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  Forum: Buchsalon
    Thema: Schicksalsberichte
SchattenwesenMomentan interessiere ich mich sehr für Schicksalsberichte bzw. autobiographische Erzählungen, die von seelischen Problemen bzw. dem Umgang damit handeln.
Um einige Beispiele zu nennen, damit ihr wisst, was ich in etwa meine:

Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen - Hanna Green
Die Glasglocke - Sylvia Plath
Aufschrei - Truddi Chase
... und raus bist du - Johanna Nilsson
Seelenfinsternis - Piet C. Kuiper

Kennt ihr noch mehr Bücher, die in diese Richtung gehen?
LocomonVielleicht leiber morgen von Stephen Chbosky
geht in diese Richtung. Auch wenn es (glaub ich) eher Fiktiv ist, ist besonders der schreibstil sehr interesannt. Alles wird anhand von Briefen erzählt. Geht eher um Liebe, Schmerz ect. dennoch sehr interessant.

Ich hab die Unschuld kotzen sehen von Dirk Bernemann
und Anders Leben; Selbst Verletzendes Verhalten
von Dark Angel wurden ja auch z.b in der Orkus beworben. Eigentlich behandeln sie beide das gleiche Thema, wenn auch auf verschiedene weise. Interessant die Bücher zu vergleichen wie ich finde.

BTW um was geht es bei deinen Büchern?
SchattenwesenDanke schonmal für die Tipps!

In dem Buch von H. Green geht es (autobiographisch) um ein 16jähriges Mädchen mit Schizophrenie. Es wird von ihren Erfahrungen in der Psychiatrie geschrieben, wobei auch der Therapieprozess dargestellt wird. Ein Super-Buch!

Die Glasglocke ist auch autobiographisch. Handelt von einem Mädchen mit diversen psychischen Problemen (Psychose? Depression?), das am Ende in eine Klinik kommt. Die Autorin Sylvia Plath wählte übrigens im Alter von etwa 30 Jahren den Freitod.

In Aufschrei schildert Truddi Chase ihr Leben mit über 90 verschiedenen Persönlichkeiten. Geht unter die Haut!

Johanna Nilsson beschreibt ihre Kindheit, in der sie von ihren Mitschülern brutal gemobbt wurde. Die Zerbrechlichkeit eines kleinen Mädchens... ist mir sehr nah gegangen-

In Seelenfinsternis geht es um einen Psychiater, der seine eigene Depression nicht erkennt.


Kennt jemand ähnliche Bücher?

Ich habe noch "Wahnsinn im Kopf" von Lori Schiller gelesen (schizophrene junge Frau). Außerdem "Erinnerungsfallen" von Linsa Cutting (Missbrauch in der Kindheit wird durch Klavierspielen aufgearbeitet).

Brauche dringend mehr derartige Bücher!
Anaxabiahmmm... ich weiß nicht, ob ich dir mit diesem buch 100%ig weiterhelfen kann, aber es geht auch um einen schicksalsbericht. allerdings nicht um solche, wie du sie beschreibst (soweit ich das sehe).
in [B] "der chronist der winde"[/B] von [B]henning mankell [/B] geht es um die geschichte eines 10jährigen junges aus afrika und sein kurzes leben. es wird beschrieben, wie dieser junge in afrika als straßenkind lebt und überlebt.

- so angemerkt habe ich dieses buch mal. ich denke, das ist auch vollkommen okay so, weil es einem einen einblick in ein leben gibt, das für die meisten von uns völlig befremdlich & unvorstellbar ist.
SternenstaubHallo Süße,
spontan fällt mir 'Ich war 12' ein, von Nathalie Schweighofer (?). Darin geht es um sexuellen Mißbrauch. Es ist jedoch ziemlich belastwnde Kost. Mich hat es damals sehr mitgenommen - ich war jedoch jünger als ich es gelesen habe...

Dann kann ich Dir noch 'Die Klavierspielerin' von Elfriede Jelinek empfehlen. Es ist vielleicht nur teilweise autobiographisch, doch wahnsinnig gut geschrieben - man muß sich jedoch erst hineinfinden.
DarkShadowsUlla Fröhlich "Vater unser in der Hölle".
thrud[QUOTE]"der chronist der winde" von henning mankell [/QUOTE]
überhaupt alle afrika-romane von mankell, wobei das nicht unbedingt das ist, was du suchst, glaube ich.

ev. auch kafka-der prozeß, is auch mehr so ne schicksalssache; ds tagebuch der anne frank nicht zu vergessen, obwohl das schon jeder kennt;

coelho- der dämon und fräulein prym, da geht es darum, wie das schicksal eines ganzen dorfes beeinflusst wird

gotthelf- die schwarze spinne, hier geht es auch wieder um ein ganzes dorf, dessen schicksal vom teufel verändert wird

hesse hat da auch ein paar so bücher, die nur von einzelnen menschen und deren schicksalen handeln (unterm rad, demian..)

weiß nicht ob dir damit geholfen ist, aber einen versuch war es wert..;)
Bronwyn"Dich schlafen sehen",Anne-Sophie Brasme ( die das Buch mit 16(!!!) schrieb) .
Ist fiktiv, aber man munkelt, autobiographisch gefärbt.

"Schmetterling und Taucherglocke",Jean-Dominique Bauby.
Behandelt das Schicksal eines Menschen ,der mit 43 Jahren dem Locked-In-Syndrom zum Opfer fiel

"Iris",John Bayley.
Die Geschichte seiner Lebensgefährtin, der Schriftstellerin Iris Murdoch, die schwer an Alzheimer erkankte und dann starb.
Eines der traurigsten und schönsten Bücher, die ich je las- ein einziger langer,herzzerreißender Liebesbrief .
"Iris and the friends" ist die Fortsetzung, die er nach dem ersten Jahr ohne sie schrieb- nicht minder herzzerreißend.

Ich weiß jetzt nicht , ob da was für Dich dabei ist.
Aber Schicksalsberichte sind es alle, nur ich weiß nicht, ob die Dir auch gefallen könnten.
SchattenwesenIch danke euch allen!

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