| Weltenbummler | Hallo ihr . Zuerst möchte ich euch sagen dass ich nicht Weltenbummler bin, sondern eine andrer Person die auch hier im Forum schreibt. Weltenbummler war so lieb, mir unter ihrem Namen Gelegenheit zu geben hier zu schreiben, da mich unter meinem Namen zuviele kennen, von denen ich in dieser Sache nicht erkannt werden möchte. Dies nur, damit sie keine Schwierigkeiten bekommt. Das Problem ist wie folgt: Ich bin 17, bin seit einem Monat mit meinem Freund zusammen (den ich sehr liebe) Nun bin ich schwanger(wiesotut nichts zur Sache. Sagen wir mal, dumm gelaufen.) ich möchte das Kind auf keinen Fall. Weil ich ihm nichts bieten könnte was ein Kind meiner Meinung nach braucht. Ich werde also die Schwangerschaft abbrechen... möchte aber, bevor ich zum Frauenartzt gehe gerne eure eigenen Erfahrungen hören, sofern ihr solche habt, und preisgeben möchtet. Zudem möchte ich nicht, dass meine Familie davon erfährt, geht das? (obwohl ich erst 17 bin?) Danke. |
| AlienSexFiend | [QUOTE][i]Original geschrieben von Weltenbummler [/i] [B] Zudem möchte ich nicht, dass meine Familie davon erfährt, geht das? (obwohl ich erst 17 bin?) [/B][/QUOTE] ...ärztliche Schweigepflicht sag ich da nur...und da du 17 und keine 12 mehr bist, sehe ich da auch keinen Grund, weshalb sie gebrochen werden sollte... ...dass du einen Termin bei Pro Familia o.ä. brauchst, wirst du wohl schon wissen...!? ...ansonsten kann ich dir von keiner Erfahrung berichten, ich selbst hatte mich in so einer Situation ja für mein Kind entschieden... ...vielleicht hast du eine Freundin, der du dich anvertrauen kannst, die du mitnehmen kannst...? ...ist bestimmt einfacher als das wirklich ganz alleine durchzustehen... ...alles Gute...! |
| Hirogen | aloha! was sagt denn dein freund dazu? ist er überhaupt der vater? ich kenne jetzt deine familienverhältnisse nicht, aber wäre es nicht sinnvoll, sie (deine family) da einzuweihen? mfG Hirohito |
| SoulReaper696 | Erstens denke ich, dass sie es schon in irgendeiner weise merken werden (deine familie). Zweitens würde ich das kind auch bekommen, denn es gibt für "fälle wie dich" auch mehr als nur ein paar beratungsstellen, geldgeber, unterstützung. es ist nicht leicht, das ist klar. es ist verdammt schwer. aber ich als freund von dir wäre unbeschreiblich stolz, und das wäre ich, wenn ich eine schwangere frau wäre, auch. |
| Frostwyrm | Bist du dir da sicher? Ein Kind braucht natürlich ein Heim und diverse materielle Güter (Nahrung, Spielzeug, Kleidung...), aber dafür gibt es hier staatliche Unterstützung. Was ein Kind aber noch braucht, sind liebevolle Bezugspersonen. Bis du dir sicher, dass ihr das nicht sein könnt? Ich muss gestehen, ich bin absolut kein Befürworter von Abtreibungen. In meinen Augen gibt es immer einen Weg- und das Kind ist nunmal da, es lebt, ist dabei, ein Mensch wie jeder hier zu werden... Ein Kind ist eines der wenigen unschuldigen Wesen... Ich könnte kein Kind abtreiben. Hast du dir da schon länger Gedanken drüber gemacht? In welcher Woche bist du denn? ...Frostwyrm... |
| LittleLenore | auf jeden fall wird die schweigepflicht vom arzt eingehalten, da solltest du dir keine sorgen machen. wenn dir das mit der abtreibung ernst ist, mußt du ersteinmal zu einem frauenarzt, der die schwangerschaft attestiert.danach musst du das pro-familia-gespräch über dich ergehen lassen(bei mir war es nicht so schlimm wie ich dachte, die beraterin war sehr verständnisvoll),dort werden dir auch kliniken/ärzte genannt, an die du dich wegen dem eingriff wenden kannst. ich war in der selben situation wie du, nur 2 jahre älter, kannte meinen freund zwar *schon* seit einem jahr,aber wir waren einfach zu jung(er ist noch etwas jünger als ich),ich hatte gerade mein studium begonnen und er ging noch zur schule.es war ein unfall, absolut ungewollt und ungeplant.übrigens weiss bis heute weder mein freund noch meine familie irgendwas davon, dass ich schwanger war.es geht also,ohne dass jemand etwas mitbekommt(man muss nur sehr vorsichtig sein und gut auf die papiere,mutterpass, ultraschallbilder und so aufpassen, damit sie niemandem in die hände fallen.ich habe sie immer sofort vernichtet).du blutest ein wenig nach dem eingriff, aber es ist nicht schlimmer als normale tage,vielleicht etwas stärkere blutungen, aber schmerzen eigentlich nicht.ausserdem darfst du an die 2 wochen keinen geschlechtsverkehr mehr haben. eins möchte ich dir noch sagen: auch wenn viele hier sagen, behalt es doch, ich wäre an stelle deines freundes stolz oder selber glücklich, wenn ich schwanger wäre...sie sind nicht du. sie wissen nicht, wie du dich fühlst, was du für ein mensch bist, wie deine welt aussieht.sie wissen nicht, wie deine zukunftspläne aussehen, sie können dir nur sagen, was sie selbst in deiner situation getan hätten.und von dieser warte aus können sie dir keinen guten rat geben.ich kann es auch nicht, ich kann dir nur meine erfahrungen mitteilen. es ist deine entscheidung und jede, die du triffst, ist gut.ich habe abgetrieben, weil es in meiner situation und mir allein richtig schien.und ich habe es aus dem selben grund für mich behalten.entgegen vielen leuten, die mir das gegenteil weismachen wollten,hatte ich danach weder gewissensbisse, noch depressionen.hätte ich das kind behalten, hätte ich damit 3 menschen unglücklich gemacht,meinen freund,mich und vor allem das kind.also, kopf hoch.tu, as du für richtig hälst.wenn du noch fragen hast, wende dich ruhig per pn an mich.alles liebe. |
| Nachtelfchen | selbst hab ich keine erfahrung, aber meine freundin hatte eine ähnliche situation mit 20: sie hat ihren freund genau 3 wochen gekannt, beide noch in ausbildung ect, dazu eine streng katholische familie ihrerseits. und dann schwanger. sie hat das kind abtreiben lassen, ohne dass ihre mutter, bei der zuhause sie noch lebte, es mitbekommen hat. dass die es dann doch noch erfuhr, lag daran, dass der bruder meiner freundin die krankenhausrechnung sah. also wenn du es wirklich verheimlichen willst vor deinen eltern, dann vergiss solche sachen nicht. (wahrscheinlich zahlen deine eltern auch noch die krankenkasse usw oder?) aber ich frag mich: bist du sicher, willst du in einer solchen situation, die doch eine sehr schwierige ist, auf deine nächsten verzichten? manchmal schafft man solche dinge letztlich gemeinsam besser. ich kann dich in deiner situation verstehen, zudem würde wohl der druck auf dich, das kind zu behalten, steigen, wenn deine eltern davon wüssten (wär jedenfalls bei meinen so gewesen). vielleicht aber hättest du, würdest du das kind behalten, jede erdenkliche hilfe der welt... ich wünsch dir glück, kraft und aufgehobenheit, egal wie du dich entscheidest, und liebe menschen, die dir zur seite stehen und für dich da sind. |
| Weltenbummler | Hallo, Danke für euer Antworten. vorallem Littlelenore! Das Kind behalten kommt für mich nicht in Frage. Es ist nicht nur die Geldfrage. Ich fühle mich dieser Verantwortung nicht gewachsen, ich werde diesem Kind keine Familie bieten können, keinen halt, wie Kinder sie brauchen. Ich habe feste Zukunftsplanungen. Ich weiss auch das Abtreibung ein Streitthema ist, aber ich glaube nicht das ich ein schelechtes Gewissen haben muss, das muss natürlich jeder mit sich selbst abmachen. Wielange ist dieser Krankenhausaufenthalt? ich bin in der 3ten oder 4ten woche. und wieviel kostet sowas? ich bin tatsächlich in der Krankenkasse meiner Eltern... gibt es Wege dass sie torzdem nicht davon erfahren? Ihnen das zu sagen steht auch ausser Frage. sie würden mir zwar auch zur Abtreibung raten, aber ich möchte das aus verschiedenen Gründen nicht. ich habe meine beste Freundin, an die ich mich wenden kann. Mein Freund weis auchnichts davon, ich weiss nochnciht ob ich ihn einweihen soll... Danke. |
| Nnordy | Nur zu Deiner letzten Frage: Ich würde es Deinem Freund sagen. Schließlich ist er an der Situation mit 'beteiligt', sozusagen. Außerdem kannst Du, denke ich, daran sehen, ob und wie viel Du ihm wirklich bedeutest. Wenn er Scheiße reagiert, Dich fertig macht oder sonstwas: Kick ihn! Männer sind da immer gleich fein mit dabei, der Frau die ganze Verantwortung allein zuzuschieben, als hätten sie gar nichts damit zu tun, was de facto ja nun nicht stimmt. Unabhängig davon: ER hat ein Recht, es zu erfahren. Schließlich ist es auch sein Kind. |
| Weltenbummler | Hallo Nnordy. Ich denke nicht das ich soeinen "Vertrauenstest" nötig habe, ich vertraue meinem Freund schon soweit dass ich denke er wird mich unterstützen, unabhängig davon was er will. ausserdem denke ich nicht das er mir die "schuld" geben wird. |
| AlienSexFiend | [QUOTE][i]Original geschrieben von Weltenbummler [/i] [B] Wielange ist dieser Krankenhausaufenthalt? [/B][/QUOTE] ...es gibt auch Frauenärzte, die das ambulant machen, da bekommst du dann je einen Termin an zwei Tagen...vielleicht macht das ja auch jemand in deiner Gegend, einfach mal googlen oder so...das geht ambulant allerdings wirklich nur ganz ganz am Anfang, wenn ich das richtig im Kopf hab, wirst dir also nicht mehr viel Zeit lassen können... |
| Montrose | [QUOTE]Ich würde es Deinem Freund sagen.[/QUOTE]Das würde ich an Deiner Stelle nicht tun. Wenn der Freund bei Deiner Entscheidung eh nichts mitzureden hat, dann belaste ihn bitte nicht auch noch mit dem schlechten Gewissen, Vater einer Totgeburt zu sein und es nicht verhindert haben zu können. |
| Nnordy | Montrose, zynisch wie immer... Sorry, ot. Ich wollte Dir nicht unterstellen, daß Du einen 'Vertrauenstest' nötig hast (wobei ich das nach einem Monat zusammensein schon - irritierend finde...), aber ich denke trotz allem hat er ein Recht darauf, es zu erfahren, da er ja nun mal der andere Zeugungspartner ist. Davon abgesehen kann er Dir auch dabei helfen, die Abtreibung gut hinter Dich zu bringen. Mir zumindest würde es trotzdem etwas bedeuten, wenn ich wüßte, daß mein Partner meine Entscheidung mit trägt. Aber ist natürlich Deine Sache, auch wenn ich es persönlich - an seiner Stelle - sollte er es doch irgendwann mal auf andere Art und Weise erfahren - unfair und als Vertrauensbruch deinerseits empfinden würde, ihm nichts gesagt zu haben. Denn wo Montrose immerhin Recht hat ist, daß es eine Entscheidung auf Leben bzw. Tod ist. |
| Montrose | [QUOTE]Montrose, zynisch wie immer...[/QUOTE]Ich bin nicht zynisch. Ich bin nur etwas erschüttert, mit welcher Gleichgültigkeit Frauen heutzutage der Welt, den Männern und ihren Noch-Kindern vorknallen: das mach ich jetzt so, und alle anderen geht das nichts an. [QUOTE]Davon abgesehen kann er Dir auch dabei helfen, die Abtreibung gut hinter Dich zu bringen. Mir zumindest würde es trotzdem etwas bedeuten, wenn ich wüßte, daß mein Partner meine Entscheidung mit trägt.[/QUOTE]Und was ist, wenn er es nicht mitträgt? Wenn er das Kind haben möchte? |
| Nnordy | Monty, jetzt bitte keine Diskussion auf §218-Niveau, ja? Sonst müßte ich Dir hier Alice Schwarzer Phrasen à la "Mein Körper gehört mir" um die Ohren hauen. Mach einen Thread im Kaiser auf wenn Du magst, in den Auswegen hat sowas nix zu suchen. Die Threaderstellerin ist 17 (!!!) und hat ein Recht auf eine eigene Lebensgestaltung - ob Du dem jetzt zustimmst oder nicht, tut erst mal nix zur Sache. Wie warst Du denn mit 17? Und nicht vergessen: Es geht hier um ein 'Frauenproblem'. Zumindest ich für meinen Teil habe noch nie von einem Mann gehört, der ungewollt schwanger geworden ist... ;) @Moderation und Threaderstellerin: Sorry für's off topic. |
| more | Ich finde es immer schade, wenn man ein Kind abtreibt, vielleicht weil ich/wir keine Kinder bekommen können. Ich denke jeder hat eine Chance im Leben verdient, auch das ungeborene Kind. Hast du denn eigentlich schon über die Möglichkeit einer Adoption/anonyme Geburt nachgedacht? Klar, die Entscheidung musst du fällen, trotzem ist dein Freund auch der Vater und er ist somit auch einzuweihen. Wie denkst du wie er reagiert, sollte er dies je erfahren? Es ist schwer sein ganzes Leben ein Geheimnis mit sich herumzutragen, und ich kenne auch Frauen, die anonym abgetrieben haben, und selbst nach vielen Jahren nicht damit klar kommen. Vielleicht ist dein Freund ja mit der Abtreibung deiner Meinung, vielleicht würde er sich auch gerne alleine um das Kind kümmern. Er ist zu 50% an dem Kind beteiligt, also ist es deine Plicht, auch menschlich gesehen, ihm das zu sagen. Ausserdem ist es leichter solche Entscheidungen zu zweit durchzustehen als allein. Und denke darüber nach, ob du deinem Kind nicht die Chance geben willst in einer anderen Familie aufzuwachsen und seinen Weg zu gehen. |
| John.Coffey | Ich finde Montrose hat recht. Ich bin selbst sehr jung Vater geworden. Hätte meine heutige Frau damals ohne mein Wissen das Kind abgetrieben, ich denke damit wäre ich nicht klar gekommen. Ich möchte Dir sagen, dass Du natürlich und selbstverständlich selbst entscheiden musst was Du tust, aber auch wenn es Dein Körper ist wie Nordy sagt, ist dieses Kind eben nicht nur Dein Kind. Wenn Du Dich gegen das Kind entscheidest ohne Deinem Freund davon erzählt zu haben dann tuh es auch niemals. Nicht später wenn er nichts mehr daran ändern kann. Ich bin der Meinung, dass eine schwangere Frau, die nicht genau weiß, ob sie ihr Kind behalten will, sich einfach einige Zeit in die Stille zurückziehen sollte, um mit diesem werdenden Kind ein bißchen zu reden. Ja, das mag dumm klingen aber es wid Zeit, dass nicht fremde über Dich und über Dein Kind bestimmen, sondern das das Kind endlich eine Stimme bekommt. Wann beginnt denn Leben. Rom würde sagen, bei der Zeugung. ProFamilia würde Dir vielleicht sagen zwischen der zwölften und sechszehnten Woche, je nachdem. Worüber man aber auch reden könnte - spätestens bei der Geburt natürlich. Ein Jude würde Dir sagen, wenn die Kinder aus dem Haus sind, dann beginnt das Leben. Ich weiß ja nicht wann Dein Leben begann. Meines jedenfalls begann weiter vorher. Meine Frau ist Hebamme, bald beherbergt unser Haus eines der vielen alternativen Geburtshäuser dieses Landes. Ich war bei der Geburt meines Kindes dabei, er wurde auf einem Geburtshocker geboren, mit dem Kopf vorweg wie fast alle Kinder - nur bei ihm ist es für mich in viellerlei hinsicht symbolisch. Sein Kopf ist seitdem nämlich immer in Fahrt. Und er wird sich hoffentlich auch nicht umgewöhnen, läßt sich auch von seinen Eltern nicht bremsen und ist vorlaut, witzig und manchmal ganz schön frech. Aber er muss auch viel einstecken. Niemals war unsere Entscheidung einfach - ist es bis heute nicht. Warum ich das schreibe, weil es für mich schwer auszuhalten ist nichts zu sagen wenn es um Abtreibung geht. Und da ich das auszuhalten habe was Du sagst und tust musst Du eben auch aushalten was ich sage. troztdem einen lieben gruss und beherzige mal meinen Vorschlag, frag mal Dein Kind was es will. John |
| Odessa | "Weltenbummler"-userin: Weißt Du, was mich so schockiert an Deinem Beitrag? Das kaltherzige "Dumm gelaufen" und "spielt nicht zur Sache", das Du schriebst. Denn doch, liebe Unbekannte, werdende Mutter, Schwangere und "Tochter-sein-könnte"-Member: es spielt sehr wohl eine Rolle, es geht hier um den Mord an Deinem ungeborenem Kind und dieser Mord wird passieren, weil Du die Tatsache, daß Du nach wenigen Tagen mit einem Mann ins Bett stiegst (Du bist in der 4. Woche und kennst ihn seit einem Monat - ?) und dabei nicht anständig verhütet hast, als [b]"dumm gelaufen" und "tut nichts zur Sache"[/b] abtust, als wäre es nur ein verpaßter Schulbus oder eine zerrissene Strumpfhose! Du und Dein Freund wart alt genug, um Liebe zu machen - aber wart anscheinend nicht verantwortungsbewußt und erwachsen genug, Euch um Verhütungsmittel zu kümmern? Es war Euer Fehler, Eure Unreife, Eure Gedankenlosigkeit - und ausbaden muß diesen Fehler nun das Baby, das getötet werden soll. Sei versichert, eine Abtreibung ist kein Spaziergang. Manchmal kommt sowas nach Jahren erst raus und an Körper/Seelen-Stellen, die man nicht zwangsweise mit einer Abtreibung vor Jahren in Verbindung bringt. Frag mal einfach einen guten Frauenarzt, Internisten und/oder Psychologen. Die Patientinnen in meiner Psychiatrie, die noch heute unter Traumata und Schuldvorwürfen und Alpträumen leiden, könnten Dir das übrigens auch bestätigen. Nicht alle Frauen stecken das Töten des eigenen Kindes so emotionslos weg wie LE es beschrieb, und ich sag Dir noch was: ich empfinde DAS als normal und emotional gesund - es NICHT wegzustecken, als wäre nur mal kurz der Zahnstein entfernt worden. Und Dein Freund sollte Dir eigentlich beistehen in dieser Sache, er trägt die Verantwortung wie Du, es ist Euer Kind. Er hat übrigens, da gehe ich völlig konform mit Montrose, ein RECHT auf sein Kind, denn es IST auch sein Kind, darüber muss man wohl wirklich nicht diskutieren! Du tötest SEIN KIND, ist Dir das klar? Es erstaunt mich auch sehr, daß Du nicht weisst, was Deine "grosse Liebe", der Du so vertraust nach diesen paar Tagen Eurer "Beziehung", denkt. Du schriebst ja, daß Du "denkst er würde wohl..." - Du vermutest also nur und hast solche ernsten wichtigen Themen nicht mit ihm besprochen, bevor Du mit ihm ins Bett bist? Wie kannst Du von Liebe reden, wenn Du die grundlegendsten Dinge nicht mit diesem Menschen besprochen hast bzw. nicht weißt, wie er dazu steht? Das Kind hat, wie John Coffey schon schrieb, KEINE Stimme. Es ist völlig unschuldig an der ganzen Situation, die Du und Dein Freund zu verantworten haben und sonst niemand. Es ist feige und unreif, sich dieser Verantwortung durch das Töten des Kindes zu entziehen, auch wenn Dir hier 20 Frauen ihr "mit Emanzipation" begründetes Okay geben. Und wo ich an der Stelle fragen möchte: wie lässt sich sowas mit Pazifismus vereinbaren und mit einer "lebens-achtenden und lebens-schützenden" Gesamteinstellung? Ist das nicht widersprüchlich, wenn man gegen Mord und Töten ist und das Leben jeder Stubenfliege achtet, aber kein Problem damit hat, das eigene Kind zu töten? Ich legitimiere einen grundlosen Mord niemals, liebe Threaderstellerin, und da ich eine Tochter habe, die noch älter ist als Du und ich solche "Gedankenspiele mit der Situation X - was wäre wenn..." über Jahre hatte (hat wohl jede Mutter einer heranwachsenden Tochter), erlaube ich mir diesen für mich relativ "scharfen" und deutlichen Ton einer Fremden gegenüber - ich meine es aber deswegen nicht weniger gut und aufrichtig mit Dir als die, die Dir die bequeme "Absolution" zum Kindsmord erteilen. Gruss, Ilo PS: Ich habe mit knapp 16 und dann später noch zwei mal ein Kind verloren, Abgang/Totgeburt. Das vierte Mal endlich klappte es mit meiner fast 22jhr. Tochter, die natürlich das wunderschönste bezauberndste Wesen auf diesem Planeten ist. Und noch heute sage ich, daß ich eigentlich 4 Kinder habe. Die drei, die tot sind bzw. die nicht geboren wurden - sie SIND meine Kinder. Immer noch und für immer. |
| Beowulf | Man kann auch anderer Meinung zum Thema Abtreibung sein. Wie ich zum Beispiel. Der Mensch definiert sich moralisch nicht über seinen Körper oder über seine Gene, sondern - meiner Meinung nach - über sein Bewusstsein. Ein Embryo hat - meiner Meinung nach - kein Bewusstsein. Jedenfalls wurde nicht gesagt dass der Freund auch der Vater ist, oder? Und man weiß es nicht wie es passiert ist, deshalb sind Schuldvorwürfe auch nicht gerade sehr sinnvoll. Worin ich übereinstimme ist, wenn der Freund der Vater des Kindes ist, hat er ein Recht darauf es zu erfahren. Ansonsten denke ich, wurde alles wesentliche schon gesagt, wo du hingehen musst, mit wem du reden musst, etc pp |
| Odessa | Beowulf, eine Freigabe des Babies zur Adoption wäre hier doch wirklich eine Lösung. Eine Abtreibung ist für mich dann diskutabel, wenn eine Frau vergewaltigt wurde oder das Baby mit irreparablen Schäden, an denen es nach der Geburt definitiv würde sterben, zur Welt kommen würde. Der Fall liegt hier aber nicht vor. Schuldvorwürfe - ich weiss nicht, ich würde es so nicht verstanden wissen wollen. "Auswege" soll man hier aufzeigen, und ich denke, es gehört zur Lösung eines Problems, daß man einem Menschen auch aufzeigt, wie weit er selbst verantwortlich ist für die Situation, in der er jetzt ist - auf daß er nämlich nie wieder in eben diese Situation gerät. Auch denke ich, daß die Eltern hier schon noch mitzureden haben. So weit ich weiß, haben diese bis zum 18. Lebensjahr immer noch gefragt zu werden bei Dingen, die ihr Kind betreffen. Ärztliche Schweigepflicht hin oder her, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß es erlaubt ist, daß ein Arzt einen Abbruch vornimmt bei einer MINDERjährigen Patientin, ohne daß die Eltern ihr Einverständnis dazu geben müssen...? |
| Beowulf | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] Beowulf, eine Freigabe des Babies zur Adoption wäre hier doch wirklich eine Lösung.[/QUOTE] Noch ist es eben kein Baby. Sondern ein Embryo der sich noch nicht wesentlich von dem Embryo irgendeines Säugetieres unterscheidet. Und eine Schwangerschaft samt Geburt ist auch nicht ganz ohne gesundheitliche und geistige Belastung. [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] Schuldvorwürfe - ich weiss nicht, ich würde es so nicht verstanden wissen wollen. "Auswege" soll man hier aufzeigen, und ich denke, es gehört zur Lösung eines Problems, daß man einem Menschen auch aufzeigt, wie weit er selbst verantwortlich ist für die Situation, in der er jetzt ist - auf daß er nämlich nie wieder in eben diese Situation gerät. [/QUOTE] Wenn es ein fahrlässiger Umgang mit Verhütung war (Was wir nicht wissen) stehts natürlich außer Frage dass sie und der Vater selbst schuld sind an der Situation. Ich hoffe einfach sie wird das auch wissen. Und auch aus einer Abtreibung kann man lernen. Das mit den Eltern kann schon so sein. Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob eine Abtreibung bei Minderjährigen auch ohne Einverständnis der Eltern möglich ist. |
| Apex | Hmmmm eine sehr schwierige Situation. Ich will mir hier auch jetzt kein Urteil anmaßen dürfen, da ich selbst nicht in einer solchen Situation war (und ich hoffe ehrlich gesagt, nie in eine solche zu kommen). Nur möchte ich denen hier zustimmen, die sagen, dass der Vater ein Recht darauf zu erfahren, dass er Vater wird bzw. werden könnte. Und er muss auch seine Meinung dazu sagen, aber ganz klar, die endgültige Entscheidung liegt ganz alleine bei dir. Die kann dir keiner abnehmen und keiner leichter machen, wenn du das Kind willst, dann trag es aus...wenn nicht...dann treib es ab. Eine Alternative ist die Adoption...darüber sollte man nachdenken. Aber, wie gesagt, die Entscheidung liegt bei dir, lass dich nicht beeinflussen von anderen, handle nach deinem besten Wissen und Gewissen, so wie du es für dich, für am Besten hälst und nicht anders. Ansonsten möchte ich noch persönlich Beowulf zustimmen. |
| fragment | Ich hab vorhin schonmal angefangen das hier zu tippen...es dann aber wieder verworfen. Jetzt schreibe ich es doch...auch wenn ich nicht weiß, inwieweit dir das hilft. Letztendlich mußt du DEINE Entscheidung treffen. Wir alle hier können dir erzählen, was wir davon halten - dein Gewissen stärken oder schwächen - aber du mußt tun, was du für richtig hälst. Wenn du das nicht tust ist die Wahrscheinlichkeit, dass du deine Entscheidung irgendwann bereust noch viel größer, als wenn du im Einverständnis mit dir selbst entscheidest. Dann fangen nämlich die Selbstvorwürfe an... [i ]"Ich hab es eigentlich besser gewußt"[/i] [i]"Wieso habe ich mich da reindrängen lassen[/i] Du stehst an einem Wendepunkt in deinem Leben. Egal wie deine Entscheidung aussehen wird, es werden sich Dinge ändern. Wichtig ist, dass es deine Entscheidung bleibt. Wen du heranziehst um an deiner Entscheidung mitzuwirken ist auch deine Sache. Ich kann so pauschal nicht sagen, dass ich den Freund unbedingt mit einbeziehen würde...das hinge wohl vom bisherigen Beziehungsverlauf ab. Ich wünsche dir, dass du die richtige Entscheidung triffst. |
| Odessa | ---- Beowulf: Wenn es ein fahrlässiger Umgang mit Verhütung war (Was wir nicht wissen) stehts natürlich außer Frage dass sie und der Vater selbst schuld sind an der Situation. --- ...und das glaubte ich aus dem "dumm gelaufen" zu entnehmen... nur eine Vermutung, aber ich wollte es nicht "unwidersprochen" im Raum stehen lassen. --- Ich hoffe einfach sie wird das auch wissen. Und auch aus einer Abtreibung kann man lernen. --- Ja, genau das wollte ich damit auch ausdrücken...daraus lernen, auf daß es nie wieder passiert. Das mit dem "Embryo" - für mich spielt es keine Rolle ob "nur" Embryo oder "schon beseeltes Leben", weißt Du... weil ich das Leben generell aus einer eher sufi-beeinflußten und mystisch geprägten Warte sehe. Und ab der 4. Schwangerschaftswoche beginnt das Herz zu schlagen, der Kopf und die Augenhöhlen sind ausgeprägt, es ist ein Lebewesen, es ist ein Mensch. Ich wollte nur versuchen aufzuzeigen, daß nicht "zwangsweise" die Abtreibung die einzige Lösung ist, auch wenn Du, threaderstellerin, momentan völlig verzweifelt und panisch bist und Dir diese Lösung als die "einfachste" (ganz bewußt in "" gesetzt) erscheint. Für mich ist - aus meinem Kulturkreis bedingt - Liebe und Sex etwas, was man sehr ernst nimmt. Geht "Frau" mit einem Mann ins Bett, dann ist das etwas sehr "Heiliges", Verpflichtendes (für beide Seiten). Und dass man dafür dann auch bereit sein muß, die Verantwortung (sh. evtl. Elternschaft) zu übernehmen. Wenn ich mir vorstelle, ich müsste ein Leben, das in mir entsteht, "beseitigen", dann wäre für mich das in etwa so, als würde ich den geliebten Mann, von dem dieses Leben in mir ist, mit-töten. Ich weiss, daß das sicher niemand hier verstehen wird (es sei denn, es sind noch andere Orientalen anwesend), aber diese Einstellung, daß ein Kind einfach das Heiligste, Höchste, am meisten zu schützende und zu respektierende Leben ist und man dafür als Liebespaar, als Elternpaar, die Verantwortung hat, ist einfach das A und O unserer Gesellschaft, ich kann da aus meiner Haut nicht raus und ich kann von daher Threaderstellerin nur versuchen zuzuraten, daß sie sich das BITTE nochmal überlegt. Es soll nicht "belehrend" oder beeinflussend klingen, tut mir leid wenn es so rüberkommt... ich seh einfach ein 17jhr. Mädchen, das meine Tochter sein könnte, und versetze mich in die Situation von IHREN Eltern, die von der Misere ja (noch) nichts wissen, und wäre ich die Mutter des Mädchens hier, ich würde ihr genauso emotionsgeladen und natürlich auch ein bisschen "vorwürflich" eine Gardinenpredigt halten, zweifellos - was man aber nur mit Menschen macht, die einem wichtig sind, die man ernst nimmt und um die man sich SORGEN macht weil man sie liebt. Ich glaube, daß die Eltern von Dir, "Weltenbummler", sich auch sehr grosse Sorgen machen werden, da sie Dich doch LIEBEN, Du bist ihr Kind.... vertrau Dich ihnen an, sprich mit ihnen, und ja, sie werden ausflippen, sie werden vermutlich das gleiche sagen wie ich in meinem ersten Post, werden ratlos-wütend oder fassungslos sein - aber ich bin sicher: sie lieben Dich. Du bist ihr Fleisch und Blut. Sie werden für Dich nur das Beste wollen. Hab ein bisschen Vertrauen, finde zur Ruhe, und überlege Dir all die Dinge, die hier geschrieben wurden. Und DU, nur DU allein und Dein Freund, müßt letztendlich entscheiden was zu tun ist. Die Möglichkeiten und Risiken, sozusagen, wurden Dir hier von "beiden" Seiten (sowohl der Pro- als auch der Contra-Seite) aufgezeigt. Viel Glück, mit welcher Entscheidung auch immer.... |
| Weltenbummler | Hallo. ich wollte mich hier garnicht dazu äussern, die threadstellerin ist meine beste freundin... sie kennt meine meinung, die hier auch garnichts zur sache tut. ich habe ihr angeboten hier erstmal zu lesen und ihr dann die für sie relevanten dinge auszudrucken... (warum war mir so klar das das hier auf streitthema nieavo runtergestuft wird, EINE FRAGE!!! die Fragenstellerin direkt angegriffen wird.... Warum müsst ihr eure Meinung dem Mädel aufdrängen? wieso ist sie unverantwortungslos, wenn sie sagt es sei verandwortungslos jetzt dieses kind zu bekommen???? der vater ist 19. 19! sie ist 17. sie macht im mai ihren Abschluss, will danach studieren. hat eine feste vorstellung. und soll sie so einfach über bord werfen? warum? Ich bitte die moderation diesen thread zu schliessen, im auftrag der threadstellerin. Danke denen die Fragen beantwortet und nicht angeklagt haben. Bummler |
| Odessa | --- Warum müsst ihr eure Meinung dem Mädel aufdrängen? wieso ist sie unverantwortungslos, wenn sie sagt es sei verandwortungslos jetzt dieses kind zu bekommen???? ---- Wenn Du richtig gelesen hättest, hättest Du gelesen WAS das verantwortungslose ist: dass man mit jemand ins Bett hüpft, ohne sich Gedanken darüber zu machen daß man verhütet. Zum Anderen: Wenn hier jemand einen thread macht und um Meinungen bittet, muss derjenige damit rechnen, dass man ihm nicht nur mit "jaja" Honig um den Mund schmiert, sondern berechtigte Fragen stellt und Ratschläge gibt. Das ist unter erwachsenen Menschen so üblich, und wenn Du/Deine Freundin nur Zustimmung haben wolltet und keine Gegenargumente, dann fragt das nächste mal nicht in der Öffentlichkeit. Die gleichen Fragen wird man ihr bei pro Familia stellen und beim Frauenarzt, oder denkst Du dass man dort auch nur lässig sagt "ja kein Problem, wir machen die Abtreibung?". Garantiert nicht. Es ist keine Anklage, zu hinterfragen warum jemand gewisse Dinge tat oder eben nicht. Lies nochmal die Beiträge, dann wirst Du das vielleicht auch irgendwann verstehen. Der Ratschlag, das Kind auszutragen und zur Adoption freizugeben, ist wohl in keinster Weise eine Anklage, sondern das Aufzeigen eines Weges OHNE dass das Mädchen auch die eigene Gesundheit (seelisch als körperlich) bei einer Abtreibung in Gefahr bringt. Ich habe mir seit gestern um deine Freundin Gedanken gemacht, wollte Ihr anbieten, für sie mit ihren Eltern zu sprechen (am Telefon) oder auch mit einem Psychologen aus meiner Arbeit - ich wollte HILFE geben, ohne nur oberflächlich "Zustimmung" niederzuschreiben. Wenn das nicht verstanden wird - schade. Mein Angebot steht trotzdem. Lieben Gruss Dir und ihr, ilo |
| Apex | Auf Wunsch der Erstellerin geschlossen... |
| Caranaldion | [i][color=red] Angesichts des Threadverlaufes möchte ich noch etwas dazu schreiben: Es tut mir leid, dass ich den Thread aus Zeitmangel eben erst lesen konnte. Ich bin früher nicht dazu gekommen, sonst wären die (wenngleich meist auch zwischen Zeilen vorzufinden, imho) Vorwürfe und die Versuche des "Bekehrens" sofort unterbunden worden. Denn darum ging es nicht, in keinster Weise. Aus dem Eröffnungspost geht relativ klar hervor, dass die Entscheidung feststeht. Ich kann nachvollziehen, dass dies zu akzeptieren für manch einen vllt. schwer ist, vor allem, wenn der oder diejenig selber Kinder hat. Nichtsdestotrotz ging es um andere Fragen, und nicht um die Abtreibung selber. Ich empfinde es als Respektlosigkeit und Unverschämtheit der Threaderstellerin gegenüber, sich ungefragt in die Entscheidung der Abtreibung einzumischen und die Moralkeule zu schwingen. Gleichzeitig bin ich erschüttert - den von den meisten, die sich so verhalten haben, habe ich alles, aber nicht das erwartet. Caranaldion, Moderation Auswege[/i][/color] |