| Raeven | Seid gegrüßt! Meine Schwester wollte sich heute von mir ein Buch ausborgen und beim Suchen danach fiel mir ein anderes in die Hände. Maurice von E.M. Forster. Die Geschichte handelt von zwei jungen Männern kurz nach der Jahrhundertwende, von denen der eine durch Gespräche und die Liebe des anderen "aufwacht" und unter anderem seine Homosexualität entdeckt, und sie trotz Repressalien der Gesellschaft (damals noch Gefängnis) und obwohl sein Freund sich aus Feigheit wieder von ihm abwendet auslebt, und am Ende außerhalb der Normen und der Regeln sich selbst und seine Zufriedenheit findet. Ich habe es in der Pubertät (vor mehr als 10 Jahren) gelesen, nein wieder und wieder verschlungen, und es hat mein Leben verändert. Durch die Ehrlichkeit und Schönheit der Erzählung (die viele nicht nachempfinden können) ist auch meine Unabhängigkeit, meine Kritikfähigkeit und mein unstillbarer Drang hinter die Dinge zu sehen erwacht. Wenn ich das abgewetzte Buch nur sehe, berühre und die sich bereits verfärbenden Seiten rieche, steigen in mir Erinnerungen und Gefühle auf, die ich in dieser Intesität längst vergessen glaubte. Gibt es bei euch auch so ein Buch? Nicht eines, das besonders spannend ist, oder besonders gefällt, sondern das wirklich euer Leben verändert hat? Einen dunklen Gruß Raeven |
| Wolfsspur | Sei gegrüßt Raeven! Gutes Thema! - Leider kenne ich das von Dir beschriebene Buch nicht. Das mach es schwer nachzuvollziehen wie es Dich verändert haben könnte. Aber ich kann verstehen das ein gutes Buch durchaus vieles in einem verändern oder zumindest zu genauerem Nachdenken anregen kann. Bei mir gab es da einige. Besonders eines hat mich lang beschäftigt und ich denke es hat auch etwas in mir verändert: "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Stan Nadolny. Wer es kennt weiß vielleicht was ich meine! Auch "Songlines" von Bruce Chatwin und "Stein & Flöte" von Hans Bemann haben mich fasziniert und lange beschäftigt. Ich könnte bei den beiden letzten nicht sagen wie oder ob sie mein "Leben" verändert haben aber ich denke wenn uns Dinge, Bücher, Informationen länger beschäftigen verändern sie auch unser Leben! Bei jedem Menschen in einer andern Form - ich denke das macht uns zu dem was wir sind! Werde mir "Maurice" mal zu Gemüte führen! In diesem Sinne Gehab Dich wohl & beste Wünsche Wolf |
| Blackadder | "Die Entdeckung der Langsamkeit", ja, dass kann ich navollziehen. Ansonsten verändert und beschäftigt mich so ziemlich jedes Buch dass ich lese. Aber am meisten... Hm, ich glaube, es war "Das Intimleben des Adrian Mole" von Sue Townsend. Dieses Buch hat mich aufgrund seiner Absurdität wochenlang beschäftigt. Beste Wünsche, BLACKADDER ------------------ _________________________ Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch. In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. |
| Wolfsspur | @ Blackadder Freut mich, dass sich noch jemand Gedanken über dieses Buch gemacht hat! Ich wünschte es würden mehr tun! [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] Ich kenne auch die Geschichte von Adrian Mole und finde sie recht gut - gabs da nicht auch einen recht witzigen Film mit dem Titel? In diesem Sinne Gehab Dich wohl & beste Wünsche Wolf |
| Alex | Also mich hat jedes Buch verändert, das ich gelesen habe. Manche schneller als andere und manche stärker als andere. Was ich sagen will, ist, daß wenn man ein Buch nicht nur zum reinen Zeitvertreib liest (wie etwa eine Zeitschrift), dann wird einen das Erzählte immer verändern, auch wenn man es nicht gleich -oder vielleicht auch niemals- merkt... Ist jedenfalls meine feste Überzeugung. Sehr viel schwieriger wird es, wenn ich versuchen soll zu erklären, inwiefern mich ein Buch verändert hat. Dazu habe ich jetzt aber leider absolut keine Zeit, denn auch mich ruft der Forster (allerdings ein anderer, denn meiner erzählt nur von Körpern und Axiomen, von bijektiven Abbildungen und von cartesischen Produkten und noch vieeel schrecklicheren Ungeheuern!! ;-) *g* ) Bis später mal, Alex |
| new model No.15 | Es gibt in meinem Leben viele Bücher, die mich zu einer Erkenntnis brachten, mich berührten und meinen Horizont erweitern konnten. Somit haben sie alle in gewissem Sinne mein Leben verändert. Ich hoffe, dass es noch viele weitere solcher Bücher geben wird. Mein erstes Buch, das ich nicht nur las, sondern in dem ich mit all den verkrachten Existenzen fühlte, war "Einer flog über das Kuckucksnest" von Ken Kesey. Bis jetzt ist es das einzige Buch, bei dem ich noch Tage danach weinen musste. Das Kuckucksnest ist die Welt, in der wir täglich leben. Noch nie hat es ein Buch je geschafft, das Leben so menschlich darzustellen! Manchmal lässt es auch mich über unser aller Kuckucksnest fliegen... Ich hoffe, es wird nicht das einzige bleiben, welches mich so berühren kann, weswegen ich mich jetzt hier noch ein bisschen umschauen werde. Liebe Grüße aus der Dunkelheit new model No.15 |
| fluchtraum | Definitiv die stärkste Veränderungen für mich brachte die "Illuminatus!"-Trilogie von Robter Shea und Robert Anton Wilson. Will das Buch jetzt nicht mit wenigen Worten umschreiben denn das geht nicht. Wenns euch interessiert, lest es und laßt euch ordentlich das Gehirtn durcheinanderwirbeln. [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] der fluchtraum ------------------ [Dieser Beitrag wurde von fluchtraum am 25. Oktober 2001 editiert.] |
| myhna | käthe recheis (?) - der weisse wolf leben verändert is vielleicht übertrieben, aber es war das erste buch aus dem, hm, fantastischen bereich was ich gelesen hab, und bei weitem nicht das letzte... |
| Raeven | Zitat: |
| greencrow | ave... viele bücher hae ich schon gelesen,die mich zum nachdenken brachten.doch wirklich verändert haben mich am stärksten wohl die bücher von gustav meyrink (u.a.:der golem,das grüne gesicht u. der engel vom westlichen fenster).ich kann den inhalt zwar nicht in worte fassen,die bücher sind aber jedem zu empfehlen,der sich ein wenig für mystik,philosophie und übersinnliches interessiert. grüße aus der dunkelheit,eure greencrow |
| Black Spike | Mich beschäftigen eigentlich die meisten Bücher für eine Zeitlang... allerdings lese ich manchmal mehrere parallel (eines nachts im Bett, eines während der Zugfahrt zur Uni o.ä.) und dann lässt das ein wenig nach...aber manche haben mich wirklich noch tagelang beschäftigt und zum Nachdenken angeregt, u.a. (durcheinander): Marion Zimmer Bradley - Gildenhaus Thendara Marion Zimmer Bradley - Herrin der Stürme Marion Zimmer Bradley - Die Feuer von Troja Maggie Furey - Aurian (nachdem ich es gelesen hatte, habe ich mir das Buch + die folgenden 3 Bände nochmal in Englisch geholt, bisher 3x gelesen) Lynn Flewelling - Luck in the Shadows + folgender Band Tanith Lee - Biting the sun Karl May - diverse Michael Moorcock - Die Triologie vom Ende der Zeit (ein all-time favourite) Storm Constantine - Wraeththu Storm Constantine - Sea Dragon heir Storm Constantine - Crown of Silence ... Wenn man in einem Buch so gefangen ist, das man die Umwelt gar nicht mehr mitbekommt...wenn man nicht mehr liest im Sinne von "Buchstaben und Worte auf Papier sehen" sondern praktisch gerade die erzählte Geschichte "lebt"... das ist ein wunderbares Gefühl, das eigentlich kaum zu beschreiben ist. Und wer das beim Lesen erreicht, weiß was ich meine und versteht sicher auch, was das Lesen so faszinierend macht... |
| Trinity Goth | Hi! Nachdem ich lange überlegt habe ist mir doch noch ein Buch eingefallen, was meinen Lebensweg verändert hat:'Die Nebel von Avalon' Ich wurde zu diesem Zeitpunkt entscheidend religiös beeinflusst. Ohne das Buch hätte ich wohl länger gebraucht um den Pagan in mir zu erkennen. Da war ich 14 - lang - lang ist's her. Ansonsten verändern mich bücher nicht - sie fazinieren mich vielleicht, aber sie ändern nicht meinen Lebenswandel. Gruss Trinity Goth ------------------ ...Greater than the death of flesh is the death of hope, the death of dreams..... G'Kar/Babylon 5 ------------------------- Come to: [url="http://www.angelfire.com/goth/trinitygoth/"]Trinity Goth's Dark World[/url] |
| Endymian | Hi, mich hat eigentlich am meisten das Buch "Alle Menschen sind sterblich" von Simone de Beauvior am meisten beeinflußt. Ich habe es regelrecht verschlungen. Ein Buch über Unsterblichkeit, über die Hoffnungen der Menschen, die doch letztendlich immer enttäuscht werden, und ihre Fehler, die sich immer wiederholen. Es zeigt einen wie unbedeutend doch der Einzelne wirklich ist. Ein sehr niederschmetterndes Buch, wohl das Beste, das ich je gelesen habe. Es sprach so viel in meinen eigenen Denken an. Ciao Endymian |
| kleine Joe | moinchen, Also grad meine Oma hat mir mal das Buch wir Kinder von Bahnhof Zoo in die hand gedrückt, fand das Buch vor allen die 1-2 Kapiteln ziemlich öde trotzdem hab ich es irgendwo in der Mitte angefangen zu lesen.. Und ich würd schon sagen das mich grad dieses Buch verändert hat, ich hatte nämlich die ganze Zeit nicht gemerkt das ich genauso tief in der Scheisse stecke, und natürlich hörte ich auf niemanden wen mir jemand helfen wollte. Naja grad dieses Buch hat mir die Augen geöffnet das es so nicht mehr weiter gehen kann... Gruss Joe |
| Sternenstaub | Hi!! Ja, "HdR" hat auch mich verändert-noch nie hab ich etwas Besseres gelesen.Und vielleicht auch die Vampir-Chronik von Anne Rice, weil ich immer mit diesen Geschöpfen gefühlt habe...Aber zurück zu HdR-Aragorn war meine große Liebe...:-) Ich musste echt dauernd an ihn denken.Kein Scherz! Carpe Noctem!! ------------------ ECRASEZ L'INFAME |
| The Neurite Project | mh. wenn ich darüber nachdenke ,fallen mir gleich ein ganzer haufen Bücher ein, die bei mir Weichengestellt haben. Ich habe lange zeit sämtliche fantasyliteratur verschlungen, die ich in die finger bekam, aber das alles hat bei mir nicht viel bewirkt, außer den oben schon genannten "reinversetzungseffekten" und einem diffusen Drift in die Welt des Phantastischen. Deswegen werde ich rice, tolkien, king ,hohlbein,Bradley,Williams und die ganzen anderen Meister (denn das sind sie wirklich)nicht explizit ausformulieren. Herausragende Bücher gibt es viele. Hier die, die ich jedem ans Herz legen möchte. Der Kleine Prinz Dostjewsky- der idiot Kafka-"gesammelte werke" Büchner- Woyczek Shakespeare(vorsicht,trivial)-Hamlet Keun-Ferdinand, der Mann mit dem fröhlichen Herzen Nietzsche :Also sprach zarazustrah(?) Hesse-Der Steppenwolf Goethe-Werther James Joyce-ulyses Erlenberger-der Hunger nach wahnsinn De Sade-gesammelte Werke 1+2 Wilde-Das Bildniss des Dorian grey Goethe-Faust 1 Grimmelshausen-Simplex Simplicissimus Camus- versuch über das absurde (sysiphos) Wells-1984 William Golding-lord of flies etc.etc. Das sind alles bücher, die erstens spanned geschrieben sind (subjektiv!) und zweitens winzige tropfen von Weisheit enthalten. wenn ich mir das so anschaue, sollte man vielicht einen kanon mit den Büchern, die man kennen soll erstellen.fänd ich ne gute idee.danke fürs lesen, jedenfalls. |
| Raeven | Naja, jetzt muß ich mich noch mal kurz zu Wort melden. The Neurit Project, Zum einen ging es nicht um Bücher, die einem gefallen, oder die "man gelesen haben soll", sondern um solche die tatsächlich etwas im eigenen, ganz persönlichen Leben verändern. Zum anderen wieso ist Shakespeare bitte trivial? Raeven |
| Dein_Heiland | "Gravity's Rainbow" von Thomas Pynchon, zu deutsch "Die Enden der Parabel". Sicherlich harte Kost, über tausend Seiten lang und inhaltlich heftiger als Ulysses und Blechtrommel zusammen, aber dieses Buch ist der liebe Gott für mich. An Greencrow: Den Golem von Meyrinck fand ich auch sehr beeindruckend!!! |
| Nightingale | "Ansichten eines Clowns" von Heinrich Boell hat mich total mitgenommen. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, ist mir klar geworden, wie ausweglos unsere gesellschaftliche Situation ist. "ABC des Anarchismus" von Alexander Berkmann hat mir klar gemacht, dass diese Gesellschaftsform leider nur eine Utopie ist. ------------------ Sein oder nicht sein? Das ist hier die Frage. |
| DunkleWasser | ganz klar "Der kleine Vampir" von Angela Sommer Bodenburg.. ich weiß noch, als ich das Buch damals im "zarten" Alter von vielleicht 10 Jahren geschenkt bekam, konnte ich es nicht mehr weglegen.. meine Phantasie kreiste nur noch um Themen wie Vampire, Grüfte, Friedhöfe, die Nacht und was sonst noch dazu gehört und ich wünschte nichts sehnlicher, als ebenfalls daran teilhaben.. ich denke, das Buch hat mir damals einen Teil von meiner Persönlichkeit gezeigt, der schon vorher vorhanden war aber zuvor noch nie so direkten Ausdruck fand, sonst hätte ich mich wohl nie so stark mit den Protagonisten des Buches identifizieren können.. und bestimmt war es auch ein wichtiger Grundstein für die Person die ich heute bin.. |
| Darklucy | Als ich die Überschrift dieses Threads gelesen habe, war mir gleich klar, daß das bei mir nur "Die Nebel von Avalon" sein können. Dann habe ich natürlich erst mal die ganzen Beitrage gelesen und prompt wurde es schon von Trinity Goth genannt, sogar mit genau der gleichen Erläuterung, die ich mir überlegt hatte. In einer Zeit der religiösen Orientierung fiel mir das Buch in die Hände und hat mich entschieden in meiner persönlichen Entwicklung beeinflußt. Vielleicht wäre ich früher oder später auch auf anderen Wegen auf das Thema heidnische Religion gestoßen. Aber einen Roman zu lesen und am Ende in gewisser Weise zu einer neuen Weltanschauung zu gelangen, das ist doch schon irgendwie faszinierend, oder? Gruß, Anja |
| DunkleWasser | [QUOTE][i]Original geschrieben von Theophilus [/i] [B]Wirklich? Ein Kinderbuch? Das kann ich kaum glauben. Nicht, daß ich das jetzt irgendwie runtermachen will, aber ich finde das schon erstaunlich, daß jemand von einem Kinderbuch so beeindruckt ist. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte vielleicht den Räuber Hotzenplotz gelesen und wäre da so wie Du drauf abgefahren - um Gottes Willen, gar nicht auszudenken! Der kleine Vampir... hm... ich finde, Du hast ganz schön Glück gehabt. [/B][/QUOTE] Bei Kinderbüchern is das natürlich sone Sache.. wenn ich das beispielsweise erst jetzt in die Finger bekommen hätte und ich es dann auch noch gelesen hätte (alllzu häufig les ich ja nun nicht unbedingt Kinderbücher) hätte es sicher nie solche Wirkung auf mich haben können.. aber in dem Alter damals sah das halt ganz anders aus.. :) |
| Carnis | [QUOTE]Aber einen Roman zu lesen und am Ende in gewisser Weise zu einer neuen Weltanschauung zu gelangen, das ist doch schon irgendwie faszinierend, oder? [/QUOTE] Ja,in der Tat.Ist mir auch passiert,als ich "Memnoch der Teufel" von Anne Rice gelesen.Danach war passe mit dem Atheismus. Und dann noch "American Psycho" von Brett Easton Ellis.Vor dem Lesen hatte ich noch die HOffnung,dass sich die Gesellschaft noch zum positivem verändern würde,danach nicht mehr.Mein absolutes Lieblingsbuch. |
| Tharis | Auch auf die Gefahr hin... Ach, was soll's? Irvine Welsh: Trainspotting Mit 13 ist es mir in die Finger gefallen. Mein Vater hatte mir verboten, es zu lesen. Er kannte sein Kind wohl genauer, als es dachte; im Nachhinein glaube ich, dass er da gar nicht so viel gegenhatte. Und wer wäre ich schon, wenn ich nicht jenes Buch in allen unbeobachteten fünf Minuten aus dem Schrank gezerrt hätte? Später habe ich es mir dann selbst gekauft und ein wie einen Schatz gehütet, damit es auch ja keiner findet. Aber wie gesagt, mein Vater wusste es längst. Am Anfang war es nur die Faszination für einige der Charaktere als da wären Tommy, Begbie (obwohl ich in irgendwie immer gehasst habe) und andere. Und die, ich wage mal, es so zu nennen, Obsession für Mark Renton. Ich hätte er selbst mögen, hätte auf der Stelle mit ihm getauscht. Warum? mag man sich fragen. Ich weiß es nicht. Aber dieses Buch hat mit eines gezeigt: Egal wie verlogen, abgrundtief langweilig und unerträglich alles scheint (Choose life, choose a job, etc), es ist alles eine Sache der Einstellung. Aber bis ich begriffen habe (Auch das wage ich jetzt mal zu behaupten), worum es wirklich ging, habe ich lange gebraucht. Lange Jahre lang hätte man mir geben können, was immer gerade da war, ich hätte es genommen. Im Nachhinein sage ich: Glück für mich, dass nur Alkohol, Zigaretten, Hasch und Paracetamol da waren. Oh Hilfe, klingt so unreif, wenn man das so liest. Aber so bin ich wohl. Ich weiß nicht zu sagen, in wie vielen Dingen dieses Buch meine Bibel war und vielleicht auch noch ist, aber eins möchte ich doch noch anbringen: "I'm cleaning up and I'm moving on, going straight and chosing life." Man hat immer eine Wahl. Und mit jedem Mal, das ich dieses Buch lese, muss ich mein bisheriges Verständnis revidieren. Aber das geht mir bei vielen Büchern so. Jedes Mal, wenn ich ein Buch zu Ende gelesen habe, bin ich ein Anderer. Und ich wünsche mir aus tiefstem Herzen, dass es noch viele Bücher geben mag, die zu lesen mir vergönnt sein wird. Aber so oberflächlich es für viele jetzt auch klingen mag: Trainspotting ist das Buch, was ich als unabdingbar bezeichnen würde, für mein Werden und Sein. Was auch immer Ihr jetzt denken mögt. Bitterbunte Grüße, Tharis die diesen Thread mit Aufmerksamkeit und Faszination verfolgt. Erstgenanntes Buch werde ich wohl auch mal suchen gehen. |
| undine | nach wie vor das absolute buch für mich: "malina" von ingeborg bachmann. ich versuche lieber nicht, den inhalt zu beschreiben, das würde zu kompliziert - aber ich habe es im sommer 96 gelesen - und bin in den zug nach wien gestiegen, habe mich an die tür des besagten hauses in der ungargasse geklammert und die magnolienbäume im stadtpark umarmt. das war wahrscheinlich eine der kitschigsten und unüberlegtesten aktionen meines lebens (ohne unterkunft und überhaupt ohne plan in wien zu stehen war danach eher seltsam), aber bis heute geht mir das buch nie ganz aus dem kopf. |
| Tawhiri | ja vieles von dem was gesagt wurde trifft auch auf mich zu: anne rice......bücher die mich die leidenschaft und sinnlichkeit gelehrt haben und sicher auch die nebel von avalon.......ich denke es sind ganz allgemein gesagt solche bücher die dich dazu bringen über deine ansichten und gedanken nachzudenken....und dann deine weltanschauung ins wanken bringen....... eins dieser bücher ist sicher auch: theos reise von katharine clement... ..und ein buch über die wahre liebe: wer liebe säht... |
| Nutria | Pippi Langstrumpf So einen Aufruf zum freien Denken und grade zur Rebellion gegen Autoritäten, solche Kinderbücher findet man selten. Mit 13/14 hat mich Sofies Welt (Jostein Gaarder ?!) stark zum denken motiviert, heute finde ich es teils ein wenig.. vereinfacht? kindisch? Zur Zeit, und die ganzen letzten 3 Monate schon, lese ich mich durch die Otherlandreihe von Tad Williams- und es ist bis jetzt eines der unterhaltsamsten Bücher das ich in die Hände bekommen habe, 500 Seiten liegen noch vor mir und ich habe auch den letzten Band durch, schade eigentlich, den die Welt die sich Williams da zurechtgestrickt hat ist einfach nur genial. Es wird bestimmt einige Zeit dauern bis ich die Figuren alle vergessen habe.. |
| NARRator | mich haben einige bücher sehr beeinflusst... zum bespiel george orwell's "1984" oder a. huxleys "brave new world" und natürlich "fahrenheit 451" von Ray Bradbury diese bücher haben mir angst gemacht, angst vor der zukunft, da leider immer mehr dinge, von welchen ich dort laß tatsächlich eintreten... ein buch welches ebenfalls mein leben veränderte, war "traumfänger" von marlo morgan, da ich über viele dinge die mir vorher wichtig waren seitdem anders denke und ich noch mehr die einfachen momente des lebens zu schätzen gelernt habe... es gibt noch sehr viele bücher, welche mich veränderten, bzw. zum nachdenken anregten, aber das würde jetzt zu weit führen... |
| Blackadder | Mal wieder eines seit langem: "Hyperion" und "Der Sturz von Hyperion" von Dan Simmons. Zwar "nur" Science-Fiction aber gut gemachte mit manchmal "philosophischem" Hintergrund (positiv gemeint). Zwar nicht jedermanns Sache, aber mich hats fasziniert...die Geschichte ist zu verwoben um sie hier kurz zusammenfassen (oder es übersteigt meine geistigen Fähigkeiten...kann jeder selber beurteilen*g*) Tatsache ist, für die normalerweise doch recht simpel gestrickte SF fand ich das mal eine löbliche Ausnahme... Beste Wünsche, BLACKADDER |
| SLD | EIgentlich gabs kein Buch was alleine mcih stark verändert hat naja manche haben mich zum nachdenken gebracht aber eigentlich keins stark verändert. Aber wenn man den Einfluss der Bücher zusammen nimmt haben sie mich schon stark geprägt kein wunder da ich seit ich lesen kann extrem viel lese früher 99 prozent meiner Zeit wo ich nicht shclief zur Schule musste oder was gegessen hab*schmunzelt* und zu 99 Prozent Fantasy ich liebe es einfach in Geschichten einzutauchen und sie auhc mal umzudichten und Fantasy Bücher haben bei mir einige Wertvorstellung und Ehrevorstellungen geprägt ausserdem hats mein Wortschatz stark vergrössert hmm Naja Terry Prattchets Bücher könnte man sagen haben meinen Humor geprägt hmm und Herr der Ringe naja meine absoluten Lieblingsbücher die sidn Schuld das ich so gut wie nur Fantasy lese(und sie waren Schuld an einer Abneigung gegen die Harry Potter Bücher wurden mir zu hochgepusht und dann auch noch mit HDR verglichen da stand ich ihn etwas negativ gegenüber auch wenn die Bücher eigentlich Recht gut sind) Aber eigentlichkann ich garnicht genau sagen was mich wo geprägt hat irgendwie unmöglich gilt für veränderungen durch Bücher und durch alles andere. |
| jorinde | [QUOTE][i]Original geschrieben von Black Spike [/i] [B] Marion Zimmer Bradley - Die Feuer von Troja Lynn Flewelling - Luck in the Shadows + folgender Band Storm Constantine - Wraeththu Storm Constantine - Sea Dragon heir Storm Constantine - Crown of Silence ... [/B][/QUOTE] Das waren auch Bücher die mich sehr geprägt haben. besonders die Werke von Storm Constantine die ich richtiggehend verschlinge. Wie oft ich Wraeththu schon gelesen habe weiß ich gar nicht mehr. Noch einige von mir: Paul Doherty - Der gefallene Engel Arthur Golden - Die Gaisha Tad William - Osten Ard Saga Poppy Z. Brite - Lost Souls |
| Trauerwesen | Nicht wirklich verändert, aber es gab Werke, in denen ich mich verstanden fühlte und welche mich irgendwie bestätigten: Der kleine Prinz man findet sich so sehr darin wieder...grossartig verändert nicht, ich war ja schon so^^. ein wenig verändert hat mich sicherlich Die Geschichte der O, weil der pure Devotismus beschrieben wird. Bin zwar jetzt nicht so, aber generell sind es Bücher, die den Horizont erweitern, die einen prägen oder verändern. |
| Jester | Ich würde auch nie sagen das es Bücher gäbe die mich wirklich verändert hätten, zumindest nicht in einer grundlegenden Weise. Aber es gibt einige Bücher die meien Sichtweisen doch ein wenig beeinflusst haben, oder mir geholfen haben meine eigene Sichtweisen besser zu verstehen. Dazu zählen auf jeden Fall I Ging - Das Buch der Wandlungen Tao Te King - von Lao Tse Anleitung zum Unglücklichsein - Von Paul Watzlawick Chaos und Antichaos - Von Jack Cohen und Ian Stewart Die Scheibenweltromane - Von Terry Pratchett Alles Werke die mir sehr gut gefallen und mich allesamt sehr berührt haben, gerade bei dem Sachbuch von J. Cohen und I Stewart vielleicht ein wenig verwunderlich klingend, aber gerade diese beiden Menschen schaffen es auf wundersame Weise in der Wissenschaft Humanistisch und Moralistisch zu sein. Unglaublich, wirklich. |
| Lesther | Ein Buch, das mein Leben möglicherweise verändert hat, ist [B]"Lockruf"[/B] von Brigitte Blobel. Als ich 13 oder 14 war, hat es mir eine Freundin geliehen, weil es mich nach ihrer Buchbesprechung dazu interessiert hat. Allein das Coverbild finde ich unheimlich schön und traurig. Dieses Buch beschäftigt sich mit der tiefen Traurigkeit und Sehnsucht einer 14jährigen, die mit einem Selbstmordversuch endet. Obwohl das Mädchen nicht stirbt, hat das Buch ein sehr berührendes Ende, da man ja die Trauer und das Unglück eines Menschen nicht einfach beseitigen kann. Ich habe es mindestens 3mal gelesen - weil es mir gefallen hat, und weil ich es verarbeiten musste. Ich glaube, es hat sicher teilweise meine Vorliebe für melancholische Literatur geprägt. [IMG]http://images-eu.amazon.com/images/P/3293210538.03.LZZZZZZZ.gif[/IMG] [SIZE=1](Bild von amazon.de)[/SIZE] |
| hagzissa13 | Es gibt viele Bücher, die mein Leben beeinflußten, wie z.B. "Eunuchen für das Himmelreich" von der katholischen Theologieprofessorin Uta Ranke-Heinemann. Das einzige Buch, was wirklich mein Leben verändert und das mit jeder Ausgabe neu, ist der IKEA-Katalog! :D |
| Xenomorph | Bücher, die mein heutiges Weltbild maßgeblich mitgeprägt haben, waren u.a. : Romane/Erzählungen: Thomas Mann - Der Zauberberg Franz Kafka - Der Prozeß Ders. - Das Schloß Ders. - Die Verwandlung H.P. Lovecraft - Der Außenseiter Octave Mirbeau - Der Garten der Qualen George Orwell - 1984 H.G. Wells - Die Zeitmaschine Stanislav Lem - Solaris Ray Bradbury - Fahrenheit 451 Frank Herbert - Der Wüstenplanet Jonathan Swift - Gullivers Reisen Herman Melville - Moby Dick Hermann Hesse - Demian Ders. - Siddharta Ders. - Der Steppenwolf Dramen: Samuel Beckett - Warten auf Godot Lyrik: Charles Baudelaire - Die Blumen des Bösen Ansonsten: Friedrich Nietzsche - Also sprach Zarathustra Ders. - Jenseits von Gut und Böse Ders. - Götzendämmerung Ders. - Der Antichrist Max Stirner - Der Einzige und sein Eigentum Horkheimer/Adorno - Dialektik der Aufklärung |
| Nachtelfchen | hm...welche bücher haben mich geprägt...kommt draufan, in welchen lebensabschnitt es war... vieles ist hier schon genannt worden... als angehender teenie waren dies vor allem die bücher von tamora pierce über die ritterin alanna... keine ahnung, ob das heute noch jemand kennt, aber ich hab sie verschlungen, immer wieder... danach kam rilke...dyonisos dithyramben...lyrik in vollendeter form, find ich heut noch grandios... eher eine absolute negativ-erfahrung war seltsamerweise kafka. ich dachte immer, dass mir das eigentlich gefallen würde, aber mit jeder zeile stieg meine aggressivität, besonders bei den kurzgeschichten....kennt jemand von euch diejenige mit der botschaft des königs, die das "ich" aus dem schloss tragen muss und nie rauskommt.... echt einfach nur zum die wände rauflaufen... aaargh :mad: oder der "landarzt" und dann verfilmt das auch noch irgendso'n intellelo-film-spasti mit einer affinität für wunden...buäk. |
| Bronwyn | Ach,da gibt es einige. Aber in vorderster Reihe stehen auf jeden Fall "Schiffsmeldungen" von Proulx sowie "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" von Hoeg. Einfach, weil es Mut macht, wie zwei Verlierer trotz widerer Umstände ihren Weg machen. |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von serene_fall [/i] [B]Irgendwie kann ich nur was mit schlechten, unmoralischen und lebensverneinenden Lebensmodellen und Gedankengängen anfangen... :rolleyes: [/B][/QUOTE] Ist bei mir genauso. Ich habe einen abgrundtiefen Hass auf alles "Gute", bzw, auf alle, die sich dafür halten, und mit ihrer "Moral" herumprahlen, in Wahrheit jedoch die größten Charakterschweine sind...Ich lese überhaupt nur noch amoralische Literatur und Philosophie, denn nur sie hilft einem wirklich dabei, man selbst zu werden und sich weiterzuentwickeln... @Nachtelfchen: Die Kafka-Erzählung, die du meinst heißt "Eine Kaiserliche Botschaft", und handelt von einem Boten, der vom Kaiser den Auftrag erhält, eine wichtige Nachricht an das Volk zu überbringen, doch der Bote scheitert, er gelangt nie an sein Ziel, nach jedem Hindernis, das er überwindet, hat er es mit einem weiteren, noch größeren Hindernis zu tun...Ähnlich wie die Geschichte von Sysiphus, der dazu verdammt ist, jeden Tag von neuem einen schweren Stein auf einen Berg zu rollen, bis er jedesmal wieder herunterrollt, handelt auch diese Kafka-Erzählung von der Sinn- und Zwecklosigkeit aller menschlichen Aktivitäten, und der menschlichen Existenz selbst. |
| *~Dead-Rose~* | Bücher selbst haben mich nicht direkt mein Leben verändert, es waren eher Gedankengänge die mir während dem Lesen gekommen sind, die anschließend mich verändert haben. Einige für mich wichtige Bücher: Wo warst du, Adam? - Böll Die verlorene Ehre der Katharina Blum - Böll Und sagte kein einziges Wort - Böll Unterm Rad - Hesse Das Glasperlenspiel - Hesse Das Buch vom Lachen und Vergessen - Kundera Das Buch der lächerlichen Liebe - Kundera Die unerträgliche Leichtigkeit des Sein - Kundera Zaungast - Lenz |
| Nachtelfchen | xenomorph: exakt genau die erzählung hab ich gemeint... und es ist auch genau das, was du beschreibst, was mich an gewissen kafkaesken werken so unglaublich ärgert. man wird irgendwie nie fertig damit...kein wunder mögen den die dekonstruktivisten so. serene_fall: ja diese literarischen abgründe...faszinierend und abstossend zugleich, irgendwie... ich könnte jetzt nicht sagen, ich lese nur amoralisches, leben-verneinendes, ich brauche beides... bloss oberflächlich darf es nicht sein. hast du's schon mal mit houellebecq probiert? |
| Catoblepas | Diese Bücher haben mich begleitet während sich mein Leben veränderte und unterstützten mich in diversen Entscheidungen: Der Antichrist - Nietzsche Diktate über Sterben und Tod - Peter Noll (sehr empfehlenswert für Personen die gerne Tagebücher lesen) Siddharta - Hesse Der Steppenwolf - Hesse Das Ende einer Illusion - Jürg Frick Musashi - Eiji Yoshikawa Bei Büchern ist mir wichtig dass sie sowohl etwas angreifen als auch einen anderen, möglicherweise besseren Weg aufzeichnen. |
| Nachtelfchen | michel houellebecq: der französische misantrop schlechthin. Lies mal Elementarteilchen zb. |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtelfchen [/i] [B]michel houellebecq: der französische misantrop schlechthin. Lies mal Elementarteilchen zb. [/B][/QUOTE] Das würde mich ebenfalls interressieren. Was hat der sonst noch so geschrieben? Für misanthropisches gleich welcher Art bin ich immer zu haben :)... |
| Kappabani | Hans Dollinger - Schwarzbuch der Weltgeschichte Rolf Bossi - Halbgötter in Schwarz Jacob Holdt - Bilder aus Amerika Dschuang Dsi - Das wahre Buch vom südlichen Blütenland verschiedene - NAM (Heftreihe) |
| Nachtelfchen | xenomorph: eines hiess glaub noch "ausweitung der kampfzone" (auf deutsch, original weiss ich nicht), dann ein paar gedichtbände (die ich auf französisch lesen würde, lyrik kann man nicht übersetzen, mir haben sie aber nicht so gefallen), und jetzt noch ein neues, irgendwas mit einer insel...hab ich aber (noch) nicht gelesen. am besten entweder in einer guten buchhandlung gucken oder eben via amazon. serene_fall: cioran guck ich mir auch mal an. der name sagt mir was, weiss nur nicht mehr was genau...:rolleyes: |
| Xenomorph | @Nachtelfchen: Danke für die Informationen. Ich müßte die Sachen eh auf Deutsch lesen, kann nämlich kein Französisch. Bei welchem Verlag sind denn die deutschen Ausgaben erschienen? Oder gibt es davon auch Reclam-Ausgaben? |
| Nachtelfchen | soweit ich weiss, gibt es keine reclam-ausgaben, dafür ist houellebecq noch nicht tot genug ;) und auch nicht wirklich literarischer kanon. erschienen sind seine bücher sicher mal beim DuMont verlag. achja, und das neuste heisst "möglichkeit einer insel" (aber wie gesagt, das kenn ich nicht). |
| Xenomorph | Ich war heute im Buchladen und hab mir "Elementarteilchen" geholt, jetzt bin ich echt mal gespannt...Sie hatten da auch einen der Gedichtbände, leider weiß ich jetzt den Titel nicht mehr, aber es war eine zweisprachige Ausgabe, der französische Origiginaltext mit deutscher Übersetzung, DTV-Verlag war es, glaube ich. Was für Gedichte hat er denn geschrieben? So etwas in der Art von Baudelaires "Blumen des Bösen"? (In Sachen Lyrik mein absolutes Lieblingsbuch :) ) |
| Nachtelfchen | na, also an baudelaire kommt ja echt niemand ran... nee... houellenecqs gedichte sind mE nicht so besonders, mir sind sie zu "real", klingt jetzt blöd, aber ich find sie unlyrisch... er schreibt seine gedichte so, wie er seine prosa schreibt, mir gefällt das irgendwie nicht. für prosa ist harte realität in harter sprache ok, aber nicht bei gedichten. wenn dir baudelaire gefällt, probiers mit mallarmé, frz. symbolist, ähnliche zeit. oder mit gottfried benn, aber den kennst du ja bestimmt. kennst du oscar wilde? the importance of beeing ernest. auch gut. |
| Xenomorph | Also, Gottfried Benn kenne ich, der gefällt mir auch sehr gut, aber fast noch besser finde ich Georg Trakl. Von Mallarme kenne ich nur wenig, ein spezielles Gedicht von ihm fällt mir zumindest jetzt nicht ein. Von Oscar Wilde kenne ich nur die Prosa, "The picture of Dorian Gray" zum Beispiel. Hat der denn auch Lyrik geschrieben? Weiß ich jetzt gar nicht... |
| Bronwyn | "Rose Madder", Stephen King. - ist tatsächlich wahr (das "lebensverändernde"). |
| Schattenwesen | Na ja, von "Leben verändern" würde ich nicht direkt sprechen, aber einige Bücher haben mich zumindest phasenweise sehr beeinflusst. - "Sofies Welt" ~ Jostein Gaarder - "Aufschrei" ~ Truddi Chase - "... und raus bist du!" ~ Johanna Nilsson - "Die Wand" ~ Marlen Haushofer und während/nach der Lektüre von "The stand" von S. King hatte ich `ne ganze Weile Angst vor `nem Killervirus (was mich, man glaube es oder nicht, ebenfalls sehr beeinflusst hat) |
| Neurasthenio | Nun, man könnte mit dem Gemeinplatz starten daß jede Information, somit auch jedes Buch das Leben etwas verändert. Wenn es aber um einschneidende Wegmarken geht, fällt mir dazu sofort Hesses Steppenwolf ein. Während ich vorher eher an der Oberfläche geblieben war (Fantasy, SF, ein bißchen Historisches), kam damit der Einstieg in die Geisteswelt, vor allem, indem er mich auf Nietzsche gebracht hat. Derart massiv zur Selbstreflexion angeregt folgte der Rest zwangsläufig nach: Philosophie des 19 Jh., Psychoanalyse, Decadenceliteratur, poetes maudits wie Byron, Hölderlin, Baudelaire - Pessoa, Mishima, Cioran. Seither habe ich mich meist eher an den Rändern orientiert und bin dort sehr fündig geworden, ganz nach dem Motto, daß jedes Buch immer auch die Fußnote eines anderen ist. Eine deutliche Wende im Lyrikgeschmack hat sich bei mir durch Paul Celan und Octavio Paz ergeben. Seit ihrer Lektüre erscheint mir der Reim meist als viel zu verspielt und oberflächlich, um die Dinge in ihrem Kern zu treffen. |
| schlafundtod | Ja. Wirkliche 1. 2. 3. >steppenwolf> dito 4. 1. Wurde mir von einem freund empfohlen, der meine rationalistische weltsicht etwas revidieren wollte und dies auch erreichte. 2. Wurde mir von einem esoterischen lehrer nahegelegt und hat meine sicht der dinge stark beeeinflusst. 3. Erklärte mir die bestimmung u.a. des individuums im gesellschaftlichen kontext und den rückweg des einzelnen zum ganzen. 4. Tod ist nicht ende, sondern licht. Was verbunden war wird immer in verbindung bleiben und; Licht ist am ende des tunnels ! |
| Nachtelfchen | Neurasthenio: ok, jetzt weiss ichs ;) ...zuerst gucken, dann schreiben... xenomorph: ja, oscar wilde schrieb auch lyrik...nur ist die weniger bekannt als seine erzählungen und theaterstücke. zb "poems in prose" (1894). |
| Isandor | Für war das ganz klar "Siddhartha" von Hermann Hesse. Bis heute hab ich das Buch sicher knapp 10 Mal gelesen, so wundervoll ist es geschrieben, so viele gute Weisheiten enthält es. Einfach toll! |
| Xenomorph | "Siddharta" gehört auch zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, aber fast noch besser finde ich "Demian", weil es das Buch von Hesse ist, das mein heutiges Weltbild am entscheidensten mitgeprägt hat. "Unterm Rad" finde ich auch sehr toll, weil es so deprimierend und desillusionierend endet, und meiner derzeitigen Situation am meisten entspricht. @Nachtelfchen: "Elementarteilchen" von Houellebecq hab ich mittlerweile gelesen, das Buch ist echt der Hammer, hast du eigentlich den Film dazu schon gesehen" |
| drachenträne | Eindeutig "Hagakure - Der Weg des Samurai". Eine anfangs des 18. Jh. von Tsunetomo Yamamoto aufgezeichnete Sammlung japanischer Lektionen und Weisheiten, der Ehrenkodex der Samurai. Ich habe es geschenkt bekommen... ein unglaubliches Geschenk. Es scheint völlig fremd in unserer westlichen Welt und ich will nicht behaupten, dieses Werk auch nur ansatzweise zu verstehen, oder es gar zu begreifen, aber dennoch ist das wohl das einzige Buch, das in meinem Leben wirklich etwas verändert. Wens interessiert: Ich bin in noch einem anderen Forum aktiv... dort sind ein paar Auszüge zusammengetragen worden... also wer möchte, bitte, nur zu :) [url=http://www.denkmuell.de/rdg/viewtopic.php?t=142]ReichdesGeist[/url] |
| Nachtelfchen | xenomorph: nein, den film hab ich noch nicht gesehen, nur rezensionen gelesen, die konstatieren, dass es anders ist als das buch. aber davon muss ich mich noch selbst überzeugen. |
| Neurasthenio | @drachenträne: Wenn Dich das Hagakure interessiert, solltest Du Dir auch mal den hier anschauen: [url]http://www.gutenberg.org/files/12096/12096-h/12096-h.htm[/url] Gabs, vor einiger Zeit zumindest noch, auch in deutsche Übersetzung im Buchhandel. |
| decay73 | wenn hier das 'hagakure' angesprochen wird, möchte ich dann doch mal das shobogenzo des zen-meisters dogen zenji (1200-1253 n.chr.) nennen. es sind gesammelte reden des begründers der soto-zen-schule. das hat mir, auch wenn ich da noch lange nicht "durch" bin und es auch nicht immer einfach zu lesen und zu verstehen ist, eine menge gebracht. nicht nur intellektuell sondern auch praktisch. ein zen-mönch ist zwar kein samurai, aber es gibt natürlich einige parallelen. im zen gibt es ja auch den "weg des schwertes", um konzentration und achtsamkeit zu üben. in diesem buch lese ich immer wieder gerne [IMG]http://www.shobogenzo.de/img/90-8.jpg[/IMG] [url]http://www.shobogenzo.de/[/url] |
| drachenträne | Danke @ Neurasthenio! Werde ich tun. @decay73: Ich bin der Meinung, dass es uns im Grunde gar nicht möglich ist, ein solches Denken tatsächlich nachvollziehen zu können oder zu begreifen. Zumindest vom Hagakure kann ich das sagen, über Zen Kunst weiß ich leider nicht viel (Was sich noch ändern wird!). |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von drachenträne [/i] [B]@decay73: Ich bin der Meinung, dass es uns im Grunde gar nicht möglich ist, ein solches Denken tatsächlich nachvollziehen zu können oder zu begreifen. [/B][/QUOTE] doch, es ist möglich! aber eventuell muss man sich zunächst von anerzogenen denkmustern frei machen und sich genügend zeit für die texte nehmen. unmöglich ist nichts und auch solche texte entspringen ja 'lediglich' menschlichem denken. natürlich besteht im zen die schwierigkeit, die dinge sprachlich zu umschreiben, da im zen das "charakteristische misstrauen gegenüber dem begrifflichen denken" (byung-chul han, "philosophie des zen-buddhismus") die beschreibung der gedanken schwierig macht, was aber durch die durchaus poetischen umschreibungen dogen zenjis im shobogenzo wieder wett gemacht wird. dadurch hat man nicht nur die worte als grundlage für das verstehen, sondern auch ein gefühl für die intentionen dahinter. das macht wohl auch das besondere am shobogenzo aus. |
| drachenträne | Wahrscheinlich kein guter Ansatz für eine Diskussion... immerhin reden wir hier von zwei verschieden dingen... Aber um das nochmal aufzugreifen: Ich meinte damit nicht, zu verstehen was diese Texte an philosophischen und somit zunächst theoretischen Wahrheiten bergen, sondern zu begreifen. Zu begreifen, was es heißt, etwas derartiges zu leben. Wir können diese kleinen Warhheiten zwar auf uns übertragen und ihnen sehr wohl in unserem Leben einen Platz geben, auch einen bedeutenden Platz, doch passen wir sie dabei nicht immer an uns, unsere Wertschätzungen und unsere "Gewohnheiten" an? Kann man dann davon reden, sie zu [I]begreifen[/I] ? |
| decay73 | das scheint mir dann, wenn überhaupt, ein gundlegendes problem zu sein, und kein spezielles und es schliesst sich die frage an, in wie weit etwas gelesenes überhaupt begriffen werden kann, wenn es nicht vollständig, sondern nur zu einem gewissen, möglichen teil praktiziert wird. mir scheint, das ist der unterschied zwischen einem pfarrer und denen, die unter der kanzel in den bänken sitzen oder den mönchen und denen, die abends auf dem kissen sitzen oder den kriegern und denen, die sich am wochenende in einem sportlichen wettkampf messen, letztlich zwischen meister und laie. wie weit muss man also etwas leben um es wirklich begreifen zu können? |
| la maitresse | Ich hab jetzt doch eine Weile über diese Frage nachgedacht, und da kommt mir eigentlich nur ein Buch in den Sinn. [IMG]http://buch.co.at/catalog/images/3257233051.jpg[/IMG] |
| drachenträne | Vielleicht kam meine Antwort etwas zu drastisch rüber. Jedenfalls: [QUOTE]und es schliesst sich die frage an, in wie weit etwas gelesenes überhaupt begriffen werden kann[/QUOTE] [QUOTE]wie weit muss man also etwas leben um es wirklich begreifen zu können?[/QUOTE] Ja, genau diese Fragen stellen sich. Und ich denke, dass das Hagakure (leider kann ich mich bis jetzt nur auf dieses Werk beziehen) hierbei zu den Dingen zählt, bei denen das tatsächliche Begreifen ohne das "es zu leben" ein Ding der Unmöglichkeit ist. Das Gesamte birgt ein derart konsequentes Denken und eine ebnsolche Lebensart, wie es uns völlig fremd ist. ich scheine stets nur die Oberfläche zu berühren. Vielleicht mag es ebenso wie es dinge gibt, bei denen das eine auch ohne das andere möglich ist, auch Menschen unser Kultur geben, die von sich behaupten können, es tatsächlich zu begreifen. Aber es scheint mir trotz allem unwarhscheinlich und ich kann nicht anders als mich zu fragen, welche Bedeutung diese Menschen der oben angesprochenen Oberfläche wohl geben mögen... denn [QUOTE]letztlich zwischen meister und laie.[/QUOTE] Ja... ich bin der laie... aber wie kann man als laie behaupten, zu begreifen? |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von drachenträne [/i] [B]Ja... ich bin der laie... aber wie kann man als laie behaupten, zu begreifen? [/B][/QUOTE] natürlich, auch ich bin nichts anderes als das, aber das muss nichts heissen. selbst im shobogenzo werden begebenheiten erzählt, dass sich meister und mönche nicht allzu wichtig nehmen sollten, denn auch eine alte frau kann ihnen zeigen, "wo der bertl den most holt" und auch ein mönch hat ein halbes leben gebraucht, um zu verstehen. aber darum geht es m.e. auch nicht, sondern es geht immer um den WEG, und den kann auch ein laie beschreiten, auch wenn er zeit seines lebens nicht die vollkommene wahrheit erkennt. schritt für schritt weiterzukommen ist besser, als von vornherein aufzugeben, weil einem der berg so gross vorkommt. wenn man oben (oder auf halber wegstrecke) ist, sieht das schon ganz anders aus. abgesehen davon ist das shobogenzo ein buch des zen und beinhaltet somit auch "alltagsweisheiten" (ein kapitel beschäftigt sich mit der richtigen benutzung der toillette *g*) und ist nicht nur ein buch für menschen, die "die allumfassende wahrheit bereits verwirklich haben". ähnlich ist es doch mit allen religiösen schriften: hunderprozentig danach leben können nur die wenigsten, aber wenigstens ein paar grundlegende dinge zu kapieren ist schon eine ganze menge wert... wenn ich die stellung des hagakure (also den weg des schwertes") richtig einschätze geht es da doch um dinge, die nicht nur für die alten schwertkämpfer wichtig sind, sonder auch für durchschnittsmenschen wichtig sein können: nämlich mit achtsamkeit und konzentration den problemen es lebens zu begegnen, oder liege ich da völlig falsch? ich denke ist ist falsch 'alles' zu wollen, und wenn das nicht möglich ist, 'nichts' zu wählen. und vielleicht kommt mit der zeit auch das rechte verständnis und die übertragung dessen in den alltag. :) |
| drachenträne | [Quote]schritt für schritt weiterzukommen ist besser, als von vornherein aufzugeben[/Quote] [Quote]ich denke ist ist falsch 'alles' zu wollen, und wenn das nicht möglich ist, 'nichts' zu wählen.[/Quote] Meine Worte. Allem was du sagst stimme ich vollkommen zu. Das bild mit dem Weg trifft es ganz gut... und zeigt, dass unsere Ansichten sich gegenseitig keineswegs ausschließen... du siehst auf den weg, das, was direkt vor uns liegt... das Verstehen lernen. ... ich versuche, mir ein bild vom Ziel zu machen, vom Begreifen. Dabei rausgekommen ist, dass es mir schwer- bis unerreichbar scheint. Das hält mich jedoch nicht davon ab, weiterzugehen. Sicher können wir als Laien den Weg gehen. Jeden. Das tun wir ja auch ständig in allen denkbaren Bereichen. Dennoch haben wir uns nur auf den weg gemacht... und sind noch nicht am ziel. (Wobei sich nun natürlich auch wieder die Frage stellt, ob es EIN Ziel gibt... doch ich denke in Bezug auf unser Thema ist dennoch deutlich, was gemeint ist.) Kam es dir in meinen Antworten so vor, als würde ich von grund auf gegen deine Ansichten reden? ...das sollte es nicht... ganz und gar nicht. Zum Hagakure (= Hinter den Blättern) an sich: Nein, es bezieht sich nicht direkt auf den Schwertkämpfer. Im Grunde dreht es sich um die Beziehung zwischen Fürst und Gefolgsmann. Welche Eigenschaften einen wahren Gefolgsmann ausmachen, um dem Fürsten tatsächlich von Nutzen zu sein. Im Mittelpunkt dessen steht natürlich bushido, der Weg des Kriegers: [i]"Wenn jemand jeden Morgen und Abend sich auf den Tod vorbereitet und ihn jeden Augenblick erwartet, wird Bushido zu seinem eigenen Weg, wodurch er seinem Fürsten sein ganzes Leben lang fehlerlos dienen kann."[/i] z.B. ist die Auseinandersetztung mit dem tod ebenso häufig wie das Wegwerfen von eigennützigem Denken, sowie auch das Ausleben seines unbändigen Willens erwähnt. Insgesamt birgt dies eine unglaublich konsequente, auf das wichtigste (dem fürsten zu dienen) reduzierte Lebensart, die keinerlei Raum für subjektives Denken und Handeln lässt. Daneben sind natürlich auch Lektionen über den Umgang mit der Trinkerei, über die höchste form der Liebe und über das Verhalten gegenüber Mitmenschen zu finden. [quote]mit achtsamkeit und konzentration den problemen es lebens zu begegnen[/Quote] bezogen auf das gesamte ist das etwas schwammig ausgedrückt... Die Probleme im eigenen Leben sind für den einzelnen nichtig. Sie sind nur um des Fürstens willen zu lösen. Dazu ist noch zu sagen, dass es nicht für durchschnittsmenschen geschrieben wurde, sondern ausschließlich für die Samurai. Wenn du die durchschnittsmenschen von heute meinst, hast du natürlich recht :) |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von drachenträne [/i] [B] Kam es dir in meinen Antworten so vor, als würde ich von grund auf gegen deine Ansichten reden? ...das sollte es nicht... ganz und gar nicht.[/b][/quote] nein, ganz udn gar nicht! die wurzeln sind ja die gleichen...ich frage mich aber gerade, was kurzgefasst das gemeinsamt ist. ist es die fokussierung auf den gegenwärtigen augenblick bzw. dem, was man gegenwärtig tut? ich habe übrigens vor kurzem einen bericht über einen samurai gesehen und war doch erstaunt, dass ein samurai tatsächlich einen auf ihn abgeschossenen pfeil längs in zwei hälften teilen kann. das geht wohl nur, wenn man sich ganz auf sein schwert konzentriert (bzw. eins mit ihm wird) und nicht darauf, den pfeil zu spalten...jedenfalls war ich echt baff. [b][quote]Wenn du die durchschnittsmenschen von heute meinst, hast du natürlich recht :) [/B][/QUOTE] ja, den meinte ich... ;) |
| drachenträne | [QUOTE]ich frage mich aber gerade, was kurzgefasst das gemeinsamt ist. ist es die fokussierung auf den gegenwärtigen augenblick bzw. dem, was man gegenwärtig tut?[/QUOTE] Was meinst du? In Bezug auf den Weg? |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von drachenträne [/i] [B]Was meinst du? In Bezug auf den Weg? [/B][/QUOTE] genau. gibt es da eine gemeinsamkeit, die sich treffend in einem satz darstellen lässt? (nur so eine idee... ;) ) |
| drachenträne | Die Grundlegende Gemeinsamkeit ist, dass beide diesen Weg überhaupt gehen. Ihn wahrnehmen. Ihm Beachtung schenken. [QUOTE]jedenfalls war ich echt baff.[/QUOTE] Ja, schon allein in Bezug auf das Hagakure war ich schon bei so manchem, was es erzählt echt baff :) |
| Silverwolf | [QUOTE]'Die Nebel von Avalon' [/QUOTE] Ja, das hat mich auch sehr beinflusst, wunderschöne Erzählung. Aber es gibt nichts, was mich jemals so hätte beinflussen können wie [COLOR=crimson]Harry Potter[/COLOR] . Die Geschichte ist zu meinem Schlupfloch geworden, meine zweite Welt. Nichts erscheint mir wertvoller als diese Fantasie, diese Figuren. Für mich ist sie real geworden, und hilft mir in vielen Lebenslagen.... |
| Kappabani | Requiem: By the Photographers Who Died in Vietnam and Indochina Larry Burrows: Vietnam |
| Turrican | Mir hat ein Buch sehr das Leben und die Dinge der Betrachtung verändert, und zwar war das: Menschliche Kommunikation von Paul Watzlawick Dieses Buch hat mir schon oft geholfen, völlig unverständliche Dinge in Diskussionen und Streitgesprächen zu erklären. Es gibt schon viel Seltsames auf der Welt und dieses Buch trägt dazu bei, genau das zu verstehen, was eigentlich nicht zu verstehen ist. |
| Dirchi | Hi Turri! Wenn Dich Watzlawicks "Menschliche Kommunikation" fasziniert, dann lese mal sein "Wie wirklich ist die Wirklichkeit" ! Lieben Gruß: Dirchi ;) |
| Wind | [QUOTE] Harry Potter . Die Geschichte ist zu meinem Schlupfloch geworden, meine zweite Welt. Nichts erscheint mir wertvoller als diese Fantasie, diese Figuren.[/QUOTE] Ja, das kann ich genau nachfühlen, besser hätte man es nicht beschreiben können. Doch das Buch, was mich am meisten verändert, beeinflusst oder geprägt hat, ist wohl ein Band von Erzählungen von E.A.Poe (leider auf deutsch). Ich war 14, als ich es zum ersten mal las. Und ich muss sagen, nie habe ich wieder Erzählungen von ähnlich beeindruckender mystisch-dunkel-erschreckend-faszinierender Atmousphäre gelesen. Ich hatte das Gefühl etwas gefunden zu haben, nachdem ich lange suchte. Ich kann nichteinmal genau beschreiben, was es war (oder ist), doch wärend des Lesens der Erzählungen, hatte ich immer wieder dieses Gefühl. Erst vorgestern habe ich das Buch wieder herausgekramt und ein paar Geschichten daraus gelesen. Diese Stimmung, die Poe aufbaut, vermag es, mich hinfort zu tragen, inspiriert mich. Und hat mich verändert, denn erst mit diesem Buch habe ich wirklich meine Vorliebe für diese Welt (u.a.im Literarischen Bereich )entdeckt und angefangen mich auf eine eigene Welt einzulassen und begeistert zu lesen. Ein weiteres Buch, das ich erwähnen sollte, wäre Siddharta von Hermann Hesse. Die Philosophie, die Gedanken hinter diesen Buch haben mich sehr mitgerissen und ich habe auch heute noch den Eindruck, seit dem Lesen dieser Geschichte alles etwas anders zu sehen.. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber bei mir stellt sich wärend des Lesens (und das war bei Siddharta am stärksten) öfter mal das Gefühl von 'tieferem Verständnis' ein, das ich gar nicht genauer zu beschreiben vermag. Es ist so, als würde man etwas wahrnehmen, das nicht in Worte zu fassen ist, eine Erkenntnis aus dem Geschriebenen gewinnen, die nicht auszudrücken ist. Das ist generell eine der wunderschönen Dinge an Büchern; denn bei Filmen hatte ich nie dieses Gefühl. Und so beeinflusst letztendlich doch eigentlich jedes Buch, mit dem man sich tiefergehend beschäftigt hat.. Dass Bücher jedoch Leben verändern können, wage ich zu bezweifeln, sie geben vielleicht einen Anstoß. Liebe Grüße wind |
| *~Dead-Rose~* | Vernarbte Herzen von B. Blecher, in letzer Zeit hat mich kein anderes Buch so zum Nachdenken gebracht. Die Art, wie mit Menschen umgegangen wird, wenn sie zu Pflegefällen werden, das Gefühl für andere auf Grund einer Sache, für die man nicht mal etwas dafür kann zur Last zu werden und die Abfindung mit unabwendbaren Ereignissen sind so geschrieben, dass man förmlich den Krankenhausgeruch in der Nase spürt und jedes Hoch und Tief förmlich miterlebt. Gerade in Zeiten, in denen viele wegen körperlicher oder seelischer Gebrechen aufs "Abstellgleis" geschoben werden braucht man Bücher die die Sichtweise verändern. Ein Perspektivenwechsel in schlechter gestellte Positionen, ohne dabei ins Mitleiderregende zu gehen, findet man leider sehr selten. |
| Luna0503 | Siddharta... [QUOTE][i]Original geschrieben von Wind [/i] [B] und ich habe auch heute noch den Eindruck, seit dem Lesen dieser Geschichte alles etwas anders zu sehen.. [/B][/QUOTE] Mich hat das Buch auch unendlich beeindruckt, ja es hatte mich sogar in eine Art Krise gestürzt. Diese Botschaft, dass alles so vergänglich und kurzlebig ist und man sein ganzes Leben lang auf der Suche nach einem Sinn sein wird, ist bei mir wahnsinng eingeschlagen. Die Tatsache, dass man das, was man erlebt hat und als richtig empfunden hat, nicht weitergeben kann, sondern jeder seine eigenen Erfahrungen machen muss, machte mich ziemlich traurig. Kann man dann nie einem Menschen helfen? Dieses Buch hat mich zum Nachdenken angeregt, welche Sachen mir in meinem Leben wichtig sind und diesen generellen Eindruck dieses Buchs mit all den damit gebundenen (auch angstmachenden) Gedanken werde ich wohl nie vergessen. Grüße, Luna |
| Xenomorph | "Siddharta" war das Buch, das mich erstmals darauf gebracht hat, warum orthodoxe Religionen jeder Art, mit ihren festgeschriebenen Dogmen und "ewigen Wahrheiten", die angeblich für alle in gleicher Weise gelten sollen, zum Scheitern verurteilt sind...Weil "ewige Wahrheiten" nur individuell sein können, und für jeden Menschen daher verschieden sind...Jeder kann und sollte sich seine eigene "Religion" erschaffen, den eigenen Sinn zu entdecken, das, was einen als Menschen wirklich auszeichnet, jenseits vorgefertigter Dogmen, wie sie von all den Gurus, Pfaffen und Popen orthodoxer Religionen und ihrer Kirchen und Sekten ständig vorgebetet werden... |
| Dirchi | Zum Buch "Siddharta": Ich kann Luna0503 verstehen... - wenn man dieses Buch liest und man mit der buddhistischen Ideologie und Philosophie zum ersten Mal konfrontriert wird, kann der ein oder andere Mensch schon ernüchtert-aufgerüttelt werden oder gar in eine "Sinnkrise" geraten, weil alle vorigen, fesgefahrenen und geliebten Weltansichten und Dogmen, wie Seifenblasen wirken, die jeden Augenblick zerplatzen können oder dies gerade tun. Das kann einen schon depressiv oder traurig-verwirrt stimmen. Aber "Siddhata" ist auch nur ein Buch mit Wörtern - "Siddharta", also den Buhhismus, (ER-)LEBEN, ist was ganz anderes... dann lösen sich Sinnkrisen, Zweifel und Ängste auf. Auch wenn man nicht Buddhist ist und dessen Lehre praktiziert, so kann dieses Buch aber jedem, auf seinem individuellen Lebens- und Glaubensweg, nützlich sein und zum (Selbst-)Kritischen Nachdenken und Hinterfragen animieren! ...Ein schönes weises Buch! ;) |
| CloudySky | Also ich muss auch sagen, dass mich jedes Buch in irgendeiner Form beeinflusst hat. Dazu muss ich jetzt sagen, lese ich GANZ WENIG "Neues Zeugs", sondern befasse mich mit vielen älteren literarischen Geschichten. Vorallem Hesse verzaubert mich irgendwo immer wieder und man kann ganz oft ganz verschiedene Parallelen entdecken, weswegen ich solche Bücher nach z.B. zwei Jahren wieder lese. Ich habe zum Beispiel immer irgendwo Parallelen zu Goldmund gehabt oder auf der anderen Seite zu Demian. |
| malicia | Bon soir. ''Narziß und Goldmund'' hat mich auch lange zeit beschäftigt, vor allem bei der allgemeinen religiösen vorstellung der 'mutter', ähnlich wie in ''die nebel von avalon''...(von der behandlung der mutter-figur als göttin und treibende kraft)... aber der satz ''dreh dich, holzpüppchen.dreh dich.'' aus ''der sandmann'' von e.t.a. hoffman geistert mir seit jahr und tag durch den kopf. dieses wer hat mich vielleicht nicht verändert, aber diese sequence daraus ist irgendwie in mich ein gebrannt. und mir fällt immer wieder dieses so realitätsferne zitat ein. |
| Rubrin | Jedes Buch das ich mit Begeisterung gelesen habe hat mich verändert, davon bin ich überzeugt. Ein gutes Buch kann zu etwas so persönlichem werden, wenn Wort und Phantasie verschmelzen wie es kein anderes Medium schafft, dass ich es mir einfach nicht vorstellen kann wie so etwas ohne Beeinflussung an einem Menschen vorbeiziehen soll. Ein Buch das dies nicht schafft , ist es für mich nicht wert es zu lesen. |
| Quiet Lullaby | Mein Leben wurde durch das Buch "Das Bild" von Stephen King verändert. Im Originaltitel Rose Madder. Es geht um eine Frau (Rose Madder), die regelmäßig von ihrem Mann geschlagen und misshandelt (anale Penetration mit dem Griff eines Tennisschlägers) wird. Wodurch sie auch eine Fehlgeburt erleidet. Als sie den Mut findet ihn zu verlassen, findet sie Hilfe in einer anderen Stadt in einem Frauenhaus. In einem Antiquitätengeschäft findet sie ein Bild (eine Frau in einer roten Toga, nur von hinten zu sehen, die auf einem Hügel steht und auf einen griechischen Tempel schaut), als sie ihren Ehering versetzen will. Klar, der Mann verfolgt sie noch und durch Stephen King's Phantasie gelangt sie noch in das Bild, genau wie ihr Exmann und ein wilde Hetzjagd beginnt. Doch der eigentliche Grund, weshalb sie schließlich abgehauen ist, war der Grund, der mein Leben veränderte. Sie war dabei das Bett zu machen. Und sie sah einen roten Blutstropfen auf dem weißen Bezug. Sie hatte mal wieder Nasenbluten. Und weil ihr Mann toben würde, wenn er das schmutzige Bett sehen sähe, müsste sie es neu beziehen. Und weil sie das nicht tun wollte, haute sie ab. Mit seiner Kreditkarte. Gerade dieser banale Punkt hat sie dazu bewogen zu gehen. Die schläge, die Mißhandlungen, die Fehlgeburt (wo er dem Notarzt sagt, sie wäre die Treppe hinunter gefallen), alles hat sie über sich ergehen lassen. Nur dieser eine Blutstripfen und die wahrscheinlichen Konsequenzen haben den Schalte in ihrem Kopf umgelegt. Und so war es bei mir. Ich war mit meinem Freund zwei Jahre zusammen. Das erste halbe Jahr war gut, doch dann hat er immer mehr angefangen mich wie den letzten Dreck zu behandeln. Belügen, fremdgehen, usw. Ich ging seelisch immer mehr kaputt. Und dann kam sein Heiratsantrag. Das war der Moment, wo ich wusste, ich kann nicht mehr. Und dass ich diese Scheisse bestimmt nicht mein ganzes weiteres Leben mitmachen werde. Da musste ich an das Buch denken. Gut, mein Ex hat mich nicht geschlagen, aber seelische Wunden schmerzen auch. Und es war auch sowas banales. Eigentlich sollte man sich über einen Heiratsantrag freuen und man rechnet auch bestimmt nicht mit einem Nein, wenn man einen macht. Doch ich hatte nicht ja gesagt. Weil mir in diesem Moment klar wurde, dass ich so nicht weiter leben kann. |