| Ardath Bey | Zeit sich wieder unbeliebt zu machen. Habe just die USA Fassung, ist ja in Germany noch nicht erschienen, des Films Defiance gesehen. Photografie und Regie sind sehr gut, Story auch in Ordnung wenn da nicht die Kleinigkeiten wären. Einen Film über die Tapferkeit Russischer Juden zu zeigen zu einem Zeitpunkt bei dem die UN eine Tagung über Rassismus organisiert bei der Isreal unter Kritik gerät kann Zufall sein. Aber was Politik betrifft schließe ich Zufälle zu 100% aus. Ansonsten bekommen wir das übliche, amerikanische?, Bild des Deutschen im zweiten Weltkrieg. Als übermächtiger Feind, wohl genährt, ausgebildet und bis an die Zähne bewaffnet, sogar mit Panzer, nimmt die Deutsche Armee Hilflose Zivilisten unter Beschuß. Naja, es ist das Jahr 1941. Da kann man sich mal informieren wie es um die Deutsche Armee stand. Kein Essen, Kinder mit Waffen .... Aber das will man ja nicht sehen. Kinder erschiesen ist ja nicht Heldenhaft. Das wäre eine super Szene gewesen: die jüdischen Flüchtlinge verteidigen sich gegen einen Deutschen Trupp um dann festzustellen das sie 16 jährige Jungen erschossen haben. Ich ziehe nach wie vor Wickis *Die Brücke* oder Band of Brothers vor. Durchaus positiv ist die Darstellung des Lebens im Lager und wie die Situation dort aus der Bahn gerät, wie auch Juden plötzlich zu mordgierigen, rachelüsternen Menschen degradiert werden. Aber irgendwie kann man sie ja verstehen, irgendwie ist es bei diesen Leuten entschuldbar das sie einen wehrlosen Boten erschlagen, immerhin ist er Deutscher. Das die Russen, ja auch die jüdischen, beim Einmarsch in Deutschland Frauen und Mädchen in mal mehr mal weniger großen Gruppen vergewaltigt oder als Offiziers Huren gehalten haben wird lieber nicht erzählt oder vielleicht sogar Nachkommen dieser Russischen Juden später an einem gut organisierten Kinderporno Ring beteiligt waren. Darum geht es in diesem Film ja nicht, eigentlich gibt es keinen Film über die Umtriebe der Allieirten und Russen zum Ende des Krieges. Ohne das Thema WW II wäre der Film wahrscheinlich gut aber so sthet er leider auf gleicher Stufe mit Saving Private Ryan in dem amerikanische Kriegsverbrecher als Helden dargestellt werden. |
| Seneca | 1941 war die Wehrmacht schon fast auf ihrem Höhepunkt und hatte in Russland große operative Erfolge und zudem Luftüberlegenheit. Da geb es weder gravierende Versorgungsengpässe noch das letzte Aufgebot an Hitlerjungen. Solche Szenen gab es erst 1945 an der Heimatfront. |
| Xenomorph | Leider werden diese typisch antideutschen Klischees in US-imperialistischen Propagandastreifen wohl noch bis zum Jüngsten Tag bemüht werden...sicher war die nazideutsche Wehrmacht kein Verein von Chorknaben, der eine irgendwie glorifizierende Darstellung in Filmen verdient hätte - doch die Schergen des US - Imperialismus und ihre Befehlshaber waren und sind es ebensowenig! Es gibt in einem imperialistischen Krieg zwischen imperialistischen Kontrahenten keine "Guten" und keine "Bösen", das entsprechende Bild und die nachfolgende Geschichtsschreibung werden im nachhinein von den Siegern in diesem - ihrem - Sinne "korrigiert"...der US - imperialistische Großangriff auf Dresden 1945 kurz vor Kriegsende ebenso wie die beiden A-Bomben auf Hiroshima und Nagasaki stellten ebenso schwere Kreiegsverbrechen dar wie der deutsche - und russische wohlgemerkt - Überfall auf Polen 1939... ...doch der US - Imperialist und sein zionistischer Handlanger Israel brauchen diesen im 2. Weltkrieg gegen Nazideutschland aufgebauten Mythos von der moralischen Überlegenheit der imperialistischen Demokratie noch heute - und mehr denn je - um ungestört ihre aktuellen Kriegsverbrechen im Irak, Afghanistan sowie im zionistisch besetzten Palästina verüben zu können... |
| starfish | [quote]Durchaus positiv ist die Darstellung des Lebens im Lager und wie die Situation dort aus der Bahn gerät, wie auch Juden plötzlich zu mordgierigen, rachelüsternen Menschen degradiert werden. [/quote] ja, das hat der deutsche gerne, wenn man ihm vermeintliche grashalme hinwirft, an denen er die opfer zu tätern und alles als garnich so schlimm umdeuten kann, und überhaupt, man wird ja wohl nochmal sagen dürfen... widerliches geschmeiss. |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von starfish [/i] [B]ja, das hat der deutsche gerne, wenn man ihm vermeintliche grashalme hinwirft, an denen er die opfer zu tätern und alles als garnich so schlimm umdeuten kann, und überhaupt, man wird ja wohl nochmal sagen dürfen...[/quote] Auch - und gerade - Opfer können zu Tätern werden - und ebenjenes Phänomen wurde hier angesprochen, denke ich...eine reichlich naive Sichtweise auf die Welt muss dir zu eigen sein, wenn du diese Tatsache ernsthaft leugnen willst und an der festen Zuordnung ewig gleicher stereotyper "Täter/Opfer" Klischees festhälts, die in solchen Filmen - und auch in der imperialistischen "Realpolitik" ausserhalb Hollywoods - als ebenjene universellen Konstanten hingestellt werden, die sie nicht sind, niemals waren und nie sein werden... [quote]widerliches geschmeiss. [/QUOTE] Aber das typische Schlusswort eines vermeintlichen "Antifaschisten", bei dem man das Präfix "Anti" auch getrost streichen könnte, sagt eigentlich schon alles darüber aus, wessen Geistes Kind du bist... |
| Ardath Bey | Nichts hinzuzufügen. @ starfish Du meinst also das eine vergewaltigte Frau das moralishce Recht hat ebenfalls zu vergewaltigen? Solch eine Attitüde halte ich für fragwürdig. Mir scheint deine ethisch/moralischen Vorstellungen richten sich, wie es ja schon immer war, nach der angesagten Mode und weniger nach allgemeiner Menschlichkeit. |