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  Forum: Filmpalast
    Thema: Fasten auf Italienisch
JohnSteedHerzerwärmende Komödie über einen Mann, der so tut, als wäre er Italiener, um Vorurteilen gegenüber Arabischstämmigen zu entgehen. Mit Kad Merad aus "Willkommen bei den Sch'tis" in der Titelrolle.



Inhalt

Der in Nizza lebende Dino Fabrizzi verkauft im schicken Anzug erfolgreich Nobelkarossen, eine Beförderung steht an. Seine Freundin liebt es, von ihm zärtlich mit "ragazza" angeredet zu werden. Die beiden wollen bald heiraten. Doch in Wirklichkeit heißt Dino Mourad Ben Saoud. Als sein Vater nach einem Herzinfarkt ihn bittet, den Ramadan an seiner Stelle zu begehen, gerät sein sorgsam aufgebautes Lügengebäude ins Wanken.

Kritik
Fasten auf Italienisch

Amüsante Komödie mit Superstar Kad Merad über einen perfekten und erfolgreicher "Italiener", dessen arabische Identität beim Ramadan auffliegt.

"Sono un italino, un italiano vero" dröhnt zu Beginn der Ohrwurm und bringt in Stimmung auf ein Verwechslungsspiel mit Herz. Dino Fabrizzi wirkt so italienisch wie hausgemachte Pasta alla Mamma, egal ob er in seinem schicken weißen Anzug den Kunden in Nizza Maseratis verkauft oder seiner leidenschaftlichen Freundin Molto Amore. Er nennt sie zärtlich "Ragazza" und wirft auch sonst gerne mit italienischen Sprachbrocken um sich. Ein charmantes südliches Energiebündel, dem man fast jede Sünde verzeiht. Die Sache hat nur einen Haken, der lebenslustige Italiener heißt in Wirklichkeit Mourad Ben Saoud. Seiner algerischen Familie in Marseille schwindelt er seit Jahren vor, in Rom Karriere zu machen. Als sein Vater nach einem Herzinfarkt ihn bittet, den Ramadan an seiner Stelle zu begehen, gerät das Lügengebäude ins Wanken. Wie seinem Chef Meetings im Morgengrauen und der Geliebten sexuelle Abstinenz verklickern und wie beim mittäglichen Treffen mit den Schwiegereltern in spe das Tiramisu umgehen? Und dann kommt ihm sein größter Konkurrent auf die Schliche und die Gefährtin nach der Beichte abhanden.

Themen wie Scham über Herkunft, alltäglicher Rassismus bei Wohnungs- und Jobsuche oder Angst vor Nicht-Akzeptanz behandelt Olivier Baroux mit Gefühl, Humor und sehr französischer Leichtigkeit. Bis auf einige überzogene Szenen (Dino/Mourad landet im Knast und lässt sich als Illegaler ausweisen) überwiegt der unterhaltende Aspekt, auch wenn es dabei an Klischees nicht mangelt, vor allem bei der maghrebinischen Sippe. Frankreichs Superstar Kad Merad ("Willkommen bei den Sch'tis", "Der kleine Nick"), Sohn einer französischen Mutter und eines algerischen Vaters, dem wegen seines Namens auch schon mal eine Hauptrolle im Theater entging, brachte ganz realistische Vorschläge ins Drehbuch und mimt den Mann zwischen zwei Kulturen als sympathischen Bonvivant, der plötzlich seine Identität und ein neues Selbstwertgefühl entdeckt, sich auf dem Gebetsteppich selbst besser kennen lernt. Wie durch ein Brennglas beobachtet diese filmische Bestandsaufnahme Integrationsprobleme und setzt dabei auf populäre Komik, die die Klippen des Klamauks aber fein umschifft, vielleicht auch weil Baroux und Merad als Komikerduo "Kad et Olivier" schon in den 1990er Jahren Erfolge feierten. mk.(Kino.de)
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Läuft gerade bei den Bayernfunkern, ist wirklich nett und eventuell geeignet Klischees über Nationen aller Art ein wenig unverkrampfter zu sehen....

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