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  Forum: Buchsalon
    Thema: Ketil Bjoernstad: Vindings Spiel
Black Reaper[IMG]http://images-eu.amazon.com/images/P/3458172920.01.LZZZZZZZ.jpg[/IMG]
[SIZE=1](Abbildung von der Amazon.de-Seite)[/SIZE]


Diese Buch möchte ich einfach mal empfehlen... Heute, da ich es endlich geschafft hatte, es auszulesen, war ich, je näher ich dem Ende kam, zunehmend schockiert und gleichermaßen fasziniert, daher möchte ich diesem Buch ein eigenes Thema widmen...


Eine kurze Zusammenfassung des Inhalts vorweg: Das Buch handelt vom 15-Jährigen Aksel Vinding, einem, wie es scheint, recht normalen Schüler - wenn man von seiner Vorliebe für klassische Musik absieht... Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts, als Alles für Beatles und Konsorten schwärmten, verehrte er Ravel, Debussy, Schubert und andere... Jedoch sind die Familienverhältnisse zerrüttet, und nach dem plötzlichen Tod der Mutter, einem Fixpunkt für Aksel zerbricht die Familie zunehmend an der Kommunikationsunfähigkeit untereinander, an der Unfähigkeit, miteinander zu trauern und weiter als Familie zu leben... Aksel beschließt daraufhin, Pianist zu werden, setzt alles auf eine Karte und wirft die Schule hin, verschreibt sich völlig ohne Sicherheit der Musik, die ihn mit seiner Mutter verbindet... und gerät in die elitären, aber auch ehrgeizigen Kreise der aufstrebenden Musik-Talente... Er wird Mitglied der Gruppe "Junge Pianisten", eine Gruppe ebenjener musikalischen Talente, die versuchen, sich in dieser Gruppe gegenseitig zu unterstützen... Hier trifft er auf die geheimnisvolle Anja Skoog und verliebt sich in sie, jedoch weist sie ihn immer wieder auf sonderbare, unverständliche Weise zurück... Auf diese zwischenmenschlichen Spannungen wie auch auf Aksels Willen, sich nur der Musik zu widmen, sich nicht von kommerziellen Interessen leiten zu lassen, sondern stets die Kunst fokussiert zu halten, konzentrieren sich die immer intensiver werdenden psychologisch tiefen Beschreibungen, auf Aksel, der, gleichwohl akzeptiert in der Gruppe, auch durch seine finanzielle Unsicherheit immer verstörter, immer weiter zum Außenseiter wird...

Ein Buch, das die Kraft, positive wie negative, des Strebens nach der Kunst fast nebenher erklärt, ist hier erschienen, so intensiv, so einfühlsam portraitiert Bjoernstad diesen Einzelfall in all seinen Facetten... Gleichsam denke ich, ist hier ebenfalls eine Liebeserklärung an die Musik zu lesen, die in der Reinheit kaum zu überbieten ist - aber, wie eben schon erwähnt, die die Gefahren des daraus resultierenden Ehrgeizes nicht unerwähnt lässt...


Für ein detaillierteres Urteil möchte ich mir dieses Werk gern noch einmal zu Gemüte führen, daher soll es das für den Augenblick gewesen sein... Es wäre schön, vielleicht andere Eindrücke geschildert zu kommen, ganz unbekannt scheint das Buch dank Frau Heidenreich wohl nicht mehr zu sein...


Gruß,

Black Reaper

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