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  Forum: Buchsalon
    Thema: Literatur im Germanistikstudium
nachtfalter-85Seid gegrüßt!

Diese Frage richtet sich an alle Germanistikstudenten bzw. diejenigen, die ihr Germanistikstudium bereits abgeschlossen haben.

Was ist so gängige Lektüre, mit der man während des Studiums konfrontiert wird?

Gibt es so etwas wie Pflichtlektüre, die man als Germanistikstudent lesen muss / gelesen haben muss?

Wäre lieb, wenn ihr mir meine Fragen beantworten könntet!
asamandraIch dachte, es gibt jetzt einen Thread für Fragen die das Studium betreffen...
nachtfalter-85Ich weiß! ;)

Aber meine Frage hat an und für sich nichts mit dem Studium zu tun, sondern vielmehr mit der Form der Literatur, mit der man sich als Germanistikstudent auseinander setzten muss.
Desenganoöhem.. das muss ja glaub jeder selber für sich entscheiden.
schau mal, ob es an deiner uni nen leitfaden gibt. dann kannst du dich an dem orientieren. gibts meist im i-net oder der bib.
was du auch machen kannst, ist: nimm dir eine literaturgeschichte und lies die dort erwähnten werke. dann hast du auch gleich nen geschichtlichen überblick und kannst die werke auch einordnen.
und dann fällt ja immer mal was in den vorlesungen oder seminaren. da wurde in einer ständig von den leiden des jungen werther gefaselt und da hab ich das mal gelesen. (fands übrigens grausam.. *lach*)

also das geht schon. und nach einiger zeit lichtet sich dann auch der nebel etwas. *g*
achte halt einfach drauf, dass du anfangs mal von jeder epoche und stilrichtung was liest und vergiss die dramen nicht.
viel spaß dann beim studieren!! :)
SiddhartaAls erstes: nein, es gibt keine Vorgaben, welche Literatur du lesen oder gelesen haben musst. Du hast deine Pflichtebereiche (Sprach- und Literaturwissenschaft, Ältere deutsche Literatur, Neuere deutsche Literatur etc.). Da kannst du dann frei auswählen, was du nimmst, am ende zählen nur die Leistungen, die du erbracht hast. Ich hab es beispielsweise geschafft, mich während meines ganzen Studiums nicht einmal mit Goethe oder Schiller oder Lessing zu beschäftigen ;)
Allerdings solltest du deine Seminare etc. danach auswählen, was du später mal machen willst. Ich als Deutschlehrer brauche Goethe und Schiller und Lessing, ob ich es nun gemacht habe oder nicht.:rolleyes:
SternenstaubHallo, nachtfalter!

Ich wurde bis jetzt nur in einer Einführung in die Literaturwissenschaft mit Pflichtlektüre in Form von Kleist konfrontiert. Diese habe ich jedoch sporadisch gelesen. Außer den 'Einführungen' sind Seminare ja sehr oft nach Interessengebiet wählbar. Ich habe mir in den ersten beiden Semestern eher Schiller und ETA Hoffmann zu Gemüte geführt, habe danach aber festgestellt, dass ich mich mehr für die Gegenwart begeistern kann. Es kommt immer auf das Seminar und den Prof an, jedoch ist im Studium genug Raum für eigene Interessen.
Und Lektüre heißt ja nicht, dass man alles lesen muss, was Pflicht ist..;)


Liebe Grüße.
nachtfalter-85[quote]
Desengano schrieb am 24.10.2005 09:25:
da wurde in einer ständig von den leiden des jungen werther gefaselt und da hab ich das mal gelesen
[/quote]

Oh nein! Da dachte ich schon, dass ich mich auf der Schulbank erfolgreich drum gedrückt hätte!
TwilightSunalso zumindest an meiner Uni kann man eigentlich halbwegs erfolgreich um Themen drumrum kommen, die einen nicht großartig interessieren. (warum um alles in der Welt sitze ich eigentlich in diesem Grundkurs zur Lyrik des 17. Jahrhunderts? ;) )
Du hast so viele verschiedene Themenbereiche, aus denen du wählen kannst, dass du immer etwas findest, was halbwegs interessant ist.
Ich als kleiner "Ersti" beschäftige mich dieses Semester mit mittelhochdeutschen Texten (insbesondere Mären), Kinder- und Jugendliteratur Ende 18./Anfang 19. Jahrhundert und, wie schon erwähnt, mit der Lyrik des 17. Jahrhunderts.
Aber ich hätte mich ebensogut mit deutsch-jüdischer Literatur, Bettina von Arnim und Goethe beschäftigen können.
Es liegt also ganz in deiner Hand :)
emporessKommt auch immer drauf an, an welcher Uni du bist. Meine hat sowenig Kurse angeboten und ich musste auch noch zwischen zwei Standorten pendeln, so dass ich nicht wirklich nach Interesse gehen konnte. Das hat mir zwar viele neue literarische Erfahrungen gebracht, war aber teilweise auch sehr langweilig. Ich erinnere mich nur an "Das Treibhaus" von Koeppen, da habe ich mich durchgequält.
:mad:
CyanideEine Pflichtlektüre gibt es im Germanistik-Studium eigentlich so pauchal nicht. Es kommt ganz darauf an welche Kurse angeboten werden und welche du wählst. Es kann sein, dass in der Einführungsveranstaltung eine Pflichtlektüre vorgegeben wird, aber die ist auch von Uni zu Uni und von Dozent zu Dozent anders. Generell wichtig ist einfach, dass du Spaß am Lesen hast und dich so grob in der Literatur auskennst, z.B. das du weißt wer Schiller ist und was er für Werke geschrieben hat. Grundwissen sollte jeder ein wenig besitzen. Ansonsten gibt es teilweise Seminare zu einzelnen Autoren oder Lektürekurse. Kommt aber auch da wieder auf die Uni und das Angebot drauf an. Du wirst zu nichts gezwungen ;) Es besteht genug Freiraum um eigenen Leseinteressen nachzugehen. Zumindest habe ich das in meinen mittlerweile 3 Semestern so erfahren.

Liebe Grüße

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