| mcbear | kurze erläuterung. ich bin heut abend nach jahren dazu gekommen, dass ich erkannt habe.. dass meine depression und die damit verbundenen verhaltensstörung mir nicht mehr ermöglichen ohne therapeutische hilfe weiterzumachen.. ich leidete lange an suizidem zwang und trage meine depressivität schon einige jahre mit mir herum... es ist nicht, dass ich nie daran gedacht habe zum therapeuten zu gehen.. nur habe ich ehrlich gesagt eine tierische angst vor psychotherapeuten.. davor, dass sie mich verändern.. etwas in mir sterben lassen.. selbst bei einfachen ärzten ist es für mich immer ein sehr weiter weg bis zum arzt.. das schicksal hat mir meine letzte beziehung geschenkt, durch die ich von meinen selbstmordplänen befreit wurde.. seit der trennung haben die symptome überhand genommen und ich kann nich mehr so weiterleben.. es geht einfach nicht.. schon am morgen erdrückt mich die welt.. ich habe angst vor dem nächsten tag.. will nur noch schlafen.. ich habe schmerzen.. kann nicht schlafen.. kann nicht essen, nicht denken... ich werde wohl von der schule fliegen und kann einfach nicht mehr.. meine bitte an euch.. auch wenns komisch klingen mag.. errinert mich bitte an mein vorhaben mich zu überwinden und zu einem therapeuten zu gehen.. bitte.. ich bin mir jetzt sicher, dass ichs will.. aber was ist morgen.. ich weis nich ob ich das kann.. das schaff.. wie soll ich mich einem solchen menschen wirklich anvertrauen?? habt einer von euch damit erfahrung? |
| Cyan Kali | hallo! ich habe therapeutische erfahrung - wenn du das meinst. das mit dem "daran erinnern", halte ich für ziemlich schwierig/zwecklos. schließlich kann dich keiner nötigen, das kannst nur du allein. du sprichst davon, dass du angst hast, der therapeut könne "etwas in dir sterben lassen". was bitte soll das sein? zumal es so ist, dass du noch gar nicht weißt, was auf dich zukommt. was würdest du über therapie denn wissen wollen (um die angst womöglich etwas einzudämmen)? und wann wolltest du denn konkret hingehen, sprich wann ist der erste termin? grüße CyanKali |
| mcbear | die angst... stammt wahrscheinlich von der zeit in einer sehr fanatischen sekte, in der ich 2 jahre meines lebens gedient habe... nachdem ich diese verlassen hab.. hab ich bemerkt.. dass ich wohl vollkommen unter ihrer kontrolle war.. glauben ist ne mächtige sache.. und.. ich bin eben etwas nachdenklicher und bin es seit meiner kindheit.. ich war nie ein normalo.. und will es nich sein.. weil das bin ich.. ich bin ein stückchen "finsternis".. so war es immer und ich weis nich.. ich weis nich.. vielleicht will ich nur einfach nich das etwas aufgeben woran sich die leute erinnern.. ich weis nich.. es liegt ja auch ein unterschied zwischen sich selber ergründen und.. etwas in sich zerreissen... aber.. ich will nich so sein wie die menschen mich haben wollen sondern so wie ich will und wenn jemand weiss, wie er mich beeinflussen kann.. dann werde ich doch wie er es will.. .. und es gibt noch keinen termin.. aber ich mach einen.. gleich morgen mach ich ein.. also heute |
| gryphon | ach weißt du bear... normalo, individualist... depressionen, traurigkeit, suizid... ich möchte dich nicht entmutigen, ganz ehrlich nicht. aber ich glaube, es gibt nur einen einzigen grund, warum du zu einem therapeuten gehen solltest. den enthalte ich dir nicht vor, aber zunächst möchte ich etwas sagen. wie kann ein mensch einem selbst helfen, wenn er in einem bereich "geschult" wurde, disfunktionen zu beheben, wie dem bereich der seele? diese traurigkeit und das gefühl, daß die welt, das leben dich erdrückt, zeigen mir etwas. aber was noch viel wichtiger sein sollte, es sollte dir etwas zeigen. so wie ich dich kennengelernt habe, hast du mit vielen beiträgen von dir soetwas wie geistige tiefe gezeigt. warum siehst du dich nicht so? ist es nicht komisch, daß du für erkenntnisse die dich selbst betreffen eine derart lange zeit brauchst? verstehe mich nicht falsch, dies ist keine wertung, in der ich dich mit jemandem vergleiche. ich frage mich nur, wie kann jemand wie du einen derart getrübten kontakt zu sich selbst haben? in solchen momenten, wie die, die du beschreibst, war mir immer eines am wichtigsten. das ich möglichst nahe bei mir bin. zu wissen und zu fühlen, wie es meiner seele geht, zu wissen was ich will, was mir gut tut und was mir schadet - zu wissen, wer meine freunde sind und wer nicht. und ich wünsche dir, nicht aus arroganz, sondern aus gewachsenem mitgefühl, eine ähnliche möglichkeit, dir selbst näher zu kommen. und damit meine ich nicht den eigenen geist mit depressiven gedanken zwanghaft zu ertränken, wie es viele menschen tun, wenn sie sagen, sie gingen in sich. daher erinnere ich dich hiermit, gehe zu dem therapeuten und rede mit ihm über alles was dir in den sinn kommt. unverfälscht und ohne den gedanken daran, ob es eine person sei, der man diese dinge anvertrauen könnte. denn wenn du dich nicht darum kümmerst, was diese person darüber denkt, wirst du irgendwann unverfälscht das aussprechen, was dir wirklich auf der seele liegt. und dann brauchst du dir nur selber zuhören! ;) erwarte nichts - hoffe auf alles und erlebe dich selbst mit dem wunsch auf ein leben voll freude zusammen mit denen, die du liebst. das wünsche ich dir. grüße, greif |
| Cyan Kali | hallo! okay, das problem ist also ein übliches. du wirst dich nun fragen, was ich damit meine und ich will es dir gerne deutlich sagen. bitte fühle dich dadurch nicht beleidigt. jedoch ist diese verhaltensweise der deklaration als außergewöhnlich und damit einher gehend, die identifikation mit seinem eigenen leid, eine alt bekannte. diese steht dir im wege herum. noch siehst du keine andere möglichkeit, als dich über dein eigenes elend als "besonders" zu empfinden, was dir wichtig ist, um ein klar umrissenes selbstbild zu erhalten. therapie könnte tatsächlich etwas in dir auslösen, nämlich das ende dieses übels. du könntest lernen, dich auch ohne leid als akzentuierte persönlichkeit wahrzunehmen. du hättest es nicht mehr nötig zu leiden. mein konkreter vorschlag für dich sähe aus wie folgt: du sagst dass du todesangst vor einer therapie hast. natürlich hat man angst vor dem unbekannten und die einzige möglichkeit diese etwas zu mildern, ist das auflösen dieses fremden darin. daher würde ich dir anraten, dass du zuerst einmal den psychologischen notdienst deiner stadt aufsucht/anrufst (brachenbuch) und dich dort beraten läßt. du kannst dort über deine ängste sprechen und oftmals, machen die dortigen sozialarbeiter, dir sogar den ersten termin (natürlich nur in deinem beisein und einverständnis). zumindest können sie dir empfehlungen geben und dich über den üblichen werdegang informieren. ebenfalls im bereich des möglichen, wäre ein besuch bei einer organisation, die sich mit sektenaussteigern beschäftigt, auch dort kannst du bezüglich deiner probleme hilfe erwarten. ebenso kann auch dein hausarzt, so er denn nicht vollständig planlos ist, dir etwas über die wege erklären, die du im falle einer beantragung vor dir hast. zuerst einmal wäre sowieso zu klären, ob eine therapie ambulant oder stationär erfolgen soll. grüße CyanKali |
| Odessa | Ich kann mich cy nur anschließen. Du hast einen Punkt erreicht, wo Du Dich zurückziehst (ins Bett, vermutlich, mit diesem Gefühl des "Die Decke über den Kopf ziehen und nicht mehr da sein") und wo Du keinen Weg mehr siehst. Noch vor wenigen Stunden ging es mir - mal wieder - ähnlich. Ich kann daher sehr gut nachempfinden, wie Dir zu Mute ist...aber durch eine Therapie, vor Jahren, und durch "immer mal wieder" stattfindende Gespräche mit meinen Kollegen, die Psychiater/Psychologen sind, komme ich aus diesen "emotional-instabilen" Krisen und Suizid-Löchern auch relativ schnell und sicher wieder heraus. "Notfallkoffer" ist ein Stichwort hierbei.. Krisenintervention ein weiteres. Wenn Du einmal "gelernt" hast, auf Dich selbst zu vertrauen - auch in der Misere - und wenn Du zuläßt, Dich zu öffnen und jemand anzuvertrauen, der Dich in Deinem Selbst-bewußt-SEIN stärkt....dann ist das ein gewaltiger Schritt auf dem Weg zum Licht. Setze dich umgehend mit dem SPDi Deiner Stadt oder einer Caritas-Station in Verbindung bzw. mit einer psych. Ambulanz (falls Dein örtliches Krankenhaus sowas hat). Laß Dich nicht abwimmeln mit Terminen "in weiter Ferne", sag ehrlich wie Du Dich fühlst und daß Du nicht mehr weiter weißt, und man wird Dir- zumindest in "meiner" Psychiatrie ist das so - sofort eine stationäre Krisenintervention anbieten (1 Tag, 1 Nacht fürs erste, mit intensiven psychiatrischen und psychologischen Einzelgesprächen). Alles Gute Dir, und halte uns auf dem Laufenden lieben Gruß, ilo *selbst immer wieder auf der dunklen Seite, aber immer wieder und mit jedem Mal schneller zur hellen Seite des Lebens findend* |
| mcbear | bin erst vor kurzem aussm bett gekommen. ...also ich hab nichts wie nen branchenbuch oder so.. aber.. ich will was machen.. und ich weiß ganz genau, dass es zu lange dauert, wenn ich erst zu meiner allgemeinärzting gehe und mir dort ne überweisung hole.. dann termin.. etc.etc. .. danke erstmal euch allen.. ich fühl mich schrecklich aber wenn ich mich nich bald bewege wirds nur noch schlimmer.. ich werd für heut nacht zu freunden gehen... die haben mit sicherheit mehr erfahrung... und ich brauch einfach irgentjemand, der direkt da ist.. noch weiter hier zu hause halt ichs nich aus.. davon abgesehen, dass hier immer noch meine eltern wohnen und die wissen gar nichts.. bzw. sind einfach zu blöd um 1 und 1 zusammenzuzählen und ignorieren meine nächtlichen aktivitäten und saufaktionen schon nen paar jahre.. wenn ich doch nur nich wieder hier wohnen müsste. jedenfalls danke und ich werd diesmal was machen.. ich werd was machen. |
| Cyan Kali | gut. wenn du magst, dann können wir das folgende tun. du sendest mir eine pn oder mail mit deinem wohnort (möglichst genau, bei größerer stadt, mit stadtteilangabe. es geht hierin um kurze wege für dich.). ich suche dir die entsprechenden stellen heraus und sende sie dir. bis dahin halte ich es tatsächlich für eine gute idee, wenn du so wenig als möglich allein bist. ich kann und will aus der ferne keine prognose abgeben, halte es jedoch für sinnvoll, wenn du tatsächlich möglichst zeitnah hilfe erhälst. deine eltern sind vollständig ahnungslos? was ist mit deinen freunden, können sie dich nicht unmittelbar zu einem notdienst begleiten? in wie weit wissen sie um dein aktuelles befinden? grüße CyanKali |
| Dark Angel X | Hi! Also um ehrlich zu sein,versteh ich das nicht ganz,also ich selbst bin in Therapeutischer Behandlung und nur mal nen Tip an Deiner Stelle würd ich da auch mal hingehen.Das mit dem allein sein ja das kenn ich auch alles nur denk mal darüber nach wo das her kommt.Kann es sein das man dich als Kind immer allein gelassen hatt? Du nie jemanden zu reden hattest,man dir dinge angetan hatt die du verdrängt hast.Das kenn ich alles und ich habe 25 Jahr gebraucht um zu verstehen was in mir vorgeht und wenn du schreibst das deine Eltern und Freunde dies nicht sehen find ich das sehr traurig denn es beweist das man keine richtige Interesse an dir zeigt,denn Menschenden du etwas wert bist die erkennen so etwas.Und es gibt bei jeder Krankenkasse eine elendig lange Liste mit Therapeuten und Kliniken.Man muß nur wollen.Und glaub mir ich würd mich eher selbst darum kümmern als das du irgendwann mal wo anders aufwachst Ist nur ein Tip und ich rede hier auch nicht so daher,ich selbst werde noch 15 Jahe zwischen ambulanter und stationärer Therapie umhergondeln um das ich das Leben irgendwann geniesen kann.Und das wichtigste aber ist das du dir helfen lassen willst denn nur du allein kannst etwas an Dir ändern kein anderer. Liebe Grüße Dark Angel X |
| mcbear | teilsweise.. empfinde ich es jetzt als nicht so clever mich hier an das forum zu wenden. andererseits.. war es notwendig. ich hab weder einen termin noch die rechte aussicht aber etwas mehr ruhe in mir. ich habe heut den tag sogar wieder etwas genossen. versucht, die dinge zu sehen, die mir freude bereiten. die leute, bei denen ich war haben ebenfalls ne menge in der richtung durch und dadurch weis ich nun eher wo ich ansetzten muss. das erste wird wohl ein vostellungstermin beim therapeuten sein. allerdings möchte ich diese schiene langsamer angehn und mich erst einmal um meine ärztlichen dinge wahrnehmen.. mir steht auch eine kleinere op bevor, die mir wichtiger sein sollte. zu meinen eltern.. scheinwelt nennt man das glaube ich. aber damit muss ich leben. die sind eben nicht bereit dass zu sehen oder zu verstehen. ich habe menschen an meiner seite nur.. bin ich eben oft mir selbst im weg. ich versuche auch die nächsten tage ruhig anzugehen, denn das hat mir heute ehrlich sehr gut getan. ich sehe das ganze eher poritiv auch wenn ich mich dafür hier und da etwas zurückziehen muss. ... und an dem nichtwissen meiner "freunde" bin ich selber schuld. jemand der sich das leben nehmen will versuchts eben nich zu verhindern.. indem er irgentwem davon erzählt. aber ich kann euch beruhigen.. ich denke suizid ist gerade nicht das hauptproblem. nur hab ich nich mehr so recht die kontrolle... über schlaf, essen und konzentrationsfähigkeit. euch allen nochmal danke und @ Cyan Kali: ich schicke dir eine pn. dein angebot und deine erfahrung interessiert mich auch dafür danke. |
| Dark Angel X | Hi! Das was ich geschrieben habe,sollte auch nicht böse rüberkommen,denn ich weiß wie das ist,hab die letzten Jahre auch in Scheinwelten gelebt aber irgendwann fliegt das auf und mabn stellt fest das man Probleme hatt,und dann was tun? Ich verstehe jedes einzelne Wort was du schreibst doch find ich es nicht richtig Mitleid zu geben das glaub mir ist nicht der richtige Weg der richtige Weg ist das du es erkennst und auch wenn manche Worte sehr weh tun diese Dir so annimmst um daraus für Dich das beste und nicht das schlechteste rausziehst,denn nicht alle Menschen sehen so wie man selbst vieles sieht aus Erfahrungen.Das Leben ist hart und wenn man etwas erreichen will muß man kämpfen oder aufgeben,das kann dir keiner abnehmen denn dein Leben bestimmst nur du selbst.Ich erzählr hier von meinen Erfahrungen und ich will Dir nichts böses.Ixch find es gut das Du hier so offen schreibst und dies ist auch ein kleiner Schritt für Dich um etwas zu verändern. Liebe Grüße Dark Angel X |
| mcbear | ..ich hab es nich böse aufgenommen ;) ich weis, dass du wahres erzählst. |
| Morri | @mcbear ich fühle mich so gar nicht qualifiziert, Dir hier irgendwelche Ratschläge zu erteilen. Ich würde Dir nur gerne zwei Telefonnummern geben, die bei mir eigentlich immer griffbereit waren, wenn ich in einer schweren depressiven Phase war: 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222 dies sind die bundesweit gültigen Nummern der Telefonseelsorge, der Anruf kostet nichts und Du erreichst rund um die Uhr Leute, die ehrenamtlicherweise dasitzen und darauf warten, daß man sie anruft und ihnen anonym sein Herz ausschüttet. Es sind keine Therapeuten und sie können Dir auch keine Therapie ersetzen... (Erinnerung: Du wolltest Dir einen Termin holen!) ... und Du hast sicherlich auch Deine Leute, mit denen Du reden kannst, auch nachts. Aber wenn alle Stricke reißen, ruf diese Telefonnummern an, bevor Du Dich verkriechst und mit Deinen Ängsten und Gedanken allein bleibst. Ich habe mit der Truppe in der Vergangenheit immer gute Erfahrungen gemacht. Morri |
| Nnordy | Ich würde auch den Gang zu einem Neurologen/Psychiater empfehlen. In vielen Fällen haben Depressionen auch stoffwechselbedingte Ursachen, da kann ein Neurologe Dir helfen, die in den Griff zu bekommen, bspw. mit Serotoninhemmern, das sind Medikamente (KEINE Psychopharmaka), die auch nicht abhängig machen. Es ist ein leichterer Gang als in die Therapie. Vielleicht erstmal damit anfangen? |