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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Hartz4-die Zweite
JohnSteedby "er":


Volumen erschöpft.
Bitte einen 2. Teil eröffnen.

Hier zu.
JohnSteedFrüher ging man sehr sorgsam mit den eigenen Verhältnissen um.
Wozu sollte mein Nachbar wissen, dass ich Arbeitslosengeld erhielt?????

Heutzutage scheint es eine Art Frontkämpfernadel zu sein: "He du! Isch bin H4".

Für mich unverständlich.
Alles ist nur eine vorübergehende Existenz und mein Sozialgewimmer ändert auch nix.
Nur ich selbst kann mein Leben ändern,nur ich selbst habe es in der Hand.
Scheol@JohnSteed

[QUOTE]Nur ich selbst kann mein Leben ändern,nur ich selbst habe es in der Hand.[/QUOTE]

Du hast offensichtlich keine Ahnung vom Leben.
JohnSteedLassen wir mal die persönliche Angriffshöhe.

In der Tat verstehe ich die Offenheit mancher Menschen nicht.
Es erinnert mich an 90jährige, die kurz davor waren ihre Hosen runterzulassen um uns ihre Kriegsverwundungen zu zeigen.
Damals sehr in Mode.

Es ist mir egal, wer warum und wieso (vorübergehend) von Transferleistungen lebt.
Aber das ist weder ein bewundernswertes Stigma, noch eine für mich relevante Information.

Das ist wie die gutangezogene Dame, die neulich am Bahnhof meinte: "Nun, ich sehe zwar nicht so aus, aber ich bin in Schwierigkeiten, können Sie mir aushelfen?"

Mehr als zwei EUR hätt ich ihr eh nicht geben können, also sagte ich: "ja, ich könnte Ihnen jetzt zwei Euro geben, aber keine Perspektive, vielleicht gehen Sie zur Bahnhofsmission, dort sind Experten, die können Ihnen auch eine Perspektive aufzeigen!"

Abgesehen davon, dass es vermutlich eine neue Schnorrermasche ist, die ich nocht nicht kenne...

Die Überwindung der eigenen Hemmungen ist wichtig,
und wenn sie nicht stattfindet geistert man halt ewig herum............

Achja, da war ja noch der vermutlich einer rumänischen Bande angehörige Bettler.
Der mit einem Hund seine Bedürftigkeit unterstreichen will.
Also ging ich in den Diskounter, der neben seinem Standplatz sich befand und kaufte Knabberzeugs für seinen Hund und stellte es ihm sogleich hin.
So böse hat mich schon lange niemand mehr angeschaut.
Nun, das Leben ist kein Hundehof.
ScheolWenn man davon ausgeht, das 8 Millionen Menschen zu blöd sind ihr Leben in die Hand zu nehmen, hat man meiner Meinung nach keine Ahnung vom Leben...

Die Leute werden arm gehalten, und am langen Hebel sitzt jemand anderes. Und der hat das sagen.

Das ist wie mit Mami.

Du willst die Schoki, Mami sagt nein, Sohnemann strampelt und strampelt, Mami sagt immer noch nein. Sohnemann nimmt sich einfach die Schoki, Papi gibt Sohnemann was auf's Maul. Und so ist es auch in der Gesellschaft.

Die ewige Mär von der Leistungsgesellschaft. Das ewige Geseiere von der Chancengleichheit.
Wer immer noch glaubt, dass man alles erreichen kann wenn man sich nur genug anstrengt hat was entscheidendes nicht verstanden. Was das Entscheidende ist, das steht im H4-Thread der eben dicht gemacht wurde. Ich bin es leid dies immer und immer und immer und immer und immer zu wiederholen.

Das Du auf Neurotiker und Verrückte getroffen bist tut mir leid. Auch solche Spinner muß es geben.
TheRavenJa, h4 ist menschenverachtend und Verbesserungen werden es vermutlich auch nicht besser machen.

Aber der Kommentar im anderen Thread - Ronin, liest Du Dich eigentlich auch selbst mal? Oder ist das Absicht, alleine gegen 80 io zu stehen?
Ronin76[QUOTE]
Wenn man davon ausgeht, das 8 Millionen Menschen zu blöd sind ihr Leben in die Hand zu nehmen, hat man meiner Meinung nach keine Ahnung vom Leben...

Die Leute werden arm gehalten, und am langen Hebel sitzt jemand anderes. Und der hat das sagen.
[/QUOTE]
Das erinnert mich an China, erst gestern hatte ich gelesen, daß dort ca. 200 Millionen bettelarme Wanderarbeiter + Familien sind. Die haben meistens nicht mal ein Dach über dem Kopf oder schlafen in Hütten und Baustellen. Laut John wären auch diese 200-600 Mio Menschen zu blöd ihr Leben in die Hand zu nehmen. Weiter gehts dann in Afrika, Südamerika, USA, Rußland, Indien, Korea... alle zu blöd. :rolleyes:



So und nochmal für Raven, der noch nicht auf meinen Beitrag im alten Thread geantwortet hat, ein Copy und Paste:
[QUOTE]
@Ronin: Dann bleibt gerne unter Euch - da gilt der alte Satz 'Sobald links zu kompliziert wird hört ihnen keiner mehr zu'. [/QUOTE]

Noch nie gehört. Wieso links und nicht rechts ?


[QUOTE]
Inhatlich: Was soll dieser BlaBla, wann eh klar wird, dass Grundversorgung das einzige realistische Mittel wird?[/QUOTE]

Bitte mehr Details. Wieso sollte eine Grundversorgung realistisch sein ? Realistisch sind eher Zustände wie in den USA, Palästina, Afrika, China oder Korea wo Menschen verhungern und ermordet werden, weil es eben keine oder nur eine völlig unzureichende Grundversorgung gibt. Völlig unzureichend ist auch Hartz-IV.
ArrogantNickDas Problem ist doch, dass wir uns alle hier die Köppe noch in weiteren 'zig Thread heißreden können, ändern wird sich dadurch rein gar nichts. Dass Hartz4 aus verschiedensten Gründen inakzeptabel ist, das wurde ja nun auch schon -ich weiß nicht mehr wie oft- festgestellt. Fakt ist jedoch, es existiert und wird, so wie es derzeitig aussieht, auch noch weiter verschärft werden. Klar ist das Mist, gar keine Frage.

Mir stellt sich aber vielmehr die Frage, wie man im Einzelfall damit umgeht? Man kann sich ins Eck setzen und in Wut, Hilflosigkeit und Verzweiflung versinken, die natürlich nicht unbegründet sind, aber einen persönlich auch keinen Deut weiterbringen werden. Oder aber, man sucht sich gezielt die Lücken im System, reicht ggf. einen Gelben nach dem Anderen rein und sieht einfach zu, sich dem Kasperletheater der unschönen Art, weitestgehend zu enziehen. Das ist auch eine Art des Widerstandes, wenn auch auf der kleinsten Ebene. Würden das aber mehr Menschen tun, dann würde das mE den System mehr schaden als alle Wutbekundungen zusammen.

Ich war damals immer scheißfreundlich zu meinen Sachbearbeitern und gab ihnen nie Anlass zu Klage. Und wenn ich die Faxen wirklich mal dicke hatte, ging ich zum Doc und ließ mir 'nen Gelben verpassen, den ich dann unverzüglich reinreichte und Ruhe war. Dabei spielt einem der Sparzwang der Ärzte noch in die Hände, da sie einen lieber krankschreiben als teure Untersuchungen zu verordnen. Da gibt es so viele hübsche Dinge, die sich kaum feststellen lassen.

Gut, zum Ende hin war ich wirklich sehr krank und nur noch auf hochdosierten Medikamenten arbeitsfähig, aber davor habe ich mich öfter mal auf diese Weise aus der Affaire gezogen, wenn mir etwas total sinnentleert erschien, was auf das x'te Bewerbungstraining definitiv zutraf.

.
TheRaven[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Noch nie gehört. Wieso links und nicht rechts ?[/b][/quote]

Weil nur Linke komplizierte Weltbilder bieten (bevor Du das auseinander nimmst, das ist positiv gemeint). Die Linke tendiert nur dazu, alles überzukomplizieren und es damit unverständlich für Otto Normalverbraucher zu machen.

[quote][b]Bitte mehr Details. Wieso sollte eine Grundversorgung realistisch sein ?[/B][/QUOTE]

Weil alle anderen Alternativen, wie von Dir ja auch schon aufgeführt, sehr viel schlimmer sind. (Und (hoffentlich? damit es danach besser werden kann?) zu massivsten sozialen Unruhen führen werden.)
Feuerschatten@ JohnSteed
Die Aktion mit dem Hundefutter war gut!

@Ronin 76
Was meinst du mit Hartz 4 sei völlig unzureichend? Ist damit Arbeitslosengeld I oder II gemeint?
Ronin76[QUOTE]
Weil alle anderen Alternativen, wie von Dir ja auch schon aufgeführt, sehr viel schlimmer sind. (Und (hoffentlich? damit es danach besser werden kann?) zu massivsten sozialen Unruhen führen werden.)
[/QUOTE]
Eine Grundversorgung wäre zwar wünschenswert, der weltweite Trend geht jedoch in eine andere Richtung. Andererseits sind Subventionen nicht ungefährlich.



@Feuerschatten
[QUOTE]@Ronin 76 Was meinst du mit Hartz 4 sei völlig unzureichend? Ist damit Arbeitslosengeld I oder II gemeint?[/QUOTE]
Hartz-IV ist ALG II nach SGB II. Es wurde nach der Hartz-Kommission bekannt, welche die frühere Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe für Arbeitsfähige vereint, jedoch an strenge Bedingungen gebunden hat. Für arbeitsunfähige Bedürftige gibt es immer noch Sozialhilfe, jedenfalls theoretisch.
Ronin76Ist deutsche Bürokratie nicht herrlich..

heute habe ich ein Antwortschreiben der ARGE, die nun Jobcenter heist, auf meinen bestätigten Leistungsverzicht bekommen.
Das neue Logo ist rechts, oben schon aufgedruckt. Der Wortlaut des Briefes:

[quote][SIZE=3]
[B]Aufforderung zur Mitwirkung für den Bezug von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts[/B][/SIZE]


Sehr geehrter Herr X,

Sie beziehen Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II). Ohne vollständige Unterlagen kann nicht festgestellt werden, ob und inwieweit ein Anspruch auf Leistungen für Sie besteht.

Folgende Unterlagen/Angaben werden noch benötigt:

Ihre Verzichtserklärung auf die Leistungen nach dem SGBII habe ich erhalten. Allerdings ist es zur weiteren Bearbeitung wichtig, weshalb Sie keine Leistungen mehr benötigen.

Teilen Sie mir deshalb bitte mit, warum dies der Fall ist.
Haben Sie eine Arbeit aufgenommen ? Oder sind sie umgezogen ?
In solchen Fällen benötigen wir trotz Abmeldung aus dem Leistungsbezug die Unterlagen dazu.

Bitte reichen Sie diese Unterlagen bei der im Briefkopf genannten Stelle bis zum 07.02.2011 ein.

Für den Bezug von Leistungen ist es erforderlich, dass Sie alle Tatsachen angeben, die für Ihren Leistungsanspruch entscheidend sind und die notwendigen Nachweise vorlegen oder Ihrer Vorlage zustimmen (§ 60 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 Erstes Buch Sozialgesetzbuch - SGB I).

[B]Bitte beachten Sie:[/B]

Haben Sie zum genannten Termin nicht reagiert oder die erforderlichen Unterlagen nicht eingereicht, können die Geldleistungen ganz entzogen werden, bis Sie die Mitwirkung nachholen (§§ 60, 66, 67 SGB I). Dies bedeutet, dass Sie keine Leistungen erhalten.[/quote]

Der Text ist gespickt von wirren Falschaussagen und vordefinierten Standardtextblöcken, da ich keine Leistungen mehr beziehe.
Offensichtlich ist die ARGE auf so einen ungewöhnlichen Vorgang meinerseits, auch nach 6 Jahren Hartz-IV nicht vorbereitet.

Kreative Vorschläge für eine Antwort sind willkommen !
Auch Bilder.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Ist deutsche Bürokratie nicht herrlich..
heute habe ich ein Antwortschreiben der ARGE, die nun Jobcenter heist, auf meinen bestätigten Leistungsverzicht bekommen.
...
Kreative Vorschläge für eine Antwort sind willkommen ![/QUOTE]Wie wär's damit:

[QUOTE]Antwortschreiben betreffend die Aufforderung zur Mitwirkung für den Bezug von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts

Sehr geehrte Mitarbeiter des Jobcenter,

Meine Verzichtserklärung auf die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) habe ich an die ARGE, eingesandt. Dieser sollten vollständige Unterlagen darüber vorliegen, ob und inwieweit meinerseits ein Anspruch auf die genannten Leistungen bestehen würde, wenn ich sie in Anspruch nehmen wollte.

Da der von Ihnen in Ihrem Schreiben vom , Absatz 6 genannte Sachverhalt nicht mehr zutreffend ist, nachdem Sie, wie im gleichen Schreiben bestätigt, meine Verzichtserklärung auf die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) erhalten haben, erachte ich auch die Bedingungen für den in Absatz 6 genanten Sachverhalt als nicht mehr zutreffend.

Die in Absatz 7 Ihres Schreibens vom genannten Folgen einer nicht termingerechten Reaktion auf Ihre Anforderungen aus Absatz 3, Satz 2 und aus Absatz 3 und 4 treten ohnehin nach dem Eingang meiner Verzichtserklärung auf die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) in Ihrem Hause in Kraft.

Im Falle eines zu einem späteren Zeitpunkt meinerseits gewünschten Bezugs von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) werde ich selbstverständlich die aktuell erforderlichen Unterlagen gemäß §§ 60, 66, 67 des Ersten Buches Sozialgesetzbuch (SGB I) einreichen.

Ein Verzicht auf die Einreichung von Unterlagen, die für den in Absatz 6 Ihres Schreibens vom genannten Sachverhalt dann voraussichtlich nicht mehr zutreffend wären, kann zur Einsparung von unnötigem Zeit- und Kostenaufwand beitragen.

...[/QUOTE]
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
Wie kann es menschenverachtend sein, wenn Leute, die nichts haben und auch nichts erwirtschaften oder verdienen, Geld erhalten?[/QUOTE]

Top secret! Man munkelt ... aber das ist lediglich ein Gerücht ... dass sogar ehemalige Arbeitnehmer im Leistungsbezug sind ... es soll in diesem Lander sogar tatsächlich Menschen geben, die bereits 30-40 Jahre gearbeitet haben - unglaublich! Es ist zudem statistisch belegt, dass Deutschland eine besonders altersfreundliche Gesellschaft ist, in dem die Chancen auf eine Neuanstellung ab dem 50. Lebensjahr exorbitant zunimmt. :eek:

Nachhilfe der Mathematik für Nix kapiert:

Wer als Durchschnittsverdiener jahrzehntelang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, erhält als 50-jähriger nur für ein Jahr ALG 1. Er hat 60.000 Euro eingezahlt und erhält nur 10.000 Euro zurück. ALG II bekommt er nur dann, wenn er das, was er für seinen Lebensabend zurückgelegt und angespart hat, unverzüglich verbraucht oder verscherbelt, denn frei nach Guido: "Leistung muss sich wieder lohnen". Einen solchen Sachverhalt nennt man gemeinhin auch: Enteignung.


[QUOTE]Wie wäre es denn ohne Hartz4, ohne Transferleistungen?[/QUOTE]

HartzIV ist keine Wohltat (ganz im Gegenteil zu Transferleistungen für Banken, Wirtschaftssubventionen oder Eltern- und Kindergeld für Vermögende), sondern eine im Grundgesetz verankerte staatliche Verpflichtung der Bananenrepublik Deutschland.

[QUOTE]Mal drüber nachdenken, bitte. Auch über das eigene Anspruchsdenken.[/QUOTE]

Nix im Hirn.
Ronin76@TTP

danke, lässt sich verwenden. Ich würde nur die letzten beiden Absätze weglassen, die könnten auch gegen einen verwendet werden.
Ronin76[QUOTE]Original geschrieben von Nix
Wie kann es menschenverachtend sein, wenn Leute, die nichts haben und auch nichts erwirtschaften oder verdienen, Geld erhalten?[/QUOTE]
Hab mir deinen Satz nochmal durchgelesen, ist ein Mißverständnis, ich bitte um Entschuldigung. Ein Wort hinzu gelesen kann einen ganz anderen Bezug herstellen.

Es stellt sich die Frage, wieviel Transferleistungen nötig sind, damit es NICHT menschenverachtend ist, und wieso Menschen überhaupt Hartz-IV beziehen müssen und an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Die Meisten wollen weder Almosen, noch stigmatisiert werden und als Geächtete behandelt werden. Auch Lebensmittelgutscheine die nach Betteln willkürlich vergeben werden können, sind entwürdigend und damit menschenverachtend. Das legale Mittel der Sanktionen halte ich für menschenverachtend und Diese tauchen bei sämtlichen Kalkulationen nie auf. 30% Einbußen und auch noch mehr sind da locker drin. 30% weniger sind € 251,- im Monat, € 3012,- im Jahr.

Das Alles ist meiner Auffassung nach gegen das Grundgesetz, zB Artikel 1: "Die Würde des Menschen ist unantastbar", aber macht ja nix, dieses Grundgesetz ist eh nur noch Klopapier und seine Hüter, die Richter des BVG, sind die Klobürste, welche ab und zu ein bisschen im neoliberalen Sumpf herumstochern und an der Schüssel kratzen. Nur, der Dreck ist einfach zu dick und geht nicht weg.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von xMoriturusx [/i]
[B]

Wer als Durchschnittsverdiener jahrzehntelang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, erhält als 50-jähriger nur für ein Jahr ALG 1. Er hat 60.000 Euro eingezahlt und erhält nur 10.000 Euro zurück. [/B][/QUOTE]

Manchmal denke ich, Du hast noch nie eine Lohnabrechnung gesehen. Um 60.000 € Arbeitslosenversicherung zu zahlen, bist Du entweder Großverdiener und hast eh keine Sorgen (kleiner Tipp, bei ca. 4000€ im Monat entfallen gerade mal ca. 60€ auf die Arbeitslosenversicherung) oder aber, man hätte bei oben genanntem Lohn 1000 Monate gearbeitet. Rechne die Jahre halt selbst aus.

:rolleyes:

.
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
Manchmal denke ich, Du hast noch nie eine Lohnabrechnung gesehen.[/QUOTE]

Lohnabrechnungen als auch ein mittelständiger Durschnittsverdienst haben sich innerhalb der letzten 30 Jahre sehr verändert, so lag der Beitragsatz 2006 beispielsweise noch bei 6,5 % und nicht bei 3%, ich selber habe übrigens gar nichts berechnet, sondern das statistische Bundesamt.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]Wenn man davon ausgeht, das 8 Millionen Menschen zu blöd sind ihr Leben in die Hand zu nehmen, hat man meiner Meinung nach keine Ahnung vom Leben...

Die Leute werden arm gehalten, und am langen Hebel sitzt jemand anderes. Und der hat das sagen.

Das ist wie mit Mami.

Du willst die Schoki, Mami sagt nein, Sohnemann strampelt und strampelt, Mami sagt immer noch nein. Sohnemann nimmt sich einfach die Schoki, Papi gibt Sohnemann was auf's Maul. Und so ist es auch in der Gesellschaft.

Die ewige Mär von der Leistungsgesellschaft. Das ewige Geseiere von der Chancengleichheit.
Wer immer noch glaubt, dass man alles erreichen kann wenn man sich nur genug anstrengt hat was entscheidendes nicht verstanden. Was das Entscheidende ist, das steht im H4-Thread der eben dicht gemacht wurde. Ich bin es leid dies immer und immer und immer und immer und immer zu wiederholen.

Das Du auf Neurotiker und Verrückte getroffen bist tut mir leid. Auch solche Spinner muß es geben. [/B][/QUOTE]

Muss es! Darf es.

Nun, wir leben nicht mehr im Zeitalter der Leibeigenheit, wo ich die einzige Chance den Fürsten zu ärgern darin sehe, mir selbst zu schaden, weil ich ja das Produktionsmittel bin.
Das ist vorbei.
Deutschland ist aber immer noch am Stockholmsyndrom erkrankt.
Es liebt seine Abnormitäten auch dann, wenn es sie nicht mehr gibt.

Die Leistungsgesellschaft als solche interessiert mich kaum.
Aber das was du da schreibst, hört sich doch irgendwie nach: "Was sollet die Leit denke?" an.
Da unterscheiden wir uns.
Die Leute sind mir scheissegal und wenn ich dereinst H4 beantragen müsste, würde es von Ausnahmen abgesehen NIEMAND erfahren.
Ansosten versuche ich aber einfach meine Möglichkeiten zu verbessern, meinen Horizont zu erweitern.
Zu nichts anderem bin ich auf der Welt.
Die generelle Schuldfrage der Masochisten oder die Wachstumslüge der Wirtschaftsfaschisten interessieren mich nicht.
Soll jeder die erbärmlichen Lügen aufrecht erhalten, die er braucht.
H4 ist zeitweise sinnvoll.
Aber auf lange Sicht auch ein geistiger Stillstand.
Davor möchte ich mich selbst bewahren, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Ronin76[QUOTE]
bei ca. 4000€ im Monat entfallen gerade mal ca. 60€ auf die Arbeitslosenversicherung) oder aber, man hätte bei oben genanntem Lohn 1000 Monate gearbeitet.
[/QUOTE]
Moriturus hatte schon geschrieben, daß die Beitragssätze in den letzten Jahren stark abgesenkt wurden. Bei steigender Arbeitslosigkeit wirkt das paradox. Es gilt auch noch zu beachten, daß die 1,5% (60 von 4000) nur der aktuelle Arbeitnehmeranteil sind. Sozialleistungen wie H4 werden jedoch auch noch aus dem Arbeitgeberanteil finanziert, also nochmal 1,5%.

Statt 1000 Monate = 83,3 Jahre, sind das dann nur noch 41,7 Jahre, das ist realistisch. Und wie gesagt, die Sätze waren früher viel höher, von daher hatte Moriturus schon ein realistisches Beispiel genannt.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Moriturus hatte schon geschrieben, daß die Beitragssätze in den letzten Jahren stark abgesenkt wurden. Bei steigender Arbeitslosigkeit wirkt das paradox. Es gilt auch noch zu beachten, daß die 1,5% (60 von 4000) nur der aktuelle Arbeitnehmeranteil sind. Sozialleistungen wie H4 werden jedoch auch noch aus dem Arbeitgeberanteil finanziert, also nochmal 1,5%.

Statt 1000 Monate = 83,3 Jahre, sind das dann nur noch 41,7 Jahre, das ist realistisch. Und wie gesagt, die Sätze waren früher viel höher, von daher hatte Moriturus schon ein realistisches Beispiel genannt. [/B][/QUOTE]

Ronin,
es ist mir im Grunde egal. Worauf ich jedoch hinweisen wollte, war die Überzogenheit der Aussage und leider wiederholst Du es, nur etwas abgeschwächt. Arbeitgeberanteile gehören NICHT zum Lohn, denn sie würden, so sie entfielen, auch nicht als Lohn ausgezahlt. Ergo wird ein normaler Arbeinehmer (der auf eine ALV angewiesen wäre) mit ziemlicher Sicherheit niemals auf 60.000 € Beiträge kommen. Da kann man sich über die Rentenversicherung weitaus mehr aufregen und über die nun gestrichenen Rentenanteile für ALGII-Empfänger. ;-)

....
Ronin76Also wenn es dir egal wäre, würdest du hier nicht schreiben. ;)
Schon klar, daß Arbeitgeberanteile nicht zum Lohn gehören. Ich kann dir aber gerne ein neues, hoffentlich besseres Beispiel präsentieren:

Mori schrieb:
[quote]Wer als Durchschnittsverdiener jahrzehntelang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, erhält als 50-jähriger nur für ein Jahr ALG 1. Er hat 60.000 Euro eingezahlt und erhält nur 10.000 Euro zurück.[/quote]

Angenommen, der 50-jährige war nie arbeitslos, und hatte 33 Jahre lang Arbeitslosenversicherung eingezahlt, ergibt das bei angenommenen, durchschnittlichen 2,54% Arbeitgeberanteil bei 4000 Euro durchschnittlichem Bruttolohn im Monat einen Endbetrag von € 40.234 .

33 Jahre x 12 Monate = 396 Monate

396 Monate x € 4.000 = € 1.584.000

€ 1.584.000 x 0,0254 (2.54% Arbeitnehmeranteil) = € 40.234


Ferner behauptet Moriturus, daß dieser Arbeitnehmer dann nach 1 Jahr ALG I, nur € 10.000 ausgezahlt bekommt. Soweit ich noch richtig informiert bin, ist dafür der Durchschnittslohn der letzten 3 Monate entscheidend, und wird zu 60% angerechnet. Die letzten paar Monate fallen erfahrungsgemäß meistens niedriger aus, daher nehme ich mal statt € 4.000, nur € 3.500 als Rechengrundlage.

€ 3.500 x 3 Monate = € 10.500 Bruttolohn

€ 10.500 x 0,6 = € 6.300

€ 6.300 / 3 Monate = € 2.100 ALG I Anspruch je Monat

€ 2.100 x 12 Monate = € 25.200 ALG I Jahresanspruch

Danach wird nur noch ALG II gewährt.


Anstatt der € 10.000 bekommt dieser ehemalige Arbeitnehmer also sogar € 25.000 ausbezahlt, allerdings wurde bei der ganzen Rechnerei die konstante Inflation nicht berücksichtigt, von daher lassen sich keine genauen Aussagen treffen. Es muß auch berücksichtigt werden, daß der Auszahlungsbetrag zur Hälfte von den Arbeitgeberanteilen getragen wird, da hier sowohl Arbeitnehmer- als auch Arbeitgeberanteile (50/50) zusammenfließen. Wir wollen jedoch wissen, wieviel der Arbeitnehmer/Arbeitslose von seinem geleisteten Beträgen der Arbeitslosenversicherung wieder ausgezahlt bekommt, also muß das Arbeitslosengeld um die Hälfte reduziert werden:

€ 25.200 / 2 = € 12.600


Fazit:

Anstatt
€ 60.000 einbezahlt und € 10.000 ausgezahlt (50.000 Differenz)
sind es tatsächlich
€ 40.234 eingezahlt und € 12.600 ausgezahlt (27.634 Differenz)

In der Differenz ergibt sich (immer noch) ein deutlicher Unterschied. Sorry Mori, aber es sieht so aus als ob du mit deiner Schätzung etwas daneben liegst.


Schwachstellen dieser Berechnung sind zB:

- Prozentualer Arbeitnehmeranteil der Arbeitslosenversicherung durch Schwankungen innerhalb der vielen Jahre bedingt
- Eintrittsalter des Beschäftigten
- Versicherungslücken durch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Selbständigkeit
- Eventuell zwischenzeitlich bezogenes ALG I, Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe
- Inflation
- Lohnschwankungen
- Sperrfristen (Sanktionen) beim ALG I
- Fehlberechnungen beim ALG I, in der Praxis fast immer zu niedrig
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B](....)


Schwachstellen dieser Berechnung sind zB:

- Prozentualer Arbeitnehmeranteil der Arbeitslosenversicherung durch Schwankungen innerhalb der vielen Jahre bedingt
- Eintrittsalter des Beschäftigten
- Versicherungslücken durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit
- Eventuell zwischenzeitlich bezogenes ALG I, Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe
- Inflation
- Lohnschwankungen
- Sperrfristen (Sanktionen) beim ALG I [/B][/QUOTE]

Und, dass Du einen utopischen Wert von 5% Arbeitnehmeranteil annimmst. ;-)

.
Ronin76Ich habe das eben korrigiert, da ich das auch bemerkt hatte. Ich muß mich jetzt aber erstmal schlau machen, wie denn die Versicherungsquote früher war.

Wiki schreibt ja nur soviel:

[QUOTE]
Arbeitslosenversicherung in Deutschland
Zeitraum Beitragssatz

2006 6,5 %
2007 4,2 %
2008 3,3 %
2009 und 2010 2,8 %
seit 1. Januar 2011 3,0 %
[/QUOTE]


Ich habe jetzt hier 2 Quellen gefunden, auf welchen durchschnittlichen Beitragssatz sollen wir uns in den Jahren seit 1978 einigen ?

[url]http://www.nettoeinkommen.de/rente.htm[/url]

[url]http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Finanzierung/Datensammlung/PDF-Dateien/abbII8.pdf[/url]

Ich habe die Jahre 1980-2011 berechnet, hier liegt die Durchschnittsquote bei 5,08%, das macht je 2,54% Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil.


Was mich noch immer stört ist der Arbeitgeberanteil beim ALG I, der 50% dessen beträgt. Werden diese berücksichtigt und vom ALG I abgezogen, kommen wir den € 10.000 von Moriturus schon sehr viel näher. Das werde ich bei der Neuberechnung berücksichtigen müsssen.



Edit: Die Neuberechnung mit 2,54% und der Halbierung des ALG I liegt nun vor.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Also wenn es dir egal wäre, würdest du hier nicht schreiben. ;)
Schon klar, daß Arbeitgeberanteile nicht zum Lohn gehören. Ich kann dir aber gerne ein neues, hoffentlich besseres Beispiel präsentieren:

.....


Angenommen, der 50-jährige war nie arbeitslos, und hatte 33 Jahre lang Arbeitslosenversicherung eingezahlt, ergibt das bei angenommenen, durchschnittlichen 2,54% Arbeitgeberanteil bei 4000 Euro durchschnittlichem Bruttolohn im Monat einen Endbetrag von € 40.234 .

33 Jahre x 12 Monate = 396 Monate

396 Monate x € 4.000 = € 1.584.000

€ 1.584.000 x 0,0254 (2.54% Arbeitnehmeranteil) = € 40.234


Ferner behauptet Moriturus, daß dieser Arbeitnehmer dann nach 1 Jahr ALG I, nur € 10.000 ausgezahlt bekommt. Soweit ich noch richtig informiert bin, ist dafür der Durchschnittslohn der letzten 3 Monate entscheidend, und wird zu 60% angerechnet. Die letzten paar Monate fallen erfahrungsgemäß meistens niedriger aus, daher nehme ich mal statt € 4.000, nur € 3.500 als Rechengrundlage.

€ 3.500 x 3 Monate = € 10.500 Bruttolohn

€ 10.500 x 0,6 = € 6.300

€ 6.300 / 3 Monate = € 2.100 ALG I Anspruch je Monat

€ 2.100 x 12 Monate = € 25.200 ALG I Jahresanspruch

Danach wird nur noch ALG II gewährt.


Anstatt der € 10.000 bekommt dieser ehemalige Arbeitnehmer also sogar € 25.000 ausbezahlt, allerdings wurde bei der ganzen Rechnerei die konstante Inflation nicht berücksichtigt, von daher lassen sich keine genauen Aussagen treffen. Es muß auch berücksichtigt werden, daß der Auszahlungsbetrag zur Hälfte von den Arbeitgeberanteilen getragen wird, da hier sowohl Arbeitnehmer- als auch Arbeitgeberanteile (50/50) zusammenfließen. Wir wollen jedoch wissen, wieviel der Arbeitnehmer/Arbeitslose von seinem geleisteten Beträgen der Arbeitslosenversicherung wieder ausgezahlt bekommt, also muß das Arbeitslosengeld um die Hälfte reduziert werden:

€ 25.200 / 2 = € 12.600


Fazit:

Anstatt
€ 60.000 einbezahlt und € 10.000 ausgezahlt (50.000 Differenz)
sind es tatsächlich
€ 40.234 eingezahlt und € 12.600 ausgezahlt (27.634 Differenz)

In der Differenz ergibt sich (immer noch) ein deutlicher Unterschied. Sorry Mori, aber es sieht so aus als ob du mit deiner Schätzung etwas daneben liegst.


Schwachstellen dieser Berechnung sind zB:

- Prozentualer Arbeitnehmeranteil der Arbeitslosenversicherung durch Schwankungen innerhalb der vielen Jahre bedingt
- Eintrittsalter des Beschäftigten
- Versicherungslücken durch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Selbständigkeit
- Eventuell zwischenzeitlich bezogenes ALG I, Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe
- Inflation
- Lohnschwankungen
- Sperrfristen (Sanktionen) beim ALG I
- Fehlberechnungen beim ALG I, in der Praxis fast immer zu niedrig [/B][/QUOTE]



Oh ihr Kleingläubigen und Erbsenzähler!
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
[B]Es gibt gar keinen Arbeitgeberanteil. Es handelt sich um einen Euphemismus.
Letztlich zahlt ihn nämlich auch der Arbeitnehmer. Aus wirtschaftlicher Sicht gehören alle Aufwendungen des AG für einen Beschäftigten zu dessen Bruttolohn (=Kosten für den AG). [/B][/QUOTE]

Eben nicht. Sie fließen weder bei irgendwelchen Berechnungen mit ein (Rente, ALG, Realbrutto bei Kreditvergabe etc.), noch kämen sie bei Absenkung oder Wegfall zur Auszahlung an den Arbeitnehmer.

.
Waldemar[QUOTE]Der sog. Arbeitgeberanteil ist ein Ammenmärchen, Nullsummenspiel, sprachlicher Firlefanz. Er suggeriert, der Arbeitgeber entrichte zusätzlich zu seinen Kosten quasi aus eigener Tasche einen Obulus für den Arbeitnehmer. Das ist aber nicht der Fall. Wer schon einmal in einer Controlling- oder HR-Abteilung gearbeitet hat, wird genau wissen, was ich meine.[/QUOTE]

Ich gebe ja Nix ungerne recht aber eben hat er unrecht? :)

Nein leider hat er recht. Natürlich sind das reine Kosten für den AG. Da ist nichts sozial, denn alles was der AG an Sozialabgaben abführt muss der AN erwirtschaften. Und das ist ein gutes Beispiel wie unnnütz Statistik sein kann.
ArrogantNickWenn es so wäre und der AG senen Anteil sowieso abdrücken müsste, egal an wen, warum wird dann andauernd auf einer Senkung bestimmter Posten der Lohnnebenkosten herumgeritten? Das würde doch gar nichts bewirken, da dann die Differenz (des jeweils gesenkten Postens) an den AN auszuzahlen wäre. Nee, nee .... so ist das nicht korrekt liebe Freunde.

.
Ronin76[QUOTE]
Wenn es so wäre und der AG senen Anteil sowieso abdrücken müsste, egal an wen, warum wird dann andauernd auf einer Senkung bestimmter Posten der Lohnnebenkosten herumgeritten? Das würde doch gar nichts bewirken, da dann die Differenz (des jeweils gesenkten Postens) an den AN auszuzahlen wäre. Nee, nee .... so ist das nicht korrekt liebe Freunde.
[/QUOTE]
An Arbeitnehmer werden keine Boni ausgezahlt, das behält ein Arbeitgeber lieber für sich selbst. Wieso sollte er auch, von der Arbeitnehmerseite gibt es eh keine Gegenwehr. Nennt sich auch Gewinnmaximierung. Viele kleine und mittelständische Betriebe haben da jedoch gar nicht viel Spielraum, da sie selbst durch Knebelverträge mit Großkonzernen und anderen Verbindlichkeiten erpressbar sind und in der Klemme stecken. Letztendlich decken Arbeitnehmer, Arbeitslose und Verbraucher die Kosten.
ArrogantNickTut mir leid, für mich klingt das alles wenig plausibel. Btw. ich kenne nur Leute die, so sie denn in Arbeit sind, regelmäßig Boni bekommen und Zulagen (durch ERA z. B.) und regelmäßige Einmalzahlungen (nebst Lohnerhöhungen) nach Tarifrunden. Liebe Leute, es gibt nicht nur den Billiglohnsektor, im Gegenteil, ist dieser noch immer sehr viel kleiner als der Anteil der regulären Tarifvergütungen (und viele zahlen auch übertariflich). Ihr malt mir hier mE alles einheitlich schwarz (klar, in einem Düsterbrett), aber das entspricht nun einmal nicht den Tatsachen.

.
Ronin76Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten. Das einzige was ich im Leben schon an Boni bekommen hatte, waren vor langer Zeit Schichtzulagen und ganz selten mal Weihnachtsgeld. Als Zivi Abend- und Mittagessen, die jedoch teilweise wieder durch doppelte Fahrkosten wegen geteiltem Dienst am Wochenende verbraten wurden.

Das mit den Bonuszahlungen ist doch meistens eine Verarschung, denn die sind fast immer Bestandteil der Lohn- und Gehaltskalkulation. Dh, die Grundbezüge fallen viel niedriger aus, um dann durch Bonuszahlungen oder auch Akkordzulagen viel mehr Druck auf die Arbeitnehmer ausüben zu können. Im Einzelhandel wird ein ähnlicher Trick eingesetzt, indem Sammelpunkte ausgehändigt werden, nur die sind auch schon in den Produkten einkalkuliert. Beim Einlösen der Punkte wird dann meistens nochmal abkassiert, denn da wird oft noch ein Grundbetrag verlangt, der allein schon Gewinn abwirft,

Ich war auch schon bei Blödiamarkt beschäftigt, wo gleich zu Anfang Prämien und Umsatzbeteiligungen versprochen, jedoch nie ausgezahlt wurden, da vertraglich nicht festgehalten. Auch da war der Lohn äußerst niedrig.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
[B]Es geht nur darum, Kosten zu senken.
Auf Arbeitgeberseite freilich. An den AN ist dabei nichts auszuzahlen, wäre ja auch Quatsch.
Fast schon zu banal, um es zu ignorieren.
:D

Es ist korrekt, Mischa. Akzeptier' es. ;) [/B][/QUOTE]

Nein, ist es nicht. Du hast diese Kosten als Lohnanteil des AN bezeichnet und das stimmt nicht. Kosten und Lohn ist NICHT das Gleiche. Kosten lassen sich nur senken, wenn sie nicht an den Lohn insofern gekoppelt sind, als dass sie damit zu verrechnen wären, was btw. auch rechtswidrig wäre (Lohnkürzungen bei Kostensenkung).

.
HellscreamWenn man aus der Arbeitskraft anderer Menschen Profit schlägt so zu sagen die Arbeit seiner Arbeiter nimmt um daran zu verdienen (Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind verdrehte Begriffe) sollte man schon ein weiter gehendes Verständnis dieser auch simplen Kosten entwickeln.
HephBei [URL=http://www.wdr.de/tv/monitor/index.php5] Monitor vom 27ten[/URL] gabe es mal wieder einen schönen Beitrag zur Ausbeutung von Arbeitnehmern - diesmal bei Paketzustellern. Es ist der erste Beitrag.

Auch der Rest ist mal wieder sehenswert.
Ronin76[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
[B]@AN:
Es geht nur um Lohnkosten des Arbeitgebers.
Wir reden diesmal wirklich aneinander vorbei.
Ich gebs auf. ;)

PS:
Ich empfehle Dir dieses [url=http://www.amazon.de/Lexikon-popul%C3%A4ren-Irrt%C3%BCmer-Mi%C3%9Fverst%C3%A4ndnisse-Vorurteile/dp/3492246117/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1296429996&sr=1-1]Buch[/url]. Auch dort wird das Thema angeschnitten. [/B][/QUOTE]

Die entsprechende Stelle habe ich mal aus dem Buch abgeschrieben..


[QUOTE]
Arbeitgeberbeitrag
Den Arbeitgeberbeitrag zahlt der Arbeitgeber

Keinen Pfennig des Arbeitgeberbeitrags zahlt der Arbeitgeber.
Den Arbeitgeberbeitrag zahlt der Arbeitnehmer,
genauso wie der Arbeitnehmer seine Steuern,
Mieten, Zinsen, Hypotheken zahlt; die nach deutschemSozialrecht
zur Hälfte von den Arbeitgebern zu
tragenden Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherungsbeiträge
ihrer Beschäftigten sind ein reiner
Taschenspielertrick.
Rein wirtschaftlich gesehen gehören alle Aufwendungen
des Arbeitgebers für einen Beschäftigten zu
dessen Bruttolohn, unabhängig davon wie sie heißen,
ob Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, ob Werkswohnung
oder Dienstwagen, ob Zuschüsse zum Mittagessen
oder Beiträge zu Versicherungen aller Art: Alle Auslagen,
die dem Arbeitgeber für einen Beschäftigten
entstehen, zählen zu dessen Lohn oder Gehalt. Punkt.
Diese Arbeitskosten betrugen etwa 1993 durchschnittlich
4900 Mark im Monat (verglichen mit
1350 Mark imMonat noch 1970).
Aber von diesen 4900 Mark im Monat kamen nur
54% oder DM 2646 bei den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen
wirklich an. Der Rest ging an das
Finanzamt (15%) oder an die Sozialversicherung
(31%), und damit haben wir auch schon einen der
Gründe für die Popularität des Arbeitgeberbeitrag-
Mythos gefunden: Wir merken nicht, wie man uns
schröpft. Je mehr von unseren Gehalt und Lohn als
sogenannter »Arbeitgeberanteil« nicht von uns, sondern
von anderen getragen wird, desto unbelasteter
gehen wir scheinbar durchs Leben, desto mehr scheinen
wir von unserem Verdienst für uns selbst zu behalten.
Das ist aber eine Illusion. Dem Arbeitgeber ist es
nämlich im Prinzip gleichgültig, wo die 4900 Mark
für seinen Arbeitnehmer letztlich landen; ob 10, 20
oder 30 Prozent an das Finanzamt fließen, ist für ihn
oder sie genauso unerheblich wie der Anteil für die
Sozialversicherung oder wie man diesen Anteil nennt.
Ob davon die Hälfte oder alles oder gar nichts »Arbeitgeberanteil
« heißt, spielt für den Arbeitgeber
keine Rolle. Für ihn gilt Kosten = Bruttolohn, diese
Gleichung ist das einzige was ökonomisch zählt, wie
man diese Kosten nennt spielt keine Rolle.
Die ganze Absurdität des sogenannten »Arbeitgeberbeitrags
« wird vielleicht am besten deutlich, wenn
wir einmal unterstellen, daß alle Sozialversicherungsabgaben
»Arbeitgeberanteil« hießen. Dann wäre –
hokus-pokus-fidibus – die Sozialversicherung umsonst!
Denn nach herkömmlicher Sicht hätten wir
jetzt einen Arbeitnehmeranteil von Null Prozent!
Aber in Wahrheit bleibt natürlich alles wie es vorher
war. Alles, was von unserem Lohn oder unserem
Gehalt abfließt, ist und bleibt zu 100% unser eigener
Arbeitnehmeranteil, ganz egal wie man ihn nennt.

Lit.: Walter Krämer: »Babylonische Sprachverwirrung
«, Arbeit- und Sozialpolitik 42, 9/1988,
290–292; »Bald nur noch die Hälfte«, Informationsdienst
des Instituts der Deutschen Wirtschaft,
22.7.1993.
[/QUOTE]
ArrogantNickIch werde mir dieses Buch mit Sicherheit nicht kaufen. So ein Unfug, der nur aufgehen würde, wenn Brutto = Netto wäre. Ich als Arbeitnehmer bekomme aber NETTOlohn und dabei ist es mir scheißegal ob die Steuern Arbeitnehmeranteil heißen oder Hüschdipüh. Dass der Arbeitnehmeranteil Steuern sind (außer Leistungen zur Vermögensbildung) ist mE selbstverständlich und darum ist mir nun auch ersichtlich, warum wir hier permanent aneinander vorbeischreiben. :rolleyes: Aber - würden diese Steuern sinken, so würde dennoch der Nettolohn NICHT steigen, denn, dabei geht es dann um eine Steuersenkung für die Arbeitgeber (Lohnnebenkosten), der AN hat nichts davon - logisch.

Herrje! Ergo - der AG spart und nicht der AN finanziert. Der AN zahlt Steuern, das ist mE keine Ausbeutung sondern normal. Für den AN ist sowieso nur sein Netto interessant und wenn das stimmt, dann scheiß doch was auf die Steuern. Irgendwie muss das alles hier ja auch finanziert werden - auch Hartz4, womit wir dann wieder beim Thema wären.

Dennoch danke, Ronin, für das Reinkopieren des Auszuges.

.
Ronin76[QUOTE][i]Original geschrieben von Heph [/i]
[B]Bei [URL=http://www.wdr.de/tv/monitor/index.php5] Monitor vom 27ten[/URL] gabe es mal wieder einen schönen Beitrag zur Ausbeutung von Arbeitnehmern - diesmal bei Paketzustellern. Es ist der erste Beitrag.

Auch der Rest ist mal wieder sehenswert. [/B][/QUOTE]
Oh ja, der zweite Beitrag ist sogar weitaus bedeutender.
2008 sind Milliarden von Bienen, Schmetterlinge und anderen Insekten durch Pestizide ermordet worden.
Werden bald Menschen folgen ? Der Mensch lebt in quasi in Symbiose mit den Bienen, Hummeln und
anderen Bestäubern, obwohl die Biene sicherlich auch ohne den Menschen überleben könnte.
Ohne die Bienen würde es kaum noch Nahrung für den Menschen und viele andere Lebewesen geben.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
[B]Weil die Mehrheit so denkt, lässt sie sich auch prima verarschen.

Aus Wikipedia:



Jetzt müsste man sich nur noch die Mühe machen, darüber mal etwas nachzudenken.

Damit die Kosten für den Arbeitgeber (Lohnneben[b]kosten[/b], Personal[b]kosten[/b]) insgesamt konstant bleiben oder sogar sinken...?

Na also. Interessant auch (a.a.O.): [/B][/QUOTE]

Das ist doch egal, Herrgott! Denn selbst wenn es die Lohnnebenkosten nicht gäbe, würde netto nicht mehr ausgezahlt - so what? Wenn mir als AN nichts verloren geht, worüber sollte ich mich aufregen?

....
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
[B]Lassen wir es einfach sein.
Ich zumindest tue das.
:D [/B][/QUOTE]

Jep, besser is das, denn AGs sind nun einmal keine Menschenfreunde, die freiwillig etwas abführen/auszahlen, das sich Vater Staat z. Z. zwangsweise holt. Die sparen wo sie können - DAS ist Ökonomie. :p

.
BlackskyWenn ich diesen Thread so überfliege dann wird mir sofort klar warum es eine Einrichtung wie die palamentarische Demokratie gibt wo Volksvertreter an den Entscheidungen mitwirken und nicht das Volk als ganzes bzw. nur über die Wahl der Volksverdreher alle vier Jahre.

Das ist keine Kritik an den hier beteiligten Personen sondern eine Feststellung (auch weil mir grade die Zeit nicht reicht was zu diesen Thema zu schreiben).
weisskreutzSo liebe Hartz-Diskutanten:

Husch husch vor den Fernseher! Gleich bei [B]Menschen bei Maischberger[/B] ! The one and only Rosa-Luxemburg-Successor! We proudly present:

Sssaaaaahhrrrraaaaaaa Waaaageeenknäääächt!
weisskreutzWas hast du gegen den Beitrag??

Er sagt doch nur aus, dass, angesichts der Meinungs- und Themenvielfalt, direkte Demokratie derart zeitraubend für jeden einzelnen von uns wäre, dass man sonst zu garnichts käme.
Letztendlich würden sich nur noch die Radikalsten und Verbohrtesten mit Politik beschäftigen (andere müssen nämlich arbeiten!). Du kannst dir ja wohl vorstellen was dabei rauskäme...


Mächtig viel Konjunktiv, für die paar Zeilen, ne? :D
Ronin76Die Bundesanstalt für Arbeit (BA) möchte Briefe von zB sogenannten Arbeitslosen, an die Arbeitsagenturen (vermutlich auch ARGEn, Jobcenter) von der Post öffnen und einscannen lassen (Outsourcing). Für mich ein klarer Verstoß gegen das Briefgeheimnis und Datenschutz.

Auf das Dokument bin ich durch das Surfen auf der Seite einer Landtagsabgeordneten von Baden-Württemberg gestoßen:

[URL=http://dontknow.me/at/http://www.katrin-altpeter.de/doc/KA%20Antwort%20elektr.Briefe%20Privater%206592%20vom%2026072010.pdf]Link[/URL]
JohnSteedDa müssten die Gewerkschaften oder meinetwegen die Grünen Verfassungsklage in Karlsruhe einreichen, wg.
Verletzung gegen Art.10GG.
Aber tun sie es auch?
WaldemarImmer noch keine Einigung im Vermittlungsausschuss. H4 ist und bleibt ein System, dass mehr Schaden anrichtet als es Nutzen bringt. Weder die unsinnigen Maßnahmen wie Puzzeln, Einkaufen üben im imaginären Supermarkt oder Trampoline bauen, noch das Bildungspaket ist nicht mal ein Ansatz von Sinnhaftigkeit.

Im Gegenteil .. es werden Millionen von Steuergelder zum Fenster rausgeschmissen. Der Bundesrechnungshof klagt schon an, dass das Bildungspaket eine endlose Kostenspirale wird und es wird mit 278 Mil. zusätzlichen Kosten gerechnet... ohne das nur ein einziger Cent bei den Kindern ankommt. Schon sehr gute Realsatire.. als Argument anzubringen, dass ja alle H4 Eltern saufen und das Geld nicht bei den Kindern ankommt und selber mit ihrem Vorschlag das Geld verbrennen ohne den Kindern zu helfen. Glückwunsch..
weisskreutz[QUOTE]Da müssten die Gewerkschaften oder meinetwegen die Grünen Verfassungsklage in Karlsruhe einreichen, wg.
Verletzung gegen Art.10GG.
Aber tun sie es auch?[/QUOTE]

Da brauchst du keine Partei, is ja schließlich keine Organklage...

Solltest du Arbeitsloser in BW sein, steht es dir- gemäß Art. 93 Abs. "schlagmichtot" GG- frei, in diesem Falle gegen die Verletzung deiner Grundrechte durch den Staat und seine Organe Verfassungsbeschwerde einzulegen. Sollte es nur den kleinsten Zweifel an der Verfassungskonformität dieses Outsourcings geben, wird das BVG auch darüber entscheiden.

Ohne deine Klage kann das Gericht selbstredend nichts unternehmen...daher könntest du, wenn selbst betroffen, u.U. ein bischen Rechtsgeschichte schreiben. :cool:


Gegen die Verletzung deiner Grundrechte, hast du selbst die Möglichkeit dich zu wehren.
weisskreutzAch ja, kleine Ergänzung noch:

Ich hatte jetzt nicht so sehr Lust, mich über die Zuständigkeiten zu informieren. Wenn die BA in Baden-Württemberg als Landesbehörde gilt, ist natürlich der Gang zum LVG-BW angesagt. Aber ich denke schon, dass die [B]Bundes[/B]agentur für Arbeit, auch Bundesbehörde ist.
Ronin76Es ist eine Bundesoberbehörde

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesagentur_für_Arbeit[/url]

[QUOTE]
Da brauchst du keine Partei, is ja schließlich keine Organklage...

Solltest du Arbeitsloser in BW sein, steht es dir- gemäß Art. 93 Abs. "schlagmichtot" GG- frei, in diesem Falle gegen die Verletzung deiner Grundrechte durch den Staat und seine Organe Verfassungsbeschwerde einzulegen. Sollte es nur den kleinsten Zweifel an der Verfassungskonformität dieses Outsourcings geben, wird das BVG auch darüber entscheiden.

Ohne deine Klage kann das Gericht selbstredend nichts unternehmen...daher könntest du, wenn selbst betroffen, u.U. ein bischen Rechtsgeschichte schreiben.


Gegen die Verletzung deiner Grundrechte, hast du selbst die Möglichkeit dich zu wehren.
[/QUOTE]
Hört sich theoretisch immer ganz toll an, nur sieht die Realität in der Praxis anderst aus.

- es gibt kaum Anwälte für Sozialrecht und so gut wie gar keine Fachanwälte für Sozialrecht. Daß Diese völlig ausgelastet sind ist wohl auch klar. Die Praxis zeigt, daß beim Sozialrecht oft nur Fachanwälte über die nötige Kompetenz verfügen. [url]http://www.anwalt.de/fachanwalt/sozialrecht.php[/url]

- Die Wartezeiten sind sehr lange. Egal ob es nur um einen Termin beim Anwalt, beim Sozialgericht oder beim BVG geht. Je höher die Instanz, umso länger werde die Wartezeiten aber auch die Gebühren.

- Verhandlungen können viele Jahre andauern

- Nicht nur Anwälte, sondern vor allem Sozialgerichte und insbesonders das BVG sind maßlos ausgelastet. Das BVG ist inzwischen dazu übergegangen viele Anträge wegen der Überforderung der Kapazitäten gleich abzulehnen. Auch die Anzahl der Klagen in einem bestimmten Zeitraum wurde stark eingeschränkt, um zB nach eigener Aussage "Berufskläger / Dauerkläger" abzublocken.

- Gegen den Staat klagen ? Auch hier zeigt die Erfahrung, daß das meistens ein sinnloses Unterfangen ist. Für fast jedes Gesetz gibt es ein Gegengesetz und Richter entscheiden nach Willkür, weil sie gar nicht anderst können. Genügend Gesetze auf welche sie ihre Begründung aufbauen können sind vorhanden. Gesetze werden von Machthabern für Machthaber gemacht (also für sich selbst) und nicht für die Machtlosen. Denn die Macht ist das Gesetz !


Der Großteil der sogenannten Arbeitslosen hat schlichtweg nicht die finanziellen Mittel und die gesundheitliche Verfassung, um einen (jahrelangen) Rechtsstreit zu führen. Nun stell dir mal vor, du wärst arbeitslos und faktisch mittellos und suchst einen Sozialanwalt...
sie werden sich um dich reißen !
weisskreutz[QUOTE]es gibt kaum Anwälte für Sozialrecht und so gut wie gar keine Fachanwälte für Sozialrecht. Daß Diese völlig ausgelastet sind ist wohl auch klar. Die Praxis zeigt, daß beim Sozialrecht oft nur Fachanwälte über die nötige Kompetenz verfügen. [/QUOTE]

Tut mir leid, aber das ist Äpfel mit Birnen verglichen. Es geht hier doch gar nicht um Sozialrecht, sondern um Grundrechte. Konkret um das Unverletzliche Briefgeheimnis (Art. 10 I GG), und darum ob eine Einschränkung dieses Briefgeheimnisses durch ein staatl. Organ gemäß Art. 10 II GG möglich ist (Deine Aussage hier: "Sie ist nicht möglich.").

[QUOTE]Die Wartezeiten sind sehr lange. Egal ob es nur um einen Termin beim Anwalt, beim Sozialgericht oder beim BVG geht. Je höher die Instanz, umso länger werde die Wartezeiten aber auch die Gebühren. [/QUOTE]

Eine Wartezeit von mehreren Monaten wirst du beim BVG wohl hinnehmen müssen. Schließlich geht es hier um Grundsatzentscheidungen, die die Rechtssprechung im Allgemeinen stark beeinflussen. Nur, dass wir uns nicht falsch verstehen. Es geht hier nicht (nur) um deinen konkreten Fall, also darum, dass nur deine Post nicht geöffnet werden darf. Es geht darum, dass dies generell d.h. bei Millionen von Briefen nicht verfassungsgemäß ist- eine wirklich große Sache!

Einen Anwalt brauchst du für eine Verfassungsbeschwerde (es ist eine Beschwerde und keine Klage!) gar nicht. Selbstverständlich ist eine Rechtsberatung aber hilfreich; nicht um den Beschwerdeweg zu beschreiten, sondern, um im Vorfeld zu klären, ob dein Zweifel an der Verfassungsgemäßheit einer staatlichen Handlung überhaupt Hand und Fuss hat. Hier sind wir übrigens beim Kostenfaktor: eine total unsinnige Beschwerde zieht ein vierstelliges Strafgeld nach sich, um Extreme-Zumülling zu verhindern d.h. die von dir erwähnten "Berufskläger" (ich mag dieses Wort).

[QUOTE] Nicht nur Anwälte, sondern vor allem Sozialgerichte und insbesonders das BVG sind maßlos ausgelastet. Das BVG ist inzwischen dazu übergegangen viele Anträge wegen der Überforderung der Kapazitäten gleich abzulehnen. [/QUOTE]

Die Anträge werden nicht aus Kapazitätsgründen abgelehnt. Vielmehr unterhält das BVG ein ganzes Heer von untergeordneten Rechtswissenschaftlern, die Beschwerden, welche leicht zu entkräften sind oder über die bereits analoge Urteile vorliegen, im Voraus aussortiert.

[QUOTE]Der Großteil der sogenannten Arbeitslosen hat schlichtweg nicht die finanziellen Mittel und die gesundheitliche Verfassung, um einen (jahrelangen) Rechtsstreit zu führen. Nun stell dir mal vor, du wärst arbeitslos und faktisch mittellos und suchst einen Sozialanwalt...
[/QUOTE]

Also, das mit dem Sozialanwalt ist ja bereits ausgeräumt...
Auch ist es so, dass bei einer Verfassungsbeschwerde kein Rechtsstreit zu führen ist- streiten wird sich der Kadi.

Und was die gesundheitliche Verfassung betrifft, da möcht ich dann doch einigen Leuten die Zornesröte ins Gesicht treiben: Ich finde es geradezu erbärmlich wie Teile (wohlgemerkt: Teile!) dieses Milieus sich in ihrem Jammertal und ihrer Opfermentalität aalen, und jedes kleine Zipperlein und ihre (meißt selbstangefressene) Trägheit als schwere Krankheit verkaufen.

Wer nicht einmal in der Lage ist einen Brief nach Karlsruhe zu schreiben, und vielleicht einen darauffolgenden Briefwechsel zu bestreiten (den es nur geben wird, wenn der Beschwerde eine zumindest geringe Aussicht auf Erfolg eingeräumt wird), der hat sich in seiner Jammermentalität so sehr eingerichtet, dass klar ist: er fühlt sich wohl in seiner Opferrolle, und hat eigentlich garnicht vor etwas daran zu ändern! [B](Dieser Abschnitt ist, das ist mir wichtig, natürlich nicht auf Dich gemünzt. Ich halte dich für einen intelligenten Menschen, der sich auch wirklich mit vielen Aspekten der Politik tiefgehend befasst. Dir dürfte klar sein, welche Sorte Mensch ich meine- die kennen noch nicht einmal die Bedeutung des Wortes "Forum".) [/B]
Ronin76[QUOTE]
Es geht hier nicht (nur) um deinen konkreten Fall, also darum, dass nur deine Post nicht geöffnet werden darf. Es geht darum, dass dies generell d.h. bei Millionen von Briefen nicht verfassungsgemäß ist- eine wirklich große Sache!
[/QUOTE]
Es gibt keinen konkreten Fall von mir.

Es betrifft nicht nur Millionen Briefe, denn dahinter stehen Bürger. Es betrifft also genau genommen Millionen von Bürger, daher wäre eine Sammelklage besser.


[QUOTE]"Berufskläger" (ich mag dieses Wort).[/QUOTE]
"Berufsdemonstrant" und "Rechtsstaat" magst du dann sicherlich auch.


[QUOTE]Die Anträge werden nicht aus Kapazitätsgründen abgelehnt. Vielmehr unterhält das BVG ein ganzes Heer von untergeordneten Rechtswissenschaftlern, die Beschwerden, welche leicht zu entkräften sind oder über die bereits analoge Urteile vorliegen, im Voraus aussortiert.[/QUOTE]
Woher willst du wissen, daß die aus Kapazitätsgründen nicht abgelehnt werden ? Hast du die volle Kontrolle über alle Mitarbeiter des BVG ?


[QUOTE]
Und was die gesundheitliche Verfassung betrifft, da möcht ich dann doch einigen Leuten die Zornesröte ins Gesicht treiben: Ich finde es geradezu erbärmlich wie Teile (wohlgemerkt: Teile!) dieses Milieus sich in ihrem Jammertal und ihrer Opfermentalität aalen, und jedes kleine Zipperlein und ihre (meißt selbstangefressene) Trägheit als schwere Krankheit verkaufen.
[/QUOTE]
Soviel zu deiner Situation. Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube von sich auf Andere schließen zu können. Das ist in der Tat erbärmlich.


[QUOTE]
Wer nicht einmal in der Lage ist einen Brief nach Karlsruhe zu schreiben, und vielleicht einen darauffolgenden Briefwechsel zu bestreiten (den es nur geben wird, wenn der Beschwerde eine zumindest geringe Aussicht auf Erfolg eingeräumt wird), der hat sich in seiner Jammermentalität so sehr eingerichtet, dass klar ist: er fühlt sich wohl in seiner Opferrolle, und hat eigentlich garnicht vor etwas daran zu ändern! [B](Dieser Abschnitt ist, das ist mir wichtig, natürlich nicht auf Dich gemünzt. Ich halte dich für einen intelligenten Menschen, der sich auch wirklich mit vielen Aspekten der Politik tiefgehend befasst. Dir dürfte klar sein, welche Sorte Mensch ich meine- die kennen noch nicht einmal die Bedeutung des Wortes "Forum".)[/B]
[/QUOTE]
Du behauptest also, daß Menschen die nicht mal die Bedeutung des Wortes "Forum" kennen, in der Lage wären, eine Verfassungsbeschwerde zu erstellen ?! Um die Bedeutung zu kennen, ist entweder ein breites Allgemeinwissen oder ein Lateinstudium eine mögliche Voraussetzung. Dann mal rasch ran an die Stifte, da du so engagiert und rechtsbelehrt bist. Du darfst eine Abschrift deines Schreibens und den Prozessverlauf dann gerne hier veröffentlichen.
weisskreutz[QUOTE]Es gibt keinen konkreten Fall von mir. Es betrifft nicht nur Millionen Briefe, denn dahinter stehen Bürger. Es betrifft also genau genommen Millionen von Bürger, daher wäre eine Sammelklage besser. [/QUOTE]

Dann ist ja schonmal gut, dass du nicht betroffen bist.

Eine Sammelbeschwerde bringt auch nicht mehr. Du brauchst lediglich den Präzidenzfall, und das ist auch so vorgesehen.

Rechtshistorisch betrachtet ist die Verfassungsbeschwerde, nur damit du verstehst warum ich sie für ein gutes rechtsstaatliches Mittel halte, die Weiterentwicklung der Eingabe. Da konnten einfache Bürger ein Anliegen ihrem Monarchen vortragen. Das offensichtliche Problem dabei war dabei selbstverständlich, dass der König sowohl Exekutive, als auch Legislative in sich vereinigte, und dass eine Eingabe gegen den König selbst natürlich eine eher schlechte Idee war. Immerhin schützte es (vorausgesetzt man hatte einen "guten" Monarchen) vor zu viel Willkür des Adelsstandes dem einfachen Volk gegenüber.

Zwischenzeitlich sind wir weiter, und du kannst dich an eine eigene Kontrollinstanz- die Judikative- wenden. Diese hat zwar selbst keine Macht, kann aber durch den Bürger aktiviert werden. Wenn dies geschieht, kann sie Staatsmaßnahmen widerspruchslos kassieren. Ein sehr guter Schild des Einzelnen gegen rechtswidrige Staatswillkür.
Wenn man sich allerdings schon prinzipiell immer vom Staat und der Gesellschaft gegengelt fühlt, dann... naja... Gefühle eben. Wie soll man gegen Gefühle argumentieren, ne?

[QUOTE]"Berufsdemonstrant" und "Rechtsstaat" magst du dann sicherlich auch.[/QUOTE]

Schon! Und "Kriegeradel", "Wirtschaftsradikaler", "Nationalfaschismus",
"Kulturbereicherung", "Neoliberalismus", "Mövenpick-Fraktion" etc.

Ja, die Kunst des polemischen Terminologismus ist schon eine ganz besondere.

[QUOTE]Woher willst du wissen, daß die aus Kapazitätsgründen nicht abgelehnt werden ? Hast du die volle Kontrolle über alle Mitarbeiter des BVG ?[/QUOTE]

Nun, weil du auch bei einer Ablehnung, nicht einfach nur ein Standard-Papier aller "Leider mussten wir Ihnen mitteilen, dass..." bekommst, sondern stehts auch eine seitenlange Begründung, in Form einer juristischen Abhandlung. Mit allen Gesetzen, Begründungen und Fallverweisen, die dazugehören. Auch die Ablehnung ist eine Fallbearbeitung.

[QUOTE]Du behauptest also, daß Menschen die nicht mal die Bedeutung des Wortes "Forum" kennen, in der Lage wären, eine Verfassungsbeschwerde zu erstellen ?! Um die Bedeutung zu kennen, ist entweder ein breites Allgemeinwissen oder ein Lateinstudium eine mögliche Voraussetzung. Dann mal rasch ran an die Stifte, da du so engagiert und rechtsbelehrt bist. Du darfst eine Abschrift deines Schreibens und den Prozessverlauf dann gerne hier veröffentlichen.[/QUOTE]

Nun, ich bin ebenfalls nicht betroffen, könnte es also garnicht- ich bin nicht eingabebefugt (bin zwar aus BW, doch nicht arbeitslos.)

Außerdem habe ich überhaupt kein Problem damit. Von mir aus kann das Finanzamt auch meinen Briefverkehr von Externen einscannen lassen. Ist mir sogar lieber, als die wirklich unsoziale Massenverbeamtung- Ämter sollten so klein wie möglich sein. Ich brauch keinen überbezahlten Beamten mit fetter Pension, um meine Post zu scannen.

Und überhaupt: Einfach zur "Die Linke" gehen, den Fall vortragen. Deren Juristen können da sicher helfen. Die werden dann nach Betroffen suchen, die sicher nur zu gerne "für die Sache" das Opfer vorm Kadi geben- und Schwupps!: Verfassungsbeschwerde!

[QUOTE]Soviel zu deiner Situation. Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube von sich auf Andere schließen zu können. Das ist in der Tat erbärmlich?[/QUOTE]

:rolleyes: Jaja... Barbarus hic ergo sum, quia non intellegor ulli.
Ronin76[QUOTE]Nun, weil du auch bei einer Ablehnung, nicht einfach nur ein Standard-Papier aller "Leider mussten wir Ihnen mitteilen, dass..." bekommst, sondern stehts auch eine seitenlange Begründung, in Form einer juristischen Abhandlung. Mit allen Gesetzen, Begründungen und Fallverweisen, die dazugehören. Auch die Ablehnung ist eine Fallbearbeitung.[/QUOTE]
Schon klar, daß das so gemacht wird um Staatsaufgaben und den Staat an sich weiterhin funktionell repräsentieren zu können. Der Effekt der Ablehung bleibt gleich.


[QUOTE]Nun, ich bin ebenfalls nicht betroffen, könnte es also garnicht- ich bin nicht eingabebefugt (bin zwar aus BW, doch nicht arbeitslos.)[/QUOTE]
Die BA ist eine Bundesoberbehörde, was hat damit BW zu tun ? Ich kann mir nicht vorstellen, daß nur Betroffene[COLOR=blue]*[/COLOR] , also zB Arbeitslose, Verfassungsbeschwerde einreichen "dürfen", also laut deinem Wortlaut eingabebefugt sind. Wenn dem so wäre, würde Unrecht Tür und Tor geöffnet sein, und die Verfassung ab absurdum geführt.

[COLOR=blue]*[/COLOR] Es schreiben nicht nur Arbeitslose Briefe an die Bundesagenturen und Jobcenter !
HephMeiner einer hat zu einem privatem Briefeöffner weniger vertrauen als zu dem staatlich ganz einfach weil ich gegenüber dem Staat eher Auskunft verlangen darf und der Beamtenstatus inkl. Geheimnispflichten etc. mir mehr (Rechts-)Sicherheit gibt. Außerdem würde eine private stelle mal wieder eine Station mehr sein wo Briefe 'verloren' gehen können.

Kurz was anderes. Hab eine neue Studie gesehen zu meinem Lieblingsthema Leiharbeit (ich weiß ich nerve damit):

[QUOTE][i]Zitat [URL=http://www.heise.de/tp/blogs/8/149218]heise.de [/URL] [/i]

Das mittlere Bruttoeinkommen aller Vollzeitbeschäftigten, also einschließlich der Leiharbeitskräfte lag 2009 bei 2.805 Euro. Damit verdienen Leiharbeiter bei gleicher Arbeitszeit 48,1 Prozent weniger. 60 Prozent von diesen haben einen Berufsabschluss. Das Monatsengelt für alle Vollzeitangestellten ist von 2008 auf 2009 leicht gestiegen, das von Lohnarbeitern hingegen ist gesunken, so dass der sowieso schon große Abstand noch vergrößert hat.

Das Gefälle zeigt sich auch daran, dass 13,1 Prozent der Leiharbeiter in sozialversicherten Vollzeit- und Teilzeitjobs zwar Sozialabgaben zahlen, aber nicht vom Entgelt leben können und zusätzlich auf Hartz IV angewiesen. Bei allen sozialversichert Beschäftigten sind es hingegen "nur" 2,7 Prozent. "Das Verarmungsrisiko der erwerbstätigen Leiharbeitskräfte ist", so der DGB, "damit vier bis fünf Mal größer als in der Gesamtwirtschaft. In keiner anderen Branche ist das Risiko der Hartz IV-Bedürftigkeit so groß wie im Verleihgewerbe."

[/QUOTE]

Der passende Studienabriss des DGB findet sich [URL=http://www.dgb.de/themen/++co++9a41fdf0-3299-11e0-6480-00188b4dc422] hier.
[/URL]
weisskreutz[QUOTE]Schon klar, daß das so gemacht wird um Staatsaufgaben und den Staat an sich weiterhin funktionell repräsentieren zu können. Der Effekt der Ablehung bleibt gleich.[/QUOTE]

Sicher, aber dein Fall würde denoch bearbeitet- und zwar als vollwertige Fallbearbeitung. Es ging ja darum, dass du meintest, Beschwerden würden wegen mangelnder Kapazitäten abgelehnt. Da du aber sozusagen die "Volle Leistung" bekommst, werden dir natürlich die dir zustehenden Kapazitäten eingeräumt. Tatsächlich fällt mir kein Beispiel ein, indem der einzelne Bürger von einer so hochstehenden Gewalt eine derartige Zuwendung erhält (selbst niedere Behörden behaupten oft sie "können nichts für Sie tun...")

Es ist eben so, dass Vieles bereits analog entschieden wurde. Das kann der einzelne Bürger natürlich nicht wissen- die Entscheidungen füllen nämlich ganze Bibliotheken. Daher erledigt das BVG (bzw. dessen Mitarbeiter) dies für den Beschwerenden und teilt ihm dies entsprechend in Form der Ablehnung mit. Ablehnung heißt lediglich, dass das BVG, hätte es verhandelt, die Beschwerde mit exakt der selben Begründung zurückgewiesen hätte.


[QUOTE]Die BA ist eine Bundesoberbehörde, was hat damit BW zu tun ? Ich kann mir nicht vorstellen, daß nur Betroffene* , also zB Arbeitslose, Verfassungsbeschwerde einreichen "dürfen", also laut deinem Wortlaut eingabebefugt sind. Wenn dem so wäre, würde Unrecht Tür und Tor geöffnet sein, und die Verfassung ab absurdum geführt. [/QUOTE]

Stimmt, es betrifft natürlich jeden, der im Briefkontakt mit den Jobcentern steht. Da hast du recht.
Was BW betrifft: Du hast doch (glaub ich) gesagt, dass nur die BA in Baden-Württemberg die Brief-Digitalisierung outsourcen will. Dann kann es auch nur Leute aus BW betreffen.

Hier der Absatz 4a aus Art.93:
[QUOTE]über Verfassungsbeschwerden, die von jedermann mit der Behauptung erhoben werden können, durch die öffentliche Gewalt in einem seiner Grundrechte oder in einem seiner in Artikel 20 Abs. 4, 33, 38, 101, 103 und 104 enthaltenen Rechte verletzt zu sein;[/QUOTE]

Entscheidend ist, dass dieser beschwerende Jemand "behauptet verletzt zu [U]sein[/U]"! Wenn du nicht verletzt wurdest, kannst du auch nicht klagen, es sei denn, du bist gesetzlicher Vertreter des Verletzten (z.B. deine Kinder), dann darfst du natürlich.
HephIm übrigen wurde Harz4 ja vom BVerG am 9 Februar 2010 für verfassungswidrig erklärt - komisch diesen Jahrestag will ich überhaupt nicht feiern gerade weil unsere großen Parteien es nicht geschafft haben da mal was zu ändern. Wie war das mit der Beschwerde weisskreutz?

edit: etwas Rechtschreibung
Schwarzer Prinz[QUOTE][i]Original geschrieben von Heph [/i]
[B]IM übrigen wurde HAz4 ja vom BVerG am 9 Februar 2010 für verfassungswidrig erklärt - komisch diesen Jahrestag will ich überhaupt nicht feiern gerade weil unsere großen Parteien es nicht geschafft haben da mal was zu ändern. Wie war das mit der Beschwerde weisskreutz? [/B][/QUOTE]

Es gab schon mehrere Urteile die mehr o. weniger ignoriert wurden von der Politik. Zb. bzgl. Datenschutz/Datenspeicherung.

Abgesehen davon wurde vom Gericht nicht die Höhe des Satzes kritisiert, sondern die Methode wie der Satz errechnet wurde. Es ist nun 1 Jahr, dass die ReGIERung Zeit hatte, dieses transparent zu machen - bisher habe ich noch nicht gehört, dass das geschehen ist ?
HephEs ist ja so das man ohne transparente Berechnungsgrundlage kein Urteil über die angemessene Höhe fällen kann und das Gericht damals in der Begründung u.a. auch die Höhe moniert hatte wenn ich mich recht entsinne.

Außerdem ist fraglich ob man bei der Berechnung die untersten 15% der Einkommen nehmen kann und darf in dem ja schon Alg2 Empfänger drin sind. Um genau zu sein 13.5% aller "Einkommen" sind entweder alg2 oder Aufstocker (ausgehend von der Arbeitslosen/alg2-Statistik des Statistischen Bundesamtes incl. Umschulungen und 1€ Jobs ) was einem schon zu denken gibt. Wenn man de letzten 1,5% aus dem Niedriglohnsektor stammen ist diese Berechnungsgrundlage einfach selbst-berechtigend was in einem Rechts und Sozialstaat eigentlich nicht sein dürfte.

edit:

Ich will noch schnell das Urteil vom BVerG selbst [URL=http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/ls20100209_1bvl000109.html] linken [/URL] und die "Leitsätze" (sprich die normal sterblich verständliche Zusammenfassung) dieses Urteils zitieren:

[QUOTE]
# Das Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums aus Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 1 GG sichert jedem Hilfebedürftigen diejenigen materiellen Voraussetzungen zu, die für seine physische Existenz und für ein Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben unerlässlich sind.

# Dieses Grundrecht aus Art. 1 Abs. 1 GG hat als Gewährleistungsrecht in seiner Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 GG neben dem absolut wirkenden Anspruch aus Art. 1 Abs. 1 GG auf Achtung der Würde jedes Einzelnen eigenständige Bedeutung. [B]Es ist dem Grunde nach unverfügbar und muss eingelöst werden, bedarf aber der Konkretisierung und stetigen Aktualisierung durch den Gesetzgeber, der die zu erbringenden Leistungen an dem jeweiligen Entwicklungsstand des Gemeinwesens und den bestehenden Lebensbedingungen auszurichten hat[/b]. Dabei steht ihm ein Gestaltungsspielraum zu.

# Zur Ermittlung des Anspruchumfangs hat der Gesetzgeber alle existenznotwendigen Aufwendungen in einem transparenten und sachgerechten Verfahren realitätsgerecht sowie nachvollziehbar auf der Grundlage verlässlicher Zahlen und schlüssiger Berechnungsverfahren zu bemessen.

# Der Gesetzgeber kann den typischen Bedarf zur Sicherung des menschenwürdigen Existenzminimums durch einen monatlichen Festbetrag decken, muss aber für einen darüber hinausgehenden unabweisbaren, laufenden, nicht nur einmaligen, besonderen Bedarf einen zusätzlichen Leistungsanspruch einräumen.[/QUOTE]

Hervorhebung von mir.
Schwarzer Prinz[QUOTE][i]Wenn man de letzten 1,5% aus dem Niedriglohnsektor stammen ist diese Berechnungsgrundlage einfach selbst-berechtigend was in einem Rechts und Sozialstaat eigentlich nicht sein dürfte.
[/B][/QUOTE]

Stimmt ja alles, Problem ist nur die BRD GmbH ist in immer weniger ein Rechts-Sozialstaat. Das war sie evtl. mal in 60ern - 90ern (oder so)..... Die meisten Gesetze werden doch heute erstmal von Lobbyisten abgenickt oder selber von denen eingebracht. Und Arbeitslose haben keine wirklich Lobby (das könnten diese durchaus ändern, wenn sie nicht untereinander total zerstritten wären bzw. sich mal organisieren könnten):)

Man muss auch bedenken ein höheres H4 Niveau würde auch höhere Löhne im Niedriglohnsektor nach sich ziehen (Lohnabstandsgebot!). Das wollen die großen Dax Firmen zB. schonmal nicht, da diese auch nciht so sehr Inlandsabsatz angewiesen sind, da eher exportorientiert. "Cui bono ?" , sollte man immer im Hinterkopf behalten, was pol. Entscheidungen angeht...
weisskreutz[QUOTE]Im übrigen wurde Harz4 ja vom BVerG am 9 Februar 2010 für verfassungswidrig erklärt - komisch diesen Jahrestag will ich überhaupt nicht feiern gerade weil unsere großen Parteien es nicht geschafft haben da mal was zu ändern. Wie war das mit der Beschwerde weisskreutz?[/QUOTE]

Die Hartz-Reformen sind nicht verfassungswidrig, sondern die Art und Weise der Berechnung des Unterstützungssatzes.
Dass die Parteien es nicht gebacken kriegen, da nachzusteuern... Tja, da kann man wohl wenig tun. Jedenfalls werden da- sobald der neue H4-Satz steht- gewaltige Nachzahlungen der Sozialkassen auf uns zukommen (incl. Gerichts- und Verwaltungskosten).


[QUOTE]edit: etwas Rechtschreibung[/QUOTE]

Meinst du mich damit? Mag ja sein, dass ich, aufgrund meines Spleens für Schachtelsätze, da auch mal ein Satzzeichen falsch setze. Auch einen gelegentlichen Rechtschreibfehler gebe ich gerne zu.
Die finde ich aber auch bei dir, und die generelle Verweigerung von Kommasetzung macht deine Satzgliederung auch nicht richtiger.
Solltest du mich garnicht gemeint haben, habe ich natürlich nichts gesagt. ;) Ich bin der Meinung, dass ein Forum auch ein gewisses Maß an Rechtschreib- und Grammatikfehlern verträgt.
HephSchau dir mal das Stück an das der Prinz als erstes zitiert hat ;). Manchmal vergesse ich nämlich meine Posts nochmal zu prüfen, da die Rechtschreibprüfung das Gröbste ja eh raus fischt.

edit: Du bist übrigens nicht nach dem Anime "weiß kreuz" benannt oder?
weisskreutzAh, okay. Ich verstehe. :D

Ich komme in Frieden! :)
weisskreutzNö, ich kenn den Anime garnicht. Ich verwende den Namen schon ziemlich lange.
Waldemar[QUOTE]Es ist dem Grunde nach unverfügbar und muss eingelöst werden, bedarf aber der Konkretisierung und stetigen Aktualisierung durch den Gesetzgeber, der die zu erbringenden Leistungen an dem jeweiligen Entwicklungsstand des Gemeinwesens und den bestehenden Lebensbedingungen auszurichten hat[/QUOTE]


Tja.. das ist wohl gewollter Betrug.

Dieser Richter bringt es auf den Punkt. Wie verfassungswidrig diese "Reform" ist und das Urteil misachtet wird.

[URL=http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1254318/Sozialrichter-Erneut-nach-Karlsruhe?setTime=93#/beitrag/video/1254318/Sozialrichter-Erneut-nach-Karlsruhe]Frontal21 Sozialrichter interview[/URL]
JohnSteedSeit Onkel Helmut wird von Schäuble regelmässig das GG gebeugt.

Alles Auslegungssache...
weisskreutz[QUOTE]Alles Auslegungssache...[/QUOTE]

Genau. Die Anwendung [U]jedes[/U] Gesetzes ist nämlich Auslegungssache.
WaldemarSo ein Blödsinn... Es gibt natürlich Ermessungsspielräume. Aber genau das ist ja das Problem. Aber in vielen Dingen ist es das NICHT.
weisskreutzOkay, okay! Nicht unbedingt JEDES Gesetz, aber gerade das GG ist doch sehr allgemein gehalten.
Wenn wir uns beispielsweise nur mal anschauen woraus sich unser Sozialsystem ableitet:
Art.20 I "Die BRD ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat."

Dieser kurze Satz schreibt drei Prinzipien vor: Demokratie, Sozialstaat, Föderalstaat.
Demokratie ist ein echt weiter Begriff. Ist eine soz. Volksdemokratie gemeint? Direkte Demokratie? Räterepublik? Egal! Das Grundgesetz kann bezüglich der Staatsorganisation in jede Richtung geändert werden. Hauptsache Demokratie.

Sozialstaat ist ähnlich. Gibts Geld oder Essensmarken? Recht auf eine eigene Wohnung oder Massenunterkunft? Richtlinie ist dabei die "Würde des Menschen" aus Art. 1 GG. Diesen Begriff könnte man nun wirklich sehr, sehr weit auslegen. Der Begriff ändert sich auch im Laufe der Zeit. Was vor 50 Jahren eine adäquate Wohnunterkunft war, kann heute ein unzumutbarer Zustand sein.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]Was vor 50 Jahren eine adäquate Wohnunterkunft war, kann heute ein unzumutbarer Zustand sein. [/B][/QUOTE]

Oder umgekehrt - wenn erst die Kommunen die Kosten der Unterkunft frei werden festlegen können.

.
weisskreutz[QUOTE]Oder umgekehrt - wenn erst die Kommunen die Kosten der Unterkunft frei werden festlegen können.[/QUOTE]

Ja, da bin ich auch eher skeptisch, was das betrifft. Soetwas kann ganz schnell dazu führen, dass so manche Kommune eigene "Hartz-Kasernen" einrichtet, deren Mieten sie dann niedrig genug hält, um sich die eigenen Transferempfänger dort günstig zu halten.
Sowas wäre dann eine tatsächliche Ghettoisierung, die eine soziale Mobilität gänzlich unmöglich macht.
Hephhmmm ich wette da werden einfach ein paar alte Plattenbauten stehen gelassen und ein paar zusätzliche Trennwände eingezogen.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]Okay, okay! Nicht unbedingt JEDES Gesetz, aber gerade das GG ist doch sehr allgemein gehalten.
Wenn wir uns beispielsweise nur mal anschauen woraus sich unser Sozialsystem ableitet:
Art.20 I "Die BRD ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat."

... [/B][/QUOTE]


Nein, ganz anders.
Die Bundesrepublik ist ein Bundesstaat.
Somit hat sie Gliedstaaten, die in letzter Konsequenz das Staatswesen ausmachen (sollen).
Somit ist der Lebensstandard ein regionales Problem und das ist auch gut so.
Wenn Millionen Menschen aus der Region xy der Meinung sind, nicht selbst in die Arbeit zu müssen, weil die Torfköppe aus der Gegend um jkerufdfjh
für sie arbeiten gehen (Länderfinanzausgleich), dann
ist das unsozial und muss bekämpft werden.
Sozial heisst nicht, dass die Göttin Fortuna überall herumfliegt und ihr Füllhorn ausschüttet.
Alles im Leben muss erwirtschaftet werden.
Auch die Miete für die eigenen Luftschlösser.
Waldemar[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]Alles im Leben muss erwirtschaftet werden.
Auch die Miete für die eigenen Luftschlösser. [/B][/QUOTE]


Na klar.. Das alles so schön einfach. Wäre die Welt doch manchmal so schön schwarz weiß wie man sie sich gern mal wünscht oder vorstellt!

Alle muss erwirtschaftet werden. Ja ja.. Die Banker haben sich beim Zocken sicher gedacht. "Nur nicht von mir!!" Und die Länder im Finanzausgleich sagen sich das auch..
Hellscream[QUOTE] geschrieben von JohnSteed
Alles im Leben muss erwirtschaftet werden.
Auch die Miete für die eigenen Luftschlösser.
[/QUOTE]

Blöd nur das das was erwirtschaftet wird so intransparent ist wie ein Bunker aus Beton und Stahl.
Das fängt bei der Darstellung der Wertschöpfung an.
JohnSteedDas was wir Gesellschaft nennen hat eh nur sekundär so etwas wie einen Wert.
Das wird nicht besser, wenn wir "Exportweltmeister" sind, deswegen ist die organisierte Dummheit immer noch da....:p
Schwarzer Prinz[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]Das was wir Gesellschaft nennen hat eh nur sekundär so etwas wie einen Wert.
Das wird nicht besser, wenn wir "Exportweltmeister" sind, deswegen ist die organisierte Dummheit immer noch da....:p [/B][/QUOTE]

Wir sind nur noch zweiter, China ist nun Weltmeister. Ausserdem heisst zu hoher Export, auch schwacher Binnenmarkt. Obwohl wenn man die ganzen Leute im Kaufrausch hierzulande so sieht, fragt man sich ob wirklich so ist bzw. ob es den meisten Deutschen nicht doch noch "zu gut" geht.... deswegen wählen die wohl auch wieder CDU o. SPD......:eek:
Ronin76Wir sind Deutschland ?

Also ich bin nicht Exportweltmeister, und daß ich im Gebiet der BRD geboren wurde, ist auch nicht mein Verdienst. Ich finde es schon anmaßend genug als Deutscher bezeichnet zu werden und empfand es als großes Lob, von einer "Asylantin" gesagt zu bekommen, daß ich gar nicht wie ein Deutscher wäre. Soviel zum Ruf der Deutschen, auch wenn das eine Einzelmeinung ist und sicherlich nicht den Durchschnitt repräsentiert. Asylanten.., das sind Diejenigen, die sogar noch unter Hartz-IV stehen, nicht arbeiten dürfen, und Tag und Nacht mit Wohnungsdurchsuchungen, sofortiger Abschiebung und vielen anderen Schikanen rechnen müssen.

Da gibt es Menschen die für Lohn arbeiten wollen aber nicht dürfen, und Menschen die nicht arbeiten wollen aber sollen. Das bezieht sich nicht auf H4-Empfänger. Beide Gruppierungen haben gemeinsam, daß sie vom Staate BRD schikaniert und ausgegrenzt werden. Doch solange sich das Sklaventum spalten und gegenseitig ausspielen lässt, und auch noch stolz darauf ist, ist da nix zu machen. Im Gegensatz zu Nordafrikanern sind die meisten "Deutschen" viel zu wohlhabend und feige. Der Wohlstand kann sich noch ändern, bei der Feigheit bin ich mir nicht sicher.
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]
und daß ich im Gebiet der BRD geboren wurde, ist auch nicht mein Verdienst. [/B][/QUOTE]

Sicher nicht.
Ronin76Es wird noch eine Woche dauern, bis ich deinen Roman gelesen habe.
Scheol[QUOTE]sylanten.., das sind Diejenigen, die sogar noch unter Hartz-IV stehen, nicht arbeiten dürfen, und Tag und Nacht mit Wohnungsdurchsuchungen, sofortiger Abschiebung und vielen anderen Schikanen rechnen müssen.[/QUOTE]

Das kann ich bestätigen. Meine Familie hat damals um die Staatsbürgerschaft für eine Frau aus Äthiopien gekämpft. Das war long&dirty. Die deutschen Behörden gehen da fast mit faschistischen Tendenzen vor.

Die Frau hat mit einer Arbeitserlaubnis nur geschuftet unter schlechtester Bezahlung. Hat sehr schnell gutes und verständliches Deutsch gelernt und ist (persönlich betrachtet) herzensgut.
Was man da als deutsche in Bewegung setzen muß, an Widersprüchen, Anwälte etc. pp. ist unvorstellbar.
Diese Frau wurde in ihrer Heimat verfolgt da sie in ihrem Dorf verheiratet wurde und danach vergewaltigt.
Ihr droht dort die Todesstrafe wegen Scheidung. D.h. Steinigung.

Die Behörden wollten sie trotzdem genau dorthin abschieben. Letztendlich war es dann doch dieses Argument, weshalb sie bleiben durfte.

Wir gehen hier mit unseren Migranten um wie der letzte Dreck und wundern uns, dass sie sich nicht integrieren wollen. Erbärmlich!
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B](....)
Wir gehen hier mit unseren Migranten um wie der letzte Dreck und wundern uns, dass sie sich nicht integrieren wollen. Erbärmlich! [/B][/QUOTE]

Na na.... jetzt wirst Du wieder mal arg polemisch und einseitig. Es gibt ebenso das andere Extrem, z. B. den (ausländischen) Dauerstraftäter, der dennoch nicht abgeschoben wird und durch das Durchlaufen immer neuer Resozialisierungsprogramme, Steuergelder in Masse verbrennt, während er sich innerlich kaputtlacht, im Hinterkopf bereits die nächste Scheiße ausheckend. Ebenso gibt es diese extremen Pole zwischen Arbeitslosen. Man muss nur RTL einschalten (und ich muss nur einkaufen gehen) um das Extrem 'arbeitsscheuer Vollassi' zu bewundern. Das andere Extrem, nämlich die Leute, die als Aufstocker sich für Hungerlöhne kaputtschuften, die gibt es genauso. Wobei ich glaube, dass die Mehrheit sich zwischen diesen Extremen befinden wird.

Lassen wir mal die Kirche im Dorf. ;-)

.
WaldemarNein.. in diesem Staat lasse ich schon lange nicht mehr die Kirche im Dorf. Sage frei was ich denke erlebe und werde das auch nicht ändern. Nur weil du grade mal wieder meist die Mitte zu kennen. Das deine Mitte.. und deine Meinung. Die Realität kennst du nicht oder beziehst du grade H4 unter aktuellen Bedingungen?
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Nein.. in diesem Staat lasse ich schon lange nicht mehr die Kirche im Dorf. Sage frei was ich denke erlebe und werde das auch nicht ändern. Nur weil du grade mal wieder meist die Mitte zu kennen. Das deine Mitte.. und deine Meinung. Die Realität kennst du nicht oder beziehst du grade H4 unter aktuellen Bedingungen? [/B][/QUOTE]

*sic*

Hast Du aktuell mal wieder einen Absturz? Wie wäre es mit der Anschaffung eines Punching-Balls? Ich meine, mich immer mal wieder zwanghaft (und haltlos) anzupissen -und das ohne große Resultate-, muss doch auf Dauer unbefriedigend sein, oder?

Reg Dich ab. Schönen Abend noch.

.
WaldemarNö nur alltäglicher "normaler" Wahnsinn bei H4. Man will mich wieder sanktionieren obwohl ich krank war. AU auch beim Amt vorliegt.. Aber haben sie angeblich nicht rechtzeitig bekommen.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Nö nur alltäglicher "normaler" Wahnsinn bei H4. Man will mich wieder sanktionieren obwohl ich krank war. AU auch beim Amt vorliegt.. Aber haben sie angeblich nicht rechtzeitig bekommen. [/B][/QUOTE]

Ich dachte, Du wärst längst aus der Vermittlung (und damit dieser Tretmühle) raus, weil Deine Schwerbehinderung durch ist?

....
WaldemarJa aber trotzdem kommt doch regelmäßig eine Einladung zum SB. Und zu der war ich krank.. lag mit Bronchitis und Fieber im Bett.
ArrogantNickUnd jetzt wollen die Dich sanktionieren, weil Du das Attest zu spät eingereicht hättest? Hattest Du den SB denn nicht angerufen und abgesagt? So habe ich das früher gemacht, angerufen, abgesagt und mitgeteilt, dass das Attest unterwegs ist mit der Post, weil ich auf ärztliche Anordnung das Bett hüten würde.

....
WaldemarJa habe per email Bescheid gegeben und auch per Post rechtzeitig abgeschickt. Kann ich auch alles nachweisen. Aber sie behaupet einfach nichts erhalten zu haben. Reine Schikane... Wenn Pech habe musss wieder Widerspruch vll Klagen.
Ronin76[QUOTE]
Na na.... jetzt wirst Du wieder mal arg polemisch und einseitig. Es gibt ebenso das andere Extrem, z. B. den (ausländischen) Dauerstraftäter, der dennoch nicht abgeschoben wird und durch das Durchlaufen immer neuer Resozialisierungsprogramme, Steuergelder in Masse verbrennt, während er sich innerlich kaputtlacht, im Hinterkopf bereits die nächste Scheiße ausheckend. Ebenso gibt es diese extremen Pole zwischen Arbeitslosen. Man muss nur RTL einschalten (und ich muss nur einkaufen gehen) um das Extrem 'arbeitsscheuer Vollassi' zu bewundern. Das andere Extrem, nämlich die Leute, die als Aufstocker sich für Hungerlöhne kaputtschuften, die gibt es genauso. Wobei ich glaube, dass die Mehrheit sich zwischen diesen Extremen befinden wird.
[/QUOTE]
Tatsachen können unbequem sein, jedoch erkenne ich bei Scheol´s Aussage absolut keine Polemik. Ich sag nur: Ursache -> Wirkung !
Wie entsteht denn Kriminalität, hmm ? Die Ursache sind unbefriedigte Bedürfnisse. Wenn also der deutsche Staat und seine Bürger, Asylanten und andere Minderheiten wie Dreck behandeln, was nun mal Fakt ist, kann dabei nur wenig Gutes entstehen. Die Vollassis sitzen im deutschen Bundestag und wohl auch in den meisten Amtsstuben -> Schreibtischtäter ! Die müssen sich bestimmt keine Existenzsorgen machen, haben immer den Kühlschrank voll, mindestens 2 Neuwagen der Oberklasse, ein großes Haus in bester Wohnlage und eine fette Pension gibts dann später obendrauf. Materieller Reichtum wurde noch nie selbst erarbeitet, denn das können ja Andere machen.

Solange die existenzielle Polarität immer extremer wird, kann es keinen Frieden geben, denn unbefriedigte Bedürfnisse sind der beste Nährboden für Gewalt. Ich schreibe absichtlich nicht "Kriminalität", da diese von den Gesetzgebern, den Machthabenden produziert wird -> Kriminalisierung. Dazu gesellt sich dann noch ein deutlicher (Klassen-) Rassismus der Bundesregierung, wenn Sie einerseits ständig dafür plädiert, daß Deutschland mehr Kinder und Einwohner haben soll, andererseits jedoch alles unternimmt, daß dies nicht, bzw nur für die Elite geschehen kann: Familienpolitik, Kindergeld, Hartz-IV, Asylanten werden abgeschoben und klein gehalten, Eheschließung zwischen Asylbewerbern und Deutschen so gut wie unmöglich da sofort Scheinehe unterstellt wird, die Ehe als hierarchisches Machtinstrument, usw. Wo sollen die Kinder denn herkommen, glaubt die CDU vielleicht noch immer an den Klapperstorch ?? Das ist lebensfremd und menschenverachtend und kein Zufall.


PS: Wenn hier jemand polemisiert, dann doch bitte ich, der Beißbär ! ^^
ArrogantNick@Waldemar > Hast Du das denn schon schriftlich? Falls ja, könntest Du das ja mal einscannen und im ELO-Forum die Sachlage schildern, vielleicht können die Dir helfen, das schon im Vorfeld abzuwenden. Ich kenne mich mit der Rechtslage nicht gut genug aus, aber eigentlich müsstest Du doch Grundversorgung bekommen und das ist dann gar nicht mehr über die ARGE zu sanktionieren.

....
Waldemar@AN

Ich versuche das morgen persönlich zu klären. Wenn sie weiter auf ihrer Behauptung stehen bleibt kann ich das gerne tun.

Schwerbehinderung heißt noch nicht das ich voll erwerbsunfähig bin. Die Leistungsfähigkeit wird auch alle 6 Monate geprüft. Die Arge ist immer noch mein Grundversorger. Das kann sich erst ändern wenn eine EU Rente beantrage usw. Das wollte ja jetzt schon machen aber Krankheit stand im Wege.
Ronin76Wer soll eine Grundversorgung denn gewährleisten ?

Wer arbeitsfähig ist, soll zur Arbeitsagentur/ARGE, die kann jedoch 100% sanktionieren, und zwar dauerhaft.

Für, bzw gegen Nichtarbeitsfähige, ist das Sozialamt zuständig, diese zahlen jedoch nur Leistungen (zB Sozialhilfe) wenn eine dauerhafte Erwerbsunfähigkeit, wie zB eine Schwerbehinderung von einem Amtsarzt attestiert wird.

Wir haben nicht mehr das Jahr 1990, sondern das H4-Zeitalter. Grundversorgung laut Grundgesetz ist schon lange ein Relikt der Vergangenheit.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]@AN

Ich versuche das morgen persönlich zu klären. Wenn sie weiter auf ihrer Behauptung stehen bleibt kann ich das gerne tun.

Schwerbehinderung heißt noch nicht das ich voll erwerbsunfähig bin. Die Leistungsfähigkeit wird auch alle 6 Monate geprüft. Die Arge ist immer noch mein Grundversorger. Das kann sich erst ändern wenn eine EU Rente beantrage usw. Das wollte ja jetzt schon machen aber Krankheit stand im Wege. [/B][/QUOTE]

Wir landen immer wieder bei dieser Rente, hm? ;-) Mach das bloß, sobald Du es irgendwie hinbekommst, sonst kriegst Du ja niemals Deine Ruhe. Ich drück Dir die Daumen, dass Du das bald über die Bühne hast und, dass diese Sanktionierung doch nicht stattfinden wird.

Grüßle
Mischa
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Wer soll eine Grundversorgung denn gewährleisten ?

Wer arbeitsfähig ist, soll zur Arbeitsagentur/ARGE, die kann jedoch 100% sanktionieren, und zwar dauerhaft.

Für, bzw gegen Nichtarbeitsfähige, ist das Sozialamt zuständig, diese zahlen jedoch nur Leistungen (zB Sozialhilfe) wenn eine dauerhafte Erwerbsunfähigkeit, wie zB eine Schwerbehinderung von einem Amtsarzt attestiert wird.

Wir haben nicht mehr das Jahr 1990, sondern das H4-Zeitalter. Grundversorgung laut Grundgesetz ist schon lange ein Relikt der Vergangenheit. [/B][/QUOTE]

Ich ging davon aus, dass Waldemar nicht arbeits- und somit vermittlungsfähig ist und dann ist das Grundversorgungsamt zuständig. Meine Nachbarin, mit der ich gut befreundet bin, erhält z. B. besagte Grundversorgung. Daher habe ich da ein wenig Einblick, wie das für sie läuft.

.
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Wer soll eine Grundversorgung denn gewährleisten ?

Wer arbeitsfähig ist, soll zur Arbeitsagentur/ARGE, die kann jedoch 100% sanktionieren, und zwar dauerhaft.

Für, bzw gegen Nichtarbeitsfähige, ist das Sozialamt zuständig, diese zahlen jedoch nur Leistungen (zB Sozialhilfe) wenn eine dauerhafte Erwerbsunfähigkeit, wie zB eine Schwerbehinderung von einem Amtsarzt attestiert wird.

Wir haben nicht mehr das Jahr 1990, sondern das H4-Zeitalter. Grundversorgung laut Grundgesetz ist schon lange ein Relikt der Vergangenheit. [/B][/QUOTE]

Selbstverstümmelung könnte sich dann bald wieder lohnen - sofern es gelingt, sie als "Unfall" zu tarnen...sich eine Kugel ins Bein zu schießen, so wie es früher manche Soldaten getan haben, die nicht an der Front für "ihr Vaterland" verrecken wollten, würde ja sofort auffallen...und wenn man schon eine Knarre zur Hand hat, dann wäre es auf jeden Fall sinnvoll, gleich Nägel mit Köpfen zu machen und die "Komplettlösung" zu wählen, sprich, Kugel in den Kopf...ansonsten müsste man es halt irgendwie nach Unfall aussehern lassen...Hauptsache, man geht als nicht mehr arbeitsfähig durch und findet einen Arzt, der bereit ist, es einem zu attestieren...dann bekommt man zwar auch so gut wie nix, im Extremfall vielleicht noch weniger als H4, doch bleiben einem so zumindest die damit verbundenen Schikanen erspart...
Ronin76[QUOTE]
Ich ging davon aus, dass Waldemar nicht arbeits- und somit vermittlungsfähig ist und dann ist das Grundversorgungsamt zuständig. Meine Nachbarin, mit der ich gut befreundet bin, erhält z. B. besagte Grundversorgung. Daher habe ich da ein wenig Einblick, wie das für sie läuft.
[/QUOTE]
Bist du sicher daß der Name so lautet ? Ich habe noch nie etwas von einem Grundversorgungsamt gelesen oder gehört, und selbst Google findet da nichts Offizielles.
HephWeils thematisch ein bisschen passt ein [URL=http://www.youtube.com/watch?v=iFfluGtxUAY&feature=player_embedded]leckeres Stück von Volker Pispers.[/URL]
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Bist du sicher daß der Name so lautet ? Ich habe noch nie etwas von einem Grundversorgungsamt gelesen oder gehört, und selbst Google findet da nichts Offizielles. [/B][/QUOTE]

Der korrekte Name ist: [I]Grundsicherung[/I]

.
Ronin76Für die Grundsicherung sind Sozialämter und Arbeitsagenturen zuständig. Je nach Erwerbsfähigkeitsstatus. Eine eventuelle Gewährung erfolgt willkürlich.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Für die Grundsicherung sind Sozialämter und Arbeitsagenturen zuständig. Je nach Erwerbsfähigkeitsstatus. Eine eventuelle Gewährung erfolgt willkürlich. [/B][/QUOTE]

Wie kommst Du denn darauf (@willkürlich)? Wenn man erwerbsunfähig und damit nicht mehr vermittelbar ist, bezieht man Grundsicherung und zwar beim Grundversorgungs- aka Sozialamt und nicht bei der ARGE. Gleiches gilt für die (ggf. nötige) Aufstockung von Renten.

....
WaldemarSo war heute da. Die Sache ist geklärt.. Auf einmal hat sie die emails und AU bekommen. Naja kennt man schon. Lächerlich...

So dann habe ich mit ihr heute auch über meine Schwerbehinderung gesprochen und das meine Ärzte und ich der Meinung sind, dass nicht mehr belastbar bin usw. Sie meinte eine Erwerbsfähigkeit wäre noch nicht gegeben und hätte zu Hause zuviel Zeit über meine Krankheiten nachzudenken. Schon immer wieder interessant wie sich die SB s als Mediziner aufspielen und ihre Diagnose stellen. Sie will das ich eine Maßnahme in einer Behindertenmaßnahme mache....

Naja.. Also bleibt mir nichts anderes übrig als selber Antrag zu stellen und diesem Bullshit und Schwachsinn zu entkommen.

edit:
Ronin hat sehr recht. Denn es erfolgt willkürlich. Die Ärzte vom Amt sind wahrscheinlich auch 1 Euro Jobber... Die haben null Peil und legen Erwerbsfähigkeit willkürlich fest.
Ronin76[QUOTE]
Wie kommst Du denn darauf (@willkürlich)? Wenn man erwerbsunfähig und damit nicht mehr vermittelbar ist, bezieht man Grundsicherung und zwar beim Grundversorgungs- aka Sozialamt und nicht bei der ARGE. Gleiches gilt für die (ggf. nötige) Aufstockung von Renten.
[/QUOTE]
Ohne Erwerbsunfähigkeitsbescheinigung, die alle paar Monate erneut attestiert werden muß, geht da gar nichts. Eine Hürde, an der Viele scheitern und damit keine Grundsicherung erhalten. Die Bundesanstalt für Arbeit ist genauso für die Grundsicherung zuständig, und Die sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet, auch nur einen Cent an Grundsicherung zu gewähren. Am Wort "gewähren" lassen sich die Machtverhältnisse erkennen.

Mit der Einführung von Hartz-IV, im Zuge der sogenannten Sozialreform, die offiziell "Agenda 2010" genannt wird, wurde dieser soziale Raubbau erst möglich. Die Grundlage dafür war ein Forderungskatalog der Bertelsmann Stiftung, zu der auch Random House gehört (sagt dir vielleicht etwa), und das Ganze wurde in der Zeitschrift Capital (Gruner+Jahr = Bertelsmann) publiziert. Sozialpolitik auf Grundlage einer Zeitschrift, die Bertelsmann gehört -> BertelsmannRepublik Deutschland.

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Agenda_2010[/url]
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Capital[/url]
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Gruner_%2B_Jahr[/url]
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Bertelsmann_Stiftung[/url]
AzaWie schön, dass nach all den Jahren dieser Thread weiter und weiter lebt. =)

Hallo Ronin, AN, Ilo und Konsorten. =)
Ronin76Hallo.. warst du weg ?
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
[B]Wie schön, dass nach all den Jahren dieser Thread weiter und weiter lebt. =)

Hallo Ronin, AN, Ilo und Konsorten. =) [/B][/QUOTE]

Welcome back,

studierst Du noch, oder hartzt Du schon?
Aza:D
Nein das Hartzen blieb mir glücklicherweise erspart.
Ich konnte aber dennoch einige Erfahrungen machen, die meine Sichtweise doch etwas erweitert haben.
Derzeit arbeite ich und studiere berufsbegleitend.
Waldemar[QUOTE]Tübingen (dpa) – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor einer überhasteten Einigung im Streit um höhere Hartz-IV-Sätze gewarnt. Wenn die Union einer stärkeren Anhebung des Regelsatzes zustimmen würde, wären dadurch alle Steuerzahler zusätzlich belastet, sagte Merkel in Tübingen.[/QUOTE]

Ja .. das würde den Steuerzahler belasten und würde auch direkt ... vielleicht sogar bei den Menschen ankommen. Das geht nun wirklich nicht.. Das wäre ungerecht.

Das coole an der Sache ist, dass sie die Verräterpartei (früher SPD heute VP) sich unbedingt einigen will. 7 Euro oder 8 .. 2 oder 3 Euro. Denn ein erneutes Scheitern würde vielleicht bedeueten, dass Klagen erfolg haben.

Vor dem Sozialgericht Oldenburg ist Klage eingereicht. Das Gericht soll die Regelleistungen nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgericht festlegen. Neben dieser Klage sind mindestens 10 weitere Klageerhebungen und Eilanträge bekannt. Legt ein Sozialgericht die Regelleistungen in einem Urteil fest oder wird die Klage an das oberste Verfassungsgericht in Karlsruhe weitergeleitet, könnte die Politik von den Realitäten sehr schnell eingeholt werden.

Rechtsexperten und Sozialverbände gehen davon aus, dass die Richter wesentlich höhere Regelleistungen festlegen würden, weil sie nicht einer politischen Motivation unterliegen sonderm dem Bvfg Urteil folge leisten Zudem könnte verfassungswidrigen Schwebezustand ein Ende bereitet werden.
xMoriturusx[QUOTE]Nachtwelten (dpa) xMoriturusx hat Angela Merkel vor Lohndumping und prekären Arbeitsverhältnissen gewarnt. Wenn die Union einen flächendeckenden Mindestlohn ablehnen würde, wären dadurch alle Steuerzahler zusätzlich belastet, sagte xMoriturusx den Nachtwelten.[/QUOTE]

Der Hammer auch ihre Wahlkampfrede in Tübingen vor ein paar Tagen:

"Hartz IV ist nicht dafür gedacht, dass man mit einer Kombination von Arbeitslosengeld II und ein bisschen Schwarzarbeit eigentlich für das ganze Leben drauf verzichten kann, wieder einen richtigen Job zu machen"

Sehr geehrte Kanzlerin, ihr Amt ist nicht dafür gedacht, die Bevölkerung gegeneinander aufzuhetzen und mit einer Kombination aus Diäten, Prämien und ein bisschen Schmiergeld eigentlich für das ganze Leben drauf verzichten kann, wieder einen richtigen Job zu machen.
Ronin76[QUOTE]
Berlin (dpa) - Durchbruch bei den Hartz-IV-Verhandlungen. Bund und Länder haben sich bei den Hartz-IV-Gesprächen nach wochenlangem Tauziehen auf ein Gesamtpaket verständigt. Dies verlautete am frühen Morgen in Berlin nach gut 10-stündigen Verhandlungen aus Teilnehmerkreisen. Die Grünen waren aus der Runde zuvor ausgestiegen. Der Regelsatz soll nun rückwirkend zum 1. Januar um 5 Euro angehoben werden. Zum Jahresbeginn 2012 folgt ein Sockelzuschlag von 3 Euro sowie eine prozentuale Erhöhung.
[/QUOTE]

Also 5 Euro, von denen abzüglich einer geschätzten Inflation von 2% rein gar nichts mehr übrig bleibt. Im Gegenteil, es bedeutet einen Abzug, eine Abwertung, von € 2,18. Nächstes Jahr wird H4 bei gleichbleibender Inflation noch stärker abgwertet werden, nämlich um € 4,28. Die Inflationsrate bei Grundbedürfnissen wie Lebensmitteln dürfte jedoch weit über 2% liegen. ZB wurde Kakao bei den Discountern im November um bis zu 30% teurer ! Bei der globalen Lebenmittelkrise von der nun auch die USA sehr stark betroffen sind, sehe ich da äußerst schwarz.

[url]http://www.kostenlos.com/inflationsrate/inflationsrate-2010.html[/url]

[url]http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2011/02/PD11__067__61241,templateId=renderPrint.psml[/url]
ScheolEs ist genau wie ich es befürchtet habe. Schwarz-Gelb haben sich durchgesetzt.

5€ ist ein Spott. Da bekommen Millionen Menschen direkt ins Gesicht gespuckt. Geistig-/Sozialverarmtes Deutschland.

Mal gucken wie lange man noch die Preise hochtreiben kann und parallel dazu die finanzielle Situationen der Menschen senken.

Nicht nur Hartz 4 ist ja davon betroffen. Die Löhne sind rückläufig oder stagnieren. Ich empfinde es nicht als Bürde mich im Luxus einzuschränken. Ich muß nicht 3 mal im Jahr in den Urlaub.
Aber das hier hat nichts mehr mit Luxus zu tun.

Deutschland wird demnächst sehr viele Investoren aus dem Ausland bekommen. Der Niedriglohnsektor wird ausgeweitet. Und Millionen Sklaven warten nur darauf für 5€ Brutto Schuhe zu kleben.

Der einzige Vorteil dabei ist, das wir unser Nike-Dreck endlich selbst produzieren und nicht von völlig verarmten Asiaten kaufen.

Die Umverteilung geht weiter. Von Unten nach Oben. So plakativ und polemisch das klingt, so wahr ist es.

Da sitzen vollgefressene Politiker die von Steuer- und Bestechungsgelder leben und entscheiden darüber, wieviel Nahrungsration der Bauer zukünftig haben darf.

Wäh!
HephScheol du glaubst doch nicht wirklich das die sich [u]geeinigt[/u] haben? Ganz m gegenteil würde ich fast sagen das war so von anfang an geplannt das das wieder vors BVerG geht und jetzt mit veränderter Besetzung möglicherweise durch gewunken wird. Und wenn nicht ist das auch egal den das BVerG kann rein garnichts machen als die nochmal an den Tisch zu schicken.

edit: Unter dem Plagiatsvorwürfen betreffend Herrn Guttenberg lässt sich das auch noch schön begraben.
Scheol@Heph

Ok, der Punkt geht an Dich.

Ist doch alles eine Farce. Ich verstehe nur die Verachtung, die das sogenannte Präkeriat entgegengebracht bekommt, nicht.

Naja, im Prinzip alles wie immer.

Nachtrag:

@Edit

Dafür putscht man auch diese "Skandale". Ein Volk muß beschäftigt werden. ;)
WaldemarWeltlauf

Hat man viel, so wird man bald
Noch viel mehr dazu bekommen.
Wer nur wenig hat, dem wird
Auch das Wenige genommen.

Wenn du aber gar nichts hast,
Ach, so lasse dich begraben -
Denn ein Recht zum Leben, Lump,
haben nur die etwas haben.

Heinrich Heine
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]@Heph

Ok, der Punkt geht an Dich.

Ist doch alles eine Farce. Ich verstehe nur die Verachtung, die das sogenannte Präkeriat entgegengebracht bekommt, nicht.

. ;) [/B][/QUOTE]

Es ist etwas komplizierter...

Douglas Copeland sagt, wir haben in Zukunft nur noch eine einzige soziale Schicht (Die Mittelschicht schmilzt usw.).
Manche Menschen helfen sich daraus mit einer Attitüde, sie sagen sich, sie wären in dritter Generation in einer der alten Schichten und stolz drauf.
Andere wiederrum pflegen (trotz vorhandener Intelligenz) ein Unterschichtimage, das auch nicht autentisch ist.
Somit ist für mich das Präkariat ein vorübergehender Aufenthaltsort, in den JEDER geraten kann, es ist aber keine Schicht, die man pflegen muss oder in der es einen eigenen Jargon usw. gibt.
Somit wollen viele auch mit der organisierten Form des Pr. nichts zu tun haben, weil sie sich psychologisch nicht dort sehen, auch wenn sie qua Lohnzettel dazu gehören mögen.
Eine Haltung, die mir durchaus gefällt.
Ausserdem hätte die Arbeit als "moralischer" Wert längst überwunden werden müssen.
Das hat die Arbeiterbewegung aus Bestandsschutzgründen natürlich nicht getan.
Das Ideal wäre, dass ich mir meine Lieblingsschicht aussuche und was ich in der Arbeit mache oder wie ich mein Geld verdiene völlig egal ist.

Man sieht es an den vertrottelten "Fernsehstars"
die Geissens oder so ähnlich (RTLdrei).
Die sind angeblich superreich, für mich sind sie totale Prolls.
Geistige Unterschicht vom feinsten.
AzaHallo John,

ich denke die Schichtenzuordnung ist heutzutage sehr schwer bis unmöglich, da Zahl der hybriden Bürger immer weiter wächst.
Viele junge Akademiker bekommen aberwitzig niedrige gehälter angeboten (teilw unter 1500€ brutto mtl.) und sind somit doch recht Prekariatsnah.
Anderseits gibt es viele Handwerker, die durch 1-2 Tage am Wochenende nebenher arbeiten sehr ansehnliche Nettogehälter erwirtschaften.

Letzten Endes erfolgt die relevante Schichteneinteilung ja (mE nach) im engeren sozialen Umfeld - und da nimmt die Relevanz imho immer weiter ab.

Grüße
weisskreutzAn dieser Stelle würde mich interessieren:

[B]Welche Erhöhung des Satzes wäre denn angemessen gewesen?[/B]

Sätze wie: "Das ist egal, denn H4 ist sowieso unmenschlich!" oder ähnliches sind an dieser Stelle geschenkt. ;)

Mich interessiert vielmehr: Wieviel konkret (in €) wäre denn fair? Besonders aufschlussreich wäre auch die Aufschlüsselung und Begründung zu den jeweiligen Vorschlägen.
Dass insbesondere Mieten, hochvariable Kosten (je nach Region) sind, dürfte klar sein. Aber: Lebenshaltung, Bildung etc. variieren wohl nicht so stark.
Auch: Welche Posten, die in der aktuellen H4-Rechnung nicht auftauchen, sollten noch mit rein? (und in welcher Höhe?)
JohnSteedGrundsätzlich eh schwer zu beantworten, da H4 der Abmilderung der schlimmsten existenziellen Sorgen dienen soll, nicht unbedingt der Sicherung eines fiktiven Lebensstandes.
Insofern halte ich Unterpunkte, die Eintrittsgelder oder legale Drogen beinhalten für irrelevant.

Der eine freut sich über 8Eur, dem anderen wären 120Eur Erhöhung nicht zu wenig gewesen.

Gleiches Recht für alle, ein für alle verbindlicher Satz ist gerechter als Individuallösungen, denn der schlaue wird sich was zur Seite legen, der Dumme könnte auch mit 1000EUR nichts anfangen.
Wie im richtigen Leben,den letzten beissen die Hunde und das ist auch gut so.:mad:
weisskreutzIch frage auch gar nicht nach der Befriedung individueller Lebensansprüche- da kann so mancher natürlich nie genug haben. Und dass, manche (oder viele) nicht mit ihrem Geld haushalten können ist auch klar.

Lasst uns doch einfach mal den "Großen Bruder" spielen. Was in unserer Allwissenheit (;) ) wäre denn ausreichend, um sagen zu können: Wenn ihr mit dieser Leistung anständig haushaltet, dann lebt ihr menschenwürdig.
Menschenwürde ist ja keine individuelle Einstellung, sondern eher eine gesellschaftliche- mit einer gewissen Bandbreite. (das muss ich ergänzen, damit sich niemand im obligatorischen Neo-Lib-Bashing verliert. :cool: )
WaldemarNun... Jeder versteht unter Menschenwürde etwas anders. Das BvfG hat das mehr oder minder klar definiert. Nicht nur physische Existenz sondern auch ein Mindesmaß an soziokulturelle Teilhabe ist menschenwürdig. Und diese ist NICHT gegeben. Das kann ich dir gerne vorrechnen. Aber am Besten lebst du mal 1 Jahr von H4 ohne das du noch irgendwelche Reserven hast. Dann reden wir weiter. Wirtschaften muss jeder H4 ler.. sonst ist er schnell verhungert oder muss die Tafeln nutzen. Erst recht nicht wenn man krank ist.. und sich teure Medikamente kaufen muss. Auch wenn man bei der Krankenkasse zu 4 % "gedeckelt ist.. als chronisch Kranker, ist das ein große Belastung. Ich muss mich manchmal entscheiden.. Insulin kaufen oder Essen. Aber dann kann auf beides verzichten.

Fair wären die 400 Euro .. für Kranke noch 20 Euro mehr.
JohnSteedSagen wir es anders...

Wir leben in der Demokratie und gottseidank ist Arbeit keine Form von Strafe mehr.
Teilweise zumindest und wenn, dann nicht ganz so
beabsichtigt, wie es manchmal aussieht.
Somit muss man heutzutage niemand mehr in den Schuldenturm werfen.

Unfähige, Nervensägen und Menschen, die einfach nicht kompatibel sind, muss man alimentieren und/oder berenten. Ohne grosses Aufsehen.
Die Gemeinschaft kann dies leisten, denn die betroffenen Personenkreise kosten im laufenden Arbeitsbetrieb dann eh mehr, als wenn sie "Staatsknete" kriegen.
Diese Fälle sind systemisch, d.h. diese Leute sind auch Produkt unseres sturen Systems.
Viele von ihnen wollen das beste, kriegen es aber nicht hin. Also: H4 berechtigt...hmnaja, zumindest tolerierbar.

Den Alltagsbetrüger kann man durchaus etwas ärgern.
Damit habe ich auch kein Problem.

Ansonsten ist es betrüblich, wenn überhaupt jemand arbeitslos wird.
Die Einschränkung ist aber, wenn ein Hilfsarbeiter mit Ende 40 arbeitslos wird, ist einfach nicht davon auszugehen, dass er einen adäquaten Job findet.
Bei einem Ingenieur mit 35 würde ich nicht einsehen, seinen Lebensstandard (inkl. jährlicher Keniareise) zu finanzieren, das ist definitiv nicht meine und deine und deine Aufgabe.
Somit sind möglichst gleiche Sätze gerechtfertigt.
Ein Ingenieur mit 25 findet allemal einen Job, meinetwegen beim Schraubesortieren im Werkzeuggeschäft. Der o.g. Hilfsarbeiter findet GAR KEINEN Job mehr!
Insofern ist H4 leider auch Teil der Langzeitarbeitslosigkeit.


Menschenwürde hängt also nicht vom Betrag ab, sondern von einer gewissen "gefühlten" Gerechtigkeit...
Die ist manchmal seltsam.
Aber auch damit muss der Gesetzgeber leben.

Wenn ich richtig haushalte reicht mein Geld für Alkohol,
es ist aber mein Problem, also muss kein Träger für meine legale Sucht aufkommen.

Tja...Menschenwürde...
Was ist in Ländern mit niedrigem Bruttosozialprodukt, in denen aber halbwegs vernünftige Wahlen stattfinden und die Verhältnisse durchaus vernünftig sind???

Man kann es nicht an einem Betrag festmachen.
Ein Südafrikaner würde sich durchaus über 100USD
freuen.
Ronin76[QUOTE]Douglas Copeland sagt, wir haben in Zukunft nur noch eine einzige soziale Schicht (Die Mittelschicht schmilzt usw.).[/QUOTE]
Also nur noch Reiche oder Arme. Klingt nicht sehr logisch, denn das Eine bedingt das Andere.

[QUOTE]Das Ideal wäre, dass ich mir meine Lieblingsschicht aussuche und was ich in der Arbeit mache oder wie ich mein Geld verdiene völlig egal ist.[/QUOTE]
Da haben wir nicht die gleichen Ideale. Eine Abwesenheit der Schichten wäre meiner Ansicht nach das Sinnvollste. Geld wird es irgendwann nicht mehr geben, da es selbst keinen Wert hat. Spätestens bei der nächsten Hyperinflation oder Lebensmittelknappheit wird das wieder ins Bewußtsein der Menschen rücken, wenn sie merken daß man Geld nicht essen kann.


Es geht nicht nur um die Berechnung der Regelleistungssätze bei H4. Entscheidend ist vielmehr, wieviel Geld wirklich beim Antragsteller ankommt. Selbst 1000 Euro monatlich bringen rein gar nichts, wenn diese zu 100% sanktioniert (gestrichen) werden. Das ist leider Alltagspraxis bei den Jobcentern, davon berichten die Medien jedoch überhaupt nie etwas ! Die Debatte um die Regelleistungssätze ist lediglich ein widerliches Ablenkungsmanöver um die ARBEITENDEN zu beruhigen. Auf Kosten der Hilfsbedürftigen.

Ein menschenwürdiges Leben könnte ansatzweise sichergestellt werden durch:

- Volle Übernahme ALLER Wohnkosten inkl. Grundmöblierung
- Bei Umzug gibt es eine Umzugspauschale von 100 € OHNE drei Kostenvoranschläge einreichen zu müssen
- Die Sanktionsparagraphen im SGB II und andere Sanktionsmöglichkeiten müssen restlos entfernt werden
- Der Regelleistungssatz muß jährlich an die Inflationsrate und die realen Lebenshaltungskosten angepasst werden
- Ein Regelleistungssatz von 500 Euro im Monat wäre aktuell vertretbar
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]
Ein menschenwürdiges Leben könnte ansatzweise sichergestellt werden durch:

- Volle Übernahme ALLER Wohnkosten inkl. Grundmöblierung
- Bei Umzug gibt es eine Umzugspauschale von 100 € OHNE drei Kostenvoranschläge einreichen zu müssen
- Die Sanktionsparagraphen im SGB II und andere Sanktionsmöglichkeiten müssen restlos entfernt werden
- Der Regelleistungssatz muß jährlich an die Inflationsrate und die realen Lebenshaltungskosten angepasst werden
- Ein Regelleistungssatz von 500 Euro im Monat wäre aktuell vertretbar [/B][/QUOTE]

5.000 EUR netto auf die Kralle, 500 sind viel zu wenig, das reicht doch vorne und hinten nicht.
Und die Wohnungen sollten vom Staat gekauft und verschenkt werden.
Dann hätten wir endlich menschenwürdige Zustände.
Wer dann trotzdem einen 10.000-Euro-Job annimmt, kriegt als Belohnung einen Ferrari.
Von seinem Fallmanager signiert.
Ronin76Netter Vorschlag, aber im Gegensatz zu Meinem unrealistisch und auch nicht notwendig.
NixDu sagst es, Du bist der Realist.
:D

Deine Bescheidenheit und Dein Gerechtigkeitsempfinden verleihen Dir geradezu erhabenen Glanz. Für Deine konstruktiven Vorschläge hat man dich völlig zu Recht mit diesem fliegenden Teppich und der Wunderlampe belohnt.

Politiker sollten bei Dir in die Schule gehen, um zu lernen, was Realität heißt.
Dann könnten sie auch über Wasser gehen.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]
Ein menschenwürdiges Leben könnte ansatzweise sichergestellt werden durch:

- Volle Übernahme ALLER Wohnkosten inkl. Grundmöblierung
- Bei Umzug gibt es eine Umzugspauschale von 100 € OHNE drei Kostenvoranschläge einreichen zu müssen
- Die Sanktionsparagraphen im SGB II und andere Sanktionsmöglichkeiten müssen restlos entfernt werden
- Der Regelleistungssatz muß jährlich an die Inflationsrate und die realen Lebenshaltungskosten angepasst werden
- Ein Regelleistungssatz von 500 Euro im Monat wäre aktuell vertretbar [/B][/QUOTE]

Find ich schon mal ne gute Zusammenstellung :)

Also, Miete warm mit Strom find ich nachvollziehbar.
Dann noch einmalige Sonderleistungen wie Umzug und notwendige Möbel. Wie ist das eigentlich? Als ich mal ein paar Monate für ein.. ähm .. "Skandinavisches Fachgeschäft für Betten und Möbel" gearbeitet habe, kamen häufig Leute mit Gutscheinen für Kissen, Matratzen u.ä. Das war allerdings noch in der Vor-Hartz-Zeit. Gibt es solche Gutscheine eigentlich noch?
Anpassung an die aktuellen Lebenshaltungskosten ist denke ich absolut selbstverständlich. Das hat zu passieren.

Jetzt zu den 500 €: Was muss man mit seinem Geld machen können, dass es diese Summe braucht?
WaldemarNein die gibt es nicht. Verhandelt sollten ja auch noch über Posten des zusätzlichen Bedarfs, aber das hatte die FDP blockiert! Da sind sie jetzt auch stolz drauf.

Allerdings ist nicht erkennbar, vorüber denn nun eigentlich verhandelt werden sollte.

Die Anschaffung von Gebrauchsgütern ist mit einem Ansparbetrag von 50 Euro monatlich bereits im Regelsatz enthalten... Lächerlich. Das kann wohl kaum einer sparen.

Bliebe nur die Möglichkeit, einer Sonderzahlung im Bedarfsfall, wie es schon bei der Erst- und Babyausstattung der Fall ist. Ohne Anrechnung wie bei einem Darlehen.

Aber die ehemalige SPD wäre nicht endgültig zur VP geworden, wenn diese Idee etwas Gutes für die Menschen bedeuten würde.

Das ist nämlich nicht der Fall:

Während man praktisch einen bedingungslosen Anspruch auf ein Darlehen hat(te), könnte sich die Situation im Bedarfsfall drastisch verändern. Offiziell bekäme man zwar einen Gebrauchsgüter Zuschuss ohne Rückzahlungspflicht, aber tatsächlich wird es zu folgender Situation in den Ämtern kommen:

Der H4-Empfänger braucht eine neue Waschmaschine, einen neuen Kühlschrank oder was auch immer. Zuerst muss er den Nachweis erbringen, wo denn der monatliche "Ansparbetrag" abgeblieben ist und warum er ihn zweckenfremdet für den Alltagsbedarf verwendet hat.

Dann wird sein Antrag auf ein Darlehen abgelehnt mit dem Verweis auf eine Kann-Bestimmung.

Notfalls lehnt man ab mit der Bergründung: Die Rückzahlung des Darlehens von 300 Euro dauert etwa ein Jahr und wenn Sie inzwischen einen Job oder eine Bürgerarbeit bekommen, ist die Rückzahlung nicht mehr sichergestellt...
Ronin76Es gibt soweit mir bekannt nur noch Gutscheine für Lebensmittel, die können aber auch nur an sehr wenigen Stellen, wie zB der Tafel eingelöst werden. Mir ist hier vor Ort nur die Tafel als Einlösestelle bekannt. Gutscheine entsprechen jedoch nicht der Würde des Menschen, da sie diskriminierend sind. Dies wird jedoch dadurch geschickt umgangen, indem die Gutscheine nur auf Antrag bewilligt werden können. Sie sind also keine Pflichtleistung. Diejenigen welche die Gutscheine beantragen, müssen oft ganz schön Druck machen um sie überhaupt zu bekommen. Das hatte ich selbst oft genug vor Ort bei der ARGE mitbekommen.

[QUOTE]Jetzt zu den 500 €: Was muss man mit seinem Geld machen können, dass es diese Summe braucht?[/QUOTE]
Grundbedürfnisse ausreichend befriedigen und wie Waldemar schon erwähnt hatte, am sozialen Leben teilnehmen können, ohne ständig jeden Euro dreimal umdrehen zu müssen. Aktuell sind ja nicht mal Busfahrten finanzierbar und werden auch bei Terminen bei der ARGE nicht erstattet, wenn man aus dem gleichen Ort kommt, selbst wenn das insgesamt 10 km Fußstrecke bedeutet. Bei irgendwelchen Notfällen haben die meisten Betroffene überhaupt keine finanziellen Reserven mehr, das wurde in den Berechnungen auch nie berücksichtigt.

Diskriminierend ist auch, daß Zigaretten und Alkohol als Luxus bezeichnet werden und nicht mehr in den Leistungen enthalten sind, wo doch ca. die Hälfte der Gesellschaft diese Dinge regelmäßig konsumiert. Allerdings ist diese ganze centgenaue Rechnerei eine Farce, da sie praktisch den Betroffenen vorschreibt, wie sie zu leben haben und sich bisher auch nicht am Lebensstandard des deutschen Durchschnittbürgers, sondern am untersten Bruchteil der Geringverdiener orientiert. Die fadenscheinige Begründung hierzu ist immer das Lohnabstandsgebot. Doch gerade ohne ein Lohnabstandsgebot könnten für Arbeitnehmer unrentable Tätigkeiten verhindert werden, um die Würde des Menschen zu sichern. Dadurch würden Arbeitgeber die Löhne zwangsweise anheben müssen und Arbeitnehmer könnten wieder von ihrer Arbeit leben, ohne mit H4 aufstocken zu müssen, nur das ist ja bisher die Absicht von der wirtschaftsgesteuerten Politik.
WaldemarAlkohol und Tabak ist natürlich reiner Populismus. Schnittblumen dürfen H4 auch nicht kaufen... usw. usf.

Wenn der Gesetzgeber sich entscheidet.. die Ausgaben für Tabak und Alkohol aus Gründen der Gesundheitsprävention als nicht regelbedarfsrelevant anzusehen, muss er konsequenterweise als Referenzgruppe ausschließlich abstinente beziehungsweise Nicht- Raucher- Haushalte mitbetrachten, was er bisher natürlich nicht gemacht hat... Das ganze Berechnungssystem ist sowieso ein Farce...
Julya[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Es gibt soweit mir bekannt nur noch Gutscheine für Lebensmittel, die können aber auch nur an sehr wenigen Stellen, wie zB der Tafel eingelöst werden. Mir ist hier vor Ort nur die Tafel als Einlösestelle bekannt.[/QUOTE]

Ich habe vor Jahren mal bei Rossmann gejobbt und sehe das heute auch noch manchmal, daß Leute mit Gutscheinen 'bezahlen'.
Das sind dann hauptsächlich Waren wie Babybrei, Windeln und Babypflegeprodukte...

Wollt' ich nur ergänzt haben.
WaldemarDiese Gutscheine gibt es manchmal wenn man die Mütter sanktioniert hat.. 30% und mehr. Dann gibts aber noch was für das Kind.. manchmal
HephMal sehen vielleicht kommt ja was schönes von den Sozialgerichten die eher nen Überblick über die Materie haben als wir und das Ministerium von Frau von der Leine. Wenn das dann noch vom BVerG gedeckt wird wäre das mal was was sich vielleicht durchsetzten lassen könnte.

Aber ich hab da wenig Hoffnung.

Ich hab übrigens Anne will vom 13ten gesehen (als Stream liebe GEZ-ler). Mir fast das Kotzen gekommen bei dem Schmarren den die von der Leine abgibt. Das Bildungspaket ist doch Bullshit.

Aber wir müssen ja sparen und die Wirtschaft steuerlich entlassten gerade die Hotels *würg*.
JulyaDa muss ich doch noch was zu schreiben...

Ich bekomme aktuell Krankengeld und als Aufstockung seit zwei Monaten Hartz4.
Nun habe ich eine Steuererstattung aus 2009 bekommen und habe mich im Zuge dessen über die Anrechenbarkeit informiert.
Aktuell ist es so, daß eine Steuererstattung als 'Einkommen' und nicht als 'Vermögen' bewertet wird. Das heißt, daß das Geld, was ich 2009 zuviel an das Finanzamt gezahlt habe, somit im Grunde gespart habe, trotzdem als Einkommen angesehen wird, wobei alle anderen ersparten Beträge als Vermögen gewertet werden und somit nicht beim Hartz4-Geld angerechnet werden.
Wenn man aber andersrum eine Steuer[b]nachzahlung[/b] leisten müsste, würde die Arge das [b]nicht[/b] übernehmen.

Sowohl die Sache mit dem angesparten Vermögen, das nur beim Finanzamt durch Rücküberweisung auf das eigene Konto zum 'Einkommen' wird, als auch der umgedrehte Spieß mit der Steuernachzahlung, finde ich sehr dubios.

Zur Zeit ist es so, daß wohl nur das Sozialgericht Leipzig ein Urteil gesprochen hat, wonach Steuererstattungen [b]kein[/b] Einkommen ist. Leider urteilen noch fast alle anderen Sozialgerichte dem Hartz4-Empfänger zum Nachteil.
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
An dieser Stelle würde mich interessieren:

[B]Welche Erhöhung des Satzes wäre denn angemessen gewesen?[/B]

[/QUOTE]

Diese [URL=http://dokumente.linksfraktion.de/inhalt/20101129-alternative-berechnungen-hartz-regelsatz.pdf]alternative Berechnung[/URL] wurde hier schon einmal gepostet.

+ zusätzlich flächendeckender Mindestlohn von 10 Euro sowie generell ein längst überfälliges Lohnplus bei steigendem Profit --> somit würde auch das Lohnabstandsgebot beachtet.

Aber Banken und Kriegsrüstung sind ja mehr wert als Menschen ...
Waldemar@Julya

Leider ist eine Steuernachzahlung Einkommen! (In den Urteilen im ELO Forum steht es, ich habe es nur gerade nicht parat).
JulyaJa, das weiß ich. ;)
Ich habe mich stundenlang durch Paragraphen und Gerichtsurteile gewühlt.

Ich finde nur die Begründung für diese oder jene Betrachtungsweise sehr... hm... fadenscheinig.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von xMoriturusx [/i]
[B]Diese [URL=http://dokumente.linksfraktion.de/inhalt/20101129-alternative-berechnungen-hartz-regelsatz.pdf]alternative Berechnung[/URL] wurde hier schon einmal gepostet.
[/B][/QUOTE]

Zunächst wirst du mir bestimmt verzeihen, wenn ich mir nicht den gesamten Thread durchlese, um einen Link zu finden. Wir sind bei "Hartz4-Die Zweite", und damit bei über 1000 Beiträgen.

Weiterhin interessiert mich hier vor allem: Was würden die Thread-Teilnehmer selbst als menschenwürdig erachten? Welche Posten fehlen in der Berechnung, welche sind zuviel?

Wenn ich die vorgefertigte Meinung der Linkspartei hören will, gehe ich auf deren Homepage (nicht!!! :q ). In dieses Forum hingegen gehe ich, um die Meinungen von Individuen, von einzelnen Menschen, zu hören.
Ich hoffe mal nicht, dass sich deine Weltsicht derart umfassend, und ohne jede Abweichung, mit irgendwelchen Berichten und Programmen einer einzelnen Partei deckt- wär doch schade... ;)
Heph*hust* über 5000 *hust*
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von Heph [/i]
[B]*hust* über 5000 *hust* [/B][/QUOTE]

Eben...
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Alkohol und Tabak ist natürlich reiner Populismus. Schnittblumen dürfen H4 auch nicht kaufen... usw. usf.

Wenn der Gesetzgeber sich entscheidet.. die Ausgaben für Tabak und Alkohol aus Gründen der Gesundheitsprävention als nicht regelbedarfsrelevant anzusehen, muss er konsequenterweise als Referenzgruppe ausschließlich abstinente beziehungsweise Nicht- Raucher- Haushalte mitbetrachten, was er bisher natürlich nicht gemacht hat... Das ganze Berechnungssystem ist sowieso ein Farce... [/B][/QUOTE]

Hurra! Solange das Krankheitsbild des erweiterten Stockholmsyndroms in Deutschland vorherrscht wird sich generell wenig ändern...

Nun, allen Unkenrufen zum Trotz, leben wir in einem leidlich freien Land.
Gut, damit kommt nicht jeder zurecht, er braucht einen starken Arm, der ihn führt--->nach schlechter deutscher Tradition ist dies immer der Staat, Folgen: siehe oben(Stockholmsyndrom).

Wie dem auch sei, böserweise bin ich ein mentaler Terrorist, der (fern der FDP) von Selbstverantwortung spricht.
Somit komme ich auf für diese Breiten absonderliche Ideen, wonach du von deinem verfügbaren Geld Schnittblumen kaufen kannst, bis die Pollenallergie dich unter die Erde bringt, du musst halt *huhuhu* selbst wissen, wie du dir noch ein Stück Käse und ein Brot kaufst. *Huhuhu* Was bin ich aber heute wieder böse...
weisskreutzDie "Schnittblumen", um die es so manchem geht, sind halt auch recht teuer:

[IMG]http://www.awl.ch/heilpflanzen/cannabis_sativa/indischer_hanf.jpg[/IMG]

Aber es lässt das dröge H4-Dasein doch für einige Stunden angenehmer erscheinen... :D
WaldemarJooop das stimmt. Jetzt ist alles toll.. danke.. Soll das lustig sein? Bestimmt oder? OK höhöhöhöhö was ein Kalauer!


Mit dem Hinweis auf Schnittblumen und den ganzen Bullshit wollte ich nur darauf hinfweisen, dass die Berechung reiner beschiss ist. Taschenspielertricks und Schönrechnerei.

Leyen, Merkel und Westerwelle haben sich dabei derselben Tricks bedient haben, als seinerzeit die SPD, also u.a. Abzüge für Pelzmäntel, Segelflugzeuge und Boote - Ausgaben, die in den unteren 20%, bzw. hier nur noch 15%, der Bevölkerung gar nicht vorkommen und die das Bvfg deshalb als verfassungswidrig erklärt hat... und andere Sachen einfach ins Blaue geschätzt haben.. solange bis es passt. Das beste wäre eine unabhängige wissentschaftlich und realtitätsgerechte Bedarfsermittlung. Das wird uns das Bvfg dann in vll in 4 Jahren sagen...
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
Zunächst wirst du mir bestimmt verzeihen, wenn ich mir nicht den gesamten Thread durchlese, um einen Link zu finden.[/QUOTE]

Das habe ich nicht von Dir erwartet, denn es würde Dich vermutlich überfordern.

[QUOTE]Wir sind bei "Hartz4-Die Zweite", und damit bei über 1000 Beiträgen.[/QUOTE]

Richtig gezählt.

[QUOTE]Weiterhin interessiert mich hier vor allem: Was würden die Thread-Teilnehmer selbst als menschenwürdig erachten?[/QUOTE]

Das was in meinem Link drinsteht.

[QUOTE]Welche Posten fehlen in der Berechnung, welche sind zuviel?[/QUOTE]

Steht drinne.

[QUOTE]Wenn ich die vorgefertigte Meinung der Linkspartei hören will, gehe ich auf deren Homepage[/QUOTE]

Es handelt sich dabei nicht um eine Meinung, sondern um Transparenz, und über genau jenes Dokument wird früher oder später in Karlsruhe gestritten werden.

[QUOTE]In dieses Forum hingegen gehe ich, um die Meinungen von Individuen, von einzelnen Menschen, zu hören.[/QUOTE]

Ich bin ein individuelles Wesen - absolut einzigartig.

[QUOTE]Ich hoffe mal nicht, dass sich deine Weltsicht derart umfassend, und ohne jede Abweichung, mit irgendwelchen Berichten und Programmen einer einzelnen Partei deckt- wär doch schade...[/QUOTE]

Da ich mir keine Kompetenz anmaße einen allgemeingültigen Regelsatz zu berechnen, gehe ich mit den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes, wie sie in diesem Dokument dargelegt werden, konform. Selbstverständlich könnte es auch noch ein wenig mehr sein, es gibt in diesem Drecksland keinen Grund für falsche Bescheidenheit.

Ich hoffe, Deine Frage wurde befriedigend beantwortet. Die nächste bitte.
FeuerschattenAls Student bekommt man mitunter auch nicht mehr als 500€, wenn man nicht gerade einen stressigen Nebenjob macht. Nur muss man davon noch Studiengebühren, Semesterbeitrag und Wohnung bezahlen. Und trotzdem schaffen es viele.

Das Geld für ALGII ist nicht das Problem. Während meiner zwei Jahre Arbeitslosigkeit nach dem Studium habe ich jeden Monat knapp 100€ sparen können. Mit einem Minijob fast 200€ pro Monat!
Das eigentliche Problem bei Hartz4 ist die ganze Bürokratie bei den Argen! Wenn man denn mal ein erfolgsversprechendes Praktikum in Aussicht hat, muss der potenzielle neue Arbeitgeber seitenlang Rechenschaft ablegen, von der Bearbeitungstante wird man hochnotpeinlich verhört und wenn man dummerweise noch in einem der tollen Kurse steckt oder gar einen 1-Eurojob hat geht ja gar nichts mehr! Das ist der eigentliche Beschiss an der Sache. Der Wiedereintritt wird einem richtig schwer gemacht! Hier könnte man wirklich etwas reformieren, verbessern. Aber stattdessen wird um lausige und unnötige 5€ geschachert um von den eigentlichen Problemen abzulenken.
Daher ist die Höhe des Geldes meines Erachtens auf jeden Fall menschenwürdig, nicht jedoch der ganze übrige Rest.

Und zu Alkohol und Tabak sage ich immer wieder: Niemand hat dich gezwungen damit anzufangen. Aber zu kannst dich selber zwingen damit wieder aufzuhören.
Das is nu wirklich etwas das man nicht auf dem Rücken der Allgemeinheit ausbaden muss.

*edit* die Stärke der Erkältung geht mit der Menge an Rechtschreibfehlern einher.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]J...
Leyen, Merkel und Westerwelle haben sich dabei derselben Tricks bedient haben, als seinerzeit die SPD, also u.a. Abzüge für Pelzmäntel, Segelflugzeuge und Boote - Ausgaben, die in den unteren 20%, bzw. hier nur noch 15%, der Bevölkerung gar nicht vorkommen und die das Bvfg deshalb als verfassungswidrig erklärt hat... und andere Sachen einfach ins Blaue geschätzt haben.. solange bis es passt. Das beste wäre eine unabhängige wissentschaftlich und realtitätsgerechte Bedarfsermittlung. Das wird uns das Bvfg dann in vll in 4 Jahren sagen... [/B][/QUOTE]

Naja,wie soll man dann Latexhosen und Handschellen verbuchen.
Egal.
Jedenfalls liegt der gute H4-Prüfer meist dienstbereit unterm Bett,man könnte ihn also gleich befragen, wenn es denn sich als Thema stellen würde.
Ronin76[QUOTE]
Als Student bekommt man mitunter auch nicht mehr als 500€, wenn man nicht gerade einen stressigen Nebenjob macht. Nur muss man davon noch Studiengebühren, Semesterbeitrag und Wohnung bezahlen. Und trotzdem schaffen es viele.[/QUOTE]
War klar, daß von einem Studenten wieder dieses hirnlose Neidargument kommen muß. Fakt ist, daß die meisten Studenten bei Mama und Papa wohnen.. und FREIWILLIG studieren ! H4 ist meistens nicht freiwillig. Die Studentenzeit ist auserdem eine Investition und eine Übergangszeit. Ich hatte in meinen früheren Ausbildungen übrigens wesentlich mehr Vergütungen bekommen, als es je bei H4 gab. Selbst beim Zivildienst, welcher über das Verteidigungsministerium vergütet wurde. Was sind denn das für Perspektiven, sich immer am unteresten Limit zu orientieren und damit zufrieden zu geben ?? Absolute Sklavenmentalität, ab unters Bett mit dir !


[QUOTE]
Das Geld für ALGII ist nicht das Problem. Während meiner zwei Jahre Arbeitslosigkeit nach dem Studium habe ich jeden Monat knapp 100€ sparen können. Mit einem Minijob fast 200€ pro Monat![/QUOTE]
Das war für DICH kein Problem, weil du ein genügsamer Sklave bist, für Andere ist dies schon ein finanzielles und vor allem existenzielles Problem.


[QUOTE]
Und zu Alkohol und Tabak sage ich immer wieder: Niemand hat dich gezwungen damit anzufangen. Aber zu kannst dich selber zwingen damit wieder aufzuhören.
Das is nu wirklich etwas das man nicht auf dem Rücken der Allgemeinheit ausbaden muss.[/QUOTE]
A: Ich rauche nicht und B: ich trinke sehr selten Alkohol. Niemand hat dich gezwungen mit Essen anzufangen, aber du kannst dich zwingen damit aufzuhören. Wieso sollte Arbeitslosen nicht das zugestanden werden, was zum Lebensstandard der Mehrheit der Deutschen gehört ?


[QUOTE]
*edit* die Stärke der Erkältung geht mit der Menge an Rechtschreibfehlern einher.
[/QUOTE]
Offensichtlich gibt es auch noch ganz andere Korrelationen.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von xMoriturusx [/i]
[B]Das habe ich nicht von Dir erwartet, denn es würde Dich vermutlich überfordern. [/B][/QUOTE]
Falsch vermutet. Es widerspricht vielmehr meiner Umsetzung des Eisenhower-Prinzips.
[QUOTE] Ich bin ein individuelles Wesen - absolut einzigartig.[/QUOTE]
Natürlich. Man kann auch im Grad seiner politischen und weltanschaulichen Gleichgeschaltetheit einzigartig sein.
Absolut!

Total, sozusagen.
[QUOTE] Da ich mir keine Kompetenz anmaße einen allgemeingültigen Regelsatz zu berechnen, ... [/QUOTE]
Seit wann denn so bescheiden??
Ich bin mir sicher, dass du das könntest. Wenn nicht du, wer dann?
[QUOTE] Ich hoffe, Deine Frage wurde befriedigend beantwortet. Die nächste bitte.[/QUOTE]
Wann gibts Essen??
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerschatten [/i]
Als Student bekommt man mitunter auch nicht mehr als 500€, wenn man nicht gerade einen stressigen Nebenjob macht. Nur muss man davon noch Studiengebühren, Semesterbeitrag und Wohnung bezahlen. Und trotzdem schaffen es viele.[/QUOTE]

Mal abgesehen davon, dass ein Studium freiwillig ist, und der Bezug von Hartz IV nervenraubende Notwendigkeit: Gleiches Problem, andere Baustelle. Denn Bildung sollte selbstverständlich kostenfrei sein.

[QUOTE]Während meiner zwei Jahre Arbeitslosigkeit nach dem Studium habe ich jeden Monat knapp 100€ sparen können. Mit einem Minijob fast 200€ pro Monat![/QUOTE]

Wahnsinn! Da kannst Du aber mächtig stolz drauf sein. Das sind die Stundenbezüge einer Frau von der Leyen, denn Leistung muss sich wieder lohnen.

[quote]Und zu Alkohol und Tabak sage ich immer wieder: Niemand hat dich gezwungen damit anzufangen. Aber zu kannst dich selber zwingen damit wieder aufzuhören. Das is nu wirklich etwas das man nicht auf dem Rücken der Allgemeinheit ausbaden muss.
[/QUOTE]

Die Kosten, die durch Alkohol und Tabak verursacht werden entstehen nicht bei Hartz IV, sondern im Gesundheitssystem.

Ich finde es gerade zu pervers, wie sich bayrische CSU-Politiker mit fetter Bierwampe ein Maß geben und ihre Stammtischreden halten, während der bayrische Erwerbslose ein - ich zitiere - "Grundnahrungsmittel und Kulturgut" vorenthalten bekommt und diffamiert wird.

Asoziales Pack:

[img]http://www.welt.de/multimedia/archive/00665/seehofer_BM_Bayern__665976p.jpg[/img]
Schwarzer PrinzNaja, so sind sie unseren heutigen Zukunftshoffnungen unter den Studenten..... willige Sklaven der Wirtschaft. Nehme an, die machen auch gerne nach 4J. Studium erstmal 3 Jahre kostenlose Praktika..... und bedanken sich noch artig beim Chef: "Danke, dass ich ihre hohen Hallen betreten durfte......" :D

Kein Rückrat mehr :(
WaldemarJa... das scheint auch eine typische deutsche Menatilität zu sein. Hauptsache arbeiten.. ich bringe auch Geld mit! Diese schönen Sprüche ... wer kennt sie nicht. Praktikum oder Porbezeit oder Zeitarbeit. Streng dich nur an - dann bekommst du eine Chance!! Ja die beste Chance aus der Drehtür zu gehen und verarscht zu werden. Und unser Aufschwung ist auch nur ein große Seifenblase. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit erklärte in einem Interview, dass es keinen großen Stellenzuwachs geben wird. Tendenziell müssten sich die Deutschen sogar auf niedrigere Löhne einstellen. Komisch... Naja.. Hauptsache Arbeit... hööhöö

Zu H4.. Fakt der Reform:


Das Bvfg hat im Urteil gefordert, dass die Berechnung der Regelsätze transparent und nachvollziehbar berechnet werden. Dieser Forderung ist in vollem Umfang nachgekommen.

Transparent und nachvollziehbar wurde hineingerechnet, herausgerechnet, heruntergerechnet, hier manipouliert dort manipuliert. Es wurde "transparent und nachvollziehbar" solange gerechnet, bis die Vorgabe des Finanzministers erfüllt war.

Die Vorgabe des Gerichtes war andererseits, dass nicht die Kassenlage für die Regelsätze entscheidend ist.

Der Forderung nach eigenständigen Regelsätzen für Kinder ist man nicht nachgekommen, diese Maßgabe wurde schlicht und einfach ignoriert und durch ein Placebo "Bildungspaket" ersetzt.

Das Verfassungsgericht wurde schlicht und einfach,nach allen Regeln verarscht... und 6,7 Millionen H4 von der Politik gleich mit. Die ALG I Empfänger bekommen teilweise wegen der niedrigen Löhne weniger als H4.. Auch hierzu meinen Glückwunsch Politik

Ergänzend enthält die Verräterpartei dem Volk auch zu was sie noch zugestimmt hat. Beim Regelsatz hat sie selber schon gesagt das sie ihn für verfassunswidrig hält.. Gut das man dann zustimmt.

Selbstverständlich nennt die Verräterpartei zu dem Kompromiss natürlich NICHT die Zustimmung zu der verfassungswidrigen Satzungsermächtigung für Unterkunfts-Satzungen der Kommunen... Tja..dann werden ca. 4 Mio. Klagen eingehen, die UNABHÄNGIG von der Regelleistungshöhe dann eingereicht werden MÜSSEN!

Die Sozialgerichte können schon mal anfangen, die Anzahl der Mitarbeiter aufzustocken!
xMoriturusxHat eigentlich schon Signatur-Qualität:

[b]"Es ist besonders zu begrüßen, dass Belange von Menschen mit Behinderung in den Verhandlungen über die Regelsätze berücksichtigt wurden."[/b]

Gabriele Molitor, behindertenpolitischen Sprecherin der FDP, zur Regelsatz-Kürzung für Behinderte um 20%.

...

Das gibt es nirgendwo anders - 'schland!
WaldemarUrsula von Leyen hatte auch gesagt, dass Rentner und Behinderte unter einem besonderen Schutz stehen müssen, weil sie für die Ursache der finanziellen Bedürftigkeit keine Schuld tragen....
Schwarzer PrinzNaja, ich halte den Regelssatz schon für ausreichend...aber nur zur Überbrückung (wie das ursprünglich mal gedacht war!) und nicht für 1 Jahr oder länger......

Das Hauptproblem ist immer noch, es gibt viel zu wenig Arbeit, allen Aufschwunglügen zum Trotz ! Bzw. es gibt schon Arbeit (in der Pflege zB) nur man will nix dafür zahlen !

Deshalb wurde mit H4 auch Zeitarbeit und Niedriglohn gefördert.

Und nun als Beispiel:

"er Siegerländer Georg Kaltenberg hat zwei Jahre als Leiharbeiter geschuftet. Er berichtet von schockierenden Arbeitsbedingungen. Leiharbeiter würden wie Leibeigene behandelt. Der DGB hat heute zum "Aktionstag gegen Leiharbeit" aufgerufen.
eorg Kaltenberg hat keine Angst davor, seinen Namen zu nennen. „Zwei Jahre habe ich die Faust in der Tasche geballt. Nun reicht es“, sagt der Siegerländer. „Die sollen ruhig wissen, wer jetzt erzählt.“ „Die“ - das sind jene, die Leiharbeitern das Gefühl gäben, „Menschen zweiter Klasse zu sein“, die ständig Druck auf sie ausübten, sie schikanierten, ihre Rechte missachteten und so wenig Lohn zahlten, dass Betroffene gezwungen seien, trotz Arbeit noch durch Hartz-IV-Leistungen aufzustocken."

[url]http://www.derwesten.de/wr/westfalen/Druck-Schikane-und-Angst-ein-Leiharbeiter-packt-aus-id4322703.html[/url]


Also durch H4 wurden mehr billige Sklaven geschaffen.... das war der ganze Zweck davon imo

Edit:Hier auch zum angebl.Fachkräftemangel:

[url]http://wirtschaft.t-online.de/angebliches-schluesselthema-fehlende-hinweise-auf-fachkraeftemangel/id_44479804/index[/url]
xMoriturusx[QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i]
Naja, ich halte den Regelssatz schon für ausreichend.[/QUOTE]

Selbst wenn dem so wäre, ich halte auch die Honorare für Zahnärzte ausreichend, die Diäten der Frau von der Leyen, die Boni der Spekulanten etc etc. .... und die steigen trotzdem ständig.
Schwarzer Prinz[QUOTE][i]Original geschrieben von xMoriturusx [/i]
[B]Selbst wenn dem so wäre, ich halte auch die Honorare für Zahnärzte ausreichend, die Diäten der Frau von der Leyen, die Boni der Spekulanten etc etc. .... und die steigen trotzdem ständig. [/B][/QUOTE]

Nun aber das sind die "Eliten" , Arbeitnehmer+Arbeitslose dagegen rechtloses niederes Volk (Ironie!) :)
AzaHallo zusammen,

hier wurde an einigen Stellen das Thema "unbezahlte Praktika" genannt. Mich würde interessieren wer damit pesönliche Erfahrungen gemacht hat?

Wenn ich mir meine eigenen Erfahrungen sowie die meiner Freunde und Bekannten anschaue, so liegt der Schnitt für ein Praktikum (als Student) zwischen 700 und 1000 Euro netto. (Bereich Wirtschaft)

Freue mich auf Feedback!
Ronin76Von Union, FDP und VP, wurde heute im Bundestag mit deutlicher Abstimmungsmehrheit die Verabschiedung der neuen H4-Gesetze gefeiert. Politiker dieser Fraktionen sind in ihrer Arroganz und Dekadenz tatsächlich davon überzeugt, damit etwas Gutes für die Menschen und die Erwerbslosen getan zu haben.

[url]http://dontknow.me/at/http://www.bundestag.de/bundestag/parlamentsfernsehen/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&action=search&contentArea=details&id=1012977&&offsetStart=0&instance=m187&categorie=Plenarsitzung&legislativePeriod=alle&fraction=alle&mask=search&startDate=25.02.2011&endDate=25.02.2011&hashValuesForPolicyField=de7d525d66cfe528563406ae725eb61&hashValuesForPolicyField=d84b1086ed1978f6eeae368b99e93be0&hashValuesForPolicyField=b9e68fe2cbca154ba721a22e937e90&hashValuesForContentArea=92c0a24a3a50bdeeb82b52290e36a4a&hashValuesForContentArea=4cbbfa88b389dad4eb936260c72312&hashValuesForContentArea=52bc213bad484ab8f299abbe31c088&hashValuesForContentArea=6c41223df28c349d6dfe223b5d92fcb5&destination=search[/url]




[b]Die wichtigsten Zitate aus der heutigen Bundestagssitzung:[/b]


Zensursula lenkt völlig von der Problematik ab und verhöhnt sozial Schwache:
[QUOTE]
"Wir bringen heute dieses Gesetz für mehr Bildung und mehr Mindestlöhne für die Menschen auf den Weg und werden ab morgen dafür kämpfen, dass es so weitergeht: für soziale Gerechtigkeit, mit flächendeckenden Mindestlöhnen, mit mehr Bildung für Kinder und mit einer fairen Unterstützung für sozial Schwache."
[/QUOTE]


Gysi kommt der Problematik schon etwas näher:
[QUOTE]
"Wir haben nach neun Wochen Verhandlungen dem Kompromiss am Ende nicht zugestimmt, und zwar nicht deswegen, weil wir uns in der Nacht aus der Verantwortung hätten stehlen wollen, sondern weil wir die Regelsätze, wie sie jetzt festgelegt sind, nicht für verfassungskonform halten."
[/QUOTE]


AWO-Bundesvorsitzender Wolfgang Stadler dazu noch konkreter:
[QUOTE]
"Wider besseres Wissen hat die große Koalition aus Union, FDP und SPD im Bundestag für eine Unreform gestimmt, die keine einzige der Vorgaben aus dem Bundesverfassungsgerichtsurteil von Februar 2010 erfüllt. (...) Ein derartiger Rechtsbruch hat den Geruch von Willkürstaat."
[/QUOTE]


Der Sprecher des Erwerbslosen-Forums Deutschland, Martin Behrsing kündigt an:
[QUOTE]
"Es gilt jetzt rasch zu prüfen, ob die beschlossene Hartz IV-Reform verfassungsgemäß ist. (...) Die von Hartz IV betroffenen Menschen können nicht erneut mehrere Jahre auf ein Urteil warten und im Unklaren gelassen werden."
[/QUOTE]

[url]http://dontknow.me/at/http://www.tagesschau.de/inland/zitatehartz100.html[/url]





Über die Höhe der vereinbarten Mindestlöhne für Zeitarbeit, Wach- und Sicherheitspersonal und Umschulungspersonal (!?) konnte ich noch keine aktuellen Informationen finden, nur soviel:
[QUOTE]
Die Tarifpartner hatten zum 1. Mai 2011 eine Lohnuntergrenze von 7,79 Euro pro Stunde im Westen und 6,89 Euro im Osten vereinbart.
[/QUOTE]
[url]http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article11205429/Mindestlohn-in-der-Zeitarbeit-soll-vor-Mai-2011-kommen.html[/url]


Das entspricht nahezu identisch, den tariflichen Mindestlöhnen der Zeitarbeitsbranche, welche ausschließlich von ARBEITGEBERN festgelegt wurden. Falls diese Beträgt übernommen wurden, wäre dies völlig unzureichend, aber mal abwarten.
WaldemarJa damit sie das beschissene H4 noch beschissener gemacht.. und verkaufen es in ihrer unendlich Weisheit als Erfolg. Da fällt einem nichts mehr zu ein...

Mal sehen wann die ersten Bescheide rausgehen und die Satzungen der Kommunen kommen. Dann geht der Spaß los..
Mondenkind79Verlogenes antisoziales Dreckspack das! Nicht, dass das Ergebnis der "Verhandlungen" (des Theaterstückes) überraschend wäre... :rolleyes:

Ewig wird das nicht so weitergehen, da bin ich mir mittlerweile sicher...
AzaSchon eine ziemliche Frechheit. Manchmal stelle ich mir die Frage was die Entscheider für Vorstellungen haben, wie man von so einem Lohn eine Familie ernähren soll. Sick.
xMoriturusxDie [URL=http://dokumente.linksfraktion.de/inhalt/20110225-regelbedarfe.pdf]namentliche Abstimmung[/URL] liegt vor.

Das Unfassabre ist eingetreten: Es gab jeweils 1 (!) Enthaltung bei CDU und SPD. Hat das Revolutionsfieber nun auch den deutschen Bundestag erfasst?

[b]"Empört Euch!"[/b]

Stéphane Hessel.
|Dunkelschön|Mathematik ...........


[url]http://www.youtube.com/watch?v=pY-NWkKKO4M[/url]
Ronin76Klasse, auch das Rollenverhalten von Beck :D
xMoriturusxTja, wa soll man dazu noch sagen, die deutsche Elite halt, selbst deren Schulabschlüsse sind nicht echt :(

wenn der Kommentar wenigstens Satire wäre:

Das Extra-Milliärdchen geht dann als SchwarzGeld durch. Da muss man doch nicht mehr so drauf rumreiten *gg

Bananenrepublik Deutschland - wie uns eine minderbemittelte Elite verarscht und zu Grunde richtet.
pulSarWir sollten uns weiter entwickeln als immer wieder "nur" zu brandmarken und drauf zu hauen!

[SIZE=4]Die Eltite hat stets nur so viel Macht über uns, wie wir ihnen geben![/SIZE]

[SIZE=5]Ein Leben ohne Angst ist ein freies Leben![/SIZE]
Ronin76[URL=http://www.youtube.com/watch?v=x18vfsuGnm8&NR=1]Seehofer setzt noch einen drauf [/URL]

Die Moderatorin scheint keine Freundin der CSU zu sein, am Ende wird sie nochmal richtig fies.
pulSarUnglaubich!
Der ist zu viel Transrapid gefahren -- von München äh... äh... Hauptbahn-- äh.. hof zum äh..äh.. Flughafen.
Das starke Magnetfeld hat die linke Gehirnhälfte total distortet.
Die rechte ist ohnehin bei der Sorte nicht aktiv.
Ronin76Möglich wäre auch eine hormonelle Beinflussung, da kann das Gehirn schon mal unterdurchblutet sein und damit kurzfristig aussetzen.
Ronin76Die Agenda 2010, also die gemeinsame Politik der SPD-Grüne-Union-FDP Partei ist mal wieder ein voller Erfolg. Wo nun einerseits Ebbe ist, klingeln die Kassen anderstwo umso mehr.
[QUOTE]
Rekordzahl von Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger

Berlin (dpa) - Die Arbeitsagenturen haben im vergangenen Jahr (2010) so viele Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger ausgesprochen wie noch nie zuvor. Insgesamt wurden mehr als 828 000 Sanktionen verhängt, das waren rund 14 Prozent mehr als 2009, berichtet die «Bild» unter Berufung auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Der größte Teil der Strafen habe sich gegen Hartz-IV-Bezieher gerichtet, die sich zu spät arbeitslos gemeldet hätten, nicht zu vereinbarten Terminen in der Arbeitsagentur erschienen seien oder die keine Bewerbungen geschrieben hätten.
[/QUOTE]

Dazu die bekannte Faschismustheorie von Georgi Dimitrow um 1935:
[QUOTE]
Die klassisch gewordene Definition lieferte Georgi Dimitroff vor dem VII. Weltkongress der Kommunistischen Internationale (Komintern) am 2. August 1935, als er vor dem Plenum der Komintern feststellte, Faschismus an der Macht sei „die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals“.[22] Damit war gemeint, dass „bürgerliche Demokratie“ und Faschismus zwei verschiedene Ausprägungen des Kapitalismus seien, diese Herrschaftsformen also auf der gleichen ökonomischen Basis beruhen würden: In dem Moment, in dem der Kapitalismus bedroht sei – etwa durch eine drohende revolutionäre Bewegung, wie in den frühen 1920er Jahren in Italien oder während der Weltwirtschaftskrise in Deutschland – wandele sich die bürgerliche Demokratie (teilweise auch nur als „pseudodemokratische Maske“ verstanden) zur faschistischen Diktatur, die auch mit brutalsten Mitteln die Kapitalverwertung aufrecht erhalten würde. Besonders ziele dazu die faschistische Diktatur auf die Zerschlagung der Arbeiterbewegung mit all ihren Organisationen. In marxistischer Interpretation wird der deutsche Nationalsozialismus als eine spezifische Form des Faschismus verstanden.

Quelle: Wikipedia
[/QUOTE]
Synergie[URL=http://www.test.de/themen/bildung-soziales/meldung/Urteil-zu-Hartz-IV-Ein-Euro-Jobs-Nachtraeglich-voller-Lohn-4227377-4227379/?at=likeCount#]Zur Abwechslung > KLICKEN[/URL]

Viel Erfolg.

MfG
Ronin76Tja, meine Wenigkeit war nie 1-Euro zwangsarbeiten. Ein paar Gutmenschen von der Caritas aber auch der ARGE waren von meiner ablehnenden Haltung ziemlich brüskiert. Mögen sie zur Hölle fahren.
Ronin76Vor drei Tagen gab es im Frankfurter Jobcenter (ARGE) wegen weniger als 50 Euro einen Konflikt bei dem dann die 39-jährige Kundin mit einer Heckler & Koch P30 von der Polizei erschossen wurde. Mannstoppende Muniton ist eben in den meisten Fällen auch tödlich. Solche Vorfälle gibt es regelmäßig, wenn auch eher selten, und auch eher selten kommen sie überhaupt in den Medien. Ich finde es gut, daß sich endlich mal wieder jemand gewehrt und nicht Alles stillschweigend hingenommen hat. Wenn es ums nackte Überleben geht auch verständlich, mich wundert es eh daß da nicht mehr passiert. Eigentlich schade daß die Kugel nicht die Jobcenter-Angestellte getroffen hat, wenn es denn schon Tote geben muß. Das stille Sterben der Obachlosen und Arbeitslosen wird ja bundesweit toleriert, oft sogar mit Wohlwollen betrachtet, es sei denn der Zug kommt deshalb zu spät. Wenn aber mal Beamte angegriffen werden, gibts halt gleich einen Medienbericht und Empörung.

[url]http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1645143/Polizei-erschiesst-Arbeitslose-in-Jobcenter.html[/url]

[url]http://wirtschaftsthemen.net/politik/deutschland/blutbad-im-jobcenter-hartz-iv-empfaengerin-starb-wegen-50-euro/007908.html[/url]
ScheolJeder der mal beim Amt war, und wenn es nur darum ging Kindergeld anzumelden, weiß, welch asoziales Pack da bedienstet ist. Und zwar flächendeckend. Auch mir ging da schon das Messer in der Tasche auf.

Allerdings kenne ich die Hintergründe hierzu nicht.

Wie kann es sein, dass überall in Deutschland Menschen in einem Zentrum arbeiten mit einer derart schlechten Kinderstube. Ich glaube, die werden darauf trainiert. Anders kann ich mir das nicht vorstellen.
KampfsauDu bist auch nicht mehr ganz sauber im Kopf.


[QUOTE]Eigentlich schade daß die Kugel nicht die Jobcenter-Angestellte getroffen hat, wenn es denn schon Tote geben muß. [/QUOTE]

Wie kann man sowas nur schreiben? Das ist ja richtig widerlich. Tu kennst weder die Sachbearbeiterin, noch die Arbeitslose also solltest du dir solche Kommentare sparen.

Vor allem dieses wirtschaftsthemen.net ist mir sehr suspekt.

Sie zog "vermutlich aus Verzweiflung ein Messer aus ihrer Handtasche"

Welcher seriöse Berichterstatter schreibt denn sowas? Ich kann ja genausogut sagen ich habe den alten Mann verprügelt und ausgeraubt, weil er mich mit seinem Wohlstand provoziert hat.

Welche normale Frau trägt denn überhaupt ein Messer in ihrer Handtasche mit herum. So eine habe ich bisher jedenfalls noch nicht getroffen.


Also bitte, es werden viele ungerechte Kürzungen vorgenommen aber für mich wird die Grenze eindeutig überschritten, wenn man anderen ein Messer in den Bauch rammt.

Allein schon der Titel "Hartz 4 Empfängerin starb wegen 50 Euro"

Sie starb nicht wegen 50 Euro, sondern weil sie angeschossen wurde und sie wurde angeschossen, wegen eines gefährlichen Messerangriffes.

Und dann noch Zeilen wie

[QUOTE]Für Sozialbeamte in Hessen mit einem Gehalt von bis zu 5.500 Euro!, mit einem bombensicheren Job auf Lebenszeit, Pension, 13. und 14. Gehalt sowie fetten Boni sind 50 Euro Peanuts.[/QUOTE]

Erstmal bekommt nicht jeder Beamte 5500 Euro, das ist einem nach 30 Jahren Berufserfahrungen und in einem der höchsten Beförderungsämter der Laufbahn vorbehalten aber das ist auch nicht wichtig.

Es geht doch primär darum ,zu sagen, der Staat ist böse, Beamten haben keine Seele und interessieren sich nicht für die Belange des kleinen Mannes und die Arbeitslosen sind immer das Opfer.

Und natürlich wird noch etwas ganz Wichtiges vergessen. Der Frau wurden die 50 Euro gar nicht verwehrt, der Streit drehte sich eigentlich alleine darum, ob die Arbeitslose das Geld in Bar erhält oder ob es ihr überwiesen wird.

Aber danke Ronin, jetzt weiß ich, dass ich in Zukunft nicht mehr auf deine Beiträge reagiere, dabei kommt sowieso nichts Vernünftiges heraus.

[QUOTE]Jeder der mal beim Amt war, und wenn es nur darum ging Kindergeld anzumelden, weiß, welch asoziales Pack da bedienstet ist. Und zwar flächendeckend. Auch mir ging da schon das Messer in der Tasche auf.[/QUOTE]

Stimmt wohl häufig genug. Leute die eine relativ stressfreie und gesicherte Existenz suchen, ohne viel Leistung dafür bringen zu müssen.

Aber naja, soviel Probleme hatte ich mit meinen Sachbearbeitern eigentlich nicht, mit der Kindergeldkasse schon. Mit den Leuten vom Sozialamt oder der Agentur für Arbeit hatte ich hingegen deutlich weniger Probleme,eigentlich keine bisher.

Die waren immer freundlich und hilfreich.

[QUOTE]Wie kann es sein, dass überall in Deutschland Menschen in einem Zentrum arbeiten mit einer derart schlechten Kinderstube. Ich glaube, die werden darauf trainiert. Anders kann ich mir das nicht vorstellen.[/QUOTE]

Ich glaube das passiert immer recht häufig, wenn Leute in einem Dienstleistungsberuf arbeiten, wenn sie eigentlich nicht für Dienstleistungen geschaffen sind.

Wenn das dann auch noch gepaart ist mit der Macht über andere, ist es bis zur Unfreundlichkeit kein weiter weg mehr.

Was glaubst du wie manche Kassiererinnen bei Edeka über Kunden reden, wenn keine Kunden da sind? Wie Polizisten über manches Klientel reden, was Sprechstundenhilfen und Ärzte heimlich über Patienten sagen?

Für manche Menschen ist es wohl nicht notwendig aber die meisten Menschen sind egoistisch und faul und werden das auch ausleben, wenn man ihnen genug Raum dafür verschafft.

Andererseits ist es natürlich wirklich erschreckend, was da für Leute permanent die Sozial- und Arbeitsämter heimsuchen. Das würde meine Laune auch runterziehen aber naja, ich bin immer freundlich zu den Beamten, vielleicht lassen die ihren Frust auch mal unberechtigter Weise an mir aus aber eigentlich werde ich auch immer so behandelt,wie ich die anderen behandele.

Trotzdem, das beste um dieses Stress zu meiden, ist nie zu diesen Ämtern zu müssen.
Scheol[QUOTE]Erstmal bekommt nicht jeder Beamte 5500 Euro, das ist einem nach 30 Jahren Berufserfahrungen und in einem der höchsten Beförderungsämter der Laufbahn vorbehalten aber das ist auch nicht wichtig.[/QUOTE]

Trotzdem wirkt es auf einen Bedürftigen immer blöde, wenn jemand mit einem recht hohem Gehalt darüber entscheidet, ob man nun die 10€ zusätzlich bekommt (welche einem per Gesetz eigentlich zustehen) oder nicht.

Der Bericht auf der Seite ist durchweg schlecht. Da gebe ich dir Recht.

[QUOTE]Die waren immer freundlich und hilfreich.[/QUOTE]

Zu mir nicht. Und ich bezog keine Leistungen, sonder ging zu den obligatorischen Terminen. Wollte Arbeit, habe um Stellen gefleht, habe den H4-Antrag abgelehnt den man mir auf den Tisch gelegt hatte, wurde behandelt wie Dreck.

Einmal holte mich ein Freund ab, nachdem ich Kindergeld beantragt hatte. Er wollte wissen wo die Toiletten sind und wurde von der Info-Dame regelrecht angepöbelt.

[QUOTE]Was glaubst du wie manche Kassiererinnen bei Edeka über Kunden reden, wenn keine Kunden da sind? Wie Polizisten über manches Klientel reden, was Sprechstundenhilfen und Ärzte heimlich über Patienten sagen?[/QUOTE]

Aber diese Kassiererin schafft es trotzdem höflich zu bleiben. Das im Pausenraum geredet wird ist nur allzu menschlich.

Sicher läuft da das ein oder andere Gesindel auf "Kundenseite" herum. Das rechtfertigt aber nicht jedes Verhalten.

[QUOTE]Ich glaube das passiert immer recht häufig, wenn Leute in einem Dienstleistungsberuf arbeiten, wenn sie eigentlich nicht für Dienstleistungen geschaffen sind. Wenn das dann auch noch gepaart ist mit der Macht über andere, ist es bis zur Unfreundlichkeit kein weiter weg mehr.[/QUOTE]

Das klingt recht plausibel.

[QUOTE]Trotzdem, das beste um dieses Stress zu meiden, ist nie zu diesen Ämtern zu müssen.[/QUOTE]

Exakt.

Aber es lässt sich nicht immer vermeiden. Alleinerziehende Mütter kenne ich zu Genüge. Die haben echt ein Problem. Und werden genauso schlecht behandelt.
JulyaIch denke auch, daß viele Mitarbeiter der Argen und Jobcenter keine Ahnung haben, wie es auf der anderen Seite aussieht, denn sonst würden sie wohl öfter anders entscheiden, oder zumindest anders reagieren.
Vor Jahren brauchte ich auch mal für drei Monate die Hilfe der Arge. Einer der ersten Sätze des Sachbearbeiters war, daß ich ihn sicherlich bescheißen will und daß er es mir richtig schwer machen wird. Ich saß da mit offenem Mund und war echt perplex, zumal mir der Typ schnell erzählte, daß er eigentlich Autoverkäufer sei und nichts in der Richtung gelernt hätte, was er jetzt macht.
Letztlich hat er es mir mit Fristen, die einfach nicht zu schaffen waren, da Papiere von Dritten fehlten, verwehrt, daß ich Hilfe bekomme. Und das mit einer Unfreundlichkeit und Kaltschnäuzigkeit, die ich bisher nur in Argen, bzw Arbeitsagenturen erlebt habe.


Und btw, ich bin eine der Frauen, die immer ein Messer in der Handtasche hat. *g* :rolleyes:
Und obwohl ich dem Sachbearbeiter auch die Pest an den Hals gewünscht habe, finde ich es auch sehr unpassend, was Ronin schrieb.


Und noch ergänzend: Die besagte erschossene Frau war sehr wahrscheinlich drogensüchtig, denn die Stelle dort war für die Betreuung von Süchtigen und Wohnungslosen zuständig.
Davy Crockett...in diesem Regime drogensüchtig und wohnungslos zu werden, ist nun wahrlich keine große Kunst mehr...und der Bulle mit der "Lizenz zum Töten" in Form einer Heckler & Koch wird zu allem Überfluss dann vielleicht auch noch zum Helden hochstlisiert..so wie das Schwein, das damals Benno Ohnesorg umgelegt hat... und noch immer lässt sich das hirnamputierte Bunzelvolk von diesen Verbrechern wie Vieh antreiben, gängeln und herumkommandieren...für die tote Arbeitslose interessiert sich eh niemand - hätte es die Jobcenter-Angestellte erwischt oder hätte einer der beamteten Rockträger ins Gras gebissen -hätte sich die bürgerliche Hetzpresse sogleich wieder ganz in ihrem Element gefühlt und vor lauter gutmenschlichen Betroffenheitsbekundungen eingeschissen...

...denn ein Systemscherge, ganz gleich ob mit oder ohne Uniform gilt als "wertvoll", ein Arbeitsloser hingegen noch weniger als ein Reissack in China...
Ronin76@Kampfsau

[QUOTE]Du bist auch nicht mehr ganz sauber im Kopf.[/QUOTE]
Kann schon sein, bist du es denn ? Mit Sicherheit haben wir nicht die gleichen Moralvorstellungen.


[QUOTE]
Wie kann man sowas nur schreiben? Das ist ja richtig widerlich. Tu kennst weder die Sachbearbeiterin, noch die Arbeitslose also solltest du dir solche Kommentare sparen.
[/QUOTE]
Ich muß die auch gar nicht kennen, denn wieso sollte mich das für eine Meinung qualifizieren ? Mein Kommentar bezieht sich nicht auf persönliche Dinge sondern auf die Funktion und Gruppenzugehörigkeit der Betroffenen. Ich habe ja wie Scheol und viele Andere, obwohl im Endeffekt nur meine eigene Erfahrung zählt, auch fast ausschließlich die Erfahrungen gemacht, daß eben die Mitarbeiter der Jobcenter "asoziales Pack" sind. Und das nicht politisch, sondern inhaltlich laut dieser Definition, die sich auf den griechischen Ursprung des Wortes bezieht: "Nicht fähig oder nicht willig, in einer Gemeinschaft zu leben und einer solchen Gutes zu tun". Ich habe gesehen, daß es viele neue Angestellte in der hiesigen ARGE überhaupt nicht lange aushielten, entweder sie hatten selbst gekündigt oder sind gemobbt worden und am Ende scheint das eine Sammelstelle für eiskalte Psychopathen zu sein, die völlig entfremdet von Emotionen und einer sozialen Gesellschaft leben und handeln. Die emotional Gesunden, werden in einem solchen Umfeld dann entweder selbst krank und stumpfen völlig ab, oder sie suchen sich ein anderes Arbeitsumfeld. Zum "angepassten Menschen" [URL=http://www.youtube.com/watch?v=Dt09hfllNc8]Erich Fromm[/URL]

Dazu auch zum Prozeß der Entfremdung (von der Arbeit), wie ihn zB schon Karl Marx beschrieben hatte:

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Entfremdung[/url]
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Entfremdete_Arbeit[/url]

Ich erkenne an den Verhaltensweisen der Jobcenter-Mitarbeiter eine klare Entfremdung des Menschen vom Menschen und der Arbeit. Ein Produkt des immer stärker herrschenden Kapitalismus und der Abhängigkeit der Menschen vom Materiellen, das Ihnen im Zuge der kapitalistischen Enteignung vorenthalten und geraubt wurde.


[QUOTE]Vor allem dieses wirtschaftsthemen.net ist mir sehr suspekt.[/QUOTE]
Eine beliebige Google Quelle zu der Nachricht, die aber mal eine etwas andere Betrachtungsweise darstellt. Mit Sicherheit nicht ganz objektiv.


[QUOTE]Und natürlich wird noch etwas ganz Wichtiges vergessen. Der Frau wurden die 50 Euro gar nicht verwehrt, der Streit drehte sich eigentlich alleine darum, ob die Arbeitslose das Geld in Bar erhält oder ob es ihr überwiesen wird.

Aber danke Ronin, jetzt weiß ich, dass ich in Zukunft nicht mehr auf deine Beiträge reagiere, dabei kommt sowieso nichts Vernünftiges heraus.
[/QUOTE]
Hatte ich auch mal so gelesen, kann das jedoch nicht persönlich bezeugen. Wieso echauffierst du dich eigentlich nicht darüber, daß die Polizei völlig überreagiert und die Frau mit dem Messer erschossen hatte ? Wieso mußte es erst zu dieser Eskalation kommen ? Lernt die Polizei heute keine Deeskalation mehr, und weiß ihre Gewalt nicht gezielt einzusetzen ? Laut meiner Ansicht waren die Polizisten überhaupt nicht qualifiziert, aber dann dürften sie auch keine Schußwaffen tragen, das ist ja wie man sieht gemeingefährlich. Zum Glück wurde niemand anderst getroffen, doch wo ist der Anfang der Gewalt ? Die Verweigerung der Auszahlung in bar, oder der Messerangriff ? Die genauen Hinergründe wissen wir nicht, daher ist dein Beitrag genauso qualitativ und "vernünftig" wie Meiner.


[QUOTE]Welche normale Frau trägt denn überhaupt ein Messer in ihrer Handtasche mit herum. So eine habe ich bisher jedenfalls noch nicht getroffen.[/QUOTE]
Eine weitere Diskussion über die Definition von "normal" erspare ich uns hiermit. Es spricht jedenfalls überhaupt nichts dagegen ein Messer mit sich zu führen, und verboten ist es in vielen Fällen bis auf indizierte Waffen wie Butterflies, Springmesser, etc, auch nicht. Ich möchte daher auch gar nicht damit anfangen die Frau dafür rechtfertigen zu müssen. Ich trage übrigens immer zwei Fäuste (für ein Halleluhja) mit mir herum. Glaub mir, die können auch Waffen sein, müssen es aber nicht.


[QUOTE]Ich glaube das passiert immer recht häufig, wenn Leute in einem Dienstleistungsberuf arbeiten, wenn sie eigentlich nicht für Dienstleistungen geschaffen sind.[/QUOTE]
Dieser Umstand bzw Fakt kommt leider erschwerend hinzu. Da wurden einfach mal Telekom- und Post-Angestellte rekrutiert. Der durch Quoten und andere illegale und inoffizielle Methoden immer enger werdende Handlungsspielraum der Jobcenter-Mitarbeiter, der in der Praxis meistens gegen die Bedürftigen "Kunden" angewandt wird, auch Willkür genannt, tut dann sein Übriges. Gewinnmaximierung lässt sich eben nicht mit der Auszahlung von Leistungen vereinbaren. Der Mensch: Ein Rechenfaktor, eine Ware, ein Stück Fleisch.


[QUOTE]Trotzdem, das beste um dieses Stress zu meiden, ist nie zu diesen Ämtern zu müssen.[/QUOTE]
Volle Zustimmung. Im kapitalistischen Deutschland ist jedoch eine andere Option oftmals noch deutlich schlechter, bis hin zum kurzfristigen Tod. Arbeitslosigkeit ist nun mal mit ein Produkt der unfreien Marktwirtschaft, und dieser Verantworung entziehen sich Regierende und klassische Kapitalbesitzer immer mehr.

Muß es erst eine Quote von 20% Arbeitslosigkeit, bei 45% Jugendarbeitslosigkeit und der damit verbundenen Armut und Krankheiten kommen, damit sich hier etwas verändern kann, oder liegt die Hemmschwelle in Deutschland noch höher ?

[url]http://www.sueddeutsche.de/politik/proteste-vor-den-wahlen-spaniens-verlorene-generation-kaempft-um-ihre-zukunft-1.1100130[/url]



@Julya
[QUOTE]Und obwohl ich dem Sachbearbeiter auch die Pest an den Hals gewünscht habe, finde ich es auch sehr unpassend, was Ronin schrieb.[/QUOTE]
Weil ich lieber eine Jobcenter-Mitarbeiterin anstatt einer Arbeitslosen tot sehen würde ? Hast du denn nie solche Gedanken ? Nun, vielleicht war es auch besser so wie es war, weil die Arbeitslose von ihrer Abhängigkeit und sicherlich auch von viel Leid "erlöst" wurde. Dann wünsche ich der Polizistin und der Jobcenter-Mitarbeiterin noch ein sehr langes Leben, auf daß sie ganz alt werden und sehr langsam sterben werden. In einer Zukunft, wo gute Pflegeplätze nicht mehr bezahlbar sein werden und Alles immer relativ teurer und schwieriger wird. Auf ein langes Leben also.
JulyaIch -wünsche- niemandem den Tod. Auch nicht dem allerletzten Arge-Arschloch.

Diese Personen werden schon ihre Strafe bekommen. Sei es, damit leben zu müssen, jemanden getötet zu haben, oder sei es auf die Weise, daß sie ein beschissen langes Leben haben werden...
Ronin76Eine etwas naive Vorstellung. Von wem sollen sie denn ihre Strafe bekommen ? Es gab genügend Menschen, die nie irgendeine Strafe bekommen haben, obwohl sie Mitmenschen sehr geschadet hatten. Vielleicht klappts ja im nächsten Leben, da werde ich Voodoo Priester.
Hellscream[QUOTE] geschrieben von Scheol
Ich glaube, die werden darauf trainiert. Anders kann ich mir das nicht vorstellen.
[/QUOTE]

Ja, nach dem Konzept des „Der aktivierende Sozialstaats“. Hört sich nett an, ist es aber nicht.
Zu anderem ist mir mal zu Ohren gekommen, das das Personal erstens, nicht richtig ausgebildet sei, zum zweiten übermäßig belastet ist, sowie Institutionell stark unter Druck gesetzt wird.

[QUOTE] geschrieben von Julya
Und noch ergänzend: Die besagte erschossene Frau war sehr wahrscheinlich drogensüchtig, denn die Stelle dort war für die Betreuung von Süchtigen und Wohnungslosen zuständig.[/QUOTE]

Für solche Stellen sollte dann auch entsprechend, qualifiziertes Personal eingesetzt werden. Ich weiß natürlich nicht was für Personal dort sitzt, aber wenn das „normale“ Sachbearbeiter wären, sind solche Katastrophen abzusehen, vor allem in solchen Institutionellen Strukturen wie der ARGE.
Julya[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Eine etwas naive Vorstellung. [/QUOTE]
Ja, mag sein. Dann bin ich naiv, aber eben kein Arschloch. Damit kann ich gut leben. :)

Hellscream, es wurde leider nicht gesagt, ob das speziell geschultes Presonal war. Aber ich kann es mir, ehrlich gesagt, nicht vorstellen, wenn schon in der "normalen" Arge asoziale Autoverkäufer arbeiten...
Hellscream[QUOTE] geschrieben von Julya
Hellscream, es wurde leider nicht gesagt, ob das speziell geschultes Presonal war. Aber ich kann es mir, ehrlich gesagt, nicht vorstellen, wenn schon in der "normalen" Arge asoziale Autoverkäufer arbeiten...
[/QUOTE]

Ich mir auch nicht, wollte es nur nicht pauschal unterstellen.
Scheol[QUOTE]...in diesem Regime drogensüchtig und wohnungslos zu werden, ist nun wahrlich keine große Kunst mehr...und der Bulle mit der "Lizenz zum Töten" in Form einer Heckler & Koch wird zu allem Überfluss dann vielleicht auch noch zum Helden hochstlisiert..so wie das Schwein, das damals Benno Ohnesorg umgelegt hat... und noch immer lässt sich das hirnamputierte Bunzelvolk von diesen Verbrechern wie Vieh antreiben, gängeln und herumkommandieren...für die tote Arbeitslose interessiert sich eh niemand - hätte es die Jobcenter-Angestellte erwischt oder hätte einer der beamteten Rockträger ins Gras gebissen -hätte sich die bürgerliche Hetzpresse sogleich wieder ganz in ihrem Element gefühlt und vor lauter gutmenschlichen Betroffenheitsbekundungen eingeschissen... ...denn ein Systemscherge, ganz gleich ob mit oder ohne Uniform gilt als "wertvoll", ein Arbeitsloser hingegen noch weniger als ein Reissack in China...[/QUOTE]

Ich muss hierbei zustimmen. Auch wenn ich es anders ausgedrückt hätte.

[QUOTE]Ja, nach dem Konzept des „Der aktivierende Sozialstaats“. Hört sich nett an, ist es aber nicht. Zu anderem ist mir mal zu Ohren gekommen, das das Personal erstens, nicht richtig ausgebildet sei, zum zweiten übermäßig belastet ist, sowie Institutionell stark unter Druck gesetzt wird.[/QUOTE]

Das sie unter Druck gesetzt werden, habe ich von einer Argen-Bediensteten aus erster Hand erfahren. Die Frau war erst 2 Wochen dort, daher noch nicht genug indoktriniert.
Sie wollte auch deswegen wieder den Job wechseln, da sie die Anweisungen ihrer Vorgesetzten als wesentlich unerträglicher empfand, als den ein oder anderen Arbeitslosen, der ebenfalls keine Kinderstube genossen hat.

Aber der kleine Pis...Azubi, der dort rumlief, hatte schon die gleiche asoziale Mentalität, wie der Rest der Bauerntrottel. Sorry für die Wortwahl. Aber mit so einem Pack wie dort arbeitet, würde ich in der Bahn nicht den Sitzplatz teilen wollen.

[QUOTE]Ja, mag sein. Dann bin ich naiv[...][/QUOTE]

In dem Falle wäre ich auch lieber naiv.
Den Tod wünscht man nicht.

Aber den Spruch hätte ich mir sparen können, da man von mir ja nix anderes erwartet. :D



[QUOTE]Für solche Stellen sollte dann auch entsprechend, qualifiziertes Personal eingesetzt werden. Ich weiß natürlich nicht was für Personal dort sitzt, aber wenn das „normale“ Sachbearbeiter wären, sind solche Katastrophen abzusehen, vor allem in solchen Institutionellen Strukturen wie der ARGE.[/QUOTE]

Das sehe ich genauso. Nicht jeder Drogensüchtige landet auf dem Strich. Und gerade die Arge kann dafür sorgen, dass es auch nicht soweit kommt. Man kann aber von einem Sachbearbeiter, selbst mit hervorragender Erziehung, nicht verlangen, sachgemäß mit solchen Menschen umzugehen.

Daher wäre entsprechendes Personal dringend anzuraten.
Ronin76[QUOTE]Ich glaube, die werden darauf trainiert. Anders kann ich mir das nicht vorstellen.[/QUOTE]
In der lokalen ARGE-Jobcenter ist seit vielen Jahren jeden Freitag "Teamsitzung". Dort werden dann auch die harten Fälle von Kunden besonders gennant und sozusagen auf die Abschußliste gesetzt. Kunden die Widerspruch einlegen und nicht alles mit sich machen lassen und bei denen die Mitarbeiter mit legalen Mitteln nicht weiterkommen. Auch die Monats- und Jahresquoten werden dort immer angesprochen und hierarchisch Druck ausgeübt. Das Wort Kunde ist natürlich in Neusprech zu verstehen, denn ein Kunde ist bei einer ARGE-Jobcenter das Gegenteil von König. Früher, als Propaganda noch nicht so ausgereift war, wurden sie einfach Volksschädlinge, Arbeitsscheue oder Asoziale genannt und offenkundig stigmatisiert und verleumdet. Bei Neukunden wird dieser Schein gerne gewahrt, soll ja nicht gleich Jeder mitbekommen, wie es in der Lagerverwaltung zugeht. Jedoch spätestens wenn die EGV dummerweise unterschrieben wurde, schnappt die Falle zu und geheuchelte Freundlichkeit ist dann nicht länger nötig.


[QUOTE]Den Tod wünscht man nicht.[/QUOTE]
Killerphrasen waren schon immer das Mittel der Wahl, wenn kreative Diskussionsprozesse verhindert werden sollen und Argumente fehlen. Wieso wünscht man denn den Tod nicht und wer ist "man" ? Ich wünsche so einigen Menschen den Tod, der so oder so irgendwann eintreten wird, und damit ist dein Scheinargument schon widerlegt.
Scheol[QUOTE][...] und damit ist dein Scheinargument schon widerlegt.[/QUOTE]

Sorry Ronin, aber das Grundrecht auf Leben hast du nicht infrage zu stellen.

Wer den Tod wünscht bestätigt damit nur seine eigene Handlungsunfähigkeit Dinge an sich und der Welt zu verbessern. Es ist ein Zugeständnis des eigenen Scheiterns.
Und außerdem zeugt es von einer faschistischen Grundhaltung, da man in wertvolle und nutzlose Menschen einteilt, obwohl [B]man[/B] mit seiner Subjektivität dazu nicht berechtigt ist.

Das hatten wir schon mal mit Bin Laden.


Das die Arge bewusst Menschen in den Abgrund treibt, sie bewusst fertig macht um sie zu brechen, ist allgemein bekannt. Ich verurteile die jetzige Funktionsweise des Amtes auf's Schärfste. Es ist menschenunwürdig, unsozial und wider der Menschenrechte.
Ronin76[QUOTE]Sorry Ronin, aber das Grundrecht auf Leben hast du nicht infrage zu stellen.[/QUOTE]
Das ist schon wieder eine Killerphrase. Leere Phrasendrescherei. Man kann ALLES in Frage stellen und im Gegensatz zu dir tue ich das auch. Der Tod wird immer viel zu negativ betrachtet, dabei gibt es den Tod eigentlich überhaupt nicht. Der Tod ist ein Fantasiegebilde der Menschen, um eine Wissenslücke auszustopfen. Wenn du den Tod als etwas Negatives betrachtest, betrachtest du dich selbst als etwas Negatives und diese Betrachtungsweise ist dazu noch subjektiv und es steckt auch eine gehörige Portion Angst und daraus resultierender Haß in ihr. Darum wirst du Alles tun um den Tod zu verteufeln und das was du als Leben betrachtest über alles zu loben und zu beschützen. Das halte ich für ein gewaltiges Ungleichgewicht und eine sehr einseitige Betrachtungsweise von Existenz.

Du unterscheidest damit subjektiv und unterteilst in gut (Leben) und schlecht (Tod) und bist damit laut deiner eigenen Definition ein Faschist und tust etwas Unberechtigtes. Welches Recht eigentlich ? Nimmst du dir denn nicht einfach dieses Recht ? Am Ende ist doch jeder selbst sein Recht, denn Recht wird sich immer genommen. Fazit daraus, bevor man mit irgendwelchen subjektiven Moralkeulen kommt: Man kann tun und lassen wie man es selbst am Besten hält, denn letztendlich ist Alles was man denkt und wahrnimmt subjektiv. Laut deiner Logik wäre man dann jedoch völlig handlungsunfähig, da unberechtigt. Diese Handlungsunfähigkeit wird jetzt von dir bestimmt mit dem Wort von Faktor X, nämlich eines erfundenen Gottes ausgefüllt werden, weil es auf alle offenen Fragen die passende Antwort liefert. Verantwortung bedeutet jedoch zu handeln, und auch mal etwas Unbequemes zu äußern. Tabus aufzubrechen, die vor lauter Verantwortungslosigkeit und Passivität entstanden sind.

Nur zu Verurteilen hilft leider überhaupt nicht weiter, seit mehr als 5 Jahren wird angeblich das Unsozialsystem Hartz-IV von vielen Seiten verurteilt, doch geändert hat sich rein gar nichts. Im Gegenteil, es ist noch schlimmer geworden. Im Dritten Reich wurde ja angeblich auch immer so viel verurteilt, aber dagegen gemacht haben die Allerwenigsten etwas, es wurde halt viel geredet und wenn man genauer hinschaut, war die Mehrheit für das menschenfeindliche System das wie H4 auf der Ausbeutung von Schwächeren beruht hatte, denn sie hatten davon profitiert. Nicht wenige dieser angeblichen Kritiker sind direkte Profiteure und beschäftigen zB 1-Euro Jobber, womit sie auch die Agenda 2010 unterstützen. Caritas und Diakonie, um mal zwei mir bekannte Namen zu nennen. Bei Kirchen ist Heuchelei nun mal an der Tagesordnung und sie haben darin eine lange Tradition.
Hellscream[QUOTE] geschrieben von Ronin76
gibt es den Tod eigentlich überhaupt nicht. Der Tod ist ein Fantasiegebilde der Menschen, um eine Wissenslücke auszustopfen. Wenn du den Tod als etwas Negatives betrachtest, betrachtest du dich selbst als etwas Negatives und diese Betrachtungsweise ist dazu noch subjektiv und es steckt auch eine gehörige Portion Angst und daraus resultierender Haß in ihr. Darum wirst du Alles tun um den Tod zu verteufeln und das was du als Leben betrachtest über alles zu loben und zu beschützen. Das halte ich für ein gewaltiges Ungleichgewicht und eine sehr einseitige Betrachtungsweise von Existenz.

Du unterscheidest damit subjektiv und unterteilst in gut (Leben) und schlecht (Tod) und bist damit laut deiner eigenen Definition ein Faschist und tust etwas Unberechtigtes. Welches Recht eigentlich ? Nimmst du dir denn nicht einfach dieses Recht ? Am Ende ist doch jeder selbst sein Recht, denn Recht wird sich immer genommen. Fazit daraus, bevor man mit irgendwelchen subjektiven Moralkeulen kommt: Man kann tun und lassen wie man es selbst am Besten hält, denn letztendlich ist Alles was man denkt und wahrnimmt subjektiv. Laut deiner Logik wäre man dann jedoch völlig handlungsunfähig, da unberechtigt. Diese Handlungsunfähigkeit wird jetzt von dir bestimmt mit dem Wort von Faktor X, nämlich eines erfundenen Gottes ausgefüllt werden, weil es auf alle offenen Fragen die passende Antwort liefert. Verantwortung bedeutet jedoch zu handeln, und auch mal etwas Unbequemes zu äußern. Tabus aufzubrechen, die vor lauter Verantwortungslosigkeit und Passivität entstanden sind.[/QUOTE]

Da der Tod mit der physikalischen Vernichtung einhergeht, kann man nicht von etwas gänzlich herbei phantasiertem reden, um es zu relativieren. Der Tod ist ein Teil des Lebens, mehr noch letztendliche Kausalität dessen. Wie man aber dazu kommt ihn als Teil von sich selbst anzusehen, weiß ich nicht, viel mehr würde ich eine absolute Negation des Selbst als Teil des Todes ausmachen. Die Dinge die wir wahrnehmen teilen wir immer in subjektive Gegensätze auf, nicht nur in gut und schlecht sondern, auch in schön und hässlich, hell und dunkel, süß und bitter, mild und scharf, erregend und trist und so weiter. Wie man das mit Faschismus in Verbindung bringt ist mir zweifelhaft. Schlimm wird es erst wenn jemand daher kommt, welcher einem zwielichtigem Objektivismus verfallen ist.
Davy Crockett...die Ideologie der Hartz IV - Apologeten und Systemgutmenschen - wie beispielsweise Thilo Sarrazin - baut ja nicht zuletzt auch - ganz unverhohlen auf den Therorien der NS-Sozialeugeniker und deren Vorläufern auf - wonach etwa Harz IV wie der Kapitalismus überhaupt, lediglich auf eine Weiterführung der natürlichen Selektion mit anderen Mitteln hinauslaufe...nach dieser sozialdarwinistischen Lesart, die es im übrigen bei sämtlichen Systembefürworten gibt, sind die Armen dumm und die Reichen intelligent...mehr noch, es besteht eine 100 prozentige Korrelation und ein unmittelbarer Kausalzusammenhang: die Reichen sind reich, weil sie intelligent genug sind, es im kapitalistischen System "zu etwas gebracht" zu haben, die allen Menschen unterstellte "Chancengleicheit" für sich genutzt zu haben....doch bereits hier beisst sich die Katze in den Schwanz: denn wenn die "Dummen" von Natur aus dumm sind, wird ihnen gar nicht erst die Chance eingeräumt, es den vermeintlich "Intelligenten" gleichzutun...nach kapitalfaschistischer Lesart ist der "dumm Geborene" ja gar nicht dazu befähigt, seine "naturgebenen" Defizite an (kapitalistischer) "Intelligenz" zu überwinden...mal davon abgesehen, dass die unterstellte, ideelle "Chancengleichheit" aller Menschen ein ganz übles Märchen ist, das den Kapitalistenverbrechern als Legitimation für Hierarchie- und Konkurrenzdenken und damit für die ganz realen Besitz- und Machthierarchien innerhalb der imperialistischen Gesellschaft dient...wird es bereits von seinen eigenen Verfechtern, von Sarrazin und anderen Apologeten des Kapitals, - wenngleich auch ungewollt - als Unfug wiederlegt...natürlich merkt ein von "Dysgenik" schwafelnder Vollspacke wie Sarrazin überhaupt nicht, dass seine gesamte Hartz IV Apologetenlogik auf derartigen Widersprüchen aufgebaut ist und er sich damit permanent selbst ein Bein stellt...

...die "Intelligenten" sind also reich, weil sie intelligent, die "Dummen" arm, weil sie dumm sind...soso...und wie soll es dann möglich sein, dass Sarrazin selbst in diesem System ganz weit "oben" mitschwimmt und seinen braunen Moralinbrei anrühren darf...? wie passt dieser denkwürdige Umstand in das von ihm und seinen Mitverbrechern gezeichnete Bild...? denn nach eigener Definition kann es mit den "überlegenen" Genen bei einer Witzfigur wie ihm, einem Opportunisten, Radfahrer und Schleimer, der - ebensowie seine Klassen-Kameraden - allein durch Lüge und Betrug dort angelangen konnte, wo er ist - ja nicht allzu weit her sein...ein Analphabet, der noch nicht einmal die deutsche Sprache beherrscht, der keinen einzigen Satz flüssig aussprechen kann... eine solche Missgeburt unterstellt also Arabern, Muslimen Türken - und natürlich auch "einheimischen" Arbeitslosen - "niedere Gene" und Dummheit...dabei wäre eine Ratte wie Sarrazin im von ihm für seine vorbildliche "Sozialhygiene" bewunderten 3. Reich - oder einem anderen Regime, das mit der Selektion "dysgenischer" Elemente Ernst gemacht hätte - sicherlich als einer der esten in den Genuss sozialeugenischer Massnahmen gekommen...
weisskreutz@ Ronin

Nur um an dieser Stelle auf den eingeschlafenen "Zukunft des Sozialismus"-Thread zu verweisen:
Genau wegen solchen Einstellungen ist der Soz. eben doch ein Menschenfresser.
Man überlege sich: Die Tatsache dass diese Arge-Mitarbeiterin für dich ein exemplarisches Feindbild dieser hirnlosen Klassenkampf-Ideologie ist, mach sie vernichtungswürdig. Sie soll am besten sterben, weil sie nicht so handelt, wie die sehr geehrten Linksextremen es gerne hätten.

Desweiteren: Die Tatsache, dass die Frage nach Barauszahlung oder Überweisung von 50€ (d. h. die Faulheit einer Person, sich zum Automaten zu bequemen) für dich schon eine derart untragbare Unterdrückungshandlung des Sozialstaats darstellt, und für dich ausreichender Anlass ist, sich mit Waffengewalt dagegen zu "wehren", zeigt doch wiedermal auf welch hohem Niveau hier geklagt wird.
Nicht Hunger ist Anlass für "revolutionäre Handlung", sondern die Tatsache ein paar hundert Schritte zum nächsten Automaten laufen zu müssen.

Ich stimme deinen Beiträgen selten zu, aber i.d.R. haben sie doch eine gewisse Qualität. Diesmal allerdings hast du dich menschlich, wie intelektuell auf ein moriturisches Niveau begeben...
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Das ist schon wieder eine Killerphrase. Leere Phrasendrescherei. Man kann ALLES in Frage stellen und im Gegensatz zu dir tue ich das auch. Der Tod wird immer viel zu negativ betrachtet, dabei gibt es den Tod eigentlich überhaupt nicht. Der Tod ist ein Fantasiegebilde der Menschen, um eine Wissenslücke auszustopfen. Wenn du den Tod als etwas Negatives betrachtest, betrachtest du dich selbst als etwas Negatives und diese Betrachtungsweise ist dazu noch subjektiv und es steckt auch eine gehörige Portion Angst und daraus resultierender Haß in ihr. Darum wirst du Alles tun um den Tod zu verteufeln und das was du als Leben betrachtest über alles zu loben und zu beschützen. Das halte ich für ein gewaltiges Ungleichgewicht und eine sehr einseitige Betrachtungsweise von Existenz.

Du unterscheidest damit subjektiv und unterteilst in gut (Leben) und schlecht (Tod) und bist damit laut deiner eigenen Definition ein Faschist und tust etwas Unberechtigtes. Welches Recht eigentlich ? Nimmst du dir denn nicht einfach dieses Recht ? Am Ende ist doch jeder selbst sein Recht, denn Recht wird sich immer genommen. Fazit daraus, bevor man mit irgendwelchen subjektiven Moralkeulen kommt: Man kann tun und lassen wie man es selbst am Besten hält, denn letztendlich ist Alles was man denkt und wahrnimmt subjektiv. Laut deiner Logik wäre man dann jedoch völlig handlungsunfähig, da unberechtigt. Diese Handlungsunfähigkeit wird jetzt von dir bestimmt mit dem Wort von Faktor X, nämlich eines erfundenen Gottes ausgefüllt werden, weil es auf alle offenen Fragen die passende Antwort liefert. Verantwortung bedeutet jedoch zu handeln, und auch mal etwas Unbequemes zu äußern. Tabus aufzubrechen, die vor lauter Verantwortungslosigkeit und Passivität entstanden sind.

Nur zu Verurteilen hilft leider überhaupt nicht weiter, seit mehr als 5 Jahren wird angeblich das Unsozialsystem Hartz-IV von vielen Seiten verurteilt, doch geändert hat sich rein gar nichts. Im Gegenteil, es ist noch schlimmer geworden. Im Dritten Reich wurde ja angeblich auch immer so viel verurteilt, aber dagegen gemacht haben die Allerwenigsten etwas, es wurde halt viel geredet und wenn man genauer hinschaut, war die Mehrheit für das menschenfeindliche System das wie H4 auf der Ausbeutung von Schwächeren beruht hatte, denn sie hatten davon profitiert....[/B][/QUOTE]

...denn das ist ein durchaus entscheidender Punkt: die Frage nämlich, ob das "Leben" als solches, losgelöst von seinen (materiellen) Rahmenbedingungen, als "Wert für sich" überhaupt unter allen Umständen gesehen werden kann/darf...denn ich sage hier: Nein. "Leben" ist kein Absolutes, kein "Ding an sich", das keiner Hinterfragung, keiner Infragestellung seiner selbst wie seiner Umstände bedarf...mit zu o.g. Programm gehört bei Sarrazin und Co. natürlich auch ein altbekannter kapitalistischer, auf christliche Lehren zurückgreifender, widerlicher Lebensfaschismus - wonach das "Leben" etwas ist, das wie alle menschlichen Aktivitäten allein im Rahmen der kapitalistischen Produktionsweise einen "Sinn" - oder um in einer dem Kapitalismus angemesseneren Terminologie zu verbleiben -einen "Wert" haben darf...

...das "Individuum" hat dabei natürlich seine Interessen in jedem Fall hintenanzustellen (mit Ausnahme der Kapitalbesitzer, versteht sich...) - und sich bedingungslos jenen der arisch-völkisch-kapitalistischen BRD-Volksgemeinschaft als deren Bittsteller und Sklave unterzuordnen...Sarrazin konstatiert daher irgendwo auch ganz im Brustton der Überzeugung eine " allgemeine Lebensverdrossenheit" bei Hartz IV- Empfängern und anderen vom System stigmatisierten, sozial wie materiell enteigneten "Randgruppen"...hier macht er bei aller sonstigen ideologischen Verblendung womöglich eine durchaus zutreffende Beobachtung, sieht aber sogleich wieder den Wald vor lauter Bäumen nicht, da er sofort wieder vor dem Problem steht, sie in seinen äusserst beschränkten, sozialfaschistischen Denkhorizont eingliedern zu müssen - was innerhalb der faschistischen Logik wiederum nichts anderes bedeutet, alsdass Ursache und Wirkung vertauscht gesehen werden: denn [I]selbstverständlich wird jeder Mensch, der eingesperrt, ausgebeutet, materiell enteignet wird, der jeder Hoffnung auf ein materiell wie geistig erfülltes Leben beraubt ist, früher oder später ganz unweigerlich depressiv werden und das eigene Leben, wie das "Leben" generell hinterfragen und seinen "Wert" relativieren![/I]
gps12121981[QUOTE][i]Original geschrieben von Davy Crockett [/i]
...die Ideologie der Hartz IV - Apologeten und Systemgutmenschen - wie beispielsweise Thilo Sarrazin - baut ja nicht zuletzt auch - ganz unverhohlen auf den Therorien der NS-Sozialeugeniker und deren Vorläufern auf - wonach etwa Harz IV wie der Kapitalismus überhaupt, lediglich auf eine Weiterführung der natürlichen Selektion mit anderen Mitteln hinauslaufe...nach dieser sozialdarwinistischen Lesart, die es im übrigen bei sämtlichen Systembefürworten gibt, sind die Armen dumm und die Reichen intelligent...[/QUOTE]

Vorhin gelesen:

[b]"Von 2006 bis 2010 stieg die Anzahl der zu psychologischen Tests verpflichteten Hartz-IV-Empfängern auf fast 64.000 an."[/b]

Nicht systemtaugliche "Querulanten" gelten somit als "geistig behindert" werden ins SGB XII abgeschoben wodurch widerum Gelder eingespart werden. Pervers.
MephistoXDer Fehler liegt doch bei der SPD, die den Kram vor Jahren eingeführt hat ohne sich genauer mit den Folgen zu Beschäftigen.

Es gibt Leute, die können wirklich nicht Arbeiten, und für die ist 400€ Hartz4 ziemlich happig.

Und dann gibt es solche Hartzers, [b]die Arbeiten können, aber es nicht wollen[/b], die ein großes Haus, einen Fernseher, paar Computer und ein Auto haben und monatlich über 3000€ beziehen, nur weil sie 4 Kinder haben.

In Deutschland braucht man keine Arbeit, nur massig Kinder um dickes Kindergeld zu kassieren.
Solche Leute sind Parasiten und gehören abgeschoben.

Jemand, der Arbeiten will, aber nach vergeblich langer Suche immer noch keinen Job hat, kann man hingegen nicht verfluchen.
JulyaOhmann... eigentlich wollte ich sagen, daß ich selten solch einen Müll gelesen habe, aber das stimmt nicht. Es gibt leider immer wieder Leute, die diesen Nonsens verbreiten.
Das ist so weit hergeholt, daß es sich kaum lohnt, auf jeden einzelnen Blödsinn einzugehen.
MephistoXWeit hergeholt? Das sind Erfahrungen. :eek:
Und du hast [b]auch[/B] paar Monate auf Gemeinde- und Stadtverwaltungen gearbeitet, ja?
Ansonsten Klappe halten. :q

(Ja, ich kann auch blöd werden, wenn ich derart arrogant angezickt werde!)
gps12121981[QUOTE]
Und dann gibt es solche Hartzers, [b]die Arbeiten können, aber es nicht wollen[/b][/QUOTE]

Franz Müntefering-Fan?

"Wer nicht arbeiten will solll auch nicht essen."
Hellscream[QUOTE] geschrieben von weisskreutz
@ Ronin

Nur um an dieser Stelle auf den eingeschlafenen "Zukunft des Sozialismus"-Thread zu verweisen:
Genau wegen solchen Einstellungen ist der Soz. eben doch ein Menschenfresser.
[/QUOTE]

Bequem ist natürlich der Gegenpart der auch ein Menschenfresser ist aufgrund ganz banaler Sachzwänge (Gier)! Aber es ist richtig, Ronin begibt sich hier auf den Weg in Abgründe.

[QUOTE] geschrieben von gps12121981
"Von 2006 bis 2010 stieg die Anzahl der zu psychologischen Tests verpflichteten Hartz-IV-Empfängern auf fast 64.000 an."

Nicht systemtaugliche "Querulanten" gelten somit als "geistig behindert" werden ins SGB XII abgeschoben wodurch widerum Gelder eingespart werden. Pervers
[/QUOTE]

Das Verwundert eigentlich nicht, wenn man sieht welchem Druck die Gesellschaft auf solche Menschen aufgebaut hat und in welchen Prekären Situationen hier Leben stattfindet.

[QUOTE] geschrieben von MephistoX
In Deutschland braucht man keine Arbeit, nur massig Kinder um dickes Kindergeld zu kassieren.
Solche Leute sind Parasiten und gehören abgeschoben.
[/QUOTE]

Märchenstunde mit Onkel Sarazene ähm Entschuldigung Sarrazin!

[QUOTE] geschrieben von MephistoX
Weit hergeholt? Das sind Erfahrungen.
Und du hast auch paar Monate auf Gemeinde- und Stadtverwaltungen gearbeitet, ja?
Ansonsten Klappe halten.[/QUOTE]

Bürokraten und Schreibtisch Täter immer das gleiche!
Gänzlich Empirie und Erfahrungsresistent!
JohnSteed@gps1212blabla


Oberschlau oder?


Was Mephisto uns sagen wollte, ist dass die Schröder-Gang lauter Unsinn in die Welt gesetzt hat, nachdem es angesichts der Kohlkatastrophe ein paar Vereinfachungen gebraucht hätte...
Die SPD hat aus der ihre eigenen Inkonsequenz heraus ein Bürokratiemonster erschaffen, kommt noch hinzu, dass die SPD traditionell deutschnational ist, somit ihr die Länder und die Kommunen am Arsch vorbeigingen/-gehen.
gps12121981[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
Was Mephisto uns sagen wollte, ist dass die Schröder-Gang lauter Unsinn in die Welt gesetzt hat, nachdem es angesichts der Kohlkatastrophe ein paar Vereinfachungen gebraucht hätte...
[/QUOTE]

Jemand, der CDU/FDP mit Einschränkungen für wählbar hält (MephistoX) sollte bei den Errungenschaften der Schröder Gang eigentlich einen Ständer bekommen.
Creobotra[COLOR=crimson]falls sich wer wundert, nur einem alten bekannten "tschüss" gesagt...[/COLOR]
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Solche Vorfälle gibt es regelmäßig, wenn auch eher selten, und auch eher selten kommen sie überhaupt in den Medien. Ich finde es gut, daß sich endlich mal wieder jemand gewehrt und nicht Alles stillschweigend hingenommen hat. Wenn es ums nackte Überleben geht auch verständlich, mich wundert es eh daß da nicht mehr passiert.[/QUOTE]Es zeigt aber auch, dass Gewalt immer Gegengewalt provoziert. Wirklich erfolgreich wird Gegenwehr erst dann, wenn es gelingt, aus der Gewaltspirale auszubrechen - so schwer das auch fallen mag.
[QUOTE]Eigentlich schade daß die Kugel nicht die Jobcenter-Angestellte getroffen hat, wenn es denn schon Tote geben muß.[/QUOTE]Jede(r) Tote ist eine(r) zuviel.
[QUOTE]Dazu auch zum Prozeß der Entfremdung (von der Arbeit), wie ihn zB schon Karl Marx beschrieben hatte:
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Entfremdung[/url]
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Entfremdete_Arbeit[/url]

Ich erkenne an den Verhaltensweisen der Jobcenter-Mitarbeiter eine klare Entfremdung des Menschen vom Menschen und der Arbeit. Ein Produkt des immer stärker herrschenden Kapitalismus und der Abhängigkeit der Menschen vom Materiellen, das Ihnen im Zuge der kapitalistischen Enteignung vorenthalten und geraubt wurde.[/QUOTE]Das beißt sich aber mit deinem über sie verhängten Todesfluch. Wenn die Sachbearbeiterin durch Kapitalismus und ihre Abhängigkeit davon entfremdet wurde, inwieweit hat sie dann persönliche Schuld?

[QUOTE][i]Original geschrieben von Julya [/i]
Ich denke auch, daß viele Mitarbeiter der Argen und Jobcenter keine Ahnung haben, wie es auf der anderen Seite aussieht, denn sonst würden sie wohl öfter anders entscheiden, oder zumindest anders reagieren.[/QUOTE]Da ist was dran. Wenn sie andererseits viel Ahnung von der anderen Seite haben, dann sind sie vielleicht nicht mehr lange in der Lage ihren Job zu machen und landen selbst auf der anderen Seite. Sie stecken genauso in einem Teufelskreis.
[QUOTE]Vor Jahren brauchte ich auch mal für drei Monate die Hilfe der Arge. Einer der ersten Sätze des Sachbearbeiters war, daß ich ihn sicherlich bescheißen will und daß er es mir richtig schwer machen wird.[/QUOTE]In solchen Fällen ist es blöd, wenn man die Hilfe wirklich braucht. Ansonsten kann man das Spielchen ja mal mitspielen (Ich hab das mal mit der Energieversorgung durchgezogen, die kamen dann mit Friedensangeboten.).
[QUOTE]Und obwohl ich dem Sachbearbeiter auch die Pest an den Hals gewünscht habe, finde ich es auch sehr unpassend, was Ronin schrieb.[/QUOTE]Dein Wunsch ist nicht humaner als der Ronins.
Ich habe in solchen Fällen den Leuten immer gewünscht, dass sie Opfer ihrer eigenen Aktivitäten werden, und genüsslich darüber nachgedacht, wie man das am besten in die Wege leiten könnte. Das hat mich dann meist schon beruhigt.
[QUOTE]Die besagte erschossene Frau war sehr wahrscheinlich drogensüchtig, denn die Stelle dort war für die Betreuung von Süchtigen und Wohnungslosen zuständig.[/QUOTE]Drogensüchtig sind doch hier so ziemlich Alle. Vor allem die "oberen Zehntausend" sind hochgradig spielsüchtig, sonst würden sie nicht an der Börse und anderswo spekulieren. Die Frau hatte wohl eher das Stigma, wohnunglos zu sein.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Davy Crockett [/i]
...in diesem Regime drogensüchtig und wohnungslos zu werden, ist nun wahrlich keine große Kunst mehr...und der Bulle mit der "Lizenz zum Töten" in Form einer Heckler & Koch wird zu allem Überfluss dann vielleicht auch noch zum Helden hochstlisiert ... für die tote Arbeitslose interessiert sich eh niemand - hätte es die Jobcenter-Angestellte erwischt oder hätte einer der beamteten Rockträger ins Gras gebissen -hätte sich die bürgerliche Hetzpresse sogleich wieder ganz in ihrem Element gefühlt und vor lauter gutmenschlichen Betroffenheitsbekundungen eingeschissen...[/QUOTE]Aber nun bleibt uns wahrscheinlich der in diesen Fällen gewöhnlich zelebrierte Betroffenheits-Gottesdienst erspart, der garantiert ein paar mehr Steuergelder verschlungen hätte als die 50 Euronen "Streitwert".

[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
Nicht jeder Drogensüchtige landet auf dem Strich. Und gerade die Arge kann dafür sorgen, dass es auch nicht soweit kommt. Man kann aber von einem Sachbearbeiter, selbst mit hervorragender Erziehung, nicht verlangen, sachgemäß mit solchen Menschen umzugehen. Daher wäre entsprechendes Personal dringend anzuraten.[/QUOTE]Was stellst du dir unter "sachgemäß mit solchen Menschen umzugehen" vor?
[URL="http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=1777187#post1777187"]So?[/URL] Oder eher [URL="http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment"]So?[/URL]
[QUOTE]Das die Arge bewusst Menschen in den Abgrund treibt, sie bewusst fertig macht um sie zu brechen, ist allgemein bekannt. Ich verurteile die jetzige Funktionsweise des Amtes auf's Schärfste. Es ist menschenunwürdig, unsozial und wider der Menschenrechte.[/QUOTE]Mit anderen Worten: kapitalistisch.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Nur zu Verurteilen hilft leider überhaupt nicht weiter, seit mehr als 5 Jahren wird angeblich das Unsozialsystem Hartz-IV von vielen Seiten verurteilt, doch geändert hat sich rein gar nichts. Im Gegenteil, es ist noch schlimmer geworden.[/QUOTE]Es gab halt keine wirkliche Opposition, als es von der "Sozialdemokratischen" Regierung eingeführt wurde.

[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
@ Ronin
Nur um an dieser Stelle auf den eingeschlafenen "Zukunft des Sozialismus"-Thread zu verweisen:
Genau wegen solchen Einstellungen ist der Soz. eben doch ein Menschenfresser.
Man überlege sich: Die Tatsache dass diese Arge-Mitarbeiterin für dich ein exemplarisches Feindbild dieser hirnlosen Klassenkampf-Ideologie ist, mach sie vernichtungswürdig. Sie soll am besten sterben, weil sie nicht so handelt, wie die sehr geehrten Linksextremen es gerne hätten.[/QUOTE]Lenin könnte man noch zugute halten, dass Marx' Arbeiten über "Entfremdung" erst nach seinem Tod veröffentlicht wurden (obwohl die Entfremdung auch schon im "Manifest" angesprochen wurde). Aber Ronin sollte doch wissen, dass die Arge-Mitarbeiterin eigentlich zum Proletariat gehört.
Kampf ist nicht gleich Krieg, und Überläufer sind besser als (tote) Helden auf Feindesseite.
[QUOTE]Die Tatsache, dass die Frage nach Barauszahlung oder Überweisung von 50€ (d. h. die Faulheit einer Person, sich zum Automaten zu bequemen) für dich schon eine derart untragbare Unterdrückungshandlung des Sozialstaats darstellt, und für dich ausreichender Anlass ist, sich mit Waffengewalt dagegen zu "wehren", zeigt doch wiedermal auf welch hohem Niveau hier geklagt wird.
Nicht Hunger ist Anlass für "revolutionäre Handlung", sondern die Tatsache ein paar hundert Schritte zum nächsten Automaten laufen zu müssen.[/QUOTE]Das zeigt, dass du keine Ahnung von der Materie hast. Wenn du wirklich ganz unten bist, dann hast du gewöhnlich auch noch ein Rudel "Gläubiger" am Hals, und die Banken rücken das Geld, das einmal in ihren Fängen ist, gewöhnlich nicht wieder raus (als ich vor einigen Jahren in prekärer Situation war, hat die Sparkasse für jede stornierte Buchung 15 DM Storno-Gebühren einbehalten). Wenn du wirklich was zum Fressen brauchst, da hilft nur Bargeld oder Naturalien.
Mal ganz abgesehen davon, dass "die paar hundert Schritte zum nächsten Automaten" durchaus auch mal einige Kilometer sein können, und zusammen mit den "paar hundert Schritten" zu den Ämtern X, Y und Z mitunter eine Marathon-Strecke ergeben, wenn man kein Geld für Bus und Bahn hat ...
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i]
[B]Der Fehler liegt doch bei der SPD, die den Kram vor Jahren eingeführt hat ohne sich genauer mit den Folgen zu Beschäftigen.

Es gibt Leute, die können wirklich nicht Arbeiten, und für die ist 400€ Hartz4 ziemlich happig.

Und dann gibt es solche Hartzers, [b]die Arbeiten können, aber es nicht wollen[/b], die ein großes Haus, einen Fernseher, paar Computer und ein Auto haben und monatlich über 3000€ beziehen, nur weil sie 4 Kinder haben.

In Deutschland braucht man keine Arbeit, nur massig Kinder um dickes Kindergeld zu kassieren.
Solche Leute sind Parasiten und gehören abgeschoben.

Jemand, der Arbeiten will, aber nach vergeblich langer Suche immer noch keinen Job hat, kann man hingegen nicht verfluchen. [/B][/QUOTE]

...die "Schuld" liegt nicht allein bei der SPD - sie liegt ebenso bei der CDU, der FDP, CSU der NPD, den Grünen und allen übrigen kapitalistischen Systemparteien...das Beispiel Sarrazin zeigt doch mehr als deutlich, dass die dahintersterhende Ideologie überall mehr oder weniger dieselbe und fast beliebig austauschbar ist...Sarrazin passt mit seiner Ideologie eigentlich überall perfekt hinein - er ist ja weiterhin Mitglied der sozialfaschistischen SPD - doch er wäre in der NPD ebenfalls bestens aufgehoben, und eigentlich könnte man das ganze für das niedere Volk inszenierte Wahlspektakel dastisch vereinfachen, indem man endlich alle bürgerlichen Systemparteien zu einer einzigen zusammenlegt: der Nationalfaschistischen Einheitspartei Deutschlands! (NED) damit Leute wie du es noch einfacher haben als bisher, und ihr Kreuz garantiert immer an der "richtigen" Stelle machen...

...und nö., ich muss weder arbeiten können noch es überhaupt wollen...denn Arbeit ist und bleibt scheiße...doch wird von jedem verlangt, dass er auch weiterhin immer schön brav sein Arbeitsmantra hinunterbetet - ohne sich zu fragen, wem diese Arbeit im Endeffekt nützt - und ob sie überhaupt sinnvoll, geschweige denn notwendig ist...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i]
Es gibt Leute, die können wirklich nicht Arbeiten, und für die ist 400€ Hartz4 ziemlich happig.
Und dann gibt es solche Hartzers, [b]die Arbeiten können, aber es nicht wollen[/b], die ein großes Haus, einen Fernseher, paar Computer und ein Auto haben und monatlich über 3000€ beziehen, nur weil sie 4 Kinder haben.[/QUOTE]Das sind 500 Euro pro Nase, ist auch nicht die Wucht.

[QUOTE]In Deutschland braucht man keine Arbeit, nur massig Kinder um dickes Kindergeld zu kassieren.
Solche Leute sind Parasiten und gehören abgeschoben.[/QUOTE]"Parasiten", weil sie gelernt haben, sich an das System anzupassen? Sie tun nur das im Kleinen, was unser aller Vorbilder im Großen tun: Kapital akkumulieren.

[QUOTE]Jemand, der Arbeiten will, aber nach vergeblich langer Suche immer noch keinen Job hat, kann man hingegen nicht verfluchen.[/QUOTE]Aber dem steht es genauso frei, sich mit anderen Leuten zusammenzutun und gemeinsam ums (Über-)Leben zu kämpfen.

[QUOTE]Und du hast auch paar Monate auf Gemeinde- und Stadtverwaltungen gearbeitet, ja?[/QUOTE]Ich kenne zumindest einige Gemeinde- und Stadtverwaltungen, die sehr vernünftig arbeiten bzw. [URL="http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rgl#Das_W.C3.B6rgler_Schwundgeld_.28Freigeld.29.5B5.5D"]gearbeitet haben,[/URL] solange "man" sie gelassen hat ...
Ronin76@Hellscream
[QUOTE]Da der Tod mit der physikalischen Vernichtung einhergeht, kann man nicht von etwas gänzlich herbei phantasiertem reden, um es zu relativieren. Der Tod ist ein Teil des Lebens, mehr noch letztendliche Kausalität dessen. [/QUOTE]
Das ist so nicht korrekt, denn es findet keine Vernichtung sondern eine beschleunigte Transformation statt. Laut den naturwissenschaftlichen Energiegesetzen kann Materie und Energie nicht vernichtet werden, denn auch ein Organismus wie der Mensch ist Energie. In diesem Universum ist nun mal Alles relativ, ist nicht meine Erfindung. Wie unterschiedlich der Tod wahrgenommen wird, zeigt sich zB in den diversen menschlichen Kulturen und Religionen rund um den Globus. Ich betrachte Tod und Leben als Eins, Materie ist lediglich in steter Bewegung. Wenn Tod und Leben als zwei unterschiedliche Dinge wahrgenommen werden, kann das zB an christlichem Dualdenken liegen, welches komplexe Dinge stark vereinfacht, dadurch jedoch entfremdet und meistens auch noch falsch darstellt. Angst vor dem Tod liegt meistens in dieser Dualdenkweise begründet. Wenn man aber erkennt, daß es so etwas wie einen Tod nicht gibt, wird Angst eine Grundlage entzogen. Dies würde ich jedoch nicht als Rechtfertigung für Gewalttaten heranziehen, denn ideal wäre es, wenn jeder Mensch frei über den Zeitpunkt seines Ablebens, seiner Transformation, entscheiden könnte. Gewalt generell als etwas Schlechtes zu stigmatisieren kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Gewalt ist nämlich fast immer wenn nicht sogar grundsätzlich die Reaktion auf Gewalt und damit ein Symptom einer kausalen Kettenreaktion, die durchaus invididuell wahrgenommen und subjektiv beurteilt werden kann.



@Davy Crockett
[QUOTE].natürlich merkt ein von "Dysgenik" schwafelnder Vollspacke wie Sarrazin überhaupt nicht, dass seine gesamte Hartz IV Apologetenlogik auf derartigen Widersprüchen aufgebaut ist und er sich damit permanent selbst ein Bein stellt...[/QUOTE]
Dazu sind solche Menschen vermutlich zu verblendet oder auch einfach nur ungebildet. Als Bänker ist sich Sarrazin bestimmt darüber im Klaren, daß sein materieller Wohlstand nur durch die Ausbeutung und den Betrug von Anderen möglich wurde, so ein bisschen Buchhaltung (Soll und Haben) traue ich ihm schon noch zu. Da von diesem Rezept die Gesamtheit der Bevölkerung keinen Nutzen haben kann, wird eine insgesamt fatale und chauvinistische Denkweise erkennbar. Im Prinzip ist das asozial.



@weisskreutz
[QUOTE]
Nur um an dieser Stelle auf den eingeschlafenen "Zukunft des Sozialismus"-Thread zu verweisen:
Genau wegen solchen Einstellungen ist der Soz. eben doch ein Menschenfresser.
Man überlege sich: Die Tatsache dass diese Arge-Mitarbeiterin für dich ein exemplarisches Feindbild dieser hirnlosen Klassenkampf-Ideologie ist, mach sie vernichtungswürdig. Sie soll am besten sterben, weil sie nicht so handelt, wie die sehr geehrten Linksextremen es gerne hätten.
[/QUOTE]
Für solche Debatten gibts es ja den Sozialismus Thread. Ich hatte weder behauptet daß die ARGE-Mitarbeiterin mein Feindbild ist, noch daß sie vernichtungswürdig ist, das ist deine subjektive Interpretation. Du willst hier wohl unbedingt zwei Dinge miteinander in Verbindung bringen, die nichts miteinander zu tun haben. So nach dem Motto: "Ich rieche gerade ein paar stinkende Socken, sind bestimmt Deine oder ?" ;)

[QUOTE]
Desweiteren: Die Tatsache, dass die Frage nach Barauszahlung oder Überweisung von 50€ (d. h. die Faulheit einer Person, sich zum Automaten zu bequemen) für dich schon eine derart untragbare Unterdrückungshandlung des Sozialstaats darstellt, und für dich ausreichender Anlass ist, sich mit Waffengewalt dagegen zu "wehren", zeigt doch wiedermal auf welch hohem Niveau hier geklagt wird.
Nicht Hunger ist Anlass für "revolutionäre Handlung", sondern die Tatsache ein paar hundert Schritte zum nächsten Automaten laufen zu müssen.
[/QUOTE]
Süß, aber soviel Polemik ist dann auch mir zuviel. Ich werde es lediglich dementieren, denn von Waffengewalt als Mittel der Wahl war nie die Rede. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, daß die Frau nicht ohne Grund ein Messer dabei hatte, und es schon eine längere, persönliche Vorgeschichte mit der betreffenden ARGE-Mitarbeiterin gab. Sicherlich eine Verzweiflungstat, aber muß es denn erst soweit kommen ? Leider lässt der Staat oft keine andere Wahl mehr zu, denn wenn es um die bloße Existenz geht, ist Schluß mit lustig, und dann kann ich auch absolut nachvollziehen und akzeptieren, wenn da jemand zur Waffe greift. Ob das nun bei diesem Vorfall auch so war, wissen wir nicht, es soll jetzt eben so hingedreht werden, daß nur die Auszahlungsart (bar oder Überweisung) die Ursache für den Messerangriff war. Da die Frau erschossen wurde, kann sie es nicht einmal mehr dementieren oder dazu Stellung nehmen, das sollte uns auch mal zu denken geben.



@MephistoX
[QUOTE]Und dann gibt es solche Hartzers, die Arbeiten können, aber es nicht wollen[/QUOTE]
Wer anderst als der Besagte selbst kann dies beurteilen und darüber entscheiden ? Du ?

[QUOTE]In Deutschland braucht man keine Arbeit, nur massig Kinder um dickes Kindergeld zu kassieren. Solche Leute sind Parasiten und gehören abgeschoben.[/QUOTE]
Solche Aussagen hätten auch von Goebbels kommen können. Sarrazin, Westerwelle, Clement und wie sie alle heißen, hatten auch solche Hetzparolen geschwungen. Argumente sind das nicht. Wenn das denn so wäre, wieso machst du es nicht so, und gehörst dann zu den mutmaßlichen Profiteuren ? Also an die Arbeit, falls da unten rum bei dir noch was geht, dann kannst du bald im Luxus schwelgen. Das Leben kann doch so schön und einfach sein. Du wirst doch hoffentlich nicht impotent sein..



@TTP
[QUOTE]Das beißt sich aber mit deinem über sie verhängten Todesfluch. Wenn die Sachbearbeiterin durch Kapitalismus und ihre Abhängigkeit davon entfremdet wurde, inwieweit hat sie dann persönliche Schuld?[/QUOTE]
Jeder Mensch ist trotz Entfremdung oder sonstigen Gründen für sich selbst verantwortlich. Sonst könnte ich auch zur nächsten Armee gehen damit ich Menschen erschießen darf. Dadurch ändert sich am Sachverhalt nichts: Mensch tot. Viele rechtfertigen ihre Taten und Untaten nur zu gerne mit Ausreden wie "Ich habe nur meine Pflicht getan" oder "Ich habe nur Befehle befolgt".

[QUOTE]
Das zeigt, dass du keine Ahnung von der Materie hast. Wenn du wirklich ganz unten bist, dann hast du gewöhnlich auch noch ein Rudel "Gläubiger" am Hals, und die Banken rücken das Geld, das einmal in ihren Fängen ist, gewöhnlich nicht wieder raus (als ich vor einigen Jahren in prekärer Situation war, hat die Sparkasse für jede stornierte Buchung 15 DM Storno-Gebühren einbehalten). Wenn du wirklich was zum Fressen brauchst, da hilft nur Bargeld oder Naturalien.
[/QUOTE]
So sieht es aus. Die meisten Obdachlose aber auch Andere haben gar kein Konto. Es wäre sehr gut möglich, daß dies bei der Frau auch so war und sie deshalb das Geld natürlich nur bar empfangen konnte. Die Mitarbeiterin wird wohl wegen Richtlinien darauf beharrt haben, daß sie das Geld nur überweisen darf. Daß sie zum Proletariat gehört ist mir sehr wohl bewußt, aber was kann man von Überläufern schon halten. Die Auflösung der Klassengesellschaft sollte eigentlich unser Ziel sein.
Hellscream[QUOTE] geschrieben von Ronin76
@Hellscream

Das ist so nicht korrekt, denn es findet keine Vernichtung sondern eine beschleunigte Transformation statt. Laut den naturwissenschaftlichen Energiegesetzen kann Materie und Energie nicht vernichtet werden, denn auch ein Organismus wie der Mensch ist Energie. In diesem Universum ist nun mal Alles relativ, ist nicht meine Erfindung. Wie unterschiedlich der Tod wahrgenommen wird, zeigt sich zB in den diversen menschlichen Kulturen und Religionen rund um den Globus. Ich betrachte Tod und Leben als Eins, Materie ist lediglich in steter Bewegung. Wenn Tod und Leben als zwei unterschiedliche Dinge wahrgenommen werden, kann das zB an christlichem Dualdenken liegen, welches komplexe Dinge stark vereinfacht, dadurch jedoch entfremdet und meistens auch noch falsch darstellt. Angst vor dem Tod liegt meistens in dieser Dualdenkweise begründet. Wenn man aber erkennt, daß es so etwas wie einen Tod nicht gibt, wird Angst eine Grundlage entzogen. Dies würde ich jedoch nicht als Rechtfertigung für Gewalttaten heranziehen, denn ideal wäre es, wenn jeder Mensch frei über den Zeitpunkt seines Ablebens, seiner Transformation, entscheiden könnte. Gewalt generell als etwas Schlechtes zu stigmatisieren kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Gewalt ist nämlich fast immer wenn nicht sogar grundsätzlich die Reaktion auf Gewalt und damit ein Symptom einer kausalen Kettenreaktion, die durchaus invididuell wahrgenommen und subjektiv beurteilt werden kann.
[/QUOTE]

Ja, nach der physikalischen Vernichtung wird der Körper zu Staub! So wirklich weiter bringt mich das jetzt aber nicht. Das Individuum und das Selbst dieses ist für immer verloren und zwar unwiederbringlich. Da sollte man sich bei Äußerungen, wie der deinen schon weiter führend denken.

[QUOTE] geschrieben von TheTurningPoint
Das beißt sich aber mit deinem über sie verhängten Todesfluch. Wenn die Sachbearbeiterin durch Kapitalismus und ihre Abhängigkeit davon entfremdet wurde, inwieweit hat sie dann persönliche Schuld?[/QUOTE]

Du kannst nicht auf der einen Seite Verhalten aufgrund struktureller Faktoren entmoralisieren (strukturelle Gewalt, Ausgrenzung, Diskriminierung, Position im Produktionsprozess, Ungleiche Verteilung von Kapital und so weiter) und auf der anderen Seite so dermaßen stark aufladen. Ja, auf der einen Seite das Opfer auf der anderen Seite die Täter, da steckt dann aber auch der gut-böse Dualismus hinter. Ich verteufle auch nicht alle Formen von Gewalt, ich bin nämlich kein Pazifist, ich rate nur zur Nachdenklichkeit.

[QUOTE] geschrieben von Ronin76
Leider lässt der Staat oft keine andere Wahl mehr zu, denn wenn es um die bloße Existenz geht, ist Schluß mit lustig, und dann kann ich auch absolut nachvollziehen und akzeptieren, wenn da jemand zur Waffe greift. Ob das nun bei diesem Vorfall auch so war, wissen wir nicht, es soll jetzt eben so hingedreht werden, daß nur die Auszahlungsart (bar oder Überweisung) die Ursache für den Messerangriff war. Da die Frau erschossen wurde, kann sie es nicht einmal mehr dementieren oder dazu Stellung nehmen, das sollte uns auch mal zu denken geben.
[/QUOTE]

Wohl wahr. Es sollte vor allem zu denken geben, dass sich solche „Zwischenfälle“ scheinbar zu häufen beginnen und die damit verbundene Polizei präsenz vor den ARGEN.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
denn ideal wäre es, wenn jeder Mensch frei über den Zeitpunkt seines Ablebens, seiner Transformation, entscheiden könnte. Gewalt generell als etwas Schlechtes zu stigmatisieren kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Gewalt ist nämlich fast immer wenn nicht sogar grundsätzlich die Reaktion auf Gewalt und damit ein Symptom einer kausalen Kettenreaktion, die durchaus invididuell wahrgenommen und subjektiv beurteilt werden kann.[/QUOTE]Soweit stimme ich mit dir überein. Trotzdem bleibe ich bei meiner Aussage von oben: "Wirklich erfolgreich wird Gegenwehr erst dann, wenn es gelingt, aus der Gewaltspirale auszubrechen - so schwer das auch fallen mag."

[QUOTE]@weisskreutz ... Für solche Debatten gibts es ja den Sozialismus Thread. Ich hatte weder behauptet daß die ARGE-Mitarbeiterin mein Feindbild ist, noch daß sie vernichtungswürdig ist, das ist deine subjektive Interpretation. Du willst hier wohl unbedingt zwei Dinge miteinander in Verbindung bringen, die nichts miteinander zu tun haben.[/QUOTE]Deine Aussagen hier und eine gewisse Sympathie für sozialistische Ideen anderswo sind über den Nick "Ronin76" miteinander verwoben. Das ist bei "TheTurningPoint" ähnlich, und dazu stehe ich.

[QUOTE]Ich kann mir jedoch gut vorstellen, daß die Frau nicht ohne Grund ein Messer dabei hatte, und es schon eine längere, persönliche Vorgeschichte mit der betreffenden ARGE-Mitarbeiterin gab. Sicherlich eine Verzweiflungstat, aber muß es denn erst soweit kommen ? Leider lässt der Staat oft keine andere Wahl mehr zu, denn wenn es um die bloße Existenz geht, ist Schluß mit lustig, und dann kann ich auch absolut nachvollziehen und akzeptieren, wenn da jemand zur Waffe greift. Ob das nun bei diesem Vorfall auch so war, wissen wir nicht, es soll jetzt eben so hingedreht werden, daß nur die Auszahlungsart (bar oder Überweisung) die Ursache für den Messerangriff war. Da die Frau erschossen wurde, kann sie es nicht einmal mehr dementieren oder dazu Stellung nehmen, das sollte uns auch mal zu denken geben.[/QUOTE]Soweit ich das aus den Meldungen entnehmen kann, war der Streit mit der ARGE-Mitarbeiterin zwar der Ausgangspunkt der tätlichen Auseinandersetzungen, aber das Messer kam erst bei der Konfrontation mit der Polizei zum Einsatz. In einem der Artikel stand noch, dass die Frau zwar einen deutschen Pass hatte, aber ursprünglich aus Nigeria stammte. Da könnten bei der Frau also auch noch Sprachschwierigkeiten und ähnliches, sowie angesichts der Polizei Angst vor Abschiebung eine Rolle gespielt haben ...

[QUOTE]@TTP ... Jeder Mensch ist trotz Entfremdung oder sonstigen Gründen für sich selbst verantwortlich. Sonst könnte ich auch zur nächsten Armee gehen damit ich Menschen erschießen darf. Dadurch ändert sich am Sachverhalt nichts: Mensch tot. Viele rechtfertigen ihre Taten und Untaten nur zu gerne mit Ausreden wie "Ich habe nur meine Pflicht getan" oder "Ich habe nur Befehle befolgt".[/QUOTE]Das mag eine Rolle spielen, aber Genaueres wissen wir nicht. Vielleicht war es nur ein blödes sprachliches Missverständnis. Im Zweifelsfalle zugunsten des Angeklagten.

[QUOTE]Die meisten Obdachlose aber auch Andere haben gar kein Konto. Es wäre sehr gut möglich, daß dies bei der Frau auch so war und sie deshalb das Geld natürlich nur bar empfangen konnte. Die Mitarbeiterin wird wohl wegen Richtlinien darauf beharrt haben, daß sie das Geld nur überweisen darf.[/QUOTE]Dass sie kein Konto hatte kann sein, denn das gibt es bei den Banken sicher nur, wenn man eine feste Wohnanschrift hat. Auch kann es sein, dass die Mitarbeiterin die Frau zur Auszahlungskasse schicken wollte, und diese das missverstanden hat ... wir wissen es nicht.

[QUOTE]Daß sie zum Proletariat gehört ist mir sehr wohl bewußt, aber was kann man von Überläufern schon halten. Die Auflösung der Klassengesellschaft sollte eigentlich unser Ziel sein.[/QUOTE]Je mehr Leute vom sklavischen Glauben an den Geldgott abfallen und zum Selbstbewusstsein "überlaufen", um so geringer wird die Macht des Geldgottes, und wenn sie nicht mehr zwischen den Menschen steht, dann verschwinden die Klassen ganz von selbst ...


[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
Du kannst nicht auf der einen Seite Verhalten aufgrund struktureller Faktoren entmoralisieren (strukturelle Gewalt, Ausgrenzung, Diskriminierung, Position im Produktionsprozess, Ungleiche Verteilung von Kapital und so weiter) und auf der anderen Seite so dermaßen stark aufladen. Ja, auf der einen Seite das Opfer auf der anderen Seite die Täter, da steckt dann aber auch der gut-böse Dualismus hinter. Ich verteufle auch nicht alle Formen von Gewalt, ich bin nämlich kein Pazifist, ich rate nur zur Nachdenklichkeit.[/QUOTE]Durch die Entfremdung (die "strukturellen Faktoren") wird es zunehmend schwerer zu beurteilen, inwieweit man Opfer und Täter ist. Je schneller sich aber die Gewaltspirale dreht, desto weniger Zeit bleibt, um vor dem Handeln herauszufinden, "ob und warum wir töten sollen". Da kann der Versuch, die Gewaltspirale irgendwie zu bremsen, nicht ganz falsch sein.

[QUOTE]Es sollte vor allem zu denken geben, dass sich solche "Zwischenfälle" scheinbar zu häufen beginnen und die damit verbundene Polizei präsenz vor den ARGEN.[/QUOTE]Nicht nur bei den Argen, auch in U-Bahn-Tunneln und anderswo eskalieren kleinste Meinungsverschiedenheiten zu Gewaltorgien. Oft wird gar nicht mehr versucht, Missverständnisse auszuräumen. :(
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]....
Nicht nur bei den Argen, auch in U-Bahn-Tunneln und anderswo eskalieren kleinste Meinungsverschiedenheiten zu Gewaltorgien. Oft wird gar nicht mehr versucht, Missverständnisse auszuräumen. :( [/B][/QUOTE]

Oder linke Spinner bomben fröhlich in Berlin am Gleiskörper herum, mit der Begründung die Deutsche Bahn würde Atomtransporte organisieren.
He hallo! Gehts noch!
Mit der S-Bahn??????????????????

Vollidioten diese rechten und linken Sozialisten.
Mental eingeschränkt.
Hellscream[QUOTE] geschrieben von TheTurningPoint
Durch die Entfremdung (die "strukturellen Faktoren") wird es zunehmend schwerer zu beurteilen, inwieweit man Opfer und Täter ist. Je schneller sich aber die Gewaltspirale dreht, desto weniger Zeit bleibt, um vor dem Handeln herauszufinden, "ob und warum wir töten sollen". Da kann der Versuch, die Gewaltspirale irgendwie zu bremsen, nicht ganz falsch sein.[/QUOTE]

Ich stimme mit dir überein. Diese Spirale der Gewalt kann man aber nur stoppen, wenn man die Gründe beseitigt, welche ich hier vor allem in struktureller Gewalt sehe. Die einen üben Druck in Form strukturelle Gewalt (die ja hier in dieser Form durch aus Existenzbedrohend sein kann) aus, die anderen wissen immer weniger zu helfen und üben das aus was bleibt und schon immer greifbar war, direkte körperliche Gewalt eben.

[QUOTE] geschrieben von TheTurningPoint
Nicht nur bei den Argen, auch in U-Bahn-Tunneln und anderswo eskalieren kleinste Meinungsverschiedenheiten zu Gewaltorgien. Oft wird gar nicht mehr versucht, Missverständnisse auszuräumen.[/QUOTE]

Die Stimmung wird immer gereizter, das hat vielfältige Gründe. Was ich besonders bedaure ist vor allem gar nicht mehr nach Gründen gefragt wird, lieber moralisiert man. Dann verliert man aber auch die Funktionen der Verhaltensweisen aus dem Blick und das ist nicht gut, weil man dann immer mehr dämonisiert und nicht mehr angemessen reagieren kann.
ÂmeNoir[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint[/i]
Wirklich erfolgreich wird Gegenwehr erst dann, wenn es gelingt, aus der Gewaltspirale auszubrechen - so schwer das auch fallen mag.[/QUOTE]Erklärst Du bitte mal, wie das funktionieren soll? Für mich hört sich der Begriff "Gegenwehr" schon nach Gewalt an, so dass es keinen Ausbruch aus der Gewaltspirale geben kann, solange man sich gegen etwas wehrt. Was verstehst Du unter "Gewalt"? Fängt sie für Deine Begriffe erst bei Körperverletzung an? Auch Notwehr ist Gewalt, denke ich. Findest Du es richtig, gewaltfrei-untätig zuzusehen, während Menschen oder auch Tiere gequält und getötet werden? Ist das der Weg zum Frieden?
decay73Letztlich bedeutet Gewaltfreiheit doch, daß man eben mit keiner Art Gewalt auf Gewalt antwortet.

Und das ist in vielerlei Hinsicht schwierig.
Zunächst muß man überhaupt erst einen gewaltfreien Weg finden, der ja nicht immer sofort erkennbar und offensichtlich ist.

Und dann muß die eigene Motivation auch gewaltfrei sein. Man darf also gar nicht erst denken, dem anderen eins auszuwischen, auch wenn man einen vordergründig gewaltfreien Weg gefunden hat - also "klare Kante" zeigen, aber die freundlich und bestimmt.

Das ist unter Umständen unendlich schwierig, der Erfolg ist vielleicht nicht garantiert, aber es lohnt sich imho. :)
Ronin76Hier in der VHS findet ein Kurs über die GFK von Rosenberg statt. Allerdings werde ich mir das nicht antun, da hier meiner Ansicht nach die Kausalität verdreht wurde. Laut Rosenberg soll die Sprache eine der Ursachen für Gewalt sein, falls ich das richtig verstanden habe. Nur übersieht er wohl daß soziale Strukturen, Angst und unbefriedigte Bedürfnisse die Hauptursachen sind. Dies übertragt sich natürlich auch auf die Sprache. Lässt sich doch in jedem Slum beobachten, wo die Sprache der harten Realität angepasst wurde. Dann kommt noch hinzu inwiefern Worte als Gewalt gewertet werden, was sich auch nicht generalisieren lässt.

Immer dort wo es um Existenzkampf und begrenzte Ressourcen geht, wird man auch Gewalt finden. Eine gewaltlose Welt wäre zwar für mich wünschenswert, hat aber mit der Realität nur sehr wenig zu tun. Man schaue auch mal ins Reich der anderen Tiere, Naturkatastrophen, etc. Hier wird zB von Naturgewalt gesprochen.
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
[B]Letztlich bedeutet Gewaltfreiheit doch, daß man eben mit keiner Art Gewalt auf Gewalt antwortet.

Und das ist in vielerlei Hinsicht schwierig.
Zunächst muß man überhaupt erst einen gewaltfreien Weg finden, der ja nicht immer sofort erkennbar und offensichtlich ist.

Und dann muß die eigene Motivation auch gewaltfrei sein. Man darf also gar nicht erst denken, dem anderen eins auszuwischen, auch wenn man einen vordergründig gewaltfreien Weg gefunden hat - also "klare Kante" zeigen, aber die freundlich und bestimmt.
[/B][/QUOTE]

...dasselbe hat Gandhi auch schon versucht - und ist letztendlich doch gescheitert - obwohl er mit dem Prinzip der "Nichtkooperation" durchaus einiges gegen die britische Kolonialmacht ausrichten konnte...es wäre zumindest mal ein Anfang, wenn mehr Menschen ganz einfach die Zusammernarbeit mit den Herrschenden verweigern würden, also z.B. keine Steuern und ähnliche Zwangsabgaben mehr zahlen würden - oder ähnliches...ich halte die Nichtkooperation, also die strikte Verweigerung gegenüber allen Forderungen der Herrschenden durchaus für eine mächtige Waffe - auch, wenn sie allein vermutlich nicht ausreichend ist...doch es müsste den Menschen überhaupt erst einmal bewusst werden...was aber "Gewalt" überhaupt sein soll, wo sie anfängt - unterliegt in staatlich beherrschten, hierarchischen Gesellschaften immer einer Deutungshoheit - und solange es die Herrschenden sind, die ebenjene innehaben - wird jedes Vorgehen gegen sie und ihre Interessen ganz einfach immer als "Gewalt" ausgelegt - und als Legitimation für "Gegen"- gewalt missbraucht werden...

...es müsste aber erst einmal eine breite Basis für ein solches Denken geschaffen werden...was aber gerade in der BRD mit ihrer Mitläufer-Michel-Mentalität wenig aussichtsreich erscheint...
Ronin76Davy hat hier etwas wichtiges erkannt, nämlich daß Ghandi nicht durch Friedlichkeit sondern Nichtkooperation erfolgreich war. Dazu kamen noch Beharrlichkeit und gemeinsame Interessen bei den Unterdrückten. Man muß sich auch mal fragen wer das Märchen verbreitet hat, daß Ghandi für Frieden steht und wer davon profitiert. Wenn man nämlich Friedlichkeit mit Passivität verwechselt und auch Gewalt völlig ablehnt ereicht man meistens gar nichts. Kann man ja auch wunderbar hier im Forum beobachten, wo außer heißer Luft auch nicht viel produzert wird. Auch im deutschen Unsozialsystem wurde nie nennenswerte Gegengewalt ausgeübt und so geht die Zange immer weiter zu. Da alle anderen Mittel ausgechöpft wurden und auf völlige Ignoranz der Macht gestoßen sind, bleibt auch in der BRD für die Unterdrückten letzlich nur noch das Mittel der Gewalt übrig. Sozusagen gewalttätige Kommunikation, die auch die Dümmsten, Taubsten und Blindesten verstehen.

Neben der Nichtkooperation als Mittel des Widerstandes gibt es zB auch noch die Sabotage. Benannt nach dem französischen Holzschuh, der in die Räder einer Produktionsmaschine geworfen wurde, damit früher Feierabend war. Auch dieses Werkzeug wird vor lauter Angst viel zu selten angewandt. Angst ist jedoch immer ein schlechter Ratgeber um sich zu wehren.

Von den Herrschenden hört man ständig: "Ihr müsst friedlich sein und Gewalt wird hart bestraft". Warum wohl ? Daß selbsternannte Gewaltmonopolisten Gewaltlosigkeit fordern und Gewalt mit Gewalt ahnden, sollte schon mal aufrütteln. Es mag schon Sitationen geben wo Friedfertigkeit helfen kann, jedoch Diese als Universalwerkzeug verwenden zu wollen ist naiv. Hier frage ich mich dann schon, welche Interessen so manche Interessensgruppen vertreten, die dies ständig predigen. Opium für das Volk ?
weisskreutz[QUOTE] [i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]

Für solche Debatten gibts es ja den Sozialismus Thread. Ich hatte weder behauptet daß die ARGE-Mitarbeiterin mein Feindbild ist, noch daß sie vernichtungswürdig ist, das ist deine subjektive Interpretation. Du willst hier wohl unbedingt zwei Dinge miteinander in Verbindung bringen, die nichts miteinander zu tun haben. So nach dem Motto: "Ich rieche gerade ein paar stinkende Socken, sind bestimmt Deine oder ?" ;)[/QUOTE]

Dass sie dein Feindbild ist, ergibt sich aus hunderten deiner Beiträge hier. Und mit "Vernichtungswürdigkeit" fasse ich lediglich deine Aussagen weiter oben in einem Begriff zusammen.

Stehe wenigstens zu deinen müffelnden Socken, wenn du dich schon der Seife verweigerst. ;)

[QUOTE]Süß, aber soviel Polemik ist dann auch mir zuviel. [/QUOTE]

Also... jetzt bin ich wirklich gerührt...
Du gestehst mir Polemik zu. Das kommt ja einem sozialistisch-rhetorischen Ritterschlag gleich! Meinst du ich sollte der PDS beitreten? Glaubst du, ich könnte da Karriere machen? :)

[QUOTE]Ich kann mir jedoch gut vorstellen, daß die Frau nicht ohne Grund ein Messer dabei hatte, und es schon eine längere, persönliche Vorgeschichte mit der betreffenden ARGE-Mitarbeiterin gab. Sicherlich eine Verzweiflungstat, aber muß es denn erst soweit kommen ?[/QUOTE]

Natürlich...eine Verzweiflungstat... Was denn sonst?
Es gutmenschelt mal wieder gewaltig, ne?

[QUOTE]Leider lässt der Staat oft keine andere Wahl mehr zu, denn wenn es um die bloße Existenz geht, ist Schluß mit lustig, und dann kann ich auch absolut nachvollziehen und akzeptieren, wenn da jemand zur Waffe greift. [/QUOTE]

Schon wieder so ein inflationär gebrauchtes Schlagwort (Polemik?): "Bloße Existenz"
Weisst du? Wenn jemand sich nicht jederzeit jedes Konsumgut leisten kann, das er gerne möchte, heißt das noch lange nicht, dass es um die nackte Existenz geht.

[QUOTE]Ob das nun bei diesem Vorfall auch so war, wissen wir nicht, es soll jetzt eben so hingedreht werden, daß nur die Auszahlungsart (bar oder Überweisung) die Ursache für den Messerangriff war. Da die Frau erschossen wurde, kann sie es nicht einmal mehr dementieren oder dazu Stellung nehmen, das sollte uns auch mal zu denken geben.
[/QUOTE]

Oh, ja natürlich! Die Polizei hat diese Frau exekutiert, damit sie nicht "auspacken" kann.
Schreib doch mal ein Buch drüber. Ich bin sicher, jeder der solchen Schmu, wie Bilderberger-, UFO-, 9/11 oder Zionisten-Verschwörungstheorien konsumieren, finden das sicher auch interessant.
Du solltest die Sache aber noch ein bischen ausschmücken...

Aber jetzt mal ernsthaft: Selbst wenn es um etwas anderes gegangen wäre, hätte niemand Grund gehabt etwas zu erfinden. Die Messerstecherin hat auf einen Polizisten eingestochen- unter anderem in den Bauch. "Gute Frau, jetzt beruhigen Sie sich doch bitte," ist in diesem Falle nicht mehr angebracht.
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]

Schon wieder so ein inflationär gebrauchtes Schlagwort (Polemik?): "Bloße Existenz"
Weisst du? Wenn jemand sich nicht jederzeit jedes Konsumgut leisten kann, das er gerne möchte, heißt das noch lange nicht, dass es um die nackte Existenz geht.[/quote]

...ihr Kapitalfaschisten entmündigt und enteignet die Menschen erst - sowohl sozial alsauch materiell -und dann wundert ihr euch noch, wenn sie irgendwann zurückschlagen...bei der Frau aus Nigeria ging es vermutlich wirklich ums "nackte Überleben", sie hatte bestimmt nichts mehr zu verlieren...im Gegensatz zu dir, wie ich vermute...denn du hast vermutlich alles an "Konsumgütern" was du möchtest, was du Menschen, die sozial "unter" dir stehen, vorenthalten möchtest...und das nur, weil du dich mit deiner widerlichen Dienstbotenmentalität bei den Kapitalisten erfolgreich angebidert hast - und hier ging es sicherlich nicht nur um ein paar läppische Konsumgüter...doch ich habe im Prinzip auch nichts dagegen, wenn man sich das, was man will, einfach nimmt...denn genau das tut der Kapitalismus doch auch - und zwar im großen Stil...



[quote]Oh, ja natürlich! Die Polizei hat diese Frau exekutiert, damit sie nicht "auspacken" kann.
Schreib doch mal ein Buch drüber. Ich bin sicher, jeder der solchen Schmu, wie Bilderberger-, UFO-, 9/11 oder Zionisten-Verschwörungstheorien konsumieren, finden das sicher auch interessant.
Du solltest die Sache aber noch ein bischen ausschmücken...

Aber jetzt mal ernsthaft: Selbst wenn es um etwas anderes gegangen wäre, hätte niemand Grund gehabt etwas zu erfinden. Die Messerstecherin hat auf einen Polizisten eingestochen- unter anderem in den Bauch. "Gute Frau, jetzt beruhigen Sie sich doch bitte," ist in diesem Falle nicht mehr angebracht. [/B][/QUOTE]

..der hatte es bestimmt nicht besser verdient, ein Scherge der BRD: ACAB! ...ein rassistischer Mord, mehr nicht, dahinter steht die Ideologie des Ku-Klux-Klan...wo du vermutlich auch im Mitgliederverzeichnis stehst...
weisskreutz[QUOTE] [i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
Lenin könnte man noch zugute halten, dass Marx' Arbeiten über "Entfremdung" erst nach seinem Tod veröffentlicht wurden (obwohl die Entfremdung auch schon im "Manifest" angesprochen wurde). Aber Ronin sollte doch wissen, dass die Arge-Mitarbeiterin eigentlich zum Proletariat gehört.
Kampf ist nicht gleich Krieg, und Überläufer sind besser als (tote) Helden auf Feindesseite.[/QUOTE]

Lenin halte ich persönlich garnichts zugute, insbesondere nicht Unwissenheit bezüglich marxistischer Theorien, denn Marx ist Murks.
Was euer Proletariatsbegriff betrifft. Es ist doch dämlich. Da wird eine soziale Klasse definiert (und immer neu angepasst, denn sonst wäre das Proletariat eigentlich nicht mehr existent), die per Definition fast die gesamte Bevölkerung beinhaltet. Gefragt, ob die Bevölkerung sich selbst dem zugeordnet fühlt wird nicht. Wenn dann jemand nicht für die Sozialistische Idee- oder sogasr wider sie- kämpft, ist er damit ein Verräter an seiner Klasse (zu der er nie gehören wollte).

Dieser Proletariats-Mumpitz ist überholt, denn jeder der ein Konto hat, investiert damit sein Geld über die Bank in die Industrie, und ist damit (streng genommen) auch bourgois, weil über die Zinsen Nutznieser der Arbeit in den Betrieben ist.

[QUOTE] Das zeigt, dass du keine Ahnung von der Materie hast. Wenn du wirklich ganz unten bist, dann hast du gewöhnlich auch noch ein Rudel "Gläubiger" am Hals, und die Banken rücken das Geld, das einmal in ihren Fängen ist, gewöhnlich nicht wieder raus (als ich vor einigen Jahren in prekärer Situation war, hat die Sparkasse für jede stornierte Buchung 15 DM Storno-Gebühren einbehalten).[/QUOTE]

Auf einen "Du hast keine Ahnung von der Materie!" "Nein, du!" "Nein, du!!" lass ich mich hier nicht ein

Zugriff auf dein H4 hat kein Gläubiger, und wenn es eine Abbuchung gibt, kannst du diese kostenlos stornieren, soweit sie ungerechtfertigt war. Dem Abbucher kostet dies 3€. Sollte die Abbuchung gerechtfertigt gewesen sein, darf der Abbucher dir diese 3€ in Rechnung stellen.
Die Schulden wachsen folglich um 3€. Die Aussicht auf 3€ mehr an Schulden kann nun wirklich nicht Anlass für eine Messerattake sein.

[QUOTE] Wenn du wirklich was zum Fressen brauchst, da hilft nur Bargeld oder Naturalien.[/QUOTE]

Das mit den Lebensmittelmarken bzw. Bezugsscheinen für Lebensmittel wird von den Sozis abgelehnt.
Ich persönlich würde die Leistung mittels Naturalien- zumindest für Lebensmittel- befürworten.
Dann könnte zumindest keiner mehr haltlos behaupten die Leute hätten nichts zu Essen und es ginge um die bloße Existenz.

[QUOTE] Mal ganz abgesehen davon, dass "die paar hundert Schritte zum nächsten Automaten" durchaus auch mal einige Kilometer sein können, und zusammen mit den "paar hundert Schritten" zu den Ämtern X, Y und Z mitunter eine Marathon-Strecke ergeben, wenn man kein Geld für Bus und Bahn hat ... [/QUOTE]

Der Fall ereignete sich im Gallus. Wenn du mal Google Maps bemühst, siehst du, das der Gallus direkt neben dem Frankfurter Hauptbahnhof liegt. Es sind nur ein paar hundert Schritt zum nächsten Automaten, das ist in dieser Gegend garantiert.

Und selbst wenn es ein paar Kilometer zwischen den Ämtern wären: Ab und an ein paar Kilometer gehen zu müssen ist nicht zuviel verlangt, insb. nicht für eine 39-jährige Frau, die offenbar agil genug ist, einem Polizisten (mit Kampfsportausbildung) ein Messer in Arm und Bauch zu rammen.
Ich werde fürs Laufen übrigens nicht bezahlt, und empfinde es nicht als Zumutung, es zu müssen.

Eine Anm. offtopic: Ich bin denoch für freie Monatskarten für Schüler, Rentner und Transferempfänger.
weisskreutz[QUOTE] [i]Original geschrieben von Davy Crockett [/i]
...ihr Kapitalfaschisten entmündigt und enteignet die Menschen erst - sowohl sozial alsauch materiell -und dann wundert ihr euch noch, wenn sie irgendwann zurückschlagen...bei der Frau aus Nigeria ging es vermutlich wirklich ums "nackte Überleben", sie hatte bestimmt nichts mehr zu verlieren...im Gegensatz zu dir, wie ich vermute...denn du hast vermutlich alles an "Konsumgütern" was du möchtest, was du Menschen, die sozial "unter" dir stehen, vorenthalten möchtest...und das nur, weil du dich mit deiner widerlichen Dienstbotenmentalität bei den Kapitalisten erfolgreich angebidert hast - und hier ging es sicherlich nicht nur um ein paar läppische Konsumgüter...doch ich habe im Prinzip auch nichts dagegen, wenn man sich das, was man will, einfach nimmt...denn genau das tut der Kapitalismus doch auch - und zwar im großen Stil...[/QUOTE]

Richtig schnuckelig... :D





[QUOTE]..der hatte es bestimmt nicht besser verdient, ein Scherge der BRD: ACAB! ...ein rassistischer Mord, mehr nicht, dahinter steht die Ideologie des Ku-Klux-Klan...wo du vermutlich auch im Mitgliederverzeichmnis stehst... [/QUOTE]

Nein, nein! Du verstehst das falsch!
Es waren die Kommunisten-Nazis, die auf ihren Dinosauriern durch die Luft fliegen, um den Papst zu bombardieren. Nein, ich meine nicht den Benedikt, sondern den echten, versteckten Papst... der eine Frau ist... und schwul...
Der KKK wird übrigens von den Weisen von Zion gelenkt und von Bill Gates bezahlt, der das HIV erfunden hat, um alle Afrikaner zu töten.
Da läuft ein rassistischer Völkermord im großen Stil!!

Und...

Ach ja!

Ich mach mich übrigens lustig über dich, während ich mir vorstelle, wie du mit Schaum vor dem Mund in deine Tastatur beisst. :p
Hugin & Munin[QUOTE][i]Original geschrieben von Davy Crockett [/i]
..der hatte es bestimmt nicht besser verdient, ein Scherge der BRD: ACAB! ...ein rassistischer Mord, mehr nicht, dahinter steht die Ideologie des Ku-Klux-Klan...wo du vermutlich auch im Mitgliederverzeichnis stehst... [/QUOTE]

Satire?
KampfsauBei all der berechtigten Kritik die es im Falle des Kapitalismus oder bezüglich H4 gibt, halte ich vor allem die letzten Beiträge für extrem kontraproduktiv

Bei all den berechtigten Gedankensätzen und Änderungsvorschlägen die man haben kann, bei vielem stimme ich doch auch zu. Wenn z.B. jemand versucht, Trinkwasser zu privatisieren oder Erbmaterial zu patentieren oder kleine Kinder in Mienenschächten verheizt werden oder wenn der kleine Bürger, von selbstherrlichen Beamten gegängelt wird.

Nur wie soll man hier denn bei den ganzen Vereinheitlichungen noch ernsthaft mitdiskutieren wollen?

Da kam es zu einer schrecklichen Tragödie in einer Agentur für Arbeit und das einzige was einem dazu einfällt ist, den gesamten Vorfall für das Bestätigen und Aufbauen persönlicher Feindbilder zu missbrauchen.

Warum sonst werden denn häufig Ausdrücke wie "ich kann mir jedoch gut vorstellen", "sicherlich eine Verzweiflungstat" oder "..der hatte es bestimmt nicht besser verdient, ein Scherge der BRD: ACAB".

So reden doch nur Leute die keine Ahnung von irgendetwas haben und einfach nur wollen, dass die Realität ihrem eigenen Weltbild entspricht. Das ist auch nicht weit von Hexenverbrennungen und Inquisition entfernt.

Ich wünsche niemanden den Tod, wenn dessen Schuld nicht zweifelsfrei bewiesen ist .Und vielleicht haben die Beamten die getötete Frau vorher gegängelt, niemand weiß, was wirklich passiert ist. Ich würde mir keine Urteile dazu erlauben, weder kenne ich die Polizisten, noch die Frau aus dem Arbeitsamt oder die Tote. Ich habe nie ein Wort mit denen gewechselt, wieso sollte ich ihnen also den Tod wünschen?Woher sollte ich mir anmaßen zu wissen, wer nun Recht hatte oder nicht?

Genauso gut kann es sein, dass die Frau mit dem Messer ein gestörter Drogenjunkie mit einem Agressionsproblem war, das ist genauso wahrscheinlich. Ich will mir dazu kein Urteil erlauben.

Nur ungeachtet von der Situation, ich stecke niemanden ein Messer in den Bauch, wenn nicht jemand unmittelbar versucht, mich zu verletzen oder mein Leben zu beenden. So sieht das sicherlich auch der Großteil der restlichen Bevölkerung die nicht bereits durch Körperverletzung und andere Formen der Gewalt aufgefallen sind.

Und genauso kann ich doch nicht ernsthaft von irgendeinem Menschen auf der Welt erwarten,ob nun Uniform oder nicht, ob Rechts oder Links oder ganz woanders, dass er/sie sich ohne Gegenwehr einfach abstechen lässt.

Da kann man soviel mit der Rassisten- Nazi- oder Kapitalistenkeule um sich schlagen, wie man will.
Davy Crockett...der Polizist mit seiner Kanone als Schwanzsubstitut - der (oder diejenige...) hatte dann aber ein mindestens ebensolches "Aggressionsproblem"...das Problem hierbei ist nicht die "Aggression" - sie ist nur ein weiteres taktisches Ablenkmanöver, eine Nebelgranate der Systembefürworter, um vom wirklichen Thema, nämlich der - materiellen- Ursache von Gewalt, bzw. Aggression abzulenken, sondern die grundsätzlich heuchlerische, bigotte Berwertung von Gewalt...

...von den Untertanen wird absoluter Gewaltverzicht erwartet, während die Herrschenden als selbsternannte "Gewaltmonopolinhaber" Gewalt als Mittel zur Durchsetzung einer "gewaltfreien" Gesellschaft ausüben...die Absurdität dieses Konzeptes sollte eigentlich jedem einleuchten...die Frau hatte nur ein Messer, der Bulle eine Heckler&Koch...selbst da besteht noch eine beträchtliche Asymmetrie der Mittel und Möglichkeiten zur Anwendung von Gewalt... und solange sich die Menschen auch weiterhin verbieten lassen, sich die gleichen Waffen zuzulegen, wird diese weiterbestehen...
pulSarKurz und knapp:
Hilf Dir selbst -- sonst hilft Dir niemand!
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i]
[B]Kurz und knapp:
Hilf Dir selbst -- sonst hilft Dir niemand! [/B][/QUOTE]

...genau das ist doch das allgegenwärtige Prinzip des Kapitalismus - genau darauf läuft es doch immer hinaus...ebenjener Lehrsatz wird einem doch bereits in der ersten Grundschulklasse - oder sogar schon im Kindergarten - eingebleut...
weisskreutzDahinter steckt auch nur ein einfacher Geist, mit einem Terminologie-Baukasten der Firma
[COLOR=crimson]Konkret[/COLOR].
Ronin76[QUOTE]...genau das ist doch das allgegenwärtige Prinzip des Kapitalismus - genau darauf läuft es doch immer hinaus...ebenjener Lehrsatz wird einem doch bereits in der ersten Grundschulklasse - oder sogar schon im Kindergarten - eingebleut...[/QUOTE]
Klar, damit werden Menschen zu Asozialen "erzogen", also indoktriniert. Kein Zusammenhalt mehr, damit keine Gegenwehr gegen das Regime zu erwarten = Staat kann machen (Macht) was er will.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Davy Crockett [/i]
[B]...genau das ist doch das allgegenwärtige Prinzip des Kapitalismus - genau darauf läuft es doch immer hinaus...ebenjener Lehrsatz wird einem doch bereits in der ersten Grundschulklasse - oder sogar schon im Kindergarten - eingebleut... [/B][/QUOTE]

Ja sicher!
Und allzu schlecht fährt man damit nicht...
Zumindest besser,als wenn man heulend in der Ecke sitzt und sich denkt: "Niemand hilft mir.....Buhuhh!"

OK, in so einem Moment hilft mir niemand, aber es bevormundet mich auch niemand.
Denn gönnerhafte Hilfe wird ja auch immer mit homöopathischen Dosen diverser Ideologien angeboten, solange bis man Parteigänger oder Partisan dessen ist.



Das betrachte ich als WERT an sich.
WaldemarIch habe schon soviel erlebt in den Jobcenter.. das mich das garnicht wundert.

Irgendwann wird da jemand Amok laufen.. und das mit gutem Grund. Das ist nur eine Frage der Zeit und ich kann das gut nachvollziehen.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Klar, damit werden Menschen zu Asozialen "erzogen", also indoktriniert. Kein Zusammenhalt mehr, damit keine Gegenwehr gegen das Regime zu erwarten = Staat kann machen (Macht) was er will. [/B][/QUOTE]

Asozial ist insbesondere permanent die Hand aufzuhalten, obwohl man es nicht müsste. Aber diese Form des asozialen Verhaltens wird als "Widerstand durch Verweigerung" zur Heldentat verklärt.
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]Ja sicher!
Und allzu schlecht fährt man damit nicht...
Zumindest besser,als wenn man heulend in der Ecke sitzt und sich denkt: "Niemand hilft mir.....Buhuhh!"

OK, in so einem Moment hilft mir niemand, aber es bevormundet mich auch niemand.
Denn gönnerhafte Hilfe wird ja auch immer mit homöopathischen Dosen diverser Ideologien angeboten, solange bis man Parteigänger oder Partisan dessen ist.



Das betrachte ich als WERT an sich. [/B][/QUOTE]

...aber - und da beginnt -bzw. endet - das ganze Paradox ja: wenn sich jemand dann endlich [I]wirklich[/I] selbst zu helfen versucht -anstatt sich noch länger auf all die vom System gönnerhaft angebotenen falschen "Freunde und Helfer" zu verlassen - Parteien, Polizisten und Systemquacksalber -...dann ist er der größte Schweinehund auf Erden und der Buhmann schlechthin...
weisskreutzIst ein Messerangriff für dich Selbsthilfe, oder beziehst du dich da auf etwas anderes?
Kampfsau[QUOTE]...der Polizist mit seiner Kanone als Schwanzsubstitut - der (oder diejenige...) hatte dann aber ein mindestens ebensolches "Aggressionsproblem"...[/QUOTE]

Ich glaub weder die Getötete, noch die Polizistin hatten jetzt wirklich einen Penisneid oder komplexe, wegen ihrer kleinen Penisse....

Ich versteh nicht, warum hier manche außer Stande sind, die Verhältnismäßigkeit zu erkennen.

Wenn man einen Streit anfängt, weil das Geld überwiesen und nicht bar auf die Kralle kommt und dann auch noch jemanden in den Bauch sticht, weil die Personalien aufgenommen wird, dann ist es zumindest extrem wahrscheinlich, dass dieser Mensch eine andere Gewaltschwelle besitzt, als der durchschnittliche Deutsche Bürger mit leeren Vorstrafenregistern.

Hallo, MESSER IM BAUCH, lebensbedrohlicher Angriff. Wenn die Polizistin da nicht geschossen hätte, dann hätte sie allerdings ein Agressionsproblem gehabt. Eben dass sie zu gewaltgehemmt ist, um lebensfähig zu sein.


[QUOTE]das Problem hierbei ist nicht die "Aggression" - sie ist nur ein weiteres taktisches Ablenkmanöver, eine Nebelgranate der Systembefürworter, um vom wirklichen Thema, nämlich der - materiellen- Ursache von Gewalt, bzw. Aggression abzulenken, sondern die grundsätzlich heuchlerische, bigotte Berwertung von Gewalt...[/QUOTE]

Was ist denn heuchlerisch? Wenn ich jemanden wegen sowas ein Messer in den Bauch schlage, dann ist das keine Nebelgranate, dann ist das Fakt.

Alles andere, dass die arme Frau überhaupt nichts dafür kann , der Polizist sowieso nur ein rassistischer Kukluxklananhänger war,die ARGE-Mitarbeiterin den Tod verdient hat, weil sie Menschen so unwürdig behandelt hat, DAS ist eine Nebelgranate. Denn das sind alles Dinge, die man einfach nicht weiß , sondern die hier manche nur meinen zu wissen.

Und es ist wirklich widerlich, wie solche Vorfälle für irgendwelche seltsamen Weltanschauungen herangezogen umgedichtet und/oder ausgeschmückt werden.


[QUOTE]die Frau hatte nur ein Messer, der Bulle eine Heckler&Koch...selbst da besteht noch eine beträchtliche Asymmetrie der Mittel und Möglichkeiten zur Anwendung von Gewalt... und solange sich die Menschen auch weiterhin verbieten lassen, sich die gleichen Waffen zuzulegen, wird diese weiterbestehen...[/QUOTE]

Was soll denn jetzt die Alternative sein? Jedem eine Waffe in die Hand geben und vor allem Drogenabhängigen und psychisch Kranken?

Alles damit die Asymmetrie weiter besteht? Damit Drogenabhängige Arbeitslose nicht nur einen Polizisten verletzen, sondern am besten noch ein paar Menschen mehr mit draufgehen lassen können, wann immer die sich durch irgendwas gereizt oder bedroht fühlen?

Eine andere Frage, ist die USA wirklich freier, nur weil jeder Depp mit ner Knarre rumlaufen kann? Mal abgesehen von der höheren Anzahl an Schusswaffentoten, ist dieses Land wirklich soviel freier als Deutschland? Sind die Menschen dort wirklich weniger Opfer von Regierung und des Kapitalismus?
Hellscream[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]Asozial ist insbesondere permanent die Hand aufzuhalten, obwohl man es nicht müsste. Aber diese Form des asozialen Verhaltens wird als "Widerstand durch Verweigerung" zur Heldentat verklärt. [/B][/QUOTE]

Bei der um sich greifenden Prekarität ist es das auch bald eine Heldentat, ich arbeite doch nicht um andere Reich zu machen, sondern um zu leben.
Aber asoziale Kapitalisten bereichern sich Tag für Tag an einem, am besten soll man umsonst arbeiten.
Ronin76[QUOTE]Asozial ist insbesondere permanent die Hand aufzuhalten, obwohl man es nicht müsste. Aber diese Form des asozialen Verhaltens wird als "Widerstand durch Verweigerung" zur Heldentat verklärt.[/QUOTE]
War mir schon klar, daß du nicht weißt was sozial ist und daß Geld damit nur wenig zu tun hat. Übrigens ist jeder Mensch in diesem Land von Geld abhängig und hält somit die Hand auf, dann wären laut dir ja Alle asozial. Das verstehe mal wer will. Dein Leitspruch ist vermutlich: "Nur wer arbeitet, soll auch essen". Damit würdest du dich in eine Reihe mit den zynischen Haßpredigern Müntefering, Clement und Westerwelle begeben.
[QUOTE]
Großes Medienecho erregte Müntefering im Mai 2006 mit seiner Aussage: "Nur wer arbeitet, soll auch essen.", einem falschen Zitat aus dem Zweiten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher (2 Thess 3,10 NGÜ). Richtig übersetzt steht an dieser Stelle in der Bibel: „Wenn jemand nicht arbeiten will, soll er auch nicht essen.“
[/QUOTE]
Wie du darauf kommst, "Hand aufhalten" als "Widerstand durch Verweigerung" zu erklären, ist nicht nachvollziehbar. Dann besteht die FRD ja zu 99% aus Widerstandskämpfern, nur merke ich davon überhaupt nichts. Aber so war das ja auch nach der Wende in der DDR.. plötzlich waren alle Ossis ehemalige Widerstandskämpfer ! Und bei der Stasi war natürlich außer ein paar Bauernopfern auch niemand gewesen. Über dieses Thema hatte hier neulich ein Autor referiert. Er kam zu dem Fazit, daß der Widerstand dort deutlich unter seinen Möglichkeiten geblieben war, womit er sehr verhalten angedeutet hatte, daß er im Prinzip überhaupt nicht stattgefunden hatte.


[QUOTE]
Ich versteh nicht, warum hier manche außer Stande sind, die Verhältnismäßigkeit zu erkennen.

Wenn man einen Streit anfängt, weil das Geld überwiesen und nicht bar auf die Kralle kommt und dann auch noch jemanden in den Bauch sticht, weil die Personalien aufgenommen wird, dann ist es zumindest extrem wahrscheinlich, dass dieser Mensch eine andere Gewaltschwelle besitzt, als der durchschnittliche Deutsche Bürger mit leeren Vorstrafenregistern.

Hallo, MESSER IM BAUCH, lebensbedrohlicher Angriff. Wenn die Polizistin da nicht geschossen hätte, dann hätte sie allerdings ein Agressionsproblem gehabt. Eben dass sie zu gewaltgehemmt ist, um lebensfähig zu sein.
[/QUOTE]
Es ist zweifelhaft, daß es so war, wie du es beschreibst: Kein Geld -> sofort Messer in Bauch. Höchstwahrscheinlich wurde die Person von den Polizisten angegriffen, sie sollte ja abgeführt werden, damit die ARGE-Bearbeiterin ihre Ruhe hat. Bei der Gewaltschwelle würde ich dir sogar zustimmen, was daran liegt, daß die deutschen Bürger viel zu feige und obrigkeitshörig sind: "Aber ja doch Herr Polizist, aber gerne doch Herr Polizist, wird so gemacht, darf ich Ihnen auch noch die Schuhe lecken ?" Die afrika-stämmige Bevölkerung ist eben noch nicht so pervertiert und konditioniert, daß sie sich von jedem dahergelaufenen Bastard (ACAB) angrabschen lassen. Die Frage der Überreaktion würde ich eher mal der Schützin stellen, die entweder nicht zielsicher oder völlig in Panik geraten war. Auf jeden Fall keine gute Qualifikation für den Beruf. Aber vielleicht wird das in der Polizeischule und auf Fortbildungen so gelehrt. Bei akuter Gefahr die Leib und Leben bedroht, den Angreifer/Verteidiger sofort erschießen !

[QUOTE]Eben dass sie zu gewaltgehemmt ist, um lebensfähig zu sein.[/QUOTE]
Also muß man gewalttätig sein, wenn man leben will. Erklärt so Vieles.

[QUOTE]Und es ist wirklich widerlich, wie solche Vorfälle für irgendwelche seltsamen Weltanschauungen herangezogen umgedichtet und/oder ausgeschmückt werden.[/QUOTE]
Und weil das so widerlich ist, liest du dir das gerne durch und antwortest darauf. :D
JulyaWir wissen alle nicht, wie es zu dem tödlichen Schuss gekommen ist, weil wir alle nicht dabei waren. Jegliche Spekulation ist also überflüssig.
Zumal der Angriff der getöteten Frau wohl wahrscheinlicher auf ihre mögliche Drogensucht als auf ihre ethnische Herkunft zurückzuführen ist! (Wie ich bereits schrieb, kam es in einer Stelle der Arge zu dem Angriff, der für Wohnungslose und Drogensüchtige zuständig ist.)

Und ansonsten: Danke Kampfsau.
Ronin76Alle Drogensüchtige sind also Gewalttäter. Wer ist denn in dieser Gesellschaft nicht drogensüchtig ? Wir wissen überhaupt nicht ob sie drogensüchtig war, also ist dies als Grund viel weniger wahrscheinlich, als zB ihre ethnische Herkunft, die bekannt ist. Es hatte doch niemand behauptet, daß die Messerstiche auf eine Ethnie zurückzuführen sind.
Julya[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Alle Drogensüchtige sind also Gewalttäter. [/QUOTE]
Hab ich nicht behauptet. Aber Du wirst mir zustimmen, daß Drogen nicht gerade dazu beitragen, schwierige Situationen zu vereinfachen.
ScheolMensch Ronin, du bist doch sonst ein rationaler, informierter Bursche. Wo ist die Qualität die man sonst so von Dir erwarten kann? Du verdrehst hier gerade Dinge und Worte. Niemand hier hat sich positiv über den Umgang mit Arbeitslosen geäußert. Keiner ist der Meinung, die ARGE leiste gute Arbeit. Es ging doch nur um deine (emotionalbelastete) Aussage, dass du gerne den Tod der Frau auf einen anderen Menschen übertragen wolltest.

Bist doch sonst so Anti-Kapitalistisch und man kann Spuren des Humanismus' rauslesen. Wie kommt es, dass du auf einmal so verdammt finster bist?

Deine Quelle war übel und schlecht recherchiert. Warum hinterfragst du Spiegel&Co., aber diese Seite nicht?

Wir wissen doch überhaupt nichts über diesen Fall. Also kannst du niemand für irgendwas verantwortlich machen. Sonst bist du doch auch immer so hinterfragend...ich versteh' dich gerade überhaupt nicht...
Kampfsau[QUOTE]Es ist zweifelhaft, daß es so war, wie du es beschreibst: Kein Geld -> sofort Messer in Bauch. [/QUOTE]

Es war ein Messer im Bauch und Grund für den Vorfall war ein Geldstreit, zu den Einzelheiten kann ich mich nunmal einfach nicht äußern, warum sollte ich mir mein Maul über Dinge zerreissen, die ich halt einfach nicht weiß?

[QUOTE]Höchstwahrscheinlich wurde die Person von den Polizisten angegriffen, sie sollte ja abgeführt werden, damit die ARGE-Bearbeiterin ihre Ruhe hat.[/QUOTE]

Sie sollte vermutlich abgeführt werden, weil die Mitarbeiterin sich durch die Kundin bedroht fühlte. Da kann ich dir schonmal zustimmen, ob sie tatsächlich Angegriffen wurde, wissen aber weder ich, noch du.

[QUOTE]Bei der Gewaltschwelle würde ich dir sogar zustimmen, was daran liegt, daß die deutschen Bürger viel zu feige und obrigkeitshörig sind: "Aber ja doch Herr Polizist, aber gerne doch Herr Polizist, wird so gemacht, darf ich Ihnen auch noch die Schuhe lecken ?"[/QUOTE]

Ich glaube es ist nichtmal ungewöhnlich, wenn auch ein deutscher Kunde mal gewaltätig wird aber Leute mit nem Messer abstechen?

[QUOTE]Die afrika-stämmige Bevölkerung ist eben noch nicht so pervertiert und konditioniert, daß sie sich von jedem dahergelaufenen Bastard (ACAB) angrabschen lassen. [/QUOTE]

Ich will jetzt nicht über Afrikaner reden, von denen weiß ich nämlich auch nicht wirklich, was für ein Temperament sie haben. Ich gehe von Deutschland aus und messe ihre Taten an den hiesigen Standards. Und da hat der Großteil der Menschen nunmal eine ausgeprägte Tötungshemmung. Selbst wenn jemand ein selbstherrliches Arschloch sein sollte, würde ich dem nicht ein Messer in den Bauch rammen.

Und die haben auch Freunde und Verwandte, wo kämen wir denn dahin, wenn sich jeder der sich auf den Schlips getreten fühlt mit Messern auf seinen Gegenüber losgeht? Eine nicht enden wollende Reihe sinnloser Blutfähden und Tragödien die nichts als Leid und Hass bringen wäre die Folge.

[QUOTE]Also muß man gewalttätig sein, wenn man leben will. Erklärt so Vieles.[/QUOTE]

Ja, meistens kommt man ohne physische Gewalt aus aber es gibt so Situationen, z.B. wenn man mit dem Messer angegriffen wird, wo es notwendig ist.

[QUOTE]Und weil das so widerlich ist, liest du dir das gerne durch und antwortest darauf.[/QUOTE]

Und weil du das sagst, kann ich daraus schließen, dass es dir nicht um die Sachverhalte geht, sondern nur um Provokation?

[QUOTE]Die Frage der Überreaktion würde ich eher mal der Schützin stellen, die entweder nicht zielsicher oder völlig in Panik geraten war. Auf jeden Fall keine gute Qualifikation für den Beruf. Aber vielleicht wird das in der Polizeischule und auf Fortbildungen so gelehrt. Bei akuter Gefahr die Leib und Leben bedroht, den Angreifer/Verteidiger sofort erschießen ![/QUOTE]

mal ehrlich, was hätte denn anders laufen sollen? Hätte die Polizistin sich auf ein Handgemenge mit der mit einem Messer bewaffneten Angreiferin einlassen sollen?Kein vernünftiger Soldat oder Polizist würde soetwas tun, selbst wenn man überlegen im Zweikampf ist, der andere kann immer mal einen Glückstreffer landen.

Außerdem hat man in so einer Situation nicht viel Zeit zum reagieren. Da hält man Abstand, visiert ein relativ großes Ziel wie den Torso an und schießt ein paar schnelle Schüsse.

Aber du hättest das natürlich viel viel besser gemacht, wenn jemand deinen Freund oder Kollegen abstechen würde? Du hättest ihr die Waffe aus der Hand geschossen, während sie damit noch am herumfuchteln ist.

Tut mir Leid aber ich erkenne in deinen Aussagen momentan keine Rationalität. Ich glaube die Metapher mit dem vor Tollwut schäumenden Mund ist ganz passend.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]Bei der um sich greifenden Prekarität ist es das auch bald eine Heldentat, ich arbeite doch nicht um andere Reich zu machen, sondern um zu leben.
Aber asoziale Kapitalisten bereichern sich Tag für Tag an einem, am besten soll man umsonst arbeiten. [/B][/QUOTE]


Darf ich daran erinnern, dass die Arbeiterbewegung die Mär von der Religionsgleichheit der Arbeit aus Bestandsschutz heraus weitergeführt hat.
Somit geht jede inhaltliche Perversion auf das Konto der Arbeiterbewegung.
Vorschläge zum ideologiefreien Geldverdienen hätte es viele gegeben, aber sie wurden allesamt von der Arbeiterbewegung abgelehnt, denn alle Felder, die von Individuen gut bewältigt werden können, interessieren die Unionisten und Gleichmacher nicht.
Ein hoch auf den schlechten Durchschnitt.
Man weiss aber nicht genau, ob der schlechte Durchschnitt halt einfach so existiert oder ob es ihn gibt, weil es ihn geben soll.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Davy Crockett [/i]
[B]...aber - und da beginnt -bzw. endet - das ganze Paradox ja: wenn sich jemand dann endlich [I]wirklich[/I] selbst zu helfen versucht -anstatt sich noch länger auf all die vom System gönnerhaft angebotenen falschen "Freunde und Helfer" zu verlassen - Parteien, Polizisten und Systemquacksalber -...dann ist er der größte Schweinehund auf Erden und der Buhmann schlechthin... [/B][/QUOTE]

Erfolg oder was man dafür hält, muss man auch aushalten können.
Ronin76[QUOTE]Mensch Ronin, du bist doch sonst ein rationaler, informierter Bursche. Wo ist die Qualität die man sonst so von Dir erwarten kann? Du verdrehst hier gerade Dinge und Worte.[/QUOTE]
Was habe ich denn verdreht ?


[QUOTE]Niemand hier hat sich positiv über den Umgang mit Arbeitslosen geäußert. Keiner ist der Meinung, die ARGE leiste gute Arbeit. Es ging doch nur um deine (emotionalbelastete) Aussage, dass du gerne den Tod der Frau auf einen anderen Menschen übertragen wolltest.[/QUOTE]
Dazu stehe ich noch immer. Allerdings ist das lediglich ein Spiel mit der Fantasie und ich sehe darin nichts Verwerfliches. Wer nun darüber empört sein möchte, den frage ich, wieso der Tod der besagten Frau besser sein soll, als wenn eine ARGE-Mitarbeiterin gestorben wäre. So ist das halt mit der Doppelmoral.


[QUOTE]Bist doch sonst so Anti-Kapitalistisch und man kann Spuren des Humanismus' rauslesen. Wie kommt es, dass du auf einmal so verdammt finster bist?[/QUOTE]
Nun, ist nicht das Leben selbst finster ?



[QUOTE]Deine Quelle war übel und schlecht recherchiert. Warum hinterfragst du Spiegel&Co., aber diese Seite nicht?[/QUOTE]
Ich kann nicht von mir behaupten diese Quelle nicht hinterfragt zu haben. Sie bot sich eben gerade an. Ich hätte auch den Spiegel präsentieren können, wenn dir das lieber wäre, allerdings kann man es nicht Jedem recht machen.


[QUOTE]Ich will jetzt nicht über Afrikaner reden, von denen weiß ich nämlich auch nicht wirklich, was für ein Temperament sie haben.[/QUOTE]
Afrika ist ein großer Kontinent, daher ist das wohl sehr unterschiedlich. Individuelle Merkmale lassen sich jedoch schlecht verallgemeinern.


[QUOTE]Und weil du das sagst, kann ich daraus schließen, dass es dir nicht um die Sachverhalte geht, sondern nur um Provokation?[/QUOTE]
Hmm, fühlst du dich denn provoziert ? Es geht mir darum, so einen Vorfall von verschiedenen Seiten zu betrachten und darüber kontrovers zu diskutieren. Wenn dazu Provokation notwendig ist, gerne.


[QUOTE]
mal ehrlich, was hätte denn anders laufen sollen? Hätte die Polizistin sich auf ein Handgemenge mit der mit einem Messer bewaffneten Angreiferin einlassen sollen?Kein vernünftiger Soldat oder Polizist würde soetwas tun, selbst wenn man überlegen im Zweikampf ist, der andere kann immer mal einen Glückstreffer landen.

Außerdem hat man in so einer Situation nicht viel Zeit zum reagieren. Da hält man Abstand, visiert ein relativ großes Ziel wie den Torso an und schießt ein paar schnelle Schüsse.

Aber du hättest das natürlich viel viel besser gemacht, wenn jemand deinen Freund oder Kollegen abstechen würde? Du hättest ihr die Waffe aus der Hand geschossen, während sie damit noch am herumfuchteln ist.

Tut mir Leid aber ich erkenne in deinen Aussagen momentan keine Rationalität. Ich glaube die Metapher mit dem vor Tollwut schäumenden Mund ist ganz passend.
[/QUOTE]
Daß du keine Rationalität erkennen kannst, könnte auch daran liegen, daß du selbst nicht rational bist. Vielleicht kennst du ja die Behauptung, daß nur ein Irrer einen Irren erkennen kann. ;)

Da ich keine Schußwaffe habe, hätte ich ihr das Messer wohl kaum aus der Hand schießen können aber es macht wenig Sinn dazu Hypothesen aufzustellen, solange man kein Hellseher ist. Dies ändert jedoch nichts daran, daß die Polizistin meiner Ansicht nach überreagiert hatte. Durch so einen Glückstreffer hätte da ja wie schon geschrieben auch jemand anderst, wie die ARGE-Mitarbeiterin oder der Kollege von einer Kugel getroffen werden können, aber das ist ja zum Glück nicht passiert...
Kampfsau[QUOTE]Afrika ist ein großer Kontinent, daher ist das wohl sehr unterschiedlich. Individuelle Merkmale lassen sich jedoch schlecht verallgemeinern.[/QUOTE]

Wieso gibst du dann solche Kommentare von dir wie dieses hier?


[QUOTE]Die afrika-stämmige Bevölkerung ist eben noch nicht so pervertiert und konditioniert, daß sie sich von jedem dahergelaufenen Bastard (ACAB) angrabschen lassen.[/QUOTE]

Solche Kommentare solltest du dir sparen, denn damit sagst du quasi, dass afrika-Stämmige generell dazu neigen, schnell gewaltätig zu werden, wenn man sie provoziert.

[QUOTE]Hmm, fühlst du dich denn provoziert ? Es geht mir darum, so einen Vorfall von verschiedenen Seiten zu betrachten und darüber kontrovers zu diskutieren. Wenn dazu Provokation notwendig ist, gerne.[/QUOTE]

Was erreichst du denn mit sowas? Du erreichst gar nichts, die Leute werden ihre Meinung nicht ändern, sie werden allenfalls dazu neigen, dich für latent geisteskrank zu halten und darin wird die sachliche Kritik, die du am System tatsächlich zu äußern hast, für viele einfach untergehen.

[QUOTE]Daß du keine Rationalität erkennen kannst, könnte auch daran liegen, daß du selbst nicht rational bist. Vielleicht kennst du ja die Behauptung, daß nur ein Irrer einen Irren erkennen kann.[/QUOTE]

Blablabla, was bringt dieses Geschwafel?Als ob es mich interessiert, wenn irgendein Geisteskranker aus einem Forum mich für nicht rational hält?

Das ist doch der Punkt den ich kritisiere. Warum beziehst du dich nicht einfach auf den Sachverhalt und erklärst einfach mal wie du dir das vorstellen würdest.

Du kannst kritisieren aber du kannst nicht sagen, wie man es hätte besser machen können.



[QUOTE]Dies ändert jedoch nichts daran, daß die Polizistin meiner Ansicht nach überreagiert hatte. Durch so einen Glückstreffer hätte da ja wie schon geschrieben auch jemand anderst, wie die ARGE-Mitarbeiterin oder der Kollege von einer Kugel getroffen werden können, aber das ist ja zum Glück nicht passiert...[/QUOTE]

Aber sag doch bitte, weiser Ronin aus dem Abendland, was genau hättest du in dieser Situation getan? Was hättest du getan, würde ein Fremder den du nicht kennst, von dem du nicht weiß zu was er fähig ist, auf deinen Freund oder Kollegen einstechen?

Was fällt dir dazu ein, außer dass jemand unqualifiziert ist und überreagiert hat? Das es zu den beiden Opfern kam, finde ich tragisch, es wäre gut gewesen, hätte man Opfer verhindern können aber ich will mir nicht anmaßen darüber zu urteilen, wie ein Mensch doch bitte in einer der schlimmsten Extremsituationen mit nur wenigen Augenblicken Reaktionszeit richtig zu reagieren habe.

Hätte sie zu lange gezögert, wäre vermutlich ihr Kollege gestorben. Ich kann mir gut vorstellen, dass dir das ganz recht wäre, nur ich bleibe dabei, die tote Frau hätte immer noch die Wahl gehabt, nicht zum Messer zu greifen, so wie es viele andere in der selben Situation auch getan haben und jetzt immer noch leben.

Aber naja, dir gehts ja sowieso nur darum, anti zu sein.
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i]

Aber sag doch bitte, weiser Ronin aus dem Abendland, was genau hättest du in dieser Situation getan? Was hättest du getan, würde ein Fremder den du nicht kennst, von dem du nicht weiß zu was er fähig ist, auf deinen Freund oder Kollegen einstechen?

Was fällt dir dazu ein, außer dass jemand unqualifiziert ist und überreagiert hat? Das es zu den beiden Opfern kam, finde ich tragisch, es wäre gut gewesen, hätte man Opfer verhindern können aber ich will mir nicht anmaßen darüber zu urteilen, wie ein Mensch doch bitte in einer der schlimmsten Extremsituationen mit nur wenigen Augenblicken Reaktionszeit richtig zu reagieren habe.

Hätte sie zu lange gezögert, wäre vermutlich ihr Kollege gestorben. Ich kann mir gut vorstellen, dass dir das ganz recht wäre, nur ich bleibe dabei, die tote Frau hätte immer noch die Wahl gehabt, nicht zum Messer zu greifen, so wie es viele andere in der selben Situation auch getan haben und jetzt immer noch leben.
[/QUOTE]

...ein solcher "was hättest du denn getan?"-Blödsinn... ist hier schon mal gar nicht angemessen, weil uns "blöden Bürgern" ja das Recht vorenthalten wird, Schusswaffen zu besitzen - oder gar einzusetzen in solch einem Fall...von daher ist die Frage bereits falsch gestellt...ich oder Ronin - und du vermutlich auch, hätten die Option, die in diesem Unrechtsstaat dem staatlichen Büttel mit der Lizenz zum totlachen vorbehalten bleibt, also gar nicht in Anspruch nehmen können...aber um die Frage dennoch zu beantworten: du könntest einfach ausweichen - oder es gar nicht erst zu einer Situation wie dieser kommen lassen...das hängt natürlich stark davon ab, was dem vorrausgegangen ist -und wer mit der Gewalt angefangen hat, denn für dich scheint selbstverständlich zu sein, dass es die Nigerianerin war - was es aber keinesfalls ist...denn die "Vorgeschichte" kennen wir nicht... es könnte sehr gut sein, dass entweder die Angestellte des Jobcenter oder einer der Bullen die Frau zuvor bereits verbal beleidigt, gedemütigt, sie psychisch, mit Gewaltdrohungen, udgl. einzuschüchtern versucht haben...da Mafiosi bekanntlich immer zusammenhalten, werden wir das wohl nie erfahren - da sie sich gegenseitig decken und schützen...

...bei deiner nationalchauvinistisch-staatstreuen Konditionierung liegt es natürlich auf der Hand, dass für dich das Leben eines Bullen oder der Angestellten einen höheren Wert hat als das einer Nigerian: "na, besser sie liegt jetzt tot am Boden als ein anständiger, braver, rechtschaffener Diener des deutschen Staates"...
Kampfsau[QUOTE]...ein solcher "was hättest du denn getan?"-Blödsinn... ist hier schon mal gar nicht angemessen, weil uns "blöden Bürgern" ja das Recht vorenthalten wird, Schusswaffen zu besitzen - oder gar einzusetzen in solch einem Fall...von daher ist die Frage bereits falsch gestellt...[/QUOTE]

Nein, die Frage ist nicht falsch gestellt, zumindest nicht, wenn man sich selber das Recht herausnimmt über die Taten anderer zu urteilen und diese zu werten.

Und ich glaube auch nicht, dass das Tragen der Waffe alleine einen tatsächlich in die Lage versetzt, über solche Dinge urteilen zu können. Bis vor kurzem wurde auch vielen jungen Männern von Staatswegen sogar der fachmännische Umgang mit Schusswaffen beigebracht.

Obwohl ich es nachwievor nicht für gut halte, wenn jeder Depp eine Waffe bekommt oder im Umgang damit ausgebildet wird.

[QUOTE]ber um die Frage dennoch zu beantworten: du könntest einfach ausweichen - oder es gar nicht erst zu einer Situation wie dieser kommen lassen...das hängt natürlich stark davon ab, was dem vorrausgegangen ist -und wer mit der Gewalt angefangen hat, denn für dich scheint selbstverständlich zu sein, dass es die Nigerianerin war - was es aber keinesfalls ist...denn die "Vorgeschichte" kennen wir nicht...[/QUOTE]

wäre es nicht so weit gekommen, wäre es das Beste gewesen, das denken sich wahrscheinlich alle Beteiligten. Für dich scheint es z.B. selbstverständlich zu sein, dass alle außer der Nigerianerin schuld sind. Aber dass wir die Vorgeschichte nicht wirklich kennen ist ja der Punkt. Hier aber wurde dieser Fall alleine deswegen breitgetreten, damit man den Staat, die Polizei und die ARGE als abgrundtief schlecht darstellen kann.


[QUOTE]es könnte sehr gut sein, dass entweder die Angestellte des Jobcenter oder einer der Bullen die Frau zuvor bereits verbal beleidigt, gedemütigt, sie psychisch, mit Gewaltdrohungen, udgl. einzuschüchtern versucht haben...da Mafiosi bekanntlich immer zusammenhalten, werden wir das wohl nie erfahren - da sie sich gegenseitig decken und schützen...[/QUOTE]

Es könnte sein, ich schließe das nicht aus. Es ist deswegen aber noch lange nicht automatisch so abgelaufen.

Nur dann stellt sich auch die Frage, wie man mit solchen Behandlungen umzugehen gedenkt,falls sie eintreten.Es gibt genug Menschen die in ähnlichen Situationen waren und trotzdem niemanden mit einen Messer in den Bauch gestochen haben.

Und ich sehe das so, gefährliche, potentiell tödliche Gewalt wendet man nur an, wenn man selbst oder andere Anwesende in unmittelbarer Gefahr stehen, selber Opfer dieser zu werden. Dass jemand sich wie ein Arschloch aufführt, reicht dabei einfach nicht als Grund aus, jemanden so anzugreifen. Sonst müsste man das halbe Land ausrotten.



[QUOTE]...bei deiner nationalchauvinistisch-staatstreuen Konditionierung liegt es natürlich auf der Hand, dass für dich das Leben eines Bullen oder der Angestellten einen höheren Wert hat als das einer Nigerian: "na, besser sie liegt jetzt tot am Boden als ein anständiger, braver, rechtschaffener Diener des deutschen Staates"...[/QUOTE]

Ich werte die Leben nicht gegeneinander auf, das tust du. Ich urteile nur nicht über so eine Extremsituation. , darum finde ich es auch nicht zielführend, dass manche behaupten, sie wüssten genau, wer hier der Täter und wer das Opfer ist.
Scheolin dubio pro reo...schade, dass man dies genau den Leuten ins Gedächtnis rufen muss, die sonst immer die Rechtsstaatlichkeit ausgehebelt sehen.
Fuck up EvilAch, wie sehr habe ich dieses Entertainment hier vermisst . . . ;)
NixSchade, dass die Duellpraxis abgeschafft wurde.
KalifatoHartz IV kann schon aggresiv machen, Ich könnte mir nicht vorstellen, dass man mit den paar Kröten auskommt.
Was mir mehr Leid tun sind die Kinder von Hartz IV Empfängern.
Das ist meine Meinung. Ich lass mich auch gern vom Gegenteil überzeugen.
Ronin76Aufgrund des Schreibverbots konnte ich nicht viel früher antworten, das hole ich hiermit nach und das Entertainment kann weitergehen.

[QUOTE]
Zitat:
Afrika ist ein großer Kontinent, daher ist das wohl sehr unterschiedlich. Individuelle Merkmale lassen sich jedoch schlecht verallgemeinern.


Wieso gibst du dann solche Kommentare von dir wie dieses hier?
[/QUOTE]
Weil die Banane krumm ist.


[QUOTE]
Zitat:
Die afrika-stämmige Bevölkerung ist eben noch nicht so pervertiert und konditioniert, daß sie sich von jedem dahergelaufenen Bastard (ACAB) angrabschen lassen.


Solche Kommentare solltest du dir sparen, denn damit sagst du quasi, dass afrika-Stämmige generell dazu neigen, schnell gewaltätig zu werden, wenn man sie provoziert.
[/QUOTE]
Nein, das hatte ich nicht quasi gesagt. Das ist deine Interpretation. Mir sind jedoch im Gegensatz zu dir Menschen lieber, die sich bei Provokation wehren, anstatt sich alles gefallen zu lassen. Sich nicht zu wehren und jede Sauerei zu dulden, sind Zeichen von Zerfall, Feigheit und Schwäche. Erst durch die Duldung von vielen Provokationen und Gewalttaten sind die Probleme entstanden, unter denen Viele heute zu leiden haben. Die Konflikte wurden nicht sofort ausgetragen, sondern wurden bis über Jahrhunderte hinweg verschleppt. Dazu zählen zB die weit verbreitete Obrigkeitshörigkeit, das Anerkennen von Hierarchien und das Übernehmen von fremden Moralvorstellungen.


[QUOTE]
Was erreichst du denn mit sowas? Du erreichst gar nichts, die Leute werden ihre Meinung nicht ändern, sie werden allenfalls dazu neigen, dich für latent geisteskrank zu halten und darin wird die sachliche Kritik, die du am System tatsächlich zu äußern hast, für viele einfach untergehen.
[/QUOTE]
Du hälst mich also für latent geisteskrank und willst das nun auf Andere übertragen, aber mir ist es egal was Andere über mich denken und ich werde mich nicht selbst verraten und Andere belügen um diesen Anderen zu gefallen. Ich bin nicht der offizielle Kirchen-Jesus, der unter Polizisten, Bänkern, Richtern, Henkern, Offizieren, Kirchen-Bossen, Politikern und ähnlichen Vertretern der Macht geduldet wird. Ich bin nicht euer Superstar !


[QUOTE]
Blablabla, was bringt dieses Geschwafel?Als ob es mich interessiert, wenn irgendein Geisteskranker aus einem Forum mich für nicht rational hält?

Das ist doch der Punkt den ich kritisiere. Warum beziehst du dich nicht einfach auf den Sachverhalt und erklärst einfach mal wie du dir das vorstellen würdest.

Du kannst kritisieren aber du kannst nicht sagen, wie man es hätte besser machen können.
[/QUOTE]
Nun also nicht mehr nur latent sondern voll geisteskrank. Dir gehen die Argumente aus, die du nie hattest. Du solltest schon konkret werden, was genau du nicht verstehst und erklärt haben möchtest. Ich habe schon oft genug geschrieben, wie man es Anderst machen kann, nicht besser, denn das würde ja voraussetzen, daß es momentan gut ist, was einen gewissen Zynismus beinhaltet.


[QUOTE]Aber sag doch bitte, weiser Ronin aus dem Abendland, was genau hättest du in dieser Situation getan? Was hättest du getan, würde ein Fremder den du nicht kennst, von dem du nicht weiß zu was er fähig ist, auf deinen Freund oder Kollegen einstechen?[/QUOTE]
Ich verweise hier auf Davy Crocket´s Erklärung zu Suggestivfragen und Spekulationen.

[QUOTE]Aber naja, dir gehts ja sowieso nur darum, anti zu sein.[/QUOTE]
Genau. Und dir geht es darum, den Moralapostel, den Gutmenschen zu spielen, damit du Anerkennung bei Gleichgesinnten findest.

[QUOTE]
...bei deiner nationalchauvinistisch-staatstreuen Konditionierung liegt es natürlich auf der Hand, dass für dich das Leben eines Bullen oder der Angestellten einen höheren Wert hat als das einer Nigerian: "na, besser sie liegt jetzt tot am Boden als ein anständiger, braver, rechtschaffener Diener des deutschen Staates"...
[/QUOTE]
Was will man von einem willigen Zögling (Praktikant) der Polizei auch Anderes erwarten.


[QUOTE]Obwohl ich es nachwievor nicht für gut halte, wenn jeder Depp eine Waffe bekommt oder im Umgang damit ausgebildet wird.[/QUOTE]
Das wird deinen Polizeifreunden aber gar nicht gefallen, die du damit gerade beleidigt hast. Wer entscheidet denn eigentlich, wer der Depp ist, der eine Waffe benutzen darf ?


[QUOTE] Hier aber wurde dieser Fall alleine deswegen breitgetreten, damit man den Staat, die Polizei und die ARGE als abgrundtief schlecht darstellen kann.[/QUOTE]
Was sie offensichtlich nicht sind. Staat, Polizei, ARGE,... ihr seid die Besten ! Danke für die vielen Gewalttaten, Opressionen und Morde.
Fuck up EvilWenn man so ein Geschreibsel ließt, tun mir die frustrierten Hartzer fast leid.
Ronin76Du darfst auch gerne mehr als einen Satz schreiben, falls du das kannst.
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i]
[B]Wenn man so ein Geschreibsel ließt, tun mir die frustrierten Hartzer fast leid. [/B][/QUOTE]

...vielleicht landest du ja selbst einmal dort - sobald deine Dienstboten- und Mitläufermentalität, mit der du dich selbst zum "Nigger" des Systems degradiert hast, nicht mehr gebraucht wird...erst dann siehst du die Dinge vielleicht mal von der anderen Seite des Zauns aus...dass das saftig grüne Gras, das nur auf der anderen Seite des Zauns wächst, für dich nunmehr unerreichbar, von dort aus ganz anders aussieht als für die dusselige Systemmelkkuh...

...wie gut dass ich kein Vegetarier bin...
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von Davy Crockett [/i]
[B]...vielleicht landest du ja selbst einmal dort - sobald deine Dienstboten- und Mitläufermentalität, mit der du dich selbst zum "Nigger" des Systems degradiert hast, nicht mehr gebraucht wird... [/B][/QUOTE]

Geschreibsel ist noch untertrieben.
SynergieIch finds witzig. Rübesemmeln für Anfänger. Kommt gut zum Blattsalat, die kleinen Psychosenrübchen. :D
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]... Ich bin nicht der offizielle Kirchen-Jesus, der unter Polizisten, Bänkern, Richtern, Henkern, Offizieren, Kirchen-Bossen, Politikern und ähnlichen Vertretern der Macht geduldet wird. Ich bin nicht euer Superstar !
...
[/B][/QUOTE]

Was derjenige, den Du da versuchst zu zitieren ( ein richtiges Zitat ist es ja noch nicht einmal ) wohl zu DIR sagen würde ?!?!?!
:rolleyes:


[IMG]http://smilys.net/kotzende_smilies/smiley3911.gif[/IMG]
Ronin76Wir werden es wohl nie erfahren. Du scheinst jedoch nicht zu wissen, wen ich zitiert habe, und willst dich wohl wieder etwas aufspielen, weil dich sonst niemand beachtet.
Fuck up EvilWie gesagt, Du hast niemanden zitiert, nur versucht... und das derjenige nicht mehr lebt ist mir schon bewusst, ich hätte es anders formulieren sollen.

Und aufspielen muss ich mich ganz bestimmt nicht, das überlasse ich anderen. ;) :p
Ronin76Aha, und wieso ist es kein Zitat ? Es war übrigens gar nicht als Zitat gedacht, sonst hätte ich es vermerkt. Ich schreibe ja keine Dissertation, oder doch ? ;)
Pro DeutschlandDer deutsche Sozialstaat widert mich nur noch an!
Das Prinzip die Starken Schultern die Armen ist Unsinn, man muß Eigenverantwortung endlich fordern!
Wieso muß z.b. immer die Gesellschaft für eine persönlich verfehlte Familienplanung verantwortung übernehmen!
Was hat uns diese Kuschelei gebracht, nur Neid und Mißgunst, Dankbarkeit von den Jammerern ist Fehlanzeige
Man sollte nur noch 6 Monate Hartz4 zahlen und danach soll jeder selber sehn wie er klar kommt!
WaldemarWo hat man dich denn rausgelassen... rofl
KampfsauWieso passt doch. Wir brauchen doch für jeden irgendwelche Feindbilder
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i]
[B]Wieso passt doch. Wir brauchen doch für jeden irgendwelche Feindbilder [/B][/QUOTE]

Richtig!

Seit Helmut dem grossen Kleinen wird aus Propagandagründen jeder "Mauerschütze" dreihundertmal dämonisiert und die ganz grossen Arschlöcher des Staatsrates sassen zur gleichen Zeit auf Einladung von "Don Franz Josef Strauss" am Starnberger See herum.
Die meisten DDR-Grenzer haben einfach nur ihre Pflicht getan. Nicht mehr, nicht weniger.

Was sind 136 "Mauertote", die wussten, dass der Übergang gefährlich ist, gegenüber mind.5000 Verkehrsopfer pro Jahr, die teilweise zu dumm sind, die Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten, am Handy telefonieren, im Auto Rauchen oder Testfahrer bei Mercedes sind.

Es ist einfach Tradition hierzulande, die Dinge stets gefiltert zu betrachten.

HartzIV wurde von der Schröder-connection erfunden, also auch von Rürup/Maschmeyer/Wullf/Vroni die Selbstdarstellerin.
Keiner weiss warum.
Wir brauchen keine N*drangheta. Wir haben Niedersachsen.[QUOTE]Der deutsche Sozialstaat widert mich nur noch an![/QUOTE]
Mich im Grunde auch, weil seit Bismarck Diskussion verhindert werden sollen. Probleme werden aufgekauft.
Ronin76[QUOTE]
Die meisten DDR-Grenzer haben einfach nur ihre Pflicht getan. Nicht mehr, nicht weniger.

Was sind 136 "Mauertote", die wussten, dass der Übergang gefährlich ist, gegenüber mind.5000 Verkehrsopfer pro Jahr, die teilweise zu dumm sind, die Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten, am Handy telefonieren, im Auto Rauchen oder Testfahrer bei Mercedes sind.

Es ist einfach Tradition hierzulande, die Dinge stets gefiltert zu betrachten.
[/QUOTE]
Das Scheinargument der Pflichtausübung ist zB seit den Nürnberger Prozessen unglaubwürdig geworden. Jeder Mensch hat zuerst mal eine Eigenveranwortung für sein Handeln und wenn Jemand einen Menschen erschießt ist das ganz allein seine Entscheidung und seine Tat, nicht die eines Anderen. Ein Befehlsgeber ist ein Manipulator und Anstifter jedoch nicht der Täter, höchstens ein Mittäter. Daher ist auch das Anstiften zu einer Straftat nicht illegal, wenn sie den Anschein erweckt, damit eine Straftat aufdecken zu wollen. DDR-Grenzer die Menschen erschossen hatten, sind also Mörder. Nicht mehr und nicht weniger.

Mauertote mit Verkehrsopfern zu vergleichen bringt nur deinen Zynismus zu Tage. Wende deine Logik doch auch mal auf die ermordeten Juden an, wenn du dich traust. Ja, es hat Tradition die Dinge stets gefiltert zu betrachten, davon solltest du dich nicht ausschließen.
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]Was sind 136 "Mauertote", die wussten, dass der Übergang gefährlich ist, gegenüber mind.5000 Verkehrsopfer pro Jahr, die teilweise zu dumm sind, die Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten, am Handy telefonieren, im Auto Rauchen oder Testfahrer bei Mercedes sind. [/B][/QUOTE]
Der Unterschied ist, dass die einen kaltblütig ermordet wurden, während die anderen durch Unfälle oder Fahrlässigkeit starben.

[quote]Die meisten DDR-Grenzer haben einfach nur ihre Pflicht getan. [/quote]
So wie die KZ-Aufseher.
Kampfsau[QUOTE]Die meisten DDR-Grenzer haben einfach nur ihre Pflicht getan. Nicht mehr, nicht weniger.[/QUOTE]

Mich wundert irgendwie, sowas von dir zu lesen. Ich dachte der rückradlose Mitläufer, der lediglich das tut, was das Kollektiv verlangt, quasi "nur seine Pflicht tut" wäre für dich de facto kein richtiger, eigenständiger Mensch mehr?

[QUOTE]Was sind 136 "Mauertote", die wussten, dass der Übergang gefährlich ist, gegenüber mind.5000 Verkehrsopfer pro Jahr, die teilweise zu dumm sind, die Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten, am Handy telefonieren, im Auto Rauchen oder Testfahrer bei Mercedes sind. Es ist einfach Tradition hierzulande, die Dinge stets gefiltert zu betrachten.[/QUOTE]

Natürlich ist es tragisch, wenn aus Fahrlässigkeit heraus tödliche Unfälle passieren. Eine gefilterte Wahrnehmung ist das für mich aber nicht wirklich.

Ich meine die Handlungen haben eine ganz andere Qualität, Fahrlässigkeit kann tötliche Folgen haben. Andererseits können auch vorsichtige Menschen mal ihre unaufmerksamen 10 Sekunden haben und dann passiert etwas.

An der Grenze, da wurden Stolperdrähte, Minen, Scharfschützen,Soldaten, scharfe Hunde, Militärfahrzeuge, Stacheldraht und alle Mittel aufgefahren, damit die Bevölkerung drinnen gehalten werden kann. Die DDR war de facto also ein riesiges Freiluftgefängnis.

Und sie Zwang ihre Bürger, Mitglieder dieser Gemeischaft zu sein, ob sie wollten od nicht.Hier kann man ja zumindest auswandern aber da wurde selbst das mit Gefängnis und Tod bestraft. Darum weiß ichecht nicht, wie du es schaffst, soetwas noch zu relativieren. Du der genau sowas doch eigentlich verabscheut.
WaldemarOh Wunder .. H4 ist natürlich verfassungswidrig. Neuerlich festgestellt nun vom DGB, dass die Studien in Aufrag gab.

[QUOTE]Die Hartz IV Reformen der schwarz-gelben Bundesregierung entsprechen nicht den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts und sind damit verfassungswidrig. Das ermittelten gleich zwei Studien der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Die Gutachten, die auf wissenschaftlichen Methoden zurück griff, zeigte deutlich Fehler in der Methodik und Berechnungsart bei den Neuberechnungen der Arbeitslosengeld II Regelleistungen für Kinder und Erwachsene. Der Gesetzgeber habe die Regelsätze politisch motiviert klein gerechnet, so dass ein viel zu niedriger Eckregelsatz von 364 Euro heraus gekommen ist. [/QUOTE]

[QUOTE]Der DGB steht mit seiner Position nicht allein. Bereits bei Bekanntgabe der Hartz IV Neuregelungen hatten Erwerbslosen-Verbände, Sozialrichter und Wohlfahrtsorganisationen angemahnt, dass die neuerlichen Gesetzgebungen noch immer nicht verfassungsfest sind und das Existenzminimum der Betroffenen nicht gewahrt bleibe. Berechnungen der Sozialverbände hatten einen Minimum von 420 Euro errechnet. Auch bei einer konservativen Betrachtungsweise hätte der Regelsatz mindestens um 33 Euro auf 392 Euro steigen müssen. Denn würde tatsächlich ein echter Bedarf nach dem Warenkorbmodell ermittelt, müsste ein mindestens um 79 Euro höherer Aufschlag gewährt werden, wie unlängst die Saarländische Armutskonferenz berechnete. Würde die in Europa geltende Armutsgrenze von 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens (Medianwert) zugrunde gelegt, müssten Hartz-IV-Regelsätze gar um etwa 100 Euro steigen.[/QUOTE]


Musterklagen sind vorbereitet und jetzt heißt es wieder warten bis die Richter erneut die Verfassunswidrigkeit verkünden. Dann wird man wieder rumeiern und rumtricksen und ewig grüßt das Murmeltier.

Somit haben sie schön auf Zeit gespielt... und die Armen und Schwachen in diesem Land wunderbar betrogen und verhöhnt. Das alles mit Kalkül und voller Absicht.
HephEin guter weg um Arbeitslosengeld auf die richtige Höhe zu bringen ist entweder die Maximalgröße der Wohnungen zu trimmen und Nebenkosten in noch kleinerer Höhe zu übernehmen. Sonderregelungen kann man auch in die tonne treten. Es gibt so einiges was man da machen kann - so zynisch das auch klingt.

Eine Wohnungsgröße von sagen wir 25 Quadratmeter wie es schon mal durch die Medien ging könnte die 60 bis 70€ "einsparen". Zumindest gab es bis jetzt kein Gericht das gesagt hat das 25 Quadrate und weniger Menschenunwürdig sind. Wenn in München Studenten auf 15 oder gar unter 10 quadratmetern Vegitieren gibt es auch keinen "Aufschrei". "Harzhotels" mit Gemeinschaftsküche und Bad alle 3 Stockwerke.

:rolleyes: Andere Vorschläge wie sich unsere Bundesregierung aus den Mehrkosten schlängeln wird?
Waldemar[QUOTE]Zumindest gab es bis jetzt kein Gericht das gesagt hat das 25 Quadrate und weniger Menschenunwürdig sind[/QUOTE]

Das ist falsch. Da die Richtwerte sowieso juristisch nichts wert sind, haben wir noch Richterrecht. Auch wenn man die Komunen ermächtigt hat eine "Pauschale" zu erheben müsste auch die sich nach dem Mietspiegel richten.

Aktuelles Urteil von 2010 für Berlin..

[QUOTE]Der in der AV-Wohnen-Berlin genannten Oberwert (444,- Euro für einen Zwei-Personen-Haushalt)ist schon deshalb zur Bewertung angemessener Wohnkosten - ungeeignet - , weil er eine Bruttowarmmiete ausweist, obwohl die Beurteilung von Unterkunftskosten von der Beurteilung der Heizkosten unabhängig zu erfolgen hat[/QUOTE]

[QUOTE]Es handelt sich dabei um bloße Verwaltungsvorschriften, die keine unmittelbare Rechtswirkung für die Betroffenen entfalten. Weder aus den AV-Wohnen selbst noch aus dem Vortrag des Beklagten wird erkennbar, dass den dort genannten Oberwerten (444,- Euro für einen Zwei-Personen-Haushalt) ein schlüssiges Konzept im Sinne der zitierten Rechtsprechung(vgl. BSG, Urteil vom 19. Oktober 2010 – B 14 AS 2/10 R ) zu Grunde liegt. Im Übrigen ist der in den AV-Wohnen genannte Referenzwert schon deshalb zur Bewertung angemessener Wohnkosten ungeeignet, weil er eine Bruttowarmmiete ausweist, obwohl die Beurteilung von Unterkunftskosten von der Beurteilung der Heizkosten unabhängig zu erfolgen hat[/QUOTE]

Das was da durch die Medien ging... hatte nur ein Zweck. Angst machen..

Natürlich vergeben die Argen nach den Richtwerten die Wohnungen. Aber für Leute die über den Richtwert liegen ist immer noch im Einzelfall vor dem Sozialgericht zu entscheiden, was angemessen ist.

[QUOTE]Andere Vorschläge wie sich unsere Bundesregierung aus den Mehrkosten schlängeln wird?[/QUOTE]

Jup.. gibts jede Menge. Sanktionen steigen z.b. ohne Ende...
Heph"Angemessene" Wohnkosten würde ich als Leihe zumindest als Quadratmeterpreis interpretieren und ich kann auch bei gutem willen gerade in diesem Urteil nicht sehen das eine "Wohnungsgröße" moniert wird.

Wenn ich mich recht entsinne gelten im Moment noch die Regelwerte aus dem Sozialhilferecht die ins Harz4-"Gesetz" übernommen wurden. Diese besagen das eine Wohnung für eine Person 45qm plus 15 qm für jede weitere Person betragen. Persönlich denke ich das de Staat genau an dieser Regelung ansetzen und sie stärker gegenüber dem Preis herausstellen wird. Das "Menschenwürdige" Minimum wäre die durchschnittliche Gefängniszelle.

Allerdings hast du recht mit den Sozialgerichten andererseits werden hinhalte und Einschüchterungstaktiken der diversen Argen zuviele Leute hinters licht und damit um ihr recht bringen.
Ronin76Die ständigen Diskussionen um die Höhe der Mindestbeträge, sind Ablenkungsmanöver, da sie die Kernprobleme von Arbeitslosen aber auch Beschäftigten bewusst ignorieren: Strukturelle Arbeitslosigkeit, Sanktionen, Erpressungen, Amtswillkür und soziale Ausgrenzung. Firmen wie der DGB und Verdi hatten ja nie den Arbeitskampf aufgenommen sondern stecken mit Arbeitgeberverbänden unter einer Decke, sie sind also eine der Ursachen, daß es heute überhaupt Hartz-IV gibt. Diese Räuber spielen sich jetzt als die Retter der Arbeitslosen auf, und die ganzen scheinchristlichen Vereine wie Caritas und Diakonie blasen ins gleiche Horn, gehören jedoch auch zu den Profiteuren, da sie nun viele 2-Euro Jobber und andere billige Arbeitskräfte, sowie mehr staatliche Subventionen und Betreuungs-Kundschaft bekommen, also Menschen, welche durch Armut obdachlos und/oder pflegebedürftig geworden sind.


[QUOTE]
Ein guter weg um Arbeitslosengeld auf die richtige Höhe zu bringen ist entweder die Maximalgröße der Wohnungen zu trimmen und Nebenkosten in noch kleinerer Höhe zu übernehmen. Sonderregelungen kann man auch in die tonne treten. Es gibt so einiges was man da machen kann - so zynisch das auch klingt.
[/QUOTE]
So zynisch das auch klingen mag, man könnte doch Arbeitslose erschießen oder zum Duschen schicken, das wäre dann wirklich konequent und würde für bestimmte Menschen noch viel mehr Geld einsparen. Die durchschnittliche Wohnung ist übrigens um die 50 m² groß, es gibt also nicht annähernd genügend Wohungen zwischen 0 und 25 m². Und komm mir jetzt bloß nicht mit WGs, denn ich möchte mal die Bonzen und Beamten sehen, welche in WGs und Kellerlöchern wohnen. Die gute, alte Holzkiste (Fichte von Ikea) wird es schon tun: Ruhige Wohnlage im Grünen und sehr günstige Mietkosten. Du solltest nicht die Propaganda glauben, daß nicht genügend Geld zur Verfügung steht. Diese Geld ist mehr als genug vorhanden, nur liegt es als totes Kapital auf (schweizer) Konten oder in Palästen vergraben. So manche Germeinde hat auch mehr als genug Kapital, denkt aber nicht mal im Traum daran, es Bedürftigen zukommen zu lassen, sondern einen Teil davon verpulvern sie lieber auf Wirtschaftstreffen, Bürgerempfängen und anderen chauvinistischen Veranstaltungen, wo sich die selbsternannte Elite feiert. Damit deren Wohlstand auch ja jeder mitbekommt, ist die Hurenpresse natürlich auch immer dabei.


[QUOTE]Wenn ich mich recht entsinne gelten im Moment noch die Regelwerte aus dem Sozialhilferecht die ins Harz4-"Gesetz" übernommen wurden. Diese besagen das eine Wohnung für eine Person 45qm plus 15 qm für jede weitere Person betragen. Persönlich denke ich das de Staat genau an dieser Regelung ansetzen und sie stärker gegenüber dem Preis herausstellen wird.[/QUOTE]
Die Wohung darf maximal 50 m² + 15 m² je weiterer Bewohner betragen. 45 m² ist ein nach außen propagierter Richtwert der Jobcenter um durch gezielte Desinformation Kosten senken zu können.


[QUOTE]Das "Menschenwürdige" Minimum wäre die durchschnittliche Gefängniszelle.[/QUOTE]
Ich weiß zwar nicht wie groß die sind, doch Asylanten werden nur 10 m² gewährt. Dh, da werden dann 2-4 Menschen in Zimmer gepfercht und bis zu 20 Menschen müssen sich Sanitäranlagen teilen. Wenn dies schon der Maßstab sein soll, sollte man bei Politikern und Bonzen anfangen. In einer Villa in der bisher 1-2 Personen leben, lassen sich bestimmt und komfortabel 10 Menschen unterbringen. Bei 10 m² pro Person noch weitaus mehr.
Heph;) Du für blöd musst du mich nicht halten ich habe mal nur versucht aus der Sicht der Damen und Herren Minister allen vorran von der Leine, Rösler und Kai Diekman die Sache anzugehen und deren möglichen Kurs abzuschätzen. Und der Karl Theodor wird ja journalismusminister ähhhh Bildvorstand wenn ich das richtig gesehen habe.

"Bonzen und Beamte" werden kaum Sozialwohnungen beziehen auch orientiert sich das Angebot nach dem "bedarf" (wenn auch etwas widerwillig und langsam) welcher per Gesetz ja manipuliert würde. So ein paar extra Trockenbauwände in einem Plattenbau hoch zuziehen bzw. zu verlegen ist keine Große Kunst.

[QUOTE]So zynisch das auch klingen mag, man könnte doch Arbeitslose erschießen oder zum Duschen schicken[/QUOTE]

Wir waren grad nicht bei Zeitarbeit und dem Niedriglohnsektor.


Und mal ehrlich ich weis das was ich schreibe schon "grenzwertig" ist aber an einer solchen Grenze wird man sich in der kommenden Diskussion orientieren können. Wenn der gemeine Harzer nicht über die Höhe des Regelsatzes klein gehalten werden kann werden sich unsere momentanen Entscheider nach anderen Möglichkeiten umsehen.
Eine direkte Erhöhung der Sanktionen halte ich aufgrund der Unruhen in Frankreich Spanien und Großbritannien in der jüngeren Geschichte als wenig wahrscheinlich, zumindest wenn von der leine und Co nicht ein paar Gehirnzellen haben um die Gründe dieser Unruhen zu erkennen.
Ein Einsatz bei der Bundeswehr ist ebenso wenig wahrscheinlich da hier wieder das BVerg dazwischen funken würde, abgesehen davon kollidiert das Recht auf Körperliche Unversehrtheit mit einem Dienst an der Waffe.
Die indirekte Beschneidung über die Größe der Unterkunft hingegen könnte von vielen unbemerkt durch die Gremien gehen. Auch ein Einsatz auf den ehemaligen Ziviplätzen ist eine Überlegung wert.

Und wo wir gerade bei ehrlich waren: ich finde du solltest mal wieder runter kommen. Alg2 ist Scheiße das weis ich selbst weil ich es erleben durfte aber wie du hier gerade losgehst geht auf keine Rolle Kunstleder.

edit: Das OLG Kalrsruhe hat 2006 übrigens für Gefängniszellen geurteilt das weniger als 12 Quadratmeter Boden und 16 Kubikmeter Rauminhalt nicht menschenwürdig sind. Außerdem muss der Sanitärbereich räumlich abgetrennt sein.
Waldemar[QUOTE]"Angemessene" Wohnkosten würde ich als Leihe zumindest als Quadratmeterpreis interpretieren und ich kann auch bei gutem willen gerade in diesem Urteil nicht sehen das eine "Wohnungsgröße" moniert wird.[/QUOTE]

1.2 BSG, Urteil vom 19.10.2010, - B 14 AS 2/10 R -

Für einen 1-Personen-Haushalt sind in Berlin nicht bis zu 45 qm angemessen sondern 50 qm. Als Vergleichsraum ist das gesamte Stadtgebiet von Berlin heranzuziehen.

Aber was die Menschenwürde anbelangt da könntest du Recht haben. Mein Anwalt sagte zu mir.. Unerkunftkosten ist nicht weiter definiert als mit angemessen..Das können auch Lagerkosten sein.

Weil du grade Knast anspricht. Da gab es mal eine schöne Doku. Wo dann alle "Knastis" der Meinung waren. Uns geht es besser drinnen im Knast als draußen mit H4...
Ronin76[QUOTE]Eine direkte Erhöhung der Sanktionen halte ich aufgrund der Unruhen in Frankreich Spanien und Großbritannien in der jüngeren Geschichte als wenig wahrscheinlich, zumindest wenn von der leine und Co nicht ein paar Gehirnzellen haben um die Gründe dieser Unruhen zu erkennen.[/QUOTE]
Entweder sind die Unruhen geplant oder Zensursula und Kohorten haben ein paar Gehirnzellen zu wenig.

[url]http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-mehr-sanktionen-gegen-alg-ii-bezieher-1092.php[/url]


[QUOTE]So ein paar extra Trockenbauwände in einem Plattenbau hoch zuziehen bzw. zu verlegen ist keine Große Kunst.[/QUOTE]
Sicherlich, doch es kommen noch nötige Sanitäranlagen, Stromleitungen, Türen, Heizkörper, evtl Fenster, und andere Dinge hinzu. Und das kostet Geld, welches die meisten Eigentümer nicht investieren wollen. Einen Hartz-IV Empfänger will heute gerade wegen den bekannten Sanktionen sowieso niemand mehr als Mieter haben. Das was früher als sichere Miete galt, da vom Staat garantiert, ist heute ein hohes Risiko für Vermieter, die kapitalistisch denken, oder das Geld für ihre eigene Existenzsicherung benötigen.


[QUOTE]
edit: Das OLG Kalrsruhe hat 2006 übrigens für Gefängniszellen geurteilt das weniger als 12 Quadratmeter Boden und 16 Kubikmeter Rauminhalt nicht menschenwürdig sind. Außerdem muss der Sanitärbereich räumlich abgetrennt sein.
[/QUOTE]
Danke für die Info.


[QUOTE]
Weil du grade Knast anspricht. Da gab es mal eine schöne Doku. Wo dann alle "Knastis" der Meinung waren. Uns geht es besser drinnen im Knast als draußen mit H4...
[/QUOTE]
Interessant, diesen Gedanken hatte ich nämlich auch schon.
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]
...
Weil du grade Knast anspricht. Da gab es mal eine schöne Doku. Wo dann alle "Knastis" der Meinung waren. Uns geht es besser drinnen im Knast als draußen mit H4... [/B][/QUOTE]

naja, wer so denkt hat doch zumindest die Wahl zwischen Knast oder Hartz4.
Ronin76[QUOTE]naja, wer so denkt hat doch zumindest die Wahl zwischen Knast oder Hartz4.[/QUOTE]
Was würdest du wählen ?
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i]
[B]naja, wer so denkt hat doch zumindest die Wahl zwischen Knast oder Hartz4. [/B][/QUOTE]

...diese Wahl ist ebenso eine Schein-wahl wie es alle Wahlen in der Schein-Demokratie BRD sind: Pest oder Cholera. das Problem besteht darin, dass es eben keine "Wahl" ist, wenn man nur zwischen Scheiße mit Waldmeistergeschmack und Scheiße mit Vanillegeschmack "wählen" darf...aber das kennen wir ja bereits in Deutschland: die Juden in Auschwitz hatten nach ihrer Ankumpft an der "Rampe" genau die gleiche "Wahl": entweder gleich ins Gas oder erst noch zum Arbeitsdienst eingeteilt zu werden - und dann erst krepieren...
Creobotra[COLOR=crimson]Davy, du hast schreibverbot im kaiser. und da du dir das sowieso nicht "vorschreiben" lässt (und ich keinen bock auf die üblichen nöligen kommentare hab), fliegst du gleich.[/COLOR]
WaldemarRofl @ Mod..

Begründung bitte?
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
Rofl @ Mod..
Begründung bitte? [/QUOTE]

nazi-vergleich.
WaldemarAhso ok :)
Kampfsau[QUOTE]Weil du grade Knast anspricht. Da gab es mal eine schöne Doku. Wo dann alle "Knastis" der Meinung waren. Uns geht es besser drinnen im Knast als draußen mit H4...[/QUOTE]

Also ich wäre lieber draußen mit Hartz 4.

Man kanns ja auch übertreiben. Nagut, man kann sich darüber streiten, ob weniger als 50 qm für eine einzige Person menschenwürdig ist oder nicht.

Aber man kann es ja nun auch ein bischen übertreiben, wenn man alles unter 50 qm mit einer Gefängniszelle vergleicht oder die Arbeitslosenbehörde mit KZ-Betreibern.

Naja, was bringt das lange Rumjammern. Es ändert sich so ohnehin nichts.

Das Beste was man für sein individuelles Leben machen kann, ist zu kämpfen bis zum Schluss.

Nicht dass das Glück für alle da wäre, wären alle nur entschlossen genug.

Nur wenn man nichtmal den Willen hat, hat man sowieso keine Chance.
Ronin76[QUOTE] die Juden in Auschwitz hatten nach ihrer Ankumpft an der "Rampe" genau die gleiche "Wahl": entweder gleich ins Gas oder erst noch zum Arbeitsdienst eingeteilt zu werden - und dann erst krepieren...[/QUOTE]
Hatte Davy damit denn nicht die Wahrheit geschrieben ?
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Hatte Davy damit denn nicht die Wahrheit geschrieben ?[/QUOTE]
hast du´n problem mit "lesen im kontext"?
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Davy Crockett [/i]
[B]...diese Wahl ist ebenso eine Schein-wahl wie es alle Wahlen in der Schein-Demokratie BRD sind: Pest oder Cholera. das Problem besteht darin, dass es eben keine "Wahl" ist, wenn man nur zwischen Scheiße mit Waldmeistergeschmack und Scheiße mit Vanillegeschmack "wählen" darf...aber das kennen wir ja bereits in Deutschland: die Juden in Auschwitz hatten nach ihrer Ankumpft an der "Rampe" genau die gleiche "Wahl": entweder gleich ins Gas oder erst noch zum Arbeitsdienst eingeteilt zu werden - und dann erst krepieren... [/B][/QUOTE]

An-kumpft ??????????????????????????
Ronin76[QUOTE]hast du´n problem mit "lesen im kontext"?[/QUOTE]
Nein. Wenn du meine Frage nicht beantworten kannst, versuche es erst gar nicht.


[QUOTE]An-kumpft ??????????????????????????[/QUOTE]
Der Vater furzt,
die Kinder lachen,
so kann man auch mit kleinen Sachen,
Kindern eine Freude machen !
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Nein. [/QUOTE]
schön. ich auch nicht. und deine frage hat auch nichts damit zu tun.
wenn du den billigen effekt nötig hast, bitte sehr.
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Was würdest du wählen ? [/B][/QUOTE]

da bei uns im Haus ein Hartzer wohnt und ich sein Leben zumindest in Teilen mitbekomme, würde ich defenitiv
Hartz4 wählen, wobei ich auch noch nie im Knast war und somit keinen Einblick hab wie es da so abläuft... aber meine Vorstellung vom Knastleben ist auf jeden Fall schlimmer als 24 Stunden bezahlte Freizeit.
:)
Scheol@FUE

Das ist genauso eindimensional. Nur eben von der anderen Grabenseite.

Bravo!
Fuck up Evil@Scheol
meinst Du denn ich habe Unrecht ?
...
siehst Du !?
;)
ScheolMit der bezahlten Freizeit schon... ;)

Den Rest kann ich nicht überprüfen...
Ronin76Alle ALG-II Bezieher sind also so wie dein Nachbar FUE ?
Was kriegst du von dem denn überhaupt alles mit, reicht
das aus, damit du dir ein umfangreiches Bild malen kannst ?

Das Schlimmste in einem deutschen Knast sind wohl die
Isolation, ständige Überwachung und die sturen
Rhytmen. Mir den gewalttätigen US-Knastanlagen oder
überfüllten, russischen Massenzellen kann man das
vielleicht nicht so ganz vergleichen. Die werden
natürlich in Reportagen wie "Ohios härtester Knast" oder
"Die Hölle von Moskau" ausgestrahlt, damit die Menschen
Angst vor Gefängnissen bekommen und sich besser
kontrollieren lassen.
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]Mit der bezahlten Freizeit schon... ;)

... [/B][/QUOTE]

Wieso ?
Im Grunde ist es nichts anderes.
Scheol[QUOTE]Wieso ? Im Grunde ist es nichts anderes.[/QUOTE]

Von einer missgünstigen Warte aus kann man das so sehen.

Generell gilt:

Freizeit kann man gestalten, wie man will.

Arbeitslosigkeit ist wiederum was ganz anderes.
Ein Gros der Erwerbslosen sehen sich mit Gefühlen von Wertlosigkeit und Depression konfrontiert, was diese sogenannte Freizeit alles andere als frei macht. Zudem die ständigen Besuche auf dem Amt, die minder bis gar nicht ertragreich sind.
Die permanente Diffamierung in den Medien (egal ob Tagesschau oder RTL), die geringen Mittel bei denen man sich dreimal was man sich leisten mag und was nicht, das Gefühl seinen Kindern nichts bieten zu können, das marode Selbstwertgefühl, Gefühle von Isolation...also, wenn du das Freizeit nennst mache ich mir ernsthaft Sorgen um Dich!

Und komm mir jetzt nicht mit: Die haben doch alles, denen geht's doch gut.
Ich kenne Beispiele bei denen das nicht der Fall ist. Und diese relativieren jedes Beispiel von: "Ich kenne da einen, der hat X und Y und säuft und raucht". RTL inside your head.
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]...
Ein Gros der Erwerbslosen sehen sich mit Gefühlen von Wertlosigkeit und Depression konfrontiert, was diese sogenannte Freizeit alles andere als frei macht. Zudem die ständigen Besuche auf dem Amt, die minder bis gar nicht ertragreich sind.
Die permanente Diffamierung in den Medien (egal ob Tagesschau oder RTL), die geringen Mittel bei denen man sich dreimal was man sich leisten mag und was nicht, das Gefühl seinen Kindern nichts bieten zu können, das marode Selbstwertgefühl, Gefühle von Isolation... [/B][/QUOTE]

bei den Kindern gebe ich Dir voll und ganz Recht, aber ich weiß nicht wie Du auf "ständige Besuche auf dem Amt" kommst..?!

Ich habe sogar 2 Freundinnen, beide Ü 30, die das von Dir beschriebene Leben anstreben und sie sind sogar zufrieden damit.


:eek:
ScheolSind diese Frauen Mütter?

Zudem gibt es Menschen, die damit zufrieden sind. Jeder, den ich kenne, der in dieser Situation ist, ist es nicht.
Gerade junge, alleinstehende Männer, die ständig irgendwelche Besuche beim Amt machen müssen, sich rechtfertigen müssen wenn sie sich von der Freundin trennen (geben sie den Trennungsgrund bitte in dem Freitextfeld an) und und und.

Ich kann nicht nachvollziehen, wie man den H4-Status dermaßen schönreden kann. Zumal sämtliche Untersuchungen das Gegenteil zeigen.
solipsismusVielleicht kann man das, weil man selbst nie in der Situation war und das unreflektiert schluckt, was einem von Politik und Medien erzählt wird, um die Gesellschaft zu spalten und besser regierbar zu machen?
Und manchmal habe ich den Eindruck, dass es schlicht an Mangel von Empathie liegt und mangelndem Bewusstsein dafür, welches Glück und Vorteile man im Leben hatte, um nicht in diese Situation zu kommen.
Scheol@solipsismus

Ja, nur glaube ich, dass Politik und Medien da weniger eine Rolle spielen als die Empathie. Die Medienberichte sind einfach nur synchron zu einer Mentalität die schon vorher vorhanden war.

Diese Strukturen sind mir durchaus bekannt...und ich mag sie nicht.
solipsismusIch kann mir nicht vorstellen, dass das einfach nur die Missgunst der Leute ist. Also natürlich spielt das mit rein, aber die Politik profitiert durchaus davon, wenn man suggerieren kann, HartzIV-Bezieher hätten es nicht anders verdient, als immer weiter um ihre Lebensgrundlage gebracht zu werden. Schließlich will man ja sparen.
Und dass die BILD mit ihrer Hetze einfach nur das Thema aufgreift, was den Leuten am meisten Spaß macht, glaube ich auch nicht. Verachtenswert ist ihre "Berichterstattung" in jedem Falle, aber ich denke, dass sie eine vorgegebene Linie befolgt.
ScheolIch denke, bzw. Vermute, dass diese "privilegierte Gleichgültigkeit" schon im Kindesalter keimt. Dieses Wechselspiel aus Medienpropaganda und fehlende Empathie ist läuft meiner Meinung nach nicht kausal sondern parallel.
Schon im Kindergarten bzw. Grundschule wird man erstmals mit Ungleichheit konfrontiert. In diesem Alter ist man durchaus in der Lage ethische Grundsätze zu überlegen, wie man damit umgeht.
Da fängt das ganze schon an, und man ist noch getrennt von Medienpropaganda. Jedenfalls glaube ich, dass man sie noch nicht bewusst wahrnimmt.

Es ist vielmehr die Erziehung und die eigene Entscheidung in einem sehr frühen Alter, ob man teilt oder ob man neidet.

Später gehen dann die Berichterstattung und die innere Einstellung einen symbioseähnlichen Zustand ein. Schließlich bestätigen die Medien immer wieder, dass man die richtige Einstellung hat. Es stützt sich gegenseitig. Beide haben ihre Vorteile, Politik und jener, der kein Verständnis für den (wachsenden) benachteiligten Teil der Gesellschaft aufbringt.

Es ist ein eindimensionales Weltbild. Schließlich will man sich nicht mit niederen Menschen die nur jammern obwohl es ihnen ach so gut geht belasten.

Ok, ich überspitze vielleicht, aber im Kern bin ich durchaus der Ansicht. Das ist zumindest meine Theorie zum Ganzen.
Ronin76[QUOTE]Ja, nur glaube ich, dass Politik und Medien da weniger eine Rolle spielen als die Empathie. Die Medienberichte sind einfach nur synchron zu einer Mentalität die schon vorher vorhanden war.[/QUOTE]
Ja teilweise, denn bestimmte Medien wie der Axel-Springer-Verlag sind eben schon seit vielen Jahrzehnten in der BRD etabliert, und haben schon Generationen vor uns, mit ihren Texten mental beinflusst und ihnen das Gehirn durch ständige Wiederholungen gewaschen. Auf diesem Prinzip der Gehirnwäsche basiert jede Werbung, besonders wirksam ist TV Werbung. Am Konsumverhalten sieht man, daß Gehirnwäsche funktioniert. Ich war mal für eine Freundin einkaufen, und sie hatte sich gewundert, daß die Waren, welche sie mir grob aufgeschrieben hatte, nur so wenig Geld gekostet hatten. Sie hätte nämlich sonst, bei gleicher Qualität, über das Doppelte bezahlt, weil sie ganz auf Markenprodukte der TV-Werbung fixiert ist.


[QUOTE]Und dass die BILD mit ihrer Hetze einfach nur das Thema aufgreift, was den Leuten am meisten Spaß macht, glaube ich auch nicht. Verachtenswert ist ihre "Berichterstattung" in jedem Falle, aber ich denke, dass sie eine vorgegebene Linie befolgt.[/QUOTE]
Mein Zuspruch. Der Slogan der BILD lautet ja nicht umsonst "BILD dir deine Meinung". Medien selektieren und bestimmen zwangsläufig schon im Voraus die Inhalte, welche den Empfängern präsentiert werden, und Welche NICHT. Durch zusätzliche Manipulationen, indem Sachverhalte in einen bestimmten Kontext gerückt werden, und mangelnde Objektivität, werden die Empfänger auf Linie gebracht.
Fuck up Evilwollt ihr damit etwa sagen die BILD lügt !??!?!?!?!!?!?
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i]
[B]wollt ihr damit etwa sagen die BILD lügt !??!?!?!?!!?!? [/B][/QUOTE]

Ochjo. So kann man das auch nicht sagen, Herr Wagner gibt sich ja Mühe, obwohl er vermutlich ziemlich verstrahlt ist, wenn man so seine Kolumnen liesst....

:D
Fuck up EvilJetzt aber Spaß beiseite, Ich habe durchaus Mitgefühl für Hartz4-Empfänger und ich "bilde" mir meine Meinung auch nicht durch Berichterstattung in der grossen Tageszeitung oder Sendern wie RTL 2 etc.

Aber ich glaube, die Zahl der Leute, die durch das böse System um ihren Job gebracht wurden und dann vom bösen System klein gehalten werden und daran gehindert werden einen neuen Job zu finden tendiert doch wohl gegen Null, oder !?

Hier ließt sich das zeitweise aber so, dass alles und jeder daran Schuld ist, wenn man in Hartz4 rutscht, nur nicht der Hartzer selbst.

Man sollte auch mal bedenken, dass man ja 1 Jahr ALG 1 bezieht bevor man in Hartz4 rutscht... Und ein ganzes Jahr ist schon eine lange Zeit um sich einen neuen Job zu besorgen, oder ?!

In meinem Bekanntenkreis machen das manche auch weitaus geschickter, die sind erst einmal 1 Jahr krank und bekommen Krankengeld, dann 1 Jahr ALG 1 und dann lassen sie sich eine Umschulung finanzieren ( möglichst nur schulisch, weil Arbeit ist nicht so dolle)... das sind alles zusammen schon mal 4 Jahre, bevor man in Hartz4 rutscht ohne auch nur einen Finger krum zu machen.

Und dann gibt es ja auch noch die Vertreter, die meinen, dass Arbeit ja prinzipiell Ausbeutung ist und deshalb konsequent verweigert werden muss.
Diese Leute werden natürlich mit durchgefüttert, was ja auch völlig in Ordnung ist, wir leben ja in einem Sozialstaat.

-end of line -
Scheol[QUOTE]Jetzt aber Spaß beiseite, Ich habe durchaus Mitgefühl für Hartz4-Empfänger und ich "bilde" mir meine Meinung auch nicht durch Berichterstattung in der grossen Tageszeitung oder Sendern wie RTL 2 etc.[/QUOTE]

Kann ich mir schwer vorstellen denn:

[QUOTE]Aber ich glaube, die Zahl der Leute, die durch das böse System um ihren Job gebracht wurden und dann vom bösen System klein gehalten werden und daran gehindert werden einen neuen Job zu finden tendiert doch wohl gegen Null, oder !?[/QUOTE]

Leben wir im selben Land? Es gibt mehrere Untersuchungen die genau das Gegenteil zeigen.
Wofür gibt es denn 1€-Jobs?
Außerdem kommt man aus H4 extrem schwer wieder raus.
Man kann 1000 Bewerbungen schreiben und bekommt 500 Absagen. Die restlichen 500 melden sich erst gar nicht.

[QUOTE]Man sollte auch mal bedenken, dass man ja 1 Jahr ALG 1 bezieht bevor man in Hartz4 rutscht... Und ein ganzes Jahr ist schon eine lange Zeit um sich einen neuen Job zu besorgen, oder ?![/QUOTE]

Es gibt Leute die suchen 5 Jahre lang einen neuen Job. 1 Jahr ist lächerlich.

[QUOTE]( möglichst nur schulisch, weil Arbeit ist nicht so dolle[/QUOTE]

Das ist extrem schlecht recherchiert. Schulische Ausbildungen werden überhaupt nicht gefördert. Weder mit H4 noch sonst was. Frag mal die Menschen in meiner Klasse. Die können dir was von Briefen, Drohungen und Sanktionen erzählen. Ich glaube Dir kein Wort.
Das klingt eher konstruiert und phantasiert.

[QUOTE]Und dann gibt es ja auch noch die Vertreter, die meinen, dass Arbeit ja prinzipiell Ausbeutung ist und deshalb konsequent verweigert werden muss. Diese Leute werden natürlich mit durchgefüttert, was ja auch völlig in Ordnung ist, wir leben ja in einem Sozialstaat.[/QUOTE]

Ja, das ist völlig in Ordnung. Die wenigsten Menschen auf diesen Planeten verweigern Arbeit im Gesamten. Bevor es die Hartz4-Gesetze gab, konnte man von Sozialhilfe recht gut leben. Der Großteil der Arbeitslosen belief sich auf schwer Kranke, Behinderte, Ausländer ohne Deutschkenntnisse etc.
Gesunde, faule Deutsche waren nur ein Bruchteil.

Und diesen Bruchteil muss ein Land sich leisten können. Zumal es keine 8 Millionen sind. Sondern eher nur eine Hand voll.

Du klingst immer noch nach RTL II und BILD.
WaldemarAch ja.. Mr. Bild? Nun, vielleicht vergisst du auch das die meisten Niedriglöhner usw zwar erstmal ALG I bekommen.. aber das zum Leben nicht reicht? Dann bekommt man ALG I und ALG II (Aufstockung). Somit ist man -de fucked up ziemlich evil- gleich H4!

Auch H4 sind die sog. arbeitenden Berufstätigen, die zusätzlich Hartz IV bekommen. Im vergangenen Jahr lag die Gesamtzahl der so genannten Aufstocker im Schnitt bei 1,383 Millionen. Das waren 4,4 Prozent mehr als 2009, 4,7 Prozent mehr als 2008 und 13,5 Prozent mehr als 2007... Nichts weiter als Arbeitslose mit Beschäftigungstheraphie.

Hiermal der monatsbericht Bundesagentur für Arbeit - April 2011

Arbeitslose 2011

Im April erhielten 5.501.000 erwerbsfähige Menschen Lohnersatzleistungen nach dem SGB III oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II

Zur Arbeitsmarktpolitik

Im Monat April befanden sich *1,34 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Sie werden nicht als arbeitslos gezählt.

Wer zahlt diese staatliche Arbeitgeber-Subvention eigentlich? - Huch, sind das etwa die Steuerzahler. Sind das ca. 50 Milliarden pro Jahr?

Wie definiert sich eigentlich der Begriff "asozial"? Sind das etwa Leute, die sich ihr Leben auf Kosten von anderen Menschen gestalten lassen ohne etwas Gleichwertiges zurückzugeben? Also eine gewisse Klientel von Arbeitgebern etwa...? Ach, besser nicht darüber nachdenken. FUE

Die reale Zahl von Arbeitslosen/Arbeitssuchenden? Nun, die hängt wohl in hohem Maße von der Bewertung ab. Würde man alle Gruppen, also Teilzeit-suchende, Umschüler (Weiterbildende) und Aufstocker mal voll bewerten, denn sie alle können ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten, dann würden wir die 10 Mio Grenze wohl locker knacken.
Kampfsau[QUOTE]Man sollte auch mal bedenken, dass man ja 1 Jahr ALG 1 bezieht bevor man in Hartz4 rutscht... Und ein ganzes Jahr ist schon eine lange Zeit um sich einen neuen Job zu besorgen, oder ?![/QUOTE]

Das stimmt nicht ganz. ALG 1 kriegt man erst nach 12 Monaten Beschäftigung und dann auch nur 6 Monate lang. Um 12 Monate Anspruch zu bekommen muss man 24 Monate am Stück gearbeitet haben, außerdem ist ALG 1 auch nicht wirklich viel mehr als Hartz 4, wenn man Zeitarbeiter war oder z.B. so um die 1600-1800 Euro verdient hat.

Natürlich ist das besser als nichts aber nicht einfach so mit falschinformationen um sich werfen bitte .

[QUOTE]In meinem Bekanntenkreis machen das manche auch weitaus geschickter, die sind erst einmal 1 Jahr krank und bekommen Krankengeld, dann 1 Jahr ALG 1 und dann lassen sie sich eine Umschulung finanzieren ( möglichst nur schulisch, weil Arbeit ist nicht so dolle)... das sind alles zusammen schon mal 4 Jahre, bevor man in Hartz4 rutscht ohne auch nur einen Finger krum zu machen.[/QUOTE]

Aha, also man wird "einfach krank" und zwar so schwer dass man mal 1 Jahr nicht arbeiten kann?

Und eine schulische Ausbildung nur, weil man zu faul für eine richtige Ausbildung ist ? Ich weiß gar nicht, wie sich das immer alle denken.

Schulische Ausbildungen werden oft von Leuten wahrgenommen, die sonst keine Chance auf einen entsprechenden Ausbildungsplatz hätten. Und einfach sind die häufig auch nicht.

Und selbst wenn eine Umschulung vollkommen finanziert werden sollte, was eher selten so ohne weiteres passiert. Eher muss man von z.B. Bafög leben um über die Runden zu kommen und das ist ja ein noch knapperes Leben als von Hartz 4.

Klingt mir alles eher nach konstruierten Vorurteilen. Gibt vielleicht ein paar Leute bei denen das so läuft aber als ob das bei allen so ohne weiteres klappen würde.


[QUOTE]Außerdem kommt man aus H4 extrem schwer wieder raus. Man kann 1000 Bewerbungen schreiben und bekommt 500 Absagen. Die restlichen 500 melden sich erst gar nicht.[/QUOTE]

Nun, ehrlich gesagt, auch wenn es knapp wird aber ich denke, dass man in einem Jahr durchaus eine Arbeit finden kann. Wenn man sie nicht innerhalb eines Jahres bekommen kann, dann wird man sie die Jahre darauf erst recht nicht finden.

Dann gibt es da eher ein anderes Problem oder Qualifikationen veralten oder sind nicht mehr gefragt.

Es gibt aber gar nicht so wenig Arbeit.

Für technische Facharbeiter, Handwerker, Techniker, Pfleger, Ingenieure etc pp gibt es bei der momentanen Wirtschaftslage durchaus Möglichkeiten.

Der Knackpunkt ist aber einfach der, diese Berufe sind ziemlich anspruchsvoll, nicht jeder kann sie lernen, entweder weil die Theorie zu schwer für sie ist oder weil man handwerkliches Geschick braucht oder entsprechendes Interesse, gute Gesundheit und Fitness.

Aber das wollen die Leute dann auch wieder nicht lernen, selbst wenn sie das Talent dazu hätten.Macht ja auf den ersten Blick nicht soviel Spaß.

Die Leute werden dann Architekten, Physiotherapeuten, Sozialarbeiter, Germanisten, Bürokaufleute usw usf und wundern sich dann, dass man nur so schwerlich eine gute Arbeit finden kann.

Jeder Beruf hat seine Schattenseiten aber wenn man gut verdient, dann macht das auch Spaß, man bekommt Bestätigung, wird wertgeschätzt usw, kann sein Leben ganz anders und unbesorgter Gestalten.

Dann darf man sich auch nicht wundern, wenn man viele Absagen bekommt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man Erfolg hat, nur weil man viele Bewerbungen schreibt.

Das sind dann so seelenlose Standardbewerbungen wie sie zig oder hunderte andere Menschen auch schreiben.
Scheol@Kampfsau

Das ist alles richtig. Aber was ist mit Leuten, die keinen Ausbildungsplatz in den Jahren bekommen haben, als sie noch rar waren. Die dann sofort in die Zeitarbeit gegangen sind und letztendlich diesen Job aufgrund irgendwelcher Bilanzschönungen verloren.
Das sind an die Tausende, bei denen das so lief.

Viele sind in einem Alter, in dem man keine Umschulung mehr vom Staat bezahlt bekommt. So findet man ab 45 verdammt schwer Arbeit. Und an die Hochschule kann auch nicht jeder. Abitur ist da wohl Pflicht.

Die Geringqualifizierten haben es eben am schwersten. Die wollen kein Manager werden, die wollen einfach nur Arbeit. Und sie finden außer Saisonales nicht viel. Ich habe mal über ein Jahr zu Hause gesessen (ohne H4) und fand...nichts.
Jeden Monat 50 km gefahren, bei jeder Firma, in jedem Laden, in jeder Zeitarbeitsfirma reingeschaut und gefragt ob es was gibt. Ich habe mich selbst dazu bereit erklärt in einer Putzkolonne meinen Dienst zu tun, aber es gab einfach nichts.

Und dann gibt es noch die Leute, die einfach nie die Möglichkeiten hatten Führerschein zu machen. Ich habe selbst erlebt, wie schnell man wieder vor die Tür gesetzt wird, wenn man kein Auto hat. Das Argument, dass es ein privates Problem ist, wie man auf die Arbeit kommt zählt da nicht. Man bekommt nichts.

Du redest davon, dass man einfach ein paar Scheine machen sollte und dann wird's schon was. Das kann eben nicht jeder.
Das letzte Mal als ich beim Amt war, habe ich nach Lehrgängen und dergleichen gefragt. Noch nicht mal einen VHS-Kurs hat man mir bezahlt. Den habe ich dann von meinem Wenigen was ich noch hatte selbst geblecht. Gebracht hat's nix.

Das ging über Jahre so. Immer wieder nur Saisonarbeit, aber nie etwas "Richtiges". Es hat 5 Jahre gebraucht, bis ich in einen Betrieb kam, der mich dann fest übernehmen wollte. Aber da hatte ich mich schon für's Abi entschieden. Und ich bin glücklich mit der Entscheidung, zumal mir immer noch die Türen in dem Betrieb offenstehen. Man kann mit 8 Arbeitszeugnissen zu Firmen gehen, in denen man in höchsten Tönen gelobt wird. Keine Chance.

Deswegen finde ich die Aussagen von FUE so schrecklich. Was man nie selbst erleiden musste kann man immer leicht bewerten, ohne zu wissen wovon man spricht.

Und das ist nur meine Geschichte. Ich habe da noch ganz andere Storys erzählt bekommen, bei dem einen die Verzweiflung fast erschlägt.
Töggelie[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]Das ist extrem schlecht recherchiert. Schulische Ausbildungen werden überhaupt nicht gefördert. Weder mit H4 noch sonst was. Frag mal die Menschen in meiner Klasse. Die können dir was von Briefen, Drohungen und Sanktionen erzählen. Ich glaube Dir kein Wort.
Das klingt eher konstruiert und phantasiert.
[/B][/QUOTE]


Kann ich so unterschreiben.


Man fällt durch sämtliche Raster, ich hatte zeitweise das Gefühl, gebrandmarkt und gar nicht wirklich anwesend/existent zu sein.
Von wegen bequemes Leben.
Ich krieg jetzt gerade ein wenig Bafög, weil ich mitten in den Prüfungen bin (ein Glücksfall, so selbstverständlich ist das nicht), aber davor konnte ich zusehen, wie ich irgendwie klarkomme - oder eben nicht.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i]
[B]...die sind erst einmal 1 Jahr krank und bekommen Krankengeld...[/B][/QUOTE]

Ich war auch krank, bekam kein Krankengeld, durfte dafür allerdings das Kindergeld, das ich in dieser Zeit erhalten hatte, zurückerstatten. 2000 Euro.
Wobei, was heißt "ich", sie sind eben an meine Eltern gegangen, bei mir war ja nichts zu holen.
Scheol[QUOTE]Man fällt durch sämtliche Raster, ich hatte zeitweise das Gefühl, gebrandmarkt und gar nicht wirklich anwesend/existent zu sein. Von wegen bequemes Leben.[/QUOTE]

Das Problem ist oft der Neid. Viele Menschen sind mit ihrem Job unzufrieden und neiden es H4-Empfängern morgens liegen bleiben zu können. Dass sie aber 3D-Fernseher, Mittelklasse-Wagen, Türkeiurlaub, einen geregelten Tagesablauf haben, was eben der H4-Empfänger nicht hat, das sehen sie eben nicht.

Dafür haben die agitierten BILD-Leser keine Depressionen und Minderwertigkeitsgefühle, kein Stress mit Beamten und keine Gedanken daran ob man sich jetzt mal die Schokolade leistet oder nicht. Zudem der Abbau der Gesundheit, Schlafstörungen, Existenz- und Zukunftsängste (glaubt mir, das ist die reinste Hölle), das Gefühl, dass das Leben an einem vorbei zieht ohne daran teilgenommen zu haben, auf der Straße das Gefühl niemanden in die Augen sehen zu wollen, die ständigen Rechtfertigungen warum denn noch kein Job da ist, in einer Beziehung das Gefühl dem Partner nicht genügen zu können, Schuldgefühle, Apathie und Teilnahmslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, immer müde, immer matt, endlose Langweile die zersetzt und den inneren Schrei danach, dass das alles endlich mal aufhört.

Ja, das nenne ich wirklich bezahlte Freizeit.

Viele mit denen ich sprach haben genau das durchgemacht. In der einen oder anderen Weise. Und das traurige ist, dass selbst Zeitarbeiter teilweise diese Pakete mit sich rumschleppen.

Es ist nicht gelogen; die meisten Menschen wollen irgendwie produktiv sein, wollen zu der Gesellschaft dazugehören und stolz auf sich sein. Man vergisst das leicht, wenn man den Luxus hat eine Vollzeitstelle zu besitzen von der man tatsächlich leben kann. Man schaut leider immer nur auf das, was andere haben und beachtet nie, wie gut man es selbst hat. Und als Arbeitsloser hat man es nicht gut. Ich kenne beide Seiten, und ich will nie wieder arbeitslos sein müssen.
Ronin76Jeder geht mit Arbeitslosigkeit emotional anderst um, jedoch sind die meisten Arbeitslosen von den von dir genannten Symptomen betroffen. Fakt ist, daß Arbeitslose diskriminiert und benachteiligt werden, und die Zustände seit den Hartz-IV Gesetzen existenzvernichtend sind. Was früher der Galgen war, ist heute eine 100% Sanktionierung. Da es ein langsames und unspektakuläres Sterben ist, erregt es kein Aufsehen, und als Ursachen werden andere Gründe anstelle von H4 genannt.

Von der Leyen und andere Drahtzieher kann man nur als Psychopathen bezeichnen, wenn sie mal wieder fröhlich grinsend ein Publikum davon überzeugen wollen, daß die bestehenden und kommenden Maßnahmen gerecht und gesellschaftsförderlich seien. 2012 sollen wieder neue, schwere Kaliber, zu Lasten der gesamten Bevölkerung, jedoch zur Höchstlast der eh schon Verarmten, aufgefahren werden. Die bestehende Armut, und das betrifft auch immer mehr Jugendliche und Schulabgänger, wird dann noch viel deutlicher im Alltag bemerkbar sein. Krawalle wie in London sind dann auch in der BRD möglich. Der erste Schauplatz könnte Berlin sein, wo jetzt schon Autos brennen und die Armut am Größten ist.
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]

...
Es gibt Leute die suchen 5 Jahre lang einen neuen Job. 1 Jahr ist lächerlich.
[/B][/QUOTE ]


meine persönliche Erfahrung zeigt mir etwas anderes.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]

Das ist extrem schlecht recherchiert. Schulische Ausbildungen werden überhaupt nicht gefördert. Weder mit H4 noch sonst was. Frag mal die Menschen in meiner Klasse. Die können dir was von Briefen, Drohungen und Sanktionen erzählen. Ich glaube Dir kein Wort.
Das klingt eher konstruiert und phantasiert. [/B][/QUOTE]

Du musst mir ja auch nicht glauben, eine Bekannte von mir macht gerade eine schulische Ausbildung und sie bekommt das Geld von der Rentenkasse, aber ich schrieb ja schon, dass sich andere Leute vielleicht nur etwas geschickter anstellen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i]
[B]Das stimmt nicht ganz. ALG 1 kriegt man erst nach 12 Monaten Beschäftigung und dann auch nur 6 Monate lang. Um 12 Monate Anspruch zu bekommen muss man 24 Monate am Stück gearbeitet haben... [/B][/QUOTE]

Das ist mir schon klar, wenn jemand noch nie gearbeitet hat, wird er auch kein ALG 1 bekommen
:rolleyes:

[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]
...
Deswegen finde ich die Aussagen von FUE so schrecklich. Was man nie selbst erleiden musste kann man immer leicht bewerten, ohne zu wissen wovon man spricht.

...[/B][/QUOTE]

Du kennst mich doch überhaupt nicht und weißt gar nicht was ich "selbst erleiden musste"... Du machst es Dir da ein bisschen zu einfach, oder ?!

@Töggelie
Studenten bekommen natürlich in den seltensten Fällen Krankengeld.
Ronin76[QUOTE] aber ich schrieb ja schon, dass sich andere Leute vielleicht nur etwas geschickter anstellen.[/QUOTE]
So blumig könnte man auch Korruption und Vitamin-B umschreiben. Wieso bekommt deine Bekannte eigentlich für eine Ausbildung Geld aus der Rentenkasse ?? Ist das die neue Jugendrente ?


[QUOTE]
Original geschrieben von Scheol

Deswegen finde ich die Aussagen von FUE so schrecklich. Was man nie selbst erleiden musste kann man immer leicht bewerten, ohne zu wissen wovon man spricht.

----

Original geschrieben von Fuck up Evil

Du kennst mich doch überhaupt nicht und weißt gar nicht was ich "selbst erleiden musste"... Du machst es Dir da ein bisschen zu einfach, oder ?!

----

Original geschrieben von Fuck up Evil

bei den Kindern gebe ich Dir voll und ganz Recht, aber ich weiß nicht wie Du auf "ständige Besuche auf dem Amt" kommst..?![/QUOTE]
Jeder, der schon mal arbeitslos war, wird über deinen letzten Satz im Zitat, und ähnliche Aussagen, lachen, Fuck up Evil. Das meinte Scheol mit "ohne zu wissen wovon man spricht", denn du hast damit zur Schau gestellt, daß es dir ganz offensichtlich an Erfahrungen fehlt. Ich halte es für unwahrscheinlich, daß es bei euren Arbeitsämtern und Jobcentern anderst gehandhabt wird, denn es gibt durch die zentrale Nürnberger BA bundesweite Anweisungen.

Einen 56 Jahre alten Bekannten hatte es nun fast auch wieder erwischt, nachdem er viele Jahre lang weitgehend seine Ruhe gehabt, und sich in scheinbarer Sicherheit gewägt hatte. Er wurde vor wenigen Wochen vom kreiszentralen Jobcenter wegen einer Quotenregelung zu einer Ü50-Maßnahme vorgeladen. Als er vor Ort war, wurde ihm mitgeteilt daß der Mitarbeiter, welcher die Einladung verfasst hatte, inzwischen gekündigt hatte und kein Mitarbeiter mehr war. Die Maßnahme wurde deshalb nicht verhängt und das Fahrtgeld erstattet.

Jüngere Arbeitslose werden weitaus häufiger, oft im 2-Wochen Rhytmus, von den Ämtern vorgeladen. Daß mein Bekannter nur relativ selten vorgeladen wurde, liegt an seiner Vorgeschichte, seinem Alter, Krankheitsattesten, und der daraus resultierenden, beinahe unmöglichen Vermittelbarkeit.
Kampfsau[QUOTE]Du musst mir ja auch nicht glauben, eine Bekannte von mir macht gerade eine schulische Ausbildung und sie bekommt das Geld von der Rentenkasse, aber ich schrieb ja schon, dass sich andere Leute vielleicht nur etwas geschickter anstellen.[/QUOTE]

Das hat nichtmal soviel mit Geschick zu tun, man hat mal Glück mit dem Sachbearbeiter gehabt oder der/die hatte nen guten Tag oder man fällt unter besondere Bedingungen unter die sonst kaum jemand fällt.

Und die Geschichten bei denen jeder von "einem Bekannten" redet bringen einem auch herzlich wenig. Ich kenn da auch eine, die bekommt mit ihrem Sohn nur Bafög und Kindergeld während der Ausbildung und das ist schon ziemlich knapp tagtäglich.

[QUOTE]Das ist mir schon klar, wenn jemand noch nie gearbeitet hat, wird er auch kein ALG 1 bekommen [/QUOTE]

Das muss man allerdings auch erstmal schaffen, solange irgendwo richtig zu arbeiten und vor allem auch soviel Geld zu bekommen, das Hartz 4 einen nennenswerten Unterschied zu ALG 1 macht. Leute aus schulischen Ausbildungen die vorher gearbeitet haben, kriegen es z.B. nicht mehr, wenn sie nicht direkt eine Anstellung finden. Und auch betriebliche Azubis werden nicht immer übernommen.

Oder man wird im selben Betrieb auf der selben Stelle als Zeitarbeiter eingestellt.

[QUOTE]Du kennst mich doch überhaupt nicht und weißt gar nicht was ich "selbst erleiden musste"... Du machst es Dir da ein bisschen zu einfach, oder ?![/QUOTE]

Auch nicht einfacher als du, bezüglich den Schicksalen von millionen anderer die sich einfach nur nicht "geschickt genug anstellen" oder zu blöd sind, ihre Ärzte überzeugen zu können sie ein Jahr krankzuschreiben oder was du dir da als Standardbedingungen für alle zusammenphantasierst.

Und das mit den ständigen Besuchen stimmt schon in vielen Fällen, solange man nicht irgendwie behindert oder stark zurückgeblieben ist und halbwegs jung (unter 40) muss man sich schon darauf einstellen permanent abrufbereit zu sein.

An sich wäre das ja gar nicht so schlimm, wenn man halbwegs sinnvolle Angebote bekommen würde, also keine Hungerlöhne von z.B. 3 Euro 50 die Stunde oder sinnlose Maßnahmen die keinem anderen Sinn, als Arbeitslosen das "Wohlfühlklima" zu zerstören.

Das ist wohl der Sinn von den Schikanen, die Menschen sollen es sich nicht zu bequem in dieser Situation machen können und es ist auch recht erfolgreich
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]...Wieso bekommt deine Bekannte eigentlich für eine Ausbildung Geld aus der Rentenkasse ?? Ist das die neue Jugendrente ?
....
[/B][/QUOTE]

Das weiss ich auch nicht, sie ist gerade 30 geworden, aber mit Vitamin B hat das nichts zu tun.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]
Jeder, der schon mal arbeitslos war, wird über deinen letzten Satz im Zitat, und ähnliche Aussagen, lachen, Fuck up Evil. Das meinte Scheol mit "ohne zu wissen wovon man spricht", denn du hast damit zur Schau gestellt, daß es dir ganz offensichtlich an Erfahrungen fehlt.[/B][/QUOTE]

tja, leider wieder falsch getippt... ich habe einfach ganz andere Erfahrungen gemacht.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i]
[B]Das hat nichtmal soviel mit Geschick zu tun, man hat mal Glück mit dem Sachbearbeiter gehabt oder der/die hatte nen guten Tag oder man fällt unter besondere Bedingungen unter die sonst kaum jemand fällt.... [/B][/QUOTE]

Das Zauberwort heißt : " Burn-Out "


[QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i]
[B]...
An sich wäre das ja gar nicht so schlimm, wenn man halbwegs sinnvolle Angebote bekommen würde, also keine Hungerlöhne von z.B. 3 Euro 50 die Stunde oder sinnlose Maßnahmen die keinem anderen Sinn, als Arbeitslosen das "Wohlfühlklima" zu zerstören... [/B][/QUOTE]

Man könnte sich auch selbst über die Jobbörse einen Job suchen und ist dann nicht auf die "Schikanen" des bösen Amtes angwiesen.
Und zumindest 400 € - Jobs findet man haufenweise.
Waldemar[QUOTE]Man könnte sich auch selbst über die Jobbörse einen Job suchen und ist dann nicht auf die "Schikanen" des bösen Amtes angwiesen. Und zumindest 400 € - Jobs findet man haufenweise.[/QUOTE]

Das bringt garnichts.

Damit hören die Schikanen nicht auf. Im Gegnteil. Von den 160 Euro die man behalten kann muss man natürlich alle Aufwendungen bezahlen. Trotzdem ist man verpflichtet sich weitherhin zu bewerben. Manche müssen sogar in sinnlose Maßnahmen, obwohl sie einen 400 Euro Job haben. Die Arbeitgeber nutzen diese prekären Arbeitsverhältnisse gnadenlos aus. Indem sie Stammbelegschaft abbauen.

Und das allerbeste.. manche zahlen Ende des Monats aus. D.h. das Jobcenter bekommt bei Beendigung mit..

Moment ihr letztes Gehalt war doch am 30. Das müssen wir natürlich auch für diesen Monat anrechnen. Dann fehlen dir schonmal 240 Euro in der Kasse.. der Obergau! Wenn du dann mit dem Argument kommst, dass ja bei dem Beginn das genauso war.. dann musst du das alles Nachweisen und ändert nichts daran das dir erstmal 240 Euro fehlen... Genauso erlebt. Ich mache nie wieder einen Minijob. Geht auch gesundheitlich nicht mehr.. seit meiner Schwerbehinderung können mich mal kreuzweise.
solipsismus@FUE

[i]Du[/i] bzw. dir bekannte Menschen finden über die Jobbörse "haufenweise". Das heißt nicht, dass es allen anderen genau so geht. Da können Qualifikation, Wohnort, Alter, Grad der Behinderung, ein eigenes Auto oder nicht etc. mit 'reinspielen.
Und ich verstehe wirklich, wirklich nicht, wie man auf die Idee kommt, Menschen, die einen sehr großen Leidensdruck durch Hartz IV-Bezug und die damit einhergehende Behandlung beschreiben, würden sich nicht den Arsch aufreißen, um einen solchen 400€-Job zu bekommen. Meinst du, die bekommen es alle nicht auf die Reihe, ins Internet/die Zeitung zu schauen? Ich glaube viel mehr, dass ihnen tatsächlich Hürden in den Weg gelegt werden, den der Großteil nicht eins-zwei-fix überwinden kann.
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]... Genauso erlebt. Ich mache nie wieder einen Minijob. Geht auch gesundheitlich nicht mehr.. seit meiner Schwerbehinderung können mich mal kreuzweise. [/B][/QUOTE]

Das ist natürlich derbe, dass Dir so die Motivation genommen wurde, denn ich halte die 400 € Jobs für eine relativ gute Chance in einen vollen Job zu kommen. Über die Situation bei Schwerbehinderten kann ich mir natürlich kein Urteil erlauben.
Scheol@FUE

Leider sind 400€ Jobs keine gute Möglichkeit. Dasselbe Argument wurde übrigens für Zeitarbeit angebracht, und es war immer, immer eine Lüge.

400€ Jobs sind Methode um Personalkosten zu sparen. Außerdem sind es oft Jobs, die wenig Arbeitsstunden in der Woche brauchen, sodass eine Vollzeitstelle unnötig wird.

Ich komme auf meiner Arbeit super klar, verstehe mich mit meiner Chefin 1a, aber ich würde keine Vollzeitstelle bekommen weil das für diese Arbeit einfach nicht möglich ist.
Black Moni@FUE
Wenn ich deine Posts hier lese, kommt mir langsam die Galle hoch!
Um nur die letzten zu nehmen: 400,- Euro Jobs gibt es zu Hauf und sie seien eine Chance in Vollzeit zu kommen...
Die Anzahl von Stellen und auch die von Minijobs sind regional sehr unterschiedlich, das sollte dir doch wohl klar sein. Und wie Waldemar schon sagte, das leidige Prozedere beim Amt hat damit mitnichten ein Ende, sondern bekommt nur andere Dimensionen.
Und der Glaube das man über einen 400,- Eurojob in eine Vollzeitstelle kommt... bewahre ihn dir. *zyn* Die Chance ist mnimal! Arbeitgeber bauen doch gerade damit die Voll - und Teilzeitstellen ab.

Edit: Scheol war schneller, deswegen scheint mein Post etwas merkwürdig, ich lasse ihn trotzdem stehen.
Fuck up Evilmit Zeitarbeit habe ich keine Erfahrung, aber wenn ich von Leuten höre, dass der Mann neben ihnen für dieselbe Arbeit 3 € mehr die Stunde kriegt, weil er nicht bei der Zeitarbeits-Firma ist, liegt da wohl offensichtlich etwas im Argen.

bei den 400 € - Jobs bleibe ich aber durchaus bei meiner Meinung auch wenn ich weiss, dass die Firmen dadurch Kosten sparen wollen.

Bei einigen Firmen geht der Trend aber weg von Leiharbeitsfirmen und hin zu Festangestellten.

ich spreche hier nicht vom Baugewerbe etc.
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]...
aber ich würde keine Vollzeitstelle bekommen weil das für diese Arbeit einfach nicht möglich ist. [/B][/QUOTE]

wenn Du an einer Vollzeitstelle interessiert bist... was hält Dich noch bei dieser Firma... ?!??!??!
Black Moni[QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i]
[B] ...
bei den 400 € - Jobs bleibe ich aber durchaus bei meiner Meinung auch wenn ich weiss, dass die Firmen dadurch Kosten sparen wollen.

Bei einigen Firmen geht der Trend aber weg von Leiharbeitsfirmen und hin zu Festangestellten.

ich spreche hier nicht vom Baugewerbe etc. [/B][/QUOTE]

Was haben denn Leiharbeitsfirmen, 400,- Eurojobs und Festanstellungen gemeinsam, außer einer geringen Schnittmenge? Ich kann auch als Minijobber "festangestellt" sein (wie praktisch für den Arbeitgeber, da er die Sozialabgaben bei mir und noch einigen anderen spart... kostengünstiger als eine Vollzeitstelle). Leiharbeitsfirmen bieten übrigens nicht nur Minijobs an.
Ich spreche auch nicht vom Baugewerbe, da hab ich keine Ahnung, außer dem, was in der Presse steht.
Black Moni[QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i]
[B]wenn Du an einer Vollzeitstelle interessiert bist... was hält Dich noch bei dieser Firma... ?!??!??! [/B][/QUOTE]

Ich weiß es ja nicht, aber vielleicht hat Scheol keine Alternative?
FUE meiner Meinung nach, machst du es dir sehr einfach bei diesem Thema. Warst du schon mal arbeitslos oder kennst du alles nur vom Hörensagen? Wenn ich dich so lese, warte ich eigentlich nur noch auf den Spruch: Wer wirklich Arbeit will, der findet auch welche... Der stimmte, als mein Vater ihn 1982 zu mir sagte, nach Beendigung meiner ersten Ausbildung... aber heute...
Kampfsau[QUOTE]Das Zauberwort heißt : " Burn-Out "[/QUOTE]

Also ich hab ehrlich gesagt nicht wirklich Lust, bis zur totalen seelischen Erschöpfung zu arbeiten, nur um mal 4 Jahre Auszeit zu nehmen.


[QUOTE]denn ich halte die 400 € Jobs für eine relativ gute Chance in einen vollen Job zu kommen. [/QUOTE]

oder für eine gute Chance, volle Stellen loszuwerden. Selbst wenn die Arbeit nicht weniger wird, dann stellt man halt zwei 400 Euro Jobber ein.

Außerdem sind das dann auch eher so einfache Jobs wie im Einzelhandel, in der Eisdiele oder mal im Kino oder Urlaubs und Schwangerschaftsvertretungen. Mit anderen Worten, auch eher geringe Chancen vollzeit übernommen zu werden auch wenn das natürlich noch eher klappt, als wenn man gar nichts macht.

[QUOTE]mit Zeitarbeit habe ich keine Erfahrung, aber wenn ich von Leuten höre, dass der Mann neben ihnen für dieselbe Arbeit 3 € mehr die Stunde kriegt, weil er nicht bei der Zeitarbeits-Firma ist, liegt da wohl offensichtlich etwas im Argen.[/QUOTE]

Das Arge sind diese parasitären Personaldienstleister, die sich schön dazwischenschalten und die Hand aufhalten. Ich habe nun echt keine Probleme mich bei allen Möglichen Unternehmen zu bewerben, denen hinterherzusagen aber oft gehen die den Weg nur noch über Zeitarbeitsfirmen.

[QUOTE]Bei einigen Firmen geht der Trend aber weg von Leiharbeitsfirmen und hin zu Festangestellten. ich spreche hier nicht vom Baugewerbe etc.[/QUOTE]

Und in einigen Firmen geht der Trend weg von Festangestellten, hin zu Leiharbeitsfirmen....

Es lohnt sich halt einfach, Hartz 4 ist so umständlich, nervig und unangenehm, dass die Leute sich lieber in einen schlecht bezahlten Zeitarbeitsjob quälen, auch wenn dieser das gleiche oder kaum mehr abwirft aber zumindest sind sie dann niemanden permanent Rechenschaft schuldig.

Sie denken ja ähnlich wie du, sie knechten und hoffen halt, irgendwann doch festangestellt zu werden. Das passiert aber nur selten.

Der einzige Grund warum sich das bei manchen Firmen langsam ändert ist vielleicht der, dass diese Leute irgendwann auch desillusioniert sind und keine Lust mehr haben sich Ausnutzen zu lassen. Es ist schon länger ein Problem, dass die Zeitarbeiter viel schlechter motiviert sind als die fest Angestellten. Die beachten Sicherheitsanweisungen nicht, arbeiten weniger fleißig und gewissenhaft. Aber diese Probleme werden momentan immer noch
billigend in Kauf genommen, solange eine Festanstellung zu vermeiden ist.

Nachher beschwert man sich bei der Belegschaft dann natürlich, dass die Leute nicht schnell genug arbeiten, nicht sauber genug, zuviel Ausschuss produzieren aber am Ende des Monats kommt mit dem momentanen Kurs wohl doch etwas mehr rum.

Ich kann mir vorstellen, das es mittlerweile häufiger richtig bezahlte, befristete Verträge gibt, richtige Festanstellung mit unbefristeten erträgen sind dann aber eher die Ausnahme heutzutage.

Gute Leute muss man halt auch anständig bezahlen, will man sie halten aber auf diesen Effekt würde ich mich auf großer Breite nicht verlassen.

[QUOTE]wenn Du an einer Vollzeitstelle interessiert bist... was hält Dich noch bei dieser Firma... ?!??!??![/QUOTE]

Vielleicht genau das, was er in seinem Beitrag geschrieben hat?
ScheolBevor Gerüchte entstehen, ich habe mich bewusst gegen eine Vollzeitstelle und für einen Minijob entschieden. Ich brauche meine Kapazitäten für den 2. Bildungsweg. Noch mehr arbeiten ginge kaum. Zumindest wenn ich meinen Schnitt halten will.

[QUOTE]bei den 400 € - Jobs bleibe ich aber durchaus bei meiner Meinung auch wenn ich weiss, dass die Firmen dadurch Kosten sparen wollen.[/QUOTE]

Wie Kampfsau schon schrieb sind es eher Jobs, die keine Möglichkeit zur Vollzeitstelle bieten.
Wie sollte ein Kioskbesitzer auch noch eine Kraft Vollzeit anstellen, wenn er nur eine leichte Verstärkung sucht?

Nein, Minijobs bringen Menschen genauso wenig in vernünftige Jobs wie 1€-Jobs. Das sind nur Mittel um die Statistik zu schönen, um Kosten zu sparen etc.

Nicht jeder der Minijobs anbietet ist jedoch Ausbeuter. Gerade für Mütter sind Minijobs ein echter Segen.
Für einen H4-Empfänger der eine Arbeitsstelle sucht ist es jedoch Unsinn.

[QUOTE]Sie denken ja ähnlich wie du, sie knechten und hoffen halt, irgendwann doch festangestellt zu werden. Das passiert aber nur selten.[/QUOTE]

Fast gar nicht, um genau zu sein.

Wir haben bei uns nur wenig große Arbeitgeber. Das ist zu einem die Pirelli und zum anderen die Arcordis. Beide haben eigene Leihfirmen gegründet. Mehr muss ich wohl nicht sagen, die Folgen kann sich jeder selbst ausmalen.

[QUOTE]Gute Leute muss man halt auch anständig bezahlen, will man sie halten aber auf diesen Effekt würde ich mich auf großer Breite nicht verlassen.[/QUOTE]

Unter Zeitarbeiter gibt es viele unfähige aber auch sehr viele fähige Menschen. Es macht keinen Unterschied.

Ja, gute Leute wollen bezahlt werden. Irgendwann geben sie aber auf und gehen dann doch in eine Zeitfirma, verpassen Lehrgänge und sind dadurch in einiger Zeit nicht mehr qualifiziert genug...der berühmte Teufelskreis.
Darket[QUOTE]Nein, Minijobs bringen Menschen genauso wenig in vernünftige Jobs wie 1€-Jobs. Das sind nur Mittel um die Statistik zu schönen, um Kosten zu sparen etc.[/QUOTE]
Ohne meinen eigenen Einzelfall für zur Repräsentativität erklären zu wollen, widerspreche ich dem an dieser Stelle zumindest teilweise. Ich war gezwungen meine Ausbildung, weil schulischer Art, zum Teil selbst zu finanzieren. Ich habe ziemlich lange suchen müssen und letztlich einen 400€-Job auch in meinem Fachbereich gefunden. Der war zum einen alles andere als ausbeuterisch, weil er nur 10 Wochenarbeitsstunden, sowie pauschale Bezahlung mit Urlaubsanspruch und der Möglichkeit auch ohne Verdiensteinbußen krank zu werden beinhaltete. Zum anderen arbeite ich heute, über drei Jahre nach Ende meiner Ausbildung dort immernoch und nur aus dem Grund nur mit einer 3/4 Stelle, weil man mir das Studieren in Teilzeit neben dem Beruf ermöglicht. Ich bin dort mittlerweile insgesamt fast 6 Jahre und so sehr ich bisweilen gern auf meinen Arbeitgeber schimpfe, der Weg vom Minijob in die Vollzeit und anschließend auf Grund meiner Bedürfnisse in Teilzeit war unproblematisch und definitiv nicht von Ausbeutung geprägt (wer kriegt schon 10€ netto die Stunde für nen 400€-Job und hat dann auch noch 26 Tage Urlaub im Jahr?). Und wir standen vor einigen Jahren auch kurz davor eine MAE-Kraft, also 1€-Jobber nach einem Jahr fest zu übernehmen, was ausschließlich daran scheiterte, dass der das damals nicht wollte.

Ich zweifle zwar grundsätzlich arg daran, dass im deutschen Unternehmertum soetwas wie soziales Gewissen und unternehmerische Ethik besonders häufig anzutreffen ist, was dazu führt, dass Minijobs meistens als billige Alternative zu richtigen Stellen angesehen werden. Aber die totale Unmöglichkeit für Arbeitnehmer diesen als Sprungbrett zu nutzen wie sie auch in mein persönliches Weltbild passen würde, widerlege ich mir mit meiner eigenen Berufsbiographie de facto selbst.
ScheolAusnahmen bestätigen die Regel.

Ok, dass ist äußert platt abgekanzelt. Natürlich ist es schön, wenn man selbst aus der Kette springt.
Die große Mehrheit, die zumindest ich traf, und die überwiegende Mehrheit der Minijobs, die ich so kenne weisen aber eher auf's Gegenteil hin.

Der ein oder andere mag zwar dadurch seine Chance finden. Aber das sind eben keine Millionen, wie es nötig wäre.

Trotzdem freue ich mich natürlich für dich. Es ist schön zu sehen, dass Dinge nicht immer so negativ verlaufen müssen.

Mir ist auch so ein Betrieb bekannt, indem Ethik und Verantwortungsgefühl seinem Personal gegenüber anzutreffen ist. Gut, es ist leider nur eines, aber du hast Recht. Solche Unternehmen gibt es noch.
Wenn sie doch nur alles puffern könnten...seufz...
Ronin76[QUOTE]Und wir standen vor einigen Jahren auch kurz davor eine MAE-Kraft, also 1€-Jobber nach einem Jahr fest zu übernehmen, was ausschließlich daran scheiterte, dass der das damals nicht wollte.[/QUOTE]
Häufig ist das hier Usus. Die meisten 1-Euro Jobs sind jedoch überhaupt nicht dafür vorgesehen, einen Vollzeitarbeitsplatz zu ermöglichen. Die staatlichen Subventionen sind einfach zu verlockend. Eine Menge der 1-Euro Jobs wurde ja erst geschaffen, indem Festangestellte gekündigt wurden, sie entstanden also illegal. Daher ist das insgesamt eine Arbeitsplatz- und Existenzvernichtungsmaschine. Die Lüge der möglichen Festübernahme wird ja auch schon seit Jahrzehnten in Arbeitnehmerüberlassungen praktiziert, und tatsächlich liegt die Quote bei ca. 5%. Wie bei 1-Euro Jobs, entstanden auch in der Zeitarbeit viele Stellen erst durch Kündigungen von Festangestellten, die dann teilweise, wie bei ebay, mit deutlich schlechteren Entlohnungen und dem Verlust aller bisherigen Leistungen, als Zeitarbeiter, direkt neu eingestellt wurden.
Fuck up Evil1 € - Job ist nicht das gleiche wie eine 400 € - Stelle.
Ronin76Nachdem das historisch größte Thema im Forum nun auf Seite 3 im Kaiser gelandet ist, gibt es wieder einige Neuigkeiten zu Hartz-IV:

Das Sozialgericht Berlin urteilte heute:
"Verletzung des Grundrechts auf ein menschenwürdiges Existenzminimum"

Damit wurde nun schon zum zweiten Mal von einem offiziellen Gericht bestätigt, daß die ALG-II Bezüge zu niedrig sind. Der Prozeß wird nun am Bundesverfassungsgericht weitergeführt werden. Die letzte Fehlkorrektur der Reichsarbeitsministerin Von der Leyen wurde damit nun auch offiziell als Betrug am arbeitsabhängigen Proletariat entlarvt, zumindest steht dieser Verdacht nahe. Politische und strafrechtliche Konsequenzen für Von der Leyen und andere Verantwortliche ergeben sich daraus jedoch, wie immer, nicht. Es wäre jedenfalls ein wahres Wunder, wenn das mal geschehen würde, denn da lautet wohl stillscheigend das Motto, daß eine Krähe der Anderen kein Auge aushackt.

[QUOTE]
Insbesondere wurde die Herleitung der Bemessungsgrundlage kritisiert. Die Berechnungsmethoden seien nicht nachvollziehbar und zu gering bemessen.
...
...
Im weiteren betonen zwar die Richter, dass die ALG II Leistungen „nicht evident unzureichend“ seien, allerdings habe der Gesetzgeber bei der Festsetzung der Regelleistungen signifikant seinen gestalterischen Spielraum verletzt. Konkret sei die Referenzgruppe der unteren 15 Prozent der Single- Haushalte, die als Grundlage zur Bemessung des Eckregelsatzes verwendet wurden, fehlerhaft bestimmt worden. „Ebenso wie die erste Fassung der Hartz-IV-Gesetze hat auch die zweite Fassung systematische Fehler“, sagte eine Sprecher des Gerichts. „Die im Anschluss an die statistische Bedarfsermittlung vorgenommenen Kürzungen einzelner Positionen (Ausgaben für Verkehr, alkoholische Getränke, Mahlzeiten in Gaststätten und Kantinen, Schnittblumen u.s.w) seien ungerechtfertigt. Insbesondere habe der Gesetzgeber dabei den Aspekt der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben unzureichend gewürdigt.“, so das Gericht.
...
...
Schon die Auswahl der unteren 15 Prozent der Alleinstehenden als Referenzgruppe sei jedoch mit massiven Fehlern behaftet. Sie sei ohne nachvollziehbare Wertung und damit willkürlich erfolgt. Es sei nicht begründet worden, wie aus dem Ausgabeverhalten dieser Gruppe auf eine Bedarfsdeckung der Leistungsberechtigten geschlossen werden könne. Die Referenzgruppe enthalte unter anderem auch Haushalte von Erwerbstätigen mit „aufstockendem“ Bezug von existenzsichernden Leistungen sowie Studenten im BAföG-Bezug und Fälle „versteckter Armut“. [color=white]Es stelle einen unzulässigen [b]Zirkelschluss[/b] dar, deren Ausgaben zur Grundlage der Berechnung existenzsichernder Leistungen zu machen.[/color] Darüber hinaus lasse das Ausgabeverhalten Alleinstehender keinen Schluss auf die besondere Bedarfslage von Familien zu. Nicht hinreichend statistisch belegt sei zudem, dass es mit den ermittelten Beträgen noch möglich sei, auf langlebige Gebrauchsgüter (Kühlschrank/Waschmaschine) anzusparen.
...
...
Der Gesetzgeber verkenne insbesondere, dass das Existenzminimum auch die Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen zu ermöglichen habe. Im Übrigen sei bei einem derart „auf Kante genähten“ Regelbedarf das Statistikmodell seiner Legitimation beraubt. Das Statistikmodell und die Gewährung pauschaler Leistungen beruhten gerade darauf, dass der Gesamtbetrag der Leistung es erlaube, einen überdurchschnittlichen Bedarf in einer Position durch einen unterdurchschnittlichen Bedarf in einer anderen Position auszugleichen.

[URL=http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/gericht-hartz-iv-regelsatz-verfassungswidrig-900810.php]Gericht: Hartz IV Regelsatz verfassungswidrig[/URL]
[/QUOTE]


Außerdem noch ein sehr informativer Artikel zur Logik und Rechtsgrundlage der EGVs:

[URL=http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/eingliederungsvereinbarungs-schwindel-bei-hartz-iv-900806.php]Der Schwindel mit den Eingliederungsvereinbarungen bei Hartz IV[/URL]
WaldemarIch habe diesmal die EGV nicht unterschrieben.. gegen den EGV Widerspruch erhoben und werde jetzt aufgrund von Ablehnung die Klage einreichen.

Selbst als "Laie" für mich erkenntlich, sind für dort 3 offentsichtliche schwere Fehler die alleine zur Unwirksamkeit führen. Das ganze geschah während einer Krankheit wo ich überhaupt nicht in der Lage war zu reagieren. Ich hatte eine OP an der Schulter usw..

Aber das ist genau die gängige Praxis. Durch die Unterschrift bzw den anschließenden Verwaltungsakt soll man noch mehr Rechte abgeben.

Zum Berliner Sozialgericht kann man nur sagen... ENDLICH!
Ronin76[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
[B]Der Beitrag zu den EGVen ist teilweise unrichtig.
- Die Weigerung, eine EGV abzuschließen, ist kein Sanktionstatbestand, die Behörde hat dann Rechte und Pflichten verbindlich durch Verwaltungsakt (einseitig) zu regeln (§ 15 Abs.1 S.6 SGB II). Gegen den wiederum wäre ein Widerspruch statthafter Rechtsbehelf.
Um die diesbezüglichen Missverständnisse auszuräumen, wären die unterschiedlichen Zielstellungen zwischen den Leistungen aus SGB II und SGB XII zu berücksichtigen.
[/B][/QUOTE]
Ich sehe da keinen Widerspruch im Originaltext. Auch da steht, daß die Weigerung eine EGV abzuschließen, kein Sanktionstatbestand ist:
[QUOTE][i]
Eine freiwillige Vereinbarung kann unter den gegebenen Umständen nicht erfolgen. Wohl auch aus diesen Gründen hat der Gesetzgeber zwischenzeitlich das Nichtzustandekommen einer Eingliederungsvereinbarung sanktionsfrei gestellt.

Die Jobcenter versuchen allerdings dann, die von ihnen gewünschten Punkte der gescheiterten Vereinbarung über einen sog. Verwaltungsakt zu erzwingen. Gegen diesen stehen jedoch rechtliche Mittel in Form des Widerspruchs, der Klage und, hier besonders wichtig, der einstweiligen Anordnung zur Verfügung.
[/i][/QUOTE]
Die Unterschrift zu verweigern war jedoch noch nie eine Rechtsgrundlage für Sanktionen, man mußte es nur begründen, da einem sonst mangelnde Bemühung zur Findung eines Arbeitsplatzes, oder ähnlicher Schwachsinn vorgehalten werden konnte, was dann wiederum die Grundlage von Sanktionen sein konnte. Wenn es um Sanktionen geht ist den Jobcentern selbst der geringste Anlaß Grund genug, denn sie wissen genau, daß sich mehr als 95% der Sanktionierten rechtlich nicht dagegen wehren und die Wartezeiten bei den Sozialgerichten sehr lange sind. Die meisten Praktiken der Jobcenter und Arbeitsagenturen haben keine Rechtsgrundlage, sind damit kriminell, werden jedoch nicht rechtlich geahndet sondern höchstens gerügt, und auch das SGB II steckt voller Widersprüche, da es nicht mit dem Grundgesetz zu vereinbaren ist, auch wenn dies Verfassungsrichter anderst sehen, weil sie genauso korrupt sind und zum System gehören. Die BA in Nürnberg und auch die Kommunen mit den Jobcentern, setzen auf die Faktoren Angst und Unwissen. Obwohl die ARGEN als Mischbetriebe von kommunaler Verwaltung und der BA Nürnberg vom BVG als illegal erklärt wurden, wurde hier bei mir im Kreis lediglich der Name von ARGE zu Jobcenter geändert, und so ziemlich Alles ist beim Alten geblieben. Der Landrat lobt alljährlich in der Presse die gute und bewährte Zusammenarbeit zwischen Kommune/Landkreis und Bundesagentur für Arbeit, welche im ARGE-Jobcenter seit 2005 stattfindet.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
[B] Die primären Zielstellungen des SGB II werden bereits durch die vorhandenen Optionen Agentur/ARGEn bzw. kommunale Jobcenter ad absurdum geführt. Während Zielstellung der Agentur die bundesweite Vermittlung in Arbeit sein dürfte, wollen ARGEn und Jobcenter lediglich regional in Arbeit vermitteln. An der Vermittlung etwa eines arbeitsuchenden Bayern z.B. nach Hessen hat eine ARGE i.d.R. wegen des damit u.U. verbundenen Fortzuges des AN gar kein Interesse (schwächt die bayer. und stärkt die hess. Statistik + Umsatzkraft).
[/B][/QUOTE]
Daher gibt es ja die Eigeninitiative. Fördern und Fordern ist eben nur Fordern und Fordern, weil die Mitarbeiter dort laut internen Anweisungen welche von der BA diktiert werden, keine Ö lesen dürfen. ;) Bei mir ging es soweit, daß nur noch Bewerbungen zu zwei anderen benachbarten, von der Fallmanagerin willkürlich ausgewählten Landkreisen, für das Bewerbungssoll des Verwaltungsaktes Gültigkeit hatten. Die primäre Zielstellung ist eben nicht, Arbeitslose in Arbeit zu vermitteln, sondern die Bevölkerung gezielt verarmen zu lassen, damit die Neue Weltordnung vollständig etabliert werden kann. Nicht ohne Grund waren Schröder, Fischer, Merkel, Schäuble, Steinbrück, Westerwelle und andere Politiker auf der Bilderberg Konferenz. Finanziell Arme sind eben viel einfacher zu kontrollieren und können kaum Widerstand leisten. Bevölkerungsreduzierung ist sowieso ein Ziel der selbsternannten Elite.

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Teilnehmern_an_Bilderberg-Konferenzen[/url]



[QUOTE]Ich habe diesmal die EGV nicht unterschrieben.. gegen den EGV Widerspruch erhoben und werde jetzt aufgrund von Ablehnung die Klage einreichen.[/QUOTE]
Du meinst bestimmt Klage gegen den Verwaltungsakt. Eine Vereinbarung ist ja immer freiwillig, und durch einen Zwang keine Vereinbarung mehr. Wenn es "EGV per Verwaltungsakt" lautet, ist dies ein Contradictio in adiecto, also ein Widerspruch in sich.


[QUOTE]
Das ganze geschah während einer Krankheit wo ich überhaupt nicht in der Lage war zu reagieren. Ich hatte eine OP an der Schulter usw..

Aber das ist genau die gängige Praxis.
[/QUOTE]
Absolut. Bei mir wurde ein der ARGE bekannter Umzug für solche Praktiken ausgenutzt. Post von der ARGE durch Probleme bei der Zustellung, viele Wochen verspätet an der neuen Adresse angekommen, etc.

[QUOTE]Durch die Unterschrift bzw den anschließenden Verwaltungsakt soll man noch mehr Rechte abgeben.[/QUOTE]
Das ist ja der große Trick dabei. Wer unterschreibt, entrechtet sich weitgehend selbst und eine unterschriebene EGV ist ein Vertrag (Siehe auch Personalausweis !). Einen Vertrag anzufechten ist sehr schwierig, einen Widerspruch, am Besten per Anwalt, einzulegen, dagegen einfach.
WaldemarJa ich meine die Klage gegen den Verwaltungsakt... mit meinen Anwalt. Die EGV per VA läuft zwar am 17.5 ab, dennoch klage ich schon alleine aus Prinzip gegen diese Praxis..
Ronin76Würden das alle H4-Empfänger machen, könnte das System kollabieren. Dann müsste entweder das Grundgesetz geändert, oder H4 durch Sozialhilfe ersetzt werden. Das Problem ist nur daß es nicht genügend Anwälte und Sozialrichter dafür gibt, aber vielleicht ist das auch gar nicht notwendig. Es wird ja immer von einer Klageflut gegen H4 berichtet, doch bei gerade mal 1-5% Klägern innerhalb der H4-Empfänger ist das lächerlich wenig.

Du kannst uns ja über den Verlauf der Klage informieren. Falls du den Prozeß gewinnst, wäre dies exemplarisch für viele andere H4-Empfänger.
WaldemarJa, aber das kann dauern. Das Gericht müsste ein Jahr schließen, um den Aktenberg abzuarbeiten.. der dort in Berlin angewachsen ist...

In meinem konkreten Fall werde ich, wie ich auch aus dem ELO Forum erfahren habe, sehr gute Chancen haben. Ich werde in Zukunft auch keine "Vereinbarung" mehr unterschreiben. Denn das ist keine--- Das ist Zwang.


Die ganze H4 Gesetzgebung mit all seinen tausend Änderungen usw usf.. ist der größte gescheiterte Scheiss, denn dieses Drecksland hervorbrachte.
Ronin76[QUOTE]Die ganze H4 Gesetzgebung mit all seinen tausend Änderungen usw usf.. ist der größte gescheiterte Scheiss, denn dieses Drecksland hervorbrachte.[/QUOTE]
Kommt auf die Perspektive an. Für die einen ein Scheiß, für Andere ein riesiger Erfolg ! 2004 waren noch Viele der Meinung, daß nach wenigen Jahren H4 vom Tisch wäre, doch schwer geirrt, es wird nun schon seit 7,5 Jahren praktiziert, und es ist kein Ende abzusehen. Die Forderung von ca. 39 Euro mehr ist ja wieder nur Symptompfuscherei in Form einer Beruhigungstablette, und unterstützt das System !

Seit der Einführung von H4 fahren hier jedes Jahr immer größere Autos herum, während man alte Schrottkisten mit der Lupe suchen muß. Die Einen wissen nicht mehr wohin mit all dem Geld, während Andere durch Armut und staatliche Repressalien krank werden und frühzeitig sterben.
Seneca@ Ronin

Dicke Karren sagen nichts aus, viele "erfolgreiche" geschäftleute leben jahrzehntelang auf Pump udn beeantragen dann irgendwann H4 als Rente wenn das Schneeballsystem aus Krediten versagt hat. Dann mal kurz Privatinsolvenz und dann geht ds Leben auf Pump weiter.

Ab 250.000 als Soll auf den Konto gilst Du als seriöser Geschäftmann. mit 365 Haben auf dem Konto als gescheiterter Penner. Es geht nur darum Cashflow zu erzeugen um Im geschäft zu bleiben...Du braucht nur drei Konten, eines mit 250.000 haben und zwei mit 125.000 Soll...das macht ein Soll unterm Strich von 250.000 aber du hast auf einen Schlag 250.000 Cash zum Zocken.
Alles was Du brauchts ist Kreditwürdigkeit welche du damit vortäuschen kannst das die 250.000 mal hier hin und mal dorthin verschoben werden. Durch den nachweißbaren cashflow bekommst du dann leicht weitere Kredite um mit noch höheren Leverage zu zocken.

Viele "geschäftleute sind so hoch verschuldet das viele H4 Haushalten dageben als solide finaziert gelten müssen.

Genau das ist ds Problem der Schuldenblase...alles geschieht hier nur noch auf Pump udn wer keine Schuden macht ist selbst Schuld das er arm bleibt.

Du sollst das Geld arbeite lasse, nicht selbst arbeiten, das ist die Message.
Natürlich verursacht eine solche WIrtschaft massive Infaltion durch zuviel Buchgeld, aber was solls, Inflaltion kann man durch steigende Renditen und noch größeren Cashflow augleichen.

Wirklich, alles was Du braucht ist geliehenes Geld, woher ist egal, der Gewinn ist Deiner und das Geld geht mit lächerlichen Zinsen zurück wo es herkam. Und das beste ist...wenn DU scheiterst mus so oder so der Staat einspringen...selbst wenn es H4 ist.

Offen deklarierte Geschäfte sind eh nix, also kann man auch it H4 weiterspekulieren.
hera[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Kommt auf die Perspektive an. Für die einen ein Scheiß, für Andere ein riesiger Erfolg ! 2004 waren noch Viele der Meinung, daß nach wenigen Jahren H4 vom Tisch wäre, doch schwer geirrt, es wird nun schon seit 7,5 Jahren praktiziert, und es ist kein Ende abzusehen. [/B][/QUOTE]

Was ja nicht dafür sprechen muss, dass es erfolgreich ist. Vielleicht findet man nur keine besseren Alternativen?!
Ronin76@Seneca

Diese Zockerei ist schon der Wahnsinn, hat aber auch schon viele Familien und Existenzen zerstört. Vielleicht ist es jetzt auch so, daß das Geld für ein Eigenheim nicht mehr reicht, aber dafür für eine dicke Karre. Es soll ja immer noch Menschen geben die meinen daß ein Fahrzeug eine gute Geldanlage ist (von wenigen Ausnahmen mal abgesehen).

[QUOTE][i]Original geschrieben von hera [/i]
[B]Was ja nicht dafür sprechen muss, dass es erfolgreich ist. Vielleicht findet man nur keine besseren Alternativen?! [/B][/QUOTE]
Ich wurde wohl nicht verstanden: Erfolg ist immer relativ und wird von Interessensgruppen definiert. Daher eine Frage der Perspektive. Für Großkonzerne und Arbeitgeberverbände ist H4 ein bombastisches Geschäft und ein großer Erfolg. Arbeitnehmer lassen sich nun noch viel einfacher erpressen und sind viel seltener krank, während die Reallöhne immer kleiner werden. Die arbeitslosen Arbeitnehmer bekommen dafür durch kontinuierlich steigende Sanktionen und mangelnde Anpassung der Arbeitslosengelder an die Inflation, auch immer weniger Leistungen, welche sowieso vom Gesamtproletariat selbst geleistet werden. Das ist doch das beste Geschäft mit Beschäftigten und Zwangsarbeitern seit dem Bestehen der BRD und dem 3. Reich. Und die Deppen wählen auch noch freiwillig jene Leute, welche sie immer mehr versklaven. :D

Man kann nach dieser langen Zeit und Allem was so nach und nach bekannt wurde, ausschließen, daß die [URL=http://www.hartz-iv-iii-ii-i.de/hartz-kommission.html]Schöpfer[/URL] von Hartz-IV, die fast allesamt aus Großkonzernen, Politik und Finanzunwesen stammen, gute Absichten für Arbeitslose und Arbeitnehmer hatten. Bessere Alternativen gibt es für zuletzt genannten Gruppen gerade genug. Wenn du selbst mal eine längere Zeit H4 bezogen hast und die haarsträubenden Berichte von H4-Empfängern hörst, wirst du vielleicht auch erkennen, daß die SGB-II Gesetze von Anfang an Betrug am lohnabhängigen Proletariat sind. Die Effekte von jahrzehntelangen Gewerkschafts- und Arbeitskämpfen wurden von einem Tag auf den Anderen beseitigt und es gab dagegen kaum Protest und schon gar keine effektive Gegenwehr.
JohnSteedDass es in diesen Breiten immer noch als Mainstream gilt, die grosse Freiheit zu kritisieren und nach dem Staat zu rufen, der in dieser Sparte scheinbar immer noch als Reichsregierung fungiert.
Wer will den bitte einen Staat, der die "soziale Kontrolle" simuliert, durch Sanktionen etc.
Wer will den bitteschön in diversen Listen stehen, die nichts gutes über einen verraten?

Nun, in einem Worstcase-szenario würde ich mich genauso verhalten, wie bei einem 3Mio Lottogewinn, nämlich niemand auf die Nase binden, wovon ich gerade lebe....
Tja, ich bin stolz auf mich, aber nicht auf die Stelle, von der ich mein Geld bekomme.

Nein! Im Bereich der persönlichen Verhältnisse will ich sicher keinen Superstaat und auch keine Symbole, die meine Verehrung ihm gegenüber ausdrücken.
Der Staat ist ein Knecht der Gesellschaft, es ist schlimm genug, wenn man zeitweise auf Kosten der Gesellschaft leben muss, da brauche ich keine Festlegung dieses Zustandes durch Menschen mit Pullundern und Hornbrillen.

Wir, die Kunden sind schuld, dass es soweit gekommen ist. Wir wollten diesen Überstaat, der uns auf Schritt und Tritt bemuttert.
Wir wollten das so.

Wir sind selber schuld.



Es gibt tatsächlich Menschen, die eröffnen auf Mallorca ein Sonnenstudio.
Das ist hoffnungslos und vielleicht dumm, aber es ist der erste von 1000 richtigen Schritten in die richtige Richtung.

Vielleicht gibt es doch mal Menschen,die auf die komfortable Unfreiheit in diesem Land scheissen und die sich trauen ohne Mami aufs Klo zu gehen.
Zu wünschen wäre es diesem Volk, dass es diesen Schritt mal irgenwann in Erwägung zieht!
Ronin76[QUOTE]
Wir, die Kunden sind schuld, dass es soweit gekommen ist. Wir wollten diesen Überstaat, der uns auf Schritt und Tritt bemuttert.
Wir wollten das so.

Wir sind selber schuld.
[/QUOTE]
Teilweise ist das so, das kommt aber auch daher, daß der Staat und die dahinter agierenden Lobbys, erst diesen bedauernswerten Zustand der Abhängigkeit durch Gesetze und Aktionen erschaffen haben. Nur ein abhängiger und damit leicht zu kontrollierender Mensch ist ein billiger und guter Arbeiter. Diese Scheiße hat doch erst mit der Industrialisierung und den aufsteigenden Konzernen und Banken so richtig angefangen, davor gab es keine staatlichen Sozialsysteme. Sozialsysteme halte ich jedoch nicht für grundlegend falsch, da es immer Menschen gibt, welche sich nicht mehr selbst um ihren Lebensunterhalt, also ihre Existenz, kümmern können, zT von Geburt an. Das liegt natürlich auch daran daß Menschen heute große Egoisten sind, und nichts von ihrem Kuchen abgeben wollen, selbst wenn sie 3 davon haben. Das ist jedoch zum größten Teil das Resultat der kapitalistischen Unbildungssysteme und eben der völligen Abhängigkeit. Menschen werden seit Jahrzehnten zu Egoisten erzogen und konditioniert. Man müsste also erst mal die Schulpflicht abschaffen, welche nur dazu dient den Kapitalisten gute Arbeitssklaven heranzuziehen, um das ändern zu können. Für die freiwillige Schule müssten die Lehrpläne völlig verändert, und zB von den Schülern selbst gestaltet werden, denn diese kennen ihre Bedürfnisse selbst am Besten.
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]...Man müsste also erst mal die Schulpflicht abschaffen, welche nur dazu dient den Kapitalisten gute Arbeitssklaven heranzuziehen, um das ändern zu können. Für die freiwillige Schule müssten die Lehrpläne völlig verändert, und zB von den Schülern selbst gestaltet werden, denn diese kennen ihre Bedürfnisse selbst am Besten. [/B][/QUOTE]

LOL
:eek: :D

(aber ich befürchte es ist ernst gemeint )
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B] Nur ein abhängiger und damit leicht zu kontrollierender Mensch ist ein billiger und guter Arbeiter. Diese Scheiße hat doch erst mit der Industrialisierung und den aufsteigenden Konzernen und Banken so richtig angefangen, davor gab es keine staatlichen Sozialsysteme. [/B][/QUOTE]
Ja, das waren herrliche Zeiten, als es noch keinen Sozialstaat gab. Niemand musste arbeiten und trotzdem sind jedem die Früchte in den Mund gewachsen. Dann kamen die Banken und die böse Industrie, und haben dieses Teufelszeug "Arbeit" erfunden, um die Menschen zu foltern, und seitdem ist einfach alles scheiße :(
JohnSteedIm Mittelalter wurde man nicht älter als 40, man hat an etwas geglaubt und man musste nicht 30Jahre lang dahinsiechen und sich diverses Politikergeschwätz anhören, denn man war so ungebildet, dass man es eh nicht verstanden hat.
Ehrenhafter war es auf Kreuzzügen, da konnte man für seinen Hergott sterben und Krankheiten waren eh scheissegal.

Wenn es sich leichter sterben würde, wäre es für viele von uns durchaus eine Erleichterung des Lebens.

Das führt mich zu meiner Ursprungstheorie, wonach diese Welt einfach nur ein Gefängnisplanet ist.
Einige von uns haben einen etwas längeren Hofgang, aber ich bezweifle, dass dies ein Privileg ist.
ElementarsatzSterben kannst du heute auch noch. Das ist kein Grund, sich nach dem Mittelalter zurückzusehnen.
JohnSteedSehne mich nicht nach dem Mittelalter, auch nicht nach dem Sterben.
Höchstens nach dem Tod, aber das ist etwas völlig anderes.

Nun, ich denke, dass es noch etwas anderes als dieses Zweitligaleben gibt, das wir hier führen...
Eigentlich langweilt mich dieses Festhalten am beschissenen Leben.
Wofür?

Eine Sinnsuche ergibt bei den meisten Menschen eh keinen Sinn.
Und die, bei denen es Sinn machen würde einen Sinn wenigstens zu suchen, die leben unter irregulären Bedingungen (blöde Familie, Trottel als Arbeitskollegen usw.).

Manchmal lässt mich das Gefühl nicht los, dass vielleicht nur ein Drittel aller Menschen belebt ist.
Wenn man sich umschaut, kriegt man schon irgendwie Gänsehaut.
Das ist so eine Art Stepford-Gefühl..........
weisskreutzAlso, ich fand Iron Sky in Originalsprache lustig. Da gabs sogar ein Bier und ne Brezel zum Eintritt dazu, und zwar ganz ohne Sozialstaat.
Ronin76[QUOTE]
LOL

(aber ich befürchte es ist ernst gemeint )
[/QUOTE]
Richtig erkannt, Watson. Was glaubst du denn, weshalb du in die Schule gehen MUSSTEST ? Hat das etwas mit einer freiheitlichen, demokratischen und sozialen Grundordnung zu tun, wie sie in der Verfassung der BRD erwähnt wird ?


[QUOTE]
Ja, das waren herrliche Zeiten, als es noch keinen Sozialstaat gab. Niemand musste arbeiten und trotzdem sind jedem die Früchte in den Mund gewachsen. Dann kamen die Banken und die böse Industrie, und haben dieses Teufelszeug "Arbeit" erfunden, um die Menschen zu foltern, und seitdem ist einfach alles scheiße
[/QUOTE]
Welchen Sozialstaat, hälst du etwa die BRD für einen Sozialstaat ? Arbeit gab es schon immer. Physikalisch betrachtet ist die bloße Existenz Arbeit. Was jedoch neu erfunden wurde war abhängige Lohnarbeit, wo die Menschen noch mehr in ihrer Freiheit eingeschränkt wurden, als sie es schon zuvor zu Kaiser´s Zeiten waren. Eigenes Geschäft gründen, wie es damals üblich war, und (mit Familie !) von der eigenen Arbeit leben können, ohne astronomische Zwangsabgaben an einen Staat zu bezahlen ? Fehlanzeige. Durch die Lohnarbeit wurde anderer Arbeit wie der Betreuung von Kindern und Hausarbeit der Status als Arbeit aberkannt und die Finanzierung weitgehend verweigert. Dadurch wurden die Frauen bei schlechterer Bezahlung gegenüber den Männern, für den Arbeitsmarkt gewonnen, damit die Gewinne der Kapitalisten noch deutlich zulegen konnten. Man hatte auch erkannt daß es leichter ist Frauen abhängig zu halten, als Männer, und das wird bis heute so praktiziert. Damit hat der Kapitalismus gekonnt die Gleichstellung der Frau verhindert. In einem Sozialstaat wäre das undenkbar.


[QUOTE]
Und wenn man mal krank war, ist man einfach gestorben.
Oder verhungert.
War das Paradies.
[/QUOTE]
Passiert heute genauso, gerade jetzt mit Hartz-IV. Heute sterben die Menschen dank der modernen Arbeitswelt an Arbeitsunfällen und der direkten Folge von gefährlicher Arbeit, siehe auch Berufskrankheiten. Ich behaupte daß die Menschen vor der Industrialisierung gesünder waren, siehe auch Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz- und Gefäßkrankheiten (siehe auch Diabetes), Nervenkrankheiten, Krebs und Allergien. Zum Vergleich dienen zB Eingeborene in Afrika oder auch relativ islolierte Glaubensgemeinschaften, die noch eher naturbezogen bzw landwirtschaftlich leben.


[QUOTE]Das führt mich zu meiner Ursprungstheorie, wonach diese Welt einfach nur ein Gefängnisplanet ist. Einige von uns haben einen etwas längeren Hofgang, aber ich bezweifle, dass dies ein Privileg ist.[/QUOTE]
Diesen Gedanken hatte ich auch schon gehabt.
hera[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Man müsste also erst mal die Schulpflicht abschaffen, welche nur dazu dient den Kapitalisten gute Arbeitssklaven heranzuziehen, um das ändern zu können. [/B][/QUOTE]

Also ich bin höchstens mein eigener Sklave und ich lebe gut damit. Dennoch habe ich die Schule besucht wie alle anderen. Ist doch eine Frage, was jeder selbst daraus macht ...

Dass jemand die Schulpflicht in Frage stellt, ist mir in der Tat auch noch nie begegnet.
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]




Welchen Sozialstaat, hälst du etwa die BRD für einen Sozialstaat ? [/quote]

Selbstverständlich. Während man zu fast allen anderen Zeiten die Maxime befolgt hat "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen", werden heutzutage Menschen, die nicht arbeiten wollen oder können, vom Staat versorgt. Und zwar immerhin so üppig, dass neben einer sauberen Wohnung, Essen und Trinken, und einer kostenlosen Krankenversicherung, oft genug übrig bleibt, um sich Computer und HD-Fernseher zu leisten ;)

Man kann sich darüber streiten, ob in einer Überflussgesellschaft wie der unseren die Hartz IV/Sozialhilfe-Sätze nicht (noch) höher sein sollten. Aber dass wir in einem Sozialstaat leben, nach dem die Mittellosen sich in jeder anderen Epoche (und auch in den meisten heutigen Gesellschaften) die Finger geleckt hätten, lässt sich schwer bestreiten.

[quote]Arbeit gab es schon immer. Physikalisch betrachtet ist die bloße Existenz Arbeit. Was jedoch neu erfunden wurde war abhängige Lohnarbeit, wo die Menschen noch mehr in ihrer Freiheit eingeschränkt wurden, als sie es schon zuvor zu Kaiser´s Zeiten waren.[/quote]
Das ist natürlich Unsinn. Lohnarbeiter hat es immer gegeben. Darüber hinaus weitaus schlimmere Formen der Abhängigkeit wie Leibeigenschaft und Sklaverei.


[quote] Eigenes Geschäft gründen, wie es damals üblich war, und (mit Familie !) von der eigenen Arbeit leben können, ohne astronomische Zwangsabgaben an einen Staat zu bezahlen ? [/quote]
Wann bitte war das "üblich"? In früheren Zeiten haben zunächst mal 80 bis 90 % der Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeiten müssen, und davon wiederum ein Großteil als hörige Bauern oder Knechte.

Und wenn du glaubst, dass ein mittelalterlicher Stellmacher, Weber oder Gerber einen besseren Lebensstandard hatte als du, dann solltest du dich vielleicht noch mal informieren.

[quote]Fehlanzeige. Durch die Lohnarbeit wurde anderer Arbeit wie der Betreuung von Kindern und Hausarbeit der Status als Arbeit aberkannt und die Finanzierung weitgehend verweigert. [/quote]
Bitte sag mir, in welcher Epoche es eine finanzielle Vergütung von Hausarbeit gegeben hat.

Hausfrauen lebten zu allen Zeiten von dem, was ihr Mann erwirtschaftete, und waren dementsprechend abhängig. Darüber hinaus gab es zu allen Zeiten Frauen, die [i]zusätzlich[/i] einer Arbeit nachgehen mussten, weil es andernfalls nicht gereicht hätte. Und diese Doppelbelastung war etwas anderes als heute, wo die Hausarbeit durch Waschmaschinen, Spülmaschinen, billige Fertigkleidung etc. lächerlich einfach geworden ist.


[quote]
Passiert heute genauso, gerade jetzt mit Hartz-IV.[/quote]
Wie hoch ist Hartz IV? 370 euro plus kostenloses Wohnen? Das reicht locker, um sich gesund zu ernähren, ordentlich zu kleiden und Sport zu treiben. Ich habe während meines Studiums zeitweise von weniger Geld gelebt.

Und die Arztkosten werden auch übernommen.

Das sind Zustände, von denen 95% der arbeitenden Bevölkerung zu praktisch allen Zeiten nur träumen konnten.

Noch mal: Wenn du sagen würdest "Gemessen am heute viel größeren Gesamtwohlstand sollten auch die Hartz IV-Sätze noch höher sein", dann wäre das eine diskutable These. Aber die Behauptung, es habe irgendwann mal eine Zeit gegeben, in der das Gros der Leute besser gelebt hat als ein heutiger Hartz IV-Empfänger ist einfach aberwitzig.


[quote]Heute sterben die Menschen dank der modernen Arbeitswelt an Arbeitsunfällen und der direkten Folge von gefährlicher Arbeit, siehe auch Berufskrankheiten. Ich behaupte daß die Menschen vor der Industrialisierung gesünder waren, siehe auch Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz- und Gefäßkrankheiten (siehe auch Diabetes), Nervenkrankheiten, Krebs und Allergien. [/quote]
Na sicher. Das erklärt ja auch, weshalb die Lebenserwartung im Mittelalter bei 30 - 40 Jahren lag, und bis heute kontinuierlich gestiegen ist. Weil die Menschen früher viel gesünder waren als heute. Logisch.

Und die niedrigere Bevölkerungsdichte in früheren Zeiten hat natürlich auch gar nichts mit einer hohen Sterblichkeitsrate zu tun. Vermutlich hatten die Menschen früher perfekte Verhütungsmittel, die inzwischen in Vergessenheit geraten sind.
weisskreutzZu erwähnen wäre dazu noch, dass um 1900 die durchschnittliche Lebenserwartung im damalig reichsten Land der Erde- Großbritannien- bei knapp 35 Jahren lag. Dahingegen liegt heute die durchschnittliche Lebenserwartung im [U]ärmsten[/U] Land, nämlich Bangladesh- bei 60 Jahren.
Changeling IIArbeit war bereits in alter Zeit immer etwas für die Sklaven - Plackerei, Fron für die Unfreien...und daran hat sich bis heute nichts geändert, ausser, dass heute keine Notwendigkeit mehr für[I]irgendeine[/I] Form von Zwangsarbeit besteht - und damit auch keine Rechtfertigung für gegenteilige Behauptungen...

...das antike Griechenland z.B. konnte nur deshalb Geistesgrößen wie Sokrates oder Platon hervorbringen, weil es für niedere Arbeiten eben das niedere Volk gab...hat Platon ja bereits in "Der Staat" ausführlich genug begründet...die höheren Schichten konnten nur deshalb zu den - nicht allein materiell - sondern auch geistig Höherstehenden werden, weil sie es eben nicht nötig hatten, für niedere körperliche Beredürfinisse auch noch arbeiten zu müssen - was in der Zeit völlig o.k. so war, denn niedere Arbeit verträgt sich ganz einfach nicht mit dem Streben nach geistiger Freiheit und materieller Autonomie...


...heute ist die Situation aber grundlegend anders beschaffen: das meiste an notwendiger Arbeit könnte bereits jetzt von Maschinen erledigt oder radikal perfektioniert, automatisiert und vereinfacht, bzw. verkürzt werden... die Behauptung, jeder müsse "arbeiten, (nur) um zu essen", ist eine Lüge aus der frühkapitalistischen Mottenkiste...es ist ganz einfach nicht wahr, da die Produktivkräfte des Kapitalismus längst einen Stand erreicht haben, der geeignet wäre, der gesamten Weltbevölkerung ein Leben ohne materielle Armut und ohne Mühsal und Plackerei zu ermöglichen...dass dem nicht so ist, ist allein dem Kapitalismus und seiner Verwertungs/Kapitalvermehrungsideologie zuzuschreiben -sie verhindert jeden wirklichen Fortschritt auf dem Gebiet.
weisskreutz@ CII

Warum auch nicht? Man könnte- damit alle satt werden, ohne Frondienste zu leisten- jeden Transferempfänger vor die Wahl stellen, entweder H4 in altbekannter Form, oder- bedingungslos- Lebensmittelmarken für den Sozialverbrauchermarkt zu beziehen.

Dazu könnte man das Tafel-Prinzip zugrundelegen. Man holt einfach die nicht verkäuflichen Lenensmittel von den Discountern ab, und stellt diese kostenlos zu diesem Zweck zur Verfügung- Abgelaufenes ist ja schließlich noch nicht schlecht.
Damit wäre deiner Forderung des "Essens ohne Plackerei" genüge getan.

Ich für meinen Teil würde mich dann allerdings doch für Hartz entscheiden. Aber entscheidend wäre doch, dass man die Wahl hat.
deathrock1334[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[BDazu könnte man das Tafel-Prinzip zugrundelegen. Man holt einfach die nicht verkäuflichen Lenensmittel von den Discountern ab, und stellt diese kostenlos zu diesem Zweck zur Verfügung- Abgelaufenes ist ja schließlich noch nicht schlecht[/B][/QUOTE]

da hab ich letztens nen bericht zu gesehen. viele große ketten nutzen dieses system wohl zur kostenlosen entsorgung ihrer bioabfälle. die entsorgung zahlt dann der steuerzahler.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Changeling II [/i]
Arbeit war bereits in alter Zeit immer etwas für die Sklaven - Plackerei, Fron für die Unfreien...und daran hat sich bis heute nichts geändert, ausser, dass heute keine Notwendigkeit mehr für [I]irgendeine[/I] Form von Zwangsarbeit besteht - und damit auch keine Rechtfertigung für gegenteilige Behauptungen...

...

...heute ist die Situation aber grundlegend anders beschaffen: das meiste an notwendiger Arbeit könnte bereits jetzt von Maschinen erledigt oder radikal perfektioniert, automatisiert und vereinfacht, bzw. verkürzt werden... die Behauptung, jeder müsse "arbeiten, (nur) um zu essen", ist eine Lüge aus der frühkapitalistischen Mottenkiste...es ist ganz einfach nicht wahr, da die Produktivkräfte des Kapitalismus längst einen Stand erreicht haben, der geeignet wäre, der gesamten Weltbevölkerung ein Leben ohne materielle Armut und ohne Mühsal und Plackerei zu ermöglichen...dass dem nicht so ist, ist allein dem Kapitalismus und seiner Verwertungs/Kapitalvermehrungsideologie zuzuschreiben -sie verhindert jeden wirklichen Fortschritt auf dem Gebiet. [/QUOTE] 100% Zustimmung!
Changeling II[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]@ CII

Warum auch nicht? Man könnte- damit alle satt werden, ohne Frondienste zu leisten- jeden Transferempfänger vor die Wahl stellen, entweder H4 in altbekannter Form, oder- bedingungslos- Lebensmittelmarken für den Sozialverbrauchermarkt zu beziehen.

Dazu könnte man das Tafel-Prinzip zugrundelegen. Man holt einfach die nicht verkäuflichen Lenensmittel von den Discountern ab, und stellt diese kostenlos zu diesem Zweck zur Verfügung- Abgelaufenes ist ja schließlich noch nicht schlecht.
Damit wäre deiner Forderung des "Essens ohne Plackerei" genüge getan.

Ich für meinen Teil würde mich dann allerdings doch für Hartz entscheiden. Aber entscheidend wäre doch, dass man die Wahl hat.[/QUOTE]

...so etwas wie Armenspeisungen gibt es doch schon seit der Antike,...zu begrüssen daran ist heute allenfalls noch, dass nichtstaatliche - Hilfsornanisationen wirklich keine Gegenleistungen für absolute Grundbedürfnisse wie Nahrung fordern....aber es ist dennoch allenfalls Symptomkuriererei, die die Ursachen des Problems ausser Acht lässt...nicht, dass ich grundsätzlich dagegen bin, die allerschlimmsten Auswirkungen des herrschenden Systems zu mildern -so sehe ich darin doch keine wirkliche Lösung -denn die kann nur in der Überwindung von Kapital und Staat bestehen...

...der Kernpunkt des Problems wird von den Systembefürwortern nämlich geflissentlich übersehen: es sind gerade nicht die "Grundbedürfinisse", wie Nahrung, Wasser und Unterkunft, die den Menschen vom Tier unterscheiden - sicher kann auch ein Mensch in einer Höhle oder Hundehütte mit Hundefutter als einziger Nahrung unbegrenzte Zeit lang "überleben"...doch der entscheidende Punkt ist, es sind die weitergehenden überbiologischen Fähigkeiten wie Denken und Kreativität, die Fähigkeit, aus sich selbst heraus Neues zu schaffen und das Bestehende zu überwinden, die den Menschen erst zum "Menschen" in einem überbiologischen, bzw. "kulturellen" Sinne machen...den Menschen auf ebenjene niederen "Grundbedürfinisse" wie essen und Hundehütte reduzieren zu wollen, kommt damit einem Akt der Entmenschlichung und einem Verbrechen gleich...und genau das tut Hartz IV und das dahinterstehende System Kapital und BRD-Regime...
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Changeling II [/i]
[B]den Menschen auf ebenjene niederen "Grundbedürfinisse" wie essen und Hundehütte reduzieren zu wollen, kommt damit einem Akt der Entmenschlichung und einem Verbrechen gleich...und genau das tut Hartz IV und das dahinterstehende System Kapital und BRD-Regime... [/B][/QUOTE]

Und inwiefern tut es das?

Wie gesagt: Ich habe während meines Studiums zeitweise von etwa 200 bis 250 euro im Monat gelebt. Das war wirklich nicht üppig, aber selbst das ging, ohne dass ich meine Menschenwürde bedroht sah.

Mit 370 euro im Monat kann man nicht nur ein gesundes Leben führen, sondern sich schon einige Annehmlichkeiten leisten.

Rechnen wir doch mal: Wer günstig einkauft und viel selbst kocht, kann sich von etwa 130 € im Monat locker ernähren. Setzen wir 120 € im Monat für Kleidung, Schuhe, Putzmittel, Zahnpasta, Klopapier etc. an. Dann bleiben noch 120 € im Monat übrig. Davon könnte ein Hartz IV-Empfänger ungefähr 6 mal im Monat in die Oper gehen, oder sehr oft ins Museum, in eine Kneipe, oder er spart ein paar Monate und kauft sich einen neuen Fernseher oder PC.

Und wer einen Mini-Job findet, kann, soweit ich weiß, noch mal 160 euro im Monat dazu verdienen.

Natürlich ist ein Leben auf Hartz IV kein Luxusleben. Das hat ja auch eine gewisse Logik. Aber die Behauptung, ein Leben auf Hartz IV käme einer Reduzierung auf tierische Grundbedürfnisse gleich und sei daher menschenunwürdig, halte ich für Unsinn.

Wenn man den Hartz IV-Empfängern einen Gefallen tun möchte, dann sollte man m.m.n. den ganzen nutzlosen Jobcenter-Quatsch abschaffen. Wer nicht arbeitet, egal aus welchen Gründen, sollte die Grundsicherung einfach kriegen, ohne belämmert zu werden.
Black Moni[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
[B] ....
Rechnen wir doch mal: Wer günstig einkauft und viel selbst kocht, kann sich von etwa 130 € im Monat locker ernähren. Setzen wir 120 € im Monat für Kleidung, Schuhe, Putzmittel, Zahnpasta, Klopapier etc. an. Dann bleiben noch 120 € im Monat übrig. Davon könnte ein Hartz IV-Empfänger ungefähr 6 mal im Monat in die Oper gehen, oder sehr oft ins Museum, in eine Kneipe, oder er spart ein paar Monate und kauft sich einen neuen Fernseher oder PC.
...
Wenn man den Hartz IV-Empfängern einen Gefallen tun möchte, dann sollte man m.m.n. den ganzen nutzlosen Jobcenter-Quatsch abschaffen. Wer nicht arbeitet, egal aus welchen Gründen, sollte die Grundsicherung einfach kriegen, ohne belämmert zu werden. [/B][/QUOTE]

Deine Rechnung klingt erstmal logisch. Aber wo sind folgende Kosten: Strom, Festnetz/Interrnet, Handy? Machen bei mir ca. 100 € im Monat. Die Kosten für Praxisgebühren und Medikamente kann ich ja von den 120 € "allgemeine Lebenskosten" abziehen, aber auch das läppert sich zusammen, wenn man auf Medis angewiesen ist, aber nicht soviel bezahlen muss, dass man eine Befreiung bekommt.

Deinem letzten Satz stimme ich allerdings zu.
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Black Moni [/i]
[B]Deine Rechnung klingt erstmal logisch. Aber wo sind folgende Kosten: Strom, Festnetz/Interrnet, Handy?[/B][/QUOTE]

Handy braucht man nicht unbedingt. Strom und Festnetz/Internet habe ich allerdings tatsächlich nicht bedacht bzw. gedacht, dass zumindest Strom übernommen wird.

Ok, dann geht meine Rechnung nicht zu 100% auf. Aber in den Bereich der "Entmenschlichung" kommt man mit Hartz IV trotzdem nicht.

[quote]Die Kosten für Praxisgebühren und Medikamente kann ich ja von den 120 € "allgemeine Lebenskosten" abziehen, aber auch das läppert sich zusammen, wenn man auf Medis angewiesen ist, aber nicht soviel bezahlen muss, dass man eine Befreiung bekommt.[/quote]
Kann man sich von der Praxisgebühr nicht grundsätzlich befreien lassen? Ansonsten sind das eben 3,333..€ pro Monat, wenn man jedes Quartal zum Arzt geht.

Und bei Medis dürfte ja nur die Rezeptgebühr anfallen. Ist natürlich nicht nichts, aber es dürfte keine riesigen Löcher ins Budget schießen.

Ich will auch gar nicht die These verteidigen, dass die Hartz IV-Sätze richtig sind, so wie sie sind. Vielleicht sollte man da tatsächlich noch 100 euro drauflegen. Aber dass man von Hartz IV nicht menschenwürdig leben kann, halte ich eben doch für übertrieben.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
Wer günstig einkauft und viel selbst kocht, kann sich von etwa 130 € im Monat locker ernähren. Setzen wir 120 € im Monat für Kleidung, Schuhe, Putzmittel, Zahnpasta, Klopapier etc. an. [/QUOTE]Für das alles zusammen komme ich im Monat notfalls mit 100 € aus. Aber die größten Kosten-Anteile wie Miete, Strom/Heizung/Wasser, Telefon/Internet und Verkehrsmittel-Kosten hast du leider vergessen. Letztere machen bei mir bei den derzeitigen Spritpreisen schon allein mehr als 300 € im Monat aus. Da reichen die 120 € im Monat vielleicht, um 6-mal bis zum Opernhaus zu fahren, aber zum Reingehen nicht mehr. Und um z.B. CDs oder DVDs für 15-20 € zu kaufen ist auch kein Geld mehr übrig. Da muss ich Changeling II leider Recht geben.

[QUOTE]Wenn man den Hartz IV-Empfängern einen Gefallen tun möchte, dann sollte man m.m.n. den ganzen nutzlosen Jobcenter-Quatsch abschaffen. Wer nicht arbeitet, egal aus welchen Gründen, sollte die Grundsicherung einfach kriegen, ohne belämmert zu werden. [/QUOTE]Das sehe ich auch so. Darum halte ich die Piraten-Forderungen nach BGE, günstigem Zugang zu Internet und Kultur und günstigem bzw. kostenfreiem Nahverkehr für richtig. Damit könnte man schon eine Vielzahl der Probleme lösen. Und wenn man noch günstige Sozialwohnungen anbietet, statt massenhaft Wohngebäude wegzureißen, könnte man das sogar ohne Neuverschuldung schaffen.
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Für das alles zusammen komme ich im Monat notfalls mit 100 € aus. Aber die größten Kosten-Anteile wie Miete, Strom/Heizung/Wasser, Telefon/Internet und Verkehrsmittel-Kosten hast du leider vergessen. Letztere machen bei mir bei den derzeitigen Spritpreisen schon allein mehr als 300 € im Monat aus. [/B][/QUOTE]
Miete wird doch bei Hartz IV direkt übernommen, ist also nicht in den 370 euro enthalten. Wasser und Heizung m.W. ebenso.

[quote]Letztere machen bei mir bei den derzeitigen Spritpreisen schon allein mehr als 300 € im Monat aus [/quote]
Braucht man denn unbedingt ein Auto? Innerhalb einer Stadt, selbst einer Großstadt, kann man die meisten Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen. Und wenn es dann mal weiter ist, sucht man sich ein günstiges Ticket oder eine Mitfahrgelegenheit.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
Miete wird doch bei Hartz IV direkt übernommen, ist also nicht in den 370 euro enthalten. Wasser und Heizung m.W. ebenso.[/QUOTE]Meines Wissens kannst du einen Zuschuss erhalten, wenn du darum bettelst, aber das deckt die Kosten in der Regel nicht komplett ab, und dir wir wird vorgeschrieben, in welcher Wohnung du zu wohnen hast. Die Wohnung meines Neffen war z.B. um einige wenige Quadratmeter zu groß ...

[QUOTE]Braucht man denn unbedingt ein Auto?[/QUOTE]Die öffentlichen VM sind meist auch nicht viel günstiger. Und hier ins Dorf kommt außer dem Schulbus 2x täglich nichts mehr. Früher fuhren Busse im Stunden-Abstand. Bis zur nächsten größeren Stadt sind es 40 km, in näherer Umgebung war keine Arbeit zu finden, von der man einigermaßen vernünftig leben kann.

[QUOTE]Innerhalb einer Stadt, selbst einer Großstadt, kann man die meisten Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen. Und wenn es dann mal weiter ist, sucht man sich ein günstiges Ticket oder eine Mitfahrgelegenheit. [/QUOTE]"Mit dem Fahrrad in die Oper" - das ist bestimmt lustig. :D
Ich will ja nicht schon wieder die DDR loben, aber damals fuhren regelmäßig Busse über die Dörfer, die die Interessierten zum Theater/Konzert und danach wieder nach Hause brachten.
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Meines Wissens kannst du einen Zuschuss erhalten, wenn du darum bettelst, aber das deckt die Kosten in der Regel nicht komplett ab, und dir wir wird vorgeschrieben, in welcher Wohnung du zu wohnen hast. [/B][/QUOTE]

Das stimmt so nicht. Die Wohnung darf lediglich eine bestimmte Größe oder eine bestimmte Miethöhe nicht überschreiten.

[quote]Die öffentlichen VM sind meist auch nicht viel günstiger. Und hier ins Dorf kommt außer dem Schulbus 2x täglich nichts mehr. Früher fuhren Busse im Stunden-Abstand. Bis zur nächsten größeren Stadt sind es 40 km, in näherer Umgebung war keine Arbeit zu finden, von der man einigermaßen vernünftig leben kann.[/quote]
Dann würde ich einen Umzug in Erwägung ziehen.

[quote]
"Mit dem Fahrrad in die Oper" - das ist bestimmt lustig. :D [/quote]
Ja warum denn bitte nicht?
eine AndereAlso wir hatten damals nach Abzug der Fixkosten genau 7,42€ am Tag für essen übrig.. zu dritt (zwei Kinder) trotz Mehrbedarf als Alleinerziehende.

Und da waren weder die Kosten für Kleidung (alleine da - alle 8 Wochen neue Schuhe z.B - natürlich eben alles an Schuhen: Turnschuhe für die Schule Hausschuhe (doppelt) Straßenschuhe und evtl. Gummistiefel.. noch für Schulmaterial/ Bücher etc drin.

Es ist ein Unding, das Kinder als "günstiger" angesehen werden alswie Erwachsene.. edit meint - und das das Kindergeld verrechnet wird..
weisskreutz[QUOTE] [i]Original geschrieben von Changeling II [/i]
[B]...so etwas wie Armenspeisungen gibt es doch schon seit der Antike,...zu begrüssen daran ist heute allenfalls noch, dass nichtstaatliche - Hilfsornanisationen wirklich keine Gegenleistungen für absolute Grundbedürfnisse wie Nahrung fordern....aber es ist dennoch allenfalls Symptomkuriererei, die die Ursachen des Problems ausser Acht lässt...[/QUOTE]

Wieso denn? Das ist doch, was du sagtest: der Kapitalismus erzeugt derart viel Nahrung, dass es nicht nötig sei, Leute zur Arbeit zu "zwingen" nur damit sie zu essen haben.
Also: Wer nicht arbeiten will, kann nach meinem Ansatz gut leben, ohne auch nur einen Finger zu rühren. Er bekommt weiterhin seine Miete + NK und seine Krankenversicherung bezahlt, und kann sich am Nahrungsangebot der Überschussgesellschaft satt essen.
Sobald er beschließt wieder Arbeiten zu wollen, kann er sich ja wieder ans Amt wenden und H4 incl "Fordern und Fördern" beantragen.

Kein Zwang, kein Problem.


[QUOTE]...der Kernpunkt des Problems wird von den Systembefürwortern nämlich geflissentlich übersehen: es sind gerade nicht die "Grundbedürfinisse", wie Nahrung, Wasser und Unterkunft, die den Menschen vom Tier unterscheiden.[/QUOTE]

Wer hat denn was von Tieren gesagt?

[QUOTE]- sicher kann auch ein Mensch in einer Höhle oder Hundehütte mit Hundefutter als einziger Nahrung unbegrenzte Zeit lang "überleben". [/QUOTE]

Wer muss denn in einer Hundehütte leben, und bekommt nur Hundfefutter zu essen?? Dieses Bild ist gerade angesichts der Lebenswirklichkeit von H4lern nicht zielführend.
Scheint mir eher die übliche Polemik innerhalb linker Lebenswelten zu sein, wo gedanklich eine 2-Zimmer-Wohnung zur Höhle, und ein überreiches Nahrungsangebot zu Schweinefutter wird, weil Schampus und Hummer fehlen.

[QUOTE]...doch der entscheidende Punkt ist, es sind die weitergehenden überbiologischen Fähigkeiten wie Denken und Kreativität, die Fähigkeit, aus sich selbst heraus Neues zu schaffen und das Bestehende zu überwinden, die den Menschen erst zum "Menschen" in einem überbiologischen, bzw. "kulturellen" Sinne machen...[/QUOTE]

Das liegt aber in deiner eigenen Verantwortung. "Ich wär so gerne Künstler... lieber Staat mal mir ein Bild!" funktionierrt so nicht. Du musst selbst denken, selbst kreativ sein- niemand hindert dich daran.


[QUOTE]den Menschen auf ebenjene niederen "Grundbedürfinisse" wie essen und Hundehütte reduzieren zu wollen, kommt damit einem Akt der Entmenschlichung und einem Verbrechen gleich...[/QUOTE]

Wie gesagt: total verdrehte Weltsicht... Und außerdem Ausdruck einer schon fast maßlosen Anspruchshaltung. Da verlangst du die Befriedung die über die Grund- und Sicherheitsbedürfnisse hinausgehen.

Schauen wir uns doch mal die Maslow'sche Bedürfnispyramide an:

[IMG]http://ogorzelski.de/wp-content/uploads/2011/10/maslow_pyramide1.gif[/IMG]

Die unteren beiden Stufen sind gewährleistbar (den sicheren Arbeitsplatz willst du ja nicht, denn du forderst ja Bedarfsdeckung auch ohne sich selbst einzubringen. "Recht auf Faulheit" nannte das Lafargue).
Doch schon die dritte Stufe liegt nicht mehr in der Hand eines Systems. Zwar hat das DDR-Regime ernsthaft geglaubt Freundschaft befehlen zu können, aber irgendwie klappte das nicht ganz. Wenn du beachtet werden willst und bekannt sein willst, dann wirst du das selbst in die Hand nehmen müssen. Da kann dir keiner helfen. Wenn du- was ich dir nicht unterstelle- ein unangenehmer Zeitgenosse bist, dann ist das deine eigene Verantwortung, und nicht die irgendeines Systems.
Die vierte Stufe ist da noch klarer. Anerkennung muss man sich verdienen, und es kann nicht jeder gleich stark anerkannt sein. Die Anerkennung ist ja gerade eine positive Wahrnehmung über das durchschnittliche Maß hinaus. Natürlich hat Anerkennung viele Vorteile: die interessanteren Menschen und die schöneren Frauen/Männer interessieren sich für dich. Menschen wollen Zeit mit dir verbringen... Wie willst du das befehlen??
Und die Selbstverwirlichung? Tja, das liegt nun eindeutig allein bei dir. Darin steckt nämlich das Morphem "Selbst-"...


[QUOTE]und genau das tut Hartz IV und das dahinterstehende System Kapital und BRD-Regime... [/QUOTE]

Das Kapital hat dir die Frau ausgespannt?? :eek:

;)

Ne, ernsthaft. Für dein soziales Selbst bist v.a. du selbst verantwortlich. Das deligieren zu wollen, ist utopisch, und darin Gleichheit herstellen zu wollen ist angesichts der sozial-kompetitiven Natur des Menschen (und auch der höheren Tiere) absurd.
Ronin76@eine Andere

Kinder sind eigentlich schon günstiger als Erwachsene, jedoch hat die Bundesregierung nun schon zum dritten Mal den Regelleistungssatz für Kinder pauschal mit einem Prozentanteil von Erwachsenen berechnet, anstatt wie bei Erwachsenen detailierte Bedarfskalkulationen zu erstellen, auch wenn da beschissen wurde wo es nur geht. Diese willkürliche Pauschalisierung hatte das BVG bemängelt und als verfassungswidrig erklärt. Man sieht daß sich die Regierung weder um Grundgesetz noch um Verfassungsurteile kümmert, dafür jedoch nicht bestraft wird weil die Gewaltenteilung nicht funktioniert, und deshalb Narrenfreiheit hat. Gysi sprach letztes Jahr noch von einem Pilotversuch wo er eine Einstweilige Verfügung vom BVG forderte, welches selbst die H4-Leistungen als Übergangslösung festlegen sollte, bis die Regierung endlich mal ihrer Verpflichtung verfassungsgemäß nachkommen würde, daraus wurde jedoch bekanntlich Nichts, ist wohl an der Gewaltenteilung gescheitert.

Natürlich sind die Regelsätze zu niedrig, aus Erfahrung weiß ich aber auch, daß viele Menschen nicht mit Geld umgehen können, was ich dir nicht unterstellen möchte, aber vielleicht kann man da noch etwas optimieren. Der Restbetrag von € 7,42 erscheint mir deutlich zu niedrig, wenn da noch nicht mal Kleidung und Schuhe veranschlagt wurden. Es sei denn du hast Extrakosten für zB Kredittilgungen zu tätigen.

Daß es überhaupt Kindergeld gibt, und damit Alleinstehende benachteiligt werden, finde ich schlimm genug, denn eigentlich sollte auch ohne Kindergeld genügend Geld für Kinder vorhanden sein. Für mich ein deutliches Indiz für unermessliche Unternehmensgewinne und Zinserträge, an denen sich das Kapital auf Kosten der Gesellschaft bereichert. Dadurch wird auch aktiv Bevölkerungskontrolle betrieben, denn die Bevölkerung innerhalb der BRD hat oftmals überhaupt nicht die finanzielle und matierelle Kraft für Kinder übrig, bzw will in diese kranke Gesellschaft keine Nachkommen gebären. Die sinkende Geburtenrate spricht Bände über den Gesundheitsstatus der Gesellschaft innerhalb der BRD.

----------------

@hera

[QUOTE]Dass jemand die Schulpflicht in Frage stellt, ist mir in der Tat auch noch nie begegnet.[/QUOTE]
Dann gratuliere ich dir zu deiner ersten Begegnung dieser Art und wünsche mir viele Gleichgesinnte und Nachahmer. Bei den Grünen in der Gründungsphase gab es die Forderung zur Abschaffung der Schulplficht übrigens auch schon mal, ist also nicht unbedingt meine Erfindung. Die Forderung entstand logischerweise gleichzeitig mit der Einführung der Schulpflichten im 16. und 17. Jahrhundert als Opposition. Mich wundert es jedoch nicht, daß dir diese Forderung bislang nicht begegnet ist, denn der Mensch hat sich mittlerweile so sehr an sein Sklavendasein angepasst, daß er es als normal empfindet.

[URL=http://www.youtube.com/watch?v=Dt09hfllNc8]Erich Fromm über den angepaßten Menschen[/URL]
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Die Forderung entstand logischerweise gleichzeitig mit der Einführung der Schulpflichten im 16. und 17. Jahrhundert als Opposition. Mich wundert es jedoch nicht, daß dir diese Forderung bislang nicht begegnet ist, denn der Mensch hat sich mittlerweile so sehr an sein Sklavendasein angepasst, daß er es als normal empfindet. [/B][/QUOTE]
Glaubst du ernsthaft, vor der Einführung der Schulpflicht habe es die selbstbestimmte, emanzipierte Kindheit gegeben? Das ist ungefähr so naiv wie die Vorstellung, vor der Entstehung von Industrie und Finanzwesen hätten die Menschen in herrlichen Zuständen gelebt, ohne Armut oder Abhängigkeit, wie in Tolkiens Auenland.

Die Wahrheit ist: Kinder waren in früheren Zeiten weitaus stärker dem Diktat und der Gewalt der Erwachsenen ausgesetzt als heute. Kinderarbeit hat es zu praktisch allen Zeiten gegeben.

Aber halten wir mal die Grundzüge von "Roninistan" fest. Erstens: Es gibt keine Schulpflicht. Jeder bockige 10jährige darf selbst entscheiden, ob er morgens aufsteht, um in der Schule Bruchrechnen zu lernen, oder ausschläft und den ganzen Tag Skateboard fährt. Zweitens: Es gibt keine Notwendigkeit zu arbeiten, denn auch wer nicht arbeitet, darf so üppig leben wie er will. Das passt gut zum ersten Punkt, denn andernfalls könnte der skateboardfahrende 10jährige vielleicht doch mal von der Sorge belästigt werden, womit er künftig sein Geld verdient.

Und trotzdem finden sich in Roninistan genug Menschen, die sich Gewalt antun und Medizin, Maschinenbau, Informatik studieren, pro Woche 40 - 50 Stunden arbeiten, und so all die Dinge erledigen, die auch in Roninistan erledigt werden müssen, solange der Replikator oder das Füllhorn noch nicht erfunden sind. Natürlich gehört alles allen und feste Regeln gibt es schon mal gar nicht. Autokonzerne mit 50.000 Mitarbeitern entscheiden jeden Tag durch Ausdiskutieren in der Vollversammlung, was heute gemacht wird. Jeder darf kommen und gehen, wann er will, denn alles andere wäre Zwang.

Ich bin sicher, Roninistan wäre das Paradies auf Erden. Daran bestehen keine Zweifel.
Ronin76@Elementarsatz

Ich hatte die Schulpflicht überhaupt nicht im Zusammenhang mit Emanzipation erwähnt gehabt, was du mir unterstellst. Aber da du es anspricht..

Es ist unsinnig das 16.-20. Jahrhundert mit dem 21. Jahrhundert zu vergleichen und Schulpflicht als Grundlage für Emanzipation erklären zu wollen. Die Schulplficht in der Weimarer Republik wurde flächendeckend anno 1919 etabliert. Die Grundlage für Emanzipation ist einmal Wissen, aber umso mehr ein emanzipatorisches Verhalten, was jedoch in einer hierarchischen Gesellschaft ausgeschlossen ist. Daran ist auch die Emanzipation der Frau teilweise gescheitert. Die heutige Schulpflicht halte ich sogar für kontraproduktiv, in meiner Schulzeit in den 1980ern und frühen 90er Jahren, war es zb noch üblich daß Jungen Technikunterricht bekamen, während Mädchen Haushaltsunterricht (Kochen, Nähen, Stricken) erhielten. Der Sportunterricht erfolgte geschlechtlich getrennt, während Schwimmen aus organisatorischen Gründen zwangsweise gemeinsam stattfand. Das wäre Jahrzehnte zuvor noch undenkbar gewesen, hat jedoch rein gar nichts mit einer Schulpflicht zu tun.

Es waren doch erst die 60er und 70er Jahre mit der Hippie-Bewegung, bei gleichzeitiger Sexualaufklärung in den Medien, aufgrund politischer und kapitalistischer Interessen, welche die Emanzipation vorangetrieben hatten. So konnten die Frauen vom Herd weggelockt werden, um dem Arbeitsmarkt und damit fremden Interessen, zur Verfügung zu stehen. Das wurde dann als Freiheit verkauft. Verstehe mich nicht falsch, ich halte Emanzipation für wichtig, nur erfolgte die Anfangs nicht aus ideologischer oder gar humanistischer Überzeugung, sondern war lediglich das Mittel zum Zweck. Von Emanzipation sind wir jedoch in der westlichen Welt aber auch in anderen Regionen meilenweit entfernt, wenn man nachfolgende Begriffsdefiniton zum Maßstab nimmt:
[QUOTE]
Emanzipation:

Die Befreiung aus gesellschaftlichen Abhängigkeiten und der Gewinn von Selbständigkeit

[url]http://de.wiktionary.org/wiki/Emanzipation[/url]
[/QUOTE]
Der Kapitalismus und hierarchische Gesellschaftsordnungen sind eben das Gegenteil von Freiheit und Selbstständigkeit um damit antiemanzipatorisch und reaktionär.


[QUOTE]Die Wahrheit ist: Kinder waren in früheren Zeiten weitaus stärker dem Diktat und der Gewalt der Erwachsenen ausgesetzt als heute. Kinderarbeit hat es zu praktisch allen Zeiten gegeben.[/QUOTE]
Richtig, das hatte jedoch andere Ursachen als die Schulpflicht. Es gab schon früher Gesellschaften in welchen die Kinder gleichberechtigter und selbstständiger waren als sie es heute in der westlichen Welt sind. ZB Pygmäenstämme. Entscheidend ist da viel eher ob eine Gesellschaft oder Gemeinschaft autoritär oder antiautoritär geprägt ist. Autoritäre Gesellschaften und Familien befürworten zB sehr häufig Prügelstrafe und Gewalt an sich. Ich halte dich übrigens auch für reaktionär, da du am alten, autoritären System der Schulpflicht, was Gewaltanwendung und fehlende Selbstbestimmung beinhaltet, festhalten willst. Das von dir beschriebene Roninistan deckt sich nicht mit meiner Zielvorstellung. Die Befreiung von der Schulpflicht bedeutet übrigens nicht zwangsläufig, daß es dann keine Schulen mehr gibt ! Selbstbestimmung bedeutet für mich jedoch daß Schüler, von mir aus auch zusammen mit ihren Eltern, den Lehrplan und Unterrichtsgestaltung selbst bestimmen können. Teilweiser Einzelunterricht zur individuellen Förderung wäre natürlich perfekt.
ShredderDie Schulpflicht ist das exakte Gegenteil von Emanzipation, denn statt eigenständigen Denken und Aneignen von Informationen, die den eigenen Bedürfnissen dienen, sowie die Möglichkeit zu gewährleisten, durch Selbsfindung und -erfahrung die persönlichen Stärken zu entfalten, wird über den Mechanismus der Schulpflicht lediglich PISA-genormte Zombiefizierung vorangetrieben, um die vorselektierten Objekte anschließend möglicht gewinnbringend als Kapitalfaktor Mensch einsetzen zu können. Schulen und sogenannte Bildunsgeinrichtungen sind nichts weiter als pervertierte Zulieferungsbetriebe der Wirtschaft, die sich ständig an deren "Anforderungen", "Bedürfnisse" und "Standards" anpassen, nicht umsonst werden ja selbst schon die Unterrichtsmaterialien von Konzernlobbyisten geschrieben und gestellt. Mehr verbirgt sich hinter diesem Konstrukt nicht, aber Einbildung ist ja bekanntlich auch eine Bildung.
Ronin76Jup, das wird auch in diesem Dialog um Erziehung und Schule bei Minute 17:56 von Jesper Juul erwähnt:

[URL=http://www.youtube.com/watch?v=SWoByyUCP88&feature=youtu.be&t=17m56s]"Gehorsam macht krank" Jesper Juul im Gespräch mit Teresa Arrieta[/URL]
eine Andere@ Ronin

Das Kinder günstiger als Erwachsene sein sollen bekomme ich nicht in den Kopf- weil die Kleiner sind ?? Die essen mehr, brauchen alle X Wochen komplett neue Kleidung, haben mehr Ansprüche was Freizeit,Bildung, Sozialkontakten und Medien angeht etc..

Ich persönlich zumindest besitze 3 Paar Schuhe, und ein paar Gummistiefel, trage seit 5 Jahren dieselben 2 Jacken, ich habe keine einzige komplett heile Hose geschweige denn irgendwas "schickes" Jeans T-Shirt Pulli fertig. Und ich habe auch kein Problem damit, eine Asiasuppe zu löffeln wärend meine Kids was "besseres" bekommen.. Der einzige Luxus, den ich mir gönne, ist einmal die Woche ein Päckchen Tabak.

Ich kann ja mal aufschlüsseln, wie mein Bedarf damals (2010) soinetwa errechnet wurde:

Regelsätze: 359€ + Mehrbedarf 129€ 2 Kinder unter 13 Jahren 251€
+ Miete + Heizpauschale von 502€
1492€ Bedarf

Davon aus eigenen Mitteln:

ca. 150€ Verdienst als Zeitungszusteller (Eingliederungsvereinbarung)
368€ Kindergeld
361€ aus Selbstständigkeit als Fotografin und Malerin .
125€ Unterhaltsvorschuss für ein Kind ( für das andere war der Bewilligungszeitraum von 6 Jahren bereits abgelaufen)

821€ Einkommen Ausgezahlt bekam ich dann 671€

1492€
Davon zu zahlen:

Miete+ NK 400€
Energiekosten (billiger,zugiger Altbau m. Gastherme, Durchlauferhitzer ) 362€ im Monat.
Auto 60€ Steuer und Vers. + ~200€ Sprit. (Zeitungen,Shootings - die km wurden nicht anerkannt, weil in zwei Jobs "gesammelt" )
Telefon und Inet 60€
Tagesplatz in der Kita 23€ Betreuung in der Grundschule 60€
50€ für einen Kredit wg. Autorep.
50€ für einen Kredit für meine Kamera zu Dispozinsen.. die Banken nehmen es ja bekanntlich von den Armen..

15€ Kabelanschluss

= ~ 1280€ Fixkosten.

macht ~ 212€ im Monat für Essen, Kleidung,Schulbedarf, Medikamente, Arztbesuche etc.

Für Freizeit bist du, wenn du an 6 Tagen von 3.00-6.00 morgens (defakto für umme bzw. 6ct pro Zeitung) gearbeitet hast und nachdem du vorher bis in die Nacht Bilder bearbeitet und Sonntags Shooten bist eh zu müde..

Ich habe in dem selben Jahr ein zweites Geschäft aufgebaut (und mir selber alles nötige Know How angeeignet), das von zuahuse aus geht und wo ich nicht auf externe Kinderbetreuung angewiesen bin, auch wenn das bedeutete, das ich neben der Nachtarbeit, dem Haushalt und den Kindern 10 -14 Stunden gearbeitet habe und selten mehr als 5 Stunden Schlaf hatte.

Von den Schikanen und Inkompetenz der ARGE will ich garnicht erst anfangen.. wer von einer sozialen Hängematte spricht, sollte sich einfach nur schämen, ich habe mir den Axxx aufgerissen um da wegzukommen.

Einer Bekannten ( Alleinerz. 1 Tochter) von mir, wurde nach der Umstellung auf H4 nahegelegt, ihre Ausbildung zur Erzieherin abzubrechen sonst würde man nicht weiterzahlen sie würde ja dem Arbeitsmarkt nicht zu Verfügung stehen.. , das war 4 Monate vor dem Abschluss.. sie hat es mit biegen und brechen ohne die Arge geschafft und Studiert jetzt.

Im Grunde "funktioniert" H4 am besten, wenn du NICHTS tust oder dich im subventionierten und dementsprechend explodierten Niedriglohnsektor ausbeuten lässt.

Besonders liebe ich im Zuge der Diskussion um einen Mindestlohn das Argument der "Abwanderung" - ich seh sie schon vor meinem geistigen Auge: Die Heerscharen an arbeitslosen Verkäuferinnen, Putzfrauen,Frisösen, Zustellern und anderen Dienstleistern.. weil die Dame und der Herr von Welt seinen Wohnsitz samt Briefkasten seine Frisur, seinen Supermarkt und seinen Müll und Dreckberg in "den Ostblock" verlegt..oder so


Ich finde da Dauerselbstverwirklichende Studenten (die ohne Bafög den Steuerzahler schon rund 1200€ / Monat "kosten") um dann einen Kommilitonen zu ehelichen und mit 35 ein Kind zu produzieren - wesentlich diskutabler.. *gnarf* .. sorry, ist ein persönliches Teil mit den "Supermuttis" .. :D
Ronin76Hallo Eine Andere. Mit der Auflistung kann ich aufgrund der Unübersichtlichkeit und ein paar Widersprüchen nicht viel anfangen, um daraus einen Restbetrag zu errechnen, aber ein paar Dinge werden trotzdem deutlich:

- Altbauten sind duch die hohen Heizkosten in der Regel teurer und deutlich unkomfortabler als kleine, neuere Wohnungen mit Zentralheizung. Ich wohne zwar in einer sehr kleinen, relativ modernen Wohnung, und trotzdem veranschlagen die extrem teuren Kosten für Heizung und Warmwasser (trotz Gas), 60% der Nebenkosten. Strom hingegen ist geradezu billig.

- Auto ist ein großer Kostenfaktor. 60 Euro im Monat für Versicherung und Steuer sind deutlich zuviel. Bei einer Kompaktklasse sind 30 Euro im Monat bei Haftpflicht und 40 Euro bei Teilkasko, inkl. KFZ-Steuer (ca. 140 Euro / Jahr) realistisch. Also Versicherungswechsel in Erwägung ziehen, am Besten wäre jedoch das Auto zu verkaufen.

- Dispokredite bei Banken solltest du unbedingt vermeiden. Versuche dir Geld von Bekannten und Verwandten zu leihen, also Umschulden, und biete ihnen 3% Jahreszinsen an. Davon so schnell wie möglich die Kredite der Banken tilgen.

- Telefon und Internet sollte zusammen nicht mehr als 30 Euro kosten. Internetflatrate wäre da enthalten, evtl lohnt sich auch eine Telefonflat, was 5-10 Euro Aufpreis kostet. Falls du ein Handy hast, steig auf Festnetz um, damit umgehst du gleichzeitig die mobile Überwachung (Standortlokalisierung, Bewegungsprofile, Abhören des Mikrofons auch bei ausgeschaltetem Zustand).

- Du gibst dem Jobcenter deine Einkünfte aus anderen Tätigkeiten (Selbstständigkeit) an. Das bekommst du natürlich abgezogen da es meistens voll verechnet wird, dabei sind das lediglich die Umsätze und keine Gewinne. Den Mehraufwand wie zB Mobilitätskosten, Arbeitsmaterialkosten und natürlich die geleisteten Arbeitsstunden bezahlst du zusätzlich. Überleg dir mal eine andere Strategie, das Jobcenter ist nicht dein Freund.

- Es wurden keine Bewerbungskostenerstattung aufgelistet und daher wohl nicht beantragt. Da sind 5 Euro pro Bewerbung möglich, ist allerdings eine freiwillige und willkürliche Leistung der Jobcenter / Agentur für Arbeit. Ob es die allerdings noch gibt, weiß ich nicht.


[QUOTE]Im Grunde "funktioniert" H4 am besten, wenn du NICHTS tust oder dich im subventionierten und dementsprechend explodierten Niedriglohnsektor ausbeuten lässt.[/QUOTE]
Das ist ja die Absicht dahinter. Man braucht jedoch nicht Nichts tun, es gibt ja auch noch die Schattenwirtschaft, welche von staatlicher Seite kontinuierlich diffamiert wird, dabei ist der Staatsapparat selbst die größte Schattenwirtschaft.
eine AndereHallo Ronin, das ist so intwa ein Bescheid aus 2010 .. nicht die aktuelle Situation :) Ich brauche also keine Tips- wie ich die Situation entspannen könnte aber trotzdem danke - Inzwischen bin ich auch umgezogen und habe ein anderes, günstigeres Auto sowie nur noch einen priv. Kredit für meine Maschinen, alles andere ist abgezahlt, und ich war seit letztem Jahr auch nicht mehr im Bezug - werde allerdings bis nach den Schulferien doch wieder aufstocken müssen bis sich die Betreuungssituation für meinen (Autistischen) Sohn geklärt hat.

Mit den Einkünften aus der Selbstständigkeit - das sind natürlich nicht die Umsätze, das war der Gewinn - das wird im vorraus via der sog. EKS geschätzt , und dann nach 6 Monaten via Abschliessende EKS rückwirkend geprüft und ggf. korrigiert. (was auch schonmal 10 Monate gedauert hat.. ) Ich habe meistens höher veranschlagt damit nicht überzahlt wird und ich ggf. noch was zurückbekomme für größere Anschaffungen die ich sonst nicht hätte genehmigt bekommen. Nur das Auto konnte ich nicht als BK abziehen weil eben die KM aus mehreren Tätigkeiten zusammenkamen. Der Umsatz lag also ca. beim doppelten.








.
decay73Ich halte es für durchaus bezeichnend, daß dich irgendjemand bei solch einer Diskussion zu einem finanziellen Offenbarungseid genötigt sieht.

Das man mir Hartz-IV nicht gerade im Geld schwimmt, dürfte klar sein. Alles andere ist Sarrazin'sche Respektlosigkeit.

Aber genau das scheint mir gewollt: eine Spaltung in der Gesellschaft und das, obwohl jedem bekannt sein müßte, daß die meisten ohne eine persönliche Schuld in diesem System angekommen sind.

Sie leiden darunter, leiden darunter, daß niemand sie will, sie einfach keinen adäquat bezahlten Job bekommen.

Aber vielleicht ist es ja auch eine Fühauswirkung der momentanen Geldkrise. Von irgendwoher muß ja die Kohle kommen, die man den Banken schnell mal in den Rachen stopft. :mad:

Etwas mehr Mitgefühl wäre hier durchaus angebracht...
eine AndereNötigung halte ich für etwas anderes, auch wenn einem gesellschaftlich suggeriert wird, das "Armut" ein Makel ist. Ich finde, es ist nichts, weswegen man sich schämen müsste.

Die Situation ist für Alleinerziehende derartig beschissen, das man das nicht Öffentlich genug machen kann *find*

Zumal immer wieder "gerne" falsch gerechnet wird viele nehmen die Regelsätze, und meinen das dann das andere (Strom - Kindergeld, Unterhalt etc) noch obendrauf kämen.
ScheolDas ist deine Einstellung, kann man respektieren, aber es gibt durchaus Menschen mit Schamgefühl die sich ständig mit ihrer Armut rechtfertigen müssen, damit andere zufrieden sind. Denn nichts ist in D. schlimmer als arbeitslos zu sein und nicht immer am Rande des Hungertods zu stehen. Da rümpfen dann alle zusammen mit der BILD die Nase und fühlen sich betrogen.
decay73Ja. Soweit hast du schon Recht. Man müßte es eigentlich ständig rausschreien. Aber daß es soweit kommen muß, finde ich nicht gut, denn ich glaube, daß es eher aus Verzweiflung geschieht und in eine solche Situation sollte niemand "von Staats wegen" kommen...
eine Andere@ Schoel,Decay - Und genau das muss man imho durchbrechen und zwar auf allen Seiten.

Es kann doch nicht sein, das einige permanent diesem System ausgesetzt sind, ohne tatsächliche großartige Chancen zu haben dieses zu verlassen - erstrecht nicht, wenn, wie nunmal sehr oft, noch andere Problematiken dazukommen.

Wärend auf der anderen Seite die urdeutsche Version vom "American Dream" hochgehalten wird, um diese Menschen in einer Rechtfertigungsposition klein und gefügig zu halten.

Ich bin davon überzeugt, das das auch genau so gewollt ist, letztlich wird man genötigt , unwürdige Löhne und "Zwangsarbeit" hinzunehmen (stichwort social workfare). Und zwar in direkter Konkurrenz zu bisher Versicherungspflichtigen Jobs..

Von der Sauerei, mit den nichtvorhandenen Rentenansprüchen bei 400€ Jobbern mal ganz zu schweigen...

Und da "wundert" man sich das es in D mehr Selbstmörder als wie Verkehrstote hat..

edit wegen gaga
Ronin76[QUOTE]Ja. Soweit hast du schon Recht. Man müßte es eigentlich ständig rausschreien.[/QUOTE]
Die letzten 7,5 Jahre mit Hartz-IV haben gezeigt, daß Schreien allein nichts nützt. Die Sanktionen sind kontinuierlich angestiegen und die Daumenschrauben werden immer fester angezogen. Sämtliche H4-Empfänger die ich kenne befinden sich in den berüchtigten und teuren Sinnloskursen, und ihnen werden Mittel verweigert, womit sie in Arbeit kommen könnten, wie zB einen Staplerschein. Das Problem ist, daß H4-Empfänger eine machtlose und verstreute Minderheit sind, die nicht mal selbst den Mut aufbringen, sich dem System zu verweigern. Ich finde man müsste den Prozeß beschleunigen, so daß noch viel mehr Menschen in Armut leben, um eine kritische Masse zu erhalten. Denn erst wenn die Straßen voll von Obdachlosen sind, welche sich um Essensreste und Pfandflaschen zanken, kann sich mal etwas bewegen.

Anstatt Banken und Börsen sollte man Jobcenter und Arbeitsämter besetzen, um eine Ausnahmesituation zu erschaffen, und die Politiker an den Verhandlungstisch zu zwingen oder gleich abzusetzen, doch so weit können gewöhnliche Bürger und Arbeitslose nicht denken, und das ist das größte Problem für die von existenzieller Armut Betroffenen.


[QUOTE]@ Schoel,Decay - Und genau das muss man imho durchbrechen und zwar auf allen Seiten.[/QUOTE]
Hast du dazu Ideen ?
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Ich finde man müsste den Prozeß beschleunigen, so daß noch viel mehr Menschen in Armut leben, um eine kritische Masse zu erhalten. Denn erst wenn die Straßen voll von Obdachlosen sind, welche sich um Essensreste und Pfandflaschen zanken, kann sich mal etwas bewegen.[/B][/QUOTE]Schau nach Griechenland, da hast Du diese Zustände und es bewegt sich überhaupt nichts mehr.
Scheol[QUOTE]Schau nach Griechenland, da hast Du diese Zustände und es bewegt sich überhaupt nichts mehr.[/QUOTE]

Ein bekannter Grieche von mir behauptet gar, dass mittlerweile so viele Menschen ohne Obdach sind, dass die Gefahr für einen Bürgerkrieg gegeben sind. Klar, es muss nicht sein, aber eine Revolution kann ich dort nicht erkennen. Dafür aber ganz viel Elend.
blacklilacowDie heutigen Griechen sind paralysiert. Unfähig ihre eigene Situation zu klären.
Es gibt Leute, wenn es im April kälter ist, als vorgesehen, die maunzen herum und Klagen, kaufen sich aber keine Decken. Heizung gibt es ja eh keine.
Statt dass sie etwas tun, was über den Moment hinausführt, Jammern sie.
Dort habe ich sehr, sehr liebe Leute erlebt, aber sie können einfach nicht ihre Situation erfassen und dann Handeln. Das geht mit diesem traumatisierten Volk nicht.
Die meisten Griechen, die ich kenne.....haben so etwas depressives.
Nicht erst seit den Sparmassnahmen.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]dass die Gefahr für einen Bürgerkrieg gegeben sind. [/B][/QUOTE]


....vielleicht, wenn es kein Geld mehr gibt für die [url=http://www.youtube.com/watch?v=KyYh-aX51fI]SOS-Kinderdörfer[/url], wo viele Eltern ihre Kinder, die sie nicht mehr ernähren können, hinbringen...
eine Andere... btt: In Deutschland ist jedes fünfte ( oder 7te - je nach Altersgruppe) Kind von Armut betroffen. In Berlin z.B sind es mehr als ein Drittel..



[url]http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1552452/Kinderarmut-in-Deutschland-geht-zurueck#/beitrag/video/1552452/Kinderarmut-in-Deutschland-geht-zurueck[/url]
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von eine Andere [/i]
[B]... btt: In Deutschland ist jedes fünfte ( oder 7te - je nach Altersgruppe) Kind von Armut betroffen. In Berlin z.B sind es mehr als ein Drittel..



[url]http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1552452/Kinderarmut-in-Deutschland-geht-zurueck#/beitrag/video/1552452/Kinderarmut-in-Deutschland-geht-zurueck[/url] [/B][/QUOTE]Dann überleg bitte mal was in D-land unter Armut verstanden wird. Hier ist man mit einen rumänischen Durchschnittseinkommen schon unter dem Existensminimum, nur das die Rumäne mehr und mehr deutsche Preise zahlen müssen.

Inflation und kalte progression habe die Leute in D-land arm gemacht.

Faktisch könnte ich mir von den 1000DM Ausbildungsvergütung in 1994 in etwas so viel leissten wie von 1000€ in 2012....nur das die EInkommen bei Euroeinführung alle halbiert wurden unf noch lange nicht bei 200% von 1994 liegen sondern bei 118%.

ZUdem muss man
mal realisieren das es in Länderen wie Italien, Spanien,Portugal etc. KEINE Sozialhilfe oder Arbeitlosengeld auf ungeschränkte Zeit gibt.
Dabei offenbart sich auch ein anderes Problem...wer keine regelmäßigen Wohnsitz und keine Papiere hat kann auch nicht mehr wählen, siehe Europas größter gescheiterter Staat Griechenland.

Ein Freund aus Portugal kann mir bestätigen das es nun so weit ist das Portugiesische Fachkräfte derzeit schon nach Brasillien abwanderen weil dort die Aussichten auf Arbeit besser sind.
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]...
Faktisch könnte ich mir von den 1000DM Ausbildungsvergütung in 1994 in etwas so viel leissten wie von 1000€ in 2012....nur das die EInkommen bei Euroeinführung alle halbiert wurden unf noch lange nicht bei 200% von 1994 liegen sondern bei 118%.
...[/B][/QUOTE]

Lese ich da so etwas wie Kritik am € heraus ... ?!?!?!
mutig auf einem Forum wo man für soetwas
eigentlich sehr schnell als Na.i gilt.




;)
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
[B]Ja. Soweit hast du schon Recht. Man müßte es eigentlich ständig rausschreien. Aber daß es soweit kommen muß, finde ich nicht gut, denn ich glaube, daß es eher aus Verzweiflung geschieht und in eine solche Situation sollte niemand "von Staats wegen" kommen... [/B][/QUOTE]

Es gibt aber auch Menschen die durchaus nichts gegen Hatz4 haben . . . in meinen Augen auch unvorstellbar, aber wahr.


2 Freundinnen...
Beide haben eine Ausbildung, beide haben keinen Bock auf Arbeit, die eine erwartet ein Kind.
Was soll man da noch sagen !???!?!
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i]
[B]Es gibt aber auch Menschen die durchaus nichts gegen Hatz4 haben . . . in meinen Augen auch unvorstellbar, aber wahr.


2 Freundinnen...
Beide haben eine Ausbildung, beide haben keinen Bock auf Arbeit, die eine erwartet ein Kind.
Was soll man da noch sagen !???!?! [/B][/QUOTE]
Was genau konsterniert dich? Dass die Leute so dreist sind oder dass sie freiwillig mit so wenig Geld leben?
Scheol[QUOTE]Der wird sicher kommen. Die Griechen haben nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera. Oder Scylla und Charybdis. Oder korrupten Verbrechern und radikalen Bilderstürmern.[/QUOTE]

So wie er mir das erzählte seien die Griechen politisch aufgeklärter als Deutsche und wissen sehr genau dass sie nur die Wahl zwischen Verrätern hätten. Daher auch die große Frustration.

Es ist eine Einzelmeinung, ich beobachte das weiterhin da ich bisher nicht abschätzen möchte.

[QUOTE]2 Freundinnen... Beide haben eine Ausbildung, beide haben keinen Bock auf Arbeit, die eine erwartet ein Kind. Was soll man da noch sagen !???!?![/QUOTE]

Die Weiber hat es immer schon gegeben. Ich kenne auch solche. Die warten dann immer auf den Großverdiener der ihnen ihren ersehnten Audi bezahlt. Mit solchen Menschen muss man eben klar kommen. Ich meide sie oder sage ihnen die Meinung. Beides verändert jedoch nichts.
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
[B]Was genau konsterniert dich? Dass die Leute so dreist sind oder dass sie freiwillig mit so wenig Geld leben? [/B][/QUOTE]

dass sie freiwillig mit so wenig Geld leben und dass sie das Kind in so eine Situation zwingen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]
...
Die Weiber hat es immer schon gegeben. Ich kenne auch solche. Die warten dann immer auf den Großverdiener der ihnen ihren ersehnten Audi bezahlt. Mit solchen Menschen muss man eben klar kommen. Ich meide sie oder sage ihnen die Meinung. Beides verändert jedoch nichts. [/B][/QUOTE]

ganz so ist es auch nicht, die beiden sind lesbisch und ein Paar.
Ronin76[QUOTE]
Es gibt aber auch Menschen die durchaus nichts gegen Hatz4 haben . . . in meinen Augen auch unvorstellbar, aber wahr.


2 Freundinnen...
Beide haben eine Ausbildung, beide haben keinen Bock auf Arbeit, die eine erwartet ein Kind.
Was soll man da noch sagen !???!?!
[/QUOTE]
Entweder die Beiden sind noch nicht in den vollen Genuß von H4 gekommen, also noch nie sanktioniert und in Zwangsmaßnahmen gesteckt worden, oder es ist das kleinere Übel. Das kleinere Übel wirft dann die Frage auf, wieso andere Möglichkeiten wie Selbstständigkeit und Lohnarbeit die schlechtere Wahl wäre. Oftmals ist es ja so daß für geleistete Arbeit (100%) nur 50% zum Vorteil des Arbeitgebers bezahlt werden. Das ist dann vorsätzlicher Betrug, denn die Arbeitskraft ist ja Teil eines Vertrages der lautet: Arbeit gegen Geld. Das wäre wie wenn man in einen Laden geht und ohne Absprache nur den halben Preis für eine Ware bezahlt (für die Arbeit geleistet wurde). Genau so verhalten sich viele Arbeitgeber.

Das Proletariat trägt also seine Arbeitskraft zu Markte, wie es Marx nannte. Viele haben dieses Prinzip wohl nicht verstanden, und halten sich von Kind auf für unmündige Sklaven, welche um jeden Heller froh sein können, der ihnen von ihren vermeintlichen Herren, den Kapitalisten und Produktionsmittelbesitzern, als Dank für geleistete Arbeit vor die Füße geworfen wird, und ihnen in Form von Steuern gleich wieder vom Staat, der vorwiegend die Interessen von Arbeitgebern und eben des Kapitals vertritt, entwendet wird, so daß Arbeitnehmer gleich doppelt betrogen und beraubt werden.

Potentielle Arbeitnehmer welche dem Sklavenmarkt nicht als Humankapital zur Verfügung stehen, und durch vorangegangene Beraubung seitens Staat, Arbeitgeber und des dazugehörigen Finanzkapitals, sowie Vorenthaltung von Ressourcen, nicht über das notwendige Kapital für Selbstständigkeit verfügen, werden als Arbeitslose stigmatisiert. Das herrschende Kapital hat natürlich kein Interesse daran, daß dies zu einem großen Trend wird, daher muß die jedoch durchaus benötigte Masse der Arbeitslosen aus ihrer Sicht eingedämmt und teilweise (wieder) in Arbeit gebracht werden. Daß der Druck auf Schulabgänger, also junge "Arbeitslose" am größten ist, zeigt auf welches Interesse an gesunden, leistungsfähigen jedoch auch naiven und flexiblen Arbeitskräften, die sich leicht steuern lassen, besteht. Diese sind neben qualifizierten und erfahrenen Fachkräften und Spezialisten sozusagen die Kirschen.


[QUOTE]
dass sie freiwillig mit so wenig Geld leben und dass sie das Kind in so eine Situation zwingen.
[/QUOTE]
Genauso freiwillig wie das Heer der Arbeitnehmer. Eine sehr oberflächliche und bequeme Betrachtung.
deathrock1334[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Das Proletariat trägt also seine Arbeitskraft zu Markte, wie es Marx nannte.[/B][/QUOTE]

John Locke hat es netter formuliert indem er sagte das der Privatbesitz sowohl naturgegeben als auch geschützt durch den Staatsvertrag ist.
Besitz sei allein durch Arbeit begründet und jeder habe das Recht seine Arbeitskraft, welche er auch als Teil des Besitzes eines Jeden ansieht, zu verkaufen. Dies kann man als frühes Denken in einem 'Kapitalistischen System' ansehen.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von deathrock1334 [/i]
[B]John Locke hat es netter formuliert indem er sagte das der Privatbesitz sowohl naturgegeben als auch geschützt durch den Staatsvertrag ist.
Besitz sei allein durch Arbeit begründet und jeder habe das Recht seine Arbeitskraft, welche er auch als Teil des Besitzes eines Jeden ansieht, zu verkaufen. Dies kann man als frühes Denken in einem 'Kapitalistischen System' ansehen. [/B][/QUOTE]

Man darf aber nicht vergessen, dass Locke die entscheidende Einschränkung gemacht hat, dass du an nichts Eigentum haben darfst, was du nicht verbrauchen kannst, bevor es schlecht wird.

Bedeutet: Wenn einer 50 kg frischer Erdbeeren hat, und der Besitzer sich sagt "Ich esse so lange davon, bis sie gammeln, und werfe den Rest dann weg", so ist dies nach Locke nicht vom Naturrecht gedeckt. Insofern ist das tagtägliche Wegwerfen von Lebensmitteln bei den Verbrauchermärkten, als Verstoß gegen das Naturrecht zu werten.
eine Andere@ Seneca


Von der Halbierung der Einkommen, musste mir sicherlich nichts erzählen , ich habe vor und nach der Euroeinführung unter dem Existenzminimum gelebt, die Summen haben sich trotz der Preisentwicklung nicht wesentlich verändert..
Da ich früher schon jeden Pfennig zweimal umdrehen musste, habe ich die Preise für Grundnahrungsmitel ( Discounterpreise von 2000) durchaus lebendig im Kopf...

Bäckerbrötchen: 16ct, Nudeln: 12ct, Mehl, 22ct, Gouda kg/2€, Aufbackbrötchen 6er 17ct, Sahne 19ct, 10er Eier 40ct (Käfig - so arm war ich gsd nie) Kopfsalat 20ct, Kohlrabi 25ct, Rosenkohl 23ct, Gurken 19ct, Schweineschnitzel kg 2.20€.... ach ja und als ich anfing mit Tanken kostete der Liter Normalbenzin 1,34DM ..

Auf meinen reelen Warenkorb bezogen tut das verdammt weh... von den Energiepreisen mal ganz zu schweigen..

Natürlich hast du Recht, wenn du sagst das Armut verdammt relativ ist und hier in der EU sowiso - grade in Bezug auf die H4 Debatte wird global gesehen auf sehr hohem Niveau "gejammert" - aber darum geht es primär nicht und ich finde dieses Argument ist einer Lösung des Problems nicht förderlich - insbesondere - da es auf gewisse Weise eben ein Teil davon ist.

Nur weil es woanders den Sozialstaat so nicht mehr gibt (oder nie gab), muss man nicht hinnehmen, was hier geschieht - Deutschland richtet sich an ganz anderen Baustellen zugrunde. Relativierungen verschleiern den Kern der Sache und sind dann oft nur ein Todschlagargument, um die Diskussion um die Ursachen und die Gewinner abzuwürgen.

Die Subventionen des Niedriglohnsektors schlucken jedes Jahr rund 10 -12 Milliarden Euros so gibt es heute in dem Bereich 6,5 Millionen Stellen ( bei insg. in D 41 Millionen Beschäftigte ) Ich meine, der dafür angesetzte Lohn liegt bei irgendwas unter 9,50/Stunde - ganz ehrlich - ich habe auch schon für 3€ gearbeitet - frei nach dem Motto weniger ist mehr .


"Fast 3,6 Mio. Beschäftigte in Deutschland arbeiteten im Jahr 2009 für weniger als 7 Euro brutto pro Stunde. Dies entspricht gut elf Prozent aller Beschäftigten. Mehr als 1,2 Mio. bekamen sogar einen Stundenlohn von weniger als 5 Euro. Das zeigen neue Auswertungen des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen."

[url]http://www.iaq.uni-due.de/archiv/presse/2011/111115.php[/url]

Ein Mindestlohn könnte da sicherlich Abhilfe schaffen , immerhin können den sich 20 von 27 EU Staaten auch "leisten".

Bei defakto 3€- 5€ für Knochenarbeit /Nachtarbeit z.B als Zusteller der Tageszeitung (Stücklohn 6ct.) an 6 Tagen die Woche ab 3.00 Nachts und bei jedem Wetter für 200 - 300€ im Monat ohne Rentenanspruch - da ist Würde ein sehr dehnbarer Begriff, zumal man natürlich Trotzdem immer noch "H4 ist".

Ich erinnere mich gut an Januar 2010 - Wochenlang Schnee zwei mickrige Bezirke in anderen Stadtteilen gleichzeitig als Springer - kein Geld (weil mein Sachbearbeiter meine Anträge nicht bearbeitet hatte - o - Ton!! einer Kollegin von ihm : der hat einen Freibrief, wenn ich was von dem will warte ich bis der im Urlaub ist..) Meine Schuhe waren so kaputt, das ich mir Tüten über die Socken ziehen musste .. Wenn ich dann um 6.20 wieder Zuhause war und auf dem Küchentisch ne Runde geschlafen habe (ich kann seitdem in jeder Position und egal wo schlagartig einschlafen ) und es so grade schaffte , meine Kinder halbwegs ordentlich und gefrühstückt in die Schule / Kita zu schaffen erfüllte ich natürlich mit meinen Augenringen und der verranzten Optik nach aussen hin wieder das Klischee von dieser unsäglichen "Cindy aus Marzahn" - weisst du, wieoft ich gefragt wurde ob ich eine "wilde Nacht" hatte ?- dabei war ich seit 12 Jahren nicht mehr "aus".


Da verkaufst du wesentlich mehr als deine Arbeitskraft, und trotzdem bleibst du eine "arbeitsscheue, vermutlich versoffene H4 Mutti.

Jeder findet eine Arbeit, stimmt. Ich kann aber auch jeden verstehen, der das so nicht kann und nicht will.

Ich frage mich wie Menschen ticken müssen würden sie solche Löhne und Bedingungen freiwillig akzeptieren.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B...


Die ganze H4 Gesetzgebung mit all seinen tausend Änderungen usw usf.. ist der größte gescheiterte Scheiss, denn dieses Drecksland hervorbrachte. [/B][/QUOTE]

'ηα тσll; ∂υ ѕcнση ωιєdєя
Fry[B](...)weil der Staat verpflichtet sei, seine Bürger zu schützen, müsse er verhindern, „daß Familienväter und Frauen arbeitslos werden, weil Fremdarbeiter zu niedrigen Löhnen ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen“.[/B]

Naaaa, wer hats gesagt?:)

Richtig, Oskar Lafontaine!

[url]http://www.faz.net/aktuell/politik/linksbuendnis-lafontaine-und-der-rechte-rand-1230949.html[/url]
ShredderDir ist aber schon klar, dass Lafontaines "Fremdarbeiter" keine Verhöhnung ausländischer Billiglohnsklaven darstellt, sondern eine Verhöhung des Unrechtsstaates BRD, welchem Lafontaine mit seiner bedachten Wortwahl - zu Recht - neofaschistische Tendenzen unterstellt? Eine Verhöhnung wäre es - laut Lafontaine - [i]"Menschen, die in Container gepfercht werden und zu Hungerlöhnen arbeiten, als "Gastarbeiter" zu bezeichnen."[/i] Für die gutmenschliche Dumm-Michel-Systempresse sind derlei Wortspiele offensichtlich zu hoch. Deshalb: Kein Vergeben! Kein Vergessen! - nie wieder Deutschland!
Fry[QUOTE][i]Original geschrieben von Shredder [/i]
[B]Dir ist aber schon klar, dass Lafontaines "Fremdarbeiter" keine Verhöhnung ausländischer Billiglohnsklaven darstellt, sondern eine Verhöhung des Unrechtsstaates BRD, welchem Lafontaine mit seiner bedachten Wortwahl - zu Recht - neofaschistische Tendenzen unterstellt? Eine Verhöhnung wäre es - laut Lafontaine - [i]"Menschen, die in Container gepfercht werden und zu Hungerlöhnen arbeiten, als "Gastarbeiter" zu bezeichnen."[/i] Für die gutmenschliche Dumm-Michel-Systempresse sind derlei Wortspiele offensichtlich zu hoch.[/B][/QUOTE]

Bist Du in der Lage das näher zu erläutern?
Fry[QUOTE][i]Original geschrieben von Shredder [/i]
[B] Deshalb: Kein Vergeben! Kein Vergessen! - nie wieder Deutschland! [/B][/QUOTE]

Erweiter doch bitte inkorrekter Antisemit um inkorrekter Antigermanist.
Wahlweise kannst noch Antiamerikanist etc. drunter setzen, oder welche Völker, Nationen Du noch so ablehnst...
Shredder[QUOTE][i]Original geschrieben von Fry [/i]
Wahlweise kannst noch Antiamerikanist etc. drunter setzen, oder welche Völker, Nationen Du noch so ablehnst...[/QUOTE]

Ich lehne keine Völker ab - sondern Grenzen - ausnahmslos.
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Shredder [/i]
[B]Ich lehne keine Völker ab - sondern Grenzen - ausnahmslos. [/B][/QUOTE]

Eine Welt ohne Grenzen würde bestimmt tadellos funktionieren. Und dann noch das bedingungslose Grundeinkommen...
Waldemar[QUOTE]Eine Welt ohne Grenzen würde bestimmt tadellos funktionieren. Und dann noch das bedingungslose Grundeinkommen...[/QUOTE]

Eine Welt ohne hohle Phrasen sicher auch... Und dann noch das bedingslose "Ich hab recht und du bist naiv und dumm" Gelaber..
weisskreutzGenau, und dann darf sich noch jeder alles von allem nehmen, weil ja jeder aus purer Freude das Lebensnotwendige produzieren wird. Ja, das wird richtig toll. Zum Glück gibt es schon Leute, die rückhaltlos bereit sind, ihren Teil zum Gemeinwohl beizusteuern: erfolglose Künstler, Hinterhofphilosophen etc. - für weisheit und Kunst ist also schonmal gesorgt. Jetzt müssen nur noch Leute aus vollem Herzen Brot backen, Strassen bauen und den Müll abholen. Das wird schon! Welcher Bäcker steht nicht gern morgens um drei auf, um die ganze Gemeinschaft zu versorgen, wenn er doch einen schönen Klumpen Biskin (sog. "Fettecke") als epochales Kunstwerk an der Wand hängen hat. Schöne neue Welt :D
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Eine Welt ohne hohle Phrasen sicher auch... Und dann noch das bedingslose "Ich hab recht und du bist naiv und dumm" Gelaber.. [/B][/QUOTE]

Es besteht kein Grund, pampig zu werden. Ich habe gar nichts gegen weltverbesserische Ambitionen. Aber was sich auf einer so naiven Ebene bewegt (1000 euro Grundgehalt, Abschaffung der Schulpflicht, Beseitigung aller Grenzen...), kann ich halt nur bedingt ernst nehmen.
Scheol[QUOTE](1000 euro Grundgehalt, Abschaffung der Schulpflicht, Beseitigung aller Grenzen...)[/QUOTE]

Bis auf das Grundgehalt ist meiner Meinung nach alles Unsinn.
weisskreutzDas Grundgehalt ist es letztlich auch. Mal abgesehen davon, dass ein H4ler incl KV und Miete wohl auch um die 850€ bekommt, und damit sowieso ein ordentliches Grundgehalt hat. Es geht hier wohl eher um das "bedingungslos", was soviel bedeutet wie: "Ich will, dass ihr mich füttert, ohne einmal im Monat antanzen zu müssen!"
Ganz zu schweigen davon, dass das Bedingungslose Grundgehalt" die Heirat von Zentralanatolien hierher noch um einiges attraktiver machen würde, als es sowieso schon ist. Man überlege sich: Familie mit 5 Kindern. Das ergibt einen 3er BMW ohne auch nur einen Handstrich zu tun. Da kann man beim jährlichen Heimaturlaub ordentlich Bling-Bling machen :mad:
Ronin76[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]Das Grundgehalt ist es letztlich auch. Mal abgesehen davon, dass ein H4ler incl KV und Miete wohl auch um die 850€ bekommt, und damit sowieso ein ordentliches Grundgehalt hat. Es geht hier wohl eher um das "bedingungslos", was soviel bedeutet wie: "Ich will, dass ihr mich füttert, ohne einmal im Monat antanzen zu müssen!"
Ganz zu schweigen davon, dass das Bedingungslose Grundgehalt" die Heirat von Zentralanatolien hierher noch um einiges attraktiver machen würde, als es sowieso schon ist. Man überlege sich: Familie mit 5 Kindern. Das ergibt einen 3er BMW ohne auch nur einen Handstrich zu tun. Da kann man beim jährlichen Heimaturlaub ordentlich Bling-Bling machen :mad: [/B][/QUOTE]
Bei einem BGE geht es primär nicht darum 1x im Monat bei den Ämtern antanzen zu müssen, sondern um Existenzsicherung und die Befreiung von Erpressungen / Zwangsmaßnahmen. Die Existenzsicherung ist wegen der Sanktionspolitik der Arbeitsämten nicht gewährleistet. Das ist im Prinzip grundgesetzwidrig, nur ist das den korrumpierten Verfassungsrichtern bislang egal. Ein Grundeinkommen deckt, wie der Name schon beschreibt, lediglich einen Sockel ab. Davon kann sich niemand einen neuen 3er BMW leisten und diesen unterhalten. Du gehst also von völlig falschen Bedingungen aus um Ausländerhetze betreiben zu können. Xenophobie ist heilbar.
Fry[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B](...)Die Existenzsicherung ist wegen der Sanktionspolitik der Arbeitsämten nicht gewährleistet. Das ist im Prinzip grundgesetzwidrig(...)[/B][/QUOTE]

Gegen welche Artikel wird verstossen?
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Bei einem BGE geht es primär nicht darum 1x im Monat bei den Ämtern antanzen zu müssen, sondern um Existenzsicherung und die Befreiung von Erpressungen / Zwangsmaßnahmen. Die Existenzsicherung ist wegen der Sanktionspolitik der Arbeitsämten nicht gewährleistet. [/QUOTE]

Die Sanktionen liegen in deiner eigenen Verantwortung, Ronin. Deine Existenz ist immer gesichert- entweder dadurch, dass du arbeitest, oder dadurch, dass du dich aufrichtigt bemühst in Arbeit zu kommen.

[QUOTE]Das ist im Prinzip grundgesetzwidrig, nur ist das den korrumpierten Verfassungsrichtern bislang egal.[/QUOTE]

Artikel?

[QUOTE]Ein Grundeinkommen deckt, wie der Name schon beschreibt, lediglich einen Sockel ab. Davon kann sich niemand einen neuen 3er BMW leisten und diesen unterhalten. [/QUOTE]

2 Erwachsene + 5 Kinder? Mit nem Leasingvertrag? Kein Problem bei 1000€ pro Nase. Selbst wenn es pro Kind nur 500€ gäbe, wären das immernoch 4500€ im Monat- netto!! Familien-KV, Miete und selber kochen abziehen. Das passt schon. Der 3er steht vor der Tür. Vielleicht ja sogar einer der 3 Jahre alt ist. Gebraucht. Für dich natürlich eine unmenschliche Vorstellung, jemanden etwas gebrauchtes zuzumuten ;)

Erinnere mich ja an den Ausbruch der Empörung, als ich auf die Preise bei Diakonie und Sozialkaufhäusern aufmerksam machte. Diese Einrichtungen waren für dich ja ein Anzeichen der fortschreitenden Verelendung.
Allerdings verelendet man natürlich nicht, wenn man gebrauchte Klamotten beim Alternativen Kleidertauschbasar in der Roten Flora tauscht. Da ist das dann ja zukunftsweisend :rolleyes:

[QUOTE]Du gehst also von völlig falschen Bedingungen aus um Ausländerhetze betreiben zu können. Xenophobie ist heilbar. [/QUOTE]

Blablabla... Zum Glück lockt das keinen Hund mehr hinterm Ofen mehr vor. Sozialschmarozertum ist derart offensichtlich geworden, dass es- unter anderem- zur Einführung von Hartz geführt hat. Es ist schwieriger geworden :D
Scheol[QUOTE]Das Grundgehalt ist es letztlich auch. Mal abgesehen davon, dass ein H4ler incl KV und Miete wohl auch um die 850€ bekommt, und damit sowieso ein ordentliches Grundgehalt hat. Es geht hier wohl eher um das "bedingungslos", was soviel bedeutet wie: "Ich will, dass ihr mich füttert, ohne einmal im Monat antanzen zu müssen!" Ganz zu schweigen davon, dass das Bedingungslose Grundgehalt" die Heirat von Zentralanatolien hierher noch um einiges attraktiver machen würde, als es sowieso schon ist. Man überlege sich: Familie mit 5 Kindern. Das ergibt einen 3er BMW ohne auch nur einen Handstrich zu tun. Da kann man beim jährlichen Heimaturlaub ordentlich Bling-Bling machen[/QUOTE]

Neid?

Außerdem will Bling-Bling bezahlt werden und ist zumeist besteuert.
Und auf die Anatolien-Debatte lasse ich mich nicht ein. Da habe ich momentan einen anderen Kasper der mich versorgt.

Und 850€ sind also ordentlich. So, so.
Hier kostet eine 1-Zimmer-Wohnung ungefähr 680€ kalt.
In einem Hochhaus, unschöne Lage direkt am Kreisel.

Aber sicher doch; es ist wirtschaftlich natürlich viel sinnvoller, weite Teile der Bevölkerung (H4, Zeitarbeit, 1€-Jobs, Halbtags-Job, 400€-Job) ohne Kaufkraft zu lassen. Für die Konjunktur natürlich viel rationaler finanzierbar, als ein BGE.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
Neid?[/QUOTE]

Nö, helfe ja gerne Leuten, die es wirklich brauchen ;)
Leute die das ausnutzen hingegen mag ich nicht.

Wo kommt eigentlich immer diese dämliche Neid-Schiene her? Eine ausgewachsene Neidkultur scheint es irgendwie echt nur bei Linken zu geben, sonst würden sie

a) es anderen nicht ständig unterstellen

und

b) nicht immer versuchen an den Neid anderer Leute zu appellieren.

Links sein, heißt neidisch sein. Ich selbst mag diesen Charakterzug nicht und finde ihn sehr unangenehm. Das erklärt u.a. auch meine Antihaltung zu Linken- ich mag dieses neidische Wesen nicht, und verachte deren Angewohnheit ihren Neid anderen als gerechte Empörung zu verkaufen.

[QUOTE]Außerdem will Bling-Bling bezahlt werden und ist zumeist besteuert.[/QUOTE]

Ja, die 19% MWSt. Denoch ist es so: wenn du 100€ erhältst, und davon 19€ zurückgibts, hast du unterm Strich 81€ geschenkt bekommen. Das gehört zu den Unverschämtheiten dieser Leute, dass sie auch noch meinen, dass sie über die MWSt einen Beitrag leisten würden.

[QUOTE]Und auf die Anatolien-Debatte lasse ich mich nicht ein. Da habe ich momentan einen anderen Kasper der mich versorgt.[/QUOTE]

Deswegen sorgen wir lieber dafür, dass Anatolien nicht durch die Kombination BGE+Arrangierte Ehe ausblutet, nicht wahr? Weil wir so freundlich sind ;)

[QUOTE]Und 850€ sind also ordentlich. So, so.
Hier kostet eine 1-Zimmer-Wohnung ungefähr 680€ kalt.
In einem Hochhaus, unschöne Lage direkt am Kreisel.[/QUOTE]

Hier kostet der Quadratmeter im Schnitt 7,50 €. Schöne Lage, ruhige Gegend, gute Verkehrsanbindung (Nahverkehr und Strasse).
Und jetzt? Falsche Gegend?

Und: wir haben es hier von 1000€ pro Nase. Je größer die Familie, desto 3er BMW, nicht wahr?

Außerdem: ist es dann auch wieder unmenschlich, wenn jemand einen Stadtteil weiterziehen muss, wo die Miten günstiger sind? Eine Anspruchshaltung kommt hier zutage... :rolleyes:

[QUOTE]Aber sicher doch; es ist wirtschaftlich natürlich viel sinnvoller, weite Teile der Bevölkerung (H4, Zeitarbeit, 1€-Jobs, Halbtags-Job, 400€-Job) ohne Kaufkraft zu lassen. Für die Konjunktur natürlich viel rationaler finanzierbar, als ein BGE. [/QUOTE]

Klar doch. Wachstum ist doch schließlich eine Lüge. Hast du selbst gesagt, wenn ich mich nicht irre. Mal abgesehen davon, dass Zeitarbeit (die ich selbst ebenso kritisiere), nichts mit Hartz zu tun hat. Aber das vermischt man ja gerne...
Der Unterschied ist, dass Halbtagsjobber, 400€-Jobber und manchmal auch sog. 1€-Jobber (was ja nicht stimmt, wenn man das Hartz+Miete+KV mit einbezieht), auch produktiv sind, also auch etwas schaffen, was der Gesellschaft dann zur Verfügung steht.
Bei einem BGE wird eben nur gezahlt, und nichts geschaffen auf der anderen seite (außer Fettecken und 800-strophige Sonette an Karl den Käfer und die Atom-Hufeisenratte).
Changeling II[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]Die Sanktionen liegen in deiner eigenen Verantwortung, Ronin. Deine Existenz ist immer gesichert- entweder dadurch, dass du arbeitest, oder dadurch, dass du dich aufrichtigt bemühst in Arbeit zu kommen.


Blablabla... Zum Glück lockt das keinen Hund mehr hinterm Ofen mehr vor. Sozialschmarozertum ist derart offensichtlich geworden, dass es- unter anderem- zur Einführung von Hartz geführt hat. Es ist schwieriger geworden :D [/B][/QUOTE]

Soviel gequirlte Scheiße habe ich schon lange nicht mehr in so wenigen Sätzen gehört -meinen Glückwunsch, das ist wirklich rekordverdächtig...Du verdrehst Ursache und Wirkung -wieder einmal -deine Bananenrepube existiert doch nur noch, weil es so etwas wie HartzIV gibt...die "Sozialschmarotzer", das seid ihr selbst -denn nicht die Armen sind Schuld am Elend dieser Welt...ihr lebt auf Kosten der Armen, sie sind es, die euch "durchfüttern" - und nicht umgekehrt...auch, wenn die "Hartz IV -Menschen" dabei durchaus mithelfen, indem sie nämlich zu großen Teilen noch immer dem System treu ergeben sind -und um Wiederaufnahme in die heile Michel-Welt der Lohnabhängigen betteln...die Armut ist jedoch notwendig und systemgewollt, um ein repressives System am laufen zu halten...euer ganzes Geld, das Geheimnis des Kapitalismus, der Zinswucher, mit dem ihr die ganze Welt noch immer hinters Licht führt...sie werden erst dadurch möglich gemacht, das in eurem Michelsystem imaginäre Werte über reale Bedürfinisse gestellt werden..

...aber wenn du es so toll findest -dann arbeite doch 8 oder mehr Stunden am Tag für Geld...nur, das Dumme dabei ist -selbst wenn du 40 -50 Jahre deines Lebens damit vergeudest, Tag für Tag Toaster zusammenzuschrauben -gehört dir am Ende doch kein Toaster -und schon gar nicht die Firma, die die Toaster herstellt, bzw. herstellen lässt, wozu sie u.a. deine Arbeitskraft ausnutzt -die dir somit auch nicht mehr gehört...was bekommst du also als "Lohn"....? richtig, du bekommst mitnichten das erstattet, was du in einen dir fremden, äusseren "Wertschöpfungsprozess" investiert hast, geschweige denn einen Gewinn daraus -denn den Gewinn, den Mehrwert, streicht der Produzent=Kapitaleigner ein, der den Schrott mithilfe deiner -unfreiwilligen -Kooperation produzieren lässt...

...und da du dabei so bereitwillig mitmachst, zahlt er dir also Lohn, der aber in Relation zu dem, was du verlierst, nicht mal eine Aufwandsentschädigung ist...kurz und knapp: man hat dich ganz schön nach Strich und Faden verarscht...aber das stört dich ja bekanntlich wenig - also gib dich nur schön weiter deinen Illusionen und den Freuden des gepflegten Micheltums hin...
Ronin76[QUOTE][i]Original geschrieben von Fry [/i]
[B]Gegen welche Artikel wird verstossen? [/B][/QUOTE]
Wenn du das Grundgesetz kennen würdest, würdest du das wissen Fry. Es wird gleich gegen mehrere Grundrechte verstoßen, wenn lebensnotwendige Ressourcen Menschen verweigert werden, und diese an Bedingungen (Erpressung) geknüpft sind. Es folgen ein paar Beispiele, wobei andere, nicht aufgeführte Artikel wie das Recht auf Informationsfreiheit auch gestreift werden, da man sich ohne Geld schlechter informieren kann. Artikel 2, Absatz 2, ist durch den letzten Satz widersprüchlich, da es lediglich ein Grundrecht unter Vorbehalten ist, welche dieses Grundrecht aufheben können.


Grundrechte:

Artikel 1

[Menschenwürde; Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt]

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

-----------

Artikel 2

[Allgemeine Handlungsfreiheit; Freiheit der Person; Recht auf Leben]

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

-----------

Artikel 3

[Gleichheit vor dem Gesetz; Gleichberechtigung von Männern und Frauen; Diskriminierungsverbote]

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Anmerkung: Vorenthalten von Ressourcen ist eine Diskriminierung

-----------

Artikel 12

[Berufsfreiheit; Verbot der Zwangsarbeit]

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.

-----------
weisskreutz@Changeling

Wow, jetzt habe ich tatsächlich kurz nicht richtig hingeschaut, und geglaubt das alles käme von Ronin. Und ich dachte mir schon: "Häh? Ronin diskutiert doch normalerweise, und scheißt nicht ins Forum!?". Auf den zweiten Blick erst: "Achso, Changeling wars..."

Ich frage mich wirklich, was ich denn jetzt sachliches auf deinen "Beitrag" antworten soll, außer dass ich es gut finde, nicht Eigentümer von 1372 Toastern zu sein, und dann doch lieber das Geld nehme, und mir davon einen(!) Toaster gönne... und Bücher, und Bildungsreisen, und Festivals, ein Auto, und bald ein Motorrad und mittelfristig ein eigenes Haus...

Toaster... *pff*


Ansonsten: "Michel", "Beabsichtigte Armut", "alle doof", "außer mir"... der übliche Schmu, das übliche Vokabular, die immer gleichen Phrasen, die immer selbe Antwort... s'langweilt mi...
Elementarsatz[quote]

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.[/quote]

Würde ist ein Gummiewort. 1957 hat das Bundesverfassungsgericht "festgestellt", dass die Verfolgung von Homosexuellen kein Verstoß gegen die Menschenwürde sei. Aus den Zeiten sind wir glücklicherweise raus.

Ich will damit nur deutlich machen: Was gegen die "Menschenwürde" verstößt und was nicht, ist abhängig von Auslegung und Zeitgeschmack. Auf dieses theologische Schwurbelwort würde ich nichts geben.

[quote]
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Anmerkung: Vorenthalten von Ressourcen ist eine Diskriminierung
[/quote]
Gleichheit vor dem Gesetz heißt, dass auf alle Menschen die gleichen Gesetze angewendet werden. Und das ist doch der Fall. Alle Menschen müssen, wenn sie Hartz IV beziehen, mit den gleichen Gängelungen rechnen.

[quote]Artikel 12

Berufsfreiheit; Verbot der Zwangsarbeit]

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.[/quote]

Zwangsarbeit liegt vor, wenn du ins Gefängnis kommst (oder erschossen wirst), falls du nicht arbeitest. Wehr- und Zivildienst waren insofern eine Art Zwangsarbeit, auch wenn dafür im GG entsprechende Ausnahmen vorgesehen waren.

Die bloße Tatsache, dass man kein Geld mehr bekommt, wenn man einer zumutbaren Arbeit nicht nachkommt, bedeutet definitiv keine Zwangsarbeit. Denn es gibt kein Recht, ohne Gegeneistung unbegrenzt Geld zu kriegen.


Um das noch mal zu betonen: Ich halte diese ganzen Hartz IV-Gängelungen auch für weitgehend kontraproduktiv. Aber die Behauptung, dass Hartz IV deswegen verfassungswidrig sei, erscheint mir doch sehr zweifelhaft.
weisskreutz@ Ronin

Hatte dich ja auch nach den Artikeln gefragt, die deiner Ansicht nach verletzt werden. Ich nehm die jetzt mal durch, wobei ich, da du die Gesamtartikel kopiert hast, nur auf die Absätze eingehe, die inhaltlich anwendbar wären. Es wäre nett, wenn du konkreter aufzeigen würdest, welche Stellen du meinst ;).

[QUOTE]
Artikel 1

[Menschenwürde; Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt]

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.[/QUOTE]

Zu Art.1 Abs.1

Die "Würde" ist das höchste Gut, und gleichzeitig der schwammigste Begriff überhaupt. Eine Verletzung liegt idR vor, wenn der Staat gemanden entmenschlicht; gemeint ist nicht die inflationäre Verwendung der H4-Community, für die ja schlicht alles entmenschlichend ist, sondern der tatsächliche kulturelle Begriff. Einfach zu sagen "ich finde das entwürdigend", wobei das Wort "Würde" hier nur gebraucht wird, weil es im GG steht, ist nicht ausreichend. Die Definition von Würde ist auch Teil der Rechtsfortbildung- das wirst du hinnehmen müssen.

Zu Art.1 Abs.2

"Gerechtigkeit" meint natürlich Rechtsstaatlichkeit, und Gleichheit vor dem Gesetz. Dies liegt vor, da ein jeder, der in H4 fällt, da auch gleich behandelt wird.


[QUOTE]Artikel 2

[Allgemeine Handlungsfreiheit; Freiheit der Person; Recht auf Leben]

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.[/QUOTE]

Zu Art. 2 Abs. 1:

Das "Recht" auf Entfaltung der Persönlichkeit beinhaltet nicht, dass die Gesellschaft dir diese Entfaltung zu ermöglichen hat. Es steht nur da, dass du sie entfalten darfst, und man dich nicht daran hindern darf. Grenze ist, wie geschrieben, das Sittengesetz, die Verfassung, und im übrigen auch die gleichwertigen Grundrechte anderer Menschen, die durchaus mit den deinigen konkurrieren können.


Zu Art. 2 Abs. 2:

Die Möglichkeit der Einschränkung durch Gesetz hast du ja schon angemerkt.


[QUOTE]Artikel 3

[Gleichheit vor dem Gesetz; Gleichberechtigung von Männern und Frauen; Diskriminierungsverbote]

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Anmerkung: Vorenthalten von Ressourcen ist eine Diskriminierung[/QUOTE]

Das ist falsch. Da wir in keiner nationalsozialistischen oder kommunistischen Diktatur leben, ist der Staat auch nicht der Verteiler von Ressourcen. Er diskriminiert dich folglich nicht, wenn er dir nicht alles gibt, was du gerne hättest. Gegen Privatpersonen kannst du übrigens nicht per GG bzw. mit Hinweis auf die Grundrechte vorgehen, denn das GG schützt primär den Bürger vor dem Staat. Nur wenn im GG eine allgemeine Schutzpflicht der Saates festgeschrieben ist (Schutz von Familie, Eigentum, Persönlichkeit, Religiöser Selbstbestimmung etc.), kann der Staat dies auch gegen andere Bürger durchsetzen.


[QUOTE]Artikel 12

[Berufsfreiheit; Verbot der Zwangsarbeit]

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.[/QUOTE]

Zu: Art. 12 Abs. 1

Auch hier gilt, dass du natürlich deinen Beruf frei wählen kannst, jedoch niemand verpflichtet ist, dir auch eine Arbeitsstelle zu geben. Deine Berufswahl beschränkt sich daher auf den Rahmen deiner Möglichkeiten- nicht von staatswegen, sondern aufgrund der Grenzen, die dir deine Person setzt. Abgesehen davon, kann der Staat dir, wie geschrieben, die Ausübung vorschreiben d.h. Hygienevorschriften, vorgeschriebene Ausbildung/Studium oder auch Berufsverbote etc

Zu: Art. 12 Abs. 2

Ich zitiere nochmal: "Niemand darf zu einer BESTIMMTEN Arbeit gezwungen werden..." Aber natürlich kann man dich per Sanktion zwingen zu arbeiten ;)

Zu: Art. 12 Abs. 3

Naja, "Zwangsarbeit" ist natürlich wieder linkes Vokabular. Rechtlich ist Zwangsarbeit nicht der "Zwang zu arbeiten", sondern der "Zwang zu einer (bestimmten) Arbeit", wie sie in Gefängnissen üblich ist, wenn die einen die Wäsche und die anderen das essen machen müssen.
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]
Naja, "Zwangsarbeit" ist natürlich wieder linkes Vokabular. Rechtlich ist Zwangsarbeit nicht der "Zwang zu arbeiten", sondern der "Zwang zu einer (bestimmten) Arbeit", wie sie in Gefängnissen üblich ist, wenn die einen die Wäsche und die anderen das essen machen müssen. [/B][/QUOTE]

Also ich weiß nicht. Wenn ich dich mit der Waffe bedrohe und sage: "Du hast die freie Wahl. Du kannst meine Wäsche waschen, den Fußboden putzen oder Holz hacken", ist das dann keine Zwangsarbeit? ;)

Ich denke schon. Insofern würde auch sagen, dass die Wehrpflicht eine Art Zwangsarbeit oder "Zwangsdienst" war, obwohl man dort ebenfalls die Auswahl hatte.

Der spezifische Unterschied bei Hartz IV ist, dass es keinen wirklichen Zwang bedeutet, kein Geld mehr zu bekommen, falls man einer zumutbaren Arbeit nicht nachkommt. Anders als bei der Wehrpflicht, wo den Totalverweigerern Gefängnis drohte.
Ronin76@weisskreutz
[QUOTE]
Die Sanktionen liegen in deiner eigenen Verantwortung, Ronin. Deine Existenz ist immer gesichert- entweder dadurch, dass du arbeitest, oder dadurch, dass du dich aufrichtigt bemühst in Arbeit zu kommen.
[/QUOTE]
Du schreibst wie ein Mitarbeiter eines Jobcenters und Von der Leyen persönlich, und euphemisierst Zwangsarbeit und existenzielle Repressionen, die bis zum Tod eines Menschen führen können, und auch schon geführt haben. Das Grundgesetz erwähnt in den Grundrechten keinerlei Sanktionen. Recht existert bedingungslos, ansonsten wäre das zusätzlich vermerkt. Die Sanktionspraxis der Bundesagentur für Zwangsarbeit erinnert zu sehr an die "gute", alte Zeit, wo unter anderem Konzerne wie Siemens, Krupp und BMW mit Zwangsarbeitern bedient wurden, und noch heute davon profitieren, ohne jemals Entschädigungen geleistet zu haben. Dem Dritten Reich folgte das Vierte Reich = BRD.



Zum Grundeinkommen:

Ob sich davon jemand ein neues Auto leisten kann, hängt natürlich von der Höhe des Betrages ab. Was wesentlich über das Existenzminimum und einen akzeptablen Lebensstandard mit der Möglichkeit zur Teilhabe am öffentlichen Leben hinausgeht (Restaurants, Museen, Vereine, etc.), ist eigentlich kein Grundeinkommen mehr. 1000 Euro sind da wohl, zumindest für den Anfang, zu hoch angesetzt. Eine Beendigung der Sanktionspolitik und Gängeleien durch die Arbeitsämter/Jobcenter, wäre ein machbarer und finanzierbarer Anfang hin zu einem BGE. Eine schrittweise Umsetzung halte ich für realisierbar und sinnvoll.



[QUOTE]
Erinnere mich ja an den Ausbruch der Empörung, als ich auf die Preise bei Diakonie und Sozialkaufhäusern aufmerksam machte. Diese Einrichtungen waren für dich ja ein Anzeichen der fortschreitenden Verelendung.
Allerdings verelendet man natürlich nicht, wenn man gebrauchte Klamotten beim Alternativen Kleidertauschbasar in der Roten Flora tauscht. Da ist das dann ja zukunftsweisend
[/QUOTE]
Was war denn dein Argument ? Zu teuer oder zu günstig ?
Laut meiner Einschätzung sind die Preise im lolaken, sozialen Warenhaus sehr variabel und werden von den Mitarbeitern an der Kasse nur grob geschätzt, da der Großteil der Waren überhaupt nicht ausgepreist ist. Feilschen geht natürlich.

Ich bin übrigens ein Befürworter von Gebrauchtwaren und kaufe nur Neuwaren wenn es mir sinnvoll erscheint, oder ich kurzfristig keine andere Möglichkeit habe. Auf miefende, abgetragen Klamotten kann ich jedoch getrost verzichten. Davon werden leider Müllberge bei den Sozialen Warenhäusern angeliefert. Den Tafeln ergeht es mit Lebensmitteln nicht anderst.


[QUOTE]Blablabla... Zum Glück lockt das keinen Hund mehr hinterm Ofen mehr vor. Sozialschmarozertum ist derart offensichtlich geworden, dass es- unter anderem- zur Einführung von Hartz geführt hat. Es ist schwieriger geworden :D[/QUOTE]
Die Einschätzung eines typischen SPD-Wählers oder Boulevardblatt-Lesers. ;) Wenn du mal einen richtigen Sozialschmarotzer sehen willst, wende dich an den nächsten Kapitalisten in deiner Umgebung. Pfaffen, Politiker und Beamte kommen evtl auch noch in Frage.

[QUOTE]Links sein, heißt neidisch sein. Ich selbst mag diesen Charakterzug nicht und finde ihn sehr unangenehm. Das erklärt u.a. auch meine Antihaltung zu Linken- ich mag dieses neidische Wesen nicht, und verachte deren Angewohnheit ihren Neid anderen als gerechte Empörung zu verkaufen.[/QUOTE]
Und Rechts sein, gönnerhaft zu sein. Ein paar Koffer und Tickets für die Türken, ein paar Mollis für die Neger, und Zwangsarbeit für die Asozialen. Dieses Gutmenschentum ist bewundernswert.


[QUOTE]Ja, die 19% MWSt. Denoch ist es so: wenn du 100€ erhältst, und davon 19€ zurückgibts, hast du unterm Strich 81€ geschenkt bekommen. Das gehört zu den Unverschämtheiten dieser Leute, dass sie auch noch meinen, dass sie über die MWSt einen Beitrag leisten würden.[/QUOTE]
Eine schöne Beschreibung von Kapitalisten.


[QUOTE]Hier kostet der Quadratmeter im Schnitt 7,50 €. Schöne Lage, ruhige Gegend, gute Verkehrsanbindung (Nahverkehr und Strasse). Und jetzt? Falsche Gegend?[/QUOTE]
So viel kosten hier durchschnittliche Bestandswohnungen. Aber schau doch mal bei Immobilienscout nach den m²-Preisen für neu zu vermietende (alte) Wohnungen. Da kommen bei kleinen Wohnungen schnell mal 12 € zusammen.



[QUOTE]
Original geschrieben von Scheol

Und 850€ sind also ordentlich. So, so. Hier kostet eine 1-Zimmer-Wohnung ungefähr 680€ kalt. In einem Hochhaus, unschöne Lage direkt am Kreisel.[/QUOTE]
Sag doch gleich, daß es ein Penthouse mit 100 m² und Swimmingpool ist. ;)

[url]http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Rooftop_pool_NYC.jpg&filetimestamp=20071104002804[/url]
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
[B]Also ich weiß nicht. Wenn ich dich mit der Waffe bedrohe und sage: "Du hast die freie Wahl. Du kannst meine Wäsche waschen, den Fußboden putzen oder Holz hacken", ist das dann keine Zwangsarbeit? ;)[/QUOTE]

Ich meinte eher "Arbeit für den Staat". Hier wird aber Arbeit zur Selbstversorgung erzwungen. Ein großer Unterschied, würde ich sagen ;)

Um es genau zu machen und wir uns nicht verzetteln, einfach Wiki:

"[i]Als Zwangsarbeit wird eine Arbeit bezeichnet, zu der ein Mensch unter Androhung einer Strafe oder eines sonstigen empfindlichen Übels gegen seinen Willen gezwungen wird. Sie ist – mit verschwimmenden Übergängen – die schärfste Form der Arbeitspflicht.

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) definierte 1930 in Art. 2 Abs. 1 des Übereinkommens über Zwangs- und Pflichtarbeit die Zwangsarbeit als unfreiwillige Arbeit oder Dienstleistung, die unter Androhung einer Strafe ausgeübt wird. Nicht dazu gehören laut Abs. 2 des Übereinkommen: Militärdienst, übliche Bürgerpflichten, Arbeit im Strafvollzug, notwendige Arbeit in Fällen höherer Gewalt und Arbeit, die dem unmittelbaren Wohl der Gemeinschaft dient.[/i]"

[QUOTE]Ich denke schon. Insofern würde auch sagen, dass die Wehrpflicht eine Art Zwangsarbeit oder "Zwangsdienst" war, obwohl man dort ebenfalls die Auswahl hatte.[/QUOTE]

So könnte man tatsächlich argumentieren, und das war ja tatsächlich immer umstritten. Deshalb mussten diese Dienstpflichten ihrerseits auch im GG festgelegt werden, damit es den selben hohen Rechtsstatus inne hat.
Letztlich war die wehrpflicht zum Schluss auch sehr ungerecht, wegen der geringen Zahl der Dienstpflichtigen.

[QUOTE] Der spezifische Unterschied bei Hartz IV ist, dass es keinen wirklichen Zwang bedeutet, kein Geld mehr zu bekommen, falls man einer zumutbaren Arbeit nicht nachkommt. Anders als bei der Wehrpflicht, wo den Totalverweigerern Gefängnis drohte. [/QUOTE]

Sagen wir mal so: Eine 100%ige Sanktion geht natürlich einher mit einem enormen Verlust an Komfort und Lebensqualität- es wird schlicht verdammt unbequem. ich würde es auch nicht unbedingt Zwang nennen, da ja keine Grundrechte eingeschränkt werden, jedoch würde ich schon von erheblichem "Druck" sprechen.
weisskreutz@ Ronin

Jetzt klau Scheol doch nicht seine Antworten; geh doch mal auf die Beiträge ein, die sich- sehr sachlich- mit deinen Ansichten zum Thema Grundrechte auseinandersetzen ;)
Ronin76[QUOTE]
Ich meinte eher "Arbeit für den Staat". Hier wird aber Arbeit zur Selbstversorgung erzwungen. Ein großer Unterschied, würde ich sagen

Um es genau zu machen und wir uns nicht verzetteln, einfach Wiki:

"Als Zwangsarbeit wird eine Arbeit bezeichnet, zu der ein Mensch unter Androhung einer Strafe oder eines sonstigen empfindlichen Übels gegen seinen Willen gezwungen wird. Sie ist – mit verschwimmenden Übergängen – die schärfste Form der Arbeitspflicht.

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) definierte 1930 in Art. 2 Abs. 1 des Übereinkommens über Zwangs- und Pflichtarbeit die Zwangsarbeit als unfreiwillige Arbeit oder Dienstleistung, die unter Androhung einer Strafe ausgeübt wird. Nicht dazu gehören laut Abs. 2 des Übereinkommen: Militärdienst, übliche Bürgerpflichten, Arbeit im Strafvollzug, notwendige Arbeit in Fällen höherer Gewalt und Arbeit, die dem unmittelbaren Wohl der Gemeinschaft dient."
[/QUOTE]
Auch hier wieder, wie bei vielen Gesetzen, ein Widerspruch in sich. Zwangsarbeit ist das, und das... A B E R... das, und das, und das ist keine Zwangsarbeit, weil es ja Arbeit für den Staat und die Gesellschaft ist !

Diese Definition reicht vollkommen aus und ist schlüssig:
[QUOTE]
"Als Zwangsarbeit wird eine Arbeit bezeichnet, zu der ein Mensch unter Androhung einer Strafe oder eines sonstigen empfindlichen Übels gegen seinen Willen gezwungen wird. Sie ist – mit verschwimmenden Übergängen – die schärfste Form der Arbeitspflicht.
[/QUOTE]


[QUOTE]Sagen wir mal so: Eine 100%ige Sanktion geht natürlich einher mit einem enormen Verlust an Komfort und Lebensqualität- es wird schlicht verdammt unbequem.[/QUOTE]
Stimmt. Aber so ungemütlich sieht es nicht aus, und so eine Wohnung mitten in der Natur ist doch etwas Tolles !

[IMG]http://i48.tinypic.com/ionmo9.jpg[/IMG]

"Ist die Wohnung erst einmal weg, droht vielen Menschen mit niedrigerem Einkommen
die Obdachlosigkeit. Besonders Alleinerziehende sind von Mietschulden betroffen."
Ronin76[QUOTE]Jetzt klau Scheol doch nicht seine Antworten; geh doch mal auf die Beiträge ein, die sich- sehr sachlich- mit deinen Ansichten zum Thema Grundrechte auseinandersetzen[/QUOTE]
Ok, ich warte...

Habe vorerst eh fertig und ich werde mich jetzt den schönen Dingen des Lebens zuwenden. Ich hoffe du bist kein [URL=http://www.youtube.com/watch?v=ZlRigk5kniA]Busfahrer[/URL] . ;)
Waldemar[QUOTE]"Als Zwangsarbeit wird eine Arbeit bezeichnet, zu der ein Mensch unter Androhung einer Strafe oder eines sonstigen empfindlichen Übels gegen seinen Willen gezwungen wird. Sie ist – mit verschwimmenden Übergängen – die schärfste Form der Arbeitspflicht. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) definierte 1930 in Art. 2 Abs. 1 des Übereinkommens über Zwangs- und Pflichtarbeit die Zwangsarbeit als unfreiwillige Arbeit oder Dienstleistung, die unter Androhung einer Strafe ausgeübt wird. Nicht dazu gehören laut Abs. 2 des Übereinkommen: Militärdienst, übliche Bürgerpflichten, Arbeit im Strafvollzug, notwendige Arbeit in Fällen höherer Gewalt und Arbeit, die dem unmittelbaren Wohl der Gemeinschaft dient."[/QUOTE]

Wenn mit einer Eingliederungsvereinbarung eine Maßnahme usf usw/Zwangsarbeit verbunden wird, dann ist das rechtswidrig. Bzw..genau deshalb empfehle ich jedem diese NICHT zu unterschreiben.

Wenn das Jobcenter dazu zwingt unter Androhung einer Sanktion, dann erst recht NICHT unterschreiben. Aber jede EVG ist voll von rechtswidrigen Foderungen, obwohl die Inhalte sogar im SGB II klar geregelt sind, wird immer wieder versucht sie um rechtswidrige Inhalte zu erweitern.

Die Eingliederungsvereinbarung stellt der Form nach einen Vertrag gemäß des Vertragsrechts des BGB dar. Im Abschnitt 3 des BGB sind die Grundlagen der Rechtsgeschäfte geregelt, im Titel 2 des BGB die Willenserklärung dort selbst in den
§§ 116 ff BGB.

Danach sind Verträge nur rechtswirksam und gültig, wenn sie im Zuge der Freiwilligkeit geschlossen werden, andernfalls sind sie anfechtbar und nichtig. Damit ist das Prinzip der Vertragsfreiheit in der Bundesrepublik Deutschland gesetzlich garantiert. In diesem Rahmen ist es "noch" nicht notwendig, näher auf Zwangsvereinbarungen einzugehen. Das kommt in der erzwungenden EVG per Verwaltungsakt ohne eine Unterschrift geleistet zu haben.


Abgesehen von der Tatsache, dass die Nichtunterzeichnung einer Vereinbarung jeglicher Art, als Dekret durch die Hintertür dann doch den Schein der Rechtsgültigkeit der Bestimmungen der abgelehnten Vereinbarung erfährt, beweist spätestens dadurch:

- den eindeutigen Rechtsmangel des Vertrages in Sachen Vertragsfreiheit

- die eindeutig nachweisbare nahezu totale Entrechtung eines unschuldig bedürftigen Bürgers unseres Landes

- den Willkürcharakter und den Zwangscharakter nahezu aller Arbeiten des 1. und wohl auch des 2. und x-ten Arbeitsmarktes, mit anderen Worten des Tatbestandes der Zwangsarbeit (Androhung des Entzugs des Existenzminimus ).. somit = ..sonstigen empfindlichen Übels gegen seinen Willen..), deren Verbot de jure und deren Ächtung als zivilisatorische Errungenschaft längst unbestritten sind. In diesem Zusammenhang sei hier auf Artikel 12 GG verwiesen.

- Eine vom SGB II aufgezwungende Arbeitsgelegenheit aufzunehmen, auszuführen und fortzuführen, bei der sich kein Anspruch auf an arbeitsrechtlichen, betriebsverfassungsrechtlichen oder tarifrechtlichen Gesichtspunkten orientiert. Arbeitsbedingungen beinhalten, insbesondere keine entsprechende Entlohnung entsprechen ist dieses ist ein nicht hinzunehmender Zwang in eine Arbeit.

- Diese Maßnahmen widersprechen internationalen und in Deutschland ratifizierten Rechten und auch Art. 12 Abs. 2 und 3 GG. Wurde auch schon von Gerichten so entscheiden und die Jobcenter mussten den Lohn in Form des ortüblichen Tarif NACHZAHLEN...

- Nach Art. 2 des ILO-Übereinkommens über Zwangs- und Pflichtarbeiten, ist "jede Art von Arbeit oder Dienstleistung, die von einer Person unter Androhung irgendeiner Strafe verlangt wird und für die sie sich nicht freiwillig zur Verfügung gestellt hat" verboten.

- Die nach dem SGB II erzwungene Aufnahme einer Arbeitsgelegenheit/Maßnahme 1 Euro Job (durch Androhung der Kürzung bzw. Wegfall der Geldleistung zur Sicherung der Existenz und damit der körperlichen Unversehrtheit und des Lebens) verstößt gegen Art. 8 Abs. 3 des internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte (in Deutschland in Kraft seit dem 23. März 1976) sowie gegen das ILO-Übereinkommen Nummer 29 und Nummer 105 über die Abschaffung der Zwangsarbeit vom 5. Juni 1957.

- Vertiefende juristische Betrachtungen inkludieren höchstwahrscheinlich die berechtigte Vermutung einer möglichen strafbaren Handlung in der Erzwingung von Zwangsarbeit.

Das Sozialstaatsprinzip ist auch vom Bfvg im Urteil von 2010 bestätigt worden. Dieses Grundrecht auf das Existenzminimum stellt also laut Verfassungsgericht auch ein Gewährleistungsrecht dar und das OHNE Fremdverknüpfung an Bedingungen.


U.a. und individuell verschieden, aber im Kern gleich, haben jetzt viele auf die ERZWUNGENDE Eingliederungsvereinbarung per Verwaltungsakt reagiert und auch recht bekommen!

Ich unterschreibe seit beginn an keine EVG und werde es auch in Zukunft nicht.

Sagen wir es mal so: 100% Verlust der sozialen Kompetenz sind nicht sehr angenehm und schön. Wie weisskreutz es wieder mal beweist. Wir sollten aber helfen und ihm eine kleine Freude machen. Wir sammeln für eine lebensgroße aufblasbare Westerwelle Real Doll Puppe. Damit er sie immer ins Bettchen nehmen kann und ... und in reinster Liebe, seinem geistigen Idol, sein Herz schenken kann. Aber das wäre vielleicht zuviel römische Dekadenz? :)
HuginNugin[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]...

Ich unterschreibe seit beginn an keine EVG und werde es auch in Zukunft nicht.

Sagen wir es mal so: 100% Verlust der sozialen Kompetenz sind nicht sehr angenehm und schön. Wie weisskreutz es wieder mal beweist. Wir sollten aber helfen und ihm eine kleine Freude machen. Wir sammeln für eine lebensgroße aufblasbare Westerwelle Real Doll Puppe. Damit er sie immer ins Bettchen nehmen kann und ... und in reinster Liebe, seinem geistigen Idol, sein Herz schenken kann. Aber das wäre vielleicht zuviel römische Dekadenz? :) [/B][/QUOTE]

Nunja, wenn jemand sich selber über dem verjudeten Bolschewisten und dem Neescher sieht, ohne jemals beweissen zu wollen, dass seine arischen Gene ihn zu Höchstleistungen berufen und die Vorsehunk ihn gerade da haben will, wo er steht(?).Naja...
So geht das nicht. Alles Schwänzen war auch im dritten Reich verboten.
Leistung bringen, dann reden wir weiter. Vorher die Opferrolle spielen giltet nicht.
Waldemar[QUOTE]Leistung bringen, dann reden wir weiter.[/QUOTE]

Ich werde nie mehr arbeiten und Leistung bringen... hälts du jetzt die Fresse? :) Nagut, die Hoffnung stribt zuletzt.
HuginNugin@Waldschrat


Du bist wie eine Schule in der Ferienzeit:

KEINE KLASSE!
WaldemarWie man hier feststellt, gibt es bei einer Begegnung mit Johnboy immer wiederkehrende trivale Probleme mit der Gehirnmasse des Protagonisten. Es fehlt trotz Bemühung der vorhandenen mentalen oder sozialen Fähigkeiten an Möglichkeiten zur Erzielung eines gemeinsamen Kosens. Man möchte denken, dass es hier an Geduld und Verständnis fehlt. Diesen Bedarf erkennend will ich mich dir gegenüber gerne besonders entgegenkommend zeigen, indem ich dir sage... Man bist du scheisse...
blacklilacowMöglichkeiten zur Erzielung eines gemeinsamen Kosens

Das ist falsch: es heisst richtig: eines gemeinsamen Konsenses.
Akkusativ.
WaldemarOOooooh bist du aber schlau. Aber das mit dem Oberlehrer üben wir dann nochmal?
Catweazle[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Ich werde nie mehr arbeiten und Leistung bringen... hälts du jetzt die Fresse? :) Nagut, die Hoffnung stribt zuletzt. [/B][/QUOTE]

Anspruch und Wortwahl:
ja, könnte für den "normalen" deutschen Studienrat reichen.

die Bedingung zu nichts zu gebrauchen und zu allem fähig trifft ja jetzt eh schon auf dich zu.
Waldemar[QUOTE]die Bedingung zu nichts zu gebrauchen und zu allem fähig trifft ja jetzt eh schon auf dich zu.[/QUOTE]

Natürlich.. ;)
Ronin76Ein Report zum jüngsten Ereigniß "Eine Mitarbeiterin des Jobcenters Neuss wurde von einem ihrer „Kunden“ tödlich mit einem Messer verletzt."

Eine Jobcenter-Mitarbeiterin klagt Hartz IV an:

[url]http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/eine-jobcenter-mitarbeiterin-klagt-hartz-iv-an-9001142.php[/url]
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]...
[url]http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/eine-jobcenter-mitarbeiterin-klagt-hartz-iv-an-9001142.php[/url] [/B][/QUOTE]

Um so mehr verwundert es mich, wenn Menschen sich freiwillig dieser Maschinerie aussetzen.

:confused:
Ronin76Vielleicht kennen ein paar von euch Ralf Boes. Der Verfasser des Brandbriefes gegen Hartz-IV.
[QUOTE]Ralph Boes strebt an, das in jeder Weise grundgesetzwidrige Sanktionssystem in Hartz IV über eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe zu stoppen. Hierzu hat er begonnen, den dafür notwendigen Präzedenzfall zu schaffen, indem er sich selbst offen in die Schusslinie aller Sanktionen stellt.[/QUOTE]
[url]http://www.grundrechte-brandbrief.de/[/url]

Nun ist es soweit. Ralf Boes wurde zu 90% sanktioniert und hat den Präzedensfall zur Verfassungsbeschwerde erreicht. Wieso nicht gleich zu 100% sanktioniert wurde, wie das sonst üblich ist, weiß wohl nur das Jobcenter Berlin Mitte. Wer gegen das Hartz-IV System ist, hat nun die Gelegenheit sich mit Ralf Boes zu solidarisieren. Es wird viel Geld für Anwälte und weitere Aktionen benötig. Ralf wird das Geld nicht für sich selbst verwenden und verweigert Lebensmittelgutscheine (eine Kann-Leistung !), da sie in höchstem Maße sozial stigmatisierend sind. Eine Solidarisierung würde dem gesamten Proletariat (und damit wohl auch euch) zugute kommen, denn Hartz-IV ist ja nicht nur ein Druckmittel gegen sogenannte und stigmatisierte Arbeitslose sondern auch gegen (noch) Beschäftigte.

Ich werde jedenfalls von dem wenigen Geld über das ich verfüge, einen zwei bis dreistelligen Betrag zur Unterstützung und Selbsthilfe spenden, weil ich da auch meine Interessen vertreten sehe. Ich habe zwar große Bedenken ob auf dem Rechtsweg das erwünschte Ziel zu erreichen ist, da das ganze System mitsamt den Verfassungsrichtern durch und durch korrupt und Demokratie nicht vorhanden ist, doch ist es ein wichtiger Schritt um Fakten für die Zukunft und weitere Aktionen zu schaffen. Die spätestens seit der Einführung von Hartz-IV außer Kraft getretene Einhaltung der Grundrechte wird nun sozusagen auf Herz und Nieren überprüft.

[url]http://www.buergerinitiative-grundeinkommen.de/brandbrief/briefe/Sanktionsbrief-2012-10-25.htm[/url]
WaldemarJa, da bin ich dabei und werde auch von dem wenigen was ich habe.. ihn unterstützen.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Vielleicht kennen ein paar von euch Ralf Boes. Der Verfasser des Brandbriefes gegen Hartz-IV. [/QUOTE]

Hab mich fast vom Stuhl geschmissen beim Lesen dieses von Jammerei, juristischem Halbwissen und Selbstwidersprüchlichkeit nur so strotzenden "Brandbriefes".

Danke, Ronin, dass du diese Perle ausgegraben hast. Made my day... :D
KampfsauIch habe mir mal Teile des Videos angesehen.

Vor allem den Teil über das Recht auf Faulheit. Ich kann schon verstehen wenn man der Ansicht ist, dass nicht nur wirtschaftliche Gesellschaft sinnvoll für die Gesellschaft ist, sondern z.B. auch wenn man mit Kindern und Jugendlichen Zeit verbringt, um die sich sonst niemand kümmert.

Nur es gibt natürlich auch faule Menschen, die einfach keinen Bock haben, irgendetwas für andere Menschen zu tun.

Und da meinte Herr Boes, dass allein durch die Befriedigung der eigenen physischen Bedürfnisse, die eigene Existenz eine Bedeutung hat. Schließlich muss man ja auch mal zum Becker und wenn man dem Bäcker sein Geld gibt, dann hat man alleine durch die Tatsache, dass man Hunger hat, dem Bäcker einen Sinn gegeben....

ich kann es ja verstehen, wenn man keinen Bock auf 1 Eurojobs und Zeitarbeit hat aber mit den Aussagen hat sich Herr Boes bei mir entgültig der Lächerlichkeit preisgegeben. Er meinte dann sogar, jemand der dann saufe und irgendwann 3 Krankenschwestern braucht, sei dann auch "Arbeitgeber" und die Maschinen erledigen sowieso von alleine alle Arbeiten usw.

Im Prinzip wäre ich auch dafür, das Existenzielle jedem Menschen bedingungslos zuzusprechen aber Arbeitsangebote ablehnen ohne auch nur ein einziges Mal draufzusehen?

Naja, ich will mit dem Hartz 4 Scheiß nichts zu tun haben. Mal sehen ob ich das hinkriege
Wüstenblume[QUOTE]heute habe ich ein Antwortschreiben der ARGE, die nun Jobcenter heist, auf meinen bestätigten Leistungsverzicht bekommen. Ronin [/QUOTE]
Hallo Ronin,
ich wollte dich mal fragen warum du letztes Jahr das Geld nicht mehr haben wolltest.Wenn du eine Arbeit gefunden hattest ,oder umgezogen warst ,dürfen die vom Jobcenter das ja auch zurecht wissen. Weil wenn man schon Zahlungen für den Monat wo man den Job gekriegt hat erhalten hat ,sie das wieder zurück haben wollen ,weil man ja schon Vergütung von der Arbeit kriegt.
Und bei Umzug ist es auch wichtig weil sie wissen wollen ob sie dich aus der Liste streichen können ,einen Leistungsbezieher weniger haben in ihrer Stadt .(okay das weiß ich nicht genau das war eine Vermutung).:D Forget it ,das war eine dumme Erklärung ,das hat was damit zu tun wahrscheinlich ,dass wenn sie Erstattungsansprüche haben ja wissen wollen wo du anzuschreiben bist.
Falls du die Frage schon mal beantwortet hattest tut es mir leid ,ich habe erst die ertse Seite hier durch.
Und wenn dein Verzicht nicht wegen eine Arbeit war ,dann ist es in der Tat unnötig da was einzureichen ,doch das können sie ja nicht wissen ,warum du nichts haben willst.
Oder hattest du das denen auch geschrieben?

PS. Ich bin keine Anti H4 -Pöbelerin - bekomme das selbst.
Und habe von daher nichts gegen H4 Bezieher.
Waldemar[QUOTE]Naja, ich will mit dem Hartz 4 Scheiß nichts zu tun haben. Mal sehen ob ich das hinkriege[/QUOTE]

Das H4 eigentlich "alle" betrifft, scheinst Du nicht zu bemerken, oder? Aber die Angst davor scheint Wirkung zu zeigen. Wenn man eine Bevölkerungsgruppe ständig stigmatisiert und diffamiert und sie in ständige Existenängste zwingt müsste man doch participieren, dass es einen massiven Einfluss auf die Gesellschaft insgesamt hat. Es kann hier jeden ganz schnell treffen. Aus der Sicht selber im relativen Wohlstand zu leben und plötzlich in Armut fallen kommt dann womöglich einer absoluten Alptraumvorstellung gleich. Denn dann wird man plötzlich zu dieser Gruppe zu gehören, auf die man womöglich bislang als "Versager" herab geschaut hat? H4 und die jahrlange Medienhetze übt selbstverständlich mehr oder weniger auch massiv Druck aus, auf die noch Arbeit haben.

Sanktionen geschehen auch nicht aus dem einzigen Grunde, dass man eine "zumutbare" Arbeit ablehnt. Nein, dass geschieht u.a. willkürlich. Und sogar nach einer vogegebenen Sanktionsquote. Nicht ohne Grund sind die Sozialgerichte damit überhäuft und komme kaum hinterher...
Catweazle[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Das H4 eigentlich "alle" betrifft, scheinst Du nicht zu bemerken, oder? [/B][/QUOTE]

Sicher, betrifft es mich auch, schon weil ich die ganzen Lebenslügen und den lutheranisch-preussischen Arbeitsfetisch mitmache. Mir die Fiktion antue, dass man angeblich mit jedem auskäme und das was man tut, geil finden muss.
Im Kern sitze ich Zeit ab und träume davon einen "richtigen" Job zu bekommen, also einen, der mich als Mensch ernst nimmt, mich in meinen Fähigkeiten nicht beleidigt.
Klar geht von den abgezwackten Steuern das eine oder andere ab für HartzIV, vielleicht auch für Kampfpanzer.Egal.
Eine Zeit, die mir Gelegenheit gibt, über mich und andere nachzudenken,wäre nie eine verlorene Zeit, aber solange selbst die SPD den Arbeitsfetisch weiterpredigt, wird dieses Nachdenken nicht belohnt.

Im Grunde sind die eigenen Kinder,die eigene Frau, die eigenen Freunde, die Nachbarn usw. wichtiger, als all die Komiker, die sich Kollegen nennen.
Eine anonyme Tätigkeit in einer Firma, die nichts herstellt, sondern nur Leute rausschickt zum blöd daherreden, ist nicht wirklich wichtig, insofern müsste man das Arbeitsethos neu definieren.Wird aber nicht geschehen.

Genauso könnte ich mich für einen besseren Menschen halten, wenn ich in einer Panzerfabrik arbeite, völlig sinnlos!

Der Punkt ist der, dass man sein Geld für Miete etc. selber verdienen sollte, einfach aus Psychohygiene heraus. Den Arbeitsfetisch damit zu forcieren, sollte man bewusst nicht tun, aber wenn es nicht anders geht, ist es nicht weiter schlimm.
Aber die Ideologie vom "kompletten Menschen", der nur in der ARBEIT sich selbst verwirklicht, ist unrealistisch und nicht mehr zeitgemäss.
Niemand muss sich schämen, wenn er für eine Zeitarbeit tätig ist und in manchen Fällen gar nicht so schlecht verdient dabei. Aber sie schämen sich trotzdem! So kommen wir keinen Meter weiter. Mehr Pragmatismus!
Wüstenblume[QUOTE]Eine anonyme Tätigkeit in einer Firma, die nichts herstellt, sondern nur Leute rausschickt zum blöd daherreden, ist nicht wirklich wichtig, insofern müsste man das Arbeitsethos neu definieren.Wird aber nicht geschehen.Genauso könnte ich mich für einen besseren Menschen halten, wenn ich in einer Panzerfabrik arbeite, völlig sinnlos!
Catweazle [/QUOTE]
Das habe ich auch schon mal erkannt.Schön dass ich nicht die Einzige bin.:) Ob das nie geschehen wird weiß man doch nicht,aber das wäre schon gut wenn doch.
weisskreutz[QUOTE] [i]Original geschrieben von Catweazle [/i]
Sicher, betrifft es mich auch, schon weil ich die ganzen Lebenslügen und den lutheranisch-preussischen Arbeitsfetisch mitmache. Mir die Fiktion antue, dass man angeblich mit jedem auskäme und das was man tut, geil finden muss.[/QUOTE]

Der Arbeitsfetisch ist doch wohl eher so ein Sozi-Ding. Mal abgesehen davon, dass es eine puritanische Arbeitsethik gab, die predigte, dass aller Erfolg ein Heilsindikator für den späteren Einzug ins Paradies darstellt, und dies wohl auch auch andere Protestanten ausstrahlte, ist dieses Geschwafel von der "Arbeit mit Liebe" die den Menschen als soziales Wesen erfüllen soll, und so die Gesellschaft voranbringt, Marxismus pur. Da wird dann auch davon ausgegangen, dass die Menschen ihre Liebe zur Arbeit genau so ausleben werden, dass auch alles was die Menschen zum Leben (und mehr) brauchen selbstverständlich hergestellt wird.
Sozialismus heisst also, dass alle beim Strassenkehren einen Ständer haben, und es Rumpsteaks mit Kroketten und grüner Pfeffersauce regnet.

[QUOTE]Eine Zeit, die mir Gelegenheit gibt, über mich und andere nachzudenken,wäre nie eine verlorene Zeit, aber solange selbst die SPD den Arbeitsfetisch weiterpredigt, wird dieses Nachdenken nicht belohnt.[/QUOTE]

Warum willst du denn dafür belohnt werden? Es ist ja schließlich eine Freizeitbeschäftigung, die dich aus sich selbst heraus erfüllen soll :)

[QUOTE]Eine anonyme Tätigkeit in einer Firma, die nichts herstellt, sondern nur Leute rausschickt zum blöd daherreden, ist nicht wirklich wichtig, insofern müsste man das Arbeitsethos neu definieren.Wird aber nicht geschehen.[/QUOTE]

Das Problem liegt wohl eher bei den Berufen, die nichts schaffen und die nichts nützen; solche, die Geld aus Geld generieren, und somit weder direkt noch mittelbar zum Wohlstand beitragen (Investmentbanker z.B.). Auch unsere neue Priesterschaft- die Herren Sozialpädagogen, Politologen und Soziologen- sind in ihrer Masse weitestgehend unnütz, und sind eben jene Schwafler, die einen auf Heilsverkünder machen, und Ressourcen fressen. Die Mönche des Mittelalters haben wenigstens noch geforscht und den einen oder anderen praktisch anwenbaren Wissenszuwachs generiert.

[QUOTE]Der Punkt ist der, dass man sein Geld für Miete etc. selber verdienen sollte, einfach aus Psychohygiene heraus. Den Arbeitsfetisch damit zu forcieren, sollte man bewusst nicht tun, aber wenn es nicht anders geht, ist es nicht weiter schlimm.
Aber die Ideologie vom "kompletten Menschen", der nur in der ARBEIT sich selbst verwirklicht, ist unrealistisch und nicht mehr zeitgemäss.[/QUOTE]

Absolut! Das Leben findet im Privaten statt. Es mag zwar Leute geben, die mit ihren Hobbies Geld verdienen, und solche, die Arbeit als ihr Hobby ansehen. Abseits davon ist aber nur wichtig, dass die Arbeit nicht soviel Zeit frisst, dass für das Leben und die dort stattfindenden Tätigkeiten kein Raum mehr ist.

[QUOTE]Niemand muss sich schämen, wenn er für eine Zeitarbeit tätig ist und in manchen Fällen gar nicht so schlecht verdient dabei. Aber sie schämen sich trotzdem! So kommen wir keinen Meter weiter. Mehr Pragmatismus! [/QUOTE]

Man muss sich für keine Arbeit, die gebraucht wird, schämen- sei es nun der Müllmann oder der Ingenieur. Schämen muss sich nur derjenige, der für Tätigkeiten bezahlt werden will, die niemand haben möchte, oder wer aus dem Nichts Kaufkraft für sich selbst generiert bzw. dafür bezahlt wird dies zu tun.
blacklilacow[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]...
Sozialismus heisst also, dass alle beim Strassenkehren einen Ständer haben, und es Rumpsteaks mit Kroketten und grüner Pfeffersauce regnet.



... [/B][/QUOTE]


War in Ex-Jugoslawien bereits verwirklicht, aber alle wollten Strassenkehrer werden und Rasnici mit Reis, Zwiebeln und Ajwar sind auf Dauer auch langweilig.
Wüstenblume[QUOTE]Marxismus pur. Da wird dann auch davon ausgegangen, dass die Menschen ihre Liebe zur Arbeit genau so ausleben werden, dass auch alles was die Menschen zum Leben (und mehr) brauchen selbstverständlich hergestellt wird. Weisskreuz[/QUOTE]
Das wäre doch besser als wenn die meißten keinen Bock auf die Arbeiten haben.Was soll daran falsch sein?
Ronin76@weisskreutz
[QUOTE]
Hab mich fast vom Stuhl geschmissen beim Lesen dieses von Jammerei, juristischem Halbwissen und Selbstwidersprüchlichkeit nur so strotzenden "Brandbriefes".

Danke, Ronin, dass du diese Perle ausgegraben hast. Made my day...
[/QUOTE]
Was genau betrachtest du denn als Halbwissen und Selbstwidersprüchlichkeit ? Ich finde den Brandbrief und allgemein Ralf Boes, sehr intelligent, logisch, und konsequent.




@Kampfsau
[QUOTE]
Ich habe mir mal Teile des Videos angesehen.

Vor allem den Teil über das Recht auf Faulheit. Ich kann schon verstehen wenn man der Ansicht ist, dass nicht nur wirtschaftliche Gesellschaft sinnvoll für die Gesellschaft ist, sondern z.B. auch wenn man mit Kindern und Jugendlichen Zeit verbringt, um die sich sonst niemand kümmert.

Nur es gibt natürlich auch faule Menschen, die einfach keinen Bock haben, irgendetwas für andere Menschen zu tun.

Und da meinte Herr Boes, dass allein durch die Befriedigung der eigenen physischen Bedürfnisse, die eigene Existenz eine Bedeutung hat. Schließlich muss man ja auch mal zum Becker und wenn man dem Bäcker sein Geld gibt, dann hat man alleine durch die Tatsache, dass man Hunger hat, dem Bäcker einen Sinn gegeben....

ich kann es ja verstehen, wenn man keinen Bock auf 1 Eurojobs und Zeitarbeit hat aber mit den Aussagen hat sich Herr Boes bei mir entgültig der Lächerlichkeit preisgegeben. Er meinte dann sogar, jemand der dann saufe und irgendwann 3 Krankenschwestern braucht, sei dann auch "Arbeitgeber" und die Maschinen erledigen sowieso von alleine alle Arbeiten usw.

Im Prinzip wäre ich auch dafür, das Existenzielle jedem Menschen bedingungslos zuzusprechen aber Arbeitsangebote ablehnen ohne auch nur ein einziges Mal draufzusehen?

Naja, ich will mit dem Hartz 4 Scheiß nichts zu tun haben. Mal sehen ob ich das hinkriege
[/QUOTE]
Du findest das lächerlich, ich finde es logisch. Sicherlich gibt es faule Menschen, allerdings ist das ein relativer Begriff, der sich an anderen, sich selbst als fleissig bezeichnenden Menschen mißt. Neben der Relativität gibt es jedoch auch Ursachen, wieso jemand faul ist, also weniger tut als die selbsternannten Fleissigen. ZB weil er sich nicht länger von Arschlöchern herumkommandieren lässt, die ihr Ego darauf begründen, fleissiger als Andere zu sein, und keine Gelegenheit vergehen lassen, dies, die ihrer Ansicht nach weniger Fleißigen, spüren zu lassen.

Andererseits beschreibst du mit den Faulen, die keinen Bock haben, etwas für andere Menschen zu tun, auch gewinnorientierte, egoistische Kapitalisten, was jedoch nicht auf alle Kapitalisten zutrifft. Aber dieser, beschriebene Typus ist ziemlich weit verbreitet, und das nicht nur in der "Oberschicht".


[QUOTE]
Und da meinte Herr Boes, dass allein durch die Befriedigung der eigenen physischen Bedürfnisse, die eigene Existenz eine Bedeutung hat. Schließlich muss man ja auch mal zum Becker und wenn man dem Bäcker sein Geld gibt, dann hat man alleine durch die Tatsache, dass man Hunger hat, dem Bäcker einen Sinn gegeben....
[/QUOTE]
Und was ist daran für dich lächerlich ? Ich würde zu den psysischen Bedürnissen, auch noch sonstige Bedürfnisse hinzufügen, weil es ohne die eine völlig unzureichende Existenz wäre, die für mich kaum Bedeutung hätte. Ich stimme völlig damit überein, daß man durch Hunger und das Essen der Backwaren eines Bäckers, diesem Bäcker Sinn für seine Tätigkeit gibt.


[QUOTE]
Im Prinzip wäre ich auch dafür, das Existenzielle jedem Menschen bedingungslos zuzusprechen aber Arbeitsangebote ablehnen ohne auch nur ein einziges Mal draufzusehen?
[/QUOTE]
Es geht ums Prinzip, also zB die Erpressung (Existenzielles Geld nur für Zwangsarbeit). Ralf Boes hat damit einen Präzedensfall geschaffen, womit er den Staat in Bezug auf die Einhaltung der Grundrechte auf den Prüfstand stellt.


[QUOTE]Naja, ich will mit dem Hartz 4 Scheiß nichts zu tun haben. Mal sehen ob ich das hinkriege[/QUOTE]
Ich schätze, daß dir ein paar Jahre Hartz-IV in Bezug auf Erfahrungswerte hilfreich sein würden. Ein paar Wochen reichen dazu nicht aus. Wieso willst du denn überhaupt den Bezug von Hartz-IV vermeiden ?




@Wüstenblume

Siehe private Nachricht
Ronin76@Waldemar

[QUOTE]Das H4 eigentlich "alle" betrifft, scheinst Du nicht zu bemerken, oder? [/QUOTE]
Das wissen und verstehen die Allerwenigsten, selbst wenn man es ihnen erklärt.


[QUOTE]
Sanktionen geschehen auch nicht aus dem einzigen Grunde, dass man eine "zumutbare" Arbeit ablehnt. Nein, dass geschieht u.a. willkürlich. Und sogar nach einer vogegebenen Sanktionsquote. Nicht ohne Grund sind die Sozialgerichte damit überhäuft und komme kaum hinterher...
[/QUOTE]
Kann ich aus eigener Erfahrung absolut bestätigen. Zu 100% innerhalb einer Woche sanktioniert. Dazu wurde mein Umzug ausgenutzt. Damals war ich zu geschwächt und depressiv, um mir einen Anwalt zu nehmen, zumal es hier im Kreis nur zwei Fachanwältinnen für Sozialrecht gibt, welche in Branchenbüchern eingetragen sind, wovon sich die Eine als absoluter Flop erwiesen hatte (FDP Mitglied). Mittlerweile habe ich durch Mundpropganda von zwei weiteren Sozialrechtanwälten erfahren, und von einem ehemaligen Obdachlosen einen heißen Tip bekommen, falls ich einen Anwalt wegen Hartz-IV benötige. Dieser Anwalt war selber mal beim Arbeitsamt in leitender Position beschäftigt, aber das war noch vor der Agenda 2010. Er ist anscheinend auch gegen Hartz-IV und die Sanktionspraxis.

Zur Sanktionsquote hat auch ein ehemaliger Arbeitsvermittler (Fallmanager / Sachbearbeiter) der ARGE, also ein Insider, etwas geschrieben:

[url]http://jobcenterleaks.de/[/url]

(Jobcenter Intern - Veröffentlicht am 6. Oktober 2012)

[QUOTE]Das Führungspersonal steht unter großem Druck, gewünschte Zahlen zu produzieren; diesem Ziel wird dort radikal alles untergeordnet.
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Einmal hieß es: »Um das Budget für das nächste Jahr zu sichern, müssen in Hamburg in den kommenden zwei Wochen 3000 Personen einer Arbeitsgelegenheit zugewiesen werden
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Oder: »Bei den Sanktionen sind wir im vorderen Drittel, weiter so!«
[/QUOTE]



@Catweazel

[QUOTE] aber solange selbst die SPD den Arbeitsfetisch weiterpredigt, wird dieses Nachdenken nicht belohnt.[/QUOTE]
Das ist doch das Kind der SPD. Die Arbeitspartei schlechthin. Selbst "Linke" wie Wagenknecht predigen stets von der Arbeit und daß Arbeit gut (für alle) sei. Gemeint ist damit nur die Lohnarbeit die meistens mit sklavenähnlichen Verhältnissen einhergeht. Arbeit über Alles ! (In Anlehnung an das Lied "California über Alles" von den Dead Kennedys)



@weisskreutz

[QUOTE]
Der Arbeitsfetisch ist doch wohl eher so ein Sozi-Ding. Mal abgesehen davon, dass es eine puritanische Arbeitsethik gab, die predigte, dass aller Erfolg ein Heilsindikator für den späteren Einzug ins Paradies darstellt, und dies wohl auch auch andere Protestanten ausstrahlte, ist dieses Geschwafel von der "Arbeit mit Liebe" die den Menschen als soziales Wesen erfüllen soll, und so die Gesellschaft voranbringt, Marxismus pur. Da wird dann auch davon ausgegangen, dass die Menschen ihre Liebe zur Arbeit genau so ausleben werden, dass auch alles was die Menschen zum Leben (und mehr) brauchen selbstverständlich hergestellt wird.
Sozialismus heisst also, dass alle beim Strassenkehren einen Ständer haben, und es Rumpsteaks mit Kroketten und grüner Pfeffersauce regnet.
[/QUOTE]
Das ist die Ideologie der SPD, welche ich als kapitalistische Partei betrachte, jedoch nicht die Ideologie von Kommunisten und Anarchisten. Falls das Marxismus sein soll, hätte ich das gerne belegt. Marx war eher Analytiker und Kritiker anstatt "Arbeit mit Liebe" zu fordern. Nebenbei bemerkt ist alles Leben Arbeit. Egal was jemand macht, selbst wenn man schläft, und dabei spielt die Produktivität keine Rolle. Wenn Parteien wie die SPD von Arbeit reden beziehen sich jedoch immer nur auf Lohnarbeit welches sie propagandistisch synonym zu Arbeit verwenden. Wenn sie mehr Arbeitsplätze versprechen meinen sie damit mehr Lohnarbeitsplätze, und fordern mehr Sklaverei. Sie sind sogar davon überzeugt, daß Lohnarbeit das Allheilmittel für viele Probleme sei, obwohl es eine Hauptursache für die meisten Probleme ist. Man vergleiche die SPD aber auch andere etablierte Parteien damit und man gelangt vielleicht zu erschreckend vielen Übereinstimmungen:
[QUOTE]
In den 1990er Jahren entwickelte der italienische Faschismusforscher Emilio Gentile eine zehn Punkte umfassende Definition des Faschismus, die dessen bestimmende Merkmale einer organisatorischen, einer kulturellen und einer institutionellen Dimension zuordnete:[11]

„Die Definition, die ich vorschlage, beruht auf drei in Verbindung zueinander gesetzten Dimensionen: es handelt sich um die organisatorische, die die soziale Zusammensetzung, die Struktur, den Lebensstil und die Kampfmethoden der Partei betrifft, die kulturelle, in der es um das Menschenbild und die Ideen von Masse und Politik geht, sowie schließlich um die institutionelle Dimension, die den Komplex jener Strukturen und Beziehungen meint, aus denen sich das faschistische Regime ergibt.“

– Emilio Gentile

Nachfolgend sind – orientiert an den von Gentile vorgeschlagenen Dimensionen – einige typische Elemente faschistischer Strömungen dargestellt, wie beispielsweise

- das Führerprinzip,
- der Totalitätsanspruch,
- der am Militär orientierte Parteiaufbau,[12]
- eine kulturstiftende, auf Mythen, Riten und Symbolen basierende, irrationale weltliche Ersatzreligion,
- eine korporative, hierarchische Wirtschaftsorganisation,
- sowie ein totalitäres, in Funktionshierarchien denkendes Gesamtmodell der Gesellschaft.
[/QUOTE]
- Führerprinzip - ja (zB Bundeskanzler, Parteioberhaupt)

- Totalitätsanspruch; wird angestrebt, siehe zB Ausbau des Überwachungsstaates und Einsätze der Polizei zur Niederschlagung von Demonstrationen

- der am Militär orientierte Parteiaufbau - falls damit strenge Hierarchien gemeint sind, JA !

- eine kulturstiftende, auf Mythen, Riten und Symbolen basierende, irrationale weltliche Ersatzreligion, - Absolut, siehe die Ersatzreligion Lohnarbeit

- eine korporative, hierarchische Wirtschaftsorganisation, - Ja, siehe zB Aufsichtsratposten und andere einflussreiche Nebentätigkeiten von Politikern in der Wirtschaft. Große Parteien sind wirtschaftliche Korporationen und hierarchisch organisiert. Je mehr Kapital ein Konzern hat, desto mehr Einfluß hat er in der Politik.

- sowie ein totalitäres, in Funktionshierarchien denkendes Gesamtmodell der Gesellschaft. - Ja. Siehe zB Bildungssystem, wo schon der Schulabschluß für den zukünftigen Beruf und Status innerhalb der Gesellschaft maßgeblich ist. Der Status und die Herkunft der Eltern, und weniger die Schulnoten (wie Studien belegen), entscheiden darüber, welche weiterführende Schule die Lehrer für das Kind in der Grundschule empfehlen.
Waldemar@Ronin

Ja, deshalb sind die Sanktionen alle rechtswidrig. Ich kann gut nachvollziehen, warum du depressiv warst und keine Kraft zum Wehren hattest. Darauf hoffen sie ja auch..

Ich kann trotzdem nur jedem empfehlen grundsätzlich KEINE EVG zu unterschreiben. Gegen Verwaltungsakt sofort Widerspruch einlegen und beim Sozialgericht aufschiebene Wirkung beantragen.

Es ist sehr wichtig so zu Handeln, da aktuell die Quoten erhöht worden sind.

Die Sanktionen des Jobcenters richten sich folglich nicht mehr danach, ob tatsächlich die Voraussetzungen vorliegen, sondern danach ob die Quote noch zu erfüllen oder bereits überschritten ist.

Dies lässt sich auch statistisch belegen: Im Jahr 2009 waren beispielsweise 36,2 % der Widerspruchsverfahren und 53,6 % der Klagen gegen Sanktionsbescheide erfolgreich!!

Grundsätzlich ist folgendes Urteil maßgebend:

BGH, VII ZB 7/11, 13. Oktober 2011

(1) Der Gesetzgeber hat jedem nach dem Sozialstaatsgebot ein menschenwürdiges Existenzminimum zu sichern (BVerfG, NJW 2010, 505 Rn. 133). Dementsprechend hat er in § 850f Abs. 2 ZPO bestimmt, dass dem Schuldner so viel zu belassen ist, wie er für seinen notwendigen Unterhalt bedarf. Die Regelleistungen nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch stellen nach der Wertung des Gesetzgebers das "soziokulturelle" Existenzminimum dar (BT-Drucks. 15/1516, S. 56) und sind damit dem notwendigen Lebensunterhalt gleichzusetzen.

Mit den Lebensmittelgutscheinen, wollen die Jobcenter suggerieren, dass das Existenzminimum noch gewahrt bleibt.

Viele Gerichte entscheiden hier unterschiedlich.

Im Zweifel immer Hilfe suchen und sich wehren...
ElementarsatzMal eine Frage an die H4er: Warum lasst ihr euch nicht einfach krank schreiben? Warum geht ihr nicht zum Psychiater und sagt, dass ihr jeden Tag eine Flasche Wodka trinkt und permanent an Selbstmord denken müsst?

Ich denke, die vom Jobcenter würden euch ziemlich schnell in Ruhe lassen :)

Nicht, dass ich dieses Verhalten moralisch empfehlen will, aber wenn ich ohne eigene Schuld in das H4-System gelangen würde und keine Lust auf die sinnlose Gängelung hätte, dann würde ich es vielleicht so machen.
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
[B]Mal eine Frage an die H4er: Warum lasst ihr euch nicht einfach krank schreiben? Warum geht ihr nicht zum Psychiater und sagt, dass ihr jeden Tag eine Flasche Wodka trinkt und permanent an Selbstmord denken müsst?

Ich denke, die vom Jobcenter würden euch ziemlich schnell in Ruhe lassen :)

Nicht, dass ich dieses Verhalten moralisch empfehlen will, aber wenn ich ohne eigene Schuld in das H4-System gelangen würde und keine Lust auf die sinnlose Gängelung hätte, dann würde ich es vielleicht so machen. [/B][/QUOTE]

Das ist mal ein guter Tip, man kann aber nach Bedarf auch andere "Gründe" nennen... z.B. ich sehe überall weisse Mäuse etc. ich kann meine Wohnung nicht verlassen... ach da gibt es sooo viele Gründe, warum man eben einfach nicht arbeiten KANN.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von Wüstenblume [/i]
[B]Das wäre doch besser als wenn die meißten keinen Bock auf die Arbeiten haben.Was soll daran falsch sein? [/B][/QUOTE]

Das [I]wäre[/I] möglicherweise besser, aber es ist nicht so. Es wäre auch besser, wenn irgendeine höher Macht dir dein Futter und alles was du sonst gerne hättest à la carte serviert, du dich vornehmlich dem Feiern und Vögeln widmen könntest und du- wenn du schon mal was tust- für jeden Scheiss, den du dir ausdenkst, das Köpfchen gestreichelt bekommst. Dann bist du Paris Hilton. Oder ein gut gehaltener Hamster. Je nachdem.
Nur: es ist halt nicht so.

Falsch an der Überlegung ist eben, dass davon ausgegangen wird, dass ein jeder Arzt, ohne die soziale Besserstellung und das gesellschaftliche Ansehen, weiter praktizieren, jeder Bäcker, auch wenn alles um ihn herum dem Müsiggang frönt, morgens um 3 aufstehen, und den Leuten ihr Brot backen und jeder Müllmann voller Lust und Elan weiter deinen Müll abholen, wird.
Dass selbsternannte (und gleichzeitig nicht anerkannte) Künstler gerne die Zukunft im Sozialismus sehen, oder auch verkrachte Literaten, glaube ich gerne. Denn sie haben ein Hobby, und möchten dieses gewürdigt wissen. Genauso wie Soziologen, die die Gesellschaft als ihren Spielzeugkasten betrachten, und es gerne als Beitrag zum Gemeinwohl verstanden haben wollen, dass sie den Menschen "umformen"- pervers!

Aber, nur dass wir uns nicht falsch verstehen, ich habe kein Problem damit, wenn jemand keinen Bock auf Arbeit hat. Er kann gerne damit aufhören. Nur sehe ich mich da dann aber sozial nicht in der Pflicht, ihn mitzutragen, denn die dann folgende Situation ist selbstverschuldet.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Was genau betrachtest du denn als Halbwissen und Selbstwidersprüchlichkeit ? Ich finde den Brandbrief und allgemein Ralf Boes, sehr intelligent, logisch, und konsequent.[/QUOTE]

Ja das glaube ich dir, dass du das findest ;)

zur Widersprüchlichkeit:

Boes behauptet, die Arbeitslosensituation heute liege an den Produktionsbedingungen, da, seiner Ansicht nach, die Produktion heute die Arbeitskräfte gar nicht mehr brauche, da der Arbeitsmarkt gesättigt sei. Daraus wiederum folgert er, dass alle Arbeit, die ihm vermittelt wird, sinnlose Arbeit sei, da sie ja nicht gebraucht würde, und somit künstlich generiert sei.
An anderer Stelle widerspricht er diesen Ausführungen, indem er davon spricht, dass die Leute wegen Hartz 4 in die Schwarzarbeit gingen, womit er unfreiwillig zugibt, dass es sinnvolle Arbeit gibt, denn wer würde denn einen Schwarzarbeiter bezahlen, den er gar nicht braucht?

Ein weiterer Widerspruch ist ein moralischer. Er lässt sich ewig darüber aus, wie menschenverachtend und entwürdigend die Hartz-Gesetzgebung doch sei, nur um an anderer Stelle auszuführen, dass Hartz 4 in den siebziger und achziger Jahren das richtige Instrument gewesen wäre, aber eben nicht mehr zu den Produktionswirklichkeiten passe.
Der Widerspruch hier ist geradezu bösartig, denn er behauptet damit, dass die Menschen vergangener Jahrzehnte durch die selben Maßnahmen genau richtig behandelt worden wären, also, aus seiner Sicht, nicht Träger der gleichen Grundrechte, wie die Leute heutzutage gewesen seien. Aber natürlich sind diese Grundrechte die selben. Insofern ist sein Moralismus widersprüchlich.

Zum Halbwissen:

Das Halbwissen erstreckt sich über jeden einzelnen Artikel des GG, den er anschneidet. Sie alle sind in diesem Forum schon diskutiert worden, und die Eigenwilligkeit der Berufung auf diese Grundrechte aufgezeigt worden. Dabei ist anzumerken, dass so mancher in diesem Forum, der Grundrechtsverletzungen zu erkennen glaubte, besser (letztlich aber nicht überzeugend) argumentiert hat, als dieser Vollpfosten Boes. Der Typ ist ein Witz.
Ich gestehe ihm einen kleinen Punkt zu, und der betrifft das Zitiergebot im Bezug auf die Einschränkung der Freizügigkeit. Das wäre eine Einschränkung nach Art. 11 II GG, die zwingend die Berücksichtigung von Art. 19 I ergibt. Sollte es- ich weiß nicht, ob dem so ist- unterlassen worden sein, im Sozialgesetz ausdrücklich Bezug auf Art 11 II GG zu nehmen, dann läge hier ein Formfehler in der Sozialgesetzgebung vor, der zur Ungültigkeit der entsprechenden Paragraphen führen würde- zumindest bis der Formfehler behoben ist.
Nur (um mal zur Moral zurückzukehren): Ist es so, dass himmelschreiendes Unrecht vorliegt, welches angeblich einen Menschen vernichten soll, nur weil an einer Stelle des Gesetzes ein Halbsatz fehlt, der Bezug zum GG herstellt? Es würde bedeuten, dass sobald der Halbsatz eingefügt wurde, die selben Maßnahmen plötzlich legitim und absolut i.O. sind. Die Diskrepanz liegt hier wohl eher im Einsatz der Moralkeule, wo doch nur ein Formfehler vorliegt. In der Sache würde sich nichts ändern.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
Das ist die Ideologie der SPD, welche ich als kapitalistische Partei betrachte, jedoch nicht die Ideologie von Kommunisten und Anarchisten. [/QUOTE]

Wenn ich es richtig im Kopf habe, gibt es so um die 340 verschiedene Sozialismusdefinitionen. Dass du, als Totalitarist, nur eine oder eine Handvoll davon akzeptierst, kann sich natürlich nicht so niederschlagen, dass man das so hinnimmt.
"Gleichheit - Gerechtigkeit - Solidarität", das sind die Schlagworte, die so oder ähnlich von allen Sozialisten formuliert werden, und das etablieren einer Gesellschaftsordnung, die dieses anstrebt und sich als Gegenentwurf zu Smiths' Wirtschaftsordnung versteht, ist dann eben Sozialismus.

Die unglaubliche Vielfalt der Ausprägungen lässt keine Aussage zu, ob Sozialismus nun global (kommunistisch), national (nationalsozialistisch) oder regional (oft anarchistisch oder syndikalistisch) zu etablieren ist, und ob eine abweichende Haltung den Sozialismusbegriff ausschließt. Ebenso wenig ist das Vorhandensein einer Staatlichkeit (Anarchismus vs. Kommunismus) festgelegt, oder wie das jeweilige "Sozialistische Wesen", das diese Gesellschaft bevölkern soll nun geschaffen werden soll, ob nun durch Erziehung, sich aus der neuen Gesellschaft selbstentwickelnd oder eben durch Rassenzucht (NS) bzw. Lyssenkoismus (UdSSR).
Auch, ob nun Reform oder Revolution zum Ziel führen soll, ob es demokratisch oder autoritär geleitet werden soll und ob man sich auf seinem Weg zum Ziel von ideologischen Feinden alimentieren lassen darf (wie Lenin durch das Kaiserreich oder Hitler durch reiche Etablierte), ist nicht im Begriff "Sozialismus" festgelegt. Nur so nebenher: Auch die Afa lässt sich vom- angeblich faschistischen- Staat finanzieren, und nennt das dann "das System ausnutzen" ;)

[QUOTE]Falls das Marxismus sein soll, hätte ich das gerne belegt. Marx war eher Analytiker und Kritiker anstatt "Arbeit mit Liebe" zu fordern.[/QUOTE]

Ich habe auch nicht gesagt, dass Marx das formuliert hat, sondern dass diese Ansicht "Marxismus pur" sind. Da ein Herr Marx ja davon ausgeht, dass im Kommunismus alle Menschen tun werden, was sie wollen, aber wenn sie es tun, genau das tun werden, was die kommunistische Gesellschaft zum existieren benötigt (wie Ameisen eben), ist das Bild von "Liebe zur Arbeit" und "Arbeit aus Liebe" in jedem Falle richtig. Da diese gedachte Gesellschaft ja wie eine große Familie sein soll, ist das Bild des Werktätigen in dieser Gesellschaft analog zum Mutterbild idealisiert. So wie die liebende Mutter ihrer Familie den Kuchen bäckt, so soll dann das "Sozialistische Wesen" aus tiefer Überzeugung und Zuneigung zu seinen sozialistischen Mitwesen, tun was nötig ist, dass die Gesellschaft mit allem versorgt ist, was sie benötigt. Es sollen dabei (das verspricht Marx so!) die Bedürfnisse der Sozialistischen Wesen befriedigt, neue Bedürfnisse geschaffen und jene wiederum befriedigt werden.

Ich werde mich an dieser Stelle jetzt aber nicht laienpsychologisch darüber auslassen, ob die Sehnsucht nach dieser "liebenden Gesellschaft" nicht vielleicht die Folge von zerrütteten Familien ist, aus der die Befürworter stammen.

[QUOTE]Nebenbei bemerkt ist alles Leben Arbeit. Egal was jemand macht, selbst wenn man schläft, und dabei spielt die Produktivität keine Rolle. [/QUOTE]

Ich weiß... du willst Geld fürs Schlafen. Schon kapiert ;)



Und jetzt kommt mal wieder dein Halbwissen. Eine Fingerübung für mich :D :


[QUOTE]- Führerprinzip - ja (zB Bundeskanzler, Parteioberhaupt)[/QUOTE]

Führerprinzip bedeutet, dass eine einzelne Person oberste Autorität [i]aller[/i] und wirklich [i]aller[/i] gesellschaftlichen, politischen und militärischen Instanzen, ohne dass es ein kontrollierendes Organ oder eine Möglichkeit der Absetzung gibt.

Fazit: Liegt nicht vor.

[QUOTE]- Totalitätsanspruch; wird angestrebt, siehe zB Ausbau des Überwachungsstaates und Einsätze der Polizei zur Niederschlagung von Demonstrationen[/QUOTE]

Totalität bezeichnet bzw. behauptet das Innehaben der allumfassenden und daher alleinigen Wahrheit. Witzig: die Inanspruchnahme dieses Prinzips haben wir wörtlich bei Marx. Ein gelegentlich genannter Kritikpunkt ;) Er ist aber auch Bestandteil weiterer philosophischer Lehren.

Ich kann dieses Prinzip aber nicht bei der SPD (oder unserem System) erkennen.

Fazit: Liegt nicht vor.

[QUOTE]- der am Militär orientierte Parteiaufbau - falls damit strenge Hierarchien gemeint sind, JA ![/QUOTE]

NEIN! Die Fasci di Combattimento waren insofern (und genau das war gemeint) am Militär orientiert, als dass sie eben wie eine Armee aufgebaut waren:

Zona = Division
Legione = Regiment
Coorte = Bataillon
Centuria = Kompanie
Manipolo = Zug
Squadra = Gruppe

Dabei entsprachen:

3 squadre = 1 manipolo
3 manipoli = 1 centuria
3 centurie = 1 coorte
3 coorti = 1 legione
3 legioni = 1 divisioni oder
3 legioni oder mehr = 1 zona

Innerhalb dieser Einheiten gab es entsprechende Dienstgrade, die ebenfalls vom Militär inspiriert waren.
Mussolini fasste die Fasci dann in der Partito Nazionale Fascista, also der Faschistischen Partei, zusammen. Damit war die militärische Organisation auch Struktur der Partei geworden.
Nach diesem Vorbild strukturierte sich dann auch die NSDAP, und übernahm damit eines von mehreren faschistischen Elementen.

Ähnliches gibt es aber in der SPD nicht. Die Struktur ist eine zivilparteiliche, und noch nicht einmal die NPD strukturiert sich so.

Fazit: Liegt nicht vor.

[QUOTE]- eine kulturstiftende, auf Mythen, Riten und Symbolen basierende, irrationale weltliche Ersatzreligion, - Absolut, siehe die Ersatzreligion Lohnarbeit[/QUOTE]

Lohnarbeit ist keine Religion. Sie ist ein Prozess des Schaffens und Beitragens zur Gesellschaft. Außerhalb des Arbeitsalltags spielt sie keine Rolle, weshalb von "Religion" erst recht keine Rede sein kann. Auch ist Arbeit nicht irrational, denn die Folge des allgemeinen Nichtarbeitens wäre der Hungertod.
Schmarotzertum ist übrigens auch nicht irrational, aber es muss andererseits nur deswegen nicht unbedingt akzeptiert werden.

Irrational ist hingegen eine maßlose Anspruchshaltung, kombiniert mit der Zurückweisung jeglicher Verpflichtung. Alle Rechte, ohne Pflichten, also.

In unserer Gesellschaft ist das von dir beschriebene aber nicht auffindbar. Es ist wohl sowieso nur ein Versuch den speziell von Stalin geprägten Marxismus als Politische Religion zu relativieren. Da du gerne stalinistische Prinzipien als Wahrheit verkaufst (siehe Dimitroff), hilft dir da dein beharren darauf, du hättest damit nichts am Hut auch nicht weiter.

Ach ja, und:

Fazit: Liegt nicht vor.

[QUOTE]- eine korporative, hierarchische Wirtschaftsorganisation, - Ja, siehe zB Aufsichtsratposten und andere einflussreiche Nebentätigkeiten von Politikern in der Wirtschaft. Große Parteien sind wirtschaftliche Korporationen und hierarchisch organisiert. Je mehr Kapital ein Konzern hat, desto mehr Einfluß hat er in der Politik.[/QUOTE]

Korporationen sind etwas anderes, Ronin. Gemeint sind widerstreitende Körperschaften, die über Gesandte miteinander verhandeln. Bei autoritären Korporatismus sitzt dabei die Partei mit am Tisch, und dient als Schiedsrichter. Bei demokratischen Korporatismus setzt der Staat lediglich einen Rahmen, und entwaffnet die Korporationen (restriktives Streikrecht einerseits, und starker Kündigungsschutz andererseits). Es war übrigens Schröder, der das Prinzip schwächte, indem er den Kündigungsschutz lockerte, und es waren die Kleinstgewerkschaften (GdL etc), die ad adsurdum führten.
Beides ist hinreichend beklagt worden, möchte ich meinen.

Im autoritären Korporatismus im NS-Regime, sah das übrigens so aus:

- Deutsche Arbeitsfront (Gewerkschaft) vs Industrielle (mit zunehmender Kontrolle der Betriebe durch Görings Vierjahrespläne, wurde dann die jeweilig zuständige NS-Institution zur widerstreitenden Korporation)

- Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund vs Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund

- Nationalsozialistischer Deutscher Lehrerbund vs Nationalsozialistischer Deutscher Schülerbund

usw.

Korporatismus in einer Demokratie wird hingegen per Gesetz, und nicht per Gleichschaltung organisiert. Korporationen können sich jeweilig frei bilden, und die Politik ist allenfalls als beratend zu verstehen- wenn sie überhaupt zugelassen wird.

[QUOTE] sowie ein totalitäres, in Funktionshierarchien denkendes Gesamtmodell der Gesellschaft. - Ja. Siehe zB Bildungssystem, wo schon der Schulabschluß für den zukünftigen Beruf und Status innerhalb der Gesellschaft maßgeblich ist. Der Status und die Herkunft der Eltern, und weniger die Schulnoten (wie Studien belegen), entscheiden darüber, welche weiterführende Schule die Lehrer für das Kind in der Grundschule empfehlen.[/QUOTE]

Dies ist aber kein gesellschaftliches Gesamtmodell, und außerdem ist es nicht funktionshierarchisch. Du beklagst hier eher die Folgen der Nichtwahrnehmung von Möglichkeiten. Wie an anderer Stelle (bei CII), glaube ich) bereits dargelegt gibt es keine feste Hierarchie. Manche habens schwerer, andere habens leichter. Wer sich nicht bewegt hat sowieso selten Möglichkeiten. Von einem festgefügten Gesellschaftsmodell zu sprechen, ist hier unsinnig. Es trifft sogar nur bedingt auf das NS-Regime zu, da nach der "Sortierung" der Mitglieder und Ohneglieder der sog. Volksgemeinschaft, wurden (wie auch im Realsozialismus, doch nicht im Italienischen Faschismus) starke Egalitätsbestrebungen für die Masse der "Volksgenossen" angestellt.

So auch hier: Fazit: Liegt nicht vor.


Deine Faschismusdefinition ist nicht anwendbar. Allerdings musst du dich über deinen missglückten Ausflug in die Sachlichkeit (du hast dich ernsthaft bemüht, dich mit Faschismus zu befassen) nicht grämen. Schließlich bleibt dir ja noch Stalins Dimitroff :)
Kampfsau[QUOTE]Das H4 eigentlich "alle" betrifft, scheinst Du nicht zu bemerken, oder? [/QUOTE]

Dann sagen wir es mal so, ich will selber nicht von Hartz 4 zur Bestreitung meines Lebensunterhaltes abhängig sein. Davor ist niemand gefeit aber man kann doch drauf hoffen.


[QUOTE]Du findest das lächerlich, ich finde es logisch. Sicherlich gibt es faule Menschen, allerdings ist das ein relativer Begriff, der sich an anderen, sich selbst als fleissig bezeichnenden Menschen mißt.[/QUOTE]

Relativ ist das schon, manchen ist es schon zuviel die 500 Meter zum Supermarkt zu Fuß zu laufen, anderen ist Vollzeit arbeiten zuviel.


[QUOTE]Andererseits beschreibst du mit den Faulen, die keinen Bock haben, etwas für andere Menschen zu tun, auch gewinnorientierte, egoistische Kapitalisten, was jedoch nicht auf alle Kapitalisten zutrifft. Aber dieser, beschriebene Typus ist ziemlich weit verbreitet, und das nicht nur in der "Oberschicht".[/QUOTE]

Ich habe nie geschrieben, dass ich diese Form der Ausbeutung der Arbeitskraft anderer gut heiße. Ich bin auch für Gewerkschaften, gerechte Löhne usw aber warum sollte ich das auf kleiner Ebene auf einmal bewundern?

[QUOTE]Und was ist daran für dich lächerlich ? Ich würde zu den psysischen Bedürnissen, auch noch sonstige Bedürfnisse hinzufügen, weil es ohne die eine völlig unzureichende Existenz wäre, die für mich kaum Bedeutung hätte. Ich stimme völlig damit überein, daß man durch Hunger und das Essen der Backwaren eines Bäckers, diesem Bäcker Sinn für seine Tätigkeit gibt.[/QUOTE]

Der Sinn der Arbeit ist im Großen und Ganzen andere zu füttern. Nur was ich meine ist, dass Herr Boes von Technisierung redet, die ja irgendwie fast alle Arbeit überflüssig macht aber durch sowas Banales wie Hunger und einen Bäckerbesuch kommt er in der Realität an. Es müssen einfach immer irgendwelche Leute arbeiten, entweder solche die die Maschinen bedienen,überwachen, reparieren, programmieren usw und in diesem Fall brauchts halt Bäcker die Brötchen backen.

Herr Boes selber wäre sich viel zu schade, auch nur einen Tag in einer Backstube zu helfen, Brötchen zu packen usw. Und mal ehrlich, die meisten Bäcker haben doch auch keinen Bock um 3 Uhr aufzustehen , 3-4 Brötchen mehr zu backen und diese Kunden dann noch durch eigene Steuergelder mitzufinanzieren, die nicht nur gewerblich, nicht am Wohl der Gesellschaft teilnehmen sondern es mitunter nichtmal ehrenamtlich tuen.

Herr Boes tut aber so, als sollten die Bäcker auch noch dankbar sein aber sie sind es nicht, sie empfindet das eher als ungerecht und das sehr berechtigt.

Und auch eine Krankenschwester wird den schwerkranken Alkoholiker versorgen aber sie wird nicht unbedingt dankbar dafür sein, dass dieser ihr Mehrarbeit macht und sie dafür z.B. weniger Zeit für die Leukämiekranke 14 Jährige 2 Zimmer weiter hat, die tatsächlich noch Wünsche und Träume hat.



[QUOTE]Ich schätze, daß dir ein paar Jahre Hartz-IV in Bezug auf Erfahrungswerte hilfreich sein würden. Ein paar Wochen reichen dazu nicht aus. Wieso willst du denn überhaupt den Bezug von Hartz-IV vermeiden ?[/QUOTE]

Ich bin nicht interessiert, es ist nicht so, dass ich furchtbar gerne arbeite und sonst nichts Besseres zu tun wüsste aber zumindest bin ich jetzt noch in einer Situation in der ich das Thema meiner beruflichen Arbeit meinen persönlichen Interessen entsprechen lassen kann und auch Sinn in dieser sehe und ich weiß, wozu ich das mache und für wen.

Ein weiterer Grund ist, dass ich finanziell deutlich besser darstehe und ich weit mehr als nur meine grundlegenden Bedürfnisse befriedigen kann und folglich andere finanzielle Gestaltungsmöglichkeiten für mein Leben habe als du wahrscheinlich.

Außerdem macht mir meine Arbeit zwar nicht durchgehend aber doch größtenteils Freude. Ich bin nicht grenzenlos gestresst, geistig nicht absolut unterfordert und arbeite mich auch nicht kaputt.Darum hoffe ich auch, dass es so bleibt.

Hartz 4 bedeutet weniger finanzielle Möglichkeiten, mehr materielle Abhängigkeit und je länger es andauert, weniger Möglichkeit der Selbstbestimmung.

Das System momentan ist nicht das Beste das man haben könnte, wäre aber vermutlich auch nicht besser, wenn es komplett zwanglos und bedingungslos wäre.

Natürlich kann man sich über die Gesellschaft auskotzen und sich dieses und jenes erhoffen aber irgendwann wird man sich wohl doch in der Realität wiederfinden. Und dann merkt man , dass man einiges fordern kann aber kaum etwas davon eintritt.Ein anderer Weg ist der, aus seinem Leben und den vorhanden Möglichkeiten, dass Beste zu machen.

Und dann bin ich lieber ein "Systemkomformer Mitläufer" als so eine traurige, deprimierte Gestalt, die hinter jedem Schatten einen Feind vermutet und ständig gegen Windmühlen kämpft.

Zwischen Wahlstreetknecht und Arbeitslosen gibt es doch noch einen ganzen Haufen verschiedener Schicksale .
stefanielUnter diesen Bedingungen gehörst du einer Riege an Menschen an, die sich wirklich glücklich schätzen können.
Natürlich íst jeder seines Glückes Schmied - zumindest in begrenztem Maße. Aber dass Du mit Deinem Job einiges verdienst und Dich damit auch verwirklichen kannst, ist natürlich ein Segen.
adabsurd" Ich beanspruche ein unbedingtes Recht auf ein freies, selbstbestimmtes Leben, welches ich einer von mir selbst gewählten, mir selbst sinnvoll erscheinenden und mir nicht von außen vorgeschriebenen Tätigkeit widmen darf – auch wenn ich durch die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse gezwungen bin, dafür Hartz IV in Anspruch zu nehmen."
Quelle: [url]http://www.grundrechte-brandbrief.de/[/url] Kurzbeschreibung 2. Absatz
Aus: Ralph Boes, "Die Menschenwürde ist unantastbar - Brandbrief eines entschiedenen Bürgers"


Mehr muss ich von diesem Parasiten nicht lesen. Wer selbst die simpelsten Folgen seines eigenen Anspruchsdenkens nicht erkennt und/oder deren offenkundige Ungerechtigkeit einfach zu eigenen Gunsten übergeht, der ist entweder intellektuell minderbemittelt und/oder unverschämt, jedenfalls ist er es nicht wert, dass man sich ernsthaft mit ihm beschäftigt wenn es um die Modellierung von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen geht.

Es ist doch ganz simpel wenn man mal die ganzen begrifflichen Nebelschwaden und die aus unserer Dekadenz und Abgehobenheit resultierenden Verklausulierungen weglässt:

Wem gegenüber können wir Menschen denn Rechte beanspruchen? Doch wohl nur anderen Menschen gegenüber!

1.) Wenn alle Menschen gleiche Rechte haben sollen, müssen wir uns diese Rechte also gegenseitig gewähren.

2.) Daraus folgt zwingend, dass wir alle letztlich nur das Recht haben, von allen anderen Menschen in Ruhe gelassen zu werden. Nicht mehr und nicht weniger.

3.) Denn ein vermeintliches Recht darauf, seine Existenz von anderen Menschen gesichert zu bekommen, würde ja bedeuten, dass diese anderen Menschen dazu verpflichtet sind dies zu leisten. Nur so kann das Recht auf der anderen Seite ja umgesetzt werden. Somit wäre also auch derjenige der dieses Recht in Anspruch nehmen möchte selbst dazu verpflichtet, was natürlich die Sache ad absurdum führt.

Ganz allgemein betrachtet kann man sagen, dass jedes weitere vermeintliche Recht (ausser Punkt 2) nicht umsetzbar ist, da es eine Verpflichtung AUCH der beanspruchenden Person bedingt, sofern alle Menschen über gleiche Rechte verfügen sollen.

Jedes weitere "Recht" ist also letztlich eine freiwillige Angelegenheit aufgeklärter humaner Gesellschaften. Dabei wird berücksichtigt, dass ungleiche Möglichkeiten (durch ungleiches Verhalten hervorgerufen) bestehen und dass also eine gweisse Umverteilung möglich ist. Wer aber von diesen Leistungen profitieren möchte, muss sich dem entsprechenden Regelwek unterwerfen, denn sonst ist der Willkür Tür und Tor geöffnet. Sonst überbieten sich die Menschen bald gegenseitig in ihrer vermeintlichen Bedürftigkeit. Einfach zu einem bestimmten Zeitpunkt hinzugehen und darauf zu verweisen, dass es da ja welche gibt die was abgeben können, berücksichtigt in völlig ungerechter und weltfremder Weise nicht, dass diese Manschen dies in aller Regel durch harte Arbeit, Verzicht und sonstige Anstrengungen erreicht haben. Ja, IN ALLER REGEL IST DAS SO, da können die ganzen Sozis hier noch so sehr auf Ausnahmen verweisen. Diese bestätigen nur die Regel. Wem also das Regelwerk rund um diese freiwilligen - WEIL LOGISCH NICHT AUS ALLGEMEINEN GLEICHEN RECHTEN ALLER MENSCHEN HERLEITBAREN !!! (siehe oben) - Leistungen nicht passt, soll sich selbst versorgen. Wer glaubt ein Recht darauf zu haben, sich versorgen zu lassen aber im Gegenzug keinerlei eigene Leistungen zu erbringen, ist geradezu aberneuerlich UNVERSCHÄMT. Letztlich will derjenige also andere Menschen dazu zwingen, gewisse Pflichten zu erbringen (die sich aus seinen vermeintlichen Rechten direkt und zwingend ableiten, s.o.), die er selbst nicht zu erbringen bereit ist. Wofür hält man sich, wenn man so denkt? Gott, Kaiser, König? Oder ist man nicht vielleicht ein Fall für die Klapse oder für einen gehörigen Tritt in den Ar...?

ich hab´s schon mal erwähnt. Solche Menschen sind verklausulierte Räuber. Sie wollen sich in etatistischer Manier den Staat als sich selbst legalisierenden Räuber vor ihren Karren spannen. Sollen diese feigen Jammerlappen doch höchstselbst vorstellig werden bei Denjenigen, von denen sie glauben etwas zu bekommen zu haben. Sie sollen bitte bei mir anfangen! :-)
Catweazle[QUOTE][i][/i]
[B]


Die Sanktionen des Jobcenters richten sich folglich nicht mehr danach, ob tatsächlich die Voraussetzungen vorliegen, sondern danach ob die Quote noch zu erfüllen oder bereits überschritten ist.

Dies lässt sich auch statistisch belegen: Im Jahr 2009 waren beispielsweise 36,2 % der Widerspruchsverfahren und 53,6 % der Klagen gegen Sanktionsbescheide erfolgreich!!


[/B][/QUOTE]

Logisch.Der Umverteilungsgenerator kann nur umverteilen was nach Prüfung von
Beiträgen,Steuern und Kreditaufnahmen noch im Topf ist. Das wird an die Geschäftsstellen verteilt.


[QUOTE]Im Zweifel immer Hilfe suchen und sich wehren... [/QUOTE]
Tja, das nennt man glaube ich Leben.

Alles relativ normal.
Eine ordentliche Empörungserektion krieg ich leider nicht zusammen.
Waldemar[QUOTE]Tja, das nennt man glaube ich Leben.[/QUOTE]

Tja.. wenn man um sein "Leben" bzw. sein überleben ständig einklagen muss, und/oder sich deswegen ständig bei Anwälten, Sozialstation usw sich aufhalten muss... muss man das nicht unbedingt "Leben" nennen.

[QUOTE]Eine ordentliche Empörungserektion krieg ich leider nicht zusammen.[/QUOTE]

Was mir relativ scheissegal ist.. ob du dich empörst oder peng!
adabsurd[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Tja.. wenn man um sein "Leben" bzw. sein überleben ständig einklagen muss, und/oder sich deswegen ständig bei Anwälten, Sozialstation usw sich aufhalten muss... muss man das nicht unbedingt "Leben" nennen.
[/B][/QUOTE]

Statt den Allerwertesten immerhin hoch zu kriegen hin zu diesen etatistischen Mama und Papa Ersatzfiguren, bei denen man sich in immerhin komplizierten und somit vorbereitungsintensiven Prozederes formgerecht, sprich arbeitsintensiv, darüber beschwert, dass einem die anderen Kinder im Sandkasten nicht weisungsgerecht die Förmchen und Sandkuchen überlassen, könnte man selbigen ja vielleicht auch mal hochkriegen bzw. den Kopf aus dem Sand nehmen, um endlich zu kapieren, dass die Anderen auch nichts geschenkt bekommen und dass einem das Leben generell nichts schenkt und man auch keinen Anspruch darauf hat dass sich dies je ändert, es sei denn vielleicht irgendeiner eingebildeten Geisterfigur gegenüber, an die man sich dann aber auch bitte direkt wenden sollte, dies bitteschön privat und möglichst störungsfrei für alle Anderen, denn diese haben ein Recht darauf, einfach in Ruhe gelassen zu werden, insbesondere von parasitären Anspruchs-Arschlöchern, wie sie unsere Überflusszeiten sozusagen als dekadentes Abfallprodukt haufenweise erzeugt haben, samt zugehöriger "Industrie" voller dauerempörter Pseudogutlingen, die letztlich auch nur Schmarotzer sind. :-)

Das alles hat die Welt noch nicht gesehen - und sie wird es natürlicherweise auch wieder rauskotzen. Ist nur ´ne Frage der Zeit. :-)
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von adabsurd [/i]
um endlich zu kapieren, dass die Anderen auch nichts geschenkt bekommen und dass einem das Leben generell nichts schenkt [/QUOTE]

Aber das stimmt doch nicht. Es gibt allein in Deutschland zehntausende Millionenerben, denen das Leben so viel geschenkt hat, dass sie bis an ihr Ende keinen Finger krumm zu machen brauchen. Und natürlich leben auch diese Menschen von der Arbeit anderer.

[quote]
Das alles hat die Welt noch nicht gesehen - und sie wird es natürlicherweise auch wieder rauskotzen. Ist nur ´ne Frage der Zeit. :-) [/quote]
Ach weißt du. Die Geschichte hat immer mehr Phantasie als wir, und was sie auskotzen wird, weiß man immer erst hinterher.
adabsurdSolch unsinnigen Verweise auf Ausnahmen von der Regel hab´ ich doch oben bereits vorweggenommen, oder? Sie sind irrelevant! Die hauptsächlichen Finanzierer der Umlagesysteme bekommen nichts geschenkt! Fertig!

Zudem rechtfertigt ein Unrecht das andere nicht. Mal ganz grundsätzlich.

Was juckt´s Euch Neidhammel überhaupt, ob irgendjemand noch lebt oder nicht? Bekommt Ihr doch garnicht mit, wem genau in so einer Sippe jetzt was gehört.


Hast Du Kinder? Warum sollte man nicht die Seinigen anständig versorgen können, auch nach dem eigenen Tod. Das Geld wurde schliesslich verdient. Wenn, dann könnt Ihr es ja gleich versuchen den ursprünglichen Eignern abzuholen. Das würdet Ihr wohl auch am liebsten. Aber irgendwie klappt diese Art Raub so schlecht. Ist eben doch noch kein echter Sozialismus hier. Noch. Also wartet man auf das Ableben.

Dabei müssten Euch die egozentrischen Faulenzer die so ein Vermögen dann durchbringen - sicherlich eine Minderheit - ansich doch sympathisch sein. Das sind ja schliesslich keine Arbeitsfetischisten. ;-)

Oh man, das ist doch klar erkennbar der reine Neid. Aus den meisten die so daherschwätzen wie dieser Typ da mit seinem Brandbrief, würden garantiert solche Erben, der nur alles so raushauen und auf dicke Hose machen. Sozialspastiker eben. Die gibt´s ganz Oben wie ganz Unten und es ist ein Menschenschlag.
weisskreutz@ adabsurd

Elementarsatz ist wohl weit davon entfernt ein Neidhammel zu sein. Vielleicht liest du mal noch ein paar Beiträge von ihm, bevor du wahllos um dich schlägst ;)
Waldemar[QUOTE]Statt den Allerwertesten immerhin hoch zu kriegen hin zu diesen etatistischen Mama und Papa Ersatzfiguren, bei denen man sich in immerhin komplizierten und somit vorbereitungsintensiven Prozederes formgerecht, sprich arbeitsintensiv, darüber beschwert, dass einem die anderen Kinder im Sandkasten nicht weisungsgerecht die Förmchen und Sandkuchen überlassen, könnte man selbigen ja vielleicht auch mal hochkriegen bzw. den Kopf aus dem Sand nehmen, um endlich zu kapieren, dass die Anderen auch nichts geschenkt bekommen und dass einem das Leben generell nichts schenkt und man auch keinen Anspruch darauf hat dass sich dies je ändert, es sei denn vielleicht irgendeiner eingebildeten Geisterfigur gegenüber, an die man sich dann aber auch bitte direkt wenden sollte, dies bitteschön privat und möglichst störungsfrei für alle Anderen, denn diese haben ein Recht darauf, einfach in Ruhe gelassen zu werden, insbesondere von parasitären Anspruchs-Arschlöchern, wie sie unsere Überflusszeiten sozusagen als dekadentes Abfallprodukt haufenweise erzeugt haben, samt zugehöriger "Industrie" voller dauerempörter Pseudogutlingen, die letztlich auch nur Schmarotzer sind. :-) Das alles hat die Welt noch nicht gesehen - und sie wird es natürlicherweise auch wieder rauskotzen. Ist nur ´ne Frage der Zeit. :-)[/QUOTE]


LoL. Ich habe hier schon viel "absurdes" gelesen, aber deine Hypermegascheisse, die fern ab von sämtlicher Realtiät ist, topt echt alles... und das ist in diesem Forum schon eine gewissen Leistung, auf die du aber nicht Stolz sein brauchst.
Nix@adabsurd:
Geh doch mal raus bei dem schönen Oktoberwetter.
Und umarme einen Baum. Hinterher geht es Dir bestimmt besser.
Changeling II[QUOTE][i]Original geschrieben von adabsurd [/i]

[B]Solch unsinnigen Verweise auf Ausnahmen von der Regel hab´ ich doch oben bereits vorweggenommen, oder? Sie sind irrelevant! Die hauptsächlichen Finanzierer der Umlagesysteme bekommen nichts geschenkt! Fertig!

Zudem rechtfertigt ein Unrecht das andere nicht. Mal ganz grundsätzlich.

Was juckt´s Euch Neidhammel überhaupt, ob irgendjemand noch lebt oder nicht? Bekommt Ihr doch garnicht mit, wem genau in so einer Sippe jetzt was gehört.


Hast Du Kinder? Warum sollte man nicht die Seinigen anständig versorgen können, auch nach dem eigenen Tod. Das Geld wurde schliesslich verdient. Wenn, dann könnt Ihr es ja gleich versuchen den ursprünglichen Eignern abzuholen. Das würdet Ihr wohl auch am liebsten. Aber irgendwie klappt diese Art Raub so schlecht. Ist eben doch noch kein echter Sozialismus hier. Noch. Also wartet man auf das Ableben.

Dabei müssten Euch die egozentrischen Faulenzer die so ein Vermögen dann durchbringen - sicherlich eine Minderheit - ansich doch sympathisch sein. Das sind ja schliesslich keine Arbeitsfetischisten. ;-)

Oh man, das ist doch klar erkennbar der reine Neid. Aus den meisten die so daherschwätzen wie dieser Typ da mit seinem Brandbrief, würden garantiert solche Erben, der nur alles so raushauen und auf dicke Hose machen. Sozialspastiker eben. Die gibt´s ganz Oben wie ganz Unten und es ist ein Menschenschlag. [/B][/QUOTE]


...also mich juckt es ganz sicher nicht im entferntesten...da du ja zu den offenkundigen Arbeitsfetischisten dieser Welt gehörst, und dich darüber selbst zu ihren glücklichen Gewinnern zählst, dürfte dir doch ganz gleich sein, für wen du dein Leben wegwirfst -denn weggeworfen ist es sowieso längst -schon seitdem du aus dem Bauch -oder woraus auch sonst - deiner Mutter gekrochen bist...

...ob du nun für die Herrschenden rumdienerst, kriechst und malochst - oder für irgendwelche Reissäcke in China - es bleibt sich aus meiner Sicht gleich...Arbeit ist nun einmal die Ersatzreligion der Sklaven und der Nutztiere, wie du offenabar eines bist - Arbeit ist etwas für Ochsen, die man vor einen Pflug spannt - nicht mehr und nicht weniger - also genau das richtige für Leute wie dich - und ich bedauere dich keineswegs...ich bin der, der sich über eure Michel-Dummheit wieder mal - genüsslich einen Ast lacht...denn du glaubst, noch eine Zukunft zu haben - für die du das Ganze auf dich nimmst...? dann wünsche ich dir weiterhin süße Träume in rosa Michel-Traumland...Arbeit - das französische Wort "travaille" leitet sich übrigens vom lat. "tripalium" für Joch, Deichsel ab -dem Ding also, mit dem man den Ochsen - oder Sklaven - vor den Pflug, bzw. Karren spannt...also genau das,was Leute wie du, die an ihrem erbärmlichen Dasein so sehr hängen, auch verdient haben -Sklaven und Knechte zu sein...so kann es dir doch schnuppe sein, wenn irgendwelche vermeintlichen "Parasiten" von deiner Rücken-Krummbiegerei profitieren -was sie im übrigen gar nicht tun oder doch nur in wahrhaft homöopathischen Dosen - oder irgendeine fette Geldkatze im schwarzen Anzug - was stört es dich, ist doch gehupft wie gesprungen, da du eh der Dumme bist -und dabei auch noch so dumm, dass es dir noch nicht einmal auffällt...du bist wirklich lustig -aber das sagte ich dir, glaube ich, an anderer Stelle ja bereits...wirklich, wirklich zum totlachen...ich hätte übrigens keinerlei "moralische Probleme" damit, dich für meine Zwecke zu schinden - selbst, wenn es tatsächlich so wäre und nicht nur deinen Wahnvorstellungen entsprungen - da du es ja so gerne und freiwillig tust - ja, ein so so wahrhaftigerr Menschenfreund bist du - hier stehe ich nun vor dir, "der Mensch", oder wie immer du es nennen magst - für den du all das auf dich nimmst...und wenn du jetzt einwendest, ich sei ja überhaupt kein Mensch, sondern ein destruktives, verkommenes Scheusal oder Monster -auch gut, dann habe ich deiner Spezies gegenüber erst Recht keine moralischen Verpflichtungen irgendwelcher Art... -wer schaut denn schon einem geschenkten Gaul ins Maul, hm...? vor allem dann, wenn er sich selbst dieser Welt zum Geschenk darbietet -nein, nicht zum Geschenk, er möchte sich ihr zu einem möglichst guten Preis verkaufen, "Prostitution" wäre hier wohl das angemessene Wort...und jetzt verlangst du also etwas dafür, für soviel gelebte Herzensgüte ist das doch das mindeste, was man erwarten darf, hm...? aber nein -"mir geht nichts über mich", weisst du noch...?
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von adabsurd [/i]
Solch unsinnigen Verweise auf Ausnahmen von der Regel hab´ ich doch oben bereits vorweggenommen, oder? Sie sind irrelevant![/quote]

Naja, so irrelevant auch nicht, bei 800.000 Vermögensmillionären in Deutschland, von denen ein immer größerer Anteil durch Erbe entsteht.

[quote]Zudem rechtfertigt ein Unrecht das andere nicht. Mal ganz grundsätzlich. [/quote]
Wenn du noch mal genau hinguckst, wirst du feststellen, dass ich niemandem "Unrecht" unterstellt habe. Ich habe nur deine Behauptung widerlegt, das Leben würde niemandem etwas schenken.

[quote]Was juckt´s Euch Neidhammel überhaupt, ob irgendjemand noch lebt oder nicht? [/quote]
Diese Reflexhaftigkeit, mit der Menschen deines Schlages anderen Neid unterstellen, finde ich amüsant. Je älter ich werde, desto seltener werde ich von Menschen überrascht ;)

[quote]Hast Du Kinder? Warum sollte man nicht die Seinigen anständig versorgen können, auch nach dem eigenen Tod. Das Geld wurde schliesslich verdient. [/quote]
Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Verdient wurde es jedenfalls nicht von denen, die es erben. Denen wurde es geschenkt.


[quote]Wenn, dann könnt Ihr es ja gleich versuchen den ursprünglichen Eignern abzuholen. Das würdet Ihr wohl auch am liebsten. Aber irgendwie klappt diese Art Raub so schlecht. Ist eben doch noch kein echter Sozialismus hier. Noch. Also wartet man auf das Ableben.

Dabei müssten Euch die egozentrischen Faulenzer die so ein Vermögen dann durchbringen - sicherlich eine Minderheit - ansich doch sympathisch sein. Das sind ja schliesslich keine Arbeitsfetischisten. ;-)

Oh man, das ist doch klar erkennbar der reine Neid. Aus den meisten die so daherschwätzen wie dieser Typ da mit seinem Brandbrief, würden garantiert solche Erben, der nur alles so raushauen und auf dicke Hose machen. Sozialspastiker eben. Die gibt´s ganz Oben wie ganz Unten und es ist ein Menschenschlag. [/QUOTE]
Eine Bemerkung am Rande: Was cholerische Tendenzen betrifft, sehe ich zwischen dir und unserem lieben Freund changeling gewisse Ähnlichkeiten ;)

Wie gesagt habe ich niemandem Unrecht unterstellt, sondern nur deine Behauptung, das Leben würde niemandem etwas schenken, widerlegt. Allein die Möglichkeit des Erbens, aber auch die Möglichkeit, den eigenen Nachwuchs mit teuren Privatschulen und Nachhilfelehrern zu pimpen, sorgt für krasse Ungleichheiten, die einsetzen, lange bevor der Begünstigte auch nur einen Finger krumm gemacht hat.

Natürlich ist auch die Tatsache, dass wir zufällig auf der Fett-Seite des Planeten geboren wurden und nicht in der Sahelzone, ein Geschenk, für das wir nichts getan haben.

Und schließlich wären da noch angeborene Unterschiede in der Begabung und Leistungsfähigkeit, die ebenfalls kein Verdienst sind, sondern das Ergebnis einer genetischen Lotterie.

Das Leben ist voller Geschenke für die einen und voller Pech für die anderen. Allein diese Tatsache sollte einen allzu festen GLauben an "Chancengleichheit" und "Jeder ist seines Glückes Schmied" ein wenig erschüttern und begründet in meinen Augen die Notwendigkeit eines Sozialstaates.
Catweazle[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]LoL. Ich habe hier schon viel "absurdes" gelesen, aber deine Hypermegascheisse, die fern ab von sämtlicher Realtiät ist, topt echt alles... und das ist in diesem Forum schon eine gewissen Leistung, auf die du aber nicht Stolz sein brauchst. [/B][/QUOTE]

Um ehrlich zu sein, gemessen an dem Bullshit den DU hier absonderst, sollte man abadsurdums Beiträge in Gold fassen und im Wohnzimmer aufhängen und seinen Freunden zeigen.
Nein, deinen Schrott kann man niemand zeigen.

Dass du eine gewisse Fähigkeit hättest "Absurdes" zu lesen und als solches einzuordnen, ist mir eher neu.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
Der Arbeitsfetisch ist doch wohl eher so ein Sozi-Ding.
... ist dieses Geschwafel von der "Arbeit mit Liebe" die den Menschen als soziales Wesen erfüllen soll, und so die Gesellschaft voranbringt, Marxismus pur. Da wird dann auch davon ausgegangen, dass die Menschen ihre Liebe zur Arbeit genau so ausleben werden, dass auch alles was die Menschen zum Leben (und mehr) brauchen selbstverständlich hergestellt wird.
Sozialismus heisst also, dass alle beim Strassenkehren einen Ständer haben, und es Rumpsteaks mit Kroketten und grüner Pfeffersauce regnet.[/QUOTE]Du wirfst hier zwei verschiedene Dinge in einen Topf. Liebe zur Arbeit gibt es nur dann, wenn sie frei von Zwang ist. Lohnarbeit ist in der Regel nicht frei von Zwang, es sei denn es gäbe ein Bedingungsloses Grundeinkommen für Alle, das den Zwang zur Lohnarbeit aufhebt. Lohnarbeit gibt es im Kapitalismus und auch noch im Sozialismus, der "niederen Phase des Kommunismus". Erst wenn die Produktivität so hoch ist, dass [b]Arbeit nicht mehr bewertet[/b] werden muss (und damit das Geld überflüssig wird), ist sie frei von Zwang. Das wäre dann die "höhere Phase des Kommunismus", also das was die Marxisten unter Kommunismus verstehen.

[QUOTE]Das Leben findet im Privaten statt. Es mag zwar Leute geben, die mit ihren Hobbies Geld verdienen, und solche, die Arbeit als ihr Hobby ansehen. Abseits davon ist aber nur wichtig, dass die Arbeit nicht soviel Zeit frisst, dass für das Leben und die dort stattfindenden Tätigkeiten kein Raum mehr ist.[/QUOTE]Da stimme ich dir vollkommen zu.

[QUOTE]Man muss sich für keine Arbeit, die gebraucht wird, schämen- sei es nun der Müllmann oder der Ingenieur. Schämen muss sich nur derjenige, der für Tätigkeiten bezahlt werden will, die niemand haben möchte, oder wer aus dem Nichts Kaufkraft für sich selbst generiert bzw. dafür bezahlt wird dies zu tun.[/QUOTE]Da stimme ich dir ebenfalls zu.
Aber wie beurteilst du Menschen, die Tätigkeiten verweigern, die niemand haben möchte, oder die verhindern möchten, dass Jemand aus dem Nichts Kaufkraft für sich selbst generiert?

[QUOTE]Falsch an der Überlegung ist eben, dass davon ausgegangen wird, dass ein jeder Arzt, ohne die soziale Besserstellung und das gesellschaftliche Ansehen, weiter praktizieren, jeder Bäcker, auch wenn alles um ihn herum dem Müsiggang frönt, morgens um 3 aufstehen, und den Leuten ihr Brot backen und jeder Müllmann voller Lust und Elan weiter deinen Müll abholen, wird.[/QUOTE]Wenn Jeder das tun kann was er will (und sich dafür qualifiziert hat), dann wird die Mehrzahl der Menschen nicht "dem Müsiggang frönen", sondern irgendetwas tun. Und es wird auch weiterhin Menschen geben, die gern freiwillig kranken Menschen helfen, Brot backen oder für Ordnung und Sauberkeit sorgen.

[QUOTE]Dass selbsternannte (und gleichzeitig nicht anerkannte) Künstler gerne die Zukunft im Sozialismus sehen, oder auch verkrachte Literaten, glaube ich gerne. Denn sie haben ein Hobby, und möchten dieses gewürdigt wissen. Genauso wie Soziologen, die die Gesellschaft als ihren Spielzeugkasten betrachten, und es gerne als Beitrag zum Gemeinwohl verstanden haben wollen, dass sie den Menschen "umformen"- pervers! [/QUOTE]Jeder Mensch bewirkt duch sein Tun, dass andere Menschen "umgeformt" werden. Wenn du hier im Forum etwas schreibst, dann denken viele der Leser darüber nach und verändern sich. Und offenbar ist das Schreiben hier im Forum eine Arbeit, die du freiwillig und mehr oder weniger gern tust.

[QUOTE]Aber, nur dass wir uns nicht falsch verstehen, ich habe kein Problem damit, wenn jemand keinen Bock auf Arbeit hat. Er kann gerne damit aufhören. Nur sehe ich mich da dann aber sozial nicht in der Pflicht, ihn mitzutragen, denn die dann folgende Situation ist selbstverschuldet.[/QUOTE]Mir ist noch niemand begegnet, der generell "keinen Bock auf Arbeit hat". Auf [b]Zwangsarbeit[/b] habe ich auch keinen Bock.

[QUOTE]zur Widersprüchlichkeit:
Boes behauptet, die Arbeitslosensituation heute liege an den Produktionsbedingungen, da, seiner Ansicht nach, die Produktion heute die Arbeitskräfte gar nicht mehr brauche, da der Arbeitsmarkt gesättigt sei. Daraus wiederum folgert er, dass alle Arbeit, die ihm vermittelt wird, sinnlose Arbeit sei, da sie ja nicht gebraucht würde, und somit künstlich generiert sei.[/QUOTE]Er umschreibt damit, dass "die Produktivität so hoch ist, dass Arbeit nicht mehr bewertet werden muss". Und das trifft auch nach meiner Ansicht heute zu.

[QUOTE]An anderer Stelle widerspricht er diesen Ausführungen, indem er davon spricht, dass die Leute wegen Hartz 4 in die Schwarzarbeit gingen, womit er unfreiwillig zugibt, dass es sinnvolle Arbeit gibt, denn wer würde denn einen Schwarzarbeiter bezahlen, den er gar nicht braucht?[/QUOTE]Natürlich gibt es sinnvolle Arbeit. Aber diese wird allgemein unterbewertet. Bei der heutigen hohen Produktivität ist es nicht mehr möglich, Arbeit angemessen zu bewerten.

[QUOTE]Ein weiterer Widerspruch ist ein moralischer. Er lässt sich ewig darüber aus, wie menschenverachtend und entwürdigend die Hartz-Gesetzgebung doch sei, nur um an anderer Stelle auszuführen, dass Hartz 4 in den siebziger und achziger Jahren das richtige Instrument gewesen wäre, aber eben nicht mehr zu den Produktionswirklichkeiten passe.
Der Widerspruch hier ist geradezu bösartig, denn er behauptet damit, dass die Menschen vergangener Jahrzehnte durch die selben Maßnahmen genau richtig behandelt worden wären, also, aus seiner Sicht, nicht Träger der gleichen Grundrechte, wie die Leute heutzutage gewesen seien. Aber natürlich sind diese Grundrechte die selben. Insofern ist sein Moralismus widersprüchlich.[/QUOTE]Nein. Vor einigen Jahrzehnten, und auch infolge von Kriegen, war die Produktivität wesentlich niedriger. Mit der rasanten Entwicklung von Computern, Internet usw. ist es heute möglich, dass man wirklich nur noch "hier" rufen muss, um einen automatischen Prozess in Gang zu setzen, der das Gewünschte bereitstellt. Heute sind wir hauptsächlich damit befasst, all die unnützen Dinge abzuwehren, die wir nicht haben wollen (also Alles wofür Werbung gemacht wird).

[QUOTE]Wenn ich es richtig im Kopf habe, gibt es so um die 340 verschiedene Sozialismusdefinitionen.
... Die unglaubliche Vielfalt der Ausprägungen lässt keine Aussage zu, ob Sozialismus nun global (kommunistisch), national (nationalsozialistisch) oder regional (oft anarchistisch oder syndikalistisch) zu etablieren ist, und ob eine abweichende Haltung den Sozialismusbegriff ausschließt.
... Auch, ob nun Reform oder Revolution zum Ziel führen soll, ob es demokratisch oder autoritär geleitet werden soll und ob man sich auf seinem Weg zum Ziel von ideologischen Feinden alimentieren lassen darf ... ist nicht im Begriff "Sozialismus" festgelegt.[/QUOTE]Von den Marxisten wird Sozialismus als eine Übergangsform zum Kommunismus angesehen. Ein wesentlicher Unterschied zum Kommunismus ist, dass es noch Lohnarbeit gibt. Wie der Sozialismus organisiert ist oder organisiert werden sollte, hängt sehr von den aktuellen Bedingungen ab.

Um die ganze Problematik Sozialismus/Kommunismus besser zu verstehen, empfehle ich die [URL="http://www.mlwerke.de/me/me04/me04_361.htm"]"Grundsätze des Kommunismus" von Friedrich Engels.[/URL]
Zum einen ist Engels einfacher zu lesen als Marx. Zum anderen ist meiner Ansicht nach in dieser Schrift [b]das "Warum"[/b] der vorgeschlagenen Handlungen viel besser beschrieben, als im "Manifest der kommunistischen Partei".
Waldemar[QUOTE]Um ehrlich zu sein, gemessen an dem Bullshit den DU hier absonderst, sollte man abadsurdums Beiträge in Gold fassen und im Wohnzimmer aufhängen und seinen Freunden zeigen.[/QUOTE]

Dirket neben deinen.. also der von dir, John Steed usw. Halt die ganzen Sockenpuppen? Welch edles Sammlerbild muss das wohl ergeben. Vomitieren leicht gemacht..

Ach John.. selbst du kommst da nicht ran! Tut echt mir furchtbar leid für dich, auch wenn du dir wirklich sehr viel Mühe gegeben hast.
Catweazle[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Dirket neben deinen.. also der von dir, John Steed usw. Halt die ganzen Sockenpuppen? Welch edles Sammlerbild muss das wohl ergeben. Vomitieren leicht gemacht..

Ach John.. selbst du kommst da nicht ran! Tut echt mir furchtbar leid für dich, auch wenn du dir wirklich sehr viel Mühe gegeben hast. [/B][/QUOTE]

Es war mir klar,dass von dir nur eine betriebsblinde Antwort fern,fern von jeglicher Introspektion,kommen kann....
Merkst du eigentlich wie ausrechenbar, ja fast programmierbar du eigentlich bist???

Alles jetzt kein riesiges Anzeichen für ein Genie.
WaldemarJa ja.. Die Sockenpuppe John Steed, von dem nur noch das lächerliche Abziehbild seiner Wunschidentität übrig geblieben ist, suhlt sich wieder in kranken Überlegenheitsattitüden... Booooooring :rolleyes:
adabsurdAls ich von "Euch Neidhammel" sprach, meinte ich damit nicht unbedingt elementarsatz, auch wenn das durch die vorherige Antwort an ihn vielleicht tatsächlich so rüber kam.

Als Du, elementarsatz, davon sprachst, dass auch die Erben von der Arbeit Anderer leben, klang das, vor dem Hintergrund meiner vorherigen Aussagen zu gewissen Empfängern von staatlicher Umverteilung, durchaus danach, dass Du es als eine Art "Unrecht" ansiehst. Daher mein diesbezüglicher Hinweis.

Generell weiss ich nicht welchen Stich Du, elementarsatz, damit gemacht haben willst, wenn Du sagst, dass es, je nach Betrachtungsweise, natürlich schon Menschen gibt, denen "das Leben" etwas schenkt. Wie Du ja selbst richtig sagst, gilt das für uns alle hier und heute, im Vergleich zu weiten Teilen der Menschen Anderswo und in der Menschheitsgeschichte. Der Zusammenhang in dem ich diese Erwähnung machte, war doch ein ganz anderer. Die Umlagesysteme sind kein Selbstbedienungsladen. Sie werden gespeist von grossteils ganz normalen Menschen, die ihre liebe Mühe damit haben diese Beiträge (zwangsweise) zu leisten. Solange die das nicht alle freiwillig mit 100% spassiger Arbeit hinbekommen, kann sich von den Empfängern auch niemand hinstellen und Bedingungen stellen, was ihm zumutbar sei und was nicht. Die Zumutbarkeitskriterien werden allgemein und anhand der Sachzwänge erstellt und gehören eingehalten, sonst gibt´s eben nichts. Denn wie hier an anderer Stelle bereits erwähnt wurde, ich glaube von Catweazle, ist der zu verteilende Topf nicht endlos und was für die Empfänger zumutbar zu sein hat und was nicht, entscheidet letztlich diese Knappheit. Das ist das reale Leben, alles andere ist anmassendes Anspruchsdenken. ... Wenn also aus dem Zusammenhang klar war, dass ich mit diesem "nichts geschenkt bekommen" den überwiegenden Teil der Einzahler in die Umlagesystem meinte und damit natürlich auch richtig liege, dann sind Verweise auf Ausnahmen (Erben) oder allgemeine Hinweise auf einer ganz anderen Ebene (wir hier und heute, die wir halt alle unfassbares Glück hatten), doch letztlich nur Ablenkung vom eigentlichen Thema, oder?

Und zum Neid generell: Dieser beginnt bereits dort, wo man sich Gedanken über das Vermögen Anderer macht und darüber, wie es zustande kam. Niemand sagt, dass es eine Gerechtigkeit bei der Verteilung von Vermögen gibt! Dazu gehört immer auch Glück! Notfalls auch das Glück, zu erben. Wo ist das Problem? Was jucken mich die Anderen? Man sieht doch zu, dass man selber weiterkommt. Da behindern einen solche Erwägungen doch nur und rauben Zeit und Energie. Zwei gleich fähige und fleissige Menschen mit identischer Geschäftsidee können auch sehr unterschiedlich enden, je nach Glück. Wo soll man also anfangen und wo aufhören, bei der externen Bewertung dessen, was "wirklich verdient" sei und was nicht? Vernünftigerweise fängt man garnicht erst an. Denn dieses Problem ist nicht lösbar, es finden sich keine allgemeingültigen Kriterien. Das ist doch alles Zeitverschwendung. Es sei denn, man macht die Erwägungen nur, weil man in Wahrheit Kriterien aufstellen will anhand derer man sich selbst den Raub legalisiert. Das ist einfach erbärmlich. Die gleichen Energien, sinnvoll eingesetzt, könnten das eigene Vermögen steigern, ganz ohne Raub. Ganz allgemein betrachtet, kämen die Menschen dann insgesamt weiter, wenn sie Energien in das Erschliessen neuer Quellen (für Wohlstand) stecken würden, statt zu versuchen sich gegenseitig in die Taschen zu greifen.




Waldemar:
Dass für Dich ganz normale Aussagen zu Eigenverantwortung und Leistungsgerechtigkeit absurd sind und Du dies für dermassen auf der Hand liegend hälst, dass Du (wie immer) ohne jegliche Argumente derartiges einfach als maximal unsinnig abtust, ist doch nur ein Beispiel dafür, wie degeneriert und abgehoben von allen Realitäten die laufende Wohlstandsphase hier einige Menschen gemacht hat. Ich kann Dir kaum beschreiben auf welcher Ebene Du Dich damit bewegst. "Die Erde ist eine Scheibe" ist ein Dreck dagegen, denn dass sie es nicht ist, kann man ja ohne fremde Hilfe und aus eigener Anschauung tatsächlich nur schwer feststellen. Du hast Dir vom ideologischen Mainstream der vergangenen Jahrzehnte tatsächlich "Unten" für "Oben" einbläuen lassen, wie so viele, eine gefühlte Mehrheit in gewissen Generationen. Wie die Realitäten in Wirklichkeit aussehen, könntest Du feststellen, wenn Du mal auf Dich alleine gestellt wärst. Generell verpuffen diese ganzen Ideologien, wenn man sich mal tatsächlich oder zumindest ernsthaft in Gedanken, irgendwie irgendwo alleine durchschlagen muss und sich dann zum Beispiel vorstellt, nachdem man sich gerade so einigermassen "eingerichtet" hat kommt ein weiterer Mensch hinzu. So ein bisschen wie bei Robinson. Und dann überlegen wir mal, wie weit Solidarität, Zumutbarkeit usw. tatsächlich gehen und wo das (ganz zwangsläufig) endet. Nur mal so als Gedankenexperiment. Aber ein solches gedankliches Zurückgehen auf eine (weitgehend) gemeinsame Stufe, um dann zu erörtern wer was (ab diesem Zeitpunkt) zu leisten hat und wie das dann verteilt wird, ist ja nicht im Interesse derer, die in Wahrheit nur in die bereits gefüllten Taschen Anderer greifen wollen. Die gefüllten Taschen werden der Bequemlichkeit wegen als sozusagen "Normal Null" angesehen. Die dafür zuvor erbrachten Leistungen schlicht ignoriert. Anders funktioniert die vermeintliche Rechtfertigung für den geplanten "Raub" nämlich nicht.
Changeling II[QUOTE][i]Original geschrieben von adabsurd [/i]
[B]Als ich von "Euch Neidhammel" sprach, meinte ich damit nicht unbedingt elementarsatz, auch wenn das durch die vorherige Antwort an ihn vielleicht tatsächlich so rüber kam.

Als Du, elementarsatz, davon sprachst, dass auch die Erben von der Arbeit Anderer leben, klang das, vor dem Hintergrund meiner vorherigen Aussagen zu gewissen Empfängern von staatlicher Umverteilung, durchaus danach, dass Du es als eine Art "Unrecht" ansiehst. Daher mein diesbezüglicher Hinweis.

Generell weiss ich nicht welchen Stich Du, elementarsatz, damit gemacht haben willst, wenn Du sagst, dass es, je nach Betrachtungsweise, natürlich schon Menschen gibt, denen "das Leben" etwas schenkt. Wie Du ja selbst richtig sagst, gilt das für uns alle hier und heute, im Vergleich zu weiten Teilen der Menschen Anderswo und in der Menschheitsgeschichte. Der Zusammenhang in dem ich diese Erwähnung machte, war doch ein ganz anderer. Die Umlagesysteme sind kein Selbstbedienungsladen. Sie werden gespeist von grossteils ganz normalen Menschen, die ihre liebe Mühe damit haben diese Beiträge (zwangsweise) zu leisten. Solange die das nicht alle freiwillig mit 100% spassiger Arbeit hinbekommen, kann sich von den Empfängern auch niemand hinstellen und Bedingungen stellen, was ihm zumutbar sei und was nicht. Die Zumutbarkeitskriterien werden allgemein und anhand der Sachzwänge erstellt und gehören eingehalten, sonst gibt´s eben nichts. Denn wie hier an anderer Stelle bereits erwähnt wurde, ich glaube von Catweazle, ist der zu verteilende Topf nicht endlos und was für die Empfänger zumutbar zu sein hat und was nicht, entscheidet letztlich diese Knappheit. Das ist das reale Leben, alles andere ist anmassendes Anspruchsdenken. ... Wenn also aus dem Zusammenhang klar war, dass ich mit diesem "nichts geschenkt bekommen" den überwiegenden Teil der Einzahler in die Umlagesystem meinte und damit natürlich auch richtig liege, dann sind Verweise auf Ausnahmen (Erben) oder allgemeine Hinweise auf einer ganz anderen Ebene (wir hier und heute, die wir halt alle unfassbares Glück hatten), doch letztlich nur Ablenkung vom eigentlichen Thema, oder?

Und zum Neid generell: Dieser beginnt bereits dort, wo man sich Gedanken über das Vermögen Anderer macht und darüber, wie es zustande kam. Niemand sagt, dass es eine Gerechtigkeit bei der Verteilung von Vermögen gibt! Dazu gehört immer auch Glück! Notfalls auch das Glück, zu erben. Wo ist das Problem? Was jucken mich die Anderen? Man sieht doch zu, dass man selber weiterkommt. Da behindern einen solche Erwägungen doch nur und rauben Zeit und Energie. Zwei gleich fähige und fleissige Menschen mit identischer Geschäftsidee können auch sehr unterschiedlich enden, je nach Glück. Wo soll man also anfangen und wo aufhören, bei der externen Bewertung dessen, was "wirklich verdient" sei und was nicht? Vernünftigerweise fängt man garnicht erst an. Denn dieses Problem ist nicht lösbar, es finden sich keine allgemeingültigen Kriterien. Das ist doch alles Zeitverschwendung. Es sei denn, man macht die Erwägungen nur, weil man in Wahrheit Kriterien aufstellen will anhand derer man sich selbst den Raub legalisiert. Das ist einfach erbärmlich. Die gleichen Energien, sinnvoll eingesetzt, könnten das eigene Vermögen steigern, ganz ohne Raub. Ganz allgemein betrachtet, kämen die Menschen dann insgesamt weiter, wenn sie Energien in das Erschliessen neuer Quellen (für Wohlstand) stecken würden, statt zu versuchen sich gegenseitig in die Taschen zu greifen.




Waldemar:
Dass für Dich ganz normale Aussagen zu Eigenverantwortung und Leistungsgerechtigkeit absurd sind und Du dies für dermassen auf der Hand liegend hälst, dass Du (wie immer) ohne jegliche Argumente derartiges einfach als maximal unsinnig abtust, ist doch nur ein Beispiel dafür, wie degeneriert und abgehoben von allen Realitäten die laufende Wohlstandsphase hier einige Menschen gemacht hat. Ich kann Dir kaum beschreiben auf welcher Ebene Du Dich damit bewegst. "Die Erde ist eine Scheibe" ist ein Dreck dagegen, denn dass sie es nicht ist, kann man ja ohne fremde Hilfe und aus eigener Anschauung tatsächlich nur schwer feststellen. Du hast Dir vom ideologischen Mainstream der vergangenen Jahrzehnte tatsächlich "Unten" für "Oben" einbläuen lassen, wie so viele, eine gefühlte Mehrheit in gewissen Generationen. Wie die Realitäten in Wirklichkeit aussehen, könntest Du feststellen, wenn Du mal auf Dich alleine gestellt wärst. Generell verpuffen diese ganzen Ideologien, wenn man sich mal tatsächlich oder zumindest ernsthaft in Gedanken, irgendwie irgendwo alleine durchschlagen muss und sich dann zum Beispiel vorstellt, nachdem man sich gerade so einigermassen "eingerichtet" hat kommt ein weiterer Mensch hinzu. So ein bisschen wie bei Robinson. Und dann überlegen wir mal, wie weit Solidarität, Zumutbarkeit usw. tatsächlich gehen und wo das (ganz zwangsläufig) endet. Nur mal so als Gedankenexperiment. Aber ein solches gedankliches Zurückgehen auf eine (weitgehend) gemeinsame Stufe, um dann zu erörtern wer was (ab diesem Zeitpunkt) zu leisten hat und wie das dann verteilt wird, ist ja nicht im Interesse derer, die in Wahrheit nur in die bereits gefüllten Taschen Anderer greifen wollen. Die gefüllten Taschen werden der Bequemlichkeit wegen als sozusagen "Normal Null" angesehen. Die dafür zuvor erbrachten Leistungen schlicht ignoriert. Anders funktioniert die vermeintliche Rechtfertigung für den geplanten "Raub" nämlich nicht. [/B][/QUOTE]

..du nimmst mir geradezu die Worte aus dem Mund, denn: "was jucken mich die anderen...?"..ich hätte keine Skrupel, von der "Arbeit" von Leuten wie dir zu leben, wenn es irgendwie möglich wäre...im übrigen erkenne ich nichts von deinen aus menschlichen Konstrukten wie "Arbeit" und "Besitz" her abgeleiteten Ansprüchen auf irgendetwas auf dieser Welt an....

...auch wenn es sich aus deiner Sicht so darstellt, als wärst du etwas anderes -so bist du doch nichts weiter als das, was du anderen immer vorwirfst zu sein: ein Parasit und ein Verbrecher -denn selbst, wenn du immer nur als mitläuferisches Konsum-Arschloch, das immer schön brav malocht für "seinen" Anteil an der Beute - sich den Arsch aufreisst, so bleibt der gesamte "Reichtum" dieser "Menscheit" doch nichts anders als ebendies: Beute - und indem du das Diebesgut anderer erwirbst und mitverwertest, wirst du ebenfalls zum Dieb -denn alles, was die Menschen, Menschen wie du -meinen zu besitzen, gehört nicht ihnen, sondern anderen, die schon vorher da waren und bestenfalls der Natur -und die braucht so etwas wie dich ganz sicher nicht -und mich im übrigen auch nicht -also stehen wir beide doch -so schwer es dir auch fällt, das einzugestehen, mindestens auf derselben Stufe, d.h. ich stehe doch noch ein wenig darüber, da ich es immerhin begriffen habe: im terranen Ökosystem ist jeder Regenwurm und jede Kakerlake mehr "wert" als du oder ich, als alles Geschachere um irgendwelchen Besitz...und ich erkenne keinen einzigen "moralischen" Imperativ an, den Besitz-basierte Gesellschaften jemals aufgestellt haben...

...schau mal in den Spiegel, und sieh genau hin, was du dort siehst - siehst du die Haut, die sich langsam schwarz verfärbt und von dem gelblichen Schädelknochen darunter ablöst..?siehst du das Millionenheer der Fliegenmaden darunter, das sich in der schwarzen, eitrigen Brühe darunter windet...? denn das bist du bzw., das wirst du sein: Natur, totes Fleisch, Nahrung für andere -denn das bist du auch jetzt schon, "Nahrung" für andere, und du bist so dumm, für alle den Arsch hinzuhalten und dich ficken zu lassen...also gut, wenn alle dürfen, dann darf ich auch mal, ja...?

..ich sah einmal einen Film, einen Bericht -über eine Leiche, die bereits mehrere Monate lang in einer Wohnung gelegen hatte - das war echt die Show, sag ich dir: da das Fenster der Wohnung weit offenstand -hatten Fliegen und andere Insekten ungehinderten Zugang zu dem ,was nun ja, einmal die Bezeichnung "Mensch" trug...die Couch auf dem die Leiche -oder was davon noch übrig war -gelegen hatte, und derr ganze Teppichboden darunter waren schwarz - feucht -ziemlich feucht -von Literweise verfaultem Blut und anderen ausgetretenen Körperflüssigkeiten aufgeweicht...die Hausbewohner, die die Wohnung eine Etage darunter hatten -waren übrigens erst auf diesem Wege auf die Sauerei in der Wohnung darüber aufmerksam geworden:als es bei ihnen schwarz von der Decke zu tropfen begann... -cool, wa ey Allder - ? und der ganze Teppichboden war bedeckt von den gelblichen Larvenhülsen der Fliegenmaden, die aus dem toten Körper geschlüpft waren - und weisst du was -dieses Ding dort - man hätte es eigentlich in ein Museum bringen müssen, als Kunstwerk mit dem Titel: "Der Mensch" -denn das dort, das warst du - und der Preis für deine ganzen Bemühungen, im "Leben" immer gut dazustehen und es anderen recht zu machen...nur die Maden und die Würmer werden es dir je danken - sonst niemand -und sie danken dem ebenso, der für diese Welt nicht einen Finger krumm gemacht hat...
Hugin & MuninKann mal jemand Changeling II endlich sperren?
Und seine Folgenicks (sind so sicher wie sein monatlicher Besuch im Jobcenter) bitte auch?

Mal so als Aufruf an die Mods, denen Nachtwelten noch nicht völlig am Arsch vorbei geht (falls es die überhaupt noch gibt).

Ich denke was er hier regelmäßig an persönlichen Beleidigungen von sich gibt überschreitet schon seit langem das erträgliche Maß und da ist es mir auch egal, welche, im echten Leben, arme Sau dahinter steckt, dieser Nick gehört entsorgt.

Der Kaiser ist (wie man all zu offensichtlich sieht) für eine Rolle als Therapieplatz ungeeignet.
Changeling II[QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i]
[B]Kann mal jemand Changeling II endlich sperren?
Und seine Folgenicks (sind so sicher wie sein monatlicher Besuch im Jobcenter) bitte auch?

Mal so als Aufruf an die Mods, denen Nachtwelten noch nicht völlig am Arsch vorbei geht (falls es die überhaupt noch gibt).

Ich denke was er hier regelmäßig an persönlichen Beleidigungen von sich gibt überschreitet schon seit langem das erträgliche Maß und da ist es mir auch egal, welche, im echten Leben, arme Sau dahinter steckt, dieser Nick gehört entsorgt.
[/B][/QUOTE]

..Denunzianten wie du ebenfalls-...
Hugin & Munin[QUOTE][i]Original geschrieben von Changeling II [/i]
[B]..Denunzianten wie du ebenfalls-... [/B][/QUOTE]

Es geht nicht um deine Ansichten, es geht um die Art wie Du mit Andersdenkenden umgehst.

Du bist ein gutes Beispiel dafür, das man manche Leute mit viel Geld (Transferleistungen) vielleicht aus der Gosse kriegen würde, die Gosse aber niemals aus diesen Menschen verschwindet.

Man könnte dich mit Sozialleistungen zuscheissen (was ja zum Glück nicht gemacht wird) und Du wärst immer noch dasselbe Arschloch wie vorher.
Tapio Bearking@Hugin: Ich werde es anregen, aber bitte mäßige auch Du deinen Ton!
Changeling II[QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i]
[B]Es geht nicht um deine Ansichten, es geht um die Art wie Du mit Andersdenkenden umgehst.

Du bist ein gutes Beispiel dafür, das man manche Leute mit viel Geld (Transferleistungen) vielleicht aus der Gosse kriegen würde, die Gosse aber niemals aus diesen Menschen verschwindet.

Man könnte dich mit Sozialleistungen zuscheissen (was ja zum Glück nicht gemacht wird) und Du wärst immer noch dasselbe Arschloch wie vorher. [/B][/QUOTE]

..apropo Beleidigungen: -hör dir selbst mal zu -du bist das beste Beispiel für das, was du anderen unterstellst - und öffenbarst damit ein Denken, wie es bei Leuten wie dir eben üblich ist: die "Gossenmenschen" sind selber schuld an dem, was sie sind..du bist ein Hetzer der andere anschwärzt, ein mustergültiges Beispiel für das, was du bei dir selbst nicht sehen willst...

..aber da hier -vermutlich mal wieder -mit zweierlei Mass gemessen wird, wirst du wohl bekommen, was du willst -und einen "Unerwünschten" weniger, der dich stört...
Hugin & Munin@ CII

Ich passe mich Deinem Niveau an und rede mit Dir auf Augenhöhe.

Denunzieren würde ich, wenn ich eine PN an einen Mod schreiben würde oder ähnliches.
Ich habe unter Deinen letzten Niveaulimbo-Beitrag geschrieben das man dich entfernen möge.
Das kann ein Mod tun oder auch nicht - so schnell wie Du unter einem anderen Nick wieder da wärst würde es wohl ohnehin keine Rolle spielen.

Und nochmal: Es geht nicht um deine Ansichten, sondern um Deine Art mit Menschen um zu gehen. Auch wenn Selbstmitleid bei Dir wohl dazu gehört - suhle dich nicht in einer Märtyrerrolle, die Dir nicht zusteht.
adabsurd[QUOTE][i]Original geschrieben von Changeling II [/i]
[B]..du nimmst mir geradezu die Worte aus dem Mund, denn: "was jucken mich die anderen...?"..ich hätte keine Skrupel, von der "Arbeit" von Leuten wie dir zu leben, wenn es irgendwie möglich wäre...im übrigen erkenne ich nichts von deinen aus menschlichen Konstrukten wie "Arbeit" und "Besitz" her abgeleiteten Ansprüchen auf irgendetwas auf dieser Welt an....

...auch wenn es sich aus deiner Sicht so darstellt, als wärst du etwas anderes -so bist du doch nichts weiter als das, was du anderen immer vorwirfst zu sein: ein Parasit und ein Verbrecher -denn selbst, wenn du immer nur als mitläuferisches Konsum-Arschloch, das immer schön brav malocht für "seinen" Anteil an der Beute - sich den Arsch aufreisst, so bleibt der gesamte "Reichtum" dieser "Menscheit" doch nichts anders als ebendies: Beute - und indem du das Diebesgut anderer erwirbst und mitverwertest, wirst du ebenfalls zum Dieb -denn alles, was die Menschen, Menschen wie du -meinen zu besitzen, gehört nicht ihnen, sondern anderen, die schon vorher da waren und bestenfalls der Natur -und die braucht so etwas wie dich ganz sicher nicht -und mich im übrigen auch nicht -also stehen wir beide doch -so schwer es dir auch fällt, das einzugestehen, mindestens auf derselben Stufe, d.h. ich stehe doch noch ein wenig darüber, da ich es immerhin begriffen habe: im terranen Ökosystem ist jeder Regenwurm und jede Kakerlake mehr "wert" als du oder ich, als alles Geschachere um irgendwelchen Besitz...und ich erkenne keinen einzigen "moralischen" Imperativ an, den Besitz-basierte Gesellschaften jemals aufgestellt haben...

...schau mal in den Spiegel, und sieh genau hin, was du dort siehst - siehst du die Haut, die sich langsam schwarz verfärbt und von dem gelblichen Schädelknochen darunter ablöst..?siehst du das Millionenheer der Fliegenmaden darunter, das sich in der schwarzen, eitrigen Brühe darunter windet...? denn das bist du bzw., das wirst du sein: Natur, totes Fleisch, Nahrung für andere -denn das bist du auch jetzt schon, "Nahrung" für andere, und du bist so dumm, für alle den Arsch hinzuhalten und dich ficken zu lassen...also gut, wenn alle dürfen, dann darf ich auch mal, ja...?

..ich sah einmal einen Film, einen Bericht -über eine Leiche, die bereits mehrere Monate lang in einer Wohnung gelegen hatte - das war echt die Show, sag ich dir: da das Fenster der Wohnung weit offenstand -hatten Fliegen und andere Insekten ungehinderten Zugang zu dem ,was nun ja, einmal die Bezeichnung "Mensch" trug...die Couch auf dem die Leiche -oder was davon noch übrig war -gelegen hatte, und derr ganze Teppichboden darunter waren schwarz - feucht -ziemlich feucht -von Literweise verfaultem Blut und anderen ausgetretenen Körperflüssigkeiten aufgeweicht...die Hausbewohner, die die Wohnung eine Etage darunter hatten -waren übrigens erst auf diesem Wege auf die Sauerei in der Wohnung darüber aufmerksam geworden:als es bei ihnen schwarz von der Decke zu tropfen begann... -cool, wa ey Allder - ? und der ganze Teppichboden war bedeckt von den gelblichen Larvenhülsen der Fliegenmaden, die aus dem toten Körper geschlüpft waren - und weisst du was -dieses Ding dort - man hätte es eigentlich in ein Museum bringen müssen, als Kunstwerk mit dem Titel: "Der Mensch" -denn das dort, das warst du - und der Preis für deine ganzen Bemühungen, im "Leben" immer gut dazustehen und es anderen recht zu machen...nur die Maden und die Würmer werden es dir je danken - sonst niemand -und sie danken dem ebenso, der für diese Welt nicht einen Finger krumm gemacht hat... [/B][/QUOTE]


Du hyperventilierst schon wieder. :-)

Summa Summarum - bezogen auf Deine Postings der letzten Wochen - sieht Deine Weltsicht also so aus.

1.) Alle sind Arschlöcher, ausser Dir.
2.) Es geht Dir nur um Dich - notfalls zu Ungunsten aller Anderen.
3.) Niemandem gehört irgendwas.
4.) Arbeiten muss man nicht.

Komiker wie Du persiflieren unbeabsichtigt die linksextremen Weltbilder, die zumindest mitschwimmen in Deiner undefinierbaren Suppe. Wobei das vermutlich selbst vielen Linksextremen zu bescheuert ist, was Du so von Dir gibst.

Apropos:
Es machen sich die Anderen aus dem extrem linken Lager hier vollkommen unglaubwürdig, wenn sie sich mit CII teils gemein machen statt sich von ihm und seinem teils wirklich nur noch völlig asozialen Gepöbel hier zu distanzieren. Beim ein- oder anderen hätte man bis dahin noch irgendwie hehre und nachvollziehbare Absichten vermuten können, bloss halt mit ein paar indoktrinierten Denkfehlern darin. Aber mit so einem Amokläufer in den Reihen driftet man nur immer weiter ab.
Changeling II[QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i]
[B]@ CII

Ich passe mich Deinem Niveau an und rede mit Dir auf Augenhöhe.

Denunzieren würde ich, wenn ich eine PN an einen Mod schreiben würde oder ähnliches.
Ich habe unter Deinen letzten Niveaulimbo-Beitrag geschrieben das man dich entfernen möge.
Das kann ein Mod tun oder auch nicht - so schnell wie Du unter einem anderen Nick wieder da wärst würde es wohl ohnehin keine Rolle spielen.

Und nochmal: Es geht nicht um deine Ansichten, sondern um Deine Art mit Menschen um zu gehen. Auch wenn Selbstmitleid bei Dir wohl dazu gehört - suhle dich nicht in einer Märtyrerrolle, die Dir nicht zusteht. [/B][/QUOTE]


...darüber zu entscheiden, was mir zusteht und was nicht, steht [I]dir[/I] wiederum nicht zu - und wie man mich, meine Person und mein Denken letztlich zu bewerten hat, darüber hast du dir erst recht kein Urteil anzumassen -gut, kannst du natürlich tun -aber denkst du wirklich, dass gerade du und dein blasiertes Gefasel für mich in irgendeiner Weise relevante "moralische Instanzen" darstellen würden...? jetzt mal ganz ehrlich -glaubst du das...? und mich mit dir auf Augenhöhe zu unterhalten - das kannst du gleich wieder vergessen -denn dazu müsste ich mich viel zu weit nach unten beugen, alsdass es meinen alten Knochen guttäte...

...und du hast ihnen ja einen klaren Hinweis gegeben,mich ganz offen -und zwar hier -angeschwärzt...eine PN an einen Mod wäre da wenigstens noch dezent und halbwegs geschickt gewesen...aber damit hast du dich letztendlich selbst entlarvt, und zwar als Denunziant - ganz gleich, ob sie deinen "Vorschlag" nun befolgen oder nicht...
weisskreutz@ CII

Die Denunziation ist üblicherweise das anonyme Beschuldigen einer namentlich bekannt gegebenen Person aus politischer Motivation heraus.

Analog auf ein Forum (in dem wir alle anonym sind) übertragen, müsste hier also jemand heimlich (d.h. über PM), ohne dass jemand den Nick zur Kenntnis bekommt, eine Anzeige gegen namentlich dich (also: Changeling II) starten. Das sehe ich hier nicht. Es ist wohl eher so ein selbstveropfernder Schnellschuss, der eine Analogie zur Denunziation von Gegnern während des NS-Regimes nahe bringen will- ist aber Unsinn.
Changeling II[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
[B]@ CII

Die Denunziation ist üblicherweise das anonyme Beschuldigen einer namentlich bekannt gegebenen Person aus politischer Motivation heraus.

Analog auf ein Forum (in dem wir alle anonym sind) übertragen, müsste hier also jemand heimlich (d.h. über PM), ohne dass jemand den Nick zur Kenntnis bekommt, eine Anzeige gegen namentlich dich (also: Changeling II) starten. Das sehe ich hier nicht. Es ist wohl eher so ein selbstveropfernder Schnellschuss, der eine Analogie zur Denunziation von Gegnern während des NS-Regimes nahe bringen will- ist aber Unsinn. [/B][/QUOTE]

gut, dass ist vielleicht Ansichtssache, aber letztlich wohl eher doch Haarspalterei - weil es im Endergebnis wohl auf ein- und dasselbe hinausläuft - er hat mich hier -und ich wie eben erst feststellte - ein weiteres Mal - in Tu.S - namentlich angeschwärzt, und um meine "Entsorgung" [I]gebeten[/I], bzw. meine Sperrung -ausdrücklich - gefordert...als wenn er überhaupt in der Position wäre, so etwas zu fordern, was an und für sich schon eine dreiste Anmassung ist...es mag von der Form her etwas anderes als eine - geheime -Denunziation sein, aber von seiner Intention wie vom Ergebnis her ganz sicher nicht...
Hugin & Munin[QUOTE][i]Original geschrieben von Changeling II [/i]
[darüber zu entscheiden, was mir zusteht und was nicht, steht [I]dir[/I] wiederum nicht zu[/QUOTE]

Es ist mir völlig egal, was mir Deiner Meinung nach Zusteht und was nicht, es geht mir nach solchen Aussagen:

[QUOTE]...schau mal in den Spiegel, und sieh genau hin, was du dort siehst - siehst du die Haut, die sich langsam schwarz verfärbt und von dem gelblichen Schädelknochen darunter ablöst..?siehst du das Millionenheer der Fliegenmaden darunter, das sich in der schwarzen, eitrigen Brühe darunter windet...? denn das bist du bzw., das wirst du sein: Natur, totes Fleisch, Nahrung für andere -denn das bist du auch jetzt schon, "Nahrung" für andere, und du bist so dumm, für alle den Arsch hinzuhalten und dich ficken zu lassen...also gut, wenn alle dürfen, dann darf ich auch mal, ja...?

..ich sah einmal einen Film, einen Bericht -über eine Leiche, die bereits mehrere Monate lang in einer Wohnung gelegen hatte - das war echt die Show, sag ich dir: da das Fenster der Wohnung weit offenstand -hatten Fliegen und andere Insekten ungehinderten Zugang zu dem ,was nun ja, einmal die Bezeichnung "Mensch" trug...die Couch auf dem die Leiche -oder was davon noch übrig war -gelegen hatte, und derr ganze Teppichboden darunter waren schwarz - feucht -ziemlich feucht -von Literweise verfaultem Blut und anderen ausgetretenen Körperflüssigkeiten aufgeweicht...die Hausbewohner, die die Wohnung eine Etage darunter hatten -waren übrigens erst auf diesem Wege auf die Sauerei in der Wohnung darüber aufmerksam geworden:als es bei ihnen schwarz von der Decke zu tropfen begann... -cool, wa ey Allder - ? und der ganze Teppichboden war bedeckt von den gelblichen Larvenhülsen der Fliegenmaden, die aus dem toten Körper geschlüpft waren - und weisst du was -dieses Ding dort - man hätte es eigentlich in ein Museum bringen müssen, als Kunstwerk mit dem Titel: "Der Mensch" -denn das dort, das warst du - und der Preis für deine ganzen Bemühungen, im "Leben" immer gut dazustehen und es anderen recht zu machen...nur die Maden und die Würmer werden es dir je danken - sonst niemand -und sie danken dem ebenso, der für diese Welt nicht einen Finger krumm gemacht hat...[/QUOTE]

nur darum das Forum von Dir zu säubern. Ob Du dich dabei denunziert oder benachteiligt fühlst oder mich für einen Nazi oder sonstwas hältst ist mir völlig Schnuppe.

Hauptsache Du bist endlich weg und kannst keinen kranken Müll wie diesen hier mehr absondern.

Und sei froh das wir hier nur Bytes in einem Forum sind und uns nicht real in einer Kneipe gegenüber stehen (wobei ich mir ziemlich sicher wäre das Du dann dein Maul nicht so weit aufreißen würdest).
Changeling II[QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i]

[B]Es ist mir völlig egal, was mir Deiner Meinung nach Zusteht und was nicht, es geht mir nach solchen Aussagen:



nur darum das Forum von Dir zu säubern. Ob Du dich dabei denunziert oder benachteiligt fühlst oder mich für einen Nazi oder sonstwas hältst ist mir völlig Schnuppe.

Hauptsache Du bist endlich weg und kannst keinen kranken Müll wie diesen hier mehr absondern.

[/B][/QUOTE]

Danke, dass du deine wahren Absichten, nämlich mich hier rauszuekeln - nun so deutlich herauskehrst -und allen ganz deutlich zeigst, wessen Geistes Kind du tatsächlich bist...soso, das Forum möchtest [I]du[/I] von mir "säubern" - und meinen "kranken Müll"entfernen...?weisst du was, es steht mir in diesem Fall wirklich nicht zu, ebenso wenig wie dir - weil ich hier ebenfalls kein Mod bin...aber wäre ich einer, dann würde ich dich jetzt und hier allein dafür feuern...sollen sie es entscheiden, aber nicht du oder ich...vielleicht ist deren Sichtweise zumindest ein wenig objektiver als die von dir oder auch von mir...
ElementarsatzAch Kinder, lasst doch die Schlammschlachten.

Das Forum, abgewirtschaftet wie es ist, sollte sein Dasein in Würde beschließen, und nicht zuletzt noch so hässliche Szenen sehen müssen.
Catweazle[QUOTE][i]Original geschrieben von Changeling II [/i]
[B]..Denunzianten wie du ebenfalls-... [/B][/QUOTE]

H&M ist so etwas wie die intelligente Ausgabe von Waldemar, was aber soo schwer nicht ist.
Allerdings haben beide eine etwas beschränkte Medienauswahl, was ihre "Informationen" anbelangt.
Ansonsten glaube ich nicht ganz dass H&M die Sochenpuppe von Waldemar ist.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
Du wirfst hier zwei verschiedene Dinge in einen Topf. Liebe zur Arbeit gibt es nur dann, wenn sie frei von Zwang ist. Lohnarbeit ist in der Regel nicht frei von Zwang, es sei denn es gäbe ein Bedingungsloses Grundeinkommen für Alle, das den Zwang zur Lohnarbeit aufhebt. Lohnarbeit gibt es im Kapitalismus und auch noch im Sozialismus, der "niederen Phase des Kommunismus". Erst wenn die Produktivität so hoch ist, dass [b]Arbeit nicht mehr bewertet[/b] werden muss (und damit das Geld überflüssig wird), ist sie frei von Zwang. Das wäre dann die "höhere Phase des Kommunismus", also das was die Marxisten unter Kommunismus verstehen.[/QUOTE]

Ich habe nicht zwei Dinge in einen Topf geworfen, sondern nur nicht akzeptiert, dass Marx die Definitionshoheit über den Begriff "Sozialismus" hat. Er ist auch nicht der Schöpfer der Idee des Kommunismus, wenn er auch zweifellos wichtigste und einflussreichste Denker dieser Ideologie ist. Dass Marx sich einen Zustand des Übergangs ausdenkt, den er Sozialismus nennt, und dessen Endzustand der Kommunismus sein soll, heißt noch lange nicht, dass Marx' Definition dieser Begriffe die einzig wahren sind. Da Marx das Bild des Kommunismus am weitaus stärksten geprägt hat, ist es allerdings verständlich, wenn man bei Benennung des Begriffs zuerst an ihn denkt, beim Begriff des Sozialismus ist dies aber definitiv nicht so. Darunter verstehen wir eine sehr breite, von Philosophen und Arbeiterschaft getragene Geisteshaltung, die eine Unzahl an sich gegenseitig beeinflussenden Ansätzen, Ausprägungen und Bewegungen hervorgebracht hat.

[QUOTE]Aber wie beurteilst du Menschen, die Tätigkeiten verweigern, die niemand haben möchte, oder die verhindern möchten, dass Jemand aus dem Nichts Kaufkraft für sich selbst generiert?[/QUOTE]

Du meinst die NPD? Nun, diese Leute mögen diese Dinge aufrichtig fordern, jedoch sehe ich deswegen nicht über deren inakzeptables Gesamtkonzept hinweg... wie ich es auch bei anderen Vertretern unmenschlicher Ideologien nicht tue. Die unterschwellige Botschaft ist, denke ich, klar. ;)

[QUOTE]Wenn Jeder das tun kann was er will (und sich dafür qualifiziert hat), dann wird die Mehrzahl der Menschen nicht "dem Müsiggang frönen", sondern irgendetwas tun. Und es wird auch weiterhin Menschen geben, die gern freiwillig kranken Menschen helfen, Brot backen oder für Ordnung und Sauberkeit sorgen.[/QUOTE]

Ich werde dann- zum Wohle aller- viel reisen, und- damit es auch für das Gemeinwohl ist- mit meiner Handykamera ein paar Bildchen aus Tokio, Sydney und Maine ins Netz stellen. Natürlich werde ich auch Sterne-Restaurant-Tester, Leseratte und Zehnkämpfer sein. Das alles ist auch Arbeit, denn schließlich verdienen einige Menschen ihre Brötchen damit. Ich werde dabei natürlich niemals auf dich, einen leidenschaftlichen Kanalreiniger und Burgerbräter, herabblicken... :)

Was ich damit sagen möchte: die Zahl der Menschen, die dies tun, wird sich mehr als nur in Grenzen halten. Dafür gibt es dann mehr als genug "Künstler", Politiker, PC-Games-Tester, Philosophen, Sportler (Millionen von Fussballstars! Wie geil ist das denn?! :eek: ) etc.

Und, nur um abzukürzen: Üblicherweise kommt jetzt die Erwiderung, dass die Leute dann ja wohl aus Hunger freiwillig pflügen, ernten und backen werden. Dem muss ich entgegenhalten, dass dies eine Zwangssituation ist, also diese Arbeit eben nicht freiwillig ist, und ich nicht in einer Gesellschaft leben möchte, die den Hunger als Triebfeder menschlichen Handelns glorifiziert.

[QUOTE]Jeder Mensch bewirkt duch sein Tun, dass andere Menschen "umgeformt" werden. Wenn du hier im Forum etwas schreibst, dann denken viele der Leser darüber nach und verändern sich. Und offenbar ist das Schreiben hier im Forum eine Arbeit, die du freiwillig und mehr oder weniger gern tust.[/QUOTE]

Die Perversion liegt aber darin, dass diese Leute die Umformung aus Lust an der Manipulation und auf Grundlage der durch Hirn- und Genforschung bereits widerlegten (und nie unwidersprochenen) Annahme Rousseaus, der Mensch sei grenzenlos veränderbar, vollziehen wollen. Auf dieser Grundlage will ja auch Marx das "Sozialistische Wesen" schaffen. Dieses Wesen (das ich nicht "Mensch" nennen möchte) soll vorgeblich ein absolut freies Individuum sein, das aber so konditioniert wurde, dass es seine Individualität nur so zu entfalten in der Lage ist, dass es absolut verträglich innerhalb der commune agiert.
Der Marxist nimmt den Mensch folglich niemals als Menschen an und akzeptiert ihn auch nicht als solchen, sondern denkt sich ein- optisch dem Menschen ähnliches- "Sozialistisches Wesen" aus, in den er den Menschen umformen will. Da der Mensch aber eben gerade nicht grenzenlos umformbar, und- im Gegenteil- eine immer stärker offensichtlich werdende, individuell oft sehr verschiedene, genetische Determiniertheit besitzt, ist die Umsetzung des Marxismus ein menschenfeindliches Unterfangen.

Mein Schreiben in diesem Forum ist, wie das aller anderen Mitglieder, reines Amusement und kein Beitrag zum Gemeinwohl, und daher keine Arbeit im soziologischen (wohl aber im physikalischen) Sinne.

[QUOTE]Mir ist noch niemand begegnet, der generell "keinen Bock auf Arbeit hat". Auf [b]Zwangsarbeit[/b] habe ich auch keinen Bock.[/QUOTE]

Weil du "Arbeit" offenbar rein physikalisch definierst (wie auch Ronin, der Schlafen für Arbeit hält). Die sagst damit aus, dass du niemanden kennst, der überhaupt keine Tätigkeit ausführen will. Das mag ja sein, nur geht es mir um Arbeit im wirtschaftlichen und soziologischen Sinn, also die Leistung, die etwas vom Menschen verwertbares- wohl auch bereicherndes- hervorbringt.
Beim Schlafen verbrennt Ronin zwar Kalorien, aber was bringt der Menschheit das? Wo ist der Beitrag, der es rechtfertigt, dass er die Beiträge anderer Menschen einfordert??

[QUOTE]Er umschreibt damit, dass "die Produktivität so hoch ist, dass Arbeit nicht mehr bewertet werden muss". Und das trifft auch nach meiner Ansicht heute zu.[/QUOTE]

Da Marx die Erfüllung der Bedürfnisse, und die Erschaffung neuer Bedürfnisse verspricht, die dann wieder erfüllt werden, ist es nur logisch, dass Herr Boes, will er seine Bedürfnisse erfüllt haben, auch die neuen Bedürfnisse der Menschen mit zu erfüllen hilft.
Ja, die Produktivität ist hoch, und sie ermöglicht neue Bedürfnisse. Der Marktwirtschaft allerdings anzukreiden, dass sie die haltlosen Versprechen des Marxismus erfüllt (ein Treppenwitz der Geschichte ;) ), ist schon ein starkes Stück.

[QUOTE]Natürlich gibt es sinnvolle Arbeit. Aber diese wird allgemein unterbewertet. Bei der heutigen hohen Produktivität ist es nicht mehr möglich, Arbeit angemessen zu bewerten.[/QUOTE]

Hier zeigt sich der Warenfetisch des Marxisten. Nur was von einem Fließband oder aus einer Ackerfurche kommt, ist ein Produkt. Dem ist nicht so. Vielmehr ermöglicht die hohe Produktion es, sich auf die Dienstleistungen zu verlegen, sich also gegenseitig das Leben angenehmer und bereichernder zu machen, indem man für andere etwas tut. Danach wie man anderen Menschen das Leben bereichert wird dann ja letztlich bemessen, wie viel man von den Verbrauchsgütern abbekommt.

Daher kann Herr Boes gerne Kellnern gehen, und so dazu beitragen, dass sich andere bekochen lassen können (was sie daheim selbst könnten, aber es geht ja um die Bereicherung), und sich damit letztlich das Recht erwerben mal einen Kinofilm zu schauen, zu einer Session des letzten Mitglieds von Amon Düül zu gehen, oder sich eine Unze Kaviar zur Erweiterung des kulinarischen Erfahrungsschatzes zu leisten.

[QUOTE]Nein. Vor einigen Jahrzehnten, und auch infolge von Kriegen, war die Produktivität wesentlich niedriger. Mit der rasanten Entwicklung von Computern, Internet usw. ist es heute möglich, dass man wirklich nur noch "hier" rufen muss, um einen automatischen Prozess in Gang zu setzen, der das Gewünschte bereitstellt. Heute sind wir hauptsächlich damit befasst, all die unnützen Dinge abzuwehren, die wir nicht haben wollen (also Alles wofür Werbung gemacht wird).[/QUOTE]

Du hast nicht viel Einblick in die Kommunikations- und IT-Branche, hm? Auch würdest du dich wundern, wie wenig automatisiert eine Automatisierung eigentlich ist.

[QUOTE]Von den Marxisten wird Sozialismus als eine Übergangsform zum Kommunismus angesehen. Ein wesentlicher Unterschied zum Kommunismus ist, dass es noch Lohnarbeit gibt. Wie der Sozialismus organisiert ist oder organisiert werden sollte, hängt sehr von den aktuellen Bedingungen ab.[/QUOTE]

Wie bereits gesagt: die Marxisten haben kein Alleinbestimmungsrecht, was denn nun Sozialismus ist. Die philosophische Nährlösung, die insb. das 19. Jhd. war, hat einen gewaltigen Wust an sich überschneidenden und einander inspirierenden Auswüchsen dieser allgemeinen Geisteshaltung hervorgebracht.

[QUOTE]Um die ganze Problematik Sozialismus/Kommunismus besser zu verstehen, empfehle ich die [URL="http://www.mlwerke.de/me/me04/me04_361.htm"]"Grundsätze des Kommunismus" von Friedrich Engels.[/URL]
Zum einen ist Engels einfacher zu lesen als Marx. Zum anderen ist meiner Ansicht nach in dieser Schrift [b]das "Warum"[/b] der vorgeschlagenen Handlungen viel besser beschrieben, als im "Manifest der kommunistischen Partei". [/QUOTE]

Das hast du schon vor einem Jahr hier seitenweise reinkopiert- Grün getagt, wenn ich mich recht erinnere :eek:
Schön, dass du es diesmal stattdessen nur verlinkst. Ich kenne das allerdings schon ;)
Hugin & Munin[QUOTE]Ansonsten glaube ich nicht ganz dass H&M die Sochenpuppe von Waldemar ist.[/QUOTE]

Sockenpuppen überlasse ich denen, die mehr (jahrelange) Erfahrung damit haben und denen es auch nicht zu blöd ist, manchmal Sockenpuppen-Selbstgespräche zu führen, gell ;)
Catweazle[QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i]
[B]Sockenpuppen überlasse ich denen, die mehr (jahrelange) Erfahrung damit haben und denen es auch nicht zu blöd ist, manchmal Sockenpuppen-Selbstgespräche zu führen, gell ;) [/B][/QUOTE]

Das mag ja alles sein, aber Euer Problem (also dein Waldemar-pflegekind und du) ist nicht die Sockenpuppe, sondern die Pockensuppe, die ihr im Gewand der Biedermänner daherbringt, was sie aber nicht unkränker macht.
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von Catweazle [/i]
...ist nicht die Sockenpuppe, sondern die Pockensuppe, ...was sie aber nicht unkränker macht. [/QUOTE]

Ja, das ist ein echter Steed :D
Hugin & Munin[QUOTE][i]Original geschrieben von weisskreutz [/i]
Ja, das ist ein echter Steed :D [/QUOTE]

Bisher hat er noch mit jeder Sockenpuppe relativ hochtrabend angefangen, um sich dann irgendwann (der Auslöser hierfür ist mir noch nicht ganz klar) in rasanter Geschwindigkeit dem Niveaulimbo hinzugeben.

Was können manche hier froh sein, dass ich kein Mod bin :D
blacklilacow[QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i]
[B]Bisher hat er noch mit jeder Sockenpuppe relativ hochtrabend angefangen, um sich dann irgendwann (der Auslöser hierfür ist mir noch nicht ganz klar) in rasanter Geschwindigkeit dem Niveaulimbo hinzugeben.

Was können manche hier froh sein, dass ich kein Mod bin :D [/B][/QUOTE]


Klar, da müssten einige Leute einiges ausschwitzen.
WaldemarDas ist auch eine Steedpuppe...

Wie abgrundtief lächerlich dieser Spacko doch ist... find schon wieder gut :)
Nightmare Moon[IMG]http://images.wikia.com/nexusadventures/images/7/7a/Mlp-my-little-pony-meme-bronies-pinkie-shocked-and-disgusted-800x554.jpg[/IMG]
Changeling II[QUOTE][i]Original geschrieben von adabsurd [/i]
[B]

Summa Summarum - bezogen auf Deine Postings der letzten Wochen - sieht Deine Weltsicht also so aus.

1.) Alle sind Arschlöcher, ausser Dir.
2.) Es geht Dir nur um Dich - notfalls zu Ungunsten aller Anderen.
3.) Niemandem gehört irgendwas.
4.) Arbeiten muss man nicht.

[/B][/QUOTE]

...äh ja, fast..:D abgesehen von einem einzigen, winzig kleinen Fehler: zu Punkt 4.): du musst schon - ich nicht...:D
Mac- Cut -


Bitte abregen.

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