| Lemuria_Ihrer | Ich bin ein großer Fan von Linus Volkmann, sowohl von seiner Musik als auch seinen schreiberischen Fähigkeiten.. seine Bücher "Superlupo-Jeder Freund ist Anders", "Smells Like Niederlage" und "Heimweh to Hell" sind einfach wahre Klassiker und wurden dem Genre Popliteratur zugeordnet. Ähhh.. da ich jetzt nich wirklich weiss was man unter Popliteratur versteht wollt ich ma fragen ob ihr wisst was das ist und obs noch andere schicke Künstler gibt die sich in das Fach da packen lassen.. ich denk ma Benjamin von Stuckrad-Barre und Selim Özdogan gehören auch da rein oder? Naja, jedenfalls... HÜLFÖÖÖH!! |
| Blackadder | Es gibt wohl ein Buch zu dem Thema, dass sich mit der Geschichte der Pop-Literatur befasst: Johannes Ullmaier: Von Acid nach Adlon und zurück - eine Reise durch die Deutschsprachige Popliteratur Ob es gut ist oder nicht weiß ich leider auch nicht, habe es selber nicht gelesen, vielleicht ist es für dich aber interessant... Zur Definition kann ich auch nur soviel sagen, wie man im Netz finden kann: [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Popliteratur[/url] Allerdings finde ich es einen sehr schwammigen Begriff, in den man so viele Autoren reinpacken kann...für mich ist Popliteratur eigentlich immer die Sorte Literatur gewesen, die sich unmittelbar mit der (zum Zeitpunkt ihres Entstehens)bestehenden, direkt erlebbaren Kultur (schwerpunktmässig natürlich Jugendkultur) befasst und auseinandersetzt, was eine rein persönliche Definition ist...vor allem halt "Alltags-Literatur", die einen direkten Bezug zum eigenen Leben hat... Ich denke, es ist wie alles, was mit dem Begriff "Pop" bezeichnet wird, vor allem ein Stempel, der im Prinzip zu wenig aussagt, allerdinsg fiele mir auch kein bessere Ausdruck ein...vielleicht Urban-Literatur, aber das ist auch sehr schwammig... Beste Wünsche, BLACKADDER |
| aurora borealis | sobald es relativ junge Literaten sind (oder unter der Jugend populär), gilt es doch schnell schon als Popliteratur. Wie dem auch sei, schick ist, was gefällt. Ich bin geoutete Stuckrad-Barre-Leserin und finde seinen Humor einfach toll. Wo ich voreingenommen bin, ist Alexa Henning nach ihrem dämlichen Auftritt einst bei Harald Schmidt. Hab nie ein Buch angerührt. |
| Desengano | wichtig beim pop ist auch die auseinandersetzung mit musik, besonders mit der rave- und technoszene. aber das ist auch nicht notwendig, um pop zu schreiben. ich persönlich liebe pop, und hab auch schomal ne menge gelesen. erstanden ist das ganze aus dem dadaismus und der beat-generation. um noch ein paar namen zu nennen: irvine welsh (trainspotting), nick hornby, rainald goetz, benjamin lebert, zoe jenny, christian kracht, benjamin von struckrad-barre, Florian Illies uva. ich persönlich finde folgende bücher echt lesenswert: irvine welsh - "trainspotting" rainald goetz - "rave" bret easton ellis - "american psycho" zoe jenny - "das blütenstaubzimmer" christian kracht, echhart nickel, benjamin von stuchrad-barre und alexander von schönburg- "tristesse royale" naja und der klassiker: "faserland" von kracht ich hab allerdings festgestellt, dass pop nicht jedermanns sache ist. ich denke entweder man mag es oder man mag es nciht.. *g* |
| fraeulein grau | das erste deutschsprachige und immer noch gepoppteste buch dieses genres ist elfriede jelineks "wir sind lockvögel, baby". das musste hier mal gesagt werden, finde ich. mit musik hat popliteratur meiner meinung nach nicht unbedingt was zu tun, eher mit dem versuch, eine neue, allgemeinverständliche sprachform zu entwickeln. und stuckrad-barre liest sich wie das blog-gejammer des lower-upper-class-langweilers, der er auch ist. brrrr.. |
| ashipisburning | [QUOTE][i]Original geschrieben von fraeulein grau [/i] [B]und stuckrad-barre liest sich wie das blog-gejammer des lower-upper-class-langweilers, der er auch ist. brrrr.. [/B][/QUOTE] Da stimme ich durchaus zu. Das wird nur noch von dem "Tristesse royal"-Geblubber getoppt. Als das Standardwerk (auch in der Literaturwissenschaft, wie mir ein Freundin letztens mitteilte) gilt das Buch von Moritz Baßler "Der deutsche Poproman", der Popliteratur vor allem dadurch definiert, daß sie "archivieren" würde. Wobei Baßler zum Beispiel auch Max Goldt unter Popliteratur subsumiert. Und was Goldt mit Stuckrad-Barre zu tun hat, ist mir echt nicht klar... :rolleyes: |
| aurora borealis | [QUOTE][i]Original geschrieben von ashipisburning [/i] [B]Da stimme ich durchaus zu. Das wird nur noch von dem "Tristesse royal"-Geblubber getoppt. [/quote] Geschmäcker sind bekanntlich... In dieser Richtung ist wohl der Humor ausschlaggebend. [quote] Wobei Baßler zum Beispiel auch Max Goldt unter Popliteratur subsumiert.[/QUOTE] Jurist? Weil Elfriede Jelinek angesprochen wurde, hatte jemand schon mal die Zeitschrift "Steinstr. 11" in der Hand? |
| ashipisburning | [QUOTE][i]Original geschrieben von Unity [/i] Geschmäcker sind bekanntlich... In dieser Richtung ist wohl der Humor ausschlaggebend.[/QUOTE] Ich habe nur meine bescheidene Meinung geäußert... Und Humor habe ich durchaus auch, vielleicht nur einen anderen als Du... ;) [QUOTE] Jurist?[/QUOTE] Dem kann ich wohl nicht ganz folgen. |
| Sternenstaub | Dem Liebhaber der Popliteratur empfehle ich guten Gewissens 'Rocktage' von Dana Bönisch. Es ist nicht arrogant wie Stuckrad Barre, nicht schnöselig wie Kracht und Illies. Es ist eine tragisch - komische Geschichte über einen verlorenen jungen Menschen, teilweise etwas 'flapsig' geschrieben und doch liebevoll. |
| aurora borealis | [QUOTE][i]Original geschrieben von ashipisburning [/i] Ich habe nur meine bescheidene Meinung geäußert... Und Humor habe ich durchaus auch, vielleicht nur einen anderen als Du... ;)[/quote] den hab ich Dir damit auch gar nicht abgesprochen. Aber Asche auf mein Haupt, ich habe die Wörtchen "Art von" vergessen. [quote] Dem kann ich wohl nicht ganz folgen. [/QUOTE] subsumieren ist eines der Lieblingswörter von Juristen. Darum meine off-topic Nachfrage. |