| Elementarsatz | Ich war kürzlich etwas überrascht, als ich eine frühere Kommilitonin traf, die ich als eingefleischte Atheistin in Erinnerung hatte, und die mir nun erzählte, dass sie über ihren neuen Freund zum Neuheidentum gefunden hatte. Neuer Partner, neues Bekenntnis.. das gibt es ja oft. Ich habe sie dann ein bisschen ausgefragt, weil mich die Sache interessierte, und war beruhigt, dass es sich doch eher um eine Art Reenactment-Religiösität zu handeln scheint, als um eine ernst gemeinte Überzeugung. Jedenfalls legte sie großen Wert darauf zu betonen, dass die Chose mit rechtem Gedankengut nichts zu tun hat. Nun denn. Welche Erfahrungen habt ihr mit sogenannten Neuheiden? Kann man diesen Revitalisierungsversuch toter Religionen überhaupt ernst nehmen, oder sollte man das eher als Jux ansehen? Ich kann mir nicht helfen, ich finde die Vorstellung doch eher amüsant, dass Menschen im 21. Jahrhundert zu Thor und Odin beten. Wobei Jahwe und Allah bekanntlich auch als polytheistische Götter angefangen haben. |
| Holy Diver | Du bist doch nicht echt der Ansicht, dass die beten, oder? Bei den meisten geht das doch nicht übers "Odin statt Jesus"-Shirt hinaus und die einzig rituelle Handlung ist das Heben des metgefüllten Trinkhorns zu Amon Amarth. Das ist genauso selbstzusammengeschusterter Kram wie das ganze Wicca-Zeugs, so eine Art Selbstbedienungs-Pantheon, wo man sich die angenehmen bzw. gerade passenden Teilstückchen rauspickt, sich nen Thorshammer umhängt (was nebenbei historisch betrachtet NIE so ein gewichtiges religiöses Symbol war, wie gern behauptet wird), die Edda auf den Nachttisch legt und einmal kräftig "Odiiiiiiiiiiin!" brüllt. Der Witz ist nämlich, dass der Odinkult eigentlich gar nicht replizierbar ist, da es kaum Schriftquellen dazu gibt, da die guten Nordmänner ja damals eine auf rein mündlicher Überlieferung basierenden Kultur hatten und die wenigen Schriftquellen zu den Ritualhandlungen von angesächsischen Mönchen stammen, was ungefähr vergleichbar damit wäre, heutzutage eine Religion basierend auf Berichten der Bildzeitung aufzubauen... |
| Ronin76 | Studenten, die als Mitstudenten auch Kommilitoninnen genannt werden sind arme Würstchen, die im System gefangen sind und davon vereinnahmt werden. Daß sich so ein armes Würstchen wegen einem Sexualpartner opportunistisch einer Religion wie dem Neuheidentum zuwendet, spricht für die Charakterlosigkeit solcher Systemschmarotzer. Neuheidentum ist der gleiche Unsinn wie Esoterik, Christentum, Judentum, und Islam, wobei die Naturbezogenheit durchaus noch eine realistische Komponente beinhaltet, was man von anderen Religionen bis auf das Nichtfressen von Schweinefleisch wegen der raschen Verderblichkeit (etwas das die meisten Muslime überhaupt nicht wissen !) nicht behaupten kann. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]Studenten, die als Mitstudenten auch Kommilitoninnen genannt werden sind arme Würstchen, die im System gefangen sind und davon vereinnahmt werden. [/B][/QUOTE] Jaja, sicher. Bitte beim Thema bleiben :) |
| Kampfsau | Ich weiß ja nicht genau wie alt du bist Elementarsatz aber ich vermute zwischen Mitte bis Ende 20 und darum gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass es sich bei deiner früheren Studienbekanntschaft um einen Menschen in einem ähnlichen Alter handelt. Wenn also ein Mensch über 20 oder 25 Jahre lang kein Anhänger einer Religion war, ist es die absolute Ausnahme, dass sich das plötzlich ändert. Ich gehe also doch stark davon aus, dass es eher eine Anpassung an den Partner ist. Dazu passt schließlich auch, dass das Neuheidentum ziemlich stark an das Gusto der "Praktizierenden" angepasst wurde. Es gab nämlich durchaus heidnische Bräuche, vor allem auch in Skandinavien, die nach heutigen Maßstäben in unserer Gesellschaft als grausam und brutal angesehen werden würden. |
| pulSar | [QUOTE] Es gab nämlich durchaus heidnische Bräuche, vor allem auch in Skandinavien, die nach heutigen Maßstäben in unserer Gesellschaft als grausam und brutal angesehen werden würden.[/QUOTE] Und teilweise gibt es die heute noch! [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Surstr%C3%B6mming]Surströmming[/URL]. |
| Hugin & Munin | [QUOTE][i]Original geschrieben von Holy Diver [/i] so eine Art Selbstbedienungs-Pantheon, wo man sich die angenehmen bzw. gerade passenden Teilstückchen rauspickt,[/QUOTE] Wobei das mittlerweile für die Gläubigen so ziemlich aller Religionen gelten dürfte (bis auf wirklich fundamentalistische Minderheiten) und auch hier wie da gibt es natürlich Menschen die unterschiedlich stark glauben. Ich will nicht ausschließen das es wirklich gläubige Neoheiden gibt (die gibt es sogar ganz sicher), aber es stimmt meines Erachtens schon das es in der Masse eine Modewelle ist, so wie in westlichen Ländern der Buddhismus mal ganz hipp war. Grundsätzlich ist das ja nichts schlechtes, vor allem wenn einige Menschen dadurch wieder etwas mehr Naturverbundenheit erleben bzw. erlernen. [QUOTE]die ich als eingefleischte Atheistin in Erinnerung hatte, und die mir nun erzählte, dass sie über ihren neuen Freund zum Neuheidentum gefunden hatte. [/QUOTE] Ich habe in den 80er Jahren an linken Demos teilgenommen, um Frauen der Anti AKW, Anti Nato und Antisonstwas Bewegung pimpern zu können. Bin ich deswegen ein dreckiger Opportunist? Ja, aber es hat sich (teilweise) gelohnt :D |
| Nix | „Die Religionen Müsen alle Tolleriret werden und Mus der Fiscal nuhr das Auge darauf haben, das keine der andern abrug Tuhe, den hier mus ein jeder nach seiner Fasson Selich werden.“ (Friedrich II., 1742) |
| Holy Diver | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i] [B]Ich will nicht ausschließen das es wirklich gläubige Neoheiden gibt (die gibt es sogar ganz sicher), aber es stimmt meines Erachtens schon das es in der Masse eine Modewelle ist, so wie in westlichen Ländern der Buddhismus mal ganz hipp war. [/B][/QUOTE] Die gibt es, die nennen sich dann aber Asatru oder Anhänger von nordischem Schamanismus. Und sind daran erkennbar, dass sie eher wie friedliche bärtige Hippies in Norwegerpullis aussehen :D [QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i] [B] Ich habe in den 80er Jahren an linken Demos teilgenommen, um Frauen der Anti AKW, Anti Nato und Antisonstwas Bewegung pimpern zu können. Bin ich deswegen ein dreckiger Opportunist? Ja, aber es hat sich (teilweise) gelohnt :D [/B][/QUOTE] Hätte nicht gedacht, dass du älter bist als ich :eek: |
| Lazerta | [QUOTE][i]Original geschrieben von Holy Diver [/i] [B]Du bist doch nicht echt der Ansicht, dass die beten, oder? Bei den meisten geht das doch nicht übers "Odin statt Jesus"-Shirt hinaus und die einzig rituelle Handlung ist das Heben des metgefüllten Trinkhorns zu Amon Amarth.[/B][/QUOTE] Witzig. So fing es bei mir an, bevor ich zu Jesus fand :D Ich bete für deine Kommilitonin, lieber Elementarsatz, dass sie eines Tages dir von Jesus erzählen wird weil sie sich bekehrt hat. Amen. |
| Nix | Beten kann nie schaden, stimmt. Wer es mag. |
| Lazerta | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i] [B]Beten kann nie schaden, stimmt. Wer es mag. [/B][/QUOTE] Es ist jedenfalls keine Raketenwissenschaft. Man faltet seine Hände und betet in Gedanken oder Worten mit reinem Herzen zu Gott. Und wenn Gott möchte wirst bekommen was du dir erbetest. Was hat man schon zu verlieren wenn man es im stillen Kämmerlein für sich versucht? |
| Ronin76 | [QUOTE]Und wenn Gott möchte wirst bekommen was du dir erbetest. Was hat man schon zu verlieren wenn man es im stillen Kämmerlein für sich versucht?[/QUOTE] Das setzt voraus daß es einen Gott gibt, was jedoch eine leere, da unbewießene Behauptung ist. Man könnte auch zu Russel´s Teekanne, dem unsichtbaren, rosafarbenen Einhorn oder dem Sack Reis welcher gerade in China umgefallen ist, beten. Das ist jedoch ziemlich sinnlos, ja eigentlich sogar dumm. Wenn man schon nichts zu verlieren hat, außer seinem Verstand, was soll denn das bringen, oder macht ein Betender das einfach nur so zum Spaß ? Es gibt dabei doch sicherlich eine Erwartungshaltung, die wohl meistens enttäuscht wird. Aber irgendwann wird es wohl klappen, also nicht aufgeben ! ;) |
| Lazerta | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]Das setzt voraus daß es einen Gott gibt, was jedoch eine leere, da unbewießene Behauptung ist.[/B][/QUOTE] "Gott, ich danke dir, dass du die Wahrheit vor denen verbirgst, die sich selbst für so klug und weise halten.", ist in der Bibel von Jesus zu hören. Auch wenn es Gott so will, ist es denoch bedauerlich, dass diejenigen welche sich für klug und weise halten, aus Torheit selbst dem zweiten Tot ausliefern. Es ist als wollte ein Mensch nicht an die Liebe seiner Mutter zu sich glauben, weil er sie nicht beweisen kann. Oder als würde ein Chemiker durch das Analysieren aller einzelner Atome eines Gemäldes die Schönheit dessen leugnen, weil er dies in seiner Arbeit nicht erkennen könnte. |
| Tapio Bearking | In der Bibel ist auch von Mose zu lesen: Du sollst nicht töten. Trotzdem wird in der Bibel gemordet, als gäbe es kein Morgen. Aber klar, man darf die Morde in der Bibel nicht aus dem Kontext reißen, aber in welchem Kontext ist es richtig, Kinder nieder zu metzeln? Außerdem: *hust* Hexenverbrennung *hust* Judenverfolgung* *hust* |
| Holy Diver | Ging's hier nicht ursprünglich um das Thema Neopaganismus? Aber hey, Christen-Bashing ist ja auch ein populärer Volkssport unter den selbsternannten Wotans- oder Odinskriegern. That's meta, dude! |
| weisskreutz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tapio Bearking [/i] [B]In der Bibel ist auch von Mose zu lesen: Du sollst nicht töten. Trotzdem wird in der Bibel gemordet, als gäbe es kein Morgen. Aber klar, man darf die Morde in der Bibel nicht aus dem Kontext reißen, aber in welchem Kontext ist es richtig, Kinder nieder zu metzeln? Außerdem: *hust* Hexenverbrennung *hust* Judenverfolgung* *hust* [/B][/QUOTE] Die eigentlich richtige Übersetzung wäre: Du sollst nicht [I]morden[/I]. Oder noch konkreter (um es juristisch zu übersetzen): Du sollst nicht totschlagen. Da es sich um Gesetzestexte aus der Bronzezeit handelt, gibt es dort natürlich auch das "gerechte" Töten, das mit Todesstrafen oder Kriegshandlungen einhergeht. |
| Ronin76 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i] [B]"Gott, ich danke dir, dass du die Wahrheit vor denen verbirgst, die sich selbst für so klug und weise halten.", ist in der Bibel von Jesus zu hören. Auch wenn es Gott so will, ist es denoch bedauerlich, dass diejenigen welche sich für klug und weise halten, aus Torheit selbst dem zweiten Tot ausliefern. Es ist als wollte ein Mensch nicht an die Liebe seiner Mutter zu sich glauben, weil er sie nicht beweisen kann. Oder als würde ein Chemiker durch das Analysieren aller einzelner Atome eines Gemäldes die Schönheit dessen leugnen, weil er dies in seiner Arbeit nicht erkennen könnte. [/B][/QUOTE] "Sie sind so dumm! Und ich bin ihr Chef!": Cäsar in Asterix und Obelix. Deine Zirkelschlüsse reißen mich nicht vom Hocker. All diese Erklärungsversuche scheitern an der nicht beweißbaren Existenz eines Gottes und sind damit höchstens Wunschdenken. Es ist ein Kartenhaus: Nimmt man die Karte "Gott" heraus, bricht Alles zusammen. Nicht mal die Existenz dieses Jesus konnte nachgewießen werden, so daß die Bibel eine große Ansammlung historisch verfälschter Schriften bleibt, weil sie dutzende Male neu interpretiert, willkürlich übersetzt, und sinnentfremdet wurde. Im Gegensatz dazu bietet ein Comic eine fundierte Grundlage für eine Religion. Solche Leute werden schnell Spinner genannt, nur was sind dann bloß Christen ?? |
| Holy Diver | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]"Sie sind so dumm! Und ich bin ihr Chef!": Cäsar in Asterix und Obelix. [/B][/QUOTE] FALSCH! [url]http://www.comedix.de/lexikon/db/sie_sind_alle_so_dumm_und_ich_bin_ihr_chef.php[/url] Aber danke für die gelungene Illustration zum Thema verfälschte Schriften und Neuinterpretation :D |
| Lazerta | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]Im Gegensatz dazu bietet ein Comic eine fundierte Grundlage für eine Religion. Solche Leute werden schnell Spinner genannt, nur was sind dann bloß Christen ?? [/B][/QUOTE] Ich weiss es nicht. Sag du es mir. |
| Kampfsau | Da Religion sowieso nur Wunschdenken ist, kann man sich doch genausogut selber eine ausdenken. Man kann dafür vielleicht nicht unbedingt eine Kirchensteuer einfordern aber schlimmer als jetztige Religionen kann es nicht werden |
| Holy Diver | Ich versteh eben nicht, warum es sofort in Antipathie und gegenseitige Anfeindungen ausarten muss, wenn es darum geht, an wen oder was man glaubt. Deswegen werd ich ja fuchsig bei diesem "Odin statt Jesus"- und "Verachte alle Christen!"-Müll. Instrumentalisierung für irgendwelche ungerechtfertige Hasspropaganda aufgrund irgendeiner herbeigeredeten "Ahnenschuld" find ich nunmal nicht so dolle. Ist doch eigentlich gleich, ob man an einen gütigen Galiläer oder einen bärtigen, einäugigen Mann mit achtbeinigem Pferd glaubt, solange man daraus für sich selbst Kraft schöpfen kann und vielleicht sowas wie Hoffnung und Trost findet. Man ist ja auch nicht automatisch blöder Fanatiker mit Scheuklappen, wenn man einen Glauben hat. |
| Fuck up Evil | [QUOTE][i]Original geschrieben von Holy Diver [/i] [B]Ich versteh eben nicht, warum es sofort in Antipathie und gegenseitige Anfeindungen ausarten muss, wenn es darum geht, an wen oder was man glaubt. ... [/B][/QUOTE] Da es dabei um Glaubensfragen geht, sind eigentlich alle Diskussionen um Religionen überflüssig. JEDEM DAS SEINE. |
| Holy Diver | [QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i] [B]Aber es hat auch sein Gutes. Equilibrium rocken! [/B][/QUOTE] Naja, also mit dem neuen Sänger hat sich das Thema ja wohl auch erledigt... Wenn mir jemand die ganze Zeit was von martialischen Heldensagen vorgrowlt, aber plötzlich das Growling für ein "Hey, ich will eure Hände sehen! Ich will euch alle hüpfen sehen!" unterbricht, dann ist der ganze Mythenzauber schnell passé. Dann doch lieber Helrunar :D [url]http://www.youtube.com/watch?v=HboyCuW2luM[/url] |
| Fuck up Evil | [QUOTE][i]Original geschrieben von Holy Diver [/i] [B] Dann doch lieber Helrunar :D [url]http://www.youtube.com/watch?v=HboyCuW2luM[/url] [/B][/QUOTE] Ist das ein Nebenprojekt von Eisregen ? klingt nämlich fast genauso. |
| Fuck up Evil | [QUOTE][i]Original geschrieben von Shredder [/i] [B]Lass stecken, Michel, wir wissen so langsam, wessen Geistes Kind du bist! :rolleyes: [/B][/QUOTE] Oh ja, Shredder , weil die Nazis ein eigentlich gutes Motto einfach in ein Tor geschmiedet haben, kannst DU mich durchschauen... !?!? da lachen ja die Hühner. |
| weisskreutz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i] [B]Ist das ein Nebenprojekt von Eisregen ? klingt nämlich fast genauso. [/B][/QUOTE] Das Nebenprojekt heißt Eisblut. |
| Nillekäs | Ich glaube nicht an diese Esoterik sachen Ich glaub ja auch nicht an den Wetterfrosch. Es ist auf gleicher Ebene mit allen anderen Religionen. Ich halte davon nichts. Esoterik macht einfache logische Dinge verklausuliert unverständlich. Es gibt keine Geheimnisse, alles ist einfach verständlich. Wer keinen inneren Halt hat mag sich daran festhalten. Ich brauche es nicht. |
| Lazerta | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nillekäs [/i] [B]Ich glaube nicht an diese Esoterik sachen Ich glaub ja auch nicht an den Wetterfrosch. [/B][/QUOTE] Esoterik hat wenig mit religiösem Glauben zu tun. Hinter Wetterfröschen, Wahrsagerei, Horoskope, Astrologie, Handlesen etc. verbirgt sich der Wille zur Macht über die Zeit, die Geschichte und letztlich über die Menschen. Esoterik ist Machtstreben, nur auf spiritueller Ebene, hat mit dem Glauben an Gott nichts gemein. Denn Glaube ist Vertrauen. Esoterik ist Anmaßung es besser als Gott zu wissen. [QUOTE]Es ist auf gleicher Ebene mit allen anderen Religionen. Ich halte davon nichts. Esoterik macht einfache logische Dinge verklausuliert unverständlich. Es gibt keine Geheimnisse, alles ist einfach verständlich.[/QUOTE]Wissenschaftler können Esoterikern mitunter sehr ähnlich sein, weil ihr Streben nach Wissen ein Streben nach Macht ist. Ihre Weltsicht kennt nur das logische und blendet alle Mysterien des menschlichen Lebens und der Natur aus. Ein reiner Wissenschaftler wird nicht die Mysterien der Liebe erkennen können, sondern sie mit seinem mechanistischen Weltbild zu erklären versuchen. Nie wird er das Wirken Gottes sehen, als Jesus aus Liebe zu uns am Kreuz gestorben ist oder wenn Menschen ihr Leben für andere opfern. Der anmaßende Wissenschaftler wird z.B. glauben Schmerz oder Hass mit der Funktionsweise des Nervensystems, der Tränendrüsen und Botenstoffen allein erklären zu können, währenddessen ein Mensch nach einer Folterhaft nur hierüber staunen könnte, weil er Zeuge vom Wirken Satans wurde. Der Mechanizismus war Grundlage für die schrecklichsten Tierversuche im 19. Jahrhundert, weil man in Tieren nur funktionierende Maschinen sah. Es waren Eddington und Einstein, welche die Urknalltheorie des Priesters und Wissenschaftlers Georges Lemaître abgelehnt hatten, weil sie der christlichen Vorstellung zu sehr entsprach. Die Sichtweise der reinen Wissenschaftler, dass Gläubige bei der Erklärung der Welt nichts mitzureden hätten, ist typisch. [QUOTE]Wer keinen inneren Halt hat mag sich daran festhalten. Ich brauche es nicht. [/QUOTE] Ein Leben mit Gott ist fröhlich, nicht oberflächlich, voll Gemeinschaft und erfahrener Liebe und wird mit einem unbeschreiblichen inneren Frieden und ewigem Leben belohnt. Ich sehe übrigens nicht was du unter innerem Halt verstehst. Genau so wenig wie ein Mensch sich an seinen eigenen Haaren aus einer Schlammgrube herausziehen kann, haben Menschen keinen inneren Halt an dem sie sich in allen Lebenslagen festhalten können. Der Mensch will gefüllt werden und in dem Maße wie für einen gläubigen Christen Jesus das Brot des Lebens ist was ihn erfüllt, ist für einen Ungläubigen das Fressen und Saufen, die ständige Suche nach Anerkennung, die Karriere, das Geld, die Affären und sonstige LEIDENschaften in etwa das was ihn füllt. Die Liebe Gottes ist bedingungslos und umfassend. In dieser Welt, in der Leistung und eitle Anerkennung das Maß aller Dinge ist, bin ich Gott dankbar all diesen Mist nicht mitmachen zu müssen. Es ist wirklich lohnend das Neue Testament der Bibel zu lesen. |
| Kampfsau | [QUOTE]Wissenschaftler können Esoterikern mitunter sehr ähnlich sein, weil ihr Streben nach Wissen ein Streben nach Macht ist. [/QUOTE] Das Streben nach Wissen bedeutet vielleicht Macht aber nur insofern, wie es einem Macht verleiht, die Grenzen seiner eigenen Freiheit zu erkennen und nutzen zu lernen. [QUOTE]Ihre Weltsicht kennt nur das logische und blendet alle Mysterien des menschlichen Lebens und der Natur aus.[/QUOTE] Wenn ein Wissenschaftler die Misterien nicht erkennen würde, könnte er gar nicht mit seiner Arbeit anfangen. Damit er das wirklich kann, muss er ein viel offeneres Auge haben, als die meisten anderen Menschen. [QUOTE]Ein reiner Wissenschaftler wird nicht die Mysterien der Liebe erkennen können, sondern sie mit seinem mechanistischen Weltbild zu erklären versuchen. [/QUOTE] Das würde voraussetzen, dass Wissenschaftler nicht lieben können. Das wiederum ist Schwachsinn, die haben genauso Partnerschaften und Familien wie andere Menschen auch. Wenn sich jemand mit Naturwissenschaften wirklich befasst, dann wird er im Gegenteil, eine Ebene der Komplexität und Genialität in der Natur erkennen, die der Menschheit versagt gewesen wäre, hätte man statt dessen einfach nur jahrtausende lang immer und immer wieder die selben Schriften gelesen. [QUOTE]Nie wird er das Wirken Gottes sehen, als Jesus aus Liebe zu uns am Kreuz gestorben ist oder wenn Menschen ihr Leben für andere opfern.[/QUOTE] Beim ersten kann man sich streiten aber warum sollte er nicht Menschen bewundern, die für andere das höchste Opfer bringen? [QUOTE]Der anmaßende Wissenschaftler wird z.B. glauben Schmerz oder Hass mit der Funktionsweise des Nervensystems, der Tränendrüsen und Botenstoffen allein erklären zu können, währenddessen ein Mensch nach einer Folterhaft nur hierüber staunen könnte, weil er Zeuge vom Wirken Satans wurde. Der Mechanizismus war Grundlage für die schrecklichsten Tierversuche im 19. Jahrhundert, weil man in Tieren nur funktionierende Maschinen sah.[/QUOTE] Ja, z.B. das Wirken Satans, das im Namen der Kirche millionenfach verübt wurde, von Menschen die weitaus strenger im Glauben waren, als die Menschen heute. Niemals waren unsere Gesellschaft technologisch so fortgeschritten wie heute und niemals war die Gewalt innerhalb der Menschheitsgeschichte so niedrig wie in der zweiten Hälfte des 20ten Jahrhunderts bis heute. Zumindest in Westeuropa, wo die Sekularisierung besonders stark fortgeschritten ist. Nie war die Sterblichkeit der Bevölkerung so niedrig und die Gesundheitsversorgung so gut. Während Christen sich über die Abnahme des Glaubens aufregen oder um Gottes Segen beten, kann die Wissenschaft millionenfach Leben retten und lebenswerter gestalten und gleichzeitig nehmen Gewaltverbrechen ab und Aufklärungsraten von Verbrechen steigen.. Und es ist bezeichnend das unter den westlichen Ländern, Länder wie die USA in der Glaube nachwievor einen höheren Stellenwert einnimmt, der Wille zur außenpolitischen Gewalt deutlich höher gewesen ist. [QUOTE]Es waren Eddington und Einstein, welche die Urknalltheorie des Priesters und Wissenschaftlers Georges Lemaître abgelehnt hatten, weil sie der christlichen Vorstellung zu sehr entsprach. Die Sichtweise der reinen Wissenschaftler, dass Gläubige bei der Erklärung der Welt nichts mitzureden hätten, ist typisch.[/QUOTE] Du scheinst dich schlecht informiert zu haben. Einstein selber hat an Gott geglaubt, je mehr er sich mit dem Universum befasst hat, desto größer war die Ansicht, dass es einen Gott geben muss. Aber wahrscheinlich war er auch keiner dieser Textbuchgläubigen, die sich alles vom Priester oder Vorbeter vorkauen ließen. [QUOTE]Ich sehe übrigens nicht was du unter innerem Halt verstehst.[/QUOTE] Die Fähigkeit mit dem Leben und den damit verbundenen Rückschlägen fertigzuwerden, ohne auf eine imaginäre Papafigur zurückzugreifen, die einem verspricht, dass am Ende alles gut wird. [QUOTE]Genau so wenig wie ein Mensch sich an seinen eigenen Haaren aus einer Schlammgrube herausziehen kann, haben Menschen keinen inneren Halt an dem sie sich in allen Lebenslagen festhalten können.[/QUOTE] Schwache Menschen haben keinerlei eigenen inneren Halt, darum brauchen sie auch Religionen, weil sie das Leben sonst nicht ertragen könnten. [QUOTE]Der Mensch will gefüllt werden und in dem Maße wie für einen gläubigen Christen Jesus das Brot des Lebens ist was ihn erfüllt, ist für einen Ungläubigen das Fressen und Saufen, die ständige Suche nach Anerkennung, die Karriere, das Geld, die Affären und sonstige LEIDENschaften in etwa das was ihn füllt. [/QUOTE] Worauf läuft es denn beim Christen hinaus? Es läuft doch am Ende auch nur darauf hinaus, dass man geliebt werden will und Anerkennung erfähren möchte, dass einem Lasten und Schmerzen abgenommen werden oder einem zumindest die Hoffnung darauf gewährt wird. Es läuft auf Bedürfnisbefriedigung hinaus. Selbst wenn man für andere da ist, hat man dabei ein gutes Gefühl, man erfährt Nähe und Vertrauen. Wirklich Uneigennützig kann man daher gar nicht sein. [QUOTE]Die Liebe Gottes ist bedingungslos und umfassend. In dieser Welt, in der Leistung und eitle Anerkennung das Maß aller Dinge ist, bin ich Gott dankbar all diesen Mist nicht mitmachen zu müssen. [/QUOTE] Wenn du erst Gott brauchst, zu erkennen dass du den Zirkus nicht mitmachen musst, bist du wirklich unfrei. Und wenn man sich erst einen imaginären Freund ausdenken muss, damit man Liebe erfährt... ich weiß schon warum ich nicht glauben kann. Religion ist doch sehr beliebig, entweder man sucht sich von den Religionen die da sind, das aus was vorhanden ist oder man macht einfach das mit, was einem in die Wiege gelegen wurde. Die meisten gläubigen Christen, wären wahrscheinlich ebenso fromme Moslem oder Buddhisten geworden. Hier mal ein Beispiel zu verdeutlichen was ich meine [url]http://lolgod.blogspot.de/2012/02/science-vs-religion.html[/url] |
| tinnom | Da hast du wahrscheinlich Recht. Das Religionsgen tickt in vielen Menschen und wird in vielen Familien natürlich auch noch über die Erziehung gepflegt. Ob Neuheidentum oder eine andere Religion - wichtig ist doch, dass man wirklich dahinter steht und weiß, wovon man redet. |
| Lazerta | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] Das Streben nach Wissen bedeutet vielleicht Macht aber nur insofern, wie es einem Macht verleiht, die Grenzen seiner eigenen Freiheit zu erkennen und nutzen zu lernen.[/QUOTE] Ich hab schon einmal das Bild eines Chemikers bemüht, welcher alle Atome eines Gemäldes analysiert, jedoch ein Thema des Bildes und den Künstler verneint, da er diese nicht beweisen kann. Natürlich ist es fantastisch die Natur zu erforschen, nur kann das eben auch den Blick für das Wesentliche verschränken, weil man seinen Blick zu sehr nur auf Daten und Formeln einengt. Ich frage mich oft beim Anblick des Sternenhimmels was das alles für einen Sinn machen würde, wenn es keinen Menschen gäbe welcher dieses Kunstwerk betrachten könnte. [QUOTE]Das würde voraussetzen, dass Wissenschaftler nicht lieben können. Das wiederum ist Schwachsinn, die haben genauso Partnerschaften und Familien wie andere Menschen auch. [/QUOTE]Klar wird er lieben können, nur wird er nie das Wesen der Liebe erkennen können und das ist eben nur in Gott zu finden. Genau so wenig wird ein Blinder nicht begreifen können was Farben letztlich ausmachen, selbst wenn dieser alle wissenschaftlichen Fakten über die Wellenlängen von Farben kennt. Vielleicht kannst du dir denken, weshalb ich eine Diskussion über die Liebe für fruchtlos halte, selbst wenn du oder ein reiner Wissenschaftler alles über die Liebe, die Botenstoffe, die Psychologie und die evolutionäre Ursache zu wissen scheint. [QUOTE]Wenn ein Wissenschaftler die Misterien nicht erkennen würde, könnte er gar nicht mit seiner Arbeit anfangen. Damit er das wirklich kann, muss er ein viel offeneres Auge haben, als die meisten anderen Menschen.[/QUOTE]Es macht einen unterschied ob man nur sieht, oder auch erkennt. [QUOTE]Beim ersten kann man sich streiten aber warum sollte er nicht Menschen bewundern, die für andere das höchste Opfer bringen?[/QUOTE]Bewundern kommt von Wunder und meint etwas übernatürliches, das sich der menschlicher Vernunft entzieht. Wenn ein Mensch sein Leben für andere opfert, wie wird ein Mensch, der sich einzig auf die Logik verlässt, dies zu erklären versuchen? [QUOTE]Ja, z.B. das Wirken Satans, das im Namen der Kirche millionenfach verübt wurde, von Menschen die weitaus strenger im Glauben waren, als die Menschen heute.[/QUOTE]Also erkennst du an, dass eine diabolische Macht existiert, welche die Menschen zu beeinflussen versucht? Falls ja, stimme ich dir vollkommen zu. Das Wirken Satans hat dazu beigetragen, dass im Namen der Kirche millionenfache Verbrechen verübt wurden. Ob sie strenger im Glauben waren bezweifle ich stark. Sie waren schlicht nur extrem religiös. Diese Menschen haben Jesus nie gekannt. [QUOTE]Niemals waren unsere Gesellschaft technologisch so fortgeschritten wie heute und niemals war die Gewalt innerhalb der Menschheitsgeschichte so niedrig wie in der zweiten Hälfte des 20ten Jahrhunderts bis heute. Zumindest in Westeuropa, wo die Sekularisierung besonders stark fortgeschritten ist.[/QUOTE]Es stand schon des öfteren 50:50 bezüglich der Wahrscheinlichkeit eines Atomkrieges. Und der Beginn der friedlichen zweiten Hälfte des 20ten Jahrhunderts in Westeuropa markiert die Erfindung der Atombombe. Es ist nicht die Aufklärung welche den Frieden gebracht hat, sondern die Wahl zwischen völliger Auslöschung oder dem bedingungslosen Frieden. Der Grund weshalb du behaupten kannst, dass es die Säkularisierung ist, welche wir den Frieden zu verdanken haben, ist der, dass ich dir niemals das Gegenteil aufzeigen könnte, weil wir in dem Falle alle tot wären. Der Holocaust wurde übrigens trotz Aufklärung verbrochen und allein im zweiten Weltkrieg starben innerhalb von 6 Jahren mehr Menschen als in tausend Jahren Mittelalter. Meine Mitbewohnerin kommt aus Weissrussland, einem Land dessen Bevölkerung im zweiten Weltkrieg, trotz Aufklärung, trotz Humanität, zu einem drittel von den wissenschaftlich und technologisch entwickelten Deutschen ausgelöscht wurde. Nie gab es im Mittelalter eine solch flächendeckende Zerstörung. [QUOTE]Nie war die Sterblichkeit der Bevölkerung so niedrig und die Gesundheitsversorgung so gut. Während Christen sich über die Abnahme des Glaubens aufregen oder um Gottes Segen beten, kann die Wissenschaft millionenfach Leben retten und lebenswerter gestalten und gleichzeitig nehmen Gewaltverbrechen ab und Aufklärungsraten von Verbrechen steigen..[/QUOTE] Ich bin ja nicht prinzipiell gegen Wissenschaft. Ich will nur sagen, dass Wissenschaft allein schädlich ist. Die Rassenlehre im Deutschen Reich war ja z.B. dann besonders populär, als die Menschen anfingen sich mit der Evolutionstheorie zu beschäftigen. [QUOTE]Und es ist bezeichnend das unter den westlichen Ländern, Länder wie die USA in der Glaube nachwievor einen höheren Stellenwert einnimmt, der Wille zur außenpolitischen Gewalt deutlich höher gewesen ist.[/QUOTE]Wäre sie das nicht, wären viele Menschen unter Nazideutschland aufgrund ihrer Herkunft versklavt worden. Die USA ist verhältnismäßig zu anderen mächtigen Staaten gerecht, selbst wenn es viel Dreck am Stecken hat. [QUOTE]Schwache Menschen haben keinerlei eigenen inneren Halt, darum brauchen sie auch Religionen, weil sie das Leben sonst nicht ertragen könnten.[/QUOTE]Menschen brauchen nicht dann Gott wenn sie schwach sind, sondern wenn sie innerlich verdorben sind und nicht aus eigener Kraft aus ihrer Schlechtigkeit herauskommen. Gott hilft diesen Menschen heraus und sorgt für Verändeurng. Du zeigst sehr viel Verachtung für schwache Menschen. Glaubst du wirklich, dass du Gott nicht nötig hast? Jesus hat gerade mit denen an einem Tisch gesessen, welche wie du waren, weil sie Gott am ehesten benötigt haben. "»Wie könnt ihr nur mit solchem Gesindel verkehren?« empörten sich die Pharisäer und Schriftgelehrten bei den Jüngern. Jesus antwortete ihnen: »Gesunde Menschen brauchen keinen Arzt, aber die Kranken. Meine Aufgabe ist es, Sünder in die Gemeinschaft mit Gott zu rufen, und nicht solche, die Gott bereits kennen.«" |
| adabsurd | Kaum sind ein paar Worte über den persönlichen Glauben - den ich ja niemandem nehmen möchte und den ich für viele Menschen auch als sinnvoll erachte (!) - verloren, schon geht´s an´s Eingemachte: [QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i] [B] Klar wird er lieben können, nur wird er nie das Wesen der Liebe erkennen können und das ist eben nur in Gott zu finden. Genau so wenig wird ein Blinder nicht begreifen können was Farben letztlich ausmachen, selbst wenn dieser alle wissenschaftlichen Fakten über die Wellenlängen von Farben kennt. ... Es macht einen unterschied ob man nur sieht, oder auch erkennt. [/B][/QUOTE] Geht´s noch??????????????????????????????????????????????????????????????? Menschen ohne diesen Geisterglauben sollen also nicht das Wesen der Liebe erkennen können!?! Der fehlende Glaube wird einer extremen BEHINDERUNG gleichgesetzt?!? Generell pachtet man das "erkennen" (der Wahrheit) für sich, als Gläubigen!?! Und DAS soll irgendwie gedeihlich für die Menschheit sein? Irgendjemand denkt sich eine Spuk aus und wer nicht daran glaubt ist behindert? Was dann der nächste Schritt ist, dürfte naheliegend sein. Im Islam kann man es in den Schriftgrundlagen in einer Art und Weise nachlesen, die an Klarkeit nichts vermissen lässt. Die "Behinderten" gilt es auszurotten. Solange sie einem nützlich sind, bestenfalls auszuplündern. Jetzt sage ich Dir mal, wie ich das sehe: Diese Welt ist in ihrer Komplexität derart unfassbar faszinierend, dass jeder Mensch auf irgendeiner dieser Komplexitätsebenen, eben jener die ihn anspricht, etwas definitiv "Göttliches" erkennen UND erfahren, also regelrecht körperlich empfinden, kann. Für mich sind das die Tiefen der Physik, also die Physis selbst, die aufgrund ihrer Funktionsweise in sich SOWAS von unfassbar "göttlich" ist, dass es völlig egal ist ob man nun sagt "Gott hat das alles geschaffen" oder ob man es OHNE GOTT einfach so alleine für sich stehen lässt. Die Physis büsst ja keine ihrer sagenhaften Eigenschaften ein, wenn man sie "ohne Gott denkt". Es braucht keinen Gott, um in jenen fast extatischen Zustand zu geraten, von dem viele Gläubige so ergriffen berichten! Andere Menschen erlangen die "Einsichten" und das sie begleitende "warme Gefühl" mit eigenen Gedankenwelten! Wieder Andere nehmen einfach Drogen! Letzteres erwähne ich, weil man sich im Klaren darüber sein sollte, dass wir es in jedem dieser Fälle auch ein Stück weit mit rein körperlichen, also physischen Vorgängen zu tun haben und das der Mensch aufghrund seiner psychischen Beschaffenheit nach den hier beschriebenen "Wärmegefühlen", diesem "Eindruck der Ganzheit" ... sehnt. Und was für mich dieser physische Aufbau ist, ist für Andere eben etwas anderes, meinetwegen für Viele auch die Vorstellung von so einem Geistwesen, in dem sich das alles irgendwie vereinigt. Geschmackssache. Nicht Geschmackssache ist hingegen, AUSGERECHNET diese unfassbar infantilen Vorstellungen von Geistwesen als die einzige Wahrheit hinzustellen und alle Nichtgläubigen als Behinderte zu bezeichnen. WENN es Gott gibt, dann ist es ihm VOLLKOMMEN WURSCHT ob jemand an ihn glaubt! Allenfalls sind es die Verhaltensweisen, die ihn interessieren. Dabei dürften ihm diejenigen die als die Alleinseeligmachenden auftreten, keineswegs die liebsten sein. WENN es Gott gibt, dann ist es ein friedfertiger und gelassener Gott. Was sollte es ihn auch tangieren, was wir hier veranstalten? Er hat das alles gemacht, kann es wohl wieder tun oder es einfach verwerfen. Allenfalls Ratschläge wird er uns geben. ... Alle Vorstellungen von einem strafenden Gott, einem der Unterwerfung will, also vieles aus dem AT und alles aus dem Islam, ist nicht nur infantil, sondern vollständig unlogisch und zwar in JEDEM denkbaren System von Logik. Der Gott wie er im NT dargestellt wird, ist vermutlich eine sinnvolle Geschichte um für die Massen einen "Instant"-Überbau parat zu haben, für diejenigen also, die in sich selbst UND durch Mitmenschen keinen anderen Halt finden können oder wollen. Der Gott wie er im Islam beschrieben wird, ist nichts anderes als das was im Christentum "Teufel" heisst. Destruktiv, strafend, Unterwürfigkeit fordern, alles regelnd. ... So, da hab´ ich jetzt einiges vermischt und extremst abgekürzt. :-) |
| Kampfsau | Ich werde jetzt nicht einzelnd auf jede Aussage eingehen, das würde zu lange dauern. Aber ich finde es schon bezeichnend, was du für ein Menschenbild hast. Für dich sind Menschen prinzipiell schlecht und verdorben, solange sie sich nicht an Gott halten. Sie sind angeblich auch nicht zur Liebe befähigt. Mit anderen Worten du unterstellst mir und dem Rest der Nichtchristen, Moslem, Hinduisten, Buddhisten ,Atheisten, Juden etc pp quasi der absolute Großteil der Menschheit nicht den richtigen Weg zu gehen,keine wahre Liebe empfinden zu können und innerlich verdorben zu sein. Und dann sagst du mir allen Ernstes ich zeige Verachtung für andere, für schwache Menschen? Verachtung ist das nicht, eher Mitleid, dass sie so schwache und unfreie Wesen sind, sie selber sind jene, die davon am meisten betroffen sind. [QUOTE]Jesus hat gerade mit denen an einem Tisch gesessen, welche wie du waren, weil sie Gott am ehesten benötigt haben. [/QUOTE] Mit Jesus selber hätte ich wirklich gerne geredet, hätte ich seine Sprache verstehen können und er meine. Eben weil ich die Dinge auch am eigenen Leibe erfahren könnte, ich hätte seine Wunder sehen können, ich hätte sehen können was das für ein Mensch ist. Worauf ich pfeiffen kann, das sind irgendwelche kleingeistigen Besserwisser die 2000 Jahre später aus irgendwelchen indirekten, mehrfach übersetzten Überlieferungen meinen zu wissen, wie dieser und jener mit mir umgegangen wäre. Gar nichts wissen solche Leute. Mir wäre es auch egal gewesen, dass mich irgendwelche vorzeitlichen Pharisäer und Schriftgelehrten als Gesindel angesehen hätten. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i] Ich hab schon einmal das Bild eines Chemikers bemüht, welcher alle Atome eines Gemäldes analysiert, jedoch ein Thema des Bildes und den Künstler verneint, da er diese nicht beweisen kann. [/QUOTE] Wenn du andeuten willst, das Thema eines Gemäldes sei etwas übernatürliches, durch Wissenschaft nicht fassbares, dann liegst du falsch. Die strukturelle Ähnlichkeit zwischen einem Gemälde und dem, was es darstellt, ist etwas völlig objektives, und auch die Wirkung eines Gemäldes auf menschliche Gehirne ist etwas objektives, das der wissenschaftlichen Forschung prinzipiell zugänglich ist. [quote]Ich frage mich oft beim Anblick des Sternenhimmels was das alles für einen Sinn machen würde, wenn es keinen Menschen gäbe welcher dieses Kunstwerk betrachten könnte.[/quote] Es macht auch so keinen Sinn. Die Sterne sind nicht entstanden, damit Menschen sie bewundern können, sondern weil die Gravitation von Gaswolken den Gasdruck übertrifft und einen Kollaps bewirkt. Ebenso sind Blumen nicht entstanden, damit sie romantische Gefühle in uns hervorrufen, und Erdbeben und Seuchen sind keine Gottesstrafe. Das Universum mit seinem ganzen Interieur existiert nicht um unseretwillen. [quote] Klar wird er lieben können, nur wird er nie das Wesen der Liebe erkennen können und das ist eben nur in Gott zu finden.[/quote] Das ist doch eine bloße Behauptung. Du kannst daran glauben, aber du lieferst anderen keinen Grund, sich deiner Überzeugung anzuschließen. [quote]Wenn ein Mensch sein Leben für andere opfert, wie wird ein Mensch, der sich einzig auf die Logik verlässt, dies zu erklären versuchen? [/quote] Es gibt durchaus evolutionäre Erklärungen für altruistisches Verhalten. Selbstverständlich spielen auch kulturelle Einflüsse eine Rolle. Der Geltungsdrang ist eine starke Kraft in der menschlichen Psyche, und wenn man einer suggestiven Person erklärt, es sei das allergrößte, als Märtyrer oder Kamikazeepilot zu sterben, dann kann diese Indoktrination Früchte tragen. [quote]Der Holocaust wurde übrigens trotz Aufklärung verbrochen und allein im zweiten Weltkrieg starben innerhalb von 6 Jahren mehr Menschen als in tausend Jahren Mittelalter.[/quote] Abgesehen davon, dass deine Behautung falsch sein dürfte, muss man die Opferzahlen im 20. Jahrhundert im Verhältnis zu der viel größeren Gesamtbevölkerung betrachten. Seid fruchtbar und mehret euch, weißt du noch? ;) Im 2. Weltkrieg starben ungefähr 65 Millionen Menschen. Die Weltbevölkerung lag damals schon bei etwa 2 Milliarden. Zum Vergleich: Der schwarze Tod hat im Mittelalter ungefähr ein Drittel der Gesamtbevölkerung dahingerafft und die Ankunft der Christenheit in Amerika hat ca. 100 Millionen Indianern das Leben gekostet. |
| Changeling II | [QUOTE][i]Original geschrieben von adabsurd [/i] [quote]Geht´s noch??????????????????????????????????????????????????????????????? Menschen ohne diesen Geisterglauben sollen also nicht das Wesen der Liebe erkennen können!?! Der fehlende Glaube wird einer extremen BEHINDERUNG gleichgesetzt?!? Generell pachtet man das "erkennen" (der Wahrheit) für sich, als Gläubigen!?![/quote] Menschen ohne den Geisteglauben an Besitz, Eigentum, Kapital und Staat als dumm, krank, abnorm, geistig minderbemittelt/-behindert, "gefährlich" - soll ich weitermachen? - hinzustellen, ist auch nicht viel besser, sondern bestenfalls armselig und ebendies: die Vermessenheit, andere vor dem Hintergrund der eigenen Überzeugungen als minderwertig, als "Asoziale" -beliebig ersetz- und erweiterbar etwa durch Begriffe wie "Arbeitsscheue" oder "Gemeinschaftsfremde" - zu bezeichnen, ist ein Zeichen für hochgradigen Fanatismus in Verbindung mit extremer geistiger Armut: das eigene Weltbild als absolut zu setzen - ist eben nichts anderes als Faschismus mit eliminatorischen Hintergedanken. [quote]Und DAS soll irgendwie gedeihlich für die Menschheit sein? Irgendjemand denkt sich eine Spuk aus und wer nicht daran glaubt ist behindert? Was dann der nächste Schritt ist, dürfte naheliegend sein. Im Islam kann man es in den Schriftgrundlagen in einer Art und Weise nachlesen, die an Klarkeit nichts vermissen lässt. Die "Behinderten" gilt es auszurotten. Solange sie einem nützlich sind, bestenfalls auszuplündern. [/quote] Was...? Jetzt stellst du deine eigenen Überzeugungen infrage...?: Die "Behinderten", also z.B. Leute wie mich, die den "Spuk" einer Besitz-Faschistengesellschaft nicht wollen und sich degegen auflehnen, sind geistig zurückgebliebene Kleinkinder, ergo, "Behinderte", die eigentlich ausgerottet gehören...? [quote]Jetzt sage ich Dir mal, wie ich das sehe: Diese Welt ist in ihrer Komplexität derart unfassbar faszinierend, dass jeder Mensch auf irgendeiner dieser Komplexitätsebenen, eben jener die ihn anspricht, etwas definitiv "Göttliches" erkennen UND erfahren, also regelrecht körperlich empfinden, kann. [/quote] ...diese Welt vielleicht schon, dein Michel-Verstand nur leider nicht... [quote]Für mich sind das die Tiefen der Physik, also die Physis selbst, die aufgrund ihrer Funktionsweise in sich SOWAS von unfassbar "göttlich" ist, dass es völlig egal ist ob man nun sagt "Gott hat das alles geschaffen" oder ob man es OHNE GOTT einfach so alleine für sich stehen lässt. Die Physis büsst ja keine ihrer sagenhaften Eigenschaften ein, wenn man sie "ohne Gott denkt".[/quote] Bullshit...schön gesagt -nur leider völlig sinnloses, nicht mal halbgares Eso-Geschwätz...jedes Kleinkind könnte ein besseres Referat darüber halten, was es sich unter "Gott" vorstellt -oder auch nicht vorstellt, was ich in der tat für den sinnvolleren Weg halte... [quote]Es braucht keinen Gott, um in jenen fast extatischen Zustand zu geraten, von dem viele Gläubige so ergriffen berichten! Andere Menschen erlangen die "Einsichten" und das sie begleitende "warme Gefühl" mit eigenen Gedankenwelten! Wieder Andere nehmen einfach Drogen![/quote] ..und bei noch wieder anderen stellt sich dieses erst dann Gefühl ein, wenn sie ihr "Glaube" darin bestärkt, besser, klüger oder wertvoller als die übrigen zu sein, etwa aufgrund ihres Sklavenendienstes am gesellschaftlichen Reichtum der Besitzenden und ihrem Arbeitsgötzen... [quote]Nicht Geschmackssache ist hingegen, AUSGERECHNET diese unfassbar infantilen Vorstellungen von Geistwesen als die einzige Wahrheit hinzustellen und alle Nichtgläubigen als Behinderte zu bezeichnen. WENN es Gott gibt, dann ist es ihm VOLLKOMMEN WURSCHT ob jemand an ihn glaubt! Allenfalls sind es die Verhaltensweisen, die ihn interessieren. Dabei dürften ihm diejenigen die als die Alleinseeligmachenden auftreten, keineswegs die liebsten sein. WENN es Gott gibt, dann ist es ein friedfertiger und gelassener Gott. Was sollte es ihn auch tangieren, was wir hier veranstalten? Er hat das alles gemacht, kann es wohl wieder tun oder es einfach verwerfen. Allenfalls Ratschläge wird er uns geben. ... Alle Vorstellungen von einem strafenden Gott, einem der Unterwerfung will, also vieles aus dem AT und alles aus dem Islam, ist nicht nur infantil, sondern vollständig unlogisch und zwar in JEDEM denkbaren System von Logik.[/quote] ...und wieder ein grandioses Eigentor: du erwartest von einem -hypothetischen - Gott, dass er dich so nimmt, wie du bist und er dich deiner Wege gehen lässt, dich tun und lassen lässt, was du willst...?gut, dagegen habe ich auch absolut nichts einzuwenden -aber: genau das ist es, was du selber Andersdenkenden gegenüber nicht praktizierst und konsequent verweigerst: du spielst dich ihnen gegenüber wie Gott auf - und zwar wie der Gott, den du selber unter keinen Umständen über dir haben möchtest..! wie ein Gott, der befiehlt, was andere zu tun und zu lassen haben - und zwar weil du deine rein egoistischen -! Interessen dadurch gefährdet siehst...denn auch Kapital, Besiz und Staat sind - ebenso wie Sabbat, Unbefleckte Empfängnis, Auferstehung und Himmelfahrt -von Menschen aufgestellte Dogmen... [quote]Der Gott wie er im NT dargestellt wird, ist vermutlich eine sinnvolle Geschichte um für die Massen einen "Instant"-Überbau parat zu haben, für diejenigen also, die in sich selbst UND durch Mitmenschen keinen anderen Halt finden können oder wollen. Der Gott wie er im Islam beschrieben wird, ist nichts anderes als das was im Christentum "Teufel" heisst. Destruktiv, strafend, Unterwürfigkeit fordern, alles regelnd. [/quote].. ...der Teufel des Christentums - Luzifer - hat rein gar nichts mit Allah, dem Gott des Islam zu tun...den Teufel (Satan/Shaitan) gibt es in beiden Religionen, und in beiden steht er für das "Böse", das, was diese Religionen, eigentlich ganz ähnlich wie die bürgerliche Gesellschaft -dem Menschen seit jeher austreiben wollen: nonkonformistische, sozial nicht erwünschte Denk- und Verhaltensweisen, ja demnach wäre der Teufel sowohl für dich alsauch Lazerta das "Böse" - insofern gleicht ihr euch doch schon mal ziemlich deutlich, oder etwa nicht...? nur ist er das deswegen nicht unbedingt auch für mich - und Allah, also "Gott" im Islam - wird von seinen Anhängern ebenso als der absolut "gute" alleinge Gott verstanden, ebenso wie "Gott" von den Christen...und die Verbrechen der katholischen Kirche,- ebenso wie die von Islam und Kapital - wurden allein von Menschen im Intersse der jeweiligen Religion/Ideologie verübt... |
| adabsurd | Och CII, Du scheinst ja ein ganz schön getroffener Hund zu sein, dass Du selbst hier, bei einem ganz anderen Thema, rumbellst. :-) Wie immer greifen Deine Vergleiche nicht. Denn hier geht es darum, dass ungläubigen Menschen abgesprochen wird, zu gewissen Erkenntnissen und Einsichten fähig zu sein. Dem widerspreche ich natürlich. In Deinem Fall ging es mir darum, Dein unsägliches Gejammer über Deinen minderen Status und die Schuldzuweisungen an den Rest der Welt, zu kommentieren. Und vor allem ging es mir bei Dir darum, Deine konstruierten Ansprüche auf anderer Leute Hab und Gut, basierend auf der Annahme dass deren Privateigentum ohnehin nur "Raubgut" sei, abzuwehren. Damit spreche ich Dir nicht pauschal irgendwelche "tieferen" Erkenntnisfähigkeiten ab, nur weil Du nicht an Dieses oder Jenes glaubst, sondern lediglich illegitime Ansprüche, die Du glaubst zu haben und die andere Menschen direkt (negativ) betreffen. ... Gemäß Deiner "Logik" definierst Du mein Festhalten an der Legitimität von Privateigentum als "Glauben" und setzt es mit der oben beschriebenen Thematik gleich. Nur ist Deine "Logik" leider keine Logik, sondern Willkür. Am Ende Deiner Logik müsste stehen, dass selbst das Recht auf Leben ein reiner Glauben ist. An dieser Stelle wird vielleicht auch Dir klar, dass nicht alles "Glauben" ist, wofür man einsteht und was man als sein Recht betrachtet. Aber willkürlich anhand der eigenen (Un)Fähigkeiten entlang konstruierte Weltbilder kann man eben nur "verteidigen", indem man an beliebiger Stelle einen Joker einsetzt (hier: Recht auf Privatbesitz sie nur ein Glaube). Von dieser somit beliebig verbogenen "Knackstelle" ausgehend kann man dann natürlich vermeintlich logisch weiterargumentieren. Nur ist eben leider die "Knackstelle" das Problem. Denn Willkür hat es so an sich, dass sie an jeder Stelle der Argumentationskette gleich zerstörend wirkt. Sie ist eben das schwächste Glied, welches jede Kette brüchig macht, egal wie stark sie an anderer Stelle sein mag. Ich habe wenig Hoffnung, dass Du diesem "Bild" folgen kannst oder willst, aber Andere werden verstehen wie ich das meine... Eigentlich ist es sinnlos, auf Deine nur aus Wut auf mich entstandener Verquickung dieser beiden grundverschiedenen Themen überhaupt einzugehen ... |
| Changeling II | [QUOTE][i]Original geschrieben von adabsurd [/i] [B]Och CII, Du scheinst ja ein ganz schön getroffener Hund zu sein, dass Du selbst hier, bei einem ganz anderen Thema, rumbellst. :-) Wie immer greifen Deine Vergleiche nicht. Denn hier geht es darum, dass ungläubigen Menschen abgesprochen wird, zu gewissen Erkenntnissen und Einsichten fähig zu sein. Dem widerspreche ich natürlich. In Deinem Fall ging es mir darum, Dein unsägliches Gejammer über Deinen minderen Status und die Schuldzuweisungen an den Rest der Welt, zu kommentieren. Und vor allem ging es mir bei Dir darum, Deine konstruierten Ansprüche auf anderer Leute Hab und Gut, basierend auf der Annahme dass deren Privateigentum ohnehin nur "Raubgut" sei, abzuwehren. Damit spreche ich Dir nicht pauschal irgendwelche "tieferen" Erkenntnisfähigkeiten ab, nur weil Du nicht an Dieses oder Jenes glaubst, sondern lediglich illegitime Ansprüche, die Du glaubst zu haben und die andere Menschen direkt (negativ) betreffen. ... Gemäß Deiner "Logik" definierst Du mein Festhalten an der Legitimität von Privateigentum als "Glauben" und setzt es mit der oben beschriebenen Thematik gleich. Nur ist Deine "Logik" leider keine Logik, sondern Willkür. Am Ende Deiner Logik müsste stehen, dass selbst das Recht auf Leben ein reiner Glauben ist. An dieser Stelle wird vielleicht auch Dir klar, dass nicht alles "Glauben" ist, wofür man einsteht und was man als sein Recht betrachtet. Aber willkürlich anhand der eigenen (Un)Fähigkeiten entlang konstruierte Weltbilder kann man eben nur "verteidigen", indem man an beliebiger Stelle einen Joker einsetzt (hier: Recht auf Privatbesitz sie nur ein Glaube). Von dieser somit beliebig verbogenen "Knackstelle" ausgehend kann man dann natürlich vermeintlich logisch weiterargumentieren. Nur ist eben leider die "Knackstelle" das Problem. Denn Willkür hat es so an sich, dass sie an jeder Stelle der Argumentationskette gleich zerstörend wirkt. Sie ist eben das schwächste Glied, welches jede Kette brüchig macht, egal wie stark sie an anderer Stelle sein mag. Ich habe wenig Hoffnung, dass Du diesem "Bild" folgen kannst oder willst, aber Andere werden verstehen wie ich das meine... Eigentlich ist es sinnlos, auf Deine nur aus Wut auf mich entstandener Verquickung dieser beiden grundverschiedenen Themen überhaupt einzugehen ... [/B][/QUOTE] Nein, es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen diesem und dem anderen Thema -weil du dich hier über etwas in gespieler Entrüstung ereiferst, was du in dem anderen Thread selber bis zum Erbrechen vorexerziert hast...doch deine Ansprüche aufgrund von "Arbeit" sind ebenso konstruiert -und genau hier ist der Vegleich auch mehr als zutreffend: Besitz, Arbeit und Kapital sind ebenso gesellschaftliche Konstrukte der Wirklichkeit -und nicht die Wirklichkeit selbst - wie es religiöse Dogmen und Wirklichkeits-Postulate sind: "Rechts-" und Machtansprüche sollen durch sie legitimiert und abgesichert werden -genau, wie man in einigen islamischen Ländern "Ungläubige" steinigt, so schliesst man hier alle "Arbeitsscheuen" von der Mitbeteiligung, Mitbestimmung und Mitnutzung sämtlicher Güter aus -und da liegt die gemeisame ideologische Basis: deine "Ansprüche" leitest du aus der Unterwerfung gegenüber den -von Menschen aufgestellten - sozialen Dogmen des warenproduzierenden Systems ab -damit erkennst du es als etwas an, was über dir selbst steht - und dir die Art von leben diktiert, die das System von dir erwartet - doch deinn Denken ist ebenso an fiktive Grundlagen, also etwa an die Fiktionen von "Eigentum" und "Arbeit" geknüpft, wie der Glaube eines Christen an seinen Gott - und seine sakralen Verrichtungen/Handlungen, die er verrichten muss, um zu Gott zu finden und von ihm angenommen zu werden: Gebet, Gottsdienst, Askese, oder was auch immer... ..und mit deinem "Recht" auf Leben ist ein "Recht auf Besitz" schon mal gar nicht zu vergleichen...denn zum einen bin ich mir bei dir ziemlich sicher, dass auch das "Recht" auf Leben für dich ein sehr selektives ist - zum anderen ist das Leben wirklich etwas naturgegebenes, für das man so gesehen eigentlich gar kein "Recht" braucht - was "Eigentum" nun einmal nicht ist... |
| adabsurd | Ja klar, die Ansicht/Einsicht, dass Jeder für seinen Lebenserhalt zuerst einmal selbst aufzukommen hat, in der Regel durch Arbeit ;-) , ist in Sachen Irrationalität gleichzusetzen mit irgendeinem Glauben an ein Geistwesen. :-) Da ist er wieder, der von mir eben beschriebener Joker, ohne den willkürlich konstruierte Weltbilder wie Deines nicht auskommen. :-) Wem sage ich das? ;-) |
| Changeling II | Diesen ganzen Neopaganismus-Kram halte ich im übrigen mehr für eine Art Trend als etwas wirklich "religiöses"...jemand, der ernsthaft behauptete, an Odin, Thorr, Heimdall oder Freya zu glauben -würden die meisten vermutlich eher für einen Volltrottel halten...dabei finde ich an diesen Figuren im Prinzip gar nicht einmal etwas wirklich negatives - sind diese aus den alten Asen/Vanenkulten stammenden Figuren doch eigentlich nur sehr poetische Umschreibungen, bzw. Personifikationen entsprechender Naturvorgänge...es war ursprünglich mal eine polytheistische Natrurreligion, angefüllt mit eher symbolhaften Charakteren doch - hat der moderne Abklatsch damit in etwa soviel gemein wie Counterstrike mit einem echten Krieg... ...es ist einfach nur deswegen "in", weil die Ahänger solcher -zumeist kurzlebigen - Bewegungen sich darüber einbilden können, ja soooooo "alternativ", bzw. "individuell" zu sein - ganz ähnlich, wie es heute zumeist auch in der Gothic-Kultur der Fall ist, die inzwischen so stark vermichelt ist, dass man schon nach der Stecknadel im Heuhaufen suchen muss, um noch irgend etwas darin zu finden, was etwas anderes als eben "mainstream" ist.. |
| Lazerta | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] Aber ich finde es schon bezeichnend, was du für ein Menschenbild hast. Für dich sind Menschen prinzipiell schlecht und verdorben, solange sie sich nicht an Gott halten. Sie sind angeblich auch nicht zur Liebe befähigt.[/QUOTE]Falls dieser Eindruck bei dir entstanden ist, möchte ich mich hierfür bei dir entschuldigen. Aber ich meine an keiner Stelle behauptet zu haben, alle Nichtchristen seien innerlich verdorben. Im Gegenteil habe ich sogar erwähnt, dass es in der Historie auch sogenannte Christen gab, welche vom Satan beeinflusst wurden, somit innerlich verdorben waren. Ich will jedoch versuchen mich in Zukunft unmissverständlicher zu äußern damit ähnliche Missverständnisse nicht wieder passieren. [QUOTE]Mit Jesus selber hätte ich wirklich gerne geredet, hätte ich seine Sprache verstehen können und er meine. Eben weil ich die Dinge auch am eigenen Leibe erfahren könnte, ich hätte seine Wunder sehen können, ich hätte sehen können was das für ein Mensch ist.[/QUOTE] "Weil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubst du; selig sind, die nicht sehen und doch glauben." Gemeint ist damit das Wunder der Auferstehung Jesu, bei der Thomas Zeuge geworden ist. Jesus erkennt damit an, dass es nicht einfach ist an ihn und seine Auferstehung zu glauben, wenn man nicht selbst Zeuge seiner Wunder war. Es ändert aber nichts daran, dass der einzige Weg zu Gott nur durch Jesus führt und dass der Glaube an ihn all jene befreien wird, die nicht wie Thomas Zeuge sein konnten und denoch glauben. [QUOTE]Mir wäre es auch egal gewesen, dass mich irgendwelche vorzeitlichen Pharisäer und Schriftgelehrten als Gesindel angesehen hätten. [/QUOTE] Jesus ist es ebenfalls herzlich egal gewesen. Er hat einen Dieb als Schatzmeister angestellt gehabt, hat sein Leben für eine Ehebrecherin aufs Spiel gesetzt, für all jene welche ihn verspottet und verfolgt haben gebetet und seinen Scharfrichtern noch am Kreuz bedingungslos verziehen. Die Pharisäer seiner Zeit sind Vergleichbar mit den Fundamentalisten der Gegenwart, denen das biblische Gesetz wichtiger ist als diejenigen für das es geschaffen wurde: den Menschen. Sie gingen soweit, dass sie Jesus hiermit eine Falle stellen wollten um ihn zur [URL=http://www.bibleserver.com/text/HFA/Markus3,1]Anklage[/URL] zu bringen, nachdem er gegen die Sabbatruhe verstieß. |
| Lazerta | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Wenn du andeuten willst, das Thema eines Gemäldes sei etwas übernatürliches, durch Wissenschaft nicht fassbares, dann liegst du falsch. Die strukturelle Ähnlichkeit zwischen einem Gemälde und dem, was es darstellt, ist etwas völlig objektives, und auch die Wirkung eines Gemäldes auf menschliche Gehirne ist etwas objektives, das der wissenschaftlichen Forschung prinzipiell zugänglich ist. [/QUOTE]Ich will nicht damit andeuten, dass das Thema eines Gemäldes, das von Wissenschaftlern in seiner atomaren Zusammensetzung analysiert wird, etwas übernatürliches wäre, sondern dass das Thema an sich erst garnicht von Wissenschaftlern erkannt wird. Es kann meiner Meinung auch garnicht erkannt werden, wenn der Wissenschaftler nicht bereit ist die Perspektive zu ändern. [QUOTE]Es macht auch so keinen Sinn. Die Sterne sind nicht entstanden, damit Menschen sie bewundern können, sondern weil die Gravitation von Gaswolken den Gasdruck übertrifft und einen Kollaps bewirkt. Ebenso sind Blumen nicht entstanden, damit sie romantische Gefühle in uns hervorrufen. Das Universum mit seinem ganzen Interieur existiert nicht um unseretwillen.[/QUOTE] Das meine ich mit der Perspektive. Das Universum ist für mich wie ein Gemälde und ich könnte nie die Existenz eines Thema erkennen, wenn ich nur fragen würde wie die Dinge und Prozesse im Universum funktionieren. Auch die Frage nach dem warum ist lohnend sich zu stellen. Dass wir Menschen in einem lebensfreundlichen Universum existieren, wäre, wenn wir annehmen würden dass das Universum sich chaotisch gebildet hat, überhaupt ein phänomenal unwahrscheinlicher Vorfall und lässt vielleicht erahnen was ich mit der Existenz eines Thema meine. Es gäbe beispielsweise keine Sonnen und somit auch keine Lebewesen, wenn nicht z.B. zwei Protonen nach einem einzigen von 10^18 Protonenzusammenstößen sich im selbem Potentialtopf wiederfinden würden, indem sie die Potentialbarriere durchtunneln. Ich weiss nicht wie die Kernfusion innerhalb der Sonne ablaufen würde, wenn die Wahrscheinlichkeit um ein paar Potenzen geringer oder höher ausfallen würde, doch allein die Größenordnung lässt mich staunen. Ähnliche Faktoren lassen sich auch in vielen anderen Bereichen wiederfinden, wie z.B. der Expansionsrate des Universums, das einem winzigen Faktor von 1/10^57 unterliegt. Wäre sie geringfügig kleiner oder größer würde das Universum entweder in sich zusammenfallen oder die Materieverteilung so dünn sein, dass keine Sonnen und Galaxien entstehen könnten. Weitere Beispiele in der Physik gibt es in der Feinabstimmung der kosmologischen Konstante, der Massen von Proton und Elektron sowie Stärken von elektromagnetischer Kraft und starker Kernkraft, der Dimensionen und auch viele Weitere in der Biologie, Chemie und Astronomie. [QUOTE] Es gibt durchaus evolutionäre Erklärungen für altruistisches Verhalten. Selbstverständlich spielen auch kulturelle Einflüsse eine Rolle.[/QUOTE]Und was ist deiner Meinung nach die evolutionäre Erklärung für die Feindesliebe? [QUOTE]Abgesehen davon, dass deine Behautung falsch sein dürfte, muss man die Opferzahlen im 20. Jahrhundert im Verhältnis zu der viel größeren Gesamtbevölkerung betrachten. Seid fruchtbar und mehret euch, weißt du noch? ;)[/QUOTE]Mach mich nicht für die Überbevölkerung verantwortlich. Ich bin momentan kinderlos ;) [QUOTE]Im 2. Weltkrieg starben ungefähr 65 Millionen Menschen. Die Weltbevölkerung lag damals schon bei etwa 2 Milliarden. Zum Vergleich: Der schwarze Tod hat im Mittelalter ungefähr ein Drittel der Gesamtbevölkerung dahingerafft und die Ankunft der Christenheit in Amerika hat ca. 100 Millionen Indianern das Leben gekostet. [/QUOTE]Und jedes einzelne Leben, welches vernichtet wurde, war schlicht eines zuviel. Ich denke wir sind uns einig, dass es keinen Unterschied macht, ob nun ein Menschenleben durch die Hand von sogenannten Christen oder Atheisten gewaltsam beendet wurde und dass es nicht angebracht ist die Toten als Zahlenmaterial für Mathespielchen und Bilanzierungen zu missbrauchen. |
| Changeling II | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i] [quote]Dass wir Menschen in einem lebensfreundlichen Universum existieren, wäre, wenn wir annehmen würden dass das Universum sich chaotisch gebildet hat, überhaupt ein phänomenal unwahrscheinlicher Vorfall und lässt vielleicht erahnen was ich mit der Existenz eines Thema meine. Es gäbe beispielsweise keine Sonnen und somit auch keine Lebewesen, wenn nicht z.B. zwei Protonen nach einem einzigen von 10^18 Protonenzusammenstößen sich im selbem Potentialtopf wiederfinden würden, indem sie die Potentialbarriere durchtunneln. Ich weiss nicht wie die Kernfusion innerhalb der Sonne ablaufen würde, wenn die Wahrscheinlichkeit um ein paar Potenzen geringer oder höher ausfallen würde, doch allein die Größenordnung lässt mich staunen. Ähnliche Faktoren lassen sich auch in vielen anderen Bereichen wiederfinden, wie z.B. der Expansionsrate des Universums, das einem winzigen Faktor von 1/10^57 unterliegt. Wäre sie geringfügig kleiner oder größer würde das Universum entweder in sich zusammenfallen oder die Materieverteilung so dünn sein, dass keine Sonnen und Galaxien entstehen könnten. Weitere Beispiele in der Physik gibt es in der Feinabstimmung der kosmologischen Konstante, der Massen von Proton und Elektron sowie Stärken von elektromagnetischer Kraft und starker Kernkraft, der Dimensionen und auch viele Weitere in der Biologie, Chemie und Astronomie.[/quote] ...Bullshit...es ist bestimmt nicht der "Sinn" des Universums, etwas wie den Menschen -oder überhaupt irgendwelches "Leben" - hervorgebracht zu haben...genauso könntest du behaupten, der "Sinn" eines Hundes seien die Flöhe in seinem Pelz...es handelt sich dabei um nichts anderes als Abfallprodukte biomolekularer Prozsse, die so oder in ähnlicher Weise vermutlich auf unzähligen Welten stattfanden.... [quote]Und was ist deiner Meinung nach die evolutionäre Erklärung für die Feindesliebe?[/quote] ..was für eine "Feindesliebe"....? - ein solches Prinzip existiert nicht, schon gar nicht auf universelller Ebene -es handelt sich dabei um nichts anderes als eine blödsinnige Ideologie, von Leuten, die dumm genug sind, ihre Feinde nicht zu hassen...denn die natürliche Ordnung sagt in diesem Fall etwas ganz anderes: "macht kaputt, was euch kaputt macht..." |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i] Ich will nicht damit andeuten, dass das Thema eines Gemäldes, das von Wissenschaftlern in seiner atomaren Zusammensetzung analysiert wird, etwas übernatürliches wäre, sondern dass das Thema an sich erst garnicht von Wissenschaftlern erkannt wird. [/QUOTE] Und warum nicht? Wie gesagt ist der strukturelle Ähnlichkeit zwischen einem Gemälde und dem, was es darstellt, etwas völlig objektives, den Gesetzen der Perspektive unterliegendes. Das ist der Grund, weshalb inzwischen selbst Roboter malen können. Und auch der Zusammenhang zwischen der Darstellungsweise eines Gemäldes und den Emotionen, die es in menschlichen Gehirnen auslöst, ist ein gesetzmäßger Zusammenhang, der sich prinzipiell erforschen lässt. Es ist absolut denkbar, dass man irgendwann neurowissenschaftlich erklären kann, welche künstlerischen Stilmittel aus welchen Gründen welche Gefühle in einem Menschen auslösen. [quote]Das meine ich mit der Perspektive. Das Universum ist für mich wie ein Gemälde und ich könnte nie die Existenz eines Thema erkennen, wenn ich nur fragen würde wie die Dinge und Prozesse im Universum funktionieren.[/quote] Das ist doch keine Frage der "Perspektive". Entweder das Universum wurde von einem Gott erschaffen oder nicht. Das hat nichts mit deinen Gefühlen in klaren Sommernächten zu tun, das ist eine reine Faktenfrage. Und de facto gibt es keine Anzeichen für die Existenz eines Gottes. Es gibt auch keine überzeugenden Argumente. Die sogenannten Gottesbeweise gehören jedenfalls zu den größten Blamagen der Philosophiegeschichte. [quote]Dass wir Menschen in einem lebensfreundlichen Universum existieren, wäre, wenn wir annehmen würden dass das Universum sich chaotisch gebildet hat, überhaupt ein phänomenal unwahrscheinlicher Vorfall und lässt vielleicht erahnen was ich mit der Existenz eines Thema meine. Es gäbe beispielsweise keine Sonnen und somit auch keine Lebewesen, wenn nicht z.B. zwei Protonen nach einem einzigen von 10^18 Protonenzusammenstößen sich im selbem Potentialtopf wiederfinden würden, indem sie die Potentialbarriere durchtunneln. Ich weiss nicht wie die Kernfusion innerhalb der Sonne ablaufen würde, wenn die Wahrscheinlichkeit um ein paar Potenzen geringer oder höher ausfallen würde, doch allein die Größenordnung lässt mich staunen. Ähnliche Faktoren lassen sich auch in vielen anderen Bereichen wiederfinden, wie z.B. der Expansionsrate des Universums, das einem winzigen Faktor von 1/10^57 unterliegt. Wäre sie geringfügig kleiner oder größer würde das Universum entweder in sich zusammenfallen oder die Materieverteilung so dünn sein, dass keine Sonnen und Galaxien entstehen könnten. Weitere Beispiele in der Physik gibt es in der Feinabstimmung der kosmologischen Konstante, der Massen von Proton und Elektron sowie Stärken von elektromagnetischer Kraft und starker Kernkraft, der Dimensionen und auch viele Weitere in der Biologie, Chemie und Astronomie.[/quote] Das klingt alles ein bisschen, als wäre es gerade von einer evangelikalen Website abgeschrieben ;) Ich will natürlich nicht unterstellen, dass du nicht weißt, wovon du spricht. Aber zunächst mal: Wir leben in keinem "lebensfreundlichen" Universum. Selbst in unserem Sonnensystem sind alle Planeten außer der Erde tote Wüsten, und das gleiche dürfte für die allermeisten Exo-Planeten gelten. Ein Großteil des "Zufalls Leben" erklärt sich dadurch, dass wir in einem sehr großen Universum leben (mindestens 100.000.000.000 Sonnensysteme allein in unserer Milchstraße), weshalb es geradezu eine statistische Notwendigkeit ist, dass die an sich sehr unwahrscheinlichen Bedingungen für die Entstehung von Leben hier und da erfüllt sind. Das ist ähnlich wie beim Lotto. Gäbe es nur einen Spieler und eine Ziehung, dann wären sechs Richtige fast schon ein Wunder. Aber bei Millionen Spielern ist es nicht erstaunlich, dass von Zeit zu Zeit jemand sechs richtige hat. Was nun die sogenannte Feinabstimmung der Naturkonstanten angeht: Erstens wissen wir nicht, ob die Naturkonstanten überhaupt anders sein könnten. Vielleicht ist es schlichtweg eine naturgesetzliche Notwendigkeit, dass die Naturkonstanten so sind, wie sie sind. In diesem Fall gäbe es keinen erstaunlichen Zufall, der nach einer weiteren Erklärung verlangt. Zweitens musst du dich fragen, was es bringt, die Existenz des Universums mit der Postulierung eines Gottes zu erklären. Denn es stellt sich dann sofort die Frage: Warum existiert dieser Gott? Wenn du darauf antwortest "keine Ahnung, der existiert einfach", dann hast du nichts gewonnen. Tatsächlich ist es wesentlich plausibler, dass die Naturgesetze, die trotz allem relativ einfach sind, grundlos existieren, als dass ein fix und fertiges, intelligentes Wesen einfach so existiert. Die ursachenlose Existenz eines vollkommenen und super-intelligenten Wesens wäre das, was Dawkins zurecht als "höchste Form der Boeing 747" bezeichnet hat. [quote]Und was ist deiner Meinung nach die evolutionäre Erklärung für die Feindesliebe? [/quote] Ich halte Feindesliebe eher für einen Mythos. Und als Prinzip der Ethik finde ich Feindesliebe abwegig. Warum sollte ich Menschen lieben, die mir nach dem Leben trachten? Das erscheint mir als eine völlig überzogene Forderung. Man muss nicht alles und jeden liebhaben. Ich liebe nicht mal meine Nachbarn, obwohl ich sie nicht als Feinde betrachte. Es reicht, wenn die Menschen halbwegs anständig miteinander umgehen und sich in Ruhe lassen. [quote] Und jedes einzelne Leben, welches vernichtet wurde, war schlicht eines zuviel. Ich denke wir sind uns einig, dass es keinen Unterschied macht, ob nun ein Menschenleben durch die Hand von sogenannten Christen oder Atheisten gewaltsam beendet wurde und dass es nicht angebracht ist die Toten als Zahlenmaterial für Mathespielchen und Bilanzierungen zu missbrauchen.[/quote] Ich wollte dir nur die Falschheit deiner Behauptung vor Augen halten. :) Verglichen mit früheren Epochen war das 20. Jahrhundert nicht außergewöhnlich grausam. Laut Steven Pinker war es sogar außergewöhnlich [u]friedlich[/u]. Und wenn jedes vernichtete Leben eines zuviel ist, dann hätte der liebe Gott diese Welt, in der die Vernichtung von Leben das oberste Leitmotiv ist, nicht erschaffen sollen. Stichwort: Theodizeeproblem. |
| Lazerta | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Und warum nicht? Wie gesagt ist der strukturelle Ähnlichkeit zwischen einem Gemälde und dem, was es darstellt, etwas völlig objektives, den Gesetzen der Perspektive unterliegendes. Das ist der Grund, weshalb inzwischen selbst Roboter malen können. [/QUOTE]Möglicherweise werden Roboter auch bald diskutieren können. Was sie jedoch nie beherrschen werden, ist, Sinnbilder zu begreifen. [QUOTE]Und auch der Zusammenhang zwischen der Darstellungsweise eines Gemäldes und den Emotionen, die es in menschlichen Gehirnen auslöst, ist ein gesetzmäßger Zusammenhang, der sich prinzipiell erforschen lässt. Es ist absolut denkbar, dass man irgendwann neurowissenschaftlich erklären kann, welche künstlerischen Stilmittel aus welchen Gründen welche Gefühle in einem Menschen auslösen.[/QUOTE]Natürlich ist das Gehirn und das Universum gesetzmäßiger Zusammenhänge unterworfen und doch haftet dem Universum etwas göttliches an wie auch der Mensch mit der Qualia etwas göttliches an sich hat. Ich kenne übrigens nur wenige die sich so sehr vor unberechenbaren Gefühlen fürchten und sich deswegen in eine berechenbare Welt der kalten Rationalität zurückziehen, in der Sicherheit und eine feste Ordnung vorzufinden sind. Nur ist die Wahrheit die, dass das Leben unberechenbar ist und nur voll erlebter und geteilter Gefühle lebenswert ist. Man kann gerne mit einem mechanizistischem Weltbild als Schutzschild leben, doch ist dies für mich ein gefiltertes und ein verfehltes Leben, weil der Mensch mehr ist als nur eine Maschine. Zwar kenne ich dich nicht gut genug, doch nach allem was ich von dir gelesen habe, möchte ich dich davor warnen. Auch dein Leben ist wertvoll. [QUOTE]Das ist doch keine Frage der "Perspektive". Entweder das Universum wurde von einem Gott erschaffen oder nicht. Das hat nichts mit deinen Gefühlen in klaren Sommernächten zu tun, das ist eine reine Faktenfrage.[/QUOTE]Wenn auch das Gehirn eine reine Faktenfrage ist, wie erklärst du dir dann die Qualia? Es ist eben nicht alles kühl rational zu erklären, selbst wenn es zunächst so scheint. Nur muss man sich öffnen, um dies anerkennen zu können, es sei denn man hat ein persönliches Problem dies zu tun. „Welche denkbare Verbindung besteht zwischen bestimmten Bewegungen bestimmter Atome in meinem Gehirn einerseits, andererseits den für mich ursprünglichen, nicht weiter definierbaren, nicht wegzuleugnenden Tatsachen 'Ich fühle Schmerz, fühle Lust; ich schmecke Süßes, rieche Rosenduft, höre Orgelton, sehe Roth …'“ – Emil du Bois-Reymond: Über die [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Qualia]Grenzen des Naturerkennens[/URL]. [QUOTE]Das klingt alles ein bisschen, als wäre es gerade von einer evangelikalen Website abgeschrieben ;) Ich will natürlich nicht unterstellen, dass du nicht weißt, wovon du spricht.[/QUOTE]Ich bin ein Fan von [URL=http://www.youtube.com/watch?v=okHnpXeE2p8&t=9m0s]Alpha Centauri[/URL] [QUOTE]Aber zunächst mal: Wir leben in keinem "lebensfreundlichen" Universum. Selbst in unserem Sonnensystem sind alle Planeten außer der Erde tote Wüsten, und das gleiche dürfte für die allermeisten Exo-Planeten gelten. Ein Großteil des "Zufalls Leben" erklärt sich dadurch, dass wir in einem sehr großen Universum leben (mindestens 100.000.000.000 Sonnensysteme allein in unserer Milchstraße), weshalb es geradezu eine statistische Notwendigkeit ist, dass die an sich sehr unwahrscheinlichen Bedingungen für die Entstehung von Leben hier und da erfüllt sind. Das ist ähnlich wie beim Lotto. Gäbe es nur einen Spieler und eine Ziehung, dann wären sechs Richtige fast schon ein Wunder. Aber bei Millionen Spielern ist es nicht erstaunlich, dass von Zeit zu Zeit jemand sechs richtige hat.[/QUOTE]Das ist das übliche Argument was man zu hören bekommt. Es ist als würde man argumentieren, dass ein Affe an einer Schreibmaschine wahllos tippend einen sinnhaften Roman produzieren könnte, wenn es nur genügend Affen gäbe, welche dies tun würden. Denn ähnlich verhält es sich mit dem Aufbau der DNA der Urzelle. Man kann daran glauben, muss es aber nicht. Ich halte es für möglich, dass Gott das Uratom des Urknalls so geformt hat, dass es kausal zur Erschaffung des Menschen führen musste. [QUOTE]Was nun die sogenannte Feinabstimmung der Naturkonstanten angeht: Erstens wissen wir nicht, ob die Naturkonstanten überhaupt anders sein könnten. Vielleicht ist es schlichtweg eine naturgesetzliche Notwendigkeit, dass die Naturkonstanten so sind, wie sie sind.[/QUOTE] Als alle Materie des Universums in einem Raum von der größe eines Atoms gebündelt war, gab es noch keine Naturgesetze. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass es beispielsweise eine Gravitationskraft gibt, die Lichtgeschwindigkeit begrenzt ist, wir in einem dreidimensionalen Raum leben, es nur eine bestimme Anzahl an Elementarteilchen gibt oder die Elementarteilchen eine fest definierte Größe haben. Alle Naturgesetze sind allerdings so geschaffen, dass sie dem Universum und uns das Leben ermöglicht haben. Doch wenn die Naturgesetze nicht selbstverständlich sind, ist es dann nicht möglich dass sie geschaffen wurden? Ja, das ist sehr wohl möglich. Vielleicht wirst du dir dies beim Betrachten des oben verlinken Alpha Centauri Videos ebenfalls gedacht haben. [QUOTE]Zweitens musst du dich fragen, was es bringt, die Existenz des Universums mit der Postulierung eines Gottes zu erklären. Denn es stellt sich dann sofort die Frage: Warum existiert dieser Gott? Wenn du darauf antwortest "keine Ahnung, der existiert einfach", dann hast du nichts gewonnen. [/QUOTE]Gott ist nicht wahr, sondern er IST die Wahrheit. Wenn ich tot bin werde ich die Frage schon beantwortet bekommen. [QUOTE]Ich halte Feindesliebe eher für einen Mythos. Und als Prinzip der Ethik finde ich Feindesliebe abwegig. Warum sollte ich Menschen lieben, die mir nach dem Leben trachten? Das erscheint mir als eine völlig überzogene Forderung.[/QUOTE]Jemand der uns vor Gericht das Hemd nehmen möchte, dem sollen wir noch den Mantel geben. Wer uns auf die eine Wange schlägt, dem sollen wir noch die andere hinhalten. Wer mich zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann soll ich zwei mit ihm gehen. Warum wir dies tun sollen? Damit wir Söhne unseres Vaters im Himmel werden; "denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte." |
| Changeling II | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i] Natürlich ist das Gehirn und das Universum gesetzmäßiger Zusammenhänge unterworfen und doch haftet dem Universum etwas göttliches an wie auch der Mensch mit der Qualia etwas göttliches an sich hat. Ich kenne übrigens nur wenige die sich so sehr vor unberechenbaren Gefühlen fürchten und sich deswegen in eine berechenbare Welt der kalten Rationalität zurückziehen, in der Sicherheit und eine feste Ordnung vorzufinden sind. Nur ist die Wahrheit die, dass das Leben unberechenbar ist und nur voll erlebter und geteilter Gefühle lebenswert ist. Man kann gerne mit einem mechanizistischem Weltbild als Schutzschild leben, doch ist dies für mich ein gefiltertes und ein verfehltes Leben, weil der Mensch mehr ist als nur eine Maschine. Zwar kenne ich dich nicht gut genug, doch nach allem was ich von dir gelesen habe, möchte ich dich davor warnen. Auch dein Leben ist wertvoll.[/quote] ...soso, du bist mir vielleicht einer - "auch sein Leben ist wertvoll"...du masst dir also an, zwischen "wertvollem" und "weniger wertvollem" Leben unterscheiden zu können...? wie großzügig von dir und deinem "Gott" -auch das Leben eines "Ungläubigen" ist also noch etwas "wert", wenn auch vielleicht nicht ganz so viel wie deins, aber wen stört das schon...?...inzwischen muss ich adabsurd in bezug auf dich teilweise sogar Recht geben...denn deine Weltsicht ist noch bei weitem vermessener und überheblicher als seine - und das will was heissen, gratuliere -nein, das war nicht als Kompliment gemeint, damit du es nicht falsch verstehst... [quote]Das ist das übliche Argument was man zu hören bekommt. Es ist als würde man argumentieren, dass ein Affe an einer Schreibmaschine wahllos tippend einen sinnhaften Roman produzieren könnte, wenn es nur genügend Affen gäbe, welche dies tun würden. Denn ähnlich verhält es sich mit dem Aufbau der DNA der Urzelle. Man kann daran glauben, muss es aber nicht. Ich halte es für möglich, dass Gott das Uratom des Urknalls so geformt hat, dass es kausal zur Erschaffung des Menschen führen musste. [/quote] ...wenn es nur genügend Affen gäbe, hm...:D da besteht vielleicht doch noch Hoffnung für dich, also Freiwillige an die (Affen-) Front! Einen denke ich, haben wir ja schon gefunden...:D [quote]Gott ist nicht wahr, sondern er IST die Wahrheit. Wenn ich tot bin werde ich die Frage schon beantwortet bekommen.[/quote] ...oder auch nicht, was weitaus wahrscheinlicher ist - denn (des Michels) Glaube versetzt Berge - und die Wahrheit allemal! -komisch ist dabei nur, dass alle Berge noch immer dort stehen, wo sie zuletzt noch standen - und auch die Wahrheit noch immer das exakte Gegenteil von des Michels Wunschträumen ist... [quote]Jemand der uns vor Gericht das Hemd nehmen möchte, dem sollen wir noch den Mantel geben. Wer uns auf die eine Wange schlägt, dem sollen wir noch die andere hinhalten. Wer mich zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann soll ich zwei mit ihm gehen. Warum wir dies tun sollen? Damit wir Söhne unseres Vaters im Himmel werden; "denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte." [/B][/QUOTE] ..wenn es sowieso für alle regnet, ist es doch wurscht, zu wem ich gehöre - Regen ist Regen, oder nicht...? dann werden halt alle nass :D -es sein denn, "Gott" gibt allein den "Guten" einen Regenschirm... ... und ihm auch noch den Mantel geben und die andere Wange hinhalten...? - natürlich, was auch sonst, gar keine Frage: - das ist ja auch das absolut nächstliegende, was man tun sollte...! so sehr ich auch gegen Eigentum und für das Teilen/gemeinschaftliche Nutzen/Verwerten von -lebensnotwendigen - Gütern bin: spätestens bei der "anderen Wange" hört der Spass aber auch für mich auf -sich besser zum Krüppel schlagen zu lassen als den anderen in den Rinnstein zu schicken -nee, das wäre überhaupt keine Frage für mich, denn wie bei Max Stirner gilt für mich in solchen Fällen der Standpunkt: "mir geht nichts über mich...." |
| Kampfsau | [QUOTE]Falls dieser Eindruck bei dir entstanden ist, möchte ich mich hierfür bei dir entschuldigen. Aber ich meine an keiner Stelle behauptet zu haben, alle Nichtchristen seien innerlich verdorben. Im Gegenteil habe ich sogar erwähnt, dass es in der Historie auch sogenannte Christen gab, welche vom Satan beeinflusst wurden, somit innerlich verdorben waren. Ich will jedoch versuchen mich in Zukunft unmissverständlicher zu äußern damit ähnliche Missverständnisse nicht wieder passieren.[/QUOTE] Von wegen missverständlich, du hast dich einfach falsch ausgedrückt. Du meinst die Menschen brauchen Gott, wenn sie innerlich verdorben und schlecht sind und im Prinzip bist du der Ansicht, dass alle Menschen Gott brauchen und am besten Christen sein sollten oder siehst du das vielleicht anders? Aus dieser Aussage [QUOTE]Menschen brauchen nicht dann Gott wenn sie schwach sind, sondern wenn sie innerlich verdorben sind und nicht aus eigener Kraft aus ihrer Schlechtigkeit herauskommen. [/QUOTE] ergibt sich dann zwangsläufig, dass Menschen die nicht an Gott glauben, verdorben und schlecht sein müssen, ansonsten müsstest du tatsächlich eingestehen, dass manche Menschen keinen Gott brauchen. [QUOTE]"Weil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubst du; selig sind, die nicht sehen und doch glauben." Gemeint ist damit das Wunder der Auferstehung Jesu, bei der Thomas Zeuge geworden ist. Jesus erkennt damit an, dass es nicht einfach ist an ihn und seine Auferstehung zu glauben, wenn man nicht selbst Zeuge seiner Wunder war. Es ändert aber nichts daran, dass der einzige Weg zu Gott nur durch Jesus führt und dass der Glaube an ihn all jene befreien wird, die nicht wie Thomas Zeuge sein konnten und denoch glauben. [/QUOTE] Mit anderen Worten, "seelig sind die geistig armen". Religion ist intelligenzfeindlich, Neugierde wird aufs bitterste bestraft. Mit der Sterblichket, mit der Verbannung aus dem Garten Eden. Die Schriften sind doch so verfasst, wie es zur Kontrolle großer Massen Sinn macht. Einerseits passieren all diese schlimmen Dinge, Menschen tuen all diese schrecklichen Dinge und dann fragt man sich, wenn Gott allmächtig ist und alles weiß, die Vergangenheit,Gegenwart und Zukunft, warum er die Menschen und das Universum so geschaffen hat. Damit der Gott dann nicht als sadistisch und fies gilt, sagt er einfach, er habe uns den freien Willen gegeben. Das heißt er hat unser Bewusstsein seiner Kontrolle entzogen. Andererseits versucht man ständig, die Menschen zu manipulieren. Durch Wunder, Erscheinungen, durch Höllenqualen oder durch die ultimative Belohnung. Mit anderen Worten, er bewirkt eine andere Form der Kontrolle über uns. aber naja, diese ganzen Gedankengänge kannst du vermutlich nicht nachvollziehen oder wirfst einem irgendwelche Bibelzitate vor. Keine eigenen Gedanken, keine konkreten Antworten, nur Plattitüden und das schon seit Jahrtausenden und davor soll man Achtung haben? [QUOTE]Jesus ist es ebenfalls herzlich egal gewesen. Er hat einen Dieb als Schatzmeister angestellt gehabt, hat sein Leben für eine Ehebrecherin aufs Spiel gesetzt, für all jene welche ihn verspottet und verfolgt haben gebetet und seinen Scharfrichtern noch am Kreuz bedingungslos verziehen. Die Pharisäer seiner Zeit sind Vergleichbar mit den Fundamentalisten der Gegenwart, denen das biblische Gesetz wichtiger ist als diejenigen für das es geschaffen wurde: den Menschen. Sie gingen soweit, dass sie Jesus hiermit eine Falle stellen wollten um ihn zur Anklage zu bringen, nachdem er gegen die Sabbatruhe verstieß.[/QUOTE] Die Pharisäer waren quasi wie die Seeligen die Jesu bei Thomas ansprach. Sie glaubten, sie glaubten bedingungslos an die Wörter ihres Glaubens aber sie konnten nicht sehen. Wie sollten sie auch wirklich sehen können, mit ihrem Verstand und Herz im Einklang? Schließlich sind solche Menschen nicht seelig, sondern einfach nur gefährlich. Jemand dessen Geist nicht mit diesem ganzen religiösen Müll infiziert ist und der über seine instinktive Form des Mitgefühls verfügen würde, der würde sofort merken, dass man jemanden der wegen sowas vergleichsweise Unbedeutendem wie der Sabbatruhe zum Tode verklagt wird, ein völlig unverhältnismäßiges Opfer ist. |
| Lazerta | [QUOTE]Mit anderen Worten, "seelig sind die geistig armen". Religion ist intelligenzfeindlich, Neugierde wird aufs bitterste bestraft. Mit der Sterblichket, mit der Verbannung aus dem Garten Eden. Die Schriften sind doch so verfasst, wie es zur Kontrolle großer Massen Sinn macht.[/QUOTE]Jesus nimmt sich derer an, welche in der Gesellschaft am wenigsten haben und von Teilen der Gesellschaft hierfür verachtet werden. Jene welche materiell und geistlich arm sind, Ungerechtigkeit erfahren und um seinetwegen geschmäht werden. Hast du nicht vor Tagen auf die Herabgeschaut, welche wegen ihrer Schwäche an Gott glauben? Und nun sprichst du übles gegen die geistig armen, welche vielleicht nicht intelligent geboren sind oder keine hohe Bildung genossen haben oder jene, welche keine eigne Kraft haben, sondern alle ihre Kraft in Jesus erblicken. Glaubst du wirklich, dass du Gott nicht brauchst? Gott liebt auch Dich als verlorenen Sohn und Er wünscht sich dass du umkehrst und dein Leben änderst. Jesus kehrte die Welt um. Nicht mehr die reichen und gebildeten, die glücklichen und erfolgreichen sind die seligen, welche sich ihrer selbst rühmen, sondern ganz im Gegenteil!: "Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, so sie daran lügen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel wohl belohnt werden. Denn also haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind." (Mt 5,3) [QUOTE] Jemand dessen Geist nicht mit diesem ganzen religiösen Müll infiziert ist und der über seine instinktive Form des Mitgefühls verfügen würde, der würde sofort merken, dass man jemanden der wegen sowas vergleichsweise Unbedeutendem wie der Sabbatruhe zum Tode verklagt wird, ein völlig unverhältnismäßiges Opfer ist. [/QUOTE] Weil die Menschen Gott nicht kennen, kann viel Bosheit in ihre Herzen kommen, welche sie dann voll Gift gegen die Schwachen und Armen, die Gerechten und Barmherzigen sprechen und denken lässt. Rein Religiöses ist tatsächlich Müll. Allein der Glaube ist heilig. Die Pharisäer haben zwar Gott mit den Lippen geehrt und dachten den Willen Gottes zu tun, doch ihre Herzen kannten Gott nicht. [QUOTE]Aus dieser Aussage ergibt sich dann zwangsläufig, dass Menschen die nicht an Gott glauben, verdorben und schlecht sein müssen, ansonsten müsstest du tatsächlich eingestehen, dass manche Menschen keinen Gott brauchen.[/QUOTE]Jeder der sein Leben nicht um Gottes Willen, sondern um seinetwillen leben möchte, kann dies tun und die Verantwortung für seine Taten übernehmen. In Gottes Hand werden einem alle Sünden vergeben, weil Jesus für die Sünden jener gestorben ist, welche an ihn glauben. Hierfür hat er bereitwillig Leid auf sich genommen, Leid welches wir eigentlich für unsere Sünden verdient haben. Mit Jesus werden wir ständig von unseren Sünden reingewaschen und sind nicht mehr Diener unserer Sünden, weil sie uns ständig an sie erinnern. Wir können stattdessen mit Gott versöhnen und frei und vollkommen werden und so nach dem Tod auch ins vollkommene Reich Gottes kommen und das ewige Leben erhalten. |
| Changeling II | Jaja...und wenn Gott gewollt hätte, dass Schweine fliegen...:D dann hätte er ihnen einfach ein Paar Flügel wachsen lassen -und sie würden fröhlich zwitschernd zu ihm ins "Himmelreich" davonflattern...und Katzen würden Whiskas kaufen... ..."ewiges Leben" - das ist erstens absoluter Unfug, der jeder Logik entbehrt -und zweitens, sollte man sich, bevor man überhaupt derart absolute Postulate aufstellt, erst einmal wirklich fragen, ob so etwas wie "ewiges Leben" überhaupt für jeden wünschenswert wäre...? für mich wäre es das nämlich definitiv nicht - wie soll das in der "Praxis" denn eigentlich aussehen...? das wäre wirklich eine interessante Frage, die man vorab klären müsste - und zwar wirklich ganz konkret - und zwar ganz ohne "Lattengustl liebt Dich"-Quatsch ...wenn es diesen Gott gäbe, dann wäre er schon allein aus diesem Grund abzulehnen...nur wenn er jeden vor die freie Wahl stellen würde, sich dafür oder dagen zu entscheiden -thats it - jeder sollte die Freiheit haben, selber zu entscheiden,ob und wie lange er leben möchte -alles andere wäre für mich von vornherein inakzeptabel...und was passiert denn nun mit all den "dummen Sündern", die auf dieses "Himmelreich" so gar keinen Bock haben...? Menschen, für die allein ein selbstbestimmtes Leben ohne Gott lebenswert ist...? ...und dieser Jesus - es gibt bislang weder einen einzigen greifbaren Hinweis darauf, dass er jemals gelebt hat -und selbst wenn: was sollte mich ein jüdischer Apostat, der irgend etwas von "ewigerLiebe" und "Versöhnung" geschwallt hat, schon interessieren...? -da dieser Mensch -und nicht mehr ist er gewesen, falls er wirklich gelebt hat - gar nicht hier sondern in einer zeitlich und geographisch ganz anderen Gedankensphäre -der Römerzeit - lebte und dachte als der "Europäer" von heute... da stehen mir die sogenannten Neopaganen mit ihrem Odin-Kult am Ende sogar näher, weil die altgermanischen Göttersagen wenigstens etwas mit so gesehen - dem "eigenen" kulturellen Verständnis zu tun haben, mehr jedenfalls als irgend ein vorderasiatischer "Prophet" aus der Zeit von Kaiser Augustus... Edit: ist dir eigentlich bewusst, dass dieser ganze religiöse Mummenschanz ein höchst willkommenes Verwirrungs-Instrument der Herrschenden ist...? dazu beschaffen, dich klein, devot und -von Obrigkeiten - abhängig zu halten...? um dich davon abzuhalten, deine eigenen Bedürfnisse zu entdecken und einzufordern - in diesem jetzigen Leben, welches das einzige ist, das du jemals hattest und jemals haben wirst... |
| Kampfsau | [QUOTE]Jesus nimmt sich derer an, welche in der Gesellschaft am wenigsten haben und von Teilen der Gesellschaft hierfür verachtet werden. Jene welche materiell und geistlich arm sind, Ungerechtigkeit erfahren und um seinetwegen geschmäht werden. Hast du nicht vor Tagen auf die Herabgeschaut, welche wegen ihrer Schwäche an Gott glauben?[/QUOTE] Religion ist also quasi etwas, woraus die Benachteiligten dieser Welt Kraft ziehen müssen. [QUOTE]Und nun sprichst du übles gegen die geistig armen, welche vielleicht nicht intelligent geboren sind oder keine hohe Bildung genossen haben oder jene, welche keine eigne Kraft haben, sondern alle ihre Kraft in Jesus erblicken.[/QUOTE] Ich habe nur geschrieben wie es ist. Wenn in dieser Religion glauben mehr als Wissen bedeutet, wenn man den Worten anderer mehr Macht als dem eigenen Verstand und den eigenen Sinnen geben soll, dann ist das erstmal eine Aussage, die sogar du bisher nur bestätigt hast. Dann braucht man sich aber auch nicht wundern, wenn immer mehr Leute die ihr Hirn tatsächlich benutzen, immer seltener ihr Heil im Christentum suchen. Wenn ihre Fragen und Gedanken eher stören, als dass man wirklich versucht, auf ihre Ansichten einzugehen, dann ist das nur Lebenszeitverschwendung. Wenn man schon religiös ist, dann doch eher Bhudist, die verfügen zumindest über einen gewissen Grad der Selbstreflexion und sind nicht derart intelligenzfeindlich.Außerdem haben sie nicht diesen Missionierungseifer [QUOTE]Glaubst du wirklich, dass du Gott nicht brauchst?[/QUOTE] Du kannst nicht erst schreiben, dass deine Religion für gesellschaftlich Benachteiligte und Minderbemittelte ist und mich dann fragen, ob ich Gott nicht brauche. Genausogut könntest du mich fragen, ob ich sicher bin, dass ich nicht vielleicht doch geistig zurückgeblieben bin. Nun, ich kann deine Frage leider nur verneinen und du kannst aus dem "Glauben" ruhig ein "Wissen" machen. Ich bin vielleicht nicht der Hellste Kopf unter der Sonne aber für Religion bin ich bei bestem Willen leider nicht dumm genug. Man mag sich vielleicht daran stören, dass ich angeblich Menschen diskriminiere, die dümmer sind, als ich aber ich bin ein freier Mensch, ich habe die Freiheit meine Meinung frei entfalten zu können. Ich kann Menschen auch nicht mögen. Ich kann oberflächlich oder ruppig oder unfreundlich sein. Und ich verachte prinzipiell nicht jeden der dümmer ist, ich liebe schließlich auch nicht jeden der intelligenter oder geistig auf einer Ebene mit mir ist. Das häufig religiös bedingte Schwarzweißdenken ist bei mir nicht derart stark ausgeprägt.Ich lasse den Menschen auch ihre Freiheit daran zu glauben, woran sie wollen. Was mich stört ist, wenn man sich das Recht herausnimmt in meine Lebensführung hineinreden- oder eingreifenzuwollen. [QUOTE]Die Pharisäer haben zwar Gott mit den Lippen geehrt und dachten den Willen Gottes zu tun, doch ihre Herzen kannten Gott nicht. [/QUOTE] Jaja, die Pharisäer, die Juden, die Schwarzen usw usf. [QUOTE]Jeder der sein Leben nicht um Gottes Willen, sondern um seinetwillen leben möchte, kann dies tun und die Verantwortung für seine Taten übernehmen.[/QUOTE] Da sind wir uns einig. Obwohl letzten Endes nach meiner Ansicht, nur die Menschen sowas wie "Gerechtigkeit" auf der Welt schaffen können, falls es sowas tatsächlich gibt, es hat in erster Linie auch nur für sie Bedeutung. [QUOTE]In Gottes Hand werden einem alle Sünden vergeben, weil Jesus für die Sünden jener gestorben ist, welche an ihn glauben. Hierfür hat er bereitwillig Leid auf sich genommen, Leid welches wir eigentlich für unsere Sünden verdient haben.[/QUOTE] Wie war es nochmal, mit der Verantwortung für seine eigenen Taten übernehmen? Damit kann es ein Christ scheinbar nicht so genau nehmen. Erstmal werden einem auf alle Ewigkeiten Taten nachgetragen, die man selber nicht gegangen hat, siehe die Erbschuld. Dann nimmt einem Jesus selbstsüchtig die Möglichkeit, persönlich für die eigenen Sünden zu leiden. Wieder ein Ausdruck der Unmündigkeit, der man in dieser Religion ausgesetzt ist. Und wenn man es genau nimmt, dann sind wir ja schon wieder beim Thema Bestrafung und Selbstgeißelung. Laut den Christen haben wir also alle prinzipiell erstmal verdient, brutal ausgepeitscht , ans Kreuz genagelt und dort einige Tage in der prallen Sonne aufgehängt zu werden? Tut mir leid aber das sind hochgradig gestörte Ansichten. Minderbemittelte, gesellschaftlich benachteiligte Menschen mit Selbstkasteiungswahn und einem tief sitzenden Schuldkomplex, klingt eher abschreckend als überzeugend. [QUOTE]Wir können stattdessen mit Gott versöhnen und frei und vollkommen werden und so nach dem Tod auch ins vollkommene Reich Gottes kommen und das ewige Leben erhalten.[/QUOTE] Auf die Ewigkeit mit den Christen kann ich ehrlich gesagt verzichten und wenn mich Gott für das was ich bin nicht will und er tatsächlich existiert und mich dann bestraft, sei es darum. Ich könnte nicht aus Liebe zu dieser Religion handeln und aus Angst zu handeln bringt auch nichts. [QUOTE]Gott liebt auch Dich als verlorenen Sohn und Er wünscht sich dass du umkehrst und dein Leben änderst.[/QUOTE] Dann soll er mir das selber sagen, in einer Weise, die ich als Individuum auch nachvollziehen kann. Wenn er so allmächtig ist, wäre das für ihn problemlos möglich. Dein Wort hingegen ist wertlos. |
| Changeling II | Christentum ist im Grunde genau dasselbe wie Silbermond - nur noch viel, viel dümmer: "(Gott) gib mir ein kleines bisschen Sicherheit", tralala, möchten die Christen wohl nur allzu gern mit den Engeln im Chor flöten - und dazu auf der Harfe klimpern...nur leider, leider versetzt der Glaube halt doch keine Berge -und auch die Wahrheit nicht...zu dumm aber auch...:D |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] Wie gesagt ist der strukturelle Ähnlichkeit zwischen einem Gemälde und dem, was es darstellt, etwas völlig objektives, den Gesetzen der Perspektive unterliegendes. Das ist der Grund, weshalb inzwischen selbst Roboter malen können. Und auch der Zusammenhang zwischen der Darstellungsweise eines Gemäldes und den Emotionen, die es in menschlichen Gehirnen auslöst, ist ein gesetzmäßger Zusammenhang, der sich prinzipiell erforschen lässt. Es ist absolut denkbar, dass man irgendwann neurowissenschaftlich erklären kann, welche künstlerischen Stilmittel aus welchen Gründen welche Gefühle in einem Menschen auslösen.[/QUOTE]Das kann man heute schon, und die Erkenntnisse daraus werden erfolgreich in Propaganda und anderer Werbung eingesetzt. [QUOTE]Das ist doch keine Frage der "Perspektive". Entweder das Universum wurde von einem Gott erschaffen oder nicht. Das hat nichts mit deinen Gefühlen in klaren Sommernächten zu tun, das ist eine reine Faktenfrage. Und de facto gibt es keine Anzeichen für die Existenz eines Gottes. Es gibt auch keine überzeugenden Argumente.[/QUOTE]Da widersprichst du dir selbst. Ein Gott ist genauso ein Abbild der Welt wie ein Gemälde, und unterliegt ebenso den Gesetzen der Perspektive. Und so wie jemand in einem Gemälde dessen Schöpfer zu erkennen glaubt, ist es legitim, an einen Schöpfer des "Gemäldes" namens Universum zu glauben. [QUOTE]Wir leben in keinem "lebensfreundlichen" Universum. Selbst in unserem Sonnensystem sind alle Planeten außer der Erde tote Wüsten, und das gleiche dürfte für die allermeisten Exo-Planeten gelten. Ein Großteil des "Zufalls Leben" erklärt sich dadurch, dass wir in einem sehr großen Universum leben ..., weshalb es geradezu eine statistische Notwendigkeit ist, dass die an sich sehr unwahrscheinlichen Bedingungen für die Entstehung von Leben hier und da erfüllt sind. Das ist ähnlich wie beim Lotto. Gäbe es nur einen Spieler und eine Ziehung, dann wären sechs Richtige fast schon ein Wunder. Aber bei Millionen Spielern ist es nicht erstaunlich, dass von Zeit zu Zeit jemand sechs richtige hat.[/QUOTE]Und so wie sich Derjenige glücklich fühlt, einen Sechser im Lotto zu haben, obwohl das alles pure Statistik ist, können wir uns glücklich schätzen, in einem (noch) lebensfreundlichen "Garten Eden" namens Erde zu leben. [QUOTE]Was nun die sogenannte Feinabstimmung der Naturkonstanten angeht: Erstens wissen wir nicht, ob die Naturkonstanten überhaupt anders sein könnten. Vielleicht ist es schlichtweg eine naturgesetzliche Notwendigkeit, dass die Naturkonstanten so sind, wie sie sind. In diesem Fall gäbe es keinen erstaunlichen Zufall, der nach einer weiteren Erklärung verlangt.[/QUOTE]Egal ob man es "erstaunlichen Zufall" oder "geringe Wahrscheinlichkeit" nennt, stellt sich die Frage, ob es nötig ist, diesen "erstaunlichen Zufall" aus reiner Neugier auszuknipsen. [QUOTE]Zweitens musst du dich fragen, was es bringt, die Existenz des Universums mit der Postulierung eines Gottes zu erklären. Denn es stellt sich dann sofort die Frage: Warum existiert dieser Gott? Wenn du darauf antwortest "keine Ahnung, der existiert einfach", dann hast du nichts gewonnen. Tatsächlich ist es wesentlich plausibler, dass die Naturgesetze, die trotz allem relativ einfach sind, grundlos existieren, als dass ein fix und fertiges, intelligentes Wesen einfach so existiert.[/QUOTE]Meines Wissens steht nirgendwo geschrieben, dass Gott "fix und fertig" ist. Im Gegenteil: im Laufe der Zeit wurden seine Geschöpfe immer vollkommener. [QUOTE]Ich halte Feindesliebe eher für einen Mythos. Und als Prinzip der Ethik finde ich Feindesliebe abwegig. Warum sollte ich Menschen lieben, die mir nach dem Leben trachten? Das erscheint mir als eine völlig überzogene Forderung. Man muss nicht alles und jeden liebhaben. Ich liebe nicht mal meine Nachbarn, obwohl ich sie nicht als Feinde betrachte. Es reicht, wenn die Menschen halbwegs anständig miteinander umgehen und sich in Ruhe lassen.[/QUOTE]Leider sind die Menschen auch unvollkommene Geschöpfe, und sind den Emotionen unterworfen, die bestimmte Bilder in ihren Gehirnen auslösen. Darum klappt das nicht so recht mit dem "halbwegs anständig miteinander umgehen und sich in Ruhe lassen". So können irgendwelche unbedachten Handlungen von dir schnell dazu führen, dass die Ruhe eines Anderen gestört wird, und dass dich dieser Andere als "Störenfried" und als Feind ansieht. Wahrscheinlich wird er nach dem alttestamentarischen "Auge um Auge" seinerseits deine Ruhe stören, wenn er nicht sogar mehr als dieses tut. Wenn er aber seinen Feind liebt, dann wird er versuchen, deine Handlungen zu verstehen und vielleicht mit dir darüber beraten, wie du so handeln kannst, dass er nicht unnötig gestört wird. Ich sehe Feindesliebe als einen Weg, um längerfristig "halbwegs anständig miteinander umgehen und sich in Ruhe lassen", also (auch) das eigene Leben angenehmer und weniger gefährlich zu machen. [QUOTE]Und wenn jedes vernichtete Leben eines zuviel ist, dann hätte der liebe Gott diese Welt, in der die Vernichtung von Leben das oberste Leitmotiv ist, nicht erschaffen sollen.[/QUOTE]Die Vernichtung von Leben wurde erst mit der sklavischen Verehrung der [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Kapital]Zahlen[/URL] zum obersten Leitmotiv. |
| Catweazle | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Ich war kürzlich etwas überrascht, als ich eine frühere Kommilitonin traf, die ich als eingefleischte Atheistin in Erinnerung hatte, und die mir nun erzählte, dass sie über ihren neuen Freund zum Neuheidentum gefunden hatte. Neuer Partner, neues Bekenntnis.. das gibt es ja oft. Ich habe sie dann ein bisschen ausgefragt, weil mich die Sache interessierte, und war beruhigt, dass es sich doch eher um eine Art Reenactment-Religiösität zu handeln scheint, als um eine ernst gemeinte Überzeugung. Jedenfalls legte sie großen Wert darauf zu betonen, dass die Chose mit rechtem Gedankengut nichts zu tun hat. Nun denn. Welche Erfahrungen habt ihr mit sogenannten Neuheiden? Kann man diesen Revitalisierungsversuch toter Religionen überhaupt ernst nehmen, oder sollte man das eher als Jux ansehen? Ich kann mir nicht helfen, ich finde die Vorstellung doch eher amüsant, dass Menschen im 21. Jahrhundert zu Thor und Odin beten. Wobei Jahwe und Allah bekanntlich auch als polytheistische Götter angefangen haben. [/B][/QUOTE] Sicher macht das eine oder andere Schmunzeln, wenn man in der Trostlosigkeit der postindustriellen "Kultur" aufgewachsen ist.... Aber bei näherer Beschäftigung wird der eine oder andere schon seinen Weg finden. Somit wundert mich das eine oder andere nicht. Abgesehen davon scheint es verschiedene Deutungen des Begriffes Atheist zu geben, bzw. Falschdeutungen. Oft stellt sich heraus, dass jemand ein Agnostiker ist, dies aber schon als Atheismus gilt....Naja. Polytheisten sehen im Grunde Gott in jedem Stein, jedem Baum. Ist aber kein Problem, weil die göttliche Kraft geteilt werden kann, ohne an eben dieser Kraft zu verlieren. Inwieweit man in bestehende religiöse Regelkreise man eingreifen muss, nur weil Onkel Albert das schon rumgeisterst, sei dahingestellt. Sicher gibt es mehr als Odin. @Elementarsatz: bitte einfach nicht antworten, danke! |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Catweazle [/i] @Elementarsatz: bitte einfach nicht antworten, danke! [/QUOTE] Ein Diskussionsforum ist kein Wunschkonzert. |
| Nix | Der "Kaiser" ist sogar ziemlich genau das Gegenteil. |
| Lazerta | Passend zum aktuellen Thema ein lesenswerter Artikel über einen Hirnforscher, welcher eine Nahtoderfahrung gemacht hat: [URL=http://www.welt.de/vermischtes/article110284211/Die-betoerende-Nahtoderfahrung-eines-Hirnexperten.html]"Der renommierte Harvard-Hirnexperte Eben Alexander tat Nahtoderfahrungen voller Licht und Musik immer als Phantasien ab. Bis er selbst ins Koma fiel – und sein Bewusstsein eine weite Reise machte. "[/URL] |
| Changeling II | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i] [B]Passend zum aktuellen Thema ein lesenswerter Artikel über einen Hirnforscher, welcher eine Nahtoderfahrung gemacht hat: [URL=http://www.welt.de/vermischtes/article110284211/Die-betoerende-Nahtoderfahrung-eines-Hirnexperten.html]"Der renommierte Harvard-Hirnexperte Eben Alexander tat Nahtoderfahrungen voller Licht und Musik immer als Phantasien ab. Bis er selbst ins Koma fiel – und sein Bewusstsein eine weite Reise machte. "[/URL] [/B][/QUOTE] Völliger Unfug - diese sogenannten "Nahtoderfahrungen" sind längst als neurophysiologisches Phänomen bestens erforscht -nix mit Jesus -bei dem "Licht" handelt es sich um nicht mehr als eine durch Sauerstoffmangel im Gehirn hervorgerufene Halluzination - wenn dieser "Experte" nun etwas anderes behauptet, dann ist er jedenfalls kein seriöser Wissenschaftler - sondern ein von der Sklavenreligion indoktrinierter leichtgläubiger Dumm-Prediger... ..und nochmals: wenn wider erwarten doch etwas dran sein sollte -dann ist dieser Jesus der wohl schlimmste Feind, den die Menschen je hatten - ein kompromisslos und absolut all das verneinendes Prinzip, was ich selbst für mich als richtig und wünschenswert erachte- das Gegenteil von Selbstbestimmung und Freiheit - wenn so etwas wie dieses Jesus-Ding tatsächlich existierte, so wäre das die totale Negation jedweder Freiheit -und es wäre unumgänglich, den vom jüdischen Glauben abgefallenen, möchtegern-"Gottessohn" zu vernichten -wie es ja auch schon die biblischen Pharisäer wollten, die deswegen von euch Christen bis heute verteufelt werden, indem sie ihn an Pontius Pilatus auslieferten... Jesus, bzw. das Christentum - ist noch weitaus schlimmer als die Borg - beide wollen, dass alle Menschen ihrem Kollektiv angehören - beide tun alles, um dieses Ziel zu erreichen -und beide versprechen den Menschen dafür dafür "ewiges Leben" und Vollkommenheit im Einklang mit "Gott" ...und beide haben dasselbe Credo: "resistance is futile"... |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i] [B]Passend zum aktuellen Thema ein lesenswerter Artikel über einen Hirnforscher, welcher eine Nahtoderfahrung gemacht hat: [URL=http://www.welt.de/vermischtes/article110284211/Die-betoerende-Nahtoderfahrung-eines-Hirnexperten.html]"Der renommierte Harvard-Hirnexperte Eben Alexander tat Nahtoderfahrungen voller Licht und Musik immer als Phantasien ab. Bis er selbst ins Koma fiel – und sein Bewusstsein eine weite Reise machte. "[/URL] [/B][/QUOTE] Ja klar. [url=http://www.youtube.com/watch?v=tnCaSA8IFgM]Nichts besonderes.[/url] |
| Lazerta | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i] [B]Ja klar. [url=http://www.youtube.com/watch?v=tnCaSA8IFgM]Nichts besonderes.[/url] [/B][/QUOTE] Auch ein schönes Zeugnis für Gottes Güte, auch wenn es für Außenstehende und Zweifelnde weniger glaubwürdig sein dürfte, weil dieser Mensch zuvor als Missionar tätig war. Aber darauf kommt es ja nicht an da streng Zweifelnde immer etwa zum zweifeln finden werden. Gott wirkt ständig in den Menschen, welche ihn erkannt haben, so auch in mir, und ändert deren Leben zum Guten. Und er erweist sich als Gnädig obwohl ich selbst vor Jahren noch Atheist war. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i] [B]...weil dieser Mensch zuvor als Missionar tätig war.[/B][/QUOTE] Darauf hätte ich auch getippt. Auch darauf, dass er es heute noch ist, wenn auch auf andere, sehr spezielle Weise... ;) Die Zweifelnden lassen den Gläubigen ihren Glauben. Und die Gläubigen lassen den Nichtgläubigen ihren Nichtglauben. Damit könnte ich gut leben. |
| Catweazle | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Ein Diskussionsforum ist kein Wunschkonzert. [/B][/QUOTE] Sicher nicht und gegen eine physikalische Wortmeldung habe ich auch nix, da ich kein Zensor bin. Jedoch sollte man manchmal den Threadtitel lesen und sich selbst vor einer Handlung ohne Mandat bewahren. Sagen wir es so: eine pragmatische Betrachtungsweise ist manchmal nicht verkehrt. Zusammen mit erlernten Höflichkeitsaspekten führt dies wünschenswerterweise dazu, dass Moralvorträge im Sinne von: "So ein irrationaler Unsinn, geht arbeiten!" unterbleibt, da ich es in so einem Thread nicht für zielführend halte. Nun, auch der letzte user hier dürfte deinen vielleicht gewöhnungsbedürftigen Umgang mit Wissenschaft kennen, d.h. nicht, dass einige von uns das genau in bestimmten Momenten hören wollen. Will sagen: du musst damit leben, dass ab und zu ein leidlich unwissenschaftlicher Thread aufgemacht wird, an dem du evtl. nicht beteiligt sein wirst, weil es kein Thema ist, das mit dir zu tun hat, wenn du aus einem gewissen Aufmerksamkeitsdefizit oder aus Eifersucht dennoch postest und meinst alle user, die jemals in diesem Thread irrationales geschrieben haben, ansatzweise diskriminieren und diffamieren zu müssen, dann kann ich dich natürlich nicht davon abhalten, aber wie gesagt, es ist nicht immer das, was man gerne in diesem Moment hätte...... .[QUOTE]Und wenn jedes vernichtete Leben eines zuviel ist, dann hätte der liebe Gott diese Welt, in der die Vernichtung von Leben das oberste Leitmotiv ist, nicht erschaffen sollen. Stichwort: Theodizeeproblem.[/QUOTE] Kein grosses Problem. Man müsste halt eher in die Tiefe der Spiritualität eintauchen....ausserdem ist mir die Lehrmeinung der einen oder anderen Kirche egal. Die physische Vernichtung von Leben ist Gott relativ egal, denn die Lathalitätsrate des Menschen liegt bei 100% Die Leute in den alten Kulturen konnten sich halt eine Trennung von Körper-Geist-Seele so nicht vorstellen, das war ihnen zu hoch vor 5000 Jahren.... Es geht im Leben aber darum sich möglichst nicht soo zu verhalten, dass die Seele gelöscht wird. Freilich ist dies etwas anderes als der zur Verwesung bereite Körper. |
| Changeling II | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i] [B]Auch ein schönes Zeugnis für Gottes Güte, auch wenn es für Außenstehende und Zweifelnde weniger glaubwürdig sein dürfte, weil dieser Mensch zuvor als Missionar tätig war. Aber darauf kommt es ja nicht an da streng Zweifelnde immer etwa zum zweifeln finden werden. Gott wirkt ständig in den Menschen, welche ihn erkannt haben, so auch in mir, und ändert deren Leben zum Guten. Und er erweist sich als Gnädig obwohl ich selbst vor Jahren noch Atheist war. [/B][/QUOTE] Dann bist du also ebenso wie er ein waschechter Prophet..? "Gott wirkt durch dich"...demnach stehst du schon auf derselben Stufe mit Mohammed oder deinem "Gottessohn" alias Latten-Michel...du befindest dich wirklich in erlauchter Gesellschaft, das muss man schon sagen.... ..und was ist das "Gute"...? für mich ganz sicher etwas völlig anderes als "dein" Gott im Sinn hat -und genau da liegt der Knackpunkt... |