| Trinity Goth | In letzter Zeit gibt es im Internet immer mehr Seiten, die einen Filminhalt als wahr verkaufen, siehe auch den Thread 'The Ring - Anna Morgan'. Ich möchte in diesem Thread zum einen solche Seiten sammeln und zum anderen eine Disskussion zum Thema Film und Wirklichkeit anstossen. Es ist bizarr wie viele Leute schon Wirklichkeit und Film durcheinander werfen. Dazu bedarf es euch keinem Hörspiel über Außerirdischen im dokumentarischen Stil mehr um Reaktionen auszulösen. Es wäre an der Zeit in den Schule Medienkompetenz zu lehren nicht nur in Bezug auf Nachrichtensendungen und andere Dokumentationen, sondern auch und gerade für das Medium Film. Das fängt an, wenn Kinder aus dem Fenster springen, weil dem Mann im Film ja auch nichts passiert ist und endet bei den Leuten die glauben im Erwachsenalter dies auch noch zu können und noch viel mehr. Sicher eine Auswirkung ist auch das extreme Fandom in dem Leute mit der Filmwelt verschmelzen und sich extrem isolieren. Gruß Trin |
| Lisuf | Nettes Thema, zumal ich mich ja auch irgendwie angesprochen fühlte. Das kam aber nur daher, dass der erste Teil von "The Ring" eine Angstschwelle in mir berührte, zu der kein Film vorher im Stande war, vorzudringen. Mir stellts noch heute die Nackenhaare auf, wenn ich mir nur Samara vorstelle. Von daher sollte meine erste Reaktion, !!!ohne dass ich die Seite gesehen habe!!!, auch halbwegs verständlich gewesen sein, als ich las, dass es ne Seite geben soll, die eine gewisse Wahrheit um die Geschichte erklären will. Im übrigen halte ich die Seite für gute Werbung, wie ich auch schon erwähnte. Bezüglich solcher Seiten, die Realität und Fiktion verschwimmen lassen, fiel mir nur "I, Robot" ein, habs aber auf Anhieb nicht gefunden. Es gab ne Seite, auf der man "Sonny" vorbestellen konnte, find ich auch schon irgendwie heftig. Ein positiver Aspekt zur Verschmelzung von Film und Realität: Ich geh [i]nicht[/i] ins Kino, um einen Film zu sehen, ich möchte mich mit dessen Geschichte und den Charakteren auch identifizieren und mit ihnen fühlen können. Von daher wird Kino für mich zum Erlebnis, wenn ich aus dem Kino komme, im Film regnete es und ich frage mich, wieso denn die Sonne so plötzlich scheint. Irgendwie muss ich auch die Kulisse, herrschende Zustände u. ä. erst wieder abschütteln. Das hat aber mit Sicherheit nichts damit zu tun, dass ich realitätsfremd durch die Gegend pilgere, ich lass mich im Kino nur gern fallen und verführen. Es ist für mich immer ein willkommener Ausbruch aus dem Alltag. Li |
| Lisuf | Hat keiner Bock auf das Thema? Li |
| Jensemann | ...traut sich vielleicht keiner weil es vielleicht peinlich ist, wer weiß wer sich so mit welchem Protagonisten identifiziert oder gern in dessen Rolle schlüpfen würde?! Mal eine Geschichte von mir: So ungefähr zur Zeit der Volljährigkeit hatte ich starke Depressionen und hab auch allerhand Mist gebaut. Durch all das verlor ich sämtliche Freundeskreise, zum Glück auch die welche ehr schlechten Einfluss auf mich hatten. Naja, wie es nun mal so ist hat man ohne Freunde eine Menge Zeit. Diese zu nutzen hieß es, umgesetzt zunächst erst mal durch Final Fantasy auf meiner PS. Um den Kreis etwas zu erweitern kamen dann auch Filme hinzu. Hauptsächlich schaute ich mir Kriegsfilme an, wie Stalingrad (alt & neu), Steiner I & II, Brücke v. Arnheim etc. In all diesen Filmen wurde, egal ob mit schlechtem oder auch gutem Hintergrund, die Kameradschaft im Stil der "Kriegsromantik" propagiert. Genährt von Einsamkeit weckte dies mein Interesse, fernab von ideologischen oder gar politischen Dingen. So beschäftigte ich mich noch mehr mit dem Thema, anhand von noch mehr Filmen, von Büchern, PS Spielen oder Museen. Irgendwann gelangte ich an einen Punkt an dem ich mir wünschte im KRIEG zu sein um solche Erlebnisse fernab der Realität zu haben! Im Zug stellte ich mir vor wie ich in Gräben auf den vorbeiziehenden Feldern liege, völlig krank! Auf diese Weise versuchte ich wohl einen Weg zu finden meine fehlende Integrationsfähigkeit zu kompensieren. Der Höhepunkt war erreicht als ich, jede Nacht in einer unglaublichen Realität, von Kriegserlebnissen träumte. Meine damalige Freundin half mir dann ein wenig, indem sie meinen Horizont erweiterte, so besserte sich die Situation langsam. Doch selbst heute noch, nach ca. 6 Jahren kommen solche Vorstellungen wieder. Natürlich nur bei den passenden Umständen. Es ist schwierig von etwas los zu kommen bzw. es im Rahmen zu halten wenn es einem geholfen hat und dabei keinen direkten Schaden verursachte. So bringt man auch nicht gleich negative Zusammenhänge mit ein. Handelt es sich um gute Dinge, glaube ich das Filme (oder allgemein Medien) ein schöner Fluchtpunkt sind um sich dann und wann in eine leichtere (Schein)Realität zu flüchten. Zumindest können sie Denkanstösse geben. Viel gefährlicher halte ich übrigens Computerspiele, aber das wäre jetzt off topic als mein Schriebsel ohnehin schon ein wenig ist:rolleyes: . Als Beispiel sei der bekloppte Japaner der nach Final Fantasy 8 einen mit nem Schwert geköpft hat, genannt. Aber, ander Baustelle.... Zu guter Letzt sein nochmals gesagt das mein "Militarismus" keinerlei ideologischen Hintergrund hat! Gruß |
| frozen heart | ich hab mal gedacht, ich sei ein vampir und wollte mit dem selbstgenähten vampirumhang von omma ausm fenster n abflug machen:D aber meine mama kam rein und hat mich aufgehalten und unten stand schon ein guter bekannter um mich aufzufangen...theoretisch hätte an dem tag mein leben eine dramatische wendung nehmen können, wie zum beispeil plötzliches zuende sein^^ das war meine "rüdiger-der kleine vampir"-phase:) |
| Kampfsau | Da kenn ich von mir auch so ein paar Sachen.Als ich z.B. Metal Gear Solid gespielt habe,da bewegte ich mich sehr oft,ganz ohne Grund schleichend durch die Gegend und habe versucht unentdeckt zu bleiben.Ich habe sogar ein bischen gelernt wie man wirklich effektiv schleicht.Trotzdem ist das irgendwie krank. Dann gehen mir auch immer Szenen aus Filmen durch den Kopf oder ich rezitiere bestimmte Zitate aus den Filmen. Ich sehne mich manchmal einfach die Fiktion in die Realität zu verfrachten oder sie dort zu finden.Das liegt einfach daran,dass sie mir teilweise recht gut gefällt. Wenn ich z.B. Rocky gesehen habe,dann gehe ich in meinem Keller trainieren und rede auch auf eine ähnlich bescheuerte Art wie Rocky Balboa "weiste". Beim Sport spiele ich auch manchmal bestimmte Melodien in meinem Kopf ab,die zu meiner Stimmung passen.Manchmal mache ich das auch in anderen Situationen. |