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  Forum: Buchsalon
    Thema: P.K. Dick
uthoDiverse von P.K. Dicks Geschichten wurden inzwischen von Hollywood zu mehr - oder weniger - guten Filmen Verarbeitet .
Wer noch nicht das Vergnügen Dick zu lesen , dem möchte ich die Kurzgeschichte "Rautavarras Case" ans Herz legen ; eine kleine Sci-Fi Story , mit interessantem religiösen Hintergrund .
Fatalistmein "lieblings" scifi-autor :cool:

mitte der 90er gabs es vom haffmans verlag eine 10bändige ausgabe seiner kurzgeschichten. in 100ten geschichten finden sich zwar einige themen immer wieder, aber für jemanden, der vorm schlafengehen ein bisschen apokalypse sucht, genau richtig :)

seine romane sind teilweise ein bisschen zäher zu verdauen, nachdem minority-report im kino lief, wurden auf heise (glaub ich) zahlreiche romane wiederverlegt, von den fünfen, die ich mir kaufte warten drei noch immer vergebens auf das gelesen-werden... unverdaulichster brocken: die valis trilogie - beeinflusst von dicks zusammentreffen mit gott ;)
IcarosHallo alle miteinander,

der Aussage, dass die VALIS-Trilogie unverdaulich sei, muss ich entschieden widersprechen. Auch wenn ich nur die ersten beiden Teile (VALIS und THE DIVINE INVASION) gelesen habe, gehört insbesondere der erstgenannte Band zu den abgedrehtesten und faszinierendsten Büchern, die ich je in Händen hielt. VALIS war mein erstes Dick-Werk, dem noch einige folgten, die allesamt gut bis sehr gut waren, doch an seinen autobiographischen Roman über die Suche nach Gott (mitsamt diverser Theorien, die er dazu aufstellt) reicht meines Erachtens keine andere seiner Schriften heran.

Viele Grüße
Icaros
Fatalistklar, valis ist sicherlich faszinierend - wenn man sich dem buch öffnet. ich hatte ganz andere erwartungen an PKD und kein interesse an solchen betrachtungen. ich mag ihn halt als sci-fi-autor. trotzdem glaube ich gerne, dass es leute gibt, die das buch für grossartig halten, ist eben alles geschmackssache :p
Desenganoalso cih finde dick echt klasse!! ist zwar manchmal ein bisschen schwer vorzustellen (z.b. wenn in "die drei stigmata des palmer eldritch" die realitäten wechseln), aber ich finde es echt genial.

ich finde, man könnte ihn echt als einen der urväter der science-fiction-literatur bezeichen, wenn man doch bedenkt, dass das seine idee mit den pre-cocs (wird das so geschrieben? *grübel*) und den blade-runnern war.
IcarosAls Urvater der Science Fiction würde ich Dick zwar nicht bezeichnen (da passen Autoren wie Jules Verne oder H.G. Wells eher), wohl aber als ein Vorfahr des Cyberpunk, da seine Romane dieses Subgenre doch nicht unwesentlich prägten.

Was die Realitätsebenen in "Die drei Stigmata des Palmer Eldritch" angeht, möchte ich einfach behaupten, dass es Dicks Absicht war, sie so undurchsichtig zu gestalten, eben um die Zerbrechlichkeit und Subjektivität dessen, was landläufig als "Wirklichkeit" bezeichnet wird, zu verdeutlichen. Diese Verzweiflung an der Realität und Suche nach göttlicher Absolutheit (nicht zu vergessen: die Frage nach Menschlichkeit) sowie die Art, wie er diese Themenkomplexe angeht, macht meines Erachtens gerade den Reiz seiner Werke aus. Stilistisch gab und gibt es gewiss begabtere Autoren, was jedoch die entwickelten Theorien und die Konsequenz, mit der er sie durchspielt, angeht, ist mir kein Autoren bekannt, der ihm das Wasser zu reichen vermag/vermochte.

Gruß,
Icaros
Desengano:)
thx für deine interpretation dazu. irgendwie fehlt mir manchmal die fähigkeit den sinn hinter sowas zu sehen. :rolleyes:

aber das was du sagst, klingt schon sehr einleuchtend.

ich hab noch viel zu lernen *seufz*
die AversionHallo Desengano

[QUOTE]thx für deine interpretation dazu. irgendwie fehlt mir manchmal die fähigkeit den sinn hinter sowas zu sehen.

aber das was du sagst, klingt schon sehr einleuchtend.

ich hab noch viel zu lernen *seufz*[/QUOTE]

Ich wäre Dir sehr verbunden, machtest Du Dich selbst nicht so klein.

Der Inhalt eines Buches setzt sich eben aus Autorintention, dem "objektiven" Text und individueller Lesart zusammen - jeder liest also etwas anderes heraus, so dass es schlicht ein Ding der Unmöglichkeit ist, "richtig" oder "falsch" zu interpretieren, höchstens mehr oder minder schlüssig. Habe Mut, Dich Deines Verstandes zu bedienen. (Kant war doch ein kluger Kopf. ;) )

Gruß,
Deine Aversion
Desengano*lach* ich werde es mir zu herzen nehmen... weiß aber auch net mehr so genau, was ich damals geschrieben hab. normalerweise mach ich mich auch nicht so klein.

hm. wenn ich mich recht an meinen deutschunterricht erinnere, wurde mir da gelehrt, dass das buch ohne den leser nciht wirklich was wert ist (wert ist vielleiht das falsche wort, aber ich kann mich nicht wirklich an den genauen wortlaut erinnern).

es frustriert mich manchmal nur, wenn ich an dem sinn eines buches verzweifel und es jemand anderem nur so in den schoß fällt. man muss es einfach lernen, ein buch zu interpretieren...

so. back to topic! ;)
die AversionHallo Pelloquin,

so, ich belebe diesen Thread der Einfachheit halber einfach mal wieder, da Dick im FK etwas zu sehr ins Off-Topic abgleiten könnte. ;) Ob ich Dick kenne? Oh ja! Er ist schlicht grandios, wobei er zugegebenermaßen einen eher... ähem...*hüstel* schlichten Stil hat. Seine Gedankengänge und Theorien machen dieses Manko jedoch mehr als wett. Mich beeindruckt sein grundsätzlicher Zweifel an allem zusammen mit seinem unbedingten Willen, Gott zu finden, so sehr... um mich nicht in Seiten der Bewunderung zu ergehen: *schwärm*

Gruß,
Deine Aversion

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