| Brixa | Allein beim Anschauen des Trailers hat es mir fast die Schuhe ausgezogen vor Angst. *lach* [url]http://www.sonypictures.de/index.html/landing/emily-rose/index.html[/url] Gleichzeitig finde ich das Ganze sehr interessant, da es sich um eine wahre Begebenheit handeln soll. Ich meine, ich hätte auch mal irgendwann einen Bericht im Fernsehen gesehen. Damals hieß es allerdings, die Frau hatte einfach nur epileptische Anfälle... Naja, ich schätze mal, dass ich mir den Film auf jeden Fall ansehen werde (Start 24.11.), auch wenn ich so wie bei "Der Exorzist" danach wieder nächtelang nicht schlafen kann... ;) Ich werde dann natürlich hier schreiben, wie ich ihn fand. Und alle die ihn ebenfalls gesehen haben, hoffentlich auch! :) |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Brixa [/i] [B] Gleichzeitig finde ich das Ganze sehr interessant, da es sich um eine wahre Begebenheit handeln soll. Ich meine, ich hätte auch mal irgendwann einen Bericht im Fernsehen gesehen. Damals hieß es allerdings, die Frau hatte einfach nur epileptische Anfälle... [/B][/QUOTE] Ja, der Film wurde von jenem Fall inspiriert, wo eine Frau während eines Exorzismus starb. Man ging davon aus, dass sie unter Epilepsie litt und die jeweiligen Exorzisten dann halt wegen unterlassener Hilfeleistung an den pranger gestellt wurden. Hier soll es ähnlich sein, ein wenig juristisch. Also grundlegend geht man wohl im Film davon aus, dass es eben auch keine wahre Besessenheit war, sondern etwas medizinisch erklärbares, recherchiert, und kommt dann jedoch ins Zweifeln, ob da nicht doch eine übergeordnete Kraft mitspielt. So zumindest die Story in etwa. Ob es nun eher juristisch oder doch gruselig wird, wird man sehen. Ich werde mir den Film wohl definitiv anschauen, interessant wird er wohl bestimmt. Vor allem beide Beleuchtungspunkte, also einmal das medizinische und dann das okkulte dürfte hier fesseln. |
| Aenwyn | Habe den Film im September in Kanada gesehen. Daher kann ich euch schon vorab ne Kritik liefern: Solider Gruselfilm um eine junge Frau, die von Dämonen besessen trotz Exorzismus starb, woraufhin der Priester, der denselben durchführte, angeklagt wurde (nach einer wahren Begebenheit). Während des spannend inszenierten Prozesses, der zusätzlich durch Rückblicke aufgelockert wird, werden der angeklagte Priester, ein Hauptzeuge und die Verteidigerin von denselben Dämonen bedroht. Gute SchauspielerInnen in den Hauptrollen (allen voran Laura Linney als Verteidigerin und Tom Wilkinson als Priester) tragen über kleinere dramaturgische Schwächen hinweg. Die Effekte der Besessenheit wirken stellenweise etwas übertrieben, was wohl als genreüblich hingenommen werden muß, umso glaubwürdiger die Menschen bei den Gerichtsszenen, so daß ich den Film im großen und ganzen gar nicht schlecht fand. |
| Mell | warum muss mit dem tragischen Tod von Menschen auch noch Geld gemacht werden? |
| Schattenwesen | Ich habe kürzlich den Trailer gesehen und werde mir diesen Film definitiv auch anschauen! |
| Scharlatan | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mell [/i] [B]warum muss mit dem tragischen Tod von Menschen auch noch Geld gemacht werden? [/B][/QUOTE] weil das nunmal schon immer die beste einnahmequelle war und auch bleiben wird :rolleyes: |
| Montrose | [QUOTE]warum muss mit dem tragischen Tod von Menschen auch noch Geld gemacht werden?[/QUOTE]Damit sie nicht umsonst gestorben sind ....hahaha. Wenn ich es nicht vergesse, gehe ich wohl auch in den Film. Hört sich interessant an. |
| Mell | für diesen scheiß film hat sie bestimmt nicht gelitten, der film sagt nicht mal was aus, der ist einfach nur niveaulose geldmache , weil sie genau wissen, dass die masse der leute drauf reinfällt. Leute die sich sowas angucken geilen sich vielleicht an dem extra grusel-effekt auf aber denken keine sekunde über die geschichte dieser frau nach. vielleicht wollen diese ja leute lieber an "das Böse", dämonen und den teufel glauben, als selbst nachzudenken . In dem film kann man nur erfahren , wie die katholische kirche die sache sieht. Sie wollen Angst erregen um die Dinge nicht erklären zu müssen und trotzdem zu überzeugen. |
| Trinity Goth | Nachdem ich heute morgen das Making of gesehen habe will ich den Film nicht sehen. Allein die Aussagen des Regisseur darüber was man aus dem Film lernen kann ließen mir die Galle raufkommen. Also amerikanisch christliche Propaganda Filme brauche ich nicht. Gruß Trin |
| komanur | was ich auch sehr beschissen find ist, dass manche leute in den film reingehen und nicht mal wissen das hinter diesen film ein mensch gelitten hat und dem zuschauer damit noch das geld aus den taschen gezogen wird... ist unwissenheit ein segen??? ich glaube kaum, wenn mehr menschen wüsste, dass da jemand gelitten hat (zu unrecht), dann würden die verkaufszahlen erheblich abnehmen... manche freut es vielleicht auch noch das unter dem titel "nach einer wahren begebenheit" steht, und vergessen aber komplett das es totaler geistiger dünnschiss ist den man da verfilmt hat... einfach nach den vorstellungen der filmemacher gemacht und keine spur wirklichkeitsbezogen... |
| Mell | genau :rolleyes: :) |
| Aza | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Damit sie nicht umsonst gestorben sind ....hahaha. Wenn ich es nicht vergesse, gehe ich wohl auch in den Film. Hört sich interessant an. [/B][/QUOTE] Übelst geiler Spruch... Ahahaha...!!! Ja ich werd ihn wohl auch anschaun... ;) |
| Aenwyn | [QUOTE][i]Original geschrieben von komanur [/i] [B]manche freut es vielleicht auch noch das unter dem titel "nach einer wahren begebenheit" steht, und vergessen aber komplett das es totaler geistiger dünnschiss ist den man da verfilmt hat... einfach nach den vorstellungen der filmemacher gemacht und keine spur wirklichkeitsbezogen... [/B][/QUOTE] Ich würde mal sagen, wer glaubt, in einem Film das wahre Leben reproduziert zu bekommen, hat das Kino nicht verstanden. Nun ist es allerdings so, daß das Leben wohl die besten Geschichten schreibt, so daß es zur Ideenfindung unersetzlich sein dürfte. Inwieweit es Verstorbenen schadet, wenn ihre Geschichte in einem Kinofilm verwurstelt wird, sehe ich nicht wirklich. Verstehe mich nicht falsch, ich liebe das Kino, aber ich würde es nie ernst nehmen im Sinne von als wirklich oder sonstwie konsequent. |
| venom1986 | ich werde mir dne film trotz propaganda oder sonstigen verweisne trotzdme ansehen! Aber mal eine frage dazu! kennt jemand von euch persönliche begebenheiten mit exorzismus, also besessenen oder war schon mal live abie, kennt vertrauenswürdige personen usw.?? Ich habe das dumpfe gefühl, das mit eine frührere sehr leibe freundin *besessen* ist und würde nun gern mehr über symptome usw. erfahren! Vom Obersten exorziste des vatikans habt ihr bestimmt schon gehört gabrielle *irgendwas* soll alleine über 30000 fälle behandelt haben! |
| Trauerwesen | venom1986: Nun, es wurde ja oft verwechselt mit epileptischen Anfällen oder auch Borderline. Man geht davon aus, dass auch viele Borderliner oder Psychotiker als besessen eingestuft wurden. Ebenso andere psychische Erkrankungen, multiple Persönlichkeitsstörung u.ä. Ich habe mal ein ziemlich christliches Buch über Borderline gelesen, indem die Betroffenen als "dämonisiert" uns "besessen" bezeichnet wurden. Da stand zwar nichts von Exorzismus (und das Buch ist aktuell), aber von Gott und Kirche, die durch diese Krankheit helfen. So, genug Off-Topic, zum Thema. Heute bei der Arbeit entdeckt, dass der Film die FSK 12 erhalten hat. Scheinbar doch weniger Horror, sondern mehr Gericht und sowas. Oh Mann, gleiche FSK wie Harry Potter *g* |
| Dunkle Gräfin | Hab den Film Donnerstag gesehen und fand ihn ziemlich gut. Endlich auch mal keine grossen Spezialeffekte wo dann Satan oder so aus der Hölle kommt etc. . Man merkt halt doch, wer ein Mitglied der Familie Carpenter ist und sie hat ihre Rolle echt klasse gespielt... Auch wenn der Film FSK 12 hat würde ich ihn bisschen höher ansetzen. Selbst wenn kein Blut oder ähnliches fliesst, so kann auch subtiler und unterschwelliger Horror einem die Hosen ausziehen.... |
| Cat.Tristesse | Ich werde mir den Film auf jeden Fall ansehen. Ja, die Geschichte, die dahinter steht, ist tragisch. In den 70ern gab es in Süddeutschland, genauer gesagt im fränkischen Miltenberg, den Fall, dass eine gewisse Anneliese Michel beim sgt. "Exorzismus" zweier Priester ums Leben kam. Anneliese Michel wurde streng erzogen und wuchs in einer frommen Familie auf, und litt unter epileptischen Anfällen. Die beiden Priester wurden nach ihrem Tod, wie hier schon erwähnt, wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt. Alle Menschen in Annelieses Umfeld glauben noch heute, dass sie Besessen war, auch, wenn 2 Jahre nach ihrer Beisetzung der Sarg noch einmal geöffnet werden musste, um festzustellen, ob ihre Besessenheit ein "göttliches Zeichen" war. Wäre das der Fall, so müsste ihr Körper nach den 2 Jahren unverwest sein. Das war natürlich nicht der Fall, und große Ratlosigkeit machte sich breit. Ich finde dieses Thema höchstinteressant, vor allen Dingen wenn man bedenkt, dass ein italienischer Priester ein 4-wöchiges Seminar gibt, in dem er Pfarrer aus aller Welt zu "Exorzisten" ausbildet. Und zwar nach einer Methode des 16. (!) Jhdt. Original geschrieben von Mell: warum muss mit dem tragischen Tod von Menschen auch noch Geld gemacht werden? Nun....Die selbe Frage könntest du dir bei jeglichen Hitler-Filmen stellen, oder bei Titanic, oder generell bei Katastrophen- oder historischen Filmen. Ich sehe diesen Film nicht als Ausnutzung des Todes von Anneliese Michel in den 70ern. (abgesehen davon, mit ihr erlitten und erleiden sicherlich noch mehrere 1000 Menschen dieses Schicksal.....) |
| komanur | Ich finds teilweise echt beschissen wie ihr euch über ´n Tod von nem Menschen lustig macht und euch dann noch gegenseitig lobt... Gratulation, toll gemacht:mad: |
| Montrose | [QUOTE]Nun, es wurde ja oft verwechselt mit epileptischen Anfällen oder auch Borderline. Man geht davon aus, dass auch viele Borderliner oder Psychotiker als besessen eingestuft wurden. Ebenso andere psychische Erkrankungen, multiple Persönlichkeitsstörung u.ä. Ich habe mal ein ziemlich christliches Buch über Borderline gelesen, indem die Betroffenen als "dämonisiert" uns "besessen" bezeichnet wurden. Da stand zwar nichts von Exorzismus (und das Buch ist aktuell), aber von Gott und Kirche, die durch diese Krankheit helfen.[/QUOTE] Papier ist geduldig. Man hat ja bei Anneliese Michel gesehen, was die Kirche bewirkte: sie hat in Verblendung und Dummheit einen Menschen umgebracht. |
| Aenwyn | [QUOTE][i]Original geschrieben von komanur [/i] [B]Ich finds teilweise echt beschissen wie ihr euch über ´n Tod von nem Menschen lustig macht und euch dann noch gegenseitig lobt... [/B][/QUOTE] Hast du in diesem Fall sowas wie ne selektive Wahrnehmung? Wer hat sich denn darüber lustig gemacht? Mir fällt gerade mal ein Kommentar ein, den man mit bösem Willen so interpretieren könnte. Bei dir klingt das ja so, als wären hier die meisten so drauf... |
| Montrose | Gestern hab ich mir den Film mal angetan. Man könnte auch "nettes Filmchen" sagen. Da hat der Regisseur seine Hausaufgaben gemacht, hat so ein bißchen Betroffenheit erzeugt, die entsprechend gängigen sprich phantasielosen Stilmitteln des Genres so lala ausfiel. Im einzelnen: 1. Es ist natürlich immer wieder recht lustig, wenn ein europäisches Geschehen auf eine einsame amerikanische Farm verfrachtet wird. Genauso witzig ist es dann, einem amerikanischen Gerichtsverfahren mit seinen aufgewühlten Star-Anwalt-Auftritten beizuwohnen. Auf mich Europäer wirkt das Setting denn auch unglaubwürdig und aufgesetzt. 2. War schon der Anfang fraglich, so ist der Schluß das Eingeständnis des Regisseurs, daß er sich bei diesem Stoff übernommen hat. Der ganze Plot läuft darauf hinaus, daß dem Exorzisten zu vergeben sei, weil seine (dämonische) Sicht der Ereignisse immerhin "im Rahmen des Möglichen" sei. Nun zeigt aber der ganze Film mit einem Augenzwinkern (das dem Regisseur anscheinend unbemerkt entwischte), daß man eben diese "Möglichkeit" nicht allzu ernst nehmen muß. Wenn in einer dieser Dämonenaustreibungen dem Pfarrer eine schwarze Schlange ins Genick fällt, wenn der Verteidigerin nachts um drei immer der Wecker stehenbleibt.... dann ist das Firlefanz, Hokuspokus, falscher Kino-Budenzauber, der mit der Sache selbst nichts zu tun hat. Als in diesem kindischen Tohuwabohu der Pfarrer Gott und Christus beschwor, war mir das peinlich. Als Christ habe ich meinen Glauben verhunzt und lächerlich gemacht gesehen. Kurzum, und das machte diesen Film wirklich reif für den Mülleimer .... "die andere Möglichkeit" für den der Film teilweise um Verständnis warb, war miserabel dargestellt. 3. Ich könnte mir vorstellen, daß der Film daran litt, daß er überladen mit Motiven war und der Regisseur das dann nicht mehr bündeln konnte. Ein typischer Anfängerfehler sozusagen (auch wer schriftstellerisch tätig ist weiß, daß man nicht einfach nur Ereignisse sammelt, sondern diese auch ordnen und pointieren muß). Einerseits das soziale Umfeld der "Besessenen", dann ihre Symprtome, andererseits das Anliegen des Pfarrers, dann die Wissenschaft, dann noch die Kirche...und schließlich das Ganze noch vor Gericht .... jeder einzelne Aspekt hätte einen eigenen Film verdient. Und das ist auch der Rat an einen zukünftige Regisseur, der sich an solch eine Materie wagt: sich zu beschränken. Die Gerichtsszene ist deshalb Blödsinn, weil man sich natürlich fragen kann, warum ausgerechnet das Urteil von Juristen über solch eine Materie Gewicht haben sollte. Selbst der atheistische Betrachter dürfte schnell merken (-und der Film zeigt das ja selbst) daß das juristische Urteil, ob der Pfarrer jetzt freigesprochen wird oder im Gefängnis landet, völlig egal ist. Der Pfarrer ist entweder Verirrter oder Märtyrer ganz unabhängig von einem Gerichtsurteil. Interessanter wäre demnach ein Plot gewesen, in der verschiedene religiöse Sichtweisen herausgearbeitet worden wären: aufgeklärtes Christentum vs. katholische Leidensmystik (die sich in Deutschland neben Annelies Michel dutzendfach findet....Theresa von Konnersreuth zum Beispiel). Der Staatsanwalt und "Methodistische Christ" in einer Person konnte die Rolle des religiösen Gegensprechers nicht ausfüllen, weil er a. als Staatsanwalt den Staat und nicht den Glauben vertrat und .....was noch schwerer wiegt b. die Grundlagen seines religiösen Glaubens niemals erklärte. Somit war auch er eine Luftnummer: einer, der eben die Klischees des drittklassigen Drehbuches aufzusagen hatte. Der Kino-Tipp des Tages: spart Euch die 6 Euro und wartet, bis zu dem Thema mal wieder ein guter Film kommt. Je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Schluß: dieser Film ist ein absoluter Scheißfilm. Er ist weder für Pop-Korn-Grusel-Kino geeignet (wer will in seiner Freizeit schon epileptische Anfälle angucken?) noch was für's Hirn (weil die "Botschaften" zu oberflächlich und plump sind .....Ami-Scheiße eben). |
| komanur | @Aenwyn deshalb teilweise... |
| vengeance | Liebe Leute! Erstmal zu den Moralaposteln: Die Argumentation, dass hier einem mit dem Leiden einer Frau das Geld aus der Tasche gezogen wird, hinkt. Man zahlt nämlich nicht für Information oder Dokumentation, für Bootleg oder Snuff-Bilder der echten Begebenheit, sondern man zahlt wie sonst auch, um einen kompletten Film zu sehen. Irgendwie scheinen mehr und mehr Moralpostel geboren zu werden, ich verstehs einfach nicht. Natürlich wäre es angenehmer gewesen, wenn der Film näher am tatsächlichen Fall gewesen wäre. Wäre einfach authentischer gewesen. Aber anderererseits wäre es dann vielleicht doch wieder mehr in Richtung Ausschlachterei gegangen. So wurde aus einer wahren Begebenheit eine sonst komplett neue Geschichte gemacht. Ich hätte es aber schön gefunden, wenn am Ende ein wenig Text zu Lesen gekommen wäre. Zum Film selbser mag ich sagen, dass er mir sehrg gut gefallen hat, und ja, ich geb zu, ich schaue mir einen Horrorfilm an, um mich an den entsprechenden Szenen "auzugeilen" Das ist iregdnwie der Sinn eines Horrorfilmes: Den Horror zur erlben und mitzufühlen. Anders wäre das wenn jemand Nachrichten oder Dokus sieht um sich an der Gewalt '"aufzugeilen" Ich krieg das schon wieder nen Hals irgendwie, weil mit da moralapostolischer, unüberlegter Quark entgegenfliegt! : ( Naja. Angenehm fand ich, dass es eine andere Story war, anders aufegzogen war als "Der Exorzist". Die Leute die jetzt wieder kommen werden mit "ach wie un-innovativ" sollen sich mal überlegen, was sie bei einem Exorzismus-Film erwarten. Alles ist relativ, und da es in den heutigen Zeiten weit schlechtere Filme gibt (und nicht zu wenige) kann man sich echt über so einen Film freuen. Auch wenn er natürlich nicht die neue Offenbarung des Horrorgenres darstellt. vengeance |
| Montrose | Mir kommt das gerade so vor, als ob Du in einem anderen Film als ich warst. Ich fand den Film nämlich ziemlich oberlehrerhaft und recht wenig horrormäßig. Die ganzen Gerichtsszenen haben dem Zuschauer eine Moral geradezu ins Hirn gepflockt, anstatt Platz für eigene Phantasie, Nachdenken und Träumen zu lassen. Der Film war zu sprachlastig. Von splatter-Szenen kann man kaum reden. Ein bißchen blaue Tinte, die aus den Augen spritzt. Naja. Was blieb denn am Ende des Filmes übrig?? Alle Phänomene waren "vernünftig" aufgeklärt worden, da war überhaupt kein Platz mehr für Dämonen usw. Der Zuschauer fühlt sich ja wie ein kleines, bevormundetes Kind, wenn der Film mit der Botschaft endet: "wie kann man auch so doof sein, so etwas zu glauben." Zugegebenermaßen könnte der Film ein bißchen eine Vorstellung davon geben, wie sich Verfolgunswahn und Halluzinationen bei Schizophrenie anfühlen. Aber ist das die Aufgabe eines Filmes über Exorzismus? Daß zudem der Schlußpunkt des Filmes dann auch noch auf die Karriere der Rechtsanwältin zuläuft, zeigt doch, daß der Regisseur sein Thema im Wesentlichen verfehlt hat. An den Exorzisten kommt der Film deshalb nicht ran, weil der Exorzist eine Atmosphäre aufbaut. Es gibt im Exorzisten keine oberlehrerhafte, erklärende Ebene, sondern man sitzt quasi 1:1 im Geschehen drin, ohne Distanz, ohne doppelten Boden. Das ist was ganz anderes. Was erwartet man von einem Exorzismusfilm? Keinen splatter aus anderen Horror-Genres, sondern Stimmungen. Das Grauen kommt nicht von dem Geschehen selbst.... sondern was hinter dem Geschehen noch vermutet wird. Ein guter Exorzismus-Film wäre für mich: Ritual statt Sprache, Rätsel statt Erklärungen, Vermischung von Alltäglichem und Übernatürlichem. |
| Aenwyn | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Was blieb denn am Ende des Filmes übrig?? Alle Phänomene waren "vernünftig" aufgeklärt worden, da war überhaupt kein Platz mehr für Dämonen usw. Der Zuschauer fühlt sich ja wie ein kleines, bevormundetes Kind, wenn der Film mit der Botschaft endet: "wie kann man auch so doof sein, so etwas zu glauben."[/B][/QUOTE] Das Ende habe ich aber ganz anders verstanden. Das von dir beschriebene ist die Linie des Anklägers, der Film nimmt die "Phänomene" durchaus ernst. *Spoiler* Also, in dem Film dieses Titels, den ich gesehen habe, ist es so, daß die Dämonen, die Emily Rose heimsuchten, auch hinter der Anwältin, dem Priester und einem wichtigen Zeugen her sind, damit die Leute nicht erfahren, "wie es wirklich war", sondern die "vernünftige" Erklärung der Anklage glauben. Nachdem es "den Dämonen" allerdings nicht gelungen ist, Anwältin und Priester zu knacken und zu verhindern, daß alles rauskommt, geben sie auf, und lassen die beiden in Frieden. Das dritte Opfer haben sie allerdings erwischt - er wird wahnsinnig und stürzt sich vor ein Auto (der beim Exorzismus anwesende Arzt).*/Spoiler* |
| Trinity Goth | Ich habe mich nun aus diversen Gründen auch durch diesen Film gequält und dachte nur hoffendlich ist es bald zuende.... Während der ganzen Langeweile hab ich mir ein alternatives Ende ausgedacht in dem der Prister verknackt wird, weil er einen Menschen umgebracht hat aus falschem Glauben. Passend dazu wurde von der katholischen Kirche das Exorcismus Training für die Priester wieder eingeführt. Ratzi nimmt das Dämonen Problem wohl sehr ernst. Gruß Trin |
| majiik | Also ich glaube ich hab von dem Film eine bleibende wirkung hinterlassen und hab mich auch mehr ueber die Geschichte informiert, mir ist sogar in den Kopf gekommen useren Pfarrer zu fragen was er ueber diese Geschichte denkt! Ich stehe solangsam so kurz davor wieder zu glauben .. nur bin ich jetzt nur auf einen Trick der Filmgesellschaft reingefallen ? :confused: |
| Beowulf | Der "Trick" der Filmgesellschaften, sofern vorhanden, ist es Menschen in ihre Filme zu locken. Eventuell auch noch ein paar begleitende Produkte zu verkaufen. Ob du jetzt wieder an Gott glaubst, kratzt denke ich keinen Menschen der an dem Film beteiligt war. Ach: Ich habe ihn nicht gesehen, und es auch nicht vor. |
| majiik | das war von mir mal wieder zu viel nachgedacht |
| Jensemann | Man war das schlecht. Weiblicher Matlock trifft gleich alles existente Übel aus der Bibel. Manchmal ist es erschreckend festzustellen das die Zeit auf diesem Planeten beschränkt ist und man dann erkennt womit man sie verbringt.... Man sollte diese Zeit bei Regiesseuren von schlechten Filmen einklagen können, so wie bei Momo. |
| belladonna | [QUOTE][i]Original geschrieben von Jensemann [/i] [B]Man war das schlecht. Weiblicher Matlock trifft gleich alles existente Übel aus der Bibel. Manchmal ist es erschreckend festzustellen das die Zeit auf diesem Planeten beschränkt ist und man dann erkennt womit man sie verbringt.... Man sollte diese Zeit bei Regiesseuren von schlechten Filmen einklagen können, so wie bei Momo. [/B][/QUOTE] Na die Momoverfilmung ging ja noch, richtig schlimm war die Verfilmung der "Undendlichen Geschichte" :eek: Naja, da könnte man noch einen Thread aufmachen über Bücher die man lieber nicht verfilmen sollte :rolleyes: Den Emily Rose Film werde ich mir nach Lesen dieses Threads jetzt sparen. Habe ja ab und an damit geliebäugelt in der Videothek... Was ist eigentlich mit dem Film "Requiem" der bezieht sich doch wohl mehr auf die Originalgeschichte aus den 70gern, oder bin ich da falsch informiert? Hat den schon jemand gesehen? Ich hinke mit Filmen ja immer etwas hinterher, weil ich so gut wie nie ins Kino gehe, warum auch wenn ich eine Leinwand und Videobeamer und somit Kinoatmosphäre zu Hause habe. Und das ohne störendes Papierrascheln, ungebetene "witzige" Kommentare und das ganze Zeugs was ich an Kino so hasse... |
| Brixa | Ach, den Thread hatte ich ganz vergessen. Ich hab den Film nun auch gesehen und fand ihn ehrlich gesagt völlig langweilig. Ich habe ihn zuhause auf DVD gesehen, vormittags, da gab es keinen Gruseleffekt bei mir. ;) Aber der Film hat mich auch so nicht gefesselt. "Requiem" würde mich mehr interessieren. Wobei ich da auf Phoenix mal einen Bericht über diese Frau sah, wo man auch Original-Tonbänder hörte, auf denen sie zu hören war, wenn der Teufel aus ihr sprach. Da hatte ich echt Schiss und konnte danach erst mal nicht schlafen. Auch wenn ich nie so recht weiß, ob man sowas glauben kann oder nicht oder ob da was fingiert ist bei solchen Berichten... |