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  Forum: Auswege
    Thema: Probleme mit dem Essen... Magersucht?
FreyjaNach langer Zeit melde ich mich mal wieder in diesem Forum... weil ich wieder einmal kurz vorm Verzweifeln bin

Ich kann seit ca. einem Jahr nicht mehr normal essen, und ich weiß auch nicht wie ich es lernen soll. Angefangen hat alles kurz vor den Sommerferien letztes Jahr, weil (wieder mal) viel zu viel auf einmal passiert ist, was ich nicht verkraften konnte, alte Wunden wurden aufgekratzt und ich wusste wieder mal nicht, wie ich "Hilfe" sagen sollte, außer wenn ich mir selbst weh tue. Außerdem wollte ich auch jemand anders damit wehtun. Ich hatte schon immer diesen Hang zur Selbstzerstörung... den ich loswerden will. Wie auch immer, ich wog - bevor ich da hineingeschlittert bin - gute 50 Kilo, bei 18 Jahren und 1,62 m also recht normal und schlank, habe dann von einem Tag auf den anderen zu essen aufgehört und wog am Ende der Woche nur noch 40 Kilo.

Und seitdem komme ich da nicht mehr raus, anfänglich war ich total kraftlos, habe ernsthaft daran gedacht mir wirklich schlimme Sachen anzutun, natürlich hat meine Periode ausgesetzt, ich hab gefroren, war ziemlich depressiv und so weiter. Ich war dann zwischendurch wieder auf 50/52 Kilo, war auch in Gesprächstherapie, was zwar ganz nett war aber mich auch nicht "gesund" gemacht hat. Bis vor kurzem war ich dann auf 45 Kilo, jetzt schwankt es zwischen 46 und 47, aber ich fühle mich überhaupt nicht wohl... 45 müssen es sein, keine hundert Gramm mehr.

Ich kann nicht aufhören Kalorien zu zählen, mich fett zu finden, mein Selbstbewusstsein ist total am Boden, ich bin richtig eingeschüchtert, obwohl ich früher - was mein Aussehen betrifft - immer recht selbstbewusst war.

Ich wollte fragen, ob mir jemand vielleicht sagen kann wo ich Hilfe finde (komme aus Wien), da mir die Gesprächstherapie nicht wirklich geholfen hat, ich außerdem kaum Geld habe und einfach nur endgültig da raus will.

~Freyja
kaisuwas ich dir auf jeden fall raten würde is, dein selbstvertrauen/bewusstsein aufzubaun. such dir ne freund/in die/der dich unterstützt und unternehm regelmäßig etwas mit ihnen. wie sport(vereine) oder andere hobbys, die dich ablenken.
wenn ich in so einer situation wäre (auch ich fing schon an kalorien zu zähln und nahm ab, hab mich aber rechtzeitig gefangen - hab mir gesagt, es muss schmecken, ich muss mich wohlfühlen - ertappe mich zwar immer noch wenn ich hunger auf schoki hab und dann denke - "verdammt nich essen, dass setzt doch an" aber mein andres ich scheucht diesen gedanken zum glück schnell weg - hab den kompromis gefunden, mehr obst und gemüse zu essen anstatt brot, schoki, etc)
würde ich mir auf jeden fall die gesagte unterstützung im freundeskreis/kollegen suchen vllt is ja jemand dabei, der ähnliche probleme hat/te.

hilfe in deiner nähe kann ich leider nich empfehlen, da ich nich aus deiner gegend komme.

greetz
Mondelfe18Hallo liebe Freya,

Ich würde mir professionelle Hilfe suchen. Nicht unbedingt eine Gesprächstherapie machen, weil die ja, wie du sagst, nicht wirklich geholfen hat. Wichtig ist aber, dass du Hilfe in Anspruch nimmst. Wenn ein Arzt eine Essstörung bei dir feststellt, kannst du ja eventuell in eine spezielle Einrichtung für Essgestörte vermittelt werden. Oft zahlt das die Krankenkasse. Erkundige dich einfach mal bei deinem Hausarzt oder suche den Kontakt zu einer Beratungsstelle.

alles Gute,
Mondelfe
OnissaHallöchen :)

Gesprächstherapie ist doch ein guter Ansatz,
dass diese nicht geholfen hat kann verschiedene Gründe haben.
z.B. war es nicht der richtige Therapeut oder es war nicht lang genug

Du hast natürlich auch die Möglichkeit in eine Kur zu fahren (keine Klinik, sondern Berge, Seen und Flüsse etc ;) )

Dort lernst du was du essen darfst und was nicht.
Was gut für dich ist, was in deinem Alter normal wäre uvm.
Du hast psychische sowie auch physische Betreuung.
Da kommst du über deinen Hausarzt ran.

Das würde ich z.B. machen um erstmal das Gröbste zu verarbeiten, und danach die Therapie um die gelernten Dinge auch im Alltag umzusetzen und zu festigen.
Nebenbei kannst du später auch noch in eine Selbsthilfegrp. dort findest du Menschen die sich mit den gleichen Problemen rumschlagen und wirst gleichzeitig mit ihren Meinungen konfrontiert auf freindliche Art und Weise.

Alles kostet nichts.

Selbsthilfegrp werden in allen größeren Städten angeboten und sind kostenlos, da sie meistens auf Vereine gründen.

Die Kur bezahlt die Krankenkasse oder der Rentenversicherungsträger.

Und die Therapie...weißt ja ;)

Natürlich musst du für dich erstmal wisse, was du möchtest.
Und wenn du etwas anfängst muss dir klar sein das da richtig schwierige Zeiten auf dich zukommen.

Es hat seine Gründe, dass du Essgestört bist...und die zu erkennen kann sehr weh tun.

Aber was zählt ist das Endergebnis, von daher viel Glück ;)


Carpe Diem
Onissa
MalvinaEs klingt ein wenig so als ob du dich selbst versuchst klein zu machen / klein zu halten (unsichtbar?) um dich zu schützen.

Eine geeignete Therapie finden ist nicht leicht. Es muss einem schon jemand gegenüber sitzen, dem man sich wirklich komplett anvertrauen mag, sonst kommt man nicht tief genug um die Ursachen an der Wurzel zu packen.

Adressen bekommt man meist bei Ärzten und Krankenkassen.

Lieben Gruß
Malvina
rosenkind[QUOTE]ch außerdem kaum Geld habe und einfach nur endgültig da raus will.[/QUOTE]

mal eine zwischenfrage: das klingt so, als bezahls tdu das selber(?)
in DE wird das von der Krankenkasse bezahlt, wie es ist Österreich ist, weiß ich nicht, aber ich vermute auch nicht anders.

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