| Turrican | Früher habe ich, da das Geld nicht so dicke floß, viele Bücher gelesen, anstatt die Filme zu sehen. Auch heute noch, lese ich lieber so manches Buch, an statt die Filme dazu zu sehen. Wollte mal so hören, ob da noch wer so verfährt? Ich bin der Meinung, das die Bücher doch ein wenig besser sind, als ihre filmischen Umsetzungen. Was meint ihr? |
| Oneiroi | ave turrrican es ist nunmal so das man kein gutes buch immer gleichgut in die Filmwelt übertragen kann. Erstens mangelt es dabei an Zeit und Geld. Ich pers. mach es immer so das ich das Buch vorher lese und danach den Film anschauen gehe, denn ich schreibe viele Kritiken über Filme, somit kann man da gut unterscheiden. Jedoch sollte man aufpassen kein FIlm passt exakt zum Buch Kino ist für die Masse, das Buch nicht. |
| Xenomorph | Ich bin bisher so gut wie immer enttäuscht worden, wenn ich einen Film zu einem Buch, das ich vorher bereits gelesen hatte, gesehen habe... Meistens liegt es nicht einmal daran, dass der Film schlecht ist, sondern an der Tatsache, dass die filmische Umsetzung des literarischen Stoffes nicht mit der eigenen Interpretation des gelesenen Textes übereinstimmt, dass die Charaktere im Film nicht mit den eigenen Vorstellungen der entsprechenden Romanfiguren identisch sind... |
| Klarion | Bücher sind, wie ich finde ein guter Ersatz, bzw. Ausgleich zum Film. Abgesehen davon: "Books feed your head." Ich habe vor zwei Monaten meinen Kabelanschluß gekündigt, und hab mich anschließend gefragt, warum ich das nicht schon viel früher getan habe. Ich lese wesentlich lieber das eine oder andere Buch, als weiterhin für mieserable Programme, mit zuviel Werbung, zuviel Geld zu bezahlen. Ausserdem gibt es immerhin noch Kinos und DVD's. |
| Xenomorph | Ohne Filme könnte ich notfalls leben, ohne Bücher aber nicht... |
| Xenomorph | Das von Dürrenmatt kenne ich jetzt zwar nicht, aber ich erinnere mich jetzt, dass Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum" und das Buch von Arthur C. Clarke in etwa zeitgleich, als eine Art Simultanprojekt von Autor und Regisseur entstanden sind. Es handelt sich also bei dem Film nicht um eine Verfilmung des Romans und bei dem Buch umgekehrt nicht um eine Adaption des Films, bzw. des Drehbuchs, sondern um zwei eigenständige Variationen desselben Grundstoffes... Buch und Film unterscheiden sich daher teilweise ziemlich stark, was jedoch gewollt ist, und nicht auf die sonst so viel beanstandeten "Fehler" bei der Umsetzung des Stoffes zurückzuführen ist. Etwas anders verhält es sich bei "Clockwork Orange" von Anthony Burgess, hier war das Buch zwar zuerst da, doch das, was Kubrick in seinem Film daraus gemacht hat, ist keine "Verfilmung" des Buches und will auch nicht als solche verstanden werden... Sein Erfolgsgeheimnis bei diesem Film liegt vielmehr darin begründet, dass er erst gar nicht versucht hat, eine 1 : 1 Übertragung des Buches anzufertigen, denn wo dieser Anspruch erhoben wird, scheitern die meisten Literatur -"Verfilmungen"... |
| Xenomorph | Stimmt, das Buch ist um einiges heftiger als der Film...Nicht nur was die Gewaltszenen anbelangt: Es werden viel mehr "starrige Vecken tollschockt, um ihnen den letzten Deng abzunehmen" :D, sondern auch die Sprache: Im Buch von Burgess wird ein eigener Sprachstil für Alex und seine "Droogs" entwickelt, der in Kubricks Film nur ansatzweise Eingang gefunden hat...ja, das Buch solltest du lesen...Lohnt sich wirklich ;)... |
| Trauerwesen | Ich wurde bisher auch meistens enttäuscht von Romanverfilmungen, am wenigsten jedoch beim Herr der Ringe. Am meisten bei King-Verfilmungen und Thomas Harris' Hannibal. Nunja, es ist halt so, dass die Phantasie zu einiges in der Lage ist, und das kann man eben nicht immer auf die Leinwand bringen oder der Regisseur/Drehbuchautor hatte andere Interpretationen des Stoffes. |
| xaida | also ich hatte eine zeit, in der ich sehr gerne die bücher gelesen habe nachdem ich den film gesehen hab. aber, wie schon gesagt, die bücher sind doch oft ausführlicher. ich habe jetzt erst vor kurzem das buch zum film 'practical magic-zauberhafte schwestern' gelesen. ich liebe den film (ist aber auch schon älter) aber das buch... ich weiß nicht....wenn man film und buch getrennt sieht, dann ist das buch gut! ist schon sehr viel anders wie im film! also eigentlich kann man doch sagen, dass es die filmemacher oft nicht leicht haben, denn jeder, der das buch schon gelesen hat hat seine eigene vorstellung. |
| Desengano | für mich sind literaturverfilmungen wie theaterstücke. man hat eine textgrundlage und macht daraus bewegungen, bilder, schaulplätze, sprache etc. ich finde es interessant zu sehen, wie regisseure die bücher interpretieren. dass diese interpretationen nicht meinen phantasien entsprechen, ist ja klar. aber das ist auch nciht schlimm, finde ich. ich finde es auch nciht schlimm, wenn man erst den film schaut und dann das buch liest.. der vergleich ist einfach interessant, nicht die reihenfolge. also für mich :cool: ich hab zum beispiel erst von fight club den film gesehen. ich liebe diesen film. und dann hab cih ein theaterstück gesehen, was zwar viel zu lang, aber gut war. das theaterstück sollte sich angeblich komplett auf das buch beziehen. aber es gab viele elemente, die mir einfach von den bewegungen der schauspieler, sehr nach dem film aussahen. wenn cih dann eines tages mal zeit habe, werde ich auf jeden fall mal das buch lesen. einfach für den vergleich zwischen den 3 medien und einfach zu schauen, wer jetzt eigentlich was woher übernahm und was die regisseure selbst hinzu gefügt haben. ich liebe filme gleichermaßen wie bücher. für mich gibt es keinen favoriten. mal ist das buch besser, mal der film. aber ich denke nicht, dass man z.b. eine eins zu eins übertragung verteufeln sollte. auch das kann funktionieren (wenn man jetzt nicht ALLES übernimmt, aber sich dennoch eng an das buch hält). kommt wieder auf den regisseur, das buch etc an. ich finde also persönlich, dass man sich seine meinung fall zu fall neu bilden sollte. ich halte übrigens nicht von werktreue. ;) weil sie meiner meinung nach, eh nciht 100%ig möglich ist. *winkz* achja.. [QUOTE]Darum ist es sinnvoller, der Filmemacher nimmt nur die Kernaussage des Buches und sonst noch einiges dazu und macht damit was eigenes...[/QUOTE] auch bei einer 1:1 übertragung MUSS der filmemacher eigenes einbringen. denn ein buch kann nie so genau landschaften und umgebungen z.b. beschreiben, wie ein film es kann. es geht nie ohne interpretation und man kann sich auch sehr genau an den text halten udn trotzdem einen guten film machen. nur weil der film nciht den phantasien der zuschauen entspricht oder den phantasien zu dicht ist, muss er ja nicht schlecht sein. |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von serene_fall [/i] [B]Darum ist es sinnvoller, der Filmemacher nimmt nur die Kernaussage des Buches und sonst noch einiges dazu und macht damit was eigenes... [/B][/QUOTE] Das kann aber auch in die Hose gehen, nämlich dann, wenn ein Regisseur die Kernaussage eines Textes nicht versteht... Das zeigt sich besonders deutlich dann, wenn es zu einem Buch mehr als nur eine Verfilmung gibt.... Beispielsweise "Solaris" von Stanislav Lem: Der Film von Andreij Tarkovski hat sich präzise auf die Kernaussage des Buches bezogen, und sie auf sehr gelungene Weise in den Film einfließen lassen...Der neue "Solaris" von Steven Soderbergh war dagegen einfach nur scheiße: Dumm und oberflächlich...Die tiefere Bedeutungsebene dieses Buches hat der Regisseur völlig übersehen, bzw. ignoriert, der Film erschöpfte sich im vordergründigen und banalen, ohne jemals auf die Kernaussage von Lems Roman einzugehen... Es gibt also durchaus Qualitätsunterschiede, gute und schlechte Interpretationen desselben Buches... |
| Lucifer_Sam | Man kann Buch und Film nicht gleichsetzen. Beide bieten dem 'Schöpfer' ausdrucksmöglichkeiten, die es nur in dem jeweiligen Medium gibt. Klar gibt es genug Literaturverfilmungen, die es schaffen die Atmosohäre des Buches zu transportieren, aber das geht bei weitem nicht mit allen Geschichten. Beide Medien brauchen eine ganz eigene Herangehensweise. Ein guter Film schafft es ohne Worte in einer Szene eine gewisse Stimmung usw. nur durch den einsatz der filmischen Ausdrucksmittel zu schaffen; Genau umgekehrt ist es bei einem Buch. Es besteht nur aus Worten & wenn es an einer Stelle Bilder braucht, um zu funktionieren, dann stimmt etwas nicht :) Es ist ja auch eine Frage, was der Filmemacher eigentlich will. Will er Werkgetreu arbeiten, oder hat er ein Studio im Nacken, daß gern hätte daß seine 50 Mio $ Profit abwerfen... Wobei man jetzt nicht denken sollte, daß Bücher besser wären als Filme. Nur mal um die Zahlen zu nennen: 10 % der Bücher die bei uns erscheinen, machen 90 % des Umsatzes aus... |
| jorinde | ich lese auch immer zuerst die bücher zum jeweiligen film.. und bin hinterher immer von der jeweiligen filmumsetzung entäusch.. naja, fast immer... zum einen fande ich den film zu herr der ringe wesentlich spannender als die bücher.. und zum anderen hat mir die verfilmung von 'der club dumas' ebenso gut gefallen wie das buch (der film heißt übrigens: die neun pforten) besonders gut daran gefallen hat mir das die beiden sich nur aneinander anlehnen und alles andere als exakt gleich sind..selbt die enden sind unterschiedlicher natur und die zweithandlung die im buch noch nebenher läuft fehlt im film ganz... buch und film sind beide wirklich sehr schön, haben aber nur wenig miteinander zu tun bis auf einen gewissen roten faden von all den anderen verfilmungen bin ich bisher eher nur enttäuscht worden und habe jedes mal doch bereut die bilder in meinem geist die sich durch das lesen des buches gebildet hatten, mit den bildern des filmes überlagert zu haben :confused: |
| Lucifer_Sam | Das mit dem Buch zum Film ist ja auch so ne Sache für sich. Soweit ich weiß, waren ja die Bücher zu den HdR-Filmen auch keine Originalfassungen; wobei Tolkien literarisch auch nicht allzu wertvoll ist :) |
| jorinde | ich hab die originalfassungen dazu gelesen..oder besser gesagt, mich durchgekämpft,..allso kann ich da zu den büchern zum film mal nix sagen (aber du hast recht..bücher NACH dem film sind eher mal..ungenügend *drop*) aber letzters kann ich unterschreiben.. ich kann keinem werk von tolkien wirklich jene magische tiefe abgewinnen von der ich so häufig höre.. entweder habe ich keinen oder nur wenig geschmack in der hinsicht..oder..nyo, ich bin da nicht so die zielgruppe für *schulterzuck* |
| VivaMoz! | Bücher sind mir sowieso lieber als Filme, erst recht als die sogenannten "Filme zum Buch", von denen ich in der Regel recht enttäuscht bin. Ich sehe mir recht selten Filme an. Aber wenn mein Kopf mal wieder raucht und ich Zerstreuung suche, darf ein Film dann doch mal herhalten. |
| Turrican | Kennt wer das Buch "Gottes Werk und Teufels Beitrag", von John Irving?? Da wird gesagt, das die filmische Umsetzung sehr gelungen sei, aber wer, das Buch gelesen hat, da bin ich mir sicher, ist da wirklich anderer Meinung. Im Buch ist dermaßen viel einfach ganz anders, das schmerzt, wenn man den Film sieht. |
| Xenomorph | Hm, Buch und Film kenne ich zwar nicht, aber ich denke mir, dass der Film vielleicht gerade deswegen gelungen ist, weil sich der Regisseur dabei nicht sklavisch an die Vorlage gehalten hat...Genau wie Kubrick bei "Clockwork Orange", wo auch vieles anders ist als im Buch, hat er sich ganz bewußt eine eine eigenständige interpretation des Stoffes entschieden, was nicht unbedingt ein Fehler sein muss, wie man z.B. bei "Clockwork Orange" sieht, ist meist eher das Gegenteil der Fall... |
| Lamia Jade | Ich kenn den Film. Ist cool! Das buch habe ich leider noch nicht gelesen. Hmm .... prinzpiell hab ich nichts gegen Buchverfilmungen. Sie sind teilweise auch immer mal ganz anregend. Doch leider gibt es nicht sehr viele gute Verfilmungen. Bei den Meisten wird das Buch auf brutalste Weise zerhackt!! :mad: |
| LaChatte | "Harry Potter" und "der Name der Rose" gehören unbedingt als Buch gelesen... und Harry Potter, wenn möglich auf Englisch. Mit den deutschen Übersetzungen der Namen konnte ich mich nie anfreunden. |