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  Forum: Buchsalon
    Thema: Die letzten Tage des Maximilian B.
Hugin & Munin[URL=http://www.frieling.de/katalog/archive/Die-letzten-Tage-des-Maximilian-B]Die letzten Tage des Maximilian B.[/URL]

Europa in der Zukunft: Die "Europäisch Demokratische Union" (EDU), regiert von einem Frauenrat der "Antifaschistischen Ökologischen Einheitspartei Europas", ist international isoliert und steht seinen Nachbarn Russland, der Türkei, Skandinavien und Großbritannien (letztere konnten noch rechtzeitig aus der EU austreten, während die Sezessionsbestrebungen der osteuropäische Staaten von der Eurogendfor blutig niedergeschlagen wurden) feindselig gegenüber.

Es gibt nur zwei Staatsdoktrien: Klimarettung und Gender-Mainstreaming (was im Alltag nichts anderes als die Diskriminierung heterosexueller Männer bedeutet).

Während in der freien Welt die Theorie des menschengemachten Klimawandels durch CO 2 Ausstoß längst wissenschaftlich wiederlegt ist, hält die EU an ihrem Klimarettungsprogramm fest. Hierfür wurden in den Alpen (die Schweiz wurde von der EDU durch einen Angriffskrieg annektiert) gigantische Abschussrampen gebaut, über die Behälter mit CO 2 unter riesigem Energieaufwand ins Weltall befördert werden.

Klimarettung und Überwachungsstaat (jeder, der von der Parteilinie abweicht wird von der Gedankenpolizei verfolgt um gesellschaftlich und manchmal auch physisch vernichtet zu werden) fressen einen Großteil des Steuereinkommens auf. Versorgungsengpässe bestimmen den Alltag. Während die Parteibonzen in Saus und Braus leben und der staatlich verordnete Veganismus für sie selbst nicht gilt, frieren in der winterlichen EDU Hauptstadt Brüssel die Menschen in ihren Wohnungen, da aufgrund der ungünstigen Wetterlage fast kein Wind- und Solarstrom produziert werden kann.

Auch der kleine Parteigenosse Maximilian B. muss 7/10 seines Einkommens in Form von CO 2 Steuer und anderen Abgaben an den Staat abführen.
In seinem von Alkoholsucht und sexueller Frustration (die meisten jungen Frauen geben sich nach aussen hin als homosexuell, um keine Karrierenachteile zu haben) geprägten Alltag hat Maximilian den Job, Statistiken und alte Datensätze aus der Zeit des freien Europas "zu bearbeiten", um mit diesen dann die Richtigkeit der Parteilinie zu beweisen.

Als er an "gefährliche Schriften" gelangt, fängt er an Zweifel am menschengemachten Klimawandel zu hegen und trifft sich mit älteren Kollegen, die noch die "alten Zeiten" vor der Machtergreifung der Antifaschistischen Ökologischen Einheitspartei kannten.
Er findet heraus das die Staatsdoktrin der EDU, die von der Partei als unumstößliche Wahrheit dargestellt wird, früher nichts weiter als eine unbewiesene Theorie war.

Im totalen Überwachungsstaat EDU bleibt dies der Gedankenpolizei allerdings nicht verborgen und so wird Maximilian in letzter Konsequenz vom System vernichtet.


Soweit mal eine kurze Zusammenfassung von mir. "Die letzten Tage des Maximilian B" ist ein sehr ungewöhnliches Buch, das völlig diamteral zum gegenwärtigen Mainstream steht und genau dadurch interessant wird.

Der Alltag in der EDU wird sehr überspitzt und Klischeehaft dargestellt, aber genau das macht diesen Roman (man sollte nie vergessen das es einer ist) lesenswert.
Enttäuschend ist für mich nur das etwas lieblose Ende. Man hat fast das Gefühl, der Autor hätte am Schluss keine Lust mehr gehabt.

Alles in allem aber ein erfrischend reaktionäres und politisch unkorrektes Machwerk.
In anderen Rezensionen wird die Ansicht geäußert, das G. Orwell genau diese Themen aufgegriffen hätte, wenn er sein Buch "1984" in der heutigen Zeit schreiben würde.
Dieser Ansicht schließe ich mich an.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Hugin & Munin [/i]
Der Alltag in der EDU wird sehr überspitzt und Klischeehaft dargestellt, aber genau das macht diesen Roman (man sollte nie vergessen das es einer ist) lesenswert.
... In anderen Rezensionen wird die Ansicht geäußert, das G. Orwell genau diese Themen aufgegriffen hätte, wenn er sein Buch "1984" in der heutigen Zeit schreiben würde.[/QUOTE]Die nach deiner Zusammenfassung seeehr große Ähnlichkeit des Romans zu "1984" weckt in mir die Vermutung, dass "Georg Schatte" ein Pseudonym von [URL="http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=80318"]Karl Theodor[/URL] ist ...

Ich habe mir gestern [URL="http://www.amazon.de/dp/3442156262"]ein Buch mit ähnlicher Thematik[/URL] zugelegt, das aber
1. nicht in der Zukunft sondern in der jetzigen Zeit spielt, und
2. kein Roman, sondern eine Sammlung von Tatbeständen ist. *grusel*
Davy Crockett...das hört sich zumindest halbwegs interessant an...so etwas wie ein Update von "1984", auf unsere Zeit zugeschnitten, war eigentlich schon längst fällig....ein Buch, wo u.a. mit der Klimaschutz-Ideologie, bzw. -Idiotie und anderen modernen Mythen aufgeräumt wird, die sich inzwischen zu Dogmen verfestigt haben, die von der "breiten Masse" längst als Tatsachen akzeptiert werden...
OdessaFür mich klingt es auch so ein bisserl, also das mit der Schweiz usw., nach bitter-ernster gruseligster (Real-)Horrorsatire. Und auf jeden Fall sehr lesenswert. Wenn Du magst (meine Adresse hast Du ja) und mir das Buch ausleihen willst (gegen Übernahme der Portokosten natürlich)...? Ich würde es nach Auslesen zurückschicken und als Geschenk wahlweise mit dazulegen:

"Böse Sprüche für jeden Tag" - D. bittrich
"The economic naturalist: why economics explains almost everything"
"Faszination Erde: England und Wales", Bildband :)
JohnSteedKlingt in seinem epochalen Unsinn schwer nach M.Walser.

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