vielmehr daran, dass über Jahrzehnte hinweg den Deutschen das Deutschsein madig gemacht wurde- als sei es ein Fluch und eine Verpflichtung zur Selbstzerstörung.
..
Ein gesunder (d.h. nicht chauvinistischer) Patriotismus trägt zu einem Zusammengehörigkeitsgefühl und daraus folgender Solidarität, bestimmt mehr bei, als den Schwächsten zum Maßstab zu machen.
[/QUOTE]
Stimmt, das (samstagliche) Autowaschen auf dem Privatgrundstück wurde verboten, und die Kuckucke für die Uhren sind ausgestorben. Der Harzer Käse ist nun viel zu hartzig und die Weißwurst viel zu weiß. Das deutsche Bier lassen wir uns aber nicht madig machen. Lang lebe unser Günther, äh Oettinger.

Bier unser, das du bist in Glase,
gesegnet werde dein Erfinder,
mein Rausch komme,
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auch in der Kneipe.

Unser Durst still uns heute,
und vergib uns unsere Schulden,
wie auch wir vergeben unseren Gläubigern.
Und führe uns nicht in die Milchbar,
sondern gib uns die Kraft weiter zu trinken,
denn Dein ist der Durst, der Rausch und die Seligkeit.

PROST !


[QUOTE]Das deutsche Schulsystem war bis in die 70er (als der Kuschel-Referendar sich anschickte, es zu verschlimmbessern) der Goldstandard in Sachen Bildung- 150 Jahre lang.[/QUOTE]
Man sollte es schon beim richtigen Namen nennen: Das Preußische Schulsystem. Selbst Humboldt erklärte seine Bildungsreform noch zu Lebzeiten als gescheitert, und doch wurde sie von den Deutschen ignorant fortgesetzt.

[QUOTE]In der Praxis führte die auf staatsbürgerliche Emanzipation und Chancengleichheit zielende Bildungsreform nach Humboldts Abschied vom Amt nicht zu den von ihm gewünschten Ergebnissen. Die einseitige Umsetzung und Formalisierung des philologischen Bildungsideals wirkte in Verbindung mit dem Aufkommen restaurativer Tendenzen abschließend gegenüber den unteren Gesellschaftsschichten. Auch die mit beträchtlichen Kosten verbundene lange Dauer des idealtypischen neuhumanistischen Bildungsgangs schlug nachteilig zu Buche. Allerdings hat es in einem begrenzten Umfang nachfolgend durchaus sozialen Aufstieg durch Bildung gegeben.[/QUOTE]
---

[QUOTE]Ich verweise auch darauf, dass es bei uns im Süden die geringsten sozialen Unterschiede, die höchsten Gehälter, die geringste Arbeitslosigkeit und mit die höchsten Bildungsstandards gibt.[/QUOTE]
Traue keiner Statistik, welche du nicht selbst gefälscht hast. Ich halte diese Behauptungen für nicht nachvollziebar, denn es gibt immer zwei Seiten einer Medallie. BW ist zwar die strukturstärkste Region Europas doch gibt es neben den vielen Besserverdienern auch sehr viele H4-Empfänger und Obdachlose, die in Statistiken gar nicht erwähnt werden. Daß zB die Arbeitslosenzahlen gefälscht und verzerrt werden und real mindestens 30% höher sind, ist ja auch bekannt. Die vielen Niedriglohnarbeiter und Unversicherten, zB 400-Euro-Jobber, Freiberufler und Klein-Selbständige, tauchen da auch nicht auf. Der hohe Bildungsstandard hat der Region eine Menge Niedriglohnstudenten, Dauerstudenten, und anderen Unsinn beschert. Eine völlige Fehlinvestition. Und trotzdem wird ständig über Fachkräftemangel geklagt, obwohl es den im Prinzip gar nicht gibt. Fachkräftemangel besteht heute, wenn eine Firma zB einen Ingenieur für 10 Euro Stundenlohn oder einen Mechatroniker für 6 Euro Stundenlohn einstellen möchte, und keinen Dummen findet.

Geh doch mal Freitag abends an den Bahnhof der Schillerstadt Marbach am Neckar, oder an andere lauschige Plätzchen, da kannst du die geringen sozialen Unterschiede tatsächlich noch finden. Bring am Besten noch einen Kasten Bier und ein paar Flaschen Korn mit, dann hast du gute Chancen auf neue Freunde.

[QUOTE]
Zum Ausgleich deines Links zu einer Studie von 1969 (die ihre Halbwertszeit schon lange überschritten hat), gebe ich dir diesen aktuellen.

[url]http://bildungsklick.de/pm/57304/er...e-gesamtschule/[/url]
[/QUOTE]
2006 nennst du aktuell ? Da wird ausschließlich Leistungswissen ausgewertet, jedoch nicht die sozialen Aspekte. Hätten die noch ein paar programmierte Roboter in die Vergleichsgruppen integriert, hätten die Roboter gewonnen. Lediglich drei Lernbereiche (Naturwissenschaften, Lesen, Mathematik) sind überhaupt nicht repräsentativ. Hier muß man von einer gezielten Manipulation durch Halbwahrheiten sprechen.
weisskreutz[QUOTE] [i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Stimmt, das (samstagliche) Autowaschen auf dem Privatgrundstück wurde verboten, und die Kuckucke für die Uhren sind ausgestorben. Der Harzer Käse ist nun viel zu hartzig und die Weißwurst viel zu weiß. Das deutsche Bier lassen wir uns aber nicht madig machen. Lang lebe unser Günther, äh Oettinger.

...

PROST ![/QUOTE]

Und genau deswegen schwindet die Solidarität in der Gesellschaft. Warum sollten die Menschen denn der anti-deutsch-rassistischen Linksschicht auch noch massig H4 in den Rachen werfen, wenn sie doch nur von dieser verächtlich gemacht wird.
Seit ich im Kaiser lese, kann ich zunehmend nur mit den Schultern zucken, wenn ich das Wort "Entsolidarisierung" höre. Aber das ist auch gut so, denn Mori und seine geistigen Verwandten, können nun immer seltener hämisch behaupten, das "System auszunutzen".

[QUOTE]Man sollte es schon beim richtigen Namen nennen: Das Preußische Schulsystem. Selbst Humboldt erklärte seine Bildungsreform noch zu Lebzeiten als gescheitert, und doch wurde sie von den Deutschen ignorant fortgesetzt.[/QUOTE]

Und er wurde in seiner Annahme Lügen gestraft, denn die soziale Mobilität derjenigen, die es schaffen möchten und (ganz wichtig!!!) auch bereit sind etwas dafür zu tun, ist Realität.

[QUOTE]Traue keiner Statistik, welche du nicht selbst gefälscht hast. [/QUOTE]

Ein oft gehörter Spruch, den ich vor allem aus der links-grünen Ecke kenne. Sollte da die eigene Handhabe von Statistiken eine Rolle spielen??

[QUOTE] Ich halte diese Behauptungen für nicht nachvollziebar, denn es gibt immer zwei Seiten einer Medallie. BW ist zwar die strukturstärkste Region Europas doch gibt es neben den vielen Besserverdienern auch sehr viele H4-Empfänger und Obdachlose, die in Statistiken gar nicht erwähnt werden. Daß zB die Arbeitslosenzahlen gefälscht und verzerrt werden und real mindestens 30% höher sind, ist ja auch bekannt. Die vielen Niedriglohnarbeiter und Unversicherten, zB 400-Euro-Jobber, Freiberufler und Klein-Selbständige, tauchen da auch nicht auf. [/QUOTE]

Die große Frage ist aber nicht, ob es ein paar Obdachlose und eine Anzahl H4-Empfänger gibt, sondern ob es in BW davon [U]besonders viele[/U] gibt. Ich bezweifle, dass die Rate in BW höher ist, als in anderen Bundesländern. Ich würde, ohne es genau zu wissen, behaupten: Sie ist niedriger!
Da du aber hier suggerieren möchtest (anders kann ich es nicht verstehen, es sei denn du mischst hier absichtlich PDS-Geblöcke in deinen Beitrag), es gäbe mehr Niedriglohnarbeiter, Obdachlose und H4ler in BW, bitte ich dich das mittels einer nicht-linksorientierten Quelle zu beweisen.

Sollte die prozentuale Anteil an den von dir aufgezählten Unterprivilegierten geringer sein, als in den Nordländern, sollte das System nicht gerade versagt haben.


[QUOTE]Der hohe Bildungsstandard hat der Region eine Menge Niedriglohnstudenten, Dauerstudenten, und anderen Unsinn beschert. Eine völlige Fehlinvestition. Und trotzdem wird ständig über Fachkräftemangel geklagt, obwohl es den im Prinzip gar nicht gibt. Fachkräftemangel besteht heute, wenn eine Firma zB einen Ingenieur für 10 Euro Stundenlohn oder einen Mechatroniker für 6 Euro Stundenlohn einstellen möchte, und keinen Dummen findet.[/QUOTE]

Ich selbst kann mich über meinen Stundenlohn als Werkstudent von 12€/h nicht beschweren- ich verdiene also als "Halbqualifizierter ohne Berufserfahrung", wenn ich das mal so nennen darf, bereits mehr, als ein vollwertiger Ingenieur deiner Behauptung nach verdient (vor der Bachelor-Umstellung war mein Studiengang ein Dipl.-Ing.-Studium). Der Stundenlohn der Ingenieure meines Fachs liegt hier bei knapp 29€- auch nicht schlecht, würde ich behaupten.
Ich weiß aber auch aus der Erfahrung meines eigenen familiären Umfelds, dass sich auch ein einfacher Betonbauer ein eigenes Haus in guter Lage bauen kann (das zweite bereits)- zumindest dann, wenn er in BW wohnt, denn hier wird das Handwerk noch geschätzt und entsprechend bezahlt.

[QUOTE]2006 nennst du aktuell ?[/QUOTE]

Aktueller als 1969. Es ist immerhin noch die gleiche Schülergeneration, und nicht die derer Großeltern. Außerdem ist es eine internationale Studie, während die deinige schon deshalb mit Skepsis zu betrachten ist, weil sie aus einem ganz bestimmten Zeitabschnitt stammt.


Ich glaube nicht, dass sich die Gesamtschulen in nur fünf Jahren von fast Hauptschul- auf Gymnasialniveau gemausert haben, selbst wenn im Gesamtschulland NRW das Gymnasialniveau nicht sonderlich hoch ist.

[QUOTE] Da wird ausschließlich Leistungswissen ausgewertet, jedoch nicht die sozialen Aspekte.[/QUOTE]

Was auch immer du damit meinst. Ehem. Gesamtschüler sind mir noch nie als besonders soziale Menschen aufgefallen, wohl aber als solche, die in Gruppenarbeiten gerne eine "Mach du das mal"-Mentalität an den Tag legen und sich den Arsch hinterher tragen lassen, wie man bei uns so schön sagt. Allerdings sind in meinem Studiengang meines Wissens auch keine mehr übrig, denn die Prüfungen müssen sie halt schon selbst schreiben (frage mich sowieso warum die bei uns studieren wollen, wenn sie doch den Workload nicht schaffen wollen...).

[QUOTE]Lediglich drei Lernbereiche (Naturwissenschaften, Lesen, Mathematik) sind überhaupt nicht repräsentativ. Hier muß man von einer gezielten Manipulation durch Halbwahrheiten sprechen. [/QUOTE]

Naturwissenschaften sind schon einige: Bio, Chemie, Physik, Technik und Erdkunde. Mathematik ist elementar in vielen Lehrberufen und Studiengängen. Und es wurde nicht "Lesen" geprüft, sondern Textverständnis- die Grundlage für jede schulische und/oder selbstständige Weiterbildung. Außerdem ist der Umgang mit Sprache wichtig für soziale Interaktion und für Ideen-Kreativität. Nicht zuletzt gibt es auch den Zusammenhang zwischen Muttersprachenkompetenz und dem Erlernen einer Fremdsprache.

Ja, es ist schon "geziehlte Manipulation", wenn Sport. Religion, Ethik und Bildende Kunst nicht berücksichtigt werden. Wie soll man den die Welt schön bunt mahlen, wenn das nicht geprüft wird... :rolleyes:
weisskreutzgecancelt
Ronin76[QUOTE]
Und genau deswegen schwindet die Solidarität in der Gesellschaft. Warum sollten die Menschen denn der anti-deutsch-rassistischen Linksschicht auch noch massig H4 in den Rachen werfen, wenn sie doch nur von dieser verächtlich gemacht wird.
Seit ich im Kaiser lese, kann ich zunehmend nur mit den Schultern zucken, wenn ich das Wort "Entsolidarisierung" höre. Aber das ist auch gut so, denn Mori und seine geistigen Verwandten, können nun immer seltener hämisch behaupten, das "System auszunutzen".
[/QUOTE]
"[b]Ein Gespenst geht um in Europa[/b] - das Gespenst des Kommunismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, der Papst und der Zar, Metternich und Guizot, französische Radikale und deutsche Polizisten. Wo ist die Oppositionspartei, die nicht von ihren regierenden Gegnern als kommunistisch verschrien worden wäre, wo die Oppositionspartei, die den fortgeschritteneren Oppositionsleuten sowohl wie ihren reaktionären Gegnern den brandmarkenden Vorwurf des Kommunismus nicht zurückgeschleudert hätte? Zweierlei geht aus dieser Tatsache hervor. Der Kommunismus wird bereits von allen europäischen Mächten als eine Macht anerkannt. Es ist hohe Zeit, daß die Kommunisten ihre Anschauungsweise, ihre Zwecke, ihre Tendenzen vor der ganzen Welt offen darlegen und dem Märchen vom Gespenst des Kommunismus ein Manifest der Partei selbst entgegenstellen. Zu diesem Zweck haben sich Kommumisten der verschiedensten Nationalität in London versammelt und das folgende Manifest entworfen, das in englischer, französischer, deutscher, italienischer, flämischer und dänischer Sprache erscheint."

Manifest der Kommunistischen Partei


[QUOTE]
Und er wurde in seiner Annahme Lügen gestraft, denn die soziale Mobilität derjenigen, die es schaffen möchten und (ganz wichtig!!!) auch bereit sind etwas dafür zu tun, ist Realität.
[/QUOTE]
Soziale Mobilität - Guter Vorschlag für das Unwort des Jahres 2011. Es ist erwiesen daß sich Die schon seit Humboldt stark in Grenzen hält. Der entscheidende Faktor ist da nicht das Schulsystem sondern der Besitz und die Kontakte der Eltern. In Deutschland ist es die Bildungslüge, in den USA war es die Tellerwäscherlüge: Daß man es mit genügend Willen und Anstrengung schon nach oben schaffen könnte. Dies spiegelt nur eine unsoziale und damit auch ungesunde Geisteshaltung wieder, denn ohne ein Unten kann ein Oben gar nicht existieren. Die Erfinder dieser Lügen, die Kapitalisten, sehen es mit Genugtuung, wenn sich das Proletariat mit solchen Illusionen ködern lässt, und sich dafür umso emsiger abstrampelt. Diese Lügen werden zB durch Reklame massiv verbreitet und von Kapitalisten finanziert. Im Prinzip ist kommerzielle Reklame ein Inbegriff des Kapitalismus. So wurde auch das Projekt Stuttgart-21 beworben und in ein völlig falsches Licht gerückt.

Selbst deine PISA-Studie untermauert meine Argumente, habe ich erst nachträglich entdeckt: :D
[QUOTE]
In PISA 2000 wurde festgestellt, dass der Zusammenhang zwischen Testergebnis und elterlichem Beruf in Deutschland so stark ist wie nirgendwo sonst. In den Folgerunden wurde dieses Ergebnis jedoch nicht repliziert; der stärkste Zusammenhang wurde 2003 in Ungarn, 2006 in der Tschechischen Republik gefunden.

PISA 2009: Trotz seiner Abflachung ist der soziale Gradient nach wie vor hoch.

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/PISA-Studien[/url]
[/QUOTE]


[QUOTE]Sollte die prozentuale Anteil an den von dir aufgezählten Unterprivilegierten geringer sein, als in den Nordländern, sollte das System nicht gerade versagt haben.[/QUOTE]
Solche Dinge lassen sich in Zahlen und Statistiken nur sehr ungenau belegen. Man kann es auch nicht einfach in ein Nord/Süd Gefälle unterteilen, dafür gibt es zu viele Faktoren. Jeder Obdachlose, Geringstverdiener und sanktionierbare Arbeitslose ist für mich jedenfalls ein deutlicher Anhaltspunkt dafür, daß das System schlecht ist und die BRD mit ihrem Grundgesetz versagt hat. Ob nun 1000 oder 10000, 1% oder 10% Betroffen sind ist da zweitrangig. Da das Grundgesetz in der Praxis bei sehr vielen Menschen nicht zur Anwendung kommt, ist die BRD faktisch ein Unrechtsstaat. Selbst das Bundesverfassungsgericht weiß das Grundgesetz geschickt zu umgehen, indem es 359 Euro ohne Inflationsausgleich, die nicht bestehende Grundsicherung, die nicht bestehende soziale Teilhabe, ein Leben deutlich unter der Armutsgrenze, für Grundgesetz-konform hält. Das liegt wohl auch daran, daß die BRD überhaupt keine demokratische Verfassung sondern nur ein unrechtmäsiges Grundgesetz hat.


[QUOTE]
Ich selbst kann mich über meinen Stundenlohn als Werkstudent von 12€/h nicht beschweren- ich verdiene also als "Halbqualifizierter ohne Berufserfahrung", wenn ich das mal so nennen darf, bereits mehr, als ein vollwertiger Ingenieur deiner Behauptung nach verdient (vor der Bachelor-Umstellung war mein Studiengang ein Dipl.-Ing.-Studium). Der Stundenlohn der Ingenieure meines Fachs liegt hier bei knapp 29€- auch nicht schlecht, würde ich behaupten.
[/QUOTE]
Hälst du 29 Euro Stundenlohn für gerechtfertigt, während eine Putzkraft nur 6 Euro verdient (ca. 1/5) ? Erst Studium auf Kosten der Allgemeinheit und dann als Sahnehäubchen ein fetter Lohn obendrauf ? Ich bin der Meinung daß jeder Arbeitnehmer das Gleiche verdienen sollte, egal ob er Ingenieur oder Putzkraft ist.


[QUOTE]
Aktueller als 1969. Es ist immerhin noch die gleiche Schülergeneration, und nicht die derer Großeltern. Außerdem ist es eine internationale Studie, während die deinige schon deshalb mit Skepsis zu betrachten ist, weil sie aus einem ganz bestimmten Zeitabschnitt stammt.
[/QUOTE]
Das war nur ein kleiner Teil des Berichts, der Rest war schon deutlich aktueller. Das hier hast du wohl übersehen (wollen): :rolleyes:
[QUOTE]
Quelle: Eberwein, H. (Hrsg.): Integrationspädagogik. Weinheim/Basel: Beltz, (1999). S. 315-320

und

Baumert, J. : Die Leistungen werden schlechter - oder? In: Westermanns Pädagogische Beiträge 39 (1987) S. 22-26.
Baumert, J./Roeder, P. M. /Sang, F./Schmitz, B. : Leistungsentwicklung und Ausgleich von Leistungsunterschieden in Gymnasialklassen. In: Zeitschrift für Pädagogik 31 (1985) S. 639-660.
Dietrich, Th./ Klink, G. (Hrsg.): Zur Geschichte der Volksschule. Band 1. Bad Heilbrunn 1964.
Dreher, E. : Schulsystemdifferenzierung. 10 Jahre vergleichende Evaluationsforschung. In: Haußer (Hrsg.) 1981, S. 151-167.
Fend, H.: Theorie der Schule. München 1980.
Fend, H.: Gesamtschule im Vergleich. Weinheim 1982.
Fend, E./Haenisch, H. : Auswirkungen des Schulsystems auf Schulleistungen und soziales Lernen. Zeitschrift für Pädagogik 26 (1980) S. 674-698.
Fischer, M./Michael, B. (Hrsg.): Differenzierung im Schulunterricht. Weinheim 1973.
Goldberg, M. L./Passow, A. H./Justmann, J. : Auswirkungen der Niveaugruppenbildung. In: Rang/Schultz (Hrsg.) 1969, S. 37-60.
Haenisch, H./Lukesch, H.: Ist die Gesamtschule besser? München 1980.
Haußer, K.: Die Einteilung von Schülern. Weinheim 1980.
Haußer, K. (Hrsg.): Modelle schulischer Differenzierung. München 1981.
Hopf. D. : Differenzierung in der Schule. Klett ²1976
Hurrelmann, K.: Unterrichtsorganisation und schulische Sozialisation. Weinheim 1971.
Klafki, W.: Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik. Weinheim 1985. .
Mandl, H.: Kognitive Entwicklungsverläufe von Grundschülern. München 1975.
Morawietz, H : Unterrichtsdifferenzierung. Weinheim 1980.
Prell, S./Schiefele, H./Ulich, D.: Leistungsdifferenzierung und individuelle Förderung. München 1972.
Rang, A. /Schultz, W. (Hrsg.): Die differenzierte Gesamtschule. München 1969.
Roeder, P. M. /Baumert, J./Sang, F./Schmitz, B.: Schulleistung und relativer Schulbesuch. Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Berlin 1985.
Rutter, M. /Maugham, B. /Mortimer, P./Ouston, J.: Fünfzehntausend Stunden. Weinheim 1980.
Treiber, B./Weinert, F. E./Groeben, N.: Unterrichtsqualität, Leistungsniveau von Schulklassen und individueller Lernfortschritt. In: Zeitschrift für Pädagogik 28 (1982) S. 563-576.
Treiber, B./Weinert, F. E.: Gute Schulleistungen für alle? Münster 1985.
Wendeler, J.: Schulsystem, Schulleistungen und Schulauslese. Weinheim 1974.
Wocken, H.: Integrationsklassen in Hamburg. In: Wocken/Antor (Hrsg.) 1987a, S. 65-90.
Wocken, H.: Schulleistungen in Integrationsklassen. In: Wocken/Antor (Hrsg.) 1987b, S. 276-306.
Wocken, H.: Leistung und Integration. In: Hinz, A. /Wocken, H. (Hrsg.): Gemeinsam leben, gemeinsam lernen beim Hamburger Integrationszirkus. Hamburg 1987c.
Wocken, H./Antor, G. (Hrsg.): Integrationsklassen in Hamburg. Solms-Oberbiel 1987.

[url]http://www.trisomie21.de/wocken_integrationspaedagogik.html[/url]
[/QUOTE]
Ich würde die PISA-Studie nicht als fundierte Studie bezeichnen, sondern als Statistik um damit die Boulevard-Presse bedienen zu können, den "Verlierern" ein falsches Schuldbewußtsein zu indoktrinieren, und den Leistungsdruck in den Schulen damit zu rechtfertigen und noch weiter zu erhöhen. Sie ist damit ein Machtwerkzeug.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]Also, solche Bildungskonzepte wie Montessori haben doch garnicht mit dem dreigliedrigen Schulsystem zu tun. Diese Dinge gehören in die Reformpädagogik, und sind (mal wieder) Rousseaus´ Emile geschuldet, d.h. sie sind v.a. von 68ern adaptiert worden.



...

Natürlich wird die PISA-Studie von Linksorientierten zwischenzeitlich (früher leitete man ja die Forderung nach- was denn sonst- mehr Geld für Gesamtschulen noch davon ab) nicht mehr gerne gehört. Warum? Weil sie nicht die gewünschten Ergebnisse bringt. Das Heiner-Geißler-Prinzip: Wenn nicht rauskommt was wir wollen, erkennen wirs nicht an... [/B][/QUOTE]

Jegliche modernistische Schulkonzepte sind dem Kollektivismus geschuldet.
Nach dem Motto: entweder kommen alle ins Ziel,oder keiner...
Was eben dazu geführt hat, dass heimlich, still und leise, die Anforderungen für ein Studium rasant nach unten gefallen sind.
Die Attitüde, die manche Schulpolitiker drauf haben,nämlich "Abitur für alle", dient dazu die Öffentlichkeit zu beruhigen, ist aber nicht sonderlich effizient.
Im Sozialismus war jeder Aggrotechniker oder Bauingenieur, jedoch hat der sozialistische Staat nichts interessantes, nichts kulturell massgebliches gebaut.
Somit war die angeblich hohe Bildung weiter Bevölkerungsteile Makulatur. Denn im kreativen Bereich hat ja im Sozialismus kaum etwas stattgefunden und wer (wirklich!) kreativ war, der war Dissident.

Individualismus ist für manche Menschen schwer zu ertragen, denn es wird offenbar, dass all die schönen gesellschaftlichen Märchen für einen selber oft nicht gelten.
Für manche von uns wird offenbar, dass unsere Kinder Depperl sind und unser Leben arm ist an Höhepunkten, ergo muss das Schulsystem dann so gestaltet sein, dass die Schmerzen des Individualismus kaum zum tragen kommen.
Somit orientiert man sich am dümmsten, am langsamsten.
Insofern war es immer lächerlich - gerade in Deutschland - von Eliten zu sprechen. Es gibt nämlich keine.
Wenn in England die Unterschicht Folge von gesellschaftlichen, aber auch historischen Prozessen ist, also eben eine Institution, die halt existiert, es aber trotzdem nach "oben" Durchlässigkeit gibt, so ist in Deutschland die Unterschicht "state of the art",
jeder will aus perversen Gründen, die ich nicht kenne, in der Unterschicht sein, redet auch so, denkt auch so.
In Deutschland ist Unterschicht Mainstream.

Nein Waldemar, ich rede nicht von Monatseinkommen.

In Deutschland kann/darf/wird es nie Eliten geben, wie in Frankreich oder England.
Nicht, weil die Eltern es sich nicht leisten könnten, sondern weil niemand diesen gesellschaftlichen Nonsens, äh Konsens aufgeben will, wonach man hier eben nicht zu schlau sein darf.
Es fehlen in Deutschland die psychologischen, vielleicht auch die intellektuellen Voraussetzungen für eine Elite.
Das hat sicherlich auch mit dem Sozialismus zu tun,der gerade in Deutschland sein Experimentierfeld hatte.
Ronin76Na wenn das mal keine erfreuliche Nachricht für S21 Gegner ist.
[QUOTE]
Stuttgart (dpa) - Der Chefplaner von Stuttgart 21, Hany Azer, gibt überraschend die Leitung des umstrittenen Bahnvorhabens ab. Er werde diese Funktion auf eigenen Wunsch nur noch bis zum 31. Mai ausüben, teilte die Bahn mit. Azer habe sich immer wieder persönlichen Anfeindungen bis hin zu Drohungen ausgesetzt gesehen. Zuletzt habe der in Kairo geborenen Azer nur noch unter Personenschutz arbeiten können. Kurz vor der Landtagswahl im März hatte ein Brief Azers für Wirbel gesorgt, in dem er vor Kostenrisiken bei Stuttgart 21 warnte.
[/QUOTE]
Ein Opfer der Wutbürger ? :D
Ronin76Mappus weg !? Aus den Nachrichten:

[QUOTE]
Wahlverlierer Mappus geht zum Pharmakonzern Merck

Stuttgart (dpa) - Gut vier Monate nach seiner Abwahl hat Baden-Württembergs ehemaliger Ministerpräsident Stefan Mappus seinen Wechsel in die Wirtschaft verkündet. Der CDU-Politiker arbeitet vom 1. September an für den Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck. Mappus werde eine Führungsfunktion im Ausland übernehmen, bestätigte ein Sprecher des Unternehmens. Wo genau, ist noch unklar, nach einem Bericht der «Bild»-Zeitung in Amerika oder Südostasien. Sein Landtagsmandat will Mappus Ende August nach 15 Jahren niederlegen.
[/QUOTE]
Ihn werden hier nur Wenige vermissen.
coma_blackUnd bezeichnenderweise geht man auch noch zu Big Pharma, nachdem die CDU umfassende Lifestyleeinschränkungen (Rauchverbot; Nachtverkaufsverbot von Alkohol) durchgesetzt hat. Ein Schelm, wer böses dabei denkt...
Ikarus[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
Ich verweise auch darauf, dass es bei uns im Süden die geringsten sozialen Unterschiede, die höchsten Gehälter, die geringste Arbeitslosigkeit und mit die höchsten Bildungsstandards gibt.
Und das ohne Bodenschätze, wenig Schwerindustrie und v.a. ohne "Die Linke" im Landtag.[/quote]

Du meinst wohl eher: Gerade weil es keine Bodenschätze und Schwerindustrie gab, werden in BW statt Industrieruinen vornehmlich Familienhäuschen vererbt. Ganz große Leistung. Und überhaupt - was soll das für eine schöngeredete Bilanz sein? Mit einer "Die Linke" gäbe es in BW nicht nur die höchsten Löhne für einige, sondern für alle, und zwar gleicher Lohn für gleiche Arbeit, die BILDungsstandards in BW sind wie im Rest der BILDungsrepublik Deutschland Etikettenschwindel und ungefähr so hochqualitativ und effektiv wie Uschi's Bildungspaket. Wie kann man so etwas nur ernst nehmen? Die Arbeitslosigkeit in BW ist im Anbetracht der strukturellen Gegebenheiten viel zu hoch. Versucht es mal mit Arbeitszeitverkürzung, dann klappt's vielleicht auch mit der angestrebten Vollbeschäftigung im Muster-Ländle.

[QUOTE]...im Vergleich zu den nördlichen Bundesländern, wo man, um auf hohe Absolventenraten zu kommen, die Anforderungen an die Abiturienten stetig senkt.[/QUOTE]

Die wurden nicht gesenkt sondern an tatsächliche Anforderungen angenähert. Das meiste was in Schulen indoktriniert wird ist schlichtwegs überflüssig und dient nur dazu, den Leistungsterror aufrecht zu erhalten, so dass schon einmal nach stupider Systemtreue ausgesiebt werden kann. Nichts desto trotz soll es tatsächlich Menschen geben, die sich der Sinnhaftigkeit des Lernens noch bewusst sind und dem aus eigenem Interesse nachgehen, nicht aber, weil es erzwungen wird und einer Tauglichkeitseinstufung für Kapitalinteressen dient. Und genau deshalb haben wir heute eine Elite, die uns ökonomisch und intellektuell zu Grunde richtet und noch nicht einmal imstande ist eine rechtsgültige Doktorarbeit abzuliefern. Wer klug ist versagt sich dem ganzen Firlefanz frühzeitig und greift zu einem guten Buch freier Wahl.

PS: leider gehen die meisten Lehrpläne an der Lebensrealität noch immer vollkommen vorbei. Aber die Bertelsmann-Stiftung ist ja bekanntlich nur die halbe Wahrheit.

[QUOTE]Eine empirische Begründung bietet z.B. die allseits bekannte PISA-Studie[/quote]

Die allseits beliebte PISA-Studie ist salopp gesagt für'n Arsch und Volksverdummung pur; nicht minder seriös wie Sarrazins Irrflüge in die Genetik und weder Indikator für Intelligenz noch Kreativität. Sie ist bestenfalls Indikator dafür, wie angepasst und genormt die vorprogrammierte Jugend Europas inzwischen tickt, um sie anschließend besser "verwerten" zu können - und um aus der Ware Bildung mehr Kapital zu schlagen.

Man muss sich nur einmal das Konzept PISA vor Augen führen:

"Geleitet wird PISA von ACER, einem privatwirtschaftlich arbeitenden australischen Forschungs- und Test-Institut, das weltweit operiert, mit Schwerpunkt in Indien und in der arabischen Welt. Es entwickelt Reports und Testinstrumente für Regierungen und internationale Organisationen. Mit im Boot sitzt ETS, der US-amerikanische Educational Testing service, in den USA der Marktführer in der Test-Branche. ETS verwaltet den SAT, den scolastic Aptitude Test, der an allen namhaften US-Hochschulen als Eingangstest verwendet wird. Ein weiteres PISA-Unternehmen ist CITO, das holländische Testing-Institut, das auch in Deutschland eine Filiale hat und Tests vom Vorschulkind bis zum Erwachsenen verkauft."

[URL=http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/Jens_Wernicke_Vortrag_Paedagogische_Woche-Stand_02112010.pdf]Quelle[/URL]

Schöne neue Welt! Bildung für alle statt BILD am Sonntag.

[QUOTE]Natürlich wird die PISA-Studie von Linksorientierten zwischenzeitlich nicht mehr gerne gehört. Warum? Weil sie nicht die gewünschten Ergebnisse bringt.[/QUOTE]

Ja oh Wunder warum nur? Die linksextremistische TAZ anwortet z.B. : [URL=http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&dig=2010%2F06%2F24%2Fa0109&cHash=268f00e5be]Diese Vergleiche bringen nichts[/URL]
weisskreutz@ Mori

Alter Thread. Beitrag 4 Monate alt.

Hättest damals was dazu schreiben können. Habe eigentlich noch ein paar aktuelle Sachen von Ronin in anderen Threads zu beantworten, was wenigstens eine intellektuelle Herausforderung darstellt, und konnte das bisher aus Zeitgründen nicht tun.

Ich werde einen Teufel tun und meine Zeit mit deinem verspäteten Beitrag verschwenden. Der Thread wurde wegen Mappus vorgeholt- also kannst du dazu gerne etwas schreiben. Bisher ist mein Interesse daran aber eher mäßig. Fang du schonmal an- vielleicht sehe ich mich ja gefordert.

Aber so alten Kram...ne, wirklich nicht.
Ronin76[QUOTE]Du meinst wohl eher: Gerade weil es keine Bodenschätze und Schwerindustrie gab, werden in BW statt Industrieruinen vornehmlich Familienhäuschen vererbt. Ganz große Leistung.[/QUOTE]
Böse Zungen behaupten daß diverse Kohlenabbaugebiete und Schwerindustriestandorte wie der Ruhrpott, Deutschlands Afrika waren. Auf Eines kann BW sicherlich stolz sein, und das ist seine Arroganz, die sich natürlich eher bei Bürgertum und Arbeiteraristokratie (zB Daimler Mitarbeiter) bemerkbar macht. Den Bildungsstandard der Württemberger kann man abgesehen vom Alltag besonders gut jedes Wochenende bei den traditionellen Saufgelagen um diverse Discotheken und Supermärkte aber auch in innerstädischen Snob-Bars mit Außenbewirtung als Passant erleben.


[QUOTE]Das meiste was in Schulen indoktriniert wird ist schlichtwegs überflüssig und dient nur dazu, den Leistungsterror aufrecht zu erhalten, so dass schon einmal nach stupider Systemtreue ausgesiebt werden kann. Nichts desto trotz soll es tatsächlich Menschen geben, die sich der Sinnhaftigkeit des Lernens noch bewusst sind und dem aus eigenem Interesse nachgehen, nicht aber, weil es erzwungen wird und einer Tauglichkeitseinstufung für Kapitalinteressen dient.[/QUOTE]
Bei mir hatte das Lernen erst so richtig nach der Schulpflicht eingesetzt, war mir doch stets unklar, was mir die Schulen eigentlich vermitteln wollten, zumal ich nicht freiwillig dort anwesend war. "Fürs Leben lernen" und "Damit aus dir mal was wird" fand ich noch nie plausibel.


[QUOTE]Aber so alten Kram...ne, wirklich nicht.[/QUOTE]
Finde ich auch weniger sinnvoll, zumal das eigentlich die Aufgabe von unserem Totengräber John Steed ist. :cool:

Ich sollte mich mal wieder intensiver mit S21 beschäftigen, ist mir zu ruhig geworden. Das Letzte was ich gelesen hatte war, daß von Geissler ein Kompromiß vorgeschlagen wurde. Also unterirdischer Durchgangsbahnhof für den Fernverkehr + verkleinerter, oberirdischer Hauptbahnhof für den Nahverkehr. Die Projektkosten wird das wohl kaum schmälern und auch den Park nicht erhalten.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]...



Finde ich auch weniger sinnvoll, zumal das eigentlich die Aufgabe von unserem Totengräber John Steed ist. :cool:

Ich sollte mich mal wieder intensiver mit S21 beschäftigen, ist mir zu ruhig geworden. Das Letzte was ich gelesen hatte war, daß von Geissler ein Kompromiß vorgeschlagen wurde. Also unterirdischer Durchgangsbahnhof für den Fernverkehr + verkleinerter, oberirdischer Hauptbahnhof für den Nahverkehr. Die Projektkosten wird das wohl kaum schmälern und auch den Park nicht erhalten. [/B][/QUOTE]

Die Schulpflicht ist ganz sicher nicht mehr mein Thema...

Werd mir mal das neueste Produkt des Vatikans kaufen, den Playboy. Da gibt es ein Interview mit dem Papst......:D

Hiermit erkläre ich mich auf gleicher Ebene wie Stermann&Grissemann:
"Wolllttt Ihrrr den tottallen Sieb?"
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Das Letzte was ich gelesen hatte war, daß von Geissler ein Kompromiß vorgeschlagen wurde. Also unterirdischer Durchgangsbahnhof für den Fernverkehr + verkleinerter, oberirdischer Hauptbahnhof für den Nahverkehr. Die Projektkosten wird das wohl kaum schmälern und auch den Park nicht erhalten. [/B][/QUOTE]

Das hat wenigstens einen aktuellen Bezug...

Der Geissler-Kompromiss, der ja eigentlich ein alter- und zwischenzeitlich verworfener- Vorschlag ist, [I]soll[/I] ca. eine Milliarde einsparen. (laut Geissler)

Der Park wird sowieso nicht zu retten sein, wobei das sowieso ein vorgeschobenes Argument ist. "Parkschützer"...pfff...dass ich nicht lache.
Ich wage mal einen Blick in die Zukunft: In zehn Jahren, wenn an dieser Stelle dann die neuen Wohnungsbauten stehen, die von der Stadt Stuttgart ja ausdrücklich eher günstig (im Vergleich zu der Spitzenlage, versteht sich) vermietet werden sollen, wird genau da die "Gauche Caviar", die hier ihrem K21-Revolutiönchen fröhnt, wohnen.
Man wird sich als weltoffene Community produzieren, die durch das Mieten dieser Wohnungen ein "Stückchen Park im Herzen" bewahrt habe. In Wirklichkeit sind das dann doch nur die üblichen Öko-Spiesser...

Die "Röhre" bringen die uns sicher nicht zurück- zu dunkel, zu schwarz, zu gruftig. Nix für Regenbogen-Bessermenschen.

Der Verlust der "Röhre", ist eigentlich das einzige, was ich bei dieser S21-Sache wirklich stört, weils einfach ne geile Location ist/war...

:confused:
AsheCorven[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]

Die "Röhre" bringen die uns sicher nicht zurück- zu dunkel, zu schwarz, zu gruftig. Nix für Regenbogen-Bessermenschen.

Der Verlust der "Röhre", ist eigentlich das einzige, was ich bei dieser S21-Sache wirklich stört, weils einfach ne geile Location ist/war...

:confused: [/B][/QUOTE]

Alles was anfängt endet auch mal. Das kann auch gut sein so.
Besser tritt so eine Location ab wenn sie noch gut war als das sie erst noch so dahin vegetiert wie diverse in Karlsruhe.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von AsheCorven [/i]
[B]Alles was anfängt endet auch mal. Das kann auch gut sein so.
Besser tritt so eine Location ab wenn sie noch gut war als das sie erst noch so dahin vegetiert wie diverse in Karlsruhe. [/B][/QUOTE]

Ja, die Ruine ist bestimmt nicht mehr was sie mal war. Im Nachtwerk gibts zunehmend Events für Bunte. Und vor kurzem wurde auch noch das Casa geschlossen- Wiedereröffnung an anderer Stelle ungewiss...

Aber wenigstens ist das Comeback des Schwarzen Schwimmbads voll gelungen. Mir gefällts zumindest. (Ja, ist nicht Karlsruhe...aber ein Lichtblick)
AsheCorven[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]Ja, die Ruine ist bestimmt nicht mehr was sie mal war. Im Nachtwerk gibts zunehmend Events für Bunte. Und vor kurzem wurde auch noch das Casa geschlossen- Wiedereröffnung an anderer Stelle ungewiss...

Aber wenigstens ist das Comeback des Schwarzen Schwimmbads voll gelungen. Mir gefällts zumindest. (Ja, ist nicht Karlsruhe...aber ein Lichtblick) [/B][/QUOTE]

wie ? Das Casa ist zu?
seit wann?
und warum?
wollte da immer wieder mal hin gehen meine Einsätze haben es aber verhindert. Das lief doch ganz gut denke ich.

Schwimmbad war ich vor 2 Wochen in der Tat mal wieder
weisskreutz[QUOTE] [i]Original geschrieben von AsheCorven [/i]
wie ? Das Casa ist zu?
seit wann?
und warum?
wollte da immer wieder mal hin gehen meine Einsätze haben es aber verhindert. Das lief doch ganz gut denke ich.
[/QUOTE]

Seit 2 Monaten glaube ich.
Warum? Da hab ich verschiedenes gehört.
Unter der Woche war ja nie viel los- nur eine Handvoll Stammgäste. Da fließt nicht viel Geld. Und am Wochenende war zwar immer voll, aber nur wenn die Nacht noch jung war. Danach sind die Leute weiter in die Clubs. Es war also nur eine Durchgangsstation.
Wenn ich mir dann noch überlege, dass Grufties im allg. nicht unbedingt für übermäßigen Alkoholkonsum bekannt sind, kann ich mir schon vorstellen, dass da nicht soviel Geld in die Kasse kam, wie gewünscht.
Außerdem soll es immer wieder Ärger mit Hoppern und Türken gegeben haben, was den Besitzer zunehmend angeranzt hat.

Das ist, was man so hört.

Was ich sicher weiß ist, dass der Besitzer ein neues Objekt sucht- bevorzugt Richtung Oststadt und fernab von anderen Locations. Das wird denke ich schwierig, denn das Casa war halt schon echt nett- sowas gibts nicht oft.
AsheCorven[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]Seit 2 Monaten glaube ich.
Warum? Da hab ich verschiedenes gehört.
Unter der Woche war ja nie viel los- nur eine Handvoll Stammgäste. Da fließt nicht viel Geld. Und am Wochenende war zwar immer voll, aber nur wenn die Nacht noch jung war. Danach sind die Leute weiter in die Clubs. Es war also nur eine Durchgangsstation.
Wenn ich mir dann noch überlege, dass Grufties im allg. nicht unbedingt für übermäßigen Alkoholkonsum bekannt sind, kann ich mir schon vorstellen, dass da nicht soviel Geld in die Kasse kam, wie gewünscht.
Außerdem soll es immer wieder Ärger mit Hoppern und Türken gegeben haben, was den Besitzer zunehmend angeranzt hat.

Das ist, was man so hört.

Was ich sicher weiß ist, dass der Besitzer ein neues Objekt sucht- bevorzugt Richtung Oststadt und fernab von anderen Locations. Das wird denke ich schwierig, denn das Casa war halt schon echt nett- sowas gibts nicht oft. [/B][/QUOTE]

ok,
das klingt aber nicht wirklich gut.
Ich denke die laufenden Kosten waren KA Downtown ne recht hohe Summe.
Oststadt? ist halt die frage ob und wie man da bequem hinkommt.

Wo ist sonst noch was in Karlsruhe los?
weisskreutzDie Ruine ist ja auch in der Oststadt, und gut erreichbar. Solange es an den Bahnlinien liegt isses okay. Außerdem wäre so wenigstens das Parkplatzproblem gelöst, denn in Downtown war ja immer alles voll.

Ansonsten kannst du natürlich immer zu den schwarzen Events in Ruine und Nachtwerk gehen- jenachdem welche Musik du magst und wer auflegt.

Mich nervt halt, dass gerade die Samstage oft mit Black-, Techno- oder Gay-Events zugeknallt sind.
Die heiligen Hallen der Goten sind die Clubs sicher nicht mehr. Sie wurden von unreinen Farblingen entweiht... :q
AsheCorven[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]Die Ruine ist ja auch in der Oststadt, und gut erreichbar. Solange es an den Bahnlinien liegt isses okay. Außerdem wäre so wenigstens das Parkplatzproblem gelöst, denn in Downtown war ja immer alles voll.

Ansonsten kannst du natürlich immer zu den schwarzen Events in Ruine und Nachtwerk gehen- jenachdem welche Musik du magst und wer auflegt.

Mich nervt halt, dass gerade die Samstage oft mit Black-, Techno- oder Gay-Events zugeknallt sind.
Die heiligen Hallen der Goten sind die Clubs sicher nicht mehr. Sie wurden von unreinen Farblingen entweiht... :q [/B][/QUOTE]

Naja das Thema Culteum ist für mich ziemlich erledigt.

Wegen Oststadt wollte ich mich noch mal korrigieren, ich meinte, wer geht da raus in die Oststadt extra um in eine Kneipe zu gehen?
Ist eine berechtigte Frage. Wobei allgemein meiner Ansicht nach das Gastronomiegeschäft sehr unberechenbar geworden ist.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von AsheCorven [/i]
[B]Wegen Oststadt wollte ich mich noch mal korrigieren, ich meinte, wer geht da raus in die Oststadt extra um in eine Kneipe zu gehen?
Ist eine berechtigte Frage. Wobei allgemein meiner Ansicht nach das Gastronomiegeschäft sehr unberechenbar geworden ist. [/B][/QUOTE]

Das ist der Vorteil einer "Szene"-Kneipe. Die Leute sind bereit auch einen etwas größeren Weg auf sich zu nehmen. Außerdem ist der Nahverkehr in Karlsruhe schon enorm gut ausgebaut- auch überland.
Das Casa an anderer Stelle, würde definitiv wieder so laufen wie vorher, vorausgesetzt es ist nicht irgendwo in der Oststadt, sondern in unmittelbarer Nähe zur Durlacher Allee.
AsheCorven[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]Das ist der Vorteil einer "Szene"-Kneipe. Die Leute sind bereit auch einen etwas größeren Weg auf sich zu nehmen. Außerdem ist der Nahverkehr in Karlsruhe schon enorm gut ausgebaut- auch überland.
Das Casa an anderer Stelle, würde definitiv wieder so laufen wie vorher, vorausgesetzt es ist nicht irgendwo in der Oststadt, sondern in unmittelbarer Nähe zur Durlacher Allee. [/B][/QUOTE]

findest du? Ich denke das die szene gerade in ka am aufloessen ist.
ob das reichen wird location personal resourcen zu finanzieren und dabei noch nen gewinn mit heim nehmen?
Wir werden es abwarten muessen denke ich. Meine persoenlichen erfahrungen waren bei solchen umzuegen meist negativ.
So ich werde den guten herr ice-zug fahrer mich erst mal lebend in karlsruhe absetzten lassen.

Cheers
Sgt
RoterAdlerSo ganz ist das Thema wohl noch nicht durch:


Oberbürgermeisterwahl in Stoccardo:
SWR/Text,18:34h

Zwischenstand nach Auszählung von 278 der 433 Wahlbezirke:

Fritz Kuhn: 51,5%

S.Turner : 46,4%


:p
Ronin76Fritz Kuhn ist der neue OB von Stuttgart.

Kuhn (Grüne): 52,9
Turner (CDU, FDP und Freie Wähler): 45,3

Ich habe die Wahl nicht verfolgt, jedoch sind Rockenbauch und Löwe in der Versenkung verschwunden. Um Rockenbauch tut mir das nicht leid, denn ich kann den Typ trotz seiner guten Argumente nicht ausstehen. Daß die CDU keinen direkten, eigenen Kandidaten aufgestellt hatte, und dafür den parteilosen (lol) Undercoveragenten Turner ins Rennen geschickt hatte spricht Bände. Der Schmiergel hatte es so formuliert:

[QUOTE]
Alarmsignal für die Kanzlerin

Parteilose Kandidaten gelten oft als Erfolgsrezept, vor allem bei Bürgermeisterwahlen, den Persönlichkeitswahlen schlechthin. Doch in einer so hochpolitisierten Stadt, wie Stuttgart es seit dem Streit um Stuttgart 21 noch immer ist, war es sicherlich das falsche Signal, keinen Kandidaten aus dem eigenen Stall ins Rennen zu schicken. Es zeigte nur, wie verunsichert die Union im Südwesten in Wirklichkeit ist. So war es schwer, die Stammklientel der konservativen Wähler zu mobilisieren - selbst Unionsveteranen wie Gerhard Mayer-Vorfelder unkten schon, ob jetzt wohl alle aus der CDU austreten müssten, wenn man mit Parteibuch keine Chance mehr habe.


Ein Jahr vor der Bundestagswahl ist die erneute Niederlage für die CDU im Südwesten ein schwerer Schlag.

[url]http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-gewinnen-ob-wahl-in-stuttgart-kommentar-zum-kuhn-sieg-a-862576.html[/url]
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Die Gegner von S21 können hier die Strafanzeige von Jens Löwe gegen
die Deutsche Bahn unterstützen. Verdacht auf Betrug und Untreue:

[url]http://www.jens-loewe.de/strafanzeige.html[/url]
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weisskreutzNachdem die S21-Gegnerschaft so ein großes Fass aufgemacht , und den Anti-S21-Protest zum "Aufstand gegen zu wenig Demokratie" stilisiert hat, ist es interessant zu sehen, dass sie selbst nach einer Volksabstimmung den Volkswillen nicht zu akzeptieren bereit sind.
Das sollte allen eine Warnung sein. Wenn sich Linke selbst Demokraten schimpfen, dann meinen sie damit, dass sie Demokratie nur dann akzeptieren, wenn sie die Ergebnisse bringt, die sie haben wollen. Daher werden sie immer, wenn sie die Macht dazu haben, versuchen sich ihr Volk so zu bauen wie sie es brauchen- alle anderen werden "entfernt".
kugelschreiber1Ich glaube kaum, dass es je die Absicht war irgendwas zu akzeptieren. So ist es doch immer. Egal wie viel protestiert wird, durchgesetzt wird das was geplant war. Langsam glaube ich das wird auch immer so bleiben.
Bin sowieso gespannt was der protest jetzt noch bringt.
Ronin76kugelschreiber1, laß dich von weisskreutz´s Polemik nicht täuschen. Für den sind Alle die nicht seiner Meinung sind, links. Auch die S21 Gegner.

Die Volksabstimmung war ein Trick der Herrschenden um die Prosteste zu ersticken und er hat bislang ziemlich gut funktioniert. Nur weil es eine Volksabstimmung gab, hat der Protest jedoch nicht zu schweigen ! Eine Verbindlichkeit hindessen existiert nicht. Heiner Geisler hatte sich leider als gewiefter Scharlatan und getreuer Vasal der Herrschenden (damals CDU / Bahn) entlarvt. Seine Mission bestand darin, die Protestierenden zum Schweigen zu bringen. Die Volksabstimmung hatte lediglich und das völlig rechtswidrig beinhaltet, ob die Landesregierung von Baden Württemberg die Verträge mit der Bahn kündigen darf.

[url]https://de.wikipedia.org/wiki/Volksabstimmung_zu_Stuttgart_21[/url]

Das war alles, und die Volksabstimmung somit ein Täuschungsmanöver. Ein Kündigungsrecht wie es auf dem Stimmzettel angepriesen wurde, bestand zu keiner Zeit. Die Volksabstimmung hatte also auch nicht beinhaltet, ob die Proteste beendet werden, auch wenn das so manchem S21 Befürworter wohl so gefallen würde.
weisskreutzLieber eine kleine, gut platzierte Polemik, als diese ewigen Verschwörungstheorien. Dass du diese zu verifizieren versuchst, indem zu ein paar Fakten bezüglich der Abstimmung einsteust, macht es nicht besser. Die Abstimmung bezog sich darauf, dass BW sich aus der Finanzierung zurückzieht, Vertragsstrafen in Kauf nimmt und so das rechtlich bereits legitime Vorhaben zu verhindern sucht, indem eine Nichtfinanzierbarkeit des Projektes hergestellt wird. Somit wurde selbstredend über das Projekt abgestimmt, denn der Rückzug von BW hätte das Projekt zuverlässig beendet. Es ist kein Trick gewesen, sondern der einzige Weg, unter Achtung der Rechtssicherheit, das Projekt noch zu verhindern. Außerdem wurde die Abstimmung und der zugehörige "Wahlkampf" ganz klar unter dem Gesichtspunkt der Verhinderung bzw. der Fortführung des Projekts geführt.

Meine Kritik galt hier übrigens jenen, die einen auf Superdemokraten gemacht und die Volksabstimmung forciert haben, aber den Lackmustest nun nicht bestehen, weil sie die Ergebnisse nicht akzeptieren.
Ronin76[QUOTE]Die Abstimmung bezog sich darauf, dass BW sich aus der Finanzierung zurückzieht, Vertragsstrafen in Kauf nimmt und so das rechtlich bereits legitime Vorhaben zu verhindern sucht, indem eine Nichtfinanzierbarkeit des Projektes hergestellt wird. Somit wurde selbstredend über das Projekt abgestimmt, denn der Rückzug von BW hätte das Projekt zuverlässig beendet. [/QUOTE]
"Zu verhindern versucht" ist richtig. Ob der Rückzug aus der Finanzierung ausgereicht hätte das Projekt wegen Nichtfinanzierbarkeit zu stoppen, weiß man jedoch nicht, da das Abstimmungsergebnis diesen Rückzug verhindert hatte. Neben dem Land BW gibt es ja noch andere Investoren. Darunter der Bund und viele Kommunen auf Kreisebene, und zuletzt die Bahn selbst. Letztendlich zahlt natürlich besonders die Bevölkerung der Landkreise innerhalb der Region Stuttgart, und die Bahnkundschaft für das Projekt. Es wurde damit nicht über das Projekt selbst abgestimmt, sondern über die finanzielle Beteiligung des Landes BW. Über das Projekt an sich kann auch überhaupt nicht direkt abgestimmt werden, da die Deutsche Bahn AG als Bauherr ein privatrechtlich organisiertes Staatsunternehmen ist, auf welches die Landesregierung und das Wählertum nur begrenzte Einflußmöglichkeiten hat. Somit entzieht sich die Bahn weitgehend demokratischen Prozessen.

[QUOTE]Außerdem wurde die Abstimmung und der zugehörige "Wahlkampf" ganz klar unter dem Gesichtspunkt der Verhinderung bzw. der Fortführung des Projekts geführt.[/QUOTE]
Das war zwar so, ändert jedoch nichts an den zB oben von mir beschriebenen Tatsachen bzw Sachverhalten. Deswegen war ja auch der Wahlkampf eine Täuschung, da die wahren Sachverhalte von beiden Seiten, jedoch besonders von den Projektbefürwortern ausgeblendet wurden. Viele Gegner waren sich schon vor der Abstimmung darüber im Klaren, daß die Abstimmung eine Farce ist.


Zum Lackmustest:
[QUOTE]Meine Kritik galt hier übrigens jenen, die einen auf Superdemokraten gemacht und die Volksabstimmung forciert haben, aber den Lackmustest nun nicht bestehen, weil sie die Ergebnisse nicht akzeptieren.[/QUOTE]
[QUOTE]Fälschlich wird das Wort auch zur Definition von Ausschlusskriterien oder zur Begründung von Richtungsentscheidungen verwendet. Ein Lackmustest kann jedoch nicht „bestanden“ werden.

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Lackmustest[/url]
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Wie schon geschrieben, hatte die Abstimmung nicht über das Projekt selbst entschieden. Die von dir genannten Superdemokraten sind auch nicht mit den S21 Gegnern identisch. Die Gegnerschaft ist sehr inhomogen und lässt sich auch nicht von einer Abstimmung über die Finanzierungsbeteiligung des Landes zum Schweigen verurteilen. Protest ist zu jeder Zeit legitim und demokratisch. Dein Verständnis von Demokratie ist jedoch.. zweifelhaft.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
"Zu verhindern versucht" ist richtig. Ob der Rückzug aus der Finanzierung ausgereicht hätte das Projekt wegen Nichtfinanzierbarkeit zu stoppen, weiß man jedoch nicht, da das Abstimmungsergebnis diesen Rückzug verhindert hatte. Neben dem Land BW gibt es ja noch andere Investoren. Darunter der Bund und viele Kommunen auf Kreisebene, und zuletzt die Bahn selbst. [/QUOTE]

Ja, und weil die Kommunen ja solche Geldscheisser sind, und der rot-grün-dominierte Bundesrat die Finanzierung eines solchen Projektes, welches den Bundesländern nördlich des Spätzle-Äquators rein gar nichts bringt, sicher einfach durch gewunken hätte, hätte das sicher funktioniert. Is klar, ne?

Das Ding wäre viel zu teuer geworden, und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eingestellt worden.


[QUOTE]Letztendlich zahlt natürlich besonders die Bevölkerung der Landkreise innerhalb der Region Stuttgart, und die Bahnkundschaft für das Projekt.[/QUOTE]

Auch Stuttgart hat zugestimmt, und zwar sehr eindeutig, und die Bahnkundschaft zahlt sowieso bei allen Projekten mit ;)

[QUOTE]Es wurde damit nicht über das Projekt selbst abgestimmt, sondern über die finanzielle Beteiligung des Landes BW. Über das Projekt an sich kann auch überhaupt nicht direkt abgestimmt werden, da die Deutsche Bahn AG als Bauherr ein privatrechtlich organisiertes Staatsunternehmen ist, auf welches die Landesregierung und das Wählertum nur begrenzte Einflußmöglichkeiten hat.[/QUOTE]

Genau. Die Genehmigung wurde parlamentarisch-demokratisch erteilt. Ein Verfahren also, welches der Berufsdemonstrant kategorisch ablehnt, weil es schwierig ist, die eigene Stimme höher zu gewichten, die jene der Menschen, die sich eben nicht zum Berufsmoserer reduzieren wollen.

[QUOTE]Somit entzieht sich die Bahn weitgehend demokratischen Prozessen.[/QUOTE]

Bereits widerlegt.

[QUOTE]Das war zwar so, ändert jedoch nichts an den zB oben von mir beschriebenen Tatsachen bzw Sachverhalten.[/QUOTE]

Und diese Sachverhalte ändern nichts daran, dass das Ergebnis des Votums genau das selbe gewesen wäre, hätte man über die Verhinderung des Projekts, anstatt über das Mittel zur Verhinderung abgestimmt. Es ging ums Verhindern oder Nichtverhindern. Da sich auch die Bahn auf die Rechtssicherheit verlassen kann, versuchte es Grün-Rot eben mit einem Winkelzug. Hat nicht geklappt :)

[QUOTE]Deswegen war ja auch der Wahlkampf eine Täuschung, da die wahren Sachverhalte von beiden Seiten, jedoch besonders von den Projektbefürwortern ausgeblendet wurden.[/QUOTE]

Du darfst den Menschen schon zutrauen, dass sie sich Gedanken machen, und dann einfach nicht zu deinem Schluss kommen. Nach der Fukushima-Wahl hatte ich meine Landsleute nicht mehr wiedererkannt. Nach dieser Abstimmung war die süddeutsche Sachlichkeit, die sich nicht von Explosionsicons auf Gipskeuper beeindrucken lässt, wieder da. Der Alarmismus hat hier wohl nur einen schnell verheilenden Streifschuss gelandet, und ich war erleichtert.

[QUOTE]Viele Gegner waren sich schon vor der Abstimmung darüber im Klaren, daß die Abstimmung eine Farce ist.[/QUOTE]

Klar, denn Demokratie ist scheisse, wenn die anderen anderer Meinung sind, nicht wahr? Rotstern Heil!!

Zum Lackmustest:

Wie jeder hier, weiß ich natürlich was ein Lackmus-Test ist. Wir haben ja alle lustige Streifen in Flüssigkeit getunkt ;)

Der Wiki-Artikel-Schreiber muss wohl ein echter Fachidiot gewesen sein, wenn er nicht versteht, was eine Metapher ist. Zumindest sind diejenigen, die diese Analogie bewusst verwenden wohl klüger als er.

Das Bild des Lackmus-Tests passt hier besonders gut.

Zum einen- und das ist die übliche Verwendung- wenn man ihn als Sinnbild für für einen Indikationstest verwenden will. Wenn man ausdrücken will, dass ein behaupteter moralischer oder politischer Wert zwar angemaßt, aber nicht erreicht bzw. erfüllt wurde. Dass man dann vom "Nichtbestehen" spricht, ist dabei die menschliche Komponente, die hinzugefügt wird, denn eine wässrige Lösung kann nichts "bestehen", wohl aber der Mensch.

Zum anderen- und das ist eher amüsant- passt das Bild des Lackmus-Tests auf S21 wie die Faust aufs Auge. Gemessen wird nämlich der pH-Wert ([B][i]p[/i][/B]olitische [B][i]H[/i][/B]altung). Nun behaupten jene Gegner sie hätten einen polit-moralisch einen hohen pH-Wert, und seien hochgradig [B][i]bas[/i][/B]isch-demokratisch. Nimmt man das Votum nun als Indikationsstreifen, und tunkt ihn zur Verifikation in die diese Berufsdemonstranten-Brühe, muss man feststellen, dass er sich Rot (die Farbe ist Programm!) färbt, und die vorgebliche [B][i]bas[/i][/B]ische Lösung, wohl eher ziemlich ange[B][i]säuert[/i][/B] ist...

Das passt herrlich :D

[QUOTE] Wie schon geschrieben, hatte die Abstimmung nicht über das Projekt selbst entschieden...[/QUOTE]

...sondern über das rechtlich mögliche Mittel seiner Verhinderung. Ich weiß.

[QUOTE] Die von dir genannten Superdemokraten sind auch nicht mit den S21 Gegnern identisch.[/QUOTE]

Doch, der Teststreifen beweist es ;)

[QUOTE] Protest ist zu jeder Zeit legitim und demokratisch. [/QUOTE]

Protest, ja. Blockade und das absichtliche In-die-Höhe-Treiben der Kosten, und die anschließende scheinheilig-empörte Beschwerde über die so verursachten Mehrkosten durch Polizeieinsätze, ist aber Nötigung und unsoziales Verhalten. Stell dich abseits hin mit deinem doofen Schild, und alles ist gut.

[QUOTE] Dein Verständnis von Demokratie ist jedoch.. zweifelhaft.[/QUOTE]

Nur aus der Sicht bornierter Profilneurotiker, die jedem ihren Willen aufzwingen wollen, und wenn sie ihn nicht kriegen, auf unsinnige Kompromisse hinarbeiten, die nicht vernünftig sind, und nur den Zweck haben, diesen geltungssüchtigen Idioten das Gefühl zu geben "etwas erreicht" zu haben.

Von solchen Leuten als undemokratisch bezeichnet zu werden, ist eine silberne Kampfspange für jeden Demokraten.

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