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  Forum: Auswege
    Thema: Allein auf dieser Welt
nimoeIch fühle mich so allein auf dieser Welt...
Wohin ich auch blicke... irgendwie gehör ich nirgendwohin... und doch wäre es doch schön sich unter irgendwelchen Menschen einfach wohl zu fühlen... ja fast schon zuhause. Es muss sicher ein tolles Gefühl sein.
Aber das was ich erlebe... ich weiß solangsam nicht mehr wohin, irgendwie vereinsame ich immer mehr und die einzigen Menschen in meinem Leben bei denen ich mich wohlfühle sind mein Partner und ein Freund mit dem ich telefoniere...
Ansonsten komme ich mir ziemlich allein vor und egal wohin ich auch gehe... irgendwie bin ich immer allein...
Ich bin zwecks meines Studiums von zuhause ausgezogen, was für mich ein Segen war. Meine Familie mit ihren moralvorstellungen, alt eingesessenen Traditionen und Ansichten - nein, ich weiß, da gehör ich nicht hin.
Am Anfang meines Studiums hab ich hier ein Paar Freunde gefunden, darunter auch meinen besten Kumpel, der nun weggezogen ist und zu dem ich keinen Kontakt mehr habe, leider. Das schlimme ist, ich hab auch noch keine Zeit neue Leute kennenzulernen, komme selten weg und wenn, dann möchte ich nicht gerne alleine weg... Ich hab keine Freunde mehr... und das tut weh...
Auf der Straße sehe ich die Menschen, in ihrem Trott und ich weiß, ich bin nicht so wie sie und fühle mich allein, ziehe allein umher.
An der Uni treffe ich Leute und auch bin ich keine von Ihnen, wir haben nichts gemeinsam, nicht wirklich und wieder bin ich allein in meinen Vorlesungen in meinen Pausen...
Abends flüchte ich mich hin und wieder in den Chat und auch da, während sich andere prächtig unterhalten und zu amüsieren scheinen fühle ich mich fehl am Platz...
Ich dachte vielleicht schaffe ich es online Leute kennenzulernen und hab mich in eine Gothic- Communtiy eingetragen... doch scheinbar werde ich von allen ignoriert, auch da scheine ich nicht reinzupassen...
Manchmal laufe ich Tagelang umher, wenn mein Freund nicht da ist und ich merke irgendwann, dass ich mit niemandem geredet habe, außer vielleicht mit meiner Familie telefoniert oder mit der Kassiererin im Supermarkt beim Bezahlen...

Verdammt, ich fühl mich einfach so allein, ich weiß nicht wohin ich gehöre...
Manchmal wenn ich allein durch die Gegend ziehe, dann denk ich mir wie schön es wäre, Freunde zu haben, gemeinsam zu lachen, was zu machen zu reden, sich einfach so zu treffen...
Vielleicht bin ich auch nciht gesellschaftsfähig... wieso scheint das bei allen Menschen so natürlich zu sein, nur mir fällt es so schwer... oder ich krieg nichtmal die Chance dazu?

Ich weiß nicht mehr was tun, vielleicht hat irgendwer von euch einen Rat... oder vielleicht kennt jemand das Gefühl...
ProsperinaHallo nimoe,

wie lange bist Du denn schon an dieser Uni?

Ich habe auch erst vor kurzem meine Fächerwahl geändert und dadurch natürlich ein völlig neues Umfeld bekommen an der Uni. Plötzlich ein Massenstudiengang mit tausend Gesichtern, die man einmal sieht und beim nächsten Mal erinnert man sich kaum an sie.

An manchen Tagen bin ich an der Uni und rede außer Dingen wie "Ist der Platz noch frei?" und ähnlichem kaum was. Man sieht sich in Vorlesungen, Seminaren und läuft danach wieder auseinander. Wildfremde, die sich jede Woche zusammensetzen und sich doch nicht kennen.

Ich will ja Leute kennenlernen, aber vermutlich ist irgendwo auch genau das das Problem. Das Wollen und daß man sich nicht traut.

Mir geht es vermutlich besser als Dir, da ich nicht die Uni gewechselt habe, sondern nur die Fakultät, aber dadurch schlafen derzeit auch einige Bekanntschaften ein, auf die ich immer wert gelegt hatte, die über Jahre gewachsen waren und sich jetzt am Ende wohl doch nur als eine Art intensivere Zweckfreundschaft herausgestellt haben.

Richtige Freunde aus der Zeit vor der Uni (Schulfreunde...) habe ich kaum noch. Man hat sich viel zu weit auseinander entwickelt und alles basiert auf Oberflächlichkeiten. Mir fehlt nur die Kraft, diese toten Freund- und Bekanntschaften in Frieden ruhen zu lassen, man denkt, man muß doch was tun, man kann nach so vielen Jahren (teilweise ja fast 20) das nicht einfach so wegwerfen? Und gerade da tut es weh, wenn man zusehen kann, wie man sich entfremdet, nachdem man genau genommen einen Großteil des Lebens zusammen verbracht hat...
fraeulein grauoyy. kenn' ich gut. ich hab' die erfahrung gemacht, dass ich für'n neues soziales umfeld mindestens 4 monate brauche, ein richtiger freundeskreis braucht min. 2 jahre.. aber es geht, auch wenn man sich zwischendurch hundeelend und allein fühlt. irgendwann kommt der punkt, an dem ich wahllos nett aussehende leute an parties mit "willst du dich unterhalten, du stehst ja auch nur so 'rum" anhaue, einfach weil ich mit irgendwem quatschen muss. erfreulicherweise klappt das dann auch oft, schliesslich hat sich jeder schon mal einsam gelangweilt, obwohl freitagabend ist, oder? na, und ab da geht's dann meist aufwärts. aber vorher brauch' ich eewig, um mich aufzuraffen, auf leute zugehen is eigentlich gar nicht so meins..

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