| Lothlorien | Österreich im 19. Jahrhundert. Der Maler Samuel Alt ist besessen davon die perfekten Engelsbilder zu malen. Bilder die die Menschen vor Verzückung niedersinken lassen. Das er ein überaus begabter Portraitist ist, verdrängt er, denn er hasst die Menschen und will sich nur mit reinen Engeln abgeben. Im Laufe der Handlung beginnt er mit Blut zu malen, doch das Blut gewöhnlicher Menschen reicht im bald nicht mehr.... Ich weiß nicht ob ich dieses Buch gut finden soll. Selten begegnen einem so viele unsympathische Charaktere auf einem Haufen. Ich habe noch 50 Seiten zu lesen und vielleicht ändert sich meine Meinung noch. Julia Kröhn beschreibt sehr eindrucksvoll, wie Samuel so gefühlskalt und menschenverachtend wurde. Fast teilnahmslos werden die schlimmsten Erlebnisse seiner Kindheit geschildert. Der Stil der Autorin ist so kühl wie die Charaktere was zwar sehr passend ist aber es hatte gleichzeitig den Effekt, daß ich mich als Leserin nicht gut auf die Handlung einlassen konnte, oder besser gesagt, ich war größtenteils emotional distanziert. So, wer hat's gelesen und welchen Eindruck hattet ihr von dem Werk? |
| Cold Rain | Es liegt neben meinem Bett auf dem Noch-zu-lesen-Stapel... aber ganz oben, muss nur noch den Harry Potter 6 fertig lesen, der ist mir dazwischen gerutscht, als ich grad ein paar Seiten gelesen hatte. Dann gibts meine Eindrücke dazu :) |
| Cold Rain | So, jetzt hab ichs fast durch gelesen. Ich finde in diesem Roman keine Figur, mit der ich mich irgendwie identifiezieren könnte oder auf die ich mich irgendwie einlassen könnte. Man bleibt als Leser außen vor, es bleibt einem nur die Rolle als Beobachter der Tragödien, die sich dort abspielen. Mir taten die Figuren abwechselnd leid, weil sie alle irgendwo in sich gefangen waren, geprägt durch ihre Kindheit, die gesellschaftliche Moral, ihre (sexuellen) Bedürfnisse, durch ihre Erfahrungen. Aber immer dann, wenn ich wirklich glaubte, mit der Person mitfühlen zu können, benahm sie sich wieder so verletzend und unverständlich böse, dass es mich erschrecken lies. Am ehesten lässt sich noch bei Andreas durchgängig mitfühlen, finde ich. Durch die seeehr detailreiche Schilderung der diversen Bettgeschichten und Vergewaltigungen (manche Stellen waren wirklich heftig)und den eher anspruchsvollen Stil sicher nicht für jeden geeignet, aber insgesamt gefällt mir das Buch ganz gut, auch wenn es einem immer wieder vor den Kopf stößt |