| Sathana | Hi zusammen! Mich würde mal interessieren, wer von euch noch gerne Lovecraft liest und was so eure Lieblingsgeschichten sind. Es gab da ja ein paar ganz nette, die absolut gut geschrieben waren, während manche waren mir dann doch etwas zu abstrakt... |
| Cthugha | Hmm, ich glaube mein Nick verrät mich ohnehin ;) Ich hab ne Menge von ihm gelesen und das meiste auch recht gern (bis auf ne handvoll Ausnahmen). Hmm, "die Ratten im Gemäuer" ist wohl eine der besten Geschichten. Ansonsten ist natürlich auch "Schatten über Innsmouth" hervorragend. Nicht ganz so toll, aber für die Kürze sehr unterhaltsam, fand ich noch "Der Außenseiter". |
| Ignifer | Jaja, der Lovecraft, meine Einstiegsdroge in die Welt schön böser Literatur.... Sein Gesamtwerk ist ein wenig durchwachsen (genauso wie das Poes und Kings), jedoch hat er wohl keine Geschichte geschrieben, die ich jetzt als wirklich schlecht bezeichnen würde. Die Geschichten aus den Sammlungen "Cthulhus Ruf", "Das Ding auf der Schwelle" und "Stadt ohne Namen" sind fast durchgehend ziemlich genial, meine absoluten Favoriten von Lovecraft? Ich denke, das variiert je nach Stimmung, auf jeden Fall gehören folgende dazu: Das gemiedene Haus Die Farbe aus dem All Herbert West-Der Wiedererwecker Die kriechende Furcht Cthulhus Ruf Träume im Hexenhaus Grauen in Red Hook Das Fest Iranons Suche Der Fall Charles Dexter Ward |
| Ignifer | Stimmt, "Die Ratten im Gemäuer", wie konnte ich das nur vergessen! |
| GrauerWolf | Das schönste an Lovecraft ist seine Sprache. Er schafft Bilder von unwahrscheinlicher Dichte, so zum Beispiel in der "Traumsuche nach dem unbekannten Kadath", wenn er die märchenhaften Städte beschreibt, die er auf seiner Reise besucht, aber auch die "Dunkel-Dürren" oder die "Ghoule" sind meisterhafte Beschreibungen des Gespenstischen. Ihm steht das Verdienst zu, als Wortmaler ganz neue Farben und Pinselstriche gefunden zu haben. |
| Lucifer_Sam | Lovecraft ist wohl so ziemlich der einzige Autor, bei dem diese Sprache funktioniert. Immer wieder bringt er Begriffe wie 'unheilig', 'gottlos', zyklopisch' usw, die woanders wohl ziemlich überzogen wirken würden. Aber irgendwie kriegt er immer wieder die Kurve und 'zaubert' ein bischen... Ich mag Lovecraft. Vor allem wegen seiner abgedrehten Ideen. Der Erfinder einer völlig neuen Dimension der Phantastik. |
| Menedemos | Besonders gut gefallen mir momentan "Der schreckliche alte Mann" und "Polaris"... zwei sehr kurze Geschichten (aus dem Band "In der Gruft") mit einem angenehm aber nicht aufdringlich ironischen Unterton. |
| Abraxas | *in den thread hineinschau und ein "ich liebe hpl" stehen lass'* |
| Cyberpagan | Mein Liebling ist ganz klar "Der Schatten aus der Zeit". Übrigens gibt es [url=http://www.gizmology.net/lovecraft/works/]HIER[/url] so ziemlich alles zum Download! Und die Originale übertreffen die Übersetzung wie so oft bei weitem! |
| Eiselfe | ich hab mir im laufe der zeit so ziemlich alles von lovecraft auf deutsch gekauft und nun habe ich mir einiges noch mal auf englisch gekauft (womit ich aber noch nicht allzu weit bin). ich könnte allerdings gar nicht so recht sagen, welche meine lieblingserzählung ist... angefangen habe ich mit der "traumsuche nach dem unbekannten kadath", aber nachdem ich vieles gelesen hatte, wirkten die pointen nicht mehr so stark auf mich, da sie sich doch zum teil etwas ähneln. also gehören die stories, die mich am meisten beeindruckt haben, vermutlich zu den ersten, die ich gelesen habe, wie "flüsterer im dunkeln" und "berge des wahnsinns"... |
| :nösfératü: | hallö, "die traumsuche nach dem unbekannten kadath" steht auch bei mir ganz oben bei lovecraft. eine mischung aus surrealismus, fantasy und albträumen. die anderen erzählungen gefallen mir zwar auch, aber oft wiederholt sich alles und man kann sich den verlauf der geschichte schon frühzeitig ausmalen. aber allein die bildhafte erzählweise belohnt schon ausreichend, was mich dazu verleitet hat so ziemlich alle geschichten zu kaufen. bei der traumsuche fasziniert mich die beschreibung dieser "zyklopischen" landschaften besonders. geradezu albtraumhaft auch die schilderung des namenlosen nichts, das chaos das im dunklen nagt, dessen bild man irgendwie vage vor augen hat, aber nicht konkret. ich denke auch daß es schwer ist ein reales bild davon zu malen, bzw. einen film zu drehen, der annähernd so schrecklich ist, wie es hier in worte gefasst ist. eine kleine leseprobe für interessierte: "... zu siebt fuhren sie einem fastmenschlichen an die kehle oder sprangen einem krötenwesen ans blaßrote tentakelmaul und zerrten es reißend zu boden, wo eine myriade ihrer gefährten mit den wahnsinnigen zähnen und krallen einer göttlichen schlachtenfurie darüber herfiel..." |