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  Forum: Filmpalast
    Thema: Audition (Odishon)
paranoya1999 von Takashi Miike nach dem Roman von Ryû Murakami.

Hat den jemand gesehen? Könnt ihr den empfehlen?
Danke.
drfausthab ihn schon länger zuhause, habs aber noch geschaft/getraut :D ihn zu gucken, nur ausschnittsweise. er ist auf jeden fall, sehr, sehr derbe.
KinchIch habe ihn leider nie ganz gesehen, aber er ist glaube ich schon in Ordnung. Ein typischer Miike eben; ich schätze man mag seine Filme oder eben nicht. Wobei dieser für seine Verhältnisse (wenn ich da an GOZU oder Ichi denke) noch relativ "normal" ist, also von einer normal psychopathischen Frau und ihren Hobbys erzählt.
NormalusWar auf jeden Fall ein schönes Bild, wie damals die Häflte des Publikums plötzlich das Kino verließ. Eigentlich sollte da nämlich "Dead or Alive" kommen, und so war keiner darüber informiert, was für ein Film "Audition" ist.
Kann man aber auf jeden Fall empfehlen. Sehr intensives Finale, ja, aber wer so etwas nicht ertragen kann, schaltet dann einfach ab und hatte bis dahin einen netten Liebesfilm.
JensemannIch lade ihn gerade runter (offiziell) und bin schon sehr gespannt...
aurora borealisfür Männer, die auf Kindfrauen stehen, in jedem Fall ein Hingucker.
SaintlyRebirth:D :D ich hatte den film noch nich gesehn aber ich liebe die filme von Miike.
*denkt an Ichi oder The Birdpeople in China* Aber ich fand den trailer schon "krass" ^^
solipsismusDer Film ist ... interessant. Teils auf jeden Fall ziemlich hart. Ich kann ihn an Leute weiterempfehlen, die einen starken Magen haben.
Vom Einfallsreichtum her -natürlich auf die Handlung bezogen! ;) - ist er ziemlich gut.
coma_blackSpoilerwarnung:

Ein vor allem auf den zweiten Blick äußerst komplexer Film über fragmentarische Wahrnehmung und die Gefahr, die daraus entsteht, die logischen Bruchstellen mit Inhalt zu füllen. Will man wirklich in allen Details wissen, in wen man sich da gerade verliebt hat?

Dieses lückenlose Gesamtbild offenbart sich in seiner Schrecklichkeit erst am Ende des Films, als einige Szenen, die zuerst durch den Filmschnitt abgehackt wirkten noch einmal in voller Länge wiederholt werden, gleichzeitig wird aber offengelassen, ob es tatsächlich Wiederholungen oder nur Variationen derselben Szenen sind, so daß man zuletzt auch den Überblick verliert, auf welcher Realitätsebene man sich befindet. Von daher hat Audition geradezu Lynchsche Qualitäten zu bieten, die man bei Miikes provokativeren Werken vermisst (oder vielleicht auch nur angesichts der geradezu Grotesken Einfälle übersieht).

Auch als Arbeit über die Rolle der Frau in Japan bzw. die Wahrnehmung der Frau durch den männlichen Japaner sehr aufschlußreich.

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