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  Forum: Auswege
    Thema: Angst
CrissyWo fange ich an... Also ich habe vor so vielen Dingen Angst.Grad im Moment ist es die Angst das mein Freund sich net mehr meldet.Wir telefonieren jeden Tag um 22 uh. Gestern hat er net angerufen.Ich weiß das ich mir eigentlich keine Sorgen machen muss.Er hat gesgt wenn das passiert ist er eingeschlafen und ruft am nächsten Tag an.Ich kann vertsehen wenn ihr jetzt sagt warum macht sie sich Sorgen? Dies ihat Gründe.Ich wurde oft genug einfach fallen gelassen.Ich weiß net wie ich mit dieser Angst umgehen soll.
LG Crissy
fragmentWas meinst du mit Angst vor vielen Dingen?
Diffuse Angstzustände, die erstmal nichts miteinander zu tun haben?
Oder sind es vergleichbare Situationen...ist also irgend ein Muster erkennbar (z.B. Verlustangst)?
CrissyJa und Nein.Verlust Angst defenitiv.Aber auch davor das ich net ausreiche.Das bringt mich immer wieder auf dumme gedanken.Oft hab ich ja net mal ne Ahnung warum.Danke schon mal LG Crissy
MontroseAn diesem thread bin ich mehrfach vorbeigekommen und es wundert mich, dass niemand antwortet. Vielleicht liegt der Grund darin, dass andere auch keine Antwort wissen.

Es wäre gelogen zu behaupten, dass man nicht fallengelassen, abgelehnt werden kann, womöglich für andere nicht ausreicht.

Vielleicht steckt die Antwort darin, was dann übrig bleibt. Das, worum ich keine Angst haben muss, dass es verlorengeht, muss in mir unabhängig von anderen sein. Oder aber auch größer als ich und alle anderen sein. In Robinson Crusoe verwirklichte sich nicht nur Robinson Crusoe, sondern er brachte ein übergeordnetes Prinzip auf seine Insel, nämlich Mensch zu sein.
anamcaraHallo,
das kommt mir bekannt vor und es ist ja nun meist so, dass diese Angst daher rührt, dass man eben schon schlechte Erfahrungen gemacht hat und daher ständig Angst hat, dass sie sich wiederholen könnte.
Vielleicht versuchst du mal, das positive zu sehen, also, dass er sich melden wird. Wenn er sich nicht meldet, dann hat er dir ja schone eine Erklärung dazu geliefert.
Du könntest auch mit ihm darüber sprechen, dann bist du mit diesem Gefühl nicht mehr so allein.
lg cara
CrissyHab ich.Er aht am nächste Tag gegen 4 uhr früh angerufen.Er war tatsächlich eingeschlafen.Doch ich hab auch noch vir anderen dingen Angst.Menschen zum Beispiel oder besser gesagt diese an zu sprechen.Einfach Horror für mich.Ganz lieben Dank.
LG Crissy
StilleSeeleWenn er Dich 4 Uhr früh anruft, hast Du ihm sicher von Deiner Angst erzählt, oder? Diese Angst zu mildern geht am besten mit Offenheit und falls es geht die Möglichkeit für Dich ihn anzurufen. Wenn Du das paarmal gemacht hast und Du ihn geweckt hast, wirst Du es nicht mehr machen weil Du eine gewisse Sicherheit gewonnen hast. Ängste kann man nur abbauen in dem man sich ihnen stellt. Das mag einfach klingen, ist es aber überhaupt nicht. Es bedarf sehr viel Mut vorallem, wenn eine Reaktion von einer fremden Person mal nicht so ist wie Du es erhoffst, nicht aufzugeben. Garantiert wird es irgendwann einmal Momente geben wo sich sozusagen eine Angst erfüllt oder bewahrheitet. Allerdings wirst Du viel häufiger die Bestätigung bekommen, dass Du gar keine Angst davor haben musst/musstest. Wie mit dem Anruf, er kam zwar etwas später, hat Dir aber gezeigt Dein Freund denkt an Dich...
anamcaraHallo nochmal,
ich denk einfach, dass man erstmal dazu bereit sein muss, wieder zu lernen, jemandem zu vertrauen. Enttäuscht werden kann man immer und das wird auch nie aufhören. Aber das man versucht, einem Menschen ohne böse Vorahnungen (zB. "Er wird mich sitzen lassen") zu begegnen. Dass man den Menschen die man gern hat und die einen auch gern haben einfach mal eine Chance gibt. Das ist ganz schwer, ich lern das auch grad erst wieder, aber vielleicht hilft das ja ein wenig.
lg cara
CrissyDanke dir Cara.Ich versuch es ja auch.Aber sit sehr schwer.Glaub mir ich vertrau ihm sonst total bloß danet.Hat vllt auch was mit dem Altersunterschied von 19 Jahren zu tun.
LG Crissy
TöggelieNehmen wir mal an, er würde dich tatsächlich verlassen, was würdest du dann tun? Ich denke mal, du würdest mit ihm darüber reden und um ihn kämpfen, richtig?
Das ist doch schonmal n tröstlichr Gedanke, oder? Du bist nicht machtlos. Du kannst durchaus noch etwas bewirken, sollte es je so weit kommen.
Ich finde es sehr hilfreich, sich das richtig bewusst zu machen.

Ich habe mal gelesen, dass man Sorgen, die mit der Formulierung "Was wäre wenn...?" beginnen, gar nicht allzuviel beachtung schenken sollte, da man sich damit meist nur richtig übel verrückt macht.
Es gibt nunmal (leider? Gott sei Dank?) Dinge, die du niemals voll unter Kontrolle haben kannst. Du ruinierst sie sogar beim Versuch dabei.
Es bleibt einem wirklich nichts anderes übrig, als eben genau da aufzuhören und einfach Vertrauen zu haben. Und das wirst du bestimmt irgendwann hinbekommen...einfach, weil dir gar nichts anderes übrig bleibt.


Aber ich kann durchaus nachvollziehen, wie dir zumute ist. Man macht ein paarmal schlecht Erfahrungen, sieht vielleicht die ersten Male leicht verletzt aber großzügig drüber hinweg, aber irgendwann funktioniert das eben nicht mehr und man weiß einfach nicht, woran man festmachen kann, ob es wieder passiert oder nicht. Es fühlt sich eben richtig übel an.

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