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  Forum: Auswege
    Thema: Angst vor Blamage... ?!
LetalisHm.. weiß nicht ob das hier passt oder ob es vllt. lächerlich ist.. ihr könnt es ja verschieben oder schließen wenn es nicht passt...

Problem ist (mal wieder) ich und der Umgang mit Menschen... ich kann absolut nicht mit Menschen umgehen und egal was, meistens benehme ich mich irgendwie daneben bzw. ich habe das Gefühl das es so ist... außerdem bin ich sehr kritikempfindlich und dann kommt noch ein ständiges Sorgegefühl dazu: Egal was ich mache, ich denke die ganze Zeit das mich irgendjemand dafür kritisieren will... egal was, absolut kein Selbstvertrauen. Wenn ich in z.B. in einem Internetforum meine Meinung vertrete, habe ich nach Abschalten des Computers totale Angst, das wenn ich mich wieder einlogge tausend Leute seltsame Dinge über mich erzählen und mich fertig machen... etc. etc. Genau das Gleiche passiert, wenn ich mich mit Freunden oder sonstwem treffe, kaum bin ich alleine, hab ich Angst das sie über mich lachen und ich mich blamiert habe.

Das ist auch so ziemlich das Hauptproblem, weil jedes Mal wenn jemand in meiner Umgebung lacht, dann denke ich das sie über mich lachen... jedes Mal wenn nur jemand in meine Richtung schaut, denke ich das mich jemand komisch anschaut und dabei ist es doch gar nicht so... ich ärgere mich jedesmal komplett über mich selbst und ich sitze im Unterricht auch stocksteif da, nur damit keiner eine Gelegenheit hat über mich zu lachen... (obwohl das so eine Sache ist... in der 11. sollte man sowas generell nicht mehr tun aber naja)

Dazu wollt ich noch anmerken, das ich sieben Jahre lang gemobbt wurde, in der Schule sowie in meiner Freizeit und bis zu meinem 12. Lebensjahr absolut keine Freunde hatte... ich vermute mal, das es auch damit zusammenhängt.. naja bin halt kein Psychologe.

Jetzt habe ich schon wieder Romane geschrieben, tut mir leid... naja vielleicht kann mir ja mal jemand erklären, was ich tun muss, um mir mal nicht soviel Unsinn einzureden, es geht sehr an die Psyche...
gryphonich grüße dich, Letalis!

zuerst einmal, in diesem bereich der nachtwelten ist es dein gutes recht, romane zu schreiben - wobei ich nicht glaube, daß dein beitrag von irgendjemandem hier als roman aufgefasst wird. solange deine absichten ehrlicher natur sind, schreib so viel du willst. das problem des fehlenden selbstwertgefühls ist - da gebe ich dir völlig recht - ein sehr schwerwiegedes. und ich glaube auch, daß es viel damit zu tun hat, wieviele menschen man als bekannte oder freunde hatte oder sonstige beziehungen, die einem bestätigung gaben um zu merken, hoppla, ich werde gemocht und ernst genommen...

was nun, wenn es an diesen erfahrungen mangelte? ...die antwort?

einfach darauf vertrauen, daß du in deinem leben auf menschen treffen wirst, die dich, so wie du bist, sehr ernst nehmen werden - und wenn sie etwas gegen dich vorzubringen haben - es dir ins gesicht sagen werden. und diese menschen sind leider sehr selten. wenn du sie aber findest, werden sie dir eine bestätigung geben, die dir mehr bedeutet als das flüchtige *schulterklopfen* der gesellschaft und selbst ihre kritik wird dich nicht einschüchtern, denn du wirst wissen, das ihre absichten gut sind.

und wie sich nun gegenüber denen verhalten, die du nicht kennst? mit denen du nicht befreundet bist?

wenn du ehrlich und höflich bist und deine meinungen (zum beispiel hier auf dem board) freundlich und kommunikativ vertrittst, hat hier niemand, N-I-E-M-A-N-D, das recht etwas schlechtes über deine person zu sagen - höchstens über deine meinungen.

greift nun also jemand deine person ungerechtfertigter weise an, wirst du schnell merken, daß solche leute hier keinen leichten standt haben! ;) diese leute können, nein müssen dir egal sein!

greift jemand deine meinungen an, was soll's? hier wird diskutiert! du kannst ja auch andere meinungen kritisieren! XD

ich hoffe du lässt mal richtig dampf ab hier! ;p


der greif
FrostwyrmHallo Letalis!
Das Problem, das du beschreibst, kenne ich sehr gut...
Ich bin früher in der Schule gemobbt worden und kann sehr schlecht einschätzen, wie ich mich anderen gegenüber verhalten soll.
Üblicherweise erfahre ich nach "gut gelaufenen" Gesprächen durch andere, was ich alles nicht hätte sagen sollen.
Aucg online geht es mir meist so...

Frosty
Angels heartKann dir nicht egal sein was andere über dich denken?
Du bist du und das ist OK so und andere sind auch nichts besseres!
tritt mal selbstbewußt auf,nicht immer für alles entschuldigen,und wenn amn mal nen Fehler macht-na und?Passiert doch jedem...

Trag den Kopf hoch und keiner weiß wie es dir wirklich geht weil du absolut selbstbewußt rüber kommst.
Falls irgendjemand mal wirklich lacht,sind es nur dumme Leute und da kann man doch echt drüber lachen...

Freunde brauch man nicht wie Sand am Meer,lieber einen richtigen als 100 oberlächliche.

Auch wenn es ein langer Weg ist sich aufzubauen mußt dir immer wieder dein Ziel vor Augen halten und weiter selbstsicher rüber kommen
XandrinHi Du.
ICh kenne dein Gefühl zu gut, mir geht es oft ähnlich.
Ich kann dir aber auch nicht sagen was dagegen hilft, bin selber noch am rausfinden *lach*

Aber erst mal so viel:
Wenn jemand lacht, dann lass ihn lacen.
Wenn jemand über dich lacht, dann versuche es doch einfach zu ignorieren. Ich meine, es ist soch definitiv nur dumm über andere zu lachen, und es hat meiner Meinung nach was mit Schwäche zu tun.
Leute die andere Leute auslachen, die wollen meistens nur von sich selber ablenken. (meine Erfahrung)
Trozdem tut das weh...und man fragt sich: "Was ist so schlimm an mir? Warum lacht der, so lustig find ich mich nun nicht"
Kenne ich alles...
Ich wünschte ich könnte dir irgendwie sagen was man da machen kann, kann ich aber leider nicht.

Das mit der Meinung sagen kenne ich auch...und auch das ich befürchte die ganze Welt könnte schlecht über mich reden...

Ich bin übrigens ziemlich sicher, das hier im Forum keine schlecht über dich redet, warum sollte das auch jemand tun?
Ich meine ich hab heute Morgen den amen "TheTurningPoint" total doof angemacht, ohne Grund, nur weil ich seine Ironie nicht gerafft hab...mich hat auch noch keiner doof angemacht...kommt wahrscheinlich noch...*lach*

Soviel erst mal dazu,
Xandrin
Letalis@gryphius: Gut... weil ich weiß, das es irgendwie doof klingt... aber wenn ich das darf, werd ich natürlich auch meckern...

Gegen konstruktive Kritik hab ich auch nichts... solange sie als solche gekennzeichnet ist (Ok, kann nicht grad jeder wissen das ich da so komisch drauf bin... naja) weil das sicher auch ein Weg ist, weiterzukommen. Mir liegt schon noch etwas daran, da raus zu kommen, muss nicht sein.

Wenn mir gute Freunde sagen, das ich das und das hätte besser machen können und/oder man mich freundlich auf Fehler hinweist, find ich das auch OK... das gehört zu ner Freundschaft denk ich mal auch dazu. Bloß leider haben viele die Angewohnheit, nur groß rumzumeckern aber nicht helfen zu wollen bzw. nichts zu "verbessern".... gut, bei Fremden ist es Quatsch, zu denken das sie sich sehr tiefgehend mit meiner Situation befassen, erwarte ich auch gar nicht. Trotzdem hab ich momentan auch mit Kritik in meinem Freundeskreis zu kämpfen, und ich überleg schon lange, ob ich mir nicht neue Freunde suchen sollte.... bloß scheitert das dann wieder an meiner mangelnden Fähigkeit mich mit den Menschen zu verständigen und ich stehe einmal mehr vor einer Wand.

Außerdem hänge ich (leider) sehr an Menschen... zwar nicht im Punkte Eifersucht, nur das ich halt fürchte, die wenigen die ich kenne zu verlieren, deswegen probiere ich meine Meinung immer so zu verstecken, das Eingeweihte wissen, wie ich dazu stehe (damit mein Gewissen nicht sagt, ich sollte meine Meinung sagen) andererseits, das mich nicht wieder alle schneiden....

Ich hasse das.
Naja, ich werde wohl noch eine Menge einstecken müssen... aber Freundschaften lassen sich nicht erzwingen, davon hat keiner was...
mcbear... also letalis.
das mit dem über einen lachen hören kenn ich.
ich fühl mich auch öfters ausgelacht.. auch wenns nur irgentwelche menschen in meiner gegenwart sind, die
ich noch nie gesehen hab..
in diesen momenten kommt mir immer wieder nen song von metallica ins gedächtnis...

das mit der unsicherheit und dem gemobbt werden hat sich bei mir schlagartig in der 10. geändert.. weil mirs irgentwann eglaer wurde was andere menschen
über mich denken und ich nur noch emin eigenes ding durchgezogen hab.
innerhalb von nem jahr haben mir die menschen um mich herum mehr respekt
entgegen gebracht als sonstewem.

und so isses bis heut geblieben.
egal wo ich hinkomme.. die menschen um mich herum respektieren wer ich bin
und tun teilweise sehr peinliche sachen um mir das zu zeigen..
kann ich jedesmal wieder lächeln, wenn sich jemand bei mir einschleimt..


sei du selbst.
oder versuchs.. es ist schwer auf das stolz zu sein was man ist und tut.
aber das erwartet auch keiner.. es sollte dir nur in den kopf gehen, dass
die menschen um dich herum kein fünkchen besser sind..
im gegenteil.. viele menschen machen sich über solche dinge keinen
kopf was eindeutig charakter bei dir beweist..

und wer dein handeln verurteilt ist es einfach mal nicht wert von
dir beachtet zu werden. dein leben ist deins und du bist derjenige, der
mit deinen handlungen einverstanden sein muss.. nicht die menschen um dich herum...

ich les grad meinen text.
falls ich dich verwirrt hab... sry
:D
DarkwingsTja was soll ich schreiben...
Mir geht es genauso wie Letalis ich hatte vielleicht zwei noch nicht mal sehr gute freunde.
Auch ich hatte oder habe es vielleicht noch das Problem andere Leute kennen zu lernen und wusste nicht wie ich mich ihnen gegen über verhallten sollte.
Und von MObbing konnte ich vor ein paar jahren noch ein Liedchen singen.

Doch ich habe mich mit aller Kraft bemüht jemanden zu einem geuten FReund zu machen ihm Sorgen und Ängste anvertraut auf das Risiko hin ich würde mich blamieren. Ich weiß nicht bei wie vielen ich das damals getan habe aber die meisten haben mir keine Rückmeldung gegeben und ich war verunsichert. DOch ein paar davon gaben mir Rückmeldungen an denen ich mich orientieren konnte un dich weiß jetzt , das man sich auf jeden fall so eine Rückmeldung holen sollte. So etwas deckt auch auf, wer z. B. falsche freunde gewesen wäre oder nicht.
Diejenigen die mir geholfen haben mich ein bisschen zu orientieren sind heute meine besten Freunde und bei einem sogar zu einer beziehung geworden.

Ich weiß nicht ob dir letalis das helfen wird denn es sind nur meine eigenen ERfahrungen, aber das was ich weiß ist das man bei solchen dingen mutig sein muss und ein RIsiko eingehen
ich hatte und habe auch heute noch ziehmliche probleme mit meinem Selbstbewusst sein, ich schaffe es teilweise noch nicht einmal mich ihn ein Restaurant zu setzten und ein glas wasser zu bestellen ehrlich aber ich arbeite mit meinen jetzigen Freunden daran und es wird von Tag zu Tag besser.
Hoffe dir ein wenig geholfen zu haben
Cyan Kalioh je....
himmel!

dass gerade du Letalis, ein solches problem dein eigen nennst, das hätte ich in dieser form nun wirklich nicht erwartet. warum nicht? nun, ganz einfach. das was mir da in dem boardeigenen supportforum begegnete, war eine äußerst reizende, leicht aufmüpfig wirkende, ein wenig unsichere person.

mir kommt der verdacht, dass du zuwenig zugang hast zu dir oder anders formuliert, dass dir die fähigkeit abgeht, etwas emphatisch angehaucht, von dir selbst auf andere zu schließen. ich glaube dass an diesem manko, das mobbing welches du erfahren hast, eine entscheidende mitschuld tragen dürfte, denn mobbing bedeutet ja, dass dir fortgesetzt deine (angeblich inakzeptable) andersartigkeit, eingeredet/vorgehalten wurde.

der ist-zustand, den du nun zum teil ja auch schon selbst erkennst, ist eine zutiefst sitzende verunsicherung in der eigenwahrnehmug und daraus folgernd eine fast schon völlige unfähigkeit, deine eigenen unsicherheiten und ängste in anderen menschen wieder zu erkennen. man könnte es auch einfacher zusammenfassen, in dem man sagt, dass deine emotionalität sich derart uneins ist, dass du fortwährend dich in innerer aufruhr befindest, was nicht nur kräfte raubt, sondern einen destruktiven kreislauf aus hilflosgkeit und immer weiterer verunsicherung erzeugt.

in solchen fällen ist nun die logik hilfreich, die, als zweite hälfte deines ichs (emotion und rationalität/logik), sich innerlich versöhnen müsste. dein problem ist ein zu sehr begrenzter blickwinkel, der dir die sicht darauf verstellt, dass andere menschen, so sie sich in gesunder weise verhalten, sich nur ins eigene fleisch schneiden würden, so sie dich, nachdem sie erst zeit und ernergie in einen kontakt zu dir legen, abschließend auslachen oder ablehnen würden. ich nehme nun einmal mich als beispiel. ich habe dir geschrieben, mich mit dir ein wenig befasst. das kostet mich zeit und auch ein wenig geistigen aufwand. würde ich nun das tun was du befürchtest, dann hätte ich nicht nur meine zeit verschwendet, sondern würde auch wider der menschlichen natur handeln. der mensch an sich ist egoistisch geprägt. ich verspreche mir also vergnügen von einem kontakt, sei dies nun ein wenig freude daran, dass du dich offensichtlich freust, womöglich einige neue gedanken/impulse, vielleicht lebe ich auch nur meinen mutterkomplex ein wenig an dir aus. ;)

eigentlich ist das vollkommen egal, denn all diesen variationen ist es zu eigen, dass ein kontakt auf etwas fußt, was mit auslachen und ablehnen nichts zu tun hat, sondern mit dem wunsch eines anderen menschen, von dir möglichst authentische reaktionen zu erhalten. doch was ich will, was ich mir wünsche, das muss ich auch zu geben bereit sein. das heißt nun nicht, dass jeder mensch mit dem du in kontakt kommst, sich so verhalten wird, jedoch, wollte man sich die welt zum freund machen, so würde man sich zerreißen müssen und das kann nicht das endziel sein.

was ich damit versuche zu wort zu gießen, ist schlicht und ergreifend die Tatsache, dass du im regelfalle davon ausgehen kannst, dass es anderen menschen nicht anders ergeht als dir. dass sie die gleichen ängste, wünsche, hoffnungen und befürchtungen hegen und das sie das tun, weil sie, wie du, ganz normale menschen sind.

nun einmal konkret zu dem, was ich dir als tip ans herz legen möchte: du hast meines erachtens nach mehrere möglichkeiten deiner unsicherheit entgegen zu wirken. zum einen könntest du dir eine leidenschaft zulegen (ich empfehle aus noch nicht näher definierten gründen die poesie/das schreiben generell), darin versuchen einzutauchen, etwas zu (er)schaffen und dich darüber, zumindest zu gewissen teilen zu definieren. dir selbst einen rahmen zu schaffen, über den du dann hinaus agieren kannst. im weiteren hättest du die möglichkeit, dich über die gewählte leidenschaft, eventuell gruppen anzuschließen die diese teilen und, ich spreche da aus erfahrung, in solchen fällen tritt das können in den vordergrund und die menschlichen ängste verlieren sich darin.

im falle dessen, dass deine verunsicherung deratig tiefgreifend ist, dass es dir unmöglich wird davon soweit zu lassen, dass ein ausgeglichenes leben möglich ist/wird, kann ich dir nur raten, dich nach einer (privaten und ambulanten) gesprächstherapie umzutun. diese wird von den krankenkassen getragen, taucht dank datenschutz in keinerlei öffentlichen datensätzen auf und ist etwas, was du im privaten abmachen kannst. in einer solchen therapie wird nicht irgendeine krankheit behandelt, sondern du kannst dir den dich behandelnden, als quasi gemieteten spiegel vorstellen, der dir im zurück werfen seiner eindrücke, innere klarheit über dich selbst beschert. es ist eine hilfe, eine die du, so es dir peinlich sein sollte, auch problemlos verheimlichen kannst. nachdenkenswert ist sie allemale....

grüße
CyanKali

scriptum. *du bekommst diese replik von mir und frage dich einmal tief in deinem innern, was ich davon hätte, dir zeit zu widmen, wenn ich dich aus irgendeinem grunde lächerlich fände?*
Letalisdas aufmüpfige liegt daran, das ich hier die Personen nicht vor mir habe. Wenn es mir zu viel wird, dann kann ich mir noch denken, ihr seid... hm, wie nenne ich es... namen und körperlose Wesen... ach, wie soll ich das beschreiben. Im Internet bin ich wie aus Rauch, mal hier, mal dort, und passts mir nicht dann kann ich fort... und frei von diesen Ängsten, mit der Gewissheit, "das mir keiner etwas kann", kommt mein anderes Extrem zum Tragen, nämlich eine durch und durch alberne Person, die frech und lustig und absolut nicht depressiv ist... beinah schon ein zweites Ich...

ich glaub nicht, das wenn ich einem von euch gegenüberstehen würde, nur einen Ton herauskriegen würde...
mcbeardas wär aber echt schade.. nett biste ja..
und deine ansichten sind auch unterhaltungswürdig.
;)
Letalismittlerweile ist mir auch eingefallen, das ich das alles hätte mit einem Wort beschreiben können.

Das Wort heißt: Quecksilber.

So, jetzt denkt ihr sicher "Spinnt die? Was hat das denn damit zu tun?" Es ist nur eine Metapher, aber es erklärt viel...

In unserem Sprachgebraucht ist eine "quecksilbrige" Person jemand, der sehr... lebendig, lustig ist und eine Menge Spaß am Leben hat. Das wäre die eine Seite.

Betrachten wir Quecksilber doch einmal als Element... Es ist flüssig und man kann sich, wenn auch verzerrt, darin spiegeln. Das beschreibt auch die Problematik: Ich "sickere" sozusagen in die Lücken, die man mir lässt, wenn mich jemand anschaut, erschrickt er, weil er nur ein verzerrtes Abbild seiner selbst sieht... und zudem ist Quecksilber giftig, also traut sich keine in die Nähe...

Und auch warum ich hier recht gut klarkomm, ist damit klar: Wo kein Bild, da auch nichts im Spiegel...

Das kleine Quecksilberchen Letalis ist sozusagen nur dann es selbst...

ich hoffe mal, ihr habt jetzt noch Durchblick hier...
Cyan Kalierst einmal scheint es, als habe sich, gerade erst frisch, ein feuer im quecksilber entfacht ;)

darf ich einen tip geben? ich bin so dreist.
metaphorik ist deshalb ein talent, weil sie nicht jedem zu eigen ist. alles hat sein publikum. zeit, raum und ort. spiele damit, jedoch nur, so lange es dich nicht selbst verwirren könnte.

ich glaube DU verstehst mich ganz sicher....

herzliche grüße
CyanKali
Letalis...oh ja...
ich schreibe seit meiner frühesten Jugend Geschichten, also seit ich drei bin und auf dem Computer tippen konnte (vorher mussten meine Eltern herhalten) und ich hab auch gemerkt, wenn ich nach 5 Jahren manche Dinge wieder lese, das ich bisweilen einen "bruch" in der Geschichte hatte...

Es erschreckt mich teilweise, was für philosophische Ansichten ich mit 8 Jahren bereits in unverfängliches eingebettet habe... Selbstzerstörung, seelische Konflikte, Verluste...

Allerdings ist so etwas immer ein Grab, für die Situation, die man einkapseln wollte, die man übermitteln wollte... und ich rühre nicht gern an alten Gräbern....

Wobei ich jetzt wieder am Schreiben bin... diesmal... schon wieder über Philosophie, in einem Unterhaltungs"roman" (naja, 20 Din A4 Seiten, aber ich arbeite zur Zeit noch)

oje, jetzt bin ich abgeschweift, aber bei so was kann ich mich nie halten... verzeiht mir^^

Ach, Cyan Kali: Das mit dem Mutterkomplex ist nicht schlimm ;) Ich glaube das es in meiner Kindheit (die ja noch nicht ganz beendet ist *seufz*) an so etwas gefehlt hat... ich hatte nie tiefergehenden Kontakt zu meinen Eltern...
Cyan Kalidas schreiben kann uns alles sein Letalis.
auch unser genick.bruch.
daher ist zu bedenken, dass man, so man sich schreiberisch im inneren ergeht, bzw. sein inneres geschrieben her.bei.zerrt, es zu zuständen kommen kann, die einer inneren verbranntheit gleichen. man schreibt sich tief in den wahn hinein, durch ihn hindurch und es bleibt dann stark zu hoffen, dass man es auch fertig bringen möge, sich wieder heraus.zu.schreiben.

erst die dosis macht ein gift - was in anderer verabreichung, womöglich die beste medizin darstellt.

manchen drogen ist die tückische eigenschaft anhaftend, dass wir uns erst durch sie lebendig fühlen. wollen wir uns dann davon entziehen, kommt ein böses erwachen.

lege sorgfalt in das, was du mit dir tust. das ist das wichtigste.

mutter - nun ja. ich biete mich gerne an, als reflexion, aus der ferne. so dir dies denn (aus)reicht.

cy
LetalisDeswegen scheue ich mich davor, zu lesen, was früher war, denn so es denn als Therapie geschrieben ward, dann kann es sein, das der Konflikt wieder aufgewühlt wird und mit doppelter Macht zurückkehrt...

ich habe mir zur Angewohnheit gemacht, manchmal Textdokumente zu tippen, und exakt die Gedanken aufzuschreiben, die mir in diesem Moment durch den Kopf gingen. Ich bin mir oft nicht mehr bewusst, das ich schreibe, meine Finger rasen nur so über die Tastatur, ich sehe nicht, ich weiß nur, das es stimmt...

Das Problem ist nur, wenn man dermaßen tief in der Schrift vergraben ist, das man sich auf sich selbst projizieren will (klingt komisch, so kommt es mir jedoch vor) und durch die Überlagerung der Schwingungen erfährt man eine unglaubliche Transparenz, man sieht durch sich und alles durch, doch man erblickt auch Dinge, die man nicht sehen möchte, die dann einem Hammerschlag gleich alles zerstören... doch es ist nicht gut, den Geist derart zu erschüttern... so geht es mir bisweilen bei gedanklichen Ketten... ich hab in den Nebelpfaden mal etwas dazu geschrieben.

Und heute noch ein Gedicht, was ich jetzt mal eintippen werd ;)
Cyan Kaliworte, du bist auch einer von uns worte(n).windern
glaube mir, ich weiß sogar nur zu genau wovon du da gerade redest. es ist mir fast ein déjà vu.

es ist ein segen und es kann ein gottverfluchtes laster werden.
dann, wenn man sich so uneins ist im inneren.

daher ist es gerade beim schreiben sehr wichtig, dass man dieses werkzeug, denn nichts anderes ist es, mit bedacht verwendet und sich nicht selbst überfordert.

ich habe den verdacht, dass dein zusammentreffen mit mir in dem supportforum, dir irgendwie einen "inneren stubser" gegeben hat. kann das sein?

eigentlich hat mich das sehr gefreut, doch wenn ich dich jetzt sehe, in einer art, wie eine rakete die abgeschossen wurde, dann habe ich ein wenig sorge um dich. das war einer der gründe, warum du das von mir angekündigte feedback auf deine gedichte noch nicht erhalten hast. mir erscheint es, als habe etwas in dir nahezu darauf gebrannt endlich loskommen zu dürfen....

wehe - wenn sie los.gelassen.

trifft es das ein wenig?

cy
Letalisja genau :)
sogar sehr gut

Aber das mag daran liegen, das ich mich mom. in einer sehr seltsamen Phase befinde. Ich schlafe kaum, bin nicht wach, sondern in einem Zwischenzustand... und das geht mittlerweile seit zwei Wochen so... Ich habe mich eines Abends hingesetzt und wie eine Wahnsinnige geschrieben. Dabei kam eine Szene heraus, in der die Dorfbevölkerung einen Jugendlichen als Sohn einer Hexe jagen und ihn im Haus überfallen. Sie ging über 6 lange Seiten und endete mit nur Verlierern. Wobei ich auch sagen muss, das ich bei Personen gerne Anleihen bei real existierenden aus meinem Umfeld mache... und da fließt manchmal mehr ein als ich möchte...

Was ich unheimlich finde, ist, das ich manchmal nicht derjenige bin, der Gedichte und Texte schreibt, sondern das sie durch mich schreiben und nach einem Weg suchen, sich zu manifestieren...

und ich bin nur das Werkzeug... und genau das will ich aber nicht, da ich die treibende Kraft sein sollte und nicht das Wort an sich... ich kämpfe damit mom. wie mit einem bockenden Pferd. Aber ich werde es noch zähmen können, hoffe ich ;)
Cyan Kalinein.
du wirst es niemals zähmen können. du wirst nur lernen können zu begreifen, dass das was du jetzt (noch) als fremden teil in dir empfindest, dir natur ist. du kannst dich damit versöhnen, so furchbar es auch manchmal ist, so erschreckend, albtraum.schreibend, ein (n)achtmahr, du - manchmal, wenn es uns in seine fänge nimmt. uns entführt, hinwegreißt - uns keine wahl mehr läßt. denn würden wir es nicht schreiben, es würde uns sprengen.

es manifestiert sich. direkt in unserem bauch, rast in unseren kopf, von dort in die hände und alles in uns schreit - SCHREIB!

es ist unser einziges ventil, dann, wenn wir stumm sind, dort, wo wir schreien sollten....

ich kenne menschen, die sind mittlerweile fast stumm und wenn du sie fragst nach ihrem befinden, dann reichen sie dir ein blatt papier.

was meinst du wird mit dir geschehen die nächste zeit?

cy
Letalisich denke, das wird eine direkte Konsequenz sein aus dem, wie ich mich entscheide... ob ich mich dagegen stelle, oder ob ich mich hinweg reißen lasse... ob ich versuche, das Chaos zu beherrschen, oder das Chaos mich beherrschen lassen...

ich muss gestehen, ich weiß es nicht. Aber ich werde gerade von so vielen Seiten bestürmt, das ich mich entscheiden muss...

ich habe aber auch schon gemerkt, das ich schriftlich viel einfacher meine Wünsche ausdrücken kann als mit mündlich gesprochenen Worten...

wobei schriftliche Worte teilweise machtvoller sind als gesprochene: Das geschriebene Wort steht fest, wird nicht vom Wind zerrissen, deswegen heißt es auch "Schwarz auf weiß" haben...
Cyan Kalihm....
ich denke es ist nicht nötig sich zu entscheiden und wenn du ehrlich bist, dann ist das auch gar keine option. es sei denn, man betrachtet das unterdrücken seiner bedürfnisse/natur als option.

ich würde vorschlagen, dass du beginnst es auf.zu.trennen.

was bedeuten würde, du erschaffst dir einen ort/ein heft/thread/büchlein ganz egal, wo du das chaos vollständig regieren läßt. wenn es raus muss, dann muss es das eben und es dann lenken zu wollen, wäre so, als wollest du dem wind befehlen wohin er zu wehen hat.

was du kontrollieren kannst, das ist die zeit die du dem chaos läßt. gib ihm eine stunde. lass es wüten, doch wenn der wecker schellt dann reiß dich mit aller macht los.

dann erschaffe dir einen zweiten ort. das ist der ort, wo du "von dir weg schreibst". das bedeutet, dass du die phantasien und visionen, gedichte und geschichten schreibst, die zwar dir selbst entspringen, dir jedoch so fremd anmuten. auch denen gibst du eine stunde.

das macht zwei stunden schreiben täglich, das ist viel.

so ist es, als würdest du den druck langsam ablassen aus einem großen kessel und zusätzlich verhindern, dass er sich immer weiter anstaut.

später dann, viel später, vergleiche die beiden orte deines schreibens. ich verspreche dir, es wird sehr erhellend sein. ;o)

cy
Letalishm, also die zweite Option ist mir sehr bekannt...
das ist so das, was ich täglich tue

An das Chaos habe ich mich nie getraut, da ich Angst habe, das es mich vollkommen hinreißt und ich die Verbindung zur... Realität verliere und mich selbst nicht mehr wiederfinde in dem Mahlstrom. Ich könnte das z.B. in den Nebelpfaden weiterführen... weiß nicht, ob du gelesen hast was ich da schreibe...
Cyan Kalisicherlich habe ich es gelesen, so wie fast alles was du in dieser form geschrieben hast. ;)

was glaubst du denn, warum das chaos so gewaltig ist? hast du für das chaos eine metapher bei der hand? wie siehst du es? als was siehst du es?
Letalisoh, das wusste ich gar nicht, ich dachte, da kann man darüber hinwegsehen^^

Das Chaos... ich würde es vielleicht nur als das Unbekannte beschreiben... etwas, was sich unserem Zugriff entzieht. Vielleicht ist Chaos ein anderer Zustand. Vielleicht. Da Chaos aber nun einmal Chaos ist, glaube ich nicht, das wir es mit unseren Sinnen erfassen können...

Chaos... mir fällt ausnahmsweise keine Metapher ein... aber das gibt mir zu denken
Cyan Kaliwie kann etwas in dir sein, was du mit deinen sinnen nicht zu erfassen vermagst? irgendeine idee?
Letalisnein...
vielleicht bin ich mir doch nur selbst fremd?
Oder ich kenne diesen Bereich noch nicht?

(dann stellt sich die Frage: Soll ich ihn kennen? Muss ich? Ist es gut für mich? Oder: Finger weg???)
Cyan Kaliganz in ruhe.
da ich nicht davon ausgehe, dass du eine multiple persönlichkeit bist, können wir getrost annehmen, dass dieser teil zu deiner - einen - person gehört. musst du ihn kennen? na ja - ich denke es könnte irgendwie zu einer einheit führen, dort, wo jetzt das zerrissen sein vorherrscht. nützlich?

was meinst du?
cy
Letalisschon...
ich denke, das diese innere Unruhe bzw. Uneinigkeit gerade einmal wieder zum Tragen kommt...

so, nach dieser wirklich netten Diskussion muss ich aber auch wieder einmal verschwinden.

Man sieht sich sicher hier noch einmal im Board... ;) und wie war das mit dem Feedback eigentlich???

~Letalis~
Cyan Kaliich wünsche noch einen schönen tag!
feedback - ich denke wir lesen uns in dieser angelegenheit sicherlich. ;)

eine metapher als "wegzehrung"
ich habe mir oft vorgestellt, dass die (an)teile in uns manchmal wie greise sind. zumindest erscheinen sie so, wenn sie erbost vor sich hin brabbeln, dies und das in unserem inneren haus herunter werfen, einfach weil sie so ungeschickt werden mit der zeit. tatterig und eigenbrödlerisch.

einmal stand ein solcher greis bei mir mitten im wohnzimmer und schlug mit einem großen suppenlöffel auf meinem milchtopf herum. ein höllenlärm und ich hätte ihn am liebsten erschlagen. na ja, erst einmal hatte ich das bedürfnis wegzurennen.

man sollte sich immer gut überlegen, wie man mit den ältesten in uns umgeht, bevor sie - richtig böse werden. denn sie bilden sich ein, dass sie jedes recht hätten da zu sein. aber sie lassen mit sich reden, leise, höflich, in ihrer "alten" art.

;o)

bis dahin sei herzlich gegrüßt
CyanKali

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