| beyla | Vor ca. einem halben Jahr lief auf Arte ein Kurzfilm, der mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Er erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der als Kind in einen dunklen kalten Raum eingesperrt und von einem Mann misshandelt wurde. Als er aus diesen Raum befreit wurde, kam er zu einer Pflegefamilie. Da der Junge ausser Schläge nichts anderes kennengelernt hat, sehnt er sich auch in seinem weiteren Leben dannach. Er erzählt, alle berühren ihn, aber nur sanft, er wird nur zärtlich gestreichelt, jedoch nie wirklich geliebt (Liebe bedeutet für ihn Schläge). Er fühlt sich einsam und verlassen und geht nachts auf den Strich, weil er sich von seinen Kunden etwas "Liebe" erhofft. Er fordert von ihnen dass sie ihn schlagen, die meisten gehen jedoch nicht auf seine Wünsche ein. Wie der Film ausgegangen ist weis ich leider nicht mehr so genau, ich glaube er endete einfach so ohne bedeutenden Schluss. Jedenfalls hat mich dieser Film sehr mitgenommen, weil es für mich nicht nachvollziehbar ist, dass Gewalt zu Liebe umschwenken kann und dass sich jemand wirklich nach Schlägen sehnen kann. Ausserdem wird der Film akkustisch nur von der Stimme des jungen Mannes begleitet, der seine Lebensgeschichte erzählt, was mir besonders unter die Haut ging, weil man richtig die Gedankengänge des Jungen mitbekommen hat. Hat zufällig jemand diesen Film auch gesehen und weis noch wie er hieß? Würde mich über Hinweise diesbezüglich sehr freun! Lg, beyla |