| CocaCola | Hey Also ich bin ein begeisterter Leser und lese von Kabale und Liebe bis hin zu Harry Potter^^ einfach alles. Und durch ein zufall ist mir das Buch Silmarillion in die Hände gefallen. Und ich war und bin so beigestert von diesem Buch. Gibt es hier jemanden der es vielleicht auch gelesen hat? |
| Namayah | Ich habs auch gelesen und gemocht |
| Desengano | ich habs hier stehen.. irgendwann mal von meinem dad geschnorrt.. naja... und ich hab vor einigen jahren mal reingelesen und es war mit zu schwer... aber vielleicht sollte ich es mal wieder versuchen? aber ich hab bis jetzt immer nur gutes über das buch gehört. *g* |
| Goblinkönig | Ich hab das vor 4 Jahren zum ersten mal gelesen . Und es ist eins meiner Lieblingsbücher |
| lioba | Tokien,das sagt alles.Mir gefällts |
| Elleshar | Hab mich vor ca. 2 Jahren durchgequält...fand es stellenweise dann doch ziemlich langweilig. Aber sonst durchaus solide Tolkien-Fantasy ;) |
| Levanael | Für mich gehört es einfach dazu! Was soll ich mit einer Fantasy Welt anfangen, ohne die Hintergründe, was zum Beispiel Gandalf in Wirklichkeit ist, herausfinden zu können? ;) Gruß Levanael .... |
| Kappabani | @ Levanael Zitat: "[I]Was soll ich mit einer Fantasy Welt anfangen, ohne die Hintergründe, was zum Beispiel Gandalf in Wirklichkeit ist, herausfinden zu können?[/I] Die Frage meinst du nicht wirklich ernst oder? Und nebenbei: Gandalf ist mehr als offensichtlich Merlin. Zum Buch: gelesen ja! Freude gemacht: nein! Wenn Tolkien einen echten Plan gehabt hätte wäre alles vielleicht nicht schlecht geworden aber dafür hätte er Schriftsteller sein müssen und kein Hobby-Autor. |
| dyonor | [QUOTE][i] Und nebenbei: Gandalf ist mehr als offensichtlich Merlin. [/B][/QUOTE] Gandalf ist Olorin, der weiseste der Maiar und damit Sauron zumindest in der herkunft ebenbürtig (steht in der Valaquenta). außerdem sollte man sich vor augen führen, dass Tolkien durchaus einen plan hatte - er wollte eine mythologie für England schreiben, was er auch getan hat; und wie jede mythologie ist sein werk variiert und vielfältig (siehe z. B. die Sifrit-sage ...) Merlin wäre somit, wenn überhaupt, nichts anderes als das abbild Gandalfs in einer späteren zeit, im vierten zeitalter der menschen und lange nach dem zerfall von Aragorns reich; eine blasse erinnerung an Gandalf von mir aus; oder eine ganz eigenständige figur, die mit ihm nix zu tun hat. vor dem urteilen: genauer lesen :-)) |
| CloudySky | huhu... cih fand das buch auch ganz gut. muss ich echt sagen :-) |
| Paisuma | Ich habe vorher die ganze HDR-Trilogie und den Hobbit gelesen, und mir dann das Silmarillion als Hintergrundwissen zugelegt, konnte aber ehrlich gesagt nicht so viel damit anfangen. Ich empfand, daß man ihm sehr anmerkt, daß es ein Alterswerk von Tolkien ist, er verliert sich sehr in den mythologischen Helden- und Königsgeschichten. Was aber für mich auf der Strecke blieb, war die Ironie und die liebevolle Behandlung der Charaktere. Mit diesem ganzen heldischen Grundtenor kann ich nicht so viel anfangen. Mit dem Hintergrund, daß er eine eigene britische Mythologie vermißte, und versuchte, eine solche niederzuschreiben, die Welt in seinem Kopf in Worte zu fassen, muß man wiederum sagen, Respekt. Als Bildungslektüre für HDR-Fans wahrscheinlich unerläßlich, aber ein wenig anstrengend. |
| dyonor | natürlich ist „Das Silmarillion" etwas ganz anderes als „Der Herr der Ringe", und ich kenne etliche leute, die es angefangen, aber nicht zu ende gelesen haben, weil sie nach „LOTR" etwas anderes erwartet haben. ich selbst mag es sehr, da ich mich sehr intensiv mit mythen beschäftige. zum einen hat Tolkien hier wirklich einen mythos verfasst, was sich in den sujets, im ton, auch in der entwicklung zeigt, die sich in seinen schriften sehr gut nachlesen lässt. die vorstufen zu diesem werk, im „Buch der verschollenen Geschichten" gesammelt, geben darüber deutlich auskunft; hier tritt auch der kontext zu tage, in den er das ganze eingebettet sehen wollte, z. b. was die elfen betrifft, die ja geschöpfe der englischen mythen und märchen sind, aber eben winzig klein (wie der Puck im „Sommernachtstraum"). insofern macht die deutsche übersetzung „elben" sinn (eigentlich ist „elf" ja „elfe" und „elves" der bekannte plural); aber die elben sind eben keine elfen, oder anders herum: aus den elben, die in Mittlerde verblieben (vor allem dunkelelben, moriquendi; besser noch: avari, widerstrebende) werden im laufe der jahrtausende des vierten zeitalters die elfen. sie sterben nicht, aber sie schwinden (im übrigen gleichen sie bei ihrem ersten auftritt im „Hobbit" noch sehr den scherzenden, bisweilen gar nicht edlen, verspielten kleinen geschöpfen der mythen). Tolkien ist es mit dem „Silmarillion" sehr gut gelungen, die hintergründe für die englischen mythen zu liefern - also das zu erzählen, was man hätte erzählen können, hätte man eine derart ungebrochene tradition wie die isländer hinter sich gehabt. das buch beruht auf gründlichen kenntnissen der mythen des westens und nordens - die er, als professor für englische sprache, spezialität altenglisch, natürlich hatte. es zeugt aber auch von seiner erzählkunst, denn die geschichten sind nicht nur spannende und tragische heldenlieder, sondern auch in einer passenden sprache verfasst, in hoher sprache ... was mir nicht nur nach einem „hobby-autoren" aussieht ... ich habe das „Silmarillion" mittlerweile genauso oft wie der „Herrn der Ringe" gelesen und möchte es nicht mehr missen. eine geschichte wie die von den kindern Hurins ist einfach eine mitreißende und exzellente erzählung, genauso wie die anderen, die von Beren und Luthien natürlich vornweg ... @Paisuma: es ist kein alterswerk, sondern sein lebenswerk - er hat 1917 angefangen, es zu schreiben (Book of the Lost Tales); und - siehe oben - es soll ein mythos sein, keine erzählung. daher die anderen sprache und die geringere psychologisierung der charaktere (wobei das nicht auf alle zutrifft, Turin etwa ist ein wirklichere charakter, kein mythologischer typus) |
| Paisuma | Kam das Book Of The Lost Tales nicht noch als Extra-Band raus? Ich habe die Bücher gerade nicht im Kopf. Da hast Du recht, die Mythologie hat er schon sein ganzes Leben lang entwickelt. Niedergeschrieben hat er das Silmarillion meines Wissens nach aber erst recht spät, weit nach HDR. |
| Kappabani | @ dyonor Als allererstes sollte man das Werk eines Autors und seine Inspirationsquellen strikt trennen! LOTR Fand passiert es beizeiten das zu vergessen. Zitat D.: "[I]die elfen betrifft, die ja geschöpfe der englischen mythen und märchen aber eben winzig klein[/I] [I]eigentlich ist „elf" ja „elfe" und „elves" der bekannte plural[/I] Boah.....Verbreite bitte nicht solchen Unsinn. Die englischen Geschöpfe heißen NICHT "Elfs". Das Wort stammt aus dem skandinavischen und heißt "Alfr"! Die kleinen Geschöpfe von denen du spricht sind "Fearies", zu deutsch: Feen! Und das deutsche Wort Alben gab es schon vor Tolkien. Zitat: " [I]im „Hobbit" noch sehr den scherzenden, bisweilen gar nicht edlen, verspielten kleinen geschöpfen der mythen [/I] Ja, und jetzt fang mal an nachzudenken. Wenn der unermeßliche Genius des Prof.Tolkien schon 1917 mit seiner "Um/Neuschreibung skandinavisch/germanischer Mythen angefangen hat hätte er doch wohl in der Lage sein sollen ein einheitliches Bild von seinen Figuren zu schaffen, es sei denn zum Zeitpunkt von The Hobbit hatte er nicht díe geringste Ahnung was einmal aus dem Notizhaufen den er über die Jahrzehnte gesammelt hat mal werden sollte. Und das ist mehr als anzunehmen! Alles andere ist, wie Tolkiens Werk selbst, fiktion. Tolkien war Prof., nicht Stephan Hawking. Zitat: "[I]professor für englische sprache, spezialität altenglisch, in hoher sprache[/I] Was ihn in keinster Weise zu einem guten Autot macht und das er sein Fachwissen in seine Geschichten einfliesen läßt ist normal und nicht weiter ausergewöhnlich. Tatsache ist das Tolkien einen Berg skandinavisch/germanischer Mythen genommen hat, sie in einen Mixer gestopft, durchgequirrlt und daraus seinen eigenen Kuchen gemacht hat. Kennt man sich allerdings mit diesen Mythologiekreisen aus zerfällt Tolkiens Werk in ein recht uninspieriertes Machwerk, dessen übertriebener Ruhm nicht zuletzt mit dem Zeitpunkt der Veröffentlichung und nicht der Qualität zu tun hat. Es ließe sich ein mächtiger Katalog erstellen von Namen ect. aus Tolkien Werk die er nicht einmal abgeändert sonder glatt [I]abgeschrieben[/I] hat, und solcherlei Vorgehen zeichnet einen guten Autor nicht aus. Nicht einmal die Zwergen Runen sind von ihm; älteres Futhark. Andere Schriften hat er von alten Alchimistischen Schriften. Naja, könnte man jetzt Stundenlang weiter machen. Wenn du an Tolkien Recherche interessiert bist lies einmal Felix Dahns "Ein Kampf um Rom". Allein bei dem Vorwort wirst du schon staunen. Hat Dahn doch seine tatsächlichen Wissenschaftlichen Erkenntnisse in Form dieses Romans niedergeschrieben. Übrigends gibt es von Felix Dahn auch einen ziemlich dicken Band mit germanischen Mythen. Ach ja, und "Ein Kampf um Rom" erschien 12 Jahre vor Tolkien Geburt. @ Paisuma Wenn du über Toliens Arbeitsweise, sich erstnmal willkürlich alle möglichen Notizen zu machen und diese dann irgendwann zu sortieren, nachdenkst, beantwortet das deine Frage von selbst. Darüber hinaus hat Tolien im Grunde nur den Hobbit, LOTR und seine Märchen fertig geschrieben und veröffentlicht. Sein Sohn hat dann die verbliebenen Notizen gesammelt, sortiert und als Silmarillion und Lost Tales herausgebracht. |
| dyonor | @Kappabani: deine einwände in allen ehren, aber wäre etwas sachlichkeit deiner sache nicht förderlicher? ... |
| Amokpüppchen | Das Silmarillion ist mehr ne Wissenschaft als ein Roman .. ich war hinterher soweit, dass ich mir die ganze Namen und Orte aufgeschrieben hab.. naja, toll isset trotzdem!! |
| Kronos | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kappabani [/i] Tatsache ist das Tolkien einen Berg skandinavisch/germanischer Mythen genommen hat, sie in einen Mixer gestopft, durchgequirrlt und daraus seinen eigenen Kuchen gemacht hat. Kennt man sich allerdings mit diesen Mythologiekreisen aus zerfällt Tolkiens Werk in ein recht uninspieriertes Machwerk, dessen übertriebener Ruhm nicht zuletzt mit dem Zeitpunkt der Veröffentlichung und nicht der Qualität zu tun hat. [/B][/QUOTE] Soso.....und du hältst dich wohl für so einen Kenner!!??? Man sollte nicht vergessen, dass fast alle Mythologien stark von denen anderer Kulturen beeinflusst sind!! Also auch nichts anderes, als das was du "Mixer gestopft, durchgequirrlt und daraus seinen eigenen Kuchen gemacht" nennst!!! Tolkien hat auch von sich nie behauptet, etwas unglaublich tolles geschaffen zu haben!!! Für ihr war seine Mythologie seine Leidenschaft was gerade ihren Reiz ausmacht!!! Sein Erfolg zeigt, dass er kein "großer" (wer kann sich anmaßen so etwas zu definieren??) Schriftsteller sein musste um andere Menschen begeistern zu können!!! Naja und zur Behauptung sein Erfolg lege an der Erscheinungszeit...ähmmm...ich glaub das solltest du nochmal nachprüfen....und dir mal anschauen wie so die Erfolgsgeschichte v.a. des HdR verlaufen ist....!!! |
| dyonor | @Kronos: genau! nicht eine mythologie hat das, was man widerspruchslosigkeit und uniformität nennt; selbst die so sorgsam "lektorierte" bibel bringt gleich zu anfang, in der genesis, zwei abweichende schöpfungsberichte. ich denke z. b. an die eindeutige nachordnung der frau (aus der rippe des mannes) in jahwistischen text und die einfache gleichzeitigkeit, ohne näheren kommentar, im priesterlichen. klar, auch beim jahwisten kann man sagen "als paar geschaffen", aber dort ist doch eine ganz andere rangfolge durchgesetzt, der preisterliche klingt mehr nach gleichberechtigung. - ob edda, artussage, griechische mythen, hinduistische usw.: überall gebrodel, entwicklung, widersprüchlichkeit, abweichungen, "mischmasch" und die integration verschiedenster elemente und traditionen verschiedenster völker in das gesamtgebäude. nichts anderes hat Tolkien auch gemacht. die überlegung war ja, wie gesagt, die, das england keine eigene mythologie hat; aber eine reiche "einwanderungsgeschichte", von island bis rom. es wäre dann nur legitim, verschiedene quellen zu nutzen und zu "verquirlen" - ein volk hätte es auch so "gemacht". |
| dyonor | @ Kappabani: 1. du schreibst.: Boah.....Verbreite bitte nicht solchen Unsinn. Die englischen Geschöpfe heißen NICHT "Elfs". Das Wort stammt aus dem skandinavischen und heißt "Alfr"! Die kleinen Geschöpfe von denen du spricht sind "Fearies", zu deutsch: Feen! Und das deutsche Wort Alben gab es schon vor Tolkien. >> das weiß ich; ich habe nicht behauptet, dass er es erfunden hätte. ich habe die „Edda" gelesen und weiß auch, dass dort einer der zwerge „Gandalf" heißt ... und im „Sommernachtstraum" heißt es natürlich„faeries" ... und Milton gebraucht in „Paradise Lost" die kombination „faerie elves" (!) ... es gibt im englischen beide wörter. die feen sind nahe verwandte der elfen, die man im englischen „fairies" getrost nennen darf - oder, falls der keltische ursprung gefragt ist: da führen sowohl das stichwort „Elfen" als auch „Feen" zu „sid", und dort heißt es: „Im Deutschen hat sich dafür die Bezeichnung 'Elfen' bzw. 'Feen' eingebürgert" (Maier, Lexikon der keltischen Religion und Kultur, Stuttgart: Kröner 1994, S. 291). die deutschen übersetzer von Shakespeare, Milton usw. konnten sich zwischen „fee" und „"elfe" entscheiden; „elfe" passte ihnen offenbar besser, aus gründen, die ich hier nicht nennen muss und möchte, jedes wörterbuch der mythologie gibt darüber auskunft. der Puck ist eine „fairie", aber mit „elfe" ebenso gut ins deutsche übersetzt - und für die existiert in der englisches sprache auch „elf" oder „elves", was Tolkien im „LOTR" verwendet ... ich weiß auch, dass Tolkien in der entwicklung des „Book of Lost Tales" lange zwischen den beiden bezeichnungen schwankt. manchmal steht sogar beides nebeneinander: in "Kortirion among the Trees" bspw. heißt esvor 1937 : „[...] Here circling slowly in a sweet lament / Linger the holy fairies and immortal elves / Singing a song of faded longig to themselves." In der endgültigen version sind die „fairies" verschwunden, und es heißt nur noch „Elves". Tolkien selbst war auch mit dem wort „elves" nicht ganz glücklich und bat daher, für die dt. übersetzung, „elben" statt „elfen" zu verwenden, weil sich eine anschauung von elfen eingebürgert hatte, die diese als kleine, scherzhafte plagegeister zeigt oder als niedliche wesen, die in blumen wohnen ... schaue ich mir die wesen an, denen Bilbo und die zwerge im „Hobbit" begegnen, dann fällt auf, dass sie eher dem Puck gleichen als den stolzen elben der „LOTR" oder des „Silmarillion"; es sind ziemlich lustige wesen: „So sangen und alberten sie in den Bäumen - reines Geblödel, werdet ihr sagen? Das würde sie nicht kümmern; sie würden nur um so lauter lachen, wenn ihr es ihnen sagtet. Es waren eben Elben." 2. du schreibst: „Ja, und jetzt fang mal an nachzudenken. Wenn der unermeßliche Genius des Prof.Tolkien schon 1917 mit seiner "Um/Neuschreibung skandinavisch/germanischer Mythen angefangen hat hätte er doch wohl in der Lage sein sollen ein einheitliches Bild von seinen Figuren zu schaffen, es sei denn zum Zeitpunkt von The Hobbit hatte er nicht díe geringste Ahnung was einmal aus dem Notizhaufen den er über die Jahrzehnte gesammelt hat mal werden sollte. Und das ist mehr als anzunehmen! Alles andere ist, wie Tolkiens Werk selbst, fiktion. [...]." >>ja: Tolkien wusste damals noch nicht, wie es weitergehen würde; das große drama kam erst später. allerdings darf man nicht vergessen, dass er parallel schon seit jahren (mindestens 14) an seiner mythologie arbeitete. manche elemente ordnen sich in das gesamtkonzept ein, andere nicht. z. b.: Gondolin findet schon erwähnung, aber es heißt dort noch „die orkkriege", was mit späterem nicht ganz zusammenstimmt. Elronds elben im „Hobbit", wie gesagt, sind noch lange nicht die Noldor des „Silmarillion". was den „Hobbit" selbst anbelangt: für kinder geschrieben, stellt er die dinge auf eine kindliche perspektive gezielt dar. solche geschichten erzählt man im rahmen einer mythologie eben auch. und das nicht alles „stimmt": wer die Artussagen durchstöbert, findet dort ebenfalls genügend widersprüche, von den liedern der „Edda" ganz zu schweigen; ebenso gibt es eine differenz zwischen diesen und ihren späteren „bearbeitungen" („sehr frei nach ..."). womit ich auch gut leben kann, genauso wie mit der verwandlung der hexen in eine alte frau, die tief im walde im pfefferkuchenhaus lebt und kleine kinder mästet, um sie dann zu braten ... auch das ist, in seinem kontext, sinnig und verständlich. 3. noch mal ein zitat aus dem vorigen passus: „Alles andere ist, wie Tolkiens Werk selbst, fiktion." >>ja, natürlich ist Tolkiens werk fiktion, ein literarisches werk - deiner meinung nach kein gutes, in ordnung; damit kann ich leben. doch einem (meinetwegen auch schlechten) dichter oder geschichtenerzähler vorzuwerfen, er erfinde fiktionen, erscheint mir unangebracht. Tolkien selbst hat in seinen kommentaren zu seinen notizen und entwürfen - und vor allem zur etymologie seiner wörter - sicherlich oftmals den anschein erweckt, bis in die letzte formulierung, als sei das ganze in der tat irgendwo organisch und über lange zeiträume historisch gewachsen, aber auch damit kann ich leben: entweder ist es die letzte raffinesse, oder er hat tatsächlich dran geglaubt, das konnte er halten, wie er wollte - das ist mir als leser egal, denn ich für mein teil weiß, dass ich hier belletristik und nicht geschichte oder „echte" mythologie lese (soweit das wort „echt" bei mythologien einen sinn macht). 4. du schreibst: „Tatsache ist das Tolkien einen Berg skandinavisch/germanischer Mythen genommen hat, sie in einen Mixer gestopft, durchgequirrlt und daraus seinen eigenen Kuchen gemacht hat. Kennt man sich allerdings mit diesen Mythologiekreisen aus zerfällt Tolkiens Werk in ein recht uninspieriertes Machwerk, dessen übertriebener Ruhm nicht zuletzt mit dem Zeitpunkt der Veröffentlichung und nicht der Qualität zu tun hat. Es ließe sich ein mächtiger Katalog erstellen von Namen ect. aus Tolkien Werk die er nicht einmal abgeändert sonder glatt abgeschrieben hat, und solcherlei Vorgehen zeichnet einen guten Autor nicht aus. Nicht einmal die Zwergen Runen sind von ihm; älteres Futhark. Andere Schriften hat er von alten Alchimistischen Schriften. Naja, könnte man jetzt Stundenlang weiter machen." >> unter dem gesichtspunkt der ausgangslage betrachtet ist auch das kein problem. stell dir vor, was Tolkien gern gehabt hätte, nämlich einen vorfahren der briten mit einiger poetischer begabung, der in seiner hütte sitzt oder auf dem marktplatz oder unter einer eiche und ab und einem fahrenden geschichtenerzähler zuhört; der das, was er gehört hat, seinen kindern weitererzählt, die es ihren weitererzählen, und so weiter ... irgendwann schreibt es jemand auf, und dann ist aus dem zwerg ein zauberer geworden, nur der name hat überlebt. und all dies passiert auch den „echten" mythologien - z. B. in folgendem wikipedia-auszug heißt es: „Baal (auch Bhaal, Bel, vgl. Marduk) ist ein ursprünglich in Syrien verehrter kanaanäischer Wetter- und Fruchtbarkeitsgott. Er verkörpert Fruchtbarkeit, Sexualität und Leben. Das Wort Baal bedeutet zunächst einfach Herr, Meister, Besitzer, Ehemann, König oder Gott. Baal ist der allgegenwärtige Gott der kanaanäischen Götterwelt, jedoch nicht der Hauptgott (dieser heißt El). In der Bibel wird der Ausdruck Baal synonym als Name für eine Reihe von Lokalgottheiten verwendet; das Wort Baal erscheint jedoch auch öfters in seiner nichtreligiösen Bedeutung. [...] Auch das Wort Beelzebub, oder Baal-Sebub/Beelzebul, (Herr der Fliegen) geht auf Baal zurück und stellt im Neuen Testament eine Bezeichnung für den Teufel dar. Das Wort ist jedoch eine Verballhornung. Es ist anzunehmen, dass es eine Verwandtschaft oder gar Identität zu einigen anderen Göttern abendländischer Mythologien gibt - z.B. dem keltischen Bel (siehe das Jahresfest Beltane oder Walpurgis) oder dem nordischen Baldr, Baldur oder Balder." [Enzyklopädie: Baal (Gott). DB Sonderband: Wikipedia Herbst 2004, S. 20325f] vom wetter- und fruchtbarkeitsgott zum teufel ist es ebenfalls ein ganz schöner weg ... oder, wie lt. Brockhaus 3, s. 13, vom stadtgott vom Ekron zum Obersten der Dämonen ... Matthäus hat einfach aus 2. Könige 1 „geklaut" und noch ein bisschen umgeschrieben ... :-)) man kann über die qualität von Tolkiens dichtungen sicherlich streiten (z. b. über figurenzeichnung und sprachliches, da gibt es einiges kritisch anzumerken), aber im inhaltlichen kontext seines werkes ergeben solche „diebstähle" und „verquirlungen" durchaus einen angemessenen sinn. ob's auch noch gefällt oder lesbar ist, ist eine andere sache. da du Felix Dahn bemühst, bemüh ich jetzt auch ein paar andere dichter: wenn ich überlege, wie viele geschichten es über zwei unglücklich liebende gibt, die aus verfeindeten familien stammen und nicht zusammenkommen und dann den tod erleiden, dann muss auch Shakespeare sich „uninspiriert" nennen lassen: „Die Geschichte von Romeo und Julia war ein beliebter literarischer Stof im 15. und 16. Jahrhundert. Unmittelbare Quelle für Shakesspera ist das Gedicht The Tragical History of Romeo and Juliet, verfasst 1562 von Arthur Brooke auf der Grundlage einer italienischen Novelle von Nandello. Shakespeare änderte wenig am Inhalt [sic!], aber die dramatische Gestaltung ist ganz seine eigene Leistung." (William Shakespeare, Romeo und Julia, Stuttgart: Reclam 2002, S. 124) ... Brecht hat bei John Gay „The Beggar's Opera" geklaut, usw. usw. - wenn das gängige literarische praxis immer gewesen ist und immer bleiben wird, dann zielt die beurteilung der kreativität eines autors u. a. auch auf die elemente, die er neu eingebracht hat, und auf seine kreativität beim umschmelzen und synthetisieren der vorgefundenen. da ist mir um Tolkien und sein „Silmarillion" - eigentlich nicht bange. „uninspiriert" kann man diese arbeit wohl nicht nennen, denn was er an eigenständigem eingebracht hat, was sich in keiner mythologie der welt findet, ist immer noch mehr als genug. |
| CocaCola | Hier hab ich ja was angefangen^^ Also ich würde mal behaupten das das Silmarillon lediglich das Hintergrundwissen ist, es soll kein Roman sein, wie jetzt der kleine Hobbit oder der Herr der Ringe, sondern eher eine Aufklärung und Aufzählung um Zusammenhänge zu verdeutlichen. Ich finde es genial und ich denke nicht das einer von den Kritikern hier, dazu in der Lage wären komplette Zeitalter zu erfinden oder allein auf diese Idee kommen könnten. Tolkien hat mit seinen Bücher Meisterwerke geleistete. Daran sollten auch die Leute denken denen die Bücher zu hoch waren und sich deswegen negativ darüber äußern. Aber danke das so viel geantwortet haben. liebe grüße |
| shikibu | ich les' es gerade, bin etwa in der hälfte. nun gut. bei "von den ersten menschen im westen" :rolleyes: an manchen stellen vielleicht etwas langatmig geschrieben, aber auf keinen fall langweilig. |
| dyonor | ja - falls das vielleicht über meinen (eigentlich unbeabsichtigt) langen diskussionsbeiträgen etwas verloren gegangen ist, sag ich es hier nun in aller kürze: ich mag das buch sehr, hab es schon 5- oder 6mal gelesen. bei jedem lesen gefällt's mir besser. |
| Kappabani | @ dyonor Zitat: "...etwas sachlichkeit deiner sache nicht förderlicher?" Ich bin überrascht das du mir den Ratschlag gibts, über dir Form wie ich meine Sache vorbringe gedanken zu machen. Aber ich denke; weder bin ich in der Schule noch ist hier irgend einer mein Prof. oder Lehrer. es gibt also keinen Anlaß eine bestimmte Form zu wahren und wer die durchaus sachlichen Informationen nicht von meinen emotionalen Ausbrüchen, die ich denke ich immer deutlich mache, trennen kann der tut es eben nicht - Punkt. Zitat: "...in der englisches sprache auch „elf" ..." Alles richtig! Aber wo du eben bei Form und Ausdruck warst solltest du evt. mal überlegen das dein text über die Elfen den Eindruck vermittelt das Tolkiens Elfen von eben den kleinen Flatterfiechern stammen und das ist wie du wohl zugeben mußt unsinn. Da eben auch das Wort Elf aus dem skandinavischen kommt was bei deinem Text aber nicht gesagt wird sondern eben es so erscheint das das Wort Elf aus dem englischen ist und Tolkiens Elfen davon abstammen. Persönlich denke ich waren die Tuatha de Dannan Vorblib von Tolkiens Elfen da deren Geschichte "sehr" ähnlich der Elfen Tolkiens ist. Zitat: "...bezeichnungen schwankt..." Womit du bestätigt was ich schon die ganze Zeit sage: nämlich das Tolkien, wie jeder andere Autor auch, seine Werke immer wieder überarbeitet hat. Warum weis nur er. Aber genau deshalb ist er kein Genie – wie es immer gern von ihm propagiert wird! Zitat: "....deiner meinung nach kein gutes...." Da müßte ich ja glatt vermuten mit dieser Meinung alleine zu stehen. Dem ist aber nicht so - nur bin ich derjenige der sich die Zeit nimmt und sein Maul aufmacht. Zitat: "...vorzuwerfen, er erfinde fiktionen......" Das solltest du noch mal genauer lesen: es geht nicht um Tolkiens Werk sondern die Aussagen und Behauptungen ÜBER sein Werk. Diese sind zum Großteil genauso Fiktion wie sein Werk – Wunschträumerei, Wahnsinn. Ich war im Ersten Deutschen Fantsy Club e.V., die haben eine Reihe von sekundär Literatur über Tolkien gebracht. Wenn du lesen würdest was dort allen ernstes Leute behaupten wirds dir schwindelig! Und der E.D.F.C. e.V. hät sich für intellektuel und Professionell, die veröffentlichen nur fundierte Sachen. *hust-hust* Zitat: "...im inhaltlichen kontext seines werkes ergeben solche „diebstähle" und „verquirlungen" durchaus einen angemessenen sinn. ob's auch noch gefällt oder lesbar ist, ist eine andere sache. " Läst sich nichts dagegen sagen. Will ich auch gar nicht. Aber das es so ist macht sein Werk nicht ausergewöhnlich! @ Kronos Zitat: "Soso.....und du hältst dich wohl für so einen Kenner!!???" Und dagegen kannst du nicht einmal was machen es sei denn du BEWEIST das Gegenteil! Viel Spaß! ;) Zitat: "...Tolkien hat auch von sich nie behauptet ...." Ihr scheint immer zu glauben ich würde das nicht wissen!? Nur ist es so das Tolkien der MENSCH unwichtig ist bei der Besprechung seines Werkes, es sei denn man man möchte es interpretieren, da wäre dann seine Lebensgeschichte nicht unwichtig. Aber bei der Beurteilung eines Werkes ist die Art wie der Schöpfer war total belanglos! Ich fände es interessant wenn all die "Die Hard" Fans Tolkiens - oder besser gesagt "DHDR" - denn die fans verehren ja das Buch und nicht den mann, sich auch eine Scheibe von Tolkiens Bescheidenheit abschneiden würden wenn sie schon jeden auf die nase binden was für ein unaufdringlicher Mensch er war. Vom "Buch des Jahrhunderts", "Schöpfer der modernen Fantasy" ect. oder Kommentaren wie "Wer Tolkien mochte wird auch dieses Buch lieben!"(womit ein Qualitäts Standart gesetzt wird), zu sprechen ist aber, wie du wohl oder übel zugeben mußt alles andere als bescheiden und, wie ich mir vorstellen könnte auch überhaupt nicht in Tolkiens Sinn. der ganze Kokolores rund um DHDR gleicht dem Tanz ums goldene Kalb - wo vorhin schon irgend jemand auf die Bibel anspielt. Zitat: "Sein Erfolg zeigt, dass er kein "großer" (wer kann sich anmaßen so etwas zu definieren??) Schriftsteller sein musste..... - die Erfolgsgeschichte v.a. des HdR verlaufen ist....!!! " Na, ich bin nicht derjenige der Tolkien als den oberkrassesten aller Schriftsteller darstellt. Für mich ist DHDR auch nicht das Buch des Jahrhunderts oder der beste aller Fantasy Autoren. Ja, die Geschichte DHDR - schauen wir doch mal: in Englang erschienen in der Nachkriegszeit, einziges Land das während und auch nach dem Krieg Phantastische Literatur veröffentlicht war Amerika. In England und Deutschland gabs NICHTS.Kontrast zwischen zerbombter Realität und grünen Fantasywelt ist offensichtlich. Damit wäre DHDR astreine Fluchtliteratur. In Deutschland veröffentlicht in einer "wilden" Studenten Zeit die alle nach dem politischen Schlaraffenland gesucht haben und es fanden.....wenn auch nicht auf dieser Erde. In den achtzigern und neunzigern so gut wie verschwunden - immer im Regal aber ohne besonderes Augenmerk. 2000 wieder reanimiert durch die erneute Verfilmung. Ich sehe da keinen Aspekt der die Qualität berücksichtig - nur die Verkaufbarkeit - die sicherlich nicht Tolkiens Motiv. Tolkien war Erfolg so bedeutungslos wie die Bedeutungsloseste Sache die du dir vorstellen kannst. Das ist der Unterschied zwischen ihm und vieler seiner Fans. @ CocaCola Zitat: "....Meisterwerke geleistete..." Dazu hast du reichlich Kommentare in vorangegangenen Texten meinerseits. Somit wärst du also einer derjenigen der sagen kann was ein Meisterwerk ist und was nicht. Darin liegt natürlich die Tücke das ICH dann derjenige bin der sagen kann was KEIN Meisterwerk ist. :rolleyes: Zitat: "...denen die Bücher zu hoch waren und sich deswegen negativ darüber äußern." Ay....... ich möchte lieber nicht betrachten welch arrogante und rassistische Aussage das ist sondern eher davon ausgehen das du es nicht so gemeint hast wie es da steht. Falls du nicht wissen solltest was ich meine: jemanden für DUMM zu verkaufen der kritisiert was DU "persönlich" toll findest ist sowohl arrogant als auch sozial Rassismus. Ganz nach dem Motte: "Du bist dumm also zählt deine Meinung nicht!" Mit solchen Äuserungen wäre ich bei anderen Leuten vorsichtiger, ich kann das ab weil ich auf sowas nichts gebe da du überhaupt keine Ahnung hast wer ich bin und was ich weis. |
| dyonor | @Kappabani [QUOTE][i]Original geschrieben von Kappabani [/i] [B]@ dyonor Zitat: Aber wo du eben bei Form und Ausdruck warst solltest du evt. mal überlegen das dein text über die Elfen den Eindruck vermittelt das Tolkiens Elfen von eben den kleinen Flatterfiechern stammen und das ist wie du wohl zugeben mußt unsinn. >> wenn der eindruck entstanden sein sollte, dann tut es mir leid. es ist meiner ansicht nach genau umgekehrt: die "kleinen flatterviecher" sind diejenigen elbischen wesen, die in Mittelerde geblieben sind und immer mehr dahinschwanden. also nicht die großen elben stammen von ihnen ab, sondern sie von denen ... oder sie sind diese, durch die jahrtausende hindurch kleiner und kraftloser geworden. Zitat: "...bezeichnungen schwankt..." Womit du bestätigt was ich schon die ganze Zeit sage: nämlich das Tolkien, wie jeder andere Autor auch, seine Werke immer wieder überarbeitet hat. Warum weis nur er. Aber genau deshalb ist er kein Genie – wie es immer gern von ihm propagiert wird! >> hm. ich halte Tolkien auch nicht für ein genie. die bezeichnung ist für andere autoren reserviert. Zitat: "....deiner meinung nach kein gutes...." Da müßte ich ja glatt vermuten mit dieser Meinung alleine zu stehen. Dem ist aber nicht so - nur bin ich derjenige der sich die Zeit nimmt und sein Maul aufmacht. >> dass ich schreibe "deiner eminung nach", impliziert nirgendwo, dass ich denke, du bist der einzige, der dieser meinung ist. in der tat kenne ich noch andere leute, die nix von Tolkien halten, oder nicht viel, aus den unterschiedlichsten gründen. also bitte schön: "deiner meinung und der meinung vieler anderer nach". und auch damit habe ich immer noch kein problem. Zitat: Das solltest du noch mal genauer lesen: es geht nicht um Tolkiens Werk sondern die Aussagen und Behauptungen ÜBER sein Werk. Diese sind zum Großteil genauso Fiktion wie sein Werk – Wunschträumerei, Wahnsinn. Ich war im Ersten Deutschen Fantsy Club e.V., die haben eine Reihe von sekundär Literatur über Tolkien gebracht. Wenn du lesen würdest was dort allen ernstes Leute behaupten wirds dir schwindelig! Und der E.D.F.C. e.V. hät sich für intellektuel und Professionell, die veröffentlichen nur fundierte Sachen. *hust-hust* >> ich glaub schon, dass es leute gibt, die sich da hineinsteigern können. ich gehöre nicht dazu. aber mir schwant langsam, warum du so emotional reagierst ... ich kenne dergleichen clubs und bin auch in keinem davon mehr verblieben, weil mir die geistigen endlosschleifen irgendwann doch zu viel wurden. Zitat: "...im inhaltlichen kontext seines werkes ergeben solche „diebstähle" und „verquirlungen" durchaus einen angemessenen sinn. ob's auch noch gefällt oder lesbar ist, ist eine andere sache. " Läst sich nichts dagegen sagen. Will ich auch gar nicht. Aber das es so ist macht sein Werk nicht ausergewöhnlich! >> das habe ich auch nicht behauptet. zwischen "gutes buch, das ich gern lese" und "außergewöhnlich" ist wohl doch ein unterschied. tschüss, bis dann! dyonor |
| Kronos | Zitat: "...Zitat: "Soso.....und du hältst dich wohl für so einen Kenner!!???" Und dagegen kannst du nicht einmal was machen es sei denn du BEWEIST das Gegenteil! Viel Spaß!" Hatte ich nicht vor, aber es gibt auch andere Leute, die sich ganz gut in dem Bereich auskennen...!!! ;-) Zitat: "...Vom "Buch des Jahrhunderts", "Schöpfer der modernen Fantasy" ect. oder Kommentaren wie "Wer Tolkien mochte wird auch dieses Buch lieben!"(womit ein Qualitäts Standart gesetzt wird), zu sprechen ist aber, wie du wohl oder übel zugeben mußt alles andere als bescheiden und, wie ich mir vorstellen könnte auch überhaupt nicht in Tolkiens Sinn. der ganze Kokolores rund um DHDR gleicht dem Tanz ums goldene Kalb - wo vorhin schon irgend jemand auf die Bibel anspielt." Bin ich ganz deiner Meinung!!! Wer in Tolkiens Sinne seine Werke "ehren" (ich weiß,..übertriebenes Wort) will, sollte sich lieber im Stillen daran erfreuen und kein unnötiges "Tamtam" darum machen!! Zitat: "...Ja, die Geschichte DHDR - schauen wir doch mal" (--> Siehe "[URL=http://http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=1048582#post1048582]Bester Fantasy-Autor[/URL] ") Is nich ganz so wie du es darstellst!!! Zitat: "...In Deutschland veröffentlicht in einer "wilden" Studenten Zeit die alle nach dem politischen Schlaraffenland gesucht haben und es fanden.....wenn auch nicht auf dieser Erde." Also es mag ja im HDR viele Aspekte geben, die den Idealen der Studenten in den 60ger Jahren entspricht (z.B. Umwelt) aber sicher nicht die totalitären Herrschaftsformen (Monarchie, Aristokratie, etc.) im dem Werk!!! So zum Schluß muss ich sagen, dass es trotz unserer unterschiedlichen Meinungen Spaß macht mit dir zu diskutieren!! ;) |
| CocaCola | Okay ich gebe zu du hast recht, ich hab mich ersten falsch ausgedrückt und zweitens wars dumm. Aber das er Meisterwerke geschrieben hat, sage ich nicht weil ich es Persönlich so finde, ich mein ich finds schon. Sondern ich hab einfach verallgemeinert. Ich mein es gibt auch genau andere Dinge, die als Meisterwerke bezeichnet werden. Was aber dennoch geschmackssache ist. Ob man jetzt von Bildern, Bücher oder sonst was ausgeht. Oder nicht? |
| Gwendariel | [SIZE=3]JAAAAAA ICH LIEEEEBE DAS SILMARILLION[/SIZE] Mein ULTIMATIVES Lieblingsbuch:D [img]http://www.mainzelahr.de/smile/froehlich/win.gif[/img] Finde ich ultratoll, dass mal n Thread zu diesem wirklich göttlichen Buch gemacht wurde.. Liebe Grüsse |
| Kappabani | @ Dyonor & Kronos Hi! Ich hab jetzt nicht soviel Zeit zum Antworten hab uns aber mal einen extra Threath aufgemacht damit wir diesen nicht so voll schreiben. Mag noch andere geben die sich für unsere Diskussion interessieren aber auch viele die es nicht tun. Also posted doch bitte eure letzten texte in den: "K -D- K's Ba-ba Runde" Threath und dann toben wir uns da aus. ;) |
| Araniel | ich weiß nicht was alle haben. Sicher kann man das Silmarillion in seine Einzelbestandteile zerpflücken, aber was bringt das Ganze? Nur das, dass man sich wieder unnötig aufregt. Ich habe auch bemerkt, dass sich Tolkien einiges (sogar sehr viel) abgekupfert hat und dennoch liebe ich dieses Buch. Man versteht nachher einfach den HdR besser und außerdem sind es wunderschöne geschichten. LG Araniel |
| Darket | Ok, ohne jetzt mit derartigem Hintergrundwissen daherzukommen: Ich lese an sich gern Tolkien, aber das Silmarillion ist, um es mit nur einem Wort auszudrücken: anstrengend. |
| gekitsu | anstrengend, aber auch belohnend. :) |
| Lómengarmo | >außerdem sollte man sich vor augen führen, dass Tolkien durchaus einen plan hatte - er wollte eine mythologie für England schreiben, was er auch getan hat; und wie jede mythologie ist sein werk variiert und vielfältig (siehe z. B. die Sifrit-sage ...) Mehr noch, es ist sogar absichtlich so geschrieben, als sei es von verschiedenen Autoren in verschiedenen Stilen zusammengetragen. Das liegt einfach an der ursprünglich geplanten Rahmenhandlung, in der die Texte eben wirklich zusammengestellte Einzeltexte sind, die der angelsächsische Seemann Ælfwine auf Tol Eressea liest. >Ich empfand, daß man ihm sehr anmerkt, daß es ein Alterswerk von Tolkien ist Es ist alles, nur kein "Alterswerk"! Lange vor dem Hobbit, geschweige denn dem Lord of the Rings hat Tolkien am Silmarillion geschrieben. Es war sein Hauptwerk und das, woran sein Herz hing und war er einfach über Jahrzehnte hinweg immer und immer und immerwieder überarbeitet hat. Zwischendurch hat er es immerwieder beiseite gelegt, um z.B. den Hobbit zu schreiben (der eigentlich nie als Teil seiner Silmarillion-Welt gedacht war, aber beim Schreiben irgendwie dazu wurde) oder später dessen Fortsetzung, in der er weitere Geschichten mit Hobbbits erzählen wollte, was aber ungeahnte Ausmaße annahm und letztlich zu seinem bekanntesten Werk geworden ist. Für Tolkien aber war das Silmarillion aber nach wie vor das Zentrum seines Schaffens und wenige Jahre vor seinem Tod kommentiert er in einem Brief, dass er unbedingt noch elbische Grammatiken und Wörterbücher herausbringen will, aber auch weitere Geschichten (sprich: endlich das Silmarillion) und er sich nicht wirklich entscheiden kann. Nunja, versucht hat er wohl beides, aber fertig bekommen hat er nicht eines davon... >Was aber für mich auf der Strecke blieb, war die Ironie und die liebevolle Behandlung der Charaktere. Was durchaus Absicht ist. Es ist nunmal nicht als Roman gedacht und hat somit keine Hauptfigur in deren Gedankenwelt und Wahrnehmung man eintaucht. Es ist eine fiktive, sozusagen pseudo-historische Legendensammlung. >insofern macht die deutsche übersetzung „elben" sinn (eigentlich ist „elf" ja „elfe" und „elves" der bekannte plural); aber die elben sind eben keine elfen Mitnichten. Das deutsche Wort für diese Wesen (die den Tolkienschen "Elves" durchaus ähnlich waren, vgl. die irischen "fairies", ein Wort, das Tolkien anfangs auch verwendet hat) ist historisch gesehen eigentlich [b]Alb[/b] (wie im Albtraum, dort schon mit dem negativeren, gewandelten Bild), oder [b]Elb[/b] (wie in Heinrich von Morungens Lied "von den elben wirt entsehen vil manic man" [=Von den Elben ward verzaubert schon so mancher Mann]). Es ist nur so, dass das Wort in Vergessenheit geriet, zunächst vermutlich, weil die Aufklärung den Glauben an solche Wesen verdrängt hat. Dann kam die Übersetzung von Shakespeares "Midsummer-night's dream", wo der Übersetzer aus irgendeinem Grunde "elf" unverändert ins Deutsche übersetzt hat (vermutlich kannte er das deutsche Wort einfach nicht mehr), womit nicht nur das Wort, sondern auch die Vorstellung der Shakespeareschen Blumenelfen in den deutschen Sprachraum kam (vermutlich gehen übrigens sämtliche Formen auf Lat. [b]albus[/b] (weiß) zurück). Bereits die Gebrüder Grimm aber waren sich der Existenz des Wortes bewusst und führen es in ihren Schriften und Wörterbüchern. Tolkien als Professor der germanischen Sprachen war sich der Existenz einer eigenen deutschen Form, die zudem auch noch nicht die durch Shakespeare verfremdete Bedeutung hat, voll und ganz bewusst und schlug selbst in einer Liste mit Hinweisen für mögliche Übersetzer des HdR (also weit vor der Carroux-Übersetzung) vor, [b]Alb[/b] oder [b]Elb[/b] zu benutzen und bedauerte es sogar, dass dieses quasi unverdorbene Wort im Englischen nicht passt. Die Elben, die bleiben und schwinden sind ein konkretes und stehendes Konzept Tolkiens (siehe "Laws and Customs among the Eldar" in "History of Middle-earth 10: Morgoth's Ring") und hat nichts mit einer fiktiven Unterscheidung zwischen [b]Elf[/b] und [b]Elb[/b] zu tun. >Tatsache ist das Tolkien einen Berg skandinavisch/germanischer Mythen genommen hat, sie in einen Mixer gestopft, durchgequirrlt und daraus seinen eigenen Kuchen gemacht hat. Wenn man es unbedingt negativ ausdrücen will, ja. Tatsache ist, dass Tolkien genau das tat (wenn auch auf höchst kreative Weise, die einem durchaus auffällt, wenn man sich damit einmal richtig auseinandersetzt, gerade wenn man die "Originale" kennt), denn es war nicht seine Intention etwas völlig neues zu schaffen, sondern eine britische Form dessen zu schaffen, was andernorts auch die Iren und Skandinavier vollbracht haben. Auch dort gibt es Überschneidungen und Tolkien wollte nichts, als eine weitere Form in diese Reihe einfügen, die so existiert haben könnte, wenn das Wissen um die Britannier nicht verloren gegangen wäre (danke Römer, danke Angelsachsen, danke Normannen). Das wird besonders deutlich in seinen früheren Schöpfungsphasen, als er noch viel konkretere Bezüge zu der tatsächlichen Mythologie der nordeuropäischen Völker einbaute, vor allem auch viele linguistische Spielereien, die teils z.B. den etymologisch nicht identifizierbaren Namen der nordischen oder keltischen Götter und Sagengestalten fiktive elbische Wurzeln voranstellte. >Es ließe sich ein mächtiger Katalog erstellen von Namen ect. aus Tolkien Werk die er nicht einmal abgeändert sonder glatt abgeschrieben hat, und solcherlei Vorgehen zeichnet einen guten Autor nicht aus. Auch dies zeugt eher von deiner Ignoranz, wenn ich das einmal so unverschämt sagen darf. Es ging Tolkien immer zu sehr großen Teilen (teils fast ausschließlich) um seine Sprachen bzw. ein konsequentes Behandeln der Sprachen. So hat er das fiktive "Westron" mit Englisch "übersetzt", weil es die Allgemeinsprache ist und von den Hobbits verstanden wurde, deren Perspektive im HdR sehr sehr wichtig ist. In Rohan z.B. sprach man eine nah verwandte Sprache, die sich aber in einigen Aspekten archaischer Gehalten hat. Dies hat Tolkien also mit Angelsächsisch übersetzt, also mit dem Hintergedanken, dass Westron und Rohirrisch etwa so verwandt sind, wie modernes Englisch und Angelsächsisch. So, und nun kommen noch völlig andere Menschen im Norden dazu, die eine widerum stammverwandte Sprache sprechen, aber aus einer nördlicheren Region kommen und die Verwandschaft der Sprachen ist auch nicht mehr so groß. Was wäre da logischer, als dies mit Altnordisch zu "übersetzen"? So wundert es nicht, dass die Zwerge im Hobbit sowie auch Gandalf Namen tragen, die allesamt in der Völuspá als Zwergennamen aufgeführt sind. Daraus machte Tolkien aber widerum keinen Hehl. >Nicht einmal die Zwergen Runen sind von ihm; älteres Futhark. Widerum mitnichten. Im Hobbit benutzt er eine angelsächsische Form der Fuþark, ja, und auch das kommentiert er konkret. Die "Zwergenrunen" aber (eigentlich Elbenrunen, aber sei's drum), haben außer der äußeren Form nichts mit den Fuþark zu tun, sind im Gegenteil höchst logisch nach phonetischen Gesichtspunkten geordnete Zeichen, die sich viel eher mit dem welschen Bardenalphabet vergleichen lassen. >Andere Schriften hat er von alten Alchimistischen Schriften. Völliger Unsinn. Was für "alchimistische Schriften" sollten dies denn sein? Wer seine Unterlagen kennt, kann sehr schön nachvollziehen, wie sich über die Jahrzehnte die Formen seiner Buchstaben verändert und weiterentwickelt haben. Tolkien war nie zufrieden mit seinen Schöpfungen und veränderte und verbesserte sie stetig. Wenn er da einfach irgendwelche Schriften geklaut hätte, hätte er daran auch nicht mehr groß herumdoktorn müssen. Viel eher ist es auch hier wiedereinmal so, dass Tolkien verschiedenartigste Inspirationsquellen hatte und diese dann miteinander verband um sein eiegen Werk daraus zu konstruieren. So z.B. im Falle der Tengwar und Sarati die Benutzung diakritischer Vokalzeichen wie im Hebräischen oder Arabischen, bei den Sarati die "hängende" Schreibung an einem Balken wie bei den Devanâgarî, bei beiden widerum die bereits bei den Runen erwähnte bemerkenswerte Konsistenz innerhalb der logischen Lautanordnung. >Naja, könnte man jetzt Stundenlang weiter machen. Nur zu... |
| Trauerwesen | Hm, nur mein kurzer Senf dazu, habe das Buch auch noch nicht vollkommen gelesen. Ich denke, für Hintergründe und Vertiefungen hat das Buch was zu bieten, man sollte aber wohl doch bescheid wissen über den Ringkrieg usw, dann wird es auch interessant. Der Rest ist doch ein wenig zäh, habe daher bisher nur den Schluss gelesen, wo es halt um den Ring ging. Und diese Infos fand ich doch bereichernd, mal schauen, wie es beim Rest sein wird. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B]Hm, nur mein kurzer Senf dazu, habe das Buch auch noch nicht vollkommen gelesen. Ich denke, für Hintergründe und Vertiefungen hat das Buch was zu bieten, man sollte aber wohl doch bescheid wissen über den Ringkrieg usw, dann wird es auch interessant. [/B][/QUOTE] Umgekehrt wird erst ein Schuh daraus...! Der Herr der Ringe macht viel mehr Sinn, wenn man das Simarillion...undn am besten noch die Sammlung der "Verlorenen Geschichten" kennt. Nicht zuletzt weil man so erst gewisse Dinge speziell bezüglich der Valar, Maiar und Istari, Balrogs, Sauron, den Nazgul und der Elben versteht, die im HdR weitestgehend im "mystischen Dunkel" bleiben. Selbst die Herkunft der Orks wird im HdR nicht wirklich erklärt. Es wird zwar erwähnt das die Orks den Elben nachgeäfft seien, aber das die Orks von Morgoth [b]aus[/b] Dunkelelben gemacht wurden, bleibt unerwähnt. Genauso wie im HdR unerklärt bleibt, was es mit "Valinor" auf sich hat, außer das die Elben mit diesem Ziel Mittelerde verlassen. |
| Trauerwesen | Gut, Seneca, man versteht das ganze beim LotR besser, aber ich selber fand es dadurch interessanter, weil ich LotR kannte. Andersherum ist LotR sicherlich "einfacher", nur weiss ich nicht, ob sich wer dieses wissen aneignet, wenn er den LotR nicht kennt. Also eher bezüglich Interesse und eigene Auseinandersetzung, Wissensdurst oder eben irgendwie sowas. EDIT: Ich weiss halt nicht, ob ich mich damit auseinandergesetzt hätte, wenn ich LotR nicht gekannt hätte. |
| Seneca | Im Herr der Ringe ist der Handlungsstrang bei weitem nicht so weitläufig, dafür bekommen die Charaktere, sowie die Handlungsorte viel mehr "Farbe". Beim Silmarillion hat man stellenweise eher das Gefühl im "alten Testament" zu lesen. Die Figuren beiben im Laufe der Jahrtausende unscharf....einige sind recht eindimensional...speziell die Fürsten der Noldor...! |
| Lómengarmo | >Es wird zwar erwähnt das die Orks den Elben nachgeäfft seien, aber das die Orks von Morgoth aus Dunkelelben gemacht wurden, bleibt unerwähnt. Was auch nur ein Ansatz Tolkiens war. In den Sechzigern hat er eher mit dem Gedanken gespielt, die Orks von den Menschen abstammen zu lassen, aber da dies mit den früheren Quellen kollidiert wäre, hat Christopher Tolkien dagegen entschieden, als er das Silmarillion zusammengestellt hat. Dafür hätte er einfach diverse Stellen umschreiben müssen. >Beim Silmarillion hat man stellenweise eher das Gefühl im "alten Testament" zu lesen. >Die Figuren beiben im Laufe der Jahrtausende unscharf....einige sind recht eindimensional...speziell die Fürsten der Noldor...! Wie gesagt, alles voll intendiert. Ist eben elbische und númenórische Geschichtsschreibung, kein Roman. |
| ~luna-sue~ | Für einen Herr der Ringe Fan ist es ein Muss. Neugier siegt bei diesem Buch über alles!! Ich gestehe, es war für mich teils wirklich schwer immer wieder nach vorne Blättern, die Anlagen durchforsten..Erklärungen...aber es hat sich gelohnt. Hattet ihr danach zufällig auch das Gefühl von "Ich habe etwas geschafft"??? |